Sin Roswell

Web Novel Deutsch

Kapitel 352

Ich bin wiedergeboren und seltsame Begegnungen?

Rokea saß entnervt alleine vor einem Café und starrte alle Personen an, die die Straße hoch und runter gingen. Sie hatte gehofft, diese Präsenz zu finden, aber da war die Nadel im Heuhaufen zu finden einfacher.

Sie rührte gelangweilt mit dem Löffel in ihrem Glas „was-auch-immer“ Getränk, als auf einmal eine Frau vor ihr stand.

„Darf ich mich zu dir setzen? Du siehst ziemlich gelangweilt aus.“ grinste eine sehr blasse Frau in einem Lederoutfit mit schwarzen Haaren.

„Huh? Steht hier ein Schild, dass ich reden will?“ starrte Rokea weiter auf ihr Getränk, als die Frau sich ungefragt hinsetzte.

„Nö, aber wenn du dich schon langweilst, können wir uns auch gemeinsam langweilen. Mir ist nämlich auch sehr langweilig. Übrigens, mein Name ist Zada.“ stellte sich die Vampirin vor.

„Schön für dich, nun verzieh dich wieder.“ wurde Rokea nun langsam sauer. Die ganze Zeit hatte sie ihren Frieden und die Leute gingen ihr aus dem Weg.

„Warum so schnell sauer? Darfst du nicht an dem Turnier teilnehmen, ich meine es ist ja ziemlich offensichtlich, dass du eine Dame des Behemoth-Clan bist.“

„Natürlich bin ich ein Teil des Behemoth-Clan, noch offensichtlich kann es ja nicht sein oder? UND nein, ich darf NICHT mitkämpfen, obwohl ich in der Gruppe bin.“

„Ok? Mich zwingt man dazu, dass ich kämpfen soll. Scheinbar haben wir beide es nicht gerade einfach.“ lächelt Zada traurig. „Huh? Wieso zwingt man dich?“ wunderte sich Rokea.

„Weil meine große Cousine Stress mit jemanden hat und dieser Person eins auswischen will. Bisher… habe ich noch nicht den großen Plan gehört, wie das denn gehen soll?“ rollte Zada mit ihren Augen. „Und warum darfst du nicht kämpfen?“

„ … Ich bin zu stark. Alles was ich angreife oder töte, endet mit einer kompletten Zerstörung.“ wunderte Rokea sich, dass sie sich einer Unbekannten öffnet.

„Ok? Sehe jetzt nicht so das Problem, denn ich kenne jetzt spontan weitere Personen, die alle und jeden zerstören.“ wiegelt Zada ihren Kopf hin und her.

„Nicht, wenn die Zerstörung so weit geht, dass eine komplette Stadt verschwindet, zumindest in den Augen meines Vaters. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals meine komplette Stärke eingesetzt habe.“ hörte man nun die Frust aus der Stimme.

„Nichts für ungut, aber da kenne ich immer noch genug Personen, auf die das auch zutrifft und die nehmen erst recht keine Rücksicht darauf.“ hob Zada eine Augenbraue hoch.

„ … Mein Name ist Rokea. Hast du eigentlich keine Angst, dass ich dir was antun könnte?“ schaute die Frau nun der Vampirin in die Augen.

„Nö. Nicht unbedingt das ich keine Angst habe, nur ich hatte eine Mutter gehabt, die hat mich immer wieder fast zu Tode gequält, dass ich den Tod mittlerweile als einen Segen betrachte.“ schaute Zada nun ein bisschen traurig.

„Deine… Mutter hat dir was angetan? Du bist kein Mensch oder?“ kniff Rokea nun ihre Augen misstrauisch zusammen.

„Das ist richtig. Ich bin ein geborener Vampir und vermutlich alt genug, dass ich deinen Urgroßvater kennen könnte. Bevor du auf falsche Gedanken kommst, aber ich wollte wirklich nur mit jemanden plaudern.“ hob Zada die Hände zur Beruhigung hoch.

„Als ob du mir was antun könntest, dann hätte ich wenigsten eine Abwechslung.“ schnaufte Rokea durch die Nase.

„Mache ich so ein schwachen Eindruck? Dabei bin ich meiner kämpferischen Leistung selber bewusst, dass… ich nicht unbedingt stark bin.“ grinste Zada schräg.

„Hmm? In meinen Augen sind alle Schwächlinge, sogar meine eigenen Clanleute. Ich würde mich gerne mit einer der Götterbestien anlegen, aber mein Vater verbietet es mir…“

„Wieso… hörst du eigentlich noch auf ihn? Du willst doch etwas erreichen oder nicht?“

„Weil ich es meiner verstorbenen Mutter versprochen habe, auf ihn Acht zu geben. Mittlerweile bereue ich diesen Schritt wirklich und… weiß wirklich nicht, ob ich nicht in der Zukunft durchdrehe.

Ich hoffe wirklich, dass jemand an dem Turnier teilnimmt, dass ich kämpfen muss. Das mein Vater überhaupt keine andere Wahl hat, als mich kämpfen zu lassen.“ spielte Rokea mit dem Getränk. Es herrschte eine Stille zwischen ihnen.

Auf einmal knallte eine Hand auf den Tisch. Beide Frauen schauten auf den Verursacher, dieser trug aber nur eine weiße Maske mit einem dunklem Umhang.

„Was machst du hier Zada?“ knurrte der Mann böse und Zada hat die Stimme sofort erkannt. „Riskel?! Was machst du denn hier?“

„Die Mörderin unserer Mutter töten, eine andere Chance werde ich nicht bekommen. Also: Was. Machst. Du. HIER?!“ brüllte Riskel wütend.

„Das schöne Leben genießen, siehst du das nicht? Seit die alte Schachtel…“ wollte Zada flapsig antworten, als sie auf einmal eine Ohrfeige ins Gesicht bekommt.

„Wage es ja nicht unsere Mutter schlecht zu reden!“ knurrte Riskel. „Immerhin tue ich was, was ich von dir nicht behaupten kann!“

Zada streichelt die geschlagene Wangenseite und schaute Riskel trotzig an. „Was… lässt dich eigentlich glauben, dass DU die Mörderin unserer Mutter töten könntest?“

„Ich habe seit dem Treffen mit Violet trainiert und kann definitiv von mir behaupten, dass ich stark genug geworden. Stärker als Mutter es jemals war!“ hörte man den selbstsicheren Ton in der Stimme.

Zada lachte aber einfach nur los. „Nein… vielleicht bist du das, aber Mel wirst du bestimmt nicht töten. Im Gegensatz zu dir habe ich sie bereits schon kennengelernt und weißt du was? Ich habe mich bei ihr sehr bedankt!“ wurde Zada dann am Ende sehr ernst.

„Du… wagst es mit der Mörderin…“ knurrte Riskel und wollte wieder zuschlagen, als Rokea ihn am Arm abhielt.

„Schlag noch einmal meine Freundin, Familie hin oder her, und ich reiße dir den Arm ab und stecke ihn da hin, wo es dir definitiv keinen Spaß macht!“ starrte Rokea den Mann in die Augenschlitze.

Riskel und Rokea starrten sich gegenseitig in die Augen, während Zada einen sehr erstaunten Gesichtsausdruck macht.

„Los… trau dich. Du bist stärker als Zada, aber immer noch unter meiner Liga… Schwächling.“ provozierte Rokea den Clanführer. Dieser fing nun wütend an zu knurren, als jemand eine Hand auf seine Schulter legt.

„Riskel… willst du wirklich jetzt die Chance verspielen?“ stand da eine weitere Person mit einer weißen Maske.

„Habe mich schon gewundert, wo du steckst Violet. Sag dem Idiot, der mein Bruder ist, dass er sich besser nicht mit Rokea anlegen sollte.“ provozierte nun Zada ebenfalls mit.

„Selbst wenn… der weitere Maskenträger mitkämpft, würde ich nicht mal ins Schwitzen kommen.“ grinste Rokea über die Situation, als nun bei ihr eine Hand auf ihre Schulter fiel.

„Rokea…“ knurrte ihr Vater. Die Vampire schauten alle erstaunt, wie riesig dieser Behemoth ist. „Dachte… ich kann dir vertrauen und was passiert?“

„Entschuldigung Vater, aber ich habe eine neue Freundin kennengelernt und ich soll zuschauen, wie sie vor meinen Augen geschlagen wird? Irgendwo habe ich auch eine gewisse Ehre!“ knurrte Rokea.

„Das ist sehr löblich, aber… wenn du jetzt Theater machst, werden wir von dem Turnier ausgeschlossen. Willst du das? Willst du wirklich deine… Chance verstreichen lassen, die starke Person zu verpassen?“ redet der riesige Behemoth auf die Frau ein.

Rokea und Riskel starrten sich noch kurz an, dann ließ die Frau den Vampir los. Dieser rieb sich an dem Arm. „Du bist offiziell aus dem Clan draußen Zada. Sollte ich dich oder einer meiner Vampire dich finden, wirst du getötet.“

„Bei der Göttin… danke. Du ahnst nicht, wie… sehr ich dich auf einmal liebe. Einer meiner größten Wünsche… wurde erfüllt.“ meinte Zada das sehr ehrlich. „Dann kann ich mich dem Clan von Lady Sina anschließen.“ „Huch?! Du kennst Sina?“ hörte Rokea nicht schlecht.

„Komm Riskel… du hast alles geklärt.“ zog Violett ihren Cousin vom Café weg. Belämmert wusste der Clanführer nicht, wie er auf diese Antwort von Zada reagieren soll.

Zada, Rokea und Rokus schauten dem Verschwinden der Vampire hinterher, als die junge Vampirin antwortet: „Danke… nun fällt mir wirklich eine schwere Last von der Schulter.“ lächelt Zada sehr offen Rokea an. „Bezüglich deiner Frage, aber ja, ich kenne Lady Sina.“

„Ist sie stark?“ riss sich Rokea von ihrem Vater weg und stand fast vor dem Gesicht von Zada.

„Erm… ja? Sie wollte auch an diesem Turnier teilnehmen mit ihrem Clan.“ versuchte das Vampirmädchen Abstand zu gewinnen.

„Bei… allen Götter… dann kann ich endlich gegen jemanden kämpfen, der sich mit mir messen kann!“ freute sich Rokea. Rokus dagegen… wirkte nicht so begeistert, dass zu hören.

„Nichts für ungut, aber… ich glaube nicht das du gegen Lady Sina eine Chance ist.“ wollte Zada sie ein bisschen dämpfen, als der riesige Behemoth antwortet:

„Ich glaube sehr wohl. Ich danke dir, blasses Mädchen, dass du für meine Tochter eine Freundin geworden bist. Rokea, wir müssen trotzdem nun gehen. Vielleicht könnt ihr euch die Tage hier wieder treffen, aber heute müssen wir dringend was besprechen.“

„Was müssen wir denn bereden?! Endlich habe ich jemanden gefunden, der Sina kennt! Nicht nur das, sondern mir auch die gute Neuigkeit gegeben hat, dass sie mitmachen wird!“ drehte Rokea sich wütend um.

„Rokea. Keine Diskussion, sonst bleibst du bis zum Turnierbeginn in deinem Zimmer!“ drohte Rokus. „Am… besten du hörst auf deinen Vater, ich werde die nächsten Tage hier immer mal vorbeischauen, dann können wir wieder reden.“ versuchte Zada die Situation zu entschärfen.

„Meinst du das ernst?“ drehte Rokea sich wieder um mit einem fröhlichen Gesicht. „Wow, sie kann ja sehr schnell ihre Gefühle umschalten.“ dachte Zada und nickte.

„Es… tut mir leid, dass ich am Anfang schroff zu dir gewesen war. Hoffe beim nächsten Gespräch haben wir ein besseren Start.“ verbeugte sich Rokea und Rokus nickte Zada nur zu, dann gingen die beiden Tiermenschen weg.

„Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass diese Frau die Tochter dieses Riesen ist.“ hob Zada grinsend eine Augenbraue hoch und musste sich verinnerlichen, dass sie nun keine Clanzugehörigkeit mehr hat.

„Wie… mache ich das nun mit meinen kleinen Bruder?“ machte die Vampirin sich nun Gedanken, denn Riskel ist nicht unbedingt… was man einen „fürsorglichen“ Bruder nennen würde.

Paar Straßen weiter…

„Wieso… war Zada so glücklich, als ich sie rausgeworfen habe? Das ist doch das Todesurteil für jeden Vampir ohne Clan!“ konnte Riskel sich nicht beruhigen.

„Weil sie damit nun jedem anderen Clan beitreten kann, den sie will und der sie auch aufnehmen würde. Dabei ist es nun wirklich nicht einfach, aus einem Clan zu fliegen.“ erklärte Violet trocken.

„Wenn Zada hier ist…“ murmelt Riskel.

„Dann ist der Rest ebenso hier.“ nickte Violet verständlich. „Das erklärt dann auch, warum Sandor den Heldentyrann mit genommen hat. Vermutlich liegt die Ursache bei Lisa.“

„Das war nicht der Plan, dass weitere Vampire ebenso mitmachen!“

„Lass uns zurückgehen und Onkel Taos das weiter sagen. Entweder er wusste es von Sandor oder ihm ist es schlicht egal, dass wir auf die anderen treffen.“

„Du kennst ihn lang genug, dass es ihm letztendlich eh egal sein wird, selbst wenn er es nicht wüsste.“

Kapitel 351

Ich bin wiedergeboren und lauter Katzenjammer?

Am nächsten Morgen saßen Sina, Zhin und Nitir im Essenssaal mit einem großen Eisbeutel auf dem Kopf und teilten sich das Leid.

„Wer… hat eigentlich gewonnen?“ murmelt Nitir und verzogt schmerzlich das Gesicht. Die 17 leeren Bierfässer in der Ecke konnte man nicht übersehen.

„Pss… du bist zu laut…“ murmelt Sina. „Es… dröhnt so in meinen Kopf…“

„Glaube… nur Belinda hat bei der… Aktion gewonnen…“ murmelt Zhin und alle drei stöhnten laut auf.

„Wie… kann ich solche Kopfschmerzen… haben… wenn ich Zustandsveränderungsimmunität habe…“ schüttelt Sina den Kopf und bereute diese Tat.

„Dürfte… an der Plörre… liegen, was sie Bier nennen…“ hob Zhin den Kopf und verzog schmerzlich das Gesicht.

„Nicht… alles auf der Welt… kann man mit… passiven Fähigkeiten… kontern.“ versuchte Nitir zu erklären, aber der Denkprozess schmerzte ihm sehr.

„Das hast du davon, wenn du immer einen Streit anfängst Sina.“ kam Sherry glücklich in das Zimmer rein. „Vielleicht änderst du ja nun deine Einstellung ein bisschen.“

„„„PSS!“““ zischten die drei gleichzeitig und verzogen ihre Gesichter wieder.

„Bei der Göttin, was ein Elendshaufen. Selbst eure Freunde machen nicht so ein Theater.“ grinste Belinda. „Ich bin froh, dass ihr das mit dem Waschkonzept verstanden habt.“

„Wie klappt es mit Nea eigentlich?“ fragte Sherry die Hauschefin und ignorierte das Elend am Tisch. „Ganz gut. Ich wusste nicht, dass man mit einer Arachne vernünftige Gespräche führen kann. Mein Mann hat scheinbar… noch seine Probleme, aber Irma kann nicht genug von ihr bekommen.“ lächelt Belinda.

„Wenn… die anderen das von deiner Aktion mitkriegen, wird der gesamte Clan sich schlapp lachen Nitir.“ kichert Zuzan mit voller Schadensfreude.

„Keine Ahnung was ihr habt, aber ich fühle mich pudelwohl.“ merkte Flai grinsend an, während Punny hinter ihm nickte.

„Ihr Schwächlinge… seid doch schon beim dritten Bierfass… umgekippt!“ wehrte sich Zhin sofort und stöhnte laut auf.

„Das du dich daran noch erinnerst zeigt eigentlich nur, wie gut es dir geht.“ kommentierte Sherry grinsend. Irgendwie hat jeder seine richtige Freude daran, dass die Anführer am leiden sind.

„Lasst meine Freunde in Ruhe!“ mischte Sina sich ein. „Seht ihr nicht… wie sie leiden?!“ und der nächste Stöhnlaut kam.

„Soll… doch mein Clan davon wissen, aber… den Abend wird mir keiner so schnell… nachmachen…“ murmelt Nitir.

Am Mittag trafen sich alle Freunde von Sina wieder, aber wunderten sich direkt, dass sie von Nea getragen wird. „Erm… was ist mit ihr passiert?“ fragte Kyllia direkt.

„Sie hat gestern versucht einen Streit mit einigen vom Behemoth-Clan sowie den merkwürdigen Leute die wir auf der Straße getroffen hatten, zu verursachen. Die Hauschefin hat sich dann eingemischt und das Ende vom Lied war, dass sie einen Bierwettbewerb gesoffen haben.

Nachdem 17. Bierfass fielen sie gleichzeitig vom Stuhl und mussten von ihren eigenen Leuten in die Zimmer getragen werden. Nun hat Sina neue Freunde gefunden, leidet aber auch gleichzeitig unter gravierenden Kopfschmerzen.

Ich könnte sie weg heilen, aber das tue ich nicht. Diese Strafe hat sie sich nun redlich verdient.“ lächelt Sherry strahlend.

„Wow…“ murmelt Lara, die das grünliche Gesicht von Sina begutachtet. „Da hattet ihr ja einen tollen Spaß gehabt.“

„Es… ist so hell hier… so laut… warum… musste ich mitkommen? Heute findet doch… kein Kampf statt…“ stöhnte Sina.

„Am besten wir ignorieren Sina, sie stöhnte mit Nitir und Zhin den gesamten Morgen schon herum. Gestern fast ein Streit, heute die besten Freunde.“ schlug Sherry vor.

„Nitir?!“ staunte Melaine. „Was macht er denn bei euch?“

„Wenn ich seinen Gefährten Nijus richtig verstanden habe, haben sie bewusst das weiteste Gasthaus gesucht, damit sie nicht so nah am Stadtlärm sind. Scheinbar sind sie es nicht so gewohnt.“ „Zuzan hat bei dem Wettbewerb mit gesoffen, hat aber sehr schnell das Handtuch geworfen.“ gaben die Zwillingsvampire ihren Bericht ab.

„Und… warum schaut ihr so betroffen aus? Louis, Falco und Christoper? Irgendwie… habt ihr da Augenringe.“ fragte Sherry die Männer.

„Wir… haben ein Gasthaus gefunden, dass für uns in Ordnung war.“ murmelt Louis. „Nur… die Zimmernachbarn neben uns…“

„Hatten scheinbar keine Schamgrenze und ließen allen an ihrem… „Treiben“ mithören. Wir werden uns heute nach einem anderen Gasthaus umschauen, sonst… schlafe ich außerhalb der Stadt, aber das zehrt zu sehr an meinen Nerven.“ meinte Christoper.

„Da bin ich glatt dabei…“ brummte Falco dazu.

„Irgendwie habe ich einen starken Verdacht, wer die zwei sind.“ „Ich auch. Kein Wunder, dass die Männer ebenfalls das weiteste Gasthaus aufgesucht haben.“ nickten Tio und Mio.

„Da wir alle hier sind. Ich habe mich mit Suki schon informiert und kann nun folgendes sagen:

Die Anmeldungen laufen von heute noch eine Woche. Wir sind zwar früh hier, aber dass ist meines Erachten überhaupt nicht schlimm, denn so haben genug Zeit… bessere Schlafplätze zu finden.

Wenn die Anmeldezeit abgelaufen ist, wird am nächsten Tag verkündet, wer denn offiziell an diesem Turnier teilnimmt. Unsere Gruppen sind auf sehr sicheren Plätzen, darüber brauchen wir uns keine Sorgen machen.

Ich schlage daher vor, dass wir uns alle in acht Tagen hier treffen und jeder… sein Ding macht. Wichtig ist aber… keine Kämpfe gegen andere Teams außerhalb des Turniers… Wenn ihr es macht, dann bitte ohne Beweise zu hinterlassen.

Rechnet damit, dass… gewisse Teilnehmer andere Teilnehmer, die aus dem Turnier schon draußen sind, bezahlen, um ein Team kampfunfähig zu machen. Wenn ihr es bemerkt habt, in der Stadt gibt es kaum Wachen, daher wird es mich nicht wundern… wenn man hier und dort eine Leiche finden wird.

Bisher bin ich mit meiner Planung sehr glücklich, nun liegt der Rest an euch, ob ihr euch benehmt, vor allem die Trauergestalt da drüben.“ zeigte die Wolfsfrau mit dem Kinn nach Sina.

„Beim nächsten… Wettbewerb lass ich dich von Nea holen, dann sehen wir ja… wie viel du wegstecken kannst.“ stöhnte Sina.

„Nö, darauf verzichte ich. Wenn die Chaosbestie in so einem Zustand ist, dann bin ich leider nicht in deiner Liga.“ lächelt Melaine.

„Ist… Suki eigentlich sicher?“ fragte Sina auf einmal. „Wenn… das hier so heiß hergeht… traue ich ihrem Clan… diese Schritte zu.“

„Keine Sorge Herrin. Ich teile mein Zimmer mit Rubina sowie Mel und im Nachbarzimmer schlafen Lara, Kyllia und Neia. Im Gegensatz zu… gewissen anderen Parteien, können wir über unser Gasthaus nicht klagen.

Sowohl unser Zimmer, als auch beim Zimmer von Lara… haben wir gewisse Vorsichtsmaßnahmen aufgebaut, sollten „sie“ weitere Versuche wagen.“ beruhigte die Katzenfrau Sina, aber sie hörte nicht mehr zu, als sie was viel wichtigeres erfahren hat.

„Lara und Kyllia… sind in einem Zimmer?“ grinste Sina. „Bevor du auf falsche Gedanken kommst, aber Neia schläft so, dass ich in Ruhe schlafen kann und jederzeit Suki zur Hilfe eilen kann.“ korrigierte Lara den Denkprozess von Sina.

„Aha… wenn du meinst?“ grinste Sina weiter und Kyllia grinste ebenso. Scheinbar haben sie vergessen, dass die Dämoninnen Meister der Illusionen sind. Scheinbar machte dies Lara misstrauisch. „Was… verheimlicht ihr?“

„Du machst dir wieder viel zu viele Gedanken Lara.“ beruhigt Neia ihre Zimmergenossin. „Lass dich nicht von den Zwillingen ärgern.“ Sina hob Kyllia nur einen Daumen hoch.

„Nun, ich werde die Ruhe genießen. Man sieht sich die Tage!“ verlässt Melaine als erstes die Gruppenversammlung.

„Wollen wir den Markt anschauen gehen Rubina?“ fragte Suki das Drachenmädchen, die sofort eifrig nickte.

„Wir werden wie angekündigt nach einer neuen Bleibe suchen.“ sagte Christoper und seine Freunde gingen direkt mit. Nach und nach geht jeder, bis nur Sherry mit Nea und Sina vor Ort waren.

„Was machen wir mit dem Ballast hier?“ fragte Nea grinsend. „Wir können sie irgendwo auf der Straße hinlegen.“

„Oh… das will ich sehen, ob du dir das zutraust…“ murmelt Sina. „Setzt… mich einfach im Gasthaus ab, dann habe ich wenigsten noch jemanden, mit dem ich mein Leid teilen kann…“

„Mach das mal am Besten Nea, so kann man mit Sina nichts anfangen.“ kichert Sherry. „Ich werde mir auch diesen Markt mal anschauen. Vielleicht sehe ich ja interessante Sachen.“ Nea nickte und stürmte davon.

Woanders…

„Mein Lord, Lady Sina und ihr Clan hat sich angemeldet.“ verbeugte sich Zetta vor dem Vampirkönig Taos und gibt ihm ein Blatt.

„Hrm… wie einfallslos diese Namen.“ warf Taos den Zettel achtlos beiseite. Die Vampire haben sich ein größeres Haus genommen und deren Besitzer gegen seinen Willen zu Vampiren gemacht, nun randalieren diese im Keller ankettet, um Blut zu bekommen.

„Wünscht ihr… dass man Lady Sina in der Zeit irgendwie… tötet?“ kniete Zetta weiterhin vor dem Vampirkönig.

„Macht das mal. Ich erwarte zwar nicht, dass ihr ihr irgendetwas antun könnt, aber ich habe schon seltsamere Dinge erlebt. Vieh gibt es immer genug auf der Welt.“ hob Taos eine Hand und die vampirische Tierfrau verschwand.

Der Vampirkönig ging zu einem der hängenden Blutopfer an der Decke, der panisch hin und her zuckte. Unterwegs nahm er ein Glas auf und schaute sich kurz den Fingernagel an, dann schlitzte Taos das Opfer am Hals auf und fing das Blut auf.

„Immerhin… gibt es hier keinen Mangel an Blut.“ schaute Taos dem Opfer beim Sterben zu und trank das Blut.

Irgendeine Kneipe…

„Der Boss sieht etwas… daneben aus.“ meinte ein Affenmensch. „Kein Wunder, als das geflügelte Miststück kam.“ nickte ein anderer Affenmensch.

„Meinst du… wir sollten nachhelfen, dass die Frau nie kommt?“ „Klingt nach einer guten Idee.“ kicherten die fanatischen Anhänger von Orum.

Vor dem Gasthaus „Beim Hasen“

„Vorsichtiger Nea…“ bat Sina, aber Nea hatte nun auch die Nase voll, warf sie von den Armen runter vor dem Gasthaus und ging wieder in die Stadt.

„Das… werde ich mir merken…“

Kapitel 350

Ich bin wiedergeboren und die „Party“?

„Endlich… ein Gasthaus gefunden…“ murmelt Sina auf dem Bauch liegend auf dem Bett, während Sherry ihr auf dem Rücken saß und die Schulter massiert. „Kein Wunder… warum Melaine mir Nea überlassen hat…“

„Nun, dafür haben wir einiges von der Stadt gesehen. Es war schon eine gute Idee von Melaine gewesen, dass jeder sich selbstständig sein Gasthaus aufsucht. Stelle mir die Frage, wer noch mit wem untergekommen ist.“ grinste Sherry, dabei achtet sie darauf, die Flügel nicht zu verletzen.

„Hoffentlich Lara und Kyllia in einem Zimmer, damit das Theater ein Ende hat. Du kannst mir sagen was du willst, aber Lara ist definitiv nicht abgeneigt von Frauen. Du hättest ihr Gesicht sehen müssen, als sie die Katzenfrau gebissen und ihr Blut geschleckt hat.“

„Nun… die Zukunft ist ungewiss oder? Bei der Aktion hast du dich wieder selbst verletzt, dass habe ich dir sofort angesehen. Ich kann Suki verstehen, dass sie einerseits akzeptiert, dass du tust, was getan werden muss. Aber auch, dass sie wütend wurde, dass… du jemanden etwas angetan hast.

Denk an Lara, sie wurde auch gegen ihren Willen zu einem Vampir gemacht. Was… macht dich jetzt in diesem Moment besser als Acula? Ich will dir jetzt nicht was einreden, nur erklären, wie Suki es in diesem Moment empfunden hat.

Die Vampire… kannst du mit deiner Aktion ziemlich schnell damit überzeugen, es liegt in ihrer Natur. Lara mag zwar ein Mensch aus einer anderen Welt sein und war auch eins der Held, aber… ihre Rasse ist durchgekommen.

Auch da möchte ich weder dich noch die Vampire kritisieren, denn ihr tut was nötigt ist. Wenn Lara sich geweigert hätte, die Zwillinge hätten es definitiv gemacht, denn sie kennen es durch ihre Erziehung nicht anders.“ massierte Sherry nun den Rücken wo die Flügelansätze sind.

„Sherry… sie wollten Suki töten. Durch ihre Traditionen und Stolz muss ich auf solche harten Mittel greifen, damit ihnen ein Licht aufgeht. Vielleicht bin ich nicht besser als Acula, aber ich werde mir auch nicht einreden, weil es so sein musste.

Wie hieß sie noch? Neria? Wenn sie wirklich vom Stolz geblendet ist, wird sie sich das Leben nehmen ohne zu zögern. Sollte das aber nicht der Fall sein… tja, dann wandert ein vampirischer Tiermensch auf Batzien herum, dem sich jemand annimmt, sobald sie sich verliert.

Lara hat ihr unseren Wohnort genannt, für mich ist das wie eine zweite Chance. Nimmt sie sie an, werden wir… sie auf unsere Art und Weise bearbeiten, wenn nicht, auch egal.“ meinte Sina, aber Sherry hörte die weinerliche Stimme raus.

Die Halbelfe legte sich auf Sina drauf. „Lass mich ein bisschen von deinem Schmerz nehmen. Suki hält sich ja Momentan ziemlich wacker, es bist eher du, der sich selber fertig macht.“ dabei umarmte sie ihre Freundin, denn sie wusste, dass Sina am Weinen war.

Etwas später klopfte jemand an die Tür und öffnete sie, es waren die Zwillinge: „Wir sollen euch sagen, dass das Essen gleich fertig ist.“ „Belinda sagte auch, dass Nea ebenso Essen gebracht wird.“

„Dann… sollten wir auch mal gehen, ich glaube heute sind noch weitere Gäste gekommen.“ murmelt Sina, die ihr Gesicht wischte.

„Bin ja mal gespannt, vielleicht sind es ja auch Teilnehmer vom Turnier.“ lächelt Sherry. „Meine… das ist wirklich das weiteste Gasthaus von der Stadt.“

Gemeinsam gingen die Damen zum Essenssaal und fanden ihn leer vor, wo sie den besten Platz nahmen.

„Ziemlich gemütlich gehalten.“ kommentierte Sina, die alles in Ruhe anschaute. „Dürfte durch das Turnier nun einen guten Umsatz machen. Bin ja gespannt, was wir von den anderen morgen zu hören bekommen, wenn wir uns wieder am Kolosseum treffen.“

„Huch? Ihr seid auch hier?“ hörten die Frauen eine bekannte Stimme und alle drehen ihre Köpfe zu der Stimme. Es war der Mann mit dem roten Bart, dazu seine anderen Freunde.

„Die Welt ist scheinbar klein, dass wir uns wieder sehen.“ grinst Sina. „Wenn wir schon im gleichen Gasthaus nächtigen, sollten wir uns diesmal vorstellen oder? Ich bin Lady Sina, das ist Gräfin Sherry und die beiden Zwillinge Mio und Tio.“

„Hrm… Zhin ist mein Name. „Captain“ Eisenstiefel hier ist Flai, der desinteressierte Typ dort Daika und… keine Ahnung, jedenfalls ist das Punny.“ zeigte der Anführer mit einem Daumen auf seine Freunde bei der Vorstellung.

Alle nickten sich gegenseitig zu, dann nahmen die Männer ihren Tisch. „Wo sind eure anderen Freunde? Ihr wart doch eine recht überschaubare Gruppe?“ hakte Sina nach.

„Hoffentlich auf der andere Seite der Stadt… Nichts gegen sie, nur wenn ich einen ruhigen Schlaf haben will, dann bitte ohne irgendwelche lauten Sexgeräusche, dass die halbe Stadt auf den Kopf stellt.“ sagte Zhin das… mit einer sehr ernsten Stimme.

„Erm…?“ schaute Sherry direkt Sina an. „Wieso schaust du mich jetzt so an?“ grinste Sina mit hochgezogenen Augenbrauen an.

„Das ist normal bei den Beiden. Nicht das ich ihnen unterstellen will, dass sie sexsüchtig sind, aber sie genießen jeden Moment ihres Lebens, was auch ihr gutes Recht ist.“ meinte Daika.

„Ja… für uns ist das normal, aber glaube ihre Zimmernachbarn werden das ein bisschen anders sehen. Egaaaal, erst mal was leckeres zu Essen!“ kichert Flai böse.

Auf einmal traten drei große Tiermenschen ein, die von allen angestarrt werden. „Grüße, scheinbar seid ihr die anderen Zimmernachbarn.“ nickte Nitir.

„Welcher Rasse gehört ihr denn an? Ich bin das erste Mal in Batzien und für mich ist vieles neu.“ fragte Sina freundlich, während die anderen Damen nickten.

„Huch? Wir sind vom berühmten Behemoth-Clan! Wenn ich mich vorstellen darf, ich bin Nitir der Champion der Behemoths, dass sind meine Gefährten Zuzan und Nijus.“ stellte sich der Behemoth mit seinen Freunden vor.

„Das ihr mit eurer Größe und Hörner in diesem kleinem Haus nicht gegen die Tür geknallt seid, verdient schon ein bisschen Respekt.“ meinte Zhin.

„Ho? Ihr seid nicht überrascht, wer ich bin? Nur welche Rasse ich angehöre?“ grinste Nitir, als Sina ihren Kommentar abgibt: „Glaube deinen Namen habe ich heute schon mal gehört. Du gehörst zu den Blackskulls oder?“

„Har! Das ist richtig und auch dieses Turnier werden wir wieder in unsere Tasche holen, so wie es die früheren auch der Fall war!“ grinste Nitir ungebrochen und nahm mit seinen Freunden platz.

„Dürfte dieses Jahr anders sein, irgendeine Gruppe hat euch vom ersten Platz runter geschoben.“ teilte Sina es lächelnd mit, ihre Freundinnen rollten ihre Augen. „Huh?“ hörte Nitir nicht schlecht.

„Wenn ich mich vorstellen darf, Lady Sina, meine Freundin Gräfin Sherry und die Zwillinge Tio und Mio. Solltet ihr Herren mal im Stall auf eine Arachne treffen, sie gehört zu uns und heißt Nea.

Keine Ahnung, aber die Gruppe „Die Abenteurergruppe“ hat euch vom ersten Platz runter geschoben mit der Begründung: „Zahl nicht messbar“. Das war ein Chaos auf dem Platz gewesen, als die Trommel auf eine andere Trommel knallte und anschließend explodierten.“ kichert Sina.

„Es ist immer wieder erstaunlich… wie schnell du deine Gefühle umschalten kannst.“ kniff Sherry ihre Augen zusammen.

Zhin dagegen schaute Sina misstrauisch an, als er die Informationen zu hören bekam, dem Rest schien das nicht so zu interessieren.

„Dann sollten wir mal morgen nachschauen Jungs. Scheinbar hat Rokus recht, dass dieses Turnier alles andere in den Schatten stellen wird.“ zuckte Nitir die Schulter.

„Sag Tio, wer ist eigentlich hier wie stark?“ hörte Sina mit dem Provozieren nicht auf, Sherry klatschte sie auf die Schulter.

„Also… Du bist die Stärkste im Raum, dann kommt Nitir, gefolgt von Zhin. Soll ich noch mehr sagen?“ murmelt Tio und Sina nickte. „Sherry, Zuzan, Flai, Mio und ich, Daika, Nijus und Punny.“

„Hmm… hatte ich doch recht gehabt. Ihr könnt die Fähigkeit „Analyse.“ Kein Wunder, warum ich Abstand nehmen wollte, aber was soll´s, Flai ist schuld.“ nickte Zhin zufrieden.

„Wieso bin ich schon wieder schuld daran?“ reagiert Flai empört. „Weil irgendjemand Schuld haben muss?“ antwortet Punny.

Nitir gefiel die Reihenfolge so überhaupt nicht. „Wieso… habe ich den Eindruck, dass ihr auf Streit ausgelegt seid?“

„Ah überhaupt nicht. Das ist normal bei Sina, das sie gerne ihre… Mitbewohner etwas hart „beschnuppert“. Lässt du das jetzt bitte gefälligst SEIN?“ starrte Sherry Sina an. „Sonst darf du auf dem Boden schlafen!“ wollte Sherry die Parteien beruhigen.

„Wer hier Stress im Haus haben will, bekommt es mit mir zu tun.“ stand Belinda auf einmal an der Tür mit einer Nudelholzrolle. „Seid ihr nun alle wieder lieb?“

Alle Parteien starrten sich in die Augen. „Wenn ihr wirklich wissen wollt, wer hier der Stärkste ist, hilft nur noch eins.“ sagte Belinda und alle schauten sie an.

Einige Stunden später:

„Trinkt! Trinkt! Trinkt!“ riefen alle Sina, Nitir und Zhin zu, die einen weiteren Bierkrug tranken. Flai, Punny und Zuzan lagen längst auf dem Boden und konnten an dem Bierwettbewerb nicht mehr teilnehmen.

Alle Trinker knallten ihre Krüge auf den Tisch. „Näc… Nächster Krug! *bürp*“ rief Zhin und Belinda kam lächelnd mit ihrem Bierfass.

„Al… also *hic* eins muss… ich euch lassen. Wenn ihr *bürp* so saufen könnt, dann… seid ihr voll in Ordnung.“ lallte Nitir.

„Beim dunklen Gott… Wie… viellll habn wir ge ge getrunken?“ rollten bei Sina schon die Augen und musste kichern.

„Ihr Schnappsdrosseln habt nun mein viertes Bierfass leer gesoffen. Der Rekord bei meiner Familie lag bei zehn.“ füllte Belinda die Krüge wieder voll.

Mio, Tio, Sherry sowie Daika und Nijus haben sich bewusst von diesem Wettbewerb enthalten und feuerten lieber die Trinker an.

„D… dat schaffn wi wi wi *hic* locker!“ meinte Zhin und seine Kontrahenten nickten zustimmend. „Habn määhhh mehr Spaß… als di andrn!“

„Dasch… is rischtig! Ei… ein Mänsch… eine Dä… Dä *bürp* Dämonin und ein Tiermensch saufen um die Wette… da… muss ich meinen… Didel… verteidigen!“ tranken wieder alle den nächsten Krug leer.

„Wer… wer… ich sehe zwei Krügsche? Jeschal… dud mier soo laid, dat ich euch *hic* ärgn wollte.“ entschuldigte Sina sich irgendwie… „Es… isch sooo, ich muss… einfach jemanden ärgern. *hic*“

„Faszinierend, wie stur die drei einen Krug nach dem anderen trinken.“ murmelt Sherry, sie war durch die Partystimmung ziemlich angeheitert.

„Das kann noch dauern. Keine Ahnung wie deine Freundin es wegstecken kann, aber Zhin kann ziemlich stur sein, wenn es um Wettbewerbe geht.“ grinste Daika von der Seite.

„Nitir wird saufen, bis Belinda keine Bierfässer mehr hat, dass sehe ich schon kommen.“ schüttelt Nijus den Kopf. „Da haben sich die drei aber gefunden.“

„Und die nächste Runde!“ lachte Belinda und füllte die Krüge auf. Wieder tranken die drei den nächsten Krug und knallten sie auf den Tisch. Ingo hat sich mittlerweile dazugesellt und ist fasziniert, wie seine Gäste miteinander klarkommen.

„Sina… wenn du weiter trinkst…“ wollte Sherry ihre Freundin warnen, aber diese hob nur eine Hand hoch. „Isch drinke… *hic* bis de de hä? Ah! Arscht kommt!“

„Dasch isch der Kämpfergeist!“ lobte Nitir seine Saufkumpanin zu. „Oder… der Säufergeist? Isch sehe so viele… rosane… Dinge?“

„Oh ho? Da… fängt je je… jemand an zu schwächeln…“ provozierte Zhin kichernd. „Das bisschen Bier… isch nichts!“

„Nächste Runde!“ riefen die Trinker gleichzeitig und Belinda erfüllte ihren Wunsch lächelnd. „Glaube, da werden wir einiges einkaufen müssen, wenn die so lustig drauf sind Ingo.“

„Das glaube ich allerdings auch.“

Kapitel 349

Ich bin wiedergeboren und das Gasthaus?

„Papa, meinst du wir werden irgendwelche Gäste bekommen?“ fragte ein junges Mädchen ihren Vater, der Besitzer eines Gasthauses ist.

„Definitiv! Wegen dem Turnier werden auch wir Gäste bekommen, es wird nur ein bisschen dauern Irma.“ streichelt ein älterer Mann den Kopf seiner Tochter.

„Das will ich auch für dich hoffen Ingo!“ sagte eine schwergewichtige Frau, die Ehefrau des Gastbesitzers. „Wir haben schon lange keine Einnahmen gemacht und mit Luft können wir nicht überleben!“

„Belinda, wenn wir alles richtig machen, haben wir für die nächsten Jahre ausgesorgt!“ beruhigte Ingo seine Familie. Sie teilen sich alle die Rasse der Hasenmenschen und ihre Ohren sowie Stummelschwänze kann man nicht übersehen.

„Ich hoffe es wirklich für dich Ingo…“ seufzte Belinda, als auf einmal jemand an der Klingel sehr ungeduldig hämmert. „Siehste! Und wenn wir eine Woche länger gewartet hätten, irgendwelche Gäste wären schon gekommen!“ grinste Ingo und ging zur Rezeption…

Und wunderte sich was vor ihm stand. Zwei identisch blasse Frauen, eine Elfe mit den intensivsten blauen Haaren und eine Frau mit großen Flügeln, die einen sehr genervten Gesichtsausdruck hat.

„Willkommen im Gasthaus …“ wollte der Gastbesitzer Ingo grüßen, aber Sina unterbrachte ihn direkt: „Das von der Stadt am weitesten entfernt ist. Ich habe gesehen, dass sie einen Stall haben?“

„Erm, das ist richtig. Wir können auch Pferde unterbringen.“ nickte der Hasenmann. „Wir können ihnen Heu und Wasser zur Verfügung stellen.“

„Ist der Stall leer?“ kam die Frage von der geflügelten Frau und nun starrten alle Frauen ihn mit hoffnungsvollen Blicken an.

„Bisher ja, wieso?“

„Dann miete ich ihren kompletten Stall ohne wenn und aber!“

„Erm…? Bitte?“ hörte Ingo nicht schlecht, als die Frau ihren Wunsch äußerte. „Für uns zwei Einzelzimmer mit je einem Bett, wir teilen uns das. Wie sieht es mit Essen und Waschmöglichkeiten aus?“ setzte die Frau den Gastbesitzer weiter unter Druck.

„Erm… Sie können auf Wunsch ein Frühstück und Abendbrot bekommen, aber das kostet extra. Wegen dem Turnier müssen sie uns auch Bescheid geben, ob sie wirklich das Angebot für den Tag haben wollen oder nicht. Wie viele Pferde haben sie denn?“ erklärte Ingo, seine Familie lunkert heimlich aus der Tür.

„Nur ein Pferd.“ „Nur ein Pferd?“ „Es hat viele Beine.“ „Es hat… viele Beine?!“ „Und einen großen Magen.“ „Ein großen Magen?“

„Haben sie die Fähigkeit „Nachäffen“ oder wieso wiederholen sie meine Antwort mit eine Frage?“ hob Sina eine Augenbraue hoch. „Ist schon gut Sina, wir haben endlich ein Gasthaus gefunden, wo wir Nea unterbringen können.“ beruhigte Sherry sie.

Ingo musste einmal schwer schlucken, aber es sind die ersten Kunden, die will er nun wirklich nicht verschrecken. „Also… einen kompletten Stall, zwei Zimmer mit je einem Bett… für vier Personen?“ fragte der Gastbesitzer nach.

„Ich teile immer mein Bett mit meiner Schwester!“- „Genau, nichts trennt uns!“ riefen die blassen Frauen freudig auf.

„Ok… Waschmöglichkeiten haben wir im Hinterhof, wenn sie meiner Frau frühzeitig Bescheid geben, kann sie ihnen warmes Wasser kochen. Wie lange… gedenken sie denn bei uns zu bleiben?“ rechnet Ingo den Preis schon aus.

„Bis zum Ende des Turniers. Ich kann ihnen den groben Preis vorausbezahlen und wenn wegen Essen oder noch was nachgezahlt werden muss, können wir das am Tag des Abfahrt klären, das schwöre ich im Namen des dunklen Gottes.

Nur bitte… nehmen sie uns an. Ich habe nun einen halben Tag mir die Füße abgelaufen für einen Gasthof, nur wegen meinem… „Pferd“ Nea. Übrigens, ich zahle ihnen zwanzig Goldmünzen zusätzlich, wenn sie kein Theater machen wegen meinem „Pferd“.“ hörte man den verzweifelten Ton von Sina.

„Ihr Pferd… mit den vielen Beinen und dem großen Magen… Muss ich mir Sorgen machen?“ fragte Ingo vorsichtig.

„Nein. Das „Pferd“ wird sich benehmen und wenn es Probleme gibt, sagen sie es einfach mir oder den anderen Frauen hier, wir klären das dann sofort.“ sagte Sina sehr ernst.

„Ok? Dann glaube ich ihnen einfach mal… Bis zum Ende des Turniers…“ rechnet Ingo und sagte seinen Preis und Sina legte die doppelte Menge, zusätzlich die zwanzig Goldmünzen. „Soviel… Gold habe ich vermutlich noch nie gehabt…“ dachte der Gasthofbesitzer.

„Dann wünsche ich ihnen ein herzliches Willkommen in dem Gasthof „Beim Hasen“.“ lächelt Ingo und die Frauen wirkten wirklich sehr erleichtert. „Irma! Belinda! Wir haben Gäste!“ Sofort kamen die Familienmitglieder und begrüßten die Gäste, auch wenn die Frauen… alle sehr exotisch sind.

„Wegen… ihrem Pferd, meine Tochter Irma wird ihnen den Weg zum Stall zeigen.“ streichelt Ingo seine Tochter auf dem Kopf. „Mein Name ist Irma, wem soll ich den Weg zeigen?“ strahlte das Mädchen.

„Mir, damit… es nicht gleich in einem Chaos endet. Den anderen Damen können schon mal die Zimmer gezeigt werden.“ nickte Sina.

„Wenn die Damen mir folgen würden.“ lächelt Belinda und alle gingen ihre Wege. „Wow… das ist ja mal ein Gewinn, den ich nie wieder zusammenbekommen werde.“ lächelt Ingo und verstaute das Gold in sein Inventar.

Der Hasenmann ging in sein „Büro“ und konnte schwören, dass er was quietschen gehört hat, als auf einmal wieder jemand an seiner Schelle ungeduldig klingelte. „Was ist heute los? Ich hätte wegen unserer Lage damit gerechnet, erst zu Beginn des Turniers Gäste zu haben.“

Ingo ging wieder zu seiner Rezeption und sah vier Männer stehen, davon stach der mit dem roten Bart raus.

„Willkommen im Gasthaus …“ wollte der Gastbesitzer Ingo grüßen, aber Zhin unterbrachte ihn direkt: „Das von der Stadt am weitesten entfernt ist. Haben sie noch Betten frei?“

„Erm…“ Ingo hatte das Gefühl eines De ja-vü´s. „Natürlich haben wir noch mehrere Zimmer frei mit Betten. Wir bieten ihnen eine Waschmöglichkeit im Hinterhof, aber wegen den anderen… Gästen, werden wir vor der Tür ein Schild aufstellen, ob es frei ist oder nicht.

Wenn sie warmes Wasser wünschen, sagen sie meiner Frau Bescheid, sie wird es dann für sie heiß kochen. Weiteres bieten wir Frühstück sowie Abendbrot an, aber aufgrund des kommenden Turniers müssen sie am Vortag sagen, ob sie das Angebot wahrnehmen wollen oder nicht.“

„Prächtig, Hauptsache wir sind von den beiden Rammelhasen weit weg, sonst bekomme ich kein Auge zu, wenn die loslegen.“ rollte Zhin mit den Augen. „Ein Einzelzimmer für mich und die drei Säcke hier ein Gruppenzimmer.“ zeigte der Anführer mit dem Daumen auf die anderen.

„Wieso… willst du das Einzelzimmer haben?“ beschwerte sich Daika sofort. „Finde, dass sollen wir gemeinsam ausdiskutieren, damit es fair für jeden ist.“ nickte Punny.

„Weil… ich es zahle? Wollen wir… wirklich darüber reden? Ernsthaft?“ betonte Zhin das letzte Wort sehr nachdrücklich. „Ihr könnt auch auf der Straße pennen, wenn ihr es unbedingt wollt.“

„Nein, du machst das schon gut.“ beruhigte Flai den kommenden Streit. „Hauptsache wir haben Betten unter dem Rücken.“

„Ich muss sie leider enttäuschen, aber die Einzelzimmer wurden schon alle…“ „Wie erkläre ich das denn jetzt?!“ grübelte Ingo in Gedanken. „belegt. Ich kann ihnen aber ein Gruppenzimmer mit vier Betten anbieten.“

Zhin rollte die Augen. „Himmel Arsch und Zwirn. Dann nehmen wir halt das Zimmer. Haben sie ein paar Kissen dann mehr für mich?“

„Erm… ja? Das kann ich ihnen zukommen lassen. Wieso?“ wundert sich Ingo und hielt den Kopf schräg, wo seine Hasenohren einen leichten Knick machten.

„Weil die drei hier lauter Schnarchen als einer der Götterbestien brüllen könnte. Denkt ja nicht mal daran, es abzustreiten!“ drohte Zhin seine Gefährten. Sie hoben alle ihre Hände hoch und zogen mit zwei Fingern über ihren Mund, dass er versiegelt ist.

„Wunderbar, der Preis…“ wollte Ingo mit der Verhandlung anfangen, aber Zhin legte direkt vor seine Nase vierzig Goldmünzen hin. „Sollte reichen, wenn wir nachzahlen müssen, schreiben sie es auf die Rechnung. Es ist geplant, dass wir bis zum Ende des Turniers bleiben werden.“

Nun hat es Ingo seine Sprache verschlagen. Erst die Damen, die ihm 60Goldmünzen hin gelegt haben, nun die Herren mit ihren 40Goldenmünzen. „Damit… haben wir bis zum Lebensende ausgesorgt.“ jubelt Ingo glücklich.

„Schatz, den Damen wurden die Zimmer zugewiesen und werden zum Abendbrot heute essen. Irma ist scheinbar noch etwas länger im Stall.“ kam Belinda. Als sie die neuen Gäste sah, grüßte sie sofort herzlich.

„Dann grüße ich sie herzlich Willkommen in dem Gasthof „Beim Hasen“! Belinda, kannst du den Herren das Zimmer mit den vier Betten zeigen? Danach bitte gleich mehrere Kissen für einen der Herrn besorgen.“ teilte Ingo die Aufgaben ein.

„Wünschen die Herren ebenfalls heute hier eine Mahlzeit zu nehmen?“ fragte Belinda freundlich. „Och jo, hätte nichts dagegen, wieder was vernünftiges zu essen. Das Taco, was Punny immer macht, hängt mir langsam zum Hals raus.“ nickte Daika.

„Ey… die erhöhen für kurze Zeit deine Attribute… Auch ich werde zum Abendbrot essen.“ lächelt Punny. Zhin und Flai nickten nur zur Bestätigung.

„Ganz wie sie wünschen, wenn sie mir folgen würden?“ lächelt die schwergewichtige Hasenfrau und die Männer folgten ihr. Ingo nahm glücklich das Gold, als seine Tochter mit strahlenden Augen angerannt kam. „Papa, Papa! Du wirst nicht glauben, was bei uns im Stall schläft!“

„Ein Pferd mit vielen Beinen?“ schmunzelt Ingo, aber Irma schüttelt heftig ihren Kopf. „Nein, eine Arachne. Sie heißt Nea!“

Das Lächeln des Gastbesitzer ist soeben eingefroren, als Sina an dem Tresen stand. „Nicht vergessen: Kein Theater über das „Pferd“. Sie bekommt übrigens auch Frühstück und Abendbrot, falls sie nicht irgendwelche Ungeziefer gefangen bekommt.“ und ging den Flur entlang zu den Zimmern.

„Keine Sorge, die Spinnenfrau ist sehr lieb. Sie wird den Stall ein bisschen… einrichten, aber hat versprochen, die Spinnennetze zu entfernen, wenn sie geht. Ich durfte sogar auf ihrem Rücken stehen!“ strahlte Irma weiter.

„Ah ha ha ha… Bei der Göttin…“ bekam Ingo auf einmal Kopfschmerzen. „Tu mir doch mal den Gefallen und such deine Mutter auf, sie braucht… bestimmt Hilfe.“ „Ok!“ und das Hasenmädchen verschwand.

Mit wackeligen Beinen ging der Gastbesitzer wieder in sein „Büro“ und massiert seinen Kopf, als auf einmal wieder seine Schelle klingelte. „Was… auch immer es ist, aber ich sollte der Göttin eine Opfergabe darlegen.“ verschwanden die Kopfschmerzen von Ingo und ging wieder zur Rezeption.

Dort standen drei sehr große Tiermenschen des Behemoth-Clans, die ein bisschen genervt wirkten. Der Gasthausbesitzer musste nun doch schlucken, dann ging er raus.

„Willkommen im Gasthaus …“ wollte der Gastbesitzer Ingo grüßen, nur Nitir unterbrachte ihn direkt: „Das von der Stadt am weitesten entfernt ist. Hier herrscht wenigsten Ruhe, ich kann nicht verstehen, wieso die anderen in der Stadt bleiben wollen.“ rollte Nitir seine Augen. „Haben sie noch Zimmer frei für mich und meine Gefährten?“

„Erm… Wir hätte noch ein Gästezimmer, aber… es hat leider nur noch zwei Betten.“ entschuldigte Ingo sich, als er in sein Buch reinschaute.

„Nicht schlimm. Ein Bett nehme ich, die anderen dürfen sich darum streiten.“ nickte Nitir, als die anderen große Augen machten.

„Wenn du nicht der Champion wärst…“ grummelt Zuzan, aber Nitir beendet den Satz. „wäre ich derjenige, der auf dem Boden schlafen dürfte. Tja, dumm gelaufen mein Freund. Immerhin tue ich was, um diesen Titel tragen zu dürfen.“

„Rokea…“ wollte Nijus schon Einspruch legen. „Ist eine Ausnahme der Ausnahmen. Wie willst du dieses Weibsstück denn bemessen? Mit welchem bekanntem Monster oder Kämpfer auf der Welt? Der dunkle Gott muss sich einen Scherz erlaubt haben, ihr soviel Stärke zuzukommen lassen.“

„Ich kann… ihnen eine Matratze besorgen, dann müssen sie nicht auf dem harten Holzboden schlafen.“ bot Ingo an.

„Gerne! Statt zu nörgeln hätten wir einfach mal warten können, bis der gute Mann hier einen Vorschlag gemacht hat.“ grinste Nitir.

„Wir hätten auch Mahlzeiten sowie Waschmöglichkeiten im Angebot…“ erklärte Ingo zum dritten Mal am Tag, was das Gasthaus alles anbieten.

„Prächtig. Sollte es weitere Turniere mal hier geben, werde ich das Gasthaus empfehlen und nehmen! Wir wollen bis zum Ende des Turnier bleiben, sollte mit der Bezahlung ausreichen.“ meinte Nitir und legte 100 Goldmünzen auf den Tisch.

„Du hast es wieder übertrieben. Der Mann hat bestimmt noch nie soviel Gold vorher im Leben gesehen.“ murmelt Zuzan.

„Was soll ich denn mit den Goldmünzen, die ich bei jedem Turnier gewinne? Unser Clan braucht das nicht so wirklich, weil wir das meiste von der Natur nehmen. Dieser Mann hier aber hat ein Gasthaus zu pflegen sowie seine Familie, er kann damit mehr anfangen.“ erklärte der Champion sich.

„Erm… Entschuldigung für mein unangemessenes Verhalten. Die… Bezahlung ist zu viel, ich kann es nicht annehmen.“ sagte Ingo sehr ehrlich.

„Doch können sie. Wie gesagt, ich hänge nicht daran und vermutlich wollen sie im Haus irgendwelche Renovierungen umsetzen.“ lächelt Nitir. „Wäre ich sie, ich würde es dann nicht ablehnen wollen. Aber ich mag sie, denn sie sind ehrlich.“

Ingo musste schwer schlucken, dann sagte er es: „Ich grüße sie herzlich Willkommen in dem Gasthof „Beim Hasen“!“

„Richtige Entscheidung. Ich bin ja gespannt wie die anderen Gäste so sind.“ grinste Nitir, als Irma zurückkommt.

„Mama hat Nea auch kennengelernt und irgendwie haben sie sich verstanden. Ah, Entschuldigung. Mein Name ist Irma und herzlich Willkommen im Haus.“ verbeugte sich das Hasenmädchen.

„Aha…“

Kapitel 348

Ich bin wiedergeboren und die Anmeldungen?

Die Teams erreichten die Arena und folgten der dortigen Beschilderung zur Anmeldung. Überall standen Teilnehmer, die sich gegenseitig provozieren, bejubelnd und ähnliches. „Wow… einige Teilnehmer kenne ich aus anderen Turnieren!“ strahlte Melaine.

„Meinst du, hier könnte man Kämpfer gegen die anderen Götterbestien finden?“ fragte Sherry ihre Freundin.

„Hm… ich bin mir nicht sicher. Die Typen, die wir auf dem Weg getroffen haben, meinten ja, dass sie von Glacia weggeschwommen sind, was nach der Erklärung von Rodolf schon eine Meisterleistung für sich ist.“ wiegelt Sina mit ihrem Kopf.

„Du glaubst allen ernstes, was sie gesagt haben? Ich halte das für eine Lüge und sie sind von irgendeinem Schiff in der Nähe runter gesprungen.“ sah man Falko den Zweifel weiterhin an.

„Selbst wenn das nicht stimmt, aber sie sind stark.“ „Genau, zusätzlich hatte jeder von ihnen einen Meistertitel einer Waffe.“ meinten die Zwillingsvampire.

„Wie auch immer, dort an den Ständen können wir uns anmelden.“ unterbrach Melaine die Diskussion schnell.

„Was sind das für riesige… Trommeln und warum schlägt jeder darauf ?“ wundert sich Lara, die das Geschehene dort beobachtet.

„Damit wird die Gruppenstärke bemessen. Laut den Gerüchten können diese Trommeln die Kräfte eines Drachen standhalten und wurde durch eine Mechanik mit Magie so konzeptioniert, dass es die Stärke der Kämpfer misst.

Wir melden uns als Team an und da muss jeder, auch die Ersatzkämpfer, darauf schlagen und dann wird die Summe unserer Schläge addiert. Je höher sie ist, desto bessere Chancen haben wir.

Die Tabelle hinter dem Prüfer zeigt an, wer aktuell auf dem Turnier zugelassen ist. Wir sind zwar früh dran, aber das ist nicht schlimm. Insgesamt können 32 Teams mitmachen, deswegen ist es sehr überschaubar.

Wenn dein Gruppenname auf einmal aus der Tabelle draußen ist, bist du damit offiziell aus dem Turnier raus. Neu anmelden ist nicht mehr möglich, wenn einmal die Namen eingetragen sind, was ich auch in Ordnung finde. Dadurch werden alle… schwächeren Kämpfer aus dem Turnier ausgeschlossen.“ erklärte Melaine und nahm Suki in den Arm. „Dann sollten wir uns mal anstellen.“

Gesagt, getan, alle stellten sich der Schlange an. Viele Kämpfer protzen lautstark umher, schlimmer war die… „Affenbande“ vor ihnen.

„Wer wird den Sieg holen?“ brüllte der Gorilla laut auf. „Orum!“ riefen seine Anhänger. „Wer ist der Stärkste?!“ „Orum!“

„Muss ich mir das jetzt bis zum Ende anhören oder wie?“ zuckten die Mundwinkeln von Sina sehr genervt, selbst ihr Hände zuckten sehr nervös.

„Das ist Orum, von den Affenmenschen. Soweit ich mitbekommen habe, ist er in mehreren Turnieren ein Champion geworden. Seine Stärke ist also ziemlich real. Sina… auch wenn du es nicht hören willst, aber…

Du kannst dich in der Arena austoben, aber nicht vor der Anmeldung, ok? Ertrag das solange, bis wir offiziell angemeldet sind.“ beruhigte Melaine die Chaosbestie.

„Oh ho ho ho, da bin ich ja mal gespannt ob Schwesterlein die Geduld aufbringen kann.“ kichert Kyllia, als auf einmal auf ihre rechte Schulter getippt wird. Verwundert schaut sie nach hinten und sah die Schwanzspitze, die sich fast direkt in das rechte Nasenloch rein bohrte.

„Kann ich. Die Frage ist, kannst du solange stillhalten?“ lächelt Sina sehr boshaft. „Beim dunklen Gott, lass den anderen auch mal den Spaß!“ nörgelt Kyllia.

Es vergingen gefühlt mehrere Stunden, als endlich die Affenbande an den Trommeln ihre Stärke beweisen können.

Der Gorilla ließ seine acht Anhänger zuerst schlagen. Das Prinzip ist relativ einfach: Man bildet eine Faust und schlägt mit aller Kraft auf die Trommel. An der Seite steht ein Prüfer und schreibt die Zahl auf, dann teilt er die Gesamtstärke mit.

Jeder dieser Affenmenschen schlug mit seiner Kraft zu und Orum nickte zufrieden mit dem Lob: „Genau deswegen habe ich euch dabei! Weil ihr auch stark SEID!“ und klopfte sich abwechselnd die Brust.

„Einen größeren Haufen von Idioten wie euch habe ich echt noch nicht gefunden…“ konnte Sina sich nicht mehr zurückhalten. Der Geduldsfaden ist nun endgültig gerissen, ihre Freunde haben sie all die Zeit abgelenkt. Am meisten Sherry, die sie immer wieder geküsst hat und sogar dabei kreativ wurde. Dummerweise hörte man das Theater im Hintergrund sehr gut, dass es Sina dermaßen gestört hat.

„Ho? Du kennst mich nicht oder? Ich verzeihe dir, denn ein Schwächling aus einem anderen Kontinent könnte von dem großartigen Orum nie gehört haben, aber das ändert sich, wenn das Turnier zu Ende ist!“ lachte der Gorilla und schlug mit der Faust auf die Trommel, was richtigen Krach machte.

„Oh…“ rief der Prüfer freudig auf, als er die Zahl sah. Sofort notierte er dies und ging zu der Tabelle hin. Scheinbar hat die Affenbande mit ihrem Gruppennamen es relativ einfach gehalten, denn sie hieß… Orum. Dieser wird in der rot-eingerahmten Tabelle eingetragen mit der Zahl dahinter.

„Wir haben ein neuen Teilnehmer für das Turnier!“ rief der Prüfer. Die Affenbande machte wieder lauten Krach, während Orum laut aufbrüllte.

Nun war Sina erst recht angefressen, jeder ihrer Freunde konnte es am Gesicht ablesen. „Du schaffst das Sina! Halt nur noch ein bisschen aus!“ beruhigte Sherry sie von der Seite. „Wenn du das schaffst… bekommst du eine Belohnung… von… mir…“ flüstert Sherry am Ende und wurde richtig rot.

Damit hat sie definitiv Sina in den Griff bekommen. „Hm… ok.“ lächelt Sina. „Dann warten wir, bis unsere Freunde uns nun anmelden.“

Suki und Melaine redeten mit den Anmelder, wo beide Tierfrauen den Gruppennamen sowie die Namen der Mitglieder eintragen.

„Miss… Suki. Ich hoffe, sie halten sich zumindest an unsere Regeln?“ fragte der Anmelder ganz offen.

„Mir wird viel vorgeworfen, aber Regeln habe ich bisher noch nicht gebrochen. Was meine privaten Probleme angeht: Das hat sie überhaupt nicht zu interessieren.“ sagte Suki knallhart.

Der Anmelder hob nur eine Augenbraue hoch: „Ganz wie sie meinen Miss Suki. Sie dürfen zuerst mit ihren Kämpfern ihre Stärke beweisen.“ zeigte der Tiermann mit dem Stift auf die Trommel.

„Ok Mädels, nun zeigt eure gesamte Kraft!“ nickte Suki. Zuerst schlug Suki auf die Trommeln, wo der Prüfer schon ins Staunen kam. Als nächstes abwechselnd die Zwillingsvampire, Lara, Mel und Sherry.

„Dem Prüfer fallen ja bald die Augen aus dem Gesicht.“ murmelt Sina zu Melaine. „Kann ich mir gut vorstellen.“ murmelt Melaine zurück.

Als Nea kam, zog jeder die Luft stark in sich und erwartet irgendwie einen Angriff, aber Nea schlug nur mit ihrer Faust auf die Trommel, was richtig Krach machte, fast lauter als von Orum. Dies hat der Gorilla bemerkt und drehte sich um.

„Kyllia und dann Rubina noch.“ sagte Suki. Kyllia ging mit einem Grinsen zur Trommel, pustet einmal auf ihre rechte Faust und schlug zu. Diesen Knall konnte jeder in der Nähe hören und sofort drehten sich alle um.

„Meine Güte…“ murmelt auf einmal der Prüfer und rieb sich die Augen, dann notierte er dies auf den Zettel.

„Einfach nur zuschlagen?“ fragte Rubina und Suki nickte. „Genau, so stark wie du kannst.“ Rubina machte ihre Drachenklaue zu einer Faust und schlug zu… Die gigantische Trommel wurde bei dem Schlag leicht nach oben geschlagen, als sie wieder auf den Boden krachte.

„Glaube, an den Gerüchten ist was dran, dass sie den Kräften eines Drachen standhalten kann.“ murmelt Sina wieder und Melaine nickte zustimmend. Der Prüfer saß auf dem Boden und konnte nicht glauben, was soeben passierte.

„Meine Güte… das ist ja fast ein neuer Rekord.“ flüstert der Prüfer und trägt die Zahl ein. „Damit haben wir einen sicheren neuen Teilnehmer!“ Der Prüfer stand auf und trug den Gruppennamen: „Die Monstergruppe“ ein und unterstrich mit einer roten Linie.

„Was heißt das?“ wundert sich Christoper. „Das heißt, dass die Gesamtstärke so hoch ist, dass es fast unmöglich ist, dass man sie überhaupt noch aus der Tabelle entfernen kann. Da, die „Blackskulls“ die über ihnen stehen, haben noch eine höhere Zahl… das sind die vom Behemoth-Clan.

Nitir ist kein Unbekannter, denn er ist der Champion des Behemoth-Clans und hat bisher in keinem Turnier verloren. Rokus… sagt mir was, glaube das ist der Anführer des Clans, aber die anderen Namen sagen mir nichts.“

„Mir egal, mir gefällt die Fresse von unserem „Champion“ Orum.“ kichert Sina sehr hörbar, die den Gorilla beobachtet. Dieser hat nur seine Arme verschränkt und kniff seine Augen konzentriert auf seine Rivalen.

„Miss Suki, sie haben ein sehr starkes Team gebildet. Dieses Turnier verspricht sehr spannend zu werden.“ nickte der Anmelder anerkennend zu.

„Danke. Immerhin sind das alles meine Freundinnen, natürlich sind sie stark.“ lächelt Suki so schön, dass es viele in ihren Bann schlug.

„Aww… das hast du aber schön gesagt.“ umarmte Mel sie von hinten. „Genau! Zeigen wir, was wir können!“ jubelt Mio.

„Die Gruppe „Machtnix“ hat sich ja einen sehr kreativen Namen einfallen lassen.“ grinste Christoper, der die Tabelle liest. „Aber auch die anderen sind interessant: Die Ungesehenen, Die Vergessenen, Die gezwungenen… Fledermäuse?“ wunderte sich der Dungeonfarmer bei dem letzten Gruppennamen.

„Miss Melaine, ihre Gruppe ist nun dran.“ teilte der Anmelder mit. „HARR! Endlich mal Zeit, dass wir auch mal dran kommen.“ brüllte Thomddir freudig auf. Glücklich ging er zu der Trommel hin und schlug mit der Faust zu. Beim Aufschlag knallte es nicht nur, es kam weißer Rauch aus der Seite raus.

„Woher… kommen die ganzen starken Personen?!“ murmelt der Prüfer, der wieder eine unglaubliche Zahl vor der Nase las. Als nächstes schlug Neia zu und der Prüfer erleichtert seufzt, war die Zahl nicht wirklich hoch.

„Entschuldigung, aber letztendlich bin ich nur eine Magierin!“ schmollte Neia, die die Reaktion des Prüfers bemerkt hat.

„Nicht schlimm, dafür gleichen wir das für dich aus.“ lächelt Christoper und schlug zu. Aber der Prüfer machte ebenfalls keine große Reaktion und Neia lächeln ihn boshaft an.

„Am besten du sagst einfach nichts mehr…“ brummte Falko und schlug zu. Wieder keine Reaktion, während der Scharfschütze von den anderen mit den Augen kritisiert wird. Louis seufzte nur und schlug zu, was wieder einen richtigen Lärm verursachte.

Dem Prüfer fielen fast wieder die Augen raus und hörte auch nicht damit auf, als Melaine zuschlug. Nun war es soweit, Sina ist dran.

„Entschuldigung, aber was passiert eigentlich wenn ich das Ding hier kaputt mache?“ fragte Sina höflich den Prüfer.

„Das ist nicht möglich gute Frau.“ schmunzelt der Prüfer. „Wenn ihr meint? Ich werde mich nicht zurückhalten.“

Sina zog ihren Handschuh aus, während ihre Freunde alle einen gesunden Abstand nahmen. Sie macht die selbe Gestik wie Kyllia und schlug dann zu. Die Trommel konnte die Kraft von Sina nicht widerstehen und rollte krachend nach hinten auf eine andere Trommel zu.

Die dortigen Teilnehmer sowie das Personal rettete sich in Sicherheit, als sie die rollende Trommel gesehen haben. Der Zusammenprall war unvermeidlich und auch diese Trommel wird mehrere Meter aus dem Boden gerissen, bis beide Trommeln zum Stillstand kommen.

„Nun ist es möglich.“ grinste Sina. Der Prüfer liegt zitternd auf seinem Hintern, als auf einmal die Trommeln explodierten.

„Das… darf doch nicht wahr sein…“ flüstert der Prüfer. Er stand mit wackeligen Beinen auf und ging zu der Tabelle… und setzt die „Die Abenteurer“ an die ersten Stelle mit der Eintrag „Zahl nicht messbar“ ein.

Sina dreht ihren Kopf zu Orum und ihr Gesicht sagte alles aus, was sie von der Situation hält. Das gefiel dem Gorilla überhaupt nicht und ging weg.

„Musstest du das wieder übertreiben?“ fragte Melaine. „Damit hast du nun wieder deine Aufmerksamkeit bekommen, nach der du ja immer verlangst.“

„Für das Gesicht von Orum… war es mir das wirklich wert gewesen.“ konnte das schadenfrohe Gesicht von Sina nicht mehr runterkommen.

„Damit… haben wir einen weiteren sicheren Teilnehmer.“ murmelt der Anmelder. „Das wird die nächsten Tage… noch stressig werden, wenn die Trommeln ausfallen.“

„So… dann können wir uns ja nach den Gasthäusern umsehen. Glaube, für Nea müssen wir einen ganzen Stall mieten oder so.“ ignorierte Sina das Chaos.

„Schön dass du das mit Nea übernimmst.“ lächelt Melaine. „Ich schlage vor, dass wir uns in mehrere Gruppen einteilen, denn kein Gasthaus kann unsere Gruppengröße aufnehmen.“

„Machen wir das.“

Woanders…

„Zada?“ fragte Lisa mit einigen Zornesadern auf ihrem Gesicht. Die Vampirin mit dem Teufelsschwanz war endlich alleine mit ihre Cousine.

„Ja?“ schaute Zada sehr unschuldig ihre Cousine an, auch wenn sie wusste, warum Lisa sauer ist.

„Die gezwungenen Fledermäuse?!“

Kapitel 347

Ich bin wiedergeboren und da Regeln, hier Regeln…?

„Ältester… ich habe versagt…“ murmelt eine sehr stark niedergeschlagene Katzenfrau ihr Versagen über den Übertragungszauber.

„Neria, was ist passiert mein Kind? Du musst mir schon alles berichten.“ tröstet der Stammesälteste die junge Frau.

„Sie wussten… das wir einen weiteren Angriff starten und… haben uns eine Falle gestellt. Nur… ich bin die letzte Überlebende, weil… sie mich als eine Botschaft benutzen…“ murmelt Neria auf den Knien und hielt sich eine Hand am Hals.

„Die Außenseiterin Suki… hat scheinbar tatsächlich… sehr machtvolle Verbündete gefunden. Es tut mir leid, was ich dir und den anderen angetan habe. Die nächste Gruppe werde ich zurückziehen lassen und es den „Ungesehenen“ überlassen.“ schüttelt der alte Katzenmann den Kopf. „Enkelin… dir geht es ja wenigstens gut.“

„Nein… nichts ist gut. Sie haben vor meinen Augen… unsere Clanleute einfach… verfaulen lassen. Diese Frau… ist… ein Monster, sie hat sie bei lebendigem Leibe von den Füßen an verfaulen lassen… Ihre Botschaft war… Finger weg von Suki oder… wir werden alle gejagt werden von ihr und diesen… Vampiren…“ fielen die Tränen wie ein Wasserfall runter.

„Neria. Komm wieder nach Hause, du hast… wieso verdeckst du deinen Hals?“ wundert sich der Stammesälteste und konzentrierte seine Augen.

Die Katzenfrau nahm die Hand runter und man sah zwei kleine Löcher. „Sie… haben mich zu einen… von ihnen gemacht… Der erste Überbringer… wurde bis ans Lebensende verkrüppelt und ich… werde mit der Zeit zu einem Vampir…“

Nun sah man den Schock des Stammesältesten. „Nein… nicht mein Kind…“ stammelt der alte Katzenmann und ließ ein paar Tränen raus. Dann, wie ausgewechselt, gab er seine nächsten Worte mit: „Neria ist bei dem letzten Einsatz gestorben, wir werden für ihre Seele beten.“

„Nein… Opa!“ starrte Neria auf den Übertragungszauber. Sie wusste, dass ihr Großvater ein sehr harter Mann war und auch bei seiner eigenen Familie keine Rücksicht nimmt. „Bitte… hilf mir…“

„Ziehe das Harakiri-Ritual durch, wenn du noch einen Funken Stolz in dir hast.“ schüttelt der Stammesälteste den Kopf und beendet die Übertragung.

Neria hatte es kommen sehen und legte ihren Kopf auf den Boden, dann schrie sie laut ihren Frust raus.

Die Reise ging weiter für die Gruppe von Sina. Sie hat am Abend nur mit knappen Worten erklärt, dass bis auf eine, der Rest den Tod gefunden hat. Dabei beruhigte sie Sherry, dass der Überlebende diesmal nicht verkrüppelt wurde.

„Mama?“ fragte Rubina Suki auf einmal. „Ja?“ schaute die junge Katzendame zu ihre „Tochter“ runter. „Hast du was auf dem Herzen?“

„Kanntest du diese… Leute eigentlich?“ kam die Frage und alle stellten ihre Gespräche ein, denn die Frage stellten sich alle mehr oder weniger, waren aber so höflich es zu unterlassen.

„*seufz* Einige habe ich erkannt, weil ich mit ihnen damals trainiert habe. Damit habe ich aber gerechnet, dass einige den Tod finden werden.“ lächelt Suki traurig.

„Liegt deine Heimat in der Nähe?“

„Nein, sie liegt weit östlich im Lande. Bevor du fragst, aber mein… Clan kennt Techniken, wie man schnell über das Land kommt ohne eine große Pausen zu machen. Ich denke, dass das erste Attentat deswegen so schnell erfolgen konnte, weil schon ein paar von ihnen in der Nähe waren.“

„Hoffentlich kommen nun keine weitere Angriffe mehr. Nicht unbedingt dass ich mir Sorgen mache, dass wir es nicht zurückschlagen könnten, sondern dass dein Clan wirklich jeden in den Tod schickt.“ versuchte Sina ihre Freundin zu trösten.

„Was… hast du mit Neria wirklich gemacht? Sie war meine… Trainingspartnerin gewesen und ich würde sie immer erkennen. Außerdem war sie die einzige Frau unter den Attentätern.“ fragte nun Suki und Sina sah aus, als würde sie sich lieber in die Zunge beißen.

„Da… sie sehr vorlaut war, habe ich mich entschieden, sie am Leben zu lassen… Und ließ sie von Lara beißen.“ schaute Sina in die Augen von Suki.

Alle schnappen außer den Vampiren nach Luft, zumindest die, die die Tragik dahinter verstanden, denn Nea war mehr oder weniger nur am Essen.

„Wow. Da kann ich wirklich froh sein, nicht dein Feind zu sein, wenn du immer so brutal bei deinen Feinden aufräumst.“ nickte Kyllia.

„Mama? Was meint Sina damit? Ich beiße doch auch?“ fragte Rubina verwundert.

„Was… Sina der Frau angetan hat, ist ein bisschen schwerwiegender. Ich verstehe das Konzept der Vampire nur bedingt, aber sie wird sich in einen Vampir verwandeln. Sie wird die Botschaft ihres Versagens übermitteln und… vom Clan ausgeschlossen werden.

Damit hast du dich wirklich selber übertroffen, Lady Sina. Ich akzeptiere, dass… mein Clan getötet wird und… das recht brutal, damit sie lernen, mich in Ruhe zu lassen. Das Gefühl… vom Clan ausgeschlossen zu werden kenne ich nur zu gut.

Entweder Neria… wird sich das Leben nehmen oder sie akzeptiert ihr neues Schicksal.“ war Suki tatsächlich ein bisschen wütend.

Sina sagte nichts und schaute nur stur auf die Straße, aber Sherry wusste sofort, dass ihre Freundin sich wieder selbst verletzt hat. „Ich tue, was getan werden muss. Wenn sie gewillt ist zu Leben, wird sie nach Fanfoss kommen, diese Information wurde ihr mitgeteilt.“

Schweigend ging die Gruppe weiter ihren Weg. „Erm… vielleicht ist es nun ein guter Zeitpunkt ein paar Regeln des Turniers zu erklären.“ meldete sich Melaine.

„Wenn wir bei dem Turnier mitmachen, bekommt jeder Teilnehmer ein „Veto“ und die gesamte Gruppe ein „G-Veto“.

Diese Vetos kann man nur einmalig einsetzen um gewisse Regeln zu entfernen, oder aber auch hinzuzufügen. Auch ist damit möglich, einen bestimmten Gegner aus dem anderen Team gezielt rauszuholen. Zum Beispiel Sina will unbedingt den Mann mit den roten Bart haben, dann ruft sie laut ihren Veto auf und nennt ihren Wunsch.

Dann bekommt Sina diesen Mann auch als Gegner, es sei denn, er setzt sein Veto ein und lehnt es ab, dann wurde das Veto annulliert. Bei der Aktion… haben dann beide Seite ihr Veto verloren, was ein bisschen dumm ist.

Vetos werden erst richtig im Halbfinale eingesetzt, weil man bis dahin die gegnerischen Teams kennt. Erst dann kann man besser mit seinem Veto richtig planen. Was ich sagen will, setzt die Vetos nicht zu früh ein, aber seid auch nicht zu geizig damit.

Wenn man einen „G-Veto“ einsetzt, kann man dies nur mit einem „G-Veto“ kontern, normale Vetos werden ignoriert. Diese werden meist eingesetzt, um bestimmte Regeln im Kampf zu erzwingen wie, dass man gewisse Kämpfer nicht teilnehmen lassen kann.

Wenn ein Team nur aus sechs Kämpfern besteht, ist diese Regel nutzlos, aber wenn wie jetzt die „Monstergruppe“ mit drei Ersatzkämpfern kommt, ist das dann schon etwas fataler.“

„Wow… irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Kämpfe einfacher sind, als die Regeln zu verstehen…“ murmelt Thomddir.

„Nicht unbedingt. Eine Regel gibt es, da müssen die Veranstalter Trommelschläge machen und der Kämpfer darf sich nur nach jedem Trommelschlag bewegen. Man kann aber auch stur warten und die Schläge sammeln, um einen Angriff vorzubereiten.

Die Schiedsrichter sind da sehr genau und greifen sofort ein, wenn jemand die Regeln missachtet. Das kann zum Ausschluss des ganzen Teams führen.“ schüttelt Melaine den Kopf.

„Wir wussten ja alle, dass es nicht unbedingt einfach wird.“ lächelt Sina.

„Wie lange die Anmeldungen dauern, muss ich vor Ort noch fragen, sowie den Termin, wann denn die Kämpfe auch stattfinden. In der Regel war es so, dass ein Tag gekämpft wird, dann ein Tag geruht.“ fügte Melaine noch hinzu.

„Verstehe langsam, warum du uns nach und nach die Regeln und den Rest erklärst, wir hätten dir irgendwann nicht mehr zugehört…“ murmelt Mel.

Dann war es endlich soweit, die Tage vergingen wie nichts und wurden auch nicht mehr mit weiteren nächtlichen Angriffen belästigt. Die Gruppe hat die Stadt Smoothbury erreicht und konnte schon von weitem die riesige Arena sehen.

„Wenn ich es beschreiben müsste, erinnert mich das an ein römisches Kolosseum.“ grübelte Sina und Lara verstand, was sie meint.

„Mich versetzt es immer wieder ins Staunen, wenn ich die Stadt besuche. Diese Arena gehört zu den ältesten Gebäuden auf der Welt und wird eisern von den Tiermenschen gepflegt. Woher sie das Geld haben… will ich nicht so wirklich wissen.“ lächelt Melaine.

Die Stadt selbst schien ebenfalls nicht klein zu sein und überall herrschte freudige Stimmung, die Straßen waren gefüllt mit Tiermenschen und anderen.

„Wie geht es jetzt weiter? Bleiben wir zusammen oder müssen wir uns trennen?“ fragte Kyllia die Reiseleiterin.

„Wir bleiben zusammen und gehen zur der Arena. Dort werden sie schon für die Anmeldung beschildert haben und erst dann werden wir uns in Gruppen einteilen.“ erklärte Melaine und nickte Suki zu.

Gemeinsam gehen sie durch die Straßen… und ihnen wurde dank Nea sofort der Platz frei gemacht. Überall zeigten die Bewohner auf den bunten Haufen, scheinbar haben sie alle keine all zu guten Erfahrungen mit Spinnenfrauen gemacht.

„Wie praktisch. Dann weiß ich ja, wen ich für die nächste Zeit bei der Stadtbesichtigung mitnehme.“ grinste Sina.

Bei der Wanderung durch die Straße ging der Behemoth-Clan parallel von der Arena weg. „Hach, das war ja ein Klacks gewesen uns anzumelden.“ lachte Nitir.

„Ich bin froh, dass Rokea das Ding nicht zerstört hat…“ murmelt Zuzan. „Ehrlich? Sie hat sich doch nur zurückgehalten.“ meinte Nijus.

„Ihr solltet sie nicht unnötig provozieren.“ sagte der Anführer Rokus und war froh, dass seine Tochter sich an seine Anweisung gehalten hat.

Rokea sagte nichts… als sie eine extrem tödliche Präsenz spürte. Sofort schaute sie aufgeregt überall hin, fand aber nicht den Besitzer. Dann war die Präsenz wieder weg.

„Was hast du Rokea?“ fragte Risia, die sofort die Veränderung ihrer Gefährtin bemerkte. „Hier… ist jemand sehr starkes vorbeigelaufen…“ murmelt Rokea.

„Hmm? Habe nichts gemerkt.“ kratze Narya sich an der Wange. „Weil ihr alle zu dumm seid, einen Feind zu bemerken, der über eurer Liga ist.“ antwortet Rokea schroff. „Er… versteckt seine Kraft… und doch habe ich sie bemerkt.“

„Willst du mir sagen, dass jemand hier ist, der sich mit DIR messen kann?“ zweifelt Nitir. „Ich glaube, du suchst nur Aufmerksam… ARGH!“

Rokea packte den Champion der Behemoths an der Kehle und hob ihn hoch. „Ja? Ich suche… was genau? Unterstehe dich mich zu verstehen du Schwächling!“

Rokus packte den Arm von Rokea mit den warnenden Worten: „Lass es oder du fliegst ganz aus der Gruppe und triffst nicht diese… starke Person.“

Beide starrten sich lange in die Augen, während Nitir die Luft langsam knapp wurde, dabei bemühte er sich wirklich, aus dem Griff der Frau zu entkommen. Dann fällt er auf einmal auf die Knie und musste erst mal nach Luft schnappen.

„Entschuldigung Vater, dachte, ich hätte eine Fliege in der Hand gehabt. Dabei war es ja nur unser „Champion“ Nitir.“ betonte Rokea verächtlich das eine Wort, drehte sich um und ging von ihrer Gruppe weg.

„Hrmm…“ schüttelt Rokus traurig den Kopf.

Kapitel 346

Ich bin wiedergeboren und die weiteren Attentate?

Die Reise von Sina und ihren Freunden nach Smoothbury nahm ihren Lauf. Die Natur wirkte auf den ersten Blick nicht wirklich anders als aus Alliancia.

„Täuscht euch nicht, je weiter man ins Landesinnere reist, desto mehr wird man einen Dschungel vorfinden.“ warnte Melaine, als Nea sich wunderte. „Unser Kontinent hat die meisten unterschiedlichsten Gebiete. Dort Wüste, da viele Canyons und so weiter. Selbst ich komme immer wieder ins Staunen, wenn ich mehrere Gebiete durchwandere.“

„Sag mal Lara… ist es mir nur so oder gibt es in dieser Welt keine Jahreszeiten?“ fragte Sina ihre kleine Schwester.

„Wo du es sagst? Da lebe ich all die Zeit hier schon und mir ist nie aufgefallen, dass es in Alliancia nicht schneit oder so. Eher habe ich den Eindruck, dass gewisse Monate wärmer sind, andere ein bisschen kühler und das war´s.“ nickte Lara grübelnd.

„Wo wir über Monate reden, aber es sind sieben Tage und zwölf Monate wie in der alten Welt. Aber der zweite Monat hat insgesamt nur 28 Tage und es gibt kein Schaltjahr. Selbst Uhrzeiten sind 24 Stunden, nur… darauf achtet wirklich keiner.“ murmelt Sina weiter.

„Stimmt. Aber es ist nicht schlecht, dass wir überhaupt so was wie ein Datum-System nicht haben. Sonst könntest du schlecht deine Pläne machen.“ fügte Lara hinzu.

„Interessant, worüber Personen aus der anderen Welt sprechen.“ meinte Mel. „Scheinbar seid ihr ja ziemlich unbesorgt oder?“

„Warum sollten wir das nicht? Es ist schönes Wetter, die Sonne lacht und ich habe einige Leichen entsorgt.“ zuckte Sina mit ihre Schulter.

„Die Nea direkt wieder eingesammelt und auf dem Weg aufgegessen hat. Diesen Teil hast du vergessen zu erwähnen.“ sagte Sherry mit einer sehr eintönigen Stimme.

„Wenn… es ihr schmeckt? Damit weiß ich wenigstens, wie wir zukünftig Leichen loswerden ohne irgendwelche Beweise zu hinterlassen.“ grinste Sina.

„Ich bin froh, dass Rubina gelernt hat, keine Menschen mehr zu essen.“ murmelt Suki. „Oder allgemein Fleisch von bekannten humanoiden Rassen zu essen.

„Damals hatte ich nichts anderes zu essen Mama!“ entschuldigte sich das Drachenmädchen. „Nun bekomme ich ja leckeres Essen und lerne immer noch neue Dinge dazu.“

„Rubina, nur so interessehalber, aber kannst du eigentlich kämpfen?“ fragte Sina und Rubina wiegelt ihren Kopf.

„Mama hat mir einige Techniken gezeigt, wie ich mich wehren kann, ansonsten soll ich auf meine Kräfte zurückgreifen. Ich kann schlagen, ausweichen, Feuer spucken und fliegen. Nur… bin ich mir nicht sicher, ob ich mich zurückhalten kann.“

„Brauchst du auch nicht. Wer da teilnehmen kann, ist stark und wird einiges wegstecken können. Ich kann mich noch gut erinnern, wie du meinen Angriff damals auch so geschluckt hast.“ grinste Sina und Rubina lächelt ebenso.

„OI!“ rief auf einmal ein Mann und alle drehen ihre Köpfe zu der Stimme. Mehrere nasse Personen kamen ihnen entgegen. Vier Männer und zwei Katzenmenschen die ziemlich einander kleben.

„Ja? Wie können wir euch helfen?“ fragte Melaine, die die Gruppe ein bisschen merkwürdig findet.

„Mir ist schon lange nicht mehr zu helfen. Erm… *hust* wir sind vor kurzem aus Vurdinia hier her geschwommen und haben… keinen Plan wo wir sind. Wollen aber an diesem tausendjährigen Turnier teilnehmen. Ihr… wisst nicht wo der Weg ist?“ fragte der Mann mit einem roten Bart.

„Erm was? Ihr seid von Vurdinia geschwommen?!“ hakte Christoper sofort nach und die nassen Personen nickten alle eifrig mit ihren Köpfen.

„Doch, das sind wir. Leider hatte unser… „Kapitän Eisenstiefel“ so wurde unser Floß direkt am Anfang durch ein Walmonster oder so zum kentern gebracht, weswegen wir den Rest schwimmen mussten.“ meinte ein anderer dicker Mann.

„Ja, es tut mir leid. Ich bin schuld an allem.“ rollte der Mann seine Augen. „Das nächste mal könnt ihr das Floß steuern.“

„Ich hatte nichts gegen das Schwimmen und es hat Spaß gemacht!“ meldet sich die Katzenfrau. „Vor allem, als uns Glacia gefolgt ist!“

„Hör mir damit auf. Als ob man uns das glauben wird.“ meinte der Anführer, der ebenfalls seine Augen rollte. „Erm… wo waren wir stehen geblieben?“

„Ihr braucht einfach nur dieser Straße zu folgen, dann kommt ihr in der Stadt Smoothbury an, wo man sich für das Turnier anmelden kann.“ zeigte Melaine den Weg und hofft, die Verrückten schnell loszuwerden.

„Ich danke ihnen schöne Frau.“ verbeugte sich der Anführer. „Dann hatten wir doch Glück gehabt, in der Nähe des Turniers angekommen zu sein, ihr Luschen. So wie ihr ausseht, werdet ihr vermutlich auch teilnehmen oder?

Ich meine, zwei Dämonen, jede Menge Vampire, eine Arachne, jemanden vom Drachenvolk… ist schon eine leicht exotische Gruppe. Aber das macht das Turnier bestimmt nur spannender. Man sieht sich.“ verbeugte sich der Anführer nochmal und ging mit seiner Gruppe weiter.

„Das… war jetzt nun wirklich der merkwürdigste Haufen, den ich jemals gesehen habe.“ murmelt Lara.

„Ich konnte in ihren Augen jetzt nicht sehen, dass sie gelogen haben.“ meinte Kyllia, aber es war Rubina die ein bisschen aufgeregter wirkte. „Mama, der Mann meinte, ich stamme vom Drachenvolk ab!“

„Stimmt. Vielleicht sollten wir sie nochmal aufsuchen und ein bisschen genauer befragen. Sie machten jetzt nicht unbedingt einen unfreundlichen Eindruck.“ nickte Suki.

„Glaube… das Turnier wird doch nicht so einfach.“ meinte Sina auf einmal und alle widmen ihr die Aufmerksamkeit zu. „Der Mann mit dem roten Bart. Der hat es geschafft, dass ich für kurze Zeit ein kribbeln in den Händen bekam. Sie wirkten ein bisschen daneben, aber ich hatte überhaupt nicht das Gefühl gehabt, dass sie Schwächlinge waren.“

„Nicht nur du.“ stimmte Louis zu. Der Schwertheilige hat den Anführer als den stärksten Kämpfer eingeschätzt und hatte gleich am gesamten Körper ein „kribbeln“ gehabt, gegen ihn kämpfen zu wollen.

„Ist… es eigentlich möglich von einem Kontinent zum anderen Kontinent zu schwimmen?“ zweifelt Falco bei deren Aussage.

„Ehrlich? Keine Ahnung. Nur machen wir doch auch viele verrückte Sachen oder?“ hob Christoper eine Augenbraue hoch.

„Schon, aber nicht von einem Kontinent zum anderen Kontinent schwimmen und gleichzeitig Glacia im Nacken zu haben…“ murmelt Falco.

„Die sind stärker als unsere Abenteurer hier.“ „Jep, wer auch immer sie als Gegner haben wird, gegen sie müssten wir alle ein bisschen in die Trickkiste greifen.“ teilten die Zwillingsvampire mit.

„Das… meint ihr jetzt nicht ernst oder?“ hakte Thomddir nach. „Dafür haben wir das Training gemacht!“

„Nun stell dir mal vor, wir hätte das Training NICHT gemacht. Dann wären wir so was von Chancenlos gegen sie gewesen. Unterscheiden sich die Attribute von uns mit denen sehr?“ grinste Sina.

„Hmm nicht wirklich. Ihre Attribute sind nur leicht höher.“ „Ohne das Training wäre der Abstand aber viel größer gewesen.“ erklärten die Zwillinge und jeder beruhigte sich wieder.

„Puh… dann gibt es wirklich noch andere inoffizielle starke Personen? Wundere mich, dass man von ihnen noch nie gehört hat.“ kratze Neia an ihrer Wange.

„Nicht jeder sucht nach Ruhm. So, genug geplaudert, weiter geht die Reise!“ klatsche Melaine in die Hände und ihr Wolf bellte.

„Warum sind wir nicht mit ihnen gegangen Zhin?“ wundert sich Daszum. „Wir hätten sie ein bisschen kennengelernt und vielleicht hätten wir weitere Freunde gefunden.“

„Sind wir auf einem „Wir-suchen-Freunde“-Trip oder wollen an dem Turnier teilnehmen?“ kam die Gegenfrage von Zhin.

„Nun, man könnte ja beides machen oder? Vielleicht haben wir sie ja als Gegner und es schadet ja nicht zu wissen, was sie können.“ meinte Jimdo.

„Himmel… Falls ihr es nicht bemerkt habt, aber die kleinen Zwillinge haben meines Erachtens uns zu sehr angestarrt. Würde mich nicht wundern, wenn sie die Fähigkeit „Analyse“ beherrschen. NOCH einfacher will ich es dem Feind nun wirklich nicht machen.“ seufzte der Anführer.

„Ist doch egal? Wenn wäre eh Flai wieder schuld daran.“ grinste Daika und Punny nickte ihm zustimmend zu.

„Natürlich!“ rollte Flai seine Augen.

Alle gingen ihre Wege weiter und die erste Nacht kam… und Sina´s Gefühl meldete sich wieder. „Hrm…“ rollte die Dämonenkönigin entnervt ihre Augen.

Das Nachtlager wurde aufgebaut und es wurden mehrere Nachtwachen eingeteilt, Suki machte leckeres Essen für alle bevor sie sich hinlegten.

Als es Mitternacht wurde und Louis mit Falko mit der Nachtwache dran waren, wurde das Lagerfeuer auf einmal ausgelöscht. Die beiden Männer nickten sich gegenseitig wissend zu und zogen an mehreren kleinen Fäden.

Mehrere schwarze Gestalten kamen aus den Bäumen gerannt und warfen Shuriken auf die Männer zu. Louis konnte sie trotz Dunkelheit blockieren, was die Ninja´s leicht ins Staunen brachte… Als Falco einen Lichtpfeil in den Himmel schoss und die Nacht erhellt wurde.

Sofort waren alle Angreifer von dem hellen Licht geblendet als Nea in Aktion trat. Sie fing alle mit ihren Spinnenfäden an Ort und Stelle ein.

„Habe ich schon gesagt… das ich meine Pläne unheimlich finde, dass sie funktionieren?“ kam Sina aus einem der Zelte raus.

Diesmal war der Plan gewesen, dass Nea an jedem Gefährten einen reißfesten Faden um die Finger wickelt, damit die Nachtwachen sofort alle wecken konnten. Des weiteren wurden die Nachtwachen so eingeteilt, dass immer einer dabei ist, der die Nacht erhellen konnte.

Letztendlich war es dann die Aufgabe von Nea und Mel gewesen, die Attentäter in irgendeiner Form unschädlich zu machen.

„Hmm… diesmal sind es acht Attentäter. Ihr müsst euch ja sehr sicher sein, dass ihr mit so einer kleinen Gruppe uns angreift. Irgendwie… habe ich das Gefühl, dass ihr uns total unterschätzt.“ hob Sina misstrauisch eine Augenbraue hoch.

Wie die letzten Attentäter, schwiegen auch sie sehr eisern. Sina riss ihnen die Kopfbedeckungen ab und es waren wieder Katzenmenschen.

„Lara, Mio und Tio, nehmt euch jeder zwei, wir müssen ein kleines Gespräch führen.“ befahl Sina und die Vampire nickten.

„Du… willst wieder was machen?“ fragte Sherry traurig. Sina seufzte nur und nickte: „Ja. Es tut mir leid, aber ich habe eine Familie zu beschützen.“

Nachdem Sina mit ihren Freunden und Opfern ein weiten Abstand genommen hat, fing die Befragung an: „Lasst mich raten, euer Ziel war diesmal nicht nur Suki, sondern wir alle oder?“

Beklemmendes Schweigen unter den Ninja´s, während Lara schmunzelnd musste, wie „toll“ sie als Attentäter sind. „Also irgendwie… habe ich mir den Clan von Suki mit ihren Attentätern schwerer vorgestellt. WIR als Vampirattentäter hätten Rauchbomben und ähnliches eingesetzt, denn das wäre viel effektiver als nur das Lagerfeuer zu löschen und mit Sternen herum zu werfen.“

„Nicht jeder ist ein geborener Attentäter. Ich bin auch irgendwie… ein bisschen desillusioniert, aber vermutlich haben wir die richtigen Profis noch nicht kennengelernt.“ stimmte Sina zu.

„Nun… ihre Werte sind definitiv höher als die damaligen Meuchelmörder bei uns in der Villa.“ „Aber leider sind wir deutlich über ihrer Liga.“ nickten die Zwillingsvampire.

„Schade das meine Botschaft nicht so richtig angekommen ist. Nun müssen wieder weitere… Dummköpfe wegen einer noch dümmeren Tradition sterben.“ schüttelt Sina ihren Kopf.

„Was verstehen sie schon von Traditionen? Die Muttermörderin bricht eine Tradition nach der anderen!“ meckert auf einmal eine Katzenfrau.

„Und? Wo ist das Problem? Ihr habt sie doch längst aus eurem Clan ausgeschlossen, warum belasst ihr das dann nicht einfach?“ hielt Sina ihren Kopf schräg.

„Weil es unser Stolz verlangt!“ sagte die Katzenfrau weiter und die anderen nickten ihr zustimmend. Sina schloss für einen kurzen Moment ihre Augen.

„Geht es dir nicht gut Schwester?“ fragte Lara vorsichtig. „Doch mir geht es gut. Sag, wie macht man eigentlich einen Vampir?“

„Das ist einfach. Einfach in den Hals beißen und dann muss unser Speichel in deren Blutbahn kommen!“ „Bei den freiwilligen Spendern beißen wir daher in den Arm und passen auf, dass das nicht passiert.“ erklärten die Zwillingsvampire.

„Und wie… verläuft dann die Verwandlung? Wundere mich, dass ihr bisher keinen Spender in einem Vampir verwandelt habt.“ hielt Sina den Kopf wieder schräg.

„Das ist nicht unser normaler Speichel, sondern… etwas was wir aus den Eckzähnen absondern. Beim normalen saugen passiert auch nichts, erst… erm… wenn wir das wirklich wollen, bilden wir es. Besser kann es nicht erklären.

Es kommt darauf an, wie viel wir von dem Speichel in unser Opfer pumpen. Je mehr, desto schneller und stärker geht die Verwandlung des Opfers zu einem Vampir.“ korrigierte Lara die Erklärung der Zwillinge.

„Nehmen wir an… ein Tropfen dieses Speichels. Wie lange würde es dauern und welche Auswirkung hat es dann?“

„Es würde sich über Monate hin ziehen. Einmal… den Speichel des Vampirs im Körper, gibt es keine Heilung mehr. Am Anfang… findet keine Veränderung statt, aber je mehr Zeit vergeht, desto… größer wird das Verlangen nach Blut, bis es irgendwann unerträglich wird. Dabei verwandelt sich auch der Körper entsprechend.“

„Dann musste ich ja richtig Glück gehabt haben, als Acula mich damals gebissen hat oder man kann ein Dämon wirklich nicht in einen Vampir verwandeln.“ nickte Sina zufrieden mit der Antwort. Sie ging zu dem vorlauten Katzenmädchen und zog sie von den anderen weg.

„Was… was habt ihr mit mir vor?!“ wurde sie richtig panisch, als sie die Erklärung der Vampire gehört hat.

„Du wirst erst mal… zuschauen, wie deine Freunde hier sterben. Langsam aber qualvoll, denn meine letzte Botschaft… kam bei eurem Clan nicht so richtig an. Das werde ich wiederholen, in dem du zuschaust, was ich mit ihnen mache und du deinem Stammesältesten die Situation schilderst.

Meine Botschaft ist dieselbe, ich brauche daher nicht den gleichen Wortsatz zu wiederholen. Finger weg von Suki oder wir löschen euch aus. Mio, Tio haltet ihre Augen offen.“ befahl Sina und zog ihren Handschuh von der rechten Hand ab.

Es verging einige Zeit und nun lagen mehrere verrottende Leichen auf dem Boden. Die Katzenfrau wurde gezwungen, zuzuschauen und ließ ihre Tränen freien Lauf.

„Wenn du jemanden die Schuld zuschieben willst, dann dem Stammesältesten, der euch in den sicheren Tod geschickt hat. Beim letzten Attentat mussten nur drei von euch sterben, nun sind es weitere sieben.

Du sprichst von Stolz? Ist es das wirklich wert, wegen einer Person so viele… Freunde von einem Clan zu verlieren? Könnt ihr nicht einfach… loslassen? Diese… dummen Traditionen werden euch alle ins Grab bringen.“ sagte Sina es mit einer leicht traurigen Stimme.

„Du Monster…“ murmelt die Katzenfrau nur. „Danke für dein Kompliment. Lara? Dir ist es erlaubt, diese Frau zu einem Vampir zu verwandeln, aber auf die langsamste Art und Weise.“

Nun wurde die Katzenfrau erst recht panisch, aber sie konnte sich nicht von den Zwillingen befreien. Lara ging mit einem leicht sadistischen Lächeln auf die Frau zu und drückte den Kopf mit starker Zärtlichkeit beiseite.

„Keine Angst… es tut nur kurz weh.“ flüstert Lara dies ins Katzenohr und schnappte dann zu. Die Katzenfrau schrie laut auf, aber dann löste Lara sich schon wieder von ihr. Dabei leckte sie mit der Zunge die beiden Löcher einmal sauber ab und schnurrte.

„Hmm… ich gebe dir… zwei Monate, danach werden die Symptome bei dir eintreten.“ lächelt Lara und streichelt die Wange der weinende Katzenfrau.

„Ist sie denn nun dein Kind oder so?“ fragte Sina nun interessiert.

„Wenn man es… so sehen will ja. Sie wäre jetzt mein erstes Kind, das zu einem Vampir wird, sollte sie sich nicht vorher umbringen. Jetzt haben wir eine Bindung zwischen Meister und… Schüler würde ich sagen.

Nimmt sie sich das Leben, werde ich das sofort merken. Schönes Mädchen, als dein Meister sollte ich mich um dich kümmern, aber das Schicksal hat andere Pläne mit dir. Wenn du… leben willst, komm nach Fanfoss und ich zeige dir das Leben als Vampir.“ streichelt Lara weiter die Wange von der Frau.

„Hmm… klingt nach einer zweiten Chance. Dann löst mal die Spinnenfäden von ihr und überlassen das der Katzenfrau, wie sie ihr Leben weiter gehen will.“ nickte Sina zu den Zwillingen, die mit ihren Rapier´s sofort die Fesseln durchschneiden.

Die Katzenfrau wurde zwar befreit, aber man sah in ihren Augen eine sehr große Hoffnungslosigkeit.

„Das passiert, wenn der Stolz und Traditionen jemanden blendet. Du kannst von Glück reden, dass du nur zu einem Vampir wirst. Der andere Überlebende… wird vermutlich jederzeit mit dir wechseln wollen, denn der kann überhaupt nichts mehr machen.

Dann lass uns mal zurückgehen Mädels und den verloren Schlaf nachholen. Wenn… es geht, sagt den anderen nur, dass wir jemanden am Leben gelassen haben und der Schaden diesmal nicht so groß ist, wie bei dem letzten.“ bat Sina. Die Vampire nickten und verschwanden dann mit Sina…

Und hinterließen eine weinende Katzenfrau, die jegliche Hoffnung verloren hat.

Kapitel 345

Ich bin wiedergeboren und die zukünftigen Gegner?

Alle Gefährten trafen sich am Stadttor und wurden schnell aufgeklärt, dass der Clan von Suki sich gemeldet hat. „Hmm, dass sie so schnell reagieren ist ein bisschen unerwartet finde ich, aber… warum habt ihr alle rote Gesichter?“ wundert sich Neia.

„Wir hatten das eine oder andere Gespräch gehabt heute beim Frühstück.“ erklärte Sherry hastig, als Sina den Mund aufmachte.

„Tzz… dann sprech doch für mich.“ blies Sina ihre Wangen auf und drehte sich weg. „Wenn was ist, fragt Knochi.“ Der Knochenschwanz wedelt vor sich hin.

„Manchmal bist du wirklich wie ein Kleinkind, weißt du das?“ merkte Christoper an. „Da ja irgendwie alles geklappt hat, sollten wir die Reise angehen.“

„Stimmt. Unser Zielort ist die Stadt Smoothbury, wo auch die Arena liegt. Drei Tage werden wir definitiv benötigen und dann müssen wir vor Ort schauen, wie voll es ist. Aufgrund dass wir gut mit dem Schiff gekommen sind, könnte man meinen, dass wir zu früh da sind, aber…

Je früher wir uns anmelden, desto einfacher haben wir es in vielen Dingen wie zum Beispiel Gasthäuser aufsuchen, bestimmte Zielorte aufsuchen und ähnliches.“ war Melaine aufgeregt, machte aber zwischendurch einen besorgten Blick auf Suki.

„Frage mich, wer dort alles mitmachen wird.“ grübelt Rubina.

„Zhin… warum sind wir nochmal über das Meer geschwommen?“ fragte eine wunderschöne Katzenfrau mit brünetten Haaren.

„Weil wir damit Zeit gespart haben Daszum??“ knurrte Zhin, ein leicht dicklicher Mann mit einem rötlichen Bart und trocknete seine Klamotten.

„Zeit sparen? Auf die Idee kannst nur du kommen! Wir sind von Vurdinia nach Batzien geschwommen!“ nörgelt ebenfalls ein schwergewichtiger Mann, der dicke Eisenstiefel trug und abwechselnd das Wasser aus den Stiefel raus ließ.

„Daran bist auch du schuld Flai! Wer wollte unbedingt das zusammengebaute Floß segeln? Du. Wer hat es gegen diesen komischen Wal knallen lassen? Du.“ warf Zhin Flai einen tödlichen Blick zu.

„Also ich kann mich nicht beklagen, die Fische waren lecker und hatten den Vorteil, dass man sie auch roh essen konnte, nicht wahr Daszum?“ lächelt ein Katzenmann verliebt seiner Frau zu.

„Das stimmt! War voll lecker Jimdo!“ jubelt Daszum mit einem Arm in die Höhe und umarmte ihren Mann.

„Leute… das wird uns eh keiner glauben, dass wir tausende Kilometer geschwommen sind. Das dürfte eigentlich auch nicht gehen!“ kratzte sich ein weiterer dicklicher Mann am Bauch.

„Recht hat Daika, aber den Göttern sei Dank haben wir in den vielen Dungeons sehr interessante Gegenstände bekommen. Unmöglich? Gibst bei uns nicht!“ nickte ein dürrer Mann mit langen Haaren.

„Oh ja, wie Daika´s Waffe. Da findet er endlich mal einen Stein um eine lebendige Waffe seiner Wahl zu machen und was passiert? Fällt ihm ausgerechnet in sein Brotmesser rein! Aber da ist eh Flai schuld. Wenigsten hast du herausgefunden, wie man dieses eine Dingsbumbsgerät benutzt, als Glacia uns angegriffen hat Punny.“ rollte Zhin mit den Augen.

„Oh neee…. Gibt mir ruhig die Schuld für alles!“ zickte Flai.

„Aber war schon eine kurze heikle Sache gewesen, als Glacia uns irgendwie auf dem Kicker hatte. Wusste nicht, dass Angst dazu fördern kann, schneller zu schwimmen.“ nickte Jimdo mit sich selber.

„Leute… entweder wir bekommen unsere Sachen… getrocknet oder wir brauchen uns bei dem Turnier nicht anzumelden.“ beschwerte sich Daika.

„Die Frage ist ja… wo sind wir eigentlich?“ wundert sich Daszum und dreht sich mit ihrem Körper wie wild herum.

„Keine Ahnung? Steht auf meiner Stirn „Gott“ und ich weiß alles? Los, wir haben genug getrödelt, suchen wir irgendjemand, der uns den Weg zeigen kann…“ befahl Zhin und die Gruppe machte sich auf die Suche nach der Arena.

Sechs Fledermäuse landeten in der Nähe der Stadt Smoothbury und nahmen ihre ursprünglichen Gestalten an.

„Uff… hätte nicht gedacht, dass wir mal als Team an einem Turnier teilnehmen werden.“ stöhnte Zada, sie hatte kaum ein Gefühl in ihren Armen.

„Das Schicksal nimmt manchmal seltsame Formen an. Im Grunde wollte ja nur unsere Lieblingscousine da mitmachen, den Rest hat sie dazu gezwungen.“ streckte Gair Arme und Schulter aus.

„Ich habe nichts dagegen, ein paar Schwächlingen die Schädel zu knacken.“ grinste Sandor über das Armutszeugnis der anderen Vampire.

„Verstehe immer noch nicht, wie du dir das vorstellst Lisa? Wir wissen, dass Lady Sina und ihr Clan mitmacht, aber du willst doch nur Kyllia haben! Glaubst du allen ernstes, dass einer von uns gegen Lady Sina eine Chance hat? Nicht mal Devin könnte das!“ beschwerte sich Renee.

„Aber aber meine Liebe. Auch wenn Lady Sina irgendein Monster ist, selbst sie kann sterben, es hängt alles davon ab… wie man seine Pläne plant.“ zog Devin arrogant die Luft durch die Nase.

„Wage es ja nicht mit mir auf einer Stufe zu sprechen.“ knurrte Renee den Heldentyrann an, als Devin auf einmal hinter ihr stand und seinen Fingernagel gegen ihren Hals drückte.

„Ich glaube… du hast vergessen, dass ich nicht irgendjemand bin. Meinen Ruf habe ich mir nicht mal eben gemacht, damit der über all die Zeit nur geflüstert wird.“ grinste Devin sadistisch. Renee dreht ihren Kopf und man sah die Wut in ihren Augen.

„Seid ihr fertig mit dem Kindertheater oder muss ich nachhelfen?“ fragte Lisa in ihrer schwarzen Lederrüstung und ihr Teufelsschwanz schlug aufgeregt überall hin.

„Bezüglich mit Lady Sina, ich habe mitbekommen, dass die Clanführerin zwei Gruppen am Turnier teilnehmen lässt. Mehr werden wir erfahren, wenn wir teilnehmen. Du Sandor behältst ja deinen Vampir in den Augen, wir verstehen uns?“ warnte Lisa den muskelbepackten Vampir.

„Devin, du hast deinen Schwur nicht vergessen?“ fragte Sandor den Heldentyrann, der von Renee Abstand nahm.

„Aber natürlich. Keine Frauen vergewaltigen, Zwerge in Brand setzen und ähnliches. Zufrieden?“ rollte der Heldentyrann die Augen.

„Also von meiner Seite sehe ich keine Probleme.“ grinste Sandor zu Lisa. „Nur der Schwur zählt nicht, wenn Devin im Kampf gegen jemanden kämpfen muss. Ich will doch nicht, dass mein Freund eingeschränkt wird.“

„Das hoffe ich doch sehr für dich.“ war Lisa nicht überzeugt, aber sie hatte keine Lust auf eine Diskussion. Sie will nur eins: Kyllia eins auswischen, weil sie so einen Ärger in ihrem Leben verursacht hat. Lisa konnte schon lange nicht mehr richtig schlafen, ohne das Kyllia in ihren Träumen vorkam.

„Wenn der Blödsinn vorbei ist, werde ich endlich mein Projekt umsetzen und umziehen.“ murmelt Zada mit sich.

Weitere Vampire betraten schon die Stadt, die alle weiße Masken mit Sehschlitzen trugen. „Ich hoffe wirklich… dass ich die Mörderin meiner Mutter kriege…“ murmelt Violet. „Nicht nur du.“ fügte Riskel hinzu.

„Seid ihr sicher, dass ihr die Mörder eurer Eltern töten könnt?“ kichert ein Vampir mit sehr langen Elfenohren.

„Seitdem wir wissen, dass es dieses Turnier gibt, wo der Clan von Lady Sina mitmacht, haben wir ununterbrochen trainiert.“ knurrte Riskel wütend.

„Spike, zeigt den Clanführern den nötigen Respekt.“ wies Taos an. „Das gilt auch für James und Zetta ebenfalls!“

„Natürlich.“ nickte der zwergenförmige Vampir James. „Es ist für uns eine Ehre, dass wir bei euren Kämpfen behilflich sein dürfen. Ich hätte gedacht, dass euer Sohn mitmachen würde.“

„Tzz… als ob Sandor die nötige Stärke hätte, gegen einen Clanführer zu kämpfen.“ zog Zetta, die scheinbar eine Tierfrau war, die Nase hoch. „Außerdem hat er Devin mitgenommen. Ich war erstaunt, dass ihr ihn aus dem Kerker überhaupt raus gelassen habt.“

„Ich habe ihn lang genug durchfüttern lassen, nun soll er auch für das Blut was tun. Es ist Zeit, dass das Vieh uns Vampire wieder fürchtet, wie in den alten Zeiten!“ meinte Taos.

„Tja… normal hat das ja Lord Acula mit seinen Kinder gemacht.“ kichert James. „Wenn er wüsste, was Lady Sina mit seinen restlichen Vampiren macht, dürfte er schreiend aus dem Seelenfluss kommen.“

„Mein Herr, ich werde mich nach einem käuflichem Tiermenschen umschauen. So sehr wie ich auch einer war, bin ich letztendlich auch ein Vampir.“ bat Zetta um Erlaubnis und Taos hob die Hand, dass es genehmigt ist.

„Welche Pläne habt ihr, wenn wir Lady Sina als Gegner bekommen werden?“ fragte Spike, wo sein Meister sich umdrehte.

„Wir benutzten diese komischen Sonderregeln, da wird sie aber dumm schauen, wenn wir ihre Freunde vor ihren Augen töten.“ kichert Taos. Er kann die vielen Beleidigungen und Demütigungen vom letzten Vampirtreffen nicht vergessen.

Zumal Layla und Roman ihn scheinbar ziemlich im Auge behalten, weil er „angeblich“ dem Vieh von Tuzato Hinweise der Vampire von Acula gegeben hatte.

„Du warst sehr scharfsinnig gewesen.“ dachte Taos wütend. „Nun werde ich dir die wahre Bedeutung von „Hilfslosigkeit“ beibringen.“

„Aglon, Dalmaz, Igriz, Ethice und Sarless. Heute ist der Tag, wo wir Dämonen die Welt wieder daran erinnern, dass wir nicht irgendwelche Märchenwesen sind.“ ging der rote Dämon Arzexos mit seiner Narbe quer über die Augen vor und zurück.

„General, was machen, wenn Prinzessin Sina mitmachen?“ quietsche der riesige grüne Dämon seine Frage von oben runter.

„Dann werden wir sie nach alter Dämonenart bekämpfen. Vergesst nicht, dass ist ein Turnier wie wir das aus der alten Heimat kennen.“ beantwortet ihr Anführer.

„Ehrlich? Legen wir mit dieser Aktion… nicht einige Steine in den Weg für Prinzessin Sina? Glaube nicht, dass sie es sich wünscht, dass wir auf der Oberfläche erscheinen.“ wundert sich Ethice, die einen Schlangenkörper hat.

„Die Barriere steht. Wer seinen Kopf benutzen kann, wird selbst feststellen, dass wir Dämonen sind, die vor der Barriere auf der Welt sind.“ beruhigte der rote Dämon die Schlangenfrau.

Aglon und Igriz schauten sich zweifelnd an, ob das seine Richtigkeit hat, aber Arzexos war nun mal der Chef. Daher hielten sie lieber den Mund, vor allem konnte Igriz nicht vergessen, welch fürchterliche Aura die Prinzessin ausstrahlte, nachdem sie wach geworden ist.

„Woher… habe ich diese Frau schon mal gesehen?“ wundert sich Igriz, denn diese Frage beschäftigt ihn, seit er Prinzessin Sina gesehen hat und die Heilerin damals in Sicherheit bringen musste.

„Sarless, setze deine Fähigkeiten ein, dass wir einen Tiermenschen in unserer Gruppe haben, sonst wird das nichts mit dem Anmelden.“ nickte der General der Sukkubus zu.

„Wie du meinst. Notfall kaufen wir einfach einen dieser Tiermenschen die sich für solche Anlässe anbieten.“ zuckte die wunderschöne blonde Frau mit violetten Augen die Schulter. Diese Sukkubus war die jüngste Dämonin in der Gruppe, aber auch gleichzeitig die Unheimlichste. Wenn man lange in ihre Augen starrt… sah man immer wieder einen Funken von Wahnsinn flackern.

„Mach das. Ich bin gespannt, ob ich weitere bekannte Gesichter sehe.“ grinste der General vor Vorfreude auf.

Ein großer Gorilla schlug sich abwechselnd mit den Armen auf die Brust: „Wer ist der Champion?“ brüllte der Tiermann auf.

„Orum!“ brüllten mehrere Tiermenschen auf.

„Wer wird den Sieg bringen?“

„Orum!“

„Wer ist der stärke Tiermensch auf der Welt?“

„Orum!“

„Genau! Selbst der Behemoth-Clan wird unter meinen Füßen liegen!“ lachte Orum laut auf und schlug wieder auf die Brust.

Ein verkleideter Ninja kniete vor dem Übertragungszauber, wo ein sehr alter Katzenmann zu sehen ist. „Die Gruppe hat versagt, Suki zu töten. Mnira hat den Angriff überlebt, wird aber nie wieder für einen Einsatz tauglich sein.

Wir schicken weitere Gruppen, um zu verhindern, dass Suki an diesem Turnier teilnehmen wird, aber… Die Botschaft von dieser Lady Sina dürfen wir nicht ignorieren. Daher will ich, dass du mit deinen Leuten ebenfalls an diesem Turnier teilnimmst. Sicher ist sicher, Satu!“

„Ich verstehe. Ich werde für meine verstorbenen Brüder beten und den anderen Erfolg wünschen.“ nickte der Ninja und die Übertragung wurde beendet.

„Koto, Sumi, Aio, Hiro, Cixo, Eiko. Ihr habt den Befehl des Stammesältesten gehört. Wir werden uns an dem Turnier anmelden und unser Ziel ist es nur, Suki die Außenseiterin zu töten!“ sagte der Ninja das zu den anderen Ninjas.

Alle machten ihren Salut als Verständigung, dann verschwanden sie. „Dann bekomme ich doch meine Chance, dich zu rächen Fuyu!

Niemals hätte unsere missratene Tochter dich töten können, dafür warst du die stärkste Mishoi gewesen!“ knurrte der alte Katzenmann mit einer fürchterlichen Narbe im Gesicht.

„Du hattest deine Chance gehabt Suki. Nun trotz du uns das dritte Mal und das war auch das letzte Mal gewesen!“

Eine große Gruppe vom Behemoth-Clan ging die Straße nach Smoothbury. Auffällig war der größte Behemoth, der eine löwenartige Mähne trug mit großen Hörnern wie die eines Bullen. Das sind die Merkmale der Behemoth-Tiermenschen, zusätzlich haben alle einen dicken Schwanz an dessen Ende Stacheln dran waren.

„Ich hoffe, ihr habt euch alle für die Kämpfe vorbereitet. Mein Gefühl sagt mir, dass dieses Turnier alle unsere früheren Kämpfe in den Schatten stellt.“ sagte der Anführer Rokus es zu seinen Leuten.

„Keine Sorge, ich werde meinen Titel als Champion weiterhin halten.“ grinste Nitir. „Dafür habe ich ja als einer der wenigen Behemoth an fast allen Turnieren teilgenommen.“

„Hoffentlich lässt du uns auch ein bisschen was übrig.“ nörgelt Nijus und Zuzan nickte ihm zustimmend zu.

„Nitir ist ein starker Kämpfer.“ grinste Risia. „Müsst ihr halt zur Göttin beten, dass ihr vor ihm ran kommt.“ kichert Narya.

„Wie die Weiber das sagen.“ grinste Nitir ungebrochen weiter und wirft immer wieder einen Blick auf Rokea. „Vielleicht darfst du ja auch mitkämpfen Rokea.“

Den Blick, den sie ihm zuwarf, hätte Stahl geschmolzen. „Ich hoffe wirklich, dass ihr alle verliert.“ knurrte Rokea. „Ich hoffe es wirklich so sehr.“

„Rokea, benimm dich.“ warnte ihr Vater Rokus. „Jeder kennt seine Rolle. Auch dieses tausendjährige Turnier will ich nur eins. Das der Behemoth-Clan weiterhin ungebrochen die stärksten Tiermenschen bleiben!“

„Dann lass mich doch kämpfen Vater! Du weißt genau, dass sich niemand mit mir messen kann! NIEMAND!“ verzog die junge Frau wütend das Gesicht.

„Nein und dabei bleibt es. Es wird kein Gegner am Turnier teilnehmen, wo wir dich einsetzen müssen!“ wurde nun der Anführer langsam auch sauer.

„Tzz… wenn du mich wenigsten die Götterbestien jagen lässt, aber nein, dass macht schon jemand anderes!“ nahm Rokea von den Gefährten großen Abstand.

„Himmel… welche Prüfungen hast du mir auferlegt, dass ich so eine starke Tochter habe…“ schüttelt Rokus traurig den Kopf.

„Wenn diese Sina nicht dabei ist… werde ich sie mir suchen. Ich habe diese Langeweile sooo satt…“ waren das die Gedanken von Rokea.

Welches Schicksal wird auf diese Kämpfer und weitere zukommen? Wer wird gegen wen kämpfen? Dieser Turnier wird definitiv alle Turniere, die es jemals gab, in den Schatten stellen.

Kapitel 344

Ich bin wiedergeboren und das Attentat?

Aufgrund das die Gruppe zu groß war, einigte man sich darauf, dass jeder ein eigenes Gasthaus aufsuchte. Sina war bewusst mit Suki, Sherry, Lara und Mel in einer Gruppe, denn ihr Instinkt für Gefahren meldet sich.

Sie mieten sich einen großen Schlafraum für Gruppen und bekamen auch leckeres Essen. Die Damen unterhielten sich alle, vor allem wurde bei Lara mit dem Blut nachgehakt, aber da war sie sehr stur gewesen.

Die Nacht brach ein, alle schliefen mehr oder weniger in ihren Betten… bis auf Mel. Sie hatte den gleichen Gedanken wie Sina und tat nur so. Das ist einer der Vorteilen als Killerpuppe, dass sie keinen Schlaf oder Essen benötigen.

Auf einmal ging die Tür leise auf, aber auch das Fenster wurde von außen geöffnet. „Wow… das hat ja echt nicht lange gedauert.“ dachte Mel.

Es traten vier schwarze Gestalten in den Schlafraum und verursachten nicht ein Geräusch. „Und auch keine Amateure, wenn ich an die vielen Meuchelmörder von damals erinnere.“ kam der weitere Gedanke.

Scheinbar gaben sie gegenseitig gewisse Zeichen und gingen langsamen Schrittes auf Suki zu… bis einer einen langen Dolch zog. Dieser schlug auf Suki zu, die auf einmal komplett verschwand.

Verdutzt schaute der Attentäter, als Mel nun eingriff. Alle bekamen eine Druckwelle ab und schrien vor Schmerzen auf. Aus dem Dunkeln kam Lara mit Suki angerannt und schlugen die Attentäter auf dem Boden bewusstlos.

Auf einmal klatsche jemand und die Illusion löste sich im Raum auf. „Manchmal finde ich es unheimlich, wie gut meine Pläne funktionieren.“ murmelt Sina.

Bis auf Mel haben alle bewusst in der dunklen Ecke gelegen und einen leichten Schlaf gehabt, denn Sina hat es geahnt, dass der Clan vermutlich schnell reagieren wird.

„Dank der Reaktionen am Hafen, konnte ich mir bildlich vorstellen, wie sich die Information auf dem gesamten Kontinent verbreitet hat. Die erste Nacht in Batzien und dein Clan sucht dich auf Suki.“ schüttelt Sina den Kopf. Sherry benutzte einen Lichtzauber, damit der Raum erhellt wird.

Suki dagegen wirkte nicht unbedingt erstaunt, aber auch nicht glücklich. „Irgendwie… ist das jämmerlich, was mein alter Clan tut. Wenn ich nicht wüsste, dass ihr hinter mit steht, wäre ich vermutlich nicht nach Batzien gereist.“

„Oh, du kannst von ausgehen, dass der Weg nun ein bisschen blutig sein wird, aber das hatten wir alle irgendwie geahnt. Fesselt die Spinner, damit wir mit der Befragung starten können, ich will wirklich schlafen.“ tröstet Sina ihre Freundin.

Lara hielt sich beim Fesseln wirklich nicht zurück und jeder könnte schwören, dass die Vampirin sogar etwas gebrochen hat. „Sicher ist sicher.“

Nun lagen vor ihnen vier gefesselte Attentäter, die ihren Auftrag vermasselt haben. Lara riss ihnen die Kopfverdeckungen runter und es kamen vier männliche Katzenmenschen zum Vorschein.

„Hast du irgendetwas, um sie zu wecken?“ fragte Sina ihre kleine Schwester, die kurz grübelte und dann etwas aus dem Inventar rausholte. Wenige Minuten später waren die Attentäter wach und sahen aus, als müssten sie sich übergeben.

„Hallo Jungs, darf ich mich vorstellen? Ich bin Lady Sina, die Mutter an dessen Kind ihr euch vergreifen wolltet.“ stellte Sina sich vor. Erstaunt schauten alle Frauen ihre Freundin an, als sie dies sagte.

„Nun… ich kann mir denken was ihr geplant habt, aber ich frage mal vorsichtshalber Mal nach. Warum wolltet ihr Suki töten?“

Die Attentäter hielten den Mund geschlossen, aber den Hass in den Augen konnte man nicht übersehen.

„Ok, dann halt auf die harte Tour. Alle bis auf Lara dürfen den Raum verlassen.“ befahl Sina.

„WIESO?!“ verlangte Sherry zu wissen.

„Weil ich diese unangenehme Seite dir nicht zeigen will, tue mir bitte den Gefallen ok?“ war Sina sehr ehrlich.

„Komm, je schneller wie raus gehen, desto… eher kann Lady Sina mit Lara ihre Arbeit beginnen.“ nahm Suki einen Arm von Sherry und zog sie aus dem Zimmer raus, Mel folgte ihnen.

Als die Tür geschlossen war, ging Sina direkt ans Werk und nahm ihre Schwanzspitze. „Ok Jungs, wer von euch ist der Boss?“ Die Männer hielten weiterhin stur ihren Mund.

„Ich würde auf ihn tippen, seine Kleidung hat irgendwie einen sauberen Eindruck als bei den anderen.“ zeigte Lara auf ganz rechten Mann.

„Welch ein Glück, du wirst heute am Leben bleiben, aber vorerst…“ ging Sina zu dem Mann hin und schnitt ihm die Augenglieder ab. Der Mann versuchte sich zu wehren, aber keine Chance gegen die Kräfte der Chaosbestie.

„Zieh den Kerl von den anderen Weg, damit er alles genau beobachten kann.“ befahl Sina und Lara tat dies. Lara wusste, warum Sina sie unbedingt dabei haben wollte, denn nicht umsonst war Lara solange eine vampirische Attentäterin.

„Nun zu euch…“ glühte die linke Hand von Sina und machte sich ans Werk… Gefühlt eine Stunde später war Sina mit ihrer grauenvollen Arbeit fertig und der letzte Katzenmann zittert am gesamten Körper.

„Möchtest… du etwas sagen?“ lächelt Sina, den verbrannten Geruch von Fleisch konnte man nicht ignorieren.

„ … Suki ist eine Außenseiterin und hätte niemals überleben dürfen. Der Stammesälteste hat sofort ihren Tod verlangt.“ plauderte der Katzenmann sofort, ihm taten die trockenen Augen weh.

„Verstehe. Dummerweise wisst ihr nicht, wen sie nun alles als Freunde und Familie hat. Einer von euch hätte so oder so überlebt damit er eine Botschaft für mich überbringt.“ kam Sina zu dem Mann und zog ihren Handschuh ab.

„Sag deinem Clan, wenn er weiterhin nach Suki dürstet, hat er mich, Chaosbestie Lady Sina die Chaosbringerin mit ihrem Vampirclan als Feind. Wir haben alle Zeit der Welt auch den letzten von euch zu jagen.

Wir werden an dem Turnier teilnehmen, dort wäre eure einzige Chance, noch etwas zu unternehmen. Habe ich mich… klar ausgedrückt?“ lächelt Sina und der Mann nickte panisch.

„Wunderbar, aber… vorher…“ legte Sina ihre rechte Hand auf seine Wange. „Verrotten“ wird eingesetzt und das Gesicht des Mannes schmolz fast dahin. Auch andere Körperteile ließ Sina verrotten, damit die Botschaft auch zu sehen ist.

„Im Gegensatz zu euch töten wir nicht einfach so, wir lassen unsere Opfer leiden. Du hast es gesehen und selber erlebt. Laut Suki… ist euer Clan nicht wirklich groß, also werdet ihr schnell merken, wenn euch die Meuchelmörder ausgehen.“ klatschte Sina in die verfaulte Haut des Mannes, ein Auge wurde bei der Aktion milchig.

„Wirf den Kerl aus dem Fenster, vermutlich stehen draußen ein paar von denen Schmiere.“ nickte Sina dies zu Lara, die sofort sich ans Werk machte. Die toten Tiermänner steckte Sina in ihren Inventar und will sie beizeiten „entsorgen“.

„Wie würdest du das einschätzen Lara? Werden die Ruhe geben oder wird der Pfad blutig?“ fragte Sina nach ihrer Meinung.

„Ich bin ehrlich, die Typen sind genau in meiner Liga als Attentäter. Wären wir nicht von Anfang an misstrauisch, dürfte es sehr düster werden. Wir werden uns vermutlich noch ein paar mal die Hände schmutzig machen müssen, bis sie es richtig verstehen.“ wiegelt Lara den Kopf und benutzte ein Parfum, um den Geruch von verbrannten und verrottenden Fleisch zu übertünchen.

„*seufz* Mir tut vor allem nur Suki leid. Holen wir die anderen rein, ich hoffe, dass Sherry es mir… verzeiht.“ ließ Sina ihre Flügel hängen.

„Sie wird es verstehen. Alles zu wissen und selber zu sehen… sind leider zwei unterschiedliche Schuhe.“ beruhigte Lara ihre große Schwester. Die Damen betraten den Raum wieder, Sina warf eine alte Decke auf den Boden.

„Ich habe ihnen eine Botschaft gesendet, mal schauen wie sie darauf reagieren.“ teilte Sina es mit. „Musste die Aktion wirklich sein?“ fragte Sherry sofort.

„Sherry… ich möchte mich nicht herausreden, aber ja. Dieser Clan legt Hand an unser wichtigstes Familienmitglied. Wenn wir nicht von Anfang an zeigen, mit wem sie sich anlegen, könnte es schon zu spät sein.“ war Sina sehr ernst.

„Danke…“ murmelt Suki und Mel legte ihr eine tröstende Hand auf die Schulter. „Aber ich muss euch warnen, dass es nicht nur bei diesem Versuch bleiben wird.“

„Keine Sorge, den ähnlichen Gedanken haben Lara und ich auch. Für heute werden sie bestimmt nichts mehr machen und morgen sind wir mit einer kompletten Gruppe unterwegs, da sollten wir vorerst sicher sein.“ lächelt Sina. „Nun denn… lasst uns schlafen.“

Am nächsten Morgen machte Sherry ein schmollendes Gesicht und weigert sich mit Sina zu reden. „Bitte Sherry… es ist in Ordnung, wenn du all meine Geheimnisse kennst, aber… es ist eine komplett andere Sache, wenn du mich beim foltern beobachtest.“

„Aber Lara lässt du dann bei dir oder wie?“ hörte man die schnippische Frage von Sherry und schaute weiterhin woanders hin.

„Weil Lara spezielle Talente hat und wusste, was ich vorhatte. Du kannst zwar töten und andere Dinge machen, aber jemanden richtig zum Leiden bringen ist nicht… dein Gebiet und das möchte ich auch nicht.

Irgendwo bist du auch mein Anker für die Normalität, wenn ich jemanden folterte, verstehst du? Wenn du jetzt auch anfängst, jemanden zu foltern, öffnet sich bei dir ein Pfad, von dem es kein Zurück mehr gibt.

Lass mich doch auch dein… letztes bisschen „Unschuld“ noch beschützen, mehr… ist es doch nicht.“ erklärte Sina ruhig, aber auch traurig.

„ … Ok, das… kann und muss ich wohl akzeptieren.“ seufzte Sherry nach der Erklärung schaute Sina in die Augen. „Nur… was meinst du mit dem letzten bisschen Unschuld?“

Alle Damen waren am frühstücken, als die Diskussion angefangen hat. Lara, Mel und Suki sagten nichts dazu, aber ihre Ohren „zuckten“ alle merkwürdig, als Sherry die letzte Frage stellte.

„Du machst es mir nicht einfach oder? Nun… Da wir ja unter uns sind, aber seitdem wir das erste Mal Sex hatten und… du den Körper einer Frau näher kennengelernt hast… Bist du ein bisschen anders geworden. Du flirtest richtig offen und wenn wir alleine sind… machst du ziemlich provokante erotische Posen.

Nicht das ich was dagegen hätte, denn mein Herz schlägt dann auch höher. Nur du musst selber zugeben, dass du dich allgemein geändert hat. Positiv natürlich, denn bisher habe ich nichts schlechtes bei dir gefunden.

Warum glaubst du, ziehe ich dich so gerne auf, wie du früher mal warst? Ängstlich und schüchtern, dass man beschützen wollte. Heute? Selbstbewusst, stark in Nahkampf und der Magie, sogar eine Götterbestie verletzte.“

„SINA!“ bekam Sherry einen sehr knallroten Kopf und verdeckte ihr Gesicht mit ihren Händen. „SO offen brauchtest du mir das nicht erklären!“

„Nicht? Dabei wollte ich nur einen kommenden Streit vorbeugen und jemanden ein bisschen auf die Seite der Frauenwelt ziehen.“ grinste Sina.

„Wie soll ich das denn verstehen?“ meldet sich sofort Lara, die mit den anderen Frauen rote Wangen bekommen hat.

„Huch? Du fühlst dich angesprochen?“ tat Sina ahnungslos.

„Natürlich. Nochmal: Blut ist Blut, Liebe ist Liebe. Das Blut der Frauen schmeckt mir persönlich besser! Wenn ich freiwillig Spender habe, kann ich mir doch aussuchen, wem ich das Blut sauge oder?!“

„Ich finde deine Reaktion ziemlich süß. Stimmt es, dass man beim Blutsaugen seiner Opfer… gewisse Reize auslöst?“

„Halt die Klappe.“

Kapitel 343

Ich bin wiedergeboren und der Kontinent der Tiermenschen?

Die Reise mit dem Schiff verlief sehr ruhig, jeder gönnte sich seine Ruhe. Sina nutze weiterhin die Chance und trainierte im Wasser, während Lara nun deutlich den Abstand von Kyllia suchte.

„Warum… versteckst du dich vor mir Lara?“ fragte die Dämonin Kyllia sehr unschuldig, als sie Lara wieder in die Ecke gedrängt hat.

„Weil… du mir unheimlich wirst. Ich kann nicht vergessen… wie du… versuchen wolltest… mich zu küssen!“ bekam Lara wieder ein rotes Gesicht.

„Nun… irgendwie mag ich dich ja auch. Komm… willst du es nicht auch wissen, wie es mit einer Frau ist?“

„Ich stehe auf Männer! Ah Sina!“ Kyllia drehte sich um, merkte aber sofort, dass die kleine Göre sie ausgetrickst hat. Denn sie hat es wieder geschafft vor ihr zu flüchten.

„Ach mano…“ ließ Kyllia ihre Flügel hängen. Dummerweise mag sie zwar Lara, aber irgendwie… bekommt sie Lisa nicht aus dem Kopf. „Daran ist bestimmt Sina schuld!“

Lara hat es geschafft, sich im Zimmer mit Mel zu verstecken und schob den Tisch vor die Tür. Mel saß auf dem Bett und wirkte etwas verwundert. „Lara?“

„Mel! Du musst mir helfen!“ nahm Lara beide Hände von der Killerpuppe. „Seit du mich kennst, aber hat sich irgendetwas an mir geändert? Irgendwie rennen mir Frauen hinterher!“

„Nun…“ betrachtet Mel, wie Lara einen Bikini trug. „Du bist ein Vampir, bist wie Sina immer betont, eine exotische Schönheit. Kleiner als die meisten Frauen, aber trotzdem gut gebaute weibliche Proportionen.

Habe gehört, dass viele Personen kleine Personen mögen und… das trifft ja auf dich zu. Rennt Kyllia wieder hinter dir her?“

„Ja verdammt! Beinahe hätte sie mich ja geküsst, aber ich konnte es im letzten Moment noch verhindern!“ ging Lara hin und her.

„Erst im letzten Moment? Scheinbar… öffnet sich ja doch eine weitere Tür bei dir. Denk an Vurdinia, wo du ohne Unterwäsche gelaufen bist und dich im letzten Moment wieder ein gekriegt hast.

Ich habe gehört, dass Frauen… mehr Vorteile mit dem gleichen Geschlecht haben, als Männer, aber keine Ahnung ob das stimmt. Warum… versuchst du es nicht… einmal?“

„Das meinst du jetzt nicht ernst oder? 2000Jahre habe ich nicht an Liebe und ähnliches gedacht, selbst als Heldin… hatte ich keine Zeit dafür. Nun kommt eine Dämonin, die ich früher gejagt habe und… will mich haben?“

„Und? Immerhin kannst du irgendwen haben, bei mir dürfte es sogar ein bisschen schwieriger werden, weißt du? Angeblich soll ich ja einen Verehrer haben, aber bisher ist mir niemand aufgefallen.“

„Immerhin hast du einen Verehrer, aber keine Ahnung wer das sein soll. Hoffentlich kommt Kyllia nicht durch die Tür, sonst sitze ich wirklich fest. Dabei habe ich schon das Gefühl gehabt, dass selbst Zada… irgendwie ein bisschen mehr von mir wollte.“

„Uh… ein Kampf von zwei Frauen, die um die Gunst einer anderen Frau kämpfen? Klingt… irgendwie schon interessant.“ kichert Mel bei der Vorstellung.

„Du bist echt eine große Hilfe. Ich sagte, ich steh auf Männer!“

„Siehst aber nicht aus, als hättest du schon jemanden im Blick. Es sei denn, du suchst nach einem Vampir.“

„Weil ich es auch nicht so eilig habe! AH!“ klopfte jemand an der Tür. „Lara? Bist du da drin?“ hörte man die Stimme von Kyllia. Sofort rannte Lara zum Tisch und drückte dagegen.

„Nein!“ ändert Lara ihre Stimme ein bisschen höher, Mel musste sich konzentrieren, nicht laut loszulachen.

„Komm schon… willst du es nicht wirklich wissen? Ich habe den Eindruck, dass du ein bisschen schüchtern bist.“ flirtet Kyllia.

„NEIN! Hilft mir Mel!“ schrie Lara und drückte mit dem Tisch gegen die Tür. Nun musste Mel wirklich lachen. „Du bist mir eine Freundin!“

„Kyllia? Bei Fuß!“ hörte man die Stimme von Sina. „Wieso mischt du dich jetzt ein?!“ klagte Kyllia sofort.

„Weil du einen Krach machst, dass der Kapitän sich bei mir beschwert hat. Ich war mitten im Training gewesen, als ich auf einmal nach oben gezogen worden bin. Wenn ich dir einen Tipp geben darf, aber so wird das nichts mit Lara.

Du musst schon ein bisschen einfühlsamer an die Sache ran gehen. Lara war über 2000Jahre ein Vampir, ihr wurde die Liebe fast ausgeschlagen bei dem Training. Deine Aktion überfordert sie regelrecht, kein Wunder dass sie das Weite sucht.

Lass dir Zeit und arbeite dich immer langsam voran. Du und Lara habt doch die Zeit, als wozu die Hektik?“ erklärte Sina sachlich. Lara traute ihre Ohren nicht, während Mel vom Bett lachend runter fiel.

„DU VERRÄTERIN!“

Die Reise nahm weiter ihren Lauf, diesmal war es wirklich ruhiger. Kyllia benahm sich wieder, aber man sah es ihr an, dass sie Überlegungen anstellte. Lara dagegen schmollte mit aufgeblasenen Wangen über die Aktion von Sina.

Sherry gab ihr bestes, ebenfalls nicht zu lachen, aber ihre Mundwinkel waren nur am zucken. Mio und Tio verstanden das Theater auch nicht so wirklich und sonnten sich.

Die Chaosbestie kam aus dem Meer raus mit einer weiteren Beute, diesmal war es ein Fisch mit mehreren Fangarmen.

„Ich kann mich nicht beklagen, aber wieso greifen mich diese Viecher immer an?“ kam Sina nass zu den Damen, während die Matrosen das Monster auseinander nahmen für das nächste Essen.

„Nun… im Grunde bist du ein Köder, der mit einem Seil verbunden bist. Gesamtbetrachtens könnte man es auch als „angeln“ nennen.“ wiegelt Sherry mit ihrem Kopf, aber schwebte auf der siebten Wolke.

„Hmm… so habe ich es nicht betrachtet. Ich kann langsam ein bisschen agiler im Wasser reagieren und wenn ich richtig kämpfen muss, kann ich nur auf meine stärksten Fähigkeiten zurückgreifen.

Magie funktioniert nicht und die Kräfte meiner inneren Bestie funktionieren auch nur bedingt. Wieso schaust du mich jetzt so an Sherry?“ wundert sich Sina. „Nun… deine innere Bestie?“

„Meine kleine unschuldige Sherry… wo ist das liebe Mädchen von damals? Nun habe ich eine Frau an meiner Seite, die nicht genug von mir haben kann.“ überdramatisiert Sina das ein bisschen.

„Ich würde es dir gerne sagen, aber… das geht keinen was an, was wir im Bett machen.“ lächelt Sherry mit einer Warnung in den Augen, das Thema zu vertiefen.

„Und Lara schmollt noch immer?“ schüttelt Sina grinsend den Kopf und schaute sich die Vampirin an. „Hmpf!“

„Ach komm, Mel hat sich köstlich amüsiert und du hast nun deine Ruhe… vorerst zumindest. Du solltest dir wirklich einmal einen Ruck geben.“ kichert Sina.

„Wieso… will jeder jetzt von mir, dass ich mit einer Frau zusammenkomme?“ wehrte sich Lara wieder. „Ich stehe auf Männer und fertig!“

„Wie du meinst.“

Die Reise kam dann letztendlich doch zu einem Ende, als die Hafenstadt Kildrift gesichtet wurde. Rodolf teilte das seinen Kunden mit und ließ das Schiff darauf zulaufen.

„Puh, irgendwie verging die Schiffsreise ziemlich schnell, gefühlt zumindest.“ meinte Neia. „Glaube, dass Mel und Nea ziemlich glücklich sein werden, wenn sie wieder festen Boden unter ihren Füßen spüren.“

„Sag Sherry, als meine persönliche Kleidungsberaterin, aber gibt es eine Möglichkeit, eine Rüstung oder ähnliches zu machen, die einen im Wasser wärmt? Es ist unten verdammt kalt auf Dauer, ähnlich wie der Luft.“ fragte Sina.

„Hmm… ich bin mir nicht sicher. Gegen die Hitze hast du die Drachenrüstung, für Luft die Woll-Kleidung. Das Problem ist, nur wir selber produzieren die Wärme, aber wenn man die ganze Zeit im Wasser ist, dass die Wärme wegnimmt?“ grübelte Sherry.

„Sie müsste etwas tragen, dass Wasser abweist.“ schlug einer der Matrosen vor. „Es gibt gewisse Monster wie die ekelhaften Sahagins, an denen das Wasser abprallt. Dummerweise dürfte die Beschaffung solcher Materialien ziemlich schwierig werden.“

„Echt? Vielen Dank für den Tipp! Das müssten wir mit Brandrulim beredet, ob wir an das Zeug herankommen oder du dich selber auf die Jagd begeben musst.“ bedankte Sherry sich sofort und der Matrose nickte.

„Immerhin etwas, denn Brandrulim hatte jetzt nicht so die Ahnung gehabt. Vielleicht weiß der Rüstungsmeister mehr, der kommen soll, aber wenigsten ein Anfang.“ freute sich Sina ebenfalls.

Es vergingen mehrere Stunden und es wurde dunkel, aber etwas… ging sofort durch die Hafenstadt. Suki verließ das Schiff und sofort zeigte jeder auf sie, als wäre sie etwas schlimmes.

„Wie… können sie alle von dir wissen? Die Geschichte vielleicht, aber jeder erkennt sofort, wer du bist?“ wundert sich Sherry.

„Das liegt daran, dass ihr Clan ziemlich berüchtigt ist für seine Traditionen. Wenn der Behemoth-Clan die stärksten Tiermenschen sind, dann ist ihr Clan der mit den tödlichsten Tiermenschen.“ erklärte Melaine.

„Des weiteren gibt es viele Katzenmenschen, aber nur Suki´s Fell an den Ohren, Haaren und Schwanz da haben eine einzigartige Farbe. Die letzte, die diese Farbe hatte, war ihre Mutter.“

„Es geht mir ein bisschen auf die Nerven, aber damit dürfte mein… Clan Bescheid wissen, dass ich Batzien betreten habe.“ seufzte Suki.

„Sollen sie doch, pflastern wir den Weg mit Leichen.“ meinte Lara lächelnd, der Vampir in ihr ging wohl mit ihr durch. „Das wollte ich schon immer einmal gesagt haben.“

„Wie das Blut der Tiermenschen schmeckt?“ „Das von Elfen ist süß, während das von Zwergen etwas… dicker ist.“ murmeln die Zwillingsvampire unter sich.

„Ihr hattet Zwerge als Spender gehabt?“ fragte Thomddir sofort und die Zwillinge nickten. „War ein sehr eigenartiger Zwerg, meinte er müsste eine Wette einlösen.“ „Uns war es egal, aber nach dem wir gesättigt waren… waren wir irgendwie… betrunken?“

„Wann ist das denn passiert?“ hakte Sina nach, denn das bereute sie nun wirklich, dass sie die Szene nicht mitbekommen hat.

„Erm… als du mit Suki alleine warst.“ „Lara wollte nicht, sie nahm immer das Blut von Frauen.“ berichten die Zwillinge. Nun starrte jeder Lara an. „Was?! Blut ist eine ganz andere Geschichte!“

„Hooo?“ wirkte Kyllia sehr neugierig, selbst Sina zweifelt immer mehr an dieser „Ich mag nur Männer!“-Geschichte.

„Meine Damen… lasst uns hier eine Übernachtung suchen, dann wird Melaine uns morgen führen.“ klatschte Christoper und machte auf sich aufmerksam.

„Ein guter Plan. Captain Rodolf, ich bedanke mich vom Herzen, dass sie uns erlaubt haben, mit ihrem Schiff zu reisen.“ verbeugte Sina sich vor dem großen Wolfsmann.

„Keine Ursache, für meine Schwester tue ich gerne den Gefallen und dank euch haben wir Monster gegessen, die selbst ich nicht bezahlen könnte, weil sie eine Delikatesse sind.“ grinste Rodolf und wird von Melaine zum Abschied umarmt. „Und wehe du gewinnst das Turnier nicht, habe da mehrere Wetten am Laufen, hörst du?“

„Urgh… musste das jetzt sein?“ verzog Melaine ihr Gesicht und der Wolf bellte glücklich.

„Achja… Willkommen in Batzien, die Heimat der Tiermenschen.“

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