Sin Roswell

Web Novel Deutsch

Kapitel 686

Ich bin wiedergeboren und der Dämonenkönig? II

„Du kennst Lara persönlich?“ hakte Sina direkt nach, als sie wieder einen sehr bösen Blick von ihrem Vater bekam. „Habe… ich dir erlaubt zu sprechen? Hast du etwa die Disziplin der Königsfamilie vergessen?!“ knurrte der Dämonenkönig wütend.

Wütend kniff Sina ihre Augen, da widmet ihr Vater sich wieder Lara zu. Die Vampirin war blasser als blass und starrte den Boden an, in der Hoffnung, dass der Dämonenkönig sie nicht weiter beachtet.

„Lara… Mörderin meines Vaters und Unheilsbringerin meines Volkes. Kein beschworener Held hat es je geschafft, dass die dämonische Rasse beinahe ausgelöscht wurde. Wann haben wir uns das letzte mal getroffen?“ hob der Dämonenkönig eine Augenbraue hoch.

„Stimmt… als DU mit DEINEN Kameraden in der Burg eingebrochen seid. Kaum seid ihr drin gewesen, musste mein dummer Vater die Burg in Brand setzen. Ob… es Schicksal war oder nicht, wir haben uns in der Bibliothek getroffen.

Danach haben sich ja unsere Wege getrennt, nachdem dein großer Freund UNBEDINGT es mit mir aufnehmen wollte. Was für ein Amateur, aber was kann man auch von dummen Menschen erwarten. Viel interessanter finde ich… DICH wiederzusehen.“

Lara starrte weiter den Boden an, Zada schaute besorgt auf ihren Rücken, vor allem drückte die Vampirin so fest ihre Fäuste zusammen, dass ihre Fingernägel bald ihre Haut aufriss.

„Als Mensch wäre es definitiv NICHT möglich, dass man sich nach über 2000 Jahren wieder trifft… Blasse Haut, weiße Haare und ich hatte deine roten Augen gesehen, alles Zeichen, dass du einer der nervtötenden Vampire geworden bist.

Hat es sich gelohnt Heldin? Erst unsere Rasse beinahe ausgerottet und nun ein ewiges Leben in diesem jugendlichen Körper? Menschen hatten schon immer eine eigenartige Gier nach ewigen Leben gehabt und Vampire neigen ja gerne dazu, diese zu geben.“ verzog Mephisto sein Gesicht.

„Was… wisst ihr schon?!“ knurrte Lara und schaute dem König in die Augen. „Ich wurde GEGEN meinen Willen zum Vampir! All die Zeit habe ich gelitten. Elend und ähnliches erlebt, alles was gegen meine Prinzipien entsprach musste ich umsetzen!“

„Sina?“ starrte der König weiterhin Lara an. „Was?“ knirschte die Dämonin mit den Zähnen. „Du… bist dir sehr bewusst, dass du eine Mörderin in deinem Kreis hast? SIE will MIR erzählen, was Elend bedeutet? Hast… du sie vielleicht aufgeklärt, was passiert ist, als die Barriere entstanden ist?“

„Nein, habe ich nicht. Wozu auch, wenn es eine Tat vor meiner Geburt war.“ antwortet Sina trotzig. „Tzz, genau DAS ist eines deiner Probleme! Das du nicht die Vergangenheit unserer Rasse anerkennen willst.

Heldin Lara… dein ELEND interessiert mich nicht, wenn müsstest du für JEDEN Dämonen, der wegen deiner Barriere gestorben ist, für alle EWIGKEIT LEIDEN!“ kniff der Dämonenkönig leicht wütend seine Augen zusammen.

„DEINE Barriere… hat über mehrere Wochen komplette Landstriche in Deymonlia ZERSTÖRT! Ernte, Vieh und weitere wichtige Nahrungsmöglichkeiten, komplett vernichtet durch die Blitze, die die Barriere verursacht hat!

Die Bevölkerung, die überhaupt NICHTS mit dem Krieg zu tun hatte. Über die Hälfte von ihnen sind gestorben! Man konnte immer nur aus den zerstörten Häusern ihre Leichen bergen, ganze Familien einfach ausgelöscht!

Stolze Krieger und Kriegerin, Kinder? Hat die Barriere gnadenlos allen das Leben genommen! Nur wenige Berge und Minen gaben uns den nächsten Schutz. Als… das Chaos endlich ein Ende nahm, dachte man, dass es vorbei ist… aber das war erst der Anfang von ALLEM!“ brüllte der Dämonenkönig Lara wütend an.

„Den Dämonen wurde ALLES genommen! Sie hatten keine FÜHRUNG GEHABT! Der Dämonenkönig von dir getötet, die Generäle waren alle außerhalb der Barriere. Selbst der Dämon für die innere Sicherheit ist verschwunden, weil er mit seiner Spezialeinheit dich aufhalten wollte.

Weißt du… was passiert ist? Als das Volk… Hunger bekam? Nah? Ich hatte damals schwer mit den Resten meiner Regierung zu kämpfen gehabt, um überhaupt IRGENDWELCHE Kontrollen zu bekommen.

Sie fielen übereinander her, Kannibalismus war sehr schnell an der Tagesordnung gewesen. Dämonen die andere Dämonen fressen müssen, um zu überleben. DAS hat noch kein Dämonenkönig je erlebt. In diesem Sinne… Danke dir für die lehrreiche Erfahrung.“ trieft die Verachtung und Sarkasmus nur vom Dämonenkönig runter.

Lara konnte sich nicht mehr halten, ihr fielen die Tränen runter. „Oh? Weint etwa die Heldin?“ bückte sich Mephisto leicht runter. „Macht keinen Spaß, ewiges Leben zu haben, wenn man mit den Konsequenzen konfrontiert wird, für die Handlungen, die man damals getan hat.

BEVOR ich wegen der Barriere was machen konnte, musste ich das Volk von diesem Irrsinn beruhigen! Die Vernünftigsten haben ihr eigenen Quellen gehabt, zu überleben, doch das Chaos war angerichtet!

Hätte ich nicht extreme Maßnahmen ergriffen, dann wären die Dämonen INNHERHALB von Deymonlia komplett ausgelöscht worden. Mühsam konnte ich mein Volk wieder unter Kontrolle bringen, mit meiner Magie habe ich das Vieh samt neuer Ernte zum Leben erweckt.

Es hat EWIG gedauert, bis man diesen toten Geschmack aus den Vieh rausbekam, aber ich habe es geschafft. LANGSAM konnte sich das Volk erholen, soweit dass sie überhaupt anfangen konnten, die Städte und weiteres NEU aufzubauen.

DANN fing wieder das NÄCHSTE PROBLEM AN! Ob es der Natur vorschreibt oder nicht, die weiblichen Dämonen waren auf einmal alle sehr trächtig gewesen. Viele jubelten, aber ICH nicht. WILLST DU WISSEN WARUM?!“ Die Vampirin presste nur ihre Lippen zusammen.

„AUFGRUND DEINER BARRIERE KANN NUR EINE BESTIMMTE ANZAHL VON DÄMONEN EXISTIEREN! AUCH hier musste ich frühzeitig Maßnahmen ergreifen, dass wir nicht auf unserem Kontinent eine Übervölkerung erleiden.

Dafür war nicht genug Essen vorhanden, Hauptsache sie gebären wie wild neue Dämonen. Da musste ich anfangen, in meinen Volk wieder reihenweise die Dämonen zu töten! Erst als ich ein Gleichgewicht zwischen meinen Volk und Nahrung geschafft hatte, konnten die Dämonen wieder ihrem alten Ruhm nachgehen.

DAS ist alles DEIN Werk gewesen Heldin Lara. DAS hat noch kein anderer beschworener Held aus der anderen Welt geschafft. Nun frage ich mich… willst du dein Werk vollenden, wenn du bei meiner dummen Tochter bist?“ hielt Mephisto den Kopf schräg.

„STOPP!“ mischte Sina sich ein, weil Lara dem Nervenzusammenbruch nahe war. „Erstens, ich bin nicht dumm. Ich wusste von ANFANG an, wer Lara ist und ich habe sie GANZ bewusst an mich herangelassen.

Auch wenn es dich ÜBERHAUPT nicht interessiert, umso mehr interessiert MICH das Wohlergehen von Lara! Wir teilen eine gemeinsame Erfahrung. Tu mir doch bitte „den“ Gefallen Vater und jammere gefälligst leiser!“ provozierte die Tochter ihren Vater.

„Außerdem, Lara ist vor 2000 Jahren als beschworener Mensch gestorben. Das, was du die ganze Zeit beleidigst ist ein Bewohner dieser Welt. Sie steht hier als Vampirin vor DIR mit der Erinnerung als beschworene Heldin.

Es wäre ja was ganz neues, wenn man Wiedergeborene für ihre alten Taten bestraft. Sie mag vielleicht nicht wiedergeboren sein, aber in der Vampirwelt kommt es so ziemlich nah heran. Sie hat definitiv ihr eigenes Elend erlebt.

DU willst dich nur an ihrem Elend ergötzen. Schonmal überlegt, dass es ihr egal ist? Egal ist, was mit der Barriere passiert, wenn du sie Vollendens zerstörst? SO eine Person ist sie geworden! Wäre sie die Heldin, hätte sie vielleicht, aber auch nur vielleicht, die Barriere wieder repariert oder sogar eine bessere aufgebaut!“

Mephisto hatte seine Tochter wütend angestarrt, dann schaute er in das weinende Gesicht der Vampirin. „So? Lara Schmitz, das größte Unheil der Dämonen ist ihr egal? Komischerweise müsste sie sich eigentlich daran ergötzen, was sie angerichtet hat wie ein richtiger Vampir.

Und trotzdem weint sie vor mir wie ein kleines KIND! Wie sagtest du mir einmal, meine Tochter? „Deine Geschichten interessieren mir einen Scheiß?“ Das kann ich dir ebenfalls zurückgeben. Dieses Miststück hier versteht sehr wohl, dass an ihren Händen das Blut von MILLIONEN Dämonen klebt!“

„AN MEINEN AUCH VATER!“ schrie Sina den Dämonenkönig an. „Vielleicht kann ich nicht mit dir „Massenmörder“ mithalten, aber an mir klebt genug Blut, dass ich das Meer rot färben kann! Ich sagte: Lass Lara in RUHE!

Momentan benimmst DU dich wie ein rachsüchtiges KIND! Statt das Problem mit MIR zu besprechen, weswegen DU die Destroyar geschickt hast, legst du dich direkt mit meiner Familie AN!

ICH weiß, was die Barriere verursacht hat und auch ich weiß, dass Lara den Dämonenkönig getötet hat. ABER was ich NICHT wusste, ist, dass ich mit ihm verwandt war und ganz ehrlich? Wenn „Opa“ so scheiße war, sich in seiner Burg umbringen zu lassen, dann war er einfach nur schwach.“

Nun bildete sich eine Zornesader auf ihrer Stirn, exakt die Sina auch immer zeigt, wenn sie sehr sauer wird.

„Vorsichtig… wie du über unsere Familie sprichst Sina. Ich streite nicht ab, dass ich meinen Vater nicht leiden konnte, dennoch war er mein letztes Familienglied gewesen. Meine Mutter ist dem Zorn deines „Großvaters“ erlegen, doch das kennst du ja selber, wie Dämonen handeln.“

„Könnte man ja mal ändern, dass einige machomäßige Schwachköpfe an der kurzen Leine gehalten werden. Meistens sind es ausgerechnet diese Dämonen, wo wir keinen Fortschritt machen. Wie viele Generäle waren so? Verdammt viele und wundert es einen, dass sie in Reih und Glied getötet worden sind?“ verschränkte Sina ihre Arme.

„Also du willst mir ALLEN Ernstes sagen, diese… „Vampirin“ Lara, soll ICH in Ruhe lassen, weil sie in der Vampirwelt „neu“ erschaffen wurde? Das es sie kalt lässt, was jetzt alles passieren wird?“ richtete sich der Dämonenkönig wieder ganz auf.

„Was… hast du vor?“ wurde Sina sofort misstrauisch. „Ich habe alle Jahre… immer wieder dieses nervende Zucken in meinem rechten kleinen Finger. Einer unangenehme Erinnerung, die ich über 2000Jahre mit mir herumtrage.

Einerseits will ich sie loswerden, anderseits wollte ich sie für eine bestimmte Gelegenheit aufbewahren. WENN…“ zeigte Mephistos mit dem Zeigefinger anklagend auf Lara. „sie wirklich das ist, was DU behauptest, dann hat sie ja damit kein Problem, wenn ich sie auf die Probe stelle.“

Lara schaute verzweifelt zu Sina, die nur leicht den Kopf schüttelte. „Keine Sorge…“ lächelt der Dämonenkönig nun sehr boshaft, dass auch dieses Lächeln bei jemanden sehr bekannt vorkam. „Die Vampirin Lara braucht einfach „nur“ zuschauen und ich werde mir am Ende meine Meinung bilden.“

Mephisto schnippte einmal mit den Fingern, dann fing der komplette Übertragungszauber an kurz zu glitzern. Anschließend kehrt der König den Zuschauern den Rücken und schien was zu murmeln, bis er damit fertig war.

„„Verstorbene“ Heldin Lara… Ich habe dir nie gesagt, was mit deinem „Freund“ passiert ist oder?“ drehte Mephisto sich kurz grinsend mit dem Kopf zu ihr. Nun wirkte Lara etwas verwundert, da schnippte der König wieder mit den Fingern.

Ein großes schwarzes Loch sah man auf dem Boden, das sich wild um sich kreiselt. „Zeit, dass ich dieses lästige Problem nun angehe.“ merkte der Dämonenkönig noch an. Auf einmal kam etwas aus dem Loch hochgestiegen.

Zuerst war es nicht klar ersichtlich, nur dass es entweder aus Eis oder Glas bestand. Immer mehr und mehr kam aus dem Loch empor, bis ein riesiger Eisklotz vor dem Dämonenkönig war, größer als er selber.

Der Dämonenkönig ging darauf zu und schien etwas von dem Eisbrocken wegzuwischen… bis man es sah: Ein Mann mit einer weißen Rüstung und Schwert war darin zu sehen! „Wer ist das?“ fragte Sina nach, obwohl Lara erschrocken weit den Mund aufmachte. „Das… ist Kurik…“

„DIESER Mann dachte, er könnte mich aufhalten. Der Kampf hat nicht wirklich lange gedauert, weil ich ihn direkt in diesen Eisbrocken verzaubert habe.“ drehte der Dämonenkönig sich zu den Zuschauern um.

„Du willst mir doch jetzt nicht sagen, das der Typ lebt oder? 2000Jahre im Eis?“ hob Sina eine Augenbraue hoch, ihr Vater grinste nur. „Natürlich lebt dieser Mann noch. Mit Eis wurden seine Körperfunktionen drastisch verlangsamt und mittels der Fusionsmagie der Leere und Dunkelheit an einem Ort gebracht, wo die Regeln der Zeit anders verlaufen. Dieser Mann ist mehr oder weniger durch die Zeit gereist.“

Der Dämonenkönig schaute sich den Eisbrocken an, dann nahm er Abstand davon. „Beenden wir doch den Kampf, den ich vor 2000Jahren gestartet hatte.“ lächelt der Dämonenkönig böse. Der Eisbrocken bekam auf einmal überall Risse, die immer stärker und tiefer gingen.

Alle schauten gebannt, was vor ihren Augen passierte und ahnten auch zugleich… dass es hässlich werden wird. Auf einmal zersprang der Eisbrocken in große Stücke, der Mann fiel zu Boden und keuchte schwer.

Ein Schock ging durch Lara, dass ihr Kampfgefährte tatsächlich am Leben ist und hob leicht ihre linke Hand, als Sina dies hinderte. „Sei stark!“ presste sie dies zu der kleinen Vampirin. „Aber… er… lebt!“ presste Lara ebenfalls ihre Worte. „Ich dachte immer, er hätte sich geopfert!“

„Du ehrenloses Scheusal!“ brüllte der Mann schwer keuchend. „Was habt ihr mit mir gemacht und wo bin ich?!“ versuchte der Mann sich aufzurichten. Der Dämonenkönig starrte ihn nur grinsend an, der Mann stand nun vollenst.

Er trugt einen groben Dreitagebart, scheint dunkelbraune Haare zu haben, die kurz geschnitten sind. Ansonsten trug er eine weiße Ritterrüstung, die für seine große Statur wohl nicht einfach aufzutreiben wäre.

„Ihr wollt nicht sprechen? Dann werde ich, so wahr ich Kurik heiße, euch schnell töten und meine Gefährtin Lara wieder aufsuchen!“ brüllte der Mann und rannte auf den Dämonenkönig zu, der immer noch stillstand.

Kurik sprang kurz zum Dämon, dabei drehte er einmal um sich, das Schwert streckte er weit aus… Kurz bevor das Schwert den Dämonenkönig erreichte, fing es an, sich einfach aufzulösen. Erstaunt riss Kurik seine Augen weit auf und sprang nach hinten .Nach seiner Landung betrachtete er das kaputte Schwert.

„Ihr Feigling, wie könnt…“ verlangte der Ritter nach einer Antwort, da schnippte der Dämonenkönig mit den Fingern. Überall entstanden auf einmal kleine schwarze Löcher, Kurik schaut sofort um sich…

Da schossen auf einmal schwarze Ketten aus den Löchern. Sie wickeln sich um seine Arme, Beine, Bauch und Hals. Dann flogen die Löcher samt Ketten zu Boden. Der Ritter hatte keinerlei Kräfte und wird zu Boden gezogen, zugleich werden seine Arme weit ausgestreckt.

Sein kaputtes Schwert fiel ihm vor Schmerzen aus den Händen. Dabei verzog er ebenfalls vor Schmerzen sein Gesicht. „Ihr seid alle Feiglinge! Ohne eure Magie seid ihr nichts!“ brüllte Kurik trotz seiner Lage, dass er nun vor dem Dämonenkönig kniete.

„Junger Mann…“ antwortet nun der Dämonenkönig. „Du sagtest… du willst dich wieder mit deiner Gefährtin Lara treffen? Wenn ich deinen heroischen Auftakt in der Bibliothek richtig in Erinnerung habe, sind ja sehr viele Gefühle zwischen dir und der Heldin geflogen.

Beinahe hätte ich mich übergeben, denn es war NIE mein Bedürfnis gewesen, Insekten bei ihrer Paarung teilzuhaben.“ verzog Mephisto sein Gesicht. „Du liebt die Heldin Lara nicht wahr?“

„Wie könnt ihr es wagen, die tapfere Heldin mit Insekten zu vergleichen?! Sie wird euren Dämonenkönig den Tod und für uns den Frieden wieder bringen!“ entgegnet Kurik mit einen roten Kopf.

„Was wäre, wenn ich dir sagen würde, dass hat sie schon längst?“ grinste Mephisto. „Der Dämonenkönig wurde von ihr getötet und mehr noch, sie hat über Deymonlia eine Barriere errichtet, dass die Dämonen das Land nicht mehr verlassen können.“

„Ihr seid ein Lügner wie alle! Niemals hätte sie das in der Schnelle schaffen können und was faselt ihr über eine Barriere?! Sie würde mich niemals zurücklassen!“ widersprach der Ritter sofort. Lara hatte einen verzweifelten Gesichtsausdruck angenommen, sie hatte… immer gedacht, er wäre verstorben.

„Warum sollte ich denn lügen? Junger Mann… ihr solltet schnell die Wahrheit akzeptieren, dass einiges an Zeit vergangen ist… Immerhin habe ich euch in die Zukunft geschickt und habe das Amt meines Vaters übernommen.

Als ihr mich alleine bekämpfen wolltet, wussten wir doch alle… dass ich viel zu außergewöhnlich war für die Dämonen.“ hob Mephisto arrogant sein Kinn hoch, was jemand ebenfalls sehr gut konnte.

„Ihr habt mich hierher gebracht, um mich zu foltern und Informationen über meine Heldin zu bekommen nicht wahr? Das wird nichts, ich habe mir einen Schwur gegeben, dass ich diese Informationen mit in den Tod nehme!“ trotzte Kurik weiter den Dämon.

„Wie wunderschön, denn deine Informationen wären wie gesagt, sehr veraltet und nicht mehr wirklich nötig zu wissen. Lass mir dir folgendes sagen… du bist über zweitausend Jahre in die Zukunft gereist durch meine Magie.

Hast du schon vergessen… wie ich dich einfach mit einem Eiszauber eingefroren hatte? Du dürftest definitiv noch die Schwärze mitbekommen haben. Ich wollte dich tatsächlich foltern, aber mir fehlte irgendwie immer der richtige Ansatz.

DEN habe ich jetzt. Du wurdest von deiner Heldin zurückgelassen vor 2000Jahren und bist nun ganz alleine hier in einem finsteren Ort ohne die Möglichkeit zu entkommen. Alles… was du gekannt hast, ist längst zu Asche verstaubt.

Ich will ja nicht die Vermutung äußern, aber scheinbar halten menschliche Freundschaften genauso kurz wie das erste Versprechen, sich nicht zu trennen. Man hat DICH vergessen… und niemand, auch nicht deine „Heldin“ wird dich retten, die du liebst, junger… dummer… Mann.“ schmunzelt Mephisto.

„Bei der Göttin, ich hätte nicht damit rechnet, dass ihr mich zu Tode reden wollt. Tötet mich einfach, damit ich euer nicht länger zu ertragen brauche!“ schüttelt Kurik seinen Kopf mitleidig.

Der König hob nur amüsiert eine Augenbraue und warf den Zuschauern einen wissenden Blick zu. „Kann es sein… dass diese Glitzern uns versteckt?“ flüstert Sherry. „Scheint so, sonst hätte dieser Mann uns ja längst bemerkt.“ stimmte Neia.

„Wenn ich das Symbol… auf deiner Schulter richtig deute… seid ihr ja ein ziemlich berühmter Ritterorden gewesen in eurer Zeit nicht war? Lass…“ grinste Mephisto ganz breit. „mich euch folgendes was fragen: Was hältst du von Vampiren?“

„VERRECKEN SOLLEN SIE WIE IHR DÄMONEN!“ brüllte Kurik wütend den Dämon an. „Seelenlose Monster, die wie ein Parasit sich in unserer Gemeine einschleichen und sobald man die Augen schließt, zeigen sie ihre wahre Natur!“

Lara legte eine Hand auf ihre Brust, scheinbar erinnert sie an etwas. „Scheiße… an diesen Orden habe ich nicht mehr gedacht…“ hörte man eine zitternde Stimme. „Kurik… hasste Vampire mit einer Leidenschaft wie kein anderer…“

„Wunderbar, schön dass sich meine Erinnerungen nicht im Stich gelassen haben. Junger Mann… angenommen, denn eigentlich ist es ja die Wahrheit, deine Zeitreise hat wunderbar funktioniert. Nach 2000Jahren ist halt jeder deiner Kameraden gestorben nicht wahr?

Wartet, ihr braucht diese Frage nicht zu beantworten, ich sehe es in euren Augen, dass ihr das Spiel nicht mitmachen wollt. Ihr müsst wissen, ihr seid eigentlich nur zu einem Zweck aus meinem Eisgefängnis befreit worden.“ ging der Dämonenkönig auf Lara zu, dabei schnippte er mit den Fingern, wo die Fesseln den Mann in eine neue Richtung gegen seinen Willen drehten.

„TÖTET MICH EINFACH IHR MONSTER!“ brüllte Kurik wieder. „Hmmm… Monster?“ schaute der Dämonenkönig ganz bewusst Lara mit einem boshaften Grinsen an. „Darauf kommen wir gleich noch zu.

Als leidenschaftlicher Ritter kennt ihr ja alle wichtigen Hinweise, wie ein Vampir aussieht oder? Auch das braucht ihr nicht zu beantworten, was ich aber gerne…“ drehte Mephisto sich zu dem Mann um. „von euch Wissen würde… Was würdet ihr machen, wenn eure geliebte… Heldin Lara auch ein Vampir ist?“

„Sie wäre niemals ein Vampir! Heldin Lara hat ein reines Herz und einen starken Willen, diese seelenlose Brut könnte ihr niemals zu Nahe kommen! Allein ihr Licht würde diese Parasiten verscheuchen!“ konnte Kurik es scheinbar sich nicht mal vorstellen. Sina ahnte… was gleich passiert.

„Seid ihr euch sicher?“ grinste Mephisto wissend. „Dann überzeugt euch mit euren eigenen Augen.“ schnippte der König mit dem Finger und ging ein Schritt zu Seite. Erst starrte der Ritter wütend den Dämon an, als er Augenkontakt mit Lara bekam.

Man sah einen regelrechten Schock in seinen Augen, gepaart mit einer Verzweiflung. „Kurik…“ flüstert Lara es gepresst, während ihre Tränen aus den Augen ungebremst raus fließen.

„Die Wahrheit… tut manchmal viel mehr weh als eine Lüge.“ schmunzelt Mephisto und ging auf den Ritter zu. „Und ich genieße es… was ich zu sehen bekomme. Dein Gesicht schreit förmlich: „Das kann nicht sein!“ Deine Augen sagen: „Wie… warum?“ Und dein Kopf? Der würde vermutlich so was denken: „Ich muss diese widerliche Brut töten, egal wie.“

Zu dumm aber auch, dass du es niemals schaffen wirst. DAS war deine Heldin gewesen, jetzt gehört sie zu den Vampiren auf der Welt. Ihre Seele hat sie scheinbar freiwillig aufgeben, damit sie ihre ewige Jugend hat.“

„DAS STIMMT NICHT!“ schrie Lara, da schnippte der König wieder. Was auch immer passiert ist, Kurik konnte Lara immer noch sehen, als ihm Tränen aus den Augen fielen vor lauter Verzweiflung. „Hör nicht auf den Mistkerl! Ich wurde gegen meinen Willen zum Vampir gemacht!“ schrie Lara verzweifelt.

Der Ritter scheint nichts zu machen, nur dass er langsam den Kopf schüttelt. „Das… kann nicht sein, dass… ist nicht Lara! Sie… würde niemals zu einem Vampir werden! Sie hätte…“ „Sie hätte was?“ mischte sich der König ein.

„DU siehst sie doch selber oder nicht? Sie ist gerade ganz alleine hier mit mir und dir.“ log der König. „Sie könnte dir nicht mal helfen, alleine… dass ist doch ein Indiz, dass sie eine Vampirin durch und durch geworden ist. Angeblich sollen wir uns mit ihnen sehr ähneln, denn wir lieben es ebenfalls unseren sadistischen Spielen nachzugehen.“ stand der König nun hinter dem Ritter.

„Glaube Vater hatte einen Zauber eingesetzt, dass man uns nicht hören und sehen kann, wenn dann nur Lara.“ vermutet Sina und wusste überhaupt nicht, dass sie ihren Vater so sehr hassen konnte.

„Nun hast du die Wahrheit vor deinen Augen junger Ritter. Deine geliebte Heldin ist ein, wie nanntest du mich eben? Ein Monster? Ich bin mir selber bewusst, welch eine stolze Rasse ich führe, die Vampire wären aber in der Tat eiskalte Monster. Wenn… du einen Wunsch frei hättest… was würdest du mit dieser verräterischen Heldin machen?

Wie ich dir eben erklärt habe… 2000Jahre sind vergangen, an ihr klebt so viel Blut… das kann man nicht mehr reinigen. Vermutlich hat sie alles getötet in ihrer Befriedigung, Leben ausgelöscht und Blut von irgendwelchen jungen Dingern genommen. Die Vampire sind wirklich zu vielem fähig, teilweise sogar fähiger als gewisse dumme Dämonen.“ starrte der Dämonenkönig Lara an, er genießt wirklich diesen Moment aus.

„Nein… das… ist nur eine Lüge… von euch…“ hörte man die gebrochene Stimme des Ritters. „Warum soll ich lügen? Was hätte ich denn davon? DAS da vorne… ist wahrlich ein Monster. Als Heldin… hat sie MILLIONEN von Dämonen getötet.

Das reichte scheinbar aus… dass nun aus ihr ein bösartiges Mädchen wurde, dass den Genuss der dunklen Seite bekommen hat. Oh… ihr Menschen… man kann euch so leicht mit Macht… Gier… Genuss kontrollieren.

Glaubst du wirklich… nur weil sie aus einer anderen Welt stammt, wäre sie von diesen Problemen geschont? Schau sie dir doch an, dort steht der lebendige Beweis.“ als der Dämonenkönig sich hinter dem Ritter bückte.

„Und… weißt du… warum sie ein Vampir geworden ist?“ grinste Mephisto und schaute nun Sina an. „Weil… du schuld bist.“ Nun bekam der Ritter Schnappatmung, der Dämonenkönig spielte regelrecht mit seinem Stolz und seinen Gefühlen.

„DU bist schuld, dass Lara zu dem geworden ist. Wärst du mit deinen Kameraden gegangen statt einen Einzelkampf gegen mich zu führen, hättest du einen wahrlich schlimmen Massenmörder aufhalten können.

MILLIONEN Dämonen sind wegen ihr gestorben, wie viele… unschuldige Personen hat sie als Vampirin dann auf dem Gewissen? Kann man denn die Zahl aussprechen? Jung, alt, Kinder, Tiere, einfach alles wird sie zerstört haben.

Nur DU hättest es verhindern können und hast es nicht. Wenn die Welt deinen Namen erfahren wird, dass es jemand gab, der diese wahnsinnige vampirische Heldin aufhalten könnte. Sie würden dein Namen bespucken. Ja… so seid ihr Alliancianer. Ihr könnt immer sehr schnell einen fallen zu lassen.“ klopfte der König freundlich auf die Schulter des Ritter.

Sina sah dem Ritter an, dass er jedes Wort von ihrem Vater regelrecht aufsaugte und akzeptierte. Dieser Mann… wurde in wenigen Minuten gebrochen. Ein wahrer Foltermeister war der Dämonenkönig Mephisto.

Die Dämonin selber hat einen Arm unter Lara geklemmt, weil sie scheinbar weiche Knie bekommen hatte, selbst Zada stand neben ihr und versuchte sie irgendwie aufzubauen. „Lara! Ich kann verstehen, dass es…“ „Nein… Kurik…“ schien Lara alles auszublenden.

„SO! Das war der erste Schritt.“ machte sich der Dämonenkönig wieder auf sich aufmerksam. „Den Geist zerstören, nun kommt der nächste. Junger Mann…“ stand der König neben dem Ritter und betrachtete die Verzweiflung in seinem Gesicht.

„Ich danke dir von Herzen, dass du so ein leichtes Opfer bist. Letztendlich… bist du nur ein Test gewesen, weil man der feste Meinung war, dass Lara als Vampirin alles ziemlich kalt lässt. Sie scheint ja ein… nun… Ein Gewissen zu haben, als sie nach so langer Zeit einen alten Freund wieder zu Gesicht bekommt.“ blickte der Dämonenkönig kurz Lara an, dann wieder den Ritter.

„Gehen wir den nächsten Schritt an.“

Kapitel 685

Ich bin wiedergeboren und der Dämonenkönig?

Ein schönes Wetter war wieder über Fanfoss, doch das war Sina ziemlich egal. Sie stand in ihrem schwarzen Kimono vor ihre Leuten. „Ich danke euch allen, dass ich gekommen seid.“ nickte Sina ihnen allen zu.

Neben den Bewohner der Monstervilla Sherry, Neia, Kyllia, Suki, Bariel, Rokea und Rubina, wurden folgende Gäste eingeladen. Jeder Vampirclan deren Vertreter musste anwesend sein, also Lisa, Renee, Viktoria, Gair und Aelfric. Das Lara als rechte Hand von Sina ebenfalls anwesend ist, war selbsterklärend, auch wenn sie scheinbar sich etwas zu schämen scheint.

Auf Eleanor hatte sie mit James überhaupt keine Lust gehabt, zumal sie nicht mal die Liste bekommen hat. Das Problem will Sina später angehen. Dazu wurde Dalmaz, Nitir, Cixo und Louis eingeladen. Die Zwillingsvampire hat Sina nicht eingeladen, weil sie wusste, dass es für sie sonst alles zu stressig wird.

Aufgrund das dieses Gespräch vermutlich sehr schwerwiegend sein wird, musste auch die Familie anwesend sein, in diesem Fall Ruri. Zada ist auch ein Teil dabei, wo Sina Aelfric angeboten hatte, dass vielleicht seine Schwester für ihn einspringt, aber er hat verneint mit der Aussage: „Ruri ist auch dabei, wie kann ich dann abwesend sein?“

Sarless wurde zwar eingeladen, aber aus einem anderen Grund. Alle die von ihrer Schwangerschaft wussten, staunten kurz, dass die Sukkubus mit einem flachen Bauch erschien und Gair komplett ignoriert. Diese hat die Aufgabe bekommen, den Garten mit einer Illusion zu verzaubern, damit keine ungefragten Beobachter dieses Event mitbekommen.

„Folgendes… ihr seid alle eingeladen, weil ich wollte, dass ihr alle den wahren Dämonenkönig kennenlernt. Ihr könnt Gift darauf nehmen, dass es ein sehr fürchterliches Gespräch sein wird, aber ich will meinen Vater verdeutlichen, was er mit seiner Aktion angerichtet hat.

Der gute Herr hat euch, meine Familie und Freunde verletzt und dann will ich vermitteln, was ich davon halte. Einige wissen es, andere nicht so genau: Der Grund für die Destroyar war, dass ich Sherry heiraten will, es aber traditionell eigentlich verboten ist, ein Dämonenproblem.

Was… ich euch jetzt noch sagen will ist… Ich kann euch nicht in Schutz nehmen. Die Dämonen respektieren nur Stärke und Schwäche wird ausradiert. Mein Vater ist der oberste Dämon, er wird mit hoher Wahrscheinlichkeit versuchen euch in irgendeiner Form einzuschüchtern.

Mein Ratschlag ist es, versucht es irgendwie zu ignorieren. Er kann euch nur mit Worten irgendwie verletzten, einschüchtern, provozieren oder ähnliches, mehr ist nicht möglich. Das habe ich aus der Anleitung verstanden.

Am besten ist es, ihr hört nur zu und bildet euch eure Meinung, sagt aber nichts. Meinen Vater kann ich am allerwenigsten abschätzen, wie das Gespräch sein wird, versuch… Komplikationen zu vermeiden.

Wenn… wer doch nicht möchte, kann es ruhig sagen. Es ist keine Schande, frühzeitig aus diesem Event auszusteigen, denn… vermutlich wird es nicht einfach werden. Kyllia… ich rechne nicht damit, dass… er nett zu dir sein wird.“

„Vater wird mich doch sowieso ignorieren. In seinen Augen bin ich halt ein Bastard.“ zuckte Kyllia mit ihren Schultern, aber man sah ihre zitternden Hände. Lisa nahm eine davon, damit Kyllia sich etwas beruhigt.

Was vielleicht für das Auge für Sina ist, aber sehr wichtig ist: Kyllia, Bariel, Sherry und Neia trugen ebenfalls schwarze Kimonos. Die restlichen Zuschauer trugen ihre üblichen Alltagsklamotten.

„Ok, dann stellt euch alle in die Markierungen, die ich mit Suki aufgestellt habe.“ nickte Sina und schaute besorgt ihre Geliebten an. „Seid ihr euch auch sicher?“

„Ja Sina. Dein Vater soll wissen, dass ich bereit bin, für dich zu kämpfen.“ nickte Sherry. „Ich… heirate dich zwar nicht, aber bin auch ein Teil deines Lebens. Wenn er gegen Sherry kämpfen will, dann soll er wissen, dass sie nicht alleine ist.“ hielten beide Elfen jeweils eine Hand miteinander fest.

Sina leckte sich die Lippen und schaute Sarless an. „Die Illusion ist aufgebaut, ihr könnt das Gespräch starten, eure Majestät.“ „Gute Arbeit.“ lobte die Dämonenkönigin.

Alle Zuschauer standen in den Markierungen drin, Nitir und Rokea standen ganz bewusst weit voneinander oder einfacher gesagt: Rubina und Dalmaz standen zwischen ihnen. Wie der Zauber genau funktioniert, weiß Sina nicht, aber sie hat verstanden, was er tun soll.

In jeder Ecke wurde einer der Marmorklötze hingestellt und der Marmorklotz mit dem weißen Ring aktiviert den Zauber. Während die Übertragungsteine mehr die Funktion eines Monitor hatten, funktioniert die Übertragung vom Dämonenkönig anders.

Statt eines Monitors sieht man den kompletten Ort, wohin man „übertragen“ wird. „Man bekommt das Gefühl, Magie aus der Zukunft zu erleben.“ dachte Sina, als sie die Anleitung wiederholt gelesen hatte.

Nochmal zur Sicherheit schaute sie alle Zuschauer an, einigen sah man die Nervosität regelrecht an. Ruri hielt mit Aelfric die Hand, seine Leibwächter standen hinter dem Paar. Alle Pärchen standen eigentlich zusammen, um sich gegenseitig zu helfen. „Ok… dann fange ich an.“ nickte Sina.

Sie streichelte mit ihrem Finger über den weißen Kreis, der Zauber wurde sofort aktiviert. Der Marmorklotz flog Sina aus der Hand und scheint irgendwie was zu regulieren. Alle Marmorklötze fingen an zu zittern, als sie sich zur Hälfte teilten und die oberen Teile hochflogen.

Alle beobachteten genau, was der Zauber machte. Wie auch immer die Magie funktionierte, es konnte die anwesenden Personen deren Körpergröße analysieren und passte die Höhe dementsprechend an.

Auf einmal verbanden sich alle Klötze mit eine gelbe Linie, das man das Gefühl bekam, dass man in einem dreidimensionalem Quadrat steckte. Der Marmorklotz mit dem Kreis flog über den Personen und schien sich über ihnen mittig an der „Decke“ zu positionieren… dann wurde alles schwarz.

„Huch?“ staunte Renee. „Seht ihr auch nichts?“ „Nicht nur du.“ stimmte Viktoria. „Doch ich spüre immer noch die Wiese unter uns.“ „Welch… eine Magie…“ murmelt Neia. „Was… dein Vater auch ist, aber damit übertrifft er alles dagewesene in der bekannten Magie.“

Auf einmal explodierte etwas. Sofort schauten die Zuschauer nach der Explosion, doch was sie sahen, waren nur Fackeln, die anfingen zu brennen. Diese hingen an Säulen, weitere Fackeln fingen ebenfalls an zu brennen.

Wo auch immer der Ort des Gespräch ist, aber es ist eine gigantische Halle voller Säulen. Die Decke ist so hoch, das Dalmaz sich selber zehnmal klonen müsste, um diese zu erreichen. Überall Säulen konnte man sehen, aber es wurden nicht alle angezündet, so konnte man das wahre Ausmaß des Ortes nicht ausmachen.

„Kennst… du diesen Ort?“ flüstert Sherry, doch Sina schüttelt den Kopf. „Überhaupt nicht. Bitte… bedenke, dass ich nicht viel von Deymonlia gesehen habe. Wenn dann meine Schwester.“ „Diese kann dir sagen, ob sie diesen Ort auch nicht kennt.“ merkte Kyllia an.

Weitere Fackeln wurden angezündet… bis man einen großen Thron sah… und er war nicht schön anzuschauen. Überall sah man die Schädel unterschiedlichster Rassen. Einige… konnte man überhaupt nicht mal deuten, zu welcher Rasse diese überhaupt gehörten.

Der Schädelthron hatte eine Höhe gehabt, dass Besucher immer gezwungen sind, nach oben zu schauen, doch… der Thron war leer! Verwundert hob Sina eine Augenbraue hoch und schaute wie die anderen die Halle an, niemand war zu sehen. „Hmm?“

Eine gigantische graue Feuersäule stürze von der Decke runter auf den Schädelthron. Man spürte sofort eine Hitze. „Wie? Ich dachte…“ wollte Bariel direkt nachhaken, da hob Sina nur eine Hand hoch. „Keine Ahnung und jetzt ist es eh zu spät.“

Die graue Feuersäule brannte unentwegt auf den Thron, als auf einmal zwei Gold leuchtende Augen in der Feuersäule zu sehen waren. Man konnte nicht die Pupillen sehen, aber man bekam sofort das Gefühl, dass alle beobachtet wurden… bis die Augen sich leicht zusammen kniffen.

Das Ende der Feuersäule kam von der Decke runter und verschwand dann um den Schädelthron… und eine gigantische, blutdürstige Aura fiel über alle Zuschauer. Der Dämonenkönig war nun höchstpersönlich anwesend.

Aelfric fiel auf seine Knie und musste schwer keuchen, Ruri kniete mit Zada besorgt um ihn und legten jeweils eine Hand auf seinen Rücken. Renee hatte ein Herzrasen und nahm eine Hand von ihrer Schwester Viktoria, die zitternde Hände hatte. Die Leibwächter änderten ihre Haltung nicht, aber das ihre Oberarme immer am Zucken waren, deutet darauf hin, dass sie jederzeit eingreifen könnten.

In Rubina löste es ein Trauma aus, als Dalmaz eine Hand auf ihre Schulter legte, auch wenn es ihm selber sehr schlecht ging. Rokea versuchte Gelassenheit zu simulieren, aber diese Aura… sie wusste sofort, dass sie kein Gegner für diesen Dämon war.

Nitir hat seine Arme verschränkt, doch sein Gesicht fing fürchterlich an zu schwitzen, Louis legte eine Hand auf seinen Schwertgriff um sich zu beruhigen. Das Zittern von Kyllia war nur noch schlimmer gewesen, nun konnte selbst Lisa sehr gut nachvollziehen, warum sie immer so ein Problem hatte.

Gair und Bariel konnten sich bremsen, auf ihre Knie zu fallen, aber man sah ihnen die Angst an. Suki schaute sehr oft besorgt nach hinten zu Rubina, will aber auch nicht den Dämonenkönig aus den Augen lassen, ihr Katzenschwanz wedelt sehr nervös hin.

Die Ungesehene Cixo schien irgendetwas zu kauen, aber ihr gesamter Körper hat eine angespannte Haltung angenommen, ebenfalls für einen Kampf bereit zu sein. Sherry und Neia hatten jetzt so viel gemeinsam und getrennt erlebt, die unterschiedlichsten Auren zu spüren bekommen.

Doch diese Aura übertrifft sie von allen erlebten, mehr noch die von Sina. Die Elfen hielten weiterhin ihre Hände zusammen, aber… die Zuversicht auf einen Kampf gegen sie nahm rapide ab. Lara… hatte einen sehr verzweifelten Gesichtsausdruck bekommen, nicht durch die Aura… sondern als sie den Dämonenkönig genauer angesehen hatte.

Und Sina? Sie merkte überhaupt nicht die Aura und konnte sich auch nicht nach ihren Leuten umschauen. Um keinen Preis wollte sie ihren Vater aus den Augen verlieren. Es ist viel Zeit vergangen, als sie ihren Vater zuletzt gesehen hatte, aber geändert hat er sich kein bisschen.

Wie Kyllia seine Pupillen beschrieben hatte, waren sie gelb mit roten Linien drin, die wie Säure wirkten. Seine langen schwarzen Haare konnte man seitlich herunterhängen sehen, der Rest war hinter seinem Rücken.

Eine etwas blasse Haut, die wohl damit geschuldet war, dass der Dämonenkönig scheinbar kaum unter der Sonne war. Seine Dämonenhörner waren komplett schwarz und standen oberhalb seiner Ohren ab.

Sie sind stur nach oben gewachsen, der eine oder andere könnte den Gedanken haben, dass man sich immer durch eine Tür bücken „darf“, aber niemand hat diesen Gedanken. Vielmehr… sah man nun die starke Ähnlichkeit zwischen dem Dämonenkönig und den Zwillingen Sina und Kyllia.

Hohe Wangen mit spitzer Nase und schmale Ober- und Unterlippen waren sehr identisch zwischen Vater und Töchtern. Der Dämonenkönig trug einen kompletten fürstlichen schwarzen Anzug mit einem grauweißen Pelzmantel.

Jeder sah den Dämonenkönig Mephisto, wie er auf einmal aufstand. Seine Hände lehnten sich an der Lehne auf, man sah schwarze Fingernägel. Als er stand, staunte man nicht schlecht, wie groß dieser Dämon ist.

Alle, die Sina in männlicher Form erlebt hatten, wussten nun, wie diese Körpergröße zustande war. Über zwei Meter ist der Dämon definitiv, aber immer noch kleiner als Dalmaz und Rubina. Mephisto und Sina starrten sich beide wütend in die Augen. „Hallo Va…“

„VIER GRÜNDE!“ brüllte der Dämonenkönig aus dem Nichts, die Halle erzitterte durch sein Gebrüll. „VIER GRÜNDE HATTE ICH GEHABT, MEINE TOCHTER!“ Langsam ging der Dämonenkönig von seinem Thron runter.

„DIE ERSTEN ZWEI GRÜNDE HABEN DIESE VERSAGER DIR MITGETEILT!“ schnippte der Dämonenkönig mit den Fingern und aus dem Nichts fiel in der Nähe der Zuschauer eine große schwarz verbrannte Leiche.

„AUF DEN DRITTEN GRUND KOMMST DU SELBER! ES WURDE ALLES GESAGT, WENN DU DICH EIN BISSCHEN ANSTRENGST BEIM NACHDENKEN, KOMMST DU SELBER AUF DIE IDEE!“ brüllte Mephisto weiter wütend, er kam immer weiter zum Boden runter.

„DOCH DER VIERTE GRUND? DEN WIRST DU NIE ERRATEN!“ ist er auf dem Boden angekommen. Er schaute jedem der anwesenden Personen in die Augen und man bekam das Gefühl, als würde er durch die Seelen schauen. „Meine dumme… Tochter, so klug du auch sein magst, du wirst es nicht herausfinden, egal wie viele Jahrtausende vergehen werden. Es ist etwas, was du NIE verstehen wirst!“ hat Mephisto mit dem Brüllen aufgehört.

„Dan…“ wollte Sina nach einer Erklärung nachfragen, als er sie mit einer hochgehobenen Hand unterbricht. „HALT DEINEN MUND!“ Sofort klappte der Mund von Sina zu und man sah, wie ihre Finger regelrecht wütend ihre Hände drückten.

„Du kommst gleich DRAN!“ knurrte der Dämonenkönig, dann wanderten seine Augen zu einer anderen Person. „Unter… deinen sogenannten „Freunden…“ man hörte aus jedem Buchstaben die Verachtung vom Dämonenkönig. „Ist jemand, von dem ich NIE erwartet hätte, ihn wieder zu sehen.“

Der Dämonenkönig stand nun vor dem Übertragungszauber, viele sind gezwungen nach oben zu schauen. Doch Mephisto stand nicht vor Sina, sondern vor einer anderen Frau.

„Lara Schmitz, so sehen wir uns wieder!“

Kapitel 684

Ich bin wiedergeboren und meine Einnahmen brechen ein?

Sina schließt die Haustür ihrer Villa und fiel mit dem Rücken dagegen, ein Gefühl vom De-ja´vü überkam sie. „Himmel… langsam habe ich echt kein Bock mehr auf all den Scheiß…“ seufzte die Dämonenkönigin.

„Immer dieses dritte Rad in all den Geschehnissen… Wäre ich der Boss, wären die Kinder in Sicherheit gebracht worden. Anschließend eine Aufklärung zum Volk, dass wir alles andere als in Sicherheit sind. Nein, ich kann nur Ratschläge verteilen oder darf direkt…“ wurde Sina sehr unruhig bei dem Gedanken… ihr Heim aufzugeben.

Auf einmal krachte die Haustür gegen ihren Rücken, man hörte förmlich, wie Knochen angeknackst worden sind und die Dämonin nach vorne fiel. „Huch?“ drückte die Stimme die Tür weiter auf. „Sina? Was machst du da?“ fragte Rokea in ihrer zerrissenen Kleidung.

„Die Temperatur vom Boden messen, ob es seine Richtigkeit hat…“ murmelt Sina sarkastisch vom Boden hoch, stand aber dann langsam auf. „Schon wieder da Rokea?“

„Ja? Wenn ich das zu oft mache, besteht die Gefahr, länger in der Bewusstlosigkeit zu landen.“ hob Rokea nur ihre Augenbraue hoch. „Hm… vielleicht ist es gut, dass du wieder gekommen bist.“ rieb sich Sina ihren Rücken, wo der Türknauf gelandet war.

Paar Minuten später saßen beide Damen im Wohnzimmer. „Folgendes Rokea, da du im Waisenheim arbeitest. Ich habe mit dem Verantwortlichen gesprochen, dass die Kinder in Sicherheit gebracht werden müssen…“ berichtet Sina in einfachen Sätzen, was demnächst passieren könnte.

„Denke… wenn du eine längere Zeit bei den Kinder vor Ort bist, wäre es nicht schlecht, verstehst du? Immerhin könntest du ja für einige ein Vorbild sein.“

„Verstehe…“ wirkte Rokea etwas traurig. „Die Sicherheit der Kinder geht wirklich vor. Irgendwie sind alle ein bisschen dumm, nur weil du einen Titel trägst oder? Die ganze Zeit akzeptieren sie, dass du eine Dämonin bist, aber sobald sie es mit dem Königstitel erfahren haben, drehen sie alle ab.“

„DAS kannst du verdammt laut sagen. Ich verstehe dass selber nicht und werde nur mit Problemen überhäuft. Das… sind jetzt Wünsche gewesen… wo ich gerne gewusst hätte, wo GENAU der Fehler war.

Als ich Neia retten wollte? Als ich mich als Dämonin offenbarte? Das die Destroyar gekommen sind? WO genau… habe ich was falsch gemacht? Warum können sie nicht einfach wie die Tiermenschen sein? Ihr denkt doch auch nicht so kompliziert.“ stimmte Sina ihr zu.

„Doch, aber nur die Anführer der Tierclan´s, dem Rest des Volkes will man ja nicht solche Probleme zumuten. Jeder soll das Leben genießen und dennoch die Natur respektieren. Das ist das Problem, was die Völker von Alliancia nicht so verstehen können.

Ich habe seit ich hier lebe, einiges gelernt und vieles… kommt mir so unsinnig vor. Warum so die ganzen Einschränkungen? Warum muss man sich für gewisse… Probleme rechtfertigen und lässt es nicht einfach auf sich beruhen?“ schaute Rokea Sina an.

„Glaube… dass kann ich dir nicht so genau beantworten. Doch sei ehrlich… Wenn du Deymonlia besuchen könntest, würdest du auch dort Regeln und ähnliches treffen, aber in einer anderen Form. Sie dienen dazu, dass wir Dämonen uns nicht am Ende gegenseitig abschlachten. Würdest du ebenfalls sagen, dass sie unsinnig sind?“ zuckte die Dämonin kurz ihre Schultern.

„Hm… denke, dass ist der Unterschied zwischen uns allen Rassen oder? Sieht so aus, als würde es immer zu einem Konflikt kommen, wenn nicht jemand sie dazu nötigt, die Regeln zu befolgen, die der Anführer aufstellt.“

„Du meinst… wenn es jemand gibt, der über alle herrschen würde, diese Regeln für ALLE Rassen aufsetzt und sie zwingt, danach zu leben? Glaubst du nicht, dass es eine Revolte geben könnte? Der Anführer müsste ja alle Aspekte der Rassen berücksichtigen, damit alle gleichgestellt sind.“

„Du Sina… ist das mein Problem?“ grinste Rokea belustigt die Dämonin an. „Ich versuche so einfach wie möglich zu leben. Ein Leben, was du mir ermöglichst. Dank dir lerne ich, mich NICHT in deine Probleme hineinzuziehen zu lassen. Ist auf Dauer tatsächlich irgendwie gesünder.“

„Haha…“ rollte Sina mit ihren Augen. „Auch… wenn das unser Gespräch nun kaputt macht, aber… Was genau ist zwischen dir und Nitir vorgefallen? Ich kenne die Aussage von Nitir, würde aber auch gerne deine kennen.“

So angefressen wie Rokea aussah, traf die Vermutung von Sina ziemlich genau auf den Kopf. „Muss ich echt noch was dazu sagen? Ich kann den Kerl nicht leiden und er hat es sogar gewagt, mich zu schlagen. Glaubst du nicht, dass es Konsequenzen gibt?“

„Rokea… aufgrund das Nitir Suki für alle Zeiten folgen wird, glaubst du nicht, dass ihr es euch nur noch schwerer macht, euch aus dem Weg zu gehen? Ich sehe es schon kommen, dass ihr euch nur schief anschauen braucht, dass es zu einem Kampf kommen wird.

Meine Villa ist nicht groß genug, dass ihr euch immer aus dem Weg gehen könnt und Rubina… muss ja einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, dass ihr mit eurem Kampf aufgehört habt. Sie ist auch nicht immer da.“

„Naja… wenn du… mit jemanden deiner Größe kämpfst… und Sherry kommt dreimal so groß und hält dich einfach so am Arm hoch, hättest du noch weiter gekämpft?“ hob Rokea eine Augenbraue hoch.

„Uh…“ stelle Sherry so groß wie das Haus vor. „Bitte nicht…“ murmelt Sina bei der Vorstellung. „Dann Rokea… vermeide einfach Kämpfe. Ich hätte heute auch gerne jemanden zusammengeschlagen, weil er mir auf den Keks ging. Doch es kann nicht die dauerhafte Lösung sein, jeden zu töten, der dir nicht sympathisch kommt.“

„Ich kann es nicht versprechen. Dank ihm…“ streichelt Rokea ihre Narbe am Gesicht. „Ist es fast unmöglich. Das er es überhaupt geschafft hat, mir so eine böse Wunde zu schlagen…“

„Wut… kann einiges ermöglichen. Nitir wäre beinahe an deiner Rache gestorben, wundert es dich denn, dass er Wut geladen zu du dir kommt mit einem Baumstamm? Meine nur…“ schaute Sina bewusst ihre neue Decke an, als Suki kam.

„Mutter? Ronald will dich ganz dringend sprechen, daher habe ich ihn vorerst in dein Büro gebracht.“ „Huch? Dann muss es was mit Saifa zu tun haben. Dachte, ich hätte noch Zeit.“ stand Sina auf. „Wir sehen uns später.“ nickte Sina der Tierfrau noch zu.

Ohne Umwege suchte Sina ihr Büro auf und sah Ronald, der ziemlich verschwitzt aussah. „Eh… dich habe ich in diesem Zustand noch nicht gesehen. Aber erst mal Hallo.“ grüßte Sina. Ronald drehte sich um und grüßte ebenfalls. „Ich grüße euch Sina, ich bin froh, dass ihr wach seid.“

Sina ging direkt auf ihrem Chefsessel und schaute Ronald an. „Geht es um Saifa? Dachte, Lara hätte es soweit geklärt, dass ich Luft habe?“

„Wenn es nur das wäre, dann würde ich nicht so vor ihnen sitzen Sina.“ schüttelt Ronald den Kopf und legte auf einmal haufenweise Briefe auf den Tisch. „Das ist das eigentliche Problem Sina.“ „Eh…? Was genau?“

„Das sind alles Kündigungen eurer Mieter. 24 Kündigungen von weit entlegenen Immobilien, größtenteils Geschäfte. Wenn es nur ein paar gewesen wären, dann würde es mich nicht beunruhigen, aber es ist die Menge und ich muss leider mit bedauern sagen… es werden noch weitere kommen.“

„W… wieso? Was ist der Grund?“ wundert Sina sich direkt. „Du hast doch gesagt, dass du sie mit deinen üblichen Geschäftsmodell gefügig gemacht hast?“

„Das habe ich auch, deswegen bin ich der Sache direkt auf den Grund gegangen. Durch meine Kontakte… habe ich… leider auch den Grund erfahren, warum gerade die Geschäfte die Häuser verlassen.“

„Warte… Geschäfte?“ kniff Sina sofort beide Augen zusammen. „Sag mir jetzt nicht…“ „Genau. Die van Rellings spielen jetzt ihre Macht aus, mehr noch bekommen sie scheinbar sehr viel Unterstützung von den anderen großen Unternehmen, die ich mal erwähnt habe. Die Zwerge, die Elfen und einige andere.

Sie haben alle ein offizielles Handelsverbot auf euch ausgesprochen. Das heißt, wer mit euch einen Handel eingeht oder gewisse Dienste in Anspruch nimmt, erwartet direkt das Ende seines Geschäfts. Dagegen kann nicht mal der König oder die Kaiserin was machen.“

Sofort splitterte etwas Holz vom Schreibtisch der Dämonin, weil sie eine Hand durchschlug. „Sag mir bitte jetzt nicht… dass wir auf verloren Posten stehen! Langsam… werde ich wirklich in die Ecke gedrängt!“

„Es tut mir leid Sina…“ schüttelt Ronald den Kopf. „Ich rechne ganz fest damit, dass alle Geschäftige kündigen werden. Die Hafenplätze dürften ebenfalls nicht mehr genutzt werden und… es würde mich nicht wundern, wenn euer Schiff samt Crew ebenfalls kündigt.

Damit bricht ein sehr großer Teil ihrer Einnahmen ein. Ich habe für dieser Stadt eine Scheinfirma erschaffen, die nun die Geschäfte verwaltet. Doch ich rechne damit, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Händlervereinigung die Informationen den Händler in dieser Stadt mitteilt.

Das… einzige was noch reinkommt, sind die normalen Immobilien, wo Mieter leben. Bis jetzt sieht es ganz in Ordnung aus, doch… Ich habe meine Angestellten beauftragt herauszufinden, ob unser Problem sich auch daran irgendwie zu schaffen machen könnte.

Wenn man mich fragt… gibt es genügend Möglichkeiten, die ihr auch kennen dürftet. Was… ist passiert, dass ihr auf einmal… alle zum Feind gemacht habt?“ fragte der Verwalter Sina. Die Dämonin ließ ihren Schreibtisch los und lehnte sich mit geschlossenen Augen nach hinten.

„Was habe ich getan? Eine Menge… Den Elfen habe ich ihr Glaubensobjekt zerstört, die Zwerge wissen von meinem Titel als Dämonenkönig und richten sich nach den Königen und die Rellings? Denen habe ich einen Auftragsmörder gesetzt, der sie alle töten wird.“

Nun ließ Ronald den Kopf hängen. „Sina… wir sind auf einem verlorenen Posten. Dagegen weiß ich wirklich nicht, was ich machen soll. Wenn ich ehrlich bin, wüsste ich überhaupt nicht, ob die Händlervereinigung überhaupt jemand in dieser Form so bestraft hat.

Du wirst nirgends mehr einen Handel machen können, wenn man deinen Namen erfährt. Das wird auf dein Viertel vermutlich auch irgendwann ausgeweitet, wobei ich hier nüchtern sagen kann: Die meisten sind Vampire und wie will man bitte einem Vampir was verbieten?“

„Ronald… kannst du bitte… alle Namen der Organisationen und die Namen der Mitglieder der Händlervereinigung in Erfahrung bringen?“ fragte Sina mit geschlossenen Augen.

„Das sollte möglich sein, doch was… hast du vor? Willst du alle töten? Willst du wirklich… so tief fallen?“ war Ronald sehr besorgt.

„Ronald… man hat eine königliche Untersuchung eingeleitet, ob ich was mit den den Todesfällen bei den Relling zu tun habe. Dir kann ich die Wahrheit sagen, aber sind wir doch ehrlich. Selbst wenn offiziell verkündet wird, dass ich unschuldig bin, was passiert dann?

Du hast eben gesagt, der König nichts machen kann, also bin ich dazu gezwungen, das Problem selber anzugehen. Ob ich sie alle töten will? Keine Ahnung, aber ich… will wissen, wer alles davon wirklich mein Feind ist.

Bisher sind bis auf die Rellings alle unbekannt. Es wird dann persönlich, wenn ich Namen und deren Aufenthalte habe. Die lachen sich vermutlich alle ab, weil sie ja die Möglichkeit haben, aber der Spaß hört sofort auf, wenn ich persönlich zu einem Gespräch komme.

Ehrlich… sehe ich es so oder geben sich alle Mühe, dass ich ein Monster bin? Wenn… das nicht bald aufhört…“ drohte Sina nun. „Gebe ich ihnen das Monster. Ich baue doch nicht alles mit großen Schwierigkeiten auf, nur dass irgendwelche gierigen Scheißhändler mein Leben ruinieren.

Schlimm genug, dass der König dazu genötigt wurde, eine Untersuchung zum Laufen zu bekommen, machen ihm alle noch das Leben schwer, ihm keine Hilfe zu schicken, solange ich in irgendeiner Form noch beteiligt bin.

Dazu, dass Fanfoss sich selber überlassen wird? Langsam… drängt man mich wirklich in der Ecke und ich brauche wirklich Hilfe Ronald. Ich habe keine Ahnung von Immobilien, du warst in meinen Augen immer der beste Mann. Doch wenn du schon sagst, dass wir verloren sind… was soll ich machen?“

„Vielleicht… einfach abwarten? Ihr reagiert immer sehr schnell, wie wäre es in diesem Fall, dass wir warten, was noch kommt? Wir wissen, was auf uns zu kommt, daran können wir nichts ändern. Wir haben dann sehr viele leerstehende Geschäfte, was schlecht ist.

Doch… wenn wir es geschickt anstellen und wir kaufen einigen Geschäfte ab… dann zwingen wir die Händler, die nichts wirklich mit der Händlervereinigung zu tun haben, sich für eine Seite zu entscheiden.

Es ist nicht… gerade eine gute Strategie, es wäre aber eine Maßnahme, die wir in der Zukunft umsetzen können. Ich werde versuchen, die Geschäfte, die in der Stadt und in der Nähe sind, so gut es geht zu beschützen, damit wir weiter Einnahmen haben, aber das wird dann nur ein Bruchteil von dem sein, was wir sonst hätten.

In einem kann ich euch beruhigen, alle Zahlungen oder Schulden, wenn die wir je hatten, sind nicht vorhanden. Wir haben einen guten Goldvorrat, aber müssen nun jede Münze mehrmals drehen, bevor wir investieren.

Meine Angestellte hat mich gefragt, ob wir nicht verkaufen könnten, doch dann wären wir sogar eher im Nachteil. Wenn man es von uns abkauen würde, dann zu einem Preis, der unter dem eigentlichen Wert des Geschäftes wäre.“

„Wie… sieht es dann mit Saifa aus? Meine Naga´s müssen geschützt bleiben.“ teilte Sina ihre nächste Sorge. „Saifa selber dürfte von allem ziemlich unberührt bleiben, weil die Bewohner sich mehr oder weniger selbstständig versorgen. Mehr kann ich in dieser Richtung nicht sagen.

Saifa und weiteres gehört euch, auch der Händlervereinigung sind Grenzen gesetzt. So mächtig sie sind, aber an das Land sowie Besitz können sie dann doch nicht ran. Es gehört euch, es gibt keine Gesetze, das man es euch wegnehmen kann, höchstens, wenn ihr Schulden hättet, die ihr aber nicht habt.“

Trotz das die Augen von Sina geschlossen sind, kniff sie diese etwas fester. „Sag Ronald… hast du eine Weltkarte?“ Ohne zu wissen schaute der Verwalter sie etwas verwirrt an, dann legte er die Briefe wieder in sein Inventar und holte eine sehr genaue Weltkarte heraus. „Ja schon? Was für Pläne hast du?“

„Du sagtest… sie können nicht an das Land heran. Damit verstehe ich, dass sie nicht mal an die Ressourcen herankommen oder?“ öffnet Sina alle Augen gleichzeitig. Nun riss Ronald weit die Augen und verstand den Gedankengang von Sina.

„Lass mich raten… Wenn es möglich ist, soll ich Land kaufen, wo man Erze oder ähnliches abbauen könnte. Wälder hätten auch ihre Vorteile, aber glaube… Bodenmaterialien dürfte einfacher sein. Hm…“

„Genau das ist mein Gedanke, doch wir müssen vorsichtig sein. Aufgrund dass die Händlervereinigung so hart vorgeht, werden sie diese Möglichkeit nicht außer acht lassen, dass wir uns nicht so einfach geschlagen geben werden.“

„Hm… wenn würde ich versuchen es über die Reiche den Handel abzuwickeln. Doch die Zeit dürfte nicht auf unserer Seite sein dann, wenn sie dies damit einplanen. Dann frage ich ganz offiziell, soll ich Land kaufen, was wir nutzen können, unabhängig davon, dass „zufälligerweise“ nützliche Ressourcen existieren?“

„Nur wenn du der Meinung bist, dass wir durch die Ressourcen wieder Gewinn einbringen können. Wir müssten ja immer den niedrigsten Marktwert nehmen, damit wir Kunden locken können und zugleich ein Verbot auferlegen, dass die Händlervereinigung nichts von uns bekommt.“

„Damit sie genötigt sind, ihre Haltung gegenüber euch zu ändern. Puh… es ist irgendwie eine Freude zu sehen, dass du in all dem Chaos ein klaren Kopf hast und Möglichkeiten findest. Doch ich warne dich besser… es kann auch schiefgehen.

Das ist wieder Neuland für mich, ich muss mich schnell in dieses Thema einlesen, bevor ich wirklich weiß, ob wir den Verlust dadurch wieder ausgleichen können.“

„Dann haben wir halt mehr Land und ich nutzte die Ressourcen dann für mich. Dann bin ich zumindest nicht auf diese Scheißvereinigung angewiesen.“ nickte Sina ihrem Verwalter zu. „Mach das und ich will bitte die Namensliste haben. Es ist Zeit, dass meine Feinde ein Gesicht bekommen.“

„Ganz wie sie wünschen. Vielleicht… könnte man die Zwerge aus Saifa ja ebenfalls dazu bringen, für euch die Arbeit zu machen. Immerhin sind es alle erfahrene Minenarbeiter oder? Braucht ihr die Weltkarte eigentlich?“

„Für den Moment ja, ich lasse sie dir von Suki dann wieder bringen.“ nickte Sina lächelnd. „Ich verlasse mich auf dich und… ich kann auch akzeptieren, wenn wir kein Land gewinnen. Dann überlegen wir, was wir mit dem Rest machen können, was wir haben.“

„Bleiben wir so. Ich werde versuchen, schnell meine Arbeit zu machen. Vielleicht sieht es so aus, als wäre Alliancia ihr Feind, aber wenn sie es schaffen, dass zu überstehen, sind sie sogar weiter als vor der Krise.“ lächelt Ronald und verabschiedete sich.

Die Tür fiel zu, die Kopfschmerzen übermannen Sina fast schon. Sie legte ihre linke Hand auf den Kopf und heilte die Schmerzen weg. „Diese beschissenen Händler… dass sie es wagen…“ knurrte Sina. „Und das der König nicht eingreifen will… Vater hätte allen einen Stempel aufgedrückt. Ihre Arroganz und Hochmut widert mich langsam an.“

Sina schaute sich die Weltkarte an und ihre rechte Klauenhand, die immer im Handschuh verkleidet war, wanderte über Alliancia. „Scheinbar bröckelt mein Einfluss auf diesem Kontinent… kann meine Mission… noch gewährleistet werden?“ wundert Sina sich selber.

Ihre Hand wanderte über die anderen Kontinente. „Snolonien… ich bin mir nicht sicher, was wir Dämonen für die Killerpuppen genau benötigen… Zwar nett, aber nicht unbedingt vonnöten. Vurdinia… ein Dorf der Dämonen, die Wüstennomaden sind auf meiner Seite, aber dem komplettem Kontinent fehlt es… an Möglichkeiten für eine Wirtschaft.

Batzien, das Reich der Tiermenschen. Hm… diese Rasse war für uns Dämonen immer ein sehr wertvoller Verbündeter. Doch aufgrund… dass zwischen den Tiermenschen große Differenzen herrschen… Keine Ahnung, ob ein Neuanfang dort sich lohnt…“ grübelte Sina traurig.

„Abwarten und Tee trinken. Über diesen Schritt denke ich nach, wenn wirklich alles verloren ist.“ seufzte Sina laut. Wieder lehnte Sina sich auf dem Stuhl zurück und versuchte ihren Kopf zu anzulehnen.

„Was… genau habe ich eigentlich noch? Saifa, mein Vater und die Zukunft der Vampire. Ach ja… die kommende Untersuchung und die Protektoren bei Neia…“ schloss Sina die Augen. „Hmm…“ stand Sina auf einmal auf und holte die Kiste von dem Destroyar aus dem Inventar.

Die Kiste legte Sina auf den Schreibtisch und begutachtet sie erst mal. „Hmm… eine einfache stabile Kiste.“ murmelt die Dämonin, nichts außergewöhnliches, also öffnet sie die Kiste. Sie sah in der Kiste einen sehr großen schwarzen Kasten.

Sina hob den Kasten hoch und sah weitere drei Kästen, die exakt so gebaut worden sind, dass sie eine Linie darstellen. „Das ist ja eine sehr saubere Arbeit… Ach Scheiße… hab das Bett vergessen…“ seufzte Sina.

Sie legte den schwarzen Kasten neben die Kiste und wollte die anderen Kästen aus der Truhe rausholen, als sie einen Stromschlag bekam. Die Dämonin schrie laut auf vor Schmerzen, mehrere Frauen kamen direkt angerannt.

Die Tür wird aus dem Rahmen raus getreten, Neia war mit Sherry die ersten Ankömmlinge. „Sina?!“ schrie Sherry, weil sie sahen, dass die Dämonin immer noch vor Schmerzen schrie, dabei stand sie unter Strom, das man nicht übersehen konnte.

Neia schaute von der Tür auf den Boden. „Glaube, dass ist eine Falle. Lass mich mal eben das Problem lösen.“ bückte sich die Blutelfe und hob die Tür hoch. „Was hast du vor?!“ fragte Sherry, als Kyllia und Lisa als nächstes kamen. „Sina?!“

Bevor es in einen Chaos ausbricht, rannte Neia mit der Tür auf Sina zu. Sie stößt die Dämonin von der Truhe mit der Kante von der Tür weg und Sina war „befreit“… Auf ihrem kompletten Körper ging der Rauch hoch, die Dämonin fiel auf ihren Chefsessel mit schwarzen Augen.

Neia ließ die Tür fallen, Sherry rannte an ihr vorbei und heilte Sina direkt. „Sina!“ war Sherry sehr besorgt. „Was… genau ist los?“ fragte Lisa, da stand auch Rokea hinter den Damen. „Wissen wir nicht, nur das Sina unter Strom stand, als sie etwas in der Kiste anfassen wollte.“ teilte Neia mit.

„Was ist los?!“ fragte Bariel, wo auch Suki neben ihr stand. Der Flur vor dem Büro war beängstigend eng geworden, wenn jeder Hausbewohner anwesend war. Glück, dass Rubina außer Haus war, dann wäre das Chaos perfekt.

Die Pupillen von Sina kamen wieder zum Vorschein, sie musste mehrmals blinzeln. „Hu… AH!“ schmerzte ihre rechte Hand fürchterlich. „Was… ist passiert?“ „Das sollten wir dich fragen Sina. Du schriest wie auf dem Spieß.“ machte Kyllia einen sehr besorgten Gesichtsausdruck.

„Ja… ich habe die Truhe von den Destroyar raus geholt und wollte mir den Inhalt anschauen. Die… erste Kiste habe entnommen und wollte die anderen Kisten… Genau, ab da fing es an. Meine rechte Hand… schmerzt total, was… ist das?“ verzog Sina vor Schmerzen ihr Gesicht.

Sherry heilte nun die Hand gezielt, Neia begutachtet die Kiste von außen. „Hmm… ich spüre sehr mächtige Magie innerhalb der Kiste. Vermutlich ist das ein magischer Schutz, der verhindert, dass man an den restlichen Inhalt der Kiste kommt.“

„ORR!“ regte Sina sich nun auf. „Das kann nur mein Vater gewesen sein. Vermutlich muss ich so oder so mit ihm sprechen, WENN ich an den restlichen Inhalt ran will. Aber… Neia. Ich habe eine Immunität gegenüber Magie, wieso…“

„DAS ist eine sehr berechtige Frage. Bisher hat nur Exos dich in irgendeiner Form mit Magie besiegt. Wenn dein Vater das auch kann, solltest… du vielleicht überlegen, dich nicht mehr immer von Magie treffen zu lassen.“ warnte Neia.

Die Schmerzen verschwanden aus der Hand. „Danke mein Schatz.“ lächelt Sina ihre Verlobte an. „Aber… da muss mehr sein. Ich kann mich nicht erinnern… dass ich jemals schlimmere Schmerzen hatte nur durch so eine magische Falle… oder was es auch immer ist.

Denke, jeder von uns hat gesehen, dass ich verdammt viel einstecken kann, aber dass waren nur Schmerzen in meiner rechten Hand gewesen. Fast… als hätte es meine Schmerzlosigkeit ignoriert.“

„Hört sich immer besser an zu erfahren, was dein Vater kann.“ meinte Lisa sarkastisch. „Vielleicht solltest du es dir zweimal überlegen, ob du wirklich einen Kampf mit deinem Vater haben willst.“ „Lisa, das ist nicht der richtige Zeitpunkt.“ legte Kyllia eine Hand auf ihre Verlobte und schob sie etwas weiter in den Raum.

Suki und Bariel kamen ebenfalls rein, nur Rokea blieb an der Tür, sonst platzt das Büro. „Danke, dass ihr alle gekommen seid, wirklich. Danke…“ stand Sina auf und legte vorsichtig eine Hand auf den Deckel, es passierte nichts und schloss die Truhe.

„Nun sollte nichts mehr passieren. Erm… Neia und Sherry, besser ihr nehmt Abstand, ich mach jetzt die kleine Kiste auf. Wenn da wieder was passiert, dann soll nur ich es bekommen und bitte… ramm mir nicht wieder eine Tür ins Gesicht ok?“ grinste Sina schief.

„Ich wollte vermeiden, dass die Falle überspringt.“ entschuldigte sich Neia leise. „Ist auch nicht schlimm, jetzt wissen wir ja, was als nächstes passieren könnte.“ tröstet Sherry kurz Neia, dann nahmen sie Abstand.

„Was ein weiterer Scheißtag, vor allem dass Schmerzen im Spiel sind.“ seufzte Sina. Sie nahm die Truhe wieder in ihr Inventar und alle Damen konnten die Weltkarte sehen. Einige dachten sich nichts dabei, andere… machten einen besorgten Gesichtsausdruck.

Sina hatte andere Sorgen gehabt und öffnete den Kastendeckel… „Huch? Was ist das denn?“ wundert sich die Dämonin direkt. Vier schwarze Marmorklötze waren zu sehen, ein weiterer hatte einen weißen Kreis.

„Hmmm?!“ wiegelt Sina ihren Kopf als sie einen Brief am Deckel sah. Sie nahm den Brief und öffnete diesen… Alle Frauen warten gespannt, was Sina ließ, man konnte ihre Augen regelrecht hin und her bewegen.

„Suki?“ ist Sina scheinbar am Ende gekommen. „Ja Mutter?“ richtete sich das Katzenmädchen auf. „Ich will, dass du morgen den Garten vorbereitest und weitere Leute einlädst.“

„Was… stand im Brief?“ fragte Kyllia.

„Eine Anleitung, wie man mit dem Dämonenkönig in Kontakt kommt.“

Kapitel 683

Ich bin wiedergeboren und die Sicherheit geht vor?

Sherry lag mit dem wahrscheinlich rötlichensten Gesicht, den sie jemals in ihrem Leben hatte auf dem Kissen und wollte es verstecken. Rauch stieg die ganze Zeit von ihrem Kopf hoch, sie konnte überhaupt nicht schlafen.

„Hmm…~“ summte Sina neben ihr. „Glaube, wir haben es übertrieben oder?“ Der Kopf von Sherry nickte nur. „Wirklich?“ staunte Neia, die auf der andere Seite lag. „Ich dachte, ich hätte… es richtig gemacht?“

„Hast du auch.“ grinste Sina. Es war morgens und die hellen Gardinen deuteten darauf hin, dass die Sonne einen guten Tag hatte. „Wir haben uns wirklich gut angestellt alle gemeinsam, dass Sherry… einmal ohnmächtig wurde.“

„Dabei… hat sie doch mehr Erfahrung mit dir? Dachte… das hätte eher mir passieren müssen?“ streichelt Neia den Rücken ihrer Schülerin. „Glaub mir… dass wird noch passieren. Es ist einfach… wenn zwei Liebenden dich hmm… wie drücke ich es?“ grübelt Sina.

„Wenn die dich mit soviel Liebe überhäufen, dass du es nicht mehr verarbeiten kannst.“ drehte Sherry ihr Gesicht zu Sina. „Das… war gemein… dachte… wir wollten es für Neia machen…“

„Ich hatte den Eindruck, dass du Neia sehr viel vorgelassen hast. ALSO solltest DU auch mal wieder zum Zug kommen. Meine… DU hast sie doch aufgeklärt, dass sie mich aufmuntern soll.“ grinste Sina.

„Dabei… hat Sina mich so aufgemuntert…“ streichelt Neia weiter. „Du… wusstest, dass Sina mit mir Sex haben wollte… Sie hat mehr oder weniger mein erstes Mal mit einer Frau genommen, nun hatten wir gestern…. heute? Einen richtigen Dreier, so hat Sina es mir zumindest erklärt.“

„Stimmt und das werden wir tatsächlich öfters machen. Damit… es nicht immer so… mir kam das Bett eng vor, so klein ist, werde ich heute in der Stadt mich nach etwas größerem umschauen, beziehungsweise ein größeres bauen lassen.“ teile Sina mit.

„Wartet… nur ab… meine Rache wird fürchterlich sein!“ drohte Sherry mit einem roten Kopf, was überhaupt nicht zu der Drohung passte. „Ich mag deine rachsüchtigen Aktionen, weil sie immer was neues versprechen.“ küsste Sina Sherry. „Aber sei lieb zu Neia, mit ihr darfst du nicht so umspringen wie mit mir.“

„Pff…“ blies Sherry ihre Wangen auf. „Nicht doch Sherry, mir kannst du immer noch genug was beibringen.“ umarmte Neia Sherry und legte ihren Kopf auf den von Sherry. „Dank… dir und Sina… kann ich mich richtig über körperliche Bedürfnisse freuen.“

„Hmm…“ drückte Sherry ihre Lippen zusammen. „Sina… nächstes mal bist du aber dran. Sonst wird es unfair…“ nörgelt auf einmal das „Opfer“. „Wieso unfair? Zeit, dass meine Verlobte endlich mal richtig verköstigt wird.“ schob Sina sich zu Sherry und drückte sich ebenfalls an sie ran.

„Zeit… dass wir uns wieder richtig kuscheln…“

Etwas später stand Sina mit einem hellen Kleid nach langer Zeit wieder vor der „Kirche“. „Hmm… hoffe, dass es diesmal nicht so endet wie der letzte Besuch…“ seufzte Sina. Ihre Haare zu einem langen Zopf geflochten ging die Dämonin in das Gebäude.

„Ich würde es begrüßen, wenn sie direkt wieder gehen.“ teilte dies ein priesterlicher Mann direkt Sina zu. „Hallo Priester Armoni, sie habe ich auch richtig doll vermisst.“ rollte Sina ihre Augen.

„Bitte sparen sie doch bitte das unnötige Theater und sagen sie was sie wollen Lady Sina.“ seufzte der Priester. „Schlimm genug, dass sie meine wichtige Arbeit stören.“

„Dummerweise brauche ich ihre Hilfe, weil wir ein großes Problem haben. Dazu ist ihre Meinung und als Verantwortlicher der Kirche sowie des Waisenheims dieser Stadt vonnöten.“ sagte Sina dies sehr ernst dem Priester.

„Was haben sie angestellt?“ kam direkt der Vorwurf. Sina hatte jetzt schon keine Lust mehr, aber um der Kinder Willen schluckt sie ihren Ärger runter. „Ja, sie haben recht. Ich habe was angestellt und deswegen dürften keine Unbeteiligten hineingezogen werden. Es ist mir egal, ob sie mich immer noch nicht leiden können, aber es ist wichtig.

Kommen sie mit mir ins Rathaus, der Bürgermeister Hillar muss ebenfalls darüber unterrichtet werden oder er weiß es schon längst. Bitte…“

Der Priester drückt leicht ein Auge zu, denn er rechnet wieder mit einer Intrige. Dies sah Sina ihm deutlich an. „Was auch immer sie gerade denken, es müssen Menschenleben gerettet werden und sie sitzen nun mal in dieser Position, gewisse Entscheidungen zu treffen.“

„Ich hoffe sehr… dass sie nicht meine wichtige Zeit für ihre nächsten Pläne verschwenden. Es reichte schon, was sie mit dem alten Bürgermeister angestellt haben.“ warnte der Priester. Nun sah man Sina an, was sie über den alten Bürgermeister dachte, so wie sie ihr Gesicht verächtlich zog. Dämonen sind scheinbar sehr ehrliche Personen, wenn sie jemand nicht leiden können.

„Ja gut, ich bin an allem schuld. Können wir endlich gehen? Je früher das Gespräch stattfindet, desto eher können sie feststellen, ob sie weiter ihrer Arbeit nach gehen wollen oder gewisse Maßnahmen einleiten.“ rollte Sina mit dem Auge.

Der Weg zum Rathaus war mehr als schweigsam gewesen, zumal eine Dämonin mit einem Priester dann doch irgendwie ein seltsames Bild abgab. Liebend gerne hätte sie den Priester über den Zustand der Kirche und Waisenheim gefragt, wegen dem Pflanzenchaos in der Stadt, aber ehrlich? Die Dämonin rechnet schon fest damit, von dem Priester einige Vorwürfe anzuhören.

An der Rezeption kündige Sina sich an, dass der Bürgermeister ein dringendes Gespräch mit ihr und dem Priester Armoni führen muss. „Was… soll ich denn dem Bürgermeister sagen? Er führt gerade ein wichtiges Gespräch.“ fragte die Dame an der Rezeption.

„Öhm… sagen sie Hillar, dass die Stadt verloren ist. Denke, dass kommt ziemlich genau auf den Punkt.“ sagte Sina nur und der Priester hinter ihr hob verwundert beide Augenbrauen hoch. „W… wie meinen sie das?“ stottert die Dame.

„So wie ich es gesagt habe. Überlassen sie dem Bürgermeister, ob das Gespräch immer noch wichtig ist oder nicht.“ versuchte Sina die Dame wieder zu beruhigen. „Manchmal darf man nicht alles so genau nehmen, was ich sage.“

„Das sagt die richtige…“ murmelt eine männliche Stimme hinter Sina, die eine Zornesader auf der Stirn bekommt. „Du schaffst das Sina, nur dieses Gespräch…“ wiederholt Sina dieses Mantra in ihrem Kopf.

Scheinbar ging es doch alles etwas schneller als erwartet und Sina saß mit dem Priester vorm Bürgermeister. „Sagen sie Lady Sina…“ murmelt der Priester. „Kennen die Dämonen eigentlich so was ähnliches wie Termine?“

„Nein?“ drehte Sina sich zum Priester, während sie auf Hillar warten. „Wieso fragen sie das?“ „Nun… sie hätten sich viel Zeit sparen können, wenn sie einfach einen Termin vereinbart hätten.“ hatte Armoni seine Arme verschränkt.

„Wissen sie… gerade das ist das Problem. Der Feind fragt auch nicht nach einen Termin oder jemand anderes, wann er denn die Welt zerstören kann. Sie machen es einfach nach Lust und Laune. Scheinbar funktioniert dieses Geschäftsmodell des Bösen irgendwie und ich passe mich dem gerne an.“ erklärte Sina sarkastisch.

„Zuzutrauen ist es bei ihnen ja.“ „Hrm… bitte… wollen sie wirklich nicht wissen, was ausgerechnet ICH von ihnen will, dass ich um Hilfe bitte? Muss man das immer bei mir rechnen, dass jemand sein Platz verliert?“ „Bei ihnen? Definitiv.“ „Beim dunklen Gott…“

Bevor die Diskussion weitergeführt werden konnte, kam der Bürgermeister in sein Büro, wo er nicht unbedingt glücklich wirkte. „Lady Sina, Priester Armoni, es freut mich sie zu sehen. Meine Mitarbeiterin… meinte was mit dem Ende der Stadt?“

„Ich grüße sie. Den nervigen Priester hier habe ich gebeten, bei dem Gespräch dabei zu sein, weil es wichtig ist. Hatten sie noch keine Anweisungen oder… ähnliches von der Regierung des Königs bekommen?“ nickte Sina dem Bürgermeister zu, als er seinen Stuhl hinter dem Schreibtisch genommen hat.

„Bedaure aber ich muss leider verneinen. Dafür habe ich mitbekommen, dass einige Nachbarstädte in heller Aufregung sind. Leider… sagt keiner der Bürgermeister mir, was genau los bei ihnen ist. Es ist, als würden sie ein großes Geheimnis aus der Sache machen.“ schüttelt Hillar den Kopf.

„Komisch?“ wundert sich Sina. „Dann… lass mich die schlechte Nachricht überbringen. Ich… hatte vor paar Tagen mit dem König gesprochen und… Ich muss leider mitteilen, dass wir keine Hilfe von dem König bekommen.

Weder in Form von Geldern, noch weitere Militäreinheiten noch von den Zwergen. Die wunderschöne Stadt Fanfoss wird sich selber überlassen.“ legte Sina beide Hände auf ihre Knie.

„Aber… warum?“ staunte der Bürgermeister, der das Ausmaß sofort verstanden hatte. „Könnte es sein, dass sie tatsächlich was angestellt haben Lady Sina?“ hakte der Priester nach. Sina schaute abwechselnd die Männer an, bis sie dann nickte.

„In der Tat, ich bin an diesem Problem das große Problem. In einem hatten sie recht gehabt Priester. Ich bin die Dämonenkönigin.“ schaute Sina den Priester an. Nun genoss Sina es, dass der Priester ein schockierten Gesichtsausdruck machte, während Hillar ihr eher mehr Leid tat.

„Aber nur vom Titel her. Mein Vater, der eigentliche Dämonenkönig aus Deymonlia, ist der wahre Herrscher der Dämonen. Wenn wäre ich nur die Prinzessin, die aus Deymonlia geflüchtet ist. Sie gehören tatsächlich zu den wenigen Menschen Armoni, die der Wahrheit ziemlich auf den Nagel getroffen hat. Doch warum ich den Titel bekommen habe, dass kann nur der dunkle Gott sagen, der es mir vermacht hat.“

Hillar verschränkte seine Finger vor seiner Nase und rieb sich mit beiden Daumen seine Stirn. „Wie… darf ich sie dann eigentlich ansprechen? Das… sie ein starkes Charisma hatten, wollen wir nicht abstreiten, aber… dann würde es auch erklären, warum sie ihn haben.“

„Der Titel hat keine Bedeutung, wenn man es genauer betrachtet… über was soll ich denn regieren? Mein Vater gebietet über mehrere Millionen Dämonen, ich habe gerade mal zwei Dämonen in der Stadt plus meine Familie.

Deswegen gilt es zu ignorieren. Leider… sehen das die Zwergenreiche nicht so und erpressen damit mehr oder weniger den König, dass sie ihm keine Hilfe schicken werden, solange ich in der Stadt lebe beziehungsweise sie beschütze.

Generell alles, wo ich helfen könnte legen sie sofort eine Grenze. Eines der Elfenreiche hat mich sogar als Todfeind geschworen, während zwei andere zwar ihre Hilfe schicken werden, die kommen aber nicht hier an.

Der König baut eher Festungen in der Nähe oder wo auch immer die wichtigsten Knotenpunkte sind auf und dort wird die Armee bisher aufgestellt. Kaiserreich Osnain ist sogar schlimmer dran, weil ich als Kanzlerin auf Lebenszeit eingestellt wurde vom verstorbenen Kaiser.

Ich… wollte deswegen sie dabei haben Priester Armoni, weil sie ebenfalls den Stand der Dinge wissen sollten, aber mehr noch… Sie sind der Träger vieler Einrichtungen in dieser Stadt, mehr noch vom Waisenheim.

Die Stadt… will ich nicht aufgeben, aber… mit so einer schwachen Verteidigung rechne ich fest damit, dass wir nicht lange den Ansturm aufhalten können. Meine… Bitte ist einfach, dass sie die Waisenkinder in Sicherheit bringen, egal wie.

Denke… wenn es Schwierigkeiten mit dem Transport gibt, dann sollten sie vielleicht mit dem Gildenmeister Ma Shi sprechen. Er wäre die letzte Person, der die Hilfe verweigern würde, wenn es um den Schutz von Kindern geht.

Bürgermeister Hillar, der Grund, warum die anderen Städte vermutlich in Aufregung sind, ist dass sie von der Regierung vermutlich Anweisungen bekommen haben, wie sie in ihren Städte beim Ausbruch eines Krieges handeln sollen.“

„Wäre es nicht viel einfacher, wenn SIE die Stadt verlassen? Ich höre nur aus dem Problem heraus, solange sie anwesend ist, dass einfach keine Hilfe kommt.“ war der Priester wieder in seinen alten Element.

„Das löst aber nicht das Problem.“ sprang der Bürgermeister Sina ein, weil sie betroffen mit dem Gesicht den Boden anstarrte. „Ob Lady Sina nun bleibt oder nicht, in einem hat sie trotzdem recht: Das Volk muss geschützt bleiben und Kinder dürfen nicht in den Krieg reingezogen werden.“

„Da stimme ich euch zu, aber wie genau stellt ihr es euch vor, wo wir die Kinder unterbringen sollen? Durch die Banditenüberfälle und weiteres wurden so viele Kinder zu Waisen, dass überall in den Waisenheimen Probleme herrschen.

Personelle Probleme und die Unterbringung der Kinder, dazu brauchen sie auch Unterstützung in irgendwelcher Form, damit sie das Trauma verarbeiten können. Den Schwestern hier geht es gut, weil sie immer wieder von der Stadt und Abenteurern Hilfe bekommen.

Von diesem Glück kann ich leider nicht in den anderen Städten sagen. Würde die alte Regierung von Tuzato existieren, SIE hätten längst diese Probleme angegangen. Dummerweise wurden sie restlos ausgelöscht.“ machte der Priester am Ende Sina den Vorwurf.

„Bedaure, aber diese Fanatiker hätten diese Kinder zu neuen Rittern ausgebildet und mit dem dummen Glauben eine Gehirnwäsche verpasst. Es ist sehr gut, dass sie weg sind.“ schaute Sina den Priester wütend an.

„Ist es nicht genau was ihr macht? Also mit der Gehirnwäsche? Allen verdrehen sie irgendwie den Kopf, dass man auf ihrer Seite steht. Nun bröckelt ihre Welt, weil man tatsächlich erkennt, was sie sind: Nichts als eine lügende Dämonin.“ ließ der Priester sich nicht einschüchtern.

„Ach so, sorry dass ich von Anfang an keine Flügel, Schwanz und mein drittes Auge hatte. Das hat man bei meiner Geburt irgendwie vergessen, anzubauen. Auch meinen Titel bekam ich erst im Kampf gegen die dritte Götterbestie.

Meinen sie allen ernstes, ich habe gelogen, weil es mir Spaß gemacht hat? Oder mir so egal ist, wie das Leben für viele Alliancianer enden könnte? Der König und die Kaiserin wussten, was ich bin, früher als das Volk, also sollten sie sich mit ihren Vorwürfen etwas zurückhalten, denn die Mächtigsten haben noch schlimmere Entscheidungen zu treffen!“

„Bitte ersparen sie mir ihre langatmigen Reden. Ich habe verstanden, zu was das Gespräch führt und bin nicht daran interessiert.“ stand der Priester auf. „Ich werde wegen der Kinder Willen überprüfen, was sich machen lässt, doch… mache ich mir keine Hoffnung.“

„Soweit ich mitbekommen habe ist die Kathedrale der alten Regierung Tuzato nicht wirklich besetzt. Das wäre ein Ort, wo man die Kinder in Sicherheit bringen könnte. Schön weit weg, viele Räume und ähnliches. Nur den Keller zu den Folterräumen sollte man die Tür verschließen, man sollte ja nicht die Wahrheit sehen, was die Fanatiker alles so gemacht haben im Namen der Göttin.“ verzog Sina ihr Gesicht.

„Wie schön, dass sie immer Pläne in ihren Taschen vorbereitet haben.“ meinte der Priester es in einem sarkastischen Tonfall. „Ich werde gehen und meine Arbeit wieder aufnehmen. Ich entschuldige mich für die Störung Bürgermeister.“ verbeugte sich Armoni und ging direkt aus dem Büro.

Als die Tür zufiel, konnte Sina nicht verhindern, dass man sie laut Seufzen hört. „Hoffentlich… bringt er wirklich die Kinder in Sicherheit…“ „Lady Sina… gibt es vielleicht etwas, was ich noch wissen sollte?“ schaute der Bürgermeister die Dämonin an.

„Das wir auf uns selber angewiesen sind? Ich habe keine Ahnung, ob wir die besprochene Verteidigung überhaupt so aufbauen können. Der Wald… Dschungel um uns herum könnte man taktisch nutzen, aber…“ grübelte Sina direkt laut.

„Nein… das meinte ich nicht. Es geht um Sarai. Ich komme gerade von einem Gespräch, wo jemand behauptet, dass Sarai nicht das ist, was sie ist. Wenn ich überlege, versteht ihr euch beiden sehr gut. Besser als man eigentlich meinen müsste.“ schaute Hillar Sina in die Augen.

„Und… was genau soll Sarai dann sein? SO dicke sind wir dann auch nicht.“ wurde Sina direkt vorsichtig. „Manchmal ändert man sich, wenn man sich direkt mit einer Person unterhält und wenn dann auch noch ein handfestes Problem gelöst wird, umso besser.“

„Der Zeuge meint, Sarai wäre die Organisatorin dieser Unterwelt meiner Stadt. Ich habe es mir sachlich angehört, aber ohne Beweise kann ich dem nicht glauben schenken. Leider meinte der gute Mann, dass ihr ebenfalls ein Teil davon seid.“ schaute Hillar Sina immer noch in die Augen.

„Ein Teil der Unterwelt? Meinen sie nicht auch langsam, dass es ein bisschen zu viel des Guten ist? Eher bin ich ein Feind von ihnen, wenn ich an all die toten Meuchelmörder denke.“ hob Sina eine Augenbraue hoch, dann meldet sich ihr Bauchgefühl.

„Einen Moment…“ kramte Sina auf einmal in ihrem Inventar und fand schnell das gesuchte Objekt. „Hat dieser Mann „zufälligerweise“ diesen Anstecker irgendwo am Kragen getragen?“ legte Sina den Anstecker, dass einer Faust ähnlich aussah, auf den Schreibtisch.

Der Bürgermeister nahm ihn und scheint erstaunt zu sein. „Aber ja, das konnte man nicht übersehen bei ihm. Aber…“ „Dieser Mann gehört zu der Unterwelt, besser gesagt zu der Organisation, die für all die Schandtaten im Armenviertel und weiteres in Efrana zuständig ist. WO ist er?“ sagte Sina dies in einem Tonfall, dass kein Widerspruch duldet.

„Lady Sina…“ wollte der Bürgermeister was sagen, als sie aufstand. „Bürgermeister, ich arbeite mit dem König an diesem Problem. Was wir bisher immer hatten, waren gewisse Helfershelfer, Leute, die nichts wussten. Wenn jemand SO offenkundig kommt, gehört er entweder zu denen oder der Kerl ist ein internes Mitglied. Also, WO?“

Man sah dem Bürgermeister an, dass er einen innerlichen Konflikt hatte, bis die Antwort kam. „Im Zimmer gegenüber von uns…“ Sofort drehe Sina sich um und rauschte durch die Tür, landete im Flur und öffnete die Tür zum Nachbarzimmer.

Es saß ein gutgekleideter dicker Mann mit eine Halbglatze. Dieser drehte sich zur Tür und riss weit die Augen auf, als Sina mit der linken Hand ihn am Gesicht packte und auf den Schreibtisch rammte. Der unbekannte Mann schrie vor Schmerzen auf, da riss Sina mit der andere Hand ein Teil seines Kragens ab.

„Verstehe…“ sah Sina ihre Bestätigung am Kragen. Der Stecker sah exakt so aus wie den sie Hillar gegeben hat. „Scheinbar setzt ihr andere Taktiken ein oder… Mitglied von „Die Familie?““

„Ich… weiß von nichts!“ presste der Mann raus, Hillar kam ebenfalls in den Raum. „Lady Sina!“ „Hör mir genau zu du kleiner Scheißer… Wegen deiner Organisationen leidet das Volk, so schlimm, dass Einhalt geboten werden muss.

Du hast folgende Wahl: Entweder… du sagst mir ein paar Namen deiner Anführer oder du wirst mit jemanden Bekanntschaft machen, da wäre der Tod bei mir geradezu ein Gnadenakt gewesen. Die Wahl liegt ganz bei dir.“ drohte Sina dem Mann, mit ihren neuen Augen bekommt die Drohung von ihr eine ganz neue Bedeutung.

Der Bürgermeister legte eine Hand auf ihre Schulter. „Lady Sina! Nur weil er einen dieser Stecker hat, können sie nicht so mit ihm umspringen. Was ist, wenn er das bei einem Händler oder ähnliches gekauft hat?“

„Ich bitte sie, als ob man an so was mal eben herankommt.“ drehte Sina kurz ihren Kopf zum Hillar, dann wieder zum ihrem Opfer. „Und? Was wird die Antwort sein? Bedenke folgendes…“ bückte Sina sich leicht zu dem Mann runter.

„Ich reiße dir die Augen raus, entferne deine Zunge, steche deine Trommelfelder aus und zum Schluss wird jede deiner Sehnen zerstört. Du wirst dann für immer auf Hilfe angewiesen sein, immer! Schutzlos, ahnungslos, nicht mal zum Windelwechseln kannst du schreien, wenn du dich vollkackst.

Das wird dein Leben werden, wenn du nicht mitarbeitest. Niemand… aber auch NIEMAND wird mich aufhalten können, wenn ich mit dir anfange. Deine Organisation respektiert nicht die Gesetze des Königreichs, warum sollte man es bei euch tun?

Wie viele Kinder… leben nun ohne ihre Eltern? Ihr widert mich an, dass ihr glaubt, dass für alle Zeiten durchziehen zu können. Nun kommst DU hier und willst angeblich mir und einer weiteren Person was anhängen?

Welch ein Zufall, dass ich heute ein wichtiges Anliegen hatte, denn wir hätten uns definitiv verpasst und ich hatte euch letzter Zeit nicht SO wichtig erachtet, wirklich nicht. Also…?“

Der Mann hat sich in der Hose gemacht, die düstere Stimme und das Sina einen sehr gefährlichen Ruf hatte, ließ jede Courage vom Mann verschwinden.

„I… ic… ich weiß von nichts! Ich wurde bezahlt, dass ich dem Bürgermeister dieser Stadt Informationen weiterleiten soll, dabei gab mir mein Kunde diesen Stecker!“ hatte der Mann regelrechte Panik.

„Name des Kunden?“ hakte Sina nach, Hillar hatte die Dämonin wieder losgelassen und wirkte etwas… desillusioniert. „So eine Pissnelke wie du wird sich definitiv ebenfalls absichern wollen. Ich kann mir NICHT vorstellen, dass du SO unvorbereitet gekommen bist, wenn man vor allem gegen MICH vorgeht!“

Der Mann schüttelt verzweifelt den Kopf, da drehte Sina den Mann auf den Rücken. Mit der rechten Hand hielt sie den Mann fest, mit der linken hielte sie ihre scharfen Fingernägel vor seinem Auge. „Ja?“

„DIE RELLINGS HABEN MICH BEZAHLT!“ schrie der Mann. Nun kam Sina ins Staunen und drehte sich zum Bürgermeister um. „Hat.. er es wirklich gesagt?“ „Ja… ich habe es auch klar und deutlich gehört.“ nickte der Bürgermeister, der aussah, als ginge es ihm schlecht.

„Ich frage vorsichtig nach du Pissnelke. Die Familie van Relling hat DICH angeheuert, diese Informationen weiterzuleiten und hat DIR auch diesen Stecker gegeben?“ widmet Sina sich dem Mann zu.

„Nicht persönlich, aber die rechte Hand von Clissinasia van Relling ist eine bekannte Person und hat meine Dienste öfters beansprucht. Die Bezahlung ist immer in Ordnung gewesen, zumal ich Zuschlag bekommen habe, weil IHR bei dieser Sache involviert seid!

Ich schwöre bei der Göttin, ich habe NICHTS mit der Organisation oder was auch immer sie meinen, zu tun, wirklich! Lassen… sie mich einfach… am Leben…“ flehte der Mann.

Sina ließ ihn los und war etwas… überfordert. „Die… Familie van Relling ist auch die Organisation, die für all diese Scheiße verantwortlich ist? Warum habe ich das Gefühl, mitten in einer Intrige zu sein?

Das wäre ein viel zu grober Fehler ihrerseits, solche offenkundigen Beweise zuzulassen.“ schüttelt Sina den Kopf. „Es… sei denn…“ widmet sich den Mann wieder zu, indem sie alle Taschen des Mannes durchleuchtet…

„Was machen sie da Lady Sina?“ fragte der Bürgermeister nach. „Ich will mich nur vergewissern, aber es kommt mir alles nicht koscher vor. Irgendetwas ist zu faul. Diese Pissnelke weiß vielleicht nichts, aber… Hmm?“

Sina fand in der Hosentasche des Mannes etwas… was sie gehofft hat nicht zu finden. Ein aktivierter Übertragungsstein. „Wir wurden abgehört. Darf ich fragen… wer da derjenige ist, der zuhört Pissnelke?“

Nun presste der Mann seine Lippen wieder. „Ok, dann ist es so.“ lächelt Sina auf einmal und hielt den Stein vor ihr Gesicht. „Hör mir genau zu unbekannte Person… Ob du wirklich für die Rellings arbeitest oder nicht…

Ich werde dich finden und deine Seele verschlingen, deine Tage sind gezählt. Mit dieser Aktion hast du es nun wirklich geschafft, das ich dich, deine Organisation „Die Familie“ nun mit viel Liebe widmen werde.“ dann zerstörte Sina den Stein.

„Ich glaube… jemand hat gelogen.“ starrte Sina den Mann an. „Ich habe dir was versprochen und das werde ich nun umsetzen. Bürgermeister Hillar, ich werde die Pissnelke zu einem besonderen Ort bringen, das spielt nun alles in eine höheren Liga.

Die Anschuldigungen von diesem Mann sind nichts als Dünnpfiff. Sie haben selber gehört, dass der Mann hier bezahlt wurde. Doch das muss noch herausgefunden werden, ob die Rellings wirklich damit zu tun haben oder nicht.

Eigentlich wollte ich andere Dinge mit ihnen besprechen, doch… Glaube, sie müssen vorerst mit sich alleine zurechtkommen. Haken sie bei der Regierung nach, welche Sicherheitsmaßnahmen man ihnen empfiehlt, mehr… kann ich leider auch nicht machen.

Und… setzten sie diesen nervigen Priester etwas unter Druck, die Kinder müssen in Sicherheit gebracht werden. Ansonsten… können wir… einen „Termin“ vereinbaren, um ein etwas ruhigeres Gespräch zu haben.“ wickelte der Knochenschwanz den Mann fast komplett ein und das Schwert hielt vor seiner Nase, um ihn zum Schweigen zu halten.

„Ansonsten… tut es mir vom Herzen leid, dass es nun zu dieser Situation gekommen ist.“ verbeugte Sina sich vor dem Bürgermeister. „Wenn… sie der Meinung sind, dass ich die Stadt verlassen soll… Dann sagen sie es mir bitte frühzeitig. Der… Vorwurf von Armoni kann man leider nicht… ganz verwerfen, solange ich in der Stadt bin, gibt es keine Hilfe von außen.“

„Bringen sie den Mann zum König?“ frage Hillar. Sina drehte sich kurz zum Mann um, bevor sie die Antwort gibt. „Ja, immerhin geht es um die Sicherheit seines Reiches oder?“ nickte Sina.

„Verstehe… ich muss mir das… alles erst im Kopf verarbeiten, wie wir die nächsten Schritte angehen können. Ich werde mich bei ihnen melden, wenn… ich gewisse Entscheidungen oder Ratschläge benötige.“ schaute Hillar Sina traurig an.

Sina verbeugte sich nochmal kurz vorm Bürgermeister und ging direkt mit dem Mann raus. „Wo… bringen sie mich hin?! Ich bin ein Bürger des Königreichs!“ „Wie gesagt… zu einem besonderen Ort.“ bekam Sina ein düsteres Gesicht.

Etwas später wird der Mann vor einer Vampirin auf den Boden geworfen. „Du brauchst ein Opfer? Dann tob dich an ihm aus, aber!“ hob Sina einen Zeigefinger, damit Eleonore ihr aufmerksam zuhört.

„Bevor du dich zu sehr vergnügst, will ich von euch beiden Meisterfolterers folgendes: Dieser Mann soll angeblich von einer Familie angeheuert worden sein, dennoch schweigt er sehr eisern mir zu sagen, wer hinter dem Übertragungsstein war, den ich bei ihm gefunden habe.

Holt alle Namen raus, die er ausspuckt und notiert sie auf einem Zettel. Den soll James mir morgen bringen und denkt ja nicht daran, irgendwas hineinzukritzeln, was man nicht lesen kann. Deutlich und lesbare Namen, damit ich vielleicht… weitere Opfer für euch bringe. Es ist also eine Win-Win Situation für uns alle.

Haben wir einen Deal oder nicht?“ schaute Sina die verrückte Vampirin an, deren Gier man deutlich am Gesicht ablesen konnte. Eleanor hob die rechte Hand hoch. „Ihr versprecht… dass ich weitere Opfer bekomme?“

„Ich verspreche dir NICHTS. Wenn du irgendwelche Namen aufschreibst, die überhaupt nichts mit meinem Problem zu tun haben, bringe ich dir am Ende noch unschuldige Opfer. Mach deine Arbeit ordentlich und… du kannst mit dem Mann tun und lassen, wie es dir gefällt Kaja.“ schüttelt Sina den Kopf. „Danach sehen wir weiter.“

„Hrm… ihr seid ätzend Lady Sina.“ verzog Eleanor ihr Gesicht. „Entfernt meine Regeln, damit ich anfangen kann.“ Der Mann auf dem Boden schaute ängstlich die beiden Frauen an, die mehr als nur böse waren.

„Wunderbar…“

Kapitel 682

Ich bin wiedergeboren und die Stunde der Piercings?

„Gerne geschehen. Es zerfrisst dich etwas von innen oder?“ fragte Sina nach, als Viktoria sich bei ihr bedankt. „Ja… ich… hätte mich nicht mehr getraut rauszugehen… Du hast wirklich ein gutes Händchen jemanden aufzubauen.“ murmelt Viktoria.

„Ob du es glaubst oder nicht, aber auch ich brauche auch öfters jemanden der mich aufbaut. So stark ich für alle zu sein scheine, aber letztendlich bin ich auch nichts anderes als eine Frau. Deine Ma hat es erkannt und wir hatten… ein sehr interessantes Gespräch gehabt.“ streichelt Sina die Arme von der Vampirin.

„Und letztendlich… du bist eine schöne Frau, da sollte man sich nicht zuhause zu verstecken, wirklich nicht. Es war ein einmaliger Fehler und aus Fehlern lernen wir alle. Ich hatte gehofft, dass ich mich als Model mit den Intimpiercings dich etwas aufbauen kann. Meine… Sherry hat welche, Kyllia hat welche und Neia will sie sich auch anbringen.

Du bist nicht alleine in diesem Fall und hoffe weiterhin, dass du Stolz auf deine Piercings bist.“ löste Sina sich von der Vampirin, die rote Wangen hatte.

„Ja, ich denke schon… Ich brauch halt ein paar Tage, aber glaube wirklich, dass ich guter Dinge bin.“ nickte Viktoria. „Danke trotzdem das du mir helfen wolltest.“ grinste die Vampirin schüchtern.

„Wunderbar, dann hol ich eben Neia rein, dann können wir deinen Wunsch umsetzen.“ öffnet Sina die Tür, wo sie Neia zunickte. Nun schaute Viktoria das Büro genau an und sah, dass eine Liege aufgebaut war, die man auch als Sitzfunktion einstellen konnte.

„Vielleicht solltest du mir beibringen, wie man die Piercings allgemein anbringt. Damit die Arbeit nicht nur bei dir hängt.“ meinte Viktoria. „Du kannst zuschauen und wenn du ein paar Opfer hast, an ihnen trainieren.“ schlug Sina vor.

Neia ging zu den kleinen Schränken hin, wo sie die Kästen mit den Piercings aufstellt, während Sina die Tür zu macht. „Und was darf dein nächstes Piercing sein?“ „Augenbrauenpiercings auf der rechten Seite.“ zeigte Viktoria direkt mit ihrem Finger.

„Na dann? Hol dir das aus dem Kästchen raus und dann geht es direkt los.“ grinste Sina. Nach getaner Arbeit hatte Viktoria ein Piercing mit zwei kleinen Stacheln an der Augenbraue. Sie schaute sich im Spiegel an und war sehr zufrieden. „Du hast recht, man wird dadurch immer exotischer.“

„Wunderbar, dann hol deine Schwester und frag sie direkt, ob du zuschauen darfst, wenn du es lernen willst. Will nämlich jetzt keinen Streit während meiner Arbeit haben.“ teile Sina dies mit.

Das Renee alleine ins Zimmer kam, beantwortet schon die Frage, also teilte Sina Viktoria folgendes mit. „Machen wir es einfacher: Du fragst einfach bei den Damen unten, ob du dabei sein kannst oder nicht, dann weiß man es schneller. Ah, bevor ich vergesse, sag Nisha und Abby, dass ich sie auch kurz einzeln sehen möchte.“ „Wäre in der Tat einfacher.“ nickte Viktoria und warf ihrer Schwester einen etwas… bösen Blick zu.

„Nun verzieh dich endlich.“ kontert Renee nur. Bevor es doch zum Streit kam, schloss Neia die Tür zu und lächelt freundlich. „Hrm… das muss Geschwisterliebe sein.“ kommentierte Sina nur. „Und was wäre dein Wunsch?“ zeige Sina auf die Kästen.

Renee ging direkt darauf zu und scheint sehr schnell fündig zu sein. Sie holte die Piercings raus und gab sie dann Sina. „Erm…?“ betrachtet Sina die Piercings. „Ist offiziell von meiner Mutter genehmigt worden.“ grinste Renee.

Sina betrachtet die beiden Brustwarzenpiercings, Ringe mit eine dicken Kugeln. „Wolltest du die haben, weil deine Schwester sie auch hat?“ „Natürlich?“ hielt Renee den Kopf schräg. „Zumal ich jetzt verstehen kann, warum sie die Tür abschließt, beziehungsweise diese mit Blutmagie verstärkt.“

Nun schauten sich Sina sowie Neia gegenseitig an, sie haben den ähnlichen Gedanken. Man schließt die Tür, damit man „Ruhe“ hat, aber das scheint Renee wohl falsch zu interpretieren. „Bevor ich es vergesse, ich soll von meiner Mutter ausrichten, du dir bloß nichts einfallen lassen sollst, wenn das zukünftige Treffen kommt, NICHT daran teilzunehmen. Mutter meint, du würdest es verstehen?“ sagte Renee noch, bevor sie zur Liege ging.

Nun ließ Sina den Kopf hängen. „Deine Ma… kann sehr ehrgeizig sein oder?“ „Ja?“ hielt Renee den Kopf schräg. „Wenn man bedenkt, dass sie nicht ohne meinen Vater raus darf, muss sie sich ja irgendwie in ihrer Freizeit beschäftigen. Daher kann es schon sein, dass sie eigenartige Wünsche hat, nur Vater setzt sie ja um oder?“

Alte Angstgegner von Sina:

  1. Exos
  2. Dämonenkönig/Vater

Neue Angstgegner von Sina:

  1. Maria
  2. Exos
  3. Dämonenkönig/Vater

„Was habe ich getan…“ murmelt Sina und stand auf. „Dann zieh dich mal aus und Neia, ich bräuchte etwas Eis…“ Nach getaner Arbeit musste Renee mehrmals blinzeln und schien irgendwie wie wild um sich zu pusten.

„Alles in Ordnung? Soll ich dich etwas heilen?“ legte Neia eine Hand auf die Schulter. „Nein… es geht. Puh… Wow…“ leckte Renee sich die Lippen. Sina grübelt, ob sie was falsch gemacht hat. „Lara, Viktoria und ich habe sie mir sogar selber angebracht… Lara und Viktoria haben herum gequietscht, ich war wohl zu emotional gewesen…“

„Danke Sina, nun muss ich an mir arbeiten, damit ich die restlichen Piercings bekomme. Das gibt mir auch das Gefühl, wirklich was getan zu haben.“ zog Renee sich wieder an und man sah durch ihr Hemd Andeutungen ihrer Piercings.

„Renee, trag einen BH bitte. Wenn du keinen hast leihe ich dir gerne einen. Nur solltest… du die Bedeutung von Intim verstanden haben. Ich habe sie heute bewusst für meinen Vortrag zeigen lassen. Was glaubst du… wenn du so auf die Straße gehst… wie die Leute dich anstarren werden?“

„Sehe das Problem nicht? Viktoria ist doch auch so rausgegangen.“ hob Renee eine Augenbraue hoch. „Hrm…“ schloss Sina beide Augen. „Anders ausgedrückt: Dein Vater weiß NICHT, dass du und Viktoria ein Intimpiercing tragt. Was glaubst DU also, wie es enden wird?“

„Ah…“ legte Renee sich eine Hand auf den Mund. „Er würde schneller hier sein, als das Mutter ihn aufhalten könnte.“ „Richtig. Dann bekommst nicht nur du und Viktoria Ärger, sondern auch direkt ich. Darauf kann ich ehrlich gesagt verzichten und das habe ich Viktoria ebenfalls gesagt.

Ich hindere dich nicht daran, so in die Stadt rauszugehen, aber wenn deine Butler deinem Vater berichten: Eure Tochter… hat sich merkwürdigerweise im Brustbereich verändert. Nicht lustig bei so einem Vater.“ redet Sina Renee ins Gewissen. Sie wusste zwar, dass ein Teil gelogen war, aber jede Person ist nun mal anders und muss anders bearbeitet werden.

„Erm… ich haben einen BH…“ murmelt Renee ganz leise. „Gut das du verstanden hast. Dann zieh dich nochmal eben um, dann kannst du Lysa hoch schicken. Bin ja gespannt ob sie auch was haben will.“ nickte Sina zufrieden.

Lysa und Viktoria waren nun im Zimmer und ein Schweigen herrschte zugleich auch. „Und Lysa? Irgendwelche Wünsche oder möchtest du lieber natürlich bleiben? Wie gesagt, deine Mutter hatte keinen Einspruch in dem Sinne gelegt wie bei deiner älteren Schwester.“ half Sina etwas nach.

„Nur… ein Piercing würde ich nehmen wollen.“ starrte Lysa den Boden an. „Das freut mich zu hören, die Kästchen liegen da drüben, such dir eins aus.“ zeigte Sina mit dem Finger. Lysa ging darauf zu, in der Zeit erklärt Sina, unabhängig WAS für eine Arbeit man macht, Viktoria, dass Sauberkeit oberste Priorität hat.

„Ansonsten, du hast ja an dir selber gesehen, dass wir mit dem Attribut Schnelligkeit ziemlich klaren Vorteil haben. Einzig was hinderlich werden kann ist, wenn dein Kunde Regeneration hat. Ich kann mir vorstellen, wenn man diese an Eleanor anbringen will, man ganz schnell an seine Grenzen kommen wird.“

„Verstehe…“ nickte Viktoria, da kam Lysa zurück und hielt es vor Sina. „Hm… war das nicht ein Pa…“ „Nur EIN Piercing!“ hatte Lysa einen roten Kopf. „Ok? Wow… damit dürftest du deine Mutter aber auch überraschen.“ grinste Sina. „Muss… sie auch nicht wissen…“ murmelt Lysa.

Sina schaute Viktoria an, die nur mit den Schulter zuckt. „Ok, das hat auch Style. Dann legt dich mal hin und sag mir, welche Brust es sein darf…“

Als nächstes saß Abby mit einem roten Kopf vor Sina. „Ihr… wolltet mit mir sprechen?“ Im Raum waren Neia und Viktoria ebenfalls anwesend und die Vampirin schien sich zu schämen.

„Ja. Was du mit anderen in deinem Haus machst, geht mich überhaupt NICHTS an ok?“ schaute Sina die Vampirin ernst an. „Ich frage nicht nach was da los ist oder ähnliches, das werde ich Nisha auch gleich sagen. Bleibt also locker und wenn ihr Lara samt Zada seht, es ihnen mitteilt

WAS ich aber wissen will ist, ob Lara es anständig angebracht hat. Denn… als ich ihr die Belohnung gegeben habe… hat sie gezielt drei Paare von Piercings ausgesucht. Vielleicht ist es weit hergeholt, aber… sicher ist sicher. Du trägst welche oder?“

„Ja…“ flüstert Nisha ganz leise. „Soll ich sie anschauen und gegeben falls korrigieren?“ fragte Sina nach. „Denn erinnere dich an den Vortrag, wenn es länger getragen wird, hat man es für die Ewigkeit.“

Nisha starrte den Boden an dann schien sie zu einer Entscheidung gekommen zu sein. „Bitte…“ Die Vampirin lag mit nackten Oberkörper auf der Liege und Sina begutachtet sie. „Hmm… im Grunde was eine von unseren Kunden trägt. Ist das bewusst so gemacht, dass sie schräg sein sollen?“

„Nun… mir gefällt es.“ murmelt Nisha. „Abby hat sie komplett unterschiedlich, was ich persönlich sehr schön finde.“ „Wenn es dir gefällt, dann bleibt es so. Ich hatte eher die Sorge, dass es falsch angesetzt worden ist, aber Lara hat gute Arbeit geleistet.“ nickte Sina zufrieden.

„Erm…“ wurde der Kopf von Nisha rötlicher. „Ja? Interessiert an weiteren Piercings?“ grinste Sina, weil sie wusste, dass die beiden Vampire auch zu der Sorte gehören, die sich dafür interessieren könnten. Alleine das Nisha schüchtern nickte, war schon alles. „Ja… erm… für die… Zunge…“

Interessanterweise hatte Abby den gleichen Wunsch gehabt. Es wurde alles bei Abby wiederholt, was bei Nisha ebenfalls der Fall war, Lara hatte aufgepasst, was sie getan hatte. „Wie du siehst Viktoria, man kann sich da einiges machen lassen.

Wichtig ist, wenn du wirklich der Arbeit nach gehst, den Kunden komplett aufklärst. Du selbst kannst nicht heilen und hast nicht die Möglichkeit, Illusionen herbei zu zaubern. Wenn du das einmal angesetzt hast… und der Kunde hat keine Regeneration in diesem Fall, könnte es Probleme geben.“ „Verstehe.“ nickte Viktoria, die bei Nisha und Abby zuschauen konnte, wie die Zungenpiercings angebracht worden sind.

Als nächstes war tatsächlich ein Überraschungskandidat: Cixo. „Wie geht es dir eigentlich? Habe gehört, dass du sehr viel alleine trainierst?“ grüßte Sina die Katzendame.

„Mir geht es soweit gut.“ nickte Cixo. „Und das mit dem alleine trainieren hat den Grund, weil es erm… geheime Techniken sind, die ich verfeinern will in meiner waffenlosen Kampfkunst. Suki dürfte es am ehesten verstehen, weil sie ja auch eine Mishoi ist und auch nicht unbedingt alles sagen kann.“

„Ah, ok? Was hast du für einen Wunsch?“ „Ich würde gerne zwei dieser länglichen Ohrringe tragen wollen, die ihr bei eurer Vorstellung gezeigt habt.“ „Für jedes deiner Ohren dann?“ „Nein nein, nur für ein Ohr.“ „Hm…“ grinste Sina. „Das hat auch seinen Stil. Das werde ich aber vorher mit Illusionen zaubern, damit das richtig gemacht wird.“

Cixo verlässt glücklich mit einer großen Spende das Büro. „Glaube bei Katzenmenschen müssen wir mit den Ohren ein bisschen vorsichtiger sein. Cixo ist sehr hart im Nehmen, aber normalen Tiermenschen könnte es schmerzlich sein.“ grübelte Sina laut.

„Kein Wunder dass ich mit Eiswürfeln und Heilung helfen darf. Sie war tatsächlich jemand, die keine Regeneration hatte.“ nickte Neia für sich. „Vielleicht sollten wir Lisa fragen, ob man mit Blutmagie jemanden heilen kann.“ „Hm…“ grübelte Viktoria nun. „Das… wäre mir jetzt neu, dass Blutmagie das könnte.“

Nächster Kunde: Bariel. „Und mein Kind, wurdest du mit Weisheit gesegnet?“ grinste Sina. „Natürlich Mama, nur warum… ist meine „ältere“ Schwester nicht dabei gewesen?“ hob Bariel eine Augenbraue hoch.

„Weil sie keine bekommt. Sie weiß, dass sie schön ist, aber… sie ist mir zu unerfahren, was sie mit ihrer Schönheit alles anrichtet. Wenn sie jetzt noch Piercings bekommt, habe ich dann langsam etwas bedenken.“ teilte Sina direkt den Grund mit. „Man trägt zu allem auch eine Verantwortung und ich will Ruri nicht noch mehr Verantwortung übertragen, die sie sowieso überfordert.“

„Ah… verstehe. Dann bin ich halt die ungezogene Tochter von allen.“ grinste Bariel böse. „Ach wo, bleib einfach so wie du schon immer warst. Und, was hast du für Wünsche?“ grinste Sina ebenfalls.

„Also… ich hätte gerne ein Lippenpiercing hier, Nasenpiercing mit einem Stein hier, Augenbrauenpiercing zwei Ringe an der linken Seite.“ rattert Bariel direkt ihre Wünsche runter. Sina musste mehrmals ihre Tochter anblinzeln, dann spitzte sie ihre Lippen. „Oder… zu viel?“ war Bariel etwas unsicher.

„Das nicht, aber du schreist ja förmlich nach Aufmerksamkeit, dass ist dir bewusst?“ warnte Sina sie direkt. „Jeder wird sich definitiv nach dir umdrehen, wenn sie dich sehen.“

„Dann ist das doch gut? Ich habe gerne etwas Aufmerksamkeit.“ lächelt Bariel und ging zu den Kästen. „Huch?“ wundert sich die Chaosdämonin und holte ein Piercing raus. „Fehlt da nicht ein zweites Stück zu dem Piercing? Hm…“ grübelte die Dämonin, die anwesenden Frauen schauten sich schweigend in die Augen. „Ja, damit kann ich leben, wenn ich eins trage. Das dazu bitte.“

„Okeyyyyy…..“ lächelt Sina nun ganz fies. „Erm… bist du dir sicher Sina?“ wollte Neia schon einen eventuell kommenden Ärger in der Zukunft vermeiden. „Neia, unsere Kundin, die auch meine Tochter ist, wünscht sich EIN Brustwarzenpiercing, also geben wir ihr das, was sie sich wünscht.“ hörte das Lächeln nicht auf.

Am Ende fiel eine Träne von Bariel runter und wollte sich an der Brust reiben, als Sina sie auffing. „Nicht, damit verletzt du dich noch mehr. Lass dir von Neia ein bisschen Eis geben, du scheinst ein bisschen empfindlicher zu sein.“ „Ok Mama…“

„Auch das ist wichtig Viktoria, zu verhindern, in diesem Moment etwas… ungewohntes anzufassen. Eis hilft in diesem Fall sehr gut, zumal Bariel keine Regeneration hat. Das wäre der Moment, wo du ein bisschen medizinisches Wissen mitbringen musst.

Aufgrund das Bariel von Neia geheilt wurde, musste ich ihr Piercing kurz erhitzen, damit es nicht festwächst. WENN das passiert, dann kannst du mit einem großen Problem rechnen.“ kam die nächste Warnung.

„So… nun sollte es besser sein.“ nahm Neia den Eiswürfel weg. „Wenn du das Gefühl hast, dass es schmerzt, einfach uns aufsuchen ok? Notfalls drehst du die Kugel an der Seite auf und entfernst ganz das Piercing.“

„Danke…“ richtete sich Bariel auf und nahm von Sina einen Spiegel. „Genau so… da wird aber jeder hinter mir herschauen.“ grinste Bariel böse. „Bist du auf Männerjagd für deinen Traum oder wie?“ hob Sina eine Augenbraue.

„Nö, da ich jetzt ein langes Leben genieße, habe ich es nicht mehr SO eilig. Tun werde ich es, aber eher will ich an deiner Seite sein und den Spaß genießen. Erm… du hast Regeneration angesprochen, meine Feindin hat mich dafür sogar ausgelacht. Was…“ schüttelt Bariel kurz den Kopf.

„Oh…“ ließ Sina ihre Flügel hängen. Alleine die Flügel von Sina und Bariel füllen fast das Büro aus, man kommt dann schon ins Staunen, wie sie ohne Probleme sich mit den Flügeln anpassen. „Ich erkläre es für Sina.“ meldete sich Neia.

„Du wirst nicht darum herumkommen, dass du dir unheimlich viele Schmerzen zufügen lassen musst. Ich… hatte sie bekommen, nachdem Sina mir mehrmals alles gebrochen und Sherry mich wieder geheilt hat.

Sherry hat sie auch bekommen, aber… in ihrem Fall hatte sie eine magische Seuche in sich getragen. Dazu dass ich mit Gewalt eine Bluttransfusion bei ihr umsetzen musste und Sina dann zum Schluss mit einem sehr schmerzvollen Gegenzauber die Seuche entfernt hat, bekam sie diese Fähigkeit.

So… wie ich deine Mutter kenne, wird sie sich weigern, dir irgendwelche Schmerzen zuzufügen, dass könnte ihr persönliches Familienbild zerstören, egal wie sehr du sie bitten würdest.“

„Ah… verstehe.“ ließ Bariel ihre Flügel ebenfalls hängen. „Nun… ich könnte es schon machen, aber du bist kein Vampir, also bräuchtest du schon einen Heiler.“ bot Viktoria sich an. Bariel schaute schweigend Viktoria an, dann ihre Mutter.

„Du brauchst meine Erlaubnis nicht, dann macht… es aber nicht in diesem Haus. Ich habe die Sorge, dass ich mich dann einmischen könnte. Bei uns Dämonen ist das ein Standartverfahren, die Fähigkeit zu bekommen, aber… Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Eltern so damit einverstanden sind, auch wenn die Vorteile klar auf der Seite sind.“ schaute Sina etwas zur Seite.

„Ich würde mich dann als Heilerin zur Verfügung stellen, Sherry… braucht das nicht nochmal zu erleben.“ lächelt Neia traurig. „Ok… aber nicht heute. Glaube… ich werde es machen, wenn ich wirklich bereit bin.“ nickte Bariel, die nun aufstand und ihr Hemd anzog.

Wieder das gleiche Problem wie bei Viktoria und Renee war zu sehen, aber… Sina zuckte nur mit den Schultern, ihre Tochter wollte die Aufmerksamkeit haben. Doch das Bariel sie auf einmal umarmte, damit hat sie nicht gerechnet.

„Wenn… ich jemals eine Mutter gehabt habe… dann danke ich ihr, dass ich existiere. Doch… der noch größere Dank geht dir Mama. Du füllst meine Einsamkeit, der mein ständiger Begleiter war, mit Leben auf. Danke…“ flüstert Bariel ihr ins Ohr.

Nun drückte Sina ebenfalls zurück. „Das… höre ich wirklich sehr gerne. Es hilft mir… bei meinem eigenen Seelenheil, wenn das eigene Kind das sagt. Es… ist wirklich egal, ob du als Dämon erschaffen wurdest oder nicht… Du bist wirklich eine sehr coole Tochter…“

Sina konnte es nicht sehen, aber Bariel lächelte sehr glücklich, ihr kleiner Knochenschwanz schlägt freudig um sich. Die anderen Damen mussten etwas Abstand nehmen, nicht getroffen zu werden. Anschließend lösten sie sich wieder voneinander.

„Dir wird jetzt jeder hinterherschauen mein Kind. Na gut, du kannst den anderen Bescheid geben, wenn niemand mehr will, kann Sherry kommen.“ nickte Sina lächeln. „Immer doch.“ nickte Bariel ebenfalls und ging.

Als die Tür zufiel, musste Viktoria direkt nachfragen. „Warum hast…?“ „Was? Sie wollte es und sie muss es ja nicht wissen oder?“ rieb sich Sina grinsend die Hände. „Gewöhne dich daran Viktoria, Sina hat wieder die Saat für das nächste Chaos gesät.“ seufzte Neia.

„Als ob Lysa und Bariel sich einmal nackt sehen würden, an so viel Zufall will selbst ich jetzt nicht glauben.“ hob Sina eine Augenbraue hoch. Die Tür ging auf und Sherry kam. „Das waren alle Sina. Suki geleitet sie alle nach draußen, denke… du hast einige sehr glücklich gemacht, nur Lysa war so schweigsam.“

„Tja… bestimmt fragt sie sich selber, was sie genau getan hat.“ schmunzelt Sina. „Dann waren das alle Viktoria. Wenn du dich selbstständig machen willst, geh einfach zur Schmiede von Brandrulim und stelle mehrere Piercings in Auftrag. Du hast genug gesehen und hast alles wichtige gelernt, dir fehlt nur noch die Erfahrung.“

„Ich danke dir Sina, dass du mir das alles beigebracht hast. Denke, ich habe da einige Vampire im Blick von meinem Clan, an denen ich es üben könnte.“ grinste Viktoria. „Einen schönen Abend noch.“

„Wunderbar… dann Neia, du bist die letzte und Sherry… dich würde ich bitten, einfach… du weißt schon.“ hob Sina beide bedeutungsvoll ihre Augenbrauen mehrmals hoch. „Aber natürlich.“ grinste Sherry frech.

Die Tür fiel wieder zu, dann schaute Sina Neia an. „Interessiert… Sherry zu überraschen?“ „Lass hören.“ grinste Neia. „Zuerst meine alten Piercings, damit du dich schnell daran gewöhnst…“

Ahnungslos zog Sherry in ihrem Negligee alle Gardinen zu und war mehr als zufrieden mit ihrer Vorbereitung. „Hmm… bin mir nicht sicher… so… oder so? Was bringt mir die Erfahrung, wenn ich es nur mit einer Frau und Mann gleichzeitig gemacht habe…“ seufzte Sherry.

Auf einmal wurde das Zimmer komplett schwarz, Sherry hörte nur, wie die Tür auf und wieder zu ging. „Sina?“ fragte Sherry grinsend. „Das passt nicht in meinen Plan!“ „Nicht schlimm!“ hob jemand sie zärtlich hoch.

„Huh?“ wundert sich Sherry, als sie auf einmal hochgeworfen wurde und auf was weiches landete. „Hey Sina! Dachte…“ wurden auf einmal beide Hände hochgezogen und sie merkte, wie sie mit etwas verschnürt worden sind.

Dann konnte Sherry wieder sehen, Neia und Sina standen in ihren knappen Negligees neben dem Bett. „Sherry… du hast den ersten Schritt zu dieser Beziehung gemacht und scheinst jedes mal deine Herrin den Kopf zu verdrehen.“

„Also dachten wir… wir werden DICH einfach mal verwöhnen. Es ist einfach gemein, dass du die ganze Erfahrung hast.“ grinste Neia gemein.

„Aber…“ schaute Sherry zu den beiden Frauen, die auf die Knie auf das Bett gingen und zu ihr krabbelten. Bevor Sherry Einspruch legen konnte, küsste Neia sie. Sina dagegen streichelt den Bauch von ihren Verlobten.

„Nichts aber… es wird für uns alle das erste Mal sein. Also soll es so tief in unserer Erinnerung sitzen, dass wir es nie wieder vergessen. Außerdem…“ setzte sich Neia nun auf den Bauch von Sherry, während Sina sich grinsend neben sie legte.

„Du bist auch meins.“

„Eh...

Kapitel 681

Ich bin wiedergeboren und mein Vortrag?

Sina schließt die Haustür ihrer Villa hinter sich und lehnte sich dann anschließend mit dem Rücken dagegen. „Puh… was ein Tag… Ich habe mir tatsächlich den Mund fusselig geredet…“ seufzte Sina und schaute ihre Kleidung an. „Eleanor muss foltern um normal zu sein…“

Mit dem Kopf schüttelnd ging sie langsam in den Flur, als Bariel ihr „zufällig“ über den Weg kam. „Mutter, du siehst ja fertig aus?“

„Bin ich auch. Es wurde irgendwie bei jedem Gespräch mehr als geplant…“ ließ Sina ihre Flügel hängen und betrachtet Bariel an. „Hmm…?“ „Ja? Habe ich irgendetwas?“ hielte Bariel leicht ihren Kopf schräg.

„Hmm… du hast mich auf eine Idee gebracht.“ nickte Sina für sich. „Heute Abend kommen drei Damen, die sich Piercings anbringen lassen wollen. Vielleicht hast du ja auch daran Interesse.“ grinste Sina.

„Was kann ich mir darunter vorstellen? Ich trage ganz selten Ohrringe.“ hob Bariel eine Augenbraue hoch. „Das könnte ich dir und den anderen heute Abend alles erklären, genau machen wir das. Du weißt wo Nisha und Abby wohnen?“ „Bin mir nicht so sicher?“

„Dann lass es dir von Suki erklären. Sag den Damen, dass sie herzlich dazu eingeladen sind als neue Mitglieder meines Clans bei diesem Meeting dabei zu sein. Ich muss mich erst mal duschen und etwas ekelhaftes von mir abwaschen.“ klopfte Sina Bariel auf die Schulter und ging nach oben.

„Ok?“ schaute Bariel ihrer Mutter nur hinterher und suchte dann Suki auf. In der Zeit war Sina im Badezimmer angekommen und schloss die Tür zu, dann zog sie sich direkt aus. Als sie bei der Unterwäsche ankam, musste sie darüber grübeln, in welcher peinliche Lage Viktoria war.

„Hmm…“ betrachtet Sina sich im Spiegel. Sie zog ihren BH aus und betrachtet ihre Piercings. „Sie hatte regelrechten Spaß damit gehabt, aber… weil sie so schusselig war, könnte es ihr nun sehr peinlich sein.“ seufzte Sina.

„Vielleicht ist es Zeit für einen Imagewechsel.“ redete Sina mit sich und holte aus ihrem Inventar einen Bademantel. Sie verließ direkt das Badezimmer und ging in das Büro, was von Suki sehr sauber gemacht wurde. Die Dämonin ging direkt zu einem Schrank und holte die drei Behälter mit den ganzen Piercings hervor.

Anschließend legte Sina sie auf ihrem Schreibtisch und begutachtet sie alle. Sie fand ein passendes Paar und holte sie raus. „Ja, ich hoffe, dass ich mit meiner Idee Viktoria den Scham etwas abnehmen kann.“

Im Badezimmer wieder angekommen stand Sina vor dem Spiegel. „Das… wäre vielleicht gut für meinen Vortrag. Zu wissen… ob diese Piercings wegen unsere Regeneration neu gestochen werden müssen.“ murmelt Sina mit sich selber.

Sie entfernte einen der alten Piercings von ihren Brustwarzen und beobachtet es sorgfältig. Nachdem mehrere Minuten immer noch nichts passiert sind, seufzte Sina erleichtert auf. „Puh… damals war ich stocksauer gewesen und habe den Schmerz ignoriert.

Aber dass sollte man berücksichtigen, dass die Piercings tatsächlich bei längere Dauer nicht mehr sich selber heilen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich sie kurz erhitze und damit das festwachsen verhindere. Man lernt scheinbar nicht aus.“ grinste Sina.

Das andere Piercing wird ebenfalls entfernt und Sina schaute sich in voller natürlichen Schönheit wieder im Spiegel an. „Hmm… Maria meinte, ich hätte eine Vorstellung wie du ausgesehen haben könntest… Mutter. Doch… vermutlich so groß wie ich und Kyllia, schwarze Haare und blaue Augen.

Eigenartigerweise hatten alle die unterschiedlichsten Gesichter gehabt von meinen Schwestern, vermutlich das Erbe von Vater.“ streichelt Sina sich selber eine Wange. „Was… hast du gedacht… als du bei dem Experiment zugestimmt hast und dafür sogar gestorben bist…

War es Freiheit für alle Dämonen? Sich einen besonderen Namen machen? Warst… du mit meinen Vater etwas mehr gewesen oder… wurdest du ausgesucht, weil du die besten Bedingungen für das Experiment gezeigt hast? Hmm…“ seufzte Sina.

„Wenn ich wüsste… warum Vater nichts von dir sagen will. Ist es Scham oder ein geheimer Deal zwischen euch beiden? Du bist so mysteriös Mutter… Maria hatte recht.“ grinste Sina schief. „Ich hätte wirklich jemanden gebraucht, bei dem ICH mal weinen kann.

Nicht das übliche weinen vor Freude, Unverständnis oder ähnliches… sondern weil ich wirklich überfordert war. Das… ist ja nicht das erste Mal nicht wahr Mutter? Was… hätte ich dich in meine Trainingsphase so gebraucht… Mein einziger Partner, der mir zugehört hat, war mein Kissen gewesen…“ schaute Sina traurig ihr Spiegelbild an.

„Ein Held… der einen anderen Helden zur Rettung braucht… Maria, du bist wirklich eine sehr gefährliche Frau mit so einfachen Gedanken und das Schlimme ist… du weißt es selber sehr genau. Das ist wohl etwas… was eine Mutter ausmacht.

Was hätte meine Mutter mir geraten? Hätte sie mich getröstet oder wäre sie genauso wie meine Ausbilder und hätte mir Schwäche vorgeworfen? Das… ist echt der Nachteil, dass ich NICHTS über dich weiß…“ ließ Sina die Schulter hängen.

„Nun aber genug mit der Selbstmitleidcrisis, ich bin nicht soweit gekommen, dass ich jetzt auf einmal Depressionen bekomme… Dabei weiß ich genau, dass es eine sehr gefährliche Krankheit ist.“ nickte Sina sich selber zu.

Sie holte die neuen Piercings raus, ganz gewöhne Ringe, die aber extra für Brustwarzen hergestellt worden sind. „Ja, einfach mal einfach sein.“ grinste Sina und bringt sie an. Nach getaner Arbeit betrachtet sie sich wieder im Spiegel und war zufrieden.

„Glaube, da werden meine süße Elfinnen aber schauen. Uh… ich… kann mich echt nicht vorstellen, wie es… sein könnte. Ich wette… Lara hat mit den anderen mehr als nur Küsse verteilt, so panisch wie sie weggerannt ist.“ lächelt Sina boshaft

Glücklich ging Sina unter die Dusche und ließ das Wasser auf sich prallen. Während des Duschvorgangs hatte sie weitere Gedanken. „Morgen definitiv mit dem Bürgermeister sprechen… und… Priester Armani mit in den Gespräch einplanen, weil… das muss auch geklärt werden. Doch dazu morgen…

Dann muss ich auch die Truhe von Vater anschauen, ich weiß immer noch nicht, was da drin sein kann. Hoffentlich nicht er selber…“ schmunzelt Sina sich unter der Dusche… als zwei Hände um ihr Bauch wanderten.

Erschrocken drehte Sina sich mit dem Kopf nach hinten und sah eine grinsende Neia. „Hallo Sina. Dachte… du könntest etwas Unterstützung gebrauchen?“

„Jetzt hast du mich aber erwischt, ich war wirklich in Gedanken versunken, dass ich nicht mal mitbekommen habe, dass jemand das Badezimmer betreten hat.“ grinste Sina. „Nun, die Tür war auch nicht verschlossen, was… ich persönlich nicht schlecht finde.“ küsste Neia Sina auf die Wange.

„Hmm…“ schnurrte Sina zufrieden. „Bevor… ich es vergesse… du wolltest Brustwarzenpiercings wie Sherry und ich sie haben? Bleibst du auch bei diesem Entschluss?“ Neia bückte sich kurz unter dem Flügel von Sina und stand dann vor ihr…

„Hey… du hast ja andere Piercings!“ lächelte Neia. „Also auf deine Frage zu kommen…“ küsste Neia unter dem Duschregen Sina, die Flügel gingen hoch und der Knochenschwanz wedelte glücklich um sich. „Ja. Ich bin mir sehr sicher.“ löste Neia sich von Sina.

„Dann… warte auf heute Abend, da werden weitere Frauen kommen und ich dachte… ich halte einen Vortrag. Da kannst du direkt dabei sein, weil ich eben zu einigen Erkenntnissen gekommen bin, die ich gerne teilen würde.“ hatte Sina sehr rote Wangen.

„Gerne.“ nickte Neia. „Sag…“ konnte Sina ihre Bestie langsam immer weniger kontrollieren. „Die Tür ist zu?“ „Ganz fest zu und Sherry ist immer noch nicht von der Schmiede zurückgekommen. Es hat ihr wirklich sehr große Sorgen bereitet, dass ein wichtiger Freund von ihr so… Hmm… tief gefallen ist und von vorne starten muss.“ wurde Neia traurig.

„Ok.“ streichelt Sina eine Wange von Neia, bis beide Arme um den Rücken von Neia wanderten. „Ich halte es nicht mehr aus und du bist hier.“ küsste Sina die Elfenfürstin ganz wild. Neia antwortet ebenfalls darauf und drückte Sina ebenfalls fester an sich…

Sina wusste nicht wie viel Zeit vergangen war, aber es war ihr jetzt… sooooo egal. Sie lag in der Badewanne und Neia mit dem Rücken auf ihr. Die Dämonin konnte nicht das Gesicht von Neia sehen, aber die sehr roten Ohren und wie sie am zucken sind… Ein Indiz das jemand sehr glücklich ist.

„Hmm… bereust du etwas Neia?“ legte Sina ihre Hände auf dem Bauch von Neia. Diese sagte nichts, schüttelt nur den Kopf. „Ich auch nicht.“ lächelt Sina. „Aber… bist du alleine auf die Idee gekommen ins Badezimmer zu gehen oder… hat da jemand etwas nachgeholfen?“

„S… Sherry meinte… als du gegangen bist, dass sie damit rechnet, dass die Gespräche dich sehr stressen könnten.“ murmelt Neia. „Sie hat mir im Schlafzimmer erklärt, dass es meine Aufgabe sei… dich glücklich zu machen…“

„Was du auch sehr gut gemacht hast.“ küsste Sina die Ohrspitze von Neia, die nun stöhnte. „Ja… aber… ich habe… doch nichts gemacht…“ murmelt Neia. „Das ist auch nicht schlimm meine Liebe, wirklich nicht. Ich… habe es regelrecht genossen dein Gesicht zu beobachten und wie hilflos du… bei mir warst.“

Auf einmal drehte Neia sich um und Sina sah ein sehr roten Gesicht. „Sina… ist das wirklich… in Ordnung gewesen? Ich… ich… habe kein Problem… gemacht zwischen dir und Sherry? Weil… Immer wenn ihr Sex hattet… habe ich in mein Kissen gebissen…

Die Neugierde… hat mich fast umgebracht… Nun… habe… das erste Mal Sex… mit einer Frau gehabt und… ich… ich kann es nicht beschreiben…“ wollte Neia weiter was sagen, als Sina sie zu sich zog und küsste.

„Neia…“ löste Sina sich von der Blutelfe und schob eine Strähne beiseite von ihrem Gesicht. „Es war nur eine… Frage der Zeit gewesen, bis du mit mir Sex hättest. Wir wussten beide… dass ich… dich so gerne… innig geliebt hätte… Doch wollte ich auch nicht… zu gierig sein.

Du hast… so schlechte Erfahrungen gemacht… wenn du mit mir Sex hast… soll es etwas besonderes werden. Es soll dich süchtig machen nach mehr. Sei ehrlich Neia… so knallrot dein Gesicht und deine Ohren sind… Du hattest es ebenfalls genossen.“

Die Augen wanderten von Neia hin und her, man sah ihr an, dass sie ein Problem hatte eine ehrliche Antwort zu geben. Also drückte Sina sie an sich und streichelt ihren Hinterkopf. „Stell dir vor… Sherry wäre dann dabei… DAS ist… worauf ich mich freue… Sherry… und du… auf unserem Bett…“ flüstert Sina.

Rauch kam von Neia´s Kopf hoch bei der Vorstellung. „Du hast dich auch langsam in Sherry verliebt oder?“ „Wie… kann man es nicht…“ murmelt Neia. „Sie küsst mich… immer wieder, bringt mir diese… Techniken bei… und schickt mich zu dir… dann bekomme ich von dir die Liebe entgegen… Ich habe immer… dieses schlechte Gewissen… dass ich dich von ihr wegnehme…“

„Tust du aber nicht, weil wir uns alle lieben.“ grinste Sina. „Wir sollten Sherry… wirklich danken… dass sie diesen Schritt gemacht hat oder? Meine… du hast meinen Namen sehr laut geschrien.“ grinste Sina noch breiter.

„Ach Meno!“ schlug Neia mit beiden Fäusten kindisch auf die Schulter von Sina. Nun musste Sina lachen. „Awww… wie süß.“ Doch musste Sina diesen Spaß unterbrechen und fing beide Fäuste auf. „Du… so gerne ich dich weiter aufziehen will… habe ich noch was vor.“

„Tz… dann lass mich alleine…“ blies Neia ihre Wangen auf. „Nein… so war das nicht gemeint…“ stand Sina mit Neia auf, die die Elfe wie eine Prinzessin hielt. „Du darfst mich noch weiter assistieren.“

Dann war es soweit. Im Wohnzimmer wurde alles vorbereitet, allen Männer war es verboten auch nur das Grundstück zu betreten, zumindest hat Suki mehrere Schilder aufgestellt.

Sina war zufrieden mit den Gästen, auch wenn einige sich selber scheinbar eingeladen haben. Neben Renee, Viktoria, Lysa, Nisha, Abby und Bariel, waren auch Cixo und Neria dabei. Suki, Neia und Sherry standen etwas abseits und waren stille Zuschauer.

Kyllia und Lisa wurden auch eingeladen, doch wurde der Vampirin die Situation erklärt, dass sie keine Piercings tragen darf. Dazu wollte Sina nicht das Risiko eingehen, die neue Freundschaft mit Layla zu zerstören. „Hm… nein, dann bleibe ich fern. So schön es bestimmt ist, aber ich will ungern neben meine Schwester im Raum sein.“ meinte Lisa nur. „Dann bleibe ich auch bei Lisa.“ grinste Kyllia traurig.

Sina trug ganz bewusst Sportklamotten, wo man Andeutungen von ihren Piercings sah. Als Viktoria mit ihrer Schwester kam, war sie erstaunt gewesen und Sina zwinkert ihr zu.

„Meine Damen, es freut mich, dass ihr alle gekommen seit. Einige wissen es, andere hatten wohl gewisse… Informationsquellen gehabt. Egal, ihr seid alle an eines interessiert, unabhängig ob ihr sie tragen wollt: Piercings.“ ging Sina vor den Gästen und nickte Neia zu.

„Einigen habe ich versprochen, dass sie die Piercings als Belohnung haben dürfen und sollen diese auch bekommen. Dennoch würde ich gerne die Piercings auch anderen Damen zeigen wollen.“

Neia kam mit Sherry und gaben Renee sowie Viktoria die Kisten mit den Piercings. „Was ich festgestellt habe ist, dass einige vielleicht davon gehört haben, andere wiederum nicht. Vielleicht haben einige es auch gesehen, aber dürften nicht unbedingt den coolen Style haben, wie in der Kiste.“ grinste Sina.

„Piercings sind meiner Meinung nach eine Verschönerung für unseren Körper. Einige lieben es, natürlich zu bleiben, kein Problem. Andere… haben bestimmt die Gier, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Meine… wir sind alle exotische Schönheiten oder?

Egal wie wir uns kleiden, wie wir unsere Haare stylen und bestimmte Parfüms aufsetzen, sobald wir mit Freude über die Straße gehen… drehen sich immer Personen nach euch um. Dabei geht es ja nicht darum, diese Leute zu bezirzen, sondern zu zeigen… wie schön wir sind.

Die Welt ist doch schon so hässlich genug oder? Dann sind wir Frauen dazu angehalten, einfach… die Welt zu verschönern. Ich stelle mich als Modell vor und werde euch mit Illusionen zeigen, wo man welche Piercings anbringen kann.

Dabei habe ich an mir einige Dinge festgestellt, die ich vielleicht auch erklären muss, denn mir war nicht bewusst gewesen, dass es scheinbar bestimmte Regeln gibt bei unserer Regeneration. Nichts gefährliches, aber etwas mehr zu Wissen hat nie geschadet.“ schaute Sina alle schweigsamen Damen an, dann fing es an.

Zuerst zeigte Sina mit Illusionen die Bauchnabelpiercings mit den Piercings, die sie auch zur Verfügung hat. Dann machte sie einige Beispiele, wie es mit Edelsteinen aussehen könnte, weil sie sich erinnert, dass Layla das mal erwähnt hat.

Als nächstes ging es dann über die Lippen, Zungen, Nasen und Augenbrauen Piercings. Dabei machte Sina eine Illusion, wo ihr Kopf größer dargestellt wird und zeigte dann mit einem kleinen Stock die Orte und entsprechendes Aussehen der Piercings.

Es verging einige Zeit, die Gäste stellten hier und da einige Fragen, die Sina ohne Probleme beantworten konnte. Dann fiel ihr Blick auf die Katzendamengruppe… „Hmm…“ grinste Sina und zauberte sich auf ihre Illusion ihre Ohren weg, dafür aber Katzenohren.

„Denke, auch ihr könnt Ohrringe tragen. Es müssen ja nicht einfache Ringe sein, in meinen Bestand habe ich auch andere Formen für die Ohren. Diese…“ zeigte die Dämonin es per Illusion… und eine Katzendame strahlte geradezu.

Nun kam Sina fast dem Ende… als sie ihr Tanktop ohne Vorwarnung auszog. „Wären hier Männer anwesend, ich hätte das nicht gemacht. Doch wir sind alle Frauen mit unterschiedlichsten Brustgrößen, also was soll´s?

Das wäre das letzte Thema und zwar Intimpiercings. Einige haben es von uns, andere wollen es sich noch machen lassen.“ erzählte Sina ohne Scham, was diese Piercings für sie sind und erklärte auch den Vorgang, wie es angesetzt wird. Dabei wies sie auch darauf hin, dass man bei diesen Piercings genau überlegen soll, ob man sie auch haben will.

Diese bringen Spaß mit, könnten das Sexualleben erweitern und… blah blah blah. „Nur wichtig: Tragt ihr sie auf Dauer und wollt sie nicht mehr tragen, das Loch wird sich nicht durch unsere Regeneration schließen.

Das habe ich heute an mir festgestellt, weswegen mir der Wechsel zu neuen Piercings sehr einfach fiel.“ zog Sina wieder ihr Tanktop an, sie hatte sich kein bisschen geschämt vor den Gästen dies zu zeigen. Doch die Gier bei zwei gewissen Blutelfen… den hat sie definitiv mitbekommen.

„Das war mein Vortrag mit Piercings, ich hoffe, ich konnte euch alle etwas aufklären und ihr hattet euren Spaß meine Damen. In meinen Büro habe ich alles vorbereitet für… die Piercings, vier Damen wollen es definitiv haben, aber ich lasse im Gegensatz zum letzten Mal, immer nur… erm… eine Kundin rein.

Damit will ich eine Privatsphäre für alle aufzubauen, vielleicht… will ja die eine oder andere eine Überraschung planen. Nicht wundern, Neia wird dabei sein, die mir etwas assistieren wird und… je nachdem… Ganz ehrlich, wir sind starke Kämpferinnen und Schmerzen sind uns nicht unbekannt.

Dennoch… bei einigen Piercings könnte es sehr schmerzhaft sein und je nachdem ob ihr viel zappelt, dass Neia euch in diesem Moment heilt. Ich stelle euch gerne meine Piercings euch allen zur Verfügung, nur…

Ich würde mich in diesem Fall über eine kleine Spende freuen. Diese Spende wird für neue Piercings investiert, denn mein Bestand wird heute ja etwas kleiner. WENN aber jemand ganz andere stylische Piercings haben will, dann empfehle ich die Schmiede von Brandrulim.

Aufgrund dass ich das mehr oder weniger ins Leben gerufen habe, hat sich dort ein Zwerg darauf spezialisiert. Zeichnet euren Wunsch auf oder ähnliches und dann könnt ihr es vor Ort besprechen. Die bisherige Arbeiten kann ich nur loben, also keine Scheu, ihr könnt auch ein bisschen Eigeninitiative zeigen und ich kann euch die Piercings immer noch dran machen.“ grinste Sina.

Die Damen klatschten und Sina verbeugte sich kurz. „Dann gehen wir mal in das Büro oder Viktoria?“ Die Vampirin stand ohne ein Wort auf und folgte der Dämonin mit Neia. Kurz vor der Tür: „Erm… kann ich mit Sina kurz alleine sein?“ bat Viktoria auf einmal.

„Das ist kein Problem.“ nickte Neia, Sina konnte sich ungefähr vorstellen, was Viktoria möchte. Die Damen gingen in das Zimmer und die Tür wurde geschlossen… Sofort umarmte Viktoria Sina sie von hinten.

„Danke…“

Kapitel 680

Ich bin wiedergeboren und die Gespräche? VIII

Eine Tür wurde geöffnet und Lysa reißt kurz ihre Augen weit auf. „Lady Sina? Was… ist mit euch denn passiert?“ „Wieso?“ hielt Sina ihren Kopf schrägt.

„Naja… ihr seht aus, als hättet ihr einen blutigen Kampf gehabt?“ zeigte Lysa mit einem Finger auf die Klamotten von Sina. Sina schaute runter und Tatsache, überall Blutspritzer und weitere Flecken waren zu sehen. „Kam von Eleanor, muss ich weiter darauf eingehen?“ sagte Sina dies in einem Tonfall, dass dieses Thema schnell zum Ende kommen soll.

„Ah…“ nickte Lysa. „Verstehe. Vermutlich wollt ihr mit meiner Mutter sprechen oder?“ „Das… war jetzt so mein Plan gewesen.“ nickte Sina. „Wenn ihr mir folgen würdet? Ich werde alles vorbereiten.“

Gesagt, getan, Sina saß auf dem bekannten Stuhl und schaute Lysa beim Werkeln zu. „Sag, lebt Ruri eigentlich noch hier?“ „Bei allen Göttern ist sie endlich weg.“ kam die Antwort wie aus dem Mund geschossen.

„Aha…? Was hältst du von ihrer Veränderung? Dürfte Layla auch schon wissen oder?“ „Ja, ich habe sie untersucht, denn bei uns Vampiren passiert es nicht, dass man sich zwei mal verwandelt oder sich so verwandelt, dass man aussieht wenn man vom „Meister“ gebissen wurde.

Mutter und ich sind zu der gleichen Meinung gekommen, dass es ein bisschen anders verlaufen wird bei Dämonen. Wir regulieren ja, wie schnell jemand die Rasse wechseln wird. Das dürfte in eurem Fall auch nichts anders sein, wenn ich an eure Tochter Bariel…“ Auf einmal hörte sie auf zu reden und rieb sich ihre Nase.

„Ja? Was ist mit Bariel?“ hakte Sina nach. „Nichts, es ist erstaunlich, dass eure Töchter so unterschiedliche Persönlichkeiten haben.“ murmelt Lysa. „Bariel wurde ja in wenigen Minuten verwandelt.

Aufgrund das Ruri eine Sukkubus geworden ist als Unterart. Diesen Teil verstehen wir nicht, gehen wir fest davon aus, dass alle deine erschaffene Dämonen immer zu deiner Rasse werden. Doch die Verwandlung geht in diesem Fall viel langsamer, eigentlich.

Denke, ihr seid über den magischen Regen aufgeklärt worden oder?“ schaute Lysa kurz Sina an, die am nicken war. „Es wurde nur beschleunigt. Wie lange… die Verwandlung „eigentlich“ dauern würde, kann man nur herausfinden, wenn ihr weitere Kinder erschafft.

Ich habe mir auch die Freiheit erlaubt, mit ihr ein paar Test zu machen mit ihren Zähnen, ob sie auch den Stoff produziert, wie ihr das könnt Lady Sina. Die Test sind negativ ausgefallen, also kann sie nur als… „Frau“ weiteren Nachwuchs gebären, aber nicht erschaffen.

Einen Test wollen wir nicht machen und das wäre, wie es sich nun mit dem Blut eines Chaosdämonen verhält. Wenn ein Vampir es trinkt, spielen die gleichen Regeln eine Rolle? Oder was ist, wenn einer eurer Töchter das Blut eines Vampirs trinkt?

Ich bin mir bewusst, dass es sehr gefährliche Fragen sind Lady Sina, aber… denke es ist für alle eine Sicherheit, dass auch da Gefahren sein können. Wir bleiben einfach bei den Regeln, dass wir kein Blut miteinander tauchen, dann passiert nichts.“

„Das ist eine vernünftige Einstellung.“ stimmte Sina ihr zu. „Aber etwas ist merkwürdig.“ „Wie meint ihr?“ schaute Lysa hoch.

„Die Sukkubus Sarless sollte dir ja bekannt sein. Sie ist von Gair geschwängert worden und trägt nun ein fast ausgewachsenes Baby unter ihrem Bauch, was durch den Regen ebenfalls geschuldet ist. Auf Blut müssen wir aufpassen, aber… scheinbar sieht es anders aus, wenn man Sex hat.“

Eine Stille entstand im Raum, Lysa schaute Sina an, als wäre sie ein Oger in einem Ballerinakostüm. „Ich… habe nicht richtig verstanden… Eine Dämonin… wurde von einem Vampir geschwängert und trägt… ein Kind unter sich?“

„Illusion: Sarless schwanger.“ schnippte Sina eine Illusion von Sarless, wo man auch das Baby sehen konnte. „Ja, ist sie. Dabei ist etwas ganz neues entstanden, denn Sairle, so heißt ihre Tochter ist weder ein Dämon noch ein Vampir, sondern ein Dampir.“

Etwas fiel von Lysa aus der Hand auf den Boden, sie sah aus, als hätte sie was komplett neues entdeckt und wüsste nicht wie man reagieren sollte in diesem Moment. „Lysa? Ich warne dich jetzt schon mal: Keine Gespräche mit Sarless oder Untersuchungen. Das ist eine glücklich werdende Mutter und ich will nicht, dass ihr Glück gestört wird.

Außerdem rennst du nicht direkt zu Gair und fragst ihn zu den Details, denn er weiß davon NICHTS und Sarless bat darum, dass es auch so bleiben soll, wir verstehen uns?“ warnte Sina die Vampirin. „Aber…“ „Wir verstehen uns?“

„Natürlich Lady Sina…“ hörte man eine sehr verbitterte Stimme von Lysa. „Doch warum… hat Lisa mir nichts gesagt?“ „Seit wann ist deine Schwester dazu angehalten, dir alles zu sagen? Sie genießt jede Minute mit Kyllia zu sein.“ hob Sina eine Augenbraue hoch. „Sie war ja auch total von der Rolle, als Sarless bei uns reinkam.

Aufgrund das Sarless dieses Kind in sich trägt, planen Ruri und Aelfric ebenfalls… gewissen Nachtwuchs in der Zukunft ein. Am Anfang haben wir ihnen es ausgeredet, doch mit Sarless als Beweis vor ihren Augen?“

„Lady Sina… ihr überseht etwas.“ schaute Lysa Sina an. „Ruri und Bariel sind nicht wie gewöhnliche Dämonen. So wie ich euch das mit dem Blut erklärt habe, so sollte man im Hinterkopf behalten, dass sie anders sind.“

„Uh… frage mich, wie meine Enkelkinder sein werden? Bin ich dann eine Oma?“ ignorierte Sina die Warnung ganz bewusst. „Lysa, du kannst jetzt alles in Behutsamkeit stecken, aber… irgendwann passiert doch etwas.

Schau dir Sarless an. Sie wusste es mit dem Vampirblut und… tja, sie hatte halt mit einem Vampir Sex gehabt. Das ist das Ergebnis. Ob es geplant oder Zufall ist, ist egal, man hat einfach den Kopf abgeschaltet und ohne an die Konsequenzen zu denken, Spaß gehabt.

Das gleiche wird dann auch mit dem Blut der Fall sein. Komischerweise habe ich bei Ruri und Aelfric keine bedenken, gerade weil Aelfric eine sehr vorsichtige Person ist. Du kennst sein Problem und gerade ER wird aufpassen, dass nichts dem Zufall passiert.

Zugleich wird er auch Ruri alles beibringen, damit SIE sich auch die Mühe gibt, dass nichts passiert. Dabei vergessen wir die beiden Leibwächter nicht, die sich ja rührend um die beiden kümmern… Wo lebt Ruri eigentlich?“ „Bei Aelfric.“

„Wie schön, verstehst du, was ich damit sagen will Lysa? Du müsstest alle in einen Käfig stecken, damit NICHTS passiert. Doch das werde ich nicht zulassen, jeder soll seine Freizeit genießen. Hauptsache, meine beiden Kinder wissen über die Verantwortung ihres Blutes, wenn sie mit Vampiren in Kontakt stehen.“

„Hm…“ grübelte Lysa laut, selbst Sina war sich jetzt gerade nicht sicher, ob Bariel es weiß. „Kann man später bereden. Wir sind auf etwas gestoßen, dass ein Neuanfang sein kann. Dampir, Blutelfen, Chaosdämonen, was wird also noch kommen?“ lächelt Sina.

Auf einmal ging die Übertragung an, auf dem Bildschirm sah man Layla in dem geschenkten roten Kleid von Sina auf dem Thron sitzen. „Hallo Sina.“

„Hallo Layla, Entschuldigung das ich mich so spät melde, aber…“ wollte Sina ihren Grund erklären, als Layla den Kopf schüttelt. „Wozu? Du lagst in deiner Bewusstlosigkeit, die sogar länger angehalten hat als man es von dir üblicherweise kennt. Mir war es bewusst, dass du nach deinem Erwachen nicht direkt mit den Problemen auseinander setzten würdest.“ lächelt Layla.

„Lysa, du kannst jetzt bitte gehen, ich würde gerne alleine mit Sina sein.“ „Jawohl Mutter.“ verbeugte sich die Tochter und ging wie ein Roboter sofort raus. Als die Tür zufiel, merkte man dann doch eine gewisse Spannung zwischen den Frauen.

Weil von Layla nichts kam, holte Sina den Brief raus. „Layla… ich habe den Brief gelesen und mir die Zeit genommen, darüber nachzudenken. Ich… vergebe sehr selten eine Chance, musste aber… selber erkennen, dass man dadurch… Möglichkeiten verliert.

Selbst mir hat man eine Chance gegeben von wütenden Eltern, also… sollte ich vielleicht meine eigene sture Einstellung… etwas überdenken. Wenn… du mir einfach versprichst, einfach nicht so eine Aktion wie mit Neia zu machen, weil du mir was beibringen willst…

Mach es einfach anders, mehr nicht. Zieh einfach keine weitere Personen in diese Lektionen rein, die davon überhaupt nicht betroffen werden dürfen. Du bist doch… eine kluge Frau, ich verstehe bis jetzt nicht, warum… man es auf diese Art so machen musste.

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass wir auch einen Kampf hatten. Ja, in dieser Beziehung… Entschuldige ich mich bei dir, dass es so ausgeartet ist. Das passiert, wenn man mit Unwissen unangebrachte Beschuldigungen in den Raum wirft.

Ich würde wirklich… die Zeit wieder mit dir haben, bevor das mit der Blutaktion so schief gegangen ist. Auch wenn du mich gegen meinen Willen das Korsett angelegt hast… ich hatte schon ein bisschen meinen Spaß gehabt.“

Layla machte einen erleichterten Gesichtsausdruck und nickte. „Danke… und ich verspreche dir, dass ich die Aktion mit deiner Freundin nicht wiederholen werde. Nur…“ holte Layla auf einmal das Buch der Regeln raus und schlug die Seite auf, wo Sina ihre „Unterschrift“ gegeben hat. „Kannst du mir erklären, was das soll?“

„Wieso? Meine Unterschrift sowie Handabdruck ist doch drauf?“ hielt Sina ihren Kopf schräg, dabei konnte man nicht ihren großen Fragezeichen auf dem Kopf übersehen. Die Vampirkönigin leckte sich die Lippen. „Ok… vielleicht liegt es jetzt zwischen unseren Kulturen. Ist das bei dir… Standard? Also bei den Dämonen?“

„Ja? Zumal ich vom königlichen Blut abstamme, ist mir das recht gegeben, ebenfalls einen Handabdruck zu hinterlassen. Es dürfte nur der Dämonenkönig machen, weil man diese Unterschrift bestimmt nicht fälschen kann.

Ich bin eine und wenn man mir das anzweifelt, bin ich immer noch die Prinzessin der Dämonen, die Nummer Zwei im Reich. Ansonsten, die ganzen normalen Verträge und weiteres habe ich einfach meinen Namen eingetragen, so wie ich das gewöhnlich kenne.“ erklärte Sina.

„Verstehe…“ nickte Layla langsam. „Gut das ich das von dir erklärt bekommen habe, denn ich dachte, als ich das gesehen habe, mich tritt ein Pferd. Dann kann ich dir sagen, dass alle Regeln nun offiziell sind. Ich hoffe, du hast alles in die Wege geleitet?“

„Habe ich Lara direkt überlassen, die sich ja damit auseinander gesetzt hat. Weiß zwar immer noch nicht so genau, was anders ist, aber Lara war eigentlich damit zufrieden.“

„Hrm…“ rollte Layla ihre Augen. „Alle Vampire dürfen nun Kinder kriegen, egal ob geborene oder erschaffene Vampire. Früher war es verboten, dass erschaffene Vampire Kinder kriegen dürfen. Das hatte was mit unserem alten Denken der Reinheit zu tun.

Wenn ich… dir bitte… wirklich was zu Herzen legen kann, ließ das Buch EINMAL durch, nicht mehr. Es werden keine Änderungen mehr stattfinden, es wird einige Jahrtausende vergehen, um die Veränderungen innerhalb der Vampire zu beobachten.

Ansonsten freue ich mich… das wir wieder zusammenarbeiten, wirklich. Ich weiß nicht woher Acula Lara gefangen hat, aber sollte… Lara jemals aus deinem Clan fliegen, werde ich alles in Bewegung setzten, dass sie in meinen kommt.

Sie ist… einfach furchtbar anstrengend, ließ sich aber auch nicht einfach so abwimmeln, Eigenschaften, die ich bei einigen Vampiren mehr wünschen würde. Sie wurde bei einigen Regeln sogar regelrecht leidenschaftlich, Roman hatte recht gehabt, dass wir eine Meinung außerhalb von uns brauchten.

Mir selber war nicht bewusst, dass einige Regeln, die ich für lächerlich gehalten habe, für erschaffene Vampire Probleme verursacht haben. Ich kann nicht vergessen, wie verblüfft Roman und ich waren, als sie uns mitten im Gespräch gefragt hat, wo wir regelmäßigen Sex hätten.

Sina…“ Leckte Layla ihre Lippen wieder. „Ich weiß nicht wie du auf diese Frage antworten würdest. Mein Mann ist verschwunden und Roman… will ich nicht wissen. Wir dachten, dass sie uns provozieren wollte, aber nein.

Die Vampire können keinen Sex haben aufgrund einiger Regeln. Das würde für viel Frust sorgen sowie andere Probleme. Höchstens wenn sie gleicher Geschlechter sind oder geborene Vampire wären, trifft das Problem nicht auf.

Ich habe… noch nie einen Gedanken darüber verschwendet, ob meine Diener… Das sind die Worte von Lara: Sexuell unbefriedigt sein könnten. Wenn diese Regeln komplett angepasst wären, könnte schon ein großes Problem verschwinden, dass wir Viechern das Leben schwer machen.“

„Uh…“ grübelte Sina und dachte spontan an das, als sie Lara und Nisha küssen sah, während Zada und Abby sich geküsst haben. „Glaube, meine kleine Schwester bewegt sich weiter nach vorne als ich es tue…“

„Das war nur eines der Beispiele gewesen. Auch… wenn ich dir das vermutlich lange ins Gesicht sagen werde, dass ich DICH bei der Regeländerung haben wollte… muss ich auch die Frage stellen: Hättest du darauf geachtet, die Regeln nicht so genau zu nehmen und auch wenn man nicht in der Vampirwelt lebt?“

„Vermutlich nicht, deswegen freut es mich, dass ich wirklich stur als Sherina daran gehalten habe, dass Lara diese Aufgabe übernimmt. Aber eins sag ich dir: Lara wirst du nicht bekommen. ~“ flötete Sina. „Sie gehört mir.“

„Vielleicht ist es auch besser so, weil irgendwann wäre ich etwas genervt von ihrer Sturheit.“ hing Layla ein Mundwinkel runter, als ihr mehrere Dinge auffielen. „Hmm? Deine Augen…“

„Sind so geworden, als ich mit dem Regen in Kontakt kam. Bevor du mich über die Blutspuren auf meinen Klamotten ansprichst, ich musste Eleanor bearbeiten, weil sie frech wurde…“ erzählte Sina die Begegnung mit der verrückten Vampirin.

„Hmm… also zwei Seelen in einem Körper. So faszinierend das ist, aber wenn dort zwei Seelen hausen, die so… verrückte Gedanken haben und… selber… miteinander tun haben, wundert es mich nicht, dass sie in Taos Clan rein geboren ist.

Aber das ist unwichtig, mich interessiert jetzt mehr dich. Deine Augen… warum haben sie sich verändert? Es war doch nur dein drittes Auge bisher so gewesen.“ wundert sich die Vampirkönigin.

„Gute Frage, aber ich weiß es nicht. Am meinen Körper hat sich auch ein dämonisches Tattoo gebildet, was ich aber nicht entziffern kann. Nur ein Buchstabe, aber es fehlt was. Mein… Feind behauptete, dass ich meinen Vater mit den Augen gleich aussehe, aber das kann nicht sein.

Selbst meine Schwester Kyllia stimmte mir zu, dass unser Vater keine silbernen Pupillen hatte. Letztendlich kann ich immer nur auf den Regen hinweisen, er hat irgendetwas mit mir angestellt.“

„Die Destroyar, ihre Namen wurden geflüstert und dennoch wusste ich, dass es diese Einheit gab. Diese wurde nur nie eingesetzt bis jetzt. Kyllia hat mir mit Lisa erklärt, wie er Zustande gekommen ist dieser Kampf, scheinbar hast du… einen sehr eigenartigen Vater.“

„Hör mir auf. Kyllia darf heiraten, aber ich nicht. Roman lässt den Lebenspartner die Wahl des Lebens oder Todes, während bei mir gleich der Tod an der Tür klopft.“ verzog Sina genervt ihr Gesicht. „Habe gehört, du willst Lisa dein Hochzeitskleid leihen?“

„Aber sicher? Ich habe nie meinen Kindern verboten, dass sie keinen Partner an ihrer Seite haben dürfen. Eher war das Problem bei meinen Mann, wenn es um die Töchtern ging. Ich hoffe wirklich, deine Schwester nimmt sich meine Warnung zu Herzen.“

„Hat sie und will auch trainieren. Doch… wenn ich verstanden habe, ist dein Mann nicht stark, nur professionell an seinen Techniken? Irgendwie hat Lisa mir was versucht zu erklären an diesem Abend.“ hielt Sina ihren Kopf schräg.

„Das ist richtig. Wenn wir einfach… Armdrücken würden, dann bezieht es sich bei diesem Spiel nur um die Stärke. Doch bei meinem Mann würde es anders laufen. Er würde darauf achten, wie sein Arm auf dem Tisch liegt und wie er seine Energie in den Arm steckt, verstehst du?“ versuchte Layla das Problem zu erklären.

„Ja… ich verstehe, was du mir erklären willst, aber dann muss Kyllia ein anderes Training absolvieren.“ grübelte Sina direkt laut. „Ich lasse sie erst mal ihr Ding machen, bevor ich meinen Ratschlag gebe, denn wenn ich ehrlich bin? Sie wird den Kampf verlieren, wenn sie auf die Attribute gehen wird. Bei so einem Typ von Kämpfern muss man anders vorgehen.“

„Oh? Dann hast wenigsten DU es verstanden, dass man meinen dämlichen Ehemann nicht unterschätzen darf. Ich hatte nämlich auch den Gedanken, dass deine Schwester… ein ganz böses Erwachen erleben wird, jeder in meiner Familie hat ihn.“

„Die Liebe macht gewöhnlich Blind vor Gefahren. Danke das du mir das erklärt hast. Ich freue mich wirklich, dass unsere dummen… in deinem Fall Kind und in meinem Fall Schwester sich gefunden haben.“ lächelt Sina.

„Ich auch, nur dass Lisa sich mit einer Frau und anderen Rasse einlässt, dass hätte ich nie für möglich gehalten. Die Zukunft kann man nie voraussehen oder?“ lächelt Layla ebenfalls, dazu hörte man eine gewisse Trauer.

Sina schaute Layla etwas genauer an, dann teilte sie ihr weiteres Wissen mit. „Layla… Dämonen und Vampire können Kinder bekommen.“ Die gleiche Reaktion war bei Layla zu sehen wie es bei Lysa eben passiert ist.

Die Dämonin wiederholte die gleiche Erklärung über Sarless mit den „netten“ Hinweis, keine weiteren Hintergedanken nachzugehen.

„Erstaunlich… Leben entsteht auf die ungewöhnlichste Art und Weise oder? Nun wollen Ruri und Aelfric ebenfalls Nachwuchs planen? Nur… kommt mir eine Frage auf Sina. Vielleicht hast du selber etwas bemerkt?“

„Hmm… ich bemerke vieles, aber auch nicht alles wenn ich ehrlich bin.“ „Das ist ein Dampir, nach welchen Regeln darf das junge Ding denn leben? Nach den Regeln der Dämonen oder der Vampire?“

„Öh… ist das wirklich so wichtig?“ war das Sina scheinbar herzlich egal. „Sagen wir einfach mal so… Du hast mich nett darauf hingewiesen, Sarless und ihr Kind in Ruhe zu lassen. Das heißt letztendlich, wir werden immer abwarten, was Sairle? In der Zukunft machen wird.

Was wird ihr Nachwuchs sein? Kann sie ebenfalls etwas erschaffen wie wir und wenn ja, was wird es sein? Außerdem…“

„Layla… Ernsthaft? Das Kind ist noch nicht mal geboren, warum überlassen wir die Entscheidung einfach nicht den Eltern, wie es erzogen wird hm? Aufgrund das Sarless Gair mit hoher Wahrscheinlichkeit die Eier abschneiden wird, wird es letztendlich bei ihr sein, wonach ihr Kind gehen wird.“ unterbrachte Sina die unnötige Diskussion.

„Hrm…“ verzog Layla verärgert ihr Gesicht. „Das ist wirklich sehr egal Layla. Wir haben andere Sorgen als über ein ungeborenes Kind, wirklich. Wir werden uns einfach überraschen lassen und dann anschließend über das Problem nachdenken.“ redet Sina weiter auf sie ein.

„Nicht… dass es zu spät ist…“ murmelt Layla. „Selbst dann kann man das Problem angehen. Das sind alles Dinge… die kommen „könnten“, aber du hast doch selber gesagt, dass du es bei Lisa nicht voraussehen konntest, wie es endet.

Lass uns einfach bei dem Stand halten, dass wir abwarten, wie die Zukunft wird mit unsere Familien… Die Zukunft der Vampire mit den neuen Regeln und die Zukunft was wir noch aufbauen wollen.

Ich denke, wir brauchen nicht über die Destroyar reden, sie sind vorerst Geschichte. Der Regen wurde dir vermutlich sehr sachlich erklärt und das meine erschaffenen Dämonen sich verwandelt haben?“

„Nur… von Ruri weiß ich.“ hob Layla eine Augenbraue hoch. „Bariel hat sich ebenfalls nochmal verwandelt. In meiner Bewusstlosigkeit hat sie sich in ihr Heim solang versteckt, weil… nun… Wenn man auf einmal meinen Körper bekommt, passt so einiges nicht.“ grinste Sina schief. „Aber Bariel ist wirklich etwas… worauf ich zeigen kann und mit Stolz sage: Das verrückte Ding ist meine Tochter.“

„Das freut mich zu hören. Es freut mich allgemein wirklich, dass du mir die Chance gibst. Mit… den wütenden Eltern meinst du wohl Roman und Maria oder? Ein Wunder das Maria dich noch am Leben gelassen hat.“ lächelt Layla, dafür wurde Sina blass.

„Eh… Ich hatte eine sehr lange und tiefgründige… Unterhaltung mit Maria gehabt. Sie… ist wirklich sehr erstaunlich, kein Wunder das Roman sie fest an sich hält. Aber… sie macht mir auch Sorgen, was sie von mir will. Irgendwie… übersieht sie, dass sie zwar was haben will, aber Roman nicht unbedingt mitspielen wird und das könnte mich das Leben kosten.“

„Ja, das ist Maria.“ nickte Layla. „In vielen Dingen ist man sehr erstaunt, was für eine interessante Frau sie ist, aber sobald sie was will, ist ihr das Leben anderer ziemlich egal. Daran ist aber Roman schuld, dass er sie in diese Richtung erzogen hat. Wirst du mir verraten was sie will?“

Nun schaute Sina Layla an. „Nur… wenn du es für dich behältst. Es darf niemals die Ohren von Roman erreichen. Am besten mit einen Schwur, denn… ich will es nicht machen, wirklich nicht, aber ich brauche Zeugen, die bestätigen können, dass es gegen meinen Willen ist.“

„Was… hat Maria von dir verlangt?“ hob Layla eine Augenbraue hoch. „Hrm… ok, ich helfe dir…“ gab Layla einen Schwur ab, wo Sina zufrieden nickte. „Also… folgendes…“

Die Sonne scheint, die Zeit vergeht. Sina legte verärgert ihren Kopf auf eine Hand worauf dieser Arm auf ein Knie sich abstützte. Im Hintergrund hörte man eine Frau sehr laut lachen. „Es freut mich ja UNHEIMLICH, dass du deinen SPAß HAST!“ nörgelt Sina.

Layla erschien wieder auf dem Bild, wo man eine Träne von einem Auge runter kullern sah, dazu ein sehr rotes Gesicht. „Wow… Darf ich das sagen? Du bist so was von tot, wenn du das machst.“ grinste Layla ganz breit.

„Erzähl mir was neues.“ blies Sina ihre Wangen auf. „Glaube, dass muss Absicht sein, der Zorn einer Mutter, irgendetwas. Nun verstehe ich auch die Reihenfolge, dass sie mir eine Chance gibt, aber nicht die Verzeihung.“

„Maria ist wirklich eine sehr sehr boshafte Frau, dass hätte ich dir vielleicht mitteilen müssen. Nun bist du leider in einem Dilemma. Sie will was. Die einzige Chance ist, dass du nie nie und nie ein Treffen mit ihr haben wirst. Dummerweise wird sie, so wie ich sie einschätze, längst damit meinen Bruder auf die Nerven gehen, bis er ein Treffen arrangiert.“

„Wieso… ist sie so eine coole Ma mit so einer blöden Einstellung…“ seufzte Sina. „Dabei habe ich echt gedacht, ich hätte jemanden mit dem ich mich auch mal… etwas aussprechen kann.“

„Tja… da kann ich dir nicht helfen und Zeuge? Das wird mein Bruder nicht interessieren, denn… Die erste Frage die sich mein Bruder stellen wird ist: Woher weiß seine Frau von dieser Art von Piercings. Das „Warum“ kommt zwar auch, aber Roman denkt immer in einem sehr großen Stil.

Also Sina? Wer hat dieses Brustwarzenpiercing, dass Maria davon weiß?“ grinste Layla breit. „Ich meine… ich kann es mir glatt vorstellen, du hast ja Hand an Viktoria gelegt mit dem Nasenpiercing.“


„Hrm… Ok, folgendes du neugierige Dame hoch drei. Brustwarzenpiercing habe ich, Sherry, Kyllia, Lara und Viktoria. In Planung sind für Neia welche.“
„Bitte… was?“ staunte Layla. „Vi… Viktoria hat auch solche? Kein Wunder, aber Sina… wenn ihr Vater es erfährt, dann…“

„Genau, wenn ihr Vater es erfährt. Maria scheint sich sicher zu sein, dass sie ihren Mann im Griff hat, wenn das Thema mal offenkundig sein sollte. Aber wie endet dass dann bei ihr? Deswegen weigere ich mich!“

„Nun tust du mir ein klein bisschen leid, nur ein klein bisschen.“ sah man etwas Mitleid in den Augen von Layla. „Willst du auch welche?“ frage Sina spontan. „Nein, danke für das Angebot. Über ein Bauchnabelpiercing würde ich mich überreden lassen, aber ich lasse mir in diesem Fall Zeit.“

„Und Lisa?“ „Was habe ich dir damals gesagt?“ „Tzz… dann frag ich halt Lysa.“ „Da habe ich erst recht meine Zweifel, dass sie daran interessiert ist.“

„Ok, danke, dass du mir zugehört hast. Hilft meiner Situation nicht unbedingt. Sollte ich mal irgendwie sterben, der Mörder war Roman.“ rollte Sina mit ihren Augen. Layla dagegen musste sich über die Situation köstlich amüsieren.

„Entschuldigung, dass ich keine Unterstützung bin meine liebe Freundin, wirklich nicht. Ich werde dir auch nicht in den Weg springen, wenn Roman zum Berserker wird, ich liebe mein Leben zufälligerweise auch.“ grinste Layla noch, dann wurde sie ernst.

„Sina, so schön… es ist sich mit dir zu Unterhalten, müssen wir auch ein wichtiges Gespräch führen. Eigentlich zwei, denn wir haben noch das andere Problem.“ „Ja, das kann ich mir denken. Das eine dürfte das Gespräch mit dem König sein, das andere mit den unbekannten Vampiren und deren Clan.“ nickte Sina ebenfalls.

„Richtig. Hat Roman dir schon berichtet?“ fragte Layla auf einmal, wo sie Sina verwundert anschaut. „Scheinbar nicht. Er hat auch einen dieser Späher gefangen und direkt dafür gesorgt, dass der Vampir sich nicht das Leben nehmen konnte.

Aufgrund das Roman einige Vampire verloren hat, hat er sich nicht unbedingt… zurückgehalten bei der „Befragung“. Dummerweise scheint der Vampir mehr einstecken zu können, als er aussieht, denn bisher hat er NICHTS gesagt.

Die Chance hat Roman trotzdem genommen und auf seine Art einige Test gemacht. Dieser Vampir scheint irgendwie Probleme mit dem Sonnenlicht zu haben, aber ich hatte bei unseren Vampiren nicht den Eindruck gehabt…“

„Vergiss nicht, der hatte sich komplett verkleidet Layla. Als ich ihn dann an deinen Thron gebracht habe, fiel ja auch kein Sonnenlicht rein.“ erinnert Sina ihre Freundin an die Begegnung.

„Stimmt… Was das genau zu bedeuten hat, weiß ich nicht, jedenfalls fängt er an zu verbrennen, sobald Sonnenlicht ihn berührt. Ich vermute, dass diese Vampire allgemein eine Schwäche gegen Sonne haben werden, ABER dann auch gegen Lichtmagie.“ „Kling einleuchtend…“

„Ansonsten scheinen die Vampire eine höhere Schmerzhemmschwelle zu haben, ihre Körper sind viel robuster als unsere. Und… der Vampir ist älter als Roman und ich, viel älter. Ich bat Roman, den Vampir auf das verlorene Zeitalter oder wie wir es nennen wollen anzusprechen und mir seine Reaktion zu berichten, aber… bisher scheinbar nichts.

Alles Informationen, die mir nicht gefallen. Ich überlasse Roman, den Vampir weiter auf seine Art zu befragen. Taos bekam von mir ebenfalls die Informationen, wo ich über seine Gleichgültigkeit etwas wütend wurde.

Also befahl ich meinem kleinen Bruder, dass er gefälligst ebenfalls sich in Bewegung setzten soll denn ich rechne fest damit, dass wir ALLE beobachtet werden. Leider traue ich ihm zu, dass er einfach den Späher tötet. Vermutlich wirst du ja auch beobachtet oder?“

„Alle beobachten mich Layla, versuch bitte bei der Menge den Vampir zu finden. Ich kann Sherry fragen, ob sie nochmal diese Magie einsetzen kann, aber ich will die Stadt nicht in Panik versetzen, wenn wieder irgendetwas eigenartiges über sie passiert.“

„Du bist halt eine sehr bedeutende Figur auf diesem Kontinent geworden.“ grinste Layla schräg. „Wie dem auch sei, wir warten einfach, ob sich was bei Roman und Taos ergibt. Bei mir selber habe ich keine Probleme mehr zu melden, aber ich traue diesen Frieden nicht.“

„Würde ich an deiner Stelle auch nicht tun. Das ist meist der Punkt, wo man erst richtig unvorsichtig wird.“ stimmte Sina ihr zu. „Eben. Dieses Thema werden wir gemeinsam mit allen besprechen. Nun kommen wir zu dem Gespräch mit dem König aus Efrana.“

„Dann merkt dir dieses Datum…“ gab Sina den Termin bekannt. „An diesem Tag kannst du ganz offiziell abends dem König einen Besuch abstatten, wo ich dann auch dabei bin.“ „Wunderbar.“ nickte Layla zufrieden. „Hast…“ „Habe ich. Folgende Probleme sind auf Alliancia. Es gibt eine große Unterweltorganisation, die nur Probleme macht.

Zumal sollen sich die marodierenden Banditen sich irgendwie ebenfalls zu einer Organisation zusammengetan haben, die dem König deutlich ein Dorn im Auge sind. Ich selber bin etwas unschlüssig über die Aussage, weil ich dachte, dass diese Gruppierung „Die Familie“ bisher alle ihre Finger im Spiel hat.

Vielleicht ist das nur eine Taktik von ihnen, um für eine Ablenkung von ihnen zu sorgen. Das wäre… etwas, wo du was machen könntest. Das… andere ist, dem König fehlen Kämpfer…“

„Nein!“ legte Layla direkt ihren Einwand fest. „Sina, wir sind keine Soldaten, die man in einem Krieg einsetzen kann. Wir haben auch nicht die Anzahl dazu, um eine Armee aufzustellen. DAS was wir als Krieg bezeichnen würden wird höchstens eine vierstellige Summe sein von Kämpfern, wie du es eben sagtest.

Du spielst auf dem kommenden Krieg mit den Dämonen an, aber da werde ich mich ganz bewusst enthalten. Enthalten müssen, weil wir nichts damit zu tun haben.“

„Hmm, ok dann ist es so. Dann aber sei sachlich bei dem Gespräch, weil ICH dem König mehr oder weniger den Tipp gegeben habe, man KÖNNTE ja die Vampire FRAGEN. Ergo du reißt nicht meinen Freund den Kopf ab, schmeißt ihn eine Schlucht…“

„Merke schon, Maria hat ihren blöden Spruch gesagt, was sie mit einem macht.“ ließ Layla sich auf dem Thron nach hinten fallen. „Und das er dir gefällt. Ok, dann werde ich überlegen, wie ich die Antwort formuliere, ohne das jemand dabei sterben muss. Aber das ist ein Standpunkt, von dem ich nicht ab rücken werde.

Wir sind alle ein Clan, eine Familie, sucht dir was aus. Letztendlich ist es, als würdest DU deine Töchter in den Krieg schicken. Glaube, du stimmst mir zu, dass keine Mutter oder Elternteil das mitmachen wird.“

„Und… was ist mit den Vampiren von Taos?“ fragte Sina, wo Layla nun schweigsam wurde. „Das sind alles Mörder, Serienkiller und der größte Abschaum, der dort existiert. Wenn… irgendwann in der Zukunft tatsächlich eine Harmonie zwischen den Vampiren und den anderen Rassen existiert…

Wirst du immer genau mit dieser Sorte von Vampiren Probleme haben. So super die neuen Regeln sein können, aber sei ganz ehrlich mit dir: Taos hat sich vorher nicht daran gehalten, glaubst du wirklich, dass wird er trotz der Schwüre jetzt tun?“

„Also sollen sie mehr oder weniger über dem Krieg „geopfert“ werden. Das Problem, was du eventuell übersiehst ist, dass es eventuell zu einer Weigerung ihrerseits kommen wird. So dumm ist Taos auch wieder nicht, dass er all seine Leute einfach so in den Krieg schickt.“

„Auch nicht mit dem Schwur, alles zu tun, was du ihm befielst?“ hob Sina eine Augenbraue hoch. „Diese Schwur trifft nur auf ihn zu. Sein Handlanger Spike wird zwar den Befehl von Taos annehmen, aber die beiden kennen sich lange genug, dass Taos ihm nicht zustimmen wird. Ergo wird dieser Vampir einfach den Kopf schütteln.“

„Schade eigentlich, denn dann hätten wir ein Problem weniger. Dann halt das Banditenproblem in Alliancia und die Organisation „Die Familie“ was ich dir anbieten kann. Einzig was ich über sie weiß ist, dass sie „alt“ sein sollen.

Ich habe überall schon gefragt, aber keiner der Clans hat damit zu tun. Meine größte Hoffnung war die von Taos, aber das Hündchen war geradezu erstaunt gewesen über sie zu hören.“

„Alt, das können auch Elfen sein. Ich danke dir, dann werde ich mir das Problem anschauen und hoffentlich bis zu unserem Termin etwas „überzeugendes“ haben.“ „Layla sei bitte ehrlich. Was… wird im Gespräch passieren? Nicht… das ich etwas… überrascht werde.“

„Nun, ich werde dem König mein Anliegen vortragen, dass die Vampire in seiner Gesellschaft nicht mehr als Monster angesehen werden dürfen, sondern als selbstständige Rasse. Ich werde nicht abstreiten, dass wir all die Zeit die Monster sind, strebe aber eine Änderung an.

Das sollte sich vor allem glaubwürdig machen, als wir die neuen Vampirregeln beschlossen haben. Es dürfen von nun an keine Siedlungen mehr zerstört werden wie früher das immer der Fall war. Ich bin mir bewusst… dass wir mehrere Attentäter in unseren Reihen haben, dieser Profession werden sie weiter nachgehen, denn sie töten ja nur einzelne Ziele oder?

Mit deiner Erklärung bei den Problemen würde ich einen Vertrauensbeweis einplanen, welche Vorteile man mit uns hat. Ich rechne fest damit, dass er auch das Thema Blut ansprechen wird.

Da werde ich wohl ein bisschen deine Hilfe benötigen, denn nur du hast diese Organisation in Fanfoss, wo man freiwillig das Blut spendet. Wenn es… in jeder weiteren größeren Stadt ebenfalls aufgebaut würde, wäre es für viele Beteiligten einfacher oder?“

„Das… kann dauern, bis diese Art von Organisation ins Leben gerufen wird auf Alliancia, dass kann ich dir jetzt schon sagen. Vor allem die alten Gebiete von Tuzato dürften alles andere als freiwillig mitmachen.“ warnte Sina direkt.

„Das ist kein Problem, wir haben die Zeit oder?“ grinste Layla. „Hauptsache das allererste Gespräch hat stattgefunden. Ich rechne auch nicht unbedingt mit einem Erfolg, vor allem… der König ist in meinen Augen auch nur ein Vieh.

Ich muss also auch lernen, jemanden als Gleichberechtigt zu betrachten, so einfach wird es auch für mich nicht sein. Zum Thema des kommenden Krieges, ich werde mir darüber meine Gedanken machen, aber an meiner Einstellung bleiben.

Die Idee mit den Vampiren von Taos hätte was, aber ich müsste meinen kleinen Bruder eher was anbieten, dass er selber darauf eingeht. Vielleicht mache ich es, vielleicht auch nicht, das werde ich demnächst noch selber wissen.

Du hast mir genug Zeit mit dem Termin gegeben, dass es alles möglich sein sollte.“ lobte Layla. „Denke, das sollte das erste Gespräch nicht zu desaströs enden lassen.“

„Das… hoffe ich auch.“ stimmte Sina ihr zu. „Gibt… es ein gewissen Bluttyp, den du vorziehst? Hoffe das ist keine zu persönliche Frage?“ „Natürlich das eine persönliche Frage.“ hob Layla eine Augenbraue hoch. „Ich ziehe das Blut junger Männer vor. Warum interessiert dich das jetzt?“

„Naja… dachte, weil ich immer Blut von euch bekommen habe, sollte ich auch ein bisschen entgegenkommen oder?“

„Hmm…?“ war Layla nicht ganz überzeugt. „Das brauchst du nicht zu machen Sina. Wenn du uns wirklich überraschen willst mit Blut, dann frisches Blut von einem Drachen. Ihr Geschmack übertrifft immer das von allen.“

„Ah…“ kam Sina auf etwas sehnsüchtiges. „Drachenblut… Auch eines der Projekte, dass leider nach hinten gerutscht ist. Erm… hast du es mit Rubina erfahren?“

„Habe ich, war sehr erstaunt, zu was Rubina geworden ist. Ich kann von einer Hand ab zählen, wie oft ich es mit Drachenmenschen zu tun hatte, aber keiner war so groß wie Rubina es ist. Roman… bin ich mir nicht sicher, es ist ein sehr gefährliches Thema bei ihm.“

„Ich werde es trotzdem ansprechen müssen, weil ich gerade für Rubina Details sammeln will. Zwar bekam ich den Tipp, dass ich „einfach“ einen Drachen fragen soll, aber ich kann mich an Bothar sehr gut erinnern, dass er mir nicht so gesprächig rüberkam.“

„Dann nimm sie doch bei einer Drachenjagd mit?“ schlug Layla was ganz einfaches vor. „Mit ihrer Stärke dürfte sie ihren alten Meister um weites übertreffen.“

„Die… Idee hätte was, aber dazu muss ich erst ihre Stärke genauer beobachten. Sie… hat es vor meinen Augen gezeigt, was in einem Chaos endete, aber mir gefiel es, was ich zu sehen bekam.“ grinste Sina.

„Dann denke ich beenden wir das Gespräch. Sollte ich mich NICHT mehr bei dir melden, dann läuft in meiner Richtung alles wie geplant. Wenn trotzdem irgendetwas passiert, scheu dich nicht dich bei mir zu melden ok?

Sei es das Gespräch oder andere Probleme. Ich will wirklich dein Vertrauen nicht verlieren. Ansonsten wird Lysa dich an das Gespräch erinnern und alle Vorbereitungen treffen. Ach… Sina. Ich würde dich bitten, dich etwas… fürstlicher zu kleiden ok?

Nicht das bekannte Kimono, was du immer trägst oder einfacher Kleider. Du kommst als Clanführerin mit, als solches muss man dies auch sehen. Notfalls werde ich dir und deiner Tochter das passende geben.“

„Danke Mama. Warum meint jeder mir sagen zu müssen, wie ich mich passable kleiden muss…“ ließ Sina den Kopf hängen. „Ich werde es Sherry mitteilen und Bariel wird dementsprechend das richtige anziehen, zufrieden?“

„Mehr als zufrieden.“ lächelt Layla. „Bis man sich wieder sieht.“ wurde die Übertragung beendet. „Uff… das Gespräch mit Hillar schiebe ich auf morgen…“ murmelt Sina und stand auf. „Was… ein Tag, wirklich.“

Sie ging aus dem Zimmer raus und sah, das Lysa auf dem Sessel im Wohnzimmer gewartet hatte. „Sag… Lysa…“ kam Sina auf einmal der Gedanke. „Interessiert an Piercings?“

„Huch?“ hielt Lysa den Kopf schräg. „Naa du weißt schon, Nasenpiercing, Lippenpiercings und so. Deine Mutter selber denkt über einen Bauchnabelpiercing nach und hat erlaubt, dass du auch welche haben kannst. Nur… deiner Schwester Lisa ist es verboten.“

„Uhm…“ grübelte Lysa. „Vielleicht… interessiert an Intimpiercings?“ grinste Sina, weil sie sich an die Aussage von Layla erinnert.

„Eh… was… darf mir ich darunter vorstellen?“ hob Lysa eine Augenbraue hoch. Sina ging zu ihr hin und flüstert dies ins Ohr, sie hatte das Gefühl, dass die Hausmaids irgendwo auch zuhören. Die Dämonin hat alles gesagt und stand vor Lysa. „Und?“

„Wann… darf ich kommen?“ murmelt Lysa mit roten Wangen. „Hmm heute Abend kommen Viktoria und Renee, weil sie sich was aussuchen dürfen. Kannst dich also anschließen, ich würde dir das erste schenken.“

„Dann… werde ich kommen.“

„Und… was genau würdest du haben wollen?“

„Das… entscheide ich noch vor… Ort.“

„Hrm…“

Kapitel 679

Ich bin wiedergeboren und die Gespräche? VII

Sina rannte aus dem Haus raus und schloss eilig die Tür zu. „Was stimmt mit dieser Frau nicht? Ist es ihre eigene Art von Rache?“ schwitzte Sina leicht. Die Haustür wurde wieder geöffnet und Renee stand in der Tür. „Alles… in Ordnung?“

„Ganz ehrlich? Deine Ma ist super klasse, aber nicht als sie ihren Wunsch geäußert hat. Kann es sein, dass sie nicht die Gefahr erkennt, wenn weitere Personen ins Spiel kommen?“ hakte Sina direkt nach.

„Naja… dass ist meine Mutter. Sie will was haben und du kannst davon ausgehen, dass sie es auch kriegen wird, egal wie. Was genau will sie denn von dir?“

Sina schaute Renee in die Augen und überlegte, ob sie es der Tochter sagen sollte, als Sina was im Augenwinkel bemerkte. Ein paar Häuser weiter war eine kleine Gruppe die sich gegenseitig Küsse abgaben. Mehrmals musste Sina blinzeln was sie vor ihren Augen sah. Renee folgte ihr auch und staunte nicht schlecht.

Die beobachteten Damen beendeten ihren Vorgang, als sie ihre Köpfe zufälligerweise zu Sina drehten. „Scheiße…“ murmelt Lara und bekam einen rotglühenden Kopf. „Uh…“ leckte Zada sich die Lippen, während Nisha und Abby ebenfalls etwas… überfragt wirkten.

Bevor irgendetwas passiert, nahm Lara die Hand von Zada und rannte bewusst in die falsche Richtung, nur um von Sina Abstand nehmen zu können, egal wie. „Glaubst… du das ist… die Lösung?“ amüsierte Zada es. „Mir egal!“ schrie Lara schon.

Die Dämonin spitze kurz ihren Mund und ignorierte das Theater, aber hatte trotzdem diesen Gedanken: „Lara, Zada, Abby und Nisha. Langsam… verstehe ich was bei ihnen abgeht, wenn ich es nicht selber gesehen hätte.“

„Besser das bleibt ein Geheimnis zwischen deiner Mutter und mir, weil mein Leben daran hängt. Versuch bitte nicht das Geheimnis zu entschlüsseln, weil dadurch eine Kettenreaktion entsteht, wo dein Vater involviert wird.“ antwortet Sina zu Renee.

„Dann lass mir die Warnung geben, dass Mutter das Spiel nicht lange mitmachen wird. Es ist wieder etwas, was Mutter will.“ warnte die Vampirin. „Dann… sehen wir uns heute Abend, ich freue mich wirklich auf die Belohnung.“

„Ja… ich werde alles vorbereiten.“ nickte Sina wieder langsam und bekam Maria wieder vor Augen die Brustwarzenpiercing wollte. „Bitte lieber dunkler Gott… lass diesen Wunsch nie in Erfüllung gehen…“

„Du bist heute etwas komisch Sina, wenn ich das anmerken darf.“ grinste Renee. „Haha… wir sehen uns heute Abend.“ beendet Sina das Gespräch, damit sie Maria aus dem Kopf schnell los wird. „Wie… kann sie eine so coole Frau sein, die mir hilft und zugleich ein großes Problem wird.“ seufzte die Dämonin in Gedanken.

Sie nickte Renee noch zu und drehte sich um, Abby und Nisha sind scheinbar in ihr Haus verschwunden, nur dass sie James vor sich sah. „Huch? Du bist nicht in der Schmiede James?“ hob Sina eine Augenbraue.

„Nichts zu tun, was gut ist.“ brummte James genervt. „Dafür würde ich bitten, dass ihr euch die Psychopathin mal anschaut. Seit dem Kampf verhält sie sich komplett anders und das macht mir einige Sorgen.“

„Himmel, ist das wichtig?“ rollte Sina ihre Augen. Auf Eleanor hatte sie nun wirklich keine Lust, dazu sind ihre Gefühle momentan schwer außer Kontrolle wegen dem letzten Gespräch.

„Ich finde schon, zumal diese Spinnerin in eurem Clan ist und eure Stadt euch ziemlich am Herzen liegt oder? Nicht das sie die ganze Zeit was ausheckt, was uns allen nicht gefällt.“ pfiff der Vampir, dem man es ansah, was er vom Schutz einer Stadt hält.

„Ach leck mich doch alle kreuzweise am Arsch, bring mich zu ihr, damit ich das hinter mir hab.“ wurde Sina wütend. „Wie ihr wünscht Lady Sina.“ nickte der vampirische Zwerg. Einige Minuten standen die beiden in der „Küche“, wo sie Eleanor auf einem Stuhl sitzen sahen und nichts machte.

Sina wollte schon nachfragen, als James eine Hand hochhob. Verwundert schaut die Dämonin den Zwerg an, da holte er eine kleine Handarmbrust und schoss einen Pfeil in den Kopf von Eleanor. Es ist immer wieder erstaunlich anzusehen, dass Eleanor nicht durch einen Kopfschuss stirbt, wenn ein Pfeil im Hinterkopf steckt.

Man hat bei der ganzen Aktion sie nicht laut aufschreien gehört, nicht mal vom Stuhl ist sie runter gefallen. Langsam wanderte eine Hand hoch und zog den Pfeil aus dem Kopf, dann legte sie den Pfeil einfach auf dem Küchentisch vor ihr, dann nahm sie wieder ihre alte „Stellung“ein.

„Wir kennen sie lange genug, dass das nicht normal sein sollte.“ schaute der Zwerg hoch. „Das ist nicht normal, dass man von hinten jemanden ein Pfeil in den Kopf schießt.“ merkte Sina sarkastisch an. „Aber ja, in ihrem Fall muss etwas anderes sein.“

Die Dämonin ging um Eleanor herum und sah, dass am Tisch ein weiterer Stuhl war, den sie nahm und sich vor der Vampirin hinsetzte. „Hallo Eli, James macht sich sehr große Sorgen um dich.“ grüßte Sina.

Eleanor hatte ihre Haare wieder vernachlässigt, sie könnte vermutlich mit dem grauen Kleid und schwarzen Augen eine gute Horrorschaupielerin darstellen. Aufgrund das die Augen so schwarz sind, konnte Sina überhaupt nichts ausmachen, ob sie Sina mitbekommen hat.

Diese lehnte sich nach vorne und wedelt mit einer Hand vor ihr Gesicht aber keine Reaktion. „Hmm… wann hat es angefangen James?“ „Wie ich schon sagte, seit dem beschissenen Kampf gegen den Dämon ist sie so geworden. Hätte diese über starke Frau einfach, EINFACH nur mal kurz den Dämon mit ihre Blutmagie festgehalten, hätte ich seine Fresse weg geschossen.

Tja, der Bastard hat scheinbar schnell verstanden, dass ich ihn definitiv töten könnte und hat mich direkt aus dem Kampf genommen, dabei hat er meine Waffe geschrottet. Und diese blöde Kuh da drüben? Sie wurde vorher schon ziemlich durch den Boden geschliffen, es war nur eine Frage der Zeit gewesen, bis er mit ihr ebenfalls fertig war.“ hörte man regelrecht die Verachtung von James.

Für einen kurzen Moment sah Sina eine kleine Veränderung am Gesicht, sie hätte es leicht als Wut gedeutet, als ihre Augen leicht zusammenkniffen. „Hmm… mit Eleanor sollte man nicht unbedingt rechnen, dass sie im Team kämpft.“ meinte Sina. „Dazu ist sie eine Amateurin und hat nur ihre Folter im Kopf.“ Wieder kniffen die Augen zusammen, scheinbar registrierte sie schon, was um sie passiert.

„Eleanor, ich weiß das du da bist. Ich bin ganz offen und ehrlich: Auf dich… hatte ich eigentlich kein Bock, dafür habe ich wirklich andere Dinge im Kopf.“ wurde Sina direkt. „Vielleicht ist ja jetzt mal der Zeitpunkt klar zustellen, was genau du bist.

Bist du Eleanor, die eine Verschmelzung von Kaja und dem Dämonenkönig oder wie ich mittlerweile vermute ein Körper mit zwei Seelen, wo aber der Dämonenkönig die dominantere Seele ist?

Meine… im Kampf wusstest du sofort, wer die Dämonen waren. Dieses Wissen kannst du nicht von Kaja haben, nur der Dämonenkönig kann dies wissen. Was also genau… geht bei dir vor?“

„DU BIST SOWAS VON TOT MISTSTÜCK!“ schrie Eleanor sofort. Das ist nicht das, was Sina nun erwartet hat. „Hmm… hast du schon mal gesagt. Eli… ich kann es dir befehligen, dass weiß du sehr genau. NOCH hast du die Möglichkeit, freiwillig dich selber zu erklären.“

„Warum sollte ich?“ hielte Eleanor ihren Kopf schräg. „Wir wissen doch alle, dass ich nie, never, jamais freiwillig helfen werde. Los, befehlige es mir, damit ich meine Bestätigung bekomme.“

Sina rieb sich ihre Stirn, genau das hat sie kommen sehen und wollte deswegen nicht mit der verrückten Vampirin zu tun haben, nicht in der momentanen Lage. „Eleanor… was genau ist dein Problem?“

„Das… fragst du mich?“ hob Eleanor beide Augenbrauen hoch. „Ich bin in meinem Körper gefangen, darf nichts tun ohne dass jemand mir zuschaut, durfte nur einmal jemanden foltern und dann zerstörst du auch meine „Kunst“.“

„Oh ja, deine arme Kunst. Wenn dieser Kunde mir über den Weg läuft, wird er einen kleinen Unfall erleiden, denn das kann nicht gesund sein, wenn er deine Kunst so wertschätzt.“ murmelt Sina sarkastisch.

„Angenommen… ich würde dich von allen Schwüren einfach mal so befreien… Was würdest du denn machen? Also dass James und ich vermutlich in deiner Todesliste sind, darüber brauchen wir nicht sprechen.“

„Alle in der Stadt töten und foltern, was denn sonst?“ bekam Sina diese Antwort zu hören, mehr noch, dass es so provokant rüberkam, dass sie Eleanor gerne eine Ohrfeige verpassen würde.

„Eleanor, genau DAS ist es, was ich nicht will. Glaubst du allen ernstes dass du mit deiner Aktion weit kommen wirst? Ich habe deinen Schwachpunkt mehreren Leuten erklärt, damit sie wissen, wie man dich töten kann.

Leute, die es definitiv mit dir aufnehmen können, solltest du dich von diesen Schwüren aus irgendwelchen Gründen befreien können. Ich mag für dich und James das ultimative Böse sein, aber die Warnungen von James nehme ich durchaus ernst.

Ich sage es dir ganz bewusst, dass du nicht diesen Hintergedanken entwickelst, dass du auf der Welt marodieren kannst wie du willst. Ehrlich, warum sollte Kaja das überhaupt wollen? Sie ist doch einst ein Mensch gewesen…“ versuchte Sina einen Test.

„Weil die singende Heldin auf den Geschmack gekommen ist.“ grinste Eleanor ganz breit. „Wollt ihr was wissen? Wirklich wirklich wissen? Nicht ich habe diesen armen Mann gef….“ „HALT DIE KLAPPE!“ schrie Eleanor sich selber an.

Nun hob James verwundert eine Augenbraue hoch. „Verstehe…“ nickte Sina traurig. „Ok, ich befehlige euch beiden was: Wenn Kaja redet, hebt diese den linken Arm hoch. Wenn der Versagerkönig redet, den rechten Arm hoch.“

„WIE NENNST DU MICH?!“ schrie Eleanor und hob gleichzeitig den rechten Arm hoch, der Befehl funktionierte. „Du hast überhaupt keine Ahnung…“

„Ganz ruhig…“ sagte Sina es in einem nüchternen Tonfall, aber alle spürten sofort den Blutdurst, wo ein Schwert durch das Herz gerammt wurde. „Du bist längst ein Relikt aus der Vergangenheit Rargros. Du hattest deine Chance gehabt und hast… kläglich versagt, willst du mir in diesem Punkt widersprechen?“

Die Vampirin presste wütend ihren Mund zusammen, der rechte Arm war immer noch oben. „Gut das wir uns einig sind. Du WARST mal der Dämonenkönig, aber jetzt bist du nichts. ICH bin jetzt die Dämonenkönigin und du weiß genau, dass ich dir überlegen bin!“ schaute Sina die Vampirin ernst in die Augen. „Nun verzieh dich, ich will mit Kaja sprechen.“

Ein Auge drückte sich leicht zusammen, der rechte Arm wanderte auf dem Tisch, dafür ging der andere Arm hoch. „Was… willst du Miststück?“

„Ist das wahr, was dein Erzfeind gesagt hat? Das du wirklich auf den Geschmack gekommen bist, andere Lebewesen zu foltern? Du warst doch eine berühmte Heldin gewesen, jeder wusste von der summende Heldin.“ fragte Sina nun.

„Ich bin gestorben und ich bin wiedergeboren, muss ich wirklich die… gleiche Einstellung haben wie früher? In einem muss ich… Rargros leider recht geben, denn diese… Wiedergeburt ist nur entstanden, weil ich diesen Arsch absorbiert habe.“

„Das ist ein Argument, wo ich NICHT widersprechen kann, aber Kaja… glaubst du nicht, dass es etwas…“ wollte Sina weiter nachhaken, als Eleanor ihr in den Mund fiel.

„Lady Sina… ich habe am eigenen Leib erlebt, was mein „Freund“ mir angetan hat. Er hat mir alles genommen. Meine Würde, meinen Stolz, meinen Körper. Ich bekam… die ultimative Folter vom besten Folterer in dieser Zeit.

Wisst ihr… was ich gedacht habe? Schmerzen. Schmerzen… Schmerzen und Schmerzen. Ich kannte durch die Kämpfe Schmerzen, aber… nicht was „er“ mir angetan hat. Dann ist es passiert… es ist bei mir schnell was kaputt gegangen.

Ich… sah in seinen Augen eine Gier nach mehr und… Liebe. So widerlich es sich anhört, aber Rargros hat mich geliebt zu foltern. Nur mir hat er in diesem Moment die Aufmerksamkeit gegeben und er wollte… mich regelrecht brechen.

Das hat er früh geschafft und er hat es auch gesehen, aber er wollte mehr. Er wollte so viel mehr brechen… Ich sag euch was… Ich habe es genossen, als er mich vergewaltigt hat. Die Welt hat es gesehen, wie ich geschrien habe, aber… es war eine Ekstase, die ich nicht beschreiben kann.

Jedes Mal… wenn er mir was entnommen hat… es war ein Orgasmus für mich gewesen. Es ist so widerlich wenn ich daran denke und doch… turnt mich diese Erinnerung an. Wir haben uns gehasst und zugleich geliebt. Das Opfer und der Folterer.“ kichert Eleanor irre.

„Als es dann soweit war wollte ich ihm meine Dankbarkeit zeigen. Ich war tot, aber ich wollte ihm meine neue perverse Liebe zeigen, was durch seine Hände geformt wurde. Bei… dem ganzen Akt… habe ich eine ehrliche Neugier entwickelt.

Was ist… wenn ich auch jemanden foltere wie der Dämonenkönig? Er lief die ganze Zeit nackt um mich herum und man konnte seine erregte „Manneskraft“ sehen. So ein perverser Folterer und doch schämt er sich ja nicht.

Tja, ich habe seine Seele gefuttert und bin dann letztendlich gestorben. Das was ich wirklich bereut habe war, dass ich nie die Chance bekam, auch mal jemanden zu foltern, wirklich. Es hat mich wahnsinnig gemacht, nicht erleben zu können, jemanden zu foltern.

Wie… diese Wiedergeburt… funktioniert… habe ich nicht verstanden, nur als ich die Augen wieder geöffnet habe, war ich in einem fremden Zimmer. Da habe ich meinen „Papa“ und meine „Mama“ und „Spiky“ kennengelernt… und festgestellt, dass „er“ auch in mir drin war.

Was wir machen… das geht euch ein Scheiß an. Wir hassen uns, da sind wir uns wirklich sehr einig. Wir kämpfen jede Minute um die Kontrolle des Körpers, was ein bisschen schwierig war als Baby. Da musste ICH den Kompromiss machen, dass wir uns einfach abwechseln.

Erstaunlicherweise hat „er“ mitgemacht, kannte ihn noch etwas anders. Ihr müsst wissen, er wollte mich wieder foltern, aber wie soll das als schwarze Seele gehen? Tja, zu dumm aber auch, mir hat es Spaß gemacht, als ich seine enttäuschte Fresse gesehen habe.

Aber, ich habe was festgestellt: Je mehr ich es schaffte, jemanden zu foltern, desto mehr kann ich Rargros in meinen Körper zurückdrängen. Er schreit so schön laut, dass ich es bin, die immer gefoltert hat, nicht er.

Hah… ich werde gleich noch feucht, wenn ich daran denke, wie ich dem Mann die Haut abgezogen habe und… endlich foltern konnte. Es… war eine Wohltat… uhmm…“ schloss Eleanor ihre Augen und wollte mehr machen, als Sina mit den Fingern schnippte. „Mach das, wenn wir weg sind. Weiter.“

„Ihr seid so eine Spaßbremse Lady Sina. Seid ihr schon immer so ätzend gewesen? Ich verstehe nicht… warum ihr nicht auch foltert. Ihr habt doch ein Talent, dass habt ihr doch gezeigt. Warum verschwendet ihr es?“

„Weil ich mich auf mentale Folter spezialisiert habe, du erinnerst dich? Auf körperliche Folter greife ich nur zu, wenn ich meine Spezialität nicht mehr anwenden kann. Außerdem ganz ehrlich? Ich habe nicht einen Orgasmus bekommen, wenn ich jemand gefoltert habe.

Es war für mich nullachtfünfzehn, eine Standartausbildung für jeden Dämonen, der wollte, ich aber lernen musste. Du glaubst es kaum, aber auch ich wurde gefoltert. Ich will nicht abstreiten, dass gewisse Türen aufgegangen sind, aber ich hatte eher einen Hass auf meinen Foltermeister als das ich mich verlieben könnte.“

„Aha? Dann war euer Foltermeister einfach nicht gut genug, so einfach ist das.“ lächelt Eleanor fies. Nun zuckte die rechte Klauenhand von Sina, James stellte sich schon in Sicherheit.

„Ich bin froh darüber, dass er so „schlecht“ war, wirklich. Du bist ja das beste Beispiel, wenn man eine Sucht entwickelt, die man aber nicht kontrollieren kann Kaja.“ kontert Sina lächelnd zurück. „Schade, eigentlich hatte ich Hoffnung gehabt, dass Rargros dich kontrolliert hat und habe daher versucht, dich mit Liedern irgendwie stärker zu machen.“

Nun schwieg Eleanor, der rechte Arm ging nun hoch. „Das hat sie auch, diese Musik ist der letzte Teil, der ihre Vernunft zusammenhält. Soll ich euch was verraten „Dämonenkönigin“ Sina? Sie hatte diese „tolle“ Idee, euch zu bitten, mich aus diesem Körper zu entfernen.

Ich weiß, was für eine Bastardrasse ihr seid und ihr seid zu einigem fähig, aber außer Latrinen putzen und Killerpuppen zu bauen, seid ihr zu nichts in der Lag…“ Bevor Eleanor den Satz zu Ende sagen konnte, hat Sina ihre Haare gepackt und rammte sie mehrmals auf den Tisch.

Die Nase wurde gebrochen und Blut spritze umher, dabei lachte Eleanor. Der Tisch wurde durchbrochen, Sina stand mit Eleanor auf und ging zu einer Tür. Sie klemmte den Kopf zwischen Tür und Türrahmen, dann setzte ihr grausames Werk um.

Nun konnte Eleanor nicht mehr lachen sondern schrie vor Schmerzen auf, ihr Kopf wird regelrecht gebrochen. Die Tür knallte immer mit der Kraft von Sina gegen den Kopf von Eleanor, bis die Tür zersplitterte. „Hrm… schade dass es keine Stahltür ist.“ verzog Sina verärgert ihr Gesicht und ließ Eleanor auf den Boden fallen.

„Ahh…“ regenerierte sich alles wieder bei Eleanor und wollte sich aufrichten, als ein Fuß von Sina den Kopf auf den Boden rammte. „Rargros, es mag sein, dass du aus einer Zeit stammst, wo wir in der Hierarchie weit unten waren, aber Achtung: Willkommen in der Zukunft, wo man uns nun mit Respekt behandelt.

Behalt deine Scheißmeinung für dich Loserkönig, sonst überlege ich doch ernsthaft ein paar Dämonen meiner Rasse zu fragen, wie ich deine Seele aus dem Körper von Eleanor rausbekomme.“

„Oh ho ho? Tut euch keinen Zwang an, aber eines… weiß ich genau: Meine Kaja hat dann kein Gleichgewicht mehr. Dann hast du erst recht ein brabbelnde Verrückte, mit der du dann nichts mehr anfangen kannst.“ kichert Eleanor vom Boden.

„Glaube, dass Risiko nehme ich gerne auf mich, wenn du mir keinen Respekt zeigst. Dann werde ich ab und zu mal ein Opfer Kaja überlassen, dass ich einige Momente der Normalität mit ihr habe.“

Nun lachte Eleanor noch lauter. „Ab und zu mal? Kaja ist eine Süchtige geworden, die foltern MUSS um normal zu sein, versteht ihr nicht? Diese Schwüre mögen vielleicht alle vor ihr schützen, aber am meisten schaden ihr lediglich uns. ICH habe die volle Kontrolle über meine Sucht, nicht Kaja.

Nur einen gutgemeinten Rat: Ihr hättet all die Schwüre nicht machen brauchen, wenn sie einfach jeden Tag eine Person foltern kann. Dann hättet ihr nicht Kaja die perverse Foltermeisterin, sondern die liebe summende Heldin.

So einfach und doch konntet ihr es euch in eurer eigenen Intelligenz nicht vorstellen, dass es möglich ist. Tja zu dumm, dass ihr uns so unnütz gemacht habt. Pech aber auch.“ kichert Eleanor am Boden noch, bevor Sina einmal ganz fest auf den Kopf drauf trat.

Der Kopf krachte durch den Holzboden und steckte scheinbar fest. „Als ob ich die Menge von Personen hätte, nur um Kaja normal zu bekommen. Nun bereue ich es wirklich dich nicht getötet zu haben Eli.“

James stand schweigend im Flur und schien sich auch nicht einmischen zu wollen. „Nächster Befehl Eleanor: Was heckst du aus, dass du dich so merkwürdig benimmst?“ setzte Sina sich auf den Stuhl und wartet ab, bis die Vampirin sich vom Boden befreit hat.

Knurrend drehte sie vom Boden aus ihr Gesicht zu Sina und hob den linken Arm hoch. „Ich hecke NICHTS aus, sondern war mit meinem „Lover“ in einem sehr intensiven Gespräch gewesen. Er hasst es zu verlieren, ich hasse es zu verlieren.

Wieder wo wir etwas gemeinsam haben, aber eine Lösung, wie wir wieder gegen so einen Dämonen kämpfen sollen, dass haben wir nicht. Nein, eine Lösung gibt es auch nicht, solange wir immer um die Herrschaft dieses Körpers kämpfen müssen.

Einer muss weg und wenn es nach mir geht, der Loserkönig. Ich habe alles von ihm gelernt, was es zu lernen gibt. Der Sex zwischen unseren Seelen ist so langweilig geworden, dass wir leider den gleichen Gedanken haben, mehr von unserem Körper zu erfahren.“

Nun verzog Sina über diese Information ihr Gesicht, selbst James waren das ein bisschen zu viele Informationen. Dies hat Kaja bemerkt und verzog genüsslich ihr Gesicht. Sie drehte sich auf den Rücken und ihre Hand wanderte langsam und erotisch über ihren Körper.

„Was? Ihr seid doch schon lange keine Jungfrauen mehr. Nur weil Rargros mich als Seele nicht foltern kann, haben wir trotzdem unseren widerlichen Spaß gefunden. Es ist sooo widerlich, dass es einen schon wieder antörnt.“ lächelt Eleanor breit.

„Für dich vielleicht, aber ich stehe eher auf fleischliche Gelüste.“ kommentierte Sina dies sarkastisch. „Wirklich sehr schade um dich Kaja. Ich werde dich nicht jeden Tag foltern lassen, nur das du normal wirst.

Keine Ahnung wie viele Lebewesen es auf der Welt gibt, aber du würdest alles ausrotten mit deinem ewigen Leben. Daher musst du dir eine neue Sucht entwickeln, mit der ich leben kann. So einfach ist das.“ klaute Sina ein Spruch von Maria.

„Also letztendlich hast du die ganze Zeit nur mit deinem Loserkönig in deinem Körper gestritten, dass Außenstehende dachten, dass du was ausheckst. Danke für diese verschwendete Zeit und unnötige Details über dich.

James, du weißt nun ebenfalls Bescheid. Wenn Eleanor etwas… „inaktiv“ wird, dann machen die Seelen irgendeinen widerlichen Scheiß.“ verzog Sina ihr Gesicht. „Ich krieg noch Alpträume davon.“ verzog James ebenfalls sein Gesicht.

„Ich liebe Alpträume…“ grinste Eleanor vom Boden aus. „Dafür, dass ihr euch um uns sooo gesorgt habt… Wann bekommen wir einen Mann? Wir wollen wirklich mehr über den Körper erfahren Lady Sina… Ok, Rargros würde auch eine Frau nehmen wollen.“

„Sobald es einen Verräter gibt, der einen so schlimmen Tod verdient, dass man ihn dir gibt.“ antwortet Sina darauf. „Ich bin dann mal weg und muss dieses widerliche Gefühl loswerden.“ schüttelt Sina sich kurz.

Ohne auf irgendetwas abzuwarten, ging Sina direkt aus dem Haus raus. James betrachtet nur das zerstörte Inventar, dann ging er scheinbar auch aus dem Blickfeld von Eleanor. „Oh? Ohhh… solche Spaßverderber.“

„Komisch…“ wundert sich Kaja im Körper. Einen Arm legte sie sich um ihren Bauch und hob die Seele hoch. „Und… was genau?“ pustet Rargros in den Nacken.

„Nullachtfünfzehn… das ist ein Spruch, den man in meiner alten Welt spricht. Aus deinen Erinnerungen habe ich nichts entnehmen können, dass jemand dies jemals gesagt hätte.“ „Unnnd?“

„Das diese Dämonin mehr Geheimnisse hat, als gedacht.“ „Unnnd?“

„Eines Tages… freue ich mich wirklich… wenn du weg bist.“ „Unnnd?“

„Dann gehört der Körper endlich mir!“ „Wird nie passieren.“

Kapitel 678

Ich bin wiedergeboren und die Gespräche? VI

Verwundert schaut Sina Maria an, als sie die Frage ihr stellte. „Erm… nein, habe ich nicht. Hat Roman das dir nicht erzählt?“

„Nein, leider nicht. Bei meinen Mann muss ich mir leider alle Informationen aus den Finger saugen.“ machte Maria einen genervten Gesichtsausdruck. „Dabei sollte er es selber wissen, dass ich eigentlich ALLES wissen will.

Ich meine… ich darf keine Burg verlassen, woher soll ich wissen, was draußen passiert? Die Dienerschaft wurde dazu trainiert, immer das schönste zu sagen, egal ob die Burg gerade brennt. Leider bin ich mehr oder weniger dazu gezwungen, selber aus dem Fenster zu schauen, ob das Wetter scheiße ist oder nicht.“

„Erm…?“ machte Sina einen weiteren erstaunten Gesichtsausdruck, weil die Sprache von Maria… sehr gewöhnungsbedürftig ist, vor allem wenn sie Roman´s Gespräche im Kopf hatte. Vornehm, keine Fäkalsprache oder ähnliches. „Was?“ hakte Maria direkt nach.

„Nun… ich bin einfach ehrlich, deine Sprache.Wenn ich die von allen alten Vampiren vor Augen habe… sei es Roman, Layla, Acula oder Taos…“

„Mir doch egal? Ich sagte doch, ich war einst ein Mensch gewesen, glaubst du nicht selber, dass es auf dem Land etwas rauer umging? Du liebe Güte, als ich das letzte mal eine Stadt besuchen durfte mit Roman und ich ging ganz bewusst in eine Gosse, dabei musste ich schon fast schmunzeln.

Das, was sie an Schimpfwörtern… Akzente… nenne wie du es willst bei den Gesprächen benutzt haben, war überhaupt nichts, als es noch in meiner Zeit war. Roman kennt sie selber, aber scheinbar hat der feine Herr sich die Sprache abgewöhnt.“

„Uhm… ok?“ „Nun mach dir mal nicht in die Hose, ich reiß dir jetzt nicht den Kopf ab und trete ihn in die nächste Schlucht runter, verfüttere deine Leber an die Hunde und mit dem Rest lässt sich noch irgendwas finden.“ hob Maria eine Augenbraue hoch.

„Ich… kann in diesem Fall auch hier dir nur danken.“ nickte Sina langsam. „Es ist halt… etwas gewöhnungsbedürftig, wirklich. Alle sind so vornehm und… dann du.“

„Ich bin mir selber treu geblieben und warum sollte ich meine eigenen Werte aufgeben, egal wie viele Jahrtausende vorbeigegangen sind? Du musst wissen, darauf reite ich immer sehr gerne herum bei meinen Mann. Ich bin einen Tag älter als er.“ grinste Maria.

„Echt? Wenn ich auch in diesem Fall wieder ehrlich sein muss, ich weiß so… eigentlich nicht viel über Roman, dich, die gesamte Familie. Von Layla habe ich einen Einblick in ihre Familie bekommen sowie… das Problem mit ihrem Ehemann.“

„Nun, da ist Layla selber schuld.“ antwortet Maria trocken. „Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit hat sie etwas gewollt, was ihr Mann überhaupt nicht wollte, wie immer, und das musste in einem Streit enden, wie immer.

WENN du meinst, das Roman herrschsüchtig ist, dann kann man das bei Layla ebenfalls sagen. Aber ich glaube, dass ist ein Problem bei dieser Familie. Ich kannte ja jeden meiner Schwäger und Schwägerinnen und jeder wollte die volle Kontrolle haben.

Die einen mehr, die anderen etwas… „weniger“ oder haben es nicht so deutlich zum Ausdruck gebracht, aber letztendlich: Ich will, ich will, ich will, Punkt. Du hast vermutlich selber festgestellt, mit wem Roman am besten zurecht kommt und dass… einige Tod sind, nun… selber schuld.

Wobei ich ehrlich sagen muss, ein klein bisschen vermisse ich Cassius schon. Auch wenn ich weiß, dass er und Roman sich nicht ab konnten, so hat er mir schon erzählt, was so auf der Welt passiert ist. Mir haben die Dinner mit ihm sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich wiederum weiß, dass sie sich nur gegenseitig intrigierten… also Roman und Cassius.

Na ja, was soll ich sagen, wenn man nicht durch Alter sterben kann, braucht man eine Abwechslung oder? Aber… ich glaube wir schweifen etwas ab. So gerne ich über meine Kindheit mit Roman erzählen würde und hast du nicht gesehen, denke ich… haben wir ein Problem.“ änderte Maria das Thema.

„Ja… schon, aber wieso die Frage nach meiner Mutter? Ich kenne sie nicht, ich bin… ein Produkt dämonischer Experimente, wo sie scheinbar ihr Leben verloren hat. Mein Vater gibt mir keine Auskunft, das einzige, was ich habe sind meine 13 Schwestern, wovon ich nur mit einer in Kontakt stehe. Meine Zwillingsschwester Kyllia, die bei mir lebt und „irgendwann“ Lisa, die Tochter von Layla, ehelich wird.

Die restlichen Schwestern hat mir Kyllia erzählt, doch… keine Ahnung wie der erste richtige Kontakt mit ihnen sein wird.“ erzählte Sina ein bisschen von sich.

„Oha? Lisa heiratet und Layla macht das mit? Darauf komme ich später zurück.“ nickte Maria für sich, die wohl frisches Futter entdeckt hatte. „Sina, du hast wunderschön deine Sorgen erzählt und ich kann dir selber sagen: Ja du bist eine Mutter.

Es ist wirklich unwichtig, aus welchen Gründen man Mutter ist. Ob man ein Kind adoptiert, man auserwählt wurde, sie erschaffen hat… Sobald man anfängt über die Zukunft der Kinder nach zu denken ist man Mutter, Punkt.

Ich will nicht abstreiten, dass… es auch Mütter gibt, die besser nie Kinder geboren hätten. Nicht… weil ich ihnen das Leben nicht gönnen will, aber ich kenne da einige Miststücke, die wussten überhaupt nicht, was ein Kind sein soll.

Maeve und Acula waren sehr gute Beispiele, denn ich hätte Kinder nicht als Spielzeuge betrachten können. Dazu fehlt mir jegliches Verständnis, aber sie hatten auch nicht wirklich, was wir als Gewissen betrachten konnten.

Egal, du bist Mutter und kannst mich daher sehr gut verstehen. Doch was ich zwischen den Zeilen herausgehört habe ist ein stummer Schrei nach Hilfe. Hilfe, weil du überfordert bist mit… irgendetwas?

Weil dein Vater, egal was für ein Arsch er ist, dir keine Unterstützung anbietet? Das du, bedaure, aber ich kann nicht sagen, wie Dämonen sein sollen, perfekt und gefühllos sein musstest? Du versuchst irgendwie verzweifelt alles richtig zu machen und das ist eigentlich ein Vorzeichen, dass es schlimm enden wird.“

Sina sagte nichts, sie wusste auch nicht, was sie jetzt dazu sagen sollte und schaute Maria immer noch in die Augen.

„Hrm, dachte du wärst nicht auf den Kopf gefallen.“ schüttelt Maria den Kopf. „Meine Frage, ob du keine Mutter hast ist, weil du dich scheinbar dringend aus heulen musst, es aber in dich hinein frisst. Das ist wohl der Part, wo du nicht willst, dass andere sich um dich sorgen.

Normalerweise ist die EINZIGE Person auf der Welt… niemand anderes als die Mutter, die einen in den Arm nimmt. Bei dir ist es wohl sogar noch drastischer, dass du überhaupt keinen Vorbild hast von einer Mutter. Du liebe Güte, ich bekomme zwar nicht ALLES mit, aber das eine oder andere schon.

Doch das Dämonen mit ihresgleichen Experimente anstellen? MICH wundert es nicht, was für mich oder andere normal ist, dir nun etwas fehlt wie ein Vorbild. Die Eltern sind immer gewisse Vorbilder, am meisten eher sogar die Mutter, ich muss es ja wissen.“ grinste Maria traurig.

„Auch wenn wir uns also erst… keine Ahnung wie lange wir schon reden, erst kennen, sind bei mir alle Instinkte einer Mutter aufgesprungen. Da sitzt ein Mädchen, das verstanden hat, was passiert ist und dennoch weinen will, aber nicht kann.

Ehrlich? Lass es einfach raus. Ich kann nicht deine Mutter ersetzen, weil du vermutlich deine eigene Vorstellung hast, wie sie mal… gewesen sein könnte. Du brauchst dich bei mir nicht zurückhalten, wirklich nicht.

Ich habe nur Töchter und jede hatte ihre Sorgen, am meisten musste ich Renee immer trösten, wenn es wieder einen Streit mit ihrem Vater gab. Irgendetwas ist also bei dir im Busch und… in diesem Zustand habe ich Sorgen, dass du das Ziel mit meinen Kinder vergessen könntest, wenn der Tag des Zusammenbruchs bei dir kommt. Meine… du lässt deine Tränen schon längere Zeit laufen.“

Sina saß auf ihrem Stuhl… und hat nicht gemerkt, dass sie längst unbewusst am weinen war. Verwundert streichelt die Dämonin mit der linken Hand über ihr Gesicht und hat an den Fingern ihre blutigen Tränen. „Aber… wieso?“

„Das kann ich dir nicht beantworten, aber vermutlich muss sich bei dir unheimlich viel Stress aufgebaut haben.“ antwortet Maria sehr mitfühlend. „Möchtest du darüber reden? Keine Sorge, dass bleibt unter uns. Weder Roman noch irgendwer wird davon erfahren.“

Die Tränen fielen so von Sina runter, bis sie beide Hände auf ihr Gesicht legt und liebend gerne laut geweint hätte. „Erstaunlich, dass du nicht schon längst einen Nervenzusammenbruch hattest.“ merkte Maria an. „Kann es sein, dass dein Vater dich mit seiner Aktion so dermaßen schockiert hat?“

„Ja… warum will dieser Arsch auf einmal meine Familie angehen…“ schniefte Sina laut. „Was bitte… ist denn falsch daran, seine Liebe zu heiraten? Das er ausgerechnet das schlimmste Killerteam geschickt hat und mich in diese… Scheiß Situation gebracht hat…

NUR Probleme, seid ich wachgeworden bin. Mimimi hier, mimimi da… Ich weiß überhaupt nicht… was sie alle von mir wollen? Immer muss ICH dabei sein und die Händchen halten. Soll Ratschläge erteilen und eine gute Mine zum Spiel haben.

Ich habe langsam… echt keinen Bock mehr. Meine… alte Zeit, ich vermisse sie wirklich. Nichts… als die Freiheit zu haben, gedankenlos mit meinen beiden Liebsten… einfach auf Abenteuerreise zu gehen.

Doch selbst das geht nicht. Einer entzieht man bald den Status einer Abenteurerin, der anderen will mein Vater nun ans Leben. Immer… wenn ich glücklich werde, muss etwas so grausames kommen und anschließend darf ich mich hinterher mit den Konsequenzen herumschlagen.

Und wenn ich bei den Konsequenzen hart durchgreife, kommen dann WIEDER neue Probleme. Langsam… entsteht ein Teufelskreis, aus dem ich selber nicht mehr rauskomme. Immer heißt es, ruhig bleiben und nichts machen.

Das nichts machen rächt sich aber in mehreren Formen, die man nicht vorhersehen konnte. Ich darf mich mit einer Untersuchung herumschlagen, weil irgendwer die Finger auf mich zeigt. Vielleicht habe ich was damit zu tun, vielleicht auch mal überhaupt nichts.

Vor allem… ich werde langsam immer mehr zu einem Feind degradiert. Irgendwie… fühle ich mich nicht mehr wohl, was ich sonst mein Heim nennen konnte. Was… wird bitte noch alles auf mich zu kommen?

Es ist so eine Ironie… dass mein Attribut Chaos auch nur für Chaos in meinen Leben sorgt. Irgendwie… keine Ahnung… war einiges früher besser gewesen. Sorgenfreier… stressfreier…“

„Dann ändere es doch?“ schlug Maria vor. „Selbst Roman tut sich sehr schwer damit, weil er damit auch Kontrolle aufgeben müsste. Doch ich sehe es doch selber, dass es ihn tierisch auf die Nerven geht bei einigen Sachen.

Keine Ahnung was deine Ma dir gesagt hätte, aber wenn du meine Meinung als Mutter hören willst: Gib einfach alles auf, was dich verletzt, unnötigen Stress gibt, einfach alles. Aber ich weiß genau… dass wirst du nicht können und das ist das eigentliche Problem.

Du bist… süchtig danach, du brauchst es, doch das ist genau, was dir schadet meine Liebe. Exakt das, was mein Ehemann ebenfalls zeigt. Ihr seid euch in diesem Fall ziemlich ähnlich. Er leitet vermutlich den größten Vampirclan und das ist schon ein großer Organisationsaufwand.

Von dem, was ich über dich weiß, hast du ja in ganz Alliancia deine Finger im Spiel, teilweise sogar über mehrere Kontinente. Ich kann mich noch an dem Abend erinnern, dass Roman sich bei mir aus geheult hat, dass da eine Dämonin wäre, die eine Weltherrschaft anstrebt, es aber abstreitet.

Nüchtern betrachtet und da ich ja kaum was weiß, sieht es ja nach einer Weltherrschaft aus, aber so wie du aussiehst… nicht unbedingt.“

„Aber nicht weil ich es unbedingt wollte! Ich bin GEGEN meinen Willen zur Kanzlerin ernannt worden, habe eine einen großen Einfluss bei den Abenteuergilden und meine Kontakte zum Königreich Efrana. Auch wurde ich GEGEN meinen Willen zu einer Clanführerin, sowie muss ich leider selber das Zepter bei einem Dämonendorf in Vurdinia in die Hand nehmen, die nichts geschissen bekommen irgendwie.

Was mich ankotzt ist, dass meine Ratschläge langsam auf Widerstand triffen und es sogar noch schlimmer wird als es ohnehin schon ist.“

„Immer noch: Gib das einfach alles auf und du wirst feststellen, wie viel Luft du auf einmal atmen kannst. Nur… Entschuldigung das ich es so sagen muss, aber wenn ich dein Gejammer so höre, willst du es ja auch nicht.

Ist es etwas, damit du deinen eigenen Wert kennst? Willst du anderen Viechern nützlich sein und gibst daher immer alles? Irgendetwas muss da sein, dass du nicht loslassen willst. Roman meinte, das hast du nicht von mir gehört, du würdest vor etwas weglaufen, nur ist das in diesem Fall irgendwie… widersprüchlich.

Wenn ich ehrlich bin Sina, du wirst irgendwann in der Zukunft eine Entscheidung treffen MÜSSEN, ob du willst oder nicht. Es muss… irgendetwas passieren, dass es sich nicht mehr lohnt weiter dieser erm… Arbeit nachzugehen, die du aktuell machst.

Wie, warum, weshalb, dass ist alles egal wirklich, aber ich verspreche dir, es kommt der Zeitpunkt, wo du nachdenken wirst. Das ist meine ehrliche Meinung als Außenstehende und… ehrlich… willst du das wirklich für alle Zeit so bleiben soll? So wirklich?

Du kannst nicht durch die Zeit reisen, um wieder in der Vergangenheit zu leben, wonach du dich sehnst. Diesen Wunsch habe ich auch öfters gehabt, wo Roman noch nicht all diese Haufenweise Schwüre abgegeben hat. Es nötigt ihn zu dass, was er momentan ist.

ICH selber habe mich auch vor kurzem zu etwas entschlossen und bin mit meiner eigenen Entwicklung eigentlich zufrieden. Würde mir nur wünschen, dass Roman nicht seine sadistische Ader an mir im Training raus hängen lassen würde, aber ich bereute keine Minute.“ grinste Maria.

„Und wie geht es dir nun Sina? Ist bestimmt ein gutes Gefühl, den angesammelten Stress, Frust mal gesagt zu haben oder? Vielleicht war ich ein bisschen hart, aber schau mal… Wenn ich jeden Tag das Gejammer meiner Kinder anhöre, lernst du schnell auf Durchzug zu schalten und zu nicken.

Kinder die jammern geht es besser als sie eigentlich glauben wollen. Nur werden sie lauter, wenn man ihnen das halt so ins Gesicht sagt. Egal, soll Roman der böse Vater sein und ich die liebe Mutter, wuhu. Ich mag es, wenn man mich ganz doll liebt.

Nichtsdestotrotz… mein Ratschlag solltest du wirklich zu Herzen nehmen. Aufgeben heiß nicht unbedingt verlieren, wenn man sich damit selber retten muss. Was bringt es… ein Held zu sein, der selber einen Helden braucht?“

Nun schaute Sina sehr erschrocken drein bei dieser einfachen Logik. „Ich glaube, in deinem Fall ist es vermutlich sehr falsch zu sagen, dass du ein Feigling seist. Viktoria erzählte mir ja sehr viel und dass vor allem du dich reinhängst, dass jeder, auch die nicht in deinem Clan sind, sich wohl fühlen.

Ist es also falsch zu sagen, dass sie bitte selber auf diesem Stand der Dinge bleiben sollen und du eine Auszeit brauchst? Ich bin mir nicht sicher, wirklich alt bist du ja nicht gewesen. Jeder von ihnen ist kein Windelscheißer mehr, sollen sie doch mal selber für ihr Leben ein bisschen arbeiten.

DAS ist etwas, was Roman am meisten an dir respektiert, dass du, Achtung, er nennt es ja „Starthilfe“ gibst, aber irgendwie ist es mehr als nur eine Starthilfe. Vielleicht solltest du also in diesem Fall gewisse Dinge trennen, meine nur.

Was einen stresst kann nicht gesund sein, DASS hat meine Mutter mir selber gesagt und ich denke… da ist unheimlich viel Weisheit in dieser einfachen Aussage drin. Also Sina, hör auf zu flennen und kümmere dich nun etwas mehr um dich und vergiss nicht…

Meine Töchter sind in deiner Obhut, ich will wirklich nicht persönlich kommen, weil du deine Aufgabe vernachlässigt. Sonst reiße ich dir deinen Kopf…“

„ab, wirfst ihn eine Schlucht, meine Leber wird an die Hunde verfüttert und so weiter.“ beendete Sina den Satz. „Wow… ich glaube, ich würde keinen Kampf gegen eine Supermutter gewinnen, egal welches Level und Status sie hat.“ musste Sina selber grinsen.

„Nö, würdest du auch nicht.“ grinste Maria ebenfalls. „Sina, wenn… du wieder jemanden brauchst, wirklich jemanden, der nicht in deiner Familie ist, von deinen Freunden oder weiteres, ich stelle mich gerne zu Verfügung. Ich werde nicht deine Ersatzma werden, aber zuhören, dass habe ich sehr lange trainiert.

Selbst ich würde nicht alles meiner Familie sagen, WENN ich denn irgendwelche Sorgen hätte. Ich darf ja nicht mal einen Garten züchten wie Layla, die Gefahr wäre ja zu groß, dass ich mich verletzten könnte.

DAS sind Probleme Sina, aber ich habe das „Problem“ ja geheiratet, also bin ich auch wiederum selber Schuld, wuhu. Doch… weiß ich eines… Das Leben wäre extrem langweilig, wenn ich all das nicht hätte.

Für viele mag es sein, dass ich in einem Käfig stecke, doch mache ich den Eindruck, dass ich todunglücklich darüber bin? Denke nicht, dafür genieße ich die meiste Aufmerksamkeit von einer sehr gefährlichen Kreatur.“

„Danke… für dein Angebot, vermutlich… werde ich sogar darauf zurückgreifen. Und auch hast du recht… dass ich nicht einfach alles… fallen lassen kann. Irgendwie habe ich doch einiges an Herzblut bei den ganzen Arbeiten gesteckt… dass ich nicht auf einmal verlieren will.“ seufzte Sina.

„Argh… immer diese gleichen Ausreden, ich kenne sie doch schon von Roman. Lass dir was neues einfallen. Von außen sieht man dem Kerl auch nichts an, aber ich kenne ihn seit der Kindheit, also weiß ich am ehesten, dass wieder irgendwelche Scheiße am Laufen ist.“ meckert Maria.

„Du bist wirklich eine coole Ma.“ schmunzelt Sina und wischte sich ihr Gesicht mit einem Tuch sauber. „Ich hoffe, wir können uns auch mal persönlich treffen und denke, dass ich mir auch die Zeit nehmen werde, egal ob die Welt untergeht.“

„Das sag ich Roman auch immer wieder, aber er bekommt davon Magenschmerzen. Vermutlich war ich am Anfang etwas… „eifersüchtig“ auf dich gewesen. Meine… ich habe sehr lange auf ihn eingeredet, länger als du in Planung warst.

Dann kommt er von der letzten Reise zurück und sagte: Jau, bin dabei. Ich glücklich wie sonst, als er mir von dir erzählte. Tja… gut dass wir uns in diesem Moment nicht gekannt haben, weil ich dir vermutlich ein Messer in den Rücken gerammt hätte vor lauter Eifersucht.

Keine Sorge, also wirklich keine Sorge, dass werde ich nicht. Wir haben uns endlich kennengelernt, sogar ein sehr intimes Thema besprochen, ich bin wirklich glücklich momentan. Du bist wirklich anders, als was man immer von dir erzählt.“ beruhigte Maria Sina.

„Ich frag besser nicht, Unwissenheit ist manchmal ein Segen.“ lächelt Sina. „Und… danke, dass ich auch eine Unterstützung deinerseits habe bezüglich deinen Töchtern und Roman. Es gibt mir mehr… Freiheiten.“

„Gerne geschehen.“ nickte Maria. „Falls… wir uns treffen sollten, könntest du mir auch eines dieser „Piercings“ anbringen?“ Nun schaute Sina die Vampirin erstaunt an und bekam eine sehr sehr düstere Zukunftsaussicht.

„Nein.“ „Wie nein?“ staunte Maria nun und schob eine Strähne mit der rechten Hand über ihr Ohr. „Nein, weil ich genau weiß, sobald ich dir ansatzweise die Hand schütteln würde oder ähnliches, dass deine gefährliche Kreatur über mich herfallen wird. Ich bin vielleicht eine kampfsüchtige Berserkerin, aber DIESEN Kampf werde ich bestimmt nicht freiwillig suchen!“

„HA?!“ wurde Maria etwas lauter. „Meinen Kindern erlaube ich es, aber ich darf keine haben? Na das muss du mir mal bitte sachlich erklären.“

„Weil ich leben will?! Roman beschützt dich so extrem, glaubst du wirklich, dass er mich SO nah an dich heran lässt? Was glaubst du was passiert, wenn er von Viktorias Piercings erfährt? Du bist meine einzige Hoffnung, dass er in der Burg bleibt.

Wenn ich euch dann besuchen komme oder so und… mit viel Trickserei haben wir deinen Mann für paar Minuten von dir weggelockt und er kommt dann wieder. ICH. WERDE. DAS. NICHT. ÜBERLEBEN!“

„Papperlapp, du machst dir zu viele Gedanken.“ wischte Maria das Problem weg. Sina bekam auf einmal Kopfschmerzen. „Nur… interessehalber, was… genau schwebt dir denn vor? Denke, du hast ja bei deinen Töchtern ja schon einiges gesehen.“

„Das gleiche was auch Viktoria hat natürlich.“ „NEIN! NEINNEINNEINNEIN!“ schüttelt Sina panisch den Kopf.

„Doch? Wie du schon sagtest, ICH bin diejenige, die Roman hält, also…?“ grinste Marie nun böse. „DAS IST GEMEIN! NEIN! ICH HABE DEINE BITTE NIE GEHÖRT!“ drückte Sina beide Hände auf ihre Ohren!

„DOCH!ICHWILLSIE!“ „LALALALALA!“ „Erm…?“ wurde die Tür bei Sina geöffnet, wo Renee und Viktoria sehr besorgt reinschauten. „Was…?“

Sie sahen Sina, die mit ihren Händen auf den Ohren wild den Kopf schüttelt und gleichzeitig ganz laut rumlalalalt. Ihre Mutter dagegen wirkte, als würde sie das Theater regelrecht genießen. „Ich weiß das du mich hörst Sina. Wenn du mich besuchen kommst, will ich dass du eine Auswahl mitbringst.“

„NEEEEEEEIIIIIIINNNNNNNNN!“ stürmte Sina nun aus dem Zimmer.

Kapitel 677

Ich bin wiedergeboren und die Gespräche? V

Ein neuer Tag bricht an, Neia wurde wach. Das Erste, was sie zu sehen bekam war eine schlafende Sherry vor sich. Dann bemerkte sie, dass jemand sie ganz eng umschlungen hielt und ließ ihr Herz um so mehr zum rasen.

Sina lag hinter ihr und hat beide Arme um sie gelegt, damit Neia nicht das Gefühl bekam, alleine zu sein. „Ich… kann mich jetzt wirklich sehr glücklich schätzen, dass ich euch beide habe.“ dachte Neia glücklich und legte eine Hand auf die Klauenhand von Sina.

„Ich weiß das du wach bist.“ flüstert eine weibliche Stimme hinter Neia. „Wie geht es meiner… Elfenfürstin?“ schnurrte Sina. „Nenn… mir einen Namen und ich bringe seinen Kopf.“ grinste Neia.

„Lieber nicht… da kommen einige Probleme und wenn… die die Köpfe in meinem Haus sehen… besser nicht.“ kichert Sina. „Lieber… will ich dass es dir wieder besser geht. Vielleicht… lässt sich ja irgendwie was in der Zukunft machen, dass du trotzdem… eine Abenteurerin bist.“

„Das… würde mich wirklich sehr freuen. Aber besser… ich hoffe nicht zu sehr, dann… tut es mir nicht so weh.“ drückte Neia die Hand fester auf der Klauenhand. Sie löste die Hand und drehte sich langsam zu Sina, die total verwuschelte Haare hatte.

„Denke… ich will… mit dir und Sherry… diese Zeit jetzt und für immer… genießen.“ drückte Neia sich an Sina. „Werde mein bestes… geben, das beizubehalten.“ lächelt Sina und küsste dann ganz zärtlich die Blutelfe.

Ein Glück strömte durch die Körper der Frauen. Die Zeit stand still. Sie kosteten diesen Moment aus… bis Sina sich wieder von ihrer Geliebten löste. „Oh?“ grinste Sina, weil jemand weiteres wach war.

„Lass euch nicht stören.“ standen bei Sherry die Haare hoch. „Es macht… regelrecht süchtig, unsere Dämonin zu küssen oder Neia?“ drückte sie direkt an Neia sich heran und schmuste sie von hinten.

„Du liebe Güte.“ bekam Neia einen sehr roten Kopf. „Wenn das jeden Morgen beim aufstehen so endet… ich kann wirklich damit leben.“ grinste Neia. Sina dagegen sah zwei sehr glückliche Blutelfen und das schöne ist, beide gehören ihr.

„Ab und zu mal Stellungswechsel, damit wir alle was davon haben.“ schlug Sherry vor, dann legte sie die Haare von Neia beiseite, um den Nacken zu küssen. „Uh…“ konnte Neia es nicht mehr verhindern.

Sherry hörte damit auf und schaute Sina an. Dabei versuchte sie „diesen“ Blick zu geben, dass… man den nächsten Schritt wagen könnte. Sina schaute abwechselnd ihre Frauen an, dann nickte sie langsam. „Ja… denke… das wäre was.“

„Wie… meinst du das?“ blinzelt Neia mehrmals. „Keine Sorge, Sina und ich sind der gleichen Meinung und dies… wirst du bald erfahren. Betrachte es als kleine Überraschung.“ kichert Sherry.

„DAS überlasse ich alles unserer süßen Sherry Neia. In dieser Hinsicht werde ich mich auch etwas… überraschen lassen dürfen.“ grinste Sina. „Damit ihr dies auch wisst…“ erzählte Sina den Damen, dass eine Untersuchung zu Sina kommt, die ihr einige Fragen stellen müssen. Dabei werden sie auch informiert, was es bei Emilia zu wissen gibt.

„Das ist so… aktuell der Stand der Dinge, leider. Ich werde heute mit den beiden Vampirkönigen sprechen und je nachdem auch mit dem Bürgermeister… die schlechte Nachricht überbringen.“ seufzte Sina.

„Dabei… haben wir uns alle solche Mühe gegeben, dass du beim aufwachen nicht solche Probleme hast…“ hörte man die Trauer von Sherry. „Denke, ich werde heute Brandrulim besuchen gehen. Ich danke dir wirklich, dass du meinen Freund aufgebaut hast, das hat er wirklich nicht verdient.“

„Ich hoffe, dass Falael wirklich schnell das Reich erreicht und mir Übertragungssteine schicken lässt. Jetzt, wo ich weiß, was meine Zukunft ist, sollte ich mich wirklich wie eine Fürstin verhalten. Wenn… die Zwerge so mit dem Kaiserreich und Königreich umgehen, brauchen wir erst recht nichts von ihnen erwarten.“ schüttelt Neia den Kopf.

„Tja… ich weiß auch nicht, was bei den Zwergen los ist. Wenn ich eines ihrer Reiche aufsuche, würde es mich glatt nicht wundern, wenn sie ihre Krieger raus schicken.“ schnaufte Sina kurz durch die Nase. „Doch eines nach dem anderen, es gibt wichtigeres.“

„Ja…“ lächelt Neia. „Gemeinsam waschen, denn… du hast so einen Wuschelkopf und ich glaube, Sherrylein hat ihn auch.“ „Stimmt… wo du es sagst?“ streichelt Sherry ihren Kopf. „Dann auf meine Damen.“ grinste Sina anrüchig.

Zeit wird vor gespult…

Sina wollte gerade an der Haustür von Renee klopfen als sie innehielt. Verwundert schaute sie mehrmals um sich herum. Sie trug ihren üblichen schwarzen Stoffanzug, daran lag es nicht. „Hmmm?“ drehte Sina mehrmals um und schaute auch in den Himmel.

„Komme ich mir jetzt so vor oder… verging die Zeit irgendwie… anders?“ versuchte Sina dieses komische Gefühl zu verstehen, zuckte aber dann die Schulter und klopfte an der Tür.

Ein Butler öffnete sie und erkannte sofort wer der Gast ist. „Guten Morgen Lady Sina, wie kann ich ihnen behilflich sein?“ „Ein Gespräch mit den Damen und anschließend mit deinen obersten Herren.“ teilte Sina dies mit.

„Wie sie wünschen, wenn sie mir bitte folgen würden?“ nickte der Butler und brachte Sina ins Wohnzimmer… „Hm?“ schaute Sina an die Decke, wo sie zwei Vampire Übungen machen sah. „Scheinbar ist Renee leicht ansteckend.“

Viktoria trug ebenfalls die gleichen Sportklamotten wie ihre Schwester Renee, sie muss sie wohl in der Zwischenzeit von Sherry hat machen lassen. Die Damen hörten mit ihren Übungen auf und ließen sich nach und nach von der Decke fallen.

„Lady Sina, scheinbar geht es euch ja wieder gut?“ schwitze Renee. „Besser als in den letzten Tagen und auch… fit genug für das Gespräch mit eurem Vater. Dürfte vermutlich nicht… sehr angenehm werden?“

„Wir…“ kam Viktoria hinzu, die mit einem Handtuch den Schweiz abwischte. „haben ihn vermutlich soweit beruhigt, dass es vielleicht nicht in einem Geschrei enden könnte. Dennoch können wir nichts versprechen, zumal auch Mutter der gleiche Meinung war wie unser Vater.“

„Ou…“ biss Sina sich auf die Unterlippe. Den Zorn von Eltern abzubekommen, den wollte sie wahrlich nicht haben. „Nun, besser ich suche das Gespräch, denn je früher, desto besser. Hoffentlich ist mein Kopf wirklich am Ende noch da, wo er sein soll.“ grinste Sina.

„Aber… was anderes. Ihr habt euch in meinem Problem eingesetzt und tapfer gekämpft. Das… der Kampf von Anfang an durch den magischen Regen so schlecht war, konnte niemand wissen. Dennoch habt ihr gekämpft neben Neia und sogar Tergron böse verletzten können.“

„Ah… ich bin mir nicht sicher, ob der Regen wirklich es ausgemacht hat, weil… es war mehr ein Kampf mit Magie.“ rieb Renee sich am Hinterkopf unbewusst. „Eher war es meine kleine Schwester, die einmal einen bösen Treffer gelandet hat.“

„Schon, aber… am meisten hat eher Neia gelitten. Lisa hat sich nicht wirklich zurückgehalten, wenn es um Blutmagie ging und das hat sie der Blutelfe förmlich abgezapft.“ merkte Viktoria an.

„Wie dem auch sei, ihr habt mitgekämpft, tapfer einen Destroyar überstanden und trainiert immer noch. Das verdient eine Belohnung.“ legte Sina eine Hand auf die Schulter der Vampire. „Ihr könnt heute Abend zu mir kommen und euch ein Piercing eurer Wahl aussuchen.“

Beide Frauen bekamen glückliche Gesichter, Renee fragte trotzdem vorsichtig nach. „Wirklich… das wir haben wollen?“ „Ja, aber bedenke, dass wir unsere kleine Abmachung weiterhin beibehalten. Ihr würdet es euch nur vorziehen mehr oder weniger.“ nickte Sina.

„Kein Problem!“ nickte Renee glücklich. „Ich werde eben alles für unseren Vater vorbereiten.“ drehte sich die Vampirin und ging eilig in das Zimmer. „Wow… aber verdient.“ lächelt Sina, bis sie Viktoria ganz ernst anschaut. „Erm… Vicky… ist dir bewusst, dass man in diesen Sportklamotten… etwas sieht?“

„Eh… was sieht?“ wundert sich Viktoria. „Hast du in deinem Zimmer ein großen Spiegel? Denke, Renee wird etwas Zeit brauchen.“ fragte Sina sehr leise. „Erm… ok?“ wundert sich die Vampirin immer mehr und zeigte Sina ihr Zimmer.

„Wow…“ staunte Sina über das Himmelsbett und weitere fürstliche Gegenstände im Zimmer. „Die Vorteile, wenn man einen reichen Clan hat hm?“ „Das… ist normal? Renee´s Zimmer sieht genauso aus, eigentlich von allen meinen Schwestern. Vater behandelt uns alle bestmöglich gleich.“ schaute Viktoria ebenfalls ihr Zimmer an.

„Was nicht verkehrt ist, sonst herrscht ein sehr großes Problem. Dabei zieht Roman vermutlich Renee trotzdem vor euch allen oder?“ „Das… kann ich nicht abstreiten.“ seufzte Viktoria. „Was… ist denn nun das Problem? Der Wandspiegel ist da drüben.“

Sina folgte in die gezeigte Richtung. Dann zog sie Viktoria mit, sodass sie vor dem Spiegel stand. „SO, fällt dir… etwas auf?“ „Hm… eh…“ fiel Viktoria ebenfalls auf. „Schön, denn die Sportklamotten liegen halt sehr sehr eng an und man sieht SEHR deutlich deine Brustwarzenpiercing.

Ich dachte, du wolltest es verheimlichen? Verstehst… du den Teil „Intim“-Piercing? Renee… ist nicht dumm, weißt du?“ hob Sina eine Augenbraue hoch. „Ach… das ist nicht schlimm. Renee weiß es schon etwas länger.“ seufzte Viktoria.

„Ich war mich gerade umziehen, als meine Schwester unangekündigt hier reinkam und mich was fragen wollte. Es… ließ sich nicht vermeiden, man konnte sie wirklich sehr gut sehen. Sie hat sie angeschaut, dann mich und ist wieder rausgegangen.“

„Eh… ok? Kein Theater danach oder so?“ fragte Sina nach. „Nein, also nicht mit mir. Dafür hatte sie sehr viele Gespräche mit unserer Mutter gehabt, doch was genau, keine Ahnung. Ich wurde immer ausgeschlossen.“ rollte Viktoria ihre Augen.

„Ok, dann eine andere Frage… BIST du mit diesen Klamotten auch draußen gewesen? Denn wenn du jetzt „ja“ sagst… muss ich alle Personen in der Stadt in mein nächstes Gebet einbeziehen. Denke… wenn „er“ das mitbekommt, entsteht hier ein Blutbad.“ machte Sina ein sehr besorgtes Gesicht, mehr noch, als Viktoria beide Hände auf ihr Gesicht klatschte. „Nein…“

„Doch…“ hörte man eine schamvolle Stimme. „Aber… ich war alleine, also…“ Sina umarmte sie direkt, denn das kann sie nachvollziehen, dass man sich nun wirklich schämt. „Was… hältst du von der Idee… Wir beschließen ein Pakt, dass… es nie passiert ist.

Egal… ob einige „Viecher“ dir hinterher schauen, du weißt von nichts, du genießt einfach die Aufmerksamkeit, dass du so schön bist. Mehr brauchen wir nichts wissen, ich habe dich nie darauf angesprochen und habe dich gelobt, dass du eine so wunderschöne Vampirin bist, dass man dich knuddeln will.“

„W… wirklich?“ schob Viktoria ihre Hände runter und war den Tränen sehr nah. „Sicher? Lass uns ehrlich sein… Du hast es doch von Sherry bekommen oder? Hat sie dir… nicht ein paar kleine Stoffpads gegeben? Weil… dieses Problem wäre auch ohne Piercings vorhanden, wenn… du…. etwas… erm… sexuell erregt wärst…“ bekam Sina selber rote Wangen.

„Nein…“ flüstert Viktoria. „Nein… doch… erm… Sherry hat mir… sie gegeben und bei… ihr gezeigt, wie man sie reinlegt… in den… Aber… ich… fand es irgendwie… nervenaufreibend… also ließ ich sie weg…“

„Nun… weißt du es besser. Komm… solange nur wir es wissen…“ drückte Sina Viktoria fester an sich heran. „Jeder macht einmal ein Fauxpax im Leben, niemand ist frei von Fehlern. Ich verstehe wirklich, dass… du mit deinem Fehler dir eine tiefe seelische Wunde geschnitten hast.

Ich bin froh, dass wir… es vielleicht rechtzeitig verhindert haben, bevor… „er“ es sieht.“ löste Sina sich von Viktoria und hielt von ihren rechten Hand den kleinen Finger. „Haben wir einen Pakt des Schweigens?“

Die Vampirin schaute auf den Finger und dann Sina. Sie wusste selber, dass man man eigentlich mit kleinen Kinder dies macht, aber in diesem Moment… Viktoria legte ihren kleinen Finger selber um den Finger von Sina und schüttelt beide kurz.

„Wunderbar. Du bist wirklich sehr schön Viktoria.“ lächelt Sina ehrlich. „Lady Sina? Ich habe alles vorbereitet und… meine Mutter ist auch anwesend.“ meldete sich Renee hinter den beiden. „Wisst ihr… wir kennen uns solange, lass einfach dieses Lady weg.

Nennt mich beim Namen, ist auf Dauer einfacher, wisst ihr?“ löste Sina den Finger und nickte Viktoria kurz zu. „Dann… lerne ich ja mal eure Mutter kennen.“

„Danke…“ flüstert Viktoria und schien wohl nach ihren… „wichtigen“ Schutz zu suchen. „Seid… ihr euch sicher?“ fragte eher Renee. „Natürlich, sonst würde ich es nicht anbieten oder? Ich muss dir auch danken, dass du meiner Verlobten einen weiteren dieser Ohrringe geben hast.

Du verstehst dich wirklich gut mit Sherry oder? Wenn ich daran denke, dass ihr gemeinsam trainiert und… du sie getröstet hast?“

„Ich… mag sie auch irgendwie, keine Ahnung. So richtige Freundschaften habe ich auch nicht „dank“ meines „lieben“ „fürsorglichen“ „immeraufpassenden“ Vaters.“ hielte Renee ihre Mundwinkel schief. „Nun… danke, erm… Sina.“

„Alles eine Sache der Gewöhnung. Ich… habe nur den Brief von eurer Mutter gehabt, sollte… ich vielleicht etwas wissen, AUßER dass sie eine Zunge hat, die wie eine Peitsche knallt?“ grinste Sina schief.

„Tja…“ schaute Renee ihre Schwester an, die scheinbar ihre Objekte gefunden hat. „Wie soll ich es erklären? Wir können euch… dir keine wirklichen Tipps geben, worauf man bei unseren Eltern zu achten hat.“

„Wenn Mutter… mit der rechten Hand eine Handsträhne über ihr Ohr zieht, ist es meisten ein Zeichen, dass man sie nicht mehr unbedingt… erm… wütend machen sollte.“ murmelt Viktoria einen wichtigen Hinweis.

„Stimmt, das ist so normal für uns, dass wir es tatsächlich wissen, aber nicht mehr daran denken, weil wir sofort wissen, dass man das Gespräch schnell beenden sollte.“ nickte Renee. „Was ist los Viktoria? Du hast so einen roten Kopf.“

„Nichts… wichtiges, Sina hat mir einen wichtigen Tipp gegeben zu einer gewissen Sache und ich habe sehr schnell die Bedeutsamkeit einer Freundschaft entdeckt.“ schaute Viktoria kurz Sina an und dann wieder auf den Boden.

„Das freut mich zu hören, ich mag Freunde.“ lächelt Sina. „Dann… lasst uns mal in die Höhle des Löwen gehen. Mich interessiert eure Mutter nun wirklich, meine… sie MUSS ja eine Schönheit sein, dass ihr von ihr ja geerbt habt.“

„Sie ist das auch.“ nickte Renee mit roten Wangen. „Also… nichts gegen dich und die anderen Frauen, aber Mama… erm… Mutter ist immer die Schönste von allen.“ „Stimmt.“ stimmte Viktoria ihrer Schwester zu.

Die drei Damen gingen nun ins Zimmer, wo man für Sina scheinbar einen Stuhl vorbereitet hat. Die Übertragung lief schon, Roman saß auf seinen Thron und neben ihm die geheimnisvolle Verbündete von Sina.

Lord Roman trägt immer die gleichen Anzüge, Sina wundert sich, ob sie ihn übersehen würde auf der Straße, wenn er was anderes anzieht. Seine Frau dagegen hatte ein dunkelrotes Kleid an und nun verstand sie auch, warum Renee und Viktoria so gut gebaute Brüste haben. Das Erbe setzte sich wirklich durch.

Die Haare sind nach hinten gekämmt, trotzdem hat die Ehefrau mehrere Haarsträhnen vor ihrem Gesicht hängen, was sie exotischer machte.

„Ich grüße euch beiden. Wir… haben uns persönlich noch nicht vorgestellt, mein Name ist Lady Sina. Denke, ich verzichte auf die ganzen Titel, die ich habe.“ verbeugte sich Sina kurz vor der Ehefrau.

„Stimmt, ihr habt so viele Titel, dass man sie besser weglassen sollte. Wir haben uns vermutlich nur über Hörensagen gehört, dennoch stelle ich mich ebenso vor. Mein Name ist Maria, einst ein Mensch, nun die Ehefrau von Lord Roman und Mutter vieler wunderschöner Töchter.“ lächelt Maria herzlich.

„Ihr… seid wirklich sehr schön. Ich habe eure Töchter immer wieder gelobt, nun sehe ich es vor meinen eigenen Augen.“ lächelt Sina ebenfalls, nur Roman sagte bisher nichts. Die Dämonin setzte sich hin und schaute die beiden abwechselnd an, eine Stille ist entstanden.

„Hrm… Ok, ich kann mir denken, was du willst Roman.“ rollte Sina auf einmal ihre Augen. Roman hob nur eine Augenbraue hoch. „Doch bevor wir darauf eingehen, eine Frage, die nur ein Vater beantworten kann.“

„Und… die wäre?“ meldet sich der Vampirkönig selber zu Wort. „WENN deine Töchter hier… einen Lebenspartner haben, den sie lieben und ehren… Unabhängig, ob es ein Mensch, Vampir, egal welcher Rasse und Geschlecht ist, was würdest du mit ihnen machen? Also mit den Lebenspartnern?“

„Ganz… gefährliche Frage…“ murmelt Renee. „Eigenartige Frage oder? Sie haben die Wahl des Lebens oder des Todes.“ antwortet Roman, als wäre es etwas selbstverständliches. Maria konnte man am Gesichtsausdruck sehen, dass sie nicht unbedingt die Meinung von Roman teilte.

„Wunderbar, dann seid ihr sogar besser dran als Renee und Viktoria und ich. Es ist nämlich so… MEIN Vater, der wahre Dämonenkönig auf der Welt… hat gleich ein Killerkommando auf mich losgelassen.

Losgelassen, weil wir Dämonen aus der Königsfamilie unnötige Traditionen haben und ich daher NICHT meine Sherry heiraten darf. Tja, ich habe mein Glück herausgefordert bei meinen Vater und das Ergebnis haben eure Töchtern erzählt.

Dummerweise… weiß ich wirklich nicht, ob es an dieser Traditionen liegt, dass ich als Kind des Dämonenkönig nicht ehelichen darf oder ob mein Vater ein herrschsüchtiges Arschloch ist wie du.“

Maria legte sofort eine Hand auf dem Mund und drehte ihren Kopf zur Seite, scheinbar wollte sie verhindern, dass sie laut loslacht. Renee und Viktoria dagegen fielen nur der Mund runter, dass man so mit dem Vater spricht.

Roman dagegen sah überhaupt nicht amüsiert aus, wie Sina mit ihm spricht. „Ich meine… WAS genau… ist der Grund, dass ihr Väter nicht von den Kindern loslassen könnt? Traditionen am Arsch, so sehe ich das, eher ist mein Vater vermutlich genauso wie du.

Früher dachte ich ja, weil ich mich ja selbstständig in Alliancia bewegen kann ohne… irgendwelche Kontrollen, dürfte er kein Problem damit haben. Tja, die Antwort bekam ich sehr schnell zu hören, als ich mit ihm gesprochen hatte.

Das ist der Grund, warum deine wunderschönen Töchter in meinen Kampf hineingezogen worden sind. Weil ICH hochmütig und egoistisch gedacht habe, dass mein Vater mir eh nichts anhaben kann.

Er ist nicht in Deymonlia und hat keinerlei Kontakte zu den Tiermenschen. Wenn habe ich das alles und war deutlich in einer besseren Position als er. Nun… konnte man den Denkfehler deutlich sehen, denn er hat die Destroyar geschickt.

Den Kampf und ähnliches brauche ich jetzt nicht zu erzählen, das dürften eure Töchter und Butler ziemlich genau berichtet haben. Als Lara mir sagte, dass du mich sprechen wolltest, ja ich konnte mir den Grund schon denken.

Deine Töchter hätten in diesem Kampf… mit hoher Wahrscheinlichkeit auch sterben können und… ja, ich hatte… oder eher sie, das Glück auf ihrer Seite gehabt. Deswegen…“ stand Sina auf und verbeugte sich tief.

„Ich entschuldige mich von Herzen, dass deine Töchter auf meinen Mist böse verletzt worden sind, wo sie auch hätten sterben können. Denke… ich habe meine Befugnisse weit überschritten und kann in diesem Fall… nur um Verzeihung bitten.“

Eine Stille war wieder im Zimmer, man hörte die nervenden Vögel am Zwitschern. Sina richtete sich wieder auf. „Also Renee und Viktoria, wenn ihr irgendwelche Liebschaften habt, behaltet sie für euch. An mir könnt ihr sehen, was das Ergebnis ist, wenn man offen darüber redet.“ grinste Sina die Töchter schräg an.

„Tja, ich hätte auch gern ein paar Enkelkinder gehabt.“ meinte Maria nur. Roman drehte langsam seinen Kopf zu seiner Frau. „Und tue jetzt nicht so, als wäre es was neues mein Schatz. Wir Frauen haben nun mal diese komische Eigenschaft, neues Leben zu gebären. Woher das wohl kommt?“ meinte Maria am Ende sarkastisch.

Roman starrte seine Frau an. „Wie dem auch sei, wir haben eure Entschuldigung gehört und ich bin froh, dass ihr selber festgestellt habt, dass ihr mehr als nur eure Kompetenz überschritten habt. Jeder meiner Kinder ist mein Goldstück, etwas… was man nicht beschreiben kann.

Zu hören, dass sie hätten sterben können, das will kein Elternteil der Welt hören, überhaupt nicht.“ antwortet Maria. „Ich bin mir bewusst, dass Renee und Viktoria stärker sind als ich und man ihnen auch die Stärke als solche nicht ansieht, aber als Mutter macht man sich immer Sorgen. Immer.

Egal ob die Kinder jammern, streiten, lachen, weinen, Freude strahlen, spielen, einfach alles… Man nimmt alles auf und will jeden Moment festhalten. Selbst Vampire wie wir… Wir können ebenfalls Gefühle empfinden.

Es ist am Ende egal welcher Rasse man am Ende angehört, eine Mutter liebt immer ihre Kinder. Egal, wann, wo und wie, immer. Umso wütender bin ich auf euch Lady Sina, dass ihr sie in diese Gefahr gebracht habt.

Ich war glücklich, dass mein Mann „ENDLICH“ den Töchtern mehr Freiheiten erlaubte, wirklich. Es… gab gewisse Startschwierigkeiten in unserer Familie und wir sind dann mehr… oder weniger auf einen Nenner gekommen, eigentlich.

Mein Mann muss immer noch lernen, dass die Töchter selbstständig werden, sonst würden nicht immer diese… Sticheleien zwischen ihm und Renee sein. Er hat sich auch tatsächlich mal wie ein richtiger Vater benommen, ich war selber sehr glücklich an dem Tag gewesen.

Doch das Glück ist schnell verschwunden, weil ich wütend auf euch bin Lady Sina. Wir haben unsere Töchter EUCH anvertraut. Anvertraut, dass ihr unsere Goldstücke vernünftig behandelt und keiner Gefahr aussetzt.

Vernünftig behandeln tut ihr sie wirklich, dass kann man euch nicht abstreiten. Renee ist wieder das wunderschöne schlanke Mädchen, wie ich sie vor mehreren Jahrtausenden gesehen habe. Viktoria hat sich geöffnet und scheint regelrecht eine Plaudertasche zu werden.

Doch die Wut, die ich als Mutter habe, weil sie hätten sterben KÖNNEN, die will nicht verschwinden, versteht ihr? Euch wurde eine Verantwortung übertragen und ihr habt sie verletzt, so einfach ist das.

Wir können über alle positiven Aspekte reden, die meine Töchter bei euch erleben, aber es bleibt FAKT, dass sie hätten sterben können.“ legte Maria los.

Ein Peitschenhieb nach dem anderen schlug auf Sina, nun verstand sie, warum Renee Maria so schwierig beschreiben konnte, außer das die Worte hart einschlagen. Der Vampirkönig selber schien sich zu enthalten und schaute sich in Ruhe das Gespräch an.

„Lady Maria… es tut mir leid. Als… die Destroyar vor meiner Stadt erschienen sind und das Siegel des Verrats aufgestellt haben, wollte jeder meiner Verbündeten, dass ich mich NICHT in den Kampf einmischen darf. Ich soll an sie glauben, was ich getan habe.

Doch… es machte sich früh bemerkbar, dass die Dämonen ihnen überlegen waren, so habe ich meinen Freund um Hilfe geschickt. Er soll jede starke Person auftreiben und zum Kampf holen, was… er auch getan hat.

Ich… habe es nicht mitbekommen, dass auch Renee und Viktoria unter der Hilfe waren. Meine Schwester erwähnte nur, dass Lisa im Kampf ebenfalls hilft, aber… Der Kampf von Sherry und gegen den Anführer hat… mich zu sehr gefesselt.

Ich konnte nicht mehr logisch denken, stand unter extremen Stress und… hatte eine extreme Wut gehabt, die… sich immer weiter gesteigert hatte. Es… soll keine Ausrede sein, sondern nur den Standpunkt erklären, in welcher Situation ICH war.

So wie ihr… eure Töchter in Sicherheit wähnen wollt, so wollte ich es auch für meine Liebe des Lebens. Heiraten wollte ich sie und nicht beerdigen, dennoch habe ich auf sie gehört, dass ich ihr vertrauen soll. Sherry und all meine Verbündeten.

Das… alles so schief gehen konnte durch den magischen Regen sowie die Kampfleistung der Destroyar, hat niemand am Anfang erahnen können. Ich… weiß… auch nicht wie ich mich richtig bei euch entschuldigen kann.

Vermutlich… gibt es auch keine richtige Entschuldigung, wenn Kinder in Gefahr sind. Ich… kann nur um eine weitere Chance bitten. Diese Chance… dass… eure Töchter weiter ihr Training angehen sowie… gleich die Erklärung bekommen, sobald WIEDER ein Kampf vor der Stadt stattfindet, wo WIEDER Dämonen im Spiel sind, sich enthalten oder direkt in Sicherheit bringen müssen.

Ich… selber habe keine Kinder gebärt, aber… ich bin trotzdem irgendwie Mutter. Mutter von drei Töchtern. Roman sagte mir, dass meine erste Tochter… zu alt ist für ein Kind, aber trotzdem hat diese Kind MICH zu ihrer Mutter ausgewählt.

Sie ist… ein Kind mit einer sehr traurigen Vergangenheit, wo sie ihre eigene Mutter töten musste. Im Turnier… wo auch dein Ehemann dabei war, ist viel passiert und der Geist ihrer Mutter hat die Tat verziehen und mir die Bürde übertragen hat, ihre Ersatzmutter zu sein.

Suki war schon immer eine besondere Person, es ehrt mich… dass ich ihre Mutter bin, dennoch… habe ich leider auch eine Sorge entwickelt, die… ich überhaupt nicht kannte. Geht es ihr gut, hat sie keine Schwierigkeiten, alles… unnötige Sorgen.

Mein Kind ist… tatsächlich fast erwachsen, hat ihr eigenes Leben im Griff und einen Verehrer, der jeden Tag um ihre Hand kämpft. Dennoch… ist diese Sorge vorhanden.

Dann… habe ich zwei Töchter erschaffen. Eine… gegen ihren Willen, die andere weil sie leben wollte. Ich… weiß nicht, ob Layla es dir mitgeteilt hat Roman, aber durch den zweiten Kontakt mit Vampirblut… habe ich die Eigenschaft entwickelt, Menschen in Chaosdämonen zu verwandeln.

Renee und Viktoria kennen meine beiden Töchter, Ruri und Bariel. Eine verhält sich wie ein Kind mit zu starken Kräften, der anderen ist die Verantwortung direkt am Anfang bewusst. Bei… der Verwandlung von Mensch zum Dämonen, haben sie Flügel, Hörner und Schwanz bekommen.

Doch… bei der zweiten Verwandlung nahmen sie mein Aussehen an. Meine Figur haben sie nun bekommen sowie eine neue Stärke. Sie sind nun wirklich vollständige Dämonen geworden wie die meiner Rasse und haben auch die Fähigkeiten dazu bekommen.

Mehr noch… ich spüre ein Band zu ihnen. Lisa hat mir erklärt, wie Vampire es mit ihren erschaffenen Vampiren haben und es trifft wohl exakt auf das, was ich mit meinen Töchtern habe. Ich spüre ein Band, was ich vorher nie hatte.

Leider… ist meine Sorge noch größer geworden. Ruri, die ein kindliches Verhalten hat, ist nun eine erwachsene Sukkubus geworden. Sie ist nicht dumm, aber ich wusste als Mutter sofort, dass sie nicht die… keine Ahnung, sie hätte sich vermutlich ausnutzen lassen können.

Es gibt diese Schweine auf der Welt, die hätten ihr irgendetwas angetan. Doch… hat sie jemanden an ihrer Seite, der das verhindern wird. Hätte ich ihren zukünftigen Ehemann Aelfric nicht so gut kennengelernt, hätte ich meine Bedenken gehabt bei der Bitte, dass sie beide ehelichen dürfen.

Aelfric kann ich, trotz seines schwachen Körpers, vertrauen dass er Ruri mit seinem Leben beschützen wird. Sie vor… zukünftigen Fehlern bewahren wird, die sie vielleicht verursachen könnte.

Streng genommen… dürften sie nicht heiraten, weil ich bin ja „auch“ eine Dämonenkönigin. Wenn… man vor ein paar Minuten zurückblickt, habe ich ja was von Traditionen erwähnt. Aber ehrlich gesagt, ich scheiße darauf, ich will, dass mein Kind glücklich wird.

Meine andere Tochter, die mein… persönlicher Favorit ist.. Keine Ahnung, ob man das als Mutter darf, aber… Bariel war von Anfang an im falschen Körper und Rasse geboren. Wenn sie mal ein Dämon gewesen „war“, dann würde es mich nicht wundern.

Ich bin regelrecht stolz über ihre Einstellung und wie sie Probleme angeht. Sie lebt nun bei mir und ich bereue es keine Minute. Dazu, dass sie auch so wunderschön geworden ist und demnächst lernt, mit den Kräften einer Sukkubus umzugehen, macht mich sehr glücklich und… umso trauriger.

Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, wo auch ich von ihr… loslassen darf… muss. Sie… will auch gerne eine Familie gründen, was ich ihr vom Herzen gönne. Doch auch… das ist eine Sorge, die ich vorher nicht gekannt habe, dieses eventuelle… loslassen.

Ruri geht diesen Weg wohl zuerst, aber… ich fühle keine Bedenken, weil sie in sicheren Händen ist. Bariel dagegen… ist ihre Zukunft ungewiss, sowie auch von Suki. Suki… wird vermutlich mein Herz zerbrechen… denn sie ist eine wunderschöne Katzendame… mit einem „normalen“ Leben, ihr versteht, wo… ich das Problem sehe, wenn man jemand liebt und dieser… auch leider altert.

Bevor… ich also zu viel sage, aber… Früher war ich eiskalt gewesen, die perfekte Dämonin, wie man es in Deymonlia erwartet.

All… diese Bindungen, die ich jetzt habe, hätte ich ohne schweren Herzens töten können. Wir hätten uns vermutlich nie getroffen und wenn… dürfte es ein Kampf auf Leben und Tod gewesen sein. Doch… das ist alles nicht passiert, wo ich vom Herzen dankbar bin.

Ich habe gelernt zu lieben und Freundschaften zu respektieren. Wie man mit Verbündeten umgeht und Feinden den schlimmsten Tod besorgt. Ängste… die ich früher überhaupt nicht gekannt habe, habe ich nun tagtäglich.

Sorgen, dass jedem es gut geht und auch dafür sorgen, dass sie sich nicht um dich sorgen. Verantwortung übernehmen… darüber hätte ich früher gelacht, heute nehme ich sie sehr ernst, todernst. Deswegen… tut es mir immer so weh… wenn man es mir verzeiht.

Ich bin es gewohnt auf Fehler eine Strafe zu erhalten. Trost und Mitleid? Vergebens bei den Dämonen, das habe ich alles erst hier in Alliancia gelernt.

Keine… Ahnung daher, ob es mir zusteht zu sagen, ich kann nachvollziehen, welche Sorgen ihr um eure Kinder habt. Diese habe ich auch bei meinen, obwohl keiner von mir geboren wurde. Dennoch akzeptiere ich meine Rolle immer mehr und mehr.

Daher… ich kann bei euch… nur um Verzeihung bitten und… um eine weitere Chance, damit ich diesen Fehler wieder gut machen kann.“ hatte Sina sehr nasse Augen. Eine Stille ist wieder im Zimmer. Renee und Viktoria war überhaupt nicht bewusst gewesen, dass Sina so eine Bürde mit sich trägt.

Maria war scheinbar auch sehr baff, dass sie eine Rede zu hören bekam und schaute Roman etwas unsicher an. „Sina meint das sehr ernst. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mit Layla einen Wutausbruch von ihr aufhalten musste, als einer von ihren Clanmitglieder geschändet wurde. Nun… meine Meinung habe ich mir schon gebildet, doch in diesem Fall… ist deine gewichtiger Maria.“

Maria wirkte etwas verärgert, dass sie keine Hilfe bekam, also widmet sie sich wieder Sina zu. Sie schauten sich beide in die Augen, als Maria seufzte. „Lady Sina, die Verzeihung bekommt ihr, wenn ihr die neue Chance weise nutzt.“

Sina schluckte schwer. „Ich… danke euch Lady Maria.“ „Keine Ursache, nur… ich würde gerne jetzt ALLEINE mit euch sprechen.“ teilte Maria ihre Anweisung, wo jeder sie verwundert anschaute.

„Was? Ich will mit Lady Sina unter uns Frauen sprechen, dass geht weder meinen Kindern noch dir was an Roman. Das Gespräch ist geklärt, wir wissen beide, dass Lady Sina es selber verstanden hat, wie wir uns fühlen und hat um eine Chance gebeten.

Ich habe mittlerweile nun auch verstanden, warum du sie so faszinierend findest. Sie kann unheimlich viel reden und auch ihre Gefühle mitbringen, dabei bekommt man direkt auch die Ernsthaftigkeit von ihr zu spüren.

Renee und Viktoria sind ziemlich glücklich, glücklicher als wenn sie jetzt weiter bei uns geblieben wären. Was ich mir wünsche ist einfach, dass ihr sie wie die eigenen Töchter beschützen würdet und sie aus Gefahren heraushaltet.

Kämpfe sind kein Problem, die hat man auf dieser Welt immer überall. Doch es dürfen keine Kämpfe sein, wo das Leben in Gefahr gerät, behaltet es einfach… im Hinterkopf, wenn ihr die zukünftige Kämpfe bestreitet.

Macht meine Töchter so stark, dass… nun…“ grinste Maria böse und schaute Roman dabei an. „Vielleicht ihren Vater besiegen können. Vielleicht fällt dann einem herrschsüchtigen Vater auf, wie toll die Kinder schon lange sind.“

Nun fiel auch Roman der Mund runter, als seine Frau ihm dies mitten ins Gesicht gesagt hatte. „Darüber… werden wir uns noch unterhalten.“

„Du, ich bin nicht diejenige, die vor Gesprächen kuscht.“ schob Maria mit ihren rechten Hand die Strähnen über das Ohr. „Ich liebe es doch, zu reden, das müsstest du doch wissen.“

Jeder hat sofort die Warnung verstanden im Raum. Die Töchter verbeugten sich kurz und verließen sofort das Zimmer, Roman stand langsam auf.

„Meine Frau hat dir alles gesagt, es gibt nichts hinzuzufügen. Meine Drohung brauche ich nicht zu wiederholen.“ nickte Roman und verließ ebenfalls das Zimmer. Als die Tür zufiel, musste Maria schwer seufzen. „Es ist manchmal wirklich nicht einfach mit Roman.“

„Umso… mehr habt ihr meinen Respekt, dass eure Liebe so stark ist.“ lächelt Sina unsicher. „Ich… kann euch nur für die Chance danken und für diese „Stärke“… Es wird Zeit kosten, aber eure Töchter kennen den Trainingsplan. Wenn sie weiterhin diesen Ehrgeiz haben, bin ich persönlich… sehr zufrieden.“

„Das freut mich zu hören.“ nickte Maria und schaute Sina ernst an. „Lass uns auf die Förmlichkeiten pfeifen, sie verzögern die Gespräche nur unnötig in die Länge. Letztendlich sind wir auch nur einfache Frauen.“

„Auch… das nehme ich dankbar an.“ grinste Sina, worauf auch Maria eingeht. „Wunderbar, also… weswegen ich mit dir alleine reden wollte ist, weil… es eine sehr persönliche Frage ist.“

„Erm… ok?“

„Du hast keine Mutter oder?“

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