Sin Roswell

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Kapitel 172

Ich bin wiedergeboren und wie umgehe ich die Neutralität?

„Eure Heiligkeit… ich habe versagt.“ berichtet Bischof Georg dem Papst Silvester. Der Bischof ließ die Pferde fast zu Tode reiten, damit er diese Nachricht übermitteln konnte. Der Papst wirkte nicht gerade glücklich.

„Keine Möglichkeit, dass wir… doch noch eine friedliche Lösung finden werden?“ fragte der Papst vorsichtshalber nach.

„Nein, in dieser Hinsicht war der König sehr deutlich gewesen.“ schüttelt Georg den Kopf.

„Dann schick die heiligen Generäle, wir müssen die Helden dem König wegnehmen.“ befahl der Papst.

Das Königreich hat einige Spione in ihren Kreisen gefunden und in den Kerker geworfen. Die Stellung gegen über Tuzato hat sich sehr gebessert. Zur Vorsicht hat man viele Späher aufgestellt, denn sie rechnen fest mit einem Krieg gegen Tuzato, obwohl es eigentlich immer für die Neutralität stand.

„Das es wirklich soweit kommt ein Krieg gegen Tuzato zu führen. Sie verhalten sich ruhig, aber sie werden wohl um jeden Preis die Kinder holen wollen.“ sagte Simon zu Friedrich, der ebenso an der Front stand.

„Schwere Zeiten und scheinbar sind nicht mal die Dämonen schuld an diesem Krieg.“ brummte Friedrich.

„Wie klappt es mit Ralph?“

„Ganz gut, ich war richtig stolz gewesen, als er gegen die Helden gekämpft hat. Natürlich habe ich ihm das nicht gesagt, sonst vernachlässigt er sein Training, aber ansonsten… bin ich sehr positiv gestimmt.“

„Und wie sind die Chancen, dass er und Emilia heiraten? Lady Sina wartet irgendwie auf den Termin.“

„Nun… du kennst doch Karl. Außerdem haben sie beide sich bisher noch nicht ihre Liebe gestanden, auch wenn jeder sieht, was bei ihnen läuft.“

„Ich wette mit dir, dass es Themba als erstes gestehen wird. War bei ihrer Mutter ja auch nicht anders gewesen.“

„Was sollen wir denn wetten, wenn wir beide es besser wissen? Ich finde, dass Karl nicht so sehr an seiner Tochter hängen sollte. Es ist ein wichtiger Prozess, seine Kinder irgendwann loszulassen und von der Seite zuschauen, wie sie sich entwickeln.“

„Aber scheinbar ist Themba irgendwie sehr eifersüchtig auf Amy, wenn sie sich treffen, ist dir das aufgefallen?“

„Als ob man es übersehen könnte…“

Sina und Mel machten wieder gemeinsam ihre Übungen im Garten, während Lara ihnen zuschaute. „Mel hat im letzten Auftrag den Kopf des Oger gespalten. Ich frage mich wirklich, wie blutig das wird, wenn sie die Kampfstiefel dazu trägt.“

„Dann gibt es keinen Kopf mehr. Der Schmied wird Teile des Drachens in die Stiefel einbauen, dann kann Mel mit den Stiefeln sich gegen jede Waffe auf der Welt verteidigen… fast jede Waffe. Bei einigen lebendigen Waffen würde es mich nicht wundern, wenn sie einfach die Schuppen durchschneiden könnten.“ kommentiert Sina.

„Ihr seid sehr großzügig, dass ihr mir so eine Waffe anvertraut.“ murmelt Mel. „Nur das beste für meine Freunde. Welches Level hast du eigentlich nun?“ fragt Sina.

„Level 8. Irgendwie geht das sehr schnell durch eure Unterweisung Herrin. Dachte immer, es wäre ein zäher Prozess.“ wundert sich Mel.

„Hm… ob es an deinem neuen Körper liegt? Egal, Hauptsache du wirst stärker.“ grinst Sina und Mel nickte.

„Wir geben ein ziemlich gutes Kampfpaar ab. Während Mel mit ihren Beinen kämpft, mache ich das mit den Händen. Irgendwie… schaffe ich es einfach nicht, nach einer Waffe zu greifen…“ wirkte Lara bedrückt.

„Lass den Kopf nicht hängen, dass passt nicht zu euch. Genieße einfach das Leben mit deinen neuen Freunden.“ muntert Sina sie auf.

„Genau, jeder im Haus hat eine Vergangenheit, ein Geheimnis oder sonstiges und gerade das macht es uns allen so einfach, uns Gegenseitig zu akzeptieren.“ fügte Mel hinzu.

„Danke.“ grinst Lara bei den Worten ihrer Freunde. Dann erschien Suki in Begleitung von Rubina. Das Drachenmädchen hat endlich gelernt, jeden Tag andere Wäsche anzuziehen, sich zu pflegen und zeigte endlich Fortschritte. Aber es wird trotzdem ein langer Weg bleiben, bis Rubina sich eigenständige Gedanken machen kann.

„Herrin, im Keller läuft die Übertragung vom Königreich Efrana heiß. Vermutlich ist das eine dringende Angelegenheit. Zumindest schmerzt es irgendwie Rubina.“ zeigte Suki auf das Mädchen. Man sah nichts an ihrem Gesicht, würde sie nicht immer mit den Ohren irgendwie zucken.

„Schon wieder? Mel, du machst deine Übungen weiter!“ sagte Sina es mit einem strengen Ton und Mel nickte. Als Sina außer Reichweite war, flüstert Lara: „Warum fragst du sie nicht, ob Sina ein Duell mit uns beiden machen möchte? Wir haben doch ein paar coole Moves!“

„Ich warte am besten, wenn ich diese Kampfstiefel habe, dann können wir die Herrin besser überraschen!“ flüstert Mel bestimmend zurück.

Sina ging verschwitzt mit ihrer Taekwondo-Ausrüstung, die seinen tiefen Ausschnitt zeigte, direkt in den Keller. Louis hat sich, seitdem Sherry an der Rüstung arbeitet, nicht mehr blicken lassen noch kommen Tio und Mio dazu, ihr Training zu verfolgen, wenn sie Nea im Auge behalten müssen.

Die Dämonin aktivierte den Übertragungszauber und sah den König, wie er mit einigen Personen sprach. „Ah… Lady Sina, ihr dürft nun gehen.“ schickte er die Leute raus.

„Ich grüße euch, was brennt schon wieder, dass ich mein Training mit meiner Schülerin abbrechen musste?“ grüßte Sina. Der König musste ein bisschen schlucken, als er Sina sah, aber konnte sich wieder konzentrieren.

„Hallo Sina, danke das du dir die Zeit genommen hast. Ich will auch nicht viel von deiner Zeit beanspruchen, sondern dich nur auf dem neusten Stand der Dinge bringen.“ nickte der König.

„Huch? Das hört sich aber nicht so gut an, hat der Drachen doch mehr Schaden angerichtet als gedacht?“

„Was? Nein nein. Die Stadt ist bald wieder komplett aufgebaut und die Reparaturen an meiner Burg brauchen noch ein bisschen mehr Zeit. Es geht um Tuzato.“

„Was wollen die Religionsspinner schon wieder?“

„Ihr Bischof Georg hat mich aufgesucht und irgendwie kamen sie an die Information, dass wir die Helden trainieren. Nun haben sie uns aufgefordert, dass wir die Helden ihnen überlassen sollen.“

„Was ich für euch hoffe, dass ihr es nicht getan habt.“

„Habe ich auch nicht. Ich habe meine Meinung zum Ausdruck gebracht und unmissverständlich erklärt, dass ich ihrer Forderung nicht nachgeben werde. Nun bereiten wir uns auf einen Krieg gegen sie vor, weil die Späher berichtet haben, dass sie hinter ihrer Grenze ihre Armee aufbauen.“

„Bitte?! Was bilden sich die Spinner ein? Haben sie sich nicht mal gefragt, warum die Göttin die Helden nicht bei ihnen abgeliefert hat?“

„Das… kann ich leider nicht sagen, aber ich wollte euch es nur mitteilen, DAS es zu einem Krieg kommen wird.“

„ … Ich verstehe. Wie sehen denn die Chancen für einen Sieg aus und habt ihr um Hilfe beim Kaiserreich gebeten?“

„Ich habe überhaupt nicht erst gefragt, weil wir beide wissen, dass die Armee von Osnain… nur ein Bruchteil dessen ist, was sie damals war. Tja… Simon meinte, dass ein Sieg tatsächlich ziemlich düster für uns ist. Das liegt daran, dass der Drachen einen Teil der Armee getötet hat und die Ritterorden aus Tuzato sind in der Lage alle zu zaubern.“

„Hmm… zu dumm dass ich eine Abenteurerin bin, denn nichts lieber würde ich jetzt den Herrschaften in Tuzato einen Besuch abstatten und sie mit vernünftig denkenden Menschen ersetzten.“ wirkte Sina etwas traurig.

„Keine Sorge, ich wusste von Anfang an, dass ihr euch im Krieg enthalten werdet. Ich wollte euch nur… bitten, dass ihr euch um meine Kinder sowie die Helden kümmert, sollte es sehr schlecht um mein Reich werden.“ lächelt der König traurig.

„ … Das kann ich machen, wobei mir der Gedanke, dass Nervi täglich um mich sein wird, fast schon unerträglich ist.“ grinste Sina.

„Danke. Hoffentlich sehen wir uns wieder, ohne das wir unfreundliche Nachrichten austauschen müssen.“ verabschiedet sich der König und die Übertragung wird abgebrochen.

Sina nahm mehrere Atemzüge und ging wieder in den Garten. Sie beobachtet, wie Mel weiterhin brav ihre Übungen macht und mit Lara sich unterhielt. „Lara? Ich muss mit dir sprechen.“

„Gerne, worum geht’s?“ fragte Lara ahnungslos. „Als du auf diese Welt gekommen bist, wie ist es eigentlich verlaufen? Hat dich das damalige Königreich beschützt oder hat ein bestimmter Orden deine Ausbildung übernommen?“ fragte Sina.

„Uff… da stellst du aber Fragen. Hmm… Ich bekam meinen Privatlehrer sowie Kampflehrer, sie haben mir das nötigste Wissen beigebracht.“ überlegte Lara laut.

„Und… wurdest du von irgendwelchen Dienern der Göttin unterstützt?“ hakte Sina nach.

„Hm… ich hatte mehrere Gespräche mit Geistlichen geführt, aber sie waren nicht wirklich wichtig gewesen im Kampf gegen die Dämonen. Wieso?“ wundert sich Lara.

„Weil Tuzato Krieg gegen Efrana führt, weil sie zwei beschworene Helden beherbergen.“ teilte Sina das Geheimnis mit.

„Bitte? Es sind zwei weitere Helden aus der anderen Welt hier?“ staunte Lara.

„Das ist richtig. Sie haben den König über die Dämonen gewarnt und so weiter. Der König hat das gleiche gemacht wie es bei dir der Fall war, nun verlangte scheinbar die Theokratie nach den Helden wo der König klar gesagt hat, nein. Nun bricht ein Krieg aus und ich bin ein bisschen verwundert, wieso sie so weit gehen.“ berichtet Sina.

„Au man… im Namen eines Gottes würden viele Menschen schreckliche Dinge tun, dabei will die Göttin doch nur, dass wir alle in Koexistenz leben!“ schimpfte Lara, ein seltenes Erlebnis bei ihr.

„Scheinbar ist der Glaube ihnen zu Kopf gestiegen. Himmel, ich war eher auf die nächste Intrige von denen vorbereitet oder so, aber das sie direkt ernst machen, dass wirft mich dann doch ein bisschen aus der Balance.“ war Sina leicht wütend.

„Was willst du denn nun machen? Ich bin ein Vampir und mir selber ist das Schicksal der anderen Helden mehr oder weniger egal. Himmel, wie die Zeit meine Einstellung ändern kann.“ sagte Lara.

„Wenn es nur um die Helden ginge, wäre es mir ebenso egal, aber nicht um die Kinder des Königs. Für die habe ich um mein Leben gekämpft. Ich muss mit Ma Shi reden, wir sehen uns später.“ flog Sina direkt los.

Es dauert nicht lange und Sina landete direkt vor der Gilde und ging hinein. Sofort wurde Sina wieder begafft in ihrem Anzug und suchte sofort Ma Shi auf. Ohne an die Tür zu klopfen ging sie in das Büro rein, wo der Gildenmeister und Ascal anwesend waren.

„Lady Sina? Ist wieder was passiert?“ fragte Ma Shi sofort und Sina nickte. „Ja und es ist nicht schlecht, das Ascal ebenso da ist.“ und Sina schloss die Tür hinter sich zu. Sina berichtet beiden Herren, das Tuzato demnächst einen Krieg gegen Efrana führt.

„Ohne dir was zu wollen, aber Kriege zwischen zwei Reiche enthalten wir uns grundsätzlich als Abenteurer, denn die betreffen uns relativ wenig.“ sagte Ma Shi nach dem Bericht.

„Das… dachte ich mir schon und hatte auch nicht vor, diese Regeln zu brechen.“ sagte Sina es laut, wo Ma Shi und Ascal sich gegenseitig erstaunt anschauen.

„Das ist ja was neues… dabei dehnt ihr Neutralität geradezu aus, wisst ihr?“ schmunzelt Ascal. „Das kann natürlich sein, dass ich in der Vergangenheit das eine oder andere Mal es getan habe, aber wenn zwei Reiche sich bekriegen, dann ist es sehr schlecht, wenn sich die Abenteurer einmischen.“ war es Sina sehr ernst.

„Und doch… möchtet ihr dem Königreich Efrana helfen, nicht das ich was dagegen habe, aber das ist nun wirklich eine verzwickte Situation, denn ich liebe das Königreich Efrana ebenso.“ nickte Ma Shi.

„Gibt es keine Möglichkeit, dass wir Abenteurer in irgendeiner Form sagen können, Leute macht euren Krieg später?“ fragte Sina, aber Ma Shi schüttelt den Kopf.

„Nein, wir werden zwar von allen Reichen akzeptiert, aber so einen Einfluss haben wir dann doch nicht. In Efrana habt IHR den Einfluss mit der Armee, aber der endet bei Tuzato´s Grenzmauer.“ erklärt Ma Shi das Problem.

„Verdammt… nun hat Tuzato mit ihrer Aktion mich erwischt, denn mit einem Krieg hätte ich nicht gerechnet, vor allem gegen Efrana. Wäre es in Osnain passiert, hätte ich lachend als Reichskanzlerin davor gestanden.“ wirkte Sina etwas müde.

„Das kann ich mir bildlich sogar vorstellen. Lasst uns überlegen, es gibt so viele alte Regeln bei den Abenteurern, da sollte sich vielleicht eine finden lassen, wie wir den Krieg verhindern können. Hast du nicht eine Idee Ascal? Du scheint ziemlich lange zu grübeln.“ fragte Ma Shi nun den Elfen.

„Ich muss euch enttäuschen, so eine Regel gibt es nicht… aber…“ murmelt Ascal und hatte die Aufmerksam von Sina und Ma Shi.

„Aber? Ich sehe es dir doch an, dass du eine Möglichkeit hast.“ grinst Sina.

„Es ist verdammt dünn und kann unsere Neutralität trotzdem gefährden, aber ich erkläre euch die einfachste Regel. Wenn ein Abenteurer angegriffen wird, sei es in Form eines Monsters, Menschen oder Soldaten, so sei ihm das Recht gegeben, sich zu verteidigen.

Des weiteren, wenn Abenteurer in bestimmten Gegenden Monster jagen, ist es ihnen erlaubt, andere Menschen beim Weiterreisen zu hindern. Sollten diese aber nicht auf die Warnung der Experten eingehen, so ist dem Abenteurer auch das Recht gegeben, diese Personen aufzuhalten.

Dummerweise ist nirgends aufgeschrieben, was dieses „aufzuhalten“ bedeutet.“ sagte Ascal schmunzelnd. Selbst Ma Shi wirkte erstaunt und fing an zu grübeln.

„Hm… das Problem ist nur, wenn ich komme, wird Tuzato sich noch die billigste Ausrede einfallen lassen, damit die Regeln nicht funktionieren. Ich bräuchte daher Zeugen, die bestätigen können, dass ich in friedlicher Absicht gehandelt habe… Am Anfang zumindest.“ grübelt Sina laut nach.

„Am besten, wenn ihr einen tragbaren Übertragungszauber mitnehmt und es aktiviert, wenn es losgeht. Das können wir zur Verfügung stellen.“ meinte Ma Shi.

„Wie sehr ist es bekannt, dass wir nun Vampire als Abenteurer haben?“ kam Ascal mit der nächsten Überlegung.

„Sehr bekannt, in jedem Gildenhaus wird darüber diskutiert. Aber sie sind anerkannte Abenteurer, denn sie erfüllen ihre Aufträge und machen keine Probleme, zumindest die Vampire von Lady Sina.“ sagte Ma Shi.

„Nun… der Plan wäre also… das ich eine Gruppe habe, wo Vampire dabei sind und wir zufälligerweise in diesem Gebiet Aufträge machen, wo Tuzato einmarschiert. Wir fangen sie auf, erklären ihnen, dass sie bitte warten müssen und sollten sie uns angreifen, wegen den Vampiren werden wir uns verteidigen und sollten sie die Warnung missachten, so werden wir sie „ausschalten“. Ist das denn möglich? Ihr seid die Experten.“ fasste Sina zusammen.

Ma Shi und Ascal starrten sich lange an. „Solange niemand außer uns erfährt, dass wir diesen Plan geschmiedet haben ja. Ich glaube, dass wir die Gildenmeister aus Osnain mit ins Boot bekommen für unabhängige Zeugen sowie Keya.“ sagte Ma Shi langsam.

„Es ist möglich. Das wir damit einen Krieg verhindern, war ja nicht mal unsere Absicht.“ grinste Ascal.

„Dann nehme ich nur Mel und Lara mit. Wir drei sollten das Ding geschaukelt bekommen.“ nickte Sina.

„Aber ihr solltet euch beeilen, denn wenn ihr diese Nachricht heute bekommen habt, dürfte es nicht lange dauern, bis die Armee sich in Bewegung setzt. Bereitet euch vor und kommt dann wieder hierher, damit wir euch die nötigen Mittel geben können.“ warnte Ma Shi.

„Keine Sorge, ich komme nachher wieder. Ich danke euch, dass wir eine Lösung für das Problem gefunden haben!“ sagte Sina es sehr aufrichtig und verbeugte sich vor den Herren, dann war Sina wieder weg.

„Wusste nicht, das Lady Sina so eine interessante Seite hat.“ meinte Ascal. „Sie hat sehr viele interessante Seiten und bin wirklich froh, dass sie mit diesem Problem zu uns gekommen ist.“ freute sich Ma Shi.

Sina flog sofort zurück und landete vor Lara und Mel. „Lara, Mel? Ich muss mit euch reden.“ und Sina erklärte ihnen, was auf sie zukommt. Sie hörten aufmerksam zu und nickten immer.

„Ich könnte es euch befehlen, aber ich mache das nicht. Ich frage euch einfach als Freundin, ob ihr mir helfen würdet.“ wurde Sina ernst. Mel und Lara schauten sich an und nickten sich zu.

„Natürlich helfen wir dir!“ sagte Lara. „Wenn ihr mich schon fragt, wie kann ich da nein sagen?“ lächelt Mel.

„Dann bereitet euch vor was ihr für nötig haltet. Natürlich auch waschen und so Mel, wir wollen uns doch von unserer schönsten Seite zeigen.“ freute sich Sina. „Nachher gehen wir gemeinsam zur Gilde runter und holen den Rest ab. Kann einer von euch Kompass lesen? Denn diesmal fliegen wir direkt hin.“

„Das kriege ich schon hin Sina, bin ja nicht umsonst so alt geworden.“ grinst Lara und verschwand dann mit Mel.

„Hmm… wenn die Armee aus Tuzato nach Efrana kommt…?“ und Sina ging mit einem sehr bösen Grinsen wieder in den Keller und aktiviert den Übertragungszauber nach Osnain.

„Damit sollte ich Tuzato eine Lektion erteilen!“

Kapitel 171

Ich bin wiedergeboren und die Drachenrüstung?

Am Abend wurde Rubina nochmal richtig vorgestellt und wo Sina bei ihr die richtigen Probleme sieht. Nea bekam wie versprochen kein Essen und Rubina dagegen schien ein Fass ohne Boden zu sein.

„Vielleicht entwickelt Rubina ja eine Leidenschaft fürs Essen. Ich werde ihr in den nächsten Tagen ein paar Kochrezepte beibringen.“ entschloss sich Suki.

Danach wurde Rubina in ihr Zimmer verfrachtet, dass nur ein Bett und Regal hatte, aber… „Was kann man damit machen?“ die Frage von Rubina kam.

Suki schien die nötige Geduld zu haben und erklärte es ihr und wie sie am besten liegen sollte beim schlafen. Sina legte alle Besitztürmer von Rubina in eine Ecke. Nun kann sie selber ein System oder ähnliches entwickeln.

„Vielleicht solltest du dich um Rubina kümmern, du scheinst irgendwie mütterliche Instinkte bei ihr zu zeigen.“ meinte Sina und Mel sowie Lara kamen mit flehenden Augen um die Ecke. Suki seufzte nur und nickte am Ende.

„Aber die beiden Mädels werden mir ebenso helfen! Denn Rubina muss auch raus und die Welt sehen.“ war das letzte von Suki und damit konnten Mel sowie Lara leben.

Am nächsten Tag flog Sina mit Sherry zur Schmiede von Brandrulim und im Geschäft war einiges los, als die Damen dies betraten.

„Ah! Lady Sina ist da Jungs, seid mal still!“ brüllte eine bekannte Stimme und Brandrulim wuselt sich durch die Menge.

„Guten Morgen, scheinbar seid ihr ja alle scharf darauf den Drachen auseinander zu nehmen oder?“ grinste Sina den Zwerg an.

„Wie oft man denn die Gelegenheit, einen so alten Drachen auszuweiden? Natürlich will jeder seinen Beitrag leisten.“ grinste der Zwerg zurück.

Sofort ging die gesamte Gruppe unter der Führung von Brandrulim außerhalb der Stadt, wo Sina dann den Drachenkadaver aus ihrem Inventar rausholte.

Es fiel kurz auf den Boden und es gab ein kleines Beben. Die Arbeiter staunten alle über diese Größe und mussten Sina den Respekt zollen, dass sie Bothar erlegt hatte.

„Was steht ihr so herum ihr faules Pack? An die Arbeit! Baut die Gerüste auf, baut tragbare Karren auf und so weiter!“ motivierte Brandrulim seine Leute und sie machten sich sofort ans Werk. „Dann werde ich mal meine Arbeit machen, bis später!“ verabschiedet sich Sherry und ging ebenso ans Werk.

„Was meinst du, hast du alles, um die Rüstung zu bauen?“ fragte Sina den Zwerg, der die Aufsicht übernommen hat.

„Himmel, Mädchen, du hast einen frischen Kadaver mitgebracht, alleine das Fleisch und ähnliches ist verdammt viel Wert auf dem Markt.“ war der Zwerg freudig erregt.

„Hmm, was hältst du von dem Angebot: Ihr nehmt ihn komplett auseinander und verkauft es, im Gegenzug kriege ich mindesten fünf Drachenrüstungen und Rabatt auf andere Materialien die Sherry benötigt.“

„Das klingt zu verlockend. Ihr wisst schon, dass die Rüstung eines Drachen vermutlich das härteste natürliche Material ist oder? Es gibt nur wenige Erze, die noch besser sind, aber ich kann an zwei Händen abzählen, wie viele Vorkommen von ihnen bekannt sind und noch weniger, wo man es wirklich abbauen kann.

Für eure Kriegsstiefel habe ich das Gerüst aufgebaut, aber wenn ich da die Knochen und Schuppen von dem Drachen mit einbaue, dürfte es eines der stärksten Waffen und Rüstungsgegenstände in einem sein.

Also ja, ich nehme dein Angebot an!“ bot der Zwerg seine Hand an und Sina schlug ein.

„Es ist mir immer eine Freude mit dir Geschäfte zu machen.“ war Sina glücklich und Brandrulim lächelt ebenso.

„Das wird einige Zeit benötigen, bis wir den Drachen wirklich komplett ausgeweidet haben und ich muss noch Söldner einstellen, die auf den Kadaver aufpassen vor Monstern oder Dieben.“ meinte der Zwerg.

„Was glaubst du wie lange es dauert bis die erste Rüstung fertig ist? Ah… könntest du mir einen Speer bauen mit einem Drachenzahn? Ich glaube, dass wäre eine ideale Waffe für mich, wenn ich in der Luft kämpfen muss.“ fiel Sina eine Idee ein.

„Puh… Sherry kennt deine Maße, aber das Problem ist die Bearbeitung der Schuppen als solches. Mit den Sehnen von dem Drachen vernähen wir alles miteinander, aber dazu müssten wir sie erst noch trocknen…

Wenn ich ehrlich bin, rechnet mit mindestens einen Monat, um überhaupt die erste Rüstung zu bauen. Der Speer sollte sogar schneller gehen, den Schaft schnitzen wir einfach aus den Knochen und nehmen einen Teil des Zahnes dazu.“ gab Brandrulim seine Einschätzung ab.

„Verstehe. Wenn ihr irgendwie Hilfe braucht, ihr wisst ja, wie man mich erreichen kann.“ verabschiedet sich Sina und flog wieder in den Himmel.

„Hmm… was kann ich denn nun machen? Ich such einfach mal Prashi auf, vielleicht hat sie ja ein paar Ideen.“ murmelt Sina und flog zur Gilde.

„Und, was denkt ihr Lion? Wie machen sich die beiden Helden?“ fragte Kaiserin Emilia, die mit dem General Lion im Büro saß und Dokumente kontrollierte.

„Davino hat ein Talent fürs Kämpfen. Er benutzt sowohl eine Axt als auch ein Schwert und hat die Standartausbildung ohne Probleme hinter sich… was dazu führt, dass er nun etwas arrogant und hochmütig geworden ist. Der Held benimmt sich, aber in den Duellen sieht man die unangenehmen Eigenschaften durchkommen. Ich befürchte, wenn er nicht irgendwann eins auf den Deckel bekommt, dass er gegen einen starken Gegner… Probleme haben wird.

Miyu dagegen ist scheinbar eine normale Kämpferin, aber ich habe sie nach der normalen Ausbildung direkt in die Magierabteilung gesteckt und soll dort Magie lernen. Ich habe sie erwischt, wie sie unsere Leute heilt. Allgemein scheint Miyu ein sehr hohes Verständnis zu haben, wie man Verletzungen… heilt. Vielleicht liegt es auch an ihrer speziellen Fähigkeit. Vielleicht kann sie ein paar der normalen Magiearten nutzen. Dann wäre es eine ausgeglichene Gruppe.“ berichtet Lion.

„Hmm… haben wir denn überhaupt irgendwelche starke Soldaten?“ wundert sich Emilia und schaut Lion an.

„Haben wir, aber die stehen alle an der Front und irgendetwas ist wieder in Tuzato passiert. Es wurde eine große Eskorte gesehen, wie sie nach Efrana fuhr. Vermutlich ist dort eine hohe Persönlichkeit, die mit dem König sprechen will.“ erzählt Lion.

„Hmm? Muss ich damit rechnen, das Tuzato die nächste Intrige plant?“

„Das kann ich leider nicht sagen Kaiserin Emilia, deswegen würde ich ungern die Soldaten von der Front abziehen.“

„Verständlich. Ich überlege, ob ich Sherry einladen soll, ich könnte wieder andere Gesichter in meine Nähe gebrauchen und vielleicht kann sie ja Davino ein bisschen Vernunft einbläuen. Ich habe mich so gefreut, als ich gehört habe, dass sie nun auch ein S-Abenteurer ist.“

„Dann sprecht doch die Einladung aus. Mehr als annehmen oder ablehnen kann sie auch nicht oder?“

„Sobald ich das nächste Mal mit Sherry spreche mache ich das. Wie läuft das andere Projekt?“

„Hm… ah. Die Wissenschaftler arbeiten zwar daran, aber so ein Luftschiff zu bauen ist nicht mal eine Sache von eben. Sie müssen überlegen, was nötigt ist um etwas ohne Magie in der Luft zu halten.“

Miyu hat Kaiserin Emilia und General Lion ein bisschen von ihrer Welt erzählt, unter anderem dass sie auf einer Insel lebte, aber mittels Flugzeuge und anderer fliegender Technologie überall auf der Welt hin fliegen konnte. Darin sahen beide Potenzial, was man nicht ungenutzt lassen durfte.

„Den Himmel erobern, das konnten scheinbar nur die Mechs, aber bis wir diese Dinger wieder aufbauen können, dürfte einige Zeit vergehen. Deswegen investierte ich lieber das Gold in andere Projekte, die uns eher helfen können.“ nickte Emilia.

„Ich halte es ebenso für eine gute Idee.“ stimmte Lion zu.

Es vergingen ein paar Wochen als Botschafter Georg dem König vorgestellt wird. Im Thronsaal waren nur Simon und Friedrich anwesend.

„Eure Majestät, ich danke euch, dass ihr mich so kurzfristig empfangen konntet.“ verbeugte sich der Bischof vor dem König.

„Nun, wenn so eine hohe Persönlichkeit direkt aus Tuzato gereist kommt, interessiert es mich schon ein bisschen was ihr von mir wünscht. Die meisten meiner Wünsche habt ihr erfüllt, in den anderen lasst ihr euch ziemlich viel Zeit.“ grüßte der König den Bischof.

„Nun, wir haben erfahren, dass ihr zwei Helden aus einer anderen Welt unter euren Schutz genommen habt, ist das soweit richtig?“ kam Georg direkt zum Punkt.

„Scheinbar arbeiten eure Spione ziemlich fleißig. Zeit das ich mal wieder ein bisschen hier aufräumen muss. Aber da die Katze aus dem Sack ist…

Ja, das stimmt. Sie wurden von der Göttin geschickt und warnten mich vor mehreren Gefahren. Ich habe mich mit der Kaiserin Emilia zusammengesetzt und wir sind uns einig, dass die Gefahr der Dämonen ziemlich ernst ist.“ bestätigt der König.

„Dann… muss ich euch bitten, dass ihr die Helden uns übergebt. Sie benötigen die richtige Führung, um in dieser Welt zu bestehen. In der Vergangenheit hat unser Orden diese Aufgabe übernommen und die Resultate sprechen für sich.“ offenbart Georg sein Anliegen.

Erstaunt schauten die Männer den Bischof Georg an, ob er es wirklich ernst meinte, aber er sah nicht aus, als hätte er einen Witz gemacht.

„Erst versucht ihr uns und Osnain wieder in einen Krieg zu verwickeln und kommt dann mit der Forderung, dass wir euch die Helden überlassen?“ wurde der König nun sehr sauer und Georg fing an zu schwitzen.

„Schade das die Reichskanzlerin Sina nicht hier ist. Ich hätte zu gerne ihre Meinung gehört, was sie davon hält. Aber ich kann mir bildlich vorstellen, dass sie lachend auf den Boden gefallen wäre.

Es sind über 2000Jahre keine Helden mehr auf unsere Welt beschworen worden und ausgerechnet ihr, die eine Intrige nach der nächsten gegen uns angezettelt habt, verlangt auf einmal was? Ich muss mich ziemlich zusammen reißen euch nicht direkt aus dem Fenster zu werfen!“ drohte der König. Mit seiner schwarzen Augenbinde wirkte der König nun sehr bedrohlich.

„Eure Majestät, so leid es mir tut, aber ich weiß nicht, was meine Vorgänger getan haben, das schwöre ich auf dem Namen der Göttin, aber wenn die Helden nicht richtig ausgebildet werden, bekommen sie richtige Probleme auf dieser Welt.“ versuchte der Bischof den König zu beruhigen.

„Lasst mich raten, ihr wollt sie soweit manipulieren, dass sie alles tun, was ihr ihnen sagt oder? Außerdem, wie anderes soll denn die Ausbildung der Helden sein als das was wir ihnen anbieten, die frei von Lügen sind?“ war Simon ebenso gereizt.

„Ihr versteht nicht… man kann nicht einfach so einen Dämonenkönig töten, sie müssen ihre geheimen Fähigkeiten lernen zu aktivieren, um gegen ihn zu bestehen und das könnt ihr nicht.“ meinte Georg.

„Ah, nun eine geheime Fähigkeit auf einmal? Es ist wahr, das einige Helden stark waren, andere schwach, aber am Ende haben sie immer gesiegt. Wie lange existiert die Welt schon? Solange gibt es euch noch nicht mal und die Helden haben es ohne euch geschafft, den Dämonenkönig zu töten.“ brummte Friedrich.

„Ihr habt meine Männer gehört und ich komme selbst zum Entschluss. Ich kann und werde die Helden euch nicht überlassen, nicht bei diesem Misstrauen, der zwischen unseren Reichen herrscht und da hilft es auch nicht, wenn ihr meinen anderen Forderungen nach kommt. Ihr habt es sauber missbraucht und zerstört!“ teilte der König seinen Entschluss mit.

„Wie… bedauerlich. Ich werde euren Entschluss weiterleiten.“ verbeugte sich der Bischof Georg und verließ den Thronsaal.

„Wieso habe ich den Eindruck, dass es nur der Anfang war von einem größeren Problem mit Tuzato?“ brummte Friedrich.

„Simon, angenommen sie würden einen Krieg gegen uns führen, wie sehen unsere Chancen aus?“ fragte der König direkt.

„Sie haben eigentlich keine Erfahrung mit Kriegen, aber ich muss leider sagen, dass jeder Ritter von ihnen auch der Magie mächtig ist, sei sie noch so klein. Dann haben wir das Problem, dass der Drachen unsere Armee… etwas reduziert hat und das hat auch die Moral bei den Soldaten stark gesenkt.

Wenn ich es wirklich sehr… nüchtern und realistisch betrachte, kann es schon sein, dass wir den Krieg sogar verlieren werden, wenn wir uns nicht gewisse Taktiken einfallen lassen.

Ich würde ja gerne um die Hilfe vom Kaiserreich Osnain bitten, aber ich befürchte, dass sie uns keine große Hilfe sein werden, denn sie haben nicht mal eine Armee, nachdem Lady Sina… aufgeräumt hat.“ war es die ehrliche Einschätzung von Simon.

„Ich möchte, dass ihr das vor meinen Kindern geheim haltet sowie vor den Helden. Gibt es irgendwie… die Möglichkeit, dass wir Lady Sina hinzuziehen?“ bat der König.

„Nun… wenn sie Abenteurerin ist, wird sie sich dem Krieg enthalten, denn sie muss auf die Neutralität achten. Sollte sie aber eine… andere Rolle annehmen, sieht es vermutlich besser aus, aber sie hat relativ klar gemacht, dass sie immer in erster Linie eine Abenteurerin ist.“ meinte Simon.

„Zumindest kann man sie darauf hinweisen und wir planen unsere Vorbereitung mit oder ohne sie.“ brummte Friedrich.

„Ein Krieg nur wegen beschworener Helden… wie tief ist Tuzato in ihrem Wahn eigentlich gefallen?“ schüttelt der König den Kopf.

Kapitel 170

Ich bin wiedergeboren und was tun mit Rubina?

Sina zog Rubina mit und suchte Prashi auf. Diese beobachtet immer noch die Szene zwischen den Zwillingen und Nea.

„Wie klappt es eigentlich mit Nea momentan?“ fragte Sina ihre Freundin von der Seite. „Es gibt gute Tage sowie schlechte Tage und heute war irgendwie ein ganz schlechter Tag. Ich wusste nicht, dass Nea auf bestimmte Früchte abfährt. Normalerweise schmecken sie ziemlich scheußlich, sodass man sie speziell zubereiten muss.“ antwortet Prashi.

„Ok? Dann ist ja alles gut. Ich würde gerne meine Belohnung von Titanus abholen. Ma Shi sagte mir schon, dass ich für Bothar warten muss, weil ihr nicht das nötige Gold habt.“

„Dann warte kurz.“ verschwand Prashi und kam einige Zeit später mit zwei Kisten zurück. „Hier sind sie, 3000Goldmünzen.“

„Damit könnte ich mich für lange Zeit zurücklehnen.“ grinste Sina und öffnete die Truhen, dann nahm sie alles in ihren Inventar.

„Wobei… Rubina, kannst du zählen?“ fragte Sina nun das Drachenmädchen. „Klar, ich sollte doch den Schatz vom Meister hüten.“ nickte Rubina.

„Weißt du denn wie viel ungefähr in der Schatzkammer an Wert rumlag?“ fragte Sina vorsichtshalber, weil sie schon wieder die Fragezeichen auf dem Kopf von Rubina sah.

„Eh… mehr als in diesen beiden Kisten, glaube… man bräuchte mindestens hundert dieser Kisten, um die Münzen zumindest irgendwie zu deponieren.“ meinte Rubina.

„Ok, dann bin ich wohl die reichste Person in Alliancia.“ grinste Sina, während Prashi versuchte, der Realität zu entkommen. „Bin dann mal mit Rubina in meiner Villa, ich stell sie dir später vor Prashi.“ verabschiedet sich Sina.

Dann flogen sie zur Monstervilla, wo sie schon von den anderen erwartet werden. Sie wurden von Sherry aufgeklärt, die eben ein Bad nahm, nachdem sie komplett verschwitzt durch die Ausrüstung war.

„Willkommen zurück Herrin und Glückwunsch zu eurem Sieg über den Drachen. Sherry hat uns schon berichtet, dass wir bald eine neue Bewohnerin bekommen und habe dementsprechend das Zimmer eingerichtet.“ grüßte Suki.

„Wunderbar, aber rechne damit… das Rubina das Zimmer auf den Kopf stellen wird. Ich hoffe das Sherry das ebenso gesagt hat?“ warnte Sina ihre Hausdienerin, aber sie nickte.

„Ok, wo sind Mel und Lara?“ fragte Sina. „Sitzen im Wohnzimmer.“ kam die Antwort rausgeschossen.

Sina ging immer noch mit dem Seil, an das Rubina gebunden ist,o direkt ins Wohnzimmer und fand ihre Freundinnen.

„Ah, gut das ihr hier seid.“ lächelt Sina die beiden an, aber sie wurden direkt ängstlich. „Wir haben nichts getan!“ „Ich halte mich an die Regeln!“ wehrten sich beide auf einmal.

„Eh?! Wieso rechnet jeder damit, dass ich einen bestrafe?“ wundert sich Sina. „Weil… selten was gutes dabei herauskam, wenn ihr „so“ lächelt?“ half Suki ihr auf die Sprünge.

„ … OK? Egal, Mel und Lara, darf ich euch Rubina vorstellen?“ zeigte Sina auf das Drachenmädchen, dass still neben ihr stand.

„Ab sofort kümmert ihr euch um sie.“ drückte Sina das Seil Lara in die Hand und verschwand.

„„EH?!““ riefen beide erstaunt. Sina verschwand ins Badezimmer und gesellte sich zu Sherry. Am Anfang hörte man Sherry leicht schreien, dann herrschte eine Stille bei ihnen.

„Und… was sollen wir mit dir machen?“ fragte Lara Rubina, die sie ebenso mit Fragezeichen auf dem Kopf anschaute.

„Hat Sherry nicht gesagt, dass Rubina nie von ihrem Zuhause wegkam und einer willenlosen Puppe gleich kommt?“ murmelt Mel.

„Sag Rubina… was würdest du denn gerne machen?“ fragte Lara nun etwas vorsichtig. „Keine Ahnung? Mein Meister hat mich immer zusammengeschlagen und mir die Aufgabe gegeben, dass ich schreien soll, wenn Fremde auf die Insel kommen, was ich auch getan habe.“ antwortet Rubina.

„Oh? Hast du denn keine Hobbys oder ähnliche Wünsche?“ hakte Lara nach, aber das Konzept scheint Rubina wieder nicht zu verstehen.

„Ich finde es faszinierender, dass ihr Rubina einfach so akzeptiert ohne zu fragen, was sie ist.“ merkte Neia an.

„Falls es dir nicht aufgefallen ist, aber… wir haben eine Arachne, eine Dämonin, eine Killerpuppe und mich als beschworener Held als Vampir. Dazu die Zwillingsvampire und Suki als Tiermensch. Ich finde es eher ungewöhnlich, wenn wir darauf eingehen. Rubina scheint ein Drachenmensch zu sein, zumindest hat sie einige Teile eines Drachens.“ meint Lara.

„Nun… wenn man es so betrachtet, hast du Recht.“ stimmte Neia ihr zu. „Scheinbar war Sina aber irgendwie froh, dass sie Rubina nicht mehr hat.“

„Und das muss ja schon was heißen…“ dachten Mel und Lara, während Rubina alles in Ruhe anschaute.

„Das war jetzt sehr gemein, einfach so in die Wanne zu kommen Sina!“ nörgelt Sherry. „Wieso? Hast du etwas, was ich bei dir noch nicht gesehen habe?“ grinste Sina frech, während beide in der Wanne waren.

„Und wie hast du es mit Rubina geregelt?“ lenkte Sherry vom Thema ab. „Habe mit Ma Shi gesprochen, er schaut, ob er eventuell Lehrer findet, aber war sich selber nicht so sicher, ansonsten sollen Mel und Lara sich darum kümmern. Tio und Mio haben dafür Nea, also sind die Aufgaben relativ gerecht verteilt.“ nickte Sina.

„Ah… du kannst direkt morgen mit dem Drachenkadaver zu Brandrulim gehen.“

„Eh… nein? Wenn kann ich ihn nur außerhalb der Stadt raus bringen, der war nicht wirklich klein.“

„Entschuldigung, ich meinte, du sollst zu Brandrulim gehen, damit ihr DANN gemeinsam den Ort aufsucht, der dafür geeignet ist.“

„Ah… schon besser.“

„Was meinte Simon eigentlich mit speziellen Personen?“

„Das du das bei dem Krach gehört hast… Der König bat mich, das ich darüber stillschweigen soll, aber wenn ich ehrlich bin, kann ich es dir ja auch anvertrauen. Die Göttin hat zwei beschworene Helden bei dem König abgesetzt, die vor den Dämonen gewarnt haben.“

„Eh?!“

„Und Emilia hat auch direkt zwei Helden. Damit sind es inoffiziell vier Helden und alle meinten dasselbe, sobald die Barriere offen ist, dürfte es der größte Krieg aller Zeiten werden.“

„Du nimmst es aber scheinbar ziemlich locker auf.“

„Warum soll mich das unterkriegen? Ihr habt doch bewiesen, dass ich mich auf euch verlassen kann oder? Einzig die andere Warnung stört mich etwas, was sie alle geäußert haben.“

„Und das wäre?“

„Das ein Teufel, vermutlich stärker als der Dämonenkönig auf der Welt existiert.“

„Hm… ich kenne nur einen Teufel und das bist du.“

„Richtig erkannt. Weder der König noch Emilia kennen meine richtige Rasse und ich habe Emilia gesagt, dass ich mich um den Teufel kümmern werde, so habe ich vorerst meine Ruhe. Mich würde schon interessieren, warum die Göttin den Helden eine Warnung über mich ausgesprochen hat.“

„Nun… du hast den Titel erst bekommen, als du Titanus bezwungen hast oder? Meinst du, sie hat Angst, dass du sie eventuell auch töten kannst?“

„Das ist jetzt aber sehr weit hergeholt, meinst du nicht auch? Ich kann ebenso gut sterben wie jeder andere auch, halt nur durch Fremdeinwirkungen, aber nicht durch das Alter.“

„Da ist natürlich was dran, zumal du dann irgendwie in ihr Reich kommen müsstest. Aber dennoch hast du ihre Aufmerksamkeit, weil du Titanus besiegt hast und auch an den anderen Bestien ans Leder willst.“

„Jep, daran hat sich nichts geändert. Weißt du was ich mir überlegt habe?“

„Du hast so viele Gedanken, also lass ich mich einfach überraschen.“

„Wir werden jetzt öfters fliegen. Scheinbar kannst du ja ziemlich gut mit dem Kompass umgehen, dann sollten solche Dinge wie mit dem Drachen nicht mehr vorkommen, dass wir zu spät einen Ort erreichen.“

„Wuhu, mehr Flugstunden mit dir. Aber das mit dem Fallschirm sollten wir trotzdem ein paar Mal üben finde ich.“

„Das können wir natürlich machen.“

„Weißt du was das Schöne ist?“

„Verrat es mir.“

„Das du mein Teufel bist.“

Woanders…

„Eure Heiligkeit… ich habe die Befürchtung, dass wir den Zorn der Göttin auf uns gezogen haben.“ verbeugte sich der Bischof Georg vor Papst Silvester.

„Ich dachte, ich habe euch verziehen, dass Reichskanzlerin Sina unser Reich verlassen hat. Es war die richtig Entscheidung der Grenzwachen gewesen, wenn sie von den SSS-Abenteurern beschützt wird.“ beruhigte der Papst den Mann.

„Nein… das meinte ich nicht. Ich habe soeben erfahren, dass der König aus Efrana zwei beschworene Helden beherbergt.“ erklärte der Bischof.

„Bitte?! Wie ist das möglich?“ staunte der Papst.

„Wir wissen es leider nicht. Es soll ein Mädchen und ein Junge sein aus der üblichen Welt, wo die Helden immer herkommen. Sie sind vor dem König einfach erschienen und haben ihn gewarnt, dass es demnächst mit den Dämonen ein Krieg geben wird.“ berichtet Georg.

„Dann setzt euch sofort mit dem König in Kontakt, dass er uns die Helden überlassen muss. Nur wir haben die nötige Erfahrung, um den Helden den richtigen Weg zu weisen!“ befahl der Papst.

„Natürlich, ich werde persönlich den König aufsuchen. Ich habe erfahren, dass das Kaiserreich Osnain eng mit dem König zusammenarbeitet. Leider… wissen wir nicht, welche Pläne Osnain hat, denn sie haben sehr tüchtig unsere Spione aufgetrieben und bloßgestellt. Vermutlich ist es das Handwerk der Reichskanzlerin Sina.

Was ich aber weiß ist, dass der schwarze Drachen Bothar der Stille die Hauptstadt aus Efrana angegriffen hat, wo leider auch die Helden vor Ort waren, aber durch irgendwelche… Umstände hat der Drachen den Angriff unterbrochen und einen Kampf gegen die Reichskanzlerin Sina geführt, wo sie am Ende den Drachen besiegte.“ berichtete der Bischof weiter.

„Bei der Göttin, immer wieder diese Sina. Hat sie denn schon ihren Einfluss ausgeübt auf die Helden? Solange noch kein Kontakt zwischen den beiden Parteien stattgefunden hat, solange können wir den Helden noch helfen!“ wurde der Papst nervös.

„Das… kann ich leider nicht ausschließen und ich muss leider auch die Warnung aussprechen, dass der König unsere Bitte auch ablehnen könnte. Wir… lassen uns sehr viel Zeit bei seiner Forderung, vermutlich könnte er sie auch als Geiseln missbrauchen, ohne dass die Helden es wissen.“ vermutet Georg.

„Dann… sollten wir in Erwägung ziehen, die Kinder gewaltsam zu entreißen, aber bevor ich unsere Armee einsetze, lege ich all meine Hoffnung in euch.

Möge der Segen der Göttin mit euch sein!“

Kapitel 169

Ich bin wiedergeboren und bekomme mehr Gold?

„Es tut mir leid, eure Majestät, aber die Heldin… hatte weder die Lust noch die Zeit.“ berichtet Simon es dem König. Die beschworenen Helden reagieren etwas enttäuscht, als sie dies im Thronsaal zu hören bekamen.

„Das mit der Lust kann ich verstehen, aber mit der Zeit?“ wundert sich der König und Simon nickte.

„Nun, die Heldin war in Begleitung von Gräfin Sherry und einer… weiteren Dame. Sie wirkte auf mich wie eine Kombination aus Mensch und Drachen gewesen zu sein und war mit der Heldin an einem Seil gebunden. Die Heldin… wirkte wegen dieser Person etwas nervös und wollte sie schnell nach Fanfoss bringen.“ überlegte Simon laut.

„Huch? Wenn sie nervös wird, dann ist es besser, wenn wir ihr nicht im Weg stehen.“ meinte der König nur.

„Darf… ich fragen wie die Heldin eigentlich heißt?“ meldet sich Amy.

„Ah… natürlich. Lady Sina die Verteidigerin, Heldin aus Efrana und SV-Abenteurerin. Sie hat noch mehrere Titel, aber das dürften die wichtigsten hier im Königreich sein.“ sagte Simon.

„Im Königreich? Hat sie in den anderen Reichen noch andere Titel?“ staunte Matthieu und der König sowie Simon nickten.

„Wenn nur noch in Osnain. In Tuzato… dürfte man ihr weniger schmeichelhafte Titel gegeben haben, weil Lady Sina die Intrige von Tuzato aufgedeckt hat in unserem Reich sowie in Osnain. Wir hoffen, das Tuzato sich etwas ruhiger verhält, aber wenn sie einen falschen Schritt machen, wird Osnain bei ihnen einmarschieren.“ erklärt Simon.

„Aber ein… Krieg ist doch jetzt das Dümmste was man machen kann! Wenn die Dämonen frei kommen, werden wir soviel Hilfe brauchen wie möglich!“ widersprach Amy.

„Erklärt das der Kaiserin Emilia. Deren Vater, ehemaliger Kaiser Godelot, wurde von seinem Sohn vergiftet und das Gift war eine spezielle Mischung aus Tuzato. Das Reich streitet es ab… aber die Reichskanzlerin hat jede Menge Aussagen und Beweise gefunden, dass das Reich lügt. Nun könnt ihr euch vorstellen, warum Osnain so sauer ist.“ kommentiert der König dies.

„Hmm… bei dieser Geschichte schon. Gibt es denn keine Möglichkeiten… diplomatische Gespräche zu führen?“ fragte Matthieu.

„Sagen wir mal so. Wenn ein Killer vor dir am Tisch sitzt, der deine Familie getötet hat, kannst du dann irgendwelche vernünftigen Entscheidungen treffen?“ fragte Simon mit einer einfachen Logik.

„Dachte ein Herrscher muss über solchen Gefühlen stehen, zumindest in unserer Welt hat man es uns so beigebracht.“ fand Amy den Vergleich schrecklich.

„Hm… die Kaiserin Emilia ist etwa in eurem Alter. Sie hat zwar… ihre Berater, aber die wichtigste Person bleibt immer noch die Reichskanzlerin, ah was ich vergessen habe… Die Reichskanzlerin ist auch Lady Sina.“ grinst Simon, nun verstanden Amy und Matthieu die Welt nicht mehr.

„Erm… warte… Lady Sina ist die Reichskanzlerin, die sich um den Teufel kümmern will?“ versuchte Amy herauszufinden.

„Richtig, sie dürfte die richtige Person sein, um das andere Problem zu lösen wovor ihr uns gewarnt habt. Wenn Lady Sina es nicht schafft, dann schafft niemand es sich mit dem Teufel anzulegen, wer und was er immer auch sein mag.“ bestätigte der König.

„Lady Sina hat… ziemlich großen Einfluss auf der Welt oder? Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, kontrolliert sie das Kaiserreich Osnain und hat hier im Reich… auch gewissen Einfluss? Ist das normal, dass eine Person soviel Macht hat? Besteht denn nicht… irgendwie die Gefahr, dass sie die Macht missbrauchten könnte?“ dachte Matthieu laut.

„Wenn ich ehrlich bin, mache ich mir darüber keine Sorgen. Lady Sina hat zwar die Macht, setzt sie aber nur ein, wenn es nötig ist. Sie hat mehr die Einstellung, dass sie uns alle dazu zwingt, die Probleme selber zu lösen um erst wirklich im Notfall einzugreifen zu müssen. Dem Himmel sei Dank sind die Notfälle wirklich sehr selten. Für das Kaiserreich Osnain kann ich nicht sprechen, aber es würde mich nicht wundern, dass sie der Kaiserin Emilia öfters gewisse Tipps gibt. Letztendlich muss die Kaiserin dann entscheiden, ob sie es durchziehen will oder nicht.“ sagte der König seine Meinung.

„Ok? Dann ist sie eine gute Person?“ fiel Amy ein Stein vom Herzen, aber auf einmal wurden die Gesichter vom König und Simon dunkel.

„Eh… gut? Sie hat ihre „guten“ Momente, aber… sie hat auch eine sehr krasse Einstellung. Gerüchten zufolge hat sie den Botschafter von Tuzato im Kaiserreich köpfen lassen und als Geschenk deren Führer geschickt.“ zuckte ein Mundwinkel von Simon.

„Eh?“

Am Abend erreichten Sina, Sherry und Rubina Fanfoss. „Wow, wieso sind wir mit der Kutsche gefahren, wenn es so schneller geht?“ wundert sich Sherry.

„Also ich mochte es neben dir zu sitzen und zu kuscheln, weißt du?“ kam die Antwort von Sina. „Aber es ist verdammt kalt in diesem Tempo zu fliegen. Du wirst mir wohl mehr solcher Anzüge machen müssen.“

„Das schaffe ich!“ freute sich Sherry, während Rubina schweigend mit ihnen flog. Rubina schien sich über die neue Freiheit zu freuen, sie saugt alles auf, was sie zu sehen bekommt.

Sina flog sofort auf die Gilde zu und landete direkt vor dem reparierten Eingang. Scheinbar hat man eine größere Tür eingebaut für Nea. Sherry wird wieder losgeschnallt und fing sofort an sich zu strecken.

„Diese Stadt wird nun dein neues Zuhause sein, Rubina.“ kündigte Sina an, aber… „Ok!“

„Hoffentlich hat Ma Shi ein paar Lehrer für Rubina zur Hand, denn ich habe nicht die nötige Geduld.“ dachte Sina nur.

Die Damen gingen in die Gilde und man sah erst mal nur Chaos. Drei Vampire hielten sich an Nea, die irgendwie was in den Händen trug und dabei weinte, während Tio und Mio versuchten, sie zu beruhigen. „Nea, beruhigt dich doch!“ „Du kannst diese Früchte nicht essen, weil sie für einen Auftrag sind!“

„Nea?“ rief Sina freundlich und alles wurde still in der Gilde. Alle drehten ängstlich ihre Köpfe zu Sina, die ihnen freundlich zulächelt. „Dachte… du wolltest dich benehmen?“

Nea schluckte einmal schwer und gab die Früchte Tio und Mio zurück, während die Vampire von ihr abließen. „Ich… habe… mich vergessen.“ kam die Entschuldigung von Nea.

„Sieht so aus. Dafür gibt es heute Abend kein Essen für dich.“ bestrafte Sina sie und Nea wollte einwenden, aber sah Sina an, dass eine Diskussion zwecklos ist. Niedergeschlagen ging Nea hinter den Tresen zu den Zwillingen, die ebenso erschöpft wirkten.

„Es ist irgendwie faszinierend zu sehen, wie eine Person das Chaos geregelt bekommt.“ kam Ma Shi auf Sina zu.

„Verstehe nicht, warum ihr nicht den Papierfächer nutzt, den Prashi hat. Ein Klaps auf dem Hinterkopf erhöht das Denkvermögen.“ kommentiert Sina.

„Vermutlich weil wir die Situation nicht noch verschlimmern wollten.“ antwortet Ma Shi trocken. „Lass uns in mein Büro gehen… ich denke die Drachendame neben dir soll bestimmt auch geklärt werden oder?“

„Das ist richtig.“ stimmte Sina ihrem Gildenmeister zu. „Sherry, du kannst doch mal Brandrulim aufsuchen und ihn mit dem Drachen aufklären, er wird bestimmt Zeit brauchen, um eine Gruppe zu organisieren.“ schlug Sina vor. Sherry nickte und verschwand aus der Gilde.

Sina saß nun auf dem Sessel im Büro, während Rubina sich auf den Boden setzte. „Du kannst dich auch auf einen Sessel setzen Rubina.“ aber irgendwie wollte sie nicht.

„Nun, am besten du erzählst die Geschichte von vorne.“ sagte Ma Shi, als er sich auf dem Bürostuhl hinsetzte und Rubina im Auge behielt.

„Naja… viel zu erzählen gibt es nicht. Wir haben über eine Woche mit der Kutsche gebraucht um die Hafenstadt zu erreichen, fanden sie aber nur zerstört vor. Darauf hin sind Sherry und ich in den Himmel geflogen und nach vielen Stunden haben wir dann die Himmelsinsel gefunden, leider war aber der Drache schon weg gewesen.

Dank des Drachenmädchens hier, sie war so eine Art Sirene gegen Eindringlinge, kam der Drachen Bothar wieder zurück und dann gab es zwischen mir und dem Drachen einen ziemlich heftigen Luftkampf, wo er mich fast erwischt hatte.

Ich kann sagen was ich will, aber den Respekt muss ich Bothar zollen, dass er wusste, wie man als Drachen kämpft. Letztendlich habe ich ihn getötet, mir seinen Schatz genommen und nun habe ich Rubina hier. Ich konnte sie nicht alleine dort lassen, weil es wohl damit geendet hätte, dass sie entweder verhungert oder selber von der Insel runtergekommen wäre, was noch mehr Probleme verursacht hätte.“ berichtet Sina.

„Hmm, inwiefern macht Rubina denn Probleme?“ hakte Ma Shi.

„Rubina, kann du den Tisch zerstören?“ fragte Sina das Drachenmädchen. Sie stand auf, sagte „Ok!“ und schlug mit ihrer Drachenkralle den Tisch kaputt.

„Das ist das Problem. Sie tut ohne zu Widersprechen oder nachzudenken, alles was man ihr sagt. Ihr Meister, der Drache, hat sie wohl über einen ziemlich langen Zeitraum in diese Richtung geformt. Sie wirkt neugierig und… versteht auch einiges, aber sagen wir mal so. Als ich den Drachen getötet habe, verstand sie das Konzept vom Tod nicht so wirklich und es schien sie auch nicht zu berühren. Sie ist mehr oder weniger eine Puppe ohne Willen.“ erklärte Sina nach der Demonstration.

„Musste dafür mein Tisch leiden?“ fragte Ma Shi nur trocken. „Hm… ich verstehe. Aber was hast du denn jetzt mit Rubina vor?“

„Wenn ich ehrlich bin, würde ich gerne ihr irgendwelche Lehrer vorsetzten, damit sie die Grundlagen des Lebens kennen lernt und versteht. Sherry und ich waren mit unserer Geduld ziemlich schnell am Ende gewesen, daher braucht Rubina eine etwas speziellere Hilfe.“ wiegelt Sina den Kopf.

„Hm… sie wirkt fast erwachsen, aber im inneren ist sie eher ein Kind oder? Ich kann mich umhören, aber ich kann nicht versprechen, dass ich die richtigen Personen zur Hand habe.“ war Ma Shi sich unsicher.

„Rubina soll von meinen Freundinnen ein bisschen lernen. Ich kenne ihre Stärke nicht, aber sie hat einen Schlag von mir ohne Probleme weggesteckt und da kamen bei mir schon leichte Bedenken, wie stark sie wirklich ist. Sie ist scheinbar ein Drachenmensch oder so und hat auch die Stärke eines Drachens, zumindest kann sie fliegen, Feuer spucken und hat deren Sinne.“ berichtet Sina weiter.

„Hmm… als Kämpferin wäre sie ziemlich gefährlich, aber noch gefährlicher ist Rubina in diesem Zustand. Da kann jeder zu ihr kommen und ihr einen Befehl geben und sie macht es dann einfach.“ streichelt Ma Shi sein Bart.

„Eben. Ich wollte sie eh mitnehmen, aber Sherry dachte irgendwie, dass ich sie auf der Insel zurücklasse und hat mich mehr oder weniger dazu gezwungen, dass ich es machen soll.“ schmunzelt Sina.

„Rubina… würdest du denn gerne hier leben wollen?“ fragte Ma Shi nun das Drachenmädchen. Sie schaute ihn mit einem Fragezeichen auf dem Kopf an.

„Sag einfach ja.“ flüstert Sina. „Ok! Ja!“ nickte Rubina und Ma Shi musste seufzen. „Das wird aber für den Lehrer sehr anstrengend werden.“

„Keine Sorge, ich nehme sie mit zur Villa, wir sind ja dafür irgendwie ausgerichtet.“ grinste Sina bei der Vorstellung des nächsten Monsters in der Villa.

„Rubina sollte zumindest immer eine Begleitperson haben, sollte sie in der Stadt herumwandern, um Ärger zu vermeiden. Nea… hat zwar Tio und Mio, aber scheinbar sind die Zwillinge mit ihr oft überfordert.“ nickte Ma Shi.

„Damit habe ich meinen Auftrag mit Bothar der Stille erledigt. Was gibt es eigentlich für eine Belohnung? Ah… das fällt mir ein, dass ich die Belohnung von Titanus noch nicht geholt habe.“ fiel Sina ein.

„Ich weiß langsam nicht, woher wir das Gold holen sollen… Die Belohnung vom Titanus kannst du abholen und Bothar hatte ein Kopfgeld von 2400Goldmünzen, da musst du wieder warten, bis wir die Summe haben. Damit dürftest du nun wirklich der reichste Abenteurer sein.“ murmelt Ma Shi.

„Gold ist nur ein Nutzzweck für mich. Außerdem geht ja irgendwie in der Villa immer wieder was zur Bruch, sei es neue Möbel oder Reparaturen am Haus selber. Daher ist es keine Schande, dass ich eine gute Menge an Gold habe.“ antwortet Sina nur darauf.

„Es es scheinbar viel los bei dir oder?“

„Ich bereue es keine Minute!“

Kapitel 168

Ich bin wiedergeboren und der Resultat des Kampfes?

Sina lag bewusstlos vor Sherry. Viele kämen vermutlich auf den Gedanken, das Sherry der finale Gegner für Sina sein wird, denn sie schafft es eher, Sina zu besiegen, als ihre gestorbenen Feinde.

„Was hat deine… Frau?“ fragte Rubina auf einmal hinter ihr und Sherry bekam erst mal einen Schreck.

„Sie ist erschöpft. Das passiert immer, wenn sie gegen starke Gegner kämpft. Wenn Sina hier ist, heiß das nur, dass sie deinen Meister getötet hat.“ erklärt Sherry es Rubina, aber sie sah nicht so aus, als würde sie es verstehen.

„Mein Meister soll tot sein? Was soll das sein? Mir hat er das auch immer gesagt, das er mich töten will, hat es aber irgendwie nie getan.“ stellt Rubina eine Frage nach der anderen.

„Eh… lass uns Sina irgendwo unterbringen, damit sie sich ausruhen kann, dann versuche ich es dir zu erklären…“ murmelt Sherry.

„Sie kann in meiner Höhle schlafen.“ bot Rubina an. „Das wäre… nett. Wenn ich Sina nur irgendwie tragen könnte…“ überlegte Sherry laut, aber Rubina löste das Problem.

Sie hob ohne nennenswerte Schwierigkeiten Sina vom Boden hoch und trug sie in die Höhle. „Eh? Ist sie nicht zu schwer für dich?!“ staunte Sherry.

„Ich merke nichts. Da hat mein Meister mir schon schwerere Sachen mitgebracht.“ kommentierte Rubina nur.

Später lag Sina auf einer Strohmatte und bekam von Sherry eine Decke zum Ausruhen. Dann versuchte Sherry dem Drachenmädchen das Konzept von Leben und Tod zu erklären. Später sah Rubina aus, als würde sie es verstehen aber…

„Also ist mein Meister für immer weg? Was mache ich denn nun? Ich war immer mit ihm auf dieser Insel gewesen.“ fielen Rubina einige Probleme auf, aber es störte sie nicht wirklich, dass ihr Meister tot ist.

„Wie alt bist du eigentlich?“ fragte Sherry, aber Rubina schaute sie nur mit einem Fragezeichen auf dem Kopf an.

„Ah… mein Fehler… Vielleicht sollte ich mit Sina darüber sprechen, dass wir dich mit in unser Heim nehmen. Alleine kannst du hier nicht bleiben.“ bestimmte Sherry.

„Ok.“ kam die Antwort von Rubina. „Du würdest alles tun, was man dir sagt oder?“ hakte Sherry nach und Rubina nickte nur. „Oh je, hast du denn keine Wünsche oder so?!“ wird Sherry langsam überfordert.

„Wünsche? Hmm…“ grübelt Rubina und holte ein Buch aus ihrem Versteck. „Ich kann diese Zeichen nicht lesen, aber ich glaube… dass sie eine Bedeutung haben.“

Rubina gab Sherry das Buch. Sie untersuchte es sofort und sah, dass es ein Märchenbuch für Kinder war. „Ich… kann es dir vorlesen wenn du möchtest, aber erst heute Abend. Ich habe langsam Hunger und würde gerne was zu Essen machen. Das teile ich natürlich mit dir, damit du auch mal was anderes zu essen bekommst.“

„Anderes essen? Ok?“ wundert sich Rubina wieder. Sherry gab es auf und machte ein einfaches Lagerfeuer für das Essen, das Suki ihnen vorbereitet hat. Dann gab sie Rubina etwas und sie probierte es sofort.

Dann auf einmal strahlte sie Sherry an. „Das… schmeckt ja lecker!“ „Das kann ich mir vorstellen, wenn du nur Fleisch gegessen hast.“ grinst Sherry.

Sherry gab ihr noch ein bisschen mehr zu Essen und Rubina schien nicht genug davon zu bekommen, bis Sherry sie bremsen musste.

„Ich weiß zwar nicht, wie groß dein Magen ist, aber du solltest dich kontrollieren. Ich möchte auch noch etwas essen, weiß du?“ sagte Sherry mit einem strengen Ton. „Ok!“ war die Standartantwort von Rubina.

Es vergingen zwei Tage, bis Sina wach wurde. „Oh… Sherry… bitte hau mich nicht immer gleich so um…“ stöhnte Sina beim Aufstehen und wird von Sherry direkt umarmt.

„Endlich bist du wach. Ich werde noch verrückt mit der Rubina!“ war Sherry irgendwie verzweifelt. Sina schaute sie erstaunt an, dann Rubina die in der Ecke saß und malte.

„Habe ich was verpasst?“ wundert sich Sina. „Oh ja… egal was man ihr erklärt, sie versteht es, aber dann auch wiederum nicht. Wir werden sie mitnehmen zur Monstervilla und dann schauen, dass sich jemand um Rubina kümmert. Hier können wir sie nicht lassen.“ teilte Sherry es in einem strengen Ton mit.

„Eh… ok? Können wir natürlich machen…“ spielte Sina erst mal mit. „Und wie nimmt Rubina es auf, dass ihr Meister tot ist?“

„ … Ich habe versucht es ihr zu erklären, aber irgendwie scheint es sie nicht so zu stören. Naja, scheinbar hat der Drachen jegliche Gefühle in ihr zerstört. Nun hast du mehr oder weniger eine Puppe, die alles tut was man ihr sagt und ich meine, wirklich alles.“ flüstert Sherry.

„Oh, dann muss wirklich immer jemand bei ihr sein, sonst kann man sie missbrauchen für dubiose Zwecke.“ flüstert Sina zurück.

„Ich kann euch gut hören, wisst ihr?“ meldet sich Rubina, während sie mit der Kreide, die sie von Sherry bekommen hat, an der Wand irgendwas zeichnete.

„Sind das deine eigenen Kräfte?“ fragte Sina sie und Rubina nickte. „Ich weiß zwar nicht was ich bin, aber ich kann das gleiche wie mein Meister.“

„Eh?! Also auch fliegen und Feuer spucken?“ staunte Sherry und wieder nickte Rubina. Das Drachenmädchen ging zum Höhlenausgang und spuckte eine große Flamme aus ihrem Mund, danach flog sie mit ihren Flügeln.

„Hm… irgendwie wäre sie die ideale Teamgefährtin für Mel und Lara…“ murmelt Sina und Sherry starrte ihre Freundin nur an.

„Rubina… kannst du deinen Status ansehen?“ fragte Sina wieder und Rubina nickte. „Kannst du mir sagen, ob du die Fähigkeit Schmerzlosigkeit hast?“

„Sina… sie kann nicht lesen. Wir müssten ihr es beibringen oder jemand analysiert sie.“ merkte Sherry das Problem an.

„Ach so? Dann ist es nicht schlimm.“ lächelt Sina nur und Rubina lächelt zurück. Nun stand Sina auf und schaute sich die Höhle an.

„Gemütliches Zuhause, würdest du was noch schöneres haben wollen?“ bot Sina an, aber Rubina schaute sie mit einem Fragezeichen auf dem Kopf an. „Ah… ok. Kannst du mich zu der Schatzkammer deines Meisters bringen?“

„Folge mir einfach!“ stand Rubina auf und rannte los. Sina und Sherry folgten dem Drachenmädchen und es dauert nicht lange, bis sie in der Schatzkammer waren. „Wow…“ fiel Sherry nur ein Wort ein. Überall glänzendes Gold oder Rüstungen.

„Ich will nicht wissen, wie Bothar es schaffte, das zu trennen…“ murmelt Sina staunend, aber Rubina meldet sich.

„Das habe ich in seinen Kot immer gefunden, im Auftrag von ihm!“ sagte Rubina mit einem gewissen Stolz.

„Danke für die Information, das war etwas, was ich nicht wissen wollte…“ würgte Sherry nun.

„Egal, hast du was dagegen wenn ich das mitnehme? Ich habe deinen Meister besiegt und als Sieger ist es mein gutes Recht es zu nehmen.“ lächelt Sina böse, hat aber nicht mit dieser Antwort gerechnet: „Ok!“.

„Irgendwie ist Rubina anstrengender als Nea.“ kommentiert Sina es nur. „Was machen wir nun?“ fragte Sherry.

„Naja… der Drachen hat leider meine Ausrüstung zerstört. Kannst du Rubina ein Kimono zum Anziehen geben? Am besten du ziehst es ihr über. Dann fliegen wir von der Insel runter, denn die Hauptstadt müsste ja irgendwo in der Nähe sein und suchen das Gildenhaus auf. Das wären meine momentanen Pläne.“ teilt Sina es Sherry mit.

„Okidoki. Kommst du kurz mit Rubina?“ fragte Sherry und Rubina kam angerannt. Beide gingen gemeinsam wieder in der Höhle von Rubin, während Sina die Höhle etwas genauer untersuchte.

„Hmm… schade das der Drachen keine Hinweise hinterlassen hat, was Rubina eigentlich ist.“ dachte Sina, als sie den Schlafplatz vom Drachen untersuchte. Er war riesig und sehr warm, aber ansonsten nichts nennenswertes. Also ging sie wieder zurück und sah eine Rubina in einem Kimono.

„Hübsch siehst du aus.“ lobte Sina das Mädchen, aber sie sagte nur: „Ok!“

„Lass uns einfach nur verschwinden…“ murmelt Sherry. „Sollen wir deine Sachen mitnehmen aus deiner Höhle Rubina? Dann kannst du sie in deinem neuen Zuhause weiter benutzen.“ schlug Sina vor, aber: „Ok!“

„Ich betrachte es einfach mal als Ja…“ musste Sina Sherry den Respekt zollen, dass sie es solange mit Rubina ausgehalten hat.

Anschließend standen alle vor der Höhle, Sherry am Tragegurt von Sina angeschnallt und Rubina mit einem sehr langen Seil am Armgelenk mit dem von Sina verbunden.

„Egal was, du folgst nur mir ok?“ befahl Sina und Rubina nickte nur. Dann flogen beide gleichzeitig los und mit einem gewissen Abstand hielten sie an und schauten nochmal die Himmelsinsel an.

Rubina sagte nichts, aber man sah ihr auch nicht an, dass sie groß darüber nachdachte. „Das wird das letzte Mal sein, wo du diese Insel zu sehen bekommst.“ wies Sina das Mädchen hin, aber: „Ok!“

Sina rollte nur ihre Augen und sie flogen nach unten durch den Wolkenteppich. Als sie wieder den Boden sahen, staune Rubina nur und schaute sich alles an.

„Hmm… müsste die Hauptstadt nicht irgendwo sein?“ grübelt Sina, als Sherry sich meldet. „Dort!“ zeigte sie mit dem Finger in eine Richtung und dann sah Sina es ebenso. Sie zog kurz am Seil, damit sie die Aufmerksam von Rubina hatte und flogen dann auf die Hauptstadt zu.

„Oh nein… der Drachen hatte die Hauptstadt angegriffen.“ reagierte Sherry betroffen. „Hmm dann hoffe ich nur, dass wir nicht allzu spät gekommen sind.“ murmelt Sina. Sie flogen weiter auf die Hauptstadt zu und sahen, dass sie schon mit den Reparaturen angefangen haben.

„Scheinbar sind es nur leichte Schäden, die sie wieder aufbauen können.“ überlegte Sina laut und suchte die Abenteuergilde, die sie schnell fand. Darauf flog sie mit Rubina zu, dann landeten sie vor dem Eingang.

Sina bekam sofort die Aufmerksamkeit aller, aber auch Rubina, die alles mit Begeisterung anschaute. Sherry löste sich von dem Tragegurt, weil es ihr peinlich wurde.

Dann gingen die Damen in die Gilde, wo auch Keya direkt angerannt kommt. „Lady Sina! Es geht euch gut?!“

„Hi Keya und ja, mir geht es gut. Ich wollte nur mitteilen, das Bothar der Stille von mir getötet wurde, aber scheinbar leider zu spät, sonst hätte er die Stadt nicht angegriffenen.“ berichtet Sina.

„Es ist, wie es ist. Du hast es trotzdem noch im letzten Moment geschafft, dass der Drachen sich zurückgezogen hat, als er die Burg angegriffen hat.“ schüttelt Keya den Kopf.

„Geht es den Kinder des Königs gut?!“ fragte Sina sofort und Keya nickte. „Ja, alle haben es unverletzt überstanden, aber viele der Soldaten leider nicht, als der Drachen auf der Burg gelandet ist. Dem König… geht es unter Umständen ebenso gut, nur das er ein Auge dabei verloren hat.“ beruhigte Keya sie.

„Dann ist ja alles gut. Sherry, kannst du auf der Karte schauen, wie wir nach Fanfoss zurückfliegen?“ bat Sina und Sherry nickte und suchte sich ein ruhiges Plätzchen.

„Dann hast du wirklich die Kunst des Fliegens erlernt, das freut mich. Damit hast du wieder eine Katastrophe von der Welt befreit.“ freute Keya sich. „Wer ist das Mädchen, mit der du verbunden bist?“

„Ah… das ist Rubina und sie ist irgendwie halb Mensch und halb Drachen, mehr weiß ich leider auch nicht, nur dass ich sie nicht im Bau des Drachen zurücklassen konnte.“ sagte Sina es nach einer Überlegung.

„Ok? Hallo, ich bin die Gildenmeisterin Keya, ich hoffe… dir geht es gut?“ stellte sich Keya vor.

„Das ist mein erstes Mal, dass ich die Insel verlassen habe. Ich sehe so viele Dinge und die unterschiedlichsten Gerüche. Ob man es essen kann? Sherry hat mir leckeres Essen gemacht und ich wollte unbedingt mehr haben, aber irgendwann sagte sie immer, dass es genug sei.“ teilte Rubina es auf ihre kindliche Art mit.

„Ah… dann magst du gerne Essen?“ fragte Keya und Rubina nickt. Keya verschwand kurz und brachte Kekse mit, die sie vor Rubina hielt. „Hier, die kannst du ruhig alle essen.“ bot Keya und Rubina ließ es sich kein zweites Mal sagen. So voll wie die Schüssel auch war, so schnell war sie auch schon leer und Rubina sah aus, als würde sie mehr erwarten.

„Es ist genug Rubina, sonst bekommst du Magenschmerzen.“ warnte Sina und: „Ok!“ Sina rollte die Augen nur, während Keya die Augenbrauen hochhob.

„Hmm… ich verstehe, warum du sie so schnell mit zu dir nach Hause bringen willst. Sie wirkt total unschuldig, aber das macht das ganze wiederum sehr gefährlich oder?“ flüstert Keya.

„Du brauchst nicht zu flüstern, neben dem Aussehen hat Rubina auch die Sinne eines Drachen. Sie bekommt alles mit, auch wenn sie es größtenteils nicht versteht.“ kommentiert Sina.

„Hmm… dann müsste sie ziemlich stark sein oder?“ hakte Keya nach und Sina nickte. „Ein bisschen habe ich mich zurückgehalten, als ich sie angegriffen habe, weil sie wie am Spieß schrie, aber sie stand sofort ohne Wunde auf. Wenn sie kämpfen könnte… es würde mich nicht wundern, wenn sie mir auch Probleme machen würde.“ war es die Meinung von Sina, als auf einmal ein Mann in die Gilde humpelte.

„Puh, habe ich es noch geschafft Lady Sina.“ grüßte Simon sie. Er sah aus, als wäre er direkt von der Burg gerannt, denn die Straßen waren so zu, dass keine Pferde durchkommen konnten.

„Hi Simon, ich hoffe das humpeln lässt nach?“ grüßte Sina zurück. „Ein großer Steinklotz ist mir auf die Hüfte gefallen. Der Arzt meinte, ich soll mich ausruhen, aber dafür habe nicht wirklich die Zeit. Ein Großteil der Elite-Soldaten sind gestorben und irgendwie muss ich dafür sorgen, dass die Stadt verteidigt werden kann.“ meinte Simon.

„Und was möchtest du jetzt von mir? Es gibt nicht wirklich viele Gründe, weswegen du angerannt kommst oder?“ hob Sina eine Augenbraue.

„Der König würde gerne mit dir sprechen und seinen Dank aussprechen und… ob du die Zeit hast, mit speziellen Personen zu sprechen.“ sprach Simon das aus, was Sina sich schon dachte.

„Keine Lust, wenn er jemanden danken will, dann den Leuten, die bei dem Aufbau helfen. Bezüglich der anderen Geschichte habe ich wirklich keine Zeit, weil ich das Drachenmädchen hier nach Hause bringen muss, bevor es zu Problemen kommt.“ zeigte Sina auf Rubina, die alles beobachtete.

„Überhaupt nicht? Die… Personen wollen dich wirklich kennenlernen.“ wirkte Simon etwas verzweifelt, aber Sina kommentierte es nur mit:

„Es wollen mich viele Personen kennenlernen, das heiß aber nicht, das ich für jeden antanze. Pech gehabt. Müssen sie auf das nächste Mal warten. Du kannst aber die Kinder für mich grüßen, denn denen geht ja scheinbar gut. Wann findet die Hochzeit von Ralph und Nervi eigentlich statt?“

„Pfff… lass das den König nicht hören. Ralph tut mir jetzt schon leid, nachdem die Prinzessin irgendwie sehr eifersüchtig auf eine der speziellen Personen reagiert. Dann kann ich es nicht ändern und werde es so mitteilen.“ gab Simon auf, Sina zu überreden.

„Gut, sonst hätte ich Rubina gesagt, dass sie dich schlagen soll. Mich würde es interessieren, wie stark sie ist, nachdem sie einen Schlag von mir ohne Problem schlucken konnte.“ grinste Sina böse.

„Eh… nein danke. Wir sehen uns beim nächsten Mal bestimmt wieder.“ verabschiedet Simon sich fluchtartig, als Rubina auf ihn zuging.

„Du lässt das natürlich bleiben!“ befahl Sina und: „Ok!“

„Ich denke, das ich die Route mit dem Kompass nach Fanfoss geregelt bekomme.“ meldet sich Sherry nun.

„Endlich, dann lass uns verschwinden, bevor der König noch angerannt kommt.“ meinte Sina.

„Ich spreche nochmal meinen Dank als Gildenmeister aus: Danke, das du uns vor dem Drachen gerettet hast.“ verbeugte sich Keya vor Sina.

„Wo liegt denn eigentlich der Drache Sina? Ich muss ihn noch ausnehmen.“ fiel Sherry noch die Hauptaufgabe ein.

„Er liegt in meinen Inventar. Ich packe den aus, wenn wir in Fanfoss sind und ein paar Leute mehr haben. Brandrulim wird bestimmt mithelfen wollen.“ klärte Sina sie auf.

„Ah… dein Inventarring ist erstaunlich, wenn du so einen großen Kadaver einfach so einpackst.“ kommentierte Sherry es trocken.

„Finde ich auch, nun lass uns abhauen!“

Kapitel 167

Ich bin wiedergeboren und der Luftkampf?

Drei Damen saßen vor dem Höhleneingang. Da wäre die Dämonin Sina, die Halbelfe Sherry und das namenlose Drachenmädchen.

„Was… genau machen wir hier?“ wundert sich selbst Sina bei dieser Szene. „Keine Ahnung? Das Mädchen hat sich hingesetzt und wir haben ihr es nachgemacht.“ erinnert Sherry sie.

Das Mädchen strahlte sie beide an, war aber bisher schweigsam. „Erm… hast du wirklich keinen Namen oder so? Also nicht die Beschimpfungen, die dein Meister dir an den Kopf geworfen hat.“ fragte Sina.

„Nein, leider nicht und ich habe mich auch nicht getraut, meinen Meister zu fragen, denn er tut mir weh, wenn ich ihn anspreche.“ schüttelt das Mädchen ihren Kopf.

„Dann sollten wir ihr einen geben oder Sina? Sonst kann es wirklich zäh werden.“ murmelt Sherry und Sina musste ihr zustimmen.

Die Schuppen von dem Mädchen sind grün bei den Drachenteilen und ihre Augen interessanterweise gelb, aber halt Drachenaugen, der Rest des Körpers ist der eines Menschen. Ihre Haare sind ungewöhnlicherweise dunkelrot.

„Rubina… das soll dein Name sein. Deine Haarfarbe wirkt als wären sie rubinrot.“ sagte Sina nach längerer Überlegung.

Erstaunt schaute das Mädchen Sina an und wirkte irgendwie… gerührt. „Mein Name ist… Rubina?“ Sowohl Sina als auch Sherry nickten.

„Dann heiße ich Rubina!“ freute sich das Drachenmädchen. „Irgendwie ist sie schon süß, wäre sie jetzt nicht so eine Alarmglocke für den Drachen.“ flüstert Sherry und Sina stimmte ihr zu.

„Kannst du… uns irgendetwas zu deinem Meister sagen oder so? Er scheint keine nette… Person zu sein, wenn ich überlege, wie er mit dir umgeht.“ fragte Sina.

„Mein Meister? Er geht und kommt, bringt dabei die Schätze mit, die ich sortieren muss und wenn ich Glück habe, hinterlässt er mir frisches Fleisch, ansonsten muss ich warten bis er weg ist, damit ich nach dem Rest schauen kann.“ berichtet Rubina.

„Eh… das heißt… du isst Menschen und ähnliches?!“ hakt Sherry nach, aber Rubina schaut sie ahnungslos an. „Keine Ahnung? Fleisch ist Fleisch und macht mich satt oder?“

„Glaube… in dieser Richtung sollten wir nicht weiter fragen, sonst muss ich deine Träume wieder manipulieren, Schatz.“ beendet Sina das Thema.

„Ist denn dein Meister… stark?“ kam die nächste Frage von Sherry, aber wieder wiegelt Rubina nur den Kopf. „Keine Ahnung? Er hat mich mehrmals in die Wand geschlagen, in den Boden gerammt, mich mit seinem Atem angegriffen oder in die Luft geworfen, sodass ich hart auf dem Boden aufschlug.“

„Das du nicht gestorben bist, sagt entweder aus, dass dein Meister nicht sehr stark oder du viel härter im Neben bist, als du aussiehst.“ musste Sina ungewollt ihr Respekt zollen.

„Hast du denn nicht mal versucht… von dieser Insel zu fliehen?“ wundert sich Sherry mehr darüber, aber Rubina schüttelt nur den Kopf. „Wohin denn? Meister meinte mal, unter uns wäre der sichere Tod, aber was ist denn der Tod?“

„Oh je, Rubina versteht nicht mal das Konzept vom Tod, da ist Nea sogar noch weiter in diesem Verständnis.“ kommentierte Sina.

Dann spürte es jeder… eine gewaltsame Bestie mit einer uralten Aura kam der Insel näher. Sina stand sofort auf und zog wieder Blutklinge. „Sherry, versteck dich mit Rubina, ich werde mich um diesen „Meister“ jetzt kümmern.“ befahl Sina. Sherry stand ebenso auf und zog Rubina an ihren Klauen. „Los, lass uns verstecken.“ Rubina ließ sich ohne Probleme von Sherry ziehen.

„Dann wollen wir mal schauen, was Bothar so für ein Drache ist.“ grinste Sina und es dauerte nicht mehr lange, als aus der Wolke ein gigantischer schwarzer Drachen erscheint. „Zumindest größer als der Skelettdrache.“

Sina aktivierte ihre Fähigkeit „Zerstörungsschnitt“ und ließ es aufladen. Bothar kam der Insel immer näher und sah sofort den Eindringling. In seiner Wut brüllte er so laut, dass die Höhle leicht vibrierte.

„Ich wäre auch angepisst, wenn Fremde in meiner Wohnung wären.“ stimmte Sina dem Drachen zu, als der Drachen seinen Atem vorbereitet.

„Hoo? Das hatte ich schon lange nicht mehr gehabt!“ freute sich Sina nun lud das Katana noch stärker auf.

Als der Drachen nah genug war, ließ er seinen schwarzen Atem auf Sina fallen… diese nutze ihre Fähigkeit und halbierte seinen Angriff und der Schnitt flog auf den Drachen zu. Er drehte sich sofort weg und entkam so diesem Angriff.

„Verdammt, dass wird doch schwieriger, als ich gedacht habe.“ fluchte Sina und flog selber auf den Drachen zu. Bothar wirkte etwas verwirrt, dass eine kleine Kreatur auf ihn zuflog und griff mit seiner Vorderklaue nach Sina.

Sina wich ihr aus und schlug sofort zurück und hinterließ eine Schnittwunde. Der Drachen brüllte erstaunt auf, denn Schmerzen hatte er schon lange nicht mehr erlebt und wurde noch wütender.

Sofort drehte er sich und schlug mit seinen Flügeln nach Sina, die davon getroffen wird. Sina verlor an Höhe und brauchte einen Moment, bis sie wieder ihren Flug kontrollieren konnte. Sie schüttelt kurz ihren Kopf und konzentrierte sich auf den Drachen.

„Dann ist es mal Zeit… Chaosklinge!“ ließ Sina ihr Katana verwandeln und flog wieder auf den Drachen zu. Der Drache spürte sofort eine gefährliche Aura um diese Kreatur, aber ignorierte es und wollte mit dem Maul nach Sina schnappen.

Sina wich ihm aus und rammte ihr Schwert in die Seite des Drachen und flog weiter, damit fügte sie dem Drachen eine große Schnittwunde zu. Sofort spritze Blut aus der Seite raus und der Drachen brüllte wieder in einer Lautstärke, dass alle es hörten.

Die Bewohner in der Hauptstadt versuchten die Brände zu löschen und die Verletzten in Sicherheit zu bringen, als jeder den Drachenschrei über ihnen hören konnte. Sofort brach wieder Panik aus, was den Abenteurern und Wachen erschwerte, die Situation in den Griff zu bekommen.

Der Drachen und Sina hatten einen großen Abstand genommen und nahmen ihren Gegner in die Augen. Bothar griff zuerst mit einem langem Atemangriff an, dem Sina ausweicht, aber scheinbar konnte der Drachen seinen Atem in die Länge ziehen. Denn er folgte Sina damit, die fluchte und versuchte, noch schneller zu fliegen.

Der Wolkenteppich unter ihnen nahm eine graue, schwärzliche Farbe an und wirkte wie ein Gewitter. Der Atem hörte auf, so lud Sina nun ihre Fähigkeit „Allesschneider“ und flog wieder auf den Drachen zu. Er merkte, dass ihre Klinge rot aufleuchtete und griff mit dem nächsten Atem nach Sina.

Diesmal flog Sina aber direkt darauf zu und wich erst im letzten Moment aus. Als sie dann an seinem Kopf vorbeiflog, setzte Sina ihre Fähigkeit an seinem Auge ein, denn aus dieser Nähe konnte sie den Drachen nicht verfehlen. Aber Sina hat nicht mit der Gerissenheit des Drachen gerechnet, so flog ihre Fähigkeit unterhalb des Auges, aber die Verletzung hatte es in sich.

Wiederholt brüllte Bothar in einer Lautstärke auf und lässt sich fallen, damit er mehr Abstand zu Sina hat.

„Was… ist da oben im Himmel los?!“ wundert sich Keya, die die ganze Zeit den Himmel anstarrte. Immer wieder brüllte der Drachen laut auf und sein Atem durchbrach die Wolken, aber der Göttin sei Dank, hat keiner seiner Angriffe die Stadt getroffen.

Als auf einmal der Drache wieder erscheint. Zwar weit entfernt, aber bei seiner Größe konnte man ihn nicht übersehen. Dann erschien eine riesige schwarze Linie, die auf den Drachen zusteuerte, aber der er wieder geschickt auswich, so dass diese Linie auf den Boden krachte.

„Warte?! Nur eine Person kann diese Fähigkeit mit dieser Farbe! Lady Sina hat es also doch geschafft…“ fiel Keya ein Stein vom Herzen, aber hoffte, das Sina es irgendwie schafft, den Drachen von der Stadt fernzuhalten.

Bothar ist verwirrt. Wie kann eine Kreatur wie diese geflügelte Frau es wagen ihn anzugreifen und schlimmer, sogar verletzten?! Nun flog er wieder auf die Frau mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit zu und öffnet sein Maul dabei.

„Huch?!“ staunte Sina, als der Drachen mit seinem offenen Maul auf sie zuflog. Sie wollte ausweichen, aber er erwischte Sina. Die Dämonin war in seinen Maul und er wollte direkt zubeißen, als Sina mit beiden Händen ihn damit hinderte…

„Ach die heilige Scheiße… hat er Kräfte in seinen Maul!“ schwitze Sina sich einen ab. Bothar schüttelt nun sein Kopf hin und her wie ein Wilder. Sina merkte, wie ihr sicherer Stand durch seinen Speichel ins Wanken gerät, als sie mit Chaosklinge mehrmals in den Gaumen spießte.

Aus der Nähe war das Gebrüll so stark, dass Sina beinahe ohnmächtig wurde, also biss sie sich in die Zunge, damit die Schmerzen sie wachhielten. Auf einmal spürte Sina, wie es hier heiß wurde. „Oh nein…“ und ließ eine Kette von der Fähigkeit „Allesschneider“ in seinem Maul frei. Überall spritzte Blut und ihr Schwert heilte ihre Verletzungen, der Drache brüllte auf, aber sein Angriff kam…

Der Atem kam auf Sina zugeflogen. Die Dämonin wird durch den Druck des Atems aus seinem Maul geschleudert und fördert sie irgendwohin. Ihre Kleidung wird komplett verbrannt und Sina stand unter schwarzem Feuer. Sie schrie, wie nie zuvor, denn ihre Flügel sind der empfindlichste Körperbereich. Sina merkte nicht, dass sie dem Boden immer näher kam, als sie darauf krachte.

„Deine Freundin hat gegen den Meister keine Chance.“ meldete sich irgendwann Rubina. „Wie kommt du darauf? Wir sehen die beiden leider nicht mehr.“ wundert sich Sherry.

„Mein Meister ist alt und kennt seine Tricks. Glaubst du wirklich, dass diese Frau eine Chance hat zu gewinnen?“ meint Rubina.

„Wenn ich ehrlich bin… Ich weiß es nicht, aber Sina hat schon so viele unmögliche Situationen gemeistert, warum sollte sie es nicht auch gegen den Meister schaffen? Er ist es doch, der die ganze Zeit brüllt und nicht Sina.“ erklärt Sina.

„Wenn… du meinst? Ich hatte nicht den Eindruck gehabt, als hätte der Meister alles gegeben.“ murmelt Rubina nur.

„Karl! *hust* Geht es dir gut?“ rief Simon, als er unter einem Schutthaufen hervor kam. „Beschreibe mal gut.“ kam die hustende Antwort vom König.

„Ah… dann geht es dir besser als mir.“ murmelt Simon. „Ich… kann irgendwie auf einen Auge nicht mehr sehen und mir tut der Kopf weh.“ meldet sich der König wieder.

Simon folgte der Stimme und fand den liegenden König, der unter einem dicken Stein vergraben liegt. Der General musste kurz seinen Atem halten, denn ein großer Steinsplitter steckte im rechten Auge des Königs.

„Ein Wunder, dass dieser Stein dich nicht getötet hat.“ kommentiert Simon und schob den Stein beiseite.

„Ja… ich bin auch froh darüber. Was ist mit dem Drachen? Ich höre immer wieder sein Gebrüll.“ fragte der König nun.

„Keine Ahnung, irgendwie ist das Mistvieh weggeflogen und nun brüllt es herum.“ musste sich Simon anstrengen bei dem Stein.

„Ah… dann hat Lady Sina es doch geschafft… Es gibt nicht viele Gründe, warum Monster von einem Angriff aufhören und das trifft auf Drachen ebenso zu.“ grinste der König.

„Ein bisschen sehr spät finde ich.“ murmelt Simon, dann war der Stein vom König weg. Er half seinem Freund beim Aufstehen und stütze ihn beim Laufen.

„Besser jetzt als keine Hilfe.“ nahm der König Sina in Schutz.

„Was kämpft denn gegen den Drachen?“ staunte Amy, die von einer zerstörten Mauer mit den anderen den Kampf beobachtet.

„Bestimmt unsere Freundin!“ rief Alwin fröhlich. „Stimmt, das müsste die Heldin sein, die nun gegen den Drachen kämpft.“ stimmte Prinzessin Themba ihrem Bruder zu.

„Bitte? Ich wusste nicht, dass sie ebenso fliegen kann, ist das normal?“ hakte Matthieu nach, aber die anderen schütteln nur die Köpfe.

„Nein. sie hat ihre Flügel durch einen Fluch bekommen, aber das hindert sie nicht daran, uns weiterhin zu beschützen.“ erklärte Ralph.

Amy und Matthieu schauten sich gegenseitig erstaunt an und versuchten weiter den Kampf zu beobachten, als der Drachen auf den Boden stürzte.

Sina liegt geschwächt auf dem Boden. Durch den Atem, denn scheinbar haben Drachenatem kein festes Element, sowie der Aufprall auf dem Boden hat Sina stark mitgenommen.

Ihre Fähigkeit „Schnelle Regeneration“ hat ihre Flügel schon geheilt, aber sie spürte den Rest ihres Körpers nicht, als Bothar auf sie zugeflogen kam. „Verdammt! Limit brechen!“ und der bekannte Energieschub kam sofort durch ihren Körper. Sie sprang sofort aus dem Angriff raus, denn der Drachen ist mit voller Kraft auf sie zugeflogen.

Nun flog Sina vor dem Drachen und beide starrten sich hasserfüllt an. Dann holte Sina ihr anderes Schwert aus dem Inventar. „Blutschwert“ flüstert Sina nur noch und Thorn verwandelt sich.

„Das wirst du mir büßen du elende Echse!“ zischte Sina und der Drachen brüllte sie an. Beide flogen dann wieder in die Höhe und die nächste Runde findet statt.

Die Dämonin flog wieder auf den Drachen zu, wie er ebenso auch, dabei öffnet er wieder sein Maul. „Oh nein mein Lieber, das wird kein zweites Mal funktionieren!“ rief Sina und ließ es darauf ankommen.

Erst im letzten Moment wich sie wieder aus und war unter dem Drachen. Dabei setzte sie ihren „Schwertwirbel“ ein. Durch den Zusatzeffekt der Blutklinge konnte sie sich wieder heilen, während Thorn ihm die Energie raubte. Dazu wird der Bauch des Drachen geradezu aufgerissen und er brüllte vor Schmerzen, dann ließ er sich auf Sina fallen.

„Das habe ich geahnt!“ rief Sina und flog von seiner Unterseite weg. Der Drachen hat es aus seinem Augenwinkel ebenso gesehen, das Sina ihm entwischte, so drehte er sich, um mit seinen Flügeln nach Sina zu schlagen.

„Zerstörungsschnitt!“ brüllte Sina und riss einen Teil seiner Flügelhaut auf und entkam damit diesem Angriff. Dadurch verlor der Drachen leicht die Kontrolle beim Fliegen und setzte wieder den Atemangriff ein.

„Blutklinge, hörst du mich?“ rief Sina nach ihrem Teufelsschwert, während sie dem Angriff auswich. „Was wünscht meine Herrin zu wissen?“ meldet sich das Teufelsschwert.

„Kannst du die Fähigkeit so kontrollieren, dass sie nur aus der Spitze kommt und nicht der Klinge entlang?“ fragte Sina, die eine Idee hatte.

„Es ist möglich. Ihr müsst mir nur sagen, ab wann ich es machen muss.“ erklärt das Teufelsschwert und Sina bekam ein böses Grinsen. „Dann halte dich bereit, es ist Zeit diesen Drachen zu töten, denn er hat mich tatsächlich dazu gebracht, meine Spezialfähigkeit einzusetzen!“ Chaosklinge leuchtete nur kurz auf als Bestätigung.

Sofort stieß Sina in den Himmel und der Drache flog ihr hinterher, bis sie wieder die Himmelinsel sah. Sina ließ sich auf den folgenden Drachen fallen, der sofort ausweichen wollte, aber Sina rammte beide Katanas in seinen Rücken.

Bothar brüllte wieder auf und fing an, wie ein Bulle die komischsten Bewegungen zu machen, um Sina von seinem Rücken loszuwerden.

Die Dämonin wird in alle Richtungen geschleudert, dass ihr dabei übel wurde… „Gravitationsklinge!“ und der Drachen stürzte auf einmal in die Tiefe. Es versuchte mit den Flügeln zu flattern, aber die Aura war stärker.

Panisch fing der Drachen an, sich zu drehen damit er Sina los wird, aber sie wurde sofort in eine schwarze Kugel eingeschlossen, das Zeichen für ihren stärksten Angriff.

„Blutklinge!“ brüllte Sina und das Teufelsschwert verstand. Als der Drachen die Wolke durchbrochen hatte, wollte er versuchen, zumindest auf seinen Beinen zu landen aber…

Gravitationsklinge steckte immer noch in seinem Rücken, während Thorn seinen Rückenpanzer mehr oder wenigster immer mehr zerstörte.

„Dämonischer Schnitt!“ brüllte Sina und die Fähigkeit schoss von der Spitze ihres Katanas direkt durch den Körper. Es zerstörte dabei das Herz des Drachen und er gab seinen letzten Schrei von sich, dann krachte er mit dem Körper auf den Boden, was zu einem Erdbeben führte.

Sina knallte mit ihrem Körper direkt auf seinen Rücken und wird noch einmal verletzt…

Alle Zuschauer haben den Kampf des Drachen gesehen, aber nicht seinen Gegner. Doch die meisten wussten, wer dafür infrage kam. Nun starrten alle auf den Drachen, aber er scheint sich nicht mehr zu bewegen.

„Ich glaube… sie hat gewonnen!“ freute sich Ralph, nachdem mehrere Minuten vergangen sind und Alwin sowie Themba umarmten ihn freudig, dabei küsste Themba ihn wieder auf die Wangen.

„Puh… verdammt knappe Sache.“ brummte Friedrich, denn er meinte zu erkennen, dass der Drachen tot ist.

„Das… war die Heldin, von der ihr immer alle sprecht?“ stottert Amy, die gesehen hat, wie ein gigantischer schwarzer Strahl durch den Körper des Drachen ging. Matthieu selber sagte nichts.

„Ja, das dürfte die Heldin gewesen sein.“ meldet sich der König hinter ihnen. Alle drehten sich um und die Kinder reagierten geschockt. Man hat dem König den Splitter aus dem Auge gezogen und mit einer starken Binde zugemacht, nun sah er am Kopf wie eine Mumie aus.

„Papa…“ wollte Themba nach der Wunde fragen, aber der König schüttelt nur den Kopf. „Es ist schon gut, wenn der Preis zu Leben ein Auge ist, dann soll es so sein. Nun, vielleicht habt ihr Glück und werdet die Heldin doch noch kennenlernen.“ meinte der König.

„Hmm… sieht nicht so aus. Der Kadaver des Drachen ist weg und irgendwas flog hoch.“ kommentiert General Simon, der zu ihnen humpelte.

„Bitte?! Wie hat sie das denn nun wieder gemacht?!“ staunte Amy. Der Kadaver war wirklich weg. Keine Spur, dass dort ein Drachen gelegen hatte.

„Meine große Schwester war schon immer erstaunlich. Vermutlich hatte sie etwas gehabt, womit sie den Kadaver ins Inventar stecken konnte.“ strahlte Ralph.

„Nun, dann lass uns mal dafür sorgen, dass es dem Volk wieder gut geht. Der Drachen hat verdammt viel Unheil angerichtet.“ sagte der König und seine Freunde salutierten.

Sina hat sich einen Kimono angezogen, denn komplett nackt wollte sie doch nicht fliegen. Dann hat sie die Leiche in ihr Inventar gezogen und war selber erstaunt, dass es funktionierte. „Puh… Ring der Leere, hätte ich nicht gehört, das Melaine ihren toten Wolf auf diese Weise transportiert hat, hätte ich das überhaupt nicht versucht. Übrigens gute Arbeit Blutklinge.“ lobte Sina ihr Schwert, das nur kurz aufleuchtete.

Die Dämonin legte ihre Waffen ebenso ins Inventar zurück und flog sofort wieder hoch, denn sie spürte, dass sie zwar komplett geheilt war, aber die Ausdauer war dafür wieder stark beansprucht worden und sie wollte Sherry nicht alleine oben auf der Insel lassen.

Sina fand die Insel sofort wieder und landete vor der Höhle. Sofort kam Sherry aus ihrem Versteck und sprang auf Sina zu, die sofort nach hinten fiel.

„Uff…“ ließ Sina noch ihre Luft raus und war damit erst mal bewusstlos.

„Ups…“ Sherry war es nun peinlich.

Kapitel 166

Ich bin wiedergeboren und die Himmelsinsel?

„Puh, irgendwie ist es doch nicht so einfach, nach einer Himmelsinsel zu suchen. Dabei hätten wir sie doch längst finden müssen.“ murmelt Sherry.

„Nun, die Frage ist, ob wir auch die richtige Höhe haben. Ich hätte gesagt ja, weil man uns definitiv nicht vom Boden aus sehen kann und die Insel ebenso nicht. Dabei schaue ich sogar noch nach oben, denn ausschließen darf man nichts.“ beruhigte Sina ihre Freundin.

„Du fliegt nicht deine übliche Geschwindigkeit oder?“ merkte Sherry an und Sina stimmte ihr zu. „Richtig, ich möchte nicht, dass wir da einfach so vorbeifliegen oder so, trotz seiner Größe.“

„Hilft nichts… ein bisschen nach rechts drehen… genau. Nun sind wir wieder in der richtigen Richtung.“ korrigierte Sherry den Kurs.

„Notfalls sollten wir überlegen, in der Hauptstadt zu landen, denn das wird definitiv sein nächstes Ziel sein, ich meine… dort gibt es genug zu Fressen und so.“ kommentiert Sina.

„Besser wir erwischen ihn wirklich vorher…“ dachte Sherry.

In der Abenteuergilde herrscht das blanke Chaos. Obwohl Keya mit ihnen gewisse Übungen gemacht hat, haben alle ihren Kopf verloren und das machte sie mehr sauer, als das Bothar die Stadt angreift.

Sie benutzte ihre Magie und bekam ihre Aufmerksamkeit: „Ihr nennt euch Mitglieder der Gilde oder Abenteurer? Verdammt, dafür haben wir die Übungen gemacht! Beruhigt euch alle und helft nun den Menschen!“ schrie Keya.

Viele nickten und taten, wie sie es befahl, aber andere sind ein Wrack geworden. „Kümmert euch um die, die zu viel Angst haben um noch etwas zu machen. Die anderen gehen den Bewohnern helfen!“ motivierte Keya die anderen Mitarbeiter. Scheinbar sahen alle in Keya die Ruhe in dem Chaos und versuchten es ihr nachzumachen.

„Soo… nun wollen wir mal was gegen den Drachen machen…“ murmelt Keya, nahm einen Bogen aus dem Inventar und ging auf das Dach der Gilde.

Überall herrschte das Chaos, einige Stadtviertel standen unter schwarzen Flammen und der Drachen flog seine Runden über die Stadt.

„Der Stille… für einen Drachen, der unpassendste Beinahmen, aber er gibt kein Brüllen oder sonstiges ab, er greift immer nur an und zerstört. Verdammte Echse…“ fluchte Keya.

Sie nahm einen Pfeil und verzauberte ihn mit starker Explosionsmagie, dann schoss sie ihn auf den Drachen. Es dauerte einen Moment und man sah eine Explosion am Drachen, aber bei seiner Größe konnte Keya nicht feststellen, ob sie ihn nun verletzt hat… Denn er zeigte keine Anzeichen, dass ihn der Angriff auch nur gestört hat.

„Verdammt, sind diese alten Drachen lästig…“ war Keya frustriert.

„Ich verstehe es nicht… wir sind doch Helden, sollten wir nicht gegen den Drachen kämpfen?“ fragte Matthieu seine Begleiter, aber alle schwiegen, als Ralph es beantwortet.

„Ohne dich in Verruf zu bringen, aber du bist ein Anfänger als Kämpfer, was glaubst du, was passiert, wenn der Drache auf dich zugeflogen kommt und seinen Atem auf dich fallen lässt?

Es gibt bestimmt Personen, die können seinen Atem aufschneiden oder wegstecken, aber weder einer der Soldaten hier, noch ich und erst recht nicht du oder Amy. Du solltest wirklich schnell lernen, deine Grenzen zu kennen, sonst wird man dich irgendwann nicht mehr ernst nehmen.“

„Das hast du aber sehr diplomatisch ausgedrückt mein Sohn. Bevor du irgendwelche Einwände hast Matthieu, solltest du die komplette Situation betrachten. Wir haben gewisse… Maßnahmen vorbereitet, weil wir wussten, dass wir eventuell angegriffen werden, aber haben dabei gehofft, dass die Heldin den Drachen vorher abfängt, was leider wohl nicht der Fall ist.

Aber was ich weiß, dass sie bestimmt irgendwo in der Nähe dann sein müsste und den Drachen sucht. Das heißt für uns, wir müssen uns solange verteidigen bis die Heldin hier ist und so viele Opfer wie möglich beschützen oder retten.“ fügte Friedrich hinzu, dann erreichten sie das Zimmer von Prinz Alwin.

Alwin hatte sich unterm Bett versteckt und auf Hilfe gewartet. Als die Gruppe in sein Zimmer eintrat rannte er sofort auf Thema zu und wird getröstet. „Alles ist gut.“ murmelt Themba mütterlich.

Amy und Matthieu waren überrascht, denn sie kannten immer nur die… zickige Seite von der Prinzessin. „Nun sind wir vollständig. Wir müssen über den Hof, um den Schutzbunker zu erreichen.“ befahl Friedrich und die Kinder folgten ihm wieder.

„Sind die Vorbereitungen abgeschlossen Simon?“ fragte der König im Thronsaal. „Soeben abgeschlossen, wir warten nur auf euren Befehl!“ bestätigt Simon.

„Dann Feuer!“ befahlt der König und Simon setzte das Zeichen.

Die königliche Armee hat ihre Magier und Katapulte auf den Dächern installiert sowie auf der Wehrmauer und dem Burgdach, als der Befehl kam. Sofort schossen sie all ihre Angriffe auf den Drachen.

Aufgrund seine Geschwindigkeit gingen viele Angriffe ins Leere, aber er wurde trotzdem getroffen! Aber irgendwie hindert ihn es nicht, den nächsten Angriff auf die Stadt durchzuführen.

„Verdammt… er wird getroffen, aber er zeigt keine Anzeichen, dass wir ihn damit stören.“ fluchte Simon durch das Fernrohr.

„Mickrige Insekten… eure lächerlichen Angriffe kratzen nicht mal meine Schuppen. Ihr seid nur was ihr sein sollt… Futter für mich.“ dachte Bothar höhnisch, als er etwas in diesem komischen Bau auf dem Berg spürte.

„Hmm? Wo habe habe ich das schon mal gespürt…“ grübelt der Drachen und flog auf die Burg zu.

„SINA! DORT!“ rief Sherry aufgeregt. Sie zeigte mit den Finger in eine Richtung und Sina musste sich konzentrieren. „Ah… ich sehe es nun auch! Gut gemacht!“ lobte Sina.

Sofort flogen die Damen auf die Himmelsinsel zu und je näher sie kamen, desto größer wurde sie. Sie hatte einen Berg, mehrere Wasserquellen und die große Höhle konnte man ebenso nicht übersehen.

„Puh, der Drachen ist vermutlich nicht gerade klein, würde ich behaupten.“ kommentiert Sina. „Je älter ein Drache wird, desto größer wird er. Es gibt Behauptungen, dass die Drachen sogar einen Kaiser hätten, aber wie gesagt, ohne Beweise sind es nur Märchen.“ fügte Sherry hinzu.

„Tja Sherry. Irgendwann in der Zukunft werden wir nun einen Drachenkaiser treffen, dank dir. Du hast es soeben selber ausgesprochen.“ grinste Sina über die Vorstellung. „Eh?!“ kam es von Sherry.

„Wie gehen wir denn gleich weiter vor? Entweder Bothar ist da oder auch nicht.“ fragte Sherry nun und Sina grübelt.

„Hmm… Besser ist, wenn er da ist, denn wenn nicht kann er überall sein und ich weiß nicht mal, wo die Hauptstadt ist, weswegen ich ungern warten will.“ kam Sina zu dem Entschluss.

„Weil da auch deine Freunde sind oder?“ murmelt Sherry

„Richtig, hoffen wir einfach, dass dein Talent uns hier hilft. Also streng dich an!“ meinte Sina. „Du weißt es doch besser, wie das mit dem Talent von mir ist…“ kommentiert Sherry.

Endlich erreichten die Damen die Insel und Sina landete in der Nähe der Höhle. Sherry löste sich vom Tragegurt und musste ihr Gleichgewicht wieder finden.

„Puh… daran muss man sich erst mal gewöhnen, dass man für lange Zeit seine Beine nicht benutzt.“ überlegte Sherry, während sie ihre Beine streckte.

„Frag mich mal, irgendwie ist meine Schulter total verspannt, aber das könnte man mit einer Massage… wieder hinbekommen.“ grinste Sina und löste ihren Tragegürtel von sich ab. Sie warf es in ihr Inventar und holte dafür einen großen Rucksack.

„Das ist für dich Sherry. Zieh es dir über, dann erkläre ich dir, was es ist.“ bat Sina und Sherry tat es wie geheißen.

„Es ist ein Fallschirm. Brandrulim hat ihn gebaut, legt aber nicht seine Hand ins Feuer, ob er funktioniert. Ich möchte das du mir versprichst, von der Insel zu springen, wenn es brenzelig wird ok?“

„Eh?!“

„Beruhige dich. Wenn du runter springst, lässt du dich einfach fallen und machst nichts. Sobald du dann Land unter dir siehst, ziehst du an diesem Gurt, er öffnet deinen Rucksack und ein Fallschirm kommt sofort heraus, der deinen Flug abbremst.

Dein Fall wird dann stark abgemindert und du wirst vermutlich eine harte Landung bekommen, aber du wirst keine schweren Verletzungen bekommen oder so. Aber du hast keinerlei Kontrolle, wohin der Fallschirm dich bringt, denn wenn der Wind dich in eine Richtung pustet… nun musst du es halt ertragen, bis du unten bist.

Ich mache das wirklich ungern, aber ich möchte mich in Sicherheit wähnen, dass dir nichts fehlt. Vermutlich ist auch irgendwo die Hauptstadt, so können wir uns dort dann treffen.“ erklärt Sina.

„Du hast wirklich gut vorgeplant oder?“ nickte Sherry bei der Erklärung.

„Natürlich. Ich fliege doch nicht mit dir in unbekannte Gefahren, ohne dafür zu sorgen, dass du wenigsten in Sicherheit kommen kannst!“ meinte Sina es sehr ernst.

„Ich verspreche dir runter zuspringen, wenn es brenzelig wird.“ sagte Sherry es sehr ernst und küsste Sina als Beweis.

„Hmm… ok, das reicht mir. Dann wollen wir mal schauen, ob wir Bothar finden und wie er es aufnimmt, wenn wir an seine Tür klopfen.“ grinst Sina.

Die Dämonin zog direkt ihre Blutklinge und Sherry Nirwana und gingen auf die Höhle zu. „Irgendwie… gruselig hier.“ flüstert Sherry und Sina schmunzelt.

Die Damen waren fast bei der Höhle angekommen, als auf einmal ein Mädchen mit Drachenklauen und Drachenflügeln vor ihnen stand. Beide Seiten schauten sich erstaunt an und das Mädchen schrie auf einmal in einer Lautstärke, dass Sina und Sherry ihre Ohren zuhalten mussten.

Als sie scheinbar nicht aufhörte zu schreien, rannte Sina auf das Mädchen zu und schlug sie ins Gesicht, wo sie sofort an die Höhlenwand krachte.

„Ah… meine Ohren, meine Fresse hat sie Lungen.“ murmelt Sina und Sherry stand dann neben Sina, die ebenso Ohrenschmerzen hatte.

Das Drachenmädchen stand aber wieder auf und zeigte keine Anzeichen von einer Verletzung, dabei schaut sie wieder nur die Damen an.

„Eh… hast du dich zurückgehalten Sina?“ wundert sich Sherry, dass man keine Wunde bei dem Mädchen sah. „Ein bisschen, aber sie sollte bestimmt nicht wieder so schnell aufstehen.“ antwortet Sina.

„Wer… seid ihr?“ fragte das Mädchen.

„Huch? Kannst du uns eher mal erklären, was das eben sollte?“ fragte Sina zurück.

„Mein Meister hat mir gesagt, sobald ich jemanden sehe, soll ich schreien, also habe ich es getan. Was seid ihr denn? Ich sehe zum ersten Mal andere Lebewesen auf dieser Insel.“ fragte das Mädchen neugierig.

„Oh… dann dürfte Bothar vermutlich nun wiederkommen oder?“ murmelt Sherry und das Mädchen nickte, scheinbar hatte sie auch ein sehr gutes Gehör.

„Meister wird bestimmt wieder kommen. Er hasst es, wenn andere sein Heim betreten.“ erklärt das Mädchen.

„Ich spüre jetzt nicht, dass das Mädchen uns angreifen wird, aber… sollte es mit ihr zu einem Kampf kommen, dürfte es nicht einfach werden. Sie steht, als wäre nichts passiert.“ flüstert Sina ins Ohr von Sherry.

„Ich bin Sina die Verteidigerin und das ist meine Freundin Sherry, wir sind gekommen um deinen Meister zu töten.“ stellte Sina sich und Sherry vor.

„Meinen Meister töten? Mein Meister sagt es auch immer zu mir, dass er mich töten wird, aber ich verstehe nicht, was er damit meint.“ reagierte das Mädchen ahnungslos.

„Eh… hast du denn einen Namen?“ fragte nun Sherry, aber das Mädchen schüttelt nur ihren Kopf. „Meister nennt mich immer nur widerliche Kreatur, ekelhaftes Vieh oder anderes.“

„Langsam habe ich wirklich Lust, deinen Meister nicht mehr so schnell zu töten. Was bist du eigentlich?“ hakte Sina nach.

„Keine… Ahnung? Ich habe schon immer hier gelebt und habe den Schatz des Meisters immer sortiert. Immer brav den Meister begrüßt und verabschiedet, aber er hat mich immer nur angebrüllt oder zur Wand geschleudert.“ hielt das Mädchen den Kopf schräg.

„Eh… das wird noch eine spannende Unterhaltung…“ dachte Sina.

Friedrich rannte mit den Kinder aus der Burg raus auf den Innenhof, als auf einmal ein großer Schatten über ihnen erschien. Der Drachen landete auf der Burg und ein Teil der Burg stürzte durch das Gewicht des Drachens in sich zusammen. Sofort schrien Themba und Alwin nach ihrem Vater, aber Ralph fing sie auf.

„Beruhigt euch, wir müssen uns in Sicherheit bringen!“ brüllte Ralph bei dem Krach, den der Drache verursachte.

„Glaube… dafür haben wir keine Zeit mehr, schau doch!“ schrie Amy und alle schauten sich den Drachen an.

Er wirkte, als hätte er etwas gesucht und als er die Kinder sah, hätte man schwören können, dass er lachte, dann öffnete es sein Maul.

„Oh nein…“ murmelt Friedrich. Ralph umarmte Themba und Alwin, in der Hoffnung, dass er sie mit seinem Körper beschützen kann, während Matthieu zitternd sein Schild hoch hob und Amy sich hinter ihm stellte.

Man sah, wie sich was in seinem Maul bildete und der Drachen zum Angriff übergehen wollte, als er ruckartig seinen Kopf zum Himmel drehte. Er schluckte seinen Atemangriff und brüllte in einer Lautstärke, die alles zum vibrieren brachte.

Die komplette Burg bekam sofort Risse, alle Fenster, die noch irgendwie heil waren in der Hauptstadt wurden augenblicklich zerstört. Dann sprang er von der Burg hoch und flog in den Himmel.

„Geht… es dir gut Themba? Und dir auch Alwin?“ fragte Ralph vorsichtig, während sich beide an ihm klammerten.

„J… ja, glaube schon… was ist denn passiert?“ stottert Themba.

„Keine Ahnung, aber der Drachen ist weggeflogen.“

Kapitel 165

Ich bin wiedergeboren und die zerstörte Stadt?

„Wie lange wird die Reise noch dauern bis zur Stadt?“ fragte Sherry. „Wir sollten heute eigentlich ankommen, es sind ja schon fast mehrere Wochen vergangen.“ antwortet Sina.

„Hmm… irgendwie vermisse ich die Villa wieder…“ murmelt Sherry, die neben Sina saß.

„Oh? Vermisst du etwa das Himmelsbett?“ neckte Sina ihre Freundin, aber sie bekam nur einen roten Kopf. „Oh? Wirklich jetzt?“

„Können wir über was anderes reden? Sonst kann ich mich nicht mehr kontrollieren!“ murmelt Sherry, während Sina grinst.

„Hmm… dann tue ich dir einfach mal den Gefallen. Sag, kannst du mit dem Kompass umgehen?“

„Huch? Natürlich. Jeder kann mit einem Kompass umgehen.“

„Eh… ich nicht. Ich habe festgestellt, dass ich immer zu den Orten gebracht wurde, aber eigenständig? Kein einziges Mal, dazu die Blamage, die ich mir selber in der Mine zugefügt habe, weil ich die Karte von Vater nicht lesen konnte…“

„Dann werde ich dein Steuermann sein und dir den Weg zeigen!“

„Oh ja, da freue ich mich schon darauf.“

„Herrin… wir… sind in der Nähe der Stadt… wenn es denn eine Stadt war.“ meldet sich der Kutscher auf einmal.

„Dann halt an.“ befahl Sina nur und stieg mit Sherry aus. Man konnte wirklich eine verbrannte und zerstörte Stadt sehen.

„Hmm, wie ich befürchtet habe. Hoffentlich kam die Warnung rechtzeitig an und konnte die Bewohner frühzeitig retten.“ schüttelt Sina den Kopf.

„Was sollen wir jetzt machen?“ fragte Sherry, während Sina überlegte. „Kutscher, du reist in die nächste Stadt und sagst denen, dass die Hafenstadt Coari von Bothar angegriffen wurde. Danach kannst du wieder nach Fanfoss zurückreisen.“ Der Kutscher nickte und machte sich sofort auf den Weg.

„Und wir gehen in die Stadt und schauen, ob wir vielleicht noch was machen können.“ schnappte Sina ihre Freundin und flog in die Stadt, aber…

Bothar hat richtig gewütet und nichts hinterlassen, keine Tiere oder Insekten machten irgendwelche Geräusche.

„Diese Stille… ist unheimlich.“ murmelt Sherry, als Sina mit ihr im Zentrum landete. „Stimmt, irgendetwas müsste doch sein, aber… ist das wirklich ein normaler Drachen? Egal, wo ich hinschaue, aber…“ wusste Sina es ebenso nicht wirklich zu beschreiben.

„Ich weiß was du meinst. Ich bin kein Drachenexperte, daher kann ich es dir nicht sagen.“ schüttelt Sherry den Kopf.

„Lass uns ein… etwas heiles Gebäude suchen und unsere Ausrüstung anlegen. Es ist Zeit, dass wir dem Spiel ein Ende machen.“ war Sina ein bisschen wütend.

„Dort… sieht aus wie ein Gasthaus, lass uns dort umziehen und dann die nächsten Schritte planen…“ zeigte Sherry auf ein Gebäude.

„Aber wenn ich mich hier so umschaue… ist die Verwüstung schon etwas länger her. Keine Wärme oder Rauch.“ grübelt Sina bei ihrer Beobachtung.

Die Himmelinsel flog mit einer langsamen Geschwindigkeit auf die Hauptstadt zu, ohne das deren Bewohner von der kommenden Gefahr wussten, beziehungsweise damit rechnet, bald angegriffen zu werden.

Das Drachenmädchen sortierte die Schätze, die ihr Meister mitgebracht hatte und wurde wie üblich angebrüllt, warum sie überhaupt existiert.

Das Mädchen hat keinen eigenen Willen oder Selbstwertgefühl. Sie wusste auch nicht, was sie genau ist, noch hat sie jemals ein anderes Lebewesen außer ihren Meister gesehen. Die Insel hatte eine eigene Wasserquelle und das Fleisch bestand nur aus Kadavern, die aus dem Maul von ihrem Meister herunterfiel.

Sofort spürte sie, wie ihr Meister wieder erwachte und rannte zum Ausgang, um ihren Meister zu verabschieden. Sie weiß selber nicht warum sie es macht, aber irgendetwas in ihr sagte, dass es so richtig sei.

„Ich wünsche ihnen eine erfolgreiche Jagd.“ verbeugte sich das Drachenmädchen, wird aber von Bothar zur Seite geschlagen.

„Widerliche Kreatur, ich weiß immer noch nicht, warum ich dich am Leben lasse… Du kennst deine Aufgabe?“ knurrte der schwarze Drachen hasserfüllt.

Hustend stand das Drachenmädchen auf und nickte: „Sobald…sich etwas der Insel nähert, soll ich schreien.“

„Grrr… nicht das es die Winzlinge jemals schaffen werden…“ knurrte Bothar beim rausgehen und ließ das Drachenmädchen zurück. Ihre Wunden sind sofort wieder verheilt und ging wieder… in ihre Höhle rein.

Ab und zu mal fand sie Bücher oder andere Gegenstände und versuchte sie zu entziffern, aber für sie sind es nur Bilder, die sie nicht wirklich versteht.

„Ob mich mein Meister irgendwann umbringt? Dann geht es mir bestimmt besser…“ flüstert das Drachenmädchen, dessen Bedeutung sie nicht wirklich verstand.

„Soo, dann zeig mal, was du uns geschneidert hast.“ war Sina schon etwas aufgeregt. Sherry holte es aus dem Inventar raus und es sah aus wie einer der alten Pilotenanzüge aus dem 2. Weltkrieg.

„Es ist ein ganzer Anzug, der mit Wolle gefüttert ist. Es kann sein, dass er am Anfang eng anliegt, aber es soll so sein, denn nur wir selber produzieren Wärme in der Luft oder? Er geht bis zum Hals hoch und für unsere Gesichter habe ich bei Brandrulim Schutzbrillen herzustellen lassen. Mit denen habe ich unsere Helme und Masken gebaut. Ich habe mich bewusst für eine schwarze Farbe entschieden, denn bei so einer Höhe, dürfte so ein schwarzer Punkt im weißen Himmelsmeer eher auffallen.“ erklärt Sherry und Sina nickte.

„Du bist echt ein Schatz, dann lass sie uns anziehen…“ lobte Sina. „Bei dir musste ich wieder ein bisschen tricksen. Aber mit Knöpfen habe ich das Problem gelöst, so dass du keinen kalten Rücken bekommst, wegen deinen Flügeln.“ half Sherry ihr beim Anziehen.

Nun sah Sina aus wie ein schwarzer Bomberflieger mit dazu passendem Helm und Schutzbrille. Sie merkte sofort, wie es ihr warm wurde und war froh, dass sie nichts weiter als ihre Unterwäsche trug.

„Puh, mir ist jetzt schon warm, am besten du beeilst dich.“ drängte Sina ihre Freundin, aber Sherry konnte sich schneller anziehen.

„Du siehst damit verdammt sexy aus meine Liebe.“ lächelt Sina anrüchig. „Oh man… konzentriere dich lieber auf unsere Aufgabe!“ grinste Sherry.

Sina holte ihren Tragegurt raus und zog ihn an. Sie und Sherry haben das schon in Fanfoss vorher getestet und hatten nichts zu meckern.

„Warte, lass uns eben schauen, wie wir fliegen müssen.“ meinte Sherry und hatte damit recht. Sina holte die Karte raus und legte sie auf einen Tisch. Sherry studierte die Karte mit ihrem Kompass, den sie in den rechten Handschuh eingebaut hatte und nickte dann.

„Ok. Dann können wir!“ sagte Sherry und schnallte die Gurte um sich fest. Nachdem alles ok war, merkten sie einen Fehler. „Glaube… wir hätten es draußen machen müssen.“ murmelt Sina und beide Damen kichern. „Dann musst du mich halt tragen.“ kommentiert Sherry.

Gesagt, getan. Sie waren draußen und Sherry zeigte Sina in welche Richtung sie fliegen müssen. „Auf geht’s!“ rief Sina noch, bevor sie direkt in den Himmel flog.

Es dauerte nicht lange und sie hatten wieder die Höhe erreicht, die nur wenige Lebewesen erreichen können. Sherry hat sich ein Fernrohr genommen und fing an zu suchen.

„Immer in diese Richtung. Ich melde mich, wenn du die Richtung ändern sollst.“ befahl Sherry und Sina: „Jawohl Kapitän!“

Hauptstadt von Efrana:

„Themba… ich möchte keinen Streit mit dir, aber du bist nicht unbedingt eine Hilfe, wenn du jedes Mal die Helden fertig machst!“ redet der König geduldig auf Themba ein. Ralph war leider auch beim Gespräch dabei und würde gerne woanders sein.

„Vater… Gerade du hast doch den Kampf zwischen den Helden und Ralph gesehen. Du hattest schon überlegt, sie irgendeinem Monster vorzusetzen. Nun arbeiten sie sogar noch fleißiger als vorher. Du solltest mir dankbar sein, dass ich dich auf meine Art und Weise unterstützte.“ erklärt Themba.

„Das… ist sehr löblich, aber du solltest überlegen, wie es in der Zukunft weiter geht. Wenn du jetzt schon mit den Helden ein Problem hast, wie geht es dann weiter? Ich bin froh, dass ihr kaum Kontakt miteinander habt, aber jedes Mal, kommt es mehr oder weniger zu einem handfesten Streit und ich möchte das einfach nicht mehr.

Ich bitte dich einfach nur, am besten nichts zu sagen. Denn ich habe genug andere Sorgen, wie zum Beispiel der Drache, der uns vielleicht angreifen könnte.“ wirkte der König nun erschöpft.

„Ein Drache? Davon höre ich zum ersten Mal.“ hob Themba nur eine Augenbraue misstrauisch hoch.

„Ja. Gildenmeisterin Keya hat mich darüber aufgeklärt, bevor das Duell mit Ralph stattgefunden hatte. Viele Bewohner haben die Stadt verlassen, aber laut Friedrich sind noch über die Hälfte der Bevölkerung anwesend und die muss ich nun mal beschützen.“ nickte der König.

„Und wir haben niemanden… der sich diesen Drachen annimmt?“ wurde Themba nun ein bisschen nervös.

„Doch, Lady Sina. Aber wir wurden gewarnt, dass wir damit rechnen müssen, das Lady Sina es nicht rechtzeitig schaffen wird, den Drachen vorher abzufangen.“ merkte der König das Problem an.

„Hmm… es beruhigt mich, das meine große Schwester Sina den Drachen bekämpft, aber wenn die schon die Warnung aussprechen?“ murmelt Ralph.

„Eben. Selbst Lady Sina kann nicht alles und Bothar ist wirklich ein Drachen, der seit Jahrtausenden in Alliancia für Unruhen gesorgt hat. Ich bin froh, dass endlich jemand sich des Problems annimmt, aber… naja, hoffen wir einfach, dass sie ihn vorher aufspürt.“ beruhigte der König die beiden… als auf einmal die Burg vibrierte.

Ralph umarmte sofort Themba, während der König sich auf seinem Stuhl festhielt. Dann war es wieder vorbei. Sofort ging der König zum Fenster und verlor seine Sprache.

„Papa? Was ist passiert?“ fragte Themba ängstlich, als Ralph sie losließ. „Der Drachen ist hier…“ murmelt er nur.

Die Stadt stand unter schwarzen Flammen, überall rannten Personen, aber wovon sich der König nicht losreißen konnte war der Drachen selber.

Es war komplett schwarz und hatte eine Größe… die man nicht beschreiben konnte. Wenn er auf der Burg landen würde, könnte er sie mit seinem Gewicht vermutlich begraben.

Der Drachen machte wieder einen Sturzflug und ließ seinen schwarzen Drachenatem auf die Stadt fallen. „Dann hat Lady Sina… es nicht rechtzeitig geschafft.“ kam der König zu der Erkenntnis.

„Papa, du musst deinem Volk helfen!“ rüttelt Themba ihn wach und er nickte. Simon und Friedrich kamen mit den Helden ins Zimmer gerannt.

„Karl, ich brauche es nicht so sagen oder?“ fragte Simon und der König schüttelt den Kopf. „Nein. Bringt meine Kinder in Sicherheit und lasst unsere Stadt verteidigen!“ ließ der König seine königliche Autorität ausstrahlen.

„Wir können ihnen helfen!“ meldet sich Matthieu und Amy nickte. „Nein, ihr müsst ebenso in Sicherheit gebracht werden. Das sind die Gefahren, wovor ihr uns am wenigsten helfen könnt. Ralph du beschützt meine Tochter und die Helden, hast du das verstanden?“ befahlt der König und Ralph salutierte nur.

„Wenn die Kinder mir bitte folgen würden? Wir müssen noch Prinz Alwin holen, bevor wir gehen.“ brummte Friedrich und lassen den König sowie Simon zurück.

„Was ist passiert, dass Lady Sina es nicht geschafft hat?“ murmelt der König niedergeschlagen, als er den nächsten Angriff des Drachen beobachtete.

Kapitel 164

Ich bin wiedergeboren und die Reise nach Coari?

Ma Shi und Ascal kümmerten sich sofort darum, dass die Städte vor der kommenden Gefahr gewarnt werden. Sina bekam ihren Kompass von Prashi sowie die Bestätigung, das Sina den Auftrag angenommen hat.

Danach flog Sina direkt zur ihrer Villa und traf nur auf Suki, die mit den Bauarbeitern das Dach um modellieren. Die Chance nutze Sina und flog wieder in den Himmel mit Blutklinge, um gewisse Übungen zu testen, aber auch, wie lange sie es schafft, in der Luft zu bleiben.

Am Abend kam Sina wieder zurück und sie hatte nicht das Gefühl von Müdigkeit. Scheinbar waren die Umarbeiten auf dem Dach schneller fertig als gedacht und Nea richtet sich mit ihren Spinnenfäden ein.

Im Wohnzimmer fand Sina die Zwillinge auf dem Boden sehr erschöpft vor. „Herrin… sie hörte nicht auf zu fragen…“ „Wir brauchen eine Pause…“

„Ihr macht das schon, ihr blüht doch geradezu auf. Nutzt die Chance und vermittelt ihr alles, was es zu wissen gibt. Denn wenn sie Abenteurerin wird, hu… das wird bestimmt noch spannend.“ kommentiert Sina grinsend.

Sina fand Sherry in ihrem Zimmer, wie sie Anzüge am Schneidern ist. „Brandrulim hat mir alles erklärt, aber wenn ich ehrlich bin. Wenn dieser Drache sehr groß ist, solltest du überlegen, den Kadaver irgendwie nach Fanfoss zu bekommen oder in eine andere Stadt, damit mehr Leute helfen beim Ausweiden.“

„Ok? Was meinst du, wie viel Zeit brauchst du, bist die Klamotten fertig sind? Ich habe herausgefunden, wo Bothar eventuell als nächstes zuschlagen wird.“ klärte Sina ihre Entdeckung auf.

„Hm… übermorgen. Ich muss sie mit bestimmtem Material füllen, damit es oben nicht kalt wird und Brandrulim baut uns Schutzbrillen, dann sollte alles soweit sein.“ überlegte Sherry laut.

„Nimm dir die Zeit die du brauchst, ich will nicht, dass du mir zusammenbrichst ok?“ warnte Sina, aber Sherry schüttelt den Kopf.

„Keine Sorge, ich werde es nicht übertreiben.“ lächelt Sherry…

Hauptstadt von Efrana:

„Bitte? Ihr wollt mir erklären, das Bothar der Stille irgendwann die Stadt angreifen wird?!“ fluchte Simon, als Keya ihm, aber auch dem König im Thronsaal über die kommende Gefahr aufklärte.

„Das ist richtig. Lady Sina hat sich des Problems zwar angenommen, aber wir können nicht ausschließen, dass sie es nicht rechtzeitig schafft, den Drachen abzufangen. Wenn es nach mir gehen würde, sollte die Hauptstadt evakuiert werden, damit es nicht zu diesen Verlusten kommt, wenn der Drachen angreift.“ rät Keya.

„Ihr sagt, das Lady Sina sich darum kümmern wird, das beruhigt mich schon etwas, aber ihr seid nicht sicher, ob sie es rechtzeitig schafft. So habe ich das richtig verstanden?“ fragt der König stirnrunzelnd.

„Richtig. Lady Sina hat mit gewissen Experten versucht herauszufinden, wo das Nest dieses Drachen ist und hat dabei einen Plan entwickelt, indem sie alle vergangen Angriffe auf einer Karte aufzeichnen ließ und man konnte mehr oder weniger verfolgen, wie Bothar angegriffen hat. So will sie zu einer Hafenstadt reisen, die von uns ebenso gewarnt wird, um entweder Bothar abzufangen oder seine Himmelsinsel aufzusuchen.“ bestätigt Keya.

„Hmm… Und die anderen SSS-Abenteurer lassen sich nicht überreden, zum Schutz zu kommen?“ brummte Friedrich.

„Bedauere, vier von ihnen sind wieder ihrer Wege gereist und die anderen zwei… sind mit privaten Dingen beschäftigt, sodass wir tatsächlich auf Lady Sina angewiesen sind.“ wirkte Keya etwas niedergeschlagen.

„Hmm… sie haben eine Einstellung die mir nicht gefällt, aber leider kann ich ihnen nichts befehlen. … Wie können wir die Verteidigung der Stadt erhöhen, damit der eventuelle Angriff von Bothar geblockt werden kann? Es tut mir leid, aber ich kann die Stadt nicht evakuieren lassen.“ kam der König zur einer Entscheidung.

„Das hatte ich schon befürchtet, deswegen habe ich zumindest einen Notplan geschrieben, wie wir Abenteurer bei der Situation handeln werden, sollte Bothar wirklich kommen. Zu der Verteidigung… kann ich nicht wirklich helfen. Wir haben keine Kampfdaten über diesen Drachen. Er erscheint, die Stadt wird zerstört und er ist wieder weg. Aber Augenzeugen berichten, dass er sehr groß ist.“ erklärt Keya.

„Hm… dann informiert zumindest die Stadtbewohner und lasst sie entscheiden, ob sie bleiben oder gehen möchten, die Chance sollten wir ihnen zumindest geben, eure Majestät.“ schlug Simon vor.

„Dann sorgt aber dafür, das keine Panik ausbricht, denn dazu wird vermutlich führen.“ warnte der König.

„Ich habe meine Arbeit erledigt, wenn ich mich entschuldigen dürfte?“ verabschiedet Keya sich und der König nickte.

Keya verlässt den Thronsaal und lief an zwei jungen Personen vorbei, die sich auf den Weg zum Thronsaal machten. „Hmm? Wieso haben sie eine komische Aura?“ wundert sich Keya in Gedanken und ging ihren Weg weiter.

„Oha, die Elfe ist stärker als General Simon. Endlich mal was neues. Dachte schon, das der General der Stärkste von allen ist.“ murmelt Amy.

„Wenn du meinst? Ich habe es ihr schon so angesehen, dass ich keinen Kampf mit ihr vom Zaun brechen will.“ kommentierte Matthieu.

Beide Helden standen nun vor dem König, der ein bisschen gestresst wirkt. „Ah, da seid ihr beiden ja. Wie verläuft das Training?“

„Eure Majestät, ich kann sagen, dass die Lehrer uns sehr gut was beibringen konnten, wie wir unsere Fähigkeiten richtig nutzen und wir sie selber auch alleine leveln können. Ich habe mich für den Degen entschieden, während Matthieu normales Schwert und Schild vorzieht. Wir haben gewisse Taktiken trainiert und sollten wir in einen richtigen Kampf rein rutschen, sind wir zumindest vorbereitet.“ erzählt Amy es mit einen gewissen Stolz.

„Ich habe dem nichts hinzuzufügen, eure Majestät.“ kommentierte Matthieu.

„Das freut mich, dann sollten wir überlegen, dass ihr demnächst mit ein paar Wachen auf Monsterjagd geht denn… egal wie viel man sich vorbereitet hat, wenn man… zum ersten Mal tötet oder kämpft, werden Dinge hinzukommen, woran ihr nicht gedacht habt. Ich musste diese bittere Erfahrung ebenso machen.“ nickte der König.

„Eher werden beide schreiend vor dem ersten Goblin weglaufen, wenn er sich nur ein bisschen anstrengt.“ kommentierte eine Mädchenstimme hinter den Helden.

Es war Prinzessin Themba, die von Ralph begleitet wird. „Themba… du brauchst deine Meinung nicht immer gleich kundzugeben, weißt du?“ versuchte Ralph sie etwas zu zügeln.

Die Helden hatten kaum Kontakt mit der Prinzessin Themba oder Ralph gehabt, sie wussten nur, wo Ralph war, ist auch die Prinzessin in der Nähe, was an Matthieu nagte.

„Meine liebe Tochter, es ist schön, dass du immer gleich sagst was du denkst, es dürfte vermutlich der schlechte Einfluss der Heldin sein oder?“ wirkte der König gereizt.

„Vermutlich, aber scheinbar funktioniert es ja ziemlich gut. Warum seine Meinung zurückhalten? Vermutlich kann Ralph die Helden gemeinsam besiegen.“ provozierte Themba alle.

„Eh… Themba, zieh mich bitte nicht in diesen Streit rein…“ murmelt Ralph niedergeschlagen. „Wieso? Du hast doch schon mehr bewiesen als die beiden und komm nicht mit der Ausrede, dass sie trainieren mussten!“ sagte Themba ihm das nah am Gesicht und er schluckte.

„Irgendwie… tut er mir schon leid.“ dachte Amy bei dieser Szene, denn sie hat sofort erkannt, dass die beiden sich lieben, aber Matthieu versuchte, ein Pokerface zu halten.

„Was haltet ihr davon, wenn Ralph mit den Helden hier wirklich ein Übungsduell durchführt? Dann kann sich jeder seine Meinung bilden und sollte er verlieren, behaltet ihr eure Meinung künftig für euch Prinzessin Themba.“ schlug Simon auf einmal vor.

„Eh? Wieso fallt ihr mir in den Rücken Simon?!“ staunte Ralph und Friedrich nickte ebenso. „Nun, ich würde gerne ebenso die Resultate sehen mein Sohn.“ brummte Friedrich.

„Haben wir gegen ihn eine Chance?“ flüstert Matthieu und Amy nickte. „Wir haben sogar höhere Werte als Ralph, aber scheinbar muss die Prinzessin sich ziemlich sicher sein. Ich hätte nichts dagegen, wenn… sie etwas ruhiger gestellt wird.“

„Dann… schließt die Tür und zeigt es.“ befahl der König und Ralph gab auf. Beide Parteien standen sich gegenüber und Ralph zog sein Schwert und einen Dolch, während Amy ihren Degen zog und Matthieu Schwert sowie Schild.

„Die Regeln sind einfach. Wer aufgibt hat verloren sowie keine Kraft mehr hat zu Kämpfen. Töten ist natürlich verboten…. Dann los!“ öffnet Simon den Kampf.

Amy rannte auf den stehenden Ralph zu und schlug mit dem Degen nach ihm, aber er parierte es mit dem Schwert… und trat dann in ihren Magen! Sofort fiel Amy nach hinten mit Schmerzen, während Matthieu nun Ralph angrifft.

„Wie kannst du ein Mädchen einfach so schlagen?!“ schimpfte Matthieu, aber Ralph zeigte keine Anzeichen von Reue. „Wie könnte ich das nicht? Sie ist ein Gegner oder nicht?“ fragt Ralph nur.

Das machte Matthieu nur wütender und er versuchte mit ein paar Tricks die Abwehr von Ralph zu knacken, aber er wehrt es immer mit seinem Schwert ab. Dann schlug Ralph auf einmal mit dem Dolch nach Matthieu und er hob sein Schwert.

Als hätte Ralph es geplant, zog er ihn nun am Schild zu sich und holte Matthieu damit aus dem Gleichgewicht. Dann schlug er mit dem Dolch in die Schulter vom Schildarm. Matthieu schrie sofort auf und sein Arm hing nutzlos mit dem Schild runter.

Amy hat sich von den Schmerzen erholt und wollte Matthieu helfen, indem sie Ralph von hinten angriff, aber er drehte sich rechtzeitig um und blockte sie mit dem Dolch ab. Dann sah Amy nur, wie das Schwert auf sie zugeflogen kam und eine Angst breitete sich in ihr aus. „Ich gebe auf!“ schrie Amy.

Das Schwert stoppte und Ralph wendet sich nun an Matthieu, der kniend auf dem Boden war und seine blutige Schulter hielt. „Ich gebe argh.. auch auf!“ fluchte Matthieu.

„Nun Vater, bevor du die beiden zu irgendeinem Monster schickst, sollten sie noch ein bisschen mehr üben, denn ich glaube nicht, dass du von den Wachen hören willst, dass sie von einem Goblin gestorben sind.“ grinste Prinzessin Themba.

„Hrmm… Simon, bring bitte Matthieu zu einem Heiler, ich sollte mit dem Lehrer von ihnen ein klärendes Gespräch führen.“ befahl der König.

„Es tut mir leid mit deiner Schulter, aber an diese Schmerzen solltest du dich gewöhnen.“ entschuldigt sich Ralph bei Matthieu. Der Held nickte nur und wird von Simon fortgebracht.

„Wie… wie konntest du uns beide besiegen?! Deine Werte sind doch niedriger als unsere!“ wollte Amy wissen und stand ebenso nah an Ralph.

„Erm… wie soll ich das erklären. Ihr habt keinerlei richtige Erfahrung im Kämpfen oder? Ich dagegen schon und habe auch mehrmals getötet. Zumal ich mich noch zurückhalten habe, damit ihr nicht noch mehr verletzt werdet.“ rieb Ralph sich am Hinterkopf.

„Du hast dich zurückgehalten?! Was bringt es mir denn, die Werte des Gegners zu kennen?“ staunte Amy.

„Sie werden erst wirklich nützlich, wenn ihr richtig kämpfen könnt. Aber ihr müsst euch ebenso auf eure Instinkte verlassen. Ich habe den Vorteil, dass ich von meinen Vater eine persönliche Ausbildung bekomme und mein Vorbild der Held von Efrana ist. Ihr habe ich schon… ich kann nicht mehr zählen, bei diversen Kämpfen zugeschaut und den einen oder anderen Trick abgeschaut.

Vermutlich denkst du, dass Simon der Stärkste in der Burg ist, aber da muss ich dich leider enttäuschen. Es gibt viele andere starke Personen auf der Welt und die stärkste ist nun mal meine große Schwester.“ erklärt Ralph grinsend.

„Sag… Ralph, wie lange willst du mich noch stehen lassen?“ fragte Prinzessin Themba in einer freundlichen Stimme, aber Ralph wusste genau, dass er sich sputen musste.

„Ich hoffe, ihr verzeiht mir, dass ich euch geschlagen habe, aber damit müsst ihr rechnen und die Einstellung von Matthieu… könnte ihm später noch Probleme machen, denn es gibt nicht wenige weibliche Kämpfer auf der Welt.“ verabschiedet sich Ralph von Amy, während er mit der Prinzessin Themba den Thronsaal verlässt. Dabei warf Themba Amy noch einen wütenden Blick zu.

„Ich hoffe, ihr habt aus diesem Duell gelernt?“ fragte die König versöhnlich und Amy nickte. „Ja… ich habe mich zu sehr auf die Daten verlassen…“

„Mein Sohn hat nicht unrecht, euch fehlt wirklich die Kampferfahrung. Bisher habt ihr nur Übungen gemacht und eure Fähigkeiten sowie Werte verbessert, aber… ihr habt es selber gesehen.“ brummte Friedrich.

„Ist dieser Held wirklich so außergewöhnlich?“

„Nun… wie ihr schon gehört habt, dieser Held hat meine Armee besiegt ohne Waffen und ohne jemanden zu töten. Dann hat sie eine Götterbestie getötet, bevor sie Alliancia erreichte. Wegen diesem Monster hat sich der komplette Kontinent verändert und vor kurzem hat sie eine der legendären Vampirkönige getötet, wobei sie selber fast gestorben wäre. Wenn sie das nicht außergewöhnlich macht, was dann?“ erklärte der König schmunzelnd, dabei dachte er an das Turnier.

„Eine Götterbestie? Ich dachte, das sind Monster die man nicht töten kann?“ wundert sich Amy. Sie und Matthieu bekamen Privatunterricht und wurden unter anderem über diese Monster aufgeklärt.

„Nun, die Heldin hat es geschafft und alle können es bezeugen. Gerüchteweise soll sie sich zum Ziel gemacht haben, die anderen ebenso zu jagen.“ brummte Friedrich.

„ … Wenn so eine starke Person existiert… Wieso hat die Göttin uns dann geschickt? Wäre die Heldin denn nicht in der Lage den Dämonenkönig zu besiegen?“ fragte Amy, aber beide schütteln den Kopf.

„Vermutlich schon, aber ich habe irgendwie ernste Zweifel, dass sie wirklich gegen die Dämonen oder deren König kämpfen wird. Sie mag zwar eine Heldin sein, ist aber in erster Linie eine Abenteurerin und lässt sich nichts sagen. Man kann zwar mit ihr reden, aber es ist nicht selten vorgekommen, dass sie ablehnte.“ brummte Friedrich.

„Verstehe… aber… wenn man mit ihr sprechen kann, ist es denn nicht möglich, dass wir irgendwie einen Deal aushandeln können?“ grübelt Amy laut.

„Sie hat alles was ein Mensch sich wünschen kann. Sie gehört zu den reichsten Abenteurern, hat den größten Einfluss in Efrana und Osnain, wurde von mir zum Adel geschlagen und lebt glücklich mit ihren Freunden in einer Villa in Fanfoss. Das einzige, was sie interessiert, sind die Götterbestien oder andere starke Monster.“ klärt der König das Problem auf.

„Wow… aber wenn sie die stärkste Abenteurerin ist… kann man denn nicht ein Treffen mit ihr und den anderen starken Abenteurern vereinbaren, sobald wir… unsere Erfahrung gesammelt haben? Ich glaube, dass wir mit ihnen zusammenarbeiten sollten… nein müssen, denn ich glaube wie zuvor der Göttin, dass wir gemeinsam an einen Strang ziehen müssen.“ meint Amy, aber der König verzog leicht sein Gesicht.

„Hmm… ihr wollt mit den stärksten Abenteurern sprechen? Das wären die SSS-Abenteurer sowie die Heldin von Efrana, die sogar den Rang SV hat. Ich… kann mit dem Gildenmeister sprechen, aber ich warne euch direkt. Sie haben alle ihre… speziellen Einstellungen und… es kann sein, dass ihr nicht unbedingt auf die Resonanz trefft, die ihr erhofft. Ich habe mich schon oft genug über sie geärgert, aber… sie sorgen ab und zu mal für Ordnung auf der gesamten Welt.“ war der König ein bisschen gereizt, wenn er an den Drachen dachte.

„Besser als nichts versucht zu haben, eure Majestät. Vielleicht sollten wir uns irgendwann mit den anderen Helden aus Osnain treffen, dann könnten wir diese Abenteurer von der Wichtigkeit unserer Aufgabe überzeugen.“ war Amy sehr optimistisch.

„Das können wir natürlich machen, aber bis dieses Gespräch, wenn sie überhaupt einwilligen, stattfindet, solltet ihr weiterhin an euch arbeiten. Vielleicht sollte General Simon persönlich die Lehre übernehmen.“ nickte der König.

„Glaube das Simon es nicht gefallen wird.“ brummte Friedrich.

„Wie schön, dass ich der König bin.“ grinste der König böse sein Freund an.

„Ich… werde dann Matthieu aufsuchen, hoffentlich ist er nicht zu sehr verletzt.“ verbeugte sich Amy und verschwand.

„Hoffentlich gehen die Abenteurer mit den Helden nicht so grob um, denn mein Bauch sagt mir, dass es… hässlich für die Helden wird, wenn sie auf diese Personen treffen werden.“ murmelt der König.

Die Tage vergingen wie im Fluge, aber Sherry hat die Ausrüstung fertig und Sina die Kutsche vorbereitet, da sie wusste, welche Stadt sie anfahren sollten.

„Soo dann werden wir uns verabschieden. Nea, du kennst die Regeln?“ fragte Sina die Spinnenfrau, die nur nickte.

„Wunderbar, dann bis später!“ verabschieden sich Sina und Sherry, während alle Bewohner des Hauses hinter ihnen herwinken.

„Phew, endlich wieder ein gemeinsames Abenteuer!“ freute sich Sherry, beide Damen saßen in ihren Kimonos.

„Stimmt, ich bin gespannt, wie es in der Luft so sein wird.“ grinst Sina.

Kapitel 163

Ich bin wiedergeboren und die Pläne für die Drachenjagd

Sina setzte die Vampire in der Villa ab und sah die bizarre Szene im Wohnzimmer. Alle versuchten der Spinnenfrau zu erklären, dass man es nicht essen kann und ähnliches.

Die Zwillinge gesellten sich dazu und es wurde dadurch nicht besser, bis Sina eingreift: „Nea, jedes Mal wenn du hier irgendetwas anbeißt, schlage ich dich. Möchtest du das ich dich schlage?“ lächelt Sina die Spinnenfrau an und sie schüttelt panisch den Kopf, denn das Gesicht war ihr sehr unheimlich.

„Wunderbar, das ist die Macht der Worte, die Sherry immer angesprochen hat. Wenn ich richtig verstanden habe, willst du stärker werden? Kein Problem, dann halte dich an das, was wir dir sagen und lerne.“ lächelt Sina weiter und Nea nickte nur.

„Gut, dann gehe ich jetzt mit Sherry in mein Zimmer, du hörst auf die anderen und wehe ich muss aus meinem Zimmer rauskommen…“ hat Sina ihre Drohung ausgesprochen und das haben alle im Wohnzimmer verstanden. Sina nahm eine Hand von Sherry, die sehr erschöpft aussah und sie gingen gemeinsam, als Sina sagte:

„Morgen werden wir eine Party werfen für die Beförderung von Sherry in die S-Klasse sowie Nea als neuestes Mitglied. Lass dir erklären, was eine Party ist Nea.“

Am nächsten Morgen wurde Sina zuerst wach und Sherry lag vor ihr glücklich am schlummern. „Ich kann nicht genug davon haben.“ dachte Sina lächelnd, während sie Sherrys Gesicht beobachtet. Irgendwann wurde Sherry ebenso wach und sie starrten sich beide lächelnd an. „Guten Morgen Prinzessin.“ grüßte Sina Sherry.

Sherry legte eine Hand auf Sina´s Gesicht: „Es… ist so schön morgens neben der Person aufzuwachen, die man liebt.“ wurde Sherry rot im Gesicht und dann küssten sie sich beide.

„Mit Nea musst du aber alleine zurechtkommen. Ich werde dir natürlich helfen, aber ich habe auch eigene Probleme, weißt du?“ grinste Sina sie an.

„Ah, das dachte ich mir schon, aber glaube das werden Tio und Mio übernehmen, irgendwie haben sie Spaß dabei gehabt.“ murmelt Sherry.

„Wunderbar, Sherry? Ich kenne unsere nächsten Pläne.“

„Ok?“

„Wenn wir uns angezogen und gefrühstückt haben, werden wir eine Flugrunde machen, denn ich möchte das du dich daran gewöhnst, außerdem…“ wurde Sina geheimnisvoll und schaut Sherry mit roten Wangen an.

„Oh? Du hast was für mich geplant?“ lächelt Sherry und Sina nickte nur.

„Das wirst du nachher sehen. Danach werde ich dich bei Brandrulim absetzten, denn er wird dir erklären, wie man einen Drachen ausnimmt. Ich will nämlich Bothar den Stillen jagen.“

„Bitte?! Das ist doch ein sehr gerissener alter Drachen oder nicht? Wieso willst du denn ausgerechnet ihn jagen?“

„Weil er der Schlüssel für die Rüstung gegen Tierra ist. Der Zwerg meinte, die Schuppen eines Drachen sind das Beste gegen alle Hitze-Typen auf der Welt. Außerdem ist dieser Drachen in unserer Nähe und machte scheinbar schon ziemlich lange Probleme in Alliancia.“

„Ahh… damit löst du direkt mehrere Probleme auf einmal, aber ich dachte, das sein Versteck unbekannt ist?“

„Noch ja, zumal es eine Himmelsinsel ist. Da kommen wir nun ins Spiel. Ich werde in der Gilde alle seine Angriffe auf einer Karte aufzeichnen und schauen, wie sich die Insel bewegt. Anhand der Route werde wir zum letzten zerstörten Ort reisen und dann gemeinsam mit einem normalen Kompass in die Luft fliegen und die Insel suchen. Während ich fliege, suchst du mit einem Fernrohr nach der Insel. Das ist so meine Grundidee.“

„Kannst du denn solange in der Luft fliegen und mich dabei halten?“

„Das weiß ich nicht, aber ich habe Brandrulim schon den Auftrag gegeben, dass er mir einen Halteriemen baut, den ich um mich ziehe und du daran befestigt wirst. Damit habe ich schon mal ein Problem gelöst.

Ah… was mir einfällt, denn nun kommt deine Fähigkeit als Schneiderin ins Spiel. Oben in der Luft ist es verdammt kalt. Wenn man nur kurze Zeit da oben ist, gibt es keine Probleme, aber auf längere Zeit? Deswegen musst du uns warme Kleider schneidern.“

„Das mache ich doch gerne!“ freute sich Sherry.

„Wollen wir aufstehen oder noch ein bisschen kuscheln?“ fragte Sina Sherry mit einem süßen Gesicht, als Sherry sie umarmte. „Kuscheln…“

Später saßen zwei Damen in Kimonos und glücklichen Gesichtern im Wohnzimmer und nahmen das Frühstück ein, während sie beobachten, wie Lara und Mel nun der Spinnenfrau gewisse Dinge beibringen.

„Lara hat sich ziemlich schnell gewandelt oder?“ fragte Sherry und Sina nickte. „Oh ja, ich bin froh, dass wir ihr ein Rettungsseil zugeworfen haben. Ich weiß nicht, wie sie früher war, aber ich mag die jetzige Lara.“ grinst Sina.

„Ihr seid so anstrengend… Ich darf dies und jenes nicht. Da war das Leben im Freien… unkomplizierter.“ nörgelt Nea.

„Wenn ich es richtig verstanden habe, wolltet ihr das doch oder nicht? Jeder Anfang für einen Neubeginn ist schwer, aber wenn ihr die Macht der Worte beherrscht, werden sich Dinge für euch öffnen, die bisher versperrt waren!“ erklärt Lara sehr geduldig.

„Damit wollt ihr Nea alle kontrollieren oder? Also mit der Macht der Worte und so?“ flüstert Sina und Sherry nickte. „Ist glaube ich am einfachsten so, denn wenn Nea es sieht, kann sie es besser verstehen, als wenn wir die ganze Zeit auf sie einreden. Vampire haben halt den Vorteil, dass sie dieses Wissen haben, was Nea nicht hat.“ murmelt Sherry zurück.

Danach waren Sina und Sherry draußen. „Egal was passiert, vertrau mir ok? Ich habe mit den Zwillingsvampiren eine Flugstunde gemacht und du hast sie gestern gehört, dass sie nicht aufhören konnten zu schwärmen.“ erklärt Sina und Sherry nickte. Sie umarmten sich beide und schon flog Sina in die Luft.

Die Häuser wurden immer kleiner bis man Fanfoss komplett von oben sieht. Sherry schaute nach unten und bekam nur glänzende Augen, aber Sina flog noch weiter nach oben. Bis unter ihnen ein weißer Wolkenteppich war.

„Wow…“ staunte Sherry. Sina drehte Sherry vorsichtig um, so dass Sherry eine besser Aussicht hatte. Über ihnen der klare Himmel, eine leuchtende Sonne. „Das erste Mal, dass ich… dieses Bild gesehen habe war, als Titanus mich hochgeschleudert hat, aber da war ich sogar noch weiter oben gewesen, wo ich fast Alliancia gesehen habe.“ flüstert Sina.

„Dann nichts wie hoch!“ rief Sherry und Sina tat es. Diesmal dauerte es ein bisschen länger und es wurde sehr kalt, dass beide Damen zittern mussten und schwerer atmen mussten, denn die Luft wurde immer dünner.

„Glaube… weiter sollten wir nicht hochfliegen, sonst bekommen wir keine Luft mehr.“ meinte Sina und Sherry stimmte ihr zu, aber es reichte. Sie konnten sehr viel von Alliancia sehen und diesen Anblick werden sie beide nicht vergessen.

Sina drehte Sherry wieder um und beide schauten sich in den Augen. „Ich… wollte dir nur sagen, dass ich die liebe und froh bin, dass ich meine Seelenpartnerin gefunden habe.“ flüstert Sina sehr schüchtern, das Sherry ein rasendes Herz bekam. „Ich auch…“ und beide küssten sich.

„In meiner Welt gab es eine Sportart, die nannte sich „Fallschirmspringen“. Da fliegt man so hoch wie möglich in den Himmel und sprang dann in die Tiefe. Ab einer gewissen Höhe nutzte man dann Fallschirme. Das haben wir zwar gerade nicht, aber würdest du dich mit mir fallen lassen?“ lächelt Sina Sherry an.

„Ich vertrau dir denn du passt auf mich auf.“ nickte Sherry. „Dann halt meine Hände und genieße den Anblick.“ sagte Sina noch und ließ sich fallen. Die Haare der Damen fielen nach hinten, während sie beide ihren Spaß hatten beim Fallen.

„Wow, ich erlebe Dinge, die ich ohne dich überhaupt nicht kennen würde!“ rief Sherry. „Beruht auf Gegenseitigkeit!“ lächelt Sina.

Die Damen lachten und durchbrachen mehrere Wolken, als sie wieder Fanfoss unter sich sahen. Sina schnappte sich Sherry wieder und flog normal. „Ich… muss dir aber noch was sagen…“ wurde Sina ein bisschen traurig.

„Du möchtest vermutlich nicht, dass ich bei Tierra mitkomme oder?“ sagte Sherry auf einmal und Sina schaut sie erstaunt an.

„Woher…?“ murmelt Sina, aber Sherry legte nur einen Finger auf ihre Lippen. „Ich hatte mit Neia ein Gespräch gehabt. Du wirst kein Problem haben gegen Tierra, aber sehr wohl ich, trotz der Rüstung, die wir bald bauen könnten.

Ich habe ihr einige schreckliche Dinge vorgeworfen, aber… leider hat sie auch recht. Ich habe nicht die nötige Feuerresistenz und wenn ich in Gefahr bin, kannst du dich nicht auf den Kampf konzentrieren.

Ich… verstehe es und akzeptiere auch, wenn du mich zurücklassen willst, aber… nimm trotzdem jemanden mit, denn bei diesen Kämpfen brauchst du Freunde, auf die du dich verlassen kannst Sina, wenn dir was passiert und du ebenso gerettet werden musst.“ streichelt Sherry das Gesicht von Sina.

„Was… würde ich nur ohne dich machen.“ hatte Sina nasse Augen bekommen und küsste Sherry. Nachdem Sina sich etwas beruhigt hat, flog Sina direkt zur Schmiede von Brandrulim und setzte Sherry dort ab.

„Ich habe schon Ideen, was ich für uns schneidern werde. Es war wirklich verdammt kalt auf Dauer da oben und hoffentlich hat Brandrulim ein paar Materialien, die ich brauche. Man sieht sich später… und danke für diesen Flug.“ sagte Sherry noch mit einem Abschiedskuss bei Sina.

„Wenn sie die Welt haben will… werde ich sie für sie erobern.“ dachte Sina nur, als sie zur Gilde ging.

Sina war überrascht, das Nea auch vor Ort war und bei den Zwillingen zuschaute. „Huch? Wie ist es zu dieser Entscheidung gekommen?“ fragte Sina die Zwillinge. „Ah… wir wollten gehen, da hat sie uns geschnappt und direkt hierher gebracht.“ „Nun schaut sie zu… wie wir mit den „Worten“ der Macht unsere Kunden bedienen.“ wirkten die Zwillinge nicht gerade glücklich, aber auch die Abenteurer nicht. Wenigsten hatte Nea was an, sonst wäre es… anders verlaufen.

„Ah… ok? Ihr macht das schon.“ verschwand Sina sofort und suchte Prashi auf, als sie hinter ihr wieder hörte, wie Nea wieder was fragte. Die Dämonin fand Prashi an ihrem Platz und wird direkt von ihr in den vorbereiteten Raum gebracht, wo auch Ma Shi und Ascal waren mit einer großen Karte von Alliancia.

„Huch? Hallo?“ grüßte Sina die Herren. „Wir werden dir helfen, bei der Suche von Bothar. Es ist Zeit, das die alte Echse getötet wird.“ nickte Ascal.

„Eh… ok? Hoffe ihr habt Zeit mitgebracht denn ich weiß selber nicht, ob es klappt.“ meinte Sina. „Keine Sorge, Bothar hat eine Hafenstadt zerstört, wo ihr in Tuzato ward und müssen damit rechnen, dass er bald wieder zuschlägt.“ kommentiert Ma Shi.

„Ich lass euch dann alleine.“ verabschiedet sich Prashi noch. „Wie wollt ihr nun vorgehen Lady Sina?“ frage Ma Shi und legte eine Hand auf einen sehr dicken Ordner.

„Sind dort alle Angriffe verzeichnet?“ Sina

„Das ist richtig. Seit er auf der Bildfläche erschienen ist, wird alles haargenau dokumentiert und hier eingetragen. Bothar der Stille selber ist auch ein SSS-Auftrag, aber die Probleme habt ihr vermutlich schon zur Genüge gehört.“ Ascal

„Hmm… es macht keinen Sinn, alle zerstörten Städte und Dörfer zu markieren, viele von denen dürften nicht mehr auf der Karte abgebildet sein, es sei denn ihr habt ein sehr genaues Gedächtnis Ascal?“ Sina

„Die Städte wurden immer wieder neu aufgebaut, es sind mehr die Dörfer, wo es schon schwieriger sein wird.“ Ascal

„Dann machen wir folgendes. Sucht im Ordner nur die zerstörten Gebiete bis vor hundert Jahren. Für jedes Jahrzehnt nehmt ihr immer eine bestimmte Farbe von den Pins und steckt sie auf die Karte. Am besten ist, wenn Ascal aus der Vergangenheit anfängt anzustecken, während Ma Shi die Aktuellen ansteckt, bis ihr euch beide trefft. Ich dagegen werde das Buch über diese Himmelsinseln lesen, damit ich ungefähr weiß, wie ich fliegen muss.“ Sina

„Ich habe schon gehört, dass ihr fliegen könnt, aber auch so hoch?“ Ma Shi

„Höher. Ich habe mit Sherry eine Höhe erreicht, wo wir fast Alliancia sehen konnten, aber je höher man fliegt, desto kälter wird es und man hat weniger Luft. Dafür bräuchte man eine spezielle Ausrüstung.“ Sina

„Ah… dann solltet ihr wirklich in der Lage sein, die Himmelsinseln aufzusuchen. Schade das wir nicht die Möglichkeit haben, ebenso solche Inseln anzusteuern.“ Ma Shi

„Wenn… man gewisse Techniken baut… wäre es schon möglich, aber dafür braucht man die richtigen Leute die auch das technische Verständnis dafür haben.“ Sina

„Lasst mich raten. Ich wisst zufälligerweise, wie man es bauen könnte?“ Ma Shi

„Ich… bin mir nicht so sicher. Ich weiß, das es geht, aber ich weiß nicht, wie genau und da fängt das Problem schon an. Am einfachsten ist es, wenn man Luftschiffe baut, aber wie gesagt, ohne die richtigen Leute? Sehe ich schwarz.“ Sina

„Hmm Luftschiffe? Schiffe, die auf den Wolken schwimmen… das… ist ein sehr interessantes Bild.“ Ascal

„Soo meine Herren, ich fange schon mal an das Buch zu lesen, ihr dürft die Pins auf die Karte stecken.“ Sina

Es vergingen mehrere Stunden und Ascal sowie Ma Shi arbeiten gemeinsam den Ordner mit den zerstörten Gebieten durch. Am Anfang war es ein leichtes durcheinander, aber die Herren konnten sich verständigen, dass einer auf einer Seite blieb, während der andere auf der anderen.

Sina hat inzwischen alles wichtige über die Himmelinseln gelesen und wenn sie richtig verstanden hat, kann sie nun auch die ungefähre Höhe abschätzen. „Ma Shi, haben wir eigentlich normale Kompasse auf der Welt?“ fragte Sina auf einmal.

Ascal und Ma Shi schauten sich verdutzt an, als Ma Shi schmunzelnd antwortet: „Ist… das nicht ein Gegenstand, den jeder Abenteurer mit sich trägt?“

„Eh? Ich habe keinen. Bisher hatte ich immer jemanden dabei gehabt, der wusste, wo es lang ging.“ meinte Sina.

„Lass dir von Prashi einen geben, so… wir sind nun ebenso fertig.“ sagte Ascal nur und Sina schloss sich den Herren an.

„Also mir fällt sofort was auf meine Herren.“ grinste Sina, während Ascal am grübeln war. „Mir auch. Wenn man diese Angriffe… ignoriert, zieht dieser Drachen eine Linie durch Alliancia und hier… macht er einen Knick, als er sich dem Meer nähert.“ erklärt Ma Shi.

„Richtig. Vermutlich hat der Drachen die Insel etwas gedreht, damit die Insel weiter in Alliancia bleibt, aber durch diese Aktion ist irgendwas mit der Insel passiert. Hier… die Angriffe sind deutlich… weniger vorgekommen. Entweder liegt es daran, dass es kaum Dörfer oder Städte gibt, aber wenn ich die Pins so anschaue, hat er schon mal die gleichen Städte angegriffen.

Vermutlich ist er zurückgeflogen, weil er kein Futter gefunden hat, aber vielleicht ist die Insel auch einfach überladen. Ich weiß ja nicht wie hier die Drachen so sind, aber ich kenne es, dass sie gerne Schätze horten oder aber auch, er ist einfach nur fett geworden ist.“ mutmaßte Sina.

„Hmm, hier hat der letzte Angriff stattgefunden… dann müsste er vermutlich diese Hafenstadt als nächstes angreifen oder die Dörfer in der umliegenden Gegend.“ kommentiert Ascal.

„Aber nun habt ihr ein funktionierendes Frühwarnsystem gegen diesen Drachen, meint ihr nicht auch? Vielleicht kann man nun sogar mehr Leute retten und gewisse Vorbereitungen gegen Bothar treffen.

Sobald Sherry die nötige Ausrüstung vorbereitet hat, werde ich mit ihr zu dieser Hafenstadt fahren. Entweder steht sie noch oder wird zerstört, das ist etwas, was ich nicht beeinflussen kann. Aber warnen könnt ihr sie trotzdem schon mal.“ nickte Sina.

„Das stimmt… oh.“ fällt Ma Shi was auf. „Dein „Oh“ gefällt mit nicht wirklich, was hast du entdeckt?“ hake Ascal.

„Schaut, wenn diese Insel weiter in diese Richtung fliegt… kommt es direkt auf die Hauptstadt zu!“ wurde Ma Shi nervös.

„Wow, dann solltet ihr mit dem Gildemeister in der Hauptstadt in Kontakt kommen und ihn aufklären, dass er bald ein Problem hat.“ meinte Sina.

„Keya wird sich richtig freuen, wenn sie so Besuch bekommt.“ antwortet Ascal sarkastisch. „Vor allem, das muss sie erst mal dem König erklären, der dürfte ebenso nicht wirklich erfreut sein.“

„Sollte die Hauptstadt nicht genug Gegenmaßnahmen gegen den Drachen haben? Mir fällt es nun schwer zu glauben, dass die Stadt hoffnungslos verloren ist.“ wiegelt Sina den Kopf.

„Vielleicht solltest du mit Neia und Louis sprechen, das sie sicherheitshalber in die Hauptstadt gehen, während ihr versucht, vorher den Drachen abzufangen.“ grübelt Ma Shi, aber Sina schüttelt nur den Kopf.

„Glaube… das wird nichts. Louis und Prashi sind momentan unzertrennlich geworden und Neia… seitdem Nea da ist, lässt sie sich von der Spinnenfrau nicht wirklich lösen und beide können wir nicht in die Hauptstadt bringen, dann endet es definitiv in ein Chaos, wenn eine Arachne dort erscheint.“ erklärt Sina das Problem.

„Himmel… dann bleibt es wieder bei euch hängen?“ seufzte Ma Shi.

„Keine Sorge, Sherry ist dabei und mit dem Glück sollten wir den Drachen vorher abfangen können.“ beruhigte Sina den Gildemeister.

„Außerdem, wenn ich das Datum anschaue, dürfte es noch ein bisschen Zeit sein, das der Drachen erst diese Stadt angreifen wird, aber ausschließen will ich es nicht.“ fügte Ascal hinzu.

„Seid ihr denn in der Lage gegen den Drachen zu kämpfen?“ fragte Ma Shi nun.

„Keine Ahnung. Ich bin vielleicht der stärkste Abenteurer, aber ich weiß nicht, wie es mit dem Drachen enden wird. Bekämpfe ich ihn auf dem Boden, sind die Vorteile eher auf meiner Seite, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass es vermutlich zu einem Luftkampf kommen wird und so ein alter Drachen mit der nötigen Erfahrung? Aber darüber mache ich mir erst Gedanken, wenn ich die Insel oder den Drachen gefunden habe.“

„Dann hoffe ich nur, dass ihr es rechtzeitig schafft.“

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