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Autor: SinOne Seite 4 von 66

Kapitel 608

Ich bin wiedergeboren und die Rettungsmaßnahmen?

Ein neuer Tag bricht an, Sina wurde wach… mit sehr geröteten Augen. „Uh… hoffe ich habe noch ein bisschen von meiner… Würde behalten…“ murmelte sie. Die Dämonin merkte, dass sie alleine war und nutze die Chance, ihr Gesicht etwas zu waschen.

„Glaube… meine Liste der Probleme hat sich mal wieder erweitert… nimmt das denn einfach kein Ende? Ich will endlich… mein eigenes Abenteuer wieder erleben… Anführerin zu sein… ist scheiße…“ seufzte Sina bei der Erkenntnis.

Sina merkte, dass jemand den Raum betreten hat und drehte sich um, als sie Bariel sah. „G… guten Morgen Bariel?“ „Dir auch einen guten Morgen Mutter. Denke… du kannst dir vorstellen, warum ich gekommen bin?“ verschränkte Bariel die Arme.

„Nur bedingt, es dürfte eher… was mit dem Dämonenkönigin-Teil sein oder?“ vermutete Sina und Bariel nickte. „Das ist richtig. Ich dachte… du wärst ein Flüchtling? Nun erfahre ich gestern, dass du viel mehr bist.“ tippte Bariel mit einem Zeigefinger auf ihren Oberarm im Kimono.

„Nimm Platz, dann erkläre ich es dir. Als ein Teil meines Clans… weihe ich dich in das Geheimnis ein.“ seufzte Sina. „Die Vampire scheinen es ja zu wissen, wie sieht es denn mit Gildenmeister Ma Shi aus? Dir ist schon bewusst, dass du die ganze Welt… bei dem Interview angelogen hast oder?“ wollte Bariel scheinbar nicht unbedingt sitzen.

„Ja Bariel, dass ist mir bewusst und ja, der alte Mann weiß davon. Das ist ein Geheimnis, dass die Führungskräfte auf der Welt alle wissen. Was glaubst du… was passieren würde, wenn das einfache Volk erfahren würde, dass ein Dämonenkönig die ganze Zeit unter ihnen lebt?“

„Puh… keine Ahnung? In Fanfoss scheinen sie sich ja an alle Merkwürdigkeiten gewöhnt zu haben, die du immer von deiner Reise mitbringst. Keine andere Stadt hat Vampire und Dämonen als Bewohner.

Zumal ist es ja nicht… unbekannt, dass du neben der Heldin von Efrana auch die Kanzlerin aus Osnain bist. Zusätzlich die stärkste Abenteurerin? Doch was… eher störend sein könnte ist ja eher, dass du das Volk mit einer Halbwahrheit konfrontierst.“

„Entschuldigung, dass ich Panik auf der Welt vermeiden wollte. Glaubst du allen ernstes, Kaiserin Emilia oder König Karl sagen auch alles dem Volk? Dann solltest du im Hinterkopf behalten, dass in der Zukunft ein weiterer Krieg gegen Deymonlia ausbrechen wird.

Viele werden sich fragen, warum überhaupt. Eine Frage, die ich selber nicht so richtig beantworten kann. Ich kenne ja nicht mal selber den Grund… warum überhaupt diese Kriege immer stattgefunden haben und nein… Egal ob ich die Tochter des Dämonenkönig Mephisto oder selber Dämonenkönigin bin, aber ich kann ihn nicht überreden, den Krieg fallen zu lassen.

Was glaubst du… welch ein Hass in diesem eingesperrten Kontinent herrscht? Selbst wenn mein Vater den Krieg nicht erlaubt, wird das Volk rebellieren und eigenständig ihren Krieg suchen. Ein Bürgerkrieg wäre das Ergebnis, also wird mein Vater daher nicht die Finger krümmen, es zu verhindern.“

„Aha? Also… wenn ich das richtig heraushöre… bist du auch nicht unbedingt ein Flüchtling aus Deymonlia?“

„Beim dunklen Gott, bei dir muss man ja wirklich aufpassen, was man sagt. Ja, es stimmt. Ich bin kein Flüchtling, sondern wurde mit Hilfe meines Vaters aus Deymonlia geschickt. Bevor du dir zu viele Gedanken machst, mein Vater wollte letztendlich, dass ich mein eigenes Leben führe und… gewisse Maßnahmen einleite, dass wir nach dem Krieg einen Waffenstillstand mit den Alliancianern vereinbaren können.

So verrückt es sich anhört, aber mein Vater will auch einen Frieden. Das Problem ist einfach der hassende Kern der Dämonen. Die will er über den Krieg loswerden und einen Bürgerkrieg verhindern.“

„Das… sind aber jetzt sehr schwerwiegende Informationen, meinst du nicht auch Mutter?“ hielt Bariel ihren Kopf schräg.

„Ja, weil du… nun… mein Kind bist? Keine Ahnung wie wir es bezeichnen sollen. Außerdem glaube ich dir, dass du es objektiv sehen wirst. Bei einigen anderen hätte ich das Geheimnis überhaupt nicht erzählt, bei dir dagegen habe ich ein… gutes Gefühl.“

Nun bekam Bariel rote Wangen. „Hm… trotzdem wirst du aufpassen müssen und… danke, dass du es mir erzählst. Sag… was genau bin ich dann wenn du vom königlichen Blut abstammst?“

„Keine Prinzessin wenn du jetzt daran denkst. Normal gibt es keine Dämonen, die andere Rassen in Dämonen verwandeln können. In dem Fall wäre es wie bei den Vampiren, ein Diener, ein Kind, ein Kämpfer, sucht dir was aus.“

„Verstehe. Nicht das ich unbedingt eine Prinzessin sein wollte, ich muss halt wissen… was auf mich zukommt, sollte man dein Geheimnis auflösen. Hoffe für dich, dass du einen Plan im Hinterkopf hast.“

„Ich habe überhaupt nichts. Viele meiner Pläne kommen wie sie kommen, richtig… langfristige Pläne habe ich nicht wirklich. Uh… wenn ich so überlege, müssten sie ja erst recht gefährlich werden.“ grinste Sina schief. „Hast du sonst irgendwelche Fragen, die geklärt werden müssen? Ich würde dich… wirklich vom Herzen bitten, das nicht weiter zu sagen.“

„Es war nicht mein Plan gewesen, dir im Weg zu stehen Mutter. Doch du musst mir halt zugestehen, dass ich selber ein Leben habe, dass geplant werden muss.“ löste Bariel ihre Arme auf. „Wie geht es dir eigentlich? Meine… gestern war kein Auge trocken gewesen.“

„Beschissen ist das erste Wort was mir einfällt. Aber ansonsten… musste es gesagt werden, denn niemand ist perfekt. Was… mir immer so schwerfällt ist, dass… man mir es verzeiht. Ich erwarte irgendwie… dass man mich ausschimpft, verjagt, such dir was aus.“

„Itiikra sah mir nicht aus, als hätte sie es aus Spaß zu dir gesagt, sondern meinte es wirklich ernst. Letztendlich hat sie selber gesagt, dass du nicht daran schuld bist. Du steckst irgendwie immer sehr hohe Erwartungen in dir selber, du müsstest es etwas lockerer angehen.

Ein Gott bist du nicht, sondern eine Frau, falls du es nicht bemerkt haben solltest. Wir sind nur alle zu einem gewissen Maße zu etwas fähig. Deswegen, bevor du noch länger grübelst, gehen wir die nächsten Schritte an.“ „Und… wie sehen sie aus?“

„Der Evakuierungsplan. Ich habe mit dem Gildenmeister auf der Zwischeninsel den Plan gefasst, dass DU die Überlebenden eins nach dem anderen zur Insel bringen wirst. Die Vorteile auf deren Insel ist einfach, sie haben alles.

Wir werden beide einen Probeflug machen, damit du weißt, wo du die Überlebenden immer absetzen musst. In der Zeit werde ich mit den leeren Inventarringen alles wichtige von der Insel einsammeln und dem Gildenmeister Uruuki überreichen.

Er ist auch auf dem Stand der Dinge, was mit Ling passiert ist und wird sie im Auge behalten, sollte… sie auf der Insel Probleme machen. Sobald das alles geklärt ist, können die Vampire eigentlich die Heimreise wieder antreten und… tja… wären noch die Nagas.“

„Ja… die Nagas, hoffe sie haben einen Ansprechpartner für mich. Sag… was ist eigentlich mit der größten Insel passiert? Lara sollte sie doch mit den Zwillingen erkunden.“

„Verloren. Was diese Sternmonster auch sind, sobald man von ihnen infiziert worden ist, ist man verloren. Ich dachte, man wird zu Untoten, aber das stimmt nicht. Die Körper entwickeln sich zu… hm… Brutbehältern, wo sich der Körper immer mehr und mehr aufbläht…

Lara ist eigentlich sehr blass, aber was sie beobachtet hat, ging ihr doch etwas in den Magen. Wenn die Zeit… „reif“ ist, explodieren die Toten und viele viele kleine Sternmonster kommen aus dem Körpern heraus.

Keine Ahnung wie man die Insel wieder erobern soll, aber sie wird erst mal für lange Zeit unbewohnbar sein. Die Echsenmenschen… sowohl auf unserer Insel als auch auf der größten Insel sind ebenfalls zum Opfer gefallen.

Scheinbar wurden sie dazu genötigt, uns anzugreifen, denn laut Uruuki kämpfen sie auf seiner Insel sogar gemeinsam. Er hat sie mit dem Wissen konfrontiert, dass einer ihrer Völker mich angegriffen haben und sie enthalten sich.

Bin mir… nicht so sicher, was ich davon halten soll, aber Uruuki ist zumindest gewarnt, dass man ein Auge auf sie halten „sollte“. Das ist so aktuell der Stand der Dinge, was wir wissen und welche Aufgaben auf dich zukommen.“

„Ein Dämonenkönig als Transportmittel zu verwenden, man lernt nie aus.“ schmunzelt Sina. „Dann… sollten wir mal nach einem kleinen Frühstück die Probleme angehen.“

Nach einem kleinen Frühstück gingen beide Damen aus dem Haus raus und man sah eine rege… Bewegung bei den Nagas. „Hmm… ist was passiert?“ wundert sich Sina. „Keine Ahnung, als ich gekommen bin, machten sie mir alle einen etwas… schläfrigen Eindruck.“ meinte Bariel nur.

Sofort gingen die Frauen auf das Zentrum zu und sahen paar bekannte Gesichter. Srusu, wie sie auf dem Boden blutend lag und Itiikra, die ein wütendes Gesicht verzogen hat. „Itiikra? Was ist passiert?“

„Sina?“ blickte Itiikra hoch. „Ich bin mir nicht sicher… wie ich es erklären soll. Die Verräterin bat… uns um Verzeihung, aber das hat einige meiner Kinder so wütend gemacht, dass sie es ihr „körperlich“ mitgeteilt haben.“

„Die Schlampe wollte was?“ hob Sina ein Auge hoch. „Du hast doch nicht allen ernstes geglaubt… dass du mit deiner Tat so einfach davon kommst. Das erblüht jedem Verräter.“ blickte Sina von oben herab auf Srusu. Die Verräterin stöhnte nur und wendet ihr Gesicht auf dem Boden.

„Wie geht es dir wieder Sina? Hoffe… du konntest dich ein bisschen beruhigen?“ lächelt Itiikra unsicher. „Es geht, ich… brauche einfach meine Zeit.“ wurden die Augen von Sina traurig. „Wie… weit seid ihr zu einem Ergebnis gekommen?“

Itiikra schaute sich einmal kurz zu den anderen Nagas um, die ihr alle zunickten. „Wir haben beschlossen, dass ich die Anführerin werde. Doch nicht als Nagakönigin, sondern als „Älteste“. Wenn du die Prophezeiung nicht akzeptierst, sollte ich dir in diesem Fall auch folgen.

Außerdem… ich würde mich auch nicht als eine Königin fühlen, denke… du verstehst das selber sogar noch am besten.“ „Das… stimmt.“ nickte Sina langsam.

„Ich… würde dich gerne bitten, dass du Srusu einmal von all ihren Wunden heilen könntest, damit eine Sorge für unser Volk erledigt wird. In diesem Zustand wird sie meine Strafe nicht wirklich verstehen.“ bat Itiikra. Mit der Bitte löste sie sofort eine Verwunderung bei den anderen Nagas aus.

„Du… bist dir da sicher?“ hakte Sina direkt nach und Itiikra nickte. „Ja, ich bin mir sehr sicher.“ Die Dämonenkönigin schaute Bariel an, die nur die Schulter zuckte, dann ging sie auf Srusu zu und fing an zu heilen.

Die Wunden verschließen sich alle, scheinbar hat man ihr sogar zwei Arme gebrochen. „Hätte nicht gedacht, dass ICH dich einmal heilen würde Schlampe.“ „Dann… lass es sein…“ murmelt Srusu. „Ich werde… sowieso… mit dem Tod bestraft…“ „Klar, macht auch viel Sinn, dich vorher komplett zu heilen.“ meinte Sina dies sehr sarkastisch.

Die Heilung wurde abgeschlossen, alle Wunden wurden verschlossen und die Arme sind wieder funktionsfähig. „Srusu, steh bitte auf.“ befahl Itiikra, Sina nahm Abstand. Langsam erhob sich die Verräterin und traute sich nicht in die Augen zu schauen. „Srusu, schau mir in die Augen!“ kam der nächste knallharte Befehl.

Langsam, aber mit leichtem Zögern blickte Srusu auf und beide Frauen schauen sich in die Augen. „Srusu… in meinen Augen warst du die größte Hoffnung gewesen. Dir hätte ich alles Wissen über unser Volk beigebracht.

Doch war es deine eigene… Gier gewesen, dich aus der Sklaverei zu befreien. Du hast bewusst… uns alle einen sehr sicheren Tod verkauft, damit es dir besser geht. Wenn… ich jemals an Gerechtigkeit geglaubte habe, dann ist es diese jetzige Situation.

Ein Vertrauen zu dir wieder aufzubauen… halte ich für sehr unmöglich. Zuviel Blut unserer Rasse klebt an deinen Händen… sogar das deiner eigenen Mutter. Als höchste Anführerin unsere Rasse… verbanne ich dich für alle Ewigkeiten aus unserer Gruppe.“

Tränen schossen direkt aus Srusus Augen heraus und presste ihre Lippen zusammen. Tief im Herzen wusste sie… dass es so kommen musste.

„Wenn du aber… wieder ein Teil unserer Gruppe sein willst, musst du eine Aufgabe bewältigen.“ kam die nächste Ansage von Itiikra. Verwundert öffnete Srusu langsam den Mund, selbst die anderen Nagas wirkten etwas… überrumpelt.

„316 Nagas sind wir in unserer Gruppe. Durch viele Umstände sind wir auf diese Zahl gekommen und wenn du… wieder zu uns kommen willst… Musst du 316 Nagas in den Meeren finden und zu uns bringen.

Du wirst eine Waffe sowie ein bisschen Proviant bekommen, aber ansonsten ist es dir verboten, jemals unseren zukünftigen Zufluchtsort aufzusuchen. Du weißt wo die Stadt ist, dort können sich Überlebende finden, ansonsten… ist es dir überlassen, ob du dieser Aufgabe nachgehen willst.“

„Bitte… tötet mich. Das kann man unmöglich…“ flehte Srusu schon, als Itiikra ihr ins Wort fiel. „Unmöglich? Sina hat auch etwas unmögliches geschafft, willst du schon aufgeben, bevor du es überhaupt versucht hast?

Vielleicht hast du ja Glück und findest die Heiligen, die dich bestimmt mit Freuden aufnehmen werden.“ meinte die Älteste am Ende ironisch.

Srusu presste ihre Lippen wieder fest zusammen, denn jeder wusste… Wenn eine Naga zu den Heiligen erscheinen wird, dann nur um den Tod zu finden. Dafür hat Sina gesorgt, als sie den Herrscher getötet hat.

Nadalia kam mit einen Beutel sowie zwei Schwertern und warf es vor der Verräterin auf den Boden. „Hast… du ein unverschämtes… Glück, einfach nur zu verschwinden.“ zischte sie wütend.

Verweint schaute Srusu alle Naga´s an, die sie nur wütend anstarrten, selbst von Itiikra wird sie keine Hilfe bekommen. Langsam bückte sie sich und nahm die Utensilien auf, dabei zitterten ihre Hände sehr fürchterlich.

„Nun geh. Wir haben alles wichtige dir mitgeteilt und dir eine Chance gegeben. DU bist es letztendlich, die entscheidet, wie dein „neues“ Leben gehen soll.“ zeigte Itiikra mit einem Finger zum Strand.

Die Verräterin drückte… die Utensilien an sich und kroch langsam… zum Strand hin. Alle machten ihr sofort Platz, sie spürte immer wieder die Verachtung und Wut auf sich. Als sie am Strand angekommen ist, drehte sie sich noch einmal um… um sich das Bild ein zu prägen… Dann schwimmt Srusu von dannen.

„Ich hoffe… du verzeihst mir Itiikru…“ dachte Itiikra. „Das ich deine Tochter… und meine Nichte… in die Verbannung schicke…“

„Meinst du Mutter, wir werden jemals wieder von ihr hören?“ flüstert Bariel die Frage zu Sina. „Normal… wäre es mir so egal gewesen, doch… ich glaube schon. Sie wird einige Zeit… Probleme haben, aber sie wird Leben wollen.“

„Hoffentlich nur… nicht wieder zu unserem Nachteil…“

Kapitel 607

Ich bin wiedergeboren und mein Versagen?

Verwundert schauten alle die Dämonenkönigin Sina an, als sie verkündete, dass es ihr leid tut. „Es… tut mir wirklich… leid… was euch allen passiert ist.

Für diejenigen, die mich noch nicht so richtig kennengelernt haben… Ich stamme vom königlichen Blut ab und bin die Tochter des Dämonenkönig Mephisto, dem wahren König aus Deymonlia. Letztendlich… bin ich niemand anderes als die Prinzessin Sina.

Es mag stimmen… dass ich auch die Dämonenkönigin bin. Momentan existieren zur gleichen Zeit zwei Dämonenkönige auf der Welt, was ansich schon einmalig ist. Der dunkle Gott muss sich dabei was gedacht haben, ein Gespräch… mit dem Gott hat leider… bisher nicht stattgefunden.

Ich… habe mich nicht wirklich als Dämonenkönigin gefühlt. Es mag sein, dass ich Anweisungen gebe, mich auch wie eine benehme, aber… letztendlich sind das gezwungene Hilfen, damit die freien Dämonen… die außerhalb von Deymonlia leben… sich weiter entwickeln.

Was… für mich beschämend ist… Ich lebte in Deymonlia, bevor ich durch die Barriere geschickt wurde. Man hat mir alles beigebracht. Wie wir leben, wie man eine Armee verwaltet, eine Religion führt… und unter anderem, all unsere Rassen.

Lamia, Minotauren, Zyklopen, Imps, Sukuben sowie Inkuben, die zivilisierten Oger, Oni, Raksahas und… vieles mehr wurde mir beigebracht… bis auf die Rasse der Nagas.“ fielen die Tränen von Sina´s Augen raus.

„Ich… habe von euch nie gehört, gelernt oder weiteres… bis ich zum ersten Mal… eine Naga wurde. Ethice… die eine Lamia ist, erklärte mir, dass ihr ausgestorben seid. Sie hatte den Verdacht, weil ich nichts von euch wusste… dass die Barriere daran schuld ist, das ihr nicht auf das Meer konntet.

Nun… haben sich merkwürdige Gegebenheiten entwickelt… dass ich von diesen… „Heiligen“ in ihre Stadt gebracht wurde… Wo ich… mehr Dämonen gesehen habe… Euch Nagas…

Ich… weiß nicht, wie ich mein Gefühl beschreiben kann aber… ich hatte eine… unheimlich große Wut gehabt. Wut… auf diese Heiligen… Wut… auf mich selber… Wut… auf mein Volk in Deymonlia.“ fielen Sina die Tränen immer stärker vom Gesicht runter.

„Wütend… auf mich selber… dass ich nichts über euch wusste. Unwissenheit… schützt nicht vor Strafe sagte ich mir immer selber.

Wütend… auf mein Volk… dass sie euch einfach… Keine Ahnung wie es zustande gekommen ist… fallen gelassen haben? Vergessen haben? Wie Ethice einfach… euch für ausgestorben betrachtet haben?

WIE können sie… mir das Wissen zurückhalten… dass es unter uns Dämonen noch mehr Rassen gegeben hat? Die Barriere kann nicht der Grund sein, dass wir uns gegenseitig vergessen! IHR habt uns als Mythos betrachtet während… wir euch… als ausgestorben betrachten.

UND… eine große Wut… auf die Tintenfischmenschen. Ich wusste überhaupt nicht… dass ich mich so unter Kontrolle halten konnte. Meine Freunde… meine kleine Schwester… meine Geliebte… sie hätten sofort erkannt, dass ich kurz vorm Platzen war.

Dämonen… die versklavt wurden… Gedemütigt und schikaniert wurden… Ihnen jegliches Recht genommen hat, auch nur einen Namen zu haben. Keinerlei… Privilegien besitzen dürfen… Ich wusste überhaupt nicht… dass uns stolze Dämonen das passieren kann.

Mein… Weltbild war erschüttert, aber noch mehr… dass… ihr versklavt wurdet. Zu einfachen… Arbeitstieren degradiert wurdet, die nicht mal… das Wort Freiheit wirklich realisieren können. Keine… Waffen beherrschen und jederzeit rechnen müsst… zu sterben.

Meine Welt war rot. Wenn… ich dazu in der Lage gewesen wäre… ich hätte jeden… einzelnen Heiligen gejagt… Doch… meine Priorität war… woanders. Das ihr ALLE aus den Fängen dieser widerlichen Monster entrissen werdet.

Das die Heiligen… kopflos werden, wenn ihr Herrscher getötet wird. Das sie… wenn ich fertig gewesen wäre… dass sie alle eine Angst vor Dämonen und Nagas haben!

Und… doch habe ich versagt…

Versagt… weil ich nicht wie eine richtige Anführerin gearbeitet habe. Das ich alles aus dem Stegreif… meine Pläne gemacht… und Chaos verbreitet habe. Seht euch an… ihr seid die… restlichen Überlebenden der Nagarasse.

Hätte ich… richtig geplant… dann hätte ich nicht das Risiko mit der Arena gemacht, sondern mehr Hilfe geholt, um mehr von euch zu retten. Selbst als Levithianus die Stadt angriffen hat… ich hätte dort bleiben sollen und mehr… verstreute Sklaven… egal welcher Rasse auffangen müssen.

Ich… habe in ganzer Linie… als Dämonenkönigin versagt und daher…“ bückte Sina sich auf einmal… und legte ihre Stirn auf den Boden. „Es… tut mir so… unheimlich leid… was passiert ist.“

Ein Schock ging durch alle Teilnehmer. Sowohl bei den Nagas, als auch bei den Vampiren und weiteren Zuschauern.

„Es… tut mir leid… dass ich nicht mehr von euch retten konnte. Es tut mir leid… dass ich von euch nichts wusste. Es tut mir leid… dass mein Volk euch vergessen hat.

Wie… kann ich mit ruhigen Gewissen EUCH in die Augen schauen? Es geht nicht, alleine eure Narben an euren wunderschönen Körpern… wird mich stets daran erinnern. Euer Elend… wird man niemals nachvollziehen können…

Auch ich nicht… und ich wurde über hundert Jahre gefoltert… Vertrauen missbraucht… Meine Foltermeister haben sich öfters… selbst übertroffen. Ich weiß… was es heißt gefoltert zu werden und dennoch…

Die Prophezeiung… ist Blödsinn. Ich kann nicht eure Nagakönigin werden, egal ob ich eine verwandelte Naga war oder was ich in Wirklichkeit bin, eine Sukkubus. Bei… allem was ich getan habe… ist es unmöglich… eure Anführerin zu werden.“ schniefte Sina laut.

Lara hat die Hände vor den Mund gelegt und weinte ebenso fürchterlich. Bariel… wirkte verstört, als sie zu hören bekam, was Sina in Wirklichkeit ist, will das Thema aber später ansprechen. Ansonsten… war kein Auge trocken.

„Deswegen… kommt von dem Gedanken ab, mich… als Anführerin anzusehen. Ich habe versagt in ganzer Linie als Dämonenkönigin. Ich… kann mich nur… bei euch entschuldigen… dass es soweit gekommen ist…“ weinte Sina fürchterlich… als sie eine Hand auf der Schulter spürte. Sie blickte nach oben und sah Itiikra, die ebenfalls Tränen im Gesicht hatte.

„Hör… bitte auf Sina. Ich… wir alle haben verstanden, was du sagen möchtest und… werden deinen Wunsch akzeptieren. Sina… mir… war überhaupt nicht bewusst, dass auch du eine schwere Last mit dir trägst.

Sina… in meinen Namen Itiikra… die den Namen meiner Eltern bekommen hat… Ich verzeihe dir.“ lächelt Itiikra sie mit gütigen Augen an. Die Dämonenkönigin musste mehrmals blinzeln und legte wieder ihren Kopf auf den Boden, dabei weinte sie fürchterlich.

„Warum… warum verzeihst du mir… Hast du nicht gehört was ich gesagt habe? Wegen meiner Aktion sind vermutlich mehr Nagas gestorben! Wegen meinem Volk… seid ihr vergessen worden!“

„Weil du nichts dafür kannst. Du hast in deiner Verfassung das bestmögliche erreicht und… schau dich um. Du hast eine „vergessene“ Rasse aus den Fängen der Heiligen befreit. Du warst sogar bereit… dich mehrmals zu opfern, damit wir in Freiheit kommen.

Wie… kann man dir da nicht verzeihen? Du warst eine einzelne Person… die etwas unmögliches bewerkstelligt hat. Du hast den Herrscher getötet, das… niemand… sich jemals vorstellen konnte. Du hast… gegen Monster gekämpft, wo wir verloren wären.

Du bist auch eine einfache… Frau. Man müsste ein Gott sein, um all deine… Wünsche umsetzen zu können. Sina… ich denke… ich spreche auch für die anderen… Danke… das du uns eine neue Chance gegeben hast.

Wir werden die neue Chance… nutzen, die man uns vor langer langer Zeit genommen hat. Hör… also auf… dich selber fertig zu machen.“

„Es… wird dauern… bis ich es akzeptieren kann…“ schniefte Sina und blickte Itiikra wieder in die Augen. „Das ist gut, denn dann zeigst du dir selber auch den Willen… dir selber verzeihen zu können.“ lächelte die Naga.

„Beim dunklen Gott… was habe… ich mit meiner Barriere nur angerichtet?“ schniefte Lara fürchterlich. „Warum… nimmt sie all die Schuld auf sich?“

„Weil du nicht wusstest, welche Konsequenzen es hatte.“ sagte Ivy neben ihr. „Und die Herrin vermutlich schon den Gedanken hatte, dass es… dich verletzten könnte. Daher…“ „Sie liebt dich wirklich als ihre Schwester. Du solltest dich wirklich ganz fest an ihr halten, so… eine starke Person wird man nie wieder finden.“ fügte Jevera hinzu.

„Glaubst… du… wir werden den Mut finden… bei der Clanführerin die Bitte vortragen zu können, dass… wir den Clan wechseln wollen?“ fragte Nisha sichtlich berührt. „Keine… Ahnung, ob das… überhaupt… eine Chance hat.“ nahm Abby eine Hand von ihrer Frau.

„Ihr… beiden kennt das Geheimnis von Mutter oder?“ fragte Bariel die Zwillingsvampire. Die schauten sich kurz verdutzt an und nickten. „Ja, wir… kennen es. Denke… als ihre Tochter wirst du vermutlich auch noch eingeweiht.“- „Genau, sonst würde Sina es nicht in aller Öffentlichkeit zugeben.“

„Es… ist schön zu wissen, dass… wir dir doch einiges bedeuten. Glaube… kein Dämonenkönig würde… jemals zugeben, dass er versagt hat. Nicht… dass ich aus Erfahrung sprechen könnte, aber… die Dämonenkönige würde ich mit dem getöteten Herrscher gleichsetzen.

Arrogant, stark und nur an sein eigenes Interesse interessiert. Doch du? Vielleicht… magst du herrschsüchtig gewesen sein, als… wir uns kennengelernt haben. Uns gezwungen… Entscheidungen zu treffen.

Aber… du kniest dich vor mir… uns Nagas. Sklaven der Heiligen, egal… ob wir ein Teil der Dämonen sind oder nicht… aber ein Anführer… würde niemals vor seinem Volk… um Verzeihung bitten…

Doch du tust es. Fehler… die überhaupt nicht stimmen, betrachtest du selber als Versagen an. Vielleicht… ist die Prophezeiung etwas… anders, aber… würde dein Vater… deiner Aktion folgen? Um Verzeihung zu bitten?“

„Nein… aber er würde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nur herumsitzen und… nichts tun. So… wie ich ihn einschätze, würde er den Krieg gegen die Heiligen erklären und sein Schwerpunkt auf sie setzen.

Vielleicht ist es ihm auch egal, aber… ich will das nicht glauben. Er würde ebenfalls… Überlegungen anstellen, wie man dich und die anderen… retten könnte, wenn er von euch erfährt. Immerhin… seid ihr ein Teil des Dämonenvolkes.“ beruhigte Sina sich.

„Itiikra… wenn ich ehrlich bin… solltest du die Nagakönigin werden.“ Nun schaute die Naga verdutzt Sina an. „Ich meine das… wirklich ernst. Du kennst die… schwere Bürde als Anführerin.

Du kennst vermutlich die alten Werte und Traditionen der Naga, nur du kannst es ihnen allen vermitteln. Du sollst es sein… die ihnen allen einen Namen geben sollte und… auch du sollst entscheiden… was mit der Verräterin passiert.

Mein Leben ist viel zu chaotisch und ich bin selten lange an einem Ort. Gerade jetzt… brauchen all die Nagas einen Anführer an ihrer Seite, den sie kennen und vertrauen. Der die Geduld mit bringt und sogar die Hoffnung an die Zukunft glaubt.

Man… muss kein Kämpfer sein, um ein Anführer zu werden. Oft gibt es schwache Anführer, die starke Wächter und Partner an ihrer Seite haben und trotzdem das Volk führen können. Du… solltest es dir wirklich überlegen.

Mein… Angebot wäre es… dass ich dir und all den Nagas ein neues Zuhause gebe. Das ich euch Lehrer schicke, die euch helfen zu kämpfen, zu überleben, zu handeln… Ich gebe euch Möglichkeiten… eine stabile und sichere Zukunft aufzubauen.

Ich… will einfach nicht glauben, dass ihr die letzten Nagas seid. Vielleicht gibt es noch weitere Überlebende in den Weiten des Meeres, die sich gegen die Heiligen oder was auch immer da lauert, wehren konnten.

Denke… das solltest du nochmal mit deinen Leuten in Ruhe bereden, denn… ich muss für mich alleine sein. Akzeptieren, dass… man mir trotz meines… Versagens… verzeiht.“ versuchte Sina ein Lächeln aufzubringen, aber es misslangt.

Bevor Itiikra was sagen konnte, stand Sina einfach auf und… rannte mehr schon in ihr Haus zurück. Dabei ignorierte sie die Vampire und Bariel. „Sina…“ drehte sich Lara noch um, aber konnte sich bremsen, weil sie das weinende Gesicht gesehen hat.

„Was… macht Itiikra da?“ fragte Bariel die Zwillingsvampire wieder. Alle drehten sich zur der Naga um, die alle drei Hände auf die Brust gelegt hat und… scheinbar irgendetwas murmelt.

„Würde meinen, dass sie was sagt oder?“- „Ja, aber… die anderen Nagas machen es ja auch?“ bemerkten Tio und Mio eine Veränderung der Nagas.

„Ich… glaube… ich habe das schon mal gesehen.“ schniefte Lara. „Wenn… ich es nicht verlernt habe… geben sie alle irgendwie… einen Eid oder Schwur ab. Doch nach dem Inhalt… müsste man sie fragen.“

„Hoffentlich wissen sie, was sie tun. Freiheit und dann direkt ein Schwur?“ sah man den besorgten Blick bei Bariel. „Hoffe auch… dass Mutter es bald besser geht.“

Was alle… nicht mitbekommen haben irgendwie ist… dass sie einen ungebetenen Zuhörer hatten.

„So so… Sina ist die Dämonenkönigin?“ grübelte Ling.

„Dann… lässt sich ja bestimmt was machen…“

Kapitel 606

Ich bin wiedergeboren und meine alte Veränderung?

Sina und all die Nagas haben jegliches Zeitgefühl verloren. Sie schwimmen, weil sie schwimmen mussten, denn… Wenn sie anhalten, wird etwas sehr wütendes sie holen. Die Dämonenkönigin sah den Nagas an, dass sie am Ende ihrer Kräfte waren, doch ihr ging es auch nicht besser.

„Sina… wir… werden eine Pause einlegen müssen, sonst werden einige einen Zusammenbruch erleben.“ schwimmt Itiikra neben Sina.

„Ich… bin es mir bewusst, doch ich kann nichts ändern an der Situation. Das nächste Problem ist, sobald… wir irgendwie den Inseln näher kommen, dass wir es noch mit einem anderen Diener von Glacia zu tun haben werden.

Herr des Wassers, Peidelia ist sein Name und der dürfte… ein ähnliches Problem sein wie Levithianus. Mein Plan ist es, dass ich es ablenke, egal wie. In der Zeit schwimmt ihr auf die Oberfläche der Insel und wenn ihr… sehr blasse Personen seht, ruft immer laut, dass ihr von Sina geschickt worden seid und deren Hilfe braucht.“

„Peidelia… ein weiterer Diener von Glacia. Bist… du wirklich sicher, dass du es mit ihm… aufnehmen kannst?“ sah man die besorgten Augen.

„Nein… ich will es auch nicht bekämpfen, dazu bin ich zu sehr geschwächt.“ schüttelt Sina den Kopf. „Der Herrscher der Heiligen hat mir schon eine Kostprobe der Macht gegeben. Ein Diener von Glacia wird man wohl nicht einfach so. Wenn ich seine Waffe irgendwie einsetzen könnte, das wäre sehr effektiv gegen Wassermonster.“ murmelt Sina.

„Das legendäre Blitzspeer… nur die Auserwählten auf der Welt können diese Waffe benutzen. Seine Macht übertrifft die der Magie, weil es eine Naturgewalt ist.“

„Eine lebendige Waffe also?“ fragte Sina und Itiikra schüttelt den Kopf. „Nein, auch wenn ich davon zum ersten Mal höre. Die Legende um die Waffe wurde gerne von den Heiligen erzählt, aber das tatsächliche Geheimnis… kannten nur die Träger.“

„Wenn… ich meine eigentliche Form wieder habe und ausgeruht bin, werde ich mir das Problem genauer anschauen, ansonsten…“ grinste Sina schief, als sie vorne etwas sah. Sofort schaute sie auf dem Kompass zur Sicherheit, aber… „Es… sieht aus, als hätten wir unser Ziel erreicht?“

Man sah in weiter Entfernung das ein „Berg“ auf die Wasseroberfläche zulief. Sina drehte sich um und wurde sehr laut. „Ihr stolzen… Überlebenden der Nagarasse… Ich weiß, ihr seid zu Tode erschöpft und braucht eine Pause…

Ich will euch mitteilen, dass wir unser Ziel erreicht haben und wenn nicht, können wir uns zumindest an diesem Berg ausruhen. Doch seid gewarnt…“ motiviert Sina die Leute und erklärt allen den Plan, an den sie sich halten müssen.

„Itiikra? Ich will, dass du den Abschluss bildest und Nadalia… auch wenn es dir vermutlich nicht gefällt, aber… Behalte die Schlampe im Auge, dass sie nicht jetzt auf einmal flüchtet.“ schaute Sina speziell Srusu an. „Wohin… soll ich denn schon flüchten können? Außer die Stadt der Heiligen kenne ich nicht anderes.“ zischte die Verräterin.

„Karma.“ meinte Sina nur. „Nur ein Ruck Leute, denn… ich kann auch nicht mehr, aber ich werde euch alle vor Peidelia beschützen, wenn er angeschossen kommt. Besser er als… eine gewisse zu groß geratene Tiefseeschlange.“ Damit konnte Sina bei einigen ein leichtes Schmunzeln auf die Gesichter zaubern.

„Ok… auf geht’s!“ nickte Sina und die Gruppe schwimmt auf das Gestein zu. Zwar nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam, weil sie wieder im feindlichen Gebiet sind. Die Dämonenkönigin schaut immer wieder umher, aber bisher… sah sie keine feindliche Gestalten.

Es verging… einige Zeit, bis Sina mit dem Finger zur Wasseroberfläche deutet. Die Gruppe folgte ihr und sie durchbrachen die Oberfläche. Alle mussten mehrmals blinzeln, als Sina erkannte… dass es ihr Zielort war.

„Wir… haben die Insel erreicht!“ freute Sina sich innerlich, nun war sie voller Adrenalin. „Ok, noch ein bisschen, wenn wer was merkwürdiges sieht, fühlt oder was auch immer, schreien ok? Ich will nichts dem Zufall überlassen!“ warnte die Dämonin ihre Gruppe…

Doch die Warnung war scheinbar ohne Bedeutung, denn alle erreichten den Strand ohne auf irgendjemanden zu treffen. „Puh… ist das kalt…“ merkte Sina wieder das übliche Problem. „Ist… es euch auch so kalt?“

Das alle am nicken waren, beantwortet schon die Frage. „Puh… Hoffentlich haben die Überlebenden genug Kleider für uns alle…“ murmelt Sina… als etwas angerannt kam… und Sina um rempelte.

„MUTTER!“ drückte sich Bariel mit Tränen an Sina. „Verdammt! Wir haben uns alle Sorgen gemacht!“ Sina war viel zu perplex gewesen, das Bariel aus dem Nichts erschienen ist. „Erm… Bariel? Wie…“

„Wir haben beobachtet, wie diese Tintenfische oder was auch immer das für Monster waren dich einfach abgeführt haben. Seitdem Tag an hielten wir die ganze Zeit nur auf dem Meer Ausschau… bis du mit…“ löste Bariel sich und merkte nun… dass sie nicht SO alleine waren. „Mehr… von deiner Sorte gesehen haben?“

„Ja… eine… sehr lange Geschichte. Es… sind alles Flüchtlinge, kannst du dich um sie kümmern? Essen… Kleider… Schl…a.f…raum…“ fiel Sina nun doch letztendlich in Ohnmacht. „Mutter?!“ wurde Bariel panisch, beruhigte sich aber wieder sehr schnell, dass sie vor Erschöpfung zusammengebrochen ist. „Himmel… du machst einem echt Sorgen…“

Es verging wieder einige Zeit, als Sina etwas spürte… Jemand streichelt ihre rechte obere Hand. Langsam öffnete die Naga ihre Augen und sah ein bekanntes Gesicht, es war niemand anderes als Bariel in ihrem Kimono. „Mutter!“

„Uh… ich bin… wieder einfach… umgefallen oder?“ stellte Sina müde die Frage. „Ja, aber selbstverständlich, nachdem Itiikra uns die Geschichte erzählt hat. Ich hoffe… du hast aus der Lektion gelernt, dass spontane Versuche… nicht immer so positiv verlaufen, wie du es dir gerne wünscht.“ kam direkt der Tadel von Bariel.

„Itiikra! Wie geht es dir und den anderen?!“ wurde Sina nun wacher. „Ich bin kein Dämonenexperte, aber ich würde behaupten, auf dem Weg der Besserung. Wie gesagt, Itiikra hat irgendwie das Reden übernommen und uns alles erklärt.

Aufgrund… Differenzen zwischen den Überlebenden auf der Insel und den Nagas habe ich ein zweites Lager errichtet mit Zelten, wo sie sich… scheinbar alle zum ersten Mal ausruhen. Sie sind ziemlich misstrauisch und auch… sehr schreckhaft.

Ich wusste nicht… dass man sie derart… misshandelt… Wenn ich dich anschaue und… die Frauen vergleiche… Hoffentlich finden diese… „Heiligen“ alle ihren Tod.“ hörte man die Trauer und Wut in der Stimme von Bariel.

„Was… für Differenzen?“ wundert sich Sina direkt. „Es sind keine richtigen Differenzen, sondern ich wollte von Anfang an vermeiden, dass es zu einem Streit eskaliert. Du kannst es drehen oder wenden, aber die Nagas sind Meeresbewohner.

Das macht die Überlebenden sehr misstrauisch, auch wenn ich ihnen erklärt habe, dass keine Gefahr von ihnen droht. Himmel, nachdem ich beobachtet habe, dass sie nicht mal wirklich eine Waffe benutzen können, brauchen sie selber den Schutz.

Jedenfalls haben ALLE vernünftige Kleidung bekommen und einen Schlafplatz. Dummerweise… scheinen alle immer irgendwie wie du zu frieren. Daran kann ich aber schlecht was ändern außer halt Lagerfeuer am Laufen zu halten.“

„Verstehe…“ seufzte Sina erleichtert. „Sag… wurden wir irgendwie mal angegriffen oder so? Zwei Lager im Auge zu halten dürfte jetzt nicht…“

„Ich weiß nicht was passiert ist, aber der Herr des Wassers ist samt dem Monster verschwunden. Die Angriffe auf diese und der Nachbarinsel haben aufgehört. Auch waren wir vorbereitet, dass dieser Meeresdrache uns angreifen könnte, aber seit deiner Wiederkehr sind nun drei Tage vergangen und nichts ist passiert.“

„Eh… was hast du gesagt? Ich habe… drei Tage geschlafen? Wie… lange war ich denn… so allgemein weg gewesen? Unten habe ich jegliches Zeitgefühl verloren, vor allem als die Verräterin mir sagte, ich hätte da schon zwei Tage geschlafen…“

„Als du uns verlassen hast bis zu deiner Rückkehr sind insgesamt vier Tage vergangen. Die Monster haben uns angegriffen, aber am Tag Drei… muss irgendwas passiert sein, dass sie weg sind. Vermutlich hast du was ausgelöst, vielleicht auch nicht.“

Sina hob ihre Hand mit dem speziellen Ring hoch und betrachtet ihn. „Illusion… Keine Schmerzen. Es… ist Zeit, dass ich mein wahres Gesicht wieder zeige. Sollte Levithianus uns angreifen, werde ich diesmal gestärkt sein.“ verzaubert Sina sich und zog den Ring raus.

Sofort nahm Bariel Abstand und wäre glücklicher gewesen, wenn Sina sie mal gewarnt hätte, was passiert. Die Arme… verschmolzen zu normalen Armen wieder, die Schuppen verschwanden langsam, aber sicher. Der lange Schlangenkörper wurde immer kürzer und kürzer und bildete wieder zwei gewohnte Beine unter dem Haufen von Decken.

Die Dämonin verzog trotz Illusion ihr Gesicht vor Schmerzen, ihr Knochenschwanz wuchs ebenfalls nach. Es vergingen einige Minuten… bis Sina wieder ihr normales Aussehen hatte. Normale Zunge, zwei gesunde Beine samt Knochenschwanz und zwei Arme mit der üblichen Klauenhand

„Puh… hoffe, die anderen Frauen denken ebenfalls an den Ring.“ keuchte Sina und steckte den Ring der Schlange ins Inventar. „Danke für die Warnung, schön zu sehen, dass du wieder die erm… „alte“ Sina geworden bist.“ hob Bariel eine Augenbraue hoch.

„Musste sein, weil… ich habe Itiikra und den anderen Frauen erklärt habe, dass ich keine Naga bin, sondern eigentlich eine Sukkubus. Verstanden haben sie es teilweise, aber… glauben werden sie es erst, wenn sie es wirklich sehen.“ grinste Sina schief, als auf einmal beide ein sehr lautes Knurren hörten.

„Was war das denn jetzt?!“ schaute Bariel umher, als Sina einen hochroten Kopf bekam. „Erm… das… war mein Magen… Wenn du mir… was zu Essen holen könntest und alle Vampire außer Nisha und Abby bringst, erzähl ich meine Geschichte. Ach ja… sag bitte Itiikra, dass ich nachher mit allen Nagas… was wichtiges besprechen muss.“

„So so… die berühmte Chaosbestie hat Hunger und das in einer Lautstärke, dass jeder es mitbekommt. Na gut, dann werde ich mal deine Bitten umsetzen.“ grinste Bariel frech. Als sie den Raum verlassen hat, nutze Sina sofort die Chance und zog sich wieder Unterwäsche samt einem schwarzes Kimono an.

Sina schaute abwechselnd ihre Hände an und musste an die Worte von Tuschruilli denken. „Ich… muss viel stärker werden, bis ich es mit Glacia aufnehmen kann? Wie… stark ist dann diese Götterbestie nur…“ grübelte Sina.

Lara kam direkt ins Zimmer gestürmt und ließ es sich nicht nehmen Sina zu umarmen. „Schwester… Warum… musst du immer diese spontanen… Aktionen machen in einer Welt, wo wir dir nicht helfen können…“

„Es… tut mir leid, aber… es war eine der wenigen Chancen… die ich wahrnehmen musste. Ohne zu wissen… wo ich rein geraten bin… habe ich so viele Dinge erfahren… wo wir ohne dieses Wissen gegen Glacia gescheitert wären.

Dazu… die Chance mein Volk zu retten und ein Vorgeschmack zu bekommen, mit welchen Monstern wir es in der Wasserwelt zu tun bekommen ist alles… ist wirklich ALLES was wir bisher erlebt haben… nichts.“ umarmte Sina zurück.

Die Zwillingsvampire sowie Ivy und Jevera kamen nun ebenfalls, die sich mehr zurückhielten. Zum Schluss kam Bariel mit Essbarem zurück und teilte auch mit, dass Itiikra Bescheid weiß. Nun erzählte Sina den Damen mithilfe der Illusionen, wie sie die Welt unter Wasser erlebt hat und welche Informationen immer mehr zu Tage kamen.

Die Geschichte hat ihre Zeit benötigt, Lara und Bariel wirkten geradezu betroffen, als sie von Levithianus gehört haben. „Sei… ehrlich Sina. Dieser Levithianus, hätte er es auch mit Tierra aufnehmen können?“ fragte Lara.

„Ich weiß es nicht… Glaube es tut sich zwischen beiden nicht viel, weil beide in ihrem Element kämpfen. Ist einer der beiden in des Feindes Element, dürfte er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Verlierer werden.“ vermutet Sina. „Alleine… dass ich mit fünf Chaosangriffen es nicht schaffen konnte, den Strahlenangriff von der Wasserschlange aufzuhalten… gibt mir arg zu denken.“

„Und das ist „nur“ sein stärkster Diener von Glacia gewesen, wie heftig wird dann Glacia selber? Ich bin total geschockt zu erfahren, dass diese Götterbestie, die die ganze Welt für… stupide hielte… eine Intelligenz besitzt, die wir nie… erreichen werden.“ nagte Bariel an Daumennagel.

„Mio und Tio… wenn ihr wieder zurück in der Gilde seid, müsst ihr unbedingt alle vergangenen Aufträge, die was mit legendären und starken Wassermonstern zu tun haben, überprüfen. Laut Bariel sollte Peidelia tot sein, aber war nicht so unbedingt der Fall. Wenn es Aufträge sind, wo ganz klar der Beweis des Monsters vorhanden war… Leiche oder Monsterstein, dann ist es in Ordnung, aber… wenn nicht…“ schaute Sina die Zwillinge an.

„Wir haben verstanden!“- „Dürfte aber nicht einfach sein, weil Fanfoss nicht unbedingt das Archivar hat, was mit Aufträgen am Meer zu tun hat.“ warnten die Zwillingsvampire.

„Ich überlasse es euch, Notfalls fragt Prashi, ob es ein System gibt, was es euch einfacher macht. Im schlimmsten Falle… müsst ihr halt jede Abenteuergilde an den Hafenstädten aufsuchen. Da… wird so einiges an Arbeit auf euch zu kommen.“ seufzte Sina und stand auf.

„Was… hast du nun vor?“ fragte Lara. „Ich will jetzt mit den Nagas sprechen, weil wir dieses Problem mit ihnen auch bewältigen müssen. Wegen dieser… dummen Prophezeiung habe ich mir schon ein paar Gedanken gemacht, aber vorerst… muss ich ihnen was wichtiges sagen.“

Bevor die Vampire und weitere sagen konnten, war Sina schon draußen. Sie sah überall Zelte und drehte sich um, um festzustellen, dass sie in einem der zerstörten Häuser der Stadt untergebracht wurde.

Die Frauen und Männer wirkten… ausgeruhter. Sie trugen alle vernünftige lange Kleider, was bei den Männer eigenartig aussah, aber besser als die grauen langen Kutteln. Auf einmal kroch Itiikra zu Sina.

„Erm… wenn… ich das Symbol auf den Flügeln richtig deute sowie auf dem Gesicht… spreche ich mit Sina oder?“

„Das ist richtig. DAS ist mein wahres Aussehen, die Zeit für die Verwandlung ist abgelaufen.“ grinste Sina schief und Itiikra nickte nur langsam. „Verstehe… und dennoch habt ihr gekämpft wie eine stolze Nagakriegerin, einst… wie meine Mutter.“

„Verstehe… und dennoch könnte ich in dieser Form besser kämpfen. Wie ist so die Lage für euch alle?“

„Verwirrend für alle, die in der Sklaverei geboren sind. Ich… selber war so… nun.. keine Ahnung… zwischen beidem eher.“ hatte Itiikra nun Erklärungsschwierigkeiten. „Sie werden sehr viel lernen müssen, um zu verstehen, dass diese Freiheit gut für sie sein wird.

Viele müssen auch lernen nun selbstständig zu leben und zu denken. Alle hatten die Heiligen gehabt, die ihnen Anweisungen gegeben haben oder? Doch ich glaube fest daran, dass es möglich sein wird und… vielleicht noch mehr.“

„Das ist gut zu hören. Solange DU daran glaubst, besteht Hoffnung für deine Rasse. Hat Bariel dir meine Bitte weitergegeben?“ fragte Sina und Itiikra nickte. „Ja, folge mir einfach.“ Gesagt, getan, beide Damen gingen zu dem Versammlungsplatz, gefolgt von den Leuten von Sina.

Überall wird Sina von den Nagas angestarrt mit ihrem neuen Aussehen. Einige wirkten stark verwirrt, andere erstaunt. In der Menge sah Sina die Verräterin… die nun eine Glatze trug und man nicht zu Schade war, für den Verrat sie körperlich zu züchtigen.

„Merke, ihr habt Srusu ein bisschen bearbeitet?“ merkte Sina an. „Die Männer hatten allen einen Grund ihre Wut an sie abzulassen. Viele haben ihre Brüder, Väter durch den Verrat verloren und mit dem Stachelhalsband? Das ist etwas… was man nicht lange für sich behalten kann. Srusu kann sich glücklich schätzen, dass sie überhaupt noch am Leben ist.“ hielt Itiikra eine neutrale Miene.

Nun hielte die Naga mit Sina an und klatschte laut um die Aufmerksamkeit zu bekommen. „Meine Kinder… Brüder und Schwestern… Darf ich vorstellen? Dämonenkönigin Sina in ihrer wahren Form. Für die Frauen hat ihre Majestät es schon erklärt, den Männern müssen wir die Chance geben, dass langsam zu verarbeiten.“

Auf einmal nahm Itiikra Abstand von Sina und schaute ihr in die Augen. „Während eurer Bewusstlosigkeit… haben wir alle sehr viel geredet. Wir sind zum dem Schluss gekommen dass…“

„Stopp!“ hielt Sina die Rede von Itiikra auf. „Hat es was mit der Prophezeiung sowie mit der Nagakönigin zu tun?“ „Ehm… das ist richtig.“ hielt Itiikra verwundert ihren Kopf schräg, die Freundinnen von Sina stellten sich alle mit einem großen Abstand von der Versammlung, um wenigsten dabei zu sein.

„Volk der Nagas… bevor wir darauf zu sprechen kommen… gibt es etwas… was ich euch allen sagen muss.“ wurde Sina sehr ernst und schaut abwechselnd in der Menge jedem in die Augen, dabei nahm sie mehrere Schritte Abstand von Itiikra.

„Es… tut mir leid.“

Kapitel 605

Ich bin wiedergeboren und ein besonderer Abschied?

Sina folgte den Nagas, allen wurde das Halsband entfernt. Viele trauten sich nicht, ihren Hals anzufassen und noch weniger, ob sie wirklich frei sind. Was Sina viel mehr wütend machte… waren die fürchterlichen Narben an den Hälsen.

„Wenn ich wüsste… wie man die Technik hinter den Halsbänder benutzt, würde ich dir das gleiche antun Schlampe.“ knurrte Sina dies zu Srusu, die neben ihr ging. „Nun bereust du es wahrlich, dass deine gekaufte Freiheit nichts… als eine Illusion war.“

„Tzz.“ zischte Srusu und ignorierte die wütenden Blicke der anderen auf sich. „Ich habe getan, was getan werden musste. Ich wollte leben und nicht wie sie hier… im Elend verrecken.“

Liebend gerne hätte Sina was dazu gesagt, aber sie konzentrierte sich lieber auf die Flucht. Nadalia führte alle Frauen durch mehrere Gänge, die Erschütterungen wurden schlimmer. Manchmal so schlimm, dass man das Gefühl bekam, dass der Angriff neben ihnen stattfand.

„Ein Angriff auf Glacia… Je mehr ich über ihn erfahre, desto… schlimmer hätte es geendet.“ grübelte Sina. „Ich dachte, es wäre nur ein stupides Monster, das einfach zu stark ist. Leider… sieht die Realität viel schlimmer aus.

Oh Christopher, da wird aber einiges an Arbeit kommen, denn das Monster da draußen wird ein Schiff ohne weiteres zerstören können, wenn man sich nicht richtig vorbereitet! Wir müssen viel mehr über seine Diener herausfinden, denn solange wir an ihnen nicht vorbei kommen, haben wir gegen Glacia noch weniger eine Chance.“

„Sina… ihr seht so nachdenklich aus?“ fragte Askii sie von der anderen Seite. „Ja, bin ich auch, weil mir langsam bewusst wurde, wie… gefährlich die Welt unter dem Wasser ist. Sie ist so schön, dass sie auch wiederum tödlich ist.“ lächelt Sina sie an.

„Ist das so?“ hielt Askii den Kopf schräg. Ein Sklave, dessen gesamtes Leben nur darin bestand, den Heiligen bestmöglich zu dienen, hatte wohl seine Schwierigkeiten, Sina zu verstehen. Sina lächelt nur traurig und nickte. „Ja, ist so. Du wirst es auch irgendwann verstehen. Erkläre… mir doch mal bitte, was das für ein Ort sein soll, wo wir hingehen.“

„Natürlich!“ freute Askii sich, etwas nützlich zu sein. „Die Entsorgungsanlage sind tiefe Löcher, dessen Ende niemand kennt. Dort wird alles entsorgt. Möbel, Verstorbene aus der Arena, einfach alles. Aufgrund… das es angeblich riechen soll, liegt sie etwas außerhalb der Stadt.“

„Ah… Itiikra hat da einen sehr guten Ort ausgesucht. Dann dürften wir dem Monster…“ wollte Sina Askii loben, als sie etwas spürte. „HALT!“ schrie Sina. Nadalia und die anderen Nagas hielten sofort an… als ein gigantischer Strahl vor ihnen den Gang zerstörte.

Sofort schrien die Frauen panisch auf, selbst Sina bekam ein Schauder, wie nah dieser Angriff von Levithianus kam. „Ok beruhigt euch alle!“ rief Sina. „Ich weiß, dass es sehr hart ist, aber wir müssen uns zusammen reißen!“

„Aber… was sollen wir machen, wenn der nächste… Strahl kommt?“ zitterte Nadalia fürchterlich. „Dann werde ich ihn abfangen.“ sagte Sina mit einer sehr ernsten Stimme. „Liebend gerne würde ich es bekämpfen, aber eure Sicherheit hat Vorrang!“

Alle Frauen schauten sich unsicher in die Augen und nickten dann. „Wunderbar. Aufgrund… dass der Gang zerstört ist, können wir nicht einfach draußen schwimmen? Ich meine nur?“

„Nun?“ schauten Nadalia und die anderen wieder etwas verdutzt in die Augen. „Oh je… sie brauchen echt alle einen Lehrer…“ murmelt Sina und dachte spontan an Ethice. „Ja… sie dürfte die richtige Person sein mit ihrer Persönlichkeit.“

„Ja, es geht schneller.“ antwortet Srusu für alle. „Wir haben dich nicht gefragt Verräterin!“ knurrte Didima wütend. „Ah Entschuldigung, wusste nicht, dass ihr alle doch einen Todeswunsch habt und hier bleiben wollt.“ hob Srusu nur ihre Hände hoch.

„Dann auf? Ich will ebenfalls nicht allzu lang hier verweilen.“ klatschte Sina mit ihren Händen. „Nadalia, führe uns zur Anlage hin.“ „Natürlich…“ schluckte Nadalia und ging vorsichtig zur zerstören Öffnung.

Links alles in Ordnung, rechts alles in Ordnung und nickte zu den anderen Frauen zu, dann schwimmen alle raus. Sina machte dem Abschluss und folgte ihnen. Als sie einen gewissen Abstand von dem „Gebäude“ hatten, drehte die Dämonin sich kurz um… und sah das Schrecken.

Die wunderschöne Stadt, die sie beim betreten gesehen hatte wurde von dem riesigen Monster größtenteils zerstört, eigenartiger „Rauch“ ging nach oben. Das Monster selber setzte immer noch seine Strahlenattacke auf die Stadt ein. Die Angriffe auf ihn sind wirkungslos.

„Was für ein starkes Monster.“ dachte Sina. „Wenn… es eine Stufe haben müsste… dann hat es definitiv die Stufe SV verdient oder… man muss umdenken. Acula sowie Justus waren beide SV, doch gegen dieses Monster… habe ich meine starken Bedenken, ob sie auf Augenhöhe wären.“

Alle Frauen nahmen immer mehr Abstand zu Levithianus, was auch gut war. Dadurch wurden sie wieder alle etwas ruhiger, Sina schaute vorsichtshalber immer wieder nach hinten, dass kein zufälliger Angriff kam.

„Dort!“ rief Nadalia aufgeregt. „Wir erreichen bald die Anlage!“ „Wunderbar.“ meinte Srusu zynisch. „Der Ort mit dem schlimmsten Gestank, hätte nicht gedacht, ihn jemals wieder zu erreichen.“

„Wenn du nicht aufpasst, fällst du in eines der Löcher.“ warnte Sina sie, dass sie auf ihr Mundwerk zu achten hat. Srusu kniff nur wütend ihre Augen zusammen und achtet darauf, einen gewissen Abstand zu den anderen Frauen zu haben.

Sina hat unter einer Anlage was anderes verstanden, denn was sie sah waren nur… riesige Löcher. „Sag… was… genau ist da unten in den Löchern? Irgendwie will ich jetzt nicht glauben, dass es…“

„Wir wissen es nicht, diese Löcher hat es schon immer gegeben.“ erklärte Askii. „Wir haben die Anweisungen der Heiligen nicht hinterfragt, es hieß immer, wir sollten dort alles entsorgen.“ „Und… es ist nichts von unten erschienen oder ähnliches?“ war Sina die Anlage nicht unbedingt geheuer.

„Warum sollte denn was daraus kommen? In all der Zeit kann ich mich nicht an einen Vorfall erinnern, dass hier was passiert sein soll.“ hielt Askii den Kopf schräg. Sina schaute Srusu an, aber scheinbar ignorierte die Verräterin alles.

„Ich glaube euch einfach mal… dass hier nichts passiert. Das sind meiner Erfahrung nach genau… die Orte, wo es am gefährlichsten wird.“ murmelt Sina nur. Die Löcher mussten einen Durchmesser von mehreren Kilometer haben, Sina glaubte einfach nicht daran, dass es normal sein sollte.

„Denke… wir warten am besten hier.“ schlug Nadalia vor. „Normalerweise wären hier ein paar Aufpasser, aber wegen dem Monster sind sie bestimmt alle zurückgerufen worden.“

„Wollte schon fragen, so unbeaufsichtigt lassen sie euch ja nun doch nicht hier draußen.“ grinste Sina. Hinter den Naga´s glühte die Landschaft immer wieder auf, das Monster geht weiter seine Zerstörung nach.

„Wer hätte das gedacht, dass die Heiligen von dem wahren Herrscher einfach so fallen gelassen werden. Wenn der Herrscher noch am Leben gewesen wäre, sein Gesichtsausdruck… ach was.. seine Augen hätte ich gerne gesehen.“ meinte Sina auf einmal.

Alle Naga´s schauten ebenfalls die Zerstörung an, keiner gab Sina auf ihrer Aussage eine Antwort. Können sie nicht, weil sie es sich in ihrer Sklaverei nicht mal vorstellen konnten, dass die Stadt überhaupt fallen könnte.

Weil Sina durch das Warten gezwungen war holte sie aus ihrem Inventar den Kompass raus und betete innerlich, dass er auch unter Wasser funktionierte. Sie schob ihn in die obere linke Hand und stellte den Kompass auf die Insel ein, wo sie zuletzt war. Er leuchtete auf und drehte sofort in die Richtung, wo Sina hin muss. „Puh… wenigsten das funktioniert.“

„Sina? Da kommt jemand!“ rief Didima. Sofort stand Sina auf und suchte die Umgebung ab, als sie sah, worauf Didima zeigte. Vorne an der Front sah sie Itiikra mit den vier Frauen, die sie begleitet hatten…

Unbewusst legte Sina eine Hand auf den Mund, als sie die Männer sah. Wenn die Frauen schon vernarbt sind, dann sind die Körper der Männer noch schlimmer verletzt worden. Überall Narben, ihre Körper ausgezehrt und tragen ebenfalls eine Glatze. Was Sina bei ihnen auffiel ist, dass sie statt vier Armen nur zwei hatten. „Hoffentlich… ist das natürlich, sonst überlege ich es mir ernsthaft Levithianus zu helfen.“

„Was? Die Männer hatten schon immer zwei Arme gehabt.“ meinte Srusu neben Sina. „Sag Schlampe… aus welchen Grund bist du immer in meiner Nähe? Glaubst du allen ernstes… dass ich dich beschützen werde?“ drehte Sina sich wütend zu der Verräterin.

„Nein… das weniger. Nur habe ich die Befürchtung, dass die Männer mir schlimmeres antun könnten.“ teilte die Verräterin nur mit. „Verdient.“ sagte Nadalia, die anderen Frauen nickten ihr zustimmend zu.

„Ihr könnt sie immer noch später lynchen.“ unterband Sina den kommenden Streit. Itiikra erreichte ihre Gruppe einige Zeit später. „Scheinbar habt ihr es noch irgendwie… geschafft?“ fragte Sina nach, da schüttelt sie schon den Kopf.

„Nein… die Mine ist eingestürzt… Einer der Angriffe von diesem Monster hat sie erreicht… und das sind noch die wenigen Überlebenden.“ sah man die Trauer in den Augen der dreiarmigen Naga. „Verstehe… habt ihr… jemanden, der für euch alle spricht?“ sprach Sina speziell die Männer an.

Die schauten sich alle an und schienen Schwierigkeiten zu haben, richtig zu sprechen. „Hm… ich werde euch die Halsbänder entfernen, dann erkläre ich unsere Flucht.“ schwimmt Sina auf den ersten Mann zu. Sie wollte schon das Halsband zerstören, als sie die Aktion abbrechen musste.

„Sag… sehe ich das richtig? Sind… das Stacheln, die in den Hals gedrückt sind?!“ begutachtet Sina den Hals. Der Mann vor ihr nickte langsam. „St…ra..ff..eee…“ versuchte er zu sagen und zeigt mit einem Finger auf Srusu.

Wütend starrte Sina die Verräterin an, die nun verstand, welche Strafe die Männer bekommen haben. „Es juckt mir unheimlich in den Fingern, deinen Körper zu brechen und in das Loch zu werfen. Dennoch mache ich es nicht, sondern sie alle hier sollen sich gemeinsam deine Strafe überlegen!“

Srusu drehte nur ihren Kopf weg und versuchte sie alle zu ignorieren, aber ihre zitternden Arme konnte man nicht übersehen. „Ok, dann weiß ich Bescheid, wie man die Halsbänder von euch entfernt.“ sagte Sina. Sie legte zwei Hände oberhalb des Halsbandes an und fing an zu heilen, die anderen Hände zerstörten das Halsband selbst.

Die Aktion dauerte länger als geplant, aber auch hier wiederholt sich die gleiche Aktion wie bei den Frauen. Unglaube… frei zu sein. Keine Schmerzen am Hals zu spüren. Als der letzte Mann fertig war, merkte Sina, wie erschöpft sie auf einmal war. „Shit… das hat mir noch gefehlt.“

„Sina!“ legt Itiikra besorgt eine Hand auf die Schulter. „Du siehst viel zu blass aus!“ „Naja… bedenke… das ich die Arena des Todes irgendwie überstehen musste. Keine Sorge, zu unserem Fluchtort werde ich es noch schaffen. Wie sieht es bei den anderen aus, vor allem bei den Männern? Haben sie die Kraft eine größere Strecke zu absolvieren?“

„Ich denke schon, notfalls werden wir uns gegenseitig unterstützten.“ nickte Itiikra. „Ok, dann schwimmen wir in wenigen Minuten los. Erkläre ihnen, dass ich vor schwimme und teile jemand sehr Fitten ein, der den Abschluss macht. Ansonsten… gbt allen hier eine Waffe…“ holte Sina jede menge Schwerter, Äxte und weiteres, was sie im Laufe ihrer Abenteurerkarriere gesammelt hat.

„Aber… wir haben noch nie eine Waffe benutzt?“ merkte die Naga an. „Willst du wirklich so schutzlos im Meer schwimmen? Ihr seid alle Dämonen von meinem Volk, stolze und zähe Kämpfer! Wir werden das noch nachholen, damit niemand mehr auf die Idee kommt, euch jemals wieder zu versklaven!“ sagte Sina dies sehr ernst in einer Lautstärke, dass jeder sie hört. „Außer die Schlampe natürlich.“ „Du kannst mich auch mal Miststück!“ zischte Srusu.

Doch so wie einige die Waffen hielten… wird es ein langer Weg werden, bis sie alle akzeptable Krieger werden. „Hmm… glaube… ich sollte sie alle für gewisse… Pläne vorbereiten.“ grübelte Sina, die alles beobachtet. „Itiikra? Wie viele… Nagas sind wir eigentlich?“

„Die… Frage habe ich schon kommen sehen…“ wurde die Anführerin traurig. „Ich weiß nicht… ob in der Stadt noch welche sind, doch ich bezweifele dass dann doch recht stark. Mit den… Männern hier kommen wir auf über 317 Nagas.“

„Scheiße…“ schloss Sina sofort die Augen. „Ihr müsst um jeden Preis überleben. Ok, wir haben genug gewartet Leute, ich führe uns zu einem Ort, wo wir sicherer sind. Nicht so sicher, wie ich es mir gerne wünschen würde, aber dort gibt es Wächter, die unter meiner Kontrolle stehen und euch beschützen werden!“

Unsicher schauten sich alle an und warten lieber ab, ob was von Sina kommt. „Ok, folgt mir nun.“ schwimmt Sina vor, die anderen Nagas folgten ihr sofort. Eine große Gruppe entfernte sich nun von der Entsorgungsanlage… als Levithianus eine Bewegung bemerkte. Sofort hielt er seinen nächsten Angriff an und blickte auf die Gruppe.

Er brüllte laut auf, dass alleine der Boden stark vibrierte und schwimmt an der Gruppe entlang. Sina drehte sich um und sah die riesige Wasserschlange auf sich zu schwimmen. „Oh beim dunklen Gott!“

Die Dämonenkönigin schwimmt direkt nach hinten und holte nur Blutklinge sowie Thorn aus dem Inventar, als Levithianus sein Maul aufmachte für seinen nächsten Strahlenangriff. „SCHWIMMT AUF DEN BODEN!“ befahl Sina und steckte nun doch wieder die Waffen ins Inventar.

Panisch schwimmen die Nagas zum Boden runter, als der Angriff kam… Sina hob alle Hände hoch gegen den Strahl. „Chaoshand und Chaosatem!“ setzte Sina ihre Fähigkeiten ein… und ein gigantischer schwarzer Strahl schoss dem hellblauen Strahl entgegen.

Beide Angriffe prallten aufeinander… und drückten gegeneinander! Doch Sina merkte schnell, dass der Angriff von Levithianus ihr näher kam. Sie setzte den Trick vom Turnier ein und knickte alle ihre Finger, wodurch der Angriff nochmal verstärkt wird…

Wenn Levithianus… Emotionen zeigt oder ähnliches, dann dass es vermutlich sehr empört ist, dass sich jemand seinem Angriff widersetzen will. Der Trick hat den Angriff des Monsters nochmal stark verlangsamt, doch es ist nur eine Frage der Zeit.

„Verdammt… am liebsten würde ich dir einen Knoten in den Körper drehen!“ „schwitzte“ Sina sich ab bei der Verteidigung. Die Nagas haben sich alle in Sicherheit gebracht. Alle staunten, wie Sina ihr bestes gibt, sie zu beschützen.

Der hellblaue Strahl kam immer näher… und näher… „Nein… wenn ich nur meine Spezialfähigkeit nochmal hätte!“ kam langsam die Verzweiflung bei Sina hoch. „Ausweichen kann ich, aber das hilft bei dem Problem hier nicht!“

Nur noch wenige Meter… bis zum Knall… als auf einmal Levithianus sich verkrampfte. Der hellblaue Strahl erlischt, dafür schoss der schwarze Angriff von Sina an den Kopf von der Wasserschlange… die in einer Lautstärke brüllte, dass alle ihre Ohren schützen mussten.

„Huch?! Was ist jetzt los?!“ wundert sich Sina, die mit dem Angriff aufhörte. Levithianus hatte eine tiefe Wunde quer über seinem Kopf, dennoch… wirkte es, als könnte es sich nicht bewegen.

„Flieh… so lange ich es… noch unter meine Kontrolle gehalten bekommen…“ meldete sich eine Stimme im Kopf von Sina. „Tuschruilli?! Wo bist du?!“ suchte die Dämonen das Meer ab.

Ich sagte… flieh… ich kann es… nicht… lange… halten… dann… wird es… mich töten und… für die Verletzung dich… jagen… Das… ist mein Dank… für die… Heilung… Lebe… und werde… stärker… um „ihn“ zu töten…“ drängte Tuschruilli.

„Ich schwöre… bei allen Göttern… dass ich niemals deinen Namen vergessen werde Tuschruilli… und sowohl Levithianus, als auch die anderen Diener samt Glacia töten werde. Nicht jetzt, heute oder morgen, aber der Tag wird kommen!“ legte Sina eine Hand auf die Brust und Tränen kommen aus den Augen.

„… Danke… nun FLIEH!“ schrie Tuschruilli geradezu. „Leute! Jetzt oder nie! Folgt mir und gebt alles!“ schrie Sina ihren Leuten zu. Sofort schwimmen alle Sina hinterher, die noch einmal… nach hinten schauen musste.

Nun sah sie Tuschruilli, der auf dem Kopf von Levithianus war und ihnen trotz der weiten Entfernung noch hinterher schaute. Die Wasserschlange war immer noch verkrampft, aber man sah ihr an, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis das gigantische Monster sich von der Fähigkeit befreit… Doch was Sina nicht vergessen wird ist… der unendliche Hass, den sie in den Augen von Levithianus sah.

„Beruht auf Gegenseitigkeit.“ knurrte Sina und gab ein Stoßgebiet an den dunklen Gott, dass er… die Seele von Tuschruilli aufnehmen soll.

„Danke Tuschruilli… danke, dass… du zeigst… was einen… Held ausmacht.“

Kapitel 604

Ich bin wiedergeboren und die Flucht aus dem Meer?

Sina ließ den Kadaver los und nahm die Trophäe „Blitzspeer“ in ihr Inventar auf. „Limit auflösen oder so?!“ befahl die Naga, denn sie kannte die negativen Konsequenzen ihrer Fähigkeit. Sie suchte überall nach dem Grund der Aura, denn das verspricht sehr sehr unangenehm zu werden.

„Verdammt… ich hätte das Limit brechen eher für „das“ aufheben sollen!“ fluchte Sina. Sie war alleine in der Arena des Todes und hat eigentlich ihre Ziele erreicht, wäre nicht die Aura da, die einer Götterbestie gleich kommt.

Auf einmal erschien Tuschruilli aus seinem Ausgang und stellte sich vor Sina. „Du hast… es wirklich geschafft. Du hast diesen widerlichen Herrscher getötet!“ sprach die Stimme wieder in ihrem Kopf.

„Eh… ja? Hast du jetzt was anderes erwartet?!“ schaute Sina dem Geschöpf in die Augen. „Was ist eigentlich los? Kommt Glacia selber?“

„Nein… du würdest es nicht mal merken, wenn du neben ihn wärst.“ schüttelt Tuschruilli den Kopf und blickte in die Weiten des Meeres. „Was da kommt, ist sein stärkster und widerspenstigster Diener… Levithianus.“ „Ob das eine Anspielung auf Leviathan ist?“ grübelte Sina direkt.

Wenn er kommt, dann nur um alles zu zerstören. „Es“… hat seine Entscheidung für diesen Ort gefällt. Du magst vielleicht den Herrscher getötet haben, aber… du bist geschwächt, dass sehe ich selber. Ich… gebe dir den Rat… zu flüchten.“

„Wie?! Ich soll flüchten?! Was ist mit dir?!“ richtete Sina sich so weit auf, dass sie Tuschruilli ins Gesicht schauen konnte.

„Ich… werde dir Zeit geben. Zeit… die du für dich und dein Volk brauchen wirst. Du… warst die erste Person… die mich geheilt hat. Es mag sein… das ich weggestoßen wurde und wir vielleicht als richtige Feinde gegeneinander gekämpft hätten, aber…

Was „Es“ auch immer getan hat, ich mag viele seiner Entscheidungen nicht. Ich habe ihm widersprochen und er hat mich aus seinem Reich verbannt. Wenn du gegen „Es“ kämpfen willst… dann muss du viel viel stärker werden.“

„Warum… musst du dich opfern?! Können wir nicht gemeinsam…“ wollte Sina vorschlagen… als die Aura nun die Stadt erreichte. Ein gigantischer Kopf, der gewisse Ähnlichkeiten mit einem Drachen hätte, erschien mit rot leuchtenden Augen.

Der Kopf ist fast größer als der von Tierra, seinen restlichen Körper konnte Sina nicht richtig unter Wasser erkennen… und ging sofort zum Angriff über. Es öffnete leicht sein Maul auf und ein hellblauer Strahl ging auf die Wasserstadt über, die sofort zerstört wird.

Flieh! Es ist wütend und in diesem Zustand sollte man es erst recht nicht bekämpfen!“ warnte Tuschruilli und schwimmt von Sina weg. Überall hörte Sina Geschrei von dem Tintenfischmenschenvolk, Levithianus griff gnadenlos weiter die Stadt an.

„Scheiße… warum muss Tuschruilli Recht haben.“ fluchte Sina, die die nächsten Angriffe dieses riesigen Monster sah. „Illusion: Aura verstecken!“ setzte Sina ihre Rassenmagie ein, denn scheinbar hat Levithianus sie noch nicht bemerkt oder ignorierte sie.

„Außerdem… wie soll ich denn die anderen finden?!“ grübelte Sina als nächstes… und schwimmt zur Herrschertribüne, in der Hoffnung, jemand „gewisses“ zu finden. Dort angekommen, sah sie nur einige Leichen auf dem Boden und das eine Tür offen war.

Der Boden unter Sina erzitterte, so schwimmt Sina direkt durch die Türen. Von der Decke fielen „Steine“ und „Ähnliches“ runter, auf Sina machte dieser Raum den Eindruck eines „Flures“. „Mist… ich brauche einen Führer!“

Sina schwimmt einfach den Flut entlang und stand vor einer Öffnung, wo sie nicht wusste, wie man sie öffnet. Die Naga legte eine Hand auf die „Tür“ und ließ sie einfach verrotten, was wieder funktionierte… und ein bekanntes Gesicht sah.

„Ah.“ ging das Grinsen ganz weit von Sina, während Srusu eher sehr tief nach unten ging. „Habt Erbarmen! Bitte!“ flehte die Verräterin direkt. „Schlampe, ob du es glaubst oder nicht, aber dich… habe ich gesucht.“ Wieder erzitterte der Boden, mehrere Gegenstände fielen zu Boden.

Srusu legte alle Arme über ihren Kopf, schützend das was von der Decke fallen könnte. Dabei bemerkte sie nicht, dass Sina ihr näher gekommen ist. Gewaltsam zerrt Sina die Verräterin hoch und schaute ihr in die Augen.

„Der Herrscher… ist tot, falls du es nicht mitbekommen hast. Weißt du, was uns da draußen eigentlich angreift?“ fragte Sina ihr direkt ins Gesicht, aber sie schüttelt nur ihren Kopf. „Nein, wirklich nicht!“

„Nun, laut Tuschruilli wurde es von niemanden anderen geschickt als Glacia, der diesen Ort zerstören soll. Für mich heißt es nur, dass es das Ende der Heiligen gekommen ist. Schon bisschen eigenartig, wie schnell eine Götterbestie eine Entscheidung treffen kann.

Egal, Glacia habe ich von Anfang an komplett falsch eingeschätzt und werde das Problem später angehen. DU wirst mich jetzt zu Itiikra und den anderen bringen, wenn du es überleben willst!“

Srusu schluckte schwer und nickte nur. „Dann… sollten wir uns beeilen.“ meinte die Verräterin nur. „Dann auf? Ich folge dir und denke nicht mal daran… irgendwelche heimtückischen Tricks gegen mich anzuwenden.“ warnte Sina sie nur, die anschließend jegliche Farbe aus dem Gesicht verliert.

Die Verräterin ging vor, Sina folgte ihr und zog zur ihrer Warnung Blutklinge wieder aus dem Inventar heraus. „Keine Sorge, ich werde sie nur gegen weitere Heilige einsetzen.“ grinste Sina gemein die Verräterin an, die sehr verängstigt die Klinge anstarrte.

Die Frauen gingen durch Gänge und Gänge, es erinnerte Sina an ein Labyrinth. In einem Gang musste Sina die Verräterin anhalten, weil sie Levithianus etwas genauer betrachten konnte.

Das Monster scheint ähnlich wie eine Schlange aufgebaut zu sein, das statt Arme zwei gigantische Flügel hatte. Auf seinem Rücken ragten meterlange Stacheln heraus, die an den Flügelspitzen ebenfalls zu sehen waren. Seine Schwanz selber hatte scheinbar drei Enden, an denen Flossen zu sehen waren. Aufgrund das man unter Wasser war, wirkte das gesamte Monster grünlich, während sein Bauchbereich einen helleren Ton annahm.

Scheinbar wehrte sich das Volk der Heiligen, denn weiße Kugeln schossen auf den Körper des Monsters, die sofort zu Schockexplosionen explodierten. Doch… scheint dieses Monster diese Angriffe nicht wirklich zu registrieren und zerstörte mit seinem Strahl die nächsten Bereiche der Stadt.

„Was… ist das für ein Ding?!“ zitterte Srusu am gesamten Körper, die nun auch seine Aura zu spüren bekam. „Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das der stärkste Diener, den Glacia aufzubieten hat und… muss sagen… Alleine seine Zerstörungskraft kommt der einer Götterbestie am nächsten. Was… schlummert nur alles in den Tiefen der Meere?“ murmelt Sina. „Auf, wir haben keine Zeit!“

Nun schien Srusu sich erst recht zu beeilen, wozu Angst einen fördern kann. Wenn die Nagas in Gänge reinkamen, die einen an Gläser erinnerte, konnte man immer wieder flüchtende Heilige sehen. „Hätte nicht gedacht… dass an einem Tag so schnell eine Stadt zerstört wird.“

„EINEN TAG?! DU HAST ZWEI TAGE GEPENNT!“ schrie Srusu sie an. „Hö?“ hielt Sina den Kopf schräg. „Kann nicht sein, es hieß immer, dass ich am gleichen Tag zur Arena sollte. UND! So müde war ich dann doch nicht gewesen!“ Die Verräterin zeigte die Courage und lachte Sina ins Gesicht.

„Verdammt… du weißt echt nichts hier… Wenn man zu meinem Meister geschickt wird… dann wird man nicht für paar Stunden gefoltert. Außerdem braucht es auch eine gewisse Zeit, die Arena vorzubereiten!

Warum du solange geschlafen hast, keine Ahnung. Vielleicht hast du dich ja selbst übertrieben, als du meinen Meister gehäutet hast!“ hatte Srusu wütende Augen. Sina hatte jetzt nicht das Gefühl, dass die Verräterin gerade in diesem Moment lügt, aber… zwei Tage geschlafen?

„Egal, ist es noch weit?“ ändert Sina das Thema. „Nein…“ drehte Srusu sich wieder um und kroch weiter. Der Boden unter ihnen wird immer noch stark erzittert, von der Decke fiel immer wieder etwas „Schutt“ runter.

„Sind das wieder die Gänge, die nur Sklaven nutzen können?“ frage Sina. „Ja… dachte mir… du würdest es begrüßen, wenn wir nicht auf Heilige treffen.“ murmelt Srusu. „Och, sie hätte ich einfach getötet.“ zuckte die Naga einfach nur mit der Schulter.

Nun hielt Srusu vor einer „Tür“. „Hier… sind sie.“ flüstert die Verräterin schon. „Oh? Hast du auf einmal Angst, für deine Taten ihnen nun in die Augen zu schauen?“ meinte Sina spöttisch und zerstörte die „Tür“.

Sina sah die Naga´s wieder, vor allem… schienen sie alle zu weinen. „Ihr… habt es tatsächlich geschafft.“ „Die… Befreierin ist zurückgekehrt!“ „Bitte… gebt uns auch einen Namen!“ kam ein Durcheinander, das Itiikra unterbrach.

„Schwestern! Beruhigt euch! Ich kann euch verstehen, aber wird dürften nicht das aktuelle Problem ignorieren. Eure… Majestät… es tut mir…“

„Es ist schon in Ordnung.“ unterbrachte Sina sie direkt und sah an einer Wand, wo die leere Arena gezeigt wird. „Ihr habt alles wichtige gesehen. Der Herrscher ist tot und Glacia hat seinen stärksten Diener geschickt, alles hier zu zerstören. Mich stört etwas… die Zeit und weiteres, aber das ist egal.“

„Da… ist doch die Verräterin!“ zeigte eine der Frauen auf Srusu, die sich hinter der Tür versteckte. Sofort spürte Sina eine Wut und Hass, aber nicht auf sie gerichtet, sondern auf jemand anderes. „Ja, dass ist Srusu, die mir den Weg zu euch gezeigt hat.“ meinte Sina nur.

„Sie… hat euch hierher gebracht?“ staunte Itiikra. „Nun, sie hat aus nächster Nähe erlebt, zu was ich fähig bin. Ihr Meister oder wie auch immer die Beziehung zwischen den beiden auch immer war habe ich vor ihren Augen bestialisch getötet und dazu, dass ich alle Monster samt den Herrscher getötet habe, hat ihren Horizont erweitert, was für sie gesünder ist.“ Srusu selber presste ihre Lippen zusammen bei der Aussage.

„Verstehe… dennoch ist sie die letzte Person in meinem Leben, die ich wieder sehen will.“ sagte Itiikra knallhart. „Eure… Majestät, wie… sollen wir vorgehen? Etwas greift uns an, dennoch…“

„Als erstes werde ich allen die Halsbänder zerstören, dann müssen wir unbedingt die Männer aus der Mine befreien. Die Schlampe nehmen wir mit, damit sie ihre gerechte Strafe bekommt.“ zeigte Sina mit einem Finger auf die Verräterin.

„Da versuche ich lieber mein Glück alleine Miststück!“ fletschte Srusu ihre Zähne Sina entgegen… und bekam eine Ohrfeige von Sina´s Schlangenschwanz. „Als ob ein Feigling wie du überhaupt überlebensfähig ist. Du bist doch nur hier, weil du hier die besten Chancen hast selbst zu überleben!“ sagte Sina nur ohne sich umzudrehen.

„Wie… ihr wünscht.“ meinte Itiikra bei der Ansage von Sina. „Hoffentlich ist die Mine noch heil, denn was das für ein Monster das auch ist, es greift ziellos alles an. Doch wird… es klappen, einfach die Halsbänder… zu zerstören?“

Sina kroch auf Itiikra zu und schaute ihr in die Augen. „Vertraust du mir?“ „Ja…“ nickte Itiikra, da legte Sina ihre Hände auf das Halsband und zerstörte es. Ein Raunen ging durch die Nagas, die diesen Vorgang beobachtet hatten.

Itiikra fasste vorsichtig ihren Hals an… und konnte ihre Tränen nicht vor Sina zurückzuhalten. „Ich… bin frei?“ „Du bist frei.“ lächelt Sina. „So ungern… ich die Freude zerstören will, aber ich glaube… Zeit ist nicht unser wertvollster Verbündeter.“

„Natürlich… eure Majestät… Stellt euch in einer Reihe auf meine Kinder und sobald die nächsten vier ebenfalls ihre Freiheit haben, gehen wir direkt zur Mine. Denke, so können wir effektiver arbeiten.“ schlug Itiikra vor.

„Ist das wirklich eine gute Idee, ohne mich zur Mine zu gehen? Dachte, sie ist so schwer bewacht?“ hakte Sina direkt nach. „Ja, denn das Monster dürfte die Aufmerksamkeit aller Heiligen bekommen haben. Aufgrund… das ihr Herrscher von euch getötet wurde, ist ihre Befehlskette mehr als in einem Chaos.“ nickte Itiikra, die immer noch an ihrem Hals rieb.

„Ich vertrau auf dein Wort! Ist es möglich, dass wir uns irgendwie treffen können? Ich will ungern während der Zerstörung hier warten wollen.“ kroch Sina auf die nächste Naga in ihrer Nähe. „Ja, ich denke es gibt einen Ort. Nadalia… wie du sie gegen ihren Willen den Namen gegeben hast, wird ihn kennen.“ nickte Itiikra wiederholt.

„Meinst du… die Entsorgungsanlage?“ fragte Nadalia sofort. „Genau, dort dürften wir am allerwenigsten auf Probleme mit Heiligen stoßen und haben auch einen gewissen Abstand zu diesem Monster.“ lächelt Itiikra zufrieden. „Eure… Majestät…“

„Bitte… nenne mich bitte beim Namen ok? Der lautet Sina, es mag stimmen, dass ich die Dämonenkönigin bin, aber… über Förmlichkeiten können wir immer noch später darüber reden.“ meinte Sina nur.

„Nun der nächste, wir kennen alle die Pläne!“

Kapitel 603

Ich bin wiedergeboren und ???

Sina schrie… wie noch nie zuvor vor Schmerzen. Das Monster, das ihren Schlangenschwanz mit einer Schere hielt und mit der anderen an der Schulter, zog Sina lang. Das Publikum jubelt wieder laut auf.

„Letztendlich… kann niemand gegen ihn ankommen.“ „lächelt“ der Herrscher über die Situation in der Arena. „Das… hat das Miststück redlich verdient.“ knurrte Srusu. „Für die Erniedrigung und… für den Tod, den sie den Heiligen angetan hat!“

Die Naga klemmte alle Arme unter die Klauen unter den Schmerzen, doch keine Chance. Das Monster muss scheinbar nun alle Kräfte eingesetzt haben, damit Sina sich nicht befreien kann. Man hörte regelrecht das Knacken von Knochen, die versuchen gegen die Kräfte an zu kämpfen.

„Scheiße… hat das Ding eine Stärke!“ fluchte Sina in Gedanken, die nochmal versucht, mit ihren eigenen Kräften aus der Situation sich zu befreien, aber weiterhin kein Erfolg. Nun knackte etwas an ihrer Wirbelsäule, Sina hielt ihre Linke auf das Monster gerichtet. „Chaoshand!“

Ein gigantischer schwarzer Strahl schoss aus der Hand und trennte den Arm von T´huurjju und zerstörte den Boden in der Arena. Erschrocken brüllte das Monster laut auf, Sina wurde aus der Situation befreit und schwimmt unter Schmerzen in einen sicheren Abstand.

Der Herrscher, aber auch das Publikum hat es die Sprache verschlagen, dass diese sich nicht nur befreit hat, sondern auch weitere Magie gezeigt hat. „Eure… Majestät… wenn diese Naga noch mehr Magie beherrscht, dann müssen wir sie und ihre anderen Naga´s auf der Oberfläche töten! Sie sind zu gefährlich!“ versuchte Srusu von ihrem ursprünglichen Problem abzulenken.

„Selbst wenn, bleibt sie eine unreine Brut! Du und deinesgleichen seid nur am Leben, weil wir es bestimmen!“ blickte der Herrscher von oben herab. „Tzz… selbst wenn sie Magie kann, wird es T´huurjju nicht töten!“

„Heile ich mich oder überlasse ich es meiner Regeneration?“ hatte Sina scheinbar ganz andere Sorgen. „Glaube, ich sollte mich weiterhin auf meine Regeneration verlassen, denn vielleicht brauche ich meine Mana selber.“ murmelt die Naga und schaute ihren Gegner an… und kam ins Staunen.

Sina sah den abgetrennten Arm auf dem Boden liegen und das Monster hatte in der Zeit einfach einen neuen nachwachsen lassen. „Uh… entweder es ist eine Spezialität seiner Rasse oder seine Regeneration ist so extrem hoch, dass es selbst mich bei weitem übertrifft!“

Beide „Monster“ schauten sich wieder in die Augen, doch ist es Sina, die wieder eine Intelligenz in diesem Monster sah. „Warum… sagt mein Instinkt, dass es mehr als nur ein abgestoßenes Kind ist?“ kniff Sina ihre Augen leicht zusammen.

T´huurjju brüllte nur auf und rannte wieder auf Sina zu. Sie dagegen kroch auf ihn zu und hob alle Hände hoch für den nächsten Plan. „Wollen wir doch mal schauen… ob ich wirklich so schwach bin.“ wurmte Sina dieser Fakt etwas.

Das Monster schlug mit beiden Scheren auf Sina, die sie wiederholt auffing… und leicht in die „Knie“ gezwungen wird. Der Boden wird unter ihr gedrückt, scheinbar musste das Monster immer noch sehr stark sein. „Gnnn…!“ knirschte Sina mit ihren Zähne und eine Wutader ploppte auf ihrer Stirn.

Sie strengte sich förmlich an… als sie langsam die Scheren nach oben gedrückt bekam. Das Monster gab ein Knurren von sich, scheinbar behagte es nicht, dass Sina sich wehren konnte und setzte noch mehr seine Kraft ein.

„Wenn ich auf dem Land wäre… würde es mich wirklich interessieren… ob ich immer noch im Nachteil wäre…“ murmelt Sina „verschwitzt“. An ihrem Armen drückten sich die Blutadern nach draußen, ein Zeichen, dass sie weiter gegen die Kraft des Monsters ankämpft.

Beide starrten sich immer noch in die Augen, als Sina eine Idee einfiel. Sie wickelt ihren Schlangenschwanz um sich herum zu einem Kreisel auf… und drückte sich mit ihrem gesamten Körper gegen die Kraft!

„Sie… kann gegen seine Kraft ankämpfen?“ „Was… stimmt mit der Unreinen nicht?“ „Wieso… wehrt sie sich überhaupt?“ Das Publikum fing an zu murmeln, als es den Kampf zwischen den beiden „Monstern“ sah.

T´huurjju der doppelt so groß ist und über Sina ragte, schaffte es nicht, wie üblich einfach seine Opfer zu zerquetschen. Seine „Mundtentakeln“ oder wie man es auch betrachten soll, zeigten ein regelrechtes Eigenleben.

Auf einmal ließ Sina bewusst ihre Kraft nach und das Monster drückte erstaunt nach Sina… Doch diese nutzte eine Technik, dass sie dazu bringt, dass Monster über sich zu werfen… und krachte es auf den Rücken des Bodens. Ein Erdbeben entstand auf der Arena, wiederholt reagierten alle über das Szenario geschockt.

Sina nutzte die gegebene Chance und kroch direkt auf seinen Kopf zu mit einer erhobenen Faust, als es nach Sina blickte. Auf einmal erfasste Sina etwas und wird gegen die Arenamauer geschleudert, sie wusste überhaupt nicht was passiert ist… dann kamen die Schmerzen.

„Erm… das ist mir neu, dass es diese Technik angewandt hatte.“ war Srusu verwirrt. „Scheinbar ist die Unreine selbst für ihn nicht einfach.“ schmunzelt der Herrscher nur. „Und du bist dumm, wenn du mit dem momentanen Informationen über ihn nicht verstehst, was es eben war.“

„Ich… bitte um Verzeihung, dass es unfähig ist zu verstehen, welche Kräfte das Monster hat. Wenn es ein Kind… warte…“ grübelte Srusu. „Genau, wenn es ein Kind von „ihm“ ist, dann gibt es niemanden hier, der es mit ihm aufnehmen kann.“ nickte der Herrscher.

Sina fühlte sich, als wird sie von unsichtbaren Kräften eingequetscht von allen Seiten. „Was ist das?! Was hat sich geändert?!“ versuchte Sina ihre Situation zu verstehen. Vor ihr richtete sich das Monster auf und kam langsam auf Sina zu. „Du bist es oder?!“ fragte Sina.

Doch das Monster gab keine Antwort und kam nur weiter langsam auf Sina zu. „Wenn ich nur wüsste… was es ist!“ versuchte Sina mit ihren Kräften sich zu befreien, doch keine Chance, es hat sie fest im Griff.

T´huurjju stand nun vor Sina und starrte ihr in die Augen, während Sina vor Schmerzen ihr Gesicht verzog. Nun spürte sie, wie die Knochen ebenfalls zerdrückt werden, sie schrie laut auf, das Publikum jubelt laut über ihr auf.

Auf einmal blubberte Blasen aus dem Mund von Sina hoch, dann öffnete sie den Mund auf das Monster gerichtet: „Lavaatem!“ Trotz der Tiefe des Wasser ist der Zauber so stark, dass das Wasser diese Fähigkeit nicht einfach so abkühlen konnte. Die Fähigkeit erwischte das unvorbereitete Monster mitten im Gesicht, dass es vor Schmerzen laut aufschrie. Die unsichtbaren Kräfte, die Sina festgehalten haben, verschwanden aus dem Nichts und sie fiel auf den Boden runter.

„Also warst du es, aber…“ versuchte Sina wieder ihren Körper zu kontrollieren, während das Monster vor ihr hin und her lief, dabei einen Schmerzensschrei von sich gab. „Keine Chance, herauszufinden, wie es das gemacht hat. Erinnerte mich leicht an die Kräfte von Mel.“

Sofort nutzte Sina die Chance und schwimmt direkt auf den Rücken des Monsters zu, wo sie mit einer Faust zuschlug. Das Monster brüllte wieder laut auf, man konnte das Brechen von Knochen nicht überhören und… es fiel zur Seite.

Die Naga nahm ein gewissen Abstand von dem Monster, abwartend, ob es wieder seine unsichtbaren Kräfte einsetzt, doch… es blieb liegen. „Na nu?“ wunderte sich Sina direkt misstrauisch. „Ich hatte nicht den Eindruck, dass du jetzt so schwach bist.“

„Diese… Naga… kann Feuermagie einsetzen?!“ stottert jemand sehr laut in der Nähe von Sina. Sina blickte sich um in die Zuschauerränge und sah… überall Furcht. „Stimmt… unter Wasser sollte Feuermagie nicht möglich sein.“ nickte die Naga in Gedanken. „Doch es müsste ultrastarke Feuermagie sein, damit es überhaupt möglich ist…“

Nun gab… das Monster irgendeinen… eigenartigen Ton von sich. Wenn man es beschreiben müsste, hörte es sich wie ein Wehklagen an. „Was… hat das Ding?“ wundert Sina sich wieder und kroch langsam auf ihn zu.

Es lag einfach auf der Seite, seine „Wunden“ sind längst wieder verheilt, doch… weigert es sich irgendwie kämpfen zu wollen. Dafür gab es immer noch den Ton von sich. „Hey… du…“ machte Sina ihn auf sich aufmerksam. T´huurjjus Pupille von einem Auge drehte sich zu Sina, doch das war es schon.

„Ernsthaft… was ist los?“ hob Sina eine Augenbraue. „Du hast mich doch eben ziemlich gut im Griff gehabt, wieso hast du den Kampfeswillen verloren?!“ verlangte Sina zu wissen, aber bekam keine Antwort zu hören.

Beide starrten sich wieder an, das Publikum gab keinen Murks von sich, scheinbar ebenfalls erstaunt, dass ihr Lieblingsmonster… überhaupt nichts machte. Sina bückte sich und legte eine Hand auf eine der Klauenscheren… und fing an zu heilen.

Das Monster riss erstaunt seine Augen auf, als es merkte, dass ihm die Schmerzen genommen werden. „Du bist kein Monster, dafür sehe ich viel zu viel Intelligenz in deinen Augen.“ meinte Sina. „Vielleicht ist es wieder eines meinen berühmten Fehler, meinen Feind zu helfen, aber…“

T´huurjju selber drehte nur seinen Kopf zu Sina und schaute sie ganz an. „Ernsthaft… ich weiß auch nicht warum ich dich heile, vielleicht ist meine Freundin schuld daran und ich habe etwas von ihr… übernommen.

*seufz* Eigentlich müssen wir auch nicht miteinander kämpfen, falls du mich verstehst. Ich will eigentlich nur diese Tintenfischmenschen hier töten, am meisten den Herrscher, damit ich mein Volk befreien kann. Wenn… ich mich vorstellen darf? Mein Name ist… Sina.“

„Warum… hilfst du mir?“ kam auf einmal eine Stimme im Kopf von Sina. Erstaunt schaute sie überall in die Zuschauerränge, dann auf das Monster vor ihr. „Bist… du das in meinem Kopf?!“ „Warum?!“ wurde die Stimme nur eindringlicher.

„Wie… soll ich dir das denn erklären?! Aus Reflex, weil es falsch ist was wir machen… Brauche ich denn wirklich einen Grund, jemanden zu heilen? Du hast doch aufgehört, in irgendeiner Form noch zu kämpfen und gabst den eigenartigen Ton ab! Vielleicht… sind auch nur meine mütterlichen Instinkte angesprungen, keine Ahnung!“ heilte Sina nebenbei einfach weiter.

Noch… nie… hat mich jemand… geheilt. All die Jahrtausende… sollte ich nur töten… Töten, töten und nochmal töten. Den… Kampf habe ich verloren, als… ich mit Feuermagie getroffen wurde. Ich weiß genau, dass du dich zurück hältst!“

„Ja, muss ich, weil ich den Herrscher da oben töten will! Glaubst du allen ernstes, ich setze direkt meine Kraft ein? Ok, der Stärketest ist mehr auf deiner Seite, dennoch… Sag… wie heißt du eigentlich? Als die Vollpfeife dich genannt hat, wirktest du etwas… sauer?“

Mein… Name? Der all die Zeit immer falsch ausgesprochen wird, willst du wissen?“ hörte Sina die erstaunte „Stimme“ im Kopf und nickte. „Tuschruilli…“

„Tuschruilli… ist ein sehr interessanter Name.“ lächelt Sina schief. „Wie… kommt es, dass du in ihre Fänge geraten bist? Meine… mit deiner Stärke…“

Weil „ER“ mich abgestoßen hat! Von allen Meeresbewohnern wurde ich als Feind betrachtet und nur dieses Volk hier… hat mich aufgenommen. Doch hätte ich geahnt… was sie mit mir geplant hatten, hätte ich sie besser ausrotten sollen…“

„Dann tue es doch? Wenn du schon… von „ihm“ abgestoßen wurdest, was kann denn noch schlimmer werden? Mehr als den Tod wirst du nicht finden.“

Das kannst du nur sagen, weil du „ihn“ nicht kennst. Es gibt schlimmere… Dinge als nur den Tod, was manchmal ein Segen sein kann. Aber nicht hier im Wasser, dort wartet etwas… viel schlimmer.“ schüttelt Tuschruilli den Kopf.

„Wenn das so ist? Ich habe vor, gegen ihn… ich nehme stark an, dass es Glacia ist, zu kämpfen. Zu Kämpfen, damit es einen weniger von seiner Sorte gibt.“ sagte Sina ernst zu ihm. Dieser staunte nur Sina an… und fing an, einen neuen eigenartigen Ton von sich zu geben. Wenn man es beschreiben müsste… könnte man es mit Lachen vergleichen.

„Was? Ich habe Titanus, Tierra und Siremmic getötet, also glaube ich schon, dass es Möglich ist!“ blies Sina ihre Wangen auf.

Ich… weiß nicht wer du bist… aber… hast du sie alle in ihren Element bekämpft? So… wirklich in ihrem Element?“ fragte Tuschruilli nur. Sina wollte schon die Antwort geben, als sie die Kämpfe wieder im Kopf hervorheben musste.

Sag nichts… ich sehe es dir an. Du bekämpfst meinen Vater hier in seinem Element. Vorhin… als ich dich in Griff hatte, war es nur möglich, weil du im Wasser bist. Wasser… solange du in diesem Element bist und nicht kontrollieren kannst… hast du keine Chance.

Vater… hätte dich einfach mit dieser Kraft zerquetscht ohne das du eine Chance hast. Wir können alleine… mit unseren Gedanken das Wasser dazu befehlen, dass zu tun, was wir wollen.“

„Dann ist es so! Dann werde ich Glacia in seinem Element töten! Ich habe gegen jemand anderes auch in seinen Element bekämpft, dass sogar noch schlimmer ist als das Wasser hier!“ sagte Sina mit einer ernsten Stimme.

„Exos der Magiertyrann. Sein Element ist die Magie, was uns alle umgibt. DAS ist viel schlimmer, denn es betrifft alles, was es an Elementen gibt! Feuer, Wasser, Wind, Erde, einfach alles! IHN habe ich überlebt, dann schaffe ich auch Glacia!“

Tuschruilli hörte auf zu lachen und schaute Sina wieder an. Diese hat mit dem heilen aufgehört, so richtete sich Tuschruilli wieder auf, sodass sich beide gegeneinander in die Augen schauen konnten.

Du… meinst das ernst?“ fragte das Monster und Sina nickte. „Dann töte diese widerliche Kreatur da oben!“ zeigte Tuschruilli mit einer Klauenschere auf den Herrscher. „Er ist ein direkter Diener von „ihm“ und somit stärker als ich!“

„Und was ist mit dir?“ fragte Sina nur. Als Antwort drehte es sich um und ging zum Ausgang hin, wo es herausgekommen ist und zerstört einfach das Gitter. Es sah aus, als stünde Tuschruilli unter Strom, doch schien es ihm nichts auszumachen, dann verschwand es komplett aus der Arena.

Eine Stille herrschte in der Arena, selbst Sina staunte, was soeben passierte ist. „Ernsthaft… das war jetzt… wirklich einer der merkwürdigsten Kämpfe… die ich je erlebt habe…“ dachte die Naga nur, dann drehte sie sich zu dem Herrscher nach oben um.

Der hat sich an der Brüstung festgehalten und wenn Sina seine Augen beschreiben müsste, eine endlose Wut auf Tuschruilli, dass er einfach so gegangen ist.

„Flachbirne! Wenn keine weiteren Gegner kommen… dann fordere ich dich HIER und JETZT zum DUELL HERAUS!“ schrie Sina dem Herrscher entgegen. „Mein letzter Gegner hat freiwillig die Arena verlassen. Wenn du nicht kommst, wirst als der größte Feigling aller Tintenfischmenschen bezeichnet!“

„Als ob ich mich mit einer unreinen Brut wie dir meine Waffe benutzen werde! Schick die Kämpfer und den Champion!“ befahl der Herrscher nur. „Aber… eure Majestät!“ warnte Srusu ihn. „Sie sind doch von ihren eigenen Kämpfen…“ Wieder wird Srusu geohrfeigt und fiel auf den Boden.

„Habe… ich dich zu einem Berater ernannt, dass du es wagst, MIR irgendwelche Ratschläge zu erteilen?!“ knurrte der Herrscher wütend. Sofort schüttelt Srusu panisch den Kopf. „Es… tut mir leid eure Majestät!“

Überall schwimmen Kämpfer von den Zuschauerrängen herunter, einige erkannte Sina von den letzten Kämpfen, vor allem der Champion. „Tzz… Feigling.“ spuckte Sina die Worte aus sich heraus. „Dann bringe ich halt einfach ein paar von euch um!“

Über dreißig Kämpfer mit Lanzen, Speeren und Hellebarden landeten um Sina. Sie haben keine Scheu auf einen Kampf gegen die Unreine zu kämpfen. Sie haben alle gesehen, dass sie eine Stärke hat und das sie Magie nutzen kann, aber in ihrem Hochmut glauben sie alle… stärker zu sein als „sie“.

Bevor die Heiligen zum Angriff übergingen… hat Sina schon längst den Champion angegriffen. Sein Kopf wurde einfach um 180° nach hinten gebrochen, seine Knochen stachen durch die Haut am Hals heraus. Ein Schock ging durch die Kämpfer, die überhaupt nicht realisiert haben, wie schnell Sina in diesem Moment gewesen war.

Sina selber riss dem Champion seinen Dreizack aus den toten Händen. „Hmm… ich habe noch nie mit einem Dreizack gekämpft, aber das wird schon.“ murmelt Sina und drehte ihr Gesicht leicht zur Seite zu den Kämpfern.

„Du Mörderin!“ schrie einer von ihnen und schoss mit einer atemberaubende Geschwindigkeit zu… nur das sein Kopf in dem Dreizack landete. Ein Ruck ging durch Sina, die mit der Idiotie dieser Kämpfer gerechnet hat und nun mit ihrem Körper bremsen musste.

„Ernsthaft… selbst meine Dämonen würden nicht so kämpfen.“ verzog Sina angewidert ihr Gesicht. „IHR SCHWÄCHLINGE!“ Mit einem starken Ruck von Sina, riss sie ihren Dreizack aus dem Gesicht des toten Kämpfers heraus.

„Wie… könnt ihr es wagen.. euch Herrscher des Wasser zu nennen?!“ wurde Sina regelrecht wütend. „Nun lasst mir meine wahre Macht zeigen! „Gravitationsaura!“ und… das Sterben hat auf der Arena angefangen.

Die Kämpfer wurden direkt auf den Boden gedrückt, einige konnte noch vor Schmerzen schreien, doch… dann knackten ihre Knochen und ihre Körper werden mehr oder weniger zerquetscht. Die Aura erwischte auch ein Teil der Zuschauerränge, die ebenfalls den Tod fanden.

Nun herrschte Panik in der Arena. Die Heiligen, die noch außerhalb der Arena waren, nahmen sofort die Flucht in die Weiten des Meeres. Srusu schaffte es irgendwie die Aura auf dem Boden zu widerstehen, der Herrscher selber… schaffte es zu stehen.

„Nun reicht es mir!“ knurrte er wütend und ging auf seine Waffe an der Wand zu, die ihm die Wachen gebracht hatten. Kommentarlos riss er seinen Speer von der Wand ab und ignorierte das Leiden um ihn herum. „Wer diese Unreine hergebracht hat, wird ebenfalls bestraft!“

Der Herrscher sprang von der Brüstung runter, Sina bemerkte sofort, dass er sechs Tentakelbeine hatte und sich scheinbar nicht von der Aura beeinflussen lässt. „Die letzte Person, die kein Problem damit hatte war Rokea. Das wird ja noch lustig.“ grübelte die Naga.

Der Herrscher landete vor Sina und kniff wütend seine Augen. „Du wagst es… wieder Hand an meinem Volk zu legen. Du wagst es… meine Monster zu töten… DU WAGST ES, T´HUURJJU ZU VERSCHEUCHEN!“

„Du Vollidiot eines Herrschers! Sein richtiger Name lautet Tuschruilli!“ warf Sina ihm entgegen. „Aber das ist auch egal! Lauter Gejammer, weil dein Volk tot vor dir liegt, was soll ich denn über mein Volk sagen, was ihr ihnen angetan habt?“

Sofort fing Sina mit ihren vier Händen den Schlag des Herrschers ab und wird dabei sogar in den Boden gedrückt. „Was interessiert mich das Elend der Sklaven? Sie waren nur dazu erschaffen, UNS zu dienen!“ knurrte der Herrscher Sina entgegen.

Nun wurde der Herrscher samt seiner Waffe noch oben gedrückt. „Wie… kannst du es wagen…“ knurrte Sina wütend. „Wie kannst du es wagen… die Nagas… die zu dem Dämonenvolk gehören… zu versklaven!“

Sina hat es soweit geschafft… dass beide Kämpfer sich wütend in die Augen schauen konnten. Die Übertragung lief weiter, sodass die versklavten Nagas und anderen Meeresbewohner den Kampf beobachten konnten.

„WIE… KANNST… DU… ES…“ brüllte der Herrscher wütend, doch Sina unterbrach ihn. „ICH KANN ES WAGEN, WEIL ICH DIE DÄMONENKÖNIGIN BIN! Aufhebung aller Illusionen… eh… bis auf meine Sprache.“ Überall entstanden Blitze im Wasser, grüner Glitzer fiel überall herunter.

Der Herrscher sprang nach hinten und kniff wütend die Augen zusammen. „Du… willst mir allen… ernstes sagen… du bist eine Herrscherin?!“

„Ich bin das, deswegen kann ich sehr wohl mit dir auf Augenhöhe sprechen! Alleine meine Aura sollte es beweisen und auch meine Wut, dass du Hand an mein Volk gelegt hast! Über Jahrtausende dachte ich, sie wären ausgestorben!

MITNICHTEN! Ihr habt sie versklavt und in einem Ort versteckt, dass wir Dämonen nicht mal davon wussten. DOCH das werde ich heute ÄNDERN!“ wirbelt Sina den Dreizack einmal über sich und richtet ihn dann auf den Herrscher.

„Dämonenkönigin… pah. Letztendlich bist du in MEIN Reich gekommen! Glaubst du allen ernstes, ich werde dir unterlegen sein?!“ „Und wie du das wirst…“ und beide Herrscher kreuzten ihre Waffen mehrmals einander.

Druckwelle von Druckwelle entstanden in der Arena unter dem Wasser, die Gravitationsaura von Sina lief immer noch. Tuschruilli stand im Schatten seines Ausganges und beobachtet den Kampf.

Die geflüchteten Zuschauer schauten nun ebenfalls in einer sicheren Entfernung den Kampf an, denn für sie alle ist es eine Seltenheit, ihren Herrscher selber kämpfen sehen zu dürfen. Dennoch… fühlten sie sich alle stark verunsichert, dass eine Unreine gegen ihn kämpfen KANN.

Itiikra fielen „Tränen“ aus den Augen, dass Sina es tatsächlich geschafft hat, dass nun auch der Herrscher gegen sie kämpft und schaute ihre drei Hände an.

Du bist für diese widerlichen… Schlangen so was wie die Anführerin.“ thronte der Herrscher über Itiikra, die auf dem Boden geschockt wird. „Eine deinesgleichen hat mir… was eigenartiges erzählt und wir haben euch beobachtet.

Wir waren sehr erstaunt, dass ihr… es geschafft habt, uns vor die Nase zu spielen, wirklich. Eigentlich würde ich dich liebend gerne in die Arena werfen, aber meine Berater meinen, würden wir… DICH töten, dass dann dein Volk erst recht verdummt.

Daher… wird dir einfach nur ein Arm genommen, damit du immer daran erinnert wirst, dass… du uns unterlegen bist.“ Dann kam einer der Wachen mit einem länglichen Schwert.

„Wenn… sie ihn besiegt… kann ich wirklich… mich selber befreien?“ grübelte Itiikra und schaute von ihren Schwestern die Halsbänder an. „Können… wir es überhaupt?“ und blickte wieder auf die Übertragung.

Sina und der Herrscher Z´ruull kreuzten Schlag nach Schlag. Ihre Stärke hat soweit zugenommen, dass sogar die Arena zerstört wird. Auf einmal will ein Tentakelbein nach Sina schlagen, die einfach mit der unteren rechten Hand es zu packen bekam.

„Verrotten!“ knurrte Sina nur und dem Bein… passierte nichts. „Wie ich es mir dachte. Ihr habt eine Immunität gegenüber Erde oder? Sonst dürftet ihr überhaupt nicht gegen mich kämpfen können!“

„Du hast überhaupt keine Ahnung… gegen was ich alles gekämpft habe, damit ich die Aufmerksamkeit des wahren Herrschers bekommen habe. Du widerliche… hässliche… Kreatur!“ knurrte Z´ruull ihr entgegen und riss sein Bein aus der Hand von Sina.

„Oh mimimi… du ahnst nicht… wie egal mir es ist. Was ich alles bekämpfen musste… würdest du nicht in deinem Element sein… du hättest nicht mal ansatzweise… eine Chance gegen mich! Gravitationsaura auflösen… und Feueraura aktivieren!“ ging Sina auf die nächste Aura.

Sofort fing es überall fürchterlich an zu blubbern, dass Wasser nahm eine Hitze an, als würde man darin gekocht werden. Srusu schrie vor Schmerzen laut auf und kroch sich direkt in Sicherheit, der König… zeigte schon wieder keine Wirkung.

„Ernsthaft… was stimmt mit dir nicht? Hast du eine Immunität gegen Feuer oder was?!“ schlug Sina mehrmals mit dem Dreizack nach Z´ruull. Dieser lachte nur laut auf. „Oh… du dumme hässliche Wasserschlange… Du hast doch nicht allen ernstes geglaubt, dass ich vor Feuermagie wirklich Angst hätte?“

Auf einmal schlug Z´ruull mit einem Trick den Dreizack zur Seite und ein Faustschlag traf mitten ins Gesicht von Sina. Sie rauschte durch die halbe Arena und krachte gegen die Arenamauer, dabei spürte sie, dass etwas gebrochen wurde.

„Urgh…“ legte Sina eine Hand auf den Rücken und heilte nun doch. „Der Kerl geht mir echt auf den Keks.“ starrte die Naga nach vorne, wo der Herrscher mit seinem Speer angeflogen kommt auf Anschlag.

Sina richtete sich auf… und warf den Dreizack einfach beiseite. „Ich kann nicht mit einer Waffe kämpfen, mit der ich nicht geübt bin. DU bist bestimmt auch ein Meister dieser Waffe…“ murmelt Sina und holte ihre Waffen heraus.

Alle Nagas kamen aus dem Staunen nicht heraus, was Sina in allen Händen hielt. Obere rechte Hand Blutklinge, obere linke Hand Thorn, untere rechte Hand die große Doppelaxt und in der unteren linke Hand ihr Zweihänder. „Das… sie sieht… aus wie bei meiner Mutter… mit all den Waffen…“ schniefte Itiikra.

Z´ruull unterbrachte seinen Angriff, denn sein Instinkt schrie ihn förmlich an, dass es tödlich werden kann. Er kniff seine Augen zusammen, dann hob er eine Hand nach Sina. Ein strudelnder Wirbel schoss aus der Hand heraus und schoss Sina entgegen.

„Wassermagie beherrscht er.“ nahm Sina diese Information auf. „Dann zeigen wir… was wir können! Allesschneider!“ benutzte die Naga ihre Schwertfähigkeit nach der Magie, die sofort zweigeteilt wird und an dem Herrscher entlang kam.

Dieser „sprang“ einfach zur Seite und der Schnitt zerstörte nicht nur den Boden, sondern auch die Zuschauertribüne. „Feueraura deaktivieren.“ sagte Sina und überlegte, warum… dieser Kerl eine Immunität haben könnte.

„Um diese zu haben muss er definitiv gegen Monster gekämpft haben, die beides gekonnt haben. Meinte… Christopher nicht mal, dass bei Tierra Unterwasservulkane gab? Ob es auch Feuermonster gab, die im Wasser gelebt haben? Dann… gibt es nur noch eine… Aura, die gegen ihn möglich ist.“

Der Herrscher drückte mit allen seinen Tentakelbeinen auf den Boden und schoss wieder auf Sina zu, die alle ihre Waffen hochhob und den Angriff parierte. Sie krachte bei der Aktion wieder gegen die Mauer, konnte aber den Angriff aufhalten.

„Sag Schwachbirne… schon mal im Leben gegen das Chaos gekämpft?“ plauderte Sina einfach drauf los. Die Antwort kam, indem Z´ruull ein Hagel voller Angriffe gegen Sina einsetzte. Alle ihre Waffen schlugen die Angriffe beiseite, ihr Gehirn arbeitet auf Hochtouren, ihre Arme richtig einzusetzen.

„Meine Fresse… bist du langweilig, selbst meine Gegner sind gesprächiger als du! Lass dir mal zeigen… was ich bin. Chaosaura!“ aktivierte nun zum ersten Mal die neuste Aura… und der Herrscher brüllte nun vor Schmerzen auf.

Die Chance nutze Sina und schlug mit Blutklinge nach dem Herrscher, doch schaffte er es im letzten Moment zu parieren und anschließend sich in Sicherheit zu bringen. „WAS IST DAS?!“ brüllte Z´ruull ihr entgegen.

Sina lachte auf, das war, was sie vermisst hatte. „Endlich… habe ich einen Schwachpunkt gegen dich gefunden! Blutklinge… verwandele dich in Chaosklinge!“ befahl sie dies ihrem Katana, der dies sofort umsetzte.

Wenn die Schmerzen, die Z´ruull schon vorher nicht so genug waren, übertraf die Kombination der Waffe UND der Naga es bei weitem. Wegen der Gesichtsstruktur sieht man schlecht, ob die Heiligen Emotionen zeigen, aber Augen können viel verraten… Und Sina mochte diese Augen.

Der Schlangenkörper wickelte sich gegen die Mauer und dann sprang Sina den Herrscher an, der es wieder schaffte seinen Speer gegen den Angriff hochzuheben und den vierfachen Angriff aufzuhalten.

Vier Waffen kamen aus unterschiedlichen Richtungen, der Herrscher hatte schwer zu kämpfen unter der Aura, sie alle abzuwehren. „MERKT DIR MEINEN NAMEN! ICH BIN DIE DÄMONENKÖNIGIN SINA UND WERDE DICH HEUTE TÖTEN. ES IST ZEIT, DAS MEIN VOLK UNTER EURER KNECHTSCHAFT BEFREIT WIRD!“ schrie Sina ihm entgegen… als ein Tentakelbein durch ihren Bauch geschossen kam.

„Dann… solltest es auch umsetzen können Unreine!“ knurrte Z´ruull, während er sein Bein aus dem Bauch raus zog. „Ich akzeptiere… gegen meinen Willen, dass du eine Stärke hast, die ich akzeptieren MUSS! Aber ich werde bestimmt nicht von dir getötet!“

Sina dagegen nahm sofort Abstand und analysierte sofort was eben passiert ist. „Ich hatte doch alles im Auge gehabt, wie… hat er das schon wieder gemacht? Meine Vorahnung hat sich schon lange nicht mehr gemeldet, selbst gegen Tuschruilli… Ob sie unter Wasser nicht funktioniert? Das… lässt nur eines vermuten… er musst eine höhere Beweglichkeit haben als ich.“

Das Loch regenerierte sich, der Herrscher kneift wieder wütend seine Augen zusammen. „Typisch, dass eine Unreine wie du die Fähigkeit der Regeneration hat. Doch das ist egal… du bist in meinem Reich, wo ich herrsche und ich werde dich töten!“

Sein Speer verwandelte sich zu etwas, was man einen Blitzspeer bezeichnen könnte. Das Wasser um Sina herum stand unter Strom, doch sie machte sich darüber keine Sorgen. „Dann komm doch her Schwachbirne!“

Den Gefallen tat der Herrscher und schlug nach Sina, die mit Thorn den Schlag abfing… und unter Strom stand. Nicht so wie das übliche „unter Strom“ stehen, sondern richtig heftig, dass sie vor Schmerzen aufschrie.

„Das… ist endlich, was ich hören wollte. Das elendige Geschrei einer Wasserschlange!“ kichert der Herrscher und schlug wieder mit dem Speer. Der Körper von Sina war komplett am Zucken, schaffte Sina es doch mit Chaosklinge den Angriff abzuwehren… nur wieder unter Strom laut aufzuschreien.

„Der Blitzspeer, erschaffen aus einem Blitz, der in den dunklen und alten Tagen im Meer entstanden ist. Nur die wahren Heiligen können diese Waffe benutzen, ohne selber verletzt zu werden.“ erklärte Itiikra ihren Schwestern.

„Ich… hatte wirklich gehofft, dass… Sina es schaffen kann, aber… gegen eine Naturgewalt helfen… unsere Attribute nicht.“ schaute die Anführerin auf die Übertragung.

„Das… darf doch nicht wahr sein!“ knurrte Sina. „Wieso… kann dieser Speer mich verletzten, was nicht mal das Schwert von Acula schaffen konnte.“ richtete sich die Naga unter starken Zuckungen wieder auf.

„Nun werde ich dieses Desaster, was du in meinem Reich angetan hast für alle Zeiten beenden!“ brüllte der Herrscher triumphierend auf. „All die Sklaven werden dank dir noch einmal richtig schön bestraft werden!“

Ein Bild ging an den Augen von Sina vorbei. All die Naga´s, die Narben an ihren Körpern hatten… Glatzen trugen… die Schikanen der „Heiligen“ erleben dürfen. Itiikra… die sogar einen Arm verloren hatte und alle… fürchterliche Narben an den Hälsen dank einer Verräterin hatten.

„Wie kann ich mich Dämonenkönigin nennen… wenn ich nicht mal alles… EINSETZE?! LIMIT BRECHEN!“ schrie Sina auf und setzte ihre Spezialfähigkeit ein. Alle ihrer Schmerzen verschwanden, ihre Attribute übertreffen sie nun bei weitem.

„FLAMMENFLÜGEL!“ setzte Sina die nächste Fähigkeit ein… und die Flügel standen trotz Wasser in grünen Flammen. Der Herrscher riss die Augen weit auf und wollte angreifen, als Sina ihn angriff.

Sina stand wieder unter Schock, aber ignorierte einfach alles und drückte den Herrscher gegen die Mauer der Arena. Mauer samt Tribüne wurden zerstört, der König brüllte vor Schmerzen auf. „DU WIRST NIEMANDEN MEHR VERLETZTEN!“ schrie Sina ihm entgegen… und wickelte ihren Schlangenkörper um den Herrscher.

Der risst vor Angst seine Augen weit auf, denn das Spektakel hatte er bei Sina oft genug erlebt. Mit aller Kraft kämpfte er gegen die unheimlichen Kräfte einer Schlange an und rammte seinen Blitzspeer in den Körper von Sina, die mit ihm unter Strom stand.

„NEIN!“ brüllte der Herrscher. „NEEEIIIINN!“ kämpfte Z´ruull verzweifelt dagegen an, doch die Wut, der Hass und die Spezialfähigkeit samt der Chaosaura hatte er keine Chance. Sina schlug mit Thorn den Arm ab, der das Blitzspeer hielte und riss das Speer aus ihrem Körper.

Sie wollte ihn schon wegwerfen… als ihr eine nächste diabolische Tat einfiel. „Auge… um Auge… Zahn… um Zahn…“ rammte Sina den Speer in die Brust des Herrschers… „Urgh…“ keuchte der Herrscher…

Die Augen weit aufgerissen… fehlte dem Herrscher… jedes Verständnis… wie seine eigene Waffe sein Herz durchbohrte und schaute Sina in die Augen. „Du… widerliche… Un…rein…“ Bevor Z´ruull seine letzte Worte sagen konnte, schlug Sina ihm den Kopf ab.

„ICH BIN SINA, DU STÜCK SCHEIßE! AB JETZT UND HEUTE ERKLÄRE ICH EUCH ALLEN DEN KRIEG! JEDER DÄMON WIRD EUCH ALS FEIND BETRACHTEN!“ und zerquetschte den Körper des ehemaligen Herrschers.

Blut schoss aus dem Hals heraus, Sina wusste, dass sie es übertrieb, aber ihre Emotionen gingen mit ihr durch. „HÖRT IHR MICH?! AB HEUTE SEID IHR KEINE SKLAVEN MEHR! ENTFERNT DIE HALSBÄNDER UND FOLGT MIR IN DIE FREI….“

Bevor Sina ihre Rede beenden konnte… kam etwas… Etwas uraltes, böses, dass selbst Sina zwang, sich umzudrehen… und nach oben schauen musste. Ihre Aura… war bestimmt respektabel, aber was dieses Monster von sich abgab, das übertraf die von Sina bei weitem.

„Was… ist das?!“

Kapitel 602

Ich bin wiedergeboren und die Arena des Todes? II

Sofort schwimmt ein riesiges Monster, das Sina leicht an eine Muräne erinnert, heraus und wirkte etwas verwirrt… bis es die Naga sah. Man spürte regelrecht, dass es fressen will und dieses Monster könnte vermutlich Sina in zwei Hälften beißen.

„Hmmm mit oder oder Waffen?“ grübelte Sina, als weitere seiner Artgenossen aus den Käfigen herauskamen. „Versuchen wir erst mal ohne…“ die Monster schwimmen um Sina herum, denn sie merkten, dass ihre Beute nicht wie die übliche Beute war.

Das erste Monster schoss an Sina heran, dass sie direkt mit ihrem Schlangenschwarm umschlingt… und zudrückte. Blut und Innereien schossen aus seinem Maul heraus. Die Zuschauer wirkten angeekelt über seinen Tod.

Nun… ist es gefährlich geworden, Blut war im Wasser und die Monster gerieten alle in einen Blutrausch. Sofort griffen sie alle Sina an, die nun alle Hände voll zu tun hatte. „Himmel, gut das ich vier Hände habe.“ keuchte sie, als sie zwei Monster von sich wegdrückte und ein weiteres mit ihrem Körper tötet.

Der Herrscher analysierte in seinen Augen das Insekt. „Hrm… Wenn wir mehr von ihrer Sorte fangen, müssen wir stärkere und stabilere Halsbänder bauen. Sie wären sogar bessere Arbeitskräfte als die momentan Unreinen.“

„Ich bin mir nicht mal sicher, ob es sinnig ist weitere von ihrer Sorte zu fangen…“ murmelt Srusu. „Wenn die alle so stark sind wie die da unten müsst ihr sogar… mit Verlusten rechnen.“

Z´ruull drehte seinen Kopf zu der Naga und wirkte nachdenklich. „Du willst mir allen ernstes sagen, dass ihre Sorte… es mit meinen Leuten aufnehmen kann? Willst du das wirklich?“

Srusu wusste sofort, dass sie ihre nächste Antwort überlegt geben musste. „Eure… Majestät… IHR und alle Heiligen habt es geschafft mich und mein Volk zu versklaven. All die Jahrhunderte hattet ihr uns mit eurer Macht unter Kontrolle gebracht.

Nun kommt auf einmal dieses Miststück… und vergreift sich an eure Leute. Sie respektiert eure Macht nicht,noch welchen Stand ihr in dieser Welt habt. Sie hat euch eben… in aller Öffentlichkeit verhöhnt.

Keine Ahnung… wie stark sie wirklich ist, aber wenn sie stark ist, dann sind ihre Leute es ebenfalls und diese dürften die gleiche Einstellung haben wie sie. Sie wusste ja nicht mal was… über euch Heilige. Eher werden diese Nagas alle in den Tod stürzen wollen, als sich versklaven zu lassen.

Vielleicht mögen… sie bessere Arbeitskräfte sein, aber… zu welchem Preis? Ihr und alle Heiligen sind wichtiger! Eher würde ich dafür sorgen… wo auch sie immer gefangen wurde, dass die Oberflächenbewohner eure Herrschaft ebenfalls mitbekommen.

Das man, sobald man auch nur einen… was auch immer für Gliedmaße sie da oben haben, ins Wasser stecken… euch vor Augen haben. Wenn… man mich fragen sollte… sollte man sie töten, denn sie dürften alles… andere als erziehbar sein.“

Z´ruull kniff seine leuchtenden Augen zusammen und widmet sich wieder dem Kampf. „Wenn… diese Naga schon keine Probleme mit diesen Monstern hat… Wachen, weckt T´huurjju!“ befahl der König. Einige Wachen wirkten etwas… blass, setzten aber den Befehl sofort um. „Als ob ich mit diesem Vieh meine Klinge kreuzen werde…“ murmelt der Herrscher.

Was… alle nicht mitbekamen ist, dass alles von jemand… sehr mächtigem beobachtet wird. Man unterschätzte ihn schon immer, doch sein Reich ist das Wasser und er weiß alles. Es beobachtet die komplette Situation, die Sina angerichtet hat und… wie die Heiligen die Situation in ihrer Arroganz damit umgehen…

„Es“ kam zu seiner eigenen Entscheidung und befahl seinem… stärksten Diener… Die Stadt, die Heiligen und alles mit ihnen auszulöschen. Mit welchen Kräften „es“ das auch machte, aber der Befahl kam an…

Sein Diener war im Tiefschlaf gewesen, den ersten großen Ruf von „Es“ hat er ignoriert. Doch diesen Ruf… konnte er nicht ignorieren. Wütend riss er seine Augen weit auf und brüllte auf, was alle seine Diener ebenfalls weckte. Knurrend stand er auf und drehte seinen Kopf in die Richtung, wo er hin soll…

Während sich die Unterwasserwelt… auf etwas schreckliches vorbereitet, begaffte Layla ihre eigene Tochter. „Acheron? Kannst du mich mal eben kneifen? Ich sehe… da eine Kuh?“ „Nein… ich werde dich nicht kneifen und ja… es ist Lisa.“ murmelt Acheron.

Beide starrten Lisa an, die mit Kyllia vor dem Übertragungszauber stand. „Muh… du wolltest mich doch sprechen?“ hatte Lisa einen knallroten Kopf, währen sie ein sehr großes Kleid trug, damit ihre… Verwandlung nicht zu deutlich zu sehen ist.

„Lisa… ich kann… nicht mit dir so reden…“ sah man den verzweifelten Gesichtsausdruck bei Layla. „Ich weiß nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Hat Sina wieder was damit zu tun?“ Lisa und Kyllia schauten sich in die Augen, als Lisa ihrer Mutter die Erklärung abgab, inwiefern… sie so geworden ist und das Sina nur bedingt… ihre Finger in dem ganzen Spiel hat.

„Wir sprechen uns in einer Woche wieder Lisa.“ meinte Layla nach der Erklärung und schaltet die Übertragung ab. „Muh…“ ließ Lisa ihre Schulter hängen und sah in der Ecke nur Lysa, wie sie versuchte ihr Pokerface unter Kontrolle zu halten. „WAS?! MUH!“

Das war zu viel für Lysa, die nun richtig laut auf lachte und auf den Boden fiel. „Ich kann mich nicht mehr zurückhalten… Meine… große Schwester ist eine Milchkuh geworden.“ So wie Lisa mit ihren Zähnen knirschte, wusste Kyllia, dass ihre Freundin Rachepläne für ihre kleine Schwester vorbereitet. „Her je… wo ist wieder mal Sina?“ seufzte Kyllia in Gedanken.

Sina tötet gerade das letzte Monster, dass sie angreift. Ihr Krankenschwesteroutfit hat etwas gelitten, was sie nicht sonderlich stört. Was sie störte… war all das Blut, was sie um sich im Wasser hatte. „Du liebe Güte…“

Auf einmal gibt Sina sich eine Ohrfeige, damit sie sich wieder beruhigt und bemerkte, dass all die Zuschauer sie anstarrten. Überall schwammen zerdrückte Monster, anderen wurde das Maul raus gerissen.

„War das schon alles ihr Luschen?“ rief Sina laut, der Herrscher machte ein Handzeichen. Die nächsten Gitter werden hochgezogen, diesmal kamen Sahagins und Monsterkrabben, wie Sina sie auf dem Strand auf der Insel kennengelernt hatte.

Verwirrt kamen die Monster aus ihren Gefängnissen heraus, als sie Sina sahen. Sofort stürmten die Monster auf sie zu… und… das gleiche Spiel wie in der ersten Monsterwelle wiederholte sich. Die Monster, die Sina mit ihren Händen zu fangen bekam, brach sie anschaulich die Knochen, die Krabben wurden durch den Schlangenkörper zerdrückt.

Itiikra und die anderen kamen vor lauter Staunen nicht heraus, welche Stärke Sina ihnen zeigte. „Große… Schwester… sind wir… alle so stark?“ fragte auf einmal Nadalia. „Ich… weiß es nicht. Wirklich nicht…“ schüttelt Itiikra ihren Kopf.

„Aber… sie scheint es doch zu sein? Wieso… konnte sie einfach so… dieses Halsband zerstören? Was… fehlt uns, was sie hat?“ fragte Nadalia weiter. Nun starrten alle Nagas Itiikra an, die… sich etwas unwohl fühlte. „Sie… hat einen freien Willen… den man uns allen ausgetrieben hat.“ sagte Itiikra schweren Herzens.

„Einen… freien Willen?“ murmelt Nadalia selber und schaute wieder auf die Übertragung, die den Kampf anzeigte. „Können wir… ihn auch bekommen?“ Itiikra schaute ebenfalls wieder auf die Übertragung. „ … ja…“

Sina biss nun einen Sahagin in den Hals und saugte Blut, der Blutrausch hat sie nun doch gepackt. Das Monster schrie in einer Lautstärke auf, als die messerscharfen Zähne von Sina ihn erwischten und sie so stark biss… dass sein Hals gebrochen wurde.

„Uh… scheiße…“ merkte Sina, was sie eben getan hatte und spuckte den Sahagin aus dem Mund. Ihre Pupillen waren weit geöffnet. Wenn Sina irgendwelche Verletzungen hatte, wurden sie durch das Blut wieder geheilt.

„Wie… ekelhaft… Sie nennt sich eine Naga und trinkt das Blut eines Sahagin?“ verzog Srusu angeekelt ihr Gesicht. „Hoffentlich findet sie wirklich einen schmerzvollen Tod.“ Weitere Monster kamen, aber sie hatten von Anfang an keine Chance gehabt.

„Hmm… warum… bin ich so schwer enttäuscht?“ murmelt Sina mit sich selber. „Bin ich es so sehr gewöhnt… von einer Gefahr in die nächste zu rasseln, dass ich sogar gewisse… Ansprüche habe?“ Die Naga schaute in die Zuschauerränge. Aufgrund ihrer Gesichtsstruktur kann sie bei diesen Heiligen keine wirklichen Emotionen sehen.

„Wenn nicht bald was kommt, was sich mit mir ebenbürtig ist… Muss ich mich doch fragen, wie stark ihr alle so seid, ihr hässlichen Tintenfischmenschen!“ rief Sina wieder laut, nun hatte sie wieder den Zorn der Heiligen aufgerufen.

„Lasst es frei!“ befahl der Herrscher. „Die nächsten Monster werden sie ebenfalls nicht verletzten können!“ „Jawohl eure Majestät!“ verbeugten sich die Wachen und der König schaute wieder auf die Arena runter… Dann blickte er nach oben und suchte mit seinen Augen etwas… in den weiten des Meeres.

„Eure… Majestät? Stimmt… etwas nicht?“ fragte Srusu vorsichtig nach. Z´ruull sagte nichts, aber er spürte, dass etwas kommt. „Was… hat das denn zu bedeuten?“ überlegte der Herrscher, ignorierte dabei Srusu und widmet nun wieder nach Sina.

„Ihr seid sooo… langweilig.“ gähnte Sina als nächste Provokation heraus… als ein großes Fallgitter in der Arena geöffnet wird. Das Publikum fing an wieder zu jubeln, was Sina dann doch nicht ignorieren konnte.

Etwas… „schweres“ scheint aus dem Kerker zu kommen, der Boden vibrierte so stark, dass Sina es spüren konnte. „Hoffentlich ist es kein Monster, wo ich Probleme bekomme. Die bringt der Herrscher schon mit.“ murmelt Sina für sich und kniff die Augen, als ihr nächster Kämpfer… hervorkam.

Was auch immer die Götter dazu gewogen hatte, so eine unaussprechliche Kreatur zu erschaffen, aber… Sina war regelrecht angewidert. Es hatte vier Beine, die aussehen wie die eines Insekten, sein Oberkörper zeigte… Spuren eines Menschen, nur dass es statt Arme, Scherenarme einer Krabbe hatte. Sein Kopf war teilweise der eines Fisches, während sein Maul aus lauter Tentakeln bestand.

„Siehe da du hässliche Unreine!“ rief der Herrscher auf einmal. „T´huurjju, ein ausgestoßenes Kind des mächtigsten Wesens der Meere! Indem es… dem Tod überlassen wurde, haben wir es aufgenommen. Wieder zeigt es sich… das wir zu höherem berufen sind, wenn wir die Güte haben, seine Kinder aufzunehmen.“

Das Monster reagiert… etwas ungehalten, als sein Name fiel und widmet dem Herrscher einen Blick. Die… Aktion verwundert Sina etwas, denn… scheinbar war vor ihr ein Wesen, dass durchaus in der Lage zu sein scheint, zu denken.

„T´huurjju töte in meinem Namen diese unreine Brut! Es hat gewagt, Hand an mich und an mein Volk zu legen!“ streckte der Herrscher einen Arm weit aus. Das Monster drehte sich zu Sina um, die ihm in die Augen schaute.

Es kniff sofort seine Augen zusammen, denn… es spürte es… Es spürte, dass diese Wasserschlange… alles andere als normal war und brüllte laut auf. Anschließend rannte es mit einer Geschwindigkeit auf Sina zu, die selbst sie überraschte.

Als es mit beiden Klauen gleichzeitig Sina angriff, konnte sie es im letzten Moment aufhalten mit ihren vier Händen. Sofort… wurde das Publikum leise… Leise… weil das Monster bisher keinen aufhalten konnte bis jetzt.

Doch Sina „schwitzte“ aus jeder Pore, denn das Monster vor ihr spielt definitiv in einer anderen Liga, als die vorherigen. „Ein Kind von Glacia… und ausgestoßen. Irgendwie tust du mir schon ein bisschen leid.“ dachte Sina, als sie ihren Schlangenkörper wieder einsetzen wollte…

Bevor Sina dem Oberkörper von dem Monster zu nahe kam, löste sich eine Klaue und packte in einer Geschwindigkeit den Schwanz von Sina. Sofort schrie Sina vor Schmerzen, als ihr Körper eingequetscht wurde.

Das Monster drehte auf einmal sich um und riss Sina mit sich. Nun machte sich die mangelnde Erfahrung bei der Naga bemerkbar, unter Wasser zu kämpfen. Sina wurde um das Monster gewirbelt und anschließend auf den Boden gekracht.

„Argh…“ keuchte Sina mit weit gerissenen Augen auf…, als der nächste Angriff kam. Die Klaue krachte auf ihren Schlangenkörper, Sina schrie regelrecht vor Schmerzen auf. Doch das Monster hörte nicht auf und riss die Naga vom Boden über sich, wo es mit der anderen Scherenklaue an die Schulter packte…

Und zog!

Kapitel 601

Ich bin wiedergeboren und die Arena des Todes?

Die Verräterin zittert fürchterlich am ganzen Körper. Sina hat ihr grausames Werk umgesetzt und war zufrieden. „Puh, musste auf einiges… verzichten, aber egal.“ schaute Sina an die Decke… wo die Haut des Foltermeisters hängt und auf dem Boden, wo der gehäutete Kadaver liegt.

„Und scheinbar haben sie auch in ihrem Körper… eine Kugel oder was auch immer das sein soll.“ hielt Sina eine blaue Perle vor ihre Augen.

„W… was bist… bist… du?“ stotterte Srusu fürchterlich. „Hmm… nah, ich behalte es für mich.“ drehte Sina sich mit einem irren Blick zu ihr um. „Sonst könntest du alles sagen und das würde meinen Spaß nur verderben.“

Die Naga schaute sich um, ihre Arbeit hat zwar einige Zeit benötigt, aber bisher ist niemand gekommen, der sie abholt. „Nur ein bisschen müde bin ich schon geworden.“ kroch Sina aus dem Zimmer raus und warf sich auf etwas, dass man als „Sessel“ betrachten konnte. „Nur ein ausgeruhter Körper… ist fit für den Kampf…“ schlummert Sina.

Srusu hat die Sprache verloren. Vor ihren Augen wurde der Foltermeister brutalst gehäutet und Sina kann einfach so schlafen? „Das… ist doch… Wahnsinn…“ murmelt Srusu und hoffte… dass bald irgendwer kommt…

Und irgendwer kam auch dann. Die „Tür“ öffnete sich und vier „Wächter“ kamen rein. „ X´rilii? Wir sind gekommen um die widerspenstige Sklavin abzuhol…“ merkte der Sprecher, dass Sina auf dem Sessel schlief.

„SCHNELL! TÖTET SIE!“ schrie Srusu. „SIE HAT DEN MEISTER GETÖTET!“ „Hmm… wer schreit denn hier so?“ rieb Sina sich die Augen. „Ah… mein Personal ist gekommen?“

„Was… hat das zu bedeuten?“ ging einer der Wächter an Sina vorbei zum Folterzimmer und… musste sofort würgen. „U´ruullu? Was ist los?“ fragte der Sprecher. „X´rilii ist… tot…“ murmelt der Wächter.

Sina war sehr erstaunt, dass diese Wächter einfach alle so an ihr vorbei gingen, nur um den Schrecken des Lebens zu erleben. „Du liebe Güte… Jeder guter Anführer würde über die unendliche Dummheit dieser Rasse den Kopf schütteln. Sie sind so klug, dass sie wieder dumm sind.“ grübelte Sina und richtete sich auf.

„Na? Genug gestaunt? Wenn ihr den Täter sucht, das war ich gewesen. Gute Arbeit gell?“ grinste Sina die Wächter an. Doch diese ignorierten Sina. „Hmpf.“ legte Sina sich auf den Sessel und holte aus ihrem Inventar Essen raus, das sofort nass wurde. „Naja… was solls.“ zuckte Sina mit der Schulter und nahm die nassen Sandwich zu sich.

„HALLO?! Wollt ihr endlich mal die Sklavin töten?!“ weckte Srusu die Wächter aus ihrer Trance. „Wer war das?!“ fragte der Sprecher. „Na die Sklavin HINTER EUCH IHR KNALLKÖPFE!“ schrie Srusu. „Und befreit mich hier endlich!“

Die Wächter drehten sich zu Sina um, die ihnen nur zuwinkte. „Jep, ich war´s. Danke das ich noch essen durfte. Bin ja mal gespannt, wie das Volk es aufnimmt, wenn sie den Tod des Foltermeisters zu hören bekommt.“

Der Sprecher hob seine Hand hoch und Sina stand wieder unter Schock. Doch diesmal spielte sie das Spielchen mit und fiel zappelnd auf den Boden.

„Das… darf doch nicht wahr sein.“ hörte der Sprecher mit dem schocken auf. „Wachen… zerrt sie sofort zur Arena, ich muss dem Herrscher das melden.“

„Wartet! Das Halsband wirkt nicht auf sie!“ warnte Srusu die Wächter. Doch diese schmunzeln alle nur. „Keine Ahnung… wie die Sklavin es geschafft, hat dich zu fesseln und X´rilii zu töten, aber das werden wir früh genug aus dir rausbekommen.“

„Vielleicht hast du ihr ja geholfen? X´rilii liegt tot und du bist einfach nur gefesselt.“ „Klingt sogar… logisch.“ finden die Wächter an zu murmeln, nun wurde Srusu ihr Gedankengang unheimlich.

„Nein wartet! Lass bitte dem Herrscher die Entscheidung!“ flehte die Verräterin und sah auf dem Boden wie Sina sie angrinste. „Du Miststück! Das ist dein Plan oder?!“ „Ahhh… ahh….“ schauspielert Sina nur ihre Schmerzen.

„Ein hohes Mitglied ist getötet worden, natürlich soll der Herrscher darüber entscheiden. Ihr zwei… schickt die Mörderin in die Arena, du und ich bringen Srusu zum Herrscher und berichten… was hier vorgefallen ist.“ teilte der Sprecher die Aufgaben ein.

Die Wächter nickten und zwei von ihnen hoben Sina unter den Armen auf und zogen sie aus dem Raum raus. „Wartet! Ihr müsst sie töten! Sie hat irgendetwas vor!“ warnte Srusu, als der Sprecher ihr ins Gesicht schlug.

Erschrocken und zugleich… erstaunt schlug ein Heiliger ihr einfach ins Gesicht. „Ruhe, du kannst dem Herrscher alles berichten.“ meinte der Sprecher nur und entfernte die Fesseln. „Nein… du willst wirklich… das ich alles verliere?“ hatte Srusu einen unendlichen Hass auf Sina bekommen.

Sina hielt bewusst ihre Augen zu und ließ sich tragen, was es ihr auch etwas einfacher macht. „Dann… bin ich mal gespannt, ob die Arena das toppen kann, was ich bisher erlebt habe.“ schmunzelt Sina in Gedanken.

Irgendwann wurde sie unsanft auf den Boden geworfen und die Wächter verschwanden aus ihrer Nähe. Langsam öffnete Sina die Augen und sah, dass sie in einer Zelle steckte. „Wie originell… Eigentlich hätte man mich von Anfang an hier rein werfen sollen, aber was soll´s…“

Die Naga stand auf und kroch auf die großen Gitterstäbe zu. Als sie die anfasste, stand sie wieder unter Strom. „Himmel… nervt das.“ zitterte Sina und schaute durch die Gitter…

Eine riesige Arena war zu sehen, wo überall Heilige auf den Tribünen am jubeln waren. „Wow… fast so groß wie das letzte Turnier auf Batzien.“ schaute Sina. Frauen, Männer, Kinder konnte sie keine ausmachen, jubelten.

„Puh… was ein großes Volk.“ ließ Sina die Gitterstäbe los und schaute auf die Arena, wo mehere Heilige gegeneinander kämpften. Sie benutzen alle Zweihandwaffen, egal wie man es dreht und wendet, Dreizack, Speer, Zweihandschwert sah die Naga bei ihnen.

Sina beobachtet die Kämpfe, bezweifelt aber, dass sie gegen diese Gladiatoren oder was auch immer sie momentan sind, kämpfen wird. „Wie war das? Ich würde mit anderen Sklaven von Runde zu Runde gegen Monster kämpfen?“ ruft die Naga ihre Erinnerung hoch.

„Meine… Damen und Herren!“ rief auf einmal ein lauter Sprecher. „Das waren die letzten Kämpfe und der Champion D´riilu hat seinen Titel verteidigt!“ Das Publikum jubelt laut auf, einer der Heiligen hob seinen Dreizack hoch.

„Nun… kommen wir zu den… schönsten Spielen unseres gelobten Volkes…“ versuchte der Sprecher die Stimmung auf zu heißen. „Die Todesspiele!“ nun jubelt das Volk erst recht laut auf. „Ernsthaft… wie kann man unter Wasser diese Lautstärke hören? Vorbeifahrende Schiffe hätten doch mal was mitbekommen.“ rollte Sina bei der Frage wieder die Ohren.

„Doch… heute ist es anders…“ machte der Sprecher eine Pause und das Publikum wurde leise. „Ein Sklave… hat es gewagt… die Hand gegen einen Heiligen zu erheben!“ Eine Totenstille war im Publikum, Sina sah überall die ungläubigen Augen in den „Helmen“.

„Einen Moment…“ unterbrach der Sprecher seine Rede, jeder wartete gespannt. „Der… Herrscher lässt uns wissen… dass an den Händen dieser Sklavin… auch das Blut des ehrenvollen X´rilii klebt.“ hörte man die Stimme des Sprechers, als würde er es selber nicht glauben wollen.

„Auf bestialischer Art und Weise hat sie ihn ermordet. Nicht einen, sondern gleich zwei unserer heiligen Rasse hat sie getötet! TOD DER SKLAVIN!“ rief der Sprecher und das Publikum ging darauf ein.

„Oh weh… ist ja nicht so, als würdet ihr kurz vor der Ausrottung sein, nur weil zwei eurer Leute gestorben sind…“ seufzte Sina.

„Der Herrscher… spricht nun.“ sagte der Sprecher noch, dann kam eine sehr… ruhige, aber tiefe männliche Stimme.

„Mein Volk… mein Herz trauert um die Gefallenen. Eine Sklavin, die scheinbar von den Wächtern unterschätzt wurde, hat ihr böses Gesicht versteckt und als sie sich ihrer sicher war… hat sie gnadenlos zugeschlagen.

Es ist Zeit, dass wir wieder zeigen, wer die wahren Herrscher der Ozeane sind. Es ist Zeit, dass alle Sklaven daran erinnert werden, was passiert, wenn sie unseren Zorn zu spüren bekommen. Es ist Zeit, dass unsere Feinde sich wieder an uns erinnern!

Die Sklavin… hat einen Namen. Einen Namen, den sie niemals verdient hat. Nur UNS sind die Namen erlaubt! Dieser Name wird heute für alle Zeiten ausgelöscht werden. Lass die Sklavin frei!“ rief der Herrscher.

Auf einmal ging das Gitter vor ihr hoch und eine „Wand“ drückte sich immer näher gegen Sina. „Verstehe, so bekommt man die Sklaven oder Unfreiwilligen heraus.“ dachte Sina und schwamm einfach raus in die Arena.

Sofort hörte man überall Buh-Rufe, andere schimpfen sie aus, doch es ließ Sina kalt in ihrem Krankenschwesternoutfit. Sie winkte allen herzlich zu und das machte die Zuschauer nur noch wütender. „Ah ha ha, ihr seid ja schön schnuckelig.“ grinste Sina.

Die Naga landete auf dem Boden, der sich wie Sand anfühlte. Überall lagen Knochensplitter, Zähne und andere Arten von Knochen. „Könnte glatt mein altes Zuhause sein.“ betrachtet Sina nun die Arena aus einer neuen Perspektive.

Wie ein Kolosseum ist die Arena aufgebaut, wo überall Türen mit Gittern vorhanden waren. Der „Himmel“ oder eher das Wasser hatte einen hellen Ton. Die Heiligen schienen auch alle unterschiedliche Hautfarben zu haben, doch das war Sina egal.

Sie hat das gefunden, was sie wollte… Die Königsatribute, wo ein Heiliger sehr hervorstach. Ein sehr muskulöser Oberkörper, der nur seinen Brustbereich mit einer goldenen Platte schützt. Aus seinem Helm hing ein leuchtender Bart raus, doch seine Augen fand Sina interessant. Trotz der großen Entfernung sah sie seine leuchtenden Augen, die einen leichten Silberton hatten.

„Herrscher Z´ruull. Endlich sehe ich mal den Mann, der meine Dämonen versklavt.“ grinste Sina und sah neben ihn Srusu. „Oh, sie sah schon mal besser aus. Vermutlich lernt die Schlampe, dass es doch keine gute Idee war, unser Volk zu verraten.“

„Diese Sklavin… wagte es, Hand zu erheben. Schaut sie euch alle genau an, damit jeder sie noch in Erinnerung hat, bevor sie von den Monstern zerfleischt wird! Damit… in der Zukunft nie wieder ein Sklave die Hand erhebt… habe ich erlaubt, auch unsere Sklaven diesen Kampf zu sehen zu lassen. Sie sollen sich stets erinnern… das ihr Leben in unserer Hand liegt!“ hob der Herrscher eine Hand hoch und das Volk jubelt.

Sina suchte auf dem Boden nach etwas… interessantem und fand es auch. Die Naga hob einen Knochensplitter und betrachtet ihn kurz in der Hand… dann warf sie ihn auf den Herrscher zu. Das Volk bekam den Angriff nicht mit, aber sehr wohl Z´ruull, der sofort seinen Kopf zur Seite neigte. Das Geschoss flog in die unendlichen Tiefen des Wassers, selbst seine Wächter haben nicht den Angriff von eben gemerkt.

Dann lehnte er seinen Kopf zurück und jeder spürte seinen Zorn… vor allem… als Blut aus seiner Helmwange herauskam. „Ok, der kann kämpfen.“ nickte Sina für sich und lächelt den Herrscher an. „Zeit… dass ich mal zeige was ich kann. Illusion: Laute Stimme…“ Sina atmet kurz ein und aus… und legte dann los. „Ihr… seid alle schwach.“

Ein Schock ging wieder durch das Publikum, sogar der Herrscher starrte Sina an. „Ich habe euch doch gesagt eure Majestät! Diese Naga kann Magie benutzen!“ redete Srusu auf ihn ein. „HALT DEINEN MUND!“ zischte der Herrscher sie an.

„All die Zeit… braucht ihr Sklaven… weil ihr selber nicht in der Lage seid, eure Arbeit zu machen. Und ihr nennt euch die Herrscher des Wassers? Darüber kann ich nur lachen!“ lachte Sina tatsächlich.

„Ihr habt es gewagt… Hand an die Dämonen zu legen und sie zu versklaven… Damit ist heute Schluss.“ Sina legte alle Hände an das Halsband und zerstörte es. Nun fiel vielen der Kiefer runter.

„Eurer… Stolz… worauf ihr alle euch ausruht… wird einfach zerstört. Ich bin das, was ich schon immer war. Eine freie und wahrlich stolze Dämonin. Doch frage ich mich… ob ihr das überhaupt versteht, was ein Dämon ausmacht.

Zu lange habt ihr auf eurem hohen Sitz gelebt und könnt… es euch nicht mal ansatzweise vorstellen, dass jemand an eurer Luschenrasse… Hand anlegen könnte. Ihr seid nichts anderes… als mickrige… kleine… Tintenfischmenschen.“

Das war wohl die größte Beleidigung, die man den Heiligen entgegenwerfen konnte, so wütende Augen sie alle bekamen.

„Herrscher von den Tintenfischmenschen… Schwachbirne, denn dein eigentlicher Name ist einfach zum einschlafen… Schick mir die Monster… schick mir einfach alles… und wenn ich sie alle getötet habe… Fordere ich euch zu einem Duell heraus!“

„Lass die Monster frei!“ befahl der Herrscher, der kurz vor der Explosion stand. „Und holt mir meine Waffe!“ „Eure Majestät! Das ist doch genau das, was sie will!“ warnte Srusu ihn, der sie aber ignorierte.

Die Fallgitter ALLER Eingänge wurden geöffnet und man spürte den Blutdurst, jemanden zu töten. „Schade, dachte der Herrscher wäre ein gesprächiger Typ.“ seufzte Sina und knackte ihren Nacken.

„Mögen die Spiele beginnen.“

Kapitel 600

Ich bin wiedergeboren und die kleinen Dinge des Folterns?

Srusu wachte mit höllischen Kopfschmerzen auf und wollte sich an den Kopf fassen, als sie merkte, dass ihre Arme hinter dem Rücken geknebelt sind. Ihren Schlangenkörper konnte sie auch nicht benutzten und schaute sich nun panisch sich.

„Ah… Schlampe ist wach geworden?“ stand über Srusu eine grinsende Sina. Nun fiel der Verräterin auf, dass sie im Zimmer des Folterns war und… „Meister X´rilii!!!“ schrie Srusu, als sie ihn an die Wand genagelt sah.

„Ja, ich musste ein bisschen improvisieren, wie ich ihn stillhalten konnte.“ drehte Sina sich und schaute sich ihr Werk an. Sie hat das Folterzimmer schnell gefunden und mit Werkzeugen, die sie noch nie gesehen hatte… und vorsichtshalber in ihr Inventar gesammelt hatte für zukünftige Zwecke.

Die Verräterin zu fesseln stellte sich nicht unbedingt als große Herausforderung da, sondern mehr der Heilige. Die Tentakelbeine schienen nicht irgendwelche Knochen zu haben, sondern waren wie vom Tintenfisch aufgebaut.

Beim Oberkörper sah es schon etwas anders aus, so hat sie den „Mann“ an der Wand mit mehreren „Seilen“ verknotet und mit dem Werkzeug die Beine an die Wand genagelt. Das Blut hat das Wasser ziemlich rötlich gemacht und die Blutgier in Sina geweckt, konnte sich aber noch beruhigen.

X´rilii selber schien noch nicht wach zu sein, was Sina egal war. Auf jedenfall konnte er keine Probleme in diesem Zustand machen… WENN er nicht irgendwelche besonderen Rassenfähigkeiten in der Trickkiste hat.

„So… Sag… wie ist es so… wenn die Rollen getauscht sind?“ bückte Sina sich zu Srusu runter. „Ungewohnt oder? Naja… bei dir bin ich mir nicht sicher, ob du diese Begegnung schon mal hinter dir hast. Narben hast du ja nicht so wirklich.“

„Bitte… ich tue alles!“ flehte Srusu sofort um ihr Leben. „Ach beim dunklen Gott…du bist wirklich widerlich…“ verzog Sina ihr Gesicht. „Ich habe noch nicht mal angefangen… Sag Schlampe… nur… damit ich nicht was übersehen habe aber…

Seid ihr, auch du, nicht alle etwas… dumm im Kopf? Wie könnt ihr einer frisch gefangenen Person wie mich… einfach so ohne Wachen herumlaufen lassen? Meine… Halsband hin oder her, aber… das ist zu fahrlässig.

Habt ihr in all der Zeit hier unten… geglaubt, dass euch nichts passieren kann? Vielleicht… greift euch ein anderes Wasservolk an oder so?“

„Kam den… Heiligen nie in den Sinn, dass man sich unter ihrer Herrschaft auflehnen könnte…“ murmelt Srusu. „Sie und ihre Rasse gehören zu der Kaste, die unter dem Schutz des wahren Königs sind… Und wer lehnt sich schon bitte schön gegen ihn auf?“

„Ich wie du merkst. Nun… das könnte schon ein Grund sein, warum… es mir so leicht fällt, einen von den Heiligen zu töten und halt die momentane Situation so. Dummerweise macht es mich erst recht misstrauisch… WEIL es zu einfach geht.

Das Leben war noch nie ein Ponyhof… oh dürftest nicht wissen was es ist. Erm… Das Leben war noch nie einfach gewesen, das dürftest du eher verstehen. Was ich sagen will… mein Leben bestand aus lauter Gefahren. Du dürftest das Gefühl auch kennen, jeden Moment… sterben zu können.

Nun habe ich dich und diesen… X´rilii in meine Fänge genommen. Verstehst du worauf ich hinaus will?“ „Ich… glaube es“ nickte Srusu.

„Egal, nun fangen wir einfach… mal an mit der Fragerei. Warum tragen diese Heiligen eigentlich diese Helme?“ kroch Sina von der Verräterin weg und stand vor X´rilii.

„Erm… das sind keine Helme?“ hörte man den verwunderten Ton von Srusu. „Das ist ihr natürlicher Außenpanzer, ein Gesicht wie wir… haben sie nicht so wirklich.“

„Eh? Scheiße… wer euch auch erschaffen habt, aber…“ staunte Sina und drückte mit einem Finger gegen den „Helm“… Tatsächlich, er lässt sich leicht drücken und nahm wieder seine Form an, trotz dass es ein Außenpanzer war. „Dann kann man ihre Emotionen ja höchsten über ihre Augen erkennen, wenn überhaupt.“

Während Sina den Heiligen aus der Nähe betrachtet, versuchte Srusu die Fesseln irgendwie zu lösen… die nur fester wurden. „Wenn ich du wäre, würde ich nicht zu sehr an den Fesseln zerren. Mit einer sehr coolen Technik ziehst du sie eher an, soweit bis kein Blut mehr in die Hände kommt. Coole Sache was?“ merkte Sina an.

„Was… willst du… eigentlich?“ murmelt Srusu. „Die Halsbänder… wie aktiviert ihr sie eigentlich alle? Selbst du konntest es machen, dabei… sehe ich nirgends, dass ihr einen Schalter oder ähnlich benutzt.“

„In meiner rechten Hand wurde eine Kugel unbekannten Materials eingefügt, was mir erlaubt, die Halsbänder zu aktivieren. Das Geheimnis kennen nur die wenigsten Heiligen, wie sie hergestellt werden…“ ließ Srusu den Kopf hängen.

„Verstehe… wenn ich darauf tippen müsste, ist es das Zeug, was in der Mine abgebaut wird.“ grübelte Sina laut. „Gibt es eine Möglichkeit, diese ohne Gewalt zu entfernen? Meine… du hattest ja auch welche gehabt, alsooo?“

„Nur weil ich meine Loyalität bewiesen habe, heiß es nicht, dass man mir alle Geheimnisse anvertraut.“ zischte Srusu. „Tja… würde ich auch nicht tun, wenn ich ein Verräter an der Backe hätte.

Doch du gehörst zu denen, die Informationen sammeln würden, um sie notfalls zu Erpressen. Meine… so großzügig wie du um dein Leben bettelst?“ grinste Sina böse. „Du kannst mich mal.“

„Nee danke, sonst wird meine Frau noch wütend auf mich, wenn ich jemand küssen sollte. Nein nein, lassen wir das mal.“ schüttelt Sina den Kopf. „Hmm… der Herrscher dürfte alles wissen oder?“

„Sollte, so genau verstehe ich ihre Hierarchie auch nicht so wirklich…“ „Nicht? Dann erkläre mir, was du so in Erfahrung gebracht hast. Itiikra ist der Meinung gewesen, Herrscher wird man nicht wegen des Blutes, sondern wegen seiner Stärke.“

„Das ist richtig, dennoch sind in seiner Nähe Heilige, die ihm Befehle geben können. DESWEGEN… weiß ich nicht, wie hier alles am Laufen gehalten wird. Ich war froh, dass mein Meister… mich als seine Schülerin aufgenommen hat…“

„Oh… soll ich dir Mitleid geben? Meine… laut Itiikra erfreust du dich auch an dem Elend anderer Opfer.“ „Ja… weil ich verstehen konnte, welch ein herrliches Gefühl es ist, ein wehrloses Opfer zu quälen.“ schaute Srusu Sina an.

„Tja, gelegentlich foltere ich auch so nebenbei Opfer, die sich nicht wehren können. Das ist eigentlich… normal bei einer Folter wie du es selber bemerkt hast hier. Hmm… es erspart mir sehr viele Fragen, weil… du könntest es dir auch nicht vorstellen, dass ich den Herrscher töten könnte oder?“

Nun lachte Srusu laut und lang. „Oh du… dumme… dumme… Frau… Man merkt sofort… dass du nichts… weißt…“ „Deswegen frage ich dich ja.“ lächelt Sina zuckersüß. „Damit… ich vielleicht eine Vorstellung habe aber… Ist dieser Herrscher stärker als Peidelia? Also der Herrscher der Wassers?“

„Oho? Ihn kennst du? Keine Ahnung wie stark Peidelia ist, ich habe nur mal mitbekommen, dass er und der Herrscher sich ebenbürtig sind.“ grinste Srusu gemein.

„Hmm… doch kein einfacher Kampf, zumal ich Peidelia nur mal kurz zu Gesicht bekommen habe.“ grübelte Sina. „Danke für die Information, dann sollte es möglich sein, ihn zu töten.“ grinste Sina wissend.

Normal hätte Srusu wieder gelacht über die Dummheit, aber… sie kann nicht abstreiten, dass Sina ihre eigene Charisma hatte. „Dir… ist bewusst… wenn der Herrscher… warum er auch immer gegen dich kämpfen sollte… dann alle Nagas töten würde? Wir mögen vielleicht gute Arbeitskräfte sein, aber die Heiligen sind nicht auf uns angewiesen.“

Sina kroch wieder auf Srusu zu und packte sie am Hals, dann hob sie so hoch, dass sie in die Augen schauen konnte. „Schlampe… bist du dir sehr sicher? Bist du dir… wirklich so sicher, dass sie uns alle einfach umbringen?

Alleine, dass hier alles irgendwie festgefahren ist, habe ich doch meine Zweifel… sonst hätte man alle Nagas getötet, als du sie verraten hast. Alle haben verbrannte Hälse, Männer sind gestorben. JA ich weiß, dass ist dir egal, aber jetzt denk mal genau nach…“ ließ Sina die Verräterin wieder los.

Sie fiel auf den Boden und machte einen nachdenklichen Eindruck. „Komm schon, so dumm bist du auch nicht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben sie für dich auch einen Plan, der dir nicht unbedingt gefallen wird.“

„Wie meinst du das?!“ hakte Srusu direkt nach. „Keine Ahnung, aber wenn ich ehrlich bin… Eine Verräterin wie du… entfernt man das Halsband, erlaubt ihr unter einem Heiligen zu arbeiten… Angenehme Anziehsachen, du darfst Haare wachsen lassen… man gibt dir sogar das Mittel, die Sklaven ebenfalls zu foltern.

ICH hätte so eine Verräterin in meinen Reihen bestimmt nicht so nah an mich herangelassen. Immerhin bin ich auch eine Anführerin, egal was… gewisse Personen mir gesagt haben. Mir ist der Wohlbeihalt meiner Leute und Freunde sehr wichtig, einen Verräter würde ich überhaupt nicht akzeptieren.

Hätte ich einen… würde er seine Freiheit und seine nötige Belohnung bekommen, aber hat dann zu Verschwinden, einfache Sache. Bei dir gibt man sich die Mühe, dass du dich wohlfühlst. Vielleicht spinne ich ein bisschen zu viel, aber… sie waren sehr erfolgreich, dass du es nicht bemerkst.“

Nun sah man Zweifel im Gesicht der Verräterin. „Soo… wie heißt eigentlich der Herrscher? Muss ja angemessen mit ihm reden, sonst nenne ich ihn einfach Schwachbirne.“ kroch Sina wieder zu dem Foltermeister.

„Für… die Sklaven ist er nur als Herrscher bekannt, sein Volk nennt ihn Z´ruull…“ murmelt Srusu und schien mit der Behauptung von Sina sehr nachdenklich sein. Ganz wie Sina es geplant hat.

„Ich schlafe ja dabei ein… Egal, dein Meister hier… ist bestimmt ein wichtiges Mitglied dieser Gesellschaft oder?“ wiegelt Sina vor dem festgenagelten Mann.

„Er… gehört zum inneren Kreis. Was hast du vor? Wenn du ihn tötest, wirst du definitiv keinen einfachen Tod in der Arena bekommen!“ warnte Srusu Sina.

„Oh?“ bekam Sina ein sehr breites… Lächeln auf dem Gesicht. „Zeit… das wir ihn wecken.“ klatschte Sina den Foltermeister ins Gesicht. Links, rechts, links rechts. „Hmm… so heftig habe ich ihn jetzt nicht ins Land der Träume geschlagen.“

Auf einmal glühten alle Hände von Sina, wo die Verräterin mehrmals ihre Augen blinzeln musste. „Wwwwww wie machst du das? Ist das Magie, die du benutzt?!“

„Ja.“ grinste Sina und schaute, wie große Blasen nach oben steigen, die von den Händen entstehen. Anschließend legt Sina die vier Hände auf den Brustkorb und brannte sich durch den Stoff auf die Haut… Der Foltermeister wurde wach und schrie laut auf.

„Na also…“ löste Sina ihre Hände und klatsche sich mit ihren vier Händen abwechseln ab. „Wuhu… ich bekomme wirklich eine gute Kontrolle mit meinen Armen.“

„Du… niedrige… Kreatur!“ schnaufte der Foltermeister wütend. „Wie kannst…“ und wurde von Sina geohrfeigt. „Ich kann es einfach du Lusche. Na wie gefällt es dir, wenn die Rollen mal gewechselt sind hmm? Dachtest du… allen ernstes… ich würde einfach hierher kommen und mich bei der Folter freiwillig anmelden?“

„ALLE HABEN ES GETAN!“ schrie der Foltermeister und kniff seine Augen vor Schmerzen zusammen. Dabei bemerkte er langsam, dass er nicht in der Lage war, sich aus seiner Situation zu befreien.

„Heiße ich „ALLE“?“ hob Sina belustigt ihre Augenbrauen hoch. „Nun ändern wir das Spielchen ein bisschen. Du bist das Opfer und ich der Foltermeister. Ist bestimmt lustig dieses Rollenspiel, zumindest mir.“

X´rilii schaute Sina an… und stand auf einmal unter Schock. Überall schossen Blitze um ihren Körper, Sina war nur am zappeln. „Eher… stirbst du!“ kichert der Foltermeister… als Sina eine Hand auf sein Tentakelbein legte und den Strom auf ihn fließen ließ.

Srusu kaum vor Staunen nicht raus, dass diese Naga vor ihr nicht längst auf dem Boden vor Schmerzen schrie. Nein… sie hatte ein fürchterliches Grinsen auf dem Gesicht und genoss es, dass der Kerkermeister seine eigene Medizin zu schmecken bekam.

„Keine Ahnung warum und wie ihr es macht, denn Storm leitet durch Wasser… eigentlich. Scheinbar laufen einige Regeln in dieser Welt ein bisschen anders, egal.“ meinte Sina nur, ihre Haare standen zu Berge.

Auf einmal hörte der Schock auf, Sina musste mehrmals blinzeln. Der Foltermeister selber… keuchte vor Schmerzen. „Das… kann nicht sein…“

„Was? Das ich nicht auf dem Boden liege? Das ich nicht vor Schmerzen schreie? Scheinbar herrscht unter euch Heiligen keiner, der die Fähigkeit Analyse besitzt. ZU dumm aber auch, denn dann wüsstest ihr so einiges…“ kichert Sina.

Die Naga kreiselt ihre Schulter und kroch zu einer Seite einer „Wand“ und begutachtet die Folterinstrumente, entschied sich aber für das alte gute „Skalpell“. „Da du nun festgestellt hast, dass das Halsband bei mir ja so wunderbar funktioniert, lass uns nun mit meiner Folter anfangen.

Immerhin… muss ich doch wissen, was eure Schwachstellen sind. Wenn du Glück hast… lebst du vielleicht, bis die Wachen oder wer auch immer… mich zur Arena bringen.“ kroch Sina langsam auf den Foltermeister zu, der nun langsam Panik in den Augen bekam.

„Nein! Du darfst mich nicht anrühren! Ich bin ein Heiliger!“

„Oh… lass mir dir zeigen… was ich von dir halte…“

Kapitel 599

Ich bin wiedergeboren und der Foltermeister?

„In der Todesarena… kämpfen die Heiligen unter sich ihre Kämpfe aus. Sie wollen ihre Treue und ihre Stärke dem Herrscher zeigen. Manchmal ruf der König zu speziellen Kämpfen aus, wo die Kämpfer die Chance bekommen, ein Mitglied der königlichen Wache zu werden.“ erklärte Itiikra.

„Wenn diese Kämpfe vorbei sind… fangen die Todesspiele an. Sie werfen die Sklaven, so wie uns, in die Arena und lassen gefräßige Monster auf sie los. „Wenn“… die Sklaven stark sind, können sie die erste Runde vielleicht überleben.

Du muss wissen… sie bekommen keine Waffen oder ähnliches. Magie? Beherrscht keiner von uns, wie denn auch?

Die nächste Runde… setzen sie die tödlicheren Monster ein und bisher… ist es nur einem Sklaven gelungen, diese Runde zu überleben. Da hat man geglaubt, dass keine weitere Monster kommen, aber mitnichten. Sie setzen das größte Monster ein. Gefräßig, hungrig und ziemlich munter, der… Sklave… dagegen war dem Tod geweiht.

Verstehst du Sina? Egal… wie stark du bist… du müsstest alle Monster, die sie dir vorwerfen töten ohne Waffen und Magie. Deswegen… glaube ich nicht an die Prophezeiung, selbst wenn du von königlichem Blut abstammst. Die Heiligen werden auch nicht fair sein und… ab und zu mal dein Halsband aktivieren.

Weiter dazu… dass du dem Foltermeister treffen wirst… Umbringen wird er dich nicht, denn du wirst in der Arena ankommen müssen. Doch in… welchem Zustand… wissen wir nicht.“

„Verstehe.“ nickte Sina langsam. „Weißt du… wo die Minen sein sollen, wo eure Männer sind? Was gibt es denn noch für Sklaven?“

„Die Minen sind bekannt, jeder weiß wo man sie findet. Doch werden sie auch schwer bewacht und ein Einbruch sowie… Ausbruch ist nicht möglich. Andere Sklaven… keine Ahnung… ob es einige von uns trifft, den Männern oder ob sie Sirenen, Fischmenschen und weiteres in den Ring werfen.“ zuckte Itiikra mit den Schultern, als wäre es nicht so von belang.

„Es war… schön dich kennenzulernen und zu wissen, dass Deymonlia immer noch existiert. Dennoch… wird man uns nicht befreien können unter Wasser.“ lächelte Itiikra, als ein bestimmter Ton in dem Raum entstand. „Du wirst… gerufen.“

„Eh? Woher willst du das wissen? Es hat doch nur ein Ton gegeben?!“ schaute Sina nach oben. „Man bringt es uns bei, auf welchen Ton wir zu achten haben. Im Grunde… heißt es nichts anderes als „Bringt die Neue“. Besser… du gehst, denn sonst werden wir alle bestraft.“

„Ich bringe sie raus.“ meinte die namenlose Führerin. „Didima und Askii sollte besser nicht von den Heiligen gesehen werden…“ „Ja, das glaube ich auch.“ nickte die Anführerin.

„Bevor ich gehe… was würde passieren, wenn der Herrscher getötet wird?“ fragte Sina noch. Alle rissen schockiert ihre Augen weit auf, dass jemand überhaupt den Gedanken hat.

„Nicht möglich, man wir nicht wegen des Blutes zum Herrscher oder ähnlichem, sondern weil man eine gewisse Stärke haben muss. Eine Stärke haben muss… die der wahre König des Wasser anerkennt.“ schüttelt Itiikra den Kopf.

„Du meinst Glacia? Ich dachte, es wäre einfach nur ein… stupides Monster, dass alles angreift, was es findet?“ staunte Sina. Itiikra seufzte nur und schüttelt wieder den Kopf. „Nein… Glacia… weiß alles, sobald man das Meer betritt.

Wasser ist sein Element, Wasser ist seine Macht. Er entscheidet… wer von den Meeresbewohnern… eine Zukunft hat und wer… ausgerottet wird. Wasser ist Leben und er… kontrolliert es.“

„Dann… weiß er auch, dass ich gerade hier bin?“ „Ja und dennoch… wird er nicht wegen einer einzigen Kreatur erscheinen. Dafür hat er seine Diener wie die Heiligen, die seine Arbeit machen. Nun geh, du lässt sie zu lange warten.“ drängte die Anführerin.

Sina seufzte nur und nickte ihrer Führerin zu. „Ok, dann bring mich mal zum Folterer, bevor er ungeduldig wird.“ Beide Nagas verließen den Raum, Itiikra schaute Sina nur hinterher. „Möge… du keinen qualvollen Tod… erleidest…“

„Wenn du auch einen Namen willst, nur zu.“ bot Sina das der Führerin an, die sofort ihren Kopf schüttelt. „Bitte nicht… es ist verboten…“ „Hrmm…“ schloss Sina ihre Augen. Der Weg benötigte wohl seine Zeit, die Frauen gingen Tunnel durch Tunnel.

„Sag… du bringst mich direkt zum Foltermeister oder?“ „Ja… denn der Ton hat es befohlen…“ „Ernsthaft, wie lange muss man hier leben, dass man so ein Scheiß heraushört.“ rollte Sina mit ihren Augen. „Hast du kein bisschen Würde? Das ist… als wärst du wie ein Tier erzogen worden!“

„Bitte… Du verstehst das nicht…“ flehte die Führerin. „Nein und ich will das nicht! Du wirst heute Dinge erleben, die für mich Standard geworden sind! ICH werde den Foltermeister überleben, ICH werde die Todesarena überleben und ICH werde diesen Herrscher töten! WENN das nicht genug Beweis ist, könnt ihr von mir aus hier verrotten!“ fluchte Sina.

Der Führerin fiel nur der Kiefer runter und schüttelt nur den Kopf. „Bitte… folgt mir einfach…“ „Tzz…“ versuchte Sina mit ihrer gespaltenen Zunge zu schnalzen. Die Damen krochen weiter ihren Weg… bis sie irgendwann am Ziel ankamen.

Sina hat sich schon die ganze Zeit gewundert, warum sie nicht die Heiligen oder weitere getroffen hat, als ihr klar wurde, dass diese Tunnel nur für Sklaven gedacht sind. Auf jedenfalls gingen sie durch einen leuchtenden Ring und nun sah mal überall die Heiligen herumlaufen, als wäre es eine normale Zivilisation.

Was nun neu für Sina ist, dass einige dieser Quirili mehrere Beine hatten, andere wiederum nur zwei. „Wundere mich, ob es auch was zu bedeuten hat? Die sehen eher aus wie Tintenfische.“ grübelte Sina.

Doch auch die Heiligen staunten nicht schlecht, als sie eine Naga sahen, die Haare trug und ihnen in die Augen schaute. Einige hoben ihre Hände gegen Sina und aktivieren das Halsband, was sie unter Schock setzte.

Die Führerin bekam dieses Spielchen auch zu spüren, sie schrie regelrecht auf. Irgendwann hörte es auf, Sina stand auf ihrer „üblichen“ Position und schaute die Heiligen wieder an, die nun verdutzt wirkten.

„Ist… es kaputt bei ihr?“ „Vielleicht zu schwach bei der Herstellung dosiert…“ „Wie kann sie es wagen uns… anzuschauen?“ „Wie ekelhaft…“ hörte Sina nur das Gemurmel, doch das war ihr egal. Sie ging zu ihrer Führerin und hob sie vom Boden auf. „Das willst du wirklich bis zu deinem Tod ertragen? Ohne dieses Halsband… sind sie doch nichts!“ flüstert Sina, damit die Heiligen keine weiteren Probleme machen.

„Ich… kenne es nicht… anders…“ murmelt die Führerin und merkte… ein wohlfühlendes Gefühl. Sina heilte sie, während sie sie hochhob. „Du kannst es aber ändern… Man kann alles ändern… man muss es nur wollen.“

Die Führerin war wieder oben und schaute Sina in die Augen, schaute dann… beschämt weg. „Bitte… folge mir, wir verärgern nur die Heiligen…“ „Hrm… Du bist schon sehr hartnäckig, dass ich es irgendwie respektieren müsste, Nadalia.“ gab Sina ihr nun ein Namen.

„Nein…“ drehte Nadalia panisch ihren Kopf. „Wie… kannst du nur…“ „Ich werde jedem nun einen Namen geben, ob ihr es wollt oder nicht. Wenn ihr nicht selber die Situation ändern wollt, dann helfe ich euch.“ meinte Sina nur und schaute stur nach vorne.

Nadalia bemerkte, dass die Heiligen langsam ungehalten wirkten und ging wieder vor, dabei gab sie ihr bestes, ihre Tränen für sich zu behalten. Beide gingen immer wieder an Heiligen vorbei, die ihre Köpfe nach Sina drehten.

„Oh… ihr werdet euch noch wundern… Ich mag keine Naga sein, aber sehr wohl eine stolze Dämonin… und ihr werdet alle leiden.“ dachte Sina, als Nadalia vor einer großen… „Tür“ stand. Sie bediente etwas an der Seite und es wurde geöffnet.

„Das… ist die Arbeitswerkstatt des großen Heilgen X´rilii. Bewunderer der… Kunst und… Meister des Folterei…“ murmelt Nadalia und ging durch die „Tür“. Sina folgte ihr und die „Tür“, was auch immer das in der Unterwasserwelt sein soll, schloss sich wieder.

„Ahh… Das ist die Naga, die einen Heiligen getötet hat?“ flötete eine Frauenstimme, Sina drehte ihren Kopf hin und sah eine gutgekleidete Naga, die auch Haare hatte. „Und du bist vermutlich die Verräterin?“

„Wow, selbst freie Nagas wissen von mir?“ kichert Srusu. „Naja, frei bist du ja nicht mehr, wenn man dich gefangen hat.“ Wenn Sina sie beschreiben müsste, unterschied sie sich nicht unbedingt von den anderen Naga´s außer dass ihre kurze Haare knallrot sind.

„Ist der Preis es wert gewesen, dein eigenes Volk zu verraten? Irgendwie… tust du mir am meisten Leid.“ grinste Sina die Verräterin an, die darauf einging. „Aber sicher? Als Außenstehende wirst du nicht wirklich wissen, wie das Leben hier so ist. Dafür… wird mein Meister sorgen…

Naja, was auch nichts bringt, wenn du heute in die Arena geworfen wirst. Dein Pech… dass du die Heiligen getroffen hast und auch noch gewagt hast, deine Hand zu erheben. Verschwinde Sklave, du wirst nicht benötigt.“

Nadalia verbeugte sich tief und kroch aus dem Raum raus, doch zuvor warf sie Sina einen Blick zu, dann war sie auch weg.

„Übrigens, du bekommst von mir den Namen Schlampe. Der passt viel besser zu dir, weil du dich verkaufst hast. Und die Todesarena? Du liebe Güte, was ich alles im Leben schon gesehen habe.“ grinste Sina ganz breit, als sie den Nerv bei Srusu getroffen hat.

„Mein Name lautet Sina, den ich von meinen Vater bekommen habe. Ich hasse ihn, aber ich brauche mich nicht zu schämen, dass ich mein eigenes Volk verraten habe. Ein fremder… mächtiger… Schwachkopf darf Namen an alle geben wuhu. Ein Wunder, dass du dir nicht die Pulsadern aufgeschnitten hast Schlampe.

Zu dumm aber auch… dass Verrat… letztendlich immer bestraft wird. Egal wann… egal wo… egal wie… egal… wer. Itiikra hatte in die Hoffnung gesehen und du hast in deinem übermächtigen Ego nur an dich selbst gedacht.“

„Was weißt du schon Miststück!“ knurrte Srusu wütend. „Nichts weiß ich, aber… ich weiß, was ich mir selber wert bin. Was meine Freunde mir wert sind, meine Familie. Ich habe keine Mutter, deswegen… widerst du mich irgendwie tatsächlich sehr an, dass du deine eigene getötet hast.

Sag… was hast du in ihren Augen gesehen als du sie getötet hast? Verrat? Unglauben? Ich hoffe doch sehr… dass sie dich dein ganzes Leben lang verfolgen werden. Vielleicht findest du ja jemanden, der dir deine Tat verzeiht, vielleicht auch nicht.“

„Oh ja… ich werde Meister X´rilii bitten, ein paar Arme von dir zu trennen, damit du elendig in der Arena verreckst.“ kniff Srusu die Augen wütend zusammen.

„Versteckt sich die Schlampe… hinter jemanden? Du liebe Güte, kennst du überhaupt die Bedeutung von Stolz? Ich kenne auf der Oberfläche ein wunderbares Prachtexemplar, das vor Stolz platzen könnte… Und dennoch ihr eigenes Volk fast in den Untergang gebracht hat.

Tja Schlampe, ich habe ein gewissen Stolz und werde mich nicht verstecken, wozu auch? Ich konnte einen Heiligen umbringen, in dem ich einfach nur seine Kehle zerfetzt habe, dein Meister… wird der nächste sein und DU wirst zuschauen dürfen. Pech habe ich? Wir werden sehen… wer am Ende wirklich Pech hat…“ schaute Sina der Verräterin tief in die Augen.

Auf einmal stand Sina wieder unter Schock, Srusu hat das Halsband aktiviert. „Das lasse ich nicht zu!“ fauchte die Verräterin. „Solange du das Halsband hast, wirst du nichts erreichen!“

„Srusu… wo bleibt sie? Meine Zeit ist… kostbar…“ meldete sich eine männliche Stimme. Srusu wurde blass und fluchte, dann deaktivierte sie das Halsband. Sina zuckte am Körper, konnte sich aber schnell wieder einkriegen. „Zeit herauszufinden… wie die Halsbänder wirklich funktionieren.“ grübelte Sina.

„Nun komm her Miststück oder willst du wieder eine Ladung bekommen?“ kroch Srusu vor Sina, um sie einzuschüchtern… und wird von Sina brutal am Hals gepackt. „Na los? Trau dich.“ murmelt Sina grinsend.

Alle vier Hände von Srusu packten den Arm von Sina und versuchten sich loszureißen, doch der Kraftunterschied zwischen beiden war sehr deutlich. „Na was ist Schlampe? Willst du nicht das Halsband aktivieren?“

„Las… ss… mich…. los!“ versuchte Srusu nach Luft zu schnappen. Dann kam wohl ihr Meister in den Raum. „Warum dauert das denn…“ fragte X´rilii, als Sina mit ihrer Kraft Srusu mit einer Umdrehung auf den Heilgen zuwarf.

Beide krachten ineinander. Sina nahm derweil ein unbekanntes Möbelstück und kroch zu dn beiden auf dem Boden liegenden Personen zu. „Was hat das…“ richtete sich der Meister auf, da knallte Sina ihm das Möbelstück mit voller Wucht auf den Kopf, der auch mal wieder behelmt war.

Nun richtete sich Srusu auf und rieb sich ihren Kopf und Hals gleichzeitig, als sie einen „Schatten“ über sich bemerkte… „Zeit für ein Nickerchen… Schlampe!“ schlug Sina ihr mit einer Faust ins Gesicht.

Die „siegreiche“ Naga knackte ihre Halswirbel und betrachtet ihre bewusstlosen Opfer. „Hmm… irgendwie… glauben alle… in ihrer Arroganz, dass sich Sklaven fügen. Himmel, selbst wir Dämonen würden trotz Halsbändern und was auch immer… IMMER Wachen dabei haben.“ redete Sina mit sich selber.

„Egal… Zeit für eine kleine Folter…“

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