Sin Roswell

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Kapitel 130

Ich bin wiedergeboren und der Vampirkrieg? II

Falko stemmte sich vom Boden wieder auf und musste beim bewegen aufpassen, weil ein paar seiner Rippen gebrochen waren. Seine Schulter ist ebenso angeknackst, aber er kann seinen Bogen noch benutzen.

„Wir werden ja sehen.“ brummte Falco auf Warrens Kommentar, der aber laut auflachte. „Was gibt es denn zu sehen? Noch deutlicher können die Unterschiede zwischen uns nicht sein! Während meine Verletzungen wieder geheilt sind, dürfte das bei euch nicht unbedingt der Fall sein!“

Aber Falko antwortete nicht darauf und zog zwei Pfeile, die miteinander verbunden sind. Der Vampir ging wieder in seine Kampfposition ein und stürmte auf Falko zu. Der Scharfschütze schoss die Pfeile ab und sie flogen auf zwei Säulen zu und die Schnur wurde stramm gezogen.

Warren hat es gesehen und sprang lachend darüber, als er einen dicken Pfeilkopf ins Gesicht bekam, der ihn aus dem Gleichgewicht brachte. Der nächste Pfeil landete tief in einen linken Arm und explodierte anschließend.

Der Vampir schrie so laut, dass Falko sich konzentrieren musste, nicht seine Ohren zuzuhalten. Die Explosion hat den Arm von Warren abgerissen, der nun irgendwo lag. Falko schoss nun ein paar normale Pfeile auf sein Herz, aber scheinbar hat der Vampir die Gefahr realisiert und seinen Axtkopf als Schild verwendet.

„Nun bin ich ja gespannt, ob dein Arm nachwächst.“ brummte Falco grinsend. Bei diesem Kommentar grinste auf einmal der Vampir und zeigte seinen Armstumpf, wo man sehen konnte, wie er wieder nachwächst.

„Und wie er nachwächst, du brauchst dir keine Sorgen machen.“ grinste Warren bösartig und ging langsam auf Falko zu. Der Schütze warf einen Beutel nach Warren, den er lachend wegschlug, aber es war einer der Beutel von Christoper und dieser platze sofort auf.

Eine schwarze Wolke flog auf Warren zu, der sofort anfing zu fluchen, weil der Juckreiz seine Sicht einschränkte.

„Was zum… ist das für ein Zeug?!“ brüllte Warren. „Ein Geschenk von meinem Freund. Ich bat nach ein paar von diesen Beuteln und sie sind ziemlich effektiv oder?“ erklärte Falko, der sofort Abstand von Warren nahm.

Der Vampir schlug einhändig die Riesenaxt, aber trifft nur ein paar Säulen. Nachdem Falko einen sicheren Abstand zu Warren genommen hat, schoss er wieder ein paar Pfeile, aber wieder retteten die vampirischen Instinkte Warren vor der kommenden Gefahr und ließ sich auf den Boden fallen.

Der Schütze fluchte und schoss die nächsten hoch zur Decke, diese sorgten dafür, dass wieder große Steinbrocken auf Warren herunterfielen. Dieser rollte sich von der Gefahrenzone weg. Danach stand er wieder auf und sein verlorener Arm ist wieder vollkommen nachgewachsen.

„Für einen Fernkämpfer bist du aber verdammt lästig!“ knurrte Warren, der immer noch nicht richtig sehen konnte. Aber für die Fähigkeit „Axtwirbel“ musste er nur ungefähr wissen, wo der Mann stand und fing wieder an, auf Falko zu rotieren.

„Normalerweise dauert ein Kampf mit mir nicht lange, aber du willst dich einfach nicht umbringen lassen!“ warf Falko dem Vampir entgegen und schoss auf ihn wieder normale Pfeile, damit er seinen Weg ändert. Der Plan ging auf und Warren rotierte auf die Schnur zu. Diesmal ignorierte der Vampir es und zerriss diese, was ein Fehler war.

Die Zünder wurden aktiviert und Warren steckte zwischen zwei Explosionen, zusätzlich wird er durch das Gestein begraben.

Falko nahm sicherheitshalber mehr Abstand und wartete bis der Rauch verzog, dabei atmete er sehr schwer durch die Verletzung.

Der Rauch verschwand und man sah nur einen Steinhaufen, aber er bewegte sich. Am Anfang nur ein bisschen, dann immer stärker bis Warren blutverschmiert heraus ragte. Der Vampir war sehr schlimm verletzt, aber seine Regenration fing schon an, ihn wieder zu heilen, aber trotzdem atmet er ebenso schwer.

„Dafür wirst du büßen. Ich kann mich nicht erinnern, dass irgendein Vieh sich so gewehrt hat.“ drohte Warren. Sein Axtstiel ist um die Hälfte gebrochen und er fluchte, als er den Schaden sah.

„Es gibt immer ein erstes Mal.“ grinste Falko, dann schoss er wieder Pfeile auf Warren. Aber er benutze den Axtkopf wieder als Schild, dies hat Falko aber geahnt und seine speziellen Pfeile gegen Waffen benutzt.

Sie klebten sofort an der Axt fest und Warren schaute irritiert darauf, als ein Feuerpfeil auf die anderen Pfeile flog und wieder eine Explosion verursachte. Falko sprang zur Seite, als Metallsplitter geflogen kamen und verletzte sich selber bei der Aktion.

„Meine AXT!“ brüllte der Vampir, der noch übler zugerichtet aussah. Überall haben sich Metallsplitter in seinen Körper gebohrt und seine Waffe hat er verloren. Warren schaute Falko hasserfüllt an und stürme nun auf ihn zu.

Falko schoss vom Boden aus ein paar Pfeile, aber Warren wich ihnen aus, bis er bei Falko war und ihn am Hals packte. Falko versuchte sich zu befreien, aber gegen die Stärke des Vampir hat er keine Chance.

„Ich… weiß wirklich nicht was ich mit dir machen soll. Sterben wirst du aber wie schnell ist die Frage!“ knurrte der verletzte Vampir.

Der Scharfschütze bekam schwarze Flecken vor den Augen, dass ihm langsam die Luft ausging. „Verdammt, verdammt, verdammt!“ fluchte Falko in Gedanken, bis er einen Lichtpfeil noch in seinem Köcher sah.

Falko zog ihn raus und hielt ihn vor die Augen des Vampirs, der anfing zu lachen. „Willst du mich jetzt aus der Nähe verletzten?“ als Falko die Pfeilspitze knickte. Der ganze Raum wurde extrem erhellt und Falko hielt sich mit dem anderem Arm schützen vor seinen Pfeil. Es waren die Lichtpfeile, die er und Christoper gegen Titanus eingesetzt haben.

Sofort wurde Falko vom Griff des Vampirs befreit, der beide Hände vor Augen hielt und schrie. Falko hatte mit seiner Aktion Glück gehabt, denn sonst wäre er auch für alle Zeiten erblindet gewesen.

„Was… hast du getan?!“ schrie der Vampir. Als er die Hände vor den Augen wegnahm, sah Falko, wie seine Pupillen weiß waren. Falko nutze die Chance und rollte sich von Warren weg, dabei schoss er zwei Pfeile auf ein Knie, dass er zu Boden stürzte.

Falko stöhnte auf, als er sich wieder aufstellte, während Warren immer noch geblendet war und auch seine Mobilität eingeschränkt war. Er zog die Pfeile aus seinem Knie heraus, aber seine Situation hatte sich nicht wirklich gebessert.

Die Chance nutzte Falko und schoss fünf Explosivpfeile in seinen Brustkorb rein. Der Vampir schrie wieder auf und Falko suchte sofort Schutz vor der kommenden Gefahr…

Alle Pfeile explodierten und überall flogen Knochensplitter durch die Gegend, aber Falko hat rechtzeitig hinter einer Säule Schutz gefunden. Er atmete noch ein paar mal tief ein und schaute nach… der Vampir namens Warren war besiegt.

„Keine Chance, dass du dich davon wieder erholen kannst, wenn dein gesamter Körper in die Luft gejagt wird.“ grinste Falko und fiel auf die Knie. Er lehnte sich gegen die Säule und holte schmerzstillende Salben aus seinem Inventar.

„Jetzt nur irgendwie den Hebel finden…“ stöhnte Falko noch.

Im Thronsaal merkte Acula, das Warren gestorben ist. Der König gab ein Knurren von sich, aber scheinbar hat der Schütze es geschafft gegen Warren zu siegen. „Verdammter Idiot. Seine Hochmut wurde ihm zu Verhängnis…“

Sina schlug sich mit Justus herum. Beide versuchten ein paar Tricks auszuspielen, aber die Gegenseite konnte es mit Bravour kontern.

„Warum haltet ihr euch zurück Dämonin? Ich weiß, dass ihr mehr könnt!“ provozierte Justus die Heldin, aber darauf ging sie nicht ein.

„Beruht auf Gegenseitigkeit. Ich weiß genau, dass ihr euch zurückhaltet, ihr Spielkind!“ war die Antwort von Sina. Das Dumme ist nur, sie hält sich nicht zurück, sondern setzt wirklich alles ein. Das einzige, was bisher Sina noch nicht aktiviert hat, waren die Fähigkeiten von Blutklinge. Justus ist wirklich das Monster der Monster, das sie bisher bekämpft hat.

„Lass mich doch. Ich treffe zu selten auf Gegner, wo ich mich austoben kann! Bisher waren es nur ein paar Götterbestien und mein Vater, aber nun habe ich euch endlich.“ grinste Justus.

„Dann werde ich euch den Kick des Lebens geben! „Allesschneider!“ rief Sina und eine Welle von Fähigkeiten flogen auf Justus. Er wich ihnen lachend aus, als Sina auf einmal an seiner Seite war und ihm in den Magen trat. Justus krachte in die Wand und stand wieder auf, als wäre nichts passiert.

„So so, also habt ihr doch ein paar Tricks auf Lager oder ich ließ mich davon mitreißen.“ war nur der Kommentar von dem Vampir.

„Das passiert, wenn man sich zurückhält.“ grinste Sina. Justus nickte nur und stürmte wieder auf Sina zu.

Thomddir und Dragos starten sich an und warten, wer zuerst den nächsten Angriff wagte. Der Zwerg wusste, dass seine rechte Hand leicht angeknackst war, aber er ließ es sich nicht anmerken.

„Was ist los? Ich dachte du wolltest mich töten?“ grinste Dragos, aber der Zwerg kommentierte nur: „Sicher, aber ich lasse mir Zeit dabei. Wenn ihr wegrennen würdet, bezweifele ich, dass euer Vater es zulassen wird.“ und hat damit einen wunden Punkt getroffen.

„Erzähl mir nichts, was wisst ihr schon über meinen Vater!“ knurrte Dragos. „Das er euch nicht liebt wie ein richtiger Vater und sich nur für seine Spiele interessiert.“ sagte Thomddir.

„ … Leider wahr, dass ich es nicht abstreiten kann. Meines Erachtens wisst ihr aber zu viel darüber, haben die Zwillinge geplaudert?“ hakte Dragos nach.

„Vermutlich? Die meisten Informationen habe ich von Sina bekommen, die vermutlich gerade einen von euch Vampiren tötet.“ zuckte Thomddir die Schulter.

„Das bezweifele ich dann doch ernsthaft, weil sie gegen meinen älteren Bruder kämpfen wird und Justus ist der einzige, der eine Chance hat ist unser Vater höchstpersönlich. Ein Niemand wie Sina wird gegen Justus keine Chance zu haben.“ grinste Dragos.

„Dann hast du sie noch nicht kennengelernt.“ stürmte der Zwerg auf einmal nach Dragos zu, der das Gespräch beendet. Dragos erhob ebenso seine Fäuste wie ein Boxer und kam dem Zwerg entgegen. Sie schlugen sich mehrmals gegeneinander auf die Fäuste und man hörte immer wieder ein lautes Knallen in der Höhle.

Als nächstes trat Dragos nach dem Zwerg, aber dieser packte das Bein vom Vampir und riss ihn um sich. Thomddir zerdrückte fast das Bein und rotierte Dragos um sich, bis er mit voller Kraft in die Höhlenwand gekracht wird.

Aber Thomddir dachte nicht daran ihn loszulassen und warf Dragos um sich auf den Boden. Dragos knallte auf den Boden und riss den Boden mit sich rein. Erst jetzt ließ der Zwerg den Vampir los und wollte nach ihm schlagen, aber Dragos hat sich zu schnell vom Angriff erholt und schlug dem Zwerg ins Gesicht.

Sofort spritze Blut über den Boden und Thomddir hatte ein Deja vu Erlebnis, aber… irgendwie war es mit Sina schlimmer gewesen. Der Zwerg drückte die Hand noch fester und schlug nun nach Dragos Gesicht, dessen Gesicht fast eingedrückt wurde und nach hinten flog.

Der Vampir landete auf dem Rücken, dann rollte er sich zur Seite und stand wieder auf. Seine Nase war gebrochen und es lief ununterbrochen Blut heraus. „Deine Muskeln sind scheinbar nicht nur zur Schau da, Zwerglein.“ grinste Dragos.

„Wäre auch traurig gewesen, wenn sie mich jetzt in Stich gelassen hätten. Wisst ihr… Wenn der Schlag eben eure gesamte Stärke war, kann ich mich sogar zurücklehnen.“ provozierte Thomddir den Vampir.

„Ziemlich Arrogant von dir mich zu ärgern.“ knurrte Dragos, aber Thomddir schüttelt nur den Kopf. „Das hat nichts mit Arroganz zu tun. Sina hat kräftiger zugeschlagen und sie hat sich sogar noch zurückgehalten.“ erklärt der Zwerg.

„Du stellst sie so dar, als hätte keiner von uns gegen sie eine Chance.“ wurde Dragos sauer. „Was stimmen könnte. Letztendlich hat sie Titanus mit einem Schlag getötet.“ nickte der Zwerg.

„Erzähl deine Märchen deinen Vorfahren, wenn du sie gleich triffst!“ brüllte Dragos und rannte wieder auf Thomddir zu.

Der Zwerg behielt weiterhin die Ruhe und beobachtete die Bewegungen des Vampirs, dann stand er wieder vor dem Brecher und schlug zu. Thomddir wollte den gleichen Trick wiederholen, indem er den Arm packt, aber Dragos hat es scheinbar geahnt und ihn ausgetrickst, indem der Vampir stattdessen seinen Arm packte.

„Nun bin ich dran!“ grinste Dragos böse und schlug in den Oberarm, der sofort gebrochen wurde und der Zwerg laut aufschrie. Dann schlug der Vampir in den Unterarm, der ebenso gebrochen wurde und somit der gesamte linke Arm von Thomddir nutzlos wurde.

Anschließend warf Dragos den Zwerg an eine Wand, der dagegen prallte und auf dem Boden landete „Na? Immer noch so eine große Klappe?“ höhnte Dragos den Zwerg.

Der Zwerg stand auf und ein weißer Ball kam auf ihn zugeflogen, der sofort explodierte. Dragos hat seine Fähigkeit „Schockexplosion“ eingesetzt und nochmal einen beträchtlichen Schaden an Thomddir angerichtet.

Überall hatte der Zwerg Wunden am Körper und sah fast dem Tode geweiht aus. „Erstaunlich, dass du immer noch stehst.“ grinste Dragos.

Der Zwerg musste sich wirklich zusammenreißen, dass er nicht vor Schmerzen ohnmächtig wird und behielt Dragos weiter im Auge.

„Diese Streicheleinheiten waren doch nichts.“ spuckte Thomddir Blut aus dem Mund. Dragos hob eine Augenbraue und kam lässig zum Zwerg, als würde keine Gefahr mehr von ihm drohen.

„Ich wäre auch traurig gewesen, wenn du mir jetzt einfach so weggestorben wärst. Dein… kleiner Bruder hätte mehr ausgehalten, als du es jetzt tust. Hach, das war ein Kampf gewesen. Ich wusste sofort, dass der Zwerg keine Ahnung vom Kämpfen hatte, aber egal wie oft ich auf ihn eingeschlagen habe, er steckte es weg oder stand wieder auf und versuchte mich zu treffen.

Irgendwann… habe ich einen Moment nicht aufgepasst und dann hat der kleine Bastard es irgendwie geschafft aus der Mine das Mineral mit seiner Picke auf mein Gesicht einzuschlagen. Das waren natürlich Schmerzen gewesen und meine Sicht war stark beeinträchtigt gewesen, weswegen ich mich zurückziehen musste.“ berichtet Dragos von seinem Kampf.

Als fiel es Thomddir wieder ein, zog er aus dem Inventar einen Panzerfäustling mit Stacheln heraus und zog es über seine gesunde Hand. Der Vampir lachte nur, als er das sah.

„Ernsthaft? Du wirst mich doch eh nicht mehr besiegen.“ grinste Dragos, aber Thomddir meint es todernst. Diese Waffe war nicht irgendeine Waffe, sondern aus der Schaufel und Picke von seinem Bruder zusammengeschmolzen und neu geschmiedet, mit dem Mineral aus der Mine.

Dragos stand wieder vor dem Zwerg und holte zum finalen Schlag aus, aber Thomddir wartete… und schlug zu, als Dragos ebenso nach ihm schlug. Mit aller Kraft schaffte Thomddir es, die Panzerfaust so stark in die Faust von Dragos zu schlagen, dass sie komplett zertrümmert wurde, aber nicht nur das, der rechte Oberarmknochen brachte durch die Schulter durch.

Der Vampir schaute schockiert auf die Verletzung, dass er den größten Fehler seines Lebens machte, er ignorierte den Zwerg. Dieser schlug sofort auf das Knie seines Gegners und hat es zertrümmert. Schreiend fiel Dragos auf den Boden, aber Thomddir trat dem Vampir auf den Rücken und schlug wie ein Berserker auf Dragos Kopf.

Er schrie vor Schmerzen und wollte sich mit dem anderem Arm verteidigen, aber der Zwerg schlug schnell auf das Schultergelenk und der Arm fiel hilflos auf den Boden, dann kam der Kampfrausch.

Thomddir schlug immer wieder in das Gesicht von Dragos, pausenlos immer wieder, bis nichts mehr von Dragos Kopf existierte. Der Vampir verwandelte sich zu Asche und nur seine Kleidung blieb übrig. Während Thomddir nun auf den Boden einschlug und dabei Tränen weinte.

Irgendwann hörte er auf und ließ sich auf die Knie fallen. Er atmete schwer und hatte einen leeren Kopf. Es dauerte eine Weile, bis es Thomddir dämmerte, dass er gesiegt hatte.

„Irgendwie… fühle ich nichts mehr. Dragos ist endlich tot und mein Bruder, aber auch die getöteten Zwerge wurden gerächt.“ murmelt Thomddir zu sich. Er schaute sich den Panzerfäustling an und musste seufzen. „Bis zum letzten Moment standest du an meiner Seite Dezeal. Dragos war wirklich ein starkes Monster. Ich… bin so stolz auf dich.“ weinte Thomddir weiter und schämt sich auch nicht seiner Tränen.

Ein weiteres Mal spürte Acula einen Verlust und musste diesmal aber lachen. Er hatte den Kampf von Dragos mit dem Zwerg beobachtet. „Welch eine Ironie. Die Zwerge, die du all die Zeit gejagt hast haben dich letztendlich getötet.“

Kapitel 129

Ich bin wiedergeboren und der Vampirkrieg?

Jeder der Abenteurer nahm sich einen Gang und ging hinein, wohl wissend, dass es auch ihr letzter Kampf werden könnte. Acula sieht es per Übertragungszauber, wer welchen Weg nahm und musste grinsen.

„Da bin ich ja wirklich gespannt, wie sie sich machen. Sollten ein paar von ihnen es überleben, werde ich sie in Vampire verwandeln, denn ich muss ja meine Verluste ausgleichen.“ lachte Acula auf seinem Thron.

Thomddir ging pfeifend den Gang und spürte durch seine zwergischen Sinne, dass er tiefer ging, als würde er in einen Berg spazieren und es war dann tatsächlich so. Irgendwann wurde sein Gang zu einem Tunnel wie in einer Mine.

Der Zwerg roch es sofort, dass hier viele Kämpfe stattgefunden hatten. Die Blutspritzer an den Wänden bezeugten es sowie die zerstörten Skelette.

„Hrm… eine Schande dass man den Toten hier kein vernünftiges Grab gewähren kann.“ schüttelt Thomddir traurig den Kopf. Dann kam der Zwerg in einen großen Höhlenabschnitt, der scheinbar als eine Arena genutzt wird.

Mitten im Raum stand ein muskelbepackter Mann. Er drehte sich zu dem Zwerg um und man sah eine fürchterliche Narbe im Gesicht und wie er grinst. Thomddir riss seine Augen auf und war glücklich. Er dankte der Göttin und aber auch Sina, als er sein Objekt der Rache vor Augen hat.

„Hrmmmm ein Zwerg, herrlich. Es wurde mir langsam langweilig die jämmerlichen Menschen hier abzuschlachten. Nur Zwerge wissen sich zu wehren und ich genieße den Kampf.“ grinste Dragos.

„Sag, tut dir die Narbe weh?“ fragte Thomddir. Dragos streicht mit zwei Fingern über die Narbe und fing an zu knurren.

„Nein, sie ist ein verdammter Schandfleck in meinem Gesicht. Ich wünschte, der Scheißkerl würde noch am Leben sein, dann hätte ich mich dafür revanchiert.“ war Dragos säuerlich.

„Verstehe. Das war mein kleiner Bruder der dir dies angetan hat. Ich bin hier um das zu beenden, was mein Bruder nicht geschafft hat.“ sagte Thomddir und Dragos riss vor staunen die Augen auf.

„Was? Du bist ein Bruder von ihm? Hach, dann wirst du dafür leiden du hässliche Bergmade!“ brüllte Dragos und stürmte auf Thomddir zu. Der Zwerg ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und ließ ihn kommen. Dragos holte mit seiner Faust aus und wollte nach Thomddir schlagen, aber Thomddir schlug ebenso auf die Faust von Dragos.

Man hörte sofort in der Höhle einen lauten Knall und wie Knochen brechen. Dragos nahm Abstand von dem Zwerg und schüttelt seine Angriffshand.

„Ja… du bist definitiv der Bruder von dem Kerl, zumindest die Stärke hast du.“ muss Dragos seinen Gegner anerkennen.

„Es war die reinste Qual, mir diese Stärke anzueignen, aber ich verlor niemals meine Motivation, weil du am Leben warst. Ich habe dich überall gesucht, aber nie Glück gehabt, weil du immer woanders erschienen bist. Heute ist der Tag der Abrechnung gekommen. Entweder du oder ich werden diese Höhle verlassen!“ sagte Thomddir in aller Seelenruhe.

Der Schwertheilige ging seinen Gang. Der Weg war gut beleuchtet und er fand keinerlei Fallen. „Welcher… Gegner wohl auf mich zukommt? Hoffentlich nicht Justus.“ dachte Louis, während er in Alarmbereitschaft war.

Irgendwann landete Louis in einem großem Zimmer, wo überall unterschiedliche Waffentypen in den Boden gerammt worden sind. Louis ahnte nichts Gutes.

„Hmm? Ihr seid scheinbar mein Gegner.“ sprach eine Stimme von der Decke. Der Schwertheilige schaute sofort nach oben und Jasper hing dort. Der Vampir ließ sich fallen und landete mehrere Meter vor Louis.

„Jasper ist mein Name. Wir hatten uns in der letzten Nacht noch nicht gesehen oder?“ fragte Jasper, während er Louis betrachtet.

„Nicht… persönlich. Louis der Schwertheilige ist mein Name.“ stellte Louis sich vor und zog sein Schwert.

„Ah… ihr solltet ja der stärkste Schwertkämpfer der Abenteurer gewesen sein, bis Lady Sina euch vom Thron gestoßen haben soll.“ grinste Jasper.

„Und wie geht es eurem Rücken? Die Wunde sah schmerzvoll aus, als Sina auch getroffen hatte.“ provozierte Louis den Vampir, was auch sein Erfolg hat.

„Glückstreffer. Die Wunde ist wieder verheilt und ich werde nicht zulassen, dass es nochmal passieren wird.“ knurrte Jasper an die Erinnerung dieser Schmach. „Aber scheinbar seid ihr nicht wirklich so stark, wenn Justus euch ohne Probleme schlagen konnte.“ provoziert Jasper den Schwertheiligen nun.

„Justus spielt in einer anderen Liga. Aber ihr musstet ja scheinbar von ihm gerettet werden, sonst wärt ihr von Sina getötet worden und… dieses Spiel wäre vermutlich anders ausgegangen.“ grinste Louis leicht fies.

„Ihr habt aber ein ziemlich freches Mundwerk für einen Menschen. Ich habe mehr von euch Abenteurern getötet in all der Zeit, dass ich schon aufgehört habe zu zählen.“

„Dann tut ihr euch mit dem zählen sehr schwer.“

„ … Ihr wollt wirklich schmerzvoll sterben oder?“

„Zumindest langweilt ihr mich Tode. Wenn das eure Taktik ist, habt ihr zumindest einen Teilerfolg geleistet.“ provozierte Louis den Vampir weiter. Jasper hatte scheinbar genug und nahm eine Axt aus dem Boden und stürmte auf Louis zu, der den Angriff aber blocken konnte.

„Dann ändere ich meine „Taktik“ ein bisschen und werde euch Stück für Stück was abschneiden! „Axtschlag!“ brüllte Jasper und die Axt kam von oben auf Louis zu. Er wich dem Angriff aus und die Axt landete im Boden, der komplett zerstört wurde.

Jasper ließ die Axt stecken und nahm eine Keule, die er nach Louis warf. Der Abenteurer wich wieder dem Angriff aus und die Keule krachte in die Wand.

„Jasper hält sich zurück. Was genau plant er?“ dachte Louis und aktivierte seine Fähigkeit „Allesschneider“. Der Angriff schoss auf Jasper zu, aber er schlug ihn mit der Faust kaputt.

„Ist das wirklich alles? Ich habe gehört, ihr könnt schon ein bisschen mehr als nur diese lächerliche Fähigkeit.“ lachte Jasper und zog nun ein Schwert mit Stacheln und setzte ebenso „Allesschneider“ ein.

So wie Jasper die Fähigkeit zerstörte, so zerstörte Louis die Fähigkeit problemlos. „Sina hatte recht… Ihr könnt zwar alle Waffen benutzten, aber wirklich… stark seid ihr nicht.“ antwortet Louis darauf und Jasper riss vermutlich der Geduldsfaden.

Jasper nahm nun ein zweites Schwert aus dem Boden und griff Louis an. „Schwertwirbel!“ rief der Vampir noch, als die Fähigkeit auf ihn zu rauschte. „Das erinnert mich an den Kampf gegen Sina.“ grübelte Louis. So wie im Kampf gegen Sina, so blockierte er wieder die Schwertangriffe und Jasper knurrte nur lauter, dass er auch mit dieser Fähigkeit bisher keinen Durchbruch erzielen konnte.

„Ah… ich dachte mir schon, dass ich dich als Gegner haben werde.“ lächelt Sina, als sie Justus sah, der ebenso am grinsen war. Beide Kämpfer waren in einem großen Raum, vermutlich ein Speisesaal nur ohne Möbel.

„Aber natürlich meine Liebe. Die Gänge sind so gebaut worden, dass mein Vater seine… Opfer so schicken kann, wo sie hin sollen und ich habe mich durchgesetzt, dass ich definitiv euch bekomme, zumal… Wenn wir ehrlich sind, bin ich auch der einzige, der für euch infrage käme.“ war Justus in Plauderlaune.

„Gilt das auch für meine Freunde?“ fragte Sina, aber Justus schüttelt nur den Kopf. „Nein meine Liebe. Die werden zufällig zu meinen Geschwister kommen. Nur bei euch haben wir ein bisschen… tricksen müssen, aber ich glaube, dass ihr darüber nicht wirklich böse sein werdet.“ meinte Justus.

„Stimmt, ich freue mich wirklich, dass wir nun endlich unter uns sind. Da ist noch so eine kleine Sache, die ich mit dir klären muss.“ grinste Sina böse.

„Echt? Dafür, dass wir uns nur ein paar mal getroffen haben, seid ihr schon ziemlich süchtig nach mir.“ scherzte Justus.

„Aber sicher das. Ich freue mich schon, wenn ich dich getötet habe, dafür dass du meine Freundinnen töten wolltest!“ teilte Sina ihr Geheimnis mit.

Beide starrten sich an und zogen ihre Waffen. Sina ihre Katanas und Justus sein langes Breitschwert ohne Glanz.

„Kannst du mir verraten, wie du es geschafft hast durch die Barriere zu kommen? Dämonen habe ich schon über… 1900 Jahre nicht mehr getroffen, als ich den letzten getötet habe.“ wirkte Justus wie ein freudiges Kind.

„Verstehe, dann bis du wirklich alt genug um zu wissen, wie mein Volk riecht, schmeckt, kämpft. Aber nein, das Geheimnis behalte ich für mich. Dein Vater hat ja schon für Misstrauen vorgesorgt, aber meine Freunde sind vernünftig und behalten ihr Ziel im Auge.“

„Was deine Freunde wohl machen, wenn sie erfahren was du wirklich bist? Du bist doch nichts anderes als wie wir!“

„Glaub mir, ich bin viel mehr als ihr es je werdet. Selbst Mio und Tio sind jetzt schon bessere Vampire, einfach weil ich mich ihrer angenommen habe, was dein Vater nicht kann. Aber letztendlich habe ich ein Herz das genauso klopft wie die eines Menschen und mein Blut hat dieselbe Farbe. Sind wir dann so unterschiedlich?“

„ … Mir wird davon schlecht…“

„Oh, soll ich dir mein Blut anbieten? Hier, mehr gibt es heute nicht“ Sina schnitt sich einen Finger auf und warf einen Tropfen nach Justus als Provokation. Scheinbar mochte Justus es nicht, wenn man ihn ärgert.

„Als ob ich dein widerliches dämonisches Blut trinken würde!“

„Nun, Mio und Tio sind davon scheinbar stärker geworden und haben sogar ein Merkmal dazu bekommen.“

„Oh ja, man kann davon etwas stärker werden, aber kein vernünftiger Vampir trinkt das Blut von Dämonen und umgekehrt ebenso, weil die Nebeneffekte manchmal… nicht das gewünschte Resultat bringen. Das meine dummen kleinen Schwestern von diesen Nebeneffekten minimal betroffen sind, muss scheinbar der Dunkle Lord über sie wachen.“

„Die Zwillinge sind es auch wert, das man ihnen die Aufmerksamkeit schenkt. Sie mögen manchmal schusselig sein, aber das gerade macht es doch aus, dass sie ihre eigene Persönlichkeit haben und sie genießen scheinbar auch das neue Leben.“

„Ich genieße es lieber, wenn meine Opfer schreiend meinen Namen rufen, wenn ich meine… anderen Talente zeige.“

„Einen Sadist erkenne ich immer wieder und ihr seid wirklich ein purer Sadist, aber immer noch ein Novize in diesem Bereich wenn ich… euch mit jemand anderen vergleiche.“

„Glaube, ich sollte mein Können mal auf die Probe stellen. Damit habt ihr mich nun wirklich beleidigt!“ stürmte Justus auf Sina zu. Sie kreuzten ihre Schwerter und eine Druckwelle entstand, als beide ihre vollen Kräfte einsetzten und das ganze Schloss leicht vibrierte.

Acula sah den Kampf von Sina und Justus und spürte eine Aufregung im Körper wie lange nicht mehr, als er spürte, wie das Schloss vibrierte. „Welche Kräfte müssen in diesem einen Schlag gesteckt haben, dass mein Schloss nun wackelt?“ grinste Acula.

Der Scharfschütze ging seinen Gang, als er eine leichte Erschütterung im Schloss spürte und Staub von der Decke herunterkam. „Scheinbar geht der Spaß bei einigen schon los.“ brummte Falko. Er trug nun die gleiche Ausrüstung wie bei den Wettkämpfen und hat seine Pfeile vorbereitet gegen Vampire.

Vorsichtshalber trägt er ebenso seinen Bogen schussbereit. Dann betrat er eine Halle mit vielen Säulen und ein großer bulliger Mann mit einer Axt, die größer war als er selber, stand im Raum.

Beide Kontrahenten starrten sich an und hatten sich nicht wirklich was zu sagen. Falko gab als erstes seinen Schuss ab. „Pfeilschuss.“ murmelt er nur.

Der Vampir wich dem Schuss wenige Zentimeter aus und gab nur ein „Pff“ von sich. Irgendwie reizte das Falko ziemlich, dass er nun drei Pfeile mit unterschiedlichen Pfeilköpfen und schoss sie ab.

Sie flogen in unterschiedliche Richtungen, aber der Mann scheint sich nicht wirklich zu sorgen und stand immer noch an der gleichen Stelle. Den ersten Pfeil fing er mit einer Hand, den anderen Pfeil wich er aus und den letzten Pfeil blockte er mit der Axt.

„Ist das etwas alles, was der berühmte Scharfschütze kann? Wie bist du überhaupt ein SSS-Abenteurer geworden mit dieser lächerlichen Nummer?“ ätze der Mann, aber Falko grinst nur. „Drei… Zwei… Eins…“ zählte Falko noch und der Pfeil in der Hand des Mannes explodierte und er schrie.

Der Rauch verschwand schnell und der Mann wirkte gereizt, als auf einmal ein Pfeil in seinen Rücken eindrang und er wieder unter Schmerzen schrie.

„Tzz… unterschätze nicht meine Kunst.“ brummte Falco grinsend. Der Vampir zog den Pfeil aus dem Rücken raus, aber scheinbar hatte der Kopf Zacken, sodass er ein gutes Stück Muskel mitriss.

„Argh… ok. Dieser Punkt geht an euch. Wenn ich mich vorstellen darf, mein Name ist Warren, der zweite Sohn der Schlossherren.“ stellt sich der Vampir vor.

„Ihr scheint mich ja zu kennen, daher erspare ich mir die Vorstellung.“ sagte Falko nur und Warren musste schmunzeln. „Ich mag euch, nur das Nötigste bereden.“ meinte Warren, als er mit seiner Riesenaxt sich auf eine Kampfposition stellte.

Wieder starrten beide sich an und Warren griff zuerst an. „Axtwirbel!“ brüllte er und fing an, um sich zu rotieren. Die Säulen leisten keinen Widerstand und überall flogen Bruchstücke herum. Falko schoss ein paar Pfeile ab, aber sie prallten durch den Wirbelangriff ab, also schoss er die nächsten an die Decke, dass große Steine auf den Vampir fallen.

Diese Taktik zeigte schon eher Wirkung, weil Warren mit seinem Angriff aufhörte und diesen Steinen ausweichen musste. Die Chance nutze Falko und benutze ein paar Spezialpfeile, die im Körper von Warren landeten und explodierten.

Dieser Angriff hat Warren ziemlich stark verletzt, aber scheinbar hat dieser Vampir eine starke Regenerationsfähigkeit. Aber er wirkt sehr sauer, dass er auf Falko nun los stürmte. Der Scharfschütze sprang nach hinten und schoss weitere Geschosse ab, aber Warren schlug sie mit seiner Axt beiseite und war dann auch bei Falko.

Der Vampir schlug mit der flachen Seite auf Falko und dieser krachte in eine Wand rein. Falko spürte sofort, wie ihm einige Knochen gebrochen wurden und er spuckte Blut.

„Letztendlich seid ihr Fernkämpfer den Nahkämpfern immer unterlegen.“ grinste Warren bösartig.

„Hmm, ich spüre eine starke magische Energiequelle vor mir.“ murmelt Neia, während sie ihren Gang weitergeht. Sie hat einige Vorsichtsmaßnahmen auf sich gezaubert, denn sie hatte ebenso in der Vergangenheit gegen Vampire gekämpft und kannte einige Tricks von ihnen.

Auf einmal spürte sie, wie etwas auf sie zugeflogen kam und zauberte eine Eiswand hoch. Die Eiswand fing den Angriff ab, aber sie schmolz sofort weg. Neia schnipste und mehrere Feuervögel flogen in die Richtung, woher der Angriff kam und explodierten dort.

Die Magierin hörte eine weibliche Person kichern. „Es ist… ewig her, dass ich gegen einen Magier gekämpft habe. Vermutlich vor 5000 Jahren oder so, bevor ich in die Verbannung geschickt wurde.“

„Dann vermute ich, dass ihr Fae seid.“ kam Neia zum Entschluss und Fae wirkte nicht gerade begeistert darüber. „Ich habe Tio und Mio nie kennengelernt, aber ich wünschte, ich könnte sie selber töten über den Verrat!“

„Na na, so solltet ihr aber nicht über eure Geschwister reden.“ neckte Neia die Frau, die sich immer noch nicht gezeigt hatte. Neia stellte fest, dass es ein großer Raum war, der schon lange nicht mehr betreten worden war. Überall lag eine dicke Staubdecke und Neia war froh, dass sie sich noch nicht entzündet hat.

„Na, gefällt euch mein Übungszimmer? Hier habe ich meine… Magie zur Meisterschaft geübt und es ist auch ein guter Ort um gegen andere Magier zu kämpfen.“ erschien eine Frau mit langen grauen Haaren und blutrotem Kleid. „Da ihr mich ja zu kennen scheint, wie wäre es, wenn ihr euch ebenso vorstellt hmm?“ sagte Fae es mit einer hochnäsigen Stimme.

„Wohin ihr auch immer verbannt wurdet, es wäre besser gewesen, wenn ihr dort geblieben wärt. Mein Name ist Neia, die Elementarmagierin und werde das beenden, was dein Vater nicht konnte.“ sagte Neia es leicht genervt.

„Oh ho? Dann bin ich ja mal gespannt.“ grinste die Frau und schnipste. Auf einmal fing der Raum an… überall zu „bluten“.

„Das ist also die berühmte Blutmagie der Vampire? Eigenartig dass sich so wenige damit auseinander setzen.“ wirkte Neia interessiert und Fae hob eine Augenbraue.

„Das liegt daran, weil sich die meisten nur auf ihre körperlichen Eigenschaften konzentrieren und die Magie, die wir alle haben, stark vernachlässigen. Sie ist doch so einfach und verständlich zu benutzen. Dabei hat es nicht mal die Nachteile, wie sie ein normaler Magier hat. Man braucht nur ein bisschen Blut und schwups, kann der Spaß beginnen.“ erklärte Fae, dann schnipste sie mit den Fingern und mehrere Blutdorne flogen auf Neia zu.

Diesmal benutzte Neia eine Felsmauer als Verteidigung und konnte es erfolgreich blockieren, aber auch diese schmolz wie Säure weg. „Ich frage mich, wie euer Blut mit meiner Magie harmonisiert.“ kichert Fae. Diesmal beschwor sie zwei große Blutgolems, die sofort auf Neia zu stampfen.

„Oh ho ho. Ihr seht ja niedlich aus in eurer Ausrüstung.“ sagte eine Vampirin von einer Terrasse zu Christoper, der sie von unten anstarrt. In ihrem Lederoutfit und blassen Haut wirkt dieses Monster wie ein Gothic Girl.

„Danke, es kommt nicht oft vor, dass man mir zu meinem Aussehen Komplimente macht.“ bedankte sich Christoper, während er die Frau und den Raum analysiert. Überall lagen Leichenhaufen und es stank fürchterlich, auch von der Decke hingen Leichen in Käfigen oder wurden aufgehakt.

„Möchtet… ihr euch mir nicht anschließen? Ich verlange nicht viel und man kann unter meiner Hand… viel erleben.“ flirtete sie.

„Ah danke für das Angebot, aber ich muss leider ablehnen. Mir gefällt mein Leben und mache mir auch keine großen Sorgen über meinen kommenden Tod. Mit dieser Einstellung muss ich sogar leben, wenn ich ein Dungeon betrete, wisst ihr? Falls ihr noch nicht von mir gehört habt, aber ich bin Christoper, der Dungeonfarmer.“ stellt Christoper sich vor.

„Ah… wie schade. Mein Name ist Karlene, die dritte Tochter des Schlossherren. Dann werde ich euch wohl leider töten müssen.“ seufzte die Frau. Dann klatsche sie mit ihren Händen und die Leichenhaufen fingen an sich zu bewegen.

Christoper nahm sein Stab aus dem Inventar heraus und wartet ab, was dort passiert, in der Zeit redete Karlene weiter.

„Wisst ihr, ich kann zwar selber kämpfen, aber lieber überlasse ich das meinen Dienern. Ich habe mich auf Nekromantie spezialisiert, wisst ihr? Nichts macht mehr Spaß als aus Leichen neues Leben zu kreieren. Menschen, Elfen, Zwerge oder auch Monster und Tiere. Ich entnehme etwas und füge es mit anderen zusammen.“

„Ein… reizendes Hobby habt ihr.“ fiel Christoper nichts dazu ein und Karlene kichert. Nun brachen die Leichenhaufen auf und riesige Leichenkreaturen erschienen. Chuur wäre neidisch geworden über ihre Größe.

Man konnte diese… Monster nicht genauer beschreiben. Einige hatten Mäuler am Bauch, andere hatten scheinbar keinen Kopf und konnten den Dungeonfarmer trotzdem irgendwie orten. Christoper hat schon so einige ekelhafte oder unaussprechliche Monster gesehen, aber bei diesen… Dingern wurde selbst ihm ein bisschen übel.

„Niedlich meine Diener oder? Habe einfach meine Fantasie freien Lauf gelassen und schon habe ich diese Kreaturen erschaffen. Ich bin selber gespannt, wie sie kämpfen können.“ grinste Karlene von der Terrasse herunter.

Melaine ging mit ihren beiden Wölfen misstrauisch den Gang hoch, dabei hielt sie ihre Waffen bereit. „Wenn ihr was merkt, sofort angreifen!“ befahl sie ihren Wölfen. Irgendwann waren sie draußen auf einem Hof mit einem riesigen Springbrunnen und auf dem Springbrunnen stand ein dürrer Vampir mit einem langem Dreizack.

„Willkommen auf meinem Kampfplatz. Tallon ist mein Name und werde dein letzter Gegner sein.“ stellte er sich vor.

Melaines Wölfe fingen sofort an zu knurren und Melaine war ebenso auf der Hut. „Ich bezweifele das. Mir wurde gesagt, dass wir in der Lage sind, gegen jeden von euch zu gewinnen.“ widersprach Melaine.

„Wirklich? Diese Person muss es ja scheinbar wissen.“ grinste Tallon düster und Melaine nickte. „Diese Person hat Jasper besiegt, als er von Justus gerettet werden musste, also kann ich mich auf ihr Urteil schon verlassen.“

„Hrm… Jasper. Warum er gegen die Befehle von Vater und Justus gehandelt hat, verstehe ich nicht, aber das soll nicht mein Problem sein.“ wirkte Tallon ein bisschen traurig über den Ausbruch seines kleinen Bruders.

Dann sprang der Vampir vom Kopf des Springbrunnens und griff Melaine an. Sie und ihre Wölfe trennten sich, so ging der Angriff vom Vampir daneben, aber… der Boden wird komplett zerstört.

„Welch eine Kraft muss er haben?“ dachte Melaine, als sie ihren Gegner analysiert, aber Tallon schlug schon mit dem nächsten Angriff nach Melaine, dem sie auswich. Einer der Wölfe wollte nach dem Vampir beißen, aber er nutze seinen Dreizack als Sprungstab und entging diesem Angriff.

Melaine schlug mit ihrer Fähigkeit „Gewinkelter Schnitt“ nach Tallon, diesen schlug er aber mit seinem Dreizack zur Seite. Der andere Wolf versuchte nun anzugreifen, aber er wird von Tallon weggetreten und der Wolf jaulte.

„Nein!“ rief Melaine. Sie war abgelenkt von der Aktion und Tallon nutze dies aus und schlug mit dem Griff seiner Waffe ins Gesicht der Tierfrau, die ebenso weggeschleudert wird.

„Hmm. Irgendwie hatte ich mehr von euch erwartet, aber was soll man von Tiermenschen erwarten, die Tiere als Partner brauchen.“ provozierte Tallon grinsend.

„Unterschätze mich nicht!“ warnte Melaine, während an der Seite ihres Kopfes Blut floss.

Der dunkle Gott beobachtet den Kampf aus seinem Reich und ist sich nicht sicher, welche Seite siegen wird. Geht es um die Attribute, sind die Vampire klar im Vorteil, aber die Abenteurer sind trickreicher und haben einige Fähigkeiten, die man auch nicht unterschätzen darf.

Er ist nur über eine Sache sauer. Dass seine „Heldin“ gegen die Vampire kämpft, statt den Dämonenkönig zu beschützen. Seit Titanus durch ihre Hand gefallen ist, hat er sie nun auf Schritt und Tritt beobachtet und kann ihre Handlungen nicht nachvollziehen.

„Es ist, als hätte meine Schöpfung sich gegen mich gewandt.“ knurrte der dunkle Gott. Er hat den Dämonenkönig im Traum aufgesucht und… ihn mehr oder weniger zu Rede gestellt, aber scheinbar hat er Maßnahmen getroffen, dass der dunkle Gott nicht einfach so Hand an den Dämonenkönig legen konnte und letztendlich zurückgedrängt wurde.

Seither spioniert er sowohl den Dämonenkönig sowie die Heldin aus um zu erfahren, welche Pläne sie sich ausgedacht haben, um den Krieg zu gewinnen.

Nebengeschichte 3.

Ich bin wiedergeboren / Nebengeschichte 3

Ein muskulöser Jugendlicher schlägt mehrere Jungs in der Schule zusammen. „Habe ich euch nicht gesagt, dass ihr die Schwachen in Ruhe lassen sollt ihr Versager? Hä?“ raunzte er die vier Jungs an.

„Wa… wartet… wir haben uns nur einen Spaß erlaubt!“ stottert einer der Jungs mit einer blutigen Nase, wird aber wieder ins Gesicht geschlagen.

„Ich erlaube mir ebenso ein Spaß wie ihr seht. Glaube, ich war beim letzten Mal nicht deutlich genug gewesen.“ drohte der Jugendliche.

„Davino Buccheri, nimm sofort Abstand zu den Kindern!“ brüllte ein Lehrer, der sich in den Streit einmischte.

„Herr Lehrer, ich wollte den Jungs nur helfen. Irgendwie sind sie alle ausgerutscht und haben sich mehr oder weniger verletzt.“ schauspielert Davino, aber er kannte den Problemschüler bestens.

„In dem du auf sie einschlägst?! Geh sofort zum Direktor, ich werde mich um das Problem kümmern.“ befahl er. Davino warf den Jungs auf dem Boden einen Blick zu, dass sie besser den Mund halten sollten.

Der Problemschüler ging gelangweilt zum Direktor. Er klopfte nicht mal an die Tür, sondern ging einfach so rein. Der Direktor war am telefonieren und als er Davino sah, seufzte er nur und beendete das Telefonat.

„Warum… kann ich nicht wenigstens eine Woche Ruhe vor dir haben? Was ist diesmal passiert?“ fragte der Direktor müde.

„Keine Ahnung, ich wollte ein paar Jungs helfen die auf den Boden gefallen sind. Der Lehrer hat mal wieder ein tierisches Theater veranstaltet, als würde die Welt untergehen, aber was soll es, ich bin halt der Buhmann.“ tut Davino ahnungslos.

„Das ist deine Meinung, aber ich weiß es besser. Du hast sie zusammengeschlagen, weil sie andere Schüler mehr oder weniger gemobbt haben. Davino, es ist eine… gute Tat, aber es darf nicht auf Gewalt beruhen!“ versuchte der Direktor auf ihn einzureden.

„Was auch immer sie versuchen mir zu erklären.“ rollte Davino seine Augen und seufzte gelangweilt.

„Ich werde deine Eltern wieder rufen müssen… und ihnen erklären, warum du aus der Schule fliegen wirst. Ich habe dir so viele Chancen gegeben, dich zu ändern. Du hast ein gutes Herz, aber deine Taten… sprechen was anderes und ich muss auf den Schulfrieden achten.“ sagte der Direktor.

„Sie entscheiden einfach so, ohne nachzufragen, was überhaupt passiert ist? Ein schöner Direktor sind sie. Aber egal, gehe ich halt auf die nächste Schule oder bin endlich alle durch.“ war Davino entnervt.

Am späten Nachmittag waren beide Elternteile von Davino anwesend und hören das Urteil vom Direktor. Sie flehten ihn um Nachsicht, aber scheinbar hat der Direktor seinen Entschluss gefasst: Davino muss von der Schule gehen.

„Es tut mir leid, aber ich habe so oft ein Auge zugedrückt, aber Davino lässt sich einfach nicht belehren. Ich musste mir die vielen Beschwerden der anderen Eltern anhören, aber irgendwo muss ich auch einen Schlussstrich ziehen.“ war das letzte Wort vom Direktor.

Davino verließ stillschweigend mit seinen Eltern die Schule. Als sie im Auto saßen, fing das Theater an.

„Warum machst du uns immer solche Probleme? Haben wir nicht schon genug Probleme?!“ brüllte nun sein Vater.

„Ich und Probleme? Wer hat denn Geld von der Mafia geliehen und musst nun die Zinsen zahlen? Ich frage mich immer wieder, wann die Schuldeneintreiber kommen und uns etwas antun!“ brüllte Davino zurück und bekam vom Vater eine Ohrfeige.

„Schatz… das war jetzt unnötig.“ kommentierte seine Mutter es nur, aber Davino hatte einen hochroten Kopf.

„Ich weiß, das ich einen Fehler gemacht habe, aber statt es mir schwerer zu machen, könntet ihr mir ruhig etwas entgegenkommen. Ich habe drei Jobs abzuarbeiten, meint ihr, ich bereue den Fehler nicht?“ wehrte sich der Vater.

„Indem wir dir was zum saufen geben, damit du besser einpennen kannst?!“ schimpfte nun Davino und der Vater seufzte nur, dann fuhren sie gemeinsam nach Hause. Dort warten seine zwei jüngeren Schwestern auf sie.

„Davino ist schon wieder zu Hause?“ „Hat er wieder Ärger gemacht in der Schule?“ kichern sie beide.

„Nein meine kleinen lieben Schwestern. Die Welt wirft die Probleme raus, als den Ursprung zu lösen, aber egal, die Erwachsenen wissen es ja eh immer besser.“ rollte Davino seine Augen und ging in sein Zimmer.

Dort machte er seinen billigen Laptop an und fing an, wieder ein paar Games zu spielen, denn die hat ihn ja rausgeworfen. Nicht das seine Noten schlecht wären, sie waren sogar ziemlich akzeptabel, dass er sogar studieren könnte, es ist einfach nur, dass Davino die Probleme mit Gewalt löst.

Er spielte ein paar Stunden, bis auf einmal aus dem Nebenraum was krachte. Davino riss sofort seine Tür auf und sah seinen Vater mit einer blutigen Stirn auf dem kaputten Küchentisch liegen, während zwei bösartige Männer über ihn ragten.

„Wie du hast das Geld nicht? Der Chef ist ein sehr geduldiger Mann, aber auch ihm reicht es so langsam. Aber er hat es schon geahnt und gibt dir die letzte Chance. Er will das Geld nächste Woche sehen, ansonsten werden wir dir ein paar Organe entnehmen müssen und… du hast ja schnuckelige Töchter… sie werden den Rest abarbeiten.“ antwortet einer der beiden Mafiosi.

„Nein! Alles, aber nicht meine Töchter!“ war der Vater nun verzweifelt. Die beiden Männer lachten und gingen aus der Wohnung raus.

„Schatz! Geht es dir gut?!“ ging Davinos Mutter zu ihrem Mann, aber er schüttelt nur den Kopf. „Es… ist nur eine Platzwunde, aber ich weiß nicht, wie ich das Geld nun bezahlen soll. Ich schaffe es einfach nicht bis nächste Woche es zusammen zu treiben…“

„Dann lass mich mitarbeiten!“ warf Davino ein, aber sein Vater schüttelt wieder den Kopf. „Es bringt nichts, du bist zu jung und hast auch nichts vorzuweisen. Selbst wenn, bekommst du das Geld nicht auf Anhieb. Ich werde mir schon was einfallen lassen, geh wieder in dein Zimmer.“ befahl der Vater.

„Verdammt, erst jammerst du, dass wir dir entgegenkommen sollen, nun lehnst du es ab. Kannst du dich bitte für etwas entscheiden? Ich… muss hier raus. Die Luft ist mir zu dick hier.“ schnappte Davino seine Jacke und rannte aus der Wohnung heraus.

„Himmel und Hölle, was bin ich in eine beschissene Familie geboren…“ fluchte Davino, die Pechsträhne wollte nicht mehr aufhören.

Davino ging in eine alte Bücherei, dessen Besitzer er kannte. „Oh, du wieder? Dich sehe ich in letzter Zeit auch immer öfter hier.“ grüßte ihn ein alter Mann.

„Hi, hier ist es nun mal gemütlich und man kann seine Ruhe bekommen.“ winkte Davino ihm zu.

„Ich habe wieder ein paar neue Mangas, wenn du daran Interesse hast?“ fragte der alte Mann wissend, dass Davino sein Angebot nicht ausschlagen kann.

„Was soll ich diesmal für dich reparieren?“ grinste Davino. „Nichts reparieren, nur zwei Regale im Keller zusammenbauen, damit ich weitere Bücher lagern kann.“ sagte der alte Mann. Davino ging sofort ans Werk und baute die Regale zusammen.

„Schön, dann kannst du sie ja lesen, aber keine Knicke!“ warnte der Mann grinsend. Davino ging in seine gemütliche Ecke, wo er keine Besucher störte und kann sich nun endlich entspannen und vom Familienstress erholen.

Er las ein japanisches Manga, wo es um eine Heldin geht, die in eine andere Welt beschworen wurde und den Dämonenkönig besiegen soll, aber dessen Tochter ihr das Leben sehr schwer machte, dass sie so starke Zweifel bekam, ob sie überhaupt ein Talent als Held hat.

„Meine Güte, eine depressive Heldin? Oder ist die Tochter so gut, dass sie die Heldin manipulieren kann? Dabei ist es doch offensichtlich, wer auf ihrer Seite steht und wer nicht. Man darf halt nicht alles glauben was man gesagt bekommt, vor allem wenn die Tochter des Dämonenkönig sich als Mensch verkleidet und den König manipuliert.“ murmelt Davino.

„Als ich würde ihre Scharade durchschauen und dem ganzen ein Ende bereiten, damit die Heldin ihrer eigentlichen Aufgabe nachgeht!“ nickte Davino.

„Dein Wunsch sei dir gewährt.“ flüsterte eine weibliche Stimme im Kopf und Davino wird in eine Lichtkugel eingeschlossen und verschwand aus der Welt.

Kapitel 128

Ich bin wiedergeboren und die Spiele beginnen?

„Alle her hören. Meister Justus hat das Ok gegeben.“ sprach ein Vampir Attentäter, deren Basis vor Fanfoss war. Die Gruppe nahm es schweigend zu Kenntnis.

„Nochmal zu Erinnerung. Zwei werden die Villa von Lady Sina stürmen, Sechs Tio und Mio in der Gilde töten und ich werde mir die Partnerin von Lady Sina vorknöpfen… Gräfin Sherry.“ sprach der Anführer.

„Warum nimmst du immer die einfachsten Ziele Kain?!“ beklagte sich einer der Attentäter. „Weil ich nun mal der Stärkste von uns bin und somit das Vorrecht genieße?“ kommentiert Kain.

„Tzz… warum hat Ludwig dich damals nicht getötet, als er dich vom Thron gestoßen hat…“ murmelt ein anderer Attentäter.

„Der nächste, der sich beklagen will, kann Ludwig gerne folgen.“ warnte der Anführer säuerlich. Es war für ihn eine Schmach, von einem jüngeren Vampir herausgefordert und im ersten Duell auch besiegt zu werden.

„Wir werden in wenigen Stunden aufbrechen und der Welt vorführen, was passiert, wenn man Vampire ungestraft angreift!“

„Nochmal, du hast mit Jasper ein paar Waffenschläge ausgetauscht und konntest ihn ohne Probleme verletzten?“ fragte Christoper Sina nochmal, als alle sich auf den Weg zum Schloss machten.

„Das ist richtig. Jasper war so freundlich und hat mir gezeigt, dass er mit dem Speer, Axt und Keule umgehen konnte. Des weiteren hat er bestätigt, dass er den Titel Kampfmeister hat und sich sehr auf seine Vorahnung verlässt, sonst wäre er nicht so schockiert über den Angriff gewesen. Gerne hätte ich ihn getötet, aber Justus kam leider dazwischen.“ seufzte Sina.

„Und du meinst, das wir gegen die Familie eine Chance hätten?“ brummte Falco, der neben Sina ging.

„Definitiv. Ich habe unsere Kämpfe gesehen und ich glaube fest daran, dass jeder von uns einen von ihnen fertig machen kann.“ motiviert Sina ihre Kameraden.

„Wenn du das sagst, mache ich mir weniger Sorgen!“ freute sich Melaine, die sich schon schlimme Gedanken gemacht hat.

„Nun, vorsichtig sollten wir aber trotzdem bleiben. Im Schloss sind zwei Vampire die wir nur gemeinsam oder Sina bekämpfen können.“ warnte Neia.

„Das Schloss ist ja schon verdammt groß muss ich sagen. Es würde mich nicht wundern, wenn das Schloss sogar einen Zugang in den Berg hat.“ grübelt Thomddir laut.

„Würde gerne wissen, was sie für uns planen, dass Justus seinen Bruder beschützt hat.“ überlegte Louis.

„Eure Heiligkeit… wir müssen feststellen, dass… unsere Ritterorden mehrere Vampirnester gefunden haben. Klugerweise konnten sie ein paar Vampire festnehmen, damit wir weitere Standorte von ihnen erfahren, aber scheinbar können sie ihren Meister nicht verraten.“ berichtet der Erzbischof Georg.

„Wie… kann es sein? Ich dachte, mein Vorgänger hätte das Problem aus der Welt geschafft?“ murmelt Papst Silvester.

„Wenn ich meine Meinung dazu geben könnte, aber die Reinigung fand vor 400 Jahren statt. Zeit genug für diese unheilige Brut, sich wieder neu zu organisieren. Scheinbar haben sie in der Zeit auch viele unreine Seelen gefunden, die sich ihnen angeschlossen haben.“ sagte Georg dies.

„ … Gibt es Verräter in unseren Reihen?“ überlegte der Papst laut. „Es… ist nicht auszuschließen. Ich bin dabei, eine Gruppe von Vertrauten aufzubauen, damit sie auch unsere Leute durchleuchten, aber ich ahne nur Schlimmes.“ bekümmert dies Georg.

„Und das fing erst alles an, als Reichskanzlerin Sina unser Reich betreten hat. Ich will, dass sie aufgespürt wird. Ich wünsche ein Gespräch mit ihr!“ befahl der Papst.

„Ich… werde dies natürlich weiterleiten… aber eure Heiligkeit. Ich muss euch warnen, dass… Reichskanzlerin Sina vermutlich nicht mit euch das Gespräch suchen wird. Bei meinem letzten Treffen merkte ich schon eine feindliche Einstellung mir gegenüber oder als Person der Theokratie.“ schwitze Georg.

„Gibt es keine Möglichkeit, diese Frau unter Kontrolle zu bekommen?“ schüttelt der Papst den Kopf.

„Eure Heiligkeit. Sie hat eine Götterbestie getötet und die Kontrolle zweier Reiche, dessen Zorn wir auf uns gezogen haben. Wenn wir irgendetwas gegen sie machen werden, ist das unser Ende. Da ist das Vampirproblem unsere geringste Sorge.“ sprach Georg die Wahrheit aus.

„Ein verdammt großes Tor für ein Schloss. Sollen wir das jetzt aufbrechen oder wie?!“ fluchte Thomddir, als die Abenteurer endlich das Schloss erreicht haben.

„Hmm…“ überlegte Sina und klopfte an eine kleine Wachhütte. Es dauerte nicht lange und ein Vampir erschien.

„Sie wünschen?“ fragte es kurz gebunden. Sina holte ihre Einladung heraus und zeigte sie dem Vampir. Er schaute drauf, gab ein Grunzen von sich und betätigte einen Hebel. Das große Tor öffnete sich und der Vampir schloss sich wieder in seine Hütte ein.

„Damit wäre das Problem gelöst.“ lächelt Sina. „Eh… wieso ist das für dich alles so normal? Den Vampir hätten wir umgebracht und das Tor aufgebrochen.“ dachte Christoper laut.

„Es muss ja nicht immer eine gewaltsame Lösung sein oder?“ lächelt Sina weiter und alle Abenteurer dachte nur: „Das wollen wir nicht von dir hören!“

Die Abenteurer traten durch das Tor und sahen einen gepflegten Innenhof. Ihnen kam ein Vampir in Butler Uniform entgegen.

„Seid gegrüßt, ich nehme an, ihr seid Lady Sina mit eurem Gefolge?“ grüßte er freundlich. „Das ist richtig. Euer Herr hat mich eingeladen.“ bestätigte Sina.

„Eh… ich dachte wir werden kämpfen?“ fragte Melaine. „Das ist natürlich richtig, aber wir sind nur einfache Vampire die sich um den Haushalt kümmern. Ihr könnt uns ruhig ignorieren. Wenn sie mir bitte folgen würden? Meister Acula möchte euch persönlich empfangen.“ bat der Butler und alle schauten Sina an.

„Eh? Ich bin nicht der Anführer von uns. Wir können uns auch den Weg blutig schlagen.“ schlug Sina vor.

„Du bist die Stärkste von uns und hast uns hierher geführt, also… doch, bist du die Anführerin.“ hob Neia eine Augenbraue hoch und die anderen nickten.

„Na gut, dann bring uns zu deinem Herrn. Solltest du uns aber in eine Falle führen, bist du der Erste, der seinen Kopf verliert.“ warnte Sina den Butler, der nickte. Die Gruppe folgte den Butler, der sie in eine große Empfangshalle am Eingang führt.

„Wenn ihr hier warten könntet? Ich werde dem Herren eure Ankunft melden.“ verabschiedete sich der Butler.

„Als wären wir in eine Falle gelaufen…“ brummte Falko und Melaine stimmte ihm zu. „Stimmt, wie auf einem Präsentierteller.“ nickte Christoper.

„Meine Gäste, willkommen in meinem Schloss.“ grüßte eine altertümliche Stimme von oben. Auf einer Terrasse stand ein schwarzgekleideter Mann mit langen silbernen Haaren, roten Augen und er strahlte eine Aura aus, die sehr alt war und für mächtige Monster spricht.

„Danke für die Einladung.“ grüßte Sina zurück. Die anderen Abenteuer waren erstaunt, dass Sina sich von seiner Präsenz sich nicht einschüchtern lässt. Falko und Thomddir waren am schwitzen und Louis hielt nervös seinen Schwertgriff fest.

„Ihr seid also die berühmte Lady Sina, die Titanus und einige meiner treuesten Gefolgen getötet hat.“ lächelt Acula, aber seine Augen lachten nicht mit.

„Und ihr seid ein dreckiger Bastard, der seine eigenen Kinder töten lässt.“ antwortet Sina freundlich zurück. Die Abenteurer schnappten nach Luft, aber scheinbar lässt sich Acula davon nicht provozieren.

„Nun, jeder führt seine Familie anders, ihr werdet das nicht verstehen. Dabei habe ich sogar relativ einfache Regeln. Erledigt die Aufträge, ewige Loyalität und ähnliches und wer dies nicht einhalten kann, wird sterben.“ wiegelt Acula den Kopf.

„Oh ja, natürlich. Aber ich bezweifele, dass du mich eingeladen hast, damit wir uns über Familie und ähnliches unterhalten wollten oder?“ wirkte Sina gelangweilt.

„Das ist natürlich richtig. Ich denke… das meine Töchter Mio und Tio dich aufgeklärt haben, dass ich mich normalerweise höchstpersönlich auf die Jagd begehe, mein Lieblingshobby. Aber nachdem Ludwig getötet wurde, den stärksten meiner erschaffenen Vampire, dachte ich mir, ich Spiel ein anderes Spiel… etwas Neues.

Ich bin ein bisschen unzufrieden mit meinen Kindern. Tio und Mio leben leider immer noch, Camilla ist ja durch eure Hand gestorben und Jasper… hat seine Lektion kennengelernt. Wie dem auch sei, ich hatte schon geahnt, dass ihr ein paar Verbündete mitbringen werdet. Aber dass ihr gleich alle stärksten Abenteurer mitbringt, spricht doch für euer Charisma.“ plauderte Acula und schnipste mit seinem Finger. Auf einmal gingen sieben Mauerwände herunter und zeigten je einen Gang.

„Da ihr mich ja töten wollt, müsst ihr mindestens sechs von sieben Schaltern umlegen, damit der Weg zu mir frei ist. Jeder dieser Schalter wird von einem meiner Kinder… bewacht. Aber keine Sorge, ich werde mich nicht in diese Kämpfe einmischen, meine Kinder müssen ihren Wert beweisen. Sterben sie gegen einen von euch, waren sie einfach nur schwach gewesen.“ erklärte Acula.

„Warum… sollten wir bei eurem Spiel mitmachen? Wir können auch direkt jetzt gegen euch kämpfen!“ meldete sich Neia.

„Nun… solltet ihr mein Spiel nicht mitmachen, werde ich alle Vampire, die ich in Efrana und Osnain stationieren ließ, eure Städte angreifen lassen.“ grinste Acula und Thomddir fluchte laut. „Verdammt!“

„Das kostet dich eine Goldmünze.“ lachte Sina. Es ist schon eine komische Szene. Da droht einer der ältesten Wesen der Welt mit der Vernichtung und zwei Lebewesen halten ihre Wette ein.

„Bedaure?“ runzelt Acula seine Stirn und Christoper erklärt es, während der Zwerg Sina eine Münze in der Hand drückte.

„Unsere… werte Freundin Sina hat es schon geahnt und Gegenmaßnahmen ergriffen, gerade weil sie damit gerechnet hat, dass ihr so einen Zug machen würdet. Es kann also sein, dass… nicht nur eure Kinder das Leben verlieren werden.“ schmunzelt Christoper.

„Ihr habt das soweit vorausgeplant Lady Sina? Ihr seid nicht nur stark, sondern könnt euch auch in das Denken eurer Feinde hineinversetzen? Ihr seid wahrlich erstaunlich. Aber keine Sorge, die besten meiner Attentäter werden Fanfoss angreifen, damit Tio und Mio endlich von der Welt verschwinden, aber auch eure Freunde.“ grinste Acula.

„Nicht schlimm, dort sind ebenso die stärksten Abenteurer stationiert und… ehrlich? Ich werde laut lachen, wenn eure Leute dabei draufgehen. Sie wissen nicht, mit wem sie sich in Fanfoss alles anlegen.“ grinste Sina böse.

„Verstehe, ihr habt euch gut auf den Krieg vorbereitet. Dann werden wir ja sehen, wer sich am Ende durchsetzt.“ grinst Acula ebenso zurück und zog einmal die Nase hoch. „Eine Frage hätte ich noch Lady Sina.“

„Seid ihr aber ein neugieriger Kerl. Ist das normal bei euch Vampiren dass ihr eure Opfer mehr oder weniger um ein Date bittet? Selbst Ludwig Kelmont führte so ein Gespräch.“ rollte Sina ihre Augen und Acula musste lachen.

„Er war schon immer ein Dramatiker gewesen und hat es wohl bis zum letzten Moment ausgelebt. Nun, meine Frage ist relativ einfach: Warum seid ihr hier?“ grinste Acula.

„Huh? Um deine Kinder sowie euch zu töten, damit ich meine Ruhe habe?“ wunderte sich Sina und Acula lachte wieder.

„Das kann ich mir vorstellen, aber das meinte ich nicht und das wisst ihr genau. Ihr dürftet überhaupt nicht hier sein. Ich bin alt genug zu wissen, was ihr genau seid. Meine Kinder Justus und Jasper wollten mir weismachen, mit wem ich es zu tun hätte und ich habe es ihnen nicht geglaubt.“ grinste Acula nun böse und die Abenteurer starrten alle Sina an.

„Schön für euch und ich kann es mir gut vorstellen, aber wen juckt es? Sollen wir nun euer Spiel mitmachen oder nicht.“ wirkte Sina desinteressiert.

„Erstaunlich wie ihr euch unter Kontrolle habt. Andere wären in Panik geraten oder ähnliches, aber ihr meint wirklich das, was ihr sagt.“ zollte Acula der Frau ein bisschen Rezept. „Nun denn, möge der bessere Kämpfer sich am Ende durchsetzen.“ verschwand Acula.

„Was meinte der Mann?“ verlangte Neia zu wissen. „Meinst du, ich weiß es?“ widersprach Sina, aber niemand wollte ihr das wirklich abkaufen.

„Gibt es etwas, was wir wissen müssen?“ hakte Christoper nach. „Außer das der Vampir es geschafft hat, dass wir uns gegenseitig misstrauen?“ ignoriere die leicht gereizte Stimmung.

„Genau, was bringt es jetzt darüber zu diskutieren? Wir sind den weiten Weg gegangen um Vampire in die Ärsche zu treten!“ verteidigte Thomddir sie.

„Am besten wir besprechen es, wenn wir den Kampf hinter uns haben.“ sprach nun Louis und die Stimmung wurde wieder ruhiger.

„Habe ich es richtig verstanden, dass nun jeder seinen… „Gang“ nimmt? Fragte nun Melaine, die die Gänge inspizierte.

„Sieht so aus. Wir können natürlich auch alle gemeinsam immer einen nehmen, aber ich habe den Eindruck, dass es Acula dann nicht gefallen wird und… seine Drohung auf die restlichen Städte umsetzten lässt.“ brummte Falko.

„Dann machen wir es so. Jeder nimmt sich einen Gang und dann treffen wir uns alle vor dem Raum zu Acula. Ich weiß dass wir es schaffen. Wir haben gemeinsam gegeneinander gekämpft, wir haben gemeinsam gegen Titanus gekämpft, wir haben gemeinsam unsere Abenteuergilden in eine neue Zukunft entschieden und wir werden auch gemeinsam das Schloss wieder verlassen!“ motivierte Sina die Abenteurer und einige mussten schmunzeln, als sie an die Vergangenheit erinnert wurden.

„Haltet euch nicht zurück. Das wird vermutlich ebenso ein schwerer Kampf werden wie gegen Titanus.“ warnte Christoper und alle nickten.

„Dann auf, der Feind wird nicht unbedingt auf uns warten!“

Kapitel 127

Ich bin wiedergeboren und die Ankunft?

„Morgen sollten wir an diesem Schloss ankommen. Ich würde vorschlagen, dass wir hier übernachten und Wachposten besetzen.“ schlug Christoper vor.

„Dort ist das Schloss oder? Meint ihr Falco sollte mal einen Schuss abgeben, damit die wissen, dass wir bald da sind?“ grinste Thomddir und Falco hob nur eine Augenbraue.

„Dazu ist es zu spät. Sie wissen doch schon lange das wir hier sind.“ antwortet Sina darauf. Sie hatte schon den ganzen Tag das Gefühl gehabt, beobachtet zu werden.

„Glaubst du, sie werden uns angreifen?“ murmelt Neia etwas unsicher. „Nicht wirklich. Zumindest nicht wenn es nach Acula geht.“ beruhigte Sina Neia, aber es war nicht so, wie Sina es sich dachte…

Sie bauten ein Nachtlager auf und nahmen gemeinsam die Mahlzeit ein, die Suki für sie vorbereitet hatte. Sina nahm die Wache mitten in der Nacht und es war sehr still, als sie merkte, dass jemand kam. Die Wölfe von Melaine fingen an zu knurren, aber Sina streichelte sie beide gleichzeitig und beruhigte sie, da sie sich um das Problem kümmern will.

Die Heldin verließ leise das Lager und ging auf die kommende Person zu. „Das reicht, näher brauchst du nicht zu kommen.“ warnte Sina den Mann mit vielen Narben am Gesicht.

„Ihr seid also die Frau, von der mein Bruder die ganze Zeit ununterbrochen redet. Wenn ich mich vorstellen darf, ich bin Jasper. Darf ich euch nach eurem Namen vorsichtshalber fragen?“ verbeugte sich der Vampir.

„Lady Sina die Verteidigerin. Mit eurem Bruder meint ihr Justus? Scheinbar muss ich ja einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.“

„In der Tat. Er hat uns alle gewarnt, dass ihr ihm gehört. Könnt ihr euch das vorstellen? Da sehen wir uns alle lange nicht und dann so was.“

„Das tut mir aber nun schrecklich leid. Willst du ein Taschentuch haben?“

„Ah, ihr seid aber eine nette Dame. Ich frage mich wirklich, wieso mein Vater und mein Bruder so in dich vernarrt sind. Ich wollte eigentlich nur mein Leben leben und schon muss ich an diesem Familientreffen teilnehmen.“

„Das wüsste ich auch gerne. Ich hatte ganz andere Dinge vor, aber nein, es ist speziell deine Familie, die mir so auf den Keks geht.“

„Das tut mir wirklich leid. Was mich ein bisschen wundert ist… Warum können wir so ein normales Gespräch führen? Deine Freunde oben hätten direkt zu den Waffen gegriffen.“

„Warum sollten wir es nicht können? Höchstens bei Justus wäre ich vorsichtiger, aber ansonsten? Ich habe mit Ludwig sogar ein Tee getrunken beim Gespräch, bevor wir uns dann bekämpft haben. Er war ja ein richtiger Gentleman gewesen. Zu schade dass ich ihn töten musste.“

„Ach Ludwig. Sag, hat er seinen Kampf des Lebens bekommen?“

„Er hat zumindest am Ende gelacht, wenn das zählt.“

„Hmm, dann ist das wohl so. Und Camilla hast du ziemlich fertig gemacht, zumindest hat Justus uns das so geschildert.“

„Sie bekam eine Abtreibung von meinen Freundinnen. Den Rest habe ich dann übernommen. Ich würde es nicht mal als ein richtigen Kampf bezeichnen, da war es mit Ludwig schon herausfordernder gewesen.“

„Ich verstehe. Nun, ich bin nicht unbedingt traurig darüber das Camilla tot ist, obwohl sie meine Schwester war.“

„War Justus ebenso nicht, aber Mio und Tio dagegen haben geweint, als sie hörten, dass Camilla tot war. Es würde mich nicht wundern, wenn sie ebenso trauern werden, wenn wir euch alle umbringen.“

„Mio und Tio. Ich habe bis jetzt noch keine richtige Meinung zu ihnen. Vater und Justus meinen, sie wären ein Fehlschlag. Camilla hat sie als Spielzuge benutzt und ich hatte keine Zeit, mich mit ihnen zu beschäftigen.“ meinte Jasper und zog einen Speer aus seinem Inventar heraus.

„Keine Sorge, ich werde mich um sie kümmern und ein Fehlschlag? Dein alter Sack müsste dumm sein. Sie benötigen eine andere Art von Erziehung, aber wer seine Kinder als Spielzeuge betrachtet, wird das im Leben nicht verstehen.“ kommentiert Sina und zog ebenso einen Speer heraus, was Jasper zum schmunzeln bringt.

„Ho? Ich dachte, ihr seid eine Schwertkämpferin mit langen dünnen Schwertern?“

„Ich habe mehrere Talente so wie ihr es auch habt.“

Sie starrten sich beide an und dann griffen sich beide gleichzeitig an. Sie wechseln ein paar Schläge und setzten ihre Tricks ein, als Jasper mit dem Speer ausholte und mit der freien Hand eine Axt aus dem Inventar zog. Sina wich den Angriff aus und holte ihre demolierte Doppelkopfaxt raus, während beide Kämpfer ihre Speere wieder zurücklegten und schlugen wieder mit einander ein paar Schläge aus.

„Diese Technik… wo habe ich sie schon mal gesehen?“ wundert sich Jasper, aber das er keinen Treffer bei Sina landen konnte, war viel schlimmer für ihn.

„Was ist los? Dachte du hast mehr auf dem Kasten?“ provozierte Sina ihn und griff mit einem Großschwert zusätzlich an. Abwechselnd schlug Sina mit der Axt und dem Großschwert auf Jasper ein, der nun ins schwitzen kam. Jasper nahm einen Abstand und zog nun eine große Keule.

Beide Kämpfer parierten, blockierten oder wichen den Angriffen des anderen aus. „Ihr habt ebenso den Titel Kampfmeister oder?!“ rief Jasper nun, aber Sina grinste nur geheimnisvoll.

„Keine Ahnung wovon ihr sprecht. Aber scheinbar funktioniert eure Vorahnung nicht wirklich gegen mich.“ ärgert Sina ihn.

„Kein Wunder warum Justus dich so unbedingt haben will. Lass uns den KamARGGHHHH!“ schrie Jasper, als Sina von hinten mit dem Großschwert auf Jasper einschlug.

„Was ist los? War ich dir etwa zu schnell?“ lächelt Sina bösartig. Dieser Schrei weckte die anderen Abenteurer auf und sie zogen alle ihre Waffen. Die Wölfe führten die Gruppe hin und sie sahen, wie ein Mann auf Knien stand mit zwei unterschiedlichen Waffen und Sina mit einer Axt und Großschwert.

„Wie… habt ihr das gemacht?!“ fluchte Jasper. „Vorahnung funktioniert solange, wenn deine eigenen Attribute höher sind als die deines Gegners.“ gab Sina dem Vampir den entscheidenden Tipp.

„Wollt ihr mir sagen, dass ihr eben nur mit mir gespielt habt?!“ knurrte Jasper und Sina nickte fröhlich.

„Aber sicher und ich bin dir dankbar. Nun weiß ich, dass meine Freunde deine restlichen Geschwister ebenso besiegen können!“ schlug Sina mit dem Großschwert nach Jasper, wird aber von einem anderem Schwert geblockt.

Es war Justus, der den Todeshieb aufhielt. Sina und Justus starrten sich gegenseitig an und als hätten sich einen Waffenstillstand beschlossen, zog Sina sich zurück.

„Seid gegrüßt Lady Sina. Ich muss mich leider für meinen kleinen Bruder entschuldigen, aber scheinbar konnte er einfach nicht verstehen, warum ich jedem klar gemacht habe, warum ihr mir gehört.“ schüttelt Justus traurig den Kopf.

„Was… willst du hier.“ knurrte Jasper. Die Vampire ignorierten die kommenden Abenteurer vollkommen und Sina legte ihre Waffen zurück.

„Na was wohl? Damit Vaters Spiel funktioniert, musst du am Leben bleiben, leider. Wenn es nach mir gehen würde, hätte ich Lady Sina sogar geholfen, dich zu töten!“ schimpfte Justus auf Jasper ein.

„Warum klären wir es nicht hier und jetzt Justus?“ bot Sina an, aber Justus schüttelt den Kopf. „Danke für das Angebot, aber selbst ich bin nicht so wahnsinnig und kämpfe mit dir UND deinen Freunden. Außerdem glaube ich sogar das ihr euch zurückhalten würdet so wie ihr das mit meinem kleinen Bruder getan habt.“

„Schade, aber jammere nicht, wenn es nicht so kommt, wie du es erwartet hast.“ grinste Sina nun und Justus grinste zurück.

„Keine Sorge, wir werden uns schon früh genug wiedersehen.“ sagte Justus noch, bevor er Jasper schnappte und beide verschwanden.

„SINA! Ist alles in Ordnung?“ brüllte Thomddir, als sie endlich bei Sina ankamen. „Mir geht es soweit gut, aber Jasper nicht. Vermutlich bekommt er von Justus noch ein paar Schläge, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden mit der Entwicklung.“

„Wie meinst du das?“ fragte Christoper nach. „Jasper habe ich als den drittstärksten eingestuft, aber entweder ist er faul und nachlässig geworden oder sehr von sich überzeugt, aber er hat zumindest bestätigt, dass er den Titel Kampfmeister hat, aber ehrlich gesagt… war es wieder Justus um den ich mir mehr Sorgen mache.“ erklärt Sina.

„Warum hast du uns nicht gerufen?!“ schimpfte Neia. „Damit der Kampf mitten im Lager stattfindet? Die Wölfe wussten das Besuch da war und ich mich drum kümmern wollte.“ wehrte sich Sina.

„Eh? Wieso haben sie auf dich gehört?“ war Melaine nun empört. „Erinnerst du dich noch an die erste Begegnung wo du sagtest, sie würden mir nicht vertrauen? Scheinbar tun sie es nun.“ grinste Sina.

„Du hättest uns trotzdem wecken sollen. Was wäre, wenn es eine Falle gewesen wäre?“ sagte Louis.

„Dann wäre Acula persönlich gekommen und hätte seine Kinder getötet, denn in eins waren die Zwillinge sich sehr sicher. Er ist und bleib seinen Spielen treu.“ nickte Sina.

„Meinst du, dass es jetzt sicher ist?“ brummte Falco. „Definitiv, denn nun habe ich nicht mehr dieses Gefühl, beobachtet zu werden.“ bestätigte Sina und alle gingen wieder zurück ins Lager.

Im Schloss:

Jasper wird vor den Augen von Acula von Justus geschlagen. „Welchen Teil von: „Lass die Finger von Sina.“ wolltest du einfach nicht verstehen hmm?“ war Justus leicht sauer.

„Warum?! Ich verstehe weder dich noch Vater warum ihr diese Frau so faszinierend findet und wollte es selber herausfinden!“ brüllte Jasper.

„Und verstehst du es nun mein Sohn?“ lächelt Acula vom Thron herunter mit einem Glas Wein in der Hand.

„Sie ist verdammt nochmal stark. Es war, als würde ich gegen Justus kämpfen und dann war da noch dieser merkwürdige Kampfstil mit ihren Waffen. Ich komme nicht darauf, wo ich sie schon mal gesehen habe!“ fluchte Jasper weiter, als er wieder von Justus in den Magen geschlagen wird.

„Hmm? Wie meinst du das?“ wundert sich Acula. „Wo mein kleiner Bruder es anspricht, aber diese Frau riecht nicht nach einem Mensch.“ bestätigte Justus.

„Ihr wollt mir also sagen, diese Frau sieht aus wie ein Mensch, aber könnte wohl möglich keiner sein?“ schmunzelt Acula vom Thron.

„Sag du es uns. Erleuchte uns doch mit deiner Weisheit. Kann ein Mensch eine Götterbestie besiegen?“ provoziert Fae, die ebenso im Thronsaal anwesend war.

„Deine Zunge ist mal wieder ein bisschen zu locker geworden. Ich dachte, es hat dir keinen Spaß gemacht, als ich sie dir raus gezogen habe?“ warnte Acula und Fae bekam einen Schauder an ihrem Rücken, wenn sie an das Erlebnis dachte.

„Entschuldigung Vater, meine Zunge war schneller als mein Gedanke.“ entschuldigte Fae sich verbeugend.

„Aber um auf deine Frage zu kommen. Selbst die beschworenen Helden könnten das nicht. Ich muss überlegen… meine letzte Auseinandersetzung war mit Dogma vor ein paar Jahrtausenden, als er wieder eine Stadt angegriffen hat, wo ich auch vor Ort war. Das war natürlich ein Spaß gewesen, aber mir fehlten zu diesem Zeitpunkt die nötigen Waffen, um es zu töten.“ schwärmte Acula.

„Mit Dogma? Ich dachte, der wäre nur ein Märchen!“ widersprach Jasper, bekam aber von Justus wieder einen weiteren Schlag.

„Oh nein, der ist kein Märchen. Der ist genauso lebendig wie ich es bin. Der schläft irgendwo auf der Welt. Beim letzten Mal hat Dogma ziemlich… gut gefressen und scheinbar braucht er nicht mehr auf die Jagd zu gehen. Zu dumm, dass es keine Möglichkeit gibt mit den Götterbestien ins Gespräch zu kommen.“ wirkte Acula ein bisschen traurig.

„Also wenn kein Mensch in der Lage ist, diese Wesen zu töten, welche Rasse hätte denn die nötige Kraft um es zu schaffen? Vampire definitiv, zumindest ihr und Justus. Dragos Versuch ging ja ziemlich nach hinten los.“ kommentierte Fae.

„Eine Rasse die das definitiv könnten, wären die Dämonen, aber die sind auf ihrem Kontinent eingesperrt worden.“ sagte Acula und bei Justus und Japser ging ein Licht auf.

„Dämonen… verdammt, ist es schon so lange her, dass ich vergessen habe, wie sie riechen? Das macht natürlich Sinn! Vater, diese Frau ist ein Dämon!“ war Justus erregt.

„Das erklärt auch ihre Stärke sowie diese alten Waffentechniken, die sie bei mir eingesetzt hat.“ murmelt Jasper.

„Ihr wollt mir sagen, dass diese Frau ein Dämon ist? Dafür hat sie aber keine typischen Merkmale eines Dämons.“ wirkte Acula nicht wirklich überzeugt und Fae hatte bisher keinen Kontakt mit ihnen gehabt in der Verbannung.

„Vielleicht hat man es ihr entfernt? In ihrer Gewandung kann man so gut wie nichts erkennen, aber ihr könnt euch doch selbst überzeugen, wenn ihr die Gäste willkommen heißt.“ grinste Justus.

„Und dann mögen die Spiele beginnen!“

Kapitel 126

Ich bin wiedergeboren und die nächsten Schritte?

„Eure Heiligkeit, ich habe soeben erfahren, dass… die Ungläubige Sina unser Reich betreten hat!“ berichtete Erzbischof Georg.

„Ich dachte, ich hätte die Anweisung gegeben, dass sie unser Land nicht betreten darf?“ war Papst Silvester leicht angesäuert.

„Zuerst haben die Wachen sie daran gehindert, aber dann hat sie gedroht, wenn wir sie nicht durchlassen würden, dass sie es als einen Kriegsgrund betrachtet und beide Armeen gegen uns einsetzen lässt.“ berichtete der Erzbischof weiter.

„Bei der Göttin… Diese Frau hat zu viel Macht. Was will sie überhaupt hier?“ fragte der Papst nach dem Grund.

„Sie ist mit eine Gruppe von Abenteurern auf einer Vampirjagd. Wir hätten ein Problem mit Vampiren und das will sie lösen. Das hat sie zumindest von sich behauptet.“ erzählt der Erzbischof.

„Vampire? Ich dachte unsere Ritterorden hätten diese unheilige Brut aus unserem geheiligtem Land vertrieben!“ wurde der Papst nun sauer.

„Vermutlich ist es nur eine Ausrede von dieser Frau gewesen, um unser Land zu betreten.“ vermutet der Erzbischof.

„Könnt ihr euch dessen sicher sein? Ich will, dass ihr die Ritterorden raus schickt und dieser Behauptung auf den Grund geht!“ befahl Papst Silvester und der Erzbischof verbeugte sich nur.

„Schachmatt. Schachmatt. Ihr solltet langsam aufhören, gemeinsam zu arbeiten sondern eure eigenen Schachzüge planen.“ seufzte Sina.

„W… wie… meint ihr das? Wir arbeiten doch nicht zusammen!“ stottert Neia, aber sie schaute Sina nicht dabei an.

„A… A… also ich weiß nicht wovon du sprichst.“ pfeift Melaine, aber ihre Wölfe machten ihr einen Strich durch die Rechnung und bellten.

„Wenigsten die Wölfe sind ehrlicher als die Spieler.“ kommentiert Sina. „Hast du eigentlich schon Pläne, wie wir gegen die Vampire kämpfen werden?“ versuchte Neia das Thema zu wechseln.

„Holzpflock ins Herz?“ schlug Sina vor und die beiden anderen Damen rollten ihre Augen. „Du weißt, was Neia meint…“ sagte Melaine es entnervt.

„Was soll ich denn planen? Wenn das ein großes Schloss ist, wie Tio und Mio es erklärten, dann können wir uns entweder aufteilen oder gemeinsam alles auf den Kopf stellen. Wir kennen es eh nicht und nach Bauplänen zu suchen halte ich für Zeitverschwendung.

Ich frage mich ist eher, was die Vampire für uns vorbereitet haben und wie wir das überleben können. Laut den Zwillingen ist es ein ganz neues Spiel was Acula dort treibt und können uns daher nicht wirklich viele Informationen geben, außer dass der Vampirkönig seinen Spielen sehr treu ist. Also, abwarten und Tee trinken.“ erklärt Sina ihre Gedanken.

„Hrm… sag mal… Was kaust du eigentlich immer? Seitdem ich dich kenne, kaust du etwas oder steckst dir was in den Mund.“ wundert sich Melaine und Sina begann leicht zu schwitzen.

„Eh… Ein Tick von mir. Ich bin leicht süchtig nach eine bestimmten Sorte von Kaublättern aus meiner Heimat.“ zuckte Sinas Mundwinkel.

„Darf ich eins probieren?“ fragte Melaine mit strahlenden Augen, aber Sina schüttelt den Kopf. „Der Letzte, der eins gegessen hat, lag für mehrere Tage im Krankenzimmer, so widerlich soll der Geschmack sein. Ich kann mich nicht beklagen, aber du hast etwas empfindlichere Sinne im Mund als Tiermensch oder?“

Melaines Wolfsohren sackten nach unten, aber sie nickte. „In der Tat, aber vor allem meine Nase. Wenn meine Jungs und ich auf die Jagd gehen, verlassen wir uns gerne auf die Nase.“

„Wusstet ihr, dass Vampirblut heilende Kräfte hat?“ wechselt Neia das Thema. „Je älter ein Vampir ist, desto stärker ist diese Heilung.“

„Verdammt… hätte ich Camilla damals nicht umgebracht.“ fluchte Sina und Neia bereute es nun, das Thema angesprochen zu haben.

„Woher weißt du das?“ hakte Melaine nach. „Ich kannte eine Gruppe von Vampirjägern, die sich nicht auf Tötung, sondern auf Fangen von Vampiren spezialisiert hatte, was ja nun um einiges schwerer ist. Nun jedenfalls hat der Anführer mir erklärt, dass man für dieses Blut horrende Summen verlangen konnte, weil sie wirklich alles heilen konnten, was man mit der Medizin oder Heilkraft nicht heilen konnte.

Wichtig war, dass es von geborenen Vampiren ist und dass sie alt sein müssen. Ich glaube… das Mio und Tio zu jung dafür sind, aber ausschließen will ich es nicht. Es steht sogar die Behauptung im Raum, wenn man das Blut von den ersten Vampiren trinkt, dass sie sogar Flüche, verlorene Gliedmaßen oder andere unterdrückte Probleme heilen.“ erklärte Neia.

„Eh… ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir es schaffen, Acula, wenn er zu den ersten Vampiren gehört, eine volle Flasche Blut abzuzapfen. Wenn ich mir über Justus schon ein paar Dinge einfallen lassen muss, wie wird es mit ihm?“ merkte Sina ein kleines Problem an.

„Wie wahr, aber ich dachte, ein bisschen mehr über Vampire zu wissen, schadet ja nicht.“ grinst Neia.

„Frage mich was die Jungs in der anderen Kutsche machen.“ dachte Melaine laut…

„Also, wenn man einen Gegner bekämpft der in die Zukunft schauen kann, was könnte man anwenden?“ überlegte Christoper laut.

„Die Frage ist doch eher, ist die Zukunft fest geschrieben oder veränderbar?“ stellte Thomddir eine kluge Frage.

„Hm… ist veränderbar. Wir wissen das man aus vergangenem lernen kann und jetzt das Gespräch die Gegenwart ist, doch die Zukunft können wir nur bestimmen, wenn wir Entscheidungen treffen, die für die Zukunft relevant sind. Doch wie sieht es aus, wenn eine Fähigkeit ins Spiel kommt?“ grübelte Falko.

„Sollte man eigentlich auch mit Fähigkeiten kontern oder? Zusätzlich werden unsere Attribute dazu einbezogen. Ich behaupte einfach mal, dass es nichts bringt in die Zukunft zu schauen, wenn der Gegner eine höhere Schnelligkeit hat als man selber, wie siehst du das Louis?“ fragte Thomddir.

„Hmm… wenn ihr ehrlich bin, vorher habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, bis Sina die Warnung ausgesprochen hat mit diesem Titel. Ich habe immer wieder unseren Kampf vor Auge und den Kampf mit Sherry, als Sina geblendet war. Sie wusste immer, wo ich schlagen wollte, als hätte sie es gewusst.

Erfahrene Kämpfer können auch zum Teil ohne diese Fähigkeit vorausahnen, wie jemand zuschlagen wird wie wir, aber eine gewisse Unsicherheit ist immer vorhanden, wenn der Gegner mit Tricks kommt.

Bei Sina war es… anders. Nicht nur ahnte sie wo ich schlagen wollte, sondern sie wusste es auch wo, exakt. Tio und Mio waren so freundlich und haben mir ihre… Attribute aufgeschrieben, aber Neia meint, Sina würde ihre fälschen.

Wenn ich raten müsste, hat Sina ebenso den Titel Kampfmeister. Sie wollte ein Großschwert benutzten, aber hat es mit der Axt ausgetauscht. Mein… Instinkt sagt mir, dass sie mit dem Großschwert ebenso problemlos kämpfen kann und soll mit einer Peitsche üben.

Ich stelle mir immer wieder die Frage, was Sina noch verheimlicht und… warum. Hat sie sich im Kampf gegen mich oder in den anderen Duellen zurückgehalten? Bezüglich der Vorahnung hilft eigentlich nur höhere Attribute zu haben als der Gegner.“ war die Meinung von Louis.

„Sina hat sich zurückgehalten.“ sagte Thomddir. Alle schauten ihn an, als er dies sagte. „Ich glaube im Leben nicht, dass der letzte Schlag, den sie mir im Duell verpasste, 75% waren. Ich… bin nicht immer der hellste, aber die Aktion mit den Fesseln… Erst da wurde mir richtig bewusst, hätte Sina alle ihre Kraft eingesetzt, hätte sie mir vermutlich meinen Kopf abgeschlagen.“

„Hat nicht jeder von uns seine Geheimnisse? Ich würde auch nicht alles verraten, wenn ich damit meine Umgebung beeinflussen kann.“ nahm Christoper Sina in Schutz.

„Außerdem, hat sie denn nicht schon oft genug bewiesen, dass sie trotz ihrer Brutalität…, dass man ihr vertrauen kann?“ stimmte Falco zu.

„Hmm… wir vertrauen ihr, aber vertraut sie uns? Irgendwie habe ich immer den Eindruck, dass sie damit rechnet, dass wir ihr in den Rücken fallen.“ gab Louis seine Beobachtung kund.

„Nun, würde sie uns nicht vertrauen, hätte sie uns ja nicht gefragt, ob wir mitkommen wollen oder?“ gab Thomddir seine Bedenken.

„Hmm, vielleicht solltest du dich ein bisschen gedulden, bis Sina sich dir oder uns mehr öffnet. Denk nur daran, wie lange es gedauert hat, bis sich Falco unserer Gruppe angeschlossen hat.“ grinste Christoper.

„Muss du das jetzt ansprechen?!“ brummte Falco genervt.

Es vergingen mehrere Tage, bis sie ihren Zielort erreicht haben. Ein kleines Dorf, dass dem Schloss am nächsten war. Sie stellen aber einige Merkwürdigkeiten im Dorf fest. Es sind fast nur alte Menschen vor Ort und sie wirkten alle nicht wirklich gesund.

„Als… würden sie an Blutmangel leiden. Zumindest die Symptome sprechen dafür.“ flüstert Neia. „Ich könnte schwören, dass einige… Narben an den Hälsen hatten.“ murmelt Falco.

„Vermutlich ist das ein Ort wo die Vampire regelmäßig ihr Futter abholen oder nehmen. Es würde mich nicht wundern, dass die jungen Menschen ins Schloss verfrachtet wurden als lebendige Futterquelle, wenn die gesamte Familie da ist.“ sagte Sina das in einer Lautstärke, dass die Dorfbewohner es ebenso mitbekommen. Als wäre es ein Zeichen gewesen, verschwanden sie alle in ihren Häusern.

„Und… was genau wolltest du damit erreichen?“ fragte Christoper. „Nichts, aber damit haben sie meine Aussage nur bestätigt. Wir sollten nicht länger trödeln und nachdem Weg des Schlosses fragen.“ meint Sina nur.

„Und… wie, wenn sie sich alle durch deine Aktion nun verstecken?“ kommentierte Melaine. Sina ging zu einer Tür und klopfte, aber keine Reaktion, obwohl jeder gesehen hat, wie ein Mann in das Haus gerannt ist.

„Ich weiß das ihr anwesend seid. Ich rieche eure Angst. Ihr habt die Wahl. Entweder öffnet ihr die Tür oder ich setze euer Haus in Brand, während ihr drin seid.“ drohte Sina.

Es dauerte nicht lange und die Tür ging auf. Ein alter zitternder Mann stand davor. „Bitte, bitte, ich habe ihnen doch nichts getan! Wir sind doch nur einfache Bauern…“

„Hier soll es irgendwo ein großes Schloss geben. Ich wurde von dem Herrn dieser Anlage eingeladen.“ kam Sina zum Punkt. Der Mann riss verängstigt seine Augen auf und war dem Herztod nahe.

„Alter… wenn du mir wegstirbst, bevor du mir den Weg erklärt hast, werde ich deine Seele schnappen und in irgendein Insekt stecken!“ drohte Sina noch angsteinflößender.

Sofort erklärte der Mann sehr ausführlich den Weg zum Schloss mit wichtigen Hinweisen, die man auf der Strecke findet.

„Na also. Wenn du was gegen deine Blutarmut tun willst, würde ich dir Kalbsleber mit Spinat empfehlen.“ verabschiedet sich Sina von ihm, während der alte Mann der Frau hinterher starrte.

„Sag… trägst du irgendeine Menschenhaut oder so?“ fragte Neia.

„Eh?! Nein?“ wehrte Sina sich sofort.

„Wie kannst du so lieb und gleichzeitig so extrem sein?“

„Talent?“

„Sicher…“

Nebengeschichte 2.

Ich bin wiedergeboren / Nebengeschichte 2

„Lass mich ihnen helfen junge Frau.“ bot ein junger Bursche seine Hilfe einer alten Frau an, die schwere Kisten trug. „Huch? Aber gerne, stellt sie einfach in den LKW rein.“ freute sich die Oma.

Der Bursche nickte und half ihr bei der Arbeit. Als er fertig war, sagte die Oma: „Vielen Dank, die meisten Jugendlichen wissen nicht mehr, was Hilfe anbieten bedeutet.“

„Gern geschehen. Es liegt in meiner Erziehung, Hilfe anzubieten, wo es geht.“ lächelt der Bursche und verabschiedete sich. Er nahm seinen Ranzen wieder auf und ging seinen Weg zur Schule.

„Matthieu Gagnon, wegen dir kommen wir wieder zu spät zum Unterricht!“ beschwerte sich ein anderer junger Mann bei ihm.

„Sorry, aber sie brauchte meine Hilfe. Ich konnte der armen Frau doch nicht einfach so ihre Arbeit machen lassen.“ wehrte sich Matthieu.

„Ich sage dir was, irgendwann wird dein Helfersyndrom richtige Probleme machen! Nun lass uns rennen!“ sagte sein Freund.

Matthieu Gagnon ging auf ein französisches Gymnasium. Dort ist er bekannt für seine guten Schulnoten sowie seiner Hilfsbereitschaft. Die Lehrer zählen immer auf ihn und er ist ein guter Streitschlichter.

Nach der Schule geht er immer in Tierheime oder macht andere ehrenamtliche Projekte mit. In seiner Erziehung war es immer wichtig gewesen, dass man anderen Menschen helfen soll, aber sich auch nicht ausnutzen lassen darf.

„Mein Junge, vor allem ist es wichtig: Schlag keine Frauen oder Mädchen. Du musst sie mit deinem Leben beschützen. Es gibt starke Frauen, aber am Ende wollen sie trotzdem beschützt werden, verstehst du?“ hat sein Vater ihm das früher so eingetrichtert.

Leider ist sein Vater an Krebs verstorben, deswegen hält er dies umso fester in Ehren. Seine Mutter arbeitet hart und seine kleine Schwester geht noch in den Kindergarten.

Sollte er Zeit haben, betreibt er Judo. Er kann es sich nicht leisten, aber er hat mit dem Judotrainer ausgehandelt, dass er ihn kostenlos ausbildet im Gegenzug soll er wöchentlich die Halle reinigen.

So wie heute, reinigt Matthieu die Halle nach einem erfolgreichen Training. Diesmal mit dem Trainer zusammen.

„Sag, hast du eigentlich irgendwelche beruflichen Zukunftspläne? Du bist, wenn ich dich richtig verstanden habe, Klassenbester und sportlich bist du ebenso in Topform.“ fragte der Trainer.

„Hmm, ich möchte gerne was studieren, aber ich bin mir selber noch unschlüssig, ob ich den Weg der Medizin gehe, um Arzt zu werden oder den Weg der Technik, um Menschen zu helfen, die einen Arm oder ein Bein verloren haben.“ war Matthieu sich unschlüssig.

„Du denkst immer zuerst an die anderen oder? Hoffentlich achtest du auf deine eigene Gesundheit und lässt dich nicht ausnutzen.“ warnte ihn der Trainer.

„Keine Sorge, mein Vater hat mir beigebracht, darauf zu achten immer eine gewisse Achtung auf mich selber zu haben.“ beruhigte ihn Matthieu.

„Ok? Komm, mach Feierabend, den Rest erledige ich schon.“ bot der Trainer an und Matthieu nickte ihm dankend zu. Er nahm seinen Rucksack und ging nach Hause.

Seine Mutter sowie Schwester waren überrascht, das Matthieu so früh zu Hause war, aber er klärte das Problem schnell auf.

„Es ist selten, dass du so früh zu Hause bist. Kannst du mir vielleicht beim Essen zubereiten helfen?“ fragte seine Mutter und Matthieu nickte.

Später aßen sie gemeinsam und erzählten sich, wie ihr Tag verlief. „Und hast du schon überlegt, Schulsprecher zu werden? Du bist doch beliebt in der Schule oder?“ fragte seine Mutter, aber Matthieu schüttelt den Kopf.

„Das ist mir zu viel Arbeit, außerdem müsste ich gewissen Personen in den Hintern krabbeln, worauf ich aber keine Lust habe. Lieber bleibe ich unter den Schülern und helfe beziehungsweise berate ich gerne den Schulsprecher.“ erklärt Matthieu.

„Hmm, wenn das deine Entscheidung ist, werde ich das natürlich unterstützen.“ lächelt seine Mutter. „Kannst du mir nachher eine Geschichte vorlesen?“ fragte nun seine Schwester. Matthieu schmunzelt und nickte.

Sie räumten gemeinsam Geschirr weg und seine Mutter legte sich auf die Couch und entspannte sich, während seine Schwester duschen ging. Matthieu nutze die Zeit und machte eben seine Hausaufgaben für die Schule.

Dann lag seine Schwester im Bett und Matthieu erzählte ihr eine Geschichte über einen Helden, der gegen die Dämonen kämpft, die das menschliche Volk unterdrückt. Am Ende gab es einen schweren Kampf, aber der Held hat die Hoffnung nicht aufgegeben und am Ende gesiegt.

„Sag, würdest du auch so ein Held sein wollen?“ fragte seine Schwester. „Aber sicher. Man darf nicht zulassen, dass irgendjemand unterdrückt wird.“ nickte Matthieu.

„In dieser Welt gibt es ja keine Dämonen. Dafür müsstest du in eine andere Welt reisen oder? Ich… wäre zwar sehr traurig, aber wenn du anderen hilfst, dann bin ich doch stolz auf dich.“ grinste seine Schwester ihn an.

„Das… hast du nett gesagt.“ war Matthieu etwas unsicher. Dafür ist er doch ein bisschen zu realistisch, als das er an die Fantasie glaubt wo es Monster oder Magie gibt.

„Vielleicht lernst du ja dort endlich eine Freundin kennen.“ grinste seine Schwester frech. „Na, lass das mal schön meine Sorge sein. Gute Nacht.“ verabschiedete sich der große Bruder. Er ging in sein Zimmer und legte sich aufs Bett.

Von die Geschichte, die er vorgelesen hatte, gab es auch noch einen zweiten Teil. „Hmm, lese ich das auch eben für mich als Nachtgeschichte.

In dieser Geschichte will die Tochter des Dämonenkönigs sich rächen und lässt die Menschen sich miteinander bekriegen, aber der Held deckte ihre Intrige früh auf und konnte die Menschen wieder vereinen. Die Tochter aber war gerissen und hatte ihre Pläne so geplant, dass der Held keine Hand an sie legen konnte.

„Hmm? Die Geschichte endet schon? Nun hätte ich schon gerne gewusst, wie der Held das Problem angeht.“ wunderte sich Matthieu.

Auf einmal hörte er eine weibliche Stimme in seinem Kopf.

„Dein Wunsch sei dir gewährt.“

Matthieu wird in ein Licht eingeschlossen und verschwand von seinem Bett.

Kapitel 125

Ich bin wiedergeboren und die Reise nach Tuzato?

Sina hat eine zweite Kutsche organisiert, so dass jeder Abenteurer transportiert werden kann. Die Männer teilen sich eine und die Frauen… nur das die Wölfe mit in der Kutsche sind.

„Müssen die hier sein? Können sie nicht einfach draußen hinterherrennen?!“ fragte Sina die Wolfsfrau.

„Könnten sie schon, aber deine Pferde haben mehr Ausdauer als meine Jungs und vor allem, wenn es zu einen Kampf kommt, brauche ich sie in guter Form.“ erklärt Melaine.

„Eh… nicht das sie träge werden.“ kommentiert Sina es im schwarzen Kimono, den sie auch im Kampf gegen Louis getragen hatte.

„Keine Sorge, wir wollten doch so nah wie möglich an das nahestehende Dorf von diesem Schloss reisen und den Rest zu Fuß gehen. Da werden sie schon genug Auslauf bekommen.“ beschwichtigt Melaine.

Der Abschied aus Fanfoss hat sich ein bisschen verzögert, weil Prashi mehr oder weniger an Louis klebte und Sherry ihr unbedingt andere Klamotten schneidern wollte. Ersteres hat Sina das Problem damit gelöst, dass sie sich nun ein bisschen kindisch aufführt und das es nicht zu ihrer Persönlichkeit passt.

Prashi hat danach zwar geschmollt, aber hat eingesehen, dass die Abenteurer gerne los wollten. Ärger bekam Louis ebenso von Sina, dass er bitte das nächstes Mal es selber erledigen soll!

Zweiteres hatte Sina ihrer Freundin erklärt, dass sie das schwarze Kimono tragen wird. Es hat gegen Louis geholfen und gegen einen so starken Feind wie Justus oder Acula wird es nichts besseres geben.

„Außerdem, da hast du doch deine meiste Arbeit reingesteckt, warum soll sie in meinem Zimmer nur rumliegen?“

„Das hast du aber jetzt schön gesagt.“ bekam Sherry rote Wangen und war dann auch erstmals beruhigt, aber als hätte Sherry sich einen Entschluss gefasst, nahm sie beide Hände von Sina.

„Auch wenn es unnötig ist, aber… bitte sei vorsichtig ok? Wenn du schon selbst sagst, das du deinen Gegner nicht einschätzen kannst, mach nichts unvernünftiges.“ sagte Sherry.

„Ich hatte vor gehabt wiederzukommen und mit dir die nächsten Abenteuer zu bestreiten.“ nickte Sina.

„ … Wenn du wiederkommst, muss ich dir was sagen. Es ist… für mich wichtig, deswegen musst du wiederkommen!“ war es Sherry nun sehr ernst. Tio, Mio und Suki haben dem Gespräch gelauscht und waren endlich glücklich, das Sherry den nächsten Schritt gewagt hat.

„Huch? Ok? Dann werde ich definitiv mein Bestes geben, damit ich mir anhören kann, was dir auf der Seele liegt.“ lächelt Sina und Sherry war damit zufrieden.

„Heldin von Efrana zu sein, hat scheinbar seine Vorteile, wenn du an diese Kutschen und Pferde kommst.“ überlegte Neia laut.

„Darum kümmert sich alles das Königreich, so brauche ich mir keine Arbeit darüber machen. Aber schneller würde es wohl gehen, wenn man fliegen könnte.“ schwärmte Sina.

„Hmm fliegen? Geht das überhaupt ohne Flügel?“ wunderte sich Melaine. „Bestimmt geht es. Die Natur zeigt es uns doch. Es muss sich nur jemand hinsetzen und die Tiere oder Monster beobachten, wie sie es machen.“ meint Sina.

„Es ist mal wieder eine deiner Ideen oder? Stammt es ebenso aus deiner Heimat?“ hakte Neia nach und Sina schüttelt den Kopf.

„Nein. Als… Titanus mich in die Luft schlug, hatte ich sehr viel Zeit gehabt nachzudenken. Nicht nur wie schön Alliancia ist, sondern ob es eine Möglichkeit gibt, auch anders in die Luft zu kommen. Klar mit Magie geht alles, aber was ist mit Personen, die keine Magie können? Wie entstehen Ideen? Irgendjemand beobachtet etwas und stellt es infrage. Wie, warum, weshalb. So sind doch viele… Techniken entstanden oder?“ Sina

„Huch? Bist du unter die Philosophen gegangen?“ Neia

„Nun, wir haben doch viel Zeit bis wir unseren Zielort erreichen oder? Da muss man irgendwas bereden. Wir können natürlich auch Schach spielen, aber ich finde es Melaine unfair gegenüber, wenn sie sich dann nur… mit sich selbst beschäftigen darf.“ Sina

„Du kannst es mir auch beibringen, weiß du?“ Melaine

„Und was ist dann mit Neia? Soll ich etwa gleichzeitig mit euch Schach spielen?“ Sina

„Wäre das nicht die ideale Herausforderung? Ich würde dich zu gerne in deinem Spiel besiegen!“ Neia

„Ok? Dann bringen wir es Melaine bei, aber wehe ihr jammert hinterher, dann dürft ihr draußen hinterher rennen und ich genieße mit den Wölfen die Ruhe.“ Sina

„Hm… ein bisschen eng oder?“ brummte Falco. Er teilte die Kutsche mit Christoper, Louis und Thomddir.

„Also ich kann mich nicht beklagen. So einen Luxus erlebe ich nicht jeden Tag.“ grinste Christoper, der mit Louis eine Bank teilt.

„Möchtest du mir was sagen?“ fragte Thomddir freundlich. „Nein… eigentlich nicht. Wollte nur irgendetwas gegen diese Stille tun.“ murmelt Falko.

„Wir können ja ein paar Lieder singen.“ schlägt der Zwerg vor und Falko und Christoper schütteln die Köpfe.

„ … Darf ich dich was persönliches fragen Thomddir?“ lenkte Louis das Thema ab und Thomddir nickte.

„Was hat… Dragos dir angetan? In der Villa konnte man es nicht übersehen, dass es eine sehr ernste Sache ist mit diesem Vampir.“ Louis

„ … Dragos ist ein Vampir, der gerne Zwerge jagt. Nicht unbedingt wegen des Blutes, sondern weil wir zäher zu bekämpfen sind. Ich habe mal gehört, das er am Anfang mit einem Schwert gekämpft hat. Aber irgendwann fing er an, die Zwerge mit Fäusten zu Tode zu schlagen. Aus welchem Grund er es auch tut, das wird immer ein Geheimnis bleiben.

Vor 68Jahren hat er wieder eine Mine der Zwerge überfallen oder hat es zumindest versucht. Mein… kleiner Bruder hatte kein Kämpferherz, obwohl er es im Blut hatte, deswegen wollte er anders seinen Beitrag leisten und meiner Familie das beste Erz sammeln für Waffen und Rüstungen.

An diesem Tag brach Dragos in die Mine ein und traf auf meinen Bruder… Dezeal hieß er. Er stand nur mit einer Schaufel und Picke dem Dragos im Weg. Natürlich hat Dragos meinen Bruder ausgelacht, aber… er hatte ihn unterschätzt. Sie bekämpften sich bis aufs Blut. Am Ende nannte man die Mine sogar die „Blutmine“, weil fast der ganze Stollen mit Blut beschmiert war.

Am Ende hatte Dezeal Dragos einen fürchterlichen Schlag ins Gesicht verpasst, der wohl so schlimm war, dass Dragos sich tatsächlich zurückziehen musste. Die… Krieger und die Minenarbeiter, die den Kampf beobachtet hatten, sprangen jubeln auf ihn zu, aber…

Durch den Blutverlust ist er in Kampfposition gestorben. Später wurde mir gesagt, dass er schon länger tot war, aber der eiserne Wille ihn weiter kämpfen ließ, um seine Kameraden zu beschützen. Noch nie war ich in meinem Leben so stolz gewesen auf meinen kleinen Bruder, aber auch so wütend, dass Dragos immer noch am Leben war. Er soll nun eine Narbe im Gesicht tragen.

Seitdem habe ich versucht, Dragos aufzuspüren, aber er ist mir immer durch die Finger gerutscht. Ich habe sogar überlegt, ein Muster bei seinen Angriffen zu suchen… aber es gibt keins. Dragos greift dort an, wo es ihm gerade passt. Das machte es mir unmöglich, eine Falle für ihn zu bauen.

Deswegen… habe ich eine Bitte. Wenn wir auf Dragos stoßen, überlasst ihn mir und mischt euch nicht im Kampf ein. Es ist etwas sehr persönliches, was ich regeln muss.“ erzählt Thomddir seine Gründe.

„Bist du dir sicher? Laut Sina müssen wir damit rechnen, dass alle Vampire grundlegend stärker sind als normale SSS-Monster.“ warnte Christoper.

„Ich bin mir sehr sicher. Irgendwie bin ich Sina noch einen Gefallen schuldig, dass sie mir nun eine Chance gibt, meine Rache zu vollenden.“ nickte Thomddir.

„Dann werde ich mich nicht einmischen, auch wenn es mir schwerfällt, einem Freund nicht zu helfen.“ sagte Louis traurig.

„Danke.“ lächelt Thomddir.

„Laut Sina sind Acula und Justus Rang SV. Der nächst stärkere wäre dann Jasper. Ich frage mich, wie Sina das einschätzen kann mit den knappen Informationen von Tio und Mio.“ wundert sich Christoper.

„Hatte sie nicht uns gewarnt, dass er eventuell den Titel Kampfmeister haben könnte?“ fragte Falco, als er sich an das Gespräch erinnert.

„Kampfmeister… um diesen Titel zu bekommen, muss man sehr viele Waffen beherrschen oder? Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, bekam man dafür die Spezialfähigkeit „Vorahnung“, womit man im Kampf ein paar Sekunden in der Zukunft sehen konnte.“ überlegte Louis laut.

„Das wäre dann in der Tat ein fürchterlicher Gegner. Kann alle Waffen benutzten, hat die vampirische Stärke und Schnelligkeit und zusätzlich für ein paar Sekunden in der Zukunft sehen. Wie besiegt man ihn überhaupt? Er hat ja schon einige SSS-Abenteurer getötet.“ grübelte Thomddir.

„Zumindest die Zeit hatte er, um diesen Titel zu bekommen.“ brummte Falco.

Es vergingen mehrere Tage, bis sie an der Grenze von Tuzato standen. Sina beauftragte den Kutschern, dass sie es vorerst klären sollen, aber scheinbar gab es Probleme.

„Dann bin ich jetzt gespannt wie du das klärst.“ grinste Neia, als Sina ausstieg. Vor der Kutsche standen mehrere weiß gepanzerte Ritter.

„Seid ihr die Herrin der Kutschen?“ fragte ein Ritter mit einer Feder auf dem Kopf. „Das ist richtig. Wo liegt das Problem?“ fragte Sina ahnungslos.

„Ich nehme an, ihr seid die Lady Sina oder auch Reichskanzlerin Sina?“ hakte der Ritter weiter nach, aber Sina zeigte schon leichte Anzeichen der Ungeduld. „In der Tat das bin ich, ich wiederhole gerne nochmal meine Frage, wo liegt das Problem?“

„Wir können sie nicht durchlassen. Wir sind momentan in einem Interessenkonflikt mit dem Kaiserreich Osnain sowie Königreich Efrana.“ sagte der Ritter.

„Auch wenn ich weder das eine noch das andere Amt bekleide, sondern als Abenteurer in euer Land will, dass ein kleines Vampirproblem hat und es lösen will?“ fragte Sina noch freundlich.

„Bedaure, die anderen können durch, aber sie nicht. Ausdrückliche Befehle von oben.“ beharrte der Ritter. Sina packte ihn am Hals und zog ihn zu sich.

„Hör mir genau zu. Da du ja scheinbar weißt, wer ich bin, sage ich es nur ein einziges Mal. Wenn du oder wer auch immer sich mir in den Weg stellen wollt, werde ich dies als einen Kriegsgrund bewerten und die Armeen beider Reiche auf diese Grenze loslassen. Dann wird in der Geschichte stehen, die Schuld liegt bei einem Ritter, der sein Gehirn nicht benutzt hat und dadurch Tuzato dem Untergang geweiht hat. Mich interessieren eure politischen Beweggründe ein Scheiß, verstehst du das?“ fragte Sina es mit sehr unheilvoller Stimme und einer Killeraura.

Der Ritter nickte panisch. „Die Frage ist doch, wie hätte er diesen Krieg verhindern können?“ führte Sina das Gespräch weiter.

„W… wir… wünschen ihnen eine gute Reise in unser Land.“ stottert der Ritter und gab das Zeichen, die Tore zu öffnen. Seine Untergebenen sahen ebenso sehr stark verängstigt aus.

„Na also, geht doch. Keine Sorge, ich werde dem Papst keinen Besuch abstatten oder so, der hat andere Sorgen.“ klatsche Sina dem Ritter an der Wange und ging wieder in die Kutsche rein. Diese fuhren direkt weiter.

„Das bezeichnest du als Neutralität?“ hob Neia eine Augenbraue hoch.

„Wäre dir ein Kampf mit viel Geschrei und Blut lieber gewesen?“

„Eh… nein danke.“

Kapitel 124

Ich bin wiedergeboren und Sherrys Kampf? II

Die nächsten Tagen bereiteten sich die Abenteurer für einen Krieg vor. Sina hat dies Ma Shi erklärt und er war alles andere als begeistert, sah aber die Notwendigkeit darin. Ma Shi versprach, dass er alles versuchen wird, dass einige S-Abenteurer kommen, um die Stadt zu beschützen.

Aber am Interessantesten war ein weiteres Duell. „Sina?“ fragte Sherry. „Hmm?“ wundert sich Sina, was Sherry von ihr wünscht.

„Ich würde gerne ein Duell mit dir machen.“ sagte sie ernst und alle Abenteurer im Wohnzimmer gaffen sie an, als wäre sie der Dämonenkönig.

„Huch? Wie kommt du auf diese Idee?“ war Sina erstaunt. „Mach dich nicht unglücklich Mädchen!“ warnte Thomddir.

„Bitte, ich… würde gerne was testen und es klappt vermutlich nicht, aber du wärst eine der wenigen, wo ich keine Angst zu haben brauche, dass es schief geht.“ bat Sherry.

„Hmm, ok.“ nickt Sina. Alle waren wieder im reparierten Garten, aber Sina trug an jedem der Gliedmaße vier Fesseln, die ihre Geschwindigkeit drosseln. „Damit es nicht zu einseitig wird.“ sagte Sina zur Erklärung.

„Wie… könnt ihr euch mit den Fesseln überhaupt noch bewegen?“ „Genau! Wir schaffen höchstens nur zwei!“ waren die Vampire neugierig, selbst Suki und Louis wollten mehr wissen, weil sie ebenso mit den Fesseln üben.

„Das ist doch nichts. In meiner Kindheit musste ich sogar am Bauch, Brust, Hüfte und am Hals weitere tragen. Als… ich älter wurde, brauchte ich keine mehr an der Brust ansetzen, aber diese wurden woanders festgeschnallt.“ wirkte Sina ein bisschen traurig.

„Was… hat es mit den Fesseln auf sich?“ fragte Christoper Louis. Louis gab ihm eine Fessel, die zuerst nichts wog, aber nachdem sie aktiviert war, landete Christoper damit direkt auf dem Boden.

„ … Was ist… das für eine Technik?!“ staunte der Dungeonfarmer. Thomddir versuchte es hochzuheben, aber er benötige alle Kraft, um die Fessel ansatzweise zu heben. „Meine Fresse… kein Wunder woher Sina ihre Stärke her hat.“

„Und sie trägt davon 16 Stück auf maximaler Stufe.“ murmelt Suki. „Und kann sich immer noch ohne Probleme bewegen.“ nickte Louis.

„Genug. Soll ich mit oder ohne Waffe kämpfen?“ fragte Sina, und Sherry überlegte. „Mit, aber nicht mit deinen Katanas!“

„Öhm…“ überlegte Sina und zog ein Großschwert aus ihrem Inventar. Das Schwert war größer als Sina und konnte es problemlos mit einer Hand schwingen.

„Eh…“ war Sherry erstaunt. „Was kleineres?“ grinste Sina und Sherry nickte. Sina tauschte das Großschwert mit einer großen Doppelkopfaxt aus.

„Schon besser!“ freute sich Sherry und holte ihre neue Waffe aus dem Inventar. „Oh? Hast du ein passendes Schwert mit Christoper ausgetauscht?“ fragte Sina und Sherry schwieg.

„Ja, das haben wir. Mit diesem neuen Schwert sollte es mit ihrem Kampfstil besser zu handhaben sein.“ bestätigte Christoper.

„Dann zeig mir was du kannst.“ nickte Sina und beide Damen nahmen ihre Kampfposition ein. Neia schnipste und eine kleine Explosion als Start kam.

Sherry stürmte sofort auf Sina zu, die an ihrer Position wartet. Dann schlug Sherry mit Nirvana nach Sina, die aber mit der Axt blockiert. Beide tauschten ein paar Schläge aus, als Sherry einen Lichtstrahl auf Sina schoss… den Sina aber mit der Axt reflektiert und sie es selber in die Schulter abbekommt.

„Argh! Was?!“ staunte Sherry, dass ihre eigene Magie gegen sie verwendet wurde, selbst die Zuschauer mussten ihre Augen reiben, was Sina getan hat.

„Reflexion. Meine Axt hat auf dem Kopf eine spiegelnde Fläche auf beiden Seiten und Licht kann man reflektieren.“ grinst Sina böse.

„Das muss ich mir merken!“ murmelt Neia, die wieder eine neue Erkenntnis bekommen hat. Sherry schluckte und griff wieder mit ihrem Schwert an, aber mit der Schulterverletzung fällt es ihr schwer, Magie einzusetzen.

„Nun, wann kommt der Teil, wo du was testen wolltest? Deine Magie… habe ich scheinbar ein bisschen eingeschränkt.“ fragte Sina höflich, damit reizte sie Sherry nur mehr.

„Abwarten!“ sagte Sherry nur und zauberte eine Eisfläche um die Füße von Sina, dass sie sich nicht bewegen kann. Sherry nahm sofort Abstand, während Sina mit der Axt auf die Eisflächen schlug und wieder frei war.

„Wie kannst du mit dieser Axt umgehen, als hättest du dein Leben lang damit geübt?“ fragte Falco, der es von Anfang an komisch fand, das Sina mit Waffen kämpft, als wäre es ihr angeboren.

„Ein paar Tricks kenne ich schon mit Waffen.“ sagte Sina geheimnisvoll. „Ich erinnere mich, dass ihr sehr viel mit der Peitsche geübt habt.“ fiel Suki ein. „Stimmt, die will ich gegen die Vampire einsetzen, weil sie eine spezielle Verzauberung hat. Aber… ich glaube nicht, dass ich sie wirklich gut gegen Justus oder Acula einsetzen kann.“

Sina war so abgelenkt, das Sherry ihre Wunde geheilt hat und nun wieder ihren Arm ohne Probleme bewegen kann.

„Oh? Du kannst dich nun selber heilen?“ lobte Sina ihre Freundin. „Hat Neia mir die letzten Tagen beigebracht.“ nickte Sherry und Neias Brust war voller Stolz. „Im Grunde ist Heilen nicht wirklich eine schwere Kunst.“ bestätige Neia.

„Nun, dann beenden wir mal das Duell.“ sagte Sina es bestimmend, aber Sherry machte eine Aktion, die jeder ins Staunen brachte.

„Lichtklinge!“ und Nirvana veränderte seine Form. Sina spürte sofort, dass dieses Schwert ihr sehr unangenehm war.

„Interessant. Scheinbar hat dich Christoper sehr gut unterstützt.“ kommentierte Louis, aber irgendwie kam ihm die lebendige Waffe sehr komisch vor.

„Glaubt mir, diese Waffe werdet ihr nicht so schnell wieder sehen.“ sagte Christoper geheimnisvoll, was Sina misstrauisch machte.

Sherry ging wieder zum Angriff über und das Schwert hinterlässt Schäden an der Axt von Sina. „Hmm, normale Waffen könntest du auf Dauer zerstören, ich frage mich, welche Auswirkungen es auf magische Waffen hat oder höher.“ überlegte Sina.

„Strahlendes Licht!“ und Sina wurde sofort geblendet. Sherry hat scheinbar eine eigene Überlegung angestellt, wie sie diese Magie einsetzen kann und hat einen Trick gefunden, dass sie selber nicht geblendet wird.

Neia hat diesmal einen magischen Schutz um die Zuschauer hochgezogen, dass sie nicht davon geblendet werden. „Oh? Meine Schülerin hat gelernt, dass sie nicht davon betroffen wird?“ lobte Neia.

Alle sahen, das Sina momentan geblendet war und von Sherry wieder angegriffen wird, aber… alle Angriffe blockiert Sina blind und ohne Probleme.

„Wie machst du das?!“ fluchte Sherry und Sina kichert. „Was glaubst du, mit wem du kämpfst? Meine Sinne wurden mir sooft weggenommen, dass ich sogar blind und ohne was zu hören weiter kämpfen kann.“

„Wieso… habe ich das Gefühl, das Sinas Training die reinste Folter war?“ murmelt Melaine und auch Thomddir musste ihr zustimmen.

„Du kannst es auch oder Louis? Wenn ich an unseren Kampf denke?“ fragte Christoper, aber Louis wiegelt den Kopf.

„Hmm… nur für kurze Zeit, aber… Sinas Verteidigung ist viel präziser und… mir kommt es vor, als wüsste sie sogar, von wo Sherry schlägt. Als schaut sie für ein paar Sekunden in der Zukunft.“

Sina bekam wieder ihre Sicht zurück, als Sherry den nächsten Trick anwendete, ein Wasserball in Sinas Gesicht und sie wurde nass. „Eh..?“ wirkte Sina nicht wirklich erbaut darüber, aber mit einem Finger von der Waffenhand ließ Sherry das Wasser am Gesicht einfrieren.

„Clever, als Magier kann man mit beiden Hängen zaubern.“ lobte Louis diese Idee. Diesmal schlug Sherry aber mit dem Schwert nach Sina, dieses blockierte sie wieder mit der Axt, dann wendete Sina eine Technik an und hat Sherry mit dem Eis auf dem Gesicht entwaffnet.

„Eh?!“ sah Sherry ihr Schwert nach oben fliegen und bekam einen Tritt von Sina in den Magen. Sie flog nach hinten auf ihren Rücken. Nirwana landete vor ihren Füßen und auf einmal krachte die Axt von Sina zwischen ihre Beine.

Dann schlug Sina mit ihrer Faust das Eis vom Gesicht weg und ein böses Grinsen kam zum Vorschein. „Das war aber ein gemeiner Trick von dir gewesen.“

„Du… hast… gewonnen…“ stottert Sherry. Sina kam zu ihr und bot eine Hand zum Aufstehen, die Sherry dankbar annahm.

„War das dein geheimer Trick mit dem Eis am Gesicht? Damit kannst du wirklich deine Gegner im schnell um drehen besiegen.“ lobte Sina. „Und scheinbar hast du dich in der kurzen Zeit stark gebessert. Aber was hat es mit deiner Waffe auf sich? Alle meine Instinkte rieten mir sofort, dass ich nicht davon getroffen werden darf.“

Sherry schaute Christoper wieder an und er nickte. „Das… ist etwas besseres als eine lebendige Waffe.“ murmelt Sherry und bekam von allen Abenteurer die Aufmerksamkeit.

„Was besseres? Mir wurde beigebracht, dass es nichts besseres gibt.“ widersprach Sina, aber Christoper erklärte es.

„Das, was Sherry benutzt, ist eine Gotteswaffe. Geschmiedet von den Göttern, in dem Fall von der Göttin, und in dieser Welt versteckt.“ klärte er das Geheimnis auf.

„Eh? Gotteswaffe? Davon höre ich zum ersten Mal!“ sagte Thomddir und Melaine nickte. Neia dagegen wirkte etwas misstrauisch.

„Ich habe davon Gerüchte gehört und auch einige Theorien, aber es gab nie wirklich einen Beweis darüber, bis Sherry diese Waffe von mir bekommen hat. Ihr müsst euch vorstellen, wie es für mich war zu wissen, dass ich so eine Waffe die ganze Zeit bei mir hatte! Auf jeden Fall dachte ich am Anfang, es wäre eine lebendige Waffe wie die anderen, aber als Sherry mir berichtet hat, dass ihre Klinge sich direkt verwandeln kann und auf der Klinge sogar die Sprache der Götter stand, verstand ich es sofort. Mel war so nett gewesen und hat es für uns übersetzt und dieses Schwert hat eine eigene Persönlichkeit.“ berichtet Christoper weiter.

„Huch? Willst du damit sagen, das Sherry damit rechnen muss, dass es irgendwann sprechen kann oder ähnliches?“ fragte nun Neia.

„Keine Ahnung, das Schwert ist gerade erst… geboren und muss sich entwickeln. Aber ehrlich? Wundern würde es mich nicht.“ grinste Christoper bei der Vorstellung.

„Und welche Änderungen sind noch vorhanden?“ fragte nun Falco. „Wenn Sherry damit jemanden trifft, ignoriert es alle Fähigkeiten des Gegners.“ brachte Christoper es auf den Punkt.

Die Stille war betäubend. Damit dürfte es die stärkste und gefährlichste Waffe auf der Welt sein. „Respekt meine Liebe, dann brauch ich mir erst recht keine Sorgen um dich zu machen.“ grinste Sina ihre Freundin an.

„Danke!“ freute sich Sherry. „Und wie bewertet ihr jetzt den Kampf?“ fragte Sina wieder die Lehrer.

„Sherry hat sich wirklich gebessert und dass sie beide Hände zum zaubern einsetzt ist ein gewaltiger Fortschritt. Diesmal sind es sieben von zehn Punkten.“ lobte Neia.

„Hmm, sie muss noch mit der neuen Waffe üben, es ist noch zu unausgeglichen. Während sie mit dem alten Schwert ein vertrautes Gefühl hatte, war in diesem Duell eine leichte Unsicherheit zu spüren. Es bleibt weiterhin bei fünf von zehn Punkten.“ war es das Statement von Louis.

„Immerhin schon eine Besserung. Vielleicht kannst du ja demnächst eine Götterbestie bekämpfen.“ munter Sina Sherry auf.

„Bestimmt nicht!“

Kapitel 123

Ich bin wiedergeboren und die nächsten Schritte?

Justus rannte zurück zum Treffpunkt, wo das Treffen stattfinden soll, dabei musste er die ganze Zeit grinsen und sein Herz raste. „Herrlich, sie konnte meine Hand aufhalten. Sina ist wirklich ein Prachtstück!“

Er roch wieder an der Hand und war am grübeln. „Diesen Geruch kenne ich irgendwoher, aber warum komme ich nicht darauf?“ wundert sich der Vampir.

„Egal, wenn ich zurück bin, werde ich mich durchsetzten, das Sina mir gehört…“ und Justus lachte in den Abend.

Sina stütze Louis an der Seite, als auch die anderen SSS-Abenteurer angerannt kamen. „Ist es schon vorbei?“ fragte Thomddir direkt und Sina nickte.

Neia ging zu Louis, aktivierte direkt ihren Heilzauber und die Schmerzen verschwanden von seinem Bauch und er nickte ihr dankbar zu. „Danke… ich hatte das Gefühl gehabt, als hätte er mir einige Innereien zerquetscht.“

„Wer?“ verlange Falco zu wissen. Louis schaute Sina an und sie seufzte nur. „Es war Justus, ein geborener Vampir und der älteste Bruder von den Zwillingsvampiren. Scheinbar war er auf der Suche nach mir, aber vorher wollte er scheinbar meine Freundinnen töten. Ich muss Louis danken, dass er eingegriffen hat.“

Sina ließ Louis los und er wird direkt von Prashi weinend umarmt. „Danke…“ flüstert sie nur. „ … Keine Ursache.“ murmelt Louis verlegen.

Tio und Mio kamen nun ebenso und verbeugten sich dankbar vor Louis. „Danke das ihr uns geholfen habt.“ „Genau, wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben wenn es um Justus geht.“

Louis war Dankaussagen oder Lobe gewöhnt, aber von Vampiren war es selbst für ihn ein bisschen ungewöhnlich. Christoper musste aber eher grinsen, dass eine Frau an Louis klammert und er nicht weiß, was er machen soll.

Die Karte, die Sina von Justus bekommen hat, ist eine Ortsbeschreibung, wo sie mit dem Vampirkönig Acula dinieren darf.

„Sagt, wer von euch hat Lust mit mir auf eine Vampirparty zu gehen und sie hochgehen zu lassen?“ fragte Sina in die Runde und wird nur angestarrt.

Im Wohnzimmer der Monstervilla werden alle Abenteurer aufgeklärt, was in der Gilde passiert ist mit den Frauen, Louis und Justus. Prashi klammerte sich immer noch an Louis.

Dann zog Sina die Tafel aus dem Nebenraum heraus und erklärte allen Anwesenden, was es mit der Einladung und Justus zu tun hat.

„DRAGOS GEHÖRT ZU IHNEN?!“ brüllte Thomddir direkt, als er den Namen las. „Das stimmt. Ich habe mir erklären lassen, dass er scheinbar eine Nemesis für euch Zwergen ist.“ nickte Sina.

„Du nimmst die Einladung an oder? Dann werde ich dich begleiten und mich an diesem Schweinehund rächen.“ sagte Thomddir bestimmend.

„Kein Problem, ich werde wohl jede Menge Hilfe brauchen, denn… im Vergleich zu Titanus ist Justus stärker.“ schätze Sina den Vampir ein.

„Er ist stärker als eine Götterbestie? Wie willst du es mit ihm aufnehmen wenn selbst Louis seine Probleme hat!“ warf Melaine ein.

„Gute Frage, wenn ich ehrlich bin, ich weiß es nicht. Das ist mein erstes Mal, dass ich einen Gegner habe, wo ich sagen muss, dass ich keine Ahnung habe. Er konnte sich einfach so von meinen Griff befreien und das hat mir schon jede Menge Informationen gegeben.“ überlegte Sina laut.

„Hmm? Verstehe ich nicht.“ wiegelt der Zwerg den Kopf. „Komm einmal zu mir, dann zeige ich es dir.“ bat Sina.

Thomddir stand auf und ging zu Sina, die ihn an der rechten Hand packte. „Nun versuch dich mit aller Kraft von meiner Hand zu befreien.“ nickte Sina und Thomddir runzelt kurz die Stirn und versuchte sich zu befreien… es gelang ihm nicht!

„Hm?!“ staunte Thomddir und versuchte es noch heftiger, aber es klappte nicht. „Ohne deinen Stolz zu beleidigen, aber verstehst du es nun? Justus konnte sich problemlos von mir befreien, Louis kann es ebenso bestätigen.“ Louis nickte und Sina ließ die Hand von dem Zwerg wieder los.

„ … Wie stark bist du eigentlich? Du… hast mich im Kampf besiegt, aber ich hatte den Eindruck dass du dich dort zurückgehalten hast und jetzt bekomme ich nicht mal meine Hand von dir los.“ war Thomddir misstrauisch.

„Als ich Titanus besiegt habe, habe ich einige Levels gemacht, deswegen dürftest du dich jetzt eigentlich nicht wundern.“ erklärte Sina.

„Hmm… wenn du meinst?“ grübelte Thomddir und ging wieder auf seinen Platz. „Fakt ist, solange ich oder die Zwillinge am Leben sind, wird dieser Vampirclan eine Bedrohung darstellen und ich möchte es gerne beenden. Meine Instinkte sagen mir, dass alle Vampire, die auf dieser Tafel stehen, auch an diesem Ort sind.“ teilt Sina es mit einer ernsten Stimme mit.

„Ich komme mit.“ und es war niemand anders als Louis. „Ich… werde vermutlich nicht gegen Justus gewinnen können, denn ich hatte nun meinen Kampf gegen ihn gehabt, aber gegen die anderen, die du als SSS eingestuft hast? Da sehe ich dann schon bessere Chancen, zumal mein Stolz als Abenteurer angekratzt ist.“ sagte Louis ebenso bestimmend. Prashi strahlte ihn gerade zu an.

„ … Louis, versprich mir, dass du am Leben bleibst ok? Wenn… du wiederkommst, muss ich dir was Wichtiges sagen. Eigentlich wollte ich es heute sagen, aber… Justus hat es mir versaut.“ grinste Prashi schräg.

„Erm… ok? Ich hatte schon vorgehabt, lebend zurück zu kehren.“ sagte Louis es verlegen und Falco sowie Christoper rollten ihre Augen. „Nun, dann sollten wir euch ebenso begleiten, damit unser Freund auch wirklich lebend zurückkommt.“ kündigte Christoper es an und Falco nickte ebenso.

„Fae ist eine Meisterin der Blutmagie? Dann werdet ihr auch einen Magier brauchen!“ grinste Neia, die sowieso vorhatte, mitzukommen.

Nun starten alle Melaine an. „Eh… es sind nur Vampire oder? Also… nicht so große Dinger wie Titanus?“ fragte Melaine seufzend.

„Jep! Die können sich in bestimmte Tierarten verwandeln, aber keiner wird die Größe haben wie Titanus!“ meldete sich Mio. „Genau, mach dir also keine Sorgen!“ stimmte Tio ebenso zu.

„Na gut, dann kann ich ja vielleicht ein besseren Beitrag leisten als im letzten Kampf.“ war Melaine nicht unbedingt zuversichtlich.

„Du schaffst das schon Mädel, diesmal kannst du ja auch deine Wölfe einsetzten!“ muntert Thomddir die Wolfsfrau auf.

„Oh ja, diesmal hat sie ihre Wölfe.“ sagte Suki es mit einer Anspielung, die Melaine verstand und Blitze werden zwischen ihnen wieder ausgetauscht.

„Ich werde…“ meldet sich Sherry, aber Sina mischte sich ein. „Du wirst hier gebraucht.“

„Eh?! Wieso kann ich nicht mit?!“ wurde Sherry sauer, aber Sina erklärte es ihr. „Wenn alle starken Kämpfer gemeinsam zu einem Feind gehen, wer passt auf Fanfoss auf? Ich brauche jemanden, auf den ich mich verlassen kann.“

„Aber…“ verstand Sherry. „Außerdem glaube ich, dass entweder Justus oder Acula die erschaffenen Vampire in diese Stadt schicken werden, das traue ich ihnen zu. Ludwig war nicht der einzige mit der Stärke eines SSS-Monsters. Morgen werde ich mit Ma Shi sprechen, dass er die Höllenschwerter und ein paar andere S-Abenteurer zur Verteidigung schicken soll.“ erklärte Sina weiter.

„Wirst du nicht langsam ein bisschen paranoid?“ dachte Thomddir laut. „Was hältst du von einer Wette?“ kam es spontan aus Sina heraus.

„Da bin ich natürlich dabei.“ grinste Thomddir. „1 Goldmünze. Wenn ich recht habe und Vampire greifen Fanfoss an, weil sie Mio und Tio und alles andere töten wollen, habe ich gewonnen. Passiert nichts, bekommst du von mir die Münze.“ war der Vorschlag von Sina. Thomddir stand auf und schlug in die offene Hand von Sina ein. „Abgemacht!“

„Seid ihr fertig mit eurem Spiel?“ rollte Sherry mit ihren Augen, während die Spieler sich beide angrinsten.

„Danke das du es verstehst Sherry.“ lächelt Sina leicht. „Ich kann es verstehen. Lieber möchte ich dabei sein, aber deinen Argumenten kann ich mich leider nicht entziehen.“ seufzte Sherry.

„Nun, da wir wieder gemeinsam einen Feind bekämpfen, wie sollen wir vorgehen?“ fragte Christoper. Sina holte ihre Karte hervor und zeigte sie den Zwillingsvampiren. „Wisst ihr, wo der Ort sein soll?“

„Ja… aber warum dieses Schloss?“ „Dieser Ort ist in Tuzato, in der Nähe der Verbindungstunnel nach Snolonien.“ wundern sich die Vampirmädchen.

„Könnt ihr uns mehr darüber erzählen? Jede Information über den Ort ist für uns wichtig.“ sagte Neia und Falko stimmte ihr zu.

„Das ist das größte Schloss auf Alliancia. Vater hat es irgendwie… geschafft, dass die Theokratie keine Probleme macht.“ „Wir selbst waren nur einmal dort gewesen. Es ist verdammt groß, fast schon wie ein Labyrinth, wenn man sich nicht auskennt.“ berichten sie beide.

„Monster, Fallen oder weiteres?“ hakte Christoper nach. „Rechnet mit vielen erschaffenen Vampiren sowie Untoten.“ „Fallen… wird es bestimmt geben, aber wir können euch da leider nicht weiterhelfen.“

„Her je, Vampire und ihre Spielchen…“ seufzte Sina und alle stimmten ihr zu. „Nun, ich werde uns eine große Kutsche organisieren, die uns so nah wie möglich zu diesem Schloss bringen wird.

„Eh… Sina? Gibt es nicht ein kleines Problem?“ merkte Sherry an. „Hmm? Habe ich was übersehen? Die stärksten und mutigsten Abenteurer begleiten mich um einen Vampirclan auszuräuchern.“ wundert sich Sina.

„Nein… Hast du vergessen, dass wegen dir Tuzato in Schwierigkeiten steckt und die dich nicht auf ihr Land lassen werden? Hast du schon vergessen was du mit dem Botschafter aus Tuzato gemacht hast?“ half Sherry nach und alle schauten Sina an.

„Öhm… seinen Kopf abschlagen lassen, ihn in eine Flasche gesteckt und es zum Papst geschickt? Ich fand es damals eine gute Idee meine Gefühle zu zeigen.“ schwärmte Sina. „Ich habe bisher immer noch keine Antwort bekommen, was der alte Furz davon gehalten hat.“

„Ich glaube nicht unbedingt daran, dass er sich darüber gefreut hat.“ kommentierte Prashi es für die anderen, die nicht glauben wollten, was sie gerade zu hören bekamen.

„Mir doch egal? Ernsthaft, ich reise nicht in dieses Land als Reichskanzlerin, sondern als Abenteurer. Sollten mich die Torwachen wieder aufhalten, werde ich das Problem diesmal etwas schneller lösen. Keine Sorge, die Neutralität der Abenteurer wird natürlich geschützt.“ grinste Sina böse.

„Manchmal frage ich mich wirklich, auf welche Seite du stehst…“ murmelt Louis.

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