Ich bin wiedergeboren und der Dämonenkönig? III
„Dalmaz, bring Rubina sofort raus!“ befahl Sina. „Das wird gleich noch hässlich werden!“ „Geht nicht Lilith!“ piepste der große Dämon. „Barriere mich nicht raus lassen!“
Erstaunt sah Sina den Dämon an, dann benutzte sie ihren Knochenschwanz. Er raste mit einer schnellen Geschwindigkeit auf eine der „Wände“zu und knallte offensichtlich dagegen. „Verdammt…“ knurrte Sina, während sie Lara weiter festhielt.
Alle waren regelrecht besorgt, scheinbar ist das nicht nur eine einfache Übertragung, die man Sina geschickt hat. „Dann dreh sofort Rubina um und hindere sie daran, auch nur kurz zu schauen!“ kam der nächste Befehl und Dalmaz nickte.
„Was hast du vor Mutter?“ leckte sich Bariel nervös ihre Lippen. „Der Mann wird gleich vor unseren Augen gefoltert. Ich werde gleich eine Illusion zaubern, dass man den „Akt“ nicht hört, ansonsten… Wer nicht sehen will, umdrehen wie Rubina, das gilt vor allem für dich Sherry!“
Sherry presste ihre Lippen zusammen und schaute abwechselnd Sina und Neia an, dann nickte sie. „Mache ich…“ hielt sie die Hand von Neia fest. „Keine Sorge, ich bin bei dir, ich kann… es auch nicht sehen.“ grinste Neia unsicher.
In der Zeit hatte Mephisto eine Hand unter dem Ellbogen des anderen Armes gelegt und tippte mit der anderen Hand dessen Zeigefinger auf seinem Kinn, als würde er schwer überlegen. „Lara! Lara!“ schüttelt Zada ihre Freundin, weil Lara immer noch Kurik anstarrte und alles ausblendete.
„Ruri, du drehst dich auch bitte um.“ nahm Aelfric die Hand seiner Verlobten. „Ich… bin diese Dinge gewohnt, aber du nicht.“ „Ok…“ nickte Ruri verängstigt. Rubina dagegen scheint auf ihren Knien zu stehen und hörte die Anweisungen von Dalmaz. Suki stand auch zur Sicherheit an ihrer Seite.
„Hm… mein junger Freund.“ scheint der Dämonenkönig nun aktiv zu werden. „Ich glaube, ich habe das passende für dich. Aufgrund… das ihr durch die Zeit gereist seid, könnt ihr es nicht wissen, deswegen teile ich euch diese Information mit.
Ich habe eine sehr stolze Tochter und ich selber bin manchmal erstaunt, mit welcher Kreativität sie Veränderungen ins Leben bringt. Was mich umso stolzer macht ist, wie schnell und einfach sie neue Foltermethoden entwickelt hat.
In der Dämonenschule bringen wir unseren Kindern bei, wie man grob jemand foltern kann, das übliche bei uns Dämonen. Wer sich aber auf Folterkunst spezialisieren will, lernt erst richtig die Folter umzusetzen. Dabei werden den Neulingen unter anderem die Folterkünste meiner Tochter nahegelegt.
Einfach, schnell und jederzeit umsetzbar. Die Foltertechniken meiner Tochter haben einen eigenen Lernstoff, welcher Vater wäre darauf nicht stolz?“ lächelt Mephisto boshaft. „Was… du jetzt erleben wirst… ist eine sehr langsame Folter. Sie ist mein persönlicher Favorit geworden und frohlockt mein Herz, wenn ich damit Dämonen qualvoll töte.“
Der Dämonenkönig zeigte mit dem Zeigefinger auf Kurik, der scheinbar nicht zugehört hat. Auf einmal schoss ein Wasserstrahl aus dem Finger, dass eine Pfütze unter dem Mann entstand. „Du… widerlicher…“ knurrte Sina, die nun weiß, was ihr Vater macht.
Sofort drehte sie Lara um und drückte die Vampirin an sich. „Illusion: Stille!“ zauberte die Dämonin noch. „Lass mich los!“ wehrte sich Lara. „Nein! DU kannst mir ruhig glauben, dass dieses Bild dich nie wieder loslassen wird!“ blieb Sina stur.
„Ihr alle solltet… das nicht sehen!“ rief Sina lauter. „Das ist selbst für euch Vampire nicht unbedingt etwas, was man mal gesehen oder gehört haben sollte!“ „Was ist mit dir Mama?“ hakte Bariel nach. „Willst du…“ „Ich will es nicht, aber ich muss.“ knurrte Sina und starrte ihren Vater an.
Zada legte besorgt eine Hand auf den Rücken von Lara, die es immer noch nicht schaffte, sich aus dem Griff von Sina zu befreien. In der Zeit hat der Dämonenkönig seinen Zauber beendet und Kurik war unterhalb seines Halses in einen großen Wasserball. Sein kompletter Körper samt Ritterrüstung war in einem bläulichen großen Wasserball.
„Was… habt ihr mit mir vor?!“ verlangte der Ritter zu erfahren, als er wieder den Weg zur Realität gefunden hat. „Lasst mich endlich los, damit ich euch töten kann!“
„Nun…. fängt es an.“ schnippte der Dämonenkönig wieder mit den Fingern. Die… die sich die nächste Schandtat anschauen, wundern sich, dass nichts passierte, wenn… nur leichte Blasen im Wasserball.
„Lass mich endlich los!“ verlangte Lara verzweifelt, nur Sina ließ es nicht zu. „Hör auf mich! Es reicht, wenn ich es mir antue! Dein Freund können wir nicht retten, dafür liegen alle Vorteile bei meinem Vater!“
„Was… soll das?“ wundert sich Kurik. „Es… wird immer wärmer… Heiß… Hei… HEEEIIßßßßß!“ schrie der Ritter nun. Er zog verzweifelt an den Ketten, die aber keinen Millimeter nachgaben. Er schrie wie am Spieß, der Wasserball war eine reine blubbernde Masse geworden.
Dank der Illusion von Sina hörte man es nicht, aber… es war grausam es mit anzusehen. Ein Mensch wird am lebendigen Leibe „gekocht“. Kurik schrie und schrie… Schaum bildete sich an seinem Mund und seine Augen pressten sich fast herraus.
„Normalerweise geht der Prozess langsamer, weil die Folterer die Kochtöpfe erst heißen müssen.“ plauderte Mephisto einfach drauf los. „Du hast also die Ehre, von mir höchstpersönlich die „Kochfolter“ zu erleben.“
„Was passiert da? Was ist los Sina? Was ist mit Kurik?“ stellte Lara eine Frage nach der anderen, als sie merkte, wie verkrampft Sina war. „Nichts was du wissen brauchst.“ presste Sina den Satz raus. Blutiger Schaum kam nun aus dem Ritter raus, der Dämonenkönig saugte quasi das Geschehene in sich auf.
Sina wusste genau… dass das Fleisch unter der Rüstung… abgekocht wird. Selbst wenn Sherry und Neia ihn heilen würden… wäre sein Körper eins mit der Rüstung. Es ist nur eine Frage… der Zeit bis der Mann stirbt.
Auf einmal streckte Mephisto seine Hand nach dem Ritter und bildete sie zu einer Faust. Die Wasserkugel presste sich zusammen, der Ritter schrie nicht mehr, weil eine regelrechte Blutfontäne aus seinem Mund geschossen kam.
„VATER! DAS REICHT NUN WIRKLICH!“ schrie Sina was nun ein Fehler war. Lara konnte sich losreißen und sich umdrehen… und erlebt den Schock ihres Lebens. „KURIK!“ Sofort bereute Sina ihren Fehler und legte ihre Klauenhand vor die Augen von Lara.
Nun hörte man Lara verzweifelt kreischen, sie hatte keine Kraft mehr in ihren Beinen und fiel auf ihre Knie. Sina und Zada folgten ihr nach um sie zu beruhigen, da hörte man etwas laut plätschern. Der Wasserball wurde aufgelöst, ein dampfendes „Opfer“ wurde hinterlassen.
Die Rüstung wurde durch den Druck der Magie eingedrückt, allein die schlimmen Blasen am Hals von Kurik kann man sich nicht mal annähernd die Schmerzen vorstellen, die dieser armer Mann gerade erlitten hatte.
„Nicht sterben mein junger Freund.“ ging Mephisto auf den Mann zu, während seine linke Hand leuchtet. Diese legte er auf den Kopf von Kurik, dann schrie der Mann wieder laut auf. „Ich weiß deine Geste zu schätzen, aber ich nehme dir deinen Schmerz weg.“ grinste der Dämonenkönig böse.
„Was hast du denn jetzt schon wieder vor?!“ verlangte Sina zu wissen. Scheinbar ignorierte ihr Vater sie gekonnt, denn er ging nur ein paar Schritte nach hinten, um das Opfer zu betrachten. „Hmm, denke wir kommen zum Ende. Junger Mann… erinnerst du dich an das Schwert?“
Schwer keuchend hob Kurik langsam seinen Kopf hoch mit flatternden Augen, als er sie ganz aufriss. „Das…?!“ „Ja, dass ist das Schwert deiner geliebten Heldin, das sie meinem Vater mitten ins Herz gestoßen hat. Aus welchen Gründen auch immer, man hat das Schwert im Körper stecken lassen.
Nun gedenke ich dir einen passenden Abschied zu geben. Ich weiß nicht was für eine Verzauberung auf dem Schwert ist, aber es ist sehr feindlich auf Dämonen gerichtet.“ hielt der Dämonenkönig in der rechten Hand ein längliches silbernes Schwert.
Auf einmal flog das Schwert aus der Hand und schwebte vor Kurik. Was der Ritter nicht sehen konnte ist, dass Mephisto hinter seinem Rücken ein Lehmgolem erschaffte… das die Form von Lara annahm.
„Nicht ich sollte dich töten… sondern jemand anderes. Darf ich dir meinen Gast vorstellen?“ ging der König einen großen Schritt beiseite, Kurik sah den Doppelgänger vor sich. Die Zuschauer konnten nur den Rücken des Doppelgängers sehen, aber es sah exakt so aus, wie die Lara, die mit ihnen in der Übertragung feststeckte.
„He… Heldin…. Lara….“ sprach der Mann mit einer gebrochenen Stimme. „Fl… flü… chtet…“ „Warum soll sie flüchten? Sie ist hier, weil sie etwas beenden muss. Etwas lebt aus ihrer Vergangenheit, dass nicht leben dürfte.“ spitzte Mephisto kurz seine Lippen, er stand so, dass Kurik nicht die echte Lara sehen konnte.
Als hätte der Doppelgänger einen Befehl bekommen, ging er langsam auf das Schwert zu. „H… Hel… Heldin…“ flehte Kurik. „Bitte… fl… flüchtet! Der… Dämon… manipu… liert dich…“ Doch Kurik sah nur einen neutralen Gesichtsausdruck bei dem Doppelgänger.
Dieser nahm das Schwert und machte einige Schwertübungen, dann ging er auf Kurik zu. „La… Lara?“ hörte man immer mehr die Verzweiflung aus der Stimmte des Ritters. Mephisto formte die Magie immer in seinen Gedanken, so dass der Doppelgänger vor Kurik stand und boshaft lächelte.
„Ich denke… es ist nur fair, wenn du auf die gleiche Art und Weise stirbst, wie mein Vater. Meine Tochter hat mal in ihrem Training gesagt: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Am Anfang hatte ich meine Schwierigkeiten gehabt, den tieferen Sinn dahinter zu verstehen, dabei ist es doch so selbstverständlich.
Es war mir eine Freude… dass du meinen Tag heute etwas aufgeheitert hast. Wenn ihr eure Arbeit machen könntet… Vampirin Lara?“ drehte Mephisto sich wieder zu seinen „Gästen“ um.
„L… lara? LARA? KÄMPF DAGEGEN AN!“ schrie Kurik verzweifelt, als sie die Schwertspitze vor seine Brust hielt. „Du bist star…“ wollte der Ritter noch was sagen… als etwas durch seinen Körper gestochen wurde.
Mit Unglauben… schaute er vorsichtig runter und sah das Schwert, dass durch sein Herz gestoßen wurde und wie Lara am Lächeln war. „N… ne.. i…“ zerbrach nun endgültig was in Kurik, bevor er verstarb.
Mephisto schnippte wieder, der Doppelgänger löste sich auf und die Ketten verschwanden. Das Opfer fiel leblos zur Seite. Sina fletsche regelrecht ihre Zähne weit nach hinten, dabei hielt sie von Lara immer noch die Augen verdeckt.
Ihr Vater kam wieder auf sie zu und hielt vor der Übertragung an. „Hmm…“ merkte der König was und schnippte, ein Stich ging kurz durch Sina. „Weg mit deiner lächerlichen Illusion. Zeit, dass wir uns wieder miteinander unterhalten.“
Die Dämonin ließ Lara los, die einen verzweifelten Gesichtsausdruck hatte und nur noch stärker weinte, als sie Kurik tot auf dem Boden sah… „N… nei… neiiin…“ zog die Vampirin das Wort in die Länge.
„Erinnert dich diese Szene an etwas? Vielleicht deine eigene Waffe, die in meinen Vater gesteckt hatte? War ziemlich geschmacklos von dir gewesen, es zurückzulassen, als würdest du irgendetwas… andeuten wollen.“ teilte der König seine Verachtung mit.
„Nun kommen wir zu meinem Urteil meine Tochter. Auch wenn ich es eben sehr genossen habe… ging es mir alles etwas zu schnell. Nichtsdestotrotz habe ich unsere Heldin hier lange genug beobachtet, dass sich meine Meinung kein bisschen geändert hat.
Lara Schmitz, egal ob du ein Mensch warst oder nun ein Vampir bist, du bist und bleibst ein Todfeind der Dämonen. Deswegen…“ ging der König leicht in die Hocke, dabei stellte er sich bewusst so in den Weg, damit Lara ihn im Blick hat.
„Lass dir folgendes mitteilen. Sobald diese Barriere fällt… ist deine Schonfrist vorbei. All die Dämonen… die die Apokalypse vor Jahren überlebt haben… werden dich auf der ganzen Welt jagen gehen, nicht ich.
ICH hatte meine Freude eben, nun sind die anderen dran. Egal… wo du dich versteckst… Im Wasser, in der Luft, in den Bergen, du wirst keinen Ort finden, wo du jemals dich ausruhen kannst. Die Wut der Dämonen ist endlos und wenn sie dich… einmal in die Finger bekommen haben, selbst ICH kann mir nicht vorstellen, was sie mit dir machen.“ grinste Mephisto gehässig.
„Halt die Luft an Alter.“ mischte Sina sich unverschämt ein. „Wenn du diese Drohung umsetzt, werde ich mit Lara das Königspakt-Ritual machen.“ Nun sah der Dämonenkönig überhaupt nicht amüsiert aus und richtete sich ganz auf.
„DAS würdest DU mit ihr machen?“ knurrte der Dämonenkönig, die anderen Zuschauer wirkten verwirrt. „SIE, die uns beinahe ausgelöscht hätte? SIE, die es noch wagt, am Leben zu bleiben? Mit IHR willst du dieses Ritual durchführen?“
„Was… meint Sina mit dem Ritual?“ flüstert Lisa das Kyllia zu. „Das… weiß ich nicht, aber so sauer wie er darauf reagiert, muss es etwas schwerwiegendes sein.“
„Das ist ein Ritual, ähnlich was ihr beiden mit dem Blutschwestereid bei den Vampiren gemacht habt.“ antwortet Sina, die es mitbekommen hat und dabei ihren Vater mit ihren Augen anstarrt.
„Doch… dieses Ritual wiegt schwerer, als was ihr damals gemacht habt. Lara und ich müssen gegenseitig unser Blut trinken und ein gewisses Ritual zitieren. Dabei tauschen wir beide einen Teil unserer Seelen.
Mehr noch, weil ich diejenige bin, die in der Königsfamilie lebt, würde ich Lara das Königssymbol auf eine sichtbare Stelle einbrennen. Damit wäre sie ein Teil der Königsfamilie, ob Vater es will oder nicht. Einfacher ausgedrückt…
Weil ich Lara als meine Schwester über das Ritual in die Familie bringen würde, macht es sie ohne jegliche Ausnahme zu einer Tochter des Dämonenkönigs. Mir ist es bewusst… dass ich wieder Blut eines Vampir trinke…
Aber für Lara, werde ich es machen. Die ersten zwei Male war es gegen meinen Willen, nun mache ich es, um jemanden zu beschützen! Hast du verstanden Vater? Selbst wenn du jetzt auf einmal meinst, mich aus der Familie zu werfen, du könntest es nicht verhindern.
JEDER Dämon, der bei Lara das Mal sieht, weiß sofort, dass sie zu dir „gehört“. Da wünsche ich dir viel Spaß, dieses Chaos ins Reine zu bekommen.“ schaut Sina ihren Vater hasserfüllt an.
„Das… wagst du nicht…“ knurrte Mephisto. „Sehe ich so aus, als hätte ich je leere Versprechungen gemacht? Mir war nicht mal bewusst, dass du mein Training höchstpersönlich beobachtet hast, da müsstest du mich doch eigentlich besser kennen.
Es liegt in deiner Entscheidung… ob du wirklich der Meinung bist, deinen Dämonen mitzuteilen, dass Lara am Leben ist oder nicht. Weil du ja momentan meine ganzen Sprüche klopfst, ein weiterer für dich: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
Damit du auch dies weißt: ICH bin Lara DANKBAR, dass sie die Barriere erschaffen HAT!“ rief Sina laut genug, dass auch Lara es mitbekommt. Nun bekam der Dämonenkönig wieder seine Zornesadern auf der Stirn.
„Dank der Barriere… bin ICH und meine Schwestern überhaupt erst entstanden! Wenn es die Barriere nicht gäbe, dann würden wir alle nicht hier vor dir stehen! Ich bin gekommen um mit dir zu reden und nicht, damit du uns allen deine beste Seite zeigst.
LARA werde ich immer und ewig als meine Schwester behandeln, egal wie viel Blut an ihr klebt. ICH kann von der Vergangenheit loslassen, weil ich lieber in die Zukunft schaue. DESWEGEN bin ich bereit, dieses gefährliche Ritual mit ihr durchzuziehen. Sie braucht nur zustimmen und wenn du willst, kannst du sogar Zeuge sein!“ schaute Sina ihren Vater in die Augen, dabei legte sie beide Hände auf die Schulter von Lara.
Mephisto starrte seine Tochter an, dann Lara… und kniff wütend seine Augen leicht zusammen. Denn was er in den Augen von Lara sah, gefiel ihm überhaupt nicht. Nicht die Hoffnungslosigkeit war zu sehen, sondern Trotz und Rache.
„Ich… *schluck* brauche nur mein Blut und einen Teil meiner Seele abzugeben?“ musste Lara mehr schlucken, dabei wandert ihr Auge immer wieder auf den Leichnam. „Also… ich hätte kein Problem damit, dämonisches Blut zu trinken, damit ich einen tollen „Daddy“ am Ende bekomme.“ hörte man die Wut aus der Stimme.
Die meisten Teilnehmer haben sich längst wieder zu der eigentlichen Situation umgedreht und scheinen ebenfalls zu warten, was der Dämonenkönig als nächstes machen wird.
„Was ist los Vater? Du hast doch sonst keine Probleme mit deinen Entscheidungen. Es gibt in dieser Situation nur zwei Worte, die man sagen kann.“ grinste Sina boshaft. „Ja, ich werde Lara in Ruhe lassen, egal wie sehr sie den alten Dämonenkönig zerstückelt hat und dabei die Wirtschaft meines Volkes zerstört hat. Nicht zu vergessen, dass über 60% der Dämonen damals umgekommen sind.
Nein, ich will so unbedingt, unbedingt, unbedingt Lara die Hölle heiß machen, einfach weil ich es kann. Boden stampft. Ein paar Krokodilstränen presst. Dann führe ich hier das Ritual durch und ich weiß… wenn ich das Blut meiner kleinen Schwester hier trinke, ich werde definitiv nur schöner werden und bei dir? Dürfte erst recht die Scheiße anfangen, wenn Dämonen sie hier irgendwann mal sehen.“ übertrieb Sina es ganz bewusst.
Scheinbar ist Mephisto zu einer Entscheidung gekommen, der seine Tochter tatsächlich zu kennen scheint. Er bückte sie wieder zu Lara runter und teile dieser mit:
„Du… hast ein unverschämtes Glück. Sowohl als Mensch, als auch ein Vampir.“ knurrte der König wütend. „Ich würde eher dein Herz aus deinem mickrigen Körper raus reißen, als dass du noch weiter fröhlich die Freiheit genießen kannst.
Doch ich bewahre meine dumme Tochter vor einem schrecklichen Fehler, daher… verspreche ich DIR eins. Solltest… du jemals… meine Tochter verraten… sie hintergehen… sie alleine lassen… oder sogar deine Waffe gegenüber ihr erheben…
Dann schwöre ich dir, so mein Name Mephisto lautet, Herrscher aller Dämonen, werde ich dich persönlich jagen. Die Barriere wird mich nicht aufhalten, ich weiß ALLES über dich. ICH werde dich schneller finden als irgendein Dämon auf meinen Kontinent. HAST DU VERSTANDEN?!“
Beinahe hätte Lara sich in das Röckchen gemacht, so intensiv starrten seine gelben Augen in ihr rein. Ihr gesamter Körper zitterte bei dieser Drohung. „Ich… habe Lady Sina einen Treueschwur geschworen. Ich KANN sie NICHT hintergehen!“ knurrte Lara.
„Und ich WERDE sie auch NICHT hintergehen! Dank ihr… geht es mir, den Vampiren, ALLEN so GUT, dass ich mein LEBEN für sie opfere, wenn ich einen TODESSCHLAG abfangen kann, um SIE zu RETTEN!“ Zada nahm eine Hand von Lara, dass sie ihre Unterstützung teilte.
„Tzz… Treueschwur, wie einfach man einen Schwur umgehen kann, weiß meine Tochter am Besten.“ richtet sich der Dämonenkönig wieder auf und dreht sich zu dem toten Ritter. Er schnippte kurz mit dem Finger und der Kadaver wird mitsamt dem Schwert in ein schwarzes Loch gezogen.
„Du hättest auch einfach den SCHEIß sein lassen können!“ stand Sina auf und zeigte mit dem Zeigefinger anklagend ihren Vater an. „WIR sind gekommen, um mit DIR zu reden. Es war nicht mein Hobby gewesen, meine Freunde und Familie zu bringen, damit du zeigst, wie TOLL du als Vater jemanden foltern kannst!
Nein, du wolltest ALLEN eine Angst einjagen und weil du meine kleine Schwester Lara kanntest, hast du sie dazu auserkoren! Ich hoffe doch sehr, dass du wieder deinen friedlichen Schlaf bekommst. Hoffe, du klopfst dir nicht zu sehr auf die Schulter, denn ICH werde dir bestimmt kein Lob geben!
Verdammt, du widerst mich regelrecht an, es war dir doch anzusehen, dass du einen Keil zwischen mir und Lara einsetzen wolltest. Als du dem armen Kerl über mich erzählt hast, war das eine klare Ansage an Lara gewesen.
Das diese Foltertechnik von eben eine Idee von mir ist und wenn unser „Gespräch“ vorbei wäre, dass wir auf gut Glück getrennte Wege gehen! Zu DUMM aber auch, dass Lara und ich verdammt viel erlebt haben!
ALLE hier… sind für mich wichtige Personen! Wir haben ALLE die eine oder andere Scheiße GEMEINSAM erlebt und sind gestärkt aus der Problematik gekommen. Glaubst du also… allen Ernstes… wir hätten uns NICHT darauf eingestellt, dass es ein hässliches Gespräch sein wird?
Hat es überhaupt mal ein Gespräch zwischen einem Dämonenkönig und Alliancianer auf dieser Basis stattgefunden? Das auch Vampire und Drachenmenschen dabei sind? Also wenn ich ganz ehrlich bin, hast du einfach nur unsere wertvolle Zeit verschwendet!
DU, den ich tatsächlich heute wieder am meisten HASSE, WAS siehst du eigentlich in mir?“ starrte Sina ihren Vater an. Ihr Vater schaute sie an, irgendwie hat sich sein Zorn beruhigt, denn seine Adern sich verschwunden.
„Was ich in dir sehe fragst du mich? Meine wunderschöne Tochter, die sich kein bisschen geändert hat, als sie uns verlassen hat.“ kam die ehrliche Antwort. „Stur, arrogant und einen Drang für Selbstzerstörerisches, dabei neigt sie immer wieder zu einer großen Respektlosigkeit mir gegenüber und vielen anderen.“
Mit dieser Antwort hat Sina nicht gerechnet und konnte es nicht verhindern, dass ihre Flügeln kurz flattern… bis sie es bereute. Sofort spürt sie Neid und eine große Enttäuschung in sich spüren. Sina drehte sich zu Kyllia, die einen sehr traurigen Blick hatte.
„Aha? Und was ist mit meiner Schwester Kyllia? Sie sieht GENAUSO aus wie ich! Nur ich habe halt keine Hörner. Tu mal bitte nicht so als Vater, wäre ich nicht die „Perfekte“ gewesen, hättest du mich mit der gleichen Verachtung bestraft, wie meine ganzen anderen Schwestern!“
„Willst du wirklich JETZT darüber diskutieren, warum ich die Bastarde nicht leiden kann? SIE, die nicht mal EINEN Dämonengeneral besiegen konnten, TROTZ, dass sie mein Blut in sich tragen?“ knurrte Mephisto.
„JA?! Würdest du sie wie deine richtigen Töchter behandeln, dann würdest du das Konzept von Liebe verstehen. Muss das nicht irgendwie ein eigenartige Gefühl sein, von jeder deiner Töchter mit Hass bestraft zu werden?“
„Ganz… vorsichtig, was du als nächstes sagst…“ drohte Mephisto auf einmal, dass selbst Sina einen Schauer über ihrem Rücken spürte. „Du strapaziert dein Glück schon viel zu lange. Das… mit Lara habe ich mitgemacht, um DICH vor einem Fehler zu schützen.
Es reicht, wenn dieses Ritual nur einmal umgesetzt wurde und du hattest Recht. Es war ein Chaos und hat viele Dämonenkönige lange verfolgt, bis das Problem endlich beendet wurde. Doch… wage es ja nicht… MIR zu erklären, was ich unter „Liebe“ verstehen soll.
Schlimm genug, dass ich in den nächsten Tagen einen „meiner“ Bastarde selber hinrichten muss, weil meine Henker dazu NICHT in der Lage sind!“
Kyllia riss schockiert ihre Augen weit auf.