Sin Roswell

Web Novel Deutsch

Nebengeschichte 1.

Ich bin wiedergeboren / Nebengeschichte 1

„Amy Reed. Die Aufgabe haben sie wunderbar und einfach gelöst. Sie dürfen wieder ihren Platz nehmen.“ lobte der dicke Mathelehrer die blonde Schülerin mit den grünsten Augen. „Vielen Dank!“ nickte Amy freundlich und nahm wieder ihren Platz in der Klasse ein. Sie geht auf eine High School in Amerika und gehört zu den Klassenbesten im jeden Fach.

In eine Pause ging sie mit zwei weitere Freundinnen in die Cafeteria und unterhielten sich über Klatsch und Tratsch. „Hast du gehört, dass Jimmy wieder Single ist? Ich frage mich doch ernsthaft, ob er nicht einfach jedes Mädchen hier durchvögeln will.“ schüttelt die Freundin Eins den Kopf.

„Dann solltest du aufpassen, dass er sich nicht an dir ran machen will Amy. Du bist genau der Typ, wunderschöne Haare, gute Figur und… naja, deine Brüste sind tatsächlich eine Augenweide…“ grinste Freundin Zwei anrüchig.

„Keine Sorge, ihn lasse ich bestimmt nicht an mir ran. Hab halt gute Gene, warum sollte mein Körper verstecken? Sollen sie mich doch anstarren.“ rollte Amy mit ihren Augen.

„Hast du eigentlich schon Zukunftspläne was du werden willst? Möchtest du deiner Mutter in dem riesigen Unternehmen helfen?“ fragte Freundin Zwei.

„Hör mir auf… Seid meine Mutter diesen Schleimbalzen geheiratet hat, bin ich echt froh, soviel Abstand von ihm zu haben wie möglich. Ich werde nie verstehen, was sie in ihm sieht. Er ist machtgeil und ein Narzisst.“ schüttelt Amy angewidert den Kopf.

„Nun, wenn du weiterhin die Klassenbeste bleibst, kannst du alle anstreben was du willst. Ich… suche mir lieber einen reichen Mann und mache ein bisschen Essen für ihn.“ träumte Freundin Eins.

„Was? Dein Essen kann man doch nicht mal als Essen betrachten!“ ärgert Freundin Zwei sie und alle lachten.

Nach der Schule ging Amy nach Hause und wird von einem Butler gegrüßt. „Einen schönen Tag, Lady Reed. Ich hoffe, sie hatten einen angenehmen Schultag?“

„Ihnen auch einen schönen Tag. Ich kann nicht klagen, das Übliche halt.“ grinste Amy und der Butler nickte.

„Ich soll von eurer Mutter ausrichten, dass sie mit eurem Vater heute ein wichtiges Meeting haben und vermutlich auch die nächsten Tagen nicht kommen werden.“ berichtet der Butler.

„Tzz… wie immer und mein Vater ist gestorben. Sobald ich mich selbständig machen kann, werde ich so weit wie möglich von diesem Stiefvater wegziehen.“ verzog Amy das Gesicht.

„Es… tut mir leid ihnen diese Nachricht zu vermitteln.“ verbeugte der Butler sich entschuldigend.

„Ach, du kannst doch nichts dafür. Ich gehe in mein Zimmer und werde zu Abends wiederkommen.“ sagte Amy es dem Butler noch, bevor sie verschwand. Im Zimmer angekommen, warf sie ihre Schultasche in die Ecke und nahm ein Foto von ihrem richtigen Vater.

„Warum… bist du gestorben? Seid du weg bist, hat sich Mama verändert.“ war Amy traurig. Ihr Vater ist durch ein Autounfall gestorben, am Tag wo auch Amy Geburtstag hatte und ihr ein Überraschungsgeschenk vorbeibringen wollte.

Ihre Mutter und Vater haben ein wichtige Unternehmen… eher Imperium aufgebaut, dass auf Biotechnik und Medizin spezialisiert hat. Sie waren die Ersten, die einen Impfstoff gegen die meisten tödlichen Krankheiten entwickelt haben und so zu ihrer Berühmtheit kamen. Nachdem Tod ihres Vater, hat ihre Mutter angefangen sich nur noch auf das Geld zu konzentrieren und ihre Gefühle mehr oder weniger abgestellt.

Nur Opa, mit dem sie regelrechten Kontakt pflegt, ist ihre letzte Stütze vor diesem Wahnsinn, vor allem, als ihr Stiefvater auf der Bildfläche kam. Amy wusste überhaupt nicht, dass man so nach Geld stinken konnte wie er. Sie traute ihm überhaupt nicht über den Weg, zumal er immer wieder versucht, die Kontrolle über das Imperium zu bekommen, aber bisher war Mutter noch sehr eisern.

Wenn Amy gemeinsame Abende mit ihrer Mutter oder Stiefvater hat, endet es meistens in einen fürchterlichen Streit mit Anschuldigungen und anschließend geht jeder seinen Weg.

Amy machte ihren Computer an und spielte ihr RPG-Spiel. Ein Ort wo sie sich zurückziehen konnte und einfach nur Spaß haben kann.

Manchmal… wünscht sie selber, dass sie in eine Welt wäre, wo man Magie einsetzen kann und einfach auf Abenteuerreisen gehen kann. Sie hat viele Onlinefreunde, die dieses Gefühl ebenso kennen, aber alle bleiben realistisch, dass es nicht möglich ist, also genießt man das Spiel.

Dann wurde Amy angeschrieben.

>Hast du schon gehört? Bald soll ein neuer Patch kommen mit neuen Bossen!<

>Echt? Coool! Weißt du schon, was für Monstertypen es sein sollen?< Amy

>Erinnerst du dich noch an den Dämonenkönig vom letzten Event?<

>Wie könnte man ihn vergessen! Er war einzigartig. Das war der einzige Boss, wo man über dutzende Gilden brauchte, um ihn zu besiegen!< Amy

>Exakt! Was ich erfahren habe ist, dass er scheinbar eine Tochter hat, die sogar stärker ist als er. Weißt du was das heißt?<

>Noch schwerer als der Dämonenkönig??? Er ist doch jetzt, trotz vielen Patches, immer noch der schwerste Boss!< Amy

>Genau, deswegen fragen sich viele, ob man sie überhaupt besiegen kann oder sollte, weil diesmal ist es ein Boss mit einer Geschichte und vielen Aufgaben!<

>Krass, kann es kaum erwarten! Freu freu< Amy

Amy musste die ganze Zeit grinsen. Endlich wieder ein Abenteuer, aber ein Boss mit einer Geschichte? Das wäre ihr doch neu. Meisten sind es Bosse die man mit gewisse Taktik besiegen kann.

„Hach, was wünsche ich nun wirklich, ein Teil der Geschichte direkt vor Ort zu erleben.“ seufzte Amy, als auf einmal eine weibliche Stimme in ihrem Kopf kam.

„Dein Wunsch sei dir gewährt.“

„Eh?!“ und Amy wurde in einem weißen Licht eingewickelt und verschwand aus dieser Welt.

Kapitel 122

Ich bin wiedergeboren und eine vampirische Einladung?

Am nächsten Tag frühstückten alle Bewohner wieder gemeinsam, nur Sina fiel was auf. Christoper wirkte sehr glücklich und Sherry hatte schwarze Augenringe, als wäre sie die ganze Nacht wach gewesen.

„Ist alles in Ordnung Sherry? Du siehst ziemlich müde aus.“ fragte Sina ihre Freundin. Sie verschluckte sich an ihrem Essen und musste husten.

„Ja, alles in Ordnung. Ich musste nur lange nachdenken und habe die Zeit vergessen.“ lächelt Sherry müde. Louis und Falco schauten Christoper an, der aber immer noch am Grinsen war und mit keinem das Geheimnis teilen will.

„Ok? Du kannst dich aber ruhig wieder hinlegen, solltest du noch ein bisschen Schlaf brauchen.“ kommentierte Sina. „Eh… ok, danke.“ nickte Sherry.

„Nun meine Herrschaften, heute werden wir das… Meeting beenden ok? Ich habe kein Problem, wenn ihr weiter meine Gäste bleibt, aber ich möchte dieses beschissene Gefühl loswerden, dass die ganze Zeit an mir nagt, etwas nicht erledigt zu haben.“ drohte Sina und alle schluckten schwer.

„Kommt schon, es ist nicht mehr viel. Die meiste Arbeit hat Sina schon erledigt!“ muntert Neia ihre Kollegen auf.

„Besser ist es wirklich. Dann lass es uns nachdem Frühstück angehen…“ brummte Falco und Thomddir sowie Melaine wirkten ebenso nicht glücklich.

„Gut das wir in der Gilde arbeiten.“ „Genau, ein Problem was uns nichts angeht!“ kicherten die Vampire und bekamen dafür Todesblicke, was scheinbar an ihnen abprallte.

Die Abenteurer zogen sich ins Wohnzimmer zurück und bekamen noch ihre Getränke von Suki, die sich dann in den zerstörten Garten zurück zog und es neu ausrichten musste. Sherry nahm das Angebot von Sina an und legte sich ins Bett… von Sina, aber das weiß nur Mel.

„Nun denn, führen wir das Meeting fort…“ sagte Neia und las die nächsten Fragen oder Themen vor.

Am Abend waren sie dann fix und fertig, aber auch glücklich, dass es endlich vorbei war. Dabei qualmte scheinbar der Kopf von Sina am meisten, weil sie wieder die Vorschläge gegeben hat.

„Endlich fertig, nun können wir uns wirklich ausruhen…“ stöhnte Thomddir und Melaine nickte ihm zu.

„Also ich bin froh, dass wir über ein paar Themen wirklich diskutiert haben. Das zeigte dann doch, dass es nicht jedem so egal ist, wie unsere Abenteuergilden sich für die Zukunft entwickeln werden.“ lobte Neia und Louis stimmte ihr zu.

„Vermutlich werden wir, also die nicht ein langes Leben haben, nicht mehr mitbekommen, wie die Veränderungen verlaufen.“ murmelt Christoper.

„Vermutlich nur Neia, wenn überhaupt.“ brummte Falco. „Oh ho ho ho, höre ich da etwa Neid? Glaub mir, ein langes Leben… hat auch seine Nachteile. Man muss immer eine Beschäftigung haben oder es wird einem sehr schnell langweilig!“ warnte Neia.

„Ja ja, wie auch immer…“ war Sina es ziemlich egal. „Gebt mir lieber einen Eisbeutel. Es ist echt Ewigkeiten her, dass mir der Kopf so schmerzte…“ und Neia zauberte einen Eisblock auf Sinas Kopf.

„Ah… danke.“

„Und was habt ihr nun alle für Pläne?“ fragte Melaine, die spürte, dass bald jeder wieder seinen Weg gehen wird.

„Nun, ich werde weiter Dungeons suchen gehen. Die Erdbeben sollen neue Gebiete… geöffnet haben und das Land der Toten will ich mir ebenso wieder anschauen.“ sagte Christoper.

„Ich werde ein paar SSS-Aufträge übernehmen. Ich habe mir einige ausgesucht, die meinen Fähigkeiten am ehesten kommen.“ meldete sich Falco.

„Hm… ich bin auf der Suche nach einen bestimmten Vampir. Aber keine Sorge, ich werde ebenso wieder Aufträge annehmen.“ erklärt Thomddir. Sina wusste, von welchem Vampir die Rede war.

„Ich werde wieder zurück in meine Heimat gehen und ihnen über den Fall von Titanus berichten. Die Tiermenschen bekommen nur Informationen über die Händler und diese sind meistens… nicht sehr genau.“ nickte Melaine.

„Kannst denen sagen, dass ich mich nun auf die Jagd nach Tierra machen werde, sobald ich meine Vorbereitungen abgeschlossen habe.“ teilte Sina noch mit.

„Hmm… ich habe keine genauen Pläne, vermutlich auch ein paar Aufträge machen und weiter die Damen ausbilden.“ überlegte Louis.

„Ich ebenso, aber zusätzlich werde ich meine Forschung wieder vorantreiben. Dank Sina habe ich ein paar Lösungen gefunden für mein Problem.“ freute sich Neia.

Louis stand auf und wollte das Wohnzimmer verlassen, als Falco ihn fragte: „Und wo gehst du jetzt hin?“

„Ich gehe zur Gilde. Prashi wollte mich sprechen.“ sagte Louis und ging. Auf einmal grinsten alle Abenteurer im Wohnzimmer.

In der Gilde:

„Soo, für diesen Auftrag bekommt ihr 20 Silbermünzen!“ „Danke, dass ihr den Wald sicherer gemacht habt.“ lobten die Zwillinge die Abenteurer.

Die Abenteurer bedanken sich und waren scheinbar die letzten, die in der Schlange standen. „Puh, da hatten wir heute aber doch ein bisschen was zu tun gehabt Mio.“ „Genau, aber es ist auch kein Wunder, durch die Erdbeben sind viele Monster aus ihren Höhlen gescheucht worden.“ redeten die Vampire miteinander.

„Sag, wie sehe ich aus?“ fragte Prashi nach der Meinung von Tio und Mio. „Eh? Wunderschön?“ „Genau, man kann eure Schönheit nicht übersehen!“ waren die ehrliche Antworten von ihnen.

„Danke. Ich bin so nervös. Ich habe Louis gebeten, dass er hierher kommt, damit ich ihm… meine Liebe gestehen kann, aber was soll ich machen, wenn ich kein Wort aus mir herausbekomme?“ war Prashi nervös.

„Öh? Keine Ahnung? Denk doch einfach, als wäre es dein normaler Job!“ „Genau, eine schweigsame Prashi gibt es nicht!“ muntern die Zwillinge sie auf und Prashi musste lächeln.

„Danke. Ich bin… in der Trainingshalle und helfe bei den Aufräumungsarbeiten mit.“ verabschiedet sich Prashi.

Tio und Mio räumten ihren Platz auf und spürten auf einmal diese Aura. Ihnen fielen die Aufträge aus den Händen und schauten sich beide zitternd an.

Sie kannten nur zwei Personen, die so eine Aura hatten und hatten Angst nachzuschauen, aber sie wollten unbedingt wissen, wer es ist. Beide drehten sich zum Eingang und sahen einen Mann mit silbernen kurzen Haaren und einem grauen Anzug.

„Ah… meine kleinen Schwestern. Euch habe ich gesucht!“ grüßte Justus böse grinsend und ging zu ihnen. Die Zwillinge hatten solche Angst, sie konnten nicht mal über eine Flucht nachdenken.

Als Justus vor ihnen stand, lächelte er sehr fies. „Was ist los? Kaum seht ihr mich und bekommt kein Wort mehr raus?“

„Ha… Hallo… Bruder.“ stotterte Mio. „W… Wie… geht es dir?“ fügte Tio hinzu, was Justus nur zum lachen brachte.

„Mir geht es prächtig, wirklich. Wenn ich überlege, haben wir nie miteinander gesprochen oder? Ich habe euch direkt… geärgert und ihr beiden habt mich manchmal schon amüsiert.“ erinnert sich Justus.

Tio und Mio wussten genau, was er meinte. In der Tat hatten sie nie miteinander gesprochen, weil die Zwillinge ihm immer aus dem Weg gegangen sind, aber das hat Justus nicht daran gehindert, seine sadistische Ader an ihnen auszulassen.

„W… was willst du hier?“ fragte Tio mutig. „S… solltest du nicht auf Dunkon sein?“ fügte Mio nun hinzu.

„Och, mir wurde es ziemlich öde dort. Die stärksten Monster habe ich dort bezwungen und die Götterbestien waren irgendwie Immun gegenüber meinen Attacken, dass ich auch keine Lust verspürte, sie weiter zu jagen. Hat Camilla nicht von mir erzählt? *zieht die Nase hoch* Doch, Camilla hat von mir erzählt. Sie ist so eine Person, um euch mehr Angst zu machen.“ grinste Justus weiter.

„Ach ja, was ich hier will? Ich wurde von Vater geschickt.“ weihte er seine Schwestern in sein Geheimnis ein, aber verriet ihnen nicht mehr.

„Du… willst das beenden, was Camilla nicht geschafft hat?!“ zittert Tio noch stärker, was Justus nur mehr befriedigte. „W… wir w… werden uns wehren!“ trotzte Mio.

„Oh ho ho, ihr wollt eure Hand gegen mich heben? Wirklich? Seid ihr nicht ein bisschen zu hochmütig geworden, hmm? Ich hatte euch für schlauer gehalten!“ lachte Justus ihnen ins Gesicht.

„Wir wissen, dass du der einzige bist, der es mit Vater aufnehmen kann!“ „Aber wir weigern uns kampflos einfach unserem Schicksal zu akzeptieren!“ widersprachen die Zwillinge.

Auf einmal stand Justus hinter ihnen. „Und… wie genau wollt ihr euch wehren, wenn ihr nicht mal mitbekommt, wo ich überhaupt stehe?“ flüstert Justus ihnen ins Ohr. Sie schlugen gemeinsam nach hinten und Justus war wieder auf seiner ursprünglichen Position.

„Also wirklich, warum schlägt ihr nach einem Kunden? Bisher… habe ich euch nur freundlich gegrüßt und in Erinnerungen geschwelgt.“ schüttelt Justus den Kopf.

„Weil es deiner sadistischen Natur entspricht uns in Verzweiflung zu bringen!“ „Genau, alle haben Angst vor dir und Vater!“

„Und zurecht. Es wird nicht mehr lange dauern bis ich Vater vom Thron stoße, dann werde ich den Clan kontrollieren und ich freue mich wirklich darauf.“ stimmte Justus ihnen zu.

„Ist alles in Ordnung?“ kam Prashi in einem sehr unglücklichen Moment. Die Zwillinge rissen ihre Augen auf und wollte ihre Pokerface wieder ziehen, aber es war zu spät. Justus wusste sofort, dass dieses Vieh ihnen wichtig war.

„Ah… welch eine bezaubernde Dame ihr seid. Wenn ich mich vorstellen darf, ich bin Justus.“ verbeugte sich Justus mit einem Arm. Was er aber nicht wusste, das Prashi wusste, wer er war und er ihr Herz rasen hörte.

„Erm, angenehm. Gibt es ein Problem, wo ich helfen kann?“ fragte Prashi. Sie und die Zwillinge wechseln abwechselnd ihre Blicke, aber scheinbar wusste keiner, wie sie sich verhalten sollen.

„Aber ja, wisst ihr, scheinbar seid ihr eine… wichtige Person für diese beiden.“ flüstert Justus, als er auf einmal hinter Prashi stand. Sie bewegte sich nicht, aus Angst, was er als nächstes machen wird.

„Lass sie in Ruhe!“ „Sie hat nichts damit zu tun!“ riefen die Zwillinge, was wieder ein Fehler war.

„Oh? Wisst ihr, ich rieche förmlich die Angst aus dieser Frau. Sie wusste sofort, wer ich war, als ich mich vorgestellt habe. Nicht nur seid ihr tief gesunken, ihr habt auch noch wichtige Information über uns verraten. Tz tz tz…“ schüttelt Justus den Kopf.

„Was… willst du?“ fragte Mio niedergeschlagen und Tio nickte nur.

„Hmm, scheinbar ist sie sehr wichtig für euch. Ihr wollt bestimmt nicht, dass ich ihr wehtue oder hmmm?“ lächelte Justus sehr fies. Die Zwillinge schütteln beide ihre Köpfe.

„Dann… bringt euch gegenseitig um. Tut ihr dass, werde ich euch versprechen, dass ich ihr heute keinen Leid antun werde.“ sagte Justus.

„Nein! Wir wissen genau, was du dann machst!“ widersprach Tio. „Du wirst sie vielleicht heute in Ruhe lassen, aber das Versprechen gilt dann nicht mehr für den nächsten Tag!“ stimmte Mio ihrer Schwester zu.

„Ohh? Ihr benutzt euer Kopf? Nun bin ich tatsächlich baff. Das habe ich wirklich nicht erwartet, dass ihr wisst, wie man denkt. Tut ihr euch nicht weh dabei?“ stichelt Justus hinter Prashis Rücken.

„Sei nicht so gemein!“ „Wieso hakt ihr alle immer auf uns herum?“

„Huch? Das wisst ihr nicht?“ wunderte sich Justus nun ein bisschen und die Zwillinge schütteln ihre Köpfe.

„Weil ihr die meiste Aufmerksamkeit von Vater bekommen habt. Ihr seid einzigartig. Zumindest die Meinung unseres Vaters, aber er hat schnell gemerkt, dass ihr… ein Fehlschlag der Natur seid.“ sagte Justus und die Zwillinge reagierten erstaunt.

„Nun, habt ihr nie darüber nachgedacht, was wäre, wenn ihr eine Person gewesen wärt? Eure Werte würden einfach addiert, ihr könntet besser denken und kämpfen. Vermutlich wärt ihr sogar stärker als Jasper, aber wie gesagt, ihr seid ein Fehlschlag der Natur. Statt einer Person wurdet… ihr halbiert. Hmmm, ich frage mich, was passiert, wenn einer von euch umgebracht wird?“ überlegte Justus laut.

„Lass Prashi endlich los!“ „Wenn du sie tötest, wirst du die stärksten Abenteurer in der Stadt am Hals haben!“ versuchten die beiden zu bluffen, auch wenn sie wussten, dass die Abenteurer zu weit weg waren.

„… Ah ha HA HA HA! Ihr wollt mich ernsthaft bedrohen?!“ lachte Justus, aber seine Augen waren voller Zorn. Er packte Prashi am Hals und hob sie hoch, die sofort nach Luft schnappte.

Die Zwillinge zogen ihre Rapiere und wollten irgendetwas tun, aber: „Ah ah ah. Kommt mir zu nahe und sie stirbt sofort. Wenn sie leben soll, bringt euch um. JETZT!“ befahl Justus. Prashi weinte und versuchte ihren Kopf zu schütteln, aber sah, das Mio und Tio zur einer Entscheidung gekommen sind.

Sie nahmen beide Abstand von einander und hielten ihre Rapiere vor den Herzen. „Es tut uns leid Prashi, dass wir so eine verkorkste Familie haben.“ „Grüßt die anderen von uns.“ tränten nun auch die Zwillinge und Prashi schüttelte den Kopf heftiger, aber Justus griff war einfach zu stark.

Tio und Mio schlossen ihre Augen und Justus konnte seine Freude auf seinem Gesicht nicht verbergen…

Dann warf Justus Prashi zur Seite und wich einem Angriff von niemanden anderem aus als von dem Schwertheilgen Louis.

„Ho? Ist das etwa euer stärkster Abenteurer?“ schätze Justus den Angreifer ein. Louis stand nun so, dass hinter ihm Prashi war.

„Was… ist hier los?“ verlange Louis zu wissen. Mio und Tio waren noch nie so glücklich wie jetzt, dass jemand zur Hilfe kam.

„Er ist ein feindlicher Vampir!“ „Genau, er hat versucht Prashi und uns zu töten!“ sagten die Zwillinge sofort, was Justus nur zum lachen bringt.

„Ein feindlicher Vampir? Ernsthaft? Was macht euch bitte schön so anders?“ ätze Justus.

„Könnt ihr Prashi in Sicherheit bringen?“ fragte Louis nur und die Zwillinge nickten nur. Prashi weinte vor Glück, dass sie im letzten Moment gerettet wurde, von dem Mann, in den sie sich verliebt hat.

„Komm Prashi, wir müssen die anderen warnen!“ sagte Mio, als sie neben ihr stand. „Genau, Justus ist nicht mit Camilla zu vergleichen!“ nickte Tio.

„Das ist Justus?“ fragte Louis und die Zwillinge waren erstaunt, dass er den Namen kannte. „Erm ja, unser ältester Bruder.“ „Der einzige der es mit Vater aufnehmen kann.“

„Oh, danke für die Komplimente. Scheinbar hat es ja was gebracht, bei dem Vieh zu leben.“ verbeugte Justus sich dankend.

„Ihr müsst Sina sofort herholen!“ sagte Louis nur. Er konnte sich klar an die Tafel von Sina erinnern und Justus gehörte wirklich zu den gefährlichsten Vampiren.

„Genau, holt Sina her.“ stimmte Justus ihm geheimnisvoll zu, was Louis nur misstrauisch machte.

„Mach du das Tio, ich helfe Prashi.“ befahl Mio und die Vampirmädchen machten ihre Arbeit. Mio trug Prashi raus und Tio rannte… mehr flog zur Monstervilla. Nun waren Louis und Justus alleine.

„Darf ich nach euren Namen fragen? Mich scheint ihr ja zu kennen.“ grinste Justus.

„Louis der Schwertheilige.“ antwortet der Schwerkämpfer kurz.

„Ah, welch eine Ehre den stärksten Abenteurer kennenzulernen… Ah nein wartet! Ihr wurdet ja von eurem Thron gestoßen!“ provozierte Justus ihn, aber es hatte keine Auswirkungen.

„Das mag sein. Das ihr meinen Angriff ausgewichen seid, bedeutet nur, dass ihr ebenso stark seid.“ kommentierte Louis.

„Hmm, das gefällt mir. Wirklich. Die meisten von euch Viechern überschätzen ihre eigene Stärke und sterben dann unweigerlich.“ nickte Justus.

Louis griff ihn an, aber Justus wich ihn lachend aus. „Was ist los? Ich hatte mehr erwartet!“ provozierte Justus ihn weiter, aber Louis ignorierte dies.

Er schlug weiter nach Justus, musste aber feststellen, dass er mit Louis nur spielte und nicht mal seine gesamte Kraft zeigte. Dann setzte Louis seinen Trick ein, dass er sich so schnell seitlich bewegte, dass er unsichtbar wurde.

Justus hob nur eine Augenbraue hoch und als Louis aus seiner Technik angreifen wollte, wird er von Justus in den Magen getreten und krachte durch die Eingangstür hinaus.

Louis musste sich zusammenreißen, nicht vor Schmerzen auf dem Boden liegen zu bleiben und stand zitternd auf. Er sah Justus am zerstörten Eingangsbereich grinsend stehen.

„Glückwunsch. Ihr müsst gute Werte haben, die meisten wären durch meinen Tritt gestorben.“ kichert Justus.

„Bei der Göttin… was ist das für ein Monster?“ flucht Louis in Gedanken. Er hat schon viel erlebt und dachte das Sina stark war, aber der Mann toppte dies nun.

Auf einmal stand Justus vor ihm. Louis hat seine Bewegung überhaupt nicht gesehen und wollte nach hinten springen, als Justus mit seiner Hand nach ihm schlagen wollte…

Bis sie von Sina aufgehalten wurde. Justus reagierte erstaunt und riss sich von Sina los, dabei nahm er sofort Abstand.

„Entschuldigung für die Verspätung, ich hoffe ich habe das Wichtigste nicht verpasst?“ grüßte Sina wütend.

„Ah, mit wem habe ich denn nun die Ehre?“ fragte Justus, wird aber von Sina ignoriert, was ihm nicht gefiel. „Das ist laut den Zwillingen der älteste Bruder Justus.“ erklärte Louis schmerzvoll.

„Verstehe, nun kommt der nächste aus der Familie und sogar der Stärkste von ihnen. Acula will seine Töchter scheinbar wirklich dringend Tod sehen.“

„Ich nehme an, dass ich mit Sina die Verteidigerin spreche? Laut der Beschreibung müsstet ihr es sein.“ bewahrte Justus seine Ruhe.

„Das bin ich in der Tat. Ich war es, die Ludwig Kelmont und Camilla getötet hat.“ provozierte Sina den Mann, aber er lachte nur.

„Ehrlich? Das interessiert mich nicht. Wenn sie getötet worden sind, dann lag es nur an ihrer eigenen Schwäche.“ höhnte Justus über die Gefallenen.

„Ich merke schon, ihr seid ein Sadist in reiner Form. Es ist Zeit, dass die Welt von euch Blutlutschern befreit wird.“ ätze Sina, aber Justus lachte nur darüber.

„Nur weil ihr Titanus getötet habt, solltet ihr mich nicht mit ihm auf die gleiche Ebene stellen. Aber egal, mein Besuch ist nicht wegen den Zwillingen, sondern wegen euch.“ sagte Justus aufgeblasen.

„Oh? Ihr wollt mich töten? Scheinbar hat es aber euch nicht daran gehindert meine Freunde zu quälen.“ zog Sina ihre Blutklinge aus ihrem Inventar, aber Justus schüttelt nur seinen Kopf.

„Mitnichten meine Liebe, ich bin nicht hier um euch zu töten. Ich soll euch von meinen Vater eine Einladung zu einem Dinner aussprechen.“ grinste Justus und warf eine Karte auf Sina zu, die sie mit der freien Hand auffing.

„Das soll ich dir glauben? Das stinkt doch nach einer Falle, wo eure komplette Familie auf mich wartet.“ war Sina misstrauisch und Justus musste ihr nun ein bisschen Respekt zollen über ihre Instinkte.

„Glaub was ihr wollt, aber ich weiß, dass ihr kommen werdet. Den Gerüchten nach tötet ihre eure Feinde und das sind wir ja scheinbar für euch, das wäre also ein guter Zeitpunkt das Problem aus der Welt zu schaffen oder?“ ärgert Justus Sina und verschwand.

„Ist… er weg?“ fragte Louis zweifelnd. „Ja, er hat sich aus dem Staub gemacht, dieser Dreckskerl. Geht es dir gut?“ sorgte Sina sich um ihren Rivalen.

„Nein. Er hat mit mir gespielt wie ein Kind… Wie konntest du denn seinen Angriff aufhalten? Als er mich getreten hat, hatte ich nicht den Eindruck, dass er sich zurückgehalten hat.“ murmelt Louis.

„Ich habe einfach nach seiner Hand gegriffen, mehr nicht und bevor du fragst, ja ich konnte sehen, wie er verschwand. Er ist direkt auf die Dächer gesprungen und war dann auch aus meinem Sichtfeld.“ erklärte Sina sich.

„Das war also ein SV-Monster…“ war Louis nun beunruhigt.

Kapitel 121

Ich bin wiedergeboren und die Waffengeschäfte?

Die SSS-Abenteurer nörgelten so laut, das Sina es auf einen anderen Tag verschob und nun mit Sherry in Kimonos ihren Zwergenfreund Brandrulim aufsuchten.

„Verstehe nicht, warum sie sich so quergestellt haben.“ nörgelte Sina. „Keine Ahnung, was ihr in dem Meeting besprochen habt, aber scheinbar wollten sie sich wirklich erst eine Pause gönnen.“ muntert Sherry sie auf.

„Aber warum gehen wir zu Brandrulim?“ fragte Sherry nun. „Nun, er ist ebenso im Geheimnis meines Katanas eingeweiht und… besprechen wir es lieber dort.“ erklärte Sina, denn ihrer Meinung nach belauschten zu viele Personen ihr Gespräch.

„Ah AH! Ich verstehe.“ fiel Sherry es wieder ein. „Bin froh, dass ich auch zu dem Personenkreis dazugehöre. Eh he he…“

„Ich frage mich nur, was es für Kreaturen sind, die Titanus eingesperrt hatte. Vor allem, warum eingesperrt? Er hätte sie lieber töten sollen.“ überlegte Sina laut.

„Vielleicht… hat er sie nicht selber eingesperrt, sondern andere und er hat nur die Aufgabe übernommen, das die Kerker oder was auch immer, im guten Zustand bleiben?“ mutmaßte Sherry.

„Hmm… ich glaube, das wissen nur die Götter selbst.“ sagte Sina nur, weitere Überlegungen lohnten sich nicht.

Es dauerte nicht mehr lange und sie waren im Waffengeschäft von Brandrulim, der sie sofort begrüßte: „Meine Damen, es ist mir eine Freude, dass ihr mich aufsuchen kommt.“ strahlte er förmlich.

„Hallo Brandrulim, wie geht es euch?“ grüßte Sina ebenso freundlich zurück. „Gut gut, kann nicht klagen. Die Handwerker brauchen Werkzeuge oder jemanden der es ihnen repariert und das biete ich gerne an!“ spielte der Zwerg auf die Erdbeben an.

„Nun, ich würde gerne ein persönliches Gespräch wieder in eurem Zimmer führen.“ sagte Sina freundlich. „Mit Sherry, sie ist ebenso eingeweiht.“

„Ah, ich verstehe. Folgt mir doch!“ und die Damen gingen mit dem Zwerg ins Büro. Er setzte sofort einen Tee auf, während die Damen es sich auf den Sesseln gemütlich machten.

„Wusste nicht, dass eure Kleidung… anderen auch gefällt?“ spielte der Zwerg auf Sherrys Kimono an.

„Eh… Ihr müsst es selber tragen. Es ist praktisch und einfach!“ erklärte Sherry mit roten Wangen und Brandrulim hob nur eine Augenbraue.

„Nun denn, wie kann ich euch helfen?“ fragte Brandrulim, nachdem er allen eine Tasse Tee servierte.

Sina kramte in ihrem Inventar, holte den Monsterstein von Titanus raus und legte ihn auf den Tisch. „Du… meine Güte. Ist es das, was ich glaube?“ sagte Brandrulim ehrfürchtig und Sina nickte grinsend, selbst Sherry staunte.

„Richtig, Der Monsterstein einer Götterbestie, von Titanus höchstpersönlich.“ berichtet Sina. Brandrulim nahm ihn in der Hand und betrachtete ihn von allen Seiten.

„Das… ist der reinste Monsterstein, den ich jemals gesehen habe. Danke das ich ihn ansehen durfte.“ war Brandrulim sehr aufrichtig.

„Nun, ihr könnt euch denken, was ich damit vor habe.“ zog Sina ihre Blutklinge aus dem Inventar und legte sie ebenso auf den Tisch.

„In der Tat. Ich bin froh, dass ihr zumindest wisst, was ihr damit fangen wollt. Ich wüsste überhaupt nicht, wo ich diesen Stein einsetzen würde, geschweige denn, ihn überhaupt zu benutzen. Diesen Stein wird es kein zweites Mal geben!“ nickte Brandrulim.

„Was glaubt ihr, was wird er für eine Aura haben?“ fragte Sherry und Sina wiegelt ihren Kopf. „Hmm… keine Ahnung. Ich hatte einmal das Element Gift und das andere Chaos…“

„Chaos?! Welches Monster habt ihr dafür erlegt?“ mischte sich Brandrulim ein. Sina erzählte ihm von der modifizierten Hydra, was die kaiserlicher Armee entwickelt hatte.

„Meine Güte… aber damit könnte man gewiss auch spezielle Monstersteine gleichzeitig produzieren.“ kam der Geschäftsmann aus Brandrulim.

„Vergiss den Gedanken. Ich habe es verboten, weitere modifizierte Monster zu produzieren.“ schlug Sina gleich die Idee aus.

„Schade, aber es ist wie es ist.“ war Brandrulim traurig. Sina nahm nochmal den Monsterstein von Titanus und betrachtete ihn ein letztes Mal.

„Eigentlich… war es kein wirklich heftiger Kampf, wenn ich so überlege, aber er hat mich mit einem Schlag aus dem Kampf entfernt. Das ist eine Lektion, die ich gelernt habe und aufpasse, dass es nicht gegen die anderen Götterbestien ebenso passiert.“ redete Sina mit sich. Dann legte sie den Stein auf ihr Katana.

Es war faszinierend anzuschauen, wie der Stein schmolz und von der Waffe aufgesaugt wird. „Was glaubst du, sollte ich mir den Schutzmantel wieder anziehen?“ fragte der Zwerg.

„Ganz ehrlich? Titanus war das Element Erde. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, welche Fähigkeit damit freigeschaltet wurde.“ war Sina ehrlich und Sherry überlegte.

„Schau doch seinen Status an, ohne ihn zu verwandeln. Vielleicht können wir aus dem Namen eher was herausfinden?“ schlägt Sherry vor und Sina hielt es für eine gute Idee. Sie öffnete den Status von Blutklinge:

Name: Blutklinge

Level: 136

Waffe: Katana

Fähigkeit:

  • Selbstreparatur Level 28 (Aufgewertet)
  • Schärfe Level 28 (Aufgewertet)
  • Härte Level 28 (Aufgewertet)
  • Transformieren:
    • Giftklinge
    • Chaosklinge
    • Gravitationsklinge (Neu)

„Hmm, es nennt sich Gravitationsklinge. Irgendwelche Ideen?“ berichtet Sina, Sherry nickte sofort. „Aber klar! Es gehört ebenso noch dem Element Erde zu. Erinnerst du doch noch im Kampf gegen Neia, wo sie deine Geschwindigkeit drosseln wollte?“

„Ich erinnere mich dunkel daran.“ grübelt Sina. „Wenn es eine Aura hat mit der Gravitation, dürft ihr es nicht hier testen. Ihr würdet meinen Laden damit zerstören!“ warnte Brandrulim, der Sherry sofort verstand.

„So heftig?“ wundert Sina sich. „Ich weiß nicht, welche Auswirkungen es auf dich hat, vermutlich keine, aber du würdest alles, was innerhalb der Aura ist, zu Boden drücken!“ erklärte Sherry ihr es.

„Das ist natürlich praktisch. Damit könnte ich… Winda am Boden halten oder bei Glacia mich einfach auf den Meeresboden bringen lassen.“ grinste Sina, als ihr eine Idee nach der anderen kam.

„Konzentriert euch lieber auf Tierra, sonst verliert ihr womöglich den Überblick.“ brummte Brandrulim.

„Wo ihr gerade von Tierra sprecht, seid ihr zu neuen Erkenntnissen gekommen?“ fragte Sina, aber Brandrulim schüttelte seinen Kopf.

„Bedaure, aber ich warte immer noch auf eine Nachricht von einem bestimmten Rüstungsschmied. Unter den Zwergen ist er der Beste und ich habe einen guten Draht zu ihm. Wenn jemand weiß, welche Monsterteile am besten gegen Hitze geeignet sind, dann er. Ich muss euch bitten, euch noch ein bisschen zu gedulden.“ entschuldigt sich Brandrulim.

„Kein Problem, momentan gönne ich mir eh eine Pause und muss sowieso warten, bis ich mein… Abenteurer-Meeting hinter mir habe…“ verzeiht Sina dem Zwerg.

„Wo ich gerade dabei bin, sollte ich meinen Status auch nochmal überprüfen. Status.“ dachte Sina.

Name: Sina

Rasse: Mensch (Sukkubus)

Alter: 21 Jahre (147 Jahre)

(Titel: Held der Dämonen, Prinzessin der Dämonen, Waffenmeister)

Titel: Erzfeind der Untoten, Drachentöter, Schwertmeister, Verteidiger, Vampirtöter, Meister der Beidhändigkeit, Meister der Waffenlosigkeit, Lady, Reichskanzler, Götterbestienjäger, Teufel

Beruf: Samurai-Meister

Level: 136

Attribute: (Fälschung) / (Original)

  • Vitalität: 6723 / 70.450
  • Mana: 6446 / 70.421
  • Stärke: 7456 / 81.458
  • Schnelligkeit: 6614 / 72.181
  • Intelligenz: 6927 / 75.650
  • Ausdauer: 6439 / 71.337

Magische Fähigkeiten:

  • Illusion – / Level 9
  • Traumwandeln – / Level 6
  • Seelenraub – / Level 2

Aktive Fähigkeiten:

  • Schwert Level 11 / Level 11 (Aufgestiegen)
  • Großschwert – / Level 9
  • Axt – / Level 9
  • Speer – / Level 9
  • Hellebarde – / Level 9
  • Keule – / Level 9
  • Unbewaffnet Level 10 / Level 10
  • Beidhändigkeit Level 10 / Level 10
  • Werfen Level 5 / Level 9
  • Peitsche Level 6 / Level 7
  • Allesschneider Level 8 / Level 8 (Aufgestiegen)
  • Schwertwirbel Level 7 / Level 7 (Aufgestiegen)
  • Schockexplosion Level 6 / Level 6 (Aufgestiegen)
  • Zerstörungsschnitt Level 2 / Level 2 (Neu)
  • Dämonischer Schnitt Level 2 / Level 2 (Neu)
  • Erste Hilfe Level 3 / Level 7
  • Kochen Level 1 / Level 1
  • Singen Level 4 / Level 4 (Aufgestiegen)
  • Musizieren Level 4 / Level 4 (Aufgestiegen)

Passive Fähigkeiten:

  • Gift Resistenz Level 5 / Level 9
  • Säure Immunität – / –
  • Lähmung Resistenz Level 2 / Level 9
  • Schlaf Resistenz Level 3 / Level 10
  • Angst Resistenz Level 3 / Level 10
  • Feuer Immunität – / –
  • Wasser Immunität – / – (Umgewandelt)
  • Erde Immunität – / –
  • Wind Immunität – / –
  • Dunkelheit Resistenz – / Level 9
  • Licht Resistenz Level 6 / Level 6 (Neu)
  • Chaos Immunität – / –
  • Leere Resistenz – / Level 9
  • Körper Resistenz – / Level 9
  • Titanische Stärke Level 1 / Level 1 (Umgewandelt)
  • Monströse Schnelligkeit Level 4 / Level 10
  • Vitalität Erhöhung Level 3 / Level 10
  • Intelligenz Erhöhung Level 4 / Level 8
  • Ausdauer Erhöhung Level 4 / Level 9
  • Schmerzlosigkeit Level 4 / Level 9
  • Bizarre Gedanken Level 3 / Level 7
  • Super-Regeneration Level 1 / Level 1 (Umgewandelt)

Einzigartige Fähigkeiten:

  • Schnelles Lernen –
  • Vorahnung –
  • Nachtsicht –
  • Limit Brechen – (Aufgelöst)

Segen:

  • Dunkler Gottes Schutz –

Niedergeschlagen lässt Sina sich auf den Sessel fallen. „Was ist los?“ fragte Sherry sofort. „Ich habe den Titel „Teufel“ bekommen…“ flüstert Sina niedergeschlagen.

„Huch? Was soll das denn für ein Titel sein?“ wundert sich Brandrulim. Sina zog den Ärmel vom rechten Arm hoch und zeigte dem Zwerg die Muster.

„W… was ist das?“ fragte er mit einer ehrfürchtigen Stimme. Sina erzählte ihm, wie sie es bekommen hat und welche Bedeutung sie haben, zusätzlich was der Teufel sein soll.

Brandrulim hörte ihr aufmerksam zu und streichelt seinen Bart. „Ehrlich? Lass den Kopf nicht hängen.“ muntert der Zwerg Sina auf, die nur fragend ihre Augenbrauen hochhob.

„Ich… kann es nicht wirklich in Worte fassen, aber… so negativ der Teufel auch sein mag, habt ihr nicht letztendlich Alliancia vor der nächste Katastrophe gerettet? Titanus mag vielleicht der friedlichste von allen Götterbestien sein, aber gerade das machte ihn so gefährlich, weil seine Wanderschaft nur Chaos angerichtet hätte.“ teilte Brandrulim seine Gedanken mit.

„Hmmm…“ war Sina nicht wirklich überzeugt. „Überlegt es mal so, wenn Titanus seinen Weg gegangen wäre, er hätte Fanfoss niedergetrampelt und wäre irgendwann in Osnain gewesen, das sich im Wiederaufbau befand.“ kam Sherry ihrem Freund zu Hilfe. „Du hättest alles, was du hier aufgebaut hast, verloren!“

„Ok, ich habe verstanden. Aber trotzdem, dass würde mich ja als einen Bösewicht darstellen.“ wehrte sich Sina nun und Sherry sowie Brandrulim seufzten nun.

„Na ja… nüchtern betrachtet, sind einige deiner Aktionen… nicht wirklich nett. Ich möchte mich ungern in dieser Beziehung wiederholen, aber es gibt bestimmt friedlichere Lösungen bei einigen Problemen.“ kommentiert Sherry.

„Ja ja, du mich auch.“ antwortet Sina und beide Damen kicherten dann.

Die Damen verabschiedeten sich von Brandrulim und gingen wieder nach Hause zur Monstervilla. Im Garten wollte Sina es trotzdem wissen, sie zog Blutklinge aus ihrem Inventar.

„Am… besten du nimmst Abstand von mir Sherry.“ warnte Sina und Sherry verstand. Sie ging zur Haustür und hob den Daumen hoch.

„Gravitationsklinge!“ befahl Sina und ihr Katana wurde braun mit leuchtenden gelben Mustern, ihre Schneide bekam nun Zacken, aber am schlimmsten war die Aura, was sie verursachte. Der komplette Garten um Sina herum wird nach unten gedrückt. „Blutklinge!“ rief Sina und die Aura verschwand.

Sofort kamen die Abenteurer mit gezogenen Waffen heraus. „Was ist los?“ rief Christoper und sah den zerstören Garten.

„Eh… habe nur was getestet?“ versuchte Sina sich herauszureden, während Suki große Augen bekam und Sina tatsächlich ausschimpfte.

„Meine Herrin, es ist selbstverständlich euer Garten mit dem ihr tun und machen könnt, wie es euch beliebt ist, aber… irgendwo solltet ihr eine Grenze ziehen, wenn ihr was zerstört!“ schimpfte Suki.

Es ist wirklich ein eigenartiges Bild. Die Herrin kniete vor der Hausdienerin und musste sich eine Predigt anhören.

„Was ist denn nun passiert?“ fragte Thomddir, der neben Sherry stand. „Sina… wollte nur was neues ausprobieren und wollte es nicht in der Stadt testen. Aber das Ergebnis erstaunt mich tatsächlich.“ murmelt Sherry.

„Und… was genau hat sie getestet?“ hakte Melaine nun, aber als Antwort von Sherry kam nur: „Geheim.“

Am Abend suchte Sherry Christoper auf und klopfte an die Tür. Er öffnete sofort die Tür und ließ sie herein.

„Du wolltest mich sprechen?“ fragte Sherry und Christoper nickte.

„Ja. Auch wenn du verloren hast und dir noch die nötige Erfahrung fehlt, hast du es doch geschafft, bei einem SSS-Abenteurer wie mir einen Moment mitzuhalten. Ich würde dir gerne bei deiner Karriere helfen.“ erklärte sich Christoper.

„Und… wie genau?“

„Dein Schwert ist für deinen Stil… ungeeignet. Es ist zu schwer und die Länge der Klinge könnte sogar nachteilig für dich im Kampf werden. Ich biete dir daher ein anderes Schwert an, dass besser zu deinem Kampfstil passt. Ich selber bin kein Schwertkämpfer, aber habe doch ein gutes Auge, wenn es um die Ausrüstung geht.“

„Erm ok?“

Christoper holte ein Breitschwert aus dem Inventar heraus. Es hatte eine kürzere Klinge und der Griff war um einiges einfacher, zusätzlich war das gesamte Schwert schmaler.

„Es ist ein Schwert, aber… ich habe mehr den Eindruck, dass es eher ein Degen sein könnte. Hier, haltet es.“ gab Christoper das Schwert der Sherry.

Sie nahm es und war erstaunt, wie viel leichter es war, als ihr anderes Schwert. Sie machte ein paar Tests und Sherry hatte den Eindruck, dass es leichter zu händeln war.

„Ja, das gefällt mir schon eher. Was haltet ihr davon, wenn wir die Waffen austauschen hm? Keine Sorge, das Schwert das ihr gerade haltet, ist um einiges besser als das magische Schwert.“ beruhigte Christoper.

„Also… mir gefällt es schon, aber das magische Schwert war… mehr ein Geschenk von Sina.“ war Sherry sich ein bisschen unsicher.

„Ah, ich verstehe. Was haltet ihr von diesem Gedanken. Es ist zwar ein Geschenk von Sina, aber das andere Schwert ist so gut, dass ihr sogar mit Sina kämpfen werden könnt. Es nämlich ein lebendiges Schwert.“

„EH!?“ rief Sherry und Christoper war froh, dass die Tür zu war. „Aber… das kann ich doch nicht annehmen?!“

„Warum? Ich habe genug von diesen Waffen, dass ich damit irgendwann um mich werfen kann. Du ahnst nicht, welchen Profit man in Dungeons machen kann. Natürlich ist es immer mit einer Gefahr gebunden, aber gerade dies macht es so spannend für mich. Ich bekämpfe stärkere Monster, als es auf der Welt gibt und am Ende töte ich das Stärkste von ihnen und die Belohnung sind Gegenstände, die man sonst nirgends finden wird.

Daher ist es meine Entscheidung, was mit ihnen passiert. Ich gebe diese Gegenstände nur weiter, wenn ich die Käufer oder Personen vertrauen kann und sie kein Unheil damit anrichten und du bist meines Erachten vertrauenswürdig, zumal ich gerne auch deinen Kampfstil unterstützen möchte.

Noch ist die Waffe nicht gebunden, von daher ist es kein Problem, dass ich sie testweise in die Hand nehme oder andere Personen. Louis hat auch eins von mir bekommen, nachdem deine Freundin sein Schwert zerstört hat.“ erklärte Christoper es mit einem ruhigen Ton.

„Ich… danke dir für dein Vertrauen. Wenn… es kein Problem für dich ist, würde ich gerne tauschen.“ flüstert Sherry schüchtern, was Christoper ein breites Grinsen auf sein Gesicht zaubert.

„Wunderbar, aber ihr solltet es für euch behalten. Falko und Christoper wussten schon, was ich geplant habe und Sina weiß, welche… Geschäfte ich mache, aber ich möchte ungern dass mich unbekannte Personen danach fragen, verstehst du?“ bat Christoper.

„Ich werde es für mich behalten!“ sagte Sherry es mit einem ernstem Ton, dass Christoper zufrieden nickte.

„Gut, nun erkläre ich dir, wie du es zu deinem eigen machen kannst. Du fütterst das Schwert ein bisschen mit Mana und gibst ihm einen Namen. Es wird dann aufleuchten und dich anerkennen.“ erklärt Christoper den Vorgang und Sherry nickte.

Sherry konzentrierte sich und spürte, wie ihre Waffe vibrierte. „Ab heute sollst du Nirvana heißen und mich bis zu meinem Ende begleiten!“

Nirvana leuchtete so stark, das Christoper und Sherry ihre Augen schließen mussten, dann verging der Effekt. „Wow, das ist das erste Mal, dass eine Waffe so stark geleuchtet hat. Als wärt ihr füreinander bestimmt gewesen.“ staunte Christoper.

Sherry hielt ihr Schwert und spürte die Wärme ihrer Waffe. „Das glaube ich auch. Es scheint mich zu mögen.“ lächelt Sherry.

„ … Verstehe. Ihr könnt nun seinen Status ebenso aufrufen und werdet feststellen, dass es nur Level 1 hat. Um es stärker zu machen, müsst ihr nichts anderes als Exp sammeln, sprich töten, töten und nochmal töten.“ erklärte Christoper weiter.

„Erm… Nirvana hat eine Fähigkeit?“

„Eh?! Und was genau?“

„Lichtklinge!“ und die Klinge nahm eine goldene Farbe an und auf der Klinge war ein weißer Schriftzug zu erkennen.

„Das… gibt es nicht!“ verlor Christoper fast seine Fassung.

„Erm… ist das jetzt gut oder schlecht?“ wundert sich Sherry.

„Huh? Eh… gut natürlich. Damit dürftet ihr eine ziemlich gefährliche Waffe halten. Es gibt kaum Lebewesen oder Monster, die eine Resistenz gegenüber Licht haben.“ versuchte Christoper zu erklären.

„Kannst… du lesen, was der Schriftzug bedeutet?“ zeigte Sherry auf ihre Klinge und Christoper schaute es sich an. „Es wird immer merkwürdiger… Das ist die Sprache der Götter!“

„Und… was bedeutet es?“

„Erm… kannst du Mel holen? Ich glaube, wir brauchen ihre Hilfe. Ich kann es nur… ein bisschen deuten, aber irgendwie fehlt mir der Kontext.“ grübelt Christoper. Sherry öffnete das Fenster und rief laut nach Mel. Es dauerte nicht lange und der Hausgeist erschien vor dem Fenster.

„Du hast nach mir gerufen?“ grüßte Mel. „Das ist richtig, kannst du kurz reinkommen? Wir brauchen deine Hilfe.“ bat Sherry und Mel flog einfach durch das Fenster.

„Wehe er fängt an wieder an zu nerven…“ warnte Mel, aber beide schütteln ihre Köpfe. „Kannst du mir sagen, was auf der Klinge steht?“ fragte Sherry und hielt das Schwert vor Mel. Sie nahm sofort Abstand, als wäre es gefährlich.

„Was… ist das für ein Schwert? Ich spürte etwas gefährliches ausstrahlen!“ wirkte Mel unruhig. „Hmm, diese Waffe dürfte tatsächlich für Geister gefährlich sein, wenn es nach dem Aspekt Licht geht.“ dachte Christoper laut.

„Ah, Entschuldigung, ich wollte dir keine Angst einjagen. Ich…“ schaute Sherry Christoper an und er nickte nur. „Ich habe mit Christoper einen Waffentausch gemacht und dieses Schwert ist eine lebendige Waffe das die Fähigkeit „Lichtschwert“ hat. Nun wollten wir wissen, was diese Muster auf der Klinge bedeuten.“ erklärte Sherry.

Mel kam wieder näher und las die Muster. „Es ist ein Treueschwur gegenüber euch Sherry. Es steht:

Ich gelobe meiner Herrin sie vor allen Feinden mit aller Kraft zu beschützen

Irgendwie… hat dein Schwert eine Persönlichkeit.“ berichtet Mel.

„Kann… es sein?“ fiel Christoper nur eine Möglichkeit ein. „Ja?“ hakte Sherry nach und auch Mel wirkte neugierig.

„Ich glaube… nein, ich weiß es. Es ist keine lebendige Waffe, es ist sogar etwas stärkeres. Ich hielt es nur für ein Märchen, weil ich immer im Glauben war, das die lebendigen Waffen die stärksten Waffen in unsere Welt waren, aber…

Das, was ihr haltet, ist ein Gottesschwert. Vermutlich von der Göttin persönlich geschmiedet und als Belohnung irgendwo auf der Welt versteckt. Natürlich habe ich es gefunden, aber es würde mich nicht wundern, wenn die Göttin ein paar… Eigenschaften eingebaut hat, dass es nur spezielle Personen benutzen können. Und ich hatte so eine Waffe in der ganzen Zeit im Besitz!“ rief Christoper fröhlich, als er ein Teil einer Legende wurde.

„Ein… Gottesschwert? Davon habe ich noch nie gehört.“ sagte Sherry, die scheinbar noch nicht verstanden hat, welche Waffe sie gerade in Händen hielt.

„Hm… wie kann ich es am besten erklären? Sagen wir mal so. Wenn du damit Sina triffst, dürfte sie so ziemliche Probleme bekommen. Nicht unbedingt wegen des Lichteffekts, sondern weil dein Schwert alle ihre Resistenten oder andere Fähigkeiten ignorieren wird.“

„So… mächtig ist mein Schwert?!“ verstand Sherry nun endlich. „Genau, damit kannst du jeden Gegner bezwingen, wenn du es schaffst ihn zu treffen.“ nickte Christoper.

„Oh je, wie soll ich denn nun damit üben, wenn es so gefährlich ist?“ war Sherry nun ein bisschen überfordert. Christoper kramte in seinen Inventar und holte ein normales Schwert heraus, dass Nirvana ähnlich aussah und einen Ring.

„Hier, das schenke ich euch als Dank. Ihr… keine Ahnung wie ich es erklären soll, aber ihr seid ebenso ein Teil einer Legende geworden. Damit kann ich wirklich zufrieden sein, dass das was ich immer als Märchen geglaubt habe, nun doch wahr geworden ist. Seid ich Sina und dich kennengelernt habe, stolpere ich von einer Geschichte in die die nächste.“ lächelt Christoper glücklich.

„Danke? Was ist das für ein Ring?“ freute sich Sherry über die Geschenke.

„Ah, ein Inventarring wo du unbegrenzt Gegenstände lagern kannst.“ erklärte Christoper.

„Eh?!“

Kapitel 120

Ich bin wiedergeboren und Sherrys Kampf?

„Wie… meinst du das?“ hakte Sherry nach, aber Sina grinste nur böse. „Lass dich überraschen.“ sagte sie nur geheimnisvoll.

Draußen tötete Mel wieder Meuchelmörder, aber vor den Mauern. Sie hat mittlerweile den Dreh raus, wie sie aussehen, gehen, sprechen, nichts entgeht ihr mehr.

„Hmm? Ich rieche Blut?“ wunderte sich Melaine, aber es war Prashi, die ihr es erklärte. „Keine Sorge, einfach ignorieren. Mel geht nur ihrer… Arbeit nach, damit wir ungestört bleiben.“

„Ok?“ wunderte sich Melaine und ging nicht näher darauf ein. Die Feier löste sich in der Nacht auf und die Gäste gingen in ihre Zimmer oder verließen die Villa. Nur Sherry war vor Sinas Tür.

„Ich höre dich…“ kam der Satz durch die Tür und Sherry wirkte etwas panisch, bis Sina die Tür aufmachte und im Bademantel vor ihr stand.

„Wie kann ich dir helfen? Es fällt mir etwas schwer einzuschlafen, wenn Leute durch meine Tür starren, weißt du?“ grinste Sina.

„Eh… wollte fragen ob ich bei dir schlafen kann?“ fragte Sherry schüchtern. Was beide Damen nicht merkten ist, dass die anderen Türen ebenso offen waren und Augen heraus lugten, die zumindest in dieser Etage schlafen.

„Nun gib dir endlich ein Ruck!“ „Genau, gestehe es!“ dachten die Vampire. „Bitte, sag es ihr endlich. Man kann das Elend nicht länger mit ansehen!“ war der Gedanke von Suki.

„Huch? Kannst du wieder nicht einschlafen? Nun… mein Bett ist breit genug, aber…“ merkte Sina, dass sie beobachtet wurden und zog Sherry in ihrem Pyjama in ihr Zimmer. „Eh?“ wunderte Sherry sich nur, aber Sina schüttelt den Kopf.

„Ich schlafe nackt, wenn du damit kein Problem hast? Ich habe immer nur was getragen, wenn jemand mit mir geschlafen hat, aber ich will das nicht in meinen Zimmer tun müssen.“ klärte Sina sie auf.

„Nun… ich habe dich ja nun nicht selten nackt gesehen, also… Nein, damit habe ich kein Problem.“ sagte Sherry, aber in ihrem Kopf drehte ihre Fantasie durch.

„Ok.“ freute sich Sina und zog Sherry mit ins Bett.

Am nächsten Morgen frühstückten alle Bewohner und Sina kam direkt zum Punkt. „Christoper? Würdest du mit meiner Freundin Sherry einen Übungskampf machen?“

Sherry spuckte ihren Tee vor Überraschung aus und Tio war ziemlich nass und wirkte gereizt. „Huch? Wie komme ich zu dieser Ehre?“ fragte der Dungeonfarmer.

„Nun, Sherry wird von Louis und Neia ausgebildet und die Resultate sprechen für sich, aber gegen die beiden kann man schlecht feststellen, wie Sherry sich macht, wenn es zu einem richtigen Kampf kommt.“ erklärte Sina.

„Hmm, das stimmt allerdings. Wir haben Sherry einige Sachen beigebracht und können dementsprechend sofort reagieren, aber jemand, der nicht weiß, wie Sherry kämpft… na das dürfte Interessant werden.“ meinte Neia.

„Aber gegen Christoper? Wäre… Melaine nicht die bessere Wahl?“ gab Louis seine Bedenken kund. „Ohne ihre Wölfe ist sie nur halb so stark.“ kommentierte Suki fies, als Melaine was sagen wollte.

„Wieso habe ich den Eindruck, dass du brennend einen Kampf gegen Melaine haben willst?“ dachte Thomddir laut und Falco musste ihm zustimmen.

„Ich weiß zwar nicht worum es geht, aber ja, wir können ruhig nach dem Frühstück ein Duell machen.“ stimmte Christoper zu.

„Eh… darf ich auch was dazu sagen?“ fragte nun Sherry, die Tio von sich wegdrückte, aber keiner schenkte ihr Beachtung.

„Draußen im Garten, im Keller… kann Sherry nicht alles einsetzen.“ sagte Sina nur noch. „Ey! Fragt mich jemand, ob ich es möchte?!“ rief Sherry, aber sie wird weiterhin ignoriert.

Dann war es soweit. Christoper stand nur mit Alltagskleidung und einem Stab vor Sherry, während sie ihre magische Lederrüstung trug mit dem Schwert dazu.

„Ihr dürft alles einsetzen, töten ist verboten und so weiter.“ sagte Sina lustlos, sie will endlich den Kampf sehen.

„Bist du motiviert…“ fragte Falco und die anderen stimmten ihm zu. Sina hob die Hand hoch und ließ sie für den Kampf fallen.

Sherry stürmte auf Christoper zu und setzte ihren neuen Kampfstil ein, den sie von Louis beigebracht bekommen hat. Christoper blockte es spielend mit seinem Stab ab, aber bei einer Bewegung bekam er eine kleine Schnittverletzung an seiner Hand.

Er sprang mit den Stab über Sherry und wollte den gleichen Trick wie an Giles anwenden und versuchte auf Sherrys Rücken zu schlagen, traf aber nur auf eine Eismauer.

„Huch?“ staunte Christoper und sprang von der Eismauer weg. Neia war stolz auf Sherry, dass sie nun ihre Wassermagie verbessert hat.

Da Christoper Abstand genommen hat, aktivierte Sherry einen Feuervogel, der auf Christoper zuflog. Er schlug mit dem Staub auf den Vogel um die kommende Explosion zu umgehen, aber die Feuermagie von Sherry hat sich ebenso fleißig gelevelt, sodass die Explosion stark genug war, das Christoper von der Druckwelle erfasst wird.

„Warte warte, was ist deine Freundin? Sie benutzt Schwert und Magie gleichzeitig?“ staunte Falko und Louis erklärt es ihm. „Sie ist eine Schwertmagierin. Ein neuer Kampfstil der von Sina ins Leben gerufen wurde und von mir sowie Neia verfeinert wird. Ich habe schon ein paar Fehler gesehen, aber das ist fürs erstes nebensächlich.“

Christoper stand sofort wieder auf und warf den Stab nach Sherry, dem sie auswich. Die Zeit nutzte er, um seine Saigabeln aus dem Inventar zu holen. „Oho? Macht er jetzt ernst?“ fragte Thomddir.

Beide Duellanten stürmten wieder aufeinander zu und wechseln die Schläge aus, nur ist Christoper scheinbar schneller mit den Angriffen, was dazu führte, das Sherry mehr blockieren musste mit einer Hand.

Dann zeigte Sherry mit dem Zeigefinger auf ein Bein von Christoper und ein Lichtstrahl schoss aus dem Finger, aber das Ergebnis war heftig. Christoper hatte geahnt, das Sherry ein paar Tricks auf Lager hat, aber er hatte das alte Denken, das Magier immer nur aus der Entfernung ihre Magie einsetzen und nun fluchte er laut, dass sein Bein verletzt wurde.

„Wunderbar, das ist meine Schülerin!“ jubelt Neia. „Deswegen sollte sie bei den Übungen gegen euch ihre freie Hand so wenig wie es geht, bewegen.“ sagte Suki staunend.

„Richtig. Das hilft nicht gegen Monster, aber wenn Sherry gegen… Humanoide kämpft, werden die meisten eher auf die Waffe achten, als auf ihre freie Hand. Das geht aber nur solange, bis Sherry das erste Mal ihre Magie einsetzt.“ sagte Louis es mit einem leichten Hauch von Stolz in der Stimme.

Auf einmal warf Christoper Beutel nach Sherry, aber sie sprang zur Seite, ohne zu wissen, was im Beutel ist. „Schlau, die Beutel von Christ waren schon immer eine gemeine Nummer.“ nickte Falco.

Aber im Beutel war nichts drin, weil der andere Beutel dahin flog wo Sherry landete. Eine Lichtexplosion kam und Sherry war geblendet. Christoper nutze die Chance und humpelte mehr auf Sherry zu.

Als er nah genug ran war zum Angriff setzte Sherry ihr „Strahlendes Licht“ ein und er wurde ebenso geblendet.

„Eh… kann einer von euch noch was sehen?“ fragte Thomddir, der schon vom ersten Licht keine Sicht mehr hatte. Alle murmelten leise mit Nein, aber Sina konnte dankt ihrer Resistenz früher sehen.

Sherry und Christoper hielten beide Abstand, aber Sherry war klug genug gewesen und hat Eissäulen um sich hochgezogen. Dummerweise hatte scheinbar Christoper zuerst seine Sicht wieder zurückerlangt und schlug nach Sherry… die aber nach hinten sprang.

Er schaute verdutzt und humpelte weiter auf Sherry zu und schlug nochmal nach Sherry, die aber nun selber ihre Sicht wieder hatte und sehen konnte.

„Was war das eben, was Sherry da gemacht hat?“ wunderte sich Melaine und Louis erklärte es. „Ein Trick von mir. Man muss in jeder Situation damit rechnen, dass man versucht, dem Gegner die Sicht zu nehmen, daher habe ein paar Übungen mit ihr gemacht, wo ich ihre Augen verbunden habe und sie auf die Geräusche achten musste. Am Anfang… hatte sie ihre Schwierigkeiten, aber irgendwann wusste sie selber, worauf sie achten muss. Hier im Kampf zieht Christ sein Bein hinter sich her und das hat ihn verraten.“

Christoper und Sherry tauschten wieder Schläge aus, aber Christoper scheint trotz der Verletzung die Führung zu behalten. Sherry erinnerte sich an einen Trick von Sina, wie sie Camilla zu sich zog. Im letzten Moment packte sie mit ihrer freien Hand die Hand von Christoper und zog ihn aus dem Gleichgewicht, dann trat sie ihm in den Magen.

„Oha, das war aber gemein.“ kommentiert Neia. „Könnte auch Sina gewesen sein.“ murmelt Mio und Tio nickte ihr zu.

Aber scheinbar war diese Aktion ein Fehler von Sherry, denn aus dieser Nähe konnte Sherry nicht mit ihrem Schwert blockieren. Christoper schlug mit einer Saigabel in den Waffenarm von Sherry und mit der anderen in die Hand.

Sie schrie vor Schmerzen und wird von Christoper weggetreten. Sherry landete auf dem Boden und versuchte aufzustehen, aber Christoper stand wieder über ihr und hielt ihr eine Saigabel an den Hals.

„Ich… habe verloren?“ gab Sherry auf. Christoper zog seine Waffe zurück. „Ihr habt wirklich gut gekämpft.“ lobte Christoper, der sich hinlegte.

Die Zuschauer klatschten und Neia kam zu ihnen, die beide heilte. „Was genau… seid ihr?“ fragte Christoper freundlich.

„Eine Schwertmagierin. Louis hat mir das kämpfen mit dem Schwert beigebracht und Neia die Magie, die für den Nahkampf ausgelegt ist. Das alles war eine Idee von Sina.“ erklärt Sherry.

„Ich verstehe. Kein Wunder, warum ich dein Kämpfer sein sollte. Louis und Neia kannten deinen Stil, blieben nur Falco, Melaine, Thomddir und ich zurück. Falco ist aber ein Fernkämpfer und hätte es nicht zugelassen, dass du in seine Nähe kommst. Melaine… *hust* ist scheinbar eine Kämpferin mit ihren Tieren und Thomddir… belassen wir es, dass er dir einiges gebrochen hätte.“ überlegte Christoper laut.

„In der Tat, das war auch mein Gedanke.“ stimmte Sina ihm zu, die Sherry aufhalf. „Und wie habe ich mich gemacht?“ war Sherry neugierig. „Nun, was denkt ihr?“ schaute Sina Louis und Neia an.

„Die Eiswände wurden im richtigen Moment eingesetzt und das du tatsächlich Christoper geblendet hast, damit hätte ich nicht gerechnet. Aber man könnte noch mehr herausholen. Du würdest von zehn punkten, sechs bekommen.“ sagte Neia.

„Der letzte Zug war dein größter Fehler gewesen. Das war vermutlich ein Trick von Sina oder? Damit hast du dich selber letztendlich fertig gemacht und bist deinem Kampfstil untreu geworden. Aber es freut mich, dass du im geblendeten Zustand trotzdem deinen Gegner orten konntest. Wenn ich es bewerten müsste, wären es fünf von zehn Punkten.“ nickte Louis.

„Nun, du hast deine Lehrer gehört. Es gibt noch viel zu lernen.“ muntert Sina ihre Freundin auf und Christoper scheint schwer am überlegen zu sein.

„Du hast doch bestimmt deine Gedanken oder Christ?“ hakte Falco nach und er nickte. „Ich habe im groben verstanden, was der Schwertmagier können soll. Aber ist das Schwert nicht… zu schwer dafür? Darf ich es mal halten?“ bat Christoper.

Sherry überreichte ihr Schwert dem Dungeonfarmer und der schätze es ab. „Hmm…“ wirkte Christoper unzufrieden. „Wenn ihr Zeit hättet, könntet ihr mich im Zimmer aufsuchen Sherry?“ fragte Christoper. Sherry wirkte etwas verwundert, aber nickte nur. Louis und Falco ahnten, was Christoper vorhat und grinsten nur.

„Nun, der morgen ist noch jung. Lasst uns das dämliche Meeting beenden.“ rief Sina und alle SSS-Abenteurer stöhnte nur.

Kapitel 119

Ich bin wiedergeboren und andere Sorgen?

Die Abenteurer betraten die Stadt Fanfoss, wo überall Reparaturen durchgeführt werden. Die Straße war komplett uneben geworden und einige Häuser sind eingestürzt. Aber das hielt die Bewohner nicht davon ab, Sina und ihre Kameraden jubelnd zu begrüßen.

Sina winkte ihnen lächelnd zu und die anderen versuchten es zumindest. „Kopf hoch, wenn es stimmt, seid ihr auch ein Teil der Geschichte auf meinem A.R.M.“ versuchte Sina ihre Kollegen zu motivieren.

„Und warum betonst du das letzte Wort so?“ fragte Falco. „War mir danach.“ gab sie nur als Kommentar. Was den Abenteurern noch auffiel, wie die Männer Sina anstarrten und einige sogar Nasenbluten bekamen. Neia und Melaine rollten nur ihre Augen.

Als hätte die Stadt ihre eigene Informationsstelle, kam Sherry von der Straße in einem Kimono heruntergerannt, gefolgt von Prashi. „Sinaaaaaaaaa.“ rief Sherry und sprang auf Sina. Diesmal verlor Sina nicht ihr Gleichgewicht und drehte sich mit Sherry. „Na du? Auch ohne dich kommen die Probleme.“ grinste Sina.

Prashi dagegen nahm eine Hand von Louis der sie erstaunt anschaute. „Wie geht es dir?“ fragte sie. „Erm… gut?“ murmelte er. Selbst Falco und Christoper wirkten erstaunt und verstanden dann sofort, vom wem sie die Briefe bekamen.

„Du blöde… Kuh… Warum? Kaum hörte ich davon, das Titanus erscheint, bist du schon wieder in einen Kampf verwickelt!“ schniefte Sherry.

„Entschuldigung, aber dafür kann ich doch nichts, wenn so eine Götterbestie erscheint!“ wehrte sich Sina.

„Was… sind das für Muster auf deinem Arm?“ fiel Sherry sofort auf. Sina erklärte es ihr, wie sie es von Christoper verstanden hatte. Sherry streichelte über die Muster. „Wow, eine Geschichte, wie der Kampf verlaufen ist?“

„Nun, wir wollten eben zur Gilde gehen und dann direkt zur Villa. Sie sind alle meine Gäste.“ sagte Sina ihr die Information. „Ah! Die Villa konnte den Erdbeben standhalten, trotzdem sind überall Risse entstanden, so hat Suki den Auftrag rausgegeben, dass sie repariert werden müssen!“ erzählt Sherry.

„Ah, was wäre ich nur ohne sie!“ freute sich Sina. „Sag mal… woher hast du das Kleid?“ fragte Sherry in einem sehr düsteren Ton.

„Deine Klamotten sind verbrannt und irgendwie hast du alle meine Kimonos beschlagnahmt, so hat Neia mir ein Kleid geliehen.“ berichtet Sina und Sherry sah Neia an. „Danke.“ lächelt Sherry, aber Neia bekam ein Schauder über ihren Rücken.

„Versteht ihr nun?“ stupste Thomddir Falko an. „Ja… auch wenn ich sie ein paar mal gesehen habe, aber… sie wirkt wirklich sehr unheimlich, wenn es um Sina geht.“ stimmte Falco zu und Christoper nickte, aber er fand die Szene mit Prashi und Louis viel interessanter.

„Erm… du kannst meine Hand ruhig loslassen.“ sagte Louis sehr verlegen und Prashi bekam ebenso einen roten Kopf und ließ die Hand hustend los. „Ah… Entschuldigung.“

„Nun, dann lass uns weitergehen. Wir halten hier nur den Verkehr auf.“ meldete sich Melaine. Die Gruppe ging weiter und werden von den nächsten Bewohner bejubelt.

In der Gilde angekommen, klatschten die Abenteurer die Ankömmlinge und hörten auch nicht auf. Einige riefen immer wieder Sinas Namen.

„Als ob du nicht schon eine Berühmtheit seist, musst du es wieder toppen!“ grinst Sherry, die sich an Sinas Arm festhielt.

„Nicht das es mich wirklich interessiert. Ich bin nur eine einfache Abenteurerin.“ schmunzelte Sina und keiner kaufte es ihr ab.

„Und ihr seid wie immer bescheiden.“ grüßte Ma Shi die Abenteurer. „Wie geht es euch?“

„Hätte schlimmer enden können.“ kommentierte Sina, aber es war Ascal, der den genaueren Bericht abgab.

„Saifa ist komplett zerstört und die Umgebung kaum wieder zu erkennen. Am Strand liegt der Körper von Titanus und ich bin meine Stelle los.“ jammert er direkt los. „Nun mein Freund, geh doch schon mal voraus in mein Büro, dann können wir mit einem guten Tee darüber reden.“ beruhigte Ma Shi ihn. Ascal nickte und verabschiedete sich von den Abenteurern.

„Ach, wegen der Belohnung die auf Titanus ausgesetzt wurde, aber… es wird dauern bis wir das nötige Gold dafür haben.“ sagte Ma Shi.

„Eh? Wie hoch ist denn die Summe?“ wunderte Sina sich und auch die anderen wirkten ein bisschen neugierig.

„ … 3500 Goldmünzen.“ flüsterte Ma Shi und es wurde sehr still in der Gilde. „Wow, das muss sich ja über die Zeit angesammelt haben.“ sagte Sina es unbeeindruckt.

„In der Tat, deswegen bitte ich euch, ein bisschen Geduld zu zeigen.“ bat Ma Shi. „Kein Problem, an Gold sollte es nicht mangeln, Notfall nehme ich ein bisschen aus der Schatzkammer des Königs oder der Kaiserin.“ scherzte Sina, aber alle trauten es ihr zu.

„Ok, dann gehen wir direkt zu meiner Villa und beenden dort das dämliche Meeting.“ sagte Sina und alle waren endlich froh, an ihr Ziel angekommen zu sein.

„Eh? Aber ihr müsst das Meeting…“ wollte Ma Shi sich einmischen, aber der Blick von Sina reichte, dass sie davon nichts hören will. „Die Herrin kann ganz schön gemein werden.“ „Genau, der arme Gildenmeister.“ murmelten die Zwillingsvampire an ihrer Rezeption.

An der Villa angekommen, werden die Abenteurer von Handwerkern und Suki begrüßt. „Herrin, die Arbeiten sind bald vorüber.“

„Gut gemacht. Diese Gäste werden bei uns schlafen.“ nickte Sina und Suki verbeugte sich vor den anderen Abenteurern, nur… bei Melaine sah man eine gewisse Respektlosigkeit.

„Bedaure, aber ich muss noch eine Hundehütte kaufen, damit alle Gäste untergebracht werden können.“ stichelt Suki gegen Melaine.

„Auch lange nicht mehr gesehen Suki. Ich dachte, du wärst längst gestorben?“ ätze Melaine.

„Ihr kennt euch?!“ fragte Sherry und beide antworten gleichzeitig: „Nein.“ was nicht wirklich glaubhaft war.

„Eh… was auch immer. Ich vertraue dir, dass es nicht… böse endet.“ kommentiert Sina es nur und ging in die Villa.

„Also das ist dein Zuhause? Kein Wunder, dass du uns alle beherbergen kannst.“ lobte Christoper und Falco nickte.

„Du kennst doch diese Hausdienerin oder?“ versuchte Thomddir mehr Informationen aus Melaine herauszubekommen, aber in dieser Hinsicht scheint sie sehr stur zu sein. „Nie getroffen.“

Christoper, Falco, Thomddir und Melaine bekamen ihre Gästezimmer zugeteilt, nur bei letzterer konnte man eine lautstarke Diskussion hören.

„Wieso kriegen die anderen normale Zimmer?!“ rief Melaine, aber Suki war davon unbeeindruckt. „Ich verstehe nicht? Gefällt der euch der Wintergarten nicht?“ neckte Suki.

Aber am Ende bekam Melaine ebenso ein normales Zimmer mit zwei Schlafkörben für ihre Wölfe. Am Abend feierten sie dann alle gemeinsam den Sieg über Titanus. Ma Shi, Ascal sowie auch Prashi waren ebenso anwesend und lauschten die Geschichten der Abenteurer. Am meisten waren alle von der Geschichte von Sina fasziniert, wie sie die Welt von oben gesehen hat.

„Ein unbeschreibliches Gefühl war es gewesen. Man muss es selber erlebt haben, was ich gesehen habe.“ sagte Sina am Ende.

„Erstaunlicher ist es doch, dass ihr es überlebt habt, meint ihr nicht auch Lady Sina?“ schmunzelt Ma Shi.

„Irgendwie schon.“ stimmte Sina ihm zu. Sie trug immer noch das Kleid von Neia. Den Zwillingsvampiren, sowie Prashi und Ma Shi wurden die Muster auf dem Arm von Sina erklärt. „Das stimmt nicht so ganz.“ meldete sich Mel.

Den Abenteurern, die Mel nicht kannten, musste erst mal erklärt werden, dass sie keine Bedrohung darstellte. Am Ende kommentierte Neia nur, dass sie eh keine Möglichkeit hätten, Mel ohne Magie zu besiegen.

„Wie… meinst du das?“ fragte Christoper. „Es ist richtig, dass es die Sprache der Götter ist, aber ich kann sie komplett lesen.“ und Mel brachte alle zum Schweigen.

„Du kannst es komplett lesen? Aber… selbst die Personen, die ich kenne, könnten es nicht komplett entziffern!“ wollte Christoper seinen Stolz verteidigen.

„Vermutlich weil ich gestorben bin und… an Wissen gekommen bin, dass… eine normale Person um den Verstand bringen kann? Ich sehe diese Zeichen auf dem Arm zum ersten Mal, aber trotzdem verstehe ich, was darauf steht!“ wehrte sich Mel.

„Dann kläre uns auf Mel.“ verlangte Sina zu erfahren und Mel räuspert kurz:

Das ist die Geschichte über den Fall von Titanus, dem Erdenwächter.

Sieben mutige Kämpfer bekämpften den Koloss.

Zwei wollten ihm seine Sicht wegnehmen.

Drei wollten ihm seine Mobilität wegnehmen.

Einer spießte ihn mit mächtiger Magie auf.

Doch nur der Teufel in Form einer Frau konnte ihn töten.

Titanus ist gefallen und die unheiligen Kreaturen,

die durch ihn in Gefangenschaft waren,

sind nun frei und werden Gaia heimsuchen.

Mel beendete die Erklärung der Geschichte und die Feierlaune sackte in den Keller. „Du heilige Scheiße, willst du mir sagen, dass die Götterbestien einem höheren Zweck dienten?“ war Thomddir der Erste, der die Stille gebrochen hatte.

„Es scheint so, ob damit die anderen Götterbestien auch einem Zweck dienen?“ murmelt Melaine. „Hat das Wölfchen Angst?“ ärgert Suki sie nun und Blitze sprangen wieder aus den Augen der Tiermenschen.

„Ganz ehrlich? Mir egal. Was es auch immer für Kreaturen sein mögen, aber sie sind definitiv schwächer als Titanus, wenn er sie eingesperrt hat. Ich bereue es bestimmt nicht, Titanus getötet zu haben und es wird mich auch nicht daran hindern, die anderen ebenso zu jagen.“ sagte Sina ganz laut ihre Meinung.

„Nun, ich werde die anderen Gildenmeister darüber informieren, dass sie die Augen aufhalten müssen. Ich werde dir bestimmt keinen Vorwurf machen, denn Titanus wäre, wenn ich den Weg richtig verstanden habe, den er gegangen wäre, so oder so an Fanfoss vorbeigekommen.“ nickte Ma Shi.

„Aber Teufel? Was ist das für ein Monster?“ wundert sich Falco über die Beschreibung von Sina. „In… meiner Heimat gab es ein Buch, in dem niedergeschrieben wurde, dass es immer einen Gegenpart gibt. Licht und Dunkelheit, Feuer und Wasser und so weiter. Das trifft dann ebenso auf die Götter. Wenn es einen Gott gibt, dann wäre sein Gegenpart der Teufel.“ erklärte Sina vorsichtig mit ihrem Wissen aus der anderen Welt.

„Aber… das Gegenteil von Gott? Dann müsstest du die gleiche Macht haben wie ein Gott!“ widersprach Christoper.

„Nun, was genau sind Götter? Sie haben uns erschaffen, das ist Fakt, aber sie haben ebenso die Götterbestien erschaffen oder? Ist es dann… unwahrscheinlich, das Sina für diese Götterbestien der Gegenpart ist, also ein Teufel?“ gab Louis seine Bedenken kund.

„Es ist mir egal, ob Sina ein Teufel ist oder nicht, sie ist in erste Linie meine Freundin!“ nahm Sherry Sina in den Arm.

„Das hast du schön gesagt.“ lobte Prashi und einige stimmten ihr zu. „Nun kennen wir die genaue Bedeutung der Muster, lass uns doch weiter feiern. Es bringt nichts darüber zu grübeln, was man sowieso nicht mehr ändern kann.“ meint Ascal und die Feierlaune kehrte zurück.

Die Feier ging bis tief in die Nacht. Christoper ließ nicht mehr von Mel locker, dass sie ihm die Sprache beibringen soll, aber: „Ich weiß nicht mal, wo ich überhaupt anfangen soll, es euch beizubringen! Lass mich in Ruhe!“ waren die letzten Worte von Mel, bis sie ihn mit einer Druckwelle wegschleuderte. Das hielt ihn aber nicht davon ab, weiter Mel auf den Keks zu gehen.

„Bevor… es blutig endet, warum… gehst du nicht mit Mel auf ein Geschäft ein?“ versuchte Sina zu vermitteln und Christoper wollte es sich zumindest anhören.

„Glaube… du hast erwähnt, dass du es von anderen Gelehrten beigebracht bekommen hast oder?“ fragte Sina nach und Christoper nickte und erklärte, dass er diese Sprache öfters in Dungeons findet.

„Dann mach doch folgendes. Skizziere die Steintafeln ab und frag Mel, ob sie es für dich Übersetzen kann, aber vorher sagst du ihr, was du daraus liest. Dann lässt du dich korrigieren und… wenn ihr es öfters wiederholt, vielleicht kommst du selber auf die Erkenntnis.“ war der Vorschlag von Sina.

„Hmm… besser als wenn ich immer diese Druckwelle abbekomme. Aber was will Mel denn haben, damit sie mitmacht?“ hakte Christoper. „Keine Ahnung, das musst du sie schon selber fragen, aber nicht mehr heute.“ warnte Sina.

Im gleichen Zug stellte Sina Prashi Falco und Christoper vor. „Das ist die Dame, die die Briefe geschrieben hat. Ihr könnt die Information nun unter euch austauschen. Tschö!“ ließ Sina Prashi mit den beiden Herren zurück.

„Du… GNRRR! *seufz* Entschuldigung mit der Aktion der Briefe…“ verbeugte sich Prashi vor den beiden Herren, die aber nur grinsten. „Keine Sorge, wir werden dir helfen, aber… können dir nicht versprechen, ob du damit Erfolg haben wirst.“ meinte Christoper.

„Louis hatte immer den Kampf vor Augen. Es gab schon früher Frauen, die versucht haben seine Aufmerksamkeit zu bekommen, aber er hat es immer stets abgelehnt.“ brummte Falco.

„Sogar eine ganze Gruppe von Frauen ließ er eiskalt abservieren, was zu Problemen führte, aber ich glaube, er hat nie wirklich verstanden, was sie genau von ihm wollten.“ erinnerte sich Christoper.

„Hmm, müsste ich ihn im Kampf besiegen, damit ich seine Aufmerksamkeit bekomme?“ fragte Prashi und beide Herren schütteln ihre Köpfe.

„Besser nicht, ihr müsst einen anderen Weg einschlagen und genau da ist das Problem, wo wir dir eigentlich weniger helfen können.“ sagte Falco traurig.

„Wir wünschen dir natürlich viel Glück dabei, denn es würde ihm wirklich gut tun, wenn er eine Partnerin hätte, aber er hat nicht wirklich… den Stoff für einen guten Ehemann.“ nickte Christoper und Prashi wurde rot am Gesicht.

„Eh.. Ehemann? Man muss nicht immer gleich den Bund einer Ehe eingehen, wisst ihr?“ stottert Prashi.

Die Männer erzählten Prashi alles wichtige, was es zu Louis zu wissen gilt, aber letztendlich liegt es bei Prashi, denn Louis wird nicht einen Finger krumm machen für eine Beziehung.

Thomddir dagegen ließ nicht locker bei Melaine und wollte ihre Beziehung mit Suki wissen. „Du lässt nicht locker oder?“ war Melaine genervt. „Nun, wenn meine Kameradin ein Problem hat, würde ich schon gerne wissen, ob ich nicht… helfen kann?“ sagte Thomddir es mit einem ernsten Ton ohne weitere Hintergedanken. Scheinbar war ihr gemeinsamer Kampf gegen Titanus ein tieferer Bund der Freundschaft, aber Melaine wurde nur leicht rot im Gesicht.

„ … Bei diesem Problem kannst du nicht helfen. Ich kann dir was sagen, aber das würde nur zu einem Kampf führen mit Suki und sie ist eine Freundin von Sina, also lass ich es bleiben.“ erklärt Melaine.

„Verstehe… und es hilft nichts sich mit ihr auszusprechen?“ wundert sich der muskelbepackte Zwerg mit der roten Irokese.

„Nein, es hat weniger was mit aussprechen zu tun, sondern eher mit Traditionen die wir Tiermenschen in unseren Clans pflegen. Ich… bitte dich wirklich, lass es ruhen. Wenn Suki es von sich aus sagt, ok, aber nicht von mir.“ schüttelt Melaine den Kopf.

„Schade eigentlich. Aber mit Traditionen kenne ich mich aus, wir Zwerge halten uns ebenso eisern an die Traditionen!“ nickte der Zwerg verständnisvoll.

„Wie schaut es aus, wann bekomme ich meine Kimonos zurück meine liebe Sherry?“ fragte Sina freundlich.

„Eh… bald?“ versuchte Sherry es aufzuschieben. Sina seufzte nur und kommentierte: „Dann gib mir mehrere Bündel Kleidung. Ich möchte nicht wieder irgendwo nackt enden, weiß du?“

„Keine Sorge. Ich werde mich beeilen. Wie findest du das Kleid von Neia?“ hakte Sherry nach. „Sehr… luftig. Wäre es nicht so eng, würde es mir runterrutschen.“ erklärte Sina und Neia blickte niedergeschlagen nach unten und seufzte.

„Wie… lief dein Training?“ rächte sich Neia nun an Sherry. „Ah! Kann nun Lichtzauber anwenden!“ berichtet Sherry mit Stolz.

„Echt? Das ging aber schnell.“ überlegte Neia verwundert. „Also „Lichtstrahl“ und „Strahlendes Licht“ kann ich auch ohne den Spruch anwenden!“ strahlte Sherry.

„Strahlendes Licht?“ wunderte sich Sina. „Ja, schau…“ und der Raum wurde auf einmal sehr hell…

„Das… Dumme ist nur, dass ich davon selbst geblendet werde.“ murmelt Sherry. „Merke ich…“ antwortet Sina nur trocken.

„Du solltest den Zauber am besten nicht mehr anwenden… Und was ist mit Dunkelheit?“ hakte Neia nach.

„Das… ist schon etwas schwieriger. Es ist… wie mit Erde oder Wind. Irgendetwas fehlt, dass ich dieses Element nicht nutzen kann.“ war Sherry traurig.

„Dann bleiben wir bei Licht. Dann bringe ich dir weitere Lichttechniken bei.“ nickte Neia stolz auf ihrer Schülerin.

„Und… was machen die Kampfübungen?“ fragte Louis nun. „Keine Ahnung wie ihr es gemacht habt, aber… Mio hatte Probleme gehabt mit dem neuen Kampfstil. Nicht das… sie gewonnen hätte oder so, aber scheinbar verlässt sie sich immer noch auf die Werte, die sie ablesen kann.“ berichtet Sherry.

„Ich glaube, du solltest ein anderes Schwert nehmen.“ meldete sich Mio. „Wie… meinst du das?“ hakte Louis nach.

„Das magische Schwert, was Sherry benutzt ist für einen normalen Kämpfer in Ordnung, aber ich glaube, das Schnelligkeit bei dem Kampfstil von Sherry eine höhere Bedeutung hat.“ erklärte Mio und Tio nickte zustimmend. „Genau, wenn sie eine Klinge hätte, die unserer ähnlich wäre, könnte es sogar besser werden.“

„Hmm, das habe ich nicht beachtet. Ihr habt beide ein gutes Auge und denkt nach.“ lobte Louis und die Zwillinge bekamen rote Wangen. „Eh hehehe, wir wurden gelobt!“ „Mehr!“

„Wäre es dann nicht Zeit, das Sherry beide Fähigkeiten gleichzeitig einsetzt?“ dachte Sina laut und Neia sowie Louis schauten sich an.

„Nun… irgendwann muss sie damit anfangen.“ stimmte Louis zu und Neia nickte ebenso. „Sie hat zumindest ein paar magische Fähigkeiten, die brauchbar als Schwertmagier sind.“ sagte Neia und Sherry schien was einzufallen.

„Das habe ich glatt vergessen, aber ich habe nun den Beruf Schwertmagier-Neuling!“ rief sie freudig und wird von Sina umarmt. „Na schau doch mal an, wohin mein Mädchen gekommen ist.“ war Sina voller Stolz auf das ihre Freundin die einen roten Kopf bekam.

„Glückwunsch.“ grinste Louis und Neia stimmte ihm zu. „Was hat sich denn verändert, als du den Beruf angenommen hast?“ fragte die Magierin.

„Ich hatte vorher nur Kämpferin gehabt ohne eine spezielle Waffenart. Beim Wechsel der Berufe ist meine Stärke gefallen, aber mit dem neuem Beruf habe ich nun mehr Mana, Schnelligkeit und Ausdauer!“ erklärt Sherry.

„Genau die richtigen Attribute für einen Schwertmagier.“ nickte Sina zufrieden. „Jetzt muss ich nur jemanden finden, gegen du kämpfen wirst.“

„Eh?“

Kapitel 118

Ich bin wiedergeboren und habe Tattoos?!

Die Abenteurer übernachteten auf der sicheren Plattform und das Wasser zog sich in der Nacht wieder zurück. Am nächsten Tag wurde Neia zuerst wach, obwohl sie sich kaum bewegen kann.

„Ahh, Prinzessin Neia wird wach.“ grüßte Ascal sie. Neia drehte ihren Kopf zur Seite und sah die anderen Abenteurer, aber auch Sina, die neben ihr lag und schlief mit einer großen Beule auf der Stirn.

„Haben… wir es überstanden?“ flüstert Neia und Ascal nickte. „Ja, Titanus wurde besiegt, sein Körper liegt drüben und ihr habt im letzten Moment Sina gerettet.“ berichtet Ascal.

„Nur eins habt ihr verpasst.“ stand Christoper an ihrer Seite. „Und… was genau?“ fragte Neia müde.

„Scheinbar werden die Taten über den Kampf einer Götterbestie auf den Körper des Siegers in der Sprache der Götter niedergeschrieben.“ erklärt Christoper in einem ruhigen Ton. „Eh?!“ wurde Neia nun hellwach.

„Nun, ich weiß nicht wie mächtig du mit dieser Sprache bist, aber Sinas rechter Arm ist komplett mit Mustern verziert.“ zeigte Christoper auf den Arm von Sina. Neia schaute es sich an und tatsächlich, braune Zeichen mit goldenen Verzierungen waren auf dem Arm.

„Tut mir leid, aber mit dieser Sprache habe ich mich ganz bewusst nicht eingelassen. Was steht dort niedergeschrieben?“ fragte Neia aufgeregt.

„Es wird über unseren Kampf berichtet und wie Sina es getötet hat. Aber mehr kann ich daraus auch nicht lesen.“ sagte Christoper.

„Oh… warum bin ich so kraftlos… wieso hat Sina da so eine Beule?“ wundert sich Neia. Die anderen Abenteurer drehten nur ihre Köpfe weg.

„Ein Stein ist ihr auf den Kopf gefallen nachdem Titanus gefallen ist und… hat sie bewusstlos geschlagen.“ klärte Ascal sie auf.

„Ernsthaft?“

Ein weiterer Tag verging und Neia konnte sich wieder bewegen. „Endlich…“ seufzte sie zufrieden. „Fehlt nur noch Sina. Wir können sie in diesem Zustand nicht runter tragen.“ sagte Thomddir. Sie haben ihre Route nach unten schon festgelegt, aber sie können keine Bewusstlose runter tragen, ohne sich selber in Gefahr zu bringen.

„Wir können nochmal das Riechsalz nutzen, aber mein Instinkt sagt mir, dass ein nächster Kampf bevorsteht.“ murmelt Christoper.

„Warum küsst ihr sie nicht wach?“ schlägt Melaine vor und grinst böse. Die Männer schauten die Tierfrau an, als wäre sie der Dämonenkönig. „Bei einer anderen Frau hätte ich es mir überlegt, aber Sina? Vor allem fürchte ich mich mehr vor ihrer Freundin, wenn sie es erfährt.“ schaudert Thomddir.

„Vielleicht… kann ich ja was machen.“ sagte Neia und legte ihre Hand auf die Beule. Scheinbar funktioniert die Regenerations-Fähigkeit nicht so wirklich oder sie repariert woanders die Schäden in Sinas Körper. Neia murmelte einen schwachen Heilzauber und die Beule verschwand.

„Hmm… Entweder ist sie wirklich müde oder irgendetwas anderes hindert sie daran auf zu stehen.“ überlegte Neia laut.

„Urgh…“ stöhnte Sina auf einmal und alle Abenteurer kamen zu ihr. Sina blinzelte mit ihren Augen. „Eh? Wo bin isch?“ und rieb sich mit dem linken Arm die Stirn.

„Vor dem zerstörtem Gildenhaus. Du hast Titanus besiegt und wurdest… von einem Stein getroffen, der dich wieder schlafen gelegt hatte!“ erklärte Louis.

„Ah… deswegen diese Kopfschmerzen… Hmm?“ sah Sina nun ihren rechten Arm. „Was… ist das?!“ Sina drehte ihren rechten Arm hin und her und überall waren Tätowierungen in braungoldener Farbe.

„Nun, wir können dir sagen, wie es dazu gekommen ist.“ meldete sich Christoper und erklärte, wie sie es bekam und welche Bedeutungen sie haben.

„Ah… muss ich also damit rechnen, wenn ich weitere dieser Dinger töte, dass ich irgendwann keine freie Haut mehr habe ohne diese Muster“ war Sina niedergeschlagen und hob den Mantel hoch. „Eh?! Wieso bin ich nackt?!“ rief sie.

„Nun… als du vom Himmel zurückkamst standst du unter Feuer, das dürfte der Grund sein.“ murmelt Falco.

„Dann meine Herren, tut mir doch einen Gefallen und springt runter!“ sagte Sina es mit einem düsteren Gesicht.

„Warum?!“ riefen sie fast gleichzeitig. „Weil ihr mich nackt gesehen habt!“ bekamen sie als Antwort.

„Na, du solltest nicht so grob zu ihnen sein, sie haben alle geholfen dich zu finden, als Titanus auf dich fiel.“ beruhigte Neia Sina.

„Tz, aber das sage ich Sherry weiter.“ drohte Sina sehr böse und nur Louis und Thomddir mussten schlucken. Sherry war am üben und musste niesen.

„Hast du denn was anzuziehen?“ fragte Neia und Sina kramte in ihrem Inventar. „Ah… mein Katana. Zeit das du dich wieder ausruhst.“ grüßte Sina und legte es wieder ins Inventar.

„Sag mal, dass ist doch eine lebendige Waffe oder?“ fragte Louis und Sina seufzte nur. „Ja, ist sie und nein, ich sage nicht, was sie kann.“

„Warum hast du es nicht im Kampf gegen mich eingesetzt? Diese Aura…“ wollte Louis mehr erfahren. „Gerade wegen dieser Aura wären unbeteiligte Zuschauer gestorben. Meine Katana hat noch ein paar Tricks mehr auf Lager, aber die sind alle tödlich genug, dass ich sie nur mit Bedacht einsetzen kann.“ erklärte Sina.

„Was muss ich zahlen, damit du mir das Geheimnis verrätst?“ fragte Christoper nun. „Unbezahlbar.“ kam nur als Antwort und Christoper ließ seine Schulter hängen und wird von Falco getröstet.

„Huch? Was ist das denn?“ wunderte Sina sich und holte einen braungrauen leuchtenden Monsterstein aus dem Inventar. „Das… ist bestimmt der Monsterstein von Titanus. Ich weiß nicht, ob es eine Gilde gibt, die genug Gold dafür hat, ihn dir zu bezahlen!“ staunte Thomddir.

„Ich werde ihn behalten, warum sollte ich den verkaufen? So einen Monsterstein gibt es nur einmal auf der Welt!“ sagte Sina, die wusste, was sie damit machen wird. „Und… was genau hast du damit vor?“ fragte Melaine. „Geheim.“ und alle rollten ihre Augen.

„Du gibst aber auch nichts preis oder?“ nörgelt Ascal. „Warum sollte ich meine besten Tricks verraten? Ihr habt doch auch Geheimnisse, die ihr für euch behaltet!“ widersprach Sina und legte den Monsterstein zurück ins Inventar.

„Und nein, scheinbar hat Sherry alle meine Kimonos…“ war Sina wieder niedergeschlagen. „Meine Herren… wenn ihr… euch vielleicht woanders hinbegeben könntet, damit Sina sich anziehen kann? Ich leihe ihr ein Kleid.“ befahl Neia und die Männer gingen.

Neia holte ein Magierkleid aus ihrem Inventar und überreichte es Sina. „Danke…“ flüstert Sina nur. „Keine Ursache, wir können dich doch nicht nackt herumlaufen lassen, auch wenn ich es dir zutrauen würde.“ kichert Neia.

„Meinte eher, dass du mich gerettet hast.“ sagte Sina und zog das Kleid an. „Ebenso keine Ursache. Wenn man es eng sehen will, hast du uns aus einer misslichen Lage gerettet. Wie… war es dort oben?“ fragte Neia, während sie Sina beim Ankleiden zuschaute.

„ … Wunderschön. Ich habe Alliancia von oben gesehen und mich gefragt, warum die Reiche immer wieder gegeneinander Krieg geführt haben.“ berichtet Sina. Das Kleid hatte vorne einen großen V-Schnitt, der bis zu ihrem Bauchnabel ging und ihre Brüste äußerst knapp bedeckten.

„Ich wusste, warum ich dir dieses Kleid gegeben habe. Deine Brüste sind einfach zu groß und ich wollte nicht, dass es kaputt geht.“ nickte Neia.

„ … Danke.“ kommentiert Sina nur. Eine Diskussion hätte nichts gebracht. Die Männer kamen zurück und zumindest Ascal, Falko und Christoper bekamen einen roten Kopf. „Keine Kommentare!“ warnte Sina.

„Nun, da du ja endlich wach bist, können wir die zerstörte Plattform verlassen.“ sagte Thomddir. „Und was waren die Pläne für danach?“ hakte Sina.

„Hmm, ehrlich? Keine Ahnung. Das Meeting… ist leider immer noch…“ wollte Melaine berichten, aber wird von Sina unterbrochen.

„Stopp. Ich mache ein Angebot. Wir gehen alle zurück zu meiner Villa in Fanfoss und beenden endlich dieses dämliche Meeting. Ich will nicht schon wieder warten auf einen neuen Ort, wo das Meeting stattfinden soll. Ich habe genug Zimmer, wo ihr schlafen könnt und Verköstigung ist ebenso vorhanden.“ bot Sina an.

„Ho? Das kling doch ideal. Ich habe gehört, dass bei dir Vampire und Geister leben?“ grübelt Christoper. „Und ein Katzenmensch.“ fügte Sina hinzu. „Die Betten sind weich und das Essen ist lecker. Seid doch ehrlich, nach diesem Kampf brauchen wir doch alle unsere Ruhe und wollen danach wieder unser eigenes Ding drehen.“ lockte Sina weiter in ihrem reizendem Kleid.

„Wer dafür ist, soll die Hand heben.“ meldete sich Neia und alle Hände außer Ascals gingen nach oben. „Dann wäre es beschlossen. Ascal geht vermutlich eh seinen Weg oder?“

„Das ist richtig meine Liebe. Ich… weiß nicht ob man Saifa wieder aufbauen will, aber meinen Posten als Gildenmeister hier dürfte ich vergessen, wenn es keine Gilde gibt.“ grinste Ascal traurig.

„Och, Ma Shi wird sich bestimmt freuen, wenn er Unterstützung bekommt. Glaube ich zumindest.“ meinte Sina. Ma Shi bekam auf einmal einen kalten Rücken und ahnte Schreckliches.

„Soll ich deine Wölfe tragen?“ bot Thomddir seine Hilfe Melaine an, die etwas schüchtern wirkte. „Es… wäre hilfreich.“

„Ist zwischen ihnen was passiert?“ flüstert Sina Neia ins Ohr. „Hm… Thomddir hat sein Leben eingesetzt, um Melaine und Louis vor der großen Wasserwelle zu retten, indem er sie mit aller Kraft auf diese Plattform geworfen hat.“ flüstert Neia zurück.

„Glaubst du… er hat eine Chance?“ tuschelt Sina wieder. „Keine Ahnung. Das wäre die ungewöhnlichste… Verbindung von der ich je gehört hätte. Zwerge haben eigentlich nur Augen für Zwerginnen.“ überlegte Neia. „Arme Frau…“ murmelt Sina und Neia nickte ebenso und dachte dann an Sherry.

„Ok, wir wollen dann nicht länger warten. Lasst uns direkt mit der Reise nach Fanfoss beginnen.“ lässt Christoper die Reise starten.

Da die Abenteurer nun zu Fuß reisen mussten, kamen sie erst am zweiten Tag in Fanfoss an. Unterwegs sahen sie komplette Veränderungen des Landes, nach dem Titanus mehrere Erdbeben verursachte. „Das dürfte die Kartografen in Verzweiflung stürzen. Sie werden Jahre brauchen, bis sie wieder eine aktuelle Karte haben.“ meinte Falko.

„Ich frage mich, ob dadurch neue Ruinen freigelegt wurden. Viele untergegangene Zivilisationen sind bisher immer noch unentdeckt.“ freute sich Christoper.

„Eh? Titanus hatte den Beinamen der Erdenwächter? Hatte er nun eine tiefere Bedeutung?“ wunderte sich Sina, als Louis ihr erzählte, dass sie alle die Nachricht bekamen.

„Ich… weiß es nicht. Nur die Götter alleine wissen, welche… Funktion diese Götterbestien haben.“ sagte der Schwertheilige nur.

„Aber am meisten interessiert mich dein neuer Titel „Götterbestienjäger“. Damit dürftest du nun zusätzlichen Schaden an ihnen verursachen können.“ grinste Thomddir.

„Nun, ich lehne es nicht ab. Mein Gefühl sagt mir, das die anderen sich etwas mehr wehren werden als es der Felsklotz getan hat.“ dachte Sina laut.

„Du willst nun den nächsten jagen gehen? Willst du dir… nicht eine Pause gönnen oder so? Ich könnte dich in einen Dungeon mitnehmen oder so.“ bot Christoper an, der wusste, das Sina Tierra und Glacia auf der Liste hatte.

„Danke für das Angebot, aber irgendwie… reizt es mich nicht wirklich, da reinzugehen. Klar, eine Pause werde ich mir gönnen, aber danach gehe ich wieder auf die Jagd!“ lehnte Sina das Angebot ab.

„Wen… willst du denn als nächstes jagen gehen?“ fragte Melaine. „Tierra.“ kam die Antwort. „Eh? Der lebt doch im größten aktiven Vulkan von Vurdinia. Wie willst du denn an ihn herankommen? Dort herrscht eine Hitze, wo deine Ausrüstung leiden wird!“ staunte Thomddir.

„Keine Sorge, ich arbeite daran. Auch mir sind Grenzen gesetzt.“ beruhigte Sina den Zwerg, aber keiner wollte Sina wirklich den Glauben schenken, dass sie irgendwelche Grenzen hätte.

„Willst du ihnen nicht sagen, wer als nächstes auf der Liste steht?“ kommentierte Neia nur und alle schauten Sina an.

„Petze… Ok, Christoper weiß es sowieso schon, aber nach Tierra will ich das Problem mit Glacia annehmen. Einige… Informationen habe ich schon, nur… an der Umsetzung arbeite ich noch.“ seufzte Sina.

„Glacia? Ist das nicht wo…?“ wollte Falco Christoper fragen, aber er schüttelt nur traurig den Kopf. Falko seufzte ebenso, denn er kennt die tragische Geschichte.

„Und was ist mit Winda?“ hakte Melaine nach. „Zu ihm habe ich die wenigsten Informationen. Keine Ahnung, wie ich überhaupt an ihn ran kommen soll. Dazu müssten mir Flügel wachsen oder ähnliches.“ überlegte Sina laut.

„Aber du denkst darüber nach…“ murmelt Melaine nur.

Im göttlichen Raum:

Die Göttin überlegte, wie sie die neuen Pflanzen erschaffen soll für Gaia, als auf einmal die Meldung kam, das Titanus besiegt wurde.

„Bitte? Wieso… ist der Erdenwächter getötet worden? Sind die Bewohner nun ganz verrückt geworden?!“ fluchte die Göttin und zauberte ein Bild hervor, wo sie den Kampf von Titanus sehen konnte.

„Wer… ist diese Frau?“ wundert sich die Göttin und wollte Informationen über sie auf rufen, aber es ist nicht möglich. Egal in welcher Art und Weise, aber die Göttin bekommt keinerlei Informationen über diese Siegerin.

„Wie ist das möglich?!“ staunte die Göttin und grübelte. Diese Frau ist keine Kreation von mir, soviel ist sicher. Daher schaut sie, was die Frau bisher alles getan hat und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

„Das… ist kein Mensch. …! Hat etwa mein dunkler Zwillingsbruder was damit zu tun?! Lass mich das weiter prüfen…“ Die Göttin spulte die Zeit zurück, bis sie diese Frau nicht mehr sehen konnte. Erst als sie durch Barriere kam, verstand die Göttin alles.

„Sie ist eine Dämonin… aber woher hat sie diese Stärke?“ fragte sich die Göttin und lauschte nun alle Gespräche, die diese Frau führte.

„Wieso… habe ich den Eindruck, dass diese Dämonin andere Pläne hat? Es ist schon schlimm genug, das Titanus getötet wurde, damit hat sie alle eingesperrten Götterbestien und andere schlimme Kreaturen aus ihren Kerkern befreit. Wenn sie sich vollständig aus ihrem Kerker befreit haben, herrscht das blanke Chaos auf der Welt!“ fürchtete die Göttin um das Schlimmste.

„Was… kann ich nur tun? Mit dieser Stärke kann es niemand mit ihr aufnehmen von meinen erschaffenen Kreationen. Nur wahrlich die stärksten Monster auf dieser Welt dürften es können, aber sie werden bestimmt nicht auf mich hören…“ war die Göttin traurig. Die Monster waren eine Kreation von ihr und ihrem dunklen Zwillingsbruder.

„ … Ich muss wieder Helden aus der anderen Welt beschwören.“

Kapitel 117

Ich bin wiedergeboren und der Kampf nach Titanus

Das Erdbeben durch den Fall von Titanus war vorüber und die kommende Welle haben die Abenteurer ebenso überstanden. Ihr sicherer Zufluchtsort war leider immer noch von Wasser umgeben. Es hat aber wenigsten aufgehört zu regnen und die Sonne strahlte über das zerstörte Gebiet.

Neia und Sina waren bewusstlos, so bauten sie aus den Trümmern der Häuser ein behelfsmäßiges Dach. Sina hatte eine massive Beule auf der Stirn, als ihr ein Stein auf den Kopf fiel.

„Sie krachte in Titanus rein und überlebte und ein einfacher Stein schlug sie wieder ins Reich der Träume.“ schüttelt Thomddir lachend den Kopf.

„Tja, aber das beweist, was für einen Dickschädel sie hat. Vermutlich könnte sie Monster mit einfachen Kopfschlägen töten.“ grinste Christoper, der das Riechsalz wieder in sein Inventar einpackte.

„Leute? Irgendetwas kommt aus Titanus raus.“ rief Ascal und alle schauten panisch zu dem leblosen Körper. Braunartige leuchtende Faser bildeten sich zu einer Kugel, die man nicht übersehen konnte. Dann hörte es auf und sie kam auf die Abenteurer zugeflogen.

Jeder zog seine Waffen um sich zu wehren, weil sie nicht wissen, was… das für ein Ding sein soll. Es schwebte über ihnen, besser gesagt über Sina und aus der Kugel kamen die Fasern wieder herausgeflogen und fielen auf den rechten Arm von Sina.

Louis schlug danach, aber er richtete nichts aus. Sie verbanden sich wieder und ihr Treiben ging weiter. Auf Sinas rechtem Arm bildeten sich Muster und sie schien Schmerzen zu haben, zumindest schwitzte sie auf einmal sehr stark.

„Was… ist das?! Was macht es mit Sina?“ rief Melaine. Falco schoss auf die Kugel, aber der Pfeil ging einfach durch die Kugel.

Die Kugel selber wurde immer kleiner, je mehr Muster sie auf den Arm gezeichnet hat, bis sie komplett verschwand. Sinas rechter Arm ist komplett mit braunen und goldenen Zeichnungen tätowiert.

Die Schmerzen schienen für Sina vorbei zu sein und sie beruhigte sich wieder. „Was… ist jetzt genau passiert?“ fragte Ascal. Louis streicht mit einem Finger über die Tätowierung, aber sie war fest auf der Haut.

„Es ist ein Teil von Sina geworden, aber…“ Louis wusste auch nicht weiter. „Christ? Worüber grübelst du?“ hakte Falko nach. Alle drehten ihre Köpfe zu Christoper, dem man ansah, dass er schwer nachdachte.

„Ich glaube… nein. Ich weiß was es ist.“ nickte Christoper und alle warteten auf eine Erklärung. „Ich habe… diese Zeichen… Nein, das sind keine Zeichen, sondern es ist eine Sprache. Die Sprache der Götter.“ und lässt die Bombe platzen.

„Die Sprache der Götter? Davon habe ich ja noch nie gehört!“ rief Thomddir und die anderen stimmten ihm zu. „Woher weißt du das?“ frage Louis.

„In einigen richtig alten Dungeons habe ich solche Zeichen schon mal gesehen. Meist waren sie auf längst verwitterten Steintafeln niedergeschrieben. Nur wenige… Gelehrte können diese Sprache entziffern und ich konnte einen dazu überreden, mir dies beizubringen. Ich gehe nicht näher darauf ein, nur soviel will ich gesagt haben, dass man die Sprache der Götter noch nicht vollkommen entziffert hat.

Meistens stehen auf diesen Tafeln, was die Dungeons früher waren oder andere alte Geschichten. Als die Götter diese Dungeons erschaffen haben, waren da auch Warnungen über gewisse Kreaturen, die irgendwo eingesperrt sind.

Was auf Sinas Arm steht… kann ich nur raten, aber es sagt aus, dass sie Titanus besiegt hat. Hier, das stellt uns dar und dieses Symbol ist Sina. Es ist mehr eine kleine Geschichte, wie der Kampf gegen Titanus stattgefunden hat und Sina ist nun eine wandelnde Geschichte.“ erklärt Christoper respektvoll.

„Eh? Auf den ersten Blick sehen sie wie schöne Verzierungen aus, aber… dass sie eine Geschichte darstellen, da wäre ich überhaupt nicht drauf gekommen.“ brummte Falko.

„Puh… also hat Sina uns mehr oder weniger den Hintern gerettet?“ fragte Melaine, aber keiner konnte diese Frage richtig beantworten.

„Was war das denn eigentlich für eine Aura? Im Kampf gegen Louis hat sie die überhaupt nicht eingesetzt.“ fragte nun Ascal und Louis erklärte es.

„Ihr… Schwert ist eine lebendige Waffe. Ich weiß nicht, wie sie es geschafft hat, ihm solch eine Aura beizubringen, aber ich kann mir vorstellen, warum sie es nicht eingesetzt hat. Zivilisten haben nicht wirklich irgendwelche Resistenten und hätte Sina es in der Arena gegen mich eingesetzt, hätte es vermutlich viele Tote gegeben.“ und Christoper nickte bei der Erklärung.

„Kein Wunder warum sie keine lebendige Waffe von mir wollte, als ich ihr eine angeboten habe.“ dachte Christoper. Er hatte es geahnt, aber Sina hat es bisher auch nicht bestätigt.

„Nun, was machen wir jetzt?“ fragte Thomddir. „Warten wir bis das Wasser zurück ins Meer geht. Mehr können wir leider nicht machen, zumal wir zwei bewusstlose Damen haben.“ sagte Louis.

„Wenn… ich mich recht erinnere, wurde doch schon mal eine Götterbestie in der Vergangenheit erlegt oder? Gab es da auch so eine Nachricht, wer sie getötet hat?“ fragte Falco.

„Nein, aber man hat auch nicht wirklich viel darüber berichtet, so als würde man daraus ein großes Geheimnis machen. Wobei ich das Geheimnis kenne.“ mischte sich Ascal ein und klärte die Abenteurer darüber auf.

„Willst du uns auf den Arm nehmen? Eine beschworene Heldin und eine Dämonin hätten es gemeinsam bekämpft?“ brachte Melaine es auf den Punkt.

„Richtig, aber das ist die inoffizielle Geschichte. Sie hörte sich so unglaublich an, dass man sie nicht wirklich dem Volk erzählen wollte. Kein Wunder, es war wieder Krieg und man wollte nicht unbedingt sagen, dass… es Dämonen gibt, die kein Interesse am Krieg hatten.“ nickte Ascal.

„Hmm… Sina sah zumindest mit ihrer Fähigkeit wie eine Dämonin aus. Meine Hände haben richtig gezittert, als ich es gesehen habe.“ gestand Christoper.

„Das… dürfte ihre andere Fähigkeit sein. Als ich Schwertlevel 11 erreicht habe, bekam ich direkt zwei Fähigkeiten freigeschaltet, die ihr alle gesehen habt und dies dürfte bei Sina ebenso der Fall sein… Aber die zweite Fähigkeit war… komplett anders. Bei meiner Fähigkeit strahlt es Ruhe und Frieden aus, dass alles möglich ist, aber Sinas? Pure Zerstörung, schlimmer als der Zerstörungsschnitt.“ erklärt Louis.

„Sei ehrlich, wie viele Schwertmeister gab es in der Geschichte, die Level 11 oder höher erreicht haben?“ fragte nun Falko.

„Glaube… ein Dutzend?“ überlegte Louis. „Und… meinst du nicht, dass diese zweite Fähigkeit bei jedem ein bisschen anders sein könnte? Vielleicht nach der Persönlichkeit der Person oder etwas ähnlichem?“ hakte Falko weiter nach und Louis verstand, was er sagen wollte.

„Hmm, ich verstehe. Das könnte vielleicht sogar hinhauen.“ stimmte Louis zu. „Hoffnungsvoller Schnitt und Louis, irgendwie widersprüchlich wenn ich an die Vergangenheit denke.“ murmelt Christoper und schaute weg.

„Nun, wie es auch ist. Wir können uns endlich ausruhen und müssen ja sowieso warten.“ sagte Thomddir und legte sich auf den Rücken und genoss die Sonne.

Irgendwo auf der Welt in einer Burg:

„Vater… alle meine Geschwister sind nun da.“ verbeugte Justus sich vor dem Vampirkönig Acula. „Prächtig, wie viele Jahrhunderte ist es her, dass wir ein Familientreffen haben? Ich glaube man kann es an einer Hand abzählen.“ grinste Acula.

Justus schnipste mit dem Finger und seine Geschwister kamen herein. Seine Brüder Warren, Tallon, Dragos und Jasper sowie seine Schwester Fae und Karlene.

„Meine Kinder, es freut mich wirklich, euch gesund und munter wieder zu sehen!“ grüßte Acula, aber sie schwiegen alle.

„Kannst du mir verraten, warum ich überhaupt antanzen soll, nachdem du mich verbannt hast?“ fragte Fae mit langen grauen Haaren und einem blutroten Kleid mit einer scharfen Stimme, was Acula nur zum Schmunzeln brachte.

„Nun, du hast damals die wichtigsten Regeln gebrochen. Du solltest mir lieber dankbar sein, dass es nur bei einer Verbannung geblieben ist, aber wenn du möchtest, können wir das Problem auch direkt hier erledigen.“ lächelt Acula, aber seine Augen lachten nicht.

„Wo ist eigentlich meine ältere Schwester Camilla? Macht mal wieder Jagd auf Elfen oder?“ fragte der bullige Dragos. Eine große Narbe ging schräg über sein Gesicht und überall waren Muskeln an seinem Körper zu sehen.

„Hast du es nicht gewusst? Camilla wurde getötet, als sie auf der Jagd nach Tio und Mio war.“ wunderte sich Justus und alle seine Geschwister rissen ihre Augen auf.

„Camilla ist tot und… wurde ausgerechnet von den dämlichen Zwillingen getötet?“ staunte Tallon, ein dürrer Mann mit einem Dreizack.

„Nein. Tio und Mio haben zwar gegen sie gekämpft und sie hatten sogar Hilfe von einem Vieh, aber letztendlich war es jemand anderes gewesen, der sie mitten auf der Straße getötet hat.“ erklärt Justus.

„Genau. Die Mörderin meiner Tochter war es auch, die mein Spielzeug Ludwig Kelmont getötet hat, aber auch meinen Töchtern Mio und Tio Unterschlupf gewährt und in einer Abenteuergilde arbeiten lässt.“ knirschte Acula.

„Bitte? Die Zwillinge leben unter Vieh und arbeiten sogar für Vieh? Sie sind ja wirklich tief gefallen…“ schüttelte Karlene in einer engen Lederhose und Lederweste den Kopf.

„Wer… ist denn diese Mörderin? Sie muss ja stark sein, dass sie Camilla und Ludwig töten konnte.“ fragte Warren mit seinem bulligen Oberkörper und der dunklen Stimme.

„Niemand anderes als Sina die Verteidigerin, Heldin von Efrana, Reichskanzlerin aus Osnain und die Bezwingerin von Titanus.“ sagte der Vampirkönig und dies brachte alle Anwesenden zum schweigen.

„Diese Frau, dessen Nachricht vor unseren Augen erschien? Kein Wunder das Ludwig und Camilla gestorben sind, wenn jemand eine Götterbestie töten konnte.“ zollte Jasper mit Narben in Gesicht und Armen ihr Respekt.

„Richtig. Diese Frau war vorher ein Niemand, außer dass sie meinem Freund, dem Lichkönig, das Leben schwer machte, indem sie seine Armee zerstörte, Kelmont getötet hat und anschließend ihn. Normalerweise mache ich ja persönlich Jagd auf solche Geschöpfe, aber ich wollte das Spiel ändern, indem ich sie einlade und ihr sie bekämpft. Was ich nicht wusste, dass sie Tio und Mio unter ihre Fuchtel nahm und ich damit Camilla in den sicheren Tod geschickt habe.“ knirschte Acula mit den Zähnen.

„Puh… wenn ich ehrlich bin, das letzte mal als ich gegen eine Götterbestie gekämpft habe, musste ich mich zurückziehen, sonst wäre ich förmlich verbrannt. Ist das nicht ein Gegner für euch oder Justus, Vater?“ erinnert Dragos sich an den Kampf gegen Tierra.

„Hoo? Willst du mir sagen, dass du ein Schwächling bist?“ grinste Justus und zwischen den beiden Brüdern sprangen die Blitze aus den Augen.

„Nur dafür durfte ich aus Snolonien wieder heimkehren? Damit ich… jemanden töte, nur weil es dir danach ist?“ zischte Fae. Auf einmal stand Acula vor ihr und verpasste Fae eine Ohrfeige, dass sie in eine Wand krachte.

„Meine Liebe, ich glaube, ich habe mich vorhin nicht richtig ausgedrückt, dir fehlt scheinbar der nötige Respekt mir gegenüber.“ sagte Acula mit einer tödlichen Stimme. Man sah, dass Fae etwas sagen wollte, aber sie schluckte es herunter.

Bis auf Justus hat keiner gesehen, wie ihr Vater sich bewegt hatte. „Glaube Fae hat es verstanden und wird… sich zu benehmen wissen. Möchtest du nicht deinen Plan erklären Vater?“ sprang Justus Fae zu Hilfe, aber er grinste sie böse an, was Fae nur mehr erzürnte.

„Wohl gesprochen mein Sohn. Nun denn…“ erklärte Acula sein Spiel und seine Kinder hörten ihm zu. „Wer soll die Einladung aussprechen?“ fragte Jasper nach der Erklärung.

„Ich dachte, das Justus das machen wird. Er kennt sich ja in Alliancia gut aus und dürfte… der Mörderin einen Grund geben, die Einladung anzunehmen.“ grinst Acula und Justus nickte nur.

„Du Mistkerl willst mich nur demütigen!“ dachte Justus in Gedanken, dass er in eine Stadt voller Vieh gehen soll.

Der Tod von Titanus sorgt für die Bewohner auf Gaia für Erleichterung, aber auch für mehr Schwierigkeiten. Es gab auf der Welt weitere unbekannte Götterbestien, die aber in einem tiefen Schlaf gefangen sind. Aber auch in der Sonne und auf dem Mond leben ein paar Götterbestien. Nachdem sie die Nachricht bekamen, das Titanus getötet wurde, wurden sie alle aktiv und werden demnächst die Welt Gaia heimsuchen…

Kapitel 116

Ich bin wiedergeboren und der Kampf gegen Titanus? IV

„Was machst du da Thomddir?!“ rief Melaine, die über die Schulter des Zwerges geworfen wurde. „Na uns retten? Behalte den Koloss und die Welle im Auge, wir müssen die anderen erreichen!“ rannte der Brecher mit Louis los.

„Das ist wirklich nun ein Wettlauf mit der Zeit. Hoffentlich haben die anderen sich irgendetwas einfallen lassen, dass sie uns aus dieser Situation helfen können!“ sagte Louis.

„Verdammt und zugenäht. Titanus ist wieder aktiv. Sollten wir die Welle überstehen, kommt schon wieder das nächste Problem!“ maulte Falco.

„Eins nach dem anderen, lass uns lieber dafür sorgen, dass wir den dreien da unten helfen. Dann gehen wir das nächste Problem an.“ beruhigte Christoper seinen Freund. Er hat drei Kletterseile vorbereitet und sie über die Brüstung geworfen.

„Kannst du… nicht irgendetwas gegen Titanus machen Neia?“ fragte Ascal, aber sie schüttelt ihren Kopf.

„Bedaure mein Freund, aber dafür habe ich nicht die Mana und selbst wenn, es braucht seine Zeit und würde ihn vermutlich nur wieder wütend machen. Wir haben schon gesehen, was passiert ist, wenn er wütend wird.“ erklärt Neia.

Falco ging auf die Brüstung und schaute nach einem Weg… Er sah einen. „Neia, kannst du meine Pfeile zum Leuchten bringen, die auf den Boden einschlagen? Ich könnte den Weg für sie markieren, damit sie schneller zu uns gelangen.“

„Das… kann ich machen.“ war Neia sich ein bisschen unsicher. Der Scharfschütze nahm seinen Bogen und stellte sich auf das Geländer und schoss dann mehrere Pfeile. Sie steckten alle im Boden und Louis und die anderen kamen immer näher.

Neia schnippte mit dem Finger und sie gaben ein schwaches Leuchten, der Regen verhinderte dass sie stärker leuchten können, aber es reichte aus. Louis und Thomddir sahen es und rannten nun den Weg.

„Erm.. die Welle hat nun die Küste erreicht.“ meldete Melaine und nun flogen beide Männer mehr als das sie rannten. Thomddir bekam einen roten Kopf und Louis schwitze sich einen ab.

„Die Welle hat Titanus erreicht und prallt gegen seine Beine, aber… es scheint ihm nichts auszumachen.“ kommentierte Melaine.

Nun hörten sie die Rufe der anderen Abenteurer, dass sie sich beeilen sollen! „Wie schön, dass sie uns den Weg erleuchten…“ murmelt Louis.

„Bei der Geschwindigkeit der Wasserwelle werden sie es nicht rechtzeitig schaffen!“ rief Ascal. Die Welle rast nun über den zerstörten Strand ohne einen nennenswerten Widerstand. Neia zauberte Felswände, damit die Welle etwas geblockt wird für die Flüchtigen, aber…

„Die Welle reißt die Wände einfach nieder!“ rief Ascal. Melaine schrie wie am Spieß, weil sie die Welle kommen sah, während Thomddir und Louis immer noch auf dem leuchtenden Weg rannten. Von weitem sahen sie die Seile.

Thomddir schätze die Entfernung ab und kam zu einer Entscheidung. Er nahm Melaine von der Schulter und warf sie zu den Abenteurern auf die Brücke. Alle dachten nur „Eh?“ während Melaine am Fliegen war. Dann nahm Thomddir Louis und wiederholte das Spielchen.

„Warte, was ist mit dir?!“ wollte Louis noch wissen, aber Thomddir schüttelt nur traurig den Kopf.

„Keine Sorge, ich bin der Brecher und so eine Welle kann mich nicht besiegen.“ und warf Louis mit aller Kraft ebenso auf die Abenteurer.

Melaine krachte in Falco rein, der versucht hatte sie aufzufangen, während Louis eine saubere Landung vollbrachte. Thomddir winkte ihnen noch zu und rannte um einen dicken Felsen, als die Welle über ihn hereinbrach!

„Thomddir!“ schrie Melaine weinend nach ihrem Retter. Neia fing an, einen Zauber zu aktivieren und auf einmal erschien ein nasser Thomddir hinter ihnen. Neia ging auf die Knie, als sie wieder ihre Mana verbrauchte.

„ … Eh?“ wunderte sich Thomddir. Melaine ging von Falco runter und sprang auf Thomddir. „Macht das nie wieder!“ weinte Melaine an der Schulter von Thomddir.

Dann kam die Wasserwelle bei ihnen an. Der Boden unter ihnen vibrierte stark und eine große Wassermenge fiel ihnen über ihre Köpfe. Die Abenteurer versuchten überall halt zu finden, damit sie nicht von der sicheren Plattform herunterrutschen.

Die Welle war dann so schnell vorbei wie sie kam. Der komplett zerstöre Strand stand unter Wasser, aber auch die sichere Plattform um die Abenteurer.

„Verflucht, so kommen wir hier nicht weg!“ spuckte Christoper Wasser aus dem Mund. Jeder hustete Wasser und blickten ihre neue Umgebung an. „Oh nein…“ murmelt Neia.

„Und Titanus kommt nun auch immer näher!“ rief Ascal und tatsächlich. Titanus brauchte nicht mehr lange, bis auch er die sichere Plattform erreichte.

„ … Falls… wir es nicht schaffen sollten, ich wollte euch nur noch sagen, dass dieser Kampf mit euch mir viel Spaß gemacht hat. Es war das erste Mal, dass wir alle gemeinsam an einem Strang gezogen haben.“ meldet Louis sich.

„Nun verliere ich wirklich die Hoffnung, wenn du so redest.“ schüttelt Falco grinsend den Kopf. „Aber in der Tat, es war lange her, dass wir gemeinsam was bekämpft haben was Chris?“

„Stimmt. Aber ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht.“ meint Christoper. „Ein Bett mit einer Frau und so, den Rest überlass ich eurer Fantasie.“ Die Frauen rollten nur ihre Augen, während die Männer schmunzelten.

„Danke Neia. Ich hatte wirklich mit meinen Leben abgeschlossen.“ sagte Thomddir zu Neia. „Nichts zu danken. Ich kann doch nicht einen Kameraden zurücklassen, der anderen das Leben rettet.“ grinste Neia erschöpft.

Melaine wird von ihren Wölfen geknuddelt. „Ich bin so froh, dass es euch ebenso gut geht.“ schniefte die Wolfsfrau und behielt Thomddir im Auge.

„Ich möchte ungern eure… Abschiede stören, aber… Titanus hat aufgehört sich zu bewegen!“ zeigte Ascal auf den Koloss und tatsächlich, er stand. Nicht nur das, es sah so aus, als würde er nach oben schauen.

„Wieso schaut das Ding nach oben?!“ murmelt Falco und auf einmal spürte es jeder. Ein knisterndes Prickeln war auf ihrer Haut. Titanus brüllte auf einmal mit einer Lautstärke, dass jeder sich die Ohren zuhalten musste und der Boden unter ihnen vibrierte.

„Was… kommt da?!“ sagte Christoper und zeigte auf einen schwarzen Ball am Himmel. „Was es auch immer es sein möge, aber es scheint Titanus Aufmerksamkeit zu erregen.“ sagte Neia.

Titanus hat mit dem Gebrüll aufgehört und holte mit seinen rechten Arm aus. „Je näher es kommt, desto mehr tut mir alles weh!“ stöhnte Melaine und auch ihre Wölfe heulten.

Alle schauten den schwarzen Ball an, bis es sich veränderte… auf einmal formierte es sich zu riesigen schwarzen Fledermausflügeln und der Hauptkörper schien zu brennen.

„Das… ist doch nicht etwa..?“ wollte Louis das unmögliche aussprechen. Alle schauten gebannt, was weiter passierte. Titanus schlug nun mit seinem Arm nach diesem „Etwas“.

Die schwarzen Flügel verschwanden und ein extrem langes, schwarzes und blitzend geformtes Schwert entstand. Sina hat das Kampffeld wieder betreten und stand unter Feuer.

„Habe ich dich gefunden du Mistding!“ rief Sina freudig. „Limit Brechen aktivieren!“ und noch mehr Energie schoss durch ihren Körper. Ihre aufgeladene Fähigkeit wurde noch einmal verstärkt und sie sah, das Titanus zum Angriff überging.

„Diesmal wirst du mich nicht wegschleudern!“ schrie Sina. „Dämonischer Schnitt!“ und schlug mit Chaosklinge nach Titanus.

Man kann diesen Angriff schwerlich beschreiben, aber die Zerstörungskraft ist so gewaltig, dass nichts auf dieser Welt ihm standhalten könnte.

Eine schwarze,violette Linie, größer als Titanus, raste auf den Koloss zu. Überall sprangen Blitze heraus, der Schweif strahlte eine extreme Hitze aus, dass alles, was es berührte, sofort schmolz.

Der Arm schlug genau auf die Linie zu und wurde direkt durchschlagen, ein Teil des Armes fiel herunter… bis die Linie erreichte nun den Körper von Titanus erreichte. Sie drang ein und schien ohne Widerstand sich durchzuschneiden!

Titanus schrie vor Schmerzen wie nie zuvor. Ein Ruf den man fast auf ganz Alliancia hören konnte. Die Abenteurer waren der Ohnmacht nahe gewesen, aber sie weigerten sich, diesen Kampf zu verpassen.

Dann passierte es, die Fähigkeit von Sina durchdrang Titanus und raste hinter ihm weiter. Seine roten Augen wurden auf einmal dunkelrot und sein abgeschlagener Arm erreichte nun den Boden, was wieder zu einem Erdbeben führte.

>Titel: Götterbestienjäger erhalten <

„Eh? Habe ich ihn besiegt? Wuhu? Und wie lande ich?!“ rief Sina, die ihre Geschwindigkeit nicht mehr drosseln kann und direkt auf Titanus Körper zuraste.

Aus der Sicht der Abenteurer sahen sie alle nur den brennenden Körper auf Titanus einschlagen, mit einem Krachen, dass man es nicht überhören konnte… und aus dem Rücken raus flog, wo viele riesige Steine herausflogen.

Er brannte nicht mehr und man sah einen schwarzen menschlichen Körper, der wild um sich drehte. Dann flog er ins Wasser mit einem lauten Klatschen. Das Unwetter wurde ebenso „aufgeschnitten“ und die Sonne strahlte aus den dunklen Wolken heraus.

„ … “ „ … “ „ … “

„Ich kenne nur eine Person, die das könnte…“ murmelte Ascal aus der Starre, aber die anderen wollten es genauer wissen, nachdem sie sich von dem Erdbeben erholt hatten. Ihre sichere Plattform bekam überall Risse.

„Ist… Titanus besiegt? Jeder hat es doch gesehen oder? Dieser Angriff ging durch den Koloss durch!“ rief Falco.

„Keine Ahnung, aber er bewegt sich nicht mehr und seine… Augen haben eine andere Farbe angenommen!“ meldet sich Christoper.

Auf einmal sahen alle Abenteurer, aber auch alle Bewohner von Gaia, Menschen, Zwerge, Elfen, Dämonen, Monster und anderes einen Satz vor ihren Augen, der den Verlauf der Geschichte verändert.

>Titanus, der Erdenwächter wurde von Sina erschlagen<

Ein Schock ging durch die Welt, zumindest die, die diese Nachricht verstanden. Die Dämonen jubelten aus allen Röhren mit einer Lautstärke, dass ihr Kontinent vibrierte. Der Dämonenkönig Mephisto strahlte voller Stolz über seine Tochter. Er wusste nicht, wer Titanus war, aber wenn so ein Satz angezeigt wird, dürfte es ein legendäres Monster gewesen sein.

Die Menschen, die Sina kannten, waren zu verblüfft gewesen wie sie auf diese Nachricht reagieren sollten. Prashi fing an zu weinen vor Freude sowie Sherry, die im Gildenhaus für Ordnung sorgten wegen der ganzen Erdbeben, aber auch Mio und Tio umarmten sich jubelnd.

Suki strahlte voller Freude und erklärte Mel, was es mit Titanus auf sich hatte. Ma Shi hat es die Sprache verschlagen und auch seine Brust füllte sich mit Stolz, dass sein Mädchen wieder was geschafft hatte.

Emilia wurde von Lion aufgeklärt wer Titanus war. Sie gab Anweisungen, die Ordnung im ganzen Kaiserreich musste wieder hergestellt werden. Dabei grinste sie die ganze Zeit.

König Karl-Horst hatte ein schwereres Los, weil die Erdbeben näher an dem Giganten waren und fürchterliche Schäden in der Hauptstadt angerichtet hatten. Doch über diese Nachricht freute er sich, aber nicht, als Themba und Ralph sich in den Armen lagen. „Sina hat was besiegt, Sina hat was besiegt!“ wiederholte Alwin sich immer wieder.

In der Hauptstadt von Tuzato herrschte dagegen blanke Panik. „Was hat diese Ungläubige angerichtet! Sie hat ein göttliches Wesen getötet!“ riefen die Geistlichen.

Die SSS-Abenteurer waren geschockt. Es war tatsächlich Sina, die den Koloss besiegt hat und nun irgendwo auf dem Meer treibt.

„Erm… ohne euch aus eurem Schockzustand zu holen, aber… Titanus fällt nach hinten.“ meldet sich Ascal und alle rissen ihre Köpfe nach oben. Man sah, wie der leblose Körper von Titanus sich nach hinten neigte.

„Wo Sina auch ist, aber er würde auf sie drauf fallen!“ sagte Melaine, die als Erstes das Problem erkannte.

„Dann schnappt euch eure Fernrohre und sucht sie! Ich habe noch genug Mana um sie eventuell zu retten!“ rief Neia und alle stürmten auf die Brüstung und suchten nach ihr.

„Himmel, wo sollen wir denn suchen?!“ rief Thomddir der panisch mit seinem Fernrohr nach Sinas Körper suchte.

„Dort wo sie zuletzt gelandet ist!“ gab Christoper den Hinweis. „Selbst wenn wir sie retten, was glaubt ihr, was dann passiert, wenn es auf den Boden fällt?“ hakte Ascal nach.

„Das müssen wir überstehen, aber Sina wird das nicht überleben!“ antwortet Louis mit einem scharfen Ton der Ungeduld.

„Dort!“ rief Falco. Der Scharfschütze beschrieb die Position und alle fanden Sina, die regungslos auf der Wasseroberfläche schwimmt und gegen einen Felsen gedrückt wird.

Aber der Körper von Titanus fiel schon fast auf Sina drauf. Neia fing an sofort ihren Zauber zu murmeln… und schaffte es im letzten Moment Sina aus der Gefahrenzone heraus zu teleportieren!

Sina fiel nackt vor die Abenteurer und hielt immer noch die Chaosklinge in der Hand. Aus der Nähe bekam jeder Schmerzen. Neia fiel bewusstlos zur Seite, sie hat ihren Manapool vollständig geleert…

Und dann kam der nächste Erdbeben. Christoper hat die befestigen Seile genommen und wickelte es um sich, dann um Neia und Sina, dabei ignorierte er… ihre Nacktheit, das Überleben war wichtiger.

„Los bindet euch fest, nach dem Beben kommt nochmal eine Welle!“ rief er den anderen zu und sie machten sich sofort an die Arbeit, was aber bei dem Beben nicht einfach war.

„Verdammt, wenn wir nicht irgendetwas gegen das Schwert von Sina machen, werden wir daran noch sterben!“ fluchte Falco. Christoper kramte in seinem Inventar und holte eine spezielle Decke heraus, die er um das Schwert wickelte. Die Aura wurde sofort gebändigt, aber man sah, dass die Decke auch ihre Probleme hatte.

„Wir müssen Sina irgendwie wecken!“ sagte Ascal und legte seinen Mantel auf Sina. Louis ging zu Sina und versuchte sie an den Wangen wach zu klatschen, aber keine Reaktion, bis er von Christoper eine kleine Flasche bekommt.

„Mach du das Louis. Einfach die Flasche öffnen und vor ihre Nase halten… wenn sie davon nicht wach wird, habe ich auch keine Idee mehr.“ murmelt Christoper während er bei dem Beben die Nase hielt.

Louis öffnete die Flasche sofort und hielt sie vor ihre Nase… und Sina wurde wach. „Beim dunklen Gott, was ist das für ein GESTANK?!“ fluchte sie.

„Schnell, macht diese Aura aus oder wir gehen drauf!“ ignorierte Louis ihre Worte. Sie staunte, wo sie war, aber nickte. „Blutklinge!“ und die Aura verschwand. „Wieso bebt das hier so?“ wundert sich Sina als ein großer Stein auf Sinas Kopf fiel und sie wieder bewusstlos wurde…

„Ernsthaft?“ dachte jeder.

Kapitel 115

Ich bin wiedergeboren und der Kampf gegen Titanus? III

Titanus ist alt und hat viel gesehen und erlebt. Manche griffen ihn an, andere rannten ihm aus dem Weg. Er hat mehrmals gegen andere Götterbestien gekämpft, aber keiner konnte bisher einen Sieg gegen ihn erringen. Titanus wusste nicht, warum er auf der Welt existierte oder was er tun soll, nur seine Wanderschaft auf der Suche gab ihm eine Befriedigung.

Der letzte Kampf gegen die Kreatur im Wasser hat ihm etwas Spaß gemacht. Es hat versucht ihn zu zerquetschen, auseinander zu ziehen oder andere komische Dinge, aber Titanus hat ihm ein paar Tentakel zerdrückt und irgendwann ist es von ihm verschwunden.

Titanus wusste, dass es Lebewesen gibt, die so klein sind, dass sie die Größe von Insekten haben, zumindest in seinen Augen. Die sind ihm immer aus dem Weg gegangen. Nun wanderte er wieder aufs Land und das Erste was er merkte, da war ein Wesen von einer Gefährlichkeit, das ihn zerstören wollte.

Dank seiner eigenen Stärke konnte Titanus sehen, dass dieses Wesen vor ihm erschien und griff es an. Nun spürte er das gefährliche Wesen nicht mehr und ging seinen Weg weiter, als es von anderen kleinen Wesen angegriffen wurde.

Der Titan kannte Schmerzen, aber für ihn war es neu, dass Insekten ihn angreifen mit einer Stärke, die er doch nicht ignorieren kann. Beide Beine bekamen einen leichten Schaden und man wollte ihm die Sicht nehmen. Aber er sah die Welt nicht so, wie die Anderen. Er kann nur Wärmetemperaturen empfinden, deswegen machte ihm dieses Licht nichts aus.

Aber was ihm richtig schmerzte war dieser Angriff, der seinen Körper durchdrang. Es ist sehr lange her, dass er diese Art von Schmerzen erlebt hatte und nun ist Titanus sauer. Wie können diese kleine Wesen ihn angreifen? Er wollte nichts anderes als wandern und nun will man dies verhindern?

Titanus hob sein rechtes Bein sehr hoch…

„Falco, wir müssen sofort vom Turm runter!“ schrie Christoper und zog sein Freund mit. Falco wurde extrem blass, als er sah, was Titanus vorhatte. Louis, Thomddir und Melaine rannten von Titanus weg, auch wenn sie wussten, dass man eher auf der anderen Seite des Kontinents sein müsste, um diesem Angriff aus dem Weg zu gehen.

„Lauf Mädchen, egal was passiert, einfach laufen!“ rief Thomddir schwitzend. „Glaubst du wirklich, dass es was bringt? Wenn dieser Koloss auf den Boden tritt, wackelt doch der ganze Kontinent!“ schrie Melaine.

„Egal, nicht nachdenken nur laufen!“ antwortete Thomddir. Louis rannte ebenso weg, obwohl er sehr erschöpft war. Sein einziger Gedanke war nur „Mist, Mist, Mist.“

Ascal war bei Neia und half ihr beim gehen. „Es ist vorbei…“ murmelt Neia nur. „Nichts ist vorbei, wir müssen uns in Sicherheit bringen!“ ignoriert Ascal ihr Gemurmel, aber dann kam der Angriff von Titanus.

Der Riese setzte alle Kraft in seinen Angriff rein und trat auf den Boden des Landes. Komplett Alliancia war in einem einzigen Erdbeben. Je weiter man von Titanus weg war, desto schwächer war das Erdbeben.

Überall herrschte Panik wegen dem plötzlichen Erdbeben. Am schlimmsten waren die Erdbeben um Saifa. Die Stadt wurde aufgespalten und eine Seite der Stadt fiel in die Tiefe. Falco, Christoper, Neia und Ascal hatten mehr Glück gehabt, dass sie auf der richtigen Seite waren, aber die Erdbeben gingen weiter.

Schlimmer hatten es Louis, Thomddir und Melaine. Sie versuchten irgendwo halt zu finden. Aber um sie herum öffneten sich riesige Spalten mit einer bodenlosen Tiefe, aus denen große zackige Erdbrocken hochflogen.

Es dauerte viele Minuten, bis sich der Boden beruhigt hatte, aber… Die Landschaft um Saifa hatte sich komplett verändert, vieles hatte sich auf Alliancia verändert.

Louis hatte sich an einem dicken Baum festgehalten, als sich der Boden unter Ihm in den Himmel drückte. Er traute sich nicht von seiner sicheren Stelle, aber bleiben konnte er auch nicht. Der Schwertheilige schaute sich um und sah überall Schluchten.

Ob es Zufall war oder nicht, sah er Thomddir und Melaine. Thomddir hielte Melaine mit einem Arm fest, während der andere Arm an einer Wurzel hing. Sofort rannte Louis zu ihnen…

„Bitte… lass mich nicht los…“ schluchzte Melaine, die nur einen schwarzen Untergrund unter sich sah. Thomddir hatte einen roten Kopf. Er ist vielleicht der Stärkste, aber die Wurzel, woran er sich festhielt, war alles andere als vertrauenswürdig.

„Kannst du nicht irgendetwas machen? Ich traue der Wurzel nicht!“ rief Thomddir, bis er einen Knack hörte. „Oh oh…“ flüstert er nur, was Melaine nur panischer machte. Dann brach der Ast ab. Thomddir betete in Gedanken noch schnell… als auf einmal eine Hand ihn packte. Es war Louis gewesen, der es im letzten Moment noch geschafft hatte, aber…

„Verdammt… seid ihr schwer… Es ist, als würde ich vier Personen halten!“ schnaufte Louis. „Bei der Göttin, Louis!“ rief der Zwerg erleichtert. „Wirf Melaine hoch, ich kann euch nicht lange halten!“ rief Louis.

„Eh?!“ staunte Melaine, als sie dies hörte. Auf einmal wird sie nach oben geworfen und sie ruderte in die Höhe. Dann fiel sie auf den Boden neben Louis. „Argh! Mein Hintern!“ stöhnte sie.

„Dann geht es dir ja gut, hilf mir den Zwerg hochzuziehen!“ rief Louis wieder und Melaine kam ihm zu Hilfe. Etwas später waren alle Personen gerettet und Thomddir küsste mehr oder weniger den Boden. „Danke Louis, ich dachte schon…“ murmelt der Zwerg, aber Louis unterbrach ihn. „Das ist egal, wir müssen weg!“

„Wieso?“ fragte Melaine. „Schaut auf das Meer hinter Titanus.“ zeigte Louis und Thomddir sowie Melaine sahen hin. Das Meer war fast komplett zurückgezogen.

„Ein Erdbeben dieser Stärke wird einen Tsunami hervorrufen. Was glaubt ihr, was passiert, wenn diese Riesenwelle kommt? Wir sind zu nah am Strand und die Fluchtwege wurden komplett verändert, wir müssen irgendwie auf die zerstörte Stadt dort oben kommen. Dort sollte sich uns etwas Schutz bieten!“ stand Louis auf und suchte nach einem Weg.

„Nie wieder gehe ich auf einen Turm, wenn wir gegen solche Monster kämpfen!“ fluchte Falco, während er humpelt und von Christoper gestützt wird.

„Wir hätten es nicht geschafft, wenn wir nicht aus dem Fenster gesprungen wären mein Freund. Der Turm ist einfach in sich zusammengebrochen. Aber scheinbar geht es dir ja gut genug, wenn du so fluchen kannst.“ grinste Christoper.

„Alliancia müsste sich nach diesem Angriff geändert haben. Kein Wunder das es heißt, Kämpfe gegen Götterbestien verändern alles…“ murmelt Falco.

„In der Tat, aber es ist noch nicht vorbei. Der Riese bewegt sich scheinbar nicht, aber das Meer ist fast verschwunden und das bereitet mir mehr Sorgen. Lasst uns das Gildenhaus aufsuchen, das ist scheinbar der höchste Punkt.“ meint Christoper.

„Letztendlich konnten wir nichts gegen ihn ausrichten. Er ist einfach zu groß.“ sagte Falco traurig, aber Christoper schüttelt den Kopf.

„Es mag sein, aber der Angriff von Neia war scheinbar der Stärkste gewesen und nun hat er ein Loch im Körper. Es ist möglich ihn zu besiegen, aber… ich bezweifle, das Neia noch die Kraft hat für weitere solche Zauber.“ erklärt Christoper seine Ansicht.

„Ob es mit Sina erfolgreicher gewesen wäre, wäre sie nicht von Titanus weggeschleudert worden?“ überlegte Falco laut.

„Das werden wir leider nicht erfahren. Sollte sie noch am Leben sein, was ich natürlich hoffe, kann sie ihn nächstes Mal alleine bekämpfen.“

„Geht es dir gut Neia?“ schüttelt Ascal die Magierin. Sie bekam einen Stein auf den Kopf und war blutverschmiert im Gesicht.

„Wo… sind wir?“ wirkte Neia verwirrt. „In der Nähe der Gilde. Sie ist zusammengestürzt, aber die Wölfe konnten sich scheinbar in Sicherheit bringen.“ erklärte Ascal. Hinter ihm waren die Wölfe von Melaine und gaben ein leises wimmern von sich.

Neia zauberte einen Heilspruch auf sich und die Wunde an ihrem Kopf war versorgt, dann stand sie auf. „Meine… Güte… alles zerstört?“ staunte Neia, als sie sich umschaute. Titanus stand immer noch an der gleichen Stelle und bewegte sich nicht, das Meer war komplett zurückgezogen.

„Ja, von Saifa ist nicht mehr viel heil geblieben. Diese Stadt kann man nun aufgeben…“ teilte Ascal traurig mit.

„Es… tut mir leid…“ murmelt Neia. „Wofür? Ihr habt euer Bestes versucht. Mir war von Anfang an klar, das Saifa nicht wirklich zu retten war. Aber… worauf ihr vielleicht stolz sein dürft ist, dass ihr die ersten Abenteurer seid, die Titanus angegriffen haben. Man sieht überall die Kampfspuren an Titanus.“ beruhigte Ascal die Magierin.

„Und worauf genau soll man stolz sein? Wir haben es lediglich wütend gemacht und der Schaden ist sogar größer geworden!“ widersprach Neia.

„Das sehe ich anders.“ meldete sich eine Männerstimme. Neia und Ascal drehten sich um und sahen, wie Falco und Christoper kamen.

„Wir haben bewiesen, dass man Titanus bekämpfen kann. Wenn wir alle S-Abenteurer für einen Kampf gegen Titanus einbeziehen, glaube ich sogar, dass wir einen Erfolg haben können!“ sagte Christoper ernst.

„Versuch die mal dazu zu überreden. Nicht jeder ist so wahnsinnig wie wir.“ murmelt Falco kopfschüttelnd.

„Ihr habt es überlebt!“ rief Ascal freudig. „Als ob uns ein Erdbeben so einfach töten könnte… Ok, es war eine heikle Angelegenheit vom Turm zu springen und Falco hat sich die Knöchel mehr oder weniger verstaucht, aber hätte auch schlimmer sein können.“ berichtet Christoper.

„Ich mache mir Sorgen über die anderen, die näher an dem Koloss waren.“ sagte Falco. Christoper setzte ihn auf einem großen Schutthaufen ab und Neia kümmerte sich um ihn.

„Hier, hilf mir mal Louis, Thomddir und Melaine zu finden.“ gab Christoper Ascal ein Fernrohr und sie suchten den zerstörten Strand ab.

Es dauerte eine Weile bis Ascal was sah. „Ich glaube… ich sehe drei Personen klettern.“ meldete der Gildenmeister sich.

Christoper fand sie, holte aus seinem Inventar einen Spezialbeutel und warf ihn in der Luft. Dieser explodierte in einem rötlichen Licht und scheinbar haben Louis, Thomddir und Melaine es gesehen und machten sich auf den Weg.

„Hmm.. Leute? Ich glaube, da kommt was hinter Titanus…“ meldete sich Falco, nachdem Neia seine Knöchel geheilt hatte. Sofort schwenkten Christoper und Ascal auf das Meer… Aus dieser Entfernung sah man eine kleine Welle, aber wie groß wird sie sein, wenn sie hier ankommt?“

„Sind… wir hier sicher?“ fragte Ascal. „Wir sind zumindest hier an der höchsten Stelle, aber…“ war sich selbst Christoper unsicher.

„Können wir den anderen irgendwie helfen? Ich weiß nicht, wie lange es dauert bis die Welle hier ankommt, aber viel Zeit dürfte ihnen nicht bleiben.“ fragte Falco.

Ascal schaut Neia an, aber sie schüttelt nur den Kopf. „Ich habe nicht mehr all zu viel Mana um die drei hierher zu teleportieren.“

„Dann bereite ich ein paar Seile vor, dass sie hier hochklettern können. Hoffentlich reicht das aus.“ kramte Christoper in seinem Inventar.

Es war ein Wettlauf für den Schwertheiligen, den Brecher und der Jägerin. Sie haben die Leuchtkugel gesehen und versuchten auf dem schnellsten Weg hier her zukommen. „Meine Nase juckt so tierisch, irgendetwas rast mit einer mörderischen Geschwindigkeit auf uns zu!“ meldete sich Melaine.

Die beiden Herren schauten auf den Strand und sahen eine Welle… und selbst Titanus fing an, sich wieder zu bewegen. „Das darf doch nicht wahr sein. Einen noch schlechteren Zeitpunkt aktiv zu werden, konnte sich das Ding nicht aussuchen!“ fluchte Thomddir.

Titanus richtete sich wieder in voller Größe auf und bewegte sich nach vorne.

Kapitel 114

Ich bin wiedergeboren und der Kampf gegen Titanus? II

„Hmm, von hier aus sollte ich ihn treffen können.“ meinte Falco. Er und Christoper sind auf den höchsten Turm der Stadt gegangen. Sie spürten immer stärker das Beben unter den Füßen.

„Wie schaut es aus wenn deine Pfeile Gewichte tragen?“ fragte Christoper.

„Kommt drauf an, was meine Pfeile tragen sollen, aber lass mich erst mal auf ihn schießen, um zu sehen, wie es überhaupt reagiert…“ Falco nahm einen speziell aussehenden Pfeil und legte ihn an seinen Bogen. Er berechnete die Strecke sowie den Regen, der ebenso die Flugroute seines Schusses ändern kann.

„Kannst du vielleicht mit einem Fernrohr auf seine Augen achten?“ bat Falco und Christoper nickte. Der Scharfschütze rechnete noch, dann aktivierte er seine Fähigkeit „Pfeilschuss.“ Man konnte den Pfeil am Anfang noch verfolgen, aber dann war er so klein, dass man in aus den Augen verloren hat. Christoper hat sein Fernrohr so eingestellt, dass er beide Augen vom Titanus sah. Es dauerte nicht lange und eine kleine Explosion war an seinem linken Auge zu sehen… Aber Titanus zeigte keine Reaktion.

„Verdammt, du hast es getroffen, aber es war wirkungslos.“

„Wäre auch zu einfach, aber wenigsten habe ich die Flugbahn. Nun zu deiner Frage, was sollen meine Pfeile tragen?“

„Hm… wegen diesen blöden Regen kann ich einige Tricks vergessen, daher dachte ich, wenn wir deine Pfeile mit den stärksten Blendbeuteln aufwerten, das es zumindest seine Sicht nicht mehr hat für einige Zeit, haben wir schon Zeit gewonnen.“

„Glaubst du, dass es klappt? Ich habe den Eindruck, das seine Augen… ein bisschen anders funktionieren als die von normalen Monstern.“

„Besser als nichts.

„Warte warte, was sollen wir denn machen?“ keuchte Melaine, die von Thomddir ununterbrochen gezogen wurde.

„Na was wohl? Das andere Bein zerstören.“ rannte der Zwerg weiter auf Titanus zu.

„Aber… wie willst du es denn zerstören?“

„Ich bin ein Zwerg und jeder Zwerg muss eine bestimmte Zeit in der Mine arbeiten. Ich habe ein Auge dafür um Schwachstellen zu finden und weiß, welchen Teil wir angreifen müssen.“

„Ok, das verstehe ich, aber immer noch, wie?!“

„Melaine, du bist doch auch ein Meister in deiner Waffen oder?“

„Ja, es hat ein bisschen gedauert, bis ich eine neue Waffe hatte, nachdem Louis meine alte zerstört hat.“

„Sobald wir nah genug dran sind, aktiviere ich meine „Schockexplosion“ und du merkst dir die Stelle, wo ich es getroffen habe. Darauf müssen wir die ganze Zeit drauf halten, bis entweder sein Bein kaputt geht oder unsere Ausdauer.“

„Thomddir… ich bin nur stark mit meinen Tieren. Ohne sie… bin ich nicht stärker als ein S-Abenteurer. Ich bin für diese Art von Monster überhaupt nicht geeignet!“

„Und? Wo ist das Problem, was neues zu wagen? Nimm Sina als Beispiel, sie wollte direkt auf seinen Kopf, hätte Neia… es nicht vergeigt.“

„Du kannst mich nicht mit Sina vergleichen. Von allen SSS-Abenteurern wäre ich die schwächste. Meine Tiere habe ich zurückgelassen, weil sie wirklich eine Todesangst haben und ich kann es ihnen nicht verdenken. Selbst meine Instinkte rufen, dass ich verschwinden soll.“

„Also gebt ihr auf ohne es probiert zu haben? Könnt oder wollt ihr es nicht wenigsten versuchen?“

„ … “

„Nun, ich kann es auch alleine versuchen, aber das einzige worauf ich aufbauen kann ist meine Stärke, aber ich glaube nicht, dass ich mit Louis mithalten kann, wenn der seine stärkste Fähigkeit einsetzt, deswegen wollte ich mir Unterstützung mitnehmen und das wart nun mal ihr.“

„Ich soll nur meine Fähigkeit an einer Stelle treffen bis ich zusammenbreche oder das Bein abfällt?“

„Haa, das gefällt mir schon besser. Wir laufen noch ein bisschen weiter und dann zeige ich es dir.“

Louise rannte auf der anderen Seite zu Titanus Bein. „Wehe du stirbst mir Weg Sina!“ dachte er und hielt an. Titanus kam näher und es dauerte nicht mehr lange, bis er das Meer ganz verlassen hatte.

Der Schwertheilige zog sein neues Schwert. Er hat damit schon mehrere Monster gejagt um sein Schwert zu stärken, hat aber gerade einen Bruchteil von der Stärke, den Sinas Katana hat.

Dann hielt Louis das Schwert über den Kopf und fing an, seine Fähigkeit „Hoffnungsvoller Schnitt“ aufzuladen.

Erst leuchtete das Schwert in einem schwachen weißen Licht, aber je mehr Louis seine Stärke und Ausdauer reinsteckte, desto heller und größer wurde seine Fähigkeit.

Neia stand immer noch vor dem Gildenhaus und sah aus weiter Entfernung, wie ein starkes Licht anfing zu leuchten.

„Das dürfte Louis sein, er will es also wirklich wissen…“ flüstert Neia und hat sich für einen Zauber entschieden. Sie benutzt den gleichen Lichtzauber, den sie auch bei Sina eingesetzt hat, aber die maximale Stärke.

Das Problem war, dass sie den Zauber anders ausrichten musste, denn ein Angriff von oben nach unten wird an Titanus nicht viel ausrichten, also will sie es auf seinen Brustbereich schießen.

Neia fing an, ihren Zauberspruch zu aktivieren und entstanden riesige Kreise, die zu Titanus hin führten.

„Ja, Ma Shi, Sina wurde von Titanus in den Himmel geschlagen und weiß nicht, ob sie es überhaupt überlebt hat. Wenn ja, dürfte der Aufprall sie spätestens töten.“ erklärt Ascal.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sina sich so einfach umbringen lässt, nicht wenn sie gegen all die starken Monster bisher gekämpft hat.“ schüttelt Ma Shi den Kopf.

„Mehr kann ich nicht berichten. Die anderen versuchen das gleiche wie Sina, nur diesmal nicht so waghalsig, aber ob sie Erfolg haben werden, bleibt fraglich. Ich bin aber dankbar, dass ihr uns Unterstützung schickt, um die Bewohner aufzufangen, sie werden jede Hilfe benötigen.“ sagte Ascal.

„Keine Ursache, aber mir geht eine Sache einfach nicht aus dem Kopf. Warum kommt Titanus jetzt aus dem Meer?“

„Keine Ahnung und das wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben wie er seinen Weg geht… Ich spüre Magie? Glaube Neia aktiviert einen ziemlich starken Zauber!“

„Könnt ihr den Übertragungszauber so einstellen, dass ich den Kampfplatz ebenso anschauen kann?“

„Das lässt sich einrichten…“

„Argh… wieso… ist das… so… kalt?“ wachte Sina auf, die immer noch in die Höhe flog. Sie hat mittlerweile die Mesosphäre erreicht und es grenzt an ein Wunder, dass sie überhaupt noch atmen oder erwachen konnte.

Sie schaute sich um und sah viele Wolken und blauen Himmel, dann wurde ihr schlagartig klar was passierte. „Oh ho ho ho… Wenn ich wieder unten bin, werden wir uns noch sprechen Neia… Keine Ahnung wie dieser Felsklotz es hinbekommen hat, aber er hat es tatsächlich geschafft mich aus dem Kampf zu entfernen…“

„Hmmm… eigentlich sollte mein Körper doch komplett in Trümmer liegen, aber ich kann mich wieder bewegen? Mal schauen… Status… Huch? Schnelle Regeneration? Wow, wie praktisch das ich es nun habe.“ sprach Sina mit sich selber.

Die fliegende Heldin wedelte ein bisschen mit dem Armen und konnte ihren Körper drehen und sah nun Alliancia aus der Vogelperspektive.

„Wow… wie schön ist dieser Kontinent? Kann ich meine Heimat sehen? … Schwierig, wenn ich nicht weiß, wo ich hinschauen soll…“ murmelt Sina traurig.

Dann merkte sie es… sie flog nicht mehr, sondern die Schwerkraft setzte wieder ein und sie fiel.

„Puh… dachte ich lande noch im All wo mein Tod gewiss wäre. Nun lass mich überlegen. Wenn ich direkt noch oben geschleudert worden bin, sollte ich eigentlich wieder auf Titanus zufliegen… Eigentlich wollte ich seinen Kopf zerstören, aber ich bezweifle, dass ich sicher auf ihm lande.“

„Wenn ich es schaffe, meine anderen neuen Fähigkeiten einzusetzen in der Kombination von Limit brechen und es bis zum äußersten auflade, sollte „Dämonischer Schnitt“ dem Felsbrocken ordentlich weh tun, aber vorher…“

Sina griff in ihr Inventar und holte Blutklinge aus der Schwertscheide heraus und legte die Scheide wieder ins Inventar.

„Chaosklinge!“ und Blutklinge änderte seine Form. „Ich hatte nicht den Eindruck, dass ich mit Gift Erfolg haben werde, aber mit Chaos… dürfte mein Schaden sich nochmal zusätzlich erhöhen. Bisher habe ich noch von keiner Götterbestie gehört, dessen Element es war, es sei denn man zählt die Hydra dazu, stark war sie jedenfalls.“

Sina schaute sich nochmal den Kontinent an und wurde ein bisschen traurig, dass sie als Sukkubus nicht fliegen kann. In ihrem früheren Leben hatte sie Angst vor bestimmten Höhen und doch träumte sie immer vom fliegen.

„Kann man nichts ändern. Hoffentlich überlebe ich die Landung…“

Die Heldin aktivierte ihre stärkste Fähigkeit und wird in eine schwarze Kugel eingeschlossen, ohne dass sie es merkte. Sie versuchte ihren Flug zu kontrollieren, damit sie Titanus nicht verfehlt, was nicht so einfach war, weil der Riese unter einer großen Gewitterwolke versteckt war.

„Soo, die Pfeile sind vorbereitet. Ein Lebewesen, das in dieses Licht reinschaut wird für alle Zeiten blind. Es ist… teils magisch und teils organisch was ich gemixt habe.“ erklärte Christoper.

„Ich frage mich, woher du dir all dieses Wissen angeeignet hast.“ wundert sich Falco.

„Um es auf den Punkt zu bringen, Alchimie. Ich habe in den alten Wälzern der Zwerge nach solchen Schriften gesucht und gelernt. Selbst ich wundere mich, warum man solches Wissen nicht weiterverbreitet, weil die Zubereitung ziemlich einfach ist und der Effekt… sehr erfolgversprechend ist.“

„Vermutlich ist wegen der Einfachheit dieses Wissen versteckt worden.“

„Wer weiß… Also es sind einundzwanzig Spezialpfeile mit meinen Beuteln kombiniert. Bekommst du sie alle geschossen?“

„Nichts leichteres als das. Ich werde abwechselnd immer drei gleichzeitig auf beide Augen schießen und… dann werden wir abwarten. Louis sieht ja auch aus, als würde seine Fähigkeit ganz aufgeladen sein und Neia zaubert schon ziemlich lange an ihrem Spruch.“

„Das wird vermutlich der heftigste Angriff auf Titanus sein… Hmm? Auf seinem anderen Bein habe ich was explodieren sehen? Mal schauen… Ah, dort sind also Thomddir und Melaine. Scheinbar versuchen sie es gemeinsam auf das andere Bein ihre Angriffe zu starten.“ berichtet Christoper.

„Genau an dieser Stelle muss du deine Fähigkeit einsetzten.“ erklärt Thomddir.

„Hat deine Fähigkeit… überhaupt irgendetwas bewirkt?“ zweifelte Melaine. Sie ist immer noch misstrauisch, dass man bei dieser Größe überhaupt einen nennenswerten Angriffs starten könnte.

„Keine Ahnung? Wenn der aber aufhört zu wandern, dürfte er schon was gemerkt haben.“ grinst Thomddir. „Am besten wir greifen an, wenn Louis angreift, man kann es ja von hier aus sehen, wie hell und groß seine Fähigkeit wurde.“

„Wenn du meinst… aber, wenn danach nichts passiert ist, gehe ich!“ warnte Melaine ihn und Thomddir nickte.

„Das ist mein erstes Mal, dass ich meine Fähigkeit so auflade, ob ich damit bessere Chancen gegen Sina hätte?“ überlegte Louis, der am schwitzen war. Er hat den Angriff auf das andere Bein mitbekommen, konnte aber nicht erkennen, wer und wieso es jemand getan hat.

„Hoffentlich bringen unsere Angriffe was. Das wäre der erste Angriff in der Geschichte von Abenteurern auf Titanus.“ grinste Louis und ließ seine Fähigkeit frei. „Hoffnungsvoller Schnitt!“

Die Umgebung von Louis strahlte in einem weißem Licht und eine weiße Linie verlässt das Schwert von Louis und raste mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit auf das Bein von Titanus. Dieser Angriff ist so stark aufgeladen, dass dieser Schnitt sogar größer ist, als das Bein von Titanus.

Als wäre es das Signal, griffen Thomddir und Melaine nun ebenso in einem Kettenangriff auf das andere Bein. Man sah viele weiße Bälle und bunte Linien fliegen. Falco schoss nun die Pfeile auf die Augen zu, nur Neia lädt noch.

Es dauerte nicht lange und als wäre es Schicksal, trafen alle Angriffe der Abenteurer gleichzeitig ein. Die Lichtpfeile von Falco und Christoper erhellten die dunkle Gegend, starke Rauchwolken entstanden am Bein von den Angriffen des Zwerges und Wolfsmensch. Einzig bei Louis Fähigkeit gab es ein lautes Krachen und man hörte Titanus laut stöhnen.

Von seinem Bein bis zum… Bauch sah man eine große geschnittene Linie, überall fielen Gesteinsbrocken herunter. Titanus hörte auf sich zu bewegen.

Dann kam der Zauberangriff von Neia. „Maximum Lichtja!“ und wie eine Laserkanone schoss dieser Zauber auf den Brustbereich von Titanus. Der Lichtstrahl traf auf den Brustkorb von Titanus und es schrie vor Schmerzen, alle Abenteurer bis auf Neia mussten ihre Ohren zuhalten. Dann schoss der Lichtstrahl aus dem Rücken heraus und flog weiter.

Der Lichtstrahl wurde kleiner bis er ganz verschwunden war. Neia fiel auf ihre Knie und musste schwer keuchen. Man sah ein großes Loch in Titanus Brustbereich und er stöhnte laut.

„Haben… wir was auswirken können?“ fragte Melaine und Thomddir nickte. „Schau doch, unsere Fähigkeiten haben das Bein ziemlich demoliert.“ zeigte der Zwerg.

„Und konnten die Lichtpfeile was ausrichten?“ fragt Falco und Christoper wiegelt sein Kopf. „Ich bin mir nicht sicher. Diese roten Augen… haben überall Risse. Vermutlich konnte es normal sehen und hatte aber auch eine magische Sicht dazu. Aber ob es irgendwelche Auswirkungen hatte?“ überlegte Christoper laut.

„Mist… meine Fähigkeit war nicht stark genug um sein Bein zu trennen.“ fluchte Louis und sah eine Veränderung bei Titanus.

Titanus ging zum Angriff über.

Seite 2 von 14

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén