Ich bin wiedergeboren und der Seelentausch? II

Suki half Sherry(Sina) auf beim Aufstehen. „Das… habe ich ja glatt vergessen. Ich muss ja nun auf alles aufpassen oder?!“ murmelt Sherry(Sina) leicht panisch, doch ihre Freundin schüttelt ihren Kopf.

„Nein, dass ist vergebene Liebesmüh. In allen meinen Wiedergeburten… habe ich das am Anfang auch immer gemacht, doch es hatte keinen Sinn. Es kommt und geht, wie das „Pech“ es will. Ich habe dir doch vor langer Zeit schon mal erklärt, dass ich darüber keine Kontrolle habe.“

„Wie… kann ich mich heilen? Meine Nase fühlt sich… angebrochen an.“ jammert Sherry(Sina). „Wieso… hast du keine Regeneration? Was du alles ertragen musstest, hättest du es doch längst freischalten müssen!“

„Ich werde mir bestimmt nicht meinen Körper so quälen lassen wie Neia es getan hat!“ legte Sina(Sherry) direkt fest. „Wenn ich es irgendwann bekommen sollte, ok, aber nicht zu dem Preis für die Schmerzen. Die bekomme ich auch so durch die Kämpfe.

Willst… du wirklich wissen, wie man mit meinem Körper… zaubern kann? Meine… du dürftest ja wissen, wie man die Mana reguliert und weiteres, doch…“ „Oh… halt die Klappe und erkläre es mir.“ seufzte Sherry(Sina) nur.

„Man… kann es auch freundlicher ausdrücken… Folgendes: Du legst die dominante Hand auf die Verletzung…“ gab Sina(Sherry) nun eine Erklärung wie Sina „Heilen“ konnte. Nach mehreren Versuchen schaffte Sina es, den richtigen Zauberspruch aufzusagen und der Bruch verschwand von der Nase.

„Danke… wieso ist das ein Zauberspruch mit zwanzig Wörtern?!“ staunte Sherry(Sina) nicht schlecht. „Mein Körper braucht nur den Namen zu sagen und alles geht!“

„Schön für dich.“ kniff Sina(Sherry) leicht sauer ihre Augen zusammen. „Nun weißt du warum ich so… Schwierigkeiten habe, neue Zauber zu lernen. Neia hat mir viel beigebracht, vor allem Tipps, wie man sich das alles merken kann!“

„E… Entschuldigung…“ wurde Sherry(Sina) sehr leise, während Suki mehr… im Hintergrund stand. „Suki? Kannst du uns alle Eier bringen, die wir haben? Das ist die schnellste… mir bekannte Methode, wie Sherry ihre Kräfte kontrollieren kann.“

„Natürlich Sherry… Mutter?“ grinste Suki schief und verschwand. „Au man… dass wird wieder nur ein Chaos geben.“ stand Sherry(Sina) auf und setzte sich neben ihren Körper. „Alles… so ungewohnt.“

„Nun… ich habe… AUA!“ wollte Sina(Sherry) wieder ihre eigenen Brüste „massieren“, als Sherry(Sina) ihr auf die Hand schlug. „Sherry? Warst du im Inneren immer irgendwie… eine Perverse?“

„Nein… aber ich habe mir immer etwas… „größere“ Brüste gewünscht. Nur eine… meiner Wiedergeburten hatte… etwas… „mehr“ Brust gehabt.“ murmelt Sina(Sherry) mit sich sehr ehrlich und schneidet sich wohl in die eigene Wunde.

„Aha… deswegen bist du immer so… auf meine weiblichen Attributen fixiert…“ ließ Sherry(Sina) den Kopf hängen. „Was soll´s, wenn wir wieder in unseren Körpern sind, gönne ich dir wieder den Spaß, nur… bitte konzentriere dich jetzt auf dieses Problem ok?“ „Versprochen?“ „Versprochen…“

Suki kam mit Nitir, der eine große Schüssel voller Eier trug. Das Katzenmädchen entfernte den kaputten Tisch mit einem langem Seufzer und stellte dafür einen kleineren Tisch vor den Damen, worauf Nitir die Schüssel abstellt.

„Also… bei euch erlebe ich Dinge, die würde ich in Batzien überhaupt nicht mitbekommen.“ grinste Nitir schief. Dafür warfen ihm Sherry und Sina Dolchblicke zu. „Zumal… Rokea in einem Waisenheim arbeitet, dass hätte ich in diesem Leben überhaupt nicht… gedacht.“

„Das könnte daran liegen, weil sie Erwachsene wie dich hasst.“ kommentierte Sherry(Sina). „Und weil sie ein Problem mit allen Erwachsenen Personen hat, kommt sie besser mit Kindern zurecht. Auf diese Art und Weise lernt sie ein bisschen mehr Verantwortung zu übernehmen, zumal ich sie immer trösten muss.

Keine Ahnung… wie alles gekommen ist bei ihr… Sie hatte mir schon ein bisschen aus ihrer Seite was erzählt, aber ich vermute, dass sie auch einiges nicht erwähnt hat. Doch wart ihr alle in eurem Dorf auch scheinbar nicht so unschuldig. Egal, ich will darüber keine Diskussion führen.

Fakt ist, Rokea kann verdammt Einfühlsam sein und würde gerne den Kindern mehr helfen, als sie eigentlich kann. Ich… behaupte einfach mal, die Sorge von ihrem Vater ist etwas… richtig, aber auch nicht.

Sie wird überhaupt kein Interesse daran haben, euer Anführer oder ähnliches zu werden. Sie würde ja letztendlich sich nur selber hassen am Ende. Also gebe ich ihr von allem etwas, was sie nicht bekommen hat. Zugleich aber helfe ich ihre Bedingungen umzusetzen, damit sie zumindest mit ihrem Vater noch in Kontakt ist.“

Nitir sah aus, als wäre er geohrfeigt worden. „Außergewöhnliche Personen… brauchen auch andere außergewöhnliche Personen um sich.“ murmelt Nitir nur für sich.

Sherry(Sina) ignorierte es und schob die Schüssel vor ihre Freundin. „Folgendes Sherry… Ich verbiete es dir, in irgendeiner Form zu fliegen. Bist du das Gefühl hast mit den Flügel zu fliegen, ist die Zeit wieder um.

Dem Knochenschwanz kannst du dir Befehle im Kopf geben, so wird er eigentlich eingesetzt. Vielleicht mache ich schon vieles instinktiv, aber wenn ich nachdenke, dann in dieser Form. Auch da… würde ich drum bitten, ihn nur… wenn nötig ihn zu benutzen.“

„Ok.“ nickte Sina(Sherry). „Folgendes… ich will, dass du ein Ei in die Hand nimmst, ohne es… „krack“ … … … zu zerbrechen!“ schaute Sherry(Sina) entnervt ihren originalen Körper an, der ein kaputtes Ei in der Hand hielt.

„Ah… ich verstehe.“ nickte Suki. „Wenn Sherry lernt, ihre Kraft zu kontrollieren, kann sie ganz… „gewohnt“ dem Leben nachgehen.“

„Richtig. Ich will nicht, dass sie nun eine Woche nichts tut oder nur sitzt, weil sie selber eine Gefahr für sich darstellt. Soll sie doch auch… die Chance haben wie ich, den Körper der Liebe nutzen zu dürfen.“ nickte Sherry(Sina), während Sina(Sherry) rote Wangen bekommt.

In der Zeit, wo Sherry(Sina) den Körper trainiert, werden die beschworenen Helden zum König im Thronsaal vorgeladen.

„Wunderschön das ihr gekommen seid.“ nickte der König den jungen Helden zu. „Ich darf euch die schöne Neuigkeit mitteilen, dass Gräfin Sherry morgen zu einem Gespräch kommen wird.“

Amy, Davino, Miyu und Matthias bekamen strahlende Gesichter. Zwar verschwitzt durch das Training, aber das ihr Vorbild kommt, motiviert sie alle zutiefst. „Doch… müsst ihr auch damit leben, dass Lady Sina ebenfalls kommen wird. Immerhin muss Gräfin Sherry irgendwie von Fanfoss hierher kommen.“ kam der schlechte Teil der Neuigkeit.

Der König wusste nicht, dass man so schnell die strahlenden Gesichter in verzweifelte verwandeln konnte wie die Helden dies zeigten. „Keine Sorge, ich werde selber mit Lady Sina noch ein Gespräch führen, so… könnt ihr ein Privatgespräch mit Gräfin Sherry haben.“

„Gottseidank…“ murmelt Davino. „Eure… Majestät, ich danke ihnen, dass sie es ermöglicht haben.“ verbeugte sich Ami vor dem König. „Hat… sich bei der anderen Bitte mit Lara was ergeben?“

Nun wurde das Gesicht des Königs etwas düster. „Ich habe meine Bitte vorgetragen, doch sollten wir uns nicht allzu große Hoffnungen machen. Gräfin Sherry wird… ihr Bestes geben, dass sie Lara überzeugt bekommt, doch hat sie schon indirekt angedeutet, dass Lara nicht kommen wird.“

„Ich verstehe das nicht.“ wundert sich Matthieu. „Wenn… sie doch auch eine beschworene Heldin war, wieso hat sie kein Interesse daran, ihr erschaffenes Werk wieder zu reparieren oder wenigsten… zu sagen, wie man es neu erschafft?

Über 2000Jahre war die Welt doch ruhig gewesen. Ok… Kriege gab es immer irgendwie, aber… nicht diese fürchterlichen mit den Dämonen.“

„Vermutlich hat Lady Sina ihre Finger im Spiel.“ meinte Davino, doch der König mischte sich ein, bevor… noch mehr Missverständnisse entstehen. „Davino, es mag sein, dass Lady Sina überall ihre… Finger im Spiel hat. Doch wissen wir nicht mal, ob Lara wirklich die beschworene Heldin ist.

Außerdem… ich kann mich nicht in die Denkweise eines Vampir´s versetzen, denn… 2000Jahre sind vermutlich genug Zeit… dass man mit der neuen Rasse auch eine andere Denkweise bildet. Wir sind in ihren Augen… nichts mehr als Vieh, die ihnen nur das nötigste zum Leben geben.

Daher bin ich schon etwas interessiert, dass Lady Sina ein Projekt gestartet hat in Fanfoss, dass man mit diesen Vampiren auch in Harmonie lebt. Sogar mehr, mit Dämonen. Ich bekam den Bericht, dass die Dämonen vom Turnier nun auch in Fanfoss leben.

Lady Sina meint es wirklich ernst, dass man in Harmonie mit ihnen leben kann, sonst würde sie sich nicht solche Mühe geben, meint ihr nicht auch?“

Erstaunt rissen die beschworenen Helden die Augen auf, dass weitere Dämonen in einer Stadt von Alliancia leben. „Die… Dämonen, die am Turnier teilgenommen haben?“ hakte Miyu nach und der König nickte.

„In der Tat. Ich wusste von ihnen schon ein bisschen länger, weil sie… eine sehr offensichtliche Reisegemeinschaft waren, die durch den Verbindungstunnel von Batzien mit dem Abenteurer Louis gereist sind.

Dabei haben sie einige Banditenbanden unterwegs… „zerstört“, anders… kann man es nicht ausdrücken. Ich konnte mir schon denken, dass Lady Sina sie in ihre Stadt intrigieren möchte. Scheinbar findet in der Stadt auch ein Wechsel statt, den ich… gerne mit Lady Sina bereden wollte.“

Die Helden schauten sich gegenseitig an, denn das sind für sie zu viele neue Neuigkeiten auf einmal. „Ist… das denn jetzt gut oder schlecht, also die Änderungen?“ fragte sich Miyu. „Ehrlich? Keine… Ahnung.“ murmelt Ami. „Ich freue mich auf jedenfalls, dass Sherry kommt. Vielleicht kann sie uns ja ein paar Informationen mitteilen.“

Sina(Sherry) musste auf einmal niesen und zerdrücke das nächste Ei. „Verdammt… wer musste denn jetzt an mich denken?“ Die Dämonin übte und übte, die kaputten Eier werden in einer neuen Schüssel aufgefangen und Nitir bekam die Aufgabe, die Eierschalen herauszuholen.

„Die Eier werden bestimmt nicht verschwendet. Wird zwar dann ein… etwas Ei-lastiges Essen heute Abend werden, aber mir wurde beigebracht, dass man mit Essen respektvoll umgehen soll.“ teilte Suki mit.

Sherry(Sina) stütze sich an der Armlehne vom Sessel ab und beobachtet die Versuche ihrer Freundin. Als langsam die Eier knapp wurden… fiel ihr eine Idee ein. „Warte mal Sherry… lass dir von mir was ins Ohr flüstern…“

Das Zaubermädchen lehnte sich ans Ohr der Dämonin und… verriet ihr einen heißen Tipp, wo selbst Suki neugierig wurde. „Sherry… stell dir vor… diese Eier… wären deine Brüste, die du heute sehr oft… „massiert“ hast. Würdest… du sie mit voller Kraft… massieren, wären es mal Brüste gewesen…“

Nun wurde Sina(Sherry) knallrot im Gesicht, Suki wünschte sich nun, es nicht gehört zu haben. Nitir war scheinbar mit seiner Arbeit zu sehr abgelenkt, also ging Sherry(Sina) grinsend wieder auf ihren Platz zurück. „Was ist? Als man mir beigebracht hat, mit meiner immer mehr zunehmenden Kraft, hatte ich leider solche… „interessanten“ Tipps nicht bekommen.

Jedes Mal, wenn ich meiner Aufgabe nicht nachgegangen bin, wurde ich körperlich gezüchtigt. Meine Ausbilder kennen so was wie Mitleid oder ähnliches nicht. Wenn… du das Ei im Griff hast, dann kannst du das mit dem Rest ebenfalls.“

Es… bedarf einiger Minuten, bis sich Sina(Sherry) beruhigt hat, dann nickte sie. Man sah ihr an, dass sie sich konzentrierte, dass Ei mit dem Tipp anzufassen… Sie legte wiederholt einen Zeigefinger und Daumen auf das Ei und hob es vorsichtig hoch.

„Na also, geht doch!“ freute Sherry(Sina) sich über den Erfolg, dass das Ei immer noch heil war. „Hat zwar über dreißig Eier gekostet, aber immerhin klappte mein Tipp. Daran musst du dich nun immer halten, wenn du IRGENDEINE Aktion starten willst.

Aufstehen, Türen öffnen, einfach alles. Ich rechne zwar damit, dass trotzdem was passiert, aber besser, wir haben dich kurz trainiert, als das du es nur schlimmer machst.“

„Danke…“ murmelt Sina(Sherry) und freute sich auch über den Erfolg. Sie wechselt mit beiden Händen das Ei, es blieb heil.

„Endlich…“ seufzte Nitir. „Irgendwie… hängt es mir zum Hals raus, die Schalen rauszuholen.“ „Du hast es doch mit Freude gemacht.“ kommentierte Suki nur. „Darauf kannst dich auf jeden Fall einstellen, wenn du mir weiterhin nachstellst.“

„Ich stelle dir nicht nach, sondern ich würde dich gerne als meine Frau an meine Seite gewinnen!“ drehte sich Nitir um und sah nur den Rücken von Suki in ihrem Kimono. Was Sherry und Sina sahen, war viel interessanter.

Das Gesicht von Suki wirkte zwar… „neutral“, aber irgendwie konnte Suki nicht verhindern, dass sie rote Wangen bekam.

„Wie… auch immer. Ich bin froh, dass wir die Woche nichts groß vorhaben, das wäre ja chaotisch gewesen, wenn wir irgendwelche Verabredungen hätten.“ warf Sherry(Sina) in den Raum. „Dann sollte ich auch mal ein bisschen an mir „spielen“, meine… wäre nur fair oder?“ grinste Sherry(Sina) ihre Freundin an.

Sie hätte einen Kommentar oder irgendwas anderes erwartet, aber nicht, wie sie Sina(Sherry) laut schlucken hörte. „Erm… das… stimmt so nicht.“

„Wie?“

„Ich habe… morgen eine Verabredung mit dem König und seinen Helden.“

„ … “