Ich bin wiedergeboren und der Tag der Entscheidungen?
Sarless stand unruhig an der Mauer und sah nur diesen riesigen überdimensionalen schwarzen Kasten, wo all die Leute drin standen. Ihre Illusion lief ohne Probleme, sie isst gerade in Ruhe ein Sandwich. „Hm… Sairle, ich wundere mich ein bisschen, ob du auf Blut angewiesen bist.“ grübelte die Sukkubus…
Auf einmal löste sich die schwarze Farbe auf und Sarless wollte wieder aufblicken, als sie sah, wie verstört alle waren. „Scheinbar… ist eine Begegnung mit einem Dämonenkönig immer noch mit Problemen behaftet…“
Sherry und Neia, die am Zittern waren, Sina die blass, wütend und zugleich am Weinen ist. Ruri, die Aelfric versuchte irgendwie aufzubauen. Zada umarmte auf einmal Lara, der auf einmal eine große schwere Last von der Schulter fiel.
Louis schaute seine Hand an, mit er der den Dämonenkönig unterbrechen wollte und… verstand, dass er sehr nah dem Tod stand. Nitir, Rokea waren sehr verschwitzt, Rokea schien regelrecht… die Lippen zu lecken.
Cixo versuchte ihre Atmung irgendwie zu Kontrollieren, Gair wischte sich seine verschwitzte Stirn und scheint irgendwie glücklich zu sein, Sarless zu sehen. Suki stand neben Rubina und streichelt ihren Arm, während die Drachenfrau selber etwas… verwirrt war.
Dalmaz hatte seine Augen geschlossen und schien immer wieder seinen Kopf zu schütteln. Renee und Viktoria, die sich die ganze Zeit die Hand hielten und ebenfalls seeehr blass waren. Lisa ging auf Kyllia zu, die besorgt Sina anschaute.
Sina öffnete immer wieder ihre Hände auf und zu, sie musste ihre Gefühle bei dem ganzen Chaos in den Griff bekommen. Sie schaute ihre Geliebten an, die immer wieder ihre linke Hände anschauten, dann zu Sina.
Anschließend schaute Sina zu Lara, die nun schluchzten musste, während Zada sie beruhigte. „Mutter?“ fragte Bariel besorgt, die tapfer versuchte, die Situation wieder ins Laufen zu bekommen. Die Dämonin schloss ihre Augen, dann wischte sie sich mit dem Ärmel die Bluttränen vom Gesicht, dann drehte sie sich zu ihren Leuten um, nur dass Kyllia vor ihr stand.
„Vergiss es.“ sagte Kyllia ihr ins Gesicht. „Kyllia…“ schämte Sina sich, ihre Schwester in die Augen zu schauen. „Ich sagte, vergiss es. Du brauchst dich nicht auf die Knie zu beugen und bei allen zu entschuldigen!“ wurde Kyllia lauter.
„Du hast es doch auch geahnt Sina, dass es kein Gespräch sein wird, wie du es normalerweise mit dem König oder deiner Kaiserin hättest. Wir sind Dämonen, glaubst du ernsthaft… man führt ein Gespräch mit dem Dämonenkönig, ohne Leid oder Blut zu vergießen?
Denk also nicht daran, deinen Gedanken umzusetzen, sonst schlage ich dich! Ich darf das, weil ich dein Zwilling bin!“ hob Kyllia ihre rechte Faust und grinste schief, dabei fiel eine Träne aus ihrem Auge.
Sina seufzte nur. „Dennoch… habe ich euch alle eingeladen. Ich werde mich nicht vor euch knien, aber bei euch entschuldigen. Es tut mir leid.“
„Sag… Mama, wie hast du die Aura von deinem Vater… so einfach ignorieren können?“ fragte Bariel. „Aura?“ wundert sich Sina, in der Zeit standen Neia und Sherry auf. „Ich habe die ganze Zeit keine bei ihm gespürt.“
„Es war schrecklich!“ schimpfte Viktoria. „Nicht mal unser Vater hat so eine schlimme Aura, selbst wenn er einen ganz miesen Tag hat. Man bekam die ganze Zeit das Gefühl, dass jede Bewegung, die wir machen, mit dem Tod endet!“
„Ich denke… ich werde auf zukünftige Gespräche mit dem Dämonenkönig verzichten.“ versuchte Aelfric zu lächeln. „Dachte nicht… dass man eine Aura auch als Waffe benutzen kann…“ „Ael…“ war Ruri sehr besorgt.
„Ich… habe echt keine Aura bei ihm bemerkt.“ schaute Sina verwundert um sich, doch alle nickten, dass dem so war. „Ich denke, ich werde mit Lara gehen.“ teilte Zada ihren Entschluss mit. „Das… wird eine Weile brauchen, bis Lara sich beruhigt.“
„Lara…“ drehte Sina sich zu der kleinen Vampirin um, wo sie das weinende Gesicht sah. „Es…“ „Lass… uns das besprechen, wenn wir alle etwas… besser drauf sind. Dämonen… bleiben einfach Sadisten… schlimmer als Vampire.“ schniefte Lara.
Diese Aussage… tat Sina weh. Sie wusste, dass sie nicht schuld daran ist, aber sie kann es leider auch nicht abstreiten, dass die Dämonen von Natur aus so sind. Schlimmer noch, wenn es ein Vampir sagt.
Auf einmal klemmten sich Arme unter ihre Arme. Sie schaute verwundert zur Seite, wo sie Sherry und Neia sah. „Komm Sina… wir gehen besser ins Haus. Jeder wartet im Grunde doch nur… dass er für sich alleine sein kann.“ versuchte Sherry zu lächeln.
„Wie meine Schülerin schon sagte… wenn… was wichtiges ist, würde man dich das fragen, ansonsten… du verschwindest ja nicht auf einmal…“ hatte Neia einen sehr traurigen Blick.
„Bevor du irgendwelche Pläne hast Sina.“ merkte Kyllia noch an. „Ich werde mich jetzt hinlegen und in der Nacht mit Lisa zur Barriere fliegen. Mach dir also… über Sharlia überhaupt keinen Kopf ok?“
„Ich soll dich begleiten?“ hielte Lisa den Kopf schräg, während ihr Teufelsschwanz hin und her schlug. „Ja? Glaubst du, ich finde den Weg?“ grinste Kyllia. „Hrm…“ seufzte Lisa. Wie Sherry sagte, löste sich die Gruppe auf.
Der Dämonenkönig Mephisto starrte auf die Stelle, wo zuletzt seine Tochter und ihre Verbündeten standen. Er hörte die Schritte, wie jemand näher kam und eine Hand auf seinen linken Arm legte. „Wie… geht es dir?“
„Stolz, Frust, Wut, Enttäuschung Sinella.“ sagte der König ohne sich umzudrehen. „Geht es dir… gut?“
„Du hast frühzeitig eine Schutzbarriere um mich aufgebaut.“ nickte Sinella ohne ihre Maske. „Und schnell den Zauber unserer Tochter unschädlich gemacht. Sie… ist wirklich sehr stark geworden oder?“
„ …“ schwieg Mephisto, als Sinella seinen linken Arm ganz in Beschlag nahm. „Ich bin froh, dass du einen Ausweg gefunden hast, Sharlia das Leben zu retten. Ich denke… unsere Tochter wird auch sie dann von ihrem Leiden erlösen.“
„Sinella… Sharlia ist wirklich außer Kontrolle geraten.“ drehte Mephisto sich zu seiner Liebe um. „Ich hoffe wirklich, dass Sina eine Lösung für sie hat.“
„Ich glaube schon, immerhin… Du hast doch selber gesehen, wer alles auf ihrer Seite stand oder? Hättest… du damit gerechnet, dass dieser Mann… Louis sich für Sina einsetzen würde? Ich habe ihm am Gesicht angesehen, dass er bereit war, für sie zu sterben. Nur… bei der Heldin Lara wurdest du sehr persönlich.“
„Ja, auch ich bin nicht frei von Rache. Ich konnte meinen Vater wirklich nicht leiden, sein Tod war so oder so unausweichlich gewesen. Aber die Barriere war es, was mich wütend gemacht hat und das Sina dann auch noch das Königspakt-Ritual anspricht, musste ich verhindern.
So eigenartig es ist, eigentlich… sollte Rache süß sein. Ich bin ein Problem los, konnte der Heldin Lara meine angesammelte Wut mitteilen… und doch war es für mich keine Freude gewesen, dass unsere Tochter nicht verstehen wollte.“
„Nun… in einem ist Sina dir aber ähnlich.“ lächelt Sinella. „Du würdest auch deine Leute beschützen, egal wie viele du schon selber getötet hast. Noch mehr… es war schön zu hören, dass du all ihre körperlichen Veränderungen ignoriert hast. Du hast Sina wirklich vom Herzen lieb oder?“
„Umso mehr tat es mir weh… dass mir ihr Angriff auf mich… sehr missfiel.“ schaute Mephisto traurig zur Seite. „Ich denke… kein Vater sollte seine Kinder schlagen. Doch sie hat eine Grenze überschritten und bevor es zu spät wurde… musste ich sie beruhigen.“
„Stimmt… auch das hast du… mit viel Geschick umgesetzt. Normalerweise… müsste ich das machen. Kyllia… ist auch sehr schön geworden und dass sie eine Liebe gefunden hat, macht… mich etwas sehr glücklich.
Mehr noch, wie sehr Sina sich um ihre jüngeren Schwestern sorgt, auch wenn sie keinen Kontakt hatte. Doch… meinst du nicht, dass… du es sehr übertrieben hast? Ich… mag nicht aus der Königsfamilie stammen, aber die Traditionen sind Blödsinn.
Entweder ein Reich oder ein Kampf gegen dich, glaube… du hast Sina und ihre beiden Frauen sehr unter Druck gesetzt.“
„Ich habe ihnen die Wahl gelassen, was sonst kein Dämonenkönig machen würde. Mehr noch… frage ich mich, was einige Dämonen im Militär planen, was MIR nicht gefällt. Vermutlich hat General Eortar und Kelania was damit zu tun.
Also… wollte ich sicher gehen, dass unsere junge Dämonenkönigin in die richtige Richtung gelenkt wird. Ich habe… die Befürchtung, dass dieser Friedensplan… keine Früchte tragen wird. Nicht dass ich Sina es nicht zutraue, sondern… Instinkt. Irgendetwas… wird kommen, was dies zum Scheitern bringen wird.“
„Verstehe…“ lehnte Sinella sich an die Brust ihres Mannes. „Sag… was ist dein Traum, den Sina sich nicht vorstellen könnte?“
„ … Das wir mit allen unseren Töchtern an einem… speziellen Ort unter uns ein Picknick genießen können. Frei von unseren Aufgaben, einfach… den Moment der Einsamkeit als Familie genießen.“ Traurig drückte Sinella ihre Wange auf seine Brust.
Renee saß im Zimmer der Übertragung zu ihrem Vater. „Was… willst du Vater eigentlich sagen?“ fragte Viktoria neben ihr, die sich beruhigt hatte. „Das wirst du gleich… hören.“ meinte Renee nur und starrte den Boden an.
Auf einmal ging die Übertragung an, beide Damen sahen ihre Eltern Lord Roman und Maria sitzen. „Hallo… Mama… Papa…“ lächelt Renee unsicher.
Maria merkte sofort, dass etwas bei ihren Kindern nicht stimmte. „Was ist passiert? Ihr seht sehr blass aus… Viktoria? Deine… Hände zittern?“ Sofort legte Viktoria beide Hände auf ihre Brust, um das Zittern zu unterdrücken. „Kinder? Was ist los?“ hob Roman eine Augenbraue hoch.
Renee schaute Viktoria an, dann ihre Eltern. „Wir… haben den Dämonenkönig aus Deymonlia kennengelernt, den Vater von Sina.“ Beide Elternteile rissen weit ihre Augen auf, als Renee dies sagte.
„Wie…?“ musste Roman nachhaken, als Renee den Kopf schüttelt und nun ihren Tränen freien Lauf ließ. „Bitte… Papa… versprich mir, dass du keinen Schwur machst, ihn zu einem Feind zu schwören. Diesen Mann… kannst du nicht besiegen!“ schluchzte Renee laut auf.
„Er hatte eine so eigenartige Aura gehabt… benutzte Magie, von der ich nie gehört habe und… behauptet, dass er auch unsere Blutmagie beherrscht. Er hat vor unseren Augen einem Vieh wortwörtlich mit mentaler Folter gebrochen und dann… *hick*
Er hat den Mann bei lebendigem Leibe gekocht. Doch… das war scheinbar nicht genug, hat er irgendwie die Kugel gepresst, diese Ritterrüstung war regelrecht eingedrückt worden. Dieser König… hat es alles gemacht, weil dieser Mann ein Freund von Lara war.
Ich… habe es nicht richtig verstanden, aber scheinbar hat der Dämonenkönig den Ritter vor 2000Jahren in einen Eisblock verzaubert und dann in unsere Zukunft geholt… nur um Lara zu foltern.
Viktoria… und ich… ich schäme mich nicht, weil ich hatte Angst vor ihm gehabt. Mehr noch als vor diesem Exos… weil er uns jederzeit hätte töten können, wenn es ihm danach war. Dieser Ritter wurde getötet und… wenn ich ihn Lara´s Haut wäre, ich hätte mich geschändet gefühlt.
Das… Gespräch, wo Sina uns eingeladen hat, damit wir Zeuge sind, wenn sie mit ihrem Vater spricht… ist komplett außer Kontrolle geraten. Jetzt verstehe ich… warum du Papa mit den Dämonenkönigen nie was zu tun haben wolltest.
Sie stinken nach Macht, man fühlt sich in ihrer Nähe erdrückt. Dieser Dämonenkönig… hat nicht mal eine Liebe zu seinen eigenen Kindern und… wenn es eine Liebe zu Sina gibt… dann ist sie sehr giftig zwischen den beiden.
ER wollte sogar seine eigene Tochter töten… vermutlich auf die schlimmste Art und Weise, schlimmer als Onkel Acula das getan hätte. Sina… konnte es irgendwie ihm ausreden, dass er wie hieß sie?“ schaute Renee verweint ihre Schwester an. „Sharlia…“ murmelt Viktoria.
„Sharlia wird aus dem Kontinent verbannt. Keine… Ahnung, welche Auswirkung es für Dämonen hat, aber… Dieser Mann ist das töten gewohnt. Er hat uns alle… diesen Blick zugeworfen… jetzt und sofort zu töten.
Nur bei Sina… scheint es immer etwas… anderes gewesen sein, wobei sie sich auch gegenseitig immer… erm… gestritten haben… bis es passierte. Der Dämonenkönig hat Hand an die Blutelfen gelegt und Sina hat ihn mit dem stärksten Zauber angegriffen.
Aufgrund… dass wir immer seine Aura gespürt haben, dachte ich, der Zauber von Sina würde uns auch angreifen, war aber nicht so. Ich dachte… Sina hätte ihren Vater wirklich… eiskalt erwischt, doch…“ erzählte Renee die Begegnung. Ihre Eltern hielten sie nicht auf.
Nur als Renee von dem Zauber berichtet, dass die Säulen wieder in ihren alten Zustand brachte, musste Roman nachhaken. „Bist du sicher, dass er mit der Zeit gespielt hat?“ „Ja, irgendwie… war er in der Lage dazu.
Was auch immer… er sein mag… der Dämon… ist einfach in die Übertragung reingekommen… und hat vor allen Sina geohrfeigt. Ich habe… diesen Angriff überhaupt nicht gesehen. Sina selber… war scheinbar kopflos gewesen, so wie sie ausgesehen hat.
Papa… wenn selbst Sina mit den extremen Attributen und stärksten Zauber bei ihrem eigenen Vater nicht mithalten konnte… Was ist das dann bitteschön für ein Monster? Dämonen… bleiben Bastarde… egal wie man es sieht.
Sina… und Kyllia scheinen irgendwie eine Ausnahme sein, aber… bitte Papa… Geh ihrem Vater aus dem Weg. Bitte… ich dachte immer… du bist… ein Arsch…“ schniefte Renee wieder laut, dabei wurde sie sogar sehr ehrlich.
„Doch… als ich den Vater von Sina kennengelernt habe… ihre Aussagen über ihn… richtig in Erinnerung habe… Dann kann ich dem dunklen Gott nur danken… dass ich dich als Vater habe. Es… tut mir so leid… dass ich… dir all die Zeit… das Leben schwer gemacht habe…“
Diese Aussage… schockierte Roman am meisten. Maria schaute besorgt zu ihrer weinenden Tochter und zugleich zu ihrem Ehemann. „Renee… glaubst du wirklich, dass ich keine Chance hätte?“ fragte der Vampirkönig mit einer sanftem Stimme.
„Nein, keine Chance.“ drehte Renee hektisch ihren Kopf. „Wir haben nur unsere Blutmagie und die Stärke als Vampir. Dieser… Mann… er meinte am Ende bei Sina, er hätte auch den Segen des dunklen Gottes. Ich verstehe nicht was er damit meinte, aber…
Diese Gewissheit, dass er über Sina dominieren könnte… das macht mir Angst. Das er mit Magie… anderer Rassen spielt, als wäre er es gewohnt… Papa… ohne irgendwelches Wissen über diesen Dämonenkönig zu haben, du wirst nur sterben.
Ich… ich… habe diese Version… dass du stirbst. Wer… soll dann auf uns aufpassen? Bitte… ich werde versuchen mit Viktoria keinen Kontakt mehr mit dem Dämonenkönig zu haben, aber… such ihn nicht wegen uns auf.“ flehte Renee. Viktoria sagte nichts, aber da sie am nicken war, stimmte sie scheinbar ihrer Schwester zu.
Roman schaute Maria an, die sehr besorgt war. „Ich werde ihn aufsuchen.“ sagte der Vampirkönig. Maria seufzte, denn das hat sie kommen sehen. „PAPA!“ fiel Renee nur der Mund runter, als sie ihn schmunzeln sah. „Aber nicht um ihn zu bekämpfen, sondern um mich bei ihm persönlich zu bedanken.“
„Huh?“ war das erste, was Maria einfiel. „Willst du mir das mal bitte erklären?!“ „Nun, dieser Mann hat es geschafft, dass Renee endlich ihre Augen öffnet, was wir all die Zeit immer versucht haben. Ich mag… vielleicht ein „Arsch“ sein, was ich aber nicht mehr aus eurem Mund hören will, aber muss… es einen Grund für einen Mann geben, der seine Familie beschützt?“
Diese… eine Aussage… haute jede anwesende Dame mehr oder weniger vom Hocker. „Vielleicht übertreibe ich es, vielleicht auch nicht, aber ich würde… nie diesen Gedanken haben, mein eigenes Kind töten zu wollen.
Das ihr… ab und zu mal eine harte Hand gebraucht habt, darüber wollen wir nicht reden, einige haben förmlich danach geschrien. Doch euch töten? Diese Kälte habe ich nicht mal und sollte ich sie irgendwann haben, dann habe ich das Recht als Vater verloren.
Einer der Gründe, warum ich all meine Geschwister nicht leiden konnte bis auf Layla war, dass sie mit dem Leben der Kinder gespielt haben. Sie haben nie verstanden, was sie in ihren Händen gehalten haben und ich bin über ihren Tod überhaupt nicht traurig.
Renee und auch Viktoria… lernt aus diesem Gespräch, wie gut ihr es am Ende doch alle habt. Es… gefällt mir nicht, dass Sina euch wieder in eine unnötige Gefahr gebracht hat, aber… ich will jetzt auch kein Gespräch deswegen mit ihr führen.
Denke… so wie du es erklärt hast, hat Sina ihre eigenen Sorgen, zumal ihr Vater sie geschlagen hat. Dürfte für Sina vermutlich eine Welt zusammengebrochen sein, weil sie ähnlich wie du Renee um die Anerkennung ihrer Familie kämpft.
Also Renee… macht dir keine Sorgen um mich. Ich werde keinen Schwur noch einen Kampf gegen den Dämonenkönig aufsuchen. Wenn mich nur bei ihm bedanken.“ streichelt Roman lächelnd seinen Zwirbelbart.
„NEIN! LASS ES!“ drehte Renee panisch ihren Kopf. „Sonst sage ich es Sina, dass sie dich aufhalten soll!“
„Oho?“ lächelt Roman nun ganz offen. „Scheinbar hat Sina es geschafft, dass du dich auf jemand verlassen kannst, wenn du es selbst nicht schaffen kannst.“
„Renee… dein Vater wird den Dämonenkönig nicht aufsuchen.“ lächelt Maria und legte ihre Hand auf den Arm von Roman. Ganz kurz verzog sich das Gesicht vom Vampirkönig, behielt aber sein lächelndes Gesicht bei. „Das mache ich selber schon.“ „Danke…“ seufzte Renee erleichtert, Viktoria stimmte ihr bei.
In einem anderen Haus führte ebenfalls jemand ein Gespräch mit einem Vampirkönig. „Das… wäre alles, was ich zu berichten habe Mutter.“ beendet Lisa ihren Bericht.
„Hm… wie geht es dir?“ fragte Layla besorgt. „Hauptsächlich… Angst.“ sagte Lisa, Lysa war ebenfalls anwesend und hob nur eine Augenbraue hoch.
„Ich hatte vorher nie einen Kontakt mit diesem Dämonenkönige gehabt, nun verstehe ich, warum wir keinerlei großen Kontakt mit den Dämonen hatten. Irgendwie… habe ich immer größere Zweifel, dass Onkel Acula wirklich mit ihnen gekämpft hat.
Wenn… haben sie alle mit ihm gespielt, oder der Dämonenkönig Mephisto, wie Kyllia mir es erklärt hat, spielt… nochmal in eine ganz andere Rolle.“ starrte Lisa auf den Boden, dabei kann sie nicht vergessen, wie Mephisto einfach die Zauber rückgängig gemacht hat.
Layla sah aber noch etwas anderes bei ihre Tochter. „Lisa… es mag sein, dass ich in letzter Zeit nicht unbedingt nett zu dir war, aber… etwas lastet dir auf deiner Seele oder?“
Mütter… sind manchmal die grausamsten Wesen und auch zugleich die Personen, die sofort ihre eigene Kinder durchschauten. Lisa fielen nun die Tränen vom Gesicht runter. „Mama… wie kann man bitte seine eigene Kinder… so dermaßen verachten?
Ich… verstehe das nicht. Papa, wo auch er immer ist, hätte es NIE gewagt, mit dem Tod zu drohen. Wie kann dieser Mann… Kyllia so dermaßen… beleidigen. Langsam kann ich diesen Hass… und auch die Angst von Kyllia verstehen.
Der Dämonenkönig ist jemand… dem geht man sofort aus dem Weg. Das ist kein Kampf, den man unvorbereitet angehen darf. Aber ich will auch nicht mit ihm kämpfen, ich will Kyllia von ihm wegnehmen! *schnief*
Sie schläft vielleicht… aber ich weiß genau, was gerade bei ihr passiert. Sorge um ihre Schwester und die Beleidigungen, die sie verarbeiten musst. Sina… Keine Ahnung, ob es den anderen aufgefallen ist…
Aber nur bei ihr zeigte der Dämonenkönig etwas, was… man als Vater betrachten könnte. Seine Gründe hast du gehört, für mich… klang es eher, dass er weiterhin die Kontrolle über sie behalten will.
Nur bei ihr scheint Mephisto etwas… keine Ahnung… ruhiger und wieder zugleich laut zu werden. Das ist keine gesunde Familienbeziehung, was bei dieser Familie ist. Mama, ich werde Kyllia so gut wie es geht helfen, dass sie Papa besiegt.
Dann werde ich zusehen, dass ich Kyllia von dieser verrückten Familie weg bekomme. Meine Verlobte soll glücklich sein, lachen und nicht in Trauer geraten, sobald ihr Vater kommt. Doch so einfach… wird es nicht sein.
Kyllia hat ein zu großes Herz um ihre Schwestern, solange diese alle nicht irgendwie… außerhalb der Fänge des Dämonenkönig sein werden, wird Kyllia immer diese eine Sorge haben. Also werde ich auch ich darum kämpfen, damit sie das Gefühl hat, dass sie nicht alleine ist!
Was… auch immer der Grund ist, warum Papa dich versteckt, es ist mir egal. Was mir nicht egal ist, dass… Kyllia so leidet. Ich hoffe nur… der König hat es übertrieben mit der Darstellung von der Schwester meiner Verlobten.
Es reicht schon, wenn Sina ein wandelndes Chaos ist, wir brauchen keine weiteren verrückten Schwestern… dabei hat Kyllia nun wirklich nicht wenige Schwestern…“ seufzte Lisa.
Layla spitzte ihre Lippen. „Hm… verstehe. Es freut mich wirklich… dass du genauso wie ich die wahre Liebe gefunden hast. Dann tu, was du tun musst Lisa. Sei eine Vampirin und nimm das Opfer, lass es nie wieder los, bis es dir ergeben ist.
Es ist traurig zu hören, dass die Familie von Kyllia und auch zugleich von Sina… sehr kompliziert ist. Mich wundert nur eines…“ Lisa und Lysa schaut gleichzeitig zu ihrer Mutter auf. „Warum will der Dämonenkönig, dass Sina ein Reich errichtet?
So… wie ich den Beschützerinstinkt meiner Freundin kenne, wird sie in einem Teufelskreis landen. Einerseits um ihre Geliebten zu beschützen, aber zugleich kann sie schlecht ihren Vater verraten. Kein Wunder, dass sie immer so extreme Maßnahmen ergreift. Langsam verstehe ich Sina nun doch, warum man so schlecht bei ihr Pläne schmieden kann.
Was mich noch… weniger wundern würde, dass bei Sina irgendwann ein Punkt kommt und sich mit ihren Geliebten irgendwo auf der Welt absetzt. Ich kann es wirklich nachvollziehen, denn selbst ich wüsste nicht, wie man DIESES Problem überhaupt lösen will.
Man kann kein Reich errichten ohne auf Widerstand zu treffen und doch verlangt ihr Vater das. Was rätst du mir Lisa, soll ich Sina aufmuntern?“
„Nein, dass werden Sherry und Neia schon machen.“ schüttelt Lisa den Kopf. „Am besten ist es, wenn man Sina tatsächlich etwas Ruhe gibt. Meine… sie „darf“ mit ihrem Vater nochmal sprechen, diesmal alleine.
Wenn… Kyllia ihre Schwester mit mir abgeholt hat, werde ich… leider das Thema mit ihr ansprechen, dass ich ihr von nun an verbiete, mit ihrem Vater zu sprechen oder zu sehen. Warum soll man sich auf jemanden einlassen, wo man nur Verachtung und Spott erntet?“
„Dann solltest du es aber sehr einfühlsam angehen. Du kennst ihr Temperament und ich glaube, dass sie einen sturen Kopf haben könnte.“ grinste Layla schief.
„Keine Sorge… Entweder ihr Vater oder kein Sex mit mir und ich denke… damit habe ich sie sehr gut in der Hand.“ lächelt Lisa sehr sehr düster. Nun schaute Lysa zweifelnd ihre Mutter an bei der Aussage. „Hätte… nicht gedacht, dass ich es jemals aus deinem Mund zu hören bekomme…“ seufzte Layla kopfschüttelnd.
Suki machte in der Küche eine leichte Kost, wo Cixo in der Ecke saß, als würde sie an etwas sehr schweres kauen. Rubina saß neben den Küchenfenster, weil Suki sie vorerst in ihrer Nähe behalten wollte.
Dalmaz hat sich verabschiedet mit dem Worten: „Ich schlafen viel.“ Vermutlich seine Art zu sagen, dass er alleine nachdenken will.
„Hrm…“ knurrte Nitir nervös. „Ich verstehe nicht, warum bei diesem Obsttyp extra die Schale entfernt werden muss?“ hielt der Behemoth die Ananas in der Höhe.
„Nitir… haben wir noch genug davon?“ fragte Suki nur. „Erm… ja, haben wir.“ drehte Nitir sich um, wo er auf dem Tisch über weitere zehn Stück sah. „Warum?“ „Dann beiß jetzt einfach mal so rein. Ohne wenn und aber.“
Nitir bekam das Gefühl, dass es nicht unbedingt lustig sein wird und wird auch keinerlei Hilfe bekommen. Er seufzte nur und biss… „Argh!“ verletzte sich der Behemoth dabei. „Siehst du? Denke… es ist einfacher auf diese Art und Weise, es zu lernen.“ meinte Suki nur, die fertig war mit ihrer Arbeit.
Sie holte auf einmal eine sehr große Schüssel raus und ging an Nitir vorbei, wo sie mehrere Ananasse zu ihrem Arbeitsplatz mitnimmt. Fachgerecht und schnell entfernte sie die Außenhaut und den Kern.
„Verstehe…“ murmelt Nitir. „Wie… könnt ihr einfach so… weiter machen?“ fragte Cixo auf einmal. „Heute standen wir dem gefährlichsten Dämon der Welt gegenüber und ihr… macht euch Sorgen über Essen?“
„Cixo…“ drehte Suki besorgt zu ihr um. „Vielleicht… bin ich es gewöhnt, dass immer die stärksten Monster bei unserer Villa anklopfen oder antreffen. Doch überleg doch mal… Was sollen wir denn tun?
Ich kenne Mutter gut genug, dass sie kein zweites Mal ein Gespräch mit uns allen und ihrem Vater machen wird. Das war für sie eine totale Blamage gewesen, zu mal ich auch Rubina beschützen muss.
Die Wahrscheinlichkeit also… dass wir ausgerechnet mit dem Dämonenkönig ein zweites Mal in Kontakt kommen, halte ich für sehr… unwahrscheinlich. Warum soll ich mir daher den Kopf zerbrechen, zumal Mutter mich als ihre erste Tochter vorgestellt hat?
Gerade jetzt muss ich doch Stärke zeigen, dass dieses Gespräch mich nicht verändert. Veränderungen werden stattfinden, aber ich bin nur eine einfache Hausdienerin. Ich muss dafür sorgen, dass alle Bewohner und auch Mutter sich davon erholen.“
„Ich bin eher erstaunt, dass es wirklich noch so viele weitere mächtige Gegner gibt, weitaus… stärkere Personen als Sina und Rokea. Doch warum soll ich mich mit diesem Problem befassen?
Ein Kampf wird nur stattfinden, wenn man ihn auch haben will und ich denke nicht, dass Sina es soweit kommen lassen wird. Eher überlege ich, wie ich Suki beschützen kann. Immer ist es bewundernswert, dass sie sich nicht davon klein kriegen lässt.“ schneidet Nitir langsam die Ananas.
Suki… sagte nichts, aber Cixo sah, wie ihre Katzenohren am wackeln waren. Sie seufzte nur und stand auf. „Ich gehe nach Hause und erzähl Hiro und Neria davon, sie dürften es ja als Clanmitglieder von Lady Sina ja eher betreffen.
Als Attentäterin hoffe ich doch sehr… dass ich keinen neuen Kontakt mit diesen anderen Einheiten der Dämonen bekomme… Brr… die Leerenlosen, hoffentlich kann Hiro etwas basteln, was sie töten kann.“
Cixo verschwand, Suki und Nitir waren nun alleine in der Küche. „Was… sind deine Pläne Nitir? Wenn… der Dämonenkönig bei der Aussage bleibt… wird noch die eine oder andere Einheit kommen.“ fragte Suki, die nun Äpfel schneidet.
„Wenn es nach mir ginge, würde ich dich und Rubina mit nach Batzien mitnehmen, wo ihr dann ein sorgenfreies Leben genießen könnt. Doch ich sehe es jetzt kommen, dass du das Messer in deiner Hand vermutlich in mein Herz schlagen würdest.“ grinste Nitir schief.
„Scheinbar lernst du schnell, Wünsche und Realität zu unterscheiden. Ich hätte Mutter niemals alleine gelassen und Rubina hat hier ihre Familie. Sie braucht das, damit sie sich weiter richtig entwickeln kann.“ nickte Suki langsam.
„Genau… das ist das Problem. Vielleicht… werde ich mit den Jungs ein paar Dungeons aufsuchen, damit wir stärker werden. Wie kann ich dich um die Hand bitten, dich aber nicht beschützen kann? Ich kann mich nicht mal als ein Mann nennen, wenn ich die Frau, die ich liebe, nicht verteidigen kann?“ sagte der Behemoth dies sehr direkt.
„Nitir… ich habe dir doch schon gesagt…“ drehte Suki sich zu Nitir um, der ihr sehr ernst von oben in die Augen schaut. „Ich weiß und du weißt, dass ich um dich kämpfen werde. Du bist was besonderes, um das sich auch lohnt zu kämpfen.
Selbst… wenn ich in irgendeiner Form ein alter Mann werde, ich werde nicht aufhören, dich zu lieben. Du hast mein Herz und ich will, dass du es schlagen hörst. Suki, ich liebe dich. Ich werde es immer wieder sagen, damit du weißt, wie ernst ich es meine.“
Nun sah Nitir, was ihn am meisten Freude bereitet: Ein Katzenmädchen mit einem leuchtenden Tigerfell und einem roten Kopf. Eilig drehte Suki sich wieder zu ihrer Arbeit um und sagte nichts, wie viele Male sie es auch getan hatte.
Grinsend drehte Nitir sich auch um, als Rubina in das Fenster schaute. „Mama?“ Sofort drehte Suki sich zu ihre Tochter um. „Ja mein Schatz? Dein Essen ist gleich fertig.“
Rubina schüttelt nur ihren Kopf. „Nicht schlimm, ich kann warten. Mama… als der böse Mann alles dunkel gemacht hat, habe ich jemanden in diesem großen Raum gesehen.“
„Wie meinst du das?“ ging Suki zum Fenster, Nitir drehte sich neugierig um. „Ich habe niemanden gesehen und diese Halle war… seeeeehr groß gewesen.“ lächelt Suki unsicher. „Doch, ich habe da jemanden gesehen!“ ließ die Drachenfrau nicht beirren. „Ich dachte, ich hätte Sina dort stehen sehen.“
„Erm…“ sah man den Zweifel bei Suki. „Bist du dir auch sehr sicher? Sina war bei uns gewesen und Kyllia ebenfalls. Vielleicht ist das auch nur eine Illusion von dem bösen Mann gewesen.“
„Meinst du? Sie hat hinter einer Säule gestanden und habe sie erst am Ende bemerkt.“ wiegelt Rubina ihren Kopf vor dem Fenster. Nun drehte Suki sich zu Nitir, der nur den Kopf schüttelt. „Habe auch niemanden gesehen, die meiste Aufmerksamkeit hatte immer der Dämonenkönig gehabt.“
„Sollen wir Sina es sagen?“ fragte Rubina. „Nein… wenn erst, wenn Mutter wieder einen klaren Kopf hat. Sie dürfte Kopfschmerzen haben und wenn jetzt noch etwas weitere Informationen kommen, dürfte sie es nicht unbedingt… wohlwollend aufnehmen.“ schüttelt Suki den Kopf.
Sie ging zu der großen Schüssel, rührte den Inhalt einmal kräftig und hob es mit Mühe auf, um anschließend es ihre Tochter zu geben. „Bitte, deine „Obstschale.“
„Danke!“ freute sich die Drachenfrau, die es mit zwei Finger abnahm und direkt in einen „Happen“ aufisst. „Darf ich…?“
„Du darfst die Schale auslecken und wieder fliegen. Aber ich will dich heute Abend wieder sehen ok?“ lächelt Suki. „Danke Mama!“ lächelt Rubina fröhlich. Die Schüssel legte Rubina wieder auf die Fensterbank, blitzblank und flog direkt in den Himmel.
„Du bist auch in anderem Bereichen eine sehr starke Frau.“ merkte Nitir noch an. „In dieser Familie können nur die starken Personen leben.“ grinste Suki den großen Behemoth an. Beide hörten nur, wie etwas die Treppe runter stampfte und die Haustür nicht gerade leise zuknallt.
Rokea verließ die Monstervilla und machte sich wieder auf den Weg ins Land der Toten oder wie sie es eher sagen würde: Land der Leere.
„Es… gibt noch weitere Dämonen, die es mit diesen Destroyar aufnehmen können?“ dieser Gedanke schwebte Rokea am meisten im Kopf herum. Sie hat den Kampf gegen ihre Gegnerin immer wieder verinnerlicht und dürfte einen weiteren Kampf gegen sie besser standhalten können.
Doch was ist mit einem Gegner, der sich mit Freude in die Luft jagt oder einen Gegner, den man nicht töten kann? Der Dämonenkönig war der festen Meinung, dass Sina die Leerenlosen töten könnte, aber nicht der Rest.
„Zeit… dass ich wirklich mein Monster in den Griff bekomme.“ knurrte Rokea. Dabei ging sie an dem Haus vorbei, wo Sarless lebt und Gair wieder vor der Tür stand.
„Sarless… meinst du nicht, dass… ich irgendwie… ein bisschen… mehr Kontakt zu dir haben sollte? Deine Tür und ich sind mittlerweile ziemlich gute Freunde geworden.“ meinte Gair sarkastisch. Die Tür ging auf und Sarless kam in ihrer Illusion zum Vorschein.
„Du… willst mehr Kontakt mit mir haben?“ verschränkte Sarless ihre Arme. „Ein bisschen schon? Meine… ich bring dir jeden Tag was zu Essen, bringe deine Anweisungen den Stadtwachen und… was immer du von mir gewünscht hast.“ nickte Gair.
„Warum… machst du das eigentlich alles? Woher kann ich mir sicher sein, dass es nicht die Schwüre sind, die du meiner Königin und meiner Freundin gegeben hast, die dich dazu nötigen.“ hielte Sarless eine Augenbraue hoch.
Gair kniete auf einmal vor Sarless. „Sarless… es tut mir vom Herzen leid, dass ich dich damals „benutzt“ habe. Ich habe in dir nur eine Frau gesehen, die ich mit meinem Charme ködern konnte und habe meine Belohnung bekommen.
Ich streite es nicht ab, dass du wie viele andere Frauen auch nur ein Lustobjekt gewesen warst. Doch… vielleicht haben die Schwüre was damit zu tun, vielleicht auch nicht. Erst… als ich richtig um dich kämpfen musste, ist… mir was aufgefallen.
All mein Charme brachte mir nichts, wenn ich ein gebrochenes Herz wiedergewinnen will. Ich musste wirklich Überlegungen anstellen… wie ich es schaffe. Bis es passierte. Ich habe mich in dich verliebt.
Erst da wurde mir wirklich bewusst… welch eine Chance ich bei dir verloren habe und kann deine Wut… deinen Hass… und all die Erniedrigungen, die du mich spüren lässt, verstehen. Es… tut mir wirklich Leid, was… ich dir angetan habe.
Deswegen… mache ich alles, dass ich irgendwie… näher wieder zu dir kommen kann. Ich mache mir ja schon große Hoffnungen, dass du mit mir sprichst.“
Sarless starrte auf den knienden Vampir, als etwas gegen ihren Bauch trat. „Hrm… steh auf Schürzenjäger.“ Der Vampir blickte auf und sah eine ungeduldige Dämonin vor ihm stehen. „Wird´s bald?“
Gair wollte aufstehen, als Sarless ihn am Kragen packte und zu sich zog. „Sar…“ *schmatz* Ganz weit wurden die Augen von Gair aufgerissen, als er die zarten Lippen auf seinen spürte. Die Dämonin gab ihm einen Kuss und bevor der Vampir auf den Geschmack kam, warf sie ihn schon wieder auf den Hintern.
„Dann mein Schürzenjäger, kämpft mal weiter um uns.“ lächelt Sarless fies und ging wieder in ihr Haus rein, dabei knallte sie Tür zu. Erstaunt schaute Gair nur wieder seinen „alten“ Freund an, dann musste er schief grinsen. „Das werde ich… wenn ich nur wüsste, was du mit „uns“ meint?“
Sina lag auf dem Bett und starrte die Decke an. „Sina?“ stellte Sherry sich bewusst in den Weg. „Was genau denkst du?“ „Wenn ich ganz ehrlich bin? An nichts.“
„Das kannst du?“ war Neia auch ganz bewusst mit ihrem Gesicht im Blickfeld von Sina. „Ja, dass kann ich. Mein… Lehrer meinte, dass es Momente in meinen Leben geben wird, wo ich einen leeren Kopf haben muss.“ nickte Sina.
„Hört sich sehr vernünftig an.“ nickte Sherry. „Ist das dieser Wisali, den du immer wieder ansprichst und dein Vater auch meinte?“
„Ja, dass ist mein Lehrer. Er weiß alles, teilt aber nur das nötigste immer mit. Ich habe… mal scherzhaft behauptet, wenn Wisali was nicht weiß, dann hat es das nie gegeben.“ lächelt Sina etwas nostalgisch.
Neia streichelt auf einmal eine Wange von Sina. „Sina… wenn du wieder anfängst, nachzudenken, dann füge in deine Gedanken, dass wir deine Hilfe nicht wollen.“
Nun wurde Sina wach und starrte ihre Elfinnen an. „Wie… meinst du das?“ „Wie Neia es sagte. Wir haben eine Kostprobe von deinem Vater bekommen und werden uns Gedanken machen, wie wir ihn besiegen können.“ nickte Sherry.
„Du kannst nicht einfach aus dem Nichts ein Reich erstellen Sina, geht nicht. Du würdest eher einen Krieg auf Alliancia auslösen, zumal du… eh in Schwierigkeiten bist, weil jeder dich im Auge hat.“ lächelt Neia traurig.
„Außerdem… ich habe deinem Vater es schon gesagt: Du gehörst mir. Mir und Neia! Wir haben uns für den schwierigen Weg entschieden, also akzeptierst du ihn auch gefälligst. Wir haben scheinbar viel Zeit, bis es wirklich zu diesem dummen Kampf kommt.“
„Damit du also einen klaren Kopf hast, werden wir unser Training angehen: Attribute stärken, unsere magischen Fähigkeiten auf Maximum bringen und die Zauber, die Sherry kann, mir beibringen.
Kann ja nicht sein, dass bei ihr diese Elementarkugeln fliegen, ich aber keine habe. Noch ein Punkt, wie wir stärker werden. Blutmagie wird eine etwas langsamere Geschichte werden, aber solange wir immer in Kämpfe geraten, wird sich auch unsere Regeneration verbessern.“
„Daher… meine liebe… süße Dämonin…“ nahm Sherry den linken Arm von Sina… und hob ihn bewusst zum Bettpfosten, Neia machte es auf der andere Seite. „Werden wir dich ein bisschen in nächster Zeit verwöhnen.“
Bevor Sina realisieren konnte, was ihre Elfinnen gemacht haben, waren ihre Arme am Bett gebunden. Sherry nickte Neia zu, wie sie beide auf einmal einen Dolch aus dem Nichts raus zogen. „Zeit, dass wir deine Seele heilen!“ „Ganz… genau~.“ lächelten Sherry und Neia… sehr gruselig.
*gulp*
Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.