Sin Roswell

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Kapitel 88

Ich bin wiedergeboren und der Kaiser will wohl dringend sterben?

Alle waren erstaunt, dass der Kaiser sehr wohl in der Lage war, mit ihnen zu kommunizieren. Indem Sina ihm erklärte, dass er mit blinzeln das Ja und Nein verständigen sollte. Damit wurde die Frage, ob die Lähmung geheilt werden soll und der Kaiser wollte es, dass sie ihm genommen wird.

Die Ärzte nickten sich gegenseitig zu und fingen an, einen speziellen Heilzauber anzuwenden. Emilia, Sina und Sherry hielten Abstand und beobachten ihre Arbeit. Sina hatte sich die Flasche mit dem Gift wieder zu eigen gemacht und schaute die Flüssigkei an, dabei fing sie an zu sabbern und nahm ein Schluck.

Als Sina mit der Aktion fertig war, schauten Emilia und Sherry sie an, als ob sie ein Dachschaden hätte. „Würde ich nicht nachmachen, das Zeug schmeckt nicht wirklich.“ kommentierte Sina und ignorierte die vorwurfsvollen Blicke der beiden anderen Damen.

„Macht deine Freundin das öfter?“ fragte Emilia Sherry. „Ständig, aber das mit dem Gift ist mir neu…“ schüttelt Sherry den Kopf.

Der Kaiser leuchtete und dann verschwand die Magie von den Ärzten. Der Kaiser bewegte langsam sein Kopf und hob seine Hände dann langsam hoch. „Endlich… bin ich frei.“ krächzte der Kaiser. Seine Stimme hat unter der Lähmung gelitten.

„Vater!“ ging Emilia zu ihrem Vater und nahm seine Hand, dabei ließ sie ihren Tränen freien Lauf. „Emilia… es tut mir so leid…“ streichelt der Kaiser ihre Wange.

„Nein Vater, du bist nicht schuld daran…“ widersprach Emilia ihrem Vater. „Emilia, hol sofort die Soldaten. Sie müssen Leonardo festnehmen!“ befahl der Kaiser.

„Über euren Sohn braucht ihr euch keine Gedanken mehr machen, alter Mann. Er liegt nun tot auf der Straße.“ mischte Sina sich ein.

„Huh?“ staunte der Kaiser. „ … Es stimmt. Diese Frau hat… Leonardo verprügelt und aus dem Fenster geworfen…“ berichtet Emilia den Vorfall.

„Dann ist der Fluch von der Familie endlich vorbei.“ seufzte der Kaiser zufrieden und Emilia wirkte verwirrt.

„Emilia, du selbst musst es doch bemerkt haben, dass dein Bruder… anders war. Er war kein… Mensch wie wir ihn bezeichnen würden. In ihm war ein Monster und… irgendwas muss in der Kindheit passiert sein, dass das Monster in ihm erwachte.

Ich habe alles versucht, das Monster in ihm zu versiegeln, aber am Ende ist es soweit gekommen, dass er mich gelähmt und seine Assistentin mich in diesem Zustand gehalten hat…“ berichtete der Kaiser.

„Wow, sein eigener Sohn. Hättest du ihn mal übers Knie gelegt, wäre es vermutlich nicht soweit gekommen.“ kommentiert Sina und der Kaiser schnaufte durch die Nase.

„Wer ist die Frau eigentlich Emilia?“ fragte der Kaiser.

„… Lady Sina, Abenteurerin Rang S, Mörderin von Leonardo außerdem hat sie unser komplettes Militär zerschlagen.“ kommentiert Emilia unverblümt. Der Kaiser staunte über ihre Aussage und fing an zu lachen.

„Was ist daran so witzig Vater?!“ schimpfte Emilia.

„Weil sie meine Probleme, mit denen ich mich jahrelang herumschlug, gelöst hat. Ich will jetzt nicht herzlos sein, aber der Tod von Leonardo ist vermutlich das Beste für alle. Selbst wenn wir ihn… irgendwo lebendig eingesperrt hätten, wäre es keine dauerhafte Lösung gewesen. Deswegen bete ich für ihn, dass er im nächsten Leben eine bessere Chance verdient.

Und das Militär hat es verdient, ganz klar und einfach. In all meinen Jahren war immer das Militär mein größtes Problem gewesen. Sie wollten mehr Geld hier und da haben für diverse Forschungen. Dann wollten sie Kriege gegen Efrana oder andere führen. Was glaubst du, warum in meiner Zeit so viele Köpfe gerollt sind? Damit ich ihre Gier bändigen konnte.

Mein Urgroßvater hatte das Pech gehabt, sich mit einem Militärputsch herumzuschlagen. Er hat ihn gewonnen und einmal tüchtig aufgeräumt, aber… die nachkommenden Kaiser haben wieder mehr Aufmerksamkeit ins Militär investiert.

Sie wollten einen grundlosen Krieg haben und mit Leonardo hätten sie ihn bekommen. Hätte er sich geweigert, würde es mich nicht wundern, wenn sie einen Putsch gewagt hätten, deswegen Lady Sina, ihr habt meinen aufrichtigen Dank, dass ihr aufgeräumt habt.“ bedankte sich der Kaiser.

„Eh… Gerne geschehen?“ wundert Sina sich.

„Vater… Was soll nun passieren? Wir haben niemanden, der dein Amt übernimmt und… einen Militärrat haben wir auch nicht… Ein General ist zwar im kommen, aber es sollen ja mindestens drei Generäle dem Rat angehören, bis der nächste Thronerbe deinen Platz einnimmt.“ fragt Emilia um Hilfe.

Der Kaiser streichelt Emilia an der Wange und schaut Sina an. „Sagt Lady Sina, hättet ihr Lust mein Amt zu übernehmen?“

„Nein? Selbst wenn du es mir gibst, gebe ich es dem nächstbesten auf der Straße und wünsche ihm viel Spaß dabei.“ antwortet Sina und der Kaiser lachte. „Oh, das traue ich euch zu. Schade das ihr mich in diesem Zustand seht. Wenn wir uns vor ein paar Jahren kennengelernt hätten, wir hätten uns prächtig verstanden.“ grinste der Kaiser und Emilia dachte, sie hört nicht richtig.

„Euren Humor mag ich zumindest.“ grinst Sina zurück. „Darf ich vorstellen? Meine Freundin Sherry, der Grund, warum ich eurer Militär besiegen musste und Leonardo aus dem Fenster warf.“

Sherry kam mit einem roten Kopf und Kimono vor und verbeugte sich. „Sherry? Es tut mir unheimlich leid, was mein Sohn dir auch immer antun wollte. Ich… hoffe, dass du keine Narben davon trägst.“ entschuldigt sich der Kaiser aufrichtig.

„Erm, kein Problem… Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen, eure Majestät.“ murmelt Sherry schüchtern.

„Doch. Es war mein Versagen, dass es so weit gekommen ist und daher obliegt es in meiner Verantwortung, mich angemessen zu entschuldigen.“ sagte der Kaiser es mit ernstem Worten.

„Emilia, ich spürte wie mir die Zeit davon läuft. Hol zwei Protokollanten sowie vier ranghöchste Militäroffiziere als Zeugen. Ich habe was zu verkünden und weiß, wie wir das Problem mit dem Thron lösen können.“ bat der Kaiser.

„Ok? Ich schicke sie sofort los.“ und Emilia ging aus dem Gemach des Kaisers. „Ich würde euch ebenso bitten, als Zeugen anwesend zu sein… Lady Sina, euer Ring an der linken Hand… Ist das „Hope?“ fragte der Kaiser erstaunt.

Sina kam näher zum Kaiser und zeigte ihm ihn. „Das ist richtig. Der König aus Efrana hat ihn mir anvertraut, nachdem ich seine Kinder von einen Putsch gerettet und alle Schuldigen bei der Aktion abgeliefert habe. Kennt ihr die Bedeutung des Ringes?“

„Hat der König es euch nicht erklärt? Nun… ich würde vorschlagen, dass ihr ihn selber fragt. Es ist eine Vertrauenssache, wisst ihr?“ sagte der Kaiser geheimnisvoll und Sina hob nur eine Augenbraue.

„Ich… hätte eine Frage. Was auch immer in der Zukunft kommen mag, würdet ihr meiner Tochter zur Hand gehen? Sie ist in eurem Alter, aber… ist noch grün hinter den Ohren, wenn es um gewisse Entscheidungen geht.“ fragte der Kaiser.

„Ich bin mir nicht sicher, was ihr genau von mir wollt. Sie macht nicht den Eindruck, dass sie mir die Aktion verzeiht.“ überlegt Sina laut.

„Sie… wird das verstehen. Sie ist nicht dumm, lasst ihr einfach ein bisschen Zeit. Aber ich wünsche mir wirklich zu wissen, dass meine Tochter jemanden hat, der auf sie aufpasst. Ich bin neben Kaiser auch ein Vater, der in seiner Rolle versagt hat. Ihr… seid stark und klug, vor allem… ihr setzt euch für eure Freunde ein, nicht wahr?“ machte der Kaiser sich um Emilia sorgen.

„ … Ich kann es nicht versprechen, aber… wenn eure Tochter dies wünscht, kann ich ihr gerne Ratschläge geben.“ sagt Sina, nachdem sie überlegte und auch Sherry anschaute.

„Das reicht mir. Mit dieser Gewissheit kann ich leben. Wenn ich eine persönliche Frage stellen darf, aber… seid ihr eine Prinzessin oder ähnliches?“ lässt der Kaiser die Bombe platzen. Sina konnte ein Pokerface halten, aber auf einmal war der Kaiser ihr ein bisschen gefährlich.

„Wie kommt ihr darauf?“ antwortet Sina und Sherry wirkte verwundert.

„Wisst ihr, ich bin fast über 60 Jahre Kaiser und da lernt man gewisse… Fähigkeiten, zum Beispiel jemanden einzuschätzen und ich glaube, dass ich euch ziemlich gut einschätzen kann. Ihr seid zwar eine Adelige, aber zwischen euren Worten höre ich raus, dass ihr diesen Titel erst vor kurzem bekommen habt oder? Zu mal ihr eine Aura ausstrahlt wie ich sie zuletzt bei der Frau vom König Karl-Horst erlebt habe.“ erklärt der Kaiser.

„Stimmt, der König hat mich zu einer Ritterin geschlagen, obwohl ich den Adelstitel nicht wirklich brauche. Ich kann auch ohne damit gut leben.“ kommentiert Sina.

„Andere würden dafür ihre Kinder hergeben, damit sie in den Adel kommen. Ihr seid wirklich eine faszinierende Frau.“ nickte der König, hakte aber nicht mehr weiter nach dem Status der Prinzessin, weil er merkte, dass Sina darauf keine Antwort geben wird.

Emilia kam mit sechs Männern zurück und an der Tür standen weitere bunt aussende Personen. „Sehen aus wie Papageien.“ kommentiert Sina und bekam ein Schlag auf die Schulter von Sherry.

Der Kaiser schmunzelte über die Bemerkung und Emilia war einfach nur gestresst. Sie gab das Zeichen für die Protokollanten und sie hielten ihre Werkzeuge zum schreiben bereit. „Emilia, gibst du mir bitte deinen Familienring?“ bat der Kaiser und Emilia zog den Ring ohne zu zögern vom Finger, aber man sah ihr an, dass es eine seltsame Bitte war.

Der Kaiser atmete langsam tief aus und dann hielt er seine Rede:

„Alle Anwesenden in meinen Gemach sind Zeugen, die bestätigen können, dass die nächsten Beschlüsse von mir stammen.

In meinen Namen als Kaiser Godelot werden folgende Regeln geändert:

Die Regel des ersten Kaisers, dass keine Frau den Kaiser beerben darf, wird ab sofort aufgehoben. Es dürfen nun auch Frauen diesen Titel bekommen.

Emilia, du bist die letzte Thronerbin und hiermit berechtigt den Titel Kaiserin anzunehmen. Als Bestätigung sollst du meinen Herrscherring bekommen.“ Der Kaiser zog seinen Ring vom Finger und überreichte ihn Emilia.

„Emilia, ich wollte nie, dass du diese schwere Bürde trägst, vor allem in diesen unsicheren Zeiten, aber das Kaiserreich muss sich ändern und ich glaube, dass du dies bewerkstelligen kannst.“ lächelt der alte Kaiser traurig. Emilia hielt den Ring in der Hand und ist fassungslos, was ihr Vater da gerade getan hat.

„Kommen wir zum nächsten Punkt. Lady Sina, die Prinz Leonardo getötet hat sowie unser Militär… mehr oder weniger zerstörte, wird in allen Anklagepunkten freigesprochen auch zukünftige Anklagen.

Lady Sina, ich befördere euch zur Reichskanzlerin. Ihr seid damit befugt, über das Land sowie das Militär zu regieren. Eure Befehle könnten nur von Kaiserin Emilia aufgehoben werden. Diese Beförderung kann nicht auf andere übertragen werden, bis ihr gestorben seid.

Sherry… als Entschuldigung, dass ihr von meinem Sohn fast umgebracht wurdet, werdet ihr in den Adel geschlagen und tragt den Titel Graf. Somit werdet ihr ab jetzt, heute und in der Zukunft Gräfin Sherry sein.“ beendet der Kaiser seine Rede.

Sina sah extrem sauer aus, dass sie dem Kaiser vermutlich an die Gurgel will, aber „Gräfin“ Sherry hielt ihre Hand, damit sie sich zurückhält. Emilia reagiert ziemlich depressiv, als ihr Vater Sina zu einer Kanzlerin beförderte.

„Nun möchte ich mit meiner Tochter alleine sein. Wenn ihr bitte Lady Sina und Gräfin Sherry in ein Zimmer unterbringen könntet, wäre das mein letzter Befehl.“ teilte der Kaiser es schwach mit.

Alle verließen das Zimmer außer Emilia und schließen die Tür zu. Sina sowie Sherry wurden von einem Soldaten zu den Zimmern gebracht und als Sherry vor ihrem Zimmer stand…

„Sina?“ fragte Sherry zitternd. „Ja?“ fragte Sina zurück.

„… Kann ich bei dir schlafen? Ich… habe den… Schreck noch nicht so richtig verarbeitet…“ flüstert Sherry. Sina umarmte Sherry und flüstert ihr ins Ohr:

„Immer, solange du es brauchst. Ich werde nicht von deiner Seite weichen und im Bett auf dich aufpassen!“

„… Danke.“

Kapitel 87

Ich bin wiedergeboren und der kontrollierte Kaiser?

Sherry wird von Sina umarmt und getröstet, während Emilia verarbeiten musste, dass ihr Bruder gerade getötet wurde.

„DU MÖRDERIN!“ schrie Emilia weinend. „WIE KONNTEST DU IHM DAS ANTUN?!“

„Was? Einen Wahnsinnigen zu töten der meine Freundin verletzten wollte? Bist du so blind und ignorierst hier die gehäuteten Leichen und was auch immer dazwischen liegt? Wenn das dein Bruder war, dann ist er schon vor langer Zeit gestorben und ein Monster hat seinen Körper übernommen!“ rechtfertigt Sina ihre Tat.

„*snif* Er… war trotzdem… mein Bruder!“ schniefte Emilia. „Wer ist das?“ fragte Sherry ängstlich.

„Die Kleine? Prinzessin Emilia oder ähnliches. Sie war so… freundlich und hat mir den Weg zu dem Irren gezeigt.“ stellte Sina die Prinzessin vor. Sherry riss ihre Augen auf und sah die Frau an, die nicht älter sein dürfte wie sie selbst.

„Wir haben… uns schon mal gesehen. Sie wollte wissen, wieso ich verhaftet wurde, aber diese Männer, die mich gefesselt haben, waren um keine Ausrede verlegen und haben sie am Ende umgangen. Dieser Mann… war er euer Bruder?“ fragte Sherry die Prinzessin.

„ … Ja. Prinz Leonardo und Thronerbe…“ flüstert Emilia. „Ich muss euch was sagen. Es ist euch überlassen, ob ihr meinen Worten glauben schenkt, aber… Für sein „Meisterwerk“ was Sina zerstört hat, wollte er eure Haut ebenso abziehen. Dieser Mann hatte keinerlei geschwisterliche Gefühle mehr für euch gehabt. Er redete pausenlos davon, wenn sein Ziel am Ende sei, sollte seine Schwester den Abschluss bilden.“ erklärt Sherry zitternd.

„Bitte?“ traute Emilia ihren Ohren nicht. „Es ist wahr. Dieser Mann wollte nur seiner Kunst frönen, dabei war ihm jedes Mittel recht…“ nickte Sherry.

Emilia ließ ihren Kopf hängen und lässt ihre Tränen fließen. Nicht nur das ihr Bruder gestorben ist, er hatte auch noch fiese Absichten gehabt.

„Hier, zieh dir meinen Kimono an. Dir muss kalt sein.“ sagte Sina und legte eines ihre Kimonos um Sherry. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass sie nur in Unterwäsche war, aber weder Sina, Emilia noch Soldaten hatten ihre Augen danach ausgerichtet.

„Danke…“ flüstert Sherry. „Du solltest dir aber auch was anziehen.“ „Hmm? Oh, das muss die Hydra gewesen sein.“ stimmte Sina ihrer Freundin zu und zog auch einen Kimono an. Endlich hat Sina ihr geheimes Ziel erreicht und Sherry einen Kimono übergezogen, auch wenn die Umstände nicht… gerade passend sind.

„Prinzessin Emilia, wir brauchen Befehle. Was sollen wir tun?“ fragte ein Soldat, um die Stille zu brechen. Alle Soldaten haben genug gesehen und wollen was zu tun haben.

„ … Ich… weißt es nicht.“ schüttelt Emilia den Kopf. „Wie wärs, wenn wir alle hier rausgehen?“ schlägt Sina vor und es scheint einer der besten Vorschläge in der momentanen Lage zu sein.

Sina hob Sherry auf und hielt eine Hand von ihr, weil Sherry immer noch so stark am zittern war. Sie konnte es scheinbar immer noch nicht fassen, dass sie im letzten Moment gerettet wurde.

Einer der Soldaten führte die Prinzessin Emilia aus dem Geheimzimmer und am Ende waren alle wieder im Gemach des Prinzen, jeder konnte das zerstörte Fenster sehen.

„Prinzessin Emilia, wir benötigen ihre Befehle. Wir können weder General Morne noch General Hendrikson erreichen. Der letzte General braucht Zeit, bis er von der Front heimkehrt!“ erbittet einer der Soldaten um Anweisungen.

„Ich… weiß es nicht. Wirklich nicht. Normalerweise habt ihr das alles in der Hand oder mein… Bruder…“ wirkte Emilia niedergeschlagen.

„Was ist eigentlich mit dem Kaiser? Ist der noch am Leben?“ fragte Sina in den Raum. Man hätte eine Nadel fallen gehört bei dieser Stille.

„Mein Vater? Aber ja, er sollte doch noch am Leben sein. Aber niemand durfte in sein Gemach auf Anordnung meines Bruders!“ sah Emilia einen Hoffnungsschimmer.

„Das dürfte sich ja nun erledigt haben, wenn ihr die nächst ranghöchste Person seid.“ antwortet Sina nur trocken.

„Soldaten, wir gehen sofort zum Kaiser! Sagt den Wachen, das Prinz Leonardo… verstorben ist und sie den Weg auf meinen Befehl hin freiräumen sollen!“ befahl Emilia. Die Soldaten salutierten und stürmten hinaus.

„Ihr beide kommt mit, immerhin… brauchen wir Zeugen für das Desaster.“ sagte Emilia dies zu Sina und Sherry. Sina wollte was unpassendes sagen, aber Sherry drückte ihre Hand, dass sie mitmachen soll. Sina seufzte nur und nickte.

Die Damen folgten Prinzessin Emilia, die den Weg kannte. „Was ist… passiert Sina, als ich verschwunden war?“

„Ich war in der Gaststätte gewesen und paar maskierte Männer griffen mich an. Sie benutzten so ein Blasrohr mit Betäubungsnadeln, aber dem Benutzer habe ich das Rohr ins Ohr gerammt.

Anschließend bin ich nochmal zurück zur Gilde gegangen, hab den Stellvertreter zusammengeschlagen, damit er mir sagte, was mit den Gildenmeistern passierte, denn ich vermutete, dass du dann auch dort sein könntest.

Nun, ich habe das Militär angegriffen, ihre komischen fliegenden Ritter zerstört und ihre Geheimwaffe, eine riesige Hydra, größer als der Skelettdrache, getötet.“ berichtet Sina in kurzer Version.

„Das Militär besiegt? Du hast die komplette Militäranlage zerstört!“ warf Emilia ein. „Moment! Eure Hydra hat den meisten Schaden angerichtet! Wie habt ihr das Ding überhaupt gefangen? Ich hatte schon meine Schwierigkeiten gehabt!“ wehrte Sina sich.

„ … Es wurde von Wissenschaftlern gezüchtet mit unterschiedlichen Monsterproben. Nur war das Ding nie dafür gedacht, es im Krieg ein zu setzten, weil es sich nicht kontrollieren ließ. Zumindest mir wurde das erklärt.“ gab Emilia die Information preis.

„Himmel, habt ihr etwa Götter gespielt?! Wenn ich es nicht getötet hätte, wie war denn der Notfallplan, es aufzuhalten? Kaum war es draußen, fing es an zu randalieren!“ schimpfte Sina und Emilia stimmte ihr insgeheim zu, aber sagte nichts dazu.

„Du hast dich mit dem Militär angelegt?!“ rief Sherry erstaunt. „Ja schon komisch, was ich in letzter Zeit alles so besiegen musste. Erst eine Armee voller Untoter, dann die Armee vom Königreich Efrana, nun das Militär von Osnain.“ grübelt Sina laut.

„Seid ihr überhaupt noch ein Mensch?“ zweifelt Emilia, als sie dies hören musste. „Die Frage habe ich schon öfters gehört. Ich bin halt einfach stark. Keine Sorge, ich bin schon auf ein paar… Lebewesen gestoßen, die vermutlich gleichfalls oder stärker sind.“ nickte Sina.

„Hoffentlich muss ich sie nicht kennenlernen…“ murmelt Sherry und auch hier musste Emilia ihr insgeheim zustimmen.

Die Damen hörten auf einmal lauten Krach und Geschrei, die Soldaten stritten miteinander. „Prinzessin Emilia hat keine Befehlsgewalt, ob der Prinz tot ist oder nicht!“ schrie einer der Soldaten. Die Damen beeilten sich und sahen ein bizarres Bild. Soldaten, die gegenseitig ihre Waffen auf einander gerichtet halten.

„Was ist hier los?!“ verlangte Emilia zu wissen. „Prinzessin Emilia, diese Männer weigern sich, euren Befehl anzuerkennen und verlassen ihren Posten nicht!“ erklärte einer der Soldaten.

„Es tut uns leid Prinzessin Emilia, aber wir können sie nicht zum Kaiser durchlassen! Ob Prinz Leonardo tot ist oder nicht, wir halten uns an den letzten Befehl!“ sagte die Türwache.

„Seid ihr so dämlich? Eure Befehlshaber sind tot oder unauffindbar. Der nächste wäre der Kaiser und ihr weigert euch uns durchzulassen?“ fragte Emilia ungläubig.

„ … Es tut mir leid, aber Befehl….ARGH!“ und der Sprecher wurde von Sina niedergeschlagen. „Ich bin fix und fertig und will ins Bett. Wenn auch nur einer mich davon abhält, den werde ich töten!“ drohte Sina mit einer eisigen Stimme und jeder Soldat nahm von ihr Abstand. Sherry hatte nicht bemerkt, das Sina zum Angriff überging.

„Sina! Stopp! Wachen, macht sofort Platz wenn euch euer Leben lieb ist!“ rief Prinzessin Emilia und die Türwachen schauten sich alle gegenseitig an. Einer seufzte schwer und machte den Weg frei, die anderen Wachen folgten seinem Beispiel.

„Warum nicht gleich so?“ spottet Sina und Sherry rollte ihre Augen. Sina ging zur Tür und riss sie auf. Sie sah einen alten Mann auf dem Bett liegen und eine Krankenschwester. „Was wollt ihr hier? Ihr dürft nicht hier sein?!“ rief die Krankenschwester. Sina sah, wie die Frau eine Flasche in ihrer Tasche versuchte zu verstecken und stürmte auf die Krankenschwester zu.

Sina packte die Frau am Hals und zog die Flasche aus ihrer Tasche. Sie hatte eine grüne Flüssigkeit und ein Wappenbild darauf, aber Sina kannte es nicht. Emilia und Sherry kamen nun ebenso rein wie die Soldaten und sahen, das Sina wieder in Aktion war.

„Sina, was machst du da?!“ rief Emilia. „Die Frau hat versuchte eine Flasche zu verstecken. Ich kenne den Inhalt nicht, aber was auch immer drin ist, es sollte geheim bleiben.“ antwortete Sina. Die Frau wurde wieder losgelassen und fiel auf ihren Hintern.

„Vater. Ich bin es, Emilia! Vater!“ ging Emilia zu dem liegenden Mann, aber er rührte sich nicht. Man sah, dass er atmet und seine Augen sich bewegten, aber mehr nicht. „Vater? Was ist los?!“ wundert Emilia sich.

„Du, was ist in der Flasche drin?“ fragte Sina die Krankenschwester, die langsam aufgestanden ist. „Ich… weiß es nicht.“ versuchte sie zu leugnen. Die Heldin gab ein leises Knurren von sich, aber die Krankenschwester weigert sich, irgendetwas zu äußern.

„Ok, dann machen wir es anders. Du wirst das jetzt trinken und wir schauen, was passiert.“ lächelt Sina und die Krankenschwester geriet nun in Panik. Emilia hat das Schauspiel gesehen und merkte, dass die Krankenschwester mehr weiss.

„Du, sagt uns sofort was mit meinen Vater los ist!“ verlangte Emilia zu wissen. Aber auch hier weigerte sie sich, was zu sagen. Sina hatte die Nase voll und packte sie am Kiefer, mit der anderen Hand öffnete sie den Verschluss der Flasche und kippte es gewaltsam in der Frau rein, die panisch versuchte, es zu verhindern.

Die Aktion wurde so schnell beendet wie sie gestartet ist. Die Krankenschwester hustete wie wild und wollte von Sina weg krabbeln, bis sie zur Seite umkippte. Sina drehte sie auf den Rücken und sah, dass sie noch am Leben ist.

„Sie lebt, kann sich aber nicht mehr bewegen. Das ist Gift, was eine Lähmung verursacht.“ diagnostiziert Sina.

„Aber… mein Vater?!“ rief Emilia und Sina nickte. „Richtig. Wer auch die Frau sein mag, aber sie hat dem Kaiser vermutlich täglich immer dieses Gift verabreicht. Ich würde euch raten, richtige Ärzte herzuholen, die sich auf Gifte spezialisiert haben, vielleicht sind sie in der Lage ein Gegenmittel herzustellen.“ rät Sina.

Emilia nickte dies zu ihren Soldaten und sie stürmten sofort los. „Oh Vater, was hat man dir nur angetan?“ tränte Emilia, während sie dem Kaiser die Hand hält.

„Und eurer Bruder hat befohlen, dass niemand das Zimmer betreten darf, außer seinen vertrauenswürdigen Leuten? Wie lange geht das Spielchen schon?“ hakte Sina nach.

„Ich glaube… über ein Jahr. Bruder… meinte immer, das Vater eine sehr schwere Krankheit hätte und er sie alleine auskurieren müsste. Ich habe mehrmals versucht, zu Vater zu kommen, aber die Wachen haben mich nie hereingelassen…“ antwortete Emilia niedergeschlagen.

Sina beobachtete den Kaiser und stellte fest, dass er sehr wohl alles mitbekommt, denn seine Augen bewegten sich hin und her und bei dem letzten Satz von Emilia wirkten sie sehr traurig.

Einige Stunden später, nachdem die Militärärzte den Kaiser begutachtet hatten sowie die Flüssigkeit in der Flasche, konnten sie folgendes berichten: „Es ist möglich die Lähmung vom Kaiser aufzuheben, aber…“ sprach der erste Arzt, der andere Arzt beendete die Erklärung: „Die Lähmung ist, was den Kaiser am Leben erhält. Wenn wir dies aufheben… dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis der Kaiser wirklich stirbt.“

„Oh nein… Was sollen wir tun?“ murmelt Emilia, die mit der Entscheidung überfordert war. „Warum fragt du nicht einfach den Kaiser?“ fragte Sina.

„Wie meinst du das?“ wundert Emilia sich.

„Dein Vater beobachtet uns die ganze Zeit. Er kann vielleicht nicht sprechen, aber seine Augen können dafür sprechen.

Was meint ihr alter Mann, wollt ihr von der Lähmung befreit werden?“

Kapitel 86

Ich bin wiedergekommen und ich zeige meine dämonische Seite?

Sina lag auf ihren Knien und schnaufte schwer, dann atmete sie noch einmal langsam ein und wieder aus und stand auf. Sie machte sich auf den Weg zur Burg und hoffte, dass sie nicht noch so ein Monster versteckt halten.

„Das… darf… doch… nicht… wahr… sein?“ sagte eine Leibwache im Zimmer von Prinzessin Emilia. Alle haben den Kampf beobachtet gegen die Hydra und die Frau hat das Monstrum tatsächlich besiegt. Nun sahen alle, dass die Frau zur Burg wollte.

„Das… Militär hat verloren. Weder Fußsoldaten noch Magier, Panzer noch Mechs und das stärkste Monster konnten sie aufhalten. Und ihr wisst immer noch nicht wer sie ist?“ fragt Emilia im ruhigen Ton.

„Bedaure, aber wir wissen es nicht.“ antwortete ein Soldat. Emilia seufzte und überlegte ihre nächsten Schritte.

„Männer, die Frau wird so oder so durch die Eingangshalle gehen. Ich werde sie gebührend empfangen und herausfinden, was der Akt sein soll.“ befahl Emilia, aber die Soldaten weigerten sich ihn zu akzeptieren.

„Prinzessin Emilia, auch wenn man mir den Kopf für diese Unverschämtheit abschlagen wird, aber das können wir nicht zulassen! Sie müssen sofort in den Schutzraum!“ widersprach die Leibwache, aber Emilia schüttelt nur den Kopf.

„Dieser Schutzraum bietet überhaupt keinen Schutz. Ihr habt doch alle gesehen, wie sie die Hydra umgeworfen hat. Meint ihr, dass würde diese Frau aufhalten? Wir kennen nicht mal ihr Ziel und… sind auch keine Gegner. Und aus diesem Grund werde ich mich ihr stellen, um in Erfahrung zu bringen, warum und weshalb dieser Angriff!“ strahlte Emilia eine Autorität aus.

Die Soldaten mussten schluckten, denn genau diese Autorität ist fast dieselbe wie die vom Kaiser Godelot. Dann salutieren alle anwesende Soldaten.

„Wir werden euch begleiten und beschützen. Männer, macht den Weg frei!“ befahl die Leibwache und die Männer gingen raus.

„Aber…“ wollte Emilia widersprechen, aber wurde unterbrochen. „Ihr wolltet euch der Frau alleine stellen oder? Wenn ihr schon nicht auf uns hören wollt, dann gebt uns zumindest die Chance, euch mit unserem Leben zu verteidigen!“ sagte die Leibwache mit einem ernsten Blick.

„Ok, ihr tut ja sowieso nur das, was ihr tun wollt.“ schüttelt Emilia den Kopf und einige Soldaten mussten leise lachen, auch wenn sie möglicherweise in ihr Verderben rennen.

Burg Ryre:

Der König und die anderen haben den Kampf gegen die Hydra gesehen und die Kinder haben gejubelt, als Sina es besiegte. Erleichtert fiel der König in seinen Sessel zurück.

„Nun, was auch passieren möge, aber Sina hat dem Kaiserreich die Armee weggenommen und die werden nun bestimmt Jahrzehnte benötigen, bis sie wieder eine halbwegs funktionierende Armee haben.“ kommentiert Simon.

„Sagt, wie viele Armeen gibt es eigentlich noch auf der Welt?“ fragte Alwin und alle überlegten, bis Friedrich seine Frage beantwortet:

„Nun, es gibt noch die Armee von der Theokratie und den Tiermenschen, wobei bei den Tiermenschen sind es ja eher viele Klans und ich würde das nicht unbedingt als Armee betrachten… und die Dämonen, aber die sind ja in ihrer Welt eingeschlossen. Warum willst du das wissen?“

„Dann gibt es ja nicht mehr viele Armeen, die Sina verprügeln kann.“ antwortet Alwin und Ralph sowie Themba gaben ein „Pff“ ab.

„Ich bezweifle das Sina es sich zur Lebensaufgabe macht, alle Armeen auf der Welt zu besiegen.“ murmelt Simon.

„Nun, zumindest ist das Königreich vor einem unnötigen Krieg gerettet. Ich glaube, ich schicke eine Kiste Goldmünzen als Belohnung, ob es von Sina bewusst oder unbewusst passierte.“ legte sich der König fest.

Sina erreichte die Burg und machte sie auf einen Kampf gefasst, als auf einmal das Fallgitter nach oben gezogen wird und die Tore geöffnet werden. Im Glauben, in eine Falle zu treten, ging sie in die Burg rein.

Überall standen Soldaten, die ihre Schwerter gezogen haben sowie Armbrüsten, nur eine Person unterschied sich von den anderen.

Eine junge Frau mit platinblonden Haaren und grünem Gewand stand auf einer Brüstung und strahlte eine Autorität aus.

„Ich bin Prinzessin Emilia, Tochter des Kaisers Godelot! Sagt mir, wer seid ihr und warum greift ihr uns an?“ verlangte Emilia zu wissen. Sina wusste nicht, ob es ein Witz war und fing an zu lachen.

Nachdem Sina sich beruhigt hatte, sah sie, dass Emilia es ernst meinte mit ihrer Frage. „Ihr wolltet mich doch verhaften lassen, weil ich angeblich eine Spionin wäre… Aber egal. Ich bin Lady Sina die Verteidigerin, Abenteurer der S-Klasse und warum ich euch angreife? Weil ihr meine Freundin hier festhaltet, die ihr entführt habt!“ und Sina ließ eine Killeraura frei.

Emilia hat mit vielem gerechnet, aber nicht, dass jemand ihr sagt, dass man jemanden befreien will. „Ihr seid eine Abenteurerin? Wo ist eure Neutralität auf die ihr immer pocht?!“

„Neutralität am Arsch wenn ihr alle Gildenmeister verhaften lasst, nur weil die sich weigerten, die Abenteurer in das Militär zu schicken!“ schimpft Sina zurück.

„Ich wusste es… Warum hast du nicht auf mich gehört Bruder…“ murmelt Emilia und schüttelt den Kopf.

„Wo habt ihr meine Freundin versteckt?“ verlangte Sina nun zu wissen, aber Emilia wusste nicht, was die Frau meint.

„Stimmt, wir hätten angeblich jemanden entführt. Könnt ihr eure Freundin beschreiben?“ fragte Emilia.

„Sie heißt Sherry, Rang-A Abenteurerin, Halbelf und hat blaue Haare. Sie dürfte nicht vor langer Zeit hier oder wo auch immer angekommen sein.“ beschrieb Sina ihre Freundin und Emilia bekam große Augen.

„Aber… ich habe sie gesehen! Man sagte mir, dass sie eine Spionin sei und zur Befragung zum Prinz Leonardo gebracht wurde.“

„Spionin? Wir sind erst heute morgen angekommen! Irgendwelche Typen mit Masken und komischen Tätowierungen im Gesicht wollten mich verhaften, aber haben nur den Tod gefunden. Sie ist also hier und bei dem Prinz? Dann bringt mich zu ihm, bevor das hier blutig enden wird!“ drohte Sina und jeder wusste, dass sie es ernst meinte.

„Soldaten, steckt eure Waffen weg. Ihr seid keine Gegner für diese Frau und ich will weitere Tote vermeiden. Folgt mir, ich führe euch zu meinen Bruder.“ befahl Emilia. Die Soldaten hatten ihre Schwierigkeiten mit dem Befehl, bis die ersten ihre Schwerter wegstecken.

Sina ging an den Soldaten vorbei, blieb aber wachsam, sollte einer etwas übereifrig werden. Dann war sie bei Emilia und folgte der Prinzessin. Auf dem Weg fragte Emilia:

„Wie… könnt ihr so stark sein? Ihr seid kein gewöhnlicher Mensch. Ihr habt die Armee des Kaiserreiches besiegt und die Hydra getötet.“

„ … Jahrelanges Training.“ antwortete Sina knapp und ist sparsam mit Informationen. Emilia war mit der Antwort unzufrieden, aber ließ es dabei bewenden.

„Nur eine Warnung, sollte der Prinz meiner Freundin irgendwas angetan haben, wird er nicht unbeschadet davon kommen. Nur weil er ein Prinz ist, gibt es ihm nicht das Recht, mit dem Leben anderer zu spielen. Der König aus Efrana kann dir davon ein Lied singen, als ich mit seinen Adeligen aufgeräumt habe.“ teilte Sina der Prinzessin die Information mit. Die Soldaten, die ihnen folgten, mussten alle schwer schlucken.

„Ihr würdet selbst Hand an einen Thronerben legen, der das Kaiserreich führen wird?!“ wundert Emilia. „Aber sicher das. In letzter Zeit habe ich viele Männer getötet, dessen Macht ihnen zu Kopf gestiegen ist und unter Realitätsverlust leiden. Erst im letzten Moment bevor ich sie getötet habe, wurde ihnen bewusst, wie dumm sie doch in Wirklichkeit waren.“ kommentiert Sina.

„Was macht euch anders? Ihr tötet ebenso Menschen und andere Lebewesen. Was gibt euch das Recht, einfach wahllos alles zu töten, ihr seid doch nichts anderes als ein Massenmörder!“ knirschte Emilia ihre Wut heraus.

„Die Männer, die ich bislang getötet habe, wollten mich alle töten. Ob es nun Untote, Vampire oder Adelige waren, sie gaben mir einen Grund, dass ich sie töten musste. Ich habe genug Feinde, da brauche ich nicht welche am Leben zu lassen. Ihr oder eure Soldaten, die meine Freundin entführt haben, habt euch schon vorher mit den Abenteuergilden angelegt. Die Provokationen gingen also nicht von mir aus.“ erklärt Sina.

„Ihr wollt euch darauf berufen, dass ihr aus Notwehr sie alle getötet habt? Ihr seid so stark, man kann sie auch besiegen, ohne zu töten!“ widersprach Prinzessin Emilia.

„Seid ihr wirklich so naiv? Habt ihr nicht mitbekommen, wie euer eigenes Volk durch euer Militär leidet? Angeblich fing es an, als Prinz Leonardo das Zepter übernommen hat und die Gerüchte über einen aufkommenden Krieg wurden immer stärker, je tiefer man in das Kaiserreich reiste.

Zumal, selbst wenn ich sie am Leben gelassen hätte, wer gibt mir die Garantie, dass sie ihre gerechte Strafe bekommen? Diese Regierung hier stinkt doch förmlich nach Korruption! Ich wette, würde der erste Kaiser dies hier alles sehen, wäre er ziemlich lange beschäftigt, viele Köpfe abzuschlagen!“ schüttelt Sina den Kopf und das Gespräch war dann zu Ende.

Emilia hat Sina in den Flur gebracht, wo maskierte Soldaten die Sina angegriffen hatten, standen. Einer von ihnen erkannte wohl Sina und schrie: „Geht weg von der Spionin Prinzessin Emilia. Männer, tötet diese Frau!“

„War…“ wollte Emilia was sagen, aber Sina griff die Männer an… und tötete sie mit ihren Katanas. Es dauerte nicht lange und die Männer waren alle tot. „Warum habt ihr sie getötet!?“ schrie Emilia, die das Blutbad nun aus nächster Nähe beobachtet hat.

„Habt ihr nicht gehört? Sie wollten mich töten, zumal diese Schweine meine Freundin entführt haben. Da zeige ich keine Gnade! Nun will ich von euch wissen, habt ihr mich in eine Falle geführt?“ fragte Sina.

„Nein, verdammt! Hinter euch ist die Tür, die zum Prinz Leonardo führt. Diese Männer waren nur seine Wächter!“ erklärte Emilia sich, die einen Schauder bekam, als sie den tödlichen Blick von Sina bekam.

Sina drehte sich um und sah eine Tür. Sie ging darauf zu und trat sie mit voller Kraft auf, dass die Tür aus dem Rahmen raus flog und in die Wand krachte. Anschließend betrat sie den Raum und er war leer.

„Hier ist aber niemand!“ wurde Sina langsam wütend und Emilia kam angerannt und staunte selber. „Aber… das ist sein Zimmer. Er muss hier sein, sonst… würden die Wachen nicht hier sein!“ wehrte sich Emilia.

Im Zimmer waren an zwei Wänden große Fenster sowie ein Himmelbett. Sina schaute sich den Raum in Ruhe an dann ging sie zurück zum Flur. Dann fiel ihr auf, was mit dem Zimmer nicht stimmte.

„Ich denke, hier gibt es eine Geheimwand. Der Abstand von dieser Tür bis zur nächsten ist einfach zu groß. Kleine, ich rate dir aus dem Zimmer zu verschwinden, denn ich werde die Wand zertrümmern!“ warnt Sina und Emilia verschwand.

Sina wusste, welche Wand sie zerstören musste und stellte sich mit einem Abstand davor, dann setzte sie ihre Fähigkeit „Schockexplosion“ ein. Der weiße Ball flog direkt auf Wand zu und explodierte. Die Burg erzitterte bei dem Angriff, Emilia und die Soldaten mussten sich an den Wänden festhalten, eine große Staubwolke kam aus dem Zimmer heraus.

Die Heldin wartete ab, bis sich der Staub legte und musste sich auf einmal die Nase halten, ein fürchterlicher Leichengestank kam aus dem Raum geweht. Emilia und ein paar Soldaten kamen in das Zimmer und mussten auf einmal würgen und husten.

„Was… ist das für ein Gestank?!“ fluchte einer der Soldaten. Der Staub hat sich gelegt und Sina riss schockiert ihre Augen auf. Von der Decke hingen gehäutete Personen, auf dem Boden lagen überall Gliedmaßen herum. Auf den Regalen standen viele Glasbehälter, in denen Augen, Zähne und weitere Eingeweide waren.

Ohne zu wissen was genau los ist, ging Sina in den Raum rein. Sie schaute angewidert die Toten an und versuchte sie nicht zu berühren, bis Sina auf einmal ein Husten hörte. Sina ignorierte nun die Toten und rannte, bis sie im nächsten Raum war. Auf dem Boden lag hustend ein Mann mit einer Ritterrüstung und… dann sah die Heldin Sherry.

Sherry wurde an der Decke hochgezogen und ihre Beine waren am Boden festgebunden, eine Mundbinde hinderte sie am sprechen. Sie war bis auf die Unterwäsche komplett ausgezogen und am Bauch war ein langer blutiger Strich. Sherry sah Sina und fing an um Hilfe zu flehen, ihre Augen weinten fürchterlich.

Der Mann stand auf und hielt ein Skalpell in der Hand. „Wer seid ihr?! Was wagt ihr ungefragt in meine Gemächer einzutreten und meine Arbeit zu störrrrnARGH…“ schrie der Prinz, als Sina ihn mit voller Kraft ins Gesicht schlägt und er gegen die Mauer krachte.

Prinzessin Emilia hat es irgendwie überwunden, an den Leichen vorbeizugehen und sah, wie Leonardo gegen die Wand geschlagen wurde, sie sah aber auch, wie die Frau mit den blauen Haaren befestigt war.

„Bruder… was… hat das alles zu bedeuten?“ fragte Emilia ängstlich, fast der Ohnmacht nahe. Der Prinz stand wieder auf und seine Nase blutete sehr heftig.

„Argh, wie könnt ihr es wagen, Hand gegen mich zu legen?!“ schrie er, aber Sina sagte nichts. Sherry sah in den Augen von Sina, wie sie überlegte, ihn schmerzvoll umzubringen.

„LEONARDO! ICH FRAGTE, WAS DAS HIER ALLES SOLL!“ schrie Emilia und nun fiel dem Prinz auf, dass noch weitere Personen im Geheimzimmer waren.

„Verdammt… Ok, nun ist es raus. Ich ließ sie alle fangen, damit ich meiner Kunst nachgehen konnte! Schaut es euch an.“ zeigte Leonardo auf eine große Skulptur des Horrors. Emilia wusste nicht, wie man das… „Ding“ beschreiben soll, nur dass dafür sehr viele Personen getötet wurden. Sina sah das Ding auch und ging dahin.

„… Was habt ihr NEIN WARTET!“ schrie Leonardo, als Sina die Skulptur mit ihrem Katana zerstörte. Leonardo wollte Sina aufhalten, aber er bekam einen Tritt in den Magen, worauf er wieder gegen die Wand krachte. Er hielt sich schmerzend den Magen, bis er auf einmal Blut spuckte.

„Diese Menschen… wie viele Menschen mussten dafür sterben?! Was… bist du?“ fragte Emilia zitternd und Sina antwortete auf ihre Frage in einem sehr eisigen Ton. „Ein Monster in Menschengestalt. Ich habe in meinen Leben schon so einige widerliche Spinner getroffen, aber das hier übertrifft alles.“

„Das ist… *hust* Kunst! Das könnt ihr mit eurer erbärmlichen Intelligenz nicht verstehen!“ wehrte sich Leonardo, der langsam wieder aufstand. „Außerdem, wofür soll ich mich rechtfertigen?! Ich werde bald der nächste Kaiser und kann tun und lassen wie ich es für richtig halte!“ schrie Leonardo mit wahnsinnigen Augen und die Zähne gefletscht.

„Ihr werdet nichts mehr tun, wenn ich mit euch fertig bin.“ antwortete Sina darauf. Sie legte ihre Katanas in ihr Inventar und ging zu Leonardo. In seinem Wahn hat er immer noch nicht mitbekommen, dass Sina ihn töten will, er konnte es sich nicht mal vorstellen.

Sina schlug ihn von der Seite wieder ins Gesicht und man hörte das Brechen von Knochen, Leonardo schrie und fiel auf seine Knie. Dann packte Sina ihn an den Haaren und riss ihn gewaltsam hoch. Emilia und die Soldaten sind zu geschockt von dem Anblick was sie bisher gesehen haben und mischten sich in die Schlägerei nicht ein.

Als der Prinz wieder auf Augenhöhe war, schlug Sina nochmals in den Magen und die Ritterrüstung verbeulte sich. Leonardo hustete Blut und langsam kommt die Erkenntnis, dass die Frau ihn töten will.

„WACHEN! HALTET SIE AUF! SIE WILL MICH TÖTEN!“ schrie Leonardo, aber… die Soldaten machten nichts. Ekel und Schock konnte man an ihren Gesichter sehen und man sah eine Weigerung, von so einem Wahnsinnigen Befehle entgegenzunehmen.

„Scheinbar mögen sie deine Kunst nicht, so ein Pech aber auch.“ dann warf sie Leonardo mit Gewalt in sein Schlafzimmer an den Soldaten vorbei. Sein Kopf traf bei der Aktion einige Leichen und landete mit seinem Gesicht auf dem Boden, was eine Blutspur mit sich zog.

Sina folgte dem Prinzen und sah, das er versuchte aufzustehen, aber sie brach ihm ein Bein, worauf er wieder laut aufschrie. Die Heldin trat den Prinz auf den Rücken und man konnte sein Gesicht nicht mehr richtig erkennen, so bearbeitet sah er aus.

„Wenn es nach mir ginge und ich die nötige Zeit dazu gehabt hätte, würde ich euch selber die Haut abziehen, aber meine Freundin wartet auf mich, also… setzte ich etwas ein, was ich bisher nicht vollzogen habe.“ sagt Sina dies zum Prinzen.

Sie packte Leonardo am Hals und zog ihn hoch. Er versuchte mit seinen Händen den Griff zu lockern, aber er hatte nicht wirklich eine Chance gehabt. Dann hielt Sina den Prinz so, dass sie ihm ins Ohr flüstern konnte. Sie sagte nur… „Seelenraub.“

Der Prinz schrie auf einmal noch lauter als vorher, man konnte sein Geschrei von Angst und Schmerzen fast in der kompletten Burg hören. Er zappelte und versuchte mit letzter Kraft sich von Sina zu befreien, dann wurde sein Körper kraftlos und zeigte keinerlei Regung mehr.

>Seelenraub: Level 2 aufgestiegen<

Sina spürte, wie er noch lebte, aber ohne eine Seele ist es nur ein Körper ohne Funktion. Mit einer ruckartigen Bewegung mit der Hand brach sie dem Prinz das Genick und warf seinen leblosen Körper aus dem Fenster, dessen Krach man nicht überhören konnte.

Ohne ihm noch einen Blick zu würdigen ging Sina wieder zurück in den Geheimraum zu Sherry und riss die Ketten mit Gewalt auf. Nachdem Sherry von den Ketten befreit war, half Sina ihr die Mundbinde zu entfernen und wird von Sherry zitternd umarmt.

„Danke… *hick* danke… *snif* ich hatte…*hick* solche Angst.“ flüstert Sherry in Sinas Ohr. Sina umarmt sie ebenso fest und ist glücklich, das Sherry es überlebt hat.

„Nun ist es vorbei meine Liebe. Ich bin nun bei dir.“ streichelt Sina ihre blauen Haare.

„Dieser Wahnsinnige wird niemanden mehr was antun.“

Kapitel 85

Ich bin wiedergeboren und bekämpfe ein Mutant?

„Könnt ihr mir erklären, was das für komische Blechdinger waren?“ fragte Prinzessin Emilia, die den Kampf mit den Mechs und der Frau aus der Burg beobachtet hat.

„ … Sie wären unsere geheime Waffe im Krieg gewesen. Normale Soldaten wie Abenteurer, aber auch sehr starke Monster waren nicht in der Lage gewesen, ihnen überhaupt Schaden zuzufügen.“ sprach ihre Leibwache.

„Geheime Waffe? Diese Frau hat sie wie nichts besiegt. Wie wollen sie mir das jetzt erklären?!“ wundert Prinzessin Emilia sich.

„Bedaure, aber das kann ich nicht erklären, auch wenn ich es selbst gesehen habe. Die einzige logische Erklärung wäre, dass sie unheimlich hohe Attribute haben muss.“ vermutet die Leibwache.

Auf einmal hörte die Sirene auf und ein anderer Ton kam. „Was hat das nun zu bedeuten?“ fragte Prinzessin Emilia wieder, aber sie sah nur, dass ihre Leibwache sehr blass wurde.

„Diese Wahnsinnigen, sie wollen „es“ doch nicht etwa freilassen?!“ murmelt die Leibwache und Emilia bekam ein ungutes Gefühl.

„Was es? Was kommt jetzt?!“ verlangte die Prinzessin zu erfahren. „Die Forschungsanlage hat mehrere Abteilungen, eine davon hat sich auf das Züchten von Monstern spezialisiert. Sie haben es letztes Jahr geschafft aus verschiedenen… Monsterteilen ein großes starkes Monster zu erschaffen. Es war eine Hydra.

Wenn ihr mit diesem Monster vertraut seit, sind das vielköpfige Wesen, die einen fast drachenähnlichen Körper haben. Nur… hatten die Wissenschaftler es so stark gemacht, dass jeder Kopf ein eigenes Element besaß und… es lässt sich nicht kontrollieren.

Wer auch immer den Befehl dazu gegeben hat, muss sich darüber im Klaren sein, dass er das komplette Militärgebiet, die Burg und die Stadt dafür opfert!“ erklärt die Leibwache.

„Wenn das vorbei ist, will ich das ihr diesem Spinner, der den Befehl gab, den Kopf abzuschlagen, habe ich mich deutlich ausgedrückt?“ schrie Prinzessin Emilia, als sie das Problem verstand.

Sina lief weiter zur Burg, als auf einmal sich der Ton der Sirene änderte. Die Soldaten, die Sina sah, schauten sich gegenseitig an und fingen an wegzurennen. „Achtung, Projekt X wird eingesetzt. Ich wiederhole, Projekt X wird eingesetzt. Alle Soldaten müssen die Gefahrenzone verlassen.“

„Was kommt denn jetzt?!“ wundert Sina sich laut. Überall rannten Soldaten, die Panzerfahrer verlassen sogar ihre Panzer und rennen weg. Auf einmal bebte der Boden so heftig, dass Sina ihr Gleichgewicht verlor und auf die Knie ging.

Mit etwas größeren Abstand vor Sina fing der Boden an sich zu bewegen, sogar die Gebäude gingen mit. Ein Spalt öffnete sich und Sina hörte, wie etwas nach oben kam. Es dauerte mehrere Minuten, bis der Boden aufhörte sich zu öffnen und die Heldin sah ein tiefes Loch.

Das Geräusch eines Fahrstuhles konnte man nicht überhören bis auf einmal ein markantes Geschrei von unten hoch kam, dass Sina sich ihre Ohren zuhalten musste. „Was… ist das für ein Ding?“ murmelt Sina.

Sie sah langsam die Umrisse des Monsters. Es scheint einen großen Körper zu haben mit fünf langen Hälsen. Als die ersten Lichtstrahlen auf das Monster fielen, konnte Sina das Monster erkennen. „Eine Hydra, aber… wieso ist sie so groß?!“ dachte Sina.

Es dauert nicht lange und der Fahrstuhl war mit der Hydra oben. Die Hydra hatte fünf unterschiedlich farbige Köpfe und war etwas größer als der Skelettdrache. Es war die ganze Zeit nur am blinzeln, scheinbar ist es mit Tageslicht nicht vertraut und alle Köpfe fingen laut an zu brüllen. Sina, die relativ nah an der Hydra war, versuchte die Schmerzen in ihren Ohren zu ignorieren, aber allein das Geschrei konnte man in der Hauptstadt ebenso hören.

Dann fing die Hydra an überall Feuer aus seinen Köpfen zu spucken ohne ein richtiges Ziel zu haben. Viele Gebäude gingen in Feuer auf, andere schmolzen dahin. Es gab mehrere Gebäude in Eis und eins wurde durch einen Windstoß weggeblasen. Nur der mittige schwarze Kopf machte nichts, außer dass er Sina sah und seine Monsterinstinkte schrien, da sie ebenfalls ein Monster ist. Diese Informationen gingen an die restlichen Köpfe über und sie stoppten ihre wahllosen Angriffe und beobachteten alle Sina.

„Na super, du willst mich unbedingt bekämpfen oder? Ich wollte eigentlich einen Umweg machen, damit du weiter brav alles zerstörst, aber neiiiiinnn…“ nörgelt Sina, aber Sina hielt vor allem den schwarzen Kopf im Auge. Ihrer Ansicht nach zeigte er zu viel Intelligenz.

Die Mäuler des roten und grünen Kopfes fingen an zu glühen und beide warfen ihren Atem nach Sina, dem sie nicht ausweichen konnte. Sie war sofort von dem Angriff eingeschlossen und merkte, wie ihre Kleidung vor sich hin brannte, aber… selbst keinen Schaden spürte. „Das Immunität so heftig wirkt…“ dachte Sina.

Der Atemangriff hörte auf und Sina stand an der gleichen Stelle. Die Hydra wirkte verwundert, bis der blaue Kopf einen Kopfangriff machte, dabei wurde sein Hals sehr elastisch. Sina sah den Angriff kommen und kreuze ihre Katanas zu einem X. Dann kam der Zusammenprall, Sina schaffte es den Angriff zu blockieren, aber sie wird nach hinten gedrückt. Als sie der Angriff aufhörte, trat Sina den blauen Kopf nach oben.

Der Kopf flog schnell nach oben und der rote Kopf wollte wieder mit einem Flammenangriff starten, aber diesmal setzte Sina ihren „Allesschneider“ ein und flog auf den Kopf zu. Es halbierte den Kopf und die anderen Köpfe schrien vor Schmerzen… aber der Schnitt regenerierte sich und der rote Kopf war wieder voll funktionsfähig.

„Eh… wie soll ich das denn bitte töten?!“ wunderte Sina sich, dann sah sie, dass der schwarze Kopf irgendwas vorbereitete. Die restlichen Köpfe starteten alle gemeinsam einen Atemangriff und Sina rannte zur Seite, weil sie die Elemente der restlichen Köpfe nicht kannte. Zuerst kam der Flammenatem wieder, hinterher Eisatem, Säureatem und ein Atemangriff voller Wirbelstürme.

Die Heldin schaffte es immer wieder im letzten Moment aus dem Angriffsbereich herauszurennen. Als der letzte Atem vorbei war und der schwarze Kopf immer noch nichts machte, versuchte Sina einen zweifachen „Allesschneider“ auf den roten Kopf zu benutzen. Diesmal ging der Angriff von der Seite des Kopfes, was dazu führte, dass der rote Kopf vom Hals getrennt wurde.

Der Kopf fiel mit einem Krachen auf den Boden und der Hals leblos hinterher. Sina wartete ab, ob es sich wieder heilte, aber scheinbar hatte sie einen Schwachpunkt gefunden… bis auf einmal drei Köpfe anfingen den Kopf und Hals des Roten aufzufressen. Es dauert nicht lange und es gab keine Anzeichen, dass sie einen roten Kopf hatten. Auf einmal leuchteten alle Köpfe und alle hatten rote Linien in ihren Köpfen.

„Ihr wollt mich doch auf den Arm nehmen oder? Wie hat das Militär es überhaupt geschafft, so ein Monstrum gefangen zu nehmen, wenn es nach jedem verlorenen Kopf stärker wird?!“ staunte Sina. Dann bemerkte sie, dass der schwarze Kopf fertig war und mit einem schwarzen Atem startet. Die Heldin wollte ihm zur Seite ausweichen, aber dieser Atem war Kegelförmig und erwischte Sina.

Man kann diesen Angriff nicht wirklich beschreiben, es ist, als könnte es brennen, aber zeitgleich auch schmelzen, einfrieren und wiederum die Luft zerreißen, ein chaotischer Angriff. Der schwarze Kopf war für das Element Chaos zuständig. Diese Information half Sina nicht wirklich, die mitten im Atem drin war und überall nur Schmerzen spürte.

Der Kegelangriff zerstörte weitläufig das Militärgebiet, traf unter anderem auch die Forschungsanlage, wo die Wissenschaftler und General Morne tief unter der Erde in Sicherheit waren.

Die Burg, wo sich Prinzessin Emilia befand, wackelte bei dem Angriff und leichter Staub fiel von der Decke herunter. Alle beobachteten den Kampf mit der Frau und schwitzten ziemlich stark. Der schwarze Atem verschwand und alle suchten nach der Frau. „Dort!“ schrie einer der Beobachter und alle fanden sie. Sie stand… aber hatte scheinbar Schwierigkeiten, richtig stehen zu können. Ihre Kleidung ist fast komplett weg, nur die intimsten Bereiche sind… geschützt. Ansonsten sieht die Frau stark verbrannt aus.

„Argh… Sch… eiße… Tut… das weh!“ fluchte Sina. Mit Gewalt öffnete sie ihre verbrannten Augenglider und sah das Chaos um sich. Dann sah sie die Hydra und wie der schwarze Kopf… ziemlich schwach wirkte, als hätte der Angriff ihn ebenso ausgelaugt.

„So… dann sollte ich die Zeit nutzen, bevor du wieder „aktiv“ bist!“ stöhnte Sina und wollte nach vorne laufen, aber ihre eigenen Verletzungen schränken ihre Mobilität ein. Der grüne Kopf schlug nach Sina, aber Sina konnte nur wieder ihre Katanas überkreuzen… bis der Kopf gegen sie krachte und weit nach hinten schleuderte. Sie fiel mehrmals auf den Boden, aber rollte weiter. Irgendwann landete sie in einem Panzer und schrie vor Schmerzen auf.

Mühevoll quälte Sina sich aus dem Panzer heraus und fiel auf ihre Knie. Sie merkte, dass ihre eigene Regeneration arbeite und konnte sich langsam besser bewegen. Dann bebte die Erde und Sina hob den Kopf hoch. Die Hydra marschierte auf Sina zu.

„Mist… Hmm?“ murmelt Sina, als sie den kaputten Panzer sah und ihr eine Idee einfiel. Sie steckte ihre Katanas in ihr Inventar und packte das Rohr des Panzer. Erst passierte nichts, dann schob sich der Panzer langsam zur Seite bis er irgendwann so schnell war, dass Sina ihn wirbelnd hochhalten konnte.

In der Zeit bereitete sich der braune Kopf zum Atemangriff vor. Sina wartete den richtigen Zeitpunkt ab… als er sein Maul öffnete, ließ sie den Panzer los und er flog mit einer rasenden Geschwindigkeit in das Maul hinein. Als der Panzer fast den Kopf erreichte, ließ der braune Kopf seinen Atem los und erreichte den Panzer. Ob es Glück oder Zufall war, auf jeden Fall war der Panzer mit Eismagie gefüllt und explodierte mit einem riesigen Kristall, der den braunen Kopf ebenso vereiste.

Es dauert nicht lange und der vereiste Kopf brach vom Hals ab. Zwei der drei Köpfe versuchten das Eis zu fressen, konzentrierten sich aber dann auf den leblosen Hals. Nun bekam jeder der Köpfe einen braunen Streifen auf ihren Schuppen dazu und der schwarze kraftlose Kopf wurde wieder aktiv, als hätte er einen Energieschub bekommen.

„Oh… hättest du nicht vielleicht warten können, bis ein weiterer Kopf abgeschlagen wurde?“ fragte Sina unnötigerweise, aber man sah den Zorn in den Augen des schwarzen Kopfes. Er fing wieder an zu glühen, das Zeichen für ein weiteren flächendeckenden Angriff.

Sina will nicht nochmal von diesem Angriff getroffen werden und rannte auf die Hydra zu. Der blaue und grüne Kopf griffen mit ihrem Atem wieder an, aber diesmal sind die Elemente der toten Köpfe mit drin. Die Heldin wich den Angriffen zur Seite aus und rannte weiter auf die Hydra zu. Je näher sie ran kam, desto gigantischer ist das Monster.

Der blaue Kopf versuchte wieder einen Kopfangriff auf Sina, aber sie sprang einfach nach vorne und der Kopf verletzte sich selber auf dem Boden. Aber Sina lässt sich nicht davon aufhalten und rannte weiter, der grüne Kopf versuchte mit seinem Atemangriff Sina von der Seite zu behindern, aber Sina setzte ihre „Schockexplosion“ ein und schlägt den Kopf zur Seite. Das Monstrum schrie laut auf.

Dann war es soweit, die Verletzungen am Körper von Sina waren verheilt und sie selber war unter dem Körper der Hydra. Sie dachte daran, nun von unten aus ihre Fähigkeiten einzusetzen, aber wenn es schief geht, könnte sie selber dabei drauf gehen, also rannte sie zum Schwanz der Hydra. Die zwei Köpfe haben Sina aus den Augen verloren und der schwarze Kopf war zu konzentriert auf den Angriff.

Am Schwanzende angekommen, packte Sina ihn und zog mit aller Kraft. Die suchenden Köpfe merkten sofort, dass jemand an ihrem Schwanz war und brüllten Sina an. Aus weiter Entfernung beobachteten die Soldaten den sagenhaften Kampf auf der Mauer, die sie von der Stadt trennte. Soldaten, die sich in Sicherheit gebracht haben, sorgten nun für Ordnung in der Stadt. Andere Zuschauer sind im Untergrund und sehen es per Übertragungszauber an, sowie die Bewohner der Burg Starm.

„Was… versucht die Frau da?“ murmelt Prinzessin Emilia, als sie sah, dass sie den Schwanz der Hydra packte und die Hydra brüllte. Sie fand keine Worte, dass Sina es geschafft hat, mit den Waffen des Militärs einen Kopf zu zerstören und das sie wieder komplett gesund aussah.

Im Königreich sah man nun den Kampf ebenso, ein Spion war in der Lage eine Position zu finden wo er ungestört die Übertragung abspielt, auch wenn das Bild manchmal unscharf wird. Auf jeden fall beobachteten der König sowie seine Männer, aber auch Ralph, Themba und Alwin den Kampf.

„Bei… der… Göttin… Sie hatten so ein Monster an der Hand und Sina kämpft gegen so ein Monstrum? Ich würde es keinem verdenken, wenn jemand die Flucht wagen würde, aber…“ murmelt Simon.

Ohne zu wissen, dass sie von der Welt beobachtet wird, zog sie noch weiter am Schwanz. Erst passierte nichts und merkte, dass der Schwanz versucht, sich von Sina zu befreien… „Oh nein, du bleibst schön hier! Gnnrrrr!“ schrie Sina und auf einmal wird die Hydra nach hinten gezogen.

Verwirrt, dass so ein kleines Wesen den massigen Körper zu ziehen vermag, krallte die Hydra sich mit ihren Vorderbeinen in den Boden, aber die Kraft von Sina war stärker. Sie wurde immer schneller und die Hydra schrie ihren Frust heraus. Alle Zuschauer trauten ihren Augen nicht.

Dann sprang Sina in die Luft und zog die Hydra mit und warf sie auf den Rücken. Sie landete direkt auf dem Bereich der zerstörten Forschungsanlage. Auf dem ganzen Militärgebiet bebte der Boden, sogar die Burg wackelte. Der Boden, wo die Hydra landete gab nach und stürzte in sich zusammen. General Morne sowie die Wissenschaftler sahen nur noch, wie die Decke über ihnen einstürzte.

Allen, wirklich allen Zuschauern ist der Unterkiefer auf dem Boden gelandet und ihre Augen raus gerollt. „Ist… ist das… überhaupt… noch ein Mensch?“ stottert einer der Leibwachen bei Emilia bis bei einen der Köpfe was explodierte. Ob es Zufall oder geplant war, bei der Aktion ist der blaue Kopf auf einem Panzer gelandet, der voll geladen mit Säuremagie war. Die Säure fraß sich komplett durch den Hinterkopf und zerstörte das Gehirn vom blauen Kopf.

Sina sah, wie der grüne Kopf anfing, den blauen Kopf aufzufressen, aber Sina störte mehr, dass der schwarze Kopf nicht aufhörte, sich weiter vorzubereiten… bis der schwarze Kopf den grünen Kopf angriff und ihn vom Hals trennte.

„W… was?!“ staunte Sina. Der schwarze Kopf fraß so schnell die verlorenen Köpfe, dass man es nicht verfolgen konnte. Anschließend drehte es sich um und war auf seinen Beinen. Am gesamten Körper der Hydra waren nun alle Farben der verlorenen Köpfe zu sehen.

Sina zog wieder ihre Katana heraus und sammelte ihre Energie für einen doppelten Allesschneider, aber was sie nicht ahnte ist, dass der schwarze Kopf es irgendwie geschafft hat seinen Angriff zum nächsten Atem zu halten. Als beide einen Blickkontakt hatten, könnte Sina schwören, dass die Hydra ein gehässigen Blick auf Sina warf und dann öffnete es sein Maul.

Die Heldin schluckte schwer und konzentrierte sich weiter auf ihren Angriff. Die Hydra ließ wieder einen kegelförmigen schwarzen Atemangriff los, diesmal ist er viel heftiger weil die Kräfte der verlorenen Köpfe ebenso drin ist.

Und mittendrin stand Sina, die den Angriff wieder abbekam. Sie schrie vor Schmerzen, aber weigerte sich, hier und jetzt zu sterben, wenn sie nicht mal Sherry retten konnte. Sie dachte an den einen Abend, wo Sherry ihre Hand hielt…

>Limit BreXhen<

>Chaos Resistenz: Level 10 erreicht <

>Chaos Immunität freigeschaltet <

Ein vertrauter Energieschub schoss durch den Körper von Sina und die Schmerzen waren auf einmal wie weggeblasen. Ihre Klingen leuchteten so stark, dass sie eine rote Lichtsäule bildeten. Alle Zuschauer sahen, wie aus dem schwarzem Atemangriff eine rote Lichtsäule herauskam.

Dann ließ Sina ihren doppelten Angriff los. Der Schnitt brannte sich gerade dem Atem entgegen, sogar der Himmel wird geteilt. Die Hydra sah den roten brennenden Schnitt auf sich zukommen und gab sich nochmal mehr Mühe bei seinem Atem, aber vergebens. Die Fähigkeit von Sina durchschlug den schwarzen Kopf sowie seinen Körper und zerstörten weitere Teile des Militär Gebietes.

Der schwarze Angriff hörte auf und Sina beobachte die Hydra. Erst war eine Stille, doch dann teilte sich die Hydra auf zwei Seiten und krachte auf den Boden.

Sina hat gegen ein übermäßiges Monster wieder gewonnen, aber sie selber fiel auf die Knie und atmete schwer.

„Jetzt nicht schlapp machen! Erst wenn Sherry gerettet ist!“

Kapitel 84

Ich bin wiedergeboren und mein Kampf gegen Mechs?

Ohne zu wissen was Sina mit dem Angriff ausgelöst hat, schreitet sie auf das zerstörte Tor zu. Die Torwachen, die sich vom Angriff erholt hatten, nahmen ihre Waffen und stürmten auf Sina zu. Sina sparte sich ihre Spielchen und tötete diese Männer so schnell, dass diese es nicht mitbekamen.

Dann griff sie die Soldaten hinter den Wachen an und stürmte auf das Tor zu, dass in sich zusammengebrochen ist. Sie sprang auf mehrere große Steinbrocken und stand dann auf der Spitze des kaputten Tores.

„Wow, aus der Nähe ist das Gelände wirklich sehr groß… und dort drüben ist die Burg.“ nickte Sina und sprang vom Hügel runter, als unten die ersten Soldaten ihr mit ihren Waffen entgegen kamen. Die Heldin schnitt ihre Waffen und tötete die Männer.

Es kamen immer mehr Soldaten angerannt, sogar wurde Magie gegen Sina eingesetzt, bis Sina ihre Fähigkeit „Schwertwirbel“ einsetzte. Nun fing das eigentliche Massaker an. Wer sich Sina in den Weg stellte, wurde ohne mit der Wimper zu zucken getötet.

Feuerbälle und andere Magiearten kamen auf Sina zugeflogen, diese wurden einfach zerschnitten und flogen in die anderen Soldaten rein, die schreiend versuchten wegzurennen. „Sind die dumm? In der Menge treffen sie doch nur ihre eigenen Leute?“ wundert Sina sich.

Einen weiteren Feuerball trat sie zurück auf ein Gebäude, dass sofort explodierte und Feuer fing. Die Bewohner des Hauses verließen schreiend das Haus. Andere versuchten ihre Kameraden zu löschen. Sina bewegte sich nun langsam auf das Schloss zu, sie musste den Ansturm der Soldaten eindämmen.

Auf einmal sah sie Panzer auf sich zurollen. „Wirklich? Die sind schon so weit fortgeschritten?!“ murmelt Sina. Die Panzer haben ihre Rohre eingestellt und schossen ebenso Feuerbälle, aber in einer anderen Farbe. Einige waren blau, andere grün. Sina´s Instinkte meldeten sich, dass sie die nicht unterschätzen darf.

Den ersten blauen Feuerball trat sie weg und er flog in die Soldaten rein, aber statt zu explodieren fror er sofort alle zu Eisstatuen ein. Sina hat das Spektakel gesehen und schaute ihren linken Fuß an, Eiskristalle waren darauf zu sehen.

„Oh? Ist das überhaupt noch Magie?“ hob Sina eine Augenbraue und zerschnitt einen grünen Feuerball. Geteilt flogen sie an Sina vorbei und landeten auf dem zerstörten Tor, dass sofort anfing zu schmelzen.

„Ok, Blau für Eis, Grün für Säure, die blauen sind gefährlicher!“ dachte Sina und hat weitere Soldaten getötet, anschließend rannte sie auf einen der Panzer zu. Der Panzerführer sah, das Sina auf ihn zugerannt kam und gab mit seinem Panzer Gas um sie zu überfahren…

Der Gedanke war eigentlich vernünftig, wenn man gegen einen normalen Menschen kämpft, aber Sina ist kein Mensch und daher sieht das Ergebnis etwas anders aus. Sie sprang auf das Rohr vom Panzer und drückte es mit ihrer Kraft nach unten. Das Rohr gab sofort nach und verzog sich, während der Panzerfahrer seinen Augen nicht traute.

Die anderen Panzer schossen ihre blauen Bälle auf Sina ohne Rücksicht auf ihren Kameraden zu nehmen und Sina sprang sofort weg. Der zerstörte Panzer wurde sofort in Eis eingehüllt.

„Die sind ja nervig… Hm? Wie stehen sie denn?“ wunderte Sina sich, als viele Panzer in einer Reihe standen und der Heldin ein fieser Gedanke kam. Sie rannte auf die Panzer zu und wich ihren Angriffen aus, dann bereitete sie ihre Fähigkeit „Allesschneider“ vor das inzwischen wieder aufgestiegen ist und stand nun an der Seite eines Panzer.

Sina lässt ihre Fähigkeit los und ein brennender roter Schnitt ging durch die Panzerreihe. Die Panzer sind von der Seite zur Hälfte aufgeschnitten und fielen auseinander, dann explodierte wohl ihre Magie. Eine Kettenreaktion löste sich und man hörte nur Explosionen.

Die Soldaten, die von Sina noch nicht getötet waren bekamen es mit der Angst zu tun und wussten nicht, ob sie flüchten oder weiterkämpfen sollten, aber Sina schenkte ihnen keine Beachtung und ging weiter Richtung Burg Starm.

Gildenhaus:

Stellvertreter Marcel hat sein gebrochenes Bein geheilt und war der Verzweiflung nahe. Niemand konnte Sina aufhalten, wurde ihm gesagt und er hörte immer noch die Explosionen aus dem Militärgelände.

„Stellvertreter, was sollen wir nun machen? Der Mann, den Sina ins Haus geworfen hatte ist immer noch bewusstlos.“ fragt die Empfangsdame.

„Man hat mir geraten, dass wir uns verstecken sollen. Niemand kann Sina nun aufhalten außer ihrer Freundin, aber die wurde festgenommen…“ schüttelt Marcel den Kopf ahnungslos.

„Können wir denn nicht… vielleicht irgendwie helfen? Also dem Volk? Viele rennen panisch auf die Straßen, die alten Leute und die Kinder brauchen unsere Hilfe. Ich… möchte mich nicht wirklich verstecken.“ meinte die Empfangsdame.

„*seufz* Bringen wir den verletzten Mann in das Krankenzimmer und schauen, ob wir auf der Straße helfen können.“ kam Marcel zu einem Entschluss.

Militärgelände:

Sina hat wieder einige Truppen getötet und ging an einem Haus vorbei. Auf der anderen Seite warteten Monster auf Sina, die alle angeleint sind. „Huch? Haben sie wirklich auch Monster gezähmt?“ staunt Sina.

Die Monster wirken wie Wölfe, denen man Metallplatten angebracht hatte. Die Halter ließen ihre Leinen los und sie stürmten auf Sina zu. Normale Abenteurer hätten vermutlich keine Chance gehabt, weil diese Monster sich sehr schnell bewegten, dass man sie kaum verfolgen konnte.

Sina dagegen hat schon schnellere Wesen bekämpft und tötete sie einfach so. Die Halter haben anfangs gejubelt, aber nachdem Sina alle ihre Monster getötet hatte schrien sie vor Wut und griffen Sina mit ihren Waffen an. Sie seufzt nur und bringt die Halter ebenso um.

„Was kommt noch? Panzer, Monster, irgendwas Sci-Fi-mäßiges fehlt noch…“ und auf einmal krachte ein großer Roboter vor Sina. „Ich und meine Klappe…“ schimpft Sina mit sich. Vier weitere Roboter schlossen sich dem ersten Roboter an. Die Roboter sahen fast so ähnlich aus wie aus dem Anime KnXght´s & MagiX.

Der erste Roboter griff mit einem riesigen Schwert an, während die anderen erst mal nichts taten. Die anderen Soldaten hielten alle einen großen Abstand, damit sie nicht in den Kampf reingezogen werden und jubelten ihren Robotern zu.

Sina sah den Angriff kommen und blockte das große Schwert mit Blutklinge. Sie wurde direkt in die Erde rein gedrückt, konnte aber den Angriff ohne große Mühe aufhalten, was die Soldaten zum verstummen brachte.

„Seid ihr die Geheimwaffe oder so was ähnliches?“ fragte Sina, aber bekam keine Antwort. Der Roboter setze zum nächsten Angriff an, aber Sina setzte ihre Fähigkeit „Allesschneider“ ein und der Roboter wurde in der Mitte halbiert. Er fiel in zwei Richtungen mit einer Blutspur.

„Aha, also sind sie mit Piloten besetzt. Aber was ist denn nun das besondere an ihnen?!“ wundert Sina sich und sah, wie die Soldaten sprachlos waren. Aber die restlichen Roboter gingen nun zum Angriff über.

Forschungsanlage:

„SIE HAT EINEN MECH ZERSTÖRT?!“ schrie General Morne und selbst die Wissenschaftler haben ihre Sprache verloren.

Alle haben den Kampf der Frau mit dem Schwertmech beobachtet und wollten Daten sammeln, aber nachdem die Frau den Angriff des Mechs ohne weiteres blockieren konnte und ihn anschließend zerstörte, herrschte Stille im Raum.

„Erklären sie mir, wie das PASSIEREN KONNTE?!“ verlangte General Morne zu wissen. Der Abteilungsleiter war die ganze Zeit still gewesen und versuchte seine These zu erklären.

„Ich… bin mir nicht zu hundert Prozent sicher, aber… Normalerweise hätte der Angriff von dem Mech die Frau töten müssen, aber sie konnte ihn problemlos blockieren, nur der Boden unter ihr wurde zerstört. Ich behaupte folgendes, die Werte dieser Frau müssen so astronomisch hoch sein, dass sie ihn blocken KANN.

Wir dürfen nicht ausschließen, dass auf der Welt Personen existieren, die wirklich so stark sind. Nun gehe ich sogar weiter. Ihre Waffe… diese dünnen langen Schwerter müssen aus einem ganz anderen Material bestehen, dass sie nicht unter dem Angriff zerstört wurden und sogar diesen Mech zerstören konnten.“ erklärt der Abteilungsleiter.

„Aber, diese Mechs wurden doch gegen Abenteurer sowie die stärksten Monster eingesetzt! Sie haben doch eine komplett neue Legierung, die bisher noch nicht auf der Welt bekannt ist!“ widersprach Morne.

„Sowie der Feind es vermutlich auch hat. Ich hoffe, dass die anderen Piloten aus der Aktion gelernt haben und gemeinsam die Frau angreifen werden.“ und der Abteilungsleiter schaut wieder auf die Übertragung.

Die vier Roboter griffen Sina gemeinsam an mit unterschiedlichen Waffen: Axt, Hellebarde, Morgenstern und einer hat riesige Stahlfäuste. Sie trennten sich um von unterschiedlichen Seiten Sina anzugreifen. Der erste, der Sina angriff war der Axtroboter. Sie blockte seinen Angriff ebenso ab, wie bei dem Schwertroboter und will ihre Fähigkeit einsetzen, als der Morgensternroboter von hinten zuschlagen wollte.

Sina bemerkte den Angriff und sprang zur Seite. Als sie mit einem Abstand von dem Angriff landete, kam der Angriff von oben mit zwei Fäusten. Wieder sprang sie zur Seite und der Faustroboter zerstörte den kompletten Boden und sackte tiefer rein. „Himmel, sie wollen nicht, dass ich selber zum Angriff komme.“ murmelt Sina.

Von der Seite kam eine Hellebarde angeflogen und Sina wich dem Angriff nur wenige Zentimeter aus. Nun schlug Sina mit Blutklinge zu und halbierte die Hellebarde von der Stange ab. Anschließend setzte sie „Schwertwirbel“ ein. Der Roboter wollte von ihr wegspringen, aber da war es schon zu spät, er wird in viele Teile zerlegt.

Ein Morgenstern kam wieder angeflogen, diesmal aber wich Sina dem Angriff nicht aus, sondern trat auf den Morgenstern und schleuderte ihn zurück zum Besitzer, der darauf vom Angriff wegflog und in ein Gebäude krachte.

Die Heldin spürte, wie etwas auf ihren Rücken flog und sprang zur Seite. Es war der Axtroboter und der schlug wieder nach Sina. „Allesschneider!“ rief Sina und eine rote brennende Linie ging durch die Axt sowie den Roboter und ein weiterer Roboter wurde zerstört. „Bleibt nur der mit den Fäusten…?“ und Sina schaute nach oben, wie ein kleiner Punkt immer größer wurde.

Mit eine rasende Geschwindigkeit fliegt der Faustroboter auf Sina zu. Sina sah in kommen und fragte sich, was der Sinn dieses Angriffes ist und aktiviert wieder „Allesschneider“. Die Attacke flog genau auf den Roboter zu und halbierte ihn, aber… zu spät verstand Sina den Angriff und die Trümmerteile flogen mit hoher Geschwindigkeit auf Sina zu.

Sie wollte noch Schwertwirbel einsetzen, aber ein Angriff von der Seite lenkte ihre Aufmerksamkeit ab und sie wird mit voller Kraft von einem Morgenstern getroffen. Der Angriff schleudert Sina in ein Gebäude und die Trümmerteile verfehlen ihr Ziel.

„Hab ich dich endlich erwischt.“ schnaufte der Pilot in seinem Mech. Der Angriff hat die Kapsel, wo er den Mech steuert, stark zerdrückt, aber das hielt in nicht davon ab, sein Vaterland zu schützen. Dann sah er auf dem Monitor, wie die Frau aus dem Trümmern des Hauses herauskam. Ihr seltsames Lederoutfit war an einer Seite zerstört und man sah, dass sie ziemlich blutig war, aber ansonsten zeigte die Frau keinerlei Anzeichen, dass es sie störte.

„W… was.. ist sie?!“ fluchte der Pilot und wollte mit seinem Morgenstern angreifen, aber die Frau verschwand auf einmal von seinem Blickfeld. „Huh?“ und dann schrie der Pilot, als etwas durch seine Brust stach.

Sina ist so schnell hinter den Rücken des Roboters gerannt und hat von hinten zugestochen. Sie hörte jemanden schreien und als sie Blutklinge herauszog, war da Blut an ihrer Klinge. Dann sprang sie vom Roboter weg und wartete ab, ob der Pilot noch kämpfen kann, aber der Roboter fällt nur nach vorne und rührte sich nicht mehr.

„Puh, der Angriff hat gesessen.“ und Sina schaute auf ihre Wunde an, aber sie sind größtenteils wieder verheilt. Die Soldaten, die den Kampf beobachtet haben rannten nun panisch weg. Wenn ihre stärkste Waffe nicht gewinnen kann, dann können einfache Fußsoldaten es erst recht nicht. Sina machte sich wieder auf den Weg.

Forschungsanlage:

„Das darf doch nicht wahr sein… Sie hat alle Mechs zerstört…“ sagte General Morne im Unglauben und die Wissenschaftler waren ebenso schweigsam.

„Die Waffe, die den Krieg gewinnen sollte, wurde einfach so zerstört…“ wiederholte sich Morne. Dann hielt er kurz inne, als müsste er eine Entscheidung fällen.

„Lass Projekt Hydra frei.“ befahl er und die Wissenschaftler reagierten schockiert. Der Abteilungsleiter widersprach dem Befehl:

„General Morne, wir haben keinerlei Kontrolle über dieses Subjekt! Wenn wir das freilassen, zerstört es alles was es sieht, inklusive die Burg und die Stadt!“

„Dann schlagen sie mir was besseres vor!“ schimpft Morne mit rotem Kopf.

„Kennen wir die Gründe für den Angriff? Das einzige was mir auffällt ist, dass die Frau nur die Soldaten und Panzer zerstört, die ihr im Weg stehen, ansonsten läuft sie zur Burg. Wir sollten versuchen, mit ihr zu reden!“

„Wie sind sie eigentlich Abteilungsleiter geworden mit so einer bescheuerten Idee? Lassen sie SOFORT Projekt Hydra frei wenn euch euer Leben lieb ist!“ drohte General Mohn.

Der Abteilungsleiter wurde blass und schweigsam, dann nickte er zu seinen Leuten, dass sie den Schalter betätigen sollten.

Kapitel 83

Ich bin wiedergeboren und die Welt ist im Chaos?

Fanfoss, Villa von Sina:

„Ihr macht einen wirklich leckeren Tee Suki.“ dankt Ma Shi, während Keya und Ascal ihm zustimmen.

„Nichts zu danken. Es gehört zu meinen Pflichten.“ verbeugte sich Suki und verlässt das Zimmer. Alle drei genießen noch einmal den Tee, bevor Keya das Gespräch startet. „Bald müsste Sina in der Hauptstadt sein oder?“

„Vermutlich. Haben wir uns eigentlich Gedanken gemacht, was wir machen wollen, sollte Sina den Beweis bringen, dass das Kaiserreich wirklich die Gildenmeister gefangen genommen hat?“ wundert sich Ascal.

„Nein, nicht wirklich. Das einzige was wir machen können ist, dass wir alle Gildenhäuser im Reich schließen lassen um das Personal auf unsere Seite zu holen, ebenso die Abenteurer. Wir haben leider nicht die nötigen Druckmittel, um den Kaiser beziehungsweise eher den Prinz Leonardo unter Druck zu setzen.“ schüttelt Ma Shi den Kopf.

Auf einmal blinkt ein Übertragungszauberstein auf dem Tisch von Ma Shi. Verwundert stand er auf und aktivierte ihn. Alle Gildenmeister sahen nun das Bild von einem Mann mit einer blutigen Nase und weitere Wunden im Gesicht. Im Hintergrund hörte man laute Sirenen.

„Hier spricht Marcel. Ich bin der Stellvertreter aus dem Gildenhaus Ascot, spreche ich mit Ma Shi?“ fragte der Mann unter Schmerzen. Alle Gildenmeister schauten sich verwundert an. Keya trank wieder ihren Tee, während Ma Shi sich vorstellte.

„Ma Shi bin ich, Gildenmeister aus Fanfoss. Wie kann ich euch helfen?“

„Ihr müsst sofort Sina aufhalten, sie greift gerade das Militär an!!!“ schrie Marcel. Keya spuckte ihren Tee ins Gesicht von Ascal, während sein Unterkiefer auf dem Boden landete.

„Sie hat was?!“ schrie Ma Shi zurück.

„Ich sagte, Sina greift das Militär an. Eine Spezialeinheit wollte sie festnehmen und Sina hat sie alle umgebracht, nun greift sie das Militär an um ihre Freundin zu retten, die sie scheinbar festnehmen konnten.“ berichtet Marcel.

Ma Shi schlägt sich die Hände vors Gesicht. Daran haben sie nicht gedacht. Während bei Sina vermutlich keine Probleme passiert wären, trifft das auf Sherry nicht wirklich zu.

„Ma Shi, ich bitte euch. Ihr müsst was unternehmen!“ flehte Marcel.

„Es tut mir leid, aber… ich kann nichts machen. Wenn Sina einmal loslegt, gibt es niemanden auf der Welt, der sie aufhalten könnte außer die Freundin, die Sherry heißt. Wisst ihr warum man versucht hat, sie beiden zu verhaften?“ schüttelt Ma Shi den Kopf und Marcel wurde nur noch blasser als er es schon ohnehin ist.

„Nein. Sie hat einen dieser Männer in mein Haus rein geworfen, mich zusammengeschlagen für Antworten und ging dann zum Militär. Die Sirene, die ihr hört ist das Alarmsignal, dass sie angegriffen werden!“ berichtet Marcel.

„Was für Antworten wollte sie?“ fragte Keya nun, nachdem sie sich vom Schock erholt hat. Man sah Marcel an, dass er sich lieber die Zunge abbeißen würde.

„Sie wollte wissen wo die Gildenmeister sind und… habe ihr erklärt dass man sie alle verhaften ließ auf Befehl von Prinz Leonardo. Er wollte, dass alle Abenteurer in das Militär kommen, aber die Gildenmeister haben sich gemeinsam geweigert.“ erzählt Marcel es gepresst.

„Dann ist Prinz Leonardo wahnsinniger als man den Gerüchten glauben kann…“ murmelt Keya.

„Was sollen wir denn nun tun? Wenn das Militär Sina getötet hat, werden sie als nächstes die Gilden der Abenteurer angreifen!“ tränte Marcel.

„Ich würde euch raten, euch zu verstecken und abzuwarten, wie der Kampf mit Sina verläuft.“ beruhigt ihn Ma Shi, dem keine andere Wahl blieb.

„Dann… bin ich verloren.“ verabschiedete sich Marcel und die Übertragung wurde unterbrochen.

„Das hat ja wirklich nicht lange gedauert, also der Krieg mit Sina.“ schüttelt Ascal den Kopf.

„Wie sehen die Chancen aus, das Sina ihre Freundin rettet?“ fragt Keya.

„Keine Ahnung, aber sollte Sina Sherry nicht retten können… Ich kann es mir nicht mal vorstellen, was dann passiert.“ weigert Ma Shi sich darüber Gedanken zu machen.

Bevor die Sirene losging:

Sherry wurde in das Zimmer vom Prinz Leonardo gezogen. Sie sah einen jungen Mann in Ritterrüstung, der ein Glas Wein hielt. Sie wurde mit einer Halskette an der Wand angebunden und konnte sich nicht mehr vom Ort bewegen.

Leonardo riss begeistert seine Augen auf, als er Sherry und ihre blauen Haare sah. „Wunderbar, wirklich. Ihr wisst genau, was ich will. Nun dürft ihr gehen.“ Die Männer salutierten und verließen alle das Zimmer.

Der Prinz stand auf und ging zu Sherry, die versuchte von ihm wegzukommen, es aber durch die Halskette nicht schaffte.

„Na na meine Liebe. Nicht so schüchtern, ich will euch doch nichts böses.“ flüstert Leonardo mit wahnsinnigen Augen, während er die Haare von Sherry streichelt. Sherry versuchte durch die Mundbinde zu schreien, aber damit erreichte sie nur, das Leonardo lachte.

„Ihr könnt soviel schreien wie ihr wollt. Keiner wird uns hören und umgekehrt hören wir nichts von draußen. Ich habe einen Zauber in diesem Zimmer anbringen lassen, der dies bewerkstelligt. Wisst ihr, ich habe ein sehr… interessantes Hobby und manche meiner… Gäste haben irgendwie ein Problem damit.“ erklärt Leonardo.

Er ließ von Sherry ab und betrachtete sie von oben bis unten wie ein Metzger. Dann nickte er und ging zu einem geheimen Schalter in der Wand. Dann öffnete sich ein weiteres Zimmer und Gestank kam von dort. Sherry konnte zuerst nicht richtig erkennen, was im Zimmer war bis sie auf einmal mit voller Kraft versuchte zu schreien und ihre Fesseln zu lösen, dabei weinte sie fürchterlich.

„Seht ihr, deswegen diesen Zauber.“ schüttelt Prinz Leonardo traurig den Kopf, dass wieder niemand seine Kunst zu schätzen weiß.

Königreich Efrana, Burg Ryre:

Friedrich, Simon und der König Karl-Horst diskutierten über die leeren Posten, die es noch zu besetzen galt.

„Nun, die wichtigsten Posten sind wieder mit fähigen Leuten besetzt. Der Vorschlag von Sina hat schon was gebracht, auch mal im Volk zu schauen.“ meint Simon.

„Das stimmt in der Tat. Die restlichen Adeligen müssen erst mal mein Vertrauen wieder gewinnen, bevor sie irgendetwas bekommen.“ nickt der König.

„Wie machen sich die Fortschritte mit Ralph Friedrich?“ fragte Simon.

„Erstaunlicherweise ziemlich gut. Der Junge benutzt seinen Kopf im Kampf und die Morgenübungen kann er auch mithalten. Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass er ein guter Kämpfer wird. Vielleicht sollten wir überlegen, ihn in eine Schule zu schicken, wo er lernen kann, wie man Soldaten führen kann. Mein Eindruck ist, dass er ein guter General werden könnte. Natürlich muss mein Sohn zustimmen.“ erzählt Friedrich stolz.

„Und… naja, Themba lässt keine Gelegenheit aus, ihn zu besuchen. Nicht das sie stört, aber irgendwie gibt sie ihm immer die Motivation, mehr aus sich herauszuholen.“ grinst Friedrich und sein Freund Karl rollt mit den Augen.

„Ach komm schon Karl, jemand besseres könnte deine Tochter doch nicht finden. Ich frage mich ernsthaft, wer zuerst die Liebe gesteht, wobei ich darauf tippe, dass es Themba sein wird, wenn ich daran denke wie das mit deiner Frau war.“ überlegt Simon laut.

„Du bewegst dich auf ganz dünnem Eis Simon, weißt du das?“ lächelt der König mit blitzenden Augen.

Auf einmal wird die Tür aufgerissen und ein Offizier trat ein. „Entschuldigung die Störung, aber ich habe wichtige Informationen aus dem Kaiserreich!“

„Berichte!“ verlangte der König zu Wissen.

„Vor wenigen Minuten wurde die Hauptstadt Ascot angegriffen und ein Tor zum Militärgebiet zerstört. Die ganze Hauptstadt steht unter Alarm.“ erklärt der Offizier.

„Im Kaiserreich und ausgerechnet in der Hauptstadt findet ein Angriff statt?“ wundert Simon sich und der Offizier nickte.

„In der Tat. Der Angreifer soll eine Frau mit komischem Outfit sein die zwei schmale Klingen führt. Der Grund ist bisher noch nicht ersichtlich…? Meine Herren?“ wollte der Offizier seinen Bericht fortführen, aber alle Männer haben sich die Hände ins Gesicht geschlagen.

„Ich kenne nur eine Person, die auf diese Beschreibung zutrifft.“ murmelt Friedrich. „Echt? Ich dachte auch an jemand spezielles.“ stimmte Simon zu.

„Was auf alles in der Welt macht Sina in der Hauptstadt und greift das Militär an?!“ dachte der König laut.

„Ich schlage vor, dass wir die Grenzen zum Kaiserreich verstärken. Ich traue Sina alles zu, aber… wir sollten besser vorbereitet sein.“ schlägt Friedrich vor.

„Besser ist das…“ stimmte der König zu.

Als die Sirene losging:

Prinzessin Emilia war in ihrem Zimmer, als auf einmal die Sirene losging. „Ein Angriff auf uns?!“ wundert Emilia sich und geht zum Fenster. Sie nahm ein Fernrohr und suchte nach der Ursache, bis sie sie fand.

„Ein Tor wurde zerstört und was ist das für eine breite Spur der Zerstörung auf der Straße?“ murmelt Emilia mit sich selber.

Auf einmal klopfte es an der Tür ein Soldat trat ein und salutierte. „Prinzessin Emilia, wir müssen sie bitten in den Schutzraum zu gehen.“

„Dazu müsstet ihr mich schon in Ketten legen, damit ich in diesen Raum gehe. Was ist mit meinem Bruder?“ lehnt Emilia ab.

„Er… ist mitten in einer Befragung und hat angeordnet, dass die Generäle das Problem angehen sollen. Wir haben daher nur die besten Soldaten vor seiner Tür stehen.“ erklärt der Soldat nervös.

„Wie kann er mitten in einem Angriff die Befragung vorziehen!? Wir werden angegriffen!“ schimpft Emilia. „Was ist mit Vater? Seit mein lieber Bruder angeordnet hat, dass niemand sein Zimmer betreten darf, kenne ich nicht mal seinen Zustand!“

„Keine Sorge, der Kaiser hat ebenso seine Wachen. Der Feind wird es nicht schaffen, soweit zu kommen.“ versuchte der Soldat die Prinzessin zu beruhigen.

„Echt? Da ist aber gerade ein Tor zerstört worden. Ich hoffe für euch, dass ihr auch Übungen gemacht habt für eine Verteidigung!“ meint Emilia.

Forschungsanlage:

Die Sirenen laufen überall und die Wissenschaftler sind in Panik. General Morne betrat das Zimmer des Abteilungsleiters. „Können die Mechs besetzt werden?“ verlangte er sofort zu wissen.

„Erm, klar jederzeit. Die Piloten warten eigentlich nur auf euren Befehl.“ kam die Antwort.

„Dann sollen die Piloten sie besetzen und sofort zur Verteidigung rausgehen. Wir wissen nicht, wer und was uns angreift, aber es war stark genug ein Tor zu zerstören!“ befahl Morne.

„Wie ihr wünscht.“

Kapitel 82

Ich bin wiedergeboren und laufe Amok?

In der Zeit, wo Sina sich auf die Suche nach der Gaststätte „Zum blutigen Säufer“ aufmacht, haben die maskierten Männer Sherry in die Burg Starm gebracht. Zum ihrem Leidwesen wurde Sherry scheinbar schnell wieder wach und wehrte sich mit Hand und Füßen.

Man legte sie in Ketten und setze eine Knebel ein, weil sie nicht aufhörte zu schreien. Aufgrund das Sherry ihre Hände nicht benutzen kann, ist sie nicht in der Lage mit Gesten ihre Magie einzusetzen. Sie zehrte an den Ketten, bis einer der Männer die Geduld verlor und sie ohrfeigte.

„Bist du endlich mal still, du dämliches Weib?!“ schimpfte der Mann und zog sie weiter an den Ketten zum Zimmer des Prinzen, bis sie von einer Frau aufgehalten wird.

„Männer, was hat das zu bedeuten?!“ verlangte Prinzessin Emilia zu wissen. Die Männer gaben einen stillen Fluch ab, dass ausgerechnet sie sich in den Weg stellt.

„Prinzessin Emilia, ich bitte um Entschuldigung, aber diese Frau wurde als Spionin enttarnt und wird zur Befragung zum Prinz Leonardo gebracht.“ log einer der Männer.

„Seit wann übernimmt mein Bruder die Befragung? Dafür gibt es eine spezielle Einrichtung auf dem Gelände mit ausgebildeten Mitarbeitern.“ wundert sich die Prinzessin.

„Anordnung von Prinz Leonardo höchstpersönlich. Wir setzen nur die Befehle um.“ log der Mann weiter, aber Sherry machte wieder Theater.

„Aha und sie soll eine Spionin sein? Sie sieht mir eher aus wie eine verängstigte Frau aus, die ihr auf der Straße aufgegriffen habt.“ sagt Prinzessin Emilia die ziemlich nah an der Wahrheit war und Sherry nickte ihr zustimmend.

„Bedaure, aber… wir können die Befehle nicht ignorieren. Wenn sie bitte Platz machen würden.“ und die Männer zogen Sherry weiter.

„Sagt meinen Bruder, dass ich ihn bald sprechen werde!“ rief Prinzessin Emilia wütend. „Jeden Tag werden Personen zu meinen Bruder geschickt, was passiert nur in seinen Zimmer?“ dachte Emilia wütend.

Sina hat die Gaststätte schnell gefunden und trat ein. Das erste was Sina sah war, dass der Eingangsbereich komplett nass war und ein dicker Mann am wischen war.

„Oh, Entschuldigung, ich habe sie nicht bemerkt. Machen sie sich über das Wasser keine Gedanken, einer der Gäste hat einen Eimer Wasser fallen gelassen und nun muss ich es wegwischen… Wie kann ich ihnen helfen?“ fragte der dicke Mann freundlich, aber leicht nervös, als er sich hinter den Tresen stellte.

„Keine Sorge, ich habe schon schlimmeres gesehen. Meine Freundin müsste hier ein Zimmer reserviert haben, eine Dame meines Alters mit blauen Haaren.“ erklärt Sina und der Wirt wurde blass.

„Eh… *hust* Bedaure, aber so eine reizende Dame war bisher noch nicht hier gewesen.“ schwitzt der Mann nur nervöses, was Sina skeptisch machte.

„So? Und warum sind sie nervöser geworden, nachdem ich sie beschrieben haben?“ hakte Sina nach.

„Das braucht sie nicht zu interessieren. Sie sind festgenommen.“ sprach jemand hinter Sina. Sie drehte sich um und sah maskierte Männer, während der Wirt ein Deja-vu erlebt.

„Ho? Wer seid ihr Knalltüten denn eigentlich?“ wundert Sina sich, aber rechnet mit Ärger.

„Wie gesagt, das braucht sie nicht zu interessieren. Sie sind festgenommen wegen Spionage im Kaiserreich. Männer nehmt sie fest.“ befahl der Sprecher und drei Männer gingen auf Sina zu.

Als sie fast bei Sina waren, lächelt Sina nur müde und schlug den ersten Mann ins Gesicht. Der flog direkt durch die Eingangstür auf die Straße, die Tür hat er mit sich gerissen. Dem anderen Mann packte sie an die Kehle, als sie auf einmal was auf sich zugeflogen sah und es sich mit der freien Hand schnappte.

„Hmm? Eine Nadel?“ wundert Sina sich, als sie einen Mann mit einem Blasrohr sah. „Ich verstehe, Betäubungsnadeln oder?“ und brach dem Mann in der anderen Hand das Genick, anschließend warf sie den Toten auf den Mann mit dem Blasrohr.

Während des Wurfes, schnappte sich Sina den dritten Mann und drehte seinen Kopf um 180° und er fiel tot zur Seite. Blieben nur noch der Sprecher und der Mann mit dem Blasrohr, der versuchte seinen toten Kameraden zur Seite zu schieben.

„Ihr… ihr wehrt euch!“ stottert der Sprecher und Sina musste lachen. „Aber sicher das. Ich werde mich doch nicht von irgendwelchen Clowns festnehmen lassen. Spionage? Als nächstes sagt ihr noch, dass ich den Kaiser getötet habe!“

Der Sprecher wollte flüchten, aber… Sina war direkt hinter ihm und packte ihn am Hals. „Ich weiß zwar nicht genau was das Theater soll, aber ihr werdet bestimmt nicht lebend davon kommen.“ und man hörte das Brechen von Knochen. Der Sprecher hat ebenso nun sein Leben verloren.

Blieb nur noch der Mann mit dem Blasrohr. Er war schockiert über den schnellen Tod seiner Kameraden und hat vergessen zu flüchten. Sina nahm das verlorene Blasrohr vom Boden auf und ging zu dem liegenden Mann, der um sein Leben bettelte. Aber das interessierte sie nicht wirklich und rammte mit voller Kraft das Rohr in sein Ohr. Der Mann zuckte noch ein bisschen bis er sein Leben aushauchte.

„Soo Wirt, nun wollen wir nochmal auf meine Frage zurückkommen. Ihr seid sicher das meine Freundin nicht hier war?“ fragte Sina mit einem düsteren Lächeln im Gesicht.

„Ahh… ah… Eh… Mit blauen Haaren? Doch sie war hier. Sie wurde von diesen Männer mitgenommen, aber mehr weiß ich wirklich nicht! Bitte, lassen sie mich am Leben!“ bettelt der Wirt.

„Verstehe…“ und Sina verlässt die Gaststätte. Auf der Straße standen viele Bewohner und wunderten sich was vorgefallen ist und ob der bewusstlose Mann mit der Maske Hilfe braucht.

Die Meute sah, wie Sina auf den Mann zulief und ihm die Maske vom Gesicht runter riss. Der Mann hatte auffällige Tätowierungen im Gesicht, dessen Bedeutung Sina aber nicht kannte.

„Hey, kennt wer diese Leute?“ rief Sina in die Menge, aber keiner gab ein Mucks von sich. Sina seufzte nur und zog den Mann am Bein. Die Menge machte ihr sofort Platz, unwissend wo Sina hingeht.

„Wenn das Volk nicht sprechen will, dann nur die Abenteurer…“ murmelt Sina. Diesmal wusste Sina wo die Gilde stand und rannte mehr oder weniger, dabei war es ihr egal, ob der maskierte Mann dabei unterwegs draufgeht.

Es dauerte nicht lange, da sah sie schon die Gilde. Der Mann war noch immer bewusstlos, aber die Wut von Sina ist mit der Zeit weiter angestiegen. Als sie nah genug war, warf sie den Mann durch die Eingangstür der Gilde, die sofort kaputt ging.

Sina betrat die Gilde und sah, wie die Dame schockiert ihre Augen aufgerissen hat und das Marcel ebenso angerannt kam.

„Was hat das zu bedeuten?!“ schrie Marcel.

„Sagen sie mir es. Diese Männer wollten mich für irgendeinen Blödsinn festnehmen und sind bei ihrem Einsatz ums Leben gekommen. Ich bin mit einer Partnerin heute gekommen und sie wurde von solchen maskierten Männern festgenommen. Keiner will mir sagen, wer sie genau sind, also frage ich sie!“ erklärte Sina.

„Das ist eine Spezialeinheit des Militärs und ihr sagt, ihr habt sie getötet?!“ schrie Marcel ziemlich blass.

„Ah, das Militär? Sind es die Männer, die die Gildenmeister „verschwinden“ ließen?“ hakte Sina nach.

„Ich… sage dazu nichts!“ schwieg Marcel wieder und Sina hatte keine Zeit für diese Spielchen. Sie ging zu Marcel und schlug ihm mitten ins Gesicht. Er flog mit voller Geschwindigkeit in eine Holzwand rein und zerstörte diese.

Die Empfangsdame schrie und versteckte sich hinter ihrem Tresen. Sina ging zum Stellvertreter und zog ihn zu sich hoch.

„Hör mir genau zu, sonst wird es dein letzter Tag sein, den du heute siehst. Du sagst mir jetzt sofort, was hier eigentlich los ist und wo die Gildenmeister sind, denn dort wird meine Freundin mit hoher Wahrscheinlichkeit auch sein!“ drohte Sina.

„Gnnn… Ok! Ich sage es! Prinz Leonardo wollte alle Abenteurer zum Militär zwangsverpflichten und hat die Gildenmeister dazu aufgefordert, dies umzusetzen. Aber sie haben das Spiel nicht mitgemacht und auf ihre Neutralität gepocht.

Daraufhin ließ der Prinz sie alle festnehmen und hat mich sowie den anderen Stellvertretern nahegelegt, den Mund zu halten und diese Aufgabe zu übernehmen, wenn uns unser Leben lieb ist!“ schrie Marcel vor Angst.

„Aha und wo sollen sie nun genau sein?“ wollte Sina wissen.

„Ich weiß es nicht, aber sie wurden alle auf das Militärgelände gebracht und seitdem haben wir von ihnen nichts mehr gehört…“ tränte Marcel nun.

„Ihr seid ein widerlicher Feigling. Ihr hättet das viel früher den anderen Gildenmeistern sagen müssen! Glaubt ihr wirklich, dass wir uns sowas gefallen lassen würden?! Egal, nun bin ich hier und befreie meine Freundin!“ und Sina lässt Marcel los, der auf den Boden plumpste.

„Warte, seid ihr wahnsinnig? Ihr wollt euch mit der versammelten Armee des Kaiserreichs anlegen? Euch eilt ein Ruf voraus, aber das ist blanker Selbstmord zumal ihr alle Abenteurer zum Tode verurteilt!“ rief Marcel.

„Welche Abenteurer? Die sind doch alle schon weg. Ihr werdet mich nicht aufhalten!“ warf Sina Marcel einen eiskalten Blick zu, dass er sich fast in die Hose gemacht hätte. „Bevor ich vergesse, wo ist der nächste Eingang in das Gelände?“

„… ARGHHH MEIN BEIN!“ schrie Marcel als er sich weigerte, Sina die nötige Auskunft zu geben und ihm das Bein brach.

„Ich habe eine Frage gestellt oder? Je länger ihr mich warten lasst, desto mehr werdet ihr leiden!“ drohte Sina.

„Gnrrhhhh… sobald ihr rausgeht, folgt den Weg nach Osten der Mauer entlang, ihr werdet es nicht verfehlen können…“ knirschte Marcel die Worte heraus und Sina ging ohne Abschied aus der Gilde.

Die Dame ging auf Marcel zu. „Was sollen wir tun?“ fragte sie panisch. „Urgh, holt mir einen Heilstein und helft mir eine Übertragung zu dem Gildenmeister in Fanfoss aufzubauen. Wenn jemand Sina aufhalten kann, dann vielleicht nur er…“ antwortet Marcel unter Schmerzen.

In der Zeit suchte Sina den Eingang nach der Beschreibung von Marcel und wurde auch schnell fündig. Sie überlegte kurz, ob sie fragen sollte, aber das wäre nur Zeitverschwendung. Die Armee ist ihr Feind geworden, den sie vernichten muss.

Sie zog Blutklinge und Murtair aus dem Inventar und stellte sich mit einer gewissen Entfernung vor das Tor, das stark von Militärmännern bewacht wird.

„Testen wir mal, ob ich diese Fähigkeit gleich zweimal anwenden kann…“ murmelt Sina. „Allesschneider“ „Allesschneider und beide Katanas fingen an zu glühen. Sie sammelte ihre Energie wie beim Skelettdrachen, damit der Schaden größer ist.

In der Zeit fiel den Wachmännern auf, dass eine Frau zwei schmale Schwerter dem Himmel entgegenstreckte, während sie selber rot glühen. „Was macht sie da?“ fragte sich eine der Wachen.

Sina hat genug Energie für diese Fähigkeit gesammelt und lässt sie beide gleichzeitig los. Zwei riesige rote Linien verließen die Katanas und rasten mit einer hohen Geschwindigkeit auf das Tor zu. Die Wachmänner sahen den Angriff und sprangen alle panisch zur Seite. Die Fähigkeit hinterließ eine tiefe Spur auf der Straße und erreichte das Tor, dass mit einem lauten Krachen zerstört wurde. Aber die Fähigkeit drang weiter in das Gelände ein und zerstörte noch einiges mehr darin.

Das große Tor brach in sich zusammen und der Weg war für Sina frei. Sofort ertönte eine laute Sirene, die anders klang als die vom Königreich.

„Achtung, das Ost-Tor wird angegriffen. Das ist keine Übung! Ich wiederhole, das Ost-Tor wird angegriffen!“ sprach ein Sprecher mit einem Verstärkungszauber, dass man in der gesamten Hauptstadt hören konnte.

„Dann wollen wir mal meine Freundin befreien!“

Kapitel 81

Ich bin wiedergeboren und teile mit Sherry die Aufgaben?

Die Bande wurden zerschlagen, die Überlebenden zurückgelassen, die Reise ging weiter für die Gruppe.

„Morgen sollten wir die Hauptstadt erreicht haben. Ich bin euch von Herzen dankbar, dass ihr mich begleitet habt. Ihr werdet bestimmt eine Unterkunft in der Hauptstadt benötigen oder?“ fragte Hassan.

„Das ist richtig. Wir werden in den nächsten Tagen einiges an Arbeit dort haben.“ nickt Sina, während Sherry sich nun ausruhte, der Einsatz der Magie hat sie doch etwas erschöpft.

„Geht zur Gaststätte „Zum blutigen Säufer“. Dort ist ein guter Freund von mir. Sagt ihm, dass ihr von mir geschickt wurdet und er wird euch das beste Zimmer und Essen zur Verfügung stellen.“ bot Hassan an.

„Das ist aber sehr freundlich von euch Hassan.“ dankte Sina für das Angebot, eine Sorge weniger zu haben.

„Nichts zu danken, ihr habt allen Händlern einen großen Gefallen getan, indem ihr die Banditen fast komplett besiegt habt. Damit sollte die Straße wieder etwas sicherer sein für die Zukunft.“ erklärt Hassan.

„Nun, hoffentlich übernehmen die anderen Abenteurer wieder die Aufgaben. Vielleicht kann ich ja im Gildenhaus was klären.“ und beobachtet mit Sherrys Fernrohr die Straße.

Am nächsten Tag erreichten sie die Hauptstadt Ascot. Von weitem konnte man die riesige Stadt sehen mit der Burg Starm und das weitläufige Militärgebiet.

„Täusche ich mich oder ist das Militärgebiet größer als die Stadt?“ wundert Sherry sich. Selbst Sina hat den Eindruck, vor allem ist die Burg mitten in diesem Gebiet drin.

„Das ist richtig. Fast jährlich werden immer mehr Gebäude errichtet, die unterschiedliche Funktionen haben, aber Näheres weiß man nur, wenn man selbst ein Angehöriger des Militärs ist. Das größte Gebäude soll angeblich ein Forschungslabor sein, dass mit einer Werkstatt kombiniert ist. Angeblich sieht man auch Monster, die in andere Gebäude transportiert werden. Ich selber will es nicht so genau wissen, was sie dort erforschen.“ meinte Hassan.

„Hmm, wenn ich eine Wette abschließen müsste, gewinnt das Kaiserreich gegen das Königreich. Sie sind viel fortgeschrittener als Efranas Militär, ich muss es ja wissen.“ blitze ein Auge von Sina auf als sie daran dachte, wie Sie mit Fäusten eine Armee besiegt hat. „Eigenlob stinkt.“ kommentiert Sherry nur.

Nicht mehr lange und sie waren in der Hauptstadt. Hassan belohnte beide Damen mit einer Goldmünze und verabschiedet sich von ihnen.

„Sind wir doch schneller in der Hauptstadt angekommen, als erwartet. Ich dachte immer, Alliancia sei der größte Kontinent, aber…“ grübelt Sina. „Nun, es kommt immer darauf an, welchen Weg man nimmt. Zu Fuß dauert die Reise immer länger, als wenn man eine Kutsche hat.“ erklärt Sherry.

„Nun, was sollen wir jetzt machen? Der Tag ist noch relativ früh.“ fragte Sherry.

„Hmm, ich schlage vor, du suchst die Gaststätte auf und reservierst schon mal ein Zimmer. Ich gehe direkt zum Gildenhaus und kündige mich an. Ich bezweifle, dass sie sich über meinen Besuch freuen werden.“ schlägt Sina vor.

„Ok, machen wir das. Lass uns dann in der Gaststätte treffen und die Stadt ein bisschen besichtigen. Ich will das ungern allein machen. Ist dir schon aufgefallen, dass alle Bewohner… ziemlich verängstigt wirken? Als würde jedem Moment was passieren.“ spricht Sherry das Offensichtliche an.

„Und wie, vor allem, wenn diese uniformierten Typen herummarschieren, machen sie sofort Platz und halten ihr Gesicht nach unten gerichtet. Solltest du mich suchen, einfach nur dem Geschrei folgen, ich dürfte dann auch nicht allzu weit sein.“ grinst Sina. „Ok, dann suche ich mal das Gildenhaus, bis nachher Sherry.“ und verlässt Sherry.

„Mal schauen, wo finde ich die Gaststätte…“ murmelt Sherry, während sie aus dem Hintergrund von maskierten Typen beobachtet wird.

„Bei der Göttin, endlich haben wir eine Person gefunden die blaue Haare hat.“ murmelt einer der Männer.

„Ok, folgender Plan. Drei von uns folgen unserer Zielperson, während der Rest die andere Frau in diesem komischen Lederoutfit verfolgt. Wenn ihr euch sicher seid, dass ihr zuschlagen könnt, wartet nicht auf die anderen. Der… Kunde wird ungeduldig.“ erläutert der Anführer den Plan und alle Männer nickten.

Gut eine Stunde später fand Sherry die Gaststätte „Zum blutigen Säufer“. Sie trat ein und wird von einem dicken Mann begrüßt. „Herzlich willkommen. Wie kann ich ihnen helfen? Benötigen sie frisches Essen und ein leckeres Getränk oder möchten sie bei uns übernachten? Wir bieten und haben alles!“

„Eh… Hallo, ich bräuchte ein Zimmer für zwei Personen, dazu Essen, aber das können wir auch später besprechen. Ich soll ihnen ausrichten, dass wir von Hassan geschickt wurden.“ erklärt Sherry.

„Ah Hassan der alte Gauner ist auch wieder in der Stadt? Dann müsst ihr was besonderes sein, Hassan erlaubt nicht jedem diesen Gefallen. Ein Zimmer mit zwei Betten wünscht ihr? Dann werde ich das beste für euch…“ wollte der Wirt lächeln sagen, als er auf einmal extrem blass wurde.

Sherry wundert sich und dreht sich um. Sie sah drei Männer mit Uniform sowie schwarzen Masken. „Ihr werdet heute kein Zimmer brauchen. Ihr seid verhaftet!“ sagte einer der Männer.

„Eh?! Aus welchen Gründen?“ fragte Sherry misstrauisch. Zwei Männer gingen auf sie zu. „Das ist unwichtig. Ihr seid es, die uns Fragen beantworten werdet!“ antwortet der Sprecher.

Als die Männer fast bei ihr waren, machte Sherry eine Geste und eine Wassersäule lässt beide Männer zur Decke krachen. „Erst müsst ihr mich besiegen!“ schrie Sherry, als auf einmal eine Nadel sie am Hals trifft. Sherry wurde ganz schwindelig und fiel dann zu Boden.

Einer der Männer hat mit einem Blasrohr und einer Betäubungsnadel Sherry ausgeschaltet. „Verdammt, wie hat sie das gemacht?“ murmelt einer der getroffenen Männer der Wassersäule.

„Das ist egal, wir haben sie. Sie haben nichts gesehen oder gehört, richtig?“ droht der Sprecher den Wirt, der verschwitzt den Kopf schüttelt.

Zur gleichen Zeit:

Sina fand das Gildenhaus, das nun wirklich am anderen Ende der Stadt lag. „Puh, endlich. Hoffentlich ist die Gaststätte nicht so weit weg. Was haben sie sich über diesen Standort eigentlich gedacht?“ nörgelt Sina.

Sina betrat das Gildenhaus und erwartete, dass hier viele Abenteurer und Rezeptionisten arbeiten wie in Fanfoss, aber hier war das eher das Gegenteil. Fast komplett leer und Sina sah nur eine Rezeptionistin, die am Stricken war.

Verwundert ging Sina zu der Frau und legte ihre Abenteurerkarte hin. „Seid gegrüßt, ist der Gildenmeister ansprechbar?“ fragt Sina.

Die Frau nahm ihre Augen vom Stricken nicht herunter und gab nur die Antwort: „Bedaure, aber er ist außer Haus, versuchen sie es das nächste Mal wieder.“

Die Heldin zahlreicher Schlachten verlor jetzt schon ihre Geduld. Sie knallte mit der Handfläche auf den Tresen, was die Rezeptionistin fast vom Stuhl schmiss.

„Gute Dame, ihr werdet jetzt folgendes tun. Ihr schaut euch meine Karte an, geht zum nächst höchsten Mitarbeiter dieses Hauses, das wäre der stellvertretende Gildenmeister und kündigt mich an. Sollte ich noch einmal, wirklich noch einmal, so eine Antwort bekommen, stecke ich diese Stricknadeln dahin, wo es richtig weh tut!“ drohte Sina.

Die Frau stand auf und schaute auf die Karte, sie wurde sofort blass. „Erm… *hust* Entschuldigung für mein unprofessionelles Verhalten. Ich werde sofort dem Stellvertreter Bescheid geben, dass ihr ihn zu sprechen wünscht.“ und die Dame rannte mehr als das sie geht.

Nach einigen Minuten kam sie wieder und gab kund, das Sina ihr folgen soll. Sina wurde zum Büro des Gildenmeisters gebracht, wo ein nervöser dürrer Kerl auf dem Stuhl saß.

„Ihr dürft gehen, ich werde das alleine klären.“ schickte der Mann die Frau weg. „Sina die Verteidigerin oder wie man langsam den anderen Namen, die Zerstörerin, besucht uns. Wie kann ich euch weiterhelfen?“

„Indem ihr euch vorstellt? Ich könnte euch einen Namen geben, den ihr bestimmt nicht mögen werdet.“ antwortet Sina.

„Ah, wo sind meine Manieren. Ich bin Marcel, Stellvertreter dieses Gildehauses. Ich habe gehört, ihr wolltet mit dem eigentlichen Gildenmeister sprechen, aber wie die Dame schon sagte, er ist zur Zeit außer Haus.“ schwitzte Marcel.

„Und nicht nur er, sondern gleich alle die im Kaiserreich arbeiten. Ich komme im Auftrag aller Gildenmeister der anderen Länder. Hier die Bestätigung.“ überreicht Sina den offiziellen Auftrag dem Mann.

Er rollte das Schreiben auf und las es schnell durch, dabei wurde er nur blasser. „Tja, nun ist es scheinbar raus. Ja, die Gildenmeister sind verschwunden.“ antwortet Marcel kurz.

Sina wartete auf weiteres, aber Marcel schwieg. „Und? Kommt da noch was?“ hakte Sina nach.

„Nein, mehr weiß ich nicht.“ schüttelt Marcel den Kopf.

„Entweder ihr habt Eier aus Stahl oder jemand macht euch mehr Angst. Es ist kein Zufall, dass man mich geschickt hat, wobei meinen anderen Beinamen höre ich heute das erste Mal. Ich bin hergeschickt, um Antworten zu hören und sie wissen was hier passiert ist.“ droht Sina lächelnd.

„Wollt ihr mich etwa bedrohen? Legen sie Hand an mich und ihre Karriere als Abenteurerin ist zu Ende!“ wehrte sich Marcel.

Sina ging zu dem Mann und zog ihn am Kragen zu sich. „Sehe ich so aus, als würde mich das interessieren?“ fragte Sina sehr freundlich und Marcel musste schlucken.

„Wie dem auch sei, ich wollte nur Hallo sagen. Ich bin erst heute angekommen und werde mich hier in der Stadt einquartieren. Morgen komme ich wieder und fange das eigentliche Gespräch an. Sollte ich sie morgen nicht vorfinden, werde ich dem Kaiser einen Besuch abstatten und sie wissen ganz genau, dass ich keine leeren Drohungen mache!“ ließ Sina Marcel wieder los.

Marcel sah aus, als würde er lieber ganz woanders sein wollen. „Tut was ihr nicht lassen könnt, aber lasst den Kaiser und das Militär in Ruhe, wir brauchen keinen unnötigen Ärger.“ seufzte Marcel.

„Solange die mich in Ruhe lassen, brauchen sie sich keine Sorgen machen.“ lächelt Sina und verlässt das Büro.

„Von allen Abenteurern muss ausgerechnet sie es sein?!“ fluchte Marcel in Panik. „Was soll ich bloß tun?“

Sina ging auf die Rezeptionistin zu, die wieder am stricken war. „Sag, gibt es einen Auftrag über eine Banditenbande die von einem Rotschopf geführt wird?“

Die Dame blickte auf und überlegte. Dann ging sie auf eine Tafel zu und nahm einen Zettel ab. „Ja, ein Rang-D Auftrag. Wünscht ihr es anzunehmen?“

„Nein, ich wollte nur Bescheid geben, dass er und seine Bande uns überfallen wollten und nun auf dem Weg zum Dunklen Gott sind. Benötigt ihr einen Beweis?“ fragt Sina.

„Erm, das wäre schön, sonst könnte ja jeder behaupten, dass er tot ist.“ meint die Dame. Sina holte aus dem Inventar den Kopf des Anführers raus und legte ihn auf den Tresen. Die Dame sah aus, als müsste sie sich übergeben.

„Sollte als Beweis langen oder? Rote Haare, ein Auge. Mehr wüsste ich nicht, was man bei ihm beweisen soll. Menschen geben ja keine Monstersteine oder ähnliches ab.“ nickte Sina.

„Ich… *würg* kann damit bestätigen, dass der Auftrag offiziell erledigt ist. Ich hole eben die Belohnung…“ ging die Dame fort.

„Wo sind eigentlich die anderen Abenteurer? Das ist für mich das erste Mal, dass ich in einem Gildenhaus eine gähnende Leere vorfinde.“ fragt Sina laut.

„Vermutlich in die anderen Länder gegangen oder weiter weg von der Hauptstadt. Es… ist nicht einfach hier als Abenteurer zu arbeiten, ohne das man mit dem Militär in Streit gerät.“ erzählt die Dame. „So, 40Silbermünzen. Vielen Dank, dass sie die Straßen sicherer gemacht haben.“

„Keine Ursache. Ich werde morgen wieder kommen, deinem Boss habe ich die Information ebenso mitgeteilt, dabei sah er ziemlich blass aus. Ihr solltet ihm vielleicht einen guten Magen-Tee machen.“ rät Sina und die Dame nickt.

Sina verlässt die Gilde und macht sich auf die Suche nach der Gaststätte… und damit beginnt das Unheil in der Hauptstadt.

Kapitel 80

Ich bin wiedergeboren und schlage eine Banditenbande zurück?

Die Reise auf der Kutsche verlief bis zur ersten Nacht relativ ruhig. Sina und Sherry nahmen ihr Proviant, während Hassan sich um seine Pferde kümmert.

„Gibt es eigentlich noch andere Familienmitglieder des Kaiser?“ fragte Sina, während sie ihr Essen warm machte.

„Hmm, Prinzessin Emilia, das zweite Kind vom Kaiser, sie dürfte jünger sein als ihr beiden. Aber ansonsten weiß ich nicht wirklich viel über sie zu berichten.“ überlegt Hassan.

„Wie können die Kinder des Kaisers so jung sein, wenn er selbst im Sterben liegt?“ wundert sich Sherry.

„Er hat sich sehr spät eine Frau genommen. Er wollte erst sich um das Land kümmern, weil er nicht wollte, dass seine Familie zu kurz kommt.“ erklärt Hassan.

„Hmm, eine komplett andere Einstellung als der König. Aber wie kommt es, dass sein Sohn Leonardo so verrückt sein soll? Hat er irgendwas bei der Erziehung verpasst?“ dachte Sina laut.

„Es… gibt Gerüchte, dass irgendwas in seiner Kindheit vorgefallen ist, aber mehr weiß ich auch nicht. Solche Geheimnisse werden unter Verschluss gehalten und Leute, die darüber reden, nun, sie werden zum Schweigen gebracht. Jede Familie hat vielleicht ein schwarzes Schaf und wer redet darüber schon gerne.“ striegelte Hassan das Pferd.

„Mal angenommen dem Prinz passiert was, wird die Prinzessin das Amt übernehmen?“ fragte Sherry.

„Nicht möglich. Der erste Kaiser hat die Regel aufgesetzt, dass nur männliche Thronerben diesen Titel bekommen können. Nichts gegen euch, aber wenn ich vermuten dürfte, dachte der erste Kaiser, dass Frauen nicht in der Lage sind, richtige Entscheidungen zu treffen. Zumal würden sie sehr emotional sein und das widersprach dem Denken des ersten Kaisers. Ein Anführer muss eine kalte Logik und harte Entscheidungen treffen können.“ schüttelt Hassan den Kopf.

„Der hatte wohl schlechte Erfahrungen gemacht mit Frauen. Vermutlich kann auch nur ein Kaiser diese Regel ändern oder?“ beendet Sina ihre Mahlzeit.

„Vermutlich schon, aber Kaiser Godelot wurde halt lange nicht mehr gesehen und Tote können schlecht Regeln ändern.“ füttert Hassan nun die Pferde.

„Aber sie müssen doch irgendeinen Plan haben, sollte es mal keinen männlichen Thronerben geben.“ Sherry glaubte nicht an Zufälle.

„Den gibt es. Sollte es keinen männlichen Thronerben geben und eine Tochter ist vorhanden, so muss sie solange Kinder auf der Welt gebären, bis der erste Sohn da ist. In der Zeit übernimmt ein Militärrat solange das Amt.“ sagt Hassan.

„Wie reizend. Da sollte lieber die Frau das regieren übernehmen. Wer weiß, wie viel Einfluss das Militär auf den Kaiser ausübt, vor allem wenn er so jung ist.“ murmelt Sina.

Aus weiter Entfernung spitzelt ein Bandit mit einem Fernrohr die Kutsche von Hassan sowie die Personen, die am Lagerfeuer sitzen. „Sieht voll beladen aus und kaum Personal. Das dürfte Rotschopf interessieren.“ dachte der Mann.

Forschungsanlage des Militärs in der Hauptstadt Ascot:

Mehrere Wissenschaftler liefen in einem Raum umher, bis ein General eintrat. „Meine Herren, ihr wolltet mir was berichten?“

„Jawohl General Morne. Wir sind mit den Testläufen fertig und haben nun den perfekten „Mech“ hergestellt. Insgesamt haben wir nun fünf dieser großen Roboterritter hergestellt, die von den besten Piloten gesteuert werden können.“ erklärt einer der Wissenschaftler.

„Prächtig. Gute Arbeit meine Herren. Erklärt mir bitte nochmal den Unterschied zwischen einem ausgebildeten Soldaten und diesem Mech.“ forderte Morne nochmal eine Erklärung.

„Selbstverständlich. Also die Mechs haben eine Höhe von acht Metern und Breite von fünf Metern. Sie sind in der Lage jede Waffe zu führen, abhängig wie sich der Pilot dafür entscheidet. Alle haben eine sehr hohe Resistenz gegenüber von Magie und Zustandsveränderungen können sie komplett ignorieren und schützen den Piloten in der Kammer.

Von den… freiwilligen Abenteurern, die wir bei den Tests eingesetzt haben, hatte der Höchste mit dem Rang-A nicht mal einen Kratzer an dem Mech machen können. Auch bei den Monstern, die von den Abenteurer zwischen S und SSS lagen, gab es keinerlei Probleme. Wir haben sie sogar soweit provoziert, dass sie alle Angriffe auf die Mechs durchführten, um eine Stabilität festzustellen, aber keinerlei Probleme.

Das neu entwickelte Metall von uns widersteht daher die stärksten Angriffe von allen Lebewesen, somit sind diese Mechs die aktuell stärkste Waffe unseres Reiches!“ erklärt der Wissenschaftler freudig.

„Prächtig, das heißt, dass sie im Krieg unzerstörbare Kampfmaschinen sind?“ reibt sich der General die Hände.

„Richtig. Wir sind mit dem Fortschritt weit voraus gegenüber dem Königreich. Wir arbeiten an weiteren Mechs, die Herstellung des Metalls benötigt leider seine Zeit, aber mit den fünf Mechs reicht es vollkommen aus, um das Königreich Efrana zu erobern.“ rief der Wissenschaftler freudig.

„Dann hoffen wir mal, dass Prinz Leonardo bald Kaiser wird.“ grinst Morne.

Am nächsten Morgen ging die Reise weiter. Sina und Sherry haben sich bei der Nachtwache abgewechselt und nun ruht sich Sina in der Kutsche raus, während Sherry mit ihrem Fernrohr Ausschau hielt.

„Ich wundere mich, dass es so viele Banditen gibt und nur die Abenteurer dafür zuständig sind. Für das Militär müssten sie doch ebenso nervig sein?“ überlegt Sherry laut.

„Nun, die Vorbereitungen für den Krieg. Vermutlich wenn sie marschieren, werden sie das Banditenproblem direkt angehen oder weiter ignorieren.“ schüttelt Hassan traurig den Kopf.

„Warum will das Kaiserreich eigentlich einen Krieg mit dem Königreich Efrana? Ich verstehe die Logik dahinter nicht.“ wundert Sherry sich.

„Sie wollen mehr Länder besitzen und diese kontrollieren, bis sie vermutlich komplett Alliancia unter ihrer Fuchtel haben.“ antwortet Hassan trocken.

„Die würden sich auch mit der Theokratie anlegen?!“ reagiert Sherry schockiert.

„Wundern würde es mich nicht, zumal ich nicht wüsste, ob die Theokratie überhaupt ein Militär besitzt oder ähnliches. Sie haben ihre Ritterorden und Inquisition, aber damit werden sie nicht das Militär von hier beeindrucken können.“ meint Hassan.

„Sind sie nicht mehr auf Magie spezialisiert?“ dachte Sherry.

„Schon, aber überlegt doch mal. Dieses Land investiert mehr Gold als alle anderen. Sie arbeiten an Projekten, die vermutlich die Kriegsführung auf der Welt verändern können. Wenn ihre Projekte von Erfolg gekrönt sind, würde es mich nicht wundern, wenn Efrana auf verlorenem Posten ist.“ nickt Hassan.

„Hmm… Warte mal ich sehe was… Sina?“ schüttelt Sherry die schlummernde Sina. „Aufwachen, wir bekommen Probleme!“ und Hassan wirkte nervös.

„Huh? Wasnlos?“ fragt Sina schlaftrunken. „Ich sehe vor uns auf der offenen Straße über 70 Banditen und weitere, die auf Pferden sitzen.“

„Und?“ fragt Sina, die noch eher im Schlafzustand ist. „Wie und? Ist das nicht der Part, wo du aufstehst, sie provozierst und alle tötest?“ hob Sherry eine Augenbraue.

„Meine liebe Sherry. Du bist doch eine Rang A Abenteurerin oder? Du beherrscht sogar antike Zauber, richtig? Wie wärs, wenn du diese einsetzt und sollte was in die Nähe kommen, werde ich mich kümmern.“ schlägt Sina vor, die nun langsam wach wurde.

„Ich soll sie alle töten?!“ schrie Sherry fast. Hassan hat seine Kutsche angehalten und hörte der Diskussion zu.

„Sherry, du hast einem Vampir der Stärke SSS den Hintern versohlt. Da müssten diese Leute doch eine Lachnummer für dich sein. Los, ich will deine Fähigkeiten sehen!“ motiviert Sina Sherry.

Die Banditen sahen, dass die Kutsche nicht mehr weiter kam und so liefen sie ihnen entgegen. Sherry seufzte schwer und tat, was Sina ihr gesagt hat. Sie stieg von der Kutsche herunter, stellte sich vor die Pferde und fing an, ihren Feuerzauber vorzubereiten.

„Sollte eure Freundin das wirklich alleine machen?“ hakt Hassan nach. „Nun, sie muss sich auch entwickeln. Für mich sind sie alle nur kleine Fische, aber Sherry braucht noch etwas mehr Kampferfahrung und dafür sind das ideale Ziele zum testen.“ grinst Sina leicht böse.

Sherry war mit ihren Zauber fertig: „Feuervogel!“ und mehrere dieser Zauber flogen auf die Banditen zu und explodierten. Die, die getroffen wurden, starben sofort und die etwas Abstand gehabt hatten, schreien vor Schmerzen. Sherry wirft per Gesten weitere Feuerbälle auf die Reiter zu, die ihre Pferde versuchten zu beruhigen, weil sie in Panik sind.

Ein Chaos ist unter den Banditen ausgebrochen. Im Glauben, dass sie sich durch die Überzahl in Sicherheit wähnten, griffen die Banditen die Kutsche am helllichten Tag an und erwarteten wenig Widerstand, aber das eine Magierin unter ihnen war, konnten sie nicht ahnen.

Sina schaute sich das Schauspiel an und merkte, dass hinter der Kutsche etwas war. Sie drehte sich um und sah weitere Banditen, die versuchten, sich von hinten heranzuschleichen. Dabei fiel ihr auf, dass einer von ihnen sehr rotes Haar hatte und eine Augenklappe.

„Sherry, du musst dich um die da vorne alleine kümmern, ich muss hinten ein paar Banditen töten.“ rief Sina die Anweisung Sherry zu, die nur nickte.

Hassan war bei seinen Pferden um sie zu beruhigen, weil sie selbst sehr nervös von der Magie von Sherry geworden sind.

„Blutklinge, Murtair, dann töten wir mal ein paar böse Männer.“ grinst Sina. Die Banditen sahen Sina, die zwei schmale Klingen hielt und lachten dreckig. Die ersten griffen Sina an und merkten nicht, dass sie schon tot waren. Dann verging den Männern das Lachen, als zwei von ihnen einfach so der Kopf vom Körper herunterfiel.

„Heute macht ihr keine Beute.“ rief Sina spöttisch den Männern zu. „Das werden wir ja sehen Weib. Wir sind immer noch in der Überzahl!“ rief der Einäugige Mann ihr entgegen.

„In der Tat, das werden wir sehen.“ grinst Sina, die sich keinster Weise davon einschüchtern ließ. Die Männer stürmten auf Sina zu, die nur noch ihre Fähigkeit „Schwertwirbel“ aktivierte.

Viele Minuten später, nachdem Sina den Anführer sehr anschaulich getötet hat und Sherry mit ihrer Magie die Masse stark dezimierte, rannten die wenigen Banditen panisch weg.

„Himmel, da hatte ich mit der Armee des Königs mehr zu tun gehabt. Das reicht ja nicht mal zum aufwärmen.“ sagt Sina, während sie ihre Katanas reinigte. Sherry sieht stark verschwitzt aus und atmet auch schwer.

„Puh, dass ist das erste Mal, dass ich meine Magie gegen Menschen einsetze und gleich gegen so viele. Ich müsste mich eigentlich schlecht fühlen, aber… sie wollten uns auch töten oder?“ überlegt Sherry.

„Hassan hätten sie bestimmt getötet und wären wir normale Frauen, wären wir von ihnen vermutlich vergewaltigt worden.“ antwortet Sina darauf.

„Ihr seid beide wahrlich mit Talenten gesegnet. Ich hätte diesen Tag wohl nicht überlebt.“ bedankte Hassan sich bei den beiden Damen.

„Dafür hast du uns doch eingestellt. Außerdem wären wir so oder so auf sie gestoßen, dank Sherrys Talent.“ zwinkert Sina.

„Wo du es gerade ansprichst, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mein Talent nicht mehr solche Probleme verursacht?“ grübelt Sherry.

„Könnte an deiner neuen Umgebung liegen, die es akzeptiert. Früher wären die Leute vermutlich weggerannt, heute leben wir damit einfach.“ erklärt Sina.

„Und? Wie war mein Kampf?“ fragt Sherry nach Sinas Urteil. Sie grübelte kurz. „Von zehn Punkten, bekommst du von mir sieben. Deine Feuervögel können scheinbar ihre Ziele verfolgen, dass heißt, hättest du damit die Reiter sowie die hinterste Reihe zuerst angegriffen, hättest du ihnen den Fluchtweg abgeschnitten und somit alle gnadenlos vernichtet.“ urteilt Sina.

„ … Ich werde mich bessern…“

Kapitel 79

Ich bin wiedergeboren und habe Probleme an der Grenze?

Die Reise zur Grenze nach Osnain dauert nicht mehr lange und die Damen kamen dann an. Sherry und Sina konnten sich ausgiebig unterhalten und Sina erzählte ihre Reise mit den Königskindern. Sherry war begeistert und ein bisschen Leid tat ihr die Armee vom König, die Sina bearbeitet hatte.

An der Grenze stand eine lange Schlange, die ebenfalls durch das Tor wollten, also warteten die Damen bis sie dran waren. Als es endlich soweit war, gab es schon die ersten Probleme mit den Wachen.

„Lady Sina, laut den Unterlagen gehört die Kutsche dem Königreich. Wir können sie unmöglich mit diesem Gefährt durchlassen. Falls sie es noch nicht erfahren haben, aber zwischen Osnain und Efrana gibt es gewisse Spannungen und wir wollen nicht, dass es sich überspannt.“ erklärt die Wache höflich.

„Wenn wir also durch wollen, dann ohne Kutsche?“ fragt Sherry für Sina, aber die Wache schüttelt den Kopf.

„Nein, das Problem ist nicht nur die Kutsche sondern, dass eine Adelige aus dem Königreich nach Osnain will. Ich kann mich nicht erinnern, wann das letztes Mal Adelige nach Osnain gereist sind.“ meint die Wache.

„Es mag ja sein, dass ich eine Adelige bin, aber in erster Linie bin ich Abenteurerin, die im Auftrag nach Osnain muss.“ erwidert Sina höflich… noch.

„Vielleicht stimmt es ja, aber… sie sind eine Berühmtheit aus Efrana. Sie sind Sina die Verteidigerin und berüchtigt für ihre gnadenlosen Aktionen.“ meint eine andere Wache.

„Gnadenlose Aktionen?“ wundert sich Sherry.

„Nun, sie hat die königliche Armee besiegt ohne Waffen und dann wäre da noch die Vampirfrau, dessen Herz auf der Straße zertreten wurde.“ erklärt die erste Wache.

„Wenn wir jemanden so gefährliches in das Kaiserreich lassen und… es passiert was, sind wir diejenigen, deren Köpfe gekürzt werden.“ nickt die zweite Wache.

„Himmel, ich bin nur eine Abenteurerin und kein Monster, das nach Lust und Laune alles zerstört, nicht wahr Sherry? Sherry? Wo guckst du hin?“ wehrt sich Sina.

„Da flog ein Schmetterling…“ tut Sherry so, als wüsste sie nichts.

„ … Egal, nun meine Herren, ich habe nun mal den Auftrag zur Hauptstadt zu reisen um was mit meiner Gilde zu besprechen. Keine Jagd auf Monster oder sonstiges. Eine einfache Reise mit meiner Partnerin.“ erklärt Sina vorsichtig.

„Eher kommt der Dämonenkönig vorbei und bietet dir seine Freundschaft an. Bedaure, aber ich kann sie einfach nicht durchlassen!“ verneint die Wache.

„Langsam habe ich die Nase voll. Ich akzeptiere, dass ich nicht mit der Kutsche durch kann, kein Problem, dann laufe ich weiter zu Fuß. Aber das man mir wegen meiner Persönlichkeit was unterstellt, damit habe ich schon eher ein Problem.

Nun, ich bin ja scheinbar so berühmt, was glaubt ihr wohl, was passiert, wenn ich mir den Weg… frei kämpfen muss?“ fragt Sina lieb und die Wachen wurden schweigsam.

„Rein hypothetisch. Ich würde alle Wachen und weiteres umbringen und bis die ersten Meldungen vordringen, dass es Probleme an der Grenze gibt, bin ich im Kaiserreich, während ihr Aasfutter seid. Nun frage ich mich, was hätten die Wachen wohl gesagt, damit es nicht passiert?“ schaut Sina böse.

„ … Ihr könnt durch Lady Sina, aber die Kutsche muss hier bleiben.“ presste die erste Wache die Antwort heraus und Sina nickte dankbar.

„Es war mir ein Vergnügen mit ihnen ein Gespräch zu führen!“ grinst Sina sadistisch. Sina erklärte dem Kutscher, dass er wieder nach Fanfoss zurückreisen und sich dort um die Pferde kümmern soll. Den Proviant nahm Sina vom Kutscher ab und ging dann mit Sherry durch das Grenztor.

„Sag Sina, weißt du eigentlich wo die Hauptstadt ist?“ fragt Sherry und Sina schüttelt nur den Kopf, daher fragte sie die Wachen auf der anderen Seite.

„Zur Hauptstadt? Ihr müsst nur nach Nordwesten der Straße folgen, aber zu Fuß werdet ihr bestimmt eine Woche brauchen.“ erklärt ihnen eine freundliche Wache.

„Hmm, dürfte also eine längere Reise sein?“ murmelt Sina, nachdem Sherry und sie Abstand genommen haben, als ein gut gekleideter Mann auf sie zukam.

„Erm, wenn ich kurz entschuldigen dürfte, aber ihr seid doch Sina die Verteidigerin oder?“ fragt der Mann.

„Das ist richtig. Mit wem habe ich die Ehre?“ wundert sich Sina über den Mann.

„Mein Name ist Hassan, ich bin ein fahrender Händler und ebenso auf dem Weg zur Hauptstadt. Ich… habe eurem Gespräch mit der Wache gelauscht und ihr wollt ebenso zur Hauptstadt oder? Ich… könnte euch ein Angebot machen.“ rieb Hassan die Hände.

„Oh, dann lasst euer Angebot mal hören.“ dabei behielt Sina ein Pokerface.

„Meine Kutsche hätte Platz für zwei weitere Personen. Mein Angebot ist, ihr beschützt mich und meine Kutsche vor Gefahren und ihr dürft mitfahren. Natürlich bekommt ihr am Ende der Reise eine Entlohnung, ihr sollt natürlich nicht leer ausgehen. 50 Silbermünzen für euch beide.“ Hassan

„Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Ihr rechnet mit Ärger auf der Reise oder?“ Sina

„Seit kurzem marodieren Banditen auf den Hauptstraßen, vor allem die größte Banditenbande vom einäugigen Rotschopf. Normalerweise kümmern sich die Abenteurer um die Banditenprobleme, aber irgendwas ist passiert und sie machen nichts mehr, deswegen ist die Reise für mich nicht… so sicher und ich habe sehr teure Waren, die meinen Zielort erreichen müssen.“ Hassan

„Na ja, besser als nichts oder Sina? Ob wir zu Fuß gehen und auf die Banditen treffen oder mit einer Kutsche, da würde ich doch die Kutsche vorziehen.“ Sherry

„Kann es sein, das du die Annehmlichkeiten einer Kutsche nicht vermissen willst?“ Sina

„Ich… meine nur.“ Sherry

„Nun Hassan, meine Freundin will wohl lieber mit ihrer Kutsche fahren. Wenn ihr uns über dieses Land einige Informationen beisteuern könntet, haben wir ein Deal.“ Sina

„Ah Informationen sind wichtig für Händler und ich kann sie euch zur Verfügung stellen. Ich freue mich über so starke Wächterinnen auf meiner Reise dabei zu haben.“ bot Hassan die Hand an und Sina schlug ein.

Einige Zeit fuhren die Damen in der Kutsche von Hassan. Er kennt scheinbar den Weg und brauchte nicht allzu lange warten, bis die Befragung begann.

„Sagt Hassan, ich komme ein bisschen weiter her, könnt ihr mir ein bisschen über Osnain selbst erzählen?“ fragte Sina.

„Oh, ihr kennt die Geschichte nicht? Hmm, lasst mich überlegen… Ich weiß nicht, wann genau, aber das Kaiserreich ist das zweitälteste Reich auf Alliancia. Bevor es zum Kaiserreich wurde, bestand es aus vielen kleinen Grafschaften, bis jemand einen Traum von einem Land hatte. Es gab viele blutige Schlachten und Kriege, aber letztendlich hat der Mann seinen Traum verwirklicht und alle Ländereien vereint und hat dies zum Kaiserreich ernannt. Die momentane Kaiserfamilie stammt von jenem Mann ab.“ erklärt Hassan.

„Und wie wird das Land regiert? Vermutlich anders als im Königreich oder?“ überlegt Sina laut.

„Hier zählen nur die Befehle des Kaisers. Es gibt hier Adelige, aber sie haben keinerlei Machtbefugnisse und wer nach Macht strebte, nun es passiert nicht selten, dass derjenige… einen Kopf kürzer gemacht wurde. Ansonsten herrscht in diesem Land das Militär. Es gab Kaiser, die haben sehr hart zugegriffen und es gab Kaiser, die haben sich mehr um das Volk gekümmert.

Der momentane Kaiser Godelot wurde seit langem nicht mehr gesehen, es herrschen Gerüchte, dass er mit dem Tod ringt. Godelot war ein harter, aber auch fairer Kaiser gewesen. Wenn Konflikte vermieden werden konnten, dann wurden sie vermieden, aber wenn man es drauf anlegte, nun, ein zweites Mal passierte es nicht.

Mehr Sorgen, das habt ihr aber nicht von mir gehört, mache ich mir über den Nachfolger Prinz Leonardo. Seit der Kaiser… nicht mehr seinem Amt nachgeht, hat der Prinz die Kontrolle fast komplett übernommen und… er ist ein brutaler Mann.

Wer ihm öffentlich widerspricht wird kurzerhand getötet und wer Gerüchte verbreitet, wird nicht selten mit einer durchgeschnittenen Kehle in der Gasse aufgefunden. Prinz Leonardo unterdrückt das Volk und hetzt es gegeneinander auf. Überall herrscht Angst und Paranoia. Es verschwinden immer mehr Bewohner, egal ob Mensch, Elf oder Zwerg, Leute verschwinden einfach.

Das Schlimme ist, Prinz Leonardo müsste etwa in eurem Alter sein, die nächsten Jahrzehnte wird das Volk leiden. Hätte Prinz Leonardo nicht das Militär hinter sich, dass als stärkste Armee auf Alliancia gepriesen wird, käme es zu einem Bürgerkrieg.“ Hassan

„Leute verschwinden? Gibt es denn Gerüchte wohin oder was mit ihnen passiert?“ Sina

„Was mit ihnen passiert, weiß keiner. Einige vermuten, dass sie gefoltert werden, andere wollen Unannehmlichkeiten einfach nur zum schweigen bringen. Interessanter ist das „Wohin“, es werden immer wieder Militärangehörige beobachtet, die verhüllte Personen zur Burg Starm bringen, wo der Hauptsitz der Kaiserfamilie und des Militärs liegt. Also ein Ort ohne Wiederkehr, wer einmal dort hingebracht wurde.“ Hassan

„Ich wundere mich, dass die Abenteuergilden hier Fuß fassen konnten, wenn alles so streng… kontrolliert wird. Müssten sie nicht immer ein Dorn im Auge für den Kaiser gewesen sein?“ Sherry

„Es hing immer von dem aktuellen Kaiser ab, aber die Gilden haben stets immer ihre Neutralität bewiesen und jegliche Einmischung mit dem Militär vermieden. In Efrana haben sie vermutlich mehr Kontrolle um gewisse Dinge umzusetzen, aber hier haben sie nichts. Dafür sind sie aber beim Volk sehr beliebt, da sie bei Monster und Banditenproblemen helfen.

Ihr werdet feststellen, dass es hier nicht wirklich viele Abenteuergilden gibt sowie Abenteurer. Das Problem ist einfach, das Militärangehörige gerne ihre Macht ausreizen und Streit provozieren, sodass sie… die Abenteurer einfach verhaften lassen können.“ Hassan

„Ich habe gehört, das Abenteurer ebenso verschwunden sind. Stimmt an den Gerüchten was?“ Sina

„Lady Sina, hier verschwinden viele, dabei ist es egal welchen Status man hat. Einmal die Aufmerksamkeit des Militärs oder bei Prinz Leonardo sollte man sein Bestes geben und aus dem Land fliehen. Ihr habt vielleicht einen großen Einfluss in Efrana und genießt das Vertrauen des Königs, aber ihr solltet das nicht unbedingt hier herum posaunen, nicht in der momentanen Lage.“ Hassan

„Das braucht sie nicht. Es wird irgendwas passieren und Sina wird ziemlich schnell bekannt.“ Sherry

„Hey…“

Hauptstadt Ascot, Burg Starm:

Ein stämmiger Mann in Uniform betrat das Zimmer von Prinz Leonardo und salutiert: „Mein Herr, ihr habt nach mir gerufen?“

„In der Tat, das habe ich. Ich brauche wieder frische… Ware.“ saß der Prinz Leonardo auf seinem Sessel und hielt ein Glas Wein in der Hand.

„Ich verstehe. Was wünscht ihr diesmal für eine Ware?“ nickt der Mann.

„Hmm, ich brauche diesmal… eine Frau… Genau. Eine Frau, aber keine normale Frau, von denen hatte ich genug. Nein, diesmal soll es eine Frau sein mit blauen Haaren. Ja, sie muss blaue Haare haben für mein Kunstwerk. Ich spüre, dass ich mein Kunstwerk bald vollendet habe!“ rief Leonardo freudig mit wahnsinnigen Augen.

Der Mann schluckte und fing an leicht zu schwitzen. „Eine Frau mit blauen Haaren, ich werde mich sofort an die Arbeit machen. Ich möchte euch nur… darauf hinweisen, dass ich vermutlich ein bisschen weiter außerhalb der Hauptstadt suchen muss. So eine Person wäre mir längst ins Auge gefallen.“

„Tut was ihr tun müsst. Ihr habt mich bisher nicht enttäuscht, aber lasst euch auch nicht all zulange Zeit. Noch habe ich genug Arbeitsmaterial um mein Kunstwerk zu bearbeiten.“ teilt Leonardo verträumt mit.

„Ich danke für euer Verständnis. Wenn ich mich entschuldigen darf.“ salutiert der Mann und verließ das Gemach des Prinzen.

„So ein Wahnsinniger wird bald Kaiser?“ dachte der Mann.

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