Sin Roswell

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Kapitel 273

Ich bin wiedergeboren und der Spinnenwald?

„Sind wir endlich daha?“ fragte Sina zum wiederholten mal wie ein Kleinkind und man musste ihre Gefährten für die endlose Geduld schon den Respekt zollen, dass es noch nicht zu einem Streit gekommen ist.

„Nein…“ murmelt Axel, während sich bei ihm eine Zornesader bildete. „Bei der Göttin… macht Sina das jetzt absichtlich?“ hatte der Späher diesen Gedanken noch im Kopf.

„Sind wir jetzt…“ „HALT. ENDLICH. DEINE. KLAPPE!“ platzte nun Sakura der Kragen. „Wieso gehst du uns so dermaßen auf den Keks?! Wir gehen deinen Weg, den du vorgeschlagen hast und ich hatte bisher nicht den Eindruck gehabt, dass du eine ungeduldige Person bist!“

In ferner Zukunft mussten alle Menschen auf einmal niesen, als hätten sie etwas gespürt, was überhaupt nicht stimmte.

„Ach du liebe Güte, dann musst du noch an deinen Menschenkenntnissen arbeiten, aber ich gehörte definitiv nicht zu den geduldigsten Personen.“ grinste Sina über den Ausbruch.

„Was du ja nun ziemlich unter Beweis stellst…“ fügte Leena hinzu. Rose sagte nichts, sie war mehr oder weniger fast zu einem Nervenwrack geworden und schaute überall panisch zu den Bäumen nach oben.

„Entschuldigung, aber wir laufen nun wie geplant durch den Wald… treffen aber auf keine Monster oder Dämonen. Wenn einer wenigstens Schach… argh das Spielbrett habe ich auch im Inventar…“ seufzt Sina.

„Glaube… die Monster wissen selber, welche Gefahren auf sie zu kommen, wenn man sich dem Spinnenwald nähert und mit den Dämonen… haben wir scheinbar richtig viel Glück.“ mutmaßte die Magierin.

„Oder der Wolf hat die anderen erwischt, was ja eigentlich ein Vorteil für euch ist. Der Dämonenkönig wird vermutlich all seine Pläne ändern müssen… naja wegen den Plänen die wir haben, zusätzlich dass der pinke General sowie seine Leute dabei drauf gegangen sind… würde ich sagen, dass ihr bis zu dem eigentlichen Krieg wieder mehr Zeit gewonnen habt.“ erklärte Sina.

„Spricht da die Stimme der Erfahrung?“ hakte Axel nach und Sina wiegelt unsicher den Kopf, bis sie zur Antwort kam.

„Hmm… ich habe eine Strategie entworfen, wie man auch mit einer kleinen Armee ein gesamtes Reich unterwerfen konnte, was auch funktionierte. Wichtig bei einem Krieg ist es, so viele Informationen zu haben wie möglich.

Dabei ist es natürlich wichtig, dass die Bevölkerung nicht darunter leidet, denn ohne Bauer, kein Brot oder?“ grinste Sina.

„Irgendwie… stelle ich mir einen Krieg gegen dich sehr… grauenvoll vor…“ murmelt Rose, die ihre Aufmerksamkeit auf das Gespräch lenkte.

„Wenn ich ehrlich bin, aber… ich war noch nie wirklich in einem Krieg gewesen. Ok, ich habe mal eine Armee voller Untoter niedergeschlagen, aber… einen Krieg stelle ich mir irgendwie anders vor… Epischer?… Viel Geschrei, Blut und Leiden.“ wurde Sina nun unheimlich.

„Leute…ich glaube wir kommen dem Spinnenwald näher.“ unterbrach Axel das Gespräch. Sofort widmen alle ihre Aufmerksamkeit nach vorne, wo Axel hinschaut.

Die Bäume wirkten… leblos kahl, dabei hingen mehrere große Fäden runter. Aber noch auffälliger ist die Stille, die scheinbar hier herrschte.

„Nur… eine Frage, aber Rose und Leena beherrschen die Magie um Gifte zu neutralisieren?“ kam die Frage von Sina.

„Erm… nein und du Rose?“ schüttelt die Magierin ihren Kopf und schaute die verängstigte Rose an, die ziemlich zitterte.

„Schon… aber… ist deren Biss nicht schon tödlich? So schnell wirkt der Gegengift dann auch nicht.“ erklärte die Heilerin.

„Weißt du was Rose? Du stirbst uns schon weg, wenn du die ersten dieser Spinnen siehst, das müssen wir ändern. Meine kleine Schwester hat bei einer meiner Freundinnen mit ihrer Magie auch ein Problem… angenehmer gemacht, hoffentlich kann ich das auch.“ nahm Sina eine Hand von Rose und setzte ihre Illusion ein.

Unsicher ob es funktionierte, setze Sina die Heilerin in eine Verzauberung, damit alles doch nicht mehr so schlimm ist. Erstaunt schaute Rose Sina an und merkte, dass etwas über ihren Körper kam, wo sie sich spontan losreißen wollte aber…

„Huh? Wieso… klopft mein Herz nicht mehr so wild?“ wunderte sich Rose und hielt die Hand weiter von Sina.

„Weil ich deinem Körper sowie Geist was vorgaukle, dass der Spinnenwald nun der schönste Ort für dich ist. Normalerweise… halte ich das für eine gefährliche Aktion, aber man kann auch durch Angst sterben.

Dir ist scheinbar was mit Spinnen passiert, dass du solch ein Trauma hast oder? Ich will darauf nicht herumreiten, aber du bist schon ein wichtiges Mitglied unsere Gruppe.“ erklärte Sina.

„So was… können Dämonen auch?“ wirkte Sakura interessiert und Sina nickte. „Ja, das können aber nur die von meiner Rasse. Ein Minotaure kann keine Illusionsmagie einsetzen, dafür hat er andere spezielle Fähigkeiten.“

„Nun… wieder was neues gelernt… Wie lange werden wir brauchen, bis wir… da lebend durchkommen?“ fragte Leena den Späher.

„Ehrlich? Keine Ahnung. Wenn ich die Karte so anschaue, müssten wir in drei Tagen auf der anderen Seite rauskommen. Aber… wenn selbst die SSS-Abenteurer sich weigern dort reinzugehen?“ wirkte Axel ein bisschen zweifelnd.

„Außerdem… wir sollen da mittendrin übernachten? Ich… habe immer noch keine Idee… wie ich drinnen ein Auge zubekommen soll.“ kamen auch die Zweifel von der Magierin.

„Habe schon in einem Orknest in einer Mine übernachtet. Außer dem Gestank hatte ich keine Probleme damit gehabt. Wenn ich euch den Rat geben kann, aber Spinnen sind ziemlich anfällig auf Feuer. Es dürfte mich nicht wundern, wenn Leena sogar sehr viel ihrer Magie einsetzen muss, um uns die Wege frei zu brennen.“ grinste Sina, die Rose weiterhin hält.

„Nun… besser wir gehen nun langsam rein, denn.. je eher wir… durch sind, desto schneller sind wir in Sicherheit.“ versuchte Sakura ihre Leute aufzumuntern.

„Lass… bitte nicht los Sina…“ bat Rose flüsternd. „Ohne… deine Hilfe… werde ich wohl meinen Kopf verlieren.“

„Keine Sorge, einfach in meine Nähe bleiben.“ nickte Sina der Heilerin freundlich zu, dann gingen sie in den Wald.

Vorsichtshalber haben Axel und Sakura ihre Schwerter gezogen, denn… sie wussten nicht, wie und wo die Monster angreifen werden.

„Sag… nur so interessehalber, aber könnten in diesem Wald auch Arachneen leben?“ kam die Frage von Sina.

„Erm… hoffentlich nicht.“ kam die spontane Antwort von Axel, der schon unheimliche Dinge über diese Monster gehört hatte.

„Aber unwahrscheinlich wäre es jetzt nicht. Das ist doch genau so ein Ort, den sie bevorzugen.“ meinte Leena.

Die Gruppe ging weiter und waren nun im eigentlichen Spinnenwald. Überall sah man weiße Bäume eingefädelt von Spinnenfäden, an den Baumkronen sah man Kokons, über dessen… Inhalt man nicht nachdenken wollte.

„Falls ihr es wissen wollt, aber ich fühle mich beobachtet.“ merkte Sina es an, die das Gefühl nicht mehr losbekam.

„Da… bist du nicht alleine. Es bringt aber nichts, nach ihnen zu suchen. Wir müssen den Weg weiter gehen!“ sagte Sakura entschlossen.

„Wenn es so einfach wäre… meine Stiefel… „kleben“ irgendwie immer auf dem Boden.“ war Axel leicht misstrauisch und behielt die Umgebung im Auge.

„Wisst ihr, mir geht die Stille auf den Zeiger. Wenn ich wenigsten etwas…“ wollte Sina was sagen, als sich eine große schwarze Spinne von einem der Bäume herunter seilte. Wenn die Dämonin sie beschreiben müsste, sah sie aus wie eine schwarze Witze, nur größer als ein ausgewachsener Hund.

Die anderen haben sie ebenso gesehen und warten ab, was diese… Spinne vorhat. Sie landete vor ihnen und… wirkte leicht neugierig auf die Beute, als Sina´s Vorahnung sich meldete. Sofort nahm sie Rose in den Arm und tritt Axel in die Kniekehle, sodass er nach hinten fiel, als ein Spinnenfaden an ihm vorbeigeschossen kam.

„Wir werden angegriffen! Los wehrt euch!“ weckte Sina sie von dem spontan Angriff. Axel versuchte von dem klebrigen Boden aufzustehen, als die schwarze Spinne schon auf sie zugerannt kam… Sakura stellte sich ihr in den Weg und griff mit dem Schwert an, aber scheinbar war das Monster viel agiler, als es den Anschein hatte.

„Konzentriere dich darauf, nicht da zuschlagen wo sie ist, sondern wo sie sich hinbewegen will!“ gab Sina der Anführerin den Tipp, während Axel vom Boden aufstand. „Sorry Kleiner, aber hätte nicht gedacht, dass sie direkt zum Angriff überging.“

„ … Trotzdem… danke.“ murmelt Axel, der auf dem Rücken viele Spinnenfäden kleben hatte. „Leute?! Da kommen noch mehr solcher Spinnen!“ fiel es Axel sofort auf.

„Dann auf? Tötet sie! Leena, setzt deine Feuerbälle ein, nun hast du genügend Ziele, deinen neuen Trick einzusetzen und scheiß drauf, wenn der Wald anfängt zu brennen.“ befahl Sina.

Dies ließ Leena sich kein zweites Mal sagen und schnipste mit dem Finger ihre Magie, dabei war es egal ob die Magierin traf oder nicht, denn das war eine Armee von schwarzen Spinnen, die auf die Gruppe zu rannte. Jeder Feuerball war ein garantierter Treffer, ob es gewollt war oder nicht.

Anhand des Tipps von Sina konnte Sakura ihre Spinne auch töten und widmete sich der nächsten, als sie Feinde von oben bemerkte. „Sina?“

„Ich weiß, um die wird sich Rose kümmern.“ meinte Sina, weil sie es auch bemerkt hat. Was sie störte war vor allem, wie organisiert die Spinnen kommen. Die erste Spinne war mehr oder weniger nur ein Köder gewesen, damit sie kurz abgelenkt waren. Nun waren sie umzingelt von Spinnen unterschiedlicher Größen und weitere kommen sogar von oben.

„Eh?! Aber…“ wehrte sich Rose. Sie wird auf einmal hoch geworfen, dass der Kopf von Sina zwischen ihren Beinen steckte.

„Kein Aber! Nimm deine magische Schleuder und schieß die ab, so haben sie die geringste Verteidigung! Du darfst dich nicht von deiner Angst kontrollieren lassen! Bekämpf dein… Trauma, was auch immer dir passiert ist, aber diesmal bist du nicht alleine!“ redete Sina von unten.

„Das was Sina sagt, wir werden das schon… irgendwie meistern!“ stimmte Sakura, als sie die nächsten Spinnen tötete.

„Ah ha ha ha ha verreckt ihr elenden Mistviecher!“ lachte Leena irre, sie hat das Gespräch nicht mitbekommen.

„Hoffentlich… achtet sie auf ihr Mana. Aber Sina hat recht, du bist nicht alleine!“ kämpfte Axel verschwitzt gegen die beweglichen Spinnen, aber seine Waffe war sehr effektiv gegen diese Monster.

Rose war den Tränen nahe, als sie am Oberschenkel geklopft wird. Sie schaute runter und sah eine Hand mit mehreren Kugeln. „Los, schießt sie ab.“ Die Heilerin nahm noch ein paar Atemzügen, dann nahm sie die Kugeln und schoss die Spinnen von den Bäumen runter.

Eine brannte, eine fiel als Eisblock, die dritte quietschte vor Schmerzen, bis sie qualmend runter fiel. Sina bückte sich immer wieder, um die… Erde oder was auch immer vom Boden hoch zu heben und zu Kugeln presste, damit Rose weiterhin Munition hatte.

Aber der Ansturm ließ nach, auch weil der Wald durch die Magie von Leena Feuer angenommen hat und sich ausbreitete. Diese Spinnen schienen aber keine Angst davor zu haben. „Sina, dreh dich um!“ befahl Rose und die Dämonin tat dies.

„Verdammt…“ fluchte Sina und holte Lazarus aus ihrem Inventar, denn es wurden nicht weniger Spinnen. „Klemm deine Beine fester, nun musst du deine eigenen Kugeln benutzen! Ich muss tatsächlich auch eingreifen.“

Es war schon eine bizarre Situation. Sakura kämpfte gegen die Spinnen und wich deren Faden Angriffen aus. Axel ist öfters gezwungen sich zu bücken, wenn sie ihn anspringen wollen. Dann war da die lachende Magierin, die weiterhin die größte Zerstörung anrichtete, aber man sah ihr an, dass die Mana langsam knapper wurde. Die Fernkämpferin saß auf einer Dämonin und schoss die Spinnen von den Bäumen runter, während Sina nun selber die Spinnen tötete.

Die Gruppe hatte jegliches Zeitgefühl verloren, keine Seite kam weiter, als Sina die erste Zeichen merkte, dass ihre Gruppe langsam im Nachteil war.

Leena fiel auf ihre Knie und atmete schwer. Sie hat ihre Mana fast an ihre Grenzen gesetzt. Rose meldete sich, dass sie bald keine Kugeln mehr hatte. Dann passierte es, Axels linker Arm wurde von einer der Spinnen mit einem Spinnenfaden getroffen und wurde mit einer Kraft gezogen, wogegen er schwer ankämpfte. Sakura merkte es, tötete schnell ihre Spinnen und rannte auf den Faden von Axel zu und durchschlug ihn.

„Sina!“ hörte man die Verzweiflung von Sakura und die Dämonin nickte. „Illusion auflösen!“ und eine große Aura kam von Sina raus. Sofort schrien die Spinnen und rannten von der Gruppe, schneller als sie gekommen sind.

Aber die Aura überwältige ihre Freunde, Axel musste sich auf einmal übergeben und Sakura ging schwitzend auf ihre Knie. Rose war sofort bewusstlos geworden, weil sie am nächsten an Sina war und Leena… schob sich zitternd von Sina weg.

„Scheiße…“ fluchte Sina niedergeschlagen.

Kapitel 272

Ich bin wiedergeboren und die hektische Flucht?

„Awwooooooo“ hörte jeder, das Monster ist scheinbar in der Nähe und sehr sehr hungrig. Nachdem Leena die Verzauberung aufgelöst hatte, konnte es wieder seine Beute riechen und ging sofort zur Jagd über.

Es stürmte von der Wüste aus mit einer Geschwindigkeit, die mit der Fluggeschwindigkeit von Sina mithalten konnte, bis es in einem Wald ankam. Dank seiner tierischen Instinkte konnte es auch sehr schnell seine Beute aufspüren, als es schon die ersten Dämonen sah und angriff.

Sofort entstand Panik unter den Dämonen die den Wolf sahen und zum Angriff übergehen, aber sie hatten von Anfang an keine Chance gehabt. Bevor auch nur einer von ihnen den Wolf angreifen konnte, sind sie gestorben.

„General! Wir werden von einem Monster attackiert, dass unsere Leute wie die Fliegen einen nach dem anderen tötet!“ rannte ein Vertrauter des Generals zu ihm hin.

„WAS?! Dann formatiert euch und nehmt es von allen Seiten in der Zange!“ kam der Befehl, aber das Geschrei der Dämonen hörte nicht auf, schlimmer, es kam sogar näher.

„Oi Pinky, wenn ich du wäre, würde ich alle Soldaten in Sicherheit bringen, denn dieses Monster seid ihr nicht in der Lage zu bekämpfen!“ kam die Warnung von Sina, die selber blass war.

„Verdammte Scheiße, Sakura scheint ja auch ein Magnet für Probleme zu sein…“ fluchte Sina in Gedanken und ging mit leichten Schritten zur Höhle zurück.

„Dieses Monster hat ja echt nicht lange gebraucht uns zu finden…“ zittert Rose am gesamten Körper, diese Aura kannten alle Gefährten ziemlich gut.

„Ich verstehe nicht, warum es uns überhaupt jagt. Den Grund von diesem Vampir kannten wir ja, aber was hat es mit dem Wolf auf sich?“ war Leena ebenso blass.

„Mir macht es mehr Sorgen, dass Sina ziemlich nervös ist, seitdem die Aura bei uns angekommen ist.“ zeigte Sakura auf Sina, die langsam zu ihnen zurückkam.

„Willst du mir sagen, dass es ein Gegner ist, den selbst Sina nicht bekämpfen kann?!“ fluchte Axel, der doch irgendwie gehofft hat, dass Sina auch dieses Monster gebändigt bekommt.

„Erteilt mir keine Ratschläge Verräterin!“ brüllte der General, aber er lag im Zwiespalt. Entweder er kümmert sich um seinen Auftrag, dessen Erfolgschancen bei Null sind oder er rettet seine Soldaten. Trozzon hat nur einen kleinen Teil seiner Armee mitgenommen, um Lilith zu fangen, weil er in seinem Übermut an einen sicheren Sieg geglaubt hatte.

„Mir egal, aber ich werde nicht hier sein, solange dieses Monster eine Gefahr für meine Freunde ist!“ war Sina entschlossen ihren Notfallplan umzusetzen. Dies haben auch die Gefährten in der Höhle gehört und wussten nicht, was sie davon halten sollten.

Aber das Monster tötet sich durch die Soldaten, als die ersten schon anfingen, vor ihm zu flüchten. Dies hinderte den Wolf aber nicht daran, sie zu jagen. Nein, es animierte ihn noch dazu, sie erst recht zu jagen.

„General, bitte! Wenn diese Einheit ausgelöscht wird, steht vieles auf dem Spiel!“ redete selbst der Vertraute auf Pinky ein. Scheinbar kam er zu einem Entschluss.

„Sag dem Rest der Armee unseren Standort, die sollen sofort herkommen, ich werde mich um das Monster kümmern. Die sollen aber… Lilith dort unter allen Umständen fangen!“

„Zu Befehl!“ salutierte der Vertraute und verschwand. Sina und Pinky starrten sich immer noch an, als der General sich zu dem Lärm bewegte.

„Möge der dunkle Gott zu euch stehen General Trozzon.“ meinte Sina das ehrlich. Der General stutzte kurz, dann ging er seinen Männer zu Hilfe, er brauchte nur dem Lärm zu folgen.. Die anderen Soldaten die um Sina standen, taten dasselbe und folgten ihm.

Sofort drehte Sina sich um und löste ihre Illusion auf. „Schnell! Wir haben nur die eine Chance!“ drängte Sina ihre Freunde.

„Was ist mit den Dämonen?!“ fragte Sakura, die ziemlich blass war, aber Sina beruhigte sie sofort. „Die werden sich um den Wolf kümmern. Hätte ich nur gewusst was es ist, hätte ich niemals diesen Plan umgesetzt.“

„Bitte?! Was ist denn mit dem Wolf, dass selbst du so nervös bist?“ fragte Leena, aber Sina schüttelt den Kopf. „Mach sofort wieder die Verzauberung auf euch, dass ist ein Problem, das eine sorgfältige Planung benötigt. WAS STEHT IHR NOCH RUM?! LOS LOS LOS!“

Axel ging als erstes aus der Höhle raus: „Dann folgt mir.“ und die Gefährtinnen nickten ihm zu, dann rannten sie alle.

„Kannst du den Zauber auch im Laufen benutzen?“ fragte Sina die Magierin, die aber den Kopf schüttelt, dann nahm die Dämonin ohne zu zögern sie auf den Arm wie eine Prinzessin.

„Eh?!“ staunte Leena. „Nun macht schon. Wenn wir ein Abstand zu diesem Monster haben, werde ich euch in Ruhe erklären, was es mit diesem Monster auf sich hat und warum ich unter keinen Umständen JETZT mit ihm kämpfen wollte.“ sagte Sina es in einem ruhigen Ton, aber man sah ihr weiter ihre Nervosität an.

„Auf diese Erklärung bin ich nun wirklich gespannt…“ murmelt Sakura, während Leena den Zauber wieder auf die Gruppe erneuerte…

Auf einmal spürte Sina, wie das Monster gegen etwas stärkeres zu kämpfen schien, denn seine Aura hat sich leicht verändert. „Schade, dass ich nie den Grund erfahren werden, warum deine Rüstung so pink war General.“ sagte Sina ein Stoßgebet für den General. Trotz das sie Feinde waren, aber eine Götterbestie ist und bleibt für viele nur Selbstmord.

Es vergingen viele Stunden, als Axel und Sina anhielten. Warum nur die beiden? Weil Sina Rose sowie Leena trug, während Sakura sich am Rücken von der Dämonen festhielt, weil sie einfach nicht mehr weiter rennen konnten.

„Ich… brauch eine Pause… hah… hah…“ keuchte Axel, der ziemlich blau im Gesicht war. Sina sah besser aus, aber musste selber schwer atmen. Wäre sie geflogen, hätte sie nicht das Problem, aber zu Fuß ist das dann doch eine andere Geschichte.

„Wir sollten vermutlich wieder genug Abstand genommen haben. Kannst du uns bitte erklären, was es mit dem Wolf auf sich hat? Wieso jagt er uns überhaupt?“ verlangte Sakura von Sina zu wissen. Sie so wie die anderen Frauen mussten sich ein bisschen bewegen, weil sie ziemlich verkrampft waren durch die lange Unbeweglichkeit.

„Hah… weil das kein Monster ist, sondern eine Götterbestie… Genau wie ich…“ atmete Sina schwer nach Luft, dabei fiel ihr der Schweiß vom Gesicht runter. Rose nahm ein Tuch und trocknete ihr Gesicht ab.

„Vielleicht ist es jetzt der Zeitpunkt zu erklären, was bitte Götterbestien überhaupt sind? Ich… wir haben noch nie von ihnen gehört.“ forderte dies Leena.

„Götterbestien sind die ältesten und stärksten Monster auf der Welt, erschaffen von den Göttern persönlich. Alle sind einem Element zugehörig, zum Beispiel Feuer, Erde oder Wind. Dieses Element können sie mit einer Zerstörungskraft einsetzen, was einen Kontinent verändert.

Bevor ihr euch fragt, ja ich bin auch eine und bin vermutlich die jüngste von ihnen. Dies habe ich bekommen, als ich… erm… die fliegende Feuerschlange getötet habe. Ich… war fast zweimal im Kampf gestorben, bis ich es besiegt habe und habe als… „Belohnung“ seine Rasse sowie seine Fähigkeiten bekommen. Bis auf die… Feuerflügel hätte ich auf den Rest liebend gern verzichtet.

Und bevor die nächste Frage kommt, aber einen Kampf wollte ich zu dieser Zeit um jeden Preis vermeiden, damit ihr nicht mit reingezogen werdet. Mir sind zu wenig Informationen über ihn bekannt, dazu muss ich dieses Vieh an einem Ort bekämpfen, wo keine anderen Personen mit hineingezogen werden.

Ich habe erst zwei dieser Viecher getötet, so wie ich es damals versucht habe zu erklären, aber selbst… ich bin bei diesem Monster sehr vorsichtig.“ erklärte Sina, während sie langsam wieder zu Atem kam.

„Und… warum jagt es uns? Der Vampir war ja so großzügig gewesen, den Grund zu erklären.“ hakte Sakura weiter.

„DAS weiß ich nicht. Vielleicht habt ihr ihn im Schlaf gestört oder so, keine Ahnung. Mit diesen Wesen kann man ja leider keine Gespräche führen, daher würde ich mir darüber nicht den Kopf zerbrechen.“ zuckte Sina mit ihrer Schulter.

„Aber… du wirkst, als wüsstest du wer das ist oder?“ kam die Frage von Rose und Sina sah aus, als würde sie sich lieber die Zunge abbeißen wollen.

„Mit… hoher Wahrscheinlichkeit Cimmeris der Schattenfresser. Winda fliegt im Himmel, Dogma hinterlässt keine Zerstörung, somit kann ich ihn auch ausschließen. Die Restlichen passen nicht zum Schema, wenn das ein Wolf sein soll.“ murmelt Sina.

„Schattenfresser? Keine Ahnung was das sein soll, aber dieser Wolf… wirkte auch mehr, als wäre es ein Schatten als ein richtiger Körper… also es kamen viele schwarze Rauchfaden von seinem Körper hoch.“ kramte Leena in ihrer Erinnerung.

„Das Problem ist, dass dieses Monster nie offiziell getötet wurde.“ sagte Sina es sehr betont und schaute Sakura an, die nun sehr blass wurde im Gesicht.

„Wie… meinst du das? Scheinbar ist es doch bekannter, als es den Anschein hat?“ wundert sich Axel, der selber wieder ausgeruhter ist.

„Hmm… wie soll ich es erklären. Es ist einfach verschwunden versteht ihr? Man hat nie seinen Leichnam oder sonstige Beweise gefunden, ob es noch lebt oder nicht.“ war Sina vorsichtig mit ihrer Erklärung.

„Scheinbar haben wir es nun wieder gefunden und es war… ziemlich lebendig, dass hast du ja nun selber zu spüren bekommen.“ meinte Rose nur.

„Aber du würdest es trotzdem bekämpfen oder Sina?“ fragte Sakura nun geheimnisvoll.

„ … Ja ich werde es bekämpfen, wenn der richtige Zeitpunkt kommt.“ nickte Sina nach kurzer Überlegung.

„Dann wissen wir nun, was das für ein Monster eigentlich ist. Glaube, die Pause sollten wir nun beenden und weiter…zu unserem Ziel gehen.“ erklärte Axel nun niedergeschlagen.

„Welchen… Weg gehen wir nochmal?“ traute Rose sich nicht zu fragen, bekommt aber die Antwort schon dadurch, dass Axel sein Kopf wegdrehte.

„Nein… Nein… NEIN!“ schüttelt Rose nun Sakura am Kragen, die nun selber staunen musste, welche Kräfte sich entwickeln, wenn Angst im Spiel ist.

„Doch, du hast doch gehört, was der pinke Kerl gesagt hat. Das die restliche Armee uns nun jagen soll. Wenn die ihre geflügelten Einheiten ebenso einsetzen, wird das die… höllischte Flucht sein, die wir je haben werden.“ beruhigte Sakura Rose.

„Wenn… das für dich so ein Problem ist, bleibst du einfach in meiner Nähe. Ist… zwar schade, dass du die Viecher nicht tötest, aber dann werde ich dich solange beschützen.“ bot Sina an.

„Ein besseres Angebot wirst du vermutlich nicht bekommen, aber die Anführerin hat den Weg entschieden oder?“ versuchte Leena die Heilerin zu beruhigen. „Außerdem haben wir… den… Vorteil? Sobald wir den Spinnenwald irgendwie… „lebend“ durchqueren, kommen wir direkt in die Nähe menschlicher Siedlungen, die sich gegen Dämonen wehren können.

Rose sah immer noch aus, als würde sie lieber mit den Dämonen kämpfen wollen, aber letztendlich akzeptierte sie ihr Schicksal.

„Dann… werde ich solange bei Sina bleiben, bis… wir… den Wald durchquert haben…“ war Rose niedergeschlagen. Sina fragte sich selber, ob das wirklich nur eine Angst war oder ob da mehr dahinter steckte.

„Ok, bis zum Wald brauchen wir noch ein paar Tage…“ teilte Axel es noch mit, dann ging die Gruppe gemeinsam weiter…

Währenddessen kämpfte der pinke General gegen den Wolf. Der General wusste nicht, was er von diesem Monster halten sollte, aber alle seine Angriffe gingen immer nur ins Leere und wusste genau, dass dieser Wolf nur mit ihm spielte.

„Ich werde meine Männer dafür rächen, dass du sie getötet hast!“ knurrte Trozzon. Was dem General aber auffiel, war die große Narbe über der Stirn des Monsters. Scheinbar war jemand in der Lage gewesen ihn zu verletzen.

Dann griff der Wolf den General an, scheinbar war er von dem Spiel müde geworden und wollte es beenden. Mehrere schwarze Bälle flogen aus dem Maul des Wolfes, die auf den General zuflogen. Dieser wollte ihnen ausweichen, aber er hörte damit auf, als Trozzon merkte, dass er niemals das Ziel war…

Die Magie flog nämlich auf seinen Schatten und zerstörte seinen Schattenkopf, was seinen echten Kopf ebenso zerstörte. In dieser Welt gibt es eine feste Regel. Der Schatten ist an seinem Körper gebunden und gezwungen, dem Körper überall zu folgen, egal welche Bewegungen dieser auch macht.

Aber was passiert mit dem Körper, wenn der Schatten zerstört wird? Das Gesetz in dieser Welt verlangt, dass der Körper sich dem Schatten anpassen muss. Das ist die wahre Macht von Cimmerris, dem Schattenfresser.

Mit seiner geheimen Kraft ist ihm keiner ebenbürtig, denn niemand kann seinen Schatten auf Dauer vor ihm schützen. Freudig ruft er seinen Wolfsruf raus, dass jeder seinen Sieg mitbekommt und wurde dann wieder sauer, dass er seine Beute wieder verloren hat.

Eine seiner Vorderpfoten streichelte über die Narbe, die er von diesem Schwertkämpfer bekommen hat.

„Grrrrr…“

Kapitel 271

Ich bin wiedergeboren und die pinke Dose?

Alle starrten zu dem Eingang der Höhle, während Sakura Sina direkt anschaute. „Keine Ahnung, aber die Illusion steht noch.“ erklärte Sina sofort, während sie das magische Schwert nahm.

„Ihr bleibt hier, ich werde mir anschauen, was da los ist. In der Zeit… solltest du zu einer Entscheidung kommen Sakura.“ sagte Sina mit einer ernsten Stimme, dann verschwand sie zum Eingang.

Sina ging langsam zum Eingang und schaute vorsichtig raus. Überall standen Dämonensoldaten mit ihren Waffen, in der Luft flogen die geflügelten Dämonen. Einer stach von allen ziemlich raus, weil er eine… „Was zum Geier trägt der denn für eine Rüstungsfarbe?!“ staunte Sina.

Eine große Ritterrüstung, die ebenso große Flügel hatte. Sina konnte nicht ausmachen, zu welcher Rasse der Typ gehört, noch wie er aussieht, aber das ist vermutlich der Anführer der Dämonen hier, nur… warum ist der Ritter komplett in pink?!

„ICH SAGTE: KOMMT RAUS! WIR WISSEN DAS IHR DRIN SEID! MEINE SPÄHER HABEN MIR VON EINEM SELTSAMEN FUND BERICHTET!“ schrie die Ritterrüstung.

„Haben wir… irgendetwas um den Eingang zu verbarrikadieren?“ fragte Sina nach hinten, aber alle schütteln ihre Köpfe.

„WIR GEWÄHREN EUCH EINEN SCHNELLEN TOD, NUR „LILITH“ WIRD IHN LANGSAM UND QUALVOLL BEKOMMEN!“ schallte die Ritterrüstung weiter.

„Also… kamt ihr zu einem Entschluss? Solange überlege ich, wie wir diesen… „pinken“ Spinner dort austricksten können. Aber auf meine Illusionen kann ich nicht zurückgreifen, der kann sie scheinbar erkennen.“ warnte Sina.

„Erm… Spinnenwald? Aber was willst du machen? Wie sieht es denn draußen aus?“ sagte Sakura und fragte nach dem Stand der Dinge.

„Nun… sobald einer von uns rausgeht, wird der… ah, vermutlich von Pfeilen und Bolzen getötet. Die Fernkämpfer habe ich in der Menge nicht gesehen.“ grinste Sina.

„Na super… Wusste nicht, dass eine Höhle mein Grab sein wird.“ fluchte Axel, er hatte sich das etwas anders vorgestellt.

„Sag… was mich ein bisschen wundert, aber… der Wolf. Der hätte uns doch eher angreifen müssen, als der Vampir oder nicht? Habt ihr irgendetwas gemacht, dass er euch nicht findet? Seit ich mit euch reise und die Geschichte von Sakura erfahren habe, hätte ich ja mit einem baldigen Treffen mit ihm gerechnet, aber nichts passiert. Dabei haben Wölfe eine verdammt gute Nase.“

„Ja, ich habe auf uns eine Verzauberung gemacht, dass er uns nicht mehr finden beziehungsweise riechen kann, auf Befehl von Sakura. Scheinbar… hat es tatsächlich geholfen.“ erklärte Leena verwundert. „Wieso kommst du jetzt darauf?“

„Löse den Zauber auf.“ grinste Sina böse.

„Huh?! Bist du wahnsinnig? … Ah Entschuldigung, das ist ja dein zweiter Name. Kannst du erklären… warum der Wolf uns helfen soll oder so? Der könnte auf der andere Seite der Welt stehen!“ reagierte Sakura erbost.

„Das war jetzt aber gemein. Aus… welchen Gründen dieser Wolf euch jagt, aber warum nutzen wir das nicht einfach aus? Die draußen werden nichts machen außer große Töne spucken, soll er sich doch an ihnen vergnügen.“ lächelte Sina.

„Verstehe… du willst, dass dort draußen ein Chaos ausbricht und wir mittendrin versuchen zu entkommen. Wenn wir Glück haben, bringen sie sich beide um.“ verstand Rose den Plan.

„Das muss Sakura entscheiden. Dabei weiß ich nicht mal, wer schlimmer ist, der Wolf oder die Dämonen da draußen.“ teilte Leena ihre Meinung mit.

„Kannst du nicht einfach rausgehen und sie alle töten wie du es im Lager gemacht hast?“ wundert sich Axel.

„Sehe ich aus wie eine Massenmörderin, die ihr eigenes Volk abschlachtet? Ich habe eine dämonische Erziehung hinter mir, weswegen ich kein schlechtes Gewissen hätte, aber irgendwo muss man sich auch selber die Grenzen setzen.“ kam die Antwort von Sina.

„Löse… die Verzauberung auf, aber du solltest auch einen anderen Plan vorbereiten Sina. Wir wissen doch nicht mal, wo dieser Wolf sein wird.“ befahl Sakura. Leena seufzte und tat dies wie geheißen, während Sinas Grinsen nur breiter wurde.

Auf einmal wurde die Höhle erschüttert, scheinbar hat jemand von draußen seine Magie eingesetzt. „DAS WAR EIN WARNSCHUSS! WENN IHR NICHT GLEICH RAUSKOMMT, WERDEN WIR DIE HÖHLE ZUM EINSTURZ BRINGEN!“

„Der Zauber wurde aufgelöst, aber keine Ahnung, ob der Wolf überhaupt noch Interesse hat, uns zu jagen!“ war Leena sehr nervös, die Höhle entwickelt sich immer mehr zu einer Todesfalle.

„Nicht schlimm. Ich werde uns ein bisschen Zeit schinden, Axel sollte solange die Karte studieren, wie wir schnell zu diesem Spinnenwald kommen.“ beruhigte Sina ihre Gefährten.

„Was?! Warte Sina!“ wollte Sakura ihre dämonische Freundin aufhalten, aber da war Sina schon nach draußen gegangen.

Alle Dämonen hielten ihre Waffen fester, die Fernkämpfer nahmen Sina ins Visier, aber mussten bei ihrem Aussehen doch paar mal blinzeln. Eine Sukkubus mit einer Rüstung, die viele Totenschädel hatte die in einer scharlachroten Farbe getönt sind.

„Hi Jungs, ich habe nur ein Nickerchen in der Höhle gemacht, kann man nicht einmal seine Ruhe haben?“ grüßte Sina unbeeindruckt durch die vielen Soldaten.

„Eurem Aussehen nach seid ihr Lilith oder?“ fragte die pinke Ritterrüstung, selbst dieser musste einmal schlucken, als er die… Präsenz von Sina wahr genommen hatte. Das ist nicht irgendein normaler Dämon, dass wusste er sofort.

„Nehmen wir mal an, ich wäre das. Was dann? Wer seid ihr überhaupt?“ kam die Gegenfrage von Sina.

„Ich bin General Trozzon. Seine Majestät hat mich geschickt, damit ich euch abfange. Schämt ihr euch eigentlich nicht, Hand gegen euer eigenes Volk zu erheben und sich mit Menschen zu verbünden?“ stellte sich der Dämon vor.

„In keinster Weise. Wenn ihr auf Gift zurückgreifen müsst, um einen Sieg gegen die Völker von Alliancia zu erreichen, dann habt ihr jegliche Ehre verloren.“ lächelt Sina.

„Gift? Was seine Majestät auch für Pläne hatte, aber wenn er mir das befielt, werde ich das einsetzen ohne zu fragen!“

„Tja… wie geht es dem Kleinen aus dem anderen Lager? Hat er meinen letzten Angriff überlebt? Der war ja mal ätzend.“ war Sina ein bisschen neugierig und ein großes Getuschel entstand auf einmal unter den Dämonen.

„D… den Kleinen?“ war Trozzon scheinbar ein bisschen überfordert mit der Frage. „Eine Intelligenzbestie scheint dieser General ja nicht zu sein.“ dachte Sina spontan.

„Illusion: Nervensäge. Dieser Kerl hier. Egal wie oft ich ihm in die Fresse geschlagen habe, aber er stand immer wieder auf. Da hat der Dämonenkönig aber einen ziemlich starken General zur Seite.“ setzte Sina ihre Magie ein.

Alle reagierten erstaunt. Nicht unbedingt weil Sina gezaubert hat, sondern wer die Person ist, den Sina meinte.

„Aber… ihr habt mit ihm gekämpft?!“

„Sicher das. Nun wollte ich meine Neugier befriedigen, ob er noch lebt oder nicht.“

„ER… hat mir den Befehl gegeben, euch zu jagen.“ knurrte Trozzon wütend, aber auch leicht unsicher, dass ein anderer Dämon es mit dem König aufgenommen hat.

„Oha? Dachte Generäle sind alle auf einer Stufe? Dann muss der Typ ja wirklich eine große Nummer unter euch sein. Aber anhand eurer Antwort hat er tatsächlich meinen Angriff überlebt, das mit meiner stärksten Fähigkeit? Wäre die erste Person, die das geschafft hat.“ war Sina mit der Information ein bisschen genervt.

„Was… sagt sie da?“ „Aber wenn sie mit IHM gekämpft hat?“ „Habe gehört, dass ER keine Chance gegen sie hatte.“ „Was wird der General nun machen?“

Alle Dämonen unterhielten sich lautstark, eine Disziplin war nicht zu sehen. Dies machte Trozzon so wütend, dass er eine Hand gen Himmel streckte und eine laute Explosion machte.

„SCHWEIGT! Ich überlasse euch die Wahl. Lasst euch freiwillig verhaften oder ich werde nachhelfen.“ knurrte der General.

„Also wenn dieser General es nicht geschafft hat, mich zu besiegen, wirst du pinke Dose das bestimmt nicht schaffen. Nicht in diesem Leben.“ provozierte Sina.

„Wow… sie hat es gesagt.“ „Endlich spricht es jemand aus.“ „Sie hat größere Eier als jeder andere Dämon!“

„Sina weiß wirklich, wie man jemanden beleidigen kann.“ flüstert Rose. Alle Gefährten von Sina haben sich zum Höhleneingang geschlichen, um selber zu sehen was Sina tat.

„Aber… warum ist dieser Typ so… pink? Was stimmt mit ihm nicht?!“ staunte Axel.

„Die Rüstung… ist aber mit sehr starker Magie gefüllt. Sina sollte aufpassen, zumindest meiner Meinung nach.“ gab die Magierin ihren Kommentar ab.

Sakura sagte nichts, aber ist tierisch nervös, ihr Herz klopft wieder sehr wild. „Hoffentlich… weißt du was du tust.“ dachte die Heldin.

„Wie… könnt ihr es wagen?!“ schrie der General wütend und holte ein Großschwert, größer als er aus seinem Inventar…

„Wieso ist das Ding auch in Pink? Hast du einen Fetisch nach dieser Farbe oder wie?“ traute Sina ihren Augen nicht.

„Das werdet ihr nicht verstehen. Nun denn, dann werde ich euch wohl mit Gewalt festnehmen! Die anderen werden sich heraushalten, sie haben keine Chance gegen euch!“ befahl der General. Sina hielt das andere magische Schwert, auch Blitzschwert vor kurzem getauft und ist gespannt, wie es sich macht.

„Nur zu, ich werde nicht vor dir wegrennen.“ lächelt Sina und machte mit ihrer freien Hand eine „Komm-doch“ Geste.

Dies ließ der General sich kein zweites Mal sagen und stürmte auf Sina zu, dabei schlug er mit seinem Großschwert nach Sina.

„Bin ich das jetzt oder… ist der Pinky… sehr langsam?“ wundert Sina sich, die das mehr oder weniger in Zeitlupe sieht.

Dann kam der Schlag vom Großschwert, den Sina mit ihrem Schwert parierte. Das „Blitzschwert“ machte seinem Namen alle Ehre, denn Trozzon schrie laut auf, als er unter Strom stand. Blitze wanderten von dem Schwert von Sina zu der Waffe des Generals sowie in die Rüstung.

„Tja… Metall leitet und da du ja scheinbar eine wandernde Rüstung bist, wundert mich das nicht so wirklich, dass mein magisches Schwert ziemlich fies sein kann.“ kichert Sina. Sofort nahm der General von Sina Abstand und man hörte ihn schwer atmen.

„Beim dunklen Gott, was für eine Waffe ist das?!“ knurrte Trozzon wütend, dabei hatte er noch mit seinen Schmerzen zu kämpfen.

„Ein Geschenk aus dem alten Lager. Man hat mir gesagt, dass die Verzauberung auf diesem Schwert so heftig war, dass es selbst den Träger angreift, aber wie ihr seht? Was ist los? Der andere General hatte mehr einstecken können!“ kam die nächste Provokation.

Diesmal griff der General nicht mit dem Schwert an, sondern setzte seine Magie gegen Sina ein, dabei hob er seine freie Hand nach Sina und ein großer Feuerball kam auf Sina zugeflogen.

Sina gähnte nur und schlug den Feuerball mit ihrem Flügel zurück zum General, schneller als dieser den Zauber eingesetzt hat. Man hörte ihn wieder laut aufschreien, überall herrschte Unglauben, wie Sina einfach die Magie zurückwarf.

„Könntest du das auch Sakura?“ kam die Frage von Rose, aber die Heldin schüttelt den Kopf. „Kein bisschen, wüsste nicht mal, wie ich es als Mensch machen sollte.“

Der General hatte nach diesem Angriff eine kniende Position eingenommen, aus seiner Rüstung kam Rauch raus, aber interessanterweise hat die Magie an der Farbe nichts angerichtet.

„Also… wenn ihr schon nach ein paar Schlägen so aus der Puste seid, frage ich mich doch ernsthaft, wie ihr ein General geworden seid. Bestimmt nicht wegen euer Stärke, vermutlich hat der Dämonenkönig euch nur befördert, damit er immer was zu lachen hat, wenn er euch „Pinky“ kommen sieht.“ grinste Sina und könnte schwören dass mehrere Personen in ihrer Nähe ein lautes „Pff“ von sich gaben.

„Wieso… lehnt ihr euch gegen uns auf? Mit eure Stärke…?“ keuchte Trozzon, fieberhaft am überlegen, wie er Sina angreifen kann. Solange sie das Schwert hielt, sind Angriffe mit seinem Schwert undenkbar und die Magie… scheint sie auch ohne Probleme wegschleudern zu können, wie… ein Dämonenkönig.

„Mit meiner Stärke könnte ich vermutlich vieles, aber das tue ich nicht. Aufgrund eines Unfalls bin ich in einer Wüste gestrandet und wurde von den Menschen gerettet. Es ist eine Frage der Ehre, dass ich diese Schuld zurückzahlen muss, egal in welcher Form.“ erklärte Sina nüchtern als…

Alle spürten es… eine Aura, die immer näher kam und stärker wurde. Alle Dämonen wurden sofort unruhig, denn sie wussten nicht was kam, aber sehr wohl Sina.

„Das… darf doch nicht wahr sein… eine Götterbestie?“

Kapitel 270

Ich bin wiedergeboren und erm…?

Axel hat die Höhle in der Dunkelheit irgendwie gefunden, die glücklicherweise leer war. Sina fragt sich, ob der Späher auch die Fähigkeit „Nachtsicht“ hatte, denn sie sind in der Dunkelheit nur durch Mondlicht gewandert.

Der Höhleneingang war so klein, dass Sina mehrere große Büsche geschnitten hat, um den Eingang zu verstecken, denn nun haben sie eine Armee voller Dämonen am Hals. Da werden sie jeden Schlaf brauchen.

Sina konnte immer noch nicht einschlafen, daher hat sie vorerst die erste Wache übernommen. Die Menschen fielen sofort in einen tiefen Schlaf, ein Zeichen das die Aktion doch mehr an ihren Kräften gezehrt hat, als sie dachten.

„Irgendwie… ist es dieses Abenteuer, was ich mir von Herzen gewünscht habe, als ich die Novells, Mangas und Animes gesehen habe. Nur nicht als Dämon oder so.“ schmunzelt Sina in Gedanken.

„Ob die Zeit meines Verschwindens in der Zukunft ebenso weiter geht? Hoffentlich machen sich die anderen nicht solche Sorgen, wobei… ich sollte aufhören zu denken, wenn ich in der Vergangenheit hocke.

Einerseits bereue ich es… das ich diese Geschichte von Sakura nicht kenne, aber… andererseits ist es auch nicht schlecht, weil ich dann ungezwungen in meinen Handlungen bin. Hoffentlich werden wir bei der Rückreise… naja für mich ist das eine normale Reise, nicht zu viele Probleme bekommen.“

Der Problemgott hat mitbekommen, das Sina scheinbar noch Kapazitäten hat und ist natürlich darüber erfreut, ihr behilflich zu sein für die nächste Zeit.

Am nächsten Morgen wurde Sakura wach und reagierte erschrocken, dass alle, auch Sina noch im Tiefschlaf waren. Sie wollte sofort alle wecken aber… bei den schlafenden Gesichtern, schluckte sie ihre Tat runter.

„Darüber werden wir noch sprechen Sina…“ machte Sakura eine Notiz in ihre To-Do-Liste, dann seufzte sie. „Scheinbar hatten wir alle den Schlaf benötigt.“

Leise schlich die Heldin an ihren Freunden vorbei. Dann nahm sie Sina genauer in Augenschein. „Wenn man ihre Flügel ignoriert, sieht sie wirklich aus wie ein Mensch… warum hat ihre Rasse immer so große Brüste…“ bildete sich eine Zornesader auf der Stirn von Sakura, während sie an ihre eigene Statur dachte.

Kopfschüttelnd wollte Sakura nun die Büsche beiseite schieben, als sie auf einmal nach hinten gezogen wird. Sie wollte direkt schreien, aber eine Hand auf ihrem Mund verhindert das.

„PSSS!“ zischte eine Stimme hinter ihr, es war die von Sina. „Wir sind nicht alleine!“ flüstert Sina dies in Ohr.

„Hmmm?!“ wollte Sakura was sagen, bis die Warnung von Sina endlich bei ihr ankam. Sie hörte auf sich zu wehren und nickte, dass sie verstanden hat. Die Dämonin ließ sie los, als Sakura nun auch die andere Präsenz von draußen wahrnahm.

„Sicher… das diese Gruppe hier vorbeigelaufen ist? Am Fluss? Hier sind nicht mal Tiere!“ beschwerte sich eine Dämonenstimme.

„Gut das ich von uns beiden der Denker bin. WENN ich ein Mensch wäre, würde ich mir ein Versteck suchen, um zu warten, bis die Gefahr gebannt ist. Schau… wenn du genauer hinschaust, sind hier Fußspuren, also sind sie definitiv hier vorbeigegangen!“ erklärte eine genervte Stimme.

Sina sowie Sakura zogen ihre Schwerter, bereit die Eindringlinge zu töten. Die Heldin schwitze sehr nervös, während Sina um ihren Schlaf betrogen wurde. Wenn die beiden „Dämonen“ ihre Präsenz versteckt hätten, wäre es wohl schlimmer ausgegangen, aber Sina wurde von ihrem „Lehrer“ dazu gedrillt, einen leichten Schlaf zu haben, wenn man im Feindessgebiet ist.

„Was sollen wir tun?!“ fragte Sakura, aber Sina legte nur ein Finger auf dem Mund und schüttelt den Kopf.

„Also… hier hören die Spuren auf. Sieht so aus, als währen sie die Wand hochgeklettert.“ mutmaßte einer der Späher vor dem Eingang.

„Hmm… Unwahrscheinlich. Menschen sind ja vieles, aber nicht unbedingt dumm. Denk an die Schlacht an der Brücke. In ihrer Verzweiflung haben sie die Brücke in der Luft gejagt, was dann für Fußsoldaten ein Problem war, aber nicht für unsere geflügelten Einheiten. …. Hmm? Was ist das?“ wirkte der andere Späher etwas neugierigerer.

Eine Hand kam aus dem Büschen, Sakura wollte schon zuschlagen, aber wieder hindert Sina sie daran. „Illusion: Natürliche Felsmauer!“ flüstert Sina und vor ihnen erschien eine Illusion. Den Zauber hat sie so umgesetzt, dass die Späher eine Wand sehen, während sie mit Sakura sie trotzdem beobachten können.

Der klügere Dämon riss nun die Büsche von dem Versteck runter und man sah einen leicht gekleideten Dämon, der eine Axt an der Seite trug. Immer mehr Büsche holte er raus und warf sie beiseite.

„Siehste… nur eine Mauer. Dabei hast du doch gesagt, dass Menschen nicht dumm sind. Das war nur ein Ablenkungsmanöver!“ nörgelte der erste Späher wieder.

„GNRRR verdammt! Lass uns woanders weiter suchen!“ ging der zweite Späher vom Eingang weg zu seinem Kumpel, dann verschwanden sie komplett außer Sicht.

„Puh… warum… hast du ihn nicht umgebracht?“ fragte Sakura, die nun ein verschwitztes Gesicht hat, dabei behielt sie weiterhin den Eingang im Auge.

„Weil wir damit die Aufmerksamkeit aller bekommen hätten. Sie werden jetzt viel organisierter vorgehen. Wenn wir sie getötet hätten, wüssten die Organisatoren sofort Bescheid, wenn ihnen ein paar Späher fehlen und suchen die Gegend noch entschlossener ab.“ erklärte Sina, die ihr Schwert zurücksteckte. „Zeit die anderen zu wecken, der Schönheitsschlaf ist nun vorbei.“

Unsanft wurden Rose, Leena und Axel geweckt, die sehr schnell wach wurden, als sie auf den neuesten Stand der Dinge aufgeklärt wurden.

„Verdammt und zugenäht, das war irgendwie zu erwarten.“ fluchte Axel direkt los und holte seine Karte heraus.

„Wenigsten sind wir nun ausgeruht. Wenn jemand das Frühstück machen könnte, sind wir auch gestärkt für die Aktionen.“ schlug Sina vor.

„Wie kannst du in diesem Moment ans Essen denken?“ wundert sich Rose, die etwas blass aussah und Leena ihr zustimmend nickte.

„Weil wir jetzt jede Energie brauchen. Wir haben alles, was die Dämonen definitiv wieder in ihren Besitz bringen wollen und das um jeden Preis. Da können wir uns nicht vernachlässigen, sondern müssen ausgeruhte Körper haben.“ erklärte Sina ruhig.

„Klingt einleuchtend, aber ob ich was runter bekomme?“ holte Rose einiges an Proviant aus ihrem Inventar raus.

„Musst du dich halt zu zwingen. Aber damit hättet ihr ja rechnen müssen, selbst wenn… ich nicht dabei gewesen wäre.“ nahm Sina auf dem Boden platz.

„Nun… nein, nicht wirklich. Wir wären wieder heimgekehrt, ohne das die Dämonen uns nun jagen.“ meinte Leena trocken.

„Also… bei diesen Umständen müssen wir anders vorgehen. Gut das vor uns in der Nähe ein Wald ist, wo wir uns unter den Bäumen verstecken können, aber das bleibt ja nicht auf Dauer. Ich… sehe zwei Wege, wie wir es eventuell schaffen könnten, so nah wie möglich an eine von unseren Stellungen zu kommen.“ kam Axel mit ein paar Ideen.

„Lass hören, momentan sind wir noch sicher.“ freute sich Sakura, die ein Stück trockenes Brot isst, das sie von Rose bekommen hat.

Axel legte seine Karte vor die Damen um ihre Flucht zu erklären: „Wir sind ungefähr hier. Das wir die Höhle genutzt haben, war eine sehr gute Idee, weil mir es hilft unseren Standort zu lokalisieren.

Dort ist der Wald, den ich angesprochen habe, aber wie ihr seht, ist er nicht wirklich groß. Wenn… wir diese Strecke zu dem Wald gehen, wäre es theoretisch der kürzeste Weg, aber wir würden sofort von den Dämonen gesehen werden, weil alles von hier… bis hier Flachland ist.

Keine Versteckmöglichkeiten oder ähnliches. Also eine Strecke, die einerseits schnell sein kann, aber dafür umso gefährlicher.

Die andere Strecke geht noch weiter in den Norden. Dort soll es… keine Ahnung wie ich es beschreiben soll, aber haufenweise von Steinsäulen, zerrissenen Landschaften mit vielen Höhlen geben. Wir werden… vermutlich nicht drum herum kommen, mehrmals klettern zu müssen.

Diese Strecke braucht bestimmt länger, aber da haben wir die Landschaft zu unserem Vorteil, zusätzlich soll es eine kleine Siedlung geben, wo Zwerge leben.

Letztendlich muss Sakura dies entscheiden, welche Strecke wir gehen werden, denn die Dämonen werden uns so oder so folgen.“ erklärte Axel.

„Puh… irgendwie änderst du dich auch immer mehr oder Axel? Also im positiven Sinne.“ lächelt Sakura zufrieden. Axel wurde rot im Gesicht und schaute verlegen weg, dabei kratzte er sich am Hinterkopf. „Erm… danke. Normal hat das… Markus alles gemacht, also… musste jemand die Aufgabe übernehmen oder?“

„Stimmt… ich bin froh, dass du es übernommen hast, denn da fühle ich mich und für unsere Gruppe in sicheren Hände.“ meinte Sakura es sehr ernst.

„Amen. Was ist eigentlich dieses Gebiet?“ zeigte Sina mit ihrem Finger auf einen roten Fleck. Außer Sakura wurden alle… ein bisschen blass.

„Das… ist der Spinnenwald. Der sieht so rot aus, weil die Gegend als höchste Gefahrenstufe bezeichnet wird. Warum willst du das so genau wissen?“ fragte Axel misstrauisch.

„Weil ich es nicht wusste? Was genau macht den Spinnenwald so gefährlich? Ist es die Masse der Spinnen, ihre Gifte oder Größe?“ wundert Sina sich.

„Sie sind groß, giftig und kommen immer in Massen. Der gesamte Wald ist mehr oder weniger ein Monsternest. Gerüchteweise weigern sich sogar die SSS-Abenteurer dort reinzugehen.“ erklärte Leena nun.

„Dann ist das doch der richtige Ort für uns.“ nickte Sina lächelnd.

„NEIN! Alles, aber nicht der Spinnenwald!“ wurde Rose richtig blass im Gesicht.

„Wieso nicht? Die Dämonen werden den Wald bestimmt auch kennen und am allerwenigsten erwarten, dass wir dort rein marschieren werden. Außerdem hat es den Vorteil, dass ihr dort alle stärker werden könnt.

SELBST wenn uns die Dämonen folgen werden, müssen sie sich ebenso durch die vielen Spinnen kämpfen. Ich sehe in diesem Weg nur Vorteile.“ argumentiert Sina.

„Das kannst auch nur du sagen. Der tödlichste Weg mit den meisten Vorteilen.“ antwortete Leena sehr trocken. „Du wirst da vermutlich lachend reingehen, aber bedenke, dass der Wald nicht umsonst eine gefährliche Gegend ist. Ich wusste nicht mal, dass wir diesem Wald schon SO nah sind.“

„Seid ihr fertig mit eurem Geheule? Letztendlich muss es ja Sakura entscheiden oder?“ rollte Sina mit ihren Augen.

„Danke, nun machst du es mir wirklich nicht einfach… Hört sich ja fast an wie in einem Spiel mit „Leicht“ „Mittel“ oder „Hart“ an. Wie wäre denn die Strecke im Spinnenwald eigentlich?“ ließ Sakura ihre Schulter hängen.

„Bitte… nicht den Spinnenwald…“ flüstert Rose. „Ich will nicht gegen Spinnen kämpfen… sie sind ekelig… gierig…“

„Strecken technisch… ist das die gleiche Route wie der „schnellste“ Weg. Zumal wir hinter dem Wald… direkt an eine bekannte Jägerstelle kommen. Warum auch immer, aber es gibt immer wieder verrückte Personen, die Spinnen jagen und ihre Kadaver aus dem Wald holen. Keine Ahnung was… man damit anfangen kann.“

„Och ich habe eine komplette Drachenrüstung im kaputten Inventarring gehabt von einem schwarzen Drachen. Du ahnst nicht, wie viele Rüstungen Monsterteilen innewohnen, die dem Träger einen besonderen Schutz bieten.“ teilte Sina die Information.

„Bitte… nicht den Spinnenwald!“ kam Rose auf Sakura zu gekrochen. Irgendetwas musste sie wohl mit Spinnen erlebt haben, dass sie so eine Angst hatte.

„Erm… Rose? Was ist los? Liegt es an dem Wald allgemein oder nur wegen der Spinnen?“ wundert sich Sakura.

„Wie kannst du so locker bleiben, wenn es um Spinnen geht?!“ wurde Rose leicht sauer, die Veränderung kam zu schnell für die Heldin.

„Sina?“

„Ja?“

„Wenn… wir in den Spinnenwald gehen und… es sollte darin gefährlich werden… Kannst du uns dann mit deinem Leben beschützen? Das ist eine Reise von mehreren Tagen, keine Ahnung… ob wir überhaupt eine Schlafmöglichkeiten finden werden.“ kam die Frage von Sakura.

„Erm… ja und wegen der Schlafmöglichkeiten… könnte ich eventuell auch was machen, aber keine Ahnung, ob ihr dann auch wirklich schlafen könnt. Alle Monster auf der Welt respektieren das Gesetz der Natur, ergo je stärker ein Monster ist, desto eher gehen sie ihm aus dem Weg.

Ich kann was machen, aber ich will… das nicht hier zeigen, weil meine Aura unser Versteck zeigen wird. Diesen Vorteil will ich noch nicht aufgeben.“

„Wir… hatten in der Nacht, wo du gekämpft hast eine fürchterlich starke Aura gespürt. Die war viel heftiger als von dem Vampir.“ teilte Leena das mit und die anderen nickten.

„Ah… dann war das meine.“ wirkte Sina nun niedergeschlagen. Ihre Aura muss wieder gewachsen sein, vermutlich durch ihr eigenes Training mit ihren Freunden sowie das sie wieder ein paar Monster in letzter Zeit getötet hat.

„Urgh… wieso… spüren wir sie nun nicht?“ schauderte Axel, selbst ihm hat die Aura richtig schockiert.

„Weil ich sie mit meiner Illusion verschleiere. Glaubst du, ich könnte mit so einer Aura in einer Stadt leben? Selbst die Dämonen hätten ihre Probleme damit, trotz das einige von ihnen ebenso eine Aura bilden können. Der Dämonenkönig zumindest hat eine starke Aura.“ erklärte Sina.

„Nun… klingt einleuchtend. Also… wie wirst du dich nun entscheiden? Alle Wege haben ihre Vor und Nachteile.“ seufzte Leena. Rose starrte die Heldin mit tränenden Augen an, während Axel einfach nur abwartet.

„Ich…“

„OI! WIR WISSEN DAS IHR DRIN SEID!“

„!!!“

Kapitel 269

Ich bin wiedergeboren und die Wut des Dämonenkönigs?

Das Team von Sakura sammelte alle Dokumente ein, während Leena für Sina einen Eimer Wasser zu Verfügung stellte, damit sie das Blut von ihrem Gesicht und Bauch waschen konnte.

„Wusste nicht… das Frauen auch solche Bauchmuskeln haben können?“ staunte Rose nicht schlecht, als sie Sina beobachtet.

„Training, kannst du auch schaffen. Man muss nur wissen, welche Muskeln man trainieren musst.“ grinste Sina.

„Erm… ok?“ meinte die Heilerin nur, aber eher verstand Sakura die Aussage von Sina. „Ok, wir haben alles verstaut. Axel kennt den Fluchtweg, dann lass uns keine Zeit vertrödeln und die Nacht nutzen, solange wir es können!“

„Die Karawane zieht weiter…“ summte Sina, als das Team aufbrach, dabei nahm sie nicht wahr, dass mächtige Magie eingesetzt wurde.

Vor dem Dämonenkönig Rarkas lagen die Leichen der beiden Torwächter, die Lilith in das Dämonenlager hereinließen. Rarkas trug noch seine verbrannte Hose, ansonsten wurden seine blutigen Verletzungen am Gesicht sowie Oberkörper mit Mullbinden verbunden. Der König als auch seine Vertrauten, aber auch andere Dämonen standen am alten Zeltplatz des Königs, der aber nun… nicht mehr wirklich existierte.

„Es tut mir leid eure Majestät, aber ich kann ihnen nicht erklären, warum eure Regeneration… diese Wunden so langsam heilen. Mit dieser Geschwindigkeit müssen sie mit Narben rechnen, selbst unsere Heilung bringt nichts.“ entschuldigte sich der ehemalige Dämonenarzt, bevor ihm der Kopf abgeschlagen wurde.

Die Aura von Rarkas war extrem elektrisierend, man konnte seine Wut schon anfassen. Nach dem letzten Angriff von Sina hatte Rarkas seine Vertrauten damit beauftragt, alles über diese Dämonin in Erfahrung zu bringen.

Es dauerte nicht lange, da wurden ihm die Torwächter vorgestellt, die ihm erzählten, was diese Sukkubus mit ihnen angestellt hatte, bevor sie weiter in das Lager ging und mit welcher Lüge sie reinkam.

Ohne auch nur ein weiteres Wort zu verlieren, hat der Dämonenkönig die Wächter mit seiner Magie getötet und nun lagen sie tot vor seinen Füßen, aber es milderte seinen Zorn in keinster Weise.

„WER. IST. DIESE. FRAU?“ knurrte Rarkas, immer noch nicht schlauer als vorher. Der König starrte alle Dämonen in seiner Nähe an. Dann wurde ihm ein weiterer Dämon vorgestellt: Igriz.

„Dieser Dämon wurde gesehen, wie er die Frau durch das Lager geführt hat.“ sagte einer der Vertrauten zu ihm, dabei sah man die Schadenfreude in den Augen. Igriz hat sie ebenfalls gesehen, kann leider nichts tun, um ihm das Gesicht ein bisschen zu bearbeiten.

„So? Dann… solltet ihr alles über sie wissen oder?“ starrte Rarkas den Dämon an, der ziemlich eingeschüchtert war.

„Ihr Name war Lilith. Laut ihrer Aussage wird sie von einem Lager zum anderen Lager gebracht, weil… man mit ihrer Einstellung nicht wirklich zurecht kam. Sie stellte mehrere Fragen über den Stand der Dämonen und wieso wir keine weitere Angriffe führten.“ berichtet Igriz.

„Aha… Lilith ist ihr Name? Komischerweise habe noch von keiner Sukkubus mit so einem Namen gehört, vor allem, wenn sie angeblich nur Probleme machte.“ knurrte Rarkas, die Mullbinden saugen wieder das Blut auf.

„Ich auch nicht, aber… eins wusste ich definitiv. Sie strahlte eine Stärke und Charisma aus wie ein General.“ meinte Igriz, was scheinbar ein Fehler war.

„Ho? Wie ein General? Dafür hat sie aber alles zerstört, was wir geplant HATTEN!“ schrie Rarkas den Dämon an. „Alles, was ich geplant hatte, wurde von einer einzigen Dämonin in wenigen Stunden komplett ZERSTÖRT!“ dann schlug Rarkas mit seinem Schwert über das Gesicht von Igriz.

Schreiend fiel Igriz nach hinten, dabei hielt er eine Hand auf die Wunde, aber scheinbar griff der Dämonenkönig nicht weiter an. Blut fiel vom Gesicht runter. Igriz hatte Glück, dass der König nicht seine Augen getroffen hatte… momentan.

„Meine Geheimwaffe gestohlen, den Giftmischer Klonk getötet und das komplette Labor unbrauchbar gemacht, wegen IHR!“

„Eure Majestät, wir haben den Lagermeister Garren gebracht, so wie sie es gewünscht haben“ hielten zwei große Dämonensoldaten den Lagermeister im Griff. Alle drehten ihre Köpfe zu dem Lagermeister um, der aber… scheinbar ziemlich entspannt war. Rarkas machte eine Hinfort-Geste und Igriz verschwand, dabei hatte er einen kurzen Augenkontakt mit Garren bis dieser von der Versammlung verschwand.

„Ah… Garren, der geizigste Dämon der Welt. KÖNNT IHR MIR ERKLÄREN, WARUM DIESE FRAU DAS SCHWERT TRUG?!“ nun spritze das Blut von seinem Gesicht runter, Rarkas konnte sich nicht mehr beruhigen.

Garren dagegen… wirkte nicht eingeschüchtert, wo ihm jeder Respekt zollen musste. „Weil ich es ihr gegeben habe. Ihr habt mich zum Schweigen verdonnert, aber nicht verboten, es anderen würdigen Trägern weiterzureichen.“

„Ich… höre nicht richtig oder? Ihr… habt das Schwert „Lazarus“ einfach einer dahergelaufenen Dämonin, noch schlimmer, von der Rasse Sukkubus übergeben?!“ fielen Rarkas fast die Augen vom Gesicht. Selbst der König hat eine sehr schlechte Meinung von den Sukkuben und ihrer männlichen Gattung.

Sofort wurde es totenstill. Es war bei den Dämonen bekannt, welches Schwert damit gemeint war und wer es zuletzt trug. Überall wurde Augenkontakt getroffen, alle überlegten fieberhaft was das zu bedeuten hat.

„Ja, das habe ich. Mehr noch, ich habe ihr auch die Ausrüstung, die sie getragen hat, gegeben. Igriz hat gesehen, welche Kräfte Lilith hatte und… ich bin kein Feigling, aber Lilith hat Mächte, die mir einen wahren Tod gegeben hätte.

Am Anfang hat sich das Schwert gegen sie gewehrt, aber scheinbar… konnte sie das Schwert bändigen und wurde als neuen Meister anerkannt. Lilith… sie weiß, wie man mit Worten umgeht.“ war der Lagermeister sehr ehrlich.

Dem Dämonenkönig fielen keine Worte ein. Noch nie zuvor hat er so viele Idioten auf einem Fleck erlebt, dass er sich die Hand ins Gesicht schlug. Spontan erinnert er sich an die Aussage seines Vaters, dass man als Anführer immer von Idioten umgeben ist. „Wie recht du mal wieder hattest…“ dachte Rarkas gehässig.

„Wenn ich ehrlich bin, aber ihr seid als Dämonenkönig unwürdig.“ sagte Lagermeister Garren diesen Satz. Alle Dämonen in der Nähe schnappten nach Luft. Es gab schon immer einige Hitzköpfe, die das einem Dämonenkönig gesagt hatten, aber Garren gehörte nicht unbedingt zu dieser Sorte.

„Was… hast du gesagt?“ fragte Rarkas, während er das Schwert immer fester griff, dass sich der Griff verformte.

„Ihr habt mich schon verstanden. Ihr seid kein Dämonenkönig, nur weil ihr euren Vater, den alten Dämonenkönig, besiegt habt. Es gibt die Gerüchte, dass ihr ihn mit Gift bekämpft habt, wogegen er keine Resistenz hatte.

Als ich Klonk im Lager gesehen habe, einer der besten Giftmischer, kann ich mir bildlich vorstellen, dass er ebenso seine Finger im Spiel hatte. Wenn… ich raten müsste, hat er euch das entsprechende Gift gegeben.

Aber das ist egal. So wie ihr ausseht, hat Lilith mit euch den Boden gewischt und ist sogar noch entkommen. Ein Dämonenkönig lässt keine Gegner flüchten, eine der wichtigsten Lehren die man uns allen beibringt.

Damit seid ihr eures AmmmgghghhhHHH!“ schrie Garren am Ende laut auf, als Raskal sein Schwert in das Herz vom Lagermeister stieß. Danach riss der Dämonenkönig das Schwert zur Seite raus.

Garren wusste, dass es tödlich für ihn enden wird, aber er bereute keine Sekunde seine Worte. „Königin Lilith….“ dachte der Lagermeister, als er mit dem Gesicht auf dem Boden regungslos lag. Eine große Blutlache bildete sich um ihn.

„Ich muss mir so einen Blödsinn von euch nicht ANHÖREN!“ brüllte der Dämonenkönig wütend, aber die Saat von Garren war gelegt. Auf einmal explodierte ein großes Zelt, die magischen Waffen und Rüstungen wurden durch den speziellen Zauber von Garren komplett unbrauchbar gemacht, aber in seinem Zorn hat der Dämonenkönig seinen Fehler noch nicht realisiert.

„Eure Majestät, wir haben eine Gruppe von Menschen mit… einer Frau mit großen Flügeln in den Norden flüchten sehen!“ rannte ein dämonischer Späher in die Runde rein.

„DANN SCHICKT ALLE DÄMONEN HINTERHER!“ gab der Dämonenkönig sofort den Befehl. „TÖTET DIE MENSCHEN, ABER BRINGT MIR DIESE FRAU LEBEND!“

„Erm… wenn ihr schon mit Lilith Probleme hattet, wie sollen wir….“ wunderte sich einer der Vertrauten, auf einmal fiel ihm der Kopf vom Hals ab.

„WIESO STEHT IHR NOCH HIER RUM?!“ schwingt der Dämonenkönig sein Schwert, dann rannten alle Dämonen direkt los, bis auf einen Vertrauten.

„Wenn diese Gruppe nach Norden rennt, dann… Ich will, dass ihr General Trozzon den Befehl gebt, seine Armee nach dieser Gruppe zu suchen!“ befahl Raskal nach kurzer Überlegung. Der Vertraute verbeugte sich und verschwand.

„Und wenn ich die Welt auf den Kopf stellen muss, aber ich werde dich finden!“ sagte Raskal diese Worte hasserfüllt. Aber die Gerüchte, dass Raskal nicht der stärkste Dämon ist sowie die Worte von Garren, werden dem Dämonenkönig in nächster Zeit enorme Probleme machen.

Der Dämonenkönig ging zu seinem zerstören Bett und suchte nach seiner Halskette, ein besonderes Erinnerungsstück von seiner Mutter, aber egal wo und wie er suchte, keine Spur von der Halskette.

„Verdammt… nicht nur das es mein schlimmster Tag meines Lebens ist, sondern auch der größte Verlust, den ich ertrage musste!“ schlug Raskal mit seiner Faust auf den Boden, was wieder ein Beben im Lager auslöste.

Einer der Vertrauten kam wieder: „Eure Hoheit, General Trozzon hat euren Befehl entgegengenommen und setzt diesen unverzüglich um.“

„Wenigsten einer, der sofort handelt. Ich werde wieder nach Deymonlia zurückreisen und mir neue Strategien einfallen müssen, weil alle… UNSERE PLÄNE GESTOHLEN WURDEN VERDAMMT!“ brüllte der Dämonenkönig wieder seine Wut raus.

„Und ich werde einigen Monstern die Schädel einschlagen, damit ich diesem Weib nicht nochmal so chancenlos unterlegen bin!“ war der eigentliche Plan von Raskal.

Einige Stunden führte Axel die Gruppe durch die Nacht, alle sind es nicht gewöhnt, solange ohne Schlaf unterwegs zu sein. Naja, bis auf Sina, die durch das Adrenalin im Körper noch ziemlich aufgeputscht war.

„Gibt es auf unserer Strecke irgendwelche Höhlen oder so? Ich meine… ihr seht ziemlich müde aus.“ fragte Sina.

„Hm… am Fluss war eine, aber… aus der Entfernung konnte ich nicht sehen, ob sie bewohnt ist oder nicht.“ grübelte Axel.

„Wenn wir kommen und drinnen sollte was hausen, werde ich das schnell erledigen. Euer… neues Ziel ist euer Reich oder? Wie lange werden wir brauchen?“ kam die nächste Frage von Sina.

„Vermutlich mehr als eine Woche, wenn alles gut geht.“ schätze Leena, denn selbst Sakura wusste das nicht.

„Nun, das ist doch gut?“ lächelt Sina. „Erm… inwiefern?“ hakte Rose nach, weil sie dieses Lächeln unheimlich fand.

„Weil wir jedes Monster auf dem Weg töten werden… was heißt wir, ihr! Exp, Exp und noch mal Exp farmen!“ kichert Sina aufgedreht.

„Oh je…“

Kapitel 268

Ich bin wiedergeboren und die Flucht nach vorne?

Sina konnte schwören, wie jemand laut schrie, aber das war ihr egal. Nun flog sie schnell zurück zu ihren Teamgefährten, was nicht lange dauert denn sie wusste ja wo die Klippe war.

Sofort setzte Sina zur Landung an, als Sakura und die anderen zu ihren Waffen griffen, weil sie nicht wussten, wer sie mitten in der Nacht besucht.

„Hey! Ich bin es! Eure Lieblingsfreundin!“ beruhigte Sina mit dem großen Beutel ihre Freunde, als Sakura ein paar Schritte näher kam.

„Sina? Du bist es wirklich! Ich dachte, der Dämonenkönig persönlich ist gekommen… Meine, mit deiner neuen Ausrüstung?“ lächelte Sakura glücklich. Die Heldin gab den anderen das Zeichen, die Waffen wegzustecken, dann kamen sie ebenso näher.

„Was ist unten passiert? Scheinbar hast du gegen jemanden gekämpft oder?“ fragte Leena sofort, während Rose Sina mit ihrer Ausrüstung genauer in Augenschein nahm.

„Mit dem General des Lagers. Ich habe schon gegen ein paar Dämonengeneräle gekämpft, aber gegen so einen bisher noch nicht. Der war ja sogar stärker als der Vampir. Egal was ich gegen ihn eingesetzt habe, aber er stand immer wieder auf!“ hörte man den nervenden Ton in der Stimme von Sina.

„Illusion: Boss. Solltet ihr den Typen sehen, „falls“ er meinen letzten Angriff überlebt hat. Rennt. Tut euch wirklich den Gefallen und rennt vor ihm weg, denn ihr seid momentan nicht in der Lage gegen diesen General zu kämpfen.“ warnte Sina ihre Freunde.

Alle Gefährten nahmen den „General“ in Augenschein, mit der Falschinformation sorgte Sina wieder in der Zukunft für weiteres Chaos.

„Scheinbar… bist du… doch kein Dämon? Ich bezweifele, dass die Dämonen eine solch komplizierte Intrige planen, um den beschworenen Helden zu unterwandern.“ nagte dies an Axel.

„Huch? Ein Moment, ich muss mich eben kneifen, aber hat Axel…?“ hörte Sina nicht recht, aber Sakura beendete dies schnell. „Erzähl uns lieber, was vor dem Kampf passiert ist? Wir haben gesehen wie… du dich mit den Torwachen angelegt hast.“

„Ah… die Spinner meinten, dass ich hässlich sei. Das hat noch niemand zu mir gesagt, kannst du dir vorstellen, wie viele Stricke bei mir gerissen sind? Die Torwachen können sich glücklich schätzen, dass meine Freunde nicht dabei waren, das hätte… nicht nur mit zertretenen Eiern geendet.“ ließ Sina ihre Empörung raus.

„Nun… ich kann mir dazu kein Urteil bilden, aber… hässlich würde überhaupt nicht zu eurem Aussehen passen.“ stimmte die Heilerin Rose zu.

„Danke, das hatte ich dringend nötig gehabt. Soo… dann lass mir erzählen, was mir da unten alles passiert ist…“

Das Treffen mit Moglich und Dalmaz, dabei ließ Sina unerwähnt, dass sie Dalmaz neues Selbstvertrauen eingebläut hat.

Wie sie mit Igriz zu dem ersten großen Zelt ging, dass alle Waffen und Rüstungen aufbewahrte. Die Begegnung mit dem Lagermeister Garran und wie sie ihn überzeugte, ihr neue Ausrüstung zu überlassen.

„Dieses Buch beinhaltet alle Informationen, welche Waffen und Rüstung dieses Lager hat!“ strahlte Sina und gab es Sakura in die Hand. 49/50

„Huh?!“ staunte Sakura und blätterte sofort im Buch durch, dabei wurden ihre Augen immer größer. „Das… sind nicht unwichtige Informationen, damit kann man einschätzen, wie stark der Feind gepanzert ist!“

„Das denke ich auch. Vielleicht solltest du das Buch auch den anderen weiterreichen, damit sie ebenfalls eine Vorstellung haben, was dieses Lager alles hat.“ schlug Sina vor und die Geschichte ging weiter.

Die Dämonin erzählte auch den Stand der Dinge bei den Dämonen, dass nämlich ein neuer und noch stärkerer Dämonenkönig die Dämonen führt.

„Das ist also der Grund, warum wir die momentane Ruhe gegen die Dämonen haben. Aber… dachte die Dämonenkönige sind von Natur aus die stärksten Dämonen, wie… stark ist dann der neue Dämonenkönig?“ war Rose sich ein bisschen unsicher.

„Halt stärker. Der Typ unten im Lager war ein General, dann müsst ihr euch einfach vorstellen, dass der König zehn mal stärker sein muss. Als einfaches Beispiel.“ zuckte Sina mit der Schulter. „Dieses Schwert hier… gehörte dem alten Dämonenkönig, auch wenn der Lagermeister nichts dazu gesagt hat.“

„Bitte?! Wieso führst du nun das Schwert? Müsste das nicht der neue Dämonenkönig besitzen?“ zweifelte Leena.

„Das ist eine lebendige Waffe, die ihrem Meister treu ist. Ich… musste ein bisschen darauf einreden, bis es selber eingesehen hat, dass es bei mir besser aufgehoben ist, als nur in der Waffenkiste zu stecken. Zumindest schien es ziemlich wütend auf den General gewesen zu sein und umso glücklicher, als ich meine stärkste Fähigkeit gegen ihn eingesetzt habe.“ wunderte sich selbst Sina.

„Und… du bleibst weiter bei deiner Behauptung, dass du kein Dämon bist? Woher hast du dann all dieses Wissen? Du bist reingegangen, als wäre es für dich normal mit den Dämonen zu verkehren, kennst ihre Regeln besser als wir…“ hake Axel nach, der wieder misstrauisch wurde.

Sina und Axel starrten sich gegenseitig an, während Sakura das Geheimnis kannte. Sina schaute dann Rose und Leena ebenso an, die auf die Antwort gespannt warten.

„ … Rein hypothetisch. Ich bin und bleibe eine Götterbestie, daran gibt es nichts zu rütteln, ob ich es will oder nicht. Was würdet ihr denn machen, wenn ich vorher ein Dämon gewesen wäre?“ fragte Sina, die zu einem Entschluss gekommen ist.

„Hm… gegen dich können wir nicht kämpfen, dafür haben wir genug… Beweise vor Augen gehabt, dass wir vermutlich in diesem Leben auch nicht die leiseste Chance gegen dich hätten.“ kam Leena zu einer Feststellung.

„Außerdem… hattet ihr genug Gelegenheiten gehabt, uns zu töten. Doch stattdessen helft ihr uns eher oder?“ legte Rose einen Zeigefinger auf die Wange.

„Nicht nur das, ich vermute in diesem Stoffbeutel sind wichtige Sachen. Alles… Dinge, die zeigen, dass man dir vertrauen kann.“ lächelt Sakura.

„Und was denkt Axel? Auch wenn mich seine Meinung… nur bedingt interessiert, aber wir werden vermutlich gemeinsam weiterreisen oder?“ sagte Sina dies zu Axel, der wieder schweigsam war.

„Stimmt, vielleicht… war ich letztens sehr gemein zu ihm gewesen, aber… vielleicht hat sich ja die Meinung von Axel auch ein bisschen zu dir geändert.“ meinte Sakura.

„Ich… kann Sina einfach nicht vertrauen. Die unheimliche Stärke, die vielen Geheimnisse um Sina selber, ihre seltsamen Aktionen…“ schüttelt Axel den Kopf.

„Nun, die unheimliche Stärke habe ich mir aber antrainieren müssen über die Jahre, glaubst du wirklich, sie hatte ich direkt bei meiner Geburt? Ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen, wie viele Nahtod-Erfahrungen ich schon gemacht habe.

Die Geheimnisse haben schon ihre Gründe, so wie du auch bestimmt deine Geheimnisse vor den anderen Frauen hier hältst. Nur die engsten Freunde, die auch sehr überschaubar sind, kennen die wichtigsten Geheimnisse um mich.

Und… bei den seltsamen Aktionen sind nicht mal meine Freunde vor mir geschützt. Selbst… meine Geliebte bekommt sie oft zu spüren, wobei… ich mir nicht sicher bin ob es an ihrem Talent liegt. Wäre sie hier gewesen, wäre mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch der Dämonenkönig im Lager gewesen.“ war Sina sehr ernst.

„Huh? Was ist das denn für ein Talent, dass sie solche starke Wesen anzieht?“ reagierte Leena erstaunt.

„Sie trägt den Titel „Pechvogel“. Sherry bringt sich und allen in ihre Nähe nur Unglück. Interessanterweise lockt sie mit diesem Talent auch die stärksten Kreaturen an. Bisher haben wir nicht herausgefunden, warum sie diesen Titel hat, noch wie man ihn loswird. Bei letzterem will ich das dann doch nicht.“ grinste Sina am Ende.

„Kannst… du uns das Versprechen geben, uns niemals zu verraten?“ starrte Axel nun die Dämonin an.

„Die Frage ist, was ist für dich Verrat? War es nicht Verrat gewesen mit der Aktion im Dungeon, dass ich euch die Entscheidung vorenthalten habe? Wäre es nicht sogar Verrat für dich selber, dass ich mit Leena und Rose Einzelgespräche geführt habe?

Axel, eins kannst du mir glauben, Eide sowie Schwüre mit mir zu machen kann eine sehr gefährliche Sache werden. Wenn du glaubst, du hast an alles gedacht, finde ich trotzdem eine Möglichkeit, dies zu umgehen.“ warnte Sina.

„Ich will einfach nur… dass Leena, Rose und Sakura nichts passiert. Ich habe nicht viele Freunde und wegen diesem Vampir sind ein paar weitere gestorben. Wegen dir muss ich mich mehr oder weniger im Kreis drehen, damit ich sicher sein kann, dass ihnen nichts passiert!“ war Axel ziemlich aufrichtig.

„Huh? Du… machst dir Sorgen um uns?“ reagierte Rose erstaunt und Axel nickte. „Aber natürlich! Ist das nicht normal bei einem Team, dass man sich auch um andere Sorgen macht?“

Sakura´s Blick auf Axel schien sich leicht zu ändern, ohne das sie es bemerkte. Leena nahm es einfach zur Kenntnis, dabei musste sie aber schmunzeln.

„Hmm… Solange ihr mein Vertrauen nicht missbraucht, so werde ich eures ebenso nicht missbrauchen, dass kann ich dir zumindest versprechen.“ sagte Sina.

„Damit… kann und muss ich leben oder?“ meinte Axel, dabei schaute er die anderen Frauen an, die ihm zunicken.

„Vielleicht werde ich nicht mehr so gemein zu dir werden… vielleicht. *seufz* Ja, ich war eins eine Dämonin gewesen, aber durch gewisse Umstände wurde ich zu einer Götterbestie, die eine ähnliche Stärke hat wie der Dämonenkönig, zumindest in der Theorie.“ erklärte Sina.

„Sakura wurde in das Geheimnis eingeweiht, weil ich euch leider nicht mit meiner Geschichte überzeugen konnte, die sich übrigens Menschen, Elfen und Zwerge ausgedacht haben, damit ich weiter mit ihnen Leben konnte.

Deswegen fiel es mir nicht schwer mich unten bei den Dämonen umzuschauen, aber nach der Aktion mit dem General? Dürfte ich als Verräter bei ihnen abgeschrieben sein.“ zuckte Sina mit der Schulter.

„Ihr habt Sina gehört. Ich vertraue ihr weiterhin, hoffentlich gehen unsere Abenteuer weiter.“ teilte Sakura dies allen mit. Rose und Leena schauten sich gegenseitig an, dann Axel, der nur seufzte, dann nickte er ebenso.

„Kannst… du uns eigentlich stärker machen, das wir gegen diesen General eine Chance haben?“ fragte Leena nun.

„Puh… Keine Ahnung? Der Typ konnte meine stärksten Angriffe überleben… Dürfte einiges an Arbeit werden, bis ihr in der Lage sein werdet, als Team gegen ihn zu gewinnen. Aber lass uns das später besprechen!“ kratze Sina sich an der Wange.

Nun erzählte die Dämonin weiter ihr Abenteuer. Was sie über die Waffe der Dämonen in Erfahrung bringen konnte, dass sie nämlich sämtliche Wasserressourcen vergiften wollten.

„Verdammt… da werden Probleme aufkommen.“ war Sakura nun leicht wütend, aber sah das lächelnde Gesicht von Sina.

„Nope, der Giftmischer hat sich mit seinem eigenen Gift getötet. Ich habe sämtliches Gift, was ich dort vorgefunden habe einkassiert, die Gegenmittel geleert und ihre Gerätschaften unbrauchbar gemacht. Die Dämonen haben also niemanden mehr, der das Wissen hatte wie der Giftmischer dies besaß.“

„Nein… wirklich?“ musste Rose nachhaken. „Wirklich. Die Dämonen müssen daher wieder auf die alte und traditionelle Art ihren Krieg führen.“ grinste Sina.

„Ich… keine Ahnung, aber damit hast du schon den Krieg zu unserem Vorteil geändert. Das kann ich mir nicht mal in den wildesten Träumen vorstellen, wie das alles geendet hätte.“ war Leena leicht blass geworden, aber auch erleichtert.

„Nun, es wundert mich nicht, dass Dämonen so niederträchtig sind, auf solche Mittel zu greifen. Aber in diesem Ausmaß habe ich das in keiner Geschichte gehört.“ sah man die Erleichterung ebenso bei Axel.

„In diesem Fall… sage ich als beschworener Held, aber auch als Freundin: Danke.“ sagte Sakura es mit einem Lächeln im Gesicht.

„Erm… keine Ursache. Ich bin nur traurig, dass der Giftmischer gestorben ist, bevor er mir sein Rezept zu diesem Gift gegeben hat, es schmeckte nämlich ziemlich lecker.“ war Sina nun ein bisschen traurig.

„Eh… was?“ sah man das in den Gesichtern von den Teamgefährten, aber Sina ignorierte es bewusst. Dann ging die Erzählung weiter. Wie sie mittels ihrer Rassenmagie die Dämonen ausgetrickst hat und damit den General aus dem Zelt herauslockte.

„Tja… da war ich nun alleine im Zelt und habe so viele Dokumente, Schlachtpläne und ähnliches gefunden… und wusste zum Verrecken nicht, welches ihr eigentlich brauchtet. Daher…“ öffnete Sina nun den Sack und allen fielen die Augen raus, als sie haufenweise Papiere darin vorfanden.

„Langsam… frage ich mich, wer eigentlich mehr der Held ist.“ musste Rose das leider sagen, selbst Sakura verstand es.

„Da… sind nicht nur die Schlachtpläne drin, sondern viele Informationen über die Dämonen, die wir bestimmt nicht wissen!“ reagierte Leena erfreut.

Axel nahm eines der Dokumente und las es durch, aber: „Erm… das ist mir zu hoch. Damit kann sich der General herumschlagen. Aber… kein Wunder warum der General dir so hartnäckig auf die Pelle gerückt ist. Der dürfte sich so einiges einfallen lassen, wie diese Aktion vor seinen Augen überhaupt erst passieren konnte.“

„Wenn dieser Kerl noch am Leben sein sollte, dürfte ihm alleine für diese Schandtat der Kopf abgeschlagen werden vom Dämonenkönig. Nun packt das in eure Inventare, wir sollten langsam flüchten. Bis… wir in sicheren Gebieten sind, bleiben wir erst Mal wieder auf der Flucht, aber daran solltet ihr euch ja schon gewöhnt haben.“ sagte Sina es mit einer leichten Ironie.

„Schon wieder flüchten? Kannst… du nicht einfach die Verfolger töten?“ nörgelt Axel und nun musste Sina eine Augenbraue hochheben.

„Glaubst du nicht, dass ich mir nun eine Pause redlich verdient habe? Außerdem, betrachte es mal anders. Es ist keine Flucht nach hinten, sondern nach vorne, wo wir auf neue Hoffnung erwarten dürfen.“

„Hmm… es ist manchmal echt gefährlich dir zuzuhören. In dir ist ein Politiker verloren gegangen.“ murmelt Sakura.

„Nicht jammern, sammelt die Sachen ein, bevor die ersten Dämonen kommen!“

Kapitel 267

Ich bin wiedergeboren und… was zum Geier?

Sina fiel ein, das in der Geschichte von Klonk vor allem sein Tod sehr mysteriös war. Wisali´s Meinung war, dass dieser Dämon wohl in seinem Wahn von seinem eigenem Gift getrunken hat und dabei gestorben ist.

„Wie recht mein Lehrer wieder hatte…“ sah Sina den berühmten Giftmischer tot vor sich liegen. „SCHEIßE! Wie komme ich nun an das Rezept? So ein Gift wird es nie wieder geben!“

Dann seufzte Sina… sehr schwer. „Kann man nichts machen. Dann packe ich das mal alles ein.“ zuckte Sina mit ihrer Schulter und machte sich an die Arbeit. Die Dämonin steckte alle Behälter mit den Giften in ihr Inventar, die beschrifteten Gegenmittel schüttelte sie auf dem Boden aus.

Gefühlt eine Stunde später… war das Labor mehr oder weniger „unbrauchbar“. Alle Gifte hat Sina einkassiert, die Gegenmittel entsorgt und die restlichen Sachen… leicht beschädigt, damit der nächste Giftmischer mit diesen Sachen nichts mehr anfangen kann.

Die Dämonin durchsuchte die Schränke nach Rezepturen, die sie auch fand, aber nirgends etwas was auch annähernd dem Klonkgift am ähnlichsten war. „Wobei… ich versteh davon eh nichts.“ und ließ die Bücher auf den Boden fallen.

„Schade, Klonk wäre der richtige Ansprechpartner gewesen, Gifte gegen Götterbestien entwickeln zu lassen. Welch eine Ironie, dass ich den wahren Grund seines Todes kenne…“ seufzte Sina wieder.

„Nun lass mich mal den aktuellen Stand der Lage überprüfen:

  • Dämonenlager eindringen: Check
  • Neue Ausrüstung besorgt: Check
    • Bonus: Liste des Inventars: Check
  • Herausfinden des zweiten Zeltes: Check
  • Verhindern des Einsatzes der Waffe: Check
    • Bonus: Gifte, insbesondere das Süße , im Besitz: Check
  • Schlachtpläne klauen: Unerledigt
  • Flucht: Unerledigt
  • Inventarring: 33 / 50

Meine Fresse, soviel Arbeit, meine Freunde würden mich fragen, ob ich krank war damals… Hoffentlich sind das nicht zu viele Schlachtpläne und ähnliches, sonst muss ich mir was einfallen lassen.

Wenn… ich der „Boss“ wäre, würde ich nur im Notfall das Zelt verlassen.“ rieb sich Sina am Kinn, als sie das Chaos nochmal genauer betrachtet, dann fiel ihr die Aussage ein, dass der „Boss“ ein Geheimnis daraus machte, was im Zelt vor ging.

„He he he… wenn der „Boss“ hört, was hier passiert ist, wird er bestimmt einen Rekord aufstellen, wie man am schnellsten hierher kommt. Hmm… aber wie regele ich das? Wenn ich… hmm?!“ fiel Sina eine Idee ein und bekam dieses „Lächeln“, wo jeder wegrennen würde vor ihr.

„Illusion: Moglich.“ und Sina sah nun aus wie die verhasste Petze. „Das sollte funktionieren.“ hatte Sina die Stimme von Moglich. Sie warf noch ein letztes Mal einen Blick in das zerstörte Labor und bei dem Leichnam von Kronk bat sie bei dem dunklen Gott ein besseres Leben für ihn, dann ging Sina raus.

„IHR VERBLÖDETEN WACHEN! DAS ZELT WURDE ANGEGRIFFEN!“ schrie Sina direkt, als sie den Zelteingang zur Seite schob. Erschrocken drehten sich die Wachen um und staunten nicht schlecht, das Moglich da stand.

„Moglich? Ich… dachte ihr seid tot?“ stammelte einer der Wächter, die anderen nickten.

„SEID IHR SO DÄMLICH?! HOLT VERDAMMT NOCH MAL DEN BOSS, KLONK IST TOT!!!“ schrie Sina und endlich kam Leben in die Wachen. „HUH?!“

„VERDAMMT, HABT IHR IRGENDWAS IN EUREM KOPF?! HOLT DEN BOSS! IM ZELT GAB ES EINEN ANGRIFF!“

Sofort rannten ein paar Wachen los zu dem größten Zelt, während andere zu Sina kamen. „WENN IHR MIR NICHT GLAUBEN WOLLT, DANN GEHT DOCH REIN!“ schrie sie weiter.

Das ließen sich die Wachen nicht ein zweites Mal sagen und taten dies, dabei entstand ein Chaos, das Sina ausnutze, sich unsichtbar zu machen. Ohne Hektik verschwand sie von diesem Zelt und ging auf das letzte große Zelt zu.

Unterwegs sah sie überall panisch Dämonen rennen. Erst das Feuer, was sie mittlerweile wieder gelöscht haben, nun ein Angriff mitten im Lager. Die Chance nutze Sina, wieder ihre ursprüngliche Form anzunehmen, denn ihr Fluchtplan war es, direkt vom Zelt wegzufliegen.

Sie merkte, wie eine große Gruppe von schwerbewaffneten Dämonen den Weg runter kam, so versteckte sie sich hinter einem der Zelte. Auch wenn sie noch unsichtbar war, wollte sie kein Risiko eingehen, denn sie weiß nicht wie stark dieser „Boss“ oder eher General ist und welche Fähigkeiten er besitzt.

Dummerweise konnte sie in der Menge den Boss nicht sehen, also beeilte sie sich schnell in das Zelt zu kommen. Scheinbar war es vollkommen unbewacht, ein Glück für Sina. „Die Chance muss ich nutzen, denn nun zählt jede Minute!“

Sie schob das Eingangstuch vom Zelt beiseite und sah, wie groß es von innen war. Von außen machte das Zelt nicht so wirklich den Eindruck.

Ein großer Tisch war mitten im Zelt, wo viele Pläne und Karten lagen. An der Seite standen mehrere Regale, wo eingerollte Pläne sind. „Scheiße… das passt doch nicht alles in meinen Ring!“ schwitzte Sina nun doch, denn sie weiß nicht, welcher der Pläne im Raum am wichtigsten war.

„Scheiße Scheiße Scheiße…“ wiederholte Sina sich. Sie hat mehrere Pläne auf dem Tisch angeschaut, aber… sie bekam keinen Durchblick.

„Dann muss ich alles mitnehmen!“ kam Sina zum Entschluss und fing an die Pläne vom Tisch in ihren Inventarring einzupacken. Nachdem sie den letzten Plan vom Tisch eingepackt hat, bekam sie vor ihren Augen ein rotes 50/50.

„GNNNNN.“ Sina wollte schreien, aber schluckte es herunter. „Zu viele Pläne, aber welcher ist davon wichtig?!“ Die Dämonin schaute sich um, ob sie irgendetwas wie einen Rucksack finden kann, aber nichts nützliches. Dann kam Sina zu einem Entschluss.

Sie ging zur einer Trennwand im Zelt, die ebenfalls aus einem Stoff bestand und riss ihn runter. Dahinter kam ein Raum zum Vorschein, der scheinbar das Schlaflager vom Boss war.

„Huh? Ziemlich fürstlich, aber das ist ja normal bei Generälen.“ dachte Sina, als sie das Himmelbett, den großen roten Teppich sowie den Kleiderschrank sah. „Hmm…?“ fiel ihr eine merkwürdige Halskette auf dem kleinen Tisch neben dem Bett auf.

Sina ging zur Kette hin und hielt sie vor ihre Augen. Ein schwarzer Stein, auf dem etwas eingraviert ist, aber sie konnte es nicht lesen. Ohne groß zu überlegen, steckte Sina sie in die Hosentasche rein, dann ging sie wieder zurück zum Hauptzelt und warf das große Tuch auf den Tisch.

Anschließend ging sie zu den Regalen und fing an, alle Papiere und ähnliches auf den Stoff zu werfen. Dabei war es Sina egal, ob es wichtige Dokumente waren oder nicht. Ihr Plan war, alles irgendwie auf einen Haufen zu werfen, dann will sie den Stoff zu einem Beutel verknoten.

Sina hat jedes Zeitgefühl verloren. Nicht das sie in Panik wäre oder so, die Dämonin ist einfach nur unheimlich nervös, wann dieser Boss wieder kommt.

„Sag mal Igriz, weißt die Frau eigentlich wer der Boss ist?“ fragte einer der Dämonen den neu angekleideten Igriz.

„Wieso? Ist doch selbstverständlich zu wissen, „wer“ das ist.“ wundert sich Igriz, während er sich an der Wange kratze.

„Sicher? Sie machte nicht den Eindruck, als hätte sie verstanden, wen wir die ganze Zeit meinen.“ wiegelt der Fragesteller den Kopf.

„Nun mach mal halblang. Sie ist vieles, aber bestimmt nicht dumm. Jeder Dämon weiß doch, dass wir nur einen Boss haben und das ist der Dämonenkönig! Nicht mal die Generäle nennen wir so!“ nahm Igriz „Lilith“ in Schutz.

„Wenn du meinst? Glaubst du, sie wird sich auch mit ihm anlegen?“

„ … Ehrlich? Zutrauen würde ich das Lilith.“

Nervös leert Sina ein Regal nach dem anderen. Als sie beim letzten ankam, kam jemand in das Zelt. „W… was hat das hier zu bedeuten?!“ rief eine jugendliche Stimme. Sina drehte sich um und sah einen jungen Dämon. Er war in einen schwarzen Pelzmantel gekleidet, der überall rote Muster hatte. Zusätzlich trug dieser Dämon an der Seite ein verdammt langes Schwert.

Auffällig war sein graues Haar, das Sina an eine Löwenmähne erinnerte. Auf dem Kopf waren zwei Hörner, wobei bei einem war das Ende die Spitze abgetrennt. Aber solch violette Augenfarben wie dieser Dämon sie hatte, hatte Sina noch nie gesehen.

„Erm… der Boss befahl mir, dass ich die Dokumente sicher stellen soll.“ log Sina und warf die nächsten eingerollten Papiere auf den Tisch. „Klonk wurde getötet, scheinbar haben wir einen Verräter in unseren Reihen.“

„HUH?! Was redet ihr für einen Quatsch?! Ich habe niemals den Befehl gegeben, dass MEINE PLÄNE GERETTET WERDEN MÜSSEN!“ brüllte der junge Mann am Ende, mehrere Zornesadern bildeten sich auf seinem blassen Gesicht.

„Komm wieder runter Kleiner und hilf mir lieber, die Pläne auf den Tisch zu werfen. Danach werden wir sie beschützen.“ wirkte Sina nicht wirklich eingeschüchtert. „Der ist doch nicht im Leben der General, ich spüre nicht mal seine Aura noch habe ich ihn runter laufen gesehen.“ grübelte Sina.

„Wi… wie habt ihr mich genannt?“ traute der Dämon seinen Ohren nicht. Tatsächlich hatte dieser Dämon keine große Körperstatur, neben Sina wäre er einige Zentimeter kleiner.

„Beim dunklen Gott, ich habe gesagt „Kleiner“! Zufrieden nun? Wenn du Zeit hast zu quatschen, kannst du mir auch helfen!“ rollte Sina ihre Augen und drehte sich zu dem Mann um, als sie einen Schwertschlag auf sich zufallen sah.

Sofort wich sie diesem Angriff aus, der das Regal hinter ihr zerstörte. „HEY! Du zerstört die Pläne du Blödmann! Dafür wird der Boss dich häuten!“ reagierte Sina verärgert.

„Seid… ihr so dämlich?! ICH BIN DER BOSS!“ schrie der Dämon und griff Sina wieder an, die wieder ohne Probleme auswich und die Information erst mal verarbeiten musste.

„Huh? Nie im Leben. So ein Schwächling wie du bist der Boss?! Da kenne ich stärkere Dämonen!“ provozierte Sina ihn unbewusst. Nun platzte eine Zornesader auf der Stirn vom Boss. Noch nie wurde er so beleidigt wie heute, das Blut floss von der Stirn runter.

„Ich weiß nicht wer ihr seid, aber eins verspreche ich. Sobald… ich mit euch fertig bin, werde ich mir für euch extra die Zeit nehmen, euch einen sehr langsamen Tod zu bescheren.“ drohte der Boss hasserfüllt. Jeden anderen Dämon hätte er damit eingeschüchtert, aber nicht Sina.

„Ist klar. Eher kommt der Dämonenkönig vorbei und bietet dir seine Freundschaft an.“ schmunzelt Sina. Der Boss konnte nicht glauben, was er eben zu hören bekam.

Die Chance nutze Sina und warf weitere Dokumente auf den Tisch, während sie den „Boss“ im Auge behielt. Was sich auch als richtig raus stellte, als er Sina wieder angriff.

„Eins muss ich dir lassen, aber eine gewisse Angriffsgeschwindigkeit hast du ja Kleiner.“ wich Sina den vielen Angriffen aus, dabei wird das Mobiliar sowie weitere Dokumente zerstört.

„VERDAMMT! Nun komm wieder runter!“ brüllte Sina nun. Sie fing den Waffenarm des „Bosses“ auf und schlug ihn voller Kraft mit der freien Hand in den Bauch. Hinter ihm kam eine Druckwelle raus, die ein Loch in das Zelt riss.

Erstaunt fiel der Boss auf die Knie und erbrach Blut, dabei musste er verarbeiten, was eben passiert ist. Die Chance nutze Sina und schnappte sich die zerschnittenen Dokumente. „Beim dunklen Gott, hoffentlich können die anderen das wieder flicken.“ murmelt Sina.

Der Boss stand wieder auf, wo Sina ihm nun doch den Respekt zollen musste, dass er den Schlag überstehen konnte. Ein paar Atemzüge nahm der Boss, seine Augen wirkten wieder klarer, aber auch konzentrierter, was ein schlechtes Zeichen für Sina ist.

Wiederholt griff der Dämon Sina an, dem sie ausweichen wollte, aber diesmal hat der Boss sie ausgetrickst. Indem sie in ihrem Hochmut sich nur auf das Schwert konzentriert hat ohne Vorahnung, sah sie die Faust auf ihrem Gesicht nicht kommen.

Der junge Dämon schlug mit voller Kraft zu und rammte Sina in den Boden. Alle Dämonen um das große Zelt spürten ein Beben unter sich. Sina erholte sich recht schnell vom Angriff, aber dieser Dämon scheint von der gemeinen Sorte zu sein, denn er trat mit voller Kraft mit dem Fuß in das Gesicht von Sina.

Sina hatte das Gefühl, als hätte ein Rammbock sie im Gesicht getroffen, ihre Nase wurde bei der Aktion gebrochen. Als der Boss wieder nach Sina treten wollte, packte sie das Bein von ihm und riss ihn zu sich, sodass er ebenso zu Boden fiel.

Sofort stand Sina auf und schlug mit ihrer rechten Faust in das Gesicht des Knaben, dabei rammte sie ihn mit voller Kraft in den Boden, was nun wirklich zu einem Erdbeben im Dämonenlager führte. Panisch rannten die Dämonen unwissend hin und her und suchten Schutz.

Der Kopf sowie ein Teil des Oberkörpers des Dämonen stecke im Boden fest und zeigte keine weitere Regung, aber mit diesem Angriff müsste der eigentliche „Boss“ nun alarmiert sein.

„Scheiße, dass der General solch fähige Leute hat. Da werden noch Probleme auf Sakura und die Menschen zu kommen.“ fluchte Sina, dabei glaubte sie dem Dämonen nicht, dass er der Boss ist und ging nun zum Tisch. Mehrere Dokumente sind durch die Beben runter gefallen, also war Sina gezwungen, sie nochmals aufzuheben.

Dabei merkte sie nicht, wie sich der Körper des Dämonen wieder regte. Nachdem alle Pläne wieder auf dem Haufen geworfen wurde, machte Sina sich nun an die Arbeit, den Stoff irgendwie zu verknoten.

Als sie es teilweise geschafft hat, krachte eine Faust von der Seite in ihr Gesicht. Komplett ungeschützt flog sie in das Schlafzimmer vom dem „Boss“, dabei krachte sie in den Kleiderschrank.

„Har… nicht mal mein Vater war so stark wie ihr.“ keuchte der Boss, dabei floss nicht wenig Blut von seiner gebrochenen Nase runter. „Wer auch immer ihr sein möget, aber ich werde das schon herausfinden, so wahr ich Rarkas heiße! Noch nie wurde ich als Dämonenkönig so beleidigt!“

Sina hat das nicht mitbekommen, als sie von dem Kleiderschrank aufstand. Dort fand sie weitere Pelzmäntel und kam zum Schluss, dass dieser Dämon doch der Boss war. „Kleiner… nun habe ich wirklich die Schnauze voll!“

Die Dämonin zog Lazarus aus der Schwertscheide und dieses Schwert fing an zu vibrieren. „Huch? Scheinbar will mein Schwert dir auch seine Meinung sagen!“ grinste Sina, aber als Rarkas das Schwert seines getöteten Vaters sah, traute er seinen Augen nicht.

„Aber… wieso…“ wollte Rarkas fragen, aber Sina unterbrach ihn, indem sie mit dem Schwert nach ihm schlug. Sofort wollte der Dämonenkönig den Angriff blocken, was sich als ein Fehler herausstellte. Durch die Kraft von Sina wird Rarkas unweigerlich in eine kniende Position gebracht, seine Arme wären beinahe gebrochen.

„Wer… WER SEID IHR?!“ verlangte der Dämonenkönig zu erfahren, aber Sina lachte nur laut und voller Schadenfreude.

„Das braucht ihr nicht zu wissen Kleiner.“ provozierte Sina ihn, wo der Dämonenkönig wieder richtig sauer wurde. Er wollte zum Angriff übergehen, aber Sina ließ das nicht zu.

Blitzschnell schlug sie ihr Schwert schräg über das Gesicht von Rarkas, wo er nun laut aufbrüllte, dabei spritzte regelrecht das Blut aus seinem Gesicht. Dann schlug Sina mit ihrer freien Hand wieder in das Gesicht von dem Dämonenkönig, ein weiteres Erdbeben erfolgte, als dieser in den Boden gerammt wird.

Der „General“ stecke wieder im Boden fest und diesmal wartet Sina ab, ob er wieder aufsteht. . . . als sein Zeigefinger auf Sina zeigte. Ein gigantischer schwarzer Blitz durchbrach die Zeltdecke und erwischte Sina.

Im gesamten Zelt war nun grauer Rauch entstanden durch die Magie von Rarkas. Sina hat diesen Zauber nicht gemerkt, musste aber wegen dem Rauch husten. Die Chance nutze der Dämonenkönig, um sich wieder zu befreien, gleichzeitig trat er Sina in den Bauch, wo sie gegen den Tisch knallte.

Der halb geschlossenen Beutel mit den Plänen rutschte fast vom Tisch, Sina fing ihn im letzten Moment auf und zog sie ihn wieder zurück.

„Beim dunklen Gott, eins muss ich dir ja lassen, aber einstecken kannst du definitiv einiges als General.“ zollte Sina gezwungener weise Respekt. Dann flattert sie mit ihrem großen Flügel den Rauch weg.

Rarkas stand vor ihr, mit einer Hand nach Sina gerichtet, dabei murmelte einen Zauberspruch. Sina kannte diese Pose und drehte sich panisch um, um den Beutel mit ihren Flügel einzuschließen, als der junge Mann fertig war: „Meer der Dunkelheit!“

Ein Flächen förmiger Angriff erwischte Sina und alles hinter dem Zelt, auch ein Teil des Lagers. Ein Angriff, mit dem Element Dunkelheit, verursachte reinste Zerstörung. Sina drückte den Beutel fest an sich, denn der Zauber richtete wegen ihrer Immunität nichts an.

Irgendwann hörte der Zauber auf und Sina löste sich von dem Beutel, den sie sofort begutachtete: „Puh… nichts abbekommen.“ seufzte Sina erleichtert.

„We… wer seid ihr?! Ihr hättet längst tot sein müssen!!!“ knurrte der „General“ erstaunt, dann nahm er wieder eine Angriffsposition. Man sah in seinen Augen eine starke Unsicherheit gegenüber Sina, denn sie trug nicht eine Verletzung oder ähnliches durch den Zauber davon.

„Dafür seid ihr noch viel zu grün hinter den Ohren, als dass ihr mir was antun könntet.“ grinste Sina den jungen Mann böse an. „Lass dir mal richtige Magie zeigen.“ Die Dämonin hob die linke Hand nach dem „General“.

„Wenn deine Zauber diese Stärke haben, dann kannst du dich mit mir messen! „Lavahand“!“ und ein gigantischer Lavaatem schoss aus der Hand von Sina raus, den der Boss komplett erwischte. Die Nacht wird durch diesen Zauber stark erhellt und das Lager größtenteils zerstört.

Rarkas kennt Schmerzen. Muss er als Dämonenkönig kennen, aber es findet keine Worte, wie er diese Art von Schmerzen beschreiben soll. Nicht mal schreien konnte er, so heftig war die Götterbestienmagie von Sina.

Sakura und die anderen trauten ihren Augen nicht, was sie im Lager zu sehen bekamen. Alle waren zu nervös gewesen zum Schlafen und haben das Lager der Dämonen im Auge behalten.

Sina schloss die Hand und der Angriff war beendet. Vor ihr stand eine schwarz verbrannte Person, die noch sein Schwert hielt, dann fiel er nach hinten.

„Puh… wenn die Generäle alle soviel aushalten wie der Kleine, dann wird der Dämonenkönig ein richtiges Problem für Sakura werden.“ dachte Sina und begutachtete ihren linken Armschutz, um zu wissen, ob ihre Hand in der Zukunft für solche Attacken frei sein muss oder nicht, aber… keine Schäden zu sehen.

Die Dämonin drehte sich wieder um und knotet nun endlich den Sack zu, als sie eine Gruppe von Soldaten hoch stürmen sah. „Schockexplosion!“ benutzte Sina ihre Fähigkeit, ein weißer Ball flog direkt auf die Soldaten zu, dessen Geschwindigkeit sie nicht richtig sehen konnte. Die Fähigkeit explodierte und überall flogen die Dämonen umher, andere liegen regungslos auf dem Boden.

„Bleibt bloß fern von mir! Nun sollte ich… ARGH!“ schrie Sina laut auf. „Har… Har… endlich habe ich dich erwischt du hässliche Brut!“ knurrte eine hasserfüllte Stimme hinter Sina. Rarkas hat sein Schwert in den Rücken von Sina gerammt und es kam aus dem Bauch vorne raus, Blut tropfte runter.

„Ich… har… werde dich bestimmt nicht gehen lassen!“ knurrte Rarkas, als auf einmal alles wärmer wurde.

„Jetzt reicht es mir… Noch nie habe ich eine solche Nervensäge wie dich getroffen. Aufhebung aller Illusionen!“ ist der Geduldsfaden von Sina gerissen. Ihre Aura war im kompletten Dämonenlager zu spüren, selbst Sakura und der Rest spürten sie.

Der Dämonenkönig zog erstaunt sein Schwert aus Sina und nahm sofort Abstand von ihr. Wenn er schwitzen könnte in seiner Lage, würde er es sofort tun. Solch eine Aura, nicht mal sein Vater hatte diese Stärke gehabt.

„Was… seid ihr verdammt noch mal!“ fletschte Rarkas die Zähne wütend. „Wie… könnt ihr so eine Aura haben?!“ Was Sina nicht wusste, aber der Dämonenkönig strahlt schon eine Aura aus, aber in einer Stärke, die die Heldin nicht bemerken würde. Wenn man davon absieht, dass sie gegen mehrere Götterbestien gekämpft hat, die eine deutlich greifbarere Aura hatten, ist das nicht verwunderlich.

„Lerne den Unterschied zwischen uns kennen, du niedriger Dämon!“ sagte Sina es wutentbrannt. Ihre Wunde ist schon längst verheilt, aber nun musste sie ihre Wut rauslassen. Ein gigantischer schwarzer Ball bildete sich um Sina, Rarkas nahm unbewusst ein paar Schritte nach hinten.

Dann bildete sich der Ball zu zwei gigantischen schwarzen Flügel, größer als Sina sie hat. Dabei sprangen überall Blitze aus Sina heraus, die Luft ist elektrisch geladen und ihre Haare gingen nach oben.

„Beim dunklen Gott… was… ist das?“ dachte der Dämonenkönig, denn was diese Frau auch sein mag, aber sie spielt in einer anderen Liga als er, dass wusste er nun.

Die schwarzen Flügel wandern nun in das Schwert von Sina, dabei glühte es einer schwarzen Farbe, was selbst Sina noch nicht gesehen hat. „Zeit das Spiel zu beenden! „Dämonischer Schnitt!“ brüllte Sina und ließ ihre Fähigkeit nach dem „General“ los.

Ein schwarzer Schnitt flog auf Rarkas zu, den er mit seinem Schwert blockieren wollte, aber… Als hätte er keine Kraft, wird er von der Fähigkeit von Sina brutal nach hinten gedrückt. Der Dämonenkönig wird durch mehrere Zelte gerammt, eine große Bremsspur sah man auf dem Boden, wo mittig der Schnitt verläuft. Viele Dämonensoldaten sterben bei diesem Angriff, weil die Blitze aus dem Schnitt alles in ihrer Nähe ohne Gnade töten.

Sina dagegen wartete nicht ab, ob der „General“ es überlebt, sondern versteckte ihre Aura wieder, steckte Lazarus in die Schwertscheide zurück und nahm nun den großen Beutel. „Was eine Nervensäge, hätte ich es nicht so… eilig, wäre er fällig gewesen.“ knurrte Sina leicht wütend, als sie in die Nacht flog.

Rarkas dagegen knallte gegen eine Felsmauer und wurde endgültig von der Fähigkeit getroffen, die schräg über seinen Körper ging, die die komplette Felsmauer zerstörte… aber er überlebte es! Blut spritze von seiner Brust runter, er fiel auf ein Knie, mit seinem Schwert stützte der Dämonenkönig sich rechtzeitig ab.

Mehrere Feinde hat Sina mit dieser Fähigkeit getötet, aber der Dämonenkönig Rarkas ist der Erste, der diese Fähigkeit von Sina überlebte!

„Har… har… ich schwöre beim dunklen Gott, ich werde dich jagen und töten!“ leistete der Dämonenkönig wutentbrannt seinen Eid ab.

„AAAAAAAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRRRRRGGGGGGGGGGGGGGGGHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH“

Kapitel 266

Ich bin wiedergeboren und das leckerste Getränk der Welt?

Sina war mit dem Stand der Dinge sehr zufrieden. Endlich wieder Schwerter und eine passende Ausrüstung, die laut Garren einem Dämonenkönig alle Ehre machen würde.

„Soo… ich habe alles was ich wollte. Als Lagermeister bekommst du bestimmt einiges mit oder?“ fragte Sina den Dämon.

„Erm… was wollt ihr wissen?“ war der Lagermeister Garren wieder misstrauisch, denn alle Aktionen von Sina… machen sie so… unvorhersehbar.

„Das andere große Zelt was ich gesehen haben, was ist dort eigentlich?“

„Ah… das tut mir leid, aber da kann ich dir nicht weiterhelfen. Schaut nicht so erstaunt, der Boss macht daraus ein richtiges Geheimnis. Nur die engsten Vertrauen vom Boss sowie die persönliche Garde von ihm wissen, was dort abgeht.

Aber… es gibt Gerüchte, dass es was mit dem Krieg zu tun haben soll. Vermutlich eine Waffe, die den Krieg zu unseren Gunsten wenden kann. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum es so stark bewacht wird.“

„Hm… verstehe… Sag, gibt es hier noch einen anderen Ausgang? Ich habe keine Lust, wieder eine Gruppe voller Dämonen wie Hunde hinter mir herlaufen zu sehen.“

„ … Ja, folge mir.“ sagte Garren und zeigte Sina den Weg. Es dauerte nicht lange, als sie bei dem zweitem Ausgang waren.

„Wunderbar, dann verschwinde ich mal.“ nickte Sina zum Abschied und ging aus dem Zelt. Garren war nun einerseits froh, dass sie endlich weg ist, anderseits… würde er gerne mehr über diese Dämonin wissen. Der Lagermeister ging wieder zurück und stellte fest, dass er sein Buch über alle Rüstungen sowie Waffen nicht auffinden konnte.

„Hm?! Wo habe ich das denn zuletzt hingelegt?“ wundert sich Garren.

Sina blättert im Buch und musste sich zurückhalten, nicht laut loszulachen, dann steckte sie es in ihr Inventar. „4/50“ sah sie auf einmal.

„Huch? Das ist neu. Was habe ich denn drin? Ah der T-Ring, meine Stoffhose sowie Hemd und nun das Buch. Puh… irgendwie hätte ich mir doch einen größeren Inventarring geben lassen sollen, aber zu spät.“ zuckte Sina mit ihrer Schulter und ging auf das nächste große Zelt zu, was man nicht übersehen konnte.

Was man ebenso nicht übersehen konnte waren die vielen Wachen, die bestens ausgerüstet waren und auf Sina den Eindruck machten, als wüssten sie wie man kämpfen kann.

„Hrmm… Die werden mich im Leben nicht durchlassen, egal was ich ihnen sage…“ kratze Sina sich an der Wange, während sie hinter einem Zelt stand. Dann sah sie ein Lagerfeuer, dessen Feuer zwar aus ist, aber die Glut noch zu sehen war, als Sina eine Idee hatte.

Leise kichernd ging die Dämonin mit einem irren Grinsen auf das Lagerfeuer zu, nahm mehrere Holzstücke, dessen Glut noch deutlich zu sehen war und legte sie an verschiedene Zelte. Bei der Aktion hat sie natürlich geschaut, dass sie keine Zeugen hatte.

Dann nahm sie einen großen Abstand von ihrem Tatort und mache sich mit ihrer Illusion unsichtbar, abwartend auf die nächste Aktion. Es dauerte nicht lange, bis der Stoff von den Zelten anfing zu brennen. Erst mal passierte nichts, bis die ersten Bewohner der Zelte, aber auch die Dämonen von draußen anfingen laut zu schreien, dass es brennt.

Überall rannten Dämonen umher, einige versuchten es mit ihrer Magie zu löschen, andere schnappten sich einen Eimer, um es mit Wasser zu löschen. Die Elitewachen von dem großen Zelt halfen bei der Aktion kein bisschen, lenkten ihre Aufmerksamkeit aber nur auf die brennenden Zelte.

Die Chance nutze Sina und schlich sich langsam an ihnen vorbei. „Warum… sie keinen Zaun oder ähnliches gebaut haben…“ schüttelt Sina in Gedanken den Kopf. Dann war sie endlich vor dem Zelteingang und ging hinein.

Drinnen ankommen löst Sina ihre Illusion wieder auf und eine Last fiel von ihr runter, weil sie es sich wesentlich schwerer vorgestellt hatte. „Ich bin einfach nicht der Typ für Spionage. Lieber will ich Leute einschüchtern und zusammenschlagen und und und… War ich in meinem alten Leben auch so drauf gewesen? Egal.“

Nun schaute Sina sich um und kam direkt auf den Gedanken, dass es einer Chemiefabrik ähnelte. Überall sah sie Gerätschaften wo sie blubbernde Flüssigkeiten waren, die unterschiedliche Farben hatten.

„Hmm… sieht fast aus wie bei den Alchimisten aus meiner Kindheit.“ war die Meinung von Sina, die alles in Augenschein nahm. „Wer sind sie?!“ sprach jemand Sina von der Seite an.

Wenn Sina diesen… Dämon beschreiben müsste… erinnert sie ihn mehr an einen wahnsinnigen Professor. Eine dicke Brille, verschmutzter Arbeitskittel, fettige lange Haare, das Gesicht… zeigte mehrere Wunden, die am eitern waren.

„Mein Name ist Lilith, der Boss schickt mich. Er will den Stand der Dinge erfahren.“ log Sina spontan.

„Bitte?! Dann würde er Molgich schicken! Ich sollte lieber die Wachen holen!“ quietschte der Alchimist, als Sina ihn daran hindert.

„Der wurde vor einigen Stunden von jemanden im Lager getötet.“

„HUH?! Wer hat sich das denn zugetraut? Nicht das ich ihm eine Träne nachweine, aber endlich haben wir eine Petze weniger!“ freute sich der Alchimist. „Und… warum schickt er nun ausgerechnet dich?!“

„Nun… seine Leute sind wegen der Untersuchung beschäftigt und der Boss selber… befragt auf seine Art und Weise die Zeugen, ihr kennt ihn ja. Ich vermute, dass er mich auf die Probe stellt, ob ich seines Vertrauen würdig bin.“

„Eine Frau und dann noch eine von den Sukkuben?“ war der Alchimist misstrauisch.

„Ich habe gewisse Talente, die der Boss nicht ignorieren konnte. Alleine das ich schon hier bin, ist doch der Beweis, das die Wachen darüber Bescheid wissen, wollt ihr sie wirklich belästigen? Soll ich wirklich zum Boss gehen, weil du mir nicht glauben wolltest?“ lächelt Sina den Dämon an.

„Nun… an den Argumenten ist nichts auszusetzen oder?“ kratze sich der Alchimist an der Wunde, machte aber nicht den Eindruck, als hätte er Schmerzen.

„Ich bin ehrlich, ich bin erst vor kurzem in dieses Projekt eingeweiht, aber… was genau produziert ihr Doktor…?“ schmeichelt Sina den Dämon ein.

„Huch? Nein nein, ich bin kein Doktor, nur einfacher Alchimist. Mein Name ist Klonk, der beste Giftmischer der Welt.“ war Klonk sehr erfreut über den Titel.

„Was?! Ihr seid der Beste der besten, dass ich so eine Ehre bekomme, das hätte ich nicht gedacht! Einige eure besten Gifte durfte ich selber schon ausprobieren und war immer sehr erstaunt, wie… Effektiv eure Gifte sind!“ bekam Sina strahlende Augen.

„Huch? Danke, wusste nicht, dass ich eine so große Berühmtheit erlangt habe.“ wurde Klonk nun langsam rot im Gesicht. Sina kannte ihn nur aus der Geschichte, aber sie hat alle seine Rezepturen trinken dürfen, deswegen war sie… wegen ihrer Sucht schon ein kleiner Fan von ihm gewesen. Dank Wisalis Geschichtsunterricht wusste Sina fast alles über diesen Doktor.

„Die meisten halten nichts von Gift, sie bleiben lieber bei ihrer angeborenen Stärke, aber warum nicht einfach Stärke mit Gift kombinieren? Wie viele Kämpfe kann man verkürzen, wenn der Feind eine kleine Schnittverletzung bekommt und dann tot umkippt?“ schmierte Sina dem Doktor Honig um das Maul.

„Verdammt richtig! Alles Banausen, die nicht verstehen wollen, dass man mit Alchimie viel erreichen kann!“ nickte der Doktor.

„Alchimie… ist viel mehr nur eine Wissenschaft, es ist auch eine Kunst oder? Manchmal muss man Opfer bringen, um ein größeres Ziel zu erreichen!“

„Beim dunklen Gott… so habe ich es noch nie betrachtet! Ihr habt so recht!“ strahlte der Doktor, die anfängliche Feindlichkeit ist komplett verschwunden. Auf einmal schlugen Sina und Klonk die Hände ein, eine neue Allianz wurde gebildet.

„Meister… darf ich euch so nennen?“ fragte Sina freundlich.

„Erm… ja, ja ihr dürft das. Ich bin irgendwie… sehr glücklich jemanden gefunden zu haben, der meine Genialität versteht. Selbst der Boss zeigt mir nicht die nötige Anerkennung, dabei hat er doch selbst keinen Schimmer, wie man Gifte herstellt.“ nickte Klonk.

„Er… ist halt der Boss und wir haben ihm zu dienen, da ist jeder Tag, den wir erleben dürfen, das größte Geschenk.“

„Wie wahr, wie wahr… Ihr seid erst vor kurzem in dieses Projekt eingeweiht oder? Kommt kommt, lass mich euch das wahre Ausmaß des Projekt zeigen!“ strahlte Klonk und ging ins Innere des Labors, Sina folgte ihm interessiert.

„Alle hier, egal wo ihr eine Flüssigkeit seht, ist Gift. Entweder Gift von Monstern oder neues von mir hergestellt… Warum sabbert ihr?“ wollte Klonk seine Erklärung beginnen, aber Sina´s alte Sucht kam scheinbar zum Vorschein.

„Huch? Oh Entschuldigung, aber als glühender Anhänger von euch ist das hier… ein Paradies für mich.“ war Sina sehr ehrlich.

„Ah… das kann ich verstehen.“ lächelt Klonk verständnisvoll. „Also der Boss hat erkannt, dass Gifte ziemlich vielseitig einsetzbar sind, also befahl er mir, ein Gift herzustellen, was die Armee von Alliancia, aber auch die Bewohner tötet.

So ein Gift herzustellen wäre kein Problem, aber sehr wohl, wenn wir die Gebiete übernehmen wollen oder? Nicht jeder hat eine so hohe Giftresistenz, dass dieser aus einem vergifteten Brunnen oder Fluss trinken könnte.“

„Aber scheinbar habt ihr eine Lösung gefunden Meister! Das wäre doch für euch gelacht, wenn ihr nicht ein Gift herstellen könnt, dass zu Beginn sehr stark ist, aber nach einer gewissen Zeit so schwach wird, dass es sich selbt auflöst.“

„Ihr seid nicht auf dem Kopf gefallen! In der Tat hatte ich diesen Gedanken, das Problem war eher, das richtige Gift zu brauen. Alle Gifte hier sind tödlich, keine Frage, aber sie haben auch leider die Neigung, dass es vergiftet bleibt.

Ich bin ehrlich, das war bisher meine größte Herausforderung, bis ich eine Rezeptur entwickelt habe, dass sich das Gift selber angreift, so komisch es sich anhört, aber meine Testversuche zeigen die gewünschten Resultate.

Der Boss hat schon mehrere Zielorte ausgesucht, wo irgendwelche Späher dieses Gift einsetzen wollen. Das Gift habe ich schon fertig gestellt, das Problem ist, dass ich noch auf eine größere Lieferung warte, um die richtige Menge herzustellen.“ strahlte Klonk.

„Ihr macht eurem Namen als weltbester Giftmischer alle Ehren Meister! Darf ich dieses Gift mal sehen?“

„Aber sicher das! Folgt mir!“ war der Alchimist begeistert. Sina würde gerne alles einmal probieren wollen, aber bisher… konnte sie sich zurückhalten.

Nun standen Sina sowie Klonk vor einen großen Glasbehälter, wo eine rötliche Flüssigkeit drin ist, das Gift, was die Dämonen wohl demnächst einsetzen wollen. Der Vorteil bei diesem Behälter ist, dass er scheinbar mehrere Öffnungen hat.

„Das ist das Gift, was uns den Sieg bringen wird. Bisher habe ich noch keinen passenden Namen, aber es wird definitiv in die Geschichte eingehen.“ schwillt die Brust vom Klonk auf.

„Benennt es doch nach euch, dann wird es nicht nur Geschichte schreiben, das ist es ein Name, der immer in aller Munde der Dämonen ist. Das Klonkgift!“ schlug Sina vor und der Alchimist riss erstaunt die Augen auf.

„Meine Güte… wieso bin ich nicht auf so was einfaches gekommen?“

„Vermutlich weil ihr den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen habt. Meister… darf ich eine Probe dieses Gifts haben?“

„Aber natürlich! Wie kann ich das meinem Anhänger verwehren, der mir auch den passenden Namen vorgeschlagen hat? Einen Moment…“ nickte Klonk und suchte in den Schränken nach einem Glasbehälter.

„Die… Rezeptur habt ihr bestimmt nirgends aufgeschrieben, damit sie niemand klauen kann oder? Ich meine… je verzweifelter der Feind ist, kommt er schon auf komische Gedanken.“ fragte Sina unschuldig.

„Alles im Kopf, sogar das Gegenmittel. Würde ich das nicht so machen… hätte ich nichts in der Hand, um den Boss an der Leine zu halten. Er kann… manchmal sehr ungeduldig sein.“ tippte Klonk auf der Stirn.

„Wie wahr… Das Klonkgift, damit werdet ihr bestimmt die Welt verändern! Was mich interessiert, ihr habt doch bestimmt eine Immunität gegen Gifte oder? Ich meine… egal wie vorsichtig man ist, man bekommt irgendwo oder wann einen Tropfen von den vielen Giften ab.“

„Ah… fast! Level 9 habe ich und es hat mich Jahrtausende gekostet, dass ich soweit gekommen bin! Dabei habe ich es nicht mal bewusst trainiert oder so, ich war immer froh, dass ich das Gegenmittel direkt mit hergestellt habe, sonst würde ich nicht mehr hier stehen.“ lächelt Klonk, der endlich einen Glasbehälter gefunden hat und ging zu seiner neuesten Errungenschaft.

Diesen füllte der Giftmischer auf, setzte einen Korken auf und kam dann damit zu Sina. „Hier, es ist mir eine Freude, einem Freund der Wissenschaft dies zu überreichen.“

„Vielen Dank Meister!“ meinte Sina das sehr aufrichtig. „Wirkt das Gift… schon über die Atemwege?“

„Nein, dieses Gift muss in den Körper gelangen, damit es wirkt. Es wäre sehr problematisch, wenn die Dämpfe einen schon töten. Stellt euch vor, man erkennt dann einen vergifteten Fluss, dann weiß der Feind Bescheid, was wir vorhaben.“ erklärt Klonk.

Sina öffnete den Glasbehälter und roch nun an dem Gift. „Hmm… Hmm? Das riecht ja richtig süßlich.“ staunte Sina.

„ … Süßlich? Bedaure, aber… meine Nase kann schon lange nichts mehr riechen.“ wundert sich Klonk.

„Es… riecht wirklich süßlich. Ich habe noch nie ein süßlich riechendes Gift gerochen…“ wiederholte Sina sich. . . Dann trank sie einen Schluck von dem Klonkgift. Klonk riss erstaunt seine Augen auf und verlor seine Sprache.

Ohne es zu merken musste Sina weinen. „Das… ich das erleben darf… Ein süßliches Gift, das auch noch schmeckt…“ „Huh?! Ihr müsstet doch längst im Sterben liegen!“

Sina nahm wieder was von dem Gift, aber schluckte es nicht direkt runter, sondern spielte mit der Zunge, um jede Geschmacksknospe damit zu berühren. Die Tränen fielen nun stärker von Sina und nachdem sie das Gift geschluckt hatte, musste sie unweigerlich stöhnen.

„Herrlich… es schmeckt… es schmeckt so wunderbar…“ hatte Sina ihre Augen geschlossen. Klonk riss ihr den Glasbehälter aus der Hand und versuchte selber daran zu riechen, aber wie er schon gesagt hatte, der Giftmischer riecht nichts.

„Wieso… sterbt ihr nicht daran? Hat sich das Gift verändert?!“ hielt der Giftmischer das Glas vor seine Augen. „Da hilft nur eins.“ kam Klonk zu einem Entschluss und trank es selber… und kippte tot um.

„Hmm…. so lecker…“ hat Sina ihre momentane Situation noch nicht bemerkt.

„ … Meister?“

Kapitel 265

Ich bin wiedergeboren und die Ausrüstung?

Der eingeschüchterte Lagermeister Garran brachte Irgiz eine komplett neue Lederrüstung sowie einen größeren Inventarring.

„Hier… nun zieh Leine.“ sagte Garran es unwirsch. Man sah ihm an, das die Aktion von Sina ihm ins Markt ging, so sehr zittern seine… „Hände“.

„Das ich diesen Tag erlebe, das der geizigste Dämon der Welt was abgibt…“ konnte Irgiz sich den Kommentar nun doch nicht verkneifen. Der Dämon nahm seine neue Ausrüstung an, glücklich endlich wieder eine vernünftige Rüstung zu besitzen.

„Dann kannst du dich verziehen und nimm deine Kumpels draußen mit, ich will alleine sein.“ teilte Sina es mit. Garran sah nur noch blasser aus, als er dies zu hören bekam.

„Sicher? Brauchst du keinen Führer mehr?“ fragte Irgiz vorsichtig nach, aber Sina schüttelt den Kopf.

„Nein danke, ich komme schon zurecht. Außerdem… wenn ich meine Ausrüstung bekomme, brauche ich keine lüsternen Augen und so, wenn ich mich umziehe.“ schmunzelt Sina, aber Irgiz sowie Garran verzogen ihr Gesicht, als hätten sie was ekelhaftes gehört.

„Ja? Wollt ihr mir was sagen?“ lächelt Sina nun mit geschlossenen Augen. Sie kann es immer noch nicht fassen, dass man Sukkuben hässlich findet.

„Nein nein, dann… werden wir uns spätestens in der nächsten Schlacht sehen.“ schüttelt Irgiz schnell den Kopf und verschwand. Man hörte sofort das Grölen der anderen Dämonen, als sie die neue Rüstung von Irgiz sahen. Dann hörte man eine lautstarke Diskussion, die damit endete, dass irgendjemand geschlagen wurde, danach verschwand wohl die Versammlung, denn die Geräuschkulisse wurde immer leiser.

„Prächtig, nun sind wir beide unter uns. Ich hoffe… du hast alles im Kopf, wenn ich dir sage, was ich brauche?“ schaute Sina den Lagermeister an, aber dieser schüttelt den Kopf.

„Einen Moment… dafür führe ich Buch.“ verschwand Garran und kam wieder. „Was… wollt ihr nun haben?“

„Fangen wir am besten mit der Rüstung an. Ich will eine Rüstung tragen, die zu meiner Rasse passt, dazu darf sie meine Bewegung nicht einschränken. Das sie natürlich magisch sein soll, sollte verständlich sein.“

„Kennst du deine Maßen?“

„Erm… Nein?“

„Scheiße…“ fluchte der Lagermeister. Er legte das Buch auf einen Tisch hinter ihm und holte ein Maßband aus seiner Tasche dazu einen kleinen Holzhocker. Lieber würde er fünf Meter Abstand von Sina haben wollen, aber… lieber zieht er es nun durch, damit Garren sie endlich los ist.

„Drauf stellen, ich werde messen oder willst du eine zu große Rüstung tragen hm?“

„Erm… nein.“ machte Sina das Spiel mit und stellte sich auf den Hocker, dann fing Garren mit seiner Arbeit an. Fuß, Beine, Hüfte, Oberkörper, Brüste, der Lagermeister ließ nichts aus.

„Hinsetzen.“ befahl er und Sina tat dies. Garren nahm die restlichen Maße und als er dann den Kopf messen wollte, unterbricht Sina ihn.

„Keinen Helm, das brauche ich nicht. Wenn nur irgendetwas für meine langen Haare.“

„Wie… ihr wünscht.“ seufzte Garren, nahm wieder Abstand von Sina, dabei wischte er mit einem Tuch seinen Schweiß vom Gesicht weg. Der Lagermeister kontrollierte die Daten mit seinen Informationen im Buch. „Scheinbar… gibt es ein kleines Problem.“

„Und? Löst das.“ wirkte Sina nicht wirklich interessiert.

„Was ich sagen wollte ist, dass ich mehrere Rüstungen kombinieren werde…“ schüttelt Garren den Kopf und ging zu den Regalen.

„Was auch immer, aber ich sollte nicht aussehen wie ein bunter Vogel.“ warnte Sina ihn, während der Lagermeister einen hörbaren Schluck machen musste.

Es verging einige Zeit, als Garren eine Lösung fand. Er musste für die Lösung mehrmals die Rüstungsteile von anderen Rüstungen trennen, dann legte der Lagermeister die Teile nach und nach auf den Tisch.

„So… das wäre eure magische Rüstung.“ wirkte Garren ein bisschen müde.

„Ho? Dann bin ich ja mal gespannt. Ich hoffe, du hast hier eine Stelle, wo ich sie direkt anziehen kann?“

„Hinten ist eine Umkleidekabine…“

„Wunderbar, nun erkläre mir bitte, was ich da nun alles bekommen habe und welche magischen Attribute die Gegenstände haben.“

„Natürlich… Fangen wir von unten bis oben an. Diese Plattenstiefel bestehen aus einem sehr seltenen Erz, dass eine hohe Widerstandskraft gegen alle Waffen aufweist. Zusätzlich hat es die magische Verzauberung, dass der Widerstand gegen Feuer und Dunkelheit erhöht wird.

Es geht bewusst über den Knie, denn der Schmied hat die Unterbeine mit einer zusätzlichen Legierung verstärkt, das wird kein Mensch einfach durchschneiden können. Den Knieschutz hat… der Schmied aus irgendwelchen Gründen in einer menschlichen Schädelform gegossen.

Die Lederhose besteht aus Drachenleder, eines der besten Ledertypen die es gibt. Die schiebst du in die Plattenstiefel, dann kannst du sie sogar miteinander verbinden. Die magische Verstärkung ist Feuerschutz, wobei ich ehrlich sein muss… Drachenleder ist schon von Natur aus gegen Feuer ziemlich Resistent.

Dieser Gürtel aus metallischen Schädeln soll dafür sorgen, dass deine Hose nicht rutscht. Naja… eigentlich wird es nicht passieren, aber es erhöht den Widerstand gegen Wind und Feuer.

Dann kommen wir zum Oberteil, der aus zwei unterschiedlichen Rüstungen besteht. Der erste Teil ist die Lederrüstung von einem Basilisken, ziemlich widerstandsfähig gegen Hiebwaffen. Dummerweise… wird euer Bauch vorne frei sein, aber… irgendwie habe ich nicht den Eindruck von dir, dass es einfach sein wird, dir eine Verletzung zu verpassen.

Der Vorteil mit dieser Rüstung ist es aber, dass es alle Rüstungen, die du tragen wirst, leichter machen wird. Aber wegen deinen Fleischbällen muss du vielleicht vorne einen Schnitt schneiden, sonst könnte es deine Luft herauspressen.

Darüber trägst du dann noch eine Plattenrüstung, die aber nur deinen Brustkorb beschützt, denn selbst du wirst keinen Stich im Herz überleben. Sie ist bewusst eine Nummer größer, damit es mit deinem Lederteil passt. An den Seiten sind Schnallen, die du einfach um klickst, wenn du sie anziehst, daher wird es mit deinen Flügeln kein Problem sein…

Die magische Verzauberung ist, sobald eine Waffe auf diese Platte trifft, schießt direkt ein Blitz in die Waffe des Gegners. Dies wird ihn zwingen, seine Waffe loszulassen. Betrachte es als magische Notfallverteidigung, solltest du wirklich in eine missliche Lage geraten.

Dann zuletzt die Handschuhe, die mit Armschienen verbunden sind. Nur ein Teil von deinem Oberarm ist frei, aber man muss schon verdammt gut zielen, um diese Lücke zu treffen. Leider kann es nicht mit deiner Brustplatte verbunden werden, dann hättest du die Lücke nicht.

Das Material… besteht aus verzaubertem Stahl? Keine Ahnung, was das sein soll, aber besser als gewöhnliches Metall. An den Knöcheln wurden bewusst kleine Verstärkungen eingebaut, solltest du also jemanden die Fresse einschlagen, wird er definitiv gebrochene Knochen bekommen.

Keine Ahnung welche magische Verstärkung darauf ist, aber vermutlich Widerstand gegen Magie, das wäre meine Vermutung.

Ah… das habe ich vergessen. Zwei große Haarspangen. Ja mir ist es auch bewusst, das da wieder Schädel drauf sind, aber irgendwie passte es zu dem Gesamtoutfit. Das sind die einzigen Gegenstände, die NICHT magisch sind.“ kam der Lagermeister endlich zum Ende.

„Wow… und das ist auch bewusst so, dass die metallischen Bereiche alle scharlachrot sind und das Leder schwarz?“ musste Sina nun doch den Respekt zollen.

„Ja, ich habe eure Warnung schon verstanden. Außerdem passt es irgendwie… zu eurer komischen Haarfarbe, auch wenn sie heller sind.“ nickte Garren.

„Wunderbar, wirklich. Nun fühle ich mich endlich wieder richtig angezogen!“ lobte Sina.

„Keine… Ursache. Welche Waffen wolltet ihr nochmal haben? Während… ihr euch umzieht, kann ich nach den richtigen Ausschau halten.“

„Zwei Schwerter, denn ich bin ein Schwertmeister. Aber das sollten wirklich die besten sein, denn… meine Fähigkeiten sind so stark, dass normale Waffen sich immer verformen.“

„Ihr seid WAS?!“ staunte Garren.

„Das hast du schon verstanden, also wenn du mir mal hilfst, sie mit rüber zu tragen?“ bat Sina und nahm schon die ersten Gegenstände.

Der Lagermeister half Sina und legte sie in die Nähe der Umkleidekabine. Sina nutze auch die Chance und hat sich einen Eimer Wasser mit Seife geben lassen, denn… „Ew… ich will echt nicht darüber nachdenken, wann ich mich richtig gewaschen habe.“ kam der Spontangedanke bei Sina.

In der Zeit suchte Garren die richtigen Schwerter für „Lilith“. Ein Schwert hat er sofort gefunden, beim anderen stand er vor einem Kasten, wo ein Schwert drin steckte. Dieses Schwert bekam er vom Boss und musste den Schwur abgeben, keine Informationen darüber fallen zu lassen. Laut der Aussage vom Boss kann es sowieso keiner benutzen.

„Warum… glaube ich, dass sie es kann?“ redet Garren mit sich selber. Der Boss hat ihm verboten, darüber zu reden, aber nicht wirklich spezifisch verboten, sie einem anderen weiterzugeben. „Aber… wäre es nicht auch ein Verrat gegen den Boss?“ wunderte sich Garren in Gedanken.

Dann kam Sina zurück. Als Garren sie sah, verlor er seine Sprache. Sina wäre einem Dämonenkönig ebenbürtig mit ihrer Ausrüstung, denn sie strahlte Unheil und Verderbnis aus. Die Farbe, die vielen Schädel…

Sina hat ihr langes Haar zu einem Pferdeschwanz gewickelt und die Haarspangen sichtbar angelegt. Die Dämonin machte einige Übungen, hatte aber überhaupt keine Schwierigkeiten mit dieser Ausrüstung.

„Ich kann dich nur loben, du weißt wie man jemanden ankleidet.“ lobte Sina den Lagermeister. Die Rüstung war tatsächlich leichter als sie aussieht, durch den Effekt der Lederrüstung. Ihr Bauch ist zwar ziemlich frei, aber sie hatte nicht das Gefühl, dass ihr kalt war.

Aber Garren reagierte immer noch nicht. „Dachte, ich wäre hässlich für euch?“ schmunzelt Sina nun, als Garren endlich wieder reagierte.

„Ich… dachte im ersten Augenblick, das ihr die Dämonenkönigin seid…“ entschuldigte sich der Lagermeister, wie nah er der Wahrheit mit seiner Aussage dran war.

„Oh? Das ist bisher das schönste Kompliment, was ich zu hören bekam, seitdem ich hier bin. Wie sieht es mit meinen Waffen aus?“

„Erm… ein Schwert kann ich euch geben.“ sagte Garren und legte Schwert samt Schwertscheide auf den Tisch. Auf dem ersten Blick wirkte es wie ein gewöhnliches Langschwert, aber als Sina es in die Hand nahm, merkte sie es sofort.

„Dieses Schwert ist elektrisch geladen, besser kann man es nicht beschreiben. Dummerweise… muss der Halter dieses Schwertes mehrere Resistenten haben, damit er es überhaupt halten kann… Aber scheinbar habt ihr dieses Problem nicht.“

„Kein Gegner ohne nötige Widerstände kann lange gegen dieses Schwert ankämpfen, seine metallische Waffe würde die ganze Zeit unter Strom sein.“ kam Sina zum Entschluss.

„Das ist richtig, dummerweise hat der Verzauberer… es ein bisschen übertrieben mit seiner Arbeit und das Schwert am Ende eher nutzlos gemacht, aber in euren Händen?“

„Dürfte nur wenige Gegner geben, die freiwillig mit mir kämpfen wollen.“ nahm Sina nun die Schwertscheide, steckte das Schwert rein und band es sich an den Gürtel. Der Gürtel hat diese Funktion, Sina hat es beim Ankleiden festgestellt. „Wunderbar, was ist mein anderes Schwert?“

Garren setzte nun alles ein: „Ich… habe eine verfluchte Waffe. Fragt mich nicht woher ich sie habe, wem sie gehörte und ähnliches, darüber musste ich einen Eid ablegen.“ war der Lagermeister nun sehr ernst, dass selbst Sina nichts sagte. Er stellte einen großen Koffer auf den Tisch und schob ihn Sina zu.

„Ich bin ehrlich. Keine Ahnung… ob du dieses Schwert tragen kannst. Sollte… es nicht gehen, suche ich ein anderes Schwert für euch, aber… ich will es wissen.“ drückte Garren beide Augenbrauen zusammen.

Sina schob den Koffer näher zu sich und öffnete ihn. Sofort riss Sina erstaunt ihre Augen auf, was in diesem Koffer drin war.

Ein Schwert das komplett schwarz war. Mehrere gelbe Muster waren auf der Klinge eingraviert, wenn Sina die Form beschreiben müsste, kam es einem Katana ziemlich nahe, aber war zu breit dafür. Interessanterweise war ein blauer Stein an der Seite befestigt, wo Sina schon ahnte, was für eine Waffe vor ihr lag.

„Das… ist keine verfluchte Waffe, sondern eine lebendige Waffe! Ich dachte nur der Dämonenkönig trägt solch eine Waffe?!“ musste Sina nun unweigerlich fragen. Garren starrte sie weiterhin an, sein verbliebenes Auge sagte schon, dass er es selber auch wusste, aber wegen seinem Eid nichts sagen kann.

„Dann… stimmt es also wirklich. Der aktuelle Dämonenkönig ist der Sohn des alten Dämonenkönig. Welch eine Stärke muss er haben, damit er den Posten übernehmen konnte. Vermutlich ist es… über Umwegen zu euch gekommen, weil es keiner benutzen kann oder?“ hakte Sina, aber Garren war weiterhin schweigsam. Die Dämonin versuchte erst nicht ihn zu bedrohen oder ähnliches, alleine der Eid wird ihn daran hindern zu sprechen.

Vorsichtig… legte Sina ihre Hand auf den Griff, wo sie schon direkt Schmerzen bekam, daher zog sie ihre Hand wieder zurück.

„Es… ist seinem alten Besitzer immer noch treu. Wenn ich wüsste, wie es heißt, damit ich mit ihm sprechen kann.“ grübelte Sina laut, wo Garren nun doch erstaunt sein Auge aufriss.

Dann kam Sina zu einem Entschluss und packte wieder den Griff und holte das Schwert aus dem Koffer. Sofort brannte die rechte Hand von Sina, aber dies ignorierte die Dämonin.

„Hör mich an. Ich weiß das du deinem alten Meister treu bleiben willst, aber auch du musst erkennen, dass er verstorben ist. Er war schwach, alt oder was auch immer passiert ist, dass er besiegt wurde.

Hier… trink mein Blut und erkenne selbst, was ich bin.“ schnitt Sina mit dem Schwert in die freie Fläche am Arm und ließ ihr Blut auf die Klinge fließen. Die Aktion machte den Lagermeister sprachlos, er ignorierte sogar den verbrannte Geruch nach Fleisch.

„Ich… kann dir nicht sagen, was es mit mir auf sich hat, aber… ich kann dir eines versprechen. Sollte ich… mit dem Mörder deines Meisters die Klingen kreuzen, sollst du der Erste sein, der ihm Schmerzen zufügen wird. Unerträgliche Schmerzen, damit er weiß, wie wütend du bist.

Damit es aber klappt, muss du mir erlauben, dich zu führen. Ich mag vielleicht eine Sukkubus sein und… vielleicht hatte dein alter Meister genauso eine schlechte Meinung von meiner Rasse, aber… wenn du mein Blut geschmeckt hast, weißt du, dass ich viel viel mehr bin als nur eine Sukkubus.

Erlaube mir, deine Trauer zu vertreiben und deine angesammelte Wut gegen meine zukünftigen Feinde einzusetzen. Sehe die Welt, wie ich sie sehe. Lerne von mir, so wie ich von dir lerne.“ sprach Sina mit dem schwarzen Schwert.

Auf einmal leuchtete die blaue Kugel so hell, dass sie das komplette Zelt erhellte. Sina sowie Garren mussten ihre Augen schützen, dann verschwand es auch schon wieder.

Die Dämonin spürte keine Schmerzen mehr in ihrer Hand, das Schwert hat sie als neuen Meister akzeptiert. Diese legt ihre Stirn auf die flache Seite des Schwertes.

„Ich danke dir, dass du mir die Chance gibst.“ sagte Sina dies sehr aufrichtig. „Status öffnen“

Name: Lazarus

Level: ?

Waffe: Langschwert

Fähigkeit:

  • Selbstreparatur Level ??
  • Schärfe Level ??
  • Härte Level ??
  • Stabilität Level ??
  • Zerstörung Level ??


„Danke Lazarus, auch… wenn du mir nicht vollkommen vertraust, aber solange ich dich führen darf, ist mir alles recht.“ flüstert Sina, dann löste sie sich von dem Schwert. Sie sah Garren vor ihr knien.

„Erm… was soll das?“ wunderte Sina sich.

„Ihr… dürftet das Schwert überhaupt nicht halten können und doch hat es euch akzeptiert. Wegen meines Eides kann ich nichts sagen und doch… wusstet ihr, was es damit auf sich hat. Ich… verrate vielleicht meinen Dämonenkönig mit der Aktion, aber…“ versuchte Garren sich zu erklären.

„Vergiss den Gedanken sofort, ich bin keine Dämonenkönigin, auch wenn ich scheinbar so aussehe und das Schwert des alten Königs tragen kann. Ich will diese Bürde nicht tragen, sondern meine Freiheit genießen!“ sagte Sina es.

„Das ist mir egal… Ihr zeigt trotzdem das Verhalten einer Königin der Dämonen. Solltet ihr… den Dämonenkönig herausfordern, so werde ich hinter euch stehen.“ hob Garren seinen Kopf hoch, sein Gesicht zeigte, wie ernst er es meinte.

„Ihr seid albern, warum sollte ich mich mit dem stärksten Dämon anlegen? Wie kommt ihr darauf, dass ich mich mit ihm überhaupt messen kann? Nur weil ich deine Seele klauen könnte, muss man schon ein bisschen mehr können.

Das Thema ist beendet, erkläre mir mal lieber, was die Fähigkeit „Zerstörung“ sein soll, was das Schwert kann.“ fühlte Sina sich unwohl.

Garren stand wieder auf, er merkte selber, dass dieses Gespräch zu nichts kommen wird, aber er schämt sich nicht für die Aktion von eben. „Zerstörung… tut mir leid, aber das weiß ich nicht. Vermutlich verursacht es mehr Schäden, als nur eine einfache Verletzung.“

„Hat es eine Schwertscheide? Lazarus soll nicht nackt getragen werden, weißt du?“ verzog Sina über die mangelnde Informationen das Gesicht.

„Ah… die sollte auch im Koffer sein.“

Sina schaute nochmal in den Koffer und tatsächlich eine Schwertscheide war ebenso vorhanden, komplett weiß mit schwarzen Mustern. Sie nahm sie raus und steckte das Schwert rein, dann schloss sie es ebenso an den Gürtel.

„Herrlich… nun kann ich wieder richtig kämpfen.“ war Sina zufrieden.

Kapitel 264

Ich bin wiedergeboren und der Lagermeister?

„Ich habe gefragt, was ihr wollt! Habt ihr was in den Ohren oder was?“ war der Lagermeister nicht wirklich freundlich.

„Deine Frage habe ich sehr wohl mitbekommen. Ich brauche eine komplett neue Rüstung sowie ein Schwert. Irgiz bitte auch eine neue Rüstung.“ trägt Sina ihr Anliegen vor.

„ … Ihr wollt mich doch auf den Arm nehmen oder?“ kam die Frage vom Lagermeister. Irgiz´s Grinsen wurde nur breiter. „Aber nein Lagermeister Garran, dass ist ihr vollkommener ernst.“

„So wie Irgiz es sagte. Meine Ausrüstung musste ich aufgeben, während meines Auftrages, so habe ich momentan nur diese Stoffklamotten.

Also was ich bräuchte wäre eine magische Lederrüstung und zwei magische Schwerter, das solltest du ja in deinem Sortiment haben.“ grinst Sina.

Garran schaute beide Dämonen abwechselnd an, ob sie ihn wirklich nicht verarschen wollen, schloss sein Auge und kam wohl zu einem Entschluss.

„Also… die Dame möchte, dass Irgiz eine neue Ausrüstung bekommt, während eure komplett ersetzt werden muss, inklusive Waffen. Das natürlich alles magisch?“ fragte Garran vorsichtig nach.

„Das ist richtig.“ nickte Sina zur Bestätigung, während Irgiz eine Augenbraue misstrauisch hochhob, denn er kannte den Lagermeister lang genug.

„Wünscht… ihr nicht noch ein paar Accessoires wie Ringe, Ohrringe oder ähnliches?“ fragte Irgiz freundlich, lächelt dabei.

„Puh… ehrlich? Nicht wirklich. Du Irgiz?“ schaute Sina den Dämon an.

„Größeren Inventarring wäre nicht schlecht.“ spielte Irgiz mit. Garran nickte verständnisvoll, dabei immer noch lächelnd.

„Verstehe, verstehe. Das habe ich natürlich alles auf Lager, kein Problem. Wirklich, das könnte ich euch alles geben.“ lächelt Garran weiter, was nun selbst Sina misstrauisch machte.

„Wo ist der Haken?“ hakte Sina nun nach, aber Garran hob nur seine heile Hand hoch, die er vor sich schüttelte.

„Überhaupt kein Problem, wirklich. Ich nehme an, ihr habt die Erlaubnis vom Boss?“ grinste Garran nun böse und öffnet wieder sein Auge.

„Nö, wir kommen von selber.“ antwortet Sina spontan.

„WAS WOLLT IHR DENN EIGENTLICH HIER?! OHNE ERLAUBNIS VOM BOSS BEKOMMMT IHR NICHT MAL MEINE EIGENE SCHEIßE AUSGEHÄNDIGT!“ brüllte der Lagermeister Garran, Sina sowie Irgiz mussten ihre Ohren zuhalten.

„Habe ich doch gewusst, dass es eine fiese Masche von dir ist.“ knurrte Irgiz, aber damit hat er gerechnet.

„Wieso… brauchen wir die Erlaubnis von dem Boss? Ist er dumm oder so? Welchen Vorteil sieht er denn darin, unbewaffnete Dämonen in die Front zu schicken?“ hielt Sina ihren Kopf schräg.

„Du ahnst nicht, wie egal mir das ist. Ohne Erlaubnis vom Boss bekommt ihr nichts. Nun verpisst euch, bevor ich mich VERGESSE!“ brüllte Garran am Ende wieder.

„Ist er immer so drauf?“ ignorierte Sina den Lagermeister und schaute Irgiz an, der nickte. „Yeah, man kann sagen was man will, aber er hält sich eisern an die Regeln.“

„Und wenn wir ein bisschen nachhelfen?“ kam der Vorschlag, wo sich nun Garran einmischte. „Wie „nachhelfen“?! Dieses Holzbein, diese Hakenhand und mein verlorenes Auge sind die Versuche anderer Klugscheißer, als sie mich brechen wollten! Und was haben sie am Ende bekommen? Einen verdammt langsamen Tod!“

„Aha? Dann waren sie einfach nicht kreativ genug gewesen, weißt du. Mal eben jemanden ein Gliedmaß abzuschneiden zeigt von Unwissenheit, wie man jemanden richtig foltert.“ wirkte Sina bei der Aussage des Lagermeister uninteressiert.

„Dann lass mir dir einen kleinen Hinweis geben. Sterbe ich, fliegt dieses Zelt in die Luft! Wundere mich, dass Irgiz dir das nicht gesagt hat.“ lachte Garran gehässig, Sina schaute den anderen Dämon wieder an.

„Ups? Du hast mich nicht danach gefragt.“ grinste Irgiz nun, wo Sina ihre Augen rollen musste, dann schlug sie ihm in den Bauch. Sofort wurde ihm die Luft ausgepresst, er fiel ohne Geschrei auf die Knie.

„Ups, meine Hand ist mal ausgerutscht und du warst zufällig im Weg.“ lächelt Sina, aber nicht ihre Augen. Selbst Garran kam die Aktion zu spontan. Irgiz dachte in diesem Moment nur, wie stark diese Sukkubus sein muss, dass er solche Schmerzen hat. Er wird das Gefühl nicht los, dass diese Frau mehr ist, als es den Anschein hat.

„Nun, danke für die Aufklärung, aber das löst nicht das Problem, dass ich trotzdem eine komplette Ausrüstung brauche.“ kümmert Sina sich wieder um das eigentliche Problem.

„Huh? Hast du was in den Ohren? Bist du dumm wie der Rest deiner Rasse? Nein heiß nein!“ bekam Garran einen roten Kopf, der bald vor Wut explodiert.

„Es ist schon bei mir angekommen, aber ich kann ziemlich hartnäckig sein. Wenn du schon alles im Sortiment hast, besitzt du lebendige oder verfluchte Waffen?“ war Sina für ihre Verhältnisse noch ziemlich ruhig.

„Irgiz… woher kommt die blöde Kuh eigentlich?“ ignorierte der Lagermeister die Frage von Sina und schaut den knienden Dämon an.

„Laut… ihrer Aussage wird sie von Lager zu Lager geschickt. Du… solltest dich vor ihr in Acht nehmen, sie hat dem Torwächter die Klöten zertreten, Molgich getötet, Dalmaz eine Gehirnwäsche verpasst…

Nun sind wir hier mit vielen anderen Dämonen, die unbedingt erleben wollen, was Lilith… mit dir anstellen will.“ hielt Irgiz sich den Magen.

„Lilith? Nie gehört, dass wir eine Dämonin hätten, die nur Probleme macht. Vor allem… warum dieses Lager? Der Boss hätte wegen ihrer Aktionen ihr längst die Haut abgezogen!“ knurrte Garran.

„Boss hier, Boss da, der interessiert mich nicht. Ich will endlich meine Ausrüstung bekommen.“ wiederholte sich Sina und ging langsam auf Garran zu.

„Oh… du bist so was von Tod, wenn du Hand an mich legst. Wie gesagt, sterbe ich, ist alles futsch hier.“ grinste der Dämon, aber Sina ging weiter auf ihn zu.

„Sehe ich so aus… als würde es mich interessieren?“ lächelt Sina böse, was nun Garran vorsichtiger macht.

„Huh?! Wenn du unbedingt sterben willst, mach das alleine!“ ging Garran ein Schritt zurück, unwissend, was diese Frau plante.

„Nein, ich nehme alles mit in den Tod. Meine Geduld… neigt sich dem Ende. Zum Foltern habe ich nicht die nötige Zeit und scheinbar hast du nicht mal selber Angst vor dem Tod oder?“ wiegelte Sina den Kopf hin und her.

Irgiz stand wieder auf, die Schmerzen in seinem Bauch sind wieder verschwunden, ist aber über diese Frage ein bisschen verwundert.

„Ich bin ein Dämon wie jeder auch! Wenn der Tod mich holen will, dann soll er das auch tun!“ war Garran sehr selbstsicher.

„Fein fein, dann gehörst du auch bestimmt zu den Leuten, die auch an die Wiedergeburt glauben oder?“ hakte Sina nach.

„Mädchen… du bewegst dich nun wirklich auf einem sehr gefährlichen Boden. Mach keine Witze über den Glauben!“ warnte Garran wütend.

„Das war auch kein Witz, du glaubst wirklich an die Wiedergeburt, richtig?“ lächelt Sina nun wissend.

„Ja… das tue ich. Das tut jeder vernünftige Dämon. Warum willst du das so unbedingt wissen?“ kniff Garran misstrauisch sein Auge zu… Dann schlug Sina ihm ins Gesicht, wo er nach hinten auf seinen Rücken fiel. Der Lagermeister wollte sofort wieder aufstehen, aber Sina stellte ein Bein auf seine Brust, wo er sehr erstaunt war, wie stark die Sukkubus ist.

„Gegenfrage, sind euch die Fähigkeiten bekannt, was wir… Sukkuben haben hmm?“ hatte Sina ein sehr bösartiges Gesicht.

„Huh?! Irgiz, zieh das verrückte Weib von mir runter!“ rief Garran um Hilfe, aber Irgiz machte einfach nichts. Man sah ihm die Schadenfreude am Gesicht, dass der Lagermeister in der Klemme steckte.

„Der wird nichts tun, sonst kann es sein, dass er mehr als nur einen Schlag im Bauch zu spüren bekommt. Also… ihr wisst doch bestimmt, dass wir die Fähigkeit „Seelenraub“ beherrschen oder? Was glaubst du also… was passiert, wenn ich deine Seele verschlinge? Ich weiß es, ich verrate es dir sogar!

Deine Seele verlässt den Körper und wird von mir „gefressen“, aber dein Körper stirbt nicht. Neeeeinnnn, er lebt weiter! Damit wirkt dein Zauber hier nicht, erst wenn du richtig tot bist, tolle Sache was?

Tja… aber was ist dann mit deiner Seele? Die wird keine Wiedergeburt mehr erleben, wie denn auch, wenn sie gefressen wird? Einen endgültigeren Tod kann man nirgends finden.“ kichert Sina leicht irre.

„Wir gehen sogar weiter. Du liegst auf dem Boden ohne Seele und ich sowie Irgiz können uns in deiner Lage bedienen wie Könige! Sobald wir das getan haben, werden die nächsten Dämonen kommen. Sie werden mir förmlich die Füße küssen, endlich an die Ausrüstung zu kommen, die sie für den Krieg brauchen.“

„ … Du bluffst nur!“ war Garren verschwitzt, man sah die Angst in seinem Auge. Mentale Folter, etwas was Sina ziemlich gut kann. Aber das Garran darauf nicht eingeht ohne Beweise hat sie in ihren Plan mit eingebaut.

Die Dämonin bückte sich, krallte sich am Hals von Garran und setzte die Fähigkeit „Seelenraub“ ein. Sofort schrie Garran wie vom Spieß. In seiner Verzweiflung rammte der Lagermeister seine Hakenhand in den Arm von Sina, aber sie lachte nur über diesen Stich.

Irgiz traute seinen Augen nicht, als… aus dem Körper von Garran was kam, fast weißes, transparentes… „Etwas“.

„Na? Noch hast du die Chance was dagegen zu tun. Aber lass mich dir eine Warnung geben… Wenn du sie JETZT ignorierst, gibt es keine weitere!“ hatte Sina ein unheimliches Grinsen. Garren schrie noch weiterhin, dann riss er seine Hakenhand aus dem Arm raus, daran war ein gutes Stück Fleisch von Sina dran.

Noch nie hatte Garren solch eine Angst, aber… wenn er wirklich seine Seele verliert… „Ich… ich…. GEBE WAS DU WILLST!“ Sofort hörte Sina mit ihrer Fähigkeit auf und das „Etwas“ ging wieder zurück in den Körper von Garren.

„Schwörst du darauf? Schwörst du, dass du uns alles gibst, was wir von dir wollen und machst auch danach keine Probleme?“ fragte Sina. Irgiz dachte in diesem Moment wirklich, dass diese Frau eher einem Dämonenkönig glich als einer normalen Dämonin. Wie nah er mit seinen Gedanken an der Wahrheit dran war.

„I… ic… ich schwöre es! Alles, ihr bekommt alles was das Herz begehrt und ich mache keine Probleme!“ stottert Garran. Sina war zufrieden und nahm ihr Bein von Garren runter. Die Wunde an ihrem Arm ist verheilt, hat aber den Stoff am Arm zerrissen. Für einen kurzen Moment spürten Garran und Irgiz eine unerträgliche Hitze, als sie wieder verschwand.

„Wunderbar! Schön das wir das alles ohne den Boss geklärt haben.“ lächelt Sina und bot eine Hand zum Aufstehen an, aber Garran robbte sich von ihr ängstlich weg.

„Hiiiieee!! Ich kann auch ohne Hilfe aufstehen!“ war der Lagermeister panisch. Irgiz hätte ihn ausgelacht, aber mit der Aktion von eben? Da kann er verdammt gut nachvollziehen, von der Frau soviel Abstand wie möglich zu haben.

„Ok? Dann hol doch schon mal eine Rüstung für Irgiz, dann klären wir beiden, was ich wirklich brauche.“ zeigte Sina ein so freundliches Lächeln, dass man glatt vergessen würde, was sie in Wirklichkeit für ein Monster ist.

„N… natürlich…“ stand Garran auf und ging zu einem Rüstungsregal, dabei suchte er den passende Teil für Irgiz… „Vergiss dabei nicht den Inventarring für ihn.“ erinnerte Sina sich an den weiteren Wunsch von Irgiz.

„Wer… bist du wirklich?“ fragte Irgiz misstrauisch Sina.

„Ein einfacher Dämon, der seinen Willen durchsetzt.“

„Aha.. ein einfacher Dämon… am Arsch…“

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