Sin Roswell

Web Novel Deutsch

Kapitel 718

Ich bin wiedergeboren und das magische Experiment?

Erstaunt schauten alle Sina an, die gerade allen erklärt hat, von wo ihre Rasse abstammte. „Vorher gab es die Sukkubi nicht. Erst als die entführte Prinzessin zu eine Dämonin verwandelt wurde, erst da gibt es meine Rasse. Wir sind… wenn man es etwas streng nimmt, Mischlinge von Dämonen und Menschen.

Unser Aussehen, unsere Stärke, wenn man genauer hinschaut, haben wir einiges, was Menschen und Dämonen beneiden. Aber ehrlich? Mir ist es egal, ich bin ich, bin eine stolze Sukkubus mit coolen kleinen Schwestern als Sukkubi und noch mehr, meine Töchtern sind das ebenfalls.“ lächelt Sina offenherzig.

„Wow, warum hat man uns das nicht in der Schule beigebracht?“ lächelt Kyllia ebenfalls. „Von den Minotauren, von den Ogern und weiteres mussten wir lernen, aber unsere Rasse?“ „Stimmt, der Lernstoff war uns so langweilig gewesen, dass ich sowieso nicht so richtig zugehört habe.“ schmunzelt Sharlia. „Doch Sina zuzuhören war schon spannend, fast wie Allenis das gemacht hat.“

Sofort wurde Sina hellhörig. „Wo du es geradeso ansprichst Sharlia… kennst du Allenis eigentlich auch Kyllia?“ „Nein, ich hatte mit Jilney und Orielle Wisali als Lehrer gehabt.“ schüttelt Kyllia den Kopf.

„Ach so? Wie war dann Allenis so Schätzchen?“ lächelt Sina ihre kleine Schwester an. „Uhm… streng, aber das waren eigentlich alle Lehrer. Nur sie schaffte es, dass unsere Geschichte nicht so eintönig ist. So wie du es eben gemacht hast. Immer gewisse… Dinge weglassen und dann bumm, das Geheimnis.“ lächelt Sharlia ebenfalls.

„Aha und wie ist sie sonst so?“ hakte Sina weiter nach. „Uhm… keine Ahnung? Sobald der Unterricht vorbei war, hat man sie eigentlich nicht mehr gesehen. Selten in den Gängen, doch warum fragst du nicht einfach unsere jüngeren Schwester, die in der Schule arbeiten?“ wiegelte Sharlia leicht den Kopf.

„Vor allem… warum bis du so sehr an ihr interessiert?“ wundert es Kyllia ein bisschen. „Weil Wisali UND unser Vater ein Geheimnis aus ihrer Person machen. Ah…“ fiel Sina ein, dass sie noch ein Brief weiterleiten musste.

„Ich interessiere mich halt einfach für Allenis. Ihr komisches Verhalten, das Geheimnis was die eben genannten Personen machen, irgendwie habe ich etwas vor mir, dass mich nicht los lässt. Egal, genauer kann ich es angehen, wenn die Barriere weg ist.

Suki.“ holte Sina einen Brief aus ihrem Inventar raus. „Diesen Brief unverzüglich an Renee weiterleiten. Sag ihr, dass es die Antwort an ihrem Vater ist, der UNGEÖFFNET ihn erreichen soll. Keine Ahnung ob mein Vater ihn verzaubert hat, aber… sicher ist sicher.“

„Ich… habe verstanden.“ nickte Suki und betrachtet den Brief sehr misstrauisch, anschließend nahm sie es in Gewahrsam. „Was… hast du denn heute vor Mutter?“

„Nun…“ betrachtet Sina die Schriftrollen. „Ich hatte gehofft, dass ich Neia eine Hilfe sein könnte, aber das sie in alter Sprache verfasst sind und vermutlich auch so ausgesprochen werden müssen… meine arme Zunge…

Egal, ich werde ins Land der Toten fliegen und sie austesten. Alleine, weil ich will kein Desaster erleben, wenn wieder was durch den Regen passiert. Wenn… du mir den Gefallen tun kannst Neia, vielleicht viele Gegenstände mit eine einfachen Verzauberung versehen, damit ich einen bestimmten Zauberspruch auswendig lerne.“

„Das sollte kein Problem sein. Dank… naja… Schade das meine süße Kuh ihr Fell verloren hat, können wir trotzdem weiter an unsere eigenen Lehrstunden arbeiten.“ nickte Neia und Sherry nickte ebenfalls zur Bestätigung.

„Gut, Kyllia kannst du Lara schnappen, damit man direkt das Training der Vampire angeht? Lisa sollte nun ein ebenfalls ein Unterricht mit allen Vampiren mit einbeziehen. Macht es nicht so extrem wie bei unserem Training, aber im machbaren Bereich.“ drehte Sina sich zu den anderen angesprochenen Damen um.

„Öhm, ja?“ schaute Kyllia Lisa an, die seufzte. „Können wir machen, aber nach dem Frühstück ok? Ich habe gewisse Erfahrung durch die kleine Klasse gemacht, aber dass sind jetzt nun alle Vampire oder?“ „Kein Problem, wir können die Vampire sogar in mehrere Team´s einplanen. Team A macht körperliche Arbeit, Team B lernt bei dir den coolen Stoff.“ lächelt Kyllia. „Das… ist eine interessante Idee.“ stimmte Lisa ihr bei der Idee zu.

„Ihr macht das schon, ich will nur Resultate hören. Wenn ihr Lara trefft, sagt ihr, dass ich heute Abend Nisha, Abby, Ivy und Jevera in meinen Büro haben will, sie bekommen… Hm… ein Spezialauftrag. Es hängt davon ab, wie mein Ergebnis mit den Zauber hier…“ zeigte Sina auf die Schriftrollen. „enden wird. Das ist eine Zukunft, auf die ich jetzt aufbauen will.“

„Soll ich dich nicht begleiten Mama?“ fragte Bariel direkt nach, wo Sina schon den Kopf schüttelt. „Du wirst mich nur in diese Sprache hören Bariel, glaubst… du kannst es lange standhalten? Ich muss eh schauen, ob Rokea noch dort ist oder nicht. Wenn sie in ihre Tiergestalt ist, dann… ist es besser, wenn du nicht dabei bist.“ „Ok…“ fielen die Flügel von Bariel runter.

„Du hast gestern… etwas sehr interessantes gesagt über die Gilden. Ich möchte, dass du dich in Ruhe hinsetzt und mir das alles aufschreibst. Nicht das ich eine Abenteuergilde gründen will, die hätte hier auf Alliancia eh keine Chance, aber ich will wissen, was ich beachten muss. Vermutlich trifft das auf alle Gilden zu, die man neu gründen will oder?“

„Das ist richtig Mama.“ wedelte der Knochenschwanz von Bariel. „Du…“ „Nicht erklären, aufschreiben.“ unterbracht Sina ihre Tochter direkt. „Ich überlege, ob ich Wisali dir als Lehrer überredet bekomme. Nicht um die Geschichte zu lernen, sondern die Feinheiten von Gesprächen und wie du deine Gegner zu Freunde änderst. All der coole Kram halt.“

„Echt?“ strahlte Bariel. „Echt, du bist doch mein Kind oder? Ich habe deine Ansage nicht vergessen, doch damit du wirklich auf meinen Niveau kommst, musst du doch vom Besten lernen. All… was man bei mir sieht, habe ich von Wisali beigebracht bekommen und dazu ist er ein Lehrer oder?“ lächelt Sina. „Gerne Mama!“

„Wenn du möchtest Suki… kannst du es auch lernen?“ bot Sina es der anderen „Tochter“ ebenfalls an, doch sie schüttelt den Kopf. „Nein danke Mutter, ich bin und bleibe eine Hausdienerin. Diese… „komplizierte“ Arbeit überlasse ich jemanden, der wirklich den Willen dazu hat.

Ich kümmere mich lieber, dass ihr alle ein Heim habt, wo ihr euch ausruhen könnt. Frisches und gesundes Essen für eure Körper bekommt. Das macht mich mehr glücklich, als dass ich jemanden brechen muss.“ lächelt Suki.

„Ok, Sharlia“ schaute Sina dann ihre jüngere Schwester an, die aufgeregt auf ihre Arbeitsanweisung wartet. „ … Mach einfach deine Sklavin fertig, das genügt mir schon.“ lächelt Sina boshaft. „Oh? Kann ich sie denn… mit nach draußen nehmen? Ich muss für sie was kaufen gehen.“ hielte Sharlia ihren Kopf schräg.

„Solange du sie nicht wie ein Hund an der Leine auf der Straße ziehst und… du mir wirklich versprichst, wenn Ärger sich melden sollte, dass DU sofort wieder hierher kommst. Ich vertraue dir wirklich vom Herzen, dass du an diese einfache Anweisung hältst.

Damit du weißt… du kannst mit Millie tun und lassen, was du willst, Bariel hat dir also ein gutes Spielzeug gegeben… Aber machst du eine Aktion bei den anderen gegen ihr Willen, die MIR sehr wichtig sind, dann verspreche ich dir… dass du was erleben wirst, dass Schmerzen dir KEINE Freude machen. Meine Warnung verstanden Schätzchen?“ lächelt Sina bei der Drohung.

„Ehm…?“ war Sharlia etwas verwirrt. „Einfach Ja sagen, dass reicht mir. Die Finger von meinen anderen Kindern und Familien lassen, dafür hast du Millie. Wenn du jemanden helfen willst, so richtig unbedingt helfen willst, dann erklärst du deinen Plan VORHER, nicht mittendrin.

Kyllia sollte dir noch genug Taschengeld gegeben haben, dass du deine Pläne umsetzen kannst.“ lächelte Sina weiterhin und Sharlia scheint verstanden zu haben. „Ok, ich denke, ich habe verstanden.“ nickte ihre jüngere Schwester.

„Gut gut…“ war Sina zufrieden und schaute über den Tisch… „Neia und Sherry… wenn ihr Luft habt, die Kuscheltiere zu unserem gemeinsamen Zimmer bringen, ich will gerne wissen, ob sich das riesige Bett gerecht macht.“

Es verging einige Zeit, im Monsterviertel fang ein reges Treiben statt. Sina hat sich einfache enge Stoffklamotten angezogen, die etwas das Wasser abweisen sollen, also laut Sherry zumindest, sollen sie es können.

Eine Schriftrolle liegt bewusst im Büro, weil Sina herausgefunden hat, dass es diese Schriftrolle war, wo man Zauber aufheben konnte. Nun flog sie alleine ins Land der Toten und hoffte, dass sie Rokea findet. Wenn sie das nicht tut, dann kann sie bedenkenlos die Magie einsetzen.

In der Zwischenzeit…

„Verstehe ich das richtig, dass… eure Untersuchungen nichts wirklich zu Tage gefördert hat, außer die Aussage… dass Lady Sina „eventuell“ was damit zu tun haben „könnte“?“ war der König von Efrana mehr als unzufrieden.

„Das ist richtig. Wir haben das originale Protokoll von dem Gespräch ebenfalls in dem Bericht hinzugefügt.“ nickte der erste Befrager. „Wir haben letztendlich keine Beweise außer Aussagen und Lady Sina hat recht. Es läuft nur auf Aussagen und Indizien, richtige Beweise haben wir nicht.

Nur Möglichkeiten, dass bei den van Relling die Todesopfer „vielleicht“ getötet worden sind, aber auch das konnten wir nicht richtig belegen.“

Der König lies nochmal in seinem Büro das Berichtsheft durch, die beiden Männer standen schweigend vor seinem Schreibtisch. „Wenn.. wir was anmerken dürften…“ meldet sich der Befrager wieder. „Ja?“ blickte der König hoch.

„Eine Aussage machte uns etwas sorgen und zwar, dass Lady Sina die Tochter von dem Händler Kajar entführt hätte. Doch laut ihre Aussage hat sie diese Tochter Ruri in einem Dämonen verwandelt und die Tochter würde freiwillig bei ihr leben.

Ob es stimmt oder nicht, dass Lady Sina die Möglichkeit hat wie ein Vampir ihresgleichen aus Menschen zu erschaffen, dass… sollten wir nicht ignorieren.“

„Hm…“ knifft der König leicht sein verbliebenes Auge zusammen. „Das soll sie können? Ich werde es im Hinterkopf behalten, wenn ich das Gespräch mit ihr habe. Sie wollte mir ihre Tochter vorstellen, vermutlich ist das auch diese Ruri. Dann soll sie mir am besten vor Ort erklären.

Wenn das alles war, dürft ihr wieder gehen und euch ausruhen.“ nickte der König den beiden Männer zu. Diese verbeugten sich und verließen gemeinsam das Büro. Karl-Heinz selber seufzte nur, denn er hatte auf einmal ein sehr schlechtes Gefühl.

Mehr noch, als er auf seinem Schreibtisch den anderen Bericht vor Augen hat, dass Lady von Relling nach dem Verlassen seiner Stadt „verschwunden“ ist. Sie und ihre gesamte Familie, in der Zeit ist ihr Onkel unter mysteriösen Umständen ebenfalls „verstorben“.

„Nur noch die Jüngste von Relling lebt noch, aber… wie lange noch?“ grübelte der König, der jetzt auch das Gefühl hat, dass jemand die gesamte Familie auslöscht. Eine der mächtigste Händlerfamilie, die überall Kontakte hatten und auch das Gold dazu, ist kurz davor, komplett aus der Bildfläche zu verschwinden.

„Bitte… lass es nicht Sina sein.“ betete der König nun in seinen seltenen Moment. Die Drohung, die Lady von Relling in seinem Thronsaal abgelassen hat… Simon hat die alten Verträge gefunden und sie hatten es wirklich in Sicht.

„Karl… wenn das Volk davon erfahren wird, was deine Vorfahren für ein Dreck angerichtet haben, du wirst das Vertrauen, was du von ihnen bekommst, verlieren.“ warnte sein Freund vor einem kommenden Problem.

„Diese Familie hat bald keinen Grund, die Geheimnisse für sich zu behalten und sie haben den Charakter, alles mit in den Tod zu reißen, egal wie hässlich es ist. Entweder die „Unfälle“ hören auf einmal auf oder wir sollten vor planen, wie wir damit umgehen. Die Rellings werden definitiv ihren Zug machen, wenn der letzte Relling noch lebt oder sogar verstirbt.“

„Und es werden sogar Leichen der Banditen von den Flüssen angeschwemmt, die Überfälle werden immer weniger und weniger, doch… Die Untersuchungen haben ergeben, dass es definitiv Vampire waren, denn viele der Leichen sind blutleer.“ brummte Friedrich.

Es sind diese Tage, wo der König sich wünschte, einfach die Krone in die Ecke zu werfen und nichts zu tun. Die Kopfschmerzen lassen ihn einfach nicht mehr in Ruhe.

Woanders…

Der Vampirkaiser starrte wieder in der Leere… „Diener?“ fragte er auf einmal wieder. Sofort kamen mehrere seiner Bedienstern angerannt und knieten vor ihrem Kaiser. „Wie ist der aktuelle Stand der Lage?“

„Eure Hoheit, soweit wir wissen, wurden alle Verbindungstunneln mit magischen Sprengstoff versehen. Am Tag X werden sie alle gleichzeitig benutzt, sodass die Viecher keine Fluchtmöglichkeiten mehr haben werden.“ berichtet ein Vampir.

„Verstehe… Wie sieht es mit den anderen Plänen aus?“ nickte der Vampirkaiser zufrieden. „Die schwierigsten Monster werden bald transportabel gemacht und in eine Höhle von Vurdinia gebracht. Aufgrund… der mangelnde Kontrolle über sie, müssen sie nach und nach aus ihren Käfigen befreit werden, sonst fallen sie über sich einander her.

Unsere Luftschiffe sind ebenfalls fertig gestellt und werden mit eurem entwickelten Gas gefüllt. Die kleinsten werden als erstes gefüllt, das größte Luftschiff benötigt leider den Platz, den er erst kriegt, wenn die kleinen Schiffe „draußen“ sind.

Eure Soldaten und eure neu… erschaffenen „Vampirmonster“ werden in kleinen Gruppen überall auf der Welt verteilt. Die Generäle haben die wichtigsten Orte für sie gefunden und werden dort ausharren, bis ihr den Befehl gibt.“

„Hat sich was ergeben über… die Aura, die wir vernommen haben?“ fragte der Kaiser. „Leider nein, wenn… haben wir mehr oder weniger nur herausgefunden, dass diese Aura erst in Fanfoss gestartet hat.

Sie war kurzzeitig weg gewesen, bis sie wieder erschienen ist, dann verschwand sie komplett.“ schüttelt der Diener den Kopf. Eine Antwort, die dem Kaiser überhaupt nicht gefiel. „Das gefällt mir nicht.

Diener, ich will sofort, dass ihr in einen der leeren Kammern den größten Kochkessel aufstellt, ich werde eine neue Droge erschaffen. Das ist mir alles zu unsicher, wenn einer dieser uralten Dämonen irgendwo auf der Welt existiert.“

Die Diener standen alle auf und salutierten, dann verschwanden sie aus dem Thronsaal. „Eine neue Droge, die alles übertreffen wird.“ grinste der Kaiser und dann verwundert was merkte. „Hm? Einer meiner Kreaturen ist gerade gestorben?“

Woanders:

„Phew…“ wischte sich der blasse Mann mit ein Tuch sein Gesicht von seinem Schweiß ab. „Danke mein Freund, du hast meine Langeweile wirklich sehr gut vertrieben.“

Auf dem „Operationstisch“ lag ein etwas… unbeschreibliches Ding, was mal ein Vampirmonster gewesen war. Trotz das es tot war, rieselt von seinem Kadaver leicht Asche runter. „Hm… das ist vermutlich der Beweis, dass du ein Hybrid warst.“ grübelt der Mann.

„Ein Vampir und ein Mensch und dennoch nichts von beiden. Wärst du ein Vampir, wärst du zu Staub verfallen, als Mensch einfach nur tot. Ich tippe darauf, wenn man dir Zeit genug gibt, dass du letztendlich wohl ganz in Asche verfallen wirst… oder auch nicht.

Kann uns ja beiden ziemlich egal sein.“ warf der Vampir sein Tuch achtlos über die Schulter. „Du bist stärker als die meisten Viecher und das größte Problem ist einfach deine Regeneration.“ setzte sich der Mann auf einen Stuhl im Raum und überlegt laut weiter.

„Wenn ich dich… einzeln bekämpfen würde, wäre ja meine normale Taktik dich einfach ein bisschen deine Gliedmaßen zu zertrümmern. Es ist wirklich egal, ob du eine Regeneration hast oder nicht, es lenkt dich ab.

Interessanterweise muss ich ja sagen… so stark du ja scheinbar bist, bist du ein richtiger Schwächling. Ertränken, Luft abziehen, Herz zerstören, Kopf abschlagen und was mir sonst so lustiges einfallen würde… alleine bist du nichts.

Ach ja, ich war gestern nochmal bei deinem Heim gewesen. Das was DICH eigentlich stark macht ist die Masse. Keine Ahnung ob es Idioten sind, dass sie mich immer noch nicht bemerkt haben, aber ich finde es erschrecken eher, wie gut deine Brüder zusammenarbeiten können.

DAS ist eigentlich das Problem mit deine neue Rasse. Naja, für mich nicht, denn das gibt mir wieder den nötigen Nervenkitzel, den ich einige Jahrtausende nicht mehr gespürt habe.“ grinste der Vampir in altertümliche Kleidung.

„Und ich vermute, dass ihr demnächst aktiv werden wollt, sonst macht es keinen Sinn, dass ihr in großer Anzahl aus meinen alten Heim immer raus fliegt und nicht zurückkehrt. Scheiße, da lebe ich nun solange dort und musste feststellen:

Im Keller muss es verdammt tief gewesen sein, dass eine so extreme Masse von euch gibt. Nicht nur von deiner Sorte, auch von den anderen Vampiren mit ihren verbrannten Stirnen. Einige habe ich schon ausgemacht, dass sie verdammt gefährlich sind, hoffe das ich sie frühst möglich finde, wenn ich bei euch anfange aufzuräumen.

Leider… weiß ich echt nicht, wie ich diese drei Typen und den Meister beikommen soll. Als Mensch wäre ich tatsächlich draufgegangen, aber das als Vampir ebenfalls der Fall sein kann, hätte ich nicht gedacht.

Hmm…“ starrte der Vampir den Kadaver an, der immer noch dabei ist, in Asche zu verwandeln. „Zeit herauszufinden, warum diese Vampire nur Nachts aktiv werden, vielleicht gibt es doch Unterschiede zwischen uns.“

Der Vampir holte auf einmal eine Peitsche hervor und betrachtet seinen alten Kampfgefährten. „Was meinst du, sollten wir einfach mal einen Vampir fangen und ihn eine Kostprobe zeigen, was ich davon halten soll, dass man mein Heim einfach wegnimmt?“

Die Peitsche sagte nichts, wie immer und dennoch wusste der Vampir, dass seine Waffe ihm zur Seite stehen wird. „Zeit mal wieder unser alte Berufung nach gehen.“ grinste der Vampir gemein.

Land der Toten:

„Hmm…“ flog Sina in der Luft. Mehrere Stunden hat die Dämonin das Land nach Rokea abgesucht, selbst am Trainingsort. „Keine Spur von Rokea und ihr Tier hat einiges hier zerstört. Selbst der Sumpf ist verschwunden, was sehr gefährlich ist…“

Seufzend schaute Sina nochmal herum, aber kam zu einem Entschluss. „Sie ist ja nicht schwanger und der letzte Regen hat ihr ja auch nichts angetan. Entweder sie ist ganz woanders, auf dem Heimweg, aber definitiv nicht hier.

Dann… beim dunklen Gott… dass ich wieder die alte Sprache sprechen muss…“ bekam Sina ein Schauder und holte die erste Schriftrolle raus. Sie las in Ruhe den Zauberspruch durch, ob es das der richtige ist…

„Hm… nicht was Feuchtigkeit beinhaltet. Das ist der Spruch, der den Boden verändert. Eigentlich ist das nicht der richtige Ort es hier anzuwenden, aber…“ betrachtet Sina die karge Landschaft an. „Man kann schlecht was zum wachsen zwingen oder?“

In Ruhe liest Sina nochmal den Zauber, ob es gewisse Hinweise gibt, was sie zu beachten hat… und fand sie auch. „Hm… ich muss also wissen, wie groß der Zauber sein soll… Gut das ich das komplette Land gesehen habe und dank der Schlucht habe ich auch eine Grenze…“

Mehrmals atmet Sina ein und aus, schaut NOCHMAL die Gegend an und schloss die Augen. Sie stellte im Kopf vor, wie groß das Land der Toten war… Von der Schlucht bis zu den Bergen, dann öffnet Sina wieder die Augen.

„Meine arme… Zunge…“ kommentierte Sina noch einmal, dann… fing sie mit dem Zauber an. Langsam, aber ohne Unterbrechung las Sina laut den Zauberspruch auf Altdämonisch vor. Erstaunt, wie schnell sich der Zauber aktivierte, denn der Himmel über ihr wurde auf einmal schwarz, liest Sina weiter laut vor.

Dann fielen immer wieder Blitze vom schwarzen Himmel auf den Boden runter und die Luft um Sina wurde sehr schwer. Die Zunge tat auf einmal sehr weh für Sina, aber sie durfte den Zauber nicht beendet, denn sie kennt die Konsequenzen nicht.

Das komplette Land der Toten war unter eine schwarze Wolke versteckt, dennoch… hat dieser Zauber jemanden gelockt… mehrere Personen sogar. Alle starrten auf das Ritual, was Sina gerade umsetzt.

„NEIN! NEIN! NEIN!“ schrie eine Frau. „NICHT AUF MEINEM LAND!“ „HAHAHAHA!“ lachte ein Mann voller Schadensfreude. „JA! MEHR! SCHÄNDE DAS LAND!“

Doch das bekam Sina nicht mit. Sie ist im Mittelteil des Zauberspruchs angekommen, als das komplette Land überall anfing… eigenartige Glitzer zu erscheinen. Diese schwebten kurz in der Luft, dann fielen sie auf den Boden.

Sobald einer der Glitzer den Boden erreichte, fing der Boden sich an zu verändern. Der Boden im Land der Toten hatte je nach Standort eine andere Beschaffenheit gehabt. Meistens aber wirkte der Boden, als wäre er „weich“.

Trifft man auf diesen Boden, so hinterließ es einen Abdruck und nach einer Zeit nahm es wieder seine alte Form an. Nun aber zwing die Magie den Boden sich zu verändern. Es wurde hart… und etwas… anderes passierte.

Sina selber bekam den Vorgang nicht mit, aber die Zuschauer wussten sofort, was passierte. „Diese Wahnsinnige…“ keuchte die Frau auf. „Das ist ein Zauberspruch der schwärzten Art und kann nur von „ihm“ stammen!“

„Oh… wie lange ist es her, dass man mit göttliche Magie unsere Welt „vergewaltigt?“ kichert der Mann. „Dieses Land schreit vor Schmerzen, dass man es dazu zwingt, dass zu werden, was es eins war.“

Das Land selber… fing an zu beben. Aufgrund das Sina selber noch am Fliegen war, bemerkte sie es nicht, sie bemerkte überhaupt nichts. Zu sehr war sie vom Zauber fokussiert, sie konnte nicht mal aufhören, den Spruch aufzusagen.

Die komplette Landschaft verändert sich, alles wird hart oder umgekehrt weich. Der Boden ändert sich vom giftgrün zu eine braunen, fast schwarzen Erdmasse. Hier und dort bricht der Boden auf, als es… Gase in die Luft förderte.

Sina merkte, wie sie auf einmal im Mund Blut schmeckte, ihre Zunge verletzte sich immer mehr, Altdämonisch ist und bleibt eine gefährliche Sprache. Doch glücklicherweise kam sie zu letzter Zeile, den sie mit einer Inbrunst aufsagte.

Überall stürzten Blitze auf den Boden, was teilweise für kleine Krater sorgten. „Huff… ahh…“ strecke Sina die Zunge raus, damit es sich ausruhen konnte. „Blöder alter Sack, von wegen. „Sprich nur altdämonisch und deine Zunge wird sich schon von selber formen.““ dachte Sina über den Hinweis, den der Priester ihr gegeben hat.

Sie schaute nun die Landschaft an und staunte. „Wow… AHH!“ schrie Sina, als ihre Nase förmlich brannte. Die Schriftrolle legte Sina sofort in ihr Inventar und hielt mit beiden Händen ihre Nase und Mund zu.

„DAS STINKT!“ schrie Sina in Gedanken. „OH…. DAS STINK JA ÜBELST! Selbst ein Latrine hat ja schon eine Duftnote…“ Die Dämonin wusste schon eins: Wenn sie nach Hause fliegt, dass sie schon draußen ihre Klamotten entledigen musste, diesen Geruch bekommt sie niemals raus aus ihren Anzug.

„Und baden… hoffe Suki bekommt keinen Ohnmachtsanfall, wenn sie mich trifft…“ seufzte Sina in Gedanken. Sie konnte sich „etwas“ an den Geruch gewöhnen. „Alter… Vater, ich hoffe doch wirklich, dass es seine Richtigkeit hat. Das… erinnert mich alles an einen Komposthaufen…“

Mehrmals schaut die Dämonin umher, überall hat der Boden eine Farbe angenommen, den selbst ein ungeübtes Auge wie Sina mitteilt: Hier kann man eine Ernte säten. „Uh… ich werde jetzt nicht das komplette Land abchecken, ob es überall funktioniert hat, dieser Geruch…“

Sina musste sich regelrecht zwingen, ihre Hände vom Gesicht runter zunehmen. Die Wolken über ihr sind immer noch vorhanden, aber ihnen schenkt Sina keine Aufmerksamkeit. Sie holte dafür aus ihrem Inventar einen kleinen Sack raus.

„Gut das ich ein paar dieser Körner von Daika habe…“ murmelt Sina und ließ den Inhalt aus dem Sack auf dem Boden fallen. „Wer weiß, was hier entstehen könnte, wenn der nächste Zauber gleich kommt…

Naja, eigentlich ist ja alles tot oder? In der Theorie dürfte ja dann nichts wachsen, egal ob der Boden neu erschaffen oder nicht. Daher meine mitgebrachten Körner…“ redete Sina mit sich selber…

Den leeren Sack kam ins Inventar zurück, dafür kam eine leere Flasche mit einen metallischen Trichter. Diese werden kombiniert und von Knochi gehalten. „Damit ich einige Experimente machen kann.“ grinste Sina… sehr boshaft.

Nochmal betrachtet Sina die veränderte Landschaft, bis ihr was einfiel. „Habe ich denn genug Mana? Dumdidum… hm…?“ merkte die Dämonin etwas sehr seltsames. „Es hat mich nur einen Manapunkt gekostet? Eh…“

Sofort machte Sina eine Randnotiz, dass sie ihren Vater unbedingt fragen musst, ob DAS seine Richtigkeit hat. Nicht… dass sie jetzt was geopfert hat, was sie bitter bereut. „Wobei… Seele dürfte es nicht sein, denn das Stand nicht im Spruch drin.“ versuchte Sina sich selber zu beruhigen.

„Und mein Vater hätte es mir gesagt, wenn es diese Probleme geben würde. Sonst macht es keinen Sinn, dass ich diese vorher üben soll.“ nickte die Dämonin sich selber zu, dann holte sie die nächste Rolle raus… bis ihr auch was einfiel. „Wenn ich das aktiviere, dürfte der Regen die Schriftrolle zerstören.“

Nun schaute Sina nach eine Unterkunft… wenn es überhaupt eine geben würde. „Ach man… ich will nicht altdämonisch schreiben, dass tut in den Fingern weh…“ ningelt die berühmte Dämonenkönigin.

„Drauf geschissen, muss ich es mir halt gut im Kopf merken.“ atmet Sina langsam wieder durch und liest in Ruhe den Zauberspruch mehrmals durch… dann fing sie den Spruch auf altdämonisch aufzusagen.

Sherry bringt Neia einige neue Zauberformeln bei, als beide auf einmal etwas sehr mächtiges spürten. „Du…?“ schaute Sherry ihre Lehrerin an, die schon nickte. „Ja, dass… ist Magie. Hoffe… dass ist die von Sina.“ war die Blutelfe sehr unsicher.

Die schwarzen Wolken fingen an, regelrecht einen lauten Krach zu machen. Donner und die Wolken selber sind immer wieder am blitzen, Sina konzentrierte sich, dass nichts falsch aufgesagt wird.

„HÖR AUF!“ schrie die Frau, als die nächste in ihren Augen schändliche Tat begangen wird. „AH HA HAHA! MEINE SCHWESTER SCHREIT JA RICHTIG LAUT!“ konnte sich der Mann nicht einkriegen, als seine Dämonin die nächste Tat begeht.

Im Gegensatz zum ersten Zauber war dieser wesentlicher kürzer, aber dafür bekam Sina das Gefühl, dass ihre Zunge „gebrochen“ wurde. Starker Wind versuchte Sina aus ihrer Flugbahn zu bringen, aber sie blieb stur an ihre Stelle.

Blitze kamen von der schwarze Wolke runter wieder… und Sina kam zum letzten Satz. Als dies aufgesagt wurde, steckte Sina die Schriftrolle sofort in ihren Inventar und begutachtet…. naja… nichts.

„Hm?“ streckte Sina beide Arme entlang… es ist windig, aber von Regen keine Spur. „Ich hab doch alles richtig aufgesagt?“ holte Sina wieder die Rolle aus dem Inventar. Ihre Augen wanderten über die komplette Formel, sie ist sich ziemlich sicher, ALLES richtig aufgesagt zu haben.

„Hä? Irgendwo ist ein Fehler passiert, aber ich habe doch alles aufgesagt?“ grübelte Sina nervös… dann passierte es. Man bekam das Gefühl, als würde ein Wasserfall von den Wolken runter fallen, Sina wurde regelrecht überrascht.

„Was zum…?!“ fluchte Sina, die Schriftrolle ist nun wirklich kaputt. „VERDAMMT NOCHMAL!“ schrie Sina wütend. „Muss ich den Scheiß tatsächlich neu schreiben… Wo war nun der Fehler?!“ knurrte die Dämonin.

Trotz der Wut schaute Sina das nächste Spektakel an. Überall strömte der Regen, die mitgebrachte Flasche war so schnell voll, dass Sina die Chance wahrnahm und weitere Flaschen füllte. Ansonsten wurde das komplette Land vom magischen Regen „nass“.

„Der Fehler… Es gab keinen Fehler mein kleines Schöpferling.“ grinste der „dunkle“ Mann, der Sina zugehört hat. „Ich musste einige Hürden überwinden, damit ich im Land meiner Schwester meine Macht einsetzen kann.

Ich hoffe doch sehr, dass du noch weiter das Land meiner Schwester schändest. Ich danke… dir vom Herzen, dass du mir die Möglichkeit gegeben hast… meiner Schwester zu zeigen, dass es sehr wohl möglich ist, dass ich ihr Land verunreinigen kann.

Doch das reicht nicht, um meine Schwester in eine Verzweiflung zu stürzen, dass war Land, was sie sowieso aufgegeben hat. Meine kleine Dämonin… mach etwas… wo ich einen Lachanfall bekomme wie nie zuvor in meiner Existenz.

Danke für die kleine Ablenkung, denn das System in all meine erschaffenen Rassen anzupassen nimmt leider doch mehr Zeit als ich mir gewünscht habe. Uh huh hu hu…. ich höre es… ich höre sie leise aber sehr deutlich… „Sie“ weint.“ grinste der dunkle Mann und ging wieder in sein göttliches Reich zurück.

Sina selber bemerkte nicht, dass sie stille Zuschauer hatte. Sie war komplett nass, ihre Haare klebten an ihren Körper und es fiel ihr sehr schwer in diesem Regensturm zu fliegen. Sie verschloss die fünfte Flasche und steckte es in ihrem Inventar.

„Dumme ist nun, wann bemerke ich die Veränderung?“ grübelte Sina, die ihre Haarsträhnen vor ihre Augen zu Seite schieben musste. „Wenn ich meine Familie richtig verstanden habe, ist es ja über Nacht passiert, aber ich würde gerne jetzt wissen, damit ich weiß, ob ich den Auftrag an meine Damen raus schicken soll oder nicht… Hm?“

Etwas… änderte sich auf dem Boden, doch Sina konnte es nicht richtig sehen. Also flog sie nun etwas weiter runter… und bekam ein breites Grinsen. „YES!“ schrie die Dämonin laut vor Freude. Ob es ihre Körner waren oder etwas anderes, aber auf dem Boden fingen Pflanzen an, überall zu wachsen.

„YES! ES GEHT!“ schrie Sina tanzend in der Luft. „Ich habe die Macht, Leben zu geben! DAS vereinfacht nun verdammt viele meiner Pläne.“ bekam die Dämonenkönigin ein sehr grausames Lächeln, ohne dass sie es selber bemerkte.

Voller Zufriedenheit flog Sina wieder zurück zu ihrem Heim, denn bis der Regen aufhörte und die Pflanzen „ausgewachsen“ sind, vergeht bestimmt einige Stunden. Sina flog über eine Schlucht, sie bekam nicht mal mit, dass… dort etwas war.

„Es“ schnarchte in eine Lautstärke, dass es wunderlich ist, dass man es nicht hört. Noch wunderlicher ist eher sogar, dass es die Veränderung durch den ersten Zauber nicht mitbekommen hat sowie den Gestank…

Doch der Regen, was auf seinen roten Fell fiel, dass störte „ihm“ nun doch. Wütend wachte das „Tier“ auf und starrte in den Himmel. „Grrr….“ knurrte das „Tier“ und akzeptierte, dass es nichts dagegen machen konnte.

Es seufzte laut und merkte vor sich eine Wasserpfütze, die durch den Regen immer größer wurde. Langsam ging es darauf zu und fing an, mit seine Zunge es trinken. Der magische Regen fiel weiterhin auf seinen Körper, dabei trank es dazu das Wasser…

Auf einmal brüllte das „Tier“ laut auf vor Schmerzen. Wütend bildete „es“ vor seinen Maul einen blauen Ball und zerstörte regelrecht die Schlucht, wo es geschlafen hat. Doch die Schmerzen hörten nicht auf, es wurde mehr und mehr.

In seiner Verzweiflung sprang es aus der Schlucht raus und sah, wie sich die Landschaft um ihn herum veränderte. Doch das war ihm alles egal, die Schmerzen mussten weg. Es grifft alles an, egal ob es ein Baum, Pflanze oder sonstiges…

Mittendrin… hörte es auf einmal auf, die Schmerzen verschwanden. „Es“ blinzelte mehrmals, dann betrachtet seine eigene Pfote.

„Öhm?“ dachte eine weibliche Stimme.

Kapitel 717

Ich bin wiedergeboren und dämonische Geschichtsstunde?

„Mama? Was hast… du solange besprochen?“ „Habe den Zwillingen gesagt, was wir mit Ma Shi besprochen haben. Sie waren natürlich glücklich hoch drei gewesen.“

„Mama? Das Gespräch mit deinen Frauen war aber kürzer gewesen.“ „Liegt daran, dass ich ihnen gesagt habe, dass ich heute Abend für dich da bin. Sie sollen ohne mich im Stall schlafen.“

„Mama? Ich finde es sehr cool, dass ich dich malen kann. Nur… als ich mit mir selber geredet habe, welche Position du auf deinen Bett machen sollst und dabei das Wort „Nacktmodell“ dabei vorkam… Es war keine Anforderung gewesen!“

Bariel saß mit einen gewissen Abstand mit ihrem Ölgemälde sowie ihren Malutensilien vor dem Bett der Dämonenkönigin, die nackt auf dem Bett lag. Sie hat ihre Beine übereinander gelegt, sodass man wenn nur ihre Brüste sah.

„Ach so?“ bekam Sina ein dickes ? auf dem Kopf. Auf seitliche Position und ihren Kopf mit eine Hand abgestützt fand Sina die Situation nicht komisch. „Für dich hätte ich aber gerne getan. Ich weiß doch, dass dieses Bild wunderschön sein und nicht von der Öffentlichkeit angesehen wird.

Außerdem… du sitzt doch auch halbnackt auf deinem Holzstuhl!“

„Ja?!“ bekam Bariel ein roten Kopf. „Weißt du wie schwer die Farbe aus deinen Klamotten rausbekommst? Überhaupt nicht! Deswegen trage ich die große Schürze, das habe ich alleine auch gemacht!

Nur wenn ich mal draußen gemalt habe, dann habe ich darauf geachtet, dass es Klamotten sind, dessen Verlust mir nicht so schmerzt, wenn ich Farbe abbekomme! Unterwäsche reicht also vollkommen!“

„Du wirst übrigens bei mir heute schlafen. Habe dich doch richtig verstanden, dass die Gemälde Zeit brauchen zum trocken oder? Stellst das einfach in dein Zimmer und wenn Suki zurückkommt, kannst du dich ja mit ihr beraten, wo man sie zukünftig… Ach ja, das wäre eh im neuen Heim, egal, du weißt was ich meine.“

„Ich… ich soll mit dir schlafen?“ hielte Bariel beim Zeichnen an und schaute an das Gemälde vorbei. „Ja? Du bist meine Tochter, Zeit dass wir das Mutter-Kind-Ding vertiefen.“ lächelt Sina glücklich.

Bariel versteckte sofort ihr Gesicht wieder hinter dem Gemälde, doch Sina musste doch kichern, weil es komisch aussah. Nämlich wedelt Bariel mit ihren Flügeln ziemlich glücklich sowie ihr Knochenschwanz.

Auf einmal klopfte es an der Tür. Panisch schaute Bariel nun hin und her, bis sie ihre Mutter anstarrte. „Erm… Illusion: Mutter mit Pelzmantel!“ Sofort wurde Sina mit eine Illusion versteckt, als die Tür aufging und zwei Damen davor standen.

„Mutter, ich bin zurück.“ verbeugte Suki sich, neben ihr stand Kyllia. „Hat alles geklappt?“ fragte Sina direkt, während die Damen reinkamen. Kyllia wurde direkt neugierig, was Bariel machte… und merkte sofort, dass etwas nicht stimmte.

„Ja, Edwin hat mit den Zwergen gesprochen und sie werden binnen einer Woche alle Häuser aufgebaut haben.“ nickte Suki. „Dabei werden sie das Holz nehmen, was in der Nähe in die Höhe geschossen ist.

Ansonsten haben sie angefangen, den Hafen zu bauen… ein ziemlich großen, wenn ich meine bescheidene Meinung sagen darf.“ Verwundert verzog Sina ihr Gesicht, in der Zeit ging Kyllia zu Bariel und flüstert ihr folgendes zu:

„Du, nächstes Mal, wenn du meine Schwester wieder nackt malst… die Illusion auf deinen Bild ebenfalls mit einbeziehen.“ Bariel merkte sofort ihr Fehler, doch scheinbar hat Suki es nicht mitbekommen oder ignoriert es komplett.

„Erm…? Wie groß so ungefähr?“ fragte Sina vorsichtig nach. „Nun… bestimmt können dort vier riesige Schiffe anlegen. Wenn ich den Leiter richtig verstanden habe, machen sie es bewusst, solltest du eventuell weitere Pläne haben.“

„Hrm… irgendwie neigen die Zwerge dazu, es öfters zu übertreiben…“ seufzte Sina. „Ah, wurde für Rubina…“ „Ja Mutter, sie werden direkt drei riesige Zimmer für sie bauen. Eins zum schlafen, weiteres zum baden und das letzte wird eine Küche.

Die Zwerge haben nicht schlecht gestaunt, als sie meine Tochter gesehen haben und mussten vermutlich viel umdenken, aber sie meinten nur, dass es eine gute Herausforderung und Ablenkung für sie wäre.

Ansonsten habe ich mit Edwin abgestimmt, dass das Anwesen in mehreren Flügeln eingeteilt wird. Ein Flügel für deine Vampirgäste, ein Flügel für deine Familie und ein Flügel für dich selber. Du wirst in der Zukunft auf das Trainingsraum verzichten müssen, dafür können wir dann ALLE Übertragungssteine jeglicher Kontaktpersonen in den Kellerräumen aufbauen.

Wenn… Nea irgendwie mal wieder erscheinen sollte, kann sie wieder das Dach nehmen, das sollte eigentlich kein Problem sein. Nur… solltest du überlegen… Deine Vampirgäste nehmen ihre Hausdiener ebenfalls mit, dass… du vielleicht jemanden ernennst, der über alle das Kommando hat.

Das Anwesen ist viel größer als die Villa hier, dass werde ich tatsächlich nicht alleine schaffen. Wenn Edwin wieder die übliche Aufgabe hat, bei den anderen Häuser Acht zu geben und weiteres, bleiben die Diener von den anderen übrig.“

„Das sollte kein Problem sein, weil alle Vampire beauftragt worden sind, auf mich zu hören. Wir wissen beiden, wie mein Gedanke ist oder?“ grinste Sina schief und Suki nickte. „Ja, dass ich die Arbeit übernehmen darf.

Hoffentlich haben sie nicht die gleiche Ader wie Edwin, mir Tipps geben zu müssen, wie man was richtig macht. Dalmaz wird vermutlich ebenfalls mitkommen, an ihn wurde ebenfalls gedacht, die richtige Größe zu bauen zum wohnen.

Aufgrund… dass es mobilisiert ist, brauchen wir nicht wirklich viel von hier mitnehmen. Die meiste Arbeit wird eher sein, wenn wir ausziehen, dass ich einmal eine Grundreinigung vornehme, damit deine neuen Bewohner es direkt beziehen können.

Hm… ansonsten habe ich eine Einkaufsliste erstellt, was wir zum Essen und weiteres benötigen, daher werde ich bald auf dich zukommen, damit du mir wieder Gold geben kannst.“ „Super.“ nickte Sina zufrieden.

„Mutter… muss ich was wissen eigentlich?“ hob Suki beide Augenbrauen hoch. Wieder wirkte Sina verwundert. „Warum?“ „Naja… dein Bett… wenn man es überhaupt noch als Bett nennen soll, dass willst du bestimmt mitnehmen oder?“


„Das ist richtig. Neia´s Kuscheltiere sind ein Teil ihres Lebens, da führt kein Weg vorbei.“ nickte Sina wiederholt. „Ok… und warum liegst du da mit einer Illusion nackt auf dem Bett?“ „Huh?!“ drehte Bariel zu Suki.

„Glaubst du… kleine Schwester, das ich das Bild nicht gesehen habe?“ grinste Suki leicht. „Weil Bariel mich heute so richtig stolz gemacht hat und ich ihr einen Wunsch erfüllen wollte. Hat Kyllia dich aufgeklärt?“ zuckte Sina mit den Schulter.

„Hat sie und ich muss Kyllia irgendwie bewundern, dass sie… „Millie“ nicht längst getötet hat. Ich kann es zumindest verstehen.“ verzog Suki kurz wütend ihr Gesicht. „Himmel… bin ich es oder zeigt nun meine gesamte Familie ein anderes Gesicht?“ grübelte die Dämonenkönigin.

„Warten wir einfach ab, was Sharlia mit ihr so anstellt.“ meinte Sina nur. „Entweder sie zieht die Strafe wirklich durch oder was ich eher glaube, Sharlia bricht sie komplett.“ „Ach… wo du es gerade ansprichst.“ meinte Kyllia auf einmal und holte eine einfache Holzkiste aus ihrem Inventar raus.

„Sie… hatte einen sehr speziellen Wunsch machen lassen bei Brandrulim. Am Anfang habe ich es überhaupt nicht verstanden… bis sie es mir erklärt hat.“ bekam Kyllia langsam einen roten Kopf. „Da habe ich direkt mehrere Sets bestellen lassen für mich, dich und das letzte habe ich direkt Lara gegeben.“

Kyllia ging zu Kommode und legte die kleine Kiste darauf. „So klug wie du bist Sina… wirst du den Inhalt sehr schnell verstehen. Ich würde… dir nur raten, es besser alleine anzuschauen, sonst muss du einige Damen hier im Zimmer es langsam erklären.“

„Was… ist da drin?“ drehte Bariel sie zu Kyllia um. „Glaub mir…“ leckte Kyllia sich die Lippen. „Wenn du das weißt, wirst du es bitter bereuen. Manchmal ist es ein Segen, unwissend zu sein, gerade… wenn es von Sharlia kommt.“

„Uhmm…. ok?“ schaute Bariel Suki an, die nur die Schulter zuckt. „Hm… von Sharlia und du hast es sogar Lara gegeben?“ fragte Sina nach. „Richtig. Sie hat es angeschaut… und sofort verstanden. Puh… ein so schnelles Danke mit eine schnellen Flucht habe ich bei ihr noch nicht gesehen, vor allem mit einem roten Kopf.“ grinste Kyllia.

„Was… ist da nur drin?“ war Sina in ihren Gedanken sehr misstrauisch. „Wie dem auch sei, wir lassen euch mal beide alleine.“ verabschiedet sich Suki und schaute Kyllia direkt an. „Stimmt, Bariel muss sich ja bestimmt konzentrieren dabei.“ fügte sich die Zwillingsschwester dem unausgesprochenen Vorschlag an.

Die Tür fiel zu, die Illusion löste sich auf. „Na dann?“ grinste Sina. „Jawohl Mutter, einfach still halten.“

Der nächste Morgen bricht an, Bariel kam mit einen roten Kopf aus dem Schlafzimmer raus. Ihr Herz raste, dabei hatte sie ein Grinsen auf dem Gesicht, dass nicht verschwinden wollte. „So… ist es wohl, wenn man mit einer Mutter schläft.“ dachte Bariel und ging direkt ins Badezimmer, ihre Mutter war noch im Schlaf gewesen.

Bariel öffnete ohne groß nachzudenken die Tür auf und ging rein… bis sie erschrocken die Augen öffnete. „Millie?!“ Die angesprochene Dame saß unter der Dusche, dass Wasser fiel auf ihren nackten Körper.

Doch das ist nicht, was Bariel störte, sondern das Millie auf dem Hintern saß und ihre beide Beine mit ihren Armen fest an ihrem Körper umarmte. Entweder Millie ignorierte Bariel oder war in ihre eigene Welt gefangen. Sofort schloss Bariel die Tür zu. „Millie? Was ist passiert?!“

„W… was passiert… ist… fragst du?“ musste der Krach durch die Tür Millie „geweckt“ haben. Sie drehte leicht ihren Kopf zu Bariel und man sah gerötete Augen. „Du… Schlampe… wusstest genau… was meine Herrin… ist.“

„Na, achte auf deinen Ton!“ knifft Bariel ihre Augenbrauen zusammen. „Was meine „Tante Sharlia“ ist? Ja, ich wusste es. Lass mich raten, sie hat dich gefesselt und…“

„NEIN!“ schrie Millie wütend. „ICH sollte MICH komplett ausziehen und auf dem Bett mit dem Bauch liegen. Dann „befahl“ sie mir, dass ich mich nicht bewegen darf. Nichts, nada, sonst schlägt sie mir auf den Hintern!“ Bariel konnte sich nun denken, wie es weiter gegangen ist.

„Ich lag… da mit eine Angst und konnte NICHTS dagegen tun! Ich merkte, wie sie sich auszog und setzte sich dann neben mir. Flüstert mir… Ich soll es einfach geschehen lassen. All die Jahre… habe ich für Ordnung gesorgt, hatte meine Kämpfe mit Schwachköpfen zu tun…

Dann war ich in diese Lage? Ich verliere mein altes Leben… und dann verliere ich meine… letzte Würde an ihr!“ schrie Millie wieder. „Sie… keine Ahnung, was sie für eine Dämonin ist, aber…“ schluchzte Millie auf.

„Sie fing an mit ihren Finger auf meinen Rücken zu streicheln. Immer leicht hin und her, hin und her… Irgendwann hat sie wohl eine Feder genommen… und da fing es an! Ich… ich… mein eigener Körper fing an zu rebellieren.

Ich… wollte es nicht, aber mein Körper hat mich in Stich gelassen! Es… meine Herrin hat immer wieder bestimmte Bereiche auf meinen Rücken, Hintern und Beine gezielt gestreichelt, mein Körper wollte…“

„Wollte mehr davon haben und hast dich im eigenen Körper verraten gefühlt. Doch das Gefühl, was Sharlia dir angetan hat, war so gut… dass es dich nötige, mehr haben zu wollen. Du dachtest nein, hast vielleicht gesagt, sie soll aufhören, doch das hat sie nicht.“ redete Bariel weiter und ging ein paar Schritte auf Millie zu, während sie nickte.

„Vermutlich… bis zu diesem Punkt, dass du einen Höhepunkt erreicht hast und einen Orgasmus vor Sharlia bekamst? Wenn es dich beruhigt… ja, die blöde Kuh hat es bei mir auch getan. Wie, dass ist egal, aber es ist passiert.

Ich habe mich zu Tode geschämt. Eine relativ unbekannte Frau kennt dein Körper besser als du selber? Versuch das mal dir selber zu erklären.“ wollte Bariel Millie etwas trösten. „Ja… ich… bekam einen Orgasmus und… etwas ist kaputt gegangen bei mir.

Schlimmer ist noch… sie legte sich auf mich…“ schluckte Millie schwer. „Sie wird es immer und immer wieder machen. Meint… ich soll mich wohlfühlen, ich wäre zu… „verklemmt“ und das will sie lockern…

Lockern… wenn sie die nächsten Schritte mit mir macht. Und deswegen…“ stand Millie auf und schaute Bariel hasserfüllt an. „DU bist schuld daran! SEIT du in meinem Leben erschienen bist, geht alles kaputt!

Du warst als Protektorin VIEL zu locker gewesen, wenn hast du die Regeln zu deinen Gunsten angewendet! Dann wirst du zu einem Dämon und reißt MICH noch in deine Scheiße rein! Seid… ich hier bin…

Was habe ich dir angetan Schlampe? Ich wurde zu einem Dämon und bin dabei noch tiefer gefallen! Nichts anderes als eine Sexsklavin von deiner verrückten Tante! Da hätte ich doch lieber mich foltern lassen sollen, dort hätte ich wenigsten noch meine Würde gehabt!“

Nun wurde Bariel wütend und sagte nichts. „Was? Hast du nur ein großes Mundwerk, wenn „Mama“ dabei ist?“ verzog Millie ebenfalls wütend ihr Gesicht. „Rotzgöre, deinesgleichen, egal welche Rasse es ist, habe ich am wenigsten leiden können.“

Ohne auf eine Antwort zu warten, nahm Millie ein Handtuch um ihre Blöße zu bedecken und ging direkt an Bariel vorbei. Ihr Flügel traf dabei das Gesicht von Bariel und hat damit den Geduldsfaden von ihr zerrissen.

Bevor Millie durch die Badezimmertür durchgehen konnte, trat Bariel ihr schon in den Rücken. Die Frau krachte durch die Tür und schrie vor Schmerzen auf. Doch Bariel hörte nicht auf, sondern ging auf Millie zu, die auf dem Boden lag und zog sie an den Haaren hoch.

Durch die Gewalt zwang die Tochter Millie hoch und als sie stand, rammte Bariel das Gesicht von ihren Opfer gegen die Wand. Diesen Krach konnte man in der Villa überhaupt nicht überhören, doch das war der Tochter egal.

Sie lehnte mit ihren Gesicht und flüstert der stöhnende Millie folgende Worte ins Ohr. „Millie… ICH bin es, die entscheidet, ob du eine Zukunft hast. Nicht Mama, nicht Sharlia oder Kyllia. ICH!

ICH habe dir ein Rettungsseil geworfen, weil ich dich als Kompetent betrachtet habe. Wenn man die Intrige gegen meine Mutter ignoriert, warst du eine sehr gute und fleißige Arbeiterin gewesen als Protektor.

Scheinbar muss ich dir beibringen, wie die Hierarchie hier wirklich funktioniert. Mama ist über alles! Dann kommt die Familie, die Freunde… und ganz zum Schluss bist du dran. DU bist eine Sklavin und ja, ich wusste, was Sharlia mit dir machen KÖNNTE.

DAS ist der SINN der STRAFE! Doch wenn DU glaubst… dass der Tod angenehmer ist, dann töte dich selber, denn WIR werden das nicht wirklich tun. Können es, aber die Dämonen lieben es eher, jemanden zu leiden zu lassen.

SO… damit du lernst, auf deine Wortwohl zu achten sowie, dass ICH jetzt ÜBER dir bin und zwar GANZ weit oben, folgender Befehl. ICH befehlige dir, dass du NIE wieder Unterwäsche tragen darfst. NIE WIEDER!

DAS ist die Strafe, wie du mich genannt hast. Ich weiß, dass du eine stolze Frau bist, aber auch ich kann sehr böse werden, vielleicht sogar schlimmer als Sharlia, die von mir noch eine Strafe erhalten wird. NIEMAND legt sich mit der Tochter der Dämonenkönigin an, egal ob ich erschaffen bin oder nicht.

Die „alte“ Bariel, die du kanntest, gibt es nicht mehr! Ich werde alles geben, damit ich wirklich eine Dämonin würdig bin und fange mir DIR an. WENN du nicht willst, dass Sharlia mit den richtig… „kranken“ Scheiß bei dir anfangen soll…

Denn ich habe miterlebt, was mit der Frau nicht stimmt, dann solltest du verdammt schnell lernen, wie du dich als Sklavin hier zu benehmen hast. HAST DU ES VERSTANDEN?“ schrie Bariel wütend.

Tränen fielen von den Augen von Millie und versuchte zu nicken, doch das konnte Bariel nicht akzeptieren. „HAST DU VERSTANDEN ODER SOLL ICH NACHLEGEN?!“ „ICH HABE VERSTANDEN HERRIN!“ kreischte Millie.

Nun war Bariel zufrieden und ließ Millie los, die auf ihre Knie fiel. „Gut, denn was ich dir nicht gesagt habe, die Strafdauer beträgt nun fünfzig Jahre. Ich lasse mich doch nicht von dir beschimpfen und zugleich beschuldigen, nur weil du Mist gebaut hast.“

„Hrm… muss ausgerechnet die Tür vom Badezimmer kaputt gemacht werden?“ nörgelt Suki. „Entschuldigung Schwester, aber ich musste jemand Manieren beibringen.“ entschuldige sich Bariel direkt bei ihr.

„Ihr hättet sie auch töten können, denn jemanden Leiden zu lassen ist auch mit Arbeit verbunden.“ seufzte Suki. „Gut das wir noch einige Türen im Keller haben…“ „Ich helfe dir, immerhin ist es ja meine Schuld… und du Millie, gehst direkt zu Sharlia und sagst ihr, welchen Befehl ich dir gegeben habe!“

Millie bekam wieder glanzlose Augen, dennoch nickte sie langsam. „Ja… Herrin…“ Sina und Kyllia standen an ihren jeweiligen Zimmertüren und waren mehr oder weniger stille Zuschauer, doch auf beiden Gesichter war ein breites Grinsen gewesen, bevor sie wieder in ihr Zimmer verschwanden.

Mit dem Morgenmantel ging Sina, wo sie jetzt alleine war, auf das Kästchen von Kyllia zu. „Nun will ich es nun wirklich wissen… Hmm… Hmm? Ach du Schreck.“ bekam Sina ein roten Kopf. Kyllia hatte recht, sie versteht sofort die Funktion der drei „Teile“ im Kasten.

„Auweiha… das werden aber keine ruhige Abende mehr… Und mit Neia muss ich das in Ruhe sprechen, ob das für sie in Ordnung ist… Ach Mensch Sherry, muss du…“ wollte Sina fluchen, als ihr was einfiel. Sofort holte sie ihren Spezialschmuckkasten und suchte direkt alle Ringe ab…

Dann passierten folgende Dinge:

Ding 1: Alle waren beim Frühstück und Sina versuchte mit Augenkontakt herauszufinden, ob Kyllia… es schon benutzt hat. Dies bemerkte ihre Zwillingsschwester und schüttelt nur ihren Kopf.

Ding 2: Sherry bekam ein Ring, der den Ring der Kuh auflöst. Dafür wurde Sina von allen mit einem sehr bösen Blick bestraft, dass sie ja doch was in der Hand hatte. „Sorry Leute, hatte andere Sorgen damals gehabt.“

Ding 3: Während Sherry nach dem Frühstück in ihren Stall zurückzog, bekam Neia die Schriftrollen für die mächtigen Zauber. Ihre Augen strahlten so sehr, dass jeder eine Sonnenbrille brauchte… bis die Ernüchterung kam.

„Sina… ich kann es nicht lesen.“ schaute Neia hoch. „Alle drei Schriftrollen sind in eine Sprache, die ich nicht lesen kann.“ „Echt?“ wundert Sina sich neben ihr und nahm eine Schriftrolle. „Hm… Altdämonische Schrift. Kein Wunder, ich konnte es auf Anhieb lesen.“

„Du kannst „Altdämonisch?““ staunte Sharlia, ihre Sklavin war wohl in ihrem Zimmer. „Das haben wir überhaupt nicht in der Schule beigebracht bekommen.“ stimmte Kyllia hinzu. „Echt? Ich bekam es von Wisali und… dem uralten „Priester“ Jorkadres beigebracht.

Um es abzukürzen, die Königsfamilie muss es können, sogar sie sprechen, wobei man das Gefühl bekommt, dass die Zunge… irgendwann anfängt zu bluten.“ schaudert Sina kurz.

„Hm… Wenn man genau überlegt, dann sprechen wir alle die gleiche Sprache und könne die gleiche Schrift lesen.“ wundert sich Lisa. „Was sich ändert ist, wenn man die Akzente mehrere Ortschaften mit reinzieht, doch wenn man sich Mühe gibt, kann man auch „normal“ sprechen.

Wundere mich daher, dass die Dämonen eine eigene Sprache haben.“ versuchte Neia nochmal ihr Glück, aber keine Chance. „Das… ist blöd. Da habe ich endlich was in den Händen und kann trotzdem damit nichts anfangen. Kannst du es übersetzen?“

Sina nahm die Rolle von Neia und ihre Augen huschten über die Schriften. „Glaube… ich verstehe so langsam, warum Vater es mir so bereitwillig es zur Verfügung stellt. Selbst wenn ich es „übersetzen“ könnte, scheitert es vermutlich daran, dass die Bedeutung der Wörter verloren geht. Hier als Beispiel.“

Sina zeigte scheinbar auf ein Wort und Neia schaute darauf. „Es kann Wasser, Nebel, Eis oder auch Regen bedeuten. So sehr habe ich mit der Materie der Magie nicht beschäftigt, aber es ist wohl sehr wichtig, dass die Worte miteinander harmonieren oder?

Es wird ewig dauern, bis ich diesen Text komplett richtig übersetzt habe, dann fängt das nächste Problem an, ob die Magie auch so wirkt, wie man es eigentlich will.“ „Oh… das ist natürlich sehr schade.“ seufzte Neia.

„Wie hört sich eigentlich die uralte Sprache der Dämonen an?“ fragte Sharlia neugierig. „Die bekannten Symbole und das weiteren kennen wir ja alle aus der Schule, aber so richtig sprechen?“ „Nun…“ fühlte Sina sich etwas unbehaglich… dann sagte sie einen Satz.

Dieser Satz… stürzte die Stimmung in den Keller im Wohnzimmer. Alle bekamen das Gefühl, als würden sie nackt in einen Schneegebiet sitzen, dazu wird ihre Seelen geradezu mit scharfartigen Gegenständen zerschnitten.

„Denke, es hat seinen Grund, warum diese Sprache mehr oder weniger „ausgestorben“ ist.“ merkte Sina an. Ihr tat die Zunge weh, doch die anderen Frauen? Waren geradezu alle am Zittern, als hätten sie das Böse „gehört“.

„Uff…“ stöhnte Sherry, als sie ins Wohnzimmer mit ihren alten „Körper“ reinkam. „Das tat mal wieder weh… Nanu? Ist wieder was passiert?“ wundert Sherry sich, die sich neben Neia setzte.

„Nun Schatz, sie haben was von mir zu hören bekommen, was wirklich sehr unangenehm ist.“ lächelt Sina traurig. „Ich hoffe, dass ihnen das unangenehme Gefühl bald wieder legt.“ „Aber… Sina…“ nahm Neia zitternd eine Hand von ihre Geliebten.

„Was ist das…? Wie kann eine… „Sprache“ so… unheilvoll… böse… Wirkung haben? Selbst Lisa zittert und sie dürfte von Recht behaupten, dass sie einiges kennt. Keine Ahnung was du gesagt hast, aber… damit kannst du alles demotivieren!“

„Ich habe folgendes gesagt: Möget ihr alle einen schönen Tag haben. Mir ist durchaus bewusst, was passiert, wenn Personen es zu hören bekommen, die NICHT mit der Sprache mächtig sind. Ganz ehrlich?

Ich weiß nicht, warum es so eine verheerende Wirkung auf Leute hat, die kein Altdämonisch können. Vielleicht eine Vermutung, aber bestätigen kann wenn nur Wisali das.“

„Altdämonisch?“ hielte Sherry den Kopf schräg. Sie wurde schnell aufgeklärt und konnte die Schriftrollen auch einmal ansehen. „Wow, das ist ja fast so wie mit der Sprache der Götter, die auf deinen Körper tätowiert sind.“

„Wo benutzt man eigentlich Altdämonisch?“ hakte Kyllia nun nach. „Warum nur die Königsfamilie und ein Typ, wo eh keiner mehr in sein Religionshaus mehr reingeht.“ Sina wirkte, als müsste sie überlegen…

„Alte Anbetungen, gewisse Rituale und wie scheinbar hier die Schriftrollen haben alle den Zweck, dass man den dunklen Gott mit rein bezieht. Ob es stimmt, keine Ahnung.“ murmelt Sina. Kyllia merkte sofort, dass ihre Schwester mehr weißt, als sie andeutet.

Den wissenden Blick warf Kyllia Sina zu, doch sie schüttelt den Kopf, dass sie nicht weiter darauf eingeht. Zugleich bekam sie von ihrer Schwester das Gefühl vermittelt, dass es ein Thema ist, dass ihr sehr unangenehm ist.

„Was sind es für Rituale?“ war Sherry dagegen etwas neugieriger. „Ich glaube, die Rituale in der Magie kenne ich selber nicht so oder Neia?“ „Hm… Der Reinigungsprozess, den Sina auf uns gemacht hat damals, kann man noch als Ritual betrachtet.“ konnte Neia sich etwas beruhigen.

Wieder starrten alle Sina an. „ … Es gibt Rituale, wie man ein Lebewesen, also Mensch, Zwerg, Elf und so weiter… zu einem Dämonen zu verwandeln. Doch mehr… will ich wirklich nicht sagen wollen, mein Lehrer der Religion war… sehr streng gewesen, was man wissen darf und was verheimlicht werden muss.“

„Wow, das höre ich zum ersten Mal.“ meinte Lisa direkt. „Und das muss was auch heißen.“ stimmte Kyllia ihr zu. „Selbst ich wusste das nicht. Wurde es denn mal angewendet?“

„Scheiße…“ dachte Sina, die sich immer unwohler fühlte. Die Dämonenkönigin blickte jede anwesende Frau in die Augen, dann kam sie zu einem Entschluss. „Was ich sage, kann alles bedeuten oder aber auch nichts.

Sollte es doch zu einem Drama werden, so werde ich stur abstreiten, dass ich es jemals gesagt habe. Es ist für die Dämonen kein Nachteil, aber… die Menschen, die… hm… keine Ahnung. Aber es gibt bestimmt Organisationen, die ein Problem damit haben.“

„Was… ist das denn für ein Geheimnis?“ wundert sich Bariel. „Kein… sonderliches, wenn ich es nüchtern sagen darf, aber…“ schüttelt Sina kurz den Kopf, dann schaute sie Lisa an. „Sagt dir der Name: Königin Elmanusila etwas?“

Nun starrten alle Lisa an, die nun wirklich schwer am überlegen war. „Normalerweise sind mir die Königen und weiteres auf Alliancia ziemlich egal, aber… gab es bei ihr nicht ein Vorfall? Ich müsste in den Archiven von Zuhause nachlesen, aber irgendetwas ist passiert und dann verschwand sie. Das war aber noch vor meiner Geburt gewesen.“

„Tja… sie verschwand. Sie hat die Menschheit verraten für einen Preis, den sie wohl akzeptierte.“ erklärte Sina nun. „Elmanusila, die Königin müsste wohl irgendwann vor Ethia regiert haben, hat ihr Volk verraten, wie ich es eben gesagt habe.

Sie wurde, bevor die Helden auf die Welt kamen, von den Dämonen mit einem Angebot gelockt, ewiges Leben zu bekommen. Dafür soll sie einfach nur Informationen mitteilen und den Helden Steine in den Weg legen.

Bevor es zur Geschichtsstunde ausartet, der Held hat den Verrat irgendwie herausgefunden und man wollte sie in eine Falle locken, wo sie der Welt die Wahrheit sagt. Gesagt, getan hat der Trick geklappt, doch…

Sie war scheinbar eine Kämpferin gewesen, was keiner, nicht mal ihr Bruder, wusste. In letzter Not haben die Dämonen ein Portal zu ihrer Heimat für sie geöffnet und dann ist es passiert: Sie hat die Verlobte des Helden entführt.

Einer meiner… unsere Urahnen, die Dämonenkönige, hat das „Geschenk“ von ihr mit Freude angenommen, was sie mitgebracht hat… und sie einfach getötet.“ Schockiert rissen alle die Augen auf, denn man dachte, dass sie das Ritual als Belohnung bekam.

„Tja, während der Held also alles in der Macht tat, auf Deymonlia zu kommen, hat der Dämonenkönig in der Zeit eine besondere Idee gehabt. Die Verlobte wurde über das Ritual zu eine… „Dämonin“ verwandelt.

Man hat mir beigebracht, dass selbst Dämonen sie als „hässlich“ beschrieben haben. Nun könnt ihr euch vorstellen, im finalen Kampf zwischen den Held und den Dämonenkönig holte er auf einmal seine Trumpfkarte raus.

Die verwandelte „Verlobte“. Der König dachte, damit hätte er den Helden jegliche Motivation geraubt, aber das war dem nicht so. Trotz des unbekannten Aussehen hat der Held seine Verlobte wieder erkannt und vor dem König sogar geküsst.

Ich kürze wieder ab, der König war wie üblich tot, die Verräterin wurde ebenfalls tot aufgefunden, war da ein kleines Problem: Die dämonische Verlobte. Was genau passierte, dass wusste Wisali selber nicht so genau, aber seine Vermutung nach, wollte der Held sie mit nach Alliancia mitbringen.

Was… glaubt ihr also, wie die Menschen wohl reagiert haben? Man musste… kein Genie sein, dass sie die Verlobte an den Kragen gehen wollten, weil Dämon halt. Es war wirklich egal, ob sie mal ein Mensch war oder nicht, sie musste in ihren Augen sterben.

Das hat der Held wohl nicht kommen sehen, scheinbar war er eine optimistische Person gewesen. Nun… auf Alliancia scheint die Verlobte kein Platz zu haben zu leben, also blieb nur Deymonlia wieder. Der erm… finale Kampf war am Verbindungstunnel, wo die Verlobte flüchten soll und der Held?

Der fand nur den Tod, als er die Verfolger aufhalten wollte. Was die… Alliancianer nicht wissen… die Verlobte war schwanger gewesen.“ lächelt Sina dann doch am Ende etwas… „böse“.

„Und… was ist jetzt das Problem?“ fragte Sherry nach, die anderen waren dankbar, dass jemand die Frage stellte. „Das es die Tochter der Verräterin war. Die Prinzessin selber.“ offenbarte Sina das Geheimnis.

„Dürfte nicht gut ankommen, wenn Alliancia mitbekommt, dass die Dämonen königliches Blut von ihnen in unsere Rassen trägt. Die Prinzessin selber ist schon lange gestorben, aber ihr Erbe? Das existiert immer noch.“

„Wow…“ staunte Kyllia. „Welche Rasse ist das denn?“


„Die Sukkubi.“

Kapitel 716

Ich bin wiedergeboren und die höchste Strafe?

Ma Shi schaute zu Seite seiner Begleiterin. „Ich habe sie mitgenommen, weil sie… Nun, sie hat alles verloren und hat keinerlei mehr Ambitionen am Leben zu bleiben. Wenn ich Corcan richtig verstanden habe und dazu deine Illusion, wurde sie erst in diesem Zustand, als sie ihren Status verloren hat.“

„Sie kann sich glücklich schätzen am Leben zu sein.“ knurrte Kyllia wütend von der Seite. „Und dazu das Geschenk von meiner Schwester ein Dämon zu werden.“ Millie zuckte kurz, aber das warst es schon gewesen.

„Wenn ich es richtig verstanden habe, dann… wäre Millie ja mehr oder weniger deine Verantwortung oder?“ blickte Ma Shi dann die Dämonenkönigin an. „In der Gilde konnte sie nicht mehr wegen des Verbots bleiben und ich selber kenne sie nicht gut genug um zu wissen… ob sie ein Privatleben hatte.“

„Das interessiert mich eigentlich nicht.“ meinte Sina auf einmal. „Ich habe ihr mitgeteilt, dass meine Tür offen ist, aber wir wissen beide, dass Millie in diesem Zustand alles andere ist, ihre neue Rasse zu akzeptieren. Sie hat sich selbst aufgegeben und will scheinbar den ganz langsamen Tod haben.“

„Sina!“ wurde ihre Schwester sauer und vermittelt sogar ihre Wut zu Sina. „SIE hat dich in dieser Lage gebracht. DICH, Bariel und die Vampire! Und DU willst sie aufnehmen? Glaubst du nicht, dein großzügiges Herz sollte langsam gewisse Grenzen ziehen?!“

Sina und Kyllia starrten sich nur in die Augen… als Bariel sich meldet. „Erm… wenn ich darf Mutter, würde ich gerne das Problem annehmen dürfen.“ Ihre Mutter bricht den Sichtkontakt ab und schaute dann Bariel an. „Nur zu, wie Kyllia schon sagte, ich sollte nicht alle verlorene Welpen auf der Straße aufnehmen oder?“

„Verstehe…“ nickte Bariel. „Doch dann würde ich dich bitten Gildenmeister, dass… du uns verlässt. Ich werde ein Gespräch mit ihr führen und… keine Ahnung, sie selbst kann nur die Antworten geben, egal in welchem Zustand sie ist.“

Misstrauisch schaut Ma Shi Bariel an und dann Sina. „Keine Ahnung was meine Tochter plant.“ zuckte Sina kurz die Schulter. Langsam stand der alte Mann auf und schaute Millie ein bisschen länger an… als wird er sie das letzte Mal sehen.

„Dann… werde ich gehen.“ sagte Ma Shi nur und ging langsam seines Weges nach draußen. Millie… dagegen merkte, dass jetzt mehr Raubtiere im Wohnzimmer sie anstarrten. Keiner sagte was… bis die Haustür zu fiel.

Mehrmals schaute Bariel ihre Mutter an, bis sie sich die Lippe leckte und sich dann Millie widmet. „Millie… ich weiß, dass Protektor dein Leben war. In deinen Augen wolltest du wirklich was gutes machen, doch… Wenn ich ehrlich bin, war es zum scheitern verurteilt.

Nicht das Mama etwas ist, wo ihr mit Regeln entgegenkommen könnt, sondern weil sie viel moderner ist und sich nicht von den veralteten Regeln beugen lässt. Mama… war in letzter Zeit unter sehr viel Stress…

Und ihr habt es tatsächlich geschafft, was die Händlervereinigung, der wahre Dämonenkönig aus Deymonlia und andere Feinde nicht geschafft haben. Das Mama ihre alte Prinzipien über den Haufen wirft und einen anderen Weg nun einschlägt.

So wie du aussiehst, hast du keinerlei Interesse am Leben zu sein. Was ist es… was du verloren glaubst? Ist wirklich der Protektor selber… oder weil du keinerlei Macht mehr hast? Eine Außenseiterin, die in der Gesellschaft von Alliancia keine Bleibe zu glauben findet?“

Millie… scheint ihr nicht richtig zuzuhören oder ignoriert sie bewusst, denn sie starrt weiterhin ins Leere. Die Augen von Sina wanderten zu ihrer Zwillingsschwester, weil sie immer wütender wurde und Lisa dagegen besorgter.

„Was ist… Millie… wenn es in der Zukunft die Möglichkeit gibt, dass du etwas ähnliches ausüben „könntest?“ fragte Bariel nun und hat damit die Aufmerksamkeit der Frau bekommen. Kyllia dagegen fiel nur empört der Mund runter.

„Ich… habe keine… Zukunft mehr…“ murmelt Millie mit einer gebrochene Stimme. „Alles… was ich je geliebt habe… für immer verloren. Ein Monster… ein eitrigen… Pickel wollten wir von der Abenteuergilde entfernen…

Nun bin ich selber ein Monster. Das… was wir entfernen wollten, hat… mich zu ihresgleichen gemacht. Ein widerwärtiges Monster… Abschaum und den Tod geweiht. Das bin ich geworden als… „Dämonin“.“

Eine eisige Kälte war im Wohnzimmer vorhanden, selbst Sharlia wirkte… etwas angeekelt. Kyllia dagegen hatte ein neutrales Gesicht bekommen und Lisa wusste eins: Wenn Millie nicht gleich aufpasst, wird ihre Verlobte zuschlagen. Sina selber enthielte sich komplett, denn sie wollte mal einfach nur eine Zuschauerin sein.

„Das ist, was du glaubst? Ehrlich?“ positionierte Bariel sich bewusst vor Millie. „Du weißt, wie ich ausgesehen habe. Kleinere Figur… braune Haare und meine weiblichen Attribute würde ich sagen, waren solala.

Ich bin mir nicht sicher, ob… es richtig ist zu sagen, aber seid ich eine Sukkubus geworden bin… habe ich einen regelrechten Spaß deren Rasse zu sein. Schau mich an: Ich bin größer…“ legte Bariel eine Hand auf ihre Wange und wanderte langsam ihren Körper runter.

„Meine Brüste sind sehr ausgeprägt… habe einen wohlgeformten Hintern… lange schöne Beine, schwarze Haare… Alles ein Erbe von Mama. Ich bin so richtig stolz darauf, ihre Figur geerbt zu haben und soll ich dir was sagen? Du wirst es in der Zukunft auch noch bekommen.“ bückte Bariel sich vor Millie und grinste sie an, während ihre Augen sich weiteten.

„Die Piercings die du an meinen Gesicht siehst, ich finde mich nicht nur schön. Nein, ich FÜHLE mich auch schön. Ich kann fliegen, du glaubst nicht, wie man die Welt… dann sieht aus ganz weiter Höhe.

Alles so klein und trotzdem… bekommt man eine neue Schönheit zu Gesicht. Das allererste Mal habe ich DAS erlebt, als ich mit Mama gemeinsam geflogen bin. Vielleicht hat sich ein bisschen Neid in mir entwickelt, aber… es war unbegründet.

Ich kann es jetzt selber und jederzeit. Überall und sofort, gleich, immer. DAS weil ich eine Sukkubus bin. Es macht so einen Spaß, ihre Rasse zu sein. Aus ihrer Sicht dürfte es nichts besonderes sein, weil sie als solches ja geboren sind oder?

Aber für mich… und auch meine erm… „ältere“ Schwester sieht es anders aus. Mama bekam unseren Stolz und Liebe zu spüren, ich würde gegen die Welt kämpfen, damit ich weiter an ihrer Seite bleiben kann.

Dazu unser kleiner Knochenschwanz hier, das eine verdammt gefährliche Waffe ist. Dank… gewisser „Umstände“ kann ich ihn nach meinen Willen benutzen und ich werde das auch tun. Bauch einstechen, die Genitalien meiner Feinde zerstören, alles werde ich damit machen.

Immerhin… ist es ein Teil meines Körpers. ICH war am Anfang verwirrt, ein Dämon zu sein, aber je mehr Zeit vergangen ist, desto mehr und mehr mochte ich es. Fliegen, ein Knochenschwanz, selbst die Hörner könnte man als Waffe benutzen.

NICHTS gibt MIR das Gefühl, ein Monster zu sein. Keine Sekunde, keine Minute, keine Stunde. Ich bin habe regelrechte Freude daran ein Dämon zu sein.“ legte Bariel eine Hand auf der Brust.

„Wow… langsam werde ich echt eifersüchtig, dass Sina so eine… Tochter in die Finger bekommen hat.“ murmelt Kyllia. „Dabei platzt bald meine Gefühlsebene voller Stolz wegen Sina.“ Lisa nahm dies zur Kenntnis und freute sich auf die geheime Zukunft, die sie schon geschmiedet hat.

Sharlia dagegen schien es etwas lockerer zu sehen, nahm es aber sehr willkommen auf, das Bariel ihre Rasse als etwas nennt, worauf man stolz sein kann. Die Dämonenkönigin selber hatte ein ganz breites Grinsen auf dem Gesicht, sie war regelrecht stolz auf ihrer Tochter.

„Soo…. bevor ich mich vergesse… Nun kommen wir zu der Situation, in der WIR beide stecken: DU bist eine Dämonin, ICH bin eine Dämonin. Seit gestern haben wir beide fast gleichauf unseren Status als Protektor verloren.

Nun…“ kniete Bariel sich vor Millie um in die Augen zu schauen. „Ich habe auch geglaubt, dass Protektor mein Leben ist aber nun? Ich bin DIR dankbar, dass ich diesen scheiß Posten los bin. Damit habe ich ALLE Zeit der Welt nun… um meine Familie zu kümmern.

Du bist todunglücklich, weil du es verloren hast. Ich bin glücklich und brauche mir nun überhaupt keine Gedanken mehr machen, wie ich mein Beruf und meine Familie in Einklang bekomme.“ lächelt Bariel offen.

„Protektoren… sind eigentlich einsame Seelen. Ich muss es ja wissen, auch wenn ich nicht solange dieses Amt ausgeübt habe. Meine alte Gruppe verloren wegen meiner Einstellung und wurde von dir dann ausgebildet.

All die Jahren, die ich als Protektorin gearbeitet habe… ich war immer alleine gewesen. Früher hätte ich es abgestritten, aber… es macht einen verdammt einsam. Man hat nur ganz wenige Bekannte oder Freunde, weil dieser Amt die meisten abschreckt.

Deswegen großen Respekt an Corcan, dass er es geschafft hat, eine Familie zu gründen. Er hat ganz klar gegen die Einsamkeit gewonnen, was wiederum… ein Nachteil wurde, wenn Ferr am Leben wäre.

Ich wette meine linke Hand, dass es für Ferr ein Dorn im Auge war, denn man war nicht mehr unantastbar, wie wir gestern gesehen haben. Mama war noch recht freundlich mit seine Familie gewesen, also die Folterpläne. Gibt man ihr die nötige Zeit, kann sie richtig brutal werden.

Und willst du was wissen? Ich will das von ihr lernen. Egal wie und wo Mama was macht, sie schafft es alleine mit Worten ihr Willen zu bekommen. Gewalt ist zwar auch im Spiel, aber eher nur… um Aufmerksamkeit zu bekommen und zu zeigen, dass Mama jederzeit auch die Faust benutzen wird.

Seid ich also eine Dämonin bin… bin ich nicht mehr alleine. Schau dir die Villa an, wo meine gesamte Familie lebt. Meine Mama, Tan… *hust* Kyllia mit ihre Verlobten Lisa, meine… „Tante“ Sharlia…“ man hörte, wie Bariel was würgen musste bei den letzten Namen.

„Meine älteste Schwester Suki, wir haben mehr oder weniger eine… erm… symbolische Schwesterschaft miteinander, dennoch akzeptiere ich sie. Schlimmer ist eher meine ältere „Schwester“.

Doch ich glaube… wenn sie Hilfe braucht, würde ich ihr schon zu Hilfe eilen. Auch wenn ich sie aus Neid und Eifersucht nicht mag, wir tragen glaube ich das gleiche Blut von Mama. Ergo halten wir zusammen.


Als Mensch… habe ich meine Einsamkeit mit Ölgemälde verbracht, wenn ich mal nicht arbeiten musste. Das… war für mich die schönste Zeit immer gewesen, doch… das ist ÜBERHAUPT kein Vergleich, was ich hier erlebe.

Du stehst morgen auf und schon geht das Chaos direkt los. IMMER was zu tun. Hoch und Tief, mal lustig, mal todernst. Glaube, als Mensch hätte ich nicht die Ausdauer und Energie gehabt, aber jetzt? Jeder Tag ist anders, etwas worauf ich immer mich freue. Du liebe Güte, dass ich das mal sagen würde.“ kichert Bariel.

„Was… willst du… eigentlich jetzt von mir?“ fragte Millie. „Gute Frage, eigentlich nichts, denn ich wollte mit dir mal sprechen. Du „warst“ mal meine Lehrerin gewesen, jetzt „wärst“ du eigentlich meine kleine Schwester, aber… dazu später.

Was ich dir sagen will, du wurdest ja richtig hellhörig, als ich dir gesagt habe, dass du vielleicht ja eine Aufgabe bekommen könntest, die einen Protektor ähnelt.“ grinste Bariel schief. „Mama habt ihr von der Abenteuergilde erfolgreich verbannt.

Sieht Mama aus, als würde es sie fertig machen?“ machte Bariel ein Schritt zur Seite, damit sie Sina sehen konnte. Sie saß lächelnd und man sah ihre Flügeln vor Freude flattern. „Also im Gegensatz zu dir bestimmt nicht.

Mama ist eine Person, die sehr viel lernt und vor allem… auch sehr schnell. Sie hat jetzt verdammt viel verloren, aber du hättest mal ihre Rede gestern hören müssen. Sie hat diese Runde den Kampf verloren, aber sie hat nicht aufgegeben. Sie hat Pläne, wie sie den Verlust, den sie durch DIR und den anderen erlitten hat, wieder auszugleichen.

Vielleicht überlegt sie sich ja, eine eigene Abenteuergilde zu gründen, die Möglichkeit besteht ja. Wenn du ganz genau überlegst Millie, habt ihr den allergrößten Fehler begangen als Protektoren.


Ihr habe ALLE Vampire feuern lassen. Ausgebildetes Personal, dass die Strukturen der Gilde in und auswendig kennt. Dann hat Mama mich als ehemalige Protektorin, die das komplette Regelwerk der Abenteuergilde kennt sowie teilweise auch der Protektoren.

Ich sage bewusst teilweise, weil du mir ja einiges vorenthalten hast, Entschuldigung hin oder her. Hätte ich das früher gewusst, dann hätte ich Mama definitiv besser eine Stütze hätte sein können. Sie hätte besser sich darauf vorbereiten können, doch das Schicksal hat wohl andere Pläne mit uns.

DAS könnte Mama machen, wenn sie WILL. Der Anfang wäre sehr schwierig, aber Mama ist verdammt Ehrgeizig und aufgrund ihren bekannten Namen… na, würde mich nicht wundern, dass sie Kunden bekommen könnte.

Sie alleine bestimmt dann die Regeln der Gilde, sie muss sich niemanden unterwerfen, wozu auch? Keine veraltete Regeln der Protektoren, die ja teilweise rassistisch sind. Ferr hat scheinbar ja auch Machtmissbrauch betrieben, wenn ich Ma Shi richtig verstanden habe.

Ganz ehrlich unter uns Ex-Protektoren: Die Abenteuergilde allgemein müsste eine komplette Umstrukturierung machen, damit sie sich der modernen Zeit anpasst. Zu viele schwachköpfige Gildenmeister, siehe die aus Tuzato.

Zu viele korrupte Gildenhäuser, wenn wir Mama richtig verstanden haben. Scheinbar haben die es von außen alles sauber gemacht, aber sobald man es genauer betrachtet, sind da Fehler, wo wir Protektoren vermutlich Monate gebraucht hätten, den Scheiß wieder zu korrigieren.

Armer Corcan, der wird vermutlich sein Amt niederlegen wollen, wenn er von dieser Scheiße hören wird.“ zuckte Bariel unbekümmert die Schultern. „Wie gesagt, Mama „könnte“ neue Gilden ins Leben rufen, wenn sie will.

Und… wenn sie es macht… und du hättest ihr Vertrauen, dann würde sich Mama bestimmt dazu erbarmen.“ Millie starrte Bariel die ganze Zeit in den Augen und… scheinbar ist ein Lebensfunke bei Millie aufgesprungen… eine gewisse Hoffnung.

„Doch!“ stand Bariel auf einmal auf. „Du hast Mama, ihren Clan und mir in ihren Plänen dazwischen gefunkt. Ihre Pläne kann sie dank dir alle vergessen, weil sie nicht auf die Abenteuergilden verlassen kann.

Selbst… ein Neustart lehne ich komplett an. Schau dir meine T… Kyllia an, sie würde dich definitiv lynchen. Was glaubst du was die Vampire machen, wenn sie dich sehen? Wir brauchen nur sagen, dass du vogelfrei bist und dann kannst du dir deinen eigenen Teil denken, was wütende Vampire mit dir machen werden.

Also… solltest du jetzt ganz genau überlegen. Wenn du die Strafe von meiner Familie akzeptierst, besteht sehr gute Hoffnungen, dass du einen Lebenssinn bekommen kannst als Dämonin.“ redete Bariel weiter auf Millie ein.

Sina schaute Kyllia an, die sofort gemerkt hat und beide hatten ein Augenkontakt. „W… was… wäre denn meine Strafe?“ fragte Millie vorsichtig nach.

„Nun, aufgrund das du verdammt viele Personen unglücklich gemacht sowie die Pläne von Mama gestört hast, wird die Strafdauer definitiv mehrere Jahre sein. Das ist die Zeit, damit jedermanns Groll auf dich mit der Zeit abflaut.“ grübelte Bariel nach. „Du kannst natürlich auch ablehnen, doch…“

„STOPP!“ meldete sich Kyllia und kam auf Bariel zu, die verwundert wirkte. Die Dämonin packte Millie grausam an den Haaren und riss sie vom Sessel hoch. Millie schrie vor Schmerzen auf, doch das scherte Kyllia nicht, die mit der anderen Hand den Hals packte.

„Hör genau zu… eine kleine Entscheidungshilfe.“ knurrte Kyllia. „ENTWEDER… du akzeptierst die Strafe… oder ich werde dich hier und jetzt foltern. Du hattest ja scheinbar richtig Angst bekommen, als Sina dir gedroht hat, die Seele zu entfernen.

So ein Pech aber auch, ich kann das ebenfalls. WENN du die Strafe nicht annimmst, wartet nur ein grausamer Tod. Ein Tod, der mit Schmerzen und Elend verbunden ist. Du wirst Jahrzehnte brauchen, bis du wirklich stirbst.

Was meine Schwester kann, kann ich auch, nur in eine andere Form. Ich werde deine Seele nicht nur entfernen, sondern auch foltern und wieder in deinen Körper stecken. Was du dann erlebst, hast du noch nie erlebt, gehört oder gespürt.

Das sind Schmerzen, die noch niemanden teilen konnte, weil das Opfer die Folter nicht überlebt hat. Du wartest auf einen langsamen Tod? Den kann ich dir versprechen. DU hast meine Schwester zum Weinen gebracht und das werde ich dir heimzahlen, egal in welcher Form.

Du magst vielleicht eine erschaffene Dämonin sein, aber ich spüre keinerlei die Neugier und… Liebe wie zu den anderen Töchtern meiner Schwester. Du bist Abschaum, ein Schandfleck in unsere Familie.

Unser Stolz und Ehre bespuckt, weil du vorher noch ein Mensch warst. Nun bist du auch eine Dämonin und wir gehen mit unsersgleichen viel grausamer um, als mit Menschen oder ähnlichen.“ starrte Kyllia mit hasserfüllten Augen Millie an, die regelrechte Panik in den Augen hatte.

Die Zwillingsschwester spürte, wie ihre ältere Schwester nicht nur ihre Zustimmung mitteile, nein sie war ebenfalls sehr stolz auf Kyllia. Lisa seufzte nur laut, denn sie hatte den Augenkontakt bei den Schwestern bemerkt und wie Sina mit einen leichten Kopfnicken zu Millie angedeutet hat.

„Bitte… was… ist meine Strafe?“ versuchte Millie zu sagen. Kyllia ließ Millie los, sodass die Frau auf ihre Knien zu Boden fiel. Anschließend schaute Kyllia Bariel an. „Du kannst weitermachen, Entschuldigung… dass ich eingegriffen habe.“

„Ist… wohl besser so.“ grinste Bariel schief. „Millie, zwei Schwüre musst du sagen, dann sage ich deine Strafe. Der erste Schwur ist, dass du einen Treueschwur gegenüber Mama aussprichst, sie nie und nimmer zu verraten. Das schließt ihre komplette Familie und ihr Clan mit ein.


Niemals wirst du die Hand gegen sie und ihrer Familie erheben, du wirst alles erdulden, was Mama dir befehligt. Doch auch die anderen Familienmitglieder sind in der Lage, dir was zu befehlen. Du setzt es ohne zu Fragen sofort um.“

„Da… dann bin ich ja eine… Sklavin!“ rieb Millie am Hals und sofort räuspert Kyllia. Die Angst kam sofort bei der verängstigten Frau wieder hoch, sie bückte sich sofort und versuchte mit ihren Kopf den Boden zu berühren, würden die Hörner nicht im Weg sein.


„Mein Name ist Millie und ich schwöre für alle Zeiten, dass ich M…“ „Wage… es ja nicht Mama auf diese Ebene anzusprechen. Für dich ist Mama Lady Sina oder eure Majestät.“ knurrte nun Bariel sehr böse auf.

Sina spitze die Lippen kurz auf, sie überlegte schon, was sie für ihre Tochter gutes machen könnte. „E… entschuldigung… Mein Name ist Millie und ich schwöre für alle Zeiten, dass ich Lady Sina für alle Zeiten folgen werde. Niemals darf ich sie und ihre Familie verraten, mein Mund ist für alle Ewigkeit verschlossen.

Egal wie er… erniedrigend die Befehle von Lady Sina oder auch den anderen Familienangehörigen sein werden, ich werde sie stets befolgen ohne Widerspruch. Bitte… ich habe… mein Schwur gegeben.“ flehte Millie.

„Wunderbar.“ legte Bariel zufrieden ihre Hände wie ein Gebet zusammen. „Dein zweiter Schwur ist auch zugleich deine Strafe. Du schwörst, dass du alles tun wirst, was Herrin Sharlia zu dir sagt. Du wirst ihr persönlicher Sklave für die nächsten… Hm… zehn Jahre.“

Nun fielen allen den Mund runter, selbst Sina. „Du heilige… Scheiße.“ dachte die Dämonenkönigin und betrachtet ihre jüngere Schwester, die ein… verdammt breites Lächeln auf dem Gesicht hatte.

„Als… wäre ich nicht schon… eh eine Sklavin… vielleicht hätte ich mir doch die Folter… auswählen sollen.“ hörte man die hoffnungslose Stimme der Frau auf dem Boden. Bariel bückte sich und legte eine Hand auf ihre Schulter.

„Millie… es hört sich schlimm an, aber… das ist nicht wirklich so schlimm. „Sharlia“ wird dir helfen, wie du deine Flügel und deinen Knochenschwanz benutzen kannst. Dann… wenn du deine weitere Verwandlung hinter dir hast… wird sie dir helfen, mit deinen neuen Kräften umzugehen.

„Dank“ ihr… kann ich nun Illusionen einsetzen und meinen Knochenschwanz. Ihre „Hilfe“ war wirklich… sehr… „toll“ gewesen, denn innerhalb wenigen Stunden konnte ich alle meine Fähigkeiten benutzen, wofür… ich bestimmt Jahre gebraucht hätte.

Auch… wenn ich gesagt habe, es ist kein Neustart, aber… du willst du bestimmt wissen… was dein neuer… „Körper“ alles so kann oder?“ lächelt Bariel. „Um Himmels… willen…“ murmelt Kyllia und zaubert sich eine Illusion auf sich, sie kann den Stolz von Sina nicht mehr aushalten.

„Das ist übrigens diese… „nette“ Dame.“ zeigte Bariel auf Sharlia. „Sie hat ein paar Schrauben locker, ich will sie liebend gerne verprügeln, aber auf eines kann man sich ja irgendwie verlassen. Das ihr „Hilfe“ sehr… unkonventionell ist, selbst Mama würde es nicht machen. Also? Wo bleibt der zweite Schwur?“ hob die Tochter eine Augenbraue hoch.

Aufgrund des ersten Schwurs hatte Millie keine Chance gehabt. „Mein Name ist Millie und ich schwöre meine Loyalität zu Herrin Sharlia. Alles was sie befehligt, werde ich sofort nachkommen.“

„Wunderbar!“ klatschte Sharlia. „Dann kannst du mir direkt in mein Zimmer folgen, denn… wir wollen uns ja nun ein bisschen kennenlernen oder?“ hatte die jüngste Schwester ein breites Lächeln auf dem Gesicht.

Millie rieb sich noch ein paar mal am Hals, dann stand sie langsam auf. „Ja… jawohl Herrin.“ nickte sie niedergeschlagen. Sharlia nahm eine Hand von ihr Schützling und zog sie direkt aus dem Wohnzimmer.

Die restlichen Personen blieben schweigsam, man hörte, wie die Damen die Treppe hochgingen… und später die Tür eines bestimmten Zimmers zu fiel.

„Das… ist die extremste Strafe, die ich je gehört habe.“ konnte Sina sich nicht mehr zurückhalten. „Ich weiß~“ lächelt Bariel. „Hoffe… ich habe alles richtig gemacht Mama?“ Sina stand von ihrem Sessel auf und ging direkt auf ihre Tochter zu, um sie direkt zu umarmen.

„Ich liebe dich wirklich vom Herzen mein Kind. Es waren einige Fehler drin gewesen, aber das macht nichts. Du hast jemanden auf unsere Seite gezogen und das ist es, was immer viel wert ist. Bariel, wenn du einen Wunsch hast oder so, einfach sagen bitte. Du hast das wirklich verdient.“ teilte Sina direkt mit.

„Sina… will auch deine Tochter haben…“ murmelt Kyllia. „Nä! Dat is meen Kind!“ löste Sina sich von Bariel, die einen roten Kopf hatte und streckte ihre Zwillingsschwester eine Zunge. „Mein verdammt großer Stolz.“

„Ja, dass habe ich gemerkt.“ rollte Kyllia ihre Augen. „Sharlia als Strafe… auf die Idee bin ich nicht mal gekommen. Damit wird Millie wirklich für sehr lange Zeit leiden.“ „Das glaube ich allerdings auch.“ stimmte Lisa ihr zu.

„Nun… einen Wunsch hätte ich…“ merkte Bariel an, Sina gab ihr sofort die Aufmerksamkeit. „Und das wäre?“

„Ich… würde gerne ein Ölgemälde von dir malen wollen.“

Kapitel 715

Ich bin wiedergeboren und wer ist der Feind?

Verwundert schaut Sina Exos an, als er darauf anspricht, dass die Welt gegen die Veränderung ankämpft. „Erm… hast du nicht eben gesagt, dass deine Parasiten…?“

„Ja, weil es ziemlich offensichtlich ist.“ nickte Exos. „Doch glaube ich, dass Gaia sich ein bisschen mehr wehrt. Es kann kein Zufall sein… das mein Erlebnis so ähnlich ist, wie du es aktuell hast. Wenn wir genauer hinschauen…

Die Völker in meinen Fall hatten Angst vor meiner Kraft gehabt, die hat man ihnen angesehen. Doch vermute ich, dass noch mehr in diesem Problem war. Neid, Eifersucht, Gier, einige hatten das Verhalten wie… die Parasiten auf dieser Zeitebene das zeigen. Überlege doch mal Sina… WANN fing das Problem bei dir an?“

„Hmm…“ grübelt Sina. „Erst als ich meinen Titel als Dämonenkönigin verkündet habe. Erst… da wurden sehr viele komisch. Die, die vorher schon zu mir standen, tun es jetzt immer noch, aber…“

„Einen Dämon akzeptieren sie alle, aber eine Dämonenkönigin nicht? Ich habe mich damals nicht als Götterbestie vorgestellt und den Titel „Magiertyrann“ bekam… ich auch erst hinterher. Sina, glaubst du nicht, dass unsere Titel… mehr Effekte haben, als man vermutet?

Wenn ich den Magiertyrann… nicht hätte, sondern…“ schmunzelt Exos auf einmal. „Exos der Freundliche. Wie wäre es dann mit uns verlaufen? Würde das Gefühl bei dir aufhören, nach einer Waffe zu greifen?“

„Meinst… du nicht dass es etwas sehr weit hergeholt ist? Vielleicht waren deine Taten einfach so grausam gewesen, dass der Titel wirklich gerechtfertigt war.“ zweifelt Sina an der Theorie.

„Hmm… das könnte schon stimmen, aber wenn die Welt sich wehrt. Ab wann genau fängt sie an sich zu wehren? Sie selber kann mir nichts antun, denn ich habe die Kontrolle über ihr Lebenselixier. Doch wie sieht es bei dir aus?

Ich kann dir versprechen… aus eigener Erfahrung, dass deine Verbündeten, die dir JETZT treu standen, dich fallen lassen werden. Es ist einfach eine Wiederholung, was ich einst erlebt habe. Nun… musst du ein bisschen weiter denken.

Überall kommen auf einmal Feinde, die dir das Leben schwer machen, WEIL du einen Titel hast. Vorher versteckt vermutlich, nun offenbart. Feinde, die vermutlich überhaupt nicht mal in deinem Sichtfeld waren.

Einfach weil du einen Titel trägst. Findest… du es wirklich nicht ein… klein bisschen komisch? Als ich den Magiertyrann bekam, bekam ich ebenfalls mehr Feinde. Feinde von denen ich nicht mal wusste.“

Sina verschränkte ihre Arme… denn so sehr sie sich auch sträubt, sie kann bisher schwer gegen die Argumentation ankommen. Doch bekommt Sina nicht das Gefühl los, dass Exos versucht sie irgendwie zu bekehren. „Nehmen wir an, dass es stimmt, dass die Titel das Problem sind, dass die Welt uns das Leben nun schwer macht. Trotzdem…“

„Denk noch einfacher…“ hob Exos einen Finger hoch und grinste dabei. „Die Welt tut auch nur das, wozu sie erschaffen wurde. Alle Rassen tun nur das, wozu sie erschaffen wurden. Die Titel… selber, tun auch nur das, wozu man sie erschaffen hat. Du weißt von wem ich jetzt spreche.“

„Die Götter selbst.“ antwortet Sina. „Sie haben die Welt erschaffen und das System. Sie haben die Rassen und weiteres erschaffen. Du willst mir also sagen, dass die Götter meine Feinde geworden sind?“

„Ich bin mir nicht sicher, weil du der Liebling des dunklen Gottes bist. Wenn eher hast du die Göttin als Feindin.“ lehnte Exos sich nach hinten. „Liebling? Dafür… ach scheiß drauf, du wirst es selber wissen.“ lehnte Sina sich ebenfalls nach hinten auf dem Sessel.

„Wenn sich der letzte Stand des Wissen mit dir nicht geändert hat und deine Aussage von vorhin, redet der liebe dunkle Gott nicht mit dir. So ein Pech aber auch. Hier…“ zog Exos ein weißes Taschentuch aus der Weste raus.

Nun war Sina angefressen, dass Exos die gleiche Provokation bei ihr ausübte. „Falls du einen Weinausbruch bekommst… ich biete dir gerne mein Taschentuch an.“ grinste Exos sehr gemein.

„Wie dem auch sei, die Götter sind meine Feinde, bei dir dürfte es die Göttin sein. Tja, mich verwundert das eigentlich nicht, denn du bist ein Kind des dunklen Gottes.“ redete Exos wieder weiter. Doch die letzte Aussage machte Sina stutzig. „Ich bin…“

„Entschuldigung, Metaphern scheint nicht deine Stärke zu sein.“ hob Exos spöttisch eine Augenbraue hoch. „Du bist eine Dämonin, egal was für ein Titel du jetzt trägst. Letztendlich ist es auch egal was für eine Rasse, alle Dämonen wurden von dunklen Gott erschaffen.

Sie gab es in meiner Zeit schon und es gibt sie JETZT immer noch. Doch wie sieht es dann mit den Rassen der Göttin aus? Warum feinden sie dich alle an? Ich glaube, sie hat allen irgendwie in ihrer Erschaffung etwas eingebaut, dass…“

„Sorry, nun wird es mir zu albern.“ unterbrach Sina den Magiertyrann. „Wenn das stimmen sollte, dann müssten ALLE Menschen, Zwerge und Elfen von null auf hundert meine Feinde sein. Ist aber überhaupt nicht der Fall!

Wenn du meine Situation genauer beobachtet hast, dann kommt der erste Fehler in deiner Logik, dass über zehntausende Zwerge Zuflucht bei einem Dämon suchen, also bei mir. Menschen, von ihnen habe ich ebenfalls genügend Verbündete, die sogar länger wussten, dass ich den Titel trage.

Wie sieht es mit Elfen aus? Ich liebe zwei Elfen und sie mich. Also komm wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Wenn es darum geht, dass du mich wieder auf deine Seite ziehst, weil „eventuell“ die Göttin auch mein Feind ist, dann vergiss es.

Ich bin immer noch dagegen, dass du die wunderschöne Welt nach deinen Vorstellungen ändern willst. Wenn die Göttin ein Problem hat, dann soll sie es persönlich klären!“

„Die Göttin ist ein Feigling, sie wird nicht persönlich kommen. Bei mir ist sie nur gekommen, weil ich beinahe alles ausgelöscht hatte und es niemanden gab, der sich mir entgegensetzen konnte. Ihre Strategie… scheint sich nach all der Zeit nicht wirklich verändert zu haben.

Wenn es einen Problemfall gibt, versuch es unter deine Kontrolle zu bekommen. Funktioniert es nicht, so nutze die Umgebung des Problemfalls, dass es für sie tötet. Klappt das dann auch nicht, so sollen immer mehr ihrer erschaffenen Rassen das Problem bekämpfen. Na? Fällt dir was auf?“ grinste Exos wissend.

„Du willst mir allen ernstes sagen…“ hob Sina ihre Klauenhand hoch. „Das es ihre Schuld ist, dass ich die Macht der Erde bekommen habe?“ „Keine Ahnung, die Götter kann ich ebenso schlecht verstehen wie du.“ zuckte Exos mit den Schultern.

„Aber du hast verstanden, was ich dir eben erklärt habe. Jemand hat scheinbar länger versucht, in dein Leben einzugreifen. Tja… mehr noch, Alliancia wie es in dieser Zeitebene genannt wird, ist ihr Hoheitsgebiet.

Deymonlia dagegen gehört deinem dunklen Gott, somit… bis du auf dich selber angewiesen. Und soll ich dir was sagen? Du hast nicht die Macht gegen Götter kämpfen zu können. Scheinbar hast du mich ja ein bisschen durchschaut, daher… mache ich dir wieder das Angebot.

Schließe dich mir an. All deinen Freunden… Familie… und was auch immer dir am Herzen liegt, werde ich einen Ort erschaffen, wo sie sich wohl fühlen, bis sie sterben. Dazu…“

„Schachmatt.“ sagte Sina nur. Exos musste mehrmals blinzeln, dann schaute er auf das Schachbrett. Abwechselnd betrachtet er das Schachbrett und Sina an… und tut dann etwas unerwartetes. Er fing an, laut zu lachen.

Sina lehnte sich nach hinten und musste ebenfalls Grinsen. Sie ließ ihren Erzfeind lachen, denn so unangenehm wirkte es nicht. Scheinbar beruhigte sich Exos ein bisschen und schüttelte den Kopf. „Ich verstehe, dass ist wieder eure Antwort.“

„In der Tat. Hätte nicht gedacht, dir dass zu sagen, aber… Danke.“ lächelt Sina, wo Exos nun verwundert wirkt. „Dank dir habe ich nach langer Zeit wieder Schach gespielt. Du hast versucht, mich mit einer Intrige auf deine Seite zu holen, was… ziemlich offensichtlich war.

Doch mehr… danke ich dir, dass du mich mit deiner Weisheit erleuchtet hast. Vielleicht ist vieles aus den Haaren herbeigezogen, aber… vielleicht stimmt es ja auch. Dank dir… sehe ich zum ersten Mal Gaia aus einer anderen Perspektive.

So eine schöne Welt, aber sie wird nicht dir gehören. Ich werde es verhindern und wenn ich sie selber erobern muss.“ lächelt Sina sehr freundlich die stärkste Kreatur auf der Welt an. „Meine Kopfschmerzen sind verschwunden und wenn es vielleicht doch stimmt, dann ist die Göttin mein Feind.

Nicht… wenn man es natürlich betrachtet, das schon von Anfang an so wäre. Es ist jetzt nur… etwas persönlicher geworden. Nur habe ich doch meine Zweifel, ob die Göttin wirklich so allmächtig ist. Zu viele ihrer erschaffenen Rassen stehen auf meiner Seite, vielleicht hat sie die Kontrolle ja irgendwie verloren, wer weiß.

Ich verzichte ehrlich gesagt auf deine Hilfe. Du hast mir deine Geschichte erzählt und ich verstehe dich nun ein bisschen besser. Würde mir persönlich wünschen… deine gesamte Geschichte zu kennen und dann versuchen, dir deine Pläne auszureden.

Du weißt, was ich vorhabe und werde nicht damit aufhören. Wozu es geheim halten, wenn du es doch eh schon weißt? Jetzt magst du der Stärkste von allen sein, doch ich plane dich vom Thron zu stürzen.“

„Du wirst bald an deine Grenzen kommen.“ sagte Exos nur. „Im Gegensatz zu mir… wirst du mit deinem Körper, deiner Rasse und weiterem… keine weitere Stärke bekommen. Erinnerst du dich, als ich sagte, dass die Dämonen damals stärker waren?

Du bist vielleicht eine Ausnahme unter Dämonen, aber auch dir werden bald Grenzen kommen, die du nicht überbrücken kannst. Daher wirst du nie in der Lage sein, gegen mich und die restlichen Götterbestien anzukommen.“

Auf einmal stand Exos auf und die schwarze Welt mit Gaia verschwand, beide Personen waren wieder im Thronsaal zurück. Sina war… etwas angepisst, als Exos ihr wieder seine persönliche Meinung mitteilte.


„Abwarten Exos, wenn ich meine Grenze tatsächlich erreichen SOLLTE, dann werde ich sie brechen. Ich habe sooft was gebrochen, das wird mich nicht daran hindern, deine Pläne aufzuhalten.“

Exos schob seine Hände wieder in seine Hosentasche und drehte sich von Sina weg. „Wenn du meinst? Schade, dass ich dich wieder nicht auf meine Seite bekommen habe, ein Versuch war es wert gewesen, auch wenn ich viel von mir preisgeben musste.“

Nun geht der Magiertyrann langsamen Schritte von Sina weg, als sie auf einmal aufstand. „Exos!“ Die Götterbestie drehte sich zu Sina um. „Ich… hätte nur eine Frage. Wird auch nicht… viel von deiner Zeit beanspruchen vermutlich.“

„Hm? Und die wäre?“ hielt Exos den Kopf schräg. Sina zeigte auf das Schachbrett. „Wer… hat dir das Schach beigebracht?“

Ohne groß nachzudenken… hatte Sina eine ziemlich banale Frage gestellt, zumindest aus ihrer Sicht. Sie wollte wieder ein bisschen mehr herausfinden, doch… das Ergebnis was jetzt kam, hatte sie nicht kommen gesehen.

Exos der Magiertyrann, Sina´s Erzfeind und die größte Bedrohung auf der Welt… machte ein sehr bedrücktes… ja ziemlich trauriges Gesicht. Scheinbar hat Sina ihn mit dieser Frage ziemlich eiskalt erwischt.

Er lehnte den Kopf nach hinten, als würde er die Decke betrachten. „ … Die „Verräterin“ hat es mir beigebracht.“ Nach diese Aussage verschwand dann Exos und hinterließ Sina mit sehr geweiteten Augen.

Sie verstand, dass Exos nun etwas sehr sehr persönliches gesagt hatte… und wusste auch, dass sie mit diesem Wissen trotzdem nicht viel anfangen wird. Keine Möglichkeit das herausfinden außer über ihn und nach dem heutigen Gespräch…

„Es muss von ihn selber kommen. Wenn Exos nicht reden will, wird er nichts sagen. Glaube, da wird selbst Wisali an seine Grenzen kommen. Die einzige Möglichkeit ist, dass es irgendwie aus Zufall passiert wie eben.“ murmelt Sina in sich rein und seufzte.

Sie betrachtet nun auch die Decke, sah aber nichts, was sich lohnte, es genauer zu betrachten. „Das war ein… hm… eigenartiges Gespräch. Wenn die Welt sich gegen mich auflehnt, kann ich sie denn dann überhaupt kontrollieren? Gut das ich eh gegen eine Weltherrschaft bin.“ nickte Sina für sich und sah, dass die Sessel samt Schachtisch noch da waren.

„Hmm…“ betrachtet Sina den Schachtisch samt Figuren… und steckte es in ihren Inventar. „Entweder Exos hat sich von Anfang an nicht konzentriert oder es war ihm egal.“ meinte Sina nur über ihren Sieg. „Mein Tagesziel habe ich nicht erreicht, aber ich bin… tatsächlich nicht irgendwie wirklich böse drum.“ ging die Dämonin nun ihren Weg nach draußen.

Draußen sah Sina wieder die Natur und drehte sich noch einmal zur Ruine um. „Egal… wie man es wieder betrachtet, heute war ein verdammt merkwürdiger Tag. Nun gut… ab nach Hause…“ stellte die Dämonin ihren Kompass ein und trat ihre Heimreise an.

Irgendwo auf der Welt:

Exos erschien in einem sehr dunklen Ort und musste verdauen, dass sein… Lieblingsspielzeug ihn gerade eiskalt mit der Frage erwischt hat. „Das ist wohl der kleine Nachteil, dass man keine Gedanken mehr lesen kann.“ dachte der Magiertyrann.

Dieser Ort wo er sich befand… war kalt. Klamm und feucht, es fielen immer wieder Wassertropfen von der Decke runter. Die Götterbestie hat sich scheinbar ein bisschen beruhigt und ging ganz gezielt auf eine bestimmte… Stelle zu.

Es wirkte wie ein übergroße Kapsel, doch Exos wusste es besser. „Ein Gefängnis wie ich es hatte und doch… scheint deines irgendwie anders zu sein.“ murmelt der Magiertyrann. Er streichelt über den Bereich, der wie Glas wirkte um das Innere besser zu begutachten.

Viel konnte man nicht sehen, wenn nur gewisse Andeutungen. Doch das reichte für Exos, der dieses Gesicht immer wieder erkennt. „Warum nur… „Verräterin“?“

Monstervilla:

Sina landete im Garten und sah, dass Sherry mit Neia sehr vertieft in ihren Gesprächen waren. „Besser ich störe sie nicht.“ lächelt Sina für sich und ging ins Wohnzimmer… „Uhm?“ hob die Dämonin direkt ihre Augenbrauen hoch.

„Gut das du da bist Schwester.“ nickte Kyllia ihr zu und drehte sich dann zu den Gästen um: Ma Shi und neben ihn saß Millie in einem Kleid. Sharlia, Lisa und Bariel waren ebenfalls anwesend. „War gerade am Überlegen, wie ich Millie am besten töte.“

„Erstmal überhaupt nicht.“ sagte Sina und ignorierte auch Millie, die sehr leere Augen hatte. „Ma Shi… wie geht es dir?“ Der alte Mann streichelte seinen langen weißen Bart und schien zu überlegen, wie er darauf antwortet. Er schaute kurz Millie an, dann wieder Sina.

„Ich musste sehr viel hinter gewissen Personen aufräumen. Protektor Corcan holte mich aus meinen Heim raus, dabei klärte er mich schnell auf, wie sich die Situation für mich und die Gilde allgemein geändert hat.

*seufz* Hätte ich geahnt, dass Ferr geplant hatte, die Vampire und dich aus der Abenteuergilde zu entfernen, hätte ich eingreifen müssen. Doch… jetzt ist es leider zu spät, nicht wahr?“ schaute Ma Shi Sina traurig an.

„Viel zu spät. Die Abenteurer oder eher gewisse Gildemeister und Protektoren sind nun meine Feinde geworden.“ ging Sina weiter ins Wohnzimmer und nahm einen Sessel, wo sie direkt den Gildemeister in die Augen schauen konnte. „Hat…“


„Protektor Corcan hat mir aus seiner Sicht alles erzählt, Millie… sagt kein Wort mehr. Scheinbar hat sie sich selber aufgegeben und ist mehr oder weniger eine Puppe geworden. Ich würde gerne es aus deiner Sicht wissen, was alles passiert ist.“ bat Ma Shi. Den Gefallen tat Sina und zauberte eine Illusion herbei, wo Ma Shi die Szene anschauen konnte.

Als es zum Ende kam, musste der Gildemeister den Kopf schütteln. „Das… wusste ich nun auch nicht. Millie, wie könnt ihr Protektoren so ein schweres Geheimnis für euch behalten?“ machte der Gildemeister der Frau einen Vorwurf. Alle starrten Millie an, aber keine Reaktion.

Wiederholt seufzte der Gildemeister und stand auf, um sich dann vor Sina zu verbeugen. „Es… tut mir vom Herzen leid, was man dir und den Vampiren angetan hat. Wenn…“

„Ich denke nicht dran, einen Neuanfang zu machen.“ sagte Sina direkt und Ma Shi schaute erschrocken drein. „Es macht auch keinen Sinn. Solange die Protektoren die alten rassistischen Regeln haben, sich stur daran halten, dass Monster Monster sind, wird das nichts.

JETZT mag es mit Corcan vielleicht… ruhig sein, aber was ist mit den neuen Protektoren? Wenn diese wieder nach den Regeln der Protektoren gehen, dann geht das Theater von vorne los und ehrlich? Darauf verzichte ich.

Solange ich scheinbar eine Dämonenkönigin bin, werde ich nie wieder eine Abenteurerin werden, egal wie sehr du deine Beziehungen spielen lässt. Die Vampire hätten bessere Chancen sowie die Dämonen, doch… Millie hat ja gewisse Andeutungen gemacht, was man dagegen tun würde.

Ich werde mich daher darauf konzentrieren, dass man die Vampire als Rasse anerkennt. Wenn dieser Schritt umgesetzt wurde, egal wie viel Zeit vergangen ist, mache ich das dann mit den Dämonen. Ein Schritt nach dem anderen.

Solange… muss ich damit leben, dass ich von den Abenteuergilden mit keinerlei Hilfe mehr rechnen darf. Mehr noch, werde ich wohl überlegen müssen, wie ich meine Vampire vor ihnen schützen muss, wenn man Aufträge auf ihre Köpfe setzt.

Die Abenteurer hier… und in der Nähe sind vernünftig, doch was ist mit denen, die das Geld benötigen oder keinerlei Skrupel haben? Seit gestern muss ich also damit leben, dass die Organisation, in die ich die meiste größte Hoffnung gesetzt habe für einen Waffenstillstand mehrerer Nationen, nun verloren gegangen ist.

Kannst dich also wirklich bei Millie und Corcan bedanken. Die beiden anderen sind auf dem besten Weg zu der Göttin.“ lehnte Sina sich nach hinten. Sie wusste, dass sie sich gegenüber Ma Shi etwas unfair verhält, aber je früher sie die neue Lage klarstellt, desto einfacher ist es für die Zukunft.

„Hält sich Corcan eigentlich an meinen Vorschlag? Meine, man kann ja immer noch schnell seine Meinung ändern.“ fragte Sina nach. „Bisher ja.“ nickte Ma Shi, als er wieder auf dem Sessel platz genommen hat.

„Ich habe wieder die Leitung der Gilde übernommen und musste das nachholen, was Ferr liegen gelassen hat. Wenigstens… hat er eine Warnung an alle Gildehäuser raus geschickt über die Urvampire.

Mir… persönlich tut es trotzdem leid Lady Sina. Es hätte niemals so ausarten dürfen und nun muss ich mir Sorgen machen, dass eine wichtige Freundin von mir… Dinge machen wird, die ich nicht gutheißen werde.“

Sina wiegelt kurz ihren Kopf, dann gab sie eine kurze Wiedergabe, was sie am Vortrag den Vampiren erklärt hatte. „Das sind so meine Pläne. Bisher ist also… nichts, was dir Sorgen machen müsste. Doch… darfst du dich nicht wundern, dass du von nun an Nachrichten zu hören bekommst, dass der eine oder andere den Kopf verlieren wird.

Ich werde jetzt immer austeilen und allen meinen Feinden zeigen, was sie immer sehen wollten. Eine blutdürstige Dämonin, die ihre Feinde tötet. Vielleicht fällt ihnen auf, was sie angerichtet haben, wenn ich vor ihnen stehe und ihnen ihre Seele entreiße.

Hätten sie mich einfach… nur in Ruhe gelassen, hätte es niemals ausarten müssen. Ich habe jeden Scheiß mitgemacht, nun ist es gut. Ich bin immer noch für den Frieden zwischen meiner Rasse und Alliancia, aber nicht mehr um jeden Preis.

Je mehr man mir Steine in den Weg legen wird, desto mehr werde ich mich wehren. Diesen Weg wollte ich eigentlich nie gehen, sondern mehr den Weg der Diplomatie, auch wenn es nie wirklich meine stärkste Seite war.“

Ma Shi schaute die anderen Damen an, doch er sah nur in ihren Augen, dass sie auf der Seite von Sina standen. „Ich… verstehe. Auch wenn es verlorene Worte sind… aber als ein Freund würde ich dich… trotzdem bitten zu überlegen, ob du wirklich diesen Weg gehen willst.

Ich werde versuchen, Corcan und die neuen Protektoren… zu überreden, ob sie nicht ihre Regeln anpassen wollen. Dank ihnen wurde alles nur zum Schlechteren und eigentlich sollten sie ja „nur“ die Neutralität der Abenteuergilde bewahren.

Ferr hat in seiner Macht… irgendwie den Überblick verloren, aber er wusste genau, dass er die neuen Regeln, die du mit den anderen SSS-Abenteurer beschlossen hattest, nicht einfach so rückgängig machen können. Millie weiß…“

Doch bevor Ma Shi den Satz beenden konnte, stand Kyllia schon vor Millie, die immer noch regungslos war. Die Zwillingsschwester packte Millie am Hals und hob sie direkt hoch, Millie war direkt am röcheln.

„Willst du mir allen ernstes sagen, dass diese Schlampe eine Intrige gegen meiner Schwester unterstützt hatte?“ knurrte Kyllia wütend. Verzweifelt versuchte Millie sich aus dem Griff zu befreien, aber sie hatte nicht die nötige Stärke. „Kyllia!“ wollte Ma Shi das verhindern, Sina enthielt sich ganz bewusst.

„Tante Kyllia…“ legte Bariel eine Hand auf die Schulter von Kyllia. „Ich kann verstehen, dass dein Hass und Wut dich übermannen, aber… willst du nicht lieber noch warten, was der Gildemeister noch sagen könnte?“

Kyllia selber spürte eine Freude in sich, die sie von Sina bekam. Doch konnte sie nicht unterscheiden, ob sie Stolz auf sie war, dass sie Millie gerne töten würde oder das Bariel sich einmischte.

Die Hand ließ den Hals von Millie los und sie fiel auf den Sessel, wo sie schwer röchelte. „Danke Tante…“ „Bitte… lass Tante weg, sonst machst du mich nur älter, als ich eigentlich bin…“ grinste Kyllia schief. Sie warf Millie noch einen tödlichen Blick zu, dann nahm sie wieder Abstand.

„Geht es?“ fragte Ma Shi vorsichtig bei Millie nach, doch sie blieb weiterhin schweigsam, dabei rieb sie sich nur am Hals. „Ja, Millie dürfte es wissen, dass alle mehr oder weniger ihre Grenzen überschritten hatten.“ führte der Gildemeister wieder fort.

„Tja, dann ist es halt so.“ zuckte Sina mit der Schulter. „Wir sind jetzt in dieser Situation, mit der wir jetzt leben müssen. Es wären so viele „Was-wäre-wenn…“ wir können einfach nicht mehr die Vergangenheit ändern.

Mein Haus steht dir weiterhin offen Ma Shi. Du hast mir all die Zeit geholfen und gehörst auch zu denen, denen ich mein vollstes Vertrauen gebe. Das gilt auch für die anderen, die meinen Vampiren eine Chance gegeben hatten.

Doch diese endet, wenn es um die Gildehäuser aus dem ehemaligen Tuzato geht. Diese haben scheinbar Probleme, dass es ihnen wohl zu gut geht. Wenn sie wieder ein krummes Ding drehen werden, schicke ich einfach jemanden vorbei, der sich dann ihrer annehmen wird, vermutlich Bariel.

Sie kennt die Namen und Gesichter, wenn sie will, kann sie auch jemanden zu ihrer Unterstützung mitnehmen. Es soll keine Kriegsdrohung sein Ma Shi und ich will dich nicht unter Druck setzen, aber…

Wenn du versuchst, gewisse Änderungen in deiner Gilde zu „erzwingen“ sollte du zumindest wissen, was passieren wird, wenn sie… keinen Erfolg haben und die Waffen auf meine Familie gerichtet wird.“

Der Gildemeister war sehr… schweigsam geworden. Es betrübt ihn regelrecht, was er zu hören bekommt. „Auch… wenn mir verboten wurde… dass ich mit der Abenteuergilde weiterhin in Kontakt kommen darf… Würde ich das Verbot ignorieren.

Lässt… sich was machen, dass Mio und Tio einen… Sonderstatus bekommen könnten? Als… hm… Vermittler zwischen der Abenteuergilde und den Dämonen? Glaube… es könnte dir dienlich sein bei der Schadensbegrenzung.“

„Hm…“ grübelte Ma Shi direkt nach. „Sollte möglich sein, ich werde es Protektor Corcan nahelegen, dass er ein Schreiben aufsetzen soll, dass die Zwillinge nicht von ihm oder den neuen Protektoren angetastet werden dürfen. Dabei weise ich ihn auch darauf hin, dass es egal ist, dass sie Vampire sind.“

„Das wäre nämlich sehr gut, denn… scheinbar sind einige Gildehäuser nicht sehr genau bei ihrer Arbeit.“ sagte Sina und erklärte Ma Shi, was sie über die Zwillinge erfahren hat. Dies scheint Millie´s Aufmerksamkeit zu erregen, selbst Bariel.

„Also… wenn ich das früher gewusst hätte, wäre ich als Protektorin persönlich vor Ort geflogen. Das stinkt geradezu nach Korruption.“ kam die Meinung von Bariel. „Mehr noch, das scheint ja auf fast jede Gilde zu treffen, die an Häfen oder Städte an Meeren existieren.“

„Dummerweise darfst du sie ja nicht mehr betreten.“ kichert Sina leise. „Doch wenn du weiterhin deine Illusionen übst, kannst selbst du das Problem umgehen. Egal, es freut mich zu hören, dass ich den Zwillingen eine gute Nachricht vermitteln kann und vielleicht… interessiert es auch Corcan, dass etwas an den „Strandgilden“ faul ist.“

„Das ist mehr als fahrlässig, aber… ich kann mich nicht dem Problem annehmen. Die Zeit und auch… die Kraft habe ich nicht dazu, wenn ich ehrlich bin. Das Theater mit Ferr hat schon einiges an Energie gekostet und nun muss ich seinen Fehler und der anderen Protektoren korrigieren.“ seufzte Ma Shi.

Ein Schweigen war im Wohnzimmer, Sharlia und Lisa hielten sich dem Gespräch komplett zurück. „Ma Shi… du wirst Urgroßvater.“ sagte Sina auf einmal.

Sofort schaute der alte Mann Sina in die Augen, wie sie am Lächeln war. „W… wie meinst du das?“ traute sich der Gildemeister sich nicht zu fragen. „Ma Shi… dein Enkelkind hat jemanden kennengelernt, den sie… vom Herzen liebt.

Du weißt, wie ihre neue Gestalt ist und ihr Mann ist einer von meinen Naga´s. Ob… es Schicksal ist, Zufall… keine Ahnung, aber dieser Mann hat um Ling mehr oder weniger gekämpft. Gekämpft, dass sie wieder Nahrung zu sich nimmt.

Gekämpft, dass sie nicht alleine ist, einfach alles. Dann… muss es irgendwie und wann passiert sein. Ling ist schwanger und… ich kann dir sagen, dass sie drei Kinder in ihrem Bauch hat. Wenn du möchtest, kann ich dir mehr Details geben, aber ich dachte… ich vermittele einfach… nur eine einfache Nachricht.

Dein schwieriges Enkelkind, was sehr viel deiner Aufmerksamkeit verlangte… ist glücklich mit einem Mann zusammen und bekommt Nachwuchs. Nicht… unbedingt ein Nachwuchs, wie du es dir vorstellst, aber… Sobald Ling ihren Mann in die Augen geschaut hat… sie liebt ihren Mann wirklich vom Herzen. Sie selber… freut sich ebenfalls… dass sie drei Kinder in sich trägt.“

Die Nachricht war auch den anderen unbekannt gewesen, Ma Shi musste mehrmals blinzeln… und dann passierte es. Er lehnte sich auf dem Sessel zurück und bekam ein Grinsen auf dem Gesicht. Zwar legte er nicht die Hände auf seinen Bauch, aber man sah ihm an, dass diese Nachricht… ihn sehr glücklich machte.

„Du weißt, dass ich Ling nicht leiden kann, dennoch… habe ich ihr angeboten, einen Neuanfang mit mir zu wagen. Sie beschützt mein Volk vor Gefahren und genießt das Vertrauen meiner Naga´s. Irgendwie… muss meine Begegnung mit ihr… sie dazu gebracht haben, dass sie sich verändert hat, nicht nur körperlich, sondern auch in ihrer Denkweise.

Wie… sie sich entscheiden wird, dass werde ich beim nächsten Treffen wohl erfahren. Dachte… bei der ganzen Weltuntergangsstimmung… sollte ich dir eine gute Nachricht mitteilen.“ lächelt Sina.

„Und ich danke dir vom Herzen Sina.“ richtete Ma Shi sich auf, eine Träne des Glücks fiel von seinem Auge runter. „Das… sind Nachrichten… die mir wirklich Kraft geben, meine eigenen Herausforderungen anzugehen.“

„Schön zu wissen, bleibt nur die Frage, was Millie eigentlich hier zu suchen hat?“

Kapitel 714

Ich bin wiedergeboren und ein unerwarteter Schachspieler?

Ein neuer Tag ist angebrochen und Sina hatte einen Kopf… dass sie das Gefühl bekommt, dass er platzen muss. „Scheiße… zu viele Gedanken, Ideen… bin ich froh, dass ich gestern meine Pläne mitgeteilt habe…“ murmelt die Dämonin, die wieder im Kuhstall lag.

„Wie… geht es dir eigentlich Neia?“ drehte Sina sich zu der Fürstin um. „Nicht gut, aber… wenn man mir Zeit gibt… kann ich es akzeptieren.“ drehte Neia sich besorgt zu Sina. „Aber… verglichen mit mir… hast du noch viel mehr verloren.“

„Glaube nicht.“ schüttelt die Dämonin den Kopf und betrachtet die Steindecke. „Im Gegensatz zu dir… habe ich es gemocht, doch DU… hast es geliebt. Du hast all deine Zeit und Liebe in das Abenteuerdasein investiert.“

„Nichts… für ungut, aber… auf Dauer wiegt ihr beide doch etwas…“ murmelt Sherry auf dem Boden. Sina und Neia lagen nämlich auf ihren Bauch und genossen das wunderbare… Fell von dem Kuhkörper.

„Hm… ich muss mal unbedingt schauen, ob ich einen Ring des Schafes habe oder so. Den geben wir Sherry und schneiden immer ihre Wolle ab.“ grinste Sina. „Hey!“ murmelt das Opfer. „Hört sich sehr interessant an.“ grinste Neia ebenfalls.

„Pff…“ versuchte Sherry aufzustehen. „Oh… unsere Sherry mag unsere Idee nicht.“ kichert Neia. „Stimmt… ah…“ wollte Sina auch kichern, bekam aber wieder Kopfschmerzen. „Wieso… brummt mir der Kopf so…“

„Vermutlich, weil du einen sehr unruhigen Schlaf hattest.“ merkte Sherry an. „Dabei hast du sehr viel gemurmelt, als würde dich etwas nicht loslassen. Heilen hilft nicht oder?“ „Überhaupt nicht.“ schüttelt Sina den Kopf und stand auf.

Sherry und Neia folgten ihr, wie Sina sich streckte und etwas nachdenklich wurde. „Meine Damen, ich… werde heute für mich alleine bleiben. Mit diesen Kopfschmerzen kann ich nicht vernünftig denken.“

„Also willst du in dein Büro?“ fragte Neia und Sina schüttelt wieder den Kopf. „Nein, ich werde heute etwas Abstand von Fanfoss nehmen und einen Ort besuchen, wo wir schon mal waren, aber alleine.

Ich werde versuchen wieder ein klaren Kopf oder eher… einen leeren Kopf zu haben. Einfach… leer machen und langsam wieder denken. Die Technik habe ich vor kurzem schon mal versucht, aber diesmal… nerven meine Kopfschmerzen.


Mein Kopf muss einmal… RICHTIG komplett geleert werden und dann… fange ich von vorne an. Was habe ich selber noch unter Kontrolle, was muss ich unter Kontrolle bringen und was werden noch für Aufgaben sein, die wichtig sind?

Die angesprochenen Gespräche werden stattfinden, aber… ihr wisst, ja, ich muss viel weiter denken.“ grinste Sina schief.

„Wo… wir schon mal waren?“ wiegelt Sherry mit dem Kopf, das schon ein bisschen lustig aussah, wie die Kuhohren hin und her wackelten. „Ja, die alte Hauptstadt Ethia. Da haben wir einen Spruch gelesen im Thronsaal und… dort will ich wieder hin.


Ich bin da alleine und aber auch zugleich nicht zu weit weg. Das kommt mir daher sehr gelegen und hilft mir, meine Gedanken zu sortieren.“ erklärte Sina, ihre Geliebten schauten sie etwas verdutzt an.

Etwas später kam Sina frisch gewaschen und neu eingekleidet in die Küche und holte ihre Snacks von Suki ab, sie wurde ebenfalls aufgeklärt, dass Sina ihre Ruhe braucht. „Egal… wer jetzt was von mir will, muss einfach warten.“ teilte Sina noch mit, als sie wegflog.

„Hm…“ schauten die Blutelfen ihrer Dämonin hinterher. „Vielleicht ist das der Zeitpunkt, dass wir mal an unserer eigenen Stärke arbeiten oder?“ meinte Neia. „Stimmt. Zeit, dass du auch Elementarkugeln hast!“ nickte Sherry.

Während also die beiden für sich sind, war Sharlia tatsächlich etwas… unruhig. Dies hat Kyllia gemerkt und versuchte den Grund herauszufinden. „Hey… was hast du? Hast du das Gefühl…“

„Nein, keine Sorge.“ bemerkte Sharlia die Sorge ihrer Schwester. „Ich… brauche keine Folter, wirklich nicht.“ grinste Sharlia schief. „Aber… mir fehlt etwas… Etwas… materielles in den Händen, verstehst du?“

„Und… was genau soll es sein?“ hakte Lisa nach. Sharlia wiegelt ihren Kopf, scheinbar ist sie nicht sicher, wie sie es erklären soll. „Ich… bin mir nicht sicher, ob ich es sagen soll. Dummerweise sind wir glaube ich auch nicht in der Lage, es herzustellen.“

„Herstellen…?“ grübelte Kyllia direkt. „Sollen wir in die Schmiede gehen? Wir haben da… einen Familienfreund, der eigentlich alles kann.“ „Wirklich?“ leuchtete Sharlia quasi regelrecht auf. „Das wäre natürlich super!“

Gesagt, getan saßen Kyllia und Sharlia im Büro von Brandrulim. Der Zwerg wusste sofort, dass es die Zwillingsschwester war und Sharlia wurde ihm auch vorgestellt als eine weitere Schwester. „Es ist mir eine Freude, eine weitere bezaubernde Schwester von Sina kennenzulernen.“ lächelt der Zwerg fröhlich. „Wie kann ich euch helfen?“

„Mir nicht, aber Sharlia… hat scheinbar gewisse Wünsche, wo euer Handwerk gefragt ist. Wegen der Bezahlung braucht ihr keine Sorgen machen, ich werde die Kosten übernehmen, Sina hat ihr ein… großzügiges Taschengeld überlassen.“

„Verstehe? Nun gut, was soll ich denn für euch bauen?“ fragte der Zwerg Sharlia. „Etwas… was ihr vermutlich noch nicht gebaut habt. Es… soll aus… mehreren Teilen… genau, mehreren Teilen bestehen in unterschiedlichen Größen.

Einmal eine Elle lang, eine halbe Elle und vom Zeigefinger bis zur Hand hier.“ zeigte Sharlia etwas umständlich ihren Wunsch. „Das Größte von ihnen soll diesen Durchmesser haben.“ zeigte die Dämonin mit einen Daumen und Zeigefinger. „Der Kleinste diesen Durchmesser.“

Mehrmals musste Brandrulim blinzeln, als Sharlia ihm ihren Wunsch erklärte. „Es… soll zylinderförmig sein und die Spitze… fast wie ein Pfeil, aber komplett abgerundet. Dabei muss… dieses… „Hilfsmittel“ komplett glatt und poliert sein, es darf nicht… hm… verletzend sein.“

Brandrulim hat… scheinbar immer noch keine Vorstellung. „Einen Moment… ich hol eben ein Blatt und Stift, dann zeichnet ihr es einmal.“ stand der Zwerg auf. Während die Damen kurz des Wartens gezwungen sind, hakte Kyllia direkt nach. „Was… sind das für Teile die du haben willst? Sind es irgendwelche Folterinstrumente?“

Sharlia wiegelt in ihrem Kleid den Kopf hin und her, als der Zwerg wieder kam. Alles wird auf den Tisch gelegt, da drehte sich die jüngere Schwester zu Kyllia um. Sie kam mit ihrem Mund ganz nah an Kyllia´s Ohr und hielte eine Hand davor.

Sie flüstert ganz langsam ihre Erklärung und Kyllia nickte langsam, dabei konzentrierte sie sich… bis sie einen knallroten Kopf bekam. „Eh…“ „Was?“ lächelt Sharlia. „Das ist es, was ich brauche. Vorher… brauchte ich mir keine Gedanken zu machen, aber hier?“


Rauch bildete an Kyllia´s rotem Kopf, Sharlia bückte sich zum Tisch und zeichnete schnell ihren Wunschgegenstand. Nach getaner Arbeit schaute sich der Zwerg das an und hatte endlich eine Vorstellung bekommen. „Das ist eine unserer leichtesten Arbeiten, aber… was genau soll das sein?“

„Bitte… es gibt tatsächlich Dinge, die willst du nicht wissen. Ich… bereue es… nun…“ murmelt Kyllia ganz leise, Sharlia dagegen wirkte sehr belustigt. „Wenn… es geht… und ihr stellt diese Form… drei Mal in unterschiedlichen Größen her… wie Sharlia es sich wünscht…

Ich würde gerne… davon drei weitere Sets herstellen lassen wollen. Wie… gesagt, über Bezahlung kein Problem, nur… nicht weiter nachfragen…“

„Erm… ok?“ hielt Brandrulim seinen Kopf schräg. „Wenn ihr in ein paar Stunden wieder kommt, haben wir das fertig. Das ist nun wirklich eine der leichtesten Arbeiten. Denke, Stahl wäre ausreichend oder?“ „Ja… vollkommen…“ wurde Kyllia´s Kopf immer röter, Sharlia dagegen… freute sich, dass ihre Schwester verstanden hat, was sie verlangte und es auch haben will.

Während also… irgendwie das Chaos in Fanfoss wieder wächst, hat Sina den Wald mittels ihren Kompasses wieder gefunden. Die Sonne strahlte und der Wald… ist einfach in seiner Natur wunderschön.

Sina flog dem Fluss entgegen, damit die Bäume ihre Landung nicht störten. Sofort fand sie einen Platz und setzte zur Landung an. „Hm… ein so schöner Ort, den niemand einnehmen wird, weil es mal ein verseuchtes Gebiet war.“ dachte die Dämonin.

„Vielleicht… kann man ja hier eine Geheimbasis errichten, denn der Kreis der Wissenden ist ziemlich begrenzt.“ grinste Sina gemein und ging zu ihrem Wunschort: Die Burg der alten Hauptstadt.

Die Kopfschmerzen sind zurückgegangen, was Sina sehr willkommen aufnahm, sie genoss… regelrecht die Umgebung. „War scheinbar eine gute Idee, denn es hilft mir tatsächlich. In Deymonlia… wäre es nur mein Zimmer gewesen, doch in Alliancia? Genügend Möglichkeiten und doch habe ich mich für diesen Ort entschieden.“

Es vergingen mehrere Minuten, bis sie wieder vor der Burg , die einige Zeit überstanden hatte, davor stand. Die Tür war weiterhin offen, so ging Sina ohne Gedanken hinein. „Vielleicht… sollte ich mir die Chance nehmen und schauen, ob nicht doch etwas hinterlassen wurde, was mir nützlich sein kann.

Ich mag keine Abenteurerin mehr sein… Aber wie einst ein Hauptcharakter vom Spiel „GranXia“ mal sagte: Keine Karten oder Dokumente sagen aus, ab wann man ein Abenteurer ist. Das Abenteuer beginnt, indem man dem Wind folgt, der in eine Richtung weht.

Daher werde ich meine eigenen Abenteuer erleben, indem ich einfach das mache, worauf ich Lust habe.“ grinste Sina, die weiter den Flur entlang lief. Alte Erinnerungen kamen in ihr hoch, als sie… den Weg mit ihrer alten Gruppe entlang gegangen war und Sina den Führer wieder mal ärgern musste.

„Das war… eine Zeit gewesen, wo ich einfach… mal kein Anführer war. Es… war eine tolle Zeit gewesen. Schade… dass meine Zeit verlangt… dass ich eine Anführerin sein muss.“ seufzte die Dämonin, die nun in dem Thronsaal betritt.

Ohne nachzudenken und weil sie… in alten Erinnerungen schwelgte, lief sie an einer Person vorbei und starrte den Thron an, wo der verstorbene König saß. „Dich würde… ich gerne fragen können, warum du… die Worte deiner Vorfahren versteckt hast.“ murmelt Sina das Skelett an.

„Wenn du möchtest, kann ich seinen Geist beschwören.“ antwortet eine männliche Stimme ziemlich belustigt. Sina riss erstaunt ihre Augen auf und drehte sich sofort zum Mann um. „DU?!“ zog der Magen von Sina sich stark zusammen.

Niemand anderes als ihr Erzfeind Exos stand mit einem Abstand vor ihr, der sie grinsend anstarrte. Mehr noch, seine explosiven Augen waren weit geöffnet. „Sei gegrüßt kleine Schwester Sina. Scheinbar warst du so sehr in deinen Gedanken versunken, dass du nicht mal MICH bemerkt hast.“

Sofort suchte Sina eine Möglichkeit, wie sie flüchten kann, als Exos eine Hand hoch hob in seinem grauen Anzug. „Nicht doch… Ich bin nicht gekommen, um mit dir zu kämpfen, das müsstest du doch wissen. WENN dann warst du es immer gewesen, die den Kampf gesucht hat.“

Sina leckte sich die Lippen. „Ach ja? Das…“ „Das erste Treffen ist eine Ausnahme. Mir war es wichtig gewesen, dass du die Unterschiede zwischen uns beiden schnell kennst. Das Turnier selber?

Da habe ich nur rachsüchtigen Seelen eine weitere Chance gegeben, weil ich… mal sauer war.

Du würdest es doch auch machen, wenn du meine Macht hättest und jemand hat deine Schwester getötet. Du… ähnelst in vielen Dingen mir, auch wenn es dir nicht bewusst ist. Doch deine Natur… du würdest es eher selber machen.“ steckte Exos seine Hand wieder in seine Hosentasche und schaute Sina nur an.

„Das stimmt allerdings, also das ich den Mörder meiner Schwester höchstpersönlich einer ewigen Folter unterziehen würde, wenn ich deine Kraft „hätte“. Ist dir mal wieder langweilig?“ blieb Sina angespannt.

Exos fing an, ein bisschen im Thronsaal hin und her zu laufen und alles zu betrachten, scheinbar… lässt er sich ein bisschen Zeit mit seiner Antwort. „ … Es wäre gelogen, wenn ich nein sage, aber die Wahrheit wäre es auch nicht, wenn ich ja sage.“ antwortet Exos und schaute Sina wieder an.

„Was… willst du dann von mir? Wenn du meine Gedanken gelesen hast… kannst du es überhaupt?“ fiel Sina spontan was ein. Exos hob beide Augenbrauen hoch und scheint wieder nachzudenken, dann zuckte er mit den Schultern.

„Nein, dass kann ich tatsächlich nicht mehr. Ich glaube, eine deiner Fähigkeiten verhindert es. Sehr wahrscheinlich dein drittes Auge des Wahnsinns. Es ist seit längerem wohl erwacht und ehrlich? Mir macht es sogar ein bisschen Spaß.“ grinste Exos.

Exos der Magiertyrann. Sieht aus wie ein normaler hochgewachsener Mann mit grünen kurzen Haaren, wäre er nicht eine Götterbestie, dem eine menschliche Gestalt gegeben worden ist. Einzig seine Augen deuten darauf hin, dass DIESER Mann definitiv kein Mensch ist. Augen, die im Inneren nur am explodieren waren. Farben über Farben. Früher haben sie Sina… eine Angst gemacht. Doch seit der Fusion mit ihrer Schwester… scheint es ihr überhaupt nichts mehr auszumachen.

„Zu deine Frage, was ich von dir will? Nun, ich wollte tatsächlich mit dir sprechen. Ganz unter uns, wo auch niemand uns stören wird. Wenn… irgendwelche Zufälle wollen, dass sich hier jemand einmischt, der wird einfach ausgelöscht.“ wurde Exos sehr ernst.

Sina schwieg, als Exos sich offenbarte. Denn… egal wie sie es dreht und wendet, es… kam selten was Gutes heraus, wenn man mit Exos ein Gespräch führt. Scheinbar sah Exos das Misstrauen bei der Dämonin und schnippte mit den Fingern.

Im Thronsaal entstanden auf einmal aus dem Nichts zwei… eigenartige Sessel, dessen Material Sina nicht beschreiben konnte und ein Tisch… Dieser Tisch… war etwas, was Sina zum Staunen brachte. „Das… ist ein Schachtisch?“ schaute Sina Exos verwundert an.

„Hast du etwa…!“ verlangte Sina nach Antworten, da hob Exos wieder eine Hand hoch. „Liebe Sina… Ich konnte schon immer Schach. Man hat es mir in meiner Zeit… beigebracht.“ ging der Magiertyrann auf einen Sessel zu.

„Ich habe es daher nicht nötig, in anderen Gedanken nachzuschauen, was man sehr gerne getan hatte. Eher war ich in deinem Fall erstaunt, dass du es ebenfalls beherrscht. Die Regeln, einfach alles sind exakt die, wie ich sie kannte.

Aufgrund deiner Natur, dass du irgendwie… immer einen Kampf mit mir brauchst, gebe ich ihn dir. Auch wenn ich deine Gedanken nicht mehr lesen kann… du bist für mich immer noch ein offenes Buch.

Damit es nicht wieder so langweilig wird wie die letzten Male, gebe ich daher dir… eine Chance ein Schachspiel gegen mich zu führen. Dabei können wir uns dann auch unterhalten, ich glaube… Wenn du ganz genau überlegst, bin ich heute sehr kooperativ dir gegenüber, meinst du nicht auch?“ setzte Exos sind auf den Sessel und schaute Sina fragend an.

Sina schloss die Augen und musste mehrmals stark ein und ausatmen, bis sie zu einer Entscheidung kam. „Selbst wenn ich mich darauf nicht einlassen würde, würdest du mich sowieso gegen meinen Willen in diesem Raum einsperren.“ ging die Dämonin auf den Sessel zu.

„Wer weiß? Ich glaube aber eher, deine Gier ein Spiel wieder zu spielen ist größer als die Neugier, was ich wieder von dir möchte Schwester… Hmm…“ grübelte Exos. „Lassen wir diesen Blödsinn, wir sind keine Geschwister in eigenen Sinne, meinst du nicht auch?“

Die Dämonin setzte sich auf dem Sessel gegenüber und… wusste nicht, wie sie es beschreiben sollte. Nicht zu hart, aber auch nicht zu weich. Nicht unangenehm, aber auch nicht angenehm. „Wie auch immer, zu dir fühle ich keinerlei… geschwisterliche Bindungen oder ähnliches.“

Exos schnippte mit den Fingern und die Figuren erschienen auf dem Schachbrett, mehr noch… „Wie?!“ musste Sina mehrmals mit ihrem Kopf hin und herschauen, denn sie waren jetzt auf einmal komplett anders.


Überall Schwärze… selbst der Boden hatte diese Farbe… bis Sina nach oben schaute. „Das…?“ „So sieht unsere Welt aus.“ klärte Exos die Veränderung auf. „Wir sind immer noch im Thronsaal, keine… „Sorge“, ich dachte, ich sollte unsere Umgebung ein bisschen anpassen.“

Doch das hörte Sina nicht, sie betrachtete… die blaue Kugel mit den vielen Landmassen an. Alle Augen saugten quasi den Planeten auf. Man sah in ihren Augen, dass sie die Kugel sehr ehrfürchtig betrachtet.

„Ich… wusste, dass unsere Welt schön ist, aber… ich konnte immer nur wenn ein Kontinent sehen. Doch jetzt… sehe ich alles.“ murmelt Sina. „Früher hatte ich auch den Gedanken, aber jetzt… ist die Welt einfach nur hässlich geworden.“

Sofort schaute Sina ihrem Erzfeind in die Augen, der sich auf dem Sessel zurücklehnte und die Finger verschränke. „Warum… ist sie hässlich? Das schöne Blau vom Wasser, das Weiß der Wolken. Die unterschiedlichen braunen Farben für Land.“ hakte Sina nach.

„Die Bewohner sind hässlich. In meinen Augen sind sie wie Parasiten und die Welt wehrt sich. „Zwerge“, die immer tiefe Wunden in Gaia schlagen, um wertvolles Erz zu fördern. Elfen, die zwar in ihrer Ideologie nur das nötigste nehmen, zerstören dennoch die Pflanzen…


Und die Menschen? Nehmen einfach ALLES, was sie in ihre gierigen Hände bekommen. Sie verpesten mit ihren Städten die Luft, roden ganze Wälder. Selbst das Meer ist nicht vor ihnen sicher. Sie nehmen ohne Rücksicht auf die Meeresbewohner das Fleisch und weiteres weg.

Die Tiermenschen… verhalten sich teilweise an die Natur, dann aber zeitgleich zeigen sie die gleiche Gier wie die Menschen. Was glaubst du, was der Grund sein „könnte“, warum die Kontinente „Alliancia“ und „Batzien“ so stark mit Veränderungen betroffen sind?“ schaute Exos Sina in die Augen.

„Weil… die Welt sich wehrt? Ist sie der Grund… warum jahrhundertealte Siedlungen immer wieder untergehen von den angesprochenen Rassen? Seuchen aus dem Nichts erschafft, wenn Naturkatastrophen nicht mehr helfen?“ fasste Sina schnell zusammen.

„Das ist richtig. Nun solltest du mal… überlegen, warum das Problem bei den anderen Kontinenten nicht so herrscht? Deymonlia, Snolonien, Vurdinia … und sogar Dunkon. Dort leben auch Lebewesen, aber ich teile nicht so die Verachtung zu ihnen.“ nickte Exos kurz.


Auf einmal bewegte sich eine Figur vom Schachbrett auf Exos´s Seite, das Spiel hat begonnen. Normalweise… einigt man sich, wer anfangen darf, doch darauf will Sina nicht reiten.

„Wenn… man von den Viechern… ignoriert, die die Kontinente bewohnen, bleiben letztendlich nur die Monster und die Dämonen übrig. Die Dämonen… haben teilweise das gleiche Verhalten wie die Viecher, aber…“ grübelte Sina laut und macht ihren Schachzug. „Ich erinnere mich an die Aussage von meinem Lehrer: Dämonen hat es schon immer gegeben. Dann…“

„In der Tat, in meinen Zeitalter hat es auch Dämonen gegeben, doch… sie mussten sich wohl in all der Zeit verändert haben. Die momentanen Dämonen… sind eigentlich ein Schatten ihrer Selbst, sie zeigen überhaupt nicht die Macht, die sie sonst immer hatten.“ meinte Exos.

„Dummerweise… weiß man nichts über dein Zeitalter. Ich bin offen: Wenn die mächtigste Götterbestie mit seinen Geschwistern einen Krieg gegen die Götter führt, MUSS es Spuren von den Kämpfen hinterlassen haben.


Doch das ist nicht der Fall, also muss…“ schaute Sina den Planten wieder an. „sich die Welt irgendwie wieder davon erholt haben oder die Götter haben irgendetwas gemacht. Wenn der klügste Dämon nichts von dir und weiteren weiß, muss ich ehrlich sagen, dass… es wohl ein „verlorenes“ Zeitalter ist.“

Eine Figur bewegte sich wieder bei Exos. „Kann sein?“ hob Exos etwas… „ahnungslos“ seine Augenbrauen hoch. „Ich kannte meine Welt und als ich eingeschlossen war… hatte ich sie auch anders in Erinnerung.

Deswegen widert es mich an, dass… ALLES verschwunden ist, was ich kannte. Die… „freien“ Götterbestien haben weiter ihre… „Arbeit“ gemacht, aber auch sie haben sich stark verändert. Ich bin mehr oder weniger ein Relikt aus der Vergangenheit.“

Nun stellte Sina eine Figur weiter. „Du willst uns deswegen „reinigen“, weil wir nicht das sind, was du kanntest?“ Doch Exos wiegelt den Kopf und betrachtet Gaia. „ … Den Grund erkläre ich ein anderes Mal, wir sind tatsächlich vom eigentlichen Thema, weswegen… ich mal wieder mit dir sprechen wollte, abgekommen.“

„Nur zu? Ich wollte eigentlich ALLEINE sein, aber es gibt leider immer wieder Personen die meine Privatsphäre einfach nicht akzeptieren wollen. Du hast einfach nur das Glück, dass du stark bist, denn sonst hätte ich dir die Scheiße raus geschlagen.“

Nun musste Exos schmunzeln. „Das kann ich mir tatsächlich vorstellen. Bin ich „froh“, dass ich stark bin nicht wahr?“ grinste der Magiertyrann böse und wieder schob sich eine Figur auf dem Brett.

„Tja, was will ich mal wieder von dir? Gestern warnte mich meine Magie wieder, dass eine… „bekannte“ Dame wieder dem Wahnsinn verfiel. Zwar ist es nicht ausgebrochen, dass ich die Magie reinigen musste, aber die Grenze wurde definitiv angekratzt.

Also musste ich in meiner Freizeit mal „wieder“ DIR dir Aufmerksamkeit geben. Du bist eine ziemlich penetrante Dame, wenn ich das anmerken darf? Normalweise würde ich sie schnell aus meiner Sicht beseitigen, aber wenn ich das tue, bekomme ich es dann doch wirklich mit der Langeweile zu tun.“

Ein Mundwinkel von Sina fiel runter und zur Provokation holte sie ein weißes Taschentuch aus ihrem Inventar. „Brauchst du es? Nicht dass du gleich in Tränen ausbricht.“ Zeitgleich stellte Sina eine Figur um.

„Dein Humor… ist manchmal wirklich sehr interessant. Mit meiner Magie habe ich mir deine Situation betrachtet… Ich habe deine Rede gehört und weißt du… wohin das geführt hat? Ich musste überlegen.“ schmunzelte Exos kurz, wurde aber sehr ernst. Wieder verschob sich eine Figur.

„Also ich weiß genau, dass du nicht spezifisch erwähnt wurdest. Willst du dich jetzt bei mir Beschweren, dass ich dir nicht die nötige Aufmerksamkeit gegeben habe?“ hob Sina sarkastisch eine Augenbraue hoch.

„Das wäre mir ziemlich egal. Sina… wir kennen beide unsere Pläne, was wir mit der Welt vorhaben. Ich will sie reinigen und in meiner Vorstellung ändern. Du willst mich aufhalten und sie zu deiner Vorstellung ändern.


Bevor du Einspruch erhebst… in Harmonie mit allem und jedem leben zu wollen ist auch eine Veränderung mit der Welt. Hast du dir… mal die Frage gestellt, ob ich schon immer diese Einstellung hatte?“

„Bestimmt, nur das Problem ist… nur du kannst es beantworten? Meine… ich bin die Dämonenkönigin geworden und „könnte“ mit dem dunklen Gott sprechen. Ist bisher nicht passiert. Noch unwahrscheinlicher ist es, dass die Göttin mit einer Dämonin das Gespräch akzeptieren wird.

Also Exos… aufgrund dass ich überhaupt nicht nachlesen kann und alle Personen, die man fragen „könnte“ ziemlich unerreichbar sind… fällt es mir schwer Antworten zu bekommen. Ich habe mal versucht was über dich herauszufinden, aber du bist es ja, der mehr oder weniger blockt.

Dabei hast du ja selber eben gesagt, dass du die Welt nicht magst wegen den ganzen „Parasiten“. Doch wenn ich… genauer überlege, hat es nichts mit dem Grund zu tun, warum du mit den Göttern im Krieg warst oder?“

Die Figuren werden von beiden Seiten immer umgestellt, einige verlassen schon das Spielfeld. „Das ist richtig. Wenigsten denkst du nach, was man dir sagt.“ grinste Exos gemein und Sina rollt ihre Augen.

„Würdest du mir glauben, dass der Grund… für den Krieg gegen die Götter damit zu tun hatte, dass… ich auch eine Harmonie mit allen anstrebte?“

So wie Sina ihn anstarrte, hätte Exos auch sagen können, dass er der Vater ihres ungeborenes Kindes im Bauch ist. So viel Unglaube sah man in Sina´s Augen. „Bedaure, aber…“

Exos grinste, aber… nicht das übliche arrogante Grinsen, sondern eher… ein trauriges. „Schwer vorstellbar hm? Das… was du erlebst, dass alle neutralen Fraktionen auf einmal deine Feinde werden, weil du im guten Glauben was machst… es erinnert mich an mich selber.“

Sina schwieg und stellte eine Figur auf dem Brett um. „So sehr werde ich nicht von mir erzählen, aber die Situation, die du JETZT hast, die hatte ich auch hinter mir. Ich war nicht immer ehrlich, habe mehrere Geheimnisse verschwiegen, weil ich… an etwas geglaubt habe.

Im gutem Glauben, dass die damaligen Völker aufgeschlossener sind, musste ich feststellen, dass es leider nicht so wahr ist. Alle fingen an, mich als ein Bösewicht darzustellen. Das Problem, was ich mir gedacht habe…

Wie können sie zwischen Gut und Böse urteilen? Was ist „Gerecht“ und ab wann fängt für jemanden die Ungerechtigkeit an? Du wirst mir doch zustimmen, dass es alles eine Frage ist, aus welcher Perspektive man das betrachtet.

Wie dem auch sei… ich wollte eine Harmonie, du willst eine Harmonie. Doch auf einmal werden wir angefeindet, in deinem Fall… kannst du dich sogar glücklich schätzen, dass du nicht meine Macht hast.

Je mehr ich versuchte gegen diesen Widerstand zu kämpfen… desto brutaler wurde es eigentlich. So brutal, dass die Götter persönlich kommen mussten. Die verbannten Götterbestien… denn ich überlasse es dir selber ob du mir glaubst… wir wollten mit den Völkern leben.

Wundert es dich daher, dass wir alle… nun nach Rache schreien werden? Das wir etwas… „gutes“ in unseren Augen machen wollten, aber das alles in einem Krieg endete? Das die Strafe mit einer… angeblichen „Versieglung“ unserer Personen endete?

Und darüber habe ich nachgedacht. Was mir passiert ist… und was dir nun passiert. Ich habe wirklich Vergleiche zwischen unseren Situationen gemacht und… wenn man unsere Kräfte ignoriert, wir haben eigentlich aus gutem Gewissen was positives versucht zu erreichen.


Das wird nun mit Füßen gestampft und schau dich an. Du hast deine Rede noch im Kopf? Du fängst nun an die Welt… anders zu sehen. Du willst dir nichts mehr gefallen lassen, du nennst die Parasiten nun Viecher…

Nicht das ich ähnlich gedacht habe, aber… Wir sind starke Kreaturen, wenn man das einfachste Gesetz nimmt… Das Recht des Stärkeren… wieso verhalten sich die schwachen Kreaturen… so eigenartig?

Das ist, was ich versucht habe herauszufinden.“ redete Exos sehr klar und deutlich, das Schach… ist nebensächlich geworden. Sina hatte Exos jetzt nicht als einen sehr… redselige Person betrachtet, aber…


Wenn man Exos so zuhört, dann kommt man nicht herum zu sagen, dass dieser „Mann“ alles andere als dumm ist. Man versteht ihn nun langsam immer besser, warum… er eine Reinigung anstrebt. „Und… hast du es herausgefunden?“ fragte Sina nur.

„Die Welt… wehrt sich über die Veränderungen.“

Kapitel 713

Ich bin wiedergeboren und die Wahl?

„Bevor ihr in Panik verfallt, lasst mich euch meine Gedanken mitteilen. Ich musste mir schon ein paar mal den Vorwurf gefallen lassen, dass ich die Stadt zum Schutz aller verlassen soll. Bisher habe ich es bewusst ignoriert, um andere Möglichkeiten zu finden.

Dummerweise habe ich die nicht. Mehr noch, übersehen alle, was… bei mir anders wäre. Selbst wenn wir keine Armee oder weiteres hätten, die Dämonen hätten die Stadt nicht angegriffen, so wahr ich selber die Dämonenkönigin bin.


Selbst ohne diesen Titel hätten die Dämonen auf mich hören MÜSSEN, WEIL ich die Prinzessin aus Deymonlia bin. Aufgrund mehrerer… Umstände hat mein Vater einige Lücken in der Befehlskette hinterlassen, was ich zum Vorteil ausnutzen kann.

Doch… ich fühle mich seit einiger Zeit… tatsächlich nicht mehr wohl hier. Immer mehr und mehr geht man gegen mich vor, jetzt seid ihr auch alle mit in dieses Problemen hineingezogen worden, ihr stolzen Vampire.

Nüchtern… betrachtet, habe ich alles, was ich je hatte nun verloren. Ich bin keine Abenteurerin, Held von Efrana hatte nie wirklich irgendwelche Kontrolle gehabt, wenn nur als Kanzlerin in Osnain.

Auch dort… sehe ich Probleme für das Kaiserreich kommen, wenn das Zwergenreich die Kaiserin versucht zu erpressen und auch eine offizielle Kriegserklärung von einer Elfennation bekommen hat.

Eins will ich euch sagen, damit keiner diesen Gedanken hat, ihn zu entwickeln oder wie auch immer dieser zustande gekommen ist. JA, ich habe ganz offen den Herrschern aller Rassen auf Alliancia die Wahrheit gesagt.


Die Wahrheit, dass ich die Dämonenkönigin bin, welche Macht ich habe und das ich einen Frieden anstrebe. Doch scheinbar ist etwas ausgelöst worden, was ich nicht kommen sah. Doch das ist egal, denn nun zeigt jeder sein wahres „Ich“ auf Alliancia.

Daher… bereue ich es nicht, kein bisschen, die Wahrheit gesagt zu haben. Ich würde es immer und immer wieder so machen und die Konsequenz würden wir heute also immer wieder erleben. Ja, ich habe es getan, weil ich jemanden retten wollte.

Und das würde ich auch bei jedem anderem ebenfalls machen.“ schaute Sina alle Vampire abwechselnd in die Augen. „Bei jedem einzelnen. Weil… ihr es wert seid, gerettet zu werden.“ Eine Stille war im Garten entstanden, keiner traute sich was zu sagen.

„Ich werde nach Saifa ziehen, aber nicht sofort. Die Zwerge dort haben mir ein verdammt großes Anwesen gebaut, was ich nicht… annehmen wollte. Doch… ob es Schicksal ist oder nicht, nun werde ich es annehmen.

Annehmen, weil Saifa MIR gehört. Ich muss NIEMANDEN irgendwelche Rechenschaft ablegen. Ich muss niemanden bitten, meinem Vorschlag nachzugehen. Dort habe ich die komplette Kontrolle, wo ICH tun und lassen kann, wie es mir gefällt.“ schaute Sina wieder alle anwesenden Personen an.

„Edwin und Suki.“ rief die Dämonin die beiden Personen. „MORGEN, nicht HEUTE! Werdet ihr beide gemeinsam mit Rubina nach Saifa fliegen. Eure normale Arbeit legt ihr für morgen vorerst nieder, damit ihr beiden euch die momentane Situation anschauen könnt.

Rubina, ich hoffe dass sie heute noch wiederkommt, wird euch hinbringen und ihr werdet folgende Aufgaben umsetzen. Suki, DU wirst das Anwesen komplett anschauen und Vorbereitungen treffen…

Vorbereitungen, dass genügend Lebensmittel, Getränke, alles nötige vorhanden ist. Zusätzlich machst du dir dann Gedanken, was wir von unserer Monstervilla mitnehmen, denn… In exakt einem Monat werde ich ausziehen.


Es ist genügend Zeit, alles vorzubereiten, weil auch ich einige Erledigungen machen MUSS. Das wäre ein weiteres Gespräch mit Ronald, mit dem Bürgermeister und auch Brandrulim. Des weiteren…

Die Zeit ist auch bewusst so von mir gegeben, weil ich noch das Gespräch mit Lady Layla und dem König von Efrana haben werde. Vampire… egal aus welchem Clan ihr kommt, ich werde mein Bestes geben, einen Grundstein für uns zu legen.

Ich bin ehrlich, ich selber weiß nicht, wie das Gespräch sein wird. Rechnet damit, dass wir… mehr Erkenntnisse haben werden, doch ob wir einen Fortschritt erreichen, keine Ahnung. Deswegen… möchte ich, dass ihr alle nachdenkt, was ihr in der Zeit machen wollt.


Ihr braucht alle keine Miete zu zahlen, dennoch müsst ihr irgendwie… zeigen, dass ihr immer noch gewillt seid, in Harmonie zu leben. Ihr könnt… gerne versuchen, nochmal bei den Abenteurern zu starten, aber ehrlich?

Alle haben gesehen, welche Einstellung die Protektoren hatten, auch wenn nur einer noch lebt. Wenn… irgendwann neue kommen und diese gehen danach, was die verstorbenen Protektoren gemacht haben, werden sie euch WIEDER raus werfen, WEIL ihr Monster seid.

DAS… keine Ahnung, würde ich mir nicht antun wollen. Nicht, solange SIE immer noch den festen Grundsatz haben, DASS ihr Monster seid, dass ihr aber nicht seid. IHR seid in MEINEN AUGEN Lebewesen, die einen Platz in der Gesellschaft verdient haben!“

Viele Vampire schauten betroffen die anderen Vampire an. Der Großteil von ihnen sind alles erschaffene Vampire, die eins mal Menschen waren. So viel Blut klebt an ihnen und dann kommt Sina, die eine ganz andere Weltsicht hat. Akzeptanz, was sie sind und definitiv keine Monster.

Lisa sah bei einigen der Vampire in den Augen, dass sie Sina in die Hölle folgen werden. Sie nahm eine Hand von Kyllia, die auch scheinbar von der Rede ihr Schwester gefangen war. „Du hast eine tolle große Schwester.“ flüstert Lisa. „Ich weiß… und sie gehört mir.“ flüstert Kyllia glücklich.

„Suki bereitet also das Heim für mich vor. Edwin´s Aufgabe ist eine andere.“ fing Sina wieder weiter an zu reden und schaute den Butler an. „DU suchst in der Abenteuergilde Ascal auf, der soll mit dir den Zwerg Gaergrim aufsuchen.


Deine Aufgabe ist es, dass die Zwerge Häuser in meiner Stadt bauen sollen… Exakt die Häuser, wo alle Vampire hier schon leben. Ihr wisst wie die Räume aufgebaut sind, du weißt wie viele Personen dort leben einfach alles.

Wie die Häuser aufgebaut werden, dass überlasse ich Gaergrim, doch er hat nur einen Monat Zeit, dass muss du ihm klar machen. Wenn er Holz braucht oder weiteres, soll er die Bäume aus meinem Land dafür fällen.


Eisen? Soll von den Naga´s abgenommen werden, diese bauen es ja scheinbar regelmäßig ab. Es ist also ALLES auf meinem Land vorhanden, man muss sich es nur nehmen. Doch Leute… folgendes:

Ich werde euch NICHT befehligen, dass ihr mir folgen MÜSST!“ hob Sina ein Zeigefinger hoch. „Denn… die Häuser sollen NUR eine Vorbereitung sein, wenn ihr ebenfalls hier nicht mehr leben wollt.

Ich weiß… wenn ich ausziehe, dass…“ nun schmunzelt Sina und schaute ihre Familie an. „meine Geliebten… meine Töchter, meine Schwestern und vielleicht… der eine oder andere Freund mitkommen wird.

DIESE Wahl überlasse ich EUCH, habt ihr verstanden? Ich haue nicht auf dem Tisch, DASS ihr mitkommen sollt, überhaupt nicht. HIER hat bestimmt der eine oder andere Freundschaften mit den Bewohnern geschlossen.


Vielleicht hat er ja auch jemanden kennengelernt wo dieser auch dort arbeiten kann, ich weiß es nicht. Und hier… habt IHR eine Organisation aufgebaut wo ihr Blut bekommt. DAS habe ich NICHT in Saifa.

Ich weiß nicht, wie ihr die Organisation aufgebaut habt, wo und wie es aussieht. Ehrlich? Ich will es auch nicht, weil ihr euch selbständig gemacht habt. Sobald… ich ja scheinbar was anfasse, ich es verdammt für die Ewigkeit.

Das solltet… ihr bei eurer Wahl berücksichtigen, wenn wer mit nach Saifa will. Dort leben nur Zwerge und ich bin mir nicht sicher, ob sie bereit sind, trotz des Elends was sie haben, das Blut zu teilen.

Auch weiß ich nicht, wenn bekannt wird, dass ihr alle keine Mitglieder der Abenteuergilde seit, ob ihr weitere Spenden bekommt. Ich kann euch nur den Rat geben, dass ihr vielleicht früh anfangen solltet, Blut in Flaschen zu sammeln.

Schwere Entscheidungen, weil es wieder ein neuer Lebensabschnitt sein wird. Vielleicht sieht es ja wirklich aus, als würde ich aufgeben, aber das tue ich nicht. Renee… du hast mit Viktoria wirklich eine wunderbare Mutter, ein bisschen beneiden muss ich euch schon.

In ihrem Gespräch musste ich mir Dinge anhören, die mich dazu gezwungen haben… nachzudenken. Ich gebe zwar auf, aber ich will einen etwas… anderen hmm… „Neustart“ versuchen.

Ich will an einen Ort gehen, wo ich mich erholen kann und ohne… irgendwelchen Stress in einer Stadt nun meinen Pläne nachgehen kann. Das ist mein Plan, dass ich einen Schritt zurückgehen werde und woanders einen Neubeginn wage.

Doch Fanfoss werde ich keinesfalls aufgeben, denn diese Stadt hat es verdient, gerettet zu werden. Mein Hintergedanke ist, WENN ich aus der Stadt ausziehe, wie meine… „Feinde“ reagieren werden. Ich muss lernen zu verstehen, welche meine Aktion was bei ihnen auslöst.

Wenn ich ausziehe, bekommt die Stadt dann Hilfe? Wenn ja, dann ist es in Ordnung. Doch wie sieht es aus, wenn sie keine Hilfe bekommt? DANN ist irgendwas nicht richtig und DAS will ich dann auch herausfinden.

Die Bewohner… ich kenne einige und die Waisenkinder wurden schon in Sicherheit gebracht, doch was ist mit den anderen Kindern? Sie können alle am wenigsten was dafür, dass die Mächtigsten so… dumme Gedanken haben.


Kein Lebewesen ist es wert dafür geopfert zu werden für Politik zwischen mehreren Rassen. Politik war schon immer ein sehr dreckiges Gewerbe gewesen und am Ende bekommen die Bauern… die Handwerker oder andere Unschuldige es ab.

Alles Dinge, die ich von Saifa dann beobachten werde. Manchmal… lohnt es sich, etwas aufzugeben, um mehr zu gewinnen. Es… sieht aus, als würde es mir nichts ausmachen, aber… das stimmt nicht.


Es schmerzt mich wirklich vom Herzen, dass ich die Stadt, die ich mal toll fand… verlassen muss. Zu deren Schutz, weil ich mich unwohl fühle, einfach alles. Es… wird mir überhaupt nicht einfach fallen, diesen Schritt zu machen.

Die… Wahl betrifft nur meinen eigenen Clan. Zada… ist gerade nicht anwesend, weil sie in ihrem Geschäft ist, aber das ist auch nicht schlimm. Sie soll weiterhin hier sein, dass schließt dann Lara als meine rechte Hand ebenfalls mit ein.

Lara wird für mich hier vor Ort bleiben, damit ihr alle jemanden habt, der für euch ein Ansprechpartner ist. Entweder weil ich Befehle weiterleite, Informationen oder weiteres. Lara, so wie ich dich zu meiner Stellvertreterin ernannt habe, so traue ich auch dir diesen Schritt zu, dass DU es bewältigt bekommst.

Nisha und Abby, sie werden ebenfalls hier bleiben, damit sie Lara und auch Zada einen Schutz gewähren. Ihre Kampffähigkeiten sind nicht ohne, ich würde mich einfach nur wohler fühlen, dass starke Kämpferinnen vor Ort sind.


Mehr noch, sobald… ich aus der Villa ausziehe… hat sie vermutlich keine Bewohner mehr. Die würde ich euch geben, denn die Villa bleibt weiterhin eine Basis für viele Pläne und weiteres. Suki wird alles bis dahin gemacht haben, dass man sie beziehen kann.“

Lara, aber auch Nisha und Abby rissen erstaunt weit ihre Augen auf. Sina schaute Aelfric an, der etwas besorgt wirkte. „Aufgrund das Zada hier bleibt, wird auch Ruri bleiben wollen, immerhin arbeitet sie ja für sie oder?


Aelfric… überlasse auch ich dir die Wahl, wo du unterkommen wirst. Es… soll nicht abwertend klingen, aber dein Clan, aber auch der von Gair hier… sind nicht bedeutend genug. Wenn seid ihr als Personen wertvoller als der Clan.

Meine Tochter Ruri ist bei dir glücklich und dieses Glück soll erhalten bleiben. Du liebst Ruri, aber auch deine Schwester Zada. Ich verstehe es vollkommen, wenn du hier bleiben willst. Du hast… deine Leibwächter, die vermutlich die tödlichsten Vampire hier sind.


Dazu Nisha und Abby, die ebenfalls auf deine Schwester und meine Tochter im Auge behalten werden. Denke… als kleine Gruppe habt ihr den bestmöglichen Schutz, den ich euch geben kann. Ruri mag vielleicht eine starke Dämonin sein, aber… ihr fehlt die Kontrolle ihrer eigenen Kräften.

Das gleiche gilt auch für dich Gair. Du bist ein Held von vielen, dennoch werde ich dir nichts befehlen. Es… dürfte mittlerweile jedem bekannt sein, dass DU weiter um Sarless kämpfst. Ich drücke dir die Daumen, dass du es schaffst, doch ich weiß nicht, wo Sarless bleiben wird.

Denn auch meinen Dämonen werde ich die Wahl überlassen, wo sie bleiben sollen. Ich… kann mir zwar vorstellen, wie die Antworten von Sarless und Dalmaz sein werden. Dennoch überlasse ich ihnen die Wahl, es ist… mir tatsächlich sehr wichtig.“ legte Sina eine Hand auf ihre Brust.

Gair sah… sehr bedrückt aus, als er als Held genannt wird. Er kann das Gefühl, das er in der Brust fühlt, immer noch nicht definieren. Aelfric schaute nur kurz seine Leibwächter an, die wieder mal wie Staturen waren, bis er Sina anschaut.

„Ich danke euch wirklich vom Herzen, ich… glaube ich kann es nicht besser betonen. Ihr seid wirklich würdig eine Clanführerin zu sein. Alle behandelt ihr als gleichberechtigt und wenn das nicht der Fall ist, dann als eure Kinder.


Die meisten von uns haben sich vermutlich schon immer gewünscht, dass die alten Clanführer ebenfalls so ein großes gütiges Herz haben wie ihr dies immer zeigt. Ich werde hier bleiben, denn ihr habt recht.


Ruri glaubt, dass sie meiner Schwester Zada einen Gefallen schuldig ist und wird vermutlich ewig als Mitarbeiterin in ihrem Geschäfts arbeiten wollen. Zu Zada selber? Sie wird… eure Entscheidung vermutlich ziemlich aus der Rolle werfen, aber das Geschäft ist auch nun ihr Leben.

Wenn sie mitbekommt, dass Miss Lara, Miss Abby und Miss Nisha hierbleiben, wird sie euch mehr als Dankbar sein. Dankbar für den Schutz und dass ihr sie weiterhin im Auge behaltet.“

„Nun… was soll ich sagen?“ kratzte Gair sich am Hinterkopf. „Ich werde Sarless folgen und sie wird euch folgen, daher… bin ich froh, dass ihr weitere Häuser in Saifa aufbaut.“

Sina nickte, dann teilte… sie etwas unangenehmes mit. „Ich danke euch beiden. Während… ich allen die Wahl überlasse… kann ich leider diese Wahl NICHT den anderen Clans überlassen. Es… tut mir leid Renee, Viktoria und Lysa.

Ich habe euren Eltern versprochen, dass ich auf euch Acht gebe und habe einmal versagt. Mir wurde noch eine Chance zwar gewährt, aber… das kann ich auch nur machen, wenn ihr in meiner Nähe seid.“

Renee schaute kurz Viktoria an, ob sie die gleichen Gedanken hat und ihre Schwester nickte schon. „Kein Problem, wir… haben uns das schon gedacht, dass es so kommen wird. Unser und der von Lysa sind die mächtigsten Vampirclan und genießen daher… andere Prioritäten. Macht dir wegen… uns beiden keine Gedanken.“ meinte Renee.

„Meine Mutter hat mir befohlen, dass ich euch folgen soll, so sehe ich ebenfalls keine Probleme bei eurer Entscheidung.“ meinte Lysa nur. Lisa seufzte nur innerlich, denn was an ihrer Schwester störte ist einfach am meisten, dass… sie so wenig einen eigenen Willen zeigt. Sobald man ihr was befielt, wird sie es bis zum bitteren Ende tun.

„Verstehe… aufgrund… dass ich ein verdammt großes Anwesen habe, werdet ihr dort einziehen.“ nickte Sina langsam. „Die Informationen werden Suki und Edwin euren Dienern mitteilen, damit sie auch alles dementsprechend vorbereiten.

Ansonsten… aufgrund, dass ich erst in einen Monat ausziehen werde, werde ich trotzdem eine Änderung in unserem Viertel machen. Auch wenn Protektor Ferr nichts zugegeben hat, glaube ich trotzdem, dass er gewisse Maßnahmen getroffen hat, wenn er sterben sollte.


Alleine das Protektor Corcan es scheinbar nicht abgeschritten hat, wird IRGENDETWAS wohl kommen. Damit IHR alle geschützt bleibt, will ich von meinen Vampiren, dass ihr die alte Berufskleidung anzieht und Wachen aufstellt.

Aufstellt an den Straßen, wo man zu unserem Viertel kommen kann. Ich brauch euch nicht erklären wie, das überlasse ich euch. Wenn es Bewohner der Stadt sind, die in unserem bescheidenen Viertel Spazierengehen wollen, kein Problem.

Doch wenn es unbekannte Personen sind, die IHR noch nie gesehen habt, fragt sie aus, was sie wollen. Sind es… Vampirjäger, denn vermutlich haben sie ihr Markenzeichen oder was auch immer, dann könnt ihr mit schlimmen rechnen.

Ruft Verstärkung, irgendetwas, holt meine oder meiner Familie die Hilfe, denn wenn es Vampirjäger sind… Dann rechnet mit einem großen Angriff. Nicht das die Viecher uns gewachsen sind, aber Hochmut hat schon vielen das Leben gekostet.“

Einige kniffen leicht ihre Augen, als sie hörten, wie Sina die Jäger eben genannt hat, selbst Lara. „Wo wir jetzt… uns alle treffen, solltet ihr eine weitere Information wissen, denn die Bewachung im Viertel… soll rund um die Uhr laufen.“ berichtet die Dämonenkönigin nun über die Urvampire.

Die meisten reagieren erschrocken, als sie erfuhren, wie die Vampire entstanden sind und es einen Feind gibt, der in einer höheren Liga spielt als sie selber. „Lady Layla wurde überwacht sowie Lord Roman.

Ich rechne fest damit, dass wir ebenfalls überwacht werden, egal auf welche Art und Weise. Aufgrund… dass ihnen eine Stärke angerechnet wird, dass… sie mit den Destroyar mithalten können, werdet… ihr ALLE, ALLE Vampire, AUCH von den anderen Clans ein dämonisches Training durchziehen.

Entweder es wird was passieren, dann sind WIR vorbereitet und zeigen den alten Ärschen, dass sie lieber hätten weiter schlafen sollen. Wenn NICHTS passiert, dann ist es nicht schlimm und wisst ihr auch warum?“ lächelt Sina.

„Ihr werdet alle eine Stärke haben, die mir… eine Sorge abnimmt. Ihr alle seid mir wichtig und je besser… ihr euch beschützen könnt, desto besser. Ich… könnte euch befehlen, aber lieber bitte euch darum, das Training anzunehmen.

Mio, Tio und Lara wissen wie es geht, wir werden das alles in unserem Viertel umsetzten. Wir haben einen großen Platz, wo Hiro und Neria immer geübt haben, dass werden wir nun auch ausnutzen.

Ihr beiden, keine Ahnung ob es für euch ein Verrat eures alten Lebens ist, aber ich würde es begrüßen, wenn ihr, die als besten Attentäter der Welt in einem Atemzug genannt werdet, meine Vampire eure Techniken ebenfalls beibringen könnt.

Zwischen eurer und den vampirischen Attentätern liegen gravierende Unterschiede und das soll nun ausgeglichen werden.“ schaute Sina die beiden vampirischen Katzendamen an. Diese schauten sich kurz an, dann kniete Hiro sich vor allen.

„Lady Sina, ich habe euch einen Treueschwur abgeben und werde alles tun, was ihr uns befielt. Wir sind keine Ungesehenen mehr, nur eure Diener. Es… tut mir etwas weh, dass… Außenstehende unsere Techniken lernen, doch… ich muss weiter sehen.


Alle Vampire sind hier mehr oder weniger nicht wirklich stark und wenn es wirklich Feinde sind, sind die meisten nicht mal eine Ablenkung wert. Es… würde daher mir eine Freude sein, die Techniken weiter zu reichen.


Techniken, wo man mit einen Schlag das Herz zerstören kann. Techniken, die so grausam sind, dass man es nicht ansehen kann. Dennoch… sind wir alle Vampire und ein Clan, also müssen wir auch zusammen halten.


Ich hoffe… ich habe mit meiner Kritik keinen vor den Kopf gestoßen, aber dass ist so… die momentane Lage, die ich selber sehe. Wer willig ist zu lernen, erreicht viel. Das… habe ich von Simone gelernt und ich denke… ihr alle habt einen sehr großen Ehrgeiz.“

„Das hast du schön gesagt. Also meine Damen und Herren, seit bereit, dass das Training in den nächsten Tagen beginnt. Es ist zu eurem eigenen Schutz gegen unbekannte und bekannte Gefahren und hat keinen Einfluss…

Welche Wahl ihr trefft. Ich will sie eigentlich auch nicht heute oder morgen hören, sondern… an dem Tag, wo ich ausziehen werde. Einen ganzen Monat habt ihr die Wahl, wo ihr leben möchtet. Wer mitkommt, der kommt mit. Wer hier leben will, der lebt hier.


Meine Meinung wird sich NICHT ändern, denn ich habe es mehr oder weniger von euch gefordert, dass ihr selbstständig werdet. Egal wie ihr euch entscheidet, ich werde NICHT darüber enttäuscht werden, wo ihr leben werdet, merkt euch das gut.“ drehte Sina ihren Kopf wieder, dass sie jeden Vampir anschauen konnte.

„Wir haben heute… viel verloren, aber ich weigere mich aufzugeben. Viele Wege kann ich nicht mehr nutzen, also erschaffe ich mir neue. Ich fliege über die Steine, die mir Wege bisher verschlossen haben und baue mir eine neue Zukunft.

Solange ihr alle… nicht aufgebt, gibt es immer Hoffnung. Wir haben… im Gegensatz zu den meisten Feinden einen… Vorteil. Wir haben die Zeit, während unseren sterblichen Viechern die Zeit verloren geht.“

„Sina…“ ging Lara besorgt einen Schritt nach vorne. „Du… hast mich teilweise versucht zu korrigieren… wenn ich die Menschen und weiteres… als Viecher betitelt habe. Was…“

„Was? Ich höre auf, die Nette zu spielen.“ hielt Sina den Kopf schräg und Bariel seufzte innerlich. „All die Zeit… ob ich nun die Gewalttaten gemacht habe oder nicht, habe ich aus meiner Sicht immer versucht… zu zeigen, dass ich alles andere als die böse Dämonin aus der Vergangenheit bin.

Vielleicht stimmt es, dass meine Methoden extremst waren, aber ich kenne das nicht anders. Stets habe ich versucht zu zeigen, dass ich wirklich an Frieden glaube. Nun tritt man meine Würde, meine Titel und meine Rasse mit Füßen.

Gierige Händler, dumme Herrscher, einfach alle wollen das Böse in mir haben. Die Grenze wurde heute im Gildenhaus überschritten und ich denke nicht mehr daran, meine hmm… „böse“ Ader zu unterdrücken.

Ich werde keinen Massenmord oder ähnliches begehen, keine Sorge, so tief werde ich nicht fallen. Aber ich werde mir jetzt nichts mehr gefallen lassen. Wer mit dem Finger auf mich zeigt, dem wird die Hand abgeschnitten.

Die Zeit, dass ich all die Vorwürfe, Ungerechtigkeiten und weiteres geschluckt habe, ist vorbei. Jetzt soll jeder… der nicht in meiner Familie… Clan… Verbündetenkreis ist… mit Vorsicht auf mich zu gehen.

Es sind alles… dumme Menschen… Zwerge… Elfen… Ehrlich, ich kann verstehen, warum viele sie als Viecher ansehen. Sie sind vergänglich, schwach und wir… starke Personen müssen uns ihretwegen ducken?


Früher habe ich es gemacht, nun ist es mir egal. Wer mir dumm kommt, bekommt einen Schlag in die Fresse. Wenn ich ganz schlechte Laune habe, kann es sogar mit dem Tod enden. Der heutige Tag zwingt mich mich zu ändern und dem werde ich auch folgen.


Ich werde nun neue Grenzen ziehen und sehen, wer es von den Viechern wagt, diese zu überschreiten. Den Ruf, den ich eins Mal hatte, den brauche ich nicht mehr zu schützen, wozu auch?


Zeit, dass sich die Dinge zwischen mir und meinen Feinden ändern werden.“ sagte Sina knallhart mit einer sehr eiskalten Stimme. Neia drückte die Hand von Sherry stark, denn nun macht sie sich auch Sorgen.


Die Frau, die SIE daran gehindert hatte, einen blutigen Pfad zu gehen, will nun selber den Pfad gehen? Wovon Sina SIE abgeraten hatte? „Glaube… wir müssen Sina von der Idee abbringen Sherry…“ flüstert Neia.

„Müssen wir das?“ meinte Sherry und Neia schaute ihre Schülerin erschrocken an. „Versteh mich nicht falsch, aber… Sina wehrt sich nun. Das ist das Ergebnis von vielem, ich… kann es ein bisschen nachvollziehen.

Solange… unsere Sina dabei bleibt, keine Massenmorde zu begehen, brauchen wir eigentlich uns nicht einzumischen. Alleine… dass man über uns versuchte an sie heranzukommen… muss auch ich zu… gewissen Entscheidungen kommen.“ sah man Sherry an, wie ernst es ihr war.

„Ich werde sie daher weiterhin unterstützten.“ schaute Sherry Neia dann in die Augen. „Immerhin liebe ich sie doch von tiefstem Herzen.“ lächelt Sherry etwas unsicher trotz des Kuhkörpers.

Neia schaute Sherry weiter in die Augen und nickte langsam. „Verstehe… ich glaube, ich habe noch einiges… zu lernen.“ lächelt Neia.

„Das… war meine Ansage, wie es nun zukünftig mit uns weitergehen wird. Unsere Feinde sind viele und wir sind wenige, die eigentlich nur eines eigentlich wollen: In Harmonie mit allen leben. Doch das wollen viele Feinde nicht und kommen nun aus ihren Löchern gekrochen.

Dank ihnen habe ich nun viel Zeit bekommen und wenn ich viel Zeit habe, kann ich noch gemeinere Pläne entwickeln. Sie haben sich letztendlich selber die Schuld zu geben. Am Anfang wollte ich den schwierigen Weg der… „Diplomatie“ gehen, nun gehe ich ganz der Gewalt nach.

Ich hoffe… dass alle meine Entscheidung akzeptieren, wenn wer Vorschläge hat, meine Tür ist nun ganz offen. Ivy und Jevera… bereitet euch selber vor, dass… ihr auch noch ein speziellen Auftrag bekommt, vielleicht werde ich Nisha und Abby ebenfalls hinzuziehen. Daher bereit bleiben, wenn ich euch rufe.“ nickte Sina die angesprochenen Damen zu.

„Damit… ist das heutige Gespräch beendet.“

Kapitel 712

Ich bin wiedergeboren und wie wird die Zukunft?

Sina und Bariel gingen Arm in Arm aus dem Konferenzraum, das in einem völligen Chaos war. Corcan sah nur die Leichen und musste fluchen, denn diese Art von Problemen hat er noch nie gelöst.

„Millie…“ schaute der Protektor verzweifelt die verwandelte Frau an. Sie starrte immer noch ins Leere. Alles, wirklich alles verloren hat sie, was sie erreicht hatte im Leben. „Verdammt!“ fluchte der Protektor laut in Gedanken.

Die beiden anderen Damen gingen ohne Wortes aus der Gilde raus. Dabei war Sina egal, dass ihr Mund blutverschmiert war. Mitarbeiter der Gilde sowie Abenteurer starrten ihnen nur hinterher, Bariel schaute kurz zu Sina. „Illusion…: Sauberes Gesicht.“

Ihre Mutter sah durch die Illusion wieder normal aus und schaute kurz Bariel an. „Merke, du wirst immer besser mit der Illusion. Glaube, du warst schon immer im falschen Körper gewesen.“ „Bitte Mama… lass uns das in Ruhe… Zuhause bereden.“ bat Bariel, Sina nickte nur.

Sie gingen auf der Straße und machten sich direkt auf den Weg zur Monstervilla. Passanten und weiteres liefen an den dämonischen Damen entlang. Keiner sah ihnen an, dass etwas sehr schreckliches passiert war.

Immer wieder… schüttelte Bariel den Kopf, als könnte sie es selber nicht glauben, obwohl sie es vor eigenen Augen gesehen hatte. Sina dagegen schaute mit leerem Kopf alles an. Alles… was sie bei den Abenteurern erreicht hatte… weg. Für immer und alle Zeiten.

Wenigsten hofft sie, dass sie… noch ihren Freunden vor dieser eigenartigen „Reinigung“ oder wie man es betrachten soll, gerettet hatte… „Wow… wie man von heut auf morgen einfach alles verliert.“ meinte Sina auf einmal.

Bariel schaute sie von der Seite schweigend an. „Sei ehrlich Bariel, wenn Ferr und dieser andere alte Sack am Leben wären, hätte ich das umgesetzt was ich mit Corcan gemacht habe?“

„ … Nein.“ drehte ihre Tochter wieder ihren Blick auf die Straße vor ihnen. „Sie wären die Personen, die auch ihre Familie geopfert hätten. Der Vorteil… war für dich, dass Corcan eine etwas… andere Sicht hatte.“

„Hm… und was ist deine Einschätzung zu Millie?“ „Sie… ist eine Einzelgängerin, keine Familie und… Freunde keine Ahnung. Sie war meine Lehrerin gewesen, aber wirklich nah hat sie mich nicht an sich herangelassen.


Damals hatte es mich nicht gestört, man sollte Arbeit und Privatleben voneinander getrennt halten, ihr Job… war mehr oder weniger ihr Lebensinhalt. Sie und Ferr hatten sich eigentlich sehr gut verstanden, doch jetzt?

Du hast doch… auch gemerkt, wie ich mich immer mehr und mehr verändert habe und dabei ignorieren wir, dass ich… nochmal eine körperliche Veränderung hinter mir habe. Ich… keine Ahnung.

Früher hab ich vieles objektiv betrachtet, meine Einstellung war… teilweise kalt und einsam, aber jetzt? Liebend gerne würde ich den meisten nun den Kopf einschlagen, sobald es um meine neue Familie geht.

Ich werde immer emotionaler und wenn es um dich selber geht… Früher habe ich dich beim Namen genannt, danach respektvoll Mutter… bis ich wie Ruri geworden bin… mit Mama. All das… finde ich… gut.“ musste Bariel lächeln.

„Ich mag es, emotional zu sein. Ich mag es, wenn mein Herz vor Freude und Wut rast. Ich mag es, in dem neuen Zuhause zu leben. Früher… habe ich meine Einsamkeit damit verbracht Ölgemälde zu malen, doch es ist… immer was los bei uns.

Dabei… ignoriere ich bewusst… die Aktion von Sharlia. Mama… es tut mir leid, dass ich dich nicht warnen konnte, denn… ich glaube, dass es mein Fehler war. Mein Fehler, dass du dich nicht vorbereiten konntest. Selbst für mich war das jetzt etwas… überraschend gewesen, was sie geplant haben.

All die Dokumente, ich wundere mich, warum Ferr mir nie den Auftrag gegeben hat, dass ich ebenfalls die Arbeit machen soll. Ich hatte nie Kontakt zu dir gehabt, entweder weil ich außerhalb von Fanfoss immer stets verreist war oder mich in meinem eigenen Heim ausgeruht habe.“

Sina hielt an und umarmte Bariel, dabei streichelt sie ihren Hinterkopf. „Bitte Bariel… hör auf dir selbst Vorwürfe zu machen. Selbst… wenn ich dieses Wissen hatte…“ erklärte Sina ihrer Tochter, was Ferr noch am Ende gesagt hat zu dem Dämonenkönig-Titel.

Bariel schloss ihre Augen und seufzte. „Verstehe… deswegen hättest du selbst mit Vorbereitung… keine Chance gehabt. Dann bitte Mama…“ drückte Bariel Sina von sich weg und schaute ihr in die Augen.


„Ich bin deine Tochter und will, dass du mich ab sofort in all deinen Projekten, Zukunftsplänen… und auch in den dreckigen Geheimnissen einbeziehst. Jetzt… bin ich… auch mehr oder weniger frei, mich bindet nichts mehr in Alliancia.

Bilde mich aus, was ausgebildet werden muss. Bring mir bei… wie man Personen zu deinen Gunsten manipulieren kann. Mama, ich will wirklich deine größte Unterstützung werden. Du liebst Sherry und Neia, deine Familie und weiteres, aber…

Was auch immer du planst, es wird immer größer und größer. Du brauchst langsam mehr Leute, die auch für dich deine Pläne weiterführen. Wenn du wieder einen heftigen Kampf hast, dann muss jemand sofort deine Arbeit weitermachen können, wenn du dich ausruhst.

Das denke ich, kann ich machen. Du hast mich jetzt längere Zeit beobachtet und hilfst mir immer, ich glaube wirklich, dass… ich deine rechte Hand oder irgendwas ähnliches werden kann. Wenn ich mit jemanden schlafen soll, um ein Vorteil für uns herauszuholen, dann werde ich es machen.

Mama, du sagtest vorhin noch, ich wäre im falschen Körper geboren, vielleicht stimmt es ja auch. Ich bin jetzt viel glücklicher, doch ich wäre noch glücklicher, wenn du das auch bist. Momentan zwingt dich irgendwie die halbe Welt in die Ecke und… es ist nun ausgeartet.

Deswegen Mama… wenn du jemanden… etwas „antun“ musst, ich will dabei sein. Ich will soviel lernen wie möglich, damit ich deinem Vertrauen würdig bin. Immerhin… habe ich vermutlich eine weitere Schwester, aber dennoch glaube ich, dass ich die Tochter sein kann, die dein größtes Vertrauen genießen kann.“

Sina sah, wie ernst Bariel es meinte und musste lächeln. Sie umarmte sie wieder, ihr Knochenschwanz wedelt glücklich in der Luft. „Danke mein Kind.“ flüstert Sina ihr ins Ohr. „Ich werde darüber nachdenken, denn das muss ich jetzt machen oder? Keine Sorge…

Wenn ich eine Tochter gewünscht hätte… und nicht missverstehen… dann wäre es genau jemand gewesen, der wie du bist. Kinder… lehne ich nicht ab, aber… in meiner Situation? Die Welt, die mich immer mehr als Feind betrachtet?

Mit dir… hätte ich eine Tochter, die definitiv sich wehren kann. Ich weiß überhaupt nicht, wie stolz ich noch auf dich sein kann Bariel. Bleib an meiner… verrückten… kaputten Seite, du gehörst zu den Personen, die ich wirklich brauchen werde.“

Bariel drückte ebenfalls zurück und musste sie Mühe geben, keine Freudentränen zu produzieren. „Danke… wenn ich eine Mutter… hätte… wäre es eine wie du gewesen. Du weißt, was ich damals gesagt habe.“

„Ich weiß…“ streichelt Sina den Rücken ihrer Tochter. „Dachte ich mir doch, dass ihr es seid Lady Sina.“ sagte eine wütende Stimme hinter den beiden Damen. Verwundert lösten sich die Frauen auf und widmen sich der Stimme, das niemand anderes war als Priester Armoni.

„Urgh… was wollen ausgerechnet sie denn von MIR?“ verzog Sina ihr Gesicht und Bariel nahm direkt eine Hand von ihrer Mutter, denn was auch immer gleich passiert, ein Mord mitten auf der Straße muss sie irgendwie verhindern.

„Überhaupt nichts will ich von ihnen, ich wollte euch lediglich mitteilen, dass heute die letzte Kutsche die Waisenkinder in das weit entfernte neue Heim bringen wird. Wieder haben sie ihren Willen umgesetzt, doch zum welchen Preis?“ hingen die Mundwinkel des Priester runter.

„Zu einem Preis, dass die Kinder in Sicherheit sind. Legen sie mal endlich ihre Scheuklappen von ihrem Kopf runter, dann sehen sie vielleicht ein bisschen mehr!“ passte Sina sich dem Tonfall des Priesters an.

„Was soll ich denn sehen? Das die Stadt dem Untergang geweiht ist dank ihnen?“ kniff der Priester wütend seine Augen zusammen. „Solange sie hier sind, wird keine Hilfe kommen. Ich habe ihnen schon damals gesagt, dass sie die Stadt verlassen sollen, doch das tun sie nicht.

Sie wollen ihren Willen wieder haben, dass alles nach ihrer Nase läuft. Dabei wäre es doch so einfach: Ein Leben um das Leben Tausender zu retten. WENN sollten sie ihre Scheuklappen entfernen, damit sie sehen, welche Konsequenzen durch ihre Entscheidungen kommen!

Die Stadt liegt ihnen am Herzen und dennoch können sie nicht das erfüllen, was sie versprochen haben: Einen sicheren Schutz. Die Kinder müssen in Sicherheit gebracht werden, die Städte in unsere Nähe haben sich dem… Plan ebenfalls angeschlossen.

Dazu, dass wir keine weitere Hilfe vom Königreich bekommen, wie wollen sie die Soldaten herbeizaubern? Bedaure, aber sie Lady Sina sind momentan das größte Problem, ob sie es wahr haben wollen oder nicht!“ knallte der Priester seine Meinung Sina ins Gesicht.

Viele Passanten wunderten sich über den Streit auf der Straße, den zwei Dämonen und ein Priester haben, was schon ein seltsames Bild zeigte. Bariel schaute besorgt zwischen dem Priester und ihrer Mutter hin und her.

Sina dagegen… starrte in die Augen von dem Priester. „ … Ich werde sie irgendwie immer bewundern, auch wenn ich sie nicht leiden kann Priester.“ meinte Sina auf einmal und Priester Armoni hob nur verwundert seine Augenbrauen.

„Sie gehören wirklich zu den Personen, die keinerlei Scheu haben, ihre Meinung zu sagen, egal ob ihr Gegenüber eine normale Person ist oder etwas… Stärkeres. Die Courage zeigen nun wirklich nicht viele mir gegenüber.

Heute ist schon genug Blut geflossen, ich will nicht auch noch ihres vergeuden. Die Welt braucht noch Leute mit ihrem Schneid. Priester Armoni, sie haben ihre Beschwerde geäußert und ich habe sie zur Kenntnis genommen, ich wünsche ihnen einen schönen Tag. Komm Bariel, wir halten nur den Verkehr auf.“

Die Dämonenkönigin drehte sich um und zog direkt ihre Tochter mit, während der Priester etwas verdattert auf der Straße stand. „Mama…?“ schaute Bariel besorgt ihre Mutter an… und sah, wie eine Träne durch die Illusion von Sina´s Augen runter fiel.

„Nicht… lass… uns einfach nach Hause gehen.“ schüttelt Sina den Kopf. Schweigend gingen die beiden Dämonen die Straßen und weiteres entlang. Es verging einige Zeit, bis sie das Grundstück der Monstervilla betraten.

Scheinbar war einiges hier los, denn alle Vampire vom Clan waren anwesend. Lara kam schon sofort zu Sina angerannt. „Sina? Was ist hier los? Du hättest alle gefeuert von der Abenteuergilde?!“

Sofort drehten sich alle Vampire sich zu Sina um, selbst Edwin kam mit einem sehr besorgten Gesichtsausdruck zu seiner Herrin. Sina schaute alle Vampire an und musste seufzten. „Bitte gebt mir kurz Pause, dann werde ich es allen erklären. Neia ist im Haus?“


„Im Wohnzimmer, die von Sherry getröstet wird.“ schoss die Antwort von Lara. „Gut… dann hol gleich ALLE Vampire, also von den anderen Clans, bis auf Eli und den Zwerg, die brauch ich nicht in meiner Nähe. ICH werde jetzt zuerst Neia aufsuchen, dann euch ok?

Versammelt euch alle im Hintergarten, wir brauchen ein bisschen den Schutz der Mauer. Keine Lust, dass jetzt irgendwelche Probleme in der Stadt passieren. Mio und Tio?“ fragte Sina weiter.

„Erm… sind glaube ich in ihrem Zimmer und müssen das wohl irgendwie verarbeiten.“ war Lara sehr besorgt. „Bariel, rede kurz mit ihnen, damit sie auch bei dem Treffen anwesend sind.“ schaute Sina kurz zu ihrer Tochter, die nur nickte.

„Gut, dann… bis gleich.“ ging Sina an Lara sowie Edwin vorbei in ihre Villa. Sofort drehte Lara sich zu Bariel um. „Mama… wird es gleich erklären, ein bisschen Geduld, denn… das alte Leben, was wir alle kennen… dürfte sich bald ändern.“

Die Illusion von Bariel löste sich von Sina auf und man sah ihr blutverschmiertes Gesicht wieder. Sie ging direkt in das Wohnzimmer und sah, wie Neia hörbar schluchzte, während Sherry neben ihr im Sessel den Rücken streichelt.


Sherry drehte sich zu Sina um und riss erstaunt ihre Augen auf, als sie Blut an Sina sah. „Was… ist passiert?“ Doch Sina schüttelt nur ihren Kopf und ihr fielen nun auch die Tränen. „Ich kann verstehen, warum Neia es so weh tut.“ kam die weinerliche Stimme von Sina.

Neia hörte die Stimme und drehte ihren verweinten Kopf zu Sina. „Auch mir wurde der Abenteuerstatus entzogen. Die Liste ist zu lang, für all… meine Vergehen, letztendlich hat ihnen jemand zugesteckt, dass ich die Dämonenkönigin bin und damit überhaupt keinerlei Anrecht hätte Abenteurerin zu sein.“

Schockiert rissen Neia und Sherry ihre Augen auf, selbst im Flur standen Suki mit Kyllia, die von ihrem Zimmer runtergekommen waren. „Ich… wurde nicht nur verbannt für alle Zeiten, es wurde mir auch verboten, jemals mit Abenteurern und weiteren in Kontakt zu kommen.“ schniefte Sina.

Kyllia umarmte sofort Sina, die schon die ganze Zeit die Gefühle ihrer Schwester gespürt hatte. Wut, Trauer, Verzweiflung, Wahn, Hass. Nun konnte sie verstehen, was die Ursache dafür war. Sina ließ das zu, denn nun konnte sie sich wirklich ausweinen.

Sherry schaute zwischen Sina und Neia hin und her, wo Neia ihr zunickte. Die verwandelte Elfe stand mit ihrem Kuhkörper auf und ging vorsichtig auf Sina zu. Die Zwillingsschwester ließ sie los, als Sherry vor Sina stand… und dann ganz dick umarmte… dann ließ Sina es raus. Man hörte sie regelrecht laut weinen.

Die gewünschte Pause zog sich in der Länge, Lara und die anderen Vampire haben es mitbekommen, wie schlecht es Sina ging. Mit den Informationen der anderen Vampire konnte Lara schnell zusammenzählen, dass für Sina eine Welt zusammengebrochen ist.

Es brauchte seine Zeit, bis Sina sich etwas beruhigen konnte. Sherry bereute es nun bitterlich, den blöden Ring angezogen zu haben. „Geht… es dir besser?“ flüstert Sherry und Sina schüttelt den Kopf. „Nein… es wird nicht mehr besser.“

Sina nahm ein bisschen Abstand, damit sie ihre Verlobte in die Augen schauten konnte. „Es wird auch nicht mehr besser werden. Ich habe… ich musste Dinge tun, weil es sonst noch schlimmer gekommen wäre.

Doch… ich will das nicht immer wiederholen wollen. Auf… dem Weg… musste ich mir Gedanken machen und… bin zu einigen Entscheidungen gekommen. Neia… so… leid es mir tut, dass… ich dich nicht trösten konnte, aber… bis du in der Lage, zumindest im Garten zuzuhören?“

„Ja… ich glaube… schon.“ nickte die Blutelfe mit geröteten Augen. „Gut… dann holt alle her, denn… ich muss es verkünden.“ leckte Sina sich die Lippen. „Verkünden, wie es nun unserer Zukunft gehen muss.“

„Muss… das wirklich jetzt sein?“ fragte Sherry berechtigt und Sina nickte. „Ja muss. Je eher ich mich und euch alle vor die Realität stelle, desto… eher wird man es akzeptieren. Ich danke dir Sherry… du hast mich wieder aufgefangen…“

„Das ist meine Aufgabe Sina und du weißt das genau.“ streichelt Sherry eine Wange von Sina. „Ich werde dich immer und immer wieder auffangen sowie auch Neia. Da sie alleine gekommen ist… musste etwas passiert sein, weil du nicht auch dabei warst.“

„Es… tut mir leid Sina, aber… ich habe mich… zu Tode geschämt…“ schniefte Neia und traute Sina nicht in die Augen zu schauen. „Ist… schon gut. Ich bin nur froh, dass du direkt nach Hause gerannt bist.“ versuchte Sina zu lächeln, was ihr misslangt.

Eine Stille entstand im Wohnzimmer bis Sina langsam aufstand mit Sherry. „Lass… uns einfach nach draußen gehen. Nach meiner Verkündung… wird sich jeder Gedanken machen müssen.“ Besorgt schauten sich die Frauen alle an und sagten nichts.

Ohne große Worte ging Sina nach draußen, dabei wischte sie ihr Gesicht grob sauber, die Damen folgten ihr. Es war für Sina lange her, dass so viele Personen im Garten waren. Überwiegend überall Vampire, die schweigsam ihre Köpfe zu Sina drehten.

Die Augen der Dämonenkönigin sah alle gewünschten Personen in der Menge, was sie zufrieden stellte. Die Clanvertreter waren ebenfalls anwesend gewesen, denn Sina hoffte, dass diese ihren Eltern frühzeitig die Entwicklung mitteilten würden.

Sina gab Sherry ein Zeichen, dass sie alleine sein will und ging weiter nach vorne… bis sie so stand, dass sie alle Vampire im Blick hatte. Ihre Vampire… ihre Familie… die meisten wussten von den gefeuerten Vampiren was los war.

Mehrmals atmet Sina ein und aus, dann fing sie an: „ An alle, ab heute… bin ich eine verbannte Abenteurerin und habe dadurch keinerlei Kontakte mehr zu ihnen. Mehr noch, es wurde mir verboten.“ Ein Schock ging durch die Masse.

„Viele… haben mitbekommen, dass ich die Vampire in der Gilde gefeuert habe. Doch das habe… ich nicht aus Spaß gemacht oder weil ich eure Hoffnungen zerstören wollte. Das wäre mir nie in den Sinn gekommen. Ich möchte… dass ihr nun ALLES erfahrt, was sich in der Gilde getan hat. „Illusion: Treffen mit den Protektoren“.“

Ein großes Bild wurde über Sina produziert und das Treffen mit den Protektoren wurde nun wiederholt. Alle schauten gebannt darauf… und man spürte eine Wut auf die Protektoren, mit welcher Begründung die Protektoren Sina den Status entzogen haben.

Viktoria drückte so wütend ihre Fingernägel in ihre Hand rein, dass Blut runter tropfte. Lisa schaute besorgt Kyllia an und wunderte sich nicht, dass sie in ihrem Gesichtsausdruck den Hass ablesen konnte.

Bis ein fast kollektives aufkeuchen unter den Vampiren kam, als die Protektoren die Pläne mit den Vampiren kundgaben. Sina ließ bewusst ihre Erinnerung weiter laufen wo sie auch die Vampire gefeuert hat… und wie es danach weiter ging.

Neia hielt mit Sherry eine Hand und merkte, wie ihre Schülerin am Zittern war… bis all die weiteren Namen auf der Liste kamen. „Nein… das war zu viel für Sina…“ flüstert Sherry, wo nun die Tränen fielen.

Dann wurde es ekelhaft, Sina fing an aufzuräumen. Die Zuschauer sahen, wie Ferr mit der Karte getötet wurde, Millie zum Dämon verwandelt und Krasisus mit dem Knochenschwanz das Leben genommen wurde.

Als letzten Akt wurde der letzte Protektor von Sina so bearbeitet, dass von ihm „eigentlich“ keine Gefahr mehr kommen sollte. Die Finger wurden geschnippt und die Illusion abgebrochen. Die Stille die nun herrschte… erdrückend.

„Niemals… hätte ich damit gerechnet, dass bei den Abenteurern solche Probleme kommen könnten, überhaupt nicht. Bevor diese Schweine euch jeden einzeln aufrufen und feuern, wollte ich irgendwie eure Würde noch retten und aufzeigen, wer die eigentlich Schuldigen sind.“ sprach Sina wieder.

„Vielleicht… hätte ich anders handeln müssen, doch im nach hinein weiß man es leider immer besser oder? Deswegen… so leid es mir tut, will ich vorerst, dass alle, die noch irgendwelche Mitgliedsausweise von den Abenteurern haben, diese… bei Edwin abgeben.

Solange die Welt eure Rasse nicht akzeptiert, werdet ihr Monster bleiben. Das hat dieses Treffen sehr deutlich gemacht. Um daher gewisse… Provokationen von uns aus zu reduzieren, werden wir vorerst… kooperieren.“

„DAS WILLST DU WIRKLICH?!“ schrie Renee wütend. „Wie können sie es überhaupt wagen, dir was zu sagen! Wenn du das machst, dann hast du doch diesen Kampf verloren!“ Mehrere Vampire stimmten ihr zu, wie sie nickten.

„Der Kampf ist verloren, doch ich habe nicht gesagt, dass ich aufgebe.“ antwortet Sina mit ruhiger Stimme und das Gemurmel wurde sofort wieder ruhig. „Wie ihr alle wisst, hat Lady Layla beim letzten großen Treffen gesagt, dass sie eine Veränderung anstrebt.

Den meisten dürfte bekannt sein, dass wir neue Regeln haben in der Vampirgesellschaft, bei Fragen an Lara wenden. Doch wichtiger ist… dass die Vampire anerkannt werden. Dies plant Lady Layla und ich werde all meine Energie dort investieren.

Nun habe ich alle Zeit der Welt und werde neue Pläne entwickeln. Pläne, dass JEDER von euch eine weitere Chance hat. Wir wissen jetzt, dass wir mehr als nur Vampirjäger als Feinde haben und die Gedenke ich nun, gezielt auszuschalten.

Alle wissen, dass es mein Herzenswunsch ist, dass ihr so normal wie möglichst leben sollt. Also, wenn ich nicht aufgebe, dann solltet ihr es auch nicht. Es ist ein schwerer Schlag für uns alle. Ich mit meinen Status und ihr mit eurer Anerkennung.“

Sina sah, dass sie zumindest ihre Leute motivieren konnte, doch das wird leider nicht von Dauer bleiben. „Leider… ist noch etwas mehr passiert.“ berichtet nun Sina ihre aktuelle Lage. Die verfeindete Händlervereinigung, die Zwergenreiche, die Elfennation von Delsanra.

Das alles führt dazu, dass man Fanfoss aufgibt, solange dort die Dämonen leben. Wieder war es ein Schock, selbst für die Clanvertreter waren die Informationen neu. Lysa starrte Lisa an, die stur ihre Schwester ignorierte.

„Heute… als wäre es nicht schon so beschissen… musste ich mir von einem Priester den Vorwurf anhören, dass ich sehr egozentrisch wäre. Solange ich hier bleibe, würde ich mehr oder weniger allen Bewohnern dieser Stadt den Tod in Kauf nehmen, meine Tochter Bariel war Zeuge.“

Auf einmal… bekamen einige Frauen, aber auch Vampire ein ziehen im Magen, wie Sina dies mehr oder weniger berichtet.

„Ich werde Fanfoss verlassen.“

Kapitel 711

Ich bin wiedergeboren und ??? II

Sina sah jedem Protektor in die Augen. Ferr hatte wegen der Ohrfeige einen ziemlich rötlichen Fleck am Gesicht. „Das werde ich ihnen Rassisten nicht gönnen.“ meinte Sina nur auf einmal und ging zur Tür.

„WAS HABEN SIE VOR! GEBEN SIR MIR DAS BLATT UND IHRE ABENTEUERKARTE ZURÜCK!“ stand Ferr wütend auf, doch die Dämonin ignorierte sie. Sie öffnete die Tür und sah die Eingangshalle wieder.

Mehrmals musste Sina ein und ausatmen, dann schrie sie: „MIO, TIO UND ALLE VAMPIRE, SOFORT ZU MIR!“ Erschrocken sprangen mehrere Mitarbeiter, Abenteurer bei dem Geschrei auf, die Vampire dagegen rannten alle auf Sina zu.

Alle trugen die Uniformen der Abenteuergilde und Sina fiel… es sehr schwer, ihnen in die Augen zu schauen. Die Vampire machten alle einen besorgten Eindruck, als sie Sina sahen, als würde sie sich schämen, dann richtete sie sich auf.

„Ich… muss euch leider eine traurige Nachricht vermitteln… mehrere Nachrichten leider. Heute… ist ein sehr schwarzer Tag für unseren Clan und mir tut… es verdammt weh. Weh, weil ich euch Hoffnung versprochen habe. Doch die Hoffnung wurde heute zerstört.“

Nun schauten sich die Vampire alle gegenseitig an. Die Zwillingsvampire nahmen beide eine Hand vor Sorge. „Man hat mir meinen Abenteurerstatus aberkannt und ich bin für alle Zeiten von den Abenteuergilden verbannt.“

Die Vampire starrten sie alle voller Unglauben an. Viele Mitarbeiter und andere Abenteurer reagierten erstaunt. Durch das Geschrei ist nun auch Bariel angerannt gekommen… und blickte sofort beschämt zur Seite.

„Doch das… ist nicht mal das Schlimmste. Nicht, dass es mir weh tut. Nein…“ machte Sina auf einmal Platz, sodass man die Protektoren sieht. „DIESE Rassisten drüben haben ein regelrechte Reinigung innerhalb der Gilde vor.

Doch bevor diese Leute ihren Plan umsetzen, mache ich es persönlich. ICH habe euch Hoffnung gegeben, weil ICH geglaubt habe, dass man Vampire mit den Völkern harmonisieren kann. IHR seid der beste Beweis und DAS macht MICH am meisten Stolz.

LEIDER interessiert es diese Leute überhaupt nicht, denn ihr seid Monster, Punkt. Solange man eure Rasse nicht als solches anerkennt, soll man eure Rasse nach ihrem Willen weiter jagen. Schlimmer, sie verstecken sich hinter Vorurteilen und Ängsten, diesen Rassisten ist jedes Mittel recht, „nur“ um den Ruf der Gildehäuser zu schützen.

Bevor IHR alle… das Elend durchmacht, was nun Neia und ich erleben, mache ich es selber. Es tut mir leid, aber ihr seid alle gefeuert.“ zeigte Sina eine neutrale Miene. „Ich würde euch daher bitten, eure Ausweise als Mitglieder zu überreichen und… die Uniformen wieder zurückzugeben.“

„Das…. meinst… du nicht ernst oder?“- „Bitte… wir haben doch sonst nichts.“ schütteln die Zwillinge ihre Köpfe. „Es tut mir wirklich leid, aber wir können das nicht hier bereden. Noch verhalten sich die „Protektoren“ friedlich, doch wir wissen nicht, was sie noch anstellen können.“ drehte Sina ihren Kopf zur Seite.

„Bitte… macht es mir nicht schwerer, als es schon so ist. Die Abenteuergilden betrachten mich als Feind und weil ihr „zufälligerweise“ Monster seid, will man euch ebenfalls entfernen. Diese Genugtuung will ich ihnen nicht gönnen.

Wenn ihr die anderen Vampire seht, egal welchen Clans, teilt ihnen mit, dass sie ebenfalls ihre Ausweise als Mitarbeiter oder Abenteurer bei mir in der Villa abgeben müssen. Es… tut mir leid, dass ihr euch bemüht habt, aber dumme Vorurteile das nicht anerkennen.“

Den Zwillingen sowie weiblichen Vampiren fielen die Tränen… als die ersten Vampire etwas aus der Weste ziehen und auf Sina zugingen. Sie öffnete ihre freie Hand und ließ sie darauf legen. Immer mehr und mehr Ausweise lagen dort, man hörte regelrecht, wie die Vampire am Schniefen waren.

„Danke… auch wenn das nicht Gerecht ist. Wegen der Miete und weiteres braucht ihr euch keine Gedanken zu machen, kümmert euch vorerst um euch selber. Ruht euch aus, irgendetwas, aber rechnet damit, dass ich das so nicht akzeptiere.

Mein Clan… also ihr… ihr habt definitiv was besseres verdient.“ drehte Sina sich wieder zu den Vampiren und bemühte sich, nicht ebenfalls ihren Tränen freien Lauf zu lassen. „Wir werden noch ein Treffen halten, denn… ich bin „leider“ noch nicht fertig mit den Protektoren.“

Einige Vampire nickten und gingen direkt aus der Gilde raus, immer weitere folgten, wo viele Mitarbeiter und Abenteurer mehr als verwundert waren über die Situation. Bariel stand in Sina´s Sichtweite, doch Sina hat besseres zu tun. Sie ging wieder in den Konferenzraum und schloss die Tür hinter sich zu.

„Nah?“ war die Dämonin wieder wütend. „Ich hoffe, meine Kooperation hat euch mehr als genug geholfen. Zeit dürftet ihr ja gespart haben und…“ drückte Sina die Karten fester zusammen. Sie kam den Protektoren näher und dann warf sie die Karten regelrecht ihnen ins Gesicht. „Keine Sorge, ich werde die restlichen Karten meiner Leute euch noch zukommen lassen.“

Die Protektoren waren alle ziemlich wütend, denn Sina´s öffentliche Ansprache hat dafür gesorgt, dass SIE definitiv im schlechteren Licht standen. „Das war mehr als unnötig gewesen und das wissen sie auch!“ schlug Krasisus mit der Handfläche auf den Tisch.

„Wieso?“ hielt Sina ihren Kopf schräg. „Wie wurde es so schön erklärt? Skrupellose Protektoren sollen durch Alter sterben. Ich finde das gut, denn rassistische Protektoren zählen dann unbewusst direkt mit darunter.

Vor allem… ALLE Abenteurer haben MIR erklärt, dass man keinem bestimmtem Volk oder Rasse oder was auch IMMER angehören MUSS, um ein Abenteurer zu werden!“ verschränkte Sina ihre Arme stehend vor den vier Personen.

„Das wird noch angepasst, damit die Nachfolger sich nicht mit so einem Problem wie jetzt auseinander setzen müssen!“ knurrte Ferr. „Kein Dämon oder Rassen, die vom Volk nicht anerkannt werden, dürfen mehr Abenteurer werden!“

„Aha? Und was ist mit Osnain? Meine, die Dämonen wurden dort anerkannt?“ hob Sina bei der Logik eine Augenbraue hoch. „Wie wollt ihr DAS denn beheben? Irgendwelche Regeln, die dermaßen schwammig sind, dass es immer noch geht?“

„Wenn es nötig ist?“ merkte Millie an. „Sie können uns so viel beschimpfen wie sie wollen, aber wir machen NUR unsere Arbeit als Protektoren und das ist der Schutz der Neutralität der Abenteurer sowie der Gilden!“

„Des weiteren werden alle besprochenen Regeln, die sie mit den anderen SSS-Abenteurern haben außer Kraft gesetzt, bis wir sie komplett überprüft haben. Wir müssen damit rechnen, dass die Regeln alle zu IHREN Gunsten geändert worden sind!“ wurde Protektor Corcan ziemlich laut.

Sina schnaufte durch die Nase und schüttelt lächelnd ihr Gesicht. „Zu meinen Gunsten, beim dunklen Gott… Gleich werft ihr mir noch vor, ich wollte die Weltherrschaft anstreben? Mit was bitte denn?“

„Das ist uns ziemlich egal.“ starrte Ferr Sina an. „Die Abenteuergilde wird wieder in diesen Zustand kommen, bevor sie auf der Bildfläche erschienen sind!“

„Warum… ach wisst ihr was?“ schüttelt Sina weiter den Kopf, dann fiel ihr ein, dass sie noch das Blatt hat. Sie hat es etwas zerknüllt, daher musste sie es wieder aufmachen um es zu lesen. In der Zeit kam Bariel rein, weil… ihre Instinkte sie warnten, doch selber wusste sie nicht genau warum.

„BARIEL! SOFORT WIEDER AUS DEM RAUM RAUS!“ brüllte Ferr. „Einen Scheiß werde ich tun.“ kontert Bariel, die hinter sich die Tür schließt. „Ich werde nicht draußen warten, nur das Mutter dem Wahn verfällt!“

„Dann wirst du ebenfalls…“ „Ist… das wahr?“ unterbrach Sina das Geschrei, als sie die weiteren Namen auf den Zettel gelesen hat. Dabei… war eine Eiseskälte in der Stimme, dass selbst Bariel das Fürchten brachte.

„Sie wollen ALLE Abenteurer, die mit mir mal gearbeitet haben oder leben oder oder oder… ebenfalls entfernen? ALLE SSS-Abenteurer? Die Nachtklinge Castien, Die Höllenschwerter mit Kunz, Mariel, Erilag und Onesta? Selbst Donny… der fernab woanders lebt? Prashi, die treue Seele dieser Gilde? Lara und Mel?

Meine Schwester Kyllia und… MEINE Verlobte Sherry? Ist… das wirklich ihr PLAN?“ starrte Sina Ferr an. Sie holte nebenbei ihre Abenteurerkarte aus dem Inventar, während Bariel nur die Augen weit aufriss.

„Ja, denn sie haben euch mehrmals in Schutz genommen. ALL die Unterlagen hier waren monatelange Recherchen von uns gewesen, die wir begonnen haben, als wir mitbekommen haben, dass ihr eine Kanzlerin geworden seid.

Euer Glück war, dass wir überall auf der Welt verstreut waren und unserer Arbeit nachgehen mussten, denn je weiter ein Haus entfernt war, desto mehr neigt sich es, korrupt zu sein. ICH und Millie hatten definitiv das Problem gehabt, mit meine anderen Kollegen kamen wir noch nicht zum Austausch.

Bevor sie die Frage stellen, der Außenposten in ihrer Stadt Saifa wird der Vertrag gekündigt, Mitarbeiter Ascal gekündigt und zu einer Tabuzone aufgestellt! DAS… ARGH…“ wollte Ferr noch was sagen…

Alle rissen erstaunt die Augen auf, als auf einmal Blut aus dem Hals des Protektors spritzte: Sina hat ihre Abenteuerkarte in seinen Hals geworfen und sie steckte tief drin im Hals drin. Die Dämonin hat ihre Geduld nun verloren. Sie wollen sie als Dämonin haben? Das Ziel haben sie erreicht, denn ihre Familie und Freunde wurden nun angegriffen.

Ferr fiel auf seinen Stuhl, Krasisus versuchte den verzweifelten Protektor noch irgendwie zu helfen. „Es reicht du altes Fossil. Hätten sie nur MICH entfernt, dann hätte ich es noch halbwegs akzeptieren können.

Aber nicht, wenn meine gesamte Familie, Freunde und mein Clan mit den Vampiren ebenfalls in eurer Angriffslinie ist. Ihr wolltet mich als Feind haben und das könnt ihr nun haben. Ich habe meine Karte „abgegeben“, nun darfst du in der Hölle schmoren.“

Mehrmals blinzelte Ferr und versuchte was zu röcheln, Corcan wollte mithelfen und Millie ist mit einem Schwert aufgesprungen, wo sie nicht wusste, wem sie mehr Aufmerksamkeit geben soll. Ferr starrte Sina kurz noch in die Augen… bis das Leben aus ihnen verschwand.

„DAMIT SIND SIE DEFINITIV EINE DÄMONIN!“ schrie Millie. „Ich war es schon immer gewesen.“ war Sina seeeeehhhr ruhig, wo Bariel zu ihr runterging. „Halt dich raus Bariel, das kannst du nicht mehr verhindern.“ „Aber Mama!“ „NEIN!“ drehte Sina sich wütend zu Bariel.

„Genug ist genug, sie haben eine Grenze überschritten und es ist egal ob sie Protektoren sind oder nicht! All den… Achtung: „Bullshit“ was sie bisher gerissen haben, sie wollen überhaupt keine Veränderungen haben!

Ich kann es nicht mal NACHVOLLZIEHEN! Sie bekämpfen AKTIV gegen die Veränderungen die JEDEM helfen sollen. Keine Ahnung, ob sie Angst haben, dass diese Veränderungen auch sie treffen könnte, mir ist… es nun wirklich egal. Wir sind nun Feinde für die Abenteurer geworden, auf Worte wollen sie nicht reagieren, also bekommen sie die Antworten auf dämonische Art und Weise!“

„Aber wenn du sie alle umbringst, bricht ein Chaos aus!“ warnte Bariel ihre Mutter. Dies nahm Sina zur Kenntnis, wo sie sich wieder zu den Protektoren widmet. Corcan und Krasisus nahmen auf einmal Schwerter in die Hände, während Ferr leblos auf dem Stuhl saß.

„Mir doch egal? Es liegt jetzt an ihnen selber, ob sie lebend dieses Zimmer verlassen wollen. Sie haben von sich aus gesagt, sie wären bereit für ihren Tod. Ergo, Ferr hat bestimmt Maßnahmen eingeleitet, doch…“ ging Sina ihnen etwas näher.

„Meine Vampire sind „zufällig“ alle arbeitslos. Alle Maßnahmen werde ich einfach über sie zerstören, töten oder was auch immer es ist. Vermutlich… Nachfolger, solltet ihr den heutigen Tag nicht überleben.

Eine gute Idee, ihr wusstet ja, mit wem ihr euch anlegt. Eine… intrigante Frau, die gegen ihren Willen eine Dämonenkönigin ist. Bisher habt ihr wirklich jede Hoffnung, die ich bei den Abenteuergilden gesehen habe, restlos zerstört.

Mein Plan war es… dass die Abenteurer die Vermittler werden sollen zwischen Alliancia und Deymonlia. Ein Plan, der so kompliziert und dennoch machbar ist, WEIL man sich auf ihre Neutralität verlassen konnte.

SIE hätten einen Waffenstillstand vereinbaren können, vielleicht sogar einen Frieden. Doch das… ist nun offiziell zerstört worden. Doch was ich nicht zulassen kann ist, dass ihr ALL meinen Verbündeten nun ebenfalls das Leben zerstören wollt.“

„Dann hättet ihr einfach nur Abenteurerin bleiben sollen und euch nicht in die Weltpolitik von Alliancia einmischen dürfen. Wenn ihr die Schuld sucht, dann bei euch selber!“ richtete Millie ihr Schwert auf Sina.

Sina starrte nun Millie in die Augen und bemerkte, dass ihre andere Hand am Zittern war. „Mutter… bitte…“ flehte Bariel von hinten. „Ich habe dich gewarnt, dass… ihre Denkweise nicht der üblichen Personen entspricht.“

„Dann muss ich sie halt zwingen.“ sagte Sina und die Protektoren waren Angriffsbereit… doch worauf ihre Waffen hielten, war nicht da, wo Sina nun stand. Auf einmal wickelte sich etwas um Millie und sie schrie vor Schmerzen auf, als ihr Körper mehr oder weniger gequetscht wird.

„Ah ah ah!“ stand Sina hinter Millie und warnte die Männer indirekt, dass mehr passieren wird, weil beide auf sie zurennen wollten. Der Knochenschwanz von Sina hat die Frau eingewickelt, die Dämonin legte ihre Haare zur Seite, dass der Hals frei ist.

„LASSEN SIE MILLIE LOS!“ brüllte Corcan. „Illusion: Schweigsamer Raum.“ zauberte Sina nun, denn… eigentlich ist es ja egal oder? Scheinbar hat sie noch ihre alte Würde, dass es im geheimen passieren muss.

„Ignoriert mich und tötet sie!“ rief Millie, dabei verzog sie ihr Gesicht. Nun musste Sina über dieses klassische Verhalten lachen. „Oh man…“ *schnapp*

Millie riss weit ihre Augen auf, Sina hat in ihren Hals gebissen. Bariel schloss nur ihre Augen und atmete schwer aus. Die Männer wollten einen Schritt nach vorne machen, als Sina eine Hand hochhob in ihre Richtung, sie behielt sie im Auge.

Sie trank das Blut von Millie… und hoffte einfach, dass ihr Speichel in großen Mengen in ihren Körper pumpt… bis sie die Frau losließ. Ihre Pupillen waren sehr weit geweitet, ihr Mund mit Blut verschmiert.

Mehrmals musste Millie blinzeln, was… ihr gerade angetan wurde, als der Knochenschwanz sie auf eine Wandseite warf. Sie knallte mit einem stumpfen Geräusch dagegen und fiel auf den Boden. „Ahh… ist etwas her, als ich Blut getrunken habe.“ grinste Sina fürchterlich.

„NUN SEID IHR TOT!“ brüllte Krasisus und rannte auf Sina zu…. „Urgh!“ machte der alte Mann… noch ein Geräusch, wenn es denn überhaupt noch ein Geräusch war: Das Knochenschwert hat sich in den Unterkiefer durch den Kopf gerammt, das Schwertende ist durch seine Schädeldecke durchstoßen worden.

Protektor Krasisus zuckte ein paar Mal, das Schwert fiel ihm aus der Hand… und seine Augen wurden leblos. Unverständnis sah man noch darin, doch dies ließ Sina kalt. Ihr Schwanz zog sich aus dem Kopf blitzschnell raus und Krasisus fiel tot zur Seite.

Scheinbar… hat diese Aktion Corcan jeglichen Heldenmut genommen, denn seine Beine zitterten regelrecht. Sina selber leckte ihr Knochenschwert sauber vom Blut… selbst Bariel will das jetzt nicht glauben, was sie sah… bis eine Frau laut aufschrie.

Corcan drehte sich besorgt zu Millie, wie sie regelrecht schrie. „Was ist los Millie?!“ Bariel wusste es, denn sie rannte an ihrer Mutter vorbei, nahm das Schwert vom toten Protektor. „Halt dich raus Corcan, du kannst es nicht verhindern!“

Anschließend bückte Bariel sich bei Millie, als sie bei ihr ankam… und fing an, die Rüstung von der alten Lehrerin aufzuschneiden. „BARIEL! WAS PASSIERT MIT MILLIE?!“ brüllte der Protektor Corcan leicht verzweifelt.

„Deine süße Kameradin wird in wenigen Minuten eine Dämonin wie meine Tochter Bariel. DAS ist los und ich liebe es, was ich in deinen Augen zu sehen bekomme.“ kichert Sina zugedröhnt. Der Protektor wusste nicht, wen er anstarrten sollte.

Sina, die leise kichert oder Millie, die immer noch schrie. Bariel hat ihre Lederrüstung vom Oberkörper aufgeschnitten, die Lederhose nur etwas den Hintern „geöffnet“… bis Corcan die Veränderungen bei der Frau sah.

„Hey.“ pustet Sina auf einmal den Protektor ins Ohr. Stocksteif stand der Mann und traute sich nicht sich zu drehen. „Wovor hast du Schiss? Das du sterben könntest? Dachte… du bist vorbereitet?“ flüstert Sina hinter ihm. „Bariel, ist er das, mit der Familie?“ „JA VERDAMMT!“ war scheinbar Bariel sauer, die zuschaut, wie Hörner, Flügel und Knochenschwanz bei Millie wachsen.

„Wunderbar…“ kichert Sina irre. „Folgendes… ich mache dir einen Vorschlag und ich will, dass du wirklich ganz genau überlegst, wie deine Antwort sein wird. Millie wird ihre Arbeit verlieren, weil Dämon, brauchen ja nicht wirklich darüber reden oder?

Damit… bist du der aktuell einzige Protektor, der die… Abenteuergilde „schützen“ kann. DU alleine… hast momentan daher die meiste Macht, egal wie man es dreht und wendet… Daher kannst nur DU entscheiden, wie es hier und jetzt enden wird.

Doch zuerst… wenn du die falsche Wahl triffst: Ich werde… verdammt schnell herausfinden, wo deine Familie ist und werde dich dann mit einem Vampir aufsuchen. Du dürftest ja wissen, wie Vampire entstehen, doch was passiert mit frischen Vampiren?

Sie haben zu aller erst Durst nach Blut, wenn sie es nicht bekommen, werden sie zu dem, als was man sie immer beschimpft: Blutdürstige Monster. Sie werden ALLES angreifen was Blut hat und aufgrund, dass ihr Monster den Körper kontrolliert, auch weiterhin alles angreifen, WENN sie Blut getrunken haben.

Nun kommen wir, was mit deiner Familie passiert. Ich werde dir deine Augenklappen abreißen und eines deiner Kinder oder wenn du nur ein Kind hast… zum Vampir verwandeln. Du wirst alles vor Augen sehen, wie sich das Elend entwickelt und dann… wird dein Kind die Mutter, DEINE Frau zu Gesicht bekommen.

Glaub mir… dein Kind wird nicht die Kontrolle haben, ich werde dein Kind bewusst festhalten, bis das Monster ausbricht und dann loslassen. Deine Frau… wird bestialisch getötet. Ihr Blut getrunken, bestimmt die eine oder andere Stelle aufgefressen, ist je nach Situation.

Doch es wird nicht aufhören, ich werde bestimmt weitere Verwandte von dir oder Frau oder deine Freunde finden und immer wieder… dein vampirisches Kind auf sie loslassen. Immer wieder und wieder… und du kannst nichts tun außer zuschauen.

Mit der Aktion werde ich etwas machen, was selbst Vampire nicht machen, denn es ist verboten, dass Vampire Kinder zu Vampiren gebissen werden. Der Grund ist einfach: Der Körper wächst nicht mehr, man bleib für alle Zeiten ein Kind.

Der Geist aber… der wächst. Er wächst und wächst und dann werde ich dein Kind soweit manipulieren, dass du Schuld bist. Glaub mir… dass ist überhaupt kein Problem für mich, ich habe es mehrmals geschafft.

Dein Kind… wird letztendliches auch dein Mörder werden. Vielleicht bringe ich ihm ein paar Foltertipps bei, weil Rache… muss man voll auskosten. Wenn man das Objekt der Rache tötet… kommt meistens schnell der Frust.“

Das Schwert in der Hand von dem Protektor zitterte fürchterlich, Millie hörte auf zu schreien und keuchte schwer auf dem Boden. Bariel warf das Schwert beiseite und nahm dann Abstand von Millie.

„DAS wird passieren und du kannst es nur verhindern, wenn du auf meinen Vorschlag eingehst. Glaube… für ein Protektor gehst du bestimmt fleißig an die Arbeit. Aber deine Familie liegt in der Rangordnung der Wichtigkeit sogar über der Abenteuergilde.“

„Wa… was… ist der Vorschlag?“ presste Corcan seine Frage regelrecht aus seinem Mund und Sina grinste bis zu beiden Ohren.

„Och, der ist eigentlich relativ simpel.“ ging Sina auf Millie zu und kehrte dem Protektor den Rücken zu. „Ma Shi wird wieder Gildemeister, alle Abenteurer und Mitarbeiter auf dem Zettel, den ich irgendwo verloren habe, werden NICHT gefeuert oder der Status entzogen.

Die kleine Gilde in Saifa bleibt erhalten und alle kommenden Maßnahmen, die Ferr geplant hatte wirst du bestmöglichst abfangen. Natürlich ist es dir frei erlaubt, neue Protektoren an Land zu ziehen, immerhin musst es ja eine bestimmte Anzahl sein oder?

Sag nichts, es interessiert mich nicht. Des weiteren… ist es dein Problem, wie du den Tod von den beiden alten Knackern erklärst, denn… alle weitere Aktionen gegen mich, meine Familie und weiteres wird nur eines dafür sorgen: Das ich mein Versprechen zu dir von eben umsetzen werde.

Es gibt kein Ort auf der Welt, wo du dich verstecken kannst, denn im Gegensatz zu dir… haben wir alle Zeit der Welt. Diesen Kampf gegen zeitlose Kreaturen zu kämpfen wirst du nicht überstehen. Deine Familie wird es ebenfalls nicht überstehen.

Tja, habe ich was vergessen? Bestimmt einiges, doch ich bin kein Abenteurerin mehr, dass haben alle Leute draußen mitbekommen. Wäre ich klug gewesen, also… hätte ich mich nicht von meinen Emotionen überwältigen lassen, dann hätte ich dir gesagt:

Ich behalte meinen Status, Neia behält den Status, Bariel wird wieder Protektor und die Überlebenden überarbeiten die Regeln der Protektoren denn sie sind vor allem eins: Rassistisch. Die angesprochene… Überprüfung der Regeln, wird nicht gemacht.

Im Grunde… macht ihr einfach gar nichts, was mich wütend machen könnte. Ich habe… so die Schnauze voll von euch… von euch elenden Viechern.“ sagte Sina, wo Bariel sie in diesem Tonfall noch nie gehört hatte.

„Ich kann nun wirklich verstehen, warum die Vampire euch so verachtend betrachten. Wie könnt ihr Schwächlinge glauben, UNS starke Personen weis zu machen, was wir dürfen oder nicht? Ich verstehe immer besser, warum die Dämonen euch systematisch fertig machen wollen… Ach halt, das mache ich ja schon.“ legte Sina eine Handfläche auf ihren Mund.

„Das Schlimmste ist… die Händlergruppe macht mir das Leben schwer, die Zwergenreiche und eine Elfennation macht mir das Leben schwer und weil ich scheinbar noch Platz hatte, reiht ihr euch ein. Alle haben mich immer weiter in die Ecke gedrängt und ihr… habt es tatsächlich geschafft, dass ich jetzt auf alles pfeifen werde.

Glückwunsch Protektor Corcan, ich würde das gerne auch Ferr und Krasisus sagen, aber… tot, so ein Pech aber auch. Diese Konsequenz trifft nun ganz Alliancia, sie wollen MICH als Feind haben, die im Grunde mit allen in Frieden leben wollte.

Nur weil… ich mich als Dämonenkönigin geoutet habe… weil ich jemanden retten wollte, wurde alles anders. Einerseits… bereue ich es ein bisschen, doch… anderseits… nein.“ schüttelt Sina den Kopf.

„Ich liebe wirklich Neia, ich würde es wieder machen. Mein Herz würde nicht so rasen, wenn ich sie nicht lieben und ehren würden wie Sherry. Doch das die… Konsequenz so dermaßen… extrem ist, das habe ich nicht kommen sehen.“

Sina bückte sich vor Millie und drückt mit einer Hand der neu erschaffenen Dämonin den Kopf hoch. „Meine neuste Tochter, wie fühlt es sich an? Du hast einen sehr schönen Körper bekommen, doch dein altes Leben hast du nun verloren.

Wie ist es… am eigenen Leib zu erfahren, welche Hilfslosigkeit man erlebt, wenn man… keine Macht hat, gegen gewisse Entscheidungen zu treffen? Wie viele Abenteurer haben etwas… übertrieben, aber waren gutes Herzens?

Böse Buben muss man verfolgen, wo man kann. Das ist, was ich vollständig akzeptiere und unterstütze, doch was hier… passiert ist… Diese Unentschlossenheit, Veränderungen zu akzeptieren und nur allen ernstes, weil der vergangene Held es so ins Leben gerufen hat?

Wie alt sind eure Regeln? Dieser Held konnte unmöglich in die Zukunft schauen, die Welt dreht sich immer weiter und weiter. Hätte dieser Held es abgelehnt, wenn Vampire sich der Gesellschaft anpassen wollen?

Wenn er sieht, dass die Bewohner von Fanfoss… und auch Abenteurer ihnen freiwillig Blut abgeben, hätte er sie abgelehnt? Eure billigen Ausreden… weil sie von keiner Nation akzeptiert werden…

Ich danke dir, wo ich nun anfangen kann mein Kind. Anfangen kann, damit die Vampire ein Teil der Gesellschaft werden UND du wirst es sogar miterleben.“ lächelt Sina und schaute in die gelben Augen von Millie.

„Was… … ist das für ein Gefühl, was habt ihr mir angetan!“ keuchte Millie verzweifelt. Im Gegensatz zu Ruri und Bariel hat Millie noch ihr „altes“ Aussehen.

„Das Gefühl… ist was du zu Mama hast. Sie ist deine Meisterin geworden oder Mutter, du… kannst es dir aussuchen…“ murmelt Bariel. „Was… hast du mir ihr vor Mama?“

„Nichts.“ ließ Sina Millie los. „Ihr Leben ist nun ebenfalls zerstört, genauso meins, Neia´s und deines. Wenn sie einen Neuanfang haben will, sie kennt ja meine Adresse, die Türen sind für Vampire, Dämonen und Gleichgesinnte offen.

Unser Viertel wird nun abgesperrt, wer weiß, ob nicht irgendwelche dummen Vampirjäger kommen, die Ferr eventuell beauftragt hat. Alles wird zurückgezogen, das sind die Konsequenzen, die die Abenteurer dem Bürgermeister… nein, allen erklären dürfen.“ stand die Dämonenkönigin auf und schaute Corcan an.

„Und Protektor Corcan? Wie ist ihre Wahl? Ich habe auf einmal verdammt viel Zeit von euch bekommen, ich akzeptiere meine Verbannung.“ dabei ging sie langsam auf Bariel zu.

„Ich… werde euren…“ presste Corcan. „NEIN! Du bist ein Protektor!“ schrie Millie ihn an. „Gib nicht deinen Eid auf, sie kann nichts davon umsetzen!“ Sina hielt an, denn das könnte vielleicht doch problematisch werden.

„Mama?“ bemerkte Bariel sofort das grübelnde Gesicht bei Sina. „Hmm… sag Millie… Willst du dich nochmal verändern?“ drehte Sina sich zu ihr um. „Etwas… was dich komplett ohne Seele hinterlässt?“

Nun bekam Millie auch die Angst, denn… sie wurde verwandelt, zu was ist Sina also noch in der Lage? „Ich werde eurem Vorschlag nachgeben.“ keuchte Corcan schwer aus. „Millie, aufgrund das du eine Dämonin geworden bist, entziehe ich dir als letzter… Protektor deinen Status als Protektor.

Mehr, du wirst von den Abenteuergilde verbannt und erhältst die gleiche Strafe, wie Lady Sina. Bariel betrifft es ebenfalls, denn sie war ebenfalls in… eure Intrigen verwickelt.“

„DAS STIMMT NICHT CORCAN!“ schrie Bariel wütend, doch Sina hielt sie auf. „Ist schon gut, mein Kind, lass sie es glauben. Du bist viel zu gut, als dass du dich auf… „deren“ Seite noch aufhältst. Du hast was besseres verdient.

Tja und ob Millie das auch verdient hat? Wer weiß, denn wenn all ihre Freunde oder auch Familie, wer weiß… ob sie sie nicht fallen lassen. Mir ist das egal, sie kann ein Chaos anrichten, wie sie lustig ist.

Wir sind hier fertig und vergiss nicht… „Protektor“… du hast die Wahl. Ich werde mitbekommen, ob du… tzz… Kooperativ bist oder nicht.“ warnte Sina den Mann. „Nun mein Kind, lass uns nach Hause gehen. Wir sind hier nicht mehr erwünscht.“

„Mama…“ schaute Bariel besorgt Millie auf dem Boden an, die lautlos am Weinen war, Corcan der beschämt zur Seite schaute. Ferr und Krasisus tot im Zimmer, Sina… hat sich in ihren Augen komplett geändert.

„Was Bariel?“ lächelt Sina. „Es werden noch harte Zeiten kommen, aber hey, ich scheiße nun auf alles. Es… ist tatsächlich irgendwie ein bisschen erfrischend, diesen Druck nicht mehr zu haben. Komm, ich muss… noch so viele weinende Herzen trösten und über eine neue Zukunft nachdenken.“

Bariel schaute immer noch Sina in die Augen und diese sah, wie Bariel immer wieder auf Millie schaute. „Meine Tochter, ich werde dir nichts befehlen, aber Millie muss selbst entscheiden. Sie kann uns hassen, dann versteht sie vermutlich, was sie in all der Zeit anderen Personen angetan hat.

Oder sie überlegt, ob sie nicht lieber zu der bösen Seite kommt. Wir haben wenigsten leckere Kekse und Tee.“ kichert Sina über den eigenen Witz. „Hast du mitbekommen Millie? Die Tür ist offen bei mir.“

„Denke… mehr kann ich nicht von dir verlangen, wenn ich überlege… dass ich dich nicht informieren konnte…“ seufzte Bariel.

„Ist doch nicht schlimm, wir haben alle etwas daraus gelernt und es hilft uns für die Zukunft weitere Entscheidungen zu treffen.“ schüttelt Sina sich und klemmte sich unter einem Arm von Bariel.

„Nun lass uns gehen.“

Kapitel 710

Ich bin wiedergeboren und ???

„Gut, dann kommen sie rein, damit sie unsere Zeit nicht verschwenden.“ nickte Ferr nur kurz und ging wieder in den Konferenzraum rein. Tio und Mio machten besorgte Gesichter, so wütend wie Sina aussah.

Sina selber stampfte eher wütend in das Zimmer, nicht ahnend, was denn jetzt auf sie zu kommt. Dabei hieß es immer, dass sie sich eigentlich keine Gedanken machen muss. „Hoffe… wo auch immer du bist Neia, du verzeihst mir…“

An der Tür angekommen, schloss sie direkt hinter sich und sah, dass der Raum ein bisschen umgestellt wurde. Drei Männer und eine Frau saßen an einem langen Tisch und davor war ein einfacher Stuhl.

Bei jeden der Protektoren war ein sehr großer Stapel, was genau die Dokumente sein könnten, interessierte Sina nicht. „Wenn sie die Güte hätten Lady Sina, nehmen sie bitte platz.“ zeigte Ferr mit einem Stift auf den Stuhl.

„Ich zeige dir gleich die Güte mit dem Stuhl. Mir geht es danach besser und dir weniger.“ dachte Sina und ging zu dem Stuhl. Nun hatte Sina die Chance, die anderen Protektoren genauer zu betrachten.

Aufgrund das es nur eine Frau war, dürfte es Protektorin Millie sein. Sie wirkt wie eine Frau in ihren 40er Jahren, normal Lederrüstung, die leichte Abnutzungserscheinungen hatte. Ein sehr dunkelbraunes Haar und zugleich auch braune Augen.

Zumindest eine Person, die in der Menge nicht sofort auffallen würde, so das Urteil von Sina. Doch… sie sah nicht wirklich aus, als wüsste sie wie man lächelt. Keiner der anwesenden Personen dürfte viel gelächelt haben.

Der Mann neben ihr hatte eher schwarze, aber sehr kurz geschnittene Haare. Auffällig ist eine Narbe, die eine Wangenseite stark zerrissen hatte. Von der Statur her dürfte er ein normaler Mann sein, der ebenfalls eine Lederrüstung trug.

Als nächstes kam Ferr, der aber Sina egal war, zum Schluss der letzte Protektor. Ebenfalls ein Mann älteres Baujahres der sich von den anderen Unterschied, dass er eine Ritterrüstung trug. Sein graues, doch recht langes Haar fiel hinter seinen Rücken.

Doch seine Augen… Sina dachte, dass sie auch von der Fürstin Delsanra sein könnten. Kalt wie Eis, nicht nur wegen der Augenfarbe. Alle starrten Sina an, bis sie endlich auf den Stuhl saß.

„Endlich.“ murmelt der Mann neben Ferr. „So… Lady Sina, wir kennen uns bereits, wenn ich Protektorin Millie, Protektor Corcan und neben mir Protektor Krasisus vorstellen darf, fangen wir mit dem Gespräch an.

Was unsere Funktion ist, brauche ich ihnen nicht erklären, eure… „Tochter“…“ „Wenn du noch einmal deinen ätzenden Tonfall ansetzt, werde ich als „Mutter“ es jederzeit korrigieren.“ unterbrach Sina den Mann direkt. „Wo ist sie eigentlich, denn sie hätte ich definitiv treffen müssen. Dass sie wegen Befangenheit nicht hier ist, ist selbsterklärend.“

Ferr kniff wütend seine Augen leicht zusammen. „Wegen Befangenheit? Sie wurde vom Dienst der Protektoren komplett entlassen. Ich habe sie bewusst ins Büro gesteckt, damit sie euch nicht warnt.“

„Wi… wieso wurde sie entlassen?!“ staunte Sina. „Soweit ich verstanden habe, werden einige Test mit ihr gemacht, ob sie ihrer Rolle noch nachgehen kann.“

„Bedaure sie zu korrigieren, aber wir haben keine Tests gemacht. Sie waren in Bariel´s Fall überhaupt nicht nötig gewesen.“ sagte Protektor Corcan, der jüngste Mann in Raum. „Und warum nicht?!“ hakte Sina direkt nach. Noch eine Sorge mehr ist gekommen.

„Ich wüsste nicht, dass wir die Fragen…“ meinte Protektor Krasisus, als er den Mordblick von Sina bekam. „Sie wollen die Kooperation von mir, nicht umgekehrt. Sag du alter Furz, Bariel wird entlassen UND in dem Büro eingesperrt? Was ist eigentlich hier los?“

„Wenn sie nicht gleich auf ihre Wortwahl achten, kann ich mich ihnen auch anpassen, kein Problem.“ kontert Ferr direkt. „Sie verlangen vermutlich Respekt von anderen? Dann sollte es umgekehrt ebenfalls der Fall sein!

Bariel wurde gekündigt, weil sie eine Dämonin geworden ist. Nicht nur das, sie ist nicht mal mehr unparteiisch. Ich habe ihr einige Fragen gestellt, als wir unter uns waren und die Antworten waren mehr als alarmierend gewesen.

Sie ist NICHT mehr in der Lage, die Gilde zu schützen. Sie lässt sich von ihren Gefühlen nun kontrollieren und mehr noch, sobald es was mit IHNEN zu tun hat Lady Sina, legt sie ein ganz anderes Verhalten dar. Dies habe ich früher von ihr nicht gekannt.“

„Moment… das Einzige, was mich gerade am meisten stört ist, dass sie wegen ihrer Rasse gekündigt worden ist, sie verdammter Rassist! Bariel wäre auf der Insel GESTORBEN an dem Giftangriff von diesem Echsenmensch!

Ich habe ihr die Wahl überlassen, ob sie leben will oder den unweigerlichen Tod. Das sie jetzt dafür bestraft wird, weil sie eine Dämonin ist, ist doch völliger Blödsinn!“ war Sina richtig sauer.

„Jede Entscheidung hat auch immer eine Konsequenz.“ meldet sich jetzt Protektorin Millie. „Doch uns Rassismus zu unterwerfen ist völlig fehl am Platz. Sie müssen wissen, als unsere Funktion von dem damaligen Helden erschaffen wurde, hat er ganz klar festgelegt, wer dafür nur infrage kommt.

Niemand anderes als Menschen. Bevor sie danach fragen, wir haben darauf keinen Einfluss und werden es nicht tun, weil die Begründung des Helden eigentlich sehr nachvollziehbar ist.

Die Menschen waren es, die die Abenteuergilden ins Leben gerufen haben. Sie waren es, die die eigentlichen Abenteurer auf der Welt erschaffen haben. Die Zwerge kamen erst später nach und die stolzen, aber ignoranten Elfen als nächstes.

Nur die Tiermenschen waren das Problem, weil die Regeln der Abenteurer ihnen angeblich die Freiheiten nehmen würden. Dennoch dauerte es nicht lange, bis auch sie die Regeln der Abenteuergilden akzeptiert haben.

Doch was der Held verhindern wollte ist, dass diese Rassen auch Protektoren werden. Der größte Nachteil ist einfach, dass die Zwerge und Elfen ein zu langes Leben haben und somit keine Chance gewährt wird, dass neue Protektoren nachkommen.

Tiermenschen könnten dies werden, aber wie ich eben erklärt habe, sie nehmen es leider nicht so genau mit den Regeln. Der Held wollte einfach verhindern, dass… wenn Protektoren ihrer Arbeit nicht unbedingt nachgehen, dennoch die anderen Protektoren nichts dagegen tun, dass sie einfach an Alter sterben.

Nun stellen sie sich einen korrupten Elfen vor, der alles tun und machen kann, wie es ihm gefällt. Die anderen schauen weg oder was auch immer der Grund ist und so eine Person soll über tausend Jahre ein Protektor sein?

Deswegen können sie ihren Vorwurf über Rassismus für sich behalten. Mehr noch… hat der Held es ganz klar und fett in das Regelwerk der Protektoren geschrieben: Dämonen dürfen überhaupt keine Protektoren werden.

Nicht nur haben sie ein endloses Leben, die Gefahr ist zu groß, dass sie einen Schaden anrichten, dass die Abenteurer komplett in Verruf bringt.“ „Huh?! Davon weißt Bariel aber überhaupt nichts!“ merkte Sina direkt an.

„Das stimmt und das tut mir persönlich auch leid, weil Bariel meine Schülerin war. Es ist mein Fehler, dass ich ihr diesen Teil nicht so genau beigebracht habe, gerade WEIL ich niemals damit gerechnet habe, dass sie oder überhaupt jemand zu einem Dämonen verwandelt werden kann.

Diesen Fehler habe ich nicht kommen sehen und mich bei ihr auch entschuldigt.“ erklärte Millie sehr nüchtern. „Und ich habe mir geschworen, diesen Fehler kein zweites Mal zu wiederholen.“

„Super, danke für die Erklärung.“ bedankte Sina sich sarkastisch und schaute Ferr wieder an. „Und weswegen sperrt ihr sie ein hm? Wundere mich, dass sie nicht längst die Tür aufgetreten hat.“

„Hätte sie, als ich sie davor gewarnt habe, dass sie mehr als nur den Protektoren-Status verlieren könnte. Wenn es um euch geht, wird sie sehr unvernünftig, aber irgendwie hat die Vernunft in diesem Fall bei ihr noch obsiegt.“ knurrte Protektor Corcan.

„Was? Das sie komplett von der Abenteuergilde ausgeschlossen wird? Ich bitte sie, irgendwo gibt es auch eine Grenze!“ schüttelt Sina verständnislos den Kopf.

„Das sollte man auch bei ihnen meinen. Sie haben als Abenteurerin mehrmals die Grenzen überschritten und die halbe Welt hat mehrmals die Augen verschlossen.“ warf der Protektor Krasisus die Behauptung gegen Sina.

„Und das ist der Grund, warum wir mit ihnen sprechen wollen Lady Sina.“ nickte Protektor Ferr. „Sie sind eine verdammte intrigante Person, deswegen haben wir nur Bariel und Fürstin Neia eingeladen mit dem Plan, dass sie selber schon die Gilde unvorbereitet betreten.“

„Das haben sie hervorragend geschafft, Glückwunsch.“ meinte Sina sarkastisch. „Nun bin ich hier, ich bin ganz Ohr, während meine Familie am Weinen ist.“

„Bevor wir an das wirkliche Thema kommen, weswegen sie heute hier sitzen ist, dass wir einige Fragen stellen müssen. Wir raten ihnen, dass sie sich kooperativ verhalten, denn es würde unsere Arbeit nur erleichtern, statt dass wir uns auf unsere Vermutungen verlassen müssen.“ merkte Millie von der Seite an.

„Himmel, die sind ja viel schlimmer als die zwei Knallköpfe von Beamten…“ bekam Sina nun leichte Kopfschmerzen. „Nur zu, fragen sie mich komplett aus. Doch auch ich werde nicht alles beantworten, wenn es zu meinem eigenen Schutz dient.“

„Sollten sie aber, weil es unseren Entscheidungen hilft, ob sie weiterhin als SV-Abenteurerin in unserer Gilde bleiben dürfen.“ offenbarte Ferr nun das größte Geheimnis. DAS hat Sina nun wirklich nicht kommen sehen, damit haben sie Sina eiskalt erwischt.

„Dann… fangen sie einfach mal an.“ knurrte Sina, während sie schon in höchster Konzentration war. „Was… ist denn jetzt schon wieder los?“ grübelte die Dämonin nebenbei.

„Vor langer Zeit, als sie den Auftrag angenommen haben, etwas über den Verbleib der Gildemeister von Osnain herauszufinden, gab es einen kleinen Vorfall an der Grenze.“ fing Krasisus an. „Einer der Wachen kann sich noch gut daran erinnern, dass er von ihnen bedroht wurde, weil er seinen Pflichten nachgegangen ist?“

„Habe ich, weil es seine billige Ausrede war, dass ich eine Adelige war. Ein Titel, den ich vom König bekommen habe für die Rettung der Kinder.“

„Worauf sie schon ansprechen. Wir haben keine irgendwelche Belege, dass sie offiziell den Auftrag hatten, die Armee des Königreichs von Efrana anzugreifen.“ blätterte Ferr mehrere Blätter vor sich, als würde er was suchen.

„Ernsthaft? Ich brauche dafür einen Beleg?“ staunte Sina. Sie suchte kurz im Inventar und fand die Belohnung, die sie damals von Themba bekam. Sie warf sie provokant auf den Tisch. „Da ist der Beleg, dass mich die Königskinder im Gasthaus von Siediff beauftragt hatten, dass sie ihren Vater, der auch zugleich der König war, lebend zu erreichen.“

„Meinen sie nicht, dass sie es damals auch anders geregelt hätten? Sie haben damit die Gilde von uns sehr in Verruf gebracht.“ kniff Ferr wütend seine Augen. „Ach? In welcher Form denn? Das ich eine Armee zusammengeschlagen habe?

Es ist niemand gestorben, die Kinder sind glücklich beim König angekommen und zugleich wurden die Parasiten bei den Adeligen entfernt. Eher war es das Gegenteil der Fall.“ kontert Sina.

„Das mag stimmen, aber die Armee von Osnain wurde von ihnen größtenteils zerstört. Befragungen meinerseits mit Angehörigen des Militärs haben ergeben, dass sie in keiner Form sich zurückgehalten haben und sogar die vielen Tote in Kauf genommen haben.“ kam der Vorwurf von Protektor Corcan.

„Komischerweise wurde meine Partnerin Sherry entführt, was die Kaiserin Emilia belegen kann. Hätte ich einfach vor der Tür klopfen sollen und fragen, ob ich meine Partnerin lebendig wiederbekommen könnte?“

„Sie haben dafür den Stellvertreter Marcel ohne jeglichen Grund zusammengeschlagen und aus den wenigen Informationen etwas zusammengereimt. Der einzige Umstand, der für sie spricht ist, dass sie recht hatten. Aber sie hatten NICHT das Recht weder den Stellvertreter NOCH das Militär anzugreifen, es gibt andere Lösungen!“ war Corcan wütend.

„Du kannst mich auch mal. Das WAR der Thronerbe: Illusion: Kammer des Grauens!“ zaubert Sina die Illusion hoch und die Protektoren bekamen die Schrecken zu sehen, was der Prinz Leonardo angerichtet hatte… bis zu der riesigen Körperskulptur. Sherry sah man ebenfalls, wie sie an der Decke festgehängt war. „Sag mir Klugscheißer, WIE wären denn die anderen Lösungen gewesen?“

Damit hat Sina es zumindest geschafft, dass Corcan ruhig gestellt war. „Nah? Scheinbar hat ja jeder sehr viel Zeit gehabt, alle meine Scheiße nachzuverfolgen. Wenn sie ihre Arbeit mal richtig gemacht hätten, dann hätten sie auch wissen müssen, was der Penner meiner Partnerin angestellt hatte. MEHR NOCH! Sie haben die meisten gefangenen Abenteurer für damalige Testzwecke missbraucht, was zu ihren Tod geführt hat.

IHR wollt MIR sagen, ich hätte das alles nicht machen DÜRFEN? ERNSTHAFT? Dafür sind die Beziehungen zwischen dem Kaiserreich Osnain und den Abenteuergilde besser als je zuvor!“

„Nichtsdestotrotz haben sie ihre Befugnisse weit überschritten als Abenteurerin.“ ließ die Behauptungen von Sina den Protektor Krasisus ziemlich kalt. „Zumal sie zu einer Kanzlerin von dem verstorbenen Kaiser ernannt worden sind. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wären sie keine Abenteurerin mehr gewesen.“

„Sie haben sehr viele Gildemeister hinter ihrem Rücken gehabt, die uns immer wieder davon überzeugt haben, dass es gegen euren Wunsch gegeben wurde.“ sagte Protektorin Millie dies. „Doch scheinbar geht ihr ja ziemlich fleißig eurer Arbeit als Kanzlerin nach, obwohl ihr das ja nicht haben wolltet.“

„Und was genau arbeite ich denn hm?“ lächelt Sina entgegen. „Vor kurzem haben sie Kaiserin Emilia bei einem Konflikt gegen den verstorbenen Elfenfürst Aelrindel beigestanden. Ein anwesender Zeuge hat mir dies bestätigt.“ las Millie etwas von ihrem Blatt vor.

Schnell überlegte Sina, wer dieser Zeuge sein könnte und es fielen ihr nur vier Personen ein. Doch welcher dieser Personen genau könnte es gewesen sein? „Mehr noch, SIE haben im Namen des Kaiserreichs einen wichtigen Wald mitsamt dem Baum des Glauben von den Elfen zerstört. Damit haben sie unsere Neutralität mehr als verletzt.“ teilte Millie es noch weiter mit.

„Eine Elfennation verbietet jeden Kontakt mit Menschen, mehr noch Abenteurer sind ebenfalls unerwünscht. Das ist eine Konsequenz, dass ganz klar auf sie zu führen ist.“ klagte Ferr Sina an. „Doch es geht noch weiter… Es gab nochmal einen Grenzvorfall an Tuzato. Da hätten sie angeblich die Aufforderung abgelehnt zu gehen.

Mehr noch, haben sie ganz offiziell gedroht, ihre Macht als Kanzlerin und… Heldin von Efrana einzusetzen. Das ist Machtmissbrauch in mehreren Fällen und dabei haben sie wieder die Abenteurer reingezogen!“

„Und das ist nicht mal das schlimmste.“ sprach Protektor Corcan nun. „SIE, eine… Abenteurerin Mel und Lara haben ganz offiziell eine Armee von Tuzato angegriffen. Wir haben alle Berichte durchgelesen und auch die Augenzeugen befragt und unsere Meinung?

Das ist der größte Bullshit, den wir alle erlebt haben. Eine Armee aus Notwehr zerstört? Ernsthaft? Ist das normal bei euch Dämonen? Damit haben sie WIEDER unsere Neutralität verletzt in einem sehr GROßEM Stil!“

„Willst du jetzt ein Taschentuch haben? Sie haben uns angegriffen und da sie nicht mit den Angriffen aufgehört haben, mussten wir ein bisschen mehr Überzeugungsarbeit leisten.“ ließ Sina sich nicht aus der Ruhe bringen.

„In dem sie wieder die Macht als Kanzlerin und Heldin von Efrana ausgenutzt haben. Ausgenutzt haben, um die Theokratie von Tuzato vollständig zu zerstören!“ schlug Krasisus mit der Handfläche auf den Tisch.

„Ich sehe keinen Verlust da drin, dass diese Wahnsinnigen von dem Kontinent verschwunden sind.“ betrachtet Sina ihre Fingernägel. „Sicher? Wir haben regelrechte Beschwerden von dem Gildemeister aus dem ehemaligen Tuzato bekommen, dass ihr sie alle bedroht habt!“ knurrte der Ritter.

„Habe ich das? Ascal war ebenfalls anwesend, haben sie nach seiner Ansicht mal gefragt? Meine, bevor ich mir den Mund fusselig rede?“ zuckte Sina mit den Schultern. „Aus meiner Sicht habe ich einfach eine Grenze gezogen, weil die Kinder etwas wollten, aber nicht bekamen. Das hat dann auch geklappt.“

„Meine Damen und Herren, Lady Sina scheint scheinbar nicht ihre Lage zu verstehen oder verstehen zu wollen.“ seufzte Ferr, der keine Geduld mehr hatte. Auf einmal holte er einen Brief aus seine Robe hervor.

„Lady Sina, ich bekam einen anonymen Hinweis zugesteckt. Normalerweise ignoriere ich sie komplett, weil sie meine Arbeit manipulieren kann. Doch… diesen Inhalt kann ich nicht ignorieren.“ starrte Ferr Sina an. „Und was steht drin, damit ich endlich gehen kann?“ fragte Sina.

Protektor Ferr öffnete den Brief und holte den Zettel raus. Diesen drehte er zu Sina um, wo man sehr deutlich was lesen konnte: „Sina ist die Dämonenkönigin.“ in blutiger Schrift. „Wollen sie was dazu sagen? Ich meine, sie hatten eine Ansprache von Batzien gegeben, dass sie keine wären.

Dummerweise hat jeder ein Zeuge befragt, der etwas… gegenteiliges behauptet. Lady Sina, eine einfache Frage daher: Sind sie die Dämonenkönigin oder nicht?“

Beide Seiten starrten sich an, Sina selber schloss die Augen und musste mehrmals stark ein und ausatmen. Anschließend öffnet sie wieder ihre Augen. „Ja, ich bin die Dämonenkönigin, aber nicht von Deymonlia, sondern weil der dunkle Gott es mir gegeben hat. Ich bin nichts anderes als ein Träger diesen Titels.“

Die Protektoren sagten nichts, Ferr schaute nur jeden einzeln an und diese nickten ihm nur zu. Anschließend stand der alte „Richter“ auf und schaute Sina anklagend an.

„Lady Sina, normalerweise würde ich direkt zum Punkt kommen, aber aufgrund ihrer Natur will ich mir keine Formfehler erlauben. Sie sind wie ein Geschwür in unserer Gilde und das was sie bisher aufgebaut haben, werden sie vermutlich mit Hand und Fuß zu wehren wissen.

Lady Sina, Abenteurerin Rang SV wird ab jetzt und heute von unserer Gilde verbannt. Nicht nur verbannt, sondern euch ist es verboten, jemals in eurem Leben eine Abenteurerin zu werden noch die Gildehäuser zu betreten.

Weiteres wird jede Abenteuergilde dazu angehalten, keinen Kontakt mit ihnen zu knüpfen noch das sie es bei uns versuchen werden. Wird das nicht eingehalten, so werden diese Abenteurer oder Mitarbeiter des Hauses ebenfalls verbannt.

Die Gründe der Verbannung… Aufgrund mehrmaligen Überschreiten der Neutralität, mehrere Angriffe auf die Nationen auf Alliancia und Ausnutzung der Macht. Ausnutzung der Macht, weil sie immer noch eine aktive Rolle als Kanzlerin von Osnain ausüben und somit eine Führungsrolle in einer Nation arbeiten.

Angriff auf mehrere Elfennationen sowie Einmischung in ihren Glaubenskrieg. Missbrauch der Gewalteneinteilung innerhalb der Abenteuergilde sowie dass sie Hand an eine ehemalige Protektorin angelegt haben, dass sie zu einer Dämonin wurde. Dazu die große Lüge über ihre eigene Person, was sie sind und mehrere bekannte Abenteurer auf ihre Seite gezogen haben.

Und zuletzt… weil sie die Dämonenkönigin sind. Es ist egal… ob sie eine Trägerin sind, die tatsächliche Anführerin aus Deymonlia sind oder nicht. Wir Protektoren bekamen noch eine weitere Aufgabe.

Diese wird erst einem beigebracht, wenn man längere Zeit als Protektor gearbeitet hat. Der Held, der uns erschaffen hat, hat aus irgendwelchen Gründen vorausgesehen, dass die Dämonen die Vorteile unserer Gilde ausnutzen könnten.

Doch nur den Dämonenkönigen traute er diesen Schritt zu, weil sie die nötige Skrupellosigkeit zutraut, es umzusetzen. Selbst… wenn wir einfach ALLES ignorieren würden, was sie getan haben Lady Sina, wäre ab ihrem Titel Schluss gewesen.

Wir sind uns bewusst, dass es ein sehr gefährlicher Schritt von uns ist, EUCH… zu „provozieren“, aber scheinbar genießen sie „angeblich“ das Leben auf Alliancia. Werden wir heute sterben, dann wird der Welt die Augen geöffnet, dass die Dämonen immer noch die Monster sind, wie man sie kennt.“

Der Kopf von Sina war leer. Niemals… hätte sie das geglaubt, dass man sie derart hart angeht und… versteht so langsam, was Neia die ganze Zeit gefühlt hat und warum sie voller Wut und Frust weggerannt ist.

„Lady Sina, ich fordere von ihnen die Abenteurerkarte. Es ist eine Schande, was SIE unserer Gilde angetan haben.“ setzte sich Ferr auf seinen Stuhl und scheint auf das Blatt zu starren. Die Augen von Sina folgten ihm und sah, dass der alte Mann etwas auf dem Blatt durchstrich.

Ohne nachzudenken stand Sina auf, die Protektoren waren auf einmal sehr angespannt. Sie ging… langsam auf den Tisch zu, wo sie dann vor Ferr stand. „Ihre Karte bitte?“ schaute Ferr ohne irgendwelche Angst zu haben Sina in die Augen.

„Geben sie mir das Blatt.“ riss Sina das Blatt vom Tisch runter. So schnell, wie Sina es weggezogen hatte, konnte Ferr es nicht verhindern. „GEBEN SIE MIR DAS SOFORT ZURÜCK!“ brüllte Ferr wütend.

Doch das war der Dämonin egal, die jetzt alles verloren hatte. Sie sah, dass Bariel, Neia und ihr Name durchgestrichen waren. Dann kamen Tio, Mio und viele weitere Namen… Namen von den Vampiren. „Wenn ich das richtig deute… wollen sie alle Vampire feuern?“ sprach Sina mit einer Stimme, dass es sehr kalt im Raum wurde.

„DAS GEHT…“ brüllte Ferr weiter, da bekam er eine Ohrfeige von Sina. „Das geht mich sehr wohl etwas an du kleines rassistisches Stück Scheiße. Ich habe… keinerlei Gründe mehr, mich zivilisiert zu verhalten. Sie wollten so unbedingt den Dämonen aus mir machen? Den kann ich ihnen geben.


Sie haben alle Ketten, die mich daran hindern könnten, gelöst. Ausnahmslos ALLE!“ knurrte Sina. „Also… wenn du… mit deinen Protektoren den Tag hier überleben willst, dann sag mir, warum die Vampire auf der LISTE SIND!“

Blut tropfe vom Mundwinkel von Ferr runter und er starrte Sina hasserfüllt an. Die anderen Protektoren haben irgendetwas unter dem Tisch in die Hände genommen, vermutlich ihre eigenen Waffen.

„Weil das Monster sind! Sie hätten von Anfang getötet werden müssen!“ teilte Ferr den Grund mit. „Einige von ihnen sind sogar bekannte Attentäter, wir haben uns die Informationen von den Vampirjägern geben lassen!“

„VERDAMMT!“ schrie Sina. „DIESE Vampire wollen sich aber der Gesellschaft ANPASSEN! SIE uraltes Relikt, das hätte längst tot sein müssen, sind ein Stein, das die schönen Veränderungen behindert!

ES STIMMT! Die Vampire haben wirklich ihre böseste Seite gezeigt und DAS streite ich nicht ab! Aber das dieses Projekt, was ich mit Ma Shi ins Laufen gebracht habe, zu zeigen, dass die Vampire sich ändern können, wenn man es ihnen erlaubt, eiskalt beendet werden MUSS, DAS ist nicht nachvollziehbar!

Diese Vampire sind in der Stadt und von den Abenteurern anerkannt! SIE haben in dieser Krise mit der Natur ausgeholfen, nun werfen sie ihnen vor, dass es eiskalte Monster sind, weil sie irgendwen in der Vergangenheit mal getötet haben?

Leben überhaupt die Familien von den Opfern? Wenn JA, dann schicke ich die Vampire zu ihnen, damit sie sich zu entschuldigen haben! Doch so…“ betrachtet Sina alle Protektoren. „So wie sie aussehen, interessiert es ihnen einen Scheiß oder?“

„In der Tat! Es interessiert uns ein Scheiß.“ nickte Millie. „Es sind Monster, keine Nation auf der Welt erkennt sie als Rasse an. Sie sind nichts anderes als blutrünstige Monster in Menschengestalt!“

Das Blatt zerdrückt sich in der Hand von Sina.

Kapitel 709

Ich bin wiedergeboren und der Beginn des Endes?

Sina lag mit dem Bauch auf dem Rücken von Sherry. Sie streichelt langsam mit ihren Wangen über das weiche Fell, dennoch hilft es ihr nicht… dass sie gerade todunglücklich war. „Wie… kann der Arsch mir ausgerechnet… das jetzt antun?“

„Hmm…“ schaute Sherry die anderen Frauen im Wohnzimmer an. Sie wussten bisher immer noch nicht genau, was passiert ist, nur das ein wichtiges Item von Sina entnommen wurde. Irgendwann nervte die Stille, als Sherry einfach los fragte.

„Sina… erm… du hattest doch im groben irgendwie geplant, dass nun immer mehr und mehr deinen Titel als Königin erfährt richtig?“ „Ja, aber… seeeeeeeeehhhhhhhrrrr langsam.“ murmelt Sina.

„Ok, das ist doof, aber… ist etwas noch in deinem Status drin, was auch versteckt sein muss? Meine… ich kann verstehen, dass du vielen Problemen damit aus dem Weg gehst, aber ist… dort IRGENDETWAS… was die Welt nicht sehen darf?“ fragte Sherry weiter.

Nun betrachtet Sina ihren Status und Sherry spürte auf ihrem Rücken, wie Sina nickte. „Ja… einiges. Der Titel „Teufel“ von denen nur ihr Bescheid wisst, mein… Segen des dunklen Gottes, wobei… Die Fähigkeit „Limit brechen“ … und mein neuester Titel, den… ich für mich behalte. Gut das die Zwillinge oben schon schlafen.“ seufzte Sina wieder.

„Was für ein Titel?“ hakte Kyllia sofort nach, doch Sina schüttelt den Kopf. „Der Grund für das Gespräch. Je weniger ihr wisst, desto sicherer bin ich. Es ist… komisch, aber ihr könnt mir glauben: Unwissenheit euerseits schützt mich vor meinem Problem.“

„Du… bist komisch.“ murmelt Sharlia. „Das will ich nicht aus deinem Mund hören!“ schimpfte Sina direkt. „Nun, Unrecht hat Sharlia aber nicht Mutter.“ meinte Suki. „Ist… es wirklich so schwerwiegend dieser Titel?“

„Ja ist er, denn leider hängt nun mein Leben an diesem Titel. Bitte… frag mich einfach nicht mehr weiter, es reicht, wenn ich mir den Kopf zerbrechen darf… Auch wenn es mir nichts bringt. Mein Kopf ist wieder voller Gedanken…“ seufzte Sina.

„Hast… du nicht ein paar Ringe, die einige Titel oder Fähigkeiten verstecken?“ fragte Sherry auf einmal und spürte, wie Sina auf einmal angespannt auf dem Rücken wirkte. „Oder auch Ohrringe? Müssen ja nicht wie deine alte sein, aber wenn… es deinem Seelenfrieden hilft?“

Auf einmal drückte Sina sich fester an Sherry und rieb sich noch fester auf dem Rücken mit dem Gesicht. „Sherry… du bist wirklich ein Goldschatz. Warum… bin ich nicht selber auf die Idee gekommen?“

„Vermutlich weil du vorhin in deinem Büro noch einige Sachen aus dem Fenster geworfen hast?“ erinnert Bariel ihre Mutter daran. „Meine… mir tut Suki leid, dass sie hinter dir aufräumen „darf“.“

„Keine Sorge, dass bin ich schon lange gewohnt.“ lächelt Suki. „Aber das machst du nicht heute oder so Sina!“ stand Neia neben Sherry´s Körper. „Du gehst dich jetzt mit mir, Sherry in die erm… Behausung und ruhst dich komplett aus.

Morgen ist auch ein Tag, dann kannst du uns aufklären, was du… neben diesem ominösen Titel noch alles mit deinem Vater besprochen hast. Du hast dann auch einen klaren Kopf, wenn du an „diesen“ Schmuckkasten gehst. Es hat seine Vorteile, aber auch seine Nachteile und ich will nicht, dass es zu den üblichen „Hey-Sina´s-üblicher-Chaos-meldet-sich-wieder.“ ausbricht, sobald du die Ringe oder so durchgehst.“

Nun starrte jeder Neia an über den letzten Satz und Sherry musste darüber kichern. „So was ähnliches habe ich Sina auch mal gesagt. Schön wie wir das für dich formulieren oder Sina?“ „Hrm… dann trag mich mal zu deinem kleinen Kuhstall, was du mit Neia teilst…“ murmelt die Dämonin. „HEY!“

Der nächste Morgen bricht an und der erste Gedanke, der Sina nur einfiel war… „Dazu braucht Sherry keinen Körper einer Kuh…“ Nämlich Sina und Sherry lagen auf dem Heuboden und umklammerten sich, während Neia auf Sherry´s Körper der Kuh lag.

„Und dazu alle nackt… Der erste Fremde, der hier reinschaut ist des Todes. Wenigsten ist es wirklich warm hier.“ grübelte Sina weiter, dabei hatte sie in der Nacht noch Bedenken gehabt, ob es nicht zu kalt ist. „Nein nein, darüber brauchst du keine Gedanken machen.“ meinte Neia es sehr ernst.

„Genau, die meiste Wärme produziere nämlich ich selber.“ nickte Sherry. „Deswegen…“ zog Sherry ihr Kleid aus. „Zieh dich besser aus, denn es wird verdammt warm!“

„Uh…“ murmelt Sherry und schaute Sina in die Augen. Kurze Zeit schauten sich beide an, dann küssten sich Sina und Sherry sich. „Sag… mein kleiner Pechvogel…“ murmelt Sina. „Du teilst ja mit Neia ein Geheimnis mit den Hörnern. Darf… ich eingeweiht werden?“

„Oho?“ lächelt Sherry ganz breit. „Nö! Das teilen nur sie und ich, sonst wäre es kein Geheimnis~.“ Die Mundwinkel von Sina gingen dafür runter. „Sina… ich verspreche dir… solltest du „irgendwann“ auch mal Hörner haben… INDEM du den Ring der Kuh trägst, dass ich es dir… zeige.“ streichelt Sherry eine Wange von Sina.

„Das… ist nun Erpressung…“ murmelt Sina, als Neia nun auch wach wurde. „Das… ist… als würde ich auf einer Wolke schlafen Sherrymaus…“ murmelt die Blutelfe. „Für mich auch, weil ich Sina an mir habe.“ kichert Sherry.

„Nur noch ein paar Tage, dann ist der Ring ab. Will wirklich wissen, wie das mit dem neuen Bett ist!“ „Verdammt… groß. Entweder unsere Königin hat die falschen Maßen geschickt oder sie plant einen Harem.“ blickte Neia verschmitzt hoch.

„Ich plane KEINEN Harem! Hatte ich auch NIE geplant! Normalerweise reicht eine Person, aber dank euch musste ich mich in dieser Beziehung ja ändern!“ nörgelt Sina. „Das Bett ist tatsächlich zu groß, aber hey, für meinen Flügeln ist das super, nicht immer so vom Bett herunterhängen zu lassen!“ rollte Sina ihre Augen und wird von Sherry gedrückt.

„Nein, eine weitere Frau kommt nun wirklich nicht ins Bett. Bis Neia und nicht weiter. Neia mag ich wirklich vom Herzen und…“ scheinbar erinnert Sherry sich an etwas und bekam einen sehr roten Kopf. „Nein… Neia ist gut.“

„Ho? Was hat denn meine Schülerin auf einmal?“ grinste Neia keck und streichelt den Körper der Kuh. „Wenn du an den gemeinsamen Sex denkst, wo du gefesselt warst… würde ich gerne wieder holen.“

„Ich allerdings auch.“ stimmte Sina sofort zu. „Unsere Sherry macht dann einen so hilflosen Gesichtsausdruck, dass man einfach nicht genug haben kann. Doch… für diese Art von Praktiken müssen wir ein bisschen umdenken, dass Bett ist anders geworden Neia.“

„Hey! Ich bin auch hier?“ hob Sherry beide Augenbrauen hoch. „Huch? Unser Opfer liegt ja auch hier.“ kichert nun Neia. „Stimmt…“ lächelt Sina und streichelt den Hinterkopf von Sherry. „Unsere Ursache für die große Liebe liegt auch hier.“ „Aw…“ bekam Sherry einen roten Kopf.

Etwas später… nachdem alle sich mehr oder weniger aus gekuschelt haben, frisch gewaschen und neu angezogen waren… saßen nun alle Damen wieder im Wohnzimmer und nahmen das Frühstück ein.

„Die Zwillinge mussten früher als gewohnt zu Arbeit, was sie selber verwundert.“ berichtet Suki. „Die Struktur hat sich auch etwas geändert, wenn ich es richtig mitbekommen habe.“

„Inwiefern?“ wundert Sina sich. „Weil… der Protektor Ferr nun in der Stadt ist Mama.“ berichtet Bariel. Sofort starrte Sina ihre Tochter an. „ER ist in der Stadt? Vermutlich dürfte es deswegen etwas anders in der Gilde zugehen. Hoffe das Ma Shi das geregelt bekommt.“

Bariel sagte nichts, denn wenn ihre Mutter erfährt, was mit dem alten Gildenmeister passiert ist, würde sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einen Aufstand machen. „Es ist nun… eine Frage der Zeit, bis die restlichen Protektoren die Stadt erreichen.“

Neia´s Augen machten nun einen traurigen Eindruck, jeder im Zimmer wusste, was mehr oder weniger auf sie zu kommt. „Hm… was ein beschissenes Thema am frühen Tag… Damit jeder auf andere Gedanken kommt, erzähl ich was ich mit meinen Vater für ein Gespräch geführt habe…“ ändert Sina das Thema.


Es verging einige Zeit, Kyllia, Lisa, Suki, Sherry, Neia und Bariel unterbrachen sie bei ihre Erzählung nicht. Eher machten einige einen verwunderten Eindruck, dass der Dämonenkönig Mephisto komplett anders war bei Sina.

„Das…“ zog Sina ihr neues Katana aus dem Inventar hervor. „Ist meine neue Waffe. DAS werde ich auf jeden Fall noch anpassen, denn… Kreukus wird mir nie wieder in die Augen schauen, sollte ich seine Waffe nicht benutzen.“

Auf einmal klopfte es an der Eingangstür, Suki machte sich sofort an ihre Arbeit. „Was ich nicht verstehe Sina ist… Warum sieht der König meine Verlobte… als einen Schwächling? Sie hat einen dieser Destroyar besiegt.“ fragte Lisa nach und hielt eine Hand von Kyllia.

Sina seufzte nur. „Ich weiß es nicht. Ich habe mehrmals versucht, irgendwie mehr in Erfahrung zu bringen, aber er ist und bleibt in dieser Hinsicht sehr stur. Ich bin zumindest froh, dass Kreukus die jüngsten Schwestern aufgenommen hat.“

„Jilney mit ihren Fähigkeiten ist wirklich sehr gut bei deinem Schmied aufgehoben.“ stimmte Kyllia ihrer Schwester zu, hatte aber diesen traurigen Blick im Gesicht. „Hoffe nur, dass Orielle… ihre Essenssucht im Griff hat bei ihm.“

„Nun.“ betrachtet Sina ihr Katana von neuem. „Wenn er mit ihnen ganz Deymonlia auf den Kopf gestellt hat, sollten… ihnen schon das eine oder andere Monster über den Weg gelaufen sein und Orielle´s Magen kennengelernt haben.“

„Irgendwie…“ verzog Bariel das Gesicht bei der Vorstellung… als Sharlia das Wohnzimmer betrat. „Ah… scheinbar habe ich verschlafen.“ lächelt Sharlia, dafür war Bariel „not amused“.

„Nicht schlimm, solange du einen guten Schlaf hattest.“ merkte Neia die Spannung im Zimmer und versucht direkt das Klima etwas… „anzupassen“. „Oh? Was ist das für eine Waffe?“ betrachtet Sharlia das Katana von Sina.

„Eine neue von Kreukus. Wo… mir einfällt, hast du eine Waffe nun?“ erklärte Sina dies kurz, während Sharlia einen leeren Stuhl nahm. „Kyllia hat mir ein normales Schwert besorgt, aber… werde ich wirklich in die Situation kommen, mich verteidigen zu müssen?“

Sina schaute ihre Tochter an. „Ja, denke… schon. Nicht jeder nimmt uns wohlwollend auf Schätzchen. Was mich eher interessiert… wir wissen alle hier… du brauchst Schmerzen. Würdest du jemals deine Spezialfähigkeit einsetzen?“

„Hmm… vermutlich, wenn ich gegen jemanden kämpfe, wo keiner eine Chance hat.“ grübelte Sharlia. „Denn… ich mache es ungern, denn… ich verliere all meinen gesammelten Schmerz. Das widerspricht… ja meiner Natur oder?“ lächelt die jüngere Schwester dann.

„Mutter?“ kam auf einmal Suki und jeder dreht sich zu ihr, wo jeder ihr blasses Gesicht sah. Die Hausmaid hielte zwei Briefe in den Händen. „Ich… soll diese Briefe von der Abenteuergilde Bariel und Neia überreichen.“

„Ach Scheiße…“ schloss Bariel ihre Augen. „Dann müssten sie gestern alle irgendwann gekommen sein. Mama… alle Protektoren sind wohl nun in der Stadt.“ Suki ging schweren Herzens zum Tisch und überreichte die Briefe den genannten Namen.

Neia hielt ihn mit zitternden Händen, traut sich nicht mal den Brief zu öffnen. Bariel dagegen hatte nicht die Hemmungen und las sich den Inhalt durch. „Hmm… wie ich es gedacht habe, sie wollen mit mir ein Gespräch führen, ob ich meiner Aufgabe als Protektor gerecht bin.

Ich habe zwar mit Ferr gesprochen, doch er meinte nur, dass wird mit allen besprochen, ich soll solange weiter meiner… naja… „Arbeit“ nachgehen, die ich aber nicht habe.“ hingen die Flügel von Bariel runter.

„Soll… ich für dich öffnen?“ fragte Sina vorsichtig, doch Neia schüttelt ihren Kopf. Sie öffnet nun Brief und liest dann nun auch den Inhalt. „Man… wünscht mich heute zu einem Gespräch, dabei ist die Integrität als Abenteurerin zu überprüfen…“

Ein Schweigen war im Wohnzimmer, Sherry streichelt den Rücken von Neia. Sharlia selber war nicht auf dem laufenden und nahm ganz normal ihr Frühstück. Sina steckte ihr Katana in ihr Inventar, ihre eigene Berichtserstattung ist nun nebensächlich geworden.

Bariel stand auf einmal auf. „Es bringt nichts, ich werde mich umziehen und direkt zur Gilde gehen. Ich würde… dir raten Neia, dass du eine Stunde später nachkommst, denn… sie werden bestimmt wissen, dass du in der Stadt bist.“

Bevor irgendwer was dazu sagen konnte, ging Bariel direkt aus dem Wohnzimmer raus. Der Stuhl von Sina schob sich näher zu Neia und legte einen Arm um die Blutelfe. Sie sagte nichts, manchmal… braucht man einfach keine Worte.

Kyllia merkte in sich, wie sehr Sina nun besorgt ist… und spürt auch zugleich, dass ihre Schwester sich zurückhält, in Aktion zu treten. „Hmm… ich… weiß nicht genau, was los ist, aber wenn ich… störe?“ wollte Sharlia wieder was sagen…

„Nein, du bist nicht Schuld an der Stimmung oder störst, es ist nur… dir fehlt einfach all das nötige Wissen, was hier los ist.“ teilte Kyllia das mit. „Versuch dich einfach… bestmöglich zu erholen, ohne jemanden zu helfen. Es wird schon der Zeitpunkt kommen, dass du dann selber was tun darfst.“

„Wirklich?“ lächelt Sharlia und Kyllia nickte. „Wirklich. Komm… nimm dein Frühstück mit und dann erzählst du mir mal… was du noch so in Deymonlia mitbekommen hast.“ stand Kyllia auf und warf Lisa auch den Blick zu. „Gerne.“ nickte Sharlia und stapelt sich quasi alles auf den Teller.

Drei weitere Damen verschwanden, Suki räumte den Tisch ebenfalls auf und versuchte dem größten Problem viel Platz zu geben. Doch Neia wird von Sina und Sherry getröstet, ohne das sie was sagen müssen.

„Es… ist… wohl schneller vorbei als… gedacht oder?“ stottert Neia auf einmal. „Schade… dass ich nicht… wenigsten einen letzten Auftrag machen konnte…“ fielen Neia die Tränen, dabei versuchte sie zu lächeln.

„Pss…“ murmelt Sina nur, Sherry stimmte ihr nur zu. „Wenigsten… euch habe ich. Wäre… es noch wie früher gewesen, dann… wäre ich wirklich verloren…“ lächelt Neia traurig. „Ich werde dich begleiten. Sherry… muss selber entscheiden, aber ich denke… es reicht, wenn einer mit ihr geht oder?“ fragte Sina an.

„Das überlasse ich Neia. Wenn ich dabei soll, dann bin ich dabei. Dann soll die Welt halt sehen, welch eine Schönheit sie auf vier Beinen geworden ist. Nur ihr dürft mein Fell streicheln, andere… werden eine tödliche Kuh erleben.“ sagte Sherry dies sehr ernst.

Neia legte eine Hand auf die Hand von Sina. „Nein… es reicht, wenn Sina mitkommt. Wir… wollen keinen Stress und Chaos verursachen, wenn jeder von uns doch… weiß, wie es heute enden wird. Ein bisschen… muss ich Bariel bewundern, dass sie das Problem so direkt angeht.“

„Sie hat aber nicht dein Problem Neia. Wenn geht es eher um ihren Protektoren-Status, wo sie bei unseren Gesprächen… ziemlich sicher war, es im Griff zu haben. Lass… dich jetzt einfach von uns verwöhnen, damit du für nachher die Kraft hast…“ redete Sina ruhig auf Neia ein. „ … Danke…“

Es verging einige Zeit… als Sina in ihrem schwarzen Kimono nun Neia in die Gilde begleitet, Arm in Arm. Liebend gerne hätte sie ihre Pläne gemacht, aber Neia geht vor allem vor. Die Damen gingen an vielen Läden vorbei. Die Stadt scheint gewohnt wieder normal ihren Weg zu gehen.

Doch… man sah schon die Abenteuergilde von weitem. Sina schaute kurz ihre Frau an und man sah ihr an, dass sie sehr angespannt war. Man wusste es besser, aber… „Hoffnung“ kann manchmal ein richtig gemeines Biest sein.

Beide betrachten die Gilde… und man merkte eine… unangenehme Anspannung. „Hmm? Ist das so übel, wenn alle Protektoren da sind?“ grübelte Sina, dennoch… verwundert sie eines mehr. Aus irgendeinen Grund waren alle vampirische Mitarbeiter mehr oder weniger so eingeteilt, dass sie keinen Kontakt mit den Abenteurern hatten.

Sie sah in der Menge auch Tio und Mio, die eigentlich an den Tresen stehen sollten, aber eher… den Boden fegten. Nun betrachtet Sina ihren Ring, der zumindest zwei Titel versteckt: Einmal den „Destroyar“ und den „Teufel“. „Wenigsten diesmal war mein Kasten nützlicher gewesen.“ dachte Sina noch im Büro.

„Was ist hier los?“ flüstert Neia, scheinbar hat sie es auch gemerkt, dass einiges… nicht richtig ist. „Keine Ahnung, aber muss ja was mit den Protektoren zu tun haben. Komm… lass uns an den Tischen da warten, vielleicht können wir irgendetwas herausfinden.“ flüstert Sina.

Gesagt, getan, taten die Damen dies und Sina starrte ganz fest die Zwillinge an, doch aus irgendeinen Grund ignorieren sie Sina. „Oi, ich weiß, dass ihr wisst, was ich will!“ wurde Sina das Spiel zu dumm. „Kommt gefälligst her!“

Die Zwillingsvampire schreckte auf, schauten sich kurz in die Augen, dann gaben sie wohl auf. Beide kamen brav zu Sina und starrten nur den Boden an. „Sagt meine beiden… Was ist genau hier los?“ fragte Sina direkt.

„Wissen wir nicht.“- „Genau, Protektor Ferr hat uns Vampire von allen Posten abgezogen, wo wir mit Personen in Kontakt kommen.“ hörte man die Trauer in den Stimmen der beiden Damen.

„Bitte was?!“ staunte Sina. „Wieso das denn? Was ist denn mit Ma Shi?“ Nun schauten die Zwillinge erstaunt Sina an. „Hat… Bariel dir nichts gesagt?“- „Ma Shi wurde in den Ruhestand versetzt.“

Dies hört Sina zum ersten Mal, denn ihr Gesichtsausdruck zeigte an wie: „Wollt ihr mich verarschen?“ „Herrin, wir wissen nicht, was genau passiert ist. Nur…“ – „Protektor Ferr kam an dem einen Tag und hat direkt den Gildenmeister in seinem Büro aufgesucht.“- „Genau, was da passiert ist, wissen wir nicht.“- „Nur das Ma Shi sich bei allen verabschiedet hat und dann die Gilde verlassen hat.“

„Ma Shi, DER Ma Shi, wurde einfach in den Ruhestand versetzt? Wer…“ hakte Sina nach. „Protektor Ferr leitet unser Gildenhaus, bis ein Nachfolger gefunden ist.“- „Doch vorerst meinte er, muss er seine Arbeit als Protektor nachgehen.“- „Wir sollen einfach wie gewohnt weiterarbeiten.“- „Doch heute… wurden wir alle auf einmal von allen anderen Mitarbeiter getrennt.“ kamen immer abwechselnd die Antworten.

„Ja, das habe ich gemerkt. Alle Vampire, dabei seid ihr doch offizielle Mitarbeiter oder nicht? Das riecht hier nach Rassismus.“ wurde Sina sauer.

„Vorsichtig was sie sagen.“ warnte auf einmal eine ältere Stimme. Sina drehte sich um, Neia die bisher schweigend war ebenfalls. Beide sahen einen älteren Mann, der auch einen Richter darstellen könnte, wäre da nicht sein Schwert an der Seite. „Sie sind…?“ hob Sina nur eine Augenbraue hoch.

„Protektor Ferr, momentaner Leiter dieses Gildehauses.“ stellte sich Ferr… nicht unbedingt freundlich vor. „Bevor sie hier einen Aufstand machen Lady Sina, die Vampire haben alle einen Vertrag unterschrieben.

Wenn ich sie einteile, dass sie putzen sollen, dann putzen sie. Wenn sie in der Trainingshalle Übungskämpfe umsetzten sollen, dann sollen sie gefälligst die Abenteurer trainieren.“

Sina wusste nicht warum, aber aus irgendeinen Grund konnte sie den Mann überhaupt nicht ab. Er ist genau dieser Typ, der sich in jeder verdammten Regel versteckt und sollte was sein, hebt er dies wie ein Schild hoch.

„ALLE Vampire? Schon mal was von Gleichberechtigung gehört?“ stand Sina auf, damit sie dem Mann in die Augen schauen kann. „Wo ist das Problem? Der größte Teil der vampirischen Mitarbeiter hat überwiegend die letzten Wochen Tag und Nacht die Abenteurer bedient. TAG und NACHT!

Jetzt sollen sie sich ausruhen und wenn es in ihren Augen vorkommt, als würde ich sie alle in einen Topf werfen, können sie es ja besser machen.“ kniff Ferr seine Augen leicht zusammen. „Auf jeden Fall bin ich nicht hier, um mich bei ihnen mit irgendeiner Rechenschaft zu rechtfertigen. Fürstin Neia nehme ich an?“ schaut der Mann Neia an.

„Erm… dass ist richtig, aber…“ wollte Neia den Titel ansprechen, da unterbricht Ferr sie schon. „Bitte folgen sie mir in den Konferenzraum, dort warten die anderen Protektoren. Alleine.“ warf Ferr ein Blick auf Sina zu.

Nun bildete Sina ihre Hände zu Fäusten, wo Neia eine Hand auf ihren Arm legt. „Nicht, es bringt nichts. Aber… trotzdem danke.“ „Bist… du dir sicher?“ fragte Sina vorsichtig und Neia stand auf, dabei nickte sie.

Ferr drehte sich ohne jeden Kommentar ab und ging zum Konferenzraum. „Ich weiß nicht warum, aber ich kann verstehen, warum man den Mann sehr schwerlich mögen wird.“ knurrte Sina, dann drehte sie sich zu Neia… und gab ihr einen Kuss. „Ich werde hier warten.“

„Danke.“ lächelt Neia und ging… langsamen Schrittes auch zum Konferenzraum. So schön sie in ihrem schwarzen Kleid war… merkte man, dass Neia eine Trauer ausstrahlte. Die Tür fiel vom diesem Zimmer zu, drehte Sina sich zu den Zwillingen.

„So, was ist hier eigentlich los? Es hat nicht viel gefehlt und der alter Knacker hätte seinen Kopf verloren!“ starrte Sina wütend die Zwillinge an. „Wir können doch nichts dafür!“- „Genau, seit der alte Gildemeister weg ist, ist alles anders geworden.“

„WO ist Bariel? Sie müsste doch dann fertig sein, wenn Neia auf einmal zum Gespräch eingeladen wird.“ „Erm… wir haben sie gesehen…“- „Und sie hat auch den Konferenzraum verlassen mit Ferr, doch…“ schauten sich die Zwillinge kurz an.

„Eigentlich müsste sie noch hier sein, vermutlich im Büro des Gildemeisters.“- „Scheinbar wird sie noch später einen Einzelgespräch mit Ferr haben.“ „Aha? Wo ist Prashi? Sie habe ich auch noch nicht gesehen.“

„Sie ist krankgeschrieben.“- „Es war scheinbar doch zu viel für sie gewesen.“- „Wobei… offiziell krank wurde sie erst, als Ma Shi gegangen ist.“- „Wir vermissen ihn, denn… so neutral Ferr sich verhält.“- „Merkt man doch eine gewisse Abscheu von ihm.“- „Dabei brauchen wir die… sogenannte „Pause“ nicht.“- „Genau, wir waren nur am Anfang mehr oder weniger überrannt, aber…“- „Jetzt wären wir definitiv eingespielt. Es war nur, dass wir auch Nachts arbeiten mussten.“- „Was ja eigentlich komisch ist, weil die Nacht unser Freund ist.“- „Wie dem auch sei, es gefällt uns… momentan so nicht.“- „Gut das Neia nicht da ist.“- „Das wäre ein pures Chaos gewesen.“

Sina setzte sich wieder auf den Stuhl und musste die Information verarbeiten. „Bariel… ist alleine im Büro, Prashi ist krank, vermutlich ist Louis dann bei ihr. Die Vampire werden von heute auf morgen auf einmal ganz getrennt. Wieso habe ich das Gefühl, wir bekommen das alle noch etwas zu spüren?“ grübelte Sina.

„Mio und Tio, trotz des ganzen Stresses, habt ihr Information, die ich damals euch gegeben habe wegen Glacia?“

„Haben wir alles in unserem Zimmer versteckt.“- „Genau, dachten, wir sammeln soviel wie möglich, statt sie immer einzeln abzugeben.“ nickten die Zwillinge. „Doch glauben wir, dass…“- „Irgendwie fehlen Unterlagen.“ „Wie soll man das verstehen?“ wundert Sina sich.

„Wir haben am Anfang nichts gedacht, doch…“- „Nachdem wir die Berichte selber gelesen haben, fehlen unheimlich relevante Informationen.“- „Monsterstein, Kadaver, Zeugen, Bestätigung des Auftrages.“- „Es wurde einfach irgendwie für Beendet erklärt ohne das es wirklich eine Bestätigung gibt.“- „Schlimmer, nachdem wir bei anderen Gildehäuser nachgefragt haben, wurde wir auf die Fehler regelrecht angefeindet.“

„ … glaubt ihr, dass es bewusst vertuscht wird?“ kam die Frage von Sina. „Wissen wir nicht. Normal würden wir das Ma Shi fragen…“- „Doch haben wir bisher nicht die Zeit gehabt wegen des Pflanzendebakels in der Stadt.“- „Das wäre eine Aufgabe für die Protektoren, aber…“- „Sie machen auf uns überhaupt keinen freundlichen und vertrauenden Eindruck.“

„Wie heißen die anderen? Außer den alten Arsch.“ ließ Sina direkt ihre Meinung kund von Ferr. „Erm Protektorin Millie, Protektor Corcan und Protektor Krasisus. Alles Menschen, die scheinbar irgendwie… noch nie gelächelt haben.“- „Genau, selbst Bariel ist da viel viel angenehmer und sie lacht auch!“

Auf einmal knallte eine Tür auf und Sina drehte sich sofort um. Neia stand mit Tränen an der Tür und schien… irgendwie was nicht zu akzeptieren. Sie sah Sina… dann rannte sie direkt aus dem Gildehaus raus. „Neia?!“ rief Sina direkt hinterher.

„Keine Ahnung was los ist, aber…“ wollte Sina den Zwillingen noch was sagen. „Lady Sina?“ rief eine Männerstimme laut, es war Ferr selbst. „Was?“ drehte Sina sich zu dem Protektor um, der an der Tür stand.

Alle… alle Mitarbeiter und Abenteurer waren still, als sie diese Spannung merkten. „Lady Sina, wir wollen mit ihnen sprechen.“ „Dann vereinbaren sie einen Termin, ich habe besseres zu tun.“ wollte Sina Neia hinterher laufen.

„Dann betrachte ich es als bestätigt, dass sie ihre Neutralität als Abenteurerin mehrmals verletzt haben.“ rief Ferr laut und Sina musste anhalten. „ICH habe die Neutralität verletzt? Wollen sie mich jetzt auf dem Arm nehmen?“

„Keineswegs, die Frage ist, stimmt das wirklich oder nicht? Sie sollten über ihre… „Tochter““ Ferr sprach es fast aus, als findet er etwas widerlich. „Bariel alles wissen, wie wir Protektoren arbeiten. Es ist ihre Wahl, denn wir sind eine ausführende Kraft, die die Abenteuergilde unter allem Umständen schützen muss. NOCH haben sie die Wahl, dass unsere Entscheidung geändert werden kann.“

„Das muss natürlich heute und jetzt erledigt werden? Sorry, aber meine Frau hat vermutlich ihren Status als Abenteurerin verloren!“ war Sina regelrecht wütend. „Und das zurecht. Sie hat uns all die Jahre belogen, dass sie in Wirklichkeit die Anführerin einer Elfennation war. Die Umstände sind dabei egal, sie wusste es.“

„Alter. Noch ein falsches Wort und ich scheiße auf die Neutralität! Dann werden die Vampire ein bisschen mehr putzen müssen. So wie sich das gerade angehört hat, haben sie Neia überhaupt keine Chance für eine Erklärung gegeben!“ sprach Sina nun ihre Drohung aus.

„Stecken sie ihre Drohungen sonst wo hin. Alles wichtige wurde besprochen, eigentlich hätte Bariel es längst machen müssen. Dank ihr UND euch müssen wir mehr Arbeit machen, als es eigentlich ist!“ ließ Ferr sich nicht einschüchtern.

„Also Lady Sina, ihre Wahl. Heute und jetzt oder nie wieder?“ kam die Drohung von Protektor. Die Dämonin hat sofort verstanden, was Ferr damit andeutet.

Sina sah aus, als würde sie einen Mord begehen. Kann ihre Frau nicht den Trost geben und muss sich nun mit diesem Ekel auseinander setzten?

„Ich hoffe doch sehr, dass ich nicht meine Zeit verschwende!“ kam Sina zu einer schweren Entscheidung.

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