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Autor: SinOne Seite 1 von 66

Kapitel 637

Ich bin wiedergeboren und der drohende Sturm?

Kyllia saß auf ihrem Bett und schaute zu, wie Lisa über ihren Bauch ging. „Irgendwie… siehst du schon schnuckelig aus Schatz.“ grinste die Dämonin. „Ha ha… Was sollen wir denn machen, wenn Mutter mich wieder sprechen will hm?“ legte Lisa ihre beiden Hände auf die Hüften.

„Dann präsentieren wir den üblichen Wahnsinn? Komm schon, du siehst wirklich süß aus.“ betrachtet Kyllia die vampirische „Fee“ auf dem dicken Bauch. „Kannst du die Flügel denn benutzen?“

„Erm… wie denn?! Das ist genau so wie mit dem Dämonenschwanz. Wenn ich in dieser Form kämpfen müsste, na dann… Scheiße…“ seufzte Lisa und fiel auf ihre Knie. „Was?!“

„Morgen habe ich den nächsten Unterricht geplant, wie soll das denn funktionieren?“ „Wo ist das Problem? DU kannst doch bestimmt weiterhin Blutmagie benutzen oder nicht? Deine Stimme ist, trotz deiner kleinen Größe, immer noch relativ normal, werde ich halt für dich assistieren.“ schlug Kyllia vor.

„Das wäre natürlich cool, aber… du hast deine Strafe vergessen hm? Wenn ich du wäre, solltest du heute schon… die Mitarbeiter dort ansprechen oder ähnliches, damit nicht gleich ein Ausnahmezustand im Waisenheim ausbricht.“ „Da sagst du was…“

„Was meinst du Cixo, ob wir auch ein paar coole Klamotten bekommen, wie du sie bekommen hast?“ fragte Neria. „Nah… ich glaube nicht. Das soll ja eine Strafe sein, also macht es keinen Sinn, dass wir was schönes bekommen.“ wiegelt Cixo den Kopf.

„Dafür, dass du nicht im Clan bist, scheinst du ja die Strafe zu akzeptieren. Gut das Sumi nicht hier ist, der hätte es vermutlich darauf angelegt.“ rollte Hiro mit ihren Augen. „Nah… ich glaube nicht. Er hat vielleicht eine blöde Einstellung sowie teilweise verblendeten Stolz, aber als dumm würde ich ihn nicht bezeichnen.“ wiegelt Cixo weiter den Kopf.

„Ich finde es krasser, dass Lady… Lord Sina, einfach so die Bomben wegstecken konnte. So wie ich dich kenne Hiro, wirst du bestimmt die Bomben anpassen. Meine… was wollen wir machen, wenn wirklich mal ein Feind wie Lord Sina kommt?“ schaute Neria die beiden anderen Frauen an.

„Ja… es gibt gewisse Zutaten, die die Sprengkraft erhöhen können, aber… eher überlege ich, dass ich sie mit etwas befülle, damit der Schaden größer ist. Dürfte kein Spaß machen, wenn Metallsplitter durch den Körper durchschießen.“ grinste Hiro bei dem Gedanken.

„Wir können eher von Glück reden, dass der Kampf… „schnell“ beendet wurde. Wenn es eine Person wie Rokea gewesen wäre oder diese wahnsinnige Vampirin, ich glaube, wir hätten mehr als nur ein paar gebrochene Knochen.“ meinte Cixo.

„Hmm… wir sollten unsere Herrinnen mal fragen, ob sie uns vielleicht ein paar… Vampirtricks beibringen können. Meine… wenn wir das mit der Berufung als Attentäter kombinieren? Will ungern… etwas auslassen, wo wir nun die Zeit haben.“ schlug Neria vor.

„Dann gehen wir mal zu meiner „Lieblingsfreundin“ mit den wunderschönen flachen Brüsten.“ verzog Hiro das Gesicht. „Ihr seid wirklich Freunde fürs Leben geworden.“ grinste Cixo. „SIND WIR NICHT!“

Neia klopfte an die Schlafzimmertür und betrat den Raum, dabei bemerkte sie, dass die Stimmung zwischen Sina und Sherry wieder sehr runter gegangen ist. „Erm… soll ich wieder gehen?“

„Nein, Sherry und ich haben uns… mehr oder weniger auf etwas geeinigt und ich akzeptiere dies. Wird zwar für mich… etwas einsam, aber Akzeptanz ist in diesem Falle der einfachere Weg.“ seufzte Sina und stand auf.

„Was hast du jetzt vor?“ wundert sich Sherry. „Mit Neia in die Schmiede gehen, so wie ich es angekündigt habe?“ erinnert Sina an ihren Plan. „Aber bestimmt nicht ohne etwas um deinen Oberkörper zu tragen.“ legte Sherry direkt ihr Veto ein. „Und… was soll ich anziehen?“ hob der Dämon die Augenbraue hoch.

„Zieh das Hemd von eben an und ja, ich weiß, dass da ein Riss ist. Deswegen ziehst du dazu den schwarzen Mantel an, der sollte „eigentlich“ passen.“ legte Sherry einen großen Mantel auf den Tisch. „Ich war mir unsicher gewesen, ob Nitir diesen tragen sollte oder das bei der letzte Aktion.“

„Ok?“ zog Sina das weiße Hemd an und vorsichtig den Mantel. „Eng, ich darf mich nicht zu sehr strecken.“ merkte der Dämon sofort ein paar Probleme. „Soll ja vorübergehend sein, lieber kaputte Klamotten, als nackt.“ nickte Sherry zufrieden.

„Ok, die Chefin ist zufrieden… Hmm?“ betrachtet Sina nun Neia genauer mit ihrem Kleid und gekämmten Haaren. „Habe… ich was im Gesicht?“ wundert sich Neia, die sich beim Gespräch enthalten hat.

„Nein… das ist es ja…“ schüttelt Sina den Kopf und ging zum Kleiderschrank. Er öffnete eine Tür und schob eine Schublade auf, wo er nach etwas suchte… und fand. Der Dämon nahm das Gesuchte heraus und ging zu Neia. „Kurz stillhalten.“ „Was… hast du vor?!“

„Immer dieses Misstrauen…“ seufzte Sina, lege eine Hand am Kinn von Neia und dreht leicht den Kopf. „Dir nur einen letzten Schliff geben…“ schob Sina mit der anderen Hand etwas über das linke Ohr der Blutelfin. „Schon besser…“ nahm Sina Abstand von Neia.

„Ja… das sieht wirklich gut aus.“ stimmte Sherry zu. Neia holte einen Handspiegel aus dem Inventar und sah eine gelbe große Blume. „Ehm… danke?“ bekam die Blutelfe leicht rote Wangen.

„Hattest du eigentlich was vor gehabt, wenn du dich so schick machst? Nicht das es jetzt von Belang wäre, aber…“ fragte Sina. Nun schauten sich Neia und Sherry in die Augen. „Jaein… war… mir nicht so sicher… ob es überhaupt… geklappt hätte… genau…“ murmelt Neia.

„Ok?“ schaute Sina Sherry an, die ein Pokerface hielt. „Dann gehen wir mal zur Schmiede und dann sehen wir mal, wie du dich als meine Assistentin machst.“ „Uh…“ dachte Neia an die kommenden… Probleme.

Wie recht sie hatte. Überall starrten die Leute Sina an, denn ein „neues“ Gesicht sah man. Groß, sieht gut aus, die Blutelfe bemerkte, wie die jungen Frauen den Dämon hinterher schauten und bekam einen Stich von Eifersucht.

„Sag Neia, wie ist dein Training mit Louis? Egal ob ich ein Mann bin oder nicht, aber nun könnte ich euch helfen.“ fragte Sina, um die Stille zu brechen. „Louis hat das Training ein bisschen geändert, weil er gemerkt hat, dass ich mit den Waffen beim Ausweichen zu viel „Energie“ verschwende.

Also hat er meine Bewegungen etwas angepasst, dass ich weiterhin eine Klingentänzerin bin, also ausweichen und so weiter, aber während des Ausweichens zuschlagen soll. Das… ist tatsächlich nicht so einfach.“

„Louis ist wirklich ein Genie, wenn es um Schwerter geht. Erst Sherry, dann du, obwohl dass er selber nicht mit den Waffen kämpft.“ grinste Sina schief. „Oh ja, vor allem… bringt er unheimlich viel Geduld als Lehrer mit.“ grinste Neia nun auch.

Das Paar erreichte die Schmiede und betraten diese. „Dann zeig mal, was du kannst.“ meinte Sina nur. „Hmm…“ schaute Neia sich um und ging auf den Tresen zu. „Grüße, ist es möglich mit dem Geschäftsführer zu sprechen?“

„Erm… wen darf ich vorstellen?“ fragte der Zwerg dahinter. „Komisch, normalerweise kommt Brandrulim doch immer selber?“ wundert sich Sina in Gedanken. „Neia und Lady… Lord Sina.“ zeigte Neia auf den großen Dämon. „Eh…“ betrachtet der Zwerg den großen Dämon.

Es musste kommen wie es kommen musste, das Chaos meldete sich wieder. Sina verschränkt amüsiert seine Arme und schaute mit Freude, wie Neia mit aller Gewalt versuchte Brandrulim zu erklären, dass Sina Sina ist.

Immer wieder schaute Brandrulim misstrauisch zu Lord Sina, der nichts machte außer zu Grinsen. Irgendwann saß Sina mit einer erschöpften Neia im normalen Zimmer. „Also… Sina… gestern warst du noch eine Frau gewesen?“ fragte Brandrulim.

„In der Tat. Der Ring hier hat mich heute zu einem Mann gemacht und deshalb ich bräuchte ist schnell einen Handschuh für meine rechte Hand. Am besten schon gestern, die Maße… hier… hat Sherry schon gemacht.“ legte Sina einen Zettel auf den Tisch.

„Hmm… verstehe. Mit den neuen Öfen von dem Ehrlosen geht das schneller und der Handschuh dann als solches… Sollte morgen fertig sein. Lass mich eben den Wachs holen.“ stand Brandrulim auf und verschwand.

„Und meine Liebe? Einen kurzen Einblick bekommen, wie es so ist, wenn das Chaos einem folgt?“ lehnte Sina sich auf dem Sessel zurück. „Wenn du das gemacht hättest… wäre es doch viel schneller gegangen.“ seufzte Neia.

„Keine Ahnung, laufe ja nicht jeden Tag als Mann herum, weißt du?“ schnaufte Sina durch die Nase. „Sag… was mir so einfällt, aber hast du einen bestimmten Glauben?“

So wie Neia sich auf einmal veränderte, zwar nicht viel, aber Sina kannte sie lange genug, dass sie einen sehr starken Nerv getroffen hat, so stocksteif wie Neia neben ihm saß. „Was… genau meinst du Sina?“

„Da kämpfen zwei Elfennationen um einen Baum… Ascal hat mich darüber aufgeklärt und hat selber bestätigt, dass es Blödsinn ist. Von dir selber kenne ich eigentlich nicht deine Meinung.“

„Bedaure… ich weiß, von welchem Baum du sprichst… Für mich ist das eigentlich nur ein Opferbaum, der jedes Jahr… Jahrzehnt… Jahrhundert immer mehr Elfenleben kostet für nichts.“ sagte Neia steif.

„Ist das… wirklich ein Glaube oder eher nur eine Ausrede, um das Gebiet für mehr Land… Macht zu bekommen? Ich habe vor kurzem Fürstin Delsanra kennengelernt bei dem König und es hat nicht viel gefehlt, da hätte sie mich für meine direkte ehrliche Meinung wohl gerne gelyncht.“

„Können… wir bitte das Thema wechseln?“ bat Neia auf einmal, dass selbst Sina erstaunte. „Das ist eines… der wenigen Gespräche, die ich nicht führen will, weil sie mir sehr sehr unangenehm sind.“

„Ok? Hoffe… ich habe dich nicht verletzt?“ wundert sich der Dämon, der sich so dreht, dass er Neia anschauen konnte. Sie hat beide Hände auf ihre Knie gelegt und sie fest, wie sie sie drückte, könnten bald ihre Knie gebrochen werden.

„Nein… woher willst du es auch wissen. Ascal geht damit auch etwas lockerer um, weil er weltoffener ist. Ich dagegen bin…“ legte Neia eine Faust auf ihre Brust. „Egal… nur das Thema bitte vermeiden.“

„Neia…“ legte Sina ihr eine Hand auf die Schulter. „Ich werde dich zu nichts zwingen und du weißt auch genau, dass ich niemanden wegen seiner Vergangenheit verurteilen werde. Es sind Geister aus der Vergangenheit, mir sind die Entscheidungen egal.

Auf das Jetzt kommt es an, es sei denn, du sagst mir, dein Vater hat meinen Großvater geküsst, dass würde mich dann… schon etwas interessieren.“ versuchte Sina die Stimmung aufzulockern… doch Neia wirkte nur betrübter.

In diesem Moment kam Brandrulim wieder mit seinem Koffer. „Wie geht es dir eigentlich so generell Sina? Wegen dem Tee halt?“

„Sei ehrlich Brandrulim, der Tee hat dir überhaupt nichts ausgemacht?“ schaute Sina kurz Neia an, dann widmet er sich Brandrulim wieder. Dieser schüttelt nur den Kopf. „Nein, für mir war er ganz normal.“

„Komisch, ich werde das noch mal trinken und andere Dämonen ebenfalls, weil… das war echt ein Schlafmittel für mich gewesen. Dabei habe ich eine Zustandsveränderungsimmunität, verstehst du? Das endete damit, dass ich laut Aussagen meiner Tochter sogar auf die arme Neia ins Bett gefallen bin. Bin ich das eigentlich?“ schaute Sina kurz Neia wieder an.

Die Antwort war sehr ersichtlich, so rot sie wurde. „Scheinbar ja… Es tut mir leid Neia, aber…“ „Ist in Ordnung, wirklich. Besser du fällst in unserer Villa, als irgendwo… wo wir nicht wissen wo du bist.“

„Verstehe? Wenn ich dann eure Hand haben dürfte?“ fragte Brandrulim. „Oha, ein Zwerg bittet einen Dämonenkönig um die Hand.“ witzelt Sina. Brandrulim warf Sina einen… sehr eigenartigen Blick zu. „Scheinbar… ist euer Humor nun auch in meiner Schmiede angekommen…“ seufzte der Zwerg.

„Ach komm, betrachtet es mal aus einer anderen Sicht: Hat jemals ein Dämonenkönig sich so gut von Zwergen beraten lassen? Unsere Zusammenarbeit, dass ich dir alles gebe? Was glaubst du, wird die Welt machen, wenn die Wahrheit ans Licht kommt?“ grinste Sina.

„Ehrlich? Keine Ahnung und darüber mache ich mir auch keine großen Gedanken, weil du vermutlich alles wieder etwas verdrehst.“ zuckte Brandrulim der Schulter und nahm die Fingerkuppeln mit Wachs in Beschlag.

„Hey…“

Kapitel 636

Ich bin wiedergeboren und bin ein Kerl?

Sina saß mit einer schwarzen passenden Hose im Wohnzimmer und betrachtet mit nacktem Oberkörper die anwesenden Personen. „Sina? Passt… dir das Hemd nicht?“ fragte Sherry, um die Stille zu brechen.

Der Dämon holte aus dem Inventar das weiße Hemd raus und drehte es um, dass man den langen Riss am Rücken sah. „Oh… glaub, da muss ich dich neu vermessen. Du hast mehr Muskeln als Nitir.“

Nitir, Rokea, Cixo, Hiro, Neria, Neia, Kyllia, Suki und Sherry standen alle vor Sina, der alle schweigend betrachtet. Die Wut in den Augen konnte man nicht übersehen. „Wo ist Lisa?“ fragte Sina.

„Sie… braucht einen Moment, damit sie ihre aktuelle Verwandlung versteht.“ murmelt Kyllia. „Verstehe…“ nickte Sina langsam. „Hoffe… ihr versteht, warum ich auf euch alle etwas… sauer bin?“

„Dürfte an den Angriffen auf euch liegen?“ schlug Cixo vor, weil eine Stille wieder entstanden ist. „Ah, ja, könnte was dran sein.“ nickte Sina wieder langsam den Kopf. Edwin ging wieder seinen üblichen Tätigkeiten nach, nachdem das Gespräch stattgefunden hatte.

Sina stand auf und man staunte nicht schlecht, wie groß Sina als männlicher Dämon ist. „Was mir sogar am meisten weh getan hat, waren nicht unbedingt die Angriffe auf mich. Selbst die Bomben taten mir zwar weh, aber…

Was richtig weh getan hat war, dass meine zukünftige Schwägerin, eigene kleine Schwester, Verlobte, eine Verliebte und viele viele… Freunde, Vertraute, Verbündete mich ununterbrochen angegriffen haben. Das ich dann so hart zurückgeschlagen musste. Darauf sollten wir nicht wirklich eingehen oder?“ schaute Sina abwechselnd die Personen an.

Rokea rieb sich immer noch unbewusst die Gegend, wo Sina ihr in die Leber geschlagen hatte. „Du… warst viel stärker als sonst.“ murmelt Rokea und verzog wieder ihr Gesicht, scheinbar sind doch noch Schmerzen vorhanden.

„Das kann ich nicht abstreiten. Als ich zum Mann wurde, haben sich meine Attribute komplett verändert. Meine Intelligenz nahm rapide ab, dafür ging meine Stärke und Schnelligkeit in die Höhe. Ich will keinen Vorurteil bestätigen, aber… ich habe es schon immer geahnt, dass Frauen die klügeren Köpfe sind.“ verschränkte Sina seine Arme.

„Auch… wenn die Frage jetzt sehr… unangenehm ist, aber…“ wanderte der Blick von Kyllia in die Leistengegend. „Ja, auch das hat sich geändert und nein, ich werde es bestimmt nicht vor versammelter Mannschaft zeigen.

Meine Herrschaften, damit jeder auf dem Stand der Dinge ist: Ja, ich habe mein Schicksal wieder herausgefordert und das ist nun dafür die Strafe. Für einen Monat bin ich nun ein Kerl, der scheinbar meinen Vater ziemlich ähnlich sieht.

Nichtsdestotrotz, Strafe muss sein. Wäre ja was ganz neues, dass so eine Aktion von euch allen ungestraft bleibt.“ hob Sina eine Augenbraue hoch. „Sherry, ich will dass du für Cixo, Hiro und Neria passende Röckchen sowie leichtes Oberteil machst, ähnliches wie Zada das tragen darf.

Ihr werdet das einen Monat lang tragen und ich will keine Klagen darüber hören! Lisa hat ihre Strafe bekommen, die ich aber auch gleich sehen will!

Nitir, du darfst mit Rokea gemeinsam alle Mauern, wo ihr mich durchgeschlagen habt, per Hand reparieren! Keine Magie oder Hilfe von Experten, immerhin hat das Viertel darunter gelitten!

Sherry, du wirst so einiges machen dürfen. Meine eigene Verlobte… Ich brauche passende Klamotten, also wirst du in Rekordzeit schneidern dürfen. Kyllia… ich merke so überhaupt keine Verbindung mehr zu dir, obwohl du merklich zitterst.“

„Weil du aussiehst wie Vater… Irgendwie habe ich ein Trauma.“ murmelt Kyllia. „Kyllia, ich bin Sina in männliche Form. Wenn Vater einen Sohn hätte, hätte er ihn niemals in die Außenwelt geschickt, sondern den Posten eines Generals oder… du weißt schon.“ wurde Sina ein bisschen weicher.

„Etwas wovor Generäle Angst haben, wenn sie zu oft versagen…“ nickte Kyllia. „Doch hättest du ihn wirklich bekommen? So viele… von „ihnen“ wurden nicht in der Geschichte ernannt.“

„Mit meiner damaligen Stärke mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Die Kaltblütigkeit hatte ich und wenn sie mich bis zum letzten Moment ausgebildet hätten, bis ich jegliches Gefühl verloren hätte, dann wäre ich einer von ihnen geworden.“

„Wovon… spricht ihr eigentlich?“ wundert sich Suki. „Eine Einheit von Dämonen, deren… Funktion man schlecht beschreiben kann. Besitzen eine Stärke, die Generäle oft übertreffen, werden aber ungern eingesetzt, weil ihre Zerstörungskräfte so fatal sind, dass sie selber den Dämonenkönig gefährlich werden können.“ erklärte Sina.

„Die gibt es?! Wieso wurden sie dann nicht im Krieg oder ähnliches eingesetzt?“ staunte Cixo. „Es müssen spezielle Bedingungen erfüllt werden. So einfach wird man nicht zu einem deren Einheit. Gab auch öfters lange Zeiten, wo überhaupt kein Dämonen sich einer von ihnen nennen konnte oder eher durfte.“ versuchte Kyllia zu erklären und Sina nickte.

„Meistens wurden sie am Ende vom Dämonenkönig getötet, weil sie sonst außer Kontrolle geraten könnten. Ist zwar nicht passiert, aber laut meinem Lehrer waren leider oft die Anzeichen dazu gewesen. Wenn ich ehrlich bin, kenne ich spontan auch keinen, der von der Einheit kommt. Reicht, wenn man einfach weiß, dass es die Einheit geben könnte. Der Name von ihnen… besser, ihr wisst es nicht.“ sagte Sina es in einem Tonfall, damit dieses Thema beendet ist.

„Tja Kyllia, deine Strafe wird es sein, dass du mit diesem Körper zwei Wochen lang im Waisenheim arbeiten gehst.“

„Das… meinst du jetzt nicht ernst oder? Ich soll als Milchkuh vor allen Kinder…“ hörte Kyllia auf zu reden, weil der Blick von Sina mehr sagte als alle Worte. „Ok…“

„Gut, bleiben wir noch bei Neia. Hmm…“ streichelt Sina mit Daumen und Zeigefinger am Kinn entlang. „Du wirst einen Monat meine Assistentin werden, die allen erklärt, wer ich bin und wie es zu meinem Zustand gekommen ist.“

„Eh… ein Monat?!“ staunte Neia. „Ich… muss auch trainieren und…“ „Interessiert mich nicht.“ kam der knallharte Ton von Sina. „Ein Monat will ich, dass du mir über den Rücken schaust, was ich mache. Das ich nun ein Mann bin, macht es mir die Sache nicht einfacher. Damit haben wir es abgeklärt, wo ist Lisa?“

„Hier…“ murmelt eine zierliche Stimme. Verwundert schauten alle Anwesenden Personen umher, als Kyllia zwischen ihren Brüsten etwas rausholte und auf der Handfläche hielt. Sina betrachtet die Hand und musste gezwungener weise näher ran gehen, um zu sehen, was darauf lag.

„Ehh… Lisa?“ fragte Sina vorsichtig nach. Auf der Handfläche stand eine kleine, halbnackte Lisa, die große Schmetterlingsflügel hatte. „Du siehst ja aus wie eine Fee!“

„Was ist eine Fee?!“ rief Lisa laut auf. „Alles ist so verdammt riesig, mir sind komische Flügel gewachsen und ich trag nur einen Stofffetzen, sonst bin ich nackt!“ „Außerdem… wer soll mich melken? Bisher hat es immer Lisa getan.“ merkte Kyllia es noch trocken an.

„Sherry und Suki werden dir bestimmt helfen. Wenn du schon solche Probleme hast, mich anzuschauen, wird es erst recht unangenehm, wenn ich dich mit dem Gesicht unseres Vaters melke. Selbst du wirst es einsehen, dass es nicht richtig ist.“ bestimmte Sina.

„Soo… wenn ich schon mit der Bestrafung durchgehe, deine erste Aufgabe Neia.“ holte Sina ein Päckchen aus dem Inventar und drückt es Neia in die Hände. „Darfst du Zada bringen und ihr mitteilen, dass die Strafe ab morgen anfängt. Es ist ein Notizzettel drin, du brauchst dich um nichts weiteres kümmern.“

„Und… was hast du vor?“ fragte Neia. „Ich gehe nach oben, damit Sherry mich vermessen kann. Wenn du wiederkommst, gehen wir zur Schmiede, denn ich brauche einen neuen Handschuh für meine rechte Klauenhand. War froh, dass ich nach dem Duschen keinen getragen habe.“ teilte Sina mit.

„Hat jeder seine Strafe verstanden oder möchte er eine etwas detailliertere Anweisung bekommen?“ knackte der Dämon mit seinen Händen noch. Das Schweigen war mehr als Antwort genug. Etwas später…

„Weißt du überhaupt, was du da kaufst?“ nörgelt Rokea neben Nitir. Der hatte jetzt schon die Nase voll und hat verstanden, wo die eigentliche Strafe ist. „Ja… ich weiß was ich da kaufe. Es ist nicht so, dass ich nur kämpfen musste, das weißt DU ebenso gut.“

„Tzz…“ schnalzte Rokea mit der Zunge. „Ich wundere mich viel mehr, dass du die Strafe einfach so akzeptiert hast Rokea.“ meinte der Behemoth, der noch Bindemittel im Geschäft kauft. „Nun, ich kann Sina verstehen, dass es für sie… ihn ein Vertrauensbruch ist. Außerdem sind wir glimpflicher davon gekommen als die anderen.“ zuckte Rokea mit der Schulter.

„Du weißt schon, dass du ebenfalls mit anpacken darfst? Ich werde bestimmt nicht alles machen, nur damit du hinter mir deine üblichen Kommentare abgibst.“ warnte Nitir sie im Vorfeld. „Und was soll ich genau machen hmm?“ „Wenn wir vor Ort sind, kannst du den Schutt und weiteres entfernen, damit ich überlege, wie viel ich von der Mauer noch entfernen muss.“ schlug der Behemoth vor. „Aha…“

Zada starrte auf das Päckchen, was Neia vor ihr hielt. „Erm… meine Strafe fängt damit morgen an?“ fragte die Vampirin vorsichtig nach. „Das ist richtig, Sina… ist etwas schlecht gelaunt und will vermutlich, dass alle die angesammelten Strafen aufgelöst werden.“ nickte Neia.

Die Vampirin nahm das Päckchen und öffnete dies, während Kunden immer noch nicht sicher sind, was sie kaufen wollen. Das Geschäft ist komplett gesäubert worden und trotz der Aktion von den Rellings, kommen weiterhin Kunden.

„Eh…“ starrte Zada den Zettel an. „Ich… darf zwei Wochen ohne Unterwäsche das… anziehen?“ warf Zada einen Blick auf die Kleidung. Auf den ersten Eindruck macht es, als wäre es ein Röckchen, das Cheerleader tragen, das mit dem Oberteil zusammen ist.

Es ist komplett schwarz und das Material scheint elastisch zu sein. Zada brauchte einen Moment, bis sie ihre Strafe verstanden hat und rot wurde. „Oh… dunkler Gott… und ich werde bestimmt von Sina beobachtet.“

„Keine… Ahnung, ich darf meine Pflichten als seine Assistentin für einen Monat nachgehen und alles liegen lassen.“ seufzte Neia. „Seine?“

„Hmm… hmmm… Ring des Schmetterlings, bla bla… hält eine Woche. Also das übliche Drama.“ hielt sich Sina den Zettel vor die Augen. Am Rücken merkte er, wie Sherry alle wichtigen Maße abnahm.

„Sind… das alles deine Muskeln, die du als Frau versteckt hast?“ fragte Sherry. „Dann bist du jetzt eigentlich ein Inkubus oder?“

„Das ist richtig, eigentlich. Wenn ich ehrlich bin, wenn ich meinem Vater so ähnlich bin… Ich weiß überhaupt nicht, was er für eine Rasse ist als Dämon. Er hat zwar Hörner, aber… niemand würde abstreiten, dass er ein Dämon wäre. Vor allem, wirkt er den Menschen ziemlich nahe, wenn man seine Größe ignoriert.“ grübelt Sina. So allgemein… wurden die Rassen der Dämonenkönige nie so wirklich erwähnt, fiel ihr auf.

„Einmal… bitte aufstehen.“ bat Sherry und Sina tat es. „Du… bist wirklich sehr groß…“ murmelt die Blutelfe und vermesst alles wieder. „Dürfte das Erbe meines Vaters sein.“ zuckte Sina mit seinen Schultern.

„Sina… ich bin ehrlich. Das… du jetzt ein Mann bist, belastet mich irgendwie.“ hörte Sherry auf und schaute von unten Sina in die Augen. „Jedes Mal… wenn du, wir diese Schmuckstücke nehmen, passiert irgendetwas… wo wir immer in einen Streit geraten und es fast schlimm endete.“

„Was meinst du?“ wundert Sina sich. „Ich… kann dir keine Küsse oder… körperliche Zuneigung geben. Irgendwie… lehnt etwas in mir sich dagegen auf, deinen männlichen Körper die Liebe zu geben, die du sonst immer bekommst.

Deswegen… sag ich es dir am besten direkt, aber… ich bekomme das Gefühl, als würde ich mit deinem Vater irgendwie… was am Laufen habe. Daher werde ich in der Zeit, wo du ein Mann bist… woanders schlafen.

Vielleicht ändert sich ja was in der Zeit, aber… Ich vermisse jetzt schon deinen Körper. Mein Herz sagt mir, du bist du. Doch… mein Körper widerstrebt sich. Deine… harten Muskeln, deine Größe… ich liebe dich wirklich als Frau.

Deine zarte weiche Haut, deine wunderschönen Brüste, dein Gesicht… alles hart und kantig geworden in meinen Augen. Ich… hoffe, du verzeihst mir, dass… ich in deiner Nähe bleibe, aber… auch gewissen Abstand brauche.“ schaute Sherry verängstigt.

Sina selber bekam traurige Augen und seufzte.

„Ok…“

Kapitel 635

Ich bin wiedergeboren und der Kampf gegen den „Dämonenkönig?“

„Also… diesmal habe ich wirklich Blödsinn gemacht.“ murmelt der große Mann, der nun vollständig in der Tür stand und ein Blatt in der Hand hielt. Gut über zwei Meter groß, muskulöser Oberkörper und auch die Beine sind nicht zu verachten. Nur… sind die Stoffsachen viel zu klein, das Stoffhemd zeigt mehrere Risse.

Lisa merkte, wie panisch Kyllia war. „V… v… Vater?“ flüstert Kyllia schon. Verwundert schaut der Mann zu den Damen, die ihn alle begafften. „Ich sagte, wir haben ein Problem.“ wiederholte sich der Dämon, man konnte hinter ihm einen Teil seiner Flügel sehen.

Man wird es nie herausfinden, aber rein instinktiv hoben Kyllia, Lisa, Neia und Sherry ihre Hände hoch, weil sie in dem Mann eine Gefahr erkannt haben. „Chaoshand!“ „Blutstrahl!“ „Wassersäule!“ „Wirbelsturm!“

Erstaunt riss der Mann die Augen auf und wollte die Hände zur Verteidigung hochheben, als die Magie der Damen um sich herumwirbelt. Diese Magie traf die Brust des Mannes, der sofort nach hinten durch mehrere Mauern geschleudert wird. Das Blatt fiel ihm aus der Hand und flog achtlos auf den Boden.

Sofort hörten die Frauen, wie jemand runter rannte und niemand anderes als Rokea war. „Was ist los?!“ „Wir haben einen Eindringling hier. Kyllia scheint ihn zu kennen und so wie sie aussieht, sogar eine Gefahr.“ berichtete Lisa schnell.

Das war alles war Rokea hören wollte und rannte durch die Löcher der Mauer, wo sie im Vordergarten einen Dämon sah, der gerade aufstehen wollte. „Verdammt… tut das weh… Hmm?“ blickte der Mann mit dem Kopf hoch…

Rokea drehte sich einmal mit ihrem Körper um, dass der Stachelschwanz den Mann am Kinn nach oben schleudert. Man hörte definitiv was brechen, doch Rokea hörte nicht mit der Angriffsserie auf.

„Gemeinsamer Faustschlag!“ schrie Rokea, die dem Mann mit ihrer vollen Kraft in den Bauch rammte… Wiederholt wird der Mann nach hinten geschleudert und reißt das Eisentor aus dem Rahmen mit, als er darauf krachte.

Nitir risst erstaunt die Augen auf, als ein unbekannter Mann vor ihm einfach eine pure Zerstörung mit sich brachte. „Was…?“ wundert sich der Behemoth, als Rokea schon schrie. „Er ist ein Feind!“ Sofort ging der Behemoth in den Kampfmodus über.

„Beim dunklen Gott…“ keucht der Mann, der auf seinen Knien lag und sich mit einer Hand auf dem Boden abstützte, während er mit der anderen scheinbar seinen Magen hielt. Bei Feinden kennen die Behemoths keine Gnade, so trat Nitir mit voller Kraft in den Bauchbereich, dass der Mann hoch flog.

Um den Feind keine Chance zu geben, packte Nitir die Flügel des Mannes und fing an, ihn um sich herumzuwirbeln. Dabei schleudert Nitir den Mann bewusst gegen mehrere Mauern, um ihn weiteren Schaden zuzufügen… als er ihn losließ.

Der Dämon flog einen weiten Abstand, als sein Kopf durch eine Mauer krachte… und anschließend gegen eine Säule landete. Verwundert schauten Cixo, Hiro und Neria den unbekannten Dämon an, der von der Säule auf dem Boden landete. „Ihr drei da! Er ist ein Feind!“ brüllte Nitir in einer Lautstärke, dass jeder in diesem Viertel es mitbekam…

Die Instinkte der Attentäter wurden sofort aktiviert, die Damen nickten sich zu. „Heilige… Scheiße…“ murmelt der Mann und richtete sich an der Säule auf. Langsam drehte er sich um, als Cixo auf ihn zu rannte und mit beiden Füßen gegen die Säule rammte.

Scheinbar war der Mann durch die ununterbrochenen Angriffen zu verwirrt, dass die Katzenfrau ohne Probleme ihren Angriff umsetzen konnte. Der Dämon krachte gegen die Säule, die Risse zeigte.

Neria und Hiro standen auf einmal auf je einer Seite des Dämonen, die seine Hände packten und stramm zogen. Eine Reihe von geheimen und eigentlich tödlichen Faust- und Fußangriffen fielen auf den Mann, als Cixo loslegte.

„Du lieber Himmel… kann der Kerl was wegstecken.“ dachte Cixo, die sich nicht zurück hielt. Das Stoffhemd wurde komplett zerstört, der Mann hatte eigenartige silberne Blechdinger in seinen Brustwarzen stecken.

„Nun du Hiro!“ befahl Cixo, die nach hinten sprang, weil sie das Gefühl bekam, dass ihre Angriffe nichts ausrichten an dem muskulösen Körper. Die vampirische Katzenfrau nickte und Neria ebenfalls…

Neria schlug mit ihren Fuß den Mann ins Gesicht, dass er wieder gegen die Säule krachte mit dem Hinterkopf und Hiro… warf mehrere aktivierte Bomben vor seine Füße. Die Attentäter sprangen direkt in Sicherheit, der Mann schüttelt kurz einen Kopf um zu erkennen… was da vor ihm liegt. „Nicht… euer Ern…“ BOOM

Eine große Explosion ging hoch, die lange große Säule stürzte in sich zusammen. Eine Druckwelle ging durch das Übungsgebiet, die Übungsklamotten drückte die Damen nach hinten. „Glaube… dass wird selbst der Kerl nicht überstanden haben.“ meinte Hiro. „Hoffentlich…“ murmelt Cixo, die ein ungutes Gefühl hatte.

„Kyl… bitte… was ist los?“ streichelt Lisa besorgt den Rücken ihrer Verlobten. „Das… war eben… der Dämonenkönig aus Deymonlia… Der Vater von mir und… Sina.“ Erstaunt schauten Neia und Suki die Dämonin an.

„Glaube… Sina hat ihn wohl dermaßen provoziert, dass er wirklich selber gekommen ist…“ flüstert Kyllia verängstigt. „Wundere… wo Sina ist, sie hätte es doch bestimmt mitbekommen…“ Sherry dagegen ging auf das Blatt zu, das der Mann verloren hatte.

Ring der Männlichkeit.

Wollten sie schon immer die wahre Manneskraft spüren?

Verstehen, wo der Unterschied zwischen einer Frau und Mann ist?

Dieser Ring wird diese Neugier befriedigen und ein

einmaliges Erlebnis zur Tage fördern.

Die Dauer dieses Ringes beträgt einen Monat und kann nicht

entfernt werden in diesem Zeitraum. Nur zu speziellen Anlässen

ist es Möglich, dass die Magie des Ringes verflüchtigen kann.

Man kann den Ring beliebig wieder benutzen.

Als Sherry das zum Zweiten und Dritten mal durchgelesen hat, die schwarzen gerissenen Stoffklamotten von dem Mann richtig in Erinnerung hat… Bekommt der Teil „einmaliges Erlebnis“ eine ganz neue Bedeutung. „Oh… oh…“

Nitir hat sich den Katzendamen angeschlossen und warten, bis der Rauch langsam verschwand. „Glaubt ihr, dass hat ihn außer Gefecht gesetzt?“ fragte der Behemoth.

„Das waren Bomben, die einen töten sollen. Das hat ihn nicht außer Gefecht gesetzt, dass hat ihn wortwörtlich zerrissen.“ schnaufte Hiro durch die Nase. „Wer war das eigentlich?“

„Keine… Ahnung, nur das Rokea geschrien hat, dass er ein Feind ist. Wir Behemoths zeigen dann keine Gnade und Rokea ist nicht unvernünftig, jemanden einfach so als Feind zu benennen… hoffentlich.“ murmelt Nitir… und der Rauch ist komplett verschwunden.

Ein großer Schutthaufen lag da, wo man die Füße des Mannes sah sowie einen Teil des Knochenschwanzes. „Hmm… glaube, der ist fertig.“ murmelt Neria. „Warte… hört ihr das?“ wundert Cixo sich.

Alle öffneten weit ihre Ohren und tatsächlich, irgendwer… lachte. „Ich… glaube, dass kommt aus dem Schutthau…“ wollte Cixo zeigen, wurde aber unterbrochen, als der Schutthaufen selber in Bewegung geriet.

„Der… hat drei meiner Bomben aus nächster Nähe überstanden?!“ staunte Hiro und zog ihre Dolche. Auch die anderen nahmen direkt eine Kampfhaltung an. Der Schutthaufen rollte immer mehr und mehr Schutt zur Seite… als ein lachender Dämon erschien.

„Oh man… meine eigenen Leute… Ok, wie ihr wollt.“ lächelt der Mann sehr boshaft beim Aufstehen und knackte dabei Halsknochen sowie beide Hände. Bei der Explosion hat es fast alles seiner Kleidung zerrissen, die Hose… war fast eher ein Boxershorts geworden, die vor den Knie zerfleddert aufhörten. „Die Spielzeit ist vorbei, ihr wolltet sie, also gebe ich sie EUCH!“

Sofort spürten die Tiermenschen eine Killeraura, wie sie es noch nie erlebt hatten, selbst Nitir gingen die Nackenhaare in die Höhe. Doch der Stolz der Tiermenschen weigerte sich der Aura nachzugeben, also war Cixo die Erste, die zum Angriff überging.

Sie bereitete sich darauf vor dem Mann die Kehle auszureißen… als eine Hand sie mitten ins Gesicht packte. Sofort wird sie über den Mann geschleudert und in den Boden mit einer Kraft gerammt, dass ein leichten Beben entstand. Cixo selber wurde bei diesem Angriff direkt bewusstlos und ihre Augen drehten sich nach hinten.

„Cixo!“ schrie Hiro und rannte mit Neria direkt auf den Mann zu… Als er vor ihnen stand und die Frauen an den Hälsen packte. Bevor sie reagieren konnten, schlug der Mann beide Köpfe mit einer Stärke zu… dass auch sie bewusstlos wurden.

Nitir hörte nur das Brechen von Knochen, doch blieb ihm keine Zeit, weil sein Instinkt ihm sagte, dass er als nächstes dran kommt. Wie recht sein Instinkt hatte… Der unbekannte Mann hat die Frauen losgelassen und Nitir wollte ihn angreifen…

Da packte der Dämon seine Hörner. „Schlafenszeit!“ lächelt der Mann Nitir an. Der Mann bewegte sich so schnell… schneller als er es bei Sina und Rokea kannte. Beide Männer konnten sich in die Augen schauen, da trat der Dämon Nitir in den Magen.

Den Schmerz wollte der Behemoth wegstecken, als der Mann ihn eine Kopfnuss ins Gesicht verpasste. Sofort wurde die Nase gebrochen, die Hörner losgelassen und Nitir war etwas… verwirrt von der Reihenfolge der Angriffe.

Auf einmal sprang der Mann hoch und trat Nitir mit beiden Füßen und mit seiner gesamten Kraft ins Gesicht. Der Behemoth wurde direkt nach hinten geschleudert, reißt dabei eine Mauer mit und landete entfernt auf einer Straße.

In der Zeit ging der Mann fröhlich wütend zur Monstervilla, als das Treffen passieren musste. Mitten auf der Straße kam Rokea ihm schon entgegen. „Endlich mal wieder ein starker Gegner, wenn ich dich nur irgendwie aus der Stadt bekommen könnte.“ grinste Rokea.

„Ich zeige dir gleich eine ganz neue Erfahrung junge Dame.“ ging der Dämon auf die Frau zu. „Ho ho, da bin ich ja mal gespannt. Alleine das du meinen Angriff von eben wegstecken konntest, ist ein Beweis, dass du stark bist.“ kam Rokea ebenfalls.

Der Mann sagte nichts, man sah ihm aber an, dass er alles andere als amüsiert wirkte. Beide standen voreinander, da schlug Rokea mit der rechten Faust zu. Die fing der Mann mit der linken Hand ab und riss sie direkt nach oben, sein Knochenschwanz wickelte sich um den rechten Arm von Rokea.

„Zeit… dass du mal richtig böse Schmerzen kennst Rokea.“ teilte der Mann das mit, Rokea selber staunte, dass er ihren Namen kannte. Gnadenlos… schlug der Mann mit seiner Kraft in den Bereich, wo die Leber liegt.

Es ist nicht so, dass Rokea keine Schmerzen kennt. Der Kampf gegen Sina, gegen Eleanor haben bewiesen, dass sie richtig viel einstecken kann. Doch der Körper bleibt trotzdem fragil, wenn man Innereien gezielt verletzt.

Rokea wollte auf ihre Knie fallen, so heftig war der Schmerz, sie konnte nicht mal laut aufschreien. „Nun mach ein Nickerchen, dann reden wir wegen deinem Angriff nachher nochmal.“ hörte Rokea noch, dann kam die Faust ins Gesicht.

Sherry ging sehr nervös zu den Frauen, die versuchen Kyllia zu beruhigen. „Erm… du sagst… das war eben dein Vater? Bist… du dir wirklich sicher?“ fragte Sherry gezielt die Dämonin.

„Sein Gesicht würde ich überall erkennen. Seine Größe, der arrogante Blick.“ nickte Kyllia sehr sicher. „Ich… bin mir nicht sicher, aber Sina hat vor langer Zeit die Illusion von deinem Vater gezeigt.

Hat… dein Vater Flügel und eine Tätowierung auf seine linke Wange? Sei bitte ehrlich und vergleiche deinen Vater mit dem… „Mann“ von eben.“ zittert die Hand mit dem Blatt in der Hand.

„Nein… Vater hat keine Flügel oder Schwanz, eher Hörner. Tätowierung wäre mir jetzt auch sehr neu am Gesicht.“ schüttelt Kyllia den Kopf… als sie merkte, wie gezielt Sherry die Frage gestellt hat. „Erm…“

Sherry hob das Blatt hoch, dass jeder der Damen es lesen konnte. „Glaube… wenn jeder dieses Blatt durchließt und… überlegt… was wir gerade getan haben?“ Nun wurde jeder sehr blass, jeder konnte sogar sehr gut nachvollziehen, was Sherry meint…

Im Garten krachte eine Mauer, die Frauen drehten sich zu dem großen Loch, wo sie eine sehr wütende Person kommen sahen. Rokea lag auf dem Boden und schien sich nicht unbedingt zu regen.

„Ehh… wie entschuldigt man sich am besten bei einem Dämonenkönig?“ fragte Lisa vorsichtig. „In dem man seinen Kopf anbietet…“ murmelt Kyllia. Der Mann musste sich durch das Loch bücken, aber der lächelnde Gesichtsausdruck bedeutet bestimmt nichts gut.

Rein aus Reflex knieten sich die Frauen, außer Suki, und bereiten sich auf das Schlimmste vor… als der Mann vor ihnen stand. „Wollt… ihr mir mal erklären… was das eben werden sollte?“ knurrte der Mann wütend und verschränkt seine Arme.

„Scheinbar ging einigen das Blut zu hoch in den Kopf und meinten, mich zusammenschlagen zu müssen. Das Rokea ganz weit an der Front steht, war ja fast nicht auszuschließen. Dafür musste ich sie alle erst mal auf den Boden der Tatsachen bringen.“ grollte der Mann.

„Erm… auch… wenn wir eine Ahnung haben, aber… du bist Sina oder?“ fragte Neia vorsichtig. „NATÜRLICH BIN ICH SINA!“ brüllte der Dämon wütend. „Kaum hatte ich einen weiteren Ring aufgesetzt wurde ich zu einem Kerl.

Ich sehe schon, ihr habt das Blatt, dann wisst ihr, warum ich „ETWAS“ angepisst bin. Das ihr dann sofort zum Angriff übergangen seid, die Kettenreaktion draußen… Ihr könnt euch darauf verlassen, das jeder eine Strafe bekommt.“ thronte Sina wütend über die Frauen.

„Suki, schick mir sofort Edwin in mein Büro. Neia, du kümmerst dich um die verletzten draußen, Sherry, ich brauch irgendetwas zum Anziehen, dürfte die Größe von Nitir haben. Lisa…“ warf Sina der Vampirin einen Ring zu.

„Das ist der letzte Ring aus der Schüssel, den darfst du direkt anziehen. Kyllia, von dir will ich gleich eine Erklärung hören, warum du mit bei der Partei des Angriffes warst! ICH gehe jetzt nach oben und versuche meine Wut in Griff zu bekommen!“ Ohne abzuwarten ging Sina stampfend die Treppe hoch.

Lisa starrte auf den Ring vor ihr auf dem Boden. Das kann nur wieder irgendetwas unheilvolles sein. Suki ging ohne Worte direkt ihrer aufgetragenen Aufgabe nach. „Au… man…“ murmelt Sherry nur, denn das wird nicht lustig sein.

Etwas später klopfte Edwin an die Tür, er wurde aufgeklärt, was mit Sina passiert ist. „Herein.“ Der Butler tat dies und sah quasi eine Naturgewalt auf dem Chefsessel sitzen. Der Dämon wippte ungeduldig mit einen Fuß. „Schließ die Tür hinter dir zu.“

Dies führte Edwin aus und stellte sich dann vor den Schreibtisch. „Ich habt mich gerufen Lady… Lord Sina?“

„Einen Moment… Illusion: Lachen, Illusion: Weinen, Illusion: Stille.“ zauberte Sina mehrere Illusionen auf einmal. „Illusion: Tanzende Party.“ Um Edwin erschienen mehrere unbekannte Personen, die eigenartig tanzten.

„Ignoriere sie und nimm Platz.“ nickte Sina mit dem Kinn auf den Sessel. Als Edwin dies tat, führte Sina das Gespräch weiter. „Was… wir jetzt besprechen, haben wir im Leben nicht besprochen. Der Inhalt des Gespräches… darf unter KEINEN Umständen diesen Raum verlassen.“

„Natürlich Lord Sina, eher nehme ich mir das Leben, als das ich irgendwelche Informationen dem Feind geben werde.“ legte Edwin seine Hand auf der Brust.

„Gut…“ nickte Sina. „Denn… ich kenne ein paar Männer, aber ich kann diese Frage ihnen nicht stellen. Bei dir Edwin weiß ich, dass du durch und durch ein Butler bist und krasses gewohnt bist.“

„Danke… für das Kompliment eure Lordschaft.“ nickte Edwin. „Was… wären es denn für Fragen, dass ich euer Vertrauen habe?“

Sina starrte Edwin an, dann kam die Frage, wofür er sich eher die Zunge abbeißen würde, aber… es führte kein Weg herum.

„Edwin… wie benutzt man das männliche Geschlechtsteil? Ich muss dringend die Toilette benutzen!“

„ … “

Kapitel 634

Ich bin wiedergeboren und… ?!?!?

„Uh…“ streckte Sina sich in einem fremden Bett weit auf und wundert sich, dass überall Kuscheltiere im Bett lagen. „Ehm…“ Langsam stand die Dämonin auf und staunte nicht schlecht, in welchem Zimmer sie war. „Erm…?!“

Vorsichtig ging Sina vom Bett runter und wenn sie den Sonnenwinkel im Garten richtig deutet, ist es morgens. „Hä? Was… wie…?“ ging Sina langsam aus dem Zimmer raus und war mehr als nur verwirrt.

„Ah Mutter, schönen guten Morgen. Scheinbar warst du gestern so müde, dass du nicht mal dein eigenes Zimmer erreichen konntest.“ grüßte Suki sie mit einem sehr breiten Lächeln.

„Erm… Morgen? Ich… habe irgendwie… eine Denkblockade. Das ist das Zimmer von Neia oder?“ schaute Sina mehrmals Suki und das Zimmer an. „Das ist richtig. Du warst so tief im Schlaf gewesen, wir konnten dich nicht mal wecken.“ nickte Suki.

„Oh… Hoffentlich konnte Neia woanders gut schlafen? Ich glaube ich sollte mich bei ihr entschuldigen.“ wurde Sina nervös und wollte losgehen, als Suki sie aufhielt. „Nein, das brauchst du nicht. DU gehst dich erst mal in Ruhe waschen und dann bringe ich dir das Frühstück ins Büro.“

„Aber…“ war Sina immer noch etwas neben der Spur. „Ich… hatte gestern… die Nagas gesprochen… dem alten Mann Bescheid gegeben… und mit Brandrulim geredet… Genau, da habe ich einen Tee getrunken, der mich so müde machte, dass… ich wirklich alles abbrechen musste.“

„Das Paket habe ich angenommen, gut zu wissen, welche Wirkung der Tee hat. Doch… wenn du ihn mit Brandrulim immer trinkst, wieso…?“ wundert sich Suki nun etwas.

„Wirklich, keine Ahnung. Brandrulim konnte es ohne Probleme trinken, während mir immer mehr die Augen zu gefallen sind. Den Rest… habt ihr alle gesehen. Ist… auch wirklich nichts passiert?“ schaute Sina besorgt Suki an.

„Nun… einige haben sich einen Spaß daraus gemacht, dass du auf Neia geschlafen hast.“ lächelt Suki. „Ansonsten brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Keiner ist gestorben, die Welt kann sich auch ohne dich weiter drehen.“

„Ok? Dann… geh ich mich mal waschen…“ nickte Sina etwas belämmert und ging die Treppe hoch. Suki wartete ab, dass die Badezimmertür zufiel, dann ging sie direkt ins Wohnzimmer. „Ok, Gefahr abgewendet.“

„Fragt mich mal einer, wie ich das Ganze so sehe?!“ meckert Neia, die mit mehreren Seilen gebunden wurde. Scheinbar hat die Blutelfe versucht, wieder zu flüchten… und liegt nun zwischen Suki, Sherry, Kyllia und Lisa.

„Muh, ehrlich. Keiner versteht so das Problem, also helfen wir dir etwas.“ grinse Kyllia. „Lisa hat auch passenden Schmuck zum Verleih dabei.“ „Ja, ich denke, große Ohrringe würde bei dir stehen.“ betrachtet Lisa die Ohren von Neia.

„Du bekommst von mir dazu ein Kleid und wenn du nicht zu sehr zappelst, können wir dir auch die Haare machen.“ füge Sherry hinzu. „Schade das Lara oder Zada nicht da sind, dann könnten sie dich richtig… verwandeln, damit Sina dir die Aufmerksamkeit gibt.“

„Ihr seid mir ja tolle Freunde…“ versuchte Neia sich zu befreien. „Ihr macht das, ich mache eben für Mutter das Frühstück, damit sie weiterhin abgelenkt ist.“ verließ Suki die Damen.

Sina kam frisch gewaschen aus dem Badezimmer raus, trug dabei die übliche schwarze Stoffhose samt Hemd. „Hmm… ungewohnt, dass ich keinen BH habe. Muss Suki mal gleich fragen, wo sie alle abgeblieben sind.“ ging die Dämonin ins Büro.

Friedlich ließ Sina sich auf den Sessel fallen. „Glaube… diesen Tee sollte ich echt bei einem anderen Dämonen austesten. Wenn der auch einpennt, dann habe ich ein besonderes Geschenk für Vater.“ kam der Dämon aus Sina wieder heraus.

Es wurde an der Tür geklopft und Suki trat mit einem Tablett herein. „Ich habe dir einen Tee gemacht, der dich diesmal wach hält. Glaube, von Schlaf wirst du erst Mal genug haben. Bevor ich vergesse, Lara hat einen Notizzettel hinterlassen, der liegt hier.“

„Ok? Danke, was würde ich nur ohne dich machen.“ lächelt Sina und freute sich auf das Frühstück. „Wo sind die anderen eigentlich?“

„Hmm… die Zwillinge arbeiten, Rokea liegt noch in ihrem Zimmer, der Rest beredet was mit Kleider und Schmuck. Denke, jeder hat etwas zu tun.“ berichtet Suki. „Ok? Wie… klappt dein Training?“ kam die nächste Frage.

„Glaube… mit Nitir kann man besser trainieren. Ich habe etwas zu viel verlangt, ohne die Konsequenzen zu berücksichtigen, wenn man einen Partner wie Rokea als Kampfpartner nimmt. Nitir… hält sich ein bisschen zurück, aber geht wie er es mir versprochen hat, aufs Ganze über.“

„Und nur, weil Elinnia dich einfach so umgehauen hat. Hat sich bei ihr etwas getan?“ „Bedaure, aber ich würde es vorziehen… nicht zu oft in ihrer Nähe zu sein.“ blies Suki ihre Wangen auf. „Aww… nun siehst du wirklich süß aus.“ grinste Sina.

„Tzz…“ schnalzte Suki mit der Zunge. „Lass es dir schmecken, Nitir dürfte bald für mein Training kommen.“ verließ das Katzenmädchen das Zimmer. „Hmm… das sollte man tun.“ murmelt Sina und fing an…

„Hmm… hätte nicht gedacht, dass Neia SO schüchtern ist.“ murmelt Kyllia und betrachtet die Blutelfe, die versucht wie eine Seerobe aus dem Wohnzimmer zu entkommen. „So wird das nichts, wenn sie sich wirklich mit Händen und Füßen wehrt.“

„Und wenn wir ihr ein Schwert vor die Nase halten?“ schlug Lisa vor. „So macht man das nicht Lisa, kannst du sie nicht irgendwie… mit Blutmagie einwickeln, dass sie steht wie eine Puppe, ohne sich zu bewegen?“ fragte Sherry.

„Ich will nicht!“ rief Neia und robbte sich weiter nach vorne. „Hmm… glaube, es gibt dazu einen Zauber. Normalerweise quetscht man seinen Feind damit ein, aber wenn man alles richtig macht…“ lächelt Lisa mit bösem Grinsen von oben herab. „Gulp…“

Sina hat ihr Frühstück genommen und liest sich nun den Notizzettel von Lara:

Liebe „große“ Schwester,

wir haben das Thema mit den Regeln

ENDLICH durch… und ich lege mich wieder hin.

In den nächsten Tagen kommen zwei

überarbeitete Regelwerke, wovon du eines

behältst und das andere unterschreibst.

Das Unterschriebene bekommt Lord Roman

als Bestätigung, dass alle Vampire sich

nun an die neuen Regeln zu halten haben.

Es dürfte nun zu deiner Zufriedenheit sein.

Viele Regeln wurden überarbeitet, abgeschafft.

Leider sind einige Regeln immer noch so wie sie

sind, da waren beide Clanführer sehr eigen.

Dennoch bin ich zufrieden mit meiner Arbeit,

die Vampire dürften nun freier sein und

zugleich werden ihre Taten umso mehr

im Auge behalten, denn die Konsequenzen sind nun härter.

Lara

„Du bist ein Schatz Lara, dann unterschreibt ich das direkt, damit das Thema endlich abgeschlossen ist. Dann muss ich mich wirklich darauf vorbereiten, ein öffentliches Gespräch zu haben.“ freute sich Sina regelrecht und stellt das Geschirr auf das Tablett zurück.

„Hmm… trotz das ich im falschen Bett geschlafen habe, fühle ich mich auch richtig ausgeruht. Nur… muss ich fragen, was Suki damit meinte, dass ich auf Neia geschlafen hätte. Das wäre ja… wirklich fies, selbst für mich.“ grübelte Sina.

Die Dämonin schaute sich im Büro um und merkte… etwas. „Sag… bei meinen Status habe ich nicht gesehen, dass ich die Fähigkeit Armbrust gelernt habe. Hmm… Ok, die meisten habe ich mit Sherry´s Körper verschossen aber…“ zuckte Sina mit der Schulter, als ob sie damit Exos in die Stirn schießen könnte.

„Hmm hmm… habe zu viel… Energie.“ murmelt Sina und holt die Büchse der Pandora aus dem Inventar heraus: Die Schüssel mit den Ringen. „Hmm… Kuh, Pferd, Ziege und Schlange gibt es, ob es auch Katze gibt?“

Sina stellte sich gerade vor, wie ihre Flügel samt Knochenschwanz verschwinden, stattdessen große schwarze Katzenohren und ein Katzenschwanz. „Nyaaan…“

„Eh he he he…“ schmunzelt Sina. „Also wenn ich nicht als Dämon geboren wäre, als Katzenfrau wäre ich auch sehr glücklich. Eigentlich ist das dumm, dumm dumm und nochmal dumm was ich wieder mache. Na ja… sind nur zwei Ringe, den Rest habe ich ja dank Unterstützung herausgefunden.“

Abwechselnd schaute Sina die beiden Ringe in der Schüssel an. „Wenn ich viel Pech habe, werde ich vermutlich eine Riesin oder irgendetwas unaussprechliches… Warum müssen sie alle schwarz sein? Kein Hinweis oder ähnliches… Ene… Mene… Muh… raus… bist… du…“

Schweren Herzens nahm Sina den Gewinner aus der Schüssel und betrachtet ihn. „Lieber dunkler Gott… Du hast manchmal einen eigenartigen Sinn für Humor, nur lass es bitte nicht ein Ring der Kuh sein…“ betete Sina kurz und schob ihn auf den kleinen Finger der linken Hand rauf.

„Dumdidum… was passiert wohl… diesmal.“ versucht Sina die Zeit zu überbrücken, weil nichts passiert. Und nichts passiert… und immer noch nichts passiert. „Test Test Muh, Miau, Wuff?“ machte Sina ein paar Probeübungen. „Hmm?“

Verwundert stand Sina auf und stellte sich vor den Schreibtisch, falls sie „fallen“ muss, aber… „Huh? Das wäre jetzt neu, dass nichts passiert…“ hörte sich die Stimme nun anders an. „ … Test test test?“

Die Stimme von Sina hörte sich definitiv komplett anders an. Auf einmal bekam sie das Gefühl, dass ihr Körper… sich irgendwie streckt und schaute runter. Entweder Stoffhemd ist eingelaufen oder sie wird größer, aber definitiv sieht sie einen Teil ihres Bauches. „Also doch ein Riese…“ seufzte Sina mit ihrer eigenartigen Stimme… als ihre Brüste auf einmal merklich schrumpfen.

„Erm…?!“ Dann kamen die Schmerzen, wo Sina im letzten Moment sich noch in eine Illusion verzaubert. Während das Chaos oben stattfand, ging das unten weiter.

„Puh… haben wir ihr irgendwie das Kleid angezogen bekommen.“ seufzte Kyllia zufrieden. „Verdammt das mein Euter so im Weg ist.“ „Ach wo, es sah interessant aus, wie du fast alle Möbel hier umgehauen hast.“ kichert Lisa.

„Das… werde ich euch allen heimzahlen. Nicht heute, nicht morgen, aber ich bin genauso langlebig wir ihr… und wenn der Tag kommt…“ drohte Neia wütend. „Ah ah, da kommt wohl der böse Teil von Taos durch.“ unterbracht Sherry sie von hinten, wo sie ihre Haare kämmt.

Neia stand mit ausgestreckten Armen und ist nicht in der Lage sich irgendwie zu bewegen. Kyllia hat ihr ein oranges Kleid mit mehreren Blumenformen übergezogen. Lisa ihr große Ohrringe angebracht und Sherry plant, ihr einen Zopf zu flechten.

„Hmm… siehst eigentlich ganz gut damit aus.“ betrachtet Suki sie von vorne. „Frage mich nur, wie wir Neia nun dazu nötigen, dass sie „freiwillig“ auf ein Date mit Mutter geht, die von nichts weiß.“

„Wieso… überlasst ihr es nicht einfach mir, wie ich es angehe hm?“ hob Neia eine Augenbraue hoch. „Vor allem… warum auf einmal die Eile? Es ist ja nicht so, dass Exos auf einmal keine Lust hat. Die Barriere bei den Dämonen verschwindet oder irgendetwas passiert.“

„Glaube, deine erwähnten Affären sind höchsten One-Night-Stands. Denn ansonsten habe ich nicht den Eindruck, dass du weißt, wie man richtig flirtet.“ meinte Lisa. „Das du den Begriff kennst?“ grinste Kyllia.

„Hey… ich bin nicht dumm, ich habe meinen Kindern schon zugehört, was sie mir mal berichtet haben und so.“ wehrte Lisa sich. Alle hörten, wie eine Tür über ihnen aufging. „Oh, scheinbar kommt Sina.“

„Hmm… bisschen schwerfällig oder?“ wundert sich Sherry, weil jemand relativ schwer die Treppe runter kam. „Glaube…“ legte Sherry eine Hand auf der Schulter von Neia. „du kannst die Magie von Neia entfernen Lisa.“ „Wird gemacht.“ schnippte Lisa mit dem Finger und Neia bekam wieder ein Gefühl in ihrem Körper.

„Meine Damen? Wir haben ein Problem.“ kam auf einmal eine männliche Stimme im Flur. Verwundert schauten alle Frauen sich kurz an, dann zur Tür… als eine große Hand am Türrahmen erschien…

Das Chaos meldet sich wieder…

Kapitel 633

Ich bin wiedergeboren und warum habe ich keine Selbstkontrolle?

Sina flog wieder zurück nach Fanfoss. Die Nagas wurden aufgeklärt, was auf sie zukommt und sollen sich Gedanken machen, ob sie nicht bereit wären, eine Zusammenarbeit mit den Zwergen einzugehen.

Ling wurde nicht mehr gesehen, der Vampir hat seine Aufgabe bekommen und wird als aktueller Vermittler vor Ort bleiben für die Nagas. „Wenigsten konnte Itiikra mir sagen, was sie brauchen. Vielleicht noch hundert Picken bei der Bestellung hinzufügen…“ murmelt Sina während des Fluges.

Es dauert nicht lange, da sah sie schon die Stadt Fanfoss… und die getötete Riesenkrabbe vor der Stadt. „Verstehe, Brandrulim hat seine Sklaven losgeschickt.“ schmunzelt Sina. Sie landete bewusst vor der Abenteuergilde…

„ARSCHLOCH!“ „Du kannst mich auch mal.“ hörte man wieder das übliche Gezetere… „Ja… gut das dieses Drama auch ein Ende haben wird.“ zog Sina stark durch die Nase und ging direkt zu Ethice. „Lady Sina.. erm…“

„Ist schon gut. Du kannst direkt mit Igriz nach Saifa reisen, die Nagas sind angekommen. Ich werde das eben mit dem Gildenmeister abklären, aber… nimmt die Pfeife mit. Glaube, dass würde jedem gut tun.“ schaute Sina die Lamia entnervt an.

„Ganz wie ihr es wünscht. Die unangenehmen Blicke der Männer… nervten mich ein bisschen, seit ich dies Show mitgemacht habe.“ seufzte Ethice erleichtert. „Dann werde ich alles in die Wege leiten und mich bei Sarless verabschieden, Igriz nehme ich gleich direkt mit.“

„Oho? Du bist doch eine schöne Frau Ethice, vielleicht solltest du ja mal überlegen, auch ein bisschen mehr für dich erlauben zu lassen.“ hob Sina bedeutungsvoll ihre Augenbrauen hoch.

„Eh… nein. Egal von welcher Rasse, aber nein.“ kam der bestimmende Tonfall von der Lamia.

„Selbst schuld.“ zuckt Sina mit der Schulter und suchte direkt den Gildenmeister auf. Sie klopfte an der Tür und ging rein, als ein leises „Herein“, wo auch Ascal im Büro war mit Ma Shi. „Grüße euch, ich wollte euch mitteilen, dass meine Nagas angekommen sind und die Stadt Saifa teilweise aufgebaut ist.“

„Das ging schneller als erwartet?“ staunte Ascal. „Scheinbar sind die eingestellten Zwerge sehr bemüht der Welt zu zeigen, dass sie was können. Meine Herren, wir hatten ja das Gespräch, dass Ethice und Igriz für… längere Zeit vom Dienst der Abenteurer zu entlassen.“ setzte Sina direkt das wichtige Thema an.

„Dann ist es auch unser Teil, wo wir in Bewegung kommen oder Ma Shi?“ schaute Ascal den Gildenmeister an. „Scheinbar und vermutlich werden deine Leute direkt heute schon gehen?“ fragte Ma Shi.

„Das ist richtig und ehrlich… ihr seid doch froh, dass einer der permanenten Streithähne weg ist. Selbst mir geht das auf den Keks, wenn ich immer komme.“ nickte Sina.

„Das… kann ich nicht abstreiten. Nun gut, die Papiere habe ich schon vorbereitet, sie benötigen nur meine Unterschrift. Ascal wird dann auch in den nächsten Tagen ebenfalls mit zwei Damen nach Saifa aufbrechen.“ holte Ma Shi aus der Schublade mehrere Blätter.

„Wunderbar, freue mich schon darauf, wie Saifa nun seid wird. Wenn ich mich entschuldigen dürfte?“ stand Ascal vom Sessel auf und nickte den beiden Anwesenden zu, bevor er verschwand.

Als die Tür fiel, kam Sina direkt mit dem nächsten Anliegen. „Die Naga´s haben jemand besonderes mitgebracht. War erstaunt zu hören, das Ling nun ebenfalls dabei ist.“

Erst riss Ma Shi seine Augen weit auf, dann sah man ihm die Erleichterung auf dem Gesicht. „Doch sie wird vermutlich nie wieder ein Mensch sein, weil ihre Rasse sich zu einer Gorgone geändert hat.“

„Verstehe… das dürfte was mit der Aktion sein, die du mit ihr gemacht hast. Sei ehrlich, soll ich Ling aufsuchen?“

„Das kann ich dir beim besten Willen dir nicht sagen. Sie gibt mir die Schuld, dass sie so geworden ist wie sie ist. Klar, es ist einfach, aber man sollte auch überlegen, wie das ganze zu Stande gekommen ist.

Lass… sie einige Zeit bei den Naga´s leben, vielleicht wird sich ihr Verhalten noch ändern. Ihre Anführerin wurde vor Ling gewarnt und Ling selber bekam von mir auch eine Warnung. Ich… mache das nicht gerne, aber sie muss verstehen, dass die Naga´s mir am Herzen liegen und wenn sie dieselbe Aktion macht wie auf der Insel…“

„Ich… hoffe wirklich, dass sich Ling deine Warnung zu Herzen nimmt. Immerhin… hast du sie komplett verändert, also sollte sie diese Warnung verstehen dürfen.“ seufzte Ma Ling traurig. „Eine Gorgone… also ist sie nun auch ein Dämon?“

„Ganz ehrlich, dass kann ich dir nicht sagen. Mir wurde nichts von ihnen beigebracht, wenn dürfte es eine neue Rasse sein auf der Welt. Der… Einzige, der dass… vielleicht herausfinden könnte, ist ein wahnsinniger Wissenschaftler und… den willst du nicht in ihrer Nähe haben wollen.“ grinste Sina schief.

„Hmm… ich warte ab, bis Ascal vor Ort ist, dann kann er mir die Lage berichten. Danke das du mir das gesagt hast.“ lächelt Ma Shi in seinen seltenen Momenten. „Gerne geschehen.“

Danach besuchte Sina direkt die Schmiede auf… ein Mann, der aussieht wie ein Pfau mit seinen Klamotten beschwerte sich lauthals. „Wie? Warum darf ich nicht weitere ihrer Bilder kaufen? Diese Kunst, diese Liebe…“

„Herr… sie bestehen aus Menschenhaut.“ erklärte Brandrulim ruhig und trocken. „Selbst als Kunstsammler wie sie… sollten gewisse Grenzen ziehen.“ „Das macht doch die Kunst aus!“ zeigte der Mann auf das Bild, wo Sina die Haut samt Gesicht wieder erkennt.

Eleanor stand „zufällig“ in der Nähe und betrachtet den Mann in Ruhe. Nicht unbedingt der Blick, den man für gewöhnliches Interesse hat, sondern eher… der Blick, was man aus dem Mann für Materialien gewinnen könnte.

„Ich zahle 500 Goldmünzen, das Bild ist ein Unikat.“ knallte der Mann einen dicken Goldbeutel auf den Tresen. „Für Kunst muss man halt gewisse Opfer bringen und ihre Mitarbeiterin scheint dies zu verstehen.“

Brandrulim sah man an, dass er wirklich in einem Dilemma war, also löste Sina das Problem. Sie ging an den Zuschauern vorbei und stolpert „aus Versehen“ mit ihrer rechten Klauenhand über das Bild, was es komplett zerstörte. „NEIN!“ schrie der Mann laut auf.

„Hoppla, kann ja mal passieren.“ schauspielert Sina und bemerkte den wütenden Blick von Eleanor. „Vielleicht malt die Künstlerin ja in der Zukunft ein ähnliches Bild.“ Der Mann nahm seinen Geldbeutel wieder in die Hand und ging ohne Wortes aus dem Geschäft raus.

„Puh… danke, dass du mir die Entscheidung abgenommen hast. Vermutlich hätte ich meine eigene Grenze überschritten.“ seufzte Brandrulim. „Leute, ihr dürft alle wieder arbeiten gehen und wir beide gehen in mein Büro.“

Gesagt, getan, Sina bekam wieder einen Tee… der sie irgendwie sehr müde machte. „Was… ist das für ein Tee? Irgendwie hat er eine einschläfernde Wirkung.“

„Echt? Für mich war er relativ sehr normal.“ wundert sich Brandrulim. „Vielleicht wegen euer Rasse?“ „Keine… Ahnung, aber ich bin echt auf einmal müde.“ lächelt Sina.

„Hmm… dann serviere ich den Tee mal nicht.“ wollte der Zwerg den weglegen, als Sina die Hand hoch hob. „Erm… ich würde das sogar abkaufen, denn… es könnte sogar helfen, gereizte Dämonen zu beruhigen, wenn wir verstehen?“

„Wenn… du meinst? Was hast du auf dem Herzen? Die Riesenkrabbe ist ja nun wirklich wortwörtlich RIESIG und sowas lebt im Meer? Egal, sollen meine Arbeiter das Monster aushöhlen und das Fleisch auf dem Markt verkaufen, aus dem Panzer bekommen wir schon irgendetwas nützliches heraus.“

„Ah… deswegen nicht.“ schüttelt Sina den Kopf und berichtet alles artig dem Zwerg, was in Saifa besprochen wurde. Das benötigt seine Zeit. Brandrulim machte sich scheinbar einige Notizen dabei, als Sina zum Ende kam.

„Wenn wir ehrlich sind Sina, haben wir ja alle immer vermutet, dass im Meer Schätze sind, die wir Landbewohner einfach nicht erreichen können. Das wird sich nun mit den Nagas ändern. Mein Sohn hat sich gemeldet und ist kommt, aber…

Das dürfte dann alles zu spät sein, also schicke ich die Lehrer samt ein paar Mitarbeiter schon mal voraus, dass sie das Geschäft und all den Kram erledigen. Vielleicht bekommen wir das alles wirklich gut gemanagt, dass… wir dieses Stadtprojekt zum Laufen bekommen.“

„Glaubst du daran? Die Zwerge sprachen von Tonnen von Eisenerz. Das… müsste ja alles zu Stahl verarbeitet werden und und und.“

„Abwarten meine Liebe. Es gab schon immer einige verrückte Ideen, die einfach nicht umsetzbar waren. Mein Gespür sagt mir, dass da etwas gehen kann und es hat mich noch nie verraten.“

„Dein Gespür, dass du wieder nebenbei Werbung machen kannst?“ grinste Sina gemein. „Das auch, dass streite ich nicht ab. Aber ich weiß, von welchem Verrückten die Rede ist, die die Zwerge angesprochen haben.

Es gab früher immer… gewisse Ideen, die in der Theorie immer super waren. Leider gab es immer wieder Probleme, dies in die Praxis umzusetzen. Sollte… dieses Mammutprojekt laufen, dann würde ich gerne ein Teil davon sein.

Wenn meine Mitarbeiter vor Ort sind, werden sie dafür sorgen, dass die Naga´s fair behandelt werden. Das ist jetzt… meines Erachtens ein kritischer Punkt, wo wir alle aufpassen müssen, dass wir es uns nicht mit ihnen verscherzen, denn… Wir Zwerge haben keine Möglichkeit unter Wasser zu atmen oder zu arbeiten.“

„Das freut mich zu hören, denn sie werden ziemlich misstrauisch sein auf alles.“ lächelt Sina müde. „Denke… ich sollte nach Hause gehen, der Tee wirkt irgendwie… komisch auf mich. Wenn was wichtiges ist, wo ich mit den Naga´s was vermitteln muss, du weißt, wie man mich erreichen kann.“ stand Sina auf.

„Geht es dir wirklich gut? Soll ich dich begleiten?“ fragte Brandrulim besorgt nach und Sina schüttelte den Kopf. „Keine Sorge, ich werde direkt… nach Hause fliegen. Den Tee will ich wirklich haben, denn ich kenne spontan einen Dämon, der das ebenfalls trinken sollte.“

„Ich werde es dir über einen Boten schicken, sehe zu, dass du wirklich Heim kommst. Keine Sorge, ich werde das schon mit den Leuten und den Naga´s regeln.“ stand Brandrulim ebenfalls auf und begleitete die Dämonin.

Sina verabschiedete sich von Brandrulim und flog… sehr… langsam… nach… Hause. „Echt jetzt… wieso… wirkt der Tee so komisch?“ murmelt Sina und schaffte es vor ihre Tür zu landen, nur um an die Tür selbst abzustützen.

Mehrmals musste die Dämonin blinzeln, bevor sie sich wieder ein gekriegt hat, dann ging sie langsam rein. Scheinbar war niemand da. Die Arbeiten in den Zimmern waren fertig. Sina wurde es schwarz vor Augen, die Müdigkeit nahm Überhand…

„Verdammt… dass ist mir noch nie passiert…“ versuchte Sina sich irgendwie zu konzentrieren „ihr“ Zimmer zu finden, landete aber in Neia´s Zimmer, die im Bett lag. „Sina? Was ist los?“ kam direkt die Frage, doch das bekam Sina nicht mehr mit.

Langsamen Schrittes ging sie mit schwarzen Augen neben das Bett… und fiel auf Neia, die laut auf keuchte. „Sina?! Was ist los?!“ versuchte die Blutelfe irgendwie Sina zu rütteln, aber mit Flügeln ist Sina nicht ohne Gewicht. „Müdeee… schlafen…“ flüstert Sina noch, bevor sie ganz weg war.

Neia war komplett überfordert und weiß auch nicht, was sie tun soll, nur… das Sina auf ihr schlief. „Eh?!“ Die Blutelfe schaute überall herum und sah… wie ihre Zimmertür zufiel. „Ernsthaft?! Was soll das?“

Die Dämonin schlummert friedlich auf Neia, die schwer seufzte. „Wie… gemein kannst du eigentlich noch werden… Erst verlobst du dich mit Sherry, dein blöder Schwur… mich mehr kennenzulernen und nun… dies…“

Da Sina scheinbar im Tiefschlaf ist, versuchte Neia mit ihre Stärke trotzdem die Situation allen gerecht zu werden… das nur dazu führte, dass ein Arm von Sina am Ende über Neia lag. „Wie… ist das denn jetzt passiert…“

Wiederholt seufzte Neia und schaute in das schlafende Gesicht von Sina, ihr eigenes Herz raste wie verrückt. „Verdammt… warum… musste ich mich so sehr in dich verlieben?“ grübelt Neia und streichelt eine Wange von Sina. „Ich… glaube einfach nicht… dass ich dir meine Vergangenheit anvertrauen kann… da ist zu viel Hass und Trauer…“

Es wurde Abends, Suki wundert sich, wo gewisse Damen blieben und klopfte bei Neia zuerst an. Das Katzenmädchen ging rein und staunte nicht schlecht. „Erm…“

„H.i.l.f.e.“ gab Neia den Morsecode. „Lass dich mal nicht stören.“ lächelt Suki nur und verließ wieder das Zimmer. „Das glaube ich jetzt echt nicht!“ fiel Neia nichts dazu ein. „Verdammt… ich muss aufs Klo! Sorry Sina, aber…“ schob Neia sich durch den Arm der schlafende Frau… die nicht wach wurde.

„Was ist mit ihr los? Egal.“ stand Neia mit einen Wuschelkopf vor dem Bett und verließ dann das Zimmer… um ihre Not zu lösen und eine gewisse Dame zur Rede zu stellen. Es verging eine Zeit und Neia kam mit Sherry zurück.

„Also… sie ist einfach reingekommen und auf dich gefallen, seitdem schläft Sina?“ grinste Sherry schief. „Ja, es ist nichts weiteres passiert oder so.“ nickte Neia.

„Hrmm… wo ist dein Problem? Sina hat Interesse an dir, aber du machst eigentlich nie was. Es ist… richtig, dass du deine Kräfte im Griff haben willst und weiter, aber… glaubst du nicht, dass… vielleicht etwas… mehr sein könnte für dich?“

„Sherry… du verlangst etwas unmögliches. Wenn du es schon erlebt hast und damit leben kannst… ok. Doch ich habe irgendwie große Hemmungen, denn man kann damit viel kaputt machen in einer Beziehung. Mir… gefällt die Freundschaft.“

„Und trotzdem liebst du sie. Kann es sein, dass du dich irgendwie selbst bestrafst für etwas in deiner Vergangenheit? Von allen im Haus bist du die älteste… naja… Wenn man die Vampire mal gekonnt ignoriert.“

„Nein, dass ist es nicht.“ schüttelt Neia den Kopf. „Es ist halt mein eigener Gedanke im Kopf, dass… es irgendwie nicht richtig ist. Meine… Ich hatte mit ein paar Männern eine Affäre gehabt, um auch die körperliche Lust zu kennen, aber…“

„Du ahnst nicht… was du alles verpasst, wenn man mit jemanden die Lust teilt… die man liebt. Das kann man nicht beschreiben, das muss man erleben.“

„Ja… konnte man nicht überhören. Ich bin… ehrlich, aber weißt du welcher Neid und Eifersucht… hier in diesem Zimmer herrscht?“

„Ändere es. Du hast Sina selbst gesagt, dass du kämpfen willst, dann… tue es. Wir wollen dir ja auch helfen, aber irgendwie… suchst du immer so schnell die Flucht. Weißt du… morgen ziehst du ein Kleid an und gehst mit Sina auf ein Date.“

„Eh… nein?“ schüttelt Neia den Kopf, während Sina immer noch im Bett im Tiefschlaf lag. Sherry ging zur Tür und hatte keine Probleme damit laut zu rufen. „Mädels! Lasst Neia bloß morgen nicht entkommen, wir zwingen sie zu einem Date mit Sina!“

„Ok!“ riefen mehrere Frauenstimmen durcheinander, Sherry grinste Neia nur gemein an. „Keine Chance Herrin, deine Schülerin möchte dir auch was Gutes tun und wenn sie es mit Zwang machen muss.“

„Was… habe ich nur an meine Seite als Lehrmädchen genommen.“ ließ Neia den Kopf hängen. „Ein Lehrmädchen, das auch dich mag. Vielleicht sogar ein bisschen mehr.“ zwinkert Sherry.

„Lassen wir Sina schlafen, ich glaube sie ist wirklich fix und fertig.“

Kapitel 632

Ich bin wiedergeboren und der zukünftige Hafen?

„Itiikra… egal was passiert, aber wenn Ling…“ fing Sina an zu reden, als sie mit Itiikra auf dem Weg zu den Zwergen ist. „Macht dir keine Sorgen Sina, ich werde mich schon darum kümmern.“ beruhigte die Naga die Dämonenkönigin.

„Gut, denn sie wird ein Problemfall für dich werden, das du gut lenken musst als Anführerin.“ nickte Sina, als sie bei den ersten Zwergen angekommen ist. „Grüße euch. Ist einer der Bauherren in der Nähe?“

„Öhh…“ kratzte einer der Zwerge sich am Hinterkopf. „Idiot, sie meint Gaergrim. Einen Moment die Dame, wir geben Bescheid…“ meinte ein anderer Zwerg. Die Damen warten geduldig, Itiikra erzählte die Reise.

„Alles… war so anders. Es ist selbst jetzt noch irgendwie… ein Traum, dass wir noch im Schlaf sind, verstehst du?“

„Es wird ein langer Weg werden, bis auch der letzte von euch von diesem Traum wach wird.“ legte Sina Itiikra eine Hand auf die Schulter. „Ich habe mit dem Dämonenkönig aus Deymonlia geredet und… nun, er war alles andere als erbaut, zu hören, dass Dämonen versklavt wurden. Hoffentlich schickt er mir materielle Hilfe für euch.“

„Ah! Lady Sina!“ rief eine laute männliche Stimme. Die Frauen drehten sich um und Sina sah Gaergrim mit Razmel. „Gut das ihr gekommen seid, dass hilft unsere Planung!“

„Seid gegrüßt meine Herren, ich muss schon loben, ihr arbeitet wirklich sehr schnell… Vor allem sieht die Stadt ja irgendwie aus, als stünde sie auf einer Säule. Darf ich meine Freundin Itiikra vorstellen? Das ist die Anführerin der Nagas in eurer Nähe.“ stellte Sina die Naga vor.

Diese verbeugte sich vor den Zwergen. „Erm… kein Ding. Ihr habt uns gewarnt und irgendwie haben… einige von ihnen mehr Angst vor uns als umgekehrt. Hoffentlich passiert nichts schlimmes?“ rieb Gaergrim sich am Hinterkopf.

„Seid unbesorgt junger Herr, wir wünschen uns nur Frieden und ein Heim, den wir unser eigen Nennen dürfen.“ verbeugte sich Itiikra vor den Zwergen.

„Oho, da schmeichelt mir einer den Bart ab.“ bekam der Zwerg rote Wangen. „Nur rein Interesse, wie alt bist du Itiikra?“ fragte Sina neugierig. „Ich werde bald 1974 Jahre alt.“ lächelt Itiikra und den Zwergen fallen die Augen heraus.

„Glaube… das war nicht als Kompliment gemeint.“ murmelt Razmel. „Glaube auch… Nun… erm… *hust* Wir sind wie gesagt nur einfache Bauarbeiter und allein, dass wir die Arbeit angenommen haben, hat Wellen in den Königreichen bei den Zwergen geschlagen.“ nickte Gaergrim.

„Ist das jetzt gut oder schlecht für euch, mich oder alle?“ hielt Sina den Kopf schräg. „Hmm… ihr seid eine bekannte Persönlichkeit und habt ausgerechnet uns den Auftrag gegeben, das löst natürlich Neid auf und die Frage: Warum?

Ihr kennt das Dilemma und vermutlich werden die alten Familienbetriebe aufpassen müssen, wenn wir noch weitere Aufträge bekommen. Doch um euch braucht ihr euch keine Sorgen zu machen, wir alle… freuen uns, dass ihr uns die Chance gegeben habt.“

„Wer für Veränderungen kämpft, kann eigentlich immer bei mir nach Unterstützung fragen, wenn sie denn auch einen Sinn ergibt. Den hattet ihr, weil ihr veraltete Werte ankämpft und die Hilfe auch braucht. Ok, dann berichte mir doch, wie… ihr zu der Entscheidung mit allem gekommen seid?“ lächelt Sina die Zwerge an.

„Als wir den Auftrag angenommen haben, sind wir sofort zu dieser Stadt gereist und haben vor Ort die Aufgaben aufgeteilt. Zugleich haben wir alle Zwerge, die in der Nähe waren herangeholt und alles ist im Grunde eine reine Baustelle.

Die Stadt ist auf… keine Ahnung, Säule, Hügel, kleiner Berg, wie man es benennen soll. Der Boden war teilweise sehr unsicher, also haben wir beschlossen, um den Träger eine Verstärkung zu bauen. Das macht dann wirklich den Eindruck, als würde die Stadt auf einer Säule stehen, die aber sehr wichtig ist.

Wird die Säule zerstört, kann man die Stadt… ziemlich leicht zerstören. Aufgrund, dass sie sehr wichtig ist die Säule, haben wir unseren Zement genommen, der für so eine Aufgabe super ist. Die eingestürzten Häuser haben wir komplett entfernt, da war überhaupt nichts mehr zu retten.

Dafür haben wir den Boden komplett betoniert, was für einen sicheren Stand sorgt, sollte es wieder Erdbeben oder weiteres geben. Wir haben sogar dafür gesorgt, dass eine kleine Kanalisation existiert.

Die Straße nach oben hin stellte eine etwas größere Hürde da. Nicht unbedingt dass wir so eine nicht bauen könnten, sondern es sollte auch was fürs Auge sein. Kutschen können sie später mit ihren Tieren problemlos erreichen, auch wenn sie halt ein paar Kurven hat.

Nun… im Grunde haben wir das „Grundgerüst“ bald fertig, schneller sogar als erwartet, zumal wirklich jeder mit anpackt und das Beste herausholen will. Immerhin haben wir alle nun einen Ruf zu wahren.

Wir… haben die komplette Umgebung ab gecheckt und… uns ist diese große Bucht da drüben aufgefallen.“ zeigte der Zwerg etwas weiter entfernt auf eine hohe Bucht. „Ja, da meinte Ronald, man könnte oben einen Leuchtturm aufbauen.“ nickte Sina.

Die Zwerge waren schweigsam und schauten sich kurz in die Augen. „Ich… hätte eine bessere Idee, doch das müsst ihr entscheiden Lady Sina. Einen Moment…“ murmelt Gaergrim. Er holte auf einmal ein Pult aus seinem Inventar heraus und rollte darauf eine große gezeichnete Karte. „Ich denke… vielleicht wäre es was für sie.“

Sina stellte sich neben den Zwerg und staunte. „Sehe ich das… richtig?“ „Ja, eine Stadt mit Hafen im Felsen. Wir haben den Ort nur grob angeschaut, er hätte aber die idealen Voraussetzungen.“ Nickte der Zwerg mit dem feuerroten Bart.

„Hm… auf der Karte sieht es gut aus, aber… wie geschützt wäre es denn vor Monstern? Im Grunde würden die Wassermonster…“ grübelte Sina.

„Das ist kein Problem. Vor… mehreren Jahrtausenden haben die Zwerge ein ähnliches Projekt versucht, was leider… eingestürzt ist. Der Fehler war, dass man keine richtigen Träger samt Decke aufgebaut hat. Diesen Fehler werden wir nicht wiederholen, zumal wir auch unser Zement benutzen.

Das beantwortet nicht unbedingt eure Frage, ich weiß. Im Wasser werden mehrere Alarmsignale aufgebaut, die davor warnen, wenn Eindringlinge kommen. Man weißt nicht was, aber dass jemand ungefragtes kommt.

Dieses System hat… einer der Zwergenreiche erfunden, die ebenfalls einen Hafen haben. Bisher funktioniert es sehr gut. Wie sie auf der Karte sehen, sind mehrere Wachtürme aufgestellt, die man mit Kanonen und Bogenschützen aufstellen kann.

Dazu gibt es auch weitere Systeme, dass wir kurz vor der Stadt Stahlnetze von oben nach unten ziehen können. Dabei wird es über ein Hydrauliksystem stramm gezogen und kann die Wassermonster abfangen.

Sind sie in diesem Bereich hier… braucht man nur die Kanonen auf sie zu zielen und sie sind Geschichte.“

„Wie sieht es mit Naturkatastrophen aus? Denn ich bin ehrlich: In Zukunft wird Glacia angegriffen und wir alle glauben, dass es vermutlich überall auf der Welt Tsunami´s, riesige Wasserwellen, die… Du verstehst?“ merkte Sina das nächste Problem.

Die Zwerge rissen ihre Augen weit auf. „Ihr… wollt wirklich gegen Glacia kämpfen? Puh… dann müssten wir die Stadt tatsächlich ein bisschen… anders bauen.“ murmelt Razmel. „Was… wäre denn mit der Idee… des Verrückten?“ schaute Gaergrim den anderen Zwerg an.

„Eh… wo… willst du bitte soviel Eisenerz finden? Selbst… dann, weißt du… was das Kosten würde?!“ kam der Einwand. „Was… genau ist die Idee des… „Verrückten“?“ fragte Sina vorsichtig nach.

„Sein Name ist unwichtig und ich kann verstehen, warum Razmel seine Probleme damit hat. Wenn… wir diese Stadt etwas im Felsen drehen würden, dass die Wasserwelle nicht direkt in den großen Eingang reinkommt ist das schon viel, aber kein sehr guter Schutz.

Einer der Zwerge vor langer Zeit hat sich mit der Idee auseinander gesetzt und ein riesiges Stahltor mit eine Dicke, dass vermutlich nicht mal Glacia es so einfach verbiegen könnte. Das Problem ist… man benötigt TONNEN von Eisenerz, um alleine die Tore herzustellen.

Schmieden, überall Schmieden, die gleichzeitig das Erz verflüssigen und… verstehen sie, warum das ein Problem ist? Es ist einfach die Masse, die kein Reich der Welt hat. Deswegen wurde es als Verrückt abgestempelt.“

„Aber… wenn eine Götterbestie es nicht einfach angreifen kann, dürfte es mit Tsunami bestimmt locker mithalten oder?“ verschränkt Sina ihre Arme.

„In der Theorie JA. Leider… wird das in der Praxis… nicht möglich sein.“ nickte Gaergrim. „Es war auch nur… ein Gedanke von mir gewesen. Hmm… schade, denn wenn ihr wirklich Glacia bekämpft, macht es wenig Sinn dieses Projekt anzugehen.“

„Wo genau ist denn das Problem?“ fragte Itiikra freundlich nach. „Die Menge eines bestimmten Erzes. Man müsste die Welt komplett umgraben, damit man die nötige Menge hat oder?“ erklärte Sina. Die Zwerge nickten wieder. „Wie sieht es denn aus?“ kam die Frage.

„Öhm… habt ihr so einen Erzbrocken?“ schaute Sina die Zwerge an, Razmel holte einen aus seinem Inventar heraus und zeigte in Itiikra. „Hmm… nicht weit von hier haben wir auf dem Meeresboden Gesteine gesehen, die genau so aussehen. Einige leuchten eigenartigerweise in gelb, andere… mehr weiß?“

„Wie… gelb und weiß?! So etwa?“ holte Razmel die beschriebenen Brocken raus. „Das eine ist ein Goldbrocken, dass andere ein Silberbrocken.“

„Genau diese Farben sind es, aber noch ein paar mehr. Eines war mehr bläulich, das andere schimmerte sogar… Ich muss mich leider entschuldigen mit meiner Unerfahrenheit.“ verbeugte sich Itiikra.

„Kannst… du uns etwa beschreiben, wie groß der Bereich war?“ fragte Gaergrim. „Hmm…“ war Itiikra etwas… in Schwierigkeiten. „Bedauere, aber wie soll ich es beschreiben? Mehr als diese hohe Bucht.“ zeigte die Naga mit dem Finger zur Bucht.

„Heilige… Scheiße… und wir bekommen die Menge nicht heraus.“ murmelt Razmel. „Da würde jeder Zwerg ausflippen, wenn der wüsste, was da im Meer ist.“

„Nun… es gibt eine Möglichkeit.“ lächelt Sina. „Die Frage ist, ob die Naga´s mitmachen würden, denn die Männer sind alles erfahrene Minenarbeiter unter Wasser und wie ihr ihnen helfen könntet.“

„Ist das wahr?“ schaute Gaergrim Itiikra an. „Das stimmt. Gegen unseren Willen wurden alle zu Sklaven zu diesen Tätigkeiten gezwungen.“ nickte Itiikra. Eine Stille bereitete sich aus, keiner wusste so genau, was er nun sagen sollte.

„Was… haltet ihr von dieser Idee: Die Naga´s leben im Wasser, aber die Stadt drinnen entspricht nicht so… ihrem Lebensstil. Sie werden nie das Niveau haben wie ihr Zwerge es in der Baukunst habt.

Nur… rein theoretisch, wenn ihr das Zement auf der Oberfläche in richtige Strukturen baut und den Naga´s zeigt, wie sie es unter Wasser bauen sollen, können sie nach und nach ihr eigenes Dorf aufbauen. Dazu beredet ihr miteinander auch, ob ihr ihnen einen vernünftigen Steg bauen könnt, dass sie einfacher raus und rein ins Meer können.

Der Preis wäre dann… das die Nagas euch den Wert der Bodenschätze bringen. Aufgrund das sie keinerlei Erfahrung haben, was nun wirklich von Bedeutung ist, werdet ihr das am besten mit einem Zwischenhändler alles abklären.

Das richtig coole Zeug, also das Eisenerz wird gesammelt für das Tor. Wenn die richtige Menge gesammelt wurde und IHR könnt das Tor bauen, dann wäre ICH bereit, den Auftrag für diese Stadt zu unterschreiben.

Leisten kann ich mir das Tor nicht, aber wenn jeder damit einverstanden ist, seine Zeit und Arbeit für dieses Projekt zu investieren, denke ich, kommen wir auf einen Nenner. Dann wird die Stadt Saifa eher eine Übergangsstation und das solltet ihr Zwerge überlegen…

Wirklich groß ist die Stadt nicht, eher kommt sie einem stabilem Dorf am nächsten. Ein Außenposten für die Abenteurer, ein Geschäft von meinem Freund und ein Haus für meine zwei Dämonen… Der Rest… könntet ihr zu euren eigenen Ideen umbauen.“

„Das… wäre ja eine Zusammenarbeit zwischen Zwergen und Dämonen, was bisher noch nie in der Geschichte passiert ist.“ schaute Gaergrim den anderen Zwerg an. „Denke aber, wir müssen das wirklich mit den anderen abklären.“

„Denke, das will Itiikra auch mit ihren Leuten machen. Immerhin ist es eine… Beschäftigung was unangenehme Erinnerungen wecken könnte.“ schaute Sina die Naga an, die verstanden hatte und nickte.

„Sagt… wenn ich die Skizze richtig sehe, würden drei Schiffe reinpassen. Die anderen…“ schaute Sina sich die Karte wieder an. „Diese würden an der Seite erm… docken. Je nachdem, kann man dort auch Kräne bauen, dass man die Ware, die sie transportiert haben, einfacher in Empfang nehmen.“ erklärte Gaergrim.

„Ist das möglich… unter der Stadt eine Wasserstadt für die Nagas zu bauen? Meine… vielleicht hilft es ja allen, eine gewisse… Harmonie zu entwickeln.“ versuchte Sina etwas mehr auszuloten.

„Hmm…“ schauten die Zwerge beide die Skizze an und dann die Bucht. „Wir… sind uns nicht sicher, dazu müssten… wir wirklich den Felsen aushöhlen.“ meinte Razmel. „Ist möglich.“ krätzte eine alte Stimme. Alle drehen ihre Köpfe um und sahen den uralten Zwerg auf sie zukommen.

„Geht nicht gibt es nicht, das war immer das Familienmotto bei uns gewesen.“ lächelt Jorsack. „Es ist alles eine Frage der Konstruktion und wie der Felsen wirklich beschaffen ist. Notfalls können wir von außen ein Kettengeflecht über die Oberfläche ziehen und dann mit Erde zuschaufeln, dass die Natur es sich wieder nimmt.“

„Wenn Jorsack das sagt?“ schaute Razmel seinen Chef an. „Jo, wenn er das sagt? Wäre in der Theorie also möglich Lady Sina.“

„Nur grob, für wie viele Bewohner wäre denn die Stadt gedacht? Auf der Karte sieht man ja mehr den großen Eingang und paar Häuser samt Verteidigung.“ lächelt Sina.

„Puh… ich sag einfach mal ohne die Naga´s. Mit einer hohen vierstelligen Summe können sie schon rechnen, weil der Felsen tief rein geht. Aufgrund der vielen Gefahren würden wir einige Zwergentricks einbauen, damit die Bewohner sicher evakuiert werden können.“ teilte Gaergrim mit, nachdem er überlegt hat.

„Verstehe. Also… bauen sie einfach das aktuelle Projekt fertig und sprechen alles untereinander ab. Ihr Zwerge, die Nagas und wenn die Kontakte von mir hier sind, als Vermittler. Das dürfte… eigentlich ein Jahrhundertprojekt für euch Zwerge sein.

Schreibt auch einfach mal… einen Kostenvoranschlag für Ronald, damit er die Kosten dieses Projektes ausrechnen kann, immerhin bin ich es ja, die das unterschreiben darf. ABER erst, wenn garantiert werden kann, dass das Tor, in welcher Form auch immer, fertig wird.“ schaute Sina in die Runde.

„Das wäre… eine gute Idee.“ nickte Gaergrim. „Machen wir das so. Itiikra war dein Name? Vielleicht… kannst du dir mit deinen Leuten ja paar Gedanken machen, wie… eure Behausungen sein sollen.“

„Kuppelförmig, so hatte ich es vor meiner Sklaverei noch in Erinnerung.“ grübelte Itiikra. „Aber Sina hat recht, wir sollten für… dieses Projekt uns die Zeit nehmen und genau überleben, ob wir das auch alle wollen.“

„Wunderbar, dann denke ich, haben wir alles gesagt. Die aktuelle Arbeit kann ja soweit fertig gestellt werden mitsamt den Häusern. Wenn… es zu einer Entscheidung kommt, könnt ihr dem Vampir dies mitteilen, der wird mich dann benachrichtigen.“ hoffte Sina, dass es eine weitere positive Veränderung wird.

„Dann gehen wir mal zurück Itiikra, immerhin müssen wir das deinen Leuten auch erklären.“

Kapitel 631

Ich bin wiedergeboren und die Ankunft?

„Und wie war so der erste Unterrichtstag für dich gewesen?“ fragte Sina wieder in ihrem Negligee im Übungsraum mit den restlichen Damen. „Also für dich und Lisa?“

„Interessant, anders kann man es nicht sagen. Doch bevor ich… erm… richtig Blutmagie einsetzen kann, müssen Neia und ich noch mehr an der Regeneration arbeiten. Also…“ setzte Sherry sich wieder auf die Schenkel von Sina und neigte ihren Kopf leicht zur Seite.

„Ja, so einen Blutstrahl zieht sehr schnell das komplette Blut aus dem Körper. Ich wusste schon, warum ich bewusst in eurer Nähe stand.“ lag Lisa mit dem Rücken auf dem Bauch von Kyllia, die eine erhobene Augenbraue hat. Sina biss wieder in den Hals und stand unter „Drogen“.

„Sag Lisa… macht es dir Spaß auf meinem Bauch hmm? Ich bin ja froh, dass Sina unserem Vater nichts über diesen Zustand gesagt hat. Wie war das Training mit deinen Töchtern?“ drehte Kyllia ihren Kopf zu Sina.

Diese und Sherry lagen erschöpft auf dem Boden und es dauerte, bis Sina eine Antwort geben konnte. „So… lecker… Ruri… kann alle Fähigkeiten einsetzen, aber… Wir haben uns darauf geeinigt, dass sie nur Chaosblitz einsetzt.

Die… anderen Fähigkeiten brauchen mehr Konzentration und hätten wir das nicht am alten Übungsplatz abgehalten… die Zerstörung war fatal. Bariel dagegen… wird noch eine richtig böse Dämonin, das weiß ich jetzt schon.

Nicht zu fein, Chaosatem aus nächster Nähe zu benutzen und hat auch schnell verstanden, wie man Chaoshand richtig benutzt. Sogar meine speziellen Handbewegungen um den Angriff zu verstärken, konnte sie ohne Probleme umsetzen.“ drückte Sina Sherry näher an sich heran.

„Du… hast mitbekommen, dass Zada einen „Besuch“ unangenehmer Art bekam?“ fragte Lisa als nächstes. „Jo und das meine Vorsichtsmaßnahmen funktioniert haben. Glaube, die Rellings haben erst mal ganz andere Sorgen.“ kichert Sina böse.

„Schon eine geniale Idee, einfach jeden bei dem Gespräch einzubeziehen. Glaube, jeder wird sich es zwei Mal überlegen, die übliche Tour bei dir und dem Clan zu machen.“ grinste Lisa und drehte sich auf dem Bauch von Kyllia. „Hallo? Was machst du da eigentlich?“

„Spaß haben, es freut mich einfach, dass der erste Unterricht so gut geklappt hat, selbst mit Gair. Scheinbar ist er doch nicht so auf den Kopf gefallen, wenn ich an einige seiner Fragen nachdenke. Dazu, dass ich auf meiner Verlobten spielen darf wie ein Kleinkind, das lehne ich nicht ab.“

„Sina… wir machen was falsch mit unseren Frauen.“ drehte Kyllia sich zu Sina um. „Glaube auch… vielleicht gibst du Lisa nochmal den Ring und wenn du Glück hast, bekommt sie den Bauch diesmal etwas dicker.“ nickte Sina.

„Willst… du ihn nicht mal tragen?“ blickte Sherry hoch. „Fängt die nächste damit an…“ rollte Sina mit den Augen. „Nun… sagen wir mal so…“ biss Sherry sich auf die Unterlippe. „Ich trage ihn freiwillig als erstes, dann bist du an der Reihe.“

„Kyllia… trag ihn bitte solange wie du kannst, sonst wird das hier noch eine Milchfarm.“ seufzte die Dämonenkönigin.

Ein neuer Tag bricht an, Sina saß in ihrem Kimono im Büro und schmiedet wieder ihre üblichen Pläne. „Hmm… lass mich mal meine Liste schauen… Naga´s und Saifa, das Training bei vielen läuft jetzt wieder… Ring der Kuh… Bitte… lieber dunkler Gott… ich will ihn echt nicht tragen.“ setzte Sina sofort ein Stoßgebet ab… als etwas an der Tür klopfte. „Herein.“

Edwin erschien mit einem Vampir. „Lady Sina, Hericks hat einen wichtigen Bericht abzugeben.“ „Nur zu.“ nickte Sina. „Herrin… die Nagas sind in Saifa erschienen. Mein Partner erklärt ihnen, was sie vor Ort zu beachten haben, ganz wie ihr es uns befohlen habt.“ berichtet der Vampir.

Sofort stand Sina auf. „Wunderbar. Du kannst dich ausruhen, ich werde mich darum kümmern.“ war Sina glücklich. „Edwin, sei vorbereitet, dass ich vermutlich eine größere Bestellung geben werde.“ „Jawohl Lady Sina.“ verbeugte sich der Butler.

Eilig ging Sina direkt nach draußen, die Vampire machten sofort Platz, damit sie nicht überrannt werden. „Wie lange… waren wir jetzt getrennt? Zwei Wochen?“ grübelte Sina unterwegs, dann holte sie ihren altbekannten Handschuh samt Kompass und flog in die Richtung ihrer gekauften Stadt.

Dank der Fähigkeit „Flammenflügel“ erreichte Sina die Stadt sehr schnell… und staunte nicht schlecht, was die eingestellten Zwerge alles machen. Die Stadt, die durch das Erdbeben in die Höhe gekommen war, wurde eine Art Schutzmantel auf der Erde gebaut. Zugleich arbeiten mehrere Zwerge einen sicheren Weg nach oben.

Die zerstörten Gebäude als solches wurden alle entfernt und der Boden begradigt, dazu wurden auch die ersten Ansätze einer Mauer hochgezogen. Dies wurde unten ebenfalls aufgebaut, wenn man die Stadt betreten will.

„Verdammt… sind sie gut.“ murmelt Sina, suchte aber sofort nach ihrem wichtigeren Anliegen… und flog darauf zu. Eine kleine Ansammlung von Nagas mit einem Vampir waren am Strand, die alle sich zu Sina drehten, als sie landete.

„Willkommen.“ grüßte Sina fröhlich. „Sehe schon, ihr habt teilweise eure Haare wachsen lassen.“ „Sina.“ kam Itiikra aus der Menge hervor, ihre schwarzen Haare sind teilweise nachgewachsen. Ohne zu überlegen, umarmte Sina die Naga, die erstaunt die Augen aufriss. „Itiikra, ich sehe, ihr habt es geschafft?“

„Wir haben es geschafft Sina.“ lächelt Itiikra. „Wir sind bewusst langsamer gereist, um viele Gefahren aus dem Weg zu kommen. Unterwegs haben wir öfter in Unterwasserhöhlen genächtigt und uns die Zeit genommen unseren Nahrungsvorrat aufzustocken.“

„Das freut mich wirklich zu hören.“ lächelt Sina. „Doch wenn es zu einem Kampf kam, hat unsere Begleiterin Ling sich um sie gekümmert.“ führte Itiikra weiter vor und da fror das Gesicht von Sina ein.

„Erm… Ling? Körper einer Schlange, nur zwei arme und viele viele Schlangenköpfe auf dem Kopf?“ fragte Sina vorsichtig nach und Itiikra nickte. „Genau. Wir haben sie auf der Insel gefunden, wo sie beinahe dem Hungertod erlegen war.

Haxir, einer der jungen Minenarbeiter hat sich sehr um ihr Wohl gesorgt und irgendwie geschafft, dass sie doch was zu sich nahm. Richtig… sprechen will sie nicht so wirklich mit uns, aber ist immer als erstes an der richtigen Stelle, wenn es gefährlich wird.

Schon eine sehr merkwürdige junge Dame. Ich habe ihre Rasse noch nie gesehen oder gehört, aber kommt uns eigentlich am nächsten. Meine… sie kann ziemlich gut kämpfen, auch wenn sie unter Wasser irgendwie… noch ihre Probleme hat.“

„Komm mal kurz mit, dass ist nur für deine Ohren bestimmt.“ wurde Sina geheimnisvoll. Dies taten die Damen und vorsichtshalber benutzte Sina eine Illusion. „Folgendes musst du über Ling wissen…“

Einige Minuten später nach der Erklärung nickte Itiikra. „Danke für die Information Sina, dennoch… scheint sie nicht das Verhalten aufzuweisen, was du mir eben erklärt hast. Doch… wenn sie sich ändert, werde ich sie im Auge behalten.“

„Sie hat ein sehr gutes Talent, Leute um sich zu scharen und scheint durch ihre Familie eine Kämpferin zu sein. Unterschätzt nicht ihren Charme, Leute in eine Richtung zu bewegen.“ warnte Sina sie nochmal. „Werde ich.“ nickte Itiikra wiederholt.

Die Damen gingen wieder zurück zu der Versammlung. „Das sind aber nicht alle Nagas oder?“ fragte Sina. „Nein Sina, denn sie haben Angst vor den… kleinen… Wesen?“ zeigte Itiikra auf die Zwerge, die weiter entfernt am bauen waren.

„Du liebe Güte, Dämonen die Angst haben…“ dachte Sina nur. „Keine Sorge, dass sind Zwerge, die für mich die Stadt reparieren. Du wirst ihnen erklären müssen, dass sie später mit anderen Zwergen, Menschen und weiteres lernen müssen, gemeinsam zu leben.

Ich weiß nicht wie es im Wasser aussieht, aber da müsste ein Teil einer Stadt sein oder?“ schaute Sina Itiikra an.

„Das ist richtig, auch wenn diese… Behausungen viel kleiner sind, als wir es kennen. Leider sind viele davon nicht zu gebrauchen und selber… wissen wir nicht, wie wir das reparieren können.“ wurde Itiikra etwas traurig.

„Das wird schon. Nutzt erst mal das, was genutzt werden kann und wenn jemand zu viel Energie hat, kann er die unbrauchbaren Behausungen entfernen. Darauf wird dann einfach ein neues gebaut. Gibt es irgendetwas… was ihr spontan braucht? Essen oder irgendwelche Werkzeuge?

Denn wenn wir alles geklärt haben, werde ich euch Dämonen schicken, die euch das Kämpfen beibringen. Des weiteren habe ich einen Freund gefragt, der ebenfalls ein Zwerg ist, gewisse Lehrer für euch zur Verfügung zu stellen.

Zum Jagen, wie ihr ein Haus bauen könnt und weiteres. Es wird für euch vielleicht am Anfang stressig werden, aber dann könnt ihr endlich wieder eine eigenständige Rasse sein. Diese Stadt und was unter dem Wasser ist… läuft alles auf meinen Namen.

Wenn wer was gegen euch macht, bekommt dieser tödlichen Ärger. Ich habe alles in meiner Macht getan, damit ihr in Ruhe leben könnt Itiikra.“

„Ich weiß nicht, wie wir dir das danken sollen Sina.“ lächelt Itiikra. „Irgendwann… wird bestimmt der Zeitpunkt kommen, da sind wir glücklich, dir helfen zu können.“

„Mach dir darüber keinen Kopf Itiikra. Jeder Naga muss seine Berufung finden, dass muss sich erst mit der Zeit herauskristallisieren. Wichtig ist, ihr müsst die Angst in Griff bekommen, denn ihr werdet oft genug mit anderen Rassen in Kontakt kommen.

Immerhin müsst ihr auch lernen, wie man richtig handelt. Im Grunde gebe ich euch alle eine große Starthilfe mit der Erwartung, dass ihr in die Selbstständigkeit überwechselt. Die alte Vergangenheit soll sich nicht wiederholen dürfen.“

„Das stimmt…“ nickte Itiikra… als eine Schlangenfrau mit wütenden Blick auf Sina kroch. „Lady Zzina!“ zischte Ling wütend.

„Ach, mein Lieblingsproblem ist auch hier.“ tat Sina auf ahnungslos. „Scheinbar hast du dich ja an deinem neuen Körper gewöhnt, wenn ich die Lobe von Itiikra richtig verstanden habe. Du hast wirklich das Talent einer Kämpferin.“

„Tzz, ichz will wieder meinen alten Körper haben!“ schlug Ling den Lob einfach beiseite. „Und… wie genau stellst du dir das vor? Mit der Strafe wirst du bist zu deinem Lebensende leben dürfen… Sag… was ist deine Rasse?“

„Zzie hat zzich verändert! Ichz bin kein Menzzch mehr, zzondern eine Gorgone! Von diezzer Razzze habe ich noch nie gehört, zzelbzzt die Nagazz hier!“ zischte Ling weiterhin wütend.

„Dann ist alles zu spät und ehrlich? Warum hätte ich das denn rückgängig machen sollen? Du hast mich versucht zu erpressen, sowas geht nur schief. Du kannst wenigstens zu den Glücklichen gehören, die nach dem Erpressungsversuch noch am Leben sind.“ stellte Sina sich vor Ling und schaute ihr in die Augen.

Alle Schlangenköpfe von Ling starrten nun Sina an, scheinbar reagieren sie auf ihre Emotionen. „Siehst du mit denen ebenfalls?“ fragte Sina nur.

„Nein! Zzie tun wazz zzie wollen! Danke… wirklich… danke dazzz du mein Leben für immer zzerzztört hazzt!“ spuckte Ling vor den Füßen von Sina… was ein Fehler war. Sofort packte Sina mehrere der Schlangenköpfe und zog Ling vor ihre Nase.

„Meine liebe Ling, scheinbar haben die Naga´s dich in ihrer Nähe akzeptiert. Vielleicht hast du ja ihr Elend mitbekommen, also… erzähl mir jetzt nichts von zerstörtem Leben. Wenn du keine Eier hast, die Schuld selber bei dir zu finden, dann ist es dein Problem.

Aber ich lasse mir bestimmt keine Respektlosigkeit gefallen. Normalerweise endet das mit dem Tod, aber ich habe was besseres für dich. Ich werde deinem Großvater mitteilen, dass du in Saifa bist, denn er hat wieder einiges in Bewegung gesetzt, dass man dir irgendwie auf der Insel helfen soll.

Soll er sich doch mit dir auseinander setzen, vielleicht hat er ja sogar schon eine Möglichkeit für dich gefunden, wie du wieder ein Mensch sein „könntest“. Aber deine Rasse… wird immer die einer Gorgone sein.

Also… wenn du jetzt anfängst, hier vor allen die Zicke zu sein, dann nur zu. Oder… du akzeptierst einfach deine Strafe und fängst ein neues Leben an. Wir Dämonen haben keine Lebensdauer, wir sterben, wenn man uns tötet.

Wenn man es nüchtern betrachtet, bist du eine von uns geworden. Aber das können nur… sehr wenige feststellen, ob meine Vermutung zutrifft. Ich habe sogar zu hören bekommen, dass einer der Männer sich um dich gesorgt hat.“

Sina hat jetzt mit allem gerechnet, dass Ling zicken macht, anfängt zu weinen oder ähnliches… Doch ihre Augen wanderten einfach zur Seite und sagte nichts.

„Was ist los? Auf der Zunge gebissen oder ist da etwas mehr?“ ließ Sina die Schlangenköpfe los. „Lazzz mich in Ruhe…“ murmelt Ling nur.

„Junge Dame…“ wurde Sina langsam sauer, als Itiikra sich einmischt. „Sina, ich denke, Ling hat verstanden, was du sagen möchtest und braucht ihre Bedenkzeit. Sie wird sich bestimmt noch für ihr… mangelndes Benehmen bei dir entschuldigen.“

Ling sagte nichts und es war ihr unangenehm, dass die Naga´s sie alle anstarrten. Ein Schlangendämon mit schwarzen Schuppen, unwissend wie sie reagieren soll. „Tzz, dann soll sie es tun, aber eines Ling…

Bekomme ich zu hören… dass du die gleiche Tour mit meinen Naga´s abziehst wie das Drama auf der Insel, werde ich persönlich dich aufsuchen und das wird unsere letzte Begegnung werden. Mein Volk geht vor eine Freundschaft, tue mir das also nicht an!“ sprach Sina ganz offen ihre Drohung aus.

„ … ichz habe verzztanden…“ murmelt Ling. „Gut, denn ich hatte genug Ärger mit dir gehabt. Itiikra, wollen wir eben mit den Zwergen reden, ob sie vielleicht ein paar Ideen haben, bezüglich der Behausungen?“ nickte Sina.

„Das können wir machen.“

Kapitel 630

Ich bin wiedergeboren und der Unterricht? II

„Du liebe Güte, wer würde denn auf die Worte eines Monsters hören? Dafür habt… ihr überhaupt nichts in der Hand außer Worte. Worte gegen eine mächtige Familie.“ grinste Jakub amüsiert. „Außerdem… sollte mir was passieren, dann habt ihr eher ein Problem als umgekehrt.“

„Gewagte Worte für ein Vieh, vor allem, weil meine Schutzpatronin Lady Sina ist. Also… wenn ich verstehe, kann nur euer Wort dafür sorgen, dass es mir schlecht geht? Darf ich noch mal nach eurem Namen fragen, damit ich ihn nicht vergesse.“ hielt Zada ein Pokerface.

„Jakub van Relling ist mein Name und ja, mein, aber auch das der Familie ist das Wort so schwerwiegend, dass wir Bewegung auf Alliancia setzen können. Wir haben die Macht über alle Händler.

Wer nicht mit uns arbeitet, arbeitet gegen uns und gehört zerstört. Lady Sina wird es ebenfalls gehört haben und ich habe meine starken Zweifel… dass sie es wagen wird, gegen uns die Hand zu erheben wie einst mit dem Händler Kajar.“ war der Schnösel sich selber sehr sicher.

Zada bemerkte an dem Schaufenster, dass sich immer mehr Personen versammelten, die Leibwächter waren scheinbar sehr beschäftigt.

„Das waren die ehrlichsten Worte und keine Ahnung, wer Kajar ist. Ich achte nur auf mein Geschäft und das alle glücklich sind. Die Kunden, meine Angestellten und ich selber. Ein Versprechen, dass ich Lady Sina gegeben habe.

Schon eigenartig, kaum das die Show gezeigt wurde, bekommt ein einfaches Kleidergeschäft von so vielen bösen Leuten die unnötige Aufmerksamkeit. Wundere mich wirklich, ob der Zug von euch so nötig ist, dass ihr allen Händlern, die mit mir arbeiten, das Leben schwer machen wollt, ob nicht sogar mehr dahinter steckt.“

„Böse Leute… das aus dem Mund eines Vampirs…“ knurrte einer der Leibwächter. „Wenn es nach mir gehen würde, hätte man euch alle in der Stadt ausräuchern sollen.“

„Halt deinen Mund!“ blaffte Jakub den Leibwächter an. „So gehen wir erst recht nicht mit unseren Kunden um!“

„Wieso? Ehrlichkeit hat noch nie geschadet und ich bin froh, dass es Vampirjäger gibt, denn sie sorgen zumindest dafür, dass die dummen Vampire getötet werden. Leider trifft das Umgekehrt nicht immer zu, sonst würdet ihr nicht vor mir stehen.

Wart ihr jemals ehrlich in eurem Leben? Meine… das ist zwar eine rhetorische Frage aber, wart ihr jemals… glücklich gewesen? Einfach ohne jemand zu bedrohen, einen Vertrag zu machen? Ihr werft nur mit Drohungen um her, ihr könnt euch das nicht mal vorstellen, dass jemand einfach Nein sagen kann.

Irgendwie… tust du mir leid, wirklich, aber ich bleibe mir treu. Treu meinen Zielen die ich mir gesetzt habe und lasse mich nicht von euch beirren. Ich lasse… lieber das Volk entscheiden, auf welcher Seite es sich stellen wird.

Einem… „Monster“ wie ihr es eben so betont habt, dass wirklich mit ihnen Leben will oder einem Händler, der keine Ahnung hat, was das Volk wirklich will und das Gold wichtiger ist.“ sah man Mitleid in Zada´s Augen.

„Spart mir eure Rede, sie verschwendet nur Zeit. Ihr wollt also keinerlei Vertrag mit mir eingehen, obwohl ihr wisst… Sobald ich diese Tür verlasse, dass die friedlichen Tage für euch gezählt sind?“ wischte Jakub dies einfach beiseite.

„Mein Name ist Zada, Geschäftsführerin vom „Beim gekleidete Fledermaus“. Meine Antwort lautet „Nein“ und ich werde keinerlei Geschäfte mit einer dubiosen Händlerfamilie eingehen. Geht ruhig, ich wurde vor euch mehrmals gewarnt.

Doch denkt daran wenn ihr geht… Nur euer Wort zählt und ihr habt offen gedroht, alles fertig zu machen. Händler, die ebenfalls nur ihre Ware verkaufen wollen und bestimmt stolz sind, dass die Kleider aus ihrem Werk kommen, ist doch so oder?“ grinste Zada.

„Wie ihr wollt, dann werden wir den schwierigen Weg nehmen und alles unter unsere Kontrolle bekommen. Notfalls löschen wir die Geschäftsidee aus und machen sie dann uns zu eigen. Männer wir gehen.“ verzog Jakub wütend das Gesicht.

Einer der Männer öffnete die Tür und alle gingen gemeinsam nach draußen… als sie eine große wütende Gruppe unterschiedlicher Personen sahen. Menschen, Zwerge, Elfen und sogar Tiermenschen haben einen großen Halbkreis um den Eingang aufgebaut.

„Was… ist hier los?“ wundert sich Jakub, seine Leibwächter legten die Hände auf ihre Waffen… als eine Stimme über ihnen zu hören war. „Bewohner von Fanfoss, Touristen der weiten Welt, ich danke euch allen, dass ihr Zeugen dieser unangenehmen Begegnung ward.“

Die Männer drehten sich um und Jakub wurde blass. Über dem Geschäft strahlte eine große Übertragung, die das Geschäft von innen zeigte. Auf der Übertragung sah man eine winkende Zada, die nur lächelt. „Wie gesagt, nur das Wort eines Relling zählt.“

Auf einmal flog eine Tomate und traf Jakub am Kopf. „Männer, beschützt ihn!“ befahl einer der Leibwächter, doch… Verfaulte Eier, Tomaten und weiteres flogen auf die Männer, man hörte regelrecht die Wut des Mobs.

„Alles in Ordnung Zada?“ fragte Aelfric, der aus dem Hinterzimmer kam. „Ich denke schon, nur…“ murmelt Zada, die überlegen musste, was die Reinigung kosten wird. Schaufenster wurden regelrecht durch Obst und Gemüse beschmutzt.

„Egal, glaube die Rellings werden nun sehr tief graben müssen, wenn sie Hand an mich legen wollen.“ Den Gedanken hatte Jakub auch, als er den Fehler bemerkte. „Verdammtes Miststück!“

Während in der Stadt die Hölle für einige ausgebrochen ist, ging der Unterricht woanders weiter. Suki übte wieder gegen Rokea, wo Nitir… seine Probleme hatte. „Suki… warum musst du dich gegen Rokea duellieren? Ich kann auch meine Jungs holen.“

Rokea hatte den Katzenschwanz von Suki gepackt und krachte sie mit voller Wucht in den Gartenboden, wo sie laut aufschrie. „Weil du Memme dich zurückhältst.“

Die Katzenfrau verzog ihr Gesicht vor Schmerzen und stand auf sehr unsicheren Beinen wieder auf. „Man… kann es auch anders sagen, aber ja. Du hältst dich zurück, was mir nicht hilft.“

Nitir zog wütend sein Gesicht. „Was… genau ist denn der Sinn bei deinem Training sich von Rokea schlagen zu lassen? Bei mir hast du wenigstens Chancen auf einen Erfolg, was auch immer dein Ziel ist…“

„Mein Ziel ist es, eine vollständige Mishoi zu werden. Ich habe in den Büchern meines Vaters das Geheimnis entschlüsselt, doch die Umsetzung ist das Problem.“ erklärte Suki und widmet sich wieder der riesigen Behemothfrau.

„Mir ist das egal, aber irgendwann wird es auch ein bisschen öde. Ist nicht wirklich mein Ding… Schwächlinge zusammenzuschlagen.“ zuckte Rokea mit der Schulter. „Was… genau ist das Problem mit der Umsetzung?“ hakte Nitir direkt nach.

„ … Ich habe die Fähigkeit „Schwäche entdecken“, die Grundlage für Mishoi. Doch um das wahre Potenzial der Fähigkeit freizuschalten, muss ich immer gegen übermächtige Gegner kämpfen. Dich habe ich gebraucht, damit ich meine Wut gegen… „sie“ abbauen kann.“ nahm Suki wieder eine Kampfposition ein…

Doch Rokea ist nicht unbedingt der feinste Kämpfer und schlug mit der Faust nach der Katzenfrau… was Nitir abfing. „Lass das Rokea. Ich werde weitermachen.“ Nitir hat sich einfach vor Suki gestellt und den Angriff mit beiden Händen abgefangen.

„Oh? Hast du doch die Eier, deine eigene Geliebte zu schlagen?“ meinte Rokea dies höhnisch. „Das hat nichts mit Eiern zu tun, sondern wie man jemanden richtig trainiert.“ knurrte Nitir. „Diese Methode führt zu nichts Suki, also… gib mir bitte noch eine Chance.“

Während die Behemoths sich gegenseitig anstarrten, war Suki etwas erleichtert… dass jemand den Schlag abfing. „Lass… uns lieber Abstand nehmen. Mutter ist nicht… in der Nähe, wenn ihr miteinander kämpft.“

„Als ob irgendein großer Schaden entsteht, wenn ich Nitir den Unterschied zwischen uns zeigen würde…“ meinte Rokea nur. Nitir sagte nichts, er ist vernünftig genug, den Kampf zu vermeiden. „Lass uns auf den Kampf verzichten, ansonsten bist du diejenige, die Sina erklären darf, dass ihr Zuhause zerstört wurde.“

Wütend kniff Rokea ihre Augen zusammen. „Suki… ich habe im Groben verstanden, was dein Ziel ist und kann dein Duellant sein. Ich verspreche, ich halte mich nicht zurück, werde aber um große Schäden zu vermeiden, mich in manchen Situationen zurückhalten.“ drehte sich Nitir um und kniete vor Suki.

Suki war… etwas überfragt, sah aber, dass Rokea bald zu einer Entscheidung kam. „Rokea, musst du nicht noch arbeiten gehen? Ich bin dir wirklich dankbar… dass du deine freie Zeit für mich geopfert hattest.“

„Bist du dir sicher? Die im Waisenheim wissen, wenn ich abwesend bin, dass ich entweder auf Training bin oder sonstiges mache. Die Kinder meinen, sie würden es verstehen. Irgendwie… ist das verdammt traurig, dass sie das sagen können.“ meinte Rokea und starrte Nitir wieder an. „Wehe… Suki muss mich wieder fragen…“

„Ich habe verstanden.“ drehte Nitir nur seinen Kopf. „Und ich danke dir, dass du mir die Chance gibst Suki. „Nutze sie auch, ich will nicht das Gefühl bekommen, dass meine Zeit verschwendet wird.“

Während die Tiermenschen ihr Ding machen, ging der Unterricht im Keller los. Lisa hat das Paket von Sina angezogen und… Kyllia musste ihre Nase mit Tüchern stopfen, zu erotisch sah es aus. Schwarzer Rock bis über die Knie, dazu Strumpfhose und Stöckelschuhe. Ein weißer BH war dabei, passend zur weißen luftigen Bluse. Ob es nun ein Spaß war von Sina, aber sie trug eine Brille und hat ihr Haar zu einem Zopf geflochten.

„Ich danke euch allen, dass ihr zum Unterricht gekommen seid. Wir brauchen uns nicht groß vorzustellen, Lady Sina hat mich darum gebeten, dass ich euch allen die Materie der Blutmagie beibringen soll.“ nickte Lisa ihren Schülern zu.

Hinter Lisa war eine große Tafel und vor der Lehrerin… saßen ihre Schüler auf Sitzkissen. Renee, Viktoria, Sherry, Neia, Ivy, Jevera… und erstaunlicherweise auch Gair. „In meiner Klasse wäre auch Lara mit von der Partei, aber sie bestimmt mit den übrigen Clanführern die Regeln aller Vampire und ist daher entschuldigt.

Wer das nicht weiß oder nur Gerüchte gehört hat, die beiden Damen hier, Neia und Sherry, wurden durch eine Kette von wichtigen Ereignissen zu Blutelfen und können ebenfalls Blutmagie nutzen. Nicht nur Blutmagie beherrschen sie, auch die nötige Grundvoraussetzung, diese auch zu nutzen, also Regeneration.

Die beiden bekommen von mir nur einen Zauber beigebracht, der sehr effektiv im Kampf ist. Alle anderen Zauber sind wegen ihrer geringen Stufe der Regeneration sehr gefährlich. Der Rest, dabei ist es egal, ob ihr sie schon könnt oder nicht, werde ich alle bekannten Blutzauber beibringen.

Blutlanze, Blutschuss und ähnliches wird durch die Theorie noch einmal verfeinert und wenn wir die Theorie umgesetzt haben, gehen wir einmal in den Garten und setzen es in der Praxis um. Der eine oder andere wird sich vielleicht langweilen, aber ich musste…“ holte Lisa das Zauberbuch der Blutmagie aus ihrem Inventar.

„Feststellen… dass man aus den einfachen Zaubern mehrere Kombinationen machen kann. Zum Beispiel ein Blutpfeil auf den Gegner schießen, der würde nur eine Wunde wenn vielleicht auch eine tödliche Wunde verursachen.

Wer den Kampf am Turnier beobachtet hat, hat Onkel Taos sie zum explodieren gebracht, um den maximalen Schaden zu verursachen. Was ich aber gelernt habe ist… es ist euer eigenes Blut, das ihr benutzt…

Wenn dieses in die Blutbahn eures Feindes gelangt, kann man ihn sogar von innen aus töten. Doch das benötigt höchste Konzentration und der Zauber läuft in der Zeit noch weiter… was doch ein bisschen Mana beansprucht.

Aber was passiert… wenn es das Herz des Gegners erreicht? Schnipp… und das Herz wird zerstört. Es macht keinen Sinn, es auf Gegner einzusetzen, den ihr auch mit euren Waffen töten könntet, aber was macht man bei Einem, der über eurer Liga ist?

Ein Kratzer reicht aus, egal wo bei eurem Feind und… sein Todesurteil ist nur eine Frage der Zeit. Diese und viele weitere Zauber werde ich versuchen zu vermitteln. Je nachdem wie es bei den Blutelfen funktioniert, werden ihnen die nächsten Zauber beigebracht.“

„Hättest du gedacht Neia, dass wir mal mit Vampiren gemeinsam einen Unterricht mitmachen?“ flüstert Sherry die Frage. „Überhaupt nicht. Deswegen… bin ich gespannt was ich alles so lerne. Ich… denke immer wieder an den Kampf gegen Fae, wie… ätzend sie mit dieser Magie war.“ flüstert sie zurück.

Renee hob eine Hand hoch und Lisa nickt ihr zu. „Deinen Plan habe ich verstanden, aber… was bitte macht Gair hier?“ „Aber aber meine Liebe… Darf ich nicht stärker werden?“ grinste der Vampir. „Es… wäre für mich eine willkommene Abwechslung zu meinem täglichen Tagesablauf.“

„Also sich von Viechern zusammenschlagen zu lassen, ja da kann man schon verstehen, wenn man auf körperliche Zuneigung verzichtet.“ murmelt Viktoria sarkastisch. „Kannst… du uns denn die Theorie besser vermitteln als unser Vater? Er…“

„Ich weiß was du meinst und ich denke schon, dass ich es kann. Vieles war sehr hochkompliziert gewesen in diesem Zauberbuch, aber wenn man einmal den Dreh herausgefunden hat, versteht sich der Rest von selber.“ nickte Lisa.

Kyllia saß in der Ecke mit ihrem dicken Bauch samt Euter und genoss einfach nur dabei zu sein. Jeder… der Schüler hat erst mal nicht schlecht gestaunt, was sie zu sehen bekommen haben. Haben aber schnell akzeptiert, dass es in diesem Haus normal ist.

Während also der Unterricht über Blutmagie läuft… erreicht Jakub mit seinen Männern seine Kutsche… „Das werden sie alle bezahlen.“ knurrte der Händler wütend, er stank komplett nach verfaulten Eiern und Gemüse.

„Entschuldigung, spreche ich mit… Herrn van Relling?“ sprach ihn eine Männerstimme von hinten an. „Ja das bin ich und nein, ich habe KEINE Zeit für sie!“ drehte Jakub sich wütend zu dem älteren Mann um, neben ihm standen mehrere Stadtwachen.

„Dann sollten sie diese jetzt haben. Ich bin Hillar, Bürgermeister von dieser wunderschönen Stadt. Sie können sich denken, weswegen ich sie aufgesucht habe?“ lächelt Hillar freundlich die Männer an.

Jakub überlegte fieberhaft, was jetzt kommen könnte, tat daher erst Mal auf ahnungslos. „Bedaure, aber wenn sie gekommen sind, um das Verhalten dieser… Barbaren zu entschuldigen, sind sie ein bisschen zu spät.“

„Ah, deswegen bin ich nicht gekommen, bin aber froh, dass das Volk seine Meinung über euch zum Ausdruck gebracht hat.“ schmunzelt der Bürgermeister. „Nein, ich bin gekommen um ihnen mitzuteilen, dass SIE und ihrer gesamten Familie van Relling es verboten ist, jemals diese Stadt wieder zu betreten.“

Jakub sah aus, als könnte der Tag nicht noch schlimmer werden. Erst ausgetrickst, dass dazu führte, dass Bewohner ihn mit Müll bewarfen und nun ein Stadtverbot?

„Wie sagten sie? Ein Wort von einem van Relling reicht aus, um etwas in Bewegung zu setzen. Ich bin froh, dass sie so ehrlich sind. Noch mehr, dass… ich sehr viele Zeugen habe und ein Antrag gestellt habe beim König, dass er ihnen ein Handelsverbot auferlegt.

Ob es natürlich durch kommt, ist eine andere Sache, aber ich habe mir die Zeit genommen, jedem meiner Kontakte anderer Städte es mitzuteilen, was hier passiert ist. Die Stadtwache wird sie noch freundlich aus der Stadt eskortieren.“ lächelt der Bürgermeister.

„Normalerweise… ist es nicht meine böse Absicht jemanden die Stadt zu verbieten, aber mir ist der Frieden innerhalb der Stadt sehr wichtig. Wir haben schon schlechte Erfahrungen mit dubiosen Händlern gemacht und sind… sie mehr oder weniger nun losgeworden. Deswegen… wollen wir nicht wieder das übliche Problem damit haben. Daher bin ich ihnen dankbar, dass sie heute einen sehr ehrlichen Tag hatten.“

Hillar nickte den Stadtwachen zu und sie kamen den Männern näher. „Das… wird ein Nachspiel für die gesamte Stadt haben, dass verspreche ich jetzt schon!“ drohte Jakub und ging in seine Kutsche rein. „Nun fahr schon dämlicher Kutscher!“ brüllte der Händler aus der Kutsche heraus.

Die Leibwächter sprangen schnell auf das Dach und die Kutsche fuhr los. „Verdammt… verdammt VERDAMMT!“ brüllte Jakub in seinen Gedanken. So eine Blamage hat er noch nie erlebt und ahnt schon den Stress kommen, wenn er bei seiner Familie ankommt… als der Kutscher auf einmal scharf bremsen musste. „Was denn jetzt schon wieder?!“

„Junger Herr, mehrere Fässer sind vor unserer Straße runter gerollt, ich musste bremsen.“ entschuldigt sich der Kutscher. Man wartet mehrere Minuten, dann fuhr die Kutsche weiter.

„Einen Übertragungszauber… wie einfallsreich… Dann werden wir wohl ganz andere Mittel benutzen…“ grübelt Jakub…

Was niemand bemerkte, dass jemand die Fässer bewusst zu einem Unfall benutzt hat und sich nun unter der Kutsche festhielt. „Verdammt…“ knurrte Sumi wütend.

Bevor Sina sich endgültig in den Keller verzogen hatte, nahm die Dämonenkönigin die Chance und suchte die tierischen Attentäter auf. Sie waren dabei, ihrem Training nachzugehen, also hat sie aufs gerade wohl Sumi genommen für ein Einzelgespräch.

„Sumi, ich hätte einen etwas langfristigen Auftrag für dich, der gut bezahlt wird.“ fing Sina direkt an. „Was… verstehen sie unter langfristig und gut bezahlt?“ kam direkt die Frage des Katzenmannes.

„Ist dir die Familie van Relling bekannt?“ „Der Name sagt mir was, aber persönlich hatten wir nichts mit ihnen zu tun gehabt.“

„Folgendes, diese Familie will vermutlich gegen mich vorgehen. Dein Auftrag ist daher folgender: Egal wann, ob heute, morgen oder in der Zukunft. Wenn jemand von ihnen dieser Stadt einen Besuch abstattet und ein… sehr krummes Ding durchzieht, fängt dein Auftrag an.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden sie mit einer Kutsche kommen oder ähnlichem, denn ich bezweifele, dass diese reiche Familie irgendetwas zu Fuß macht. Ab diesen Moment verfolgst du diese zu ihrer… Hauptbasis oder was auch immer und spionierst sie aus.

Der Auftrag ist es, alle Familienmitglieder von van Relling zu töten. Das Problem ist, die halbe Welt erwartet irgendwie, dass ich was damit zu tun habe. Ok, was ja auch stimmt, aber das ist vermutlich das eigentliche Problem.

Töte sie, ohne dass es auf mich zurückfällt. Ausnahmslos alle, damit der Familienbetrieb komplett zerstört wird, aber nicht irgendwelche Kinder ok?“

„Das… meinst ihr mit langfristig… Vermutlich wisst ihr nichts über sie oder?“ verzog Sumi sein Gesicht. „Nö, nur ihren Namen habe ich, mehr nicht. Man hat mich immer wieder gewarnt, die Finger von ihnen zu lassen…

Aber solche Leute verstehen nur eine Sprache und ich denke nicht mal daran, dass ich irgendwelche Feinde am Leben lasse, die an meine Familie ran wollen. Damit sind auch Neria und Hiro mit einbezogen. Ich… weiß nicht, ob diese Warnung deinen Stolz verletzt, aber diese Familie benutzt ebenfalls Attentäter.

Diese dürften vermutlich eine Herausforderung für dich werden, wenn sie damit rechnen, dass ich irgendetwas „böses“ tun könnte. Spätestens, wenn die ersten durch „Unfälle“ sterben, werden ihre Alarmglocken schrillen.“

Sumi drehte seinen Kopf zum Übungsplatz, wo seine drei Teamkameraden ihren Übungen nachgehen. „Was… werdet ihr mir für den Einsatz zahlen? Alleine, dass ich keine Informationen habe, wie viele bei einem „Unfall“ zu Tode kommen und weiteres, wird es nicht billig.“

„Wärst du mit tausend Goldmünzen zufrieden und bei erfolgreichem Abschluss mit weiteren fünfhundert Goldmünzen?“ bot Sina an. „Scheiße…“ murmelt Sumi, denn das ist nun wirklich ein sehr lohnender Auftrag.

„Warum… mache ich diesen Mist nochmal?“ dachte der Attentäter unter der Kutsche. „Ach ja, weil ich das Gold angenommen habe…“

Und die Kutsche steuert weiter ihrem Zielort an.

Kapitel 629

Ich bin wiedergeboren und der Unterricht?

„Soo meine Kinder.“ ging Sina glücklich strahlend vor Ruri und Bariel, während im Hintergrund ein sehr zerstörter Ort zu sehen war. „Langsam klappt alles so wie ich es will. Das Wachpersonal ist endlich gekommen mit Simon und werden von Sarless Leuten in den Grundlagen trainiert.

Eine Sorge weniger, dazu dass eure Mutter ein sehr schönes Geschenk bekommen hat. Ich habe mich mit Sherry verlobt.“

„Glückwunsch Mutter.“ gratulierte Bariel in ihrer normalen Lederausrüstung. Ruri war etwas emotionaler in ihrem schwarzem Kleid und umarmte Sina. „Mama wird heiraten! Was… ist dann Sherry für mich eigentlich?“

„Ah… bleibt einfach weiterhin als Freundin, sonst wird es kompliziert.“ lächelt Sina und musste daran denken, wie ihre Freundinnen reagiert haben. Freude, einige hatten es erwartet. Nur… Neia schien das eher… „neutral“ aufgenommen zu haben.

Die Stimmung ließ Sina aber nicht zu. Denn es ist Neias eigene Aufgabe, um die Aufmerksamkeit von Sina zu kämpfen und nicht umgekehrt. Nichtsdestotrotz wurden auch Lisa und Kyllia gratuliert und letztendlich auch mit Bedauern festgestellt, dass der Dämonenkönig aus Deymonlia es nicht unbedingt… bei Sina leicht machen wird.

Daraufhin erschien auch ein sehr erschöpfter General mitsamt dem Wachpersonal in der Stadt. In einer kurzen Unterweisung mit dem Bürgermeister wurde sich darauf geeinigt, dass die Beamten schneller arbeiten und Simon selber fuhr mit einer Kutsche wieder zurück zur seiner Burg.

„Lady Sina… ich wäre ihnen wirklich vom tiefsten Herzen dankbar… wenn du mich NIE wieder in die Luft bringst.“ waren seine letzten Worte zu Sina, bevor er die Stadt verlassen hatte. „Pussy…“

„Dieser Ort hier… ist ein idealer Übungsplatz um die Mächte der Chaosdämonen zu erlernen. Früher hat hier mal ein mächtiger Untoter geherrscht, der von mir getötet wurde. Die Untoten wurden von Suki alle ausgeräuchert und… mein letzter Kampf mit Rokea hat den Rest hier zerstört.“ erklärte Sina, die Bariel und Ruri in der Stadt aufgesucht hat und direkt in das Land der Toten gebracht hat.

Ruri zu finden war kein Problem, bei Bariel musste sie tatsächlich in der Abenteuergilde nachhaken. Sina hat nicht schlecht gestaunt, wie gut Bariel in ihrem Schlafanzug aussah, scheinbar ist diese gute Dame keine Frühaufsteherin. „Verstehe… lass mich eben… umziehen.“ murmelte sie nur, als Sina ihr Anliegen ihr nahelegte.

„Normalerweise würde Kyllia auch dabei sein, aber ich wollte ungern mit meinen Schwanz eine Milchkuh in die Lüfte transportieren.“ stand Sina mit einem engen Kleid vor ihren Töchtern. „Wie weit… könnt ihr beide eure neuen Körperteile bedienen?“

„Überhaupt nicht, ich bin viel zu aufgeregt, wenn Aelfric in meiner Nähe ist.“ legte Ruri ihre Hände an die Wangen und drehte mit ihrem Kopf dabei.

„Keinerlei Gefühle einer Kontrolle, wenn du das meinst. Wenigsten weiß ich nun, wie ich schlafen kann, ohne das mein Schwanz die Matratze kaputt macht. Wenn ich wenigstens… etwas meine Flügel bedienen könnte, damit ich selber fliegen kann…“ hörte man die Trauer bei Bariel.

„Ich hatte auch keine Gefühle und… es ist schwer sie zu kontrollieren. Ich konnte meine Flügel erst bedienen, als… Sherry aus einer sehr hohen Höhe gestürzt ist und ich aus Angst ihr immer näher kommen wollte. Dabei habe ich unbewusst meine Flügel benutzt und nun kann ich sie kontrollieren, als wären sie immer ein Teil von mir gewesen.“ lächelt Sina.

„Ich verstehe. Es ist gut, dass ich weiterhin in Fanfoss geblieben bin, denn… mein neues Aussehen konnte man bei meinen Nachbarn nicht übersehen. Wenigsten sind sie Dämonen gewöhnt, sonst… hätte ich dich fragen müssen.“ grinste Bariel schief.

„Du kannst jederzeit in mein Viertel ziehen, eines meiner der Häuser müsste noch frei sein. Sag… hat Lysa dich schon aufgesucht?“ bot Sina an, als Bariel genervt wirkte.

„Ja hat sie. Sie hat mir alles erklärt, das ich mich bereit halten soll, als deine Tochter bei einem sehr wichtigen Meeting dabei zu sein. Das war alles für mich kein Problem gewesen, denn… ich denke, es hat seine Richtigkeit als Tochter einer mächtigen Anführerin bei solchen Sachen dabei zu sein.

Was überhaupt nicht ging, als sie mir die Etikette beibringen wollte, dabei holte sie ihren Stock raus. Meine erste Warnung hat sie irgendwie nicht so richtig verstanden, dass ich die Übung zwar mitmachte, aber mich bestimmt nicht auf diese Art disziplinieren lasse.

Da hatte ich keinen geraden Rücken gehabt, schlug sie mir auf die Nase… und hat dann festgestellt, dass ich keine leere Warnung ausgesprochen hatte, als ich den Spaß umgedreht habe.“

Ruri schaute Bariel auf einmal mit ganz anderen Augen an, sie glänzten geradezu. „Du… kannst dich gegen die Meisterin wehren?“ „Ah… verstehe…“ seufzte Sina. „Natürlich kann ich das, ich lasse mir doch nicht alles gefallen hmm?“ hob Bariel eine Augenbraue hoch.

„Hoffentlich endet es nicht irgendwie in einen Streit mit meinen Töchtern.“ grübelt Sina. „Nur… keine tödliche Gewalt oder ähnliches, dass würde nur meine Beziehung zu den Vampiren zerstören.

Nun denn, nun trainieren wir eure Fähigkeiten Chaosblitz, Chaoshand und Chaosatem. Reinste Zerstörungsmagie, die viel Unheil anrichtet, wenn man sie unbedacht einsetzt.“ schaute Sina speziell Ruri an. „Wieso… werde ich jetzt angeschaut?“

„Damit du verstehst, dass es eine sehr gefährliche Magie ist. Was ist, wenn du ohne zu Überlegen die Fähigkeit einsetzt, während dein Freund in deiner Nähe ist hm?“ hob Sina eine Augenbraue. „Ah… ok, verstehe. Aber… ich will sie gerne einsetzen, damit ich ihn beschützen kann.“ war Ruri sehr ernst.

„Normalerweise macht man es eher umgekehrt, aber Aelfric ist wirklich sehr speziell. Wenn kann er dir mehr bei Diskussionen aushelfen, als bei einem Kampf.“ nickte Sina. „Dann passt auf, wie ich sie einsetze…“

Während Sina ihren Töchtern auf unterschiedlichste Art und Weise diese Fähigkeiten nahelegte, bekam Zada einen sehr speziellen Besuch. Die Leibwächter ließen nur eine bestimmte Anzahl von Kunden in das Geschäft und es lief alles viel kontrollierter.

Lara würde ihr gerne helfen, kommt aber nun in ihre Endphase der Regelbesprechung. Aelfric war im Nebenzimmer und schneidet in seiner Geschwindigkeit bestimmte Stoffe. Ihre Azubis sind sehr vielversprechend, denn sie sind wirklich eine sehr gute Unterstützung.

Weitere Kunden verließen glücklich das Geschäft… als vier sehr unangenehme Männer es betraten. Unangenehm, weil Zada drei von ihnen als typische Vampirjäger erkannt hat. Benutzte schwarze Ledermäntel, an ihren Gürteln hing eine Peitsche runter und Gesichtsausdrücke voller Hass.

Nur den vierten Mann betrachtet Zada als sehr gefährlich ein, weil er sich von ihnen klar unterschied. Sehr teurer Anzug, den Normalsterbliche nicht bezahlen können, dazu einen Pelzmantel. Schwarze Haare streng nach hinten gekämpft und eiskalte Augen.

„Willkommen beim gekleidete Fledermaus. Wie kann ich ihnen helfen?“ behielt Zada ihre Professionalität, an der Glastür sah die Vampirin, dass einer der Leibwächter die Situation im Auge behielt.

„Mein Name ist Jakub van Relling, Großhändler auf Alliancia. Sie haben meine Aufmerksamkeit erregt, als ich ihre… Übertragung mit all den Monstern gesehen habe.“ stellt sich der Schnösel vor. „Die drei Herren könnt ihr ruhig ignorieren, sie sind nur meine Leibwächter.“

„Verstehe? Und… wie kann ich ihnen helfen?“ hielt Zada in ihrem Lederkleid weiterhin ihr Lächeln aufrecht, auch wenn der Name Relling ihr irgendetwas sagte.

„Ich bin gekommen, um mit ihnen Verträge auszuhandeln. Sie haben unser Interesse geweckt und würden sie gerne in ihrer Geschäftsidee fördern. Wir haben überall Kontakte, mit uns hätten sie es einfacher ihre Wunschprodukte zu bekommen.“ stellte sich Jakub vor die Kasse.

Zada… wenn du mal ein ganz ungutes Gefühl hast, ein Knopf unter der Kasse wurde angebracht. Du brauchst nur zu drücken und dann gibst du einfach dein Bestes, dass die… „Gefahr“ sein wahres Ich preisgibt. Die Idee war zwar von Sina, aber ich habe sie etwas verfeinert.“ erklärte Lara.

Dies tat Zada, indem sie sich an der Kasse etwas nach vorne lehnte und sich an der Tischkante dabei festhielt… und ein Finger den Knopf drückt.

„Also… sie bieten mir ihre Ware an, aber was habe ich denn davon? Ich habe schon meine Verträge gemacht und bin damit zufrieden. Guter Stoff, gutes Leder, was möchte ich mehr?“ lächelt Zada. Jakub schnaufte nur durch die Nase.

„Es mag stimmen, aber selbst… sie werden den Unterschied in der Qualität sehen. Sie müssen etwas weiterdenken bei ihrer Idee. Bisher bleibt es bei dieser Stadt, wollen sie nicht auch in den anderen Städten verkaufen?

Sie werden Hilfe benötigen und…“ da hob Zada schon ihre Hand hoch, die Leibwächter zuckten alle ihre Hände auf die Peitschen.

„Herr van Relling, bedaure, aber ich habe daran ich kein Interesse. Wenn es nur rein um den Profit gehen würde, hätten sie vielleicht recht, aber das ist nicht mein Ziel. Und sagen sie bitte ihren Vampirjägern, dass sie gleich den Laden verlassen dürfen, wenn sie die Hände nicht von den Peitschen nehmen.“

Der Schnösel drehte seinen Kopf leicht wütend und die Männer nahmen die Hände wieder von den Waffen runter. „Sie nehmen nur ihre Pflichten ernst, nichts weiteres… Miss Zada. Sind… sie sich wirklich sicher, dass… sie mein Angebot ablehnen wollen?

Meine… irgendwer könnte auf die Idee kommen, ihre Fabrikate nachzuahmen, dass wäre für sie ja bedauerlich, wenn sie dann keinen Gewinn machen könnten.“

„Ich bin um ihre Sorge gerührt, aber sie ist unnötig. Um Betrügern das Leben schwer zu machen, haben meine geschneiderten Kleider einen bestimmten Style, den jeder Käufer überprüfen kann. Sie werden darauf bestimmt selber kommen.“ lächelt Zada den Mann wieder an.

„Verstehe… dummerweise habe ich mitbekommen, dass eure Händler vermutlich in der Zukunft nicht mehr so mit ihren üblichen Waren versorgt werden. DAS heiß wiederum, dass sie ihre Ware nicht bekommen, was dann?

Aus Luft… konnte bisher niemand was herstellen, sonst hätten wir uns das Geheimnis längst zu eigen gemacht.“ grinste Jakub nun böse.

„Verstehe… sie wollen alle, mit denen ich in Kontakt komme, zerstören, damit sie mich unter ihren Namen habe? Ich hatte mir schon immer die Frage gestellt, ob nicht einige Menschen schlimmer sind als einige Vampire.“ verschränkte Zada ihre Arme, sie merkte, dass Aelfric an der Tür zum Nebenraum stand.

„Du liebe Güte, welch ein Vorwurf. Warum sollte ich meine Familie in den Dreck ziehen wollen? Das ist das übliche Verfahren auf der Welt, jeder Händler wird das zur Genüge kennen. Wir bieten ihnen etwas besseres an, unsere Bedienung ist, dass wir den Preis bestimmen.“ lehnte sich Jakub nach vorne.

„Nö, kein Interesse.“ lächelt Zada ihn an. „Diese Kleider soll jeder bekommen, von arm bis reich. Es wäre naiv von mir, wenn ich alles billig mache, weil ich nun mal ein Geschäft zu führen und Angestellte habe, die bezahlt werden müssen.

Des weiteren liebe ich meine Eigenständigkeit, ich sehe es nicht ein, irgendeinem gierigen Menschen sie aufzugeben, nur weil er etwas haben will, was er nicht haben kann.“

„Verstehe… Werden sie es auch weiterhin so sehen, wenn ihr Sponsor… Brandrulim dafür zahlen darf? Wie gesagt, wir haben überall Kontakte, selbst bei den Zwergen.“ kam die nächste indirekte Drohung.

„Brandrulim ist ein bekannter Zwerg wurde mir gesagt und hat seine eigenen Kontakte. Denke, er ist in einer sichereren Position als ich, zumal er sich bestimmt gegen sie wehren kann. Warum können sie nicht einfach mein Nein akzeptieren?

Ich habe keine Ambitionen zu expandieren mit meiner Geschäftsidee, meine Kleider sind vor Betrügern geschützt. Passt es ihnen nicht, dass ich meinen eigenen Traum vervollständige?“ hielt Zada den Kopf schräg.

„Miss Zada… glaube, sie sind ein bisschen sehr naiv und übersehen das eigentliche Problem. Wir sind in der Lage, alles… was sie hier aufgebaut haben… zu zerstören. Das Geschäft, dass Lady Sina gehört, bekommen wir in die Hände.

Den Ruf, den ihr in der Stadt aufgebaut habt… ein paar Tote in den Gassen mit den üblichen Vampirangriffen und alles ist futsch. Hier und dort ein paar Gerüchte verbreiten, ihr habt keine Vorstellung, wozu wir in der Lage sind.“

„Und wenn alles nicht klappt, werdet ihr vermutlich Meuchelmörder, Saboteure und ähnliches schicken, damit ich alles verliere… oder sogar Unschuldige hinzuzieht um die Schuld dann auf mich oder andere zu schieben.“ nickte Zada für sich selber. „Euch ist schon bewusst, mit dieser Drohung kann ich den Finger auf euch zeigen?“

Jakub lachte laut auf.

Kapitel 628

Ich bin wiedergeboren und die Überraschung meiner Freundin?

Sina lag mit Sherry auf dem Boden und war immer noch am schmusen. Kyllia und Lisa taten dasselbe, wobei Lisa immer wieder belustigend den Bauch von Kyllia streichelt. Die Dämonenkönigin betrachtet kurz das Liebespärchen neben sich und kam ins Grübeln.

„Was hast du Sina?“ merkte Sherry den nachdenklichen Gesichtsausdruck ihrer Freundin. „Ich… habe mit einigen ein paar Gespräche geführt, dennoch… will ich mich mal vorsichtshalber Rückversichern.“ hob Sina ihre linke Hand und betrachtet ihren Familienring.

„Du… willst doch jetzt nicht mit Vater sprechen oder?!“ bemerkte Kyllia den Ring und Lisa war etwas verwundert. „Mit dem Ring kann Sina jederzeit mit dem Dämonenkönig in Deymonlia sprechen.“

„Ja und ich denke, dass mache ich jetzt auch, dann habe ich auch ein paar Zeugen.“ fummelt Sina an dem Ring und denkt an ihren Vater… und wartet… und wartet… und wartet… bis. „Sina?! Weißt du wie spät es ist?!“ schimpfte eine bekannte Stimme in ihrem Kopf.

„Hallo Vater, keine Ahnung ich nehme es nicht so genau mit der Zeit. Habe ich dich etwa geweckt?“ grinste Sina. „Wusste nicht, dass du den Schlaf brauchst.“

„Du ahnst nicht, wie schwierig es ist, auch als König seine Ruhe zu bekommen… bis die eigene Tochter sich melden musste. Ich garantiere dir was… sollte diese dämliche Barriere weg sein und du schläfst wieder hier in der Burg, werde ich dir auch solchen Krach machen, den ich immer bekomme, wenn du dich bei mir meldest!“ knurrte der Dämonenkönig wütend.

„Entschuldigung Vater, nächstes Mal achte ich darauf, dass ich deinen Schönheitsschlaf nicht störe. Dabei dachte ich, ich tue dir mal einen Gefallen, dass du mal KEINEN Dämonen in deiner Nähe umbringen brauchst.“ rollte Sina die Augen.

„Hrm… ein Tipp, wie man jemand mit Licht töten könnte?“ fragte Mephisto. „Eh… mit Licht? Keine Ahnung ob es in Deymonlia eine sehr heiße Stelle gibt, aber wenn du den Dämon auf dem Boden festbindest und um ihn herum sind Spiegel, die so aufgestellt wurden, dass sie das Sonnenlicht reflektieren, dürfte das Opfer regelrecht verbrennen.“ schlug Sina in der Schnelle vor.

„Hmm… das überzeugt mich nicht so wirklich. Man müsste mehrere Experimente starten, damit die Spiegel erstens richtig stehen und zweitens den Ort finden, wo die Sonne lange genug strahlt.“ grübelte Mephisto. „Was… wünscht meine Tochter, dass sie mich wecken musste.“

„Ich habe einige Berichte abzugeben, die in deinem Interesse liegen dürften für unsere Zukunft von Deymonlia. Bevor ich das tue, eine Kleinigkeit als Vater und Dämonenkönig.“ „Und… das wäre?“

„Wenn Kyllia jemand heiraten will, dann hättest du damit kein Problem oder?“ schaute Sina ihre Zwillingsschwester an, die erstaunt ihre Augen weit aufriss. „Meine… mir wurde ja beigebracht, wie das Ritual in der Vergangenheit so war.“

„Du kannst dir nicht vorstellen… wie egal mir es ist, wen mein Bastard heiratet. Sie können tun und lassen was sie wollen, ganz wie dein Schwur es verlangt.“ hörte Sina das Grollen in ihrem Kopf.

„Ich wusste es, dass ich mich darauf verlassen kann Vater, dass du deiner Meinung treu bleibst. Kyllia, Vater lässt die besten Grüße ausrichten, wenn du jemanden heiraten willst. Er wird sich nicht einmischen.“ hob Sina einen Daumen hoch und zwinkert ihrer Schwester zu. Kyllia und Lisa fiel nur der Mund runter, was Sina da eben getan hat.

„Willst… du mich jetzt auf den Arm nehmen? Dafür weckst du mich?!“ wurde der Dämonenkönig wütend. „Aber nein mein lieber Vater, ich wollte nur gewisse… Dinge abgeklärt haben.“

„Gut, denn du darfst nicht heiraten.“ kam die Antwort von Mephisto und Sinas lächelndes Gesicht wurde direkt angefressen. „Wie… meinst du das? Falls du es vergessen hast, aber auch ich BIN eine Dämonenkönigin!“

„Und? Wir haben uns darauf geeinigt, dass du keinerlei Führung übernehmen willst. Du bist nichts anderes als eine Trägerin, die unser dummer dunkler Gott dir verliehen hat. Dachtest du etwa… du könntest die Regeln umgehen, indem du damit argumentierst, dass du selber eine Königin bist? Ich bitte dich, so dumm bist selbst du nicht.“

„Was… genau wäre ich denn in deinen Augen lieber Vater?“ trieft der Sarkasmus von Sina aus dem Mund, Sherry nahm besorgt eine Hand von ihrer Freundin.

„Meine Tochter und die Prinzessin aus Deymonlia, die eine schwere Bürde trägt. Mir ist durchaus bewusst, dass ich nicht sehen kann, was du alles machst, nichtsdestotrotz bist du keine Dämonenkönigin. Von was genau bitte?

Selbst wenn du ein paar Dämonen findest, sind das die jämmerlichen Reste des letztens Krieges. Damit kannst du vielleicht eine Stadt einnehmen, aber das würde dich trotzdem zu keiner Anführerin machen.

Ich will dich auch ungern daran erinnern, aber wer hat schnell auf diesen Titel verzichtet? Wollen wir wirklich darauf eingehen? Du bist vielleicht speziell, aber trotzdem noch nicht dazu bereit überhaupt eine wichtige Rolle zu übernehmen die ich ausführe.“

Für Sina war das der reinste Hohn, den sie es von ihrem Vater hören musste. „Dann pass mal auf und staune…“ Sina erzählt ihrem Vater, dass sie in Vurdinia ein sehr großes Dorf voller Dämonen gefunden hat. Diese hat sie in ihre Stadt intrigiert und mehr noch, Bündnisse mit Vampiren geschlossen.

Dann das ein Dämonenvolk, was Deymonlia vergessen hat ihr beizubringen, aus den Tiefen der Meere befreit hat. „Kannst du dir vorstellen, wie sprachlos ich geworden bin als stolze Dämonin? Dämonen die als Sklaven gehalten werden…

Ich habe eine zerstörte Stadt aufgekauft, damit sie wieder zu dem werden, was sie sind. ICH HABEN MICH GESCHÄMT, WEIßT DU DAS?! GESCHÄMT, DASS ICH NICHTS ÜBER SIE WUSSTE UND DU BIST SCHULD DARAN!“ schrie Sina wütend.

„Sina… sag mir bitte, dass der Anführer dieser Tintenfischmenschen tot ist.“ knurrte Mephisto ebenfalls wütend. „Ach, wieso interessiert dich nur dieser Teil hm?“ „ICH HABE DICH WAS GEFRAGT!“ brüllte Mephisto!

„JA VERDAMMT! ICH HABE IHM MIT SEINEM EIGENEN SPEER DEN KOPF ABGESCHLAGEN! ZUFRIEDEN?!“

„NEIN! Du hättest ihn foltern müssen!“ „Ach du dunkler Gott, wenn ich die Zeit gehabt hätte, meinst du nicht… ich hätte es getan? Glaubst du nicht, dass hätte ich wirklich NICHT getan?! DANK DIR MUSSTE ICH FOLTERN LERNEN UND GEFOLTERT WERDEN, DAMIT MAN KEINE INFORMATONEN AUS MIR HERAUSBEKOMMT!

WEIßT DU AUCH… nur annähernd, was das für ein Gefühl das ist… zuzuschauen… wie die eigenen Füße mit dieser… Raspel bearbeitet werden? Weißt du das wirklich? Nein ich glaube nicht, deswegen überlasse mir die Entscheidung, wie ich mit meinen Feinden umgehe.

Wenn du Glück hast und es gibt noch welche, wenn die Barriere weg ist, kannst du ja selber ins Wasser springen und die Reste dieses Volkes jagen. ICH kümmere mich darum, dass die stolzen Nagas wieder das werden, was sie früher waren.“

Sina hörte nur, wie ihr Vater irgendetwas vor sich hin murmelt… und dann herrschte eine Stille. „Vater?“ „Ja, ich bin da, ich musste nur meine Wut zum Ausdruck bringen.“ „Du hast jetzt nicht die Burg zerstört oder?“ „Nur einen Teil.“ „Du… egal..“ seufzte Sina.

„Ich verlasse mich darauf, dass die Nagas gebührend entschuldigt werden. Meine Hilfe ist eingeschränkt und…“

„Wieso schickst du nicht einfach jemanden raus hmm? Kyllia kam mit der Hilfe deiner Magier heraus. Wenn du helfen willst, dann schick mir Dämonen mit Items, die mir helfen können. Die Barriere ist doch schwach genug, dass… wir auch einen Übertragung zwischen uns aufbauen könnten. Geld, Waffen, Wissen für die Nagas, nehme alles willkommen auf.“

„So? Und wen genau soll ich raus schicken? Damit der Träger sicher durch die Barriere kommt, muss ich eine gewisse Vorbereitung treffen.“

„Du wirst es schon wissen, wen man am ehesten für meine Mission schicken kann, nur nicht meine Schwestern… Apropos Schwester… Vater, unter meinen Schwestern gibt es jemand, den du im Auge behalten musst.“

„Falls es dir entgangen ist, aber ein gewisser Schwur hindert mich daran, an diesen Bastarden Hand an zu legen.“

„Ach komm Vater, selbst du bist nicht so dumm.“ warf Sina direkt diesen Satz ihren Vater zurück. „Du weißt doch längst, wie du ihn umgehen kannst den Schwur. Notfalls berufst du dich darauf, dass es zum Schutz deiner Nation sei.“

„Du hast… heute eine sehr lockere Zunge. Ich lasse mir vieles gefallen, aber alles hat seine Grenzen.“

„Spar dir deine Drohung. Meine jüngere Schwester Kelania, hat scheinbar sehr unangenehme Fähigkeiten, die du vermutlich nachlesen kannst. Das Problem ist, dass sie fest im Glauben ist, mich ersetzen zu können.

Lass uns das Thema nicht vertiefen, lass sie beobachten und überprüfe direkt, wer alles wegen ihrer Fähigkeit schon in Kontakt gekommen ist. Du als Magier hast bestimmt Möglichkeiten, Zauber zu erfinden, woran du erkennen kannst, wer unter ihrer Kontrolle ist.“

„Und du bist dir sehr sicher, dass ich sie nicht einfach töten lassen soll? Ich habe überhaupt keine Bedenken.“

„Das kann ich mir glatt vorstellen, zumal sie selber bei den Schwestern unbeliebt ist. Dennoch… möchte ich eine gewisse Hoffnung haben, dass ich sie auf meine Art und Weise manipuliert bekomme.

Aufgrund, dass jetzt alles wichtige gesagt wurde, will ich dir gerne was offenbaren Vater und dabei ist es mir egal, ob danach die Burg drauf geht. Ich habe jemanden, den ich vom tiefsten Herzen liebe und mit Freude ihr meine Unschuld gegeben habe.

Ich bin bereit diese Frau zu heiraten, wenn gewisse Probleme von der Welt geschafft sind, aber weder du oder sonst jemand wird mich daran hindern sie zu ehelichen! Solltest du tatsächlich dieser dummen Tradition nachgehen, werde ich mit Freude dir den Kampf des Lebens geben.

Man hört sich das nächste Mal.“ sagte Sina und zog ihren Ring vom Finger zur Unterbrechung. „WAG ES BL…“ und die Stimme verschwand aus dem Kopf. „Scheiße… hast du es gut Kyllia.“ grinste Sina traurig, als Sherry sich auf ihren Bauch setzte, beide Hände an die Wangen legte und tief küsste.

„Wie… meint Sina das?“ war Lisa etwas verwirrt. „So… wie es sich angehört hat, darf Sina als legitime Tochter des Dämonenkönigs Mephisto trotz ihres Titels als Dämonenkönigin nicht heiraten, während bei mir… das scheinbar egal ist.“ erklärte Kyllia traurig. „Vater… ist echt ein Arsch…“

Sherry löste sich von Sina. „Es ist egal, bitte… mach es dir nicht noch schwerer mit deinem Vater ok? Ich will nicht, dass es wirklich zu einem Kampf kommt zwischen zwei Dämonenkönigen.“ hörte man die besorgte Stimme der Blutelfe.

„Sherry… ich wollte sicher gehen, dass Kyllia wirklich alles machen kann, was sie will. Nicht das doch… irgendwelcher Sinneswandel bei unserem „tollen“ Vater kommt. Außerdem… egal wie es in der Zukunft weitergeht, ein Streit zwischen mir und meinem Vater war so oder so absehbar.“ streichelt Sina eine Wange von ihrer Freundin.

„Was glaubst du… wird er gerade machen?“ fragte Kyllia vorsichtig. „Nun… als er das über die Nagas erfahren hat, ist irgendwie ein Teil der Burg zerstört worden. Nun dürfte ein weiterer Teil in seiner Wut zerstört werden. Ich lasse mich nicht von ihm kontrollieren, die Zeiten sind vorbei.“ schaute Sina ihrer Schwester in die Augen. „Den Rest hast du gehört.“

„Naja, wenn nur eine Seite.“ merkte Lisa mit einer gehobenen Augenbraue. „Ich frage mich, wie Onkel Roman sein wird, wenn einer seiner Töchter ihre Liebe heiraten möchte, wenn sie überhaupt welche haben…“

Auf einmal schaute Lisa Sherry an, die dann gemeinsam nickten. Die Vampirin sprang auf einmal auf den dicken Bauch von Kyllia, die sehr verwundert schaut, was sie denn nun vorhat. „Erm… Lisa? Auch wenn mein Bauch fest ist wie eine Kanonenkugel, aber…“

„Sina… du willst wirklich an deinem Plan festhalten… mich für alle Ewigkeit… an deiner Seite zu haben?“ fragte Sherry nochmal. „Ja, will ich. Egal… wie es mit Neia kommt, aber DICH will ich definitiv an meiner Seite haben. Niemand wird das verhindern können. Weder Exos, noch mein Vater oder sonst wer.“ sagte Sina mit einer Inbrunst in der Stimme.

Sherry bekam ein großes Lächeln auf ihrem Gesicht mit nassen Augen, dabei atmet sie erleichtert auf. Lisa starrte Kyllia in die Augen und holte mit Sherry gemeinsam einen Ring aus dem Inventar heraus.

„Sina… meine Liebe zu dir weißt du selber sehr gut durch unsere… Fusion. Wir hatten unsere Streitigkeiten gehabt und ich finde… dadurch haben wir nur mehr von uns gelernt. Einst… habe ich dich wirklich verletzt, dass du mich zur Strafe heiraten sollst…

Doch jetzt will ich es nicht als Strafe, sondern wirklich aus Liebe. Ich kenne… deinen Wunsch, wie und wann… die Heirat stattfinden soll und akzeptiere ihn. Deswegen… würdest du meinen Verlobungsring akzeptieren?

Ich… weiß nicht, ob es bei Dämonen ebenfalls eine Tradition ist, aber in Alliancia verloben sich immer die Liebenden. Ein Zeichen unserer Liebe und… dass jeder frühzeitig erkennt, dass du vergeben bist. Das Verlöbnis hält… solange an, bis wir wirklich geheiratet haben.“ lächelt Sherry unsicher.

Während Sherry ihr Anliegen sagte, tat Lisa etwas… direkteres. „Kyllia, ich will dich immer an meine Seite haben. Jetzt und für immer. Wir waren Streithähne gewesen, wurden zu Blutschwestern gezwungen, was uns zu diesem Punkt gebracht hat.

Wir lieben uns so sehr… wenn du nicht an meiner Seite wärst, wäre ich todunglücklich. Meine Bitten… setzt du fast bedingungslos immer um, auf meinen Wunsch hast du deine Bedenken geäußert und ich akzeptiere sie.

Ich will dich, egal was du sagst. Ich will dich immer an meiner Seite haben und…durch das Gespräch eben von Sina gibt es von deiner Familie keine Probleme. Bei meiner… ist die Meinung meines Vaters wichtig, denn Mutter ist irgendwie… nicht mehr die Frau, die ich kannte.

Dennoch… will ich dich. Würdest… du meinen Verlobungsring akzeptieren? Denn jeder… der mit dir flirten will, den bringe ich eiskalt um. Du bist meins und jeder soll es wissen.“

Sina und Kyllia starrten erstaunt ihre Frauen an und haben auch das andere Gespräch mitbekommen. Unbewusst schauten sich die Schwestern in die Augen und dachten dasselbe. „„Wir würden den Ring akzeptieren.““ hoben sie ihre linken Hände hoch.

Voller Freude und doch mit leicht zitternden Händen schoben die Geliebten den silbernen Ring in den Ring der Dämoninnen rein und besiegelten den Pakt mit einem Kuss… Naja, Lisa musste vom Bauch runter, aber das tat der Situation keinen Abbruch.

Liebe füllte den Keller regelrecht auf, die rosarote Wolke war so dicht, dass selbst ein Weltuntergang den nicht durchbrechen könnte. Zwei Pärchen schmusten nun noch mehr. „Sag… das habt ihr doch geplant oder?“ fragte Sina.

„War… eher spontan. Als du weg warst, habe ich Lisa vor einem Ringhändler gesehen und… wir kamen ins Gespräch.“ grinste Sherry. „Soo?“ schaute Kyllia Lisa an, die einen roten Kopf hatte. „Ja… ist so…“

„Mir… ist das egal. Es hat meine Traurigkeit in mir hinfort gewischt. Liebend… gerne würde ich es dir auch zeigen, aber ich werde es bestimmt nicht neben meine Familie machen.“ streichelt Sina eine Wange von Sherry.

„Nun… hier gibt es doch genug leere Kellerräume?“ hob Sherry bedeutungsvoll ihre Augenbrauen mehrmals hoch. „Sherry… Sherry… mein liebster Pechvogel… Na gut.“ stand Sina auf. Mit dem Knochenschwanz sammelt sie die Decke und den Rest, während Sina Sherry wie eine Prinzessin hochhob. „Man sieht sich morgen.“

„Viel Spaß und bis morgen.“ zwinkert Kyllia und zeigte mit ihrem Blick Lisa, dass sie ebenfalls an das eine denkt. „Das… war sehr interessant zu wissen… was du geplant hast. Kein Wunder… dass du nach dem Melken auf einmal „kurz“ gehen musstest.“

„Lass mich…“ drehte Lisa grinsend ihren Kopf zur Seite. „Kannst… du wirklich so lange warten… bis mein Vater wieder erscheint? Du weißt auch… dass es vielleicht auch nicht einfach werden kann.“

„Wenn er sein Duell haben will, bekommt er es. Für DICH… werde ich kämpfen. Notfalls auch gegen Lady Layla, wobei ich da… mir gewisse Sorgen machen würde, doch…“ wollte Kyllia mehr sagen, als eine Hitze sich in ihrem Körper breit macht. „Ich will dich. JETZT!“

„Das ging schnell.“ umarmte Lisa ihre Geliebte und küsste sie. „Dann… lass dir von mir die weiteren Freuden einer Milchkuh zeigen.

„Uhh…“

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