Sin Roswell

Web Novel Deutsch

Nebengeschichte 6.

Ich bin wiedergeboren / Nebengeschichte 6

„Erm, nichts für ungut, aber ist dieser Bericht… nicht ein bisschen zu spät bei uns angekommen?“ wirkte Simon ein bisschen säuerlich, als ein Soldat im Thronsaal dem König Friedrich davon berichtet hat, das Sina nach Tuzato gereist ist.

„Ich muss mich entschuldigen, aber wir… hatten unsere Probleme.“ entschuldigt sich der Soldat und selber der König hob nun eine Augenbraue hoch.

„Hoffentlich habt ihr das Problem nun gelöst, sonst müssen andere eure Aufgaben übernehmen.“ kommentierte der König nur. „Ansonsten dürft ihr gehen.“ Der Soldat salutiert vor dem König und… rannte mehr als ging aus dem Thronsaal.

„Was hat Sina nun wieder vor? Will sie nun Tuzato auf den Kopf stellen oder worauf darf ich mich einstellen?“ entgeistert es dem König.

„Ich glaube, das Sina nichts unvernünftiges machen wird. Soweit ich weiß, geht sie wieder ihrem Abenteuerdasein nach und macht vermutlich dort ihre Arbeit. Ist… natürlich ein bisschen schwer nachvollziehbar, wenn man bedenkt, welche Probleme Lady Sina und Tuzato haben.“ meinte Simon.

„Hat sie schon mal was vernünftiges gemacht?“ brummte Friedrich und die anderen Herren mussten ihm leider zustimmen…

Auf einmal leuchtete der Thronsaal und zwei große weiß leuchtende Kugeln erschienen. Alle Männer zogen ihre Waffen und halten sich für einen Angriff bereit, als die Kugeln sich auflösten und zwei Personen raus fielen.

Beide landeten hart und gaben einen leichten Schmerzruf von sich. Es war ein Mädchen und Junge im Teenager alter, aber das hindert Simon und Friedrich nicht daran, ihre Schwerter vor ihre Gesichter zu halten.

„Wer seid ihr?“ verlangte Simon zu wissen und beide hoben erschrocken ihre Hände hoch. „Tut uns nichts! Wir… wurden von der Göttin geschickt!“ stottert es aus dem Mädchen heraus und die Männer wirkten nun sehr misstrauisch.

„Wirklich. Die Göttin sagte, ihr sollt unseren Status überprüfen, denn wir haben ihren Segen!“ warf der Junge ein.

„Werdet ihr denn solange brav sein?“ fragte Simon, der nun keine Gefahr von ihnen spürte. „Ja, sicher, nur… tun sie uns nicht weh!“ sagte das Mädchen ängstlich.

„Simon, hol sofort einen Soldaten, der das überprüfen kann.“ befahl der König. Simon salutierte und ging sofort auf die Suche. Der König hat sein Schwert wieder in seine Schwertscheide zurückgesteckt und Friedrich hat einen Abstand zu ihnen genommen, damit sie sich beruhigen, aber das Schwert behielt er weiterhin in der Hand.

„Solange mein Mann auf der Suche ist, könnt ihr euch schon mal vorstellen. Ich bin es nicht gewohnt, dass man einfach so in meinem Thronsaal erscheint.“ strahlte König Karl seine Autorität aus.

„Ich… ich heiße Amy Reed und komme aus Amerika!“ stellte sich das Mädchen vor. „Mein Name ist Matthieu Gagnon und bin in Frankreich geboren.“ fügte der Junge bei der Vorstellung bei.

„Hmm? Solche Orte kenne ich nicht.“ brummte Friedrich. „Wir kommen aus der anderen Welt. Die Göttin hat uns… in ihr Reich? beschworen und uns gebeten, die Welt Gaia vor einer Gefahr zu beschützen.“ erklärte Amy sich.

„Aha und… vor welcher Gefahr genau?“ musste der König schmunzeln. Die Welt Gaia war schon immer voller Gefahren.

„Das Siegel, das die Dämonen an ihre Welt bindet, bricht bald und es wird wieder zu einem Krieg gegen sie kommen.“ sagte Matthieu mit einer ernsten Stimme. Beide Männer schauten die Kinder verdutzt an und mussten auf einmal lachen.

„Scheinbar ist es doch nicht so einfach sie darüber zu überzeugen.“ murmelt Matthieu dies zu Amy, die ihm zustimmte.

„Aber wir… haben momentan auch keine Chance gegen sie. Ich habe ihren Status überprüft und… besser es kommt nicht… zu einem Kampf.“ flüstert Amy.

Auf einmal stand Simon mit mehreren Soldaten hinter ihnen. „Das sind die Kinder, überprüft nun ihren Status.“ befahl Simon und die Soldaten salutierten.

„Eure Majestät, General Simon… sie haben beide den Segen der Göttin.“ sagte einer der Soldaten und die anderen stimmten ihm zu.

„Aber… wie ist das möglich?“ nahm der König wieder Platz auf seinen Thron. Wir kennen die Ursache nicht, aber die Göttin meint, dass das Siegel oder die Magie an Kraft verliert und die Dämonen arbeiten daran es zu zerstören.“ stand Amy vom Boden auf und erklärt es dem König.

„Und wenn das Siegel gebrochen wurde, dass es vermutlich der größte Krieg aller Zeiten sein wird. Deswegen sollen wir… die Herrschenden über die Gefahr informieren, damit sie frühzeitig mit ihren Vorbereitungen anfangen können.“ fügte Matthieu zu.

„Wer ist wir?“ hakte Simon nach. „Eh… da waren noch zwei andere Personen. Ich kenne ihre Namen nicht, aber sie werden vermutlich ebenso in ein anderes Reich geschickt. Warum wir… zu zweit hier sind, weiß nur die Göttin.“ war Amy ebenso verwundert.

„Hmm… das wäre das Kaiserreich Osnain und die Theokratie Tuzato. Ersteres… wäre kein Problem, aber Tuzato?“ brummte Friedrich, der sein Schwert wegsteckte.

„Wie sollen wir das verstehen?“ hakte Matthieu nach, aber es war der König, der darauf antwortet. „Ob eure Geschichte wahr ist oder nicht, aber wir werden das überprüfen. Auf deine Frage zurückzukommen, momentan sind alle Reiche… mehr oder weniger mit Tuzato zerstritten, dass wohl möglich sogar ein Krieg gegen sie geführt wird. Dank gewisser… Personen haben wir einerseits wieder einen Frieden, anderseits haben sich die diplomatischen Beziehungen sehr verschlechtert.“

„Aber wir müssen gemeinsam gegen die Dämonen arbeiten!“ wandte Amy ein. „Vielleicht, vielleicht auch nicht, aber ich muss das mit meinen Beratern abklären. Ich werde euch Zimmer zur Verfügung stellen, damit ihr zumindest eine Bleibe habt.“

„Vielen Dank eure Majestät.“ verbeugte sich Matthieu vor dem König, wie er es mal in den Bücher gelesen hat.

„Soldaten, bringt sie in ihre Zimmer, eure… Reise muss vermutlich anstrengend gewesen sein.“ befahl der König und die Soldaten salutierten. „Ah, wir müssen euch noch eine Warnung mitteilen!“ fiel Amy noch was ein.

„Ich höre?“ gab der König die Erlaubnis zu sprechen. „Auf dieser Welt wandelt ein Teufel, der vermutlich sogar eine größere Gefahr darstellt als die Dämonen!“ berichtet Amy.

„Und… was soll ein Teufel sein?“ wundert sich Simon. „Er ist ein Gegenpart der Götter. Die Göttin selbst konnte es ebenso wenig erklären, nur dass er auf dieser Welt existiert und vermutlich Probleme machen wird.“ erklärt Matthieu.

„Warte, du willst uns sagen, das etwas mächtiges wie ein Gott auf unserer Welt herumläuft?!“ war Simon misstrauisch, aber beide Helden nickten. „Aber wir sollen uns auf die Gefahr mit den Dämonen konzentrieren.“ fügte Amy noch zu.

„Verstehe. Danke für die Warnung. Ihr dürft nun gehen.“ beendet der König das Gespräch.

Amy und Matthieu wurden aus dem Thronsaal fortgeschafft und der König war wieder alleine mit Simon und Friedrich. Der König rieb sich am Kopf, als hätte er starke Kopfschmerzen bekommen.

„Was… haltet ihr davon?“ fragte der König. Simon war von den fehlenden Information von Friedrich aufgeklärt und wiegelt seinen Kopf.

„Nun… wir sollten die Verbindungstunnel nach Deymonlia aufsuchen, wenn sie denn noch existieren nach den vielen Erdbeben und uns selber ein Bild davon machen.“ meinte Simon, während Friedrich selber noch am überlegen war.

„Sprich dich aus, was denkst du Friedrich?“ forderte der König.

„Ich… kann mir keine Meinung darüber bilden. Das ist für mich das erste Mal, dass wir… „beschworene Helden“ vor uns haben, ich dachte immer, sie würden von uns aus beschworen, aber mit dem Segen der Göttin? Glaube, ich werde mich in den Geschichtsbüchern schlau machen, wie das früher immer passierte, aber was wir wirklich machen sollten, ist mit Lady Sina darüber sprechen, was sie davon hält. Vielleicht hat sie ja ein paar kreative Ideen, ich meine… sie hat schon ungewöhnlichere Ideen gehabt.“ brummte Friedrich.

„Dann hoffen wir mal, dass sie bald wieder aus Tuzato kommt oder wir kriegen es mit, wenn sie sich dort austobt…“ murmelt der König nur.

„Eh… könnt ihr euch nochmal wiederholen? Ich habe euch nicht richtig verstanden.“ sagte Kaiserin Emilia zu dem Offizier, der vor ihr stand. Im Thronsaal war auch General Lion anwesend und musste die Nachricht von eben noch verdauen.

„Natürlich. Reichskanzlerin Sina wurde beobachtet, wie sie die Grenze nach Tuzato überquerte. Seitdem herrscht in dem Reich überall… mehr oder weniger ein Ausnahmezustand. Es werden überall Ritterorden ausgesendet, aber deren Auftrag ist uns leider unbekannt.“ berichtet der Offizier wieder.

Emilia schlug sich beide Hände in Gesicht und musste einen Seufzer unterdrücken. Lion kann es ihr nachfühlen.

„Und… wann genau ist es passiert?“ hakte Emilia weiter und nun bekam der Offizier einen Schweißausbruch.

„Erm, vor gut einer Woche?“ sagte der Offizier nervös. „Wollt ihr uns auf dem Arm nehmen? Wieso erfahre ich das so spät?!“ schimpfte Emilia nun.

„Ich muss mich entschuldigen, aber diese Frage kann ich leider nicht beantworten. Diese Nachricht bekam ich heute auf meinen Tisch und bin sofort zu euch geeilt, als ich den Bericht gelesen habe.“ verbeugte sich der Offizier entschuldigend.

„Ihr solltet das Nachrichtenproblem angehen General Lion.“ kommentiert Emilia nur und Lion seufzte nun über die zusätzliche Arbeit.

„Natürlich Kaiserin Emilia. Ich werde dafür sorgen, dass… die Soldaten ihre Aufgaben wieder etwas ernster nehmen.“ verbeugte sich der General und schickte den Offizier raus.

„Was hat Sina nun diesmal angestellt?!“ ging Emilia direkt auf das Problem an.

„Ich… weiß es nicht. Scheinbar herrscht dort… eine gewisse Unruhe, aber mehr wissen wir scheinbar auch nicht.“ beruhigte Lion die Kaiserin.

„Die aber scheinbar mit Sina zu tun haben!“

„Können wir das denn… mit Gewissheit sagen? Selbst sie wird ihre Position nicht vergessen, welche sie vertritt… hoffe ich zumindest.“

„ … Wenn ihr das schon denkt… Sagt den Soldaten an der Front, dass sie aufmerksamer sein sollen. Ich will nicht durch irgendwelche… Überraschungen mit Tuzato konfrontiert werden!“ befahl Emilia.

Als auf einmal zwei weiße leuchtende Kugeln in ihrem Thronsaal erschienen. Lion zog sein Schwert und und stellte sich schützend vor die Kaiserin, während Emilia den geheimen Schalter für Hilfe aktivierte.

Die Kugeln lösten sich auf und zwei Teenager fielen heraus, ein Junge und ein Mädchen. Sie landeten hart auf dem Boden, in der Zeit stürmten eine große Anzahl von Soldaten den Thronsaal und umringten die beiden Personen. Sie hielten ihre Waffen vor ihnen und beide hoben ängstlich ihre Hände hoch.

„Wer seid ihr? Erklärt euch!“ verlangte General Lion Auskunft von ihnen. Die Kinder drehten ihre Gesichter zu Lion und der Junge machte scheinbar den ersten Schritt.

„Oi, behandelt man so die Helden?!“ wurde aber eines besseren belehrt, als er ein Schwert an die Wange bekam. „Erm… mein Name ist Davino Buccheri und ich komme aus Italien.“

„Mein Name ist Miyu Yatsumi und komme aus Japan.“ stellte sich das Mädchen ein bisschen höflicher vor, aber man sah ihr an, dass sie Angst hat.

„Tut mir leid, aber ich kenne diese Orte nicht mal und was faselt du von Held?“ setzte Lion sie mehr unter Druck.

„Wir wurden von der Göttin aus unserer Welt hierher versetzt.“ antwortet Davino nur, aber Miyu war etwas ausführlicher.

„Erm… wir kommen alle aus einer anderen Welt und wurden von der Göttin hierher… beschworen, weil eurer Welt mehrere Gefahren drohen. Ihr sollt unseren Status überprüfen, denn der Segen der Göttin soll… scheinbar nur auf beschworenen Helden sein, zumindest hat die Göttin es von sich aus behauptet.“

„Huh? Kann einer von euch das bestätigen?“ fragte Lion, denn er wusste, dass einige der Soldaten die Fähigkeit der Analyse beherrschten.

„Ja, es stimmt was sie sagen. Sie haben den Segen der Göttin.“ bestätigt ein Soldat.

„Nehmt die Waffen herunter.“ befahl Kaiserin Emilia, die nun neben Lion stand. Die Soldaten zogen ihre Waffen ein und nahmen einen großen Abstand von den Kinder, aber waren trotzdem noch nah genug, um eingreifen zu können.

Davino und Miyu trauten ihren Augen nicht, dass jemand scheinbar in ihrem Alter so eine starke Autorität ausstrahlte.

„Ich bin Kaiserin Emilia, Herrscherin Osnain. Wenn es stimmt, was ihr von euch behauptet, will ich mehr darüber erfahren!“ stellte Emilia sich vor.

Lion war stolz auf seine Kaiserin, dass sie sich so schnell an die Situation gewöhnen konnte und es nun selber in die Hand nahm.

„Eh? Das soll ich glauben? Ihr seid doch nicht älter als 16-17 Jahre so alt wie ich.“ kommentierte Davino, aber damit hat er sich selber keinen Gefallen getan, denn er spürte nun von jedem Soldaten die Todesblicke. Miyu verfluchte schon die Göttin, dass sie den Jungen mit ihr zusammen gesteckt hatte.

„Es ist mir egal ob du es glaubst oder nicht, aber wenn dein Benehmen sich nicht bessert, kannst du ruhig meine Folterknechte kennenlernen, denn DIE werden dir definitiv Respekt beibringen.“ drohte Emilia.

„Ich merke schon, dass die Reichskanzlerin einen schlechten Eindruck auf euch hinterlässt…“ murmelt Lion, hielt aber sofort den Mund, als Emilia ihn warnend anschaute.

Davino hielt sofort den Mund, denn er wusste nicht, ob sie blufft oder nicht, aber die Männer scheinen es ihr jedenfalls zu glauben. „Am besten ich übernehme das Reden, denn ICH will nicht die Folterknechte kennenlernte.“ flüstert Miyu warnend auf ihn ein. Davino nickte nur, aber man sah, dass es ihm nicht passte.

„Ich… entschuldige mich für das Verhalten von meinem Freund. Wir stammen wie gesagt aus der anderen Welt und… sind es nicht gewohnt, auf einmal aus unserer Umgebung gerissen zu werden und dann… mit Waffen vor unserer Nase begrüßt zu werden.“ stand Miyu auf und entschuldigt sich nach japanischer Art.

„Aha? Ich bin es ebenso nicht gewohnt, das Kinder einfach in meinem Thronsaal erscheinen und ich von einigen ein mangelndes Benehmen ertragen muss. Aber sagt mir von den Gefahren, die ihr angesprochen habt.“ nahm Emilia auf dem Thron platz.

„Die Göttin schickte uns, damit wir euch vor dem kommenden Krieg gegen die Dämonen warnen. Die Magie, die sie an ihren Ort bindet, wird schwächer und die Dämonen sollen sie scheinbar schon manipulieren.“ erklärte Miyu und es wurde sehr still.

„Dämonen? Es fällt mir schwer zu glauben, dabei haben wir schon genug andere Probleme.“ warf Lion ein, aber Miyu widerspricht ihm.

„Ich kenne die anderen Probleme nicht, aber wenn die Göttin uns schickt, solltet ihr… es nicht wenigsten nachprüfen? Die Göttin rechnet fest mit einem Krieg, vermutlich sogar größer als es in der Vergangenheit der Fall war.“

„Hmm… Wenn ich mich richtig erinnere liegt der Verbindungstunnel im Königreich Efrana oder?“ fragte Emilia ihren General.

„Das stimmt Kaiserin Emilia, daher… ist eine Überprüfung leider nicht so ohne weiteres möglich ohne dass wir den Frieden gefährden…“ dachte Lion laut nach, aber nun mischte sich Davino ein.

„Es waren noch zwei weitere Personen mit uns dabei, als wir mit der leuchtenden Figur gequatscht haben. Sie meinte, dass sie uns in alle Reichen schicken wird, aber… warum ich mit Miyu hier bin… kann ich nicht erklären.“

„Warte… insgesamt vier Helden hat die Göttin auf diese Welt geschickt? Wie schlimm wird denn dieser Krieg werden?“ hakte Emilia nach.

„Zumindest können wir mit dem König in Kontakt kommen, wenn bei ihm ebenso Helden erscheinen, aber ich mache mir mehr Sorgen, wenn auch einer in Tuzato erscheint.“ sagte Lion.

„Ich… kenne nicht die Gründe, warum ihr mit Tuzato ein Problem habt, aber wir müssen uns frühzeitig auf diesen Krieg vorbereiten.“ warnte Miyu und Lion musste schmunzeln, was sie ein bisschen verwundert.

„Ah… das könnt ihr nicht wissen, aber unsere Armee… wurde mehr oder weniger vernichtend zerschlagen. Das was wir als „Armee“ bezeichnen ist der kümmerliche Rest davon. Wir sind erst im Wiederaufbau und… wenn wir wieder im alten Glanz strahlen sollen, wird es vermutlich mehrere Jahrzehnte benötigen.“ erklärte General Lion.

„Dann seid ihr aber ziemlich am Arsch…“ merkte Davino an, aber bekam einen Klaps auf die Schulter von Miyu.

„Nun, man kann es feiner Ausdrücken, aber das stimmt und momentan herrscht auch eine Kriegsstimmung gegen Tuzato, die bei dem Mord gegen unseren ehemaligen Kaiser mitgeholfen haben, deswegen… ist eine Allianz zwischen uns und ihnen… sehr schwierig.“ erklärte Lion weiter.

„Aber ohne die Hilfe aller Reiche müssen wir damit rechnen, dass wir stark im Nachteil gegen die Dämonen sind und scheinbar sind die nicht das größte Problem.“ wandte Miyu ein.

„Wie jetzt? Es gibt sogar noch ein größeres Problem als die Dämonen?“ hakte Emilia nach und Miyu nickte.

„Das ist richtig. Ein Teufel soll auf der Welt wandeln und soll sogar stärker sein als der Dämonenkönig. Die Göttin bat uns nur, dass wir uns mit den Dämonen beschäftigen, aber wenn eine noch größere Gefahr auf der Welt ist, wie können wir dies ignorieren?“

„Erm… was ist ein Teufel?“ fragte Kaiserin Emilia, weil sie mit dem Wort nichts anfangen kann und Lion wirkte ebenso ratlos.

„Das ist der Gegenpart eines Gottes. Die Göttin hatte eine Vermutung, was es mit dem Teufel auf sich hat, wollte es uns aber nicht mitteilen.“ erklärte Miyu es ihnen.

„Bitte? Etwas mächtiges wie ein Gott läuft auf unserer Welt herum? Was sollen wir denn dagegen machen? Es gibt schon genug gottgleiche Kreaturen auf der Welt, da brauchen wir nicht noch weitere solche Monster!“ wirkte Emilia nun sauer.

„Na ja… eines dieser gottgleichen Kreaturen wurde getötet oder? Vielleicht ist die Lage doch nicht so hoffnungslos wie es scheint.“ beruhigte Lion die Kaiserin.

„Meinst du wirklich, dass „sie“ es mit dem Teufel aufnehmen kann?“ starrte Emilia ihren General an.

„Nun… ich werde meine Hand nicht ins Feuer legen, aber ausschließen will ich es nicht.“ kommentiert Lion es nur.

„Hmm… was sollen wir nun mit den beiden Helden machen? Auf so was habe ich mich nicht vorbereitet.“ überlegte Emilia laut.

„Selbst euer Vater wäre ratlos gewesen. Ich empfehle euch, dass wir ein Gespräch mit dem König aus Efrana aufsuchen und noch dringender, dass wir mit der Reichskanzlerin sprechen, sie muss ebenso aufgeklärt werden und… kann uns bestimmt weiterhelfen.“ rät Lion.

„Scheinbar muss diese Reichskanzlerin eine ziemlich einflussreiche Person sein.“ flüstert Davino zu Miyu, die ihm zustimmen musste.

„Wachen, ich will das ihr den… Helden Zimmer zuweist, wo sie sich erst mal zurückziehen können. Alles weitere werde ich in den nächsten Tagen verkünden.“ befahl Emilia den Soldaten.

„Eh…? Ihr kauft uns das einfach so ab?“ wundert Davino sich, aber Miyu stammt aus einer Yakuza-Familie und verstand die Entscheidung der Kaiserin. Sie werden unter Beobachtung gestellt und können froh sein, dass es nicht schlimmer ist.

„Ich danke für eure Großzügigkeit.“ verbeuge Miyu sich, und flüstert Davino zu: „Halt einfach mal den Mund, wir können froh sein, dass wir nicht in den Kerker geworfen werden! Ich erkläre es dir später!“ Davino bekam einen roten Kopf, aber hielt sich an ihren Rat.

Die Soldaten führen die beiden Helden raus und Emilia war nun mit Lion wieder alleine.

„Wie schnell können wir Sina kontaktieren?“ fragte Emilia nur noch.

„Wenn sie… immer noch in Tuzato ist, kann ich es leider nicht beantworten, aber kontaktiert doch Gräfin Sherry, vielleicht kann sie ja helfen.“ schlug Lion vor.

„Eine ausgezeichnete Idee!“

Kapitel 140

Ich bin wiedergeboren und die nächsten Probleme?

Die Kutscher sahen alles anders als gut gelaunt aus, aber fügten sich den Anweisungen der Abenteurer. Thomddir verfrachtet Sina in eine Kutsche, während Louis den Wirt über die Schäden auszahlte. Aber es kamen schon die ersten Probleme. Sina musste man auf den Boden der Kutsche legen, weil die Sitzbänke nicht zum liegen geeignet waren.

„Dann kommt dein Wolf halt zu uns rein!“ löste Falko das Problem und Melaine sowie Neia mussten es sich… mehr oder weniger auf den Sitzbanken bequem machen. Aber…

„Wir haben keinerlei Erfahrung über Nacht zu kutschieren. Wir können zwar ein Licht anmachen, aber die Pferde sind nicht dafür trainiert.“ wiesen die Kutscher auf das nächste Problem hin. Die Abenteurer wurden merklich langsam ungeduldig, dass sie immer noch im Dorf waren.

„Fahrt solange wie ihr könnt, Hauptsache wir sind weg von Dorf. Wir werden dann gemeinsam eine Lagerstelle aufsuchen und euch beschützen… nur fahrt endlich!“ war Christoper gereizt und endlich fuhren die Kutschen los.

In der Kutsche wo alle Herren drin waren und nun zusätzlich den Wolf bei ihnen haben, kam ein kollektiver Seufzer aus ihnen raus und der Wolf hechelte nur.

„Ich weiß nicht warum, aber irgendwie ist das jetzt alles anstrengender als der Kampf gegen die Vampire.“ murmelt Christoper.

„Kein Wunder, da waren wir auch in unserem Element, aber die Situation mit Sina jetzt?“ stimmte Falco ihm zu.

Thomddir hatte scheinbar die Ruhe weg und fing an zu schnarchen und bekam neidvolle Blicke, aber Louis war wieder in Gedanken.

„Illusionsmagie… mit was will Sina uns denn noch alles überraschen?“ Louis

„Stimmt, wo du das ansprichst, aber Neia meinte, selbst sie könnte so eine Magie nicht und wusste auch nicht, ob man es erlernen kann, auch wenn sie davon gehört hat.“ Christoper

„Sina hat es im Kampf gegen Acula eingesetzt, indem sie die Magie von Neia verschwinden ließ um ihn dorthin zu bekommen.“ Louis

„Und im Wald, als sie ihre Doppelgänger erschaffen hat…“ Falko

„Sobald… sie wach ist und… wie auch immer das mit ihren Flügeln endet, sollte sie es uns erklären. Das sollte sie uns schuldig sein bei der ganzen Aktion, die wir nun wegen ihr haben.“ Louis

„Auf die Erklärung bin ich ebenso gespannt, aber ich frage mich vielmehr, wie es mit Sina zukünftig weitergehen wird. Mit diesen Flügeln wird sie… vermutlich Probleme in der Gesellschaft bekommen.“ Christoper

„Ah… was mir einfällt, aber glaub ihr, das Mio und Tio wissen, was mit Sina passiert ist? Du vermutest doch, dass es an dem Vampirblut liegt Chris.“ Falko

„Es ist für mich die logischte Erklärung. Das Elixier hat keine Nebeneffekte, sonst müssten mir ebenso solche unerwünschten Nebeneffekte haben, sooft wie ich sie schon getrunken habe.“ Christoper

„Dann musst du ja ziemlich oft in Lebensgefahr geschwebt haben…“ Louis

„Öfters als ich zählen kann. Bekannte Dungeons sind keine Probleme, aber wenn du auf unbekannte triffst? Du kannst noch so gut vorbereitet sein, irgendetwas übersiehst du immer.“ Christoper

„Vielleicht solltest du eine nicht so gefährliche Sache annehmen…“ Falko

„ … Und was war das mit den Vampiren oder Titanus? War das… ungefährlicher hmm?“ Christoper

„Na… das kann ich leider nicht abstreiten…“ Falko

Neia überprüfte immer wieder den Stand der Dinge bei Sina. Sie konnte nur… am Gesicht nachsehen, denn der Rest ist durch die Decke eingewickelt.

„Und? Wann wird Sina aufwachen?“ fragte Melaine.

„Keine Ahnung, aber wenn ich raten müsste, braucht sie nun ihre Ruhe um wieder Energie zu sammeln. Erst der Entzug und dann die Flügel? Ich kann mir die Schmerzen nicht mal annähernd vorstellen…“ wirkte Neia traurig.

„Hoffe das Sherry keinen Schreck bekommt.“

„Ach die liebe Güte, das habe ich nun komplett verdrängt. Wie soll es denn nun weitergehen?!“

„Eh… ist es möglich, dass wir mit den anderen in der Kutsche reden können? Das sollten wir vielleicht besprechen.“

Neia nickte und murmelte einen Zauber, auf einmal sah man an einem Fenster die Gesichter der Männer sowie den schlafenden Zwerg.

„Ist was passiert?!“ fragte Christoper sofort, als er Neia und Melaine sah, aber die Magierin beruhigte ihn wieder.

„Alles in Ordnung, Sina schläft weiterhin brav. Wir wollten mit euch über die nächsten Schritte reden.“ erklärte Neia.

„Stimmt, bisher wollten wir nur schnell weg von dem Dorf.“ Falco

„Ich schlage vor, dass wir zurück nach Fanfoss zu der Villa von Sina reisen. Dort haben wir genug… Leute um uns, die uns bei dem kommenden Problemen mit Sina helfen können.“ Louis

„Das heiß, wir müssen irgendwie über die Grenze kommen? Hoffentlich machen die Wachen diesmal nicht so viele Probleme wie letztes Mal.“ Christoper

„Müssen wir irgendwie regeln, wenn es wirklich zum Problem kommt. Ansonsten schlage ich vor, dass wir die Pausen nutzen, solange wir sie noch haben.“ Melaine

Die Kutscher reisten soweit wie sich trauten, aber als es Nacht wurde, weigern sich die Pferde weiter zu gehen. Wie versprochen bauten die Abenteurer ein Nachtlager auf, sodass sie alles im Blick hatten.

Neia und Christoper flößen Sina eine Suppe ein, damit sie sich besser erholen kann, ansonsten wurden die Kutscher von Louis aufgeklärt, dass das nächste Reiseziel Fanfoss sei.

Die Reise ging weiter für die Kutschen und unterwegs trafen sie auf mehrere große Truppen von Rittern. Die Kutschen wurden nicht angehalten, aber die Abenteurer waren sehr sehr nervös bei der Aktion und gaben in dieser Zeit keinen Murks von sich. Als es dann vorbei war, seufzten alle gemeinsam vor Freude…

Bis sie an der Grenze ankamen.

„Wir wünschen mit Lady Sina zu sprechen!“ verlangte der gleiche Ritter vom letzten Mal nach Sina.

„Na super… wer will das klären?!“ fragte Falko und alle Männer schauten sich an, dann schluckte Louis einmal und stieg aus. „Meinst du nicht… das Christoper das klären sollte?“ dachte Thomddir laut, aber Louis schüttelt nur den Kopf.

Er ging auf den Ritter zu und stellte sich vor mit der Abenteurerkarte. Sofort genoss er den Respekt von dem Ritteroffizier und er… wirkte nun nicht mehr so streng.

„Es ist… eine Ehre mit so einer starken Persönlichkeit zu sprechen.“ war der Ritter sichtlich gerührt sowie sein Gefolge.

„Keine Ursache. Weswegen wollt ihr denn Lady Sina sprechen? Ihr geht es… momentan nicht so gut, nachdem sie im Kampf verletzt worden ist.“ sagte Louis es nervös.

„Unsere Heiligkeit, Papst Silvester, wünscht ein Gespräch mit Lady Sina als Abenteurerin. Er möchte gerne mehr über das Vampirproblem wissen. Seit… eurer Ankunft sind unsere Ritterorden dabei, alle Vampirnester auszuräuchern, aber wir glauben, dass wir einige noch übersehen haben.“ erklärte der Ritter sich.

„Ah… ich verstehe. Nun ich kann berichten, dass wir den Vampirkönig Acula und seine Kinder besiegen konnten, doch es hatte seinen Preis, versteht ihr?“ antwortet Louis geheimnisvoll.

„Bei der Göttin, dass sind gute Nachrichten, aber was hat es mit dem Preis auf sich?“ wundert sich der Ritter.

„Lady Sina, unsere Kameradin, wurde im Kampf schwer verletzt und wir wollen sie so schnell wie möglich nach Efrana zu einem bestimmten Heiler bringen, dem wir vertrauen.“ log Louis nun.

„Huch? Wir haben ebenso speziell ausgebildete Heiler und können Lady Sina ebenso helfen!“ wand der Ritter nun ein, aber Louis schüttelt den Kopf.

„Ich… halte es nicht für eine gute Idee, Lady Sina gegen ihren Willen von einem fremden Heiler untersuchen zu lassen. Scheinbar hat Lady Sina und euer Vaterland… gewisse Differenzen und ich als neutrale Person muss dann doch euer Angebot ablehnen, denn ich will keinen Krieg hervorrufen. Ich persönlich habe nichts gegen euch oder eure Theokratie, denn ich bin nur… ein einfacher Abenteurer der seiner Berufung nachgeht.“ lehnte Louis das Angebot ab und sah, dass der Ritter nun ein Problem hat.

„Ich verstehe… aber man hat uns deutlich zu verstehen gegeben, dass unsere Heiligkeit wirklich mit Lady Sina sprechen will.“ wirkte der Ritter nun verzweifelt.

„Nichts für ungut, aber… ihr habt doch nicht die letzte Begegnung mit Lady Sina vergessen oder? Was glaubt ihr, was passiert, wenn Lady Sina gegen ihren Willen zu jemanden gebracht wird? Der König sowie die Kaiserin scheinen… ihre rücksichtslose Art und Weise zu akzeptieren, weil sie genau… wissen wie es enden wird, wenn sie etwas gegen Lady Sina machen werden.

Es sind keine Märchen was man über sie erzählt. Sie hat drei Armeen auf Alliancia besiegt, wollt ihr… wirklich herausfinden, was passiert, wenn Sina ihrer Wut freien Lauf lässt? Ich persönlich nicht, denn ich bin nicht mal in der Nähe und ich habe schon meinen Kampf mit ihr gehabt.“ sprach Louis auf den Mann ein.

„Eure Heiligkeit muss einfach akzeptieren, dass jetzt aktuell keine Unterredung mit Lady Sina möglich ist. Ich kann mich mit meinen Freunden, die übrigens auch alle den Rang SSS haben, zusammensetzten und alle Informationen zusammenschreiben, mit denen ihr arbeiten könnt, aber mehr ist da nicht drin.“ bot Louis nun eine Lösung an. Als der Ritter die Information bekam, dass die anderen Reisenden in den Kutschen ebenso den Rang SSS haben, bekam er einen Schweißausbruch.

„Sir… ich glaube, es ist das beste, wenn wir sein Angebot annehmen. Wenn… sie alle ihre Meinung mit Waffen zum Ausdruck bringen… wird es diese Grenzstation nicht mehr geben.“ flüstert einer der Ritter dem Offizier ins Ohr.

„Keine Sorge, Lady Sina ist wirklich eine Ausnahmeperson unter uns Abenteurern, sie… dehnt „Neutralität“ sehr weit aus…“ versuchte Louis die Männer zu beruhigen.

„Nun… scheinbar haben wir keine Wahl. Benötigen sie lange für ihren Bericht?“ kam der Ritteroffizier zu einem Entschluss.

„Keine Sorge, Neia die Elementarmagierin kann das mit ihrer Magie schnell aufschreiben, ihr werdet nicht lange warten müssen.“ erklärt Louis.

„Dann… beeilen sie sich. Es ist heute nicht viel los, aber… ich möchte keine weiteren Schwierigkeiten bekommen…“ murmelt der Ritteroffizier nur noch. Louis verbeugte sich dankbar vor ihm und ging zur seiner Kutsche. Er klärte den anderen Männer den Stand der Dinge und alle Abenteurer gingen gemeinsam zu der Kutsche der Damen.

Melaine schob ein Fenster runter und sowohl sie als auch Neia wirkten sehr nervös. Louis beruhigte sie und wiederholt seine Erklärung. Neia wirkte nun dafür genervt, dass man ihre Magie für so eine Aktion missbrauchte, aber sie spielte das Spiel mit.

Gemeinsam sammeln sie alle ihre Erfahrung, was sie über das Schloss erfahren haben und sowie den Standort, dazu eine Liste über die Namen der gestorbenen Vampire.

„Meinst du, es ist eine gute Idee? Dort sind doch noch… die anderen Vampire.“ flüstert Melaine nun, aber Falko brachte es auf den Punkt.

„Ich bezweifele, dass sie noch dort sind. Wenn der Butler nicht gelogen hat, werden sie irgendwo eine Versammlung haben und… ihr Ding durchziehen. Deswegen mache ich mir darüber relativ wenig Gedanken. Sollen sie doch das Schloss auf den Kopf stellen.“

„Sehe ich ebenso.“ stimmte Christoper zu. Nachdem der Bericht zu Ende geschrieben wurde, gingen die Männer wieder zu ihrer Kutsche und Louis ging mit dem Bericht auf den Offizier zu. Dieser nahm ihn dankbar an und überflog ihn und riss dabei erstaunt seine Augen auf.

„Bei der Göttin, ihr habt Jasper getötet? Die anderen Namen sagen mir nichts, aber wenn sie alle in ein und demselben Clan waren, habt ihr ihnen einen sehr schweren Schlag verpasst. Ich… danke nicht nur für mich, sondern auch im Namen Tuzato, dass ihr diese Brut ausgelöscht habt.“ verbeugte sich der Ritter vor Louis.

„Keine Ursache, dafür sind wir hergekommen. Lady Sina war es gewesen, die uns alle eingeladen hat, um diesen Clan… mehr oder weniger „auszulöschen“ erklärte Louis.

„Dabei… hört man so viel schlechtes über Lady Sina, dass sie im Hintergrund die Fäden für einen Krieg gegen uns zieht, aber das widerspricht sich komplett, wenn sie extra in unser Reich reist und Vampire tötet.“ wundert sich der Ritter.

„Glaubt mir… Sie schafft es immer wieder uns mit ihren… Aktionen ins Staunen zu bringen. Ihr könnt wirklich froh sein, wenn ihr sie nicht aus nächster Nähe erlebt, dass… wird eurem Herz auf Dauer nicht guttun.“ weihte Louis den Ritter in ein Geheimnis ein.

„Ich wünsche ihnen eine angenehme Reise und möge der Segen der Göttin euch gewiss sein.“ verabschiedet sich der Ritter. Louis bedankte sich wieder bei dem Ritter und ging in seine Kutsche. Die Kutschen kamen wieder in Bewegung und als sie die Grenze hinter sich haben, fiel Louis erschöpft in sich zusammen.

Der Wolf von Melaine legte seinen Kopf auf den Schoß von Louis und starrte ihn fröhlich an. „Gute Arbeit. Es hat zwar etwas länger gedauert, aber wir sind erfolgreich durchgekommen.“ lobte Christoper und Falko sowie Thomddir stimmten ihm zu.

„Ich habe… mich noch nie… so erschöpft gefühlt. Da kämpfe ich lieber um den Tod als das ich nochmal so eine Aktion mache…“ murmelt Louis.

„Oh, glaub mir. Wenn du mal in eine Beziehung kommst, wird dir das eben wie ein Klacks vorkommen.“ grinste Falko ihn wissend an, aber Louis ist eingeschlafen.

„Nun sollten wir keine Probleme mehr haben.“ meinte Thomddir nur, aber das Schicksal hat andere Pläne.

Kapitel 139

Ich bin wiedergeboren und was passiert mit mir?

Am nächsten Tag haben die Abenteurer Sina an die Liege gebunden und Christoper hat einen Tragesack für die Schwerter von Sina zur Verfügung gestellt, die nun von Thomddir getragen werden. Die verbrannten Hände vom vorigen Tag hat Neia wieder geheilt.

„Das Fieber… ist gesunken, aber scheinbar hat sie irgendwelche Schmerzen. So blass und verschwitzt wie sie ist?“ überlegte Neia laut und auch Christoper schaute nach ihr.

„Wir sollten im Dorf eine Unterbringung für sie suchen. So können wir Sina nicht transportieren, vielleicht haben die Dorfbewohner Kräuter, die ich mixen kann. Es bringt nichts sie zu heilen, wenn wir die Ursache nicht kennen.“ meinte Christoper.

„Meinst du… sie werden uns so was zur Verfügung stellen? Ich denke nur an die Aktion von Sina vom letzten Mal.“ murmelt Melaine und schon kamen die ersten Probleme auf die Abenteurer…

„Wir werden schon eine Lösung finden. Wenn sie sich nicht überreden lassen, bezahlen wir halt ein bisschen mehr.“ munter Falko die anderen auf.

Aber scheinbar haben die Abenteurer sich unnötigerweise Sorgen gemacht, denn sie wurden von den Dorfbewohnern jubelnd empfangen.

„Ihr habt uns von den Vampiren befreit!“ jubelt einer der Männer. „Endlich sind wir keine Blutspender mehr!“ „Unsere Kinder wurden alle befreit und sind wieder bei ihren Familien dank euch!“

„Eh?“ wunderten sich die Abenteurer. Eine sehr junge Dame kam zu ihnen und erkläre es: „Ein Butler hat uns alle befreit und… uns hier abgesetzt, anschließend hat er uns erklärt, dass wir uns keine Sorgen mehr bräuchten und das ihr der Grund seid.“

„Ah… ich verstehe.“ nickte Louis. „Unsere Freundin hier ist schwer krank, habt ihr nicht ein Gasthaus oder ähnliches?“

„Oh, natürlich haben wir das. Folgt mir einfach!“ meldet sich einer der Dorfbewohner und führte die Abenteurer zu einem Gasthof. Der Wirt bereitete sofort ein Zimmer für Sina vor und sie wurde dann umgelagert.

„Was hat die Kleine? Fehlt ihr was?“ fragte der Wirt. Christoper nahm den Mann zur Seite und fragte ihn nach bestimmten Pflanzen und Kräutern, die er später bekam. Daraus mixte er eine Medizin und flößte sie mit Neia gemeinsam Sina ein.

„Nun… hoffen wir einfach das beste. Mehr kann ich nun auch nicht tun.“ sagte Christoper, als er mit Neia das Zimmer verließ. Louis und Falko waren im Esszimmer, während Thomddir die Kämpfe gegen die Vampire draußen erzählte, nur Melaine fehlte.

„Wo ist die Wolfsfrau?“ wundert sich Christoper und Louis antwortete: „Sie… sucht eine passende Stelle für ihren verstorbenen Wolf und will sich dann nochmal von ihm verabschieden.“

„Ah…“ nickte der Dungeonfarmer verständnisvoll und gesellte sich nun zu den anderen Männern. Neia setzte sich an einen anderen Tisch und ließ sich mehr oder weniger auf den Stuhl fallen.

„Bin ich froh, dass die Kutschen noch hier sind, sonst wäre es eine sehr… lange und anstrengende Reise zurück nach Fanfoss…“ murmelt Neia.

Die Abenteurer hatten sich nicht viel zu erzählen, alle waren mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt. Thomddir erzählte seinen Kampf mit einer Lautstärke, dass selbst sie es mitbekamen.

„Wenigsten hat der Brecher eine Sorge weniger im Leben.“ brummte Falko und musste schmunzeln, als er seinen Kampf wieder vor Augen hatte.

Es wurde spät am Abend, als Melaine wieder kam und alle Abenteurer gemeinsam ihre Mahlzeit nahmen, danach unterhielten sie sich wieder.

„Hoffentlich wacht Sina wieder auf, sonst haben wir ein Problem, sie über die Grenze zu bekommen.“ Falco

„Meinst du, dass sie wieder Schwierigkeiten machen werden? Die Drohung vom letzten Mal konnte man ja nun nicht wirklich überhören.“ Christoper

„Wir müssen sogar damit rechnen! Die Dorfbewohner haben mir erzählt, dass überall Ritterorden Jagd nach Vampiren machen. Bisher waren sie noch nicht hier, sie haben es durch fahrende Händler mitbekommen. Scheinbar nimmt man die Information über die Vampire sehr ernst.“ Thomddir

„Hmm, hoffentlich bekommen wir keine Probleme mit ihnen, nicht das ich mir über einen Kampf Sorgen mache.“ Melaine

„Wenn Sina mehrere Armeen besiegen konnte, dann können wir das erst recht!“ Thomddir

„Vergiss bitte nicht, dass wir eine neutrale Funktion haben!“ Neia

„Stimmt. Sollten wir mit ihnen in Kontakt kommen, werden wir das friedlich klären. Es muss nicht auf die Art und Weise gemacht werden, wie Sina es gerne vorzieht.“ Louis

„Ich freue mich schon wirklich darauf, meinen Freunden in den Bergen über den Tod von Dragos zu berichten, dann wird gefeiert, bis das Bier ausgeht!“ Thomddir

„Allgemein… haben wir es doch irgendwie geschafft, die Welt wieder etwas sicherer zu machen oder? Wie viele Leben sind durch diese Vampire in all der Zeit gestorben? Kann man die Zahl überhaupt aussprechen?“ Christoper

„Ich will darüber nicht wirklich nachdenken. Sobald ich Louis in Fanfoss abgesetzt habe, soll Prashi sich weiter um ihn kümmern…“ Falko

„Hmm? Was hat Prashi damit zu tun?“ Louis

„Das wirst du schon selbst feststellen müssen. Vergiss nicht, dass sie dir was Wichtiges anvertrauen wollte, sonst hättest du ihr nicht das Versprechen gegeben, lebend zurückzukommen.“ Christoper

„Ah… das habe ich nun wirklich irgendwie verdrängt…“ Louis

„Lass sie das bloß nicht hören…“ Melaine

„AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGHHHHHHHHHHHHHHHHHH!“ schrie eine Person über ihnen. Sofort sprangen die Abenteurer von ihren Stühlen runter und rannten in das Zimmer von Sina.

Als die Tür offen war, sahen alle, das Sina auf dem Boden lag und mit ihren Fäusten auf den Boden schlug. Neia wollte sofort zu ihr gehen, aber es war Louis, der sie aufhält. Die Magierin wollte sofort nachfragen, aber sah es nun auch…

Sina trug immer noch das zerrissene Kimono, aber diese Wölbungen die sich auf ihrem Rücken bildeten konnte man nicht übersehen. Wieder schrie Sina laut auf und man sah nur weiße Augen. Die Wölbungen wurden immer größer und größer, ihre Haut auf dem Rücken bekam blutige Risse…

„Bei der Göttin… was passiert da?!“ flüstert Thomddir, der seinen Augen nicht traute. Sina schlug nun mit einer Faust so gewaltsam auf den Holzboden und ein großes Loch entstand.

Dann passierte es. Ihre Haut, die die… Wölbung verdeckte, platzte auf und zwei riesige fledermausartige Flügel erschienen. Blut spritzte überall in den Raum und die Abenteurer trauten ihren Augen nicht, was eben passierte, aber scheinbar hörte es nicht auf!

Die Flügel wurden immer größer und die Flügelmembranen nahmen eine rötliche Farbe an. Es verging einige Zeit und dann fiel Sina bewusstlos auf den Boden. Ihre… „Flügel“ berührten beide Wandseiten und sind noch nicht mal ausgestreckt.

„Glaube… nun ist es vorbei?“ flüstert Louis. Keiner von ihnen traute sich, sich Sina zu nähern, als Christoper schwer schluckte und auf Sina zuging. Dabei achtet er darauf, dass er ihr nicht auf die Flügel tritt und überprüfte die Lebenszeichen von Sina.

Sie atmet nun wieder regelmäßig, nur ihre Haut ist komplett nass verschwitzt. Christoper öffnete abwechselnd ihre Augen und beim rechten Auge musste der Dungeonfarmer nach Luft schnappen.

„Was ist los?!“ merkte Falko sofort die Veränderung bei seinem Freund. „Ihre… rechte Augenfarbe ist komplett rot geworden…“ berichtet Christoper.

„Aber ansonsten geht es ihr… gut?“ fragte Melaine, aber Christoper schüttelt den Kopf. „Ehrlich? Wenn einem Menschen auf einmal Flügel wachsen, weiß ich nicht mal, ob man es als gut oder schlecht bezeichnen kann. Irgendetwas ist passiert und ich verstehe es nicht!“ war Christoper wütend.

Auf einmal hörten sie mehrere Schritte im Flur kommen. „Oh oh, wenn der Wirt das hier sieht, bricht eine Panik aus.“ murmelt Thomddir und Louis gingen raus um den Mann und weitere abzufangen. Man hörte sofort das Palaver im Flur, aber scheinbar konnte Louis verhindern, dass der Wirt ins Zimmer kommt.

Die Abenteurer gingen in Sinas Zimmer rein und schlossen die Tür zu, zusätzlich stellte sich Thomddir in den Weg.

„Was sollen wir nun machen? So wie Sina jetzt aussieht, können wir sie nicht hierlassen!“ kam Thomddir auf den Punkt.

„Melaine? Hol die Kutschen, wir müssen Sina sofort von hier wegbringen. Sollten die Kutscher sich querstellen, lügt ihnen vor, dass es ein Befehl von Sina ist.“ befahl Christoper und die Wolfsfrau nickte. Thomddir lässt sie nach draußen und schloss sofort wieder die Tür, man hörte immer noch das Palaver im Flur.

„Hoffentlich bekommt Louis das geregelt.“ murmelt Falko. Christoper fasste nun die Flügel von Sina an und untersuchte sie.

„Und? Sind es wirklich Flügel einer Fledermaus? Ich meine… so wie sie aussehen?“ wirkte Neia sehr verunsichert.

„Scheinbar. Ich bin kein Tierexperte, aber jeder von uns hat schon mal eine Fledermaus gesehen und es lässt sich nicht abstreiten, dass die Flügel von Sina einer Fledermaus am ähnlichsten sind… Es ist nur eine… dumme Idee, aber kann es sein, dass das Blut von diesem Vampirkönig, das in Sina gelangte, es ausgelöst haben kann? Das… ihr dadurch Flügel gewachsen sind?“ diagnostiziert Christoper seinen Patient.

„Davon hätte ich aber gehört! Das Blut soll eigentlich nur heilende Kräfte haben!“ widersprach Neia heftig.

„Neia? Sei ehrlich. Hast du jemals in der Geschichte gehört, das ein so alter Vampir, nein… Vampirkönig getötet wurde? Wie viele von ihnen existieren denn überhaupt auf der Welt? Viele halten sie sogar nur für eine Legende, aber wir wissen es besser.“ beruhigte Christoper sie.

„Hm… Entschuldigung, ich… das alles geht über mein Verständnis.“ entschuldigt sich die Magierin und Falko legte eine Hand auf ihre Schulter zur Beruhigung.

„Glaub mir, nicht nur dir. Hier ist eben was passiert, das keiner erklären kann und Christoper versucht auf seine Art und Weise es auf den Grund zu gehen mit… Beweisen die wir überhaupt nicht haben.“ sagte Falko.

„Wie sollen wir sie denn raus tragen mit den Flügeln? Ich habe schon einige… Vögel und andere Tiere gesehen, sogar Monster, aber wenn ich ehrlich bin, sind das die größten Flügel, die ich je in meinen Leben gesehen habe…“ meldete sich Thomddir.

Christoper war scheinbar mit seiner Untersuchung fertig und versuchte vorsichtig die Flügel zusammen zu klappen. Es ging bis zu einem gewissen Maße, aber als er sie komplett zusammen klappen wollte, stöhnte Sina auf einmal auf. Sofort ließ der Dungeonfarmer die Flügel wieder los und sie nahmen ihre alte Form wieder an.

„Und… wenn wir sie einwickeln wie bei einer richtigen Fledermaus?“ schlug Neia vor und bekam ein Lob von Christoper.

„Das wäre eine Idee! Aber…“ schaute sich Christoper seine Situation an. Er müsste Sina irgendwie auf den Rücken bekommen, damit es klappt. Auf einmal klopfte es an der Tür: „Ok, die Leute sind wieder weg.“ rief Louis durch die Tür.

Der Zwerg ließ den Mann herein und berichtet ihnen den Stand der Dinge. „Den Schrei, den Sina von sich gab, hat das komplette Dorf auf den Kopf gestellt. Ich konnte die Leute soweit beruhigen, dass unsere Freundin schreckliche Schmerzen hat und wir sie versorgen, aber… wundern würde es mich nicht, wenn sie sich selber überzeugen wollen.“

„Dann ist es eine gute Idee, das Melaine die Kutschen holt.“ brummte Falko und Louis hob eine Augenbraue hoch.

„Wir müssen hier weg. Sobald diese Dörfler Sina so vorfinden, bekommen wir erst richtige Probleme und wenn die Scheiße so richtig losgeht, holen sie sogar diese Ritterorden.“ kam Christoper direkt auf den Punkt.

„Ich verstehe… irgendeine Idee, wie wir Sina dann in die Kutsche bekommen?“ fragte Louis. „Verdammt und zugenäht, wieso muss ich immer das Denken übernehmen?!“ schimpfte Christoper ungewohnt.

„Nun… du scheinst zumindest das Problem anzugehen, außerdem… warst du doch in unserer Gruppe immer der Planer oder?“ beruhigte Falko ihn und Christoper seufzte nur.

„Ok, gut… ich habe eine Idee. Louis und Falke, packt sie ihr unter den Armen und hebt sie vorsichtig hoch. Ich werde versuchen die Flügel um sie zu wickeln wie Neia es vorgeschlagen hat.“ befahl Christoper und die beiden Männer kamen zur Hilfe.

Mit ein bisschen Mühe konnten sie Sina hochheben und Christoper schaffte es, ihre großen Flügel um ihren Körper zu wickeln. Als es soweit war, schnappte er eine große Decke aus seinem Inventar und legte diese um Sina, anschließend verknotet er sie, damit sie nicht wieder aufklappten.

„Puh… damit sollte das Transportproblem gelöst sein.“ murmelt Christoper schwitzend, während Sina auf dem Boden eingewickelt schlief.

„Aber scheinbar geht… es ihr wieder besser. Atmung ist gleichmäßig und hat scheinbar keine Schmerzen mehr. Sie hat ihren Entzug… überstanden und den Grund… für diese Schmerzen kennen wir nun.“ untersuchte Neia sie am Gesicht.

Es klopfte wieder an der Tür und Melaine meldet sich nun. „Die Kutschen stehen bereit, es hat ein bisschen gedauert, weil so viele Personen die Straße blockiert haben!“

„Dann nichts wie los, Thomddir du trägst sie.“ befahl Christoper und der Zwerg nickte.

Kapitel 138

Ich bin wiedergeboren und habe einen Fiebertraum?

Die Abenteurer haben das Nachtlager wieder aufgebaut und mehrere Fallen verteilt, so glaubhaft der Butler auch war, aber sie trauten den anderen Vampiren nicht und haben mehrere Wachen aufgestellt.

Alle wirkten sehr besorgt und schauten immer nach Sina, aber ihr Fieber ist nicht besser geworden, hat aber zu ihrer Erleichterung keine weitere grüne Flüssigkeit von sich gegeben. Sie haben sich darauf geeinigt, das Neia immer geweckt wird, damit sie neues Eis beschwören kann, zusätzlich hat Christoper ein fiebersenkendes Mittel in Sina eingeflößt, aber es hat scheinbar keine Wirkung.

„Wenn… ich diese Flüssigkeit, die Sina ausgespuckt hat, analysieren könnte, vielleicht finde ich dort den Grund für ihren Entzug, aber ohne die nötige Ausstattung? Keine Chance.“ sagte Christoper traurig.

Es war spät in der Nacht, als Sina von einer Stimme wach wurde…

„NA kleines Mädchen? Hast du schon wieder deine Übung vergeigt hmm? Dafür wirst du bestraft weißt du?“ sagte eine bekannte dämonische Stimme.

Sina wurde sofort wach und hatte hasserfüllte Augen. „Spartus! Wo bist du?!“ knurrte Sina, dabei ignorierte sie die Eiswürfel um sich und warf die Decke von sich. Sie stand unter Schmerzen auf und nahm ihre Schwerter vom Boden. Im Fiebertraum sah sie das Nachtlager nicht wirklich sondern… das sie wieder in der Grube war.

„Ah ha ha ha. Schau doch mal an wo du wieder gelandet bist! Du weißt, wie das Spiel funktioniert, diesmal habe ich ein paar… nette Fallen in der Grube eingebaut. Du hast zehn Minuten Zeit daraus zu kommen!“ lachte Spartus in Sinas Kopf.

„Macht daraus fünf, denn wenn ich dich finde wirst du es bereuen was du mir angetan hast!“ brüllte Sina und rannte in den Wald. In ihrer Sicht war sie im Labyrinth, wo sie öfters… rein geworfen wurde zu Überlebenszwecken.

Louis und Christoper hatten in dieser Runde die Wache und sprangen auf, als Sina gebrüllt hat und von ihnen weglief. „Das war doch Sina! Los ich weck die anderen, du fängst sie wieder ein!“ befahl Christoper. Louis nickte und rannte Sina hinterher.

Sina sah sich im „Labyrinth“ um und ging ungebremst ihren Weg, als sie sich auf einmal übergeben musste, ein großer Schwall der giftigen Flüssigkeit fiel auf einen Baum, die den Baumstamm sofort durchfraß und den Baum fällte.

„Du elender Scheißkerl! Was hast du mir angetan!“ brüllte Sina und hörte wieder die Stimme in ihrem Kopf. „Ich weiß nicht was du meinst, vielleicht habe ich das Gift das du immer nimmst… austauschen lassen? Wollen wir doch mal sehen, wie weit du kommst unter diesen Schmerzen!“ und Sina hörte lauter Gelächter, was sie nur noch mehr reizte.

„Sina! Warte!“ rief Louis. Sina drehte sich um… und schlug nach Louis! Denn sie sah nicht wirklich ihren Abenteurerfreund Louis, sondern Spartus, der auf sie zeigte und sein Gesicht höhnisch verzogt. Louis konnte dem Angriff rechtzeitig ausweichen und wollte wieder rufen, aber…

„Du wirst sterben Spartus!“ knurrte Sina hasserfüllt und Louis zog nun sein eigenes Schwert zur Verteidigung. „Warte! Ich bin es, Louis!“ rief er, aber scheinbar kam es bei Sina nicht an. Er sah in ihren Augen, dass sie ihn nicht erkennt.

Sina schlug mehrmals nach Louis, aber scheinbar ist Sina so stark geschwächt, dass er damit keine Probleme hatte. „Wenn ich dich erst mal erwische, werde ich dich schön langsam töten Spartus!“ drohte Sina weiter.

„Verdammt, wach auf! Ich bin nicht dieser Spartus!“ brüllte Louis Sina an. Sie wollte ihn wieder angreifen, aber auf einmal musste sie sich wieder übergeben. Der Schwertheilige nahm sofort Abstand, als Sina diese grüne Flüssigkeit nach ihm ausspuckte.

„Beruhige dich doch Sina! Du bist krank, du musst dich ausruhen!“ versuchte Louis Sina zu beruhigen, aber was Sina hörte war nur: „Was ist los? Schwächelst du etwa? Ich wusste schon immer, dass du ein Schwächling bist.“ sah Sina Spartus in Louis.

Auf einmal wurde die Nacht hell, Neia hat einen Zauber aktiviert, dass jeder den… „Kampfplatz“ sehen konnte. Thomddir, dessen Arme von Neia geheilt wurden und Christoper rannten nun auf Louis zu.

„Was ist los?!“ verlangte der Zwerg zu wissen, aber da griff Sina ihn an und er riss erschrocken seine Augen auf. Louis fing den Angriff mit seinem Schwert ab und klärte die anderen schnell auf.

„Keine Ahnung, aber sie hat einen Fiebertraum und hört auch nicht auf mich!“

„Noch mehr von euch? Ich finde schon heraus, wer der richtige Spartus ist und dann töte ich dich!“ fluchte Sina die Männer an.

„Oh oh, wir müssen sie ganz schnell beruhigen, sonst bringt das Fieber sie um!“ warnte Christoper. „Dann tue was, auf mich hört sie nicht!“ strengte Louis sich an. Auf einmal schaute Sina nach oben und sprang nach hinten, ein Pfeil mit einem dicken Kopf flog vorbei. Die Männer hörten jemanden oben fluchen.

Falko hat mit einen Kopfnusspfeil versucht Sina umzuhauen, aber ihre Instinkte haben sie vor einer Gefahr gewarnt und ist rechtzeitig aus seinem Angriff raus gesprungen.

„Kannst du nicht irgendwas machen Neia?!“ wirkte Melaine beunruhigt und sie schüttelt nur den Kopf. „Leider nein. Ich habe schon mehrere Zauber wie „Schlaf“ auf sie gewirkt, aber es passiert einfach nichts!“ sagte Neia frustrierend.

„Du warst schon immer ein Feigling gewesen Spartus!“ schrie Sina die Männer an. „Aber da du ja scheinbar dich hinter einer Illusion versteckst, kann ich das Spielchen ebenso machen! Illusion: Doppelgänger!“ rief Sina und auf einmal erschienen acht weitere Sina, die man nicht unterscheiden konnte. Alle hatten das bösartige grinsen am Gesicht.

„Eh… das ist jetzt aber neu.“ murmelt Thomddir, während er versucht, die neue Situation zu analysieren. Alle nahmen eine Kampfhaltung ein und sagten dann gleichzeitig: „Schwertwirbel.“

„Bei der Göttin, wenn wir nicht wissen, welche die Echte ist, rennt!“ brüllte Christoper verzweifelt und zog die anderen Abenteurer mit.

„Was ist denn nun los? Seit wann kann Sina Magie benutzen?!“ staunte Falko, der in einem sicheren Abstand mit Neia und Melaine stand. „Es… sind nur Illusionen, aber wenn man nicht weiß, welche die richtige Sina ist, kann das tödlich werden, kein Wunder das die anderen von ihr wegrennen!“ kommentierte Melaine, während Neia grübelt.

„Das ist… nicht möglich, wieso kann sie Illusionen erschaffen? Selbst ich kann es nicht.“ dachte Neia und kam zu einen Entschluss.

Sie aktivierte mehrere Eisbälle und schoss auf die wirbelnden Duplikate. Alle schauten gleichzeitig hoch und griffen die Bälle an… die Illusionen verschwanden und wurden von der Magie aufgelöst und einzig Sina stand, die tatsächlich den Eisball zerschnitten hatte.

„Was kommt noch Spartus?! Erst wirfst du mich in die Grube, tauscht meine Medizin aus, setzt Bogenschützen gegen mich ein und nun Magier? Hat das mein Vater wirklich bewilligt?!“ schrie Sina schwer atmend.

„Wer ist dieser Spartus eigentlich?“ wundert Falko sich, aber die anderen schütteln nur die Köpfe. Sie wussten nur eins, das Sina diese Person um jeden Preis töten wird, so hasserfüllt wie sie jedes mal schreit.

„Hier, nehmt diese Beutel und versucht es ihr irgendwie ins Gesicht zu werfen. Wenn sie das einmal tief einatmet, „sollte“ sie eigentlich bewusstlos zusammenbrechen.“ gab Christoper dem Zwerg und Louis ein paar Beutel.

„Sollte? Wieso höre ich da einen Haken?“ wundert sich Thomddir und Louis musste ihm zustimmen. „Weil ich nicht weiß, ob es bei Sina funktioniert. Sie… scheint ja irgendwie auf vieles nicht wirklich zu reagieren!“ erklärte der Dungeonfarmer.

„Ah… das leuchtet ein.“ stimmte Louis ihm zu. Sie hatten sich den Plan gemacht, Sina von mehreren Seiten aus anzugreifen. Wenn Sina sich einem widmet, soll er die Rolle des Köders spielen.

„Komm raus Spartus! Ich weiß das du hier bist!“ schrie Sina wieder in ihrem Wahn und man hörte sie sich wieder übergeben. „Jetzt!“ rief Christoper und Louis sowie Thomddir rannten los.

Falko versuchte wieder mit seinem Spezialpfeil nach Sina zu schießen, aber diesmal fing Sina den Pfeil mit der Hand auf und warf ihn in seine Richtung. Sofort sprang er zur Seite, während er Melaine und Neia mit sich riss. Der Pfeil flog an ihnen vorbei und zerstörte einen dicken Baum hinter ihnen.

Sina sah alles in ihrem Fiebertraum, wie ein Teil des Labyrinths zerstört wird und wie Dämonen panisch herumrannten, dann sah sie Spartus auf sie zurennen. „Oh? Der Feigling will sich mir stellen?“ rief sie höhnisch Christoper zu. Er gab einen stummen Fluch ab, dass er ausgerechnet die Aufmerksamkeit bekam, aber spielte nun den Köder.

„Genau, ich bin Spartus! Greif mich doch an, wenn du dich traust!“ provozierte Christoper die kranke Sina und scheinbar erreichten seine Worte Sina, denn ihr Augen wurden zu schlitzen und der Blick, den sie ihm zuwarf… tödlich.

Als Christoper glaubte nahe genug an Sina zu sein, warf er einen leeren Beutel als Ablenkung nach Sina, aber sie stand auf einmal vor ihm wie es bei Acula der Fall war und trat ihn mit ihrer Kraft in den Oberkörper. Sofort wurde sein Brustkorb zertrümmert und er krachte gegen einen Baum. Auf einmal musste er heftig Blut spucken, dabei merkte er nicht, wie Sina sich ihm genähert hat.

„Huch? Was ist los Spartus? Hat dieser kleine Angriff dich schon umgehauen? Ich hatte mehr erwartet, aber… wenn ich ehrlich bin? Nichts mehr als deinen Tod wünsche ich mir!“ war Sinas Stimme unheilvoll und er sah, wie ihre Klinge auf ihn zuflog. Damit hat Christoper nicht gerechnet, dass er von Sina getötet wird…

Als Sina aufschrie und neben ihn hinfiel. Christoper schaute sofort, ob jemand hinter Sina jemand stand, aber da war keiner, nur Sina schrie aus vollen Halse.

„Ah… mein Rücken!“ und schlug mehrmals auf den Boden. Die Chance nutzte Christoper und warf ihr den Beutel ins Gesicht. Er platzte sofort auf und Sina nahm einen tiefen Atemzug von dem Pulver und fiel in sich zusammen.

„Bei der Göttin…“ seufzte Christoper am Baum anlehnend. Louis und Thomddir kamen nun auf ihn zugerannt und klugerweise nahm der Zwerg sofort die Schwerter von Sina weg, auch wenn er es unter Schmerzen machen musste, denn alle wussten, das Sina lebendige Waffen benutzte.

„Geht es dir gut?“ frage Louis und Christoper schaute ihn nur an. „Sehe ich so aus? Ich dachte das Karlene und Acula mir einen nahen Tod verpasst haben, aber das hat Sina nun noch näher geschafft…“ und wurde selber bewusstlos.

Neia heilte die Verletzung von Christoper, sodass er sich wieder einigermaßen bewegen konnte und zauberte Sina einen Spruch zu, dass sie schwebte.

„Was eine Nacht. Bin ich froh… das Sina so geschwächt war, es hätte auch anders ausgehen könnten.“ murmelt Falko, der Christoper beim Gehen half.

„Wer Spartus auch ist, aber ist scheinbar ein wichtiger Teil im Leben von Sina. So ein Hass… was auch er ihr immer angetan hat, aber scheinbar wird sie sehr unvernünftig.“ sagte Louis, aber Thomddir schüttelt den Kopf.

„Du darfst nicht vergessen, dass sie einen Fiebertraum hatte. Ich kannte Zwerge, die haben verdammt viel Chaos angerichtet. Wir sollten uns überlegen, sie an der Liege festzubinden, denn sollte… das in einer Stadt passieren, haben wir ein schweres Problem.“ sagte Thomddir seine Meinung.

„Aber ihr Fieber… ist scheinbar ein bisschen runtergegangen. Vermutlich hat sie nun alles Gift aus ihrem Körper ausgespuckt.“ überlegte Melaine laut.

„Dann hoffen wir, dass es nun endlich besser wird. Ich brauche echt meine Ruhe…“ hoffte Neia, aber… es wurde noch schlimmer.

Kapitel 137

Ich bin wiedergeboren und die Nachwirkungen des Vampirkrieges

In Alliancia:

Alle Vampire, die von Acula erschaffen wurden, wussten sofort dass ihr Meister gestorben ist. Das Band was beide verbunden hatte, wurde getrennt. Die stationierten Vampire in Alliancia schauten sich alle ungläubig an und waren überfordert. Sie hätten nie im Traum gedacht, dass ihr Meister getötet werden kann. Sie zogen sich alle zu ihren Standorten zurück. Es gab für sie keinen Grund mehr, die Befehle des… Meisters zu befolgen.

Abenteuergilde von Fanfoss:

Tio und Mio waren bei Sherry, die noch im Schlaf auf dem Bett im Krankenzimmer lag, als beide es spürten. Sie griffen sich gleichzeitig ans Herz und schauten sich an und fingen laut an zu weinen, das Prashi angerannt kam.

„Was ist los?!“ verlangte sie sofort zu wissen, aber die Zwillinge schütteln nur ihre Köpfe und umarmten sich. Es dauerte viele Minuten, bis sie sich halbwegs beruhigt haben, dass sie vernünftige Antworten geben konnten. Nun waren auch Ma Shi und die anderen Abenteurer, die gegen die Meuchelmörder gekämpft haben, anwesend.

„*snif* Vater… wurde getötet.“ murmelt Tio. „Die… SSS-Abenteurer konnten ihn besiegen.“ flüstert Mio weiter. Sie haben damit gerechnet, dass ihr Vater vielleicht getötet werden kann, trotzdem war es für sie ein Schock, dass jemand so starkes wie ihr Vater besiegt werden konnte. Acula… hat immer diese Art von Unbesiegbarkeit ausgestrahlt und nun müssen… sie ihre Gefühle in den Griff bekommen, denn wenn ihr Vater tot ist, sind ihre anderen Geschwister ebenso gestorben.

Die Anwesenden rissen erstaunt ihre Augen auf, aber Prashi verstand, dass die Zwillinge nur bedingt ihre Freude teilen konnten und umarmte sie tröstend.

„Keine Sorge, auch… wenn ihre eure Familie nun verloren habt, so habt ihr immer noch eure Freunde.“ flüstert Prashi ihnen ins Ohr und nun weinten die Zwillinge sich bei Prashi aus. Die anderen Anwesenden verließen den Raum, damit die Zwillinge und Prashi mit Sherry alleine waren.

„Dann… haben wir Abenteurer den Krieg gewonnen oder?“ fragte Onesta nun vorsichtig. „Das müssen wir annehmen. Ich sehe keinen Grund, warum Mio und Tio uns anlügen sollten, es hat sie ja ziemlich mitgenommen.“ antwortete Kunz.

„Sag… waren die Symbole auf ihren Händen schon immer dort gewesen?“ frage Castien, als ihm auffiel, das bei Tios linke Hand und Mios rechte Hand ein Symbol war, was er nicht entziffern konnte.

„Nein, nicht wirklich, aber wir können sie auch später dazu befragen. Gestehen wir ihnen die Trauer.“ meinte Ma Shi und alle Abenteurer waren damit einverstanden, ansonsten wurde dafür gesorgt, dass alle Gilden informiert wurden, dass die SSS-Abenteurer erfolgreich gegen einen Vampirkönig gesiegt haben.

Irgendwo auf der Welt:

Eine Frau und ein Mann genossen ein Glas mit roter Flüssigkeit, als sie spürten, wie Acula gestorben ist. Sie starrten sich beide an und fingen laut und lange an zu lachen.

„Ausgerechnet er stirbt als erstes?“ kichert die Frau mit den roten Augen und der Mann nickte ihr zu. „Scheinbar… hat unser großer Bruder einen Gegner gefunden, den er… wohl unterschätzt hat.“ schmunzelt der Mann.

„Was meinst du, sollen wir ihn rächen?“ fragte die Frau grinsend, aber der Mann schüttelt nur den Kopf. „Aber nein liebe Schwester, daran ist er selber schuld. Ich finde… wir sollten uns bei dem Sieger „bedanken“.“ schlug der Mann vor.

„Eine… interessante Idee. Wir sollten überprüfen, wer nun seinen Clan kontrolliert.“ stimmte die Frau zu und der Mann nickte.

Im zerstörten Schloss.

Louis hat eine Decke über Sina gelegt und ihre Waffen haben sie auf ihr gelegt. „Was für ein Kampf. Ich kann es mir nicht vorstellen, wie sie gegen diesen Vampir gekämpft hat.“ schüttelt Thomddir den Kopf.

„Selbst wenn ich es euch erklären würde, aber… Sina konnte mit dem Mann mithalten, trotz der Wunde, die sie durch mich erhalten hat…“ murmelt Louis niedergeschlagen, aber Neia tröstet ihn.

„Wir wussten doch nicht, das Acula so verdorben war und dies ausnutzte. Wenn es dir so auf dem Gewissen lastet, entschuldige dich einfach bei Sina, wenn sie wieder wach ist. Ich glaube, sie… wird ihren üblichen Kommentar dazu abgeben, aber dir verzeihen, sonst hätte sie dich nicht gerettet.“ schlug Neia vor und Louis nickte nur.

„Was… hat Sina da ausgespuckt? Es ätzt sich noch immer in den Boden.“ fragte Falko seinen Freund Christoper, die gemeinsam die Flüssigkeit beobachten.

„Ehrlich? Keine Ahnung. Es macht den Eindruck, als wäre es Säure, aber… vielleicht sollten wir Sina das fragen, vielleicht hat sie eher eine Ahnung.“ meinte Christoper nur.

„Nun… mein Wolf sucht sich gerade einen Weg zu uns, wie sehen denn nun unsere Pläne aus? Wollen wir wieder warten bis Sina aufwacht? Ich meine… Thomddir kann seine Arme nicht benutzten und mir dreht sich immer noch… mehr oder weniger der Kopf.“ fragte Melaine.

„Eine gute Frage, mich interessiert, ob die anderen Vampire, die wir hier getroffen haben, uns Probleme machen werden.“ stimmte Thomddir zu.

„Keine Sorge, wir werden keine Hand an euch legen.“ sprach eine männliche Stimme hinter ihnen. Die Abenteurer drehten alle ihre Köpfe zu der zerstörten Tür und sahen den Butler, der sie ins Schloss geführt hatte.

„Wie sollen wir das verstehen? Wir haben euren Meister getötet, wollt ihr keine Rache oder so üben?“ hakte Falko misstrauisch nach, aber der Vampir schüttelt nur den Kopf.

„Nein. Wer unseren Herrn besiegen kann und auch seine Kinder, gegen den werden wir keine Chance im Kampf haben. Wie ich am Anfang schon betont habe, wir sind nur für die Hausverwaltung zuständig und haben keine… nennenswerte Kampferfahrung.“ erklärte der Butler.

„Wir können also einfach so raus spazieren?“ wirkte selbst Louis verwundert und der Butler nickte. „Ich kann euch für die liegende Dame eine Trage besorgen und den Weg nach draußen zeigen, dass… ist das mindeste was ich persönlich für euch tun kann.“ bot der Vampir an.

„Kann… es sein, dass du gegen deinen Willen zum Vampir wurdest?“ fragte nun Melaine und wieder nickte der Butler.

„Das ist richtig. Meister Acula liebte starke erschaffene Vampire über alles, aber er wusste auch, dass er gewisse… Personen braucht, die unseren Clan verwalten und hat auch einfache Menschen zu Vampiren verwandelt. Einige haben sich angeboten, aber mein Herr war ein grausamer Mann und nahm sich lieber was er wollte. Ich gehörte zu den Opfern und habe mich meinem Schicksal ergeben, aber ich habe immer zu der Göttin gebetet, dass… ein Held kommen und ihn besiegen soll.“ erklärte der Butler weiter.

„Dann sollten wir verschwinden… bevor einige Vampire es sich anders überlegen.“ schlug Christoper vor. Einige der Abenteurer waren immer noch misstrauisch, aber letztendlich wollten sie alle aus der Gefahrenzone raus.

„Wenn… ihr mir die Frage erlaubt, aber Herrin Tio und Mio leben in Fanfoss oder?“ fragte der Butler die Abenteurer. Sie schauten sich alle gegenseitig an und es war Neia, die die Frage beantwortet.

„Ja, warum wollt ihr das wissen? Hegt ihr immer noch an der Aufgabe eures Meisters sie zu töten?“ verlangte Neia zu wissen, aber der Butler schüttelt nur den Kopf.

„Mitnichten, mit dem Tod sind alle seine Befehle nichtig geworden. Normalerweise… übernimmt dann das älteste Kind die Führung, nur… habt ihr sie alle getötet oder? Damit sind Mio und Tio nun unsere Clanführer.“ erklärte der Butler und die Abenteurer haben ihre Sprache verloren.

„ … Habe ich das… richtig verstanden, dass die Zwillinge nun den Clan führen werden? Wissen sie das denn?“ glaubte Thomddir dem Butler nicht so wirklich.

„Hmm, ich bezweifele es. Wenn man es genauer betrachtet, wären sie als allerletzte Clanführer geworden, weswegen man ihnen das vermutlich nicht beigebracht hat. Aber ich glaube, dass wir unter ihnen besser aufgehoben sein werden, als bei den… anderen Kindern des Meisters, außer Lord Tallon.

Er sah keinen Sinn darin gegen die Humanoiden zu kämpfen und wollte eher in Harmonie mit ihnen Leben, aber auch seine Position… hätte wenn überhaupt Zeit benötigt, um Clanführer zu werden. Einzig Lord Justus wäre in der Lage gewesen Meister Acula vom Thron mehr oder weniger zu stoßen, aber bei der Göttin, dass es dazu nicht mehr kommt, ist wirklich ein Segen, denn unter der Herrschaft von Justus… wäre ein regelrechter Krieg zwischen den Vampiren und gegen die Menschen, Elfen, Zwerge und Tiermenschen ausgebrochen.“ war der Butler scheinbar aufrichtig dankbar.

„Aber… gibt es denn keine Probleme? Tio und Mio haben Sina, der Frau auf dem Boden, ihre Loyalität versprochen.“ klärte Neia auf und der Butler riss seine Augen auf.

„Oh… das… ist nun unerwartet.“ murmelt der Butler und war am grübeln. „Wenn… ich ehrlich bin? Ich weiß es nicht. Diese Information ist neu für mich. Wenn man es eng sehen will, dürften wir nur auf Herrin Tio und Mio hören, aber wenn sie Befehle von Lady Sina empfangen… ist sie dann nicht unsere Anführerin? Am besten ich bespreche es mit den anderen. Alle Vampire werden sich an einem Ort versammeln und dann können wir das in Ruhe besprechen.“ meinte der Butler nur, als er von den Abenteurern ging.

„Oh oh, das… wird Sina nicht unbedingt begeistern, wenn sie nun einen Vampirclan leiten darf.“ murmelt Christoper und die anderen stimmten ihm zu.

Der Butler hat eine Liege besorgt und brachte auch den Wolf von Melaine zurück, die ihn sofort umarmte. Anschließend wird Sina von Louis und Christoper getragen und der Butler führte sie aus dem Schloss heraus.

Als sie im Innenhof ankamen, standen sehr viele Vampire, die als Hausdienerin und Butler gekleidet waren, aber auch einige waren normal gekleidet. Sie starrten die Abenteurer alle mit ihren roten Augen an, dann aber knieten sie sich alle vor ihnen nieder und verbeugten ihre Köpfe.

„Wa… was ist hier los?“ verlangte Falko zu wissen und der Führer erklärte es ihnen. „Es ist eine Art „Danke“ zu sagen, dass ihr uns von Meister Acula befreit habt. Einige werden… es ein bisschen anders sehen, aber es ist unwichtig. Wir haben alle den Kampf von Lady Sina gegen Justus gesehen, aber auch Meister Acula und… als hätte nicht ein Mensch gegen einen Vampir gekämpft, sondern Monster gegen Monster.“ meinte der Butler.

Was die Abenteurer so nervös machte, war diese Stille, als wäre sie eine trügerische Seite. Aber wie der Butler es ihnen gesagt hat, keiner von ihnen zeigte Anzeichen von einem Angriff. Als sie am Tor ankamen, waren die letzte Worte des Butlers: „Ich danke ihnen nochmal, dass sie unseren Meister Acula getötet haben. Damit haben sie die Welt sicherer gemacht, aber… ich muss euch trotzdem warnen. Es ist das erste Mal, dass ein Vampirkönig getötet wurde und… Lady Sina, aber auch ihr, werdet nun die Aufmerksamkeit der anderen Vampirclans bekommen.“

„Bitte? Müssen wir nun täglich über die Schulter schauen?!“ kam es entgeistert aus Melaine, aber der Butler schüttelt nur den Kopf. „Ich kann euch beruhigen, wir waren der aktivste Vampirclan auf der Welt, während die anderen lieber im Geheimen agieren.

Ich… will euch keine Versprechungen machen, denn ich kenne die anderen Clans nicht so genau, aber ihr werdet nicht wirklich um euer Leben fürchten müssten. Es würde mich nicht wundern, wenn sie euch sogar danken, dass Meister Acula getötet wurde.“

„Dann bin ich ja beruhigt…“ brummte Falko sarkastisch, während er und die anderen Abenteurer weitergingen. Sie entfernten sich immer weiter vom Schloss bis Thomddir sagte: „Ich… kann immer noch nicht glauben, dass wir das überlebt haben und das noch am gleichen Tag, auch wenn es langsam dunkel wird, aber trotzdem.“

Die anderen verstanden, was er meinte. Alle bekamen das Gefühl als hätten sie Tage gekämpft und waren auch dementsprechend… etwas Müde. Sie hatten alle nicht wirklich viel zu erzählen und schauten immer wieder nach Sina, die immer noch am schlummern war als…

Auf einmal hustete Sina sehr schlimm, als würde sie keine Luft bekommen. Louis und Christoper legten sie sofort auf den Boden und Christoper überprüfte ihren Zustand, dann packte er Sina am Kopf und drehte sie zur Seite. Sina hustete wieder eine große Menge grüner Flüssigkeit aus dem Mund, was wieder auf dem Boden ätzte und Melaines Wolf fing an zu bellen und winseln, als Rauch von der Flüssigkeit hochkam.

Aber am schlimmsten fand Christoper wie heiß Sina war. Er fasste ihre Stirn an und seine Hand wurde fast verbrannt. „Verdammt, irgendwas stimmt mit Sina nicht, sie glüht ja geradezu!“

Neia wollte ebenso überprüfen, als Melaine sich meldete: „Wir müssen Sina von… dieser Flüssigkeit wegtragen, mein Wolf meint, dass es ein tödliches Gift sei!“ und ihr Wolf gab ein wimmern von sich. Sofort packten Christoper und Louis die Griffe der Liege und trugen Sina weit genug weg von dieser Flüssigkeit.

Sie erreichten ihre alte Lagerstelle wieder und Neia zauberte auf alle einen Zauberspruch, dass die Vergiftung, sollte jemand davon betroffen sein, aufgehoben wird. Dann überprüfte sie Sina. Sina lag weiterhin auf der Liege, aber sie schwitzte sehr stark am Gesicht und strahlte eine Hitze aus.

„Ich weiß nicht was sie hat, aber das ist kein normales Fieber!“ meinte Neia und zaubert mehrere Eiswürfel um Sina, aber es dauerte nicht lange, da waren sie schon wieder weggeschmolzen.

„Was… hat sie denn nun?!“ brummte Falko unsicher und Christoper grübelte. Von allen Abenteurern hat er die höchsten „Erste-Hilfe“ Fähigkeiten und könnte mit einem Arzt aus der anderen Welt konkurrieren.

„Ihr Körper kämpft gegen irgendetwas an, aber warum? Es hätte sie durch das Elixier, was ich ihr gegeben haben, davon heilen müssen.“ murmelt Christoper.

„Eben, zumal… diese Symptome wirken auf mich, als fehlt dem Körper sogar etwas. Hat es was mit dieser grünen Flüssigkeit zu tun, die sie immer ausspuckt?“ überlegte Neia ebenso mit.

„Eine Frage… Sina hat doch mit einem Schwert sich selber und Acula verletzt oder?“ meldete sich nun Thomddir und die anderen Abenteurer nickten ihm zu.

„Richtig und… genau, dort am Schwert war auch das Blut von diesem Vampir. Neia, hast du nicht vor kurzem erklärt, das Vampirblut eine heilende Wirkung hätte?“ fragte Melaine.

„Stimmt, aber es hätte dann die gleiche Funktion wie das Elixier.“ bestätigte Neia. Sie zaubert wieder eine neue Eiswürfel, um das Fieber zu senken, dabei verzog Sina schmerzvoll das Gesicht.

„Nein, es fehlt ihr definitiv was. Es sind die Symptome eines Süchtigen, der auf Entzug ist. Hat Sina irgendetwas während der Reise immer genommen?“ fragte Christoper und schaute dabei Neia und Melaine an.

„Erm… ja sie hat diese komischen Kaublätter immer genommen. Ich habe danach mal gefragt, aber sie meinte nur, dass es ein Tick von ihr wäre und sie unheimlich schmecken sollen.“ sagte Melanie und ihr Wolf bellte es zu Bestätigung.

„Dann ist in diesen Blättern irgendein Wirkstoff, der ihr nun fehlt. Ich kann leider nicht an ihr Inventar ran kommen und habe auch… keine Gegenstände, die es mir ermöglichen!“ antwortet Christoper frustriert.

„Verdammt, sie hat zu viele Geheimnisse, vielleicht hätte ich doch ein bisschen mehr nachfragen sollen.“ fluchte Louis.

„Es bringt nichts. Lass uns das Lager wieder aufschlagen und die Nacht überstehen, im Dunkeln werden wir ohnehin nicht weit kommen. Dann werden wir Zwei-Mann Wachposten aufstellen, einer der auf Sina aufpasst und der andere… vor möglichen Hinterhalten.“ meinte Falco, damit sie etwas zu tun haben.

Kapitel 136

Ich bin wiedergeboren und ???

Sina beruhigte sich wieder und schaute ihre neue Umgebung an. Es war wohl ein altes großes Lager. Es standen mehrere Holzkisten herum, aber so verstaubt und voller Spinnweben wurde dieser Raum schon Ewigkeiten nicht mehr benutzt.

„Ah… mein Kimono…“ seufzte Sina traurig. Die schlimmsten Zerstörungen waren an ihrem Oberteil, es grenzte an ein Wunder, dass es nicht schon längst von ihr herunterfiel. „Kann man nichts ändern…“

Dann fiel Sina das Schwert auf, das Justus gehörte und eine leichte Wut ging ihr durch, als Justus ihr anderes Katana zerstört hat. Sie wollte Thorn in die Hand nehmen, bekam aber sofort Schmerzen in der Hand, worüber sie sich ein bisschen wundert, weil der alte Besitzer ja verstorben ist.

Diesmal packte sie den Griff fester und fing mit der lebendigen Waffe an zu sprechen, dabei ignorierte sie die Schmerzen. „Hör mir genau zu Thorn. Dein alter Herr und Meister hat gegen mich verloren, das heißt, dass ich stärker war als er. Du und er haben eines meiner Schwerter zerstört und du wirst nun die Ersatzklinge für mich werden!

Akzeptiere mich als neuen Meister oder ich schwöre beim dunklen Gott, sobald ich den nächsten aktiven Vulkan finde, werde ich dich dort rein werfen und zuschauen, wie du zerstört wirst, hast du mich verstanden?!“ drohte sie Thorn und jedes Wort von ihr war sehr glaubhaft.

Thorn versuchte es noch weiter mit Schmerzen, bis Sina weiter redete: „Wenn du mich als Meister akzeptierst, wirst du noch stärker werden als du es jetzt schon bist. Ich habe es mir zum Ziel gemacht, die stärksten Monster auf der Welt zu jagen!“

Das… war wohl die nötige Motivation gewesen, denn die Schmerzen verschwanden sofort von ihrer Hand und auf der blanken Klinge erschien nun ein Symbol, das sie aber nicht lesen konnte. „Ich bin ehrlich, ich mag dich momentan noch nicht, aber die Zeit kann Wunden heilen. Ich betrachte es einfach als Neuanfang. Status!“

Name: Thorn

Level: 311

Waffe: Breitschwert

Fähigkeit:

  • Selbstreparatur Level 51
  • Schärfe Level 51
  • Härte Level 51
  • Stabilität Level 51
  • Transformieren:
  • Giftschwert

„Stabilität? Kein Wunder dass Murtair keine Chance dagegen hatte.“ murmelt Sina traurig. Sie schwingt Thorn zur Übungszwecken in der linken Hand und musste feststellen, dass es aufgrund seiner Länge und Gewicht für Sina ungewohnt war.

Auf einmal flog die Tür aus seinem Rahmen und Sina sah nun ihren eigentlichen Feind davor stehen, den Schlossherren Acula.

„Oh? Das ihr mich persönlich aufsucht ehrt mich ja schon ein bisschen, aber seid ihr nun eurem Spiel nicht untreu?“ fragte Sina den Vampir.

Acula betrat den Raum und sah Thorn in der Hand von Sina. Sein Gesicht verzogt sich kurz sehr wütend. Wurde dann aber wieder normal.

„Keine Sorge, ich halte mich an meine Spielregeln. Deine… Freunde haben mich schon aufgesucht und… wollten mich zu einem Kampf herausfordern, aber sie haben sofort den Unterschied zwischen mir und meinen Kinder gemerkt.“ kommentierte Acula.

„Ah… ich verstehe und als Justus durch meine Hand gestorben ist, habt ihr natürlich mich aufgesucht. Das erspart mir natürlich euch zu suchen, aber gegen eine kleine Pause hätte ich wirklich nichts gehabt, weißt du?“

„Wie bedauerlich, aber das Justus verliert, hätte ich wirklich nicht mit gerechnet. Als ich dich gesehen habe, habe ich deine Stärke eingeschätzt und war im sicheren Glauben, dass ihr meinem Sohn das Leben schwer macht, aber ihn zu töten?“

„Buhu, willst du ein Taschentuch von mir haben, damit du dich ausweinen kannst? Es war deine eigene Idee mit dem Spiel gewesen. Hättest du dich an dein altes Spiel gehalten… wäre es vermutlich komplett anders ausgegangen, also… Such die Schuld bei dir!“

„Das ist mir durchaus bewusst! Deswegen werde ich das jetzt wieder selber in die Hand nehmen und euch höchstpersönlich töten!“

„Wirklich nichts gegen eine Pause? Dein Sohn hat es mir nicht wirklich leicht gemacht, obwohl… wenn ich in eurer Position wäre, ich würde auch den Gegner, egal in welchem Zustand er ist, töten wollen. Das habe ja mit deiner Tochter Camilla ebenso getan!“

„Justus und Camilla waren die einzigen Kinder, die mir tatsächlich was bedeutet hatten. Camilla war… vielleicht nicht die Stärkste gewesen, aber ihre ungebrochene Loyalität mir gegenüber. Ich konnte ich mich immer stets auf sie verlassen und Justus war mein ganzer Stolz gewesen. Er hat alles von mir beigebracht bekommen und… als wäre er ich gewesen in der Vergangenheit.“

„Das tut mir nun aber schrecklich Leid, wirklich. Aber hast du nicht Mio und Tio vergessen? Deine letzten Kinder leben immer noch, aber du kranker Bastard hast nichts besseres zu tun, als sie töten zu wollen. Du könntest wirklich mein Vater sein!“

„Tzz… Mio und Tio kannten die Regeln und haben versagt, zumal sie ein Fehlschlag sind. Ich weiß nicht, wem ich die Schuld geben soll, der Göttin oder dem dunklen Gott!“

„Es gibt Dinge, die können nicht mal Götter beeinflussen. Dafür habe ich die Zwillinge bei mir aufgenommen und nun fangen sie erst richtig an aufzublühen!“

„Sobald ich euch getötet und die Abenteurer zu Vampiren verwandelt habe, werde ich sie persönlich aufsuchen und das beenden, was scheinbar keiner konnte.“

„Ho? Hört sich ja fast so an, als hätten deine Meuchelmörder ihre Aufgabe vermasselt, hach, da kann ich mir ja auf die Schulter klopfen, dass meine Vorbereitungen geholfen haben!“

„Ihr seid kein gewöhnlicher Dämon… das rieche ich.“

„Und wenn schon, dein Sohn kannte das Geheimnis und hat es mit in den Tod genommen, so ein Pech aber auch.“

„Du bist nicht zufällig die Dämonenkönigin? Dein Blutgeruch erzählt mir so einiges und ich habe in der Vergangenheit gegen ein paar Dämonenkönige gekämpft.“

„Aber scheinbar keinen von ihnen besiegt, sonst hätte man mir es beigebracht und nein, ich bin definitiv nicht die Dämonenkönigin!“

„Hm… aber die Tochter des Dämonenkönigs, ihr erwähntet euren Vater und habt ihn mit mir verglichen… Das kann natürlich eine Erklärung sein, warum Justus gegen euch verloren hat, Prinzessin Sina.“

„Wagt es nicht mich mit diesem Titel anzusprechen, das dürfen nur die Dämonen!“

„Oh? Habe ich da einen Nerv getroffen? Eine Frage hätte ich noch bevor ich euch töte.“

„Solange ich meine Pause dafür habe dürft ihr mich alles fragen, aber ich werde nicht alles beantworten.“

„Tzz ihr habt eine freche Zunge, fast wie die meiner Tochter Fae, aber deine Magierfreundin hat sie getötet und über sie bin ich nun wirklich nicht traurig. Wie seid ihr durch die Barriere gekommen?“

„Mein Vater ist mächtig genug, dass er ein Loch einreißen konnte und hat für mich den Weg freigemacht.“

„Verstehe… dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis euer Vater wohl die Barriere vollständig zerstört und die Dämonen wieder ihre Freiheit haben, aber… wieso schickt er nur euch raus?“

„Geheim.“

Sina und Acula starrten sich an. Beide wussten, dass die Zeit des Redens vorbei war und nun der Kampf jederzeit beginnt. Sina war im Nachteil, da sie immer noch durch den Kampf gegen Justus erschöpft war. Warum auch immer, hat Sina beide Klingen in ihr Inventar gesteckt und stellte sich nur mit ihren Händen in eine Kampfhaltung. Acula hob amüsiert eine Augenbraue und verschwand…

Als er vor Sina stand und mit einer Faust schlagen wollte, fing Sina die Hand auf und schlug ihm mit voller Kraft in den Magen. Den Blick, den Acula im Gesicht hatte, wird Sina nie wieder vergessen.

Er ging ein paar Schritte nach hinten und hielt sich den Magen, dabei schaute der Vampir erstaunt die grinsende Dämonin an.

„Was ist? Hast du wirklich geglaubt, dass ich nicht mit dir mithalten könnte?“ kommentierte Sina nur.

„Wie lange ist es her… dass ich geschlagen wurde…“ murmelt Acula und fing dann an laut zu lachen, als Sina ihn von hinten umarmte. „W… was?!“

„Und die Wrestlerin Sina packt den legendären Acula um den Bauch und wirft ihn nach hinten… SIE HAT EINEN GERMAN-SUPLEX VOLLBRACHT, LIEBE ZUSCHAUER! SINA HAT ACULA IN DEN BODEN GERAMMT! DIE ZUSCHAUER SCHREIEN IHRE FREUDE LAUTHALS HERAUS. MEINE LIEBEN HERREN, WIR GEHEN LIVE ZUR REALITÄT ZURÜCK“ meldet der Kommentar in Sina´s Gedanken.

Das gesamte Schloss erzitterte, als Sina den großen Vampir in den Boden rammte. Mit dieser Aktion hat Acula nicht gerechnet, noch war er zu verwirrt gewesen über diese Art von Angriff. Auf jeden Fall wurde sein Kopf in den Boden gerammt und der Boden selbst drückte sich ebenfalls in die Tiefe.

Sina ließ ihn los und wollte nach ihm treten, aber Acula fing ihr Bein auf und warf sie von sich weg. Die Heldin flog geradezu auf eine Wand zu, konnte sich aber noch rechtzeitig drehen und mit ihren Füßen auf der Wand landen um größere Schäden zu vermeiden. Acula hat sich in der Zeit vom Boden befreit und seine Nase blutete, dabei machte er ein amüsiertes Gesicht.

„Glückwunsch, nun habe ich wieder was neues gelernt, dabei dachte ich, ich hätte schon alles erlebt.“ lobt der Vampir Sina, während er den Schutt von seine Schulter runter fegte, als wäre nichts passiert.

„Ach kommt schon, tut nicht so, als hättet ihr nichts gemerkt.“ kommentierte Sina und Acula schüttelt den Kopf. „Aber sicher das, mein Kopf hat mir schon ein bisschen weggetan.“

Beide starrten sich wieder an, diesmal zog Sina aber Blutklinge und Thorn und nahm eine andere Kampfposition ein.

„Es widert mich an, dass ihr das Schwert von meinen Sohn gebändigt bekommen habt.“ war Acula nun nicht mehr amüsiert.

„Justus hat auch mein anderes Schwert zerstört, daher ist es mein gutes Recht als Siegerin seine Waffe an mich zu nehmen! Ok, am Anfang musste ich Thorn ein bisschen einschüchtern, aber es ist scheinbar klug genug zu wissen, welche Vorteile es hat mit mir zu arbeiten.“ grinste Sina. „Wenn ich beide Herren vorstellen darf? Giftklinge und Giftklinge!“

Blutklinge verwandelte sich wieder in die Giftklinge und strahlte seine Aura aus, während Thorn Gift produzierte und von seiner Klinge herunterfiel… Aber scheinbar machte die Giftaura dem Vampir nichts aus.

„Dann zeigt mir doch was ihr drauf habt!“ meinte Acula nur und stürmte auf Sina zu. Diese setzte nur ihre Fähigkeit „Schwertwirbel“ ein. Der Vampir stoppte seinen Ansturm und wich dieser Fähigkeit aus, aber dank der neuen Waffe flogen viele giftige Tropfen auf den Vampir, die sich sofort in seine Kleidung und Mantel rein fressen und sie zerstörten, selbst seine Haut fing an zu brennen, was für ihn unangenehm war.

„Es würde mich nicht wundern, wenn du eine sehr extrem hohe Resistenz gegenüber Gift hast, wenn dein Sohn euch immer mit dieser Klinge getroffen hat.“ grinste Sina während des Angriffs, als auf einmal ihr Katana schwarz leuchtete. Acula merkte eine Gefahr und wollte nach hinten ausweichen, aber Sina hatte es geahnt und sprang den Vampir quasi an und setzte ihre Fähigkeit „Zerstörungsschnitt“ ein.

Der Vampir riss beide Hände zur Verteidigung hoch wie ein Schild und konnte damit die Fähigkeit aufhalten, aber… es hatte seinen Preis. Acula gab einen unterdrückten Schmerzlaut von sich und seine Handflächen sahen übel aus, aber sie fingen an, sich wieder zu regenerieren! Er trat nach Sina, aber sie machte einen Saltosprung nach hinten und schlitze sein Bein mit beiden Giftklingen auf.

Diesmal aber schrie Acula, weil das Gift in seinem Körper brannte und er das Gefühl bekam, dass sein Bein taub wurde.

„Oh? Scheinbar war das wohl ein ziemlich heftiges Monster gewesen, was Justus getötet hat und zuletzt Thorn gefüttert hat. Ich hatte das Problem nicht gehabt.“ gab Sina an. Auf einmal stand Acula hinter ihr, sie hat seine Bewegung nicht mitbekommen und wird mit voller Kraft in den Rücken geschlagen. Sofort brachen mehrere ihrer Rippen und sie flog ungebremst in eine Wand, was das Schloss wieder erschütterte.

„Das kann ich mir vorstellen, aber auch ich kann einiges wegstecken.“ grinste Acula und bekam wieder ein Gefühl in sein Bein. „Ihr seid wahrlich die Tochter des Dämonenkönigs. Die letzten die ich bekämpfte waren genau so stark und brutal wie ihr es seid.“

Sina stand auf wackeligen Beinen auf und spuckte Blut, ihre Rippen haben ihre Lungen verletzt. „Und trotzdem habt ihr sie nicht besiegen können!“ meinte Sina.

„Sagen wir einfach mal, wir haben uns auf ein Unentschieden geeinigt, sonst hätte der Kampf nie aufgehört.“ schmunzelt Acula an diese Erinnerung. „Aber was mir einfällt… haben wir uns nicht irgendwo schon Mal getroffen? Vor vielen vielen tausend Jahren?“

„Eh… nein? Ich bin erst 147 Jahre alt. Außerdem wüsste ich nicht, dass irgendein Dämon mein Aussehen früher hatte.“ antwortet Sina verwundert.

„Hmm verstehe, aber ihr seht der Dämonin von damals wirklich ähnlich. Vielleicht eure Mutter?“ gab Acula mit seiner Befragung nicht auf.

„Tut mir leid, aber ich kenne meine Mutter nicht und… habe ernsthafte Zweifel, dass ich wie ein normaler Dämon geboren wurde.“ knirschte Sina mit den Zähnen.

„Ho? Zu schade aber auch, ich hätte gerne gewusst, was aus dieser Dämonin wurde…“ murmelt Acula und stürmte wieder auf Sina zu.

„Endlich auf dem Boden!“ brummte Falko und humpelt auf Melaine zu. Sie war noch immer Bewusstlos und sah auch nicht so aus, als würde sie in nächster Zeit aufwachen. „Verdammt, sie hätte vielleicht ihren Wolf rufen können.“

Das Schloss fing wieder an zu vibrieren, scheinbar hat der Mann Sina gefunden. „Wir müssen Sina helfen!“ warf Neia ein und die anderen Männer nickten.

„Aber wir müssen auch irgendwie an das Elixier ran kommen.“ meinte Christoper während er nach oben schaute.

„Kannst… du nicht irgendwie nach oben klettern Christ?“ fragte Louis. „Ich will ungern Neia damit beauftragen, aber wir könnten ihre Magie eher bei Sina gebrauchen.

„Ich… könnte es schon, aber ich weiß nicht wie lange ich dafür brauche, die Wand ist nicht unbedingt zum klettern geeignet.“ teilte Christoper seine Überlegung mit.

„Dann nichts wie los. Falko bleibt bei Melaine und Thomddir, Neia und ich gehen Sina helfen, während du versuchst nach oben zu kommen. Ich habe zwar keinen Plan, wie wir gegen den Vampir ankommen, aber ich will auch nicht hier herumsitzen und abwarten, ob Sina es schafft!“ befahl Louis mit einer ungewohnt ernsten Stimme.

„Bist du dir sicher, dass du ihr nicht im Weg stehen wirst? Scheinbar kann sie es… mit ihm aufnehmen.“ wirkte Falko niedergeschlagen, wenn er sich an den Kampf erinnert.

„Dann schlag was besseres vor!“ warf Louis ein und bekam keine Antwort. „ … Ok, dann halten wir uns an meinen Plan.“ Neia und Louis gingen durch die zerstörte Tür und lassen Christoper und Falko zurück.

„Das ist selten, dass Louis sich so für jemanden einsetzt.“ murmelt Falko, als auf einmal Christoper vor ihm stand und ein Seil in die Hand drückte.

„Wenn du einmal das Seil nach oben schießen könntest?“ grinste Christoper den Scharfschützen freundlich an und Falko verdrehte seine Augen.

Louis und Neia rannten, als Louis was auf der Haut brannte und sofort stehen blieb, sogar Neia bekam es ab. Sie gingen mehrere Schritte nach hinten und waren aus der… Aura raus.

„Was… ist das?“ fragte Louis sich und ihm fiel ein, wo er so ein ähnliches Gefühl hatte. „Verdammt, Sina hat ihre Aura wieder aktiviert! Kannst du irgend… einen Schutz auf uns zaubern Neia? So kommen wir nicht an sie ran!“

„Eine Aura? Wie hat Sina das denn geschafft?“ wundert sich Neia, denn sie erinnert sich nur dunkel an das Problem bei Titanus.

„Es ist ihr Schwert. Wie sie es auch immer geschafft hat, aber diese Aura fügt allen außer Sina Schaden zu.“ erklärte Louis und Neia bekam große Augen.

„Ich habe schon einiges über lebendige Waffen erlebt, aber dass es eine Aura produziert, ist jetzt doch neu für mich.“ sagte Neia und überlegte. Dann fiel ihr scheinbar der richtige Zauber ein und murmelt den Zauber einmal für sich und dann auf Louis.

Der Schwertheilige ging ein paar Schritte wieder in den Gang rein und merkte nichts. „Es funktioniert!“

„Ja, aber es hat ein Zeitlimit und sie kann sich sogar verkürzen, je stärker die Aura wird!“ warnte Neia ihn.

Wieder rumpelte es stark und weiter im Gang sahen beide Abenteurer, wie eine große Staubwolke durch eine Tür kam. Beide schauten sich an und rannten wieder los. An der Tür angekommen, sahen beide sofort rein und sahen eine Spur der Verwüstung… und wie sich Sina mit zwei Schwertern gegen Acula verteidigte.

Louis wusste nicht, was ihn mehr schockierte, das Sina es mit dem Mann aufnehmen konnte, oder wie ihr Zustand war. Überall waren Wunden am Gesicht zu sehen, ihr Kimono ist überwiegend zerrissen und… trotzdem kämpfte sie weiter.

„Oh? Deine Freunde sind scheinbar auch endlich angekommen.“ kommentierte Acula das grinsend und Sina schaute überrascht zu Tür. „Warum seid ihr gekommen?!“ verlange Sina zu wissen.

„Damit wir dir helfen!“ wand Louis ein, als Acula auf einmal vor ihm stand. „Ihr helfen? Ohne euch wäre sie besser dran gewesen.“ lachte Acula und schlug nach dem Schwertheiligen… Als Sina zwischen den Männer erschienen und Acula Sina aufspießte. Seine Hand drang in ihren Rücken rein und kam aus dem Bauch heraus.

Neia und Louis reagierten geschockt, vor allem als Sina Blut auf Louis erbrach. Lachend zog Acula seine Hand aus Sina wieder heraus und trat sie von sich weg. Sie rollte mehrmals auf dem Boden und lag dann still…

„NEIN!“ und Louis griff Acula wütend an. Wie auch im letzten Kampf, so verteidigte Acula sich mit dem kleinen Fingernagel, aber… scheinbar hat es etwas in Louis ausgelöst, dass sein Fingernagel Risse bekam und Acula eine Augenbraue verwundert hochhob.

„Ho? Habt ihr doch ein Talent in euch? Wie war es, als Sina vor euch stand und den Todesschlag für euch abfing hmm? Wärt ihr nicht gekommen, müsste ich mich immer noch mit ihr auseinandersetzen, aber dank euch steht sie fast an der Grenze des Todes und ihr seid schuld!“ beschuldigt der Vampir lachend den Abenteurer.

Louis war wütend auf den Mann und hatte auch ein sehr hohes Schuldgefühl, dass es soweit gekommen ist, deswegen wird er alles tun um diesen Vampir zu töten und drängte ihn nach hinten, mit der Absicht, das Neia zu Sina kann. Neia hat seinen Plan verstanden und wollte zur Sina rennen, aber eine Blutwand trennte die Magierin von Sina.

„Wie ich euch schon mitgeteilt habe, bin ich auch der Blutmagie mächtig.“ grinste Acula, während er mit der freien Hand die Wand hoch gezaubert hat. Neia biss sich auf die Zähne und teleportierte sich zu Sina. Acula wurde durch die Aktion abgelenkt und bekam eine Schnittwunde von Louis, die er aber als unbedeutend einstufte.

Acula schlug mit seiner Handfläche Louis wie ein Kind zur Seite und rannte zur Neia. Sie hat ihre Hände auf die Wunde von Sina gelegt um zu heilen, aber Acula packte sie am Hals und zog sie von Sina weg.

„Netter Trick, aber ich lasse nicht zu, dass ihr diese Brut heilt.“ grinste Acula und drückte ihren Hals zu. Aufgrund das der Vampir hinter Neia war, konnte sie nicht ihre Magie richtig einsetzen und wollte per Zufall mit ihrer Hand einen Lichtstrahl abschießen, aber Acula zerquetschte ihre Hand wie nichts. Sie versuchte vor Schmerzen zu schreien, aber bekam keinen Laut aus ihrem Mund und die ersten schwarzen Punkte bildeten sich in ihrem Blickfeld.

Louis war zu weit weg gewesen und stand durch den Schlag von Acula auf unsicheren Beinen um noch eine Rettung für Neia zu sein. „Ich bereue es nicht, zumindest es versucht zu haben…“ dachte Neia noch…

„Limit brechen…“ flüstert Sina. Auf einmal wurde der Arm des Vampirs abgetrennt und Neia fiel zu Boden. Acula wirkte wieder sehr erstaunt und schrie laut auf, als die Schmerzen kamen. Er hielt sich seinen Armstumpf und wollte sich nach dem Grund umschauen, als er mit brutaler Kraft ins Gesicht geschlagen wird und in die Wand krachte.

Neia musste mehrmals nach Luft schnappen und sah ihre Retterin. Sina mit einem Loch im Bauch und schwarzen Augenringen, dabei atmet sie sehr schwer. „Kannst du… den Lichtzauber benutzten, den du gegen mich eingesetzt hast?“ fragte Sina schnaufend.

„Eh? *hust* Schon, aber den bekomme ich nicht auf den Vampir gerichtet!“ merkte Neia an. „Macht einfach, ich werde ihn dort hinlocken!“ sagte Sina nur und rannte auf Acula zu, der wieder aufstand.

„Dafür wirst du büßen!“ brüllte Acula und wollte mit seinen anderen Arm nach Sina schlagen, aber sie wich ihm lässig aus und ein regelrechter Schwertsturm fiel auf Acula. Überall entstanden Verletzungen, verursacht durch ihre Schwerter. Normalerweise konnte er problemlos ausweichen, aber irgendetwas hat sich bei Sina geändert, als hätten sich ihre Werte verdoppelt. Zusätzlich brannten in seinem Körper unterschiedliche Gifte.

Neia konnte nur staunend zuschauen, wie Sina gegen den Vampir kämpfte, als Louis schwer atmend neben ihr stand, sein Gesicht war auf einer Seite stark angeschwollen.

„Louis, beschütz mich bitte. Sina wollte, dass ich wieder eine starke Magie einsetzte.“ bat Neia um Hilfe und er nickte nur. Er sah den Kampf zwischen den beiden selber und wird nur im Weg stehen. Neia stand auf und fing mit ihren Spruch an, den sie auch bei Titanus eingesetzt hat. Aufgrund, dass sei öfters diese Magie eingesetzt hat sowie die Lehrstunden mit Sherry, ging die Vorbereitung für diesen Zauber schneller.

Mitten im Raum entstanden nun große Zauberringe, die anfingen, in entgegengesetzten Richtungen zu drehen. Louis stand so, dass er Sina und Acula im Auge hatte…

Sina wirkte mehr tot als lebend in ihren Augen, aber sie schlug weiter auf Acula ein. „Chaosklinge!“ verwandelt sie ihr Katana um und schlug damit auf den Vampir ein. Mit der neuen Aura musste selbst Acula sein Gesicht vor Schmerzen verziehen und nahm nun größeren Abstand von Sina.

„Du Miststück, willst du mir sagen, dass du dich zurückgehalten hast?!“ brüllte Acula verwirrt. Er kann sich nicht erinnern, wann er das letzte mal so viele Probleme hatte außer mit der Dämonin in der Vergangenheit. Aber Sina ignorierte ihn und griff ihn mit der Fähigkeit „Allesschneider“ abwechselnd an. Auffällig ist, das Thorn größeren Schaden anrichtete in der Umgebung und das der Schweif nicht brannte sondern wie eine Wasserwelle überall sein Gift verteilte.

Der Vampir versuchte wieder auszuweichen, aber die Fähigkeiten von Thorn bekam er immer ab, bis er nur noch eine Hose trug. Sein Hemd sowie Mantel wurden komplett weggeätzt und seine Haut sieht ziemlich verbrannt aus.

Acula änderte seine Taktik und ließ sich bewusst von Sina treffen, dafür schlug er mit aller Kraft ebenso auf sie ein. Sina flog in eine Säule rein und riss sie mit sich, als sie gelandet ist, wollte sie wieder aufstehen, aber Acula griff sie mit seinem Bein an.

Sie packte es und warf den Vampir zur Wand, dann sprang sie vom Boden auf ihre Füße und rannte wieder zu dem Vampir. Er war ebenso wieder auf den Füßen und sein abgeschnittener Arm war wieder verheilt, diesmal hielt er nun auch ein Schwert.

„Gratulation, ich weiß nicht, wann ich meine Klinge zuletzt benutzt habe.“ sagte Acula wütend und griff Sina an. Als beide ihre Schwerter sich kreuzten, entstand eine Druckwelle, die Louis und Neia aus dem Gleichgewicht brachten. Beinahe wäre ihr Zauber unterbrochen worden, also nahm Louis Neia in den Arm und nahm größeren Abstand zu den Kämpfern.

Jedes mal, wenn Sina und Acula ihre Waffen gegeneinander schlugen, entstand eine Druckwelle, die das gesamte Schloss zum vibrieren brachte. „Du verdammte… Wenn ich dich getötet habe, verspreche ich, dass ich deinen Vater suchen und ihn ebenso töten werde!“ versprach Acula unheilvoll, aber Sina lachte. Lachte aus vollem Herzen.

„Glaubt ihr etwa, dass ich einen Scherz gemacht habe?!“ wurde Acula wütend, aber sie schüttelt nur ihren Kopf. „Du wirst meinen Vater nicht zu Gesicht bekommen, eher nehme ich dich mit in den Tod!“ sagte Sina es grinsend. Mit ihrem fahlen Gesicht und schwarzen Augenringen wirkte Sina wirklich sehr unheimlich.

„Sina! Neia ist bald soweit!“ brüllte Louis. Sina sah, wo der Zauber ist und nickte. Sie schlug wieder nach Acula, der aber scheinbar wusste, dass er definitiv nicht dort sein wollte.

„Ah ah ah. Ich weiß was du vor hast, aber dort wirst du mich nicht hinbekommen.“ grinste Acula sie wissend an, während er ihre Angriffe abwerte.

„Illusion: Verschleierung!“ sagte Sina nur und die Magie von Neia verschwand. Acula und aber auch Louis rissen erstaunt ihre Augen auf, was Sina getan hat. Keiner von ihnen spürte, wo nun die Magie sich ansammelte und Neia war zu sehr auf ihre Magie fokussiert. Sina hatte in ihrer Heimat so viele Übungen mit Wisali durchgeführt, dass sie es auch blind einsetzten kann.

„Das hast du jetzt nicht erwartet hmm?“ grinste Sina und drängte Acula. Der Vampir hat nicht richtig aufgepasst, wo der Zauber zuletzt war, aber das es eine Illusion ist, hat er sehr wohl verstanden.

„Das ist egal, die Elfe sieht nicht aus, als könnte sie es lange halten.“ meinte Acula und Neia sah wirklich sehr erschöpft aus. Auf einmal wird Sina von eine schwarze Kugel eingeschlossen und Acula nahm sofort von ihr Abstand.

Die Kugel löste sich zu großen Flügel auf, die hinter Sina erschienen. „Dann werde ich das beschleunigen müssen!“ spuckte Sina wieder Blut aus ihrem Mund. Sie merkte, dass ihr „Limit brechen“ dem Ende neigte.

„Nun zeigt ihr eure wahre Gestalt.“ murmelt Acula und wurde vorsichtiger, als ihre Flügel nun zu ihren Schwertern wandern. Sina setzte wieder ihre Fähigkeit „Schwertwirbel“ ein, ohne ihre andere Fähigkeit freizulassen.

Acula ahnt zu wissen, was aus ihren Schwerter kommen könnte, nämlich die Fähigkeit, die seinen Sohn getötet hat und nahm weiterhin bewusst Abstand vor Sina. Sie ließ die Fähigkeit „Dämonischer Schnitt“ mit ihrem ersten Schwert frei und Acula wich es aus, aber seine linke Körperhälfte stand unter Feuer und wurde von Blitzen getroffen. Das Schloss wurde wieder größtenteils zerstört und Acula schrie vor Schmerzen laut auf.

Auf einmal stand sie hinter dem Vampir und setzte sich mit Thorn ein. Acula hatte keine Chance zum Ausweichen und hob sein Schwert zur Verteidigung hoch. Er wird von dieser Kraft nach hinten gedrückt und ignoriert die Schmerzen, er spürte, wie nah er selber dem Tod ist.

Mit seiner vampirischen Stärke als Vampirkönig schlug er die Fähigkeit zur Seite, wo es weitere Bereiche seine Schlosses zerstörte. Acula drehte sich grinsend zur Sina, die aber vor ihm stand und ihn ebenso grinsend anschaute, dabei rammte sie Chaosklinge durch sein Bein in den Boden.

„Jetzt!“ schrie Sina und schnipste mit ihre Fingern. Die Illusion löste sich auf und Sina und Acula standen mitten in dem Zauber. Acula bekam Panik. Das letzte mal, wo er Panik gespürt hat, war in seiner eigenen Kindheit, als die Menschen ihn als Monster gejagt haben und dachte, dass er sterben wird.

Neia hat den Ruf von Sina mitbekommen und aktivierte ihren Zauber: „Lichtja Maximum!“ und Lichtstrahl ging vom Himmel auf das Schloss zu.

Er wollte sein eigenes Bein abschneiden, wird aber von Sina umarmt, dann flüstert sie ihm ein Geheimnis von seiner Brust hoch. „Ein Dämonenkönig konnte dich nicht besiegen und ein beschworener Held nicht, aber wie sieht es aus, wenn ein beschworener Held in einem Dämonenkörper dich bekämpft?“ lächelt Sina den Vampir freundlich an und eine Träne lief von ihrem Auge runter.

Erstaunt sah Acula die Frau an und wusste nicht, was er tun sollte, als der gigantische Lichtstrahl beide erfasste. Beide Körper verschwanden unter dem Lichtstrahl, während die Magie selbst das Schloss größtenteils zerstörte.

Louis schützte Neia weiterhin und musste sich umdrehen, das Licht blende ihn sehr stark, dabei sah er, wie Neia die Tränen flossen. Acula kannte jede Art von Schmerzen. Er hat schon mehrere Götterbestien bekämpft, musste sich aber zurückziehen, weil er keine Möglichkeit hatte, sie zu töten.

All die Jahren hat er unglaublich hohe Resistenten gesammelt, nur das Element Licht war das Schwächste von ihnen. Seine Haut löste sich an viele Stellen auf und seine Muskeln kam zum Vorschein. Sinas Körper dagegen wurde einfach nur schwarz, während wieder ihre Resistenten sich aufleveln.

Irgendwann war der Zauber vorbei und Neia ging weinend auf ihre Knie. Louis drehte sich sofort um und wollte das Ergebnis sehen. Beide… Kämpfer standen, aber es war Acula, der nach hinten fiel, während Sina noch stand und sich nicht rührte. Ihre Schwerter haben ihre ursprünglichen Formen angenommen, es droht diesmal keine Gefahr durch die Aura von dem Katana.

„S… Sina?“ stottert Louis und ging vorsichtig auf Sina zu. „SINA!“ brüllte er nun. Auf einmal standen an der Tür die anderen Abenteurer. Melaine und Thomddir waren von Falko verarztet worden und waren wieder bei Bewusstsein und Christoper quetschte sich zu ihnen durch mit einer Flasche in der Hand.

Auf einmal riss Sina ihre Augen auf und drehte sich schmerzvoll zu ihren Freunden um. „Argh… du hast es wieder übertrieben Neia…“ murmelt Sina stöhnend. Neia staunte und nun fielen ihre Freudentränen vom Gesicht sowie von Melaine. Sie wusste nicht, was passiert ist, aber die Magie hat jeder mitbekommen und kannte auch jeder. Die Männer mussten alle auf einmal grinsen und Christoper wollte auf Sina zurennen…

Als Acula hinter Sina stand und sie hoch zerrte. „Har… har… ich habe noch nie versucht einen Dämonen in einen Vampir zu verwandeln.“ flüstert Acula Sina ins Ohr und biss ihr in den Hals.

Die Abenteurer reagierten alle erschrocken sowie Sina…

bis die Heldin sich das Schwert Thorn in den Brustkorb rammte und damit Acula ins Herz traf. Der Vampir spürte den Stich in seinem Herzen und hat aufgehört, seine Gegnerin zu beißen und schaute staunend nach unten, wo er das Schwert in seiner Brust sah. Das Blut floss am Schwert zu Sina runter und er konnte nicht glauben, dass es jemand geschafft hatte, ihn zu besiegen.

Acula, einer der ersten geborenen Vampire auf der Welt, der bisher noch nie verloren hatte und mehr gesehen hat als die meisten Lebewesen fing an, sich in Asche zu verwandeln. Sina fiel mit dem Schwert in der Brust zu Boden, während Acula die Abenteurer fassungslos anschaute, bis auch ihm die Sicht verschwand.

Panisch rannten Louis und Christoper auf Sina zu, während sie keuchend Blut spuckte. Als Louis nah genug an Sina ran war und ihr ins Gesicht fasste, sagte Sina nur: „Sag… *hust* Sherry… das ich das Versprechen nicht einhalten konnte…“ und wurde bewusstlos.

„Schnell zieh das Schwert raus!“ befahl Christoper, während er vom Elixier den Korken entfernte. Louis ließ es sich kein zweites Mal sagen und zog unbedacht das Schwert raus. Das Blut des ersten Vampirs vermischte sich in Sinas Körper…

Christoper drehte den Kopf von Sina so, dass er das Elixier in ihr einflößen konnte, dabei machte er immer Pause, dass nichts davon in die Lungen gelangte. Die anderen Abenteurer standen um Sina herum und wollten wissen, ob Sina… es übersteht.

Nachdem die Flasche leer war, fing bei Sina die Heilung an. Alle Verletzungen und Brüche, das Gift was sie Jahrhunderte lang in ihrem Körper angesammelt hatte sowie das Loch in ihrem Magen und die Bissverletzung am Hals verschwanden.

Sina musste auf einmal schwer husten und Christoper drehte ihren Kopf zur Seite, als ein großer Schwall grüne Flüssigkeit aus dem Mund flog. Es brannte sich sofort in den Boden rein und die Abenteurer reagierten erschrocken. Dann beruhigte Sina sich wieder und atmete regelmäßig.

„Sie hat… es überstanden oder?“ fragte Thomddir vorsichtig. Christoper überprüfte nochmal ihren Status und nickte. „Ja… sie hat es überstanden.“ bestätigte Christoper lächelnd, aber die grüne… Flüssigkeit machte ihm schon Sorgen. Die Abenteurer wussten nicht, ob sie laut jubeln sollten oder nicht, aber Sina hat zwei der stärksten Vampire getötet und überlebt. Alle grinsten sich gegenseitig an über die frohe Botschaft und gaben fast einen kollektiven Freudenseufzer ab.

Doch durch den Körper von Sina ging eine unhaltbare Veränderung. Die Aussage von Neia, dass das Blut der ältesten Vampire alles heilen kann sowie die Aussage von Justus, dass sowohl Vampire als auch Dämonen nicht unbedingt das Blut des anderen trinken sollten, dass durch das Elixier verstärkt wurde, wird für Sina zukünftige Veränderungen bringen.

Kapitel 135

Ich bin wiedergeboren und der Vampirkrieg? VII

Acula verschwand lachend vor den Abenteurern und sie hielten alle ihre Waffen bereit, als der Vampir zuerst bei Louis erschien.

„Du hast Jasper besiegt trotz seiner Vorahnung? Scheinbar war mein Sohn zu sehr auf seine Fähigkeiten fixiert.“ grinste Acula. Aus der Nähe war Acula einen ganzen Kopf größer als Louis und seine Aura knistert geradezu. Louis schlug nach dem Vampir, aber der hielt ihn mit seinem kleinen Fingernagel auf.

Thomddir schlug ebenso nach dem Vampir, aber was auch immer sein Mantel zu sein scheinen mag, aber er verhindert, dass der Zwerg seinen Angriff vollenden kann. „Und du warst es, der Dragos in einem Faustkampf besiegt hat. Du hast bestimmt eine beachtliche Stärke, aber die bringt einem wenig, wenn man nicht richtig treffen kann.“ schmunzelt Acula.

Seinen Mantel kann er so kontrollieren wie Karlene es mit den Leichenteilen in ihrem Raum gemacht hatte und wickelt sich um den Arm des Zwerges, dann warf der Mantel den Zwerg an eine Mauer. Falco schoss einen Pfeil nach dem Kopf des Vampirs, aber er fing ihn mit seinen Zähnen auf und spuckte den Pfeil achtlos zur Seite.

Christoper warf in der Zeit einen Beutel nach Acula, aber diesmal verschwand er und der Beutel verpuffte seine Wirkung. Der Dungeonfarmer fluchte und hielte seine Saigabeln weiter Angriffsbereit.

„Verdammt, ist er schnell.“ kommentiert Louis und man hörte ein Lachen im Thronsaal. „Ihr habt doch nicht wirklich geglaubt, dass ihr eine Chance gegen mich hättet oder? Ich gehöre zu den ersten geborenen Vampiren auf der Welt. Überlegt mal, wie viel Zeit ich hatte… mir diese Stärke anzueignen und wie unbedeutend ihr für mich seid.“

„Dafür das wir so unbedeutend sind, willst du uns ja gegen unseren Willen zu Vampiren machen!“ warf Melaine ein.

„Das ist natürlich richtig. Ein Vampirclan muss eine gewisse… Stärke haben, sonst gibt es nur Probleme mit den anderen Clans. Nicht das es mich wirklich interessiert, aber… meine Brüder und Schwestern halten gern ihre Etikette.“ ätzte Acula das letzte Wort.

„Es gibt noch mehr solcher Clans?!“ fluchte Thomddir, der wieder aufstand. Auf einmal stand Acula bei ihm.

„Das ist richtig, aber das braucht euch nicht zu interessieren.“ meinte Acula nur und schlug mit einer Faust nach dem Zwerg. Thomddir kannte die Warnung von Christoper, möglichst nicht getroffen zu werden, aber er schaffte es nicht auszuweichen und überkreuzte seine Arme zum Schutz hoch.

Seine Arme wurden sofort gebrochen und er bekam nicht die nötige Zeit zu schreien, weil der Vampir ihn mit voller Kraft in die Wand rammte, wo er bewusstlos stecken blieb.

„Thomddir!“ rief Melaine und setzte ihre Fähigkeit „Gewinkelter Schnitt“ nach dem Vampir ein, aber er war schon längst wieder weg und ihre Fähigkeit zerstörte nur die Wand in der Nähe von Thomddir.

„Neia, kannst du nicht irgendetwas machen?!“ brummte Falco, während er mit seinen Augen den Thronsaal überall absuchte.

„Nicht bei dieser Geschwindigkeit!“ sagte Neia, während sie selber überlegte, welcher Zauber hier am besten hilft.

„Ich frage mich langsam wirklich… sind meine Kinder so von sich überzeugt gewesen, dass ihr sie besiegen konntet? Den ersten von euch habe ich einfach… schnips… besiegt wie ein wehrloses Kleinkind.“ tönte eine Stimmte über ihren Köpfen.

Louis schaute sofort nach oben, aber es war niemand da. Bei Melaine legte sich eine Hand auf ihre Schulter und sie bekam sofort Todesängste.

„Danke das du Tallon getötet hast, wirklich. Von allen meinen Söhnen war er die größte Schande gewesen. Er hat wirklich geglaubt, dass ich ihm das durchgehen lasse, dass er keinen von euch Viechern tötet, selbst Mio und Tio konnten es wenigstens.“ dankte Acula der Wolfsfrau aufrichtig.

Neia hielt ihre Handfläche auf dem Rücken von Acula und schoss einen Lichtstrahl auf ihn, aber er war nun mit Melaine verschwunden. „H… hilfe!“ rief eine panische Stimme von oben und alle Abenteurer schauten auf die Decke.

Nun sahen alle, wie Acula sie am Bein hielt und mit ihr runter fiel, dabei schleuderte der Vampir Melaine um sich und warf sie voller Kraft auf den Boden. Die Wolfsfrau bekam nicht die Zeit zum schreien, so schnell krachte sie in den Boden und drückte sich mit dem Boden in die Tiefe und wurde bewusstlos.

„Ich frage mich, wie ihr Blut so schmeckt. Es ist unheimlich schwer sich zurückzuhalten, versteht ihr?“ landete Acula neben der Wolfsfrau.

„Himmel ist das ein einseitiger Kampf!“ fluchte Christoper in Gedanken und überlegte, sich eine Taktik gegen den Mann.

Falko schoss wieder einen Pfeil auf Acula, während Louis´s Schwert weiß leuchtete und auf den Vampir stürmte. Ersteres fing er mit zwei Fingern auf und warf den Pfeil zurück auf den Scharfschützen dieser wird gegen die Tür geschleudert. Der Pfeil steckte tief in der Brust, hat aber seine Lunge und Herz verfehlt.

Falko war noch bei Bewusstsein, aber dieser Angriff hat ihn doch unerwartet getroffen. Er griff nach dem Pfeil, um ihn abzubrechen und raus zuziehen.

Louis war bei Acula angekommen und schlug wieder nach dem Vampir, aber wieder setzte er nur seinen kleinen Fingernagel gegen das Schwert ein und wirkte ein bisschen gelangweilt.

„Wirklich, ist das alles was ihr könnt? Irgendwie einen unpassender Beiname den ihr habt.“ höhnte Acula gegen den Schwertheiligen, aber nun setzte Louis seine Fähigkeit „Hoffnungsvoller Schnitt“ aus nächster Nähe ein.

Es gab ein lauten Krachen und weißer Qualm war zwischen Acula und Louis entstanden, aber Acula pustete den Qualm schnell weg und man sah seine Handfläche, die gegen das Schwert gedrückt hielt.

„Eine interessante Fähigkeit, ich glaube, ich konnte sogar was auf meiner Hand spürten.“ grinste Acula böse und Louis wirkte stark beunruhigt. Diese Ablenkung nutzte Christoper aber und versuchte mit seinen Saigabeln nach dem Herz zu schlagen, aber aufgrund der Größenunterschiede zwischen den Männern musste der Dungeonfarmer springen.

Acula hat es natürlich gemerkt und zugelassen, solche Spielchen hat er schon immer gemacht und im letzten Moment wurde er aktiv, als er die Magierin zaubern sah. Er spürte, wie seine Beine kalt wurden und schaute nach unten.

Seine Beine wurden mit sehr schneller Geschwindigkeit eingefroren und das Eis breitete sich weiter nach seinem Körper aus. Er musste über diese Aktion schmunzeln und bracht das Eis einfach wieder kaputt, dann fing der Vampir die Waffen von dem anderen Abenteurern mit einer Hand auf.

„Netter Trick, wirklich, aber das reicht nicht aus.“ meinte Acula, aber dann musste Christoper grinsen und ein Beutel flog vor den Augen des Vampirs. Es explodierte zu einer Lichtbombe. Louis hatte es geahnt und frühzeitig seinen Kopf gedreht und Neia hielt ihre Hand vor die Augen.

Als das Licht wieder verschwand, stand Acula grinsend vor ihnen, als wäre nichts passiert. Louis schlug wieder mit seinen Schwert nach ihm, aber diesmal wird seine Klinge mit zwei Finger aufgehalten.

„Wie lange ist es her, als man versuchen wollte, mir meine Sicht zu nehmen? Das müssten auch schon ein paar Jahrtausende her gewesen sein.“ überlegte Acula laut und brachte Christoper aus der Fassung.

„Ihr… seid immun dagegen?!“ fuhr es aus Christoper heraus und der Vampir lachte wieder. „Immun… würde ich nicht sagen, aber glaubt ihr nicht, dass andere Abenteurer nicht auch zu solchen Tricks gegriffen hätten? Was glaubt ihr, wie viele Abenteurer oder sogar auch beschworene Helden ich gejagt, getötet oder zu Vampiren verwandelt habe?“

Acula schlug Christoper und Louis gleichzeitig mit den Fäusten in den Magen und beide rauschten mit einer Geschwindigkeit an Neia vorbei und an die Wand krachten.

„Soo… dann bleibt nur noch ihr übrig. Sagt, wie war die Blutmagie meiner Tochter?“ fragte der Vampirkönig neugierig.

„Sehr… lästig fand ich es. Ich bin froh, dass es kaum welche von euch so beherrschen wie sie es konnte.“ antwortet Neia ehrlich und brachte den Vampir zum schmunzeln.

„Das was meine Tochter konnte, beherrsche ich ebenso, aber diese Magie hat leider den kleinen Nachteil, dass sie zu langsam für meinen Kampfstil ist, so verlasse ich mich doch lieber auf meinen Körper, als auf meine Magie.“ teilte Acula seine Meinung mit und Neia wurde blass über diese Information.

„Pfeilschuss!“ tönte es aus dem Rücken von Neia und ein Pfeil flog auf den Vampir zu, aber er legte seinen Kopf leicht zur Seite, sodass der Pfeil an ihm vorbei flog. „Interessant, dass ihr Warren besiegt habt, kleiner Mann. Hätte er einfach mal getan, was alle Vampire tun und euch getötet, wäre er jetzt nicht gestorben, aber was soll´s.“ zuckte Acula seine Schulter.

Dann ging er grinsend auf Neia zu und beide wussten, das Neia nichts, aber auch gar nichts ausrichten konnte. Thomddir und Melaine sind bewusstlos, Louis, Falko und Christoper mühten sich einen ab, wieder aufzustehen. Sie waren nichts anderes als… Spielzeuge für diesen Vampir.

Auf einmal bebte das gesamte Schloss so stark, dass von der Decke Steine herunterfielen und alle Abenteurer schützend ihre Arme über ihre Köpfe hielten. Acula stand an der gleichen Stelle und zeigte keine Regung.

Der Kampf verlief für Sina nicht wirklich gut. Obwohl sie mit der Peitsche nun gegen Justus kämpfte, war er mit seiner maximalen Geschwindigkeit kaum aufzuhalten. Hätte sie Murtair noch, hätte sie es noch optimistischer gesehen, aber es ist wie es ist.

„Was ist los? Geht euch langsam die Puste aus? Ich dachte, ihr seid der zweitstärkste Dämon?“ höhnte Justus.

„Wisst ihr… langsam, aber wirklich langsam habe ich die Schnauze voll von dir. Ich streite nicht ab, dass ihr mein bisher stärkster Gegner seid und euer Vater vermutlich ebenso.“ wirkte Sina gelassen. Justus nahm von Sina Abstand und wirkte über ihre Ruhe misstrauisch.

„Ich habe meiner Freundin ein Versprechen gegeben, dass ich lebend zurückkomme, es war ihr scheinbar sehr wichtig. Wie könnte ich daher jetzt auf einmal sterben hmm?“ fragte Sina den Vampir.

„Was… habt ihr vor?“ kniff Justus seine Augen zusammen. Seine Instinkte warnten ihn vor einer unsichtbaren Gefahr.

„Eigentlich… wollte ich meine Fähigkeit für euren Vater aufsparen, aber ihr weigert euch einfach euch umbringen zu lassen.“ ignorierte Sina seine Frage.

„Hoo? Ihr habt tatsächlich noch eine Trumpfkarte in der Hand? Dann bin ich aber beruhigt, denn ich langweilte mich schon langsam ein bisschen.“ lachte Justus.

„Ich habe mehrere Trumpfkarten und ich weiß, dass dein Vater unseren Kampf beobachtet, deswegen will ich es vermeiden, ihm so viele Informationen preiszugeben. So ein alter Vampir wie er ist bestimmt gierig zu wissen, was seine Feinde so können.“ erzählt Sina weiter und Justus musste ihr leider insgeheim zustimmen.

„Wenn ich nur dich bekämpfen würde, hätte ich alles am Anfang eingesetzt, aber… ich plane meine Züge und muss meine Entscheidungen sorgfältig abwägen so wie jetzt. Mit dieser Geschwindigkeit kann ich nicht mithalten, aber… ihr zwingt mich dazu.“ lächelt Sina nun freundlich.

Justus hatte im Leben viele Kämpfe und Duelle gehabt, aber ein Kampf wo der Gegner ihn freundlich anlächelt, weist nur darauf hin, dass er dem Kampf ein Ende bereiten will. Er nahm wieder seine Kampfposition ein, denn… irgendwie ist er auch froh. Der Vampir war schon lange nicht mehr so erschöpft gewesen und dass sein Gegner ihn dazu zwang, alle seine geheimen Schritte, die er gegen seinen Vater geplant hat schon vorher zu benutzten, beweist nur, wie stark Sina wirklich war.

Auf einmal leuchtete Sina und wurde in eine schwarze Kugel eingeschlossen. Justus riss erstaunt seine Augen auf und hielt sich für den nächsten Kampf bereit, bis die Kugel sich zu gigantischen Flügel formten.

„Interessant, nun kann ich meine Fähigkeit in Ruhe betrachten. Wisst ihr, ihr seid der Zweite, gegen den ich es einsetzte. Der Erste war Titanus, der mit dieser Fähigkeit getötet wurde.“ teilte Sina grinsend ihre Geheimnis mit.

„Ihr blufft nur. Es ist nicht möglich mit einer Fähigkeit diesen wandelnden Berg zu zerstören, dafür ist es viel zu groß.“ war Justus sich nicht so sicher, lies es aber nicht anmerken.

„Glaubt was ihr glauben wollt.“ meinte Sina nur und ihre schwarzen Flügel gingen nun auf das Schwert über. Justus fing an zu schwitzten, denn… egal wie er es betrachtet, aber irgendwie will er nicht von diesem Schwert getroffen werden.

„Was ist los? Ihr seht auf einmal so verschwitzt aus? Spürt ihr den Tod in meiner Klinge hmm?“ provozierte Sina den Vampir und hat ihn wieder an seinen Stolz gepackt.

„Ich fürchte mich vor nichts und niemanden, vor allem vor euch!“ brüllte Justus und stürmte wieder mit seiner Geschwindigkeit auf Sina zu. Diesmal rannte er um Sina, aber komischerweise schloss sie nur ihre Augen und verändert auch nicht ihre Kampfstellung.

„Hach, habt ihr etwa schon aufgegeben?! Dann war alles nur ein Bluff!“ brüllte Justus und rannte weiter. Sie ließ sich nicht von ihm provozieren und blieb an der gleichen Stelle.

„Na gut, wenn ihr es so wollt?“ dachte Justus und stand nun hinter Sina und wollte sein Schwert durch ihr Herz rammen… „Gravitationsklinge!“ befahl Sina nur und Justus wurde in den Boden gerammt.

Ohne zu Wissen was mit ihm geschah, wurde Justus in den Boden gedrückt, aber auch der gesamte Raum drückte sich stark nach unten. Die Schmerzen die er dabei fühlte… er wollte schreien, aber diese neue Aura ließ es nicht zu, bis der Boden brach und beide Kämpfer in die Tiefe stürzten.

Justus hatte keine Kontrolle beim fallen, aber Sina die nun ihre Fähigkeit einsetzte. „Das ist dein Ende du elender Vampir! „Dämonischer Schnitt!“ brüllte die Heldin. Justus sah, wie eine gigantische schwarze Linie auf ihn zuflog… und ihn quer halbierte, anschließend fing er an beiden Körperteilen an zu brennen und wird von Blitzen getroffen.

Der Vampir hatte noch nie solche Schmerzen erlebt und war auch nicht mehr in der Lage, irgendetwas zu machen, denn er wusste, dass er verloren hatte und sein Herz zerstört wurde.

„Miststück…“ warten seine letzten hasserfüllten Worten, als er in Asche zerfiel und nur seine Waffe zurückblieb während Sina noch im freien Fall war.

Es dauerte nicht lange und Sina landete im nächsten großen Raum und fiel vor Thorn auf den Boden, gefolgt von viel Asche. Sina fiel auf ihre Knie und ließ ihren Katana zurückverwandeln. Dann musste sie doch stark zittern.

„So nah… war noch niemand dran gewesen mich zu töten…“ murmelt Sina.

Die Beben haben aufgehört und es fielen keine weitere Steine mehr herunter. Die Abenteurer nahmen ihre Arme wieder herunter und sahen nur einen blassen Vampir vor ihnen, der auf einmal laut aufbrüllte. „NEEIN! NICHT AUCH JUSTUS!“

Louis schaute erstaunt den Vampir an und musste nun leise lachen. „Scheinbar… sind nun alle deine Kinder heute gestorben.“ aber sein Lachen verschwand sofort, als er den Blick von Acula abbekam.

„Stimmt. Dann werde ich das dämonische Miststück selber erledigen!“ knurrte Acula und rammte mit beiden Händen auf den Boden vom Thronsaal. Der Boden zerbrach komplett und alle Abenteurer sowie Acula fielen in die Tiefe.

Neia zauberte auf sich und die anderen Abenteurer einen Schwebezauber, sodass sie nun einen langsameren Fall hatten, während Acula geradezu in die Tiefe stürzte. Die Abenteurer sahen den Boden kommen, aber bei dem langsamen Fall wird es dauern, bis sie dort ankommen, aber Acula ist schon dort gelandet und zertrümmerte eine große Tür und verschwand.

„Neia, auch wenn das der unpassende Moment ist, aber… können wir etwas schneller runter? Wir müssen Sina helfen. Sie dürfte gleich ein ziemliches Problem haben!“ rief Christoper aber Neia schüttelt den Kopf.

„Es tut mir leid, aber ich muss auch Melaine und Thomddir im Auge behalten! Betet zu der Göttin, das Sina es solange aushält! Außerdem müssen wir irgendwie an das Elixier ran kommen!“ merkte Neia an und Christoper musste ihr leider zustimmen.

„Können wir mit den gewonnen Informationen irgendwas gegen den Vampir machen? Ich will nicht unvorbereitet in den Kampf stürzen!“ brummte Falko und jeder wurde schweigsam.

„Irgend…etwas müssen wir doch tun! Wir können es doch nicht wieder Sina aufbürden!“

Nebengeschichte 5.

Ich bin wiedergeboren / Nebengeschichte 5

Die Göttin hat ihre Helden auf der Erde gefunden und beschwor sie alle in ihrem Reich. Amy, Matthieu, Davino und Miyu schwebten vor einer großen leuchtenden Frauengestalt, die sie aber nicht richtig erkennen können.

Als alle realisierten wo sie sich befanden, wurden sie aber sofort panisch und stellten allerlei Fragen oder Forderungen.

„Meine Helden, ich kann eure Angst und Wut verstehen, beruhigt euch bitte.“ bat die Göttin und die Gemüter beruhigten sich durch den Klang ihrer Stimme.

„Warum… sind wir hier?!“ fragte Amy ängstlich.

„Weil ich eure Hilfe brauche. Meine Welt wurde mit meinem Zwillingsbruder, dem dunklen Gott, gemeinsam erschaffen und steckt nun in einer Krise, die nur ihr bewältigen könnt.“

„Huh? Wie können wir dir helfen, wenn du… eine Göttin oder so bist?!“ verlangte Davino eine ausführlichere Antwort.

„Weil wir uns selber gewisse Regeln gesetzt haben, sonst würden wir die Welt zerstören und müssten wieder von vorne Anfangen, was ich vermeiden will.“

„Und… bei was genau sollen wir euch helfen?“ grübelt Matthieu, dessen Heldenkomplex sich meldete.

„Die Welt Gaia beherbergt viele Wunder und Schönheiten, gute Lebewesen und… bösartige Kreaturen… unter anderem die kriegerische Rasse der Dämonen. Momentan sind sie noch in ihrer Welt eingesperrt, aber die Magie, die sie dort eingesperrt hält wird schwächer und ich fürchte mich um meine Völker, die diesem Ansturm nicht überleben wird.“

„Huh? Dämonen?“ wundert sich Miyu.

„Das ist richtig. Eine Rasse, die von meinem Bruder erschaffen wurden und immer einen Krieg gegen meine Völker, die unter anderem Menschen, Zwerge und Elfen beinhalten, führen. Sie waren über 2000 Jahre in ihre Welt eingesperrt und ich muss nun annehmen, dass sie sich für den nächsten Krieg vorbereitet haben, denn die Zeit dazu hatten sie.“

„Aber wie sollen wir denn gegen sie kämpfen?! Wir sind doch nur normale Menschen!“ warf Amy ängstlich ein.

„Keine Sorge. Ihr bekommt alle von mir den Segen sowie eine spezielle Fähigkeiten, die eurer Natur entspricht. Aber ihr müsst nicht gegen die Dämonen kämpfen, denn das verlange ich nicht von euch, sondern ihr müsst ihren König, den Dämonenkönig besiegen. Nur der Verlust ihres Königs zwingt sie dazu, sich wieder in ihre Welt, ihren Kontinent zurückziehen.“

„Ehrlich? Schick mich wieder zurück. Sollen die anderen doch das Problem lösen!“ kam Davino direkt zum Punkt, aber die Göttin schüttelt nur ihren Kopf.

„Es tut mir leid, aber das geht leider nicht mehr. Ich konnte euch nur in meine Welt beschwören, weil euer Herz es danach verlangt hat. Wäre… eine Ungewissheit gewesen, könnte ich euch nicht gegen euren Willen hierher holen.“

„Aber… was passiert mit meiner Familie?!“ war Miyu nun den Tränen nahe.

„Ich weiß es nicht. Ich kenne eure… Umstände auf eurer Welt nicht, nur dass ihr von ihr flüchten wolltet und die Chance habe ich euch gegeben.“

„Wenn… wir diesen Dämonenkönig besiegt haben, kannst du uns dann zurückbringen?“ fragte nun Matthieu.

„Nein, einmal in meine Welt beschworen, gibt es keinen Weg zurück. Deswegen tut es mir leid, dass ich euch solch eine große Bürde auf erlege.“

Die beschworenen Personen reagierten geschockt über die Information von der Göttin, zumindest Amy und Miyu fingen an zu weinen, getrennt… von ihrer Welt.

„Super Einstellung von dir, wirklich. Schon mal überlegt uns mal vorher zu fragen?“ teilte Davino es sarkastisch mit.

„Auch mir sind Grenzen als Göttin gesetzt. Euer Gott hat es nicht gerne, wenn andere… Gottheiten sich in seiner Welt ohne seine Erlaubnis melden.“

„Es bringt nichts uns gegenseitig mit Anschuldigungen zu bewerfen. Ich verstehe nur, dass eure Welt in Gefahr ist und wir gegen den Dämonenkönig kämpfen sollen?“ kam Matthieu zu einem Entschluss.

„Ihr werdet in verschiedene Reiche geschickt und müsst die Herrscher darüber informieren, welche Gefahren auf sie zu kommen, damit sie sich frühzeitig auf diesen Krieg einstellen können. Sie werden euch helfen sich in dieser Welt zurechtzufinden, sowie das Kämpfen beibringen.

Am Anfang werdet… ihr vermutlich Schwierigkeiten haben, aber mein Segen ist einmalig und kann nicht gefälscht werden, so werden sie früh eure Warnung akzeptieren.“

„Eine Welt voller Monster und Gefahren… na super.“ rollt Davino seine Augen, er hatte jetzt schon die Schnauze voll. Die anderen bekamen das Gefühl, wenn sie alle gemeinsam an einem Strang ziehen sollen, dass Davino das größte Problem darstellen wird.

„Wir *snif* werden das wohl irgendwie schaffen müssen, aber… ist es normal dass so viele Personen beschworen werden?“ hakte Amy nach.

„Nein. In der Vergangenheit habe ich nur eine Person beschworen und sie konnte die Aufgabe bewältigen. Der letzte Held hatte die Idee mit der Versiegelung der Dämonen, aber das Problem mit der Magie ist, dass sie nach einer… gewissen Zeit schwächer wird und Dämonen sind Meister der Magie.“

„Warum rottet man nicht einfach alle Dämonen aus?! Wenn der Dämonenkönig vermutlich… der Stärkste von ihnen ist, sollte der Rest doch kein Problem sein!“ meinte Davino.

„Weil ich keinen Völkermord akzeptiere. Auch… wenn Dämonen eine grausame Natur haben, sind sie doch eine Zivilisation mit einer Kultur. In der Vergangenheit sind mehrere Zivilisation unter… Umständen untergegangen oder verschwunden, aber niemals habe ich aktiv bei einem Völkermord mitgewirkt. Des weiteren haben Dämonen kein Limit wie alt sie werden können.“

„Ich verstehe… also es ist unsere Aufgabe letztendlich in eurer Welt für Ordnung zu sorgen, indem wir die Herrscher auf ein Problem hinweisen und wir selber gegen den Dämonenkönig kämpfen sollen?“ murmelt Miyu.

„Leider… ist das nicht alles.“

„Wie meint ihr das?!“ war Amy nun verwundert.

„Etwas… ist auf meiner Welt, was nicht existieren dürfte und trotzdem unter dem Schutz meines dunklen Bruders ist. Ich… habe meine Vermutung, was es mit dieser Person auf sich hat, aber ohne Beweise, sind es nur Spekulationen.“

„Und… wollt ihr uns vielleicht sagen, wo das Problem ist?“ half Matthieu nach.

„Ich kann euch nur raten, dass ihr euch vor dem „Teufel“ in Acht nehmen sollt. Er ist vermutlich stärker als der Dämonenkönig selber, aber… er zeigte nicht unbedingt Aggressionen gegeben über anderen Völkern.“

„Stärker als der Dämonenkönig? Was sollen wir dann tun?“ dachte Miyu laut nach.

„Es bleibt euch überlassen. Wichtig ist nur, dass meine Völker vor dem nächsten Krieg gewarnt werden und das ihr den Dämonenkönig besiegt.“

„Können wir nicht mit den Dämonen… ins Gespräch kommen für einen Frieden? Ist das nicht möglich, zumal wenn dieser „Teufel“ wirklich stärker ist als die Dämonen, vielleicht brauchen wir sogar seine Hilfe!“ meinte Amy.

„Ihr könnt es gerne versuchen, nur leider zeigt die Vergangenheit, das die Dämonen so was wie Frieden nicht wirklich kennen… Unser Gespräch neigt sich dem Ende zu. Ich wünsche euch viel Glück auf eurer Reise und… vielen Dank, dass ihr meine Welt beschützten werdet.“

„Eh?! Warte!“ warf Davino noch ein, aber alle Personen wurden wieder in leuchtende Kugeln eingeschlossen und verschwanden aus den Augen der Göttin.

„Hoffentlich gibt es keine Probleme mit dem Teufel…“ murmelte die Göttin noch.

Kapitel 134

Ich bin wiedergeboren und der Vampirkrieg? VI

Justus kämpfte mit einem Auge gegen Sina, aber es dauerte nicht lange und es hat sich wieder komplett geheilt. Jedes Mal, wenn ihre Klingen sich kreuzten, entstand eine Druckwelle, dass das Schloss zum Zittern brachte.

Sina war sauer… sehr sauer das man ihre Waffe zerstört hat. Sie weiß nicht, wie sie Kreukus unter die Augen treten kann und macht sich Sorgen über ihr neues Problem mit der Giftimmunität. Daher trat sie Justus von sich weg und änderte ihre Fähigkeit der Giftklinge.

„Chaosklinge!“ rief Sina und das Katana nahm nun seine neue Form an, diesmal bekam Justus richtige Probleme mit der neuen Aura.

„Wie viele Auren hat dein verdammtes Schwert?!“ brüllte Justus. „Genug um dir ein qualvollen Tod zu bescheren!“ antwortet Sina hasserfüllt und schlug wieder zu. Diesmal wird der Vampir zurückgedrängt, bis auf einmal ihr Katana anfing schwarz zu leuchten.

Beide Kämpfer wechseln noch ein paar Schwerthiebe, als Sina ihre Fähigkeit aktivierte. „Zerstörungsschnitt!“ und es raste aus nächste Nähe auf Justus zu. Er hob Thorn zur Verteidigung hoch, aber wird durch die Fähigkeit zur Wand gedrückt und anschließend verletzt, dass er vor Schmerzen wieder aufbrüllte.

Der Vampir fiel auf die Knie und sein Hemd ist komplett zerstört worden und man sah eine große Verletzung, die schräg über seinen Oberkörper ging.

„Ich… kann mich wirklich nicht erinnern, dass die Dämonen jemand so starkes auf ihrer Seite haben und ich kann nun wirklich darüber sprechen. So viele, wie ich von eurer Sorte getötet habe, ist dieser Kampf der brutalste in meinem Leben.“ murmelt Justus, als er wieder aufstand.

„Könnte daran liegen, dass ich nicht irgendein Dämon bin.“ kommentierte Sina, die Chaosklinge wieder für ein weiteres Waffengefecht vorbereitet.

„Der Einzige, gegen den ich noch nicht gekämpft habe, war der Dämonenkönig. Selbst deren Generäle habe ich herausgefordert und bezwungen.“ starrte Justus nun seine Gegnerin an.

„Nah dran, aber ich bin nicht die Dämonenkönigin und will es auch nicht werden.“ meinte Sina und Justus überlegte, was sie damit meinte, bis ihm ein Licht aufging.

„Ist… es denn möglich? Seid ihr mit dem Dämonenkönig verwandt?!“ staunte Justus und bekam ein Grinsen auf dem Gesicht.

„*seufz* Mein Name ist Sina, Tochter des Dämonenkönig Mephisto. Vermutlich der zweitstärkste Dämon von Deymonlia.“ offenbarte Sina sich nun und brachte damit Justus zum Staunen. Erst sagte der Vampir nichts, dann fing er an zu kichern, dass zum Lachen überging. Er lachte aus vollem Halse.

„Verstehe… deswegen konntet ihr die Barriere durchqueren und es mit mir aufnehmen. Ich hatte immer das Gefühl, als würde ich gegen den Dämonenkönig kämpfen und war wohl ziemlich nah dran mit meiner Aussage.“

„Du hättest meinen Vater niemals besiegt, dafür kenne ich ihn gut genug. Vermutlich dein Vater hätte es mit meinen Vater aufnehmen können, aber mein Gefühl sagt mir, dass selbst dein Vater dabei gestorben wäre.“

„Oh ho ho. Irgendwie widersprüchlich, wenn ich bedenke dass beschworene Helden die Dämonenkönige immer töten!“

„Das… kann ich nicht abstreiten. Vermutlich war es ihre eigene Hochmut, was sie dazu verdammt hat. Aber bevor irgendwelche Helden auf den Plan kommen, müssen sie sich diesmal mit mir auseinandersetzten.“

„Oho? Ihr seid ja ziemlich zuversichtlich, dass ihr hier lebend das Schloss verlassen könnt.“ wirkte Justus gereizt.

„Ich lasse mich bestimmt nicht von irgendwelchen alten Vampiren umbringen, eure Zeit ist längst hinfällig!“ giftet Sina und beide Kämpfer griffen sich wieder an.

Louis hat seine Wunden notdürftig geflickt und fand den Schalter, wovon der Schlossherr sprach. Er legte ihn um und ein geheimer Gang öffnete sich. Verwundert schaute er sich um, ob es eine Falle ist und ging humpelnd in den Gang hinein.

Der Weg ging leicht steil nach oben und Louis stützte sich an der Wand ab, die Wunden an seinem Körper schmerzten ihm. Es dauerte nicht mehr lange und er landete in einem Raum, wo er Falko und Christoper sah.

„Ah… schön dich zu sehen ARGH!“ brüllte Christoper, als Falko ihm einen Knochensplitter aus dem Rücken zog. „Kannst du es vielleicht vorsichtiger raus ziehen?!“

„Dann mach es alleine besser, es dürften nur noch zwei-drei weitere Splitter sein.“ hielt Falko eine Metallzange in der Hand.

„Du machst das schon gut…“ flüstert Christoper und Louis hob eine Augenbraue der Verwunderung.

„Und wen hattest du gehabt?“ brummte Falko, als er den nächsten Splitter am Rücken von dem Dungeonfarmer suchte.

„Jasper.“ antwortet Louis nur und beide starrten ihn an. „Ich… war wirklich froh, dass er von sich überzeugt war, dass ich ihm eine Falle stellen konnte, aber dafür… musste ich zwei Schwerter in meinen Bauch ertragen.“ erzählte Louis seinen Kampf und lehnte sich sitzend an die Wand. „Und… wie geht es euch?“

„Beschissen. Ich musste gegen Warren kämpfen und wäre beinahe gestorben, hätte ich nicht noch einen Lichtpfeil in meiner Tasche gehabt.“ brummte Falko niedergeschlagen. „Viele meiner Rippen sind gebrochen und es fällt mir schwer zu atmen.“

„Karlene… ich habe schon ein paar verrückte… Personen kennengelernt, aber was sie mit ihrer Nekromantie erschaffen hatte, widerte mich doch an. Scheinbar war sie auch in der Lage gewesen, Körperteile als Waffen zu benutzten und wie du siehst… ARGH! Hilft Falko mir gerade dabei sie zu entfernen.“ stöhnte Christoper.

Auf einmal kam aus einem anderen Gang ein Wolf mit Melaine. Ihr Gesicht war komplett verdreckt mit Blut und hatte einen Dreizack als Laufstütze, dabei sahen ihren Augen sehr… verweint aus. „Ah… bin ich froh, bekannte Gesichter zu sehen…“ murmelt Melaine. Ihr Wolf stupste sie an ihrem Bein und sie ging sehr erschöpft weiter, bis sie sich neben Louis an die Wand setzte.

„Auch… wenn meine Frage Wunden aufreißt, aber…“ wollte Christoper fragen, aber Melaine wusste, was er meinte. „Einer meiner Wölfe wurde von Tallon getötet.“ flüstert sie und legte ihren Kopf auf ihre Knie und Tränen fielen herunter.

Es rumpelte wieder im Schloss und Staub rieselte von der Decke. „Wenn ich raten müsste, warum das Schloss immer so wackelt, dürfte Sina der Grund sein.“ meinte Christoper. „Dann hat sie wirklich Justus erwischt, worüber ich sehr dankbar bin.“ sagte Louis.

Auf einmal legte sich eine Hand auf der Schulter von Melaine und sie schaute nach oben. Es war die heile Hand von Thomddir, der aussah als hätte er in Blut gebadet. „Lass den Kopf nicht hängen Kleine.“ tröstet er sie.

„Thomddir! Lebst du überhaupt noch?“ fragte Melaine mit Tränen in den Augen und der Zwerg nickte grinsend. „Ach die paar Kratzer. Ich… hatte einen schweren Kampf hinter mir, aber am Ende habe ich über Dragos obsiegt. Es hat zwar meinen linken Arm gekostet, aber wenigsten… hat meine Rache nun ein Ende.“

„Fehlt nur noch Neia und Sina oder?“ brummte Falko und jeder hörte, wie jemand aus einem anderen Gang hochkam. Es war Neia und sie war schwer außer Puste. „Puh, bin ich doch nicht die letzte…“ murmelt sie.

Diesmal rumpelte es stärker mit einem männlichen Schrei. „Wenn alle außer Sina hier sind, haben wir uns doch ziemlich wacker geschlagen.“ grinste Neia schräg und ließ sich auf ihre Knie fallen.

„Wenn ich ehrlich bin, habe ich meine Zweifel, dass wir gegen den Schlossherrn eine Chance haben, so kaputt wie wir alle sind.“ Melaine

„Die Frage ist, sollen wir überhaupt gegen ihn ohne Sina kämpfen? Wir können ihr auch helfen gehen, der Gang ist doch offen.“ Neia

„Also nichts gegen Sina, aber wenn sie gegen Justus solange kämpft, muss er wirklich stark sein. Louis kann davon ein Lied singen.“ Falco

„Vermutlich. Mir geht es nicht in den Kopf, wie sie Jasper so schnell in Bedrängnis bringen konnte, während ich… nur mit Mühe meinen Sieg erringen konnte.“ Louis

„Wegen unseren Verletzungen könnte ich was machen… ARGH!“ Christoper

„Das war der letzte Knochensplitter.“ Falko

„Und… was kannst du gegen unsere Verletzungen machen?“ fragte Thomddir und Christoper holte zwei goldene Flaschen heraus.

„Ist… es das was ich denke?!“ Neia

„Richtig, Elixiere. Leider habe ich nur zwei davon und irgendwie… finde ich diese Wundermittel sogar seltener als lebendige Waffen oder sonstiges.“ Christoper

„Aber… wie willst du das denn unter uns Verletzten verteilen?“ Louis

„ … Eine Flasche teilen wir unter uns auf, die andere händigen wir Sina aus. So wir wir alle vermuten, ist der Schlossherr genauso stark wie Justus oder stärker, da brauchen wir jemanden, der es mit ihm aufnehmen kann.“ Christoper

„Ich hätte nichts dagegen, aber hältst du es für eine gute Idee, gegen den Schlossherren ohne Sina vorzugehen? Wir können uns solange hier ausruhen…“ Thomddir

„Nein, aber ich habe auch nicht den Eindruck, dass der Kampf gegen Justus ein schnelles Ende haben wird, wenn die sich immer noch bekämpfen… Ihr habt es doch auch alle gespürt oder? Diese Tötungsaura…“ Christoper

„Irgendwas muss vorgefallen sein, das Sina diese Aura von sich freiließ.“ Louis

„Nun, wir können zumindest den Vorschlag von Christoper umsetzten und schauen, wie es uns danach geht.“ Neia.

Jeder Abenteuer holte sich ein Glas aus dem Inventar und Christoper verteilte es gleichmäßig. Alle haben gewartet, als Christoper es scheinbar aus der Flasche direkt trinken will.

„Nun, ich… bin kein Mann vieler Reden, aber ich muss schon sagen, dass wir dank Sina nun zum zweiten Mal alle gemeinsam einen Feind bekämpfen.“ grinste Louis und hob sein Glas hoch.

„„„Auf uns und Sina!“““ prosteten alle sich zu und tranken ihr Elixier. Die Heilkraft setzte sofort ein, alle Knochen und offenen Wunden wurden geheilt, Ausdauer von Melaine sowie Neias Mana kamen zurück.

„Puha… ich will mich nicht über den Geschmack beklagen, aber seine Wirkung ist echt heftig. Ich kann meinen Arm wieder benutzen!“ Thomddir

„Wenn das bisschen schon so einen starken Effekt hat, wie ist denn eine volle Flasche?!“ Melaine

„Es wird alles geheilt. Deine Ausdauer, Mana, Vitalität, aber auch Knochenbrüche, oberflächliche Wunden und Krankheiten. Ich musste einmal davon trinken, sonst wäre ich damals gestorben.“ Christoper

„Nun… mit dieser Veränderung bin ich schon etwas optimistischer, wenn wir gegen den Schlossherren kämpfen wollen.“ Neia

„Also wollen wir wirklich gegen den Mann kämpfen? Ich lasse meinen Wolf hier… er kann das Elixier solange bewachen und Sina überreichen, sollte sie durch den Gang kommen.“ Melaine

„Eine gute Idee. Dann lass uns unsere Ausrüstung überprüfen, wenn es in den letzten Kampf geht.“ Christoper

Alle Abenteurer überprüften ihre Ausrüstung und Christoper legte das andere Elixier vor den Wolf. Melaine erklärte, was er zu tun hatte und bellte sie an, dass er verstanden hat.

„Christ… hast du eventuell einen Plan gegen ihn? Ich möchte ungern kopflos gegen ihn kämpfen wollen.“ Louis

„Oh? Das ist ja mal was neues von dir.“ Falco

„Hmm… es würde mich nicht wundern, dass er sich so schnell bewegt, dass wir ihm nicht folgen können. Das wäre eher ein Fall für Neia und Falko, dass wir seine Bewegung ein bisschen einschränken. Was wir unter allen Umständen vermeiden sollten ist, von ihm getroffen zu werden. Nicht mal blocken oder parieren, nur ausweichen wenn möglich.“ Christoper

„Das sehe ich genau so. Dragos hatte Kraft in den Armen gehabt, das musste ich ihm zustehen, aber sein Vater dürfte ein anderes Kaliber sein.“ Thomddir

„Schade das Sherry nicht hier ist, sie dürfte der richtige Kämpfer gegen den Mann sein.“ Falco

„Hmm wenn man ihr ein paar Jahre Zeit gibt, wäre… es ein sehr interessanter Kampf, aber erst mal muss sie ihre Berufung umsetzten und SSS-Monster besiegen, bevor sie gegen so ein Monster wie den Mann kämpft.“ Neia und Sherry musste im Schlaf niesen.

„Nun, worauf warten wir? Wir können auch ein Nickerchen machen, aber es würde mich nicht wundern, wenn der Schlossherr dann selber kommt.“ Thomddir

Alle Abenteurer nickten sich zu und standen auf. An der Front gingen Louis, Christoper und Thomddir, gefolgt von Melaine und den Schluss bildeten Neia und Falco. Sie öffneten die Tür in ihrem Raum und sahen einen langen Gang, wo eine große rote Tür mit einem Totenkopf geschmückt ist. „Dahinter ist er vermutlich. Zumindest spüre ich schon seine Aura.“ murmelt Melaine.

Sie gingen gemeinsam hin und Thomddir öffnete die Tür. Drinnen war ein gut beleuchteter Thronsaal und auf einer Erhebung saß Acula auf dem Thron. Er stand auf und klatschte in seine Hände.

„Glückwunsch. Ich hätte nicht gedacht, dass ihr alle meine Kinder besiegen könntet. Bei einigen habe ich es vermutet, bei anderen habe ich es gehofft, aber alle? Ihr seid wirklich die stärksten Abenteurer in diesem Zeitalter.“ lobte Acula die Ankömmlinge.

Die Abenteurer gingen alle in den Raum und die Tür schloss sich automatisch hinter ihnen wie von Geisterhand. Alle schwitzen unter seiner Präsenz, wie es am Anfang im Schloss ebenso der Fall war.

„Bevor wir… kämpfen würde ich euch gerne ein Angebot machen.“ grinste Acula und es war Louis der darauf antwortete. „Nein, wir werden nicht deine Vampire, eher beiße ich mir die Zunge ab, als dass ich dein Lakai werde!“.

Acula hob eine Augenbraue und die anderen nickten ebenso. „Deine Tochter Karlene hat mir ebenso das Angebot gemacht, aber ehrlich? Ich verzichte auf das lange Leben. Dabei entsteht nichts wirklich was gutes dabei.“ kommentierte Christoper es.

„Wirklich? Zu schade aber auch. Nun, dann muss ich euch besiegen, bevor ihr irgendwelche Einwände legen könnt, wisst ihr? Heute habe ich die größten Verluste in meinen Clan zu melden. Alle meine Kinder bis auf Justus sind gestorben und meine Attentäter in Fanfoss wurden ebenso vernichtend geschlagen. Eure Anführerin versteht, wie man einen Krieg führt, aber bei ihrer Rasse wundert mich das nicht wirklich.“ schüttelt Acula seinen Kopf.

„Die Attentäter wurden zurückgeschlagen?! Da fällt mir doch ein weiterer Stein von meinen Herzen.“ murmelt Neia.

„Ich finde schon heraus, wer… dafür verantwortlich ist und werde sie ebenso zu Vampiren verwandeln. Nun denn… möge unser Kampf beginnen!“ lachte Acula und verschwand.

Justus und Sina kämpften weiterhin verbissen, überall waren Wunden an ihren Körpern zu sehen, die sich aber wieder heilten. Beide setzten unterschiedliche Tricks ein, um ihren Gegner eine tödliche Wunde zu verpassen, aber bisher konnten beide Parteien geschickt ausweichen.

Ihr Raum weist die größte Zerstörung im Schloss auf, man könnte es nicht mehr als eine Halle erkennen, dafür sieht man überall grundlose Zerstörung.

Auf einmal nahm Justus Abstand von Sina und zerriss seine Hosenbeine… an ihnen waren mehrere schwarze Klötze gebunden.

„Ihr nötigt mich wirklich dazu, alles einzusetzen!“ knurrte Justus und entfernte die Klötze. Sina wunderte sich, was es sind und als Justus sie auf den Boden fallen ließ, spürte sie eine starke Vibration.

„Du hast mit den Gewichten gekämpft?!“ sah Sina nun ein kommendes Problem, während Justus böse grinste.

„Richtig… nun dürfte ich auf meine maximale Geschwindigkeit kämpfen!“ und stand auf einmal neben Sina. Sie hob ihre Chaosklinge hoch, aber Justus hat mit Thorn schon in Sinas Bauch zugestoßen.

„Das habt ihr nicht kommen sehen oder?“ kichert Justus in Sinas Ohr, während sie ihre Zähne schmerzvoll zusammendrückte, dann schlug sie mit Chaosklinge nach Justus, aber er verschwand wieder lachend.

Sina fiel auf ihr Knie und hielt sie die Wunde gedrückt. „Das… habe ich wirklich nicht kommen sehen.“ knurrte Sina. Dann stand Justus vor Sina und trat ihr ins Gesicht, dass sie nach hinten flog.

„Diese Gewichte habe ich auf Dunkon gefunden. Es war eine Arbeit gewesen, sie auf eine ideale Größe zu bekommen, aber am Ende hat sich der Aufwand gelohnt, wie ihr sehen könnt, Prinzessin.“ höhnte Justus.

„Niemand außer meine Leuten dürfen mich mit diesem Titel ansprechen!“ stand Sina wütend auf und stürmte auf Justus zu, dieser lachte aber nur und provozierte Sina mit der„Komm-doch“-Geste.

Die Heldin ließ einen Schwertsturm auf Justus fallen, aber er wich sie allen ohne Probleme aus, dann schlug er mit seinem Schwert nach Sina. Dank ihrer eigenen Vorahnung, konnte sie den Angriff soeben blocken, aber dann schlug Justus mit der Faust in den Magen von Sina.

Sofort spuckte Sina Blut aus dem Mund und wollte ebenso nach Justus schlagen, aber er fing ihre Faust mit seiner Hand auf. „Na, scheinbar geht es euch nicht mehr so gut wie am Anfang.“ grinste Justus. Sina spuckte ihr Blut in seine Augen und hat ihn damit geblendet.

Die Chance nutzte sie und schlug mit Chaosklinge nach Justus. Er wollte ausweichen, aber in diesem Fall war er zu langsam und wird am Bein getroffen. „Argh!“ fluchte Justus und rieb sich das Blut aus den Augen.

Sina bekam eine Eingebung und holte die Peitsche von Ludwig. Sie schlug damit ins Gesicht von Justus und er schrie diesmal laut auf. Die spezielle Verzauberung zeigte wieder ihre Wirkung.

„DU VERDAMMTES MISTSTÜCK!“ brüllte Justus und scheinbar… heilte die Wunde an seinem Gesicht nicht.

„Oh? Das gefällt mir schon besser. Wusstest du, dass Sadisten am lautesten weinen können?“ provozierte Sina nun grinsend.

„Das ist doch die Peitsche von Ludwig oder?!“ verlangte Justus zu wissen und Sina bestätigte es: „Richtig. Nach unserem Kampf hat er sie mir anvertraut, mit dem Wissen dass ich gegen dich und dem Rest deiner Familie kämpfen werde.“

„Wie schön für dich. Es bringt aber nichts, wenn du mich nicht treffen kannst!“ und Justus verschwand wieder aus ihrem Blickfeld.

Der Kampf gegen die Vampire geht nun in die finale Runde. Wer wird siegen und die Welt verändern?

Kapitel 133

Ich bin wiedergeboren und der Vampirkrieg? V

Justus und Sina kämpften mit ihren vergifteten Waffen. Justus hatte wegen der Giftaura leichte Probleme, während Sina es wie ein Junkie willkommen aufnimmt und dabei wie eine Verrückte lachte.

„Was ist los? Gefällt dir die Aura von meiner Waffe nicht?“ provoziert Sina den Vampir. Justus ließ einen Schwertsturm auf Sina fallen, den sie mit beiden Katanas blockierte, als am Ende Justus sie von sich wegtrat.

Sina flog mehrere Meter nach hinten und machte dann eine Salto Landung auf ihren Füßen. Als sie wieder nach Justus Ausschau hielt, hatte er einen großen Monsterstein in der Hand und legte ihn auf seine Waffe, die ihn auffraß.

„Das du mich zu diesem Schritt gezwungen hast… Er war eigentlich für meinen Vater gedacht, daher fühle dich geehrt, dass du meine neue Waffe erleben darfst!“ grinste Justus.

Sein Schwert wurde länger und auf seinem Rücken bildeten sich mehrere Stacheln, dabei produzierte es sogar mehr von seiner giftigen Flüssigkeit. Sobald diese den Boden berührten, entstanden immer sofort tiefe Löcher.

„Du willst einen Süchtigen mit einer stärkeren Dosis von Gift bekämpfen? Ich hatte dich für schlauer gehalten.“ höhnte Sina ihn, aber Justus grinste weiterhin.

„Abwarten!“ und Justus griff Sina wieder an. Die Heldin setzte ihre Fähigkeit „Schwertwirbel“ ein, aber Justus konnte ihre Fähigkeit problemlos parieren, dann passierte es…

Justus schaffte es, Sina in die Kniekehle zu treten, sodass sie gezwungen ist sich hin zu knien. Diese Chance nutze Justus und schlug mit Thorn nach Sina. Sie hobt Murtair zu ihrer Verteidigung hoch, damit sie es blockieren kann, aber…

Thorn zerschlug Murtair´s Klinge vom Griff ab und senkte sich tief in die Schulter von Sina, die auf einmal einen sehr erstaunten Blick bekam, nicht wegen der Verletzung, sondern das ihre Waffe zerstört wurde.

>Gift Resistenz: Level 10 erreicht <

>Lähmung Resistenz: Level 10 erreicht <

>Gift, Lähmung, Schlaf, Angst Resistenz kombinieren: <

>Zustandsveränderung Immunität erhalten <

Eine extrem starke Tötungsaura ging von Sina aus. Justus nahm sofort Abstand von ihr. Ihre Aura umfasste das komplette Schloss.

„Was… habt ihr getan?“ flüstert Sina mit einer Stimme, das Justus einen Schauder über den Rücken bekam. Sie hielt weiterhin den Griff von Murtair und schaute die Klinge auf dem Boden an.

„Scheinbar war dein dünnes Schwert wohl zu schwach gegen Thorn.“ höhnte Justus lachend und ignorierte die Gefahr von Sina.

„Es war… ein Geschenk von jemanden besonderen… Sein Lebenswerk…“ knurrte Sina und irgendwie gingen ihre langen schwarzen Haare hoch, als wären sie statisch geladen.

„Dann war er einfach nicht gut genu…. ARGH!“ wollte Justus sie weiter provozieren, als Sina auf einmal vor ihm stand und mit Giftklinge nach ihm schlug. Justus hat überhaupt nicht mitbekommen, das Sina sich bewegt hat und hielt seine Waffe zur Abwehr hoch, als auf einmal die kaputte Waffe in sein linkes Auge gerammt wurde samt Griff.

Ein Schrei ging durch das Schloss und dieser wurde sogar lauter, als Sina den Griff drehte. Die Abenteurer, die ihre Gegner besiegt haben, bekamen alle einen Schauder, wer diesen Schrei von sich gab.

„Nicht nur… das ich Murtair verloren habe… ich bin nun scheinbar komplett Immun gegen Gift geworden. Hast du damit nun dein Todesurteil eingeläutet? Hmm?“ fragte Sina den Vampir mit einer kalten Stimme.

Vor diesem Moment hatte Sina sich am meisten gefürchtet. Was passiert, wenn sie gegen Gifte immun wird? Kann sie weiterhin auf ihre Kaublätter hoffen oder wird sich ihr Körper nun wehren.

Justus schlug nach Sinas Hand, aber diese ließ den Griff von Murtair los und nahm Abstand von Justus, während die Waffe weiterhin im Gesicht steckte. Er zog sie sofort heraus und warf sie achtlos beiseite.

„Wie… kannst du es WAGEN?!“ brüllte Justus und griff Sina wieder an.

Acula wünschte sich nun, dass er dieses Spiel nicht gestartet hätte. Nichts wünschte er sich mehr als nun mit dieser Frau zu kämpfen… „Diese Aura von ihr… herrlich. Das brachte mein Blut wieder in Wallung!“ und lachte dabei.

Neia hatte es mit zwei Blutgolems zu tun, die sich nicht von ihrer Magie aufhalten lassen. Eis und Stein wurden sofort geschmolzen, Feuer und Wind zeigten keine Resultate. Fae lachte immer, als Neia ihre Magie gegen die Blutgolems einsetzte.

„Blutmagie spielt in einer anderen Liga. All das Blut hier habe ich von allen Lebewesen gesammelt und experimentiert. Um meine Blutgolems… zu besiegen müsstest ihr sie ebenso mit Blutmagie bekämpfen.“ grinste Fae.

„Oh ho ho, danke für die Ratschläge, aber ich bleibe lieber bei meiner Magie, sie entspricht wenigsten den Elementen der Welt.“ antwortet Neia ein bisschen gereizt.

„Chaossturm!“ und eine Golem wird von einer schwarzen Flamme umringt. Dieser fing an, um sich zu schlagen und wurde scheinbar immer kleiner, aber als der Angriff vorbei war, nahm er wieder seine ursprüngliche Größe an.

„Verstehe.“ grinste Neia nun und Fae hob eine Augenbraue. Neia beschwor mehrere Steinmauer hoch, damit die Golems mehr Zeit benötigten um zu der Magierin zu kommen. Die Golem schmolzen die Mauern weg und als die letzte Verteidigung gebrochen war, kam der Zauber von Neia.

„Chauskettenblitz!“ sprach die Magierin und zwischen den Golems sprangen vereinzelte kleine schwarze Blitze hin und her, bis es irgendwann ein großer Blitz wurde und dieser explodierte. Die Golems wurden immer kleiner und am Ende, bei der Explosion verschwanden sie komplett.

„Nein! Meine Golems!“ rief Fae erstaunt und nun lachte Neia. „Wie war es nochmal? Blutmagie ist irgendwas allmächtiges oder so?“

Fae knurrte und wollte den nächsten Zauber aktivieren, als sie und Neia die Tötungsaura abbekamen. Beide griffen sich gleichzeitig am Körper vor Angst und zittern… dann kam ein langer Schrei hinterher.

„Meine Güte… gehörte er etwa Sina?“ murmelt Neia zitternd. „Diese Stimme… Justus?!“ war Fae viel erstaunter. Auch wenn sie lange in ihrer Verbannung war, war Justus immer der Stärkste unter den Geschwistern gewesen.

Dann war es schon wieder vorbei. Die Magierinnen starrten sich an, Fae fing sich als erstes wieder ein und schnipste mit dem Finger. Mehrere Blutstachel schossen aus den blutenden Wänden auf Neia, die sofort wieder ihre Steinmauer zur Verteidigung hochzog.

„Es bringt nichts, wenn ich mich nur verteidige, ich muss irgendwie an die Frau ran kommen.“ dachte Neia und schoss einen Blitzstrahl aus ihrem Finger nach Fae. Diese hob ihre Hand hoch und eine Mauer aus Blut fing den Zauber ab.

„Wie lächerlich.“ höhnte Fae. Die Frau beschwor wieder ihre Blutgolems und diesmal waren es zehn.

„Irgendwie habe ich den Eindruck, dass nur eure Blutgolems eure stärkste Magie ist. Ihr macht euch nicht gerne die Hände schmutzig oder?“ provozierte Neia die Vampirin.

„Warum sollte ich auch? Dafür sind sie doch da oder?“ grinste Fae. „Solange dieses… Blut hier ist, habe ich nicht wirklich eine Chance gegen euch?“ fragte Neia.

„Das habt ihr aber sehr spät erkannt.“ lachte Fae und hat die Antwort für Neia geliefert. „Dann… wechseln wir doch einfach den Standort.“ lächelt Neia und teleportierte sich hinter Fae, die erstaunt ihren Kopf drehte.

Neia fasste sie an der Schulter an und teleportierte sich und Fae in die Eingangshalle. Der Magierin wurde sofort übel, aber sie ließ es nicht anmerken. „Nun sollte es besser gehen.“ grinste Neia und setzte Fae, die sich über ihre neue Situation noch nicht im klaren war, unter Strom.

Fae schrie laut auf und schlug nach Neia, die sich aber wieder wegteleporiert hatte. Die Vampirin qualmte leicht und wirkte sauer.

„Wie kannst du es wagen!“ fluchte Fae und zog einen Schwert aus ihrer Robe heraus. Dann fing sie an kurz zu murmeln und als sie fertig war, grinste sie Neia böse an.

„Du solltest dich nicht allzu sicher fühlen, nur weil wir woanders sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Blut hierher kommt.“ teilte Fae ihr Geheimnis und griff Neia an.

„Damit habe ich schon gerechnet, deswegen werde ich dich jetzt schnellstmöglich töten!“ sagte Neia und feuert mehrere unterschiedliche Magiearten auf Fae. Diesen wich sie alle geschmeidig aus und stand dann vor Neia zum Schlag erhoben.

„Eisblock!“ rief Neia und wurde in einem großen Eisblock geschützt, die Klinge prallte davon ab und Fae gab ein Knurren von sich.

Dann schnitt sie ihre eigene Hand mit dem Schwert auf und lege die blutige Hand auf die Fläche des Eisblockes, der sofort anfing zu schmelzen.

Neia legte sie ebenso und ein Lichtstrahl schoss heraus, der die Hand von Fae zerstörte. Sie schrie sofort auf und hielt ihren Armstumpf. Sie knurrte kurz und verwandelte sich in einen roten Nebel, der sich um den Eisblock legte und anfing überall zu schmelzen.

„Das meinten die Zwillinge, das Fae Blutmagie und Verwandlung kombinieren kann.“ überlegte Neia fieberhaft, um aus die Falle zu entkommen.

Die Magierin murmelte ein Zauberspruch, während das Eis immer dünner wurde, bis der Nebel einen Weg zu Neia gefunden hat.

„Windexplosion!“ rief Neia und alles um sie herum wird von ihr weg gepustet. Der Eisblock, was von ihm noch übrig war, zerfiel in viele kleine Splitter und der Nebel wird verteilt an die Decke geweht. Der rote Nebel flog auf die Terrasse zu, wo zuletzt der Schlossherr stand und verwandelte sich wieder zurück zu einer Frau.

„Du lästige kleine Göre!“ fluchte Fae, ihre Hand hat sich in der Zeit wieder vollständig geheilt. Neia wollte schon die nächsten Zauber gegen Fae einsetzen, als aus einem Gang… ein großer blutiger Schleim kam.

Fae lachte: „Das ist wohl nun dein Ende!“ und sprang in den Schleim rein. Fae war mitten im riesigen Schleim und es formte sich zu einem großen Golem mit einem Totenkopf und Flügel, aus seinem Mund kam Qualm raus.

Der Golem bewegte sich und Fae holte zu einen Angriff nach Neia aus, die sich aber rechtzeitig weg teleportierte. Der Bereich, wo Neia zuletzt stand, wurde zerstört und schmolz dahin. Die Magierin hat sich zur Eingangstür teleportiert und sah, wie Fae in ihrem Golem am Lachen war.

„Verdammt und zugenäht, ist das Blut lästig!“ fluchte Neia und überlegte, wie sie an Fae ran kam, dann fiel ihr eine Idee ein, durch das Gespräch, das sie mit Sina mal geführt hatte. Der Golem kam immer näher auf Neia zu und sie hielte ihre Hand wieder für einen Lichtstrahl bereit und murmelt ein paar Worte.

Als der Golem wieder zum Schlag ausholen wollte, beendet Neia ihren Zauber und Fae wurde vor die Magierin teleportiert. Sie reagierte erstaunt und der Golem fiel wieder in einem großen Schleim zusammen, in der Zeit aktivierte Neia den Lichtstrahl und schoss ihn durch den Brustkorb von Fae, deren Herz zerstört wurde.

„Nein…“ krächzte sie noch, aber erstaunlicher ist eher, dass sie nicht wie die anderen Vampire zu Staub oder Asche zerfiel, sondern zu einem blutigen matschigen Überrest. Der Blutschleim löste sich auf und gab einen starken Qualm von sich ab, es wurde immer kleiner bis es komplett verschwand.

Neia fiel auf ihre Knie und war außer Puste. „Nun bin ich wirklich froh, dass von ihrer Sorte so wenige gibt…“ murmelt Neia.

Acula hat den Kampf von Fae beobachtet und war froh, dass er endlich Fae los ist. „Schade, die Verbannung hat dir wohl mehr geschadet als gedacht. Egal, bin ich dich nun auch endlich los.“ kommentiert Acula grinsend über den Tod seiner Tochter und beobachtet nun noch zwei Kämpfe. Justus gegen Sina und Louis gegen Jasper.

Louis und Jasper kämpften schon eine Weile und machten keine Vorschritte. „Irgendwie… hatte ich mich euch schwerer vorgestellt.“ kommentiert Louis.

„Oh? Geht das schon wieder los? Was macht euch so sicher, dass ich mich zurückhalte?“ lästert Jasper, der nun zwei Äxte hielt und abwechselnd die Fähigkeit „Axtschlag“ auf Louis niederfallen ließ.

„Weil ihr bisher keinen Treffer gegen mich landen konntet, obwohl ihr angeblich den Titel Kampfmeister habt!“ antwortet Louis und Jasper hörte auf ihn anzugreifen.

„Ah… ich verstehe. Dann Entschuldigung, dass ich euch bisher beleidigt habe.“ meinte Jasper und nahm eine andere Kampfposition ein. Auf einmal stand Jasper neben Louis und schlug nach ihm. Damit hat Louis nicht gerechnet und versuchte zu blockieren, aber wird mit der doppelten Wucht der Äxte in eine Wand geschleudert.

„Hoffentlich ist es das, was ihr wolltet.“ grinste Jasper böse und Louis stand auf. „Weswegen dieses Spielchen…“ fragte Louis.

„Vermutlich weil ich mehr über euch herausfinden wollte? Nur weil Sina etwas schaffte, muss es nicht unbedingt auf euch ebenso zutreffen.“ überlegte Jasper laut und nahm ein Großschwert, während die Äxte in den Boden gerammt wurden.

„Sooft wie er seine Waffen wechselt kann man schlecht eine vernünftige Taktik aufbauen.“ kniff Louis seine Augen.

„Du hast auch bisher nicht deine Vorahnung eingesetzt oder?“ stellte Louis fest und Jasper nickte grinsend.

„Richtig, wofür Talente verschwenden, wenn es so offensichtlich ist, wohin ihr schlagen wollt. Mit euren Fähigkeiten dürftet ihr höchsten mit Tallon oder Warren mithalten, aber mit mir?“ lachte Jasper und ging zum Angriff über.

Wieder stand Jasper an der Seite und wollte Louis treffen, aber diesmal wich Louis dem Angriff aus und schlug nach der Hand von Jasper. Dieser lässt seine Waffe los und entkam so dem Angriff. Die Chance nutze der Schwertheilige und griff den unbewaffneten Jasper an, aber scheinbar setzt er nun seine Vorahnung ein und wich den Angriffen aus.

„Dafür, dass ihr meine Angriffe für offensichtlich haltet, greift ihr nun doch auf die Vorahnung zurück.“ merkte Louis an. Jasper gab ein Knurren von sich, als er nach Louis trat. Louis wich diesem Angriff ebenso aus und schlug nach dem Bein von Jasper. Diesmal konnte Jasper diesen Angriff nicht ausweichen und bekam eine tiefe Schnittwunde am Oberschenkel, was ihn laut aufschreien ließ.

Jasper nahm einen Speer zur Hand und schlug damit nach Louis, den er aber parierte und Abstand von dem Vampir nahm.

Der Schwertheilige merkte aber, das die Verletzung am Bein schon wieder verheilt ist. „Ich sollte beim nächsten Mal mit Sina sprechen, wie sie auf die Idee kam, das Jasper ein einfacher Gegner ist…“ dachte er.

Beide Kämpfer hielten sich im Auge und bereiteten ihren nächsten Zug vor, als eine Tötungsaura die beiden Männer erfasste. Sofort fingen beide an zu schwitzen, ließen aber ihre Kontrahenten nicht aus den Augen, dann kam ein lauter Schrei hierher und Jasper riss seine Augen erstaunt auf.

„Justus?!“ fluchte Jasper und dies gab Louis genau die Motivation, die er brauchte. „Scheinbar hat dein Bruder Sina als Gegnerin.“ kommentiert Louis und griff Jasper an. Dabei leuchtete seine Klinge in einem weißen Licht.

„Kein Wunder, wenn man bedenkt das Sina kein Mensch ist.“ grinste Jasper und Louis hörte auf, seine Fähigkeit zu laden. „Oh? Hat sie etwas ihre Rasse für sich behalten?“ lachte Jasper.

„Wie meinst du das? Der Schlossherr hat schon seine Andeutung gemacht!“ verlangte Louis zu wissen, aber es brachte den Vampir nur zum schmunzeln.

„Lass mich so fragen: Hat jemals ein „Mensch“ eine Götterbestie erlegt?“

„Ja, mit einem Dämonen zusammen.“

„Ah, diese Kamille… Nun, ich muss dich enttäuschen, aber diese Götterbestie wurde niemals getötet, sonst hätte jeder die Anzeige bekommen wie es bei Titanus der Fall war. Nein… Diese Götterbestie lebt noch und leckt sich vermutlich die Wunden.“

„Das soll ich ausgerechnet dir glauben, ein Massenmörder und Zerstörer vieler Städte?“

„Nun schmeichelst du mir. In der Tat habe ich… in der Vergangenheit viele Viecher getötet, das ist doch mein gutes Recht als stärkste Kreatur oder? Nun, lass uns weniger über die Vergangenheit reden sondern vielmehr, was deine Freundin Sina ist. Ich gebe dir einen guten Tipp. Es gibt nicht viele Rassen auf der Welt, die es mit Götterbestien aufnehmen können.“ grinste Jasper.

„ … Wisst ihr, am Anfang wollte ich es gerne wissen, denn ich selber habe meine Zweifel ob Sina ein Mensch ist, aber langsam interessiert es mich nicht mehr. Wenn sie mich in ihr Geheimnis einweiht, bin ich über ihr Vertrauen dankbar, wenn nicht, muss es wohl ein schwerwiegendes Geheimnis sein.“ kam Louis zum Entschluss.

„Oh ha ha HA HA HA. Ich wette mir dir um ein Königreich, sobald du ihr Geheimnis kennst, wirst du sie aufs Blut bekämpfen wollen. Es war schon immer in der Vergangenheit so gewesen, dass alle gegen eine Rasse gekämpft haben.“ deutete Jasper weitere Informationen an, aber Louis Schwert fing wieder an zu leuchten.

„Habe ich schon und dabei verloren. Nun ist sie meine lang gesuchte Rivalin und werde sie irgendwann in der Zukunft besiegen!“ lächelt Louis nun, während das Schwert immer stärker leuchtete.

„Was hast du vor?“ wundert sich der Vampir über die leuchtende Klinge und wechselt seinen Speer wieder mit zwei Schwertern. „Dich besiegen und mit den anderen wieder treffen!“ sagte Louis und stürmte auf Jasper nun zu.

„Im nächsten Leben vielleicht.“ sagte Jasper, als er hinter Louis stand und einen X in seinen Rücken schnitt. Louis schrie auf und wollte sich nach dem Vampir drehen, aber scheinbar geht Jasper nun aufs Ganzes und hält sich nicht mehr zurück. Er blockiert einen Angriff von Louis und schlug mit dem anderen Schwert eine weitere Verletzung an Louis, diesmal seitlich vom Bauch.

Louis verzog das Gesicht, aber ertrug es. Dann schlug es nach Jasper, der aber ausgewichen ist. Der Schwertheilige hat es schon geahnt, denn nun muss er gegen die Vorahnung des Vampirs kämpfen, dabei hielt er immer noch seine Fähigkeit bereit.

„Ich dachte, ihr wolltet mich besiegen? Scheinbar waren das nur leere Worte und ich werde diesen Kampf beenden und deine anderen Freunde aufsuchen.“ grinste Jasper. Der Vampir stand wieder vor Louis und trat das Schwert beiseite, gleichzeitig sticht Jasper mit beiden Schwertern in den Magen von Louis.

Sofort spuckte Louis Blut aus dem Mund und bekam schwarze Flecken vor den Augen, aber als hätte der letzte Satz von Jasper ihn vor der kommende Gefahr für seine Freunde gewarnt, nahm er alle Konzentration und ließ nun seine Fähigkeit frei.

„Hoffnungsvoller Schnitt!“ brüllte Louis und ließ die Fähigkeit nach Jasper frei. Der Vampir dachte, er hätte Louis den tödlichen Stoß verpasst, aber riss seine Augen erschrocken auf, als die mächtige Fähigkeit auf ihn fiel und er keine Chance hatte dieser auszuweichen, während er die Schwerter hielt.

Die Fähigkeit schlug Jasper schräg in zwei Hälften und zerstörte das Schloss hinter Jasper, die Fähigkeit hinterlässt eine Spur der Verwüstung, bis es nach draußen gelangte. Der Oberkörper war von Unterkörper getrennt, aber irgendwie hatte Jasper Glück im Unglück und dessen Herz war nicht beschädigt, aber hatte keine Mobilität mehr.

Die Schwerter im Louis Bauch zog er raus und musste sich alle Mühe geben, nicht laut aufzuschreien, dann warf er die Schwerter weg. Anschließend humpelt er auf den liegenden Jasper. „He… Glückwunsch… das habe ich… für meinen Hochmut… verdient…“ spuckte Jasper Blut aus dem Mund.

Der Schwertheilige hielt sein Schwert über das Herz von dem Vampir, als er scheinbar noch was fragen wollte. „Willst du immer noch nicht wissen, was Sina genau ist?“ und grinste dabei. Louis sah ihn an und schüttelt den Kopf, dann stach er zu. Jasper zerfiel zu Asche und Louis fiel auf seine Knie.

„Wie gesagt… vielleicht sollte ich aufhören Sina zu misstrauen und warten… bis sie es mir anvertraut.“ murmelt Louis.

Ein Glas Wein ging zu Bruch und der Vampirkönig ist nun sauer. „Alle meine Kinder haben verloren… bis auf Justus. Nicht das ich traurig darüber bin, aber warum? Selbst meine Zwillingstöchter leben noch und sie sind eigentlich der größte Fehlschlag meiner Kinder.“ knurrte Acula, als er den Tod von Jasper spürte.

„Nun denn, dann werde ich die Sieger doch gebührend empfangen.“ rieb sich der Schlossherr die Hände.

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