Ich bin wiedergeboren und meine Einnahmen brechen ein?
Sina schließt die Haustür ihrer Villa und fiel mit dem Rücken dagegen, ein Gefühl vom De-ja´vü überkam sie. „Himmel… langsam habe ich echt kein Bock mehr auf all den Scheiß…“ seufzte die Dämonenkönigin.
„Immer dieses dritte Rad in all den Geschehnissen… Wäre ich der Boss, wären die Kinder in Sicherheit gebracht worden. Anschließend eine Aufklärung zum Volk, dass wir alles andere als in Sicherheit sind. Nein, ich kann nur Ratschläge verteilen oder darf direkt…“ wurde Sina sehr unruhig bei dem Gedanken… ihr Heim aufzugeben.
Auf einmal krachte die Haustür gegen ihren Rücken, man hörte förmlich, wie Knochen angeknackst worden sind und die Dämonin nach vorne fiel. „Huch?“ drückte die Stimme die Tür weiter auf. „Sina? Was machst du da?“ fragte Rokea in ihrer zerrissenen Kleidung.
„Die Temperatur vom Boden messen, ob es seine Richtigkeit hat…“ murmelt Sina sarkastisch vom Boden hoch, stand aber dann langsam auf. „Schon wieder da Rokea?“
„Ja? Wenn ich das zu oft mache, besteht die Gefahr, länger in der Bewusstlosigkeit zu landen.“ hob Rokea nur ihre Augenbraue hoch. „Hm… vielleicht ist es gut, dass du wieder gekommen bist.“ rieb sich Sina ihren Rücken, wo der Türknauf gelandet war.
Paar Minuten später saßen beide Damen im Wohnzimmer. „Folgendes Rokea, da du im Waisenheim arbeitest. Ich habe mit dem Verantwortlichen gesprochen, dass die Kinder in Sicherheit gebracht werden müssen…“ berichtet Sina in einfachen Sätzen, was demnächst passieren könnte.
„Denke… wenn du eine längere Zeit bei den Kinder vor Ort bist, wäre es nicht schlecht, verstehst du? Immerhin könntest du ja für einige ein Vorbild sein.“
„Verstehe…“ wirkte Rokea etwas traurig. „Die Sicherheit der Kinder geht wirklich vor. Irgendwie sind alle ein bisschen dumm, nur weil du einen Titel trägst oder? Die ganze Zeit akzeptieren sie, dass du eine Dämonin bist, aber sobald sie es mit dem Königstitel erfahren haben, drehen sie alle ab.“
„DAS kannst du verdammt laut sagen. Ich verstehe dass selber nicht und werde nur mit Problemen überhäuft. Das… sind jetzt Wünsche gewesen… wo ich gerne gewusst hätte, wo GENAU der Fehler war.
Als ich Neia retten wollte? Als ich mich als Dämonin offenbarte? Das die Destroyar gekommen sind? WO genau… habe ich was falsch gemacht? Warum können sie nicht einfach wie die Tiermenschen sein? Ihr denkt doch auch nicht so kompliziert.“ stimmte Sina ihr zu.
„Doch, aber nur die Anführer der Tierclan´s, dem Rest des Volkes will man ja nicht solche Probleme zumuten. Jeder soll das Leben genießen und dennoch die Natur respektieren. Das ist das Problem, was die Völker von Alliancia nicht so verstehen können.
Ich habe seit ich hier lebe, einiges gelernt und vieles… kommt mir so unsinnig vor. Warum so die ganzen Einschränkungen? Warum muss man sich für gewisse… Probleme rechtfertigen und lässt es nicht einfach auf sich beruhen?“ schaute Rokea Sina an.
„Glaube… dass kann ich dir nicht so genau beantworten. Doch sei ehrlich… Wenn du Deymonlia besuchen könntest, würdest du auch dort Regeln und ähnliches treffen, aber in einer anderen Form. Sie dienen dazu, dass wir Dämonen uns nicht am Ende gegenseitig abschlachten. Würdest du ebenfalls sagen, dass sie unsinnig sind?“ zuckte die Dämonin kurz ihre Schultern.
„Hm… denke, dass ist der Unterschied zwischen uns allen Rassen oder? Sieht so aus, als würde es immer zu einem Konflikt kommen, wenn nicht jemand sie dazu nötigt, die Regeln zu befolgen, die der Anführer aufstellt.“
„Du meinst… wenn es jemand gibt, der über alle herrschen würde, diese Regeln für ALLE Rassen aufsetzt und sie zwingt, danach zu leben? Glaubst du nicht, dass es eine Revolte geben könnte? Der Anführer müsste ja alle Aspekte der Rassen berücksichtigen, damit alle gleichgestellt sind.“
„Du Sina… ist das mein Problem?“ grinste Rokea belustigt die Dämonin an. „Ich versuche so einfach wie möglich zu leben. Ein Leben, was du mir ermöglichst. Dank dir lerne ich, mich NICHT in deine Probleme hineinzuziehen zu lassen. Ist auf Dauer tatsächlich irgendwie gesünder.“
„Haha…“ rollte Sina mit ihren Augen. „Auch… wenn das unser Gespräch nun kaputt macht, aber… Was genau ist zwischen dir und Nitir vorgefallen? Ich kenne die Aussage von Nitir, würde aber auch gerne deine kennen.“
So angefressen wie Rokea aussah, traf die Vermutung von Sina ziemlich genau auf den Kopf. „Muss ich echt noch was dazu sagen? Ich kann den Kerl nicht leiden und er hat es sogar gewagt, mich zu schlagen. Glaubst du nicht, dass es Konsequenzen gibt?“
„Rokea… aufgrund das Nitir Suki für alle Zeiten folgen wird, glaubst du nicht, dass ihr es euch nur noch schwerer macht, euch aus dem Weg zu gehen? Ich sehe es schon kommen, dass ihr euch nur schief anschauen braucht, dass es zu einem Kampf kommen wird.
Meine Villa ist nicht groß genug, dass ihr euch immer aus dem Weg gehen könnt und Rubina… muss ja einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, dass ihr mit eurem Kampf aufgehört habt. Sie ist auch nicht immer da.“
„Naja… wenn du… mit jemanden deiner Größe kämpfst… und Sherry kommt dreimal so groß und hält dich einfach so am Arm hoch, hättest du noch weiter gekämpft?“ hob Rokea eine Augenbraue hoch.
„Uh…“ stelle Sherry so groß wie das Haus vor. „Bitte nicht…“ murmelt Sina bei der Vorstellung. „Dann Rokea… vermeide einfach Kämpfe. Ich hätte heute auch gerne jemanden zusammengeschlagen, weil er mir auf den Keks ging. Doch es kann nicht die dauerhafte Lösung sein, jeden zu töten, der dir nicht sympathisch kommt.“
„Ich kann es nicht versprechen. Dank ihm…“ streichelt Rokea ihre Narbe am Gesicht. „Ist es fast unmöglich. Das er es überhaupt geschafft hat, mir so eine böse Wunde zu schlagen…“
„Wut… kann einiges ermöglichen. Nitir wäre beinahe an deiner Rache gestorben, wundert es dich denn, dass er Wut geladen zu du dir kommt mit einem Baumstamm? Meine nur…“ schaute Sina bewusst ihre neue Decke an, als Suki kam.
„Mutter? Ronald will dich ganz dringend sprechen, daher habe ich ihn vorerst in dein Büro gebracht.“ „Huch? Dann muss es was mit Saifa zu tun haben. Dachte, ich hätte noch Zeit.“ stand Sina auf. „Wir sehen uns später.“ nickte Sina der Tierfrau noch zu.
Ohne Umwege suchte Sina ihr Büro auf und sah Ronald, der ziemlich verschwitzt aussah. „Eh… dich habe ich in diesem Zustand noch nicht gesehen. Aber erst mal Hallo.“ grüßte Sina. Ronald drehte sich um und grüßte ebenfalls. „Ich grüße euch Sina, ich bin froh, dass ihr wach seid.“
Sina ging direkt auf ihrem Chefsessel und schaute Ronald an. „Geht es um Saifa? Dachte, Lara hätte es soweit geklärt, dass ich Luft habe?“
„Wenn es nur das wäre, dann würde ich nicht so vor ihnen sitzen Sina.“ schüttelt Ronald den Kopf und legte auf einmal haufenweise Briefe auf den Tisch. „Das ist das eigentliche Problem Sina.“ „Eh…? Was genau?“
„Das sind alles Kündigungen eurer Mieter. 24 Kündigungen von weit entlegenen Immobilien, größtenteils Geschäfte. Wenn es nur ein paar gewesen wären, dann würde es mich nicht beunruhigen, aber es ist die Menge und ich muss leider mit bedauern sagen… es werden noch weitere kommen.“
„W… wieso? Was ist der Grund?“ wundert Sina sich direkt. „Du hast doch gesagt, dass du sie mit deinen üblichen Geschäftsmodell gefügig gemacht hast?“
„Das habe ich auch, deswegen bin ich der Sache direkt auf den Grund gegangen. Durch meine Kontakte… habe ich… leider auch den Grund erfahren, warum gerade die Geschäfte die Häuser verlassen.“
„Warte… Geschäfte?“ kniff Sina sofort beide Augen zusammen. „Sag mir jetzt nicht…“ „Genau. Die van Rellings spielen jetzt ihre Macht aus, mehr noch bekommen sie scheinbar sehr viel Unterstützung von den anderen großen Unternehmen, die ich mal erwähnt habe. Die Zwerge, die Elfen und einige andere.
Sie haben alle ein offizielles Handelsverbot auf euch ausgesprochen. Das heißt, wer mit euch einen Handel eingeht oder gewisse Dienste in Anspruch nimmt, erwartet direkt das Ende seines Geschäfts. Dagegen kann nicht mal der König oder die Kaiserin was machen.“
Sofort splitterte etwas Holz vom Schreibtisch der Dämonin, weil sie eine Hand durchschlug. „Sag mir bitte jetzt nicht… dass wir auf verloren Posten stehen! Langsam… werde ich wirklich in die Ecke gedrängt!“
„Es tut mir leid Sina…“ schüttelt Ronald den Kopf. „Ich rechne ganz fest damit, dass alle Geschäftige kündigen werden. Die Hafenplätze dürften ebenfalls nicht mehr genutzt werden und… es würde mich nicht wundern, wenn euer Schiff samt Crew ebenfalls kündigt.
Damit bricht ein sehr großer Teil ihrer Einnahmen ein. Ich habe für dieser Stadt eine Scheinfirma erschaffen, die nun die Geschäfte verwaltet. Doch ich rechne damit, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Händlervereinigung die Informationen den Händler in dieser Stadt mitteilt.
Das… einzige was noch reinkommt, sind die normalen Immobilien, wo Mieter leben. Bis jetzt sieht es ganz in Ordnung aus, doch… Ich habe meine Angestellten beauftragt herauszufinden, ob unser Problem sich auch daran irgendwie zu schaffen machen könnte.
Wenn man mich fragt… gibt es genügend Möglichkeiten, die ihr auch kennen dürftet. Was… ist passiert, dass ihr auf einmal… alle zum Feind gemacht habt?“ fragte der Verwalter Sina. Die Dämonin ließ ihren Schreibtisch los und lehnte sich mit geschlossenen Augen nach hinten.
„Was habe ich getan? Eine Menge… Den Elfen habe ich ihr Glaubensobjekt zerstört, die Zwerge wissen von meinem Titel als Dämonenkönig und richten sich nach den Königen und die Rellings? Denen habe ich einen Auftragsmörder gesetzt, der sie alle töten wird.“
Nun ließ Ronald den Kopf hängen. „Sina… wir sind auf einem verlorenen Posten. Dagegen weiß ich wirklich nicht, was ich machen soll. Wenn ich ehrlich bin, wüsste ich überhaupt nicht, ob die Händlervereinigung überhaupt jemand in dieser Form so bestraft hat.
Du wirst nirgends mehr einen Handel machen können, wenn man deinen Namen erfährt. Das wird auf dein Viertel vermutlich auch irgendwann ausgeweitet, wobei ich hier nüchtern sagen kann: Die meisten sind Vampire und wie will man bitte einem Vampir was verbieten?“
„Ronald… kannst du bitte… alle Namen der Organisationen und die Namen der Mitglieder der Händlervereinigung in Erfahrung bringen?“ fragte Sina mit geschlossenen Augen.
„Das sollte möglich sein, doch was… hast du vor? Willst du alle töten? Willst du wirklich… so tief fallen?“ war Ronald sehr besorgt.
„Ronald… man hat eine königliche Untersuchung eingeleitet, ob ich was mit den den Todesfällen bei den Relling zu tun habe. Dir kann ich die Wahrheit sagen, aber sind wir doch ehrlich. Selbst wenn offiziell verkündet wird, dass ich unschuldig bin, was passiert dann?
Du hast eben gesagt, der König nichts machen kann, also bin ich dazu gezwungen, das Problem selber anzugehen. Ob ich sie alle töten will? Keine Ahnung, aber ich… will wissen, wer alles davon wirklich mein Feind ist.
Bisher sind bis auf die Rellings alle unbekannt. Es wird dann persönlich, wenn ich Namen und deren Aufenthalte habe. Die lachen sich vermutlich alle ab, weil sie ja die Möglichkeit haben, aber der Spaß hört sofort auf, wenn ich persönlich zu einem Gespräch komme.
Ehrlich… sehe ich es so oder geben sich alle Mühe, dass ich ein Monster bin? Wenn… das nicht bald aufhört…“ drohte Sina nun. „Gebe ich ihnen das Monster. Ich baue doch nicht alles mit großen Schwierigkeiten auf, nur dass irgendwelche gierigen Scheißhändler mein Leben ruinieren.
Schlimm genug, dass der König dazu genötigt wurde, eine Untersuchung zum Laufen zu bekommen, machen ihm alle noch das Leben schwer, ihm keine Hilfe zu schicken, solange ich in irgendeiner Form noch beteiligt bin.
Dazu, dass Fanfoss sich selber überlassen wird? Langsam… drängt man mich wirklich in der Ecke und ich brauche wirklich Hilfe Ronald. Ich habe keine Ahnung von Immobilien, du warst in meinen Augen immer der beste Mann. Doch wenn du schon sagst, dass wir verloren sind… was soll ich machen?“
„Vielleicht… einfach abwarten? Ihr reagiert immer sehr schnell, wie wäre es in diesem Fall, dass wir warten, was noch kommt? Wir wissen, was auf uns zu kommt, daran können wir nichts ändern. Wir haben dann sehr viele leerstehende Geschäfte, was schlecht ist.
Doch… wenn wir es geschickt anstellen und wir kaufen einigen Geschäfte ab… dann zwingen wir die Händler, die nichts wirklich mit der Händlervereinigung zu tun haben, sich für eine Seite zu entscheiden.
Es ist nicht… gerade eine gute Strategie, es wäre aber eine Maßnahme, die wir in der Zukunft umsetzen können. Ich werde versuchen, die Geschäfte, die in der Stadt und in der Nähe sind, so gut es geht zu beschützen, damit wir weiter Einnahmen haben, aber das wird dann nur ein Bruchteil von dem sein, was wir sonst hätten.
In einem kann ich euch beruhigen, alle Zahlungen oder Schulden, wenn die wir je hatten, sind nicht vorhanden. Wir haben einen guten Goldvorrat, aber müssen nun jede Münze mehrmals drehen, bevor wir investieren.
Meine Angestellte hat mich gefragt, ob wir nicht verkaufen könnten, doch dann wären wir sogar eher im Nachteil. Wenn man es von uns abkauen würde, dann zu einem Preis, der unter dem eigentlichen Wert des Geschäftes wäre.“
„Wie… sieht es dann mit Saifa aus? Meine Naga´s müssen geschützt bleiben.“ teilte Sina ihre nächste Sorge. „Saifa selber dürfte von allem ziemlich unberührt bleiben, weil die Bewohner sich mehr oder weniger selbstständig versorgen. Mehr kann ich in dieser Richtung nicht sagen.
Saifa und weiteres gehört euch, auch der Händlervereinigung sind Grenzen gesetzt. So mächtig sie sind, aber an das Land sowie Besitz können sie dann doch nicht ran. Es gehört euch, es gibt keine Gesetze, das man es euch wegnehmen kann, höchstens, wenn ihr Schulden hättet, die ihr aber nicht habt.“
Trotz das die Augen von Sina geschlossen sind, kniff sie diese etwas fester. „Sag Ronald… hast du eine Weltkarte?“ Ohne zu wissen schaute der Verwalter sie etwas verwirrt an, dann legte er die Briefe wieder in sein Inventar und holte eine sehr genaue Weltkarte heraus. „Ja schon? Was für Pläne hast du?“
„Du sagtest… sie können nicht an das Land heran. Damit verstehe ich, dass sie nicht mal an die Ressourcen herankommen oder?“ öffnet Sina alle Augen gleichzeitig. Nun riss Ronald weit die Augen und verstand den Gedankengang von Sina.
„Lass mich raten… Wenn es möglich ist, soll ich Land kaufen, wo man Erze oder ähnliches abbauen könnte. Wälder hätten auch ihre Vorteile, aber glaube… Bodenmaterialien dürfte einfacher sein. Hm…“
„Genau das ist mein Gedanke, doch wir müssen vorsichtig sein. Aufgrund dass die Händlervereinigung so hart vorgeht, werden sie diese Möglichkeit nicht außer acht lassen, dass wir uns nicht so einfach geschlagen geben werden.“
„Hm… wenn würde ich versuchen es über die Reiche den Handel abzuwickeln. Doch die Zeit dürfte nicht auf unserer Seite sein dann, wenn sie dies damit einplanen. Dann frage ich ganz offiziell, soll ich Land kaufen, was wir nutzen können, unabhängig davon, dass „zufälligerweise“ nützliche Ressourcen existieren?“
„Nur wenn du der Meinung bist, dass wir durch die Ressourcen wieder Gewinn einbringen können. Wir müssten ja immer den niedrigsten Marktwert nehmen, damit wir Kunden locken können und zugleich ein Verbot auferlegen, dass die Händlervereinigung nichts von uns bekommt.“
„Damit sie genötigt sind, ihre Haltung gegenüber euch zu ändern. Puh… es ist irgendwie eine Freude zu sehen, dass du in all dem Chaos ein klaren Kopf hast und Möglichkeiten findest. Doch ich warne dich besser… es kann auch schiefgehen.
Das ist wieder Neuland für mich, ich muss mich schnell in dieses Thema einlesen, bevor ich wirklich weiß, ob wir den Verlust dadurch wieder ausgleichen können.“
„Dann haben wir halt mehr Land und ich nutzte die Ressourcen dann für mich. Dann bin ich zumindest nicht auf diese Scheißvereinigung angewiesen.“ nickte Sina ihrem Verwalter zu. „Mach das und ich will bitte die Namensliste haben. Es ist Zeit, dass meine Feinde ein Gesicht bekommen.“
„Ganz wie sie wünschen. Vielleicht… könnte man die Zwerge aus Saifa ja ebenfalls dazu bringen, für euch die Arbeit zu machen. Immerhin sind es alle erfahrene Minenarbeiter oder? Braucht ihr die Weltkarte eigentlich?“
„Für den Moment ja, ich lasse sie dir von Suki dann wieder bringen.“ nickte Sina lächelnd. „Ich verlasse mich auf dich und… ich kann auch akzeptieren, wenn wir kein Land gewinnen. Dann überlegen wir, was wir mit dem Rest machen können, was wir haben.“
„Bleiben wir so. Ich werde versuchen, schnell meine Arbeit zu machen. Vielleicht sieht es so aus, als wäre Alliancia ihr Feind, aber wenn sie es schaffen, dass zu überstehen, sind sie sogar weiter als vor der Krise.“ lächelt Ronald und verabschiedete sich.
Die Tür fiel zu, die Kopfschmerzen übermannen Sina fast schon. Sie legte ihre linke Hand auf den Kopf und heilte die Schmerzen weg. „Diese beschissenen Händler… dass sie es wagen…“ knurrte Sina. „Und das der König nicht eingreifen will… Vater hätte allen einen Stempel aufgedrückt. Ihre Arroganz und Hochmut widert mich langsam an.“
Sina schaute sich die Weltkarte an und ihre rechte Klauenhand, die immer im Handschuh verkleidet war, wanderte über Alliancia. „Scheinbar bröckelt mein Einfluss auf diesem Kontinent… kann meine Mission… noch gewährleistet werden?“ wundert Sina sich selber.
Ihre Hand wanderte über die anderen Kontinente. „Snolonien… ich bin mir nicht sicher, was wir Dämonen für die Killerpuppen genau benötigen… Zwar nett, aber nicht unbedingt vonnöten. Vurdinia… ein Dorf der Dämonen, die Wüstennomaden sind auf meiner Seite, aber dem komplettem Kontinent fehlt es… an Möglichkeiten für eine Wirtschaft.
Batzien, das Reich der Tiermenschen. Hm… diese Rasse war für uns Dämonen immer ein sehr wertvoller Verbündeter. Doch aufgrund… dass zwischen den Tiermenschen große Differenzen herrschen… Keine Ahnung, ob ein Neuanfang dort sich lohnt…“ grübelte Sina traurig.
„Abwarten und Tee trinken. Über diesen Schritt denke ich nach, wenn wirklich alles verloren ist.“ seufzte Sina laut. Wieder lehnte Sina sich auf dem Stuhl zurück und versuchte ihren Kopf zu anzulehnen.
„Was… genau habe ich eigentlich noch? Saifa, mein Vater und die Zukunft der Vampire. Ach ja… die kommende Untersuchung und die Protektoren bei Neia…“ schloss Sina die Augen. „Hmm…“ stand Sina auf einmal auf und holte die Kiste von dem Destroyar aus dem Inventar.
Die Kiste legte Sina auf den Schreibtisch und begutachtet sie erst mal. „Hmm… eine einfache stabile Kiste.“ murmelt die Dämonin, nichts außergewöhnliches, also öffnet sie die Kiste. Sie sah in der Kiste einen sehr großen schwarzen Kasten.
Sina hob den Kasten hoch und sah weitere drei Kästen, die exakt so gebaut worden sind, dass sie eine Linie darstellen. „Das ist ja eine sehr saubere Arbeit… Ach Scheiße… hab das Bett vergessen…“ seufzte Sina.
Sie legte den schwarzen Kasten neben die Kiste und wollte die anderen Kästen aus der Truhe rausholen, als sie einen Stromschlag bekam. Die Dämonin schrie laut auf vor Schmerzen, mehrere Frauen kamen direkt angerannt.
Die Tür wird aus dem Rahmen raus getreten, Neia war mit Sherry die ersten Ankömmlinge. „Sina?!“ schrie Sherry, weil sie sahen, dass die Dämonin immer noch vor Schmerzen schrie, dabei stand sie unter Strom, das man nicht übersehen konnte.
Neia schaute von der Tür auf den Boden. „Glaube, dass ist eine Falle. Lass mich mal eben das Problem lösen.“ bückte sich die Blutelfe und hob die Tür hoch. „Was hast du vor?!“ fragte Sherry, als Kyllia und Lisa als nächstes kamen. „Sina?!“
Bevor es in einen Chaos ausbricht, rannte Neia mit der Tür auf Sina zu. Sie stößt die Dämonin von der Truhe mit der Kante von der Tür weg und Sina war „befreit“… Auf ihrem kompletten Körper ging der Rauch hoch, die Dämonin fiel auf ihren Chefsessel mit schwarzen Augen.
Neia ließ die Tür fallen, Sherry rannte an ihr vorbei und heilte Sina direkt. „Sina!“ war Sherry sehr besorgt. „Was… genau ist los?“ fragte Lisa, da stand auch Rokea hinter den Damen. „Wissen wir nicht, nur das Sina unter Strom stand, als sie etwas in der Kiste anfassen wollte.“ teilte Neia mit.
„Was ist los?!“ fragte Bariel, wo auch Suki neben ihr stand. Der Flur vor dem Büro war beängstigend eng geworden, wenn jeder Hausbewohner anwesend war. Glück, dass Rubina außer Haus war, dann wäre das Chaos perfekt.
Die Pupillen von Sina kamen wieder zum Vorschein, sie musste mehrmals blinzeln. „Hu… AH!“ schmerzte ihre rechte Hand fürchterlich. „Was… ist passiert?“ „Das sollten wir dich fragen Sina. Du schriest wie auf dem Spieß.“ machte Kyllia einen sehr besorgten Gesichtsausdruck.
„Ja… ich habe die Truhe von den Destroyar raus geholt und wollte mir den Inhalt anschauen. Die… erste Kiste habe entnommen und wollte die anderen Kisten… Genau, ab da fing es an. Meine rechte Hand… schmerzt total, was… ist das?“ verzog Sina vor Schmerzen ihr Gesicht.
Sherry heilte nun die Hand gezielt, Neia begutachtet die Kiste von außen. „Hmm… ich spüre sehr mächtige Magie innerhalb der Kiste. Vermutlich ist das ein magischer Schutz, der verhindert, dass man an den restlichen Inhalt der Kiste kommt.“
„ORR!“ regte Sina sich nun auf. „Das kann nur mein Vater gewesen sein. Vermutlich muss ich so oder so mit ihm sprechen, WENN ich an den restlichen Inhalt ran will. Aber… Neia. Ich habe eine Immunität gegenüber Magie, wieso…“
„DAS ist eine sehr berechtige Frage. Bisher hat nur Exos dich in irgendeiner Form mit Magie besiegt. Wenn dein Vater das auch kann, solltest… du vielleicht überlegen, dich nicht mehr immer von Magie treffen zu lassen.“ warnte Neia.
Die Schmerzen verschwanden aus der Hand. „Danke mein Schatz.“ lächelt Sina ihre Verlobte an. „Aber… da muss mehr sein. Ich kann mich nicht erinnern… dass ich jemals schlimmere Schmerzen hatte nur durch so eine magische Falle… oder was es auch immer ist.
Denke, jeder von uns hat gesehen, dass ich verdammt viel einstecken kann, aber dass waren nur Schmerzen in meiner rechten Hand gewesen. Fast… als hätte es meine Schmerzlosigkeit ignoriert.“
„Hört sich immer besser an zu erfahren, was dein Vater kann.“ meinte Lisa sarkastisch. „Vielleicht solltest du es dir zweimal überlegen, ob du wirklich einen Kampf mit deinem Vater haben willst.“ „Lisa, das ist nicht der richtige Zeitpunkt.“ legte Kyllia eine Hand auf ihre Verlobte und schob sie etwas weiter in den Raum.
Suki und Bariel kamen ebenfalls rein, nur Rokea blieb an der Tür, sonst platzt das Büro. „Danke, dass ihr alle gekommen seid, wirklich. Danke…“ stand Sina auf und legte vorsichtig eine Hand auf den Deckel, es passierte nichts und schloss die Truhe.
„Nun sollte nichts mehr passieren. Erm… Neia und Sherry, besser ihr nehmt Abstand, ich mach jetzt die kleine Kiste auf. Wenn da wieder was passiert, dann soll nur ich es bekommen und bitte… ramm mir nicht wieder eine Tür ins Gesicht ok?“ grinste Sina schief.
„Ich wollte vermeiden, dass die Falle überspringt.“ entschuldigte sich Neia leise. „Ist auch nicht schlimm, jetzt wissen wir ja, was als nächstes passieren könnte.“ tröstet Sherry kurz Neia, dann nahmen sie Abstand.
„Was ein weiterer Scheißtag, vor allem dass Schmerzen im Spiel sind.“ seufzte Sina. Sie nahm die Truhe wieder in ihr Inventar und alle Damen konnten die Weltkarte sehen. Einige dachten sich nichts dabei, andere… machten einen besorgten Gesichtsausdruck.
Sina hatte andere Sorgen gehabt und öffnete den Kastendeckel… „Huch? Was ist das denn?“ wundert sich die Dämonin direkt. Vier schwarze Marmorklötze waren zu sehen, ein weiterer hatte einen weißen Kreis.
„Hmmm?!“ wiegelt Sina ihren Kopf als sie einen Brief am Deckel sah. Sie nahm den Brief und öffnete diesen… Alle Frauen warten gespannt, was Sina ließ, man konnte ihre Augen regelrecht hin und her bewegen.
„Suki?“ ist Sina scheinbar am Ende gekommen. „Ja Mutter?“ richtete sich das Katzenmädchen auf. „Ich will, dass du morgen den Garten vorbereitest und weitere Leute einlädst.“
„Was… stand im Brief?“ fragte Kyllia.
„Eine Anleitung, wie man mit dem Dämonenkönig in Kontakt kommt.“
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