Sin Roswell

Web Novel Deutsch

Autor: SinOne Seite 2 von 7

Kapitel 51

Ich bin wiedergeboren und stelle neue Leute ein?

Sina verlässt Ma Shi, der bisher keinen Sieg beim Schach erringen konnte und sucht Prashi vor ihrer Rezeption auf. Auf dem Weg sah sie mehrere Bewerbungsschreiben auf den Plakaten, dass sie Rezeptionisten suchen.

„Grüße dich Prashi, seid ihr etwa unterbesetzt, wenn ich die Schreiben so lese?“ fragt Sina Prashi.

„Leider ja, einige ließen sich in andere Städte versetzen. Die Angst vor den Untoten war ihnen leider zu groß als das sie hier bleiben wollten.“ schüttelt Prashi traurig den Kopf.

„Ich wünsche euch viel Glück, dass ihr welche findet. Ich möchte nun meine Monstersteine wieder abgeben.“ grinst Sina und Prashi ahnte schlimmeres.

„Wieder ein Zimmer?“ ratet Prashi.

„Nun, lass mich überlegen. Ich habe da diese komischen Würmer aka Knochenfresser getötet. Beim erstürmen der Burg haufenweise Untote getötet. Dasselbe nochmal beim herausstürmen. Nicht zu vergessen die Bosse in der Burg. Ich habe nicht gezählt, aber die dürften nicht in deine Kiste passen.“ meint Sina.

„Na gut, folge mir.“ seufzte Prashi und Sina folgte ihr wieder zum Zimmer und sah die anderen Mitarbeiter zittern. „Wehe, dass noch ein paar mehr Mitarbeiter abspringen, nur weil sie tausende Monstersteine überprüfen müssen.“ knurrt Prashi.

Sina wiederholte den Prozess mit den Monstersteinen wie beim letzten Mal. Diesmal waren es nicht so viele Monstersteine, aber einige leuchteten ziemlich kräftig.

„Wow, das müssen ja starke Monster gewesen sein, wenn die so strahlen!“ staunt Prashi.

„Hmm lass mich überlegen. Einer müsste der vom Lichkönig sein, der andere vom Vampirfürst Ludwig Kelmont und die Mutter der Knochenfresser.“ grübelt Sina.

„Es sind aber vier stark leuchtende Steine?“ fragt Prashi.

„Echt? Dann habe ich es nicht mitbekommen, als ich es getötet habe.“ wundert Sina sich. Priester Örnd, der zum Stachelskelett wurde, dürfte nun in der Hölle schwerste Depressionen haben, dass er so nebenbei einfach getötet wurde.

„Was willst du jetzt machen Sina?“

„Nach Hause gehen und mich in der neuen Villa verwöhnen lassen. Ich weiß nicht was Sherry vor hat, aber ich will mir zumindest erst mal eine Pause gönnen. Sag, hat die Gilde vielleicht Lehrbücher über Peitschen?“

„Puh, da müsste ich im Keller nachschauen gehen. Das ist wirklich eine sehr schwierige Waffe, die meisten verletzten sich selber.“

„Nun, ich habe die Peitsche von Ludwig bekommen und möchte sie halbwegs benutzen können, aber ich habe keine Ahnung, wie man sie richtig benutzt.“

„Ich werde es überprüfen. Wegen den Monstersteine wirst du ja eh erst morgen wieder kommen oder? Bis dahin werde ich das wissen.“

„Ok, dann lasse ich dich in Ruhe. Man sieht sich.“ und Sina verlässt die Gilde. Sie trägt wieder ihren üblichen Kimono, was einen verärgerten Blick von Sherry gekostet hat, aber das war Sina egal.

Sina machte sich auf den Weg zur Schreinerei um sich nach ihren Wünschen zu erkundigen. Tatsächlich haben sie es geschafft, ihr Gitarren in unterschiedlichen Formen zu bauen, aber das Klavier benötigt leider noch mehr Zeit.

Danach macht Sina sich auf den Weg zu Ronald, um in Erfahrung zu bringen, ob alles in Ordnung war. Das Gespräch verlief kurz und das hinterlegte Geld von Sina war immer noch ausreichend, sollte Sina noch weitere Projekte auf dem Herzen haben.

Glücklich gestimmt macht Sina sich dann auf den Weg zur Villa. Dort angekommen, nahm sie sich diesmal viel Zeit und betrachtete den Garten.

„Hmm, eigene Saat anlegen dürfte interessant werden, aber solange uns Meuchelmörder über den Garten trampeln… Lieber nicht, außerdem müsste ich einen Gärtner einstellen.“ dachte Sina in Gedanken.

Anschließend ging Sina in die Villa. Suki reinigte die Gästezimmer und Sherry war scheinbar noch nicht anwesend. Mel… war irgendwo, also suchte Sina ihr Musikzimmer im Keller auf.

Es wurde genau so eingerichtet, wie Sina es sich gewünscht hat und hoffentlich schalldicht genug gemacht worden ist.

Sie holte ihre Gitarren sowie ihr andere Musikinstrumente hervor und stellte diese in einer Reihe auf. Anschließend schließt sie die Kellertür mit einem Schloss.

„Soo, dann testen wir mal. Illusion: Doppelgänger.“ und vor ihr erschien eine weitere Sina. „Doppelgänger, versuch das Instrument aufzunehmen.“ Ihr Klon wollte nach der Gitarre greifen, aber ihre Hand ging durch das Instrument durch.

„Schade, Illusion bleibt wohl Illusion. Verschwinde.“ Der Klon löste sich in Luft auf. „Hmm wie könnte ich weiter Musik verbreiten?“ und dann hatte Sina eine Schnapsidee.

„Mel? Bist du anwesend? Ich spüre deine Neugier!“ schaute Sina in die Luft und Mel manifestierte sich.

„Ihr habt gerufen Herrin?“ stöhnte Mel.

„Musik und Singen ist ja ziemlich unbekannt in dieser Welt. Ich weiß, dass du Gegenstände benutzen kannst. Hast du Interesse, ein Instrument spielen zu können?“ fragt Sina den Geist.

„Was… ist Musik?“ hakte der Geist mit etwas Neugier nach. Sina nahm ihr Schlagzeug und spielte ihr den Rhythmus von We will We will rock you vor, dabei sang sie ihren Text. Mel wirkte sehr begeistert.

„Nun möchte ich gerne, dass du den Rhythmus nachahmst. Vielleicht hilft das System in der Welt, wenn man was gehört und gesehen hat, es einfacher nachzuahmen.“ rät Sina.

„Wenn ihr es mir erlaubt?“ fragte Mel schüchtern und nahm den Platz von Sina ein, dann nahm sie die Schlagstöcke und… tatsächlich, sie kann genau den gleichen Rhythmus wie Sina ihr es gezeigt hat.

„Hoo? Das macht die Sache aber interessant.“ grinst Sina, dann nahm sie eine Gitarre und spielt diese zum Rhythmus dazu.

„Warum… hört sich das so richtig gut an Herrin? Ich höre dies zum ersten Mal und habe als Geist, dessen Gefühle eigentlich gestorben sein sollten, meinen Spaß?“ wundert sich Mel.

„Weil es etwas Neues ist. Etwas, was scheinbar in dieser Welt noch nicht existiert hat.“

„Woher habt ihr nur diese Ideen oder euer Wissen? Liegt es an eurer Abstammung?“

„Nein, nicht mal die Dämonen kennen dies. Ich habe viele Geheimnisse, akzeptiere einfach, dass ich es weiß.“

„Wie ihr meint, ich werde es akzeptierten.“

Auf einmal klopft es an der Tür und Sina öffnet sie. Vor ihr stand Suki: „Herrin, da sind zwei… Damen, die mit ihnen sprechen möchten.“

„Wer soll das sein?“ fragte Sina nach.

„Sie nennen sich selber Tio und Mio. Es sind Zwillinge…“ Suki wirkt etwas beunruhigt.

„Nun sagt schon, was ihr die ganze Zeit nicht sagen wollt.“ hakte Sina nach.

„Ich glaube, es sind Vampire, aber ist doch hellster Tag?“ wundert Suki sich.

„Vampire? Dann lasse ich sie nicht länger warten.“ staunte Sina und folgte Suki zum Wohnzimmer. Da sitzen wirklich zwei Vampire, die unterschiedliche Haarfarben haben. Als die Damen Sina sahen, machten sie große Augen.

„Ihr seid die Herrin?“ „Dachte, es gehört Sherry?“ antworten sie abwechselnd.

„Eh… Die Villa gehört mir und Sherry lebt als Mieterin bei mir. Woher kennt ihr denn Sherry? Seid ihr Freunde von ihr?“ versuchte Sina das makabre Gespräch am Laufen zu halten.

„Wir… sind eher Bekannte.“ „Genau, wir haben gemeinsam schon was erlebt, also passt Bekannte eher.“ antworten sie wieder abwechselnd.

„Sherry ist momentan noch nicht hier, Suki bring uns doch bitte Tee.“ Suki verbeugte sich und verschwand, währenddessen setzte Sina sich gegenüber den Zwillingen.

„Hmm, haben wir uns schon mal getroffen?“ fragte Sina stirnrunzelnd.

„Das glaube ich nicht.“ „Richtig, wir treffen uns das erste Mal.“ antworten beide nervös.

„Sag, macht euch die Sonne eigentlich nichts aus? Wir haben helllichten Tag?“ wundert Sina.

„Das trifft nicht auf alle Vampire zu.“ „Wir sind geborene Vampire und genießen mehr Vorteile.“ erklärten die Zwillinge. Suki brachte allen eine Tasse Tee und stellte sich neben Sina als Wächterin. Sie traut den Zwillingen nicht über den Weg.

„Ihr habt mehr Vorteile als geborene Vampire? Heißt das, ihr könnt auch auf Blut verzichten?“ erkundigte Sina sich mit großer Neugier.

„Wir können… eine Zeitlang ohne Blut auskommen.“ „Aber irgendwann wird der Hunger übermächtig und dann verlieren wir unsere Kontrolle.“ murmeln die beiden.

„Verstehe. Wisst ihr, was mich wundert? Vor kurzem habe ich einen Vampirfürst getötet und nun sitzen in meinen Wohnzimmer zwei Vampire. Ziemlich komischer Zufall oder?“ Sina hob eine Augenbraue.

„Nun, Zufälle sind Zufälle oder?“ „Wirklich, wir dachten das Sherry hier lebt.“ murmeln die beiden sehr nervös.

„Nun, da Sherry scheinbar noch unterwegs ist, was wolltet ihr eigentlich von ihr? Vielleicht kann ich euch ja helfen?“ fragte Sina und selbst Suki traut ihren Ohren nicht, was ihre Herrin da gerade gesagt hat. Da sitzen zwei Vampire, gefährliche Raubtiere.

„Erm, na ja, wir wollten sie fragen, ob wir hier wohnen dürfen.“ „Genau, wir haben bei unserem letzten Auftrag versagt und können nicht mehr zurückreisen.“ „Denn, unser Meister… duldet kein Versagen. „Und Versagen wird mit dem Tod bestraft.“ waren die Zwillinge den Tränen nah.

„Vampire die weinen, das ich das erlebe.“ murmelt Suki leicht kopfschüttelnd.

Auf einmal hört jeder die Eingangstür fallen und Sherry rufen: „Sina, Suki? Ich bin vom einkaufen zurück. Ich habe da tolle Lehrbücher….“ und staunte, als sie Mio und Tio im Wohnzimmer sitzen sah.

„Sherry, darf ich vorstellen. Tio und Mio, sie behaupten, sie wären deine Bekannten?“ stellte Sina die Frauen vor.

„Bekannte? Eher Todfeinde. Die beide waren es, die mich und Castien töten wollten! Was machen die denn bitte hier?!“ reagierte Sherry panisch. Sherry und Suki zogen ihre Waffen, nur Sina wirkte noch etwas locker bei der Geschichte.

„Wartet! Wir kommen in Frieden!“ „Wirklich, wir wollen euch nichts tun!“ hoben beide Vampire ihre Hände.

„Das soll ich euch glauben, nachdem ihr Castien in die Mangel genommen habt und als ich gegen euch gekämpft habe, habt ihr euch ebenso wenig zurückgehalten!“ schimpft Sherry.

„Wir haben nur das getan, was man uns aufgetragen hat!“ „Genau, unser Heim zu verteidigen!“ wehrten sich die Zwillinge.

„Außerdem, du hast uns besiegt. Wie sollen wir denn gegen dich gewinnen?“ „Vor allem, die Hausdienerin mit den Dolchen ist brandgefährlich.“ „Sie stinkt nach Blut und Tod.“ „Und da wäre noch deine Freundin!“ „Sie hat den stärksten erschaffenen Vampirfürst Ludwig getötet!“

„Eh? Was wollt ihr denn eigentlich hier?“ wundert Sherry sich.

„Sie wollten dich fragen, ob sie bei dir leben können. Sie haben ihren Auftrag vermasselt und ihr Meister wird sie töten, wenn sie zu ihm reisen.“ antwortet Sina die Frage für die Zwillinge.

„Seid… ihr… dämlich?“ staunte Sherry.

„Ey, wir sind älter als alle gemeinsam hier!“ „Genau, wir leben schon über 600Jahre!“ wehrten sich die Zwillinge wieder.

„Na ja, betrachtet es mal nüchtern. Ihr habt ein Opfer, das ihr quält. Dieses schafft es sich erfolgreich zu wehren. Anschließend sucht ihr dieses Opfer wieder auf und bittet es um Hilfe. Es ist… keine sehr gute Idee.“ teilt Sina ihre Gedanken mit.

„Aber wir wissen nicht, wohin wir sonst sollen!“ „Genau, wir wollen nicht sterben!“ weinten die Vampire tatsächlich.

„Bei der Göttin, ich weiß echt nicht was ich dazu sagen soll.“ schüttelt Sherry ihren Kopf und verlässt das Wohnzimmer und Suki versteckt ihre Dolche wieder, nachdem keine Gefahr von den Vampiren ausgeht.

„Hm, Suki die beiden werden zwischen SS und SSS eingestuft. Könntet ihr einen Kampf gegen sie gewinnen?“ fragt Sina nach ihrer Einschätzung und beide Zwillinge wirken verwundert.

„Gegen beide gleichzeitig werde ich vermutlich sterben, aber… wenn ich gegen eine kämpfe, dürfte ich als Sieger hervorkommen.“ antwortet Suki und die Zwillinge wirken wütend.

„Nicht so hochmütig.“ „Genau, auch wenn deine Werte viel höher sind als von den einem Elf, sind wir auch einzeln stärker!“ stänkerten die Vampire.

„Ihr könnt die Werte anderer lesen?“ staunt Sina.

„Genau, wir haben beide die Fähigkeit „Analyse“.“ „Damit planen wir unsere Taktik gegen unseren Feind.“

„Hat aber gegen Sherry scheinbar nicht viel gebracht.“ spöttelt Sina.

„Sie kann ihre Umgebung beeinflussen!“ „Genau, sie hat erst die Decke einstürzen lassen und dann unsere Spezialattacke gegen uns eingesetzt!“ wirkten die Vampire irgendwie begeistert. Sina sah man an, dass sie Mühe hatte, nicht loszulachen.

„Ja, Sherry hat ein interessantes Talent. Glaube, selbst Ludwig hätte ein blaues Auge bekommen.“ nickt Sina.

„Aber Ludwig besiegen, das könnten nicht mal wir.“ „Genau, nur unser Vater und die ältesten Brüder waren die wenigen, die mit ihm regelmäßige Duelle gemacht haben.“ antworten beide, als sie ihre Tränen weggewischt haben.

„Wartet, ist euer Vater auch der Meister von Ludwig?“ hakte Sina ernst nach und die Zwillinge merkten ihren Fehler.

„Erm… ja. Aber wir können wirklich nicht viel über unsere Familie sagen.“ „Genau, sonst jagen sie uns alle durch die Welt.“ wirkten beide eingeschüchtert.

„Erm, euer Vater macht doch eh Jagd auf mich, wenn ich Ludwig richtig verstanden habe.“ runzelt Sina ihre Stirn.

„Oh? Nun… er weiß aber nicht, dass ihr es gewesen seid. Es wird Zeit vergehen.“ „Genau, unser Vater spielt das Spiel nach seinem System und kann es nicht leiden, wenn man ihm sagt wo und wer sein Spielzeug ist.“ „Deswegen… solltest du noch sicher sein.“ „Zumal nur wir wissen, dass ihr die Siegerin seid.“ nickten beide Zwillinge.

„Hmm.“ und Sina bekam gefährliche Augen und die Zwillinge ahnten, was durch Sinas Kopf ging.

„Es bringt nichts uns zu töten!“ „Genau, er hat seine Methoden es herauszufinden!“ versuchten beide den gefährlichen Gedankengang von Sina zu ändern.

„Sag… unabhängig von Sherry, würdet ihr mich als Herrin akzeptieren?“ fragt Sina und Suki reagiert schockiert.

„Herrin, ihr denkt doch nicht etwa…“ versucht Suki den Prozess zu stoppen, aber eine Hand von Sina brachte sie zum Schweigen.

„Wie meint ihr das?“ „Wir haben doch einen Herren?“ wundern sich beide Zwillinge.

„Ihr verratet doch euren Herrn, indem ihr Unterschlupf bei seinem Feind sucht oder nicht?“ spricht Sina das Offensichtliche an.

„Nun, da ist was dran.“ „So habe ich es noch nicht gesehen.“ grübelten beide und Suki klatscht sich mit der Hand ins Gesicht.

„Nun, ich kann euch nicht so frei herumlaufen lassen. Wenn ihr aber euer Versprechen gebt, auf alle meine Befehle zu hören sowie auf Regeln zu achten, könnte ich euch schon einen Unterschlupf anbieten.“ erklärt Sina.

„Du willst was Sina?“ kam Sherry schockiert wieder ins Wohnzimmer.

„Nun, ich will ja nicht sagen, dass ich ein weiches Herz habe, aber die zwei sind stark genug, dass sie ebenso unser Heim beschützen können und somit bei der Nachtwache unterstützen können. Aber kostenlos werden sie nicht hier leben. Sie werden wie alle Mieter ihre Miete zahlen.“ nickte Sina den Zwillingen zu.

„Sina, das sind Vampire. Sobald ein anderer Abenteurer sie hier sieht, wird ein Chaos in der Stadt ausbrechen.“ versuchte Sherry zu argumentieren.

„Miete?“ „Wir haben aber kein Geld?“ schauten sich die Vampire gegenseitig an und Sina überlegte kurz, dann grinste sie boshaft.

„Sina, du hast schon wieder eine sehr dumme Idee oder? Ich sehe es dir doch an…“ erkannte Sherry ihre Niederlage.

„Eins nach dem anderen. Wenn ihr hier leben wollt, müsst ihr einen Eid sprechen, dass ihr mir bedingungslos folgt und meine Befehle akzeptiert.“ sagt Sina es mit strengem Ton zu den Vampiren.

Sie schauten sich gegenseitig an und nickten sich zu.

„Mein Name ist Tio. Als geborener Vampir verspreche mit meinem Blut euch bis zu eurem Tod zu folgen und eure Befehle zu achten.“

„Mein Name ist Mio. Als geborene Vampir verspreche mit meinem Blut euch bis zu eurem Tod zu folgen und eure Befehle zu achten.“

Beide Vampire gaben kniend ihren Schwur bei Sina ab. Sina nickte zufrieden. Suki sowie Sherry wirkten sehr verärgert.

„Nun denn, folgende Regeln. Ihr könnt euch ein Zimmer aussuchen und darin leben. Die Miete für euch beträgt beide 60Silbermünzen, die ihr monatlich zahlt. Morgens und Abends bekommt ihr regelmäßig zu essen und könnt jederzeit ein Bad nehmen.

Ihr werdet niemanden zum Vampir verwandeln, egal was dieser euch anbietet.

Ihr werdet das Haus mit eurem Leben beschützen. Momentan werden wir von einer Untergrundorganisation angegriffen, von ihnen dürft ihr euer Blut abzapfen. Ansonsten ist jeglicher Stadtbewohner für euch Tabu! Solltet ihr dringend Blut benötigen, sagt frühzeitig Bescheid.

Ihr akzeptiert die Regeln der Stadt und befolgt diese. Ihr greift keine Bewohner oder Abenteurer in dieser Stadt an, es sei denn ihr werdet angegriffen. Erkennt das ihr als Vampire unerwünscht seid.

Des Weiteren entschuldigt ihr euch bei Sherry, da ihr sie töten wolltet und werdet für sie Model stehen. Anweisungen von Suki sind Folge zu Leisten bei der Verteidigung des Hauses.“

Suki und Sherry staunten bei den Regeln, die Sina aufsagte und die Zwillinge nickten bei jedem Satz sehr ernst.

„Keine Folter oder andere vampirische Spiele. Solltet ihr davon irgendwas brechen, werde ich euch höchstpersönlich töten.“ beendet Sina ihre Reglung.

„„Wir akzeptieren und gehorchen unserer Herrin““ antworten beide gleichzeitig.

„Das wird langsam richtig zu einer Monstervilla… Mel, die Geisterfrau, Mio und Tio die Zwillingsvampire, was kommt demnächst? Ein Drachen?“ fragt Sherry sarkastisch.

„Da dürfte es Platzmangel geben, wenn die alle so groß sind wie der Skelettdrache.“ antwortet Sina nüchtern.

„Herrin, wie sollen wir nun das Geld bezahlen?“ „Wir haben noch nie gearbeitet?“ fragen die neuen Mitbewohner.

„Da habe ich den richtigen Ort für euch. Lasst uns zur Abenteuergilde gehen.“ grinst Sina.

Die Stille im Wohnzimmer war ohrenbetäubend.

Kapitel 50

Ich bin wieder geboren und die Welt dreht sich weiter?

Die Abenteurer hatten eine tolle Party in Sinas Villa. Onesta hat sich zurückgehalten, damit Mel auch ein Teil der Party sein konnte, auch wenn sie ziemlich schüchtern ist. Ok, die getöteten Eindringlinge von ihr würden natürlich was anderes sagen.

Am nächsten Tag trafen sich alle Teilnehmer auf der Bühne des Gildenhauses, wo Ma Shi die Informationen verkündet. Die Gilde war bis zum Bersten gefüllt, jeder wollte bei der Ankündigung dabei sein.

„Abenteurer, ehrenamtliche Helfer, Bürger der Stadt. Ich habe wieder was wichtiges zu verkünden.

Wie jeder weiß, wurden wir vor nicht langer Zeit von den Untoten angegriffen. Dank des Einsatzes der Heldin „Sina die Verteidigerin“, konnte die Invasion gestoppt werden.

Darauf haben wir Abenteurer die Aufgabe übernommen, den Kopf des Feindes zu finden und zu töten. Diese Abenteurer, die hier auf der Bühne stehen, haben es geschafft. Ich stelle vor:

Die Höllenschwerter mit den Mitgliedern Kunz, Onesta, Mariel und Erilag.

Die Nachtklinge Castien.

Und die bekannten Helden Sina und Sherry.

Diese Leute haben den Feind besiegt, den Lichkönig, der Anführer der Armee war sowie des Skelettdrachens!“

Die Zuschauer klatschen und jubelten laut, die halbe Stadt bekam den Krach mit, aber es waren tatsächlich gute Neuigkeiten.

„Eine weitere Neuigkeit habe ich noch hinzuzufügen. Alle Gildemeister, inklusive mir, haben beschlossen, das Sina nun eine S-Abenteurerin wird. Glückwunsch!“

Die Menge tobte vor Freude und die Gefährten gratulierten Sina, sogar der mürrische Castien. Sina wurde rot im Gesicht und bedankte sich bei allen.

Einige Zeit später trafen sich alle Expeditionsteilnehmer wieder im Konferenzraum. Sina bekam ihre neue Karte und musste es noch verarbeiten, dass sie tatsächlich so schnell in der S-Liga war.

„Nun, Kunz hat mir alles von der Expedition erklärt und ich brauche nicht wirklich nach den Kleinigkeiten nachzufragen. Ihr habt die Aufgabe erledigt und ich bin sehr stolz auf euch alle. Nicht nur dass ihr sie geschafft habt, sondern auch in der Lage wart, gegen solche starken Feinde zu siegen!

Vom König soll ich ebenso seinen Dank ausrichten. Nun kommen wir zu der Belohnung, die jeder bekommt. Aufgrund dessen das ihr euch alle in das Unbekannte gewagt habt, von S bis SSS Monster gekämpft habt und sogar die Hintergründe des Untergangs des alten Königreiches lüften konntet, bekommt ihr alle 300Goldmünzen vom Königreich sowie von der Gilde. Ihr habt das redlich verdient.“ beendet Ma Shi seine Rede.

„Dann werde ich sie annehmen und euch verlassen, denn ich habe noch eine Reise anzutreten. Es war mir eine Ehre mit euch zusammenzuarbeiten und… Sherry, es tut mir leid, dass ich zu dir gemein war. Ich hoffe, dass wir vielleicht in der Zukunft wieder zusammen arbeiten können.“ entschuldigt sich Castien und alle waren sprachlos.

„Sag mal Sherry, hast du Gift in sein Essen getan und er will nun das Gegengift haben oder was habe ich verpasst?“ hakte Sina nach.

„Manchmal… braucht man gemeinsam einen starken Feind, um gewisse Hürden zu meistern.“ antwortet Sherry geheimnisvoll und Castien nickt dankbar, dass sie die Ohrfeige für sich behält.

„Nun, wir danken euch ebenso allen für die gemeinsame Reise und auch dir persönlichen Dank nochmal, dass du uns immer wieder aus dem Schlamassel gerettet hast und sogar deine Villa angeboten hast, Sina. Wenn wir mal wieder nach Fanfoss kommen sollten, werden wir jedenfalls bei dir vorbeischauen.“ verbeugte sich Kunz.

„Arr, schade das wir uns schon so früh trennen, aber die Welt hat noch viele Gefahren, die wir eindämmen müssen, aber erst mal das Gold ausgeben!“ lachte Erilag nickend.

„Mel kennenzulernen hat irgendwie… mir ganz neue Perspektiven eröffnet. Vielleicht sollten wir nicht alle Monster über einen Kamm scheren. Ich hoffe, dass ich sie bald wiedersehe.“ freute sich Onesta.

„Ich werde euch jedenfalls Briefe schreiben und mich melden, wenn ich euch besuchen komme!“ drückt Mariel die Hände von Sina und Sherry.

„Ihr solltet euch überlegen, euch vielleicht einen Gruppennamen zu geben, wenn ihr zu zweit immer unterwegs seid.“ schlägt Kunz vor und Sina machte einen nachdenklichen Eindruck.

„Vielleicht, aber nicht jetzt, so was bespricht man in Ruhe. Ich bedanke mich auch bei allen, dass wir erfolgreich waren.“ grinst Sina.

„Auf die Zukunft! Vielleicht arbeiten wir ja nochmal alle zusammen und diesmal mit einem besseren Start!“ teilt Sherry es allen freudig mit.

„Sina, ich würde gerne nochmal mit dir allein sprechen.“ sprach Ma Shi Sina an, nachdem alle anderen gegangen waren und nur sie und Sherry im Raum anwesend waren.

„Geh schon mal vor Sherry, vermutlich wird das ein längeres Gespräch mit dem alten Mann.“ nickte Sina Sherry zu und sie verstand.

Einige Zeit später waren Sina und Ma Shi im Büro und spielten nach langer Zeit wieder Schach. Ma Shi hat sich tatsächlich stark verbessert, aber bisher konnte er noch nicht gegen Sina gewinnen.

„Nun, wie war die Expedition für euch gewesen?“ begann Ma Shi mit dem Gespräch.

„Erfahrungsreich, wobei ich persönlich viele Dinge anders gemacht hätte, aber ich bin nicht unbedingt ein Gruppenspieler, deswegen war das keine schlechte Idee, dass Kunz sie geleitet hat.“

„Du hast gegen den Vampir Ludwig Kelmont gekämpft…“

„Ein Gentleman war er auf jedenfall, wenn seine Gier nach mir ihn nicht so geblendet hätte. Auf jedenfall war er laut seiner Aussage einer der Abenteurer der Klasse SSS.“

„Er war damals schon ein bekannter Abenteurer gewesen und SSS sind wirklich die Stärksten. Es stimmt mich traurig, dass er als Vampirjäger selbst zum Vampir wurde.“

„Wo wir nun unter uns sind, werde ich euch etwas mehr erzählen.“

„Ho? Ich bin ganz Ohr.“

„Sein Meister jagt starke Kämpfer auf der ganzen Welt und kurz vor seinem Tod meinte Ludwig, dass er die Jagd auf mich eröffnen wird. Ich gehe mal davon aus, dass ich eine alte Vampirorganisation an der Backe habe und wenn Ludwig nicht gelogen hat, ist sein Meister viel viel stärker.“

„Hmm, hast du nicht schon Probleme mit einer Unterweltorganisation?“

„Ich betrachte sie nicht mal als ein Problem, es wurde mir sogar von meiner Hausdienerin abgeraten etwas gegen sie zu unternehmen. Aber Vampire spielen dann doch in einer anderen Liga.“

„Vampire hat es schon immer gegeben und würden sie nicht… ihrem Treiben nachgehen, könnte ich mir schon vorstellen, dass man mit ihnen zusammen leben könnte, denn ziviles Verhalten kennen sie ja. Ich will nicht wissen wie viele Vampire sich als Abenteurer verkleidet haben.“

„Was ist eigentlich ein SV Monster?“

„Woher hast du das gehört?!“

„Ludwig hat mir verraten, dass sein Meister diese Stufe hat. Schachmatt.“

„Ich werde es dir erklären, aber du behältst das für dich, ok?“

„Werde darüber nicht mit Sherry oder sonstigen darüber sprechen.“

„SV Monster gibt es offiziell nicht, aber… es gibt tatsächlich Monster, die nicht mal eine Gruppe von SSS-Abenteurern schaffen könnten. Zum Beispiel der Dämonenkönig wird als solcher eingestuft.“

„Huch? Dämonen werden als Monster betrachtet? Ich dachte sie hätten ihre eigene Zivilisation und Kultur?“

„Das stimmt, aber in der Vergangenheit als der Krieg tobte, gab es mehrere Aufträge gegen bestimmte Dämonen. Bisher haben immer die beschworenen Helden den Dämonenkönig erledigt. So hat bisher kein Abenteurer dies geschafft. Es gab in der Geschichte, einige die das versucht haben, aber daran gescheitert sind und sie waren alle SSS-Abenteurer.“

„Puh und so ein Monster als Vampir habe ich an der Backe? Dann werde ich definitiv noch mehr trainieren müssen, damit ich nicht so Ende wie Ludwig.“

„Wenn ich raten müsste, ist das einer der legendären Vampirkönige. Die ältesten geborenen Vampire die auf der Welt leben. Welch eine Kraft müssen sie haben? Vermutlich könnten sie spielend mit den Götterbestien kämpfen.“

„Hoffen wir, dass ich den Meister zuerst finde, denn wenn er mich findet, dürfte das ein Chaos werden. Ich bin mir meiner Stärke bewusst, aber Ludwig meinte, dass er keinen einzigen Treffen gegen seinen Meister landen konnte und ich wüsste nicht, warum er lügen sollte. So glaube ich, dass ich noch nicht stark genug bin.“

„Dabei denke ich die ganze Zeit, dass ihr die stärkste in der Geschichte sein werdet. Aber ich bin froh das eure Stärke euch nicht vor der Realität blendet.“

„Nun, ich werde erst mal eine Pause einlegen, bevor ich weitere Missionen angehe.“

„Das ist eine vernünftige Einstellung. Nur ein ausgeruhter Körper ist stark genug für die nächsten Aufgaben. Schach!“

Irgendwo in der Stadt Fanfoss:

„Warum sind wir ihnen gefolgt?“

„Weil wir kein Zuhause mehr haben und wenn wir zu unserem Vater zurückkehren, wird nur Folter und Tod auf uns warten?“

„Das verstehe ich ja, aber warum verfolgen wir Sherry?“

„Sie hat uns besiegt?“

„Und? Glaubst du wirklich, dass sie uns die Türen öffnet, nachdem was wir ihnen angetan haben?“

„Es ist zumindest ein Versuch wert!“

Königreich Efrana, Hauptstadt Bamtin, Burg Ryre:

„Mein König, die feindliche Fraktion hat irgendetwas vor, aber wissen nicht was.“ entschuldigt sich Kanzler Thorgil.

„Hmm, dann will ich meine Kinder in Sicherheit wissen. Veranlasst alles Nötige, damit sie im Geheimen in der Burg ankommen.“ befielt König Karl-Horst von Fürstenbusch.

„Ich werde die Vorbereitung planen. Was sollen wir gegen die Fraktion unternehmen?“

„Wir wissen leider immer noch nicht, welche Adelige ihre Finger im Spiel haben. Die wenigen, die geplaudert haben, wurden unter mysteriösen Umständen zum Schweigen gebracht.“

Kaiserreich Osnain, Hauptstadt Ascot, Burg Starm:

Eine junge Frau stürmt in ein großes Zimmer mit hochrotem Kopf: „Bist du wahnsinnig geworden Bruder? Du lässt alle Gildenmeister verhaften im Kaiserreich?“

Ein Schnösel in Ritterrüstung saß auf einem sehr teuren Stuhl und hielt ein Glas Wein in der Hand. „Aber aber Schwesterchen, so sollte sich doch keine Prinzessin benehmen.“

„Dann erkläre mir bitte, wieso du sie festnehmen lässt? Auf welcher Begründung? Du weißt ganz genau, dass sie für ihre Neutralität bekannt sind!“

„Sie haben meine Anweisungen nicht befolgt, Schwester Emilia. Vater ist verrückt geworden, so muss ich nun das Amt als Thronerbe übernehmen und mache nichts anderes als das Vater es auch getan hätte.“

„Lieber Bruder Leonardo, Vater hätte niemals diese Leute festgenommen! Dafür tun die Abenteurer zu viel gute Dinge in unserem Reich! Sonst wären sie nicht so geliebt vom Volk!“

„Sobald ich Kaiser geworden bin, werden die Dinge anders laufen. Vater war schon immer in vielen Dingen zu weich und dies werde ich ändern!“

„Was ist nur aus dem Bruder, den ich kannte, geworden? Du lässt in letzter Zeit so viele Leute festnehmen oder sie verschwinden einfach so. Hat die Gier nach Macht dich so verändert?“

„Ich war schon immer so Schwesterchen, nur habe ich das für mich behalten und nun ist scheinbar der Zeitpunkt gekommen, dass ich sie frei entfalten kann.“

„Indem du das Volk versuchst mit Angst zu regieren, neutrale Verbündete verhaften lässt und insgeheim eine Kriegsfahne wedelst? Wenn du nicht aufpasst, wird dich irgendwer aufhalten!“

„Drohst du mir etwa? Meine eigene Schwester?“

„Ich bin viel zu schwach um gegen dich anzukommen. Ich warne dich lediglich, dass nicht jeder es dulden wird, was du tust. Es würde mich nicht wundern, wenn die Abenteurer irgendwen schicken werden, der Antworten verlangen wird und du weißt ganz genau, dass sie sehr starke Leute haben!“

„Papperlapp, dafür habe ich das Militär hinter mir. Nun verschwinde, du hast meinen leckeren Wein verdorben!“

Prinzessin Emilia war wieder außerhalb des Raumes und schüttelt nur traurig den Kopf. „Bei der Göttin, war mein Bruder schon immer so ein Monster gewesen? Gibt es niemanden auf der Welt, der sein Treiben stoppen kann?“

Kapitel 49

Ich bin wiedergeboren und bin endlich wieder in der Stadt?

Ohne große Schwierigkeiten haben die Abenteurer die alte Hauptstadt verlassen. Natürlich hat Sina noch einmal kräftig aufgeräumt und macht sich auf den Weg zurück nach Fanfoss. Die Reise verlief ohne große Schwierigkeiten mit Knochenfressern oder anderen Monstern.

Nach drei Tagen kamen sie an der Brücke des Schicksals wieder an und sahen, dass die Brücke fast komplett saniert war und Verbesserungen angebracht wurden. Des weiteren werden Türme gebaut, die gegen eine Armee kämpfen können.

Die Leute dort jubelten alle, als sie von den Abenteurern erzählt bekamen, dass der König der Untoten besiegt wurde und aus dem Land vorerst keine Gefahren mehr kommen kann.

Einen halben Tag später kam die Gruppe leicht erschöpft in der Stadt Fanfoss an. Sie machten sich direkt auf den Weg zur Abenteuergilde und werden dort von Prashi begrüßt.

„Ah, ihr seid zurück. Ich nehme an, ihr konntet euren Auftrag erledigen?“ fragte Prashi.

„Nicht nur das, auch der Kopf der Organisation wurde erledigt.“ erklärt Kunz. „Ich schlage vor, ich regel das erst mal alleine. Wir werden vermutlich alle noch vom Gildemeister ausgefragt. Ich finde, wir sollten uns alle erst mal ausruhen. Mariel, wenn du uns vielleicht ein Gasthaus suchen könntest?“

„Erm, ich kann euch eine Unterbringung anbieten. Meine Villa hat genug Schlafplätze für alle und meine Köchin kann gut kochen, ich finde wir sollten den Erfolg feiern.“ schlägt Sina vor.

„Nun, wenn keiner was dagegen hat, nehme wir dein Angebot doch gerne an!“ freut sich Kunz, als alle nickten, selbst Castien.

„Erm Sina? Hältst du das für eine gute Idee? Ich meine… Mel?“ Prashi sieht etwas blass aus.

„Mel ist lieb. Die Leute hier haben alle in die Augen des Todes geblickt und überlebt, also dürfte Mel ihnen keine Probleme machen.“ Sina

„Wer ist Mel?“ Mariel

„Mein Hausgeist. Ich habe sie gezähmt, damit meine Villa bewacht wird.“ grinste Sina. Alle schauten Sina an, aber Sherry rollte ihre Augen und erklärte, das Sina die Wahrheit gesagt hat.

„Keine Sorge, Prashi und ich kennen Mel. Wenn man sie erst näher kennt, kommt man ganz gut mit ihr zurecht.“ Sherry

„Du hast einen Geist gezähmt? Dann möchte ich ihn kennenlernen!“ ruft Onesta aufgeregt.

„Nun gut… Wenn keiner ein Problem damit hat, einen Geist als Wachhund zu haben?“ fragte Kunz, aber irgendwie wirkte der Rest der Gruppe an dem Geist interessiert.

„Bevor ich es vergesse, aber rechne damit, dass du bald ein Gespräch mit der Stadtwache haben wirst Sina.“ erklärt Prashi.

„Hö? Wieso? Geht es um die Spielhölle?“ wundert Sina sich, aber Prashi schüttelt nur den Kopf.

„Nein, die Untersuchungen wurden abgeschlossen und Rosch wird als vermisst gemeldet. Es geht viel mehr um deine Hausdienerin Suki. Genau seit dem Tag, wo du die Stadt verlassen hast, wird deine Villa fast jeden Abend von Einbrechern oder Meuchelmördern attackiert.“ Prashi

„Aha? Und? Dafür sind Suki und Mel ja zuständig, dass sie sich um ungebetene Gäste kümmern.“ Sina

„Das mag sein, aber bisher ist keiner lebend für eine Befragung gefangen worden. Deine Leute übertreiben es ziemlich. Es ist nicht verboten, das Haus mit dem Leben zu verteidigen, aber die Menge an Leichen, die sich in der Zeit gesammelt haben, wirft dann doch Fragen auf.“ Prashi

„Was juckt mich das? Die Stadt soll doch froh sein, dass irgendwer sich um die Kriminellen kümmert, dann haben die Stadtwachen Zeit für andere Fälle.“ Sina

„Ich dachte mir schon, dass du in diese Richtung denkst. Egal, ich wollte nur das du vorbereitet bist.“ Prashi

„Ok, vielen Dank. Du kannst natürlich auch zur Party kommen, wenn du möchtest. Irgendjemand muss doch Kunz den Weg zeigen.“ lächelt Sina Prashi an und sie bekam einen leicht roten Kopf.

„Vielleicht, ich werde es mir noch überlegen.“ lehnt Prashi das Angebot nicht sofort ab.

„Du hast ein sehr interessantes Leben Sina.“ kommentiert Erilag.

„Oh ja, mit ihr ist es definitiv nicht langweilig.“ antwortet Sherry.

„Wir sehen uns später dann.“ verabschiedet sich Kunz und begleitet Prashi zum Gildemeister.

„Ok, dann folgt mir doch einfach zur Villa.“ freute Sina sich.

Viele Minuten später standen sie vor dem neuen Tor. Sina öffnete es und war erstaunt, welch gute Leistung der Gärtner und der Maurer geleistet haben. Eine große grüne Wiesenfläche mit vielen Blumen. Die Mauer wurde saniert und haben ihre Stacheln und scheinbar hatte Suki veranlasst, dass die Villa komplett gestrichen wurde.

„Wow, dein Haus ist ja wunderschön.“ murmelt Mariel und die anderen staunten auch nicht schlecht.

„Das gehört dir? Ich wüsste nicht, wie lange ich dafür arbeiten müsste obwohl ich länger lebe als die Menschen.“ kommentiert Erilag.

„Ich hab es ziemlich billig ersteigert wegen dem Geist. Die Grundsteuer ist für mich auch lächerlich, dafür habe ich hier meine Ruhe. Keine lästigen Nachbarn oder andere Probleme.“ erklärt Sina.

„Ich ziehe immer noch den Wald vor. Auf Dauer käme es mir wie ein Käfig vor.“ meint Castien.

„Jeder seinem. Kommt, lasst uns reingehen. Wir sind alle wegen der Reise vermutlich ziemlich erschöpft.“ und Sina sah schon, das Suki an der Eingangstür stand.

„Willkommen zurück Herrin. Ich nehme an, ihr hattet Erfolg?“ verbeugte sich Suki vor Sina und den anderen.

„Das ist richtig. Die Leute hier sind für die nächsten Tage meine Gäste. Kannst du also dafür Sorgen, dass jeder ein Zimmer bekommt? Für heute Abend werden wir eine Party feiern, das heißt viel zu Essen und zu Trinken organisieren.“ erklärt Sina.

„Kein Problem. Ich werde den Gästen ihre Zimmer zeigen sowie die restliche Behausung. Das Badezimmer und Wohnzimmer und für die Party werde ich mich anschließend sofort in die Küche begeben.“ nickte Suki.

„Wenn die Damen und Herren mir bitte folgen würden?“

Gildehaus im Zimmer des Gildemeisters:

„Das wäre dann der Bericht von der Expedition, Gildemeister.“ beendet Kunz die Erklärung.

„Ho ho, da bin ich aber wirklich froh, dass ihr alle lebend wiedergekommen seid. Wer hätte geahnt, dass solch starke Monster auf euch gewartet haben?“ nickte Ma Shi.

„Ich bin wirklich froh, dass ich es mit meinen Leuten überlebt habe, dank Sina. Ohne sie wäre es eine Reise ohne Rückkehr gewesen.“

„Seid ehrlich, was haltet ihr von Sina?“

„ … Stärker als unsere SSS-Abenteurer. Ich… habe einige Zweifel, ob sie wirklich ein Mensch ist. Niemand steckt so viele antike Zauber weg wie sie und mir ist kein Abenteurer bekannt, der dies ebenso vollzogen hätte. Auch nach dem Kampf gegen den riesigen Wurm kamen Fragen auf, wie sie es überlebt hat.“

„Ho? Aber wenn sie kein Mensch ist, was könnte sie dann sein?“

„Ich weiß es nicht, aber was sie auch sein mag, ich bin froh, dass sie auf unserer Seite ist. Als Feind… wüsste ich nicht, wie man sie besiegen könnte. Mariel hat ihr die Freundschaft angeboten und das heißt für mich, dass Sina vertrauenswürdig ist. Mariel gibt nicht so schnell irgendwem die Freundschaft.“

„Hmm, ich verstehe. Was haltet ihr davon, wenn ich Sina in die S-Liga befördere?“

„Ihr hättet meine Unterstützung. Machen wir uns nichts vor. Sie hat eine Armee besiegt und den Skelettdrachen getötet, ein SSS-Monster. Diesen Riesenwurm würde ich… zwischen SS und SSS einstufen. Er war wegen seiner gigantischen Größe so gefährlich, aber ich glaube, dass der „Elementenmagier“ diesen Wurm auch alleine getötet hätte. Der Lichkönig sowie der Vampirfürst Ludwig Kelmont waren definitiv SSS gewesen und hätten uns gnadenlos abgeschlachtet, zumindest der Lichkönig.“

„Hmm, ich sehe euch an, dass ihr noch mehr sagen wollt?“

„Solange es unter uns bleibt, werde ich es sagen.“

„Ihr habt mein Wort.“

„Die aktuellen SSS-Abenteurer machen kaum noch irgendwelche Arbeiten und wenn es um die Zukunft der Abenteurer geht, sind sie ziemlich uneins bei vielen Themen. Wir machen überhaupt keine Fortschritte mehr und Sina könnte es ändern.“

„Ho? Das ist ja ein interessanter Gedanke. Nun, ich kann nicht abstreiten, dass die stärksten Abenteurer… anderen Interessen nach gehen. Selbst ich wünschte mir öfter, dass sie einige Aufträge übernehmen, doch wenn man den höchsten Rang hat, viel Gold und Ansehen genießt, da kann es schon sein, dass sie anderen Tätigkeiten nachgehen.“

„Und dies könnte Sina ändern. Ob es positiv oder negativ verläuft können wir nicht wissen, aber mit ihren… unkonventionellen Ideen und Art wird sie vermutlich die anderen wachrütteln. Ich sehe es irgendwie schon kommen, dass es einen Streit zwischen den Stärksten geben wird.“

„Bei den ganzen Persönlichkeiten? Da wird es vermutlich noch richtig Krach geben, aber das heißt, dass eine Veränderung stattfindet und das ist für mich ein gutes Vorzeichen.“

„Ihr habt einen komischen Humor. Solange ich nicht in der gleichen Stadt bin, wo der Streit stattfindet, ist mir das relativ egal. Ich habe festgestellt, egal wo Sina kämpft, dass ihre Umgebung stark darunter leidet.“

„Danke für den Hinweis. Nun, ich kann es euch nun erzählen, aber wir Gildemeister haben schon vor der Expedition beschlossen, dass Sina in die S-Liga kommen soll, wenn sie den Kopf der Organisation tötet. Ich habe nur beschlossen, es für mich zu behalten, sonst wäre Sina vor euch schon losgegangen und hätte das Land vermutlich in Brand gesetzt.“

„Ich verstehe. Zumindest traue ich es ihr zu, aber es freut mich zu hören, dass sie in der S-Klasse sein wird.“

„Ihr habt wirklich gute Arbeit geleistet. Auch wir haben Erfolge melden können und konnten mehrere kleine Gruppierungen der Organisation aufspüren und zerschlagen. Es wird nicht mehr lange dauern und sie wird komplett zersprengt sein.“

„Was sollen wir mit den Dokumenten machen, die ich gefunden habe? Also über den Untergang des alten Königreiches?“

„Hmm, ich schlage vor, dass ihr sie an eine neutrale Fraktion weitergebt, die kann dann auch die Informationen weiterverbreiten. Ich finde, jeder sollte wissen, was die Gründe waren. Hätte nicht gedacht, dass ein Mensch für den Untergang eines Königreiches Schuld war. Da sieht man wieder, dass aus Gier nach Macht nichts Gutes dabei rauskommt.“

„Das sehe ich ebenso.“

Abends in der Villa von Sina:

Alle hatten ihre Zimmer bekommen und waren erstaunt gewesen, wie angenehm die Betten waren. So was würden sich nur Adelige oder reiche Kaufleute leisten können. Die Abenteurer haben Mel ebenso kennengelernt und seitdem versteckt sich Mel vor Onesta, der sie… ausfragen möchte.

„Herrin, wer ist dieser wahnsinnige Magier? Hat er keine Angst, dass ich ihm was antun könnte?“ fragte Mel in leichter Verzweiflung.

„Sei doch froh das jemand Interesse an dir hat?“ war der Kommentar von Sina.

Nun war Sina in der Küche bei Suki, die überall am kochen war und über die Vorfälle berichtet, die im Haus vorgefallen sind.

„Herrin, wie ihr vermutet habt werden wir fast jeden Abend von Meuchelmördern oder anderen Dummköpfen angegriffen. Bisher waren es alle Amateure gewesen, mit denen Mel alleine zurecht gekommen ist. Ich habe bisher die Verantwortung übernommen, damit der Feind nicht allzu viel von Mel erfährt.

Ich gehe fest davon aus, dass demnächst die richtigen Profis kommen werden und auf sie freue ich mich schon. Im Garten habe ich mehrere… Fallen gebaut, denn ich weiß wie ein Profi denkt und kann dementsprechend Maßnahmen ergreifen.

Ansonsten sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Die Mauer ist wieder stabil und über das Tor kann man sich nicht Beschweren. Wie ihr vermutlich schon gesehen habt, habe ich das Haus komplett streichen lassen, damit es seinen alten Glanz wieder hat.

Die Renovierungsarbeiten IM Haus sind ebenso fertig. Die zerstörten Fenster sind ausgewechselt, die Tür von Mel repariert und eure Projekte im Keller ebenso abgeschlossen. Eure Villa ist nun in einem Top-Zustand und Roland hat alle Rechnungen beglichen.

Ich hoffe, ihr verzeiht mir, dass ich selbstständig entschieden habe über den Anstrich.“

„Nein, du hast das wirklich super gemacht. Ich kann mich darüber überhaupt nicht beschweren. Was meint ihr, soll ich mir was einfallen lassen gegen die Unterweltorganisation?“

„Hm, ich würde euch davon abraten. Was bringt es, diese zu zerstören, wenn eine andere sie ersetzt? Außerdem kann ich mich nicht beklagen, nur… wenn sie wirklich jeden Abend kommen, solltet ihr vielleicht überlegen, noch jemanden einzustellen. Nicht das ich mich darüber beklagen will, aber auf die Dauer könnte es mich auch auslaugen.“

„Ich werde darüber nachdenken, danke das du mir deine Meinung gesagt hast. Brauchst du vielleicht Hilfe in der Küche?“

„Bei der Göttin, nein! Ich komme schon zurecht, außerdem bezweifele ich, dass der Feind heute einen Angriff starten wird, wenn er weiß, dass in der Villa sehr viele starke Abenteurer sind. Er hat schon genug mit Verlusten zu rechnen.“

„Wenn du meinst? Ich bin im Wohnzimmer, solltest du doch Hilfe brauchen.“

Kapitel 48

Ich bin wiedergeboren und die Beutelverteilung?

Am nächsten Tag wurde Sina wach. Onesta konnte sich soweit erholen, dass er in der Lage war, selbstständig wieder zu stehen und dem Rest der Gruppe geht es ebenso gut.

„Wieso bin ich schon wieder nackt?!“ murmelt Sina, als sie merkte, dass sie unter der Decke nichts an hatte.

„Weil der Lichkönig deine Kleidung zerstört hat? Wundert es dich überhaupt noch, warum deine Kleidung allgemein nach Kämpfen kaputt geht?“ kommentiert Sherry, dann grinst sie Sina an und umarmt sie.

„Aber keine Sorge, ich habe dir neue Klamotten vorbereitet.“ dabei wurde Sherrys Gesicht schwarz, ihre Augen wurden zu Sternen und ein weißes Grinsen erreichten fast ihre Ohren. Sina wünschte, sie wäre in der Nacht wach geworden und hätte ihr eigenes Kimono angezogen.

„Sind wir alleine?“

„Ja, die anderen sind noch in der Burg unterwegs. Ich werde mich vor die Tür stellen, damit keiner dich ungefragt beim Ankleiden stört. Deine Kleidung liegt auf dem Tisch.“ und dann verlässt Sherry den Raum.

Sina seufzte nur schwer und fragte sich, wo Sherry eigentlich die ganze Kleidung versteckt. Egal, macht sie ihrer Freundin die Freude. Die neue Kleidung bestand aus einer Lederhose, mit Lederstiefeln, die bis zum Knie hochgehen, ein schwarz/weißes Hemd und eine Lederjacke, die nur Brust reichte.

„Immerhin sieht man meine Brüste diesmal nicht so… Eh?“ als Sina das Hemd anzieht, liegt das Hemd an ihr wie eine zweite Haut.

„Himmel Sherry!“ fluchte Sina. Sherry hörte Sina drinnen fluchen und wusste, dass sie gerade das Hemd angezogen hat. „Es besteht aus einem saugfähigem Material, ich hoffe es gefällt dir.“ ruft Sherry von draußen.

„Aber natürlich, ich bin gespannt ob Onesta die Begegnung überlebt!“ antwortet Sina sarkastisch.

Die Haare werden zu einen Pferdeschwanz gebunden und Sina öffnete in der Zeit ihren Status.

Name: Sina

Rasse: Mensch (Sukkubus)

Alter: 21 Jahre (147 Jahre)

(Titel: Held der Dämonen, Prinzessin der Dämonen, Waffenmeister)

Titel: Erzfeind der Untoten, Drachentöter, Schwertmeister, Verteidiger, Vampirtöter,

Meister der Beidhändigkeit


Beruf: Samurai-Meister

Level: 76

Attribute: (Fälschung) / (Original)

  • Vitalität: 3279 / 42.273
  • Mana: 3117 / 41.124
  • Stärke: 3086 / 40.291
  • Schnelligkeit: 3174 / 42.433
  • Intelligenz: 3063 / 41.350
  • Ausdauer: 3011 / 40.248

Magische Fähigkeiten:

  • Illusion – Level 9
  • Traumwandeln – Level 5
  • Seelenraub – Level 1

Aktive Fähigkeiten:

  • Schwert Level 10 / Level 10
  • Großschwert – / Level 9
  • Axt – / Level 9
  • Speer – / Level 9
  • Hellebarde – / Level 9
  • Keule – / Level 9
  • Unbewaffnet Level 5 / Level 9
  • Beidhändigkeit Level 10 / Level 10 (Aufgestiegen)
  • Werfen Level 2 Level 6 (Aufgestiegen)
  • Allesschneider Level 2 / Level 2 (Aufgestiegen)
  • Schwertwirbel Level 4 / Level 4 (Neu)
  • Erste Hilfe Level 3 / Level 7
  • Kochen Level 1 / Level 1
  • Singen Level 1 / Level 2 (Aufgestiegen)
  • Musizieren Level 1 / Level 1 (Neu)

Passive Fähigkeiten:

  • Gift Resistenz Level 5 / Level 9
  • Säure Immunität – / – (Neu)
  • Lähmung Resistenz Level 1 / Level 9
  • Schlaf Resistenz Level 3 / Level 10
  • Angst Resistenz Level 3 / Level 10
  • Feuer Immunität – / – (Neu)
  • Wasser Resistenz – / Level 9
  • Erde Immunität – / – (Neu)
  • Wind Immunität – / – (Neu)
  • Dunkelheit Resistenz – / Level 9
  • Chaos Resistenz – / Level 9
  • Leere Resistenz – / Level 9
  • Körper Resistenz – / Level 9
  • Monströse Stärke Level 4 / Level 9
  • Monströse Schnelligkeit Level 4 / Level 10 (Aufgestiegen)
  • Vitalität Erhöhung Level 3 / Level 10 (Aufgestiegen)
  • Intelligenz Erhöhung Level 3 / Level 7
  • Ausdauer Erhöhung Level 3 / Level 7
  • Schmerzlosigkeit Level 4 / Level 9 (Aufgestiegen)
  • Bizarre Gedanken Level 1 / Level 5 (Aufgestiegen
  • Regeneration Level 3 Level / 8 (Aufgestiegen)

Einzigartige Fähigkeiten:

  • Schnelles Lernen –
  • Vorahnung –
  • Nachtsicht –
  • XimiX BXeXXeX – (Aufgelöst)

Segen:

  • Dunkler Gottes Schutz –

Name: Blutklinge

Level: 76

Waffe: Katana

Fähigkeit:

  • Selbstreparatur Level 13 (Aufgewertet)
  • Schärfe Level 13 (Aufgewertet)
  • Härte Level 13 (Aufgewertet)
  • Transformieren – Giftklinge

„Ich werde wahrlich zu einem Monster, aber ich glaube, ich muss trotzdem noch stärker werden. Wenn die Aussage von Ludwig wirklich stimmt und sein Meister noch viel stärker sei, dann werde ich mit dem aktuellem Status vermutlich keine Chance haben.“ dachte Sina.

An der Tür wird geklopft und Sina ruft, dass sie herein können. Als erstes kam Sherry, die sofort glänzende Augen bekam bei dem neuen Outfit. Dann kam Onesta hinterher und er spritze regelrecht das Blut aus der Nase und fällt ohnmächtig zu Seite.

„Tod durch Schönheit, hätte nicht gedacht, dass ich das erleben werde.“ murmelt Erilag, der von Kunz, Mariel und Castien gefolgt wird.

„Was hat Onesta dir eigentlich angetan Sina?!“ schimpft Mariel, während Sina ihre Hände überkreuzt und meint, das Sherry Schuld daran sei.

„Scheinbar geht es unserer Retterin gut und ist früher aufgewacht, als Sherry vermutet hat. Dann können wir endlich weiter machen.“ teilt Castien es kurz angebunden mit.

„Weckt Onesta wieder auf und gebt ihm eine Augenbinde, ich denke wir waren alle ungeduldig genug.“ nickte Kunz.

Onesta wurde geweckt und versorgt, brauchte aber keine Augenbinde, obwohl seine Augen die ganze Zeit Sina begutachteten. Alle saßen dann auf den alten Sesseln und besprachen die Zukunft.

„Erstmal ein Lob an alle, dass wir unsere Aufgabe erledigt und überlebt haben. Dann, ich spreche mal für alle, ein großes Danke, dass du uns gerettet hast Sina. Der Lichkönig war zu stark für uns gewesen.“ sagte Kunz mit ernstem Ton zu Sina.

„Erm, kein Problem? Hätte doch jeder gemacht?“ erwiderte Sina.

„Naja, nicht unbedingt. Ich kann nicht für die SSS-Abenteurer sprechen, aber niemand bis zur SSS-Klasse kann die antiken Zauber, die der Lichkönig auf dich geworfen hat, einfach so wegstecken.“ meint Erilag.

„Wirklich, die waren einfach nur schwach. Da kenne ich schlimmere.“ kommentiert Sina und dachte nur an die Zauber vom Typ Dunkelheit, Chaos und Leere.

„Ist auch nicht wirklich wichtig. Du hast uns gerettet und den Kopf dieser Organisation besiegt. Nun kommen wir zu den anderen Plänen. Der Fluchtplan und die Aufteilung der Beute.“ Kunz

„Warum gehen wir nicht wieder zurück durch den Haupteingang?“ Sina

„Weil da immer noch die Untoten versuchen, in die Burg einzudringen. Leider hat der Tod des Lichkönigs keine Auswirkung auf sie gehabt.“ Castien

„Ich sehe immer noch nicht das Problem. Dann bringen wir sie auf die Art und Weise um, wie wir hier reingekommen sind.“ Sina

„Sagte ich euch doch, dass Sina die Idee hat, aber nein…“ rollte Sherry ihre Augen.

„Hast du denn die Kraft dazu? Vergiss nicht, dass zwischen den Untoten noch das Tor steht.“ Kunz

„Entweder ihr sprengt es mit Magie weg oder ich zerschneide es, die Wahl liegt bei euch. Ich habe keine Lust aus irgendeiner Höhe zu springen oder so. Na ja, wenn wir fliegen könnten, würde ich mich noch überreden lassen, aber ich glaube, das keiner einen Drachen in der Tasche hat oder?“ Sina

„Hm, dann machen wir das so, alles andere hätte keinen Sinn zu diskutieren. Kommen wir zur Beute die wir gemacht haben. Wir haben die Schatzkammer aufgebrochen und 5x magische Waffen und 4x magische Rüstungen gefunden, dazu die Zauberbücher die auf dem Tisch stehen und viel Gold.

Während du geschlafen hast, haben wir uns die Zeit genommen es zu zählen und aus irgendein einem Grund ist es eine Zahl herausgekommen, die genau durch 7 teilbar ist. Also hat jeder von uns 250Goldmünzen und 50Silbermünzen.“ Kunz

„Onesta hat bestimmt die Zauberbücher gelesen oder?“ Sina

„Das ist richtig. Jedes Buch beinhaltet ein Element der Magie, die vor allem antike Sprüche beherbergen.“ Onesta

„Dann schlage ich folgendes vor. Da das Gold eh schon beschlossene Sache ist, will ich gerne ein magisches Schwert und ein Zauberbuch des Feuers und Wassers haben.“ Sina

„Eh? Dachte du kannst nicht zaubern?“ Mariel

„Das nicht, aber ich will sie Sherry geben, denn sie ist die Magiekundige von uns und ich würde sie gerne fördern für spätere Abenteuer. Das Schwert soll sie dann auch von mir bekommen.“ Sina

„Bist… du dir sicher? Dann hast du doch letztendlich nur das Gold.“ Kunz

„Das ist Taschengeld für mich. Überlegt doch mal, was wir alles auf dem Weg hier getötet haben oder vielmehr ich. Die Monstersteine werden bestimmt wieder Bares bringen. Prashi wird mich vermutlich dafür hassen.“ Sina

„Aber Sina, du hast doch letztendlich die ganze schwere Arbeit übernommen. Der Megawurm, die Untoten auf dem Weg zur Burg, den Lichkönig und scheinbar war der Mann, gegen den du gekämpft hast, auch ziemlich stark gewesen.“ Mariel

„Der Mann war ein Vampirfürst und hieß Ludwig Kelmont. Laut seiner Aussage war er ein Vampirjäger mit einer Peitsche und SSS-Abenteurer.“ Sina

„„„„EH!?““““ Alle

„Und wäre stärker als der Lichkönig, was ich zustimmen muss. Er hat mich wirklich durch die Mangel genommen. Wegen ihm musste ich den Turm zerstören.“

„Also warst du es doch gewesen, die die Decken zum Einsturz brachte!“ Sherry

„Kann sein? Aber scheinbar ist euch ja nichts passiert, sonst würden wir hier nicht sitzen. Auf jedenfall konnte ich gegen Ludwig gewinnen, ansonsten hätte er mich zu seiner Partnerin gemacht und in einen Vampir verwandelt.“

„Uh, bin ich froh, dass du gewonnen hast. Wenn er wirklich so stark war…“ Erilag.

„Zumindest stärker als der Skelettdrache und er meinte, dass sein Meister nochmal viel stärker sei. Nun, es gibt mir zumindest den Anreiz, weiter zu trainieren.“ Sina

„Ludwig Kelmont, damit ist wieder ein weiteres Geheimnis gelüftet. Niemand wusste was aus ihm geworden ist, nachdem er den letzten Auftrag angenommen hat. Dies erklärt dann natürlich so einiges.“ Castien

„Nun, Sina will im Grunde nur das Gold haben, die restlichen Gegenstände sollen Sherry zugute kommen. Hat irgendwer Einwände?“ Kunz und alle schütteln den Kopf.

„Wenn ich tatsächlich die Bücher sowie eine Waffe bekomme, verzichte ich auf die anderen Sachen ebenso und nehme nur das Gold.“ Sherry

„ … Das magische Lederharnisch solltest du noch bekommen.“ jeder staunte bei dem Vorschlag von Castien. „Schaut mich nicht so an, auch ich kann meine Meinung ändern.“

„Ok, dann verbleiben wir so. Sina verzichtet auf alles und bekommt das Gold, während Sherry Gold, eine magische Waffe und Rüstung bekommt, sowie zwei Zauberbücher der Elemente Feuer und Wasser. Ich glaube, du solltest dir auch einen der magischen Gegenstände nehmen Castien, dann nehmen wir den Rest.“ Kunz

„Gebt mir eine der Waffen und das Gold, damit bin ich ansonsten zufrieden. Mit den Büchern kann ich nicht wirklich was anfangen außer sie zu verkaufen, soll Onesta sich damit begnügen. Es wäre nicht schlecht, wenn ihr alles aus diesen Büchern gelernt habt, diese vielleicht an die Magierakademie weiter zu geben, denn Wissen sollte verbreitet werden. Wir haben ja alle aus nächster Nähe erlebt, wie stark diese Zauber waren.“ Castien

„Dann hätten wir alles beschlossen und können nun gehen oder? Ich habe langsam genug von dem Land der Toten.“ meint Sina und alle nickten.

Die Abenteurer packten ihre Schätze ein sowie ihr Nachtlager und machten sich auf den Weg zum Tor. Das Gitter hat die Untoten weiterhin aufgehalten, aber heute wird es von Sina komplett zerstört, damit sie endlich wegkommen.

„Allesschneider.“ setzte Sina ein und der Weg war frei für die Schlacht.

Kapitel 47

Ich bin wiedergeboren und die Rückreise wird geplant?

Mariel stand auf und rannte zu Sina, drehte sie auf den Rücken und überprüfte was ihr fehlte. Aber sie gab dann einen schweren Seufzer vor Erleichterung von sich. Sina war nur durch Erschöpfung zusammengebrochen. Scheinbar haben die Zauber doch ihre Spuren hinterlassen.

„Es ist ok, Sina muss sich nur ausruhen.“ ruft sie den anderen Gefährten zu, die ebenso erleichtert wirkten.

„Das war verdammt knapp, so nah habe ich den Tod noch nie geküsst.“ murmelt Erilag und Kunz konnte ihm nur stillschweigend zustimmen.

„Der Feind wurde besiegt, aber in diesem Zustand können wir die Burg nicht verlassen. Es scheint, als wäre der Thronsaal momentan der sicherste Ort um sich auszuruhen.“ meint Castien.

„Suchen wir uns einen Bereich, den wir hier gut verteidigen können. Erilag, schnapp dir Onesta und Castien kümmert sich um Sherry, ich werde Mariel helfen.“ befielt Kunz.

Mariel hat eine große Decke über Sina gelegt, denn ihre Kleidung ist mal wieder fast komplett zerstört und der Versuch, ihr Katana aus ihrer Hand zu bekommen, hat sie schnell aufgegeben.

„Wenn wir zurück sind, brauchen wir erst mal eine Auszeit. Wehe die Belohnung ist nicht hoch genug. Das waren alles Monster, die über unserer Liga spielten!“ teilt Mariel ihre Meinung mit.

Die Gefährten haben einen Nebenraum vom Thronsaal gefunden, der sich leicht verteidigen lässt und haben alle Bewusstlosen dorthin transportiert. Sie bauten dort ein Lagerfeuer auf sowie Schlafmöglichkeiten und ruhten sich alle erst mal aus.

Irgendwo auf der Welt in einer Burg:

Ein Mann mit silbernen Haaren und dunkler Kleidung stand vom Thron auf und musste auf einmal laut und lange lachen.

„Vater, ist was passiert?“ fragt eine freizügige Frau, die vor dem Mann kniet.

„Ob was passiert ist, Camilla? Ludwig Kelmont wurde getötet!“ lachte der dunkle Mann.

„Ihr scherzt? Der Ludwig, der euch immer wieder herausfordert? Er gehörte doch zu den stärksten der erschaffenen Vampiren.“ zweifelt Camilla.

„Genau und er ist tot, das Band was uns verbunden hatte, wurde getrennt. Herrlich… Das heißt, dass irgendjemand stark genug war, ihn zu besiegen…“ grinste der dunkle Mann.

„Werdet ihr dann auf die Jagd gehen?“ fragt Camilla.

„Nein, diesmal will ich ein anderes Spiel spielen. Holt alle meine Kinder, diesmal soll jeder seinen Beitrag leisten.“ befielt der Mann.


„Jawohl Vater. Ich werde mich sofort auf den Weg machen.“ verbeugte sich die Frau und verlässt den Thronsaal.

„Es wurde langsam wieder langweilig, wie schön, das die Göttin mir wieder neue Spielzeuge schickt. Aber… ist ein Mensch in der Lage, so stark zu werden um es mit einem Vampirfürsten aufzunehmen?“ überlegte der Mann, aber zuckte nur mit der Schulter.

„Wir werden uns hoffentlich bald sehen, unbekannter Mensch.“ und der Mann lachte wieder.

Am nächsten Tag im Thronsaal wachte Sherry als erstes von den Bewusstlosen wieder auf und rieb sich den Kopf vor Schmerzen.

„Ah, Sherry. Willkommen bei den Lebenden, wie geht es dir?“ fragt Mariel.

„Als hätte mich ein Rammbock getroffen…“ murmelt Sherry.

„Dagegen kann ich was machen.“ und Mariel hält ihre Hand auf Sherrys Stirn und murmelt einen Heilzauber.

„Viel besser. Ich nehme an, wir haben den Kampf gewonnen?“ erkundigt Sherry sich.

„Das ist richtig. Sina kam im letzten Moment und hat sehr anschaulich den Lichkönig besiegt.“ dabei erzählt Mariel von dem Kampf, wie sie die Zauber eingesteckt hat und letztendlich den Lichkönig getötet hat, wie einen normalen Untoten.

„Ich verstehe, wo ist Sina denn?“

„Sie ist nachdem Kampf vor Erschöpfung zusammengebrochen und ruht sich nun hier aus mit dir und Onesta.“

„Also hat sie es wieder übertrieben?“

„Wer weiß, sie hat zumindest alle Zauber geschluckt, die der Lichkönig auf sie geworfen hat. Das musste irgendwelche Spuren hinterlassen, aber damit hat sie den Lichkönig definitiv das Fürchten beigebracht. Dabei dürfen wir nicht vergessen, sie hat noch mit dem einem Mann und unser Stachelmonster gekämpft.“

„Dann sollte sie in ein paar Tagen wieder aufstehen. Das ist bei der Verteidigung auf der Brücke auch passiert. Sie wird vermutlich nur ausgebrannt sein.“

„Das ist schön zu hören, aber ich mache mir mehr Sorgen um Onesta. Woher hatte er die nötigen Mana für diesen Zauber?“

„Ich weiß es nicht.“

„Sherry…“

„Wirklich. Wo sind denn die anderen eigentlich?“

„*seufz* Kunz, Erilag und Castien stellen die Burg mehr oder weniger auf den Kopf, damit wir nicht irgendwelche Feinde übersehen haben. Dabei suchen sie nach Beweisen von der Aussage des Lichkönigs sowie andere Dokumente dieser Organisation. Des Weiteren suchen sie nach einer Fluchtmöglichkeit, denn die Untoten sind immer noch vor dem Tor und wollen rein.“

„Können wir nicht durch die Gitter ihre Köpfe zerstören?“

„Wir wollen sie nicht reizen, wer weiß wie lange das Tor wirklich standhält. Außerdem müssen wir uns alle ausruhen und unsere Energie für die Rückreise sparen.“

Auf einmal stöhnte Onesta. Beide Damen gingen zu ihm hin und sahen, dass er seine Augen öffnete.

„Urgh, ah diese Schmerzen… das heißt, wie haben überlebt?“ flüstert der schwache Magier.

„Das ist richtig, es grenzt an ein Wunder, dass du bei deinem Zauber nicht drauf gegangen bist.“ kommentiert Mariel.

„Ich will mich nicht herausreden, aber ich habe getan, was nötig war. Hat mein Zauber ihn getötet?“

fragt Onesta.

„Erm, nein du hast ihn nur sauer gemacht und er hat dann versucht uns zu zerquetschen, wenn Sina uns nicht im letzten Moment gerettet hätte.“ antwortet Mariel.

„Letztendlich haben wir aber gewonnen!“ freut sich Sherry.

„ … Ich verstehe. Scheinbar muss ich noch viel lernen, bis meine Magie wirklich SSS-Monster verletzten können.“ spricht Onesta mit sich.

„Hey ho, scheinbar wachen unsere Vögelchen einem nach dem anderen auf.“ grüßt Erilag alle, der von Kunz und Castien begleitet wird.

„Das fällt mir ein Stein vom Herzen, aber Sina…“ wollte sich Kunz erkundigen, aber Sherry unterbricht ihn: „Sie braucht ein bisschen mehr Ruhe, spätesten in zwei Tagen sollte sie wieder wach werden.“

„Verstehe, das gibt uns dann die Zeit, die wir brauchen für einen Fluchtplan und uns zu erholen. Wenn Sina bis dahin nicht aufwacht, werden wir sie auf einer Liege transportieren, denn ich vertraue dem Gittertor nicht. Wir haben die Eingangshalle verbarrikadiert, aber aufhalten wird es diese Massen leider nicht.“ erklärt Kunz.

„Egal, dafür haben wir die Burg auf dem Kopf gestellt und die wenigen Untoten, die hier noch herumliefen, getötet und sind auf mehrere Schätze getroffen.“ teilt Castien es mit.

„Da Onesta nun wach ist, kann ich ein Geheimnis schon mal teilen. Schaut mal!“ und Erilag stellt auf dem Tisch viele Bücher hin.

„Das… das sind Zauberbücher!“ freute sich Onesta auf dem Boden, zu schwach um aufzustehen.

„Dachte ich mir, dass es dich glücklich macht. Das waren aber auch schon alle. Die anderen Bücher in dem Regal sind leider komplett nutzlos geworden aufgrund ihren Alters. Wir sind auch noch auf andere Schätze gestoßen und wollten es mit euch besprechen wie wir uns das aufteilen.“ teilt Erilag mit.

„Geld, magische Waffen und Rüstungen und diese Bücher. Ich würde das gerne besprechen, wenn Sina aufwacht, denn ich möchte es gerecht verteilen, sodass jeder glücklich ist. Solange lassen wir zumindest den Schatz in der Schatzkammer, das dürften alles Relikte aus dem alten Königreich sein. Was mich richtig glücklich machte, dass wir auf Dokumente gestoßen sind, die erklären wie das Königreich untergegangen ist.

Leider hat der Lichkönig die Wahrheit gesagt, desto mehr freut es mich, dass das Drecksschwein seine gerechte Strafe erhalten hat. Ich wüsste nicht, wie man einem Untoten Angst einjagen könnte, aber Sina hat es wundervoll geschafft.“ nickte Kunz zu der bewusstlosen Sina.

„Wegen dem Fluchtplan würde ich mir nicht allzu viel Gedanken machen.“ meint Sherry und alle schauen sie fragend an. „Sobald Sina wach wird, will sie vermutlich eh durch den Haupteingang gehen und die Untoten werden sie nicht daran hindern können.“

„Besser als die Idee, als dass wir uns mit einem langen Seil abseilen. Aber das habe ich nur laut gedacht.“ murmelt Erilag.

„Meinst du nicht, dass sie eher eine Pause braucht?“ hakt Mariel nach.

„Wenn es um kämpfen geht, ist Sina einer der ersten Personen, die an der Front stehen. So was wie Pause kennt sie nicht.“ antwortet Sherry mit einer eintönigen Stimme.

„Egal, lasst uns erst mal weiter ausruhen. Die möglichen Gefahren auf der Burg haben wir beseitigt.“

Kapitel 46

Ich bin wiedergeboren und bin im finalen Kampf?

Im Thronsaal, wo die Abenteurer gegen den Lichkönig kämpfen wollten, aber erst mal verarbeiten mussten, dass Sina ihnen irgendwie geholfen hat.

Sherry war die Erste, die sich gefangen hat. „Leute, was auch immer grade passiert ist, wir sind nun endlich alleine mit dem Lichkönig! Wir müssen die Chance nutzen!“

„Fangt euch! Castien und Erilag, ihr geht in die Front, Sherry, Onesta und Mariel wehrt die magischen Angriffe ab! Nun werden den Lichkönig besiegen können!“ motiviert er die Gruppe und verteilt Kunz die Befehle.

Alle nickten und machten sich für den finalen Kampf fertig. Der Lichkönig ist aber scheinbar neben der Spur.

„Wer ist diese Frau, die meine Armee zerstört, den Skelettdrache besiegte, es mit Ludwig aufnehmen kann und meine Kreation wegnimmt?!“ murmelt der Lichkönig geschockt.

Dann sah er die Abenteurer auf sich zu kommen und machte eine Handbewegung. Alle Angreifer wurden nach hinten geschleudert wie durch einen unsichtbar starken Windstoß.

„Ihr niedrigen Kreaturen, wagt es nicht in meine Nähe zu kommen! Nur weil meine Diener entfernt wurden, heißt es nicht, dass ich mich nicht wehren kann!“ donnert der Lichkönig.

Die Gruppe stand wieder auf und von allen war Onesta am meisten betroffen, nicht das er verletzt wurde, sondern das der Lichkönig einfach nur mit Gesten zaubert ohne Zaubersprüche oder ähnliches aufzusagen.

„Kunz…“ wollte Onesta sagen, aber Kunz wusste selbst, was das Problem ist. „Ich weiß Onesta. Ein Wesen das keinerlei Zaubersprüche benutzt… es wäre Selbstmord ihn anzugreifen, ohne zu wissen, welche Elemente es noch zaubern kann. Aber diese Möglichkeit haben wir nicht und der Fluchtweg wurde auch versperrt!“

„Und wenn wir ihm die Sicht wegnehmen? Er kann unmöglich alle im Auge behalten!“ schlägt Sherry vor und Mariel hat auch eine Idee.

„Wenn wir den gleichen Trick wie bei dem Dicken einsetzen?“ fragt Mariel.

„Was auch ihr Würmer vorhabt, mit Magie kann man mich nicht besiegen! Ich bin älter als das Land der Toten. ICH HABE DAS LAND DER TOTEN ERSCHAFFEN!“ brüllte der Lichkönig und der Thronsaal bebte.

„Ach komm schon, wie oft willst du uns noch mit dem Quatsch langweilen? Wo liegt denn der Beweis?“ provoziert Castien.

„Beweis? Ich bin der Beweis! Eins war ich der höchste Berater des alten Königreiches! Dann habe ich das ewige Leben entdeckt und was hat mein König damals befohlen? Ich soll die Arbeit zerstören, wir dürften solches Wissen nicht haben, das nur den Göttern bestimmt war.

Mitnichten, ich habe es auf mich angewendet und lebe immer noch und das Königreich? Ist untergegangen, nachdem ich eine magische Seuche erschaffen habe, die alles Leben tötet und zu Untoten verwandelt!“ erzählte der Lichkönig die Vergangenheit.

„Ihr Wahnsinniger…“ murmelt Kunz, als alle den den Grund für den Untergang des Königreiches erfahren haben. Es motivierte ihn umso mehr nur, den Lichkönig zu töten.

„Ich beherrsche alle Zauber der Antike und mit dem untoten Status den ich habe, kann ich endlos die mächtigsten Zauber anwenden, indem ich einfach nur mit meiner Hand wedel wie jetzt!“ höhnte der Lichkönig und die Abenteurer wurden wieder weggeschleudert, diesmal gegen die Wand.

„Wir müssen uns trennen, wer kann soll nach vorne, Mariel setzte deinen Trick ein. Der Rest soll ihn ablenken!“ gab Kunz den Befehl, als er wieder aufstand. Erilag sowie Castien nickten und stürmten mit Kunz nach vorne, während Mariel den Lichtzauber vorbereitete.

Sherry half Onesta beim Aufstehen und fragte: „Können wir nicht irgendeine mächtige Magie einsetzen?“

„Ich habe dafür keine Mana, der letzte Kampf hat mich fast ausgelaugt!“ schüttelt Onesta den Kopf.

„Und wenn ihr mit einen beibringt?“ schlägt Sherry vor.

„Das ist viel zu gefährlich, ihr wisst nicht einmal, wie ihr es kontrollieren könnt!“ lehnt Onesta die Idee ab.

„Dann schlag was vor. Die anderen tun was, aber ich habe das Gefühl, das es nicht auf Dauer klappen wird!“ drängt Sherry und Onesta hat eine Idee, aber der Gedanke gefällt ihm gar nicht.

„Es… gibt eine Möglichkeit, aber es verboten diesen Zauber einzusetzen. Wenn du mir das Versprechen gibst, es niemanden, auch nicht meinen Gefährten zu erzählen, werde ich was versuchen.“ antwortet Onesta geheimnisvoll.

„Ich verspreche es, solange es gegen den Lichkönig eine Hilfe ist.“ nickt Sherry Onesta zu, während er ihre Hand ergreift.

„Ok, was ich machen werde, wird „Manasog“ genannt. Dabei entziehe ich deine Mana und mache sie zu meine eigenen. Fragt nicht, warum ich diesen Zauber kenne oder woher. Es kann sein, dass es dir ein bisschen wehtut, aber ich werde mich beeilen, dass du keine Schmerzen hast.“ erklärt Onesta.

„Dann fang an.“ antwortet Sherry mit einer leicht zitternden Stimme. Onesta murmelt etwas unverständliches und Sherry merkte ein leichtes Ziehen in ihrer Hand, der Zauber hat begonnen.

In der Zwischenzeit griffen die anderen Männer den Lichkönig aus unterschiedlichen Richtungen an, aber… bei jedem machte der Lichkönig einfach nur eine Geste und folgendes passierte.

Vor Erilag entstand eine große Feuersäule, dessen Hitze dem Zwerg schon leichte Verbrennungen am Gesicht sowie Hände verursachte. Bei Castien sind es Steinstacheln die um ihn herum angriffen und er ihnen mit äußerte Mühe ausweichen konnte. Zuletzt ist bei Kunz ist ein großer Blitz eingeschlagen. Hätten seine Instinkte nicht geschrien stehen zu bleiben, wäre er getroffen.

„Ihr ermüdet mich. Ich frage mich ernsthaft, wie ihr überhaupt soweit kommen konntet. Entweder waren meine Diener tatsächlich so schwach oder ihr habt sie ausgetrickst.“ teilte der Lichkönig es mit einer gelangweilten Stimme mit.

Dann erschien eine Lichtkugel vor dem Boss. Mariel hatte sie über die Decke schweben lassen, damit sie nicht in seinem Blickfeld war und löste den Zauber. Der Thronsaal wurde auf einmal mit Licht überflutet. Die Gefährten haben die Kugel frühzeitig gesehen und verdeckten ihre Augen.

Als es wieder normal wurde im Licht, schaute jeder nachdem Lichkönig, aber… er sitzt immer noch an der gleichen Pose.

„Ein Lichtzauber um mich zu blenden? Ist das der Trick, mit dem ihr Chuur besiegt habt? Interessante Idee, aber…“ und der Lichkönig nahm seine Kapuze runter. Ein weißer menschlicher Schädel mit zwei Hörnern kam zum Vorschein.

„Sie wirkt nicht gegen Untote, die keine Augen haben. Ich bin froh diese menschlichen Augen nicht mehr zu haben. Seitdem ich über Magie sehen kann, sehe ich die Welt… anders.“ erklärt der Untote und lachte höhnisch.

Mariel wurde blass im Gesicht und die Männer fluchten. Über den Lichkönig entstand auf einmal ein magischer Kreis mit vielen unterschiedlichen Zeichen. Erst waren sie nur da, dann drehte sich der Kreis langsam und die Zeichen leuchteten. Die Elfe drehte sich zu Onesta, der gerade einen sehr mächtigen Zauber fokussiert und Sherry an der Wand liegt und leicht außer Atem ist.

„Was…“ wollte Mariel fragen, aber Sherry schüttelt nur den Kopf und zeigt auf Onesta, dass Mariel nicht stören soll. Der Lichkönig hat scheinbar den Kreis über sich noch nicht gemerkt, daher nickten Kunz, Erilag und Castien sich zu und wollten den König ablenken.

Sie versuchten wieder zum Lichkönig zu stürmen, aber er gab nur ein Lachen von sich sowie eine Geste und alle wurden wieder von dem Windzauber weggeschleudert.

Als wäre es ein Zeichen gewesen, hat Onesta seinen Zauber beendet und aktiviert ihn. Der Kreis drehte sich sehr schnell und alle Zeichen glühten. Dann kam ein, dem Kreis entsprechender Größe, eine Feuersäule, die den Thron und den Lichkönig in Feuer setzte. Die Säule gab vereinzelt Blitze ab und jeder spürte diese Hitze, obwohl man weit von dem Zauber entfernt steht.

Onesta brach dann zusammen und der Zauber löste sich in Luft auf. Mariel rannte zu Onesta und war erleichtert, dass er noch atmet, aber auch in Sorge, dass er seine Grenzen überschritten hat und dies ist als Magier sehr fatal.

Kunz schaut auf den Thron, in der Hoffnung, dass der Zauber den Lichkönig getötet hat, aber… der Thron ist zu einer Schlacke geschmolzen und der Lichkönig stand in schwarzen Rauch.

„IHR MADEN WAGT ES MICH MIT SO EINEM SCHWACHEN ZAUBER ANZUGREIFEN?!“ tobte der Lichkönig voller Wut.

Mit eine Geste flogen alle Abenteurer mit voller Gewalt gegen die Wand, selbst Sherry und Onesta, dabei schrie Sherry auf. Dann war der Zauber wieder vorbei.

„Ich habe mich entschieden, wie ihr alle sterben werdet! Graviti!“ zaubert der Lichkönig und alle, sogar der Thronsaal wurde von dem Zauber erfasst, denn alle wurden durch die Schwerkraft gegen den Boden gedrückt. Die Schmerzen waren für Sherry zu viel und sie wurde bewusstlos wie Onesta. Die anderen hatten nicht soviel Glück und schreien vor lauter Schmerzen.

„Genau das wollte ich hören! Das Geschrei elender Lebewesen und wenn es aufhört, diese Stille… einfach herrlich!“ freute sich der Lichkönig.

Alle Gefährten merkten, wie langsam ihnen die Knochen brechen und hofften nur noch auf einen schnellen Tod, denn nun sind sie machtlos noch irgendetwas zu tun…

Auf einmal krachte eine Wand auf und der Lichkönig unterbricht seinen Zauber, um zu erfahren, wer ihn stört. Als der Rauch sich verzogen hatte, sah jeder, wie eine blutige Sina mit ihrem Katana stand und alle grüßte.

„Hier seid ihr also, hoffentlich komme ich nicht zu spät zur Party?“ fragte Sina grinsend. Mariel sah auf und musste auf einmal weinen. „Huch? Habe ich was verpasst?“

„Du! Was hast du mit dem Vampir gemacht!?“ fragte der Lichkönig, aber wird von Sina ignoriert.

„Ihr seht alle ziemlich stark mitgenommen aus, wo ist Sherry?“ fragte Sina und sah dann eine bewusstlose Sherry liegen.

„Sie hat mich vor dem Tod gerettet…“ meldet sich Castien. „Wir hatten beschlossen, gemeinsam den Lichkönig anzugreifen, weil wir nicht wussten wo du warst und Sherry gab ihr Bestes in diesem Kampf, aber der letzte Zauber von dem Untoten dort hat uns beinahe alle umgebracht, wenn du nicht gekommen wärst.“

Castien wollte weiter erzählen, aber er hörte auf, als er den eiskalten Blick in Sina sah, der nur noch Tod und Zerstörung versprach.

„Du da, warst du derjenige, der den Zauber benutzt hat?“ murmelt Sina zum Lichkönig.

„Wie kannst du es wagen mich….“ wollte der Lichkönig sagen, aber…

„Du wirst sterben.“ teilte Sina mit und jeder spürte ihren Zorn und Blutaura, die noch stärker ist als die des Lichkönigs. Noch nie waren Worte so mit einer Kälte gesprochen worden, dass selbst der Lichkönig ein Schaudern bekam.

„Zu deiner Frage, ja ich habe den Vampir getötet und du wirst ihm nun folgen.“ und Sina schritt langsam zum Lichkönig.

„Warte Sina! Unterschätze ihn nicht! Er kann mit einfachen Gesten machtvolle Magie…“ wollte Kunz rufen, aber er merkte, dass Sina nicht mehr erreichbar war.

Selbst der Lichkönig wurde unruhig, als er erfahren hat, das Ludwig tot war, aber so angeschlagen, wie die Frau aussah, dürfte sie nicht mehr allzu stark sein.

„Pah, dann werde ich dich halt selber töten und deine Leiche zu einem Untoten machen! Graviti!“ diesmal zaubert er den Spruch nur auf Sina.

Sina wurde im stehen in den Boden gedrückt, aber dann schritt sie langsam nach vorne, unbeirrt von dem Zauber.

„Eh? Graviti Maximum!“ zaubert der Lichkönig diesmal eine stärkere Variante von dem Zauber und der komplette Boden um Sina wird ebenso durch die Schwerkraft nach unten gedrückt, aber es hindert Sina nicht am weiterkommen.

Die Gefährten Mariel, Erilag, Castien und Kunz haben ihre Sprache verloren und trauten auch ihren Augen nicht, dass jemand diesem gewaltigen Zauber widerstehen kann.

„Gnnnnrrr, Inferno!“ brüllte der Lichkönig und Sina wurde in eine Feuerkugel eingeschlossen, die dann in einer sehr großen Feuersäule explodierte. Die Gefährten wurden durch diesen Zauber leicht angesengt und schützten ihre Augen.

Als der Zauber dann vorbei war, öffneten sie wieder ihre Augen und sahen Sina halbnackt in schwarzen Rauch stehen, dann ging sie wieder weiter auf den Lichkönig zu.

„Blitzja!“ und der nächste Zauber durchbrach die Decke des Thronsaals und Sina wurde von einem gigantischen Blitzstrahl erfasst. Wieder zeigte der Zauber keine Wirkung, der Lichkönig fing an, überall zu zittern.

„Wir hätten von Anfang an keine Chance gegen den Lichkönig gehabt, wenn ich all seine Zauber so anschaue, die er einsetzt.“ schüttelt Kunz den Kopf.

„Wa… was bist du?! Du kannst kein Mensch sein, niemand überlebt so viele antike Zauber!“ hörte man leicht die Panik aus der Stimme des Lichkönigs, aber Sina ignoriert ihn.

Der Lichkönig fing in einer seltsamen Sprache einen Zauber zu murmeln und eine schwarze Kugel erschien vor Sina, die auf einmal alles aufsaugte.

„Das schwarze Loch. Eine der ultimativen Zauber, gegen den nicht mal du eine Chance hast.“ aber scheinbar hat das viel Mana für den König gekostet, so kraftlos wie er da stand.

Sina wird langsam in die Kugel gezogen und seufzte leise, dann setzte sie ihre Fähigkeit „Allesschneider“ ein und die Kugel wurde geteilt und damit der Zauber zerstört. Wenn der Lichkönig bis dahin noch irgendwelche Hoffnung hatte, über Sina zu siegen, wurde diese nun zerstört.

„Ah… Ab… Aber…“ stottert der Lichkönig, nun in voller Panik.

„Seit ich in Efrana angekommen bin, hast du nicht als Ärger gemacht. Erst eine Armee voller Untoter, dann der Skelettdrache gefolgt von der Falle, die dein Zombie auslöste.

Ich habe zwar einen netten Vampir kennengelernt, aber das Schicksal wollte, dass ich ihn töte. Nun habe ich meine Gefährten wiedergefunden und sie sind alle fast an der Grenze des Todes.“ teilt Sina das mit einer ruhigen und gefährlichen Stimme dem Lichkönig mit.

„Ich habe nun wirklich die Nase gestrichen voll von Untoten und deine nervigen schwachen Zauber können mir nichts anhaben, tue mir also den Gefallen und verrecke!“

Der Lichkönig schritt langsam nach hinten, die Angst hat ihn komplett erfasst und es ihm unmöglich macht, irgendwelche Zauber noch zu benutzen. Selbst den Teleportzauber, den er beherrschte, vergaß er.

Dann stand Sina vor ihm und er fiel auf die Knie und versuchte um sein Leben zu betteln, aber das letzte was der Lichkönig merkte, dass er seinen eigenen Körper sah und sein magischer Blick verließ ihn, seine Seele verlässt diesen Körper. Der Lichkönig wurde getötet und sein Kopf landete anschließend auf dem Boden.

Dann fiel Sina bewusstlos zur Seite und Mariel schrie nach ihr.

Kapitel 45

Ich bin wiedergeboren und habe ein Date mit einem Vampir?

Als Sina ihre Augen öffnete, wusste sie sofort, dass sie ganz woanders ist und schön weit von ihren anderen Gefährten. Sie sah sich um und stellt fest, dass der Raum rund gehalten ist und mittig ein Tisch mit Kerzen.

Dann trat ein Mann aus dem Schatten heraus. Blauer Mantel, welliges Haar und eine Peitsche hing an seinem Gürtel, zeigte aber ansonsten die Anzeichen für einen Vampir.

Der Vampir verbeugte sich und grüßte Sina: „Seid gegrüßt schöne Lady. Wenn ich mich vorstellen darf, mein Name ist Ludwig Kelmont, ein gefürchteter Vampirjäger und ehemaliger SSS-Abenteurer.“

Sina hob eine Augenbraue und antwortet: „Oha, ein Gentleman, mein Name ist Sina die Verteidigerin, Rang A-Abenteurer und auf der Suche nach deinem Boss. Ich kenne dich, du warst es, der in unserer ersten Nacht spioniert hat oder nicht?“

„Ihr habt wirklich scharfe Sinne. Es stimmt, ich habe euer Nachtlager beobachtet und war erstaunt, wie gut ihr den Stein geworfen habt.“

„Wenn ich gut getroffen hätte, wären wir jetzt nicht hier oder? Sagt, wo bin ich?“

„Ihr seid im höchsten Turm dieser Burg. Mein Plan war es, dass ich euch und eure Freundin weit von den anderen trenne, aber irgendwie hast du deine Freundin gerettet oder getötet, je nachdem wie man es betrachtet.“

„Verstehe, dein Zombie hat sehr gute Arbeit geleistet. Ist das normal für Untoten noch… einen eigenen Willen zu haben?“

„Bedaure, ich bin kein Nekromant und kann euch bei diesen Fragen nicht helfen, aber er ist ein spezieller Zombie für den Lichkönig. Kommt, nehmt doch Platz an diesem Tisch. Ich sehe keinen Grund, warum wir kämpfen sollten.“

„Warum nicht? So was erlebt man nicht alle Tage, dass man vom Feind zum Tisch eingeladen wird. Wie ich sehe, habt ihr auch Tee vorbereitet.“

Beide nahmen ihre Stühle und behielten sich weiterhin im Auge, aber so seltsam es scheint, beide sind an dem Gespräch interessiert. Wenn die anderen Gefährten dies sehen würden, müssten sie Sina’s geistige Gesundheit infrage stellen. Mit dem Feind dinieren, wo gibt es so was?!

„Nun, ich bin ehrlich. Ihr seid die Einzige die mich fasziniert. Warum sollte ich also nicht der Dame den Hof kehren?“

„Ihr seid doch nicht etwa in mich verliebt?“

„Wirklich, ich weiß es nicht. Ich habe euren Kampf auf der Brücke beobachtet, wie ihr die Armee aufgehalten und dann auch den Skelettdrachen mit einem Schlag zerstört habt. Wisst ihr, ich habe vor 300 Jahren ähnliches durchgemacht, aber gegen viel viel weniger Untote gekämpft.“

„Wenn ich das wiederholen müsste, wäre ich zumindest diesmal besser vorbereitet. Sagt, ihr seid Vampirjäger, ist das nicht eine Ironie als Vampir?“

„Es war schrecklich. Ich war ein berühmter Vampirjäger, jeder Vampir fürchtete mich, bis… ich meinen Meister getroffen habe. In allen Kämpfen haben ich solch eine Stärke bei einem Vampir nicht erlebt und letztendlich habe ich dann leider den Kampf verloren.

Mein Meister hat ein sehr exzentrisches Hobby. Er sucht die stärksten Kämpfer auf der Welt, bekämpft sie und je nach Laune macht er sie gegen ihren Willen zum Vampir.

Am Anfang als Vampir habe ich mein Bestes gegeben, weiter Vampire zu jagen, aber… mein Blutdurst machte mir ein Strich durch die Rechnung. Ich habe versucht, Banditen oder anderes kriminelles Pack zu jagen, damit mein Gewissen nicht zu sehr leidet. Doch… irgendwann ist mein Geist scheinbar korrumpiert und ich habe dann alle Lebewesen als Nahrung gesehen.“

„Der Tee schmeckt übrigens gut, leider fällt es mir ziemlich schwer dir Mitleid zu zeigen. Sind wir nicht alle Gefangene unseres Schicksals?“

„Wo ihr es gerade ansprecht. Ich betrachte euch als mein Schicksal, ihr habt bei mir wieder was entfacht, was ich als gestorben geglaubt habe.“

„Lasst mich raten. Der Anblick von mir und die Kämpfe die du bei mir beobachtet hast, brachte dein Herz zum rasen?“

„Ihr müsst hellsehen können, doch so ist es. Ich muss euch ein Kompliment machen, mit euren neuen Klamotten habe ich die ganzen Zeit starkes Herzklopfen. Ihr solltet wirklich mehr von euch zeigen. Eure anderen Klamotten wirkten auf eine Art und Weise exotisch, aber damit versteckt ihr eure Schönheit nur.“

„Erm, danke? Die wurden mir gegen mein Willen gegeben. Meine Freundin kann ziemlich unheimlich werden, wenn es um Klamotten geht…“

„Ich hätte ihr ebenso einen Tee angeboten, aber…“

„Es ist wie es ist. Wie heißt dein Meister eigentlich?“

„Tut mir leid, aber mein Meister ist ähnlich wie ein Vater und durch den Blutbiss bin ich nicht in der Lage, irgendwelche wichtigen Informationen über ihn ausplaudern zu können. Aber seid gewarnt, er ist immer noch viel stärker als ich…

Ich habe ihn mehrmals zu einem Todesduell herausgefordert, aber nie zeigte er seine wahre Kraft. Er lässt mich nur am Leben, damit er immer eine Abwechslung hat.“

„Ein wahrer Sadist.“

„Das kann ich nicht abstreiten. Lady Sina, ich… möchte euch ein Angebot machen.“

„Ich kann mir denken was kommt, aber lasse mich gerne überraschen.“

„Alles muss eine Bedeutung haben, daher möchte ich euch einen Platz an meiner Seite anbieten. Ich biete euch ewige Jugend und ewiges Leben. Nie müsst ihr mehr altern und habt alle Zeit der Welt, noch stärker zu werden! Ich war selbst am Anfang nur ein einfacher Vampir, aber ich habe trainiert, nun bin ich ein Vampirfürst und arbeite noch weiter, um noch stärker zu werden!“

„Ich danke für dein Angebot, aber… ich verzichte.“

„Klammert ihr euch so sehr ans Leben? Glaubt mir, am Anfang als Vampir ist es schwer, aber mit der Zeit legt sich das Problem!“

„Ich würde ja gerne mehr verraten, aber ich brauche das leider nicht, was ich schon habe.“

„ … Ihr seid kein Mensch oder? Als ihr hierher teleportiert wurdet, war mein erster Gedanke eure Schönheit, aber als ich euren Geruch zum ersten Mal wahr genommen habe… dachte ich nur, dass ihr kein Mensch seid. Ich habe lange genug Menschen ausgesaugt, getötet und des weiteren, doch… ihr habt keinen menschlichen Geruch.“

„Ich habe halt meine Geheimnisse, sowie ihr auch welche habt. Sagt, wer ist stärker. Du oder der Lichkönig.“

„ … Ich bin stärker als der Lichkönig. Aber ich habe den Eindruck, dass er den einen oder anderen Trick auf Lager hat. Man wird nicht so alt wie der Lichkönig, wenn man nur vorsichtig ist. Vor allem hat er für meinen Meister öfters gewisse Dienste umgesetzt.“

„Dann bin ich aber froh, das ihr der Stärkste seid.“

„Ahh, ich verstehe so langsam. Die ganze Zeit hat euer Herz normal geklopft. Die meisten Lebewesen würden das Weite suchen, mich mit Waffen angreifen oder wären einfach nur extrem überfordert mit einem Vampir am Tisch zu sitzen, ihr dagegen wart die ganze Zeit normal. Erst als ihr erfahren habt, das ich der Stärkste bin, fing euer Herz an zu rasen… vor Freude?“

„Aber sicherlich. Bisher habe ich nur die kleinen Fische getötet und meine Waffen eher damit beleidigt. Sie sind es gewohnt, starke Feinde zu verletzen.“

„Was auch ihr immer sein mögt, überlegt euch noch einmal mein Angebot.“

„Rein hypothetisch, was würde passiert, wenn ich es annehmen würde?“

„Ich würde euch über einen Biss zum Vampir transmutieren lassen. Ihr werdet vielleicht eine Woche benötigen, bis ihr wieder wach seid. Dann bekommt ihr von mir Blutopfer um euren Durst zu stillen.“

„Verstehe, was wird aus meinen Gefährten?“

„Sie werden alle sterben. Jeder dieser Gefährten wurde zu einem der Diener des Lichkönigs geschickt. Sie sind zwar schwächer als ich, aber trotzdem in der Liga zwischen SS und SSS. Da habe ich ernsthafte Zweifel, dass deine Kameraden es überleben werden. Anschließend werden sie zu Untoten verwandelt. Immerhin muss die Armee ja wieder neu aufgebaut werden.“

„Ich vermute, selbst wenn ich ablehne, werdet ihr mich zu einem Vampir verwandeln?“

„Schade, ich hatte wirklich gehofft, dass ich das eine ohne Widerstand umsetzen könnte, doch ihr werdet meine Partnerin, ob ihr wollt oder nicht.“

„Wisst ihr, meine Freundin hat mich gefragt, wie mein Partner sein soll. Wollt ihr wissen, was ich ihr geantwortet habe?“

„Ho? Aber natürlich.“

„Wer mich besiegt, dem werde ich vielleicht mehr Herz schenken, ob es ein Mann oder Frau ist, da bin ich sehr offen.“

„ … Hm hmm HA HA HA HA! Dann werde ich euch besiegen!“ und beide sprangen von ihren Stühlen weg. Ludwig nahm seine Peitsche und Sina ihre Blutklinge.

Ludwig schlug sofort mit seiner Peitsche zu, der Sina ausweicht und stürmt auf Ludwig zu. Dieser sprang zur Seite, als Sina mit ihrem Katana schlug.

„Ihr habt aber ein sehr scharfes Schwert, wenn ihr den Boden zerschneiden könnt. Lasst mich euch eine Kostprobe meiner Peitsche zeigen. Dank meines langen Trainings bin ich ein Meister der Peitsche geworden. Peitschenknall!“ Ludwig setzte seine Fähigkeit ein.

Sina wich seinem Angriff aus, aber als der Kopf der Peitsche den Boden berührte, löste er eine Explosion aus und Sina wurde weggeschleudert. Sie knallt gegen die Wand, die Explosion hat ihr Hemd zerrissen, sodass nun ihr Bauch frei liegt.

„Interessante Fähigkeit habt ihr Ludwig, vor allem eure Waffe.“ steht Sina wieder auf, als wäre nichts passiert.

„Vielen Dank für euer Kompliment, meine Liebe.“ grinst Ludwig.

„Dann werde ich euch zeigen, was ich mit meinen Schwert so kann. ALLESSCHNEIDER!“ und schwingt ihr Katana nach Ludwig, aber auch zu ihren Füßen weiter runter. Der Schnitt, der die Klinge verlässt, flog zu Ludwig, der mit Leichtigkeit ausweicht. Aber als er sah, dass Sina ihre Fähigkeit nicht wirklich gegen ihn gerichtet hat, sondern gegen den Turm, ahnte er was ihr Plan war.

„Ihr wollt den Kampfplatz wechseln und den Turm zerstören oder?!“ fluchte Ludwig und verlor sein Lächeln.

„Ganz genau. Der Raum bietet mir nicht genug Platz zum Ausweichen gegen deine Peitsche!“ grinste nun Sina bösartig und der Turm fing an zu beben.

Seine Struktur wurde zerschnitten und aufgrund seines hohen Alters zwingt es den Turm, auseinander zufallen. Sina dachte nicht daran zu warten, bis der Turm einbricht, sondern griff auf wackeligen Boden Ludwig an.

Ludwig wollte mit seiner Peitsche angreifen, aber der Stand wo er war brachte ihn aus dem Gleichgewicht, so überkreuzt er seine Arme zum blockieren, dabei grinste er.

Die Verteidigerin selber kann auch nicht richtig mit dem Schwert angreifen, was aber auch nicht ihr Plan war, sondern sie trat mit voller Kraft in den Magen des Vampir. Der Vampir flog gegen die Wand und musste heftig husten.

„Was zum… Meine Werte sind fünfstellig, da dürfte ein Mensch wie du mir keinen Schaden anrichten!“ reagiert Ludwig verwirrt.

„Ich erinnere dich gerne an deine eigenen Worte, ich rieche nicht nach einem Menschen.“ dabei wurde Sinas Gesicht schwarz und sie lächelt von einem Ohr zum anderen Ohr.

„Wage es nicht mich zu provozieren! Ich bin stärker als der Skelettdrache und die Untotenarmee zusammen!“ war Ludwig gereizt.

„Oh, ist der starke Mann etwa an seinem Stolz verletzt worden? Lass mich raten, du dachtest, du hättest ein leichtes Spiel mit mir?“ höhnte Sina.

„Peitschenknall!“ grifft Ludwig an und der Raum stürzte zusammen. Beide fielen durch den Boden, die Wände gaben nach, aber Sina sprang auf einen Stein nach Ludwig. Ludwig hat viele Kämpfe hinter sich, doch einen Kampf in der Luft war was neues für ihn.

Auf jeden Fall traf Sina mit ihrem Katana an der Seite von Ludwig, die auch anfing zu bluten. Ludwig ging zum Konter über und schlug Sina mit der Faust nach ihrem Gesicht. Er spürte, wie ihre Nase gebrochen wurde und Blut spritzte auch direkt raus, weiteres flog Sina durch den Aufprall weg von ihm.

Sina machte einen Salto und nutze einen großen Felsbrocken zum landen, dann sprang sie auf die nächsten herunterfallenden Felsbrocken, um Ludwig wieder zu erreichen. Dabei grinst sie unentwegt einen so spannenden Kampf zu erleben.

Selbst Ludwig kann sich nicht darüber beschweren, seine meisten Kämpfe waren ziemlich einseitig gewesen. Nur gegen seinen Meister und ein paar andere Vampire hatte er bisher keine Chance, nun hat er einen Gegner der ihm würdig ist.

Ludwig sah, wie Sina von Stein zu Stein sprang und er wollte mit der Peitsche nach ihr schlagen, doch auf einmal verschwand sie vor seinen Augen. Verwirrt suchte er nach Sina, bis Ludwig nach oben schaute und Sina mit ihren Füßen in Richtung seines Gesichts flog. Hier hörte man ebenso das brechen einer Nase und Ludwig flog weiter nach unten.

Viele große Felsbrocken von dem Turm stürzten auf die Burg, mehrere Räumen stürzten durch die Masse in sich zusammen. „Hoffentlich sind meine Gefährten nicht in der Gefahrenzone.“ dachte Sina, bis sie wieder ihre Aufmerksamkeit nach Ludwig richtete.

Der Vampir setzte wieder seine Peitschenfähigkeit gegen Sina ein, dem sie zwar rechtzeitig ausweichen konnte, aber die Explosion ist das eigentlich nervige. Sie flog daher wieder ungebremst gegen Felsbrocken. Dann sahen beide, dass sie langsam auf dem Boden ankommen.

Sowohl Sina als auch Ludwig bereiten sich auf den Aufprall vor, aber Sina dachte gar nicht erst daran, in die Defensive zu gehen und sprang wieder nach Ludwig. Ludwig hat es kommen sehen und sprang von seiner Plattform weg nach unten, um vorher den Boden zu erreichen.

Sina fluchte, dann zog sie Murtair raus und setzte ihren Schwertwirbel ein, denn selbst wenn sie auf dem Boden landet, fallen über ihr noch die Reste des Turms. Die Steine werden in viele kleine Würfel geschnitten, ihre Katanas sind wie immer die schärfsten Klingen.

Geschmeidig wie eine Balletttänzerin landet dann Sina ebenso auf dem Boden und um sie herum fallen viele kleine Steine, die Gefahr die über ihr kommen könnte, hat sie zerstört. Nun sucht Sina wieder nach Ludwig, doch der ist scheinbar verschwunden.

Der neue Raum ist scheinbar eine große Halle, vermutlich ein ehemaliger Bankettsaal. „Versteckt sich etwa der Mann, der mich besiegen will?“ provozierte Sina den Vampir, sie hörte nur ein Lachen.

„Mitnichten meine Liebe, ich habe einfach nur gewartet, bis die Gefahr von oben vorüber ist, nun musste ich sehen, dass ihr scheinbar mehr als nur ein Meistertyp seid. Schwert und Beidhändigkeit, mit was werdet ihr mich noch überraschen?“ fragte Ludwig.

Sina versuchte seine Stimme zu orten, aber sie kommt von überall. „Wenn ich mich richtig erinnere, kam er doch auch aus dem Schatten, als wir uns das erste Mal gesehen haben.“ dachte Sina und im Raum gibt es genug Schatten um sich zu verstecken.

Sie wanderte vorsichtig in den Raum, bis auf einmal hinter ihr ein leises Geräusch erklang. Sina drehte sich sofort um und schlug mit ihrem Katana… ins Leere.

„Peitschenknall!“ und die Peitsche traf Sina am Kopf. Wenn diese Fähigkeit schon ziemlich übel aus der Entfernung war, dann war es im Zentrum die reinste Katastrophe. Auf jeden Fall bekam Sina die volle Attacke ab und flog gegen eine Säule.

„Überraschung meine Liebe. Das ihr auf so einen alten und einfachen Trick hereinfallt.“ höhnte Ludwig, der aus dem Schatten einer anderen Säule herauskam. Er sah, wie Blut aus der Nase, Mund, Ohren und Augen der Frau herauslief, aber besiegt war sie noch nicht.

„Doch es erstaunt mich schon, dass ihr noch am Leben seid und nicht euer Bewusstsein verloren habt. Normalerweise stirbt man an dieser Fähigkeit und euer Kopf hätte platzen müssen. Ihr seid wahrlich ein Monster wie ich eins bin.“ bewundert Ludwig die Stärke der Frau.

Sina stand mit wackeligen Beinen auf und ihre Sicht ist rot gefärbt, eigentlich alle ihre Sinne sind durch den Angriff ziemlich beeinträchtigt. Sie sah immer noch Sterne, als sie sich selber ohrfeigte s, wo Ludwig die Augen erstaunt aufreißt. Zumindest kann sie wieder klar sehen.

„Ihr seid wirklich stark. Ich muss euch wirklich danken, dass ich alles geben muss und ein weiterer Dank, dass wir so weit von meinen Gefährten entfernt sind. Das erlaubt mir… andere Fähigkeiten einzusetzen.“ dabei grinste Sina mit einem blutigen Gesicht.

Ludwigs Instinkte schrien alle, dass sie was gefährliches plante, aber er wollte sehen, welche Strategie sich die Frau nun einfallen ließ.

„Ihr seid der erste Gegner, wo ich diese Fähigkeit einsetze, seid also geehrt. Illusion: Doppelgänger!“ beschwört Sina ihre Rassenmagie. Auf einmal erschien eine weitere Sina, dann noch eine, bis Ludwig bis zu 15 Doppelgänger sieht.

„Ist das eure Trumpfkarte? Irgendwie habe ich mehr erwartet. Ich meine, ich kann eure echte Gestalt sehen, alleine durch das Herzklopfen.“ schüttelt Ludwig traurig den Kopf.

Sina grinste nur, was Ludwig misstrauisch machte und hält seine Peitsche zum Angriff bereit, bis alle Doppelgänger auf einmal los stürmten. Er schlug vorsichtshalber nach einigen und sie lösten sich wie Luft auf, bis die ersten ihn erreichten und nach ihm schlugen, aber das Original war nicht unter ihnen.

„Sind ja nur Illusionen.“ dachte Ludwig, bis er auf einmal ein Herzklopfen unter den Doppelgängern hörte und da war es schon zu spät. Sina kam angestürmt und wollte ihre Blutklinge in seinen Herz rammen.

Instinktiv packte er ihre Klinge mit beiden Händen, um seinen Tod aufzuhalten und schrie, als die Klinge seine Hände fast durchgeschnitten hätte, aber irgendwie konnte er sie noch packen. Dann grinste Ludwig Sina an, aber sie grinste ebenfalls zurück, bis Ludwig auf einmal nach hinten gedrückt wurde.

Erst langsam bis es so schnell wurde, dass er mit seinen Füßen keinen Halt bekam und mehr schwebte… bis Ludwig eine Mauer hinter sich spürte. Er schrie wieder auf, konnte aber weiterhin verhindern, dass die Klinge an seinem Herz näher kam, bis wieder die nächste Wand kam und eine weitere und eine weitere…

Sina rannte durch einen Raum bis zum nächsten, bis sie im Thronsaal ankamen. Beide bekamen nicht mit, dass hier ein Kampf stattfindet. So sehr waren sie miteinander fixiert, bis Ludwig gegen was extrem hartes knallte, wo mehrere Stacheln durch sein Körper drangen. Was auch immer hinter ihm sein mag, man hörte das Brechen von Knochen.

Leider dachte Sina nicht dran, mit ihrem Angriff aufzuhören und stürmte direkt in die nächsten Wände, was die Stacheln nur weiter in seinen Körper drücke und Ludwig langsam Anzeichen von Angst bekam.

Das stachelige Ding hinter seinem Rücken verschwand auf einmal, aber Ludwig hatte keine Zeit zu prüfen, was es war und wieso es auf einmal weg war. Ludwig sprang wieder auf den Boden und drückte mit vampirischer Gewalt das Katana zur Seite mit Sina.

Sina landete mit einem Salto auf dem Boden und fluchte, dass sie es nicht geschafft hat, Blutklinge in das Herz zu rammen. Diese Aktion musste dem Vampir schwer geschadet haben, denn sein Mantel ist mehr oder weniger komplett aufgerissen und es lief viel Blut aus ihm.

„Hätte ich geahnt, dass ein Kampf mit euch so viel Zerstörung mit sich bringt, hätte ich euch in der ersten Nacht angegriffen!“ keuchte Ludwig.

„Hätte Hätte Fahrradkette. Es ist, wie es ist. Ich muss euch ein Kompliment machen, ihr habt es tatsächlich geschafft, zu verhindern, dass ihr sterbt.“ höhnte Sina.

Beide Parteien machten sich wieder auf zum Angriff, bis auf einmal ein Stachelskelett mit schwarzschimmenden Knochen erscheint und sie beide anbrüllt. Sina und Ludwig wirkten sehr ungehalten über diese Störung und griffen zeitgleich mit ihren Fähigkeiten das Monster an. „Allesschneider!“ „Peitschenknall!“

Während „Allesschneider“ das Monster komplett halbierte, zerstörte „Peitschenknall“ den Rest des Monsters und sie waren wieder beide alleine.

Der Lichkönig spürte wie sein Monster besiegt wurde und wundert sich, wie es besiegt wurde. Hätte er diese Szene aber gesehen, hätte er vermutlich geweint.

„Wehe irgendjemand stört unseren Kampf, so gerne ich weiter mit euch kämpfen würde, aber alles muss auch ein Ende habe.“ meint Ludwig und Sina stimmte ihm zu.

„Das sehe ich ebenso. Da ich keine meiner Gefährten bisher gesehen habe, kann ich auch meinen anderen Trick einsetzen.“ dabei grinst Sina sehr böse.

„Wieder ein Illusionstrick? Nochmal falle ich nicht auf diesen Trick rein!“ warnte Ludwig. Wären seine Hände nicht so schwer verletzt, hätte er keine Probleme seine Peitsche zu halten, aber diese Information behält Ludwig für sich.

„Keine Sorge. Du meintest du wärst stärker als der Skelettdrache oder? Dann stellen wir das doch mal auf die Probe. Giftklinge!“ und die Blutklinge verwandelt sich in ein grünes Katana, dass eine Giftaura ausstrahlt.

Ludwig hat eine Giftresistenz, aber diese Giftaura ist stärker als die vom Skelettdrachen. Auf einmal musste er noch schwerer keuchen und hat überall Schmerzen auf der Haut.

„Was zum… habt ihr gemacht? Das ist doch die legendäre Aura vom Skelettdrachen. Wie habt ihr die übernommen und warum ist die viel stärker als es sein sollte und wieso seid ihr nicht davon auch betroffen!?“ fragte Ludwig unter Schmerzen.

„Wieder Fragen, die ich nicht beantworten werde. Benutzt euren Kopf und überlegt. Ihr habt gesehen, wie ich es aktiviert habe.“ antwortet Sina genüsslich und stürmte auf Ludwig zu.

Dank der Giftaura ist Ludwigs Bewegung etwas eingeschränkt und Sina wirkte irgendwie aufgeputscht, als hätte sie einen Suchtstoff genommen. Ludwig bekam nun wirklich mit der Angst zu tun, ein Gefühl was nicht mal sein Meister in den Duellen schaffte auszulösen noch seine wahren Kinder.

„Peitschenknall“ aktivierte Ludwig seine Fähigkeit nach Sina wieder, damit sie Abstand hält, aber sie machte keine Anzeichen, diesen Angriff auszuweichen, viel mehr machte Sina etwas unerwartetes… sie fing den Kopf mit der linken Hand auf.

Die Explosion kam trotzdem und Sina schrie, aber Ludwig merkte, dass die Peitsche immer noch im Griff der Frau war. Die Hand… war übelst verletzt, man konnte an einigen Fingern die Knochen sehen, Fleisch hing herunter aber Sina ließ die Peitsche nicht los.

Dann zog Sina an der Peitsche und Ludwig flog auf Sina zu, die dann das Schwert in den Bauch von Ludwig rammte. Ein brennender Schmerz bereitete sich sofort in der Magengegend aus und Ludwig spürte, wie tödliches Gift durch seine Adern fließt.

„*hust* Du hast… gewonnen!“ gab Ludwig seine Niederlage kund und er spürte, wie ihn seine Kraft verlässt. Er fällt zur Seite, aber Sina fängt ihn auf und legt ihn sanft auf den Boden.

„Ihr habt mit Bravour gekämpft Ludwig.“ lobt Sina ihren Feind und streichelt ihm am Kopf wie einen Liebhaber.

„Schade… dass ich euch nicht zähmen konnte. Ihr hättet mein trostloses Leben wieder zum aufblühen gebracht.“ antwortet Ludwig lächelnd.

„Das kann ich mir vorstellen, aber ich glaube, das Schicksal hat andere Pläne für uns gehabt. Ihr habt lange genug gelitten.“

„ … Nehmt meine Peitsche als Gewinn. Sie hat eine spezielle Verzauberung gegen Vampire. Ich wünsche sie in guten Händen zu sehen und ihr habt mir gezeigt, was ihr könnt.“

„Ich… werde es annehmen und eure Waffe mit Respekt benutzen, Vampirjäger.“

„*hust* Ich merke langsam, wie das Gift mein Leben tötet, möchte ich euch eine Warnung geben. Mein Meister merkt sofort, wenn eines seiner Vampire stirbt. Er wird dann eine Jagd gegen euch eröffnen. Entweder tötet er euch oder schlimmeres, er macht euch zu einem seiner Vampire.“

„Soll er ruhig kommen, bis dahin werde ich nochmal stärker und der Welt einen Gefallen tun und deinen Meister töten.“

„Unterschätzt ihn nicht! Ich habe ihn kein einziges Mal in den Duellen getroffen, er dürfte ein SV-Monster sein, aber ich glaube wirklich, dass ihr es schaffen könnt.“

„Es gibt sogar noch höhere Stufen? Egal, soll der Gildenmeister mich darüber aufklären.“

„Eine letzte Bitte.“

„Wenn es in meiner Möglichkeit liegt?“

„Verratet mir, was ihr seid.“

Sina überlegte schwer ob sie ihr Geheimnis verraten soll, aber Ludwig hat es in ihren Augen verdient und nähert sich an sein Ohr und flüstert ihr Geheimnis aus.

Ludwig riss erschrocken seine Augen auf und fing an zu lachen. Das war das letzte war er getan hat, bevor sein Körper anfing, in Staub zu zerfallen. Nur seine zerstörte Kleidung sowie die Peitsche blieb zurück.

Die Peitsche nahm Sina an sich und verstaut sie in ihren Inventar, dann sprach sie ein Gebet für Ludwig, dass er im nächsten Leben wieder glücklich wird. Ob der dunkle Gott oder die Göttin dafür zuständig sind, war ihr egal.

Auf einmal bebte die ganze Burg.

>Level 70 aufgestiegen< >Blutklinge Level 70 aufgestiegen<

>Blutklinge Selbstreparatur: Level 13 aufgestiegen<

>Blutklinge Schärfe: Level 13 aufgestiegen<

>Blutklinge Härte: Level 13 aufgestiegen<

>Allesschneider: Level 2 aufgestiegen<

>Schwertwirbel: Level 4 aufgestiegen<

>Schmerzlosigkeit: Level 9 aufgestiegen<

>Bizarre Gedanken: Level 5 aufgestiegen<

>Regeneration: Level 8 aufgestiegen<

>Titel: Vampirtöter erhalten<

Kapitel 44

Ich bin wiedergeboren und der große Kampf beginnt? Teil III

„Kunz! Ich glaube, ich habe eine Treppe gefunden, wie wir hier wegkommen!“ ruft Erilag. Alle kamen zu dem Zwerg und sahen die Treppe, die nach oben führte.

„Gut gemacht, dann lass uns hier verschwinden.“ nickte Kunz seinen Gefährten zu. Sie nahmen die lange Treppe nach oben und als sie am Ende angekommen sind, sahen sie zuerst einen langen Flur.

Der Flur war mit verstaubten Ritterrüstungen verzieht, die damals vermutlich Macht und Besitz ausstrahlen sollten, aber nun ein Relikt der Vergangenheit sind.

„Wenn ich raten müsste, könnte es ein Weg zum Thronsaal sein. Doch ich war auch Ewigkeiten nicht mehr in einer Burg gewesen, daher könnte es ein bisschen anders aussehen.“ kommentiert Erilag.

„Nein, du hast schon Recht. Dies könnte tatsächlich der Weg sein. Wir Menschen geben gerne an und wollen dies auch zeigen. Es macht kein Sinn, wenn solche Statuen nur in Nebenfluren stehen.“ stimmte Kunz zu.

„Was machen wir nun?“ fragt Onesta.

„Abwarten. Ich sehe hier ein paar weitere Treppen, wer weiß, ob nicht jemand von den anderen kommt.“ schlägt Mariel vor, zu mal die Pause jedem gut tun würde.

Mehrere Minuten später erscheinen zwei identische Frauen vor einem Treppeneingang, die ziemlich angeschlagen waren. Eine hielt sich den Bauch, als würde sie versuchen wollen eine Blutung zu stoppen, die andere… dreht irgendwie nur den Kopf hin und her.

„Hey ihr da! Braucht ihr Hilfe?“ ruft Erilag den Frauen zu, hält aber seine Waffe griffbereit, unwissend ob es ein neuer Feind ist.

Die Frau mit der Bauchwunde schaute erschrocken auf, dass hier andere Personen waren und fluchte. Dann waren die beiden auf einmal spurlos verschwunden.

„Höh? Ihr habt sie doch auch gesehen oder?“ fragte Erilag verwirrt und sieht die anderen nicken. Dann kam auf einmal Castien heraus, der von Sherry gestützt wird. Die Gruppe sah, das Castien ziemlich übel zugerichtet war.

„Sherry!“ rief Mariel und rannte auf die beiden zu, der Rest ihrer Gruppe folgte ihr. Mariel sah, das von beiden Castien am schlimmsten verwundet war, während Sherry nur leichte Schrammen hatte.

„Mariel! Schnell, kümmere dich um Castien. Mir geht es soweit gut.“ freut Sherry sich über alte Gesichter.

„Leg ihn gegen die Wand, dann werde ich seine Brüche heilen. Was ist passiert und wer waren die Frauen, die vorher rauskamen?“ fragt Mariel, während sie Castien medizinisch versorgt.

„Frauen? Das waren die Gegner, gegen die wir gekämpft haben. Sie haben selber aufgegeben und sind geflüchtet. Laut ihrer Aussage werden sie ganz verschwinden.“ erzählt Sherry die Kurzversion.

„Wir hatten verdammt viel Glück. Wären sie nicht so dämlich gewesen, wärt ihr vermutlich die nächsten gewesen, mit denen sie gekämpft hätten.“ und Castien erzählte den Kampf, das Beben und wie Sherry… die Vampire mehr oder weniger ausgetrickst hat. Kunz hörte seine Geschichte und erzählte ihren Kampf mit dem Henker.

„Das ist also der Stand der Dinge. Wie ist eure Verfassung zu kämpfen, Castien und Sherry?“ erkundigt Kunz.

„Wenn Mariel meinen Beinbruch sowie Schulter wieder geflickt hat, dürfte ich normal kämpfen können, aber erwarte keine Meisterleistung.“ meint Castien, der ziemlich blass war.

„Ich weiß nicht, ob ich gegen den Lichkönig eine Hilfe sein werde. Ich meine, Castien konnte ihre Kampfbewegungen sehen, aber für mich waren sie immer… unsichtbar gewesen.“ sagt Sherry.

„Und trotzdem hast du die zwei besiegt, was ich nicht geschafft habe. Sie haben nur mit mir gespielt. Hätten sie von Anfang an alles gegeben, ich wäre vermutlich nicht mehr hier, Sherry.“ kommentiert Castien. Mariel fragte sich, was im Kampf noch alles vorgefallen ist, dass Castien ihre Freundin nicht mehr beleidigt und hob eine Augenbraue.

„Jede Hilfe ist willkommen, vor allem wenn noch jemand zaubern kann. Onesta musste bei unserem Kampf viel Mana verbrauchen, damit wir siegen konnten.“ versucht Kunz Sherry aufzumuntern.

„Also fehlt nur noch Sina. Was machen wir nun?“ versucht Sherry von dem Thema abzulenken, während sie rote Wangen bekam.

„Nun, wir haben zwei Möglichkeiten. Die Erste wäre, wir warten auf sie oder die Zweite, wir legen uns mit dem Lichkönig ohne sie an. Ehrlich gesagt ist es mir lieber, wenn wir alle wieder zusammen sind, aber… ich muss zwei Dinge bedenken:

Wir wissen nicht wohin oder wie weit Sina von uns weg teleportiert wurde und wie lange sie braucht um wieder zu uns zu kommen. Der andere Gedanke wäre, das Sina mit einem Feind kämpft, der es mit ihr aufnehmen kann. Das kann entweder der Lichkönig selber sein oder ein sehr starker Diener.“ schildert Kunz seine Gedanken.

„Wenn Sina… wirklich mit jemanden kämpft, der sich mit ihr messen kann, sollten wir vielleicht die Zeit nutzen und gegen den Lichkönig vorgehen. Solange sie den Feind hinhält sollten wir nicht unbedingt auf sie warten.“ meint Castien.

„Außerdem, selbst wenn wir sie suchen gehen, würden wir uns vermutlich nur in Gefahr begeben. Da wird Sina wirklich ihre Ruhe brauchen für den Kampf.“ dachte Mariel laut.

„Nun, scheinbar haben wir alle den gleichen Gedanken. Kunz, wir sollten uns mit dem Lichkönig anlegen.“ grinst Erilag.

„Hmm scheinbar ist das so. Doch wir müssen uns drauf einstellen, dass der Lichkönig ein Stufe SSS Monster ist, denn wir hatten bisher nur gegen SS-Monster kämpfen müssen. Das wird kein leichter Kampf werden. Vor allem so angeschlagen wir wie sind. Dabei kann ich mir nicht mal einen Plan machen, weil ich überhaupt seine Stärke nicht einzuschätzen vermag. Wir werden ihn wie ein Lich bekämpfen zu Beginn. Zur Erinnerung, das sind Untote Zauberer.“ erklärt Kunz.

„Ich kann ein paar magische Schilde zaubern, aber erwartet nicht allzu viel von ihnen. Am besten ihr lasst euch nicht von seinen Zaubern treffen.“ rät Onesta.

„Dann lasst uns nicht mehr warten, denn wir haben uns genug ausgeruht. Machen wir den Lichkönig fertig und werden Geschichte schreiben!“ frohlockt Erilag.

Alle nickten und machten sich auf den Weg zum Thronsaal. Manch einer würde sich fragen, wie diese Abenteurer so sicher ihr Ziel finden konnten, so ist die Lösung doch einfach. Je näher sie kamen, desto deutlicher spürten sie seine Aura…. Blutdurst und Tod.

„Wir sind zumindest auf dem richtigen Weg. Wäre mir peinlich, wenn wir uns verlaufen hätten.“ versuchte Erilag zu scherzen, aber so richtig gelang ihm das nicht.

„Ich habe noch nie so eine Aura gespürt, selbst der Megawurm war bedrohlich, aber dies…“ murmelt Sherry leicht verängstigt.

„Je älter ein Monster wird, desto stärker wird es. Unter anderem sind sie in der Lage eine Art Aura zu erschaffen, die ihren Feinden signalisieren soll, wer der Boss ist.“ versucht Mariel ihre Freundin zu beruhigen.

„Ich… habe es schon mal erlebt bei einigen Vampiren. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich um diese Monster einen Bogen gemacht habe. Ich hasse sie vielleicht, aber nur ein Dummkopf würde gegen was Unbesiegbares kämpfen wollen.“ erklärt Castien.

Die anderen waren erstaunt, dass der arrogante und hochmütige Elf ein Geständnis abgelegt hat. Aber scheinbar wollte er sich indirekt ausdrücken, dass ihm auch nicht ganz Wohl bei der Sache ist.

„Schade das Sina nicht dabei ist, sie würde gerade zu bei dieser Gefahr aufblühen und darüber lachen, dass es tatsächlich Idioten gibt, die ihr das Versteckt zeigen.“ murmelt Sherry und Mariel gibt ein leises „Pff“ ab und verdeckt ihren Mund.

„Du kennst deine Freundin ziemlich gut oder?“ fragt Onesta da und Sherry macht einen nachdenklichen Eindruck.

„Hmm, wenn ich ehrlich bin, habe ich sie erst vor kurzem kennengelernt, aber die Zeit reicht aus, dass ich ihr mein Leben anvertrauen kann.“ lächelt Sherry. „Dank ihr erlebe ich nun Abenteuer, die für mich ein Traum waren, auch wenn ich nicht unbedingt die Person bin, die Gefahren schätzt…“

Die Gruppe versuchte sich gegenseitig zu motivieren bis sie eine große Tür sahen. Alle schauten sich an und nickten, dann ging Erilag vor und öffnete die gewaltige Tür. Als sie offen war, sahen alle einen großen Thronsaal. Dort war ein Podest mit einem steinigen Königsthron.

Auf diesem Thron saß eine verhüllte Gestalt und von ihr ging die Aura aus, die jeder spürte und sie war stark. Unterhalb des Throns sahen sie einen bekannten Zombie, der aus der Eingangshalle.

„Wir beglückwünschen… euch zu eurem… Sieg, gegen die… Diener. Ihr seit… die ersten lebendigen… Personen, die diesen… Thronsaal aufsuchen.“ stöhnte der Priester Örnd.

Die Gruppe zog ihre Waffen und betraten alle den Thronsaal. Halten aber überall Ausschau nach Feinden oder Fallen.

„Ich bin mir nicht sicher wen ich dringender töten will, den Zombie der uns ausgetrickst hat oder den Lichkönig.“ ätze Castien.

Die vermummte Gestalt fing an mit einem schauderhaften Ton zu lachen und selbst der Zombie wirkt irgendwie… amüsiert.

„Ihr niedrigen Wesen, ihr wisst nicht, mit was für einer Gottheit ihr euch angelegt habt! Ich bin älter als dieses Königreich. Ich habe das ewige Leben entdeckt und bin der mächtigste Magier auf der Welt!“ blickte der Lichkönig sie von oben an.

„Du lieber Himmel, nicht nur dein Körper ist verrottet, sondern auch dein Verstand! Es ist wirklich Zeit, dass deine Seele den Frieden findet!“ spottet Erilag.

„Schließt euch mir an! Schwört mir eure Loyalität und ich werde euch ebenso ewiges Leben gewähren.“ ignoriert der Lichkönig den Zwerg und macht der Gruppe ein Angebot.

„Ich verzichte, das Untotendasein ist nichts für mich, lieber möchte ich mich lebendig fühlen und die Freude auf der Welt erleben.“ lehnte Mariel ab und die anderen nickten.

„Dann werdet ihr sterben… und als Untote mir trotzdem dienen.“ kichert der Lichkönig und schnipste mit seinen Fingern.

Auf einmal erschienen vier große Ritterrüstungen, die sehr robust aussahen mit unterschiedlichen Mustern.

„Meine Ritter… Tötet sie!“ befielt der Lichkönig und die Ritter zogen ihre Schwerter und Schilde, selbst diese haben Muster.

„Ich glaube das sind die Elitewachen, passt auf dass ihr von ihren Waffen nicht getroffen werdet. Sie sind komplett magisch ausgerüstet und ich spüre negative Energie aus ihnen herausströmen!“ warnt Onesta die anderen.

„Mariel und Onesta, ihr haltet euch zurück und bereitet euch für Gegenmaßnahmen vor, Erilag, Sherry, Castien und ich nehmen uns jeweils einen!“ kommandiert Kunz den anderen die Befehle, nur Sherry sieht etwas blau aus im Gesicht.

„Die sehen ziemlich stark aus…“ murmelt Sherry ängstlich und die Ritter kamen dann schließlich bei den Abenteurern an. Mariel behält derzeit den Lichkönig und den Zombie im Auge, aber scheinbar machen sie keine Anstalten, sich bei dem Kampf zu beteiligen.

Kunz, Castien und Erilag kreuzen ihre Waffen mit den den Rittern, Sherry… zieht mit ihrem Ritter immer weiter von der Gruppe weg, während sie leise „Geh weg, Geh weg, Geh weg.“ flüstert.

Castien sieht das und fragt sich ernsthaft, wo Sherry abgeblieben ist, die mit den Zwillingen gekämpft hat und wirft einen Blick Mariel zu, die vielleicht helfen könnte. Mariel seufzt und nickte.

Erilag kämpft in der Zeit ziemlich verbissen gegen seinen Ritter, scheinbar sind das keine gewöhnlichen Untote.

„Wenn ich euch vorstellen darf, dass sind nicht irgendwelche Ritter… Sondern Helden aus längst vergessenen Zeiten, die die damaligen Dämonenkönige getötet haben. Ich würde mich wirklich wundern, wenn ihr sie so einfach besiegen könntet. Ihre Fähigkeiten sind sogar nach dem Ableben noch erhalten geblieben.“ stellt der Lichkönig seine Ritter vor.

„Und wenn es deine Mutter wäre, bleiben sie trotzdem Untote!“ spottet Castien. Im Gegensatz zu den Zwillingen, hat er mit dem Ritter keine Probleme.

Selbst Kunz hat keine sehr großen Schwierigkeiten. Sie sind stark, keine Frage, aber im Gegensatz zu dem Henker sind sie zu schaffen.

Sherry hat sich in die Ecke drängen lassen und muss nun zum Kampf übergehen. Sie kreuzt mehrmals die Schwerter, aber sie spürte sofort, dass ihr Gegner viel zu stark für sie ist. Anschließend weicht sie zur Seite aus und feuert auf die Schnelle einen einfachen Feuerball. Dieser wird aber vom Schild geblockt und richtete keinen Schaden an.

Castien hat den Durchbruch bei seinen Kampf geschafft, indem er seinen Ritter ausgetrickst hat und ihm von hinten den Helm samt Kopf abschlägt, sodass er Kunz helfen geht. Erilag hat sich in seinem Gefecht als der stärkere der beiden Kämpfer herausgestellt und seine Axt landet in dem Kopf des Ritters, sodass dieser zur Seite fällt.

Mit einem Wasserball versuchte Sherry den Ritter zum Stürzen zu bringen, so ähnlich wie bei den Zwillingen, aber außer dass der Boden nass wurde und der Ritter ein ? über seinem Kopf hat, ist sie zu keinem weiterem Ergebnis gekommen. Bis Erilag den Ritter von hinten angriff und ihn so besiegte.

„Kopf hoch Sherry, du hast ihn zumindest gut abgelenkt.“ zwinkert Erilag und Sherry seufzte nur schwer. Kunz hat mit Castien seinen Ritter ebenso erledigt und richten dann ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Lichkönig, der ziemlich gelassen zugeschaut hat.

„Für Helden waren sie aber ziemlich mager, da haben eure anderen Diener aber mehr auf dem Kasten gehabt!“ spottet Erilag.

„Meister… es ist soweit… ihr habt mir… Leben geschenkt… so könnt ihr… es auch wieder nehmen.“ stöhnte Priester Örnd.

„Wie wahr, dann zeigt ihnen doch, was ein wahrer Untoter ist!“ und der Lichkönig zauberte eine unheilige Formel.

Onesta wollte sich einmischen, aber der Lichkönig hat scheinbar magischen Schutz aufgestellt, sodass er gezwungen ist, dem Zauber zu zuschauen.

Im ganzen Raum fingen auf einmal an Knochen zu fliegen. Selbst die besiegten Ritter flogen zu einem Strudel. Mittendrin im Strudel ist der Zombie, der seine Arme erhob und von einer Kugel umschlossen wurde. Dann flogen alle Knochen und Ritter in die Kugel rein und sie wurde schwarz, sodass man nicht mehr sehen konnte, was drinnen passierte.

„Ich habe ein mieses Gefühl.“ meint Sherry und auch Mariel musste ihr zustimmen. Doch sie war auch irgendwie fasziniert, was sie zu sehen bekamen.

Dann zerbrach die Kugel und ein riesiges Stachelskelett erschien, mit dem Kopf eines Drachen. Die Rüstung hat sich über seine Knochen geschmolzen und hatte überall lauter scharfe Stacheln. Das Monster ist größer als der Henker und von dem Zombie ist nichts mehr zu sehen.

„Mein Diener sollte nun die Stärke der anderen haben, so wird dieser euch ganz gewiss töten.“ höhnte der Lichkönig von seinem Thron herunter.

Das Stachelskelett gab ein lautes Brüllen von sich, sodass jeder seine Ohren zuhalten musste, dann kam das Monster zu den Abenteurern.

„Erilag, kannst du dein Schild noch benutzen?“ ruft Kunz, aber er sieht nur, wie der Zwerg seinen Kopf schüttelt.

„Wenn ich das von dem Ritter genommen hätte, aber das ist ja nun ein Teil dieses Monsters geworden!“ schimpfte Erilag.

Das Monster hat sich Erilag als erstes Ziel auserkoren und greift ihn an. Es war nicht so schnell, aber Erilag hatte das blöde Gefühl, dass seine Klauen schärfer sind, als sie aussehen und weicht diesen aus. Es stellt sich als richtige Entscheidung heraus, denn das Monster zerschnitt den Boden sowie die Säule ohne Probleme.

„Versucht erst gar nicht seinen Klauen zu parieren!“ warnt Erilag, aber die anderen haben das Problem gesehen. Castien war hinter dem Monstrum und versuchte eine seiner Stacheln zu zerstören, denn anders werden sie vermutlich nicht an seinen Kopf ran kommen, aber…

„Verdammt, ich kann die Stacheln nicht zerstören!“ fluchte Castien. „Kunz, wir müssen mit anderen Mitteln das Ding zerstören!“

Kunz hat den Kampf beobachtet und fürchtet, dass keiner von ihnen in der Lage sein wird, das Monster mit ihren Waffen zu besiegen, wenn es von Metall komplett überzogen ist.

„Onesta, kannst du irgendetwas machen?“ fragt Kunz seinen Magier, aber Sherry mischt sich ein. „Dieses Skelett hat die gleichen Muster wie die Ritter. Als ich meinen Ritter mit Magie bekämpfen wollte, hatte es keine Wirkung gezeigt. Es müsste vermutlich richtige mächtige Magie eingesetzt werden, bis es funktioniert.

„Das glaube ich nämlich auch. Wenn mich nicht alles täuscht, sich das eingravierte Schutzrunen, dessen Effekte ich aber nicht analysieren kann. Es tut mir leid, aber dafür habe ich nicht die nötige Mana um dies zu bewerkstelligen!“ entschuldigt sich Onesta.

„Also ein Monster das sowohl stark gegen Magie als auch Waffen ist. Dann waren die Ritter nichts weiter als eine Aufwärmrunde? Und wenn wir das Monster irgendwie geknackt bekommen, wartet dann noch das stärkste Monster in der ganzen Burg, der Lichkönig persönlich auf uns?“ fluchte Kunz.

Der Lichkönig fiel wieder in sein schauderhaftes Gelächter ein. „Ahh, scheinbar ist mein Diener wohl zu stark für euch? Eine Aussage muss ich leider korrigieren.“ höhnte der Lichkönig.

„Ich bin nicht der stärkste. Der stärkste ist mein letzter Diener, der langsam hierher kommt. Scheinbar hat er die Frau, die meine Armee vernichtet hat, besiegt. Ich spüre wie er immer näher kommt.“ dann lachte der Lichkönig wieder.

Wenn die Moral gegen das Stachelskelett nicht gerade hoch war, hat der Lichkönig ihr den Rest gegeben und sie liegt nun im Tiefpunkt. Sherry fällt auf ihre Knie und fängt an zu tränen, dabei schüttelt sie den Kopf.

„Niemals… Ich kann einfach nicht glauben, das Sina besiegt wurde! Bei der Göttin, ich werde deiner Lüge keinen Glauben schenken!“ trotz Sherry dem Lichkönig.

Auf einmal hörte jeder im Thronsaal, wie was krachte, wieder krachte und das Krachen immer näher zum Thronsaal kam. Selbst das Stachelskelett hörte mit dem Angriff auf und wundert sich, was kommt.

Wie aus dem Nichts platzten aus einer Wand Steine heraus und…

Zeit wird gedrosselt:

Aus der Staubwolke kam ein Mann in einem blauen Mantel rückwärts heraus gedrückt, der mit beiden Händen ein Katana aufhält, dass vor seiner Brust war. Seine Hände bluteten und ebenso war sein Gesicht voller Blut. Seine Kleidung hatte überall Schnitte und man sah an seinem Körper blutige Schnittwunden.

Das Katana wurde von Sina gehalten, die ihre Zähne fletschte. Ihr Bauch und Rücken sind ziemlich offen gehalten und man sah überall Wunden. Ihre Hose ist ebenfalls in Leidenschaft gezogen worden. Beängstigend ist ihr Gesicht. Ihre Augenpupillen sind fast zu Schlitzen geformt wie die einer Katze. Aus der Nase, dem Mund und den Augen selbst kam auch Blut heraus.

Sie versuchte mit ihrer Kraft das Katana in die Brust des Mannes zu schieben, was er aber scheinbar verhindern kann. Ohne zu wissen, wo beide gelandet sind, drückte Sina weiter gegen den Mann, worauf hin Sina den Mann unbewusst gegen das Stachelskelett drückte.

Man hörte das laute Brechen der Knochen von dem Monster und der Mann riss seine Augen vor Schreck auf. Sina aber lief unbehindert weiter und drücke das Stachelskelett mit gegen die nächste Wand, die darauf hin durchgebrochen wurde. Man hörte das Krachen der nächsten Wände, ebenso wie ein Raum ganz einstürzte, sodass Sina wieder von der Abenteuergruppe getrennt war.

Somit waren der Lichkönig und die Abenteurer die Einzigen im Thronsaal, die gerade das Gesehene verarbeiten mussten.

„„„„EHHHH???““““ dachten alle im Thronsaal Anwesenden.

Kapitel 43

Ich bin wiedergeboren und der große Kampf beginnt? Teil II

„Auu… was ist passiert?“ murmelt Sherry und rieb sich den Kopf. Das letzte woran Sherry sich erinnern konnte war, dass sie auf einmal von Sina nach vorne geschubst wurde und in der Nähe von Castien landete. Dann leuchtete der Boden auf einmal und es wurde ihr schwarz vor Augen.

Sherry schaute sich um und sah, dass sie in einem großen beleuchteten Raum war, wo viele Seile von der Decke herunterhingen. Es waren einige Möbel vorhanden, aber sie waren so zu gestaubt, dass sie wohl keinen Verwendungszweck hatten.

Dann sah Sherry Castien stehen. Ein innerer Schrei kam in Sherrys Kopf, dass sie ausgerechnet mit ihm zusammen ist. „Was hast du mir nur angetan Sina…“ murmelt Sherry.

„Ach, ist der Mischling auch wieder bei Sinnen?“ meldet sich Castien arrogant, dreht sich aber nicht nach Sherry um.

„Meinst du, es gefällt mir mit dir in einem Raum zu sein? Ich glaube nicht, dass es Sinas Absicht war, uns die Hölle heiß zu machen. Vermutlich wollte sie mich aus dem Kreis raus haben und hat nicht hingeschaut.“ rechtfertigt Sherry ihre Situation.

„Mir egal was deine Freundin geplant hat, ich sitze hier in diesem Schlamassel! Erst lasse ich mich von einem Zombie provozieren. Dann werde ich weg teleportiert und wäre das noch nicht alles, ist hier ein Mischling bei mir!“ schimpft Castien.

„Schau mich beim Reden gefälligst an oder erlaubt dir dein Stolz das nicht?!“

„Was versteht ein Mischling schon von Stolz! Ich war von Anfang an dagegen, eine unreine Brut dabei zu haben, aber die anderen wollten nichts davon wissen. Was mich dabei erzürnt ist, dass selbst Mariel kein Problem damit hat!“

„Vermutlich sieht sie die Welt etwas offener, aber das wirst du in diesem Leben nicht verstehen, solange dein Stolz dich so blendet!“

„Schweig! Mach dich lieber nützlich und such einen Weg, damit wir wieder die Anderen treffen können!“

„Und was machst du?“

„Das braucht dich nicht zu interessieren Mischling!

„Ich habe einen Namen! Ich bin so geboren und mir den Vorwurf zu machen ist das dämlichste, was man machen kann! Falls du es nicht mitbekommen hast, mein Name lautet Sherry!“

„*seufz* Du ahnst nicht, wie egal mir dein Name oder dein Leben ist.“

„Da wäre ich aber sehr vorsichtig, Herr hochtrabender Elf. Du hast Sina kennengelernt und ich weiß eins. Sollte mir was passieren, wird sie dich jagen und wehe sie erwischt dich. Du solltest in deinem eigenen Interesse dafür sorgen, dass ich solange lebe, bis ich wieder mit Sina zusammen komme!“

„Drohst du mir etwa?!“

„Mir egal ob du es als Drohung oder Warnung aufnimmst, aber sollte dein Stolz dich zu sehr blenden, will ich dich nur drauf Aufmerksam machen, dass du diesen Mischling mit deinem Leben beschützen solltest, wenn nicht, sage ich nur Sina.“

„Welch eine“ „komische Zusammenarbeit.“ kamen auf einmal Stimmen aus dem Nichts. Sherry und Castien haben sich angestarrt und ihre Umgebung komplett ausgeblendet während des Streites.

In der Zeit haben sich zwei identische Frauen angeschlichen. Beide haben die gleiche Kleidung an. Ihre Bewegungen ist gleich. Das einzige, was anders bei den beiden Frauen ist, sind ihre Haarfarben.

Eine Frau hat ihr Haar auf einer Seite schwarz. Die andere Seite weiß. Während es bei der anderen Frau genau umgekehrt ist.

Aber das wichtigste ist viel mehr, was die Frauen sind. Hätte Sherry mit Sina sich nicht vor kurzem über Vampire unterhalten, hätte sie es am Anfang nicht bemerkt, um was es sich bei den Frauen handelt.

„Ihr niederträchtige Brut. Nicht nur Untote, sogar Vampire sind hier? Was werde ich hier noch alles antreffen?“ fluchte Castien

„Na na, keine“ „Manieren gelernt?“ spötteln die Zwillinge mit einem Grinsen. „Normal stellt man sich vor.“ „Genau, immerhin seid ihr doch in unser Zuhause eingedrungen!“

„Mein Name ist Mio.“ Mein Name ist Tio.“ „Zusammen sind wir“ „die Vampir-Zwillinge!“ „Aber nicht irgendwelche“ „erschaffene Vampire, sondern geborene!“ und beide kicherten.

„Erspart mir die widerlichen Details, lasst euch einfach von meinen Schwert töten, damit ich hier wegkomme!“ droht Castien.

„Castien! Wenn das stimmt, was sie gesagt haben, sind sie stärker als normale Vampire!“ warnt Sherry ihren Begleiter.

„Ich habe in meinen Leben genug Vampire getötet, um zu erkennen, dass sie kleine Fische sind! Lass mir dir eine Warnung geben Mischling. Misch dich nicht im Kampf ein!“ drohte Castien Sherry.

„Aber sie sind zu zweit!“ merkt Sherry das Problem an.

„Lass es meine Sorge sein!“ und Castien ignoriert Sherry. „Ihr hässlichen Weiber, ich bin euer Feind und werde euch töten!“

„Puh, soviel Hochmut.“ „Das erlebt man selten.“ und beide Vampire zogen ihre Waffen, jeder ein Rapier. Dann sprang Mio zu den hängenden Seilen hoch und hielt sich dort fest, während Tio langsam auf Castien zuschritt.

Auf einmal ist Tio verschwunden, zumindest für Sherrys Augen und erschien hinter Castien zum Angriff. Castien hatte es wohl geahnt und konnte den Angriff parieren und setzt zum Konter an, aber dann kam Mio von der Decke gesprungen zum Angriff.

Castien musste seinen Konter abbrechen und ausweichen, so ging der Angriff von Mio daneben, aber Tio setzte zum nächsten Angriff an. Wieder pariert Castien bis auch Mio zum Angriff kommt, sodass er gezwungen ist, nur noch zu parieren oder auszuweichen.

„Willst du nicht die Hilfe deiner Begleiterin annehmen? Ein Schwächling bleibt ein Schwächling, aber so können wir für Ablenkung sorgen.“ kichert Tio.

„Schwester, Schwester, ich habe gehört das Elfen eher sterben als das sie Hilfe von Mischlingen annehmen. Ich dachte immer, das wären nur Gerüchte, aber scheinbar stimmt es.“ kichert Mio.

„Dabei machen wir“ „noch gar nicht Ernst!“ und auf einmal wurden die Zwillinge schneller, was dazu führte, dass Castien auf einmal Schnittwunden bekam.

„Kleine Fische sind wir?“ „Dein Auge muss ziemlich schlecht sein.“ beide lachten.

Sherry hat den Kampf bisher nur aus der Ferne beobachtet. „Was kann ich machen, wenn ich nichts mache, werde ich sterben. Ich bin kein Gegner für sie, ich kann ihre Angriffe nicht mal sehen.“ überlegte Sherry fieberhaft.

„Was würde Sina tun… Na ja, vermutlich sie einfach nur töten und weitergehen, ihre Schnelligkeit kann ich ebenso nicht verfolgen…“

Nach kurzer Zeit ist Castien schwer am atmen. Er lebt nun über 750 Jahre und hat in seiner Karriere als Abenteurer schon gegen einige schwere Monster gekämpft. Aber hauptsächlich hat er sich auf Untote und Vampire spezialisiert, weil sie in seinen Augen unrein sind, aber auch weil er Vampire hasst.

Sie hasst, weil eine Vampir-Gruppe seine ehemaligen Gruppenmitglieder getötet und Castien gefoltert haben. Es grenzte an ein Wunder, dass er die Folter überlebt hat. Seitdem nimmt er jeden Auftrag an, der mit Vampiren oder Untoten zu tun hat.

„Schwer am atmen ist der Herr.“ „Vielleicht ist er doch nicht so stark, wie er glaubt.“ spötteln die beiden Frauen.

„Keine Sorge, euer unreines Leben werde ich schon bald beenden!“ fluchte Castien ihnen entgegen, musste aber leider zustimmen, dass die beiden Vampire tatsächlich stärker sind, als sie aussehen.

Ihre Angriffe sind viel zu synchron. Wenn er dies nur irgendwie unterbrechen könnte, dass er sich mit einem Vampir anlegen könnte. Aber eher lässt er sich umbringen, als das er die Hilfe von dem Mischling annimmt.

Auf einmal verschwand eine der Frauen vor seinen Augen, während die andere nochmal schneller wurde. Dann passierte es, von hinten ging die Waffe durch seine linke Schulter und Castien schrie auf.

Die Frau vor ihm nutze die Zeit und brach ihm das rechte Bein, sodass Castien zu Boden stürzte. Beide Frauen standen über ihm und grinsten ihn sadistisch an.

„Glaube, du bist der kleine Fisch.“ „Nun, was sollen wir mit dir machen?“ dabei sahen beide aus wie eine Katze, die eine Maus gefangen haben.

„Verdammt, ihr wollt mich nicht einfach so töten oder? Ihr seid doch alle gleich! Weidet euch an den Schmerzen der Lebenden! Nichts als Parasiten seid ihr!“ fluchte Castien unter Schmerzen.

„„Na und?““ antworten beide gleichzeitig und lachten dabei. „Dann fangen wir mal mit dir an.“ „Und danach nehmen wir die Frau!“

„Und die Frau wird euch fertig machen! Feuerball!“ ruft Sherry und schießt einen Feuerball auf die Vampire. Die Zwillinge springen von Castien weg und der Feuerball rauscht an ihm vorbei.

Sherry rannte vor Castien mit einem Schwert und schützt ihn. „Das wird nichts Castien, wir müssen zusammen arbeiten!“

„Was habe ich getan Göttin, dass mich ein Mischling beschützen muss…“ murmelte Castien bis er von Sherry eine Ohrfeige bekommt.

„Es reicht mir langsam. Man hat mir schon vieles angetan im Leben und ich habe es geschluckt, geschluckt und nochmals geschluckt, bis Sina mich von meinen eigenen Elend gerettet hat! Es ist vorbei, dass ich mir irgendwas anhören muss!“ schimpfte Sherry mit Castien, der sprachlos geworden ist.

Selbst die Zwillinge schauten erstaunt, was die Frau auf einmal machte. Sie schauten sich gegenseitig an und warten grinsend ab, was als nächstes kommt.

„Du bist NICHT in der Lage mit denen ALLEINE fertig zu werden! WIR zusammen aber hätten eine Chance! DU bist der Experte über die Vampire und kennst ihre Schwächen! Lass mir dir helfen! Was bringt es, wenn dein Stolz dich umbringt? Hast du niemanden, der auf dich wartet? Familie, Frau oder Kinder? Meinst du, sie würden jubeln, dass du vor lauter Stolz gestorben bist?!“ predigt Sherry auf Castien ein, der langsam ein roten Kopf bekam.

Man sah Castien an, dass er sich lieber einen Dolch in den Hals rammen würde, als dass er sich helfen lassen will. Aber die Ansprache von Sherry hat doch einen Nerv bei ihm getroffen. Tatsächlich hatte Castien in einem Elfendorf eine Familie. Immer wenn er im Dorf ankam, erzählte er die Geschichten, wie seine Aufträge waren seinen Kindern, die immer glänzende Augen bekamen.

„Lenkt sie ab, ich muss mir mein Bein schienen, sonst kann ich nicht stehen.“ antwortet Castien zähneknirschend und Sherry nickt.

„Danke das ihr gewartet habt, Tio und Mio. Ich glaube, ich habe mich noch nicht vorgestellt, aber mein Name ist Sherry. Ab jetzt bin ich euer Feind!“ und hält das Schwert vor die Schwestern.

Beide wirkten auf einmal etwas überfordert, dass ein Schwächling sich vorstellt und sich als neuen Gegner deklariert.

„Einen Ratschlag gebe ich euch, unterschätzt mich nicht, denn ich werde euch auch nicht unterschätzen! Ich habe gefährliche Talente!“ grinst Sherry die beiden an.

Beide lachten auf einmal. Mio muss sich den Bauch halten, während Tio die Tränen aus den Augen kamen. Als der Lachanfall verebbte, versuchten die Zwillinge sich wieder auf den Kampf vorzubereiten.

„Glaube, das war der beste Witz, den man uns erzählt hat.“ „Aber du bist wirklich kein Gegner für uns.“ „Denn wir beide können die Werte unsere Gegner sehen.“ „Und können dementsprechend unsere Pläne schmieden.“ antworten die Zwillinge abwechselnd.

„Nicht schlimm, aber ihr habt bestimmt noch nie gegen jemanden wie gegen mich gekämpft! Ich kann die Umgebung beeinflussen!“ pochte Sherry auf ihr spezielles Talent. „Lass mich nicht in Stich mein Pech!“ dachte Sherry noch.

Beide Vampire sprangen an den Seilen hoch um ihren Angriff vorzubereiten. Sherry zeigte mit ihrem Schwert provisatorisch auf die Zwillinge und grinst sie an, obwohl sie im Rücken ziemlich stark schwitzte.

Dann krachte auf einmal die ganze Decke. Überall fiel Putz und Staub runter, Sherry konnte ihr Gleichgewicht nicht halten und fiel auf ihre Knie, während Castien noch lag und versuchte eine Schiene an seinem Bein anzulegen. Nun aber seinen Kopf vor Gesteinsbrösel schützt.

Die Zwillinge konnten sich nicht mehr an den Seilen halten und fielen bei der ganzen Erschütterung von der Decke herunter und landeten mit dem Gesicht auf dem Boden, was man bei dem ganzen Krach nicht überhören konnte.

Auf einmal krachte auf der anderen Seite des Raums die Decke herunter und der Raum war nun um ein Viertel kleiner geworden. Viele Seile haben sich von der Decke gelöst. Es sind keine größeren Steine auf Sherry oder Castien gefallen. Dann hörte der Krach auf.

„*hust* Alles in Ordnung Castien?“ erkundigt Sherry bei dem Elf. Castien selbst ist auch am husten und wischt sich den Staub von dem Gesicht.

„Was bei der Göttin ist passiert?“ fragte Castien nach der Ursache und versuche bei dem ganzen Staub irgendwas zu erkennen.

Sherry stand wieder auf und wischte sich ebenso den Staub vom Gesicht und sah, dass sich die Zwillinge ebenso aufgerichtet haben, mit blutigen Schrammen im Gesicht. Sherry zeigte mit ihrem Schwert auf die Schwestern und setzte ein Grinsen auf.

„Na, habe ich zu viel Versprochen? Das kommt davon, wenn ihr mich unterschätzt!“ bluffte Sherry, obwohl sie selber nicht weiß, ob es tatsächlich ihr Talent war.

„Sie ist gefährlich Mio!“ „Aber ihre Werte sind doch viel niedriger als die von dem Elf, Tio?“ „Vielleicht sind sie gefälscht und hat nur so getan, als wäre sie schwach?“ „Ausschließen sollten wir das nicht.“ und beide nahmen eine Kampfstellung ein.

„Hach, ich rieche eure Angst! Ich gebe euch eine Chance! Flieht solange ihr könnt und ich werde euch nicht verfolgen! Na, wie klingt das?“ blufft Sherry weiter, um einen Kampf zu vermeiden, selbst Castien traut seinen Ohren nicht, was Sherry gerade gesagt hat.

„Sie will uns gehen lassen?“ „Das riecht nach eine Falle!“ „Sie ist stärker als der Elf!“ „Wir werden dich nicht unterschätzen!“ riefen die Zwillinge abwechselnd.

Manch einer würden sich fragen, ob die starken Zwillings-Vampire nicht ein bisschen… dämlich sind, zumindest einige andere Vampire würden den Kopf traurig schütteln.

„Am besten wir benutzen unsere Spezialattacke Tio!“ „Ja, wer weiß, was die starke Frau noch macht Mio!“ und beide verschwanden vor ihre Augen.

„Misch… Sherry, setze keine Feuermagie ein, der ganze Raum ist voller Staub!“ warnte Castien sie vor der Gefahr.

„Wieso?“ wundert sich Sherry, die das Problem nicht kannte.

„Weil der Staub entzündlich ist. Wenn der einmal Feuer fängt, löst sich eine Kettenreaktion aus und der ganze Raum explodiert dann!“ schimpfte Castien über ihr Unwissen.

„Ok, dann benutze ich nun meine Wassermagie!“ dabei zaubert Sherry einen einfachen Wasserball. Wer sich nun wundert, warum es bei ihr die Zauber schneller gehen als bei Onesta. Es liegt am Elfenblut, das durch ihre Adern fließt. Elfen sind von Natur aus magische Wesen und können daher komplexe Magie schneller zaubern.

Aber bisher sieht Sherry die Zwillinge nicht, egal wo sie hinschaut, auch zur Decke keine Spur zu sehen, während sie ein großen Wasserball mit einer Hand hält.

„Siehst du sie Castien?“ fragt Sherry, aber Castien schüttelt den Kopf. „Was meinen sie mit dem Spezialangriff?“ wundert sich Sherry.

Dann erschienen die Zwillinge an jeder Raumhälfte und liefen auf Sherry zu…

Aufgrund dessen das alles etwas zu schnell geht, wird es in Zeitlupe erklärt.

Mit einer rasenden Geschwindigkeit liefen Mio und Tio auf Sherry zu, um sie von beiden Seiten aufzuspießen.

Sherry, hat sie nur einmal kurz gesehen und wollte ihren Wasserball werfen, aber… ihr Pech meldete sich in diesem Zeitpunkt und es passierte das nächste Unglück.

Indem Sherry ihren Wasserball werfen wollte, schaffte sie es irgendwie am Boden auszurutschen und hinzufallen. Währenddessen fiel ihr Wasserball ebenso und machte den ganzen Boden um Sherry nass.

Die Zwillinge sahen, wie die Frau zu Boden ging, konnten aber nicht mehr ihren Angriff abbrechen, weil der Boden sie zum rutschen brachte und sie knallten mit einem so lautem Knall zusammen, dass man sogar Knochen brechen hörte.

Wenn Sina dies gesehen hätte, sie würde vor Lachen zusammenbrechen, dass es mal wieder typisch für Sherry sei.

Castien traut seinen Augen ebenso nicht. Die Zwillinge, die ihn in die Mangel genommen haben, dass er kampfuntauglich wurde, haben Probleme mit Sherry?

Auf jeden Fall nutze Sherry die Chance und stach vom Boden aus mit ihrem Schwert in den Bauch von Mio. Beide waren von dem Zusammenprall noch sehr verwirrt. Aber den Stich in der Magengegend bekam Mio schon mit und schrie vor Schmerzen.

Mio zog Tio mit sich, weil sie immer noch die Augen vom Aufprall verdreht, während Mio die Hand am Bauch hält, um die Blutung zu stoppen.

„Argh… Wie lange ist es her, dass ein Mensch uns so an der Nase geführt hat und sogar einen Treffer landen konnte?!“ fluchte Mio, dabei schüttelt sie Tio, dass sie wieder zur Besinnung kommt.

Dann sah Mio, wie Sherry und Castien aufstanden und ihre Waffen kampfbereit halten.

„Verdammt, ich bin verwundet und meine Schwester sieht immer noch Sterne… OK! Wir geben auf!Du bist zu stark für uns, Sherry!“ ruft Mio ihre Entscheidung.

„Eh?“ schaut Sherry verdutzt und Castien ist ebenso sprachlos.

„Wie eh? Du hast uns doch das Angebot gemacht, dass wir fliehen dürfen! Keine Sorge, wir werden nicht mehr in der Burg sein und dem Lichkönig helfen. Wir haben verloren und der Vertrag bindet uns nicht mehr!“ und Mio flüchtet mit Tio, die immer noch Sterne sah.

„Wir haben gewonnen?“ versuchte Sherry die Stille zu brechen, während Castien die Hand vors Gesicht schlägt.

„Ich weiß echt nicht, was ich dazu sagen soll. Wir können echt froh sein, dass die beiden so dämlich waren…“ murmelt Castien durch die Hand.

„Und was machen wir nun?“ fragt Sherry.

„Wir suchen jetzt die anderen. Wenn wir noch auf weitere solche Gegner treffen werden, haben wir verloren. Noch so einen dämlichen Gegner wie die Zwillinge werden wir hier nicht treffen…“ meint Castien, der sich auf dem Weg zur Tür macht, wo die Vampire durch gegangen sind.

Aber nach den ersten Schritten wäre er fast durch sein gebrochenes Bein gestürzt, wenn Sherry ihn nicht von der Seite aufgefangen hätte.

„Lass mich dich stützen, dann finden wir die anderen.“ meint Sherry. Castien wollte schon was böses sagen, aber irgendwie hat Sherry sich und ihn vor den Vampiren gerettet, also lässt er sich stützen.

„Dann lass uns nicht trödeln.“ antwortet Castien kurz gebunden. Auf dem Weg zu Tür schauten sie nochmal den Schaden an, der in diesem Raum entstanden ist.

„Hast du deine Finger im Spiel für dieses Chaos?“ fragte Castien und Sherry schüttelt nur den Kopf.

„Ich… glaube nicht, dass es mein Talent war. Aber irgendetwas ist über uns eingestürzt. Hoffentlich geht es den anderen gut.“ antwortet Sherry.

„Diese Vampire… waren tatsächlich die Stärksten, die ich je getroffen habe. Wenn ich ihre Stärke beurteilen müsste, liegen sie zwischen SS und SSS. Ich bin nicht der Typ, der sich Sorgen macht, aber wenn diese Diener alle so stark sind, wie ist dann der Lichkönig?“ erklärt Castien die Problematik.

„Lass uns erst mal die anderen finden. Dann soll Kunz weiter entscheiden.“ meint Sherry nur.

Kapitel 42

Ich bin wiedergeboren und der große Kampf beginnt?

Die „Höllenschwerter“ wurden in eine riesige Halle transportiert. Von der Decke hingen verweste Leichen, Skelette oder andere unaussprechliche Dinge und der Gestank.

„Verdammt, stinkt das hier! Mir wird schon ganz schwindelig, zieht euch die Gasmasken an!“ befiehlt Kunz und jeder ging seiner Forderung nach.

Nachdem nun jeder eine Gasmaske aufgesetzt hat, fragt Mariel: „Sind ansonsten alle in Ordnung? Wo sind wir und wo ist der Rest?“

„Mal schauen, Onesta, Mariel, Kunz und meine Wenigkeit sind anwesend. Ich habe mich zu sehr auf diesen sprechenden Zombie konzentriert, bis unter unseren Füßen ein Kreis aufleuchtete.“ meint Erilag.

„Ich habe noch gesehen, wie Sina vor dem ganzen Schlamassel Sherry geschubst hat, bevor die Kreise erschienen sind. Scheinbar hatte sie irgendwie eine Falle geahnt und wollte ihre Freundin retten, nur zu dumm, dass sie ausgerechnet in die Nähe von Castien gefallen ist. Scheinbar war sie in seinem Kreis gewesen.“ erklärt Onesta.

„Also sind wir, Castien mit Sherry und Sina jeweils in einem magischen Kreis weg teleportiert? Hoffentlich reißt sich Castien zusammen, wenn er mit Sherry unterwegs ist, ansonsten sehe ich schwarz, wenn Sina nach ihr sucht, aber nur Castien… lebend vorfindet.“ orakelt Kunz.

„Aber das war eine Falle wie aus dem Lehrbuch… Der Zombie lenkt uns ab und provoziert uns, sodass wir getrennt standen und aktivierte seinen Zauber. Wie war seine Aussage, wir müssten uns mit den Dienern des Lichkönig herumschlagen? Glaube, dass war der Zweck dieser Falle.“ klärt Erilag die Situation auf.

„Am meisten Sorgen machen ich mir um Castien und Sherry. Das ist wie mit Feuer und Öl. Ich kann nur an die Göttin beten, dass Castien heute sein Stolz herunterschluckt. Um Sina mache ich mir komischerweise am wenigsten Gedanken. Irgendwie erwarte ich, dass wir bald von ihr hören werden.“ denkt Mariel laut nach.

„Lasst uns erst mal um uns Sorgen machen. Überall diese Leichen und der Gestank, es erinnert mich an eine Lagerhalle für Leichen. Wir sollten uns schleunigst mit den anderen wieder treffen, bevor dieser „Diener“ uns hier findet.“ sagt Onesta nervös, bis auf einmal jeder das laute Stampfen hörte.

„Es ist hier viel zu dunkel. Mach uns den Raum heller Onesta!“ befiehlt Kunz und Onesta fing an, seinen Zauber zu murmeln. Danach erschienen mehrere kleine Leuchtkugeln vor Onesta, die sich im Raum verteilten und dann immer heller wurden.

Manchmal ist es ein Segen, wenn man gewisse Dinge nicht sieht, aber die Helligkeit zeigte die Schrecken. Jeder der Abenteurer hat gewiss Dinge im Leben erlebt, die man nie wieder vergisst. Aber das Monster, welches das laute stampfen verursachte, hätte den einen oder anderen gestandenen Abenteurer dazu gebracht sich zu übergeben, wenn sie nicht ihre Masken auf hätten.

Das Monster bestand aus lauter zusammen genähten Leichen. Es hatte drei gewaltige Arme. Seine Gedärme hingen heraus. Eines seiner Beine war viel zu kurz und trotzdem schaffte das Ding zu gehen. Es trug eine riesige Henkersaxt und sein Kopf wurde gnädigerweise mit einer Kapuze verdeckt, aber es hatte irgendwie zu viele Augen.

„Himmel, welches kranke Hirn hat dieses Ding… erschaffen?“ würgte Mariel, konzentriert, sich nicht zu übergeben.

„Ich glaube, wir müssen uns mit ihm befassen. Der ist viel zu speziell, das ist wohl einer der Diener. Bei der Göttin, ich kann seinen Gestank selbst durch die Maske riechen. Hoffentlich ist das kein unbekanntes Gift, was es ausströmt.“ presste Onesta.

„Konzentration! Wir nehmen Kampfstellung ein, Erilag du lenkst seine Aufmerksamkeit auf dich, während Onesta sich für ein paar Zauber bereit halten soll. Mariel, behalte Erilag im Auge, ich habe das Gefühl, dass dieser Fettklops gut austeilen kann. Ich werde versuchen, es von hinten anzugreifen. Denkt dran, es ist ein Untoter und mit hoher Wahrscheinlichkeit ist sein Kopf die Schwachstelle!“ motiviert Kunz seine Gruppe auf.

„Chuur… ist sein Name… Er ist… unser Henker…“ murmelt eine Stimme hinter dem Riesenzombie. Die Gruppe versuchte die Stimme zu orten, aber fanden niemanden.

„Es bringt… nichts, mich zu… suchen… Ich bin… ein Opfer… wie alle anderen… hier. Eins war… ich lebendig… aber dann… wurde ich… wiederbelebt und diesem… Monstrum überreicht… Unterschätzt es nicht,… es ist… schlauer als es… aussieht!“ warnte die Stimme.

Chuur kannte wohl die Stimme und ging zu einem hängenden Leichnam an der Decke. Er grunzte durch die Kapuze, dann schlug er mit seiner Axt auf seinen Kopf. Die Axt ging sauber durch den Kopf und als seine Arbeit erledigt war, lenkte der Henker seine Aufmerksamkeit wieder der Gruppe zu.

„Nicht nur stark, auch schnell ist das Ding. Seinen Namen zu kennen, macht die Situation auch nicht besser. Seid ihr bereit?“ fragt Erilag, der sich auf den Kampf eingestellt hat. Als alle nickten, rannte Erilag mit erhobenen Schild los und schrie das Monster an.

Das Monster gab so was ähnliches wie ein Lachen von sich und provozierte Erilag mit Gesten „Komm doch.“, aber Erilag ist ein Veteran, der sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. In der Zeit rannte Kunz an die Seite, weit genug, weil das Monster ihn nicht sehen sollte, um hinter ihn zu gelangen.

Onesta stand mit Mariel in einem gewissen Abstand und zaubert einen etwas längeren Zauber, der das Monster vernichten sollte, während Mariel erst abwartet, wie der Kampf verläuft.

Als Erilag nah genug an den Henker ran kam und einen Angriff provozierte, griff Chuur mit seiner Riesenaxt von der Seite an. Erilag hat es kommen sehen und hob sein Schild hoch, aber die Kraft, die in der Axt war, konnte er nicht blocken und flog mit hoher Geschwindigkeit gegen die Mauer.

„Erilag!“ schreit Mariel und fokussiert einen Heilzauber, denn der Arm muss gebrochen sein, so verbeult wie das Schild aussah. In der Zeit war Onesta mit seinem Zauber fertig und feuert einen großen Feuerball auf das Monster.

Chuur sah den Feuerball auf sich zufliegen und schlug es mit der flachen Seite seiner Waffe einfach von sich weg, sodass der Zauber gegen die Wand flog. Dort explodierte es und zerstörte ein großen Teil der Wand, die hängenden Körper an der Decke flogen hin und her.

Onesta kam aus dem Staunen nicht heraus, dass ein Untoter in der Lage ist, einfach einen Zauber zur Seite zu schlagen, während Chuur wieder eine Art Lachen von sich gab.

Kunz nutze die Chance und schlug von hinten zu. Als hätte das Monster dies erwartet, kam die Faust von seinem dritten Arm geflogen und schlug Kunz von sich weg. Kunz konnte mit Mühe verhindern, dass dieser Schlag ihn bewusstlos machte und versuchte wieder aufzustehen.

„Verdammt, ich muss mir schnell einen anderen Plan einfallen lassen. Dieser Untote spielt in einer anderen Liga, als ich das sonst kenne.“ dachte Kunz, während er Blut spuckte.

Mariels Heilzauber haben die gröbsten Schäden bei Erilag geheilt, sodass er wieder aufstehen konnte, aber sein Schild…

„Verdammt, du elendes Monster! Das Schild ist ein Familienerbstück gewesen und du verbeulst das einfach!“ schimpft Erilag.

„Onesta! Hast du irgendwelche Licht- oder Eiszauber?“ ruft Kunz von der anderen Seite. Durch diese Ablenkung bekam Onesta nicht mit, dass das Monster einen Körper von der Decke gerissen hatte und auf den Magier zuwarf.

„Uff…“ gab Onesta noch einen Laut ab. Dieser Angriff hat bestimmt mehrere Rippen gebrochen und hätte ihn vermutlich aufschreien lassen, aber dank der Erfahrung mit dem „Brecher“ sind diese Schmerzen ihm nicht unbekannt. Aber es fällt ihm schwer sich zu konzentrieren, nicht das Bewusstsein zu verlieren.

Der Kampf verläuft sehr schlecht für die Höllenschwerter. Sie haben viele gemeinsame Abenteuer schon hinter sich und auch mit gefährlichen Monstern gekämpft, aber so ein einseitiger Kampf ist doch neu für sie.

„Mariel, konzentriert dich auf Onesta! Erilag und ich werden den Henker ablenken und frage ihn meine vorigen Frage! Ich muss es wissen für den nächsten Plan!“ schreit Kunz von der anderen Seite des Raumes.

Erilag hoffte wirklich, dass der nächste Plan das Ungeheuer irgendwie zu Fall bringt, ansonsten sieht es sehr düster aus. Aber er lässt es sich nicht anmerken und stürmte wieder auf den Riesen zu.

Mariel zog den Leichnam von Onesta runter und zauberte einen schnellen Heilzauber auf ihn. „Onesta, hast du die Frage mitbekommen?“ fragte sie danach.

„Ja… aber was genau braucht er?“ kam die Antwort von Onesta. Mariel gab einen bestimmten Pfeifton von sich, was nicht mehr als ein Ja bedeutete. Kunz verstand die Nachricht.

„Erilag, wie lange kannst du ihn alleine im Griff halten?“ rief Kunz, während er wieder das Monster umrundet.

„Solange es mich nicht trifft… lange!“ und wich einen Angriff aus, denn mit seinen Schild kann er keine Schläge blockieren, geschweige Standhalten.

Aber Chuur ist kein einfacher Zombie und schwenkte seine Aufmerksamkeit auf Kunz und griff ihn dann mit seiner Axt an. Dank der Erfahrung langjähriger Arbeit als Abenteurer konnte Kunz dem Angriff so eben noch ausweichen.

Das Monster zeigt seinen Rücken. Die Chance nutzte Erilag und schlug ihm seine Axt in den Rücken. Aber dieser Angriff zeigte keine wirkliche Wirkung auf das Monster, so zog sich Erilag wieder zurück.

„Verdammtes Monster! Du sollst dich auf mich Konzentrieren!“ schimpfte Erilag wieder und Chuur drehte sich tatsächlich wieder um, aber mit seiner Axt im Angriff. Dieser Angriff kam für Erilag trotz seiner Erfahrung etwas unerwartet.

Erilag sah auf einmal alles in Zeitlupe, wie Mariel nach ihm schreit… Onesta, der versuchte, einen einfachen Zauber auf das Monster zu zaubern und Kunz, dessen Augen auch vor Schreck weit aufgerissen sind.

„Verdammt, soll das tatsächlich hier mein Ende sein?“ dachte Erilag und sah schon, wie sein Oberkörper vom Unterkörper getrennt wird…

Auf einmal bebte die ganze Halle, jeder, auch Chuur konnten das Gleichgewicht nicht halten und sind gezwungen auf die Knie zu gehen. Über ihren Köpfe krachte und bebte es, es rieselte der Putz und viel Staub kam runter. Mehrere Zementblöcke lösten sich von der Decke und fielen runter.

Die Abenteurer schafften es rechtzeitig auszuweichen, immer haarscharf, aber Chuur wurde von einem der Blöcke getroffen und einer seiner Arme hing nutzlos herunter. Die Decke drückte sich immer weiter runter und jeder bekam Angst, dass der Raum einstürzt, aber…

„Ich glaube, es hat aufgehört?!“ murmelt Mariel, die wieder sich aufrichtete und zu Onesta rannte.

„Was es auch immer war, es hat mein Leben gerettet!“ ruft Erilag, der noch schnell ein Dankgebet an die Göttin richtete.

„Keine Feuermagie mehr, Onesta! Der Raum ist voller Staub!“ ruft Kunz den Befehl. Jeder wusste sofort, was passierte, wenn hier Feuer gezündet wird, fliegt hier alles in die Luft.

„Erilag, du lenkst weiter das Monster ab, aber keine Heldentaten mehr! Scheinbar ist einer seine Arme nutzlos geworden!“ dabei rannte Kunz zu Onesta, während Erilag nickte.

Auch das Monster hat sich mittlerweile erholt und stand wieder auf. Dabei merkte es, dass es einen seiner Arme nicht mehr benutzen kann. Es grunzte verärgert und zog an seinem kaputten Arm. Man sah wie die Nähte und das Fleisch riss bis er ab war und wirft seinen Arm dann weg.

„Widerlich… so was würden echt nur Untote machen.“ sprach Erilag, während er ein paar der Steine aufnahm und auf das Monster wirft, um es abzulenken. Einige Steine trafen seinen Kopf und nun hatte Erilag seine volle Aufmerksam wieder, während Chuur gereizt war.

Kunz ist bei Onesta angekommen und wird von Mariel geheilt. „Onesta, kannst du das Monster einfrieren?“

„Du meinst, zu einem riesigen Eisblock?“ fragt Onesta.

„So in etwa. Das Problem ist, es hat eine unendliche Ausdauer und Stärke, der wir nichts entgegen zu setzen haben. Seine Schnelligkeit ist auch geradezu beängstigend, so kommen wir nicht an seinen Kopf ran. Wir müssen ihn irgendwie verlangsamen, sprich seine Gliedmaßen zerstören. Wenn du seine Beine einfrierst, sodass Erilag oder ich diese zerstören können, müsste es erheblich geschwächt sein!“ erläutert Kunz den Plan.

„ … Es ist möglich. Gerade weil es keine Schmerzen fühlt, dürfte es für das Monster zu spät sein bis es was merkt, aber… es wird dauern und wird vermutlich ein Großteil meiner Mana verbrauchen!“ antwortet Onesta.

„Dann fang an. Wenn wir das Ding nicht aufhalten, werden wir nicht lebend hier wegkommen. Mariel, kannst du irgendetwas beitragen? Wir dürfen uns nicht mehr treffen lassen, dann kannst du auch angreifen.“ fragt Kunz.

„ … Ich hätte einen Zauber, aber… ich weiß nicht, ob er gegen Untote funktioniert. Wenn es funktioniert, ist das Monster abgelenkt.“ und teilt ihre Idee Kunz mit.

„Erilag! Wenn Mariel „jetzt“ schreit, schließ deine Augen!“ ruft Kunz dem Zwerg zu, der die ganzen Angriffe von dem Monster ausweicht. Von weitem konnte Kunz ein Nicken sehen. „Ok, er weiß Bescheid!“

Onesta bereitet seinen Zauber vor, benötigt aber seine Zeit. In der Zeit hat Mariel ihren Zauber schon fertig. Aus ihrer Hand kam eine kleine Kugel, die immer größer wurde, bis sie die Größe einer Wassermelone hatte. Mit größten Schwierigkeiten lenkte sie den Ball in die Höhe des Kopfes vom dem Monster.

Kunz wirft einen Wurfdolch, damit das Monster sich umdreht. Chuur hat von dem Ball nichts mitbekommen und merkte, dass etwas an seinen Hinterkopf traf. Es drehte sich um und wirkte erstaunt, dass ein schwebender Ball vor ihm war.

„JETZT!“ und die Kugel explodierte in einem Licht, dass die ganze Halle aufhellte. Sina würde es mit einer Blendgranate vergleichen, nur extremer.

Kunz hat sich vor Onesta hingestellt, damit das Licht nicht seinen Zauber störte und die anderen verdeckten ihre Augen. Aber das Monster hat eine volle Bandbreite abbekommen und brüllte seinen Zorn heraus, da es nicht mehr sehen kann. Es fing an mit seiner Axt um sich herum zu schlagen.

„Es hat funktioniert. Hoffentlich hält die Blindheit lang genug an. Solange halten wir Abstand!“ lobt Kunz Mariel.

Der Henker sah nur weiße Farbe. Es spürte keinen Schmerz oder Emotionen, aber die Ungewissheit, was seine Opfer planen, machte ihm zu schaffen. Er schlug wild um sich, traf einige der noch hängenden Leichen an der Decke, aber auch den Boden oder die Wände.

Onesta hat es geschafft, seinen Eiszauber zu aktivieren und an den Beinen des Monster bildeten sich kleine Eiskristalle, die sich immer weiter ausbreiten. Aufgrund seiner Schmerzimmunität sowie Blindheit, bekam der Henker es überhaupt nicht mit.

Seine Bewegungen wurden immer langsamer, zumindest konnte er nicht mehr schnell gehen bis zu dem Punkt, da er an einem Ort festgefroren ist. Das Monster wusste überhaupt nicht warum und schlug nun um sich.

„Erilag, zerstör seine Beine, ich lenke es vorne ab!“ ruft Kunz dem Zwerg die Nachricht zu, der ein OK zurück rief.

Kunz nahm ein paar weitere Wurfdolche aus seinem Inventar heraus und schleuderte sie auf seinen Kopf. Langsam bekam das Monster tatsächlich so was wie Panik, aber Kunz hat erreicht was er wollte und das Monster schlug nun nur noch vorne.

Diese Chance nutzte Erilag und schlug mit aller Kraft auf die vereisten Beine, die ohne Widerstand in viele Stücke zerbrachen. Das Monster fiel sofort nach vorne und krachte mit seinem restlichen Körper auf den Boden.

Chuur versteht die Welt nicht mehr. Es fühlt keine Schmerzen und seine Augen können immer noch nichts sehen. Nun liegt er und kann nicht aufstehen, geschweige denn seine Axt effektiv einsetzen. Er brüllt seinen Zorn heraus.

„Jetzt haben wirklich das Monster im Griff!“ freut sich Mariel, endlich einen Hoffnungsschimmer zu sehen.

„Kunz, ihr müsst ohne mich weiter machen… Ich habe kaum noch Mana…“ keuchte Onesta, der dicke Schweißperlen am Gesicht hatte.

„Es ist in Ordnung, der Sieg ist auf unsere Seite. Der Plan hat funktioniert, nun müssen wir irgendwie nur noch seinen Kopf zerstören.“ sagt Kunz.

Aber das Problem hat Erilag schon gelöst. Er rannte los, sprang auf den Rücken des Monsters, nutzte den Schwung aus und rammte die Axt mit voller Gewalt in den Kopf des Henkers.

Das Monster bäumte sich kurz auf, dann war es endgültig tot. Erilag schlug vorsichtshalber noch ein paar Mal mehr auf den Kopf, bis er sich vom Körper trennte.

„Das war die Rache für das Verbeulen meines Schildes!“ keuchte Erilag.

Das Team versammelte sich auf einer Stelle, sodass Mariel die Wunden heilen konnte und Kunz die nächsten Schritte plante.

„Ok, Stand unserer Gruppe ist, Onesta ist fast ausgelaugt und kann kaum irgendwelche Zauber nutzen. Erilag sowie ich haben von dem Ding einiges einstecken müssen und können noch etwas kämpfen. Aber nicht auf Dauer, zumal Erilag auf sein Schild verzichten muss. Einzig Mariel ist noch die Fitteste in der Gruppe.“ erklärt Kunz den Standpunkt.

„Das mag sein, aber wenn wir die anderen treffen und sie haben ebenso fürchterliche Gegner wie wir, werde ich sie ebenso versorgen müssen und auch mir geht irgendwann die Mana aus. Ich hoffe vom Herzen, dass dieses Monster das Einzige war, denn wenn noch mehr von denen hier rumlaufen, haben wir ein gewaltiges Problem.“ schildert Mariel ihre Sicht und die anderen nickten.

„Und das war nur ein „Diener“. Wie stark wird dann der Lichkönig sein? Wenn ich abschätzen müsste, war dieses Monster ein „SS“. Ich möchte nicht die Moral unserer Gruppe zerschmettern, aber wir müssen uns bewusst sein, dass ein stärkeres Monster auf uns wartet.“ betrachtet Erilag die Situation realistisch.

„Das schlimme ist, dass ich für euch nicht mehr wirklich vom Nutzen bin. Ich habe mich seit Jahren nicht mehr so ausgelaugt gefühlt. Ich kann höchsten nur ein paar kleine Zauber sprechen, bevor ich zusammenbreche.“ warnt Onesta.

„Ich verstehe eure Sorgen. Das Problem ist, wir wissen nicht wo wir sind, noch können wir hier fliehen. Vergesst nicht, das Gitter vom Tor ist unten und draußen stehen die ganzen Untoten. Wir werden uns umsehen und hoffen, dass wir die anderen treffen. Nur gemeinsam werden wir eine Chance haben. Ich glaube an unser Team und auch an die Stärke der anderen, dass sie ihre Gegner überwältigen werden.“ motiviert Kunz seine Gefährten.

„Aber was war das für ein Beben? Es fühlte sich an, als wäre irgendwas großes schweres über uns gestürzt.“ fragt Onesta.

„Das werden wir vermutlich nur herausfinden, wenn wir hier rauskommen. Aber wer weiß, vielleicht hat Sina ja ihre Finger im Spiel. Wenn sie kämpft, leidet ihre Umgebung ebenso.“ scherzte Mariel.

Wie nah Mariel an der Wahrheit doch war…

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