Sin Roswell

Web Novel Deutsch

Kapitel 666

Ich bin wiedergeboren und die Aufklärung? II

Suki verschwand wieder, Sina drehte sich zu Neia mit glänzenden Augen. „Ich habe… eigene Tochter! Eine wunderschöne Tochter, die eine coole Einstellung hat. Ich will jetzt einen Kuss! Sofort!“

„Oha, da ist aber jemand gierig.“ grinste Kyllia, während Neia rote Wangen bekam und langsam, aber zärtlich Sina einen langen Kuss gab. „ … Oh je…“ murmelt Kyllia und zaubert sich eine Illusion aufrecht. Lisa schaut sie verwundert an.

„Zuviel „Liebe“ und ich wollte jetzt nicht den Tag versauen.“ hatte Kyllia einen roten Kopf bekommen. „ … AH!“ brauchte Lisa einen Moment, bis sie verstanden hat und bekam ebenfalls ein roten Kopf.

Die Küssenden ignorierten dies, für Sina… war es eine regelrechte Wohltat. Irgendwann löste Neia sich wieder und leckt sich die Lippen. „Wow… das… habe ich echt vermisst…“ „Ich… dachte wirklich… als all die Dämonen zurückgekommen sind… Sie haben zwar ihre Sprüche geklopft aber…“ grinste Sina schräg und zugleich traurig. „Hinterlassen sie ihre Opfer, dass sie definitiv sterben.“

„Dank deiner Schwester, dass sie Tergron…“ wollte Neia was sagen, als auf einmal ein Blutdurst von Sina ausging. Jeder im Wohnzimmer erschreckte sich, als sie Sinas wütendes Gesicht sahen. „Wie… bitte hieß der Dämon, den du genommen hast?!“

Verwundert schaute Neia kurz die anderen an, dann wieder Sina. „Er stellte sich als Tergron vor. Ich, Lisa, Renee und Viktoria haben ihn zusammen bekämpft, aber… er hat uns mit mehreren miesen Tricks besiegt. Erst Kyllia konnte es mit ihm aufnehmen, weil sie seine Magie gegen ihn verwendetet hatte. Warum bist du auf einmal so sauer?“

„Weil ich die meisten Dämonen wegen ihrer scheiß Verkleidung nicht sehen konnte. Tergron war einer der Scheißkerle, der meine Resistenz gegenüber Wind gesteigert hatte. Das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass einer von den Destroyar wirklich… in meiner Trainingsphase schon anwesend war.

Kyllia, ich hoffe doch, dass du von ihm seine Seele gefressen hast.“ drehte Sina wütend zu Kyllia um, wo sie nickte. „Habe ich. Ich war fest im Glauben, dass er Lisa getötet hat, daher ließ ich es nicht zu, dass er einfach so den Tod findet. Nun beruhig dich gefälligst wieder!“

Sina schloss die Augen und musste schwer ausatmen. „Entschuldigung… ich wollte die Stimmung nicht verderben… Das… sein Name fällt… Geht es dir… euch wirklich allen gut? Er gehört zu denen, die eine sehr sadistische Ader gehabt hatten.“

Die Blutelfe küsste Sina wieder, etwas energischer bis sie wieder loslässt. „Denke… das ist der Beweis, dass es mir sehr gut geht.“ Die Dämonin musste mehrmals blinzeln und dann kichern. „Ich… habe mir wieder mal unnötige Sorgen gemacht oder?“

„Tja… aber mir gefällt es.“ streichelt Neia mit einem Finger über den Flügel. „Und anderen auch, denn wer ist denn so dämlich, eine so fürsorgliche Person wie dich zu ignorieren?

Ah… was mir einfällt, in den nächsten Tagen, sobald du wieder genug Kraft hast, müssen du und ich mit dem Gildenmeister Ma Shi sprechen, er bestand darauf. Ich… kann mir schon vorstellen, was genau im Gespräch vorkommen wird und habe mir selber ebenfalls Gedanken gemacht, aber abwarten, was Ma Shi wirklich will.“

„Hm…“ überlegte Sina, als Suki mit vier Gästen kam. Aelfric, seinen beiden Leibwächtern und eine komplett verhüllte Gestalt, man aber sehr deutlich die Flügel samt Knochenschwanz sehen konnte. „Hm… hi? Was… genau machst du da Ruri?“

„Ach Meno! Das sollte doch eine Überraschung sein.“ seufzte Ruri, aber ihre Stimmte hörte sich komplett anders an. „Ist es doch Ruri.“ lächelt Aelfric in einem sehr schicken Anzug, seine langen Haare waren zu einem Zopf geflochten.

Scheinbar hat es keiner so bemerkt, aber Suki wunderte sich schon etwas, dass Ruri… größer wirkte. Wegen Ruri´s eigenartiger Verhüllung wollte das Katzenmädchen sie überhaupt erst nicht reinlassen, weil sie Ärger vermutet hat. Doch Aelfric hat sie beruhigt, zumal sie ein wichtiges Anliegen haben.

„Meinst du?“ wiegelt Ruri den Kopf, wo in dem Sack nur zwei Augenlöcher waren, während ihre Hörner durch die Verhüllung deutlich zu sehen waren. „Ruri… es freut mich, dass es dir gut geht, aber…“ wollte Sina das Theater beenden, als Ruri die Hand hoch hob. „Warte Mama! Es ist wichtig! Du hast mich noch gut in Erinnerung oder?“

„Eh… ja? Klein, nervig mit sehr interessanten Augenbrauen.“ hob Sina ihre eigene Augenbrauen weit hoch. „Erwischt!“ hüpfte Ruri und drehte sich kurz zu den Leibwächtern nickend um. „Dann pass mal auf Mama!“

Aelfric nahm von Ruri Abstand, als die Leibwächter an beiden Seiten von Ruri sich aufstellten. „Ich… hätte wirklich im Bett bleiben sollen…“ seufzte Sina in ihren Gedanken. Ruri zog ihre Hände in die Verkleidung rein und macht… „eigenartige“ Bewegungen.

„Ruri?“ hakte Sina nach… als ein Dolch aus Ruri´s Verkleidung in der Höhe ihrer Brust durchschneidet. Mit einen Ruck schneidet der Dolch nach unten die Verkleidung und der Dolch verschwand wieder. Der Kopf nickte und die Leibwächter packen mit ihren Händen die Verkleidung… und rissen sie mit einem Ruck ab.

Das jetzt keine Scheinwerfer auf Ruri strahlten, war schon alles und trotzdem hat sie es geschafft, dass jede anwesende Person sie anstarrte. Mit langen schwarzen Haaren stand Ruri ebenfalls mit ihrem neuen Aussehen vor Sina.

Im Gegensatz zu Bariel hatte sie direkt die passenden Klamotten an. Schwarze, hautenge Lederhose dazu eine schwarze Lederweste. Die Lederweste scheint zwischen ihren Brüsten aus vielen Schnüren zu bestehen und zeigen Andeutungen. Die Weste selber hatte keine Ärmel und dennoch… fiel einigen das Wort „sexy“ ein.

„Tada! Ich sehe jetzt dir viel ähnlicher aus Mama!“ strahlte Ruri, dessen Gesicht ebenfalls erwachsener wirkte. „Dazu bin ich auch eine Sukkubus, so wahr es mein Status es mir zeigt.“

„Du bist immer noch ein Kind…“ seufzte Sina sehr hörbar. „EH?!“ staunte Ruri. Erstaunt schaute die Tochter die anderen an, die versuchten, einen Blickkontakt mit ihr zu verhindern. „W… was habe ich denn falsch gemacht Mama?!

Ich habe mich doch wieder verwandelt und sehe dir doch viel ähnlicher. Außerdem kann ich diese Fähigkeiten… Erm… Illusionen, Seelenraub und Traumwandeln…“ wollte Ruri weiter reden, als Sina zittern ihre Hand hoch hob.

„Du hast nichts falsch gemacht.“ lächelt Sina. „Du bist wirklich sehr schön geworden, ich hätte das echt nicht gedacht, dass du den Mut hast, dich so zu kleiden. Das du diese Fähigkeiten als Sukkubus bekommen hast, das zeigt erst recht, dass du meine Tochter bist.

Doch… muss ich dir leider sagen, dein kindliches Verhalten ist immer noch vorhanden. Ich… mache mir dann doch Sorgen, dass… du dich in einen erwachsenen Körper einer Sukkubus verwandelt hast. Nicht das… ich dir es vergönnen will, aber…

Das sind die Sorgen einer Mutter. Weißt du… Ruri… ich spüre ein Faden zu dir. Erinnerst du dich… an unser erstes Treffen? Wie ich dich abgelehnt habe und… dir sogar mit dem Tod gedroht habe? Das… kann ich nicht machen, du bist meine Tochter.“ lächelt Sina schief und eine Träne fiel von der Seite.

Ruri sah man an, dass sie etwas Zeit brauchte, die Informationen zu verarbeiten, dann fing sie ebenfalls an zu weinen. Mehr noch, sie kniete sich vor Sina und legte ihre Hände auf Mutters Knien. „Mamaa….“

Mühevoll hebt Sina ihre rechte Klauenhand und streichelt die Wange von Ruri. „Ich würde dich gerne umarmen und beglückwünschen, wirklich mein Kind. Doch… muss ich mir auch Sorgen machen, dass… du mit deinem neuen Körper etwas… wie soll ich sagen…“

„Lady Sina, ich kann euch beruhigen.“ stellte Aelfric sich hinter Ruri. „Wie meinst du das?“ schaute Sina hoch, als Ruri wieder aufstand und sich neben Aelfric stellte, wo man die unterschiedlichen Körpergrößen bei den beiden sah.

Der Vampir schaute Ruri kurz in die Augen, dann anschließend zu Sina. „Lady Sina… ich würde gerne eure Tochter ehelichen.“ Die Dämonenkönigin und alle rissen erstaunt ihre Augen auf, während Ruri eine Hand von Aelfric nahm.

„Ich liebe eure Tochter seitdem Tag an, wo ich sie kennengelernt habe. Jede Minute ich mit Ruri verbringe, es fällt… mir schwer es in Worte zu fassen, aber ich will sie immer spüren. Jetzt, gleich, nachher, immer.

In einem… kurzem Moment, wo… Ruri sich verwandelt hatte, habe ich sie unbewusst verletzt. Ich war schockiert gewesen und ließ sie alleine, ein Kind wie ihr sie nanntet in einem erwachsenen Körper.

Und dennoch… hat meine Schwester Zada und Lara sie aufgebaut. Sie haben sie magisch verzaubert… dass ich mir meiner sicher gewesen bin und… Ruri um die Hand gebeten habe. Ruri…“ schauten sich beide kurz an, wo Ruri nickte. „Sie hat mir das Ja-Wort gegeben. Doch… ist sie auch eure Tochter und so sehr… bin ich mit den Traditionen der Dämonen nicht vertraut.

Deswegen bitte ich euch Lady Sina, dass ich eure Tochter ehelichen darf. Ich würde sie mit all meiner Macht beschützen. Ich liebe ihre… wie nennt ihr dies? Kindliche Eigenart? Ich liebe sie, denn in all meinen Jahren ist es für mich sehr erheiternd.

Während eurer Bewusstlosigkeit hat Ruri mit meinen Leibwächtern diesen Auftritt geübt, wenn ich ehrlich bin, habe ich fast schon geahnt, wie ihr reagieren würdest. Ihr seid wirklich eine sehr gute Mutter, dass ihr euch nicht aus der Ruhe bringen lasst und mich an euren Sorgen teilhaben lasst.

Deswegen… würde ich einen Eid anbieten, dass ich eure Tochter wirklich vor alle Gefahren beschützen würde. Meine Kraft… ist nichts, aber würde ich Ruri trotzdem zur Seite stehen.“ schaute Aelfric Sina sehr ernst.

„Oh…“ merkte Kyllia. „Wenn… man das wirklich sehr ernst nimmt, „dürfte“ Ruri nicht heiraten, weil sie die Tochter einer Dämonenkönigin ist.“ Erstaunt schauten Aelfric und Ruri Kyllia an, man sah Ruri an ihrem Gesicht, wie es sich in Trauer umwandelt.

„Doch dürfen sie.“ sagte Sina. Nun schauten alle die Dämonenkönigin an, die sich nach vorne lehnte, Neia half ihr. „Kyllia hat recht. Ruri dürfte dich heiraten, WENN du mich als Dämonenkönigin in einem Duell besiegst.

Dieses Problem habe… ich gerade selbst und ganz ehrlich? Diese Traditionen erfüllen bei uns Dämonen überhaupt keinen Zweck, deswegen breche ich diese Tradition.“ Sina nickte Neia zu, dann standen beide Frauen gemeinsam auf.

Man sah es Sina an, dass es ihr wirklich sehr schwer fiel, dennoch ließ sie sich nicht davon abhalten. „Aelfric, würde irgendwer anderes um Ruri die Hand bitten, wäre ich wahrscheinlich dagegen. Doch dich kenne ich und du hast mir mehrmals geholfen.

Des weiteren… kann ich dir auch vertrauen, dass du überhaupt keine Hintergedanken hast. Du liebst sie, Ruri liebt dich, Punkt. Ihr habt beide meinen Segen und… ich würde mich freuen, eurer Hochzeit beiwohnen zu dürfen.“

Man sah sehr sehr glückliche Personen, Ruri löste sich von Aelfric und umarmte Sina. „Danke Mama!“ schniefte Ruri. Sina mühte sich, ihren Rücken zu streicheln. „Du musst mir nicht danken mein Kind. Es ist dein Leben, dennoch… versprich mir… das du lernst, deine Kräfte zu kontrollieren.

Aelfric hat versprochen dich zu beschützen, dennoch… sind wir ehrlich. Du bist die Person, die die Familie beschützen muss.“ lächelt Sina, während sie merkte, wie Ruri den Kopf schüttelt. „Du bist wirklich… sehr schön, ich wünsche dir wirklich alles Glück der Welt.“

„Ich… kann ihnen nur danken.“ verbeugte sich Aelfric. „Ja… danke Mama.“ löste Ruri sich und schaute Sina in die Augen, erst jetzt fiel ihr auf, dass ihre Augen anders sind. „Deine… Augen?“

„Mach dir keine Sorgen, ich… weiß selber nicht genau, warum sie anders geworden sind.“ beruhigte Sina sie, als sie einen Schwächeanfall bekam. Sie fiel nach vorne, als Neia und Ruri sie auffingen.

Behutsam legten die beiden Damen Sina zurück auf den Kissenhaufen. „Danke… und es tut mir leid, dass… ihr heute meine schwächste Seite seht. Selbst starke Persönlichkeiten wie ich… haben auch mal unsere Probleme.“

„Geht es dir wirklich gut?“ fragte Ruri besorgt, Sina nickte. „Ja, ich bin einfach nur schwach mit meiner Energie, trotz das ich solange geschlafen habe.“ „Mama, die Stoffklamotten von dir gefallen mir wirklich gut.“ meldete sich eine bekannte Stimme.

Bariel kam mit den schwarzen Stoffklamotten von Sina in das Wohnzimmer, die ihre Figur betonen und sah Ruri. Jeder, aber auch wirklich jeder sah, wie zwei Blitze aus den Augen beider „Schwestern“ aufeinander prallten.

„Ah… sehe schon, dass meine „alte“ Schwester sich ebenfalls angepasst hat.“ lächelt Bariel etwas… „fies“. „Hallo „kleine“ Schwester, scheinbar brauchst du ja Anziehsachen von Mama.“ provozierte Ruri Bariel direkt.

„Meine… beiden lieben Töchtern… Tut mir wirklich DEN Gefallen… und verschiebt euren Streit auf später, wirklich. Bitte… macht nicht das kaputt, was ich heute durch euch beide erlebt habe. Eine Bindung zu euch, dass ihr meine Töchter seid und mein Erbe euch so wunderschöne Körper gegeben hat.“ bat Sina erschöpft.

„Natürlich Mama…“ nickte Bariel, Ruri ebenfalls. „Also ich behaupte einfach mal, dass die Verwandlung zu Dämonen in zwei Phasen stattfindet.“ meint Lisa auf einmal. „Einmal die dämonischen Merkmalen, die wir bei Bariel und Ruri zu Anfang gesehen haben und zum Schluss die eigentliche Rasse.“

„Müsste man annehmen. Wenn es nur einer Tochter so passiert wäre, kann man schlecht so eine Aussage machen, aber beide Töchter haben sich verwandelt, also trifft deine Vermutung ziemlich gut.“ nickte Suki.

„Ach Bariel.“ grinste Ruri provokant ihre jüngere Schwester an. „Ich heirate…“ legte Ruri einen Arm um Aelfric. „Aelfric.“ „Ah…aaaaa?“ zieht Bariel das Wort etwas in die Länge. „Glückwunsch euch beiden, dann zieht ihr ja bestimmt weit weg oder?“ grinste sie dann gemein.

„Erm…?“ wirkte Ruri verwundert, da half Aelfric ihr. „Danke euch Miss Bariel. Bisher haben wir noch nicht so große Zukunftspläne gemacht, immerhin haben fast alle hier ein sehr langes Leben. Es gibt kein Grund zur Eile.“ lächelt Aelfric.

„Verstehe…“ hob Bariel eine Augenbraue hoch. „Da hast du wirklich einen sehr guten Mann zur Seite, „liebe“ Schwester. Behalte ihn ja gut im Auge, denn es wird bestimmt die eine oder andere Frau geben, die versuchen wird, ihn dir wegzunehmen.“

„NEIN!“ drückte Ruri Aelfric fest an sich. „Er gehört MIR!“ „Bariel…“ seufzte Sina, die Bariel durchschaut hat. „Entschuldigung Mama…“

„Ah!“ merkte Ruri ihren Fehler, weil Aelfric schon fast gezwungen am Lächeln war. „Entschuldigung Ael!“ „Nicht schlimm, das werden wir auch noch schaffen… also das du deine Kraft in Griff bekommst.“

„Hmm… ich hatte ja… die Idee gehabt, dass Kyllia euch die Kräfte einer Sukkubus beibringen soll, aber… besser ihr seid nicht alleine in einem Raum.“ schaute Sina Kyllia an, die ihr zustimmte. „Da gebe ich dir vollkommen recht.

Wenn bringe ich Bariel es bei, Ruri bleibt besser ahnungslos, sonst geschieht noch ein Unglück, wenn sie eifersüchtig wird.“

„Ah…“ ließ Ruri ihre Flügel hängen, während Bariel mit einer Seite am Grinsen war. „Ah!“ fiel Ruri was ein. „Mama, erm… Ael hat mir beigebracht, dass wir Dämonen und die Vampire nicht miteinander Blut trinken dürfen oder in Kontakt kommen.“

„Das ist richtig. Ich bin das Ergebnis, weil ich zweimal das Blut von Vampiren getrunken habe und Kyllia sowie Lisa gegenseitig das Blut in einem… „Streit“ getrunken haben.“ nickte Sina.

„Wie…“ wurde Ruri auf einmal rot. „Wie… sieht es… aus, wenn… ich… erm… Kinder mit Aelfric… haben will?“

„Oh… erm…?“ schaute Sina Lisa an, diese aber den Kopf schüttelt. „Ich weiß es nicht. Es ist auch kein Vampir bekannt… der ein Dämon geschwängert hätte oder umgekehrt. Aufgrund… dass wir so extrem auf Blut reagieren, dürfte man eigentlich vom schlimmsten ausgehen müssen.“

„Also… abraten, Kinder kriegen zu können?“ fragte Sina und Lisa sah aus, als wäre die Frage ihr sehr unangenehm, dass Kyllia ein Arm um sie legte. „Wenn ich ehrlich bin… ja. Denn die Mutter beider Rassen würde sich ja in Gefahr bringen. Sich und… eventuell das Kind.“

„Ihr… habt es gehört. Es tut mir leid… das ihr es auf diese Art erfahren müsst.“ schaute Sina traurig das „junge“ Paar an. „Danke… dass du es uns gesagt hast Mama. Ich… hätte gerne Ael Kinder geschenkt. Er wäre so ein toller Vater…“ lächelt Ruri ihren Zukünftigen an.

Wieder klopft jemand an der Haustür.

Kapitel 665

Ich bin wiedergeboren und die Aufklärung?

„Meint… ihr nicht, dass ihr mit eurer Fürsorge es… „ETWAS“ übertreibt?“ murmelt Sina aus einem Berg voller Kissen, selbst ihr Knochenschwanz wurde auf Kissen gelegt. „Meinst du?“ hatte Suki ein Grinsen auf dem Gesicht.

„Schon…“ nickte die geschwächte Dämonin, irgendwie hätte sie doch lieber im Bett bleiben sollen. „Egal… Scheinbar… habe ich einiges verpasst oder? Die Villa wurde um gearbeitet und bei euch hat sich ja auch einiges verändert.“

Lisa stand nun ebenfalls im Wohnzimmer in ihrer normalen Größe, sie war froh, dass ihre Strafe vorbei war. „Das stimmt allerdings, die Frage ist, ob du direkt alles auf einmal Wissen möchtest oder es nach und nach erfahren willst.“

„Naja… am besten nach und nach oder?“ schaute Sina in die Runde. „Fangen wir doch einfach… bei Rubina an, genau.“ „Dann schau mal was ich kann Sina!“ lächelt Rubina. Sie kniete sich vor Sina und war immer noch so groß, dass Sina nach oben schauen musste.

Rubina streckte beide Hände hoch. „Heller Ball und dunkler Ball!“ zauberte Rubina und in jeder Hand erschien eine kleine schwebende Kugel. In der linken Hand leuchtete die Kugel regelrecht, während in der rechten Hand die Kugel pechschwarz war.

„Wow? Du kannst zaubern?“ lächelt Sina und Rubina nickte. „Ja! Ich kann zaubern. Ich kann sogar mehr. Schau mal…“ drückte Rubina beide Kugeln zusammen. „Ehmm… Rubina du solltest…“ warnte Neia sie auf einmal.

Die Kugel kämpfe auf einmal gegen sich selber, sie fing an, Blitze von sich aus zu schießen. „Rubina! Wirf die Kugel sofort raus!“ schimpft Suki. Die Drachenfrau drehte sie leicht und schoss die Kugel durch die Tür in den Garten… BUMM

Die Villa erzitterte, Staub fiel von der Decke runter und Sina grinste schief. „Und täglich grüßt das Chaos.“ dachte die Dämonin. Durch die Fenster sah man, wie eine graue große Kugel hochgegangen ist und danach ein sehr tiefes Loch hinterlassen hat. „Ups…?“ kichert Rubina.

„Ah… ich wäre dir wirklich dankbar, wenn du mir deine… coolen Tricks später zeigst Rubina. Ich würde sie gern wirklich mal alle sehen, aber außerhalb von Fanfoss. Da kenne ich einen Ort, wo du dich richtig austoben kannst.“ lächelt Sina, die sich nicht aus der Fassung bringen ließ.

„Echt? Cool!“ freue sich Rubina. Suki und die anderen seufzten, dass direkt das Chaos wieder anfängt, nachdem Sina wachgeworden ist.

„Rubina.“ wurde Sina auf einmal ernst, die Drachenfrau schaut sie verwundert an. Auf einmal stand Sina ganz langsam auf, man wollte ihr helfen, da schüttelt sie den Kopf. Es vergingen viele Sekunden, Sina war schwer in Atem, dennoch stand sie vor Rubina.

„Ich… will mich bei dir bedanken, dass du… meiner Verlobten geholfen hast, gegen diesen Dämonen zu kämpfen. Du als unerfahrenste Kämpferin hast dein Bestes gegeben, hast vermutlich… die schlimmsten Schmerzen erfahren und dennoch weiter gemacht. Ich… danke dir vom tiefsten Herzen.“ verbeugte Sina sich… und fiel nach vorne.

Alle rissen ihre Augen weit auf, als Rubina sie mit einer Hand auffing. „Dafür sind wir doch Freunde oder? Freunde helfen einander hat mir Dalmaz erklärt, doch… eigentlich bist du auch meine Familie.“ hielt Rubina den Kopf schräg.

Sina atmet schwer und man sah, dass ihr ein paar Tränen vom Gesicht runter fallen. „Es… tut mir leid… dass du wieder… Schmerzen gespürt hast.“ „Muss es dir nicht, ich habe selber entschieden, dass ich helfen wollte.“ lächelt Rubina und drückte Sina leicht nach hinten, wo sie wieder auf den Berg voller Kissen fiel.

„Schnell“ nahm Sina ein Kissen und hielt es vor ihrem Gesicht, damit man sie nicht weinen sah. Sherry und Neia setzten sich ungefragt seitlich von Sina und streichelten ihre Arme. „Sina… du machst dir zu viele Gedanken.“ flüstert Sherry ihr ins Ohr.

„Genau, alleine das Rubina dich als Familie betrachtet, sollte dich eher glücklich machen.“ fügte Neia hinzu. „Sina ist todunglücklich und zugleich glücklich wie sonst nicht.“ erklärte Kyllia. „Sie kann es gerade nur in dieser Situation einfach schlecht nachvollziehen.“ grinste Kyllia am Ende traurig.

„Habe ich was falsch gemacht?“ wundert sich Rubina. „Nein, du hast Mutter mit deiner einfachen Aussage einfach unerwartet getroffen und sie braucht ihre Zeit, es zu akzeptieren.“ erklärte Suki dies in Ruhe.

Sina brauchte tatsächlich Zeit, bis sie das Kissen vom Gesicht runter nahm, ihr Gesicht war komplett blutverschmiert. „Sorry… und danke Rubina. Deine Worte haben… mich wirklich berührt.“ lächelt Sina unsicher.

„Das freut mich!“ lächelt Rubina, trotz das sie größer, älter geworden hat, hat sie immer noch die kindliche Freude an allem beibehalten. Sherry wischte das Gesicht von Sina, Neia warf das blutige Kissen beiseite.

„Mich… nervt… dass ich so schwach bin.“ seufzte die Dämonin. „Doch… das ist egal. Suki, müssen wir in der Villa noch was verändern, damit Rubina weitere Zimmer nutzen kann?“

„Nicht wirklich Mutter.“ schüttelt Suki den Kopf. „Ein neues eigenes Zimmer sowie Badezimmer für ihre Größe wurde längst eingerichtet und mit der Villa am System angeschlossen. Wohnzimmer selber siehst du ja, dass wir in der Zukunft hier die Mahlzeiten nehmen werden.

Ansonsten… Rubina hat wirklich keine großen Ansprüche, sie gehört eher zu den Personen, die viel raus müssen. Würde mich nur freuen, wenn… sie ihre „Beute“ nicht immer lebendig zurückbringt…“ seufzte Suki.

„Erinnert mich irgendwie an eine Katze.“ schmunzelt Sina. „Ich…“ schaute Sina nun alle anderen an, da unterbricht Kyllia sie direkt. „Wenn du jetzt bei jedem dich entschuldigen und bedanken willst, vergiss es.

Du wirst immer die gleichen Worten hören, außerdem haben wir alle von dir verlangt, dass du uns vertrauen sollst. Sherry hat uns erklärt, wie es am Anfang des Kampfes war und… ich kann dir nur dies sagen. Wir werden jederzeit wieder gegen neue Feinde kämpfen, egal ob du schuld bist oder nicht.

Wir sind eine große Familie, unabhängig welcher Rasse, Alter, oder Geschlecht wir abstammen. Wir haben alle unsere Sorgen in uns, unsere Probleme und weiteres. Akzeptiere einfach, dass es sich zwar um dich gedreht hat, aber… wir würden es wieder machen. Immer und immer wieder.“

Wieder rollte eine Träne raus… Sherry und Neia legten ihre Kopfe seitlich von Sina. „Wie deine Schwester es gesagt hat… wir werden um dich kämpfen.“ flüstert Sherry und Neia gab einen Kuss auf der Wange.

„Ach… man… warum…“ schloss Sina ihre Augen, Kyllia merkte, wie stark die Freude und Glück sich in ihrem Körper breit machte. Sie drückte Lisa seitlich an sich, damit auch ein Teil der Freude auf sie übergeht.

„Willst du es ihr sagen Kyllia?“ lächelt Lisa ihre Verlobte an. „Ja, das wäre in guter Zeitpunkt.“ nickte Kyllia und Sina öffnete ihre Augen. „Sina, Lady Layla sieht meiner Hochzeit mit Lisa überhaupt nicht als Problem an, sie hat… Lisa sogar ihr Hochzeitskleid angeboten.

Nur… die Hochzeit selber könnte irgendwann in der Zukunft passieren, weil wir warten müssen, bis der Vater von Lisa aus der Versenkung erscheint. In einem waren alle in der Familie von Lisa sicher: Das ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gegen ihren Vater kämpfen „darf“.

Vermutlich wirst du denken, dass ihr Vater nicht mit unserem vergleichbar ist, nur… Lady Layla und auch Lisa haben mich davor gewarnt ihn zu unterschätzen. Er mag nicht die Stärke haben wie Lady Layla, hat dafür seine Zeit eher in Techniken gewidmet, die Lady Layla konkurrieren könnten.“

„Warum… sind Väter generell… so nervig…“ seufzte Sina. „Brauchst… du Hilfe? Du müsstest wirklich so stark werden, dass du im Grunde Layla besiegen kannst.“

„Nicht wirklich, denn ich werde einfach weiter das Training nach Dämonenart nachgehen. Dabei will ich kombinieren um die Stärke über Dungeons zu sammeln. Ok, im Grunde ist es ja dein Plan, den du die ganze Zeit versuchst IRGENDWIE umzusetzen.“ grinste Kyllia schief.

„Ja… Anführer zu sein ist scheiße. Wenn dir irgendwer so einen Posten anbietet, direkt ablehnen… Sonst bist du eine Gefangene deiner Selbst, weil du immer mehr und mehr dafür deine Freizeit opfern musst.“ nickte Sina.

Auf einmal klopfte es an der Haustür, Suki machte sich direkt auf den Weg. „Vermutlich dürfte jetzt jeder nachschauen, wie es dir geht Sina.“ grinste Neia. „Stimmt, einige haben tagtäglich nach dir Ausschau gehalten.“ nickte Sherry.

„Nur tu… dir und uns auch den Gefallen und spare deine Energie für dich selber. Du brauchst dich wirklich nicht zu bedanken, WIR alle kennen dich gut genug, dass du es wirklich ernst meinst.“ teilte Kyllia ihre Meinung mit. „Stimmt, alle wissen, warum die Destroyar gekommen sind und nach viele Aufklärungen hat jeder auch akzeptiert, wie es gekommen ist.“ stimmte Lisa zu.

Auf einmal kam Suki mit eine stark verhüllte Bariel. „Mama!“ rief Bariel direkt erfreut auf, ihre Augen strahlten gerade zu. „Hi… Bariel, wie geht es dir?“ lächelt Sina schief, die sich versucht, ihre Gefühle im Griff zu behalten.

„Glaube, mir geht es definitiv besser als dir Mama… erm… Mutter.“ räuspert Bariel sich, die sich vor ihre Mutter stellt. „Erm…“ schaute Bariel einmal kurz alle Frauen an, dann nickte sie zufrieden. „Du brauchst nicht die Förmlichkeiten nachzugehen Bariel, wirklich nicht.“ bot Sina einige Formalitäten zu ignorieren.

„Ja… schon, ist… halt meine Erziehung.“ grinste Bariel schief, als sie wieder ernst wurde. „Mama, ich bin mir nicht sicher. Du hast gesagt, dass bisher nur Ruri und ich zu deinen Töchtern gebissen hast oder?“

„Das ist richtig. Ansonsten habe ich nur Sherry gebissen und ihr Blut gesaugt.“ nickte Sina. Suki stellte sich neben die Zwillingsdämonin, Rubina setzte sich an die Terrassentür, damit sie nicht im Weg stand.

„Erm… nur so eine Frage. Ich habe mich ja dank dir zu einer Dämonin entwickelt, also… gelbe Augen, die Hörner, Flügel samt Schwanz. Kann… es sein, dass ich mich nochmal verwandeln würde?“ hob Bariel eine Augenbraue hoch.

„Bedauere… aber ich wüsste nicht? Bei Vampiren dürfe es nicht der Fall sein oder?“ schaute Sina Lisa an, die den Kopf schüttelt. „Nein, einmal zum Vampir, werden sie sich nicht mehr verändern.“

„Nun…“ ließ Bariel ihren großen schwarzen Mantel fallen… „Ich habe mich nochmal verwandelt.“ Allen fielen fast die Augen raus, Rubina wiegelt nur glücklich den Kopf. Jeder hatte Bariel in Erinnerung gehabt, nun stand sie mit einem komplett veränderten Körper vor ihnen.

Sie trug ein viel zu enges und kurzes Kleid, man sah es ihr an, dass sie es mit Gewalt angezogen hatte und dennoch… Alle ihre weibliche Attribute sind „verstärkt“ worden, hatte längere Beine und vor allem… sie hatte lange schwarze Haare.

„Wenn ich mich jetzt so im Spiegel betrachte und dich anschaue Mama… Ganz ehrlich? Ich bin glaube ich mehr deine Tochter geworden als zuvor. Selbst mein Status hat sich verändert. Attribute sind höher, ich bin sogar eine Sukkubus geworden mit vermutlich deren Fähigkeiten, die ich aber… überhaupt nicht benutzen kann.“ lächelt Bariel.

„Wow…“ murmelt Kyllia. „Ja… Wow…“ stimmte Sina zu. „Das…“ merkte die Dämonenkönigin auf einmal etwas. Sie spürte regelrecht einen Faden zu Bariel, die sie fragend anschaute. „Ja Mama?“

Sina schloss alle ihre Augen und zog einmal stark den Atem. „Lisa?“ „Ja?“ schaute nun Lisa Sina fragend an. „Du… sagtest, du hättest ja auch Vampire erschaffen. Du würdest spüren… wenn ihnen was passiert oder?“ „Das ist richtig.“ „Ist… es wie… ein Faden? Unsichtbar, aber… mit etwas verbunden?“ „Auch… das ist richtig, wieso?“

„Weil ich Bariel nun richtig verbunden fühle, etwas… ist mit ihr und mir verbunden.“ schaute Sina Bariel lächelnd an und die Tränen fielen wieder raus. Bariel riss kurz die Augen weit auf, dann musste sie eine Hand vor ihrem Mund halten, dabei kamen ebenfalls Tränen runter.

„Glaube Sina… es wird immer besser. Wenn ich daran denke… das du zu niemanden eine Verbindung hattest… bis du es mit Kyllia als Erstes hattest. Nun… hast du sie mit Bariel.“ nahm Neia eine Hand und drückte sie fest von Sina.

„Bariel… du bist… so schön.“ schniefte Sina. „Ich… würde dich ja gerne umarmen, aber… Bin vor kurzem erst wach geworden und ziemlich kraftlos. Sag… Sherry… das Kleid steht ihr überhaupt nicht, kannst du nicht ihr… meine Stoffklamotten geben?“

„Ja, das wäre gut Mama, denn… ich habe echt Angst, wenn ich einmal tief atme…“ wischte Bariel grinsend ihre Tränen weg. „Ich konnte meine Wohnung überhaupt nicht verlassen… weil mir NICHTS mehr passte.

Ich war froh, dass ich genug Essen hatte, aber… Die ganze Zeit nur nackt gelaufen, es war mir unheimlich peinlich gewesen. Gut dass diese Pflanzen meine Fenster verdunkelt haben, dass ich mir wegen Spannern oder so keine Gedanken machen brauchte. Die Zeit habe ich auch direkt genug, mein Gleichgewicht zu finden mit meinen neuem Körper.

Als ich eben… gespürt habe, dass du aktiv warst, bin ich direkt hierher geflogen und habe die ganze Zeit gebetet, dass mich… niemand gesehen hat.“

„Du… kannst fliegen?“ strahle Sina und Bariel nickte, als Beweis zeigte sie, wie sie ihre Flügel benutzen konnte. „Wuhu! Meine Tochter kann fliegen!“ freute sich Sina regelrecht. „Was… würde ich dich so gerne… umarmen.“

Ungefragt drückte Sherry und Neia sich vom Rücken hoch und Bariel drückte dafür ihre Mutter ganz fest. „Es… freut mich wirklich… dich als meine Tochter zu haben…“ flüstern Sina ihr ins Ohr. „Und… ich danke dir vom Herzen… dass du meine Mutter geworden bist…“ flüstern Bariel zurück.

Die Tochter ließ Sina wieder los und wurde auf den Rücken gelegt. „Ok, dann komm direkt mit Bariel.“ stand Sherry lächelnd auf. „Wenn mein Auge mich nicht trügt, kannst du wirklich die Stoffklamotten von Sina tragen, aber… Besser ich messe dich einmal ab, denn… Wenn ich dich richtig verstanden habe, hast du auch keine richtige Unterwäsche oder?“

So knallrot wie Bariel wurde, war das Antwort genug. „Brauchst nichts sagen, einfach mitkommen. Und du Schatz, keine unnötigen Bewegungen!“ drehte die Blutelfe sich kurz zu Sina um. Diese rollte nur kurz ihre Augen. „Keine Sorge, ich werde aufpassen!“ nickte Neia.

„Wunderbar, dann auf ins Schlafzimmer!“ ging Sherry vor und Bariel folgte mit einem roten Kopf, bis ihr was einfiel. „Mama… du hast doch ebenfalls den Knochenschwanz, der viel länger und schärfer ist… Kannst du mir vielleicht irgendetwas geben, dass meine Matratzen vielleicht… EINE Nacht überleben können?“

„Nein, einfach seitlich schlafen.“ schüttelt Sina grinsend den Kopf und sah, wie Bariel ihre Flügel sacken ließ. „Wenn… es mir besser geht, besuchen wir Brandrulim, vielleicht… kann er was für deine Stacheln auf den Schwanzwirbeln sowie Schwanzende etwas basteln.“

Wie schnell man Kinder glücklich machen kann. „Danke Mama!“ lächelte Bariel so richtig offen und war dann mit Sherry verschwunden.

„Wow… langsam beneide ich dich echt Sina.“ musste Kyllia es kommentieren. „Erst hast du Suki, nun Ruri und als letzte Bariel. Egal ob sie adoptiert, erschaffen oder wie auch immer es Zustande kam, du hast wunderschöne und starke Töchter, auf die man Stolz sein kann.“

„Stimmt… wobei… ich überlege… Bariel wurde doch später…“ grinste Sina, bevor sie nachdenklich wurde…

Es klopfte wieder jemand an der Haustür.

Kapitel 664

Ich bin wiedergeboren und die Schwäche?

„Uh…“ stöhnte Sina und öffnete leicht ihre Augen mit grässlichen Kopfschmerzen. Sie merkte, dass sie alleine in ihrem Zimmer war. Langsam schloss Sina die Augen wieder. „Man… tut mir der… Kopf weh… Scheinbar… habe ich den Arsch besiegt… Zeit… zu wissen, wie der Status geworden ist…“ öffnet Sina ihren Status:

Name: Sina die Chaosbringerin

Rasse: Chaosbestie

Alter: 148 Jahre

(Titel: Held der Dämonen, Dämonenkönigin, Teufel)

Titel: Erzfeind der Untoten, Drachentöter, Verteidiger, Vampirtöter, Lady, Reichskanzler, Götterbestienjäger, Menschenschlächter, Freund der Wüstenwächter, Spinnenschlächter, Ultimativer Waffenmeister, Meister der Illusion, ?????


Beruf: Chaos

Level: 497

Attribute: (Fälschung) (Original)

  • Vitalität: 45756 / 583.371
  • Mana: 45928 / 585.568
  • Stärke: 46067 / 603.641
  • Schnelligkeit: 46536 / 619.916
  • Intelligenz: 51358 / 626.437
  • Ausdauer: 45892 / 603.936

Magische Fähigkeiten:

  • Illusion Level 10 / Level 10
  • Traumwandeln – / Level 9
  • Seelenraub – / Level 9
  • Meteorregen – / Level 2
  • Inferno Level 6 / Level 6 (Aufgestiegen)
  • Realitätsveränderung Level 3 / Level 3
  • Chaosblitz Level 6 / Level 6
  • Chaosregen Level 2 / Level 2
  • Verrotten Level 5 / Level 5
  • Stachelerdbeben Level 2 / Level 2
  • Seuche entfernen III Level 1 / Level 1
  • Mittleres Heilen Level 8 / Level 8

Aktive Fähigkeiten:

  • Schwert Level 12 / Level 12
  • Großschwert Level 10 / Level 10
  • Axt Level 10 / Level 10
  • Speer Level 10 / Level 10
  • Hellebarde Level 10 / Level 10
  • Keule Level 10 / Level 10
  • Unbewaffnet Level 12 Level / 12 (Aufgestiegen)
  • Beidhändigkeit Level 11 / Level 11
  • Werfen Level 10 / Level 10
  • Peitsche Level 8 / Level 8
  • Allesschneider II Level 3 / Level 3
  • Schwertwirbel II Level 2 / Level 2
  • Schockexplosion II Level 2 / Level 2
  • Zerstörungsschnitt II Level 2 / Level 2
  • Dämonischer Schnitt Level 10 / Level 10
  • Chaosschnitt Level 3 / Level 3
  • Schwerer Schwertschlag Level 1 / Level 1
  • Axtschlag Level 1 / Level 1
  • Speerschlag Level 1 / Level 1
  • Hellebardensturzflug Level 1 / Level 1
  • Keulenschlag Level 3 / Level 3
  • Sturmschlag Level 8 / Level 8 (Aufgestiegen)
  • Schwerttornado Level 2 / Level 2
  • Zielschuss Level 5 / Level 5
  • Zerstörungsschlag Level 1 / Level 1 (Neu)
  • Erste Hilfe Level 8 / Level 8
  • Kochen Level 5 / Level 5
  • Singen Level 6 / Level 6
  • Musizieren Level 10 / Level 10

Götterbestiefähigkeiten:

  • Macht des Feuers:
    • Feueraura
    • Feuerflügel
    • Lavahand
    • Lavaatem
    • Flammenhand
  • Macht des Schattens:
    • Schattenwelt
    • Schattenverbund
    • Schattendiebstahl
  • Macht der Erde:
    • Gravitationsaura
    • Sandatem
    • Sand

Chaosbestienfähigkeiten:

  • Macht des Chaos:
    • Chaosatem
    • Chaoshand
    • Chaosaura

Passive Fähigkeiten:

  • Säure Immunität (Sichtbar) –
  • Zustandsveränderungsimmunität (Sichtbar) –
  • Magie Immunität (Sichtbar)
  • Göttliche Stärke Level 6 / Level 8
  • Göttliche Schnelligkeit Level 6 / Level 8
  • Göttliche Vitalität Level 6 / Level 8
  • Göttliche Intelligenz Level 6 / Level 8
  • Göttliche Ausdauer Level 6 / Level 8
  • Schmerzlosigkeit Level 5 / Level 10
  • Wahnsinnige Gedanken Level 4 / Level 4 (Aufgestiegen)
  • Super-Regeneration Level 10 / Level 10

Einzigartige Fähigkeiten:

  • Schnelles Lernen –
  • Vorahnung II (Sichtbar)
  • Nachtsicht (Sichtbar)
  • Limit Brechen –
  • Auge des Wahnsinns (Sichtbar)
  • ????? (Sichtbar)
  • ????? (Sichtbar)

Segen:

  • Dunkler Gottes Schutz –

„Wow… der Sack war aber echt ein Exp-Boost für mich gewesen, aber… was sind die neuen Fähigkeiten… vor allem im Titel?“ wundert sich Sina und schloss nach ihre Analyse ihre Augen, weil sie so schwer waren.

Auf einmal krachte die Tür auf und Kyllia stürmte rein, gefolgt von Sherry und Neia. Bevor Sina irgendetwas tun konnte, wurde sie von allen Seiten belagert. Alle sprachen sie im Durcheinander an, bis es wegen ihrer Kopfschmerzen zu viel wurde. „Leute! Ich bin grade wach geworden und habe… Kopfschmerzen…“

Kyllia machte sofort platz, wo Neia und Sherry eine Hand auf ihren Kopf legten und sie gemeinsam heilten. „Entschuldigung… du hast über eine Woche geschlafen…“ murmelt Sherry. „Glaube… es war einfach die Aufregung… dass du wach wurdest. Kyllia ist aus ihrem Zimmer gestürmt, also…“

„Ja, die Tür ist kaputt, aber ich habe sofort gemerkt, dass du wach warst.“ grinste Kyllia schief. „Glaube… ich sprech einfach mal für alle: Wie geht es dir?“

„Beschissen… ist das erste Wort, was mir einfällt. Danke euch, die Kopfschmerzen sind weg, aber… ich…“ sah man Sina an, dass sie ihre Arme hochheben wollte, aber ihr die Kraft fehlte. „Eine Woche sagst du? Wo ist dann meine Kraft abgeblieben…“

„Sina, du hast gegen den Destroyar gekämpft ohne deine üblichen Waffen. Du hast am Ende ununterbrochen deine Fähigkeit mit den Fäusten eingesetzt und am Ende… keine Ahnung. Eine neue Fähigkeit eingesetzt, wundert es dich, dass du so schwach bist?

Eher solltest du dich freuen, dass du wach geworden bist.“ streichelt Sherry eine Schulter von Sina, während Neia eine Hand nahm.

„Es… tut mir leid… dass… ihr alle wegen mir… überhaupt in diese Scheiße geraten seid. Scheinbar habe ich tatsächlich mein Glück bei meinem Vater herausgefordert und… dafür die Quittung bekommen…“ entschuldigte Sina sich mit schwacher Stimme.

„Vermutlich sind jede Menge Probleme durch ihr auftauchen entstanden oder? Ich… will überhaupt nicht…“ als Neia einen Finger auf ihren Mund legte. „Ja, es sind Probleme entstanden, aber die haben wir alle größtenteils für dich erledigt.

Nur die… richtig schwerwiegenden haben wir soweit aufgeschoben, dass du sie dann in Ruhe angehen kannst. Aber definitiv nicht heute oder morgen, denn so schwach… habe ich dich noch nie erlebt.“

„Ja… wenn man alle schweren Kämpfe vergleicht und wie du danach einfach aufgestanden bist, ist heute das erste Mal, dass du überhaupt keine Kraft hast. Das macht dich tatsächlich etwas normaler.“ lächelt Sherry und streichelt Sina eine Wange.

„Danke… das ihr mir die Arbeit abgenommen habt.“ schloss Sina mit einem Lächeln ihre Augen. „Doch… ich will jetzt nicht wieder schlafen, ich würde… gerne erm… woanders liegen.“

„Das können wir machen. Wir werfen dich zuerst in die Wanne, dann wirst du schick gemacht und zum Schluss bringen wir dich zum neuen Wohnzimmer.“ nickte Kyllia den anderem Damen zu, während Sina ein Fragezeichen auf dem Kopf bekam mit dem Wohnzimmer.

Doch was bisher alle nicht sagten von den Damen ist… die neuen Augenfarben von Sina. Neia hat sie immer wieder untersucht, während Sina bewusstlos war und die Augen hatten alle weiterhin ihre silbernen Pupillen mit schwarzen Hintergrund.

„Nur zu, ich habe echt… keine Kraft.“ lächelt Sina müde. „Nicht mal mein Knochi will sich bewegen, ich bin tatsächlich so was von leer. Das habe ich echt noch nie erlebt.“ „Keine Sorge, wir tragen dich einfach.“ streichelt Neia die andere Wangenseite.

Gesagt, getan, Kyllia kümmert sich um das Badezimmer während Neia sowie Sherry gemeinsam Sina unter den Armen trugen. Suki hat es natürlich auch mitbekommen, da eine Hektik wieder im Hause war und fing direkt mit ihrer Vorbereitung in der Küche an.

Im Badezimmer angekommen, wurde Sina entkleidet und in die warme Wanne getragen, wo sie die Wärme und den Duft willkommen aufnahm. Sie hielt dabei ihre Augen geschlossen, während Sherry ihr Haar kämmt.

„Vielleicht… sollte ich öfters mal so schwach sein, denn… ich schwebe wie auf der siebten Wolke. Meine… Geliebten versorgen mich und ich spüre die ganze Zeit die Freude von Kyllia. Es… tut mir so gut…“ murmelt Sina.

„Nun, wir können das auch machen, ohne das du schwach bist.“ merkte Kyllia an. „Während du bewusstlos warst, hat Lara als deine Stellvertreterin alles geregelt. Ich finde, sie hat ihre Arbeit ziemlich gut gemacht.“

„Wie… geht es allen eigentlich? Ich… habe euch im Kampf gegen Kruschjrar gesehen und… hatte nur ein Ziel gehabt… Euch zu beschützen, egal… ob es mein Leben kostet.“ öffnet Sina leicht ihre Augen. „Ich… dachte…“ fiel auf einmal eine Träne von Sina. „Neia… wäre… tot gewesen…“

„Nun, wir… können es dir sagen, aber besser ist, wenn du es alles nachdem Bad erfährst. Ich kann dich wirklich soweit beruhigen, dass alle topfit sind und ihrem Leben nachgehen.“ kniete Neia sich neben die Wanne und nahm eine Hand im Wasser.

Sina dreht mit einem Lächeln ihr Gesicht zu Neia… wo sie hinter ihr den großen Spiegel sah. Sie bemerkte sofort, dass etwas an ihrem Gesicht nicht stimmt. „Erm… entweder der Spiegel ist kaputt, oder…“

„Nun… nein, der Spiegel ist nicht kaputt, deine Augen sind wirklich schwarz geworden mit silbernen Pupillen, also… alle momentan. Früher war es ja nur dein drittes Auge gewesen.“ erklärte Sherry, als wäre es nichts neues.

„Ah…a? Und… kennt ihr den Grund?“ seufzte Sina. „Vielleicht… eine Vermutung, aber die wollen wir dir dann auch nachher erklären. Jeder im Haus weiß, dass du andere Augenfarben hast, du brauchst dir um uns keine Gedanken zu machen. Die Frage ist… siehst du etwas… anders?“

„Nein… ich sehe immer noch eure üblichen Auren, es hat sich da eigentlich nichts getan. Ach… man… Ich habe meine blauen Augen gemocht. Kyllia… versuch alles, dass du sie beibehält, damit ich… sie nicht vergesse.“ hörte man die Trauer wieder bei Sina.

„Keine Sorge Schwesterherz, ich werde sie behalten.“ nickte Kyllia. „Was… mir einfällt ist… Kruschjrar meinte… ich würde Vater mit den Augen ähnlicher aussehen, aber… Vater hat doch überhaupt nicht diese Augenfarbe…“ fiel Sina etwas ein.

„Das wäre mir auch neu. Er trug die gelben mit dem gestreiften rot in seinen Pupillen, so habe ich sie zumindest noch in Erinnerung. Augen… die in die Seele brennen können…“ fielen die Flügel von Kyllia etwas runter.

„Glaube… darüber mache ich mir wirklich später Gedanken.“ meinte Sina nur und genoss es wieder, dass Sherry ihre Haare kämmte. Die Damen gönnten Sina die Ruhe, bis sie sie aus der Wanne rausholten und abtrockneten. Da fiel Sina wieder etwas auf. „Könnt… ihr mich etwas näher zum Spiegel bringen?“

„Was hast du?“ wundert sich Sherry. „Ich… bin mir nicht sicher, aber…“ hielt Sina ihren Kopf schräg, irgendetwas ist am ihrem rechten Schulterbereich. Die Damen taten es und Sina wirkte etwas weiter verwundert.

„Sherry… an meiner rechten Schulter… da ist irgendein anderes Tattoo.“ „Hm…?“ wundert sich Sherry immer mehr. Kyllia wechselte mit Sherry die Plätze und schaute sich das Tattoo genauer an.

„Du… hast recht. Mir ist das überhaupt nicht aufgefallen, weil es irgendwie mit deinem alten Tattoo hier verbunden hat. Komisch… muss es was zu bedeuten haben?“ inspizierte Sherry das Tattoo. Es war zu klein, um ein weiteres Symbol zu erkennen, aber es war vorhanden.

„Ohne Mel können wir es sowieso nicht herausfinden.“ merkte Neia an. „Also… wenn es denn noch die Sprache der Götter ist. Ich kann sie nicht lesen und die Experten sind auch leider nicht zur Hand.“

„Nein…“ schüttelt Sina den Kopf. „Das ist ein dämonisches Zeichen.“ versuchte Sina sich zu konzentrieren, aber ihre Sicht verschwimmt immer wieder. „Verdammt, ich muss das nochmal genauer anschauen, wenn ich nicht so schwach bin.“

„Soll ich…“ wollte Kyllia vorschlagen, aber Sina schüttelt den Kopf. „Nein, das können wir wirklich später machen. Irgendwie… ist es mir etwas peinlich nackt hier zu stehen und halt… den ganzen Kram mitzuerleben.“

„Wieso ist es peinlich? Hast du etwas, was wir bei dir nicht gesehen haben?“ grinste Neia keck. „Als ich dir den Rücken gewaschen habe, ist mir nichts entgangen.“ „Ich habe verstanden…“ ließ Sina den Kopf hängen.

Frisch angezogen brachten die Damen Sina dann eine Etage weiter runter zum Wohnzimmer, wo Sina fast der Mund runter fiel. „Was… ist denn hier passiert?“ Der Wohnzimmer wurde komplett vergrößert, beziehungsweise erweitert, wo die Decke hoch aufgebaut wurde.

„Ich habe es mir erlaubt Mutter, einige kleine… Änderungen am Haus anzupassen für gewisse Bewohner. Außerdem dachte ich, es dürfte euren Geschmack treffen, wenn wir nun ein größeres Wohnzimmer haben.

Es hat den Vorteil, dass wir einfach mehr Platz haben für gewisse Gespräche, Feierlichkeiten und ähnliches. Dazu kann Dalmaz nun auch hier am Tisch essen, wir haben das schon ausprobiert. Denke… Dalmaz ist einer der Personen, denen dir etwas an am Herzen liegt.“ stand Suki auf einmal neben Sina.

„Eh… ok? Das ich bei dem Krach nicht wach geworden bin…“ betrachtet Sina die vielen Fenster und vor allem die großen Türen. „Hmm…?“ sah Sina weitere Veränderungen. „Sag… sicher das ich nur eine Woche geschlafen habe? Ich… kann…“

„Hallo Sina!“ winkte Rubina an der Tür und kam direkt mit ihren neuen Größe in das Wohnzimmer rein. Sina musste mehrmals mit ihren Augen blinzeln, als sie die neue Rubina vor sich stehen sah mit einem gewissen Abstand.

Schwarze Schuppen mit gelbe Linien verziehren nun ihre Arme sowie auch ihr Gesicht. Ein Drachenschwanz mit drei Stacheln und schwarzen Hörnern waren ebenfalls definitiv neu bei Rubina. „Wie geht es dir Sina?“ lächelt Rubina.

„Erm… gut? Kyllia, du manipulierst jetzt nicht meinen Traum oder?“ drehte Sina den Kopf leicht nach hinten. „Ich kann dich beruhigen, du bist wach und es ist kein Traum. Das ist wirklich Rubina, die Tochter von Suki. Wir haben alle ihre Evolution miterlebt und können dich beruhigen, dass es alles „normal“ ist.“

„Das ist… der eigentliche Grund, warum das Wohnzimmer umgebaut wurde. Ich wollte wirklich nicht, dass Rubina von uns abgegrenzt wird. Anhand deines… Blicks eben, hast du die neuen Zimmer gesehen. Diese wurden an die Villa angebaut, wo Rubina ein eigenes Zimmer hat sowie Badezimmer. Sie… ist etwas zu groß geraten meine Tochter. Hoffe…“

„Ist in Ordnung wirklich.“ unterbrach Sina ihre Tochter. „Ich bin froh, dass ihr es selbst in die Hand genommen habt, denn… das wären mir persönlich keine angenehmen Entscheidungen gewesen. Du sagst… sie ist evolutioniert, dann…?“

„Ich bin größer und stärker geworden!“ nickte Rubina mit gewissem Stolz. „Mama meint, ich wäre jetzt eine Drachenkriegerin. Mein Freund Dalmaz bringt mir weitere Techniken bei, wie ich meine neue Kraft einsetzen kann.

Ansonsten haben mir alle verboten, sie auch nur in der Stadt zu benutzen. Neia meint, ich hätte das Niveau eines SSS und SV Monsters, aber das habe ich nicht verstanden. Nur… ich habe auch irgendwie mehr Hunger nun.

Doch das ist kein Problem! Ich kann schneller fliegen mit Dalmaz und wir jagen die Monster selber. Um Fanfoss leben auf einmal so viele neue und eigenartige Monster, aber sie sind sooo lecker.“ leckte Rubina auf einmal ihre Lippen und man sah eine Gier in ihren Augen.

„Ah…a?“ versuchte Sina zu lächeln. „Glaube, wir standen alle lange genug, werft mich einfach auf diesen neuen schwarzen Sessel da, er sieht ziemlich weich aus.“ „Yes!“ freute sich Kyllia und Suki ließ auf einmal ihre Katzenohren fallen. „Öhm?“ schaute Sina verwundert Sherry und Neia an.

„Ignoriere es einfach, die beiden hätten sich beinahe darüber gefetzt, welche Möbelstücke dir am besten gefallen.“ seufzte Neia. „Am Ende haben sie per Münzwurf entschieden und Kyllia hat den „Kampf“ gewonnen.“ fügte Sherry hinzu.

„Ach beim dunklen Gott… ihr habt Probleme…“

Kapitel 663

Ich bin wiedergeboren und ein vampirischer Sherlock?

„Uff…“ stöhnte Sherry, die mit Suki, Kyllia und Lara Abstand von Rubina nahmen. „Ja, ich kann mich loben, ein Kimono in dieser Größe geschnitten zu haben.“ Die Drachenfrau saß vor ihnen und schaute glücklich ihr neues Kimono an.

Weswegen Sherry und die anderen etwas außer Puste sind ist, dass sie alle mit einer Akrobatik das Kimono in dem kleinen Zimmer anziehen mussten, ohne das Rubina mit ihren Hörnern oder weiteres es zerstört.

„Es ist schön.“ lächelt Rubina. „Das freut mich zu hören.“ lächelt Sherry ebenfalls. „Dann… können wir den nächsten unangenehmen Schritt gehen oder?“ „Müssen wir, denn Rubina würde mit ihrer Größe einiges kaputt machen, wenn wir sie durch das Haus gehen lassen. Ich frage mich ernsthaft, ob sie nicht genauso groß wie Dalmaz ist.“ nickte Suki. „Wundere mich wo Nitir ist…?“

„Ohoooo?“ zog Kyllia bewusst das Wort in die Länge. „Vermis…“ schluckte Kyllia den nächsten Satz, als Suki ihr „den“ Blick zuwarf, der vieles Versprach, wenn man nicht schnell ruhig ist. „Nein, ich vermisse ihn nicht.

Nur er hat scheinbar ein gutes Händchen, wenn es um Handwerkarbeiten geht, wenn ich daran denke, wie er die Mauer repariert hat. Vermutlich hätte er den Schaden etwas eingrenzen können, damit Rubina raus kann. Mutter wird vermutlich alles andere als begeistert sein, wie ihr Zuhause wieder etwas… zertrümmert wird.“ lächelt Suki die Dämonin an.

„Erstaunlich finde ich immer noch… dass die kleine Rubina nun so groß geworden ist.“ grinste Lara die Drachenfrau an. „Hätte nichts dagegen, ein „bisschen“ noch wachsen zu können. Nur ein „bisschen“.“

„Dagegen, das macht dich doch umso niedlicher.“ warf Kyllia ihren Einspruch. „Außerdem, wenn du größer wirst, kannst du Zada nicht mehr in die Augen schauen. Dann müsste sie ja auch größer werden.“ Lara bekam rote Wangen bei dem Kompliment.

„Ich gehe eben nach Neia schauen, nicht das sie zufällig in der Nähe der neuen „Baustelle“ ist.“ teilte Sherry eben noch mit, bevor sie aus dem Zimmer ging.

„Wie ist es denn momentan mit Rubina geplant? Meine eher wegen Schlafen und so.“ stellte Kyllia eine interessante Frage. „Ich dachte, wenn Rubina draußen ist, dass sie etwas den Garten bearbeitet, wo Neia wie bei Dalmaz ein großes Steinhaus herbeizaubern kann.

Ich… will das vorerst als eine Notlösung belassen, denn Rubina sollte auch in der Villa schlafen. Doch dazu müsste… man die komplette Villa um arbeiten und ich sollte Mutter einschätzen können, dass sie nicht unbedingt… von dieser Idee begeistert sein wird.“

„Und wenn das Steinhaus an der Ecke der Villa aufgebaut wird, vielleicht eine Verbindung mit deinem Zimmer? Dann würde Rubina bei ihrer Mutter ganz nah schlafen. Was denkst du Rubina?“ schaute Lara die Drachenfrau. „Eine tolle Idee!“ nickte Rubina fröhlich.

„Wenn wir ehrlich sind, so richtig große Ansprüche hat Rubina nicht Suki. Vielleicht ist es sogar einfacher, wenn wir die Terrasse weiter ausbauen und dort nun unsere Mahlzeiten einnehmen. Dann kann Rubina auch weiterhin mit uns essen. Einzig… ein weiteres Zimmer… also um ein Badezimmer in XXXXXXXXL-Größe werden wir für sie nicht herumkommen.“ schlug Kyllia vor.

„Das… wäre tatsächlich etwas wo Mutter darauf eingehen wird.“ nickte Suki. „Doch solange werde ich bei Rubina im neuen Heim schlafen, immerhin muss ich doch sicher gehen, dass Rubina ihre neue Kraft im Griff hat oder?“

„Darf… ich denn weiter mit Dalmaz auf Abenteuerreise gehen? Dalmaz hat mir viel beigebracht, vielleicht kann er mir ja helfen, damit du dir keine Sorgen machen brauchst Mama.“ hielt Rubina ihren Kopf schräg.

„Du magst Dalmaz wirklich sehr gerne oder?“ schaute Suki lächelnd nach oben, wo Rubina sehr schnell nickte. „Dalmaz groß und stark, mein erster richtiger Freund!“

„Ok, Neia ist aus dem „Gefahrengebiet“ weg.“ kam Sherry wieder. Gesagt getan, mit ein „bisschen“ Arbeit wurde die Wand samt Fenster von Rubina´s alten Zimmer zerstört und war nun endlich draußen.

Nun streckte sich Rubina einmal richtig aus. „Was sagtest du Sherry? Ein Kopf größer als Rokea? Eher würde ich sagen, dass sie so groß wie Dalmaz ist.“ schaute Lara nach oben, die anderen Damen waren ebenfalls im Garten.

„Hmm… muss an ihrer sitzenden Haltung gelegen haben. Der Stoff an ihren Beinen ist tatsächlich etwas zu kurz.“ wirkte Sherry regelrecht verärgert über ihren eigenen Fehler. „Ich hatte geplant, weitere zu schneiden, aber nicht heute. Ich werde eine Leiter holen und Rubina´s Beine nochmal neu messen müssen.“

„Warte Sherry, denke das ist in Ordnung, weil Rubina eh barfüßig läuft und den Stoff nicht so schnell verdreckt.“ hielte Suki die Blutelfe auf. „Vielleicht ist das sogar in Ordnung, wenn du diese Größe weiterhin behältst oder Rubina?“

„Hm?“ schaute Rubina verwundert. „Ihr seid alle so klein.“ kichert Rubina. „Siehst du Sherry, Rubina hat andere Gedanken.“ grinste Suki. „Nun mein Schatz wirst du wie die anderen mit anpacken, hörst du?“ „Ja Mama!“ hob Rubina eine Faust Richtung Himmel hoch vor voller Fröhlichkeit.

„Erm…“ kam Neia auf einmal aus dem Wohnzimmer. „Wir haben „wieder“ ein Problem.“ Alle Frauen drehten ihren Kopf: „Was denn jetzt schon wieder?“ zu Neia um. „Der Bürgermeister Hillar will dringend mit Sina sprechen. Es… hat einen eigenartigen Vorfall gegeben, wo ihre Meinung benötigt wird.

Den Mitarbeiter habe ich wieder weggeschickt, dass jemand anderes kommen wird, weil Sina unpässlich ist. Denke, in der Schnelle war das die beste Lösung.“

„Ernsthaft… Sina sollte echt die Welt übernehmen, wenn jeder ihre Hilfe braucht…“ rollte Lara ihre Augen. „Ich werde gehen, immerhin ist es meine Aufgabe.“ „Soll… ich dich begleiten Lara?“ bot Kyllia an, vermutlich aus der Sorge, dass Lara wieder „ehrlich“ sein könnte.

„Nein, das brauchst du nicht. Diesmal werde ich nachdenken, bevor ich den Mund aufmache.“ lächelt Lara traurig. „Ist… was passiert?“ wundert sich Sherry, wo Kyllia und Lara den Kopf schütteln. „Nur eine… kleine Auseinandersetzung mit den Helden, dabei habe ich mich vergessen und Kyllia hat mich wieder zu den Tatsachen zurückgeholt.

Sina kann wirklich sehr stolz auf Kyllia sein, denn in diesem Moment habe ich keinen Unterschied zwischen den beiden Schwestern gesehen. Da sah man sehr deutlich, wie ähnlich sie sich doch sind. Sowohl vom Aussehen als auch im Herzen.“ grinste Lara schief und nun bekam Kyllia rote Wangen.

Während Lara sich auf dem Weg zum Rathaus machte, schuftet Zada sich einen Ast ab. „Miss Zada… sollen wir ihnen wirklich nicht helfen?“ fragte ihre Schülerin sie draußen. Deren Bruder stand schweigend neben seiner Schwester.

„Nein, wirklich nicht. Übt ihr lieber weiter eure Aufgaben, denn… im Gegensatz zu mir ist eure Zeit begrenzt oder?“ lächelt Zada traurig. „Ich habe die Zeit mir das Leisten zu können. Hätte nur nicht gedacht, dass ich als Geschäftsführerin auch mit dieser Art von Problemen konfrontiert werde.

Schaut zu den anderen Geschäften, jeder packt mit an um das Geschäft wieder auf den Vordermann zu bringen. Ich bin mir bewusst, dass ich die nächste Zeit nicht wirklich was verkauft bekomme, aber das ist egal.

Ich will den anderen zeigen, dass ich ebenfalls als Vampir mit anpacke. Keine Angst habe, mir die Finger schmutzig zu machen. UND das ich euch nicht wie Sklaven herum scheue, wie einige andere es mit ihren Lehrjungen machen.

Außerdem… wenn ich ehrlich bin…“ nahm Zada ein paar Schritte von ihrem Geschäft. „Werde ich nur die Fenster, Türen und mein Schild vom Efeu befreien, weil es eigentlich ziemlich cool aussieht. So ein „grünes“ Haus fällt erst recht richtig auf.

Sobald das Chaos sich beruhigt hat, werde ich mit einem Gärtner oder Ähnlichem sprechen, weil ich die Meinung mehrerer Experten brauche, ob das in Ordnung ist oder aber das Efeu das Haus sogar beschädigt.“

„Uhm…?“ schaute die Schülerin unsicher ihren Bruder an. „Dann… gehen wir weiter unseren Übungen nach.“ „Tut das und wenn ihr weiterhin so fleißig bleibt, sehe ich es schon kommen, dass ihr ganze Kleidungsstücke herstellen dürft, die daaaannn zum Verkauf stehen.“ lächelt die Vampirin die beiden an.

„Eure persönlich geschneiderten Sachen werden zum Verkauf angeboten, denke, ein Grund zu feiern. Ich bräuchte wirklich nur jemanden, der am Verkauf steht, damit ich die restliche Arbeit umsetzen kann.“ grübelte Zada.

„Das… hört sich… gut an.“ nickten die Schüler und gingen wieder zu ihre Nähstube. „Die armen Dinger…“ seufzte Zada, denn Freude hört sich in ihren Ohren anders an.

Im Gildenhaus von Fanfoss:

Prashi stellte einen heißen Tee vor dem Gildenmeister Ma Shi. „Und… wie geht es ihnen?“ fragte die Rezeptionisten besorgt.

„Ich bin sehr besorgt wenn ich ehrlich bin.“ seufzte Ma Shi in seinem Sessel. „Erst ein Angriff von Dämonen, nun das Chaos was wir aktuell in der Stadt haben. Vor allem… mache ich mir Sorgen um Sina.“

„Ich kann euch beruhigen, Sina wird in den nächsten Tagen definitiv wieder auf den Beinen sein.“ stand Louis in der Tür. Die neue Narbe an seinen Gesicht konnte man nicht übersehen. „Doch die Sorge um das Chaos teile ich tatsächlich.“

„Nun, immerhin waren genügend Abenteurer hier, dass wir sie in mehreren Einheiten um die Mauer schicken können.“ nickte Ma Shi, der sofort sich um den Schutz der Stadt gekümmert hat. „Ich hoffe, sobald die Wege in der Stadt wieder begehbar sind, dass der Bürgermeister die Bäume und weiteres um die Mauer entfernen lässt, denn…“

„Wir haben verstanden, notfalls werden wir es selber machen. Spätestens, wenn die Sonne anfängt, unter zu gehen, machen wir das einfach.“ unterbrach Louis ihn. „Meine Vermutung ist, dass es irgendwas mit dem Kampf gegen die Dämonen zu tun hatte. Doch das ist mehr ein Fachbereich, den ich meiner Kollegin Neia überlasse.“

Ma Shi schaute zuerst Louis an, dann Prashi. „Wenn… ihr kurz die Tür schließen könntet, würde ich eure Meinung zu… einem gewissen Gerücht wissen wollen.“ Der Schwertheilige ging in das Büro rein und schloss die Tür, während Prashi sich wundert. „Was… für ein Gerücht?“

„Ich habe… von einem Gildenmeister zu hören bekommen, dessen Haus in einem Elfenreich steht… Das Volk ist mehr oder weniger in Panik, weil ihr Baum, woran sie immer geglaubt haben… zerstört wurde.“

Verwundert schauten Louis und Prashi sich an, dann wieder den Gildenmeister. „Ich habe… da was gehört, also von diesem Glauben. Doch wirklich… interessiert hat mich der Glauben der Elfen nicht.“ meinte Louis.

„Das ist nicht unbedingt das Problem, sondern… das der alte „Elfenfürst“ angeblich gepuscht wurde und wieder „sein“ Amt angenommen hat. Ich selber wusste überhaupt nicht, wovon mein Mitkollege gesprochen hat, als er den Namen ausgesprochen hatte.“ verschränkte Ma Shi seine Finger.

„Der Name der alten Fürstin… war Neia.“ Erstaunt schauten Louis und Prashi Ma Shi an. „Doch so genau konnte der Gildenmeister mir nichts sagen, nur das die Regierung kopflos geworden ist, nachdem Fürst Aelrindel getötet wurde.

Ihr merkt selber, es fehlen zu viele Informationen, zumal mir und anderen war niemand bewusst, was Neia mal früher gewesen war. Als ich Ascal darauf angesprochen habe, ist er beinahe vom Stuhl gefallen und er gehört zu den engsten Freunden von Neia.

Deswegen aktuell das Gerücht… dass Neia irgendwie… ihr altes Amt wieder übernommen hat und nun kommen wir zu einem Problem. Wir hatten nie offiziell einen Anführer als Abenteurer gehabt, denn damit würde unsere Neutralität gefährdet.

Lady Sina… ist zwar eine Kanzlerin aus Osnain, aber aufgrund dass sie überhaupt nicht ihre Arbeit wirklich sonderlich nach geht, scheint man alle ihr ein Auge zuzudrücken. Doch wenn an den Gerüchten was dran ist, habe ich ernsthafte Sorgen.

Sorgen, dass weitere Protektoren wie Bariel kommen und das Problem mit Neia an sich nimmt, wenn an den Gerüchten was dran ist.“ schaute Ma Shi die beiden besorgt an.

„Oh je… da hilft nur ein Gespräch mit Neia und… vielleicht sollte man Sina ebenfalls in das Problem einbeziehen.“ murmelt Prashi. „Denn Sina betrachtet alles als ein Angriff gegen ihre Person, wenn man gegen ihre Freunde vorgeht.“

„In der Tat. Bariel hat mir gestern erzählt, dass Sina beinahe durchgedreht ist, nachdem jeder der Dämonen zurückgekehrt ist. Ihr Beschützerinstinkt… hat ein Maß genommen, wo man tatsächlich etwas vorsichtig werden muss.“ nickte Louis. „Eigentlich erstaunlich, dass sie überhaupt die Geduld hatte.“

„Deswegen werden wir nicht herumkommen, dass wir das Problem besprechen müssen. Entweder die Gerüchte sind haltlos oder… es wird problematischer.“ seufzte Ma Shi nickend. „Dabei bin ich nicht gerne jemand, der Freunden Probleme machen will.“

Rathaus von Fanfoss:

Lara betrat das Rathaus, die Straßen hat man im groben zugänglich für alle gemacht. Doch es wird dauern, bis man auch den Rest der Pflanzen losgeworden ist, geschweige denn die Bäume, die man noch fällen muss.

„Wie kann ich ihnen helfen? Wenn es um das Problem mit der… „Natur“ draußen geht, müssen wir sie bitten die nächsten Tage wieder zu kommen.“ schaute eine Mitarbeiterin über ihre Rezeption hoch.

Die Vampirin sah selber, dass das Rathaus ziemlich voll ist und das viele Mitarbeiter scheinbar überfordert waren. „Mein Name ist Lara, Stellvertreterin für Lady Sina. Bürgermeister Hillar braucht ihre Hilfe, kann aber selber aus gewissen Gründen nicht kommen, daher bin ich gekommen.“

„Ah, folgen sie mir, ich bringe euch direkt zum Bürgermeister.“ stand die Mitarbeiterin auf und Lara folgte ihr. Einige Zeit später saß Lara im leeren Büro und zählte die Löcher in der Tapete, bis der Bürgermeister selber kam.

„Ich muss mich zutiefst entschuldigen, dass ich euch warten ließ…“ schloss Hillar verschwitzt die Tür zu. „Bitte, jeder Bürgermeister auf der Welt wäre in ihrer Lage etwas außer Puste, wenn die Stadt auf einmal in der Hand der Natur steckt.“ hob Lara beide Hände hoch.

„Trotzdem…“ verbeugte sich Hillar vor Lara, bevor er sich in seinen Stuhl setzte. „Gewisse Höflichkeiten sollte man einhalten, egal… wie schlimm die Welt ist. Ich hoffe, Lady Sina geht es soweit gut?“

„Ich bin mir nicht sicher, wie weit sie auf dem Laufenden sind, sie und alle ihre Verbündeten haben eine Gruppierung von Dämonen aufgehalten, die für das Erdbeben sowie Wetter gesorgt haben. Bei diesen schweren Kämpfen war jeder gezwungen bis zum letzten… Tropfen zu kämpfen und dennoch war der Feind einfach zu stark… zumindest der Anführer.

Lady Sina und der Feind müssen auf einem Niveau wie die von Götterbestien gekämpft haben denn… Lady Sina hat zwar obsiegt, aber liegt nun im Bett und muss sich ausruhen. Wir rechnen damit, dass dieser Zustand mehrere Tage anhält, so wollen wir alle ihr soviel Arbeit wie möglich abnehmen, bevor sie wieder aufwacht.“ erkläre Lara.

„Verstehe, dann ist es wirklich soweit, dass wir damit rechnen müssen, einen Krieg gegen die Dämonen zu führen.“ seufzte Hillar. „Ich hoffe, dass die Hilfe vom König und der Zwergen Reiche nun schneller läuft.“

„Ich auch, denn der Krieg wird eine ganz neue Dimension erreichen als vor 2000 Jahren. Bürgermeister Hillar, sie haben nach Lady Sina gefragt, weil es… gewisse Probleme gibt. Vielleicht kann ich diese für euch lösen.“ wechselt Lara das Thema geschickt.

Der Bürgermeister lehnte sich auf seinem Stuhl weit nach hinten und schien offensichtlich nachzudenken. „Miss Lara… ich weiß nicht, wie ich das Problem erklären soll, denn… so was habe ich weder gehört noch gesehen.

Bevor… ich auf das Problem eingehe… Habt ihr als Vampirin vielleicht… irgendwie mitbekommen, dass Frauen eine… Erm… Schwangerschaft erleben, dass sie in wenigen Minuten vom… Anfang bis zum Endstadium bringt?“

„Was?“ kniff Lara direkt ihre Augen zu, man sah es ihr an, dass sie die Frage nicht verstanden hat. „Genau das habe ich befürchtet.“ seufzte Hillar. „Ich kann es selber nicht erklären, aber ich habe im Nebenzimmer drei Frauen, die auf meine Frage zutreffen.

Eine von ihnen kann ich sogar bestätigen, dass sie vorgestern… nicht am Ende eine Schwangerschaft angekommen ist. Gestern ist sie es aber geworden. Alle Frauen bekamen auf einmal Schmerzen im Leib und ihre… „Baby“ wuchsen rapide an, so habe ich den Arzt verstanden, der sie untersucht hat.“

„Eh… bedaure, aber ist es möglich, dass ich sie mir ansehen kann? Irgendwie… ist das für mich nicht vorstellbar.“ hob Lara eine Augenbraue. „Bitte folgen sie mir.“ stand Hillar auf und ging zu einer anderen Tür.

Beide Personen betraten den Raum, wo Lara drei hochschwangere Frauen sah. Allen sah man die Verzweiflung an ihren Gesichtern an, vor allem müssen sie auch stark geweint haben. „Meine Damen, darf ich Miss Lara vorstellen? Sie mag eine Vampirin sein, dennoch ist sie zu unserem Problem gekommen.“

Lara verbeugte sich vor ihnen, die sie alle mit hoffnungsvollen Augen anstarrten. „Hallo, der Bürgermeister sagte mir was von… einer „schnellen“ Schwangerschaft und musste es mir selber ansehen, weil es sich… zu unglaublich anhört.“

„Es ist wirklich so. Mein Name ist Nessia, eine Bekannte von Hillar. Er kann selber… bestätigen, dass ich nicht dieses… Kind in mir von heut auf morgen bekommen habe. Mein Mann… Ex-Mann… hat mich verlassen, weil… er in der Panik dachte, dass ein Monster in mir wächst. Das trifft auf Relli und Kerina ebenfalls zu.“ erklärte die Frau in einem blauen Kleid, die anderen nickten zu.

„Ja, ich… war gestern mit meinen… „Freund“ *snif* bei meinem Arzt gewesen, der mir die… „frohe“ Mitteilung gab, dass ich schwanger bin. Wir sind beide… glücklich nach Hause gegangen, als auf einmal…“ zeigte sie auf ihren Bauch. „sich aufblähte.

Mein toller Freund… ist einfach abgehauen und ließ… mich alleine. Ich… zwar total verzweifelt gewesen, hätte ich nicht Relli… getroffen, die ebenfalls das Problem hatte wie ich.“ fielen die Tränen von den Augen von Kerina runter.

„Es gibst nichts hinzuzufügen, dasselbe wie die anderen Damen. Wir… waren alle am Anfang einer Schwangerschaft, bis… gestern wir alle nun in diese Situation gekommen sind.“ nickte Relli, deren Bauch ganz offen zu sehen ist.

„Ich denke Miss Lara, ihr würdet mir zustimmen, dass es sehr ungewöhnlich ist. Ich habe drei Mitarbeiter in die Stadt geschickt, die weitere Fälle wie die Damen suchen sollen, habe aber bisher noch keine Rückmeldung bekommen.

Etwas… ist passiert und zu Nessia kann ich bestätigen, dass sie vorgestern noch nicht im Endstadium der Schwangerschaft war. Daher… hatte ich gehofft, dass Lady Sina irgendwelche Ideen hätte.“ stellte sich der Bürgermeister zur Seite.

„Nein hätte sie nicht.“ schüttelt Lara den Kopf. „Und ich auch nicht und ich lebe schon verdammt lange. Solche Geschichten wären definitiv bei den Vampiren angekommen.“ Lara sah nun die Hoffnungslosigkeit bei den Frauen.

„Aber ich würde nicht aufgeben, wenn… sie warten könnten, würde ich zwei Frauen holen, die eure Geschichte ebenfalls anhören sollen. Nicht dass sie wüssten, warum ihr eine so schnelle Schwangerschaft erlebt habt, aber… vielleicht können wir die Gründe herausfinden.“ schaute Lara die anwesenden Personen an.

„Wir haben ja keine Wahl. Ich… will gerne wissen… ob das mein… Kind ist oder… ob mein Ex-Mann recht hat und ein Monster drin haust. Es… dürfte nur Wochen sein, bis… wir…“ schniefte Relli ganz schlimm, sie hatte eine Angst um die Wahrheit.

„OK, dann hole ich die Frauen.“ nickte Lara und verschwand. Etwas später standen Neia sowie Zada und hörten sich die Geschichten an. „Erstaunlich…“ betrachtet Neia die Bäuche der Frauen. „Im Grunde… ist heute alles irgendwie groß geworden. Die Pflanzen, nun weit fortgeschrittene Schwangerschaften.“

„Kein Wunder das ich mit Neia kommen sollte.“ nickte Zada. „Ich habe sehr gute Kenntnisse mit Alchimie und Neia als Meistermagierin ist das schon eine gute Kombination, denn Neia dürfte mir auch zustimmen, dass es nicht natürlich ist.“ „Das stimmt allerdings.“

„Aber… wie… können wir denn nun das Problem lösen, was… in uns nun wächst? Oder eher… was werden wir da gebären?“ schaute Kerina ängstlich in die Runde.

„Eines nach dem anderen. Wenn… wir herausfinden, wie es vonstatten ging, haben wir einige Fragen geklärt. Dabei geht es auch darum, ob… es auch auf andere Frauen zutreffen kann oder ob es einmalig ist.

Scheinbar… ist es ja eine Voraussetzung zumindest schwanger zu sein. Wäre… das nicht der Fall, dann dürften Fanfoss weibliche Population alle in eurem Zustand sein, also auch wir. Da es aber nicht zutrifft, können wir es also etwas einschränken, wonach wir schauen müssen.

Ich hoffe… ich komme euch nicht gefühlskalt rüber, mir geht es darum herauszufinden, was genau der Grund ist. Sag Neia… ist es möglich herauszufinden, was… in ihren Bäuchen gewachsen ist? Kann man mit einer Identifikationsbrille… es überprüfen?“ schaute Lara die Blutelfe an.

„Nein, weil der Bauch sie mehr oder weniger davor schützt. Doch… wenn die Damen mir erlauben, kann ich einen seltenen Zauber weben, der es möglich macht, „durch“ den Bauch zu schauen.“ schüttelt Neia kurz den Kopf.

„Bitte… es bringt nichts, die Wahrheit zu verschließen, wir… wollen alle wissen, was es ist.“ flehte Nessia, die anderen Frauen nickten ebenfalls. „Kein Problem, dieser Zauber fügt euch keinen Schaden oder ähnliches zu. Es macht nur gewisse… Bereiche transparenter.“ versuchte Neia die schwangeren Frauen zu beruhigen. „Doch es braucht seine Zeit, diesen Zauber kann ich von einer Hand ablesen, wie oft ich ihn verwendet habe.“

„Ich überlege… mir ist kein Zauber bekannt, der eine schnellere Schwangerschaft fördert. WENN vielleicht vom Element Dunkelheit, aber… Flüche und weiteres sollten eigentlich nur temporär sein im Kampf.“ grübelte Zada laut. „Des weiteren kann ich ebenfalls als Alchimistin ausschließen, dass es Getränke oder ähnliches gibt, die diesen Zweck umsetzen.“

„Also der Zeitpunkt war gestern.“ lief Lara etwas umher. „Gestern war ein Kampf vor Fanfoss gegen die Dämonen. Doch das betrifft die Frauen nicht. Doch muss gestern etwas passiert sein, denn wir haben alle das Chaos draußen mit den Frauen.

Wenn man es nüchtern betrachtet… die Pflanzen, Bäume und weiteres sind gewachsen und älter geworden. Dies… kann man auch mit den Damen hier vergleichen, denn… ihre „Kinder“ sind ja gewachsen oder?“

„Wenn… es denn Kinder sind…“ murmelt Relli, deren Hände zittern. Bürgermeister Hillar legte eine Hand auf ihre Schulter. „Ich kann gut das Gefühl verstehen, das ihr gerade erleidet. Aber was ich euch sagen kann ist, dass ihr meine Unterstützung habt. Das ihr nicht alleine seid in dieser Stunde.“

Die schwangeren Frauen waren etwas beruhigt, aber trotzdem ist diese Ungewissheit, was… auf sie zukommen kann.

„Darf ich fragen, was ihr gestern alles gemacht habt?“ fragte Lara die Damen. „Habt ihr… zufällig irgendetwas eingenommen, gegessen oder was anderes passiert?“

„Ehm… nicht wirklich. Ich… war mit meinen… Ex-Freund glücklich gewesen und haben vor Freude im Regen getanzt, bis wir dann Zuhause gewesen waren. Wasser und… normales Brot habe ich zu mir genommen, nichts… außergewöhnliches.“ teilte Kerina mit.

„Ich habe ganz normal gearbeitet. Als dann dieses Erdbeben kam, wurden ich und die anderen nach Hause geschickt, weil… wir wussten nicht, was los ist. Ob es ein Angriff von draußen oder ein tatsächlich Naturphänomen ist.

Dummerweise wurde ich dann vom Regen überrascht, der auf einmal so heftig runterkam. Der… war ziemlich warm, aber ansonsten? Bevor… ich meinen Bauch bekam… ich habe nichts eingenommen oder wirklich berauschendes gegessen. Die ganz normale Mahlzeit wie immer.“ schaute Relli Lara an.

„Wegen diesen blöden Regen musste ich nach draußen, weil alle meine Wäsche von mir, aber auch von den anderen Nachbarn auf einmal nass wurde. Ansonsten… ich nehme keine Medizin oder das Essen… von meinem Ex-Mann… war nichts neues gewesen oder so.“ verzog Nessia kurz ihr Gesicht.

„So… meine Damen, mein Zauber ist bereit. Wer… möchte zuerst?“ leuchten die Hände von Neia. „Bedenkt… dass ich nichts an der Situation ändern kann, nur… Dinge zum Vorschein bringe, die versteckt sind in eurem Fall.“

Die Frauen schauten sich ängstlich an, als Kerina ihr Kleid hochzog. „Bitte… fangt bei mir an. Wir haben alle… Angst, aber… ich will es wissen…“ „Dann sei es so.“ nickte die Blutelfe und kniete vor Kerina. Sie streichelt mit beiden Händen über den Bauch… und man sah alle ein Wunder der Natur.

Ein menschliches Baby war zu sehen, dass in seiner Fötushaltung im Bauch lag. Kerina fielen die Tränen runter, aber vor Freude. „Also ich kann sagen gute Dame, dass ihr Kind KEIN Monster ist.“ lächelt Neia. „Wer… möchte als nächstes?“

Es ging schneller als erwartet, die Frauen konnten alle ihre Babys in Ruhe betrachten. Man sah ihnen die Erleichterung an, dass sie keine Monster in ihren Bäuchen hatten. „Wenn man einfach den schnellen Wuchs ignoriert, sehe ich einfach nur Baby´s.“ lächelt Neia.

„Danke…“ hörte man die aufrechte Danksagung jeder Frau. „Danke… ebenfalls…“ „Keine Ursache, ich freue mich, dass ich euch allen zumindest beruhigen kann.“ stand Neia wieder auf. „Ich… stelle die Behauptung in den Raum, sollten weitere Frauen erscheinen Bürgermeister, dass sie genauso gesunde Babys haben werden wie diese Frauen hier.“

„Das freut mich zu hören. Dennoch…“ nickte der Bürgermeister trotzdem besorgt. „Genau, was ist der Grund dafür?“ hatte Lara ihre Arme verschränkt.

„Essen und Trinken… kann man ausschließen, die Frauen waren sich alle sicher. Dann kam…“ wollte Lara nun weiter überlegen, als eine Aussage immer wiederholt wurde: „Wegen diesen blöden Regen“ „ ich dann vom Regen überrascht“ „Freude im Regen getanzt“

Lara blinzelt mehrmals, da fiel ihr ebenfalls was ein. Ruri kam nass durch den Regen ins Geschäft und fing sich an zu verwandeln. Rubina hat im Regen gegen die Dämonen gekämpft und hat am heutigen Tag eine Evolution erlebt. Die Pflanzen sind komplett alle außer Kontrolle geraten, weil der Regen komplett Fanfoss und weiter erfasst hat.

Die Vampirin wurde blasser als blass. „Neia, Zada, wir müssen in ein anderes Zimmer gehen.“ drehte Lara sich sofort um und wartet erst nicht ab. Erstaunt schauten sich die Angesprochenen an und folgten ihr ins Büro des Bürgermisters, er selber kam ebenfalls mit.

Die Tür fiel zu, als Lara ihre Fragen an Neia stellte. „Neia… dieser Regen, er hat alles außer die Dämonen geschwächt richtig?“ „Das ist richtig, Tergron selber hat es ja bestätigt und Kruschjrar hat die Macht des Regens sogar genutzt um stärker zu werden.“ nickte die Blutelfe.

„Außer… dass er euch alle geschwächt hat und den… die Dämonen gestärkt hat, hatte der Regen ebenfalls weitere Nebenwirkungen gehabt?“ schaute Lara die Blutelfe eindringlicher an.

„Nicht… das ich wüsste. Es muss eine Kombination als Wasser, Wind und Dunkelheit bestanden haben, damit dieser Effekt entsteht, den Tergron haben wollte. Warum? Du scheinst mich ja regelrecht über den Regen auszufragen.“ hielt Neia den Kopf schräg.

„Weil es der Regen war, weswegen hier alles im Chaos ist. Rubina, die sich verwandelt hat, die Frauen, deren Schwangerschaft wir eben vor Augen hatte. Eine… weitere „Frau“, die sich ebenfalls durch den Regen verwandelt hat und all das Chaos mit der Natur in Fanfoss, es läuft immer wieder auf den Regen zu.

In… der anderen Welt gab es einen berühmten Detektiv, dessen Aussage sehr berühmt war: Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.“

Neia, verstehst du was ich sagen will? Dieser Regen scheint durchaus weitere Effekte zu haben. Ob… das von den Dämonen geplant war oder nicht, ist in unserem Fall egal.“ „Du liebe Güte…“ murmelt Hillar. „Was machen wir nun? Müssen wir über den nächsten Regen ebenfalls sorgen machen?“

„Nein, denn es war ein magischer Regen.“ schüttelt Neia sofort den Kopf und ihre Gedanken waren auf Hochtouren. „Du hast das sehr gut kombiniert Lara, wir müssen irgendwie an das Wasser herankommen, was gestern gefallen ist.

Am einfachsten ist es dann, wenn wir einfach eine Blume mit diesem Wasser gießen und… wenn es auf einmal eine extremen Wachstum hat… haben wir dann auch den Beweis vor Augen. Doch… dann sehe ich weitere Probleme kommen.“ schaute Neia besorgt alle an.

„Wir müssen alles Wasser von gestern aus der Stadt entfernen, denn sonst haben wir in der Zukunft mit weiteren Problemen zu rechnen.“ sprach Zada das Offensichtliche an. „Oder…“

„Oder?“ schaute Lara ihre Freundin an. „Wenn ich davon eine Probe haben könnte, vielleicht könnte ich ein Gegenmittel entwickeln, das es unschädlich macht. Vielleicht in einer Menge, die Neia dann vielleicht mit einer Magie über Fanfoss komplett verteilt, dass wäre die einfachste Methode.“

„Dann brauchen wir aber die Hilfe von allen, außerdem sollten wir das nicht veröffentlichen, sonst ist die Panik erst…“ warnte Lara ganz offen und schaute dabei den Bürgermeister an. „Ich verstehe…“ nickte Hillar.

„Gut, dann werden wir uns sofort auf die Suche machen und so viele Proben sammeln wie möglich. Je früher das Problem gelöst ist, desto besser.“ nickte Lara.

„Hoffentlich gibt es langsam… Ruhe mit den Problemen…“ seufzte Neia.

Kapitel 662

Ich bin wiedergeboren und gefährlicher Hass?

„Persönlicher… Bote des Königs?“ wundert sich Neia und der Mann nickte. „In der Tat, wenn sie möchten, kann ich das königliche Siegel zeigen, um sie zu überzeugen.“

„Brauchen sie nicht.“ teilte Lara mit. „Nur… muss ich ihnen mitteilen, dass Lady Sina nicht ansprechbar ist. Wenn es ein wichtiges Anliegen ist, müssen sie entweder warten oder teilen es mir mit, weil ich ihre Stellvertreterin bin.“

„Hmm…“ grübelte Hendriks. „Von welcher Dauer muss ich rechnen? Mein König wünscht ein Gespräch mit ihr und zwar so „schnell“ wie möglich.“

„Das „schnell“ wird von mehreren Tagen sein.“ antwortet Kyllia. „Und wir werden sie auch nicht wecken, denn sie benötigt die Ruhe. Was… sind denn die Gründe, dass der König mit meiner Schwester sprechen will?“

„Bedaure, aber das kann ich ihnen nicht sagen, denn diese Informationen dürfen nur von Lady Sina selber gehört werden.“ schüttelt Hendrik den Kopf. Nun wirkten Kyllia und Lara „etwas“ gereizt, Neia sah es ihnen an ihren Gesichtern.

„Wenn es so „eilig“ ist, dann werde ich als Stellvertreterin mit dem König selber sprechen. Immerhin haben wir ja die Übertragung direkt zum König.“ lächelt Lara den Mann boshaft an. „Erm…?“ wirkte Hendriks etwas überrumpelt.

„Als ihre Zwillingsschwester werde ich dann auch dabei sein. Meine der König kennt mich ja mittlerweile nun ja auch. Nicht unbedingt, dass ich mit ihm per Du bist, aber vielleicht kann ich ja auch helfen.“ bot Kyllia sich an.

„Dann auf in den Keller.“ nickte Lara und die zwei Damen verschwanden. „Scheinbar konntet ihr ja euren Auftrag teilweise erfüllen. Ansonsten werde ich Sina es schon mitteilen, sobald sie in ein paar Tagen aufwacht, dass seine Majestät mit ihr sprechen wollte.“ lächelt Neia den Boten an.

Der Mann seufzte nur. „Das… ist nun das zweite Mal, dass ich bei Lady Sina nicht meinen Auftrag richtig umsetzen konnte. Möge der Segen der Göttin sie erleuchten.“ verbeugte sich Hendriks und verschwand.

„Hm… ob es was mit dem Kampf von gestern zu tun hat? Ich glaube, ich schau kurz bei Sina und „darf“ wieder weiter… der blöden Arbeit nachgehen…“ seufzte Neia.

„Ob das eine gute Idee ist?“ fragte Kyllia die Frage im Raum und Lara schüttelt den Kopf. „Nein, aber sei ehrlich Kyllia. Kaum ist ein Chaos in der Stadt, wollen alle wieder was von Sina. Meistens schnelle Antworten.

Langsam… muss ich mich wirklich fragen, wie sie das… alles macht. Unser Clan, unserer Stadt, eine weitere Stadt für die Naga´s. Ich kann… verstehen, dass es sie frustet, ihre persönlichen Ziele nicht angehen zu können.

Deswegen… bin ich dir dankbar, dass du das mit Lady Layla schnell „geklärt“ hast. Ach ja… Glückwunsch zu deiner Verlobung. Wenn ich an damals denke… hätte ich es euch nie geglaubt, dass ihr eines Tages mal heiraten würdet. Vor allem… als du hinter mir her warst.“ grinste Lara.

„Nun wissen wir es besser oder? Sei ehrlich Lara, wenn ich dich damals… geschafft hätte auf dem Schiff zu küssen… Meinst du ich hätte dich um die Finger gewickelt?“

„Ich… weiß es nicht, wirklich nicht. Vielleicht, vielleicht auch nicht, doch… dann hättest du nicht deinen Spaß mit Lisa und ich mit Zada oder? Manchmal… sind einige erm… „Dinge“ nie zusammen bestimmt gewesen, verstehst du?“

„Ja, wir sollten beim nächsten Gebet Daszum erwähnen, dass sie unsere Freundschaft geheilt hat.“ lächelt Kyllia traurig. „Ich kann es auch nicht so wirklich glauben, dass ich tatsächlich Lisa heirate. Umso… mehr tut es mir weh, dass Sina nicht auch das Glück haben darf.“

„Neia hat mich teilweise aufgeklärt, aber… die Dämonen sind von deinem Vater geschickt, damit sie Sherry töten oder?“ hakte Lara nach und Kyllia nickte. „Ja, Sina und Vater… sind in einem fürchterlichen Streit geraten, wo Sina die Verbindung mit Gewalt beendet hat. Die Antwort haben wir gestern alle gesehen.“

„Verstehe… die Barriere verliert wirklich langsam immer mehr ihre Bedeutung.“ seufzte Lara. „Einerseits schlecht, anderseits gut, aber egal. Dann werde ich mal den König kennenlernen.“ aktivierte Lara die Bedienung vom Übertragungszauber.

„Hoffe… ich sehe nicht die Helden. Also dich will ich immer sehen, aber nicht die vier. Ich… keine Ahnung, ich mag sie überhaupt nicht.“ „Ich ebenso nicht.“ nickte Lara ebenfalls. „Wie kommt´s?“

„Die Frage beantworte ich besser, wenn wir nicht in diesem Zimmer sind. Will nicht, dass das Gespräch „zufällig“ mitgehört wird, immerhin arbeitet das Pechvögelchen über uns.“ kichert Lisa und Kyllia ebenfalls.

Auf einmal ging die Übertragung an, die Damen sahen König Karl-Horst von Fürstenbusch auf seinen Thron sitzen sowie General Simon an seiner Seite… und die Heldin Amy, die etwas erstaunt wirkte.

„Eure Majestät, mein Name ist Lara, Stellvertreterin meines Clans von Lady Sina. Die Zwillingsschwester Kyllia sollte euch bekannt sein. Euer Bote Hendriks ist bei uns eingetroffen und verlangte nach Lady Sina. Aufgrund das es irgendwie „eilig“ ist, vertrete ich sie daher, weil sie die nächsten Tagen nicht ansprechbar sein wird.“

„Verstehe… das dürfte an dem Kampf liegen, den ich beobachtet habe.“ nickte der König. Kurz schaute er Lara an, die in einem Lederkleid stand, dann anschließend Kyllia. „Ihr wart ebenfalls an den Kämpfen beteiligt gewesen.

Einer der Gründe, weswegen ich mit Lady Sina sprechen wollte ist, warum… alle Dämonen so spät erst in den Kampf eingetreten sind?“

Nachdenken, bevor du den Mund aufmachst.“ kam auf einmal eine innere Stimme bei Kyllia an. „Die Dämonen haben ein Siegel des Verrats aufgestellt, was uns nicht möglich machte, gegen die feindliche Einheit zu kämpfen. Erst nachdem eine andere Rasse das Problem angenommen hat, wurden wir von diesem Problem befreit.“

„So was gibt es?“ wundert sich der General und Kyllia nickt. „In der Tat gibt es so was. Es wurde in den frühen Tagen der Dämonen erschaffen um widerspenstige Dämonen ruhig zu stellen. Nicht jeder Dämon… akzeptierte die Entscheidungen des Dämonenkönigs.“

„Könnten wir das nicht ebenfalls herstellen? Das wäre doch eine… Waffe gegen die Dämonen aus Deymonlia.“ fragte Amy, da hing ein Mundwinkel von Kyllia schon schief.

„Tja, bedaure das sagen zu müssen, aber weder kenne ich den Zauber noch wie das Siegel hergestellt wird. Das Geheimnis dürften nur der Dämonenkönig wissen sowie auserwählte Personen.“

„Wenn… ich den Kampf richtig gesehen habe… waren es ja „nur“ fünf Dämonen gewesen und trotzdem konnten sie gegen euch alle standhalten. Erst… als Dämonen gegen Dämonen gekämpft haben, hat sich das Blatt scheinbar gewendet.

Darf ich mit der Annahme richtig liegen, dass es eine… etwas spezielle Gruppe war? Wenn Lady Sina… gegen diesen Anführer so große Probleme hatte am Ende, muss ich ja rechnen, dass die Dämonen weitere solche Einheiten haben.“

„Nein, es gibt nur diese Einheit. Eine… sehr spezielle Einheit, die nur vom Dämonenkönig selber eingesetzt wird. Wir Dämonen flüstern den Namen, weil es die brandgefährlichsten Dämonen sind, die nur der Dämonenkönig selber unter Kontrolle hat. Die Destroyar.“ schüttelt Kyllia den Kopf.

Nun wirkten die Menschen etwas verwirrt. „Erm… wenn das eine Spezialeinheit ist, warum… wird sie nicht im Krieg eingesetzt? Jetzt haben die Dämonen doch durch diese Aktion mehr verraten, als sie wollten. Mehr noch, sie haben diese Einheit sogar verloren.“ wundert sich Amy.

Nun schaute Kyllia Lara an, denn dieses Geheimnis konnten sie nicht sagen. „Weil der Dämonenkönig herausgefunden hat, wo meine Clanführerin ist.“ antwortet Lara. „Nach den Informationen, die ich von allen zusammenbekommen habe, war der Auftrag dieser Einheit gewesen, Lady Sina wieder nach Deymonlia zu bringen.

Wir alle kennen Lady Sina, dass man schon extreme Mächte benötigt, sie gegen ihren Willen… naja… zu entführen, mitzunehmen, sucht euch ein Wort aus.“ log Lara eine Geschichte, die Sina vermutlich ohne Probleme weiter fortführen kann.

„Dann… würde das Siegel tatsächlich Sinn machen.“ grübelte Simon laut. „Was ich gerne wissen würde ist, die Armee vor Ort konnte uns nicht mehr kontaktieren, wir selber konnten nur sehr unscharf euren Kampf beobachten. Unsere Vermutung liegt, dass es was mit dem Regen zu tun hat.“

Nun musste Lara grübeln. „Die Vermutung könnte stimmen, denn ich konnte ebenfalls keine Übertragungssteine benutzten. Das Problem ist sogar eher, dass dieser Regen alle Rassen, die den Dämonen nicht entsprach, einen gewaltigen Nachteil beschert hat.“

„Einer der Gründe, weswegen die Vampire, Menschen, Tiermenschen und weiteres in den Kämpfen am Anfang an keine Chance gegen diese Einheit hatte.“ fügte Kyllia hinzu.

„Das… wird ja immer schlimmer.“ murmelt General Simon. „Wenn die Dämonen diese Magie in die Zukunft einsetzen, müssen wir dringend Gegenmaßnahmen entwickeln. Unsere Kommunikation wird gestört, unsere Armeen geschwächt, nun dürfen… wir wieder die wahre Macht der Dämonen zu spüren bekommen.“

„Ich glaube nicht unbedingt daran, dass es die wahre Macht ist. Es ist nur eine der vielen Möglichkeiten, was sie in ihrem Gefängnis entwickeln konnten. Wenn ich ehrlich bin, würde es mich so überhaupt nicht wundern, wenn sie noch weitere, weitaus schlimmere Waffen zur Verfügung haben.

Einer der Dämonen meinte zu Neia, dass dieser magische Regen zu Testzwecken eingesetzt wurde. Für einen Test… dürfte es für sie ein voller Erfolg gewesen sein, wenn das Siegel nicht in der Zwischenzeit zerstört worden wäre.“ würzte Kyllia die Untergangsstimmung ein bisschen.

„Das ist der andere Grund, weswegen ich mit deiner Schwester sprechen wollte. Die Zeit dürfte nach diesem Angriff… nicht mehr auf unserer Seite sein. Wir benötigen alle Informationen, die wir von deinem Land in Erfahrung bringen können.

Mir ist es bewusst, dass du als Flüchtling nicht den aktuellen Stand kennst, aber wir müssen langsam wissen, wie die Struktur der Dämonen aufgebaut ist. Wer befehligt was, welche Einheiten würde es neben diesen… „Destroyar“ noch geben. Namen mächtiger Feinde und ähnliches.

Wenn die Dämonen auf solche magischen Mittel zurückgreifen, dürften unsere… Vorbereitungen ziemlich schnell zerstört werden von diesen Dämonen. Deswegen benötigen wir nun Informationen.“ schaute der König speziell Lara an.

Kyllia sagte nichts, eher wartet sie ab, was Lara dazu sagt. „So wie ich Lady Sina kenne, würde sie gemeinsam mit Kyllia einen Bericht schreiben. Aufgrund das Lady Sina nicht in der Lage ist, wird Kyllia ihn schreiben und Lady Sina wird ihr Wissen dann später hinzufügen, dass… wäre so das Angebot, was ich ihnen geben kann.“

„Hältst du das für eine gute Idee?“ flüstern Kyllia und Lara nickte leicht. „Ja, denn wenn wir uns weigern, bekommen wir alle große Probleme.“ flüstern Lara zurück.

„Das wäre ein guter Kompromiss. Wenn der Bericht geschrieben wurde, würde ich euch bitten, es meiner Armee zu überreichen, sie werden dann alles weitere übernehmen.“ nickte der König. „Ich danke euch, dass ihr für Lady Sina den Ernst der Lage verstanden habt.“

„Erm… eure Majestät, darf… ich vielleicht… eine Frage stellen?“ meldet sich Amy und der König nickte. Amy nickte ebenfalls und schaute Lara an. „Wir… haben uns das letzte Mal in der Gilde gesehen, ich… wollte mich entschuldigen, dass… ich wir einen schlechten Eindruck hinterlassen haben Lara.

Erm… vermutlich hattest du das Gespräch schon mit Sherry gehabt und Kyllia hat uns mehr oder weniger bestätigt, dass du auch die beschworene Heldin Lara bist, die die Barriere erschaffen hat. Bisher… kam es nicht so wirklich zu einem… weiteren Gespräch zwischen uns, daher nutze ich die Chance…“

„Barriere? Kann sein, dass ich das Ding erschaffen habe und?“ war Lara regelrecht angefressen, dass Kyllia eine Augenbraue hochhob.

„Wollt ihr… nicht euren Pflichten als beschworene Heldin nachgehen und… sie wieder reparieren? Du warst doch auch… mal ein Mensch gewesen und müsstest doch am eigenen Leibe noch kennen, welche Gefahr der neue Krieg sein wird.“

„Meine… Pflichten? Soll ich dir was sagen, was ich davon halte?“ lächelt Lara auf einmal ganz boshaft. „Wie du schon sagtest, ich „war“ ein Mensch, nun bin ich ein Vampir. Wenn es nach mir ginge, kann die Barriere nicht schnell genug kaputt gehen.“

Erstaunt rissen die Menschen weit ihre Augen auf, als Lara dies sagte. „Diese… „sogenannten“ Pflichten interessieren mich ein Scheiß, die Dämonen können mit euch tun und lassen, was sie wollen.

In meinen Augen seid ihr nichts als Viecher, besser gesagt Blutbeutel, damit ich am Leben bin. Bevor du mir die Ohren voll jammerst… 2000 Jahre bin ich ein Vampir, du glaubst doch nicht allen ernstes, dass das Leben der Alliancianer mich bekümmert oder?

Noch ehrlicher, es hat nur zwei Tage gedauert, da habe ich aufgehört wie ein Mensch zu denken, als ich mein erstes Opfer gesaugt und getötet habe. Vielleicht stamme ich aus deine Welt, vielleicht habe ich tatsächlich wie eine Heldin gedacht doch…

Auch als Heldin hatte ich einen gewissen Hass auf diese Menschen… Das wäre gelogen, auf alle Rassen gehabt. Mir hat man das Leben so schwer wie möglich gemacht, alles wurde hinterfragt von meinen Vorschlägen.

Ich habe Freundschaften geschlossen, nur dass sie wieder von den Dämonen oder widerlichen Adeligen aus meinen Leben fortgerissen zu werden. Ich habe so viele… Viecher von euch getötet… Von Kindern bis alter Säcke, deren Tage sowieso gezählt waren.

Nicht das es mir Spaß gemacht hätte, mein alter Meister hat es von mir verlangt als Attentäterin. Ich hätte jetzt ebenfalls kein Problem einfach mal einem Kind die Kehle durchzuschneiden, es würde mich überhaupt nicht bekümmern.

Warum? Weil ich das bin, was ich bin. Ein Vampir, nichts anderes. Ihr solltet also Lady Sina danken, dass sie mich wieder auf einen etwas wenigen… blutrünstigen Pfad gelenkt hat, sie hat meine vollste Unterstützung.

Alleine, dass ich ihre rechte Hand bin, sollte euch das Vertrauen zwischen ihr zu mir sehr deutlich machen. So wie ich sie unterstütze, so unterstützt Lady Sina auch mich. Ich muss ehrlich zugeben, ihr momentanes Projekt, dass wir Vampire mit euch Viechern und…“ Lara schaut Kyllia an.

„Dämonen gemeinsam irgendwie in Harmonie leben, gefällt mir ausgesprochen gut. Doch das ist nur meine persönliche Meinung, wie das Leben hier in Fanfoss so ist.

Deswegen, fragt mich einfach nicht nach der Barriere, die kann man eh nicht mehr reparieren. Wenn die Dämonen jetzt schon mit der Barriere tun und lassen können, wie es ihnen gefällt, ist es eh zu spät.

Und nein, das Geheimnis, wie man so ein Ding neu erschafft werde ich ebenfalls nicht sagen. Mir gefällt der Gedanken, dass die Dämonen frei kommen und ein Chaos auf der Welt wieder ausbricht. Meine… die Welt hat doch immerhin „vier“ Helden, die dagegen ankämpfen können.

Müsst ihr euch halt ein bisschen anstrengen. Wenn ich das alleine geschafft habe, dürftet ihr das ja ohne Probleme auch schaffen oder… könnt ihr das etwa nicht?“ hob Lara grinsend eine Augenbraue hoch.

Kyllia legte eine Hand auf ihre Schulter. „Glaube… du solltest langsam deine „ehrliche“ Meinung zurückhalten. Du weißt doch, was… Sina und Lady Layla vorhaben.“

„Dann… ist das so, aber das naive Ding sollte endlich mal ihre Pferdekappen weglegen und mal die Welt genauer anschauen. So schön und neuartig die Welt auch ist, so hat sie auch eine Schattenseite und in der lebe ich nun mal.

Mit Ehre, Stolz und irgendwelchen Reden schwingen kommt man hier nicht weit. Nein, hier muss man töten, Gewalt anwenden und seinen Feind… such dir ein passendes Wort aus, zerstören. Die „Heldin“ Lara ist an dem Tag gestorben, wo sie zum Vampir wurde, so einfach ist das.

Sorry Heldin, aber ich bin nun ein Monster in dieser Welt, dass von seinen Opfern das Blut saugt.“ lächelt Lara die sprachlosen Menschen an.

„Das meinst du jetzt nicht ernst oder?“ drehte Kyllia Lara zu sich. „In meinen Augen warst du nie, nie und nochmals NIE ein Monster gewesen! Was wir in der Vergangenheit getan und erlebt haben macht uns nur zu dem, was wir jetzt sind.

Lara, mir egal ob du eins ein Mensch warst, nun als ein Vampir vor mir stehst, aber… du bist eine Freundin und kein Monster. Wenn ich jemand als ein Monster benennen müsste, wäre es Exos oder der Dämonenkönig.

Verdammt, warum machst du dich jetzt selber fertig? Du bist doch eine stolze Vampirin oder nicht? Du musst jetzt nicht „den“ bösen Vampir raus hängen, wie man die Vampiren allgemein verurteilt.

Sina hat dich bestimmt nicht zu ihrer rechten Hand gemacht, nur weil du eine kaltblütige Killerin bist, dass kann sie selber, wir wissen das beide sehr gut. Sie hat dich ernannt, weil sie dir vertraut, dass du vernünftige Entscheidungen treffen kannst. Für den Clan, wo wir alle gemeinsam leben und eine Zukunft haben… die uns allen gut tun wird.

ICH wurde von meine Schwester ausgeschimpft, dass ich nachdenken soll, bevor ich den Mund aufmachen soll. DAS kann ich jetzt bei dir auch sagen. Du hast gerade die Beziehung zwischen den „Viechern“ wie du es betonst und zu den Vampiren ziemlich beschädigt.

Was ist der Grund, dass… du dich jetzt so gehen lässt?“ schaute Kyllia Lara sehr traurig an. Die kleine Vampirin schaute tatsächlich beschämt zur Seite. „Lara? Ich kann keine Gedanken lesen.“

„Ich… hasse die Helden.“ presste Lara die Antwort raus, wo Amy noch weiter die Augen öffnet. „Ich hasse sie, weil sie als Gruppe auf die Welt gekommen sind, die Unterstützung der Reichen bekommen und sie auch von Sina bekommen, ihr aber nicht die Dankbarkeit zeigen.

Alles… was ich nicht hatte, haben sie. Mir egal ob es in deinen Augen kindisch ist, aber als ich helfen sollte, die Armee von Tuzato aufzuhalten, habe ich meinen Zorn geschluckt und wollte einfach Sina zur Seite stehen.

Nun soll ich ihnen helfen? Sollen sie sich doch neue Wege einfallen lassen, wie man den Krieg zu Gunsten von Alliancia zum Besseren wenden könnte. Meine Zeit ist schon lange vorbei und das einzige, womit man mit mir in Verbindung kommt ist diese dumme Barriere.

Vor 2000 Jahren war das Ding eine tolle Idee gewesen, aber jetzt erfahre ich immer mehr, welches Elend ich damit verursacht habe. Gut, wäre ich ein Mensch gewesen, dürfte ich so ziemlich tot sein, aber nein, ich bin halt ein Vampir.

Was… bin ich froh, wenn die Barriere dann endlich weg ist. Dann bin ich diese lästige Vergangenheit endlich los und kann mich auf die Gegenwart konzentrieren.“

„Also ist es dir nur bedingt egal, dass die Dämonen Alliancia wieder in einen Krieg reinziehen, eher ist dein Problem, dass du die Helden nicht leiden kannst. Gut ich auch nicht, damit sind wir schon zu zweit. Aber du weißt genau, dass Sina das nicht befürworten wird.

Eher will sie möglichst einen Frieden mit ALLEN Rassen haben, also auch die Vampire. Du kannst die Helden soviel hassen wie du lustig bist, aber vergiss nicht das Ziel, was Sina hat. Also… hör auf, deine Frust rauszulassen und beantworte die Bitte einfach auf diplomatische Art und Weise.

Ja, die Barriere ist von mir. Nein, ich sage dazu nichts, selbst wenn die Welt untergeht. Glaube, das hätte ausgereicht als das Drama, was du eben gemacht hast.“

„Ich merke schon, du bist Sina verdammt ähnlich…“ seufzte Lara und drehte sich wieder um. „Tja, ist gekommen wie es ist. Ich hasse dich Amy und die anderen, erwarte keinerlei Hilfe von mir.

Eure… Majestät, es tut mir leid, dass ich mich tatsächlich vergessen und meine alte schlechte Seite gezeigt habe. Wenn… Lady Sina davon erfahren wird, rechne ich mit Konsequenzen gegenüber mir. Ich… kann euch nur bitten, Lady Sina nicht zur Verantwortung zu ziehen.“ verbeugte Lara sich.

„Denke, wir beenden das Gespräch und führe es dann weiter, wenn ich mit Lady Sina persönlich spreche.“ nickte der König. „Schade… eigentlich, dass ihr so einen Groll auf die Welt habt, die ihr eins beschützt habt.“ und die Übertragung wurde beendet.

Tränen verließen die Augen von Lara, Kyllia umarmte sie von hinten. „Kann es sein… dass du wirklich so… gefrustet bist, dass alles raus musste?“

„Scheinbar… Sherry wusste es von mir, dass ich die Helden nicht leiden konnte, du hast selber gehört, wie es dazu gekommen ist. Habe… ich es wirklich falsch… gemacht?“

„Wenn du zu Sina ehrlich bist, denke ich nicht, dass du mit Konsequenzen rechnen musst. Sie liebt dich ja auch als ihre Schwester. Gerade das macht dich ja umso wertvoller, dass du letztendlich auch eine einfache Person mit Problemen bist.“ streichelt Kyllia den Kopf.

„Glaube… ich hätte mich damals in dich verliebt…“ dachte Lara.

Im Thronsaal:

Amy sah man an, dass sie fast am Boden zerstört war. Den Hass von Lara hat sie regelrecht auf sich gespürt. „Aber… was kann ich denn dafür, dass… die Göttin mich und die anderen auf einmal… beschworen hat…“

Simon legte eine Hand auf ihre Schulter. „Lasst es euch nicht zu sehr an euch heran. Zumindest wissen wir nun, worauf wir uns tatsächlich konzentrieren können. Es wäre schön, wenn es mit der Barriere möglich wäre, doch die Unterhaltung eben, sollten wir an dem arbeiten, wo wir die ganze Zeit dran sind.“

„Aber… General Simon…“ drehte Amy sich zu Simon um und sah auch den König an. „Kann die Zeit wirklich jemanden so sehr verändern? Ich… mich würde es doch innerlich zerfressen, dass… eine Idee, die solange gehalten hat, auf einmal nicht mehr funktioniert.

Ich hätte alles daran gesetzt, dass es wieder funktioniert und wenn nicht, es sogar besser gemacht. Es… tut mir leid, dass sich wieder ein Gespräch… zum schlechteren entwickeln ließ, ich dachte… es wäre eine einmalige Chance…“

„Wie… Lara schon sagte, die Heldin Lara ist verstorben und so sollten wir sie besser… naja als neue Person betrachten. Auf deine Frage, ich glaube schon, dass Personen mit so einen langen Leben sich ändern, sie betrachten die Welt auch ganz anders als wir.“ seufzte der König.

„Wenn die Vampire allgemein so eine Einstellung haben… sehe ich das zukünftige Gespräch nur noch problematischer an, wenn sie alle… so einen Hass auf das Leben in sich tragen…“

Kapitel 661

Ich bin wiedergeboren und gefährliche Entscheidungen?

Gair klopfte mehrmals gegen die Haustür, wo Sarless lebt. Die Tür hat er vom Efeu befreit, es sollte aus seiner Sicht möglich sein, dass die Tür geöffnet werden kann. „Sarless? Bist du da?“ Der Vampir klopfte und klopfte und klopfte…

Bis er auf einmal was hinter der Tür hörte. Es klang, als wird etwas schweres zur Seite geschoben, dann wird ein kleiner Spalt geöffnet. „Was… willst du?!“ knurrte Sarless direkt durch den Spalt.

„Du bist gestern einfach so weggeflogen und falls… du es nicht bemerkt hast.“ öffnete Gair seine Arme weit auf, wo man den Dschungel deutlich sehen konnte. „Die Stadt ist in einem Chaos. Daher… wollte ich mich bei dir erkundigen.“

„Schön für dich. Ich lebe und nun verpiss dich.“ knurrte Sarless weiter. Sie war bereit, die Tür wieder zu schließen… „Warte Sarless…“ bat Gair und Sarless… wartete tatsächlich, sie wusste selber nicht genau, warum. „Was?“

„Kann… ich dir irgendwie… helfen? Warum versteckst du dich hinter der Tür?“ fragte Gair. Sarless schaute runter auf ihren schwangeren Bauch. „Weil mir danach ist. Du willst mir helfen?“ „Wenn… ich darf?“

„Dann finde heraus, wie es der Königin Sina geht. Ich muss ein wichtiges Gespräch mit ihr führen. Außerdem… bring mir Essen. Viel Essen, denn ich…“ schaute Sarless absichtlich kurz vom Türschlitz weg. „Ich habe nichts.“

„Das… kann ich machen, aber die Stadt ist in einem Chaos. Keine Ahnung, wie schnell ich Essen auftreiben kann.“ grinste Gair schief. „Mir egal, ich habe Hunger.“ schloss Sarless die Tür zu. Der Vampir seufzte, aber immerhin redet Sarless nun etwas „normaler“ als mit den Fäusten.

Sarless selber schob wieder den Schrank vor die Tür und ging langsam auf ihr Bett zu. Sie legte sich vorsichtig aufs Bett und streichelt ihren Bauch. „Was… mache ich nun mit dir mein Kind? Du bist viel zu schnell gewachsen…“

Lara betrat die Monstervilla, der Weg wurde teilweise schon frei geschlagen. Nur die Eingangstür sah etwas… verbrannt aus. „Hm… hier greift man gerne auf die extremen Mittel zu.“ grinste Lara und ahnte, dass auf sie ebenfalls Arbeit zukommt, wenn sie an ihr eigenes Haus denkt.

„Hallo?“ rief Lara, damit man sie nicht für einen Eindringling hält. „Jemand da und wo?“ rief Lara weiter. „Wohnzimmer.“ rief Sherry direkt. Die Vampirin ging direkt dorthin und staunte an der Tür nicht schlecht. „Eh… hi? Was machst du da?“

Im Wohnzimmer wurden alle Möbel verschoben und auf dem Boden bearbeitet Sherry ein sehr großes Stück Stoff. „Hi Lara, erm…“ wischte Sherry kurz die Stirn in ihren Kleid. „Neue Kleider schneidern. Rubina… ist etwas gewachsen und wir können sie ja schlecht nackt herumlaufen lassen.“

„Ah…a?“ betrachtet Lara das „Kleidungsstück“. „Was darf man den unter… „gewachsen“ verstehen? Das ist doch ziemlich groß.“ hob Lara eine Augenbraue hoch. „Sie ist wirklich… sehr groß geworden. Ein Kopf größer als Rokea.“ grinste Sherry schief.

Nun staunte Lara nicht schlecht. „Wo… ist sie gerade?“ „Oben in ihrem Zimmer. Sobald ich mit meine Arbeit fertig bin, werden wir es ihr ankleiden und dann das Mauerwerk zum Fenster zerstören, damit sie aus der Villa rauskommen kann.“

Lara kann sich es immer schlechter vorstellen, was mit Rubina passiert ist. „Warte… Rubina war doch so groß wie ich gewesen?!“ „Ja ich weiß, aber wir haben alle, also wirklich alle außer Sina bei ihr eine… Neia meinte Evolution, beobachtet.“ nickte Sherry.

„Kann… ich sie mir eben anschauen?“ „Hmm…“ grübelt Sherry. „Frag besser Suki, dass will ich nicht entscheiden. Immerhin ist es ihre große Tochter oder?“ grinste Sherry.

„Ok… Rubina verschwindet ja nicht. Denke, ihr habt das Chaos auch draußen mitbekommen oder? Wo ist Sina?“ kam nun eine etwas unangenehmere Frage von Lara.

„Mit… Sina darfst du die nächsten Tagen nicht rechnen. Es… war ein sehr fürchterlicher Kampf gewesen, wo Sina fast verzweifelt ist. Vielleicht solltest du Neia fragen, weil… ich würde wirklich mich beeilen wollen für das Kimono hier.“ hörte man regelrecht die Trauer von Sherry.

„Ach Scheiße…“ seufzte Lara, die sich nun denken kann, dass Sina wirklich für die nächsten Tage außer Gefecht ist. „Wo finde ich Neia?“ „Eh… lass mich überlegen… Suki ist entweder in der Küche oder bei Rubina, Sina liegt in ihrem Bett… Neia dürfte entweder draußen sein, das Efeu von den Fenster zu entfernen oder in ihrem Zimmer.“

„Dann lass dich nicht weiter von mir stören.“ nickte Lara. Aus ihrer Erfahrung her, trifft man die gesuchten Personen meisten an der letzten Stelle. Welch ein Wunder, Neia stand hinter der Villa und verbrannte mit ihrer Magie das Efeu von den Fenstern.

„Neia?“ „Ah hi Lara.“ grinste Neia breit. „Bedaure, aber wenn deine Frage wegen dem Chaos hier ist, kann ich leider nichts sagen.“

„Nun, wie ist es soooo als Elfenfürstin Gartenarbeit zu erledigen hm?“ grinste Lara ebenfalls in ihrem Lederkleid. „Keine Ahnung?“ zuckte Neia mit den Schultern. „Sie hätten vermutlich ihre Diener oder so, aber die hab ich nicht oder? Alsooo… packe ich selber an.“

„Neia… vermutlich… kannst du dir denken, warum ich dich aufgesucht habe?“ wurde Lara traurig. Neia hörte aus der Stimme, was Lara wissen will. „Es geht um Sina und was gestern passiert ist oder? Sherry ist vermutlich noch beim Schneidern beschäftigt und Suki ist froh, wenn sie ihre Pflichten als Mutter und Hausdienerin IM Haus nachgehen kann.“ seufzte Neia und nickte.

Die Elfenfürstin erklärte alles, was im Kampf passiert ist. Lara traute sich nicht, ihren Bericht zu unterbrechen, bis Neia zum Ende kam. „Deswegen… liegt Sina wieder im Bett.“

„Himmel… ich habe so viele Fragen, aber… Scheiße.“ fluchte Lara. „Die Typen waren definitiv in einer ganz anderen Liga, als ich das sonst von den Dämonen von früher kenne. Vor allem… dass sie Möglichkeiten haben Sina… in die Ecke zu treiben.“

„Das ist richtig, aber ich denke, ein zweites Mal werden sie nicht das Siegel platzieren können. Immerhin muss es nur jemand zerstören, der kein Dämon ist oder? Ich… muss mich bei Gair noch bedanken, dass er uns alle einen großen Dienst erwiesen hat.“ nickte Neia, die schon die meisten Fenster vom Efeu befreit hat, der Bericht hat seine Zeit genommen.

„Gair ist auch kein Dummkopf, es sind nur seine… dämliche Vorliebe, etwas haben zu wollen, wo er als Idiot wieder abgestempelt wird.“ seufzte Lara. Auf einmal wurde eines der Fenster geöffnet. „Neia, Lara? Ihr solltet mal reinkommen, wir haben ein paar Probleme.“ rief Suki.

Verwundert schauten sich die Damen an und gingen direkt in die Villa. Im Wohnzimmer angekommen, sahen sie Ronald stehen, der etwas verschwitzt wirkte. „Ah, Miss Lara und Miss Neia.“ „Hallo Ronald, wo ist das Problem?“ grüßte Lara direkt, während Neia ihm nur zunickte.

„Ich muss dringend mit Lady Sina sprechen, es gibt ein Problem. Bevor es zu Missverständnissen kommt, es hat nicht mit dem Problem zu tun, was wir gerade in Fanfoss haben, da kann ich euch beruhigen.“

„Das ist nicht möglich Ronald. Vermutlich haben sie es ja mitbekommen, dass es vor der Stadt ein Kampf gab. Da wurde Sina verwickelt und liegt nun im Bett.“ gab Neia eine sehr kurze Verfassung. „In diesem Zustand habe ich ernste Zweifel, dass wir sie überhaupt wach bekommen.“

„Das… ist natürlich sehr schlecht und ich kann bei diesem Problem nicht einfach selbstständig handeln.“ rieb Ronald nervös sein Hinterkopf.

„Ronald, wie wäre es, wenn sie uns das Problem einfach erklären? Vielleicht können wir für Sina die Antwort geben. Meine… wir sollten sie mittlerweile alle genug kennen, zu wissen, was sie sagen würde.“ schlug Sherry vor.

„Hm… wie vertraut sind sie mit dem Projekt von Saifa?“ schaute Ronald die Damen an und sah nur ahnungslose Blicke. „Sieht düster aus, wenn ich eure Gesichter so deuten kann.“

„Das ist doch die Stadt, wo Sina doch ihren Dämonen ein neues Zuhause geben wollte oder? Also den Nagas?“ frage Lara nochmal nach. „Ist das Problem mit ihnen eventuell?“

„Jaein. Es stimmt, dass Saifa ein Ort für die Dämonen sein soll. Die eingestellten Zwerge sind mit ihrer Arbeit fertig, das Problem ist, dass Lady Sina weitere Projekte mit ihnen besprochen hat. Es sind mehrere Vorfälle passiert, weswegen die Projekte leider nicht mehr möglich sind. Etwas hat es mit den Naga´s zu tun, aber ist nicht das eigentliche Problem.“ war Ronald immer noch etwas ungenau.

„Ronald.“ ging Lara ein Schritt nach vorne. „Wir kennen uns beide und du kannst mir vertrauen, wenn ich dir sage, dass Sina mich zu ihre Stellvertreterin erklärt hat. Jetzt ist es momentan der Fall, dass ich für sie den Clan übernehmen muss, ergo werde ich auch die Verantwortung übernehmen, die Entscheidungsgewalt vorerst selber durchzuführen.“

Ronald leckte sich die Lippen und schaut die anderen Damen an, die alle zustimmend nicken. „Ok, dann erkläre ich das Problem. Die Zwerge, die für dieses Projekt alles möglich gemacht haben, sind fertig. Nun… sitzt ein Bote von ihnen in meinen Büro mit einer Bitte um Asyl.“

„Wie… Asyl?“ wundert sich Suki. „Das hat mich ebenfalls gewundert, aber scheinbar schämt sich der Bote, dass er sich vermutlich die Zunge abbeißt, mir den Grund für das Asyl zu nennen. Aufgrund das Lady Sina das Gebiet gehört, ist sie der Ansprechpartner für solche „Dinge“.

Sie hatte bei den anderen Projekten den Zwergen angeboten, dass sie in Saifa oder herum Wohnstationen aufbauen, was in meinen Augen kein Problem ist. Die Bauarbeiter sind vor Ort und können schneller ihrer Arbeit nachgehen.

Aber… weswegen ich mich weigere einfach zu sagen, „ok“ ist… die Anzahl der Zwerge, die um Asyl bitten.“ schaute Ronald abwechselnd die Damen an.

„Nun macht es bitte nicht immer so spannend und sag es endlich.“ rollte Lara die Augen. „Über… 3100 Zwerge bitten um Asyl.“ Nun war Lara, aber auch die anderen sprachlos geworden.

„Was… ist denn bei den Zwergen passiert, dass so eine große Anzahl um Asyl bitten?“ hakte Lara direkt nach. „Werden sie von ihren Reichen gejagt? Asyl ist in meinen Augen… so ziemlich das letzte Mittel, wenn ich ehrlich bin. Wäre es nicht einfacher… zu bitten, dass man in der Stadt leben darf?“

„Mein Gedanke, aber der Bote weigert sich, irgendeine Auskunft zu geben. Wie gesagt, der Zwerg scheint sich zu Tode zu schämen, bei dem Gespräch merkte ich auch unter anderem eine gewisse… „Verzweiflung“. Fakt ist, bei so einer großen Anzahl, müssen wir davon ausgehen, DAS etwas passiert ist.“

Nun schauten die Damen Lara an, die seufzte. „Mir gefällt es nicht, dass sie nicht den Grund sagen, dass würde Sina ebenfalls nicht gefallen. Nur… sie würde das nicht hier klären, sondern direkt die Zwerge vor Ort aufsuchen.

Doch das kann ich alles nicht machen, wenn ich ehrlich bin daher… ist meine folgende Entscheidung: Ja, die Zwerge bekommen das Asyl… Nur müsst ihr das übernehmen Ronald, weil ich nicht den Papierkram kenne.

Ansonsten dürfen sie in Saifa einziehen oder… keine Ahnung wie groß die Stadt ist, ein Wohnort daraus machen. ABER!“ hob Lara ein Finger hoch. „Mit der Bedingung, wenn Sina wach wird, dass die Zwerge ihr den Grund erklären, wegen ihrer Anzahl und warum ausgerechnet Saifa.

Sie werden alle bestimmt einen sehr guten Grund dafür haben, den man bestimmt akzeptieren kann. Wenn ich ehrlich bin, habe ich selber noch nie gehört, dass man die Zwerge in einem so großen Stil… naja… verfolgt? Keine Ahnung, aber Sina muss wissen, ob das Problem der Zwerge auch auf sie zutreffen kann.

Denn wenn es eine zu große Gefahr darstellt, soll Sina die Möglichkeit haben, jederzeit die Zwerge wieder rauszuwerfen. Vermutlich wird sie es nicht machen, aber die Möglichkeit muss gegeben werden. Das ist eine gefährliche Entscheidung meinerseits, doch denke ich, dass es sie, dich und die Zwerge zufriedenstellen könnte.“

„Ja, das klingt vernünftig.“ nickte Ronald. „Vielleicht schaffe ich mehr herauszufinden, was los ist, aber die Entscheidung bleibt dann nun bei den Zwergen, ob sie auf die Forderung eingehen.“

„Trotzdem Merkwürdig, dass so viele Zwerge auf einmal um Asyl bitten. Dummerweise haben wir niemanden, der auf dem laufenden ist, was in den Reichen los ist oder?“ schaute Neia die anderen Frauen an.

„Vielleicht Brandrulim, aber bei dem Chaos draußen würde ich ihn ungern aufsuchen.“ meinte Lara. „Dann freut es mich, dass wir ein Problem für Sina vorerst klären konnten. Wenn die alle sich sammeln, dürfte Sina vermutlich wieder direkt weiter schlafen wollen.“

„Denke nicht, aber sie wird dir dankbar sein, dass du ihr ein paar Entscheidungen abgenommen hast.“ nickte Sherry ihr zu. „Nun… gut, dann würde ich euch bitten wieder aus dem Wohnzimmer rauszugehen, denn ich brauche den „Platz“.“

„Ich danke euch, dass wir eine schnelle Lösung finden konnten. Miss Suki, wenn sie eine grobe… Ahnung haben, wie die Schäden in dieser Villa und weiteres im Viertel sind, wäre ich ihnen dankbar, mir mitzuteilen, was alles repariert werden muss.“ verbeugte sich Ronald und Suki nickte.

Ronald machte sich direkt auf den Weg und Sherry konnte ihrer Arbeit nachgehen. „Wo du gerade hier bist Lara, wie ist denn so dein aktueller Wissensstand in der Stadt?“ fragte Neia.

„Erm…“ grübelte Lara und bekam auf einmal rote Wangen. „Zada und ich waren bei Aelfric gewesen, wo auch Ruri vor Ort war…“ („Bitte sagt den anderen nichts, was mit mir passiert ist ok? Ich will Mama gerne überraschen.“ bat Ruri lächelnd.)

„Ihnen geht es soweit gut, die Leibwächter werden bald die Arbeit machen, das Haus vom Efeu und ähnliches zu befreien und anschließend die Straße, dass man in diesem Viertel gehen kann. Ansonsten wird Zada nach ihrem Geschäft schauen und wenn ich ehrlich bin…

Bei dem Chaos draußen dürften so einige Geschäfte geschlossen bleiben. Ich ahne es selber schon, wenn ich mein Haus finden sollte… dass wie ihr nicht herumkommt, den Scheiß runter zu machen.“ seufzte Lara am Ende, als Kyllia fröhlich reinkam.

„Hey! Tolle Neuigkeiten!“ rief Kyllia fröhlich. „Lisa´s Mutter Lady Layla hat nichts gegen unsere Hochzeit. Ich muss nur ihren Vater zusammenschlagen, dann steht uns nichts mehr im Weg!“

„Echt?!“ staunte Lara und ihr fiel ein, dass Aelfric und Ruri ja ebenfalls heiraten wollen. „Glückwunsch! Immerhin einer von euch beiden kommt seinem Traum näher.“

„Naja…“ kratzte Kyllia sich an der Wange. „Laut Lisa und Lady Layla ist der Vater zwar nicht so stark wie Lady Layla, aber er ist trotzdem in der Lage sie zu besiegen. Ich werde also nicht herumkommen und weiter trainieren zu dürfen.

Ach, was mir einfällt ist, ich habe für Sina ein Problem verschieben können. Acheron, der Sohn von Lady Sina, ist mit dem Regelwerk der Vampire gekommen, was sie unterschreiben soll, aber in diesem Zustand?“ „Stimmt… da war ja was…“ nickte Lara.

„Hm… noch ein Problem mehr für Mutter.“ seufzte Suki und Kyllia schaute sie fragen an. „Also folgendes…“ Kyllia wurde schnell aufgeklärt, wo sie am Ende seufzt. „Wie… kommt es, dass Sina irgendwie immer mehr und mehr… Entscheidungen treffen muss?“

„Gute Frage, vermutlich weil sie ein fester Dreh und Angelpunkt in Alliancia geworden ist. Sie hat sich zu einer Figur entwickelt, wo jeder irgendwie zu ihr aufsehen kann. ICH weiß, warum ich das tue.“ grinste Neia.

Auf einmal klopfte jemand an dem Türrahmen und die Damen drehten sich um, wo sie Gair sahen. „Hallo, ich… will euch nicht lange stören. Ist Lady Sina ansprechbar?“ kam Gair direkt zum Punkt.

Alle schütteln ihren Kopf. „Bedaure, aber rechne nicht in den nächsten Tagen damit, dass Sina wach wird. Ist das ein Problem, wo ich helfen kann?“ bot Lara sich stattdessen an. Nun schüttelt Gair den Kopf. „Glaube nicht, weil Sarless ganz dringend mit Lady Sina sprechen will. Nun gut, werde ich ihr mitteilen, was ich soeben von euch erfahren habe und hoffe… dass ich irgendwie viel „Essen“ in der Stadt für sie auftreiben kann.“

Der Vampir verbeugte sich kurz, dann war er auch schon wieder weg. „Hmm… viel Essen für… wen?“ hob Neia eine Augenbraue hoch. „Denke, das ist egal. Ich werde wieder zu Rubina hochgehen, ich will nicht, dass sie zulange alleine ist.“ teilte Suki ihr Vorhaben mit und ging die Treppe hoch.

Nun klopfte der nächste an der Tür, wieder drehen die Frauen die Köpfe. Diesmal sahen sie einen unbekannten Mann, der ein bisschen… wie ein Pfau gekleidet wirkte.

„Meine Damen, mein Name ist Hendriks, persönlicher Bote des Königs, ist Lady Sina ansprechbar?“

Kapitel 660

Ich bin wiedergeboren und ein blödes Gefühl? II

„Sag Lisa…“ murmelt Acheron neben Kyllia, während sie gemeinsam einen Pfad durchschlagen. „Kannst du eigentlich fliegen? Zu irgendetwas müssen deine Flügel ja gut sein.“

„Leider nein, habe auch nicht angefangen dies zu üben, weil ich sowieso nur noch ein paar Tage in dieser Gestalt bleiben werde.“ schüttelt Lisa den Kopf. „Sie sehen trotzdem schön aus Schatz.“ merkte Kyllia an. „Vor allem, wenn das Licht von hinten auf sie strahlt.“

„Tja…“ bekam Lisa rote Wangen. „Ah, scheinbar sind wir angekommen.“ merkte Lisa vor ihnen eine Veränderung. Die Hausdienerinnen von Lysa schlugen den kompletten Weg vor dem Haus frei, Lysa selber stand am Eingang, die die Gruppe bemerkte.

„Acheron?“ öffnete Lysa weit ihre Augen auf und ignorierte irgendwie Kyllia. „Da bin ich mal wieder Lysa und es freut mich, dass wenigsten meine andere Schwester „etwas“ normal ist.“ nickte Acheron. „Wie meinst du das?“ wundert sich Lysa.

„Auch schön dich wieder zu sehen meine „süße“ „kleine“ Schwester.“ merkte Lisa sarkastisch an. „Hmm?“ schaute Lysa nur Kyllia an, die mit einen Zeigefinger auf ihr Horn zeigte. „Lisa?!“ „Ja ich.“ rollte Lisa genervt ihre Augen.

Lysa kam sofort ihnen näher und starrte nur Lisa an. „Wie…?“ „Ring des Schmetterlings, gleicher Effekt wie der letzte Ring, den du getragen hast.“ gab Lisa ihrer Schwester eine Kurzfassung. „So gerne ich mit dir reden würde, aber wir müssen mit Mutter sprechen, weil Acheron die aufgegebenen Aufgaben von ihr momentan schlecht erfüllen kann.“

„Mutter ist etwas… sauer?“ merkte Lysa an. „Vor allem… wenn du in dieser Gestalt kommst, glaubst du, dass sie mit dir reden wird, wenn ich an die letzte Verwandlung denke?“

„Hast du mit ihr heute schon gesprochen?“ wundert sich Acheron, wo Lysa den Kopf schüttelt. „Nein das nicht, nur wirkte das letzte Gespräch zwischen uns, dass sie ziemlich genervt war. Deswegen… rechnet nicht unbedingt damit, dass das Gespräch angenehm sein wird.“

„Ist Ruri eigentlich bei dir?“ fragte Kyllia nebenbei, wo Lysa die Augen rollt. „Nein, ich habe sie seit gestern nicht mehr gesehen, als sie mir… so sehr auf die Nerven gegangen ist, dass ich sie raus werfen musste. NUR weil sie sich um Aelfric Sorgen machte.

Er ist besser geschützt als einige andere von uns mit seinen beiden Leibwächtern. Würde mich nicht wundern, wenn sie bei ihm ist. Ok, wenn ihr… alle mit Mutter sprechen wollt, ich habe euch gewarnt.“ drehte Lysa sich um und alle folgten ihr ins Haus. Die Hausdienerinnen arbeiteten sich weiter durch das Dickicht… währenddessen ein paar Häuser weiter…

Eine Haustür, dass mit Efeu befallen war, wurde auf einmal mit einem Schwert von innen „geöffnet“, die Tür fiel am Ende nach vorne. „Wow…“ staunte Nisha in ihrem Bademantel, die das Schwert in die Schwertscheide zurücksteckte.

„Kein Wunder, dass wir nichts aus dem Fenster sehen konnten. Wir sind ja mitten in einen Dschungel.“ schaute auch Abby in einem Bademantel durch die Tür. „Dürfen… wir auch etwas sehen?“ fragte eine weitere weibliche Stimme.

Sofort machen Abby und Nisha mehr Platz, sodass Lara und Zada in ihren Bademänteln auch einen Blick nach draußen werfen konnten. „Wow…“ glänzten die Augen von Zada, Lara dagegen fand das überhaupt nicht „Wow“. „Das… sollte nicht normal sein oder?“

„Nicht wirklich.“ stimmte Abby Lara zu. „Hm… was sollen wir machen?“ kam eine sehr berechtigte Frage. „Am besten… Zada und ich ziehen uns an und sollten…“ wollte Lara ebenfalls einen guten Vorschlag machen, als Zada ein trauriges Gesicht macht. „Was?!“

„Nun…“ schaute Zada alle Frauen an. „Bisschen doof… dass wir auf diese Art und Weise gehen oder?“ „Zada…“ rieb Lara sich den Nasenrücken. „Ich habe ein blödes Gefühl bei der Sache draußen. DU solltest dir vielleicht in diesem Moment mal an deinen Bruder und an dein Geschäft denken, meinst du nicht auch?“

Nisha bekam ein sehr breites Grinsen. „Hey Zada… es war für uns alle etwas einmaliges, es…“ „muss ja nicht dabei bleiben. Wir können es ja wiederholen. Glaube… jeder hatte definitiv Spaß gehabt.“ beendete Abby den Satz, nachdem sie die Tür wieder in die „alte“ Position zurückgezogen hatte.

Alle bekamen rote Köpfe und keiner lehnte diese Idee von Anfang an ab. Zada war so glücklich und zugleich auch traurig gewesen wegen ihrem Bruder, dass sie Lara um das Angebot überredet bekam und… Tja, Lara wird eher sterben, als darüber zu berichten.

„Gut, das Angebot liegt im Raum, glaube wir sollten uns umziehen. Wir gehen dann zu deinem Bruder, dann werde ich zur Monstervilla gehen, denn ich weiß immer noch nicht, was gestern passiert ist.“ sprach Lara ein Machtwort aus. Während die Damen dies taten…

Dalmaz war im Tiefschlaf und schien so überhaupt nichts mitzubekommen. Aufgrund das sein Heim sehr nah an dem Garten von Elinnia war, bekam er nicht mit, wie eine kleine Pflanze in seine Steinhütte kriecht.

Es merkte, dass etwas lebendiges und leckeres vor ihm war und kriecht weiterhin darauf so. Es wusste nicht, auf was es kriecht und worauf es hochkletterte, nur dass seine Beute vor ihm war. Auf einmal änderte die Pflanze sich und ein schwarzer Kopf samt Zähnen entstand.

Es machte sich bereit zum Angriff, als Dalmaz sich mit seinem riesigen Körper umdrehte und… „PPRFFFFFFTTTTT“ Die „Giftwolke“ umhüllte die Pflanze, die tot zur Seite umkippte. Sie verwelkte sofort und Dalmaz schlief weiter ohne „gestört“ zu werden.

Lara und Zada gingen gemeinsam gekleidet nach draußen, als sie beide von den anderen Damen nochmal aufgehalten werden. „Lara…“ fing Abby an. „Ja?“ drehte sich die Vampirin zu ihr um. „Du bist… die Stellvertreterin in deinem Clan, wenn ich es richtig verstanden habe oder?“

„Das ist richtig. Meine Funktion fängt an, wenn Sina etwas passieren sollte oder sie mir was aufträgt. Warum?“ nickte Lara. Nun fragte Nisha: „Erm… kennst du… eine sichere Möglichkeit, wie Abby und ich zu eurem Clan wechseln können?“

Erstaunt schaute Lara die beiden Frauen an und dann Zada, die direkt am grübeln war. „Eine sichere? Naja, mein Bruder hat mich damals so rausgeworfen. Das er nicht unbedingt… der hellste ist, brauchen wir nicht darauf eingehen. Nur…“

„Ja, Lady Violet wird uns eher töten, als dass sie den Fehler machen wird wie Lord Riskel.“ ließ Nisha die Schulter hängen. „Ich… weiß überhaupt nicht, ob wir überhaupt noch eine Funktion haben wie früher.“

„Genau, solange sie bei Lady Layla… eh… in der „Ausbildung“ ist, wird nichts in unserem Clan passieren. Vielleicht hier und da einen Auftragsmord, aber ehrlich, die goldene Zeiten sind vorbei, als Lord Cassius gestorben war.“ fügte Abby hinzu.

„Außerdem… wir werden überhaupt nicht mehr größer, eher kleiner, wenn man ehrlich ist. Uns erschaffenen Vampiren ist es verboten Kinder zu bekommen und… Naja, wir wollen keine Kinder, sie nehmen unsere Freizeit weg, die wir selber für uns brauchen.“ schaute Nisha kurz Abby an, dir ihr zustimmte.

„Aber die alten Regeln von Lord Cassius laufen irgendwie immer noch. Wenn wenigsten Idiotengair der Clanführer wäre, DER hätte, Schürzenjäger hin oder her, definitiv mehr Bewegung in den Clan gesetzt als Lady Violet.“

„Das… Gefühl habe ich allerdings auch.“ stimmte Zada ihr zu. „Ihr… habt so einen coolen Clan, ich kann euch beide wirklich beneiden. Wir… haben leider mehrmals die Grenze überschritten bei Lady Sina, aber… Das ist wenigsten eine Clanführerin, die einem das Gefühl gibt, dass sie auch zu den Leuten steht.“ grinste Abby schief.

„Dabei gehören wir nicht mal in ihren Clan und trotzdem…“ rieben sie die Frauen auf einmal beide ihren Hintern. „Behandelt sie uns, als wären wir in ihrem. Wir trauen uns nicht mit Lady Violet zu sprechen, entweder weil sie ablehnt oder noch schlimmer… sie schickt uns ihre Kinder.“

„Und ihr könnt euch denken, wenn „die“ extra zu uns geschickt werden, wie das Enden wird. Also… lassen wir es. Schade, aber vielleicht hättet ihr ja gewusst, ob es eine Möglichkeit gibt.“ legte Nisha einen Arm um ihre Freundin Abby.

„Bedaure, aber… nein.“ schüttelt Lara den Kopf. „Der Clanführer als solches ist immer der Drehpunkt in einem Clan. Wenn müsste „ihr“ was passieren, aber… das ist was wir alle nicht so wirklich wollen.“

„Auch wieder wahr.“ nickten die Frauen, die sich kurz anschauten und dann etwas überraschendes machten… Nisha küsste Lara und Abby Zada. Die beiden „kleinen“ Vampirinnen rissen erstaunt ihre Augen auf, da lösten sich die Frauen wieder.

„Es war wirklich eine sehr schöne Nacht gewesen.“ „Unsere Tür steht euch weiterhin offen. Egal… ob wir unterschiedliche Clans haben, aber diese Freude zwischen uns kann uns niemand nehmen.“ nahmen Abby und Nisha eilig die Tür und „schließen“ die Tür hinter sich.

Zada und Lara mussten mehrmals blinzeln. „Du bist schuld Zada…“ murmelt Lara mit einem roten Kopf. „Nehme ich gerne auf…“ murmelt Zada und drehte sich mit einem wissenden Blick zu ihrer Freundin. „Ist gut… aber erst nach dem ganzen Chaos.“ seufzte Lara. „Nun lass uns zu deinem Bruder gehen.“

Was die Damen alle nicht bemerkten war, dass Gair an der Seite des Hauses stand und das Gespräch belauscht hatte. Dabei wollte er „nur“ schauen, ob bei seinen Begleiterinnen alles in Ordnung war, egal… ob sie ihn am Ende ausgelacht hätten über seine Sorge.

Der Vampir schaut nach oben, obwohl er vor lauter Bäumen nichts wirklich was sehen konnte und war in seinen Gedanken vertieft.

„So, nun sollte die Übertragung funktionieren.“ wischte Lysa sich die Stirn, weil der Übertragungsstein sich überhaupt nicht aktivieren wollte. Sie aktivierte nun den Stein. „Nun heißt es mehr oder weniger warten.“

„Sag Lysa, was ist deine aktuelle Meinung über dieses Chaos da draußen?“ fragte Lisa ihre jüngere Schwester. Sie drehte sich zu ihr um und wirkte, als überlegt sie. „Wenn ich ehrlich bin, keine Ahnung. Pflanzen die über die Nacht einfach wachsen, Bäume die Jahrzehnte benötigen, bis sie eine akzeptable Größe haben…

Es wirkt, als wäre Fanfoss in die Zukunft gereist. Doch das wird nicht der Fall sein, als muss es einen anderen Grund gegeben haben. Wenn ich raten dürfte, wurde die Natur dazu gezwungen.“

„Ist das möglich?“ grübelte Acheron laut. „Natürlich! Ihr wart doch alle am tausendjährigen Turnier dabei gewesen. Erinnert ihr euch nicht, dass eine Arena ein Dschungelgebiet war, bevor dieser von Sina in Brand gesetzt wurde?“ schaute Kyllia aufgeregt zu den beiden Vampiren, dabei schüttelte sie den Kopf so sehr, dass Lisa sich am Horn festhalten musste.

„Kyllia!“ schrie Lisa und Kyllia bemerkte ihren Fehler. „Sorry Lisa!“ hörte Kyllia auf, ihren Kopf wild zu drehen.

„Ja, irgendeine Druidengruppe hat für diesen Dschungel gesorgt.“ nickte Lysa. „Also dürfen wir annehmen, dass Magie dahinter steckt… mächtige Magie. Ich vermute, ohne es gesehen zu haben, dass die Natur nicht nur die Stadt umfasst, sondern auch alles außerhalb.“

„Hmm…“ grübelte Kyllia. „Draußen haben wir gegen die Destroyar gekämpft, aber… Ich hatte nicht den Eindruck, dass einer von ihnen oder Tergron überhaupt Magie eingesetzt hatte, dass die Natur außer Kontrolle geriet. Du Lisa?“

„Nicht wirklich, wenn war es nur der Regen, der uns alle geschwächt hat.“ schüttelt Lisa den Kopf. Bevor die Diskussion weitergehen konnte, aktivierte sich das Bild und jeder sah Lady Layla in einem roten Kleid auf ihrem Thron. „Ihr wünscht mich zu sprechen?“

„Ja Mutter, wir… haben gewisse Probleme.“ nickte Acheron. „Was für Probleme? Weigert sich Sina etwa… eine Unterschrift abzugeben?“ wurde die Vampirkönigin direkt wütend.

„Nein Mutter!“ mischte sich Lisa ein. Layla hörte ihre Stimme, aber konnte sie nirgends auf ihrem Bild sehen. „Lisa?“ „Glaube, du solltest mich so nah wie möglich vor dem Stein absetzen.“ teilte Lisa dies Kyllia mit.

Die Dämonin hielt eine Hand vor ihrem Horn auf, wo Lisa sich darauf stellte, anschließend stand dann Lisa vor dem Stein. „Hier bin ich Mutter… Mutter?“ Layla fiel fast ihr Mund runter, als sie ihre Tochter „wieder“ in einer veränderten Form sah.

„Was… machst du… dass du jedes Mal… anders bist?“ hörte man einen leicht zweifelnden Ton von Lady Layla. „Also… HRM!“ trat Lisa gegen den Stein, damit ihre Mutter zuhörte. „Mama? Ich würde dir gerne einiges sagen und wehe du schaltest mich ab, denn dann darfst du nicht meckern, wenn dir Informationen fehlen.“

„Wie… sprichst du mit mir?“ zuckte das rechte Auge von ihrer Mutter, Lisa hatte nun die volle Aufmerksamkeit nun. „Danke, dass du mir zuhörst. Weil ich Sina angegriffen habe bei einem gewissen Vorfall, darf ich als Strafe den Ring des Schmetterlings tragen.

Wenn ich ehrlich bin, ich finde mich ziemlich sexy, wäre da nicht meine Körpergröße.“ lächelt Lisa ihre Mutter an. Acheron schaute Lysa an, ob das nicht gerade sehr sehr gefährlich ist, was die älteste Schwester macht, aber Lysa zuckt nur mit ihrer Schulter.

„Das auf deine Frage, warum ich mal „wieder“ anders bin. Dazu möchte ich gerne hinzufügen… Am Anfang hat es mich total irritiert, aber anschließend mit den Flügeln? Wäre bestimmt interessant, mal etwas anders zu fliegen.

Keine Sorge, in ein paar Tagen habe ich wieder meine normale Gestalt, es ist nur solange, wie der Zauber vom Ring anhält. Ich vermisse tatsächlich etwas das Gefühl, was ich mit Kyllia in „normaler“ Größe eigentlich hätte.“

„Ah…a?“ hob Layla ihre Augenbraue hoch. „Und… was ist jetzt dann das Problem, was Acheron angesprochen hat?“

„Wenn ich richtig verstanden habe, soll Sina das neue Regelwerk der Vampire unterschreiben oder?“ hakte Lisa nach und Layla nickte. „In der Tat. Sobald Sina und Roman unterschrieben haben, gelten diese Regeln für alle Vampire.“

„Dann… kommen wir auf das Problem.“ berichtet Lisa nun in welchem Zustand Sina aktuell gekommen ist und dazu den Grund. Sie ließ nicht aus, dass es zu einem Kampf gegen die Dämonen kam, unter anderem speziell Tergron, wo Layla ihre Augen weit öffnete.

„Tergron… Warum kämpfst du ausgerechnet gegen ihn in DIESER Form, wenn selbst dein Onkel ein Problem gegen ihn hatte?“ kam die berechtige Frage von Layla. „Weil Sina und alle andere Dämonen nicht kämpfen konnten.“

„Wieso…?“ wundert sich Layla, als Kyllia die Erklärung gab. „Die Dämonen bekamen vom… Dämonenkönig das Siegel des Verrats. Dadurch wurden wir direkt ausgegrenzt. Aufgrund… dass alle der Meinung waren, gegen die Dämonen kämpfen zu können damit Sina nicht für ihr Leben bestraft wird… hat sie ihr Vertrauen in uns gesetzt. Doch…“

Kyllia erklärte, mit welcher Heimtücke die Dämonen alle Vorteile auf sich gezogen haben und das der Regen auf die Dämonen keinen Effekt hatte. „Stopp stopp…“ unterbrach Layla die Erklärung. „Sie sind in der Lage so einen Zauber zu entwickeln? Ich habe noch nie von so einer Magie gehört.“

„Bedaure Lady Layla, wenn kann nur Neia was sagen. Die Informationen hat sie alle von Tergron bekommen, der diese Magie bewirkt hatte. Er muss dermaßen komplex gewesen sein und doch… muss es funktioniert haben, also für sie.“

„Wieso… hört sich das alles so persönlich an? Wie ist denn der Name der Gruppe?“ hakte Layla nach, nun wurde es Kyllia mulmig. Sie und Lisa starrten sich kurz an, dann antwortet Kyllia: „Der Name dieser Gruppe war: Destroyar. Ich…“

„DESTROYAR?!“ sprang Layla auf. „Was bei allen Göttern ist denn bei den Dämonen passiert, dass ausgerechnet eine Einheit geschickt wurde, die nie, nie und nochmals NIE eingesetzt wurde?!“

„Oh? Scheinbar habt ihr von ihnen gehört.“ staunte Kyllia. „Dann… erspart es mir einiges an Erklärung. Tja… warum… wurden sie eingesetzt… Meine Schwester Sina… kann jederzeit mit dem Dämonenkönig in Kontakt kommen.“

Nun kniff Layla ihre Augen zusammen. „Ist das so? Wobei… wundern sollte es mich nicht, dass gerade Sina dazu in der Lage ist. Und… weiter?“ „Bei dem letzten Gespräch kam es zwischen unserem Vater und ihr zu einem sehr handfesten Streit, als… sie ihm mitteilte, dass sie Sherry in der Zukunft ehelichen wollte.“

Layla schloss die Augen und musste die Aussage verarbeiten. „Soll… ich ihnen den Grund erklären, warum der Dämonenkönig die Einheit geschickt hatte?“

„Wäre hilfreich, denn… irgendwie übersehe ich etwas. Ich hatte kaum was mit deiner Rasse zu tun gehabt. Hier und da ein paar Kämpfe, einige Informationen über sie, aber wie ihre eigentliche Struktur aufgebaut ist, hat mich persönlich nie sonderlich interessiert.“

„Wir hegen gewisse… Traditionen, zumindest die Königsfamilie „muss“ sie eisern nachgehen scheinbar. Den Kindern des aktuell lebenden Dämonenkönig ist es nicht gestattet in irgendeiner Form zu ehelichen.

„Wenn“ denn mal… der Fall eintreten sollte, dass die Kinder dies wollen, so müssen die Partner der Kinder gegen den Dämonenkönig obsiegen.“ „Ihr habt Probleme…“ setzte sich Layla wieder auf den Stuhl.

„Das kann ich nicht abstreiten, vor allem… darf ich mit meinen anderen Schwestern heiraten, weil wir in seinen Augen „Bastarde“ sind. Tz… da „muss“ Sina soviel machen, darf sie nicht Sherry heiraten, die wirklich ein Anker in ihrem Leben geworden ist.

Jedenfalls wollte Sina das Problem umgehen, da sie selber eine Dämonenkönigin ist und auch nicht in Deymonlia lebt. Nun haben wir darauf eine Antwort bekommen… eine sehr tödliche Antwort, wie wir… alle feststellen durften.“

„Es grenzt an ein Wunder, dass der Dämonenkönig nicht persönlich gekommen ist, wenn ihr alle Probleme hattet gegen die Destroyar.“ merkte Acheron von der Seite. „Ich weiß nicht… Wenn dieser Regen nicht gewesen wäre, ob wir nicht eine Chance gegen sie hätten.“ meinte Lisa.

„Nein hätten wir nicht.“ sagte Kyllia ganz offen. „Vielleicht gegen die vier „schwächeren“ Dämonen, aber nicht gegen den Anführer selber. So eine Aura wie dieser Kerl… keine Ahnung, aber mir war schlecht gewesen.

Illusion: Finaler Kampf. Vielleicht sollte sich jeder selber eine Meinung bilden.“ zauberte Kyllia ihre Erinnerung hoch, wo die Vampire den Kampf beobachten konnten. Als Sina dann aus der Luft runter fiel, beendete Kyllia den Kampf.

„Das ist der Grund, warum meine Schwester bewusstlos im Bett liegt und auch der Grund, warum ich leider sagen muss… Das wir am Ende gegen diesen Kerl keine Chance gehabt hätten. Alle Angriffe sind abgeprallt oder haben nicht bei ihm funktioniert.“

„Hrm…“ seufzte Layla. „Kyllia, wie lange wird deine Schwester in diesem Zustand bleiben?“ „Wenn ich ehrlich bin… rechnet von drei oder mehr Tagen. Sie wurde genötigt, den Kampf bei allen unseren… Verbündeten und Sherry zuzuschauen und dann die wahre Macht von den Kerl? Der hätte locker gegen eine Götterbestie kämpfen können.“

„Acheron?“ ist Layla scheinbar zu einem Entschluss gekommen, ihr Sohn schaute sie direkt an. „Du wirst solange in Fanfoss warten bis du die Unterschrift bekommen hast. Danach gibst du ihr den Brief mit den Hinweis, dass sie früh sich bei mir melden soll. Der Rest wäre dann wie gehabt.“

„Jawohl Mutter.“ nickte Acheron. „Denke, meine Schwester Lysa dürfte noch ein freies Zimmer haben.“ „Ja… das sollte möglich sein.“ seufzte Lysa. „Mutter?“ „Ja Lisa?“

Lisa schaute kurz nochmal Kyllia an, dabei legte sie eine Hand auf ihre Brust, dann schaute sie ihre eigene Mutter wieder an. „Ich will Kyllia heiraten.“ „Ok.“

„ … Hm?!“ musste Lisa mehrmals blinzeln. „Erm…?“ „Was hast du denn jetzt erwartet? Eine Diskussion mit mir, warum nur Kyllia für dich infrage kommt? Mein Kind… wenn ich ganz ehrlich bin…

Du und Kyllia… ihr beiden erinnert mich an deinen Vater und mich selber. Am Anfang hatten wir auch unsere… „Kämpfe“ gehabt, bis wir uns verliebt haben.“ lächelt Layla auf einmal über diese Erinnerung.

„Außerdem… ich bin im Gegensatz zu… dem Dämonenkönig nicht so in die Traditionen verstrickt. Ihr alle könnt heiraten, wen ihr wollt. Ich habe nichts festgelegt und ihr seid auch keine Kinder von… *hust* von Roman.

Wo… du vielleicht mit rechnen darfst ist Kyllia, „wenn“ denn mein Mann kommt, dass „er“ dich auf eine Probe stellen wird. Irgendwie sind Väter… dumm wenn ihre Töchtern einen Partner ehelichen wollen, mein Mann ist leider auch keine Ausnahme.“

„Sowie ich Lisa es gesagt habe, wird ihr Vater gerne eine Kostprobe von mir bekommen. Doch ich will dann keine Klagen hören, wenn es nicht für ihn gut läuft.“ grinste Kyllia schief, doch Layla hörte auf zu lächeln und starrte Kyllia streng an.

„Ich werde euch keine Steine in den Weg legen, überhaupt nicht. Aber lass mich dir einen dringenden Hinweis geben Kyllia, bevor du einen Kampf gegen meinen Mann führst: ER ist in der Lage mich zu besiegen.“

„Auch das hat eure Tochter mir bereits gesagt, dass ihr die Stärkste seid, doch euer Mann mehr auf seine Techniken trainiert. Ich bin nicht arrogant oder hochmütig, der Kampf gegen Tergron hat mir wieder bewusst gemacht… dass man seine Liebsten schnell verlieren kann.

Ich will wieder mehr trainieren, gemeinsam mit Lisa. Momentan… haben wir Ruhe, aber ich traue meinen Vater zu, dass es nicht bei den Destroyar bleiben wird.“ schaute Kyllia ernst Lady Layla an.

„Gibt es noch mehr von ihnen?“ hakte Acheron nach, wo Kyllia den Kopf schüttelt. „Ich weiß es nicht, wirklich nicht. Die Destroyar waren immer die stärkste Gruppierung gewesen, die aber vorher nie zum Einsatz gekommen sind.

Vielleicht ersetzt der Dämonenkönig die Gruppe einfach mit neuen Dämonen oder es gibt noch ähnliche Gruppen, deren Namen aber nicht in der Öffentlichkeit auftauchen, wundern würde es mich nicht.“

„Ich… dachte wirklich… dass du gegen meine Pläne bist Mutter… Es tut mir leid, dass ich… unhöflich gegenüber dir war in letzter Zeit und… danke, dass ich Kyllia heiraten darf.“ verbeugte sich Lisa vor ihrer Mutter.

„Wenn… du ein Hochzeitskleid brauchst… ich hätte… meine, das… ich dir leihen könnte.“ lächelt Layla unsicher. „Doch wegen deinen Teufelsschwanz sowie… neuen Brüsten, müsste es angepasst werden.“

„Danke Mama!“ strahlte Lisa regelrecht, selbst Kyllia freute sich für ihre Freundin. Lysa und Acheron sagten nichts, denn sie betrachteten es etwas… nüchterner: Das Problem ist der Vater selber.

Ein schwarzer Kadaver wurde vor den Dämonenkönig Mephisto geworfen. „Eure Hoheit, wir vermuten, dass es euer Bote Kruschjrar ist, den wir tot aufgefunden haben.“ salutieren die vier Wachen im Thronsaal.

Mephisto starrte den Kadaver an und dann seine Wachen. „Holt mir sofort den Wahnsinnigen her.“ befahl der König. „Jawohl eure Hoheit.“ verbeugten die Wachen sich und verschwanden direkt aus dem Saal.

Es verging einige Zeit, der Dämonenkönig saß weiterhin auf seinem Thron, bis der „Wahnsinnige“ mit den Wachen den Saal wieder betrat. „Eure Hoheit! Es tut mir leid!“ warf sich Calligus auf den Boden.

„Halt die Klappe. Wachen, ich will dass ihr alle verschwindet und ich will, dass keiner den Thronsaal betritt!“ stand der Dämonenkönig auf. Wiederholt verbeugten sich die Wachen und verließen den Saal.

„Calligus… du weißt genau… dass ich dich nicht in meiner Nähe haben will. Und DOCH bin ich dazu genötigt, deine Dienste in Anspruch zu nehmen.“ knurrte Mephisto, während er langsam von seinem Thron runterkam.

„Alles eure Majestät, alles, nur… bitte tötet mich nicht.“ flehte der Wissenschaftler den Dämonenkönig an. „Ich töte dich gleich, wenn du nicht aufhörst dich wie ein Feigling zu benehmen!“ wurde der König sauer.

Panisch stand der Wissenschaftler auf und schwitzte regelrecht. „Schon besser. Kennst du das Stück hier?“ trat der König gegen den Kadaver. Calligus holte eine Brille aus seiner verdreckten weißen Weste und schaute den Kadaver genau an. „Hmm… wenn ich die… Symbole richtig deute, ist es der Destroyar oder?“

„In der Tat.“ nickte der Dämonenkönig. „Und… was genau fehlt, weswegen ich dich rufen musste?“ knurrte der Dämonenkönig.

„Hm…?“ schaute Calligus die Leiche genauer an. „Wo ist das Zeichen, das er normalerweise trägt? Das Symbol, das ihn als Destroyar gekennzeichnet hat. Es fehlt auf der Brust.“

„Exakt. Wir beide wissen genau, selbst wenn ein Destroyar getötet wurde, dass die Magie, die ihn dazu machte, weiterhin im Körper erhalten bleibt, bis ein neues Gefäß gefunden ist. Dieses Stück Müll hier… ist komplett LEER!“

„Nun… wollt ihr wissen, wie es möglich ist?“ sprach Calligus das Offensichtliche an. „Exakt. WER ihn getötet hat, weiß ich, aber ich verstehe nicht, wie… das Geschehen konnte.“ nickte der Dämonenkönig.

„Hmm…“ legte Calligus eine Hand unter den Ellbogen, während er mit der anderen Hand leicht gegen seinen Kopf klopfte. „Ich… kenne die Umstände nicht, aber die Person, die ihn getötet hat, muss eine so mächtige Magie eingesetzt haben, dass die Magie in dem Moment, wo der Kerl hier sofort gestorben ist dadurch einen Effekt ausgelöst hatte, dass die Magie des Destroyar von seinem Körper auf den Killer übertragen wurde.“

„Das ist möglich?“ hörte man den Zweifel des Dämonenkönig. „Ich kann es mir gut vorstellen, aber was ich mir sogar eher vorstellen kann ist… Der Killer muss in diesem Moment… so leer gewesen sein, dass er die Kraft bewusst oder unbewusst von Kruschjrar aufgenommen hat. Darf… ich fragen, wer ihn getötet hat?“

„Niemand anderes als meine Tochter Sina.“ teilte der Dämonenkönig die Information mit, wo Calligus sofort die Augen weit öffnete. Erst wollte der Wissenschaftler was sagen, hielt aber sofort den Mund und fing an wieder nachzudenken, damit ging er langsam im Kreis.

„Eure… Tochter hat eigentlich die Voraussetzungen, ein Destroyar zu werden, hatte sie schon immer gehabt. Wenn sie ihn getötet hat, muss sie auf ihrer Geheimmission eine Stärke angesammelt haben, dass es ihr möglich macht.

Ich wage die Behauptung in den Raum zu werfen, dass die Magie sich selbstständig auf sie übertragen hat. Ohne zu Wissen, wie der Kampf gewesen ist… vor allem… wie der Kerl so geendet ist.

Prinzessin Sina muss bis zu dem Punkt angekommen sein, wo sie komplett leer gewesen war. Durch den letzten Schlag, der ihn hier getötet hat, muss zeitgleich die Magie auf sie übertragen worden sein.“

„Glaubst du allen ernstes… was du von dir gibst?“ hob Mephisto eine Augenbraue hoch, Calligus nickte gewissenhaft. „Wenn ich sie analysieren könnte, könnte ich es genauer sagen, aber das dürfte ein guter Grund sein, warum dem Kerl die Magie des Destroyar fehlt.“

„Hrm…“ ging Mephisto auf seinen Thron zu.

„Hoffe ich für meine Tochter, dass sie es nicht unbewusst aktiviert…“

Kapitel 659

Ich bin wiedergeboren und ein blödes Gefühl?

„Uh…“ stöhnte Bariel und legte eine Hand auf ihre geschlossenen Augen. Dann merkte sie es. „Ach scheiße… ich liege wieder auf dem Rücken.“ stöhnte die Chaosdämonin genervt. „Wenigsten ist das Fieber wieder weg.“

Ohne nachzudenken wollte sie „einfach“ ihre Brust kratzen, als sie es nun merkte. „Hmm…?“ schob Bariel eine Hand beiseite und schaute mit einem Auge nach unten. Sie sah zwei pralle Berge mit einem großen Riss in ihrem „engen alten“ Pyjama.

Sofort schloss Bariel wieder ihr Auge und schob die Hand darüber. „Drei… Zwei… Eins…“ zählte Bariel auf einmal runter, dann zog sie die Hand beiseite und öffnete beide Augen. Die Situation ist unverändert, ihre Brüste sind definitiv viel größer, als sie die zuletzt, also gestern, in Erinnerung hatte.

„Huch?!“ staunte Bariel nicht schlecht. *knet, knet* „Was… ist denn mit euch passiert?!“ Sie spürte jeden Druck in ihren Brüsten. Langsam stand sie von ihrem Bett auf… und bemerkte die Zerstörung in ihrem Zimmer. „Ach Scheiße, ich muss echt mit Mama sprechen, dass mein Schwanz nicht alles kaputt machen soll!“ drehte Bariel ihren Kopf überall hin.

Die Matratze ist komplett zerrissen. Der Wandschrank hat tiefe Kratzer sowie auch das Mauerwerk, die Liste ist lang. „Egal, eines nach dem anderen. Ich muss ins Badezimmer…“ drehte Bariel sich und wollte aufstehen, nur um direkt durch ihre neuen Beine aus dem Gleichgewicht zu kommen. „HUCH?!“ fiel Bariel nach vorne… Rumms…

Sie knallte ungebremst mit ihrem Kopf gegen den Wandschrank und zertrümmert deren Tür. Bariel lag im Schrank und atmet langsam ein und aus, ohne dabei in die Luft zu gehen. Am Ende leckte sie sich die Lippen und versuchte nochmal langsam auf zu stehen.

Dabei stützte sie sich an der Wand ab und bemerkte wieder was neues. „Entweder… mein Arsch ist dicker geworden, meine Beine zu lang oder mein Schlafanzug ist einfach über die Nacht eingelaufen…“

Ganz langsam, dabei stützte Bariel sich an der Wand ab, kam sie in ihr Badezimmer, wo ein großer Spiegel hing. „Was…?!“ starrte Bariel ihr neues Ich an. Sie hielt ihr schwarzes Haar vor ihre Augen. „Ich… sehe jetzt wirklich aus wie eine Tochter von Mama…“ staunte Bariel.

Nun zerriss sie das ohnehin schon kaputte Pyjama und betrachtet sich in ihrer vollen Pracht. „Tatsächlich… ich… komme wirklich nach Mama nach.“ lächelt die Chaosdämonin, die ihren neuen Hintern streichelt. Immer wieder schaut sie auch ihre Beine an, die definitiv länger geworden sind.

„Verdammt… bin ich sexy geworden.“ lächelt Bariel richtig glücklich, dann schloss sie auf einmal ihre Augen. „Hm… nein… Mama ist irgendwie noch inaktiv.“ seufzte Bariel. Denn sie spürte seitdem ersten Tag das sie ein Band, Faden oder ähnliches zu Sina hat.

Je näher sie kam, desto mehr kann sie aus diesem Band fühlen. Ansonsten hat Bariel selber festgestellt, dass dieses Band ihr mitteilt, ob ihre Mutter aktiv oder inaktiv ist. „Hoffentlich geht es Mama besser… Puh…“

Bariel schaute sich wieder im Spiegel an und bemerkte einige Probleme. „Mir wird überhaupt nichts mehr passen. Doch… warum habe ich mich nochmal verändert?“ grübelt Bariel sofort. „Status öffnen… Hmm… Huch? Ich bin eine Sukkubus?“ bemerkte Bariel, dass ihr Status komplett anders geworden ist. Sie analysierte alles systematisch und stellte fest, dass sie neue Fähigkeiten hat und dass ihre Attribute nochmal stärker geworden sind.

„Ich muss wirklich mit Mama sprechen, wundere mich ob meine… „ältere“ Schwester immer noch die „alte“ Nervensäge ist oder ob mehr dahinter steckt bei meiner Verwandlung.“ grübelt die Dämonin.

„Nur…“ schaute Bariel in dem Flur entlang. „Ich kann endlich fliegen aber… mir wird nichts von meinen Kleider passen.“ kam das größte Problem, denn nackt wird Bariel definitiv niemals, never die Wohnung verlassen. „Oh je…“ seufzte Bariel mit hängendem Kopf.

„Was… hältst du davon?“ fragte Renee, die irgendwie aus dem Fenster schauen wollte. „Ganz ehrlich? Keine Ahnung.“ versuchte Viktoria dasselbe wie Renee. Dummerweise konnten beide Vampire wegen den Pflanzen nichts erkennen.

„Hrm…“ verzog Renee verärgert ihr Gesicht. „Hoffentlich kommt bald einer der Butler zurück, ansonsten müssen wir die Tür aufbrechen.“ „Bleibt uns wohl nichts anderes übrig.“ stimmte ihre Schwester ihr zu.

„Wie… geht es dir Viktoria? Es… tut mir leid, dass ich dich gestern vor allen… angepflaumt habe.“ schaute Renee ihre Schwester an. „Überhaupt nicht gut wenn ich ehrlich bin. Das… ist das erste mal, dass wir beide MIT Lisa gegen jemanden kämpfen und dann auch noch verlieren.“ hörte man die Trauer von Viktoria.

„Den Gedanken habe ich auch. Denke…“ ging Renee auf einmal aus dem Wohnzimmer zu „diesem“ Zimmer. „Was… hast du vor?“ wundert sich Viktoria, dass Renee ins Zimmer geht, wo der Übertragungszauber ist.

„Mit Papa sprechen, denn ich will… gerne was von ihm wissen.“ rief Renee aus dem Zimmer raus. Nun folgte Viktoria ihrer Schwester, denn das ausgerechnet Renee in dieser Situation mit Vater sprechen will?

Renee drückte nur einen Knopf, denn sie wusste nicht, wie schnell ihr Vater reagieren wird. „Warum… so eilig Renee? Wir sind beide noch nicht angezogen, wissen nicht, was draußen los ist…“ hakte Viktoria direkt nach.

„Viktoria… ich habe alles gegen diesen Dämonen gegeben. Wirklich alles. Ich weiß, dass du, Lisa und Neia stärker seid als ich aber… Ich habe früher oft verloren, aber es ist… überhaupt nicht vergleichbar mit dem Gefühl, was ich jetzt habe.

Ich trainiere, trainiere, habe mit Sherry eine tolle Partnerin beim Training, aber… Wieso… war es so… nutzlos alles gewesen? Ist es wirklich wegen dem magischem Regen gewesen?“ schaute Renee traurig ihre Schwester an.

„Und… du… allen ernstes…“ rieb Viktoria ihre Stirn. „Ausgerechnet Papa willst du fragen? Ich weiß GENAU wie das enden wird. Warum fragst du mich nicht oder Lady Sina? Selbst Mama… wäre besser, aber nicht Papa!“

Bevor Renee eine Antwort geben konnte, ging der Übertragungszauber an und man sah den Vampirkönig Roman auf seinem Thron sitzen. Roman hob eine Augenbraue hoch, weil er seine Töchter im Bademantel sah. „Was… ist los, dass ihr mich kontaktiert und… keinerlei Kleidung tragt?“

„Papa.“ ging Renee einen Schritt nach vorne. „Was… genau macht dich so stark?“ Roman hat mit nichts gerechnet, doch verdutzte ihn diese Frage. „Was… genau meinst du Renee?“ sah man den zweifelnden Blick bei ihrem Vater.

„Ich trainiere hier. Ich werde stärker, ich habe meinen Spaß. Ich habe abgenommen und fühle mich… irgendwie richtig… wohl wieder. Ich habe Freundschaften abgeschlossen und lerne andere Vampire aus anderen Clans näher kennen.

Und doch…“ legte Renee eine Hand auf die Brust. „Habe ich gestern… einen Kampf gehabt, wo alles… nichtig war. Ich… verstehe es nicht. Ich dachte… für harte Arbeit muss es doch irgendwie… eine Belohnung geben.

Viktoria ist stärker als ich, ein paar andere Schwestern ebenfalls. Nun… strenge ich mich an und… verliere. Ich habe… oft verloren in dem einen oder anderem Duell… aber dieses Gefühl… widert mich regelrecht an.“

Nun wurde Lord Roman hellhörig. „Du… hast gegen WEN gekämpft?!“ Renee schaute Viktoria an. „Ich mische mich nicht ein, du wolltest mit Papa sprechen.“

Renee seufzte nur und schaute ihren Vater an. „Gestern kam es zu einem Angriff. Eine Gruppe von Dämonen aus Deymonlia hat Fanfoss angegriffen, wo Lady Sina uns alle zur Verteidigung aufgerufen hat.“

Lord Roman sah alles andere als begeistert aus, er legte eine Hand auf den steinernen Thron. „Eine… dämonische Gruppe hat ihre Stadt angegriffen… Weiter?“

„Viktoria, Lisa und ich kamen etwas später in den Kampf wo wir Neia geholfen haben. Wir haben gegen den Dämon gekämpft, der mit Windmagie ziemlich mächtig war. Lisa hat mit dem Blut von Neia geschafft seine Barriere zu zerstören, die er aber einfach so neu herbeigezaubert hat.

Erst Viktoria konnte ihn mit ihrer Blutlanze richtig verletzen und… erst da wusste ich seinen Namen. Es… war niemand anderes als Tergron.“

„TERGRON?!“ brüllte Lord Roman wütend auf, dabei riss er einen Teil seines Thrones mit. „LEBT ER IMMER NOCH DIESER FEIGLING?! UND DU KÄMPFST AUSGERECHNET GEGEN IHN?!“

„Ja, ich bin mir bewusst… gegen wen ich gekämpft habe.“ ließ Renee sich nicht aus der Ruhe bringen. „Aber ich habe nicht ALLEINE gekämpft, sonst mit Lisa, meiner Schwester hier und Neia, die das Blut von Taos trägt. Gemeinsam haben wir ihn bekämpft, wir… Lisa hat es geschafft, ihn eine sehr… böse Verletzung zu geben, wo ein Teil seines Gesichts sich aufgelöst hat…“

„ABER?!“ hakte Roman direkt wütend nach. „Wir haben… ihn unterschätzt.“ sagte Renee die Wahrheit, Viktoria schaute betroffen zu Boden. „Als wir… im Glauben waren, ihn endlich in die Ecke gedrängt zu haben, hat er eine Blitzwelle ausgelöst, die uns alle übel getroffen hat.

Das… letzte woran ich mich nur erinnern kann ist… dass er uns in eine große Blitzkugel… gezaubert hat, wo… wir die ganze Zeit von Blitzen getroffen worden sind. Ich… denke auch Viktoria, wir alle hatten nur Schmerzen gespürt. Keinerlei Kontrolle über unsere Körper, weil wir nur… unter Strom standen.“

Lord Roman verzog immer wütender sein Gesicht, als auf einmal im Hintergrund seine Frau Maria kam. „Was ist los Roman?“

„WAS LOS IST?! UNSERE DUMMEN KINDER KÄMPFEN AUSGERECHNET GEGEN DEN DÄMON TERGRON, MIT DEM ICH SCHON MEINE PROBLEME HATTE!“ brüllte Roman seine Frau an.

„Komm wieder runter mein Schatz.“ beruhigt Maria den Vampirkönig. Sie trug ebenfalls einen Bademantel und stellte sich neben ihren wütenden Ehemann. „Ich weiß wer Tergron ist und würde gerne wissen… wie ihr beide ihn angetroffen habt.“

„Er wurde mit seiner Einheit aus Deymonlia geschickt… um die Verlobte von Lady Sina zu töten.“ versuchte Renee die Situation zu erklären. „Mehr weiß ich leider auch nicht. Du Viktoria?“ „Nein, nicht wirklich.“

Maria legte eine Hand auf den Arm von Roman, er sah aus, als käme der nächste Wutausbruch. „Mir gefällt es nicht, dass ihr in die Probleme von dieser Frau gezogen werdet. Was… ist mit Tergron selber? Scheinbar seid ihr ihm ja entkommen?“

„Er ist tot.“ antwortet Renee direkt. „Wie?“ wirkte Lord Roman verdutzt. Renee schaute Viktoria an und beide nickten sich zu. „Also folgendes…“ Die Kinder klärten ihre Eltern auf, was im Kampf alles passiert ist, unter anderem der Einsatz des magischen Regens und was sie durch Neia erfahren haben.

Anschließend das Kyllia dann gegen Tergron scheinbar einen sehr fürchterlichen Kampf gegen diesen Dämonen hatte und mit letzter Kraft gegen ihn gewonnen hat. Lord Roman saß auf seinem zerstörten Thron, Marie hatte eine Hand auf seine Schulter gelegt, beide unterbrachen ihre Kinder nicht bei dem Bericht.

„Kyllia dachte… Tergron hätte Lisa getötet und hat deswegen vermutlich in ihrer Wut… alles gegeben, damit der Dämon stirbt. Wir haben nur seinen leblosen Körper gesehen.“

„Renee.“ machte der Vampirkönig wieder den Mund auf, dabei schloss er kurz seine Augen. „Und auch Viktoria…“ beide Kinder schauten ihren Vater an. „Wie geht es euch?“

Sie wirkten erstaunt, dass ihr Vater… eine so einfache und banale Frage stellte und trotzdem mehr in ihnen auslöste, als sie sich bewusst waren, vor allem bei Renee. Diese fing an zu tränen und zu schluchzten.

„Ich… habe die ganze Zeit dieses ekelhafte Gefühl in mir Papa. Ja, ich bin mir bewusst… ich hätte auch sterben können. Irgendwie… ging es „gut“ aus, aber… dieses… Gefühl… verloren zu haben… Viel schlimmer… als was ich früher gehabt habe.“

Ihre Mutter setzte sich auf die „heile“ Lehne und wirkte besorgt, dabei schaute sie auch Roman an. „Renee…“ seufzte Roman. „Was… hast du aus diesem Kampf gelernt?“

„Wie schwach ich bin.“ kam die Antwort geschossen. „Deswegen… ich trainiere und trainiere, ich fühle mich stärker… nur um dann… zu verlieren? Viktoria… keine Ahnung, hast du nicht auch dieses beschissene Gefühl?“ schaute Renee ihre jüngere Schwester an.

„Doch… habe ich…“ bekam Viktoria auch nun nasse Augen. „Keine Ahnung… wie Lisa es sehen wird, aber… als es dürfte auch in ihr nagen, gegen Tergron verloren zu haben trotz ihrer kleinen Gestalt.“ Die Mutter schüttelt Roman am Arm und warf ihm einen Blick zu.

„Meine Kinder… es ist normal zu verlieren. Auch ich kenne dieses Gefühl.“ sagte Roman auf einmal und beide Töchter schauten ihren Vater erstaunt an. „Ihr könnt mir ruhig glauben und eure Mutter kann es bestätigen, dass ich früher mehr als oft genug verloren habe.

Verloren habe gegen meine Familie, verloren habe gegen Viecher und Monster. Das… Renee, was du in mir als Stärke siehst… das habe ich nur erreicht, weil ich ungebrochen „trainiert“ habe. Ich habe die Blutmagie erforscht und entwickelt, was ich in mein Training ebenfalls einfließen ließ.“

Nun seufzte Lord Roman sehr deutlich. „Jeder muss vermutlich im Leben dieses Gefühl kennenlernen, um zu verstehen, dass man seinen eingeschlagenen Pfad nicht aufgeben darf. Ja Renee… ich war etwas unfair dir gegenüber, dabei… wollte ich nichts anderes, dass du selbst die Erkenntnis bekommst… das du nicht wirklich stark bist.

Die Butler geben mir täglich ihre Berichte und was ich immer lese ist: Du trainierst an der Decke. Du trainierst spezielle Übungen von Sina persönlich. Du trainierst von morgens bis abends. Du nimmst mit deiner Schwester am Unterricht von Lisa teil, die euch die Blutmagie aus meinem Zauberbuch beibringt.

Ich kann dir aus meiner Erfahrung nur sagen: Bleibt weiterhin an diesem Training. Ich brauchte auch tausende von Jahren die Zeit, die Stärke zu haben, was ihr alle von mir kennt.“

Renee legte beide Hände vor ihr Gesicht und man hörte sie regelrecht aufschluchzen, Viktoria umarmte sie von hinten. „Das… hast du wirklich sehr schön gesagt.“ streichelt Maria glücklich die Schulter von ihrem Mann.

„Renee…?“ fragte Roman nach seiner Tochter, die scheinbar sich beruhigen musste. IHR Vater… hat registriert, dass sie wirklich an sich arbeitet und muntert sie auch noch auf, weiter dran zu bleiben. „Glaube, Renee braucht einen Moment. Vielleicht… kann ich dir helfen Papa?“ bot Viktoria sich an.

„Hatte diese Einheit einen Namen?“ kam die Frage und Viktoria nickte. „Ja hatte sie. Sie nannten sich immer die „Destroyar“. Mir selber sagte es überhaupt nichts, nur… der große Dämon Dalmaz war wegen ihnen regelrecht in Panik.“

„Beim dunklen Gott…“ keuchte Roman auf, seine Frau schaut ihn verwundert an. „Sagt dir diese Gruppe was?“ „Ja… es ist eine Einheit von Dämonen, die NIE zum Einsatz kam.“ nickte Roman. „Bis jetzt scheinbar. Diese Gruppe ist… so stark, dass die Dämonen sie aus irgendwelchen Gründen nie einsetzen wollten.

In der Vergangenheit habe ich ab und zu mal ihren Namen flüstern gehört, aber auch, dass sie von ihrem Dämonenkönig direkt wieder ausgelöscht worden sind. Daher kenne ich ihre genaue Funktion nicht. Viktoria, ist es möglich, dass ich schnellstens mit Sina sprechen kann?“

„Nein Papa, sie hätte beinahe gegen diesen Anführer verloren… und ich hatte Angst vor diesem Dämon gehabt. Mehr noch als vor Tergron. Er… strahlte eine so… eigenartige Aura aus und eine Stärke… es war… ekelhaft gewesen.

Lady Sina hat zwar am Ende gewonnen… aber ist seit dem Kampf gestern bewusstlos. Es würde mich nicht wundern, wenn… sie längere Zeit in diesem Zustand bleiben wird. Zumal… wir haben aktuell das Problem, dass wir nicht aus dem Haus rauskommen.

Doch mach dir in diesem Fall keine Sorgen Papa. Wir… warten auf die Butler, die für Renee auf der Suche nach Monsternester sind, wenn die nicht im Laufe des Tages kommen, werden wir leider etwas mit Gewalt rausgehen müssen.“ schüttelte Viktoria am Anfang den Kopf.

„Hm… ich möchte mit euch beiden die nächsten Tagen nochmal in Ruhe sprechen bis ihr euch beruhigt habt und teilt Sina mit, dass ich mit ihr dringend sprechen will. Glaube… du siehst es ebenso ein Maria, dass es nicht in Ordnung ist, dass sie euch in ihre Problemen einbezieht.“ schaute Roman seine Frau an.

„Du hast meine Unterstützung mein Schatz.“ nickte Maria. „Das ist eine Grenze… die darf sie kein zweites Mal überschreiten.“

Renee hat sich etwas beruhigt und schaut ihren Vater wieder in die Augen. „Danke… Papa. Aber… schimpft sie nicht aus, weil… wir geholfen haben. Sie… glaubte, dass wir stark sind, deswegen rief sie nach uns…

Wenn… dieser doofe… Regen nicht gewesen wäre, der uns alle geschwächt hatte… dann wäre Tergron von uns und nicht von Kyllia getötet worden. Ich…“ schaute Renee kurz ihre Mutter an, dann ihre Schwester. „Ich… werde mich gleich hinlegen. Trotzdem… danke Papa.“

„Tu das.“ nickte Roman und beendet die Übertragung. Nun wurde er schweigsam, Maria legte ihre Stirn seitlich auf den Kopf von Roman. „Und mein Schatz? War bestimmt ein… sehr tolles Gefühl die Dankbarkeit deiner widerspenstigsten Tochter zu hören.“

Nun musste Roman ein bisschen schmunzeln. „Du kennst mich zu gut. Und… doch gefällt es mir nicht, dass die Dämonen auf einmal… Einheiten einsetzen, die vorher nicht eingesetzt worden sind. Ich hoffe wirklich, dass Sina sich schnell erholt.“

„Wirst du die Bitte von Renee nachgehen? Also… dass du sie nicht ausschimpfen sollst?“

„Ich weiß es nicht. Sie hat mir eigentlich… versprochen, dass sie auf die beiden aufpasst. Ich werde es wohl erst wohl im Gespräch wissen, ob ich das junge Fräulein ausschimpfen muss.“

„Ok… Ich bin übrigens… wirklich SEHR glücklich. Du hast mal in den wenigen Momenten deines Vaterseins… das richtige gemacht.“

„Hrm…“

Kapitel 658

Ich bin wiedergeboren und das „pflanzliche“ Chaos? II

Rokea wurde von der Barbarin durch das Dickicht gezogen, bis sie die Nase voll hat. Sie rammt ihr Stachelschwanz in den Boden und ein Ruck ging durch die beiden Damen. „Nü? Wat hassu?“ wundert sich Elinnia.

„Du redest… und redest… und redest… und ich verstehe kein WORT!“ schimpfte Rokea, die in Augenhöhe mit der Barbarin stehen konnte. „Wer bist du überhaupt eigentlich?! Ich hab dich ab und zu mal am Brunnen im Garten gesehen, aber ansonsten war mir das ziemlich egal gewesen.“

„Wut? Wii…“ wollte die Barbarin wieder sprechen, als Rokea eine Hand vor ihre Nase hielt. „Sprich in einer Sprache, wo ich dich verstehen KANN, ansonsten bin ich wieder WEG!“ war die Tierfrau „tierisch“ genervt.

Elinnia hob nur eine Augenbraue hoch und verschränkt ihre Arme, scheinbar ist sie am überlegen. „Et tut mir leit, dachte ik spreche verstähndlich genuk. Tie Chiffin hatte tamit keene Probleme gehabt und der blasse Eddi. Besser?“

„Etwas… Ist das normal… woher du auch immer kommst?“ verschränkte Rokea nun auch ihre Arme. „Türlich? Kener mäg Klukscheißer, wir brauchen Muskeln in dee Kälte.“ grinste Elinnia frech. „Keine Sorge, wee haben Schamanen, dee für uns dat kompli… kompli… Na du wes schon, das Denken übernehmen.“

„Oh bei den Göttern…“ seufzte Rokea. „Nun habe ich echt das beste Beispiel vor mir, was passiert, wenn man nicht etwas lernt in der Schule. Wehe die anderen Behemoth bekommen das mit. SO… WAS genau soll ICH denn machen? Außerdem… wie stark bist du eigentlich?!“

„Die Stärkste in dee Familii. Hap men Menne enmal gewinnen lassen, tamit der mik habn konnte. Oh ho, danach? Hat der Sack nie wieder gegen mik gewonnen.“ wirkte Elinnia etwas verträumt. „Aper… wenna et um die „richtiken“ stargen Menne gähts, näh, dann pin ik schwach.“

„Aha? Woher kommst du nochmal und wie… war dein Name?“ hakte Rokea weiter nach, dabei ignoriert sie, dass sie mit der Barbarin in einen sehr dicken Busch standen. „Mein Name ist Rokea, hoffe, du hast mal von den Namen gehört?“

„Nö?“ hielte Elinnia den Kopf schräg. „Mein Näm is Elinnia, komm ausem schön kalden Norde, Snolonien. Wir, auk ik, sind alle Barbaren. Stolz, stark und versoffen.“ lachte die Barbarin am Ende. „So, aber jenuk gelabbert, ik hab ein Problem.“

„Hast du erwähnt und das es was mit deiner… „Ernte“ zu tun hat. Wieso ausgerechnet ich?!“ wippte Rokea in ihrem Schlafanzug einen Fuß.

„Nu… wie… soll ik sagen? Die Ärnte ist etwas… „lependig“.“ kratze Elinnia die Wange und Rokea schaut sie verdutzt an. „Am pesten, tu komm mit, dann kannu selper nä Mainung machen.“ drehte Elinnia sich um und bahnt sich einen Weg durch das Dickicht, scheinbar weiß sie in dem Chaos den Weg.

„Was zum…?“ schaute Rokea nur hinterher und folgte ihr, denn das hat sie nun doch etwas neugierig gemacht. Es dauerte nicht lange, da hielte Elinnia an und drehte sich zu Rokea. „So, we sint ta! Also… bevohr ik fiel sagäh, stel… dik ma… Hm… hie hinne!“

Rokea schaute die angezeigte Stelle an und dann Elinnia. „Was… passiert, wenn ich „genau“ da stehe?“ „Dann weste, warum ik so blutik war.“ grinste die Barbarin breit. Man sah Rokea an, dass sie das alles sehr skeptisch sah, aber stellte sich letztendlich doch hin. „Und… nun?“

Und das „nun“ kam. Etwas krachte durch die Sträucher, Rokea schaute sofort nach vorne… und schlug reflexartig von unten nach oben. Ein gigantisches schwarzes Maul mit extremen Zähnen schnappte nach der Tierfrau, doch durch den Schlag flog das „Ding“ kurz nach oben.

Die Tierfrau hatte nun Zeit es genauer zu betrachten. Das „Ding“ war schwarz und schien nur aus Zähnen zu bestehen, dann sah sie, dass hinter dem „Ding“ ein grünes „etwas“ hing. Es brüllte Rokea kurz an, dann verschwand es wieder.

„Siehsäh? Dat is meene Problm.“ schlug Elinnia lachend auf der Schulter von Rokea und sie selber? Alle die Rokea etwas länger kannten, wussten genau… die Barbarin sollte die nächsten Worte genau überlegen, sonst gibt es einen Mord.

„Was… war das eben?“ fragte Rokea freundlich und betrachtet ihre Faust. Als sie das „Ding“ geschlagen hatte, hatte sie kaum auf Widerstand getroffen und das „Ding“ selber sah auch nicht aus, als hätte es irgendetwas gemerkt. „Und… sprich dich klar aus, sonst werfe ich dich mit gebrochenen Knochen da rein!“

„Wus? Dat war nu ne klener Schreck weste? Stellma vor… ik war da im Garten ellene drinne und da war nit nur „ein“ so ein „Ting“. Ik musste mik ehmals in Sicherheit bringen.“ grinste die Barbarin die Drohung weg.

„Wieso… muss ich mich nochmal immer wiederholen?! SPRICH DICH KLARER AUS VERDAMMT NOCHMAL!“ schrie Rokea die Barbarin an. Nun wirkte Elinnia etwas „verletzt“ und seufzte.

„Die Ungedult de Jugend… Dat komm nok, keene Sorge.“ tröstet die Barbarin Rokea. „Also… *hust* Das… was du eben gesehen hast… war eine Saat… von der Chefin. Das hat sie mir… gegeben, das… sie von einer verstorbene… Freundin bekommen hat.“ sprach Elinnia ganz langsam.

„Ah…a?“ drehte Rokea sich zu der Barbarin um. „Weiter?“ „Laut… dem beigefügten… Zettel sind das fleischfressende Pflanzen.“ „HÖ?!“ staunte Rokea.

„Genau mein Gedanke.“ nickte Elinnia. „Doch hätte… es nie… so groß werden dürfen… Höchsten 50cm lang. Nun… keine Ahnung. Alles über die Nacht… groß geworden und nun… habe ich das Problem.“

„Dann… töte es doch? Wenn du es schon überlebst?“ kam direkt ein vernünftiger Vorschlag von Rokea und die Barbarin schüttelt den Kopf. „Noin Mädel, geh nit! Ich… werd bezahlt, die… zu züchten. Nur… weil Mama Natur etwas… komisch ist… muss ich doch nicht meine… Pflichten aufgeben?“

„Ernsthaft… Sina wollte, dass du diese… „Monster“ züchtest?!“ hatte Rokea ernste Zweifel. „Sicher. Bedenke… es soll „nur“ 50cm groß werden. Das… passiert, wenn man es… nicht im richtigen Moment… den Kopf abschneidet. Egal… nun brauch ich… etwas Hilfe, damit die alle… richtig… geerntet werden.“ nickte Elinnia.

„Dann… nimm doch deine Äxte und schlag den Kopf ab?! Glaube nicht, dass man mit stumpfen Waffen den Dingern beikommt. Meine… es wirkte irgendwie etwas… weich? Keine Ahnung, wie ich es beschreiben soll.“ betrachtet Rokea nochmal ihre Faust. „Näh, geht nit, dann machsu Ärnte putt.“ Den Blick, den die Tierfrau zuwarf, war Antwort genug.

„Oh Mädel… Nein, kann ich… nicht machen. Wenn… ich Kopf abschlage… gehen alle… Blätter direkt zu Grunde. „Normal“ hält… man den Kopf mit…eine Hand… und mit eine andere… schneidest du mir eine Schere… die Blätter ab. Ganz… am Ende, schneidet man den Kopf ab.

Eigentlich… einfache Arbeit, aber… bei der Größe? Außerdem… war es nicht… groß gewesen. Drinnen… ist etwas viel… größeres von denen.“

„Du… willst mir doch nicht allen ernstes sagen… einer von uns hält sein Kopf fest, damit der andere die Blätter „abschneidet“?!“ starrte Rokea wieder die Barbarin an, die sie aber angrinste. „Du bist nicht… auf dem Kopf gefallen. Genau so.“

Man sah Rokea an, dass sie „darauf“ überhaupt keine Lust hatte. Doch welch ein Zufall, etwas kam ihnen näher? „Rokea? Dachte ich mir doch, dass ich deine Stimme gehört habe.“ schlug Nitir sich mit einem Falchion durch das Dickicht.

Auf einmal bekam Rokea ein ganz breites… fieses… Grinsen. Sie ging direkt auf Nitir zu und schlug ihm eine Hand auf seine Schulter. „Nitir… welch ein „Glück“, dass du kommst.“ Der ehemalige Champion wusste sofort, dass etwas im „Busch“ ist. „Was… ist los Rokea?“

„Du hast die Wahl der Qual. Da war gestern so ein Schlag gewesen… der ziemlich unnötig gewesen war. Vermutlich… hast du mich damit so sehr aus dem Konzept gebracht… dass ich dadurch „vermutlich“ gegen die Dämonin verloren habe.

Wir… wussten beide, dass unser Treffen nur eine Frage der Zeit war. Doch ich habe heute „gute“ Laune. Ich fühle mich hier mit dem ganzen Dickicht und weiteres wie Zuhause. Also überlasse ich dir die „Wahl“.

Direkt ein Schlag in die Fresse, wo du heute bestimmt nicht deine Geliebte sehen wirst ODER du hilfst Elinnia. Wenn ich „ehrlich“ bin, tust du dir, mir und Sina einen „großen“ Gefallen, wenn du dieser Frau hilfst.“

„Öhm?“ wollte Elinnia sich melden, da hob Rokea eine Hand hoch. „Bedaure gute Dame, aber dieser Herr hat mehr Geschicklichkeit, wenn es um dein Problem geht. Wirklich, mit mir wirst du nur Probleme haben.“ sagte die Tierfrau das ohne Nitir aus den Augen zu lassen. „Also?“

„Was… genau soll ich ihr denn helfen?“ wanderten die Augen zwischen Rokea und der großen Frau hin und her. „Wie hier alles in die Höhe geschossen ist Nitir, so ist ihre Ernte etwas zu groß geraten. Sie braucht die Hilfe, dass jemand die „Pflanze“ etwas festhält, damit sie sie in Ruhe die „Blätter“ abschneiden kann.“ grinste Rokea gemein.

„Hrm…“ seufzte Nitir. „Und du hegst auch… keine Racheaktionen danach? Ich habe echt…“ „Nein, ich verspreche dir hier vor Elinnia, dass wir danach überhaupt keine Probleme haben werden. Wo sind… deine Freunde eigentlich?“ schüttelt Rokea kurz den Kopf, aber das Grinsen verschwand nicht.

„Erm… bei unserem Haus, sie wollen etwas die Straße freimachen, ansonsten den Rest belassen. Wie… du schon sagtest, man fühlt sich etwas wohler. Ok…“ seufzte der Behemoth wieder. „Dann helfe ich eben Elinnia.“

„Wunderbar.“ schlug Rokea ihm etwas fester auf die Schulter. „Er wird dir helfen Elinnia und kannst ruhig wieder deinen „alten“ Akzent nehmen. Er hat immerhin „mehr“ Geduld als ich.“ drehte Rokea sich grinsend zu der Barbarin, die nur eine Augenbraue hochhob.

„Achja…“ ging Rokea kurz von Nitir weg und zog eine Linie auf dem Boden mit ihren Füßen. „Einfach die Linie übertreten, den Rest wird Elinnia dir erklären. Bis demnächst.“ ging Rokea mit einem unheimlichen Kichern weg.

„Öh?“ schaute die Barbarin Nitir an. „Stress mit dene Weip?“ „PFFFF.“ kam Nitir fast einem Schockzustand nahe. „Diese… „Dame“ ist bestimmt nicht mein „Weip“. Den Stress tue ich mir nicht an.“ schüttelt der Behemoth den Kopf und stellte sich vor die Linie.

„Was genau soll ich machen?“ als der Krach schon kam.

In der Monstervilla:

„Denke… bevor ich dir was erkläre Rubina, sollten wir dir was… anziehen.“ drehte Suki sich zu Sherry um, die verstand, um was das Katzenmädchen sie bat. „Ja… öhm..“ schaute Sherry hoch. „Es hilft nichts, ich muss Rubina neu messen.“

„Ok!“ nickte die Drachendame und stand voreilig auf. Rumms… Sie knallte mit ihren Hörner direkt gegen die Decke, Steinbröckel fielen direkt runter. „Huch?!“ bückte sich Rubina wieder. „Da… kommen aber einige Probleme.“ merkte Neia.

„Das… glaube ich auch…“ nickte Suki, die direkt fieberhaft überlegt, das Problem zu lösen, als Tio neben ihr hielt. „Wir haben ihren… Status analysiert und aufgeschrieben. Glaube… du solltest es wissen.“

„Danke.“ lächelt Suki und liest sich den Zettel direkt durch. Alle Attribute von Rubina sind nun sechsstellig, aber es sind zwei Bereiche dick unterstrichen worden. Einmal die Rasse: Drachenkriegerin und bei Fähigkeiten: Transformation.

„Erm…“ schaute Suki Tio fragend an, doch diese schüttelt direkt den Kopf. „Wissen wir nicht, was es bedeutet, nur wir denken, dass es wichtig ist oder Mio?“- „Richtig, denn Rubina war vorher immer ein Drachenkind gewesen.“ stimmte die Zwillingsschwester zu.

„Glaube… darüber mache ich mir später Gedanken, trotzdem Danke.“ lächelt Suki. „Halllooo?“ rief auf einmal eine männliche Stimme von unten hoch. „Ich kümmere mich darum Suki, du bleibst bei deiner Tochter und… du wirst nicht drum herum kommen, entweder die Fenster oder die Tür samt Mauer aufzubrechen.“ meldete sich Kyllia, die direkt mit Lisa aus dem Zimmer ging.

„Ja…“ schaute Suki sich im Zimmer um. „Wir werden wohl nicht… schaffen, dass du durch die Tür kommst mein Kind.“ „Alle sind zu klein.“ kichert Rubina in ihrer bückenden Haltung. „Vermutlich ist Rubina größer als Rokea. Hm… 2,5m groß?“ schätze Sherry sie grob ab.

„Wir müssen euch langsam verlassen.“- „Genau, die Gilde wird uns vermutlich vermissen. Aber keine Sorge, wenn wir heute Abend wieder kommen, wissen wir mehr!“ verabschiedeten sich die Zwillingsvampire. „Bleiben wir übrig oder?“ grinste Neia schief. „Scheinbar.“ seufzte Suki und schaute in das glückliche Gesicht von Rubina. „Was mich aber nicht wirklich stört.“

„Halllo?“ rief wieder eine männliche Stimme. „Jaha!“ rief Kyllia. „Ich komme ja schon.“ Lisa klammert sich am geschwungenen Horn fest und überlegte, ob sie ihre Verlobte noch warnen soll, dass sie in ihrem Negligee ist. „Du?!“ staunte Lisa.

Am Eingang stand Acheron in seiner üblichen Kampfausrüstung. Erst wirkte er verwundert, dass er eine bekannte Stimme sah und betrachtet nur Kyllia… als er Lisa auf dem Horn sah. „LISA?!“

„Hallo Bruder, ja ich.“ winkte Lisa auf dem Horn. „Was machst du denn hier?“ Acheron musste mehrmals blinzeln, dann schlug er eine Hand ins Gesicht. „Was… machst du eigentlich immer, dass du jedes Mal… anders bist?“

„Spaß haben.“ lächelt Lisa, während Kyllia vor Acheron stand. „Grüße, wir haben uns ja nur einmal vor dem Übertragungszauber gesehen oder? Mein Name ist Kyllia, Zwillingsschwester von Sina und Freundin deiner Schwester.“

„Acheron, erster Sohn von Vampirkönigin Layla und jüngerer Bruder von Lisa.“ verbeugte sich der Vampir kurz vor der Dämonin, dann schaute er Lisa wieder an. „Kann… mir vielleicht einer sagen, was mit der Stadt passiert ist?“

„Gute Frage, nächste Frage. Wir sind alle etwas überfordert, nachdem wir vor kurzem alle aufgestanden sind.“ antwortet Kyllia. „Wird auch einige Zeit vergehen, bis wir die Ursache herausgefunden haben.“

„Es stimmt.“ nickte Lisa, weil Acheron nicht unbedingt… zufrieden wirkte. „Es freut mich, dass du da bist Acheron, doch du bist… nicht ohne Grund hier oder?“ „Du hast ja ein besseres Verhältnis zu deinem Bruder als Lysa oder?“ fragte Kyllia und Lisa nickte.

„Natürlich, immerhin ist das mein kleiner Bruder.“ hörte man den Stolz von Lisa sagen. Der Bruder hob nur eine Augenbraue hoch und teilte sein Anliegen mit. „Ich wurde von Mutter geschickt, dass Lady Sina…“ Acheron holte zwei schwarze dicke Bücher aus seinem Inventar hervor.

„Die neuen Regeln der Vampire bekommt. Eins bekommt sie, dass andere soll sie unterschreiben. Es hat etwas gedauert, weil Mutter die Bücher alle unbedingt…“ rollte der Vampir die Augen. „selber schreiben wollte.“

„Oh.“ antworten beide Damen synchron. „Wie… oh? Ich bräuchte die Unterschrift und muss dann direkt zu Lord Roman fliegen, was leider auch nicht mal um die „Ecke“ ist. Dazu muss ich auch Lady Sina einen Brief von Mutter übergeben, weil die nächsten…“

„Stopp.“ unterbrach Lisa ihren Bruder. „Nicht möglich.“ „Wie nicht möglich?“ starrte Acheron seine Schwester an. „Wir hatten uns alle einen sehr heftigen Kampf gegen die Dämonen aus Deymonlia geliefert.

Es… gab jede Menge Probleme, letztendlich… haben unsere dämonischen Freunde es geschafft, die Dämonen zu töten und Lady Sina… hatte extreme Probleme gegen ihren Anführer gehabt. Nun liegt sie oben im Bett und wird definitiv die nächsten Tage nicht wach werden.“

„Eh… Und nun?“ schaute Acheron die Damen abwechselnd an. „Ich werde meine Schwester nicht wecken, bedaure, aber sie stand gestern unter extremen Stress und MUSS sich ausruhen!“ sprach Kyllia direkt ihr Machtwort.

„Das wird Mutter aber überhaupt nicht gefallen.“ schaute Acheron bewusst seine Schwester an. „Ja, was soll ich denn bitte machen Bruder? Die Situation ist, wie sie ist. Entweder du fliegst zu Onkel Roman oder wartest hier.“

„Hrm…“ wirkte Acheron überhaupt nicht glücklich. „Kyllia?“ „Ja Schatz?“ „Wenn… du dich vielleicht umziehen könntest, könnten wir zu meiner Schwester gehen? Ich werde mit Mutter sprechen, dann kann Acheron direkt dabei sein und wir finden gemeinsam alle eine Lösung.

Außerdem… will ich gerne meiner Mutter was sagen. Sag mein Bruder… ist Mutter in guter Laune gewesen, als du sie verlassen hast?“

„Nicht wirklich, denn wir haben immer noch das Problem mit der unbekannten Fraktion, wenn du dich erinnerst?“ schüttelt Acheron den Kopf. „Nicht, dass wir jetzt das Gefühl haben, weitere dieser Späher in unsere Umgebung zu haben nur…

Dieser Clan ist für die zukünftigen Pläne von Mutter sehr störend. Deswegen… rechne nicht unbedingt damit, dass Mutter die Situation hier wirklich begeistern wird.“

Lisa ließ ihren Kopf leicht hängen. „Wenn… wenigsten Papa bei ihr wäre…“ „Ja, der alte Herr könnte sich wirklich langsam mal blicken lassen. Es wird immer anstrengender mit Mutter, wenn ich meine ehrliche Meinung sagen darf.“

„Dann geh ich mich eben umziehen. Willst du dabei sein oder bei deinem Bruder bleiben?“ fragte Kyllia. „Natürlich will ich dabei sein? Komische Frage.“ wundert sich Lisa und Acheron hob nur eine Augenbraue hoch.

„Deine Schwester kann einfach nicht genug von mir haben.“ zwinkert Kyllia dem Vampir zu. „Es dauert auch nicht lange, kannst ja solange hier warten.“

„Keine Sorge… bei dem Problem draußen bin ich froh, wenn irgendwer den Weg zu den Häusern findet, die unter dem Dickicht versteckt sind.“ winkte der Vampir ab und lehnte sich an der Tür an. „Merke langsam, warum du deinen Bruder magst.“ grinste Kyllia. „Ich weiß~“ flötete Lisa.

Auf der Straße:

„Schade um die Pflanzen, die wir entfernen.“ seufzte Nijus. „Kann man nichts ändern, weil… sie nicht so wirklich in die Stadt gehören.“ schlug Zuzan weitere Sträucher ab. „Immerhin haben wir eine Ablenkung.“

„Das stimmt. Ich frage mich immer noch… Wenn dieser Regen nicht da gewesen wäre, ob… wir den Kerl dann immer noch unterlegen gewesen wären. Neia…“ schaute Nijus sein Freund an, der zuckte aber nur mit den Schultern.

„Ja, aber sollen wir über diesen Kampf nachdenken? Wir waren im Nachteil und fertig. Wir waren von Anfang an in dieser magischen Falle gewesen, ich glaube, dieses Problem überlasse ich den anderen.“

„Du machst es dir wirklich wieder sehr einfach.“ schüttelt Nijus den Kopf und drehte sich zum nächsten Strauch… als er Rokea in einem Pyjama vor sich stehen sah. „Rokea?“ Sofort drehte Zuzan sich um, als ausgerechnet „sie“ bei ihnen war.

„Ja ich. Falls ihr Nitir vermisst, der wird etwas „später“ kommen, er hilft jemand bei einem etwas bissigen Problem im Garten.“ lächelt Rokea gemein, wurde aber dann ernst. „Ich würde gerne mit dir sprechen Nijus.“

Der Angesprochene musste mehrmals blinzeln, dann drehte er sich zu Zuzan. „Sie meint dich.“ „Ok, dann habe richtig gehört.“ nickte Nijus, dann schaute er wieder Rokea an. „Und… was willst du von mir?“

Rokea starrte ihn an, dann Zuzan. „Hat der „Herr“… vielleicht die Güte, dass ich mit Nijus alleine sein kann? Es geht dich nichts an.“ teilte die Tierfrau direkt eine schroffe Bitte mit. „Tzz…“ verzog Zuzan sein Gesicht und ging in sein Haus rein.

„So…“ starrte Rokea nun Nijus an. „Ja? Ich kann keine Gedanken lesen und bin auch darüber froh.“ meinte Nijus sarkastisch.

„Nijus… du warst immer der Behemoth, der sich immer verwandelt hat, egal… wo, wie und wann. Stimmst du mir soweit zu.“ verschränkte Rokea ihre Arme.

„Das ist soweit richtig, aber nicht „immer“ wie du es so betonst.“ hob Nijus eine Augenbraue hoch. „Einfach halt gegen Gegner, die stärker sind als ich.“

„Ja… eben deswegen… „immer“.“ behaarte Rokea und Nijus wurde es langsam zu dumm. „Was willst du? Bist du jetzt gekommen, um mich zu ärgern wie du es sonst so gerne tust?“

„Nein… ich wollte dich fragen… ob du mir Tipps geben kannst… wie ich mich selber verwandeln kann.“ äußert Rokea nun ihre eigentlich Bitte und schien sich regelrecht… zu schämen.

„Willst… du mich auf den Arm nehmen?!“ dachte Nijus, dass sie ihn verarscht. „All die Jahre… Fast jeden TAG! Hast DU auf MICH herumgehackt! Nijus ist so ein Schwächling und ähnliches. DU ließt keine… freie Minute aus, wenn DU mich gesehen hast, deine Meinung über mich kund zu tun!

DU hast einen meinen Freunden alle Knochen gebrochen und in den Fluss geworden, den ich mit deinen Vater retten musste! Es ging die ganze Zeit immer nur um dich dich und nochmal um DICH!“ schimpfte Nijus wütend.

Rokea starrte Nijus an. „Da! Wieder der übliche Blick: „Entweder du tust, was ich dir sage, oder es knallt.“ Rokea! Vergiss es. Such dir jemanden anderen, der dir bei deinem Problem hilft, aber bestimmt nicht ich! Als ich mit den anderen beiden vereinbart habe Batzien zu verlassen, dachte ich: „Endlich.“ Dieses Endlich bezog darauf, dass ich DICH nicht mehr sehe.

Was glaubst DU, was ICH angefressen war, als du einfach stillschweigend mit uns gekommen bist. Ich weiß nicht mit was ICH bitte bestraft werde, dass ich DICH immer noch sehen darf! Zuzan dürfte die ähnlichen Gedanken haben, er würde überhaupt nicht auf ein Gespräch mit dir eingehen!

Du hast so ziemlich… auf seinem Stolz herumgetrampelt, vor und während des Turniers. Vor allem, als er gegen Rubina verloren hat, die nun wirklich stark ist. Nitir… keine Ahnung woher er die Kraft zieht, aber irgendwo… hat er immer die Hoffnung, dass du dich ändern könntest.

Aber ehrlich? Ganz ehrlich?! Du wirst dich nicht ändern. Wozu auch? Nun lebst du bei Sina, die dich versorgt. Das einzige… was ich dir nicht abstreiten kann ist, dass du tatsächlich mit Kindern in diesem Heim arbeitest.“ ließ Nijus all sein gesammelten Frust über Rokea frei.

Zuzan hatte ganz bewusst ein Fenster weit geöffnet und aufgrund das Nijus in einer Lautstärke sprach, dass jeder es mitbekam, musste der Behemoth ihm schweigend zustimmen.

Rokea starrte ihn immer noch an und Nijus sah nicht aus, als würde er klein nachgeben, als sie einen Schritt nach hinten machte. Dann kniete sie vor ihm und legte ihre Stirn auf den Boden. „Es… tut mir leid.“

Mehrmals… musste Nijus blinzeln, er kneift sich auch sogar vorsichtshalber, aber… Rokea kniete sich vor ihm und entschuldigte sich.

„Ja, ich weiß, was ich dir all die Zeit gesagt habe. Ich werde es nicht abstreiten.“ führte Rokea weiter. „Ja, ich weiß, dass ich einen… aus dem Clan fast in den Tod gerissen habe. Mir war nicht bewusst gewesen… dass er ein Freund von dir war. Deswegen… schlucke ich all meinen „Stolz“ runter und entschuldige mich bei dir, was ich… dir angetan habe.“

„Warum…“ musste Nijus nachhaken. „Warum… gehst du soweit?“ „Weil ich nicht mehr kann.“ antwortet Rokea ehrlich. „Wie…?“

„Ich kämpfe nun wirklich gegen jeden… fuck… Gegner von Sina und… jedes Mal… hatte ich kaum Chancen gehabt. Kein Wunder, warum sie so stark werden muss, aber… ich fühle mich wie ein zweites Rad.

Erst kämpfe ich gegen Eleanor, wo Sina sich eingemischt und den Kampf unterbrochen hat. Keine Ahnung… ob sie es deswegen getan hat, weil ich mir mehrere innerliche Verletzungen zugezogen habe oder mich ausgenutzt hat, Informationen über die Vampirin zu sammeln, egal.

DA hätte ich mich gerne verwandelt, was ich aber ich nicht durfte und… konnte. Ich war zu nah an der Stadt gewesen.

Das zweite Mal habe ich tatsächlich gegen Mitio verloren innerhalb von wenigen Sekunden. Ich… war so… angefressen gewesen, wusste aber genau, dass ich meine Tiergestalt brauche, aber… Wieder die Stadt zu nah.

Nun hatte ich gestern den beschissenen Kampf gegen die Dämonin gehabt… und egal was alle sagen, aber sie war auch ohne den Regen stark gewesen. Was war wieder das Problem? Nitir hat mitgekämpft und konnte sich verwandeln und ich? WIEDER NICHT!

Weil ich genau weiß, dass ich schwarz vor Augen werde und nichts mehr mitbekomme! NUR Sina kann mich hier aufhalten, wenn ich mich verwandel, bei Eleanor habe ich ernste Zweifel. Vielleicht Mitio, aber egal!

Merkst du was? Ich bin die stärkste Tierfrau der Welt, kann sich aber nicht verwandeln, weil sie außer Kontrolle gerät und ich weiß eines nun. Die Feinde, die bei Sina in der Schlange stehen werden stärker und stärker.

Ich habe kein BOCK mehr zu verlieren, ernsthaft! Deswegen schlucke ich all meinen Stolz runter und suche mir Hilfe. Hilfe von jemanden, der mit seinem Tier in Harmonie lebt und sich immer verwandeln kann. Ich will endlich… mich verwandeln können und die volle Kontrolle über mich haben!

JA! Ich weiß, dass ich die letzte Person auf der Welt bin in deinen Augen, aber… ich weiß… was ich euch angetan habe. Nitir… Nein, ich kann ihn wirklich nicht leiden. Zuzan… hatte ich schon damit gerechnet, dass er mir aus dem Weg gehen wird, also… warst du der letzte Ansprechpartner.

Daher… es tut mir leid.“

Nijus wusste überhaupt nicht, was er dazu sagen soll. „Du… meinst… das wirklich ernst, was du eben… gesagt hast?“

„Ja verdammt. Was muss ich denn noch tun, damit du siehst, dass ich all meinen Stolz geschluckt habe? Hätte die „Rokea“ wirklich sich vor dir gekniet, wenn sie es nicht ernst meint?“ schimpfte Rokea vom Boden aus.

„Nein… hätte sie nicht.“ schüttelt Nijus den Kopf. „Gibt… mir bitte Bedenkzeit. Das… ist etwas… zu unerwartet und muss… es verarbeiten.“

Rokea stand auf und nickte ihm zu. „Bitte… nur nicht zulange… mein Instinkt sagt mir, dass der Feind nicht extra warten wird…“ Die Tierfrau drehte sich um und verschwand in dem Dickicht.

Mehrmals musste Nijus die Augen blinzeln und wieder den Kopf schütteln, scheinbar war er wirklich überfordert.

„Und?“ stand Zuzan hinter ihm.

„Keine… Ahnung.“ seufzte Nijus.

Kapitel 657

Ich bin wiedergeboren und das „pflanzliche“ Chaos?

Suki wachte vor allen auf mit leichten Kopfschmerzen, aber das war ihr egal. Sofort stand sie von ihrem Bett auf und begutachtet Rubina. Sie schien zu schlafen, aber das komplette Bett was mehr oder weniger durchgeschwitzt.

Das Katzenmädchen seufzte, will Rubina aber nicht wecken. Langsam ging sie zum Fenster und will nur eine Seite des Vorhang öffnen, damit sie an die Fenster kam… „Hmm?!“ staunte Suki. Der Vorhang wird komplett zur Seite geschoben und Suki fiel nur der Unterkiefer runter.

Das Fenster war komplett mit eine Pflanze… vermutlich Efeu zugewachsen. „Was… ist das?!“ überlegte Suki, denn sie konnte sich definitiv daran erinnern, dass diese Pflanze gestern nicht am Fenster festgewachsen ist.

Sie versuchte das Fenster zu öffnen, aber keine Chance, die Pflanze verhindert das. „Ich müsste das Fenster zerstören, aber…“ schaute Suki besorgt zu Rubina rüber. Das Katzenmädchen begutachtet nochmal Rubina, dann ging sie langsam nach draußen. Als die Tür leise verschlossen war, rannte Suki direkt zu den nächsten Fenstern, wieder dasselbe Problem: Efeu haben die Fenster in ihrem Besitz genommen. „Was ist los verdammt?!“ wurde Suki nun nervös.

Nun rannte das Katzenmädchen zum Eingang und wollte direkt zu Tür… als sie das nächste Drama sah. Efeu und andere Pflanzen haben die Tür eingenommen und Blühten verschönern nur den Eingang.

Vorsichtig ging Suki zur Tür und versuchte den Griff zu drücken, aber fest. „Was auch immer es ist, aber etwas muss daran glauben…“ nahm Suki Abstand von der Tür und schob ihr Ärmel vom Schlafanzug hoch, wo ein Haltegriff für Dolche hing.

Das Katzenmädchen zog den Dolch und richtet ihn auf die Eingangstür, wo aus der Spitze des Dolches ein Feuerball raus geschossen kam. Diesen Krach konnte Suki nicht vermeiden, aber sie musste wissen, was außerhalb des Hauses los ist.

Suki hörte schon, wie über ihr und in den anderen Zimmer das Leben erwachte, doch das war ihr egal, sie ging raus… „Was zum…?“ Überall große Sträucher, Bäume und andere Pflanzen waren am Eingang zu sehen.

Es war so dicht, es ist unmöglich einfach so durch zu gehen. „Was ist passiert?!“ fragte Kyllia in ihrem Negligee, während Lise auf ihrem Horn sich festklammert. „Wenn… ich das wüsste?“ versuchte Suki die Lage zu erkunden.

„Eh…?“ merkte Kyllia selber, wo gerade das Problem ist. Sherry, Neia, die Zwillingsvampire und Rokea sind nun ebenfalls angekommen und wollten sofort wissen, was wieder passiert ist. „Meine Damen… Bevor ihr alle fragt, ich MUSSTE den Eingang zerstören, weil alle Fenster und andere Ausgänge mit Pflanzen zugewachsen sind, den Rest… sieht ihr selber.“ erklärte Suki den Stand der Dinge.

„Hmm… erinnert mich an Zuhause.“ schaute Rokea interessiert. „Glaube, da hilft nur eines.“ zog Rokea ein Schwert aus ihrem Inventar und schlug sich in ihrem großen Pyjama durch das Dickicht. „Wenigsten einer hat kein Problem damit.“ murmelt Lisa.

„Wie geht es Rubina?“ fragte Sherry nach und Suki schüttelt den Kopf. „Bett komplett verschwitzt und sie strahlt immer noch diese Hitze aus. Wenigsten schläft sie, wenn sie bald wach wird, muss sie unbedingt trinken.“

„Wenn wir helfen sollen sie zu waschen, würden wir uns anbieten.“- „Genau, immerhin hat sie gegen einen starken Dämon gekämpft!“ boten die Zwillingsvampire Tio und Mio an. „Danke, vermutlich werde ich darauf zurückkommen. Wie… geht es Mutter?“

„Im Tiefschlaf.“ antwortet Neia. „Den Krach… konnte man nun wirklich nicht überhören und wir sind ja… mehr oder weniger aus dem Bett gesprungen.“ „Wir sollten die nächsten Tage auch nicht damit rechnen, dass Sina wach wird. Das sind wieder diese… „üblichen“ Kämpfe, wovon sie sich lange ausruhen muss.“ fügte Sherry hinzu.

„Leute? Ihr solltet mal rauskommen.“ rief Rokea und dies taten die Damen. Rokea hat grob den Weg zum Tor frei geschlagen, aber das half der gesamten Situation nicht, also ist sie auf das Dach gesprungen und… konnte das Bild schlecht beschreiben. „Am besten direkt zu mir aufs Dach.“

Verwundert schauten sich die Damen an, hatten aber mehr als genug Möglichkeiten in ihre Nähe schnell auf das Dach zu kommen. Gesagt, getan… fiel keinem das richtige Wort ein, wie sie die aktuelle Situation beschreiben sollen.

Überall, soweit das Auge reicht… ist Fanfoss und darüber hinaus mehr oder weniger zu einem reinen Dschungel geworden. Riesige Bäume, Pflanzen und weiteres hat die Stadt komplett eingenommen.

„Was… ist nur passiert?“ murmelt Neia, überall wird nach Häuser Ausschau gehalten. Einige konnte man noch soeben erkennen, weil sie hoch gebaut worden sind, andere… bräuchte man einen guten Orientierungssinn.

„Also wenn ich ehrlich bin? Ich fühle mich hier richtig wohl nun.“ grinste Rokea. „Eh… Neia, hast du irgendwie… mal was mitbekommen, dass so ein Naturspektakel mal auf der Welt passiert ist?“ fragte Sherry.

„Nein… überhaupt nicht…“ schüttelt Neia den Kopf. „Normalerweise… naja… Wenn die Stadt aufgegeben „wäre“, würde sich die Natur das wieder zurückholen, was ihr eins gehört hat, aber…“

„Die Stadt wurde nicht aufgeben.“ beendet Kyllia den Satz. „Wie sieht es bei dir aus Schatz? Hast du als älteste unter uns was mitbekommen?“ „Uh… ganz ehrlich? Ich lebe schon verdammt lange, aber SO WAS hier noch nie.“ begutachtet Lisa ebenfalls die Situation.

„Oh je… was sollen wir nur machen?“ grübelte Sherry laut. „Heeyy!“ schrie jemand von unten. Die Damen schauten runter und sahen die Barbarin Elinnia… Sie sah aus, als wäre sie von einem sehr schweren Kampf zurückgekommen, so blutig sie aussah.

Sofort sprangen die Frauen vom Dach runter. „Was ist denn mit dir passiert?!“ ging die Heilerin in Sherry durch. „Wus? Ah!“ wunderte sich die Barbarin. „Dat glaubbste nit. Da penn ik näh unt tann am moin… zog ewa enn men Zäh.

Dach wat nu? Men menne kanna nit sein, dee bums ne andere Weibe im Nord. Also ik wach näh und nit schlächt gestauhnt! Meine Budde vol mi Tinger, dat mik fressan wollt!“

„Ernsthaft… hat jemand verstanden, was sie gerade gesagt hat?“ sprach Kyllia für alle den Gedanken aus. Sherry war es egal, sie legte eine Hand auf den Muskelarm und fing an die Barbarin zu heilen.

„Uh… tat gut jut.“ dankte die Barbarin. „Ejal, de Saat is auter Kontrolläh geraten unt brau eilig storke Ärme. Die Mischdingär mussn jetze geärndet wärden!“ „Immer noch, was sagt sie da?!“ wippte Kyllia mit ihren Fuß genervt.

„Glaube… sie meint, dass die Pflanzen, die sie von Mutter bekommen hat irgendwie… ebenfalls ausgewachsen sind wie… alles andere hier nur… Den Teil, dass du angegriffen wurdest, den hab ich nicht verstanden?“ hielte Suki den Kopf schräg.

„Dat kanne nit erjären, dat mus man gesähn haben. Also?“ schaute die Gärtnerin speziell Rokea an. „Tu, tu sähst aus, als hättste Ahnung von ärnten. Kom ma mit.“ packte die Barbarin Rokea am Oberarm und zog sie direkt mit.

Erstaunt, dass ausgerechnet die Tierfrau bei dieser merkwürdige Barbarin aushelfen soll, dass sah man sah es ihr am Gesicht an. Mehr noch… „Du Kyllia… wie stark ist diese Gärtnerin?“ murmelt Lisa vom Horn runter.

„Keine… Ahnung… Glaube Rokea hat noch nicht mitbekommen, dass sie immer noch im Schlafanzug drin ist.“ zuckte Kyllia mit den Schulter. „Vielleicht kann sie nachher erklären, was die gute Frau versucht hat zu erklären, ihr Akzent ist einfach… scheußlich.“

„Glaube… wenn Rokea dabei ist, sollte diese… „Situation“ am besten im Griff sein. Meine Damen… ich schlage folgendes vor: Wir machen uns alle frisch und ich werde uns das Frühstück machen. Danach werden wir unser Haus die Fenster und Türen vom Efeu befreien. Das… wäre zumindest halt ein Anfang finde ich bei diesem Chaos.“ schaute Suki die anderen an.

„Wir… können nur bedingt helfen, weil wir vermutlich in die Gilde dürfen.“- „Genau, das wäre eines der Notfälle, wo jeder Mitarbeite kommen MUSS.“ schauten sich die Zwillinge kurz an. „Vielleicht erfahren wir dort mehr, was genau passiert ist.“- „Genau! In der Stadt dürfte der reinste Chaos sein.“

„Nun… wir hatten jetzt… nicht so große Pläne gehabt oder Neia?“ schaute Sherry ihre Lehrerin an, die den Kopf schüttelt. „Überhaupt nicht. Sina ist im Tiefschlaf, nur ab und zu müssen wir bei Rubina…“

„AAAAAAAAAARRRRRRRRR.“ kreischte auf einmal eine Mädchenstimme. Ohne zu überlegen stürmte Suki direkt durch die Frauen in das Zimmer von Rubina, dabei nahm sie keine Rücksicht, dass die Wände eingerissen wurden, als sie den kürzesten Weg nahm, indem sie gegen die Wände sprang.

Die Tür wurde aufgerissen. „Rubina?!“ rief Suki direkt nach ihre Tochter, als sie die Augen weit aufriss… Rubina kniete auf ihrem Bett und DAS war nicht, was Suki schockte, sondern dass sie rot glühte.

„RUBINA?!“ kreischte Suki und wollte zum Drachenmädchen, als sie ihre Hände verbrannte. „AH!“ riss das Katzenmädchen ihre Hände zurück. Sofort schaute sie ihre Verletzung an und ihre Hände waren komplett verbrannt.

„Suki?!“ stand Sherry und der Rest hinter ihr. „Bleibt draußen, Rubina hat eine Feueraura!“ drehte Suki sich kurz zu ihnen um, dann wieder zu Rubina. Trotz das Rubina eine Feueraura ausstrahlte, greift es nicht die Möbel oder ähnliches an.

„Mama!“ schaute Rubina panisch ihre Mutter an. „Mama!“ Es kam immer wieder Dampf von ihren Augen hoch, vermutlich ihre Tränen. „Schnell, verzaubert mich irgendetwas gegen Feuer!“ flehte Suki die Neia an.

„Einen Moment…“ nickte Neia, die am überlegen war… „Mama, Mama!“ rief Rubina wiederholt nach ihre Mutter. „Einen Moment mein Kind, ich komme gleich zu dir!“ versuchte Suki das Drachenmädchen zu beruhigen…

Nun ging es weiter, Rubina glühte nicht mehr rot, sie wurde komplett rötlich, die Feueraura wurde größer und zwang Suki nach hinten zu gehen, selbst die anderen bekamen es zu spüren. „Was… passiert mit ihr?!“ murmelt Kyllia staunend.

„Vermutlich wüsste Onkel Roman am ehesten was, aber…“ murmelt Lisa ebenfalls, die zweifel hatte, dass man den Vampirkönig „schnell“ erreichte.

Rubina glühte so rot, dass man nur eine Fassade von ihrem zierlichen Körper sah… dann fing etwas gelbliches auf ihren Kopf zu leuchten. Alle rissen ihre Augen noch weiter auf, als dieses Leuchten sich zu zwei große Hörner bildeten. Sie wuchsen seitlich langsam raus und machen dann einen Knick nach vorne. Dabei wirkten sie auch ziemlich groß und sehr sehr spitz.

Das Leuchten wurde dann ebenfalls komplett rot und der nächste Schritt der Verwandlung kam: Rubina´s gesamter Körper fing an zu wachsen. Sie schrie nicht oder man hörte nichts, was Knochen oder ähnliches bricht, sie wuchs einfach.

Suki verließen einige Tränen, denn… es kann nichts gutes heißen. Der gesamter Körper wuchs und wuchs… die Bettfüße konnten das neue „Gewicht“ von Rubina nicht halten… *Rumms* Das Bett brach zusammen, die Zuschauer mussten mehrmals blinzeln. Das Wachstum war beendet und das Schlimme für Suki war, dass Rubina sehr groß sein wird, wenn sie stehen müsste…

Auf einmal fiel die rötliche Gestalt nach vorne, stütze sich dabei an der Bettkante ab. Ihre Flügel sind bei der Verwandlung ebenfalls mit gewachsen, doch was die Frauen sahen, war wieder was neues.

Am Hintern erschien ein neues gelbes Leuchten und es wuchs… und wuchs… zu einem dicken Schwanz. Nicht wie die Schwänze der Dämonen, sondern ein richtiger dicker „Drachenschwanz“. Das Leuchten wanderte und am Ende des Schwanzes bildeten sich drei längliche Stacheln, die immer einen 90° Abstand hatten.

„RUBINA!“ schrie Suki verzweifelt nach ihre Tochter. Das rötliche Leuchten wuchs auf einmal… irgendwie anders… als würde es nun aussehen wie ein kleiner Drache! „Es“ schaute kurz Suki an, dann verschwand es komplett und hinterließ nun eine „neue“ Rubina.

Die Hitze ist komplett verschwunden, Sherry legte eine Hand auf den rechten Arm von Suki und heilte ihre Verbrennungen an den Händen. Nun konnte man nur den Rücken von Rubina sehen, aber was allen störte ist… dass die Schuppen vom Drachenmädchen komplett farblos wirkten.

Ihre Hörner waren komplett schwarz und die Stacheln am Schwanzende dagegen hatten eine violette Farbe angenommen. Rubina atmet sehr schwerfällig. Dann blickte sie mit ihrem Kopf nach oben.

Scheinbar hat diese Verwandlung Rubina ebenfalls altern lassen, denn sie wirkte wie eine ältere Jugendliche. Noch mehr, am Hals seitlich von ihr waren nun ebenfalls Schuppen zu sehen, die hoch gewachsen sind bis zu den hinteren Wangenbereichen. Die Schuppen von den Armen sind ebenfalls weiter hochgewachsen bis zu den Schultern aber… alles farblose Schuppen und nicht grün. „Mama…“ hörte man den ängstlichen Ton von Rubina.

Suki riss sich von Sherry los und ging sofort zu Rubina, dabei drückte sie den Kopf ihrer Tochter an ihre Brust. „Alles ist gut mein Schatz.“ streichelt Suki den Kopf von Rubina. „Ich bin nun bei dir…“

„Mama…“

„Shh… es… tut mir… von Herzen leid… dass ich dich alleine gelassen habe…“ entschuldigte sich das Katzenmädchen bei Rubina. Sie ignorierte ganz bewusst, dass der Kopf von Rubina fast die doppelte Größe angenommen hatte.

Die Frauen im Flur sagten nichts, aber… die Blicke, die sie sich gegenseitig zuwerfen, teilten alle den ähnlichen Gedanken. Rubina musste irgendwie eine Evolution durchgemacht haben mit ihrer Rasse.

„Rubina…“ löste Suki sich leicht von ihrer Tochter, damit sie in ihre Augen schauen konnte. „Tut… dir irgendwie… was weh? Du hast… so fürchterlich geschrien.“


„Nein…“ schüttelt Rubina den Kopf, selbst ihre Stimme ist anders geworden. „Aber… Mama…“ „Ja mein Kind?“ hielt Suki beide Wangen von Rubina. „Wenn irgendetwas ist… bitte sag es mir ok?“

Das „Drachenmädchen“ nickte. „Mama… ich… sehe die… ganze Zeit ein… „Bild“ vor meinen Augen.“ „Was für ein Bild? Hast du unbewusst deinen Status geöffnet?“ versuchte Suki das Problem besser zu verstehen.

„Nein… Da… steht was…“ murmelt Rubina, man sah, wie ihre Augen am wandern waren. „Kannst du es uns vorlesen? Du brauchst dich nicht zu beeilen, denn ich weiß, dass lesen dir noch Schwierigkeiten macht.“ bat Suki.

„Ja… glaube schon. Da… steht… Ich soll… soll…“ knifft Rubina leicht ihre Augen. Die Zuschauer trauen sich nicht, irgendwie was zu sagen, jeder von ihnen wusste, dass Rubina nicht des Lesens und Schreibens mächtig war.

„Ich… soll… zwei… Elemente… auswählen.“ las Rubina war. Suki drehte verwundert ihren Kopf zu den anderen, aber die schütteln alle den Kopf… bis auf Kyllia. „Warte Rubina!“ warnte die Sukkubus direkt.

Die Frauen machten ihr sofort Platz, Kyllia stand neben Suki. „Ich habe… eine ungefähre Ahnung, was du vor deinen Augen hast. Nichts machen ok Rubina?“ bat Kyllia Rubina, die nickte. „Was kannst du uns sagen?“ schaute Suki die Zwillingsschwester besorgt an.

„Nicht zu hundert Prozent, aber so wie es sich anhörte, kommt das meine Spezialfähigkeit am nächsten…“ gab Kyllia eine kleine Einführung, wie ihre Spezialfähigkeit funktioniert. „Du liebe Güte… damit hast Tergron also getötet.“ staunte Lisa auf dem Horn.

„Richtig. Deswegen ist es wichtig, dass Rubina jetzt nichts voreilig was vorliest, weil bei ihr vermutlich eine Systemabfrage läuft. Rubina, kannst du mehr als dieses „Bild“ sehen?“ fragte Kyllia das Drachenmädchen.

„Ja?“ nickte Rubina. „Einen Moment…“ schaute Kyllia sich im Zimmer um, dann ging sie zur Wand, dabei holte sie einen Stift samt Zettel aus ihrem Inventar und schrieb alle bekannten Elemente darauf. Anschließend hielt sie es vor den Augen von Rubina. „Sehen die Symbole so aus wie auf dem „Bild“?“

„Ja! Genau so!“ lächelt Rubina glücklich, dass ihr jemand helfen kann. „Was… steht darauf?“ wollte nun Suki wissen. „Alle Elemente, die es auf der Welt gibt. Feuer, Wasser bis Licht und Dunkelheit.“ erklärte Kyllia.

„Rubina, lies jetzt nicht diese gleichen Symbolen wie eben vor, sondern schau, ob irgendetwas… woanders noch steht. Verstehst du meine Bitte?“

„Ehm…“ kniff Rubina wieder ihre Augen, man sah, dass ihre Augen wieder wandern. Niemand schien es zu stören, dass der Schlafanzug von Rubina komplett zerrissen ist und ihr Drachenschwanz leicht am wedeln war.

„Wenn… ich… zwei Elemente… ausgewählt habe… wird… wird…“ bekam Rubina wieder Schwierigkeiten. „es meine… neue… Zukunft werden.“

„Verstehe…“ nickte Kyllia und schaute kurz Suki und dann die anderen an. „Rubina wird solange sie dieses „Bild“ vor ihren Augen haben, bis sie sich für zwei Elemente entschieden hat. Auch wenn meine Vermutung nichts festes hat, aber…

Sobald Rubina zwei Elemente genommen hat, werden sie ein Teil ihres Lebens sein. Es ist vermutlich so was ähnliches wie mit mir als Chaosdämonin mit dem Element Chaos und den Blutelfen hier, die… Ist zwar kein Element die Blutmagie, aber ihr tragt sie ja nun auch als ein Teil des Lebens für euch oder?“

„Ich verstehe…“ nickte Neia. „Doch… wie soll Rubina sich denn entscheiden? Vermutlich kann sie sich nicht neu entscheiden, wenn… die Elemente nicht ihren Wünschen entsprechen. Glaube… da musst du ihr helfen Suki als Mutter.“

Suki hat verstanden, sie schaute Rubina wieder an. „Mein Schatz… hast du denn verstanden, was die Damen gesagt haben? Es ist nicht schlimm, wenn es für dich nicht verständlich war.“ streichelt Suki eine Wange von Rubina.

Sie wand es so angenehm, dass der Drachenschwanz nun mit aller Kraft die Mauer knallte und dabei ein Loch riss. Erstaunt über den Krach richtete sich Rubina auf und drehte ihren Kopf nach hinten…

„Mama! Ich habe einen Schwanz!“ hörte man die fröhliche Stimme von Rubina. Rumms… Rumms… Rumms… Die Schwanzspitze mit den Stacheln knallte immer wieder gegen die Mauer und riss immer größere Stücke heraus.

„Rubina!“ rief Suki und Rubina drehte sich verwundert zu Suki. „Huch? Du bist ja klein Mama?“ wundert sich das Drachenmädchen. „Ich weiß mein Kind, aber… bitte beruhige dich ein bisschen ok? Du machst dein Zimmer kaputt!“ sprach Suki eindringlich auf Rubina ein.

„E… entschuldigung…“ murmelt Rubina, die nun verstanden hat, was sie angerichtet hat. „Nicht schlimm. Wichtig ist… dass wir dein Bild wegbekommen ok?“ nahm Suki eine Drachenklaue von Rubina, die doppelt so groß ist mit langen Krallen. „Ok…“

„Rubina, ich wiederhole meine Frage wieder. Hast du die Erklärungen eben verstanden? Du bist leider… gezwungen, zwei Elemente auszusuchen, die du dann für dein Leben lang benutzen kannst. Doch die anderen… wirst du nie wieder benutzen können.“ streichelt Suki die Hand von Rubina.

„Ich… glaube es?“ wiegelt Rubina den Kopf. „Was würdest du denn gerne machen können?“ lächelt Suki. „Hmm… Licht und Dunkelheit!“ lächelt Rubina. „Licht, weil Sherry immer so coole Sachen machen kann und…“ nun fielen die Mundwinkel von Rubina runter. „Dunkelheit… weil der böse Mann… so viel kaputt gemacht hat.“

>Licht und Dunkelheit werden intrigiert.<

„Mama?“ hörte man wieder die Verwunderung aus der Stimme, sofort drückte Suki die Hand fester. „Was ist mein Kind? Hat sich was geändert?“

Auf einmal ändern sich die Schuppen von Rubina. Alle rissen sofort die Augen auf, als die nächste Änderung loslegte. Doch diesmal schien das Drachenmädchen keine Schmerzen zu haben und wundert sich, als das Bild vor ihren Augen verschwand.

Alle farblosen Schuppen wurden komplett schwarz, die Krallen von den Klauen wurden ebenfalls komplett schwarz. Nun leuchteten auf der Rückseite von beiden „Händen“ auf einmal etwas.

Suki drehte die „Hand“ von Rubina um und sah, dass dieses Leuchten ein Symbol auf der „Hand“ malte… und den Arm hoch wanderte. Gelbe Symbole werden in den schwarzen Schuppen gezeichnet und hörten auf, als sie die Schulter erreichten

Diesmal wanderten sie seitlich den Augen runter, verzierten ein Symbol auf den Wangen und wanderten dann zum Kinn… bis sie dann ganz verschwanden.

„Ja, mein Bild ist nun weg und ich kann dich wieder sehen.“ lächelt Rubina. „Das ist schön. Mein Schatz… sei ehrlich… du hast keine Schmerzen?“

„Nein Mama, mir geht es wieder gut! Nur warum bist du so klein?“ kichert Rubina.

„Viel Spaß, das deiner Tochter alles zu erklären.“ murmelt Kyllia.

Seite 1 von 69

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén