Ich bin wiedergeboren und der Dämonenkönig? IV
Sofort ging Kyllia nach vorne zu ihrer Schwester. „Sina…“ „Ich weiß.“ nickte Sina mit ihrem Kopf ihrer Zwillingsschwester zu. „„Lieber“ Vater, möchtest du MIR mal bitte erklären, welcher meiner Schwestern bitte der Tod erteilt wird? Ich denke, du bist an deinem Schwur gebunden!“
„Wer hat mir den Tipp gegeben mit „Zum Schutz der Nation“?“ hob Mephisto spöttisch eine Augenbraue hoch. „Das tue ich, um eine verrückte Dämonin vor dem Volk zu beschützen. Als sie ihren ersten Kampf vor allen gezeigt hat, fehlte nicht viel und ich hätte sie noch am gleichen Tag GETÖTET!“
„Hört sich nicht nach Kelania an.“ murmelt Sina. „Nein, dieser Bastard arbeitet nun bei dem General Eortar und scheint hoch in seiner Gunst zu sein.“ knurrte Mephisto. „Ich spreche von Sharlia.“
Kyllia nahm einen Arm von Sina, sie selber spürte sofort unendliche Sorge von ihr. „Was ist mit Sharlia? Sie steht etwas auf Schmerzen und dafür soll sie nun mit dem Tod bestraft werden? Ernsthaft?“ hob Sina nun eine Augenbraue hoch.
„Etwas? Die Vereinigung der Folterer kam mit einer seltsamen Bitte, dass dieser Bastard bitte von der Folterschule und weiteres fernzuhalten würde.“ schnaufte der Dämonenkönig durch die Nase. „Wir haben eine Vereinigung?“ staunte eher Sina.
„Ja, haben wir. DEINE „tolle“ Schwester… denn ich nehme an, die hässliche Brut neben dir hat dich aufgeklärt…“ verzog Mephisto verächtlich sein Gesicht, als er Kyllia tatsächlich einen Blick zuwarf.
„Wag… es sie ja nicht mich noch einmal hässlich zu nennen „Vater“ und ich komme selber durch die Barriere, egal wie viele Schmerzen ich dabei ertragen muss. Für DICH… gelten auch Grenzen, die du nicht überschreiten solltest.“ teilte Sina ihre Drohung direkt mit, dass jeder ein Schauder bekam. Dafür spürte Sina eine Freude von Kyllia.
„Wagst du es mir wieder zu drohen?!“ knurrte der Dämonenkönig. „Hast du eben nicht zugehört? Nur weil DU sie nicht akzeptieren willst, heißt es für mich NICHT, dass ich deinem Weg folgen werde. ICH habe Kyllia einmal aus Versehen geschlagen, doch mittlerweile… bin ich froh, einen so coolen Zwilling an meiner Seite zu haben.
SIE hat mir MEHR geholfen, als DU es jemals könntest! DAS ist eine Familie, wo man sich gegenseitig unterstützt! SIE ist MEHR Familie, als DU es JEMALS sein könntest!“ schlug Sina die Wörter ihrem Vater entgegen.
„SIE war es, die mich öfters aufgebaut hat. SIE hat mich näher an die Familie gebracht, NICHT du! DANK ihr, kenne ich endlich meine Schwestern. Zwar nicht persönlich, aber ich habe ENDLICH ein Bild von ihnen, wo du mich mit besten Bemühungen abgehalten hast!
Wenn ich es richtig verstanden habe, bin ich die älteste Schwester von allen. Aufgrund dass ich dann das Erste bin, habe ich auch eine unausgesprochene Pflicht: Den Schutz der jüngeren Geschwister!
Doch das konnte ich NIE machen wegen DIR! DU behandelst sie alle wie ein Stück Scheiße. Falls… du etwas nicht mitbekommen hast: Wir haben alle keine Mutter wegen deinem kranken Experiment.
ICH hatte keine Bezugsperson gehabt, während meine Schwester dies miteinander hatten. Dennoch werden wir alle von dir scheiße behandelt, dann wunderst du, dass deine „Lieblingstochter“ im Enrage-Modus geht? Geht´s noch?
Kyllia ist mein Zwilling und durch eine… Gelegenheit wurden wir durch ein magisches Item zu einer Person… Skyllia. Am Anfang war alles verwirrend und wir konnten unseren Status nicht erkennen, haben gegen Exos gekämpft, was leider nichts gebracht hat. Vier Flügel… normaler Knochenschwanz…
Danach… waren wir getrennt und… etwas… sehr schönes ist passiert.“ lächelt Sina ihre Schwester an. Mephisto sagte nichts, aber diesen… glücklichen Gesichtsausdruck hat er bei seiner Tochter Sina noch nicht erlebt.
„Ich kann endlich meine Schwester fühlen, was wir empfinden. NOCH näher können wir überhaupt nicht mehr gemeinsam sein. Deswegen… verlange ich von DIR, dass du sie mit RESPEKT behandelst, hast du verstanden?!
Behalte deine SCHEIßMEINUNG für dich, was du über deine Töchter denkst, sie haben alle ihren möglichen Knall, aber das macht sie doch alle so einzigartig. Himmel, jeder, JEDER von ihnen hat eine Spezialfähigkeit, um die ICH sie beneiden würde, weil ich KEINE habe!
Dennoch werde ich als älteste Schwester alles einsetzen, damit es ihnen gut geht und dass heißt, dass ich mit DIR anfange! HÖR AUF SIE RESPEKTLOS ZU BEHANDELN! VOR ALLEM IN MEINER NÄHE!“ schrie Sina wütend.
„Roar.“ dachte Lara gerade, wie eine Löwenmutter brüllte Sina einen fremden Löwen vom Revier weg. Kyllia sah aus, als würde sie jetzt Sina in jede Hölle folgen wollen, während sich beide Schwestern hielten.
Die Mundwinkel des Dämonenkönig hingen fast schief runter, scheinbar ist er es überhaupt nicht gewohnt, dass man SO mit ihm umgeht. „Und nun sag mir endlich… warum Sharlia von dir getötet werden muss? Was ist passiert, als sie alle ihren Weg gehen durften?!“ hakte Sina direkt nach, während sie sich kontrollieren musste, die Glücksgefühle von ihrer Schwester zu kontrollieren.
Der Dämonenkönig sagte Anfangs nichts, scheinbar ließ er sich Zeit, als er sich die Lippen leckte. „Respekt… muss man sich verdienen mein Kind. Den haben sie in meinen Augen nicht und du solltest mich genau kennen, dass ich nach LEISTUNG und nicht nach Erbe gehe!“
„Och komm schon, du brichst dir kein Bein ab, ETWAS freundlicher zu deinen Kinder zu sein. Egal ob du Dämon, Dämonenkönig oder ein Mann bist. Falls… du es nicht mitbekommen hast… DU. BIST. VATER!“ ließ Sina sich nicht beirren.
„Aber was soll ich von dir schon erwarten. Ich kenne dich eigentlich überhaupt nicht. Direkt nach meinen Beginn des Trainings habe ich dich über hundert Jahre nicht gesehen. Du hast dich NIE bei mir bemerkbar gemacht. DU hast stets deine Anweisungen über deine Speichellecker übertragen lassen.
Ich… darf dir nichts über Liebe sagen? Dann kann ich dir das gleiche sagen, dass du NICHT über meine Schwestern schlecht zu reden hast! Mir egal, ob einige mich hassen, sogar töten wollen, aber ich werde mein Bestes geben, dass sie glücklich werden! Also? Was ist mit meiner kleinen Schwester Sharlia?“ hakte Sina wieder nach.
Den Blick, den Mephisto seiner Tochter zuwarf wirkte wie: Wie töte ich sie am besten langsam und schmerzvoll. Doch Sina kannte das Spielchen und ließ sich in keinster Weise einschüchtern, was einige Respektpunkte der Freunde einholte.
„Sharlia hat laut Bericht sich selbstständig gemacht und ging in die Folterschule. Aber nicht… um Folterin zu werden, sondern um gefoltert zu werden.“ presste der Dämonenkönig die Antwort raus. „Sie dürfte die erste Dämonin in ganz Deymonlia sein, die sich so offenkundig und zugleich freiwillig foltern ließ.“
Das Gesicht von Kyllia nahm eine sehr neutrale Haltung ein, während ihre Augen wirkten wie die eines toten Fisches. „Was… hast du wieder angestellt…“ dachte sie noch dabei.
„Was auch immer in der Schule passiert ist, sie nötigte die Schüler und Lehrer dazu, alles zu geben… bis diese das Handtuch geworfen haben. Bekannte Foltermeister wollten sich dann ihrer annehmen… haben ebenfalls aufgegeben.
Egal… mit was, wie und wo man „sie“ gefoltert hat, sie wollte immer „mehr“ haben. Alle üblichen Foltertechniken schienen ihr überhaupt nichts die nötige… „Befriedigung“ zu geben. ERST als man DEINE Foltertechniken bei ihr angesetzt hat, bekamen alle Folterer einen Hoffnungsschimmer.
Sie wurde bis zum äußerten gefoltert, weitaus mehr gefoltert, was ein Dämon überhaupt aushalten kann. Erniedrigt hat man sie, mental, körperlich und seelisch hat man sie gefoltert… bis es passierte. Es war ihr zu wenig gewesen und mehr noch… sie bekam eine einzigartige Fähigkeit: Regeneration X.
NIEMAND, auch nicht mal dein „Lieblingslehrer“ hat von dieser Fähigkeit gehört und rate mal… wer freiwillig aus dem Loch seines Laboratorium raus gekrochen kam: Calligus. Scheinbar hat der Wahnsinnige sie mit ins Labor mitgenommen und ein paar Experimente angestellt… nur das er sie am nächsten Tag wieder rausgeworfen hat. Ausgerechnet Calligus wirf jemanden raus.“ hob Mephisto am Ende eine Augenbraue hoch.
„Bei der ganzen Folterei… ist bei „ihr“ einiges… kaputt gegangen, ich finde kein passenderes Wort für „deine“ Schwester.“ knurrte der Dämonenkönig. „ALLE ihre Werte haben sich verändert: Immunität gegenüber allem außer Licht, Schmerzlosigkeit Stufe 20, Regeneration X.
SIE wäre eigentlich ein perfekter Wächter, würde sie nicht bei der kleinsten Schmerzwelle sich zu einer Sexbestie verwandeln. Es widert mich an, dass „sie“ mein Blut in sich trägt. KEIN Elternteil würde DAS befürworten, was „SIE“ macht.
Dann ist es passiert. Der letzte Foltermeister wollte es mit ihr nochmal versuchen… nur um am Ende von „ihr“ vergewaltigt und getötet zu werden. Das gesamte Folterzimmer war mit ihrem und seinem Blut verteilt. WAS genau passiert ist, will niemand wissen, aber sehr wohl, dass sie in ihrem Wahn nicht mehr zwischen Gut und Böse, Richtig oder Falsch unterscheiden kann.
Also hat man sich schnell entschlossen, dass sie tot besser dran ist für Deymonlia als lebendig. Dummerweise… kann sie nicht sterben.“ verschränkte Mephisto seine Arme.
„Kopf abschlagen? Ihre Regeneration arbeitet in einer Zeit, die kann man überhaupt nicht bemessen. Sobald die Klinge ihr Hals durchtrennen will, verbinden sich beide Körperteile sofort wieder, wenn nichts im Weg ist.
Herz zerstören, entfernen, such dir eine der vielen Tötungsmethoden aus, regeneriert sich sofort zu einem neuen Herz. Galgen bis sie keine Luft bekommt und eigentlich an Sauerstoffmangel sterben sollte?
Selbst Calligus war bei der Hinrichtung anwesend und konnte bestätigen, dass sie tot „ist“, als auf einmal ihr Körper wieder funktionierte. Kannst… du dir also vorstellen meine Tochter, was die Henker für ein mangelndes Selbstwertgefühl bekamen, wenn man „sie“ nicht töten kann?
Sie haben „sie“ in ihrer Verzweiflung sogar in die Barriere geworfen… Nur dass sie mit Krach und Acht sie wieder rausholen mussten. Willst du was wissen Sina? Sie hat sich mit Füßen und Händen gewehrt, aus der Barriere gezogen zu werden.
Dabei sind bei der Aktion mehrere Dämonen gestorben durch die Barriere. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten sie sie dort ruhig liegen lassen sollen. Nur… wenn sie über eine Woche kein Essen und Trinken benötigte… was hat sich bitte noch verändert?
Calligus ist felsenfest der Meinung, dass man sie töten kann, aber er wollte sich nicht mit ihr beschäftigen. Tja, die Henker hatten keine Ideen als MICH damit zu belästigen. Mir war das überhaupt nicht bewusst gewesen, dass einer meiner… „Kinder“ hingerichtet werden soll.
Erst als ich den Bericht gelesen habe, verstand ich das Problem und musste tatsächlich SELBER das Problem lösen. Es gibt immer Möglichkeiten jemanden zu töten, selbst wenn jemand „unsterblich“ ist.“
„Lass mich raten: Du willst sie in dieses schwarze Loch werfen wo du diesen Ritter hergeholt hast? Irgendwie den Raum und Zeit so manipulieren, dass es ihren Körper zerreißt?“ verzog Sina ihr Gesicht.
„Nette Idee, darauf bin ich noch nicht gekommen. Nachdem sie ja eine Verbrennung, Erstricken oder das Wassergefängnis überlebt… oder eher ihr „Vergnügen“ bekommen hat, wollte ich eigentlich ihren Kopf komplett zerstören…“ grübelte der Dämonenkönig laut.
„Vater, ich will, dass du Sharlia aus Deymonlia verbannst.“ Jeder schaute Sina auf einmal verwundert an, Mephisto selber kniff seine Augen leicht zusammen. „Genau das passiert, wenn man Kinder nicht richtig erzieht.
Verbannt sie aus Deymonlia, öffnet ein Loch in der Barriere, wo sie durchgehen „MUSS“. ICH werde mich ihrer dann annehmen. Als Exilantin verliert sie zwar alle Rechte als Dämonin aus Deymonlia, aber das kann euch ja alle egal sein.
Setz das Morgen alles um, Kyllia wird sie abholen und direkt zu mir bringen. Wäre alles VIEL einfacher gewesen, wenn man sie etwas kontrolliert hätte. Tja, was soll ich sagen? Keine Mutter, Vater hasst seine Kinder und die älteren Schwestern „leider“ außerhalb von Deymonlia.
Sharlia ist das Ergebnis, was vermeidbar gewesen wäre. Doch ich gebe sie nicht auf. Ich werde sie vorsichtig kennenlernen und den eigentlich Grund für diesen wahnsinnigen Drang nach Schmerzen herausfinden. Anschließend werde ich ihr mit viel geschwisterliche Liebe beibringen, diese Sucht in den Griff zu bekommen.
Es ist alle eine Frage der Erziehung, wir brauchen ja nicht näher darauf eingehen, nicht wahr „Vater?“ trieft der Sarkasmus bei Sina. „Einfach an der gleichen Stelle, wo ihr Kyllia durchgelassen habt, damit sie sich beide „schnell“ finden. Wenn wir dabei sind, gibt es noch irgendwelche Schwestern, die du in nächster Zeit in deiner wichtigen Zeit töten musst?“
„Willst du direkt alle zu dir holen?“ kam nur die Gegenfrage vom König. Sina hätte sofort Ja gesagt, als sie nachdachte. Sie schaute ihre Zwillingsschwester in die Augen und musste ihre Augen schließen. Ihre momentane Situation… ist alles andere als sicher.
Wenn jede Schwester kommt, dürfte auch dieses Chaos programmiert sein. Vor allem… machen ihr die feindlichen Handlungen der Alliancianer sorgen. So blöd es sich anhört, in Deymonlia wären sie eher in Sicherheit. „Mein Herz sagt ja, mein Verstand sagt nein. Solange nicht jemand hingerichtet werden „muss“ bleiben sie vorerst in Deymonlia. Ich… hoffe, du verstehst meine Entscheidung Kyllia?“
„Ja… auch wenn es mir schwerfällt…“ nickte Kyllia traurig. „Also Vater? Wie ist dein Urteil? Du könntest ja mal ein richtig „guter“ Vater sein und es deiner Tochter überlassen, eine etwas schwierigere Tochter zu übernehmen.“ schaute Sina ihren Vater an.
Beide Seiten schauten sich lange schweigend in die Augen. Lara stand mithilfe von Zada wieder und hielten sich beide eine Hand. „Es… tut mir leid um deinen Freund…“ flüstert Zada traurig. „Mir… auch… Ich habe vergessen… was mein Freund mal war… Es hätte nur mit dem Tod geendet…“ flüstert Lara zurück.
„Sharlia… wird ab den morgigen Tag offiziell aus Deymonlia verbannt. Sollte sie jemals einen Fuß auf meinen Kontinent setzen, wird ihr der Tod erteilt, denn Folter würde sie nur begrüßen.“ teile der Dämonenkönig dies mit.
Sina wirkte erleichtert und Kyllia klammert sich regelrecht an ihre Schwester, die Gefühle der beiden sich im Hochrausch. Sherry und Neia schauten sich kurz an und waren ebenfalls glücklich, dass es für Sina gut ausging…
„Ich erkläre das Thema mit unserer Familie für beendet. DU kennst MEINE Meinung und ich DEINE. Es wird sich nichts ändern, WENN sie meinen Respekt haben wollen, dann sollen sie gefälligst auch was dafür tun.“ schaute Mephisto Sina in die Augen.
„Wunderbar, wirklich. Kannst ja auch mal was gutes tun, wenn du einfach mal die Scheiße mit Lara nicht getan hättest. Sie war unnötig gewesen und Lara ist für mich ebenfalls eine Schwester. Doch auch in diesem Fall stimme ich dir zu… dass wir dieses Thema nicht zu vertiefen brauchen.
DU hast von vier Gründen gesprochen, würdest du sie mal bitte… mir erklären, bevor ich dir die Augen raus reißen, dass du mir ausgerechnet die Destroyar geschickt hast?“ musste Sina sich von Kyllia leider lösen.
„GRUND EINS war die Truhe und DAS benötigt nun wirklich keine Erklärung!“ richtete sich Mephisto ganz auf, seine Arme hängen runter, dabei bilden sie Fäuste. „GRUND ZWEI… gehen wir als letztes an.
GRUND DREI… hast du mittlerweile herausgefunden, was er sein könnte? Du hast alles von den Destroyar erfahren, um zu wissen, warum ich sie, außer wegen GRUND ZWEI, geschickt habe?“
Nun verschränkte Sina ihre Arme und schien wirklich nachzudenken. Kruschjrar war am Ende „SEHR“ gesprächig gewesen, bis ihr auffiel, was sie verhindert hat. „Man wollte die Destroyar für den Krieg einsetzen?“
„Exakt!“ nickte Mephisto zufrieden. „ALLE Generäle sowie andere Dämonen mit wichtigen Funktionen waren der Meinung, dass wir in diesem Krieg ALLES auf eine Karte setzen müssen. Das heißt auch, dass die Destroyar, die Leerenlosen UND die Infernalen eingesetzt werden.“
„NEIN!“ wurde Sina sofort blass, selbst Kyllia und Dalmaz waren erschreckend weiß geworden. „Alleine die Infernalen darfst du nicht einsetzen! Sie werden den gesamten Kontinent in die Luft jagen und dann hat man NICHTS zu erobert!“
„Es… gibt noch schlimmere als die Destroyar?“ fragte Suki vorsichtig nach. „Die sind alle schlimm.“ versuchte Kyllia zu erklären. „Was die Infernalen von den Destroyar unterscheidet ist, dass sie ihre Mitglieder als Gefäße für eine große Sprengkraft opfern. Je stärker der Körper des Dämonen ist, desto gewaltiger… ist der Schaden, den er anrichtet.
Und sie haben eine verdammt große Anzahl von Mitgliedern, dass es unheimlich ist, dass sie mit so einer großen Bereitschaft dabei sind, sich zu opfern. DAS ist in meinen Augen purer Wahnsinn.“
„Vor allem mit dem Anführer Geglaros. WENN der sich opfert, dann sprengt er die halbe Weltkugel. Er trainiert seinen Körper NUR, damit er diesen Wunsch auch umsetzen kann.“ knurrte Sina.
„Lilith…“ piepste Dalmaz. „Ich… immer gedacht, Leerenlosen… ausgestorben.“ zitterten die Arme des Hünen. „Was hast du Dalmaz?“ wundert sich Rubina, der Dämon schüttelt nur den Kopf. „Lilith wissen, was ich meinen.“
Alle schauten Sina an, die ziemlich nervös wirkte. „Ich muss nachfragen Vater. Sprechen… wir von DIESEN Leerenlosen, wie Wisali mir es aus der Geschichte beigebracht hat und eine neugegründete Organisation mit demselben Namen?“
„Es gab immer nur DIESE eine Organisation, wenn du das meinst.“ hob Mephisto eine Augenbraue hoch. „Lara hat mit ihnen die Klingen gekreuzt, sie dürfte am ehesten Wissen, dass sie alles andere als ausgestorben sind.“
Nun wirkte Lara etwas verwundert, als Sina nachfragte. „Lara… kannst du dich an Dämonen erinnern, die… erm… eine lange Schrifttafel auf ihrer Stirn mit Nägeln befestigt haben? Dabei dürften sie allem in ihrer Umgebung das Leben ausgesaugt haben?“
„Ach du Scheiße.“ hielt Lara eine Hand vor den Mund. „Die kann man überhaupt nicht töten.“ erinnerte sich Lara scheinbar sehr gut an diese Einheit. „Aber… von denen gibt es doch überhaupt nicht viele?“
„Was hoffentlich auch so geblieben ist. Was auch immer das Geheimnis dieser Typen ist, sie nennt man deswegen „Leerenlos“, weil sie ihre Seele komplett aufgeben für einen unzerstörbaren Körper. Das sind nicht als wandernde Gefäße, die man in eine Richtung schickt. Dabei entziehen sie ALLES in ihre Nähe. Leben, Magie, Seele und was einem sonst so einfällt.
DAS schreckt die meisten Dämonen eher ab, als sich selbst in die Luft zu jagen. Alleine… die Kombination dieser Gruppen… JA, es könnte einen Sieg für uns bringen, aber dann gibt es keinen Kontinent zum erobern Vater! Ich denke, du willst…“
„Ich will genau WAS?“ unterbricht Mephisto seine Tochter. „Du weißt genau, dass der Krieg stattfinden wird und was habe ich dir erklärt? Denk genau nach.“
„Das du den Dämonen freie Hand gewähren lässt.“ schoss die Antwort von Sina. „Du willst alles… tödliche und weiteres direkt mit dem hassenden Kern loswerden? Ist… dir bewusst, wie sehr die Dämonen geschwächt werden?!“
„Huch? Seit wann bekümmert dich DIESES Problem denn?“ hielt der Dämonenkönig seinen Kopf schräg. „Manchmal muss man etwas opfern, um höhere Ziele zu erreichen. Dann verstehst du auch, am Ende ALLES meine Gründe, weswegen ich die Destroyar geschickt habe.“
„Nein, verstehe ich nicht.“ schüttelt Sina den Kopf. „Den „zweiten“ Grund kann ich mir denken, aber das willst du ja am Ende erklären. Dann sag mir doch mal den letzten Grund, den ich NIE verstehen könnte.“
Mephisto starrte Sina an, dann schaute er alle anderen Verbündeten von seiner Tochter an. Auf einmal klatschte er mit den Händen und überall erschienen Bilder vom Kampf der einzelnen Destroyar gegen die Verbündeten.
„Huch? Ist das nicht…?“ staunte Neia. „Ja, das… ist Illusionsmagie, aber… wie kann es sein?“ hing Sherry an dem Bild, wo sie gegen Kruschjrar gekämpft hatte. Sina hatte ebenfalls die Frage auf der Zunge, da antwortet ihr Vater schon.
„NUR weil es eine Rassenmagie ist, können andere Rassen sie ebenfalls diese Magieart erlernen. Der Unterschied ist, die Magie der einzelnen Rassen fallen viele der schweren Konzepte weg und kostet „ihnen“ fast nichts an Mana.
Wenn jemand außerhalb der üblichen Rasse die Magie lernt, folgt er den schwierigen Weg. Nichts ist unmöglich, es ist nur eine Frage des Verständnises.“ erklärte Mephisto arrogant. „Illusionsmagie, Blutmagie, ALLES ist erlernbar!
Und ich kann sie alle. Ich habe die Zeit genug und intensiv für Magie investiert, weil Magie auch Leben bedeutet. Wer die Macht über Leben hat, kontrolliert alles. Es ist lächerlich zu behaupten, dass es in der Magie Grenzen gibt.“
Diese Informationen schockierte alle Magiekundigen bei Sina. Neia wirkte regelrecht über diese Aussage betroffen. „Nun willst du den VIERTEN Grund wissen meine Tochter?“ starrte der König die Tochter an, die nichts sagte. „WEIL ich als Vater um dich besorgt war!“
Sina wirkte regelrecht verwundert. „Ich musste mich auf dein Urteil verlassen, dass du Verbündete gefunden hast, die dir bei deiner Mission helfen. Selbst als du deine nichtigen körperlichen Veränderungen angesprochen hast, beharrtest du regelrecht darauf, dass man ihnen trauen kann.
Doch… als du mir dann…“ starrte Mephisto Sherry und Neia an mit einer Wut in den Augen, dass beide leicht zittern. „Mir mitteilst, dass du heiraten willst… trotz dass dir Wisali die Traditionen beigebracht hat UND mich mitten in unserem Gespräch einfach abgebrochen hast…
Musste ich eingreifen. WER sind deine Verbündetem, dass sie deinen Kopf verdrehen? Meine stolze Tochter, die mit der Geschichte und Traditionen unseres Volkes eingeschlagen wurde, auf einmal rebellisch wird?
DU TRÄGST JA NICHT MAL UNSEREN FAMILIENRING MEHR!“ brüllt Mephisto wütend. „SCHÄMST DU DICH ETWA?! REICHT ES NICHT, DASS ICH DIR ALLES GEWÄHRE WAS DIR PASST?
Ich war wütend gewesen wie lange nicht mehr. Viele meiner Diener sind gestorben und die Burg musste repariert werden. Also habe ich einen Plan geschmiedet…
Die Destroyar erfüllten geradezu viele meiner Probleme: Deine „Verlobte“ oder… „Verlobten“ zu töten, deine „Freunde“ zu testen und sie selber über dich loswerden. Damit das ALLES aber klappt, gab ich ihnen meinen modifiziertes Siegel des Verrats.
Damit konnte ich alle eure Kämpfe beobachten und hab mir meine eigene Meinung gebildet. Aufgrund… wie du selbst festgestellt hast Sina, werden die Infernalen und die Leerenlosen demnächst ebenfalls in den Krieg kommen…
Sollten die Destroyar´s mehrere Experimente umsetzen. Einerseits herausfinden, ob meine Zauber in Alliancia ebenfalls funktionieren, wie es in Deymonlia der Fall ist. Anderseits, ob mein überarbeiteter Zauber auch so funktionieren soll, wie ich es mir gedacht habe: Den Feind zu schwächen!
Doch ich war realistisch und habe fest damit gerechnet, dass die Destroyar von dir getötet werden, nur das Wie, das kann niemand wissen. Und weißt du, was ich gedacht habe, als die Destroyar das Siegel aufgestellt haben?
Deine Freunde machen dich SCHWACH!“ bekam jeder einen neuen Blutdurst vom Dämonenkönig zu spüren, noch heftiger als am Anfang. „DU warst bereit, gegen die Eigenschaft des Siegels gegen die Destroyar zu kämpfen meine Tochter.
MEINE Tochter… die ICH kannte, hätte überlegt, wie man das Siegel loswird. Du wusstest GENAU, dass es nur Dämonen betrifft, aber keinerlei andere Rassen! DU kannst von GLÜCK reden, dass dieser schwächliche Vampir drüben dir den Hintern gerettet hat!
WAS war ich SAUER. Wofür hast du ALL die Jahren trainiert? Wofür genau? Und wehe du jammerst MIR die Ohren voll, dass es der geheime Trainingsplan der Destroyar ist. Kruschjrar hätte lieber seinen Mund halten sollen.
Meine Tochter… die blind wurde und auf ihre sogenannten Freunde gehört hat. Seit wann vertraust du bitte eigentlich jemanden? Wenn wäre es nur Wisali gewesen, aber ansonsten? All die Zeit hast du MEINE Wachen in deiner Trainingsphase gegeneinander gehetzt, indem du ihre Träume manipuliert hast!
DU hast die eigenartigsten Foltertechniken erfunden und andere Dinge, was ist an diesem Tag… passiert? Wenn deine „Verlobten“ deine logisches Denken aufgrund dieser… „Liebe“ schwach machen, dann hat die Tradition durchaus ihren SINN!
ALLE deine Freunde sind schwach! Selbst ohne den Regen, hatte niemand eine Chance gegen sie gehabt, ich konnte von allen in Ruhe ihren Status anschauen! Wenn das deine stärksten Leute sind, dann rate ich euch allen…“ warf Mephisto allen einen Blick zu.
„Wenn euer Leben… was wert ist, dann verschwindet aus Alliancia ihr Schwächlinge und hört auf meine TOCHTER ZU SCHWÄCHEN!“ brüllte der König wütend. „Zumindest deine Dämonen die du gefunden hast, sind scheinbar zu was in der Lage, auch wenn der Regen sie in dem Kampf des Destroyar zu gut unterstützt hat.
DAS IST DER VIERTE GRUND SINA! DU WIRST DAHER NIE VERSTEHEN, WAS ICH MIR FÜR SORGEN UM DICH GEMACHT HABE! Egal… wie sehr du mich verabscheust… egal wie unsere… „Beziehung“ sein wird, DU wirst immer MEINE Tochter sein!
Das du den treuen Weg der Dämonen nicht wirklich nachgehst… habe ich akzeptiert. Das du deinen eigenen Kopf hast und Wege gehst, an die niemand denkt, einfach weil es nicht geht, war dir dann sowieso egal: Habe ich akzeptiert!
Warum? Weil du stark bist! Weil du mein Stolz bist! Doch jetzt? Ich erkenne dich langsam immer weniger, obwohl ich dir all die Zeit zugeschaut habe.“ machte Mephisto ein verbittertes Gesicht.
„Denke… das sind Sorgen eines Vaters, das die Tochter einen falschen Weg geht. Ich habe dir gesagt, dass du glücklich sein sollst, aber ich habe in diesem Kampf nur Wut und Verzweiflung bei dir gesehen.
Das du die Destroyar tötest, dass habe ich kommen gesehen. Das du Zeit brauchst, um dich zu erholen, habe ich ebenfalls kommen sehen… und weil ich deine Natur kenne, habe ich fest damit gerechnet, dass du all deine Verbündeten mitbringst, um mich wegen den Destroyar zur Rede zu stellen.
DAS… „Lara“ unter ihnen ist, dass habe ich nicht wirklich kommen sehen und musste dann doch vorgezogen werden. Das sie überhaupt bei dir ist… hat meine Sorge um dich nur gestärkt. Langsam bin ich am überlegen, dass die Mission abgebrochen wird.
Sollen die Dämonen halt Alliancia zerstören, dann werde ich es mit Magie wieder neu erschaffen, aber es ist mir nicht wert, dass du dabei deinen eigenen Stolz verlierst.“
Eine Stille entstand, es… war irgendwie so falsch. Der Dämonenkönig, der jeden von ihnen ohne Probleme abschlachten könnte, vor ihnen eine Person eiskalt gefoltert hat… zeigte eine Seite, die man wirklich einen Vater ansehen kann.
Mephisto hatte recht gehabt, Sina hatte damit ein sehr großes Problem. Sie wusste nicht, wie sie darauf reagieren soll, selbst ihre Schwester… schien ratlos zu sein.
„Ich… weiß wirklich nicht, wie ich darauf reagieren soll. Ausgerechnet DU sorgst dich um mein Wohlergehen? Irgendwie… schwer nachvollziehbar, wenn ich ehrlich bin.“ leckte Sina sich die Lippe.
„Aber… was ich nicht im Raum stehen lassen kann ist… dass du meinen Freunden die Schuld gibst, das ich schwach bin. Weißt du… dank ihnen, habe ich die Stärke die du hier siehst…“ Sina ging auf Louis zu und legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Das ist Louis, ein bekannter Abenteurer höchster Stufe. Du hast seinen Kampf gesehen und kennst seine Attribute? Dann lass mir dir sagen… dass er zu den wenigen gehört, die ich als Rivale nenne. Die Attribute sind zwischen uns sehr unterschiedlich, dennoch ist dieser Mann jemand, den ich mit meinem Respekt anerkenne.
Wenn es jemanden gibt, mit dem ich mich über Schwerttechniken und weiteres unterhalten würde, dann ist es Louis. Diese Stärke… die du bei ihm verkennst, lernt man erst kennen, wenn man mit ihm gemeinsame Kämpfe bestreitet. Selbst jetzt… trainiert er, dass er mich eines Tages besiegen kann.
Ihn schwach zu nennen… ist eigentlich eine Beleidigung. Alle… schwach zu nennen ist eine Beleidigung, weil ich alle ihre früheren Kämpfen beobachtet habe. Aufgrund… dass du ihre Attribute manipuliert hast, hast du ihnen ALLEN die Chance von Anfang an genommen, ihre Stärke zu zeigen.
Du hast sie alle als Kämpfer mehr oder weniger entehrt, aber was soll ich sagen? Im Krieg sind alle Mittel erlaubt oder? Wäre ich genauso ein böses Bub wie du, hätte ich mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls den Regen benutzt.
Die große Tierfrau da drüben, dass ist auch jemand, die ich als Rivalen bezeichne. Mit ihr habe ich immer die heftigsten Duelle erlebt, im Kampf konntest du ihre wahre Kraft überhaupt nicht erleben. Die Gründe? Die gehen dir tatsächlich wenig was an, ICH kann sie nachvollziehen und bin ihr auch dankbar, dass sie die Weitsicht hat, nicht ihre Tiergestalt zu benutzen.“
Sina sah, wie die Destroyar von einen nach dem anderen von ihren Dämonen besiegt worden sind. Kurz durch die Nase schnaufend ging sie wieder zu Kyllia. „Kyllia hat Tergron mit seiner eigenen Magie getötet. Sie hat einen der gefährlichsten Dämonen getötet und dennoch willst du ihr keinen Respekt zollen?
Sie ist definitiv jetzt stärker geworden als du sie im letzten Kampf gesehen hast. Aber ganz ehrlich? Mein Zwilling brauch sich nicht bei dir zu beweisen, denn du wirst sie nie anerkennen. ICH dagegen weiß, dass sie stark ist und immer meine Liebe zu ihr sicher sein kann.
Mehr noch…“ ging Sina nun zu Lisa. „Ist diese Vampirin ihre Verlobte. IHRE Familie scheint viel vernünftiger zu sein, mit ihrer Mutter habe ich wieder einen Frieden abgeschlossen. Dummerweise hat sie einen Vater, mit dem meine Schwester ein Duell führen darf, aber dieser Kampf ist realistischer zu gewinnen, als mit einem beknackten Dämonenkönig.“ triefte der Sarkasmus bei Sina, Lisa bekam rote Wangen.
„Weißt du Vater, was… ich dir bisher nicht gesagt habe, aber irgendwie… doch nachvollziehen kann ist deine Sorge um mich. Willst du wissen warum? Weil ich selber Mutter geworden bin.“ lächelt Sina ihren Vater an. Dieser schaute sie sehr entgeistert an, während Sina zu Suki ging.
„Das ist Suki, ein wunderschönes Katzenmädchen. Ihre Mutter habe ich kurz gesehen und kann sagen… Wenn Suki erwachsen wird, dürfte sie die eine der schönsten Katzenfrauen werden. Sie ist klug, taff und hat einen Willen, den man ihr nicht absprechen kann.
Aufgrund vieler Umstände habe ich die meisten hier nach dem Training der Dämonen trainieren lassen. Suki und ich aber hatten unser Spezialtraining gehabt und irgendwie in diesem Moment muss sich zwischen uns ein Vertrauen aufgebaut haben…
Das sie die ganze Welt über meine Faulheit angesprochen und zugleich ihre Orhami genannt hat. Es ist ein zu altes Wort, einfacher wäre tatsächlich Mutter. Dein Vorwurf… ich könnte niemanden vertrauen, den kann ich nicht abstreiten.
Doch alle hier… haben mir beigebracht, wen man Vertrauen kann. Sie haben mir sogar beigebracht, wie man jemanden eine Chance gibt. Das Verhältnis zu Suki und mir… das könntest du nie im Leben brechen Vater, dazu vertraue ich Suki alles an. Sie… wäre meine erste Tochter, in deinen Augen vermutlich eher eine adoptierte.
Nun kommen wir aber zu dem interessanteren Teil.“ ging Sina nun zu Ruri, dabei nickte sie Bariel ebenfalls zu. Sie folgte sofort Sina, als Sina ein Arm um Ruri legte und eine Hand von Bariel nahm.
„Diese beide Damen hier… sind meine anderen Töchter. Durch den zweiten Kontakt mit Vampirblut bekam ich die Fähigkeit, was Vampire von Anfang an konnten: Weitere Vampire erschaffen.
Bei mir ist es aber anders, denn ich kann Dämonen erschaffen. Ruri wäre meine zweite Tochter und Bariel meine dritte. Ihre Verwandlungen… laufen etwas unterschiedlich ab. Am Anfang hatten sie nur Flügel, Knochenschwanz, Hörner, gelbe Augen und ein Tattoo des… Ich behaupte, dass es ein Chaosmal sein soll.
Sie, Ruri, Kyllia und auch ich sind reine Chaosdämonen. Wir können mit dem Element Chaos wunderbar zusammenarbeiten. Ruri und Bariel… am Anfang hatte ich sie einfach nur zu Chaosdämonen verwandelt…
Bis sie beide mit dem Kontakt mit dem magischen Regen kamen. Sie verwandelten sich wieder und nun lass dich überraschen: Sie haben meine Gene geerbt und sind ganz offiziell ebenfalls eine Sukkubus geworden mit deren Fähigkeiten.
Seit dieser Verwandlung… spüre ich regelrecht eine Verbindung zu ihnen. Beim dunklen Gott keine Bindung wie mit Kyllia, aber eine Bindung… dass mich als Mutter glücklich macht… und zugleich eine Sorge macht.
Genauso… diese Sorge, wie du sie mit mir hast vermutlich Vater. Machen sie alles richtig, denken sie an ihre Zukunft, kommen sie mit anderen Personen zurecht. Ich streite nicht ab… dass ich Ruri am Anfang abgelehnt habe, weil sie ein Unfall war.
Doch das ist jetzt egal, sie ist jetzt meine Tochter, egal ob adoptiert, erschaffen oder sonstiges. Das Band was ich zu ihr und Bariel habe… kannst auch DU nicht trennen. DAS sind meine Töchter, auf die ich, trotz das sie alle ihre Eigenheiten haben, stolz bin.
Mehr noch…“ ließ Sina Bariel los. „Ruri wird den jungen Vampir neben ihr heiraten. Wir kennen alle das Geheimnis, welchen Titel ich trage und weißt du was? Ich erlaube und gönne es ihr. Aelfric braucht mich definitiv NICHT herauszufordern.
Vater… der vierte Grund ist so fehl am Platz. Die Anschuldigungen… sind Blödsinn. Das sind alles meine Verbündeten… Freunde… Familie, das ich mehr oder weniger durch meine Reise erst kennengelernt und bekommen habe.
WENN… muss ich dir danken, dass du mich aus Deymonlia raus geschickt hast. Dadurch… habe ich viel mehr gelernt, was in Deymonlia überhaupt nicht möglich wäre. Viele Abenteuer und Turniere habe ich mit ihnen erlebt, dass du in den falschen Hals bekommen hast und ihnen die Schuld zuschieben wolltest… unentschuldbar.
Dafür die Destroyar mit deinen Zauber und Ausstattung zu schicken, um sie zu töten… dass ist etwas… was ich dir wirklich nicht verzeihen kann. Ich kann dich vermutlich gut einschätzen, dass du eher stirbst, als dass du dich bei ihnen entschuldigst.
Schade eigentlich… denn sie wissen alle von der Geheimmission… glaube ich. Du bist der Dreh und Angelpunkt aus Deymonlia. Du lässt die Dämonen bewusst in den Krieg marschieren und zugleich möchtest du einen Waffen- oder sogar einen Friedenspakt beschließen.
Dann lerne mal… diesen Frieden. Es macht sich überhaupt nicht glaubwürdig, wenn du deinen Dämonen noch deine Unterstützung mitgibst. Selbst ich muss leider immer öfters die Frage stellen… was ist denn genau dein Plan?
Strebst du wirklich einen Frieden oder ist es sogar etwas… größeres?“ machte Sina ein trauriges Gesicht und ließ Ruri los. Die Dämonin ging wieder nach vorne und stellte sich neben Sherry und Neia.
„Denke, wenn du zu mir… überhaupt irgendein Vertrauen hast… dass der vierte Grund Nonsens ist. Ich persönlich wollte mich bei allen entschuldigen, aber sie wollen davon nichts wissen… einfach weil sie wollten, dass ich ihnen vertraue. Ihnen war das Risiko bewusst, als sie sich mit den Destroyar angelegt haben und haben alle etwas aus dem Kampf gelernt.“
Mephisto sah aus, als hätte er Kopfschmerzen, so wie er mit dem Daumen und Zeigefinger seine Stirn rieb. „Habe… ich richtig verstanden… du kannst Dämonen erschaffen wie Vampire?“ „Ja, dass kann ich.“ nickte Sina.
„Das… sollten wir später bereden.“ kam der König zu einem Entschluss. „Wenn du so auf deine Verbündeten schwörst, solltest du sie stärker machen. Spätestens wenn sie gegen die Leerenlosen kämpfen, sollten sie die Möglichkeit haben, sie endgültig zu zerstören.
Du könntest sie besiegen Sina, aber von den anderen? Solange sie immer wieder aufstehen und das Leben entziehen, werden es sehr kurze Kämpfe für deine „Freunde“ sein. Frag deine Vampirin, welches Desaster es immer mit ihnen war.
Zumal einer der Leerenlosen es geschafft hat, seinen Verstand beizubehalten. Er ist der momentane Anführer der Leerenlosen und hätte selbst Kruschjrar in seiner stärksten Form Probleme gemacht. Sein Name ist Baromon, ihn erkennst du an seinen vier Skelettflügeln.
Noch mehr… er denkt strategisch, eine Leistung, die ich gerne bevorzuge. Du kannst dich darauf einstellen, bevor der nächste Krieg kommt… entweder die Infernalen oder Leerenlosen kommen werden.
Gemeinsam… egal was Alliancia auf die Beine bekommt, werden sie jede Armee, jede Schutzmaßnahme, jede Mauer einfach so zerstören. Es sei denn…“ schaute Mephisto Lara an. „Alliancia versteckt sich hinter der Barriere. Das könnte sie aufhalten.“
„Es wird keine neue Barriere erschaffen. Diese eine reicht aus, um zu wissen, welches Elend ich angerichtet habe!“ teilte Lara sofort ihren Entschluss mit.
„Wie schön…“ verzog Mephisto sein Gesicht und schaute Sina wieder an. „Wenn du Kruschjrar als Problem ansiehst, dann sieh Baromon ebenfalls als Problem. DANN war der vierte Grund ja „total“ unnötig gewesen, dass ich mir als Vater um dich Sorgen machen wollte.
Ich entschuldige mich zutiefst, dass ich all deine Freunde und weiteres auf die Probe gestellt habe. Das ich damit deine Gefühle verletzt haben könnte, kam mir niemals in den Sinn.“ triefte die Ironie und der Sarkasmus von dem König.
Keiner sagte was, wie Sina schon angesprochen hat, ihr Vater wird keine Entschuldigung aussprechen, die wirklich glaubhaft wirkte.
„Dann fangen wir mit dem Grund für die Ursache an.“