Sin Roswell

Web Novel Deutsch

Kapitel 61

Ich bin wiedergeboren und spiele Gitarre?

Mit Hilfe der vielen Leichen, die in diesem Minenabschnitt herumlagen, verbarrikadierte Sina den Weg, von wo sie gekommen waren, sodass sie nur einen Tunnelabschnitt im Auge behalten musste. Sina gab sich alle Mühe ein paar Fallen aufzubauen, hatte aber ehrlich keine Ahnung, ob sie funktionieren.

Anschließend bastelt sie einen kleinen provisorischen Schlafraum, damit die Kinder die Toten nicht sehen müssen und der Geruch nicht zu penetrant war.

„Soo, ich hoffe, ich konnte es euch so angenehm wie möglich machen. Man sieht nur das Nötigste und wegen dem Geruch kann ich leider nicht viel machen.“ entschuldigt Sina sich ungewohnt.

„Ich habe jegliches Zeitgefühl verloren, aber so müde wie ich mich fühle, sind wir vermutlich schon sehr lange hier unterwegs.“ murmelt Themba.

„Schwester, ich weißt nicht, ob ich einschlafen kann.“ zittert Alwin, ihm setzte es scheinbar mehr zu als den älteren Kindern.

„Ich auch nicht.“ tröstet Themba ihren Bruder. Ralph war sich seiner auch nicht sicher und schaute Sina an, die am grübeln war.

„Keine Sorge, ich habe da eine Idee, aber lasst uns erst eine leichte Kost zu uns nehmen, denn mit leerem Magen schlafen ist das ungesündeste was man machen kann, zumal ihr die Energie braucht.“ nickte sie den Kindern zu.

Das Essen bekamen sie nur mit größter Mühe runter und legten sich dann in ihre Decken rein. Sina holte aus ihrem Inventar eine Gitarre raus und bekam sofort die Aufmerksamkeit.

„Schließt eure Augen einfach und lauscht der Musik, sie wird euch entspannen.“ und Sina spielt problemlos mit der Gitarre. Themba und Alwin hörten zum ersten Mal in ihrem Leben Musik und wussten nicht so recht, aber… die Musik entspannte sie wirklich.

„Du bist wirklich faszinierend Schwester Sina.“ murmelt Ralph und Themba musste ihm insgeheim zustimmen. Es dauerte nicht lange und die Kinder schlummerten alle. Sina aber spielte noch ein bisschen weiter für sich.

Anderer Ausgang der Mine:

Es war dunkel und viele Söldner versteckten sich hinter den Bäumen. Der Plan war einfach. Sobald eine Gruppe von Kinder aus dem Eingang heraus kam, sollen sie mit ihren Armbrüsten schießen.

„Was meinst du, wie lange sie noch brauchen, bis sie hier aus der Mine herauskommen?“ fragt einer der Meuchelmörder.

„Wenn Sina ihrem Rang alle Ehre macht, sollten sie spätestens morgen rauskommen. Ich bezweifele, dass sie so abgebrüht ist und mit den Kinder in einem Monsternest schläft.“

„Nun, sie war nicht nur bei der Verteidigung der Brücke zuständig, sondern soll sogar beim Töten des Anführers der Untoten beteiligt gewesen sein.“

„Meine Herren, ich bin nicht abgeneigt im Freien zu übernachten, aber ich hoffe doch sehr, dass die Kinder demnächst bald herauskommen.“ sagte ein fetter Mann mit Glatze zu den Männer.

„Fürst Schnara, seid unbesorgt. Wir haben gerade darüber gesprochen und sind alle der gleichen Meinung, dass sie spätestens morgen rauskommen werden.“

„Ich hoffe es sehr, denn ich mag es nicht zulange von meinen Lieblingen getrennt zu werden.“ schnaufte Fürst Schnara durch die Nase.

„Aber aber mein Freund. Ich glaube die Abwechslung tut euch bestimmt gut.“ sagte der blasse Graf Herz in das Gespräch.

„Ich wundere mich, dass ihr höchstpersönlich bei dieser… Aktion dabei seid, Graf Herz.“ Fürst Schnara

„Mein Freund, jeder hat seine Gründe bei dieser Aktion dabei zu sein. Ich möchte mich überzeugen, dass diese Aktion auch gelingt. Denn es geht um unsere Zukunft, nicht wahr?“ Graf Herz

„Wie wahr wie wahr. Hmm? Was haben die Söldner?“ wundert sich Fürst Schnara, als die Söldner in Aktion treten. Ein Söldner kam zu den Adeligen und Assassinen und berichtet: „Herr, wir registrieren Bewegungen in der Mine.“

„Sollten sie doch etwa schneller gewesen sein?“ murmelt einer der Meuchelmörder und alle gingen zu einer Anhöhe, von wo man den Eingang der Mine überblicken konnte. Es dauerte nicht lange und auf einmal erschienen Orks, die panisch und ziellos herausrannten.

Die Söldner verhielten sich ruhig, aber angriffsbereit, zumal die Orks scheinbar nicht mitbekommen haben, dass hier Menschen versteckt sind.

„Monster die flüchten?“ wundert Fürst Schnara. „Oh, das ist nicht so selten wie ihr glaubt. Meistens flüchten sie, wenn man ihren Anführer tötet oder alle wissen, dass sie gegen einen Feind keine Chance haben.“ erklärt Graf Herz.

„Was sollen wir tun, die Herren?“ fragt der Söldner und einer der Meuchelmörder antwortet: „Nichts, wir dürfen keine Hinweise hinterlassen, dass wir sie erwarten!“

„Hmm, glaubt ihr, dass der Plan noch funktioniert? Wir sind davon ausgegangen, dass Sina geschwächt rauskommt, aber bei der Menge an Monstern die da raus rennen, habe ich dann doch ein bisschen Zweifel.“ meint Fürst Schnara.

„Ihr macht euch zu viele Gedanken, mein Herr. Eure Söldner sind mit Armbrüsten ausgestattet und außerdem sind ihre Pfeile vergiftet. Ein Kratzer und sie stirbt.“ beruhigt einer der Meuchelmörder den Fürsten.

Am nächsten Morgen?, man hatte in der Mine kein Zeitgefühl, wachte Themba als Erste auf. Das Lagerfeuer hatte nur noch ihre Glut, aber es reichte aus, dass sie die anderen sehen konnte. Themba streckte sich und wundert sich, dass Sina nicht schon wach war.

„Vielleicht war sie wohl länger wach als wir?“ dachte Themba und schaute in das friedliche Gesicht von Sina. Der Hut lag an der Seite und Sina lehnte sich gegen die Wand. „Wenn man sie so friedlich sitzen sieht, kommt man nicht unbedingt auf den Gedanken, dass sie eine Abenteuerin ist.“

… „Eh? Was denke ich eigentlich?!“ schüttelt Themba den Kopf, aber kann nicht von Sina loslassen, die immer noch schlummert.

Als nächstes wachte Ralph auf und rieb sich die Augen. „… Morgen, ich sehe du bist schon wach?“ aber er sah, das Themba mit ihrem Zeigefinger auf dem Mund ein „PSSS“ machte und auf Sina zeigte. Er verstand sofort und versuchte leise zu bleiben.

Nachdem einige Zeit nichts passierte, stand er leise auf und setzte sich neben Themba. „Was machst du? Du könntest Sina wecken!“ flüstert Themba durch ihre Zähne und Ralph grinst.

„Oh? Du machst dir Gedanken über Schwester Sina? Wächst sie dir scheinbar auch ans Herz?“

„ … Ich will dazu nichts sagen. Es ist ungewöhnlich, dass sie noch schläft.“

„Vermutlich hat sie eine Nachtwache gehalten. Aber ansonsten, ja sie würde immer vor uns aufstehen.“

„Was hat sie gestern gespielt? Ich habe so… ein Instrument noch nie gesehen oder gehört.“

„Spezialität von Sina, sie hat auch andere Instrumente und kann auch singen. Am meisten macht es Spaß, wenn mehrere Leute dabei sind.“

„Ich mache mir Sorgen um Alwin. Das alles setzt ihm schwer zu. Ich bin froh, dass ihr ihm Abwechslung gebt, aber…“

„Stimmt, er ist der jüngste von uns. Einen Mordanschlag zu erleben, zu sehen wie Menschen umgebracht werden sowie Monster, dazu die Mine, die auch sehr erdrückend ist. Deswegen musst du auch stark bleiben, du bist sein Anker zur Normalität.“

„ … Danke.“

Beide waren wieder sehr rot und hatten Herzklopfen, als auch Alwin wach wurde. „Guten Morgen!“ in einer Lautstärke die jeder mitbekam. Dies weckte Sina natürlich, die nicht unbedingt begeistert war.

„Ich sehe schon, das Traumpaar ist schon etwas länger wach?“ kommentiert Sina es gähnend.

„Schwester Sina, Themba wollte dass wir leise bleiben, weil du noch am schlafen warst. Nur das Alwin gleich so voller Energie ist…“ wollte sich Ralph wehren, aber Sina hielt nur den Kopf schräg.

„Prinzessin Nervensäge wollte, dass ich etwas länger schlafe?“ grinst Sina Themba an. „Ich wollte nichts, gar nichts. Alwin war noch am schlafen und war es nur fair, dass wir versucht haben leise zu bleiben.“ schüttelt Themba den Kopf.

„Ok? Wenn wir alle schon wach sind, lasst uns frühstücken und zusehen, dass wir hier wegkommen. Wir sind zulange schon hier und brauchen dringend frische Luft.“ grinst Sina weiter.

Beim Frühstück hatten sie sich nicht unbedingt viel zu erzählen. Nur das Sina auffiel, wie Themba und Ralph sich heimliche Blicke zuwarfen.

„Hmm, ich war noch nie wirklich verliebt… Weder im alten noch im jetzigen Leben. Kann ich etwa… nicht wirklich lieben?“ grübelt Sina.

Nachdem Frühstück erklärt Sina das es gut ist, dass die Orks geflüchtet sind: „Die Orks kennen die Ausgänge, die werden schnurgerade raus gerannt sein und wir brauchen einfach nur ihren Fußspuren zu folgen.“

„Wie praktisch. Das Monster uns dabei helfen.“ kommentiert Themba leicht sarkastisch. „Wenn die alle weg sind, dann dürfte es nicht lange dauern bis wir draußen sind oder?“ und Sina nickte bei der Frage.

„Aber wir bleiben trotzdem vorsichtig.“ warnt Sina und alle nickten. Die Gruppe wanderte wieder durch die Tunnel, aber viel schneller als am Vortag und folgten den Fußspuren.

Einige Stunden später war es soweit, alle sahen ein Licht in der Dunkelheit vor ihnen. „Haben wir es geschafft?“ fragte Alwin ganz aufgeregt.

„Sieht so aus. Wie lange geht die Reise dann weiter Ralph?“ fragt Sina den Reiseführer und Ralph überlegte.

„Eben nachdenken… ah genau vier bis fünf Tage, aber auf dem Weg gibt es ein Dorf.“ nickte Ralph.

„Das ist gut. Hoffentlich haben sie eine Gaststätte oder verkaufen zumindest Vorräte, unser Proviant geht irgendwann auch zu Neige.“ offenbart Sina.

„Keine Tiere jagen oder Pflanzen aus dem Wald essen?“ spöttelt Themba. „Nun, wenn ihr das könnt Nervi, ich halte euch nicht auf, aber ICH habe leider darüber keine Kenntnisse.“ grinst Sina böse.

„Ich kann angeln, wenn wir hier einen Fluss oder einen großen See finden, sollte es möglich sein.“ bietet Ralph eine Lösung an.

„Nun, der Proviant reicht aus um zumindest bis ans Dorf zu kommen.“ beruhigt Sina die Kinder. „Lasst uns erst hier rauskommen, dann schauen wir weiter.“

Auch wenn die Gruppe das Licht sah, so brauchten sie noch etwas Zeit… bis sie nah am Ausgang waren. Doch Sina wittert eine Falle.

„Wartet!“ befiel Sina.

„Was ist los?“ wundern sich die Kinder.

„Spürst du das nicht Ralph?“ versuchte Sina den rothaarigen Jungen auf die Falle aufmerksam zu machen.

„Hmm, nicht wirklich…? Oder… was ist es was ich spüre?“ fragt Ralph verunsichert, denn er spürte es nun auch. Themba und Alwin schauten sich beide an und merkten nichts.

„Was auch immer am Ausgang lauert, es will töten.“ erklärt Sina die Aura des Tötens und die Kinder reagieren geschickt.

„So nah am Ausgang? Was sollen wir tun?“ fragt Themba ebenso verunsichert.

„Ihr bleibt hier. Ich gehe alleine raus und… werde mein Ding durchziehen.“

Kapitel 60

Ich bin wiedergeboren und schlachte Orks ab?

Es dauerte nicht mehr lange, da sah fand die Gruppe die Mine. Wie Sina beschlossen hatte, übernachten sie noch einmal, bevor sie die Mine betreten. Glücklicherweise war in der Nähe ein Fluss, sodass jeder sich nochmal waschen konnte und vor allem ihre Wäsche.

Sina baute in der Nähe ein Lagerfeuer auf sowie einen abgedeckten Bereich, dass ihre Privatsphäre geschützt war. „Die Damen werden zuerst ihre Wäsche und sich selber waschen, bevor die Herren an der Reihe sind.“ erklärt Sina die Lage.

„Ok, Alwin und ich werden dann in der Zeit was spielen.“ nickte Ralph. „Wer spannt, bekommt die Todesstrafe.“ sagte Sina und Ralph musste schlucken.

Die Heldin hat mehrere Töpfe mit heißem Wasser vorgekocht, sodass sie sich nicht mit kaltem Wasser waschen müssen, dass war schon damals für Sina der Horror gewesen. Sina war mit Themba in dem abgedecktem Bereich und scheinbar hatte Sina keine Bedenken, sich vor Themba auszuziehen.

„Habt ihr denn kein Schamgefühl?“ fragte Nervi mit den Händen vor den Augen. „Wieso? Wir sind doch beides Frauen?“ wundert sich Sina und seifte sich ein. „Gnrr…“ und Themba zog sich ebenfalls aus, aber drehte Sina den Rücken zu.

„Ihr solltet mehr unter die Sonne kommen, das würde euch mehr Farbe auf eurer Haut geben.“ kommentiert Sina. „Ihr wisst genau, dass ich nicht braun werde, wenn ich wie ein Vogel im Käfig sitze…“ murmelt Themba.

Nachdem Sina sich gewaschen hat, zog sie ihr Kimono an und reinigt ihre Wäsche ebenso wie die von Themba. „Erm, was soll ich nun anziehen? Ich kann doch nicht nackt herumlaufen…“ fragte Themba nervös, bekam aber von Sina ebenso einen Kimono… Nur passte dieser ihr nicht.

„Nicht schlimm, ihr tragt ihn ja nur solange, bis eure Wäsche wieder trocken ist. Kommt, damit die Jungs sich auch waschen können.“ „Aber… ich trage keine Unterwäsche?!“

Nach einer kleinen und schnellen Diskussion war Themba und Sina draußen und Alwin sowie Ralph konnten sich nun auch waschen, Sina hat ihnen ebenso ihre Kimonos überlassen und später saßen alle in Kimonos um das Lagerfeuer. Die Wäsche brauchte noch Zeit, was aber nicht so schlimm war, weil sie eh über Nacht bleiben.

„Schwester Sina, könnt ihr etwas von eurer Kindheit erzählen?“ fragt Ralph.

„Hmm, meine Kindheit? Wirklich viel erzählen kann ich nicht.“ grübelt Sina.

„Aber besser als nur in die Luft zu starren.“ kommentiert Ralph und Sina seufzt nur.

„Also gut, was kann ich erzählen… Ich wurde als Kleinkind direkt trainiert zum kämpfen. Mein… Waffenlehrer hat mir den Umgang mit jeder Waffe beigebracht.

Es ging morgens los bis spät in die Nacht. Fehler wurden bestraft und mein Lehrer war sehr kreativ bei seiner Bestrafung. Doch er hat es nicht geschafft mich zu brechen. Als ich alt genug und mit dem Training fertig war, ließ mein Vater mich gegen seine stärksten Krieger kämpfen…

Ich durfte sie nicht töten und musste diese Aufgabe ohne Waffen schaffen, während sie Waffen trugen und mich töten durften…“ Sina

„Aber du hast es ja geschafft, sonst wärst du ja nicht hier.“ Ralph

„Richtig, aber nach dem Kampf musste ich mehrere Tage das Bett hüten, so sehr haben sie mich in die Mangel genommen.“ Sina

„Warum hat dein Vater dir das angetan?“ Themba

„Er wollte dem Volk zeigen, dass ich seine Tochter bin.“ Sina

„Aber… er ist doch dein Vater? Das ist doch kein Grund, dich umbringen zu lassen?“ Themba

„Nun, jeder hat andere Sitten sowie Traditionen und ich bin nun mal dort geboren.“ Sina

„Bist du dann die Stärkste?“ Alwin

„Hmm, wenn dann die Zweitstärkste. Mein Vater ist immer der Stärkste von allen.“ Sina

„Und die anderen Krieger?“ Ralph

„Ich weiß nicht mit wem ich sie vergleichen soll. Für mich sind meine bisherigen Gegner alle schwach gewesen, bis auf den Vampirfürst und den Skelettdrachen. Mit denen hätten sie ebenso ihre Schwierigkeiten gehabt.“ Sina

„Komisch das ich von euren Leuten nie was gehört habe, wenn sie so stark sind.“ Themba

„Wir leben auch sehr abgeschlossen von der Welt. Wenn mein Vater es nicht befohlen hätte, dass ich in die Welt reisen gehen soll, wäre ich vermutlich immer noch dort.“ Sina

„Dann bin ich aber froh, dass dein Vater dich losgeschickt hat. Ohne dich wären die Untoten über uns hergefallen und Themba sowie Alwin vermutlich gestorben.“ grinste Ralph.

Am nächsten Tag war die Gruppe ausgeruht und gestärkt für die Mine. Die Peitsche tauschte Sina gegen die Blutklinge aus, denn in den engen Räumen will sie keine Wagnisse hervorrufen.

„Der Plan ist folgender. Ihr werdet alle die Fackeln tragen, während ich in der Front stehe. Ich kann etwas besser im Dunkeln sehen als ihr. Aber egal was passiert, rennt nicht vor Panik weg. Haltet euch an Ralph fest und solltet ihr hinter euch Feinde bemerken, sagt das laut genug, verstanden?“ erklärt Sina den Plan und die Kinder nickten.

Der Eingang der Mine war nicht zu übersehen wie auch die Orks, die davor Wache standen. Sina zog ihre Katanas und brachte die Orks schnell um, dann gingen sie in die Mine. Diese Orks konnten scheinbar im Dunkeln sehen, da sie keine Fackeln in den Gängen angebracht haben.

Es dauerte nicht lange, bis alle das Quietschen der Orks hörten. „Es geht los.“ warnte Sina, bis die ersten Orks aus den Gängen erschienen. Aus der Ferne hörte man irgendwelche lauten Trommeln, die vermutlich warnen sollten, dass Eindringlinge in der Mine sind.

In der Zwischenzeit:

„Graf Herz, wir benötigen eure Hilfe. Die Kinder des Königs sind noch am Leben und reisen mit einer sehr starke Abenteurerin zur Hauptstadt.“ murmelt einer der Meuchelmörder.

„Ho? Ich dachte, ihr seid dafür berühmt eure Arbeiten schnell und lautlos zu erledigen?“ stichelt der blasse Graf.

„Es lässt sich nicht abstreiten, dass wir versagt haben und wollen euch nicht mit Entschuldigungen belästigen. Stand der Dinge ist, die Kinder werden von Sina die Verteidigerin beschützt. Sie sollten nach unserer Berechnung nun in der Mine im Süden sein, die voller Monster ist.“

„Sina die Verteidigerin? Wie sind denn die Kinder an sie ran gekommen und warum hilft sie ihnen überhaupt? Soweit ich mitbekommen habe, hat sie die Einladung des Königs abgelehnt.“ wundert sich der Graf.

„Wir haben die Unterstützung von Fürst Schnara, der sogar persönlich dabei sein will. Wenn ihr uns ebenso mit Söldner unterstützt, wäre die Falle perfekt. Denn nicht die Kinder sind das Problem, sondern diese Frau.“

„So, Fürst Schnara ist bei der Aktion beteiligt? Dieser Mann mit seinem ekelhaften Geschmack nach Kindern? Seid ihr sicher, dass er euch wirklich helfen will bei der Ermordung der Kinder und nicht lieber sein… Schlafgemach mit weiteren unglücklichen Seelen auffüllen will?“ verzieht der Graf sein Gesicht.

„Keine Sorge, wir haben… die passenden Argumente, dass er keine Probleme machen wird. Der Plan ist relativ einfach. Mit genug Söldnern und mit unseren Leuten werden wir sie auf der anderen Seite der Mine die Gruppe auflauern. Sina mag vielleicht außergewöhnlich sein, aber sie ist letztendlich auch nur ein Mensch. Wir glauben fest daran, dass sie die Mine erfolgreich bewältigen wird. Aber sie dürfte kaum Energie genug haben für weitere Kämpfe, sobald sie die Mine verlässt.“

„Tzz, ein feiger Hinterhalt, aber in Anbetracht der Situation mit einem so außergewöhnlichem Abenteuer vermutlich der beste Plan, den man auf die Schnelle hin bekommt. Ich werde euch Söldner und Soldaten zur Verfügung stellen, aber ich werde ebenso anwesend sein. Es… gibt noch etwas das ich mit der Verteidigerin klären muss.“ lächelt der Graf und die Meuchelmörder stellten fest, dass seine Eckzähne etwas länger sind als sie normalerweise sein sollten.

Einen halben Tag später. Die Tunnel sind mit Leichen der Orks gefüllt und Sina ist immer noch am kämpfen.

„Da muss ein großes Monsternest sein. Das letzte Mal wo ich so viele bekämpft habe, war in einen Berg, ich glaube der schwarze Goblin oder so nannte meine Freundin ihn.“ plaudert Sina, während sie die Orks tötet.

Die Kinder… sind alle extrem blass. Die enge Tunnel, die Dunkelheit und die Leichen, die Sina hinterlässt, drückten aufs Gemüt.

„Entschuldigung, aber… mir ist nicht gerade zum sprechen zumute.“ murmelt Themba, während sie Alwin an der Seite festhielt. Ralph lief hinter den beiden her und achtete darauf, dass keine Monster von hinten kamen.

„Ich glaube, wir kommen langsam an ihr Hauptlager. Die Orks sehen schwerer ausgerüstet aus. Nicht das es für mich einen Unterschied macht.“ grinste Sina mit ihrem Cowboyhut. „Zumal sie es scheinbar beleuchtet haben… oder Lagerfeuer, wenn sie Menschen grillen.“

Das war für Themba zu viel und sie übergab sich. Ralph kam und streichelt ihr auf den Rücken. Nachdem Themba sich beruhigt hatte und Ralph dankend zunickte, fing sie mit ihrer Beschwerde an.

„Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du uns solche Details nicht sagen würdest. Falls du es noch nicht mitbekommen hast, aber wir sind Kinder und sind solche Sachen nicht gewöhnt!“

„Ich auch nicht, aber wundern würde es mich nicht.“ kommentiert Sina es kurz. Sina betrat einen großen Tunnelbereich und hatte das Gefühl, ein Deja-vu zu erleben. Ein ziemlich großer Ork stand in der Mitte und an seinen beiden Seiten jeweils ein Ork in einem Kuttel. Ansonsten ist der Raum voller Orks, die alle ihre Waffen hielten und auf die Ankunft der Eindringlinge gewartet haben.

„Ok, es könnte etwas heftig werden.“ warnte Sina, als die Orks dann angestürmt kamen. Ein Ork nach dem anderen stirbt. Im Gegensatz zu den Goblins verfallen sie nicht in Panik, aber man sah ihnen schon an, dass sie es nicht gewöhnt sind, so einen starken Feind zu bekämpfen.

Der Anführer gab einen markigen Schrei von sich und alle Orks machten Platz für den Anführer. Als er sah, dass seine Leute wie die Fliegen sterben. Stampfend ging er auf Sina zu und die Kinder schauten verängstigt, weil er im Gegensatz zu den anderen Ork ein Koloss war, der eine riesige Axt trug.

„Keine Sorge, der ist nur etwas größer.“ versucht Sina die Kinder zu beruhigen und provoziert den Ork mit Gesten. Dieser sprang natürlich darauf an und stürmte auf Sina zu mit erhobener Axt.

Alwin drückte seinen Kopf an die Seite von Themba, während sie ihn festhält. Ralph konnte nur staunen, wie ein so massiger Hüne so schnell sein konnte. Dann stand er auf einmal und sein Körper fiel in zwei Hälften. Ralph konnte nur den Kopf schütteln und stand in Unglauben, was er gerade erlebt hat. Kein Geräusch oder Bewegung, der Ork ist einfach halbiert worden.

„Falls ihr es wissen wollt, aber ich habe ihn umgebracht. Schnell und gnadenlos, weil er euch Angst machte.“ teilte Sina mit.

„Das ging mir zu schnell. Was hast du gemacht?!“ wundert Themba sich. „Ich habe ihn mit Blutklinge halbiert, nichts anderes.“ kam die Antwort.

„Sollten solche Kämpfe immer so schnell enden?!“ Nervi war mit der Antwort nicht zufrieden.

„Stellst du die Frage nicht ein bisschen zu spät? Ich bringe seit Anfang an alle Orks mit nur einem Schlag um. Wenn irgend jemand in meinem Niveau wäre, würde ich euch das schon frühzeitig mitteilen.“ meint Sina mit ernster Stimme.

Der Tod des Anführer löste dann doch eine Panik unter den Orks aus. Die, die zu nah an Sina standen, griffen sie in Verzweiflung an, die anderen stürmten panisch auf der anderen Seite des Lagers heraus. Es dauert nicht lange und Sina sowie die Kinder waren nun alleine.

„Ok, hier werden wir übernachten.“ teilt Sina ihren Entschluss mit.

„Eh?!“

Kapitel 59

Ich bin wiedergeboren und werde immer noch Milchkuh genannt?

Die Gruppe reiste relativ schnell ab und Ralph kannte den Weg zur Mine. Sie verließen ohne Probleme die Stadt, der Tod des Barons war noch nicht bekannt. Die Reise zur Mine dauert normalerweise zwei Tage, aber Sina meint, dass es länger dauern wird, solange Nervi und Alwin nicht die nötige Ausdauer haben.

Ralph gab Themba und Alwin den Tipp, wie sie die Reise für sich einfacher gestalten können, letztendlich werden sie sich daran gewöhnen müssen.

„Nur das ihr es nicht vergesst, wir werden im Freien übernachten. Auf dem Weg gibt es keine Städte oder Dörfer.“ warnte Ralph die Prinzessin und Alwin. Zumindest Themba zeigte ein betroffenes Gesicht, Alwin dagegen freute sich darüber.

Die Gruppe übernachtete unter einem großen Baum. Ralph hat seinen Schlafsack Themba und Alwin überlassen und liegt mit einer Decke in der Nähe des Lagerfeuers. Das selbstgemachte Essen von Suki hat scheinbar allen gemundet, nur musste Sina ihre Rationen im Auge behalten und beim nächsten Stadtbesuch das Essen wieder aufstocken.

Die Kinder schliefen alle und Sina wollte sich ebenso hinlegen, bis sie ein leises Murmeln hörte. Es war Themba die im Schlaf redete. „Mama… warum…“ und eine einzelne Träne verließ ihr geschlossenes Auge.

„Himmel, sie ist vermutlich genau so alt wie Ralph. Haben die Kinder auf dieser Welt alle mit solchen Schicksalen zu kämpfen? Irgendwie… ist das nicht wirklich gerecht.“ dachte Sina und schloss dann ihre Augen ebenso.

Stadt Siediff:

„Wir haben keine Spur von den Kinder gefunden!“

„Bei dem dunklen Gott, habt ihr mal überlegt, ob sie nicht vielleicht verkleidet sein könnten?“

„Du Schlaumeier, sollen wir jedes Kind einzeln anschauen? Weißt du wie viele Kinder in der Stadt leben? Dazu sind wir nicht genug Leute!“

„Beruhigt euch. Ich glaube, ich habe eine Spur. Ich habe die Stadtwachen bestochen und sie sagten mir, das eine Frau mit drei Kindern gestern die Stadt betreten haben und heute mittag wieder verlassen haben. Bevor ihr was fragt, ja das waren die einzigen Kinder die kamen und gingen.“

„Gut gemacht, weißt du wer die Frau ist?“

„Leider ja… Es ist die Heldin Sina die Verteidigerin.“

„ … “

„Du willst uns wohl auf den Arm nehmen? Kein Wunder, dass unsere Leute im Wald dabei gestorben sind. Mit so einem Kaliber müssen wir anders vorgehen! Weißt du wohin sie reisen?“

„Laut Wache gingen sie nach Norden. Ich habe mich erkundigt und das einzige was im Norden liegt, ist eine Mine die voller Monster ist.“

„Was liegt auf der anderen Seite der Mine?“

„Die Hauptstadt.“

„VERDAMMT! Die Monster werden die Frau nicht aufhalten, wenn es nicht mal eine Armee voller Untoter konnte.“

„ … Wir könnten ihnen eine Falle stellen auf der anderen Seite der Mine. Sie wandern zu Fuß, also ist es möglich, dass wir mit unseren Möglichkeiten vor ihnen da sein können. Ich werde ein paar der Adeligen um Söldner bitten und mit einer erfahrenen Meute von Kämpfern sollten wir Sina überwältigen können. Bedenkt, sie muss sich durch die Monster kämpfen und wird ziemlich geschwächt sein.“

„Worauf warten wir dann noch? Los geht’s!“

Am nächsten Tag ging die Reise weiter. Prinzessin Themba und Alwin hatten überall Muskelkater, aber die Reise… tat ihnen auch irgendwie gut. Sie sahen die Natur und auch wilde Tiere. „Ich wusste nicht, wie schön es draußen ist.“ murmelt Themba.

„Die Welt ist an sich auch schön, wenn man sich Zeit nimmt. Ist euch schon aufgefallen, wie anders die Luft riecht als in den Städten?“ fragt Ralph.

„Stimmt, sie stinkt nicht nach… ich weißt nicht wie ich es beschreiben soll.“ grübelt Themba.

„Ich weiß was ihr meint Prinzessin Themba.“ nickt Ralph.

„Ralph, nenn mich bitte beim Namen. Solange wir auf der Reise sind, brauchen wir uns nicht an die Formalitäten zu halten, zumal Milchkuh mir eh keinen Respekt zollt.“

„Pfff, Milchkuh? Lass sie das nicht hören.“ lachte Ralph. Alwin lief neben Sina, die ihm ihre Abenteuer erzählte und einige Tricks zeigte.

„Sag… wie kommst du damit zurecht, dass Sina diese Leute umbringt? Müsste dir das nicht ebenso Angst machen?“

„Hmm, Sina hat getan was getan werden musste. Natürlich hätte jeder das anders geregelt, aber Sina ist scheinbar für die drastische Methode. Sie hat mehrere Seiten. Es gibt die eine Sina, die uns beschützt, dann die Sina die ihren Kampf geht, scheinbar so brutal wie möglich.“

„Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll…“

„Denk einfach nicht darüber nach. Akzeptier einfach wie Sina ist und das sie ihren Weg geht. Das ist die einfachste Lösung und du hast weniger Kopfschmerzen, Prin… Themba.“

„Das ist für dich so einfach…“

„Nein, ist es nicht, aber wenn ich alles in mich hineinfressen lasse, würde ich irgendwann wahnsinnig werden und das will ich nicht. Ich meine… ich möchte in der Zukunft meinen anderen Geschwistern helfen.“

„Wie bist du eigentlich Waise geworden?“

„ … “

„Du brauchst es mir nicht zu erzählen, ich glaube, ich bin zu weit gegangen…“

„Es ist schon in Ordnung. Ich habe es bisher niemanden erzählt, auch nicht Sina, wobei ich glaube, dass sie eine Vermutung hat. Vor… fünf sechs Jahren ungefähr reiste ich mit Mutter und Vater in eine andere Stadt. Auf dem Weg dahin… wurden wir von Banditen überfallen. Meine Mutter und ich konnten nicht kämpfen und Vater war nur ein einfacher Händler, zumal die Banditen in Überzahl waren. Dann passierte es… Sie töteten vor meinen Augen erst meinen Vater und dann meine Mutter… nur aus Spaß. Warum sie mich nicht getötet haben weiß ich nicht und werde es auch nie erfahren…“

„Es… tut mir leid, dass ich eine Wunde wieder aufgerissen habe.“

„Schon gut, manchmal muss man darüber sprechen. Hätte nur nicht gedacht, dass ich es einer Prinzessin erzähle.“

„Danke für dein Vertrauen.“ und beide schauten sich lange in die Augen.

„Und dann küsste der Held die Prinzessin und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie heute noch glücklich zusammen.“ rief Sina laut und Themba sowie Ralph bekamen einen hochroten Kopf.

„Warum hast du das so laut gesagt?“ wundert Alwin sich. „Ich dachte, dass die beiden da vorne ebenso ein bisschen von der Geschichte wissen sollten.“ grinste Sina sadistisch, das Wort Milchkuh ist ihr nicht entgangen.

Die Nacht brach wieder herein und Alwin schlief allein im Schlafsack, er war sehr erschöpft vom vielen Laufen. „Morgen sollten wir die Minen erreichen.“ meinte Ralph.

„Das ist gut. Je nachdem wann wir dort ankommen, werden wir uns vorher nochmal ausruhen oder wir gehen direkt durch.“ grübelt Sina.

„Nun die Reise in der Mine dauert über einen Tag und wir kennen den Weg nicht. Wenn der wirklich voller Orks ist, weiß nur die Göttin, wie es drinnen aussieht.“ gab Ralph das Bedenken.

„Dann sollten wir uns vorher nochmal ausruhen, denn ich möchte es vermeiden, dass wir drinnen mehr als nötig übernachten müssen.“ nickte Sina.

„Wir sollen bei den ganzen Ork dort drinnen schlafen können? Nicht jeder ist so abgebrüht wie du!“ kommentiert Themba.

„Nicht? Dachte ihr hättet schon Nahtod-Erfahrung gemacht mit den Assassinen. Aber ich kann nichts daran ändern. Ich könnte es vermutlich durchziehen, aber ihr nicht.“ antwortet Sina sarkastisch.

„Au man…“ stöhnte Themba. „Keine Sorge Themba, ich werde ein Auge offen halten, während wir in der Mine schlafen.“ bot Ralph an.

„Macht was ihr wollt, nun schlaft. Die Reise bleibt weiterhin anstrengend.“ rollte Sina ihre Augen.

Die Reise ging am nächsten Tag weiter. Diesmal erzählt Themba von ihrer Kindheit Ralph, weil es nur fair ist.

„Nun, ich kann dir nicht wirklich viel erzählen. Mein blondes Haar sowie meine grünen Augen habe ich von meiner Mutter geerbt.“ erzählt Themba.

„Ich glaube, du hast doch mal erwähnt, dass deine Mutter verstorben ist?“ fragte Ralph nach.

„Habe ich das? Nun, meine Mutter ist bei der Geburt von Alwin gestorben. Irgendwelche Komplikationen, mehr weiß ich auch nicht. Nur… ich fand es immer sehr komisch. Die Schwangerschaft verlief ohne Probleme und dann auf einmal hatte sie Probleme?“

„Glaubt du, jemand… hat sich eingemischt?“

„Ich weißt es nicht. Vater hat Untersuchungen angestellt, aber es kam nie was dabei heraus.“

„Wie ist deine Beziehung zu deinem Vater?“

„Schlecht. Ich wünschte, er würde mir und Alwin mehr Aufmerksamkeit schenken, aber lieber schickt er uns zu der langweiligen Schule. Ich habe mehrmals versucht, seine Aufmerksamkeit zu bekommen, indem ich das eine oder andere mal Blödsinn gemacht habe, aber mehr als einen Tadel bekam ich von ihm nicht.

Er hat sich nach dem Tod meiner Mutter stark verändert. Als Mutter noch lebte… ließ er keine Gelegenheit aus mit mir zusammen zu sein.“

„Hast du schon mal überlegt, dass es für deinen Vater ebenso schwer ist? Ich meine, wenn du wirklich nach deiner Mutter kommst, wird er immer deine Mutter in dir sehen und seine Wunden gehen wieder auf. Zumal er auch ein Königreich zu regieren hat, dass dürfte ihm ebenso nicht leicht fallen.“

„Hmm…“

„Hast du mal versucht, das Thema anzusprechen, wenn ihr alleine gewesen seid? Ich glaube, er darf keine Schwächen zeigen, wenn andere Personen anwesend sind.“

„Nein… überhaupt nicht. Mein Vater war sonst immer so eine starke Person. Mein Großvater soll sehr streng gewesen sein, aber Vater ist das komplette Gegenteil. Er hörte den Menschen zu, aber… wieso hat er mir nie zugehört?“

„Ich kann es nicht für euren Vater sagen, aber Vater und König zu sein. Puh, ich wünschte mir nicht diese Position. Sag, wie würde dein Vater reagieren, wenn er wüsste, was mit euch beiden passiert ist?“

„Es werden Köpfe rollen, da bin ich mir sicher. Auch wenn wir eine Distanz haben, so sieht er es als Hochverrat an, wenn man Hand an seine Familie legt.“

„Und wenn ihm jemand sagen würde, ihr wärt bei dem Angriff… gestorben?“

„ … Vermutlich wäre er ein gebrochener Mann. Der Tod meiner Mutter hat ihn verändert, wenn wir auch noch aus seinem Leben verschwinden würden, hat er niemanden mehr…“

„Glaubst du, das ist das Ziel der Adeligen? Indem sie seine Kinder töten, damit er geschwächt wird?“

„Ich weißt es nicht. Ich kenne mich mit der Politik nicht aus.“

„Lass uns über was anderes reden. Das Thema drückt uns zu sehr auf die Gemüter.“

„Eine gute Idee…“

Kapitel 58

Ich bin wiedergeboren und auf der Flucht?

„Sina? Wieso vergiftest du dich selber?“ war Ralph der Erste, der diese Frage stellte. Nun, wenn man bedenkt, dass die Kinder gesehen haben, wie schnell der Baron gestorben ist und Sina dann freiwillig selber den Tee trinkt, ist das eine relativ normale Frage.

„Als ob irgendein Gift stark genug auf der Welt ist, dass mich töten könnte.“ bekam Ralph als Antwort von Sina.

„Oder dein Tee war nicht vergiftet.“ kommentiert Themba gereizt. Die Prinzessin weiß momentan nicht, was sie machen soll.

Dann kamen auf einmal der Butler mit der Hausdienerin, die beide eine Waffe hielten. „Wir können euch nicht lebend gehen lassen!“ erklärt der Butler.

„Ho? Euer Herr ist doch tot, seid ihr so loyal, dass ihr ihm in den Tod folgt? Ausgerechnet Baron Schmu, der die Prinzessin und den Prinz mit Gift töten wollte?“ fragt Sina sarkastisch.

„Ihr versteht das nicht. Wenn wir euch nicht töten, werden die anderen unsere Familie töten!“ schrie die Hausdienerin.

„Wer sind die anderen?“ mischte sich die Prinzessin Themba ein, aber die Hausdienerin schüttelt nur den Kopf.

„Kinder, schließt eure Augen.“ antwortete Sina und ging zu den beiden Personen hin. „Warte, du brauchst es…“ rief Themba, aber Sina hatte ihr Werk schon beendet, indem sie beiden einfach das Genick gebrochen hat.

„ … Du Mörderin. Man hätte es auch anders klären können!“ schimpfte Themba nun, selbst Ralph wirkte geschockt über die Kaltblütigkeit von Sina.

„Nein, sie hätten alles versucht uns zu töten, man hat es in ihren Augen gesehen. Wer die anderen auch sind, sie hatten mehr Angst vor ihnen als vor mir. Außerdem habe ich uns damit nur Zeit verschafft, die wir brauchen. Wach auf Nervi, das ist eine brutale Welt in der du und dein Bruder leben!“ erklärt Sina.

„Aber…“ wollte Themba was sagen, wird aber von Sina unterbrochen. „Was weiß du genau über das Leben hier draußen? Im Grunde nichts. Du hast die anderen Waisenkinder gesehen und Ralph wird auch einiges erlebt haben. Meine Freundin wurde von einer Untergrundorganisation entführt und ich musste bei ihrer Befreiung Menschen foltern und töten. Das Leben ist kein Ponyhof!“ schimpft Sina nun auf Themba ein, die nun Tränen in den Augen hat.

„Schwester Sina, ich glaube, wir sollten die Diskussion woanders führen.“ versuchte Ralph ein Rettungsseil in den Streit zu werfen.

„Ok, verlegen wir die Diskussion auf ein anderes Mal. Verschwinden wir!“ befiehlt Sina und alle verließen die Villa.

Als sie wieder draußen waren, fragte Alwin: „Und was machen wir nun?“

„Wir gehen in eine Gaststätte und essen erst mal. Danach können wir immer noch überlegen. Ach ja, Nervi gib mir deinen Ring. Ich werde ihn erst mal wieder aufbewahren…“ aber Themba schüttelt nur ihren Kopf.

„Ich kann meinen Ring nicht einer Mörderin geben…“ und dann wird sie von Sina grausam gepackt.

„Langsam verliere ich wirklich meine Geduld. Ich weiß nicht warum man dir an die Kehle will und langsam ist mir das wirklich egal. Ich erkläre dir, warum ich den Ring wieder haben will. Dieser Ring ist der einzige Beweis, wer ihr seid. Wenn dieser Ring verloren geht, seid ihr nichts als normale Kinder. Man würde euch nicht mal in die Burg eures Vaters lassen. Ist das nun bei dir angekommen?“ teilt Sina es durch ihre Zähne mit und Themba nickte weinend.

„Lass meine Schwester in Ruhe! Du tust ihr weh!“ klopfte Alwin an der Seite von Sina. Sie seufzte nur und ließ Themba los.

„Sina, du solltest etwas nachsehen haben mit der Prinzessin Themba. Für sie ist das alles vollkommen unbekannt. Du kannst nicht erwarten, dass sie auf deiner Welle ist.“ schützt Ralph die Prinzessin, die wieder ein leichtes Herzklopfen hatte.

„Ist schon gut. Ich habe schon verstanden. Sina versucht auf ihre Art und Weise uns zu beschützen… Hier, nimm den Ring…“ reichte Themba den Ring an Sina weiter.

„So, nun gehen wir essen.“ nickte Sina den Kinder zu, obwohl sie alle keinen Hunger hatten nachdem, was in der Villa passierte.

Später saßen alle in einer Gaststätte und Sina bestellte für die Kinder nur eine leichte Suppe mit Brot, während sie für sich eine etwas größere Portion bestellt.

„Ihr solltet was essen, der Hunger wird sonst gnadenlos zuschlagen.“ teilt Sina allen die Information. Ralph musste schwer schlucken, aber schaffte es, die Suppe langsam zu essen.

„Was sollen wir nun machen Schwester?“ fragte Alwin, der selber die Suppe langsam isst. Einzig Themba weigerte sich zu essen und wirkte nur hilflos.

„Ich weiß es nicht. Ich dachte wirklich, das Baron Schmu uns hilft, aber das er uns töten wollte, heißt für mich nur, dass ich keinem Adeligen vertrauen kann…“ und Themba ließ den Kopf hängen und weinte.

Ralph schaute niedergeschlagen die Prinzessin an und überlegte, wie er sie trösten könnte. Dann versuchte er mit Sina in Augenkontakt zu kommen, aber irgendwie ignoriert sie es.

„Sina, was würdest du als Prinzessin in so einer Lage machen?“ versuchte Ralph mit einer cleveren Frage Sina zu ködern.

„Du bist aber in ganz Schlauer, Ralph.“ anerkennt Sina Ralphs Frage. „Was würde ich machen. Nun, ich kann niemandem vertrauen außer meiner Familie. Also muss ich irgendwie wieder nach Hause kommen.“

„ … Wie weit ist es denn bis zur Hauptstadt?“ murmelte Themba und versuchte ihre Tränen wegzuwischen.

„Keine Ahnung, war bisher nicht dort gewesen. Ralph?“ schaute Sina den rothaarigen Junge an.

„Ich war auch noch nicht dort, aber ich kann mich erkundigen.“ schlägt Ralph vor. „Dann tue es einfach mal, es schadet ja nicht es zu wissen.“ nickt Sina.

Ralph beugte sich zu Themba und flüstert ihr ins Ohr: „Du solltest versuchen, Sina zu überzeugen, dass wir euch bis zur Hauptstadt begleiten sollten.“ und dann verschwand Ralph aus der Gaststätte.

Themba wurde rot im Gesicht und Sina rollt ihre Augen.

In der Zwischenzeit in der Villa von Baron Schmu:

Verhüllte Männer betraten die Villa und fanden nur das Personal tot vor sowie Baron Schmu. Einer der Männer schüttelt nur den Kopf und zeigt auf die Tassen.

„Amateure, warum haben sie nicht einfach auf uns gewartet.“ fluchte einer der Männer.

„Weiß man denn, wer die Begleiter sein sollen?“

„Nein, aber sie müssen außergewöhnlich sein, wenn sie eine Gruppe voller Meuchelmörder töten können und die Falle des fetten Barons bemerken.“

„Sie dürften nicht allzu weit gekommen sein. Vielleicht sind sie noch in der Stadt.“

„Dann sucht sie! Eine Prinzessin und Prinz dürften in der Menge doch auffallen!“

In der Gaststätte überlegte Themba fieberhaft, wie sie Sina überzeugen könnte. Sina und Alwin waren noch am Essen und Sina sah nicht so aus, als würde sie Themba in irgendeiner Form helfen.

„Nun, wenn ihr zu keinem Entschluss kommt, kann ich euch auch im Waisenhaus abgeben, dann reisen Ralph und ich wieder zurück nach Fanfoss.“ merkte Sina an.

„Nein, nicht. Warte…“ reagierte Themba geschockt, was Sina ihr offenbarte.

„Es tut mir leid, wie ich euch genannt habe.“ fing Themba an und hatte die Aufmerksamkeit von Sina.

„Ich… bin das nicht gewohnt, dass Menschen einfach so getötet werden…“

„Vermutlich nicht.“

„Baron Schmu war wirklich meine größte Hoffnung gewesen, aber dass er mich und Alwin versuchte zu vergiften…“

„Nun, in meinen Augen sind die meisten Adeligen Parasiten, die den Titel von ihren Vorfahren bekommen haben und nicht durch ihre eigene Leistung. Die meisten benehmen sich wie Kleinkinder, denen die Macht zu Kopf gestiegen ist.“

„ … Ich… brauche eure Hilfe… Nein, wir brauchen eure Hilfe.“

„Und was genau soll ich tun?“

„Kannst du mich und Alwin beschützen, bis wir zu Hause angekommen sind? Alleine sind wir nicht in der Lage. Überall sind Feinde die uns töten wollen und… wir sind keine Kämpfer wie du.“

„Ich bin eine Abenteurerin falls du es noch nicht wusstest. Wir sind nicht wirklich auf einer Ebene, dass wir uns als Freunde betrachten und ich euch den Gefallen tue.“

„ … Ich kann dich bezahlen.“

„Ho? Wie viel denn?“

Themba durchwühlte ihre Tasche, aber dann fiel ihr ein, dass sie überhaupt kein Geld hatte.

Alwin legte eine Bronzemünze auf den Tisch. „Mehr habe ich leider nicht.“ entschuldigt er sich.

„Hmm, ok. Mit der Belohnung kann ich leben.“ nickt Sina.

„Eh?!“ wundert Themba sich.

„Nun, ich nehme euren Auftrag an. Sobald Ralph wiederkommt, reisen wir direkt los. Solltest du dir zu viele Gedanken machen über die Belohnung, kannst du auf der Reise darüber nachdenken, warum ich dies so gemacht habe.“ erklärt Sina mit einem leicht freundlichem lächeln.

Es dauert nicht lange und Ralph kam mehr oder weniger hereingestürmt. „Schlechte Neuigkeiten. Ich habe verhüllte Männer am Anwesen des Barons gesehen.“

„Was wolltest du denn dort? Ich bezweifele, dass der Baron dir in irgendeiner Form noch was sagen könnte.“ teilt Sina es sarkastisch mit.

„Ich weißt es nicht, irgendwie bin ich dort hingekommen. Ich weiß aber nun wie man in die Hauptstadt kommt.“ keuchte Ralph.

„Setzt dich hin und komm wieder zu Atem. Die Männer werden nicht so dumm sein und hier einen Angriff starten. Außerdem kennen die uns nicht mal, also halten sie nur Ausschau nach Nervi und Alwin.“ beruhigt Sina den Jungen.

„Erm… Ok?“ wundert sich Ralph. „Wie seid ihr zu einer Entscheidung gekommen?“

„Nervi hat mich als Abenteurerin eingestellt. Der Auftrag geht solange, bis sie bei ihrem Vater, dem König, lebend angekommen sind.“ erklärt Sina.

„Echt? Cool, dann geht das Abenteuer ja weiter!“ freute sich Ralph. Themba wusste nicht, wie sie reagieren soll, aber irgendwie ist sie auch glücklich, das Ralph weiterhin in ihrer Nähe ist.

„Nun dann Reiseführer. Dann erkläre uns den Weg.“ nickte Sina.

„Nun, es gibt drei Wege… Eigentlich zwei. Die eine Möglichkeit ist, dass wir zu Fuß reisen, aber das ist der längste Weg und wir werden vermutlich zwei Wochen brauchen. Die andere Möglichkeit ist, wir suchen eine Hafenstadt auf und lassen uns per Schiff transportieren, dürfte aber die teuerste Wahl sein.“

„Und was ist die Dritte?“

„ … Das wäre der schnellste Weg, aber wir müssten durch eine alte Mine reisen, die gerüchteweise voller Orks sein soll.“

„Weißt du wo sie liegt?“

„Wieso willst du diesen Weg nehmen? Das ist der gefährlichste!“

„Nun, wenn hier die Männer sind, werden sie ebenso die Wege absuchen, die du uns gerade aufgesagt hast. Sie werden am wenigsten erwarten, dass wir die Mine nehmen und selbst wenn sie dort auch nachschauen, müssten sie ebenso an den Orks vorbei.“ erklärt Sina die Lage.

„Aber…“ versuchte Themba bei der Entscheidung mitzuwirken.

„Eine Landreise können wir vergessen, das haltet ihr nicht aus und die Reise mit dem Schiff bin ich mir nicht sicher, was die Meuchelmörder planen würden. Aber gegen Orks werden wir keine Probleme haben.“

„Als ob wir eine Wahl hätten… dann reisen wir zur Mine.“

Kapitel 57

Ich bin wiedergeboren und erlebe einen Giftanschlag? (LoL)

Themba wusch sich als nächstes und wirkte sehr deprimiert, vor allem wusch sie sehr lange ihren Brustbereich. Eine ihrer Hausdienerinnen hatte gesagt, dass kommt schon, man müsste sich nur gedulden. Aber Sinas… waren gigantisch.

„Vielleicht sollte ich mehr Milch trinken…“ murmelt Themba. Danach wuschen sich Ralph und Alwin gemeinsam, weil es einfach Kerle sind und sich endlich hinlegen wollten.

Die Nacht war ruhig, aber nicht überall…

Burg Ryre, Zimmer des Kanzlers:

„Bitte WAS?! Die Kinder sind entkommen?“ fluchte Kanzler Thorgil während vor ihm eine verhüllte Gestalt stand.

„Nun, wir haben nicht erwartet, dass andere Zeugen vor Ort waren und in der Lage sind, die gesamte Gruppe auszulöschen.“ entschuldigt sich der Assassine.

„Ich habe euch den perfekten Ort gegeben und verdammt viel Gold gezahlt und ihr bekommt es nicht gebacken, zwei Kinder und Zeugen zu töten?“ antwortet der Kanzler mit rotem Kopf.

„Keine Sorge, wir werden sie schon finden. Außerdem, selbst wenn sie bei irgendeinem Adeligen unterkommen, ihr habt doch sowieso die Unterstützung vieler Adeliger und diese kennen euren Plan ebenso.“ beruhigt der Assassine den Kanzler.

„Dann seht zu, dass ihr es schnell erledigt. Der König wurde von mir informiert, dass die Kinder tot sind und nun trauert er alleine im Thronsaal! Der Verlust der Königin war schon schwer für ihn, aber nun dürfte ihm das Herz gebrochen sein, wenn seine Kinder ebenso tot sind. ABER das geht nur, wenn sie RICHTIG tot sind und nicht irgendwo herumlaufen!“

„Wir würden gerne mehr Meuchelmörder einsetzen, aber aus irgendeinen Grund… sind in letzter Zeit viele gestorben bei ihren Aufträgen.“ wundert sich der Assassine.

Mel spielte im Keller am Schlagzeug und musste niesen. Ein Geist der niest, selbst Mel wundert sich und spielte wieder weiter.

„Tut was ihr tun müsst, aber kommt mir erst wieder unter die Augen, wenn ihr mir die Nachricht über den Tod der Kinder bringt!“

Am nächsten Morgen wachte Sina auf und sah alle Kinder schlafen. Sie nutze die Zeit sich umzuziehen und bekam das Gefühl beobachtet zu werden und tatsächlich, Nervi war ebenso wach.

„Milchkuh.“ kommentiert sie nur und bei Sina bildete sich eine Zornesader. Dann grinste Sina und sagte: „Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.“ und dies regte Themba tierisch auf. Nicht lange und Ralph sowie Alwin wachten ebenso auf und sahen nur, wie Sina am grinsen war und Themba einen roten Kopf hatte.

„Da nun alle wach sind, der folgende Tagesablauf. Erst gehen wir alle frühstücken und suchen dann das Waisenheim, damit ich die Lieferung abgeben kann. Anschließend suchen wir Baron Schmu auf und übergeben ihm dann Nervi und Alwin. Dann sind alle wieder glücklich und können ihrem Leben wieder nachgehen.“ erklärt Sina in ihrem Cowboy-Outfit.

„Ich kann es kaum erwarten dich los zu werden…“ kommentiert Nervi. „Beruht auf Gegenseitigkeit.“ antwortet Sina zurück. Ralph verdrehte nur seine Augen und Alwin war mit dem Anziehen noch beschäftigt.

Sie frühstückten alle gemeinsam und bekamen von dem Wirt die Wegbeschreibung zum Waisenhaus, danach machten sie sich auf den Weg.

„Irgendwie ist das ein anderes Gefühl so durch die Stadt zu gehen.“ murmelt Themba. „Warum haben wir das früher nicht genauso gemacht Schwester?“ fragte Alwin. „Weil wir was besonderes sind und es böse Menschen gibt, die uns was antun wollen, so wie die im Wald. Deswegen werden wir von den anderen isoliert.“ erklärt Themba.

„Bei mir klopfen die bösen Menschen abends immer an der Tür, aber meine Mädels kümmern sich um sie. Ich muss ihnen ja auch irgendwie dankbar sein, dass sie meinen Vampirmädchen die Nahrung bringen.“ kommentiert Sina.

„Eh?“ Themba schaut dabei Ralph an, der nur die Schulter zuckt. „Ich weiß nicht ob es stimmt, aber die Monstervilla von Sina ist bekannt. Dort leben zwei Vampire und ein Hausgeist, dazu eine bekannte mörderische Hausdienerin mit dem Pechvogel des Königreiches.“ teilt Ralph es nüchtern mit.

„Wieso heißt mein Zuhause Monstervilla?“ wundert Sina sich. „Keine Ahnung, die Erwachsenen fingen damit an. Die meisten warten nur darauf, was ihr als nächstes bei euch wohnen lasst.“ verteidigt sich Ralph.

„Ein Dämon, ein Drache, ein Echsenmensch und wenn Roboter auf dieser Welt existieren, dann von dem auch einen. Habe ja genug Zimmer.“ scherzt Sina, aber Ralph war sich da nicht so sicher.

Es dauerte nicht lange und sie fanden das Waisenhaus. Kinder spielten herum, ältere Kinder saßen in der Ecke gelangweilt. „Wie wäre es wenn du ihnen die Spiele beibringst Ralph?“ schlägt Sina vor und Ralph nickte begeistert. „Nimm die anderen zwei mit. Dann können sie noch etwas mehr von der Welt lernen.“

„Au ja, komm Alwin, ich kenne noch ein paar Spiele mehr.“ und Alwin nickt begeistert und Themba seufzte nur.

Sina auf jeden Fall suchte nach einer Schwester und wurde fündig, wie sie gerade eine Rede vor einer Gruppe Kinder hält. Die Kinder machten auf Sina nicht unbedingt den Eindruck, als hörten sie zu, also unterbricht sie den Disput.

„Schwester? Grüße euch, mein Name ist Sina. Ich wurde von dem Waisenhaus aus Fanfoss geschickt.“ grüßte Sina. Die Schwester unterbrach ihre Rede und wirkte etwas verärgert über die Unterbrechung.

„Fanfoss? Wir hatten schon lange keinen Kontakt mehr mit dem Waisenhaus.“ runzelt die Schwester die Stirn.

„Ich bringe viele Anziehsachen mit und soll Schwester Mirande einen Brief überreichen. Ihr seid nicht zufällig Mirande?“ rät Sina.

„Doch das bin ich. Ok, ihr dürft wieder gehen Kinder, aber ich komme wieder und fahre da fort, wo ich unterbrochen wurde! Wir gehen beide dann in mein Büro.“ drohte sie den Kinder und zeigte Sina den Weg.

Im Büro war es ziemlich chaotisch, das komplette Gegenteil als bei Schwester Anna. „Entschuldigung die Unordnung, aber da ich hier alleine arbeite bleibt vieles auf der Strecke.“ entschuldigt sich Mirande.

„Nicht schlimm. Ich kenne jemand, der kann das noch toppen.“

„So schlimm? Ok, was kann ich für euch tun?“

„Hier, diesen Brief sollte ich wie ein mein Auge hüten und ihn euch von Schwester Anna persönlich überreichen.“

„Hm? Ok, dann scheint es ja was ernstes zu sein… Hmm… Hmm… Oh? Verstehe, vielen Dank für den Brief, das sind wirklich gute Neuigkeiten.“

„Neben dem Brief habe ich mehrere Kisten mit Wäsche mitgebracht. Wo soll ich sie hinstellen?“

„Erm, nicht hier… Ich weiß wo. Folgt mir.“ und Mirande führt Sina in ein Nebenzimmer, dass genauso chaotisch aussieht.

„Seid ihr sicher?“ fragt Sina zweifelnd. „Keine Sorge, ich bekomme bald Unterstützung auf die ich viele Jahre gewartet habe. Stellt die Kisten ruhig dahin wo Platz ist.“ erklärt Mirande und Sina zuckte nur die Schulter.

Sina stapelte die Kisten auf einander und zuletzt den Sack, wo die königlichen Klamotten drin waren. Die Heldin der Geschichte grübelte scheinbar nicht lange und lege den Sack zu den Kisten, mit einem sadistischen Grinsen.

„Ok, das wäre alles. Ich bin froh, dass ich euch helfen konnte. Sag, wisst ihr wo das Anwesen ist von Baron Schmu?“ fragte Sina.

„Dieses widerliche Schwein? Was willst du denn von dem Penner?“ fragte Mirande mit einem düsteren Gesicht.

„Eh… Ich muss bei ihm auch was abliefern. Sollte ich irgendwas über ihn zu wissen?“

„Ja, dieser Penner versucht seit langem gegen das Waisenhaus und anderen ärmeren Bewohnern vorzugehen. „Reinhaltung der Stadt“ nennt er das. Bisher konnte der Bürgermeister immer seinen Einspruch einlegen, aber die Stadt ist auch sehr arm. Es würde mich nicht wundern, wenn der Bürgermeister irgendwann nachgibt.“ schüttelt Mirande traurig den Kopf.

„ … Wisst ihr, ob er ein Freund der königlichen Familie ist?“ wundert Sina sich.

„Er? Im Leben nicht, aber als sein Vater noch gelebt hat war er es zumindest. Irgendwas muss der Alte bei seinem Sohn verpasst haben, dass so ein Ekel nun an der Macht sitzt. Aber Baron Schmu ist kein Einzelfall. In anderen Städten gibt es ebenso Adelige, die den gleichen Gedanken haben. Einzig der König ist der Vernünftige und tut was für das Volk.“ gab Mirande ihre Meinung zum Besten.

„Ich verstehe. Es hilft alles nichts, ich muss zu ihm hin.“ seufzte Sina nur und Mirande erklärt den Weg zu seiner Villa. Anschließend begleitet die Schwester Sina nach draußen und staunte, was die Kinder alle machten.

Sina hatte Ralph Kreide sowie Seile gegeben und nun spielten alle Kinder Seilhüpfen, Schere-Stein-Papier und andere Spiele. Ralph sah man mit den anderen älteren Kindern sprechen, scheinbar redet er auf sie ein, das Schicksal selbst in die Hand zu packen und den jüngeren Geschwistern zu helfen.

Alwin spielte mit den anderen Kindern das Seilhüpfen und Themba schmollte scheinbar am Eingang, aber man sah ihr an, dass sie auch gerne mitmachen würde.

„Was bei der Göttin ist hier los?“ wundert sich Mirande. „Ich habe ein Kind von dem anderen Waisenheim mitgebracht, der mir den Weg zu dieser Stadt gezeigt hat. Ich habe ihm gesagt, dass er die Spiele den Kinder hier beibringen soll, die ich ihm auch beigebracht habe. Schaut doch wie viel Spaß sie haben. Nur ein bisschen Kreide und Seile und schon kann man die Langeweile vertreiben.“ erklärt Sina.

Ralph sah Sina mit der Schwester kommen und beendete seine Rede mit: „Überlegt euch selbst, was ihr davon haltet. Ich war genauso wie ihr, bis… mir jemand die Augen geöffnet hat. Lasst nicht zu, dass ihr genauso endet und auf der Straße landet!“ und die älteren Kinder wirkten zumindest nachdenklich.

„Schwester Sina, ich habe ihnen alles beigebracht, wie du es mir aufgetragen hast. Sie werden die nächste Zeit alle beschäftigt sein.“ grüßte Ralph.

„Das hast du gut gemacht. Nun sollte Schwester Mirande etwas Luft haben.“ grinst sie die Schwester an.

„Ich weiß zwar immer noch nicht, was hier los ist, aber das ist ein gutes Zeichen. Vielen Dank euch beiden.“ verbeugte sich Schwester Mirande glücklich.

„Nun denn, gehen wir den Baron aufsuchen. Hol mal Alwin und Nervi, wir wollen sie nicht all zulange warten lassen.“ und Ralph stürmte los. Sina verabschiedete sich noch von Mirande und drückte ihr die Daumen, dass sie weiterhin genug Energie hat, bis die Verstärkung eintrifft.

Es dauert ein bisschen, bis Ralph es geschafft hat, Alwin von den Spielen zu trennen und Themba kam scheinbar von selber, als sie sah, das Sina zum Aufbruch bereit war.

Alle waren dann auf der Straße und Sina fragte Themba nach Baron Schmu: „Sagt, ist Baron Schmu wirklich ein Freund der Familie?“ und sah Themba nur nicken. „Weißt du ob es ein älterer Herr war oder sein Sohn?“ und Themba schaut Sina verwundert an.

„Wieso fragt ihr? Ich weiß, dass Baron Schmu ein alter Mann war, der mir früher immer ein Geschenk gemacht hat.“ erklärt Themba.

„Ah.. Dann muss ich dir die Nachricht vermitteln, dass er verstorben ist und sein Sohn diesen Titel übernommen hat.“ teilt Sina es mit.

„Oh… Schade das ich das nicht mitbekommen habe. Seinen Sohn kenne ich auch, nur habe ich mit ihm weniger was zu tun gehabt. Ich weiß sowieso nicht so richtig, wer mit wem bei meinem Vater auf gutem Fuß steht. Ich glaube, dass der Sohn mir ebenfalls helfen wird.“ meint Themba nur.

„Wenn du meinst?“ kommentiert Sina es nur.

Einige Zeit später standen sie vor einem Tor, da hinter eine große Villa. Sina machte sich laut bemerkbar und ein Butler erschien.

„Wie kann ich euch helfen?“ fragte er.

„Darf ich vorstellen, ich bin Prinzessin Themba und das ist mein Bruder Alwin. Ich wünsche mit eurem Herrn zu sprechen.“ und zeigt dem Butler den Familienring, den sie von Sina wiederbekam.

„Das Zeichen des Königs, aber… eure Kleidung passt nicht wirklich zu euch?“ wundert der Butler sich.

„Reine Vorsichtsmaßnahmen, da steckt nicht mehr dahinter.“ erklärt Sina das Problem und hielt ihm ihre Abenteurerkarte vor die Nase. Der Butler musste schwer schlucken, als er sah, mit wem er es zu tun hatte.

„Ah Entschuldigung, wo sind meine Manieren. Ich werde euch natürlich zu meinem Herrn bringen. Folgt mir, ich bringe euch in das Gästezimmer.

Etwas später saßen alle im Gästezimmer und warteten auf den Baron. „Damit ist unser Abenteuer schon wieder zu Ende oder Prinzessin Themba?“ versuchte Ralph ein Gespräch zu starten.

„Kann nicht schnell genug zu Ende sein.“ kommentierte sie erst, aber als sie Ralph traurig sitzen sah fügte sie hinzu: „Aber trotzdem danke, dass du mich und meinen Bruder versucht hast zu beschützen.“ mit einem lächeln. Ralph freute sich über ihre Worte und auch Alwin lächelt.

„Sag Schwester, warum nimmst du ihn nicht zu deinem Mann?“ fragte er unbedacht und alle gaben ein „Pfff“ ab. Sina hielt sich eine Hand vor den Mund, damit sie nicht laut loslachte. Ralph und Themba dagegen bekamen einen hochroten Kopf. „Hab ich was falsches gesagt?“ wundert sich Alwin.

Die Frage wird nicht mehr beantwortet, als ein dicker verschwitzter Mann mit Koteletten und eine Hausdienerin, die ein kleinen Wagen mit Tassen und Tee transportiert, erschienen.

„Willkommen in meinem Haus Prinzessin Themba und Prinz Alwin. Wie kann ich euch helfen? Warum seid ihr in dieser Aufmachung und wo ist eure königliche Garde? Fragen über Fragen, aber ihr müsst mir zustimmen, dass alles für mich ein bisschen merkwürdig ist.“ plumpste der dicke Baron in seinen Sessel, während die Maid die Tassen verteilte. Nur als sie den Tee in die Tassen goss, wirkte sie… nervös und Sina wunderte sich warum.

„Baron Schmu, ich muss euch danken, dass ihr uns in euer Haus lasst. Ich fasse mich kurz. Mein Bruder und ich waren auf dem Weg zurück zur Hauptstadt und fuhren durch den Dunklen Wald. Es dauerte nicht lange und wir wurden von unbekannten verhüllten Männern angegriffen. Mein Bruder und ich flüchteten in den Wald, bis wir auf diese Personen trafen, die uns das Leben gerettet haben.

Aus reiner Vorsichtsmaßnahme tragen wir die bürgerliche Kleidung zum eigenen Schutze. Auf meine Bitte hin, habe ich die Heldin hier gebeten, mich zu euch zu begleiten, weil ich weiß, dass eure Familie ein Freund von meinen König ist. Ich habe erst vor kurzem erfahren, dass eurer Vater verstorben ist und drücke mein tiefes Beileid aus.

Aber ich glaube daran, dass ihr mir und meinen Bruder in höchster Not bestimmt helfen werdet.“ beendet Themba ihre Erklärung und Alwin nickte nur.

„Du liebe Zeit, da habt ihr aber schreckliches durchmachen müssen. Ich werde sofort dem König Bescheid geben, dass ihr bei mir sicher seid. Kommt, trinkt doch erst mal den Tee. Er wirkt beruhigend und mildert den Stress.“ schwitzte Baron Schmu.

Prinzessin Themba nickte und wollte schon nach dem Tee greifen, als Sina sie unterbricht: „Warte mit dem Tee.“ mit einer Stimme, die keinen Widerspruch duldete. Themba schaute verwundert auf.

„Ist was nicht in Ordnung mit dem Tee?“ wirkte der Baron nun sehr nervös.

„Könnt ihr mir den Gefallen tun und den Tee von Themba trinken?“ lächelt Sina den Mann an. Baron Schmu und seine Hausdienerin verhielten sich schon die ganze Zeit verdächtig, aber nun wirkte Mann, als würde er ertappt.

„Wie… wie meint ihr das?“ stottert Baron Schmu.

„So wie ich das gesagt habe, trinkt den Tee den man uns serviert hat.“ und Sinas Lächeln wurde nur breiter und düster. Selbst Ralph ahnte, das bald was schlimmes passieren wird.

„Es… tut mir leid, aber auf diesem Tee bin ich leider allergisch. Ha ha ha, aber er kam bei den Gästen bisher immer gut an.“ Baron Schmu holte ein Tuch aus seiner Westentasche heraus und trocknete sein Gesicht.

„Echt? Welch ein Zufall. Dann kann doch bestimmt eure Hausdienerin ihn kosten oder?“ behält aber weiterhin den Baron im Blick.

„Meine Herrin, ich bin zu unwürdig, als das ich diesen kostbaren Tee trinken könnte.“ wehrte sich die Hausdienerin sehr verängstigt.

„Sina, was ist los? Was stimmt mit dem Tee nicht?“ wird Themba nun selber nervös.

„Nun, ich habe mich ein bisschen über den Fettsack hier umgehört. Er wird vom Volk nicht wirklich geliebt. Zusätzlich das Verhalten, dass sowohl er als auch seine Hausdienerin sich sehr verdächtig verhalten und sich weigern den Tee zu trinken, muss ich annehmen, dass der Tee nicht das zu sein scheint, als er sein sollte.“ erklärte Sina.

„Was wollen sie damit andeuten?!“ schimpfte Baron Schmu und Sina nahm die Tasse von Themba und stand dann auf.

„Nichts, nur dass ich nun doch etwas ungeduldig werde.“ kommentiert Sina und ging mit der Tasse zum Baron. Er wurde regelrecht panisch und wollte aufstehen, aber Sina hindert ihn mit ihrer Kraft und zwang ihn, denn Tee zu trinken. Die Hausdienerin schrie und rannte aus dem Zimmer heraus.

Als die Tasse mehr oder weniger leer war, ließ Sina vom Fettsack ab und beobachtet, wie der Tee auf ihn wirkte. Der Baron schnaufte und hustete schwer, in seinen Augen war blanke Panik zu sehen.

„*hust* Ihr… werdet damit nicht durchkommen! Arghhh…“ versuchte der Baron noch zu drohen, aber scheinbar wirkte der Tee ziemlich schnell. Er gurgelte stark, grüner Schaum kam aus seinen Mund. Die Kinder reagierten geschockt, was sie zu sehen bekamen.

Dann fiel der Baron tot zur Seite. „Tja, das war mal euer Familienfreund. In dem Tee war Gift drin.“ kommentiert Sina.

„Aber… warum?! Wieso habt ihr ihn umgebracht?!“ schrie Themba fast und Alwin klammerte sich an ihr.

„Warum er euch umbringen will weiß ich nicht, aber scheinbar ist der Mordkomplott auf euch größer als gedacht, dass selbst eure Familienfreunde daran beteiligt sind. Dürfte vermutlich was gegen euren Vater sein. Hab gehört, dass er nicht unbedingt bei dem Adel beliebt ist.“ erklärt Sina.

„Aber wie konntet ihr ihn umbringen? Habt ihr denn keine Gefühle?!“ verlangte Themba nach Antworten, aber der Raum wurde spürbar kälter.

„Ich habe Gefühle, aber dieser Fettsack wollte uns umbringen, also gab ich ihm seine eigene Medizin zu schmecken. Macht euch nun lieber Gedanken, was ihr nun tun wollt.“ antwortet Sina kalt.

„Schwester, was sollen wir tun?“ fragte Alwin den Tränen nah und Themba wusste selbst nicht, wie es weiter gehen soll.

„Überlegt nicht allzu lange, es dürfte hier bald ziemlich viel Stress geben, wenn wir nicht langsam verschwinden.“ versuchte Ralph es gelassen mitzuteilen, aber er war selbst am zittern.

Sina trank in der Zeit ihren eigenen Tee und musste würgen. „Widerlich, da habe schon besser schmeckenden Gifttee getrunken.“ und erntete nur Unglauben.

Kapitel 56

Ich bin wiedergeboren und der Putsch findet statt?

Die Gruppe fand schnell die Kutsche und stellten auch schnell fest, dass niemand den Angriff überlebt hat. Die Meuchelmörder haben wohl ihre getöteten Kameraden mitgenommen und somit keine Spuren hinterlassen.

„Hmm, sie haben sauber gearbeitet.“ kommentiert Sina das Gemetzel und begutachtet die toten Ritter.

„Oh nein, was sollen wir nun tun Schwester?“ fragt Alwin, der Panik bekam, aber von Themba getröstet wird.

„Keine Angst, ich lasse mir was einfallen.“ und schaut dabei Ralph an. Dieser überlegte kurz und ging zu Sina.

„Schwester? Was hast du vor?“ fragte Ralph vorsichtig.

„Nun, es hängt ganz davon ab, was Nervi möchte. Wir dürfen auch unseren Auftrag nicht vergessen, wie du weißt.“ dachte Sina laut nach und spielte an ihrem Hut.

„Sina, die beiden kennen das Leben draußen nicht. Prinzessin Themba gibt sich zwar nach außen hin stark, aber sie ist in Wirklichkeit hilflos. Sie schöpft ihre Kraft nur, weil sie ihren Bruder beschützen muss.“ erklärt Ralph und Sina seufzt.

„Nervi, wir sind auf dem Weg zur Stadt Siediff, hast du dort irgendeinen Familienfreund oder ähnliches?“ bot Sina ein Angebot an.

„Huh? Eh… Baron Schmu ist ein Freund der Familie! Er kann uns zumindest aufnehmen!“ sah Themba eine neue Hoffnung.

„Ok, dann begleitet uns und wir setzen euch dann bei ihm ab.“ nickt Sina. „Aber nicht mit diesen Klamotten. Ihr seid gerade mal einem Mordanschlag entkommen. So erkennt jeder, wer ihr seid.“

„Aber wir haben sonst keine außer die die wir anhaben…“ teilt Themba die Information mit. Sina überlegte kurz und holte aus ihrem Inventar einen Sack heraus.

„Hmm, hier zieht euch das an und steckt eure Klamotten da rein. Euen Schmuck nehme ich euch ab, den bekommt ihr beim Baron wieder. Ein Bauernmädchen mit Schmuck passt ja nicht wirklich.“ nickte Sina zu sich.

„Wir sollen diese Klamotten anziehen?!“ schrie Nervi fast, aber Ralph mischte sich ein. „Keine Sorge, sie sind gewaschen und waren für die anderen Waisenkinder gedacht. Ertragt es solange bis wir bei eurem Freund sind, sonst lässt Sina euch vermutlich hier.“

Alwin schaut sie ebenso an und Themba gab den Konflikt auf und nickte. „Lasst euch aber nicht allzu viel Zeit, wer weiß, was hier noch so alles im Wald kreucht und fleucht.“ warnte Sina.

Nach einiger Zeit kamen Alwin und Themba wieder zurück. Sie wirkten nun wie Kinder vom Lande und Sina musste über Thembas Haube lachen.

„Was lacht ihr? Ihr habt uns doch diese Klamotten gegeben!“ schimpft Themba, die es peinlich findet, diese Sachen zu tragen.

„Aber sie passen uns doch Schwester?“ wundert Alwin.

„Egal, ich nehme dann mal den Sack wieder und euren Schmuck… Hm ist ein Familienring mit eurem königlichen Wappen oder?“ fragt Sina mit Tränen in den Augen.

„Das ist richtig, nur die königliche Familie trägt ihn und man kann diesen Ring auch nicht nachmachen.“ erklärt Themba.

„Ok, dann stecke ich das mal alles wieder ins Inventar. Ralph, weißt du wie wir von hier aus weiter nach Siediff kommen?“ stellte Sina die Frage.

„Ja, das ist kein Problem. Wir brauchen einfach nur der Straße zu folgen.“ nickt Ralph. „Na dann. Zeigt mal, wie gut eure Ausdauer ist Nervi und Alwin.“ grinst Sina.

Zur gleichen Zeit in der Hauptstadt Bamtin in der Burg Ryre:

Kanzler Thorgil betrat den Thronsaal, wo auch der König Karl-Horst residierte. „Alle Wachen, sofort raus! Ich muss mit dem König alleine sprechen!“ Die Ritter salutieren und der König hob verwundert seine Augenbraue. Als der letzter Ritter den Raum verließ und die Tür schloss, kam Thorgil direkt zum Punkt.

„Mein König, ihr müsst jetzt stark sein. Ich überbringe euch leider schlechte Nachrichten.“ ließ Thorgil seinen Kopf hängen.

„Was ist passiert?“ fordert der König zu Erfahren.

„Eure… Kinder wurden beim Transport von Ensburg nach Siediff im „Dunklen Wald“ von Monstern angegriffen.“

„ … Bitte WAS?!“

„Ich habe die Meldung von einem sterbendem Ritter erfahren, der mit einem Meldezauber ausgerüstet war. Ein großes schwarzes Monster griff die Kutsche an und tötete alle Leibwachen.“

„Aber…“

„Ich habe eine Gruppe raus geschickt, die sofort den Ort untersuchen sollen und habe auch keinen Kontakt mehr zu dem Ritter, weil er vermutlich gestorben ist. Aber er hat ganz klar mitgeteilt, dass eure Kinder bei dem Angriff… ums Leben gekommen sind…“

„ … “

„Mein König?“

„Verschwindet, ich will heute niemanden mehr sehen!“

„Jawohl mein König.“ und Thorgil verließ den Thronsaal, wo ein gebrochener Mann saß.

„Nicht mehr lange und ich nehme seinen Platz ein.“ dachte Thorgil grinsend.

Die Gruppe von Sina musste immer wieder eine Pause einlegen, weil die Prinzessin sowie Alwin das lange wandern nicht gewöhnt sind.

„Himmel, wenn ich wüsste, wie man reitet, hätte ich nach den Pferden gesucht, aber nein…“ offenbart Sina, wie nervig sie die Pausen findet.

„Entschuldigung dass ich und mein Bruder nie wirklich raus durften.“ meldet sich Themba.

„Tja, das ist wohl der Nachteil einer behüteten Kindheit.“ kommentiert Sina.

„Was wisst ihr denn schon. In eine Familie geboren zu werden, wo man keine Wahlmöglichkeiten hat… Mein Bruder wird in der Zukunft der König und ich werde mit irgendjemandem verheiratet und soll Kinder zeugen.“ beklagt Nervi sich.

„Du tust mir auch so leid. Was soll Ralph oder die anderen Waisenkinder sagen? Ihnen wurde das wichtigste in ihrem Leben weggenommen und sind auf die Almosen anderer Erwachsener angewiesen.“ meint Sina.

„ … “ „Schwester? Was sind Waisenkinder?“ fragt Alwin und Ralph erklärt es für ihm. „Das sind Kinder, die keine Eltern haben und somit für sich selbst sorgen müssen. Die Eltern… haben sie entweder abgegeben oder sind gestorben. Ich selber bin auch ein Waisenkind und lebe in einem Waisenheim mit vielen anderen Waisen.“

„Echt? Bist du denn nicht einsam? Ich bin froh, dass ich Papa und meine Schwester habe. Mama ist bei meiner Geburt gestorben.“ erklärt Alwin.

„Sicher bin ich einsam, aber ich habe meine anderen Geschwister. Wir helfen uns gegenseitig.“ lächelt Ralph traurig.

„Nun, sobald wir die Stadt erreichen, gehen wir zuerst ins Waisenhaus, damit der Auftrag erledigt wird, anschließend suchen wir den Baron Schmu auf.“ erklärte Sina die Pause für beendet und Nervi stöhnte.

Einige Stunden später sahen sie aus der Ferne die Stadt Siediff und die Kinder konnten ein leichtes lächeln aufbringen, aber es wurde auch schon langsam dunkel.

„Hmm bei der Reisegeschwindigkeit, schaffen wir es nicht bis zur Stadt. Ihr habt die Wahl, entweder wir sputen uns oder wir übernachten im Freien.“ überlegte Sina und schaut dabei Nervi und Alwin an, die wieder außer Puste sind.

„Ich könnte Alwin tragen, dann sollte es schneller gehen.“ bietet Ralph seine Hilfe an und Themba blickte danken auf.

„*keuch* Wir schaffen das bis in die Stadt! *keuch*“ schnaufte Themba nach Luft und Sina hob misstrauisch nur eine Augenbraue.

„Wehe du brichst mir zusammen unterwegs, denn ich werde dich nicht tragen.“ erklärt Sina die Lage und Themba reagierte nur wütend und stampfte die Straße runter.

Gegen Abend erreichte die Gruppe die Stadttore. Themba wird von Ralph getragen und Alwin lief neben ihm her. Die Torwachen hielten sie auf und verlangten den Grund für den Besuch der Stadt, Sina zückte aber nur ihre nagelneue Abenteurerkarte und hielt sie der Wache vor die Nase. Dieser staunte nicht schlecht, welchen Rang Sina hatte und ließ sie ohne weitere Probleme in die Stadt.

„Haben wir es so eben noch geschafft, aber das Waisenheim oder den Baron aufzusuchen ist es zu spät. Wir werden in einer Gaststätte für heute übernachten. Vor allem sollten die Kinder etwas frischer aussehen.“ kommentiert Sina die Lage.

„Sie sind es nicht gewohnt so lange Strecken zu laufen.“ verteidigt Ralph die beiden, während Themba auf seinem Rücken schläft. Man musste Ralph schon loben, dass er es schaffte den letzten Rest der Strecke die Prinzessin zu tragen.

Sina kneift Themba an die Wangen und sie wurde wieder wach, mit verträumten Augen. „Hey! Das tut weh!“ und rieb sich die Wangen.

„Aufstehen Nervi, wir werden heute erst mal hier übernachten und uns dann morgen um den Rest kümmern. So könnt ihr ja nicht dem Baron vorgestellt werden, Ring hin oder her.“ grinst Sina.

Sina fand schnell eine Gaststätte und wird vom Wirt gefragt, wie viele Betten benötigt werden. „Ein Zimmer mit vier Betten bitte.“ erklärt Sina, aber die Prinzessin mischt sich ein.

„Zwei Zimmer mit zwei Betten. Ich kann doch unmöglich mit Bürgern zusammen schlafen.“ erklärt Themba und der Wirt hob eine Augenbraue.

„Planänderung, ein Zimmer mit drei Betten und einen Schlafplatz im Stall für das Fräulein hier.“ und der Wirt grinste genauso dreckig wie Sina.

„Eh?! Aber…“ reagiert Themba schockiert. „Nervi, ich muss das bezahlen oder kannst du dein Zimmer selbst bezahlen?“ „ … Nein. Ich schlafe mit euch…“

„Warum nicht gleich so. Abendessen bitte dazu und wehe ich höre irgendwelche Klagen!“ warnt Sina die verwöhnte Prinzessin. Der Rest verlief ohne Zwischenfall. Während Alwin sich über das Essen freute, konnte man am Gesicht der Prinzessin ablesen, was sie davon hielt, aber sie will die Warnung von Sina nicht herausfordern.

„Ich gehe mich noch eben waschen und ihr solltet das ebenso tun. Keine Streitereien wer als nächstes kommt, sonst werfe ich euch alle drei in die Wanne.“ und Sina machte sich auf den Weg ins Badezimmer.

„Himmel, ist die Frau anstrengend…“ stöhnte Themba, aber Alwin, ihr eigener Bruder verteidigt sie. „Sie ist eigentlich ganz nett. Während Bruder Ralph dich getragen hat, hat sie mit mir gespielt.

„Eh?“ wundert Themba sich. „Prinzessin Themba, ohne euch persönlich anzugreifen, aber ihr solltet vielleicht überlegen, wie Sina die Welt sieht. Ihr solltet wissen, dass sie auch eine Heldin ist.“ erklärt Ralph.

„Diese Frau ist eine Heldin? Davon wüsste ich aber!“ reagiert Themba in Unglauben. „Sina die Verteidigerin wird sie auch genannt, weil sie eine Armee voller Untoter aufgehalten hat und einen Skelettdrachen zerstörte.“ erklärt Ralph geduldig.

„Die Sina? Die Sina die mich fertig macht? Das ist die Heldin? Irgendwie habe ich sie mir anders vorgestellt…“ antwortet Themba geschockt.

„Nun, ich glaube, wir haben alle so unsere Vorstellungen, aber nun wisst ihr, warum sie sich so wenig Gedanken macht über Meuchelmörder oder andere Problemen. Sie tötet sie einfach und lebt ihr Leben.“ nickte Ralph.

„Ist Sina so stark?“ fragt Alwin. „Viel stärker. Vermutlich könnte nicht mal die königliche Armee sie aufhalten.“ erklärt Ralph grinsend und die Tür vom Zimmer öffnete sich wieder.

Eine frisch gewaschene Sina in einem langen Schlafrock, „Made by Sherry“ was ihre Figur etwas betont, betrat den Raum.

„Badezimmer ist frei, der nächste sollte sich nun waschen gehen.“ und wundert sich wieso Ralph und Nervi sie so anstarren.

„Hab ich was im Gesicht?“

Kapitel 55

Ich bin wiedergeboren und habe eine königliche Begegnung?

„Solange die Ritter kämpfen, müssen wir flüchten. Wenn ich Drei sage, öffne ich die Tür und wir rennen gemeinsam in den Wald!“ erklärt Themba und ihr Bruder nickt. Sie stellt sich vor die Tür und gab mit ihren Fingern das Zeichen. Eins… Zwei… Drei! und riss die Tür auf.

Überall kämpften Personen gegeneinander, aber die Kinder ignorierten sie und rannten Hand in Hand in den Wald. „Was macht ihr da! Bleibt in der Kutsche!“ rief noch einer der Ritter, aber dieser hatte selber Probleme.

Die Meuchelmörder haben die Kinder natürlich flüchten sehen und die, die nicht im Kampf waren, rannten ihnen hinterher.

Ohne einen Plan rannten die Kinder einfach durch den Wald. Der Abstand der Verfolger war noch groß, aber Themba wusste selber, dass sie bald eingeholt werden, wenn nicht irgendwer zu Hilfe kommt, bis…

Alwin stolperte über einen Ast und fiel zu Boden, Themba schrie nach ihrem Bruder. „Schnell, wir dürfen nicht stehen bleiben!“

„Aber Schwester… ich glaube, ich habe meinen Knöchel verrenkt!“ stöhnte Alwin und hielt sich am Fuß.

In der Zeit hatte ein Meuchelmörder sie eingeholt und lachte dreckig. „Nichts als Ärger macht ihr, dabei sollen wir euch schnell und schmerzlos töten… Aber so eine hübsche Prinzessin hat man nicht alle Tage.“

„Schwester…“ bekam Alwin Angst und krallte sich in den Arm von Themba. „Es ist schon gut, ich lasse mir was einfallen!“ tröstet sie ihn, ist aber selber in Panik.

Der Meuchelmörder holte sein Schwert heraus und zeigte kein Mitleid in seinem verhülltem Gesicht, bis…

Ein Stein seinen Kopf traf. Dieser unvorhergesehene Angriff brachte ihn zum Wanken und ein großer Junge mit roten Haaren stellte sich schützend vor Themba und Alwin.

„Lass sie in Ruhe, du Bandit!“ raunzte der Junge mit einem Dolch in der Hand.

Einige Minuten vorher:

„Hmm, es ist tatsächlich sehr düster, man sieht noch so eben die alte Straße.“ kommentiert Sina und Ralph nickt.

„Aber noch hell genug, dass man keine Fackeln braucht.“ erklärt Ralph, dann hörte er etwas.

„Ist was Ralph?“ fragte Sina, die scheinbar nichts mitbekommen hatte.

„Hast du das nicht gehört? Irgendjemand hat geschrien!“ und rannte in die Richtung des Geschreis, wo Ralph es zuletzt gehört hatte.

„Warte Ralph!“ wollte Sina ihn aufhalten, aber Ralph lief unerwartet los, sodass sie keine Chance hatte, ihn zu packen. Sie wollte schon hinterher rennen, als Sina merkte, dass sie mit Ralph nicht alleine war und die ersten Meuchelmörder hinter ihren Bäumen herauskamen.

„Langsam reicht es mir mit euch. Sobald ich wieder in Fanfoss ankomme, schnappe ich mir den neuen Boss und erledige das Problem!“ schimpfte Sina und zog ihre Peitsche.

„Verdammt, wir haben Zeugen. Wir müssen sie auch loswerden.“ befahl einer der vermummten Meuchelmörder und Sina bekam nur ein sadistisches lächeln.

Ralph rannte ohne Pause, hüpfte über Felsen oder Äste. „Hoffentlich komme ich nicht zu spät, da hat jemand geschrien!“ dachte Ralph.

Dann sah er, wie eine vermummte Gestalt mit einem Schwert auf zwei Kinder zuging. Ohne nachzudenken, schnappte Ralph sich ein Stein, warf ihn nach dem Mann und traf ihn am Kopf.

Ohne mit dem rennen aufzuhören, stellte Ralph sich vor die Kinder und zog dabei sein Dolch und rief: „Lass sie in Ruhe, du Bandit!“

„Argh, wer ist denn dieser Bengel?“ fluchte der Meuchelmörder und rieb sich am Kopf. „Egal, du wirst ebenso sterben!“ und ging auf Ralph los.

Der junge Waise wusste nicht, wie er mit dem Dolch umgehen sollte und stach so in die Luft, was den Mann nur zum lachen brachte. Dann trat er mit seinem Bein den Dolch weg und dann nochmal auf Ralph der zu den anderen Kinder fiel.

„Nun werdet ihr sterben!“ war der Meuchelmörder des Sieges sicher und holte mit seinem Schwert zum Schlag aus. Themba und Alwin schlossen ihre Augen vor Angst und Ralph hatte die Panik ergriffen. Dann kam aus dem Nichts eine lange Kette und wickelte sich um den Hals des Mannes.

„Du ganz bestimmt.“ antwortete eine kalte Stimme und der Mann wurde nach hinten gerissen. Er landete vor einer Frau mit einem Ledermantel und Cowboy-Hut. Sina ließ sich keine Zeit und brach dem Mann das Genick, das es jeder hören konnte.

„Wenn du nochmal von mir wegrennst, lege ich dich übers Knie!“ schimpft Sina Ralph aus, während sie zu ihm geht.

„Danke Schwester…“ flüstert Ralph beschämt mit einem roten Kopf. Themba und Alwin öffneten ihre Augen und sahen, wie eine Frau den Beschützer ausschimpfte.

„Wieso schimpft ihr ihn aus? Er hat unser Leben gerettet!“ setzt sich Themba für ihn ein, bekam aber nur einen eiskalten Blick der Frau.

„Ho? Eher hätte er sich selber in Gefahr gebracht, als dass er euch gerettet hätte. Ich habe Schwester Anna versprochen, dass dir nichts passiert!“ sagte Sina und ignoriert Themba dabei.

„Es tut mir leid, nächstes Mal werden wir gemeinsam gehen…“ entschuldigt sich Ralph.

„Mach es einfach nicht nochmal. So nun kommen wir zu den beiden anderen Kindern, wofür du dein Leben eingesetzt hast. Wer seid ihr beide?“ fragte Sina.

„Ein bisschen mehr Respekt! Ich bin Themba, Prinzessin dieses Königreiches und das ist mein Bruder Alwin, der zukünftige König.“ teilt Themba es mit einer hochnäsigen Stimme mit.

„Aha und was macht ihr hier im Wald? Zum Picknicken ist das nicht gerade der ideale Ort.“ fragt Sina sarkastisch, während Ralph nervös wurde, mit wem er es zu tun hatte.

„Habt ihr kein Benehmen? Wollt ihr euch nicht mal vorstellen?“ empörte sich Themba.

„Komm Ralph, lass uns weitergehen. Sie geht mir irgendwie ziemlich auf den Keks.“ drehte Sina sich um und Ralph schaute Sina und Themba an.

„Eh? Warte, warte. Es tut mir leid!“ rief Themba panisch, Angst davor mit ihrem Bruder allein im Wald zu sein. „Wir waren nur auf der Durchreise. Warum wir durch den Wald reisen weiß ich nicht, nur dass wir wieder bei meinem Vater sein sollen, dem König dieses Königreiches.“

„Na geht doch. Ich bin Sina und dein Held heiß Ralph. Wir waren auf dem Weg zur Stadt Siediff und nahmen den Wald als Abkürzung, bis Ralph nach einem Schrei sich von mir trennte.“ stellte die Heldin sich vor und Ralph nickte nur.

„Wir müssen hier verschwinden, im Wald sind noch mehr dieser bösen Männer die uns töten wollen!“ warnte Themba, aber Sina zuckte nur die Schulter.

„Wenn noch welche am Leben sind? Ich habe kurzen Prozess mit ihnen gemacht bis ich dann euch alle fand.“ erklärte Sina.

„Eh? Aber die haben die Elite-Ritter ohne Probleme getötet!“ glaube Themba Sina nicht.

„Dann waren deine Ritter nicht stark genug. So einfach ist das.“ antwortet Sina mit einer unschlagbaren Logik.

„Schwester? Hilft uns die Frau?“ fragt Alwin zitternd. Themba wusste selber nicht was sie tun sollte. Alle taten immer, was die Prinzessin verlangte und kennt nicht wirklich einen Widerspruch.

„Lass uns zu euren Rittern gehen. Vielleicht hat ja jemand den Angriff überlebt.“ schlägt Sina vor, um die Kinder schnell wieder los zu werden. Da hat sie Sherry einmal nicht dabei, bekommt sie eine andere Bürde aufgehalst.

„Wir wissen nicht wo sie sein können. Wir sind von unserer Kutsche einfach weggerannt während des Kampfes.“ erklärt Themba.

„Kein Problem, ihr habt genug Spuren auf dem Boden hinterlassen.“ erklärt Ralph und bot Themba eine Hand zum aufstehen. Sie nahm dankend an und half Alwin ebenso.

„Hier hast du deinen verlorenen Dolch wieder. Ich muss mal eben den Mann untersuchen.“ und ging zum toten Meuchelmörder. Sie suchte seine Taschen ab und fand einen kleinen Dolch mit Insignien drauf sowie einen Brief auf dem folgende Information stand:

„Die königliche Kutsche wird den Weg durch den dunklen Wald nehmen, schlagt dort zu.

Gez. T“

„Sag Prinzessin Nervensäge, kennt ihr die Insignien auf dem Dolch?“ fragte Sina und Themba wirkte erbost.

„Ich habe einen Namen!“ schimpfte Themba und Sina nickte. „Stimmt, nun heiß ihr Nervi. Das passt viel besser zu euch.“ und Themba stand mit offenem Mund vor Sina.

„Schwester? Ist die Frau böse?“ fragt Alwin verängstigt. „Ich weiß es nicht, aber wir brauchen ihre Hilfe.“ antwortet Nervi zähneknirschend. „Und nein, ich kenne die Insignien nicht.“

„Ok, ich nehme ihn mal vorsichtshalber mit, denn auf euch wurde ein Mordanschlag geplant und ich will nicht die Schuldige dafür sein. Ralph? Zeig uns den Weg zu ihrer Kutsche.“ befielt Sina und Ralph ging mit den anderen Kinder vor.

„Geht es euch gut Prinzessin Themba? Wie geht es eurem Bruder?“ fragt Ralph höflich. „Wenigsten einer kennt die Benimmregeln. Mir geht es gut, aber mein Bruder hat sich den Knöchel verstaucht, wir können daher nicht wirklich rennen.“

„Ich verstehe, sagt einfach Bescheid, wenn ich ihn tragen soll.“ bietet Ralph seine Hilfe an. Themba bekam leichtes Herzklopfen, aber sie ignorierte es schnell wieder. „Vielen Dank, ich werde es frühzeitig sagen. Sag, ist deine große Schwester immer so gemein zu Fremden?“

„Sina? Ich nenne sie zwar Schwester, aber wir sind nicht verwandt. Ich weiß nicht wie sie normalerweise mit Fremden umgeht, aber zu uns ist sie eigentlich ganz lieb.“ Ralph

„Wer ist „uns“?“ Nervi

„Meine anderen Geschwister. Weiß du, ich lebe in einem Waisenheim und… als ältester Bruder muss ich ein gutes Vorbild sein.“ Ralph

„Das tut mir leid…“ Nervi

„Es ist ja nicht deine Schuld. Jedenfalls hat Sina… mich wieder auf den richtigen Pfad gebracht und hat den anderen viele neue Spiele sowie andere Dinge beigebracht. Wir freuen uns immer alle tierisch, wenn Sina uns besuchen kommt und ihre Geschichten als Abenteurerin erzählt oder mit uns neue Lieder singt.“ Ralph

„Irgendwie passt das nicht ganz zum Bild, wie sie sich hier aufführt.“ Nervi

„Ich glaube, ich habe mal gehört, dass sie Probleme hat mit Autorität. Nicht das ich sagen will, dass ihr schuld daran seid, aber ihr seid nun mal die Prinzessin und das dürfte ihr ein Dorn im Auge sein.“ Ralph

„Oh je… hoffentlich hat einer der Ritter überlebt, sonst weiß ich nicht, was ich tun soll…“ Nervi

„Lass den Kopf nicht hängen, notfalls werde ich dich beschützen!“ Ralph

„Danke, aber…“ Nervi

„Ich weiß, ich habe mich nicht wirklich wie ein Kämpfer aufgeführt, aber trotzdem.“ Ralph

„Am Ende muss ich doch die Arbeit machen.“ teilt Sina das laut genug mit, da sie das Gespräch ebenso mitbekommen hat.

*Gulp*

Kapitel 54

Ich bin wiedergeboren und plane eine Reise durch den Wald?

Sinas Vorbereitungen gingen diesmal relativ schnell. Sie kaufte für Ralph einen Dolch, sodass er sich wehren kann und einen Schlafsack. Suki bekam den Auftrag, für mehrere Wochen an Proviant vorzusorgen. Dann war da noch Sherry…

„Wieso darf ich nicht mit?!“ fragte Sherry im Unglauben, als Sina ihre Pläne erzählt.

„Weil ich möchte, dass du die Zauber lernst und mit Suki ein Kampftraining durchziehst. Dass kannst du nur tun, wenn du die Ruhe dafür hast.“ erklärte Sina.

„Eh?“ wundert Sherry sich. „Ganz einfach. Das ist nur ein Gefallen, dass ich was transportieren soll. Außerdem hab ich ein Kind dabei, dass ich im Auge behalten muss. Wenn wir wieder unterwegs sein werden, sind es Monster die wir töten und keine kleinen Fische, sondern richtig starke, deswegen sollst du trainieren!“ erklärte Sina weiter mit Nachdruck.

„Aber… übernimmst du nicht sowieso alle Kämpfe?“ hält Sherry den Kopf schräg.

„Überwiegend, aber wenn wir gegen einen Feind kämpfen müssen, wo wir zusammen arbeiten müssen oder wieder getrennt werden wie in der Burg, schadet es dann, stärker zu sein?“ fragt Sina nun zurück.

„Nein… Da ist schon was dran.“

„Ich verrate dir was. Ich habe mir ans Ziel gesetzt, die Götterbestien zu jagen!“

„Du hast WAS?!“

„Hast du denn was anderes erwartet? Ich muss auch stärker werden, aber das kann ich nur, wenn ich die richtigen Gegner jage.“

„Himmel… Warum reagiere ich eigentlich immer noch schockiert, wenn ich doch sowie weiß was ich zu erwarten habe.“

„Suki und ich haben dir einen Trainingsplan zum Kämpfen ausgetüftelt und solltest du großartige Fortschritte machen, wirst du auch gegen Mio oder Tio trainieren.“

„Eh??“

„Keine Sorge, sie können dir ebenso helfen. Vor dir haben sie ja sowieso den meisten Respekt.“

„Aber nicht wirklich aufgrund meines Könnens…“

„Apropos Können, du musst mir ein Gefallen tun.“

„Ja?“

„Ich habe mit deinem Zwergenfreund Brandrulim gesprochen und er würde mich bei der Götterbestien Jagd unterstützten, braucht aber bestimmtes Material zur Herstellung.“


„Und?“

„Kannst du vielleicht lernen, wie man von den Monstern die Haut abzieht und andere nötige Ressourcen entnimmt?“

„ … “

„Bitte.“

„Nur wenn du meine Klamotten für deine jetzige Reise anziehst.“

„ … “

„Oi, schau mich an! Ich bin doch diejenige, die nun lernen soll und werde vermutlich nicht meinen Spaß haben, außerdem soll ich ja scheinbar Monster ausschlachten!“

„Ok, ist gut, ich zieh deine Klamotten an…“

Am Abend kamen Mio und Tio nach Hause und sahen nur eine depressive Sina im Wohnzimmer liegen und versuchten sie gekonnt zu ignorieren.

„Oi.“ rief Sina und beide Vampire bekamen ein leichtes Schaudern.

„Morgen bin ich weg. In der Zeit benehmt ihr euch, habt ihr verstanden?“ warnte Sina vom Boden aus.

„Jawohl Herrin!“ „Machen sie sich keine Sorgen!“ und flüchteten vor Sina.

Am nächsten Morgen wusch sich Sina, sah auch ihre Anziehsachen und seufzte mit schwerem Herzen…

„Wieso verkauft sie die Kleidung nicht einfach, dann hätte sie doch ein einfaches Leben aber nein…“

Die Lederhose sowie die Stiefel bis zum Knie sind unverändert, das Hemd hat wieder Knöpfe, aber diesmal hat Sherry ihre Maße richtig angepasst und Sina kann alle Knöpfe schließen. Dazu eine Lederweste, die so locker übergezogen wird und der Highlight das Tages: Ein Cowboyhut und Ledermantel.

„Ich sehe aus wie ein Cowboy…“ und flocht ihre Haare zu einem großen langen Zopf. Als sie dann das Badezimmer verlässt, sieht sie alle Damen mit einen O-Mund.

„Jetzt noch die Peitsche und ihr seht aus wie ein Vampirjäger.“ „Genau, Ludwig wäre stolz bei eurem Aussehen!“ meinten die Vampire.

„Es steht euch gut, Herrin.“ meint Suki und Mel nickt.

„Ich habe mich mal wieder selbst übertroffen!“ prahlt Sherry stolz.

„Hmm, ich habe mit der Peitsche nach Buch geübt und habe Level 6 erreicht. Ludwig würde vermutlich weinen, so schnell wie ich es gelernt habe.“ dachte Sina und nahm dann doch die Peitsche aus dem Inventar.

„Sie nimmt unseren Rat an, Schwester!“ „Yay, Ludwig kann sich glücklich schätzen!“

Sina machte sich dann auf den Weg zum Waisenhaus, wo sie schon von Schwester Anna und Ralph erwartet wird.

„Oha, ist das eure neue Abenteuer Ausrüstung? Ihr seht voll cool aus!“ machte Ralph ihr ein Kompliment und bekam glänzende Augen.

„Für diese Reise ja, ansonsten bevorzuge ich was anderes, aber… Egal, wo ist die Ware?“ wechselt Sina das Thema.

Schwester Anna zeigt auf die vielen Kisten und einen kleinen Sack. Sina steckte dies alles in ihr Inventar und bekam dann den Brief ausgehändigt, den sie ebenso im Inventar verstaute.

„Ich wünsche euch den Segen der Göttin bei eurer Reise.“ verabschiedet sich Schwester Anna von Sina und Ralph.

„Ok Reiseführer, du weißt wo es lang geht?“ fragt sie Ralph und er nickt.

„Ja, früher musste mein… Vater öfters nach Siediff reisen als Händler und hat mich immer mitgenommen. Ich war schon lange nicht mehr im „Dunklen Wald“, aber die Wege sollten trotzdem noch markiert sein.“ erklärt Ralph.

„Bevor wir starten, gebe ich dir den Dolch hier.“

„Echt?“

„Ja, aber damit sollst du nicht auf Monsterjagd gehen oder andere Dinge tun sondern dich nur verteidigen, sollte irgendetwas passieren und ich dich aus den Augen verlieren.“

„Danke, ich werde es nur zum Verteidigen einsetzten. Ich habe sowieso keine Erfahrung, wie man damit kämpft, aber es ist ein tolles Gefühl, wenn man eine Waffe anvertraut bekommt.“

„Na dann, lass uns auf die Reise gehen!“

Die Reise verlief ziemlich ereignislos, Sina erzählt die Geschichten von ihrem letzten Abenteuer und Ralph konnte vor lauter Staunen nicht mehr seinen Mund schließen.

Sina hat von Ralph erfahren, dass die Reise im Wald kürzer ist, als zum Wald selbst. Früher, als nicht zu viele Monster im Wald lebten, gab es einen Wachtrupp, die für die Ordnung im Wald gesorgt hat. Aber irgendwann wurde er vom Königreich aufgelöst und die Natur holte sich wieder das zurück, was ihr gehört.

„Dieser Wald verbindet viele Städte. Die nächste nahe Stadt zum Wald wäre Ensburg, wo es dort eine Eliteschule für Adelige gibt. Ich habe nie verstanden, warum sie den Wachtrupp aufgelöst haben oder die Adeligen nicht zumindest Einspruch eingelegt haben.“ wundert sich Ralph bei der Erklärung.

„Du bist wirklich sehr schlau für dein Alter. Andere würden spielen oder überlegen, wie man den Nachbarn ärgert.“ lobt Sina.

Es wurde dunkel und Sina baute das Nachtlager in der Nähe einer Höhle auf, die sie auf dem Weg entdeckt haben. Ralph bekam seine Ration sowie den Schlafsack und lobte das Essen.

Suki musste in der Villa auf einmal niesen und greift dann Sherry wieder an, die panisch ausweicht, während Tio und Mio ihr Ratschläge zuriefen.

Am nächsten Tag, nach einer leichten Ration fing die Reise wieder an und es dauert nicht lange, da sahen sie schon vom weitem den Wald.

„Wieso wird er eigentlich dunkler Wald genannt?“ fragt Sina.

„Die Bäume stehen so dicht nebeneinander, dass ihre Blätter fast kein Sonnenlicht durchlassen. Dort trifft man viele Monster, die man eher in Höhlen vorfindet oder Angst vor Licht haben.“ erklärt Ralph.

„Sag Ralph, hast du eigentlich schon mal überlegt, was du machen willst in der Zukunft?“

„Nein… nicht wirklich. Die anderen Jungs wollen gerne Ritter werden oder Abenteurer, aber… ich denke noch an die kleinen Geschwister. Ich würde gerne in einer Position sein, wo ich Einfluss nehmen und alle Waisenhäuser unterstützen kann.“

„Das ist aber ein sehr nobler Gedanke. Nun, als Abenteurer kannst du viel Geld machen, aber… ich bin ehrlich. Dazu braucht man die nötige Stärke und man kann dabei sehr schnell sein Leben verlieren.“

„Das dachte ich nämlich auch. Als Händler fehlt mir die Erfahrung und wenn ich irgendwo arbeiten gehe als Handwerker, werde ich das Geld selber zum Leben brauchen…“

„Nicht den Kopf hängen lassen. Vielleicht ergibt sich eine Gelegenheit, dass nur du tun kannst. Nicht jetzt oder morgen, aber wenn du aufpasst, wird diese Gelegenheit kommen.“

Und beide betraten den dunklen Wald.

Eine königliche Kutsche fuhr ebenso in den dunklen Wald rein, die von Rittern geschützt wird. In der Kutsche sitzen die Prinzessin Themba und ihr jüngerer Bruder Alwin. Beide wurden aus ihrer Schule abgeholt und werden zu ihrem Vater gebracht.

Als Begründung wurde ihnen nur gesagt, dass es auf Befehl des Königs geschehe. Themba war natürlich verärgert, aber sie konnte sich schlecht weigern. Die Beziehung zu ihrem Vater war sowieso nicht die beste, nachdem ihre Mutter bei der Geburt ihres Bruders verstorben ist.

„Wann sind wir endlich da Schwester?“ fragt ihr kleiner Bruder, der in der Zukunft selber das Königreich führen wird.

„Ich weißt es nicht. Es wirkt auf mich viel zu unorganisiert und sie wollen durch den dunklen Wald, der doch voller Monster ist. Aber ich werde dich beschützen, ich bin nämlich stark!“ grinst sie ihren Bruder an und er strahlte vor Freude.

Auf einmal hält die Kutsche an und man hörte von draußen Geschrei. „Verteidigt die Kinder! ARGH!“ rief einer der Männer. Auf einmal waren die beiden Kinder sehr verunsichert. Themba schob eine der kleinen Gardinen zu Seite und wurde blass. Schwarzgekleidete Personen griffen die Ritter an und haben scheinbar keine Probleme mit ihnen.

„Alwin, du musst jetzt stark sein. Die Ritter werden scheinbar nicht lange am Leben bleiben, so stark wie die Meuchelmörder sind. Wir werden gemeinsam aus der Kutsche springen und in den Wald rennen.“ erklärt Thema den Plan und versuchte ihren verängstigten Bruder zu beruhigen.

„Keine Angst, ich werde dich beschützen!“

Kapitel 53

Ich bin wiedergeboren und man bittet mich um einen Gefallen?

Eine Woche ist her, seitdem die Vampire Tio und Mio in der Abenteuergilde integriert worden sind. Anfänglich gab es Schwierigkeiten und einige Abenteurer wollten sie töten, aber dank des rechtzeitigen Eingreifens von Prashi konnten bisher Tote vermieden werden.

Prashi konnte sich tatsächlich schnell an ihre neuen Schützlinge gewöhnen, auch wenn man sie immer wieder heimlich in das Krankenzimmer schleichen sieht wegen ihrer Magenprobleme.

Tatsächlich gewannen Tio und Mio das meiste Vertrauen der Abenteurer, als sie in der Trainingshalle ihnen Tipps gaben bei Kämpfen. Dank ihrer Fähigkeiten der Analyse sowie ihr langes Leben, haben sie viel Erfahrung bei mehreren Waffentypen gesammelt und können tatsächlich ihr Wissen vermitteln.

„Ich weiß ja nicht, wo du die beiden aufgetrieben hast, aber ihre… Hilfe ist tatsächlich Gold wert.“ meinte ein Trainer zu Sina.

Andere Abenteurer haben sie zu Duellen herausgefordert und bisher konnte niemand gegen sie bestehen. Die Vampire haben gelernt sich zu beherrschen, nachdem beinahe ein Unfall passiert wäre, hätte Prashi nicht mit ihrem Papierfächer zugeschlagen.

Dann kam tatsächlich der Tag, wo Ma Shi Sina dazu gebeten hat, doch ihre Kampfkunst gegen die beiden gleichzeitig einzusetzen. Die Trainingshalle war zum Bersten gefüllt, jeder wollte den Kampf sehen.

Prashi musste ziemlich lange auf die Vampire einreden, bis sie zugestimmt haben, ein Duell gegen Sina mitzumachen. Dummerweise beendete Sina den Kampf nach zwei Schlägen. „Merkt euch meine Fäuste der Liebe!“ als beiden Damen der Kopf in den Boden gerammt wurde.

„Bei der Göttin, musst du es wieder übertreiben?!“ schimpfte Prashi Sina aus und war danach erst mal beschäftigt, Tio und Mio den ganzen Tag lang zu trösten. Die Abenteurer konnten nur wieder den Kopf schütteln über die Kraft, die Sina hat.

„Irgendwie hatte ich mehr erwartet.“ „Sina… ist echt stark.“ „Gibt es überhaupt jemand auf der Welt, der es mit ihr aufnehmen kann, wenn selbst Vampire so schnell besiegt werden?“ „Ich glaube, ich sollte Tio und Mio einen Drink spendieren, die Armen.“

„Sina… nun tun Mio und Tio mir wirklich leid.“ sagte sogar selbst Sherry.

Jedenfalls waren die Vampire Stadtthema Nummer eins. Durfte man erlauben, das Vampire in der Stadt leben durften und ähnliche Gespräche kamen Zustande. Der Bürgermeister selbst wollte die Vampire aus der Stadt werfen, nur haben gewisse Stimmen ihn davon angeraten, auf keinen Fall gegen Sina oder die Vampire vorzugehen, sonst wird er sein blaues Wunder erleben.

Die nächtlichen Angriffe fanden ebenso weiter statt. So bekamen die Vampire ihr Blut. Suki hat dabei ein System entwickelt, sodass jeder an die Reihe kommt zur Verteidigung der Villa. Scheinbar schreckt es die Meuchelmörder nicht ab, dass selbst Vampire im Haus leben.

Mel haben die Vampire übrigens auch kennengelernt und irgendwie sind sie nun beste Freunde fürs Leben geworden. Wer kann die toten Wesen schon verstehen.

Sina war nun wieder im Büro des Gildenmeister und spielte Schach.

„Hrmm, wie macht ihr das eigentlich? Immer wenn ich denke, dass ich euch endlich in die Zange genommen habe, drängt ihr mich in die Defensive!“ schüttelt Ma Shi den Kopf.

„Weil ihr sehr offensichtlich spielt, außerdem lasst ihr euch immer leicht ködern.“ kommentiert Sina gnadenlos.

„Könnt ihr mir nicht irgendwelche Tipps geben?“ fragte Ma Shi nach einem Rat.

„Ihr seid momentan der stärkste Schachspieler den ich kenne. Ich glaube, dass ihr es selbst herausfinden werdet, wie ihr mich schlagen könnt. Außerdem werdet ihr doch eh nach jedem Spiel besser.“ Sina hebt eine Augenbraue.

„Ho ho, dann nehme ich an, woher ihr kommt, spielt das jeder?“

„Es werden sogar Turniere veranstaltet, aber letztendlich wollen sie alle nur gegen mich spielen, weil ich bisher ungeschlagen bin.“

„Eines Tages wird dich jemand besiegen.“

„Das hoffe ich doch, aber ich werde mich bis dahin nicht zurückhalten. Schachmatt.“

Später suchte Sina Prashi wieder auf und wird von Mio empfangen. „Seid gegrüßt Herrin, wollt ihr einen Auftrag annehmen?“

„Nein danke, ich möchte gerne mit Prashi reden, wo ist sie?“ fragte Sina.

„Sie bringt Tio bei, wie man die Qualität der Monstersteine unterscheiden kann. Wusste nicht, dass einige Monster richtig viel Geld geben. Wir sind am überlegen, ob wir nicht selber ein paar jagen gehen, aber Prashi hat uns davon abgeraten.“ wundert Mio sich.

„Vermutlich weil ihr alle Monster jagen geht bis nichts mehr lebt und damit würdet ihr die anderen Abenteurer arbeitslos machen.“ kommentiert Sina.

„Echt? Das ist natürlich schlecht, dabei fangen wir gerade doch an, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen.“ nickte Mio.

„Bleibt auch daran, denn Vertrauen kann man schneller verlieren, als aufbauen!“ warnt Sina und sieht Prashi kommen.

„Ah, gut das du da bist Sina. Schwester Anna bat mich, dass du sie doch mal bitte besuchen sollst.“ meldet Prashi sich.

„Schwester Anna? Hoffentlich ist den Kinder nichts passiert?“ sorgte Sina sich etwas.

„Da kann ich dir nicht weiterhelfen, sie verlangte speziell nach dir.“ wiederholte sich Prashi.

„Ok, dann werde ich mal Schwester Anna besuchen, wenn sie dringend nach mir verlangt. Man sieht sich und immer schön dein bestes geben Mio!“ verabschiedet Sina sich. Sina ist schon ein bisschen stolz auf die Vampire, dass sie wirklich ihr bestes geben.

„Nur noch ein bisschen und Sherry vertraut ihnen dann auch. Suki hat sie ja auch immerhin akzeptiert und ich weiß, dass sie heimlich miteinander trainieren, sonst würde der Trainingsraum nicht immer so chaotisch sein.“ grinste Sina.

Es dauert nicht lange und Sina kam am Waisenhaus an. Sie wurde sofort von allen Kinder begrüßt und sieht auch Ralph, wie er mit seiner Clique am Waisenhaus arbeitet.

Schwester Cerlinde konnte die Menge beruhigen und Sina versprach ihnen ein neues Lied beizubringen, wenn sie sich gedulden können. Dann war Sina vor der Tür von Schwester Anna und klopft, man hörte ein leises „Herein“.

„Seid gegrüßt, ihr habt nach mir verlangt?“ grüßt Sina die Schwester Anna an ihrem Büroplatz. Schwester Anna strahlte vor Freude, als sie Sina sah.

„Oh, dass ihr so schnell erscheint habe ich nicht geahnt. Setzt euch doch!“ bietet Anna ihr einen Sitzplatz an.

„Ich hoffe, die Kinder benehmen sich alle brav?“

„Aber aber, natürlich benehmen sie sich alle. Dank Ralph und den anderen kommt sogar Schwester Cerlinde dazu, sich eine Pause zu gönnen. Ihr seid wirklich ein Geschenk der Göttin!“

„Nicht übertreiben, ich habe einfach nur… ein besseren Draht zu den Kindern.“

„Das mag sein, aber seid ihr uns immer wieder beehrt hilft die Stadt mit Spenden. Einige Handwerker haben die wichtigsten Plätze saniert, andere wie der Bäcker spenden uns sogar frische Lebensmittel. Aber am besten sind immer noch die vielen Anziehsachen für die Kinder!“

„Das freut mich zu hören, dass andere Erwachsene den Kinder zeigen, dass es immer noch Hoffnung gibt.“

„Nun, ich würde euch gerne um einen Gefallen bitten.“

„Ich höre?“

„Wir haben so viele Klamotten bekommen, dass wir nicht wissen, was wir damit machen sollen und so dachte ich, dass wir mit dem anderen Waisenhaus, zu dem wir gute Kontakte haben, diese weiter schicken.“

„Verstehe ich das richtig, dass ich eure Wäsche in eine andere Stadt bringen soll?“

„Genau, aber nicht nur das. Ich habe einen sehr wichtigen Brief den Schwester Mirande erreichen muss und den kann ich nur einer Person geben, der ich vollkommen vertraue.“

„Dabei dachtet ihr an mich.“

„Richtig. Ich wüsste sonst nicht, welcher Abenteurer dafür infrage käme. Die Stadt, wohin ihr die Sachen liefern sollt, heißt Siediff. Sie liegt vier Tagesreisen von uns entfernt.“

„Oder zwei, wenn man durch den dunklen Wald reist.“ mischte sich eine junge Stimme ein.

„Ralph! Was tut du hier?“ Anna

„Ich musste was schleppen und habe euer Gespräch zufälligerweise gehört.“ Ralph

„Ob ich den normalen Weg gehe oder eine Abkürzung, ich kenne die Wege zum Zielort nicht.“ Sina

„Dann begleite ich euch. Ich war früher… öfters mit meinem Vater durch den Wald gereist.“ Ralph

„Nein! Der Dunkle Wald ist nicht mehr wie früher. Irgendwelche Monster haben sich dort eingenistet und nun ist er für Reisende verboten.“ Anna

„Ich bezweifele, dass sie stärker sind, als die Monster, die ich in letzter Zeit getötet habe. Außerdem bräuchte ich sowie einen erfahrenen Reisebegleiter.“ Sina

„Aber doch nicht Ralph, er ist doch noch ein Kind!“ Anna

„Schwester Anna, ich bin bald erwachsen, ich muss anfangen über meine Zukunft nachzudenken.“ Ralph

„Oho? Ich glaube, dass er schon lange kein Kind mehr ist.“ Sina

„ … Könnt ihr mir versprechen, dass ihr auf ihn aufpasst?“ Anna

„Mit meinem Leben.“ Sina

„Dann bleibt mir wohl keine andere Wahl…“ Anna

„Wuhu, ich reise mit Schwester Sina!“ Ralph

„Dann bereite dich vor, morgen früh geht es los. Habt ihr bis dahin alle Wäsche vorbereitet?“ Sina

„Ich danke euch, dass ihr mir den Gefallen tut, auch wenn ich… nicht unbedingt gutheiße dass einer der Kinder dabei ist.“ Anna

„Das muss ich den anderen erzählen!“ und Ralph rauschte wie der Wind raus.

„Nun denn, dann werde ich ebenso meine Vorbereitung planen für morgen.“

Kapitel 52

Ich bin wiedergeboren und sorge wieder für Chaos?

Am nächsten Tag machten sich vier Damen auf den Weg zur Abenteuergilde. Drei von ihnen waren in Kimonos bekleidet und die Vampire wirkten, als hätten sie stark geweint.

Einige Stunden vorher:

„Mio, Tio, mit eurer Kleidung könnt ihr nicht raus. Vor allem muffelt ihr beide. Warum seid ihr gestern nicht baden gegangen?“ hakte Sina nach.

„Baden? Wozu?“ „Genau, niemand hat sich darüber beschwert.“ bekam Sina als Antwort. Bei Sina hat sich eine leichte Zornesader gebildet.

„Suki? Schnappt dir beide und bring ihnen das waschen bei. Hier, sollten sie nicht auf dich hören.“ und übergibt Suki einen großen geknickten Papierfächer. Suki bekam ein leichtes Grinsen auf dem Gesicht.

„Es wird mir eine Freude sein, ihnen das Leben in der Stadt beizubringen.“ schaute Suki die beiden Damen an, die ängstlich miteinander klammern.

Einige Minuten später hörte man aus dem Badezimmer lautes Geschrei und Geweine. Suki hat scheinbar ihre neue „Waffe“ einsetzt.

„Nun erkläre mir bitte nochmal, warum du die beiden bei uns wohnen lässt Sina, ich habe es immer noch nicht verstanden.“ dabei genießt Sherry scheinbar die Geräuschkulisse aus dem Bad.

„Der Mann gegen den ich gekämpft habe, warnte mich vor seinem Meister, dass er vermutlich eine Jagd auf mich eröffnen wird. Die zwei Fledermäuse da oben sind scheinbar die Töchter des Meisters.

Ich glaube ihnen, dass sie von ihm umgebracht werden. Daher war es so ein einfaches Spiel, mich als neue Herrin zu akzeptieren. Zumal sie mir nach dem Abendessen erklärt haben, dass sie diesen Schwur nicht bei ihrem Vater gemacht haben, weil er als Familie sowieso bedingungslose Loyalität fordert.

Erstens können sie mir Informationen über ihn und die Familie geben. Zweitens sagte Suki, dass wir mehr Leute zur Verteidigung brauchen. Wenn bei den ganzen Meuchelmördern und so noch Vampire mitmischen, ist es nicht verkehrt sie zu haben.

Dann wollte ich nicht, dass sie irgendwo frei herumlaufen. Beide mögen vermutlich keine Intelligenzbolzen sein, aber sie können fürchterlichen Ärger machen und so habe ich sie im Auge.“

„Ok, das verstehe ich, aber was sollen sie bitte in der Abenteuergilde? Da wird Chaos ohne Ende ausbrechen.“ zweifelt Sherry.

„Sie suchen Mitarbeiter. Wir sind ja nicht immer Zuhause und ich wüsste nicht, wo ich sonst in der Stadt ihnen einen Job vermitteln könnte. Dort haben sie dann die Vampire im Auge und tun dabei was gutes.“ lächelt Sina Sherrys Sorge weg.

„Und was willst du ihnen zum Anziehen geben?“ wundert Sherry sich.

„Vorerst werden sie meine Kleidung tragen, damit jeder weiß, dass sie zu mir gehören. Sollte jemand Hand an sie legen, bekommt er es mit mir zu tun.“ sagt Sina mit ernstem Ton.

Nun standen sie alle vor dem Gildehaus. „Egal was passiert, ich werde das schon regeln.“ beruhigt Sina die Damen.

Als alle das Haus betraten und an den ersten Abenteurern vorbeigehen, sah man bei ihnen die nackte Panik im Gesicht. Ein lautes Getuschel wo man „Vampir“ „Sina“ und andere Wörter heraus hören konnte.

Dann standen sie alle bei Prashi, die aber noch nicht mitbekommen hatte, dass sie Gäste hat, weil sie ihnen den Rücken zudreht.

„Guten Morgen Prashi.“ grüßt Sina.

„Ah, guten Morgen, einen Moment, ich bin gleich für dich da.“ grüßt die ahnungslose Prashi zurück.

„Du, ich habe zwei Damen, die hier arbeiten würden.“ teilt Sina mit.

„Echt? Wer sind….“ Prashi reagierte sofort und drehte sich mit einem glücklichem Gesicht zu Sina um, dabei sah sie Sherry und zwei identisch aussehende Vampire in Kimonos. Prashi hat vermutlich den Rekord gebrochen, wie man innerhalb von wenigen Sekunden von einer jungen Dame zu einer leblosen Person wurde. Sie ist stehend bewusstlos geworden.

„Herrin? Vielleicht sollten wir doch wieder gehen?“ „Genau, die Abenteurer sehen alle aus, als hätten sie ein Gespenst gesehen.“ murmeln Tio und Mio.

„Kann ich nicht verstehen. Ich sehe zwei hübsche junge Damen in einer wundervollen Kleidung.“ und beide wurden leicht rot in ihren blassen Gesichtern. „Ehehehe, wir sind hübsch?“ „Wir bekommen Komplimente? Mehr!“

Sherry ist inzwischen zu Prashi gegangen und versucht ihr Seele wieder in ihren Körper zu stecken. „Es ist alles gut, Prashi. Wirklich! Du darfst jetzt nicht sterben! PRASSSHIIIIII“

„OI, an alle Anwesenden hier. Die zwei Damen Tio und Mio, die auch Vampire sind, gehören zu mir. Legt ihr Hand an ihnen, bekommt ihr es mit mir zu tun!“ drohte Sina mit eine lauten Stimme und die Abenteurer mussten schlucken.

„Aber… sie sind Monster! Wer weiß, wie viele Lebewesen sie schon getötet haben!“ „Genau, nur weil sie wie Menschen aussehen, kann man ihnen trotzdem nicht trauen!“

„Ich will nicht wissen, wie viele Vampire sich als Abenteurer verkleidet Aufträge erledigen.“ kommentiert Sina.

„Was hat der Krach zu bedeuten?!“ kam Ma Shi und sah, wie Abenteurer stark zittern und einige sogar mit einer Waffe in der Hand auf die Vampire richten.

„Vampire? Wieso sind hier Vampire?“ wundert Ma Shi sich.

„Ah, da seid ihr ja alter Mann. Prashi braucht wohl noch Zeit, bis sie wieder bei Bewusstsein ist, vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.“ ignoriert Sina das Theater um sich.

„Werden sich die Vampire benehmen? Dann besprechen wir das am besten in meinem Büro.“ antwortet Ma Shi.

„Sie werden keiner Fliege etwas tun, solange niemand sie angreift. Darauf habt ihr mein Wort.“ verspricht Sina und Ma Shi nickte nur.

„Ok, an alle, steckt eure Waffen weg! Ich werde das regeln.“ befehlt Ma Shi mit seiner harten Stimme und die Abenteurer hatten ihre Mühe, den Befehl zu akzeptieren.

„Glaube, du solltest mitkommen Sherry. Prashi kann auch von anderen versorgt werden.“ kommentiert Sina.

„Eh? Wenn du meinst?“ ist Sherry verunsichert. Anschließend waren alle Damen im Büro vom Gildemeister.

„Nun, klärt mich auf, was das Theater soll?“ Ma Shi

„Wenn ich die Vampire vorstellen darf, das sind Tio und Mio und leben seit gestern bei mir. Da sie aber nicht ihre Miete zahlen können, brauchen sie eine Arbeitsstelle und dabei dachte ich an die Gilde, die ja scheinbar Mitarbeiter sucht.“ Sina

„Sina… es sind Vampire?“ Ma Shi

„Na und? Tiermenschen werden doch auch akzeptiert oder nicht?“ Sina

„Das mag ja sein, aber du weiß selbst, wie Vampire sind. Wer garantiert denn, dass sie sich an die Regeln der Zivilisation halten?“ Ma Shi

„Ich. Die beiden haben bei mir einen Schwur geleistet und sollten sie sich nicht daran halten, werde ich sie persönlich jagen und töten.“ Sina

„Wir haben unserer Herrin einen Eid versprochen!“ „Und den können wir nicht brechen!“ Mio/Tio

„Das mag ja alles gut und schön sein, aber was sollen sie bitte denn tun?“ Ma Shi

„Keine Ahnung? Die beiden können kämpfen und haben sogar die Fähigkeit der Analyse. Wenn sie an der Rezeption arbeiten sollen, müssen sie vorher ausgebildet werden.“ Sina

„Sina, nochmal, es sind Vampire…“ Ma Shi

„Alter Mann, ihr sagtet doch selbst, dass man mit Vampire leben könnte. Nun mache ich den ersten Schritt und versuche die zwei in die Gesellschaft zu intrigieren.“ Sina

„ … “ Ma Shi

„Außerdem, wir hatten unser Gespräch gehabt. Meint ihr nicht auch, dass wir mehr starke Kämpfer in der Stadt brauchen? Ich bin doch die einzige mit dem Rang S. Die beiden Vampire sind zwischen SS und SSS. Wenn sie hier arbeiten, müssen sie natürlich eure Anweisungen befolgen.“ Sina

„Zwischen SS und SSS? Ihr seid doch die einzige die es mit ihnen aufnehmen kann, wenn sie… außer Kontrolle geraten!“ Ma Shi

„Das stimmt nicht ganz. Sherry hat die beiden hier schon besiegt und Suki, meine Haushälterin, meint, sie könnte es mit ihnen ebenso aufnehmen.“ Sina

„Herr Gildemeister, wir brauchen die Stelle!“ „Genau, wir müssen die Miete zahlen, damit wir bei der Herrin wohnen dürfen!“ Mio/Tio

„Was hältst du von der ganzen Aktion Sherry?“ Ma Shi

„ … Ich vertraue ihnen nicht, weil sie versucht haben, mich zu töten… Aber ich vertraue Sina, das sie weiß, was sie tut.“ Sherry

„Es tut uns wirklich leid!“ „Genau, wir werden uns solange entschuldigen, bis ihr uns akzeptiert!“ Mio/Tio

„Oh hört auf, ich will euch nicht wieder die Nacht vor der Tür haben wie zwei Hunde!“ Sherry

„Nun, geht es langsam an ihr beiden. Vertrauen zu gewinnen dauert sehr lange, aber hat man es einmal, werdet ihr Wunder erleben. Aber dafür müsst ihr hart arbeiten!“ Sina

„Aber… wir sind Vampire?“ „Wir haben immer alles genommen, was wir wollten.“ Mio/Tio

„Nun, es ist einfach was zu nehmen, aber dafür verpasst ihr sehr viele Dinge im Leben. Nutzt die Chance, die ich euch eröffne. Nun, was denkt ihr alter Mann?“ Sina

„Das ich vermutlich meinen größten Fehler im Leben mache…“ Ma Shi

„Was haltet ihr davon, wenn ich mit den beiden einen Übungskampf mache.“ Sina

„Bitte nicht!“ „Wir haben keine Chance zu gewinnen!“ Mio/Tio

„Ho? Scheinbar habt ihr einen guten Eindruck bei ihnen hinterlassen.“ Ma Shi

„Liegt daran, dass ich ihren Bekannten getötet habe, der viel stärker war als die beiden und somit denken beide, dass ich noch stärker sein muss. Was natürlich nicht falsch ist an der Logik.“ Sina

„Tio und Mio, werdet ihr alle unsere Anweisungen akzeptieren, die wir euch geben, egal wie erniedrigend oder schwer sie sein mögen?“ Ma Shi

„Ja Gildemeister, aber habt nachsehen…“ „dass wir noch unerfahren sind.“ Mio/Tio

„Ihr bekommt eine Ausbilderin. Sie wird euch alles beibringen. Ich… gebe euch die Chance hier zu arbeiten, aber… das wird dauern, bis die Abenteurer euch akzeptieren werden.“ Ma Shi

„Wir werden euer Vertrauen nicht enttäuschen!“ „Genau, wir haben schließlich genug Zeit um dies zu zeigen!“ Mio/Tio

„Glückwunsch ihr beiden. Hier Ma Shi, gebt das der Ausbilderin. Wenn die beiden hier… nicht ganz bei der Sache sind, soll sie einfach damit zuschlagen. Sie werden natürlich nicht zurückschlagen.“

„Ho? Ein großer Papierfächer?“ Ma Shi

„Glaub mir, die beiden haben heute morgen am eigenen Leib erlebt, wie schmerzlich diese Waffe sein kann.“ Sina

„Wer soll denn ihre Ausbilderin sein?“ Sherry

„Hmm, ich dachte an Prashi.“ Ma Shi

„Eh? Sie ist doch…“ Sherry

„Sie kann sich am schnellsten an die Situation gewöhnen, dabei denke ich nur an den Hausgeist, der bei euch lebt.“ Ma Shi

„Oh sie wird dich hassen Sina.“ Sherry

„Wir haben einen Job Schwester!“ „Wir bekommen Geld Schwester!“ Mio/Tio

„Du richtest nur Chaos an Sina…“ Ma Shi

„Eh?“

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