Sin Roswell

Web Novel Deutsch

Kapitel 263

Ich bin wiedergeboren und die neuesten Informationen?

Ein leichtes Chaos entstand im Lager der Dämonen. Trotz das es schon sehr dunkel war, hörten Rose und Sakura nicht auf, das Lager mit ihren Fernrohren zu beobachten.

„Was… macht Sina da unten eigentlich? Da ist ja mehr Hektik als am Mittag.“ murmelt Rose. „Keine Ahnung, aber scheinbar ist sie wieder in ihrem Element…“ erklärte Sakura.

„Ich habe eine Fluchtroute für uns gefunden, die wir selbst im Dunkeln benutzen können. Vermutlich wäre das der Weg gewesen, wenn wir uns nicht verlaufen und einen Umweg genommen hätten.“ flüstert Axel dies zur Magierin.

„Du bist unser Mann für solche Sachen, also verlasse ich mich auf dein Urteil. Gibt es irgendetwas zu wissen, für den Notfall?“ fragte Leena.

„Hmm… ich bin ehrlich, aber wenn ich mich nicht täusche, habe ich ein kleines Ork Lager gesehen, aber das können wir ohne Probleme umrunden.“

„Du weißt schon, dass Orks im Dunkeln sehen können oder?“

„Ja, aber warum glaubst du, habe ich bei einem Alchimisten Leuchtbomben gekauft? Sobald man sie auf den Boden wirft, explodiert ein Licht, das einen blenden kann. Bevor du fragst, warum ich sie bisher nicht eingesetzt habe, aber… Diese Dinger sind verdammt teuer und habe nur eine Handvoll davon.“

„Verstehe… Aber ein Ork Lager so nah bei den Dämonen?“

„Vermutlich lassen sie sich gegenseitig in Ruhe oder die Dämonen fangen sie erst später für Kriegsmittel ein, du weißt, dass die Dämonen nicht sehr wählerisch sind, wenn es um Monster geht.“

„Bisher haben sie doch alles an Monstern benutzt, was sie in die Finger bekommen haben…“

„Richtig. Wenn es nach mir ginge, würde ich diese Orks irgendwie vorher töten, damit die Dämonen eine Waffe weniger haben, die sie einsetzen können.“

„Nun… vielleicht kann man sie diese Orks ja gegen die Dämonen hetzten auf unserer Flucht, ich muss nur überlegen, ob ich den passenden Zauber kenne…“

„Das wäre natürlich eine sehr gute Aktion. Für uns und für unsere Armee.“

Sina stand an der selben Stelle, wo Dalmaz sein zerstörtes Zelt hinterlassen hat. Die Dämonen starren sie alle an, fragend, welche Aktion ihre Kameradin als nächstes macht.

„Oh du!“ zeigte Sina mit ihrem Finger auf einen großen Dämon, der so viele Hörner auf dem Kopf hatte, dass man sie schon als eine Waffe benutzen kann.

„ … Ich?“ zeigte der Dämon auf sich. Sofort nahmen die anderen Dämonen von ihm Abstand, als wäre er eine Krankheit. Man sah die Wut in den Augen des Dämonen und das Versprechen, dass er sich die Aktion merken wird.

„Ja du, komm her.“ befahl Sina, dabei machte sie die Geste, er solle sich vor sie hinstellen. Der Dämon sah aus, als würde er lieber die Flucht ergreifen wollen, aber kam wohl zu einer anderen Entscheidung. Widerwillig ging er zu Sina, während sie ihn ein bisschen genauer in Augenschein nahm.

Nicht nur das dieser Dämon viele Hörner hatte, er trug eine komplett verschlissene Lederrüstung, an seinen Armen sah man viele Narben. Er hatte nebenher eine graue Hautfarbe und interessant waren seine gelben Pupillen.

Als der Dämon vor Sina stand, musste sie schon den Kopf leicht nach hinten legen, denn aus der Nähe war er fast einen Kopf größer als Sina.

„Wie heißt du?“ fragte Sina.

„Mein Name ist Irgiz.“ knurrte der Dämon, die anderen Zuschauer warten ab, was als nächstes kommt.

„Du kennst dich bestimmt besser aus als ich. Vielleicht hast du ja mitbekommen, aber ich bin erst seit kurzem hier und… scheinbar hat sich das Lager in meiner Abwesenheit ein bisschen verändert. Also… bist du mein Führer.“ teilte Sina ihm das mit.

„WAS?!“ war Irgiz sofort erbost, dass man ihm so eine niedrige Aufgabe gibt und das noch von einer Sukkubus.

„Das heißt ja. Meine Ausrüstung musste ich bei meiner Reise aufgeben, also brauche ich wieder neue. Das Lager hat bestimmt irgendwo ein Zelt oder ähnliches, wo sie Waffen und Rüstungen lagern oder?“ ignorierte Sina seinen Ton, dann flüsterte sie: „Du bist doch auch bestimmt interessiert, an einer neuen Rüstung oder?“

Sofort sah man den verschlagenen Blick in den Augen von Irgiz. Er hat Sina, sowie die anderen Dämonen, noch nie gesehen, aber ihre Aktionen sind so widersprüchlich, dass Irgiz aufmerksam wurde.

„Ja… ich kenne es, aber der Lagermeister Garran wird dir nichts geben.“ sagte Irgiz das lauter, denn er wusste, was Sina nicht wusste.

„Das ist meine Sorge.“ zuckte Sina mit ihrer Schulter. „Das ist auch deine Sorge. Du hast Molgich getötet. Glaubst du, der Boss wird das einfach so akzeptieren? Stärke hin oder her, aber es gibt gewisse Regeln.“ meinte Irgiz.

„Sehe ich so aus, als würde es mich… interessieren? Also, bringst du mich nun zu dem Lagermeister oder nicht?“ sagte Sina es mit einer sehr trocknen Stimme.

„Verdammt soll ich sein, ich bringe dich zu dem größten Geizhals der Welt. Garran hütet die Ausrüstung wie seine Kinder, das will ich sehen, wie du daran kommen willst. Selbst wenn du ihn tötest, aber er hat seine Tricks, dass man am Ende nichts davon hat.“ grinste Irgiz.

„Oha? Danke für die Informationen.“ lächelt Sina sehr, seeeeehr freundlich, dass nicht nur Irgiz schlucken musste. Irgiz ging an Sina vorbei und sie folgte ihm… alle folgten dem Duo, ein Teil einer Geschichte zu werden über Lilith die Gnadenlose.

Während Sina dem Dämon folgte, nutze sie die Chance um an weitere Informationen zu kommen: „Sag, wann werden wir wieder den nächsten Angriff starten?“

„Keine Ahnung, der Boss wartet noch auf irgendetwas, was wir im Krieg einsetzen sollen, aber kein Plan, was das sein soll. Drogen, Waffen, daraus macht er irgendwie ein großes Geheimnis.“ erklärte Irgiz, die anderen Dämonen nickten zur Bestätigung.

„Ok? Aber das hat jetzt nichts mit der ungewollten Pause zu tun oder?“ fragte Sina. Sofort stand Irgiz stehen und drehte sich erstaunt zu Sina.

„Willst du… mir sagen, dass du es nicht mitbekommen hast? Kleine, nichts gegen dich, aber wie lange warst du draußen alleine unterwegs?!“

„Habe mich verflogen in der Wüste, musste mich mit irgendwelchen dummen Monstern herumschlagen, hatte eine Begegnung mit einem Vampir, der es aber tatsächlich geschafft hat zu flüchten, möchtest du mehr wissen?“ lächelt Sina.

„Nein… nicht wirklich. Deine Aktionen zeigen ja, wie egal es dir ist und wie gnadenlos du vorgehst. Dalmaz… so zu manipulieren, das verdient auch irgendwie Respekt, aber noch mehr, dass du den Arschkriecher Molgich getötet hast. Eine schlimmere Petze wie ihn wirst du nirgends finden.“ war die Meinung von Irgiz.

„Also hör zu, wir haben einen neuen Dämonenkönig, denn sein Sohn hat seinen Alten zu einem Kampf herausgefordert und kam siegreich aus dem Kampf. Dadurch musste die Organisation komplett ausgewechselt werden, die alten Generäle wurden getötet und neue mussten ihre Posten ersetzen…

Eigentlich hättest du das Zeug für einen General, denn… ohne dir Nahe zu treten, aber… du strahlst eine verdammt gefährliche Aura aus. Das kenne ich überhaupt nicht von euch Sukkubeen. Normalerweise seid ihr nur dazu da, um die Latrinen und ähnliche Drecksarbeiten zu erledigen, aber du?“

„Du kannst mir glauben, dass ich im gesamten Leben nicht eine einzige Latrine oder ähnliches angerührt habe.“ merkte Sina an.

„Das glaube ich dir sogar, aber… wieso haben wir noch nie von dir gehört? Du bist uns überhaupt nicht bekannt.“ wundert sich Irgiz.

„Man schickte mich ja auch immer von Lager zu Lager, jeder hatte irgendwie… leichte Probleme mit meiner Art.“ log Sina ohne mit der Wimper zu zucken.

„Aha… verstehe.“ glaubte Irgiz ihr nicht wirklich, denn selbst dann wäre Sina bekannt, wenn sie ein wandelbares Problem ist.

„Sei ehrlich, meinst du der Dämonenkönig will einen General an seiner Seite haben, der ihm jederzeit seine Meinung sagt und auch seine Befehle ignorieren wird?“ fragte Sina das Offensichtliche.

„Hm… wäre eine interessante Abwechslung… aber nein, der Neue hätte bestimmt keine Lust dazu, beziehungsweise würde er deine Art und Weise direkt töten wollen. Er fordert bedingungslose Umsetzung seiner Befehle. Versagen gibt es nicht, wir schließen schon Wetten ab, wie lange ein General seinen Posten behalten wird.“ grinste Irgiz, während andere Dämonen leise lachten.

„Eh… hat der Neue irgendwie mehr Muskeln als Hirn im Kopf? Jeder vernünftige Anführer kalkuliert ein, dass einer seiner Diener mindesten einmal im Leben eine Schlacht verlieren wird.“ hob Sina misstrauisch eine Augenbraue hoch.

„Tja… ich werde meine Meinung für mich halten, denn Molgich war nicht der einzige Arschkriecher, der gerne petzt. Vermutlich rennen einige eben zum Boss und sagen, was du getan hast.“ wurde das Grinsen von Irgiz noch breiter.

„Mir so egal? Vermutlich muss ich mir wieder was anhören und werde wieder in das nächste Lager geschickt, das Übliche halt.“ zuckte Sina wieder mit der Schulter, aber das Grinsen von Irgiz, aber auch von den anderen Dämonen hörte nicht auf, sie wussten scheinbar etwas.

„Wenn du meinst? Ah… siehst du das große Zelt? Dort werden alle Rüstungen und Waffen gelagert, nun bin ich… sind wir gespannt, was du nun machst.“ hörte das Grinsen von Irgiz nicht auf, dass es Sina schon nervte.

„Welch ein Glück, dann war das Zelt eines meiner Ziele.“ dachte Sina fröhlich. Als sie mit der Gruppe nah genug am Zelt war, drehte sie sich um. „Stopp! Ihr wollt doch nicht ernsthaft alle mit reinkommen oder?“

„Doch?!“ „Wir wollen sehen, wie du Garren um den Finger wickelst!“ „Mehr Action, MEHR ACTION!“ „Zeigt uns deine anderen Talente!“ sprachen die Dämonen durcheinander.

„Ernsthaft? Nein. Nur Irgiz kommt mit, der Rest wartet gefälligst draußen!“ ließ Sina ihr Machtwort fallen. Sofort sah man lauter enttäuschte Gesichter, einige ließen die Schulter hängen. „Himmel… das glaubt mir mal wieder keiner, dass Dämonen auch Spielkinder sein können.“ dachte Sina in diesem Moment.

„Ihr habt sie gehört, akzeptiert es einfach. Keine Sorge, ich werde schon berichten, was drinnen passiert ist.“ sah man die Schadenfreude am Gesicht von Irgiz.

„Das werde ich mir merken!“ „So ein Penner…“ „Wehe du erzählst uns eine Lüge!“ „Können wir Lilith nicht irgendwie… überreden?“ kam das nächste Durcheinander von den Dämonen.

Sina hatte auf dieses Theater keine Lust und schob den Vorhang zum Zelt beiseite und ging rein, Irgiz folgte ihr.

Sofort sah Sina überall Waffenstände, Rüstungstände und ähnliches stehen, das systematisch aufgebaut wurde.

„Wer seid ihr?!“ kam ein Dämon mit einem Holzbein um die Ecke. Er trug auch eine Augenbinde, eine Hand wurde durch eine Hakenhand ersetzt. Bei diesem Dämon wurde scheinbar an jedem Teil des Körper etwas ersetzt.

„Lilith ist mein Name, Irgiz wirst du vermutlich schon kennen.“ stellte Sina sich vor, aber…

„Wer kennt den Arsch Irgiz nicht, was wollt ihr?“ kam die nächste Aufforderung von dem Lagermeister.

„Das wird ja noch lustig…“ dachte Sina.

Kapitel 262

Ich bin wiedergeboren und „Mission Impossible“?

Es wurde Abend, der richtige Zeitpunkt für Sina sich in das Lager rein zuschmuggeln. Dummerweise hörte sie auf einmal die Melodie von Mission Impossible, was sie beinahe zum Lachen brachte, wäre die Lage nicht so ernst.

Mit Rose hat sie drei wichtige Standorte ausgemacht, die Sina auf jeden Fall untersuchen sollte. Das größte Zelt, vermutlich der Ort wo der General sein wird mit seinen Plänen und zwei gleichartig aussehende Zelte, die ebenso eine gewisse Größe haben. Diese sollte Sina aufsuchen um in Erfahrung zu bringen, was dort drin ist.

Beim Abschied sagte Sakura nur ernst: „Wenn du das Gefühl bekommst, es klappt nicht, dann mach eine Fliege ok? Du bist lebend nützlicher als tot!“

Nun ging sie mit ihren schwarzen Stoffklamotten zu den beiden Wachen, die schon ihre Waffen zuckten, als sie Sina erblickten. Sina wusste genau, dass sie momentan wie Kyllia aussieht und macht sich daher keine große Sorgen.

„Halt! Zu welcher Abteilung gehörst du?“ forderte Torwächter Eins zu erfahren, während er eine riesige Axt in der Hand trug. Torwächter Zwei dagegen hatte zwei lange Schwerter, die ziemlich abgenutzt aussahen. Müsste Sina die beiden beschreiben, sahen sie eher aus wie bunte Muskelprotze, aber das ist relativ normal bei Dämonen.

„Ich gehöre zu der Späher-Abteilung. Dummerweise habe ich mich zu weit raus gewagt und komme im letzten Moment wieder, bevor mir das Wasser ausgegangen ist.“ sagte Sina.

Torwächter Zwei runzelt die Stirn, als er dies zu hören bekam. „Späher-Abteilung? Nie gehört. Wie ist dein Name und wer hat dich geschickt?“

„Lilith ist mein Name und mein Boss hat mir nie seinen Namen gegeben. Wenn ich ihn beschreiben müsste, er hatte eine schräge Narbe über seinem Gesicht, stank fürchterlich und war… ziemlich fett für einen Dämon.“ erklärte Sina, während sie näher zu den Wachen ging.

„Hmm…? Seit wann befiehlt Dalmaz Kundschafter?“ staunte Torwächter Eins über die Aussage, während sein Kollege seine Schulter zuckt.

„Darf ich nun rein oder nicht? Ich habe einen Bericht abzugeben.“ setzte Sina die Wächter leicht unter Druck, glücklich das es jemanden gab, der auf ihre Beschreibung zutraf.

„Einen Moment… was ist das für eine rote Murmel in der linken Hand?“ zeigte Torwächter Zwei, dem man die Gier in den Augen ansah. „Scheiße…“ dachte Sina, daran hat sie überhaupt nicht gedacht.

„Die hat ein „lieber“ Dämon von Arschloch in meine Hand rein gebrannt, wenn ihr es so genau wissen wollt.“ lächelt Sina, aber das Lächeln war alles andere als freundlich.

„Tzz… mach die Fliege und such Dalmaz für deinen Bericht.“ verzog Torwächter Zwei das Gesicht bei der Aussage von Sina. Das ließ sie sich kein zweites Mal sagen und ging an den Torwächtern vorbei.

„Ernsthaft, Dalmaz ist so blöd, er kann doch nicht mal normales Essen mit Scheiße unterscheiden.“ meinte Wächter Eins zu Zwei.

„Nun… irgendwer muss ja diese hässlichen Dämonen befehlen oder?“ zuckte Wächter Eins die Schulter, was Sina zum Anhalten brachte.

„Bitte? Was hast du gesagt?“ drehte Sina sich wieder um. Sina hat sich noch nie wirklich große Gedanken gemacht über ihr Aussehen, wusste aber, dass man sie als schön beschrieben hat. Das wäre für sie das erste Mal, dass man sie oder allgemein Sukkubus als hässlich beschreibt.

„Das hast du schon richtig verstanden du hässliche Brut. Was könnt ihr denn eigentlich schon außer fliegen und die widerlichen Menschen zu bezirzen hmm?“ grinste Wächter Eins böse, während Wächter zwei gehässig lacht.

„Was wir können? So einiges.“ lächelt Sina und tritt dem Wächter ihre Fußspitze direkt in seinen Schritt, wo er laut aufschrie. Vor Schmerzen fiel er auf die Knie, dabei hielt er seine Kronjuwelen mit beiden Händen.

„Was hat das zu bedeuten!“ verlangte Wächter Zwei, aber den ignorierte Sina. Diese packte den Wächter Eins am Hals und zog ihn zu sich.

„Also… keine Ahnung warum du so eine schlechte Meinung von uns hast, aber hässlich? Das konnte ich mir einfach nicht gefallen lassen.“ sagte Sina mit einer eiskalten Stimme. Diese Aktion hat die Aufmerksamkeit weiterer Dämonen erregt, die sich nun das Spektakel anschauen.

„Normalerweise würde ich mir jetzt die Zeit nehmen dich zu kastrieren, anschließend deine Eier zu braten und dafür zu sorgen, dass du sie selber aufisst, während dein Freund zuschaut. Dein Glück aber auch, dass ich es eilig habe.“ klatsche Sina dem Wächter an der Wange.

„Du wagst es gegen uns die Hand zu erheben!“ machte sich Wächter Zwei zum Angriff bereit, während dem ersten Wächter der Schweiß vom Gesicht herunterfiel.

„Warte… steck die Waffe weg. Es… tut mir leid.“ sagte der verletzte Wächter, denn die Drohung von Sina hat gesessen. Sina drückte ihn von sich weg, sodass er auf den Rücken fiel.

„Wunderbar. Vergiss nicht, wir schlagen dann zu, wenn ihr es am wenigsten erwartet.“ lächelt Sina, aber ihre Augen waren mörderisch.

Was Sina nicht wusste, aber ihre Rasse hatte in diesem Zeitalter die tiefste Stelle in der Hierarchie. Damit hat sie nun dafür gesorgt, dass man Sukkubeen und Incubeen in der nächsten Zeit mehr mit Respekt begegnen wird. Alle Zuschauer hatten die ähnliche Meinung wie die Torwächter, aber mit der Aktion von Sina, bekamen sie nun doch die Furcht, eines Nachts einen Dolch im Schlaf zu bekommen.

„Da es spät ist und das Lager scheinbar sich ein bisschen geändert hat, aber wo kann ich Dalmaz finden?“ fragte Sina den Torwächter Zwei.

„ … Einfach den Weg geradeaus gehen, irgendwann wirst du ihn ja riechen können.“ meinte Torwächter Zwei.

„Vielen Dank!“ lächelt Sina und ging in die Richtung, die Zuschauer machten sofort Platz. Sakura und Rose haben die Szene mit ihren Fernröhren beobachtet.

„Mir ist das Herz in die Hose gerutscht, als Sina den Dämon angegriffen hat…“ murmelt Rose. „Nicht nur dir…“ musste Sakura ihrer Freundin zustimmen.

Sina ging gemütlich durch das Lage und nahm alles in Augenschein. So wie sie es kannte, machten diese Dämonen ihre Übungen, unterhielten sich oder machten irgendeinen Blödsinn. Traurigerweise musste sie auch mit ansehen, dass sie einige Menschen in ihrem Besitz hatten und… Sina ignorierte dies, diesen Menschen konnte sie nicht mehr helfen.

Einige Zelte waren relativ schlicht, andere hatten vor ihren Zelten Köpfe erschlagener Menschen, Zwerge oder Elfen aufgestellt. „Wie kreativ…“ murmelt Sina, dann bemerkte sie einen Gestank. Das Lager roch schon so unangenehm, aber dieser penetrante Geruch übertraf alles.

„Meine Fresse, ist das wirklich…?“ musste Sina sich tatsächlich die Nase zuhalten. Eigentlich wollte sie die großen Zelte aufsuchen, aber das sie tatsächlich auf diesen Dämon zukam, damit hat sie nicht gerechnet.

Ein sehr heruntergekommenes dreckiges Zelt mit vielen Löchern hatte irgendwie den meisten Freiraum zu den Nachbarzelten, kein Wunder bei dem Gestank. Sina hat nun die Qual der Wahl, entweder sie geht da rein, um ihrer Geschichte mehr Gewicht zu geben, oder sie geht an dem Zelt vorbei…

„Worauf wartest du hm? Du wolltest doch deinen Bericht abgeben.“ meldete sich eine schrille Stimme hinter Sina. Die Dämonin drehte sich um und sah einen sehr schmierig aussehenden Dämonen, kleiner als Sina, nur einen Schwanz der einer Echse ähnelte und Zahnlücken ohne Ende.

„Und… du bist?“ fragte Sina den Dämon. „Ah… man fragt mich nach meinem Namen? Dieser heißt Molgich, ein Vertrauter des Anführers. Ich wundere mich… warum du ihn nicht kennst?“ rieb dieser Dämon gierig beide Hände miteinander.

„Weil ich nicht jeden Schwanzlutscher kennen muss, auch ich habe einen gewissen Stolz.“ ätze Sina. Alle Dämonen, die das in der Nähe gehört haben, ließen fast das Kinn fallen. Selbst Molgich hat seine Sprache verloren.

„Wie… kannst du es wagen?!“ sagte Molgich zornig, anklagend zeigt er mit seinen Finger auf Sina. „Ich bin die rechte Hand des großen AAAAAAAAARRRGGHHHHHHHHH………..“ schrie der Dämon laut auf, als Sina ihm den Zeigefinger nach hinten brach, in einem Winkel, den man normalerweise nicht ohne gebrochene Knochen bewegen kann.

„Ist das… Antwort genug für dich du kleiner Scheißer?“ lächelt Sina, ihr waren die Konsequenzen egal. Aber scheinbar war Molgich wirklich jemand mit einen hohen Rang, so blass wie alle hier aussehen.

„Damit… argh… habt ihr eurer Todesurteil unterschrieben.“ hielt Molgich seine verletzte Hand, als Sina ihn nun am Hals packte. Sofort wurde dieser schmierige Dämon panisch, weil er so eine Behandlung noch nie erlebt hat.

„Glaub mir… der Tod und ich sind ziemlich gute Freunde. Manchmal will er mich holen, aber irgendwie… klappt das nie so wirklich.“ lächelt Sina und trug Molgich mit… in das stinkende Zelt! Er wehrte sich nach Kräften, aber scheinbar hatte er überhaupt nicht die nötige Stärke dazu.

Wieder hat Sina dafür gesorgt, mit neuen Augenzeugen, dass Sukkubeen und ihre männliche Gattung alles andere als schwach sind. Die Dämonin hörte nur noch leises Getuschel wie: „Waren… sie schon immer so stark?“ „Ich… sollte mich vielleicht bei einigen entschuldigen…“ „Wenn… sie so stark sind, warum?“ „Sie hat größere Eier als der Rest, wenn sie Hand an diesen Arsch legt…“

Sina schob den Vorhang zur Seite und ging mit Molgich rein… und bereute es zutiefst. Noch nie, weder im alten noch im jetzigen Leben, hat sie einen Dämon gesehen, wo die Beschreibung „fett“ fast schon schmeichelhaft war.

Ein großer grüner Dämon, vermutlich könnte er Harox mit seiner Größe konkurrieren wenn er steht, liegt auf dem Boden. Er hatte eine grünliche Haut, nur ein Horn auf der Stirn und seine Flügel waren irgendwie missgestaltet, das sie zum Fliegen nicht mehr geeignet sind. Aber… Fettmasse über Fettmasse, am gesamten Körper.

„Beim dunklen Gott… wie viel muss der Typ wiegen?!“ hielt Sina sich mit ihrer freien Hand die Nase zu, denn der Geruch ist so unbeschreiblich, dass selbst Latrinen eine duftende Note haben. Aber am gesamten Körper waren Narben zu sehen, scheinbar kann dieser Dämon tatsächlich kämpfen.

„Oh? Wer ihr sein?“ grüßte der Dämon mit einer Piepsstimme. Seine Augen wirken neugierig, aber man sah auch eine Gier… eine Gier nach Essen. Überall lagen im Zelt Knochen von Essensresten, sogar menschliche Schädel sah Sina.

„Hi, ich bin Lilith. Du bist vermutlich Dalmaz?“ stellte Sina sich freundlich vor, Molgich wehrte sich immer noch nach Kräften, aber scheinbar brachte selbst ihn der Gestank fast an seine Grenzen.

„Richtig. Ich sein Dalmaz. Dalmaz starker Kämpfer!“ sagte der Dämon fast mit einer kindlichen Einstellung.

„Das glaube ich. Ich sehe überall an dir die Narben, du hast schon viele Kämpfe hinter dir oder?“ war Sina weiterhin freundlich.

„Das stimmt! Gekämpft in Grube, Arena, überall! Wenn Feind viel, ich geschickt werden dort!“ nickte Dalmaz. „Der Typ kommt eher einer Belagerungswaffe nahe.“ dachte Sina spontan.

„Warum… haben die anderen Dämonen eine schlechte Meinung von dir? Wir respektieren doch Stärke oder nicht? Selbst dieser Wurm hier muss das bestimmt mitbekommen haben.“ schüttelt Sina Molgich hin und her.

Auf einmal wurde Dalmaz sehr traurig. Trotz das er ein… unverkennbares Aussehen hat, seine Sprache sowie Gedankengänge eines Kindes nahe kommt, ist doch eine gewisse Intelligenz zu spüren.

„Sagen, Dalmaz ist dumm. Nicht denken, nur handeln. Kann nur fressen und kämpfen.“ hörte man schon fast eine depressive Stimme von Dalmaz.

„Und? Bist du dumm?“ fragte Sina und der dicke Dämon schüttelt den Kopf. „Nein! Kämpfen muss planen, nicht einfach zuschlagen!“

Die Aussage brachte selbst Molgich kurz zum Staunen. „Bitte?! Gnrrr… Erzähl keinen Scheiß! Du bist dümmer als ein Haufen Scheiße! ARGH!“ Sina drückte den Hals des Dämons noch fester zu, während Dalmaz von dieser Aussage scheinbar verletzt war.

„Warum wehrst du dich nicht? Du bist… anders, aber das heißt nicht, dass man es sich gefallen lassen muss. Dieser Wurm hier zum Beispiel, wollte mir weismachen, dass er irgendwelche Machtbefugnisse hat, aber… wie du siehst mein großer Freund: Stärke geht über alles.“ ließ Sina die Nase los, sie hat sich scheinbar an den Gestank gewöhnt.

„ … Freund?“ reagierte Dalmaz erstaunt.

„Nun… du bist doch was außergewöhnliches oder nicht? DICH schickt man, wenn andere Dämonen nicht weiterkommen. DICH schickt man, wenn es Probleme gibt. Alleine deine Aussage, dass man in den Kämpfen überlegen muss, sagt doch, dass du mehr als nur ein dicker Schläger bist.“ nickte Sina.

Dalmaz änderte seine liegende Position zur sitzenden Position und drückte das Zelt durch seinen Kopf nach oben. Draußen entstand sofort ein lautes Gemurmel, scheinbar hat Sina mehrere Lauscher.

„Warum… du nett zu mir?“ war eine sehr interessante Frage von Dalmaz, selbst Molgich interessiert dies, obwohl ihm bald die Luft knapp wurde.

„Weil ich Augen im Kopf habe! Ich bin jetzt ehrlich, aber nimm es nicht persönlich. Du stinkst, hast… mehr Fettmasse als jedes Lebewesen, was ich kenne, aber…

Du bist stark. Das habe ich sofort erkannt, als ich dich gesehen habe. Zuerst hatte ich eine… nicht so tolle Meinung von dir, aber alleine das Gespräch? Du bist viel mehr als es den Anschein hat! Ich will nicht wissen, wie du bist, wenn du erst richtig kämpfst, aber alleine das du noch lebst, zeigt deine kämpferische Leistung!“ redete Sina auf den Dämon ein, vergessen, was ihre eigentliche Aufgabe im Lager war.

„Hmm… ich stark sein, richtig. Aber… keiner mich gelobt wie du.“ kratze sich Dalmaz verlegen an den dicken Wangen.

„Dalmaz… ich weiß nicht, was du bisher alles erlebt hast, aber… fühlst du dich nicht in diesem Zelt unwohl? Solltest du nicht was… besseres verdienen als das hier? Größeres Zelt, besseres Essen. Alles was man dir irgendwie enthält.“ fragte Sina.

Auf einmal rieb sich Dalmaz den Hinterkopf. „Meinst… du? Aber ich nur dummer Dämon…“ hörte man wieder die traurige Stimme.

„NEIN! Hör auf so zu denken! Das ist, was man dir all die Zeit eingeredet hat! Ändere das! Sag jetzt und hier: Ich bin stark und nicht dumm!“ sagte Sina das sehr laut, Molgich, aber auch Dalmaz reagierten erstaunt. „Aber…“

„SAG ES!“ war der gnadenlose Befehl von Sina.

„Ich bin stark… und nicht dumm.“

„LAUTER! ICH HÖRE DICH NICHT!“

„Ich bin stark… und nicht dumm.“

„Dalmaz! Hast du einen Stock quer im Arsch stecken oder was? Sag es laut, dass es jeder hier hört!“ schrie Sina nun, dabei stand sie fast vor dem Bauch des Dämons. Man sah den Respekt in den Augen von Dalmaz.

„Ich bin stark und nicht dumm!“

„Nochmal!“

„ICH BIN STARK UND NICHT DUMM!“

„NOCHMAL!“

Nun stand Dalmaz auf, dabei ging das Zelt kaputt, aber das war ihm egal. Neues Selbstvertrauen ging durch seinen Körper, ein Gefühl, was er überhaupt nicht kannte. Dalmaz riss das Zelt von seinen Körper runter, alle Lauscher nahmen sofort einen großen Abstand von ihm.

„ICH BIN STARK UND NICHT DUMM!“ brüllte Dalmaz, fast das gesamte Lager bekam es mit.

„Gut so! Und ab sofort wirst du dich jeden Tag waschen! Verwehrt man dir das, bring ein paar Dämonen um! Denn du bist stark!“ war Sina stolz auf den Dämon.

„ARRRRRRR ICH… waschen?“ staunte Dalmaz. Sina nickte und hält weiterhin ihre Augen auf den Dämon, auch wenn sie den Kopf stark nach hinten legen musste. „Der könnte Harox wirklich Konkurrenz machen.“ dachte Sina bei seiner Größe.

„Richtig! Du willst doch auch neue Freunde haben oder nicht? Du hast nun erkannt, was du bist. Stark und nicht dumm! Also lass auch andere Änderungen zu!“ sagte Sina es mit einem Ernst. Dalmaz wirkte wieder am grübeln, dann nickte er.

„Lilith erste Freundin, gute Freundin. Ich jeden Tag waschen nun! Ah… Mein Zelt…“ fiel Dalmaz ein Problem auf.

„Kennst du den Wurm hier?“ schüttelt Sina Molgich, den sie beinahe vergessen hat und Dalmaz nickte. „Ja, widerlicher Arschkriecher.“

„Meine Fresse, selbst Dalmaz hat ja eine schlechte Meinung von dir. Das sollte dir aber zu bedenken geben.“ hob Sina grinsend eine Augenbraue hoch, während Molgich versuchte, seine Empörung zum Ausdruck zu bringen.

„Wenn… er mitbekommt, was du hier anstellst, wirst du einen sehr langsamen Tod…. *Knack*“ Molgich wollte noch was sagen, aber Sina bracht ihm das Genick. Die Dämonen, die das Spektakel mit Dalmaz beobachtet haben, haben ihre Worte schon verloren, was Dalmaz getan hat. Aber vor ihren Augen die rechte Hand des Anführers sterben zu sehen, toppte alles.

„Ups… mir ist die Hand ausgerutscht.“ zuckte Sina mit ihre Schulter und warf die Leiche nach hinten. „Du kennst bestimmt sein Zelt oder?“

„Ja, jeder kennen Zelt vom Arschkriecher.“ nickte Dalmaz, dabei wabbelte sein gesamter Körper bei der Aktion.

„Das gehört nun dir. Dein gutes Recht als starker Dämon!“ teilte Sina ihm mit. Überall hörte man, wie die Luft stark eingezogen wird, eine sehr unübliche Handlung von einem Dämon.

„Zelt… gehört mir? Groß und schön, aber…“ war Dalmaz sich unsicher, als Sina ihm auf den Bauch klatschte.

„Kein ABER! Es gehört nun dir! Was bist du?“ erinnerte Sina ihn an sein Mantra.

„STARK UND NICHT DUMM!“ brüllte Dalmaz und schlug sich einmal auf die Brust, Sina nickte zufrieden.

„Wunderbar! Versprich mir eins mein großer Freund! Lass dich nicht unterkriegen und alles gefallen! Wehr dich, notfalls schlag ein paar Schädel ein, denn den Respekt hast du dir verdient!“ war Sina wieder sehr laut.

„Ich versprechen Freundin Lilith, ich versprechen.“ wiederholte sich Dalmaz. „Ich nun waschen, dann neues Zelt nehmen!

Danke!“ verbeugte sich der Hüne vor lauter Dankbarkeit. Soviel Freundlichkeit und Güte hatte er in seinem gesamten Leben nicht erlebt. Die Aktion brachte auch alle ins Staunen, selbst Sina.

„Gern geschehen! Lebe nun mit deinem neuen Selbstvertrauen, denn du bist stark und nicht dumm!“ grinste Sina. Dalmaz nickte und stampfte weg, dabei bebte der Boden ziemlich.

Sina schaute zufrieden hinterher, als ihr ein Fehler einfiel: „Oh… nun hat Alliancia vermutlich einen sehr starken Dämon… eher Belagerungswaffe an der Backe…

Ups.“

Kapitel 261

Ich bin wiedergeboren und das „kleine“ Lager?

Die Gruppe hat sich ein bisschen zurück gezogen und berät sich für weitere Ziele. Dummerweise waren alle Menschen ziemlich demotiviert, als man Sina summen hören konnte.

„Die… Mission war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.“ murmelt Rose, die ihren Kopf auf die Knie legte.

„Selbst wenn wir unsere volle Gruppengröße hätten, hätten wir nicht diese Größenordnung da unten bekämpfen können.“ murmelt Axel, der seine Arme verschränkt hat.

„Ich verstehe es nicht… Man hat uns doch gesagt, dass es ein kleines Lager sei oder nicht? Wir waren doch alle anwesend, als der König uns den Auftrag gegeben hat.“ überlegte Leena fieberhaft, dabei nagt sie an ihrem Daumennagel.

Sakura dagegen schweigt, man sah in ihren Augen die Hoffnungslosigkeit. „Wofür… ist Meister Markus gestorben sowie die anderen?“

„Seid ihr fertig mit euren Depressionen? Die Mission hat doch eben erst angefangen oder?“ fragte Sina, die das Elend beenden wollte.

„Bitte?! Hast du die Armee da unten nicht gesehen? Selbst du wirst es nicht schaffen, da unten auch irgendetwas zu reißen!“ wurde Axel leicht laut, als die Magierin ihren Zeigefinger auf die Lippen legte und „Pssst“ sagte.

„Nicht so laut, nur weil wir weit weg sind, heißt es nicht, dass wir auch sicher sind!“ zischte Leena, und Axel bemerkte seinen Fehler.

„Wer hat denn gesagt, dass wir die Armee da unten angreifen? Ich gehe jetzt eine Sache nach der anderen durch, damit ihr jungen Kinder vielleicht die positiven Aspekte der Reise bemerkt.“ erklärte Sina nüchtern und bekam von allen die Aufmerksamkeit.

„Da bin ich ja gespannt.“ verzog Axel sein Gesicht, wartend ob er Logikfehler in der Dämonin finden kann.

„Erstens, der Auftrag war, dieses Lager zu finden und die Pläne zu stehlen. Der letzte Stand für den König war es, dass seine Späher ihm von einem kleinem Lager berichtet haben.

Wir haben jetzt die Information, dass es sich mit der Zeit geändert hat. Das heißt, wenn ich der General wäre, ist das schon der erste Hinweis, dass die Dämonen bald den nächsten Zug planen. Dummerweise kenne ich nicht die anderen Standorte der Dämonen und deren Lager, aber vermutlich sind die nun auch mit mehr Soldaten gefüllt. Alleine diese Informationen sind schon viel wert!

Zweitens, wir können mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, das sich da unten ein feindlicher General befinden muss, also wäre ein Angriff sowieso der reinste Selbstmord gewesen. Ich weiß nicht, wie stark diese Dämonen sind und ob ihr schon gegen die richtigen Veteranen der Dämonen gekämpft habt.

Die Generäle spielen aber tatsächlich in einer anderen Liga, denn man muss schon eine gewisse Stärke vorweisen können, damit der Dämonenkönig sie anerkennt. Intelligenz… sollte man auch besitzen, aber es kommt immer auf den aktuellen Dämonenkönig an, was er vorzieht.

Drittens und das geht auch nur, wenn die Dämonen in eurem Reich keine Spione haben und etwas über euch wissen. Wir sind vermutlich am weit entferntesten Lager. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Dämonen hier mit uns rechnen ist gleich Null, also haben wir sehr viele Möglichkeiten, hier was anzustellen.

Vermutlich denken einige von euch nun, wofür nun eure Freunde oder Bekannte gestorben sind, vermutlich sogar umsonst. Blödsinn sage ich euch. Sie haben alle für eine Sache ihr Leben gegeben, woran sie geglaubt haben, ob es die Mission selber ist oder eine bestimmte Person. Alle hätten gewollt, dass ihr in dieser Lage trotzdem irgendetwas bewerkstelligt.

Außerdem, ihr habt doch nun die Hilfe der Göttin bekommen oder? Mir gefällt es nicht, dass sie mich ins Spiel gebracht hat, aber ich akzeptiere es einfach mal. Dazu das Dungeon, wo ihr alle neue Ausrüstung bekommen habt sowie mehr Erfahrung sammeln konntet.

Also… wollt ihr immer noch den Boden anstarren oder eher überlegen, was wir in dieser Situation machen können?“ hielt Sina eine Rede, die durch Mark und Bein ging.

Erstaunt das ihre neue Gefährtin sie so motivierte, sah man in allen die Hoffnung wieder in den Augen.

„Danke… wirklich.“ lächelte Sakura, ihre Depression ist verschwunden. Ihr Meister hätte ebenso in dieser Situation überlegt, was man machen kann. Man muss nicht unbedingt die Armee angreifen, aber sehr wohl über sie Informationen sammeln.

„Ich… kann Sakura nur zustimmen. Es war einfach… die Hoffnungslosigkeit, die mich übermannte, als ich die vielen Dämonen dort gesehen habe.“ nickte Rose ernst.

„Nun, wir sind zu klein, als das wir was machen können, aber die sind auch wieder zu groß, als das sie einfach mal eben was organisiert bekommen.“ grübelte Leena, aber nagte nicht mehr an ihrem Daumennagel, was ein gutes Zeichen war.

Nur Axel sagte nichts und starrte wütend den Boden an, damit hätte er wirklich nicht gerechnet. Eine Rede, die sie alle motiviert und nicht zur Flucht überredete, denn sein Plan war es gewesen, die Heimreise mit den anderen anzutreten, aber jetzt?

„Ok, Sina hat uns wieder motiviert, was können wir tun und was nicht?“ meinte Sakura und schaute alle Gefährten an.

„Also einen Kampf sollten wir von vornherein ausschließen. Sina kann sie vielleicht eine Zeit hinhalten, aber irgendwann wird auch sie überrannt. Solange wir bei dieser Entfernung von dem Lager fern bleiben, sollten wir in Sicherheit sein.“ Leena

„Ich… kann Notizen über die Armee machen. Zelte, Belagerungswaffen, alles was ich… wir mit unseren Fernrohren sehen können. Wir kommen vielleicht nicht an die Pläne, aber wir können sehr wohl noch zählen!“ Rose

„ … Werde die Umgebung hier absuchen, sollten wir notfalls doch die Flucht ergreifen müssen aus welchen Gründen auch immer. Wir sollten aber nun auf Feuer verzichten, am Tag sieht man unseren Rauch und Abends das Licht.“ Axel

„Wunderbar! Ich werde mir die Landkarte anschauen und meine Erinnerungen durchforsten, wo die anderen Lager der Dämonen waren und wo unsere Verteidigungsposten sind, dann kann ich eventuell ihre Marschroute bestimmten!“ Sakura

Sina beteiligte sich überhaupt nicht an der Diskussion, sondern ist wieder zum Rand gegangen, um das Lager nochmal genauer zu betrachten. Egal wie man es dreht und wendet, aber selbst mit Blutklinge hätte sie es vermutlich schwer gehabt, diese Armee zu besiegen, dafür kennt sie die Dämonen zu gut.

„Und was macht unsere „Freundin“? Wir sind uns doch einig, dass jeder was tun sollte.“ nervte Axel.

„Ich gehe da unten rein und suche die Schlachtpläne.“ sagte Sina.

„Das war ein Scherz oder?“ fragte Sakura vorsichtig, aber Sina schüttelt den Kopf. „Das ist mein voller Ernst. Ihr verwechselt mich die ganze Zeit mit richtigen Dämonen, außerdem…“ schnippte Sina mit ihren Fingern für eine Illusion und sah nun aus wie Kyllia vor ihrer Verwandlung.

„Sollte das ausreichen oder? Vermutlich sind die Pläne in einem der großen Zelte, zumindest dort würde ich mich als General aufhalten.“

„Und wer sagt, dass du die Dämonen nicht vor uns warnen willst?“ kam die Frage von Axel, der immer noch kein Vertrauen in Sina hatte.

„Sag… du bist wirklich ein bisschen dumm oder?“ provozierte Sina ihn, ohne sich umzudrehen, nachdem sie das Lager weiter auskundschaften wollte. Axel bekam eine Zornesader auf der Stirn, niemand mag es als dumm bezeichnet zu werden.

„Welchen Sinn macht es, den Dämonen zu sagen wo ihr seid? Sie werden euch direkt umbringen und wieder in ihr Lager zurückkehren, was ich selber ebenso gut kann. Dafür habt ihr mich ja nun zur genüge erlebt und gesehen was ich kann.

Aber ich gehe erst da rein, wenn es dunkel wird, dann sollte es für mich einfacher werden. Vermutlich mache ich vorher noch einen Abstecher in deren Waffenlager, damit ich endlich auch eine vernünftige Ausrüstung habe.“ erklärte Sina weiter.

„Warum… gehst du so weit? Was sind deine Beweggründe uns zu helfen?“ fragte nun Leena. „Es ist… nicht so, dass ich dir jetzt misstraue, aber… einfach in deren Lager reinzugehen, ohne zu wissen was dich erwartet? Du kannst auch jederzeit darin sterben!“

„Der Grund ist relativ einfach oder? Ihr habt mich gerettet, also stehe ich in eurer Schuld. Sollte es drinnen tatsächlich… brenzlig werden, kann ich jederzeit raus fliegen. Ich bezweifele, dass deren Flieger mit meiner Fluggeschwindigkeit mithalten können.

Sollte… ich irgendwie an diese Pläne kommen, wird das vermutlich nicht unbemerkt bleiben, also sollte unser Hitzkopf bei seinem Fluchtplan auch mit einplanen, dass wir sogar im Dunkeln rennen müssen.“ lächelte Sina.

„Aber die Schuld kann man nur tilgen, wenn man es lebend schafft. Was bringt es dich zu retten, wenn du dich selber wieder in Lebensgefahr bringst.“ war Rose nicht überzeugt.

„Dann müsste schon der Dämonenkönig persönlich da unten sitzen, damit das passieren kann. Ich habe schon vier dämonische Generäle besiegt, der da unten wird also auch in deren Liga sein. Aber es freut mich zu hören, dass ihr euch Sorgen um mich macht.“ grinste Sina.

„Natürlich mache ich mir Sorgen, wenn ein neuer Gefährte solch eine waghalsige Aktion machen will!“ mischte sich Sakura ein. „Du bist vieles, aber du hast auch nur ein Leben, außerdem warten noch deine Freunde auf dich oder nicht?“

„Aww… das hast du aber schön gesagt. Meine Freunde würden sogar damit rechnen, dass ich so einen Plan mache, aber sie kennen mich ja auch ein bisschen länger.“ war Sina schon ein bisschen gerührt.

„Dann sind deine Freunde genauso verrückt wie du…“ murmelt Axel. „Ich hatte ein Gespräch gehabt, da musste ich feststellen, dass von allen meinen Freunden nur einer… „normal“ ist, der Rest hat ebenso ein Knall wie ich.“ schmunzelte Sina, als ihr das Gespräch mit Lara und Mel einfiel.

„Bin mir nicht sicher, ob ich sie kennenlernen will…“ flüstert Leena. Dazu hätte Sina gerne was gesagt, aber… besser es bleibt ein Geheimnis.

„*seufz* Du wirst es eh machen oder? Dann lasst uns unsere besprochenen Pläne umsetzen, damit wir zumindest wissen, worauf wir uns einlassen.“ ließ Sakura ihre Schulter hängen.

„Wenn… meine kleine Schwester dabei gewesen wäre, dann hätte sie die Pläne unbemerkt stehlen können, denn sie ist eine vampirische Attentäterin, wobei… bei ihrem letzten Einsatz hat sie sich nicht wirklich mit Ruhm bekleckert…“ schaute Sina weg.

„Also… willst du sagen, dass deine aufgelisteten Rassen vom letzten Gespräch wahr sein soll?“ hakte Leena nach, weil sie glaubte, dass Sina wieder nur Märchen erzählt hat.

„Aber sicher das, warum soll ich denn Blödsinn erzählen? Nur außergewöhnliche Freunde können mich ertragen… glaube ich.“ lächelt Sina unsicher. „Frage mich, ob die Zeit seit meinem Verschwinden weiterläuft und ob Sherry Dr. Ruin die Scheiße raus prügelt.“ dachte Sina, dabei ließ sie ihre Fantasie spielen. Schule brennt, Sherry rennt Amok, Dr. Ruin auf der Flucht…

„Warum grinst du so böse?“ wundert sich Rose. „Oh… nichts, dachte nur was meine Freundin Sherry in diesem Moment treibt und ließ meine Fantasie walten.“

„Ok, dann beenden wir die Diskussion und setzen nun unsere Pläne um. Noch haben wir Zeit, bis es Abend wird, vielleicht finden wir noch ein besseres Versteck als dieses hier.“ befahl Sakura.

Axel verschwand schweigend, während Rose sich zum Rand bewegte und alles vorbereitete, um Notizen zu schreiben.

„Pass nur auf, in welchem Winkel die Sonne steht, nicht das dein Fernrohr unsere Position verrät. Hat schon einigen… Aufklärern das Leben gekostet.“ warnte Sina sie noch und Rose hob den Daumen hoch.

„Nun… kennt ihr eigentlich die Namen der Generäle sowie deren König? Ein paar Informationen brauche ich, damit ich an den Wachen vorbeikomme.“ fragte Sina dies Leena und Sakura, aber sie schauten sich kurz an.

„Erm… nein?“ lächelt Sakura und die Magierin nickte ihr zustimmend.

„Beim dunklen Gott…“

Kapitel 260

Ich bin wiedergeboren und das Training?

Die Reise ging weiter und man sah Leena an, dass sie schon ihre Übungen macht. Manchmal klappt es, manchmal… musste Sina die fliegenden Magiebälle wieder wegschleudern. Leena musste sich dafür von Sakura anhören, dass sie mit Magie keine Spielchen treiben soll, aber…

„Sakura… glaubst du nicht, dass es irgendwie toll ist, Magie einzusetzen, ohne das der Gegner weiß, was ich einsetze? Ich bin immer ein leichtes Ziel gewesen, weil ich stehen musste für meine Zaubersprüche, aber dank dem Tipp von Sina… sehe ich Potenzial, unsere Gruppe wieder zu stärken!“ argumentiere Leena.

Axel sah mal wieder ziemlich angefressen aus, dass Sina sich einer weiteren Person dessen Vertrauen erschlichen hat, aber behielt seinen Kommentar für sich. Sakura dagegen versuchte irgendwie ihre Fähigkeit zu benutzen, aber bisher klappte es nicht.

Der Späher hat nun eine ungefähre Ahnung, wo die Gruppe überhaupt stand und vermutet, dass sie eigentlich in drei Tagen ihr Ziel erreichen müssten. Zeit genug, dass Sina ihren nächsten Plan umsetzt.

Nun war sie mit Rose alleine, die ziemlich unsicher war. „Ein Heiler, der eine Schleuder als Waffe benutzt. Man lernt nie aus.“ lobte die Dämonin sie. „Erm… danke?“ wunderte sich nun die Heilerin der Gruppe.

„Du kannst nur heilen und die Schleuder benutzten oder?“

„Das… ist richtig.“

„Kein Interesse an weiteren Elementen der Magie wie Licht zum Beispiel? Ich kannte eine Elfe, die auch die Heilerin in der Gruppe war und dieses Element ebenfalls benutzen konnte.“

„Ah… Interesse hätte ich schon, aber… Zauberbücher sind zu teuer, für meine Verhältnisse zumindest. Einen Lehrer zu finden, der mir das beibringen könnte… nun Licht ist keine einfache Magie und die meisten Magier sind sehr eigen, ihr Können weiter zu reichen.“ erklärte Rose traurig.

„Was für Hohlbirnen… Kann man nicht ändern. Wie funktioniert nun deine neue Schleuder und welche Munition nimmst du eigentlich immer?“

„Nun… normal kleine Kieselsteine oder ähnliches, diese findet man überall. Aber in meiner neuen Robe habe ich eine kleine Tasche, die ich mit Steinen fülle, sollte ich… an einen Ort gelangen, wo ich nichts greifbares habe zum Schießen.

Bisher… hatte ich noch keine Gelegenheit gehabt, die Schleuder zu testen. Mich würde es auch interessieren, wie sich meine Geschosse verändern, wenn ich sie abschieße.“

„Vielleicht kann ich dir ja helfen.“ schnippst Sina mit dem Finger und in der Nähe entstanden Zielscheiben, wie man es aus Schießübungen kennt. „Was bringt es eine neue Waffe zu haben, die man nicht testen kann?“

Die anderen Gefährten schauten erstaunt nach hinten und sahen, wie Sina sich mit Rose unterhielt. Leena nutze die Chance und schoss einen Feuerball auf eine Zielscheibe, aber traf nicht mal ansatzweise.

„Nun… das Leena das ausnutzt, hätte ich mir eigentlich denken können, aber egal. Aufgrund das wir hier in der Wüste sind… hast du nicht viel Gestein oder? Dann presse ich sie dir einfach aus Sand.“ lächelt Sina nun freundlich die Heilerin an.

„Wieso… wollt ihr mir helfen?“ fragte Rose misstrauisch. „Als Entschuldigung, dass ich euch in den Pfad des Lebens geworfen habe für meine eigenen Zwecke. Mit Axel brauche ich kein Gespräch zu suchen, das Problem liegt an seinem dummen Hass, den er hegt.“ erklärte Sina.

„Jeder… hat seine Gründe, aber bei Axel… ist es schwieriger, wenn man als Kind… nein, dass muss er selber sagen.“ bremste Rose sich noch rechtzeitig, aber Sina konnte sich denken, was er erlebt hatte.

Die Dämonin nahm den Sand vom Boden und presste ihn mit ihrer Kraft zu einer ovalen Kugel, zu Übungszwecken reicht dies. „Nun? Wollen wir testen?“

Rose suchte nach einer Erlaubnis von Sakura, aber Sina stellte sich ihr bewusst in den Weg. „Du solltest anfangen, selber zu denken. Nicht das ich sagen will, dass du dumm bist oder so, aber du neigst gerne dazu, die Entscheidungen auf andere zu übertragen.

Leena zum Beispiel fragt überhaupt nicht, ob sie üben soll, sie tut es einfach. Sakura ist das alles recht, wenn ihr stärker werdet. Axel kann mich mal, also bleibt letztendlich die Entscheidung bei dir.“

„Erm… ok?“ nahm Rose ihre neue Schleuder aus dem Inventar und begutachtet sie. Eine typische Y-Form, das mit einem Gummi ähnlichem Material verbunden ist und mittig eine kleine Auffangschale für die Geschosse mit schönen Verzierungen hat.

Die Heilerin nahm die Kugel von Sina und schoss direkt auf eine der Zielscheiben. Beim Abschuss knallte es und eine Feuerspur folgte der Kugel. Scheinbar hatte Rose sehr viel Übung bei ihrer Schleuder gehabt, denn sie traf die Mitte der Zielscheibe und die Illusion verschwand.

Aber als die Kugel auf Widerstand traf, explodierte sie wie ein Feuerball eines Magiers. Alle mussten staunen, was die Schleuder soeben getan hatte.

„Wow… deine Schleuder ist ja ziemlich heftig. Hier, die nächste Kugel.“ wollte Sina es direkt wissen und hat schon mehrere Kugeln vorbereitet. Selbst Rose sah man nun ihren Ehrgeiz in den Augen und tat es wie gewünscht.

Diesmal folgte eine Eisspur hinter der Kugel, beim Aufprall friert alles zu einer großen Eisfläche, die wegen der Hitze direkt anfing zu schmelzen und zu dampfen. Dann kam die dritte Kugel und Blitze folgten der Kugel, beim Aufprall schossen überall Blitze heraus, die den Sandboden verbrannten.

„Nun stelle ich mir die Frage, ob du die Elemente kontrollieren kannst oder ob es zufallsabängig ist. Wenn weder das eine oder andere der Fall ist, sondern es immer in einer Reihenfolge kommt, dann ist das eigentlich auch kein Problem.“ grübelte Sina laut, während Rose nur ihre Waffe anstrahlte.

„Ah… hier, weitere Kugeln.“ meinte Sina nur, denn die Dämonin wusste, dass Rose sich erst mal mit der Waffe austoben wird. Durch die Aktion lockten sie aber Monster an, was wiederum nicht schlimm ist.

„Los! Töte die Monster, jeder Schuss muss eines dieser… Wüstenskorpione oder was es auch ist, sterben!“ befahl Sina dies Rose. „Aber…“

„SOFORT!“ befahl Sina lauter und hielt ihre Hände offen, wo viele weitere Kugeln vorbereitet sind für die Schützin.

Rose schluckte nur und nahm eine Kugel leicht zitternd an, dann schoss sie auf eines der Monster. Es war wieder das Element Feuer, was das Monster in viele Einzelteile zerfetzte.

„Wunderbar, nun das nächste, sonst nimmt Leena sie dir weg!“ motivierte Sina die Heilerin, weil sie merkte, dass Leena ebenfalls im Spiel mitmachen wollte und Feuerbälle mit Gesten herbeizauberte.

„Erm… nichts für ungut, aber was machen die Frauen da?“ fragte Axel, der ein Schwert trug, Sakura.

„Nun… für mich sieht es aus wie ein Training. Irgendetwas hat Sina mit ihnen beredet in der letzten Zeit und das setzen sie scheinbar um. Aber das die Schleuder von Rose so stark ist, hätte ich nicht erwartet.“ schmunzelt Sakura.

„Solange sie mich in Ruhe lässt, ist es mir ziemlich egal…“ murmelt Axel, der die Monster im Auge behielt, aber sie sterben schon aus weiter Entfernung.

„Axel… ich will dir nichts einreden, aber du kannst mir wirklich vertrauen, das Sina alles andere als ein Dämon ist. Hast DU schon von einem „Dämon“ gehört, der Menschen trainiert wie es jetzt der Fall ist?“

„ … Nein und selbst wenn wir das den anderen sagen würden, halten sie uns für Spinner.“

„Das ist deren Problem, nicht meines. Wusstest du, das Sina nicht erfreut war über die Mission?“

„Kann ich mir vorstellen, wenn wir gegen ihre eigenen Leute vorgehen, wer mag das schon.“

„Das ist es nicht.“

„Hm? Was ist es dann?“

„Sie stellt unsere Mission infrage, weil wir überhaupt nicht die Fähigkeiten haben, irgendetwas von den Dämonen zu stehlen, ohne das sie es mitbekommen. Zusätzlich argumentierte sie, dass ich die größte Stütze im Krieg bin und wenn ich… sterbe, ist das die größte Niederlage für die Armee von Allianz.

Selbst Meister Markus war nicht begeistert über die Mission wie du dich erinnerst. Nur hat er selten seine Sorgen offenbart, damit wir keine Sorgen haben. Würde mich nicht wundern, wenn seine Gedanken der von Sina ähnlich waren.“

„Erm… bei unserer ehemaligen Gruppengröße hätte ich vermutet, dass wir das Lager angreifen und nach den Plänen gesucht hätten?“

„War auch bestimmt der Plan von Meister Markus gewesen, denn… sind wir doch mal ehrlich. Mehr als Kämpfen können wir nicht oder? Man soll mit dem arbeiten was man zur Hand hat und das waren die kämpferischen Talente.

Dummerweise… hat sich dies ja alles erledigt, nachdem der Vampir und dieser Wolf erschienen sind. Ich bin froh, dass der Zauber von Leena immer noch gegen diesen Wolf funktioniert.“

„Dachte das unsere „Freundin“ sich um dieses Problem kümmern will? Egal, wegen der Mission können wir uns dann Gedanken machen, sobald wir das Lager gefunden haben.“ zuckte Axel mit der Schulter.

Scheinbar haben Leena und Rose alle Monster getötet und schwitzen sich einen ab, aber man sah in ihren Augen, dass sie sehr glücklich waren.

„Also Rose, deine Waffe schießt immer in dieser Reihenfolge die Elemente ab: Feuer, Eis und Blitz. Das muss du unbedingt im Hinterkopf behalten!“ erklärte Sina dies der Heilerin. „Ok?“

„Nicht ok, denn einen kleinen Nachteil hat deine Schleuder, kommst du darauf?“ fragte Sina, während Rose den Kopf schüttelt.

„Wenn Axel oder Sakura neben diesen Monstern gestanden hätten, wären sie ebenfalls von deinem Zauber getroffen worden. Vermutlich wirst du dich zwischen deinen Schleudern abwechseln müssen, um zu verhindern, dass du Verbündete triffst.“

„Ach du Schreck…“ riss Rose ihre Augen auf, denn dies hätte sie überhaupt nicht gemerkt, bis es zu spät gewesen wäre.

„Du hast ja weiterhin deine alte Schleuder. Sobald du Kämpfe hast, wo ein Verbündeter in der Nähe des Ziels ist, nutzt du die alte Schleuder. Wenn du Kämpfe hast, wo niemand an deinem Ziel ist, nimmst du deine Zauberschleuder und richtest großen Schaden an deinem Feind an.

Je nachdem was für einen Feind du hast, kannst du ihn sogar zu Kampfbeginn schwächen, bis Sakura oder Axel am Feind angekommen sind. Nun heißt es wirklich Teamwork. Zusätzlich musst du die Reihenfolge der Elemente im Auge behalten.“

„ … Danke. Glaube… du hast mich vor einem großen Fehler bewahrt. Magische Waffen sind immer besser als normale, aber… man kann auch unheimlich viel falsch machen oder?“ meinte Rose das sehr ernst.

„Das ist richtig. Das gleiche gilt auch für Magie und Fähigkeiten. Man muss gut abwägen, wann man welche Technik einsetzt. Mein… Schwert im kaputten Inventarring ist die reinste Zerstörungswaffe, deren volles Potenzial ich erst einsetzen kann, wenn ich wirklich alleine bin.“ lächelt Sina.

„Aber ihr seid doch jetzt schon so stark?“

„Glaub mir, wo ich herkomme, gibt es immer noch Gegner, die sich mit mir messen können. Du musst dir wirklich im Hinterkopf behalten, dass du IMMER damit rechnen musst, dass jemand stärkeres erscheinen wird!“ warnte Sina, dabei dachte sie an Exos.

„Hochmut kommt vor dem Fall oder?“ lächelt Rose leicht, irgendwie sah sie schon ein bisschen süß aus. „Stimmt.“ nickte Sina.

Die Reise ging weiter und am nächsten Tag haben sie ihr Ziel endlich erreicht. Die Gruppe stand durch die Führung von Axel auf einer sehr hohen Erhebung und blickten auf das Lager der Dämonen, dabei liegen sie alle auf dem Boden, um nicht entdeckt zu werden.

Die Stille der Gruppe war ohrenbetäubend, sie trauten ihren Augen nicht, was sie dort unten zu sehen bekamen, als Sina sarkastisch kommentierte:

„Also wenn das ein „kleines“ Lager ist, bin ich ja gespannt wie ein „großes“ Dämonenlager sein soll.“

Denn man sah über tausende von Zelten und abermals von Dämonen, die überall herumliefen, sich vorbereiteten für den nächsten Krieg.

Kapitel 259

Ich bin wiedergeboren und die Reise geht weiter?

„Hm… scheinbar kann Axel sich ziemlich schnell von seinen Waffen trennen.“ kommentierte Sina, als sie das Schwert vom Boss vom Boden wieder aufhebt und in ihr Inventar steckte.

„Nun… er hat ja auch was besseres bekommen oder?“ nahm Rose ihn in Schutz. Alle Frauen haben nun ihre neue Ausrüstung angezogen.

„Du weißt wie man mit einer lebendigen Waffe umgeht?“ fragte Sina Sakura, die ihr neues Schwert immer noch betrachtet.

„Erm… laut dem Zettel soll ich es mit Mana füttern, aber… keine Ahnung wie das gehen soll? Ich habe bisher nicht gelernt wie man mit Magie umgeht.“ wirkte Sakura ein bisschen traurig. Die Dämonin ging zu ihr hin und legte eine Hand darauf.

„Dann gebe ich meine Mana, das sollte ja klappen, solange du es hältst und ihm einen Namen gibst.“ nickte Sina.

„Erm… ok? Danke.“ lächelt Sakura. Es dauerte nicht lange und sie spürte ein Kribbeln im Griff von ihrem Schwert.

„Schwert, ich nenne dich Excalibur. Fortan sollst du mich auf meinen Reisen begleiten!“ befahl Sakura mit einer freudigen Stimme. Ihr Schwert leuchtete kurz auf und das Kribbeln verschwand wieder.

„Es hat geklappt!“ strahlte Sakura. Leena und Rose wollten das Schwert nun ebenso aus der Nähe anschauen. Dabei wollte Rose die Klinge anfassen, als sie von Sina daran gehindert wird.

„Netter Tipp, das Schwert akzeptiert nur noch Sakura als Träger. Alle anderen betrachtet es als Feinde. Wenn… du keine Schmerzen in deiner Hand erleben willst, würde ich dir abraten, es anzufassen.“ erklärt Sina.

„Du kannst nun seinen Status sehen und feststellen, dass es nur Level 1 hat ohne jegliche Fähigkeiten. Willst du es stärker machen, musst du Lebewesen allgemein töten, die dir Exp geben. Wünschst du, dass es Spezialfähigkeiten kann, musst du es mit Monstersteinen bestimmter Elemente füttern.“

„Du kennst dich ja scheinbar ziemlich gut damit aus.“ lobte Rose für die Informationen, was scheinbar Sina nur in Trauerstimmung brachte.

„Ja, weil ich zwei Schwerter hatte, die ein sehr hohes Level sowie einzigartige Fähigkeiten besaßen. Diese sind aber in DIESEM kaputten Inventarring. Käme ich daran, gäbe es keine Armee der Welt, die mich aufhalten könnte, aber nein, ich muss mir den Weg mit Fäusten frei schlagen…“

„Was schon so eine beeindruckende Leistung ist…“ meinte Leena trocken und ignorierte das Nörgeln von Sina. „Wir sind dann scheinbar soweit fertig oder? Suchen wir Axel auf und sagen ihm, dass wir unsere Mission weiter machen können.“

„Machen wir das. Hoffentlich treffen wir auf einige Monster, an denen wir unsere Ausrüstung testen können.“ nickte Sakura.

Sakura ging voraus, gefolgt von Leena und Rose. Sina ließ sie vorgehen, damit sie nochmal den Raum begutachten kann, um später Christopher zu fragen… irgendwann in der Zukunft, ob das alles normal gewesen sei.

Als Sina ebenso gehen wollte, spürte sie auf einmal flüchtig eine Präsenz, die aber wieder schnell verschwand. „Ihr Götter geht mir echt auf den Keks…“ dachte Sina nur, jemand anderes konnte sie sich spontan nicht vorstellen.

Die Damen gingen die Treppe hoch und fanden Axel vor, der seine neue Ausrüstung trug und Übungen mit seinem neuen Schwert durchführte. Scheinbar führte die Treppe direkt raus aus der Höhle, wo man direkt die bekannte Wüste sah.

„Oh, eure neue Ausrüstung scheint euch ja gut zu passen.“ grinste Axel, aber als er Sina wieder sah, verging ihm das Grinsen.

„Kann nicht klagen. Wenn du noch deine Haare änderst, hast du einen kompletten Stilwechsel.“ schmunzelt Sakura.

„Ah… das könnte ich natürlich machen. Wenn wir wieder in der Hauptstadt sind, besorge ich mir was für die Haare!“ staunte Axel.

„Eine Glatze würde bei dir auch interessant aussehen.“ fügte Sina böse lächelnd hinzu, wo nun Sakura ihre Augen rollen musste. Irgendwie liebte Sina es, einen Streit vom Zaun zu brechen.

„Du kannst mich mal. Irgendwann wirst du jemanden treffen, dem du hoffnungslos unterlegen bist!“ fluchte Axel.

„Bin ich schon. Zweimal, wenn du es genauer wissen willst. Einmal gegen eine weitere Götterbestie, das andere mal, wo ich mein Herz an meiner Geliebten verloren habe.“ sagte Sina es ohne Bedenken.

„Erm… du liebst eine Frau?“ fragte Rose vorsichtig und Sina nickte. „Ja… Sherry heißt sie. In meiner tiefsten Phase meines Lebens hat sie mich aufgefangen und… da hat es Peng gemacht. Nun lieben wir uns.“ lächelt Sina mit roten Wangen, ein sehr ungewohntes Bild.

„Aber… Frau mit Frau?“ hakte Rose weiterhin nach. „Wo ist das Problem? Es gibt auch Männer, die nur Männer lieben.“ kam die Gegenfrage von Sina. „Bevor du deine Argumente erklärst, lass mir dir folgendes sagen:

Die Liebe kann man nicht erklären. Sie kommt und geht wie es ihr beliebt. Sie nimmt die sonderbarsten Formen an, ohne dass man es beeinflussen kann. Nicht mal der dunkle Gott oder die Göttin haben diese Art von Macht, dies zu bewerkstelligen!

Ich liebe eine verfluchte Halbelfe, die allen und sich selber Pech bringt. Durch… diverse Umstände hat sie wegen mir nun auch die ewige Jugend bekommen, was niemals mein Plan war, aber… es ist wie es ist.

Was ich aber sagen möchte ist, jeder kann sich lieben und ehren wie er will oder? Es geht niemanden etwas an, was ich mit meiner Frau mache in unseren vier Wänden! Wer das in die Öffentlichkeit bringt, der hat definitiv Probleme mit der Privatsphäre!

Ich habe sogar schon eine… Dämonin eine Vampirin küssen gesehen, langsam dürfte mich in der Sache „Liebe“ nicht mehr allzu viel schockieren.“ sagte Sina es mit einer sehr ernsten Stimme. („Wobei… was mit Kyllia und Lisa passiert, steht noch in den Sternen…“)

„Ok?! Ich wollte deine Gefühle nicht verletzen oder in Frage stellen, nur davon höre ich zum ersten Mal!“ wehrte sich Rose.

„Wenn… du richtig hinschaust, wirst du merken, dass ich nicht alleine mit meiner Einstellung auf der Welt bin.“ lächelt Sina milde.

„Haben wir das Thema „Liebe“ durch oder sollen wir ein Nachtlager aufstellen?“ fragte Axel trocken, ihm ist das Thema scheinbar unangenehm.

„Nun… ein bisschen können wir ja noch laufen oder? Die Sonne steht am höchsten Punkt… wundere mich, dass wir wirklich in der Zeit ein Dungeon gemeistert haben. Wissen wir denn… wo wir eigentlich sind? Wir sind scheinbar komplett woanders.“ wechselt Sakura schnell das Thema.

„Erm… nur ungefähr. Dabei weiß ich nicht, ob wir dem Zielort näher gekommen sind oder nicht, außerdem… was willst du nun mit der Dämonin machen?“ fragte Axel, der noch nicht wusste, dass Sina eingeweiht wurde.

„Sie kennt unsere Mission und hat ihre Meinung dazu abgegeben, wird uns aber als Teammitglied begleiten.“ weihte Sakura Axel ein, der nur wütend seine Augen zusammenkneift.

„Bei der Göttin… du sagst dieser Dämonin unsere Mission?! Was ist, wenn sie eine Spionin ist, die unser Vertrauen erschleichen soll?“ kam der Gegenwind von Axel.

„Axel… ich will keine Diskussion mit dir starten. Ich habe mich entschlossen Sina zu vertrauen, so wie sie mir vertraut. Sie kommt mit und wird uns auf unserer Reise begleiten. Wenn es dir nicht passt, kannst du nach Beenden der Mission deine eigenen Wege gehen.“ wurde Sakura ein bisschen laut.

Erstaunt rissen ihre Freunde ihre Augen auf, dass Sakura solch einen Schritt geht. Sina sagte nichts dazu, denn dies würde nur zu einem Streit führen.

„Bist… du dir bewusst, was du da sagst?“ fragte Axel und Sakura nickte. „Ja bin ich. Es wird mein Herz wehtun, wenn du oder irgendwer geht, aber auch ich muss zu einer Entscheidung kommen.“

Axel versuchte Hilfe bei Leena und Rose zu suchen, aber sie sagten ebenso nichts und warten ab, wie die Diskussion weiter geht.

„Hat… es damit zu tun, dass du alleine mit „ihr“ warst? Sie hat ja scheinbar ihr Herz bei dir ausgeschüttet, bis du sicher, dass du sie nicht aus Mitleid oder falschem Vertrauen mitnimmst?“

„Axel… sie hat den Vampir besiegt, vor dem wir die ganze Zeit geflüchtet sind. Wir waren nicht mal… ansatzweise so stark, um diesen Mann zu verletzen!

Ok, ihre Aktion im Dungeon ist sehr fragwürdig, aber letztendlich sind wir alle am Leben, stärker als zuvor mit neuer Ausrüstung. Doch letztendlich bekam ich die Chance, mit Sina ein einzelnes Gespräch zu führen, weswegen ich mir doch relativ sicher bin, ihr zu vertrauen.

Vielleicht bin ich in einigen Dingen naiv und unwissend, aber in dieser Hinsicht könnt ihr mir schon vertrauen! Außerdem… werden wir bestimmt noch auf weitere Gegner treffen, da können wir nur froh sein!

Und noch eins, Sina ist eine Götterbestie und kein DÄMON!“ wurde Sakura nun sehr laut, ist unbewusst Axel näher gekommen. Dieser musste nun doch schlucken und auf seiner Stirn haben sich mehrere Schweißperlen gebildet.

„Kannst du die Verantwortung übernehmen, sollte diese Dä… Frau irgendetwas anstellen? Alleine ihre Kraft stellt schon eine Gefahr dar.“ fragte Axel als nächstes.

„Niemand kann die Verantwortung für mich übernehmen. Es hat seine Gründe, warum ich Sina die Chaosbringerin heiße. Wo ich erscheine entsteht Chaos.“ mischte Sina sich nun ein. „Hier ist ja das beste Beispiel oder? Lebt damit, dass Sakura zu einer Entscheidung gekommen ist und zwingt sie nicht zu irgendwelchen Dingen.“

„Also… können wir nun weiter?“ fragte Rose nun, die scheinbar selber zu einer Entscheidung gekommen ist.

Axel seufzte, er wird auf keinen Nenner kommen und nickte. „Einfach mir folgen.“ dabei warf er Sakura einen Blick zu, dass er mit der Situation nicht einverstanden ist. Die Anführerin musste nun auch seufzen, denn normalerweise war Axel ja mehr oder weniger das Spielkind in der Gruppe.

Rose und Sakura folgten nun dem Führer. Leena wollte sich ihnen anschließen, als Sina sich neben sie stellte.

„Hast du kurz Zeit für mich?“ lächelt Sina die Magierin an. Man sah Leena an, dass sie nicht wirklich Lust hatte, mit Sina zu sprechen, aber was hätte sie denn sonst groß tun sollen.

„Solange du mir keine Märchen erzählst und bei der Realität bleibst?“ bat Leena, während der Abstand mit ihr und Sina zu den anderen leicht größer wurde.

„Bist du interessiert an Magietechniken, um sie schneller und unvorhersehbar zu benutzen?“ grinste Sina, was Leena sofort interessierte.

„Erzähl mir mehr!“ war die Magierin schon fast fordernd, damit hatte Sina sie ziemlich gut in den Griff bekommen.

„Schon mal… überlegt, deine Zaubersprüche nicht mehr so offenkundig zu murmeln mit Gesten, sondern es nur im Kopf vorzubereiten? Diese kannst du dann mit dem Namen der Magie oder Gesten auslösen.“

„?! Das geht nicht.“

„Natürlich geht das. Ich habe eine Freundin, sie ist die weltbeste Magierin, die alle Elemente auf Meisterstufe benutzen kann und auch meine Geliebte kann das. Beide sind in der Lage, es mit Wörtern auszulösen, beziehungsweise bei Sherry, so heißt meine Liebe, nur mit Fingerschnippen.“

„ … “

„Was spricht dagegen, es mal zu versuchen? Probieren geht über studieren oder? Das Gleiche funktioniert auch mit meiner Illusionsmagie. Sie dürfte vermutlich ein bisschen schwerer zu hand haben sein, weil ich mehrere Dinge beachten muss.

Unsere Reise geht vermutlich noch ein Weilchen, was spricht dagegen, es in der Zeit umzusetzen? Dein Feuerball müsste einer deiner bekanntesten Zaubersprüche sein, den du selbst im Schlaf verwenden kannst. Teste es doch einfach, wenn du irgendwelche Monster siehst, denn ein bisschen Übung wirst du schon brauchen.“

„Weswegen… gebt ihr mir den Tipp? Da steckt doch was dahinter.“

„Nur eine Entschuldigung, dass dich irgendwelche Monster… angegriffen haben.“

„Hm… zumindest kann ich es versuchen.“ murmelt Leena am Ende und überlegte, welchen Zauber sie mit diesem Trick testen kann.

„Sakura hat bestimmt schon das Thema angesprochen, aber es gibt wohl keinen Spezialisten für die Magie der Leere?“ fragte Sina nach einer Pause.

„Nein, nicht wirklich. Die Nachteile überwiegen einfach, als das sich vernünftige Magier darauf einlassen.“ schüttelt Leena den Kopf.

„Dr. Ruin hatte ja auch eine an der Klatsche gehabt.“ dachte Sina spontan. „Schade, dann kann man nichts ändern.“

„Warum suchst du so gezielt nach jemanden mit der Magie der Leere?“

„Erm… weil es ein Monster gibt, dessen Element aus Leere besteht und ich keine Technik parat habe, um so was überhaupt zu besiegen, wenn es alle Magien und Fähigkeiten fressen kann.“

„Bei der Göttin, dann wäre es ja das schlimmste Monster auf der Welt!“

„Du sagst es.“

Kapitel 258

Ich bin wiedergeboren und die Belohnungen?

„Die arme Kreatur, vermutlich wird sie die Lösung nie herausfinden.“ murmelt Rose, die Sphina irgendwie lieb gewonnen hat.

„Was ist eigentlich die Lösung von deinem Rätsel gewesen?“ fragte Leena die Dämonin, aber sie lächelt nur. „Alle Hinweise hatte Sphina vor Augen, aber ich bezweifele, dass sie darauf kommt.“

„Diese Rätsel…“ wirkte Sakura sehr nachdenklich. „Ja diese Rätsel stammen aus deiner Welt. Bevor alle nun fragen, woher ich die Rätsel und Lösungen kenne, aber Sakura war nicht der einzige beschworene Held auf Gaia gewesen.“ erklärte Sina.

„Will ich das so genau wissen? Je mehr man über dich erfährt, desto weniger kennt man dich.“ meinte Axel und begutachtete den neuen Raum. Er war kleiner als die Halle und sie sahen nur eine Holztür.

„Ob… hinter der Tür eine Falle ist? Ich traue der Rätselmeisterin nicht über den Weg.“ überlegte Axel laut.

„Frage mich, ob du überhaupt jemanden vertrauen kannst. Vertrauen muss man gewinnen, das ist Fakt, aber man muss einem auch die Chance geben.“ sagte Sina dies zu Axel und ging zur Holztür, sie spürte keine Fallen.

„Warte Sina!“ bat Sakura und Sina drehte sich zu der Anführerin um. „Falls… hinter der Tür keine Falle ist, aber irgendwelche Monster, lass uns zumindest vorbereitet sein. Du wirst dich vermutlich wieder enthalten, damit wir stärker werden oder?“

„Wenn du meinst? Ich sehe keinen Grund, Sphina zu misstrauen.“ zuckte Sina mit den Schultern und wartet neben der Tür. Mit ihren unsichtbaren Flügeln vergisst man schnell, was Sina in Wirklichkeit ist.

„Also… ich bin mehr als genug vorbereitet.“ schwingt Axel ein paar Probeübungen mit seinem neuem Schwert, Rose hielt ihre Steinschleuder in der Hand und Leena… muss eh abwarten, was hinter der Tür auf sie zukommt.

„Ok…? Dann sind wir wohl soweit.“ hob Sakura beide Augenbrauen hoch und schaute Sina an, die nur an einer Seite den Mundwinkel hochzog. Dann öffnete sie Tür und ging in den nächsten Raum. Erstaunt riss Sina ihre Augen auf, als sie fünf Truhen sah, wo ein Lichtstrahl von der Decke herunterfiel.

„Irgendwie erwarte ich jetzt, dass bei jedem Öffnen einer Truhe das Lied aus Zelda kommt, Tada ta tadaaaaaaa“ dachte Sina ironisch.

Ihre Gefährten betrachten ebenso den Raum und reagierten ebenso erstaunt wie Sina es tat. „Sind… das unsere Belohnungen?“ fragte Rose neugierig.

„Vermutlich, aber… das jeder eine Belohnung bekommt? Davon höre ich zum ersten Mal.“ wundert sich Leena.

„Dummerweise komme ich nicht an den Experten ran, der sich auf Dungeon´s spezialisiert hat, der könnte es mir erklärten, aber ich würde vorschlagen, dass jeder sich eine Truhe nimmt und die Belohnung empfängt.“ meinte Sina und ging an die weit entfernteste Truhe.

„Nun… lassen wir uns mit Beute bereichern!“ sah man die Gier in den Augen von Axel. Sakura freute sich ebenso, endlich ein Ereignis, dass sie aus Spielen und Mangas kennt.

Jeder der Teilnehmer dieses Dungeon ging an eine Truhe und öffnete sie, in Sina ging das Lied Tada ta tadaaaaaaa durch den Kopf und musste über ihren eigenen Witz schmunzeln.

In Axel´s Truhe war ein Schwert mit mehreren Mustern enthalten sowie eine leichte bräunliche Lederrüstung. Interessanterweise war in jeder Truhe ein Blatt enthalten, was die Gegenstände können. Bei Axel handelt es sich um ein magisches Schwert, dass mit einer Feuerverzauberung versehen wurde. Seine Rüstung erhöht den Widerstand gegen magische Angriffe.

Leena hatte richtiges Glück, denn sie bekam eine komplett neue Magierrobe, die einen rötlichen Touch hatte mit goldenem Muster, diese erhöht ihre Mana. Aber auch ein neuer großer Zauberstab enthielt die Truhe, er war komplett weiß mit einen Kreis auf dem Kopf. Ihre magischen Angriffe sollen durch den Stab erheblich verstärkt werden.

Das gleiche Glück teilt Rose ebenso, sie bekam eine neue Heilerrobe, komplett in weiß mit blauen Signaturen. Ihre Mana wird gesteigert, zusätzlich erhöht es leicht ihre Vitalität. Interessanterweise bekam sie eine neue Steinschleuder, die scheinbar die Munition mit Elementen versieht, bevor sie abgeschossen werden.

Die Heldin Sakura fand ein Schwert mit einer Anleitung, wie sie die Herrin über dieses Schwert werden kann, eine lebendige Waffe! Zusätzlich war eine Brustplatte für Frauen drin, die nicht ihre Geschwindigkeit verlangsamt und ihre Stärke erhöht.

Alle Menschen strahlten sich gegenseitig an, dass sie solch einen großen Upgrade für sich in der Truhe gefunden haben.

„Wow… vielleicht… sollten wir überlegen, weitere Dungeon´s auf der Reise zu suchen. Bei der Göttin, das sind Items, für die würden einige Personen ihre Mutter verkaufen.“ murmelt Axel.

„Nun… vielleicht, aber nicht in nächster Zeit.“ sagte Leena bestimmend, das Trauma war noch zu frisch für die Magierin.

„Was hast du bekommen Sina? Du bist so still?“ fragte Sakura die Dämonin, die etwas in den Händen hielt und einen Zettel durchliest.

„Ich überlege, wie ich der Göttin den Arschtritt ihres Lebens verpassen kann.“ kommentierte Sina dies und bekam sofort die Aufmerksamkeit aller.

„Erm… wie meinst du das? Stimmt was nicht mit dem Inhalt der Truhe?“ hakte Rose nach, denn das ist schon eine sehr krasse Ansage.

„Nur zwei Ringe. Einen Inventarring mit 50 Plätzen und ein Ring der Transformation. Wisst ihr, mir geht so einiges nicht aus dem Kopf. Erst bekommt Sakura eine Vision von der Göttin, wie man mich findet.

Ok, damit kann und muss ich leben, auch wenn die Göttin irgendwie… Probleme mit mir hat, aber egal.

Nun kommen wir auf der Reise auf ein Dungeon, der scheinbar darauf ausgelegt ist, dass ihr stärker werdet. Ihr bekommt Ausrüstung, um die euch jeder Abenteurer beneiden wird, natürlich zufällig.

Wisst ihr… ich glaube an Zufälle, aber nicht, wenn sie so auffällig hintereinander passieren, wisst ihr? Für mich bedeutet es nur, dass die Göttin uns ziemlich genau im Auge hat, fragt sich für mich nur, ob uns als Team oder nur mich speziell.“ erklärte Sina.

„Huch? Wieso hat die Göttin mit dir ein Problem? Normalerweise mischt sie sich doch selten in Belange von Völkern ein, es sei denn eine Rasse will ihre Völker ausrotten.“ wundert sich Rose.

„Liegt daran, dass ich ihre Geschöpfe, die als unbesiegbar gelten, einem nach dem anderen töte, dabei entstand eine Kettenreaktion, dass ihre verbannten Kreationen in bestimmten Zeitabständen aus ihren Gefängnissen freikommen.

Aber das soll nicht eure Sorge sein. Konzentrieren wir uns lieber, was wirklich für uns greifbar ist oder?“ lächelt Sina am Ende traurig.

„Ok? Was… soll der Ring der Transformation sein?“ wundert sich Sakura.

„Laut der Erklärung… kann ich damit einmalig mein Aussehen komplett ändern, so wie ich es mir wünsche. Sobald ich den Ring abnehme, wird es zerstört oder eine neue Veränderung an meinen ursprünglichen Aussehen stattfinden wird, löst sich die Transformation wieder auf.“ gab Sina eine Kurzerklärung.

„Huh? Kannst du das nicht mit deinen… Illusionen oder so?“ hielt Leena ihren Kopf schräg, verwundert, dass man so eine Belohnung bekommt.

„Illusionen sind Illusionen, damit kann ich nur eure Sinne täuschen, aber letztendlich sind meine Flügel immer noch da. Mit dem Ring… kann ich sie wohl komplett verschwinden lassen, solange der Ring aktiv ist.“ korrigierte Sina dies.

„Und… willst du es einsetzen?“ kam die nächste Frage von Rose, aber Sina schüttelt ihren Kopf. „Nein, ich werde es dann einsetzen, wenn es wirklich von Belang ist. Solange bleibt er in meinen neuen Inventarring drin.“

„Ok, ich nehme mal meine Sachen und… benutze den Ausgang da drüben, ihr wollt euch bestimmt umziehen, so wie ich.“ teilte Axel seine Idee mit.

„Das… wäre nicht schlecht. Dann kannst du vielleicht auch direkt schauen, wo wir nun eigentlich sind und wie weit es von unserer Mission entfernt ist.“ nickte Sakura und Axel hob seinen Daumen, dann verließ er den Raum über eine Treppe, die nach oben führte.

„Da ich ja ein Teil eures Teams geworden bin, aber was genau ist eure Mission?“ fragte nun Sina, die eigentlich nicht wusste, was ihre neue Gruppe für Ziele hatte.

„Nun… aufgrund deiner Umstände kannst du den Stand der Dinge auf unserer Welt nicht wissen.“ fing Sakura mit ihrer Erklärung an, während Leena nur den Kopf schüttelte und anfing, mit Rose ihre neue Ausrüstung anzuziehen.

„Der Krieg gegen die Dämonen ist momentan zu einem Stillstand gekommen, aber man vermutet, dass es um so heftiger sein wird, wenn die Dämonen zum nächsten Angriff übergehen. Keiner weiß so genau, warum momentan diese Stille bei den Dämonen ist. Experten vermuten, dass es vermutlich interne Streitigkeiten gegeben hatte.

Die Chance will der König sowie der General nutzen, damit wir den genauen Stand der Dämonen in Erfahrung bringen sollen, sowie ihre Schlachtpläne. Mein Team wurde beauftragt, in einem bestimmtem kleinem Dämonenlager nach solchen Plänen zu suchen.“

Sina traute ihren Ohren nicht und musste dies unweigerlich fragen: „Erm… nichts für ungut, aber wieso… schicken sie dich und die anderen? Ich hatte nicht den Eindruck, dass ihr Infiltration, Spionage oder ähnliches beherrscht.“

„Nun… wir waren eine größere Gruppe gewesen, bis wir die Begegnung mit dem Vampir hatten. Markus hatte mehr oder weniger die Pläne im Kopf gehabt mit den Soldaten. Ich vermute, dass wir das Lager angreifen sollen. Aber…“ grübelte Sakura.

„Aber? Willst du meine Meinung hören? Entweder der König ist eine Hohlbirne oder er hat falsche Berater an seiner Seite. WENN ich König wäre und ich habe jemanden, der es mit dem Anführer einer feindlichen Armee aufnehmen kann, dann schicke ich ihn bestimmt nicht auf eine Selbstmordmission!

Falls es dir nicht bewusst ist, aber jeder… sieht zu dir auf. Du bist die Moral für die Armeen von Alliancia. Was glaubst du, wird passiert, wenn sich die Kunde verbreitet, dass du gestorben bist? Ich kann es dir sagen, damit gewinnen die Dämonen erst recht gegen Alliancia!

Keine Ahnung… wie stark diese Dämonen sind, aber die Dämonen die ich kenne, hätten mit euch den Boden gewischt, trotz der neuen Ausrüstung und neuen Levels.“ gab Sina ihre Meinung zum besten.

Leena und Rose rissen erstaunt den Mund auf, wie Sina den König beleidigt hat, aber Sakura sah man an, dass es sie schon ein bisschen getroffen hat. „Du… hast auch irgendwie recht. Ich weiß nur, dass mein Meister mit der Mission überhaupt nicht glücklich war. Die Gründe kenne ich nicht, aber es dürfte mit deiner Aussage ziemlich nahe kommen.

Nur… hat Markus alle Gefallen eingefordert, damit ich unter seine Aufsicht komme und konnte keinen Einspruch einlegen. Wenn… die Gerüchte stimmen, war mein Meister mit dem König befreundet gewesen, aber keine Ahnung ob das stimmt.

Bezüglich den Beratern… ich bin froh nicht mit diesen widerlichen Männern oft in einem Raum zu sitzen. Selbst mein Meister mochte sie nicht, aber sie sind halt die Berater und… genießen das Vertrauen des Königs oder?“ lächelt Sakura traurig.

„Himmel, schon wieder Adelige… dabei dachte ich, von denen dürfte es nicht mehr allzu viele geben, nachdem ich einen Putsch gegen einen königlichen Freund von mir verhindert habe.“ schüttelt Sina den Kopf.

„Du bist mit dem König befreundet?“ hakte Leena sofort nach, aber wieder schüttelt Sina den Kopf. „Ah… nicht mit eurem König. Wisst ihr, mein Freundeskreis ist so groß, das würdet ihr mir eh nicht glauben.“

„Stell uns doch auf die Probe!“ nickte Rose.

„Ok? Also… ich bin befreundet mit einer Kaiserin, König und dessen Kinder, Vampirkönigin, mehrere Vampire sowie geborene Vampire, eine Arachne, Drachenmensch, Tiermensch, Killerpuppe, viele starke Menschen, Zwerge und Elfen… ah und Dämonen, das habe ich vergessen.“

„Erstaunlich, dass du uns so ein Märchen erzählen kannst, ohne mit der Wimper zu zucken.“ kommentierte Leena es trocken.

„Siehste…“

Kapitel 257

Ich bin wiedergeboren und das Rätsel?

Axel nahm sein verformtes Schwert und rannte damit auf Sina zu, man sah nur sein rotes wütendes Gesicht. Rose dagegen holte ihr Steinschleuder heraus und fing an, damit nach Sina zu zielen, während Leena ihren zerbrochenen Stab in der Hand hielt und anfing was zu zaubern.

Sakura und Sina fiel auf, das beide Damen sehr… knapp noch bekleidet waren, während Axel überall an seiner Ausrüstung schleimiges… „Etwas“ kleben hatte.

Sofort stellte sich Sina hinter Sakura, nicht unbedingt um Schutz zu haben, sondern das Sakura die Situation irgendwie entschärft.

„Wartet WARTET! Was ist mit euch passiert?!“ schrie Sakura, damit ihre Freunde mit ihren Aktionen aufhörten.

„Was passiert ist?! Irgendwelche Tentakelmonster haben permanent Leena und Rose angegriffen, sie fast entkleidet und… egal! Dazu ist es nicht gekommen“ erklärte Axel.

„Tentakelmonster? Wow… joa… das kann man auch als Weg des Lebens betrachten, wenn diese Monster nur Frauen angreifen.“ grübelte Sina.

„Das ist NICHT WITZIG!“ schrie Rose, ein sehr ungewohntes Bild von der Heilerin. „Noch NIE hatte ich solche Todesängste gehabt und… eww… nein NEIN ich will nicht darüber nachdenken!“

„Wow… kein Wunder das sie so wütend auf dich sind Sina, das wäre ich nämlich auch.“ kommentierte Sakura, die eine sehr gute Vorstellung hatte, was diese Monster mit Leena und Rose vorhatten.

„Nun geht beiseite, damit wir Sina töten können! Scheinbar war der Weg des Todes nicht so tödlich wie gedacht!“ fluchte Leena.

„Erm… du solltest ihnen sagen, was sich für unsere Gruppe geändert hat, vielleicht… kommen sie ja ein bisschen runter.“ schlug Sina dies Sakura vor, als sie einen Schwerthieb von Axel blockierte.

„Leute! Sina ist nun ein Mitglied unserer Gruppe!“ sagte Sakura dies sofort und eine totenstille entstand in der Halle.

„ … Bitte? Ich glaube, ich hatte eben was im Ohr, aber was hast du gesagt?“ fragte Leena vorsichtig.

„Sina ist nun offiziell ein Mitglied unserer Gruppe. Ich habe mir ihre Sorgen angehört, sie für unwichtig erklärt und ihr ein neues Ziel gegeben, nun ist sie ein Mitglied unserer Gruppe. Sind wir doch ehrlich, wir brauchen neue Verbündete, selbst wenn es Götterbestien sind oder in Form eines Dämons.“ erklärte Sakura.

„Du… lässt SIE in unsere Gruppe, die uns beinahe mit ihrer Aktion umgebracht hätte?!“ war Rose ungläubig.

„Es tut mir leid, aber damit hätte ich im Leben nicht rechnen können, dass in eurer Halle oder was auch immer, perverse Monster gelauert haben.“ entschuldigte Sina sich sofort und war auch irgendwie froh, nicht in dieser Halle mit Sakura gelandet zu sein.

„Das sollen wir dir glauben?! Alle deine Aktionen sind ohne Sinn und Logik, dazu bist du auch noch ein Dämon, der uns immer wieder Märchen erzählt“ knurrte Axel.

„Nachdem ich mit Sakura ein klärendes Gespräch hatte, könnt ihr zumindest meine Märchen glauben, aber ansonsten… nun… meine Aktionen… sind nicht immer sinnfrei… meistens.“ hatte Sina am Ende Schwierigkeiten, sich zu erklären.

„Nun beruhigt euch wieder. Die Aktion… sollte man Sina nicht unbedingt leicht verzeihen, aber dank ihr bin ich nun ein Schwertmeister geworden und habe nicht wenige Level gemacht. Dazu… habe ich nun so viele Schwerthiebe vor meinen Augen gesehen, dass mich keine Waffenangriffe mehr so schnell auß der Fassung bringen.

Vermutlich… seid ihr auch in irgendeiner Form stärker geworden… Hoffentlich…“ versuchte Sakura die Dämonin in Schutz zu nehmen.

„Wenn dann nur Axel, wir hingen ja… meistens durch diese… Tentakel… in der Luft…“ schlug Leena ihre Hände vors Gesicht.

„Die werden nie wieder in einen Dungeon gehen…“ murmelt Sakura.

„Nicht schlimm, das ist für mich auch das erste Mal, dass ich in einen Dungeon gegangen bin. Nun, da ja scheinbar jeder sich beruhigt hat, können wir weiter?“ lächelt Sina, aber bekam nur wütende Blicke ab.

„Versuch nicht vom Thema abzulenken!“ knurrte Axel wieder, ist aber kein bisschen weitergekommen gegen die Kraft von Sina. Die Dämonin schlug das verformte Schwert von Axel weg.

„Eigentlich Respekt, dass du es mit deinem alten Schwert geschafft hast die Monster zu töten. Hier, nimm das Schwert. Es gehörte dem Boss, den Sakura getötet hat. Was ein Kampf, das kann ich euch sagen.“ hielt Sina das Schwert vor Axel.

„Echt? Du hast den Boss getötet?“ fragte Rose sofort, während Sakura den Kopf hin und her wiegelt.

„Und wie! Sie hat alle Statuen zerstört, die aussahen wie Menschen, danach haben sie sich alle fusioniert und raus kam der Boss. Kein Wort sage ich, ich finde keine Worte, wie ich diesen Kampf beschreiben sollte.“ sagte Sina ohne mit der Wimper zu zucken.

Rose und Leena strahlten Sakura an, während sie sich fragte, wie manipulativ Sina nur sein konnte. Unrecht hatte die Dämonin nicht, aber sie lässt unheimlich viel an Informationen aus. Scheinbar konnte sie den kommenden Streit damit beenden.

Axel dagegen merkte, dass Sina ihnen einiges nicht sagte. Aber er nahm das angebotene Schwert an, denn damit kann er besser kämpfen als mit seinen kaputten. „Ich werde mich nicht dafür bedanken, weil du mein altes Schwert kaputt gemacht hast.“

„Wie auch immer, hoffentlich kannst du damit umgehen, es hat eine längere Klinge.“ schmunzelt Sina und zwinkert Sakura zu.

„*seufz* Da… sich alle scheinbar beruhigt haben und… wir indirekt alle Informationen ausgetauscht haben, könnt ihr etwas über diesen Raum sagen?“ fragte Sakura.

„Hm… nicht wirklich. Wir waren auch nicht solange hier, als ihr schon erschienen seid, aber dort seht eine… keine Ahnung. Es sieht aus wie eine Statue oder?“ zeigte Rose auf der anderen Seite der Halle auf eine goldbraune Statue.

„Sieht aus wie eine Sphinx.“ sagte Sina sofort und Sakura musste ihr zustimmen. Besser kann man diese Statue nicht beschreiben, nur dass sie kleiner war als man sie üblicherweise aus dem Fernseher kennt.

„Aha… mal wieder ein Monstertyp, von dem ich noch nie gehört habe…“ murmelt Leena, während Rose ihr zustimmte.

„Nein, das ist kein Monster… normalerweise. Wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, sind das Wesen, die eine Art Torwächter darstellen. Wenn man einen Weg geht, wo eine Sphinx diesen Weg bewacht, stellt es den Reisenden Fragen. Kann man sie beantworten, lässt dich die Sphinx durch und du darfst weiterleben, beantwortest du ihre Fragen falsch, tötet dieses Monster dich.“ erklärte Sakura und Sina nickte.

„Aha? Dann sollten wir schauen, dass wir die Fragen beantworten können.“ murmelt Rose. „Ich… will einfach nur noch raus hier.“

Gemeinsam gingen alle zu der Sphinx und als sie nah genug waren, wurde die Sphinx auf einmal lebendig.

„Mein Name ist Sphina, der Rätselmeisterin. Wollt ihr weiterkommen, müsst ihr alle meine Fragen beantworten. Beantwortet ihr eine Frage falsch, werdet ihr für alle Ewigkeiten in diesem Raum stecken bleiben.“

„Kein Kampf gegen dich oder so?“ fragte Sina sofort und bekam ungläubige Blicke der anderen Teamgefährten, die Sphinx reagiert erschrocken.

„Aber nein, ich bin nur eine einfache Wächterin!“ wehrte sich Sphina.

„Ok? Dann stell mal deine Fragen.“ seufzte Sina nur noch. „Ey… dürfen wir vielleicht mitreden?“ meldete sich Axel.

„Und… was genau willst du sagen? Das wird doch darauf hinauslaufen, das wir die Frage von Sphina hören werden und gemeinsam nach einer Lösung suchen.“ starrte Sina Axel an. „Außerdem will ich wie Rose ebenso schnell wieder hier raus.“

„Hrm…“ konnte Axel nichts gegen dieses Argument sagen und schaute die anderen Damen an. Ihnen sah man an, dass es ihnen ebenso keinen Spaß machte, aber eine andere Wahl hatten sie nicht. „Ok… dann soll sie ihre Fragen stellen.“

„Was lässt Tote…“ begann Sphina die erste Frage zu stellen, aber…

„Erinnerungen.“ antwortet Sina schon, bevor die Frage beendet wurde. „SINA!“ schrie Sakura sofort, weil sie nun das Todesurteil befürchtete.

„Das… ist richtig… aber?!“ drehte die Wächterin leicht ihren Kopf zur Seite, dabei wirkte sie ebenso erstaunt.

„Was aber? Die nächste Frage, wir waren lang genug hier unten!“ setzte Sina die Rätselmeisterin unter Druck.

„EH?! Ok… erm… Mein Haus…“

„Spinne.“

„ … Wer seid ihr?“

„Hat es was mit den Rätseln zu tun?“

„Nein, aber normalerweise verzweifeln die Personen an diesen Fragen, wenn sie mich in einem der Dungeon kriegen. Es gibt welche, die haben alle Fragen geschafft richtig zu beantworten, aber… nun der Rest ist ein Teil des Raumes geworden.“

„Verstehe und ich bin jemand, der eine Antwort liefert, ohne die Frage zu kennen. Wie wäre es, wenn du die nächste Frage stellst, eine etwas schwierigere. Sollte ich sie dann auch richtig beantworten, dürfen wir direkt raus. Klingt doch nach einen fairen Deal.“ schlug Sina vor.

Sphina knifft ihre Augen zusammen, während die Menschen nicht glauben wollten, was sie gerade erleben.

„Ok, einverstanden. Es macht keinen Sinn unsere wertvolle Zeit zu vergeuden, wenn man mit jemanden spielt, der möglicherweise alle Antworten kennt.“ nickte Sphina.

„Wunderbar, eine Frage, aber wenn wir dich geknackt haben, was kommt danach?“ fragte Sina.

„Huch? Dann kommt ihr in einen Raum, wo ihr eure Belohnung finden werdet mit dem Ausgang nach draußen.“ erklärte Sphina verwundert. Alle Menschen reagierten erleichtert, als sie das zu hören bekamen, wollten sich aber nicht in den Disput zwischen der Kreatur und Sina einmischen.

„Bin ich froh, dass ich gerne Rätsel gespielt habe als Kind.“ dachte Sina in dem Augenblick, weil sie diese Spiele immer wieder gerne für sich wiederholt hat, dass sie selber die Rätsel auswendig aufsagen konnte.

„Es gehört nur dir, aber alle anderen verwenden es mehr als du. Was ist das?“

Verwundert schauten sich die Menschen gegenseitig an und fingen an zu grübeln, als Sina die Antwortet liefert.

„Mein Name.“

„Das… ist richtig…“ lies die Sphinx den Kopf hängen. Neben der Rätselmeisterin entstand ein großer leuchtender Kreis.

„Bin ich froh, dass wir wenigstens deine Rätsel abgekürzt haben, du hättest uns vermutlich zu Tode ausgefragt oder?“

„Das ist meine Aufgabe, dafür wurde ich konstruiert.“ sagte Sphina niedergeschlagen. Irgendwie… sah das Ding schon ein bisschen süß aus.

„Du kennst bestimmt so viele Rätsel mit den Antworten, wie wäre es, wenn ich dir ein Rätsel gebe?“ schlug Sina vor und Sphina wirkte auf einmal sehr freudig. „Gerne!“

„Was läuft morgens auf vier Beinen, Mittags auf zwei Beinen und Abends auf drei Beinen?“ stellte Sina ihr Rätsel vor.

„ … Eh?“ wiegelt Sphina den Kopf hin und her.

„Wir sind dann mal weg, zumindest kannst dir viel Zeit lassen, das Rätsel zu knacken.“ verabschiedet sich Sina und ging in den Kreis rein, dann verschwand sie.

Sphina wirkte leicht verzweifelt und schaute die anderen Menschen an, aber die schütteln nur ihre Köpfe und gingen eilig in den Kreis.

Nun war Sphina die Rätselmeisterin alleine in der Halle und war der Verzweiflung nahe.

„ … EH?!“

Kapitel 256

Ich bin wiedergeboren und der Boss?

In der Halle von Sina und Sakura ging eine Veränderung durch. Die Heldin ließ Sina sofort los begutachtetet die nächsten Probleme. Alle zerstörten Statuen fingen an zu schweben und kreiselten um sich herum, immer schneller, das man sie nicht mehr sehen konnte.

„Ah? Dachte die letzte Statue wäre der Boss, aber… lassen wir uns überraschen, was daraus kommt.“ wirkte Sina interessiert.

„Dich kann man echt nicht schocken oder?“ fragte Sakura trocken.

„Nicht wirklich. Meine… ich habe so viele Nahtod-Erfahrungen gemacht, wobei ich ja schon einmal gestorben bin. Selbst die größten Monster habe ich getötet und bisher hat nur einer mich einseitig besiegt.“

„Dich kann man besiegen? Bisher strahlst du die ganze Zeit die Aura der Unbesiegbarkeit aus, weißt du?“

„Ah… Dann unbewusst oder so, aber ja, ich wurde besiegt von jemanden, der in der Zukunft die komplette Welt auslöschen will. Von einer Götterbestie der alle Magiearten benutzen und zusätzlich meine Gedanken lesen kann.“

„Was… sind das alles nur für Monster in der Zukunft? Dein Vampir, die Götterbestien und nun kommt jemand, der das alles übertreffen kann und die Welt auslöschen will? Wie heiß muss das dann hergehen?“

„So ziemlich heiß, dabei ist der Krieg zwischen Alliancia und Deymonlia in meiner Zeit noch nicht ausgebrochen. Bisher habe ich… eine sehr überschaubare Anzahl von Freunden, die gegen die Götterbestien kämpfen können, doch das Problem ist… wir wissen nicht wo das Basislager dieser Götterbestien ist.“

In der Zeit pressen sich alle Statuen immer fester zusammen, ohne das man einen Sinn dahinter erkennen konnte.

„Verstehe… vermutlich findet man es erst per Zufall oder wenn… es dem Ende zu geht, zumindest in den meisten Spielen ist es ja der Fall.“ grübelt Sakura.

„Selbst… wenn ich das Versteck kennen würde, aber dieser Typ… ist mehr als nur eine Götterbestie, meiner Meinung nach. Wenn ich zumindest… verhindern könnte, dass er meine Gedanken lesen kann, wäre das schon viel.“ erklärte Sina weiter.

„Kannst du nicht einfach in deinem Kopf… an irgendetwas anderes denken und gleichzeitig kämpfen? Selbst dein… Gegner müsste es doch erst filtern, welche Informationen wirklich wichtig für ihn sind.“

„Hmm… zumindest könnte ich es ja versuchen. Ah… dein Boss erscheint so langsam.“ zeigte Sina auf den Boss.

Eine große Statue mit drei Köpfen und sechs Armen, dazu Schwertern erscheint aus dem fliegenden Statuen-Karussell. Wenn man diesen Gegner beschreiben müsste, erinnert es an eine Asura und das stampft nun langsam auf die beiden Damen zu. Jeder Tritt löst ein leichtes Beben auf dem Boden aus.

„Na dann, viel Glück.“ grinste Sina. „Erm nein? Du kannst mir doch gefälligst mal mithelfen!“ drehte Sakura sich wieder zu Sina um.

„Würde ich gerne, aber meine Inventarringe aus der Zukunft gehen nicht. Entweder sind sie wirklich kaputt oder das Zeitreisen sorgt dafür, dass ich sie nicht benutzen kann, weil es in dieser Zeit noch nicht existiert hat.“ lehnte Sina die Idee ab.

„Na und? Du hast doch eben irgendwas eingesetzt oder nicht? Mach es damit kaputt!“

„Nein? Du sollst doch stärker werden, was bringt es MIR denn, wenn ich ausgerechnet das Monster töte, was die meisten Erfahrungspunkte gibt? Außerdem, du musst doch bestimmt deine Schwertfähigkeiten noch leveln oder nicht? Welche Stufe hat es eigentlich?“

„Level 9. Ich kam mit Level 5 in diese Welt, weil ich in Japan manchmal Kendo mitgemacht habe, aber… warum das so hoch ist, ist mir leider unverständlich. Dank Meister Markus wurde ich ja so stark.“

„Na dann? Ran an diesen Boss und werde ein Schwertmeister.“ motivierte Sina die Heldin dazu.

„Da kommt wohl der Dämon in dir durch oder?“ kommentierte Sakura es trocken und Sina hob eine Augenbraue hoch. Bis ihr eine Idee einfiel, dabei wurde ihr Gesicht schwarz und ein großes weißes Lächeln entstand, das selbst für Sakura sehr unheimlich wurde.

„Ok, helfe ich dir!“ lächelt Sina. Alle ihre Freunde würden bei diesem Lächeln das Weite suchen wollen. Sakura´s Instinkte schrien geradezu, dass diese Hilfe nicht unbedingt das sein wird, was sie sich vorstellen wird.

„Was… hast du vor? Auch ohne dich jetzt besser zu kennen, aber du bist jetzt unheimlicher als der Boss!“ ging Sakura ein Schritt weg von Sina. Die Statue hat dies gehört und ließ von einem der Gesichter das Kinn fallen.

„Was? Der Boss ist ideal für meine Idee. Nichts schlimmes, wirklich!“ ging Sina einen Schritt lächelnd auf Sakura zu.

„Warte, ich mache es doch lieber allein! Warte WARTE WAAAARRRRTTTTEEEEEE!!!!!“ wollte Sakura es doch alleine mit dem Boss versuchen, als Sina hinter ihr stand und sie an ihren Armen packte.

„Was? Ich „helfe“ dir doch nur.“ flüstert Sina mit einer sehr unheimlichen Stimme, der Dämon kam wirklich bei ihr durch.

„Bitte, ich mache alles, nur nicht deine Idee!“ hörte man die panische Stimme von Sakura. „Nun tust du mir aber weh… komm ich zeige dir meine Idee.“ grinste Sina und drehte ohne Widerstand Sakura zum Boss.

Ein Arm ließ Sina von Sakura los und griff um den Bauch der Heldin, hob sie hoch und ging zum Boss, dabei hielt sie den Schwertarm. Sakura versuchte sich loszureißen, aber keine Chance, sie war fest im Griff von Sina.

Der Boss ging in Angriffsformation über und als das Damen-Duo in seiner Angriffsreichweite war, griff er an. Sakura sah nur wie die Schwerter auf sie zuflogen und schloss vor Panik die Augen, weil sie keine Kontrolle über sich hatte… Als Sina mit ihrem Schwertarm alle sechs Schwerter parierte!

Erstaunt riss Sakura ihre Augen wieder auf und sah aus nächster Nähe, wie die Schwerter vom Boss an ihren Augen vorbeiflogen, so nah hat sie noch nie einen Angriff erlebt. Hätte Sina ihre Hand nicht um ihre Hand mit dem Schwert gelegt, wäre ihr Schwert schon längst weggeflogen von der Kraft des Bosses.

Aber Sina schaffte es Sakura zu halten und alle Schwerter vom Boss zu parieren. Manchmal zog die Dämonin Sakura nach hinten, um einem Angriff auszuweichen, aber so knapp, dass Sakura nur dachte, jetzt wird sie sterben.

Man sah dem Boss an, obwohl er erst vor kurzem erschaffen wurde, die Aktion ihn doch mehr oder weniger zum Staunen brachte. Dies führte nur dazu, dass er schneller mit seinen Schwertangriffen auf das Duo zu kam.

„Genau, schneller!“ motivierte Sina ihn auch noch, während Sakura betet, dass sie diese Begegnung überlebte…

Sakura hat das Zeitgefühl verloren, Sina benutzt sie wie eine Puppe, die geführt wird. In ihrer Hand mit dem Schwert hat sie jegliches Gefühl verloren. Ein bisschen wundert es Sakura schon, dass ihr Schwert all die Angriffe parieren oder blockieren konnte. Als…

>Schwert Level 10 erreicht <

>Titel: Schwertmeister erhalten <

>Fähigkeit: Allesschneider freigeschaltet <

>Allesschneider Level 1 erhalten <

dieser Text vor ihren Augen aufploppte. Erstaunt blinzelt Sakura, während Sina weiter ihren Körper „benutzte“ und überprüfte vorsichtshalber nochmal ihren Status. Tatsächlich, sie ist nun eine Schwertmeisterin, so wie ihr Meister!

„Sina! Ich… bin ein Schwertmeister!“ freute sich Sakura. „Glückwunsch, dann töte es mit deiner Fähigkeit, die anderen müssten ja auch soweit fertig sein.“ gratulierte Sina sie.

Der Boss… dagegen fiel auf seine Knie und wirkte sehr deprimiert. „Huch? Was ist mit dem Boss los?“ war Sina verwundert.

„Vermutlich… hast du alle Gesetze in diesem Dungeon ignoriert… Zumal es der Weg des Todes war und was machst du? Du benutzt ihn als Übungsmaterial für mich. Ok, in einigen Spielen habe ich das auch gemacht, aber es persönlich zu erleben?“ kommentierte Sakura es sehr trocken.

Sina ließ Sakura los und sie fiel ebenso auf ihre Knie, weil sie überhaupt keine Gefühle mehr in ihren Gliedmaßen hatte und musste sich mehr oder weniger erst wieder einrenken.

„Was auch immer, solange der Boss lebt, können wir nicht weiter, also… setze deine Fähigkeit ein.“ zuckte Sina mit ihrer Schulter.

„Und… wie mache ich das?“

„Erm… keine Ahnung? Ich weiß nicht mal, wie ich das erklären soll… Stell dir einfach vor, deine Energie würde in dein Schwert wandern. Wenn es anfängt, eine Farbe anzunehmen, bist du auf dem richtigen Weg. Danach kannst du es weiter aufladen oder freisetzen, in dem du den Namen deiner Fähigkeit aufsagst.“ zuckte der Mundwinkel von Sina.

„Du bist ja eine Hilfe…“

„Ey! Dank mir bis du nun ein Schwertmeister!“ beschwerte sich Sina. „Damit kannst du unheimlich viel Schaden an deinen Feinden anrichten! Zumindest meine können davon Lieder singen!“

Die Heldin bekam wieder ein Gefühl in ihren Gliedern und stand mit wackeligen Beinen auf, während der Boss wohl mehr oder weniger aufgegeben hat. Sina stupst den Boss mit ihrem Fuß an, aber keine Reaktion.

„ … Ok, es tut mir leid, dass ich dich als Trainingspuppe benutzt habe. Vielleicht hast du im nächsten Leben? Mehr Glück und kannst die nächsten neugierigen Personen töten.“ entschuldigte sich Sina bei ihm. Welch ein bizarres Bild musste Sakura sehen, aber der Boss gab immer noch keine Reaktion von sich. „Nun erlöse ihn von seinem Elend…“

Sakura versuchte den Tipp von Sina umzusetzen, aber irgendwie… klappte es nicht so wirklich. Die Dämonin seufzte nur und nahm eines der Schwerter vom reglosen Boss weg, ihm war scheinbar nun alles egal.

„Hmm… ziemlich groß, aber das sollte genügen, also mehr als zeigen kann ich es dir nicht.“ begutachtet Sina das Schwert, das größter war als Sina selbst. Auf einmal leuchtete die Klinge in einem rötlichen Schimmer, dann ließ Sina ihre Fähigkeit „Allesschneider“ frei.

Die Wand in der Halle bekam eine tiefe Furche, der Raum selber erzitterte durch die Aktion, dabei kann man auf dem Boden und an der Decke eine Spur sehen, wie die Fähigkeit von Sina bis zur Wand entlang gegangen ist. Aber die Aktion hat das Schwert verformt.

„Beim dunklen Gott… kann ich wirklich keine normalen Waffen mehr einsetzen? Wobei… Allesschneider hat ja Level 10, scheinbar muss die Waffe dafür eine hohe Stabilität haben.“ grübelte Sina laut.

„Deine Angeberei kotzt mich an.“ nörgelte Sakura, die langsam bereut, diese Frau in ihr Team aufgenommen zu haben.

„War keine Absicht.“ murmelt Sina leise und warf das verformte Schwert weg. Sakura versuchte es nun ebenso umzusetzen, aber… irgendwie klappte es nicht, obwohl sie es nun gesehen hatte.

„Ich verstehe es nicht, wieso geht es nicht?“ war Sakura nun frustriert. „Keine Sorge, das wird schon klappen. In meinem Kampf gegen einen Skelettdrachen wusste ich es auch nicht, als… ich irgendwie das Gefühl bekam, dass alles richtig war, als ich die Fähigkeit eingesetzt habe.“ tröstet Sina die Heldin.

„Dann schlag dem Boss den Kopf so ab, vielleicht kommt noch eine Gelegenheit, wo du es einsetzen kannst.“

Ihre neue Freundin nickte und ging zum Boss. „Entschuldigung und… danke das du mir zumindest hilfst, stärker zu werden.“ sagte Sakura. Das Monster hob den Kopf hoch und Sakura konnte schwören, das eine einzelne Träne aus dem steinernen Gesichter raus fiel.

Dann schlug die Heldin den Kopf vom Boss kaputt, der restliche Körper vom Boss zerfiel in viele Einzelteile. Auf einmal erschien auf der anderen Seite der Halle ein leuchtender Ring.

„Das dürfte der Weg nach draußen sein.“ mutmaßte Sina und nahm ein weiteres Schwert vom Boss, dann ging sie zum Ring hin. „Und? Was sagt dein Level eigentlich?“

„Erm… WTF wie krass bin ich denn aufgestiegen?! Nicht nur das, auch einige andere Fähigkeiten sind dabei höher geworden, vor allem meine Attribute?!“ staunte Sakura, als sie ihren Status nochmal genauer betrachtet.

„Das ist das Geheimnis. Räuchere ein Monsternest aus und du wirst stärker als zuvor. Vermutlich wirst du es nicht mit dem Vampir aufnehmen können, aber es ist der richtige Weg, damit wirst du es mit dem Dämonenkönig und seinen Generälen aufnehmen zu können.“ lächelt Sina.

„Wow… dann müssten die anderen auch stärker werden, aber vermutlich nicht so stark wie ich oder?“

„Keine Ahnung, wenn sie überhaupt Monster hatten, weil sie den Weg des Lebens hatten.“

Sakura stand nun neben Sina und beide gingen in den Ring rein. Sofort wurden sie aus der Halle rausteleportiert und kamen in eine neue Halle rein, wo sie schon Axel, Leena und Rose sehen.

„Ah! Ihr habt es auch geschafft“ freute sich Sakura, aber die Freude gewährte nicht lange.

„SSSINNNNAAAAA“ schrien die drei sofort.

Kapitel 255

Ich bin wiedergeboren und der Schwur?

„Komm einmal zu mir, dann räume ich kurz die Statuen weg.“ befahl Sina. Sakura tat wie geheißen, als an ihr schon ein paar weiße Bälle vorbeiflogen. Verwundert schaute sie den Bällen hinterher… als sie zu großen Druckwellen explodierten.

Die Heldin flog nach hinten durch den Druck, während die Statuen in großen Bereichen zerstört wurden, dabei flogen die restlichen weißen Bälle auf die Unbeweglichen. Diese wurden durch die Fähigkeit „Schockexplosion“ von Sina ebenfalls zerstört.

„So, dass sollte genügen, sonst machst du nicht die nötige Exp für deine Levels.“ stand Sina hinter Sakura und bot eine Hand zum Aufstehen. Schweigend nahm Sakura die Hand an und stand auf.

„Nun zum Schwur, den du selber aufsagen musst: Ich Name, schwöre feierlich den Eid, dass ich das jetzige Gespräch niemanden weiter erzählen werde. Weder meiner Familie, Freunden oder Feinden. Das Wissen über Sina werde ich eisern für mich behalten und auch nicht gegen Sina verwenden. Auch werde ich keine Andeutungen oder Überlegungen anstellen, wie ich den Schwur umgehen kann. Nur mit Sina selber kann ich das momentane und kommende Wissen austauschen.“

Sakura staunte, wie akkurat Sina den Schwur aufsagte. Dann musste es für Sina wirklich sehr wichtig sein, dass die Informationen erst überhaupt nicht in die falschen Hände gelangen können noch das sie gegen Sina angewendet werden können.

Mehrmals atmete Sakura tief ein und aus, dann leistete sie den Schwur. Als Sakura damit fertig war, sah man die Erleichterung auf Sina´s Gesicht und… wie nett sie lächeln kann. „Danke, wirklich.“ verbeugte Sina sich nun vor Sakura.

„Erm… hoffentlich bereue ich es nicht…“ murmelt Sakura mit roten Wangen, als in der Halle die nächsten Statuen sich aktivieren.

„Du hast es bestimmt selber gemerkt, aber je mehr du von denen zerstörst, desto stärker werden sie. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kannst du damit rechnen, dass die letzte Statue dann der Boss sein wird. Versuch es… sie alleine zu bekämpfen, du wirst die Erfahrungspunkte brauchen.“ sagte Sina wieder ernst.

„Ok… aber hoffentlich lenkt mich das Gespräch dann nicht zu sehr ab.“ ließ Sakura ihre Schulter hängen, dann hob sie ihr Schwert zum Angriff wieder hoch.

„Ich komme wie du aus der gleichen Welt, aber im Gegensatz zu dir bin ich in der alten Welt gestorben und in Gaia als Dämon wiedergeboren. Hier muss ich mich für meine Lüge entschuldigen, wobei… ich war zumindest ein Dämon, bis ich zur Götterbestie wurde.

Aber ich bin kein gewöhnlicher Dämon, sondern die Prinzessin der Dämonen. Zusätzlich aber auch Held der Dämonen, weil der dunkle Gott mir seinen Segen gegeben hat.“

„Bitte?! Was kommt denn noch alles, meine Freunde würden so was von ausflippen, wenn sie dieses Geheimnis kennen würden! Aber… Held der Dämonen?“

„Das ist ein bisschen komplizierter als es sich anhört, denn… ich komme zwar aus dieser Welt, aber aus einem anderem Zeitalter.“

„Hö? Wie soll ich das denn verstehen?“ zerstörte Sakura die nächsten Steinkreaturen.

„Ich komme aus der Zukunft.“ ließ Sina die Bombe platzen und nun musste Sakura doch die Dämonin anschauen.

„Bitte?!“

„Es ist wahr. Ich komme aus einer sehr weiten Zukunft. Du erinnerst dich vielleicht, dass ich Ortschaften genannt habe, die deinen Freunden nicht bekannt waren? Das Reich Ethia muss irgendwann in mehrere Reiche aufgeteilt worden sein, dessen Gründe ich aber nicht kenne.

Die Dämonen wurden durch den letzten beschworenen Helden auf ihrem Kontinent eingesperrt, deswegen war ich so verwirrt, dass die Dämonen frei wären.“

Sakura sah nun sehr nachdenklich aus, während sie mit neuer Entschlossenheit die nächsten Statuen zerstörte.

„Bevor du fragst, aber… wie sehr kennst du dich mit den Theorien über Zeitreisen aus?“

„Leider nie damit beschäftigt, ich bin 16 Jahre alt, über solche Themen mache ich mir keine Gedanken…“

„Ah… aber du kannst es dir gut vorstellen, wenn jemand aus der Zukunft in eine andere Gegenwart kommt, dass er unweigerlich seine eigene Zukunft verändern wird?“

„Schwierig, aber das war der Grund, warum du so nachdenklich warst oder?“

„Richtig. Alles… was ich aufgebaut habe, mein Zuhause, meine Freunde, meine Beziehungen mit anderen Rassen und… meine Liebe. Könnte vermutlich sich komplett geändert haben, einfach weil ich in deiner Zeit erschienen bin.“

„Ich bekomme jetzt schon Kopfschmerzen… vermutlich… kannst du mir auch nichts sagen, wie… meine Geschichte sein wird oder?“

„Das ist das Schöne, ich weiß nämlich darüber nichts. Habe mir darüber nie den Kopf gemacht wie die Vergangenheit war, nur wenn es um gewisse Themen wie Götterbestien geht, aber ansonsten?“

Sakura merkte, dass es irgendwie immer weniger Statuen werden, aber es dafür umso schwerer wird, sie zu knacken.

„Du kannst mich nun alles fragen, was dir auf dem Herzen liegt, aber mir war es wichtig, dass du weißt, wer ich wirklich bin und aus welcher Zeit ich komme. Aber bedenke, dass meine Antworten… vermutlich auch deine Entscheidungen beeinflussen können.“

„Nun… da du Geschichte meines Zeitalters nicht kennst, ist das ziemlich egal oder? Hast du deswegen diesen Vampir nicht getötet?“

„Das ist richtig. Wegen Acula bekam ich diese Flügel. Du musst wissen, Vampire und Dämonen dürfen niemals das Blut des anderen Trinken, denn sonst bekommt man… heftige Nebenwirkungen, wie du es ja siehst.

Ich… habe ihn absichtlich am Leben gelassen, damit meine Zukunft in… irgendeiner Form noch Bestand hat. Durch ihn habe wertvolle Freunde gewonnen und… wenn ich ihn getötet hätte, dann würden sie nie existieren.“

„Von wie vielen Jahren sprechen wir eigentlich?“

„Keine Ahnung? Ich bin als Dämon ziemlich zeitlos, aber rechne damit, dass es über Jahrtausende geht. Muss es ja, denn so ein großes Reich wie deines geht ja nicht so eben kaputt.“

„Macht zumindest Sinn… was mich nun interessieren würde, aber was sind denn nun deine Pläne?“

„Ehrlich? Keine Ahnung… zumindest um deinen Bello werde ich mich noch kümmern, aber ansonsten? Meine Hoffnung war irgendwie… einen Magier zu finden, der sich auf Leere spezialisiert hat, aber euer Gespräch von gestern Abend bekam ich sehr wohl mit. Leere ist scheinbar ziemlich… negativ in diesem Zeitalter.“ sah man nun die große Trauer an Sina.

„Ich mache mir nur noch Gedanken, ohne zu wissen, welche Konsequenzen ich verursache. Das ist mein Problem. Man kann mir ja vieles vorwerfen, aber dass ich gedankenlos Dinge mache, bestimmt nicht… Ok, wenn meine Emotionen durchgehen, aber ansonsten?

Übrigens ein guter Tipp, man sollte mich niemals wütend machen, denn ich besitze eine Aura wie ein Vampir, nur stärker. Die habe ich durch meine Magie verschleiert, damit… ich wenigsten normale Gespräche führen kann.

Das Dumme ist nur… werde ich wütend, wird diese Aura heißer, bis zu dem Punkt, wo alles brennt. Ich habe wahrlich eine Feueraura, die Leid und Zerstörung bringen kann. Mein Name als Götterbestie ist Sina die Chaosbringerin.

Es tut mir daher leid, dass ich dich mit dem Wissen belaste, aber selbst ich brauche jemanden zum reden und am besten aus der alten Welt, der nachvollziehen kann, was für Probleme ich habe.“

Sakura schaffte es die letzten Statuen zu zerstören und atmete sehr schwer, dann drehte sie sich um

und ging verschwitzt zu Sina. Dann zog sie wieder Sina nah an ihr Gesicht.

„Hör auf nachzudenken.“

„Hm?!“

„Ich sagte, hör auf nachzudenken. Alle Theorien… keine Ahnung welche es gibt, aber… das ist eine komplett andere Welt weiß du? Selbst ich weiß es. Willst du also wirklich mit dem Wissen aus unserer alten Welt tatsächlich mit der Welt von Gaia vergleichen? Hier gibt es ein System, Magie und weiteres.“ sagte Sakura das sehr ernst.

„Es macht überhaupt keinen Sinn, darüber groß nachzudenken. Zumindest ich würde es so machen. Keine Ahnung ob du mal irgendwelche Spiele gespielt hast, wo selbst die Helden durch die Zeit reisen, bedenkenlos, ob sie was falsches anstellen können.

Sei wieder einfach du selber, auch wenn ich… nicht wirklich weiß, wie du in Wirklichkeit bist. Irgendwie mochte ich die Sina, die mit uns plaudern wollte. Es hat Leben in unsere Gruppe gebracht. Wenn du also keine Pläne hast und sowieso in unserer Zeit gelandet bist, schließe dich doch meiner Gruppe an.

Du sagtest selber, du kennst meine Geschichte nicht. Dann ist es doch gut oder nicht? Vielleicht warst du ein Teil davon, vielleicht auch nicht, aber das ist JETZT uninteressant. Hilft mir, denn ohne dich, wird das eine Reise ohne Wiederkehr.“ sagte Sakura dies nah zu Sina.

Sina musste nun schmunzeln, denn sie kann sich nicht erinnern, dass jemand wie Sakura sie sooft am Kragen gepackt hatte und zum Gesicht gezogen wurde.

„Wenn es dir hilft, dann übernehme ich halt die Verantwortung. Aber dann hast du wenigstens wieder ein Ziel oder wolltest du dich irgendwo auf der Welt verstecken und abwarten, bis dein Zeitalter gekommen ist?

Ich… kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, wie schmerzlich es für dich sein muss, von allen getrennt worden zu sein die du kennst… Und dann willst du warten? Mehrere Jahrtausende? Kannst du das wirklich ohne wahnsinnig zu werden?

Du machst auf mich mehr den Eindruck ein Typ zu sein, der immer was zu tun braucht und wenn es nur die Straße zu putzen ist.“

„Wurdest du irgendwie beim teleportieren durch eine andere Sakura ausgetauscht oder so? Aus dir strahlt ja richtig eine Anführerin, die eine Gruppe leiten kann.“ musste Sina unweigerlich fragen.

„Ey! Ich habe mir auch Gedanken gemacht, wie ich dir helfen kann, weil du so nachdenklich warst. Mit deiner Geschichte kann ich es nun nachvollziehen, aber wie mein Meister mir mal gesagt hat.

Man darf nie den Überblick verlieren und sollte sich nur auf das wesentliche konzentrieren, der Rest regelt sich von selber.

An diesen Leitsatz möchte ich mich schon halten, weil da auch was Wahres dran ist. Dank meines Meisters bin ich wirklich zu der Person geworden, die die Welt braucht und…

Dank dir konnte ich mich wieder selber finden, als ich meinen Anker verloren hatte. Ich… bin zwar weiterhin in Trauer, aber Meister Markus hätte das nicht gewollt. Er wollte, dass ich meinen Freunden vertraue und weiterhin den Blick nach vorne habe.

Also, ich will jetzt von dir nur eines hören: Ja, ich werde ein Mitglied deiner Gruppe!“ forderte Sakura nun mit ernsten Augen dies von Sina.

„Wow, von allen Personen die ich getroffen habe, hast du die dicksten Eier. Ok, werde ich halt ein Mitglied deiner Gruppe.“ lächelt Sina, man sah in ihren Augen wieder Hoffnung.

„Also war es doch eine gute Entscheidung, alles auf eine Karte zu setzen.“ dachte Sina in diesem Augenblick noch.

„Dann sage ich, „Herzlich Willkommen“!“ lächelt Sakura ebenso.

„AXEL! SCHNEIDE DIE TENTAKEL AB!“ schrie Leena aus vollem Halse, als sie von mehreren Tentakeln in der Luft gehalten und ihre Robe zerstört wird. Rose geht es ebenso nicht besser, während Axel ein extrem rotes Gesicht hatte, überall hinzurennen, um seine Freundinnen zu retten.

„SIINNNNAAAAAAAAAAAA!!!!!!!“

Kapitel 254

Ich bin wiedergeboren und der Entschluss?

Die Gruppe ging weiter in die Höhle rein, unwissend was sie erwartet, sogar für Sina. Dann kamen sie zu dem Abschnitt, wo Sina meinte, dass es sich veränderte.

„Verrückt… was soll das für eine Höhle sein? Man sieht hier fast eine klare Trennung von einer normalen Höhle, die sich zu einem Tunnel mit Mauern verwandelt.“ staunte Leena.

„Du musst aber ziemlich gute Augen haben, wenn du so weit und vor allem im Dunkeln sehen kannst.“ lobte Rose. „Erm… man kann es lernen, also im Dunkeln zu sehen, aber… wenn ich ehrlich bin, keine Ahnung wie lange ein Mensch braucht, bis er die Fähigkeit dafür bekommt.“ sagte Sina ehrlich.

Sina war durch das neue Abenteuer etwas von ihren Gedanken abgelenkt und beobachtet selber neugierig. Axel trug nun eine große Fackel und leuchtet den Weg, weil das Licht von draußen nicht mehr ausreichte, um weiter sehen zu können.

„Ob… dieser Tunnel mit der Stadt verbunden ist und ein Fluchtweg war? Soweit sind die beiden Orte nicht entfernt.“ mutmaßte Sakura.

„Hmm… glaube nicht. Schau, die Struktur der Mauern sieht komplett anders aus als in der Stadt.“ zeigte Axel mehrere Hinweise an den Mauern und Sakura nickte.

„Meinst du… wir sollten mit Fallen oder ähnlichem rechnen?“ fragte Rose etwa ängstlich. „Keine Ahnung, aber auf mich wirkt der Tunnel nicht wirklich bedrohlich.“ meinte Axel.

„Berühmte letzte Worte…“ kommentierte Sina und Sakura gab ein „Pff“ von sich, die sofort den Kopf drehen musste, als sie den Blick von Axel spürte.

„Wir sollten trotzdem aufpassen.“ meinte Leena bei dem Theater nur. Die Gruppe ging weiter und irgendwann fanden sie eine Stelle, wo zwei Wege weiterführten. In der Mitte der beiden Wege konnte man eine große Steintafel sehen, auf der etwas steht:

Links der Weg des Lebens

Rechts der Weg des Todes

Beide Wege müssen gleichzeitig benutzt werden

Beide Wege müssen gleichzeitig gemeistert werden

Vertrauen und Zusammenarbeit

sind der Schüssel

zum

Überleben

„Oh… scheinbar haben wir ein Dungeon gefunden.“ meinte Sina und alle starrten sie an. „Nicht das ich jemals einen betreten habe, aber anders kann ich es mir nicht erklären.“

„Das… macht Sinn, aber… ist das nicht ein bisschen zu viel Zufall, dass wir hier ausgerechnet ein Dungeon finden?“ war Leena misstrauisch.

„Sehe ich auch so, aber… wenn wir das meistern, können wir alle auf interessante Gegenstände hoffen, die wesentlich besser sind, als das was ihr am Leib tragen.“ erklärte Sina und dachte nur an Christopher, der nun wirklich jeden Scheiß in Dungeons sammelt.

„Ich glaube… ich halte das nicht für eine gute Idee. Wollen wir nicht lieber abwarten, bis der Sturm vorbei ist?“ lehnte Rose die Idee ab. „Außerdem… wer soll denn den Weg des Todes nehmen?“

Während die Gruppe nun diskutierte, begutachtet Sina die beiden Tunnel und sah, dass der Weg früh endete. Am Ende des Weges war ein großer Kreis am Boden zu sehen, der Sina stark an die Falle vom Lichkönig von damals erinnerte.

Man sah Sakura an, dass sie wirklich den Dungeon untersuchen wollte, aber die Botschaft auf der Tafel deutete schon ziemlich stark an, dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit auch hier sterben kann und das wollte sie ihren Freunden nicht antun.

„Ok, wir stimmen einfach ab und die Mehrheit entscheidet, wie wir weiter vorgehen werden. Das ist eine Entscheidung, die möchte ich einfach nicht alleine treffen.“ teilte Sakura mit. „Ihr kennt die Welt besser als ich und habt vermutlich mehr Erfahrung, ob sich Dungeons lohnen, deswegen vertraue ich mich eurem Urteil an.“

Axel, Rose und Leena reagierten erstaunt, dass Sakura dies zu ihnen sagte und waren natürlich glücklich, dass sie dieses Vertrauen ihnen mitteilte. Sina dagegen kam zu einem anderen Entschluss, denn vermutlich ist der Dungeon der einzige Ort, wo sie ihren Plan umsetzen konnte.

Leena wollte scheinbar als Erstes was sagen, als Sina sie, Axel und Rose direkt an ihren Kragen packte und in den Tunnel des Lebens zerrte.

„SINA?!“ schrie Sakura sofort, aber dies ignorierte die Dämonin, während die Menschen versuchten sich zu wehren. Dann warf sie die drei Personen in den Teleportationsring rein und dieser leuchtete sofort weiß auf.

Bevor Sakura ihnen zu Hilfe eilen konnte, verschwanden sie vor ihren Augen und der Ring löste sich auf. Wütend krallte sich die Heldin am Kragen von Sina und zog sie zu sich.

„WAS SOLLTE DAS?!“

„Sorry, aber die drei hätten abgelehnt, den Dungeon zu machen. Außerdem wollte ich alleine mit dir sein und dieser Ort ist geradezu ideal.“

„Aber… das kann man doch auch auf eine andere Art und Weise machen!“

„Vermutlich, aber… ich bin leider in einer Situation wo ich zu drastischen Maßnahmen greifen muss. Komm, lass uns den anderen Weg nehmen, damit wir uns alle am Ende wieder treffen können.“ riss sich Sina von Sakura weg.

„Verdammt, da fange ich langsam an, dir zu vertrauen, dann machst du es mit so einer Aktion wieder kaputt!“ rief Sakura hinter Sina´s Rücken. Dies führte dazu, das Sina kurz anhielt, dann ging sie wieder weiter.

„Was glaubst du, wird mit meinen Freunden passieren hmm?! Deswegen wollte ich die Entscheidung ihnen überlassen!“

„Sakura, die drei haben alles was man um einen Dungeon benötigt. Leena als Magierin, Rose die Heilerin und die Hohlbirne, der… irgendetwas kann. Hoffe für ihn natürlich, dass er nach Fallen Ausschau hält und ähnliches.

Nüchtern betrachtet, hätten sie den Weg des Todes nehmen müssen, aber mein Instinkt sagt mir, dass man dort eventuell auf Monster trifft. Genau das richtige, damit DU stärker wirst. Es war keine Lüge gewesen, als ich sagte, dass du mit deiner momentanen Stärke, keine Chance gegen den Dämonenkönig haben wirst, obwohl es dir mental wieder besser geht.“

„Huh? Du willst mir sagen, dass es dein Plan war, mich stärker zu machen?“

„Das und das ihr an die Belohnung des Dungeon ran kommt. Ich kenne eure Mission nicht, aber… mein Bauchgefühl sagt mir, dass es was mit den Dämonen zu tun hat. Was spricht also dagegen, die Chance zu nutzen, sich besser auszurüsten und stärker zu werden?

Klar, ich habe euch allen die Entscheidung genommen, aber wie gesagt, der weitere Grund war, dass ich mit dir reden wollte. Alleine.“

Sakura starrte sie weiterhin an und wusste nichts darauf zu sagen, dann folgte sie Sina in den anderen Tunnel. Die Dämonin stand vor dem Ring wartend, dann traten beide Damen in den Ring und werden zu einem anderen Ort teleportiert.

Während Axel, Rose und Leena schreiend in ihrem Weg gegen Tentakelmonster kämpfen, die scheinbar perverse Gedanken haben, landeten Sakura und Sina in ihrem Weg.

Als beide sehen konnten, sahen sie eine gigantisch große Halle, die ziemlich antik wirkte. Überall sah man Statuen stehen und die Wände waren mit Mustern bemalt.

„Schade das mein Freund nicht dabei ist, aber er wüsste vermutlich was man in so einem Dungeon machen müsste. Bevor… ich mit dir rede, aber kennst du dich mit Schwüren und Eiden in dieser Welt aus?“ fragte Sina.

„Erm… Meister sagte mir mal was davon und hat mir dringend abgeraten auch nur eines davon zu schwören, weil man dies bis zum Lebensende halten muss. Manchmal… macht man einige zum Schutz für sich selber, aber sobald eine weitere Person ins Spiel kommt, wird es gefährlich.“ grübelte Sakura.

„Dein Meister ist wirklich ein weiser Mann gewesen. Bevor… ich mit dir plaudere… muss du mir einen Eid schwören, denn das was ich dir erzähle, kann alles und jenes verändern. Das sind Geheimnisse, da ist der Krieg mit den Dämonen und den anderen Völkern ein Witz dagegen.“

„Eh?! Tut mir leid, aber wie gesagt, du hast mein Vertrauen zu dir mit der Aktion kaputt gemacht. Wie soll ich so was gefährliches jetzt machen?“ widersprach Sakura sofort und ging in die Halle, als sie eine feindliche Präsenz fühlte.

Sofort zog Sakura ihr Schwert heraus und suchte nach dem Feind. Sina dagegen seufzte nur und lehnte sich an die Mauer. Eigenartigerweise wurde die Halle nun irgendwie heller, Leuchtsteine an den Wänden sorgten dafür.

„Vermutlich musst du für diesen Test alle kommenden Monster töten. Ich werde nur eingreifen, wenn du wirklich an die Schwelle des Todes kommst.“ warnte Sina.

„Bitte?! Du wolltest doch mit mir reden!“ wurde Sakura nun langsam sauer, als sich eine der Statuen anfing sich zu bewegen. Alle Statuen sehen nach Menschen aus und trugen unterschiedliche Waffen, die nun vermutlich bald zum Einsatz kommen. „Zerstöre ihre Köpfe.“ gab Sina den Hinweis.

Sakura hat längst aufgehört zu zählen, denn die gesamte Halle war voller Statuen und wurde nun langsam sehr nervös, wenn sie alle gleichzeitig kommen würden.

„Konzentriere dich, was vor dir ist, nicht was kommen kann! Die Fantasie und die Angst ist der schlimmste Feind für jeden Kämpfer!“ beruhigte Sina die Heldin von hinten.

„Du hast ja gut reden, immerhin bist du ja stark!“ schimpfte Sakura, aber Sina schüttelt den Kopf. „Ich bin stark, aber nicht von Anfang an ok? Das musste ich auch erst mal erlangen!“

„Na super…“ rollte Sakura mit ihren Augen, als die erste Statue schon kam. Sofort wollte sie den Kopf zerstören, aber es hob sein Steinschild hoch zur Verteidigung.

„Man hat mir mal gesagt, dass die Monster in den Dungeons schwerer sind als auf der Welt. Vermutlich sind sie sogar auch intelligenter und wollen nicht einfach so sterben wie in deinen RPG-Spielen.“

„Danke für die frühe Information!“ teilte Sakura es sarkastisch mit, dann umrundete die Heldin die Statue und zerstöre den Kopf von hinten. Die Heldin hat nämlich gemerkt, dass die Monster nicht wirklich schnell sind und nutzte dies aus. Bis die nächsten Statuen kamen.

„Was… müsste ich dir sagen, damit du einen Eid leistet? Es ist mir sehr wichtig, dass zu sagen, aber ich muss auch sicher sein, dass die Informationen nicht missbraucht werden.“ meldete sich Sina wieder.

„Indem du mir vielleicht mal hier hilfst und mal irgendwas sagst? Je mehr du mich dazu drängst, desto unwahrscheinlicher werde ich auf die Bedingungen eingehen!“ zerstörte Sakura die nächsten Statuen.

Was Sakura noch nicht merkte, aber jede zerstörte Statue macht die restlichen Statuen stärker und schneller. Sina hat das schon gemerkt, als die nächste Welle der Statuen kam, aber das ist eine Erfahrung, die musste die Heldin ebenso machen.

„Was wäre… wenn du nicht die einzige Person bist, die aus der anderen Welt kommt?“ musste Sina die Heldin mit anderen Informationen ködern.

„Das muss ich nun doch stark bezweifeln, denn… auf meiner Welt hat keiner solche Flügel wie du. Deine Statur vielleicht und deine Haare müssten auch gefärbt sein, aber ansonsten? Nein.“ antwortet Sakura relativ schnell und musste sich mehr und mehr Mühe gegen die Statuen geben.

„Irgendwie… werden die immer schwerer zu bekämpfen?!“ wunderte sich Sakura, weil die Statuen anfingen, sich gegenseitig zu beschützen.

„Du sagtest, du hast Mangas gelesen? Vermutlich auch dann Animes angeschaut oder? Zumindest würde das ein japanischer „Otaku“ machen.“

„Hm?! Woher weiß du, was ich bin?“ reagierte Sakura erstaunt. Sie hat noch niemanden erzählt, was sie in ihrer Welt für ein Hobby hatte und wie man solche Menschen nennt.

„Das ist ein Begriff aus Japan. Ich stamme zwar nicht aus Japan, aber ihr würdet mich auch als einen „Otaku“ bezeichnen, denn ich habe gerne beides angesehen. Los, frag mich doch ab, wenn du mir nicht glaubst.“

„ … Sing mir das Lied von SaXlermoon, aber das wirst du nicht schaffen. Die Welt hat nicht mal Instrumente… huh?“

Sina zauberte mehrere Illusionen von sich mit Instrumenten und spielte das Opening von den Anime, dabei sang sie.

Sakura traute ihren Ohren nicht und zerstörte unbewusst die nächsten Statuten, einfach weil sie das Lied nicht verpassen wollte, dabei gingen ihr die Tränen hoch. Sina fing dann an, weitere Lieder von bekannten Animes zu singen.

Es fiel Sakura immer schwerer sich zu konzentrieren, aber sie hielt sich an der eisernen Regel von

ihrem Meister, dabei biss sich sich auf die Unterlippe.

Irgendwann hörte Sina auf zu singen und ihre Illusionen verschwanden, abwartend wie Sakura zu einer Entscheidung gekommen ist. Die Heldin zerstörte Statuen eine nach der anderen, dabei fielen ihr Tränen vom Gesicht runter.

„ … Was für einen Schwur muss ich leisten?“

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