Ich bin wiedergeboren und meine neue Schwester?
Sina heilte die Wunde von Suki, der blaue Fleck verschwand. „Schmerzen weg?“ „Ja Mutter. Der Zwerg wird mich kein zweites Mal damit überraschen.“ rieb Suki sich am Kinn. „Hast du zufällig den Dolch ein bisschen tiefer gedrückt?“ fragte Sina nach und Suki schüttelt den Kopf. „Nein, er war sehr willig gewesen, am Leben zu bleiben. Dachte nicht, dass er überhaupt keine Manieren gezeigt hat. Soll… ich es denn noch nachholen?“
„Nein, lass mal. Ich werde mich um ihn und Eleanor schon selber kümmern. Sie sind so… unzuverlässig, dass ich sie gerne mit Anlauf aus der Stadt werfen würde. Nur kann ich das leider nicht machen.“ seufzte Sina.
„Mutter… bin ich es oder war das Gespräch… reine Zeitverschwendung gewesen?“ hielt Suki ihren Kopf schräg. „Der Adelssohn… das war doch…“
„Ja, einer der Zeugen von Kajar, den die Vampirinnen getötet haben. Was mich mehr interessierte waren tatsächlich, wie die Rellings gestorben sind. Sumi macht seine Arbeit sehr gut als Ungesehener.“ lobte Sina.
„Ich hoffe für ihn, dass er selber damit rechnet, dass seine Ziele in höchster Alarmbereitschaft sind. Nichts ist gefährlicher, als wenn das Ziel anfängt, Gegenmaßnahmen einzugreifen.“ stand Suki auf. „Sag… Mutter, hast du vielleicht noch eine Schwester, die genauso aussieht wie du?“
„Nur Kyllia, die anderen Schwestern haben andere Gesichtsstrukturen. Warum?“ frage Sina freundlich nach, doch Suki schüttelt ihren Kopf. „Nichts, ich dachte… nur laut nach.“ „Ok? Brauchst du Hilfe bei deinen Pflichten?“
„Nein, dafür habe ich Nitir. Wenn er kommen sollte, soll er das Gelände reparieren. Scheinbar können wir doch nicht so mit Geld umher werfen wie früher.“ grinste Suki.
„Nein, können wir nicht, nicht solange diese Händlervereinigung mir Steine in den Weg legt. Ich hoffe, dass Ronald da einen Ausweg findet.“ schüttelt Sina traurig den Kopf. Auf einmal erschien Kyllia an der Tür. „Sina?“
Sofort blickte Sina auf. „Sie… ist da?“ „Ja… ist sie, aber… Am besten du schaust sie selber an und Suki? Es tut mir leid um den Sessel.“ machte Kyllia ein schräges gezwungenes Lächeln. „Warum geht heute wieder alles kaputt…“ seufzte Suki, doch Sina war es egal, die zur Tür ging.
„Wie… ist deine ehrliche Einschätzung?“ fragte Sina nach. Kyllia schaute kurz zur Seite, dann wieder zu Sina. „Sharlia… wirkt auf mich „normal“, aber… denke du wirst es selbst in ihren Augen sehen. Etwas… was mir nicht gefällt.“
„Dann lerne ich mal meine nächste Schwester kennen.“ grinste Sina unsicher und beide Zwillinge gingen gemeinsam runter. „Also… gestern war das Gelände noch an seinem Ort gewesen oder?“ merkte Kyllia.
„Ja, war es. Sherry trägt nun den Ring der Kuh und hat den Unterkörper einer Kuh. Was auch immer passiert ist, sie ist die Treppe mehr oder weniger runter gestürzt, während ich mit einigen Pappnasen eine Unterhaltung geführt hatte.“ seufzte Sina.
Nun ließ Kyllia ihre Schwester vor und Sina… sah ihre nächste Schwester. Das sie nicht vor Schreck eine Hand vor dem Mund gehalten hat, war schon alles.
Völlig verdreckt und in einem eigenartigen langen Shirt, saß Sharlia auf dem Sessel. Sie schien alles sehr neugierig aufzunehmen, doch… Ihre lange Haare klebten an ihrem Körper, Dreck, überall Dreck klebte an ihrem Körper.
Wenn Sina es richtig im Kopf hatte, war Sharlia eigentlich jemand, der einen gepflegten Körper hatte und ihre Haare zu Zöpfen geflochten hatte. Lisa war auch im Wohnzimmer und hielt einen Abstand zu der Dämonin.
Sharlia sah nun Sina und schien nur zu Lächeln. Irgendwie… bekam Sina den Mund nicht auf, dass Kyllia den Part übernahm. „Darf… ich vorstellen? Das ist unsere jüngere Schwester Sharlia. Sharlia, das ist unsere ältere Schwester Sina.“
Langsam stand Sharlia auf und machte einen Knick. „Seid gegrüßt Prinzessin Sina. Ich hoffe… mein Äußeres stört euch nicht?“ lächelte die Sukkubus immer noch, als Sina in ihren Augen etwas sah.
Sie hatte wunderschöne Augenfarben, aber… was Sina störte war dieses unruhige Zappeln der Augen. Als würde sie auf irgendetwas… warten. Doch das ignorierte Sina erst und ging auf Sharlia zu, dann umarmte sie die Schwester.
„Sharlia… es tut mir so leid…“ flüstert Sina. „Warum?“ wundert sich Sharlia. „Wir haben alle unsere Leben gelebt oder nicht? Vater hat dich auserkoren, nicht uns.“ lächelt die jüngere Schwester.
Sina löste die Umarmung auf und hielt Sharlia mit beiden Händen an ihrer Schulter. „Sharlia… was ist mit dir passiert? Warum… hat man dich so verdreckt… aus Deymonlia raus geschickt? Ich habe… so viele Fragen an dich, aber…“
„Hmm? Ich war im tiefsten Kellerloch in der Burg gewesen, wo es kein Licht gab. Ich hörte… ahh… ich hörte immer wieder Geräusche. Es klatschte auf den rauen Boden, was wohl mein Essen war. Hmm… ich habe es brav vom Boden aufgeleckt, es schmeckte verbrannt… vergiftet und dennoch ummm… diese Vorstellung…“ stöhnte Sharlia auf einmal auf, eine Sabberspur fiel von einen Mundwinkel runter.
„Ach du Scheiße.“ dachte Sina sehr laut, dann drückte sie wieder ihre Schwester an sich. „Sharlia… das ist nicht richtig! Bevor wir uns unterhalten, wirst du dich waschen! Du bekommst von mir passende Klamotten und nimmst auch meine Waschutensilien.“
„Huch? Aber… ich fühle mich doch sehr wohl?“ hielt Sharlia ihren Kopf schräg, als ihre Augen… regelrechte Kreise des Wahnsinns bekamen. „Prinzessin… ich habe einige… eurer Foltertechniken am eigenen Leib erlebt. Es… war eine Wonne für mich gewesen.
Nur eure Techniken… Hmmm…“ drückte Sharlia beide Beine eng zusammen, Lisa schaute zweifelnd Kyllia an, die nur traurig den Kopf schüttelt. „Nur eure Techniken gaben mir das… was ich immer suche… doch es wurde eintönig… Bitte…“
Sharlia fiel mit den Knien auf den Boden und drückte mit ihrem Kopf an Sina´s Bauch. „Bitte… foltert mich. Foltert mich wie ihr es noch nie getan habt. Ah ha ha… bitte!“ verfiel Sharlia regelrecht in einen Rausch.
Die ältere Schwester kniete ebenfalls und drückte Sharlia sanft von sich weg. „Sharlia… hör auf mich mit Prinzessin anzusprechen. Du bist meine Schwester ok? Und nein, ich werde dich bestimmt nicht foltern.“ lächelt Sina dabei.
Ihre Schwester verdrehte ihre Augen, Sabber fiel regelrecht von ihrem Mund runter. „Warum… warum? Warum willst du mich nicht foltern? Du kannst alles… ALLES mit mir machen! Bitte… ich brauche die Schmerzen…“
Sina streichelt nun eine Wange von Sharlia. „Nein, das brauchst du nicht meine Schwester. Die Zeit, dass du irgendwelche Erniedrigungen brauchst, sind bei mir vorbei.“
„NEIN!“ packte Sharlia Sina an beiden Oberarmen. „Du verstehst das nicht! Nur Schmerzen sorgen dazu, dass… Ahh… ich… ich… lebe!“ Sina drückte die Hände von ihrer Schwester weg und dafür umarmte Sina wieder ihre wahnsinnige Schwester.
„Pss… glaub mir… du brauchst das nicht.“ „NEIN! BITTE! Ein Messer in mein Herz, meinen Kopf unter Wasser! Bitte!“ flehte Sharlia regelrecht, ihr Körper scheint regelrecht zu zittern. „Wow… das ist ja wirklich sehr extrem.“ merkte Lisa an.
„Sharlia…“ ging Kyllia besorgt zu ihren Schwestern. „Was ist passiert, dass du so extrem geworden bist? Als… ich gegangen war, war es doch… in Ordnung gewesen?“
„Foltere mich! Bitte!“ flehte Sharlia, scheinbar hat Kyllia sie überhaupt nicht gehört. Sina fiel eine Träne raus, dass… wird eine verdammt schwere Arbeit werden, Sharlia wieder normal zu bekommen.
„Sharlia? Wenn du brav… meine Anweisungen befolgst… bekommst du sie.“ flüstert Sina dies ins Ohr ihrer Schwester, sie wurde wieder ruhiger. „Was… für Anweisungen?“ flüstert Sharlia zurück.
„Geh dich waschen und mach dich frisch. Dann werden wir uns etwas unterhalten und ich… stelle dir jemanden vor, der dich foltert, ok?“
„SINA!“ wurde Kyllia laut, da löste Sina sich und schaute ihren Zwilling an. „Halt dich daraus und lass mich meine Arbeit machen! Sharlia ist gerade auf einem Entzug und wie sollen wir sie in ihrer Lage beruhigen?!“
„Indem wir sie auf einen kalten Entzug setzen?“ schlug Lisa vor. „Ich habe meine Zweifel, dass Sharlia nicht längst eine Methode hat, sich selbst zu verletzten oder?“ schaute Sina ihre Schwester an.
Sie sabberte langsam wirklich sehr stark und kichert leicht irre. „Wenn ich nichts bekomme, beiße ich mir die Zunge ab, ziehe mir ein paar Zähne. Uh… meine Fingernägel auszureißen… es verursacht immer ein so schönes Geräusch.“
„Das lässt du mal schön bleiben Schätzchen.“ streichelt Sina ihren Kopf. „Komm… ich bringe dich ins Badezimmer. Je braver du mitmachst, desto besser oder?“ „Jaa….“ drehten sich die Augen wild von Sharlia.
Suki hat es scheinbar alles schon vorbereitet, Sina zeigte Sharlia, wie alles funktioniert. Dabei nahm sie ganz bewusst scharfe Gegenstände aus dem Badezimmer mit, denn sie wollte nicht, dass drin eine Sauerei entsteht, wenn Sharlia alleine ist.
Als das getan war, ging Sina zurück ins Wohnzimmer und sah Kyllia regelrecht weinen. „Sina… was ist mit Sharlia passiert? Ich erkenne sie überhaupt nicht mehr wieder…“ Lisa streichelt sehr besorgt ihren Rücken.
„Ich weiß es nicht, scheinbar… hat unser Vater wirklich nicht übertrieben. Nun verstehe ich auch, was du meintest mit ihren Augen. Sie sind viel zu unruhig und scheinen auf etwas zu warten… vermutlich auf die nächste Person die sie foltert.“ seufzte Sina und setzte sich neben ihren Zwilling.
„Du weißt wirklich nicht, was Jillia mit ihr gemacht hat, wenn sie mit Sharlia alleine war? Scheinbar kennt sie das Geheimnis, um Sharlia zu beruhigen. Wenn ich vermuten dürfte, auch wenn es gewagt ist…
Sharlia war ab dem Moment auf sich selber angewiesen, als sie und die anderen Schwestern alle von Vater freigestellt worden waren. Kelania ist irgendwie bei jemand anderem untergekommen und mit sehr hohe Wahrscheinlichkeit ist Jillia ihr auch gefolgt.
Unsere jüngere Schwester ist daher… von diesem Zeitpunkt an von einer Folter in die andere gerutscht und hat sie regelrecht… zerstört. Wenn sie Folter braucht, um normal zu werden… es macht mich traurig und… wütend.“
„Wie… wütend?“ drehte Kyllia sich zu Sina. „Wütend auf unsere Schwestern, die alle noch in Deymonlia sind. Hat wirklich niemand mehr ein Auge auf sie gehalten? Ihr kennt sie doch alle, sie gehört zu den Personen, die immer, IMMER, eine Hand brauchen.“
„Sina… ich weiß es nicht. Uns fehlen da leider… sehr viele Informationen.“ schüttelt Kyllia den Kopf. „Ich habe… echt Angst, was mit Sharlia noch passieren wird. Kannst du wirklich nichts machen Sina? Du hast doch sonst immer eine Idee…“
„Kyllia…“ schaute Sina traurig ihre Schwester an… als Sharlia gewaschen und in einem schwarzes Kleid an der Tür stand. Man sah ihr sofort an, dass sie sich überhaupt nicht getrocknet hatte und ihre Beine sowie Flügel wild am zittern waren. „Habe mich gewaschen.~ Huch?“ hielte Sharlia ihren Kopf schräg und ging auf Kyllia zu.
Sie kniete vor ihr und schaute in ihr Gesicht. „Warum weinst du denn Kyllia?“ „Warum? Wegen dir! Sharlia, was ist passiert, dass du so süchtig nach Schmerzen geworden bist? Ich verstehe dich nicht, du hast… mich nicht mal während der Reise gefragt, ob du meine Haare flechten kannst.“ schaute Kyllia in die Augen ihrer Schwester.
„Du… weinst wegen mir?“ scheint Sharlia nicht richtig zu verstehen. Sina stand auf, alle Frauen schauten sie an. „Sharlia? Es bringt nichts, ich stelle dich jemanden vor…“
„Sina? Du willst doch nicht…“ hörte man die zweifelnde Stimme von Kyllia, doch Sina schüttelt nur ihren Kopf. „Kyllia, ich bin nicht die Schwester… die alles kann. Schau dir Sharlia an, ich habe JETZT keine Lösung, was überhaupt los ist, irgendwie kann sie nicht mal logische Gedanken oder Gefühle anderer richtig verstehen.
Also gebe ich ihr, was sie verlangt und hoffe, dass… sie normal wird in einer kurzen Zeit. In der Zeit werde ich mein Bestes geben, das Problem zu lösen und gleichzeitig herausfinden, was Jillia mit ihr gemacht hat.
Verzeih mir Kyllia, aber… ich bin echt in diesem Moment überfordert. Ich bin wahnsinnig, ich bin gestört, aber… Sharlia hat das Niveau erreicht, wo ich sie nicht erreichen kann. Komm mein Schätzchen… ich gebe dir das, was du brauchst.“ hatte Sina ein sehr trauriges Gesicht.
Sharlia stand auf und man sah förmlich die Gier an ihrem gesamten Körper. „Natürlich Schwester… ummm…“ drückte die Schwester ihre Beine wieder fest zusammen. Sina nahm eine Hand und zog sie mit sich, als sie durch die Tür gingen, hörte man deutlich, wie Kyllia am Weinen ist.
Ohne Umwege gingen die beiden Damen zu einem bestimmten Haus. Als sie dort angekommen waren, hämmerte Sina gegen die Tür, bis sie geöffnet wurde. „WAS?!“ brüllte James und bekam direkt einen Faustschlag in sein Gesicht, dass er nach hinten flog.
„DAS war dafür, dass du meine Tochter geschlagen hast, du kleiner Erdlutscher!“ knurrte Sina wütend und zog Sharlia mit rein. Der Knochenschwanz von Sina schloss direkt die Haustür, als die beiden Dämonen im Wohnzimmer standen. „Wo ist sie?!“
„Hier… oben!“ kichert eine unheimliche Stimme. Sina und Sharlia schauten zur Decke, wo die Vampirin mehrere Organe an etwas… anhängt. „Schön nicht wahr?“ Der Knochenschwanz rammte mit dem Schwert in das Herz von Eleanor, wo sie laut aufschrie und von der Decke runter fiel. Das… schien Sharlia einfach nur noch mehr anzutörnen, richtig viel Sabber fiel aus ihrem Mund.
„Ich bin SEHR unzufrieden mit deine Arbeit!“ schimpfte Sina auf die Vampirin ein, der Knochenschwanz zog sich aus dem Körper wieder raus. „Doch darüber werden wir später reden, ich will mit dem Loserkönig sprechen!“
„Was…?“ knurrte die Vampirin vom Boden auf. „Deine ehrliche Meinung zu Kaja, wie fortgeschritten ist sie als Folterin? Kann sie mit dir mithalten oder hat sie noch einiges zu lernen?“ fragte Sina.
Erstaunt riss die Vampirin ihre Augen auf und stand langsam auf. James kam mit einer blutigen Nase ins Zimmer und man sah deutliche Mordgedanken in seinen Augen. „Eine… komische Frage? Sie bezieht das komplette Wissen aus meiner Erfahrung, wir teilen die Erfahrung nur…“
„Gut, dann will ich, dass du diese Frau mit Kaja gemeinsam so gemein wie möglich folterst.“ zeigte Sina auf Sharlia. „Einzig eines ist euch verboten: Sie zu töten, verstanden? Dafür hebe ich alle Regeln bei ihr auf, die Zeit ist dann unbefristet.“
„Ohhh? OHHH?“ grinste Eleanor ganz breit. „Was… hat diese Dämonin dir angetan… und was… stimmt mit ihr nicht?“ begutachtet die Vampirin ihr „Opfer“.
„Das ist Sharlia, meine jüngere Schwester, mehr brauchst du nicht zu wissen. Also, kannst du dich ihrer annehmen oder nicht?“ ignorierte Sina einen Teil der Fragen, Sharlia keuchte schon regelrecht, wo selbst James ein merkwürdiges Gefühl bekam.
Eleanor ging auf Sharlia zu und schaute ihr in die Augen. Es gibt Dinge… die niemals passieren dürften. Man sagt immer, man sollte nicht in den Abgrund schauen, denn er könnte zurückschauen. Doch was passiert, wenn zwei Abgründe sich gegenseitig anschauen?
Eine ist Extremsadistin, die andere eine extreme Masochistin. Sina hatte gehofft, dass sie nicht SO früh auf Eleanor zurückgreifen müsste, aber Sharlia ließ ihr keine Wahl. Auf einmal streichelt Eleanor eine Wange von Sharlia.
„Ich… darf ALLES außer sie töten? Seid… ihr euch sicher.“ bekam Eleanor ein sehr breites unangenehmes Lächeln auf ihrem Gesicht. „Ihren Kopf aufknacken und ihr Gehirn woanders platzieren, ihre eigene Gedärme zum Würgen…“ Das war für Sharlia zu viel, sie stöhnte laut auf und fiel auf ihre Knie.
„Ja, das will ich. Wenn du eine Pause einlegst bei der Folter, will ich, dass du kleine Pissnelke mich sofort holst, hast du verstanden? Ich muss mir ein Bild von der Folter machen und mit Sharlia sprechen.“ drohte Sina dem Zwerg.
„Bitte…“ keuchte Sharlia. „Ich… halte es nicht mehr… ahh… aus.“ „Hmm?“ bückte sich Eleanor. „Was stimmt mit ihr nicht? Ich kann mich nicht entsinnen, dass jemand so sehr eine Folter wollte.“
„Mir egal, haben wir diesmal einen Deal?“ schaute Sina Eleanor in die schwarzen Augen. „Ja… haben wir. Entfernt… mir alle Regeln.“ kichert Eleanor irre. Sina setzte alles notwendige um und war einige Zeit später wieder in ihrer Villa.
Traurig setzte sie sich neben Kyllia und legte einen Arm um sie. „Es… tut mir leid. Ich hoffe wirklich, dass Eleanor nur eine vorübergehende Lösung ist mit Sharlia. Beide sind ja fast regelrecht ausgeflippt…“
„Können… wir nicht in ihren Kopf schauen, wenn Sharlia schläft? Du weißt schon… mit unserer Fähigkeit?“ schniefte Kyllia. „Ich will meine alte Sharlia wieder haben. Das ist nicht Sharlia, die ich gekannt habe.“
Sina schaute Lisa an, die auch auf eine Antwort wartet. „Kyllia… ich bin ehrlich. Ich habe… Angst, dass wir etwas zu sehen bekommen, dass uns nie wieder loslassen wird. Wenn… wirklich alle Stricke reißen, dann werde ich es alleine machen, aber nur dann.“
„Ja… das Gefühl habe ich auch…“ stimmte Kyllia zu, als Neia aus dem Garten ins Wohnzimmer kam. „Alles für Sherry erledigt, wir… Oh hi… ihr beiden? Soll ich wieder gehen?“ merkte die Blutelfe, dass sie unpassend erschienen war.
„Nein… es bringt nichts. Kyllia ist traurig, dass Sharlia nicht mehr die Schwester ist, die…“ wollte Sina erklären, als ein riesiger Krach in der Monstervilla passierte. Die Monstervilla erzitterte, jemand schrie regelrecht. „LADY SINA!“
„Das… ist doch?!“ riss Sina erstaunt ihre Augen auf und alle rannten zum… „alten“ Hauseingang. Was auch immer passiert war, die komplette Tür samt Rahmen und Mauer wurde raus gerissen und alle sahen auf dem Boden eine verzweifelte Vampirin, wo eine Dämonin an ihren Beinen hing und wild um sich sabberte.
Eleanor streckte eine Hand vor und ein Blutstrahl schoss aus der Hand in die Wand vor ihr… bis das Blut elastisch wurde. Langsam zog Eleanor sich mit ihrer Kraft in die Monstervilla, Sharlia wird nur mitgezogen. Man sah an ihrem Körper überall Blut, scheinbar hat die Vampirin noch irgendwie… Hand an Sharlia gelegt.
„WAS HABT IHR DA FÜR EIN MONSTER ZUM FOLTERN GEGEBEN?!“ schrie Eleanor Sina an. Sie war mittlerweile im Flur angekommen, Suki und Bariel sahen ebenfalls das Chaos vor sich.
Auf einmal krallte sich Sharlia nach vorne, dass sie über Eleanor war. Sie drehte die Vampirin gegen ihr Willen um. „Hahhhh hahhh!“ fiel der Sabber auf das Gesicht der Vampirin, die angeekelt ihr Gesicht verzog… als Sharlia sie auf den Mund küsste.
Sina wusste nicht, dass die Augen… so ein schockiertes Gesichtsausdruck machen konnten. Sie konnte in den schwarzen Augen von Eleanor weiße… Blutadern sehen? „Wow…“ staunte Lisa. Kyllia wusste genauso wenig zu sagen wie Sina…
Sharlia hörte mit dem Küssen auf und saß auf der Hüfte von der Vampirin… als sie mit Gewalt das Kleid von Eleanor zerreißt. „Jaa… du bist wirklich das beste… Gib mir mehr Schmerzen!“ verlangte die verrückte Dämonin.
Halbnackt auf dem Boden… löste scheinbar etwas bei Eleanor aus. „BLUTIGEL!“ schrie die Vampirin, sofort drückte Sina die Frauen nach hinten, Bariel erkannte die Gefahr selber. Aus dem gesamten Körper von Eleanor schossen Stacheln raus, die Sharlia sofort aufspießten und gegen die Decke drückte.
Als Sina das Gefühl bekam, dass… es etwas ruhiger wurde, schaute sie in den Flurgang. Eleanor die auf dem Boden schwer am keuchen war und an der Decke… wo ihre Schwester kein Lebenszeichen zeigte, so kraftlos wie ihre Arme runter hängen.
„SHARLIA!“ schrie Kyllia.