Sin Roswell

Web Novel Deutsch

Kapitel 154

Ich bin wiedergeboren und die Heldin Lara?

Sina und Lara saßen auf dem kaputten Sessel im Hintergarten und eine Stille war zwischen ihnen, nachdem Sina die Vampirin gefragt hatte, ob sie ein beschworener Held sei.

„Lass mich anders fragen. Was glaubst du bin ich?“ fragte Sina Lara. Sie schaute Sina und ihre Flügel an, bevor sie antwortet:

„Definitiv ein Dämon von der Rasse der Sukkuben.“ antwortet Lara.

„Das behältst du natürlich für dich und sagst es den anderen Vampiren ebenso weiter ok?“ befahl Sina und Lara nickte.

„Aber… eure Flügel, ich habe bisher noch keinen Dämon gesehen, der so riesige Flügel hat wie ihr Herrin.“

„Du kannst mich ruhig Sina nennen, wir sind unter uns und ich möchte dich in Ruhe befragen Lara. Man hat selten die Chance auf einen beschworenen Helden zu treffen.“

„ … Woher wusstet ihr das?“

„Lass mich ein bisschen zurückgehen. Ich… hatte diese Flügel nicht von Anfang an gehabt, sondern sah wirklich aus wie ein Mensch. Leider bin ich in Kontakt mit dem Vampirblut von Acula gekommen und das hat dazu geführt, dass ich diese Flügel und mein rotes Auge bekommen habe. Aus irgendeinem Grund kann ich mit diesem rotem Auge eure Aura sehen. Jeder hat seine eigene Farbe, so werde ich ihn in einer Menschenmenge oder so, sofort finden können.

Als ihr zu mir gekommen seid, unterschied sich deine von den anderen. Sie war kräftiger und heller, sogar intensiver als die von meinen Freunden, deswegen musstest du ja irgendwas besonderes sein.“

„ … “

„Du sagtest, du wärst vor 2000Jahren verwandelt worden, muss ich annehmen, dass du vermutlich derselbe Held bist, der auch die Barriere erschaffen hat oder?“

„Ihr seid sehr scharfsinnig, wenn ihr es aus so wenigen Informationen schlussfolgern könnt. *seufz* Es stimmt. Ich bin ein Held aus einer anderen Welt und ich bin auch derselbe Held, der eure Barriere erschaffen hat. Ich kann mich genau erinnern, als wäre es gestern passiert, als wir sie erschaffen haben… Scheinbar versagt aber nun die Magie, wenn ein Dämon in Alliancia nun rumläuft.“

„Puh, dann warst du es also, die vermutlich meinen Großvater getötet hat. Wobei… das war schon alles passiert, bevor ich geboren wurde, von daher egal.“

„Großvater? Ich habe viele Dämonen getötet, auch deren Generäle, aber…“

„Na? Könnt ihr erraten aus wessen Blutlinie ich abstamme?“ grinste Sina.

„Ihr wollt mich auf den Arm nehmen oder? Euer Großvater war niemand anderes als der Dämonenkönig?!“

„Wenn er mein Großvater war, denn mein Vater ist es definitiv.“

„ … Werdet ihr mich jetzt umbringen?“

„Huch? Wie kommst du darauf?“

„Eh?! Keine Rache oder so? Ich habe deine Familie getötet und den Dämonen einen Anführer genommen!“

„Nö? Warum sollte ich mich mit so was herumschlagen? Ich wusste ja nicht mal, dass ihr überhaupt noch am Leben seid. Da hat Acula ein schönes Spielzeug für sich gefangen.“

„Es war schrecklich. Endlich hatte ich meinen Frieden und man hat mir eine Hütte in den Wäldern zur Verfügung gestellt, bis Meister Acula vor meinem Haus stand. Er hat mich sofort zum Duell herausgefordert, aber… es war wie Tag und Nacht. Ich konnte den Dämonenkönig besiegen, der sich auf Feuermagie spezialisiert hatte, aber nicht Meister Acula.

Egal was ich getan habe, er ließ nie zu, dass ich ihn treffen konnte und hat mich immer nur leicht angegriffen. Ich dachte, dass ich sterben werde, aber… naja, nun bin ich hier…“

„Wie hat er dich denn dazu bekommen, das du eine Attentäterin wirst? Das ist doch ein krasser Widerspruch als Held.“

„Die… „Lehrer“ hatten ihre Methoden mich zu brechen und am einfachsten ist es, wenn man einen Vampir hungern lässt… Diese Schmerzen kann man nicht beschreiben, man muss es erleben und irgendwann… haben sie mich gebrochen und ich habe die Welt ausgeblendet…“

„Bis zu jenem Tag, als Acula gestorben ist?“

„Hmm… ich glaube, dass ich die Welt immer noch ausblende. Ich wurde zwar wach, als das Band zwischen mir und Meister Acula gerissen ist, aber ich hatte keine großen Hoffnungen gehabt, wenn eines seiner Kinder die Führung übernimmt. Sie waren alle Monster in Menschengestalt.“

„Und nun hast du mir deine Treue geschworen, ein Dämon, besser noch, die Tochter des Dämonenkönigs.“

„Ja… es ist wirklich eine Ironie des Schicksals, aber… ich glaube wirklich an das, was ihr uns gesagt habt. Normalerweise müsste ich euch widersprechen, denn ich kenne die Lügen der Dämonen, aber ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass ihr uns angelogen habt.“

„Würdest du mir glauben, dass die Dämonen einen Frieden mit den Völkern anstreben?“

„ … Sehr schwer. Ihr meint es ernst, aber ich habe den Eindruck, dass ein großes „Aber“ dahintersteckt.“

„Wenn wir uns besser vertrauen, werde ich dich in das Geheimnis einweihen. Noch ist unser Band zu frisch, als das ich solche schwerwiegenden Informationen weitergeben kann.“

„Natürlich He… Sina.“

„Wie lautet dein vollständiger Name?“

„Huch? Das hat mich noch niemand gefragt… Lara… Lara Schmitz.“

„Und aus welchem Teil der Welt kommst du?“

„ … Deutschland.“

„Oha? Und aus welchem Bundesland?“ fragte Sina weiter, aber Lara starrte sie an, als würde neben ihr ein Oger in Ballkleid sitzen.

„Sina… diese Fragen… bist du?“

„Was glaubst du denn, was ich bin?“ lächelt Sina sie an.

„Auch eine Person aus der anderen Welt. Nur die können wissen, was Nachnamen sowie die Ländernamen bedeuten. Aber… ihr seid doch ein Dämon?!“

„Es stimmt. Ich bin auch eine Person aus einer anderen Welt, aber im Gegensatz zu dir bin ich hier geboren. Ich bin in der alten Welt durch einen Blitzschlag gestorben und vermutlich hat der dunkle Gott meine Seele hierher verfrachtet, denn ich bin ebenso ein Held. Ein Held der Dämonen.“

„Aber… das gibt es doch nicht…“

„Und doch sitze ich hier und spreche mit einer anderen Person, die ebenso ein ähnliches Schicksal teilt wie ich. Aber im Gegensatz zu dir muss ich nicht den Dämonenkönig töten, weil er mein Vater ist.“ grinst Sina Lara an.

„Wie… heißt ihr und woher kommt ihr?“ fing Lara mit leuchtenden Augen an zu fragen.

„Ich komme ebenso aus Deutschland, NRW, aber… ich habe leider meinen Namen vergessen. Auch meine Familie oder ähnliches, alles weg. Nur das gesammelte Wissen aus der Welt ist mir noch im Kopf geblieben.“

„Du bist auch eine Deutsche? Dann…“

„Nun, wir könnten Schwestern sein, das würde die Ironie nochmal schön würzen.“

„Ich würde lieber bei Freunde bleiben, obwohl wir beide ja Monster sind.“ kichert Lara.

„Möchtest du bei mir wohnen? Ich habe genug freie Zimmer, in die du einziehen kannst, wenn deine Freunde in die anderen Häuser umgezogen sind.“

„Ich kann es immer noch nicht glauben, ein Dämon versucht uns Vampire in die Gesellschaft zu integrieren. Dann muss ich annehmen, das du es wirklich ernst meinst mit dem Frieden zwischen den Dämonen und Alliancia.“

„Ich meinte es auch ernst, aber wie gesagt, später. Natürlich darfst du auch Miete zahlen, so kostenlos bin ich wiederum auch nicht.“

„Deswegen sollen wir als Abenteurer arbeiten gehen, nun verstehe ich den Sinn dahinter. Schade das du nicht schon auf der Welt warst, als ich noch ein Mensch war, dann hätte dieser sinnlose Krieg nicht stattfinden müssen.“

„Nun, Kriege wird es immer geben und nur weil ich als Mensch aus einer anderen Welt stamme, heißt es nicht, dass ich um jeden Preis versuchen werde, den Frieden zu erhalten. Man muss auch gewisse Grenzen setzen.“

„Das kann ich verstehen, damit macht ihr auch einen glaubwürdigeren Eindruck.“

„Du sagtest, der Dämonenkönig sei ein Meister des Feuers gewesen? Müsstest du nicht dann eine hohe Feuerresistenz haben?“

„Level 8 um genau zu sagen. Es war schrecklich, die Burg stand am Ende unter Feuer. Aber beim dunklen Gott, ich war froh dass dein Großvater so eine hochmütige Person war. Du kannst dir nicht vorstellen, wie er ausgesehen hat, als ich ihn besiegt habe.“

„Doch kann ich, stell dir Acula vor, als ich ihn das erste Mal in den Bauch geschlagen habe und anschließend ihm einen German-Suplex verpasst habe.“

„Pfff. Damit hast du ihn bestimmt zum Staunen gebracht. Schade das ich den Kampf nicht gesehen habe.“ war Lara traurig, als auf einmal ein Bild vor ihr erschien.

„Illusion: Erinnerung.“ sagte Sina nur und zeigte den Kampf von Justus und dann Acula. Erstaunt sah Lara sich den Kampf an und als sie sah, wie Sina den Todesschlag von dem Mann abgefangen hat, fielen ihr doch Tränen vom Gesicht.

„Ein Dämon… rettet einen Mensch. Das… ich weiß nicht, inwiefern sich die Dämonen jetzt von den damaligen unterscheiden, aber sie hätten lachend zugeschaut, wie dein Freund gestorben wäre…“ murmelt Lara und schaute sich den Rest des Kampfes an.

„Du hast dich selbst geopfert?!“

„Nun, da war ich auch im Glauben, dass ich sterben werde und Acula definitiv mitnehmen wollte, aber meine Freunde haben mich irgendwie gerettet.“

„Wissen sie…“

„Sie wissen Bescheid und helfen mir sogar dabei. In den nächsten Tagen werden wir bekannt geben, dass ich ein verfluchter Mensch bin, damit ich weiterhin auf Alliancia arbeiten kann.“

„Dämonen und Menschen… ich glaube, ich wiederhole mich, aber ich brauche wohl ein bisschen Zeit, damit ich es verarbeiten kann. Bezüglich deines Zimmers würde ich dein Angebot schon annehmen, damit ich selber sehen kann, wie sich die Welt weiterentwickelt.“

„Das freut mich zu hören. Kannst du mir erzählen, wie du hierher beschworen wurdest?“

„Uh, lass mich nachdenken… Ich war alleine und irgendetwas hab ich gemacht, bis ich in eine leuchtende Kugel eingeschlossen wurde. Dann war ich in einer schwarzen Welt mit vielen Sternen und die Göttin stand vor mir, zumindest ihre Andeutungen, denn man konnte diese strahlende Gestalt nicht richtig anschauen.

Sie hat mich über diese Welt aufgeklärt und mir ihren Segen gegeben, den ich als Vampir leider verloren habe, aber die Spezialfähigkeit ist trotzdem erhalten geblieben. Dann wurde ich in ein Reich gesendet, die mich empfangen und direkt zur Kämpferin ausgebildet haben. Das Reich bestand früher aus Efrana sowie Osnain sowie ein Teil von Tuzato, aber irgendwie… ist es gesplittert. Aber als Attentäterin hat mich das nicht wirklich interessiert…

Den Rest kannst du dir dann ja vorstellen. Am Anfang hat es mich wirklich interessiert die Welt zu retten und so weiter, aber… es ist auch eine Welt, die dich zwingt dich zu ändern. Du kannst nicht allen das Leben retten und es gibt Menschen, Elfen oder sogar Zwerge, die dir Steine in den Weg legen.

Ich hatte auch die Idee gehabt, ob man nicht mit den Dämonen in Frieden leben könnte, aber… nachdem ich gesehen habe, was sie immer angerichtet haben und ich sogar ein paar Dämonen befragen konnte, hängt es alles von der Meinung des Dämonenkönigs ab und er würde eher sterben, als das er Frieden akzeptiert.“

„Stimmt, der Dämonenkönig ist der Mittelpunkt. Wenn er die Welt brennen sehen will, dann tun seine Untergebenen es auch. Wenn er Frieden haben will, dann werden sie ihr bestmögliches versuchen, dass es irgendwie Zustande kommt.“

„Und dein Vater wünscht es sich wirklich?“

„Zumindest hat er mir das gesagt und ich hatte zu diesem Zeitpunkt nicht das Gefühl gehabt, dass er gelogen hat. Was mich betrifft, ich ziehe den Frieden vor. Ich bin ehrlich, es gibt keinen wirklichen Unterschied zwischen den Dämonen und Alliancia, nur ihre Rasse halt. Beide Seiten können lachen und weinen, Ideen entwickeln und andere Dinge, so unterschiedlich sind sie am Ende nicht.“

„Vielleicht war es Schicksal, dass ich ein Vampir wurde. Ich wünsche mir wirklich nun zu sehen, ob ihr es schafft, was alle Generationen von beschworenen Helden nicht geschafft haben: Einen dauerhaften Frieden.“ lächelt Lara.

„Sina? Suki meint, dass wir nicht genug Decken haben und das Edwin ihr auf den Keks geht mit seinen Ratschlägen als Butler.“ kam Sherry aus dem Wohnzimmer.

„Ok, dann sollten wir mal reingehen und das Chaos wieder bereinigen. Übrigens, Lara wird jetzt bei uns wohnen.“ grinst Sina und weiht Sherry in ein Geheimnis ein, während Lara sich vor Sherry verbeugt.

„Huch? Dann muss sie ja wirklich was besonderes sein oder?“ staunt Sherry.

„Aber ja und ich glaube, das wir auch gute Freunde werden können.“ lächelt Sina und Lara lächelt ebenso.

Kapitel 153

Ich bin wiedergeboren und der nächste Clanführer?

Es vergingen mehrere Tage und die Reparaturen in der Villa wurden abgeschlossen. Mel hat sich in der Abenteuergilde angemeldet und wurde auch aufgenommen. Sie hatte Tio als Trainerin gehabt und als die… Übungshalle überall mit Schwertern voll gepickt war und es zu keinem Ende kam im Duell, hat Ascal sich eingemischt, das Mel bestanden hat und bitte hier nicht mehr üben soll!

„Ascal hat geweint, könnt ihr euch das vorstellen?“ „Dabei haben wir nichts anderes gemacht, als die Neulinge zu bewerten.“ wundern sich die Zwillingsvampire.

„Das ist kein Test mehr, wenn dabei die Halle draufgeht ihr Knallköpfe!“ kam die Antwort von Prashi. Louis und Prashi sind nun offiziell ein Paar geworden. Die meisten wussten es ja und nahmen es mehr oder weniger zur Kenntnis nur Louis wundert sich. „Warum überrascht sie das nicht?“

„Weil Prashi dir mehr oder weniger immer wieder ein Zeichen gegeben hat, dass du sie haben kannst, aber du warst ja ziemlich blind. Wir haben dir sogar mehrere Hinweise gegeben, aber da hast du dich ja so doof angestellt.“ kam die Antwort von Falko.

„Wie schön das ihr das geregelt habt.“ nahm Sherry Prashi bei den Händen. „Best friends forever.“ dachte Sina nur.

Kunz, Erilag, Onesta und Mariel verabschiedeten sich wieder. „Wir haben unseren Auftrag gemacht und erfüllt. Wenn ihr wieder Hilfe braucht, scheut euch nicht uns zu rufen.“ sagte Kunz grinsend.

„Das waren schon tolle Abende mit dir Thomddir, aber beim nächsten Armdrücken werde ich dich schlagen!“ meinte Erilag und beide Zwerge verabschiedeten sich nach zwergischer Art.

„Sherry du solltest überlegen, die Zauberbücher abzugeben und dir vielleicht dafür ein Zauberbuch für das Element Licht zu besorgen. Neia kennt vieles, aber nicht alles.“ machte Onesta Sherry einen Vorschlag und musste ihm zustimmen, dass es nicht verkehrt ist.

„Sina, egal was ist. Wenn du meine Hilfe, außer bei den extremen Sachen, brauchst, melde dich einfach ok?“ sagte Mariel es sehr ernst zu Sina und sie umarmten sich beide herzlich. Die Zimmer wurden wieder neu verteilt und jeder hatte seine Privatsphäre wieder.

Das Training mit Mel und Sina ging auch schon los. Damit Louis weiterhin in der Übungshalle mit den anderen Frauen üben kann, bat Sina die Elementarmagierin, dass sie einen großen Steinboden wie in einer Arena im Garten zaubern sollen.

Sina und Mel trugen beide einen weißen Taekwondo Anzug, wobei Sina leichte Probleme mit dem Oberteil hatte und ihre Brüste zeigte, aber das war kein Problem für sie.

Jedenfalls erklärte Sina, worum es bei dieser Kampfart ging und zeigte dies auch so. Das Wissen hatte sie aus einer Mangaserie. Aber scheinbar konnte sie es auch problemlos in dieser Welt umsetzten.

„Wer auch immer dieses System erschaffen hat, er hat meinen Dank!“ war der Gedanke von Sina. „Aber bevor ich dir diesen Kampfsport verinnerliche, sollten wir dafür sorgen, dass du Unbewaffnet Level 10 hast Mel.“ war das erste Ziel.

Beide übten gemeinsam und Mel konnte dank Sina tatsächlich in den ersten Tagen Level 3 erreichen. „Herrin, ich dachte, es dauert länger?“ wunderte sich Mel, aber Sina erklärte es ihr.

„Am Anfang geht es auch schnell, aber je höher dein Level ist, desto mehr muss du investieren bis zum nächsten Level. Deswegen rate ich dir, wenn du Aufträge annimmst, verlasse dich nicht auf deine Schwerter, sondern dass du deinen Körper als Waffe benutzt, speziell die Kicks, die du in der Zeit gelernt hast. Die Arme sorgen für die Balance oder Unterstützung.

Betrachte es als Versagen, wenn du mit einer Faust deinen Gegner tötest. Ich würde dir raten, dass du Monsternester aufsuchst, dort hast du schön viele Monster auf einem Haufen.“

Gesagt getan, Mel setzte die Lernstunden um und bekommt von Prashi genau diese Aufträge in der Zukunft. In der Zwischenzeit hat Sherry ihre Maße für die Füße und Beine abgenommen, damit Sina später Brandrulim aufsuchen kann. Aber im Moment noch muss sie warten, bis ihre Flügel bekannt geworden sind.

Bis es Abend wurde…

Die Abenteurer essen alle gemeinsam mit den Vampiren und unterhielten sich, als Suki etwas blass an der Tür stand und es unterbrechen mussteq.

„Herrin? Dort draußen sind etwa 21 Vampire die mit euch sowie Tio und Mio sprechen wollen.“ berichtet Suki. Die Zwillingsvampire schauten sich erstaunt an und dann Sina.

„Oh… da war ja was.“ kam es aus Christoper raus und bekam die Wut von Sina zu spüren. „Was hast du denn bitte nicht gesagt? Warte… du kannst es mir hinterher erklären, wir gehen erst mal die Herrschaften aufsuchen!“

Sina ging mit den Zwillingen gemeinsam raus und erkannte den Butler aus dem Schloss wieder, hinter ihm standen die anderen 20 Vampire in schwarzen Kutten.

Als Sina rauskam, musste jeder Vampir nach Luft schnappen, als sie ihre Flügel sahen, daran hat Sina nicht gedacht, aber nun ist es zu spät.

„Du? Dich hätte ich jetzt nicht erwartet.“ meinte Sina zum Butler. „Huch? Das ist ja Edwin.“ „Ein sehr alter Vampir, aber erschaffen.“ murmeln die Zwillinge hinter Sina.

„Seid gegrüßt Lady Sina, Lady Mio und Lady Tio. Ich… nehme an, ihr wurdet nicht von euren Freunden aufgeklärt?“ ignoriert Edwin die Flügel von Sina.

„Ist ihnen gerade eingefallen, leider. Da ihr ja friedlich hier seid, gehe ich mal nicht davon aus, dass ihr Probleme macht?“ Sina

„Nein Lady Sina, wir machen ihnen keine Probleme, das verspreche ich ihnen. Wir sind gekommen um Lady Tio und Lady Mio als neuen Clanführer zu begrüßen.“ Edwin.

„„EH?!““ Tio/Mio

„Eh… das müsst ihr mir jetzt aber erklären…“ Sina

„Wenn ein Clanführer stirbt, beerbt der nächste in der Linie diesen Rang. Im Fall von Meister Acula wäre es im Normalfall Lord Justus gewesen, aber bevor ich zu sehr ins Detail gehe… Alle Kinder bis auf Lady Tio und Lady Mio sind verstorben, so sind sie die letzten Träger des Clanführers.“ Edwin

„Ah… ok? Da die beiden momentan ihre Sprache verloren haben, spreche ich mal solange für sie. Was sollen sie denn als Clanführer tun? Sie haben doch keinerlei Erfahrung einen so großen Clan wie euch zu führen.“ Sina

„Leider… muss ich ihnen sagen, das wir der Rest des großen Clans sind.“ Edwin

„Huch? Ist denn was passiert? Wenn ich die Drohung von Acula richtig verstanden habe, hatte er genug Vampire um viele Städte angreifen zu lassen.“ Sina.

„Das ist auch richtig. Wir haben uns alle in Tuzato in einem speziellen Ort getroffen um uns darüber zu beraten, wie es weitergeht… nur hat irgendwer unseren Ort weitergegeben und die Armee von Tuzato hat uns angegriffen. Wir haben uns natürlich gewehrt, aber sie wussten alles über diesen Ort, was es zu wissen gab, sie waren also bestens vorbereitet.

Ich vermute, dass einer der anderen Clans ihnen die entsprechenden Hinweise gegeben hat, denn wir waren über 550 erschaffene Vampire. Leider muss ich sagen, dass viele von ihnen keine Kampferfahrung hatten, aber selbst dann wären sie immer noch stark genug gegen normale Soldaten, aber wie gesagt, unser Treffpunkt wurde zur Todesfalle für uns.

Meine Kameraden und ich sind geflüchtet und haben es auch irgendwie geschafft, aber wir müssen damit rechnen, das Tuzato ihre heiligen Krieger nach uns schickt, geheime Attentäter, die den Rest von uns umbringen sollen.

Wir waren einst der stärkste Clan, nun sind wir der Schwächste geworden, so traurig es leider ist, aber daran können wir leider nichts ändern.“ Edwin

„Verstehe… welch eine Ironie. Nun seid ihr hier und… was genau erwartet ihr von den Zwillingen? Wie gesagt, sie haben keine Erfahrung. Sie leben momentan bei mir und arbeiten in der Abenteuergilde, so was wie einen Vampirclan zu führen, war nicht wirklich im Plan vorgesehen.“ Sina

„Das… ist uns bewusst. Euer Freund hat uns berichtet, das Lady Mio und Lady Tio euch die Treue geschworen haben?“ Edwin und die Zwillinge nickten.

„Genau, wir haben es ihr geschworen!“ „Und werden alles tun, was sie uns befielt!“ Mio/Tio

„Dann ist es gut.“ Edwin.

„Inwiefern?!“ Sina

„Dann seid ihr unser Clanführer Lady Sina. Indem Lady Tio und Lady Mio euch die Treue geschworen haben, haben sie euch als Anführerin akzeptiert und das betrifft uns dann ebenso.“ sagte Edwin und alle Vampire knieten vor Sina.

„Ihr wollt mich doch verarschen oder?“ wirkte Sina sehr sehr gereizt, es fehlt nicht mehr viel und ihr Geduldsfaden reißt.

„Mitnichten Lady Sina, wir meinen das vollkommen ernst. Wir haben das sehr ausführlich besprochen und sind zum Schluss gekommen, dass wir Lady Mio und Lady Tio´s Urteil vertrauen müssen als sie euch ihren Eid gegeben haben.“ Edwin

„Beim dunklen Gott, was soll ich denn mit euch machen?! Es ist eine Sache als Reichskanzlerin zu arbeiten, aber Vampire? Ihr braucht doch Blut und alles.“ Sina

„Nun, wir können uns selbstständig versorgen, aber… wir haben die Regeln gehört von Lady Mio und Lady Tio und dies dürfte bei uns leicht zu Problemen kommen, deswegen ist es besser, wenn ihr uns klare Anweisungen gebt, wie wir in Zukunft agieren sollen.“ meinte Edwin.

Sina schaute sich alle Vampire an, aber konnte nichts wirklich erkennen… bis auf einen Vampir. Mit ihrem roten Auge strahlte ein Vampir eine sehr große und helle Aura aus und Sina wundert sich ein bisschen.

„Ihr werdet alles tun, was ich euch sage oder?“ fragte Sina und Edwin nickte. „Das ist richtig, Lady Sina.“

Die Dämonin schloss ihre Augen und atmete mehrmals tief ein und aus. „Herrin? Geht es euch nicht gut?“ „Genau, normalerweise würdet ihr sie doch eher raus werfen.“ murmeln die Zwillinge hinter ihr.

„Meine lieben Kinder… Natürlich könnte ich das, aber dann rechne ich mit einem leichten Chaos in der Stadt und auf das kann ich gut verzichten.“ kommentiert Sina es mit geschlossenen Augen.

„Sagt… was sind denn eigentlich eure Talente? Wegen eurer Kutten kann ich es nicht mal erahnen.“ fragte Sina. Heimlich haben die anderen Abenteurer an der Seite der Villa Stellung bezogen und schauen sich das Spektakel an.

„Die Damen und Herren hinter mir sind eine Spezialeinheit, die sich auf Kämpfen, Sabotieren, Attentate sowie Informationsbeschaffung spezialisiert haben.“ erklärt Edwin.

„Und warum sticht einer mehr hervor als die anderen?“ wundert Sina sich.

„Ich… verstehe nicht? Es sind alles erschaffene Vampire vom Meister Acula.“ wirkte Edwin sehr verwirrt. Sina ging zu dem Vampir hin, den sie nicht aus dem Auge gelassen hatte. Der Vampir war noch immer in seiner Kutte und kniete.

„Wer bist du?“ fragte Sina direkt und eine weibliche Stimme meldet sich. „Mein Name ist Lara.“ stellte sich die Frau vor.

„Steh mal bitte auf und nimm deine Kutte runter, ich würde dich gerne sehen.“ befahl Sina und Lara machte es. Lara zeigte die typischen Merkmale eines Vampirs, hatte ansonsten kurze weiße Haare, eine Stupsnase und hatte eine hohe Stirn, war aber ein Kopf kleiner als Sina.

„Du warst ein Mensch oder?“ fragte Sina sie. „Das… ist richtig. Vor etwa 2000 Jahren wurde ich von Meister Acula gejagt und zum Vampir verwandelt.“ nickte Lara.

„Du bist aber kein normaler Mensch gewesen oder?“ hakte Sina weiter nach und Lara riss erstaunt ihre Augen auf. „Wie… kommt ihr darauf?“ wurde Lara leicht unsicher.

„Bevor ich deine Frage beantworte, werde ich euch die Regeln erklären, wie der Laden nun funktioniert und Edwin wird es kontrollieren, dass ihr euch daran haltet. Wer sich nicht daran halten wird, den werde ich persönlich jagen und töten! Habe ich mich klar und deutlich ausgesprochen?“ rief Sina und alle Vampire standen auf und machten einen vampirischen Salut.

„Erste Regel, ihr werdet keinen Menschen, Zwerg, Elf oder Tiermensch angreifen, es sei denn, ihr werdet angegriffen und müsst euch verteidigen, wenn ihr nicht flüchten könnt!

Zweite Regel, ihr werdet niemanden zum Vampir verwandeln, egal was dieser euch anbietet!

Dritte Regel, ihr werdet alle Abenteurer und lasst euch in die Gesellschaft integrieren. Mio und Tio werden euch in dieser Beziehung weiterhelfen sowie die Abenteurer in der Gilde. Für heute Nacht könnt ihr alle in meiner Villa schlafen, aber ich werde euch direkt morgen ein Haus besorgen, wo ihr fortan leben werdet.

Vierte Regel, wenn ihr Blut benötigt, nehmt ihr als Abenteurer bestimmte Aufträge an, wo ihr Menschen oder ähnliches jagen müsst. An ihnen könnt ihr euch vergnügen. Es ist natürlich euch auch frei erlaubt, Blut von Menschen zu trinken, die es euch anbieten oder verkaufen.

Fünfte Regel, seid immer bereit, wenn ich eure speziellen Talente in Anspruch nehmen werde, zu jederzeit.

Wer ein Problem mit diesen Regeln hat, darf gerne vortreten, aber dann töte ich ihn sofort, denn wenn ich von euch zum Clanführer gezwungen werde, dann müsst ihr damit Leben, wie ich es für richtig halte.

Ihr wart alle Menschen gewesen, dann dürfte eine Integration in die normale Zivilisation kein Problem sein. Was ihr in der Vergangenheit als Vampir auch gemacht habt, interessiert mich nicht. Ich biete euch allen einen Neuanfang an, eine zweite Chance, nun müsst ihr euch entscheiden, ob ihr es auch wollt.“

Die Vampire haben alle ihre Kutten heruntergenommen und Sina konnte sich ihre Gesichter genauer anschauen. Aber mit ihrer Rede und den Regeln hat Sina alle in ihren Bann geschlagen. Die Vampire schauten sich alle gegenseitig und dann Edwin an, der leicht nasse Augen hatte.

„Ihr… wollt uns wirklich in die Gesellschaft integrieren wie Lady Tio und Lady Mio? Diese Damen und Herren haben mehr Leben zerstört, als sie zählen können. Sie sind nicht so stark wie die Einheit des Vampir Kain, aber trotzdem… es klebt soviel Blut an ihnen und auch an mir, dass… wir uns als Monster betrachten müssen.“ war Edwin gerührt.

„Dann verzeihe ich euch eure Taten, denn ihr habt sie im Namen von Acula umgesetzt. Es kann sein, dass ihr ab und zu mal eure Hände auch bei mir schmutzig machen müsst, aber nicht im extremen Maße wie bei eurem alten Herrn.

Und ja, ich habe mit Tio und Mio das Projekt gestartet, warum sollte es mit euch nicht ebenso klappen? Wenn es schief geht, werden die Zwillinge frühzeitig eingreifen und versuchen zu schlichten, denn dazu wurden sie ausgebildet.

Letztendlich ist es eine Frage des Willens. Seid ihr, wenn euch Schuldgefühle plagen, seid ihr gewillt euch selber zu verzeihen und einen Neustart zu versuchen? Ihr wurdet alle gegen euren Willen zum Vampir gemacht oder? Ich biete euch eine offene Hand an, ihr müsst sie nur ergreifen!

Ich verlange nur, dass ihr meine Befehle achtet sowie mir eure Treue schwört!“ hielt Sina ihre Rede. Die Vampire fingen alle an zu weinen bei der Rede. Alle knieten sich vor Sina hin und schwören nacheinander ihre Eide zu Sina als neuen Clanführer.

„Es ist erschreckend wie Sina es schafft, die Masse zur Loyalität auf freiwilliger Basis zu beschwören.“ murmelt Christoper und die anderen mussten ihm zustimmen. „Vor allem… ohne Gewalt… naja, eine Drohung war drin, aber darauf ist sie ja nicht herumgeritten.“ flüstert Neia.

„Das ist meine Freundin.“ strahlt Sherry und Mel sowie Suki stimmten ihr zu.

Als die Vampire mit ihren Eiden fertig waren, sagte Sina nur: „Ok, lasst euch von Mio und Tio ins Haus führen und Suki schaut, wo ihr überall schlafen könnt. Es wird ein bisschen eng werden, aber ertragt es bis morgen. Lara, mir dir möchte ich noch alleine sprechen.“

Die Vampire standen wieder alle auf und werden von Mio und Tio empfangen, dabei kam Suki aus der Ecke raus gerannt und half ihnen. „Die anderen Lauscher dürfen ebenso gehen.“ rief Sina laut genug. Sie hörte ein leises Geraschel und nun war sie endlich mit Lara allein, die Sina ängstlich anschaut.

„Lara, kann es sein, dass du ein beschworener Held bist?“

Kapitel 152

Ich bin wiedergeboren und die nächsten Probleme? Wie viele noch?

Am Abend kamen Tio und Mio mit Prashi zurück und lernten die neue Mel kennen. „Himmel, was stimmt mit deinen Werten nicht?!“ „Du könntest uns echte Schwierigkeiten machen!“ staunten die Zwillinge nicht schlecht.

„Du siehst… schön aus.“ kommentierte Prashi, als sie Mel komplett anschaute. „Und du bist nicht mehr… an diesen Ort gebunden?“

„Eh?“ dachte jetzt jeder. „Da hilft nur eins, raus mit dir!“ schnappte Suki eine Hand von Mel und gingen beide nach draußen.

„Das kann ein bisschen dauern, bis sie wieder zurückkommen.“ kommentiert Sina nur. „Wir müssen uns mal über Übungsklamotten unterhalten Sherry.“ meinte Sina noch und nahm Sherry mit in ihr Zimmer. Dort diskutierten sie, wie Sina sich das Training mit Mel vorstellt und welche Kleidung sie dafür herstellen sollte.

Inzwischen…

„Wenn wir zurückgehen sollen, sag einfach Bescheid ok Mel?“ sagte Suki zu ihrer Freundin, während sie weiter in der Stadt herumliefen.

„Du machst dir zu viele Gedanken! Ich… habe dieses Ziehen im Körper nicht. Ich bin wirklich frei!“ strahlte Mel, während sie alles in der Stadt in sich aufsaugte.

Erst ist Suki mit Mel nur um die Mauer der Villa gegangen aber dann gingen beide Damen immer weiter weg von der Villa.

Irgendwann fiel ihnen auf, dass sie auf der anderen Seite der Stadt waren und sich wieder auf den Rückweg machten. „Dann war es doch kein Fehler gewesen von Christoper. Du darfst ihm nicht die Schuld dafür geben, er wusste es ja auch nicht.“ meinte Suki auf einmal.

„Ich bleibe trotzdem noch eine Weile sauer auf ihn, so bin ich nun mal. Aber an dem Deal werde ich mich schon halten.“ antwortet Mel dann darauf.

Sie liefen noch ein Weilchen bis Suki Mel fragte: „Darf ich dir eine ganz persönliche Frage stellen?“ Verwundert schaut Mel sie an und nickte.

„Wie bist du gestorben?“

„ … Meine Familie hatte ein gutes Vermögen gehabt und viele Kontakte, was leider dazu führte, dass man auch viele Feinde hatte. Meine Mutter war eine Kämpferin und konnte sich selber verteidigen, aber irgendwann fehlte ihr die Kraft, immer wieder gegen die Meuchelmörder zu kämpfen, die man uns nicht selten geschickt hat. Nicht so extrem wie wir es haben sondern größere Pausen dazwischen.

Irgendwann hat mein Vater angefangen sich komisch zu verhalten. Weder ich noch meine Mutter konnten uns sein Verhalten erklären, es lief eigentlich alles so wie immer… bis Vater komplett durchgedreht ist und meine Mutter im Schlaf getötet hat.

Ich… war damals noch in meinem Zimmer und habe es nicht gemerkt, als Vater blutverschmiert in mein Zimmer kam mit einem großen Schwert… Das schlimmste war sein Gesicht gewesen. Er starrte mich an und hat mich nicht als seine Tochter erkannt.

„Du bist auch ein Vieh und Vieh gehört nicht in mein Haus!“ lachte er gackernd und stürmte auf mich zu. Ich versuchte ihm zu entkommen und schaffte es, aus dem Zimmer zu entkommen, als… ich Mutter zerstückelt im Flur liegen sah.

Dann war es zu spät. Er durchschlug mit dem Schwert meinen Bauch und ich fiel die Treppe runter, die mein Genick gebrochen hat. Meine letzten Gedanken waren nur… das ich ihn heimsuchen werde, egal wie.

Ich… weiß nicht was und wann genau es passierte, aber irgendwann wachte ich in meinem Zimmer auf und dachte, es wäre alles nur ein böser Traum gewesen, bis ich in den Spiegel geschaut habe. Zuerst war ich geschockt als ich gemerkt habe das es doch kein Traum war. Nachdem… ich mich an meinen Zustand gewöhnt hatte, suchte ich sofort nach meinem Mörder und fand ihn auch…

Gefesselt an seinem Bett und wild lachend, während ein Arzt bei ihm stand. „Es dürfte nicht mehr lange dauern und sein Gehirn dürfte komplett zerfressen sein. „Syphilis“ welch eine schreckliche Krankheit… Seine Ehefrau hatte diese Krankheit nicht gehabt, also muss er es woanders bekommen haben.“

Nicht nur das er mich und Mutter umgebracht hat, er ist auch fremdgegangen. Dann hat ihn diese Krankheit zu dem gemacht, was er wurde. In meiner Wut brachte ich sofort alle Personen in der Villa um und zuletzt meinen Vater.

Ich habe ihn direkt angeschaut, aber… er lachte nur und hat mich immer noch nicht erkannt, also habe ich ihn ebenso getötet. Wer auch immer dafür gesorgt hat was in der Villa passierte, es wurde nie wirklich publik gemacht, nur das ein Geist dort spuckte.

Zuerst habe ich mich gefreut. Langes Leben, schwer zu töten und mich an meinem Mörder gerächt aber… ich konnte die Villa nicht verlassen, es war mein neues Gefängnis. Ich dachte, irgendwie wird es schon klappen…

Bis die ersten Priester kamen und versuchten, mich zu töten. Ich habe mich natürlich gewehrt und es war eine willkommene Ablenkung für mich gewesen, aber was mich innerlich zerrissen hat war die Einsamkeit…

Bis die Herrin kam und den Rest kennst du ja.“ erzählt Mel traurig ihre Vergangenheit. Suki umarmte sie auf einmal und musste ein paar Tränen vergießen. „Das… tut mir wirklich so leid für dich…“

„Das muss es nicht. Du kannst doch nichts dafür. Ich muss damit leben und… nun… dank der Herrin, ging es mir immer besser, bis… ich diesen Körper bekommen habe…“ wurde Mel immer leiser.

„Aber Mel, gerade wegen diesem Körper hast du nun mehr Möglichkeiten im Leben! Konntest du in deinem vergangen Leben kämpfen oder konntest du all diese Dinge überstehen, wie in letzter Zeit? Du brauchst es mir nicht zu sagen, ich sehe es in deinen Augen. Ich… weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, aber ich bin einfach glücklich, dass man dir die Chance gewährt, verstehst du das?

Du kannst jetzt die Welt sehen, du kannst jetzt lachen und richtig weinen. Ok, du hast als… hmm Puppe? nicht den kompletten Körper einer Frau was mir egal ist, aber… du kannst dich sogar in jemanden verlieben oder so.“

„Beim dunklen Gott, nun übertreibt es mal nicht. Ja, ich freue mich auch, nur gebt mir die Zeit es auch zu verstehen. Ich war nun über 200Jahre ein Geist gewesen, so schnell kann ich mich nicht umgewöhnen. Aber Liebe? Das muss schon ein wirklich sehr schräger Vogel sein, dass er mich so akzeptiert, wie ich bin.“

„Die Welt ist groß Mel. Schau dir die Herrin und Sherry an. Sie versuchen es ja scheinbar auch, obwohl es ungewöhnlich ist. Gib nicht die Hoffnung auf. Erst mal musst du deine Schulden abarbeiten.“ kichert Suki.

„Ah… da war ja was…“

Inzwischen:

„Wo ist eigentlich Louis?“ fragte Prashi Falko und Christoper als sie die beide auf der Terrasse vorfand.

„Er dürfte im Keller seine Übungen machen. Er wirkte etwas niedergeschlagen, als Mel ihn einfach so um sich werfen konnte.“ erklärt Falko und Christoper nickte stumm, als hätte er seine eigenen Gedanken.

„Ah, dann ist er bestimmt allein!“ freute sich Prashi und ging wieder in die Villa. „Was meinst du Christ, wollen wir lauschen gehen? Vielleicht lenkt dich das ein „bisschen“ ab.“ schlug Falko vor.

„Hmm, warum nicht.“ murmelt Christoper und stand ebenso auf.

Prashi fand Louis tatsächlich allein mit nackten verschwitzen Oberkörper und sah eine große Narbe.

„Hmm… ist die Narbe von Sina aus dem Turnier?“ grüßte Prashi den Schwertheiligen. Louis dreht seinen Kopf und nickte. „Das ist richtig. Christ hat mir ein Mittel auf die Wunde gestreut, damit die Blutung gestoppt werden konnte.“

„Tut die Narbe dir weh?“

„Am Anfang ja, aber es wurde immer besser, bis ich sie nicht mehr spürte. Es wird mich immer daran erinnern, dass es Gegner auf der Welt gibt, die stärker sind als ich. Natürlich ist Sina eine Freundin, aber auch zugleich eine Rivalin. Ich glaube, wenn ich es irgendwie… schaffe, meine Schwerttechniken zu verbessern, dann kann ich es auch mit ihr aufnehmen.

Es war frustrierend gewesen, dass ich gegen den Vampirkönig nichts ausrichten konnte, denn sein Sohn hatte ja auch diese Stärke gehabt. Dann gibt es noch die anderen Vampirclans und wenn die ebenso einen Vampirkönig haben wie Acula, dann gibt es noch genug starke Feinde auf der Welt, denen ich nicht gewachsen bin.

Deswegen werde ich weiter üben und demnächst ein paar SSS-Aufträge machen, damit ich es bei den Monstern sehen kann, ob ich Fortschritte mache.“

„Du machst dir richtig Gedanken über deine Zukunft oder?“ kam Prashi ein bisschen näher auf Louis zu.

„Richtig. Ich denke auch an Alliancia, wenn die Dämonen kommen. Nicht das wir Abenteurer in den Krieg gezogen werden, aber wenn wir ein paar Aufträge bekommen? Ich möchte einfach nur vorbereitet sein.“ nickte Louis.

„Ich… habe dir ja versprochen, dass ich dir was wichtiges sagen muss. Ich kann Sherry ja nicht alleine den Schritt machen lassen, den sie schon gemacht hat.“

Louis sagte nichts, aber schaut Prashi nur an und wartet ahnungslos.

„Himmel, normalerweise macht man es eigentlich umgekehrt, aber egal… Louis? Ich habe mich in dich verliebt.“

Der Schwertheilige sagte immer noch nichts, scheinbar wartet er… auf irgendetwas, aber die Erkenntnis sah man nicht unbedingt auf seinem Gesicht. Prashi hat es geahnt und seufzt.

„Als ich dich das erste Mal gesehen habe, dachte ich mir nicht viel dabei. Du warst ein Abenteurer wie jeder andere. Anwesend und dann wieder weg.

Nun lebst du hier in der Villa und ich durfte dich ein bisschen näher kennenlernen und musste feststellen, dass du ein sehr interessanter Mann bist. Du bildest andere Frauen im Kämpfen aus, da fing mein Interesse schon für dich an.

Dann kam der Vorfall mit dem Vampir Justus. Ich dachte, dass ich wirklich sterben werde, als du mich dann gerettet hast und erst da habe ich mich richtig in dich verliebt. Ich habe angefangen, soviel wie möglich über dich zu lernen, aber irgendwie… endete das immer, dass du dich nur für deine Schwerttechniken und ähnliches interessierst.“

Das Schweigen zwischen den beiden war ohrenbetäubend, Falko und Christoper auf der Treppe haben dies schon geahnt.

„Sag, bist du dumm oder so? Ich habe dir gerade ein Geständnis gemacht, das du mir wichtig bist und du stehst da wie eine Statue und sagst nichts.“ kam der Kommentar von Prashi. Die beiden Lauscher mussten auf einmal schlucken.

„Es… tut mir leid. Ich hatte diese Art von Gesprächen schon öfters, aber irgendwie sind die Frauen danach immer gegangen und ich wurde trotzdem nicht schlauer daraus.“ antwortet Louis nur.

„Das dachte ich mir schon…“ und Prashi küsste Louis nun. Der Schwertheilige risst erstaunt die Augen auf und sein Herz fing an zu rasen. Falko und Christoper staunten ebenso über die Initiative von Prashi.

Dann ließ Prashi von Louis ab und schaute ihn mit nassen Augen an. „Und? Wie war der Kuss? Hat sich irgendetwas bei dir… geändert?“ fragte Prashi vorsichtig, denn der Kuss war die einzige Möglichkeit gewesen, wie sie ihn erreichen konnte.

„Erm… ja… glaube schon?“

„Du glaubst?“

„Mein Herz fing an zu rasen… Ist das normal?“ fragte Louis und hatte ein rotes Gesicht.

„Ja du Knalltüte, dass heißt, dass du dich auch verliebt hast!“ und Prashi küsste ihn wieder und ignorierte seinen verschwitzten Oberkörper. Diesmal umarmte Prashi ihn… und er umgekehrt auch!

Die Lauscher haben die Treppe heimlich verlassen und waren wieder auf der Terrasse und schauten in den Himmel.

„Puh, ich dachte schon das Louis als ewiger Junggeselle sterben wird.“ murmelt Falko, während Christoper ihm zustimmte.

„Stimmt und Prashi wird vermutlich das Sagen in der Beziehung haben, was auch besser ist.“ murmelt Christoper zurück.

„Bleibt jetzt nur das neue Problem namens Christoper.“ kommentiert Falko grinsend.

„Du kannst mich auch mal.“

Kapitel 151

Ich bin wiedergeboren und die nächsten Probleme?

Christoper wurde noch von Melaine und Neia geschnappt und woanders hin gebracht, aber man konnte die Schimpftirade trotzdem ziemlich gut hören. Mel wurde von Sina getröstet und bekam von Sherry ein normales Kleid, damit sie nicht weiter nackt rumläuft.

Suki gab nur einen lauten Seufzer von sich, als sie das ganze Chaos in der Villa sieht. Als Mel sich meldet: „Ich… weiß nicht warum, aber meine Kräfte habe ich trotzdem, daher werde ich dir beim aufräumen helfen!“

Suki und Mel gingen in die Villa, als Sherry sich neben Sina setzte und ihren Kopf auf Sinas Schulter legte.

„Meinst du… Mel wird sich an diesen neuen Zustand gewöhnen?“ fragte Sherry etwas müde. „Das muss sie. Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet, das Christoper so einen Homunkulus hatte. Ich frage mich, was wir wegen diesem Kerl noch alles erleben werden.“ schmunzelt Sina.

„Wie stark würdest du sie einschätzen?“ kam Louis ins Gespräch. „Nun… sie hat dich, die Zwerge und Neia sowie Falco umgehauen, was würdest du sagen?“ grinst Sina ihn an.

„Hm… Geistermagie und einen starken Körper. Sie dürfte ein ziemlich furchterregender Kämpfer werden, vor allem, wenn sie ihre vielen Schwerter benutzt. Wäre sie ein Monster, definitiv zwischen SS und SSS.“ beantwortet Louis seine Frage selber.

„Sie bräuchte nur eine Augenmaske oder so. Der Rest ist eigentlich in Ordnung. Nichts gegen ihre Augen, aber es würde mich nicht wundern, wenn einige… davon wahnsinnig werden.“ überlegte Sina laut.

Am Abend haben Suki und Mel mit zusätzlicher Hilfe der Abenteurer ohne Sina es geschafft, die Villa aufzuräumen. Die größten Schäden müssen wieder die Handwerker beheben, vor allem, als Sina das große Loch in der Küche sah.

„Ernsthaft, wie sauer warst du eigentlich?!“ fragte Sina Mel, die ihren Kopf wegdrehte. „Ich… kann mich nur entschuldigen.“ murmelt Mel vor sich hin.

Später standen Sina, Suki, Sherry mit Mel, Melaine, Neia und einem niedergeschlagenen Christoper, mit großen Handabdruck im Gesicht, um einen großen Tisch im Wohnzimmer. Der Sessel ist immer noch im Garten und Suki hat versprochen, neue Möbel zu organisieren.

„Also, damit Mel… einen guten Start als Abenteurerin hat, bekommt sie von mir einen Ring der Leere, eine komplette schwarze Lederrüstung mit mehreren Taschen sowie eine Maske der Verwandlung.

Der Ring der Leere erlaubt dir unbegrenzte Lagerung aller Gegenstände. Du brauchst ihn dir nur über den Finger zu ziehen und er passt sich selber an.

Ich kenne deinen Kampfstil nicht genau… normalerweise warst du ein Geist und die Aktion von heute zeigte nur, dass du eine unheimliche Kraft hast. Magie die auf dich… nicht wirklich wirkt, wenn ich an den Eiszauber denke. Daher gebe ich dir die Lederrüstung, damit du deine Bewegungsfreiheit hast. Ich glaube, eine Kettenrüstung oder Plattenrüstung… wirst du nicht wirklich brauchen. Die Liebesfaust von Sina hat auch keinen Kratzer bei dir angerichtet. Das zeigt aber auch, wie widerstandsfest dein neuer Körper ist.

Die Lederrüstung hat viele Taschen, die du… mit vielen Messern oder ähnlichem füllen kannst, denn es scheint ja irgendwie dein Kampfstil zu sein, Gegenstände schweben zu lassen und auf den Feind als Geschoss zu benutzen.

Und als letztes die Maske der Verwandlung. Momentan sieht sie ziemlich… normal aus, so würde ich es beschreiben. Sobald du sie trägst, passt sie sich so an, wie du es dir vorstellst und nur du selber kannst sie abnehmen. Du brauchst keine Schnur für die Maske, sie… saugt sich selbst an dein Gesicht magisch fest. Zusätzlich erhöht sie leicht deine magische Kraft, solange du sie trägst.

Wegen deiner Waffe… habe ich echt keine Ahnung?“ beendet Christoper seine Erklärung.

Mel nickte und schaute Christoper immer wieder böse an, verziehen hat sie es ihm scheinbar immer noch nicht und es wird vermutlich noch eine Weile dauern. „Es ist zumindest ein guter Anfang und Waffen brauche ich keine. Ich benutze einfach alle Waffen die ich finde und von den Meuchelmördern bekomme.“

„Hmm was mir da einfällt, aber brauchst du eigentlich Schlaf, Essen oder irgendwas in der Form?“ überlegte Melaine laut.

„Nö, das braucht sie nicht.“ beantwortet Sina die Frage. „Aber ich finde, du solltest dir überlegen, ob du nicht selber eine Waffe führst oder dich auf Waffenlose-Kampftechniken konzentrierst Mel. Es gibt Gegner, wo du vermutlich von deinen vielen Schwertern getrennt wirst.“

„Hm… könntet ihr mich denn in den Waffenlose-Kampftechniken unterweisen Herrin? Ich habe eure Übungen beobachtet und mir gefielen vor allem die Beinattacken, die ihr immer ausgeführt habt. Wie ihr sehen könnt, sind meine Beine länger als der Rest.“ zog Mel den Rock hoch.

„Hoo?“ strahlte Sina ihre Freundin an und ein böses Lächeln kam auf Sinas Gesicht, als ihr eine Idee einfällt. „Was hältst du von einem ganz neuen Kampfstil hmm?“

„Oh, dann kann es nur was Gutes sein, wenn es von Sina kommt!“ nickte Sherry, die den Schwertmagier macht.

„Und… wie ist dieser Kampfstil?“ wirkte Mel interessiert. „Du wirst hauptsächlich nur mit den Beinen kämpfen. Die Arme werden wenn nur als Unterstützung im Kampf sein. Zusätzlich werden deine Füße mit Waffen ausgestattet, die auch dafür geeignet sind. Ich glaube nicht das Christoper sie hat, aber ich frage einen Zwerg, ob er sie für mich schmieden kann.“ erklärt Sina.

„In der anderen Welt nennt man diesen Kampfstil „Taekwondo“. Es gibt bestimmt Kämpfer auf der Welt, die so was ähnliches machen. Dann werde ich dich soweit trainieren, dass du es sogar als Beruf bekommst.“

„Die andere Welt muss beängstigend sein, wenn man sich auf so was spezialisieren kann.“ murmelt Suki, aber Sina schüttelt den Kopf.

„Wenn es ein Kampf zwischen dieser und in der anderen Welt geben würde, hmm würden eher wir gewinnen. Sie haben eine Technologie, die hier nicht ansatzweise existiert und können Massenvernichtungswaffen herstellen. Aber wenn sie gegen Magie, Rassen oder unser allgemeines System kämpfen würden, hätten wir die Oberhand. In der Vergangenheit, wo sie sich nicht auf die Technik verlassen haben, sondern wie wir mit unserem Körper kämpften, würde es mich schon ein bisschen interessieren. Dann wäre es, als würden wir gegen ein Baby kämpfen.“

„Hmm, habe kein Wort verstanden, aber ich bin froh, dass die Welten getrennt bleiben.“ meinte Sherry und die anderen nickten. Sina flüstert nun was in Sherrys Ohr und sie hört ihr gebannt zu. Dabei schauen sie immer wieder Mel an, bis Sherry ein entzücktes Gesicht bekommt.

„Mel, schnapp dir die Sachen, wir ziehen sie dir eben an!“ grinst Sherry geheimnisvoll. Mel nickte und beide verschwanden dann mit den Gegenständen von Christoper.

„Nicht mal ein Danke?“ meinte Christoper traurig. „Als ob es für dich ein Verlust ist. Höchstens der Ring, aber den habe ich auch an der Hand von Sherry gesehen, also macht kein Drama draus.“ warnte Melaine ihn.

„Ist gut… ich habe verstanden. War es das oder wollt ihr noch irgendwas von mir haben?“ bot Christoper weitere Gegenstände an, damit der Frieden zwischen ihnen wieder repariert wird.

„Ja, einen Stoffhasen.“ kam die Antwort von Neia. „Du hast den anderen wehgetan, als du auf ihnen herum gesprungen bist.“

„Ah, deswegen warst du so sauer und warum auch Melaine?“ fragte Sina nun spitzbübisch. „Das brauchst du nicht zu wissen, es reicht wenn Christoper aus diesem Fehler gelernt hat!“ mischte sich Melaine an, die einen roten Kopf hatte.

„Eh… ich werde an den Stoffhasen arbeiten. Bitte gedulde dich einfach.“ akzeptiert Christoper die Forderung.

„Unser Deal bleibt weiterhin?“ fragte Sina nur und er musste kurz überlegen, als ihm einfiel was sie meinte. „Unser Deal bleibt.“

„Wunderbar!“ freute sich Sina, während Melaine und Neia sich verwundert anschauten. „Keine Sorge, es ist nicht schlimmes.“ beruhigt Sina die beiden.

„Wenn du das sagst, muss man eigentlich vom Schlimmsten ausgehen! Nun sag schon was du vorhast!“ verlangte Neia zu wissen. Die Behauptung von ihr liegt nicht daneben.

„Wie gemein… *seufz* Christoper hat bestimmte Gegenstände, die mir im Kampf gegen Glacia helfen können, aber wir haben vereinbart, dass ich zuerst mein eigentliches Ziel Tierra töten soll bevor ich die Gegenstände bekomme.“ erklärt Sina und Christoper nickt.

„ … Nun bereue ich es zu wissen…“ murmelt Neia. „Tierra? Mit deiner Feuerimmunität hast du einen klaren Vorteil gegen ihn, aber… der dürfte schwerer zu bekämpfen sein als Titanus.“ meinte Melaine.

„Sprichst du aus Erfahrung?“ wundert sich Christoper, aber Melaine schüttelt nur den Kopf. „Ich war einmal in Vurdinia gewesen, aber… Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, es ist eine komplett eigene Welt. Überall Wüste, aktive Vulkane und kaum Ortschaften und nur dort, wo man auch Wasser findet. Es gibt Wüstennomaden, aber denen sollte man aus dem Weg gehen, denn es gibt einige Stämme, die sich dem Kannibalismus verschrieben haben. Wasser ist halt ein rares Gut dort und… Blut ist auch eine Flüssigkeit oder?“

„Also keine Regierung oder ähnliches?“ fragt Sina und Neia beantwortet dies. „Hmm, nicht wie hier in Alliancia. Es gibt ein Kalifat, aber ich würde nicht unbedingt von einer Regierung sprechen. Man findet nur ein Gildenhaus von uns und das ist direkt in der Stadt, wenn man den Verbindungstunnel verlässt. Wenn du wirklich mit Tierra kämpfen willst, solltest du vorher dort einchecken und alles wichtige dir von dort erklären lassen damit du alleine schon die Reise überstehst. Der Vulkan von der Götterbestie ist mehr oder weniger auf der anderen Seite des Kontinents.“

„Eh… kann man nicht mit dem Schiff irgendwie dort hin reisen? Wäre es dann nicht ungefährlicher?“ überlegt Sina und es war Christoper, der das Problem erklärt.

„Leider nicht, denn es gibt viele Unterwasservulkane und du wirst keinen Kapitän finden, der dort mit seinem Schiff hinfahren wird. Aus der Luft… kann ich es dir nicht sagen, aber wenn ich bedenke, dass viele Vulkane aktiv sind und mit ihrer Asche und dem Rauch die Luft oben verpesten, bleibt dir nichts anderes als der Landweg übrig.“

„Warum ist das Ding denn eigentlich ein Auftrag? Wenn es stationär ist und weit entfernt von jeder Zivilisation lebt?“ wundert Sina sich nun.

„Weil wegen ihm die vielen Vulkane aktiv sind. Früher hat man sich nichts dabei gedacht, aber eine Gruppe von Forschern ist dem auf den Grund gegangen. Dabei hat man festgestellt mit sehr anschaulichen Beweisen, dass er… immer wieder das Magma an die Oberfläche drückt. Ich kenne das Konzept der Welt nicht so wie ein Wissenschaftler, aber im Grunde höhlt er den Erdkern aus und das wäre in der Zukunft irgendwann fatal meinten die Wissenschaftler. Deswegen haben alle Herrscher beschlossen, dass er getötet werden muss, nur hat es bisher niemand geschafft.“ berichtet Melaine.

„Sina… wenn ich du wäre, würde ich nur Gefährten mitnehmen, die auch eine sehr hohe Feuerresistenz haben, verstehst du was ich dir damit sagen will?“ warnt Neia.

„Ich wollte Sherry mitnehmen, aber…“ man sah Sina wieder in der Beschützerrolle. Darüber hatte sie bisher selbst noch nicht nachgedacht.

„Sie wird es verstehen. Wenn du irgendwelche Gegenstände hast, die eine Feuerresistenz brauchen, kannst du ruhig zu mir kommen. Ich werde dich in dieser Richtung unterstützen, aber nicht im Kampf gegen Tierra. Titanus hat mir schon gereicht für dieses Leben.“ lächelt Neia ein bisschen unsicher.

„Huhu, wir sind zurück!“ meldet sich Sherry strahlend. „Ich habe Mel die Haare gemacht und ihr beim Anziehen geholfen, ihr werdet sie nicht wiedererkennen!“ Sie dreht sich um, nur war da niemand.

Sherry ging zurück in den Flur und holte Mel, die sich scheinbar wehrte. Nur lässt Sherry sich nicht davon beirren. Es dauert ein bisschen, dann war Mel endlich im Wohnzimmer.

Mel stand vor ihnen und selbst Sina musste zwei mal hinschauen, was Sherry da wieder gezaubert hat, so eine Schönheit war Mel geworden.

Die langen roten Haare waren glatt gekämmt und zu einem Pferdeschwanz gebunden. Die schwarze Lederrüstung saß sehr eng an ihr und mit der weißen Hautfarbe ein extremer Kontrast. Aber am Interessantesten war ihre Maske.

Sie bedeckte nur die Stirn und die Augen und war ebenso komplett schwarz mit weißen Verzierungen, dabei lächelt sie leicht schüchtern.

„Wow… du hast gute Arbeit geleistet Sherry.“ lobt Sina ihre Freundin, aber auch die anderen mussten Sina zustimmen, nur Christoper sagte nichts.

„Meint… ihr?“ fragte Mel schüchtern. „Aber sicher, du wirst ein Augenschmaus für die Männer werden, die dich das erste Mal sehen.“ grinst Sina.

„Als Geist konnte man nur bedingt bei dir was sehen, aber jetzt?“ kommentiert Neia und Melaine: „Wenn du mit den fliegenden Schwertern kommst, dann werden deine Feinde aber wegrennen.“

„Eh… danke, dann sollte ich wirklich diesen Kampfstil von Sina lernen.“ lächelt Mel süß, dabei bekommt sie leicht rote Wangen. Suki stand vor Mel und umarmte sie vor Freude. „Vielleicht können wir ja dann ein Team bilden wie Tio und Mio es machen.“ flüstert Suki ihre Idee ins Ohr und Mel fand die Idee interessant.

„Meine Damen, ich werde mich dann in mein Zimmer zurückziehen.“ verabschiedet sich Christoper und ging, aber irgendwie haben sie ihn ignoriert, was ihm Recht war.

Im Zimmer angekommen, trifft er dort Falko, der sofort wusste, das was im Busch war. „Christ? Was ist wieder passiert?“

„Ich habe mich in Mel verliebt.“

Kapitel 150

Ich bin wiedergeboren und eine Amok laufende Puppe?!

„Was meinst du Mel?“ fragt Suki ihre Freundin, aber Mel schüttelt den Kopf. „Es… geht einfach nicht?! Ich habe sooft im Leben Menschen oder Gegenstände heimgesucht und wieder verlassen, aber ich stecke hier fest!“ wurde Mel leicht panisch.

„Öh… ?“ hielt Christoper den Kopf schrägt und bekam auf einmal einen wütenden Blick von Mel. „Warte…“ wollte Christoper noch sagen, aber eine Druckwelle krachte ihn direkt durch die Tür.

„Das hast du mir angetan!“ schrie Mel und Suki wollte sie beruhigen. „Warte, es bringt nichts wenn du ihn… jetzt umbringst!“

Der Dungeonfarmer ist gegen die Kellermauer gekracht und stand hustend auf, als er Mel auf sich zustürmen sah mit erhobener Faust. Er sprang sofort zur Seite und Mel schlug in die Mauer, die sofort großflächig zerstört wurde und die Villa zum wackeln brachte.

„Warte, Mel! Vielleicht kann ich dir ja irgendwie helfen, aber wenn du mich tötest…“ wollte Christoper auf sie einreden, aber er drehte sich um und fing an zu rennen, als Mel wieder auf ihn zugerannt kam.

„MEL!“ schrie Suki hinterher. Louis und Sherry standen im Flur und wollten schauen wo der Krach herkam, als Christoper mit panischem Gesicht an ihnen vorbeirannte.

„Christ? Was ist los?“ wundert sich Louis, aber hörte von Christoper nur: „Haltet Mel auf!!!“ Louis und Sherry schauten sich verwundert an, als eine weiße nackte Frau mit roten Haaren auf sie zugerannt kommt.

„Erm… wer sie auch….“ wollte Louis die für ihn unbekannte Person aufhalten, wird aber einfach von Mel in die Übungshalle geschubst, wo er den Boden entlang schlittert. Sherry staunte nicht schlecht und Mel rannte weiter hinter Christoper her.

Dann kam Suki schon angerannt. „Schnell, du musst mir helfen, Mel zu beruhigen!“ packte Suki Sherry an die Schulter.

„Eh? Aber wo ist denn Mel und wer war die Frau eben?“ wunderte sich Sherry. „Das war eben Mel, keine Zeit für eine Erklärung, nun komm!“ zog Suki Sherry mit, die die Information noch am verarbeiten war.

„EH?! Das war Mel? Aber…“ riss Sherry ihre Augen auf, aber Suki schüttelt nur den Kopf. „Egal was, aber verletzt sie nicht!“ sagte Suki nur.

Christoper ist die Treppe hoch gestürmt und trifft auf die Zwerge Erilag und Thomddir. „Schnell! Haltet die Frau hinter mir auf!“ rief er ihnen zu. Beide schauten in seine Richtung. „Was ist los?“ fragt Thomddir, als die Tür aus dem Rahmen gesprengt wird, die Christoper hinter sich zugeworfen hatte.

„Das ist los!“ rannte der Dungeonfarmer an ihnen vorbei. Nun sahen die Zwerge eine weiße Frau und Thomddir stellt sich ihr in den Weg. „Ich weiß zwar nicht was los ist aber…“ wird von einer Druckwelle in einen großen Schrank geschleudert, der sofort kaputt ging. Erilag zog sein Schild und seine Waffe um gegen die Frau zu kämpfen, aber Mel packte ihn einfach am Schild und schleudert ihn durch die Eingangstür, die sofort zu Bruch ging.

„Hör doch auf Mel! Du machst nur Sina sauer!“ rief Suki hinter ihr, aber scheinbar ist es bei Mel nicht angekommen und diese sah nur, wie Christoper in die Küche rannte. Mel fing an zu schweben und flog in die Küche, wo sie den Mann stellte.

„Mel! Bitte, beruhige dich! Wir finden schon eine Lösung!“ stand Christoper hinter dem großen Küchentisch, in der Hoffnung, dass der Tisch ein Schutz für ihn sein könnte, aber…

Überall gingen Schubladen auf und das Besteck sowie andere Gegenstände flogen durch die Luft und mittendrin stand eine wütende Mel.

„Sag… wart ihr im anderen Leben schon immer so eine jähzornige Frau gewesen?“ kommentiert der Dungeonfarmer nur und hat damit Mel nur mehr gereizt. Alles flog auf Christoper zu, der aus dem Fenster sprang, denn dies hätte er nicht überlebt.

„Verdammt… habe ich irgendetwas um sie zu beruhigen?!“ und schaute nach Beuteln in seinem Inventar. Auf einmal wurde das Fenster samt Rahmen aus der Mauer gerissen und Mel erschien. Christoper warf ihr einen Beutel ins Gesicht und eine rote Wolke flog um Mel. Sie pustet es nur gereizt weg und schleuderte Messer auf ihn.

„Was?! Das hätte sie beruhigen sollen… eh… warte.“ fiel Christoper in Gedanken der Fehler auf, während er auswich. Er sah ein offenes Fenster und sprang rein. Es war das Zimmer von Neia sowie Melaine und… hat Melaine gerade beim Umziehen erwischt.

Sie starrten sich beide an, als Melaine eine Waffe aus dem Inventar zog und ihn dabei anlächelt, während er nur noch stärker schwitzte. „Bitte warte! Ich wollte nicht…!“ da griff die Wolfsfrau ihn schon an, während sie ihren Oberkörper bedeckt hielt.

„DU SPANNER! DU PERVERSER!“ schrie Melaine mit einem roten wütenden Kopf Christoper an, der ihren Angriff auswich, in dem er auf das Bett von Neia sprang. Auf einmal kullern mehrere Stofftiere vom Bett runter und Christoper ahnte, dass er von einer Scheiße in die Nächste landete.

Melaine schlug seitlich mit der Waffe auf ihn und der Dungeonfarmer machte einen Saltosprung, landete dann auf dem Boden und stürmte aus dem Zimmer. Christoper knallte die Tür sofort hinter sich zu und das Khukuri rammte sich durch die Tür und schrammte an seiner Wange vorbei.

„Verdammt, was ist heute los?!“ fluchte Christoper nun panisch, als er Mel schon schwebend kommen sah. Auf einmal sprangen Suki und Sherry sie an und wollten sie festhalten… nur dass sie nun mit schwebten.

„Mel, beruhige dich! Du machst hier alles kaputt in deiner Wut!“ rief Suki auf die Frau ein. „Genau, atme tief ein und aus!“ kam der Beruhigungsversuch von Sherry. Mel reagierte aber nicht, nur das Suki und Sherry beide etwas sanfter weggeworfen werden.

Christoper rannte nun ins Wohnzimmer und traf auf Neia. „Ich habe Melaine schreien gehört?“ fragte die Magierin den Mann und er sah endlich einen Hoffnungsschimmer. „Neia! Keine Zeit für Erklärungen, du musst diese Frau sofort in einen Eisblock einfrieren, vertrau mir nur dieses eine Mal!“ zeigte Christoper auf Mel, die immer näher kommt.

„Huch? Wer ist das denn?“ wirkte Neia eher interessiert. „BITTE! Sie bringt mich um!!“ rief Christoper hinter Neia. „Eh?! Ok?“ und murmelt einen Zauberspruch

Es bildete sich Eis vor Mel und als sie darüber schwebte, ergriff es sie und wurde zu einem großen Eisblock, in dem Mel eingesperrt war. „Bei der Göttin, hoffentlich kommt sie nun runter…“ murmelt Christoper dankbar, bis er und auch Neia es hörten. „Crick“

Der Eisblock bekam überall Risse und Christoper sowie Neia staunten nur, bis es explodierte und Neia durch die Druckwelle wegschleuderte. Mel schüttelt nur den Kopf und sah Christoper, der wieder aufstand.

„Verdammt! Mel beruhige dich endlich! Wir finden schon eine Lösung!“ brüllte er, aber auf einmal kam der große Sessel vom Wohnzimmer auf ihn zugeflogen und rammte ihn samt Sessel nach draußen, wo Falko auch noch erwischt wurde, weil er nach dem Lärm schauen wollte.

Beide Männer wurden unter dem Sessel begraben und Christoper war es, der es irgendwie schaffte, unter dem Sessel hervorzukriechen, als Mel vor ihm stand mit einer unzähligen Anzahl von fliegenden Schwertern.

„Bitte…“ flüstert Christoper nur noch… als eine schwarze dämonische Silhouette hinter Mel erschien. „Liebesfaust.“ und Mel wurde mit dem Kopf in den Steinboden gerammt. Durch diese Aktion wurde sie sofort Bewusstlos und die Schwerter fielen zu Boden.

„Ah.. danke Sina…“ freute sich Christoper, aber als er Sina sah, musste er die nächsten Worte schlucken, denn… sie sah sehr wütend aus.

Zehn Minuten später…

Sina saß auf dem kaputten Sessel, während Mel vor ihr auf der Wiese lag und daneben ein kniender Christoper, während hinter ihm Melaine und Neia wütend auf seinen Rücken starrten. Melaine hat Neia erzählt, was er gemacht hat und das er auf ihre Lieblinge gesprungen ist.

Die anderen haben sich von den Angriffen von Mel erholt, aber richtig glücklich sahen sie alle nicht aus, vor allem Suki, die scheinbar Schuldgefühle hatte.

„Sooo… kann mir einer erklären, warum Mel meine Villa auf den Kopf stellt?“ lächelt Sina freundlich, aber allen dreht sich nur der Magen um. Da ziehen sie lieber eine wütende Sina vor, denn bei einer freundlichen Sina weiß man nicht, was sich in ihrem Kopf abspielt.

„Also…“ wollte Christoper anfangen zu erklären, aber Sina hob die Hand hoch. „Warte, lass mich raten.

Du hast Mel einen Homunkulus angeboten, damit sie einen festen Körper hat um eventuell ein normales Leben zu führen und im Austausch sollte sie dir mit der Sprache helfen. Sie hat das Angebot angenommen und wollte, in deinen Augen, die Puppe kontrollieren. Als sie die Puppe aber nicht verlassen konnte, gab sie in ihrer Panik dir die Schuld und wollte dich töten.

Dabei bist du weggerannt und Mel hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen, dabei sind unsere Freunde leicht verletzt worden und sie musste von mir aufgehalten werden. Ich liege vermutlich nicht sehr weit daneben oder?“ lächelt Sina weiter freundlich.

„Das… ist richtig…“ murmelt Christoper.

„Warum… Melaine und Neia dich so wütend anstarren, weiß ich nicht so genau, aber irgendetwas hast du angestellt bei deiner Flucht. Das Problem darfst du natürlich allein lösen. Mich interessiert viel mehr, wie du an diesen Homunkulus ran gekommen bist und es Mel anbieten konntest. Du hast vielleicht damit Mel einen Gefallen getan, aber dann wiederum auch nicht.“ wirkte Sina nicht mehr so freundlich, während sie Mel´s Körper begutachtet.

„Du weißt was es ist?! Ich habe ihn in einer Ruine gefunden, wo Nekromantie und ähnliches ein normaler Umgang war aus einer verlorenen Zivilisation!“ staunte Christoper.

„Natürlich weiß ich was das ist. Es sind künstliche Menschen, denen eine Seele fehlt. Aber dieser Körper scheint mir ziemlich modern zu sein. Wir Dämonen besitzen so eine ähnliche Technik, aber was wir eher beseelen sind Kriegsmaschinen oder Killerpuppen. Natürlich haben sie gegen Dämonen keine Chance, aber… ihr habt alle selbst erlebt, was passiert ist.“ erklärt Sina.

„Und… was meinst du mit, das es einerseits gut ist und anderseits schlecht?“ fragte Suki.

„Weil es eine zweite Chance zum Leben ist und wenn man ihr Gefäß zerstört, sterben sie endgültig. Keine Wiedergeburt, wenn so ein System existiert, nichts. Da war Mel in ihrer Geisterform besser aufgehoben. Nun muss sie ihr zweites Leben leben. Hättest du mich in deinen Plan besser einbezogen, dann hätte ich dir die Informationen gegeben, aber ich dachte nicht, dass man diese Homunkulus auch hier findet.“ schimpfte Sina Christoper aus.

„Woher soll ich das denn wissen?!“ wollte sich Christoper wehren, aber ein Blick von Sina reichte aus, um ihn zum Schweigen zu bringen.

„Du übernimmst die Verantwortung von Mel und über diese Schäden in meiner Villa wollen wir uns doch nicht wirklich groß unterhalten oder? Wie man mir einmal sagte: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.“ lächelt Sina wieder freundlich und Christoper nickte nur.

„Wie… hast du erkannt, dass es Mel war? Ich habe sie nur als Frau gesehen, aber näher betrachtet… sind es zumindest Andeutungen einer Frau oder?“ fragte Louis.

„Hmm… gute Frage? Irgendetwas ist mit meinem roten Auge, dass ich eure… Aura in Farben sehen kann. Aber ich wusste nicht, dass es Dämonen allgemein können. Ich muss mal Tio und Mio fragen, ob es an dem Vampirblut liegt.“ wiegelt Sina den Kopf.

„Eh? Was hat denn das Vampirblut damit zu tun?“ wundert sich Neia. „Justus hat mir erklärt, dass Vampire und Dämonen kein Blut des anderen trinken dürfen, weil es… Nebenwirkungen hätte. Bei mir kann man es nicht übersehen, zumal ich keinen Dämon kenne, der so gigantische Flügel hat wie ich. Bin ja mal gespannt, wie ich das meinen Vater erklären soll…“ wurde Sina bei der Erklärung immer leiser.

„Auf jedenfalls haben Mio und Tio scheinbar viel Glück, außer das sie eine rote Strähne haben und stärker geworden sind, als ich ihnen damals das Blut gegeben habe. Ich hatte schon Schuldgefühle bekommen, als Justus mir dies erklärt hat. Aber der dunkle Gott hat scheinbar ein Auge auf sie, weswegen ich mir keine weiteren Gedanken darüber mache.“ beendet Sina ihre Erklärung.

„Deswegen habt ihr die Flügel bekommen. Mir wurde erklärt, dass es eine heilende Wirkung hätte, je älter ein geborener Vampir ist.“ nickte Neia.

„Und was machen wir nun mit Mel wenn sie aufsteht?“ fragte Thomddir.

„Du kannst ruhig deine Augen öffnen Mel.“ stupste Sina sie mit ihren Füßen an. Mel öffnete ihre Augen und starrte Sina an.

„Woher… wusstet ihr das?“ wundert Mel sich. „Nur weil du wie eine Puppe aussiehst, kann man dein Gesicht schon zucken sehen. Dein neuer Körper ist viel moderner als die von den Dämonen. Hast du dich wieder beruhigt oder möchtest du…?“ beendet Sina ihre Frage nicht, hielt aber eine Faust hoch.

Mel kniete nun ebenso vor Sina und antwortet panisch: „Es tut mir leid, ich werde die Verantwortung übernehmen!“ und legte ihren Kopf auf den Boden. Verwundert hob Sina eine Augenbraue, dann wurde es schwarz mit einem großen weißen Grinsen.

„Oh oh…“ murmelt Sherry nur, weil Sina wieder eine Idee hat und Suki musste ihr auch zustimmen.

„Das wirst du natürlich. Die Kosten für die Reparaturen werden nicht billig sein, aber du hast kein Geld oder? Naja, als Geist brauchte man es nicht wirklich. Deswegen wirst du dich von Christoper ausstatten lassen und Abenteurer werden, damit du an das Geld kommst.

Ich befehle dir daher: Lebe dein zweites Leben!“ sagte Sina mit einem ernsten Ton in der Stimme. Die Zuschauer mussten staunen, wie Sina wieder geschickt jemanden zwingt, sein Leben zu akzeptieren… auch wenn es mit Schulden beginnt.

Christoper wollte Sina wegen der Ausstattung widersprechen, bekam aber nur „gereiztes“ Räuspern hinter ihm zu hören und er niedergeschlagen sein Schicksal akzeptiert.

„Aber… Herrin? Ich…“ auf einmal fielen viele schwarze Tränen von Mel´s Gesicht. Sina schaut erstaunt in das Gesicht von Mel, die selber noch nicht gemerkt hat, dass sie weint. Die Dämonin kniete sich vor Mel und umarmte sie.

„Ist schon gut, lass dir Zeit.“ streichelt Sina ihr rotes Haar. „Herrin… was sind das für Gefühle?“ wundert Mel sich.

„Hm… bist du denn traurig oder eher glücklich?“

„Glaube… glücklich.“

„Dann sind es Freudentränen.“

Kapitel 149

Ich bin wiedergeboren und ein besonderer Tag für Mel?

„Hättet ihr Lust auf ein kleines Duell gegen mich?“ fragte Sina auf einmal, aber die spontanen Antworten waren eher:

„Ah… ich muss meine Pfeile noch sortieren…“ „Nee, hab noch Kopfschmerzen wegen diesen Fusel, dass ihr Bier nennt.“ „Bedaure, aber ich werde gleich mit Sherry wieder üben.“ „Nein.“

„Tzz…“ wirkte Sina traurig als Mel erschien. „Vielleicht kann ich helfen?“ stöhnte der Geist. „Ho? Wie lange ist es her, dass wir miteinander gekämpft haben?“ grinste Sina glücklich.

„Nur ein einziges Mal und da wäre ich beinahe gestorben…“ musste Mel schaudern. „Was hat Sina gemacht, dass selbst ein Geist ein Schauder bekommt?“ murmelt Falco und Christoper schüttelt den Kopf.

Louis ist tatsächlich gegangen und schnappt sich Sherry, die sich nicht von ihrer Arbeit abbringen lassen wollte… aber: „Wir wollen doch sicher gehen, dass du den S-Auftrag schaffst oder?“ fragte Louis nur und Sherry gab nach.

Nun stand Mel mit einer unzähligen Anzahl von fliegenden Schwertern vor Sina. Mel soll sie mit den Schwertern ununterbrochen angreifen, während Sina nur ausweicht oder pariert.

„Was ist der Sinn hinter dieser Übung?“ fragte Mel. „Wo ist momentan meine größte Angriffsfläche?“ fragte Sina zurück und Mel hielt nur ihren Kopf schräg, denn sie kann kämpfen und töten, aber analysieren wo der Schwachpunkt eines Gegners ist?

„Dein Rücken.“ rief Christoper zur Hilfe. „Richtig. Vorher konnte ich mich problemlos umdrehen und parieren oder was auch immer, aber nun behindern mich meine Flügel und meine Sicht teilweise nach hinten.“ erklärt Sina und Mel nickte.

Dann kamen die Schwerter geflogen aus allen Richtungen und Winkeln. Die ersten Angriffe wich Sina noch aus, dann parierte sie es mit ihren eigenen Schwertern, bis es immer schneller und unübersichtlicher wurde.

Man sah irgendwann nur noch, wie Funken springen, aber Sina schaffte es alles im Griff zu haben. „Frage mich, ob Vorahnung und ihre Werte mit in diese Übung einbezogen werden.“ wundert sich Thomddir, der wieder Bier trinkt.

„Keine Ahnung, aber ich finde es faszinierend, dass Sina es schafft, nicht verletzt zu werden. Selbst ich könnte das nicht und will nicht behaupten, dass ich schwach bin.“ murmelt Christoper, der scheinbar am Grübeln war und Mel beobachtet.

„Was planst du schon wieder?“ fragte Falco, der seinen Freund durchschaut hat, aber Christoper schüttelt nur den Kopf. „Ich frag mal Suki, ob es ein leeren Raum gibt, damit ich was bauen kann.“ und Christoper verschwand.

Nun kam Melaine in ihrem knappen Pyjama verträumt raus. „Wasch.. mach sie da?“ kratz sie sich am Bauch. „Ach, du bist auch schon wach?“ grüßte Thomddir von der Seite und nun wurde die Wolfsfrau schlagartig wach. Verschwitzt drehte sie sich zum Zwerg um, denn den hatte sie eigentlich nicht… gesehen und ihr fällt ein, wie sie angezogen war.

„Eh… eh.. ja… war eine lange… Nacht und so gewesen…“ stottert Melaine und verschwand wieder. Thomddir hob nur verwundert die Augenbrauen hoch. „Das will ich jetzt nicht glauben…“ dachte Falko nur.

„Was ist denn mit Melaine? Erst verschläft sie den halben Tag und nun rennt sie im Pyjama durch das Haus.“ kam Neia verwundert. „Will es nicht wissen…“ kam nur der Kommentar von Falko.

„Oh? Scheinbar hat Sina sich ja mit ihrem Flügel im Griff, sonst könnte diese… eh… Übung nicht machen?“ strahlte Neia, die den Kampf von Sina und Mel beobachtet.

„Sollten… Geister eigentlich überhaupt so stark sein? Ich habe mich mit ihnen überhaupt nicht befasst, dafür haben wir die Exorzisten und Magier.“ fragte nun Falko.

„Es gab mal ein sehr alten Geist der auch besiegt wurde, aber wenn ich die Geschichte richtig in Erinnerung habe, sind auch sehr viele Personen dabei gestorben.. Im Kampf soll der Geist so ähnlich gekämpft haben wie Mel.“ berichtet Neia.

„Wie besiegt man einen Geist?“ hakte Thomddir nach. „Nur mit Magie, denn sie haben keinen Körper oder ähnliches. Natürlich kann man schon versuchen sie mit magischen Waffen anzugreifen, aber versucht mal einen Geist zu treffen, der überall entkommen kann und dabei unsichtbar wird.“ erklärt Neia.

„Dann bin ich froh, dass es nicht viele von ihnen gibt, noch mehr, dass es nicht so starke sind wie Mel.“ brummte Falko.

„Wie hat Sina sie denn gebändigt bekommen, wenn die so problematisch sind?“ wiegelt der Zwerg den Kopf.

„Vermutlich mit ihrer Rassenmagie. „Seelenraub“… allein bei dem Namen bekomme ich schon zittern in den Händen, denn ich weiß nicht, welches… Schicksal einem erwartet, wenn man von dieser Fähigkeit getroffen wird.“ murmelt Neia.

„Ich habe sie nur ein einziges Mal richtig angewendet und das war, als ich Prinz Leonardo getötet habe, nachdem er sich an Sherry vergriffen hatte.“ rief Sina, die scheinbar das Gespräch mitbekommen hat. „Und das andere Mal gegen mich…“ stöhnte Mel.

„Du wolltest ja damals nicht auf mich hören!“ wehrte sich Sina. „Entschuldigung…“ stöhnte Mel.

„Wenn sie so stark ist, dass sogar Mel davor Angst hat, warum hast du es nicht gegen die Vampire eingesetzt?!“ wundert sich Falko.

„ … Ich setzte es nicht gerne ein, weil ich nicht weiß, was mit mir passiert, wenn ich eine Seele verschlinge. So eine schwarze Seele wie die von Justus oder Acula? Nein danke. Das andere Problem ist, das es seine Zeit braucht, bis ich wirklich eine Seele dem Körper entzogen habe und gegen die Vampire hätte ich es im Leben nicht geschafft, dass sie solange stillhalten.“ erklärt Sina.

„Hört sich vernünftig an… können die anderen Dämonen das auch?“ stöhnte Mel.

„Nur meine Rasse, bei den Frauen wären es die Sukkuben und bei den Männer Inkuben. Die anderen haben diese Fähigkeit nicht, aber dafür andere gemeine Tricks.“ berichtet Sina.

„Wie reizend…“ murmeln ein paar Personen.

„Sag Mel… hast du schon mal versucht die Villa zu verlassen und die Stadt zu erkunden?“ fragte nun Sina und die Schwerter stoppten alle gleichzeitig.

„ … Ja und nein. Ich… wollte gerne die Stadt besuchen, aber… wenn ich mich von der Villa entferne, werde ich irgendwie… zurückgezogen. Das geht sofort los, wenn ich versuche, über die Mauer zu fliegen.“ wirkte Mel nun sehr traurig und die Schwerter fielen alle zu Boden.

„Ah… und wenn du versuchst von einem der Meuchelmörder den Körper zu übernehmen? Ich gehe davon von aus, dass du das könntest oder?“ überlegte Sina laut.

„ … Sie sterben mir so weg. Es… müsste ein Körper sein, dem ich nicht die Lebensenergie entziehen kann und er auch nicht sofort wahnsinnig wird, wenn… er gewisse Informationen lernt, die ein Sterblicher nicht kennen darf.“ schüttelt Mel den Kopf.

„Könntest es ja mit Christoper versuchen, ich glaube er hat nichts gegen ein bisschen verbotenes Wissen.“ grinst Sina.

„Nein danke, ich bin froh, dass er mir nicht mehr mit der „Sprache“ auf die Nerven geht.“ kam die spontane Antwort von Mel.

„Das ein Geist sich von jemanden genervt fühlt… das ist jetzt neu für mich.“ murmelt Falko, als Suki erschien. „Mel? Ich brauche deine Hilfe, kannst du mal kurz in den Keller kommen bitte?“ fragte die Katzenfrau.

„Ich denke, wir machen mit der Übung Schluss.“ nickte Sina und Mel folgte Suki dann. Danach tauschte Sina ihre Waffen mit den anderen aus und machte ihre Übung alleine weiter.

Im Keller machten Louis und Sherry ihre Übungen, so ließen Suki und Mel sie in Ruhe, bis sie in einen leeren Keller kamen, wo Christoper mit einem großen zugedeckten Gegenstand wartet.

„Mel? Ich würde gerne nochmal mit dir reden.“ fing Christoper an, aber man sah an Mel´s Gesicht, dass sie lieber gehen will und Suki einen vorwurfsvollen Blick zu warf. „Du solltest wirklich mit ihm reden.“ sagte Suki nur, die die Tür noch zumachte.

„Was… willst du wieder von mir?“ stöhnte Mel.

„Ich würde dir gerne ein Angebot machen, wovon wir beide was haben.“ erklärt Christoper geheimnisvoll.

„Lass mich raten… ihr wollt, dass ich euch die Sprache der Götter beibringe?“

„Richtig. Dafür… gebe ich euch einen Körper. Ich habe mit Suki gesprochen, wie ihr Geister… naja.. euer Leben habt und so weiter, und das ihr unter anderem Personen oder Gegenstände einnehmen könnt.“

„Das ist richtig, aber bei Personen müssen es schon sehr spezielle sein, damit es… geht.“

„Verstehe, dann müsste das hier das richtige für dich sein.“ nickte Christoper und zog die Decke von dem Gegenstand herunter. Dort stand eine menschliche weiße Puppe. Sie hatte keine Haare oder Augen, nur die nötigsten Gliedmaßen um gehen und greifen zu können.

„Dies… habe ich in einer alten Ruine gefunden, wo Nekromanten oder ähnliches gearbeitet haben. Ich weiß, das es ein Zeitalter gab, wo diese Art von Zauber ein sehr normaler Anblick war, aber es ist untergegangen. In diese Ruine werde ich kein zweites Mal reingehen, ich hatte die ganze Zeit das Gefühl gehabt, beobachtet zu werden, aber egal.

Ich weiß nicht aus welchem Material es ist. Es ist teilweise elastisch, aber trotzdem hat es eine Härte, dass es Angriffe jeder Art widerstehen kann. Suki kann es bestätigen, sie hat mehrere Versuche gemacht auch nur einen Kratzer rein zubekommen.

Ich vermute, dass die Nekromanten es früher beseelt haben oder ähnliches, so wie einige Magier ihre Gegenstände verzaubern, damit sie den Hausputz übernehmen. Ich… mache dir daher das Angebot.

Ich gebe dir diese Puppe, im Austausch will ich immer zu dir kommen können und ohne wenn und aber mit dir die Sprache der Götter besprechen. Ich kann verstehen wenn du es mir nicht beibringen kannst, aber deine Herrin hat ein interessanten Vorschlag gemacht, mit dem ich besser arbeiten kann. Du wirst mich also nur an deiner Seite haben, wenn ich von meinen Abenteuern zurückkomme mit Schriften der Sprache der Götter.“

„Warum seid ihr so besessen davon?“

„Ich habe mich schon immer für alte und untergegangene Zivilisationen interessiert und kann manchmal Hinweise finden, warum es so passiert ist. Bei anderen… habe ich nichts gefunden, nur Andeutungen, die mir aber nicht viel helfen und dann gibt es diese, wo ich eine Steintafel oder beschriftete Wände vorfinde, die die Sprache der Götter haben.

Selten habe ich verstanden, was sie versucht haben einem zu erklären und auch einige der Gelehrten, die ich kenne wissen auch nicht wirklich viel mehr. Aber ich habe das Gefühl, dass einige eine Geschichte erzählen und andere eine Warnung sind. Die Warnungen dürften vielleicht vorbei sein, aber es… ärgert mich schon, wenn ich es nicht lesen kann, wovor gewarnt wurde.

Und deswegen… hänge ich so an dir, weil du die erste… Person bist, die alles versteht.“

Mel schaut Suki an, die sie aber anlächelt. „Das musst du alleine entscheiden, aber ich hätte nichts dagegen, dir auch die Hände zu schütteln.“

„Ok, warum nicht. Aber übertreibt es nicht und akzeptiert, wenn ich euch Sachen nicht erklären kann!“ warnte Mel ihn.

„Damit kann ich leben. Dann haben wir einen Deal. Die Puppe gehört dir!“ freute sich Christoper und Suki ebenso. Mel flog misstrauisch um die Puppe herum.

„Die Gelenke wurden so gebaut, das du sie in alle Richtungen drehen kannst, was… eine normale Person nicht wirklich kann. Wegen der fehlenden… Augen, Mund und dem Rest kann Suki dir vermutlich eher helfen, als ich. Ich tippe darauf, dass du mit der Puppe genau so gut sehen kannst, wie mit deinen aktuellen Augen, sonst hätten die Erbauer bestimmt mehrere Mechaniken eingebaut.“

„Sammelt ihr eigentlich alles, was ihr findet? Ich will ungern… dein Inventar kennen…“

„Aber sicher das, das ist doch mein gutes Recht oder? Mir ist es natürlich bewusst, wenn ich sterbe, dass alle Gegenstände die ich gesammelt habe, verloren gehen, da habe ich schon gewisse Vorsichtsmaßnahmen getroffen.“

Mel hat ihre Puppe genug betrachtet und sah aus, als würde sie einen tiefen Atemzug machen, dann flog sie in die Puppe rein. Christoper stand neben Suki und schauen nun, was passiert.

Auf einmal fing die Puppe an, überall zu wackeln und klappern, dabei schwebte es in der Luft. „Ist das normal… wenn ein Geist was einnimmt?“ flüstert Christoper, aber Suki schüttelt nur den Kopf.

Es wurde immer schlimmer und schlimmer, dann wurde es still, schwebte aber weiter in der Luft… als auf einmal am Kopf rote Haare herauswachsen. Den beiden Zuschauern fiel die Kinnlade runter und trauen ihren Augen nicht.

Die Haare wuchsen solange, bis sie die Knie erreichten, dann kam die nächste Veränderung… Es entstand ein Gesicht… das Material formte Ohren, Mund, Kinn und als letztes Augen, die aber scheinbar geschlossen sind. Am interessantesten waren die Sommersprossen, die auf dem Gesicht auftauchen.

Aber auch am restlichen Körper kamen Veränderungen, die Beine wurden ein bisschen länger und es bilden sich nur Andeutungen von Brüsten. Nur die Hautfarbe ist weiterhin weiß.

Dann landete die Puppe und öffnete ihre Augen. Suki und auch Christoper haben viel gesehen, aber aus irgendeinem Grund mussten sie beiden schwer schlucken.

Die Augen waren komplett schwarz, keine Pupille oder sonstiges und hatte überall leuchtende Glitzer, als würde man Nachts in den Himmel schauen und die Sterne beobachten.

Mel hob nun einen Arm und spielte mit der Hand, dann mit der anderen ebenso, wie ein neugeborenes Kind. Dann machte sie ihre ersten Schritte.

„Es… hat scheinbar geklappt?“ wundert Mel sich und ihre Stimme klang leicht schallend.

„Wie… fühlst du dich?“ fragte Suki ihre Freundin.

„Hm… ich kann Kälte spüren… wieso habe ich Haare?!“ fiel Mel nun auf, als sie sich anschauen wollte. Sie nahm ihre langen roten Haare und streichelt sie mit den Händen. „Wieso habe ich Haare und kann sie fühlen?!“

„Eh… hier, schau dich besser im Spiegel an.“ holte Christoper einen großen Spiegel aus seinem Inventar und Mel schaute sofort rein.

„Aber… so sah ich aus… als ich gestorben bin? Wie… ist das möglich?“ staunte Mel, als sie ihr Gesicht genauer betrachtet, die schwarzen Augen scheinen sie nicht zu stören.

„Ich bin ehrlich. Ich weiß es nicht, aber es kann sein, dass ich mich wiederhole: Es ist ein Gegenstand aus der Vergangenheit, wo Nekromantie was alltägliches war. Wenn du sagst, das du aussiehst wie früher, muss ich annehmen, dass die Erschaffer es soweit geschafft haben diese Puppen so aufzubauen, dass sie die Form der Geister oder verstorbenen Seelen annehmen können, wie sie VOR dem Tod ausgesehen haben.“ grübelt Christoper.

Suki ging auf Mel zu und nahm eine Hand. „ … Kannst du meine Hand fühlen? Irgendetwas?“ fragte die Katzenfrau glücklich.

„Ja… ja, ich fühle deine Wärme und es ist mir nicht unangenehm.“ strahlte Mel glücklich dann umarmten sich beide.

„Du riechst gut.“ flüstert Mel Suki ins Ohr, die nun doch rot wurde. „Danke.“

„Dann war es doch eine gute Idee, dir diese Puppe anzubieten.“ grinst Christoper. „Sag, kannst du sie eigentlich auch normal verlassen? Ich meine, mit der Puppe müsstest du so leben wie eine normale Person.“

„Hmm…“

„Wieso geht das nicht?!“

Kapitel 148

Ich bin wiedergeboren und versuche meine Übungen zu machen?

Die SSS-Abenteurer haben Sina eine brauchbare Reglung für die SV-Geschichte vorgelegt und es wurde akzeptiert. Ma Shi hat es noch in das Buch hinzugefügt und sich dann verabschiedet mit den Worten: „Wenigsten habe ich nun Ascal und muss die Arbeit nicht alleine machen, aber ich werde Zeit brauchen, bis wir den Plan von Neia umgesetzt bekommen.“

Sina und Sherry haben sich früh verabschiedet und sind in das Zimmer von Sina verschwunden. Die Abenteurer hatten alle… ihre Fantasien, aber es war tatsächlich ein bisschen anders.

„Ab sofort schläfst du immer bei mir!“ verlangte Sina und Sherry bekam Nasenbluten. „Beim dunklen Gott, was hast du denn jetzt gedacht?!“ reagiert Sina panisch.

„Eh.. ah.. nichts, meine Fantasie ging mit mir durch…“ murmelt Sherry.

„Sherry… wir gehen das gemeinsam an, aber langsam ok? Ich muss noch herausfinden, wie ich mit diesen Flügeln schlafen kann und so weiter, aber würde mich freuen, wenn du bei mir bist.“

„Ah… gerne! Dann räume ich mein Zimmer und ziehe bei dir ein!“

„Ehhhh jaein… Du kannst bei mir einziehen, aber dein Hobby musst du dann in den Keller verfrachten, sonst sehe ich schon jetzt Probleme kommen!“

„Hmm… stimmt, dann warte ich lieber noch…“

„Die Entscheidung liegt nur bei dir, aber nun möchte ich nur noch schlafen mit der Person, die mein Herz gestohlen hat…“

„Wow… wusste nicht, dass du so mit Worten umgehen kannst…“

Die Abenteurer machten alle ihr Ding und die Gruppe im Wohnzimmer löste sich irgendwann in der Nacht auf.

Am nächsten Morgen stand Sina mit einer engen kurzen Sporthose sowie ein engen Tanktop „Made by Sherry“ im Garten und zeigte unheimlich viel Haut von Bein, Bauch und Rücken sowie Arme. Wenn irgendwelche Männer vorbeikommen würden, würden sie einen Zusammenbruch vor so viel Schönheit bekommen, trotz der großen Flügel die Sina hatte.

Sina betrachtete nochmal wieder ihren tätowierten Arm und musste wieder feststellen, dass sie eine Geschichte erzählen und trotzdem wunderschön waren. Die Dämonin holte alle ihre Waffen aus dem Inventar und rammte sie in einer Reihe in die Wiese. Dann machte sie erst mal Dehnübungen, bevor sie ihr eigentliches Projekt versuchte.

„Soo… ich habe mich schon besser im Griff mit den Flügeln, aber in einem Kampf… könnte es kritisch werden und bis ich diese Dinger kontrolliert bekomme, konzentriere ich mich lieber auf die Dinge, die ich am ehesten erreichen kann.“ dachte Sina und fing mit dem Schattenboxen an und bekam direkt Gleichgewichtsprobleme.

„Wie ich es mir dachte, dann werde ich es langsamer angehen…“ murmelt Sina und wiederholte ihre Aktion. Dabei achtet sie darauf, wie die Flügeln stören.

Einige Abenteurer erwachten und beobachten die Übungen von Sina. „Erstaunlich… gestern wäre sie um ein Haar abgehauen, nun übt sie im Garten ihre Veränderung, vor allem… sie sieht verdammt glücklich aus.“ murmelt Kunz, Onesta liegt bewusstlos auf dem Boden mit einer blutigen Nase.

Louis beobachtet ebenso die Übung von Sina und fand es erschreckend, wie schnell sie ihre Fehler korrigiert. Ihre Boxtechniken wurden immer schneller und schneller, das man es nicht mehr sehen konnte, dann fing sie an dabei zu laufen.

Manchmal fiel Sina hin, aber sie stand sofort wieder auf und fing von vorne an. Christoper und Falco saßen auf den Terrassenstühlen und schauten sich das aus nächster Nähe an und tranken dabei einen Tee.

Sina machte immer weniger Fehler und wurde beim Laufen immer schneller. In den Augen der Abenteurer bewegte sie sich so schnell wie Acula. Dabei boxte sie weiter mit ihren Fäusten in die Luft.

„Sie vertraut uns, sonst würde sie diese Übungen nicht so ungehemmt machen.“ brummte Falko zufrieden. „Ich muss Sherry irgendetwas schenken, so viele Frauen wie Sina bekommen meine Augen dann doch nicht zu sehen.“ grinste Christoper ziemlich offensichtlich.

Dann wechselt Sina ihre Kampfhaltung und tritt nun mit den Füßen in die Luft immer abwechseln und so schnell, bis man es nicht mehr sehen konnte. Auch bei dieser Aktion fiel Sina nicht selten auf den Boden, vor allem wenn sie „Roundhouse-Kick“ versuchte behindern ihre Flügel sie noch mehr, aber davon lässt Sina sich nicht entmutigen.

„Sag… wie viele Stunden schauen wir ihr zu Christ?“ fragte Falko. „Nicht genug.“ murmelt der Dungeonfarmer als ein Stein an ihm vorbeiflog und einen blutigen Schnitt an der Wange verursachte.

„Ihr dürft gerne zuschauen, aber ohne Kommentare!“ lächelt Sina mit einem düsteren Gesicht zu ihnen rüber. Christoper musste nun doch schwer schlucken.

Normale Angriffe mit Füßen und Beinen hat Sina in den Griff bekommen, aber sobald es darum geht, um sich zu schlagen, fällt sie hin. Sina kam auf die Idee in einem bestimmten Winkel zu kämpfen. Erst dann klappte es besser und sie nicht mehr auf den Boden fiel.

„Illusion: Doppelgänger!“ und beschwor zwei Klone von sich, die sie angriffen und Sina ausweichen musste. Der eine Klon boxte, während der andere mit Beinen nach ihr trat.

„Ich will das jetzt nicht glauben was ich da sehe…“ murmelt Louis, der sich zu seinen Freunden gesellt hat. „Glaub was du willst, aber es ist so.“ tröstet Christoper, der seine Wunde lange versorgt hat.

„Wie macht Sina das? Ich… kann es mir nicht mal ansatzweise vorstellen. Sie kontrolliert zwei Doppelgänger, die sie gleichzeitig angreifen und sie weicht ihnen aus. Der Kopf müsste ihr doch regelrecht explodieren bei den vielen Informationen… Ah.. scheinbar wurde sie getroffen und es geht wieder von vorne los.“ war Thomddir nun ebenso bei ihnen.

Sie haben verstanden, wenn Sina getroffen wurde, dass das Original und die Klone einen Abstand nehmen, bevor es in die nächste Runde geht. Das Spielchen ging noch ein Weilchen so, als Sina noch einen dritten Klon dazu beschwört. Nun griffen sie Sina aus unterschiedlichen Richtungen mit unterschiedlichen Techniken an… bis alle gleichzeitig nach Sina getreten haben und sie nach oben sprang.

Scheinbar wollten die Klone es ausnutzen und sie in die Luft treten, bis etwas unglaubliches passierte. Die Flügel schlugen einmal in die Luft und Sina flog nach oben und entkam so diesem Angriff, bis sie unkontrolliert auf den Boden fiel.

Die Klone verschwanden alle und Sina strahlte von der Wiese die Abenteurer an. „Ihr habt es auch gesehen oder? Oder?!“ „Ja, du hast es geschafft einmal deinen Flügel zu kontrollieren.“ bestätigt Louis.

„YEAH!“ rief Sina freudig, aber scheinbar hört sie mit dieser Art von Übung auf, denn sie nimmt nun die erste Waffe, Blutklinge. Wieder macht sie nur ihre Standartübungen bis ins extreme. Als sie zufrieden war, nahm sie nun Thorn.

„Ah… dieses Schwert ist aber neu.“ merkte Louis an. „Stimmt, es hat Justus gehört. Dieses Schwein hat mein anderes Katana zerstört, also habe ich mir seine lebendige Waffe als Ersatz genommen.“ bestätigte Sina.

„Eh?! Wie hast du das denn gemacht? Lebende Waffen sind auch nach dem Tod ihrer Herren sehr loyal!“ verlange Christoper zu wissen.

„Ich habe gedroht es in den nächsten Vulkan zu werfen, aber darauf ist es nicht eingegangen. Dann habe ich ihm angeboten, es noch stärker zu machen, als es ohnehin schon ist und hat mir dann seine Treue geschworen.“ grinste Sina sehr böse.

„Aha… von wegen ewiger Treue…“ brummte Falko. „Faszinierend… das sollte ich einem Bekannten erzählen, der lebendige Waffen erforscht.“ nickte Christoper.

„Willst du uns eigentlich mal verraten, warum dein dünnes Schwert diese Aura hat?“ fragte Louis. Sina war am überlegen. „Warum nicht. Ich habe momentan drei mit meiner Waffe.

Das erste wäre „Giftklinge“, dass ich mit dem Monsterstein des Skelettdrachen gefüttert habe. Die nächste wäre „Chaosklinge“, dass durch den Monsterstein der modifizierten Hydra entstanden ist und als letztes „Gravitationsklinge“, gefüttert von dem Monsterstein von Titanus.“ grinst Sina die Männer an.

„Ach… du heiliger Schreck…“ da ist Christoper bald das Kinn auf den Boden gefallen. „Stimmt, diese Waffe gehörte eigentlich meinem Vater… oder besser gesagt dieser Stein hier. Es stammt vom dunklen Gott persönlich, aber mein Vater hat es mir vermacht, weswegen ich ihm… schon etwas dankbar bin.“ teilte Sina ein weiteres Geheimnis mit und dann fiel ihr was ein.

Sie kramte in ihrem Inventar und holte zwei blutrote Monstersteine raus. Einer strahlte mehr Kraft aus, als der andere… wirkte auch etwas reiner.

„Das sind die Monstersteine von Justus und Acula.“ legte sie die Steine auf den Tisch, so dass jeder der Abenteurer sie betrachten konnte.

„Meine Fresse, Blut in einer Kristallform. Was hast du damit vor?“ staunte Thomddir. Sina wiegelt den Kopf und legte dann beide lebende Waffen auf den Tisch. Dann nahm sie die Blutsteine und begutachtet sie.

„Welch eine grausame Ironie Justus… vom eigenen Schwert gefressen zu werden.“ kichert Sina unheilvoll und legte seinen Monsterstein auf Thorn.

Sofort schmolz er und wurde von dem Schwert aufgesagt, dann legte sie den Stein von Acula auf Blutklinge und der selbe Vorgang wiederholte sich, aber etwas änderte sich. Blutklinge bekommt in seiner Ursprungsform rötliche Signaturen auf der Klinge und die Schneide wurde blutrot.

„Und… was können sie jetzt?“ fragte Falko neugierig. Sina nahm beide Waffen in die Hände und begutachtet den Status von beiden Schwerter.

Name: Blutklinge

Level: 155

Waffe: Teuflisches Katana (Angepasst)

Fähigkeit:

  • Selbstreparatur Level 31 (Aufgewertet)
  • Schärfe Level 31 (Aufgewertet)
  • Härte Level 31 (Aufgewertet)
  • Transformieren:
  • Giftklinge
  • Chaosklinge
  • Gravitationsklinge

Name: Thorn

Level: 316

Waffe: Breitschwert

Fähigkeit:

  • Selbstreparatur Level 53 (Aufgewertet)
  • Schärfe Level 53 (Aufgewertet)
  • Härte Level 53 (Aufgewertet)
  • Stabilität Level 53 (Aufgewertet)
  • Transformieren:
  • Giftschwert
  • Blutschwert (neu)

„Eh?! Meine Blutklinge ist kein Katana mehr, sondern ein „Teuflisches Katana“! Was soll ich mir denn darunter vorstellen?“ war Sina überfragt und betrachtet nochmal die neue Form ihrer Waffe. „Muss ich es jetzt wie ein Vampir immer mit Blut füttern oder wie?“ Alle Herren schauten wieder Christoper den Experten an.

„Wieso schaut ihr mich nun alle an?!“ wehrte sich Christoper. „Weil du uns immer vermittelst, als wüsstest du alles? Wie oft kommst du immer um die Ecke und erklärst Dinge, die keiner versteht oder kennt?“ antwortet Louis darauf.

„Glaube, ich werde zukünftig mehr den Mund halten…“ murmelt Christoper. „Als ob.“ brummte Falko. Auf einmal hörte Sina eine Stimme im Kopf.

„Herrin… Herrin…“ Sina schaut sich um und sah nur wie die Männer wieder am diskutieren waren. „Herrin… Herrin…“

„Haltet mal die Klappe, irgendwas höre ich!“ befahl Sina für Ruhe und die Männer starrten sie alle an. Egal wo Sina hinschaut, sie hört klar die Stimme, findet aber die Person nicht… als sie auf ihr Katana in ihrer Hand starrt.

„Warte, bis du das etwa Blutklinge?!“ rief Sina erstaunt und die Männer denken nur, das Sina doch dem Wahn gefallen ist.

„Herrin… ihr habt mich Blutklinge getauft… und ich habe euch ewige Treue geschworen. Nie habt ihr mich missbraucht und nur ein einziges Mal hat ein fremdes Wesen es gewagt, gegen meinen Willen mich zu transportieren.

Ich gelobe mich zu wiederholen: Ich werde mit Herz und Seele mit meinem Stahl eure stärkste Waffe sein, so dass jeder Feind vernichtend zerstört wird.“ sprach das Katana in ihrem Kopf.

„Ah… verstehe… du bist ein sprechendes Katana geworden… kannst du mir erklären, wieso du nun sprechen kannst?!“ hakte Sina nach und nun fielen den Herren die Augen aus den Gesichtern.

„Mit dem letzten Monsterstein wurde mir die Fähigkeit des Sprechens eingehaucht und es hat meine Form geändert. Ich weiß nicht warum, aber jedes Mal… wenn ihr einen Feind schlagt und ich an sein Blut ran komme, kann ich eure Verletzungen heilen, solange ihr mich haltet.“ erklärt das Katana.

„Warte… müsstest du nicht dann eine Gottesklinge oder ähnliches sein?“ überlegte Sina laut und Christoper sah der Ohnmacht nahe aus.

„Ich wurde vom dunklen Gott höchstpersönlich erschaffen und sollte eigentlich dem Dämonenkönig dienen, aber ich bereue keine Minute, dass ich euch zur Seite stehe. Aber eine Gottesklinge… passt nicht. Ihr seid ein Teufel, deswegen solltet ihr mich als ein Teufelsschwert betrachten, denn ihr wollt die Götterbestien jagen und ich werde mit Freuden ihre Körper zerschneiden…“ kichert das Katana auf einmal.

„Oh… verstehe. Danke für die Information, du kannst dich nun ausruhen.“ befahl Sina und ihr Katana leuchtete kurz auf.

„Ok, aufgepasst…“ erklärte Sina nun den Herren, was soeben passiert ist. Nach der Erklärung saßen sie alle auf den Stühlen und waren sprachlos.

„Ich danke der Göttin, dass ich das erleben darf… oder eher dem dunklen Gott? Ich bin kein Anhänger von ihm… egal. Das. gibt. es. doch. NICHT?!“ rief Christoper auf einmal laut und Falko wollte ihn schon beruhigen.

„Was kommt denn noch alles?! Gottesschwert, Teufelsschwert, wieso muss ich damit rechnen, dass eine untergegangene Zivilisation erscheint und die Bewohner noch relativ lebendig sind und einen Krieg gegen alles führen wird?!“ ließ Christoper sich nicht beruhigen.

„Das hast du gesagt und Sherry mit dem Pech in der Villa fördert das alles nochmal.“ kommentiert Sina es nur trocken.

„Es bringt nichts, wenn wir uns darüber aufzuregen. Sherry hat bisher nicht erwähnt, dass „ihr“ Schwert gesprochen hat oder so, aber vielleicht kommt es noch. Es ist noch jung und muss gestärkt werden.“ behauptet Louis, aber leider… liegt er daneben, aber das wusste keiner.

„Eben, nur würde ich euch bitten, keine Silbe davon zu erwähnen dass ich nun ein sprechendes Teufelsschwert habe, sonst komme ich langsam wirklich in Erklärungsnot.“ bat Sina und die Männer nickten.

„Ich traue mich nicht zu fragen, aber was kann das andere Schwert nun dafür?“ fragte Louis. Sina nahm Thorn in die Hand und aktivierte „Blutschwert“. Es bekam überall Risse und wurde grau wie ein Stein.

„Wenigsten keine Aura, aber was kann denn nun Blutschwert?“ hielt Sina es vor der Nase. „Vermutlich eine gleiche Funktion wie dein Katana, dass es Blut saugt und dich heilt?“ rät Falko.

„Kling einleuchtend.“ stimmte Sina zu, als sie es aus Versehen über die Wiese hielt und das Gras sofort verdirbt und austrocknet. „Oder auch nicht.“

„Es raubt einem die Lebensenergie oder?!“ staunte Thomddir, als Sina das nochmal auf der Wiese wiederholte.

„Sieht so aus. Spürst du irgendwelche Veränderungen an dir oder deinem Schwert?“ fragte Christoper, aber Sina schüttelt nur den Kopf.

„Nein, überhaupt nichts, es ist nur gierig nach Leben… wie Justus. Super, es hat vermutlich seine Persönlichkeit angenommen.“ rollte Sina mit den Augen.

„Tja, so ist das halt im Leben.“ philosophiert Thomddir.

Nebengeschichte 7.

Ich bin wiedergeboren / Nebengeschichte 7

Am nächsten Tag wurden Amy und Matthieu zum König gebracht. Sie hatten in den letzten Tagen viel von der Hauptstadt gelernt und auch insgeheim hat Amy viele Personen analysiert, um herauszufinden, welche Fähigkeiten sie so alles haben.

Man hat ihnen bürgerliche Klamotten zur Verfügung gestellt. Das Essen und ihre Zimmer waren auch sehr angenehm. Nur… waren die Klamotten für Amy scheinbar ein bisschen eng im Brustbereich und erregt daher die Aufmerksamkeit der Männerwelt ungewollt.

Die Wachen waren immer sehr höflich gewesen zu den Helden und wollten General Simon aus dem Weg gehen, mit seiner Narbe im Gesicht wirkte er immer sehr unheimlich auf sie.

„Er ist bisher der stärkste Kämpfer in der Burg. Ich habe schon ein paar Abenteurer gesehen, die auch stark waren, aber er würde sie im Kampf besiegen können.“ hat Amy es Matthieu zugesteckt.

„Scheinbar konntest du dich ja ziemlich schnell an die neue Situation gewöhnen Amy.“ merkte Matthieu an.

„Klar, weil ich gerne Computerspiele gespielt habe und… ich würde es sogar als „cheaten“ betrachten, weil ich einfach die Erfahrung mitbringe, weißt du?“ hat Amy versucht es ihm zu erklären, aber Matthieu hat kein Wort verstanden.

Beide Helden betraten den Thronsaal und sahen wieder den König, General Simon und den Ritter Friedrich, aber es waren auch zwei neue Gesichter dabei und… in eins hat sich Matthieu gnadenlos verliebt.

„Es geht euch beiden scheinbar gut. Wenn ich vorstellen darf, das ist meine Tochter Themba, Prinzessin Efrana und der Sohn von Friedrich, Ralph.“ stellte der König sie vor. Matthieu bekam rote Wangen und versuchte seinen Blick von der Prinzessin abzuwenden, was ihm sehr schwer fiel.

Prinzessin Themba und Ralph verbeugten sich und die Helden versuchten es ebenso, aber sind die Etikette nicht gewöhnt.

„Ich habe ausführlich mit meinen Beratern gesprochen und auch eine externe Meinung dazu eingeholt, der in unserer Welt ebenso ein Held ist.“ erklärte der König und Amy sowie Matthieu rissen erstaunt ihre Augen auf.

„Des weiteren habe ich mit der Kaiserin Emilia ebenso ein Gespräch geführt, die eure beiden vermissten Freunde versorgt.“ erklärt der König weiter.

„Beide? Aber… besteht dieser Kontinent nicht aus drei Reichen?“ wundert sich Amy. „Das ist richtig. Nur allein die Göttin kennt die Gründe, warum sie euch so eingeteilt hat.

Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir eure Warnung mit den Dämonen sehr ernst nehmen und werden eine gemeinsame Expedition nach Deymonlia schicken, die die Barriere überprüft und ein Warnmeldesystem aufbaut, dass wir nicht von den Dämonen überrascht werden. Die… strategischen Probleme werde ich euch nicht erklären, das Problem werden wir selber lösen.

Die andere Warnung mit dem Teufel wird… die Reichskanzlerin aus Osnain übernehmen, sollte er irgendwelche Probleme auf der Welt machen, ansonsten haben wir uns entschlossen, ihn zu ignorieren. Wir wissen nicht, wonach wir schauen sollen noch wie der Teufel aussieht, es ist also eine unsichtbare Bedrohung, gegen die wir nichts machen können, aber sehr wohl gegen die Dämonen.

Ich biete euch beiden eine Ausbildung in unserem Militär an, damit ihr euch mehr Stärke aneignen könnt sowie Wissen, dass ihr ebenso benötigt. Das war ein Vorschlag… unseres Helden…“ suchte der König nun das passende Wort.

Die Helden dachten sich nichts dabei, nur Prinzessin Themba rollt dabei irgendwie immer die Augen, als wüsste sie mehr und wird vom dem rothaarigen Jungen beruhigt.

Amy schaute Matthieu an und beide nickten. „Wir werden euer Angebot mit Freuden annehmen, damit wir bald eine kämpferische Hilfe sein werden gegen die Dämonen, aber auch gegen die anderen Gefahren auf der Welt.“ sprach Matthieu für beide.

„Das bezweifele ich dann doch stark, dass ihr was gegen die anderen Gefahren tun könnt, dafür haben wir unseren „Helden“.“ meldete Prinzessin Themba sich und es wurde sehr eisig im Thronsaal.

„Danke für deine Meinung meine liebe Tochter. Ich werde euch persönliche Ausbilder schicken, die euch im Kampf unterweisen werden.“ versuchte der König die Situation zu retten.

„D… dürfen wir vielleicht mehr über diesen Helden erfahren? Diese Person muss ja ziemlich bekannt und stark sein.“ fragte Amy vorsichtig, denn scheinbar ist dieser Held eine sehr einflussreiche Person.

„Das ist meine große Schwester, sie hat die Armee des Königs zusammengeschlagen, bevor sie Prinzessin Themba und Prinz Alwin beim König abgeliefert hat.“ meldet sich Ralph. Der König schlug eine Hand ins Gesicht und Simon sah man an, dass er lachen wollte.

„Das… hättest du nicht sagen dürfen mein Sohn. Es ist zwar richtig, aber es wäre besser gewesen, wenn du erwähnt hättest, dass sie die aktuell stärkste Kämpferin und Abenteurerin auf Alliancia ist.“ brummte Friedrich.

„Eher Welt, wenn ich überlege was sie in letzter Zeit getan hat. Warum schicken wir nicht sie einfach nach Deymonlia und lassen sie es klären?“ schlug Prinzessin Themba vor und sagt damit indirekt aus, dass sie nichts von den beschworenen Helden hält.

„Meine Tochter… gerade du solltest wissen wie sie ist oder? Ich halte dich nicht auf, wenn du zu ihr gehst und es ihr ins Gesicht sagst, aber ich weiß jetzt schon, wie das enden wird und nicht unbedingt im Vorteil für dich!“ kommentiert der König.

„Eh… nein danke.“ wurde die Prinzessin Themba kleinlaut.

„Was muss das für eine Frau sein, dass selbst der König ihr nichts befehlen kann?“ flüstert Matthieu die Frage zu Amy, aber die schüttelt nur den Kopf.

„Keine Ahnung… aber es vermittelt mir nur den Eindruck, dass man es sich mit ihr nicht verscherzen darf… warum schaut mich die Prinzessin eigentlich die ganze Zeit so wütend an?“ flüstert Amy zurück.

„Sie… wird ihre Gründe haben.“ sagte Matthieu es verträumt und Amy rollte nur ihre Augen, dass er sich in die falsche Person verliebt hat.

Miyu und Davino saßen gemeinsam in ihrem Zimmer und versuchten sich die Zeit zu vertreiben. Beide haben sich ein bisschen näher kennengelernt und Miyu wusste nun, warum Davino so einen Charakter hatte. Die Japanerin dagegen… hat Davino nicht sehr genau über ihre Familie aufgeklärt.

„Himmel, wieder so ein Tag wo wir nur herumsitzen dürfen. Ich habe mir das… Heldendasein ein bisschen anders vorgestellt, als die Göttin uns dazu gezwungen hat.“ nörgelt Davino.

„Aber hier ist es immer noch besser als im Kerker zu sitzen. Einer der Wachen war so freundlich gewesen zu erklären, dass es früher… anders gewesen wäre, deswegen sollten wir Kaiserin Emilia dankbar sein.“ beruhigte Miyu ihn.

„Miyu. Diese Kaiserin ist doch genauso alt wie wir, woher willst du denn wissen, ob sie dieses Amt richtig leiten kann? Zumal, wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich nur Militär, Militär und nochmal Militär. Wer sagt mir denn, dass sie nicht kontrolliert wird?!“ wurde Davino hitzig.

„Die einzige Person, die mit der Kaiserin in Augenhöhe zu sein scheint, ist diese Reichskanzlerin. Viele sprechen dieses Amt entweder sehr ehrfürchtig oder ängstlich aus, als würden sie den Tod beschwören. Keine Ahnung wer diese Frau ist, aber vor ihr haben die meisten mehr Angst als vor der Kaiserin.“ klärte Miyu ihn auf.

Auf einmal wird an der Tür geklopft und zwei Männer mit dreckigen Lederharnischen standen davor. „Wir wünschen den „Held“ Davino zu sprechen.“ sagte der größere von den Beiden.

„Das bin ich, gibt es ein Problem?“ meldet sich Davino und Miyu ahnte, dass es gleich hässlich wird. Die Männer erinnern sie mehr an Metzger oder eher… Folterer.

„Mein Name ist Thomas und mein Arbeitsfreund hier ist Kurt. Wir sollen im Namen der Reichskanzlerin mit dir eine Rundführung durch die Burg machen, wenn ihr also kommen würdet?“ sagte Thomas in einem Ton ohne Widerworte.

Davino und Miyu schauten sich an und selbst Davino merkte sofort, dass etwas faul an der Sache ist. „Und wenn ich „Nein“ sage, was dann?“

„Dann brechen wir dir halt beide Knie und nehmen dich dann mit. Die Wahl liegt ganz bei dir.“ beantwortet Kurt die Frage.

„Davino! Am besten du gehst wirklich mit den Herren, die sehen… sehr erfahren aus in ihrer Branche!“ versuchte Miyu Davino zu helfen und bekam zumindest respektvolle Blicke von den Männern.

„Nur eine Rundführung, mehr nicht?“ hakte Davino nach. „Ganz genau, mehr nicht.“ grinste Thomas. Davino bekam es nun mit der Angst zu tun, aber er war kein Feigling und schluckte die Angst runter. Er stand auf und folgte den Männer, während Miyu im Zimmer zurückbliebt.

„Keine Sorge, du wirst deinen Freund heute wieder sehen, denn ihr werdet zur Kaiserin Emilia gebracht.“ informierter Kurt sie noch.

Dann… zeigten die Folterknechte Davino die „Burg“ oder eher gesagt ihre Arbeitsstätten, ganz nach der Anleitung der Reichskanzlerin. Als Davino die gefolterten Menschen sah, musste er sich übergeben und die Männer lachten über ihn, dann zerrten sie Davino durch die nächsten Räume. Davino dachte, er wäre in der Hölle gelandet. All die Leiden, Schreie und der Gestank, damit hat er nicht gerechnet, dass so… was immer noch existierte.

Der Held hatte irgendwann kein Zeitgefühl mehr und versuchte alles auszublenden, aber die Folterknechte kannten ihre Tricks und foltern ihn mental.

Bis er irgendwann im Gang vor dem Thron stand, als Kurt ihm den Hinweis gab: „Die Reichskanzlerin hat dein mangelndes Benehmen mitbekommen und wollte, dass wir dir zeigen, was dir blüht, solltest es sich nicht ändern, hast du die Warnung verstanden?“ und Davino nickte panisch.

„Wunderbar, die Methoden der Reichskanzlerin sind schon eine Kunst für sich, ich kann nicht genug von ihr lernen.“ schwärmte Thomas und Kurt stimmte ihm zu.

„ … Ist… ist das der Grund… warum jeder Angst vor ihr hat?“ stottert Davino die Frage und die Männer mussten überlegen.

„Nein… nicht wirklich. Nur ihre Feinde bekommen… die Kunst zu sehen, aber warum jeder Angst vor ihr hat, die Gründe liegen woanders.“ beantwortet Kurt die Frage und zogen nun Davino zum Thronsaal.

Miyu stand da ebenso mit einer Wache und musste schockiert ihren Mund halten. Davino war extrem blass, sein Hemd komplett verschwitzt und er zittert überall ängstlich.

„Was habt ihr mit ihm gemacht?!“ verlangte Miyu zu wissen. „Wir haben ihm die Burg gezeigt, mehr nicht. Scheinbar wurde es ihm unterwegs ein bisschen schlecht. Als er wieder fitter wurde, haben wir ihm noch den Rest gezeigt. War doch schön oder?“ grinste Thomas böse.

„Verdammt, er ist doch ein beschworener Held! Das… könnt ihr doch nicht machen! Gibt es hier keine Menschenrechte oder so?“ versuchte Miyu irgendwas für Davino zu machen, aber beide Folterer mussten auf einmal lauthals lachen.

„Menschenrechte? Bedaure, aber das müsst ihr uns erklären, aber die Zeit habt ihr nicht dafür, denn Kaiserin Emilia wünscht euch zu sehen.“ beruhigte Kurt sich nach dem Lachanfall. Die Wache öffnete die Throntür und die Folterer zerren Davino mit.

Kaiserin Emilia saß auf dem Thron und General Lion… stand sehr weit in der Ecke und sah extrem niedergeschlagen aus.

Die Folterer setzten Davino mit einem Abstand vor der Kaiserin ab und ließen ihn dann alleine stehen. Dann schloss Miyu sich ihm an und versuchte ihn zu beruhigen, aber Davino schreckte zurück, als sie ihn anfasste.

„Kaiserin Emilia, wir haben unsere Aufgabe erledigt.“ verbeugten sich die Folterer vor der Kaiserin und gingen aus dem Thronsaal.

„Wunderschön, ich hoffe, dir hat meine Burg gefallen? Die Idee kam von meiner Reichskanzlerin. Sie hatte noch ein paar Ideen mehr gehabt, aber letztendlich hat sie berücksichtigt, dass ihr ein Held seid und wir euch brauchen.“ grüßte die Kaiserin die Helden.

„Ich… habe verstanden… es… tu… tut mir leid über mein Benehmen.“ stottert Davino. Miyu wollte gerne was einwerfen, aber sie hielt den Mund.

„Entschuldigung akzeptiert. Nun möchte ich euch meine Entscheidungen mitteilen und auch weitere Informationen geben.

Ich habe mit dem König aus Efrana gesprochen und kann berichten, dass bei ihm die zwei fehlenden Helden untergekommen sind, was natürlich gut für mich ist, denn nun können wir sicher sein, das Tuzato keine Probleme machen wird.

Das Königreich Efrana wird eure Warnung mit den Dämonen überprüfen und wir unterstützen ihre Aktion, denn wenn vier Helden auf unserer Welt beschworen werden, müssen wir leider annehmen, dass die Dämonen tatsächlich wieder ein großes Problem sein werden.

Nun mache ich euch ein Angebot. Wir bieten euch eine Ausbildung zum Kämpfer. Wir werden euch alles nötige Wissen beibringen, was ihr im Kampf und über die Welt wissen müsst. So wie ihr momentan seid, könntet ihr nicht mal ein halbtotes Monster fertig machen.“ beendet Emilia ihre Rede.

„Traust du dir zu die Ausbildung anzunehmen? Denn… wenn wir ablehnen habe ich das Gefühl, werfen sie uns einfach raus.“ flüstert Miyu Davino ins Ohr. Er schloss kurz seine Augen… und nickte dann.

„Wir würden gerne euer großzügiges Angebot annehmen, aber eine Frage hätte ich trotzdem.“ nahm Miyu das Angebot für beide an.

„Sprich.“ nickte die Kaiserin.

„Was ist mit der anderen Bedrohung? Ich gehe… fest davon aus, dass ihr es mit dem König auch besprochen habt oder? Wenn die anderen Helden bei ihm sind, hoffe ich, dass sie ihm ebenso die Warnung mit dem Teufel ausgesprochen haben.“ fragte Miyu.

„Dieses Problem wird sich die Reichskanzlerin annehmen und soll nicht länger meine oder die Sorge des Königs sein, also könnt ihr euch beruhigt auf eure Hauptaufgabe konzentrieren.“ erklärt die Kaiserin.

„Eh? Seid ihr sicher? Ein Teufel ist… nicht irgendein Monster… sondern eher das Monster unter den Monstern.“ war Miyu verwundert.

„Das ist die Reichskanzlerin auch. Sie ist die stärkste Frau in ganz Alliancia… ich würde eher sogar sagen, auf der Welt. Ihr Stärke ist unbestritten und jeder Bewohner auf der Welt hat es erlebt, wozu sie fähig ist.“ bewundert die Kaiserin ihre rechte Hand fast schon.

„Eh… ok? Wenn ihr das beschlossen habt, kann ich keine Einwände haben, eure Majestät… Ist es möglich, dass wir die Reichskanzlerin kennenlernen dürfen?“ fragte Miyu und es herrschte eine Totenstille im Thronsaal.

Die Kaiserin schaute General Lion an, der aber den Kopf schüttelt. „Bedaure, aber… rechnet nicht damit, dass ihr sie in nächster Zeit zu sehen bekommt.“ rief Lion aus der Ecke heraus.

„Ihr habt den stinkenden General gehört. Ihr könnt euch wieder in eure Zimmer zurückziehen, morgen geht das Training los und… dem jungen Helden sollte es bis dahin besser gehen.“ grinste die Kaiserin Emilia böse.

Davino bekam das Gefühl, dass er sich wieder übergeben müsste, aber schaffte es sich zusammenzureißen.

„Scheinbar ist sie eine sehr nachtragende Person.“ flüstert Davino zu Miyu, aber diese wundert sich nur, was die Kaiserin mit „stinkenden General“ meinte.

Kapitel 147

Ich bin wiedergeboren und der beste Witz?

Sina schaffte es irgendwie sich aus der Umklammerung von Sherry zu befreien und wusch sich ihr Gesicht, damit sie etwas präsentabler aussah. Auf dem Weg zum Keller stützte Sina sich an den Wänden ab und sah im Kellerflur durch die Türen, wie stark die Zimmer aufleuchten.

„Meine Güte, ist das normal?!“ wundert Sina sich und ging zuerst in das Zimmer, das mit dem Königreich Efrana verbunden ist. Irgendwie… hatte dieses Zimmer keinen Stuhl, also musste sie es wohl oder übel im Stehen machen und drückte auf den Stein zur Annahme der Übertragung, so wie sie es aus der Anleitung gelernt hat.

Sofort ging ein sehr großes Bild auf und man sah, wie König Karl-Horst sich mit Simon und Friedrich unterhalten, als sie bemerkten, dass das Bild bei ihnen ansprang.

„Lady Sina, bei der Göttin endlich… eh…?“ wollte der König Sina grüßen, aber er sah sofort die großen fledermausartigen Flügel hinter Sina.

„Auch einen schönen Abend mein Freund, scheinbar muss es ja wirklich bei dir brennen, wenn mich mein Geist aus einer wichtigen Besprechung rausholen musste.“ grüßte Sina.

„Lady Sina? Geht es euch gut?“ fragte Simon für den König, denn er traute seinen Augen nicht.

„Mir ging es noch nie besser, warum?“ lächelt Sina glücklich.

„Nun… ihr habt diese Flügel… hinter eurem Rücken?“ brummte Friedrich fragend.

„Ah diese?“ und Sina drehte sich einmal um, damit die Männer sie deutlicher sehen konnten. „Lange Geschichte, kurzer Text: Ich habe einen Vampirkönig in Tuzato getötet, aber vorher hat er mich verflucht und… nun sind mir diese Flügel gewachsen.“ wirkte Sina nicht unbedingt unglücklich.

„Ihr seid verflucht?! Und warum seid ihr überhaupt nach Tuzato gereist?“ hakte nun der König nach.

„Weil dieser Vampirkönig mich zu sich eingeladen hatte und ich mit ihm noch eine Rechnung offen hatte und der Ort war nun mal in Tuzato gewesen. Ansonsten hätten mich keine zehn Pferde dort rein bekommen ohne das es in einen Krieg ausgeartet wäre. Keine Sorge, in den nächsten Tagen werden wir über den Kampf berichten und wie ich diese schönen Flügel bekommen habe.“ strahlte Sina.

„Ich… muss euch wirklich bewundern. Andere Menschen wären… bei dieser Veränderung untergetaucht oder hätten sich was angetan.“ nickte der König und auch die anderen Männer stimmten ihm zu.

„Als ob ich mich wegen so was verstecken würde! Ich… muss nur irgendwie hinbekommen, sie auch zu kontrollieren und dann testen, ob ich fliegen kann, dann nehme ich Alwin bei einer Flugstunde mit.“ lächelt Sina.

„Eh… alles, aber bitte nicht meine Kinder…“ murmelt der König nur.

„Scheinbar sorgt der Fluch sogar, dass ich aufhöre in irgendeiner Form zu altern, zumindest die Elementarmagierin kam bei der Untersuchung zu diesem Schluss.“ weihte Sina die Männer in das nächste „Geheimnis“ ein.

„Huch? Ist das überhaupt noch ein Fluch? Es klingt schon eher nach einem Segen, nur mit dem Nebeneffekt eurer Flügel.“ warf Simon ein.

„Ja, meine Rasse heißt nicht mehr Mensch, sondern verfluchter Mensch. Wir haben Überlegungen angestellt, ob man es auflösen könnte, aber… wenn ich ehrlich bin, würde ich es schon lieber behalten.“ sagte Sina es ernst.

„Hmm… Sina die ewige Verteidigerin.“ brummte Friedrich.

„Aber ansonsten… ist alles unverändert bei euch?“ fragte der König vorsichtig.

„Nein, ich bin nochmal stärker geworden durch den Fluch. Langsam bekomme ich Probleme, überhaupt noch irgendwelche Gegner zu finden.“ scherzte Sina.

„Ohje…“ murmeln alle Männer gleichzeitig.

„Nehmt es einfach so locker an wie ich. Ich wette, wenn Alwin meine Flügel sehen würde, wird er sich vermutlich nicht mehr von mir trennen wollen. Ich bin immer noch dieselbe Person, die ihr kennt nur mit ein paar äußerlichen Veränderung, ansonsten werde ich weiter mein Leben als Abenteurer leben und euch vor Gefahren schützen!

Aber ihr wolltet ja scheinbar was von mir oder?“ fragte Sina nun. Simon und Friedrich schauten den König an, der ist scheinbar zu einer Entscheidung gekommen.

„Was… wir jetzt besprechen, muss unter allen Umständen unter uns bleiben, verstanden?“ wurde der König sehr ernst und Sina hob fragend eine Augenbraue.

„Eh… ok? Gehe ich in der Annahme, dass ihr in Tuzato einmarschieren wollt?“ rät Sina, aber der König schüttelt den Kopf.

„Nein, es ist sogar noch schlimmer…“ und der König erzählt Sina von den beiden beschworenen Helden, die in seinem Thronsaal erschienen sind und ihn vor den Dämonen warnten.

„Ach… du… heilige… Scheiße…“ dachte Sina in diesem Moment und war froh über ihr Pokerface, denn das ist nun wirklich eine unerwartete Wendung.

„Wir haben schon einige Überlegungen angestellt, dachten aber, dass wir eure Meinung ebenso hören wollen.“ meldet sich Simon.

„Ah? Ich fühle mich irgendwie schon geehrt. Was habt ihr denn mit den Helden bisher gemacht?“ hakte Sina nach.

„Bisher nicht viel. Wir haben sie ein bisschen über unsere Welt aufgeklärt und durch die Stadt geführt, damit sie sich in unserer Welt besser anpassen können.“ brummte Friedrich.

„Verstehe… und was sind jetzt eure weiteren Pläne?“ wundert Sina sich.

„Wir wollen zumindest ein Expeditionsteam nach Deymonlia schicken, die ihre Behauptung überprüfen sollen und ein Frühwarnmeldesystem vor Ort bauen.“ erklärt Simon.

„Das ist eine sehr vernünftige Entscheidung. Wenn ich… euch richtig verstanden habe, wisst ihr eher nicht, was ihr mit den Kinder machen sollt?“ hielt Sina den Kopf schräg.

„Genau. Wir haben die alten Geschichtsbücher ausgegraben, aber irgendwie waren die Helden immer sehr stark gewesen, aber diese Kinder haben nur Level 1, den Segen der Göttin und eine Fähigkeit, die es eigentlich nicht gibt.“ nickte der König.

„Aber ihr… Auftrag ist es, den Dämonenkönig zu töten richtig?“ fragte Sina nochmal langsam nach und alle Herren nickten.

„Dann schlage ich vor, dass ihr ihnen eine militärische Ausbildung zum Kämpfen ermöglicht sowie einen Spezialunterricht, wie die Welt wirklich aufgebaut ist. Sie werden jede Menge… Informationen brauchen und müssen sich ihre Stärke erst mal aneignen. Mit diesem Level bekommen sie nicht mal einen dahergelaufenen Goblin getötet.

Sollten sie es… aber ablehnen, dann drück ihnen einen Schwert in die Hand und bedankt euch für die Warnung, aber dann sollen sie ihren eigenen Weg gehen und ihr könnt euch anderen Problemen widmen.“ war der Vorschlag von Sina. Der König grübelte und hatte dieselbe Idee gehabt.

„Ich bin froh, dass ich euch gefragt habe Lady Sina, denn diese Idee schwebte mir auch im Kopf, aber ich wollte ein paar weitere Meinungen hören.“ lächelt der König nun.

„Immer wieder gerne. Solange mein neues Aussehen für dich kein Problem darstellt Karl, kannst du mich immer wieder fragen.“ lächelt Sina die Herren an und sie mussten fast ihre Augen verdecken.

„Ich denke, das wäre dann alles oder?“ wollte Sina sich verabschieden, als der König wieder was sagen wollte. „Sina… die Kinder haben noch eine weitere Warnung ausgesprochen…“

„Noch eine?!“ staunte Sina Sina und der König nickte.

„Ja. Die andere Warnung war, scheinbar lebt ein Teufel auf dieser Welt und… eine größere Gefahr darstellen könnte.“

„ … Ein Teufel? Mehr nicht? Hätte gedacht, das der dunkle Gott persönlich aus seinem Reich kommt und seine Meinung zum Besten gibt.“ sagte Sina und die Männer wurden schweigsam.

„Ok, die Warnung ist angekommen, aber da kann ich weniger helfen, sollen die Kinder das Problem lösen. Es gibt genug andere Probleme auf der Welt und deren nehme ich mir an.“ unterbricht Sina die Verbindung.

„Hm… das war nun interessant.“ murmelt der König und Simon und Friedrich schauten ihn fragend an.

„Sina wusste was ein Teufel war, während wir es uns erst mal erklären lassen mussten. Bei dem nächsten Treffen mit ihr muss ich mal ein bisschen bei ihr nachhaken.“

Sina lehnte sich an die Wand und musste sich beruhigen, denn ihr Kopf musste die Informationen erst verarbeiten. „Das wird ja immer schlimmer. Muss ich demnächst damit rechnen, dass die Göttin bei mir an die Tür klopft oder wie?!“ fluchte Sina in Gedanken.

Als sie sich soweit beruhigt hat, ging Sina in das nächste Zimmer, dass mit dem Kaiserreich Osnain verbunden war. Scheinbar war dieser Übertragungszauber etwas moderner und es gab einen Stuhl wo Sina sich endlich hinsetzten konnte, weil Sherry sich öfters mit Emilia unterhält. Sina legte einen Hebel um und bekam sofort Emilia und Lion aufs Bild, wo Emilia scheinbar auf einen Offizier schimpfte.

„Irgendwie reizt es mich wirklich, nach den Methoden von Reichskanzler Sina zu gehen, denn bei ihr gab es nicht so viele Fehler!“ drohte Emilia dem Mann gerade.

„Es tut mir wirklich sehr leid Kaiserin Emilia, ich weiß selber nicht, wie es zu diesem Missgeschick gekommen ist…“ flehte der Offizier scheinbar um seinen Leben.

„Was es auch immer ist, schlag ihm den Kopf ab und hängt ihn vor eurem Tor auf, dass sollte die Männer wieder daran erinnern, wie schnell sie ihr Leben verlieren können.“ kommentiert Sina und alle Köpfe drehten sich zu dem Monitor, wo Sina abgebildet ist.

„Sina! Nun raus hier, wir werden das später besprechen!“ schmiss Emilia den Offizier raus und er ließ es sich kein zweites Mal sagen.

„Den wirst du vermutlich nicht wieder sehen, wenn er sein Leben liebt.“ grinst Sina bei der Vorstellung.

„Endlich, weißt du wie lange… was ist denn mit dir passiert?!“ staunte Emilia und General Lion rieb sich die Augen. „Nur noch einmal, du schaffst das!“ hörte Sina eine Stimme der Motivation.

„Was?! Die Kleidung hier? Hat Sherry geschnitten. Wunderschön oder?“ tut Sina ahnungslos.

„EH?! Nein verdammt, deine Flügel! Die hattest du bestimmt vorher nicht gehabt und Sherry wird nicht der Grund dafür sein!“ reagiert Emilia verärgert.

„Ah diese?“ und Sina drehte sich einmal um, damit Emilia und Lion sie deutlicher sehen konnten. „Lange Geschichte, kurzer Text: Ich habe einen Vampirkönig in Tuzato getötet, aber vorher hat er mich verflucht und… nun sind mir diese Flügel gewachsen.“ wiederholte Sina ihre Aussage.

„Aha? Das wollte ich dich nämlich auch unter anderem fragen, warum du nach Tuzato gereist bist. Ich habe die ganze Zeit damit gerechnet, dass dort alles zusammenbricht!“ hakte Emilia sofort nach.

„Eh? Das ich verflucht bin stört dich nicht weiter?!“ wundert Sina sich. „Du machst nicht unbedingt den Eindruck auf mich, dass du über den Fluch… oder was auch immer der Grund für deine Flügel sind, traurig bist.“ antwortet Emilia ehrlich.

„Vielleicht sollten wir auch einen Vampirkönig jagen gehen und eine Reihe von fliegenden Soldaten erschaffen.“ grübelt Lion laut nach.

„Vergiss es. Ich habe mit den anderen sechs SSS-Abenteurer gegen ihn gekämpft und musste mich am Ende selber aufspießen, damit ich ihn töten konnte. Dank meiner Freunde bin ich noch am Leben, aber es hatte seinen Preis und eure Armee wird es im Leben nicht schaffen, einen Vampirkönig lebend zu bekommen, eher wird euer gesamtes Reich ausgelöscht.“ klärt Sina den General auf.

„Ah… ich verstehe. Dann vergesse ich am besten wieder meine Idee.“ war Lion traurig.

„Wie bist du denn eigentlich in Tuzato reingekommen? Ich dachte nicht, dass sie nach deiner letzten Aktion, dich in irgendeiner Form noch auf ihr Land lassen.“ fragte Emilia.

„Ah… ich habe den Grenzwachen gedroht, dass ich es als Kriegsgrund betrachte und sowohl unsere als auch die Armee von Efrana nach Tuzato einmarschieren lasse, wenn sie mich nicht durchlassen. Danach hatten sie… es sehr eilig gehabt, mich durch das Tor zu bekommen.“ grinste Sina bei der Erinnerung.

„Du… hast was?! Du … GNNNN!“ regte Emilia sich stark auf.

„Bleib locker, es ist nichts passiert und ich habe meine Arbeit in Tuzato erledigt, die werden mich nicht so schnell wieder sehen, wenn sie keinen Grund liefern. Der Vampir ist tot, ich habe diese coolen Flügel und werde bald durch die Gilden kundgeben, wie ich an diese Flügel gekommen bin, damit keine Panik ausbricht, wenn ich erscheine.“ ignoriert Sina ihren Wutausbruch.

„Du nimmst das auch sehr locker oder? Was wäre wenn…“ wollte Emilia widersprechen, aber Sina hob die Hand hoch.

„Wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen gekriegt. Es ist nichts passiert verdammt, also komm wieder runter!“ wurde Sina nun ein bisschen lauter und ihre Flügel spannten sich, aber es ging nicht weit, weil der Raum zu klein dafür ist.

„Entschuldigung…“ sagte Emilia kleinlaut und Lion musste sich einen Lacher verkneifen, aber Emilia hat es mitbekommen und warf ihm einen strengen Blick zu.

„Die Verantwortung übernehme ich nicht, was mit General Lion passiert.“ kommentiert Sina nur.

„Tzz…“ kam es nur aus Lion heraus.

„Ich bin wenigsten froh, dass ihr beiden weniger ein Problem habt mit meinem neuen Aussehen, da hatte ich bei einigen… mehr Probleme gehabt.“

„Huh? Du bist doch meine Reichskanzlerin, selbst wenn dir ein zweiter Kopf gewachsen wäre, brauche ich ab und zu deine Hilfe. Deine Einstellung hat sich ja scheinbar nicht geändert, auch wenn ich nichts gegen ein bisschen mehr Höflichkeit einzuwenden hätte.“ sagte Emilia es aufrichtig, aber Lion fand diese Vorstellung… sehr unangenehm, also Sina mit zwei Köpfen.

„Klar, wenn ich daran denke, werde ich es versuchen. Im Grunde passt es mir überhaupt nicht und das weißt du genau!“ ärgert Sina nun Emilia. Sie schnappte einmal stark Luft und ließ sie wieder entweichen.

„Soo, da wir uns ja alle wieder beruhigt haben, ihr über meine coolen Flügel so erstaunt ward, dass ihr die Sprache verloren habt, kommen wir nun zum eigentlichen Thema: Ihr wolltet was von mir?“ scherzte Sina und Emilia verlor nun wirklich ihre Sprache.

„Ich ahne schon, dass morgen einige leiden werden. Wie wäre es, wenn ihr… Kaiserin Emilia nicht so aufzieht?“ schlug Lion vor.

„Nicht? Also mir macht es irgendwie Spaß, beim nächsten Mal hole ich Sherry dazu!“ strahlte Sina.

„Bitte… erbarmen… halt Sherry daraus, sonst verliere ich noch den letzten Rest meiner Würde…“ flüstert Emilia niedergeschlagen.

„Ok, dann halt nicht. Was brennt nun bei euch, dass ich aus einem wichtigen Meeting kommen musste?“ fragte Sherry.

„Also…“ fing Emilia mit der Erzählung von den beiden Helden, die in ihrem Thronsaal erschienen sind, die Warnung über die Dämonen und das sie unter Beobachtung stehen.

„Wie viele Helden schickt die Göttin eigentlich noch? Sie geht ja wirklich aufs Ganze.“ dachte Sina erstaunt.

„Was mich interessiert, sie erwähnten dass noch zwei weitere Helden auf diese Welt geschickt werden, dann wird vermutlich einer in Efrana sein und leider einer in Tuzato.“ füge Lion hinzu und sah, dass bei Sina die Räder arbeiteten… bis sie einen Lachanfall bekam. Sie fiel auf ihre Knie und hielt sich den Bauch vor Schmerzen, ihre Flügel flattern und hörte einfach nicht auf zu lachen, dass sogar Tränen aus ihrem Gesicht fielen.

Die Freunde von Sina besprachen in ihrem Wohnzimmer die Regeln, bis jemand: „Psss hört ihr das?“ sagte und alle das Lachen aus dem Keller hörten. „Ist das Sina, die da lacht? Dann muss ja irgendwas gutes passiert sein.“ strahlte Sherry.

Emilia und Lion warten geduldig, denn sie haben den Witz nicht mitbekommen, als Sina sich wieder hinsetzte und ihre Tränen wegwischte.

„Ent… Entschuldigung, aber das war echt der beste Witz den ich gehört habe. Ich kann euch beruhigen, die beiden anderen Helden sind in Efrana unter den Augen des Königs erschienen und Tuzato, das Reich der Theokratie und Diener der Göttin, bekommen keinen Helden ab.“ zuckte mehrmals das Gesicht von Sina.

Nun musste Lion ebenso laut lachen, während Emilia ihre Hände vor den Mund hielt. Es dauerte mehrere Minuten wieder, bis sie sich ebenso beruhigt haben.

„Nun versteht ihr, warum das so eine Ironie ist bei der Geschichte. Aber wir sollten es für uns behalten, sonst bricht die Theokratie wirklich noch zusammen.“ schlug Sina vor.

„Müssen wir das? Ich würde zu gerne wissen, was sie machen würden.“ wirkte Lion schadenfroh.

„Aber… woher weiß du das Sina?“ ignoriert Emilia ihren General und stellt ihre Frage.

„Weil ich eben ein Gespräch mit dem König hatte, das bei ihm ebenso zwei Helden erschienen sind, deswegen weiß ich es. Ich rate dir, dass du nach unserem Gespräch mit dem König sprichst und ihr gegenseitig euch die Informationen austauscht.

Bezüglich der Dämonen lässt der König eine Gruppe nach Deymonlia schicken und dort ein Frühwarnmeldesystem einbauen. Bei vier beschworenen Helden müssen wir nun wirklich davon ausgehen, dass die Barriere ihren Geist aufgibt.“ schlug Sina vor.

„Vier Helden, das höchste war… glaube ich zwei gewesen. Das muss ein wirklich schlimmer Krieg werden, sonst hätte die Göttin nicht so viele geschickt.“ murmelt Lion.

„Ah, das hätte ich bald vergessen, aber sie sprachen von einer noch größeren Bedrohung!“ fiel Emilia ein.

„Ja ja, ich weiß. Ein Teufel soll auf unserer Welt wandeln. Die Frage für mich stellt sich nur, hat er die Kräfte eines Gottes oder einer Götterbestie? Wenn es zweiteres ist, werde ich mir das Problem annehmen, sollte er… irgendwo erscheinen, aber ansonsten? Ignorieren, soll er doch auf unserer Welt wandeln. Ich will nicht wissen wie viele… Monster auf unserer Welt herumspazieren, die ebenso eine legendäre Stärke haben, da denke ich nur an den Vampirkönig den ich getötet habe.“ meinte Sina.

„Oh? Dann bin ich ja doch beruhigt, wenn du dieses Problem persönlich annehmen wirst.“ wirkte Emilia nun erleichtert.

„Was sollen wir nun mit den Helden machen? Einer von ihnen… lässt es an Respekt mangeln.“ fragte General Lion.

„Eh? Ich wundere mich, dass ihr ihn noch am Leben gelassen habt.“ hob Sina eine Augenbraue.

„Es ist nicht jeder wie du. Scheinbar hat seine Partnerin ihn ziemlich gut in den Griff bekommen, dass er zumindest den Mund hält, aber ansonsten?“ rollte Emilia mit ihren Augen.

„Bietet ihnen eine Militärausbildung im Kämpfen an, sowie Spezialunterricht über unsere Welt. Ihre Hauptaufgabe ist es ja, den Dämonenkönig zu töten, aber sollten sie es ablehnen, könnt ihr sie immer noch raus werfen, dann sollen sie das Problem selber lösen.

Bezüglich… das mangelnde Respekt des einen Helden. Bevor ihr ihnen das Angebot macht, sollen Thomas und Kurt mit ihm gemeinsam durch ihre Arbeitsstätten spazieren gehen und von ihren besten Foltererlebnissen berichten und dann vor eurem Throneingang ihm den Satz sagen, das er das nächstes mal selbst erleben darf, wie es ist gefoltert zu werden, wenn er noch eine weitere Unhöflichkeit von sich gibt. Wenn der dann immer noch seine Klappe aufreihst, dann bewundere ich ihn zumindest für seine Courage.“ war es der Vorschlag von Sina und irgendwie gefiel es Emilia, die grinsen musste.

„Oh oh… irgendwie mochte ich eine Emilia, die nicht so böse ist.“ murmelt Lion.

„Ihr dürft morgen alle Latrinen im Militärgebiet reinigen.“ strahlte Emilia ihn an und Lion gaffte sie an wie ein begossener Pudel. Sina gab nur ein „Pff“ von sich ab.

„Zumindest ist meine Kleine bei den Bestrafungen kreativ geworden!“ lobte Sina die Kaiserin und nun bekam Emilia rote Wangen. „Eh… danke…“ murmelt sie nur.

„Nun, ich denke, mehr gibt es nicht zu sagen. Die Soldaten bleiben weiter an der Front… ihr könnt natürlich dem König eure Unterstützung anbieten bei dem Frühwarnmeldesystem. Dann sollten sich die Generäle beider Seiten zusammensetzten und Gedankenspiele durchgehen, was sie machen wenn die Dämonen kommen und so weiter. Dafür sind die Herrschaften ja da.“ machte Sina sich zum Abschied bereit.

„Können wir dich weiterhin erreichen? Ich meine, wegen der Helden hat keiner eine Ahnung und so.“ fragte Emilia.

„Ich doch auch nicht? Nur weil ich ein Held aus Efrana bin, heißt es nicht, dass ich ebenso eine Ahnung habe. Ich bin einfach nur einen Schritt nach dem anderen vorgegangen. Aber ja, ich werde für längere Zeit erreichbar sein, bis ich meine Flügel kontrolliert bekomme und fliegen kann.“ nickte Sina und deaktiviert ihre Übertragung.

„Ihr hab Reichskanzlerin Sina gehört. Sofort Kontakt mit dem König aufbauen und nicht eure Strafe vergessen!“ befahl Kaiserin Emilia und Lion sieht sehr niedergeschlagen aus.

„Mel? Ich weiß das du da bist.“ rief Sina in ihrem Raum und Mel erschien. „Wie merkt ihr das eigentlich alle? Ich bin doch unsichtbar…“ stöhnte der Geist.

„Weil wir alle merken, wenn jemand ungefragt im Raum anfängt zu lauschen. Das, was du gehört hast mit den beschworenen Helden, behältst du für dich, ok?“ befahl Sina und Mel nickte nur.

„Wir brauchen nicht noch mehr Probleme als wir schon haben und an denen wir eh nichts ändern können.“ erklärt Sina.

„Aber… was wollt ihr tun… wenn diese Helden euren Vater töten wollen?“ fragte Mel.

„Wenn ich es nicht irgendwie schaffe, sie zu kontrollieren… werde ich sie notfalls töten.“ sagte Sina düster und ging wieder ins Wohnzimmer zurück.

Dort angekommen, stand Sina Sherry zufällig im Weg. „Huch? Wir haben dich laut lachen gehört, ist irgendwas gutes passiert?“ fragte Sherry fröhlich und die anderen wirkten ebenso neugierig.

Auf einmal küsste Sina nun Sherry und umarmte sie dabei, weil Sina ihre Freundin nach hinten drückte und verhindern will, dass sie hinfällt. Onesta fiel wieder ins Reich der Träume und die anderen bekamen rote Gesichter. Sherry umarmte Sina nun auch und… irgendwann löste sich der Kuss.

„Gutes? Das Beste habe ich doch in meinen Händen.“ grinst Sina Sherry an, deren Kopf nun qualmte.

Kapitel 146

Ich bin wiedergeboren und Neia´s Plan?

Es vergingen mehrere Stunden, aber die Zeit gönnte jeder Sina, das sie sich bei Sherry ausweinte, die anderen Frauen wollten sie ebenso trösten, das Problem war, dass die Flügel mehr oder weniger im Weg waren.

Suki bereitete mehrere Snacks vor und war glücklich, das Sina doch zum Bleiben überredet werden konnte, dabei wischte sie sich immer wieder Tränen vom Gesicht.

„Du wärst ihr so oder so gefolgt, egal was sie gesagt hätte oder?“ meldete sich eine Stimme. Suki drehte sich um und sah Melaine.

„ … Ja, das wäre ich. So eine Herrin würde ich nirgends auf der Welt ein zweites Mal finden.“ bestätigt Suki.

„Das… was man dir angetan hat…“ wollte Melaine etwas ansprechen, aber Suki unterbrach sie: „Mein… „Clan“ hat es so entschieden und ich lebe nun mein Leben. Ich brauche dein Mitleid nicht, du weißt genauso gut wie ich, wie stur einige sich an die Traditionen halten. Für „sie“ bin ich tot und ehrlich? Das soll auch so bleiben, denn hier habe ich mein Glück gefunden.“

„Aber es ist nicht richtig! Du bist bei den Tiermenschen berühmt geworden, weil du die… „Verbannung“ überlebt hast als Kind und auch die Erste warst!“ warf Melaine ein und ein Messer flog auf sie zu. Sie wich aus und wollte den nächsten Angriffen ausweichen, aber es passierte nichts.

„Du weißt selber, dass das eben nur eine Warnung war!“ knurrte Suki. „Ich. Bin. Tot. Für. Sie. Hast du das verstanden? Und wehe ich höre, dass die anderen es erfahren, dann werde ich dich persönlich jagen!“

„Ich… habe verstanden…“ war Melaine nur traurig und ging aus der Küche raus. Suki musste sich am Küchentisch fest halten und die Erinnerungen unterdrücken, was damals passierte. Die Katzenfrau atmen mehrmals ein und aus dann ging sie wieder ihrer Arbeit nach.

„Ich weiß das du zugehört hast Mel…“ flüstert Suki und die Geisterfrau erschien. „Wie geht es dir?“ frage sie nur.

„Wenn die blöde Kuh mich nicht darauf angesprochen hätte, viel besser…“ seufzte Suki, während sie die nächsten Snacks machte.

„Mir ist es egal, was man dir früher angetan hat. Nun bist du hier und ich habe Spaß mit dir.“ meinte Mel und nun musste Suki doch grinsen. „Danke…“

„Sina kann sich wirklich glücklich schätzen, dass sie Sherry hat. Endlich zeigt Sina ihre schwache Seite… egal wie ich es sehe, aber da ist ein Mädchen das eine Schulter brauchte zum Ausweinen.“ murmelt Prashi.

„ … Stimmt.“ bestätigt Louis es.

„Wir werden uns übrigens auch noch unterhalten müssen.“

„Da war das Versprechen oder?“

„Richtig“

Falco und Christopher grinsten die beiden an, Louis scheinbar immer noch ahnungslos und Prashi, die nächsten Schritte plante.

Sina beruhigte sich langsam und fragte Sherry: „Kann ich… wirklich hier bleiben?“

„Aber sicher doch?! Das ist doch dein eigenes Zuhause oder nicht? Selbst wenn du jetzt abgehauen wärst, kannst du dir sicher sein, dass ich und die anderen alles auf den Kopf gestellt hätten, um dich wieder zu finden!“ sagte Sherry es sehr ernst.

„Du… hast wirklich kein Problem damit das ich ein Dämon bin?“

„Am Anfang habe ich darüber nachgedacht, aber dann kam die Frage auf, ist es denn nicht egal? Ich liebe dich!“

„ … Aber… warum habe ich… es denn nicht bemerkt? Themba und Ralph, Prashi und naja… Louis, wieso war ich denn so blind?“

„Ich selber wusste es auch am Anfang nicht, dass ich mich in dich verliebt habe. Es fingt an, als du mich vom Prinz Leonardo gerettet hast und ich… diesen seltsamen Traum hatte.“

„ … Ich habe deinen Traum manipuliert, weil ich nicht wollte, dass dieses Schwein dir auch noch in den Träumen folgt und dein Leben ruiniert.“

„Darüber werden… wir uns später nochmal unterhalten, aber… danke. Das ändert trotzdem nicht meine Gefühle für dich und… Mel meinte, dass dieser übertriebene Beschützerinstinkt, der sich bei dir immer auslöst, wenn es um mich geht, auch eine Form von Liebe ist. Es geht über die Norm der Freundschaft hinaus, weißt du?“

„ … Mir fällt es schwer zu glauben…“ und Sherry küsste Sina wieder unerwartet, die Flügel von Sina spannten sich groß auf.

„Es ist… als würde ich einem Hund zuschauen. Die Flügel zeigen ziemlich deutlich, was Sina gerade empfindet.“ flüstert Castien dies zu Kunz, der über den Vergleich schmunzeln musste.

„Das war nun der zweite Kuss von mir und es werden so viele weitere kommen damit das in deinem dicken Sturkopf ankommt, hast du es verstanden?“ sagte Sherry es mit roten Wangen, aber Sina´s Reaktion war viel interessanter. Sie war komplett rot geworden und wusste nicht, wohin sie schauen sollte.

„Ich… ich… weiß aber nicht, was man in einer Beziehung machen soll! Weder in meinem vergangenem Leben noch in diesem hatte ich eine Beziehung!“ war Sina überfordert, aber Sherry nahm beide Hände und hielt Sina´s Gesicht.

„Ich auch nicht… aber es wird mich nicht daran hindern, es zu versuchen!“ beruhigte Sherry sie.

„Ich… muss mich also wirklich nicht verstecken und kann weiter hier leben… mit dir?“ fragte Sina wieder.

„Himmel, ja! Du hast uns doch auch vorher irgendwie vertraut, dann vertrau uns doch weiter!“ bestätigt Sherry.

„Ok?“ grinste Sina schüchtern und nun musste Sherry sich zurückhalten, sie nicht sofort wieder zu küssen, denn der Niedlichkeit-Pegel bei Sherry ist gerade kaputt gegangen als sie Sinas Gesicht so süß gesehen hat.

„Lass uns wieder mit den anderen sprechen, ich denke dass wir für uns immer noch Zeit finden oder?“ lächelt Sherry und Sina schniefte einmal kurz und nickte. Sherry half Sina beim Aufstehen.

Die Leute kamen alle rechtzeitig zurück, als Sina mit Sherry zu ihnen kamen. Sina wirkte ziemlich schüchtern, als sie anfing zu sprechen.

„E… es tut mir leid und danke… das ihr mir helfen wollt.“ und verbeugte sich vor ihnen.

„Keine Ursache, dafür sind Freunde nun mal da oder?“ grinste Louis.

„Irgendwie bist du schon niedlich geworden, diese Seite kannst du ruhig öfters zeigen.“ kommentierte Christopher frech und alle mussten schmunzeln.

„Kann ich nicht versprechen.“ grinste Sina schräg. „Also Neia… wie sieht dein Plan aus?“

„Darf ich mal deine Ohrringe haben? Sie waren der Grund, weswegen deine Werte anders waren oder?“ bat Neia und Sina überreichte sie

„Richtig. Sie sind ein Nationalschatz der Dämonen und sollten mich vor Problemen bewahren, das man mich als Dämon identifizieren könnte. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es komplett chaotisch geworden, als meine Flügel gewachsen sind.“ erklärt Sina.

Neia setzte sie selber an und überprüfte ihren Status, in der Zeit fragte Christopher: „Wie… haben die Dämonen es eigentlich geschafft, dass du wie ein Mensch ausgesehen hast?“

„Ich gehöre der Rasse der Succuben an, die wie die Menschen am ähnlichsten aussehen. Illusionen: Sukkubus.“ beschwört Sina mehrere unterschiedliche Frauen. Onesta fiel in Ohnmacht vor lauter Schönheiten und die anderen Männer… mussten sich schwer konzentrieren.

„Deswegen hast du diese Euter…“ kommentierte Mariel, als sie die Frauen analysierte.

„Ich werde mich nicht für meine Schönheit entschuldigen, ich bin nun mal das, was ich bin! … Wie ihr also sehen könnt, wenn man die Hörner, Flügel und den Schwanz weglässt, kann man mich von einer menschlichen Frau nicht wirklich unterscheiden.

Ich… war ein Experiment. Frag mich nicht nach dem wie, aber ich und meine Schwestern wurden mehr oder weniger erschaffen mit den Genen des Dämonenkönigs und ich war das erste Experiment, dass erfolgreich gelungen ist. Deshalb meine Aussage, dass ich meine Mutter nicht kenne.“ erklärte Sina.

„Deine… Schwestern, was ist wirklich aus ihnen geworden?“ fragte Melaine.

„Ich wurde direkt bei meiner Geburt von ihnen getrennt, deshalb kenne ich ihr Schicksal nicht, aber ich brauche auch meinen Vater nicht danach zu fragen, weil er sie als misslungene Experimente betrachtet und… sie mehr oder weniger loswerden wollte. Er ließ sie aber am Leben, weil sie vielleicht noch von Nutzen sein könnten, weil sie auch ein Teil von ihm sind.“ sagte Sina ein bisschen traurig.

„Dein Vater ist ja eine sehr reizende Person und er will sich für den Frieden einsetzten? Irgendwie fällt es mir ein bisschen schwer das zu glauben…“ murmelt Thomddir. Sina aktiviert wieder ihre Illusionsmagie und ein Bild erschien vor ihnen.

Das Gespräch von Sina mit dem Dämonenkönig als sie alleine waren, wird nun allen gezeigt. Als das Gespräch zu Ende war, ließ Sina die Magie wieder verfliegen.

„Hmm… auf dem ersten Blick scheint dein Vater es wirklich zu bereuen, was er dir angetan hat oder? Aber du wirkst nicht unbedingt so, als hättest du es ihm verziehen.“ meinte Sherry.

„Werde ich vermutlich auch nicht.“ sagte Sina es nur knapp.

„Unsere Herrin hat eine genauso verkorkste Familie wie wir.“ „Genau, vielleicht sollten wir nun ihren Vater töten, damit es ihr besser geht.“ dachten Mio und Tio laut.

„Das verbiete ich euch! Erstens werdet ihr sterben, denn er ist stärker als euer Vater es war und zweitens, sollte er wirklich irgendwie sterben, werde ich Dämonenkönig und das werde ich bestimmt nicht zulassen!“ warf Sina sofort ein.

„Nun… damit könntest du aber den Krieg verhindern oder?“ meinte Erilag, aber Sina schüttelt den Kopf.

„Vielleicht, aber ein Dämonenkönig zu sein bedeutet auch Verantwortung zu übernehmen und auf die habe ich keine Lust, zumal es auch ein Todesurteil für mich bedeuten würde. In all den vergangenen Zeiten wurden die Dämonenkönige von den Helden getötet und ich will gerne am Leben bleiben… vor allem weil ich irgendwie mein neues Glück gefunden habe.“ wurde Sina am Ende immer leiser.

„Ohh? Kannst du das nochmal wiederholen? Ich habe es nicht verstanden.“ lächelt Sherry Sina gemein an.

„Du hast es schon verstanden!“ wehrte Sina sich.

„Deine Ohrringe sollten eigentlich wieder normal funktionieren, du musst sie nur wieder neu ansetzten. Ich habe sie etwas modifiziert, damit sie meinem Plan entsprechen.“ meldet sich Neia nun wieder und gab Sina die Ohrringe zurück.

„Warte, du kannst Gegenstände modifizieren?!“ staunte Christopher, denn so was kannte er nicht.

„Nichts leichteres als das.“ zog Neia die Nase hoch. Es fehlte nur irgendwie, das sie dabei „Ho ho ho ho“ lachte wie bei einer arroganten Adelige. Sina legte ihre Ohrringe wieder an und überprüfte den Status.

Name: Sina

Rasse: Verfluchter Mensch (Sukkubus)

Alter: 21 Jahre (147 Jahre)

(Titel: Held der Dämonen, Prinzessin der Dämonen, Teufel)

Titel: Erzfeind der Untoten, Drachentöter, Schwertmeister, Verteidiger, Vampirtöter, Meister der Beidhändigkeit, Meister der Waffenlosigkeit, Lady, Reichskanzler, Götterbestienjäger, Waffenmeister

Beruf: Samurai-Meister

Level: 155

Attribute: (Fälschung) (Original)

  • Vitalität: 15,.123 / 81.140
  • Mana: 15.446 / 80.121
  • Stärke: 15.456 / 92.347
  • Schnelligkeit: 15.614 / 91.148
  • Intelligenz: 15.927 / 85.460
  • Ausdauer: 15.439 / 81.361

Magische Fähigkeiten:

  • Illusion Level 9 / Level 9
  • Traumwandeln – / Level 6
  • Seelenraub – / Level 2

Aktive Fähigkeiten:

  • Schwert Level 11 / Level 11
  • Großschwert Level 9 / Level 9
  • Axt Level 9 / Level 9
  • Speer Level 9 / Level 9
  • Hellebarde Level 9 / Level 9
  • Keule Level 9 / Level 9
  • Unbewaffnet Level 10 / Level 10
  • Beidhändigkeit Level 10 / Level 10
  • Werfen Level 9 / Level 9
  • Peitsche Level 7 / Level 7
  • Allesschneider Level 8 / Level 8
  • Schwertwirbel Level 8 / Level 8 (Aufgestiegen)
  • Schockexplosion Level 6 / Level 6 (Aufgestiegen)
  • Zerstörungsschnitt Level 4 / Level 4 ( Aufgestiegen)
  • Dämonischer Schnitt Level 3 / Level 3 (Aufgestiegen)
  • Erste Hilfe Level 7 / Level 7
  • Kochen Level 1 / Level 1
  • Singen Level 4 / Level 4
  • Musizieren Level 5 / Level 5 (Aufgestiegen)

Passive Fähigkeiten:

  • Säure Immunität (Sichtbar) –
  • Zustandsveränderungsimmunität (Sichtbar) – (Neu)
  • Feuer Immunität (Sichtbar) –
  • Wasser Immunität (Sichtbar) –
  • Erde Immunität (Sichtbar) –
  • Wind Immunität (Sichtbar) –
  • Dunkelheit Resistenz Level 5 / Level 9
  • Licht Resistenz Level 9 / Level 9 (Aufgestiegen)
  • Chaos Immunität (Sichtbar) –
  • Leere Resistenz Level 5 / Level 9
  • Körper Resistenz Level 5 / Level 9
  • Titanische Stärke Level 2 / Level 2
  • Dämonische Schnelligkeit Level 1 / Level 1 (Umgewandelt)
  • Vitalität Erhöhung Level 10 / Level 10
  • Intelligenz Erhöhung Level 8 / Level 8
  • Ausdauer Erhöhung Level 10 / Level 10 (Aufgestiegen)
  • Schmerzlosigkeit Level 4 / Level 9
  • Bizarre Gedanken Level 3 / Level 7
  • Super-Regeneration Level 3 / Level 3 (Aufgestiegen)

Einzigartige Fähigkeiten:

  • Schnelles Lernen –
  • Vorahnung (Sichtbar)
  • Nachtsicht –
  • Limit Brechen –

Segen:

  • Dunkler Gottes Schutz –

„Huh?! Mit diesen Werten soll ich herumlaufen? Da kann ich mir doch gleich auf meine Stirn Dämon schreiben oder wie hast du dir das vorgestellt?!“ entgeistert es aus Sina.

„Ja, denn so stelle ich es mir für meinen Plan vor.“ nickte Neia und alle warten nun gespannt auf die Idee von Neia.

„Wir haben doch beschlossen, dass wir den SV-Rang der Monster veröffentlichen. Damit sagen wir aber auch, dass selbst wir nicht alle Monster auf der Welt bekämpfen können und die Menschen und der Rest… könnten das Vertrauen in uns verlieren.

Nun ich schlage vor, dass wir auch einen SV-Rang für Abenteurer einbauen. Ma Shi hat vermutlich das Buch noch nicht verbreitet, so werden wir SSS-Abenteurer einstimmig dafür sprechen, dass Sina zu einer SV-Abenteurerin befördert wird. Die Regeln zu der Beförderung können wir später besprechen, aber dann passen eure Werte auch zu eurem Rang.

Ma Shi wird dann eine Übertragung in alle Gilden in Alliancia starten und diesen Rang veröffentlichen und euch präsentieren. Die Welt soll euer neues Aussehen sehen! Dabei erklärt Ma Shi, dass du die Flügel und dein… sehr langes Leben durch einen Fluch des Vampirkönigs bekommen hast. Das wird natürlich wie eine Bombe einschlagen und heiß diskutiert werden, aber ich bin dann doch sehr optimistisch wie es weiter verläuft.

Deswegen habe ich deine Rasse etwas angepasst und… deinen Titel Kampfmeister gegen Teufel ausgetauscht, auch… wenn ich nicht wirklich weiß, was das sein soll?“ wundert sich Neia.

„Der Teufel ist das Gegenteil von Gott. Ich habe den Titel bekommen, als ich Titanus getötet habe neben dem Titel Götterbestienjäger. Bevor jeder jetzt ausflippt, nein ich habe NICHT die Kraft eines Gottes oder ähnliches. Sherry wusste von diesem Titel und auch ein weiterer Freund von uns und beide sind zu dem Schluss gekommen, dass ich die Nemesis für die Götterbestien geworden bin.

Aber ich bin dir mit dem Titel doch dankbar, denn es hätte… bei den beschworenen Helden vermutlich Probleme gegeben, wenn sie mich analysieren könnten.“ dankte Sina.

„Keine Ursache, dafür bin ich doch da!“ strahlte Neia sie an.

„Nun… der Plan hört sich sehr brauchbar an und Lady Sina könnte damit ihr „normales“ Leben weiterführen. Mir gefällt es aber nicht zu wissen, dass demnächst doch die Dämonen an unsere Tür klopfen. Zumal sie vermutlich diese Stadt als Erstes angreifen werden oder?“ strich Ma Shi sich an seinem Bart.

„Auch wenn ich… den Krieg nicht verhindern kann, so werde ich mein Bestes geben, dass diese Stadt verschont bleibt. Notfalls schlage ich den leitenden General zusammen, wenn er nicht auf mich hören will.“ beruhigte Sina den Gildenmeister.

„Du würdest deine Hand gegen dein eigenes Volk erheben?“ fragte Prashi vorsichtig und Sina nickt.

„Kein Problem, wir sind es gewohnt uns gegenseitig zu töten, wobei ich mich zurückhalten werde. Es ist einfacher jemanden zu kontrollieren der Angst vor dir hat als wenn du seine Arbeit übernimmst, das habe ich unbewusst von meinen Vater gelernt und es scheint ziemlich gut zu funktionieren.“ lächelt Sina dämonisch.

„Oh ja… da bist du als Reichskanzlerin richtig aufgeblüht…“ kommentiert Sherry und alle mussten dann doch schwer schlucken.

„Dann bin ich beruhigt, wenn ihr das sagt. Ich habe schon eine passende Rede für die Übertragung und würde euch bitten, dass ihr alle noch ein Weilchen in der Stadt bleibt, es macht nämlich ein glaubhafteren Eindruck, wenn alle SSS-Abenteurer ebenso anwesend sind.“ nickte Ma Shi.

„Ah, bevor ich es vergesse, an alle SSS-Abenteurer. Folgende Frage: Sollen wir den SV-Rang für die Abenteurer einführen?“ grinst Christoper.

6 x Ja, 1 x Enthaltung

„Das du dich enthältst wundert mich schon ein bisschen.“ meinte Melaine zu Sina, aber sie sah, dass sich eine Zornesader auf der Stirn von Sina gebildet hat.

„Es freut mich ja uuunheimlich, dass ihr euch bei so was schnell einigen konntet, hätte man auch in der Vergangenheit schaffen können!“ grinst Sina ihre Freunde an und sie schauten alle gleichzeitig weg, denn sie verstanden die Anspielung.

„Herrin… eure Übertragungszauber im Keller laufen seit einer Weile heiß, scheinbar ist es wohl sehr dringend…“ stöhnte Mel auf einmal.

„Oh je…“ stöhnte Sina und stand auf.

„Du willst wirklich annehmen?!“ war Sherry erstaunt.

„Ja, aber ich werde bei der Geschichte von Neia bleiben, dass ich verflucht bin. Sollen sie es als Erstes von mir erfahren, damit sie zumindest vorbereitet sind.“ nickte Sina. „Und ihr werdet es doch bestimmmmmmt auch ohne mich schaffen, eine passende Reglung für den SV-Rang zu finden oder?“ starrte Sina die SSS-Abenteurer wieder an, aber wieder drehten sie ihre Köpfe weg.

„Leute… ich verlasse mich auf euch. Das ist eure Idee und ich vertraue mich euch an. Überrascht mich doch einfach mal.“ lächelt Sina zuckersüß und wird von Sherry an der Seite umarmt.

„Dich werde ich nicht mehr loslassen!“

„Eh?!“

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