Ich bin wiedergeboren und der drohende Sturm?
Kyllia saß auf ihrem Bett und schaute zu, wie Lisa über ihren Bauch ging. „Irgendwie… siehst du schon schnuckelig aus Schatz.“ grinste die Dämonin. „Ha ha… Was sollen wir denn machen, wenn Mutter mich wieder sprechen will hm?“ legte Lisa ihre beiden Hände auf die Hüften.
„Dann präsentieren wir den üblichen Wahnsinn? Komm schon, du siehst wirklich süß aus.“ betrachtet Kyllia die vampirische „Fee“ auf dem dicken Bauch. „Kannst du die Flügel denn benutzen?“
„Erm… wie denn?! Das ist genau so wie mit dem Dämonenschwanz. Wenn ich in dieser Form kämpfen müsste, na dann… Scheiße…“ seufzte Lisa und fiel auf ihre Knie. „Was?!“
„Morgen habe ich den nächsten Unterricht geplant, wie soll das denn funktionieren?“ „Wo ist das Problem? DU kannst doch bestimmt weiterhin Blutmagie benutzen oder nicht? Deine Stimme ist, trotz deiner kleinen Größe, immer noch relativ normal, werde ich halt für dich assistieren.“ schlug Kyllia vor.
„Das wäre natürlich cool, aber… du hast deine Strafe vergessen hm? Wenn ich du wäre, solltest du heute schon… die Mitarbeiter dort ansprechen oder ähnliches, damit nicht gleich ein Ausnahmezustand im Waisenheim ausbricht.“ „Da sagst du was…“
„Was meinst du Cixo, ob wir auch ein paar coole Klamotten bekommen, wie du sie bekommen hast?“ fragte Neria. „Nah… ich glaube nicht. Das soll ja eine Strafe sein, also macht es keinen Sinn, dass wir was schönes bekommen.“ wiegelt Cixo den Kopf.
„Dafür, dass du nicht im Clan bist, scheinst du ja die Strafe zu akzeptieren. Gut das Sumi nicht hier ist, der hätte es vermutlich darauf angelegt.“ rollte Hiro mit ihren Augen. „Nah… ich glaube nicht. Er hat vielleicht eine blöde Einstellung sowie teilweise verblendeten Stolz, aber als dumm würde ich ihn nicht bezeichnen.“ wiegelt Cixo weiter den Kopf.
„Ich finde es krasser, dass Lady… Lord Sina, einfach so die Bomben wegstecken konnte. So wie ich dich kenne Hiro, wirst du bestimmt die Bomben anpassen. Meine… was wollen wir machen, wenn wirklich mal ein Feind wie Lord Sina kommt?“ schaute Neria die beiden anderen Frauen an.
„Ja… es gibt gewisse Zutaten, die die Sprengkraft erhöhen können, aber… eher überlege ich, dass ich sie mit etwas befülle, damit der Schaden größer ist. Dürfte kein Spaß machen, wenn Metallsplitter durch den Körper durchschießen.“ grinste Hiro bei dem Gedanken.
„Wir können eher von Glück reden, dass der Kampf… „schnell“ beendet wurde. Wenn es eine Person wie Rokea gewesen wäre oder diese wahnsinnige Vampirin, ich glaube, wir hätten mehr als nur ein paar gebrochene Knochen.“ meinte Cixo.
„Hmm… wir sollten unsere Herrinnen mal fragen, ob sie uns vielleicht ein paar… Vampirtricks beibringen können. Meine… wenn wir das mit der Berufung als Attentäter kombinieren? Will ungern… etwas auslassen, wo wir nun die Zeit haben.“ schlug Neria vor.
„Dann gehen wir mal zu meiner „Lieblingsfreundin“ mit den wunderschönen flachen Brüsten.“ verzog Hiro das Gesicht. „Ihr seid wirklich Freunde fürs Leben geworden.“ grinste Cixo. „SIND WIR NICHT!“
Neia klopfte an die Schlafzimmertür und betrat den Raum, dabei bemerkte sie, dass die Stimmung zwischen Sina und Sherry wieder sehr runter gegangen ist. „Erm… soll ich wieder gehen?“
„Nein, Sherry und ich haben uns… mehr oder weniger auf etwas geeinigt und ich akzeptiere dies. Wird zwar für mich… etwas einsam, aber Akzeptanz ist in diesem Falle der einfachere Weg.“ seufzte Sina und stand auf.
„Was hast du jetzt vor?“ wundert sich Sherry. „Mit Neia in die Schmiede gehen, so wie ich es angekündigt habe?“ erinnert Sina an ihren Plan. „Aber bestimmt nicht ohne etwas um deinen Oberkörper zu tragen.“ legte Sherry direkt ihr Veto ein. „Und… was soll ich anziehen?“ hob der Dämon die Augenbraue hoch.
„Zieh das Hemd von eben an und ja, ich weiß, dass da ein Riss ist. Deswegen ziehst du dazu den schwarzen Mantel an, der sollte „eigentlich“ passen.“ legte Sherry einen großen Mantel auf den Tisch. „Ich war mir unsicher gewesen, ob Nitir diesen tragen sollte oder das bei der letzte Aktion.“
„Ok?“ zog Sina das weiße Hemd an und vorsichtig den Mantel. „Eng, ich darf mich nicht zu sehr strecken.“ merkte der Dämon sofort ein paar Probleme. „Soll ja vorübergehend sein, lieber kaputte Klamotten, als nackt.“ nickte Sherry zufrieden.
„Ok, die Chefin ist zufrieden… Hmm?“ betrachtet Sina nun Neia genauer mit ihrem Kleid und gekämmten Haaren. „Habe… ich was im Gesicht?“ wundert sich Neia, die sich beim Gespräch enthalten hat.
„Nein… das ist es ja…“ schüttelt Sina den Kopf und ging zum Kleiderschrank. Er öffnete eine Tür und schob eine Schublade auf, wo er nach etwas suchte… und fand. Der Dämon nahm das Gesuchte heraus und ging zu Neia. „Kurz stillhalten.“ „Was… hast du vor?!“
„Immer dieses Misstrauen…“ seufzte Sina, lege eine Hand am Kinn von Neia und dreht leicht den Kopf. „Dir nur einen letzten Schliff geben…“ schob Sina mit der anderen Hand etwas über das linke Ohr der Blutelfin. „Schon besser…“ nahm Sina Abstand von Neia.
„Ja… das sieht wirklich gut aus.“ stimmte Sherry zu. Neia holte einen Handspiegel aus dem Inventar und sah eine gelbe große Blume. „Ehm… danke?“ bekam die Blutelfe leicht rote Wangen.
„Hattest du eigentlich was vor gehabt, wenn du dich so schick machst? Nicht das es jetzt von Belang wäre, aber…“ fragte Sina. Nun schauten sich Neia und Sherry in die Augen. „Jaein… war… mir nicht so sicher… ob es überhaupt… geklappt hätte… genau…“ murmelt Neia.
„Ok?“ schaute Sina Sherry an, die ein Pokerface hielt. „Dann gehen wir mal zur Schmiede und dann sehen wir mal, wie du dich als meine Assistentin machst.“ „Uh…“ dachte Neia an die kommenden… Probleme.
Wie recht sie hatte. Überall starrten die Leute Sina an, denn ein „neues“ Gesicht sah man. Groß, sieht gut aus, die Blutelfe bemerkte, wie die jungen Frauen den Dämon hinterher schauten und bekam einen Stich von Eifersucht.
„Sag Neia, wie ist dein Training mit Louis? Egal ob ich ein Mann bin oder nicht, aber nun könnte ich euch helfen.“ fragte Sina, um die Stille zu brechen. „Louis hat das Training ein bisschen geändert, weil er gemerkt hat, dass ich mit den Waffen beim Ausweichen zu viel „Energie“ verschwende.
Also hat er meine Bewegungen etwas angepasst, dass ich weiterhin eine Klingentänzerin bin, also ausweichen und so weiter, aber während des Ausweichens zuschlagen soll. Das… ist tatsächlich nicht so einfach.“
„Louis ist wirklich ein Genie, wenn es um Schwerter geht. Erst Sherry, dann du, obwohl dass er selber nicht mit den Waffen kämpft.“ grinste Sina schief. „Oh ja, vor allem… bringt er unheimlich viel Geduld als Lehrer mit.“ grinste Neia nun auch.
Das Paar erreichte die Schmiede und betraten diese. „Dann zeig mal, was du kannst.“ meinte Sina nur. „Hmm…“ schaute Neia sich um und ging auf den Tresen zu. „Grüße, ist es möglich mit dem Geschäftsführer zu sprechen?“
„Erm… wen darf ich vorstellen?“ fragte der Zwerg dahinter. „Komisch, normalerweise kommt Brandrulim doch immer selber?“ wundert sich Sina in Gedanken. „Neia und Lady… Lord Sina.“ zeigte Neia auf den großen Dämon. „Eh…“ betrachtet der Zwerg den großen Dämon.
Es musste kommen wie es kommen musste, das Chaos meldete sich wieder. Sina verschränkt amüsiert seine Arme und schaute mit Freude, wie Neia mit aller Gewalt versuchte Brandrulim zu erklären, dass Sina Sina ist.
Immer wieder schaute Brandrulim misstrauisch zu Lord Sina, der nichts machte außer zu Grinsen. Irgendwann saß Sina mit einer erschöpften Neia im normalen Zimmer. „Also… Sina… gestern warst du noch eine Frau gewesen?“ fragte Brandrulim.
„In der Tat. Der Ring hier hat mich heute zu einem Mann gemacht und deshalb ich bräuchte ist schnell einen Handschuh für meine rechte Hand. Am besten schon gestern, die Maße… hier… hat Sherry schon gemacht.“ legte Sina einen Zettel auf den Tisch.
„Hmm… verstehe. Mit den neuen Öfen von dem Ehrlosen geht das schneller und der Handschuh dann als solches… Sollte morgen fertig sein. Lass mich eben den Wachs holen.“ stand Brandrulim auf und verschwand.
„Und meine Liebe? Einen kurzen Einblick bekommen, wie es so ist, wenn das Chaos einem folgt?“ lehnte Sina sich auf dem Sessel zurück. „Wenn du das gemacht hättest… wäre es doch viel schneller gegangen.“ seufzte Neia.
„Keine Ahnung, laufe ja nicht jeden Tag als Mann herum, weißt du?“ schnaufte Sina durch die Nase. „Sag… was mir so einfällt, aber hast du einen bestimmten Glauben?“
So wie Neia sich auf einmal veränderte, zwar nicht viel, aber Sina kannte sie lange genug, dass sie einen sehr starken Nerv getroffen hat, so stocksteif wie Neia neben ihm saß. „Was… genau meinst du Sina?“
„Da kämpfen zwei Elfennationen um einen Baum… Ascal hat mich darüber aufgeklärt und hat selber bestätigt, dass es Blödsinn ist. Von dir selber kenne ich eigentlich nicht deine Meinung.“
„Bedaure… ich weiß, von welchem Baum du sprichst… Für mich ist das eigentlich nur ein Opferbaum, der jedes Jahr… Jahrzehnt… Jahrhundert immer mehr Elfenleben kostet für nichts.“ sagte Neia steif.
„Ist das… wirklich ein Glaube oder eher nur eine Ausrede, um das Gebiet für mehr Land… Macht zu bekommen? Ich habe vor kurzem Fürstin Delsanra kennengelernt bei dem König und es hat nicht viel gefehlt, da hätte sie mich für meine direkte ehrliche Meinung wohl gerne gelyncht.“
„Können… wir bitte das Thema wechseln?“ bat Neia auf einmal, dass selbst Sina erstaunte. „Das ist eines… der wenigen Gespräche, die ich nicht führen will, weil sie mir sehr sehr unangenehm sind.“
„Ok? Hoffe… ich habe dich nicht verletzt?“ wundert sich der Dämon, der sich so dreht, dass er Neia anschauen konnte. Sie hat beide Hände auf ihre Knie gelegt und sie fest, wie sie sie drückte, könnten bald ihre Knie gebrochen werden.
„Nein… woher willst du es auch wissen. Ascal geht damit auch etwas lockerer um, weil er weltoffener ist. Ich dagegen bin…“ legte Neia eine Faust auf ihre Brust. „Egal… nur das Thema bitte vermeiden.“
„Neia…“ legte Sina ihr eine Hand auf die Schulter. „Ich werde dich zu nichts zwingen und du weißt auch genau, dass ich niemanden wegen seiner Vergangenheit verurteilen werde. Es sind Geister aus der Vergangenheit, mir sind die Entscheidungen egal.
Auf das Jetzt kommt es an, es sei denn, du sagst mir, dein Vater hat meinen Großvater geküsst, dass würde mich dann… schon etwas interessieren.“ versuchte Sina die Stimmung aufzulockern… doch Neia wirkte nur betrübter.
In diesem Moment kam Brandrulim wieder mit seinem Koffer. „Wie geht es dir eigentlich so generell Sina? Wegen dem Tee halt?“
„Sei ehrlich Brandrulim, der Tee hat dir überhaupt nichts ausgemacht?“ schaute Sina kurz Neia an, dann widmet er sich Brandrulim wieder. Dieser schüttelt nur den Kopf. „Nein, für mir war er ganz normal.“
„Komisch, ich werde das noch mal trinken und andere Dämonen ebenfalls, weil… das war echt ein Schlafmittel für mich gewesen. Dabei habe ich eine Zustandsveränderungsimmunität, verstehst du? Das endete damit, dass ich laut Aussagen meiner Tochter sogar auf die arme Neia ins Bett gefallen bin. Bin ich das eigentlich?“ schaute Sina kurz Neia wieder an.
Die Antwort war sehr ersichtlich, so rot sie wurde. „Scheinbar ja… Es tut mir leid Neia, aber…“ „Ist in Ordnung, wirklich. Besser du fällst in unserer Villa, als irgendwo… wo wir nicht wissen wo du bist.“
„Verstehe? Wenn ich dann eure Hand haben dürfte?“ fragte Brandrulim. „Oha, ein Zwerg bittet einen Dämonenkönig um die Hand.“ witzelt Sina. Brandrulim warf Sina einen… sehr eigenartigen Blick zu. „Scheinbar… ist euer Humor nun auch in meiner Schmiede angekommen…“ seufzte der Zwerg.
„Ach komm, betrachtet es mal aus einer anderen Sicht: Hat jemals ein Dämonenkönig sich so gut von Zwergen beraten lassen? Unsere Zusammenarbeit, dass ich dir alles gebe? Was glaubst du, wird die Welt machen, wenn die Wahrheit ans Licht kommt?“ grinste Sina.
„Ehrlich? Keine Ahnung und darüber mache ich mir auch keine großen Gedanken, weil du vermutlich alles wieder etwas verdrehst.“ zuckte Brandrulim der Schulter und nahm die Fingerkuppeln mit Wachs in Beschlag.
„Hey…“