Sin Roswell

Web Novel Deutsch

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Kapitel 94

Ich bin wiedergeboren und die Probleme der Geistlichen?

In einer geheimen Kammer im Reich Tuzato saßen mehrere ältere Männer und berieten sich. Am auffälligsten von den alten Männern war nur der in weiß gekleidete Papst Silvester.

„Meine Herren, ich verstehe eure Sorgen, aber wir dürfen jetzt nicht den Kopf verlieren. Betrachtet es als eine Prüfung der Göttin, dass das Kaiserreich Osnain… uns unter Druck setzt.“ beruhigt der Papst die Männer.

„Aber eure Heiligkeit, es ist noch nie zuvor passiert, dass eines der Nachbarländer uns so offen droht!“ sprach einer der Männer panisch.

„Ich bitte um Entschuldigung, aber was genau will das Kaiserreich von uns?“ fragte ein anderer Geistlicher.

„Sie wollen von uns eine Entschuldigung zum Mord des Kaisers Godelot haben, sowie die Köpfe der Verantwortlichen. Des weiteren wollen sie eine Entschädigung haben und eine Aufklärung, ob wir in der Vergangenheit die anderen Kaiser dazu angestachelt haben einen Krieg gegen Efrana zu führen. Und letztendlich soll unsere Heiligkeit Kaiserin Emilia anerkennen und um Vergebung für den Mord bitten.“ erklärt Erzbischof Georg.

„Das… ist eine Unverschämtheit! Seit wann fordern diese Kinder ausgerechnet was von uns?!“ schimpfte ein Geistlicher.

„Nun, der letzte Bericht lässt nichts gutes vermuten. Sie ließen unseren Botschafter verhaften und durchsuchten die Botschaft. Ich hoffe, dass der Mann seine Zunge hält, aber… mehr Sorgen macht mir die Reichskanzlerin, die dort ihr Amt ausübt.“ sagt Erzbischof Georg.

„Noch eine Frau?! Sind sie denn dort alle wahnsinnig geworden? Nur die Göttin kann die Entscheidungen treffen, wie können sie es wagen, andere Frauen ebenso das Entscheidungsrecht zu geben.“ erboste sich ein Geistlicher.

„Nun, vermutlich hätten wir weniger Probleme, wenn es nur die Kaiserin Emilia wäre. Sie ist jung und man könnte sie manipulieren. Aber dies endet mit der Reichskanzlerin.“ meint Erzbischof Georg.

„Könnt ihr mir mehr über diese Frau sagen? Ich kenne weder ihren Namen noch woher sie kommt.“ fragt nun Papst Silvester.

„Natürlich eure Heiligkeit. Reichskanzlerin ist die Abenteurerin Sina die Verteidigerin. Sie… hat mehrere große Rollen in der letzten Zeit gespielt, vor allem hat sie eine Armee der Untoten aufgehalten, die Armee des Königs besiegt ohne Einsatz von Waffen und dabei ist auch niemand gestorben und vor kurzem erst wurde die Armee des Kaiserreiches beinahe ausgelöscht.

Nicht nur ist sie Reichskanzlerin, sondern ist auch Trägerin von „Hope“, die sie vom König Karl-Horst übertragen bekam zusätzlich wurde sie in den Adel geschlagen. Sie genießt ebenso das Vertrauen der Abenteurer und ihr aktueller Rang ist S, wobei wir mitbekommen haben, dass sie demnächst auf SSS aufgestuft wird.

Sie ist im Besitz einer großen modernen Villa und lässt mehrere… Monster bei sich hausen, unter anderem Vampire und Geister.

Wir sind nicht in der Lage herauszufinden, woher sie kommt oder wie sie an ihre Stärke gelangt ist, aber… wir haben Zweifel, dass sie überhaupt ein Mensch ist, obwohl unsere Spione trotzdem bestätigen, dass sie ein Mensch sei.

Wenn ich meine Vermutung äußern darf, dürfte sie der Grund sein warum nun die Armee vor unserer Grenze nun… es sieht nach Übungen aus, aber manche ihre Aktivitäten landen auf unserem Land. Ich weiß nicht was ich davon halten soll, aber es ist nicht auszuschließen, dass sie auch darauf warten, uns tatsächlich anzugreifen.“ beendet Erzbischof Georg seinen Bericht.

Ein beklemmendes Schweigen war nun im Raum. Selbst der Papst staunte, dass jemand so gefährliches auf Alliancia rumläuft.

„Hmm… das gefällt mir nicht. Ich weiß leider aber auch nicht, was wir gegen diese Frau machen können, denn sie hat zwei Reiche hinter sich sowie die Abenteurer. Wenn wir offen gegen sie vorgehen, machen wir uns noch mehr Feinde und mein Gefühl sagt mir, wenn wir wirklich was gegen sie unternehmen, es nur zum scheitern verurteilt ist.“ streichelt Papst Silvester seinen Bart.

„Aber wenn wir nicht irgendwelche Antworten liefern, wird es zu einem Krieg kommen!“ rief einer der Geistlichen.

„Wenn ich einen Vorschlag machen dürfte eure Heiligkeit.“ bietet Erzbischof Georg eine Idee an.

„Ihr dürft reden.“ nickt der Papst.

„Wir werden abstreiten, dass wir die Kriege bewusst provoziert haben, egal was sie für Beweise haben und müssen den Botschafter aufgeben und als Verräter abstempeln. Ich weiß das wir noch ein paar… Ungläubige im Kerker sitzen haben. So leid es mir tut, aber opfern wir ihre Leben für eine größere Sache und zwar die Neutralität. Aber ob ihr Kaiserin Emilia anerkennen wollt und euch sogar entschuldigt, dass müsst ihr selbst entscheiden.“ sagte der Erzbischof nüchtern seinen Plan.

„Ihr wollt unsere Leute opfern? Die Göttin hätte dies niemals verlangt!“ wand ein Geistlicher ein.

„Hmm… das ist zumindest vorerst eine brauchbare Lösung.“ grübelt der Papst laut, bis jemand an die Tür klopft.

Ein Ritter trat ein und salutierte. „Eure Heiligkeit. Ich bringe schlechte Nachrichten.“

„Berichtet!“ verlangte der Papst Silvester zu wissen.

„Die königliche Armee aus Efrana steht an der anderen Seite unserer Grenze und macht ebenso ihre Kriegsübungen wie das Kaiserreich. Der Botschafter aus Efrana gab zu erkennen, dass der König sauer ist, da wir angeblich Kanzler Thorgil bei dem Putsch mit Geldern unterstützt haben.“ erzählt der Ritter.

Alle Geistlichen sowie auch Erzbischof Georg und Papst Silvester wirkten fassungslos. „Bei der Göttin. Ich habe das Gespräch vergessen, was wohl in den letzten Tagen stattgefunden haben muss.“ erinnert sich der Erzbischof Georg.

„Hat der Botschafter noch was zu sagen gehabt?“ fragte ein Geistlicher.

„Er fordert eine Entschuldigung vom Papst höchstpersönlich sowie eine Aufklärung welche Rolle wir in den früheren Kriegen gespielt haben. Angeblich hätten sie Beweise gefunden, dass wir früher die Könige angestachelt haben gegen das Kaiserreich einen Krieg zu führen. Außerdem verlangt der König eine Entschädigung binnen zwei Wochen, sonst erklärt er uns den Krieg und wird das Kaiserreich ebenso bitten, in unser Land einzumarschieren.“ berichtet der Ritter weiter, aber er wurde selber ziemlich blass.

„Was… ist auf einmal los mit der Welt?“ stottert einer der Geistlichen.

„Ich würde gerne wissen, was der König und die Kaiserin besprochen haben und wie weit die Reichskanzlerin Sina in dieser Sache involviert ist. Vermutlich war sie es, die den König darauf Aufmerksam gemacht hat. Wenn nur eines der Länder uns bekriegen würde, könnten wir uns verteidigen, aber niemals gegen zwei.“ dachte der Erzbischof laut.

„Bei der Göttin, was haben wir getan, dass wir ihre Wut zu spüren bekommen? Haben wir nicht all die Jahrhunderte stets eure Wünsche umgesetzt?“ murmelt der Papst Silvester.

„Ich schlage vor, dass wir die… heiligen Krieger gegen diese Sina einsetzten.“ warf einer der Geistlichen seine Idee ein. „Wenn sie… nicht mehr unter uns weilt, können wir vielleicht das Ruder wieder an uns reißen.“

„Nein… wenn diese Frau wirklich so stark ist, schicke ich nur Lämmer in den Tod. Wir gehen vorerst auf die Forderungen der beiden Länder ein, auch wenn ich damit meine Vorgänger sowie die Nachfolger beschämen werde, aber wir dürfen uns nicht in einen Krieg ziehen lassen!“ befahl der Papst und die Geistlichen reagieren geschockt.

„Aber eure Heiligkeit…“ wollte einer der Geistlichen widersprechen.

„Bisher hat unsere Taktik immer funktioniert, aber nun ist es vorbei. Wir werden neue Taktiken entwickeln müssen, denn scheinbar sind in letzter Zeit zu viele Fehler gemacht worden und nun haben wir den geballten Zorn der Länder auf uns gerichtet. … Ist es möglich das wir diese Sina auf unsere Seite ziehen können?“ überlegte der Papst laut.

„Unwahrscheinlich, denn sie respektiert keine Autorität, aber… wir können ihr ja zumindest in der Zukunft eine Einladung aussprechen und sehen, was die Zukunft verspricht.“ gab Erzbischof Georg seine Idee kund.

„Wir haben schon schwierige Ungläubige bekehren können. Es ist alles nur eine Frage der… Überzeugung.“ streichelt der Papst Silvester seinen Bart.

Eine Woche später kam eine Delegation aus Tuzato und wurde Kaiserin Emilia vorgestellt, wobei auch Sina und Sherry anwesend waren.

„Mein Name ist Georg, ich bin Erzbischof und die rechte Hand von Papst Silvester. Ich spreche in seinen Namen.

Ich bedaure die Umstände, die eurem Vater zugestoßen sind und geben ihnen die Köpfe der Verräter, die mit dem Botschafter gegen den Willen der Göttin vorgegangen sind. Bedauerlicherweise wissen wir nichts zu den Vorwürfen, dass wir angeblich die Kriege manipuliert hätten und sind daher gezwungen, euren Wunsch zurückzuweisen.

Im Namen des Papst Silvester erkenne ich euch als Kaiserin an und wünsche euch den Segen der Göttin. Als… Entschädigung geben wir euch fünf Kisten Goldmünzen und hoffen, dass ihr uns verzeiht, dass wir die Verräter nicht frühzeitiger entdeckt haben.“ verbeugt sich Georg tief.

„So? Diese Männer sollen die Verräter sein? Zu dumm aber auch, dass ihr sie getötet habt, bevor sie befragt werden konnten. Es können auch irgendwelche Gefangene gewesen sein.“ ätze Reichskanzler Sina.

„Mit wem habe ich die Ehre zu sprechen?“ fragte Erzbischof Georg freundlich.

„Das ist meine Kanzlerin Sina, die unter anderem mein Reich sowie das Militär verwaltet und ich muss ihr Recht geben. Was bringen uns die Köpfe, wenn sie uns nichts sagen können?“ nahm Emilia Sina in Schutz.

„Ich entschuldige mich persönlich für die voreilige Aktion. Wir… sind es nicht gewohnt, dass man gewisse Dinge von uns fordert.“ verbeugte sich Georg wieder.

„Kann ich mir vorstellen, wenn man all die Zeit nur zwei Länder gegeneinander aufhetzt. Man wird faul und macht irgendwann Fehler und die decken wir immer mehr auf. Scheinbar klopft die Armee aus Efrana ebenso an eurer Tür, da dürfte der König den einen oder anderen Beweis gefunden haben, dass ihr eure Griffel im Spiel hattet.

Ich frage mich ernsthaft, warum wir nicht einfach bei euch einmarschieren und das alles beenden? Wir schlagen euch nieder und teilen das Land zwischen uns auf. Irgendwie finde ich die Idee ziemlich reizvoll.“ sagt Sina.

Erzbischof Georg schwitze nun im gesamten Gesicht. Er hatte sich das Gespräch anders vorgestellt, aber nachdem er Sina kennengelernt hatte, merkte er selbst, wie gefährlich diese Frau ist und er soll ihr noch eine Einladung aussprechen?

„Wir… suchen noch nach weiteren Verrätern. Wenn eure Behauptung stimmt, dürfte es eine spezielle Gruppe sein, die dies alles umsetzte. Ich… kann euch nur um mehr Zeit bitten.“ stottert Georg mit einer Lüge.

„Was meinst ihr Kaiserin Emilia? Sollen wir ihnen eine Gnadenfrist geben oder gleich einen Schlussstrich ziehen?“ fragte Sina nach.

„Hmm… ich gebe euch Zeit, aber ich will Ergebnisse sehen. Lebendige Ergebnisse, habe ich mich deutlich ausgedrückt?“ strahlte Emilia ihre kaiserliche Aura aus.

„Ich danke euch im Namen des Papstes sowie der Göttin, dass ihr uns die Zeit erlaubt.“ dankte der Erzbischof Georg.

„Aber lasst euch nicht allzu viel Zeit. Ich habe gehört, dass der General es kaum abwarten kann, bei euch einzumarschieren. Was mir gerade einfällt, aber ich habe einen Bericht bekommen, wo ihr in letzter Zeit mit Monstern zu kämpfen habt, die sich explosionsartig ausgebreitet haben?“ grinst Sina böse und Georg verstand ihren Hinweis.

„Ich danke für euer Mitgefühl, aber seid unbesorgt. Die Ritterorden kümmern sich schon um die Monster.“ schwitzte Erzbischof Georg weiter.

„Na dann, ihr dürft nun wieder verschwinden.“ warf Sina die Delegation aus dem Thronsaal raus.

Erzbischof Georg sowie seine Geistlichen verbeugten sich und hatten es eilig, den Thronsaal zu verlassen. „Warum habt ihr die Einladung nicht ausgesprochen?“ fragte einer der Geistlichen.

„Weil sie sehr feindlich auf uns eingestellt ist. Ich muss befürchten, dass sie sich nicht wirklich bekehren lässt. Vor allem… sie machte mir unheimliche Angst und das hatte ich schon lange nicht mehr erlebt…“ flüstert Georg.

„Und Emilia? Was denkst du?“ fragt Sina, nachdem die Damen wieder in Emilias Zimmer waren. Sherry trank einen Tee und Emilia grübelte.

„Du hattest recht, sie würden alles tun, um weiter Neutral zu bleiben. Das Gold ist eine nette Starthilfe, aber ob ich ihnen verzeihen kann? Da habe ich doch meine Zweifel zumal die Köpfe mich nicht wirklich überzeugt haben.“ meinte Emilia.

„Das sehe ich ebenso. Wenn Lion die Übungen mit den Offizieren durch ist, dass sie auch ohne seine Anweisung einen Angriff durchführen könnten, sollten wir ihn wieder hier in der Hauptstadt haben. Seine Meinung ist auch sehr willkommen und sollte dieser Schleimer Georg wiederkommen mit *hust* lebenden „Verrätern“ kann er ja auch seinen Kommentar dazu abgeben.

Es würde mich nicht wundern, wenn sie sich nun ein paar Geistliche schnappen und ihnen das eintrichtern, was wir hören wollen. Aber letztendlich müsst ihr entscheiden, ob wir einen Krieg wollen oder nicht. Das gleiche gilt auf für Efrana, wobei der König in dieser Hinsicht leider nicht so aggressiv agieren wird wie wir.“ sagt Sina.

„Wann gehst du eigentlich zu dem Gildenmeister?“ fragte Sherry. „Stimmt, ich werde ihn morgen aufsuchen und… langsam überlegen, ob ich wieder nach Hause gehe.“ kündigt Sina die nächsten Schritte an.

„Schon? Kannst… du nicht vielleicht noch ein bisschen länger bleiben?“ versucht Emilia Sina zu überreden, aber sie schüttelt nur den Kopf.

„Was heißt schon? Ich bin meines Erachtens schon viel zu lange hier. Mit Lion habt ihr den richtigen Mann an eurer Seite, denn er kann auch die unangenehmen Arbeiten übernehmen. Wenn es dann wirklich mal brennen sollte, schickt mir einfach einen Boten und dann kann ich immer noch meine Meinung dazu sagen. Mich dürstet es langsam wieder nach Abenteuern!“ nickte Sina.

„Sag mir einfach nur frühzeitig Bescheid, wann du gehst, damit ich mich ebenso vorbereiten kann.“ akzeptiert Emilia die Entscheidung traurig.

„Lasst den Kopf nicht hängen. Seitdem ihr Kaiserin geworden seid, habt ihr euch ebenso verändert. Ihr könnt nun bewusster Entscheidungen treffen und habt ja die meisten Arbeiten von mir abgenommen. Ich wüsste nicht, wobei ich noch helfen soll außer mit Tuzato.“ tröstet Sina.

„Genau Emilia, du bist viel selbstbewusster geworden. Ich werde dich zwar vermissen, aber im Herzen sind wir doch weiterhin in deiner Nähe.“ muntert Sherry Emilia auf.

„Danke… wirklich. Vielen Dank das ihr mir soweit geholfen habt.“ ist Emilia den Tränen nahe.

„Du schaffst das schon. Dein Vater selbst vertraute dir ja, dass du es schaffst.“ lächelt Sina.

Kapitel 93

Ich bin wiedergeboren und muss Diplomatie verwalten?

In den letzten Tagen sind folgende Ereignisse passiert. Der Botschafter wurde gebrochen und war sehr geständig gewesen. Tuzato hat wie Sina es behauptet hat, tatsächlich gewollt, das Leonardo einen Krieg führt und hat daher seine Unterstützung angeboten, was er dankbar annahm.

In der Botschaft selbst fand man weitere Giftflaschen, die Sina abnahm für… weitere Test. Aber wichtiger war, das man Schreiben fand, die dem Botschafter befahlen, dies umzusetzen. Dummerweise war der Autor klug genug gewesen und hat keine Hinweise hinterlassen, wer den Befehl gab.

„Ist egal, aber mit diesen Beweisen haben wir mehr als genug Gründe Tuzato in den Arsch zu treten.“ kommentierte Sina und General Lion stimmte ihr ebenso zu. Dieser hat inzwischen die Armee an die Front von Efrana nach Tuzato verlegt und diese üben nun fleißig, wie sie mehr oder weniger das Land angreifen würden.

Der Botschafter hat ebenso seine Nachricht an den Papst weitergeleitet und nun wartet man auf die Antwort von ihm. Die Spione berichteten, dass in deren Hauptstadt überall Panik herrscht, weil das Kaiserreich mit einem Krieg drohte.

„Es ist nur eine Frage der Zeit. Sie mögen vielleicht Meister der Manipulation sein, aber im Gegensatz zu uns oder Efrana haben sie über Krieg eigentlich kaum Erfahrung.“ nickte Sina zur Emilia.

Die anderen Befehle von Sina wurden größtenteils ebenso umgesetzt. Die Hydra ist weg und das Militärgebiet wurde aufgeräumt, in den Bunkern fand man die vermissten Wissenschaftler sowie General Morne, aber noch weitere Exemplare der Mechs und Monster.

„Hmm, lasst sie weiter entwickeln, aber die Monster… lasst sie frei in Tuzato.“ grinste Sina böse und dies wurde umgesetzt. Dabei wurde Sina aufgeklärt, dass die Wissenschaftler ein neues Metall entwickelt haben und gab den Befehl mehrere Werkzeuge herzustellen für Sherry.

„Bist du sicher?“ fragte Sherry, aber Sina nickte nur. „Aber sicher, statt das wir dein Werkzeug kaufen, besorgen wir einfach das Beste kostenlos!“

Sherry arbeitet nun öfters in der Gilde und nahm A-Aufträge an. Sie läuft immer noch im Kimono von Sina herum und erlangt den Ruf „Exotische Schönheit“, auch ansonsten ist sie sehr beliebt bei den Abenteurern, obwohl Sina vernommen hat, dass ihr Pech sich ebenso gemeldet hat.

„Es war schrecklich… ich wollte nur bestimmte Pflanzen sammeln. Auf einmal kam ein Ogerkönig und ich musste ihn alleine töten.“ weinte Sherry bei Sina aus.

„Du… falls du es nicht bemerkt hast, aber… Du bist stärker geworden. Den letzten Ogerkönig habe ich getötet.“ tröstet Sina Sherry und streichelt ihre Haare.

„Aber trotzdem…“

Die Kunde, dass die Gildenmeister wieder zurück sind, bereitete sich wie ein Lauffeuer aus und die Abenteurer kehrten ebenso zurück. Dadurch wurden die Banditenprobleme stark begrenzt und das Volk wurde sicherer.

„Ah, bevor ich’s vergesse, aber der Gildenmeister Asiona wünscht dich zu sprechen Sina. Wenn du demnächst mal Zeit hast, sollst du ihn aufsuchen.“ erinnert Sherry die Bitte des Gildenmeisters.

„Verstehe, werde ich machen, aber heute findet das Gespräch mit dem König statt. Du bist natürlich auch dabei.“ grinst Sina, aber Sherry wollte lieber woanders sein, wenn Sina „so“ grinste.

„Wie sind die Übungen mit Emilia?“ fragte Sina nach dem Stand der Dinge. „Sie macht sich. Am Anfang hatten wir unsere Probleme, bis wir ein Buch gefunden haben mit Tipps, die wir bei den Gesprächen einsetzen können und seitdem klappt es immer besser. Ich habe gehört, das Emilia nun selber einige Arbeiten von dir abgenommen hat Sina?“ berichtet Sherry.

„Ja, die Militärplanung sowie die Zusammenarbeit mit dem Volk sowie Abenteurer wollte sie unbedingt haben, womit ich kein Problem hatte. Nur… die unangenehmen Sachen soll ich weiter machen wie der Scheinkrieg gegen Tuzato und innere Sicherheit im Reich, aber ehrlich. Das kann Lion ebenso gut.“ rollt Sina ihre Augen.

„Falls du es nicht wusstest, aber du scheinst beliebter zu sein als Emilia, zumal durchgesickert ist, dass du angeblich das Militär besiegt hast. Nun, Emilia ist jünger als ich und muss sich erst den Ruf erwerben, aber ich bin da guter Dinge. Die Bewohner in der Stadt sind viel aufgeschlossener geworden und lachen sogar. Das war am Anfang, als wir ankamen, komplett anders gewesen.

Bisher hat es keiner laut ausgesprochen, aber sie sind alle dankbar dass Leonardo tot ist. Die Leute, von den Vermissten die… nicht überlebt haben, sind zwar sauer, dass Leonardo nicht vor Gericht gestellt wurde, aber akzeptieren, dass das Schicksal andere Pläne hatte. Ich habe übrigens Hassan wieder getroffen und es scheint ihm unheimlich leid zu tun, dass sein Freund mir nicht geholfen hat.“ berichtete Sherry, die mit dem Kopf auf dem Schoß von Sina lag.

„ … Sag, wie fühlen sich meine Beine an?“ hörte Sina den Bericht an und war… leicht verwundert, das Sherry weiter auf ihrem Schoß lag.

„Eh?! Entschuldigung!“ stand Sherry kerzengerade mit rotem Kopf. „Du kannst ruhig weiter liegen bleiben Sherry, ich hatte damit kein Problem.“ sagte Sina, aber Sherry schüttelt nur den Kopf.

„Ich habe mich vergessen.“ stürmte Sherry nun aus dem Zimmer raus. „Ich sollte mit Prashi mal sprechen… Sherry benimmt sich wirklich sehr komisch.“ schüttelt Sina den Kopf.

Am Abend war es soweit. Emilia hat sich als Kaiserin schick gemacht, während Sina und Sherry im Thronsaal auf ihren Plätzen saßen.

Man hat extra ein großes Übertragungsbild aufgebaut und nur die Damen können gesehen werden. „Sehe ich gut aus?“ fragt Emilia nervös. Sina rollt ihre Augen und Sherry nahm ihre Hände. „Natürlich! Ihr seht bezaubernd aus Emilia!“ muntert Sherry Emilia auf.

„Kaiserin Emilia, wir wären soweit.“ kam einer der Übertragungsmagier. Emilia setzte sich auf ihren Thron und nickte.

Der Zauber wurde aktiviert und man sah König Karl-Horst mit Prinzessin Themba sowie Ralph, Friedrich und Simon.

„Seid gegrüßt Kaiserin Emilia und… Sina?!“ wollte der König grüßen, aber vergaß sich, als er Sina sah.

„Abend, lang nicht gesehen.“ grüßt Sina ohne Etikette und Emilia fragte sich, warum sie überhaupt hier ist.

„Entschuldigung, ich habe mich vergessen. Man erwartet nicht unbedingt… ein bekanntes Gesicht zu sehen.“ entschuldigt sich der König.

„Seid unbesorgt, Sina… ist scheinbar eine sehr bekannte und starke Persönlichkeit. Im Grunde muss man sogar damit rechnen, dass sie ihre Finger im Spiel hat.“ schüttelt Emilia den Kopf.

„Wieso werde ich dargestellt, als wäre ich ein Bösewicht?!“ wehrte Sina sich und Sherry versuchte sie zu beruhigen.

„Naja, wenn man bedenkt was du in letzter Zeit alles getan hast, sei es nun gut oder böse, kommt man halt auf solche Gedanken.“ kommentiert Themba.

„Fällt mir Nervi ebenso in den Rücken. Wie siehst du das Ralph?“ ist Sina erbost. Themba´s Kopf wurde rot, als sie ihren Spitznamen wieder hörte und sah in den Augen von Emilia Mitleid.

„Ich… habe dazu keine Meinung Schwester Sina. Ich bin nur als Zuschauer hier.“ redet sich Ralph heraus.

„Ok gut, falls ihr euch das gerade alle fragt, aber ich wurde gegen meinen Willen zur Reichskanzlerin gemacht und unterstütze die Kleine dort. Die genaueren Umständen könnt ihr später fragen. Ich dachte nur, dass wir eher ein… diplomatisches Gespräch zweier Länder besprechen?“ brachte Sina es auf den Punkt. Nun wurde Emilia leicht rot und Themba hatte nun Mitleid in ihren Augen. Dann sahen beide sich an und haben unbewusst schon eine Allianz gegen Sina gebildet.

„Erm… ok. Ignorieren wir das einfach alles. Kaiserin Emilia, euer Botschafter hat mir… berichtet, dass ihr den Frieden wünscht?“ startet der König das offizielle Gespräch.

„Das ist richtig. Mein Vater ist verstorben und hat mir sein Amt anvertraut, aufgrund das der eigentliche Thronfolger unter gewissen Umständen ums Leben gekommen ist. Ich… möchte mich entschuldigen für die eventuellen Ereignisse die mein Bruder Leonardo verursacht hat und bitte um einen Neuanfang.“ nickte Emilia.

„Frieden ziehe ich immer vor. Ich komme am besten zum Punkt. Hätte Sina nicht bei mir aufgeräumt, wäre jemand auf meinem Platz gewesen, der den Krieg gewollt hätte und… ich würde sogar darauf wetten, dass es ebenso bei euch der Fall ist.“ König

„Das ist richtig. Auch hier hat… meine Kanzlerin ziemlich aufgeräumt und hilft mir nun den Scherbenhaufen, den sie verursacht hat, wieder aufzuräumen.“ beschuldigt Emilia ihre Kanzlerin.

„Tzz, seht doch selber zu wie ihr eure Probleme löst.“ schnalze Sina und Emilia korrigierte sich schnell. „Ich bin ihr natürlich dankbar für ihre Weisheit.“

„Hmm dürfte ich mich erkundigen, warum ihr eure… Armee gegen Tuzato aufgestellt habt und… Übungen veranstaltet?“ erkundigt sich der König.

„Dazu kann ich was sagen. Wir haben festgestellt dass die Theokratie bei der Ermordung von Kaiser Godelot mitgeholfen hat, zumal der Botschafter dies bestätigt hat sowie haben wir schriftliche Beweise gefunden. Nun arbeiten unsere Gelehrten sowie Bibliothekare die Geschichten ab um weitere Hinweise zu suchen, ob sie in der Vergangenheit ebenso tüchtig unser Reich dazu angestachelt haben Kriege gegen euer Land zu führen.“ erklärt Sina und der König machte große Augen, als Sina den Mord an dem Kaiser unverblümt aufklärt.

„Ehh… diese Information ist nicht unbedingt… wichtig zu erwähnen.“ murmelt Emilia, aber Sina schüttelt den Kopf.

„Nein, es ist sogar wichtig, dass der König den Ernst der Lage versteht. Wenn ich euch einen Rat geben darf, untersucht nochmal alle Aktivitäten die Thorgil hatte, vor allem mit dem Botschafter aus Tuzato. Wenn ihr was findet… würde ich euch vorschlagen, dass ihr einen Übungskrieg gegen Tuzato richtet, denn das gibt mir die Bestätigung, dass dieses Reich all die Jahrhunderte eure Länder immer wieder gegeneinander ausgespielt hat und dieses Spiel soll nun ein Ende haben.

Auch empfehle ich euch, untersucht die alten Geschichten in eurem Reich. Nicht immer hat das Kaiserreich zuerst den Krieg begonnen. Vermutlich werdet ihr nichts finden, aber wenn… doch, dann dürfte es ein riesiger Skandal werden, meint ihr nicht auch?“ sagte Sina es sehr ernst.

„Es… fällt mir schwer zu glauben, das Tuzato für das all verantwortlich ist, aber dennoch… scheint ihr euch sicher sein. Ich werde es überprüfen und euren Vorschlag überdenken.“ grübelt der König.

„Natürlich könnt ihr auch ein Schreiben aufsetzen und den Papst auffordern, dass er was dazu sagt, aber ich glaube, mit meiner Methode dürften sie wie kopflose Hühner herumrennen.“ grinst Sina böse.

„Zumindest hat Sina es geschafft meine Armee auf ihre Seite zu ziehen…“ schüttelt Emilia den Kopf.

„Also ich habe mich mit Lion ziemlich gut verstanden, ich versteh euer Problem nicht.“ dachte Sina laut.

„Ach nichts, selbst wenn ich es dir erklären würde, wäre es dir ja eh egal. Nun, ich freue mich, dass ihr euch ebenso für den Frieden einsetzt. Ich hoffe, dass die Spannungen, die bisher geherrscht haben sich damit nun in Luft auflösen und vielleicht können wir ja ein privates Treffen haben.“ lächelt Emilia.

„Oh ein privates Treffen, eine ausgezeichnete Idee. Ich bin froh das wir heute das Gespräch hatten. Das stimmt mich positiv für eine gute Zusammenarbeit und Zukunft unserer Völker.“ stimmte der König zu.

„Zumindest habe ich nun eine Leidensgenossin.“ murmelt Themba und Sina hob nur eine Augenbraue hoch, während Emilia Themba zustimmte.

„Du solltest deinem Freund ein bisschen Luft lassen, sonst fängt er an von dir wegzulaufen.“ kommentiert Sina.

„Ey!“

Kapitel 92

Ich bin wiedergeboren und habe ein neuen Schachspieler gefunden?

Am nächsten Tag wird Sina auf den aktuellsten Stand gebracht. Das Monster konnte erfolgreich entfernt werden und helfen nun bei den Aufräumungsarbeiten. Auf der Oberfläche wurde zwar einiges weggeräumt, aber der schwierigste Teil sind die eingestürzten Sicherheitsbunker unter der Erde, aber das interessierte Sina weniger.

Man brachte der Reichskanzlerin die Konzepte der Beschwerdestelle sowie die Zusammenarbeit mit den Abenteurern. Ersteres gefiel Sina, das andere musste überarbeitet werden, diesmal sollen sie die Gildemeister mit einbeziehen.

Die Informationen, dass der Kaiser verstorben ist und nun Kaiserin Emilia sowie Reichskanzlerin Sina den Staat reagieren, war Gesprächsthema Nummer eins. Auch merkten sie, dass das Militär sich komplett anders verhält, nimmt das Volk positiv auf.

Die Folterer Kurt und Thomas gaben sich Mühe, aber bisher hielt der Botschafter noch eisern den Mund, aber Sina gab ihnen den Segen, dass sie auch neue Techniken anwenden dürfen, worüber sie sehr glücklich waren.

Sherry fragte Sina nach einem anderen Kimono, damit sie die Maße entnehmen kann und fing an, neue Kimonos zu entwickeln mit unterschiedlichen Mustern. Ein Botschafter vom Kaiserreich wurde in das Königreich geschickt und Emilia übte ihre Rede.

„Hmm.“ War Sina am grübeln, während sie Sherry beobachtete. „Was überlegst du so schwer Sina?“ schneidet Sherry den Stoff.

„Sag du mir, was du von diesem Monsterstein hältst.“ und zeigte den stark leuchtenden bunten Monsterstein von der Hydra.

„Meine Güte, was ist das denn was ich fühle? Es ist, als würde es eine Hitze ausstrahlen, aber… gleichzeitig friere ich?“ wunder Sherry sich.

„Der… Hauptkopf war dem Element Chaos zugeneigt. Und der war verdammt heftig, dass sogar der Skelettdrache schwach wirkte. Meine Blutklinge anderer Form ist die Giftklinge, dessen Monsterstein vom Skelettdrachen stammte. Ich will mein Katana mit dem Stein von der Hydra füttern. Willst du zuschauen?“ fragte Sina.

„Wie deine Klinge einen Stein frisst und stärker wird? So ein Erlebnis sieht man nicht alle Tage! Natürlich will ich das sehen!“ und Sherry setzte sich unbewusst ganz nah an Sina.

Sina holte ihre Blutklinge aus dem Inventar und legte sie auf den Tisch, anschließend den Stein auf die Klinge. Beide warten ab… und die Klinge brachte den Stein zum fließen. Unterschiedliche Farben flossen aus dem Stein und verteilten sich auf der kompletten Klinge. Dann leuchtete es in unterschiedlichen Farben auf und der Prozess war dann zu Ende.

„Wow… und was kann es nun?“ frage Sherry und Sina inspirierte den Status von ihrem Katana.

Name: Blutklinge

Level: 112

Waffe: Katana

Fähigkeit:

  • Selbstreparatur Level 21 (Aufgewertet)
  • Schärfe Level 21 (Aufgewertet)
  • Härte Level 21 (Aufgewertet)
  • Transformieren:
  • Giftklinge
  • Chaosklinge

„Jawohl!“ freute sich Sina. „Was ist passiert?“ wundert Sherry sich. „Meine Waffe kann sich nun in ein anderes Element transformieren. Die erste ist Giftklinge, aber wenn ich sie einsetze, wird vermutlich jeder in der Burg sterben. Der Stein von der Hydra kann mein Katana in eine Chaosklinge verwandeln, testen wir es doch gleich mal! Chaosklinge!“ hielt Sina das Katana und löste die Transformierung aus.

Das Katana wurde länger und schwarz und überall bildeten sich unterschiedliche farbige Adern auf der Klinge. Sherry hatte auf einmal Schmerzen. „Sina? Wieso habe ich auf einmal Chaos-Resistenz bekommen?!“

„Huch? Spürst du irgendeine Aura?“ fragte Sina, weil sie nichts merkte aufgrund ihrer Chaos Immunität.

„Aura?! Ich fühle mich, als stände ich unter Feuer, gleichzeitig friert meine Haut und… andere unbeschreibliche Schmerzen!“ regt sich Sherry auf.

„Ah ok, Blutklinge!“ ließ Sina das Katana zurück verwandeln und legte es wieder in ihr Inventar. Dann ging sie zu der leidenden Sherry und umarmte sie. „Entschuldigung, das wollte ich nicht. Ich wusste nicht, dass es ebenso eine Aura ausstrahlt wie die Giftklinge.“ entschuldigt Sina sich und streichelt das Haar von Sherry.

Die Schmerzen waren wie weggeblasen für Sherry, dafür tat ihr Herz umso mehr weh, auch wenn sie das Gefühl mochte, gestreichelt zu werden. „Erm danke. Du kannst mich wieder loslassen, es… war einfach nur unerwartet gewesen.“

„Ich würde sie so gerne einsetzen, aber wenn ich damit meinen Freunden schade, dann… muss ich warten bis ich alleine kämpfe.“ lässt Sina Sherry los.

„Gib nicht die Hoffnung auf, bestimmt gibt es eine Gelegenheit, wo du sie einsetzen kannst.“ tröstet Sherry.

„Ich habe lange meinen Status nicht mehr gesehen, wenn ich überlege, dass ich das Militär, ein Monsternest und die Hydra und Camilla getötet habe. Status.“ dachte Sina.

Name: Sina

Rasse: Mensch (Sukkubus)

Alter: 21 Jahre (147 Jahre)

(Titel: Held der Dämonen, Prinzessin der Dämonen, Waffenmeister)

Titel: Erzfeind der Untoten, Drachentöter, Schwertmeister, Verteidiger, Vampirtöter,

Meister der Beidhändigkeit, Meister der Waffenlosigkeit, Lady, Reichskanzler

Beruf: Samurai-Meister

Level: 112

Attribute: (Fälschung) / (Original)

  • Vitalität: 5362 / 63.273
  • Mana: 5201 / 61.124
  • Stärke: 5169 / 62.291
  • Schnelligkeit: 5248 / 64.433
  • Intelligenz: 5142 / 63.350
  • Ausdauer: 5193 / 61.248

Magische Fähigkeiten:

  • Illusion – / Level 9
  • Traumwandeln – / Level 6 (Aufgestiegen)
  • Seelenraub – / Level 2 (Aufgestiegen)

Aktive Fähigkeiten:

  • Schwert Level 10 / Level 10
  • Großschwert – / Level 9
  • Axt – / Level 9
  • Speer – / Level 9
  • Hellebarde – / Level 9
  • Keule – / Level 9
  • Unbewaffnet Level 10 / Level 10 (Aufgestiegen)
  • Beidhändigkeit Level 10 / Level 10
  • Werfen Level 5 / Level 9 (Aufgestiegen)
  • Peitsche Level 6 / Level 7 (Neu)
  • Allesschneider Level 6 / Level 6 (Aufgestiegen)
  • Schwertwirbel Level 5 / Level 5 (Aufgestiegen)
  • Schockexplosion Level 4 / Level 4 (Neu)
  • Erste Hilfe Level 3 / Level 7
  • Kochen Level 1 / Level 1
  • Singen Level 2 / Level 3 (Aufgestiegen)
  • Musizieren Level 2 / Level 2 (Aufgestiegen)

Passive Fähigkeiten:

  • Gift Resistenz Level 5 / Level 9
  • Säure Immunität – / –
  • Lähmung Resistenz Level 2 / Level 9 (Angepasst)
  • Schlaf Resistenz Level 3 / Level 10
  • Angst Resistenz Level 3 / Level 10
  • Feuer Immunität – / –
  • Wasser Resistenz – / Level 9
  • Erde Immunität – / –
  • Wind Immunität – / –
  • Dunkelheit Resistenz – / Level 9
  • Chaos Immunität – / – (Neu)
  • Leere Resistenz – / Level 9
  • Körper Resistenz – / Level 9
  • Monströse Stärke Level 4 / Level 9
  • Monströse Schnelligkeit Level 4 / Level 10
  • Vitalität Erhöhung Level / 3 Level 10
  • Intelligenz Erhöhung Level 4 / Level 8 (Aufgestiegen)
  • Ausdauer Erhöhung Level 4 / Level 9 (Aufgestiegen)
  • Schmerzlosigkeit Level 4 / Level 9
  • Bizarre Gedanken Level 3 / Level 7 (Aufgestiegen)
  • Regeneration Level 4 / Level 9 (Aufgestiegen)

Einzigartige Fähigkeiten:

  • Schnelles Lernen –
  • Vorahnung –
  • Nachtsicht –
  • Limit Brechen – (Aufgelöst)

Segen:

  • Dunkler Gottes Schutz –

„WoW!“ rief Sina spontan und erschreckt Sherry. „Was ist nun wieder los?!“ wollte Sherry wissen und wird wieder von Sina umarmt. Sherry ist dem Infarkt ziemlich nahe, sooft sie mit Sina nun in Kontakt kommt und weiß immer noch nicht warum.

„Ich habe gerade meinen Status überprüft und bin ziemlich stark geworden! Sherry? Warum atmest du so schwer?“ frage Sina verwundert. „Du… eh… keine Ahnung? Vielleicht solltest du mich wieder loslassen?“ grinst Sherry verunsichert.

„Sag, du verhältst dich in letzter Zeit sehr komisch. Bedrückt dich irgendwas?“ hakte Sina nach, aber Sherry schüttelt nur den Kopf. „Nein, keine Sorge.“ beruhigt Sherry Sina.

An der Tür wird geklopft und ein Soldat trat ein. „Reichskanzlerin Sina, Gräfin Sherry, General Lion ist soeben eingetroffen. Kaiserin Emilia wünscht eure Anteilnahme.“

Die Damen suchten sofort das Zimmer von Emilia auf und traten ein. Ein muskulöser Mann mit Dreitagebart und welligen blonden Haaren stand in Raum. Er könnte vermutlich einer der Männer sein, der vielen Frauen das Herz brechen könnte, aber…

„Ich bin General Lion, der letzte lebende General. Ich hörte, dass ihr meine Kollegen auf dem Gewissen habt?“ kam Lion ohne Umschweife zum Punkt.

„Auch hallo. Keine Ahnung, wer zum Feind wird stirbt und da sind Ränge oder sonstiges ziemlich egal.“ kommentiert Sina. Erst reagiert der General nicht und Emilia saß auf ihrem Sessel und warf ihre Augen abwechselnd zu Lion und Sina. Dann grinste der General auf einmal.

„Gut gemacht, meine Kollegen waren sowieso machtgierige Mistkerle die nur Krieg im Kopf hatten. Es ist daher nicht wirklich schade um sie.“ lobt Lion und Sina staunte.

„Eh? Ihr seid nicht sauer oder so?“ sprach Sherry ihre Gedanken aus und Lion schüttelte seinen Kopf. „Mitnichten meine Dame, ich bin sogar froh darüber. Wisst ihr, einen Krieg zu führen deutet nur darauf hin, dass die… Amtsträger in jeglicher Hinsicht versagt haben eine friedliche Lösung zu finden.“

„Wie seid ihr denn zum General befördert worden? Mit eurer Einstellung hätte ich nicht eine Anstellung im Militär gefunden.“ war Sina ebenso verwundert.

„Lange Geschichte, kurze Version. Ich war nur einfacher Soldat und habe dem Kaiser… bei einem Problem geholfen. Dann wollte er meine direkte Meinung wissen, wie ich die momentane Lage sah und ich hab ihm diese direkt ins Gesicht gesagt. Scheinbar fand er meine… Einstellung löblich und beförderte zum Leidwesen anderer mich direkt zum General.“ erzählt Lion.

„Und seitdem habt ihr… euren Kollegen Steine in den Weg gelegt?“ fragt nun Emilia und Lion nickte. „Exakt Kaiserin Emilia. Wo ich auch konnte, habe ich für Frieden gesorgt und war nur dem Kaiser eine Rechenschaft schuldig. Dummerweise… änderte sich dies, als der beknackte Leonardo das Kommando übernahm.“ sprach Lion unverblümt seine Meinung über den Prinz.

„Er wollte, dass ich alle Vorbereitungen für den Krieg plane und schickte mich daher in die Front. Ich… habe meine Arbeit natürlich gemacht, aber… irgendwie habe ich immer Umwege gefunden und wer soll das schon nachprüfen?“ grinst Lion und Sina mochte ihn jetzt schon.

„Ihr seid der richtige Mann für den nächsten Krieg.“ nickte Sina und Lion wirkte auf einmal entgeistert. „Erm? Habe ich das richtig verstanden? Wenn ich richtig im Bilde bin, habt ihr den Großteil der Armee zerstört sowie die wichtigsten Waffenprojekte. Mit dem… Rest, den ich an der Front gelassen habe, kann ich keinen Krieg führen geschweige gewinnen.“ warf Lion ein.

„Keine Sorge, ihr sollt auch nicht wirklich einen richtigen Krieg führen. Ihr seid aufgeklärt, dass Tuzato seine Finger im Spiel hat?“ fragt Sina und der General nickte.

„Ja, Kaiserin Emilia hat mir davon berichtet, wie… ihr den Botschafter ausgefragt habt. Eigentlich ist das schon ein Kriegsgrund was wir mit dem Botschafter gemacht haben, aber wenn es stimmt, dass er Leonardo geholfen hat, dem Kaiser das Gift zu verabreichen, ist er sowieso dem Tod geweiht. Da helfen auch die internationalen Bestimmungen ihm nicht mehr.“

„Richtig. Ich warte noch auf weitere Ergebnisse, aber für mich steht fest, dass Tuzato all die Jahrhunderte zwei Reiche gegeneinander ausgespielt hat und das werde ich jetzt beenden mit eurer Hilfe. Seid ihr daran interessiert?“ grinst Sina und Lion machte einen misstrauischen Eindruck.

„Man hat mir viel über euch berichtet, aber keiner hat mir gesagt, dass ihr auch politisch einiges auf dem Kasten habt. Nun ich würde gerne euren Plan hören.“ sagt Lion. Sina und Sherry nahmen nun Platz auf dem Sessel, aber Lion wollte scheinbar weiter stehen.

„Folgendes werden wir machen. In wenigen Tagen werden wir ein Gespräch mit dem König aus Efrana haben. Wenn Emilia ihn zu Tode gelangweilt hat, werde ich ihn drum bitten, dass er mal ebenso alle Hintergründe aufdecken soll, ob Tuzato auch dort ihre Finger im Spiel hatten. Warum schaut ihr mich so erbost an Emilia?“ wollte Sina ihren Plan erklären, aber Emilia bekam einen roten Kopf.

„Ich übe das Gespräch und muss mir das anhören?!“ war Emilia wütend. „Himmel, geht es doch lockerer an, der König ist auch nur ein Mensch…“ wehrte Sina sich.

„Auf jeden Fall sollt ihr die komplette Front und einige Soldaten von hier zur Grenze nach Tuzato schicken und… Kriegsübungen veranstalten. Vorher schicken wir aber unseren Botschafter zu dem Papst und sagen, dass wir ziemlich sauer sind und verlangen eine Entschuldigen von ihm sowie die Anerkennung, das Emilia die Kaiserin ist.“ erklärt Sina und Lion musste auf einmal lachen.

„Das werden sie im Leben nicht erwarten, dass ein Reich gegen sie Stellung bezieht. Indem wir Übungen vor ihrer Nase veranstalten dürften sie ziemlich nervös werden.“ dachte Lion laut.

„Ihr könnt ab und zu mal „aus Versehen“ irgendeinen Zauber oder andere Waffe über die Grenze werfen und sagen: Ups, zu weit geworfen.“ grinst Sina.

„Oh ihr seid aber eine sehr gefährliche Frau. Bin ich froh, dass ihr Reichskanzlerin seid und nicht Stratege im feindlichen Lager. Mit dieser Kriegsführung werdet ihr Geschichte schreiben. Im Grunde sind wir im Krieg, aber setzen ein Reich unter Druck, weil sie was dummes angestellt haben.“ lächelt Lion.

„Richtig. Einen richtigen… Krieg will ich vermeiden und wenn sie so sehr auf ihre Neutralität setzen, werden sie schnell nachgeben, aber…“ überlegt Sina laut.

„Sollte es schief gehen, sollen die Übungen zumindest dazu sorgen, dass wir besser vorbereitet sind als sie. Das lässt sich machen. Ich werde ein paar der Offiziere mitnehmen und in ein paar Tagen aufbrechen. Hach das gefällt mir.“ freute sich der General.

„Sagt, kennt ihr Schach?“ fragte Sina aus heiteren Himmel heraus und der General wirkte ahnungslos.

„Ich… verstehe nicht?“ fragte Lion und Sina holte ihr Schachspiel aus dem Inventar. „Glaubt mir, ihr werdet daran Spaß haben.“ grinst Sina wieder.

Einige Stunden später gab Lion auf. „Ihr spielt das vermutlich euer ganzes Leben oder? Ich habe das Spiel verstanden, aber… immer wenn ich glaube dass ich euch in der Hand habe, spielt ihr einen Zug, den ich nicht vorausgeahnt habe!“

„Keine Sorge, ihr seid gerade ein Anfänger, aber gebt zu. Ihr hattet auch euren Spaß.“ lächelt Sina und der General nickte.

„Oh ja, nun wundert es mich nicht, wie ihr eure… Pläne schmiedet.“

Kapitel 91

Ich bin wiedergeboren und plane einen Krieg?

Am Abend saßen alle Damen wieder im Zimmer von Emilia. Die Kaiserin sah nun etwas ausgeruhter aus und Sherry berichtete, dass sie ihre Fähigkeit an der Hydra üben konnte.

„Du hast das Riesending alleine besiegt? Ich finde es erstaunlich, dass du es überhaupt halbieren konntest. Ich hatte unheimliche Mühe gehabt, seine Schuppen vom Körper zu trennen wie die anderen Soldaten.“ berichtet Sherry.

„Betrachte es doch als Übungsmaterial. Hast du für dich ein bisschen was eingesammelt? Sie haben bestimmt einen hohen Marktwert.“ fragt Sina und Sherry nickt.

An der Tür wird geklopft und drei Offiziere kommen zurück und berichten:

„Kaiserin Emilia, Reichskanzlerin Sina, Gräfin Sherry, meine Aufgabe war es, die Inhaftierten wieder freizulassen. Dies wurde umgesetzt und zurück zu ihren Häusern gebracht.“ berichtet der erste Offizier.

„Meine Aufgabe lautet, dass ich ein Kommunikationsproblem mit dem Königreich Efrana erkunden soll. Wir hatten einen alten Übertragungszauber, aber… nach einigen Tests müssen wir mit Bedauern feststellen, dass er wohl zu alt war. Erwarte daher weitere Befehle.“ war der Bericht des zweiten Offiziers.

„Gut gemacht. Dann schickt einen Botschafter mit ein paar Soldaten raus, der mit dem König in Kontakt kommt. Er soll vor Ort einen Übertragungszauber aufbauen, weil wir ein Gespräch mit dem König haben möchten. Organisiert dies und sagt mir, wann ich damit rechnen kann, mit dem König zu sprechen.“ nickte Sina zufrieden. Der Offizier salutiert und ging raus.

„Du darfst dich vorerst zurückziehen guter Mann, sei aber bereit für die nächsten Befehle. Nun kommen wir zum letzten Bericht.“ befiehlt Sina. Der erste Offizier salutiert und verschwand, der letzte Offizier berichtet.

„Reichskanzlerin Sina… ich muss ihnen leider mitteilen, dass wir ein Problem haben. Ich weiß wem das Wappen gehört.“ antwortet der Offizier nervös. „Himmel, spuckt es aus.“ war Sina genervt.

„Das Wappen gehört einer Spezialeinheit aus der Theokratie Tuzato. Von außen ist es ein angesehener Ritterorden, aber in Wirklichkeit sind sie für… außerdienstliche Probleme zuständig. Darunter zählen Entführung, Anschläge und weiteres.“

„Ich dachte die sind ein neutrales Land? Wieso haben die denn so eine Spezialeinheit?“ wundert Sherry sich und Sina dachte dasselbe.

„Das kann ich ihnen nicht sagen. Wenn ich vermuten darf, dann weil sie im Namen der Göttin ihre geheimen Missionen umsetzen, dabei kann es manchmal… hässlich werden und sie möchten wohl ihren gut aufgebauten Ruf der Neutralität beschützen.“ mutmaßte der Offizier.

„Hmm, ich habe mir bisher über die Religionsspinner überhaupt keine Gedanken gemacht, vor allem wegen ihrer Neutralität. Berichtet mir alles Wichtige über dieses Land.“ fordert Sina und Emilia war froh, denn sie wusste ebenso wenig über Tuzato.

„Selbstverständlich Reichskanzlerin. Also Tuzato ist das älteste Land auf diesem Kontinent und ihr Staat baut auf eine Theokratie. Ihr höchster geistiger Führer, auch Papst Silvester, ist das Sprachrohr der Göttin und trifft die Entscheidungen im Land.

Es hat zwölf Ritterorden die sich alle auf ein Gebiet spezialisiert haben, zum Beispiel eine für Magie, andere für Nahkämpfe und so weiter. Sie alle gemeinsam können eine Armee bilden, aber bisher wurde sie nur gebildet, wenn es zum Krieg gegen die Dämonen gekommen ist. Gegen unser Kaiserreich oder Königreich Efrana hat bisher noch nie ein Krieg stattgefunden und haben sich auch nicht in den Kriegen eingemischt.“ erklärt der Offizier.

„Sagt, dieser Papst, woher weißt man denn, ob er wirklich für die Göttin spricht? Nicht das ich an ihrer Existenz zweifel, sondern mehr, dass jemand in ihrem Namen spricht. Das stinkt mir zu sehr nach Korruption und Manipulation. Außerdem widert es mich irgendwie an, dass man sich hinter dem Namen der Göttin versteckt.“ ätze Sina.

„Bedaure, aber unsere Spione haben es bisher nicht herausgefunden wie man die Echtheit bestätigen könnte. Wenn ein Papst verstirbt, treffen sich seine Jünger und ernennen einen neuen Papst und dieser zieht sich in eine kleine Kapelle zurück. Dieser kommt dann irgendwann wieder raus und ist… „erleuchtet“.“ erklärt der Offizier nach einiger Überlegung.

„Aha… Danke für die Lektion. Dafür das die sich nicht einmischen, haben wir aber eine Flasche Gift von ihnen. Woher hat Leonardo dies?“ hakt Sina nach.

„Das tut mir leid, aber das konnte ich nicht feststellen. Die… Folterknechte geben sich Mühe mit der Assistentin, aber laut ihrer Aussage bekam sie es von ihm.“ Offizier

„Hmm… Haben wir einen Botschafter aus Tuzato?“ Sina

„Wir haben in der Tat einen Botschafter aus Tuzato. Er lebt hier in der Stadt in seiner Botschaft.“ Offizier

„Stand Leonardo öfters in Kontakt mit dem Mann?“ Sina

„Eher regelmäßigen Kontakt. Leonardo hat ihn öfter zu einem privaten Abendessen eingeladen. Daher kennen wir die Gespräche nicht.“ Offizier

„Was… schwebt dir vor Sina?“ Emilia

„Hmm… Offizier, bring mir doch bitte die zwei besten Folterknechte zu mir, ich denke, ich habe einen Plan.“ nickte Sina dem Offizier zu und er stürmte los.

„Was willst du mit den Folterknechten? Wir können nicht einfach Hand an den Botschafter legen, sonst bekommen wir Probleme mit der Theokratie!“ warnt Emilia.

„Emilia, findest du es nicht komisch, dass bei drei Ländern nur immer sich zwei in der Wolle haben? Meinst du nicht, dass sie vielleicht etwas nachgeholfen haben, damit das Kaiserreich und Königreich sich ständig bekriegt haben?

Rein hypothetisch, sie helfen Leonardo, dass er schneller auf den Thron kommt und einen Krieg mit Efrana beginnt, dann warten sie wieder einfach und schauen sich das Schauspiel an. Aber eins nach dem anderen. Wenn sie wirklich so auf ihre Neutralität beharren, dann wird es nicht so schnell zu einem Krieg kommen.“ beruhigt Sina.

„Das ist aber sehr weit hergeholt, meinst du nicht Sina?“ zweifelt Emilia. „Hast du denn eine bessere Idee, warum ein spezielles Gift ausgerechnet von einem Ritterorden kommt, der extra für solche Arbeiten spezialisiert ist? Und das dein Bruder ausgerechnet den Botschafter zu privaten Gesprächen öfter eingeladen hat? Das sind mir zu viele Zufälle.“ widersprach Sina.

„Hmm, wenn man es so betrachtet, hat Sina recht.“ stimmte Sherry bei dem Gedankengang von Sina zu.

„Ihr dürft übrigens überlegen, was ihr dem König sagen wollt Emilia. Ich finde, so ein Friedensgespräch mit Efrana tut den Menschen in deinem Volk sowie vom Königreich gut. König Karl-Horst liebt sein Volk und wird ein Friedensgespräch nicht ablehnen.“ grinst Sina.

„Ich?! Dachte du übernimmst das!“ reagierte Emilia ablehnend. „Nein? Nun, ich könnte es schon machen, weil ich mit dem König… befreundet bin? Aber ihr seid die Kaiserin, also sollten die Geschichtenerzähler davon berichten, dass ihr den Frieden gesucht habt. Sonst wundert es mich nicht, dass eine Geschichte von mir geschrieben wird…“ war Sina sehr nachdenklich.

„Aber was soll ich denn sagen?!“ war Emilia leicht verängstigt. „Oh Himmel, du hast doch ein paar Tage Zeit dir eine Rede einfallen zu lassen, notfalls nimmst du Sherry als Hilfe. Stellst sie dir als den König vor und übst deine Gespräche.

Sollte so was beinhalten wie: Hallo, so und so ist passiert, Entschuldigung für die möglichen Spannungen die dein Bruder verursacht hat, du wünscht wieder eine gute Beziehung mit Efrana und Frieden. In dieser Richtung halt.“ rollt Sina ihre Augen.

„Eh? Aber wie soll ich denn Emilia helfen?“ war Sherry nun verwundert. „Ihr macht das schon…“ ignoriert Sina den Einwurf. An der Tür wird geklopft und der Offizier brachte zwei maskierte Folterknechte mit. Sie standen in einer Reihe und salutierten.

„Ich habe die besten Folterer mitgebracht. Wenn ich sie vorstellen darf. Thomas und Kurt.“ stellte der Offizier die beiden Männer vor, die sich verbeugten.

„Wunderbar. Sagt ihr beiden, wie kreativ seid ihr beim foltern?“ Sina

„Hmm, mit so einer Frage habe ich nicht gerechnet. Ich arbeite eigentlich mit den üblichen Werkzeugen wie Daumenschraube oder heißen Kochtopf.“ grübelte Kurt.

„Ich versuche neue Foltertechniken zu entwickeln, aber… man gewährt sie mir nicht. Zu brutal oder tödlich mit dauerhaften Schäden wurden meine Vorschläge abgelehnt…“ schüttelt Kurt den Kopf.

„Ok? Folgendes. Ihr beiden und der Offizier nehmt euch noch ein paar Soldaten mit zur Botschaft und holt mir den Botschafter her. Dabei kommt ihr beiden Gentleman ins Spiel. Ihr zieht dem Botschafter all sein protziges Geschmeiß aus und während ihr ihn herbringt foltert ihr ihn, aber nicht körperlich sondern mental!

Berichtet einfach von euren Folterungen oder was ihr mit ihm planen würdet, als Beispiel das ihr ein Wasserfass voller Egel vorbereitet habt und ihn mit dem Kopf reinsteckt.“ erklärte Sina. Die Folterer bekamen auf einmal leuchtende Augen, während Emilia und Sherry eher übel wurden bei dem Gedanken mit den Egeln.

„Ihr scheint aber ebenso in der Foltertechnik kundig zu sein oder Reichskanzlerin?“ strahlt Kurt. „Ein Fass mit Egeln. Man könnte auch Insekten einsetzen, oh ich spüre wie mir die Ideen im Kopf sprudeln!“

„Hmm der Gedanke, wie jemand gefoltert wird ist in der Tat beängstigter als die Folter selber. Die Fantasie… kennt keine Grenzen.“ nickte Thomas.

„Dann bin ich ja froh, dass ihr den Plan mögt. Du Offizier schnappst dir den freien Offizier und nimmst ihn bei der Verhaftung mit. Er soll das Haus komplett auf dem Kopf stellen und nach Beweisen bei der Unterstützung zum Mord des Kaisers suchen.

Ob es nur ein Gift war das Lähmung verursacht oder nicht, aber es ist ein Giftanschlag und sie könnten möglicherweise Komplizen sein. Folterer, ihr dürft natürlich ein kleinen Umweg machen durch eure… Arbeitskammern, aber ich will den Botschafter noch heute sehen.“ grinst Sina sadistisch.

Alle Männer salutierten und gingen ihren Aufgaben nach. „Soo, ich hätte gerne ein leckeren Tee, wie seht ihr das?“ lächelt Sina fröhlich, aber Emilia und Sherry hatten leichten Magen Stress bekommen.

Einige Stunden später brachten die Folterer einen stark verängstigen alten Mann vorbei. Man sah dem Folterern an, dass sie ihren Spaß hatten, während der Mann kurz vor einem Herzinfarkt stand.

„Soo, ihr seid also der Botschafter aus Tuzato?“ fragte Sina, die extra einen Sessel für die Befragung umgestellt hatte.

„… W… Wer… seid ihr?!“ zittert der Botschafter.

„Huch? Haben meine Leute dir das nicht gesagt? Ich bin Reichskanzlerin Sina, die vom ehemaligen Kaiser Godelot ernannt wurde. Nun, ich diene mehr oder weniger nun die Kaiserin Emilia. Sie solltet ihr aber kennen, sooft wie ihr scheinbar hier zu Besuch wart.“ stellt sich Sina vor.

„Aber… ich bin ein Botschafter?! Wie könnt ihr mir diesen Akt der Gewalt antun? Das ist ein Grund für einen Krieg!“ gewann der Botschafter sein Selbstvertrauen zurück, aber Sina warf einen Blick zu dem Folterer und Kurt schlägt ihm ins Gesicht.

„Ihr seid nicht hier, damit ich eure Fragen beantworte und ich mache es, weil ich es kann. Ihr seid hier, weil ich gerne ein paar Dinge wissen will. Hier, kennt ihr diese Flasche?“ zeigt Sina die Giftflasche. Der Mann sah die Flasche und Sina sah in seinen Augen, dass er sie wiedererkannte, aber:

„Was? Ich habe sie noch nie zuvor gesehen!“ wehrte sich der Mann. Sina seufzte nur. „Ok, dann halt auf die harte Tour. Männer, könnt ihr mir seinen Mund kurz aufhalten? Ich lass das Zeug in ihn rein fließen.“ weist Sina ihre Männer an. Da wurde der Mann erst recht panisch und wehrt sich nach Kräften.

„Oh? Also euer Verhalten ist aber sehr verdächtig. Wisst ihr, dieses Wappen gehört einem eurer Ritterorden der sich mit Anschlägen und sonstigem auskennt.“ und Sina stand bei dem Mann und hielt die Flasche über den Mund des Mannes.

„Ich frage mich, was passiert wenn ich alles in euch rein kippe… Vermutlich gibt es davon keine Heilung durch Überdosierung? Mir egal.“ grinst Sina, während der Mann weint. „Warschte WARSCHTE.“ versuchte der Mann zu schreien. Sina nickte den Folterer zu und sie ließen ihn los. Emilia hielt eine Hand vor den Mund, dass dieser grausame Akt tatsächlich Ergebnisse förderte.

„Wenn ihr mir garantiert, dass ich nicht sterbe, werde ich sprechen.“ fordert der Mann einen Deal. Die Reichskanzlerin überlegte und sagte folgendes: „Guter Mann, ich persönlich werde euch weder foltern noch töten.“ sagte Sina aufrichtig und der Mann wirkte zufrieden. „Nun, dann sagt, was wir wissen wollen.“

„ … Ich habe Prinz Leonardo das Gift besorgt, damit er die Kontrolle über das Kaiserreich bekommt. Dafür sollte er uns… einige Pläne der aktuellen Waffenprojekte überreichen.“ gesteht der Botschafter.

„Aha? Und was wollt ihr mit den Plänen?“ wundert Kaiserin Emilia, die nun mehr wissen wollte. „… Tut mir leid, aber das weiß ich nicht. Ich habe nur… den Handel abgeschlossen und sollte dann auf die Pläne warten.“ schüttelt der Mann den Kopf.

„Wieso sagt meine Nase, dass du nicht alles sagst?“ reagiert Sina etwas gereizt und die Folterer hielten den Mann nun schmerzvoller fest.

„Ich.. weiß nicht was ihr meint, bei der Göttin, ich weiß es nicht!“ wehrte sich der Mann.

„Ihr habt das nicht gemacht um irgendwelche Pläne zu holen, sondern ihr wolltet, dass ein Wahnsinniger auf dem Thron sitzt und ein Krieg mit dem Königreich Efrana beginnt! So wie ihr das in der Vergangenheit immer getan habt. Neutrales Land? Indem ihr beide Länder immer wieder gegeneinander hetzt, könnt ihr euch in Ruhe zurücklehnen!“ schimpft Sina und der Botschafter wurde sprachlos, als hätte sie ihn erwischt.

„Ist das wahr?!“ reagiert Emilia zornig. „Stimmt die Aussage von Sina? Habt ihr all die Jahrhunderte die Kriege angezettelt?!“

„… Ich weißt nicht wovon ihr sprecht…“ wirkte der Mann niedergeschlagen. „Männer, waltet euren Amtes. Quetscht dem Mann alle Informationen heraus und nehmt einen Heiler, dass er nicht Selbstmord begeht!“ befahl Sina.

„Aber wir hatten einen Deal!“ schrie der Mann panisch. „Stimmt, aber ich habe gesagt, dass ICH euch nichts antue, aber das spricht nicht für meine Leute. Ihr hättet genauer auf die Details achten sollen.“ grinst Sina böse und selbst die Folterer kicherten.

„Nein… bei der Göttin… beschützt mich…“ flehte der Mann gebrochen, während die Folterer ihn aus dem Zimmer zogen.

„Es ist nur eine Frage der Zeit ob die Jungs es bei ihm herausfinden oder ob man in der Botschaft irgendwelche Beweise findet.“ sagte Sina, als sie sich wieder neben Sherry setzte.

„Und dann? Was machen wir dann?“ fragte Emilia, während sie selber am grübeln war.

„Nun, wenn der letzte General irgendwann kommt, habe ich schon eine passende Idee, wie wir die Spinner aus Tuzato ins schwitzen bringen werden. Aber letztendlich ist es eine Kriegserklärung, denn sie tragen eine Teilschuld an dem Mord von deinem Kaiser. Er mag vielleicht gestorben sein, aber wir wussten alle was passiert, wenn die Lähmung aufgehoben wird.“ erklärt Sina.

„Ein Krieg? Mit welchen Soldaten?“ wundert Sherry sich.

„Wie gesagt, ich habe eine Idee.“ grinst Sina.

Kapitel 90

Ich bin wiedergeboren und soll arbeiten?!

Sina wachte auf und stellte fest, das Sherry scheinbar schon weg war. „Puh… hoffentlich muss ich das nicht wiederholen…“ murmelt Sina und lümmelt sich aus dem Bett heraus. Auf einmal ging die Tür auf und Sherry kam mit einem Tablett Essen.

„Ah, meine Heldin ist auch wach geworden?“ strahlte Sherry so stark, das Sina ihre Augen zukneifen musste. „Du bist ja schrecklich gut gelaunt…“ murmelt Sina.

„Aber ja, ich hatte… einen wunderschönen Traum gehabt und als ich wach wurde fühlte ich mich wie neugeboren!“ hörte Sherry nicht auf zu strahlen.

„Aha…“ kommentiert Sina nur müde. „Bevor du dich anziehst, ich habe dir was besorgt! Tada.“ und Sherry holte eine Militäruniform heraus.

„Eh?!“ war Sina nun hellwach. „Nun, du bist doch nun Reichskanzlerin oder? Ich dachte, dazu müsstest du die passende Kleidung tragen. Die Soldaten waren so nett und gaben mir eine frische Uniform.“ lächelt Sherry Sina an.

„Nicht… dein Ernst oder? Du trägst ja wieder meinen Kimono!“ warf Sina ein. „Nun… irgendwie riecht er nach dir und… da fühle mich sicherer.“ antwortet Sherry schüchtern.

„Außerdem, warum sollte ich als Reichskanzler arbeiten? Er wurde mir aufgedrängt, du glaubst doch nicht wirklich dass ich den Job übernehme?! Ich bin frei wie ein Vogel und will die Welt sehen!“ wehrte Sina sich.

„ … Du willst wirklich Emilia alleine lassen?“

„Nur weil ich dem alten Knacker was zugesagt habe, muss auch was von der Kleinen kommen!“

„Falls du es nicht wusstest, aber der Kaiser ist über die Nacht scheinbar gestorben. Emilia war scheinbar anwesend und… das Personal wartet auf Befehle.“

„Wieso warten sie auf Befehle? Ist ihnen das Denken ausgetrieben worden oder so? Da draußen ist ein zerstörtes Militärgebiet das aufgeräumt werden muss sowie eine Hydra muss ausgeschlachtet werden!“

„Nun… wenn ich das richtig verstanden habe, hast du die meisten Offiziere in ihrem Bunker getötet, somit hast du aktiv dazu beigetragen, dass die Befehlskette nun kaputt ist.“

„Ok, Entschuldigung. Nächstes mal lasse ich mir Flügel wachsen und komme aus der Luft, wenn ich dich retten soll.“

„Das… würdest du machen?“

„Was? Mir Flügel wachsen lassen?!“

„Dachte mehr mich wieder zu retten.“

„Eh… Natürlich? Du bist doch meine Freundin?“

Sherry wurde hochrot und hielt sich eine Hand vor die Brust. „Erm, ich hab dir Frühstück mitgebracht, die Kleidung liegt auf dem Tisch. Ich… muss nochmal kurz weg.“ und Sherry stürmte raus. „Warum klopft mein Herz so wild?!“ dachte Sherry.

Sina schaute der offenen Tür nur verwundert nach und seufzte. Sie schloss die Tür und isst das Frühstück das ihre Freundin gebracht hat, anschließend nahm sie schweren Herzens die Militäruniform, die Sherry für sie besorgt hatte.

Scheinbar war das eine Uniform für Männer, wobei Sina dachte, Soldatinnen hat sie bisher noch nicht gesehen, weder hier noch im Königreich.

Auf jeden Fall war das Hemd zu eng, sie konnte es soeben noch rüber ziehen und die Uniformjacke… nun, die oberen Knöpfe müssen aufbleiben, sonst erstickt die Heldin.

„Hm, die Militärstiefel sind ja super… Dachte, sie wären unbequem.“ staunte Sina und schaute sich im Spiegel an. Mit dem dazu gelegten Hut sah sie wirklich wie eine gefährliche Militärbraut aus und gab ein böses Grinsen. Sherry kam wieder zurück mit einem Soldaten. Dem Soldat spritze sofort das Blut aus der Nase und er fiel nach hinten.

„Wow, du hast ihn mit den Waffen der Frau getötet.“ staunt Sherry. „Du trägst die Verantwortung. Ich wollte ja lieber mein Kimono tragen, aber nein, eine gewisse Freundin dreht der anderen Freundin die komischsten Klamotten an.“ nörgelt Sina.

Dann ging Sina zu Sherry und schaute sie von oben bis unten an. „Eh, stimmt was nicht?“ fragte Sherry unsicher. „Bleib mal still…“ befahl Sina und Sherry machte nichts. Sina zog den Kimono zurecht und setzte die Schleife neu fest. Dann hielt Sina ihr Gesicht vor Sherrys Gesicht, die wieder rot wurde und dessen Herz nun raste. Anschließend holte Sina eine lange Haarnadel aus ihrem Inventar und richtete die Haare von Sherry.

„So siehst du schon viel besser aus.“ nickte Sina stolz und zog Sherry vor den Spiegel. Sie staunte, wie Sina ihren Kimono angepasst hat und mit der neuen Frisur konnte man Sherry nicht wieder erkennen.

„… Wow.“ staunte Sherry und Sina legt ihre Hand auf Sherrys Rücken. „Nun weißt du, wie ich mich darin fühle Schätzchen.“ grinste Sina.

Der Soldat ist von seiner Ohnmacht wieder aufgestanden und sein Gesicht ist total von seinem Blut verschmiert, stand auf und hustete: „Meine Damen, Kaiserin Emilia wünscht euch zu sprechen, sobald ihr angekleidet seid.“

„Verdammt, ich habe meine Chance vertan…“ fluchte Sina.

Einige Zeit später wurden Sherry und Sina zum Zimmer von Emilia gebracht. Sie traten ein und sahen eine müde Emilia, die schwarze Augenringe hatte.

„Mein Beileid zum Tod eures Vaters.“ grüßte Sina und Emilia nickte nur müde. „Danke… nehmt doch Platz. Ich muss kurz meine Gedanken ordnen.“ murmelt Emilia.

Sina und Sherry nahmen gemeinsam Platz auf dem großen Sessel gegenüber von Emilia, die ihren Kopf rieb.

„Lange Nacht gehabt hmm?“ versuchte Sina ein Gespräch zu starten, aber Emilia hielt ihre Hand hoch zum warten. Sie rieb weiter den Kopf und seufzte dann schwer.

„Egal was ich jetzt sage, lasst mich aussprechen und hört mir nur zu, ok?“ startete Emilia und die anderen Damen hatten nur ein ? auf ihrem Kopf.

„Sina, du bist Schuld an dem ganzen Desaster. Vorgestern lebten mein Bruder und Vater noch und ich war nur eine einfache Prinzessin. Klar habe ich mir Sorgen um meine Familie und um das Volk gemacht und wollte was bewegen, aber nicht so heftig, dass ich die ganze Verantwortung bekomme.

Die meisten Offiziere sowie Generäle sind tot oder verschollen. Das Volk hat Angst und die Soldaten sind mehr oder weniger kopflos und wissen nicht was sie zu tun sollen. Wenigstens haben sie die Verletzten versorgt sowie für Ordnung in der Stadt gesorgt.

Ich… mag dich nicht. Du hast von einem Tag zum nächsten Tag mein Leben auf den Kopf gestellt. Deine Aktionen sind brutal und ohne Gnade. Die Gründe mögen vielleicht verständlich sein, aber mit so einer Stärke hätte man dies alles auch anders machen können…

Als Kaiserin weiß ich nicht mal, wo ich überhaupt mit meiner Arbeit anfangen soll. Ohne Berater oder andere Ansprechpartner? Ich fühle mich jetzt schon überfordert…

Nun, ihr seid meine Reichskanzlerin für die Ewigkeit. Eine Massenmörderin dessen Blut von meinen Bruder ebenso klebt, aber… Vater hat scheinbar etwas in dir gesehen… *seufz*

Ich… würde gerne nochmal einen Neuanfang starten, so wie mein Vater es mir empfohlen hat und… würde dich bitten, an meiner Seite zu sein Sina.“ beendet Emilia.

„ …Erm… nein.“ antwortet Sina und Emilia wirkt noch depressiver. Sherry zog an Sinas Arm und warf ihr einen vorwurfsvollen Blick.

„Ich kann dir helfen, aber nicht auf Dauer. Mir wurde dieser… Titel aufgedrückt. Ich mochte deinen Vater bis er es sich mit der Aktion verscherzt hat.“ bot Sina an.

„Wirklich? Also das du mir hilfst?“ freut sich Emilia.

„ … Ja, aber rechne damit, dass ich irgendwann gehe und mein Leben weiter leben werde. Ich bin in ersten Linie eine Abenteurerin und will nicht an einem Ort verbleiben. Wenn ihr damit kein Problem habt, kann ich zumindest… eine Starthilfe geben, auch wenn ich selber keine Ahnung habe, wie man einen Staat regiert.“ warnte Sina.

„ … Kein Problem, vielen Dank.“ und es fällt Emilia eine Last von der Schulter. Sie fällt zurück auf dem Sessel und wirkt sehr erleichtert. Dann fiel Emilia was auf. „Tragt ihr unsere Männeruniform?“

„Sherry hat sie mir in die Hand gedrückt, fragt nicht weiter…“ und Sina dreht ihren Kopf weg. Emilia sah nur, wie Sherry leuchtet. „Normal trägt sie nur dieses… Kimono, daher habe ich die Aufgabe übernommen, ihr vernünftige Kleidung zu geben!“ strahlt Sherry.

„Na dann, was soll ich tun?“ fragt Sina und Emilia wirkt sehr… ahnungslos. „Erm… keine Ahnung? Ich hab zwar in den Ordnern meines Vaters geschaut, aber… kein Plan?“ grinst Emilia. Sina schlägt ihre Hand aufs Gesicht und gab ein lauten Seufzer von sich.

„Sherry? Bring mir doch mal bitte einen Soldat…“ bat Sina, die nun irgendwie sehr erschöpft wirkt. Sherry nickte und holte den blutigen Soldaten zurück. Emilia hob eine Augenbraue hoch und sah Sina an, die schüttelt nur den Kopf.

„Kaiserin Emilia, Reichskanzlerin Sina, ihr wünscht mich zu sprechen?“ salutiert der Soldat. „Ja, wie viele Offizier sind noch am Leben?“ fragt Sina.

„Ich glaube… das noch zwölf am Leben sind.“ dachte der Soldat.

„Dann bring sie mir alle hierher, ich habe Aufträge für sie und wer sich weigert, bring ihn vor Ort um.“ befahl Sina und der Soldat salutierte. „Verstanden Reichskanzlerin.“

„Wieso sollen sie umgebracht werden?!“ regte sich Emilia auf.

„Ich hoffe für sie, dass es nicht passiert, ansonsten ist es für die… restlichen Offiziere eine Warnung, dass ich es ernst meine.“ zuckt Sina nur ihre Schulter.

Einige Zeit später standen alle Offiziere in einer Reihe und schwitzen alle stark aus Angst. Sina stand vom Sessel auf und stellte sich vor sie.

„Männer! Heute ist ein Tag der Veränderung. Der alte Kna… Kaiser ist verstorben und seine Tochter Emilia hat dieses Amt nun übernommen und ich wurde zur Reichskanzlerin ernannt. Nun, ich gebe selbst zu, erst bringe ich euch alle um und werde dann mit diesem Titel fürs Lebensende befördert ist schon sehr grenzwertig, aber der Kaiser dachte sich schon was dabei.

Egal, nun sollen Emilia und ich diesen Staat wieder auf Vordermann bringen und dazu benötigen wir eure Hilfe. Ihr seid die Männer, die für ihr Land kämpfen und es lieben, ihr seid die Männer, auf die das Volk stolz sein soll!

Ich gebe nun jedem von ihnen einen Auftrag und dieser stürmt sofort los, als würde sein Leben daran hängen, habe ich mich deutlich ausgesprochen?!“ motiviert Sina die Männer und ihre Brüste füllten sich mit Stolz. Bei dem letzten Satz stampfen alle gleichzeitig auf den Boden und salutieren. „Jawohl Reichskanzlerin!“ Emilia und Sherry staunten nicht schlecht, wie Sina die verängstigen Männer motivierte.

Sina stelle sich vor den ersten Offizier und geht die Reihe durch:

„Du schnappst dir genug Soldaten und entfernst die Hydra vom Militärgelände. Ihr könnt die Expertin Sherry zu Rate ziehen beim Ausschlachten. Einige Materialien dürften für uns von hohem Wert sein, also seid nicht verschwenderisch!“

„Du gehst sofort in den Kerker oder wo auch immer die Gefangenen stecken und lässt sie alle frei, vor allem die Gildemeister. Die richtig bösen Buben lässt du natürlich drin, das soll bis heute Abend erledigt sein!“

„Du und du, ihr kümmert euch um das zerstörte Militärgebiet. Räumt alle zerstörten… Waffen sowie Häuser weg, dafür habt ihr eine Woche Zeit. Ob wir wieder neue Häuser bauen oder ähnliches mache ich mir dann Gedanken, wenn der ganze Schutt weg ist!“

„Ihr drei werdet eine neue Abteilung entwickeln, die eine Beschwerdestelle für Abenteurer und das Volk ist. Es ist ab sofort verboten für Militärangehörige ihre Macht zu missbrauchen. Sie sind nicht dazu da um das Volk zu unterdrücken, sondern um es zu beschützen! Ihr habt dafür drei Tage Zeit!“

„Du wirst eine Abteilung gründen die mit den Abenteurergilden zusammen arbeitet. Du hast ebenso drei Tage Zeit ein Konzept zu entwickeln. Diese bescheuerte Kluft die momentan herrscht, dass andere Abenteurer die Flucht ergreifen, soll geschlossen werden!“

„Du wirst eine besondere Aufgabe bekommen. Du organisiert die Beerdigung des Kaisers. Überleg dir ein Konzept wie man sich von dem alten Kna… Kaiser ehrenvoll verabschieden kann!“

„Emilia, haben wir einen Botschafter im Königreich Efrana oder einen Übertragungszauber um mit dem König zu sprechen?“ „Erm… glaube nicht?

„Du erkundigst dich darüber, wie der Kaiser mit dem König in Kontakt kam, du hast bis heute Abend Zeit mir einen Bericht zu geben, danach gibt es weitere Anweisungen.“

„Du wirst das Volk aufklären, dass alte Ars… Knacker… *hust* Kaiser verstorben ist und vor seinem Tod gewisse Regeln geändert hat. Darum hat nun eine Frau, seine Tochter Emilia, das Amt übernommen, nachdem ihr Bruder Leonardo unter mysteriösen Umständen aus dem Fenster gesprungen ist. Über den Angreifer werdet ihr nur sagen, dass euch ein Prototyp außer Kontrolle geraten ist.“ „Ihr wollt das Volk belügen?!“ „Nun Emilia, wollt ihr dem Volk sagen, dass eine „Massenmörderin“ wie ihr es immer so schön betont, Reichskanzlerin geworden ist?“ „Eh…“

„Nun zu dir. Ich habe im Gemach des Kaisers diese Flasche mit Lähmungsgift beschlagnahmt. Ich will wissen, woher Leonardo dieses Gift her hat und wem dieses Wappensymbol gehört. Die Assistentin dürft ihr von der Lähmung befreien und den Folterknechten übergeben, sie sollen sie ausfragen.“

Jeder Offizier, der von Sina einen Befehl bekam, nickte salutierend und verschwand. Nachdem sie alle weg waren, nahm Sina wieder ihren Platz ein, während Emilia und Sherry die Münder offen standen.

„Was?“ wundert Sina sich. „Sicher das du keine Ahnung hast, wie man eine Regierung zum Laufen bekommt?“ fragte Emilia.

„Keine Ahnung, ich bin nur die dringendsten Probleme angegangen. Alles andere wird von selber laufen.“ kommentiert Sina.

„Ist das so einfach? Vielleicht war mein Kopf einfach nur zu voll und ich sah den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr…“ murmelt Emilia

„Kaiserin Emilia, ich würde ihnen raten eine leichte Mahlzeit zu nehmen und euch dann auszuruhen. Ihr seht… sehr fertig aus.“ schlägt Sherry ihr vor.

„Bitte nenne mich nur beim Namen Sherry. Du willst vermutlich auch nicht die ganze Zeit mit Gräfin angesprochen werden oder?“ grinst Emilia müde.

„Ah, da sagt ihr ja was…“

Kapitel 89

Ich bin wiedergeboren und beschütze Sherry im Traum?

„Vater… warum? Warum hast du ausgerechnet Sina zur Reichskanzlerin ernannt? Ich weiß nicht mal, wann jemand zuletzt diese Position hatte!“ fragte Emilia fassungslos, als sie alleine mit ihrem Vater Godelot war.

„Der letzte Reichskanzler wurde vom dritten Kaiser ernannt. Er… bekam diesen Titel auch unter merkwürdigen Umständen, aber man konnte sagen was man wollte, aber der Reichskanzler hat unser Land sehr geprägt. Er setzte sich mehr für das Volk ein und noch interessanter ist es, dass der Kaiser dies akzeptierte.“ erklärt der alte Kaiser.

„Das beantwortet aber meine Frage nicht. Wie kannst du ihr dies anvertrauen? Sie hat Leonardo, möge er ein Monster sein oder nicht, einfach getötet!“

„Emilia… Dein Bruder hat mich in diesem gelähmten Zustand gehalten und wenn er mich besuchen kam, erzählte er mir immer von seinen Aktionen und… seinem Hobby. Manchmal ist die Vorstellung schlimmer als wenn man es selber sieht, denn die Fantasie… kann manchmal gewisse Dinge hervorrufen.

Ich… habe in der Beziehung als Vater versagt. Ich hätte schon viel früher was dagegen tun müssen, aber… die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern. Du kannst mir also vertrauen, das der Tod von Leonardo wirklich das Beste ist. Er… ist irgendwann als Kind gestorben und sein Monster hat die Kontrolle übernommen.“

„Aber Papa… ich… wie soll ich ihr denn vertrauen… Ihre Aktionen und… ihre Gewalt… sie bringt einfach alles um, was ihr im Weg steht. Ich habe sie den ganzen Tag beobachtet, wie sie gegen das Militär gekämpft, die Mechs zerstörte und die Hydra getötet hat… Wobei im letzten Punkt bin ich ihr dankbar…“

„Die haben die Hydra freigelassen? Wie verzweifelt mussten sie denn gewesen sein?“

„Keine Ahnung wer das angeordnet hat, aber… diese Hydra… sie hätte unser Land zerstört. Den meisten Schaden hat tatsächlich die Hydra verursacht, aber getötet hat Sina die meisten.“

„Nun, ich bin ehrlich aber ich werde für das Militär keine Träne weinen. Sie sind arrogant und hochmütig geworden. Wenn Sina es nicht zerstört hätte und wärst trotzdem Kaiserin geworden, sie hätten dich unter Druck gesetzt.“

„… Wieso hast du die Regel geändert?“

„Das Kaiserreich muss sich ändern. Egal was passierte, aber es hat sich immer wieder nur auf den nächsten Krieg vorbereitet und… das kann es nicht sein. Wieso ist es nicht möglich mit den Nachbarn im Einklang zu leben?

Ich wollte nie, dass diese Bürde meinen Kindern übertragen wird, aber ich wette, dass jeder Kaiser diesen Gedanken hat, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.

Emilia, du hast ein sanftes Herz und bist klug, aber du brauchst jemanden, der… knallharte Entscheidungen treffen kann und das wäre Sina. Es… würde mich nicht wundern, wenn sie morgen einfach so abhaut und dich in dem Trümmerhaufen zurücklässt.

Daher würde ich dir raten, zu überlegen, sie nicht zu überreden, dir eine Zeitlang zur Seite zu stehen. Am besten, wenn ihre Freundin dabei ist.“

„Vertraust du ihr?“

„Nein, denn sie hat Geheimnisse, aber… man legt sich nicht mit einer Armee an um jemanden zu retten. Es gab vielleicht ein paar Wahnsinnige in der Geschichte, aber Sina wäre die Erste, die das erfolgreich geschafft hat und das ist der springende Punkt.

Was wäre, wenn sie unser Reich zum Besseren entwickeln lassen kann? Daran glaube ich. Du und Sina, ihr könnt dieses Kaiserreich ändern.

Der König aus Efrana scheint Sina ja bedingungslos zu vertrauen, sonst würde sie „Hope“ nicht tragen und ich habe ihn nicht als dummen Mann kennengelernt.

Vielleicht gibst du dir selber einen Ruck und versuchst noch einmal einen Neuanfang mit Sina. Sprich dich aus was dir auf dem Herzen liegt und wer weiß…“

„ … Das ist alles… zu viel für mich. Ich weiß nicht… ob ich als Kaiserin tauge.“

„Ich will nicht behaupten, dass ich ein guter Kaiser war. Es gab immer Kaiser die hatten das Talent und andere… nun haben es irgendwie geschafft. Aber du darfst dir über diese Frage nicht den Kopf zerbrechen. Vertrau auf dein Herz. Manchmal wirst du auch schwere Entscheidungen treffen müssen so wie ich das auch getan habe.“ und der Kaiser hustet auf einmal schwer. Er spürte, wie langsam das Leben aus seinen Körper verschwand.

„Papa?!“ fasst Emilia die Hand ihres Vater an. „Scheinbar… ist meine Zeit gekommen. Ich bedaure… dass ich nicht mehr… zuschauen kann… wie du eine… tolle Kaiserin wirst….“ Kaiser Godelot schaute Emilia noch einmal tief in die Augen und bei seinem letzten Satz lächelte er, bis sich seine Augen schlossen.

Seine Hand wurde kraftlos und Emilia ließ ihren Tränen freien Lauf. Sie wollte laut weinen, aber bekam keinen Ton heraus und legte ihre Stirn auf die Brust des verstorbenen Vaters.

Sina und Sherry wuschen sich und nahmen ihr Proviant. Anschließend landeten beide in dem Himmelbett und Sina hielt Sherrys Hand. Die Heldin war so müde, dass sie sofort einschlief.

Irgendwann in der Nacht wurde Sina wach und sah, dass Sherry überall am schwitzen war und sich hin und her bewegte. Sie hielt weiterhin die Hand von Sina.

„Scheinbar hat Sherry einen Alptraum… „Traumwandeln“.“ setzte Sina ihre Rassenmagie ein und tauche in Sherrys Traum ein.

Sina war im Gemach vom Prinz Leonardo und wie Sherry gefesselt an der Wand. Der Prinz öffnete die Geheimwand und Sherry sah das Grauen.

„Sehr ihr, deswegen diesen Zauber.“ schüttelt der Prinz den Kopf. Dann löste er die Halskette von Sherry und zog sie in die Geheimkammer. Sherry gab ihr bestes sich zu befreien, aber der Prinz war scheinbar ein starker Mann gewesen.

In der Geheimkammer wird Sherry mit Ketten an die Decke hochgezogen und ihre Beine am Boden ebenso festgebunden.

„Soo meine Liebe, nun seid ihr in meinen privaten Bereich drin. Nur du… und ich.“ streichelt Leonardo Sherry an der Wange.

„Wisst ihr, ich mache das schon einige Jahre diese Kunstwerke und… mir fallen immer wieder neue Ideen ein, die ich umsetzen muss. Dummerweise sind meine Wünsche nach den richtigen Materialien sehr speziell, dass meine Leute lange suchen müssen, aber… ich kann mich in Geduld üben.

Hier, diese wunderschöne Statue besteht nur aus Hüftknochen von Männern oder in diesem Kunstwerk habe ich die Hände zahlreicher Frauen miteinander vernäht und nun halten sie für alle Ewigkeit die Hände… hach, das kann man auch ewige Liebe nennen.“ träumt Leonardo. Sherry hing hilflos an der Decke und wackelt panisch hin und her.

„Na na, wovor habt ihr Angst? Ihr werdet ein Teil meiner Kreation für die Ewigkeit. Ich gebe euch unsterbliches Leben!“ versuchte Leonardo sie zu beruhigen.

„Was ich von euch brauche… ist ein bisschen Haut und eure Haare… eure wunderschönen blauen Haare.

Hmm, vielleicht eines von euren schlanken Beinen… ich bin mir noch nicht so sicher…

Soll ich euch ein Geheimnis anvertrauen? Ok, ich erzähle das jedem meiner Gäste, wenn wir in diesem Zimmer sind, aber ich werde nicht müde davon, es immer wieder zu erzählen.

Also, die Geschichte geht folgendermaßen. Es war ein kleiner Junge, der mit seinem Vater auf ein Schlachtfeld ging. Überall lagen tote und zerfetzte Soldaten. Nun, der Vater wollte dem Jungen beibringen, das Menschenleben nicht so einfach weggeworfen würden dürfen. Sie hatten alle eine Familie oder eine Zukunft, nun wurde sie ihnen genommen. Der Junge soll daher vorsichtig sein mit gewissen Entscheidungen, wenn es um Menschen geht.

Das war der langweilige Part der Geschichte, kommen wir zum interessanten Teil. Die überlebenden Soldaten haben ein Massengrab ausgegraben für die Gefallenen und warfen die Leichen ohne Achtung oder Respekt einfach rein. Es war Sommer und… nun ja, die Leichen fingen an zu verwesen und das Loch war relativ gut gefüllt.

Der Junge war sehr neugierig, gar fasziniert und stand am Rand der Grube, dann passierte das Unglück. Er rutschte aus und fiel in die verwesten Leichen hinein… Brr, normalerweise schreit man um Hilfe und weint, aber bei diesem Jungen war es anders. Am Anfang fand er den Schleim und Gestank widerlich, aber dann löste es in ihm eine Faszination aus und er spielte mit den Leichen.

Leider wurde er von seinem Vater entdeckt und seitdem musste der Junge… sein Leben lang das Zimmer hüten… bis der Vater alt wurde und Fehler machte.

Egal, nun sind wir beide hier und ich entferne deine hässliche Kleidung.“ beendete Leonardo seine Geschichte und nahm ein scharfes Messer. Sherry wackelte so stark hin und her, dass er seufzte und die Befestigung strammer zog.

„Immer dasselbe Problem mit euch Gästen. Nie wollt ihr stillhalten…“ schüttelt Leonardo den Kopf. Er zerschnitt fachmännisch die Kleidung von Sherry, bis sie nur noch ihre Unterwäsche an hatte. Auf einmal bebte die Burg und Staub rieselte von der Decke.

„Huch? Ein Erdbeben? … Nein, scheinbar war es nur ein Test vom Militär. Sie experimentieren ja mit den unterschiedlichsten Sachen.

Ihr habt eine sehr gepflegte Haut, wunderschön, das mag ich. Ich hoffe das meine Schwester Emilia ebenso ihre Haut pflegt, denn sie soll mein goldener Abschluss für meine größte Skulptur werden. Ahahahaha.“ lachte Leonardo wahnsinnig.

Sherry weinte fürchterlich und Leonardo drehte ihr den Rücken zu. Den Rest konnte Sina sich vorstellen, also manipuliert sie nun den Traum, damit der Drecksack sie nicht für den Rest ihres Lebens verfolgt.

„Sherry… diese Ketten… konnten niemals deine Kraft halten.“ flüstert Sina unsichtbar in die Ohren von Sherry. „Das alles… ist nur ein… Traum. Du… hast die… Kontrolle!“

Sherry merkte, wie die Ketten brüchig wurden. „Ein magisches Schwert… lag schon… immer in deiner… Nähe.“ flüstert Sina weiter. Die Freundin schaute nach unten und sah ihr eigenes magisches Schwert auf dem Boden liegen.

„Nimm… das Schwert… und erschlage… deinen Alptraum! Du… bist nicht… alleine! Du… hast… deine… Freunde!“ motiviert Sina.

Die Ketten lösten sich auf und Sherry fiel auf den Boden. Sie nahm das Schwert und hielt es vor Leonardo, der sich wieder umgedreht hatte und auf einmal zu einem Monster mutierte.

„Wie kannst du es wagen dich von den Ketten zu lösen!?“ schrie das Monster und der Raum wurde durch ihn immer kleiner.

Sherry bekam wieder Angst, aber eine unsichtbare Hand legte sich auf ihre Schulter. „Das… Monster hat… nie existiert… In Wirklichkeit… ist das nur… ein kleiner und… schwacher Mann.“ beruhigte Sina sie.

Das Monster bildete sich wieder zu Leonardo und wirkte verängstigt. „Jetzt… schlage zu… gibt ihm… keine Chance.“ und Sherry nickte. Sie rannte auf Leonardo zu und er schrie nach Hilfe, dann schlug sie zu. Das Schwert ging durch Leonardo und er schrie, aber noch mehr, sein Körper zeigte überall leuchtende Risse. Die tapfere Sherry schlug nochmal zu und Leonardo zersplitterte, der ganze Raum zersplitterte und alles wurde weiß.

Sherry hielt sich ihre Augen zu und als sie wieder ihre Augen öffnete, staunte sie, dass sie überall Blumen sieht, blauen Himmel und wunderschöne Landschaften.

Sie schaute nach unten und trug auf einmal ein weißes Kleid und ihr Schwert war verschwunden. Auf einmal kam eine Windbrise, die die Blumen in Bewegung setzte und Sherry sogar auf ihrer Haut spürte.

„Wie schön…“ murmelt Sherry. Sie schaute sich mehrmals um und ist… glücklich. Dann stoppte sie ihre Drehung und sah eine große Schaukel auf der eine weiß gekleidete Frau saß mit langen schwarzen Haaren.

Verwundert ging Sherry zu der Frau hin und als sie nah genug war, freute Sherry sich, dass es Sina war.

„Hi. Darf ich neben dir sitzen?“ fragte Sherry. Sina sah Sherry an und sie nickte lächelnd. Sherry setzte sich neben Sina und beide schauten sich nun die Landschaft an…

Am nächsten Morgen wachte Sherry auf und fühlte sich erfrischt. Sie zog ihre Decke herunter und sah, wie Sina noch schläft. Dann streichelt Sherry ihr ein Haar aus dem Gesicht und schaute ihr schlummerndes Gesicht an. Auf einmal bekam Sherry schweres Herzklopfen und hielt sich an der Brust.

„W… was ist das? Warum rast mein Herz so?“ wundert Sherry sich.

Kapitel 88

Ich bin wiedergeboren und der Kaiser will wohl dringend sterben?

Alle waren erstaunt, dass der Kaiser sehr wohl in der Lage war, mit ihnen zu kommunizieren. Indem Sina ihm erklärte, dass er mit blinzeln das Ja und Nein verständigen sollte. Damit wurde die Frage, ob die Lähmung geheilt werden soll und der Kaiser wollte es, dass sie ihm genommen wird.

Die Ärzte nickten sich gegenseitig zu und fingen an, einen speziellen Heilzauber anzuwenden. Emilia, Sina und Sherry hielten Abstand und beobachten ihre Arbeit. Sina hatte sich die Flasche mit dem Gift wieder zu eigen gemacht und schaute die Flüssigkei an, dabei fing sie an zu sabbern und nahm ein Schluck.

Als Sina mit der Aktion fertig war, schauten Emilia und Sherry sie an, als ob sie einen Dachschaden hätte. „Würde ich nicht nachmachen, das Zeug schmeckt nicht wirklich.“ kommentierte Sina und ignorierte die vorwurfsvollen Blicke der beiden anderen Damen.

„Macht deine Freundin das öfter?“ fragte Emilia Sherry. „Ständig, aber das mit dem Gift ist mir neu…“ schüttelt Sherry den Kopf.

Der Kaiser leuchtete und dann verschwand die Magie von den Ärzten. Der Kaiser bewegte langsam seinen Kopf und hob seine Hände dann langsam hoch. „Endlich… bin ich frei.“ krächzte der Kaiser. Seine Stimme hat unter der Lähmung gelitten.

„Vater!“ ging Emilia zu ihrem Vater und nahm seine Hand, dabei ließ sie ihren Tränen freien Lauf. „Emilia… es tut mir so leid…“ streichelt der Kaiser ihre Wange.

„Nein Vater, du bist nicht schuld daran…“ widersprach Emilia ihrem Vater. „Emilia, hol sofort die Soldaten. Sie müssen Leonardo festnehmen!“ befahl der Kaiser.

„Über euren Sohn braucht ihr euch keine Gedanken mehr machen, alter Mann. Er liegt nun tot auf der Straße.“ mischte Sina sich ein.

„Huh?“ staunte der Kaiser. „ … Es stimmt. Diese Frau hat… Leonardo verprügelt und aus dem Fenster geworfen…“ berichtet Emilia den Vorfall.

„Dann ist der Fluch von der Familie endlich vorbei.“ seufzte der Kaiser zufrieden und Emilia wirkte verwirrt.

„Emilia, du selbst musst es doch bemerkt haben, dass dein Bruder… anders war. Er war kein… Mensch wie wir ihn bezeichnen würden. In ihm war ein Monster und… irgendwas muss in der Kindheit passiert sein, dass das Monster in ihm erwachte.

Ich habe alles versucht, das Monster in ihm zu versiegeln, aber am Ende ist es soweit gekommen, dass er mich gelähmt und seine Assistentin mich in diesem Zustand gehalten hat…“ berichtete der Kaiser.

„Wow, sein eigener Sohn. Hättest du ihn mal übers Knie gelegt, wäre es vermutlich nicht soweit gekommen.“ kommentiert Sina und der Kaiser schnaufte durch die Nase.

„Wer ist die Frau eigentlich Emilia?“ fragte der Kaiser.

„… Lady Sina, Abenteurerin Rang S, Mörderin von Leonardo außerdem hat sie unser komplettes Militär zerschlagen.“ kommentiert Emilia unverblümt. Der Kaiser staunte über ihre Aussage und fing an zu lachen.

„Was ist daran so witzig Vater?!“ schimpfte Emilia.

„Weil sie meine Probleme, mit denen ich mich jahrelang herumschlug, gelöst hat. Ich will jetzt nicht herzlos sein, aber der Tod von Leonardo ist vermutlich das Beste für alle. Selbst wenn wir ihn… irgendwo lebendig eingesperrt hätten, wäre es keine dauerhafte Lösung gewesen. Deswegen bete ich für ihn, dass er im nächsten Leben eine bessere Chance verdient.

Und das Militär hat es verdient, ganz klar und einfach. In all meinen Jahren war immer das Militär mein größtes Problem gewesen. Sie wollten mehr Geld hier und da haben für diverse Forschungen. Dann wollten sie Kriege gegen Efrana oder andere führen. Was glaubst du, warum in meiner Zeit so viele Köpfe gerollt sind? Damit ich ihre Gier bändigen konnte.

Mein Urgroßvater hatte das Pech gehabt, sich mit einem Militärputsch herumzuschlagen. Er hat ihn gewonnen und einmal tüchtig aufgeräumt, aber… die nachkommenden Kaiser haben wieder mehr Aufmerksamkeit ins Militär investiert.

Sie wollten einen grundlosen Krieg haben und mit Leonardo hätten sie ihn bekommen. Hätte er sich geweigert, würde es mich nicht wundern, wenn sie einen Putsch gewagt hätten, deswegen Lady Sina, ihr habt meinen aufrichtigen Dank, dass ihr aufgeräumt habt.“ bedankte sich der Kaiser.

„Eh… Gerne geschehen?“ wundert Sina sich.

„Vater… Was soll nun passieren? Wir haben niemanden, der dein Amt übernimmt und… einen Militärrat haben wir auch nicht… Ein General ist zwar im kommen, aber es sollen ja mindestens drei Generäle dem Rat angehören, bis der nächste Thronerbe deinen Platz einnimmt.“ fragt Emilia um Hilfe.

Der Kaiser streichelt Emilia an der Wange und schaut Sina an. „Sagt Lady Sina, hättet ihr Lust mein Amt zu übernehmen?“

„Nein? Selbst wenn du es mir gibst, gebe ich es dem nächstbesten auf der Straße und wünsche ihm viel Spaß dabei.“ antwortet Sina und der Kaiser lachte. „Oh, das traue ich euch zu. Schade das ihr mich in diesem Zustand seht. Wenn wir uns vor ein paar Jahren kennengelernt hätten, wir hätten uns prächtig verstanden.“ grinste der Kaiser und Emilia dachte, sie hört nicht richtig.

„Euren Humor mag ich zumindest.“ grinst Sina zurück. „Darf ich vorstellen? Meine Freundin Sherry, der Grund, warum ich eurer Militär besiegen musste und Leonardo aus dem Fenster warf.“

Sherry kam mit einem roten Kopf und Kimono vor und verbeugte sich. „Sherry? Es tut mir unheimlich leid, was mein Sohn dir auch immer antun wollte. Ich… hoffe, dass du keine Narben davon trägst.“ entschuldigt sich der Kaiser aufrichtig.

„Erm, kein Problem… Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen, eure Majestät.“ murmelt Sherry schüchtern.

„Doch. Es war mein Versagen, dass es so weit gekommen ist und daher obliegt es in meiner Verantwortung, mich angemessen zu entschuldigen.“ sagte der Kaiser es mit ernstem Worten.

„Emilia, ich spürte wie mir die Zeit davon läuft. Hol zwei Protokollanten sowie vier ranghöchste Militäroffiziere als Zeugen. Ich habe was zu verkünden und weiß, wie wir das Problem mit dem Thron lösen können.“ bat der Kaiser.

„Ok? Ich schicke sie sofort los.“ und Emilia ging aus dem Gemach des Kaisers. „Ich würde euch ebenso bitten, als Zeugen anwesend zu sein… Lady Sina, euer Ring an der linken Hand… Ist das „Hope?“ fragte der Kaiser erstaunt.

Sina kam näher zum Kaiser und zeigte ihm ihn. „Das ist richtig. Der König aus Efrana hat ihn mir anvertraut, nachdem ich seine Kinder von einen Putsch gerettet und alle Schuldigen bei der Aktion abgeliefert habe. Kennt ihr die Bedeutung des Ringes?“

„Hat der König es euch nicht erklärt? Nun… ich würde vorschlagen, dass ihr ihn selber fragt. Es ist eine Vertrauenssache, wisst ihr?“ sagte der Kaiser geheimnisvoll und Sina hob nur eine Augenbraue.

„Ich… hätte eine Frage. Was auch immer in der Zukunft kommen mag, würdet ihr meiner Tochter zur Hand gehen? Sie ist in eurem Alter, aber… ist noch grün hinter den Ohren, wenn es um gewisse Entscheidungen geht.“ fragte der Kaiser.

„Ich bin mir nicht sicher, was ihr genau von mir wollt. Sie macht nicht den Eindruck, dass sie mir die Aktion verzeiht.“ überlegt Sina laut.

„Sie… wird das verstehen. Sie ist nicht dumm, lasst ihr einfach ein bisschen Zeit. Aber ich wünsche mir wirklich zu wissen, dass meine Tochter jemanden hat, der auf sie aufpasst. Ich bin neben Kaiser auch ein Vater, der in seiner Rolle versagt hat. Ihr… seid stark und klug, vor allem… ihr setzt euch für eure Freunde ein, nicht wahr?“ machte der Kaiser sich um Emilia sorgen.

„ … Ich kann es nicht versprechen, aber… wenn eure Tochter dies wünscht, kann ich ihr gerne Ratschläge geben.“ sagt Sina, nachdem sie überlegte und auch Sherry anschaute.

„Das reicht mir. Mit dieser Gewissheit kann ich leben. Wenn ich eine persönliche Frage stellen darf, aber… seid ihr eine Prinzessin oder ähnliches?“ lässt der Kaiser die Bombe platzen. Sina konnte ein Pokerface halten, aber auf einmal war der Kaiser ihr ein bisschen gefährlich.

„Wie kommt ihr darauf?“ antwortet Sina und Sherry wirkte verwundert.

„Wisst ihr, ich bin fast über 60 Jahre Kaiser und da lernt man gewisse… Fähigkeiten, zum Beispiel jemanden einzuschätzen und ich glaube, dass ich euch ziemlich gut einschätzen kann. Ihr seid zwar eine Adelige, aber zwischen euren Worten höre ich raus, dass ihr diesen Titel erst vor kurzem bekommen habt oder? Zu mal ihr eine Aura ausstrahlt wie ich sie zuletzt bei der Frau vom König Karl-Horst erlebt habe.“ erklärt der Kaiser.

„Stimmt, der König hat mich zu einer Ritterin geschlagen, obwohl ich den Adelstitel nicht wirklich brauche. Ich kann auch ohne damit gut leben.“ kommentiert Sina.

„Andere würden dafür ihre Kinder hergeben, damit sie in den Adel kommen. Ihr seid wirklich eine faszinierende Frau.“ nickte der König, hakte aber nicht mehr weiter nach dem Status der Prinzessin, weil er merkte, dass Sina darauf keine Antwort geben wird.

Emilia kam mit sechs Männern zurück und an der Tür standen weitere bunt aussende Personen. „Sehen aus wie Papageien.“ kommentiert Sina und bekam einen Schlag auf die Schulter von Sherry.

Der Kaiser schmunzelte über die Bemerkung und Emilia war einfach nur gestresst. Sie gab das Zeichen für die Protokollanten und sie hielten ihre Werkzeuge zum schreiben bereit. „Emilia, gibst du mir bitte deinen Familienring?“ bat der Kaiser und Emilia zog den Ring ohne zu zögern vom Finger, aber man sah ihr an, dass es eine seltsame Bitte war.

Der Kaiser atmete langsam tief aus und dann hielt er seine Rede:

„Alle Anwesenden in meinen Gemach sind Zeugen, die bestätigen können, dass die nächsten Beschlüsse von mir stammen.

In meinen Namen als Kaiser Godelot werden folgende Regeln geändert:

Die Regel des ersten Kaisers, dass keine Frau den Kaiser beerben darf, wird ab sofort aufgehoben. Es dürfen nun auch Frauen diesen Titel bekommen.

Emilia, du bist die letzte Thronerbin und hiermit berechtigt den Titel Kaiserin anzunehmen. Als Bestätigung sollst du meinen Herrscherring bekommen.“ Der Kaiser zog seinen Ring vom Finger und überreichte ihn Emilia.

„Emilia, ich wollte nie, dass du diese schwere Bürde trägst, vor allem in diesen unsicheren Zeiten, aber das Kaiserreich muss sich ändern und ich glaube, dass du dies bewerkstelligen kannst.“ lächelt der alte Kaiser traurig. Emilia hielt den Ring in der Hand und ist fassungslos, was ihr Vater da gerade getan hat.

„Kommen wir zum nächsten Punkt. Lady Sina, die Prinz Leonardo getötet hat sowie unser Militär… mehr oder weniger zerstörte, wird in allen Anklagepunkten freigesprochen auch zukünftige Anklagen.

Lady Sina, ich befördere euch zur Reichskanzlerin. Ihr seid damit befugt, über das Land sowie das Militär zu regieren. Eure Befehle könnten nur von Kaiserin Emilia aufgehoben werden. Diese Beförderung kann nicht auf andere übertragen werden, bis ihr gestorben seid.

Sherry… als Entschuldigung, dass ihr von meinem Sohn fast umgebracht wurdet, werdet ihr in den Adel geschlagen und tragt den Titel Graf. Somit werdet ihr ab jetzt, heute und in der Zukunft Gräfin Sherry sein.“ beendet der Kaiser seine Rede.

Sina sah extrem sauer aus, dass sie dem Kaiser vermutlich an die Gurgel will, aber „Gräfin“ Sherry hielt ihre Hand, damit sie sich zurückhält. Emilia reagiert ziemlich depressiv, als ihr Vater Sina zu einer Kanzlerin beförderte.

„Nun möchte ich mit meiner Tochter alleine sein. Wenn ihr bitte Lady Sina und Gräfin Sherry in ein Zimmer unterbringen könntet, wäre das mein letzter Befehl.“ teilte der Kaiser es schwach mit.

Alle verließen das Zimmer außer Emilia und schließen die Tür zu. Sina sowie Sherry wurden von einem Soldaten zu den Zimmern gebracht und als Sherry vor ihrem Zimmer stand…

„Sina?“ fragte Sherry zitternd. „Ja?“ fragte Sina zurück.

„… Kann ich bei dir schlafen? Ich… habe den… Schreck noch nicht so richtig verarbeitet…“ flüstert Sherry. Sina umarmte Sherry und flüstert ihr ins Ohr:

„Immer, solange du es brauchst. Ich werde nicht von deiner Seite weichen und im Bett auf dich aufpassen!“

„… Danke.“

Kapitel 87

Ich bin wiedergeboren und der kontrollierte Kaiser?

Sherry wird von Sina umarmt und getröstet, während Emilia verarbeiten musste, dass ihr Bruder gerade getötet wurde.

„DU MÖRDERIN!“ schrie Emilia weinend. „WIE KONNTEST DU IHM DAS ANTUN?!“

„Was? Einen Wahnsinnigen zu töten der meine Freundin verletzten wollte? Bist du so blind und ignorierst hier die gehäuteten Leichen und was auch immer dazwischen liegt? Wenn das dein Bruder war, dann ist er schon vor langer Zeit gestorben und ein Monster hat seinen Körper übernommen!“ rechtfertigt Sina ihre Tat.

„*snif* Er… war trotzdem… mein Bruder!“ schniefte Emilia. „Wer ist das?“ fragte Sherry ängstlich.

„Die Kleine? Prinzessin Emilia oder ähnliches. Sie war so… freundlich und hat mir den Weg zu dem Irren gezeigt.“ stellte Sina die Prinzessin vor. Sherry riss ihre Augen auf und sah die Frau an, die nicht älter sein dürfte wie sie selbst.

„Wir haben… uns schon mal gesehen. Sie wollte wissen, wieso ich verhaftet wurde, aber diese Männer, die mich gefesselt haben, waren um keine Ausrede verlegen und haben sie am Ende umgangen. Dieser Mann… war er euer Bruder?“ fragte Sherry die Prinzessin.

„ … Ja. Prinz Leonardo und Thronerbe…“ flüstert Emilia. „Ich muss euch was sagen. Es ist euch überlassen, ob ihr meinen Worten glauben schenkt, aber… Für sein „Meisterwerk“ was Sina zerstört hat, wollte er eure Haut ebenso abziehen. Dieser Mann hatte keinerlei geschwisterliche Gefühle mehr für euch gehabt. Er redete pausenlos davon, wenn sein Ziel am Ende sei, sollte seine Schwester den Abschluss bilden.“ erklärt Sherry zitternd.

„Bitte?“ traute Emilia ihren Ohren nicht. „Es ist wahr. Dieser Mann wollte nur seiner Kunst frönen, dabei war ihm jedes Mittel recht…“ nickte Sherry.

Emilia ließ ihren Kopf hängen und lässt ihre Tränen fließen. Nicht nur das ihr Bruder gestorben ist, er hatte auch noch fiese Absichten gehabt.

„Hier, zieh dir meinen Kimono an. Dir muss kalt sein.“ sagte Sina und legte eines ihre Kimonos um Sherry. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass sie nur in Unterwäsche war, aber weder Sina, Emilia noch Soldaten hatten ihre Augen danach ausgerichtet.

„Danke…“ flüstert Sherry. „Du solltest dir aber auch was anziehen.“ „Hmm? Oh, das muss die Hydra gewesen sein.“ stimmte Sina ihrer Freundin zu und zog auch einen Kimono an. Endlich hat Sina ihr geheimes Ziel erreicht und Sherry einen Kimono übergezogen, auch wenn die Umstände nicht… gerade passend sind.

„Prinzessin Emilia, wir brauchen Befehle. Was sollen wir tun?“ fragte ein Soldat, um die Stille zu brechen. Alle Soldaten haben genug gesehen und wollen was zu tun haben.

„ … Ich… weißt es nicht.“ schüttelt Emilia den Kopf. „Wie wärs, wenn wir alle hier rausgehen?“ schlägt Sina vor und es scheint einer der besten Vorschläge in der momentanen Lage zu sein.

Sina hob Sherry auf und hielt eine Hand von ihr, weil Sherry immer noch so stark am zittern war. Sie konnte es scheinbar immer noch nicht fassen, dass sie im letzten Moment gerettet wurde.

Einer der Soldaten führte die Prinzessin Emilia aus dem Geheimzimmer und am Ende waren alle wieder im Gemach des Prinzen, jeder konnte das zerstörte Fenster sehen.

„Prinzessin Emilia, wir benötigen ihre Befehle. Wir können weder General Morne noch General Hendrikson erreichen. Der letzte General braucht Zeit, bis er von der Front heimkehrt!“ erbittet einer der Soldaten um Anweisungen.

„Ich… weiß es nicht. Wirklich nicht. Normalerweise habt ihr das alles in der Hand oder mein… Bruder…“ wirkte Emilia niedergeschlagen.

„Was ist eigentlich mit dem Kaiser? Ist der noch am Leben?“ fragte Sina in den Raum. Man hätte eine Nadel fallen gehört bei dieser Stille.

„Mein Vater? Aber ja, er sollte doch noch am Leben sein. Aber niemand durfte in sein Gemach auf Anordnung meines Bruders!“ sah Emilia einen Hoffnungsschimmer.

„Das dürfte sich ja nun erledigt haben, wenn ihr die nächst ranghöchste Person seid.“ antwortet Sina nur trocken.

„Soldaten, wir gehen sofort zum Kaiser! Sagt den Wachen, das Prinz Leonardo… verstorben ist und sie den Weg auf meinen Befehl hin freiräumen sollen!“ befahl Emilia. Die Soldaten salutierten und stürmten hinaus.

„Ihr beide kommt mit, immerhin… brauchen wir Zeugen für das Desaster.“ sagte Emilia dies zu Sina und Sherry. Sina wollte was unpassendes sagen, aber Sherry drückte ihre Hand, dass sie mitmachen soll. Sina seufzte nur und nickte.

Die Damen folgten Prinzessin Emilia, die den Weg kannte. „Was ist… passiert Sina, als ich verschwunden war?“

„Ich war in der Gaststätte gewesen und paar maskierte Männer griffen mich an. Sie benutzten so ein Blasrohr mit Betäubungsnadeln, aber dem Benutzer habe ich das Rohr ins Ohr gerammt.

Anschließend bin ich nochmal zurück zur Gilde gegangen, hab den Stellvertreter zusammengeschlagen, damit er mir sagte, was mit den Gildenmeistern passierte, denn ich vermutete, dass du dann auch dort sein könntest.

Nun, ich habe das Militär angegriffen, ihre komischen fliegenden Ritter zerstört und ihre Geheimwaffe, eine riesige Hydra, größer als der Skelettdrache, getötet.“ berichtet Sina in kurzer Version.

„Das Militär besiegt? Du hast die komplette Militäranlage zerstört!“ warf Emilia ein. „Moment! Eure Hydra hat den meisten Schaden angerichtet! Wie habt ihr das Ding überhaupt gefangen? Ich hatte schon meine Schwierigkeiten gehabt!“ wehrte Sina sich.

„ … Es wurde von Wissenschaftlern gezüchtet mit unterschiedlichen Monsterproben. Nur war das Ding nie dafür gedacht, es im Krieg ein zu setzten, weil es sich nicht kontrollieren ließ. Zumindest mir wurde das erklärt.“ gab Emilia die Information preis.

„Himmel, habt ihr etwa Götter gespielt?! Wenn ich es nicht getötet hätte, wie war denn der Notfallplan, es aufzuhalten? Kaum war es draußen, fing es an zu randalieren!“ schimpfte Sina und Emilia stimmte ihr insgeheim zu, aber sagte nichts dazu.

„Du hast dich mit dem Militär angelegt?!“ rief Sherry erstaunt. „Ja schon komisch, was ich in letzter Zeit alles so besiegen musste. Erst eine Armee voller Untoter, dann die Armee vom Königreich Efrana, nun das Militär von Osnain.“ grübelt Sina laut.

„Seid ihr überhaupt noch ein Mensch?“ zweifelt Emilia, als sie dies hören musste. „Die Frage habe ich schon öfters gehört. Ich bin halt einfach stark. Keine Sorge, ich bin schon auf ein paar… Lebewesen gestoßen, die vermutlich gleichfalls oder stärker sind.“ nickte Sina.

„Hoffentlich muss ich sie nicht kennenlernen…“ murmelt Sherry und auch hier musste Emilia ihr insgeheim zustimmen.

Die Damen hörten auf einmal lauten Krach und Geschrei, die Soldaten stritten miteinander. „Prinzessin Emilia hat keine Befehlsgewalt, ob der Prinz tot ist oder nicht!“ schrie einer der Soldaten. Die Damen beeilten sich und sahen ein bizarres Bild. Soldaten, die gegenseitig ihre Waffen auf einander gerichtet halten.

„Was ist hier los?!“ verlangte Emilia zu wissen. „Prinzessin Emilia, diese Männer weigern sich, euren Befehl anzuerkennen und verlassen ihren Posten nicht!“ erklärte einer der Soldaten.

„Es tut uns leid Prinzessin Emilia, aber wir können sie nicht zum Kaiser durchlassen! Ob Prinz Leonardo tot ist oder nicht, wir halten uns an den letzten Befehl!“ sagte die Türwache.

„Seid ihr so dämlich? Eure Befehlshaber sind tot oder unauffindbar. Der nächste wäre der Kaiser und ihr weigert euch uns durchzulassen?“ fragte Emilia ungläubig.

„ … Es tut mir leid, aber Befehl….ARGH!“ und der Sprecher wurde von Sina niedergeschlagen. „Ich bin fix und fertig und will ins Bett. Wenn auch nur einer mich davon abhält, den werde ich töten!“ drohte Sina mit einer eisigen Stimme und jeder Soldat nahm von ihr Abstand. Sherry hatte nicht bemerkt, das Sina zum Angriff überging.

„Sina! Stopp! Wachen, macht sofort Platz wenn euch euer Leben lieb ist!“ rief Prinzessin Emilia und die Türwachen schauten sich alle gegenseitig an. Einer seufzte schwer und machte den Weg frei, die anderen Wachen folgten seinem Beispiel.

„Warum nicht gleich so?“ spottet Sina und Sherry rollte ihre Augen. Sina ging zur Tür und riss sie auf. Sie sah einen alten Mann auf dem Bett liegen und eine Krankenschwester. „Was wollt ihr hier? Ihr dürft nicht hier sein?!“ rief die Krankenschwester. Sina sah, wie die Frau eine Flasche in ihrer Tasche versuchte zu verstecken und stürmte auf die Krankenschwester zu.

Sina packte die Frau am Hals und zog die Flasche aus ihrer Tasche. Sie hatte eine grüne Flüssigkeit und ein Wappenbild darauf, aber Sina kannte es nicht. Emilia und Sherry kamen nun ebenso rein wie die Soldaten und sahen, das Sina wieder in Aktion war.

„Sina, was machst du da?!“ rief Emilia. „Die Frau hat versuchte eine Flasche zu verstecken. Ich kenne den Inhalt nicht, aber was auch immer drin ist, es sollte geheim bleiben.“ antwortete Sina. Die Frau wurde wieder losgelassen und fiel auf ihren Hintern.

„Vater. Ich bin es, Emilia! Vater!“ ging Emilia zu dem liegenden Mann, aber er rührte sich nicht. Man sah, dass er atmet und seine Augen sich bewegten, aber mehr nicht. „Vater? Was ist los?!“ wundert Emilia sich.

„Du, was ist in der Flasche drin?“ fragte Sina die Krankenschwester, die langsam aufgestanden ist. „Ich… weiß es nicht.“ versuchte sie zu leugnen. Die Heldin gab ein leises Knurren von sich, aber die Krankenschwester weigert sich, irgendetwas zu äußern.

„Ok, dann machen wir es anders. Du wirst das jetzt trinken und wir schauen, was passiert.“ lächelt Sina und die Krankenschwester geriet nun in Panik. Emilia hat das Schauspiel gesehen und merkte, dass die Krankenschwester mehr weiss.

„Du, sagt uns sofort was mit meinen Vater los ist!“ verlangte Emilia zu wissen. Aber auch hier weigerte sie sich, was zu sagen. Sina hatte die Nase voll und packte sie am Kiefer, mit der anderen Hand öffnete sie den Verschluss der Flasche und kippte es gewaltsam in der Frau rein, die panisch versuchte, es zu verhindern.

Die Aktion wurde so schnell beendet wie sie gestartet ist. Die Krankenschwester hustete wie wild und wollte von Sina weg krabbeln, bis sie zur Seite umkippte. Sina drehte sie auf den Rücken und sah, dass sie noch am Leben ist.

„Sie lebt, kann sich aber nicht mehr bewegen. Das ist Gift, was eine Lähmung verursacht.“ diagnostiziert Sina.

„Aber… mein Vater?!“ rief Emilia und Sina nickte. „Richtig. Wer auch die Frau sein mag, aber sie hat dem Kaiser vermutlich täglich immer dieses Gift verabreicht. Ich würde euch raten, richtige Ärzte herzuholen, die sich auf Gifte spezialisiert haben, vielleicht sind sie in der Lage ein Gegenmittel herzustellen.“ rät Sina.

Emilia nickte dies zu ihren Soldaten und sie stürmten sofort los. „Oh Vater, was hat man dir nur angetan?“ tränte Emilia, während sie dem Kaiser die Hand hält.

„Und eurer Bruder hat befohlen, dass niemand das Zimmer betreten darf, außer seinen vertrauenswürdigen Leuten? Wie lange geht das Spielchen schon?“ hakte Sina nach.

„Ich glaube… über ein Jahr. Bruder… meinte immer, das Vater eine sehr schwere Krankheit hätte und er sie alleine auskurieren müsste. Ich habe mehrmals versucht, zu Vater zu kommen, aber die Wachen haben mich nie hereingelassen…“ antwortete Emilia niedergeschlagen.

Sina beobachtete den Kaiser und stellte fest, dass er sehr wohl alles mitbekommt, denn seine Augen bewegten sich hin und her und bei dem letzten Satz von Emilia wirkten sie sehr traurig.

Einige Stunden später, nachdem die Militärärzte den Kaiser begutachtet hatten sowie die Flüssigkeit in der Flasche, konnten sie folgendes berichten: „Es ist möglich die Lähmung vom Kaiser aufzuheben, aber…“ sprach der erste Arzt, der andere Arzt beendete die Erklärung: „Die Lähmung ist, was den Kaiser am Leben erhält. Wenn wir dies aufheben… dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis der Kaiser wirklich stirbt.“

„Oh nein… Was sollen wir tun?“ murmelt Emilia, die mit der Entscheidung überfordert war. „Warum fragt du nicht einfach den Kaiser?“ fragte Sina.

„Wie meinst du das?“ wundert Emilia sich.

„Dein Vater beobachtet uns die ganze Zeit. Er kann vielleicht nicht sprechen, aber seine Augen können dafür sprechen.

Was meint ihr alter Mann, wollt ihr von der Lähmung befreit werden?“

Kapitel 86

Ich bin wiedergekommen und ich zeige meine dämonische Seite?

Sina lag auf ihren Knien und schnaufte schwer, dann atmete sie noch einmal langsam ein und wieder aus und stand auf. Sie machte sich auf den Weg zur Burg und hoffte, dass sie nicht noch so ein Monster versteckt halten.

„Das… darf… doch… nicht… wahr… sein?“ sagte eine Leibwache im Zimmer von Prinzessin Emilia. Alle haben den Kampf beobachtet gegen die Hydra und die Frau hat das Monstrum tatsächlich besiegt. Nun sahen alle, dass die Frau zur Burg wollte.

„Das… Militär hat verloren. Weder Fußsoldaten noch Magier, Panzer noch Mechs und das stärkste Monster konnten sie aufhalten. Und ihr wisst immer noch nicht wer sie ist?“ fragt Emilia im ruhigen Ton.

„Bedaure, aber wir wissen es nicht.“ antwortete ein Soldat. Emilia seufzte und überlegte ihre nächsten Schritte.

„Männer, die Frau wird so oder so durch die Eingangshalle gehen. Ich werde sie gebührend empfangen und herausfinden, was der Akt sein soll.“ befahl Emilia, aber die Soldaten weigerten sich ihn zu akzeptieren.

„Prinzessin Emilia, auch wenn man mir den Kopf für diese Unverschämtheit abschlagen wird, aber das können wir nicht zulassen! Sie müssen sofort in den Schutzraum!“ widersprach die Leibwache, aber Emilia schüttelt nur den Kopf.

„Dieser Schutzraum bietet überhaupt keinen Schutz. Ihr habt doch alle gesehen, wie sie die Hydra umgeworfen hat. Meint ihr, dass würde diese Frau aufhalten? Wir kennen nicht mal ihr Ziel und… sind auch keine Gegner. Und aus diesem Grund werde ich mich ihr stellen, um in Erfahrung zu bringen, warum und weshalb dieser Angriff!“ strahlte Emilia eine Autorität aus.

Die Soldaten mussten schluckten, denn genau diese Autorität ist fast dieselbe wie die vom Kaiser Godelot. Dann salutieren alle anwesende Soldaten.

„Wir werden euch begleiten und beschützen. Männer, macht den Weg frei!“ befahl die Leibwache und die Männer gingen raus.

„Aber…“ wollte Emilia widersprechen, aber wurde unterbrochen. „Ihr wolltet euch der Frau alleine stellen oder? Wenn ihr schon nicht auf uns hören wollt, dann gebt uns zumindest die Chance, euch mit unserem Leben zu verteidigen!“ sagte die Leibwache mit einem ernsten Blick.

„Ok, ihr tut ja sowieso nur das, was ihr tun wollt.“ schüttelt Emilia den Kopf und einige Soldaten mussten leise lachen, auch wenn sie möglicherweise in ihr Verderben rennen.

Burg Ryre:

Der König und die anderen haben den Kampf gegen die Hydra gesehen und die Kinder haben gejubelt, als Sina es besiegte. Erleichtert fiel der König in seinen Sessel zurück.

„Nun, was auch passieren möge, aber Sina hat dem Kaiserreich die Armee weggenommen und die werden nun bestimmt Jahrzehnte benötigen, bis sie wieder eine halbwegs funktionierende Armee haben.“ kommentiert Simon.

„Sagt, wie viele Armeen gibt es eigentlich noch auf der Welt?“ fragte Alwin und alle überlegten, bis Friedrich seine Frage beantwortet:

„Nun, es gibt noch die Armee von der Theokratie und den Tiermenschen, wobei bei den Tiermenschen sind es ja eher viele Klans und ich würde das nicht unbedingt als Armee betrachten… und die Dämonen, aber die sind ja in ihrer Welt eingeschlossen. Warum willst du das wissen?“

„Dann gibt es ja nicht mehr viele Armeen, die Sina verprügeln kann.“ antwortet Alwin und Ralph sowie Themba gaben ein „Pff“ ab.

„Ich bezweifle das Sina es sich zur Lebensaufgabe macht, alle Armeen auf der Welt zu besiegen.“ murmelt Simon.

„Nun, zumindest ist das Königreich vor einem unnötigen Krieg gerettet. Ich glaube, ich schicke eine Kiste Goldmünzen als Belohnung, ob es von Sina bewusst oder unbewusst passierte.“ legte sich der König fest.

Sina erreichte die Burg und machte sie auf einen Kampf gefasst, als auf einmal das Fallgitter nach oben gezogen wird und die Tore geöffnet werden. Im Glauben, in eine Falle zu treten, ging sie in die Burg rein.

Überall standen Soldaten, die ihre Schwerter gezogen haben sowie Armbrüsten, nur eine Person unterschied sich von den anderen.

Eine junge Frau mit platinblonden Haaren und grünem Gewand stand auf einer Brüstung und strahlte eine Autorität aus.

„Ich bin Prinzessin Emilia, Tochter des Kaisers Godelot! Sagt mir, wer seid ihr und warum greift ihr uns an?“ verlangte Emilia zu wissen. Sina wusste nicht, ob es ein Witz war und fing an zu lachen.

Nachdem Sina sich beruhigt hatte, sah sie, dass Emilia es ernst meinte mit ihrer Frage. „Ihr wolltet mich doch verhaften lassen, weil ich angeblich eine Spionin wäre… Aber egal. Ich bin Lady Sina die Verteidigerin, Abenteurer der S-Klasse und warum ich euch angreife? Weil ihr meine Freundin hier festhaltet, die ihr entführt habt!“ und Sina ließ eine Killeraura frei.

Emilia hat mit vielem gerechnet, aber nicht, dass jemand ihr sagt, dass man jemanden befreien will. „Ihr seid eine Abenteurerin? Wo ist eure Neutralität auf die ihr immer pocht?!“

„Neutralität am Arsch wenn ihr alle Gildenmeister verhaften lasst, nur weil die sich weigerten, die Abenteurer in das Militär zu schicken!“ schimpft Sina zurück.

„Ich wusste es… Warum hast du nicht auf mich gehört Bruder…“ murmelt Emilia und schüttelt den Kopf.

„Wo habt ihr meine Freundin versteckt?“ verlangte Sina nun zu wissen, aber Emilia wusste nicht, was die Frau meint.

„Stimmt, wir hätten angeblich jemanden entführt. Könnt ihr eure Freundin beschreiben?“ fragte Emilia.

„Sie heißt Sherry, Rang-A Abenteurerin, Halbelf und hat blaue Haare. Sie dürfte nicht vor langer Zeit hier oder wo auch immer angekommen sein.“ beschrieb Sina ihre Freundin und Emilia bekam große Augen.

„Aber… ich habe sie gesehen! Man sagte mir, dass sie eine Spionin sei und zur Befragung zum Prinz Leonardo gebracht wurde.“

„Spionin? Wir sind erst heute morgen angekommen! Irgendwelche Typen mit Masken und komischen Tätowierungen im Gesicht wollten mich verhaften, aber haben nur den Tod gefunden. Sie ist also hier und bei dem Prinz? Dann bringt mich zu ihm, bevor das hier blutig enden wird!“ drohte Sina und jeder wusste, dass sie es ernst meinte.

„Soldaten, steckt eure Waffen weg. Ihr seid keine Gegner für diese Frau und ich will weitere Tote vermeiden. Folgt mir, ich führe euch zu meinen Bruder.“ befahl Emilia. Die Soldaten hatten ihre Schwierigkeiten mit dem Befehl, bis die ersten ihre Schwerter wegstecken.

Sina ging an den Soldaten vorbei, blieb aber wachsam, sollte einer etwas übereifrig werden. Dann war sie bei Emilia und folgte der Prinzessin. Auf dem Weg fragte Emilia:

„Wie… könnt ihr so stark sein? Ihr seid kein gewöhnlicher Mensch. Ihr habt die Armee des Kaiserreiches besiegt und die Hydra getötet.“

„ … Jahrelanges Training.“ antwortete Sina knapp und ist sparsam mit Informationen. Emilia war mit der Antwort unzufrieden, aber ließ es dabei bewenden.

„Nur eine Warnung, sollte der Prinz meiner Freundin irgendwas angetan haben, wird er nicht unbeschadet davon kommen. Nur weil er ein Prinz ist, gibt es ihm nicht das Recht, mit dem Leben anderer zu spielen. Der König aus Efrana kann dir davon ein Lied singen, als ich mit seinen Adeligen aufgeräumt habe.“ teilte Sina der Prinzessin die Information mit. Die Soldaten, die ihnen folgten, mussten alle schwer schlucken.

„Ihr würdet selbst Hand an einen Thronerben legen, der das Kaiserreich führen wird?!“ wundert Emilia. „Aber sicher das. In letzter Zeit habe ich viele Männer getötet, dessen Macht ihnen zu Kopf gestiegen ist und unter Realitätsverlust leiden. Erst im letzten Moment bevor ich sie getötet habe, wurde ihnen bewusst, wie dumm sie doch in Wirklichkeit waren.“ kommentiert Sina.

„Was macht euch anders? Ihr tötet ebenso Menschen und andere Lebewesen. Was gibt euch das Recht, einfach wahllos alles zu töten, ihr seid doch nichts anderes als ein Massenmörder!“ knirschte Emilia ihre Wut heraus.

„Die Männer, die ich bislang getötet habe, wollten mich alle töten. Ob es nun Untote, Vampire oder Adelige waren, sie gaben mir einen Grund, dass ich sie töten musste. Ich habe genug Feinde, da brauche ich nicht welche am Leben zu lassen. Ihr oder eure Soldaten, die meine Freundin entführt haben, habt euch schon vorher mit den Abenteuergilden angelegt. Die Provokationen gingen also nicht von mir aus.“ erklärt Sina.

„Ihr wollt euch darauf berufen, dass ihr aus Notwehr sie alle getötet habt? Ihr seid so stark, man kann sie auch besiegen, ohne zu töten!“ widersprach Prinzessin Emilia.

„Seid ihr wirklich so naiv? Habt ihr nicht mitbekommen, wie euer eigenes Volk durch euer Militär leidet? Angeblich fing es an, als Prinz Leonardo das Zepter übernommen hat und die Gerüchte über einen aufkommenden Krieg wurden immer stärker, je tiefer man in das Kaiserreich reiste.

Zumal, selbst wenn ich sie am Leben gelassen hätte, wer gibt mir die Garantie, dass sie ihre gerechte Strafe bekommen? Diese Regierung hier stinkt doch förmlich nach Korruption! Ich wette, würde der erste Kaiser dies hier alles sehen, wäre er ziemlich lange beschäftigt, viele Köpfe abzuschlagen!“ schüttelt Sina den Kopf und das Gespräch war dann zu Ende.

Emilia hat Sina in den Flur gebracht, wo maskierte Soldaten die Sina angegriffen hatten, standen. Einer von ihnen erkannte wohl Sina und schrie: „Geht weg von der Spionin Prinzessin Emilia. Männer, tötet diese Frau!“

„War…“ wollte Emilia was sagen, aber Sina griff die Männer an… und tötete sie mit ihren Katanas. Es dauerte nicht lange und die Männer waren alle tot. „Warum habt ihr sie getötet!?“ schrie Emilia, die das Blutbad nun aus nächster Nähe beobachtet hat.

„Habt ihr nicht gehört? Sie wollten mich töten, zumal diese Schweine meine Freundin entführt haben. Da zeige ich keine Gnade! Nun will ich von euch wissen, habt ihr mich in eine Falle geführt?“ fragte Sina.

„Nein, verdammt! Hinter euch ist die Tür, die zum Prinz Leonardo führt. Diese Männer waren nur seine Wächter!“ erklärte Emilia sich, die einen Schauder bekam, als sie den tödlichen Blick von Sina bekam.

Sina drehte sich um und sah eine Tür. Sie ging darauf zu und trat sie mit voller Kraft auf, dass die Tür aus dem Rahmen raus flog und in die Wand krachte. Anschließend betrat sie den Raum und er war leer.

„Hier ist aber niemand!“ wurde Sina langsam wütend und Emilia kam angerannt und staunte selber. „Aber… das ist sein Zimmer. Er muss hier sein, sonst… würden die Wachen nicht hier sein!“ wehrte sich Emilia.

Im Zimmer waren an zwei Wänden große Fenster sowie ein Himmelbett. Sina schaute sich den Raum in Ruhe an dann ging sie zurück zum Flur. Dann fiel ihr auf, was mit dem Zimmer nicht stimmte.

„Ich denke, hier gibt es eine Geheimwand. Der Abstand von dieser Tür bis zur nächsten ist einfach zu groß. Kleine, ich rate dir aus dem Zimmer zu verschwinden, denn ich werde die Wand zertrümmern!“ warnt Sina und Emilia verschwand.

Sina wusste, welche Wand sie zerstören musste und stellte sich mit einem Abstand davor, dann setzte sie ihre Fähigkeit „Schockexplosion“ ein. Der weiße Ball flog direkt auf Wand zu und explodierte. Die Burg erzitterte bei dem Angriff, Emilia und die Soldaten mussten sich an den Wänden festhalten, eine große Staubwolke kam aus dem Zimmer heraus.

Die Heldin wartete ab, bis sich der Staub legte und musste sich auf einmal die Nase halten, ein fürchterlicher Leichengestank kam aus dem Raum geweht. Emilia und ein paar Soldaten kamen in das Zimmer und mussten auf einmal würgen und husten.

„Was… ist das für ein Gestank?!“ fluchte einer der Soldaten. Der Staub hat sich gelegt und Sina riss schockiert ihre Augen auf. Von der Decke hingen gehäutete Personen, auf dem Boden lagen überall Gliedmaßen herum. Auf den Regalen standen viele Glasbehälter, in denen Augen, Zähne und weitere Eingeweide waren.

Ohne zu wissen was genau los ist, ging Sina in den Raum rein. Sie schaute angewidert die Toten an und versuchte sie nicht zu berühren, bis Sina auf einmal ein Husten hörte. Sina ignorierte nun die Toten und rannte, bis sie im nächsten Raum war. Auf dem Boden lag hustend ein Mann mit einer Ritterrüstung und… dann sah die Heldin Sherry.

Sherry wurde an der Decke hochgezogen und ihre Beine waren am Boden festgebunden, eine Mundbinde hinderte sie am sprechen. Sie war bis auf die Unterwäsche komplett ausgezogen und am Bauch war ein langer blutiger Strich. Sherry sah Sina und fing an um Hilfe zu flehen, ihre Augen weinten fürchterlich.

Der Mann stand auf und hielt ein Skalpell in der Hand. „Wer seid ihr?! Was wagt ihr ungefragt in meine Gemächer einzutreten und meine Arbeit zu störrrrnARGH…“ schrie der Prinz, als Sina ihn mit voller Kraft ins Gesicht schlägt und er gegen die Mauer krachte.

Prinzessin Emilia hat es irgendwie überwunden, an den Leichen vorbeizugehen und sah, wie Leonardo gegen die Wand geschlagen wurde, sie sah aber auch, wie die Frau mit den blauen Haaren befestigt war.

„Bruder… was… hat das alles zu bedeuten?“ fragte Emilia ängstlich, fast der Ohnmacht nahe. Der Prinz stand wieder auf und seine Nase blutete sehr heftig.

„Argh, wie könnt ihr es wagen, Hand gegen mich zu legen?!“ schrie er, aber Sina sagte nichts. Sherry sah in den Augen von Sina, wie sie überlegte, ihn schmerzvoll umzubringen.

„LEONARDO! ICH FRAGTE, WAS DAS HIER ALLES SOLL!“ schrie Emilia und nun fiel dem Prinz auf, dass noch weitere Personen im Geheimzimmer waren.

„Verdammt… Ok, nun ist es raus. Ich ließ sie alle fangen, damit ich meiner Kunst nachgehen konnte! Schaut es euch an.“ zeigte Leonardo auf eine große Skulptur des Horrors. Emilia wusste nicht, wie man das… „Ding“ beschreiben soll, nur dass dafür sehr viele Personen getötet wurden. Sina sah das Ding auch und ging dahin.

„… Was habt ihr NEIN WARTET!“ schrie Leonardo, als Sina die Skulptur mit ihrem Katana zerstörte. Leonardo wollte Sina aufhalten, aber er bekam einen Tritt in den Magen, worauf er wieder gegen die Wand krachte. Er hielt sich schmerzend den Magen, bis er auf einmal Blut spuckte.

„Diese Menschen… wie viele Menschen mussten dafür sterben?! Was… bist du?“ fragte Emilia zitternd und Sina antwortete auf ihre Frage in einem sehr eisigen Ton. „Ein Monster in Menschengestalt. Ich habe in meinen Leben schon so einige widerliche Spinner getroffen, aber das hier übertrifft alles.“

„Das ist… *hust* Kunst! Das könnt ihr mit eurer erbärmlichen Intelligenz nicht verstehen!“ wehrte sich Leonardo, der langsam wieder aufstand. „Außerdem, wofür soll ich mich rechtfertigen?! Ich werde bald der nächste Kaiser und kann tun und lassen wie ich es für richtig halte!“ schrie Leonardo mit wahnsinnigen Augen und die Zähne gefletscht.

„Ihr werdet nichts mehr tun, wenn ich mit euch fertig bin.“ antwortete Sina darauf. Sie legte ihre Katanas in ihr Inventar und ging zu Leonardo. In seinem Wahn hat er immer noch nicht mitbekommen, dass Sina ihn töten will, er konnte es sich nicht mal vorstellen.

Sina schlug ihn von der Seite wieder ins Gesicht und man hörte das Brechen von Knochen, Leonardo schrie und fiel auf seine Knie. Dann packte Sina ihn an den Haaren und riss ihn gewaltsam hoch. Emilia und die Soldaten sind zu geschockt von dem Anblick was sie bisher gesehen haben und mischten sich in die Schlägerei nicht ein.

Als der Prinz wieder auf Augenhöhe war, schlug Sina nochmals in den Magen und die Ritterrüstung verbeulte sich. Leonardo hustete Blut und langsam kommt die Erkenntnis, dass die Frau ihn töten will.

„WACHEN! HALTET SIE AUF! SIE WILL MICH TÖTEN!“ schrie Leonardo, aber… die Soldaten machten nichts. Ekel und Schock konnte man an ihren Gesichter sehen und man sah eine Weigerung, von so einem Wahnsinnigen Befehle entgegenzunehmen.

„Scheinbar mögen sie deine Kunst nicht, so ein Pech aber auch.“ dann warf sie Leonardo mit Gewalt in sein Schlafzimmer an den Soldaten vorbei. Sein Kopf traf bei der Aktion einige Leichen und landete mit seinem Gesicht auf dem Boden, was eine Blutspur mit sich zog.

Sina folgte dem Prinzen und sah, das er versuchte aufzustehen, aber sie brach ihm ein Bein, worauf er wieder laut aufschrie. Die Heldin trat den Prinz auf den Rücken und man konnte sein Gesicht nicht mehr richtig erkennen, so bearbeitet sah er aus.

„Wenn es nach mir ginge und ich die nötige Zeit dazu gehabt hätte, würde ich euch selber die Haut abziehen, aber meine Freundin wartet auf mich, also… setzte ich etwas ein, was ich bisher nicht vollzogen habe.“ sagt Sina dies zum Prinzen.

Sie packte Leonardo am Hals und zog ihn hoch. Er versuchte mit seinen Händen den Griff zu lockern, aber er hatte nicht wirklich eine Chance gehabt. Dann hielt Sina den Prinz so, dass sie ihm ins Ohr flüstern konnte. Sie sagte nur… „Seelenraub.“

Der Prinz schrie auf einmal noch lauter als vorher, man konnte sein Geschrei von Angst und Schmerzen fast in der kompletten Burg hören. Er zappelte und versuchte mit letzter Kraft sich von Sina zu befreien, dann wurde sein Körper kraftlos und zeigte keinerlei Regung mehr.

>Seelenraub: Level 2 aufgestiegen<

Sina spürte, wie er noch lebte, aber ohne eine Seele ist es nur ein Körper ohne Funktion. Mit einer ruckartigen Bewegung mit der Hand brach sie dem Prinz das Genick und warf seinen leblosen Körper aus dem Fenster, dessen Krach man nicht überhören konnte.

Ohne ihm noch einen Blick zu würdigen ging Sina wieder zurück in den Geheimraum zu Sherry und riss die Ketten mit Gewalt auf. Nachdem Sherry von den Ketten befreit war, half Sina ihr die Mundbinde zu entfernen und wird von Sherry zitternd umarmt.

„Danke… *hick* danke… *snif* ich hatte…*hick* solche Angst.“ flüstert Sherry in Sinas Ohr. Sina umarmt sie ebenso fest und ist glücklich, das Sherry es überlebt hat.

„Nun ist es vorbei meine Liebe. Ich bin nun bei dir.“ streichelt Sina ihre blauen Haare.

„Dieser Wahnsinnige wird niemanden mehr was antun.“

Kapitel 85

Ich bin wiedergeboren und bekämpfe ein Mutant?

„Könnt ihr mir erklären, was das für komische Blechdinger waren?“ fragte Prinzessin Emilia, die den Kampf mit den Mechs und der Frau aus der Burg beobachtet hat.

„ … Sie wären unsere geheime Waffe im Krieg gewesen. Normale Soldaten wie Abenteurer, aber auch sehr starke Monster waren nicht in der Lage gewesen, ihnen überhaupt Schaden zuzufügen.“ sprach ihre Leibwache.

„Geheime Waffe? Diese Frau hat sie wie nichts besiegt. Wie wollen sie mir das jetzt erklären?!“ wundert Prinzessin Emilia sich.

„Bedaure, aber das kann ich nicht erklären, auch wenn ich es selbst gesehen habe. Die einzige logische Erklärung wäre, dass sie unheimlich hohe Attribute haben muss.“ vermutet die Leibwache.

Auf einmal hörte die Sirene auf und ein anderer Ton kam. „Was hat das nun zu bedeuten?“ fragte Prinzessin Emilia wieder, aber sie sah nur, dass ihre Leibwache sehr blass wurde.

„Diese Wahnsinnigen, sie wollen „es“ doch nicht etwa freilassen?!“ murmelt die Leibwache und Emilia bekam ein ungutes Gefühl.

„Was es? Was kommt jetzt?!“ verlangte die Prinzessin zu erfahren. „Die Forschungsanlage hat mehrere Abteilungen, eine davon hat sich auf das Züchten von Monstern spezialisiert. Sie haben es letztes Jahr geschafft aus verschiedenen… Monsterteilen ein großes starkes Monster zu erschaffen. Es war eine Hydra.

Wenn ihr mit diesem Monster vertraut seit, sind das vielköpfige Wesen, die einen fast drachenähnlichen Körper haben. Nur… hatten die Wissenschaftler es so stark gemacht, dass jeder Kopf ein eigenes Element besaß und… es lässt sich nicht kontrollieren.

Wer auch immer den Befehl dazu gegeben hat, muss sich darüber im Klaren sein, dass er das komplette Militärgebiet, die Burg und die Stadt dafür opfert!“ erklärt die Leibwache.

„Wenn das vorbei ist, will ich das ihr diesem Spinner, der den Befehl gab, den Kopf abzuschlagen, habe ich mich deutlich ausgedrückt?“ schrie Prinzessin Emilia, als sie das Problem verstand.

Sina lief weiter zur Burg, als auf einmal sich der Ton der Sirene änderte. Die Soldaten, die Sina sah, schauten sich gegenseitig an und fingen an wegzurennen. „Achtung, Projekt X wird eingesetzt. Ich wiederhole, Projekt X wird eingesetzt. Alle Soldaten müssen die Gefahrenzone verlassen.“

„Was kommt denn jetzt?!“ wundert Sina sich laut. Überall rannten Soldaten, die Panzerfahrer verlassen sogar ihre Panzer und rennen weg. Auf einmal bebte der Boden so heftig, dass Sina ihr Gleichgewicht verlor und auf die Knie ging.

Mit etwas größeren Abstand vor Sina fing der Boden an sich zu bewegen, sogar die Gebäude gingen mit. Ein Spalt öffnete sich und Sina hörte, wie etwas nach oben kam. Es dauerte mehrere Minuten, bis der Boden aufhörte sich zu öffnen und die Heldin sah ein tiefes Loch.

Das Geräusch eines Fahrstuhles konnte man nicht überhören bis auf einmal ein markantes Geschrei von unten hoch kam, dass Sina sich ihre Ohren zuhalten musste. „Was… ist das für ein Ding?“ murmelt Sina.

Sie sah langsam die Umrisse des Monsters. Es scheint einen großen Körper zu haben mit fünf langen Hälsen. Als die ersten Lichtstrahlen auf das Monster fielen, konnte Sina das Monster erkennen. „Eine Hydra, aber… wieso ist sie so groß?!“ dachte Sina.

Es dauert nicht lange und der Fahrstuhl war mit der Hydra oben. Die Hydra hatte fünf unterschiedlich farbige Köpfe und war etwas größer als der Skelettdrache. Es war die ganze Zeit nur am blinzeln, scheinbar ist es mit Tageslicht nicht vertraut und alle Köpfe fingen laut an zu brüllen. Sina, die relativ nah an der Hydra war, versuchte die Schmerzen in ihren Ohren zu ignorieren, aber allein das Geschrei konnte man in der Hauptstadt ebenso hören.

Dann fing die Hydra an überall Feuer aus seinen Köpfen zu spucken ohne ein richtiges Ziel zu haben. Viele Gebäude gingen in Feuer auf, andere schmolzen dahin. Es gab mehrere Gebäude in Eis und eins wurde durch einen Windstoß weggeblasen. Nur der mittige schwarze Kopf machte nichts, außer dass er Sina sah und seine Monsterinstinkte schrien, da sie ebenfalls ein Monster ist. Diese Informationen gingen an die restlichen Köpfe über und sie stoppten ihre wahllosen Angriffe und beobachteten alle Sina.

„Na super, du willst mich unbedingt bekämpfen oder? Ich wollte eigentlich einen Umweg machen, damit du weiter brav alles zerstörst, aber neiiiiinnn…“ nörgelt Sina, aber Sina hielt vor allem den schwarzen Kopf im Auge. Ihrer Ansicht nach zeigte er zu viel Intelligenz.

Die Mäuler des roten und grünen Kopfes fingen an zu glühen und beide warfen ihren Atem nach Sina, dem sie nicht ausweichen konnte. Sie war sofort von dem Angriff eingeschlossen und merkte, wie ihre Kleidung vor sich hin brannte, aber… selbst keinen Schaden spürte. „Das Immunität so heftig wirkt…“ dachte Sina.

Der Atemangriff hörte auf und Sina stand an der gleichen Stelle. Die Hydra wirkte verwundert, bis der blaue Kopf einen Kopfangriff machte, dabei wurde sein Hals sehr elastisch. Sina sah den Angriff kommen und kreuze ihre Katanas zu einem X. Dann kam der Zusammenprall, Sina schaffte es den Angriff zu blockieren, aber sie wird nach hinten gedrückt. Als sie der Angriff aufhörte, trat Sina den blauen Kopf nach oben.

Der Kopf flog schnell nach oben und der rote Kopf wollte wieder mit einem Flammenangriff starten, aber diesmal setzte Sina ihren „Allesschneider“ ein und flog auf den Kopf zu. Es halbierte den Kopf und die anderen Köpfe schrien vor Schmerzen… aber der Schnitt regenerierte sich und der rote Kopf war wieder voll funktionsfähig.

„Eh… wie soll ich das denn bitte töten?!“ wunderte Sina sich, dann sah sie, dass der schwarze Kopf irgendwas vorbereitete. Die restlichen Köpfe starteten alle gemeinsam einen Atemangriff und Sina rannte zur Seite, weil sie die Elemente der restlichen Köpfe nicht kannte. Zuerst kam der Flammenatem wieder, hinterher Eisatem, Säureatem und ein Atemangriff voller Wirbelstürme.

Die Heldin schaffte es immer wieder im letzten Moment aus dem Angriffsbereich herauszurennen. Als der letzte Atem vorbei war und der schwarze Kopf immer noch nichts machte, versuchte Sina einen zweifachen „Allesschneider“ auf den roten Kopf zu benutzen. Diesmal ging der Angriff von der Seite des Kopfes, was dazu führte, dass der rote Kopf vom Hals getrennt wurde.

Der Kopf fiel mit einem Krachen auf den Boden und der Hals leblos hinterher. Sina wartete ab, ob es sich wieder heilte, aber scheinbar hatte sie einen Schwachpunkt gefunden… bis auf einmal drei Köpfe anfingen den Kopf und Hals des Roten aufzufressen. Es dauert nicht lange und es gab keine Anzeichen, dass sie einen roten Kopf hatten. Auf einmal leuchteten alle Köpfe und alle hatten rote Linien in ihren Köpfen.

„Ihr wollt mich doch auf den Arm nehmen oder? Wie hat das Militär es überhaupt geschafft, so ein Monstrum gefangen zu nehmen, wenn es nach jedem verlorenen Kopf stärker wird?!“ staunte Sina. Dann bemerkte sie, dass der schwarze Kopf fertig war und mit einem schwarzen Atem startet. Die Heldin wollte ihm zur Seite ausweichen, aber dieser Atem war Kegelförmig und erwischte Sina.

Man kann diesen Angriff nicht wirklich beschreiben, es ist, als könnte es brennen, aber zeitgleich auch schmelzen, einfrieren und wiederum die Luft zerreißen, ein chaotischer Angriff. Der schwarze Kopf war für das Element Chaos zuständig. Diese Information half Sina nicht wirklich, die mitten im Atem drin war und überall nur Schmerzen spürte.

Der Kegelangriff zerstörte weitläufig das Militärgebiet, traf unter anderem auch die Forschungsanlage, wo die Wissenschaftler und General Morne tief unter der Erde in Sicherheit waren.

Die Burg, wo sich Prinzessin Emilia befand, wackelte bei dem Angriff und leichter Staub fiel von der Decke herunter. Alle beobachteten den Kampf mit der Frau und schwitzten ziemlich stark. Der schwarze Atem verschwand und alle suchten nach der Frau. „Dort!“ schrie einer der Beobachter und alle fanden sie. Sie stand… aber hatte scheinbar Schwierigkeiten, richtig stehen zu können. Ihre Kleidung ist fast komplett weg, nur die intimsten Bereiche sind… geschützt. Ansonsten sieht die Frau stark verbrannt aus.

„Argh… Sch… eiße… Tut… das weh!“ fluchte Sina. Mit Gewalt öffnete sie ihre verbrannten Augenglider und sah das Chaos um sich. Dann sah sie die Hydra und wie der schwarze Kopf… ziemlich schwach wirkte, als hätte der Angriff ihn ebenso ausgelaugt.

„So… dann sollte ich die Zeit nutzen, bevor du wieder „aktiv“ bist!“ stöhnte Sina und wollte nach vorne laufen, aber ihre eigenen Verletzungen schränken ihre Mobilität ein. Der grüne Kopf schlug nach Sina, aber Sina konnte nur wieder ihre Katanas überkreuzen… bis der Kopf gegen sie krachte und weit nach hinten schleuderte. Sie fiel mehrmals auf den Boden, aber rollte weiter. Irgendwann landete sie in einem Panzer und schrie vor Schmerzen auf.

Mühevoll quälte Sina sich aus dem Panzer heraus und fiel auf ihre Knie. Sie merkte, dass ihre eigene Regeneration arbeite und konnte sich langsam besser bewegen. Dann bebte die Erde und Sina hob den Kopf hoch. Die Hydra marschierte auf Sina zu.

„Mist… Hmm?“ murmelt Sina, als sie den kaputten Panzer sah und ihr eine Idee einfiel. Sie steckte ihre Katanas in ihr Inventar und packte das Rohr des Panzer. Erst passierte nichts, dann schob sich der Panzer langsam zur Seite bis er irgendwann so schnell war, dass Sina ihn wirbelnd hochhalten konnte.

In der Zeit bereitete sich der braune Kopf zum Atemangriff vor. Sina wartete den richtigen Zeitpunkt ab… als er sein Maul öffnete, ließ sie den Panzer los und er flog mit einer rasenden Geschwindigkeit in das Maul hinein. Als der Panzer fast den Kopf erreichte, ließ der braune Kopf seinen Atem los und erreichte den Panzer. Ob es Glück oder Zufall war, auf jeden Fall war der Panzer mit Eismagie gefüllt und explodierte mit einem riesigen Kristall, der den braunen Kopf ebenso vereiste.

Es dauert nicht lange und der vereiste Kopf brach vom Hals ab. Zwei der drei Köpfe versuchten das Eis zu fressen, konzentrierten sich aber dann auf den leblosen Hals. Nun bekam jeder der Köpfe einen braunen Streifen auf ihren Schuppen dazu und der schwarze kraftlose Kopf wurde wieder aktiv, als hätte er einen Energieschub bekommen.

„Oh… hättest du nicht vielleicht warten können, bis ein weiterer Kopf abgeschlagen wurde?“ fragte Sina unnötigerweise, aber man sah den Zorn in den Augen des schwarzen Kopfes. Er fing wieder an zu glühen, das Zeichen für ein weiteren flächendeckenden Angriff.

Sina will nicht nochmal von diesem Angriff getroffen werden und rannte auf die Hydra zu. Der blaue und grüne Kopf griffen mit ihrem Atem wieder an, aber diesmal sind die Elemente der toten Köpfe mit drin. Die Heldin wich den Angriffen zur Seite aus und rannte weiter auf die Hydra zu. Je näher sie ran kam, desto gigantischer ist das Monster.

Der blaue Kopf versuchte wieder einen Kopfangriff auf Sina, aber sie sprang einfach nach vorne und der Kopf verletzte sich selber auf dem Boden. Aber Sina lässt sich nicht davon aufhalten und rannte weiter, der grüne Kopf versuchte mit seinem Atemangriff Sina von der Seite zu behindern, aber Sina setzte ihre „Schockexplosion“ ein und schlägt den Kopf zur Seite. Das Monstrum schrie laut auf.

Dann war es soweit, die Verletzungen am Körper von Sina waren verheilt und sie selber war unter dem Körper der Hydra. Sie dachte daran, nun von unten aus ihre Fähigkeiten einzusetzen, aber wenn es schief geht, könnte sie selber dabei drauf gehen, also rannte sie zum Schwanz der Hydra. Die zwei Köpfe haben Sina aus den Augen verloren und der schwarze Kopf war zu konzentriert auf den Angriff.

Am Schwanzende angekommen, packte Sina ihn und zog mit aller Kraft. Die suchenden Köpfe merkten sofort, dass jemand an ihrem Schwanz war und brüllten Sina an. Aus weiter Entfernung beobachteten die Soldaten den sagenhaften Kampf auf der Mauer, die sie von der Stadt trennte. Soldaten, die sich in Sicherheit gebracht haben, sorgten nun für Ordnung in der Stadt. Andere Zuschauer sind im Untergrund und sehen es per Übertragungszauber an, sowie die Bewohner der Burg Starm.

„Was… versucht die Frau da?“ murmelt Prinzessin Emilia, als sie sah, dass sie den Schwanz der Hydra packte und die Hydra brüllte. Sie fand keine Worte, dass Sina es geschafft hat, mit den Waffen des Militärs einen Kopf zu zerstören und das sie wieder komplett gesund aussah.

Im Königreich sah man nun den Kampf ebenso, ein Spion war in der Lage eine Position zu finden wo er ungestört die Übertragung abspielt, auch wenn das Bild manchmal unscharf wird. Auf jeden fall beobachteten der König sowie seine Männer, aber auch Ralph, Themba und Alwin den Kampf.

„Bei… der… Göttin… Sie hatten so ein Monster an der Hand und Sina kämpft gegen so ein Monstrum? Ich würde es keinem verdenken, wenn jemand die Flucht wagen würde, aber…“ murmelt Simon.

Ohne zu wissen, dass sie von der Welt beobachtet wird, zog sie noch weiter am Schwanz. Erst passierte nichts und merkte, dass der Schwanz versucht, sich von Sina zu befreien… „Oh nein, du bleibst schön hier! Gnnrrrr!“ schrie Sina und auf einmal wird die Hydra nach hinten gezogen.

Verwirrt, dass so ein kleines Wesen den massigen Körper zu ziehen vermag, krallte die Hydra sich mit ihren Vorderbeinen in den Boden, aber die Kraft von Sina war stärker. Sie wurde immer schneller und die Hydra schrie ihren Frust heraus. Alle Zuschauer trauten ihren Augen nicht.

Dann sprang Sina in die Luft und zog die Hydra mit und warf sie auf den Rücken. Sie landete direkt auf dem Bereich der zerstörten Forschungsanlage. Auf dem ganzen Militärgebiet bebte der Boden, sogar die Burg wackelte. Der Boden, wo die Hydra landete gab nach und stürzte in sich zusammen. General Morne sowie die Wissenschaftler sahen nur noch, wie die Decke über ihnen einstürzte.

Allen, wirklich allen Zuschauern ist der Unterkiefer auf dem Boden gelandet und ihre Augen raus gerollt. „Ist… ist das… überhaupt… noch ein Mensch?“ stottert einer der Leibwachen bei Emilia bis bei einen der Köpfe was explodierte. Ob es Zufall oder geplant war, bei der Aktion ist der blaue Kopf auf einem Panzer gelandet, der voll geladen mit Säuremagie war. Die Säure fraß sich komplett durch den Hinterkopf und zerstörte das Gehirn vom blauen Kopf.

Sina sah, wie der grüne Kopf anfing, den blauen Kopf aufzufressen, aber Sina störte mehr, dass der schwarze Kopf nicht aufhörte, sich weiter vorzubereiten… bis der schwarze Kopf den grünen Kopf angriff und ihn vom Hals trennte.

„W… was?!“ staunte Sina. Der schwarze Kopf fraß so schnell die verlorenen Köpfe, dass man es nicht verfolgen konnte. Anschließend drehte es sich um und war auf seinen Beinen. Am gesamten Körper der Hydra waren nun alle Farben der verlorenen Köpfe zu sehen.

Sina zog wieder ihre Katana heraus und sammelte ihre Energie für einen doppelten Allesschneider, aber was sie nicht ahnte ist, dass der schwarze Kopf es irgendwie geschafft hat seinen Angriff zum nächsten Atem zu halten. Als beide einen Blickkontakt hatten, könnte Sina schwören, dass die Hydra ein gehässigen Blick auf Sina warf und dann öffnete es sein Maul.

Die Heldin schluckte schwer und konzentrierte sich weiter auf ihren Angriff. Die Hydra ließ wieder einen kegelförmigen schwarzen Atemangriff los, diesmal ist er viel heftiger weil die Kräfte der verlorenen Köpfe ebenso drin ist.

Und mittendrin stand Sina, die den Angriff wieder abbekam. Sie schrie vor Schmerzen, aber weigerte sich, hier und jetzt zu sterben, wenn sie nicht mal Sherry retten konnte. Sie dachte an den einen Abend, wo Sherry ihre Hand hielt…

>Limit BreXhen<

>Chaos Resistenz: Level 10 erreicht <

>Chaos Immunität freigeschaltet <

Ein vertrauter Energieschub schoss durch den Körper von Sina und die Schmerzen waren auf einmal wie weggeblasen. Ihre Klingen leuchteten so stark, dass sie eine rote Lichtsäule bildeten. Alle Zuschauer sahen, wie aus dem schwarzem Atemangriff eine rote Lichtsäule herauskam.

Dann ließ Sina ihren doppelten Angriff los. Der Schnitt brannte sich gerade dem Atem entgegen, sogar der Himmel wird geteilt. Die Hydra sah den roten brennenden Schnitt auf sich zukommen und gab sich nochmal mehr Mühe bei seinem Atem, aber vergebens. Die Fähigkeit von Sina durchschlug den schwarzen Kopf sowie seinen Körper und zerstörten weitere Teile des Militär Gebietes.

Der schwarze Angriff hörte auf und Sina beobachte die Hydra. Erst war eine Stille, doch dann teilte sich die Hydra auf zwei Seiten und krachte auf den Boden.

Sina hat gegen ein übermäßiges Monster wieder gewonnen, aber sie selber fiel auf die Knie und atmete schwer.

„Jetzt nicht schlapp machen! Erst wenn Sherry gerettet ist!“

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