Ich bin wiedergeboren und die Gespräche? VII
Sina rannte aus dem Haus raus und schloss eilig die Tür zu. „Was stimmt mit dieser Frau nicht? Ist es ihre eigene Art von Rache?“ schwitzte Sina leicht. Die Haustür wurde wieder geöffnet und Renee stand in der Tür. „Alles… in Ordnung?“
„Ganz ehrlich? Deine Ma ist super klasse, aber nicht als sie ihren Wunsch geäußert hat. Kann es sein, dass sie nicht die Gefahr erkennt, wenn weitere Personen ins Spiel kommen?“ hakte Sina direkt nach.
„Naja… dass ist meine Mutter. Sie will was haben und du kannst davon ausgehen, dass sie es auch kriegen wird, egal wie. Was genau will sie denn von dir?“
Sina schaute Renee in die Augen und überlegte, ob sie es der Tochter sagen sollte, als Sina was im Augenwinkel bemerkte. Ein paar Häuser weiter war eine kleine Gruppe die sich gegenseitig Küsse abgaben. Mehrmals musste Sina blinzeln was sie vor ihren Augen sah. Renee folgte ihr auch und staunte nicht schlecht.
Die beobachteten Damen beendeten ihren Vorgang, als sie ihre Köpfe zufälligerweise zu Sina drehten. „Scheiße…“ murmelt Lara und bekam einen rotglühenden Kopf. „Uh…“ leckte Zada sich die Lippen, während Nisha und Abby ebenfalls etwas… überfragt wirkten.
Bevor irgendetwas passiert, nahm Lara die Hand von Zada und rannte bewusst in die falsche Richtung, nur um von Sina Abstand nehmen zu können, egal wie. „Glaubst… du das ist… die Lösung?“ amüsierte Zada es. „Mir egal!“ schrie Lara schon.
Die Dämonin spitze kurz ihren Mund und ignorierte das Theater, aber hatte trotzdem diesen Gedanken: „Lara, Zada, Abby und Nisha. Langsam… verstehe ich was bei ihnen abgeht, wenn ich es nicht selber gesehen hätte.“
„Besser das bleibt ein Geheimnis zwischen deiner Mutter und mir, weil mein Leben daran hängt. Versuch bitte nicht das Geheimnis zu entschlüsseln, weil dadurch eine Kettenreaktion entsteht, wo dein Vater involviert wird.“ antwortet Sina zu Renee.
„Dann lass mir die Warnung geben, dass Mutter das Spiel nicht lange mitmachen wird. Es ist wieder etwas, was Mutter will.“ warnte die Vampirin. „Dann… sehen wir uns heute Abend, ich freue mich wirklich auf die Belohnung.“
„Ja… ich werde alles vorbereiten.“ nickte Sina wieder langsam und bekam Maria wieder vor Augen die Brustwarzenpiercing wollte. „Bitte lieber dunkler Gott… lass diesen Wunsch nie in Erfüllung gehen…“
„Du bist heute etwas komisch Sina, wenn ich das anmerken darf.“ grinste Renee. „Haha… wir sehen uns heute Abend.“ beendet Sina das Gespräch, damit sie Maria aus dem Kopf schnell los wird. „Wie… kann sie eine so coole Frau sein, die mir hilft und zugleich ein großes Problem wird.“ seufzte die Dämonin in Gedanken.
Sie nickte Renee noch zu und drehte sich um, Abby und Nisha sind scheinbar in ihr Haus verschwunden, nur dass sie James vor sich sah. „Huch? Du bist nicht in der Schmiede James?“ hob Sina eine Augenbraue.
„Nichts zu tun, was gut ist.“ brummte James genervt. „Dafür würde ich bitten, dass ihr euch die Psychopathin mal anschaut. Seit dem Kampf verhält sie sich komplett anders und das macht mir einige Sorgen.“
„Himmel, ist das wichtig?“ rollte Sina ihre Augen. Auf Eleanor hatte sie nun wirklich keine Lust, dazu sind ihre Gefühle momentan schwer außer Kontrolle wegen dem letzten Gespräch.
„Ich finde schon, zumal diese Spinnerin in eurem Clan ist und eure Stadt euch ziemlich am Herzen liegt oder? Nicht das sie die ganze Zeit was ausheckt, was uns allen nicht gefällt.“ pfiff der Vampir, dem man es ansah, was er vom Schutz einer Stadt hält.
„Ach leck mich doch alle kreuzweise am Arsch, bring mich zu ihr, damit ich das hinter mir hab.“ wurde Sina wütend. „Wie ihr wünscht Lady Sina.“ nickte der vampirische Zwerg. Einige Minuten standen die beiden in der „Küche“, wo sie Eleanor auf einem Stuhl sitzen sahen und nichts machte.
Sina wollte schon nachfragen, als James eine Hand hochhob. Verwundert schaut die Dämonin den Zwerg an, da holte er eine kleine Handarmbrust und schoss einen Pfeil in den Kopf von Eleanor. Es ist immer wieder erstaunlich anzusehen, dass Eleanor nicht durch einen Kopfschuss stirbt, wenn ein Pfeil im Hinterkopf steckt.
Man hat bei der ganzen Aktion sie nicht laut aufschreien gehört, nicht mal vom Stuhl ist sie runter gefallen. Langsam wanderte eine Hand hoch und zog den Pfeil aus dem Kopf, dann legte sie den Pfeil einfach auf dem Küchentisch vor ihr, dann nahm sie wieder ihre alte „Stellung“ein.
„Wir kennen sie lange genug, dass das nicht normal sein sollte.“ schaute der Zwerg hoch. „Das ist nicht normal, dass man von hinten jemanden ein Pfeil in den Kopf schießt.“ merkte Sina sarkastisch an. „Aber ja, in ihrem Fall muss etwas anderes sein.“
Die Dämonin ging um Eleanor herum und sah, dass am Tisch ein weiterer Stuhl war, den sie nahm und sich vor der Vampirin hinsetzte. „Hallo Eli, James macht sich sehr große Sorgen um dich.“ grüßte Sina.
Eleanor hatte ihre Haare wieder vernachlässigt, sie könnte vermutlich mit dem grauen Kleid und schwarzen Augen eine gute Horrorschaupielerin darstellen. Aufgrund das die Augen so schwarz sind, konnte Sina überhaupt nichts ausmachen, ob sie Sina mitbekommen hat.
Diese lehnte sich nach vorne und wedelt mit einer Hand vor ihr Gesicht aber keine Reaktion. „Hmm… wann hat es angefangen James?“ „Wie ich schon sagte, seit dem beschissenen Kampf gegen den Dämon ist sie so geworden. Hätte diese über starke Frau einfach, EINFACH nur mal kurz den Dämon mit ihre Blutmagie festgehalten, hätte ich seine Fresse weg geschossen.
Tja, der Bastard hat scheinbar schnell verstanden, dass ich ihn definitiv töten könnte und hat mich direkt aus dem Kampf genommen, dabei hat er meine Waffe geschrottet. Und diese blöde Kuh da drüben? Sie wurde vorher schon ziemlich durch den Boden geschliffen, es war nur eine Frage der Zeit gewesen, bis er mit ihr ebenfalls fertig war.“ hörte man regelrecht die Verachtung von James.
Für einen kurzen Moment sah Sina eine kleine Veränderung am Gesicht, sie hätte es leicht als Wut gedeutet, als ihre Augen leicht zusammenkniffen. „Hmm… mit Eleanor sollte man nicht unbedingt rechnen, dass sie im Team kämpft.“ meinte Sina. „Dazu ist sie eine Amateurin und hat nur ihre Folter im Kopf.“ Wieder kniffen die Augen zusammen, scheinbar registrierte sie schon, was um sie passiert.
„Eleanor, ich weiß das du da bist. Ich bin ganz offen und ehrlich: Auf dich… hatte ich eigentlich kein Bock, dafür habe ich wirklich andere Dinge im Kopf.“ wurde Sina direkt. „Vielleicht ist ja jetzt mal der Zeitpunkt klar zustellen, was genau du bist.
Bist du Eleanor, die eine Verschmelzung von Kaja und dem Dämonenkönig oder wie ich mittlerweile vermute ein Körper mit zwei Seelen, wo aber der Dämonenkönig die dominantere Seele ist?
Meine… im Kampf wusstest du sofort, wer die Dämonen waren. Dieses Wissen kannst du nicht von Kaja haben, nur der Dämonenkönig kann dies wissen. Was also genau… geht bei dir vor?“
„DU BIST SOWAS VON TOT MISTSTÜCK!“ schrie Eleanor sofort. Das ist nicht das, was Sina nun erwartet hat. „Hmm… hast du schon mal gesagt. Eli… ich kann es dir befehligen, dass weiß du sehr genau. NOCH hast du die Möglichkeit, freiwillig dich selber zu erklären.“
„Warum sollte ich?“ hielte Eleanor ihren Kopf schräg. „Wir wissen doch alle, dass ich nie, never, jamais freiwillig helfen werde. Los, befehlige es mir, damit ich meine Bestätigung bekomme.“
Sina rieb sich ihre Stirn, genau das hat sie kommen sehen und wollte deswegen nicht mit der verrückten Vampirin zu tun haben, nicht in der momentanen Lage. „Eleanor… was genau ist dein Problem?“
„Das… fragst du mich?“ hob Eleanor beide Augenbrauen hoch. „Ich bin in meinem Körper gefangen, darf nichts tun ohne dass jemand mir zuschaut, durfte nur einmal jemanden foltern und dann zerstörst du auch meine „Kunst“.“
„Oh ja, deine arme Kunst. Wenn dieser Kunde mir über den Weg läuft, wird er einen kleinen Unfall erleiden, denn das kann nicht gesund sein, wenn er deine Kunst so wertschätzt.“ murmelt Sina sarkastisch.
„Angenommen… ich würde dich von allen Schwüren einfach mal so befreien… Was würdest du denn machen? Also dass James und ich vermutlich in deiner Todesliste sind, darüber brauchen wir nicht sprechen.“
„Alle in der Stadt töten und foltern, was denn sonst?“ bekam Sina diese Antwort zu hören, mehr noch, dass es so provokant rüberkam, dass sie Eleanor gerne eine Ohrfeige verpassen würde.
„Eleanor, genau DAS ist es, was ich nicht will. Glaubst du allen ernstes dass du mit deiner Aktion weit kommen wirst? Ich habe deinen Schwachpunkt mehreren Leuten erklärt, damit sie wissen, wie man dich töten kann.
Leute, die es definitiv mit dir aufnehmen können, solltest du dich von diesen Schwüren aus irgendwelchen Gründen befreien können. Ich mag für dich und James das ultimative Böse sein, aber die Warnungen von James nehme ich durchaus ernst.
Ich sage es dir ganz bewusst, dass du nicht diesen Hintergedanken entwickelst, dass du auf der Welt marodieren kannst wie du willst. Ehrlich, warum sollte Kaja das überhaupt wollen? Sie ist doch einst ein Mensch gewesen…“ versuchte Sina einen Test.
„Weil die singende Heldin auf den Geschmack gekommen ist.“ grinste Eleanor ganz breit. „Wollt ihr was wissen? Wirklich wirklich wissen? Nicht ich habe diesen armen Mann gef….“ „HALT DIE KLAPPE!“ schrie Eleanor sich selber an.
Nun hob James verwundert eine Augenbraue hoch. „Verstehe…“ nickte Sina traurig. „Ok, ich befehlige euch beiden was: Wenn Kaja redet, hebt diese den linken Arm hoch. Wenn der Versagerkönig redet, den rechten Arm hoch.“
„WIE NENNST DU MICH?!“ schrie Eleanor und hob gleichzeitig den rechten Arm hoch, der Befehl funktionierte. „Du hast überhaupt keine Ahnung…“
„Ganz ruhig…“ sagte Sina es in einem nüchternen Tonfall, aber alle spürten sofort den Blutdurst, wo ein Schwert durch das Herz gerammt wurde. „Du bist längst ein Relikt aus der Vergangenheit Rargros. Du hattest deine Chance gehabt und hast… kläglich versagt, willst du mir in diesem Punkt widersprechen?“
Die Vampirin presste wütend ihren Mund zusammen, der rechte Arm war immer noch oben. „Gut das wir uns einig sind. Du WARST mal der Dämonenkönig, aber jetzt bist du nichts. ICH bin jetzt die Dämonenkönigin und du weiß genau, dass ich dir überlegen bin!“ schaute Sina die Vampirin ernst in die Augen. „Nun verzieh dich, ich will mit Kaja sprechen.“
Ein Auge drückte sich leicht zusammen, der rechte Arm wanderte auf dem Tisch, dafür ging der andere Arm hoch. „Was… willst du Miststück?“
„Ist das wahr, was dein Erzfeind gesagt hat? Das du wirklich auf den Geschmack gekommen bist, andere Lebewesen zu foltern? Du warst doch eine berühmte Heldin gewesen, jeder wusste von der summende Heldin.“ fragte Sina nun.
„Ich bin gestorben und ich bin wiedergeboren, muss ich wirklich die… gleiche Einstellung haben wie früher? In einem muss ich… Rargros leider recht geben, denn diese… Wiedergeburt ist nur entstanden, weil ich diesen Arsch absorbiert habe.“
„Das ist ein Argument, wo ich NICHT widersprechen kann, aber Kaja… glaubst du nicht, dass es etwas…“ wollte Sina weiter nachhaken, als Eleanor ihr in den Mund fiel.
„Lady Sina… ich habe am eigenen Leib erlebt, was mein „Freund“ mir angetan hat. Er hat mir alles genommen. Meine Würde, meinen Stolz, meinen Körper. Ich bekam… die ultimative Folter vom besten Folterer in dieser Zeit.
Wisst ihr… was ich gedacht habe? Schmerzen. Schmerzen… Schmerzen und Schmerzen. Ich kannte durch die Kämpfe Schmerzen, aber… nicht was „er“ mir angetan hat. Dann ist es passiert… es ist bei mir schnell was kaputt gegangen.
Ich… sah in seinen Augen eine Gier nach mehr und… Liebe. So widerlich es sich anhört, aber Rargros hat mich geliebt zu foltern. Nur mir hat er in diesem Moment die Aufmerksamkeit gegeben und er wollte… mich regelrecht brechen.
Das hat er früh geschafft und er hat es auch gesehen, aber er wollte mehr. Er wollte so viel mehr brechen… Ich sag euch was… Ich habe es genossen, als er mich vergewaltigt hat. Die Welt hat es gesehen, wie ich geschrien habe, aber… es war eine Ekstase, die ich nicht beschreiben kann.
Jedes Mal… wenn er mir was entnommen hat… es war ein Orgasmus für mich gewesen. Es ist so widerlich wenn ich daran denke und doch… turnt mich diese Erinnerung an. Wir haben uns gehasst und zugleich geliebt. Das Opfer und der Folterer.“ kichert Eleanor irre.
„Als es dann soweit war wollte ich ihm meine Dankbarkeit zeigen. Ich war tot, aber ich wollte ihm meine neue perverse Liebe zeigen, was durch seine Hände geformt wurde. Bei… dem ganzen Akt… habe ich eine ehrliche Neugier entwickelt.
Was ist… wenn ich auch jemanden foltere wie der Dämonenkönig? Er lief die ganze Zeit nackt um mich herum und man konnte seine erregte „Manneskraft“ sehen. So ein perverser Folterer und doch schämt er sich ja nicht.
Tja, ich habe seine Seele gefuttert und bin dann letztendlich gestorben. Das was ich wirklich bereut habe war, dass ich nie die Chance bekam, auch mal jemanden zu foltern, wirklich. Es hat mich wahnsinnig gemacht, nicht erleben zu können, jemanden zu foltern.
Wie… diese Wiedergeburt… funktioniert… habe ich nicht verstanden, nur als ich die Augen wieder geöffnet habe, war ich in einem fremden Zimmer. Da habe ich meinen „Papa“ und meine „Mama“ und „Spiky“ kennengelernt… und festgestellt, dass „er“ auch in mir drin war.
Was wir machen… das geht euch ein Scheiß an. Wir hassen uns, da sind wir uns wirklich sehr einig. Wir kämpfen jede Minute um die Kontrolle des Körpers, was ein bisschen schwierig war als Baby. Da musste ICH den Kompromiss machen, dass wir uns einfach abwechseln.
Erstaunlicherweise hat „er“ mitgemacht, kannte ihn noch etwas anders. Ihr müsst wissen, er wollte mich wieder foltern, aber wie soll das als schwarze Seele gehen? Tja, zu dumm aber auch, mir hat es Spaß gemacht, als ich seine enttäuschte Fresse gesehen habe.
Aber, ich habe was festgestellt: Je mehr ich es schaffte, jemanden zu foltern, desto mehr kann ich Rargros in meinen Körper zurückdrängen. Er schreit so schön laut, dass ich es bin, die immer gefoltert hat, nicht er.
Hah… ich werde gleich noch feucht, wenn ich daran denke, wie ich dem Mann die Haut abgezogen habe und… endlich foltern konnte. Es… war eine Wohltat… uhmm…“ schloss Eleanor ihre Augen und wollte mehr machen, als Sina mit den Fingern schnippte. „Mach das, wenn wir weg sind. Weiter.“
„Ihr seid so eine Spaßbremse Lady Sina. Seid ihr schon immer so ätzend gewesen? Ich verstehe nicht… warum ihr nicht auch foltert. Ihr habt doch ein Talent, dass habt ihr doch gezeigt. Warum verschwendet ihr es?“
„Weil ich mich auf mentale Folter spezialisiert habe, du erinnerst dich? Auf körperliche Folter greife ich nur zu, wenn ich meine Spezialität nicht mehr anwenden kann. Außerdem ganz ehrlich? Ich habe nicht einen Orgasmus bekommen, wenn ich jemand gefoltert habe.
Es war für mich nullachtfünfzehn, eine Standartausbildung für jeden Dämonen, der wollte, ich aber lernen musste. Du glaubst es kaum, aber auch ich wurde gefoltert. Ich will nicht abstreiten, dass gewisse Türen aufgegangen sind, aber ich hatte eher einen Hass auf meinen Foltermeister als das ich mich verlieben könnte.“
„Aha? Dann war euer Foltermeister einfach nicht gut genug, so einfach ist das.“ lächelt Eleanor fies. Nun zuckte die rechte Klauenhand von Sina, James stellte sich schon in Sicherheit.
„Ich bin froh darüber, dass er so „schlecht“ war, wirklich. Du bist ja das beste Beispiel, wenn man eine Sucht entwickelt, die man aber nicht kontrollieren kann Kaja.“ kontert Sina lächelnd zurück. „Schade, eigentlich hatte ich Hoffnung gehabt, dass Rargros dich kontrolliert hat und habe daher versucht, dich mit Liedern irgendwie stärker zu machen.“
Nun schwieg Eleanor, der rechte Arm ging nun hoch. „Das hat sie auch, diese Musik ist der letzte Teil, der ihre Vernunft zusammenhält. Soll ich euch was verraten „Dämonenkönigin“ Sina? Sie hatte diese „tolle“ Idee, euch zu bitten, mich aus diesem Körper zu entfernen.
Ich weiß, was für eine Bastardrasse ihr seid und ihr seid zu einigem fähig, aber außer Latrinen putzen und Killerpuppen zu bauen, seid ihr zu nichts in der Lag…“ Bevor Eleanor den Satz zu Ende sagen konnte, hat Sina ihre Haare gepackt und rammte sie mehrmals auf den Tisch.
Die Nase wurde gebrochen und Blut spritze umher, dabei lachte Eleanor. Der Tisch wurde durchbrochen, Sina stand mit Eleanor auf und ging zu einer Tür. Sie klemmte den Kopf zwischen Tür und Türrahmen, dann setzte ihr grausames Werk um.
Nun konnte Eleanor nicht mehr lachen sondern schrie vor Schmerzen auf, ihr Kopf wird regelrecht gebrochen. Die Tür knallte immer mit der Kraft von Sina gegen den Kopf von Eleanor, bis die Tür zersplitterte. „Hrm… schade dass es keine Stahltür ist.“ verzog Sina verärgert ihr Gesicht und ließ Eleanor auf den Boden fallen.
„Ahh…“ regenerierte sich alles wieder bei Eleanor und wollte sich aufrichten, als ein Fuß von Sina den Kopf auf den Boden rammte. „Rargros, es mag sein, dass du aus einer Zeit stammst, wo wir in der Hierarchie weit unten waren, aber Achtung: Willkommen in der Zukunft, wo man uns nun mit Respekt behandelt.
Behalt deine Scheißmeinung für dich Loserkönig, sonst überlege ich doch ernsthaft ein paar Dämonen meiner Rasse zu fragen, wie ich deine Seele aus dem Körper von Eleanor rausbekomme.“
„Oh ho ho? Tut euch keinen Zwang an, aber eines… weiß ich genau: Meine Kaja hat dann kein Gleichgewicht mehr. Dann hast du erst recht ein brabbelnde Verrückte, mit der du dann nichts mehr anfangen kannst.“ kichert Eleanor vom Boden.
„Glaube, dass Risiko nehme ich gerne auf mich, wenn du mir keinen Respekt zeigst. Dann werde ich ab und zu mal ein Opfer Kaja überlassen, dass ich einige Momente der Normalität mit ihr habe.“
Nun lachte Eleanor noch lauter. „Ab und zu mal? Kaja ist eine Süchtige geworden, die foltern MUSS um normal zu sein, versteht ihr nicht? Diese Schwüre mögen vielleicht alle vor ihr schützen, aber am meisten schaden ihr lediglich uns. ICH habe die volle Kontrolle über meine Sucht, nicht Kaja.
Nur einen gutgemeinten Rat: Ihr hättet all die Schwüre nicht machen brauchen, wenn sie einfach jeden Tag eine Person foltern kann. Dann hättet ihr nicht Kaja die perverse Foltermeisterin, sondern die liebe summende Heldin.
So einfach und doch konntet ihr es euch in eurer eigenen Intelligenz nicht vorstellen, dass es möglich ist. Tja zu dumm, dass ihr uns so unnütz gemacht habt. Pech aber auch.“ kichert Eleanor am Boden noch, bevor Sina einmal ganz fest auf den Kopf drauf trat.
Der Kopf krachte durch den Holzboden und steckte scheinbar fest. „Als ob ich die Menge von Personen hätte, nur um Kaja normal zu bekommen. Nun bereue ich es wirklich dich nicht getötet zu haben Eli.“
James stand schweigend im Flur und schien sich auch nicht einmischen zu wollen. „Nächster Befehl Eleanor: Was heckst du aus, dass du dich so merkwürdig benimmst?“ setzte Sina sich auf den Stuhl und wartet ab, bis die Vampirin sich vom Boden befreit hat.
Knurrend drehte sie vom Boden aus ihr Gesicht zu Sina und hob den linken Arm hoch. „Ich hecke NICHTS aus, sondern war mit meinem „Lover“ in einem sehr intensiven Gespräch gewesen. Er hasst es zu verlieren, ich hasse es zu verlieren.
Wieder wo wir etwas gemeinsam haben, aber eine Lösung, wie wir wieder gegen so einen Dämonen kämpfen sollen, dass haben wir nicht. Nein, eine Lösung gibt es auch nicht, solange wir immer um die Herrschaft dieses Körpers kämpfen müssen.
Einer muss weg und wenn es nach mir geht, der Loserkönig. Ich habe alles von ihm gelernt, was es zu lernen gibt. Der Sex zwischen unseren Seelen ist so langweilig geworden, dass wir leider den gleichen Gedanken haben, mehr von unserem Körper zu erfahren.“
Nun verzog Sina über diese Information ihr Gesicht, selbst James waren das ein bisschen zu viele Informationen. Dies hat Kaja bemerkt und verzog genüsslich ihr Gesicht. Sie drehte sich auf den Rücken und ihre Hand wanderte langsam und erotisch über ihren Körper.
„Was? Ihr seid doch schon lange keine Jungfrauen mehr. Nur weil Rargros mich als Seele nicht foltern kann, haben wir trotzdem unseren widerlichen Spaß gefunden. Es ist sooo widerlich, dass es einen schon wieder antörnt.“ lächelt Eleanor breit.
„Für dich vielleicht, aber ich stehe eher auf fleischliche Gelüste.“ kommentierte Sina dies sarkastisch. „Wirklich sehr schade um dich Kaja. Ich werde dich nicht jeden Tag foltern lassen, nur das du normal wirst.
Keine Ahnung wie viele Lebewesen es auf der Welt gibt, aber du würdest alles ausrotten mit deinem ewigen Leben. Daher musst du dir eine neue Sucht entwickeln, mit der ich leben kann. So einfach ist das.“ klaute Sina ein Spruch von Maria.
„Also letztendlich hast du die ganze Zeit nur mit deinem Loserkönig in deinem Körper gestritten, dass Außenstehende dachten, dass du was ausheckst. Danke für diese verschwendete Zeit und unnötige Details über dich.
James, du weißt nun ebenfalls Bescheid. Wenn Eleanor etwas… „inaktiv“ wird, dann machen die Seelen irgendeinen widerlichen Scheiß.“ verzog Sina ihr Gesicht. „Ich krieg noch Alpträume davon.“ verzog James ebenfalls sein Gesicht.
„Ich liebe Alpträume…“ grinste Eleanor vom Boden aus. „Dafür, dass ihr euch um uns sooo gesorgt habt… Wann bekommen wir einen Mann? Wir wollen wirklich mehr über den Körper erfahren Lady Sina… Ok, Rargros würde auch eine Frau nehmen wollen.“
„Sobald es einen Verräter gibt, der einen so schlimmen Tod verdient, dass man ihn dir gibt.“ antwortet Sina darauf. „Ich bin dann mal weg und muss dieses widerliche Gefühl loswerden.“ schüttelt Sina sich kurz.
Ohne auf irgendetwas abzuwarten, ging Sina direkt aus dem Haus raus. James betrachtet nur das zerstörte Inventar, dann ging er scheinbar auch aus dem Blickfeld von Eleanor. „Oh? Ohhh… solche Spaßverderber.“
„Komisch…“ wundert sich Kaja im Körper. Einen Arm legte sie sich um ihren Bauch und hob die Seele hoch. „Und… was genau?“ pustet Rargros in den Nacken.
„Nullachtfünfzehn… das ist ein Spruch, den man in meiner alten Welt spricht. Aus deinen Erinnerungen habe ich nichts entnehmen können, dass jemand dies jemals gesagt hätte.“ „Unnnd?“
„Das diese Dämonin mehr Geheimnisse hat, als gedacht.“ „Unnnd?“
„Eines Tages… freue ich mich wirklich… wenn du weg bist.“ „Unnnd?“
„Dann gehört der Körper endlich mir!“ „Wird nie passieren.“
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