Sin Roswell

Web Novel Deutsch

Kapitel 306

Ich bin wiedergeboren und die Schlacht?

Der Angriffsbefehl wurde durchgegeben, die Dämonen rannten von ihrer Seite los. Die Provokation von Lilith haben sie vollkommen geschluckt.

„Meine Güte, scheinbar habt ihr es nicht übertrieben, dass ihr die Dämonen zu einem Angriff provozieren könnt.“ meinte General Burns, der nun die Übertragung deaktiviert. Seine Offiziere kannten den Plan, aber nicht die Rede, trotzdem ließen sie die Dämonen kommen.

„Nervensäge muss scheinbar doch einen ziemlich großen Einfluss auf die Armee haben. Hätte nicht gedacht, dass er sich so gehen lässt.“ grinste Lilith.

„Du Wahnsinnige, damit hast du die Dämonen nur wütend gemacht!“ fluchte Sakura unweigerlich über die letzte Aktion von Lilith.

„Nein. Wenn nur Nervensäge, der Rest der Dämonen dürfte… Probleme mit der Motivation unserer Soldaten bekommen. Und Axel, hast du ihn gefunden?“ kommentierte die Dämonin dies und stellte ihre Frage, als die Teammitglieder sich ihnen näherten.

„War kein Problem, er stand an der Front und wollte seine Rede halten, als du ihm dazwischen kamst. Der Typ muss dich ja förmlich hassen, so blutverschmiert wie sein Gesicht wurde, als du ihn beleidigt hast.“ grinste Axel und erklärte Lilith die Position des Generals.

„Zumindest hast du dafür gesorgt, dass er dich suchen kommt. Wann… treten wir nun eigentlich in Aktion?“ war Leena ein bisschen nervös.

„Hast du es auf einmal eilig den Dämonenkönig zu bekämpfen?“ lächelt Rose von der Seite, aber Leena schüttelt nur den Kopf.

„Sobald die Dämonen die Hälfte der Feldes erreicht haben, kommen sie auf unsere Fallen zu. Danach aktivieren wir unsere Konstrukte, diese… werden auch einigen Schaden in deren Armee anrichten.

Erst dann schicke ich die Soldaten in den Kampf. Die Rede war einmalig, aber wir müssen auch die Realität im Auge behalten, dass einige Dämonen unter ihnen trotzdem eine Stärke besitzen, die man nicht ignorieren kann. Wenn sie durch die Fallen oder Belagerungswaffen sterben, ist es für uns ein guter Vorteil.“ meinte General Burns.

„Ich werde mich jetzt von euch verabschieden. Möge der Segen der Göttin mit euch sein und tötet den Dämonenkönig!“ salutiert General Burns respektvoll vor der Heldin und ihren Gefährten, dann ging er zu seinen Offizieren.

„Tja… zu dumm, dass ich keinen Stuhl dabei habe. Ihr solltet euch überlegen, bei dem Ansturm mit in die Front zu gehen und eine Schneise zu schlagen, denn das werdet ihr mit eurer neuen Stärke können.“ grinste Lilith. „Ich werde mal meinen kleinen „Freund“ aufsuchen.“

„Warte Lilith!“ stoppte die Heldin ihre Freundin, die ebenfalls gehen wollte. „Bitte… versprich mir, dass du dich schnell um ihn kümmerst und uns dann hilft ok? Du bist für uns nicht nur eine Stütze, sondern auch eine wichtige Freundin… und ich verlange daher von allen: Überlebt!“

Verdutzt schauten sich ihre Freunde gegenseitig an, dann nickten sie ihr grinsend zu. „Das kriege ich schon hin, aber ihr solltet nicht auf mich warten, wenn ihr den Dämonenkönig gefunden habt, hörst du? Je länger ich fernbleibe, desto eher kannst du davon ausgehen, dass mein „Freund“ mehr Zeit beansprucht.

Aber tue auch mir den Gefallen und überlebe. Wir haben alle genug Gründe, um siegreich aus dem Kampf zu kommen.“ lächelte Lilith ihnen zu, dann schnippst sie mit ihren Fingern und wurde unsichtbar.

Man hörte nur, wie Schritte sich von der Gruppe entfernten, dann schauten alle Gefährten wieder auf die Front zu.

„Puh… dürfte einiges an Zeit benötigen, bis wir an dieses Zelt kommen und den Dämonenkönig begrüßen.“ merkte Axel an.

„Nüchtern betrachtet… wurden wir ja mehr oder weniger von einer Dämonenkönigin trainiert.“ kichert Rose auf einmal. „Glaube nicht, dass der Dämonenkönig sich mit Lilith messen kann.“

„Eins nach dem anderen, wir dürfen die Generäle nicht vergessen. Dank der Übertragung weiß jeder Dämon, wie Sakura aussieht. Sie werden sie daher nicht unbedingt ignorieren.“ warnte Leena. „Aber sollen sich ruhig trauen, uns näher zu kommen.“

„Bitte… Göttin. Lass meine Freunde nicht aus den Augen und beschützte sie. Wir sind nun so weit gekommen, dank eurer Vision, aber man kann… nie genug gegen einen übermächtigen Feind haben.“ betete Sakura im Stillen.

Es dauerte nicht lange, als die Dämonen auf die Fallen traten. Wenn man es beschreiben müsste, wären es eigentlich Tretminen, was die Dämonen auslösten. Überall explodierten die Fallen und das Sterben der Dämonen an der Front begann. Aber das hielt die Dämonenarmee nicht davon ab, sondern rannten noch schneller.

„Hm… schade das Lilith schon weg ist, aber… warum haben sie keine Angst, dass sie auf weitere Fallen treten?“ wundert sich Leena.

„Hat Lilith nicht mal erwähnt, dass der Glaube bei den Dämonen eine wichtige Rolle spielt? Ich bin mir nicht so sicher.“ grübelte Rose laut, als auf einmal die Belagerungswaffen hinter ihnen sich aktivierten.

Die Belagerungswaffen der Zwerge konnte man schlecht beschreiben, im Grunde waren es riesige Kanonen, die mit Lanzen gefüllt sind. Als sie abgeschossen wurden, flogen tausende von Lanzen in den Himmel und machen dann einen Sturzflug auf die Dämonen.

Überall wurden die Dämonen aufgespießt, selbst die Flugdämonen wurden vom Himmel heruntergeholt. Die Soldaten von Alliancia jubelten laut, als sie das Massensterben bei den Dämonen beobachten.

„Wow… das ist ja wie in den Filmen, die ich in meiner alten Welt gesehen habe. Hätte nicht gedacht… dass die Schlachten auch hier so stattfinden können.“ kommentierte Sakura.

„Nun…wie General Burns es schon erwähnte, die meisten… „schwächeren“ Dämonen dürften nun darauf gegangen sein. Ich habe von hier aus schon gesehen, wie einige Dämonen die Lanzen Angriffe abgewehrt haben. Oh, deren Belagerungswaffen setzen sich nun ebenfalls in Bewegung.“ zeigte Axel auf die hohen Türme.

„Denen sollten wir aus dem Weg gehen, denn laut den Berichten sind diese Türme… beseelt. Keine Ahnung wie die Dämonen das angestellt haben, aber ein Kampf gegen… eine Belagerungswaffe hält uns nur auf.“ warnte Leena.

„Was ist deren Funktionalität eigentlich? Muss doch einen Sinn haben, warum sie so hoch sind.“ wundert sich Rose über die Struktur.

„In den unteren Bereichen sollen Dämonen sein, die ihre Feuermagie einsetzen wie ein Flammenwerfer der Zwerge. Im mittleren Bereich kommen die Dämonen zum Einsatz, die Bögen und ähnliches einsetzen können. Auf dem Dach selber werfen sie gefüllte alchimistische Substanzen in die Meute ihrer Gegner, was alles sein kann. Gift, Säure und weiteres.“ berichtet die Magierin.

„Denen sollten wir wirklich aus dem Weg gehen und den Experten überlassen, die mit denen schon ihre Erfahrung gemacht haben.“ stimmte Rose ihrer Freundin zu.

„Schaut, die Offiziere machen sich bereit, dass die Soldaten nun ebenso… zum Zug kommen. Axel, du und ich werden vor ihnen rennen und unsere Allesschneider einsetzen!“ befahl Sakura nun ihre Gruppe. „Das können wir machen.“ holte Axel sein Schwert raus und machte ein paar Schwertübungen.

„Leena und Rose, ihr bleibt dich hinter uns und setzt eure Magie nur bei Bedarf ein, wir dürfen uns nicht zu sehr verausgaben.“ kam die nächste Anweisung, ihre Freundinnen nickten ernst.

Nun holte Sakura ihr Schwert Excalibur raus, legte es kurz an ihre Stirn. „Auch heute vertraue ich dir, dass du mich beschützt.“ waren die Gedanken der Heldin, dann schaute sie wieder auf die anstürmenden Dämonen.

„Mein Herz müsste rasen, aber… irgendwie… bin ich auch so ruhig. Als würde jetzt meine Bestimmung stattfinden. Meister Markus, ich danke euch vom Herzen, dass ihr mir geholfen habt, den richtigen Weg zu finden.“ sagte Sakura auf einmal sehr laut und lächelte.

„Wirst du jetzt schon nostalgisch? Schau lieber nach vorne.“ grinste Rose. „Aber ja, Markus wäre jetzt in diesem Moment stolz auf dich… auf uns alle.“

Die Offiziere aller Kompanien erhoben ihre Hände in die Luft, die Soldaten machten sich bereit, sowie auch die Heldengruppe. Sie ließen die Dämonen noch weiter kommen, dann knallten ihre Hände aufgrund eines Zaubers.

Alle Soldaten rannten los und schrien ihren Kampfruf, Sakura und ihre anderen Freude rannten nun ebenso, mit dem Blick zum roten Zelt. Es dauerte nicht lange, als der Zusammenprall der Dämonen und Soldaten stattfand und der eigentliche Kampf nun stattfand, doch durch die Motivation durch Lilith starben bei dem Ansturm mehr Dämonen, als es üblich ist.

Sakura und Axel rannten gemeinsam ebenfalls in die ankommenden Dämonen, ihre Schwerter leuchten durch ihre Fähigkeit stark auf.

„JETZT!“ rief Sakura und ließ ihre Fähigkeit „Allesschneider“ los, Axel folgte nach. Eine große Schneise der Zerstörung raste auf die Dämonen zu. Die… die sich im Angriffsbereich fanden, starben sofort und keiner konnte die Fähigkeit aufhalten.

Eine Schneise ging durch die Armee, die man nicht übersehen konnte, General Burns Brust füllte sich voller Stolz, als er endlich die Stärke der Heldin sehen konnte.

„Heute… muss der Krieg ein Ende finden. Entweder wir werden siegen… oder die Dämonen.“ nickte der General und erteilt weitere Befehle.

Dämonenkönig Rarkas ist von seiner Wut wieder runtergekommen und beobachtet nun die Schlacht, die nicht unbedingt… zu seinem Vorteil verläuft. Aber das ist ihm egal, denn…

„Ich weiß das ihr hier seid, Lilith!“ knurrte Rarkas und zog sein langes Schwert raus, dann drehte er sich zu der unsichtbaren Gestalt. Sie löste ihre Illusion auf und eine grinsende Lilith kam zum Vorschein.

„Respekt, dass du mich bemerkt hast Kleiner. Na wie geht es dir?“ grüßte Lilith den Dämonenkönig wie einen alten Freund.

„Ich… hasse dich. Ich hasse dich so sehr, ich wüsste überhaupt nicht, wie ich dich töten soll!“ verzog Rarkas sein Gesicht.

„Kann ich mir vorstellen bei der Demütigung die du durch MICH erlitten hast. Aber scheinbar bist du ein bisschen stärker geworden, ich spüre sogar deine Aura. Wie viele… Dämonen mussten deinetwegen sterben hmm?“ hat Lilith die Veränderung bei Rarkas bemerkt.

„Genug um dich endlich zu töten, dann werde ich mich meinem ursprünglichem Ziel widmen, so wie ich es mir geschworen habe!“ nahm Rarkas seine Angriffshaltung ein.

„Ah, verstehe. Aber ich warne dich besser, selbst ich bin etwas stärker geworden und… es dürfte diesmal interessanter sein, wie der Kampf verläuft. Beim letzten Mal musste ich ja deine geliebten Pläne klauen und du warst mir im Weg, aber heute?

Heute sorge ich dafür, dass du wirklich stirbst. Kann doch nicht zulassen, dass ich Feinde am Leben lasse, soweit kommt es noch.“ zog Lilith Lazarus, dass wieder am vibrieren war und ihr Blitzschwert raus.

„Warum… diese Frage ist das Einzige, was mir im Kopf herum schwebt. Warum wendest du dich gegen unser Volk? Noch nie hat ein Dämon so offen rebelliert wie du das tust.

Wegen dir… verhalten sich die Dämonen anders zu diesen widerlichen Sukkuben und Inkuben. Wegen dir musste ich einen General auswechseln nach dem anderen.

Wegen dir… egal, warum?“

„Würdest du mir glauben, dass ich von der beschworenen Heldin gerettet worden bin und als Gegenleistung meine Schuld bei ihr tilge?“

„ … Ein MENSCH rettet einen DÄMON?!“ riss Rarkas seine Augen vor Erstaunens auf und Lilith nickte. „Erzählt eure Lüge dem dunklen Gott, denn er hasst ebenso Verräter.“ kneift der Dämonenkönig seine Augen zusammen und griff Lilith an.

„Dann soll er es persönlich mit mir klären!“ stürmte Lilith auf den Dämon zu, immer noch ahnungslos, wer der Mann in Wirklichkeit ist.

Die Schwerter beiden Kämpfer trafen sich und eine gigantische Schockwelle löste sich dabei aus.

Kapitel 305

Ich bin wiedergeboren und die Motivationsrede?

Am nächsten Tag wurde alles für die Übertragung vorbereitet, die Gefährten zogen ihre Rüstungen an. Sie waren zwar nervös, aber dank des Trainings strahlen sie alle eine innere Ruhe aus.

Lilith selber zog wieder ihre rote Schädelrüstung aus dem Dämonenlager an, denn eine bessere Rüstung hat sie nicht. Beim Anziehen merkte sie, dass sie etwas in der Hosentasche hatte und holte den Gegenstand raus.

„Huch?! An die Halskette habe ich ja überhaupt nicht mehr gedacht.“ staunte Lilith, während sie die Kette vor die Augen hält.

„Was ist das für eine Kette?“ fragte Sakura interessiert, sie war ebenfalls im Zelt mit der Dämonin gewesen.

„Hm…“ grübelte Lilith, dann bekam sie ein unheimliches Grinsen und ging zu Sakura, legte sie ihr um den Hals. „Das… gehörte dem General Nervensäge, dass habe ich… in seinem Schlafgemach gefunden.

Sollte… es wirklich dazu kommen, dass du mit ihm die Klinge austauscht und… hast keinen sicheren Boden, dann hol diese Halskette im letzten Moment aus deiner Brustplatte raus. Ich wette mit meinem gesamten Goldbesitz, sobald er die Kette sieht, wird er für wenige Sekunden in einen Schockzustand kommen.

Ich gebe der Sache… zwei Sekunden. In diesen zwei Sekunden muss du ihm einen tödlichen Schlag verpassen, sprich dein Schwert in sein Herz rammen oder Hals. Damit hast du eine sichere Trumpfkarte gegen ihn.“

„Du bist wirklich… ich weiß nicht, wie ich es sagen soll. Kalt? Unberechenbar? Selbst in diesem Moment fällt dir ein gefährlicher Trick ein. Ich hoffe wirklich bei der Göttin, dass ich den Mann nicht als Gegner haben werde, wenn selbst du… naja keine Schwierigkeiten hattest, aber er konnte sich gegen dich wehren oder?“ schüttelt Sakura den Kopf, aber steckte die Halskette unter ihre Brustplatte.

„Du kannst dir nicht vorstellen, was ich mir alles einfallen lasse, wenn es um meine Geliebte geht. Aber leider haben wir nicht die Zeit, damit ich dir das alles erzählen kann.“ lächelt Lilith traurig.

Momentan sah Lilith aus wie ein Mensch mit sehr langen blonden Haaren, grünen Augen und ein grünes Tattoo an der Wange in einer roten Schädelrüstung. Ihre beiden Schwerter hat sie an ihrem Waffengürtel festgeschnallt und legte nun ihre Haarspangen an.

„Gibt… es etwas, was ich wissen sollte? Ich kenne dich nun lange genug, ich weiß dass dich etwas bedrückt.“ fragte Sakura auf einmal.

„Nicht, was den Kampf gegen die Dämonen betrifft. Mit Rose habe ich schon darüber gesprochen und sie war der Meinung, dass ich mir nicht zu viele Gedanken machen darf.“ lächelt Lilith.

„Du weißt, dass ich dir vertraue. Wenn du etwas auf dem Herzen hast, kannst du es mir ruhig anvertrauen.“ war Sakura sehr ernst.

„ … Seid einfach nur vorsichtig ok? Ihr seid meine wenigen Freunde in dieser Zeit, ich… wäre sehr traurig, wenn euch was passiert.“ hatte die Dämonin nun traurige Augen.

„Das gilt auch für dich. Unterschätze deinen Feind nicht, denn Hochmut kommt vor dem Fall.“ nickte Sakura ernst, dann lächelt sie. „Nun lass uns den General aufsuchen, die Zeit… ist nicht gerade unser Verbündeter.“ „Stimmt.“

Die Damen gingen aus dem Zelt raus, wo sie von den restlichen Gefährten ebenso gegrüßt werden. Alle trugen ihre Ausrüstung aus dem Dungeon und sind mehr als bereit.

„Übrigens, der Dämonenkönig dürfte in diesem großen roten Zelt sein, mit diesen verschnörkelten Symbolen. Bevor ihr euch fragt, woher ich es weiß, aber es sind die Insignien, die nur die höchsten Dämonen tragen dürfen.“ gab Lilith ihnen den heißen Tipp, denn dieses Zelt konnte man mit bloßen Augen schon erkennen.

„Uff… Naja, durchprügeln dürfen wir uns sowieso also von daher…“ zuckte Axel mit den Schulter, denn Recht hat ja trotzdem.

„Aber wenigsten haben wir ein Ziel!“ freute sich Rose, denn ihr behagte nicht unbedingt die Vorstellung, das gesamte Lager von den Dämonen abzusuchen.

„Können… wir den König nicht irgendwie… dazu zwingen, selber raus zukommen? Ich dachte, er ist der stärkste unter den Dämonen.“ meinte Leena.

„Sonst noch Wünsche? Sei doch froh, dass er überhaupt aus Deymonlia gekommen ist, noch näher kommt man nicht an ihn ran.“ rollte Lilith mit ihren Augen. „Ach Axel, wenn du mir einen Gefallen tun könntest, kannst du vielleicht nach dem General Nervensäge Ausschau halten, während ich meine Rede halte?“

„Das kann ich machen, sein Gesicht habe ich noch im Kopf.“ nickte Axel, dann machten sie sich auf den Weg zum Kommandozelt.

Überall standen die Soldaten. Menschen, Zwerge und Elfen. Einige nervös, andere strahlen eine Ruhe aus, doch… haben alle im Herzen eine große Angst. Angst vor dem Sterben und was noch passieren könnte.

Sie haben viele Schlachten hinter sich. Einige mehr, andere weniger, aber die Dämonenarmee drückte doch sehr auf die Stimmung.

Die Dämonen auf der anderen Seite standen sehr ungeordnet und warten nur noch auf den Befehl. Befehl die Alliancianer zu töten. Im Gegensatz zu den Feinden, haben die Dämonen nur bedingt Angst vor dem Tod, denn alle teilen sich den Glauben an die Wiedergeburt.

Die Generäle gingen durch die Menge und hielten alle ihre Reden, dass die Sieger nur Gold und Ruhm erwartet, während Feiglinge die größte Strafe bekommen.

Auf einmal kam von hinten eine sehr mächtige Aura und alle drehten ihre Köpfe. Es war der Dämonenkönig Rarkas, der einen schwarzen Pelzmantel mit grünem Muster trug. Sofort wurden alle schweigsam, die Furcht erfasste ihre Herzen.

Es haben Gerüchte die Runde gemacht, das der Dämonenkönig dem Wahn gefallen ist und schon jemanden getötet hat, einfach weil dieser den König einfach so angeschaut hat. Rarkas ging schweigend durch die Soldaten und schaute hasserfüllt die Armee an, die ihm seiner Weltherrschaft im Weg stand.

Als Rarkas an der Front stand, drehte er sich um und schaute seine Armee an. Eine Stille herrschte zwischen der Armee und deren König, selbst die Generäle wissen nicht, was ihr Herr vorhat.

„Soldaten!“ fing Rarkas mit seiner Rede an, seine Stimme hat er mittels Magie verstärkt, dass jeder Dämon ihn hören konnte.

„Heute ist der Tag gekommen, dass wir diese niedrige Brut endlich ausrotten. Zulange verwehren sie uns das, was uns zusteht. Ihr Kontinent Alliancia!“ brüllte Rarkas, sofort jubelten die Soldaten ihm zu. Auf einmal erschien ein riesiger Übertragungszauber, wo man Lilith sehen konnte.

Die Dämonensoldaten wurden schweigsam und Rarkas drehte sich um, zu erfahren, wer seine Rede störte. Sofort riss Rarkas seine Augen auf dann kneift er sie hasserfüllt zusammen, denn egal welches Aussehen seine Erzfeindin anlegt, er würde sie immer und überall erkennen.

Dieses provokante Lächeln, die Schädelrüstung und vor allem die Schwertscheide an dem Gürtel, wo Lazarus drin steckte. „Lilith…“ flüstert Rarkas wütend, Zornesadern bilden sich an seinem Gesicht.

„Soldaten aus Alliancia! Bewohner des wunderschönen Kontinents! Menschen, Zwerge und Elfen! Heute versammeln wir uns, um den Dämonen ihre Träume zu zerstören!“ fing Lilith mit ihre Brandrede an, im Hintergrund standen Heldin Sakura und General Burns.

„Zulange verläuft der Krieg, viele sind wegen dem Krieg schon müde geworden! Viele haben Kameraden, Familie und Freunde verloren und trotzdem läuft der Krieg immer noch!

Viele von euch sind Veteranen, aber einige von euch kämpfen zum ersten Mal in einer so großen Schlacht, alle haben Angst. Verständlich, denn laut Geschichte ist das bisher die größte Armee, die die Dämonen gebildet haben.

Zusätzlich ist auch der Dämonenkönig in dieser Armee dabei, den stärksten Dämon auf der Welt mit seinen Generälen.“

Alle Soldaten schauten gebannt auf den Übertragungszauber, keiner wagte irgendetwas zu sagen, aus Angst was nicht mitzubekommen.

„Aber ich kann euch beruhigen! Wir haben auch jemanden auf unsere Seite, der sich mit dem stärksten Dämon der Welt messen kann! Die beschworene Heldin Sakura! Sie wird der Pfeil sein, der das Herz des Dämonen trifft.

Sie wird es sein, die sich mitten durch die Armee der Dämonen durchkämpfen wird und gegen den Dämonenkönig persönlich kämpfen wird!

Schaut sie euch an, sie strahlt eine Ruhe aus die die eines Helden würdigt ist, obwohl das sie so jung ist und aus einer anderen Welt stammt!“ zeigte Lilith auf Sakura, die Gelassenheit stimuliert, so wie Lilith es sich gewünscht hat.

„Doch sie wird eure Hilfe brauchen. Niemand kann gegen eine Armee voller Dämonen alleine kämpfen, nicht mal die stärksten Monster auf der Welt!

General Burns hat mir immer wieder von euren Taten erzählt, wenn ihr die wahnsinnigsten Kämpfe gegen die Dämonen gekämpft habt. In all seinen Erzählungen sah man immer wieder seinen Stolz auf seine Soldaten! Das seid ihr!“ redete Lilith weiter.

Ein Funke fing bei den Soldaten an zu glimmen, in den Augen der Veteranen sah man den Stolz, dass man sie lobt.

„Aber wir haben nicht nur einen Helden hier. Wir haben noch viele Helden mehr, aber dessen seid ihr euch nicht bewusst. Wer hat feindliche Stellungen der Dämonen erobert? IHR! Wer hat unsere Stellungen gegen die Dämonen verteidigt? IHR!

IHR SEID EBENSO HELDEN!“ brüllte Lilith. Erstaunt rissen viele Soldaten ihre Augen, so haben sie es noch nie betrachtet.

„Dank euch konnten wir die Dämonen im Zaun halten, sonst würden sie längst auf unserem Kontinent marodieren! Dörfer, Städte oder andere Gemeinschaften würden längst am Brennen sein, aber ihr habt es immer verhindert!

Das verdient meinen höchsten Respekt!“ verbeugte sich Lilith vor dem Zauber, ein Raunen ging durch die Armee von Alliancia.

„Heute ist der Tag, wo wir alle Geschichte schreiben! HEUTE IST DER TAG, WO JEDER VON EUCH EIN TEIL EINER LEGENDE WIRD!“ stand Lilith wieder gerade und hob eine Faust gen Himmel.

„Der König meinte, man bräuchte immer drei Soldaten für einen Dämonen! Ich sage euch meine ehrliche Meinung. BLÖDSINN! Jeder von euch ist den Dämonen ebenbürtig!

Heute zeigt ihr den Dämonen, als welchem Stoff ihr besteht! Zeigt ihnen eine neue Seite von euch! Heute gibt es kein ich und du, sondern ein WIR! Wenn jemand auf dem Boden liegt und den Todesstoß von einem der Dämonen erwartet, werdet IHR es unterbrechen und euren Kameraden wieder aufheben.

Ihr seid verwundet? Selbst Dämonen kann man verwunden, sie können sogar sterben! Also haut eure komischen Fantasien aus euren Köpfen, dass die Dämonen unbesiegbar sind!“ brüllte Lilith, die Dämonen schauten sich alle verwundert gegenseitig an.

„Soll die Heldin Sakura doch den Dämonenkönig jagen, ihr habt ebenso eine schwere Bürde. Euer geliebtes Land Alliancia beschützen. Einige tun es für ihre Familie, andere zu liebe ihres Vaterlandes. Dann gibt es welche von euch, die den Ruhm suchen!

SEID IHR BEREIT, BESCHÜTZER VON ALLIANCIA, EURE HEIMAT ZU BESCHÜTZEN UND DEN DÄMONEN AUS EUREM LAND RAUSZUWERFEN?!

DANN STAMPFT AUF DEM BODEN UND SCHREIT MIT VOLLEM HALSE: FÜR ALLIANCIA!“ feuerte Lilith die Soldaten an, die sofort anfingen auf dem Boden zu stampfen.

Am Anfang war es ein durcheinander im Gebrüll, bis alle Soldaten synchron „Für Alliancia“ brüllen.

„LAUTER! DIE DÄMONEN HÖREN EUCH NICHT!“

„FÜR ALLIANCIA!“

„VERDAMMT, NOCH LAUTER. ALLE SOLLEN ES ZU HÖREN BEKOMMEN!“

FÜR ALLIANCIA!“

Der gesamte Schlachtfeld ist am Vibrieren, durch die Aktion der Soldaten, dass sie alle gemeinsam auf dem Boden stampfen. Menschen, Zwerge und Elfen, alle sah man in den Augen den Ehrgeiz, alles zu geben.

Nun waren die Dämonen erst recht verunsichert, da halfen auch nicht die Einschüchterungen der Generäle.

„Wunderbar! Tausende von Soldaten und nur eine Stimme! Nun ist es Zeit, dass wir den Dämonen unsere wahre Stärke zeigen!“

Die Soldaten jubeln aus vollem Halse, die Angst aus ihren Herzen wurde vertrieben. Sie klopfen sich gegenseitig die Schulter, dass sie sich im Kampf im Auge behalten werden.

„Wow…“ meinte Sakura nur, selbst sie wurde von der Rede angesteckt. „Damit hast du wirklich jeden motiviert, alles zu geben.“

„Nun kommen wir zu euch Dämonen. Ihr fragt euch bestimmt, was ich damit erreichen will? Ganz einfach. Euch zu zeigen, aus welchem Holz wir stammen!“ lächelte Lilith böse, die Soldaten jubeln noch lauter.

„Ich habe gehört, dass der kleine „Boss“ bei euch noch am Leben ist? Hoffentlich hat dir die Niederlage im Lager geschmeckt… Du Loser.“ legte Lilith ihre Finger in eine L-Form auf die Stirn und streckte die Zunge raus.

Blut spritze aus den Zornesader des Dämonenkönigs, es grenzte an ein Wunder, dass er nicht vor Wut geplatzt ist.

„ANGRIFFFFFF!“

Kapitel 304

Ich bin wiedergeboren und kurz vor der Schlacht?

„Ah… mein Kopf… Kann der Kutscher nicht etwas vorsichtiger fahren?“ nörgelt Sakura mit grünem Gesicht und einem Eisbeutel auf dem Kopf.

„Du wolltest ja nicht auf uns hören, also jammere nicht soviel herum.“ kam die gnadenlose Antwort von Leena.

Normalerweise hätte die Heldengruppe noch einen Tag in der Stadt verbringen können, aber General Burns meinte nur, je früher sie losfahren desto besser. Lilith war froh, dass sie alles erledigen konnte, bevor die Soldaten an die Tür von Rose angeklopft haben.

„Ah… mir ist so schlecht…“ jammert Sakura wieder weiter, nun verstand sie, warum Erwachsene alkoholhaltige Getränke trinken und nicht Jugendliche wie sie.

„Los Axel, das ist der Moment sie zu trösten.“ grinste Rose ihn an, scheinbar zeigt sie nun auch ihre eigene sadistische Seite.

„Ich merke schon, du bist zu lange mit Lilith alleine unterwegs gewesen. Zeit das die Frau sich eine eigene Wohnung sucht.“ verzog Axel missmutig sein Gesicht.

„Oh? Da kann ja jemand in die Zukunft schauen, wenn man so einen Kommentar abgeben kann. Dann kann ich mich ja erst recht zurücklehnen und zuschauen, wie ihr den Dämonenkönig besiegt.“ schmunzelt Lilith, dann holte sie auf einmal vier große Geldbeutel raus. Diese gab sie jedem ihrer Gefährten.

„Das sind die Belohnungen, die ihr für die Monsternester-Missionen bekommt. In jedem Beutel sind 50 Platin drin, damit dürftet ihr… einige Zeit ausgesorgt haben.“

„„„Bitte?!“““ fragten Leena, Rose und Axel sofort, die Heldin war eher mit sich beschäftigt. „Danke heißt es. Nicht nur seid ihr stärker geworden, ihr habt sogar für die Zukunft vorgesorgt, aber das geht nur, wenn ihr Lebend von dem Kampf zurückkehrt.“ lächelt Lilith.

„Des weiteren will Emanuel einen Antrag stellen, dass Axel sowie Rose in die S-Klasse befördert werden, aber ihr habt bessere Chancen, wenn ihr mit… der leidenden Sakura den Dämonenkönig besiegt.“ teilte die Dämonin die nächste Information mit. „Bin froh, dass ich das noch… vor der Schlacht erledigt habe.“

„ … Ich… weiß nicht was ich sagen soll.“ strahlte Rose. Nie hätte sie es erträumt, einmal in den höchsten Rang der Abenteuergilde zu kommen. Axel war ebenfalls sprachlos und musste seine Worte finden.

„Glückwunsch ihr beiden, wenigsten ihr macht eure Karriere. Tja… aus irgendwelchen Gründen plant mein Meister Draco, mich nach der Schlacht… in anderen Bereichen einzusetzen. Wenn die Gerüchte stimmen, soll… ich seinen Platz einnehmen, wo ich mir nicht so sicher bin.“ freute Leena sich für ihre Freunde.

„Solltest du annehmen. Du hast vielleicht nicht die Erfahrung wie dein Meister, aber dann hast du eine relativ sichere Stelle. Außerdem solltest du dich nicht kleinreden, das Selbstvertrauen hast du doch oder?“ Lilith

„Außerdem braucht Sakura doch jemanden in der Burg oder? Scheinbar ist dein Meister sehr sicher, dass du lebend zurückkommst.“ Rose

„Ahh…. warum humpelt die Kutsche so oft…“ Sakura

„Danke für eure Meinungen, ich werde es mir überlegen, sollte… man mir wirklich das Angebot machen.“ Leena

„Es… ist verdammt viel passiert oder? Nun… reisen wir in die größte Schlacht der Geschichte, früher hätte ich keine Minute mein Auge zugemacht vor lauter Aufregung, aber… nach dem Training mit Lilith bin ich irgendwie… abgehärtet und nehme vieles lockerer.“ Axel

„Glaube, jeder hat sich verändert, das können wir nicht abstreiten. Wenn ich bedenke, wie wir alle am Anfang waren? Nun sind wir eine so fest eingeschworene Gemeinschaft geworden. Das geht schon ein bisschen über die Freundschaft hinaus.“ Leena

„Stimmt, jeder hat seine Höhen und Tiefen gehabt, trotzdem haben wir es irgendwie… überwunden würde ich meinen.“ Lilith

„Was hast du… eigentlich für Zukunftspläne Lilith?“ Axel

„Puh… keine Ahnung? So weit denke ich nicht voraus… das Dumme ist ja immer noch… dass meine eigene Zukunft erst in vielen Jahrtausende kommt. Ich mache mir erst Gedanken darüber, wenn wir die Schlacht wirklich… alle lebend überstanden haben.“ Lilith

„Also ich würde gerne ein paar Abenteuer mit dir bereisen wollen Lilith.“ lächelt Rose ihre Freundin an.

„Nun… gegen weitere Abenteuer hätte ich nichts dagegen.“ lächelte die Dämonin zurück.

„Aua… mein Kopf…“ stöhnte Sakura wieder.

Die Kutsche fuhr erbarmungslos weiter zu dem Sammelpunkt, wo sich die Armee von Alliancia trifft. Die Gefährten machten sich über das Leiden der Heldin noch ein bisschen lustig und unterhielten sich über belanglose Dinge.

Rose und Lilith verschwiegen ihren Freunden, dass… die Dämonin eine eigenartige Vision erlebt hat, denn… auf den Wolf haben sie keinen Einfluss noch fehlten ihnen die Informationen, wann das Ereignis stattfinden soll. Daher sollen sie sich alle auf die Schlacht konzentrieren…

Es verging einige Zeit, als die Kutsche endlich ihr Zielort erreichte. „Meine… Fresse. Schaut euch die vielen Leute an, dass sind ja mehr als bei dem „kleinen“ Dämonenlager von damals!“ starrte Axel aus dem Fenster.

Überall liefen Soldaten jeglicher Rasse und Geschlechts. Einige unterhielten sich, andere bereiten ihre Waffen vor oder lenkten sich mit anderen Dingen ab.

„Dürfte tatsächlich die größte Armee sein, die ich bis jetzt gesehen habe. Habe ich euch schon erzählt, dass mich bisher keine Armee in der Zukunft besiegen konnte?“ grinste Lilith nun böse.

„Danke für die unnötige Information…“ meinte Leena nur, sie will tatsächlich nichts aus der Zukunft wissen, dass führt nur dazu, dass sie Magenschmerzen bekommt.

„All… diese Soldaten haben bisher ihre Kämpfe gegen die Dämonen geführt und… bald soll die finale Schlacht stattfinden. Ob… sie auch nervös sind wie ich es bin?“ murmelt Sakura.

„Wo ist denn deine Zuversicht verschwunden? Beim König hast du dich ein bisschen anders angehört.“ ärgert Rose ihre Freundin.

„Ich glaube auch weiterhin daran, dass wir gemeinsam gegen den Dämonenkönig gewinnen werden, aber… dazu müssten wir uns an tausenden von Dämonensoldaten durchschlagen, bis wir bei ihm angekommen sind oder? Da kann soviel passieren, selbst Lilith wird die Übersicht verlieren.“ wurde Sakura wieder ernster.

„Außerdem… Meister Markus wäre jetzt sehr stolz auf mich gewesen, wenn er sieht, wie weit wir nun gekommen sind. Sein Opfer soll nicht vergebens sein!“

„Das hast du schön gesagt. Hoffentlich finden wir irgendeinen Ansprechpartner, wo wir schlafen können und so weiter.“ nickte Lilith zufrieden über die Aussage.

„Nun… General Burns wollte doch auch hier sein oder? Aber wir sind vor ihm losgefahren… fragen wir einfach einen der Offiziere.“ schlug Leena vor.

Doch der Vorschlag löste sie schnell auf, als die Kutsche neben dem Kommandozelt angehalten wurde und General Burns direkt rauskam. „Endlich seid ihr hier.“

„Huch?! Wie seid ihr denn vor uns angekommen?!“ staunte Leena und der General musste schmunzeln.

„Nun… Ich bin mit meinen Pferd geritten, da ging die Reise etwas schneller voran als mit der Kutsche, außerdem habt ihr ja immer in Dörfern übernachtet oder?“

„Da… ist was dran…“ murmelt Leena. Alle Gefährten stiegen aus der Kutsche aus und streckten ihre eingeschlafenen Glieder.

„Was gibt es neues aus der Front zu erzählen? Und sagt mir jetzt nicht, dass die Dämonenarmee auf der andere Seite kampiert, denn dass sehe ich selber.“ grinste Lilith bei ihren Kommentar.

Man konnte vom Standort des Kommandozelts mit bloßem Auge die Armee der Dämonen sehen. Überall standen große Flaggen mit dämonischen Symbolen, mehrere Belagerungswaffen von ihnen waren aufgestellt.

„Nun… meine Erfahrung als General sagt mir, dass… die Schlacht morgen stattfindet. Deswegen trifft es sich gut, dass ihr endlich angekommen seid. Viele Soldaten hier sind Veteranen, aber… es sind auch sehr viele Frischlinge unter ihnen, die zum ersten Mal an einer Schlacht teilnehmen.

Man kann es drehen und wenden, aber anhand der Flaggen können wir abschätzen, dass wir über eine halbe Millionen Dämonen als Gegner haben werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass selbst die Veteranen… sehr nervös sind.“ erklärte Burns, während er alle ins Zelt rein holte.

„Wenn meine Freunde dabei wären, würden wir eine Wette abschließen, wer die meisten Dämonen tötet.“ kichert Lilith.

„Tja… zu dumm, dass sie nicht hier sind.“ kommentierte Sakura es trocken, denn während des Trainings hat Lilith mit ihren Illusionen alle ihre Freunde aus der Zukunft vorgestellt und welche Stärke sie haben.

„Wie auch immer, wir haben es irgendwie geschafft, mehrere Fallen auf dem Schlachtfeld zu legen, aber das klappt nur, wenn die Dämonen uns angreifen. Zusätzlich haben die Zwerge mehrere Konstrukte gebaut, sodass wir den Ansturm der Dämonen am Anfang behindern können, denn diese Waffe dürfte ihnen noch unbekannt sein.

Ich bin ehrlich, aber… unsere Späher waren bisher nicht in der Lage gewesen, den Standort des Dämonenkönigs zu finden, aber sehr wohl alle Generäle. Alleine die Anwesenheit von Generälin Xannur hat die Motivation vieler Männer gedrückt, die bereits… gegen sie gekämpft haben“ schaute der General sehr ernst speziell Lilith an.

„Hm… haben wir eine Möglichkeit, eine große Übertragung aufzubauen, die jeder in der Armee sehen kann, aber auch die vom Norden sowie Süden?“ fragte Lilith nach einige Überlegungen.

„Das… ist möglich, aber was wollt ihr denn damit erreichen? Die Dämonen würden es ebenso sehen.“ wunderte sich der General.

„Morgen findet die Schlacht statt oder? Dann werdet ihr, die Heldin Sakura und ich eine Motivationsrede an die Armee halten und gleichzeitig die Dämonen provozieren über das Feld zu kommen.

An der Rede selber… muss ich noch ein bisschen feilen, aber danach wird jeder Soldat bis zum bitteren Ende kämpfen und wenn es gegen die Generälin Xannur ist. Sollte sie mir über den Weg laufen, werde ich das Problem schnell beheben, ansonsten werde ich mich auf die Suche nach dem General mit der Narbe machen, denn er gehört zu den gefährlichsten Generälen.

Ich schlage daher vor, dass ihr mit den Vorbereitungen frühzeitig anfangt, während wir uns alle ausruhen. Ich denke, ihr habt nichts dagegen, wenn wir das schöne Zelt da drüben nehmen?“ zeige Lilith aus dem Zeltfenster.

„Das… … … nehmt es euch. Aber euer Vorschlag, eine Rede an die Soldaten zu halten… ist eine gefährliche Sache. Entweder eure Rede… motiviert sie, oder es verschlimmert alles.“ warnte der General Burns.

„Glaube nicht. Ihr wollt nicht wissen, wie die „Reden“ bei den Dämonen ablaufen, meistens wird nur mit dem Tod gedroht.“ zuckte Lilith mit ihrer Schulter.

„Wie aufbauend, denken die meisten Dämonen nur mit ihren Muskeln oder wie?“ fragte Axel sarkastisch.

„Das lässt sich nicht abstreiten. Die… Dämonen, die dann doch das Gehirn benutzen sind meistens die gefährlichen, Burns und ich hatten es ja bei deren Strategen festgestellt.“ schmunzelt Lilith und Burns nickte bei der Aussage.

„Ich… habe zwar gesagt, dass ich mir zutraue gegen deren König zu kämpfen, aber eine Motivationsrede halten?“ war Sakura nun nervös.

„Du sollst nur die Dekoration sein mit dem General, die Ansprache werde ich schon selber halten.“ sagte Lilith und musste beinahe lachen, als sie das erstaunte Gesicht der Heldin sah.

„Wie gemein, es so direkt zu sagen.“ haute Rose der Dämonin auf die Schulter. „Man kann es auch netter ausdrücken.“

„Was erwartest du eigentlich von Lilith? Sie gehört nicht zu den Personen, die lange um den heißen Brei reden.“ schüttelt Axel den Kopf.

„Stimmt, lieber schonungslos und direkt. Das Markenzeichen unsere Freundin Lilith.“ fügte Leena hinzu.

„Scheinbar… wart ihr beim Training… nicht zart beseitet gewesen.“ meinte General Burns bei den Kommentaren.

„Es gab Tage, da hätten sie mich für meine… „direkten“ Ansagen gelyncht.“ grinste Lilith.

„Oh warte ab, irgendwann erwischen wir dich, wie wir dir das heimzahlen können!“ zeigte Sakura mit ihrem Finger auf die Dämonin.

„Da bin ich ja gespannt.“

Kapitel 303

Ich bin wiedergeboren und die Vision?

Die Heldengruppe hat sich vom König verabschiedet und feiert ausgelassen in einem hochangesehenen Restaurant, wo eigentlich nur Adelige verkehren. Aber dank des „guten“ Rufes von Lilith, kamen sie ohne Umschweife rein, sonst hätten die Platinmünzen es geregelt.

Die wenigen Gäste hatten schnell das Restaurant verlassen, weil die Gruppe ihnen zu laut war, aber das war dem Besitzer egal.

„Wow, das wir mal hier essen, hätte ich mir nicht träumen lassen.“ meinte Rose und aß ein großes Stück Steak.

„Ich finde es faszinierender, wie du das immer alles so verschlingst, ohne irgendwie zuzunehmen.“ kommentierte Leena ihre Beobachtung.

„Nicht nur du. Sie dürfte jeden Koch vor eine Herausforderung stellen, selbst Axel kann scheinbar ziemlich gut essen.“ fügte Lilith grinsend hinzu.

„Ey! Ich bin ein großer Kerl, also muss ich auch ein bisschen mehr essen!“ wehrte sich Axel sofort, aber ließ sich nicht vom Essen abhalten.

„Wow… *hick* so schmeckt Alkohol?“ kommt Sakura zum ersten Mal mit Wein in Kontakt. Sie bekam relativ schnell rote Wangen und findet irgendwie alles nur noch lustig.

„Glaube… du solltest als Anfängerin nicht unbedingt soviel Wein trinken, sonst bereust du es morgen.“ warnte Rose ihre Anführerin, aber sie schüttelt nur kichernd den Kopf.

„Keine Sorgsche, ik kann dasch schon vertragn! *hick* Wo is mein näkste Glas? Obäärrr“ rief Sakura fröhlich, wo der Angesprochene mit einer Flasche kam und das Glas füllte.

„Lass sie doch, jeder muss es einmal erlebt haben. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ihr dem Dämonenkönig gegenübertreten werdet. Das… wäre auch ein guter Zeitpunkt für einen gewissen Herren.“ grinste Lilith sadistisch.

„Halt die Klappe. Wieso höre ich raus, dass du nicht mitkämpfst?“ wechselte Axel sofort das Thema und die… noch ihre Gedanken im Griff hatten, starrten Lilith an.

„Ich werde schon mitkämpfen, aber nicht mit euch, sondern gegen den General Nervensäge. Ihr könnt Gift darauf nehmen, dass er nach seiner Niederlage bestimmt nicht faul auf der Haut herumlag sondern schon etwas getan haben wird stärker zu werden, sonst würde er nicht mehr am Leben sein.

Alleine das er noch am Leben ist, bedeutet, dass der Dämonenkönig ihm eine Chance gegeben haben muss und… dass muss schon was heißen. Ihr habt doch diesen gigantischen schwarzen Flächenangriff von ihm gesehen oder? Was glaubt ihr wohl, was passiert, wenn dieser Kerl es gegen unsere Armee einsetzt?

Also muss jemand von uns den Kerl… mehr oder weniger abfangen, bevor es zu diesem Desaster kommt. Keine Sorge, ich werde mich euch noch frühzeitig anschließen, wenn ich die Nervensäge getötet habe, denn… eine kleine Rechnung habe ich tatsächlich mit ihm noch offen.“ sah man die Freude im Gesicht von Lilith.

„Wie schätzt du denn die anderen Generäle ein? Zwei von ihnen sind ja scheinbar ganz schlimme Gesellen.“ fragte Leena, die wieder ein Stück Fleisch edler Sorte isst.

„Hmm… Es gab einige Dämonen, die sich einen Namen gemacht haben, aber von Xannur habe ich noch nie gehört. Aber das heißt nicht, dass sie jetzt schwach ist oder so. Das gleiche gilt auch für Bulgug.

Wenn ihr mit ihnen in Kontakt kommt, bedenkt bitte, dass sie die Elite der Elitedämonen sind. Ihr habt nun mehrere SSS-Monsternester ausgelöscht, aber überlegt euch einfach, wenn alle Monster eine Person wären, dann kommt ihr annähernd an die Stärke eines Generals.

Bei ihnen ist wirklich jede Vorsicht geboten, vor allem wenn die beiden so brutal sind. Diese dürften also einiges auf dem Kasten haben.

Dieser Minotaurus Tezen ist… tatsächlich ein bisschen interessanter. Wenn der irgendwie… am Leben bleiben könnte, dann sollte es mit dem Rückzug schneller von der Hand gehen. Aber ansonsten… solltet ihr gegen ihn kämpfen, weicht wirklich jedem Angriff aus. Versucht erst nicht mal zu blocken oder parieren, wirklich ausweichen.

Das gilt auch für diesen ogerähnlichen Dämon. Er könnte vermutlich… etwas träge wirken, aber auch diese Dämonen sind verdammt schnell bei ihren Angriffen. Und bei Xannor… würde es mich nicht wundern, je mehr sie in den Kampfrausch kommt, desto eher gleicht sie einem Berserker. Versucht daher irgendwie ihre Gliedmaßen abzuschlagen, denn tödliche Wunden dürften bei ihr… etwas dauern, wenn sie keine Schmerzen spürt.“ kamen die Tipps von Lilith.

„Und… wenn wir General Uzaxad treffen? In einer Schlacht kann vieles passieren, was selbst du nicht ahnen kannst.“ kam der Einwand von Rose, sie bekam die nächste Schlachtplatte vom Kellner.

„ … Solltet ihr wirklich auf ihn Treffen, dann kämpft im Team. Keine Einzelaktionen oder ähnliches. Setzt alle gemeinen Tricks ein, die ihr kennt und gelernt habt, denn neben dem Dämonenkönig dürfte er der nächst schwerste Gegner für euch sein. Sollte… er einmal zu Fall gebracht worden sein, schlag direkt mit dem Schwert ins Herz.

Je schneller ihr ihn tötet, desto… sicherer seid ihr am Ende… und schlagt ihm den Kopf ab, irgendwie traue ich ihm zu, dass er trotzdem wieder aufsteht.“ war Lilith sehr ernst.

„Dann… sollten wir wirklich beten, dass du ihn findest, bevor wir auf ihn treffen.“ murmelt Axel leise.

„Heyyyy warümmm so langäää Geschichter? *hick* Lassssssuns faiern!“ hat Sakura das Gespräch überhaupt nicht mitbekommen.

„Wo sie recht hat?“ lächelte Leena, aber sie ahnte, wer am nächsten Tag leiden wird. Die Feier ging bis in die Nacht, wo Axel und Leena die Heldin in ihrem besoffenen Zustand zurück zur Burg bringen. Die Rechnung übernimmt der König, Lilith hat alles geregelt.

„Glaubst du… es war eine gute Idee, dass der König unsere Feier bezahlen soll?“ fragte Rose, die mit Lilith Arm in Arm gemeinsam nach Hause spazieren.

„Also wenn der alte Knacker jetzt rumgeizt, kurz vor der eigentlichen Schlacht, dann hat der König nicht mitbekommen, dass die Schlacht alles ist oder nichts.“ kam der Kommentar von Lilith.

„Hmmm auch wieder wahr. Für uns könnte es auch der letzte Tag werden, warum also sparsam sein?“ stimmte Rose bei.

Schweigend gingen die Damen zurück zur Wohnung und betrachten die Nacht. „Hmm… wie schön der Mond und die Sterne sind, da vergisst man doch schnell, dass uns der schwerste Kampf noch bevorsteht.“ meinte Rose auf einmal.

„Stimmt. Dummerweise weiß ich nicht, zu welchen der Götter ich beten soll, dass euch nichts passiert.“ schmunzelt die Dämonin.

„Am besten alle, damit sie alle unseren Kampf beobachten.“ grinste Rose und beide Damen kicherten…

Später schliefen beide Frauen in ihren Betten, nur… Lilith wälzte unruhig hin und her, dabei sah sie sehr verschwitzt aus. Ist es ein Alptraum, was die dämonische Heldin eben erlebt?

Überall wird gekämpft. Dämonen, Menschen, Zwerge, Elfen sterben.

Eine große schwarze Gestalt erschien.

Der Kampf zieht sich in der Länge. Dann wurde alles schwarz.

Und das Gesicht eines schwarzen Wolfes erschien,

der sein Maul ausreißt und etwas rauskam.

Schreiend wurde Lilith wach, Rose wurde bei dem Schrei ebenso wach. „Was ist los?!“ fragte Rose sofort, während Lilith schwer am Atmen war, für Rose ein sehr ungewohntes Bild.

„Ich… weiß es nicht. Ich habe… irgendetwas geträumt, aber… ich verstehe den Sinn nicht.“ zitterte Lilith am gesamten Körper. „Was… hat das denn schon wieder zu bedeuten?!“

„Beruhige dich wieder, du bist hier sicher. Du hattest nur einen Alptraum gehabt, alles wird gut.“ umarmte Rose die Dämonin von der Seite.

„Nein… das muss mehr bedeuten. Ich… kann von einer Hand abzählen, wie oft ich einen Alptraum erlebt habe und ich gehöre zu den Dämonen, die Träume manipulieren können.“ ließ Lilith sich nicht beruhigen.

„Dann sag doch einfach… was du geträumt hast. Vielleicht hilft es dir ja.“ schlug Rose vor und Lilith nickte.

„Ich… habe überall Lebewesen sterben gesehen. Egal an was und wo, alle starben aus unterschiedlichsten tödlichen Wunden… Irgendwann sah ich eine nicht identifizierte Gestalt, gegen die ich gekämpft habe… dann erschien auf einmal das Gesicht des Wolfes.

Mir… fällt nur ein Monster ein und das ist Cimmeris. Was… hat es nur zu bedeuten? Was hat die Schlacht mit der Götterbestie zu bedeuten? Er hat nur sein Maul aufgerissen und… etwas schwarzes kaum raus, dann wurde ich wach.“ zitterte Lilith immer stärker, denn… an Cimmeris hatte sie bisher keinen Gedanken verschwendet.

„Lilith… nein Sina. Vermutlich… hast du eine Vision bekommen, was in der Zukunft passieren kann. Diese Schlacht wird vermutlich sogar noch größer sein, als geahnt. Die Frage ist nur… sollen wir es den anderen sagen?“ wurde Rose sehr ernst.

„Ich… weiß es nicht. Die Schlacht wird so oder so stattfinden, die Dämonen werden vermutlich nicht unbedingt auf uns hören, wenn wir sie darum bitten, ein bisschen zu warten.“ meinte Sina leicht sarkastisch.

„Dann behalten wir es für uns. Es macht keinen Sinn darüber groß nachzudenken, aber vielleicht ist es eine Warnung für dich gewesen, dass… du mit mehr Ärger rechnen musst. Nur DU bist in der Lage, gegen diesen Wolf zu kämpfen oder?“ redete Rose beruhigend auf Sina weiter ein.

„Wenn vielleicht noch der Dämonenkönig, aber ja… du hast Recht. … Danke, ich glaube, es geht mir wieder besser.“ hörte das zittern auf. „Scheiße… ich habe überhaupt nicht mehr an Cimmeris gedacht.

Ich wusste, dass es ihn gibt, aber… dass er die größte Bedeutung hat, war mir überhaupt nicht bewusst. Eigentlich wollte ich mich mit ihm erst befassen, wenn wir den Krieg hinter uns haben, aber wenn… dieses Monster mitten in der Schlacht kommt, dann dürfte es das geschichtlich größte Massaker werden.

Es… tut mir leid, aber mehr als gegen den General werde ich nicht machen können, wenn ich meine Energie für ein größeres Übel brauche.“ schaute Lilith traurig in die Augen von Rose.

„Du brauchst dich doch nicht dafür zu entschuldigen. Jede Person auf der Welt hat eine bestimmte Rolle. Scheinbar hast du ein paar mehr, aber vielleicht… ist es irgendwie Schicksal, dass es jetzt so kommen muss.“ schüttelt Rose lächelnd den Kopf.

„Wenn es dich beruhigt, aber aus deiner Erklärung habe ich nicht gehört, dass der Wolf mitten in der Schlacht kommt oder? Nicht, dass du jetzt die… Sau rauslässt, aber du solltest deinen Zielen, die du dir gesetzt hast, weiter treu bleiben.

Bekämpf deinen General und komm uns dann zur Hilfe. Sollte der Wolf in der Zeit kommen, dann nimm dich seiner an, wenn nicht, dann kämpfe weiter mit uns gemeinsam, so einfach ist das.“

„Du… bist wirklich eine sehr wertvolle Freundin für mich geworden.“ kamen die Tränen von Lilith.

„Das beruht auf Gegenseitigkeit.“ lächelt Rose…

Nachdem Lilith wieder ruhig wurde, legte sie sich wieder mit Rose hin… und wartete ab, bis Rose eingeschlafen ist, was seine Zeit gedauert hat. Leise… stand die Dämonen von ihrem Bett auf und schlich aus dem Schlafzimmer in die Küche.

Dort angekommen nahm sie auf einem Stuhl Platz und sortierte ihre Gedanken wieder neu, alles was sie bisher über Cimmeris wusste.

„Ascal erwähnte… dass die Heldin mit einer Dämonin gegen dieses Monster bekämpft hat und dass… der Wolf sowie die Dämonin verschwunden sind. Bis zu meinen Zeitalter fehlte jegliche Spur von Cimmeris, er soll aber am Leben sein.

Cimmeris soll das Element „Schatten“ haben, aber… ist das wirklich ein Element oder nicht eher… eine Fähigkeit, wenn ich an seinen Beinamen Schattenfresser denke. Laut der Erzählung von Sakura dürfte er eher die Magie der Dunkelheit beherrschen.

Aus irgendwelchen Gründen hat es meine Freunde gejagt und ist in der Lage, ihren Geruch zu finden, wenn sie nicht die Verzauberung von Leena hätten. Eine kleine Dämonenarmee und den Witzbold von General konnte er nicht aufhalten, dass… weiß ich mit Gewissheit.

Verdammt… ich weiß nichts über diese Götterbestie, nur dass es eine von Exos Team ist. Komischerweise wurde der Wolf nie versiegelt, ob er den Göttern entkommen ist bei dem Kampf?“

Lilith kommt zu keinem… wirklich positivem Ergebnis, aber über eins war sie sich sicher. Was auch immer im Kampf passieren wird, es wird zu dem Wolf führen.

Auf einmal holt Lilith mehrere Papiere raus wie Briefumschläge und fing in der Dunkelheit an, Briefe zu schreiben, denn… ihr Gefühl sagt ihr, dass es der richtige Schritt ist.

„*seufz* Wo… es doch nun so schön wurde?“ kam der traurige Gedanke von Lilith.

Kapitel 302

Ich bin wiedergeboren und der aktuelle Stand der Dinge?

Es vergingen einige Tage in der Hauptstadt, als Sakura, aber auch ihre Teammitglieder zu einer Notfallsitzung in die Burg geholt worden sind.

Alle waren in ihren Alltagskleidern im Thronsaal, wo dort auch General Burns, Prinz Hendrik und der König anwesend waren. Vor den Gefährten stand ein großer Tisch mit der aktuellen Karte von Alliancia.

„Lady Lilith. Etwas… ist bei den Dämonen passiert. Sie geben alle ihre Stellungen auf und versammeln sich an dieser Stelle.“ begann der General Burns ohne Umschweife mit dem Bericht.

„Nun, ich kenne nur eine Person bei den Dämonen, der solch einen Befehl aussprechen kann und sehe es euch an, dass ihr es ebenso wisst.“ nickte Lilith.

„Ja… der Dämonenkönig selber ist nun aktiv geworden.“ sprach der General das aus, was… er die ganze Zeit auf den Lippen hatte. Alle reagierten geschockt, selbst der König war nicht eingeweiht.

„Aber… wie kann es sein? Könnt… ihr mir das erklären, wieso?“ verlangte der König zu wissen, denn diese Information ging ihm doch in den Magen. Der König war froh, dass er wieder mit sich selber im Reinen war und hat die Inquisition offiziell verboten. Natürlich gab es… kleine Diskussionen, die hat der König schnell beendet und mit einem Kerkeraufenthalt gedroht, danach waren die wenigen Geistlichen ruhig gestellt.

„Ja… vermutlich liegt die Schuld bei Lady Lilith.“ kam der Vorwurf vom General. Alle starten sie an, die auf einmal rote Wangen bekommt. „Das war von Anfang euer Plan gewesen oder? Am Anfang habe… ich eure willkürlichen Aktionen nicht verstanden, aber jetzt?

Wir haben den kompletten Norden erobert und sind jetzt so nah an deren Verbindungstunnel wie nie zuvor. Im Süden konnten wir zwar nicht die eiserne Festung erobern, aber dafür haben sie verdammt viele Dämonen verloren bei der Verteidigung. Die Flotte hatte vermutlich den riskantesten Part übernommen, aber dadurch konnten wir uns auf´s Land konzentrieren.

Indem wir die südliche Armee immer mit der Mitte ausgetauscht haben, konnte die eine Armee sich ausruhen, während die andere Erfahrung im Krieg sammelt. Ein… solch einen intriganten und manipulativen Geist wie ihr ist mir noch nie im Leben über den Weg gekommen, ich kann der Göttin nur vom Herzen danken, dass Lady Lilith auf unserer Seite steht.

Aufgrund… dessen dass es für einige Zeit kein weiterkommen gab, musste der Dämonenkönig wohl auf den Gedanken gekommen sein, eine… andere Lösung zu finden und hat sich entschlossen, alle auf einen Ort zu versammeln und einen Sturmangriff auf uns zu wagen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird der Dämonenkönig die Armee selber anführen.

… Verdammt. Nicht das die Dämonen sich an einem Ort versammeln, sondern das der Dämonenkönig selber rauskommt, das war euer richtiges Ziel oder?! Das die Heldin Sakura so nah wie möglich an ihn ran kommt!“ wurde Burns auf einmal aufgeregt.

„DING DING DING! 100 Punkte für den General. Hat aber auch lange gedauert, bis ihr es herausfindet.“ lächelt Lilith stolz. An dem Tag, wo sie zum ersten Mal gefragt wurde von Burns, war es ihr eigentlicher Plan gewesen, den Dämonenkönig herauszulocken. Das Problem war eher der kluge General gewesen, aber das Warten hat sich gelohnt. „Schade… dass ich nie herausfinden werde, wer der General sein wird… Denn wenn der König eingreifen muss, leben die Generäle meistens nicht mehr, wegen der Wut des Königs halt.“ dachte Lilith in diesem Moment.

„Das… war von Anfang alles ein Plan von dir gewesen? Den Dämonenkönig herauszulocken, während wir in der Zeit stärker werden?“ fragte Sakura vorsichtig nach.

„Aber sicher das. Hätte ich das nicht getan… wie viele Jahre hätten wir denn gebraucht, bis wir die Dämonen von Alliancia vertrieben hätten um dann anschließend nach Deymonlia mit dem Schiff zu reisen?

Den Verbindungstunnel hätten die Dämonen zum Einsturz gebracht, damit wir bloß keinen Fuß auf deren Kontinent setzen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Dann noch auf ein fremdes Land zu reisen, die Burg aufzusuchen, wo der Dämonenkönig auf uns wartet mit seinen vielen Fallen… Nein, da will ich das lieber zu unseren Bedingungen umsetzten.“ lächelte Lilith.

„Wie… konntet ihr das alles vorausplanen? Das… selbst mit dem Wissen über die Dämonen, aber… das wäre, als würdet ihr immer in die Zukunft geblickt haben.“ musste der König das unweigerlich fragen.

„Keine Sorge, in die Zukunft kann ich nicht sehen und will ich auch nicht. Dann hätte ich keinen Spaß mehr am Leben, wenn nicht die nötigen Überraschungen kommen.“ schüttelt Lilith den Kopf.

„Ich habe mich an euren Rat gehalten und werde selber die nächste Strategie umsetzen. Meine Späher berichten, dass die Armee der Dämonen täglich immer größer wird und schätzungsweise über 300.000 Soldaten aktuell haben könnten. Zusätzlich deren Belagerungswaffen, Killermaschinen und ihre gefangenen Monster.

Wenn… der Dämonenkönig vor Ort ist, werden dann seine restlichen Generäle ebenso anwesend sein. Das wären General Tezen, ein sehr großer Minotaurus, der… für seine Rasse scheinbar sehr defensiv kämpft, als wären seine Leute ihm wichtig. Er war der General gewesen, der im Norden unseren… Vormarsch verlangsamt hat, aber nicht verhindert.

Dann die Generälin Xannur, die Blutdürstige. Wegen ihr konnten wir die Stellung im Süden nicht einnehmen. Manche munkeln, dass sie ein Kriegsgott sein müsste, aber es wurden Beobachtungen gemacht, dass sie selbst ihre eigenen Leute tötet. Solltet ihr eine Dämonin sehen, die komplett… in Blut gebadet hat, dann habt ihr sie gefunden.

General Bulgug… ist scheinbar noch gefürchteter als Xannur, denn er lässt seine Leute vor den anderen Dämonen öffentlich foltern. Bisher konnten wir keine Erfahrungen machen, was seine tatsächliche Leistung ist, denn dieser hat immer nur unsere aufgegebenen Stellungen eingenommen und dann nichts getan. Um sein Aussehen zu beschreiben, aber… er käme einem Oger am nächsten. Das wäre zumindest meine Meinung, aber seine gigantische Keule kann man nicht übersehen, die er immer über seiner Schulter trägt.

Bevor ihr euch alle fragt, diese Informationen haben wir von ein paar frisch gefangenen Dämonen „entlockt“, damit wir wissen, was auf uns zukommt. Unser „kluger“ General war übrigens nie ein General gewesen, sondern nur deren Stratege, angeblich eine Sukkubus, aber die Gefangenen kannten nicht den Namen von ihr.

Kommen wir zu dem sonderbarsten General. Das wäre Uzaxad. Über ihn… konnten die Gefangen eigentlich nichts erzählen, nur… dass die andere Generäle um jeden Preis einen Kampf gegen ihn verhindern wollten. Auffällig soll sein zernarbtes Gesicht sein, dass dürfte wohl… der General sein, gegen den ihr gekämpft habt, Lady Lilith.“ berichtet Burns, dabei schaute er jeden Anwesenden in die Augen, damit sie die Information verinnerlichen.

„Ach verdammt… wenn die Nervensäge auch dabei ist, sollte ich mich wohl um ihn kümmern, denn der kannte ein paar Zaubertricks, die… großen Schaden in unserer Armee anrichten könnten.“ hörte man einen genervten Seufzer von Lilith.

„Meine Strategie ist eigentlich sehr einfach gehalten, aber… auch wiederum sehr gefährlich. Momentan lasse ich die nördliche Armee an einem Punkt versammeln, während die südliche Armee ein paar Stellungen einnimmt und dann werden sie an einer bestimmte Stelle warten…

Die größte Aufgabe hat die Armee, die sich der dämonischen Armee in den Weg stellen wird, denn wenn sie einmal behindert wird, sich weiter zu bewegen, greifen die Armeen aus dem Norden sowie Süden ein.

Ich lasse ebenfalls alle Stellungen in der Mitte aufgeben und die Zwerge sowie Elfen werden ihre Einheiten zur Unterstützung schicken. Wenn wir die dämonische Armee von allen Seiten angreifen, haben wir sie eingekesselt, dann… ist die Frage, wer sich am Ende durchsetzt. Das… wird in der Geschichte der größte Krieg aller Zeiten werden.

Nun… kommt die schwerste Aufgabe und zwar für… Heldin Sakura und ihre Freunde. Ihr müsst es irgendwie schaffen… euch einen Weg zum Dämonenkönig freizukämpfen und ihn euch persönlich zur Brust nehmen. Während die Armee… die Dämonen aufhält, unser Land zu zerstören, müsst ihr es schaffen, deren König zu töten.

Solltet ihr es schaffen… werden die Dämonen einen geordneten Rückzug antreten, wenn nicht…“ ließ Burns seinen letzten Satz unausgesprochen. Sofort herrschte eine Stille im Thronsaal, jeder musste die Strategie vom General verdauen.

„Nun… wenn es nur eine Armee voller Dämonen ist, mache ich mir keine Sorgen, dass wir es zum Dämonenkönig schaffen.“ meinte Axel auf einmal. Der König, aber auch der General schauten ihn erstaunt an.

„Das… stimmt allerdings. Was Lilith uns angetan hat, dürfte eine Armee voller Dämonen mich nicht mehr wirklich schockieren.“ stimmte Leena ihm zu.

„Wie oft haben wir dem Tod ins Auge gesehen dank des Trainings? Ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen.“ grinste Rose.

„So wie meine Freunde es sagen, habe ich mehr Angst vor Lilith als vor dem Dämonenkönig.“ lächelte Sakura das schönste Lächeln, das sie aufbringen konnte.

„Ey… Ihr stellt mich ja dar, als wäre ich schlimmer als jedes Monster auf dieser Welt.“ hob Lilith eine Augenbraue hoch.

„Was ja auch stimmt oder?“ lächelt Sakura weiter. Aus irgendwelchen Gründen… musste bei dem Training mehr passiert sein, als die Heldin und Leena dem König erzählt haben.

„Würde es dich… euch beruhigen, dass meine kleine Schwester das mit meinen anderen Freunden… zur gleichen Zeit macht? Ihr macht nichts anderes, als was ich mit meinen anderen Freunden ebenfalls mache…. Wobei ihr wurdet ja direkt von mir ausgebildet, also… dürftet ihr ein bisschen mehr Fortschritte aufweisen, als sie.“ rollte Lilith mit ihren Augen.

„Nun… wenn ihr damit kein Problem habt? Scheinbar habe ich mir unnötige Sorgen gemacht, wie ihr das aufnehmt. Das Lady Lilith… kein Problem damit haben wird, habe ich erwartet, aber eher wusste ich nicht, wie ihr die Informationen aufnehmt.“ meinte General Burns.

„Wir haben unser Training gemacht und ich glaube fest daran, dass wir nun eine Stärke erlangt haben, dass wir selbst dem Vampir Acula das Leben schwer gemacht hätten. Nicht nur unsere Attribute sind… übermenschlich geworden, sondern auch unsere Fähigkeiten. Lilith ließ keine Minuten vergeuden, dass wir stärker werden.

Nun will ich es selber wissen, ob unsere Anstrengungen, all das Leiden und die Schikanen, die wir in den letzten Monaten erdulden durften, sich gelohnt haben. Ja, ich werde notfalls mit gebrochenen Armen gegen den Dämonenkönig kämpfen und den langersehnten Frieden für Alliancia holen.“ strahlte Sakura eine Aura aus, die den General, aber auch den König fast blendete.

„Erstaunlich… wie sehr ihr euch geändert habt. Soviel Selbstvertrauen, wenn ich daran denke, wie ihr zu Anfang gewesen seid, als ihr in den Thronsaal gekommen seid?“ schwelgte Prinz Hendrik in den alten Erinnerungen.

„Stimmt. In… all der Zeit war ich sehr skeptisch gewesen, aber jetzt? Vielleicht hatte ich einen schlechten Anfang mit Lady Lilith, aber es muss… in der einen oder anderen Sache irgendwie ein Segen gewesen sein.

Erst räumt ihr in meiner Hauptstadt auf mit der Inquisition und meinen Beratern, habt irgendetwas bei den Abenteurern angestellt, nun kommt eine… Heldin hier zum Vorschein, wie man sie aus den Geschichtsbüchern kennt.“ lächelt der König.

„Ich kann euch nicht genug danken, dass… ihr eine Entwicklung im Reich Ethia gestartet habt, die selbst mich positiv stimmt, Lady Lilith.“

„Erm keine Ursache. Vieles… ist gekommen, wie es gekommen ist oder?“ bekam Lilith rote Wangen von dem Lob. Heute trug sie wieder das erste Kleid, komplett schwarz nur im Brustbereich weiß, von Rose damals zurechtgeschnitten.

„Und vieles hätte man auch vermeiden können, aber unsere Freundin Lilith beantwortet ja auch vieles mit Gewalt.“ fügte Rose zu, da musste jeder über den Kommentar schmunzeln.

„In exakt… zwei Tagen werdet ihr aufbrechen und zur Armee reisen, bis dahin empfehle ich euch… alles vorzubereiten.“ sagte der General Burns auf einmal sehr ernst. „Ich selber werde auch zur Front reisen, denn ich kann meine Männer nicht alleine gegen diese riesige Armee der Dämonen kämpfen lassen.“

„Ein sehr guter Gedanke, denn diese Soldaten werden jede Menge Personen brauchen, zu denen sie aufsehen können, selbst die Veteranen.“ nickte Sakura.

„Dabei werdet ihr die größte Motivation für die Armee sein. Solange ihr kämpft, werden die Soldaten alles tun, euch den Weg frei zuschlagen. Ich hoffe… dass ihr diese Bürde auf euren Schultern stemmen könnt.“ lächelte der König traurig.

„Dürfte einfacher sein, als der Rucksack mit den vielen Eisenkugeln.“ kam der Kommentar von der Heldin.

Kapitel 301

Ich bin wiedergeboren und der Entschluss des Dämonenkönigs?

Viele Monate sind vergangen, als Sakura und ihre restlichen Gefährten wieder die Hauptstadt betraten. Alle Menschen trugen aus irgendeinem Grund ein rotes Stirnband um ihre Köpfe. Auf die Frage von Lilith, ob sie wie Rambo aussehen wollen, bekam sie keine Antwort, aber dies hätte nur Sakura gewusst, was die Dämonin wieder mal meinte.

„Ist… es wirklich nun vorbei?“ fragte Rose vorsichtig, dabei sah man fast die Freudentränen kommen.

„Jep, ist vorbei. Ihr könnt mir eure Rucksäcke wieder geben, deren Gewicht dürftet ihr ja nicht mehr merken.“ grinste Lilith. „Nun ist es euch erlaubt euren Status anzuschauen.“

Begierig taten sie es, dabei rissen sie alle erstaunt die Augen auf. Axel wusste zwar, dass er nun selber ein Schwertmeister geworden ist, aber nicht, dass seine Attribute so in die Höhe geschossen sind. „Bei der Göttin… mit diesen Werten könnte ich sogar gegen Walter, dem Schnitter kämpfen!“

„Ich… meine Magie in Feuer und Wind haben Level 9? Und… warum haben meine meisten Fähigkeiten das Wort „Monströse“ davor?“ schluckte Leena schwer.

„Dank… Leena kann ich nun Wasser und Feuer benutzen, aber Licht bleibt trotzdem meine stärkste Magie. Aber noch… krasser ist, dass ich Unbewaffnet Level 7 habe.“ murmelt Rose so leise, dass es schon eher ein Geflüster ist.

„Ich finde… keine Worte, selbst ich habe Unbewaffnet Level 5, aber… meine Fähigkeit „Allesschneider“ wurde ebenfalls stärker. Das… ist…“ schüttelt Sakura vor Unglauben den Kopf. Sie kennt es aus ihren Spielen selber, ihre Charaktere so stark wie möglich zu machen, aber… den Beweis vor ihren Augen zu sehen, dass es auch in einer richtigen Welt funktioniert… lässt einige Fragen offen.

„Na das freut mich doch. Damit solltet ihr nun in der Lage sein, gegen jeden Dämonengeneral kämpfen zu können, aber wichtiger, gegen den Dämonenkönig selber, dessen Stärke ich aber nicht kenne, nur die von der eine Nervensäge.“ nickte Lilith zufrieden.

Aber auch Lilith selber ist in der Zeit stärker geworden, auch… wenn es für ihre Freunde die reinste Hölle war. Sie war froh, bei den Banditen weitere Inventarringe gefunden zu haben, denn ihr gekaufter Ring… war relativ schnell voll geworden. Mit ein bisschen… Trickserei, war Lilith trotzdem in der Lage gewesen, alle Köpfe der Banditen zu sammeln, aber auch alle Monsterleichen von allen Nestern.

Die Dämonin hat ihre neuen Fähigkeiten selber getestet und festgestellt… egal welche Fähigkeit Lilith einsetzt, man musste immer mit einer puren Zerstörung rechnen, aber eines nach dem anderen. Die folgenden Chaosbestien Fähigkeiten konnten nämlich folgendes, auch ihre anderen Fähigkeiten:

  • Chaosblitz: Ähnelt dem üblichen Chaosblitz aus der Chaosmagie, ist aber bei Lilith zehn mal größer und stärker, zusätzlich kostet dieser Zauber nur 1 Manapunkt. Nichtsdestotrotz hat Lilith mit diesem Zauber die Hälfte eines Monsternestes ausgeräuchert. Der Boden, wo der Blitz gelandet ist… man konnte ihn nicht wirklich beschreiben. Rose hat mal behauptet, es sähe aus wie Lava, zugleich war am Rand Eis gesichtet worden und überall sprangen Blitze hin und her.
  • Chaosregen: Damit hat Lilith eine komplette Gegend… „unbrauchbar“ gemacht, denn es war wie ein normaler Regen, aber jeder Regentropfen hatte ein magisches Element besessen und sobald er… auf Widerstand traf, explodierte er in seinem Element. Feuerbälle, Eisbälle, Blitzbälle, aber auch Erde, Licht und Dunkelheit waren von Leena gesichtet worden. „Diese… Fähigkeit solltest du wirklich mit Bedacht einsetzen.“ war der trockene Kommentar von der Magierin.
  • Chaosatem: Wenn Lilith diese… Fähigkeit beschreiben müsste, es war exakt genau der selbe Effekt, den eins die Hydra gegen Lilith eingesetzt hat. Die Dämonin hat bei dem Test vom Chaosregen gelernt und diese Fähigkeit in einem trostlosem Gebiet eingesetzt… hinterher war es noch zerstörter, als es vorher schon war.
  • Chaoshand: Gleicher Effekt wie Chaosatem, aber bei dieser Fähigkeit hat Lilith festgestellt, dass sie die Stärke steuern kann. Offene Hand für maximalen Schaden und wenn sie nur eine bestimmte Anzahl von Fingern gegen den Feind richtet, umso schwächer wird er. „Warum… muss ich dann den Chaosatem auch haben?“ wunderte sich die Dämonin.
  • Fähigkeiten, die schon Level 10 hatten und dadurch „Fähigkeit II“ wurden, waren… verständlicherweise stärker, aber auch die Zerstörung hat damit zugenommen. Ein weiterer Zusatzeffekt ist, dass alle Fähigkeiten mit II das Element Chaos mit sich tragen. Das beste Beispiel war, dass ihr üblicher „Allesschneider“ nicht nur einen brennenden Schweif mit sich zog, sondern es schossen sogar Blitze heraus. Die getöteten Monster weisen öfters starke Verbrennungen auf, auch waren einige mehr oder weniger in Eisstücke „zerbrochen“.

Wenn Lilith also irgendwelche Duelle gegen andere Humanoiden umsetzen will, muss sie auf diese Fähigkeiten verzichten, es sei denn… es ist ein Feind. Sakura und Leena wurden ebenso in das Geheimnis eingeweiht, was in der Abenteuergilde passiert und das sie nun eine andere Rasse hat.

„Aber du bist trotzdem dieselbe Person, die wir kennengelernt haben, daher solltest du dir nicht unbedingt den Kopf zerbrechen. Dein… grünes Tattoo auf der linken Wange ist mir schon aufgefallen, aber… ich konnte mir schon denken, dass du uns in das Geheimnis einweihen wirst.“ lächelte Sakura und Leena nickte ihr zustimmend.

In den Monaten des Trainings hat sie mit ihren Freunden einige Einzelgespräche geführt, um ihnen gewisse Tipps im Kampf zu geben. Den haben sie bestmöglich schnell umgesetzt und stellten fest… dass diese Tipps ihnen wirklich hilft.

Ansonsten haben sie Morgens und Abends immer die Selbstverteidigungstechniken von Lilith geübt, sodass sie es sogar blind einsetzen konnten. Nur Rose…

„Ich möchte ein paar Tricks mehr können. Meine… kämpferische Leistung ist mehr auf Magie und der Schleuder, nicht wirklich auf Nahkampf. Kannst… du mir noch ein paar weitere Techniken beibringen?“ kam Rose mit dieser sonderbaren Bitte.

„Bedenke… dass du mit diesen Techniken jemanden töten kannst.“ warnte Lilith sie über diese Bitte, scheinbar war Rose dies bewusst.

„Ich weiß, aber… ich glaube wirklich, dass es nicht schadet, auch diese Techniken zu kennen oder? Was ist, wenn mir ein Arm gebrochen wurde, da kennst du auch bestimmt die eine oder andere Technik.“

Gesagt, getan, Rose bekam einen Spezialunterricht von Lilith, wo sie aber Lilith als Trainingspartner hatte, denn… bei den anderen Gefährten könnte es zu einem tödlichen Unfall kommen.

Es gab gute, aber auch schlechte Tage, Lilith war da sehr unbarmherzig gewesen, wenn es um das Training ging. Leena wurde in der Zeit auch um das tatsächlich Geheimnis von Lilith eingeweiht, aber mit einem sehr… langen und komplizierten Schwur.

„Du kommst aus der Zukunft, bist nicht nur die Prinzessin der Dämonen, sondern auch jemand, der gegen etwas kämpft, was unsere Welt zerstören will? Auf… dieses Wissen hätte ich gerne verzichtet.“ war der Kommentar von Leena. Sakura war einerseits froh, dass nun ein paar mehr das Geheimnis kannten, aber… das eigentliche Geheimnis von Lilith wurde immer noch nicht preisgegeben.

„Ist auch besser so, denn… Nüchtern betrachtet, bin ich ja in dieser Welt geboren oder?“ hatte Lilith ein Vier-Augen-Gespräch mit Sakura gehabt.

Was haben die Gefährten für glänzende Augen bekommen, als Lilith verkündet hat, dass sie nun wieder zur Hauptstadt reisen werden, nachdem das letzte Monsternest bekämpft wurde. Nicht… das sie gegen die Pause was dagegen gehabt hätten, aber es war für sie zu einer Routine geworden. Morgens aufstehen, sich waschen und essen, dann gemeinsam ihre Übungen machen, bis die Reise weiterging.

Natürlich hatte Lilith weitere Gespräche mit dem General Burns gehabt und sind im Krieg nun zu dem Punkt gekommen, dass weder die Dämonen, aber auch die Alliancianer nicht weiterkommen. Die Flotte… spielt weiterhin Katz und Maus-Spiele auf den Meeren, doch sie werden bald wieder die Gewässer von Alliancia erreichen.

„So, damit habt ihr eure Pause wirklich verdient. Ich werde mit Rose… wieder Proviant für unsere Wohnung suchen und später die Belohnungen von den Aufträgen gerecht aufteilen. Ich wundere mich, ob Emanuel… genug Platz in der Gilde hat, all die Kadavern aufzunehmen.“ teilte Lilith dies mit.

„Wir… haben Pause?“ fragte Axel, als versteht er das Wort nicht. Seine Haare sind in der Zeit ziemlich lang geworden, dass er schon einen Pferdeschwanz knotet, dies trifft auch bei den Frauen ebenso zu. Als wären Liliths lange Haare ansteckend, ließen die Frauen ihre Haare lang wachsen.

„Ja, ihr habt Pause. Keine Ahnung wo du wohnst Axel, aber Sakura und Leena haben ihren Schlafplatz in der Burg. Man sieht sich!“ grinste Lilith, hat die Rucksäcke eingesammelt im Gespräch und zieht nun Rose mit sich.

„Wir sollten vielleicht ein paar Haarspangen für dich kaufen, damit würdest du noch niedlicher aussehen.“ hörte man Lilith noch aus der Entfernung und Rose bekam rote Wangen.

„Waren… wir wirklich über vier Monate unterwegs gewesen?“ fragte Axel die anderen Frauen. „Ja… irgendwie schon oder? Am… Anfang war es… Hölle, anders kann man es nicht ausdrücken, aber wie Herrin Lilith sagte, nach dem dritten Tag des Trainings ging es irgendwie. Ich habe eine Stärke, die dürfte ein Magier überhaupt nicht haben.“ nickte Leena.

„Nun, du hast jedenfalls Muskeln bekommen und das ist als Frau nicht wirklich leicht.“ lächelt Sakura. Auch die Hautfarbe hat bei allen eine dunklere Tönung angenommen, aufgrund dass sie nun sehr viel draußen unterwegs waren.

„Muskeln… die meisten hat doch Axel bekommen. Vermutlich würde man ihn nicht mehr erkennen mit seinem… neuen Aussehen.“ meinte Leena.

„Wieso… kommt ihr eigentlich wieder auf mich? Glaube, die Pause brauchen wir wirklich, damit wir wieder von diesem… Training runterkommen.“ meinte Axel. „Man sieht sich.“ verabschiedete sich der junge Mann von den Damen.

„Hm… und Sakura? Was denkst du von Axel? So wie du ihn immer anschaust?“ stupste Leena grinsend die Heldin von der Seite an.

„Erm, wie kommst du jetzt darauf?“ wurde Sakura nun rot im Gesicht. „Lass uns den König aufsuchen und nach dem Stand des Krieges fragen, vermutlich dürfte sich einiges getan haben.“

Wie recht die Heldin hatte…

Sinella wird von zwei Wachen grob vor den Dämonenkönig Rarkas im Thronsaal geworfen. Als die Dämonin vom Boden aufstand und dem König in die Augen schaute, bekam sie es nun doch mit der Angst zu tun.

Seine… Aura hat sich komplett verändert, man konnte sie fast greifen, aber schlimmer war, was Sinella in seinen Augen sah. Der Wahn hat ihn komplett zerfressen, dort herrschten nur noch… Emotionen, die Sinella nicht wirklich beschreiben konnte.

„Sinella, Sinella. Ihr wisst, warum ich euch rufen ließ?“ bückte sich Rarkas vom Thron runter, dabei hatte er ein sehr schauderhaftes Lächeln.

„Vermutlich seid ihr… nicht glücklich über die Entwicklung des Krieges.“ versuchte Sinella ihren Stolz zu behalten.

„Oh? Hört ihr das? Wie recht ihr doch habt. Kaum… komme ich wieder, muss ich mir anhören, dass wir nicht mehr auf Alliancia weitergekommen sind. Nein, wir haben sogar einige wichtige Stellungen VERLOREN!“ brüllte Rarkas wütend.

„Würden die Generäle nicht an ihren Positionen stehen, wären wir längst komplett zurückgedrängt worden. Aber… das ist es nicht was mich wütend macht, nahein!“ kam der irre Blick vom Dämonenkönig. „Wollt ihr wissen, was der Grund sein könnte?!“

„Wenn… ich nicht daneben liege, habt ihr mitbekommen, dass eure… Feindin Lilith deren Stratege ist ARGH!“ wollte Sinella ihre Vermutung äußern, wurde aber von Rarkas in die Seite geschlagen. Sie flog mit einer hohen Geschwindigkeit gegen die Mauer und krachte rein.

Die Dämonin fiel von der Mauer runter und einige Steinblöcke fielen auf ihr rauf. Als es vorbei war, wollte Sinella wieder aufstehen, aber der Dämonenkönig packte sie an den Haaren und riss sie in die Höhe.

„Richtig. Lilith. Wieso… wurde mir das nicht berichtet hmm?!“

„Eure Majestät, ich kannte den Grund… eurer Reise nicht, aber dass sie sehr wichtig sein muss, daher wollte ich euch nicht mit… Informationen ablenken.“

„Oh? Das ist aber nett, aber habe ich dir… jemals gesagt, dass du irgendetwas auslassen sollst hmm HMM?!“ schüttelt Rarkas brutal an den Haaren von Sinella.

„Nein eure Majestät, ich habe es selber entschieden…“ sagte Sinella, dann schlug Rarkas mit voller Kraft in den Magen von Sinella. Diese spuckte sofort Blut, mehrere Innereien wurde zerquetscht.

„Idioten. Überall nur Idioten, wie recht mein Vater in dieser Beziehung hatte. Du bist von deinem Dienst entlassen, ich werde nun die Armee führen.“ kam der Entschluss des Dämonenkönigs.

„Aber… eure Majestät… was habt ihr denn vor, wenn… weder ich noch die Generäle weiterkommen?!“ musste Sinella die Frage stellen.

„Das Problem an der Wurzel packen und es töten. Ich werde alle Stellungen aufgeben und die Armee an einem Fleck versammeln lassen, dann marschieren wir direkt auf die Hauptstadt von Alliancia zu. Ich selber werde in der Front mitgehen und LILITH FÜR ALLE ZEITEN TÖTEN!“ schrie Rarkas ins Gesicht von Sinella, dann ließ er die Dämonin auf den Boden fallen.

„Beim dunklen Gott… wie kann… man nur so fixiert auf eine Person sein… Warte.“ dachte Sinella, als ihr wieder die Gesamtsituation vor Augen kam.

Den Norden haben sie verloren und trotz das General Tezen vor Ort war, konnten die Alliancianer trotzdem weitere Gebiete im Norden zurückerobern. Die Flotte war unbrauchbar und Generälin Xannur konnte zwar ihre Stellung halten, aber mit massiven Verlusten.

Dafür… konnten sie weiter in der Mitte weitere Stellungen erobern, aber nicht unbedingt mit Kraftanstrengungen, sondern weil die Menschen sie verlassen hatten.

„Das… hast du also geplant…“ grinste Sinella, die nun das Chaos verstand, was Lilith bei den vielen abwechselnden und unterschiedlichen Angriffen getan hat.

„Eure Majestät, ich muss euch warnen, aber… genau das wollte Lilith! Sie will, dass wir uns alle an einem Punkt versammeln! Sie hat auf Zeit gespielt, dass… vermutlich ihr zu diesem Entschluss kommt und wenn nicht, war der andere Plan, dass die Alliancianer unseren Verbindungstunnel erobern!“ warnte Sinella den König.

„Wachen! Schmeißt dieses Miststück in den tiefsten Kerker den wir hier haben und werft den Schlüssel weg, aber sorgt dazu, dass sie am Leben bleibt. Wenn der Krieg vorbei ist, werde ich mir viel Zeit für sie nehmen.“ ignorierte Rarkas die Warnung.

„Aber eure Majestät!“ wollte Sinella widersprechen, doch die Wachen packten sie unter den Armen. „ … Ich wünsche euch wirklich den Tod, wenn ihr Lilith wieder gegenübertretet. Ihr habt euren Verstand verloren, seit diese Frau euch besiegt hat!“ war Sinella nun alles egal.

Diese Worte brachten den König dazu, sich um zudrehen. „Oh? Seid ihr nun endlich ehrlich mit eurer Meinung? Diese Stimmen… ich höre sie überall. Das Lilith die Dämonenkönigin sein sollte. Hier und dort, ich habe längst aufgehört zu zählen, wie viele Verräter ich hier schon getötet habe, die Stimmen werden einfach nicht leiser.“ grinste Rarkas die Dämonin irre an.

Sinella, aber auch die Wachen wurden bei der Aktion sprachlos. „Beim dunklen Gott… wie… zerfressen seid ihr geworden? Selbst euer Vater wusste, wie man als König reagiert. Ich hoffe… von tiefstem Herzen, dass… ihr getötet werdet. Entweder von Lilith oder von der beschworenen Heldin.“ sagte Sinella.

Sie hatte schon paar… Pläne beiseite gelegt, wenn der König von seiner Reise zurückkommt, damit sie mit ein bisschen heiler Haut aus der Sache wieder rauskommt, aber… der König ist wahnsinnig geworden.

„Wachen. Entfernt die Verräterin.“ befahl Rarkas nun und die Wachen schoben die Sukkubus aus dem Thronsaal raus.

„Oh ja… wenn ich dich finde Lilith, wirst du einige Überraschungen erleben.“ kichert der Dämonenkönig irre, als er alleine im Thronsaal war.

Kapitel 300

Ich bin wiedergeboren und der Krieg der Gedanken?

Ein großes Zweihandschwert krachte in einen großen Tisch, wo eine Karte von Alliancia lag, aber auch die momentanen Stellungen der Alliancianer. Sinella´s Gesicht war kaum zu erkennen, so wütend war sie, dass sie sich von so einem einfachen Trick in die Irre führen lassen hatte.

„Das… gibt es nicht…“ knurrte Sinella wütend. „Nun kenne ich meinen Feind, da hat er schon eine weitere Falle für mich geplant. Lilith… du bist wirklich ein außergewöhnlicher Dämon.“

„Und… habt ihr euch nun beruhigt? Soll ich euch etwas Tee kochen?“ fragte ein roter Dämon in eine Mönchskutte.

„Nein, ich würde gern mit Lilith persönlich sprechen, aber da wird der König mich vermutlich schneller töten, als mir lieb ist Wisali.“ schüttelt die Dämonin den Kopf. „Schlimmer noch, die Flotte aus Alliancia greift nun unsere Hafenstädte an. Wenn mir nicht bald was einfällt, werde ich…“

„Sinella, ihr solltet euch kurz hinsetzen und wieder zu euch kommen, so erkenne ich euch nicht mehr. Dabei gehört ihr doch zu den wenigen Dämonen, die nicht unbedingt eine Angst vor dem Dämonenkönig haben, alleine das verdient schon Respekt.“ hob Wisali einen umgekippten Stuhl auf.

„*seufz* Habe ich mich wirklich so gehen lassen? Ich kann von einer Hand abzählen, wie oft ich in solchen Strategien… wirklich verloren habe.“

„Jeder findet in seinem Leben einen Meister oder nicht? Scheinbar wäre es in diesem Fall Lilith. Dummerweise ist… sie in vielen Bereichen ein Meister, wenn ich überlege, dass… sie es war, die die Narbe am Gesicht des Königs verursachte hat. Dabei habe ich die Gerüchte mitbekommen, dass sie sogar Schwert Lazarus trägt, das Schwert des alten Dämonenkönigs.“

„Danke für den Trost, ich glaube, ich kann wieder klar denken. Ich muss einfach… nur noch weiterdenken und die Umgebung nun mehr mit einplanen, dass war tatsächlich mein Fehler gewesen.“

„Vielleicht solltet ihr auch die Generäle einsetzen, damit sie selber vor Ort… eine gewisse Motivation an ihren Leuten ausüben.“

„Ich… will das verhindern, dass die Generäle zu früh zum Einsatz kommen. Aber eins nach dem anderen. Zuerst werde ich mich der Flotte widmen. Das Lilith so früh zu einem Gegenangriff übergeht, überrascht mich nun doch ein bisschen.

Hmm… ignoriere ich sie, werden sie einmal um unseren Kontinent herum schiffen und alle Häfen zerstören. Sollte ich unsere eigene Flotte zurückholen, werden… Genau, Lilith will aus irgendwelchen Gründen, dass die Flotte keine Rolle im Krieg spielt, aber warum?“

„Wenn ich raten müsste, aber vielleicht fehlen ihr irgendwelche Kenntnisse, wie man auf den Meeren Kriege führt, denn… die Elemente des Wasser spielen nicht immer gerne mit, wie man es in seiner Strategie wünscht.“

„Klingt einleuchtend, aber hilft… warte. Die Flotte bleibt wo sie ist. Hach! Wir schicken mehrere geflügelte Einheiten zu den anderen Hafenstädten, die sollen sich im die Flotte kümmern. Eigentlich sollten sie an die Front geschickt werden, damit sie einige schwere Stellungen der Zwerge zerstören, aber wenn sie dagegen die Flotte aus dem Weg räumt, dann haben die Alliancianer keine Verteidigung mehr auf dem Wasser!“ klatschte Sinella zufrieden über ihre Lösung.

„Hmm… vielleicht ist es das, was sie will? Alle… ihre Schritte sind… sehr unkonventionell, wenn ich meine Meinung dazu sagen dürfte.“ grübelte Wisali laut. Das Lächeln von Sinella ist mehr oder weniger eingefroren. „Wie… meint ihr das?“

„Überlegt doch mal. Sie benutzt die Umgebung wie die Wälder von den Elfen, die verschwundene Armee mit den Kluften. Glaubt ihr nicht, dass es genau das ist, was Lilith will? Verhindern, dass die Verstärkung aus unserem Reich kommt?“

„Aber… wenn ich die Flotte zurückhole, dann spielen wir auch in ihre Hände! Dann müssen wir das alles über das Land regeln. Ich wollte eigentlich mit der Flotte weitere Bündnisse mit den Tiermenschen vereinbaren, damit wir mehr Söldner bekommen, dass wir von mehreren Seiten angreifen können!“

„Dann schick doch nur ein Boot raus von der Flotte. Ist zwar ziemlich riskant, aber dann hättet ihr zumindest einen Teil eures gesamten Plans umgesetzt.“ schlug Wisali vor.

„Manchmal… frage ich mich wirklich, wer ihr seid.“ lächelte Sinella über den Vorschlag von Wisali nach.

„Ich bin nur ein bescheidener Lehrer aus der Schule und ein guter Freund für euch.“ nickte Wisali lächelnd.

„Wie… alt seid ihr eigentlich? Das ist das größte Mysterium um euch. Ich bin schon alt, aber… euch hat es schon immer gegeben, dabei vermuten einige, dass ihr zu den ersten Dämonen gehört.“ wirkte Sinella neugierig, aber damit brachte sie Wisali nur zum lachen.

„Wenn ihr mich das fragen könnt, dann habt ihr euch sehr gut erholt. Es… ist Fakt, dass ich alt bin oder? Nun muss ich leider meine Pause beenden, der Unterricht fängt bald an.“ zwinkert Wisali und lässt Sinella zurück im Raum.

„Was… ein gerissener Fuchs, meiner Frage aus dem Weg zu gehen.“ schüttelt Sinella den Kopf, aber tatsächlich, das Gespräch hat ihr geholfen. Nun betrachtet sie auf einem anderem Tisch die Gesamtsituation vom Krieg und überlegt, was das eigentliche Ziel von Lilith ist.

„Alles… ist so chaotisch, aber… dahinter muss doch ein Plan stecken…“ grübelte die Dämonin, die Lilith sehr ähnlich aussah.

Einige Zeit vergeht….

„Ja?! Was ist los? Ich bin gerade mit Axel am Trainieren, fasst euch kurz!“ sagte Lilith dies zu dem Übertragungsstein, der von Axel gehalten wird. Die Dämonin setzt den selben Trick ein, den sie auch im Dungeon mit Sakura umgesetzt hatte. Nur… Axel hat starkes Nasenbluten, weil sein Rücken mehr oder weniger gegen ihre Brüste gedrückt werden, er schwebte mehr im Traumsein.

Der General sah das natürlich im Bild, aber auch die Angriffe, die Millimeter immer vor den Augen von Axel vorbeihuschten. Einige Offiziere bekamen neidvolle Blicke, denn… Lilith ist und bleibt einfach zu gut gebaut.

„Die Flotte hat sich zurückgezogen, aber ein einzelnes Schiff hat sich von ihnen getrennt. Dummerweise können wir nicht herausfinden, was… die Dämonen mit der Aktion vorhaben.“

„Nur ein einzelnes Schiff? Kann man erahnen wo es hinfahren will?“

„Ja. Wenn meine Männer den Kurs richtig berechnet haben, dann schwimmt es nach Batzien.“

„Dann solltet ihr es irgendwie abfangen, denn sie wollen weitere Söldner bei den Tiermenschen anheuern. Wenn es nur ein einzelnes Schiff ist, dann wird es vermutlich nicht unbedingt weit ins offene Meer raus fahren, sondern mehr an der Küste entlang fahren.

Tja… nur ohne ein eigenes Schiff zu haben, dürftet ihr nicht wirklich nah an ihn ran kommen. Gibt es nicht irgendwo eine Stelle, wo das Schiff definitiv nah an die Küste ran muss? Dann solltet ihr dort ein paar Kanoneneinheiten hinstellen und es versenken.

Was mir einfällt, schick die „verschwundene“ Armee an diese stark befestigte Stellung der Dämonen in ihrer Nähe, aber lasst sie jederzeit Abmarschbereit. Die sollen die Dämonen dort zermürben. Das war´s! Nun mach los Axel, wir haben nicht mal die Hälfte der Hochland-Orks getötet.“

„Ja Herrin…“ und das Bild verschwand vor den Augen von Burns. „Hmm… diese Stellung zermürben? Dabei machen das doch eher die Dämonen.“ grübelte Burns…

Einige Zeit später:

„Sinella, wir haben den Kontakt zu der Flotte verloren, die nach Batzien reisen wollte. Die eigentliche Flotte ist zwar in unsere Gewässer zurückgekehrt und jagt die feindliche Flotte, aber… aus irgendwelchen Gründen… reisen beide Flotten mehr oder weniger hin und her.“ berichtet ein kleiner Dämon.

„Hm… das wäre auch zu schön gewesen, wenn es geklappt hätte. Die Flotte ist für den Krieg nun nutzlos geworden, konzentrieren wir uns nun nur noch auf die Kriege auf dem Land. Was könnt ihr mir noch berichten, außer der Wahnsinnstat im Norden?“ forderte Sinella die nächsten Berichte, sie trug ein knappes rotes Kleid heute.

„Naja… die Stellung im Norden wird weiterhin gehalten, aber mit der Aktion der Menschen bekommen die Dämonen kaum noch Schlaf und die Motivation zerbröckelt. Wir sind es gewohnt, jemanden anzugreifen, aber nicht auf Dauer zu verteidigen.“

„Hast du was in den Ohren? Ich wollte die anderen Berichte hören!“ wurde Sinella leicht wütend, sie will wissen, ob endlich Erfolge zu melden sind.

„Erm natürlich. Wir haben es geschafft, diese eine Stellung wieder zurückzuerobern, zusätzlich diese.“ zeigte der kleine Dämon mit dem Stock auf der Karte die angesprochenen Stellungen.

„Na endlich, wurde auch Zeit, dass wir weiter ins Herz des Reiches kommen. Wir schicken den General Belgug zu dieser Stellung, er ist der richtige Dämon, um diese Stellung für alle Zeiten zu halten.“ nickte Sinella zufrieden.

„Belgug? Wäre… General Tezen nicht besser? Für ein Minotaurus plant er immerhin für die Sicherheit seiner Leute, vor allem wenn es so weit vor der Front ist.“ wollte der kleine Dämon widersprechen.

Sinella sah aus, als überlege sie, wie sie den Dämon töten soll, als er sich korrigierte: „Natürlich Belgug, denn dieser General kann die Dämonen dazu motivieren, bis zum Tod die Stellung zu halten.“

„Warum nicht gleich so.“

Einige Zeit später:

„Lady Lilith? Wir haben es geschafft, das Boot zu erwischen und setzen den Zermürbungskrieg im Norden fort, dummerweise haben die Dämonen es geschafft, zwei wichtige Stellung in der Mitte einzunehmen, zumal die Späher berichten, dass ein sehr „sonderbarer“ Dämon gesichtet worden ist.“ kommt Burns direkt zum Punkt, aber da fing das Sterben bei seinen Männer an.

Denn jeder konnte auf dem Übertragungszauber sehen, wie Lilith halbnackt in einem großen Fass badete, nur der Schaum bedeckte… die wichtigsten Stellen.

„Ihr habt echt ein Talent, mich zu den unpassendsten Momenten zu erwischen, wisst ihr das? *seufz* Das dürfte ein General sein, denn sie sind ja immer in irgendeiner Form „sonderbar“. Tja… nun geht es ins Eingemachte oder? Diese Stellung werdet ihr nicht mehr so schnell wiederbekommen, da hat der kluge General den richtigen Schachzug gemacht und die richtigen Personen an die richtigen Stellen positioniert. Hmm… komischer Satz.“ grübelte Lilith.

„Wir haben keine Möglichkeit, diese Stellung zurückzubekommen?“ musste sich Burns konzentrieren, sich nicht vom Körper der Frau ablenken zu lassen.

„Nicht auf der Schnelle. Die Generäle können ihre Leute soweit trimmen, auch nach tödlichen Schlägen weiterzukämpfen. Ihr würdet nur große Verluste haben… für eine Stellung? Machen wir doch noch was viel unerwartetes.

Verlasst ein paar Stellungen in der Mitte der Karte. Greift nun dafür die andere südlich stark befestigte Stellung der Dämonen an. Die freigewordenen Soldaten sollen nun dafür zu den Stellungen im Norden reisen und von hinten angreifen, damit sollte der Sieg auf eurer Seite sein. Das war es erst mal!“ und das Bild verschwand.

„Glaube… ich habe mich gerade verliebt.“ murmelt einer der Offiziere, während die anderen Nasenbluten hatten.

„Was… hast du nur vor Lady Lilith?“ grübelte General Burns und betrachtet die Karte.

Wieder vergeht einige Zeit:

„Beim dunklen Gott, wir haben die nördliche Stellung verloren!“ rief der kleine Dämon panisch in dem Operationszimmer, wo Sinella und Wisali einen Tee trinken.

„Erm… wie bitte?“ hörte Sinella nicht richtig.

„Wir haben diese Stellung verloren. Während der Feind die letzten Wochen immer wieder angegriffen hat, kam eine weitere Armee nach Norden und dann haben alle gemeinsam angriffen, die Dämonen standen auf verlorenem Posten.“ erklärte der kleine Dämon.

Eine Tasse zersprang, es war die von Sinella und ihre Hand blutete auch. „Wie… konnte das geschehen? Eine Armee kann doch nicht einfach über die Gegend teleportieren!“ schrie Sinella wütend.

Wisali sagte nichts und trank weiter in Ruhe seinen Tee. „Keine Ahnung, aber diese Armee kam von diesen Stellungen aus der Mitte… als hätten sie die aufgegeben?“ erklärte der Dämon.

„WIESO ERFAHRE ICH DAS ERST JETZT?!“ platzte Sinella nun der Kragen und packte den Dämon am Hals. „SEELENRAUB!“ setzte Sinella ihre Fähigkeit ein und der Dämon schrie laut auf… als es nur noch ein leerer Körper war. Diesen warf Sinella direkt aus dem Raum raus und kam mit einem roten Kopf zurück.

„Es ist immer wieder faszinierend, die Rassenfähigkeit einer Sukkubus zu sehen. Meiner Meinung nach ist es die gefährlichste Fähigkeit, die wir Dämonen überhaupt haben. Aber das wir eine der schwer befestigten Stellungen verlieren… scheinbar hat die Zermürbungstaktik für die Alliancianer was gebracht.“ sprach Wisali das Offensichtliche an.

„Ich sollte wirklich an meinen Personal noch mal arbeiten, dass hätte niemals passieren dürfen…“ schüttelt Sinella den Kopf und hob ein Blatt vom Boden auf, was der kleine Dämon bei sich getragen hat.

„Das… darf doch nicht wahr sein. Im Norden haben wir eine der wichtigsten Stellungen verloren, nun greifen sie eine Stellung im Süden an, die eine ähnliche Befestigung hat. Aber… scheinbar wirken einige Stellungen in der Mitte verlassen…

Das macht Sinn. Deswegen konnten sie die Stellung im Norden erobern, wenn eine frische Armee aus der Mitte kommt, aber…?“ wunderte sich Sinella über diese Taktik.

„Warum geben sie so leichtsinnig einige Stellungen auf, das ist euer Hauptgedanke oder? Auf mich wirkt es, als möchte Lilith, dass wir mehr in die Mitte kommen, aber… ich befürchte eine sehr gefährliche Falle.“

„Oder auch nicht. General Bulgug soll die aufgegebenen Stellungen einnehmen, aber ich schicke nun General Tezen nach Norden, er soll sicher stellen, dass die nördliche Armee nicht noch weiter vorrückt. Die südliche Stellung soll Generälin Xannur verteidigen.“

„Ist… das nicht…?“

„Ich weiß wer Xannur ist. Ein noch üblereres Flittchen wie sie konnte man nicht auf die Welt setzen, aber man kann ihre Talente nicht ignorieren.“

„Wenn ihr meint, dass sie gerne im Blut von Dämonen oder ihrer Feinde badet, also wortwörtlich badet, dann muss ich zustimmen. Mir ist das Herz kurz stehen geblieben, dass sie der Nachfolger von General Trozzon geworden ist.

Ich… möchte nicht den Dämonenkönig kritisieren, aber… es gibt bessere Anwärter, als diese Frau. Wenn ihr schon so viele Generäle einsetzt, wollt ihr den letzten dann auch einsetzen? Irgendwie… habe ich den Eindruck, dass es nun zum Höhepunkt kommt.“

„Das sagt mein Instinkt auch. Angefangen hat es, als Lilith auf der Bildfläche erschienen ist. Aus General Uzaxad werde ich nicht schlau. Meistens steht er irgendwo still in der Ecke, dass man ihn schnell vergisst, aber andererseits unterschätzt man ihn auch viel zu schnell, weswegen ihn das wieder viel gefährlicher macht.

Ihn würde ich lieber mit zu Xannur schicken, damit er das Flittchen im Auge behält, aber… meine eigentliche Sorge ist eher die Mitte.“

„Dann positioniert ihn doch so ungefähr in der Mitte von den anderen Generälen, so dass er jederzeit eingreifen kann, wenn eine der Stellungen… Schwierigkeiten bekommt. Mit diesem Gedanken müsst ihr wohl Leben, wenn ihr gegen Lilith plant.“ schlug Wisali vor.

„Werde ich wohl so machen, aber… Bevor Lilith erschienen ist, haben doch alle meine Pläne funktioniert, wieso… klappt das nicht mehr? Nicht nur sehe ich so aus wie sie, scheinbar… denkt sie auch wie ich… nein sogar weiter.“

„Weißt man eigentlich wo sie zur Zeit ist?“

„Ja. Ein paar Späher folgen der beschworenen Heldin, wo auch wieder die sonderbare Frau dabei ist und… ich werde aus den Berichten nicht schlau, aber aus irgendwelchen Gründen gehen sie von einem Monsternest in das nächste, dabei töten sie alles.“

„Hmm… schon sonderbar, dass überhaupt ein Dämon einem beschworenen Held hilft. Zu dumm… dass man mit ihr nicht irgendwie in ein Gespräch kommen kann, ohne dass man dann als Verräter abgeschrieben wird.“ grübelte Wisali laut.

Sinella sagte dazu nichts und überlegte schon, was sie dem Dämonenkönig sagen soll, wenn er… von seiner „Reise“ zurückkehrt.

Kapitel 299

Ich bin wiedergeboren und … das Training?

Mehrere Banditen haben sich auf einer Anhöhe versteckt und langweilen sich zu Tode. „Mensch… ich sag doch, hier wird niemand mehr kommen. Warum will der Boss das einfach nicht einsehen?“ nörgelte einer der Männer.

„Kann man nichts… hey warte… ich sehe da eine Gruppe!“ rief einer der anderen aufgeregt, während er durch sein Fernrohr schaut. „Holt mal den Boss, dass… ist echt eine fette Beute für uns!“

„Was isn los?!“ wunderte sich wieder ein weiterer Bandit.

„Da sind vier Weiber, eine davon sehr knapp gekleidet und vor allem pressen ihre Melonen fast raus. Aber nur die ohne Melonen tragen scheinbar ziemlich schwere Rucksäcke, das ist doch genau, was wir wollen oder?“ berichtetet der zweite Bandit, da rannte einer los um den Boss zu holen.

Es dauerte nicht lange und ein großer Kerl mit vielen Narben im Gesicht hörte sich ebenso den Bericht an und schaut durch das Fernrohr.

Eine Frau trug ein… sehr enges grünes Kleid, als wäre ihr Kleid zerrissen und zerschnitten worden. Aber im Gegensatz zu ihren Begleitern trug sie keinen Rucksack. Die anderen waren nicht so gut gebaut und sahen ziemlich verschwitzt an den Gesichtern aus, aber das war dem Boss egal.

„Gebt allen Gruppen das Zeichen, ich will sichergehen dass wir die Weiber lebendig bekommen, meine Klöten brauchen dringend eine Munddusche.“ lachte der Boss sehr dreckig, die anderen Banditen fielen in sein Gelächter ein. „In einer Stunde schlagen wir zu…“

„Warte, ich gebe auf nein NEIN NEEEIIIIIINNNNNNN!“ brüllte der Boss verzweifelt um sein Leben, als die Frau mit der weißen Rüstung ihm den Kopf abschlug.

„Das… sollten jetzt alle gewesen sein, Herrin…“ stöhnte Sakura mit einem roten Kopf, ihr Rucksack bringt sie fast um.

„Wunderbar, damit hätten wir den ersten Auftrag erledigt. Ich wusste doch, dass diese Schweine auf meine Falle anbeißen.“ lächelte Lilith, als sie Lazarus aus dem Inventar rausholte und den toten Banditen die Köpfe abschlug, anschließend in ihren neuen Inventarring verstaute.

Dank der speziellen Karte von Emanuel wusste sie alle Orte, wo die Aufträge liegen und weil sie es mit menschlichen Gegnern zu tun hatten, wollten sie direkt alle erwischen. Der Plan ging auf und fast über siebzig Männer kamen aus den Löchern herausgekrochen.

Das Ende vom Lied, die Banditenbande hat die Heldengruppe total unterschätzt, noch konnten sie wegen der Lederrüstung der Frauen nicht erkennen, welche… kämpferischen Leistungen sie drauf haben.

„Können… wir endlich die Rucksäcke ablegen?“ keuchte Leena, die eine normale Lederrüstung trug wie Rose.

„Aber nein, ihr kennt doch die Regeln? Sobald ich die letzten Köpfe von… Hrukis Banditenbande eingesammelt habe, steuern wir auf das nächste Ziel zu.“ schüttelt Lilith lächelnd den Kopf.

„Du… bist echt sehr nachtragend oder? Nur weil wir uns auch unseren Spaß gönnen wollten, bist du geradezu rachsüchtig…“ meckert Rose.

„Ich bin doch nicht nachtragend oder rachsüchtig, wie kommt ihr darauf? Das war von Anfang mein Plan gewesen.“ wollte Lilith einfach nicht mehr aufhören zu lächeln, denn sie genoss es wirklich das Elend ihrer Freunde zu sehen.

„Soo… nun geht es weiter… hier Axel, das ist unser nächster Zielort.“ zeigte die Dämonin dem Führer die Karte und den Ort. Dieser nickte nur keuchend und ging in eine Richtung, Axel sparte sich irgendwelche Worte zu sagen…

Was vorher geschah:

„Das war der beste „Tag der offenen Tür“, den wir hier in der Hauptstadt jemals veranstaltet haben.“ lobte Emanuel überschwänglich im Büro, während Lilith verschwitzt im Häschenkostüm auf dem Sessel lag.

„Ich… fühle mich so dreckig… Ich werde mich lange waschen müssen, bis ich dieses Gefühl loswerde. Mir ist bewusst… dass ich eine Schönheit bin, das ist bei den Sukuben auch relativ normal, aber… all diese Blicke von den Männer… Eww…“ bekam Lilith ein Schaudern.

„Aber dank dir haben wir soviel Gewinn gemacht! Falls… du es nicht gemerkt hast, aber die Augen der Gäste haben sich immer geändert, wenn sie meinen Tee oder Essen genommen haben. Ich bin über die Entwicklung sehr zufrieden und kann dir vom Herzen danken, dass du mir geholfen hast.“ stellte Emanuel eine Tasse vor Lilith ab.

„Frage… mich nie wieder nach so einem Gefallen. Da töte ich lieber den Dämonenkönig in dieser Zeitebene, aber das war für mich das Peinlichste, was man mir je angetan hat.“ legte Lilith eine Hand vor die Augen. „Vor allem… das meine „lieben“ Freunde überhaupt nicht gehen wollten.“

„Aww… du machst dir wirklich zu viele Gedanken. Du solltest wirklich mehr Stolz zeigen, dass du so eine schöne Frau bist. Aber… wegen deinen Freunden, dass war wirklich nicht nett gewesen. Wir haben in der Lagerhalle große Rucksäcke die man mit Eisenkugeln füllen kann, die Rucksäcke werden bestimmt nicht reißen.“ lächelte Emanuel boshaft.

„Erinnere mich stets daran, dass ich mich mit dir nicht anlege. Hm… schmeckt der Tee wieder gut.“ verzog Lilith ihr Gesicht sehr glücklich. „Aber die Rücksäcke werde ich bestimmt mitnehmen, fördert nur ihre Attribute.“

„Oh ho ho ho. Ich habe alle Monsternester-Aufträge von der Gilde auf einer Karte eingezeichnet mit Nummern, was es für dich einfacher macht, effektiv sie aufzusuchen. Wenn… ich richtig überlege, werdet ihr circa drei Monate nur für die Wege brauchen.“ hielt Emanuel lachend eine Hand vor ihren Mund.

„Aww… warum gibt es nicht mehr so coole Menschen wie dich. In meiner Zeit musste ich fast immer das denken übernehmen…“ erfreut über die Karte, auf der Rückseite waren die Zahlen aufgelistet, welcher Auftrag dies ist und mit welcher Stufe. „Wow, sogar SSS-Aufträge?“

„Aber sicher das Lilchen. Mit deinen Werten dürften sie dir bestimmt keine Schwierigkeiten machen und ich weiß, dass ihr eure Freunde im letzten Moment retten werdet. Ich wünschte, dass die Helden vor meiner Zeit auch so gute Förderer an ihrer Seite gehabt hätten.“ trank Emanuel nun ebenso ihren Tee.

„Nun, bisher wurde jeder Dämonenkönig besiegt oder? Zumindest wurde mir das so beigebracht, dass… die Dämonenkönige öfter ausgewechselt werden als Toilettenpapier.“ grinste Lilith. Dieses Bild kam direkt vor den Augen der Gildenmeisterin und spuckte ihren Tee aus.

„LILCHEN! Das war jetzt nicht nett! Zwar lustig, aber du kannst doch nicht solche Witze machen während ich trinke!“ hatte Emanuel roten Wangen, dann lachten beide „Frauen“ gleichzeitig.

Am nächsten Morgen ging Lilith in ihrem abgerissen Kleid zu einem Rüstungshändler, bevor Rose wach wurde. Scheinbar war ihr Gesicht ziemlich bekannt, man nickte und grüßte sie immer herzlich.

„Hmm… frage mich jetzt, ob es an der Revolution liegt oder weil mich jeder Kerl aus dieser Stadt im Kostüm gesehen hat…“ dachte Lilith. Könnte vermutlich auch an ihrem knappen Kleid liegen, aber… scheinbar hat Lilith das nicht so richtig mitbekommen.

Beim Händler kaufte sie direkt den größten Inventarring sowie zwei Lederrüstungen für Frauen unabhängig, ob sie passen könnten oder nicht. Danach besorgte sie eine große Menge Proviant für circa fünf Monate, sicher ist sicher.

„Habe ich alles? Glaube schon… oder eher nicht. Die Weiber werden mich hassen, wenn ich nicht etwas Seife habe, wenn sie sich in der Zeit nicht waschen können.“ ahnte Lilith etwas unheimliches und kaufte die nötigen Waschmittel.

Auf dem Rückweg fand sie Axel unterwegs vor, der scheinbar vor einem Geschäft stand. Den nahm sie ohne Begrüßung direkt unter den Arm und zog ihn mit zu Rose.

„Ey?! Was willst du denn jetzt schon wieder?“ beschwerte Axel sich sofort, aber als er das „Lächeln“ von Lilith sah, ahnte er etwas schlimmes. „Erm, ok es tut mir leid, aber auch uns darf man doch den Spaß gönnen!“

„Ist doch in Ordnung, verstehe nicht warum du so in Panik gerätst. Habe doch gestern gesagt, dass wir heute wieder auf Reisen gehen oder? Die Pause ist offiziell nun vorbei, nun geht es darum, dass ihr stärker werdet!“ teilte Lilith mit.

„Aber…“ „Ja?“ „Nichts…“

Axel hat seinen Widerstand aufgegeben, man sah nur die Hoffnungslosigkeit in den Augen des jungen Mannes. Das gleiche Spielchen war auch bei Rose, als Lilith sie frisch fertig angezogen in der Wohnung vorfand und sie nun ebenso raus zog.

„Was ist los Lilith?! Ich habe noch nicht mal gefrühstückt mppdffa!“ wollte sich Rose beschweren, aber Lilith hat ihr ein belegtes Brötchen in den Mund gesteckt, so dass sie in dieser Richtung ruhig gestellt worden ist.

„Heute ist ein so schönes Wetter, genau die richtigen Bedingungen für unser Training. Wenn wir Sakura und Leena in der Burg gefunden haben, erkläre ich euch sachlich den Plan für die hmmm… nächsten vier Monate.“ erzählte Lilith ihnen ein paar Informationen.

„Huh?!“ staunte Rose, die es irgendwie geschafft hat, nur mit ihrem Mund das Brötchen komplett aufzuessen. „Ist das deine Rache von gestern?!“

„Aber nein. Unser schweigsamer Freund Axel hat auch irgendwie in diese Richtung gedacht, aber warum soll ich meinen Freunden nicht den Spaß gönnen hmm?“ schmunzelte Lilith. „Also ICH freue mich so richtig auf unsere Reise.“

Nun hat die Hoffnungslosigkeit auch die Augen von Rose erreicht. Wenn man sie sehen würde, könnte man meinen, dass die beiden jungen Menschen gerade zu einem Henker gebracht werden.

Ohne viel Zeit zu verlieren, gingen sie direkt zur Burg wo sie ohne Probleme reingelassen wurden. „Hm… Bin ich so bekannt, dass ich problemlos in die Burg kann? Die Soldaten haben uns einfach reingelassen.“ wiegelt Lilith den Kopf.

„Könnte daran liegen, dass du jeden zusammenschlägst, der dir über den Weg kommt. Da wären es die dicken Adeligen, der Prinz selber sogar, selbst die Inquisition bekam es zu spüren. Dann kommen da noch die Gerüchte, dass du den König, aber auch den Erzmagier ziemlich… fertig gemacht hast. Noch weitere Gründe, warum die meisten es lieber vorziehen, dir den Weg schnell frei zu machen?“ kommentierte Axel sehr trocken.

„Ja… wahrlich das Benehmen einer dämonischen Prinzessin…“ nickte Rose. „Wundere mich, dass du nicht selbst längst die Krone hier genommen hast.“

„Bitte, Kinder, warum sollte ich das denn haben? Unter mir würde es überhaupt keine Adelige geben, die Wirtschaft angekurbelt und die Bewohner auf Alliancia bekämen mehr Rechte. Außerdem liebe ich meine Freizeit über alles, sollen sich doch die anderen die Gedanken zerbrechen, wie man ein Volk anführt oder?“ schüttelt Lilith den Kopf.

„Eh… also… wieso hört sich es so gut an, dich als Königin zu sehen?“ grübelte Rose bei der Aussage von Lilith.

„Ah… besser wir gehen darauf nicht ein. Oh General Burns?“ traf die Gruppe im Flur auf den General, der um die Ecke gekommen ist.

„Oh Lady Lilith, scheinbar habt ihr es auch mitbekommen? Dann trifft es sich gut, dass ihr da seid, weil…“ wollte der General direkt loslegen, als sie eine Hand hochhob.

„Stopp. Wir können kurz darüber reden, aber ich habe andere Pläne. Sobald ich Sakura und Leena gefunden habe, gehen wir auf lange Trainingstour.“

„Hm… das habe ich jetzt nicht kommen sehen. Kann ich euch… zwei Gegenstände mitgeben, dass ich mich auf der Reise jederzeit bei euch melden und um Rat bitten kann?“ wurde der General ein bisschen traurig.

„*seufz* Ja, das können wir machen. Ich suche euch im Operationszimmer auf, sobald ich meine vermissten Freunde gefunden habe, damit wir das besser in Ruhe regeln können.“ nickte Lilith.

„Wunderbar, übrigens der feindliche General hat eure „verschwundene“ Armee gefunden, aber nicht so wie er es vermutlich erwartet hat. Damit wissen wir nun, dass er über eure Denkweise Bescheid weiß.“ grinste der General über die Information, dann verschwand er.

„Verschwundene Armee?“ fragten die Augen von Rose und Axel, denn dass Lilith dem General zur Seite stand wussten sie, aber nicht wie sehr.

„Dauert zu lange um euch das zu erklären, daher die Kurzversion. In der Nähe bei dem Verbindungstunnel nach Snolonien gibt es mehrere Erdschluchten, dorthin habe ich sie verstecken lassen. Dürfte für einige Nächte sehr unangenehm gewesen sein für die Soldaten, aber nachdem sie die dämonische Armee mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von hinten angegriffen haben, dürfte es den Soldaten recht sein. Da wird der General aber in den Tisch beißen, denn vermutlich dachte er, dass die Armee nicht im Tunnel versteckt ist, sondern in den Bergen, wo auch ein paar kleine Wehranlagen sind. He He He…“ kichert Lilith mit einem schwarzen Gesicht.

Beide Gefährten sagten nichts dazu, die Methoden von Lilith sind auch sehr unkonventionell, als das beide einen Kommentar abgeben könnten. Die Suche nach den vermissten Freunden dauerte nicht lange, als Lilith zufällig Leena UND Sakura im Doppelpack sah.

„Da seid ihr ja!“ rief Lilith sehr glücklich und zog Rose sowie Axel mit sich. Dies sahen die Frauen und Sakura machte etwas sehr unerwartetes… Sie drehte sich um und rannte weg!

„Oh ho? Das ist auch schon lange her, dass man vor mir wegrennen wollte.“ ließ Lilith ihre Freunde los, holte ein Seil aus dem Inventar raus. „Dann werde ich mal nach einem Helden jagen…“ kicherte Lilith sehr unheimlich, man sah in ihren Augen die Raubkatze.

Etwas später waren alle Freunde von Lilith im leeren Thronsaal. Leena, die noch nicht wusste, was genau passierte und fragend ihre Freunde anschaute, Rose sowie Axel mit ihren hoffnungslosen Augen und… die gefesselte Sakura, die weinend auf dem Boden lag. Ihre Hände und Füße sind hinter ihrem Rücken verknotet, sehr gut verknotet…

„Sooo… wie ich es euch gestern gesagt habe, heute findet nun das Training statt.“ verkündete Lilith im zerrissenen grünen Kleid ihre nächste Schandtat. „Leena und Rose, ihr werdet diese Lederrüstung tragen. Bevor ihr Einspruch erhebt… auf der Reise werden wir die eine oder andere Banditenbande antreffen, ich möchte nicht, dass sie zu früh erkennen, welche magischen Talente ihr wirklich habt.“

Lilith legte beiden Damen eine Lederrüstung vor die Nase, wo die Frauen sie entgeistert anschauten.

„Widerspruch könnt ihr ruhig einlegen, aber… ehrlich? Mich interessiert es nicht wirklich, also zieht ihr sie gleich an, wenn ich Burns aufsuche. Ich habe genug Proviant eingekauft für unsere Reise, darüber braucht ihr euch keine Sorgen zu machen, zusätzlich genug andere… Annehmlichkeiten.

Unser Training ist relativ einfach gehalten. Mit der Zusammenarbeit der Gildenmeisterin Emanuel haben wir eine Karte erstellt, wo alle Monsternester sowie Banditenbanden eingetragen sind, die rund um die Hauptstadt liegen.

Die werden wir eins nach dem anderem aufsuchen und dort werdet ihr vier alles töten, was kreucht und fleucht. Jedes Mal, wenn ich eingreifen muss, bekommt ihr keinen Schlafsack und kein Essen am Abend, daher rate ich euch, dass ihr wirklich das umsetzt, was ich euch eben gesagt habe.

Das Ziel ist es, dass eure Fähigkeiten, aber auch Level sich steigern, damit ihr es definitiv mit dem Dämonenkönig aufnehmen könnt. Zusätzlich werden wir immer morgens eine halbe Stunde Dehnübungen machen, damit ihr keinen Muskelkater bekommt aber auch die Übungen umsetzen, die ich euch bei Prinz Dummkopf gezeigt habe. Es sind einfache Tricks und ich möchte wirklich, dass ihr sie jederzeit blind einsetzen könnt.

Keine Sorge, ihr braucht euch nicht die Knochen zu brechen, mir geht es eher darum, dass ihr die Bewegungen könnt. Sie werden eine eurer Trumpfkarten werden gegen jegliche Humanoiden.

Sakura ist schon ein Schwertmeister geworden, weswegen ich den Trick nun auch bei Axel einsetzen werde, denn je mehr Meister wir in der Gruppe haben, desto besser ist das. Habe ich was vergessen?

Ah… ab jetzt bin ich nicht mehr eure Freundin Lilith, sondern Herrin Lilith, verstanden?“

Ihre vier Freunde schauten sie an, als wäre sie der dunkle Gott persönlich. Sie haben zwar verstanden, was das Training bewirken soll, aber die Art und Weise… war für sie schwer nachvollziehbar.

„Keine Einsprüche? Wunderbar, also Leena und Rose, zieht die Rüstungen an, ich bin mal kurz weg.“ verschwand Lilith aus dem Thronsaal. Es herrschte eine Stille, man hätte eine Nadel fallen hören können.

„Vielleicht… hätten wir doch gestern gehen sollen…“ murmelt Axel vor sich hin, dann ging er auch aus dem Thronsaal raus.

„ … Passen sie überhaupt?“ wunderte sich Leena. „Glaube… das wird Lilith ziemlich egal sein…“ kommentierte Rose, dann seufzten beide Frauen schwer.

„Kann… mich vielleicht einer losbinden? Ich spüre kein Blut mehr in meinen Gelenken!“ hatte Sakura nun ein weißes Gesicht bekommen, aber beide Frauen schütteln ihre Köpfe. „Wieso nicht?!“

„Glaube… dass die Herrin es selber machen will.“ flüstert Leena und Rose nickte ihr zustimmend zu. Die Heldin knallte mit der Stirn auf den Boden und bereute es nun aus tiefstem Herzen, dass sie Lilith als Gefährtin mitgenommen haben.

„Die Falle… wird vermutlich kein zweites Mal funktionieren, wenn wir was „verschwinden“ lassen.“ erklärte der General Burns direkt.

„Was auch gut ist, denn nun wird der feindliche General nur noch zögerlich angreifen. Man kann einige Niederlagen verkraften, aber auf Dauer… wird der General seinen Kopf verlieren, wenn er keine Ergebnisse liefert.“ kichert Lilith.

„Hm… wäre es nicht schlecht, wenn dann wieder ein neuer General an dieser Position steht?“ wundert sich Burns.

„Nicht unbedingt. Wenn das eine Hohlbirne ist, dann haben wir viel mehr Bewegungsfreiheit, die Truppen nach unseren Wünschen zu bewegen. Aktuell müssen wir immer zwei Schritte vorausdenken, was ziemlich… ermüdend ist.“ schüttelt Lilith den Kopf. Ein Offizier brachte einen kleinen Kasten mit zwei funkelnden Steinen, den Burns abnahm.

„Dieser Stein hier ist ein Übertragungsstein, wo wir mit einander sprechen und uns sehen können. Der andere Stein zeigt immer den Schlachtplan auf diesem Tisch. Der Vorteil ist, wenn wir die Figuren bewegen, dass man es auf diesem Stein ebenso sieht.

Ich bitte euch nur… geht damit vorsichtig um, denn von ihnen haben wir nicht wirklich viele, aber ich gehe das Risiko gerne ein, wenn ich euch jederzeit fragen kann.“ erklärte der General. Lilith nahm beide Steine und überprüfte sie auf ihre Funktionalität, anschließend steckte sie sie ins Inventar.

„Wenn ihr die Dämonen mal so richtig ärgern wollt, solltet ihr diese Stellung angreifen, denn damit werden sie nicht rechnen.“ zeigte Lilith auf ein Hafengebiet der Dämonen auf Deymonlia.

„Bitte?! Das wäre der reinste Selbstmord die Flotte in ihrem Land anzugreifen… Warte…“ verstand der General, was die Aktion sein soll. „Ihr wollt, dass die dämonische Flotte sich wieder zurückzieht.“

„Richtig. Zumal das vermutlich einer der ersten Angriffe auf Deymonlia sein wird, womit sie nicht rechnen werden. Dem General bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten übrig: Entweder er ignoriert den Angriff, aber dann muss er damit rechnen, dass unsere Flotte den nächsten Hafen angreift oder er pfeift seine Flotte zurück, damit sie unsere aufs Meer jagt.

Wenn… die Kapitäne gut sind, sollten sie ein Katz und Mausspiel mit der dämonische Flotte betreiben, damit sie vorerst aus dem Rennen sind und wir können uns dann komplett darauf konzentrieren, alle dämonische Stellungen in Alliancia zurückzuerobern bis zu deren Verbindungstunneln.

Diese Entscheidung müsst ihr letztendlich treffen, denn es kann auch passieren, dass unsere Flotte komplett vernichtet wird, dann haben wir keine Verteidigung mehr auf dem Wasser. So… das wäre alles, versucht auch mal wieder eigene Strategien zu entwickeln, denn… ihr müsst jederzeit damit rechnen, dass ich auch mal nicht erreichbar bin.“ winkte Lilith dem General zum Abschied, ohne abzuwarten, ob Burns noch was sagen will.

Auf dem Rückweg fand sie Axel vor der Tür stehen. „Und? Sind sie fertig?“ fragte Lilith den jungen Mann, aber der zuckte nur die Schulter.

„Hast du eine gute Laune, welches Schwertlevel hast du eigentlich?“ versuchte die Dämonen das Gespräch am Laufen zu halten.

„Erm… Level 7. Ich bin mir immer noch nicht sicher, wie du mich überhaupt zu einem Schwertmeister machen willst, selbst Markus meinte, das dauert Jahrzehnte bis man Level 10 erreicht. Sakura hatte durch ihren Heldenstatus schon so ein hohes Level.“

„Keine Sorge, das schaffen wir schon innerhalb der vier Monate. Dürfte zwar für dich… die Hölle auf Gaia sein, aber danach wirst du vermutlich gegen jeden Gegner gewinnen können.“

„Auch… gegen den General in dem einen Lager? Weil… dieser pinke General war jetzt nicht wirklich überragend gewesen.“

„Du solltest ihn wirklich schnell vergessen, der war für den Dämonenkönig wohl ein Witzbold gewesen oder so. Hmm… gegen den General, wenn der überhaupt noch lebt? Stell mir die Frage nochmal, wenn wir das Training hinter uns haben, denn der aktuelle Stand würde ich eher zu „Nein“ tendieren. Komm, die sollten schon längst fertig sein.“ öffnete Lilith die Tür und hatte mit ihrer Aussage recht nur… „Warum habt ihr Sakura nicht entknotet?“

Sakuras Hände und Füße hatten eine sehr bläuliche Farbe angenommen, während ihr Gesicht schneeweiß war.

„Wir hatten nicht den Eindruck gehabt, dass wir das dürften.“ murmelt Leena in ihrer Lederrüstung, sie war ihr viel zu locker und allgemein so ungewohnt. Rose dagegen hatte scheinbar nicht so das Problem, war sie ihr mehr oder weniger nur zu schwer.

„Bitte… ich werde auch nicht mehr wegrennen… Herrin Lilith.“ flüstert Sakura vor Schmerzen, sie war nun bereit, alles zu tun. Die Dämonin seufzte nur und löste die Knoten von der Heldin auf, die ein erleichtertes Gesicht machte. „Endlich…“

Nachdem einige Minuten vergangen sind, konnte Sakura auch wieder stehen, denn… ihr mangelndes Blut hatte in den Gliedmaßen Schmerzen verursacht, bis es erträglich war. Nun standen die Gefährten vor Lilith und warteten auf… die nächste Aktion, die auch sofort kam.

Lilith holte aus ihrem Inventar vier gefüllte schwere Lederrucksäcke raus, dann kamen die Anweisungen: „Ab heute ist es euch verboten, euren Status zu sehen, denn ich möchte, dass ihr auf eine Überraschung gefasst seid.

Des weiteren werdet ihr diese Rucksäcke von jetzt bis zum letzten Tag des Trainings tragen, ohne wenn und aber. Die sind übrigens ein Geschenk von der Gildenmeisterin Emanuel. Die ersten drei Tage werden für euch die Hölle sein, aber danach werdet ihr euch wie neugeboren fühlen. Mit einer Stärke, dessen ihr euch überhaupt nicht bewusst seid.“ erklärte Lilith und bekam das Gefühl eines De ja vüs.

„Ihr werdet auch mit den Rucksäcken kämpfen, denkt daher nicht eine Sekunde daran, sie von euch zu lösen.“ grinste Lilith noch am Ende.

Die Gefährten schauten sich gegenseitig an, dann wollte Axel den Rucksack heben, war aber erstaunt, wie schwer er ist.

„Erm…?“ „Ja?“ „Nichts…“

„Verdammt, der ist doch viel zu schwer für mich, was ist denn da drin?!“ schaffte Leena es fast nicht den Rucksack aufzuheben.

„Eisenkugeln. Nun seht zu, dass ihr es schafft sie auf euren Rücken zu bekommen, wir gehen direkt los.“ kam die Antwort, erstaunt schauten ihre Schüler sie mit großen Augen an.

„Das ist doch deine Rache von gestern oder?!“ kam der Vorwurf von Sakura, aber Lilith schüttelt lächelnd den Kopf.

„Aber nein.“

Kapitel 298

Ich bin wiedergeboren und Tag der offene Tür?

Wie versprochen ist Layla mit ihrem Kind Lisa ohne Abschied verschwunden, so waren nun Rose und Lilith wieder unter sich beim Frühstück.

„Soo… ich höre?“ lächelte die Heilerin ihre Freundin an, aber Lilith könnte schwören, dass hinter ihr ein Drache ist.

„*seufz* Ich habe gestern das Volk gegen die Inquisition aufgewiegelt, in dem ich ihre Augen geöffnet habe, dass sie sich das nicht gefallen lassen dürfen. Unter anderem war da auch die schwangere Vampirin gewesen, was ich aber erst später herausgefunden habe.

Als… das Volk sich nun gegen diese Inquisition auflehnte, setzten bei Layla die Wehen ein und… mitten im Chaos wollte ich bestimmt nicht ein Kind in die Welt setzten lassen, weswegen mir nur deine Wohnung als schnellster Rückzugsort in Frage kam.

Tja… den Rest hast du ja hier mitbekommen und Layla ist nun mit Lisa verschwunden, von ihnen wirst du nichts mehr hören.

Bevor du nachfragst, ja der König war sauer gewesen, aber ich habe ihm gepflegt meine Meinung gesagt, wo er am Ende feststellen musste, dass er mehr Macht hat, als er glaubte. Tja, nicht jeder kennt das volle Potenzial eines Königs oder? Sakura und Leena waren übrigens auch dort anwesend gewesen, so musste keiner mit bleibenden Schäden rechnen.“ berichtete Lilith.

„Ich… verstehe. Haben sie was zu deinem neuem Tattoo gesagt?“

„Wo du darauf ansprichst? Mich hat keiner danach gefragt oder so und… so unauffällig sind sie nun auch wieder nicht. Diese Tätowierungen… sind nicht nur schöne Kunstbilder oder so, sondern haben sogar ein größeres Geheimnis, denn sie sind die Sprache der Götter.“

„Eh… was? Warte… will ich es eigentlich wissen?“

„Wenn du ruhige Nächte haben willst, besser nicht. In diesem Zeitalter dürfte es auch keinen geben, der diese Sprache lesen kann, es sei denn, ich finde einen Geist, denn sie können es.“

„Geister? Die wirst du in Alliancia nicht wirklich finden, eher in Batzien in den untergegangen Ruinen, wenn man das Pech hat.“

„So… eilig habe ich es nun auch nicht, herauszufinden was mein neues Tattoo bedeutet, sonst brauche ich wieder jemanden, der mich tröstet.“

„Für so eine starke Person, hast du auch irgendwie ein weiches Herz. Kannst du mir vielleicht ein bisschen von deiner Familie erzählen?“

„Ich habe einen Vater, der in der Zukunft der Dämonenkönig ist und meine vierzehn Schwestern.“

„Bitte?! Respekt an deine Mutter, dass sie… solch eine Ausdauer hatte.“

„Hm… laut meinem Vater ist meine Mutter gestorben, so kenne ich sie leider nicht und… er weigert sich auch, irgendetwas über sie zu erzählen. Wie du weißt, bin ich die Prinzessin, aber das betrifft nicht meine anderen Schwestern, die mein Vater ablehnt.

Bevor… ich zu sehr ins Thema greife, aber es ist so wie es ist. Ich versuche meine Schwestern das Leben so angenehm wie möglich zu machen, aber… mehr kann ich dann auch nicht machen.“

„Oh je… Aber immerhin hast du dann auch eine Familie, neben deinen Freunden. Denke… egal was dir passieren wird, du bist nicht alleine.“ lächelte Rose.

„Aww, solche Aufmunterungen brauche ich wirklich öfter mal. Morgen ist ja der Tag der offenen Tür oder? Was kann ich mir eigentlich darunter vorstellen?“ wechselte Lilith das Gespräch.

„Dort sollen Jugendlichen, aber auch anderen Personen nahe gelegt werden, was wir als Abenteurer überhaupt machen. Wir zeigen, wie wir unsere Pläne bei den Aufträgen planen, andere erzählen ihre Geschichten von ihren Abenteuern.

Auch werden unterschiedliche Vorführungen gemacht, mit welchen Waffe man wie übt, aber auch Magie kommt zum Einsatz. Es werden ein paar Übungskämpfe vorgezeigt, damit die Zuschauer verstehen, worauf es bei einem Kampf ankommt.

Dann wird erklärt, wie ein Auftrag für einen Abenteurer entsteht, woher die Belohnung kommt und wie die Gilde den Schwierigkeitsgrad dieses Auftrages abwägt. Also für jeden etwas und es ist eine sehr gute Sache finde ich, denn damit bauen wir eine bessere Bindung zum Volk auf.

Wir enthalten uns bewusst von den Kriegen, das… einige Kritik geäußert wurde, aber das Hauptargument ist einfach, wer kümmert sich um die Monster und Banditen, die vor den Städten für Ärger sorgen? Die Soldaten… sind mehr oder weniger im Krieg eingezogen, bleiben also nur wir übrig.

Ich frage mich, wo Emanuel dich nun einsetzen wird, denn… ohne dir zu Nahe zu treten, aber bei einem Kampf mit dir lernt man… nur bedingt was aber wir wollen Leute anlocken, das dürfte mit deinem Lernstil… zu blutig sein.“ schaute Rose lächelnd zur Seite.

„Ey…“

Der Tag ging diesmal relativ ruhig vorbei, die Stadtwache war noch beschäftigt, das Chaos auf der Straße zu kontrollierten, aber die Bewohner waren nun viel aufgeschlossener. Man hörte viel mehr Gelächter auf der Straße, von den Paladinen oder allgemein Inquisition wird man nichts mehr finden. Die meisten Gebäude wurden niedergebrannt, selber die Feuerwache… hatte es nicht wirklich so eilig gehabt, sie zu löschen.

Am nächsten Tag ging Lilith früh morgens in einem sehr dunklen blauen Kleid zur Abenteuergilde, Rose hat ihr versprochen, mit den anderen Gefährten später nach zu kommen. Die Dämonin trat in die Gilde, wo jeder Abenteurer, aber auch das Personal beschäftigt ist, ihre Arbeiten noch schnell zu beenden, als sie alle Lilith sahen. Sofort herrschte eine Stille, bis die ersten Personen klatschten, der Rest folgte nach.

„Erm… hallo?“ wunderte sich Lilith, als die Gildenmeisterin Emanuel schon auf sie zugelaufen kam, diesmal in einem orangen Kleid.

„Lilchen, geht es dir gut? Man hat nichts mehr von dir gehört, als du die Inquisition auf dem Marktplatz öffentlich demütigt und dem Volk die Augen geöffnet hast.“ nahm Emanuel die Hände von Lilith.

„Mir ging es gut, aber ich musste die schwangere Frau von diesem Ort wegbringen, weil bei ihr die Wehen eingesetzt hatten. Bevor du dir Sorgen machst, aber ihr sowie ihrem Mädchen geht es beiden sehr gut.“ berichtete Lilith, das Geklatsche wurde nur lauter.

„Ach Lilchen… auch… wenn wir eine neutrale Position einnehmen, aber endlich hat sich jemand gegen diese Barbaren gewehrt. Deswegen sind sie hier alle dankbar. Ich will nicht wissen, wie viele Freunde oder Familie wegen der Inquisition verloren haben, aber endlich hat es ein Ende.“ lächelte Emanuel.

„Der König wollte mich ausschimpfen, aber letztendlich war ich es gewesen, der ihm meine Meinung gesagt hat. Er dürfte die nächsten Tage sehr intensiv überlegen, wie er seinen Pfad weiter gehen will, aber egal. Hier bin ich, was soll ich tun?“ wechselte Lilith abrupt das Thema, weil sie schon ahnte, dass jeder mehr wissen wollte.

„Tz tz tz, so ungeduldig, aber ok. Kinder, geht wieder auf eure Arbeit, wir haben nicht mehr viel Zeit, bis wir unser Event starten. Du kommst in mein Büro, dann sage ich dir was zu tun ist.“ klatschte die Gildenmeisterin kurz mit ihren Händen, dann nahm sie eine Hand von Lilith und zog sie mit.

Überall sah sie Dankbarkeit in den Augen des Personals, an denen Lilith vorbei ging, scheinbar hatte sie einige Pluspunkte verdient… als sie im Büro der Gildenmeisterin waren.

„Hier… das ziehst du an, dann erkläre ich, was du zu tun hast.“ lächelt die Gildenmeisterin mit einem Kostüm in den Händen. Man sah nur die Panik in den Augen von Lilith.

Später…

„Ich frage mich wirklich, was Lilith in der Gilde tun muss.“ meinte Axel, der mit Rose, Leena und Sakura in ihren Alltagskleidern zur Abenteuergilde ging.

„Mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas was in ihrem Element, hoffe nur, dass sie nicht Übungsduelle machen soll oder so.“ murmelt Leena.

„Glaube ich nicht. Das machen eher die Trainer untereinander. Lilith… ist ja eigentlich ein Allrounder wenn es um das tägliche Leben geht, aber… Vorführungen umzusetzen da dürfte selbst sie doch Schwierigkeiten haben.“ wiegelt Rose den Kopf.

„Freunde, lasst uns einfach überraschen. Hoffentlich treffen sich der König und Lilith in nächster Zeit nicht, denn sie… hat ihm ziemlich vor den Kopf gestoßen, weswegen er einige Überlegungen anstellen muss, selbst sein Sohn musste etwas aus dem Gespräch gelernt haben. Sag Leena… weiß Hendrik?“ fragte Sakura auf einmal und die Magierin schüttelt den Kopf.

„Nein, er weiß davon nichts. Wenn ich ehrlich bin, ist es auch besser so. Nicht… das ich was dagegen hätte, aber dummerweise hat er einen ziemlich hohen Beschützerinstinkt und da brauch ich ihn nicht in meine Nähe.“

„Erm… was ist das für eine Schlange?“ wundert Axel sich, als er die Menschenmenge vor der Gilde sah. Draußen standen mehrere Abenteurer, die für Ordnung sorgten und die Schlange nahm scheinbar kein Ende.

„Was… ist denn hier los? Waren solche Events schon immer so populär gewesen?“ staunte Leena. „Müssen… wir uns auch anstellen?“

„Nein. Die Gildemeisterin hat mir… Karten ausgestellt, dass wir direkt reinkönnen, solange wir nur nicht in die Vorführungen gehen, das wäre den Gästen gegenüber unfair.“ zuckte Rose mehrere rosafarbene Karten aus ihrem Inventar und verteilte sie.

„Wie praktisch, ich wüsste nicht, ob ich dazu die Lust hätte. Ich sehe ja nicht mal das Ende der Schlange.“ meinte Sakura, die dankend eine Karte nahm. Scheinbar hat die Organisation dafür gesorgt, dass Personen mit den Karten einen anderen Eingang nehmen durften, weswegen es nicht lange dauerte, bis die Gefährten drin waren.

„Meine Güte, ist das hier voll.“ staunte Axel. Selbst an den besten Tagen, wenn alle Abenteurer da sind, war immer noch genug Platz vorhanden, aber heute? „Schaut doch… die Schlange geht in diesen Raum… was war da nochmal… AH! Dürfte der Aufenthaltsraum sein, aber wegen der vielen Dekorationen musste ich überlegen. Kommt, ich kenne eine geheime Tür.“

„Huch? So was gibt es hier in der Gilde?“ ist Rose erstaunt über die Information und Axel nickte. Die Damen folgten den jungen Mann, der tatsächlich eine Geheimtür zu diesem Raum öffnete und… sahen den Grund warum, so viele Menschen Schlange stehen…

Und lachten alle auf einmal, laut und stark.

„WAS?!“ warf Lilith ihnen einen Todesblick zu, dann änderte sich ihr Gesicht wieder zu einem Lächeln, als sie den nächsten „Kunden“ betreute.

Lilith trug ein sehr knappes schwarzes Häschenkostüm, was ihre Figur extrem betonte, vor allem wirkten ihre Brüste nun wie Kanonenbälle. Das Kostüm war schwarz, dazu trug sie schwarze Ohrenhasen, Netzstrumpfhose an ihren Beinen und einen weißen Plüschelschwanz.

„Wie kann ich ihnen helfen?“ fragte Lilith freundlich einen alten Mann. „Wünschen sie etwas zu trinken oder möchten sie ihren Hunger stillen. Komm, ich bringe sie zu einem Tisch.“ verbeugte sich die Dämonin dabei.

Im Aufenthaltsraum standen mehrere Tische wo Gäste die speziellen Tee´s der Gildenmeisterin kosten durften, scheinbar war Emanuel ein Multitalent, denn sie stand hinter einer Theke und machte das Essen frisch vom Herd.

„Erm… erm… etwas von diesem sonderbaren Tee, der gegen die Schmerzen hilft.“ murmelt der alte Mann, aber sein Blick war ganz woanders, als er sein dürfte.

„Ah, ich verstehe. Das werde ich ihnen natürlich bringen.“ drehte sich Lilith leicht um und zeigte dem Mann seinen Tisch, dabei wackelt sie leicht mit ihren Hüften, dass die anderen Gäste… einfach nicht mehr loslassen konnten von ihr.

Sakura, Leena, Rose sowie Axel, schafften es nicht mehr mit dem Lachen aufzuhören. Da steht die gefährlichste Dämonin der Welt und bedient mit ihrem knappen Kostüm die Kunden.

„Lilchen, Teller 13 und 17 sind fertig.“ rief die Gildenmeisterin und Lilith kam mit einem Tablett, um das Essen den anderen Gästen zu bringen. „Tee 71 einmal bitte gegen Schmerzen.“ teilte die Dämonin mit und Emanuel hob ein Daumen hoch. Es waren vor allem die Männer, die nicht mehr aufhören konnten, die schönste Frau der Welt zu begutachten.

Axel ging auf die Knie, er konnte nicht mehr richtig atmen, aber das war es ihm wert, während Rose und Leena die Tränen kamen. Irgendwie störte es keinem, dass eine Gruppe von Jugendlichen das „Häschen“ der Gilde auslachte. „Das… finde keine Worte.“ kichert Sakura.

Nun kam Lilith zu ihnen. „Schön das ihr euren Spaß habt, aber ich muss euch bitten, wieder zu gehen. Es wäre den anderen Kunden sehr unfair.“ lächelte Lilith. „Und morgen gehen wir gemeinsam auf Reisen!“ zischte Lilith ihnen die Information zu, scheinbar ist es der peinlichste Moment in ihrem Leben.

„Das… ist mir so egal, aber diesen Augenblick werde ich mir für alle Ewigkeit merken!“ grinste Axel, dabei schnappte er wieder nach Luft.

„Ich verstehe. Wenn ich sie nun bitten dürfte, zu gehen?“ lächelte Lilith wieder, aber ihr spezielles, wo bald was passieren könnte.

„Nö, wir bleiben und schauen dir weiter zu.“ teilte Sakura es kichernd mit. „Wir nehmen ja keine Getränke oder Essen und sind nicht im Weg.“

„ … Wie sie wünschen. Ich werde es mir zumindest merken, meine lieben Gäste.“ war das Lächeln bei Lilith eingefroren, aber die versteckte Drohung ignorierten ihre Gefährten bewusst, diese Chance wollten sie sich einfach nicht entgehen lassen.

„Das ist wirklich einer der schönsten Tage meines Leben.“ murmelt Rose fröhlich weinend, als Lilith sich von ihnen abwendete und den nächsten Kunde betreute.

„Nicht nur von dir…“

Kapitel 297

Ich bin wiedergeboren und das Lächeln eines Babys?

„Sinella, wir… haben ein Problem.“ kam ein kleiner Dämon ins Strategiezimmer von Sinella rein, dabei schwitze er sehr stark.

„Ich höre?“ gab Sinella die Erlaubnis zum Sprechen, dabei ist sie nun gespannt, wie ihr Rivale auf ihre neue Strategie reagiert. Alle ihre neuen Pläne musste sie ebenfalls über den Haufen werfen, nachdem die Alliancianer ihre Stellungen verteidigen konnten, schlimmer noch, die Dämonen haben einige ihre Stellungen verloren.

Erst ab diesem Moment wusste Sinella, dass die Alliancianer einen Strategen gefunden haben, der genau wusste, wie man Strategien plant, sogar mehr, sich in den Kopf seines Feindes hineinversetzen konnte.

Der Bote ging zum Tisch und holte einen Stock raus, dann fing er mit seiner Erklärung an: „Also… diese Armee, die diese feindliche Stellung eingenommen hat, weil ihr den Feind ablenken wollt… wird von dieser Armee, dieser und dieser angegriffen…“

„Bitte!? Ich höre nicht recht? Wie sollen sie das… warte. Sie mussten über die Nacht marschiert sein, damit sie es funktioniert.“ verstand Sinella sofort den ruchlosen Plan.

„Nicht… nur das. Diese Stellung und diese Stellung am Fluss marschiert nun ebenso. Unsere Späher haben berichtet, dass sie diesen Weg entlang geht, aber… sie haben dort einfach angehalten und fangen an eine neue Basis aufzubauen.“

„VERDAMMT!“ flucht Sinella laut, dass der Bote erschrocken sein Stock fallen ließ. „Wie hat der Stratege das denn herausgefunden?! Die Spezialeinheit muss gesehen worden sein, sonst kann ich mir diesen Zug nicht erklären.“

„Es… geht noch weiter.“ zittert der Bote, denn für ihn war es ungewohnt, dass Sinella sich so gehen lässt.

„Dann redet!“ befahl die Dämonin, mehrere Zornesadern haben sich auf ihrer Stirn gebildet, während sie fieberhaft neue Pläne überlegen musste.

„Eine Armee der Menschen ist verschwunden und zwar… diese hier.“ zeigte der Bote auf eine Armee weit im Norden, die den Verbindungstunnel zu Snolonien beschützt.

„Huh?!“ reagierte Sinella nun erstaunt. Ewig haben die Dämonen versucht, irgendwie sich den Tunnel freizukämpfen, damit sie an spezielle Ressourcen aus Snolonien ran kommen für ihre Killerpuppen. Leider konnten die Alliancianer dieses Gebiet ziemlich gut im Griff halten und bisher jeden Angriff der Dämonen widerstehen.

„Genau, unsere Späher sind nicht in der Lage, sie zu finden. Wenn… ich meine Meinung dazu sagen dürfte, aber es riecht nach einer Falle.“

„Ist es auch. Vermutlich ist die Armee im Tunnel, damit wir unsere Streitkräfte teilen und unsere Aufmerksamkeit dort richten. Tzz… dieser Stratege macht das gleiche Spielchen wie wir.

Wir nehmen ein um die Aufmerksamkeit zu bekommen, lassen die einfach eine Armee „verschwinden“ damit wir uns dort unserer Aufmerksamkeit widmen… Verdammter Mistkerl, wenn ich nur wüsste, wer der Stratege ist, damit ich mich in sein Denken hineinversetzen kann. Gibt es irgendwelche merkwürdigen Vorkommnisse bei den Menschen?“ überlegte Sinella, was sie mit der verschwundene Armee machen soll.

„Ja, in der Hauptstadt gab es scheinbar einen Volksaufstand. Wir kennen die Gründe nicht, aber als es Nacht wurde, brannten mehrere Gebäude.“ nickte der Bote.

„Warum brennen sie nicht gleich alles nieder… Aber das ist unwichtig. Hmm… ich meine gelesen zu haben, dass die beschworene Heldin zurückgekehrt ist oder?“

„Erm… das ist richtig. Sie wurde mit einem Mann und drei Frauen gesehen, wie sie die Stadt betreten haben. Dabei… war eine ziemlich merkwürdig ausgerüstet, denn sie trug eine rote Rüstung mit vielen Schädeln.“

„Hmm…. Hm?! Warte. Könnt ihr sie näher beschreiben?“ bekam Sinella ein ungutes Bauchgefühl bei der Sache.

„Der Späher berichtet, dass sie lange blonde Haare trug und ein menschliches Aussahen hatte. Zuerst dachte ich auch, dass es die Verräterin Lilith wäre, aber… unwahrscheinlich, dass sie als Dämon mitten in eine Stadt geht, wo sie doch ihre speziellen Leute haben, die gezielt die Dämonen suchen.“

„Nicht wenn sie für die Heldin arbeitet und die Heldin ihre Macht richtig einsetzt. Nun verstehe ich so langsam, vermutlich ist Lilith sogar deren Stratege. Sonst kann ich mir nicht erklären, wie sie sonst hinter meinen Plan mit dem Staudamm gekommen sind. Nur Dämonen wissen von unseren Spezialeinheiten.“ nickte Sinella zufrieden.

„Wollt… ihr das dem König berichten?“

„Beim dunklen Gott, nein. Er ist irgendwo auf Deymonlia und geht seinen Plänen nach, soll er erst mal dort bleiben. Nun macht es mir die Sache einfacher, wenn ich weiß, dass ich gegen einen Dämon Krieg führe.“ grinste die Dämonin. „Dann kann ich mir auch gut vorstellen, was es mit der „verschwundenen“ Armee auf sich hat.

Also…“

Lilith war im Tiefschlaf gewesen, als etwas gegen ihre Wange klopfte… sehr ausdauernd, man hörte leichtes Kichern. Langsam öffnete die Dämonin ein Auge und sah in die Augen von Lisa, die sie auf einmal vor Freude anlächelte.

„Hrmm… bist jetzt schon eine Nervensäge…“ murmelt Lilith, was das Baby wieder zum lachen brachte.

„Das ist ihre Art, danke zu sagen.“ sagte Layla hinter Lisa, die das Schauspiel in Ruhe angeschaut hatte. „Scheinbar… mag sie dich.“

Lilith kam spät in der Nacht, als sie ihre Pläne dem General Burns vorgeschlagen hatte mit ein paar Fallen, um festzustellen, ob der feindliche General weiß, dass er gegen einen „Dämonenexperten“ kämpft.

Rose hat sie müde empfangen. Ängstlich, aber auch erleichtert, dass Lilith wieder gekommen ist und hat sie auf den neuesten Stand der Dinge gebracht.

„Layla… schläft immer noch tief und fest, sowie auch das Baby. Du kannst ruhig mein Bett nehmen, ich werde im Schlafsack in der Küche schlafen, aber… du solltest dich wirklich waschen gehen.“ Dies hat Lilith auch getan und konnte mehr oder weniger mit letzter Kraft ins Bett gehen, bevor sie in den Tiefschlaf gefallen ist…

Die Dämonin hielt ihren kleinen Finger vor Lisa, den sie mit einer Hand packte und wieder lachte. Diese… Szene hat Lilith doch einen Herzstich verursacht und wollte weinen, aber irgendwie… unterdrückte sie es.

„Ja… sie scheint mich irgendwie zu mögen.“ grinste Lilith. „Aber in der Zukunft nicht mehr so unbedingt, aber das braucht Layla nicht zu wissen.“ kam der Gedanke noch.

„Ich werde euch bald verlassen, denn… in dieser Stadt ist es für mich und Lisa nicht sicher. Hoffentlich finde ich meinen Bruder, ansonsten… muss er weitersuchen.“ teilte Layla ihren Entschluss mit.

„Verstehe. Vielleicht ist das wirklich besser so, denn… dein Kind braucht vermutlich auch Blut oder?“

„Hmm… ich bin mir nicht sicher. Ich bin die erste unter den Vampiren, die ein Kind auf die Welt gesetzt hat. Menschen und andere weibliche Wesen, geben ihren Kindern Muttermilch oder? Aber das werde ich früh genug herausfinden.

Ich… hätte da eine Frage…“

„Lass mich raten, es geht um deinen Bruder Acula?“

„Richtig. In meiner Familie ist er wirklich der Stärkste, der es auch mit den Dämonenkönigen aufnehmen kann, hat… es etwas mit eure Rasse zu tun?“

„Hm… Ja und Nein. Ich will dich nicht zu sehr mit Einzelheiten langweilen, aber einfacher ausgedrückt, es hat „etwas“ mit meiner Rasse zu tun, aber eher sind es meine hohen Attribute, die ich mir durch das Training geholt habe…

Willst du das Geheimnis kennen? Also… eine Stärke zu bekommen, das selbst Acula es überlegt, sich mit dir anzulegen?“

„Warum… habe ich das Gefühl, dass hinter dem Angebot ein Haken steckt?“

„Wenn ich es dir verrate, musst du mir versprechen, es nur deiner Tochter Lisa und… einem weiteren Verwandten beizubringen, dabei musst du aber sicher gehen, dass sie das Geheimnis nicht weiter teilen.“

„Das… muss ja ein sehr interessantes Geheimnis sein, aber ok. Ich schwöre beim dunklen Gott, dass ich meine Tochter Lisa, aber auch… meinen Bruder Roman in dieses Geheimnis einweihen werde. Weiteres Sorge ich dafür, dass kein anderer dieses Geheimnis erfahren wird.

Normalerweise… mache ich keine Schwüre mit Sterblichen, aber… du hast mir geholfen und Lisa scheint dir zu vertrauen, wie kann ich als Mutter das ignorieren? Ich bin zwar für Menschen stark, aber ich kenne genug Personen, die mich ohne Probleme besiegen könnten. Also brauche ich die Stärke, um meine Familie zu beschützen!“

„Das… hast du schön gesagt.“ nickte Lilith zufrieden und weihte Layla in das Geheimnis ein, wie sie stärker wird. Im Grunde dasselbe, was ihre Freunde in der Zukunft machen.

„Wenn… man es jeden Tag macht und du auch die Monsternester dabei auslöscht, glaub mir, du wirst eine Stärke erlangen, die Acula nie haben wird. Dein Vorteil ist auch, du hast die Zeit dafür oder?“

„Das… ist richtig. Soll das wirklich so einfach gehen?“

„Schau mich an, ich bin das beste Beispiel oder? DU kannst mir wirklich in dieser Beziehung vertrauen, einfacher geht es nicht. Viele andere rackern sich einen Ast ab, um diese Stärke zu bekommen, mit dieser Art und Weise brauchst du dir nicht mal wirklich Stress machen.“

„Ich vertraue dir doch schon, seitdem du mich vor dem Feuer gerettet hast.“ lächelt Layla und Lisa lachte wieder.

„Wenn… es geht, hasse die Menschen nicht zu sehr dafür. Keine Ahnung, wie deine Ansicht zu ihnen ist, aber nicht alle Menschen, Zwerge und Elfen werden dich als Monster sehen, sollten sie deine wahre Natur kennen.“

„Das… wird dauern, denn momentan habe ich noch eine Wut im Bauch, dass ich selber die Inquisition jagen möchte, aber nicht in diesem Zustand, vor allem, wenn Lisa noch nicht in Sicherheit ist.“

„Das verstehe ich. Frage mich natürlich nur, ob überhaupt noch jemand von der Inquisition in der Stadt lebt, denn als ich wieder zurückgekommen bin, war das Volk immer noch dabei, alles was mit der Inquisition zu tun hatte, anzugreifen, zu verbrennen oder ähnliches.“ kicherte Lilith unheimlich.

„Sie haben es verdient, mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich weiß… das meine Brüder Sadisten sind, aber was diese Menschen im Namen der Göttin getan haben, übertrifft meine Brüder bei weitem… Ich… habe das Gefühl, dass Alter für dich auch keine Rolle spielt oder? Weil… ich würde mich bei deiner Freundin bedanken, aber…“

„Nein, ich will meine Freundin nicht in einen Vampir verwandelt sehen. Sie soll ihr Leben als Mensch genießen und ja ich bin ebenfalls alterlos. Hast… du noch irgendetwas zum anziehen?“

„Leider nicht, das wäre meine Bitte gewesen, dass… ich vielleicht irgendwas bekommen könnte?“ lächelte Layla süß.

Lilith kramte in ihrem Inventar und holte ein weiteres blutrotes Kleid heraus. „Hier, schenke ich dir. Dürfte mit deiner Hautfarbe sehr interessant sein.“

„Huch? Danke!“ freute sich Layla, Lisa fing mit ihrer kleinen Hand nach dem Stoff des Kleides zu greifen. „Frage mich, ob sie wegen der Farbe reagiert?“

„Das wirst du schon alles früh genug herausfinden.“ stand Lilith auf. „Ich lasse dich alleine zum anziehen…“ „Warte!“

„Ja?“

„Ich… werde sofort gehen, sobald ich es angezogen habe. Werden… wir uns vielleicht irgendwann wieder sehen? Also… ich würde es mir schon wünschen.“

„Bestimmt. Aber keine Ahnung wann…“

Seite 1 von 32

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén