Sin Roswell

Web Novel Deutsch

Kapitel 356

Ich bin wiedergeboren und eine Dämonenkönigin oder? Oder?!

Sina schlummert tief und fest mit Sherry im Bett, als auf einmal jemand Krach draußen machte. Die Dämonin gab ihr bestes, es zu ignorieren, aber der Krach wurde immer schlimmer.

„Was bei allen Göttern?!“ stand Sina wütend auf und ging mit ihrem knappen Pyjama nach draußen, dabei ignorierte sie die Schäden im Flur. Sie ging zum zerstörten Essensaal und sah, wie die Männer von Zhin´s Gruppe am Aufräumen waren.

„Was… macht ihr?!“ verlangte Sina sofort zu wissen. Die Männer blickten auf und schauten nicht schlecht, wie Sina vor ihnen stand. Viel nackte Haut, nur ihre Hüfte und Brüste von dem Pyjama bedecken sie.

„Ah… meine Freundin ist auch da.“ meldete sich Zhin und legte eine Hand auf die Schulter der Dämonin. „Nun, wir dachten uns, wenn wir schon so ein Chaos anrichten, sollten wir es auch wieder reparieren oder?“

„Huch?! Beim dunklen Gott, weiß du wie früh es ist? Ich war mitten noch im Tiefschlaf gewesen!“ wurde Sina sauer.

„Deswegen ist es doch gut, dass du nun wach geworden bist oder? Ich bin deiner Freundin Nea irgendwie dankbar, dass sie die meisten… „Beweise“ auf natürliche Weise entsorgt hat, die anderen werden von den Behemoths „zufälligerweise“ unterwegs entsorgt.“ lächelt Zhin und nickte den Jungs zu, dass sie weiter machen sollen.

„Ja, es war eine tolle Abwechslung gewesen und bin froh, dass wir alle erwischt haben. Nur was… macht ihr da?“

„Wie gesagt, wir werden den Saal, Stall und das Haus selber reparieren und verstärken. Ich habe das OK vom Ingo bekommen und ich bin froh, dass du es eben so siehst, gleich mit anzupacken.“

„Warum… sollte ich?! Es wird doch genug Handwerker in der Stadt geben, die es wieder reparieren können!“ empörte Sina sich sofort.

„Erstens… die kosten Gold. Zweitens, die meisten Schäden haben wir verursacht oder? Die Mauer haben die Tiermenschen in Schutt gelegt, deine Nea hat sich im Stall ausgetobt und es grenzt an ein Wunder, dass er noch nicht zusammengekracht ist.

Draußen… hmmm… ich glaube es waren deine komischen Attacken gewesen, weswegen der Hof haufenweise riesige Löcher hat. Die „Grenzmauer“… wenn das überhaupt jemals eine Mauer war, ist auch ein Relikt der Vergangenheit.

Im Flur hat Flai zwar sein Bestes gegeben, aber bei der Menge, die schon im Haus waren, konnte er es leider nicht verhindern, dass die Angreifer mit ihren Waffen angegriffen haben.

Nun stell ich dir die Frage: Eine kleine Hasenfamilie bietet uns ein Platz zum Schlafen an und auf einmal wird deren Zuhause zerstört. Bist du wirklich… so eiskalt und willst nicht mithelfen?

Selbst Nitir und seine Jungs packten mit an. Sie entsorgen die Leichen und besorgen uns richtige stabile Bäume und Steine, damit wir das Haus renovieren können. Wenn du mit deinen Freundinnen mit anpackst, schaffen wir das bis heute Abend.“

„Erm…“ murmelt Sina und wundert sich, wie gut Zhin einem ins Gewissen reden kann. „Dürfen… wir dann noch eben was essen?“

„Aber natürlich. Nur mit einem gefüllten Magen startet man den Tag. Belinda hat das Frühstück in der Küche soweit bereit gestellt. Nur… die Waschanlage ist auch irgendwie kaputt gegangen. Vermutlich hätte jemand nicht so mit den Angreifern in der Luft herumwerfen sollen.“

„Ich habe verstanden…“ murmelt Sina weiter und ging zurück in ihr Zimmer. Sherry war auch schon wach und schaute sie fragend an. „Wir haben Arbeit…“

Einige Zeit später kamen fünf Damen zur Baustelle. Alle trugen irgendwie dasselbe, weswegen Sherry sehr glücklich ist. Highpants die über die Schulter gehalten werden mit dicken Stiefeln und ein lockeres Hemd, nur Nea trug weiterhin ihr Kimono.

„Da sind wir. Was sollen wir tun? Aber lass dir das gleich gesagt sein, wir haben alle keine Ahnung wie man… was repariert oder so!“ warnte Sina direkt.

„Keine Sorge. Wir räumen vorerst allen Schutt und ähnliches weg. Wenn Nitir mit dem Baumaterial wiederkommt, werden die Rollen neu verteilt.“ nickte Zhin. „Punny, schnappt dir die Zwillinge, die sollen die Waschanlage mit dir aufräumen.

Daika, du nimmst die Spinnenfrau und machst den Stall direkt platt. Einen Neuen aufzubauen geht schneller als… die ganzen Löcher zu flicken.

Sherry, du hilfst Flai noch die Reste hier wegzutragen, dann werdet ihr im Haus die Schäden ausbauen, Flai kann das. Du kommst mit, Sina.“

Erstaunt, wie Zhin die Aufräumungsarbeiten einteilt, fügten sich die Damen und folgten den jeweiligen Herren.

Sina stand mit Zhin an der ehemaligen Mauer. „Was sie hier Mauer nennen, war irgendwie ein Witz. Flai hat die Mauer schon komplett entfernt, wir werden was besseres bauen, sollte nochmal so ein beknackter Angriff wie gestern kommen. Du nimmst die Schaufel und gräbst zwischen den weißen Linien, die ich komplett um das Grundstück vorbereitet habe.“

„Bitte?! Ich soll graben?!“ hörte Sina nicht schlecht.

„Ja? Die Erde legst du bewusst auf diese Seite, denn damit werden wir die vielen Löcher im Hof wieder stopfen, die DU gemacht hast.

Es war ja schön anzuschauen, wie du immer deine Schockexplosion in der Menge eingesetzt hast, aber du hast es ein bisschen übertrieben.“ nickte Zhin.

„Nein! Lass mich lieber den Stall oder so zerstören, aber das werde ich nicht machen!“ wehrte Sina sich lauthals.

„Nimm die Schaufel und fang an.“

„Ich bin eine verdammte Dämonenkönigin, solche niedrigen Arbeiten werde ich bestimmt nicht machen!“

„Wie schön für euch, eure Majestät.“ antwortet Zhin sehr sarkastisch. „Nun nimm die Schaufel und fang endlich an!“ zeigte Zhin demonstrativ mit dem Finger auf die liegende Schaufel.

„Wenn die Königin Sina hier so herum zickt, dauern die Arbeiten nur länger. Willst du das wirklich? Sollen wir dich morgen wieder aus dem Bett werfen während du mit Sherry ein Bett gemütlich teilst? Ernsthaft?

Nimm. Die. Schaufel. Und. Fang. An!“

Irgendwie… ging bei Sina was durch ihren Körper und sie hob tatsächlich die Schaufel, dann fing sie an zu graben. „Ich… bin doch die Dämonenkönigin… und fange hier an zu graben?“ murmelt Sina mit sich selber.

„Geht doch!“ nickte Zhin zufrieden und wollte gehen.

„Warte! Was machst du denn eigentlich?“ legte Sina Einspruch.

„Vorbereitungen treffen, wie alles wieder aufgebaut wird? Bevor du anfängst zu diskutieren… Kannst du einen Stall aufbauen? Weißt du wie man eine neue Waschanlage aufbaut? Die Verstärkungen für das Haus, wo sollen die genau angebracht werden? Möchtest… du das übernehmen?“ starrte Zhin die Dämonenkönigin an.

„Nein…“ flüstert Sina und buddelt weiter. Man sah es an ihrem Gesicht an, dass sie schwer am überlegen war, wie Zhin es geschafft hat, sie so in den Griff zu bekommen.

„Wow… solange bin ich mit Sina noch nicht zusammen, aber da hat sie nun ihren Meister gefunden.“ staunte Sherry nicht schlecht.

„Das ist normal bei Zhin. Es gibt nur wenige Personen auf der Welt, die ihm in dieser Situation noch irgendwie widersprechen. Deine Freundin hat es aber tatsächlich ein bisschen übertrieben und mit der Aktion will Zhin, dass sie schnell lernt, nicht mehr so die Umgebung auszublenden.

Noch das bisschen Schutt hier, dann gehen wir im Haus alle Schäden beseitigen. Vermutlich werden die Hasen ihr Gasthaus nicht mehr wiedererkennen, wenn wir es komplett umgebaut haben.“ grinste Flai.

„Woher… habt ihr denn die Erfahrung, wie man was aufbaut? Dachte, dass machen die Zimmermänner und so?“ wundert sich Sherry.

„Och, das liegt daran, dass wir nicht selten in Dungeon´s mal eben ein Haus aufgebaut haben, weil wir uns auch ausruhen müssen. Irgendwann ist es zur Routine geworden und darüber machen wir uns keinen Kopf.

Für die Schäden im Haus habe ich schon das nötige Material sowie die Verbesserungen, dass ein weiterer Angriff es nicht mehr so stark beschädigt. Oh ho ho, deine Freundin will scheinbar Zhin nicht mehr aus den Augen lassen.“

Sherry drehte sich um und tatsächlich. Wenn Sina die Erde zur Seite kippt, wirft sie Zhin immer wieder ein Blick zu.

„Glaube, du musst aufpassen, dass Zhin dir deine Freundin nicht wegnimmt. Für so eine dominante Person ist sie scheinbar gut zu kontrollieren.“ witzelte Flai und ahnte nicht, was er damit ausgelöst hat.

„Dann… muss ich einfach dominanter sein als Zhin.“ kniff Sherry grübelnd ihre Augenbrauen zusammen. Anschließend gingen beiden ins Haus.

Die Zeit verging, jeder ging seiner Arbeiten nach bis die Behemoth´s verschwitzt wiederkamen. „Uff… wieso machen wir das nochmal?“ wundert sich Nitir.

„Weil Zhin uns so zugeredet hat, als wären wir an allem schuld.“ erinnert Zuzan ihn. „Scheinbar hat er selbst die Frauen überredet bekommen… was macht Sina da?“

Die Dämonenkönigin hat bis zur Hälfte alles freigeschaufelt, wie Zhin es verlangt hat. Nun schwitzt sie aus jeder Hautpore, selbst ihr Knochenschwanz gräbt mit.

„Ah… wunderschön das ihr da seid, hatte mir schon leichte Sorgen gemacht.“ kam Zhin ihnen entgegen. „Ihr habt alles, was ich brauche?“

„Ja Mann… die stabilsten Bäume, die es in Batzien gibt, die selbst Magieangriffen nichts anhaben können und Steine, für die man verdammt viel zahlen müsste.“ entwickelte sich eine Zornesader auf der Stirn von Nijus.

„Wunderbar!“ klatschte Zhin in die Hände. „Stellt euch vor, wie beliebt ihr auf einmal werdet, wenn jeder mitbekommt, wie ihr einer armen Hasenfamilie ohne großes Gemurre geholfen habt. Ihr werdet ziemlich schnell beliebt!“

„Hm… da ist schon irgendwas dran.“ grübelt Nijus. „Am Arsch, er hat nur gesagt, was dich schmeicheln könnte.“ dachte Nitir. „Scheinbar… kommt ihr gut voran?“ fragte der Champion dann.

„Das ist richtig. Die meisten Schäden IM Haus hat Flai mit Sherry repariert, nun setzten sie Verbesserungen um.

Der Stall ist komplett abgerissen sowie die Waschanlage und der komplette Schutt von allen Parteien fast entfernt. Die überschüssige Erde tragen die Vampire in die Löcher und machen den Hof wieder begehbar.

Komm, lass uns alle nochmal versammeln, damit ich wieder die Rollen neu verteilen kann. Nun geht es ins Eingemachte.“ erklärte Zhin, der irgendwie… bisher noch nichts angerührt hat.

Alle wurden gerufen und standen im Kreis. Alle starrten Sina an, die mit einer Schaufel sich abstützte und… ziemlich erotisch wirkte. Sherry hatte ein ziemliches Herzklopfen, was die Vampire mitbekamen.

„Soo… unsere „Dämonenkönigin“ Sina hat den Grundstein für eine neue Mauer frei gegraben. Nitir und sie werden mit mir die Mauer mit den speziellen Baumstämmen aufbauen.

Nijus arbeitet mit Daika und Nea den neuen Stall auf, Daika kennt die Pläne und weiß, wie man ihn richtig stabil aufbaut.

Mio, Tio und Punny werden den Essensaal komplett reparieren und eine neue stabile Außenfassade am Haus anbringen mit Zuzan.

Sobald Flai mit Sherry im Haus fertig sind, werden sie dann dem Punny-Team helfen und anschließend eine komplett neue Waschanlage bauen, dass wir nicht mehr warten brauchen, bis jemand fertig ist.

Ingo und Belinda werden noch die restlichen Löcher schließen und eine Überraschung, die ich ihnen aufgetragen habe, aufbauen. Wir haben jetzt bald Mittag und sind gut im Rennen, bisher leistet jeder wirklich Spitzenarbeit.“ hielt Zhin seine Rede.

Sina sagte nichts, denn sie hatte keine Lust auf eine Diskussion einzugehen, wo sie nur verlieren wird. „Wie er… einfach meinen Titel verspottet…“

Alle gingen ihren Aufgaben nach und die Tiermenschen staunten nicht schlecht, wie die Menschen die Baumstämme verarbeiten mit ihren Waffen. Die Stämme wurden auf den Boden gelegt und jedem wurde in mehreren Techniken die Rinde gezielt abgeschält. Dann wurden sie in längere Bretter aufgeschnitten.

Bei Zhin verlief es ein bisschen anders, er beließ alles und entfernte nur die Äste und ähnliches. Dann holte er einen gigantischen Hammer raus. „Während unsere Königin dort drüben weitergräbt, werden wir nun die Mauer einbauen.

Ich halte die Stämme, während du sie mit dem Hammer mit gesamter Kraft in den Boden rammst. Achte bitte darauf, dass du die Stämme nicht dabei kaputt machst, sonst musst du wieder neue holen.“ warnte Zhin den Champion der Behemoth´s.

„Erm… du machst das scheinbar nicht zum ersten Mal oder?“ hakte Nitir nach, der den Hammer ohne Probleme hochhob.

„Hmm nicht so wirklich. Wenn ich mit meinen Freunden was aufbaue, soll es nur für ein paar Tage halten, bevor es zusammenbricht. Was wir hier machen, sollte für die nächsten Jahrzehnte eine stabile Festung… erm… Behausung werden.

Mit der gesammelten Erfahrung bekommen wir das schon hin. Sollten wir mit der Mauer schneller als erwartet bei Sina ankommen, hilft du ihr beim graben. In der Zeit werde ich auf den oberen Enden Spitzen schneiden und von unsere Seite hier gewisse Stabilisierungen anbauen.“ erklärte Zhin, dann machten die „Männer“ sich an die Arbeit.

„Soo… damit hätten wir die Inneneinrichtung in diesem Haus komplett fertig Sherry. Gute Arbeit!“ lobte Flai die Halbelfe.

„Wow… wusste nicht, dass man mit sowenig Arbeit, soviel stabiler die Wände und ähnliches aufbauen kann. Das Wissen werde ich definitiv in mein Zuhause mitnehmen, denn dort geht ja immer mehr oder weniger was kaputt.“ nickte Sherry.

„Den Tipp habe ich auch nur von einem alten Zimmerer bekommen, der Festungen und ähnliches gebaut hat. Sollten wir nochmal angegriffen werden, dann wünsche ich denen viel Glück, die Türen einzutreten. Eher müssten sie mit einem Rammbock kommen, damit sie die Türen überhaupt aufbekommen.

Die Trennwände zwischen den Räumen sind etwas dicker geworden, aber bei dem Angriff von gestern… ist es nicht schlecht, wenn alles insgesamt stabiler wird.“

„Hört sich an, als rechnest du mit weiteren Angriffen?“

„Sherry… das waren gestern über 250 Angreifer gewesen. Dank deiner Freundin und Zhin wissen wir, dass irgendwelche Teilnehmer sie bezahlt haben, uns aus dem Turnier zu beseitigen. Das war ein sehr ernstgemeinter Angriff und wird nicht enden, bis das Turnier stattfindet.“

„Scheinbar hat Zhin… auch seine Talente?“

„Und wie er sie hat. Einmal wurde uns was wichtiges geklaut, da hat Zhin den nächstbesten Dieb gefangen und ihn ein bisschen befragt… Sagen wir einfach, wir haben unser geklautes Objekt wiederbekommen und die Untergrundorganisation gab es hinterher nicht mehr.

Du kannst Gift nehmen, dass Zhin und Daika an der Mauer draußen… gewisse Fallen anbringen werden, sodass die nächsten Angreifer durch das Haupttor kommen müssen.“

„Ihr hättet nicht Lust mal nach Fanfoss zu kommen und unsere Villa so stark aufzubauen oder? Sina kann euch bestimmt großzügig bezahlen.“

„Ah… besser nicht. Sobald unsere anderen Freunde wieder dabei sind, wird nur diskutiert, in welche Richtung wir weiter reisen werden.“ lächelt Flai schüttelnd den Kopf.

„Rein, Erde hoch drücken, zur Seite kippen…“ dieses Mantra wiederholt sich immer wieder im Kopf von Sina. „Wenn ich das meinen Vater erzähle, wird er sich kaputt lachen…“

Auf einmal stand Nitir mit einer Schaufel vor ihr. „Scheinbar waren wir wirklich zu schnell mit dem Aufbau der Mauer. Ich soll dir helfen, den Rest zu graben.“

„Eh… ok?“ schaute Sina nach oben und tatsächlich. Sie hat nicht mitbekommen, wie die beiden Männer so nah zu ihr gekommen sind, dass sie eine Pause einlegen mussten. Zhin verknotet die Stämme irgendwie miteinander, dann schnitt er Spitzen mit einem komischen Schwert in die Stämme.

„Sag… meint Zhin es spöttisch mit der Dämonenkönigin?“ fragte der Champion, nach einer kurzer Zeit.

„Ja…“ log Sina, denn nun bereute sie es, dass sie einen Aufstand gemacht hatte. „Ich bin es nicht gewohnt, dass ich bei solchen Arbeiten mit anpacken muss. Lieber bezahle ich dafür die richtigen Leute.“

„Verstehe… Hat er dir auch weisgemacht, dass du Schuld an allem bist?“

„Nein? Nur was ich angerichtet habe. Er kann ziemlich gut jemanden ins Gewissen reden und… irgendetwas hat er, dem ich nicht… so wirklich widersprechen konnte. Das konnte selbst mein… persönlicher Waffenlehrer nicht.“

„Ja, ich verstehe was du meinst.“ nickte Nitir und grub weiter.

Das Punny- und Flai-Team hatte ihre Aufgabe erledigt und machte sich an die Waschanlage, während die Frauen die Außenwand mit einer bestimmten Farbe anmalen.

Der Stall nahm auch seine Formen an und dank Nea´s Fäden gingen die Arbeiten in vielen Richtungen sehr einfach voran.

Zhin ließ die beiden weiter graben und tauschte mit Daika die Arbeiten, damit die „natürlichen“ Fallen angebracht werden. Der Vorarbeiter war zufrieden mit dem Stall und konnte direkt ohne Schwierigkeiten den Job von Daika übernehmen.

„Was… machst du da genau?“ fragte Sina den Mann verschwitzt. Sie war endlich fertig mit dem Graben und wundert sich, was Daika da tut.

„Ich pflanze bestimmte Samen ein und wenn ich die komplette Seite fertig habe, bekommen sie spezielles Wasser. Das Wasser zwingt sie dazu, schnell bis zur Spitze hoch zuwachsen wie Efeu. Es sieht wie eine normale Pflanze aus mit unterschiedlichen Blüten, aber…

Wer die Blätter anfasst, bekommt einen extremen Juckreiz an den Händen und wird das für die nächsten Wochen nicht mehr los. Warum auch immer sind diese Pflanzen extrem widerstandsfähig gegen vieles.

Sie können nicht so richtig brennen, können aber für eine lange Zeit ohne Wasser und Licht überleben. Es war ein Zufall, dass ich auf diese Pflanzen gekommen bin. Umso schwieriger war es, an die Samen zu kommen, aber von denen habe ich nun ein paar Tonnen.

Wenn die komplette Innenpalisade mit den Pflanzen überzogen ist, mache ich dasselbe auch draußen. Nur werde ich da abwechselnd unterschiedliche Pflanzen einpflanzen, damit sie sogar in der Lage sind, ihre Stacheln durch eine Rüstung durchzubekommen.

Manchmal frage ich mich, wie gefährlich die Natur ist, dass solche Pflanzen existieren. Einige der Blüten schrecken sogar Monster ab, sind aber für Tiermenschen nicht gefährlich.“

„Sag… würdest du mir was davon verkaufen? Ich habe ein bisschen Land mit eine hohe Steinmauer, aber… wirklich geschützt ist das nicht.“ fragte Sina, die sofort ein Interesse bekam. Ein Blinzeln kam aus den Augen von Daika raus und er nickte.

„Lass… uns das später alleine bereden. Das Wasser selber kann ich nicht verkaufen, aber sehr wohl die Samen mit einer Anleitung, was man bei den Pflanzen beachten muss.“

Beide schlugen sich in die Hände und nickten sehr ernst. „Ich freue mich, ein Geschäft mit ihnen zu machen, Herr Daika.“ „Die Freude liegt ganz auf meiner Seite, eure Majestät.“ „Ugh…“

Dann war es endlich soweit. Der Abend kam und alle standen geschlossen vor dem neuen Gasthof.

Am Haus wurde die geschnittene Baumrinde angebracht und braun gestrichen, macht daher einen sehr rustikalen Eindruck. Der Essenssaal wurde komplett mit einer neuen Steinmauer repariert und sogar vergrößert.

Die gesamte Innenstruktur wurde fast ausgewechselt und machte ebenfalls einen sehr rustikalen, stabilen Eindruck. Selbst die Fenster hat Flai mit einer eigenartigen Technik versehen und man konnte sie nicht mehr so einfach zerschlagen.

Die Waschanlage, wo früher mehr oder weniger kleine Kabinen waren mit Sitzmöglichkeiten, wurde generalüberholt und mit der neuesten Technik versehen. Es war fast ein eigenes Zimmer, aber so aufgebaut, dass eine Seite für Männer und die andere Seite für Frauen war.

Damit gibt es keine Wartezeit mehr, Punny hat sogar eine Duschanlage installiert. Um warmes Wasser zu haben, brauchte die Familie einfach nur Holz an der Seite, wo mehrere Kupferrohre sind, an zu brennen und damit wurde es direkt erledigt.

Der Hof wurde komplett von den großen Löcher befreit und der Stall wurde ebenfalls komplett fertig gestellt. Pferde oder größere „Gäste“ können nun ohne Probleme den Stall betreten und sind ziemlich gut gegen Einbrecher oder ähnliches geschützt.

Die Palisaden sind hoch genug, dass man nicht mal eben rüber springen kann und mit wunderschönen grünen Pflanzen, die eher wie Efeu aussehen, überzogen.

Ingo, Belinda und Irma trauten ihren Augen nicht, was die Gäste mit ihrem Zuhause gemacht haben und wussten auch nicht, was sie dazu sagen sollten.

„Ernsthaft… das ist doch eine Festung.“ kommentierte Sina. „Nicht das ich mich beklagen will, aber…“

„Nun… ich habe nie gesagt, dass es schön Aussehen soll oder? Mir geht es immer mehr um die Stabilität und Funktionalität. DIE kann man nun wirklich nicht abstreiten, zumal wir diesmal nicht mit einem Überraschungsangriff rechnen müssen.

Leute, ihr seid heute ein Spitzenteam gewesen. Selbst unsere Königin hier hat mit anfänglichen Murren mit angepackt und das ist das Ergebnis. Nun können wir ohne Probleme Waschen gehen, ohne Probleme Essen und weiteres.

Außerdem haben wir dafür gesorgt, dass unsere Gastgeber ein sehr stabiles Zuhause für die nächsten Jahrzehnte haben werden. Zusätzlich würde es mich nicht wundern, dass die Gäste nun dieses Gasthaus aufsuchen werden, wenn sie einen so sicheren Schutz um sich wissen.“ lobte Zhin alle Arbeiter.

Keiner sagte was, aber man sah ihnen an, dass sie doch irgendwie Stolz auf ihre Arbeit waren… bis auf Sina, sie war ja nur mit graben und Baumstämme halten beschäftigt.

„Verehrte Gäste… ich kann ihnen nicht genug danken.“ verbeugte sich Ingo mit seiner Familie vor ihnen.

„Keine Ursache, immerhin… hatten wir ja irgendetwas mit der Zerstörung zu tun.“ kratze sich Nitir am Hinterkopf.

„Eine Überraschung haben wir für euch.“ grinste Belinda und Zhin nickte. „Wenn ihr mir folgen würdet?“

Auf der andere Seite des Gasthauses haben die Besitzer eine Art Biergarten aufgebaut mit den Steinen und Bäumen, die übrig geblieben sind und Flai heimlich gebastelt hat.

„Nehmt ruhig alle Platz, diesmal werden wir euch so richtig verwöhnen. Dank des neuen Tores, brauchen wir uns keine Gedanken über… unerwünschte Gäste machen.“ lächelt Belinda voller Stolz.

Dies ließen sich die Arbeiter kein zweites Mal sagen und taten dies, diesmal war sogar Nea dabei. „Ungewohnt… an so einem Bau mitzuarbeiten.“ „Das kannst du aber laut sagen…“ murmelt Sina.

Allen wurden Bierkrüge und ähnliche Getränke hingestellt und wieder neue Essensplatten gereicht, dass jedem der Sabber aus dem Mund fließt.

„Auf unsere Gäste! Guten Appetit!“ rief Belinda glücklich und alle jubeln laut auf.

Es verging einige Zeit, bis Sherry und Sina gemeinsam wieder in ihr Zimmer gehen. „Puh… irgendwie bin ich fix und fertig.“ murmelt Sina. „Bin froh das es keinen Trinkwettbewerb gab.“

Sherry schwieg und als sie im Zimmer waren, schloss sie die Tür hörbar zu, während Sina sich über das umgestellte Bett wundert.

„Sherry?“ drehte Sina sich um, als Sherry sie aggressiv küsste. Dabei drückte die Halbelfe die Dämonenkönigin ins Bett, wo beide darauf fielen.

„Wow… Sherry?“ grinste Sina, aber Sherry hörte mit ihrer Aktion nicht auf. Sie nahm einen Arm von Sina und nahm einen der vorbereiteten Fesseln vom Bettpfosten. Damit knebelt sie Sina am Bett fest.

Sina wusste nicht, was ihre Freundin genau vor hatte, spielte das Spiel erst mal mit. Als beide Arme von Sina „geknebelt“ waren und sie selber auf dem Rücken lag, setzte Sherry sich auf ihren Bauch. Dabei holte sie einen Dolch aus ihrem Inventar, dann zerschnitt sie die dreckigen Arbeitsklamotten von Sina.

„Erm… Sherry?“

„Klappe. Du gehörst mir und das werde ich dir zeigen!“ sagte Sherry das sehr laut und küsste Sina wieder sehr aggressiv.

„Du bist mein!“

„Wow…“

Kapitel 355

Ich bin wiedergeboren und die „Party“? II

Nitir bekam das Elixier ebenfalls überreicht und seine Kopfschmerzen sind verschwunden. „Herrlich… und vielen Dank, dass ich es trinken durfte.“

„Keine Ursache, nur sollten wir vielleicht überlegen, ob wir wieder soviel trinken wollen. Denn so viele Elixiere habe ich dann auf Dauer doch nicht.“ nickte Zhin.

„Wir können ja die anderen mal trinken lassen, damit wir auch mal unseren Spaß haben.“ schlug Sina vor.

„Bezweifle, dass es klappen wird. Zuzan hat ja schnell das Handtuch geworfen und Nijus ist ein Schwächling.“ schüttelt Nitir den Kopf.

„Was haltet ihr von einem Würfelspiel?“ holte Zhin auf einmal einen Becher mit fünf Würfeln raus. „Das Spiel ist einfach. Wir spielen drei Runden und wer die meisten Punkte sammelt, gewinnt. Der Becher wird mit den Würfeln gerührt, auf dem Tisch geknallt und die höchste Punkte auf dem Würfel wird dann raus genommen.

„Warum nicht? Wusste nicht, dass es noch andere Spiele auf der Welt gibt, zumindest bei den Dämonen sind Spiele unbekannt und die Menschen… sind scheinbar auch nicht so wirklich kreativ.“ meinte Sina.

„Ein Spiel? Warum nicht, haben ja sowieso nichts besseres vor.“ grinste Nitir. Zhin zeigte jedem die Unterschiede bei den Punkten auf den Würfeln und zeigte einmal vor, wie es gehandhabt wird. Direkt bei dem Wurf rollte Zhin direkt fünf Würfel mit je einem Punkt.

„Das wäre natürlich der niedrigste Wurf, den man machen kann. Wichtig ist… dass man diese Punkte immer würfelt.“ erklärte Zhin und drehte die mit den sechs Punkten. „Ist eigentlich nicht schwer. Sina darf anfangen, dann geht es an Nitir weiter.“

Die drei spielten nun das Würfelspiel, bis Sina und Nitir sehr schnell was auffiel. „Sag… wieso würfelst du immer nur fünf Punkte insgesamt?“ wundert sich Sina.

„Wenn ich das wüsste. Seit ich mit Würfeln arbeite, habe ich nie höher als ein Punkt pro Würfel rausbekommen. Ich habe sogar Würfeln bauen lassen, wo bestimmte Seiten ein Gewicht tragen, damit ich mal sechs Punkte bekommen… Ende vom Lied, selbst damit habe ich nur eine Eins gewürfelt.“ grinste Zhin schräg.

„Bin scheinbar ein Pechvogel, wenn es um Dungeon´s, Würfeln und Frauen geht. Ok, letzteres bin ich ehrlich und renne nicht so hinterher.“

„Hast du den Titel Pechvogel? Weil meine Freundin hat dies.“ hakte Sina direkt nach, aber Zhin schüttelt den Kopf.

„Nein, das wäre ja noch schöner, wenn ich mich mit so einem Mist herumschlagen müsste. Reicht doch, wenn meine Freunde mir das Leben in Dungeon´s schwer machen und ich vermutlich bis zu meinem Tod keine höhere Zahl bei Würfelspielen bekommen werde.“

„Aber merkwürdig ist das trotzdem.“ kratzte Nitir sich an der Wange. „Schon mal versucht, die Regeln zu ändern, wer die wenigsten Punkte macht?“

Gesagt, getan. Die Regeln wurden geändert, Zhin hat aber trotzdem verloren, weil er nun immer exakt 30Punkte pro Wurf gemacht hat.

„Die Idee hatte ich auch schon gehabt, aber es bleibt dabei, dass ich bei Würfelspielen nicht gewinnen werde.“ grinste Zhin traurig.

„Huhu, ich bin wieder zurück!“ kam Sherry mit einer großen Tasche. Sofort bekam Sina eine Idee und stand auf, schnappte sich ihre Freundin und setzte sie auf ihren Stuhl. Das alles ging innerhalb wenigen Sekunden, so schnell konnte Sherry nicht reagieren. „Huh?“

„Sie müsste die richtige Expertin sein wenn es um Pech geht.“ grinste Sina und drückte ihr den Becher mit den Würfeln in die Hand. „Einfach ein bisschen rühren und dann den Becher auf den Tisch knallen.“

„Was ist eigentlich los?“ verstand Sherry die Welt nicht mehr und tat was Sina ihr aufgetragen hat. Der Becher knallt auf den Tisch und als Sherry ihn hochhob, waren es direkt fünf Punkte wie es bei Zhin der Fall ist.

„Hmm… jetzt nicht unerwartet für mich. Nun du Zhin.“ nickte Sina zufrieden. Dieser hob nur eine Augenbraue hoch und tat dies, dasselbe Ergebnis wie immer. „Was genau wolltest du mit der Aktion erreichen?“

„Meine Freundin hier hat den Titel „Pechvogel“. Das heißt, sie hat selber das größte Pech, verursacht aber auch anderen viel Pech. Meine Idee war es, wenn du sowieso Pech hast und wirst mit jemandem konfrontiert, der Pech verursacht… Vielleicht hebt sich das ja auf.“

„Ah… Einer der Pech im Spielen hat und einer der Pech verursacht.“ nickte Nitir grübelnd. „Deine Idee hat was, aber ich glaube, dass würde besser klappen, wenn Zhin ebenfalls den Titel hat, dann klappt das mit den Effekten besser.“

„Leute? Was… genau mache ich hier?“ wurde Sherry nun ungeduldig. Sina erklärte es ihr schnell, damit sie sich wieder beruhigt. „Aha… darf ich nun wieder gehen? Ich habe was schönes gekauft und wollte es dir zeigen Sina.“

„Aber natürlich darfst du das, war ja auch nur eine spontane Idee gewesen.“ strahlte Sina direkt los und konnte es nicht erwarten, was ihre Freundin plante. Sherry stand auf und ging grinsend weg.

„Nun… sei ehrlich Zhin, wenn du so… miserabel bei Würfelspielen bist, müsstest du sie nicht irgendwann frustriert gegen die Wand werfen?“ wundert sich Nitir.

„Nö, in dieser Hinsicht bin ich sehr stur, denn auch wenn ich heute oder morgen nicht gewinne, irgendwann kommt schon der Tag.“ grinste Zhin und wirf wieder einen neuen Wurf, aber dasselbe Ergebnis.

„Glaube, wenn du gegen Sherry spielen würdest, käme es vermutlich nur auf ein Unentschieden raus. Nah… wir lassen das lieber mal.“ nickte Sina für sich, als Sherry wieder zurückkam.

Alle schauten sie an und verloren die Sprache. Sie trug ein rötliches Kleid, dessen Ausschnitt bis zum Bauchnabel ging. Dazu hat sie ihr blaues Haar zu einem leichten Pferdeschwanz gebunden, was ihre Elfenohren sehr deutlich zeigte.

„Und? Was meinst du Sina?“ lächelt Sherry ein bisschen schüchtern. „Sina? Deine Nase blutet!“

Das war Sina aber egal, denn nun stand sie auf und ging auf Sherry zu. „Bei allen Göttern… du schaffst es wirklich mich so dermaßen ins Staunen zu bringen, dass ich nicht genug von dir haben kann.“

Sie nahm Sherry wie eine Prinzessin hoch und drehte sich zu den Herren um: „Wir sehen uns heute beim Abendessen.“

„Nur zu.“ nickte Zhin grinsend mit Nitir zusammen. „Das wäre auch das erste, was mir einfallen würde, wenn jemand sich so vor mir hinstellt.“

„Sina! Wir haben noch Tag und…“ wollte Sherry mit rotem Kopf Einspruch einlegen, aber da war Sina schon auf dem Weg ins Zimmer. „Ich erinnere mich noch an diese Belohnung, die du mir geben wolltest.“

„Wenigsten die zwei haben sich gefunden, wobei es sehr selten ist, dass gleichgeschlechtliche Personen sich so lieben wie sie.“ meinte Nitir.

„Diese Welt hat immer stets Wunder auf Lager.“

Am Abend waren wieder alle im Essensaal. Jeder hatte was zu berichten. Sina strahlte geradezu, während Sherry einen sehr roten Kopf hatte.

„Was habt ihr gemacht?“ „Wir haben komische Geräusche aus eurem Zimmer gehört?“ wunderten sich die Vampirzwillinge.

„Ach Kinder… irgendwann werdet ihr auch jemanden lieben und diese komischen Geräusche machen.“ rollte Sina grinsend die Augen.

„Wir lieben uns doch?“ „Genau und dabei machen wir nicht diese Geräusche!“ erklärten sich die Zwillinge.

„Das ist ein Thema… da wirst du nicht weit kommen Sina.“ murmelt Sherry, die wieder ein normales Kleid trug.

„SOO! Da alle Herrschaften sich nun verstehen, werde ich euch das Essen verteilen. Wenn ihr trotzdem wieder einen Wettbewerb machen wollt… ich habe vorgesorgt.“ kündigte Belinda an. Ihre Tochter Irma verteilte das Geschirr, dann kam die mächtige Hasenfrau mit großen Essensplatten.

„Wow… das nenne ich mal richtiges Abendessen!“ staunte Daika, der gierig die Essensplatten begutachtet.

„Stimmt, normalerweise bekommen ja nur die Adeligen oder so viel und gutes Essen.“ nickte Flai, der schon Zeichen der Ungeduld zeigte.

„Jungs… wartet bis alle ihre Platten haben, dann macht das Essen doch mehr Spaß, wenn wir das alle gemeinsam machen.“ warnte Zhin.

„Eure Freundin Nea hat ein gegrilltes Schwein bekommen, was sie vermutlich schon längst verschlungen hat.“ grinste Belinda zu den Frauen.

„Na dann, guten Appetit…“ wollte Sina sagen, als auf einmal alle Fensterscheiben zerschlagen werden. Erstaunt schaut jeder Teilnehmer nach der Ursache und sahen viele Personen mit einer Armbrust stehen. Auf einmal rannten weitere komische Gestalten durch die Tür mit gezogenen Waffen.

„Heute hat euer letztes Stündlein geschlagen!“ brüllte ein grobschlächtiger Mann, während seine Kameraden gehässig lachen. Belinda hat ihre Tochter hinter sich verschoben, während alle Gäste die Situation betrachten.

„Meint… ihr das ernst?“ fragte Nitir vorsichtig. Er schätzt, dass vor dem Fenster 15 Personen mit Armbrüsten standen, weitere standen hinter den Armbrustschützen.

„Und wie wir das ernst meinen. Für eure Köpfe gibt es eine saftige Belohnung.“ war der Anführer voller Selbstvertrauen.

Alle Gäste schauten sich an, dann fingen sie laut auf an zu lachen. Mit dieser Reaktion haben die Angreifer nun nicht gerechnet.

„Wow… da verpassen Daszum und Jimdo was.“ kichert Flai. „Uh… freue ich mich gleich schon auf den Kampf.“

„Idioten hat es schon immer gegeben, aber die sind ja ein wirkliches Paradebeispiel.“ schmunzelt Sina.

„Gut das Rokus oder Rokea nicht hier sind, da wäre nur wieder eine Diskussion entbrannt.“ murmelt Nijus und betrachtet traurig das Essen.

Sina, Zhin und Nitir schauten sich kurz an und nickten, dann kamen die Befehle:

„Sherry, beschütze Belinda und Irma. Tio du suchst Ingo und holst ihn zu uns, Mio sucht Nea auf, die soll alle Idioten draußen fangen.“

„Daika und Punny, ihr passt auf, dass dem Haus nichts passiert. Flai sucht alle Eindringlinge im Haus auf und tötest sie ohne große Sauerei anzurichten.“

„Zuzan, Nijus. Zeit das wir ein paar Schwachköpfe umbringen.“

Das ging alles gleichzeitig, dann hoben alle Parteien ihre Tische und warfen es gegen die Schützen. Sherry rannte vor Belinda und hielt ihr Schwert Nirwana zum Schutz hoch.

Die Behemoth´s haben in der Zeit die Angreifer im Raum die Genicke gebrochen, wo Flai und die Vampire ihre Aufträge umsetzen.

„Das ist jetzt das zweite Mal, dass wir nicht richtig zum Essen kommen.“ ließ Zhin seine Knöchel knacken. „Ja… ich habe mich auch irgendwie darauf gefreut.“ stimmte Sina zu.

Die Angreifer von draußen haben sich erholt und wollten ihre Armbrüste einsetzen, als die Behemoth die Mauer auf rammten. Mit der Aktion konnten sie den Angriff wieder verhindern, als die restlichen Kämpfer mit ihnen nach draußen kamen.

„Wow… wie hoch sind denn unsere Köpfe gesetzt?“ wundert sich Daika, als er über hunderte Köpfe rumstehen sah.

„Höchsten eine Goldmünze, du bist es doch nicht wirklich wert, dass man dich umbringt.“ kommentiere Zhin.

Sina, Zhin, Daika, Punny mit Nitir, Zuzan und Nijus nahmen ihre Kampfhaltung mit einem Grinsen auf dem Gesicht an.

„Lass euch nicht einschüchtern! Wir sind viel mehr als die!“ brüllte irgendeiner, um die Leute zu motivieren. Sina zog ihren Handschuh aus und legt ihn in ihren Inventar, während ihr Knochenschwanz scheinbar ungeduldig auf den Angriff wartet.

„Masse ist nicht gleich Stärke.“ kommentierte Nitir. „Aber keine Sorge, das werden wir euch schon beibringen. ANGRIFF!“

Und die Schlacht begann.

Kapitel 354

Ich bin wiedergeboren und der „Knopf“?

„Zhin…“ stöhnte Sina wieder im Gemeinschaftsraum, mit dem Kopf auf dem Tisch liegend und einen weiteren Eisbeutel auf dem Kopf.

„Hm…?“ murmelt der Mann mit dem roten Bart, während ein nasser kalter Lappen auf seinem Gesicht liegt.

„Wo ist Nitir?“

„Irgendeine… Besprechung. Seine Kumpels haben ihn irgendwann mitgenommen.“

„Wieso… freuen sie sich alle, dass wir so leiden?“

„Keine Ahnung… aber wenn der richtige Zeitpunkt kommt, werde ich mich definitiv… rächen.“ murmelt Zhin durch den Lappen.

„Zhin…?“ „Was…?“

„Wie bist du so stark geworden?“ kam die Frage von Sina. Nun zog der Mann den Lappen vom Gesicht runter und schaute Sina an.

„Wieso interessiert dich das? Ar… diese Kopfschmerzen.“ rieb Zhin sich an der Stirn, die Kopfschmerzen sind scheinbar immer noch da.

„Weil ich mit meinen Freunden für dieses Turnier trainiert habe wie besessen… Dachte, dass sie für Menschen und so ziemlich stark sind, bis ihr auf einmal gekommen seid.“ erklärte Sina sich, verzog aber vor Schmerzen ihr Gesicht.

„Himmel… nun reicht es mir.“ Zhin holte etwas aus seinem Inventar raus und hielt eine leuchtende Flüssigkeit. Der Verschluss wird geöffnet, dann trank der Mann ein Schluck, bevor er es vor Sina knallte. „Hmm?“

„Puh… besser. Das ist ein Elixier, das dich von allen Leiden befreit. Trink das, dann geht es dir besser, aber lass auch für Nitir ein bisschen übrig.“

Sina hob ihren Kopf hoch und ließ den Eisbeutel fallen und schaute den Mann erstaunt an. „Bist… du dir sicher? Dachte, die sind seltener als eine lebendige Waffe?“

„Es gehört mir, also kann ich damit tun und lassen was ich will oder? Nur wenn wir über so ein Thema reden, habe ich keinen Bock auf diese Kopfschmerzen.“

„Dann… sage ich nur danke.“ nahm Sina die Flasche und trank ebenfalls etwas raus. Sofort fühlte sie sich wie neugeboren. „Wow… die Wirkung ist echt heftig.“

„Stimmt. Du wolltest wissen wieso ich so stark bin? Meine Freunde und ich besuchen so jeden Dungeon, der uns über den Weg läuft. Was da für Viecher leben… von denen hast du noch nie gehört.“ begann Zhin mit der Erklärung.

„Dungeon? Einer meiner Freunde ist ein berühmter Dungeonfarmer, aber dann müsste er doch ebenfalls so stark sein oder?“ wundert Sina sich direkt und stellt das Elixier vor Zhin hin.

„Macht er es alleine oder mit mehreren Personen?“ kam die Frage von dem Mann, während er die Flasche wieder in sein Inventar verstaute. „Alleine.“

„Genau da liegt das Problem. Keine Ahnung, wie weit deine Erfahrung mit Dungeons reichen, aber sie sind immer eine eigene Welt. Man glaubt immer, man ist in einem Dungeon wenn man einfach durch die Tür geht oder Mauer, egal was. Das stimmt leider so nicht.

Es fängt erst an, wenn man auf diese Teleportationsringe, weiße große Kreise, tritt. Der Dungeon passt sich dann, wie viele Leute darauf stehen, dementsprechend an. Also nicht unbedingt was die Fallen und ähnliches betrifft, sondern wie viele Monster erscheinen.

Punny hat die Theorie aufgestellt, dass bei der Teleportation die Level und ähnliches… erm abgelesen wird. Damit werden nicht nur die Masse der Monster für den Dungeon aufgebaut, sondern auch deren Stärke.

Das Schöne bei der Sache ist aber eher dass, je größer die Gruppe, desto schwerer wird der Dungeon alleine schon durch die Monster. Die Belohnung am Ende sind dementsprechend auch bedeutender wie dieses Elixier hier.

Dein Freund macht das alleine? Vermutlich muss er mindesten hmmm fünf Dungeons machen, damit er vielleicht durch Glück so ein Elixier bekommt. Wir bekommen spätestens ab dem zweiten Dungeon für jeden ein Elixier.“ erklärte Zhin und legte auf einmal einen kleinen Kasten mit einem roten Schalter vor Sina hin. „Erm…? Was hat es damit auf sich?“

„Kein… Verlangen, diesen roten Knopf zu drücken? So ein leichtes… ziehen im Körper, dass du ihn unbedingt drücken musst?“ hob Zhin eine Augenbraue hoch.

„Nicht… so wirklich?“ wundert sich Sina, aber es war gelogen. Wenn es nach Sina gehen würde, hätte sie ihn sofort gedrückt. Dank der militanten Ausbildung konnte sie sich aber sehr gut beherrschen.

„Es passiert auch nichts, wenn man darauf drückt. Hier… Siehst du? Es ist einfach nur ein Kasten mit einem Knopf darauf. Habe ich extra bauen lassen.“ zeigt Zhin es sehr übertrieben, wie man den Knopf drückt.

Sina lächelt immer noch lässig, aber nun möchte sie ihn wirklich drücken. „Was… auch immer, nur was hat es mit deiner Erklärung zu tun?“

Zhin grinste und ließ den Knopf vor Sina liegen. „Die Grundlagen der Funktion der Dungeons habe ich dir erklärt, aber noch nicht die Fallen. Meine Freunde hast du ja alle kennengelernt und die drücken… wirklich… jeden… scheiß… Knopf den sie finden können.

Manchmal kann man damit Geheimverstecke öffnen, neue Wege erkunden oder du löst eine Falle aus. Am Anfang war es mit meiner Gruppe noch irgendwie lustig, aber nicht, wenn es immer und immer wieder passiert, eine Falle auszulösen.

Es gibt zu viele Fallen, als dass ich erklären könnte, wie was wo passiert, aber man kann sagen: 50% der Fallen sind Monster, die restlichen Prozente alle andere Fallentypen.

Nun kommen wir auf deine Frage zurück, wieso ich so stark bin. Dank meiner lernresistenten Freunde, die immer alle Knöpfe in einem Dungeon drücken, beschwören wir einfach mal ein paar Monster mehr, die über unserer Liga sind.

Ich bin irgendwann dazu übergegangen, wenn wir einen Raum betreten haben, meine Freunde vor zu lassen, während ich im vorigen Raum warte. Du kannst sicher sein, die werden definitiv was finden, Notfalls sprengen sie sich den Weg frei.

Tja… du wirst es nicht glauben, aber ich könnte schwören, dass die Göttin oder welcher Schwachkopf auch immer uns beobachtet, aus der Aktion lernt. Mittlerweile ist es so, wenn meine Lieblingsgefährten einen Knopf drücken, werde ich von den anderen getrennt, dann passiert folgendes:

Entweder sie haben die Falle oder ich. Nun stell dir vor, von der Decke kommen Monsterhorden runter, die so stark sind, dass du es mit deinem Level es alleine nicht schaffen kannst. Bedenke dabei, dass sind Monster, die man in einer Gruppe tötet.“ lächelt Zhin, aber hinter ihm konnte Sina schwören, dass die Hölle brannte.

„Erm… das du nun hier bist, heißt ja letztendlich, dass du es irgendwie immer überstanden hast.“ fing Sina nun an zu schwitzen und starrte weiter den Knopf an.

„Das ist richtig, irgendwie. Stell dir also vor, wie mein erstes Mal war, als diese komischen… fliegenden Mönchskutten auf mich zukamen mit ihren langen verdorrten Fingern. Irgendwie habe ich es überlebt, keine Ahnung wie, aber ich habe überlebt.

Da dachten wir alle, es war irgendwie was einmaliges. Leider war das nicht der Fall, entweder ich bin mit den anderen in einem Raum mit der Falle oder alleine. Natürlich ist das nicht zu 100% der Fall, hatte auch mal meine Ruhephasen gehabt.

Na… willst du den Knopf nicht drücken? Der sieht ziemlich verführerisch aus.“ grinste Zhin sehr gemein, denn Sina schwitze nicht wenig, man konnte richtig die Schweißperlen ihrer Stirn sehen.

„Nein danke! Im Grunde… hast du nichts anderes gemacht als was meine Freunde, nur in Dungeon die Monster gefarmt.“ schüttelt Sina den Kopf.

„Das ist richtig. Glaube Punny oder Daika sind der Ansicht, dass die Monster in Dungeon´s mehr Exp geben, als die gewöhnlichen Monster auf der Welt. Mir persönlich war das egal, denn die sind beide scheiße, wenn man unerwartet von Monsterhorden angegriffen wird.

So… nun habe ich sehr viel von mir erzählt. Wäre doch fair, wenn du mir auch das eine oder andere Geheimnis verrätst oder?“ hob Zhin eine Augenbraue hoch.

„Ugh…“ musste Sina schlucken und überlegen, was sie dem Mann denn sagen kann, denn im Grunde hat er ja recht. „Gibt… es denn irgendwas, was du von mir wissen willst?“

„Nun, lass mich mal überlegen. Ihr seid DIE Lady Sina, die eine Götterbestie nach der anderen umbringt, zusätzlich seid ihr ja scheinbar eine Chaosbestie, was auch immer das sein soll. Diese Information habe ich nun das dritte Mal im Dungeon gesehen, was mir… ein bisschen auf den Keks geht, aber das ist nur mein persönliches Problem.

Ein bisschen wundert es mich, dass eine Dämonin sie umbringt. Dachte immer, dass Dämonen und die Bewohner von Alliancia sich in der Wolle haben? Zumal machen sich ja irgendwie die Gerüchte breit, dass die Barriere bald fällt und der nächste Krieg kommt.

Wenn ich ehrlich bin, sollen sie sich doch die Köpfe einschlagen, solange man mich damit in Ruhe lässt. Dürfte auf meinen Gefährten ebenfalls zutreffen, denn sie wollen ja mehr oder weniger nur das Leben genießen.

Meine Frage ist ja eher, was… genau willst du an diesem Turnier eigentlich?“

„Hm… ich persönlich nichts, wenn nur meine Freunde. Erm… *seufz* damals war der Plan mit meinen Freunden gewesen, dass wir an diesem Turnier teilnehmen, damit sie stärker werden, wenn sie gegen starke Kämpfer gewinnen.

Dummerweise haben sie gegen meine Schwester einseitig verloren und waren in schwere Depressionen gefallen, weswegen sie ein Spezialtraining von mir bekommen haben. Hätte ich das nicht gemacht, hätten… sie gegen dich und die anderen keine Chance gehabt, da waren meine Zwillinge sehr deutlich.

Melaine, eine Freundin von mir meinte, man bekommt einzigartige Gewinne, die man kein zweites Mal auf der Welt findet. Vielleicht können sie nützlich gegen die anderen Götterbestien werden.“ erklärte Sina sich und folgte dem Knopf, den Zhin vor ihr zur Seite schob.

„Verstehe. Sind sie der Grund, warum du überall die Sprache der Götter an dir kleben hast?“ lächelt Zhin provokant, weil er die Augen von Sina beobachtet hat.

„Machst du das mit dem Knopf absichtlich? Ja, die Götterbestien sind schuld daran, dass ich überall die Tätowierungen am Körper habe, aber auch dass ich diese körperlichen Veränderungen erdulden muss.

Meinen Knochenschwanz habe ich von Siremmic bekommen, die rechte Hand wurde zu eine Klauenhand dank Titanus. Meine Haarfarben, zumindest die feuerroten Bereiche sind durch Tierra gekommen.

Jedes Mal, wenn ich einen von ihnen töte, bekomme ich ein Tattoo, eine unerwünschte Veränderung und deren Macht als Götterbestie.“

„Hmm, keine Ahnung was die anderen sagen, aber in meinen Augen bist du eine Schönheit. Schade das du scheinbar mit der Gräfin Sherry zusammen bist, sonst hätte ich dich um ein Date gebeten.“ hörte Zhin auf mit dem Knopf zu spielen und sagte ehrlich seine Meinung. „Uh… danke?“

„Gerne geschehen. Hmm… wir nehmen einfach nur an dem Turnier teil, einfach weil wir Spaß haben wollen. Die Siegesprämien… sind eigentlich nur eine nette Abwechslung, aber ansonsten einfach mal schauen, wie weit wir mit unserer aktuellen Stärke kommen.“

„Deine Freunde haben damals auf der Straße gesagt… ihr seid von einem Kontinent zum anderen geschwommen, während Glacia hinter euch her war? Meine Freunde bezweifeln es ziemlich stark, denn wir haben für unsere Schiffsfahrt von Alliancia nach Batzien schon eine Woche benötigt.“

„Wir haben einige Gegenstände in den Dungeon´s gefunden, die dies ermöglichen. Selbst wir brauchten eine Pause zwischen durch, so ist es nicht. Problematischer war es tatsächlich mit dem Mistvieh Glacia.

Keine Ahnung, wie es uns überhaupt entdeckt hat, wenn man bedenkt, dass seine Primärziele eigentlich immer Schiffe sind. Da haben wir uns ausgeruht, als auf einmal ein großer Tentakel erschien.

Hätte ich uns nicht rechtzeitig mit meiner Fähigkeit verteidigt, wären wir wohl Futter geworden. Dummerweise hörte es mit seinen Angriffen nicht auf, sodass wir dann… ein bisschen schneller schwimmen mussten als sonst.

Keine Ahnung, wann und warum, aber irgendwann hörte es auf uns zu folgen. Vermutlich hatte es keine Lust mehr, wenn sein Tentakel immer wieder großflächige Schnitte abbekam und dadurch verletzt wurde.“

„Erstaunlich… Nicht das ich es dir nicht glauben würde, sondern dass tatsächlich Personen auf der Welt existieren, die es mit den Götterbestien aufnehmen können.“

„Naja… Meine Freunde und ich wurden mal direkt in einen riesigen Ort gebracht, der voller… riesiger hoher Steinhäuser war mit vielen komischen Leuchteffekten. An der Seite waren mehrere komische flache und längliche Stahlkutschen gewesen, bis auf einmal ein riesiges Monster erschien.

Keine Ahnung was es genau war. Ich würde meinen, dass es wie ein Frosch mit haufenweise Augen, Tentakel am Rücken und einem unaussprechlichem Maul aussah. Das… war ein verdammt langer Kampf gewesen, zumal im Kampf irgendwelche humanoide Wesen mit schwarzen Tentakeln auf den Köpfen erschienen sind.

Lange Rede, kurzer Text. Ich würde behaupten, dass dieses Monster es vermutlich auch mit den Götterbestien aufnehmen kann, zumindest von seiner Größe her.

Hmm… aber ich glaube trotzdem, dass wir gegen eine richtige Götterbestie immer noch unterlegen sind. Das war halt ein Dungeon, dass extra für „Gäste“ konzeptioniert wurde oder? Das wir von Glacia damals entkommen waren, ist vermutlich unverschämtes Glück dabei gewesen.“ schob Zhin wieder den Knopf zur anderen Seite.

„Hättest du nicht Lust mit deinen Freunden eine Götterbestie zu bekämpfen?“ folgten die Augen von Sina wieder dem Knopf.

„Nein, denn die Wahrscheinlichkeit, dass wir von diesen Viechern getötet werden, ist meiner Meinung sogar höher, als in so einem der schwierigen Dungeons. Wir sind nur einfache Kämpfer, die das Leben genießen.

Unser Gold verdienen wir, indem wir die Sachen aus den Dungeon´s verkaufen und dann geht die Reise weiter.“

„Einfache Kämpfer? Ich hätte schon Lust auf ein Duell gegen dich, aber da warten wir doch lieber auf das Turnier oder?“ grinste Sina.

„Stimmt, aber rechne damit, dass ich nicht unbedingt fair kämpfen werde. Je dreckiger, desto sicherer ist der Sieg in der Tasche.“ grinste Zhin zurück, als auf einmal Nitir stöhnend in den Raum kam.

„Ah… ihr seid auch da…“ murmelt der Behemoth und sah den Knopf. Ohne zu zögern, drückte er sofort darauf. Zhin rollte nur die Augen und holte auf einmal ein kleines Büchlein aus der Innentasche seiner Lederrüstung raus. Anschließend schreibt er irgendetwas rein und schaute kurz Nitir an.

„Erm…? Was machst du da Zhin?“ wundert sich Nitir, der einen Stuhl nahm und sich zu den anderen setzte.

„Ach nichts. Nur aufschreiben, wen ich nicht in den Dungeon´s mitnehmen würde…“

Kapitel 353

Ich bin wiedergeboren und seltsame Begegnungen? II

„Sag… warum folgst du mir?“ schaute Lara trocken ihrer Stalkerin in die Augen: Kyllia. „Hast… du nicht irgendwelche anderen Ziele?“

„Doch, steht vor mir. Andere Pläne wüsste ich jetzt nicht, wie ich mir die Zeit vertreiben soll. Ich habe zwar hier und dort einen Dämon herumlaufen gesehen, aber ansonsten?“ lächelt Kyllia in ihrem Lederoutfit, das sie von Sherry bekommen hat.

„Kyllia… wie oft soll ich es dir noch sagen? Wir können höchsten Freunde sein, das war aber auch schon alles gewesen.“ schüttelt Lara den Kopf.

„Warum… stellst du dich so quer hmm? Für mich wäre… es auch etwas neues und ich mag dich ja auch irgendwie.“

„Mögen und Lieben sind aber leider zwei paar Schuhe.“ seufzte Lara.

„Sehe ich anders!“ meldet sich eine Frau. Lara und Kyllia drehten ihre Köpfe zu der Stimme und sahen eine bekannte Katzenfrau. Die saß auf einen Holzstuhl an einem Tisch, wo auch weitere leere Stühle standen.

„Dich haben wir doch schon mal gesehen oder?“ meinte Kyllia und die Katzenfrau nickte. „Das stimmt! Auf der Straße, als wir endlich hier angeschwommen kamen.“ Auf einmal kam der andere Katzenmann dazu und setzte sich vor die Katzenfrau, dabei baute er irgendetwas auf.

„Das ist mein Schatz Jimdo und ich bin die coole Daszum! Wir haben schon einiges erlebt und daher unzertrennlich!“ stellte sich die verrückte Frau vor.

„Erm… ich bin Lara und das ist Kyllia. Wo… sind eigentlich deine Freunde?“ schaute Lara ein bisschen umher.

„Keine Ahnung, wir trennen uns immer, wenn wir in eine Stadt kommen. Zhin meinte, unsere Aktionen würden ihm jeglichen Schlaf rauben. Verstehe ich nicht.“ legte Daszum einen Zeigefinger auf die Wange.

„Zhin? Habe ich diesen Namen nicht schon mal gehört?“ wundert sich Kyllia. „Dürfte vermutlich der Mann sein, der mit Sina um die Wette getrunken hat.“

„Zhin und Wettbewerb?! Wieso hat er uns nicht eingeladen! Er weiß doch genau, dass wir für jeden Spaß zu haben sind!“ empörte sich die Katzenfrau. Jimdo hat das „Ding“ aufgebaut und füllte es mit… eigenartigen Zutaten.

„Keine Ahnung, mehr wissen wir nicht. Warum siehst du das mit dem mögen und lieben anders?“ hakte Lara nun nach. „Oho? Die Liebesexpertin wird gefragt?“ grinste Jimdo.

„Alsooo… Du Lara scheinst ja ein Vampir zu sein und die gut gebaute Kyllia ein Dämon. Doch wirkt ihr beide ziemlich grün hinter den Ohren, wenn es um Liebe geht, dass habe ich aus eurer Diskussion herausgehört, zusätzlich sieht man es euch an.“ lächelt Daszum, während die Angesprochenen rote Wangen bekamen.

„Mögen und Liebe sind ein und dasselbe, aber nur unterschiedliche Schritte bis zur wahren Liebe. Der erste Schritt ist, man lernt jemanden kennen. Ist die Person sympathisch, süß und allerlei solche Dinge halt. Dabei entsteht schon das Interesse, näher an die Person zu kommen oder?“ lächelt Daszum immer noch ungebrochen.

Kyllia fing ein bisschen an mit ihren Haaren zu spielen, während Lara überlegen musste. „Warum setzt ihr euch nicht zu uns? Der Tag ist noch jung und mein Mann macht leckeren Kaffee. Wollt ihr auch Kaffee?“ bot die Katzenfrau an.

„Was ist das?“ wundert sich Kyllia, aber die Reaktion von Lara war viel interessanter: „K… Kaffee?! So was gibst es hier?“

„Huch? Natürlich! Kaffee ist… ein Allheilmittel, besser kann ich es nicht beschreiben.“ erklärt Daszum, während sie dabei ein entzückendes Gesicht macht.

„Kaffee… ist ein Allheilmittel?“ wirkte Kyllia überhaupt nicht überzeugt, als Lara ihr eine Hand auf beide Schultern legte.

„Kaffee ist mehr als nur ein Allheilmittel. Der Geschmack durch die gerösteten Kaffeebohnen, wenn sie frisch gemahlen werden und dann mit Wasser aufgekocht werden… Den wirst du in keinem anderen Getränk wieder finden.

Dazu… kann es deine Nerven beruhigen und dich gleichzeitig für den Tag erfrischen. In meiner alten Welt betrachten einige Menschen es sogar als Gottes Getränk.“ schwärmte Lara.

„Ho? Da haben wir scheinbar einen weiteren Kaffeeliebhaber erwischt.“ grinste Jimdo, der kurz aufblicken musste bei der Erklärung.

„Stimmt, scheinbar ist unsere kleine Vampirin ein bisschen mehr als sie zu sein scheint.“ grinste Daszum weiter. „Wollt ihr… euch nicht endlich hinsetzen?“

Lara merkte, wie nah sie an Kyllia stand, die sie mit lächelndem Gesicht anstarrt und trennte sich sofort, sie hatte sich mitreißen lassen. „E… Entschuldigung.“

„Nun… ich hatte nichts dagegen gehabt.“ folgte Kyllia Lara, die eilig auf einem der angebotenen Stühle Platz nahm.

„Soo… Schatz macht für jeden Kaffee. Nun… Lara? Darf ich annehmen, dass du die „beschworene“ Lara bist? Also die Heldin, die die Barriere erschaffen hat?“

„Ich… habe zu viel gesagt… aber ja. Ich bin ein und die selbe Person, nur… würde ich euch darum bitten, es nicht groß weiterzusagen. Meine Zeit als Heldin ist schon lange vorbei, als ich zu einem Vampir wurde.“ erklärte Lara traurig.

„Oh… du Arme. Keine Sorge, mein Schatz und ich werden es nicht weitersagen. Hm… ist das nicht ein bisschen komisch, wenn man so überlegt? Du hast gegen die Dämonen als Mensch bekämpft und die Welt irgendwie sicherer gemacht, nun… rennt dir eine schöne Dämonin hinterher.“

„Das kannst du verdammt laut sagen.“ schaute Lara bewusst Kyllia an. „Aber… als Vampir ist das dann wiederum egal.“

„Stimmt. Der Kaffee ist fertig. Für jede Dame eine, nur für Kyllia habe ich ein bisschen weniger gegeben, damit sie erst… den Geschmack kosten kann.“ stellte Jimdo jedem eine Tasse Kaffee hin. Daszum nahm ihn wie eine Süchtige und trank, dabei verzog sie ihr Gesicht, das einem Orgasmus ziemlich nahe kam. „Oh… wie lecker…“

Kyllia schaute misstrauisch die Tasse mit dem schwarzen Inhalt an, während Lara… vorsichtig an dem Kaffee nippte, bis sie nun ebenfalls trank. Dabei fielen unbewusst die Tränen von der Seite runter.

„Über… 2000Jahre… habe ich keinen Kaffee… mehr getrunken… Ich habe komplett vergessen… wie er schmeckte.“ murmelt Lara. Nun probierte Kyllia auch, aber verzog sofort ihr Gesicht.

„Die meisten trinken lieber Tee, weil er süßer schmeckt. Meine Freunde trinken auch alle gerne den Kaffee, außer Zhin. Er hat behauptet, wenn er Bitterkeit im Mund haben will, schaut er sich lieber die Welt an, davon gäbe es genug.“ rollte Jimdo mit den Augen.

„Muss aber schon sagen… dass in seinen Worten auch ein bisschen Wahrheit liegt.“ grübelt Kyllia. Sie versuchte nochmal daran zu nippen, aber keine Chance, es ist einfach ekelhaft.

„Glaube du wirst heute ein bisschen mehr Kaffee kochen müssen. Ich… kann mir überhaupt nicht vorstellen, ohne Kaffee zu leben. Ein halber Tag ist schon zu viel für mich, aber über 2000 Jahre? Vermutlich hätte ich mir sonst was angetan.“ nickte Daszum.

„Schade… dass ich nicht weiß… wie man Kaffee macht.“ wurde Lara auf einmal traurig, als ihr eine Schriftrolle zugeschoben wird.

„Das ist eine Anleitung, wie du selber Kaffee machen kannst. Dazu ist auch ein Bauplan, wie du dieses kleine Wundergerät nachbauen lassen kannst. Nur… mit den Kaffeebohnen selber ist es ein bisschen schwierig.

Am einfachsten ist es, wenn du selber ihn anbaust, denn es ist ein verdammt kleiner Markt, der diese Bohnen zum Verkauf anbietet. Das meiste Gold geht eigentlich immer bei diesem Produkt drauf.“ grinste Jimdo schräg.

„D… das kann ich doch nicht annehmen. Ist zwar lieb aber…“ wollte Lara ablehnen, aber Jimdo hob die Hand hoch. „Doch, das kannst du. Wir Kaffeepersonen müssen doch zusammen halten oder? Ist für mich das erste Mal, dass auch ein Vampir daran gefallen findet, aber wenn man deine Geschichte berücksichtigt?

Sei ehrlich. Wann wirst du jemals die Chance haben, nochmal Kaffee trinken zu können? Wir kennen noch die eine oder andere Person, aber nüchtern betrachtet, ist eine Selbstversorgung immer noch am besten. Deswegen, nimm es ruhig an, dieses Wissen teile ich gerne. Vielleicht hast du ja noch Freunde, denen du das ja auch anbieten könntest.“

„Dann… nehme ich es dankend an.“ lächelt Lara sehr offen und steckte es in ihren Inventar. Kyllia kippte ihren Kaffee zu Lara´s Tasse hinzu. „Hier, glaube ich bleibe weiterhin beim Tee.“

„Nun… jedem das seine oder? Keiner zwingt dich dazu, ich bin nur glücklich, jemand anderen den wahren Genuss des Kaffees wiederfinden zu lassen.“ grinste Daszum. „Übrigens Kyllia, ich habe sehr gute Augen, wenn es um Menschenkenntnisse… naja Rassenkenntnisse eher geht, außer Zhin, der ist voll komisch.

Du magst Lara, das sieht man dir an, aber… man merkt einen gewissen Zwang. Wenn… du nicht aufpasst, kann es eher sogar dazu kommen, dass eine Freundschaft kaputt geht.“

Verwundert schaut Lara die Dämonin an, die sich ertappt füllt. „Bis… vor kurzem mochte ich dich noch…“ murmelt Kyllia.

„Nun, ich will dir nur helfen. Ich meine, für alle sieht es bestimmt lustig aus, wie du versuchst die Vampirin zu überzeugen, die ja nicht abgeneigt ist.“ erklärte Daszum ruhig.

„Nein?! Ich stehe auf Männer?!“ musste sich Lara nun doch wehren, aber… „Das sagst du, aber du magst es, dass jemand dir seine Aufmerksamkeit schenkst. Wenn… Kyllia wirklich mit dem Herzen dabei ist… ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit.“ lächelt Daszum.

Nun ist Lara sprachlos und findet die Katzenfrau ein bisschen unheimlich. „Wie gesagt, ich habe gute Augen. Im Grunde machst du es eigentlich wie jede Frau: Jemand kämpft um deine Aufmerksamkeit und das genießt du, denn da weißt du, nur du bist im Mittelpunkt dieser Person.

Mein Schatz ist immer noch im diesem Stadium, was ich total süß finde.“

„Stimmt und wenn jemand anderes um deine Gunst buhlen möchte, muss er mich erst mal besiegen.“ nickte Jimdo.

„Kyllia, kann es sein… das dein Herz für jemanden anderes schlägt? Wie gesagt, das was ich eben beobachtet habe, reicht aus um zu wissen, dass du dich zwingst.“ fragte Daszum nun, die wieder ihren Kaffee trank.

„Stimmt das? Ich werde nicht böse auf dich oder so, aber scheinbar ist es dann doch etwas ernster.“ fragte Lara besorgt.

Kyllia seufzte: „Ich… weiß es nicht. Als ich dich zum ersten Mal nackt gesehen habe im Badezimmer mit dieser riesigen Narbe auf dem Rücken sowie… deine Vergangenheit, ist irgendwie… ein Interesse bei mir entstanden.

Doch… es ist jemand anderes, den ich nicht aus dem Kopf rausbekomme. Ja… Daszum hat recht, ich kann es nicht abstreiten. Nur bei dem Gedanken… lässt es mich auch irgendwie wieder schlecht werden, wenn ich an diese Person denke.“

„Hört sich nach der ersten Liebe an.“ meinte Jimdo. „Stimmt. Die beiden mögen erwachsen sein, aber im Inneren sind sie noch Kinder.“ nickte Daszum.

„Kyllia… das hättest du doch viel früher sagen müssen. Vielleicht nicht Sina oder so, aber irgendjemanden dem du es anvertrauen kannst. Wer weiß… wie das wirklich geendet hätte, wenn du mich damals geküsst hättest. Vermutlich hätte ich dich dann gehasst, ich weiß es nicht.“ war Lara sehr offen.

„Tue ich doch schon…“ murmelt Kyllia niedergeschlagen. Ihre großen Flügel fielen kraftlos von ihrem Rücken runter.

„Hoffe du verzeihst mir das, aber vielleicht habe ich dich vor einem größeren Unheil gerettet, auch wenn du es so noch nicht siehst. Ich finde eure Freundschaft sehr interessant, da darf es nicht… wegen Missverständnissen kaputt gehen.“ lächelt die Katzenfrau.

„Darf… ich fragen, wer es ist?“ legte Lara eine Hand auf die Hand von Kyllia. Eigentlich ist es ein Fehler, aber das ist egal.

„Versprichst du es mir… nicht den anderen weiter zu sagen?“ „Ich verspreche es.“ „ … Lisa.“

Erstaunt schaut Lara die Dämonin an, dann fing sie an laut zu lachen, so stark, dass sie vom Stuhl runter fällt.

„Nun bereue ich es wirklich…“ blies Kyllia ihre Wangen auf, während die Katzenmenschen erstaunt auf die lachende Vampirin auf dem Boden schauten.

Es dauerte mehrere Minuten, bis Lara sich wieder ein gekriegt hat, dabei hatte sie ein rotes Gesicht bekommen. „Ich… glaube das… jetzt einfach nicht.“ kichert Lara.

„Scheinbar kennst du ja die Lisa, um es die geht oder?“ fragte Daszum vorsichtig nach, während Jimdo wieder weiteren Kaffee nach schüttete.

„Also…“ fing Lara an zu erklären, weil Kyllia noch am schmollen war. Wer Lisa ist, was Lisa ist und das Kyllia mit ihr zu einer Blutschwester wegen ihren heftigen Streits gezwungen wurden.

„Wow… scheinbar ist das wirklich eine sehr heiße Liebe.“

„Nein?! Die antike Schachtel kann ruhig tief unter der Erde in einem Sarg stecken bleiben, bis… was auch immer mit der Welt passieren wird!“ wehrte sich Kyllia sofort.

„Das sagst du, aber ich habe den Eindruck, dass du sie irgendwie auch wieder sehen willst.“ grinste Daszum wissend.

„Ist das der Grund, warum du so versuchst hast, mich zu verführen?“ fragte Lara nun wieder, während Kyllia schweigsam wurde. „Damit du Lisa wieder aus dem Kopf bekommst?“

„Liebe ist schon manchmal eine seltsame Sache. Vermutlich hast du sooft an sie gedacht, dass… du trotz deiner Streiche bei dem Streit, Gefühle für sie entwickelt hast. Den Kuss den du ihr gegeben hast, vermutlich hast du dir damals nichts dabei gedacht, aber damit nun ist da mehr draus geworden.“ kratze sich Daszum laut überlegend an der Wange.

„Ok und was soll ich nun machen? Ich hatte… irgendwie gehofft, dass ich mich in Lara verlieben könnte, denn… irgendwie ist sie schon sehr süß…“ murmelt Kyllia und Lara bekam einen roten Kopf.

„Ich wette, wenn du Lisa wieder siehst, wirst du heftiges Herzklopfen bekommen. Die richtige Frage ist ja eher, was wird Lisa in dir sehen?“ hörte man die erfahrene Stimme von Jimdo.

„Keine Ahnung, wir haben sie ja seit diesem Treffen nicht mehr gesehen. Ich frage mich, ob sie sich an meinen Tipp gehalten hat mit dem Ball.“ schaute Kyllia auf ihre leeren Tasse.

„Ich bin wenigsten froh, dass es raus ist. Nichts… gegen die Aufmerksamkeit, aber… Daszum hat schon recht. Irgendwann wäre was passiert, was du zutiefst bereut hättest.“ nickte Lara.

„Wenn ich dir den Tipp geben darf, solltest du irgendwie wieder an diese Lisa kommen, finde doch heraus, wie sie dich so sieht. Würde mich jetzt nicht wundern, wenn ihr euch gegenseitig Beleidigungen an den Kopf werft, aber selbst da merkt man, ob da ein Hass auf dich ist oder nicht.“ gab Daszum einen Tipp.

Kyllia sagte nichts, nickte aber nur. Jimdo schob auf einmal ein Päckchen Lara zu, die ihn verwundert anschaute.

„Das sind Samen für die Kaffeebohnen. Wir können damit nichts anfangen, weil wir nicht die Zeit haben, das selber anzubauen. Vielleicht aber du, da du alle Zeit der Welt hast.“ nickte Jimdo.

„Huch? Danke… nun muss ich mich aber irgendwie… revanchieren, sonst werde ich mich nur schlecht fühlen.“ meinte Lara.

„Ach wo, das brauchst du nicht. Wir leben eigentlich relativ bescheiden und genießen jeden Moment im Leben. Warum sollen wir mit Gegenständen rumlaufen, wenn andere damit vielleicht was besseres anfangen können. Selbst verkaufen würde uns nichts einbringen.“ erklärte Jimdo, als er auch bei Lara wieder Kaffee nachfüllte.

„Wie… könnt ihr das Zeug ohne Probleme trinken?“ hob Kyllia ihre Augenbrauen hoch.

„Das wirst du nicht verstehen.“ lächelt Lara, die wieder genussvoll den Kaffee trinkt.

Kapitel 352

Ich bin wiedergeboren und seltsame Begegnungen?

Rokea saß entnervt alleine vor einem Café und starrte alle Personen an, die die Straße hoch und runter gingen. Sie hatte gehofft, diese Präsenz zu finden, aber da war die Nadel im Heuhaufen zu finden einfacher.

Sie rührte gelangweilt mit dem Löffel in ihrem Glas „was-auch-immer“ Getränk, als auf einmal eine Frau vor ihr stand.

„Darf ich mich zu dir setzen? Du siehst ziemlich gelangweilt aus.“ grinste eine sehr blasse Frau in einem Lederoutfit mit schwarzen Haaren.

„Huh? Steht hier ein Schild, dass ich reden will?“ starrte Rokea weiter auf ihr Getränk, als die Frau sich ungefragt hinsetzte.

„Nö, aber wenn du dich schon langweilst, können wir uns auch gemeinsam langweilen. Mir ist nämlich auch sehr langweilig. Übrigens, mein Name ist Zada.“ stellte sich die Vampirin vor.

„Schön für dich, nun verzieh dich wieder.“ wurde Rokea nun langsam sauer. Die ganze Zeit hatte sie ihren Frieden und die Leute gingen ihr aus dem Weg.

„Warum so schnell sauer? Darfst du nicht an dem Turnier teilnehmen, ich meine es ist ja ziemlich offensichtlich, dass du eine Dame des Behemoth-Clan bist.“

„Natürlich bin ich ein Teil des Behemoth-Clan, noch offensichtlich kann es ja nicht sein oder? UND nein, ich darf NICHT mitkämpfen, obwohl ich in der Gruppe bin.“

„Ok? Mich zwingt man dazu, dass ich kämpfen soll. Scheinbar haben wir beide es nicht gerade einfach.“ lächelt Zada traurig. „Huh? Wieso zwingt man dich?“ wunderte sich Rokea.

„Weil meine große Cousine Stress mit jemanden hat und dieser Person eins auswischen will. Bisher… habe ich noch nicht den großen Plan gehört, wie das denn gehen soll?“ rollte Zada mit ihren Augen. „Und warum darfst du nicht kämpfen?“

„ … Ich bin zu stark. Alles was ich angreife oder töte, endet mit einer kompletten Zerstörung.“ wunderte Rokea sich, dass sie sich einer Unbekannten öffnet.

„Ok? Sehe jetzt nicht so das Problem, denn ich kenne jetzt spontan weitere Personen, die alle und jeden zerstören.“ wiegelt Zada ihren Kopf hin und her.

„Nicht, wenn die Zerstörung so weit geht, dass eine komplette Stadt verschwindet, zumindest in den Augen meines Vaters. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals meine komplette Stärke eingesetzt habe.“ hörte man nun die Frust aus der Stimme.

„Nichts für ungut, aber da kenne ich immer noch genug Personen, auf die das auch zutrifft und die nehmen erst recht keine Rücksicht darauf.“ hob Zada eine Augenbraue hoch.

„ … Mein Name ist Rokea. Hast du eigentlich keine Angst, dass ich dir was antun könnte?“ schaute die Frau nun der Vampirin in die Augen.

„Nö. Nicht unbedingt das ich keine Angst habe, nur ich hatte eine Mutter gehabt, die hat mich immer wieder fast zu Tode gequält, dass ich den Tod mittlerweile als einen Segen betrachte.“ schaute Zada nun ein bisschen traurig.

„Deine… Mutter hat dir was angetan? Du bist kein Mensch oder?“ kniff Rokea nun ihre Augen misstrauisch zusammen.

„Das ist richtig. Ich bin ein geborener Vampir und vermutlich alt genug, dass ich deinen Urgroßvater kennen könnte. Bevor du auf falsche Gedanken kommst, aber ich wollte wirklich nur mit jemanden plaudern.“ hob Zada die Hände zur Beruhigung hoch.

„Als ob du mir was antun könntest, dann hätte ich wenigsten eine Abwechslung.“ schnaufte Rokea durch die Nase.

„Mache ich so ein schwachen Eindruck? Dabei bin ich meiner kämpferischen Leistung selber bewusst, dass… ich nicht unbedingt stark bin.“ grinste Zada schräg.

„Hmm? In meinen Augen sind alle Schwächlinge, sogar meine eigenen Clanleute. Ich würde mich gerne mit einer der Götterbestien anlegen, aber mein Vater verbietet es mir…“

„Wieso… hörst du eigentlich noch auf ihn? Du willst doch etwas erreichen oder nicht?“

„Weil ich es meiner verstorbenen Mutter versprochen habe, auf ihn Acht zu geben. Mittlerweile bereue ich diesen Schritt wirklich und… weiß wirklich nicht, ob ich nicht in der Zukunft durchdrehe.

Ich hoffe wirklich, dass jemand an dem Turnier teilnimmt, dass ich kämpfen muss. Das mein Vater überhaupt keine andere Wahl hat, als mich kämpfen zu lassen.“ spielte Rokea mit dem Getränk. Es herrschte eine Stille zwischen ihnen.

Auf einmal knallte eine Hand auf den Tisch. Beide Frauen schauten auf den Verursacher, dieser trug aber nur eine weiße Maske mit einem dunklem Umhang.

„Was machst du hier Zada?“ knurrte der Mann böse und Zada hat die Stimme sofort erkannt. „Riskel?! Was machst du denn hier?“

„Die Mörderin unserer Mutter töten, eine andere Chance werde ich nicht bekommen. Also: Was. Machst. Du. HIER?!“ brüllte Riskel wütend.

„Das schöne Leben genießen, siehst du das nicht? Seit die alte Schachtel…“ wollte Zada flapsig antworten, als sie auf einmal eine Ohrfeige ins Gesicht bekommt.

„Wage es ja nicht unsere Mutter schlecht zu reden!“ knurrte Riskel. „Immerhin tue ich was, was ich von dir nicht behaupten kann!“

Zada streichelt die geschlagene Wangenseite und schaute Riskel trotzig an. „Was… lässt dich eigentlich glauben, dass DU die Mörderin unserer Mutter töten könntest?“

„Ich habe seit dem Treffen mit Violet trainiert und kann definitiv von mir behaupten, dass ich stark genug geworden. Stärker als Mutter es jemals war!“ hörte man den selbstsicheren Ton in der Stimme.

Zada lachte aber einfach nur los. „Nein… vielleicht bist du das, aber Mel wirst du bestimmt nicht töten. Im Gegensatz zu dir habe ich sie bereits schon kennengelernt und weißt du was? Ich habe mich bei ihr sehr bedankt!“ wurde Zada dann am Ende sehr ernst.

„Du… wagst es mit der Mörderin…“ knurrte Riskel und wollte wieder zuschlagen, als Rokea ihn am Arm abhielt.

„Schlag noch einmal meine Freundin, Familie hin oder her, und ich reiße dir den Arm ab und stecke ihn da hin, wo es dir definitiv keinen Spaß macht!“ starrte Rokea den Mann in die Augenschlitze.

Riskel und Rokea starrten sich gegenseitig in die Augen, während Zada einen sehr erstaunten Gesichtsausdruck macht.

„Los… trau dich. Du bist stärker als Zada, aber immer noch unter meiner Liga… Schwächling.“ provozierte Rokea den Clanführer. Dieser fing nun wütend an zu knurren, als jemand eine Hand auf seine Schulter legt.

„Riskel… willst du wirklich jetzt die Chance verspielen?“ stand da eine weitere Person mit einer weißen Maske.

„Habe mich schon gewundert, wo du steckst Violet. Sag dem Idiot, der mein Bruder ist, dass er sich besser nicht mit Rokea anlegen sollte.“ provozierte nun Zada ebenfalls mit.

„Selbst wenn… der weitere Maskenträger mitkämpft, würde ich nicht mal ins Schwitzen kommen.“ grinste Rokea über die Situation, als nun bei ihr eine Hand auf ihre Schulter fiel.

„Rokea…“ knurrte ihr Vater. Die Vampire schauten alle erstaunt, wie riesig dieser Behemoth ist. „Dachte… ich kann dir vertrauen und was passiert?“

„Entschuldigung Vater, aber ich habe eine neue Freundin kennengelernt und ich soll zuschauen, wie sie vor meinen Augen geschlagen wird? Irgendwo habe ich auch eine gewisse Ehre!“ knurrte Rokea.

„Das ist sehr löblich, aber… wenn du jetzt Theater machst, werden wir von dem Turnier ausgeschlossen. Willst du das? Willst du wirklich deine… Chance verstreichen lassen, die starke Person zu verpassen?“ redet der riesige Behemoth auf die Frau ein.

Rokea und Riskel starrten sich noch kurz an, dann ließ die Frau den Vampir los. Dieser rieb sich an dem Arm. „Du bist offiziell aus dem Clan draußen Zada. Sollte ich dich oder einer meiner Vampire dich finden, wirst du getötet.“

„Bei der Göttin… danke. Du ahnst nicht, wie… sehr ich dich auf einmal liebe. Einer meiner größten Wünsche… wurde erfüllt.“ meinte Zada das sehr ehrlich. „Dann kann ich mich dem Clan von Lady Sina anschließen.“ „Huch?! Du kennst Sina?“ hörte Rokea nicht schlecht.

„Komm Riskel… du hast alles geklärt.“ zog Violett ihren Cousin vom Café weg. Belämmert wusste der Clanführer nicht, wie er auf diese Antwort von Zada reagieren soll.

Zada, Rokea und Rokus schauten dem Verschwinden der Vampire hinterher, als die junge Vampirin antwortet: „Danke… nun fällt mir wirklich eine schwere Last von der Schulter.“ lächelt Zada sehr offen Rokea an. „Bezüglich deiner Frage, aber ja, ich kenne Lady Sina.“

„Ist sie stark?“ riss sich Rokea von ihrem Vater weg und stand fast vor dem Gesicht von Zada.

„Erm… ja? Sie wollte auch an diesem Turnier teilnehmen mit ihrem Clan.“ versuchte das Vampirmädchen Abstand zu gewinnen.

„Bei… allen Götter… dann kann ich endlich gegen jemanden kämpfen, der sich mit mir messen kann!“ freute sich Rokea. Rokus dagegen… wirkte nicht so begeistert, dass zu hören.

„Nichts für ungut, aber… ich glaube nicht das du gegen Lady Sina eine Chance ist.“ wollte Zada sie ein bisschen dämpfen, als der riesige Behemoth antwortet:

„Ich glaube sehr wohl. Ich danke dir, blasses Mädchen, dass du für meine Tochter eine Freundin geworden bist. Rokea, wir müssen trotzdem nun gehen. Vielleicht könnt ihr euch die Tage hier wieder treffen, aber heute müssen wir dringend was besprechen.“

„Was müssen wir denn bereden?! Endlich habe ich jemanden gefunden, der Sina kennt! Nicht nur das, sondern mir auch die gute Neuigkeit gegeben hat, dass sie mitmachen wird!“ drehte Rokea sich wütend um.

„Rokea. Keine Diskussion, sonst bleibst du bis zum Turnierbeginn in deinem Zimmer!“ drohte Rokus. „Am… besten du hörst auf deinen Vater, ich werde die nächsten Tage hier immer mal vorbeischauen, dann können wir wieder reden.“ versuchte Zada die Situation zu entschärfen.

„Meinst du das ernst?“ drehte Rokea sich wieder um mit einem fröhlichen Gesicht. „Wow, sie kann ja sehr schnell ihre Gefühle umschalten.“ dachte Zada und nickte.

„Es… tut mir leid, dass ich am Anfang schroff zu dir gewesen war. Hoffe beim nächsten Gespräch haben wir ein besseren Start.“ verbeugte sich Rokea und Rokus nickte Zada nur zu, dann gingen die beiden Tiermenschen weg.

„Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass diese Frau die Tochter dieses Riesen ist.“ hob Zada grinsend eine Augenbraue hoch und musste sich verinnerlichen, dass sie nun keine Clanzugehörigkeit mehr hat.

„Wie… mache ich das nun mit meinen kleinen Bruder?“ machte die Vampirin sich nun Gedanken, denn Riskel ist nicht unbedingt… was man einen „fürsorglichen“ Bruder nennen würde.

Paar Straßen weiter…

„Wieso… war Zada so glücklich, als ich sie rausgeworfen habe? Das ist doch das Todesurteil für jeden Vampir ohne Clan!“ konnte Riskel sich nicht beruhigen.

„Weil sie damit nun jedem anderen Clan beitreten kann, den sie will und der sie auch aufnehmen würde. Dabei ist es nun wirklich nicht einfach, aus einem Clan zu fliegen.“ erklärte Violet trocken.

„Wenn Zada hier ist…“ murmelt Riskel.

„Dann ist der Rest ebenso hier.“ nickte Violet verständlich. „Das erklärt dann auch, warum Sandor den Heldentyrann mit genommen hat. Vermutlich liegt die Ursache bei Lisa.“

„Das war nicht der Plan, dass weitere Vampire ebenso mitmachen!“

„Lass uns zurückgehen und Onkel Taos das weiter sagen. Entweder er wusste es von Sandor oder ihm ist es schlicht egal, dass wir auf die anderen treffen.“

„Du kennst ihn lang genug, dass es ihm letztendlich eh egal sein wird, selbst wenn er es nicht wüsste.“

Kapitel 351

Ich bin wiedergeboren und lauter Katzenjammer?

Am nächsten Morgen saßen Sina, Zhin und Nitir im Essenssaal mit einem großen Eisbeutel auf dem Kopf und teilten sich das Leid.

„Wer… hat eigentlich gewonnen?“ murmelt Nitir und verzogt schmerzlich das Gesicht. Die 17 leeren Bierfässer in der Ecke konnte man nicht übersehen.

„Pss… du bist zu laut…“ murmelt Sina. „Es… dröhnt so in meinen Kopf…“

„Glaube… nur Belinda hat bei der… Aktion gewonnen…“ murmelt Zhin und alle drei stöhnten laut auf.

„Wie… kann ich solche Kopfschmerzen… haben… wenn ich Zustandsveränderungsimmunität habe…“ schüttelt Sina den Kopf und bereute diese Tat.

„Dürfte… an der Plörre… liegen, was sie Bier nennen…“ hob Zhin den Kopf und verzog schmerzlich das Gesicht.

„Nicht… alles auf der Welt… kann man mit… passiven Fähigkeiten… kontern.“ versuchte Nitir zu erklären, aber der Denkprozess schmerzte ihm sehr.

„Das hast du davon, wenn du immer einen Streit anfängst Sina.“ kam Sherry glücklich in das Zimmer rein. „Vielleicht änderst du ja nun deine Einstellung ein bisschen.“

„„„PSS!“““ zischten die drei gleichzeitig und verzogen ihre Gesichter wieder.

„Bei der Göttin, was ein Elendshaufen. Selbst eure Freunde machen nicht so ein Theater.“ grinste Belinda. „Ich bin froh, dass ihr das mit dem Waschkonzept verstanden habt.“

„Wie klappt es mit Nea eigentlich?“ fragte Sherry die Hauschefin und ignorierte das Elend am Tisch. „Ganz gut. Ich wusste nicht, dass man mit einer Arachne vernünftige Gespräche führen kann. Mein Mann hat scheinbar… noch seine Probleme, aber Irma kann nicht genug von ihr bekommen.“ lächelt Belinda.

„Wenn… die anderen das von deiner Aktion mitkriegen, wird der gesamte Clan sich schlapp lachen Nitir.“ kichert Zuzan mit voller Schadensfreude.

„Keine Ahnung was ihr habt, aber ich fühle mich pudelwohl.“ merkte Flai grinsend an, während Punny hinter ihm nickte.

„Ihr Schwächlinge… seid doch schon beim dritten Bierfass… umgekippt!“ wehrte sich Zhin sofort und stöhnte laut auf.

„Das du dich daran noch erinnerst zeigt eigentlich nur, wie gut es dir geht.“ kommentierte Sherry grinsend. Irgendwie hat jeder seine richtige Freude daran, dass die Anführer am leiden sind.

„Lasst meine Freunde in Ruhe!“ mischte Sina sich ein. „Seht ihr nicht… wie sie leiden?!“ und der nächste Stöhnlaut kam.

„Soll… doch mein Clan davon wissen, aber… den Abend wird mir keiner so schnell… nachmachen…“ murmelt Nitir.

Am Mittag trafen sich alle Freunde von Sina wieder, aber wunderten sich direkt, dass sie von Nea getragen wird. „Erm… was ist mit ihr passiert?“ fragte Kyllia direkt.

„Sie hat gestern versucht einen Streit mit einigen vom Behemoth-Clan sowie den merkwürdigen Leute die wir auf der Straße getroffen hatten, zu verursachen. Die Hauschefin hat sich dann eingemischt und das Ende vom Lied war, dass sie einen Bierwettbewerb gesoffen haben.

Nachdem 17. Bierfass fielen sie gleichzeitig vom Stuhl und mussten von ihren eigenen Leuten in die Zimmer getragen werden. Nun hat Sina neue Freunde gefunden, leidet aber auch gleichzeitig unter gravierenden Kopfschmerzen.

Ich könnte sie weg heilen, aber das tue ich nicht. Diese Strafe hat sie sich nun redlich verdient.“ lächelt Sherry strahlend.

„Wow…“ murmelt Lara, die das grünliche Gesicht von Sina begutachtet. „Da hattet ihr ja einen tollen Spaß gehabt.“

„Es… ist so hell hier… so laut… warum… musste ich mitkommen? Heute findet doch… kein Kampf statt…“ stöhnte Sina.

„Am besten wir ignorieren Sina, sie stöhnte mit Nitir und Zhin den gesamten Morgen schon herum. Gestern fast ein Streit, heute die besten Freunde.“ schlug Sherry vor.

„Nitir?!“ staunte Melaine. „Was macht er denn bei euch?“

„Wenn ich seinen Gefährten Nijus richtig verstanden habe, haben sie bewusst das weiteste Gasthaus gesucht, damit sie nicht so nah am Stadtlärm sind. Scheinbar sind sie es nicht so gewohnt.“ „Zuzan hat bei dem Wettbewerb mit gesoffen, hat aber sehr schnell das Handtuch geworfen.“ gaben die Zwillingsvampire ihren Bericht ab.

„Und… warum schaut ihr so betroffen aus? Louis, Falco und Christoper? Irgendwie… habt ihr da Augenringe.“ fragte Sherry die Männer.

„Wir… haben ein Gasthaus gefunden, dass für uns in Ordnung war.“ murmelt Louis. „Nur… die Zimmernachbarn neben uns…“

„Hatten scheinbar keine Schamgrenze und ließen allen an ihrem… „Treiben“ mithören. Wir werden uns heute nach einem anderen Gasthaus umschauen, sonst… schlafe ich außerhalb der Stadt, aber das zehrt zu sehr an meinen Nerven.“ meinte Christoper.

„Da bin ich glatt dabei…“ brummte Falco dazu.

„Irgendwie habe ich einen starken Verdacht, wer die zwei sind.“ „Ich auch. Kein Wunder, dass die Männer ebenfalls das weiteste Gasthaus aufgesucht haben.“ nickten Tio und Mio.

„Da wir alle hier sind. Ich habe mich mit Suki schon informiert und kann nun folgendes sagen:

Die Anmeldungen laufen von heute noch eine Woche. Wir sind zwar früh hier, aber dass ist meines Erachten überhaupt nicht schlimm, denn so haben genug Zeit… bessere Schlafplätze zu finden.

Wenn die Anmeldezeit abgelaufen ist, wird am nächsten Tag verkündet, wer denn offiziell an diesem Turnier teilnimmt. Unsere Gruppen sind auf sehr sicheren Plätzen, darüber brauchen wir uns keine Sorgen machen.

Ich schlage daher vor, dass wir uns alle in acht Tagen hier treffen und jeder… sein Ding macht. Wichtig ist aber… keine Kämpfe gegen andere Teams außerhalb des Turniers… Wenn ihr es macht, dann bitte ohne Beweise zu hinterlassen.

Rechnet damit, dass… gewisse Teilnehmer andere Teilnehmer, die aus dem Turnier schon draußen sind, bezahlen, um ein Team kampfunfähig zu machen. Wenn ihr es bemerkt habt, in der Stadt gibt es kaum Wachen, daher wird es mich nicht wundern… wenn man hier und dort eine Leiche finden wird.

Bisher bin ich mit meiner Planung sehr glücklich, nun liegt der Rest an euch, ob ihr euch benehmt, vor allem die Trauergestalt da drüben.“ zeigte die Wolfsfrau mit dem Kinn nach Sina.

„Beim nächsten… Wettbewerb lass ich dich von Nea holen, dann sehen wir ja… wie viel du wegstecken kannst.“ stöhnte Sina.

„Nö, darauf verzichte ich. Wenn die Chaosbestie in so einem Zustand ist, dann bin ich leider nicht in deiner Liga.“ lächelt Melaine.

„Ist… Suki eigentlich sicher?“ fragte Sina auf einmal. „Wenn… das hier so heiß hergeht… traue ich ihrem Clan… diese Schritte zu.“

„Keine Sorge Herrin. Ich teile mein Zimmer mit Rubina sowie Mel und im Nachbarzimmer schlafen Lara, Kyllia und Neia. Im Gegensatz zu… gewissen anderen Parteien, können wir über unser Gasthaus nicht klagen.

Sowohl unser Zimmer, als auch beim Zimmer von Lara… haben wir gewisse Vorsichtsmaßnahmen aufgebaut, sollten „sie“ weitere Versuche wagen.“ beruhigte die Katzenfrau Sina, aber sie hörte nicht mehr zu, als sie was viel wichtigeres erfahren hat.

„Lara und Kyllia… sind in einem Zimmer?“ grinste Sina. „Bevor du auf falsche Gedanken kommst, aber Neia schläft so, dass ich in Ruhe schlafen kann und jederzeit Suki zur Hilfe eilen kann.“ korrigierte Lara den Denkprozess von Sina.

„Aha… wenn du meinst?“ grinste Sina weiter und Kyllia grinste ebenso. Scheinbar haben sie vergessen, dass die Dämoninnen Meister der Illusionen sind. Scheinbar machte dies Lara misstrauisch. „Was… verheimlicht ihr?“

„Du machst dir wieder viel zu viele Gedanken Lara.“ beruhigt Neia ihre Zimmergenossin. „Lass dich nicht von den Zwillingen ärgern.“ Sina hob Kyllia nur einen Daumen hoch.

„Nun, ich werde die Ruhe genießen. Man sieht sich die Tage!“ verlässt Melaine als erstes die Gruppenversammlung.

„Wollen wir den Markt anschauen gehen Rubina?“ fragte Suki das Drachenmädchen, die sofort eifrig nickte.

„Wir werden wie angekündigt nach einer neuen Bleibe suchen.“ sagte Christoper und seine Freunde gingen direkt mit. Nach und nach geht jeder, bis nur Sherry mit Nea und Sina vor Ort waren.

„Was machen wir mit dem Ballast hier?“ fragte Nea grinsend. „Wir können sie irgendwo auf der Straße hinlegen.“

„Oh… das will ich sehen, ob du dir das zutraust…“ murmelt Sina. „Setzt… mich einfach im Gasthaus ab, dann habe ich wenigsten noch jemanden, mit dem ich mein Leid teilen kann…“

„Mach das mal am Besten Nea, so kann man mit Sina nichts anfangen.“ kichert Sherry. „Ich werde mir auch diesen Markt mal anschauen. Vielleicht sehe ich ja interessante Sachen.“ Nea nickte und stürmte davon.

Woanders…

„Mein Lord, Lady Sina und ihr Clan hat sich angemeldet.“ verbeugte sich Zetta vor dem Vampirkönig Taos und gibt ihm ein Blatt.

„Hrm… wie einfallslos diese Namen.“ warf Taos den Zettel achtlos beiseite. Die Vampire haben sich ein größeres Haus genommen und deren Besitzer gegen seinen Willen zu Vampiren gemacht, nun randalieren diese im Keller ankettet, um Blut zu bekommen.

„Wünscht ihr… dass man Lady Sina in der Zeit irgendwie… tötet?“ kniete Zetta weiterhin vor dem Vampirkönig.

„Macht das mal. Ich erwarte zwar nicht, dass ihr ihr irgendetwas antun könnt, aber ich habe schon seltsamere Dinge erlebt. Vieh gibt es immer genug auf der Welt.“ hob Taos eine Hand und die vampirische Tierfrau verschwand.

Der Vampirkönig ging zu einem der hängenden Blutopfer an der Decke, der panisch hin und her zuckte. Unterwegs nahm er ein Glas auf und schaute sich kurz den Fingernagel an, dann schlitzte Taos das Opfer am Hals auf und fing das Blut auf.

„Immerhin… gibt es hier keinen Mangel an Blut.“ schaute Taos dem Opfer beim Sterben zu und trank das Blut.

Irgendeine Kneipe…

„Der Boss sieht etwas… daneben aus.“ meinte ein Affenmensch. „Kein Wunder, als das geflügelte Miststück kam.“ nickte ein anderer Affenmensch.

„Meinst du… wir sollten nachhelfen, dass die Frau nie kommt?“ „Klingt nach einer guten Idee.“ kicherten die fanatischen Anhänger von Orum.

Vor dem Gasthaus „Beim Hasen“

„Vorsichtiger Nea…“ bat Sina, aber Nea hatte nun auch die Nase voll, warf sie von den Armen runter vor dem Gasthaus und ging wieder in die Stadt.

„Das… werde ich mir merken…“

Kapitel 350

Ich bin wiedergeboren und die „Party“?

„Endlich… ein Gasthaus gefunden…“ murmelt Sina auf dem Bauch liegend auf dem Bett, während Sherry ihr auf dem Rücken saß und die Schulter massiert. „Kein Wunder… warum Melaine mir Nea überlassen hat…“

„Nun, dafür haben wir einiges von der Stadt gesehen. Es war schon eine gute Idee von Melaine gewesen, dass jeder sich selbstständig sein Gasthaus aufsucht. Stelle mir die Frage, wer noch mit wem untergekommen ist.“ grinste Sherry, dabei achtet sie darauf, die Flügel nicht zu verletzen.

„Hoffentlich Lara und Kyllia in einem Zimmer, damit das Theater ein Ende hat. Du kannst mir sagen was du willst, aber Lara ist definitiv nicht abgeneigt von Frauen. Du hättest ihr Gesicht sehen müssen, als sie die Katzenfrau gebissen und ihr Blut geschleckt hat.“

„Nun… die Zukunft ist ungewiss oder? Bei der Aktion hast du dich wieder selbst verletzt, dass habe ich dir sofort angesehen. Ich kann Suki verstehen, dass sie einerseits akzeptiert, dass du tust, was getan werden muss. Aber auch, dass sie wütend wurde, dass… du jemanden etwas angetan hast.

Denk an Lara, sie wurde auch gegen ihren Willen zu einem Vampir gemacht. Was… macht dich jetzt in diesem Moment besser als Acula? Ich will dir jetzt nicht was einreden, nur erklären, wie Suki es in diesem Moment empfunden hat.

Die Vampire… kannst du mit deiner Aktion ziemlich schnell damit überzeugen, es liegt in ihrer Natur. Lara mag zwar ein Mensch aus einer anderen Welt sein und war auch eins der Held, aber… ihre Rasse ist durchgekommen.

Auch da möchte ich weder dich noch die Vampire kritisieren, denn ihr tut was nötigt ist. Wenn Lara sich geweigert hätte, die Zwillinge hätten es definitiv gemacht, denn sie kennen es durch ihre Erziehung nicht anders.“ massierte Sherry nun den Rücken wo die Flügelansätze sind.

„Sherry… sie wollten Suki töten. Durch ihre Traditionen und Stolz muss ich auf solche harten Mittel greifen, damit ihnen ein Licht aufgeht. Vielleicht bin ich nicht besser als Acula, aber ich werde mir auch nicht einreden, weil es so sein musste.

Wie hieß sie noch? Neria? Wenn sie wirklich vom Stolz geblendet ist, wird sie sich das Leben nehmen ohne zu zögern. Sollte das aber nicht der Fall sein… tja, dann wandert ein vampirischer Tiermensch auf Batzien herum, dem sich jemand annimmt, sobald sie sich verliert.

Lara hat ihr unseren Wohnort genannt, für mich ist das wie eine zweite Chance. Nimmt sie sie an, werden wir… sie auf unsere Art und Weise bearbeiten, wenn nicht, auch egal.“ meinte Sina, aber Sherry hörte die weinerliche Stimme raus.

Die Halbelfe legte sich auf Sina drauf. „Lass mich ein bisschen von deinem Schmerz nehmen. Suki hält sich ja Momentan ziemlich wacker, es bist eher du, der sich selber fertig macht.“ dabei umarmte sie ihre Freundin, denn sie wusste, dass Sina am Weinen war.

Etwas später klopfte jemand an die Tür und öffnete sie, es waren die Zwillinge: „Wir sollen euch sagen, dass das Essen gleich fertig ist.“ „Belinda sagte auch, dass Nea ebenso Essen gebracht wird.“

„Dann… sollten wir auch mal gehen, ich glaube heute sind noch weitere Gäste gekommen.“ murmelt Sina, die ihr Gesicht wischte.

„Bin ja mal gespannt, vielleicht sind es ja auch Teilnehmer vom Turnier.“ lächelt Sherry. „Meine… das ist wirklich das weiteste Gasthaus von der Stadt.“

Gemeinsam gingen die Damen zum Essenssaal und fanden ihn leer vor, wo sie den besten Platz nahmen.

„Ziemlich gemütlich gehalten.“ kommentierte Sina, die alles in Ruhe anschaute. „Dürfte durch das Turnier nun einen guten Umsatz machen. Bin ja gespannt, was wir von den anderen morgen zu hören bekommen, wenn wir uns wieder am Kolosseum treffen.“

„Huch? Ihr seid auch hier?“ hörten die Frauen eine bekannte Stimme und alle drehen ihre Köpfe zu der Stimme. Es war der Mann mit dem roten Bart, dazu seine anderen Freunde.

„Die Welt ist scheinbar klein, dass wir uns wieder sehen.“ grinst Sina. „Wenn wir schon im gleichen Gasthaus nächtigen, sollten wir uns diesmal vorstellen oder? Ich bin Lady Sina, das ist Gräfin Sherry und die beiden Zwillinge Mio und Tio.“

„Hrm… Zhin ist mein Name. „Captain“ Eisenstiefel hier ist Flai, der desinteressierte Typ dort Daika und… keine Ahnung, jedenfalls ist das Punny.“ zeigte der Anführer mit einem Daumen auf seine Freunde bei der Vorstellung.

Alle nickten sich gegenseitig zu, dann nahmen die Männer ihren Tisch. „Wo sind eure anderen Freunde? Ihr wart doch eine recht überschaubare Gruppe?“ hakte Sina nach.

„Hoffentlich auf der andere Seite der Stadt… Nichts gegen sie, nur wenn ich einen ruhigen Schlaf haben will, dann bitte ohne irgendwelche lauten Sexgeräusche, dass die halbe Stadt auf den Kopf stellt.“ sagte Zhin das… mit einer sehr ernsten Stimme.

„Erm…?“ schaute Sherry direkt Sina an. „Wieso schaust du mich jetzt so an?“ grinste Sina mit hochgezogenen Augenbrauen an.

„Das ist normal bei den Beiden. Nicht das ich ihnen unterstellen will, dass sie sexsüchtig sind, aber sie genießen jeden Moment ihres Lebens, was auch ihr gutes Recht ist.“ meinte Daika.

„Ja… für uns ist das normal, aber glaube ihre Zimmernachbarn werden das ein bisschen anders sehen. Egaaaal, erst mal was leckeres zu Essen!“ kichert Flai böse.

Auf einmal traten drei große Tiermenschen ein, die von allen angestarrt werden. „Grüße, scheinbar seid ihr die anderen Zimmernachbarn.“ nickte Nitir.

„Welcher Rasse gehört ihr denn an? Ich bin das erste Mal in Batzien und für mich ist vieles neu.“ fragte Sina freundlich, während die anderen Damen nickten.

„Huch? Wir sind vom berühmten Behemoth-Clan! Wenn ich mich vorstellen darf, ich bin Nitir der Champion der Behemoths, dass sind meine Gefährten Zuzan und Nijus.“ stellte sich der Behemoth mit seinen Freunden vor.

„Das ihr mit eurer Größe und Hörner in diesem kleinem Haus nicht gegen die Tür geknallt seid, verdient schon ein bisschen Respekt.“ meinte Zhin.

„Ho? Ihr seid nicht überrascht, wer ich bin? Nur welche Rasse ich angehöre?“ grinste Nitir, als Sina ihren Kommentar abgibt: „Glaube deinen Namen habe ich heute schon mal gehört. Du gehörst zu den Blackskulls oder?“

„Har! Das ist richtig und auch dieses Turnier werden wir wieder in unsere Tasche holen, so wie es die früheren auch der Fall war!“ grinste Nitir ungebrochen und nahm mit seinen Freunden platz.

„Dürfte dieses Jahr anders sein, irgendeine Gruppe hat euch vom ersten Platz runter geschoben.“ teilte Sina es lächelnd mit, ihre Freundinnen rollten ihre Augen. „Huh?“ hörte Nitir nicht schlecht.

„Wenn ich mich vorstellen darf, Lady Sina, meine Freundin Gräfin Sherry und die Zwillinge Tio und Mio. Solltet ihr Herren mal im Stall auf eine Arachne treffen, sie gehört zu uns und heißt Nea.

Keine Ahnung, aber die Gruppe „Die Abenteurergruppe“ hat euch vom ersten Platz runter geschoben mit der Begründung: „Zahl nicht messbar“. Das war ein Chaos auf dem Platz gewesen, als die Trommel auf eine andere Trommel knallte und anschließend explodierten.“ kichert Sina.

„Es ist immer wieder erstaunlich… wie schnell du deine Gefühle umschalten kannst.“ kniff Sherry ihre Augen zusammen.

Zhin dagegen schaute Sina misstrauisch an, als er die Informationen zu hören bekam, dem Rest schien das nicht so zu interessieren.

„Dann sollten wir mal morgen nachschauen Jungs. Scheinbar hat Rokus recht, dass dieses Turnier alles andere in den Schatten stellen wird.“ zuckte Nitir die Schulter.

„Sag Tio, wer ist eigentlich hier wie stark?“ hörte Sina mit dem Provozieren nicht auf, Sherry klatschte sie auf die Schulter.

„Also… Du bist die Stärkste im Raum, dann kommt Nitir, gefolgt von Zhin. Soll ich noch mehr sagen?“ murmelt Tio und Sina nickte. „Sherry, Zuzan, Flai, Mio und ich, Daika, Nijus und Punny.“

„Hmm… hatte ich doch recht gehabt. Ihr könnt die Fähigkeit „Analyse.“ Kein Wunder, warum ich Abstand nehmen wollte, aber was soll´s, Flai ist schuld.“ nickte Zhin zufrieden.

„Wieso bin ich schon wieder schuld daran?“ reagiert Flai empört. „Weil irgendjemand Schuld haben muss?“ antwortet Punny.

Nitir gefiel die Reihenfolge so überhaupt nicht. „Wieso… habe ich den Eindruck, dass ihr auf Streit ausgelegt seid?“

„Ah überhaupt nicht. Das ist normal bei Sina, das sie gerne ihre… Mitbewohner etwas hart „beschnuppert“. Lässt du das jetzt bitte gefälligst SEIN?“ starrte Sherry Sina an. „Sonst darf du auf dem Boden schlafen!“ wollte Sherry die Parteien beruhigen.

„Wer hier Stress im Haus haben will, bekommt es mit mir zu tun.“ stand Belinda auf einmal an der Tür mit einer Nudelholzrolle. „Seid ihr nun alle wieder lieb?“

Alle Parteien starrten sich in die Augen. „Wenn ihr wirklich wissen wollt, wer hier der Stärkste ist, hilft nur noch eins.“ sagte Belinda und alle schauten sie an.

Einige Stunden später:

„Trinkt! Trinkt! Trinkt!“ riefen alle Sina, Nitir und Zhin zu, die einen weiteren Bierkrug tranken. Flai, Punny und Zuzan lagen längst auf dem Boden und konnten an dem Bierwettbewerb nicht mehr teilnehmen.

Alle Trinker knallten ihre Krüge auf den Tisch. „Näc… Nächster Krug! *bürp*“ rief Zhin und Belinda kam lächelnd mit ihrem Bierfass.

„Al… also *hic* eins muss… ich euch lassen. Wenn ihr *bürp* so saufen könnt, dann… seid ihr voll in Ordnung.“ lallte Nitir.

„Beim dunklen Gott… Wie… viellll habn wir ge ge getrunken?“ rollten bei Sina schon die Augen und musste kichern.

„Ihr Schnappsdrosseln habt nun mein viertes Bierfass leer gesoffen. Der Rekord bei meiner Familie lag bei zehn.“ füllte Belinda die Krüge wieder voll.

Mio, Tio, Sherry sowie Daika und Nijus haben sich bewusst von diesem Wettbewerb enthalten und feuerten lieber die Trinker an.

„D… dat schaffn wi wi wi *hic* locker!“ meinte Zhin und seine Kontrahenten nickten zustimmend. „Habn määhhh mehr Spaß… als di andrn!“

„Dasch… is rischtig! Ei… ein Mänsch… eine Dä… Dä *bürp* Dämonin und ein Tiermensch saufen um die Wette… da… muss ich meinen… Didel… verteidigen!“ tranken wieder alle den nächsten Krug leer.

„Wer… wer… ich sehe zwei Krügsche? Jeschal… dud mier soo laid, dat ich euch *hic* ärgn wollte.“ entschuldigte Sina sich irgendwie… „Es… isch sooo, ich muss… einfach jemanden ärgern. *hic*“

„Faszinierend, wie stur die drei einen Krug nach dem anderen trinken.“ murmelt Sherry, sie war durch die Partystimmung ziemlich angeheitert.

„Das kann noch dauern. Keine Ahnung wie deine Freundin es wegstecken kann, aber Zhin kann ziemlich stur sein, wenn es um Wettbewerbe geht.“ grinste Daika von der Seite.

„Nitir wird saufen, bis Belinda keine Bierfässer mehr hat, dass sehe ich schon kommen.“ schüttelt Nijus den Kopf. „Da haben sich die drei aber gefunden.“

„Und die nächste Runde!“ lachte Belinda und füllte die Krüge auf. Wieder tranken die drei den nächsten Krug und knallten sie auf den Tisch. Ingo hat sich mittlerweile dazugesellt und ist fasziniert, wie seine Gäste miteinander klarkommen.

„Sina… wenn du weiter trinkst…“ wollte Sherry ihre Freundin warnen, aber diese hob nur eine Hand hoch. „Isch drinke… *hic* bis de de hä? Ah! Arscht kommt!“

„Dasch isch der Kämpfergeist!“ lobte Nitir seine Saufkumpanin zu. „Oder… der Säufergeist? Isch sehe so viele… rosane… Dinge?“

„Oh ho? Da… fängt je je… jemand an zu schwächeln…“ provozierte Zhin kichernd. „Das bisschen Bier… isch nichts!“

„Nächste Runde!“ riefen die Trinker gleichzeitig und Belinda erfüllte ihren Wunsch lächelnd. „Glaube, da werden wir einiges einkaufen müssen, wenn die so lustig drauf sind Ingo.“

„Das glaube ich allerdings auch.“

Kapitel 349

Ich bin wiedergeboren und das Gasthaus?

„Papa, meinst du wir werden irgendwelche Gäste bekommen?“ fragte ein junges Mädchen ihren Vater, der Besitzer eines Gasthauses ist.

„Definitiv! Wegen dem Turnier werden auch wir Gäste bekommen, es wird nur ein bisschen dauern Irma.“ streichelt ein älterer Mann den Kopf seiner Tochter.

„Das will ich auch für dich hoffen Ingo!“ sagte eine schwergewichtige Frau, die Ehefrau des Gastbesitzers. „Wir haben schon lange keine Einnahmen gemacht und mit Luft können wir nicht überleben!“

„Belinda, wenn wir alles richtig machen, haben wir für die nächsten Jahre ausgesorgt!“ beruhigte Ingo seine Familie. Sie teilen sich alle die Rasse der Hasenmenschen und ihre Ohren sowie Stummelschwänze kann man nicht übersehen.

„Ich hoffe es wirklich für dich Ingo…“ seufzte Belinda, als auf einmal jemand an der Klingel sehr ungeduldig hämmert. „Siehste! Und wenn wir eine Woche länger gewartet hätten, irgendwelche Gäste wären schon gekommen!“ grinste Ingo und ging zur Rezeption…

Und wunderte sich was vor ihm stand. Zwei identisch blasse Frauen, eine Elfe mit den intensivsten blauen Haaren und eine Frau mit großen Flügeln, die einen sehr genervten Gesichtsausdruck hat.

„Willkommen im Gasthaus …“ wollte der Gastbesitzer Ingo grüßen, aber Sina unterbrachte ihn direkt: „Das von der Stadt am weitesten entfernt ist. Ich habe gesehen, dass sie einen Stall haben?“

„Erm, das ist richtig. Wir können auch Pferde unterbringen.“ nickte der Hasenmann. „Wir können ihnen Heu und Wasser zur Verfügung stellen.“

„Ist der Stall leer?“ kam die Frage von der geflügelten Frau und nun starrten alle Frauen ihn mit hoffnungsvollen Blicken an.

„Bisher ja, wieso?“

„Dann miete ich ihren kompletten Stall ohne wenn und aber!“

„Erm…? Bitte?“ hörte Ingo nicht schlecht, als die Frau ihren Wunsch äußerte. „Für uns zwei Einzelzimmer mit je einem Bett, wir teilen uns das. Wie sieht es mit Essen und Waschmöglichkeiten aus?“ setzte die Frau den Gastbesitzer weiter unter Druck.

„Erm… Sie können auf Wunsch ein Frühstück und Abendbrot bekommen, aber das kostet extra. Wegen dem Turnier müssen sie uns auch Bescheid geben, ob sie wirklich das Angebot für den Tag haben wollen oder nicht. Wie viele Pferde haben sie denn?“ erklärte Ingo, seine Familie lunkert heimlich aus der Tür.

„Nur ein Pferd.“ „Nur ein Pferd?“ „Es hat viele Beine.“ „Es hat… viele Beine?!“ „Und einen großen Magen.“ „Ein großen Magen?“

„Haben sie die Fähigkeit „Nachäffen“ oder wieso wiederholen sie meine Antwort mit eine Frage?“ hob Sina eine Augenbraue hoch. „Ist schon gut Sina, wir haben endlich ein Gasthaus gefunden, wo wir Nea unterbringen können.“ beruhigte Sherry sie.

Ingo musste einmal schwer schlucken, aber es sind die ersten Kunden, die will er nun wirklich nicht verschrecken. „Also… einen kompletten Stall, zwei Zimmer mit je einem Bett… für vier Personen?“ fragte der Gastbesitzer nach.

„Ich teile immer mein Bett mit meiner Schwester!“- „Genau, nichts trennt uns!“ riefen die blassen Frauen freudig auf.

„Ok… Waschmöglichkeiten haben wir im Hinterhof, wenn sie meiner Frau frühzeitig Bescheid geben, kann sie ihnen warmes Wasser kochen. Wie lange… gedenken sie denn bei uns zu bleiben?“ rechnet Ingo den Preis schon aus.

„Bis zum Ende des Turniers. Ich kann ihnen den groben Preis vorausbezahlen und wenn wegen Essen oder noch was nachgezahlt werden muss, können wir das am Tag des Abfahrt klären, das schwöre ich im Namen des dunklen Gottes.

Nur bitte… nehmen sie uns an. Ich habe nun einen halben Tag mir die Füße abgelaufen für einen Gasthof, nur wegen meinem… „Pferd“ Nea. Übrigens, ich zahle ihnen zwanzig Goldmünzen zusätzlich, wenn sie kein Theater machen wegen meinem „Pferd“.“ hörte man den verzweifelten Ton von Sina.

„Ihr Pferd… mit den vielen Beinen und dem großen Magen… Muss ich mir Sorgen machen?“ fragte Ingo vorsichtig.

„Nein. Das „Pferd“ wird sich benehmen und wenn es Probleme gibt, sagen sie es einfach mir oder den anderen Frauen hier, wir klären das dann sofort.“ sagte Sina sehr ernst.

„Ok? Dann glaube ich ihnen einfach mal… Bis zum Ende des Turniers…“ rechnet Ingo und sagte seinen Preis und Sina legte die doppelte Menge, zusätzlich die zwanzig Goldmünzen. „Soviel… Gold habe ich vermutlich noch nie gehabt…“ dachte der Gasthofbesitzer.

„Dann wünsche ich ihnen ein herzliches Willkommen in dem Gasthof „Beim Hasen“.“ lächelt Ingo und die Frauen wirkten wirklich sehr erleichtert. „Irma! Belinda! Wir haben Gäste!“ Sofort kamen die Familienmitglieder und begrüßten die Gäste, auch wenn die Frauen… alle sehr exotisch sind.

„Wegen… ihrem Pferd, meine Tochter Irma wird ihnen den Weg zum Stall zeigen.“ streichelt Ingo seine Tochter auf dem Kopf. „Mein Name ist Irma, wem soll ich den Weg zeigen?“ strahlte das Mädchen.

„Mir, damit… es nicht gleich in einem Chaos endet. Den anderen Damen können schon mal die Zimmer gezeigt werden.“ nickte Sina.

„Wenn die Damen mir folgen würden.“ lächelt Belinda und alle gingen ihre Wege. „Wow… das ist ja mal ein Gewinn, den ich nie wieder zusammenbekommen werde.“ lächelt Ingo und verstaute das Gold in sein Inventar.

Der Hasenmann ging in sein „Büro“ und konnte schwören, dass er was quietschen gehört hat, als auf einmal wieder jemand an seiner Schelle ungeduldig klingelte. „Was ist heute los? Ich hätte wegen unserer Lage damit gerechnet, erst zu Beginn des Turniers Gäste zu haben.“

Ingo ging wieder zu seiner Rezeption und sah vier Männer stehen, davon stach der mit dem roten Bart raus.

„Willkommen im Gasthaus …“ wollte der Gastbesitzer Ingo grüßen, aber Zhin unterbrachte ihn direkt: „Das von der Stadt am weitesten entfernt ist. Haben sie noch Betten frei?“

„Erm…“ Ingo hatte das Gefühl eines De ja-vü´s. „Natürlich haben wir noch mehrere Zimmer frei mit Betten. Wir bieten ihnen eine Waschmöglichkeit im Hinterhof, aber wegen den anderen… Gästen, werden wir vor der Tür ein Schild aufstellen, ob es frei ist oder nicht.

Wenn sie warmes Wasser wünschen, sagen sie meiner Frau Bescheid, sie wird es dann für sie heiß kochen. Weiteres bieten wir Frühstück sowie Abendbrot an, aber aufgrund des kommenden Turniers müssen sie am Vortag sagen, ob sie das Angebot wahrnehmen wollen oder nicht.“

„Prächtig, Hauptsache wir sind von den beiden Rammelhasen weit weg, sonst bekomme ich kein Auge zu, wenn die loslegen.“ rollte Zhin mit den Augen. „Ein Einzelzimmer für mich und die drei Säcke hier ein Gruppenzimmer.“ zeigte der Anführer mit dem Daumen auf die anderen.

„Wieso… willst du das Einzelzimmer haben?“ beschwerte sich Daika sofort. „Finde, dass sollen wir gemeinsam ausdiskutieren, damit es fair für jeden ist.“ nickte Punny.

„Weil… ich es zahle? Wollen wir… wirklich darüber reden? Ernsthaft?“ betonte Zhin das letzte Wort sehr nachdrücklich. „Ihr könnt auch auf der Straße pennen, wenn ihr es unbedingt wollt.“

„Nein, du machst das schon gut.“ beruhigte Flai den kommenden Streit. „Hauptsache wir haben Betten unter dem Rücken.“

„Ich muss sie leider enttäuschen, aber die Einzelzimmer wurden schon alle…“ „Wie erkläre ich das denn jetzt?!“ grübelte Ingo in Gedanken. „belegt. Ich kann ihnen aber ein Gruppenzimmer mit vier Betten anbieten.“

Zhin rollte die Augen. „Himmel Arsch und Zwirn. Dann nehmen wir halt das Zimmer. Haben sie ein paar Kissen dann mehr für mich?“

„Erm… ja? Das kann ich ihnen zukommen lassen. Wieso?“ wundert sich Ingo und hielt den Kopf schräg, wo seine Hasenohren einen leichten Knick machten.

„Weil die drei hier lauter Schnarchen als einer der Götterbestien brüllen könnte. Denkt ja nicht mal daran, es abzustreiten!“ drohte Zhin seine Gefährten. Sie hoben alle ihre Hände hoch und zogen mit zwei Fingern über ihren Mund, dass er versiegelt ist.

„Wunderbar, der Preis…“ wollte Ingo mit der Verhandlung anfangen, aber Zhin legte direkt vor seine Nase vierzig Goldmünzen hin. „Sollte reichen, wenn wir nachzahlen müssen, schreiben sie es auf die Rechnung. Es ist geplant, dass wir bis zum Ende des Turniers bleiben werden.“

Nun hat es Ingo seine Sprache verschlagen. Erst die Damen, die ihm 60Goldmünzen hin gelegt haben, nun die Herren mit ihren 40Goldenmünzen. „Damit… haben wir bis zum Lebensende ausgesorgt.“ jubelt Ingo glücklich.

„Schatz, den Damen wurden die Zimmer zugewiesen und werden zum Abendbrot heute essen. Irma ist scheinbar noch etwas länger im Stall.“ kam Belinda. Als sie die neuen Gäste sah, grüßte sie sofort herzlich.

„Dann grüße ich sie herzlich Willkommen in dem Gasthof „Beim Hasen“! Belinda, kannst du den Herren das Zimmer mit den vier Betten zeigen? Danach bitte gleich mehrere Kissen für einen der Herrn besorgen.“ teilte Ingo die Aufgaben ein.

„Wünschen die Herren ebenfalls heute hier eine Mahlzeit zu nehmen?“ fragte Belinda freundlich. „Och jo, hätte nichts dagegen, wieder was vernünftiges zu essen. Das Taco, was Punny immer macht, hängt mir langsam zum Hals raus.“ nickte Daika.

„Ey… die erhöhen für kurze Zeit deine Attribute… Auch ich werde zum Abendbrot essen.“ lächelt Punny. Zhin und Flai nickten nur zur Bestätigung.

„Ganz wie sie wünschen, wenn sie mir folgen würden?“ lächelt die schwergewichtige Hasenfrau und die Männer folgten ihr. Ingo nahm glücklich das Gold, als seine Tochter mit strahlenden Augen angerannt kam. „Papa, Papa! Du wirst nicht glauben, was bei uns im Stall schläft!“

„Ein Pferd mit vielen Beinen?“ schmunzelt Ingo, aber Irma schüttelt heftig ihren Kopf. „Nein, eine Arachne. Sie heißt Nea!“

Das Lächeln des Gastbesitzer ist soeben eingefroren, als Sina an dem Tresen stand. „Nicht vergessen: Kein Theater über das „Pferd“. Sie bekommt übrigens auch Frühstück und Abendbrot, falls sie nicht irgendwelche Ungeziefer gefangen bekommt.“ und ging den Flur entlang zu den Zimmern.

„Keine Sorge, die Spinnenfrau ist sehr lieb. Sie wird den Stall ein bisschen… einrichten, aber hat versprochen, die Spinnennetze zu entfernen, wenn sie geht. Ich durfte sogar auf ihrem Rücken stehen!“ strahlte Irma weiter.

„Ah ha ha ha… Bei der Göttin…“ bekam Ingo auf einmal Kopfschmerzen. „Tu mir doch mal den Gefallen und such deine Mutter auf, sie braucht… bestimmt Hilfe.“ „Ok!“ und das Hasenmädchen verschwand.

Mit wackeligen Beinen ging der Gastbesitzer wieder in sein „Büro“ und massiert seinen Kopf, als auf einmal wieder seine Schelle klingelte. „Was… auch immer es ist, aber ich sollte der Göttin eine Opfergabe darlegen.“ verschwanden die Kopfschmerzen von Ingo und ging wieder zur Rezeption.

Dort standen drei sehr große Tiermenschen des Behemoth-Clans, die ein bisschen genervt wirkten. Der Gasthausbesitzer musste nun doch schlucken, dann ging er raus.

„Willkommen im Gasthaus …“ wollte der Gastbesitzer Ingo grüßen, nur Nitir unterbrachte ihn direkt: „Das von der Stadt am weitesten entfernt ist. Hier herrscht wenigsten Ruhe, ich kann nicht verstehen, wieso die anderen in der Stadt bleiben wollen.“ rollte Nitir seine Augen. „Haben sie noch Zimmer frei für mich und meine Gefährten?“

„Erm… Wir hätte noch ein Gästezimmer, aber… es hat leider nur noch zwei Betten.“ entschuldigte Ingo sich, als er in sein Buch reinschaute.

„Nicht schlimm. Ein Bett nehme ich, die anderen dürfen sich darum streiten.“ nickte Nitir, als die anderen große Augen machten.

„Wenn du nicht der Champion wärst…“ grummelt Zuzan, aber Nitir beendet den Satz. „wäre ich derjenige, der auf dem Boden schlafen dürfte. Tja, dumm gelaufen mein Freund. Immerhin tue ich was, um diesen Titel tragen zu dürfen.“

„Rokea…“ wollte Nijus schon Einspruch legen. „Ist eine Ausnahme der Ausnahmen. Wie willst du dieses Weibsstück denn bemessen? Mit welchem bekanntem Monster oder Kämpfer auf der Welt? Der dunkle Gott muss sich einen Scherz erlaubt haben, ihr soviel Stärke zuzukommen lassen.“

„Ich kann… ihnen eine Matratze besorgen, dann müssen sie nicht auf dem harten Holzboden schlafen.“ bot Ingo an.

„Gerne! Statt zu nörgeln hätten wir einfach mal warten können, bis der gute Mann hier einen Vorschlag gemacht hat.“ grinste Nitir.

„Wir hätten auch Mahlzeiten sowie Waschmöglichkeiten im Angebot…“ erklärte Ingo zum dritten Mal am Tag, was das Gasthaus alles anbieten.

„Prächtig. Sollte es weitere Turniere mal hier geben, werde ich das Gasthaus empfehlen und nehmen! Wir wollen bis zum Ende des Turnier bleiben, sollte mit der Bezahlung ausreichen.“ meinte Nitir und legte 100 Goldmünzen auf den Tisch.

„Du hast es wieder übertrieben. Der Mann hat bestimmt noch nie soviel Gold vorher im Leben gesehen.“ murmelt Zuzan.

„Was soll ich denn mit den Goldmünzen, die ich bei jedem Turnier gewinne? Unser Clan braucht das nicht so wirklich, weil wir das meiste von der Natur nehmen. Dieser Mann hier aber hat ein Gasthaus zu pflegen sowie seine Familie, er kann damit mehr anfangen.“ erklärte der Champion sich.

„Erm… Entschuldigung für mein unangemessenes Verhalten. Die… Bezahlung ist zu viel, ich kann es nicht annehmen.“ sagte Ingo sehr ehrlich.

„Doch können sie. Wie gesagt, ich hänge nicht daran und vermutlich wollen sie im Haus irgendwelche Renovierungen umsetzen.“ lächelt Nitir. „Wäre ich sie, ich würde es dann nicht ablehnen wollen. Aber ich mag sie, denn sie sind ehrlich.“

Ingo musste schwer schlucken, dann sagte er es: „Ich grüße sie herzlich Willkommen in dem Gasthof „Beim Hasen“!“

„Richtige Entscheidung. Ich bin ja gespannt wie die anderen Gäste so sind.“ grinste Nitir, als Irma zurückkommt.

„Mama hat Nea auch kennengelernt und irgendwie haben sie sich verstanden. Ah, Entschuldigung. Mein Name ist Irma und herzlich Willkommen im Haus.“ verbeugte sich das Hasenmädchen.

„Aha…“

Kapitel 348

Ich bin wiedergeboren und die Anmeldungen?

Die Teams erreichten die Arena und folgten der dortigen Beschilderung zur Anmeldung. Überall standen Teilnehmer, die sich gegenseitig provozieren, bejubelnd und ähnliches. „Wow… einige Teilnehmer kenne ich aus anderen Turnieren!“ strahlte Melaine.

„Meinst du, hier könnte man Kämpfer gegen die anderen Götterbestien finden?“ fragte Sherry ihre Freundin.

„Hm… ich bin mir nicht sicher. Die Typen, die wir auf dem Weg getroffen haben, meinten ja, dass sie von Glacia weggeschwommen sind, was nach der Erklärung von Rodolf schon eine Meisterleistung für sich ist.“ wiegelt Sina mit ihrem Kopf.

„Du glaubst allen ernstes, was sie gesagt haben? Ich halte das für eine Lüge und sie sind von irgendeinem Schiff in der Nähe runter gesprungen.“ sah man Falko den Zweifel weiterhin an.

„Selbst wenn das nicht stimmt, aber sie sind stark.“ „Genau, zusätzlich hatte jeder von ihnen einen Meistertitel einer Waffe.“ meinten die Zwillingsvampire.

„Wie auch immer, dort an den Ständen können wir uns anmelden.“ unterbrach Melaine die Diskussion schnell.

„Was sind das für riesige… Trommeln und warum schlägt jeder darauf ?“ wundert sich Lara, die das Geschehene dort beobachtet.

„Damit wird die Gruppenstärke bemessen. Laut den Gerüchten können diese Trommeln die Kräfte eines Drachen standhalten und wurde durch eine Mechanik mit Magie so konzeptioniert, dass es die Stärke der Kämpfer misst.

Wir melden uns als Team an und da muss jeder, auch die Ersatzkämpfer, darauf schlagen und dann wird die Summe unserer Schläge addiert. Je höher sie ist, desto bessere Chancen haben wir.

Die Tabelle hinter dem Prüfer zeigt an, wer aktuell auf dem Turnier zugelassen ist. Wir sind zwar früh dran, aber das ist nicht schlimm. Insgesamt können 32 Teams mitmachen, deswegen ist es sehr überschaubar.

Wenn dein Gruppenname auf einmal aus der Tabelle draußen ist, bist du damit offiziell aus dem Turnier raus. Neu anmelden ist nicht mehr möglich, wenn einmal die Namen eingetragen sind, was ich auch in Ordnung finde. Dadurch werden alle… schwächeren Kämpfer aus dem Turnier ausgeschlossen.“ erklärte Melaine und nahm Suki in den Arm. „Dann sollten wir uns mal anstellen.“

Gesagt, getan, alle stellten sich der Schlange an. Viele Kämpfer protzen lautstark umher, schlimmer war die… „Affenbande“ vor ihnen.

„Wer wird den Sieg holen?“ brüllte der Gorilla laut auf. „Orum!“ riefen seine Anhänger. „Wer ist der Stärkste?!“ „Orum!“

„Muss ich mir das jetzt bis zum Ende anhören oder wie?“ zuckten die Mundwinkeln von Sina sehr genervt, selbst ihr Hände zuckten sehr nervös.

„Das ist Orum, von den Affenmenschen. Soweit ich mitbekommen habe, ist er in mehreren Turnieren ein Champion geworden. Seine Stärke ist also ziemlich real. Sina… auch wenn du es nicht hören willst, aber…

Du kannst dich in der Arena austoben, aber nicht vor der Anmeldung, ok? Ertrag das solange, bis wir offiziell angemeldet sind.“ beruhigte Melaine die Chaosbestie.

„Oh ho ho ho, da bin ich ja mal gespannt ob Schwesterlein die Geduld aufbringen kann.“ kichert Kyllia, als auf einmal auf ihre rechte Schulter getippt wird. Verwundert schaut sie nach hinten und sah die Schwanzspitze, die sich fast direkt in das rechte Nasenloch rein bohrte.

„Kann ich. Die Frage ist, kannst du solange stillhalten?“ lächelt Sina sehr boshaft. „Beim dunklen Gott, lass den anderen auch mal den Spaß!“ nörgelt Kyllia.

Es vergingen gefühlt mehrere Stunden, als endlich die Affenbande an den Trommeln ihre Stärke beweisen können.

Der Gorilla ließ seine acht Anhänger zuerst schlagen. Das Prinzip ist relativ einfach: Man bildet eine Faust und schlägt mit aller Kraft auf die Trommel. An der Seite steht ein Prüfer und schreibt die Zahl auf, dann teilt er die Gesamtstärke mit.

Jeder dieser Affenmenschen schlug mit seiner Kraft zu und Orum nickte zufrieden mit dem Lob: „Genau deswegen habe ich euch dabei! Weil ihr auch stark SEID!“ und klopfte sich abwechselnd die Brust.

„Einen größeren Haufen von Idioten wie euch habe ich echt noch nicht gefunden…“ konnte Sina sich nicht mehr zurückhalten. Der Geduldsfaden ist nun endgültig gerissen, ihre Freunde haben sie all die Zeit abgelenkt. Am meisten Sherry, die sie immer wieder geküsst hat und sogar dabei kreativ wurde. Dummerweise hörte man das Theater im Hintergrund sehr gut, dass es Sina dermaßen gestört hat.

„Ho? Du kennst mich nicht oder? Ich verzeihe dir, denn ein Schwächling aus einem anderen Kontinent könnte von dem großartigen Orum nie gehört haben, aber das ändert sich, wenn das Turnier zu Ende ist!“ lachte der Gorilla und schlug mit der Faust auf die Trommel, was richtigen Krach machte.

„Oh…“ rief der Prüfer freudig auf, als er die Zahl sah. Sofort notierte er dies und ging zu der Tabelle hin. Scheinbar hat die Affenbande mit ihrem Gruppennamen es relativ einfach gehalten, denn sie hieß… Orum. Dieser wird in der rot-eingerahmten Tabelle eingetragen mit der Zahl dahinter.

„Wir haben ein neuen Teilnehmer für das Turnier!“ rief der Prüfer. Die Affenbande machte wieder lauten Krach, während Orum laut aufbrüllte.

Nun war Sina erst recht angefressen, jeder ihrer Freunde konnte es am Gesicht ablesen. „Du schaffst das Sina! Halt nur noch ein bisschen aus!“ beruhigte Sherry sie von der Seite. „Wenn du das schaffst… bekommst du eine Belohnung… von… mir…“ flüstert Sherry am Ende und wurde richtig rot.

Damit hat sie definitiv Sina in den Griff bekommen. „Hm… ok.“ lächelt Sina. „Dann warten wir, bis unsere Freunde uns nun anmelden.“

Suki und Melaine redeten mit den Anmelder, wo beide Tierfrauen den Gruppennamen sowie die Namen der Mitglieder eintragen.

„Miss… Suki. Ich hoffe, sie halten sich zumindest an unsere Regeln?“ fragte der Anmelder ganz offen.

„Mir wird viel vorgeworfen, aber Regeln habe ich bisher noch nicht gebrochen. Was meine privaten Probleme angeht: Das hat sie überhaupt nicht zu interessieren.“ sagte Suki knallhart.

Der Anmelder hob nur eine Augenbraue hoch: „Ganz wie sie meinen Miss Suki. Sie dürfen zuerst mit ihren Kämpfern ihre Stärke beweisen.“ zeigte der Tiermann mit dem Stift auf die Trommel.

„Ok Mädels, nun zeigt eure gesamte Kraft!“ nickte Suki. Zuerst schlug Suki auf die Trommeln, wo der Prüfer schon ins Staunen kam. Als nächstes abwechselnd die Zwillingsvampire, Lara, Mel und Sherry.

„Dem Prüfer fallen ja bald die Augen aus dem Gesicht.“ murmelt Sina zu Melaine. „Kann ich mir gut vorstellen.“ murmelt Melaine zurück.

Als Nea kam, zog jeder die Luft stark in sich und erwartet irgendwie einen Angriff, aber Nea schlug nur mit ihrer Faust auf die Trommel, was richtig Krach machte, fast lauter als von Orum. Dies hat der Gorilla bemerkt und drehte sich um.

„Kyllia und dann Rubina noch.“ sagte Suki. Kyllia ging mit einem Grinsen zur Trommel, pustet einmal auf ihre rechte Faust und schlug zu. Diesen Knall konnte jeder in der Nähe hören und sofort drehten sich alle um.

„Meine Güte…“ murmelt auf einmal der Prüfer und rieb sich die Augen, dann notierte er dies auf den Zettel.

„Einfach nur zuschlagen?“ fragte Rubina und Suki nickte. „Genau, so stark wie du kannst.“ Rubina machte ihre Drachenklaue zu einer Faust und schlug zu… Die gigantische Trommel wurde bei dem Schlag leicht nach oben geschlagen, als sie wieder auf den Boden krachte.

„Glaube, an den Gerüchten ist was dran, dass sie den Kräften eines Drachen standhalten kann.“ murmelt Sina wieder und Melaine nickte zustimmend. Der Prüfer saß auf dem Boden und konnte nicht glauben, was soeben passierte.

„Meine Güte… das ist ja fast ein neuer Rekord.“ flüstert der Prüfer und trägt die Zahl ein. „Damit haben wir einen sicheren neuen Teilnehmer!“ Der Prüfer stand auf und trug den Gruppennamen: „Die Monstergruppe“ ein und unterstrich mit einer roten Linie.

„Was heißt das?“ wundert sich Christoper. „Das heißt, dass die Gesamtstärke so hoch ist, dass es fast unmöglich ist, dass man sie überhaupt noch aus der Tabelle entfernen kann. Da, die „Blackskulls“ die über ihnen stehen, haben noch eine höhere Zahl… das sind die vom Behemoth-Clan.

Nitir ist kein Unbekannter, denn er ist der Champion des Behemoth-Clans und hat bisher in keinem Turnier verloren. Rokus… sagt mir was, glaube das ist der Anführer des Clans, aber die anderen Namen sagen mir nichts.“

„Mir egal, mir gefällt die Fresse von unserem „Champion“ Orum.“ kichert Sina sehr hörbar, die den Gorilla beobachtet. Dieser hat nur seine Arme verschränkt und kniff seine Augen konzentriert auf seine Rivalen.

„Miss Suki, sie haben ein sehr starkes Team gebildet. Dieses Turnier verspricht sehr spannend zu werden.“ nickte der Anmelder anerkennend zu.

„Danke. Immerhin sind das alles meine Freundinnen, natürlich sind sie stark.“ lächelt Suki so schön, dass es viele in ihren Bann schlug.

„Aww… das hast du aber schön gesagt.“ umarmte Mel sie von hinten. „Genau! Zeigen wir, was wir können!“ jubelt Mio.

„Die Gruppe „Machtnix“ hat sich ja einen sehr kreativen Namen einfallen lassen.“ grinste Christoper, der die Tabelle liest. „Aber auch die anderen sind interessant: Die Ungesehenen, Die Vergessenen, Die gezwungenen… Fledermäuse?“ wunderte sich der Dungeonfarmer bei dem letzten Gruppennamen.

„Miss Melaine, ihre Gruppe ist nun dran.“ teilte der Anmelder mit. „HARR! Endlich mal Zeit, dass wir auch mal dran kommen.“ brüllte Thomddir freudig auf. Glücklich ging er zu der Trommel hin und schlug mit der Faust zu. Beim Aufschlag knallte es nicht nur, es kam weißer Rauch aus der Seite raus.

„Woher… kommen die ganzen starken Personen?!“ murmelt der Prüfer, der wieder eine unglaubliche Zahl vor der Nase las. Als nächstes schlug Neia zu und der Prüfer erleichtert seufzt, war die Zahl nicht wirklich hoch.

„Entschuldigung, aber letztendlich bin ich nur eine Magierin!“ schmollte Neia, die die Reaktion des Prüfers bemerkt hat.

„Nicht schlimm, dafür gleichen wir das für dich aus.“ lächelt Christoper und schlug zu. Aber der Prüfer machte ebenfalls keine große Reaktion und Neia lächeln ihn boshaft an.

„Am besten du sagst einfach nichts mehr…“ brummte Falko und schlug zu. Wieder keine Reaktion, während der Scharfschütze von den anderen mit den Augen kritisiert wird. Louis seufzte nur und schlug zu, was wieder einen richtigen Lärm verursachte.

Dem Prüfer fielen fast wieder die Augen raus und hörte auch nicht damit auf, als Melaine zuschlug. Nun war es soweit, Sina ist dran.

„Entschuldigung, aber was passiert eigentlich wenn ich das Ding hier kaputt mache?“ fragte Sina höflich den Prüfer.

„Das ist nicht möglich gute Frau.“ schmunzelt der Prüfer. „Wenn ihr meint? Ich werde mich nicht zurückhalten.“

Sina zog ihren Handschuh aus, während ihre Freunde alle einen gesunden Abstand nahmen. Sie macht die selbe Gestik wie Kyllia und schlug dann zu. Die Trommel konnte die Kraft von Sina nicht widerstehen und rollte krachend nach hinten auf eine andere Trommel zu.

Die dortigen Teilnehmer sowie das Personal rettete sich in Sicherheit, als sie die rollende Trommel gesehen haben. Der Zusammenprall war unvermeidlich und auch diese Trommel wird mehrere Meter aus dem Boden gerissen, bis beide Trommeln zum Stillstand kommen.

„Nun ist es möglich.“ grinste Sina. Der Prüfer liegt zitternd auf seinem Hintern, als auf einmal die Trommeln explodierten.

„Das… darf doch nicht wahr sein…“ flüstert der Prüfer. Er stand mit wackeligen Beinen auf und ging zu der Tabelle… und setzt die „Die Abenteurer“ an die ersten Stelle mit der Eintrag „Zahl nicht messbar“ ein.

Sina dreht ihren Kopf zu Orum und ihr Gesicht sagte alles aus, was sie von der Situation hält. Das gefiel dem Gorilla überhaupt nicht und ging weg.

„Musstest du das wieder übertreiben?“ fragte Melaine. „Damit hast du nun wieder deine Aufmerksamkeit bekommen, nach der du ja immer verlangst.“

„Für das Gesicht von Orum… war es mir das wirklich wert gewesen.“ konnte das schadenfrohe Gesicht von Sina nicht mehr runterkommen.

„Damit… haben wir einen weiteren sicheren Teilnehmer.“ murmelt der Anmelder. „Das wird die nächsten Tage… noch stressig werden, wenn die Trommeln ausfallen.“

„So… dann können wir uns ja nach den Gasthäusern umsehen. Glaube, für Nea müssen wir einen ganzen Stall mieten oder so.“ ignorierte Sina das Chaos.

„Schön dass du das mit Nea übernimmst.“ lächelt Melaine. „Ich schlage vor, dass wir uns in mehrere Gruppen einteilen, denn kein Gasthaus kann unsere Gruppengröße aufnehmen.“

„Machen wir das.“

Woanders…

„Zada?“ fragte Lisa mit einigen Zornesadern auf ihrem Gesicht. Die Vampirin mit dem Teufelsschwanz war endlich alleine mit ihre Cousine.

„Ja?“ schaute Zada sehr unschuldig ihre Cousine an, auch wenn sie wusste, warum Lisa sauer ist.

„Die gezwungenen Fledermäuse?!“

Kapitel 347

Ich bin wiedergeboren und da Regeln, hier Regeln…?

„Ältester… ich habe versagt…“ murmelt eine sehr stark niedergeschlagene Katzenfrau ihr Versagen über den Übertragungszauber.

„Neria, was ist passiert mein Kind? Du musst mir schon alles berichten.“ tröstet der Stammesälteste die junge Frau.

„Sie wussten… das wir einen weiteren Angriff starten und… haben uns eine Falle gestellt. Nur… ich bin die letzte Überlebende, weil… sie mich als eine Botschaft benutzen…“ murmelt Neria auf den Knien und hielt sich eine Hand am Hals.

„Die Außenseiterin Suki… hat scheinbar tatsächlich… sehr machtvolle Verbündete gefunden. Es tut mir leid, was ich dir und den anderen angetan habe. Die nächste Gruppe werde ich zurückziehen lassen und es den „Ungesehenen“ überlassen.“ schüttelt der alte Katzenmann den Kopf. „Enkelin… dir geht es ja wenigstens gut.“

„Nein… nichts ist gut. Sie haben vor meinen Augen… unsere Clanleute einfach… verfaulen lassen. Diese Frau… ist… ein Monster, sie hat sie bei lebendigem Leibe von den Füßen an verfaulen lassen… Ihre Botschaft war… Finger weg von Suki oder… wir werden alle gejagt werden von ihr und diesen… Vampiren…“ fielen die Tränen wie ein Wasserfall runter.

„Neria. Komm wieder nach Hause, du hast… wieso verdeckst du deinen Hals?“ wundert sich der Stammesälteste und konzentrierte seine Augen.

Die Katzenfrau nahm die Hand runter und man sah zwei kleine Löcher. „Sie… haben mich zu einen… von ihnen gemacht… Der erste Überbringer… wurde bis ans Lebensende verkrüppelt und ich… werde mit der Zeit zu einem Vampir…“

Nun sah man den Schock des Stammesältesten. „Nein… nicht mein Kind…“ stammelt der alte Katzenmann und ließ ein paar Tränen raus. Dann, wie ausgewechselt, gab er seine nächsten Worte mit: „Neria ist bei dem letzten Einsatz gestorben, wir werden für ihre Seele beten.“

„Nein… Opa!“ starrte Neria auf den Übertragungszauber. Sie wusste, dass ihr Großvater ein sehr harter Mann war und auch bei seiner eigenen Familie keine Rücksicht nimmt. „Bitte… hilf mir…“

„Ziehe das Harakiri-Ritual durch, wenn du noch einen Funken Stolz in dir hast.“ schüttelt der Stammesälteste den Kopf und beendet die Übertragung.

Neria hatte es kommen sehen und legte ihren Kopf auf den Boden, dann schrie sie laut ihren Frust raus.

Die Reise ging weiter für die Gruppe von Sina. Sie hat am Abend nur mit knappen Worten erklärt, dass bis auf eine, der Rest den Tod gefunden hat. Dabei beruhigte sie Sherry, dass der Überlebende diesmal nicht verkrüppelt wurde.

„Mama?“ fragte Rubina Suki auf einmal. „Ja?“ schaute die junge Katzendame zu ihre „Tochter“ runter. „Hast du was auf dem Herzen?“

„Kanntest du diese… Leute eigentlich?“ kam die Frage und alle stellten ihre Gespräche ein, denn die Frage stellten sich alle mehr oder weniger, waren aber so höflich es zu unterlassen.

„*seufz* Einige habe ich erkannt, weil ich mit ihnen damals trainiert habe. Damit habe ich aber gerechnet, dass einige den Tod finden werden.“ lächelt Suki traurig.

„Liegt deine Heimat in der Nähe?“

„Nein, sie liegt weit östlich im Lande. Bevor du fragst, aber mein… Clan kennt Techniken, wie man schnell über das Land kommt ohne eine große Pausen zu machen. Ich denke, dass das erste Attentat deswegen so schnell erfolgen konnte, weil schon ein paar von ihnen in der Nähe waren.“

„Hoffentlich kommen nun keine weitere Angriffe mehr. Nicht unbedingt dass ich mir Sorgen mache, dass wir es nicht zurückschlagen könnten, sondern dass dein Clan wirklich jeden in den Tod schickt.“ versuchte Sina ihre Freundin zu trösten.

„Was… hast du mit Neria wirklich gemacht? Sie war meine… Trainingspartnerin gewesen und ich würde sie immer erkennen. Außerdem war sie die einzige Frau unter den Attentätern.“ fragte nun Suki und Sina sah aus, als würde sie sich lieber in die Zunge beißen.

„Da… sie sehr vorlaut war, habe ich mich entschieden, sie am Leben zu lassen… Und ließ sie von Lara beißen.“ schaute Sina in die Augen von Suki.

Alle schnappen außer den Vampiren nach Luft, zumindest die, die die Tragik dahinter verstanden, denn Nea war mehr oder weniger nur am Essen.

„Wow. Da kann ich wirklich froh sein, nicht dein Feind zu sein, wenn du immer so brutal bei deinen Feinden aufräumst.“ nickte Kyllia.

„Mama? Was meint Sina damit? Ich beiße doch auch?“ fragte Rubina verwundert.

„Was… Sina der Frau angetan hat, ist ein bisschen schwerwiegender. Ich verstehe das Konzept der Vampire nur bedingt, aber sie wird sich in einen Vampir verwandeln. Sie wird die Botschaft ihres Versagens übermitteln und… vom Clan ausgeschlossen werden.

Damit hast du dich wirklich selber übertroffen, Lady Sina. Ich akzeptiere, dass… mein Clan getötet wird und… das recht brutal, damit sie lernen, mich in Ruhe zu lassen. Das Gefühl… vom Clan ausgeschlossen zu werden kenne ich nur zu gut.

Entweder Neria… wird sich das Leben nehmen oder sie akzeptiert ihr neues Schicksal.“ war Suki tatsächlich ein bisschen wütend.

Sina sagte nichts und schaute nur stur auf die Straße, aber Sherry wusste sofort, dass ihre Freundin sich wieder selbst verletzt hat. „Ich tue, was getan werden muss. Wenn sie gewillt ist zu Leben, wird sie nach Fanfoss kommen, diese Information wurde ihr mitgeteilt.“

Schweigend ging die Gruppe weiter ihren Weg. „Erm… vielleicht ist es nun ein guter Zeitpunkt ein paar Regeln des Turniers zu erklären.“ meldete sich Melaine.

„Wenn wir bei dem Turnier mitmachen, bekommt jeder Teilnehmer ein „Veto“ und die gesamte Gruppe ein „G-Veto“.

Diese Vetos kann man nur einmalig einsetzen um gewisse Regeln zu entfernen, oder aber auch hinzuzufügen. Auch ist damit möglich, einen bestimmten Gegner aus dem anderen Team gezielt rauszuholen. Zum Beispiel Sina will unbedingt den Mann mit den roten Bart haben, dann ruft sie laut ihren Veto auf und nennt ihren Wunsch.

Dann bekommt Sina diesen Mann auch als Gegner, es sei denn, er setzt sein Veto ein und lehnt es ab, dann wurde das Veto annulliert. Bei der Aktion… haben dann beide Seite ihr Veto verloren, was ein bisschen dumm ist.

Vetos werden erst richtig im Halbfinale eingesetzt, weil man bis dahin die gegnerischen Teams kennt. Erst dann kann man besser mit seinem Veto richtig planen. Was ich sagen will, setzt die Vetos nicht zu früh ein, aber seid auch nicht zu geizig damit.

Wenn man einen „G-Veto“ einsetzt, kann man dies nur mit einem „G-Veto“ kontern, normale Vetos werden ignoriert. Diese werden meist eingesetzt, um bestimmte Regeln im Kampf zu erzwingen wie, dass man gewisse Kämpfer nicht teilnehmen lassen kann.

Wenn ein Team nur aus sechs Kämpfern besteht, ist diese Regel nutzlos, aber wenn wie jetzt die „Monstergruppe“ mit drei Ersatzkämpfern kommt, ist das dann schon etwas fataler.“

„Wow… irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Kämpfe einfacher sind, als die Regeln zu verstehen…“ murmelt Thomddir.

„Nicht unbedingt. Eine Regel gibt es, da müssen die Veranstalter Trommelschläge machen und der Kämpfer darf sich nur nach jedem Trommelschlag bewegen. Man kann aber auch stur warten und die Schläge sammeln, um einen Angriff vorzubereiten.

Die Schiedsrichter sind da sehr genau und greifen sofort ein, wenn jemand die Regeln missachtet. Das kann zum Ausschluss des ganzen Teams führen.“ schüttelt Melaine den Kopf.

„Wir wussten ja alle, dass es nicht unbedingt einfach wird.“ lächelt Sina.

„Wie lange die Anmeldungen dauern, muss ich vor Ort noch fragen, sowie den Termin, wann denn die Kämpfe auch stattfinden. In der Regel war es so, dass ein Tag gekämpft wird, dann ein Tag geruht.“ fügte Melaine noch hinzu.

„Verstehe langsam, warum du uns nach und nach die Regeln und den Rest erklärst, wir hätten dir irgendwann nicht mehr zugehört…“ murmelt Mel.

Dann war es endlich soweit, die Tage vergingen wie nichts und wurden auch nicht mehr mit weiteren nächtlichen Angriffen belästigt. Die Gruppe hat die Stadt Smoothbury erreicht und konnte schon von weitem die riesige Arena sehen.

„Wenn ich es beschreiben müsste, erinnert mich das an ein römisches Kolosseum.“ grübelte Sina und Lara verstand, was sie meint.

„Mich versetzt es immer wieder ins Staunen, wenn ich die Stadt besuche. Diese Arena gehört zu den ältesten Gebäuden auf der Welt und wird eisern von den Tiermenschen gepflegt. Woher sie das Geld haben… will ich nicht so wirklich wissen.“ lächelt Melaine.

Die Stadt selbst schien ebenfalls nicht klein zu sein und überall herrschte freudige Stimmung, die Straßen waren gefüllt mit Tiermenschen und anderen.

„Wie geht es jetzt weiter? Bleiben wir zusammen oder müssen wir uns trennen?“ fragte Kyllia die Reiseleiterin.

„Wir bleiben zusammen und gehen zur der Arena. Dort werden sie schon für die Anmeldung beschildert haben und erst dann werden wir uns in Gruppen einteilen.“ erklärte Melaine und nickte Suki zu.

Gemeinsam gehen sie durch die Straßen… und ihnen wurde dank Nea sofort der Platz frei gemacht. Überall zeigten die Bewohner auf den bunten Haufen, scheinbar haben sie alle keine all zu guten Erfahrungen mit Spinnenfrauen gemacht.

„Wie praktisch. Dann weiß ich ja, wen ich für die nächste Zeit bei der Stadtbesichtigung mitnehme.“ grinste Sina.

Bei der Wanderung durch die Straße ging der Behemoth-Clan parallel von der Arena weg. „Hach, das war ja ein Klacks gewesen uns anzumelden.“ lachte Nitir.

„Ich bin froh, dass Rokea das Ding nicht zerstört hat…“ murmelt Zuzan. „Ehrlich? Sie hat sich doch nur zurückgehalten.“ meinte Nijus.

„Ihr solltet sie nicht unnötig provozieren.“ sagte der Anführer Rokus und war froh, dass seine Tochter sich an seine Anweisung gehalten hat.

Rokea sagte nichts… als sie eine extrem tödliche Präsenz spürte. Sofort schaute sie aufgeregt überall hin, fand aber nicht den Besitzer. Dann war die Präsenz wieder weg.

„Was hast du Rokea?“ fragte Risia, die sofort die Veränderung ihrer Gefährtin bemerkte. „Hier… ist jemand sehr starkes vorbeigelaufen…“ murmelt Rokea.

„Hmm? Habe nichts gemerkt.“ kratze Narya sich an der Wange. „Weil ihr alle zu dumm seid, einen Feind zu bemerken, der über eurer Liga ist.“ antwortet Rokea schroff. „Er… versteckt seine Kraft… und doch habe ich sie bemerkt.“

„Willst du mir sagen, dass jemand hier ist, der sich mit DIR messen kann?“ zweifelt Nitir. „Ich glaube, du suchst nur Aufmerksam… ARGH!“

Rokea packte den Champion der Behemoths an der Kehle und hob ihn hoch. „Ja? Ich suche… was genau? Unterstehe dich mich zu verstehen du Schwächling!“

Rokus packte den Arm von Rokea mit den warnenden Worten: „Lass es oder du fliegst ganz aus der Gruppe und triffst nicht diese… starke Person.“

Beide starrten sich lange in die Augen, während Nitir die Luft langsam knapp wurde, dabei bemühte er sich wirklich, aus dem Griff der Frau zu entkommen. Dann fällt er auf einmal auf die Knie und musste erst mal nach Luft schnappen.

„Entschuldigung Vater, dachte, ich hätte eine Fliege in der Hand gehabt. Dabei war es ja nur unser „Champion“ Nitir.“ betonte Rokea verächtlich das eine Wort, drehte sich um und ging von ihrer Gruppe weg.

„Hrmm…“ schüttelt Rokus traurig den Kopf.

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