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Kapitel 414

Ich bin wiedergeboren und das Halbfinale? II

Sina hielt eine Hand von Neia, die laut schluchze. Man hat sie über eine Liege zurück zu den Abenteurern gebracht und Christoper gab sein bestes, aber schüttelt am Ende den Kopf. „Es… tut mir leid. Wenn ich wenigsten ein Elixier oder so hätte, aber…“

„Es tut mir leid Neia… ich hätte dich daran hindern sollen.“ drückte Sina die Hand ihrer Freundin, aber die schüttelt ihren Kopf.

„Nein… wenn muss ich mir selber die Schuld geben. Du hast uns mehr als genug gewarnt, was passieren kann und… das ist nun die Quittung fürs Ignorieren.“ murmelt Neia. „Ich… habe geahnt, dass es schwer wird, aber… so eine Hilfslosigkeit hatte ich zuletzt bei Acula erlebt.

Verstehe… auch nicht, wie… Spike meine Teleportation durchschaut hat. Irgendwie… hat er im Kampf überhaupt nichts ernst genommen, eher hat er meine Magie immer gegen mich gewendet.“

„Konntest du ihn im Kampf sehen Viktoria?“ fragte Renee ihre jüngere Schwester, die ihren Kopf wiegelt. „Nur im letzten Moment, was meistens zu spät ist oder?“

„Wir halten uns jetzt an meinen Plan, ich will nicht, dass es sich wiederholt, verstanden?“ drehte Sina sich zu ihren Freunden um und nur aus dem silbernen Auge kam eine blutrote Träne runter. „Schlimm… genug, dass man Neia die Augen für alle Ewigkeiten entnommen hat.“

Layla und Roman schauten sich kurz an, ob sie auf der gleichen Wellenlänge dachten, sagten aber nichts. Eher tranken beide wieder ihr übliches Glas Blut.

„C… Christoper?“ fragte Neia auf einmal und er kniete sich neben ihr hin und nahm eine Hand. „Ja? Hast du was auf dem Herzen?“

„H… hast du eine Maske wie die Mel bekommen hat? Ich… möchte meine Schande nicht der Welt zeigen müssen.“ bat Neia um einen Gefallen. Man sah ihr an, dass sie sich sehr stark gibt, aber sie ist komplett erschüttert.

„Einen Moment… hier.“ drückte Christoper ihr eine Maske in die Hand. Neia legte sie auf ihr Gesicht und sie formte sich nach ihrem Wunsch. Unterhalb der Augen bis zur Stirn, wurde sie komplett schwarz mit einem Augensymbol, das leicht verdreht ist. „Danke…“

„Geschenkt. Sollte ich wieder an ein Elixier kommen, werde ich es dir aushändigen. Hoffentlich ist es nicht zu spät dann für deine… Augen.“ war Christoper bemüht, seine Trauer zu verstecken.

„Danke, aber… gib mir Zeit ok? Selbst… wenn ich für den Rest meines Lebens… blind sein werde, so bereue ich meinen Schritt nicht. Ich bereue nur… dass ich es mit meiner eigenen Kraft nicht geschafft habe.“ schluchzte Neia.

„Der nächste Kämpfer ist James.“ unterbrach Chuz die traurige Situation. „Wen wollen sie raus schicken?“

„Ich, aber ich setze mein Veto ein.“ stand Christoper auf und holte seine Saigabeln raus. „Ich möchte gegen Riskel kämpfen.“ „Wie sie wünschen.“ nickte Chuz und teilte die Information weiter.

„Unterschätze Riskel nicht, auch wenn wir ihn mehrmals kämpfen gesehen haben.“ warnte Sina den Dungeonfarmer. „Er verkörpert seinen Clan und die Attentäter der Vampire. Vermutlich hat er seine Waffe mit Gift bestrichen, aber dank Neia sind sie wirkungslos.“

„Keine Sorge, ich habe einige Tricks vorbereitet, die selbst Taos aus der Bahn werfen würde. Außerdem… meine Waffen sind ebenfalls vergiftet und wenn Riskel keine Giftimmunität hat, wird er ein… blaues Wunder erleben.“ grinste Christoper.

„Ich muss ihnen mitteilen, dass die Gegenseite ihr Veto einsetzt und Riskel als Kämpfer wünscht. Aufgrund des G-Veto´s können sie leider keinen Widerspruch einlegen.“ teilte es der Berater den Vampiren mit.

„Verstehe… also haben sie es wirklich auf die beiden abgesehen.“ rieb sich Spike am Kinn. „Doch was bringt es ihnen, „wenn“ sie es schaffen sollten, gegen die beiden zu gewinnen? Letztendlich müssen sie immer noch James und Zetta bezwingen.“

„Glaubst du wirklich… das wir so schwach sind?“ wurde Riskel sauer. „Auch ich habe einen Grund zu gewinnen und hoffe doch sehr… dass meine Feinde ins Finale kommen!“

„Du… willst gegen Mel kämpfen? Falls du es vergessen hast, aber sie ist eine Frau für sich. Attribute sind bei ihr tatsächlich sehr… nebensächlich.“ grinste Zetta.

„Nun gut, dann soll Riskel seinen Ehrgeiz doch beweisen. Gewinnt er, haben wir uns in ihm getäuscht. Verliert er… dazu bedarf es keiner Worte oder?“ lächelt Taos sehr böse.

„Meine Damen und Herren, die nächsten Kämpfer wären Christoper, der mit seinen Veto speziell Riskel als Kämpfer geholt hat. Wir erinnern uns alle, dass Christoper ziemlich schnell aus seinem Kampf gegen Daszum geflogen ist, während Riskel alle seine Gegner relativ schnell und brutal bezwungen hat.“ berichtet Ronda.

„Danke das du mich daran erinnern musstest.“ kommentierte Christoper trocken, während er auf sein Kreis zulief. Riskel kam ihm mit einem langen Schwert entgegen und trug auch seine Maske nicht. Blasses Gesicht, Bürstenschnitt mit einen Mini Ziegenbart… und wirkte sehr sauer.

„Du wirst es bereuen… mich als Gegner genommen zu haben.“ stellte Riskel sich direkt in seinen Kreis rein. „Und ich werde dafür sorgen, dass du es nicht lebend rauskommst!“

„Hm… typischer Standartspruch eines hochnäsigen Vampirs.“ zuckte Christoper die Schulter, was Riskel nur wütender machte. Der Dungeonfarmer zog seine Saigabeln und stellte sich ebenfalls in den Kreis.

„Hoffentlich unterschätzt euer Freund meinen großen Bruder nicht. Auch wenn er ein… Idiot ist, aber im Gegensatz zu mir kann er kämpfen.“ teilte Zada ihre Meinung mit.

„Meine Damen und Herren, beide Kämpfer sind scheinbar bereit, dann… wollen wir schauen, ob sich diesmal… etwas ändert. Drei… Zwei… Eins… KÄMPFT!“

Riskel wollte auf Christoper rennen, als dieser mehrere Shuriken nach dem Vampir wirft. Er wich den fliegenden Sternen ohne Probleme aus und diese stecken im Boden fest. Als Riskel dann endlich in der Nähe des Mannes war, benutzt er eine der Fähigkeiten als Attentäter… und stand hinter Christoper!

Sofort wollte er mit dem Schwert zuschlagen und erreichte auch bald den Rücken, als zwei Saigabeln dies blockierten. Kurz riss Riskel erstaunt seine Augen auf, als Christoper nach hinten trat.

Der Vampir machte einen Saltosprung und beide Männer halten wieder einen Abstand. Während Riskel sauer wirkte, zeigte Christoper nur Gelassenheit. „Was ist? Nicht gewohnt mit einem ebenbürtigen Gegner zu kämpfen?“

„Halt deinen Mund Vieh!“ brüllte Riskel und rannte wieder los. Christoper schüttelt mit seinem rechten Bein ein bisschen, aber der Vampir ignorierte es nur und setzte wieder seine geheime Fähigkeit ein.

Im sicheren Glauben, dass Christoper es diesmal nicht blockieren kann, schlug er nach dem Arm von hinten… als er auf einmal am Boden feststeckte! „Huh?!“ schaute Riskel sofort nach unten und beide Stiefel des Vampirs klebten am Boden fest.

Aufgrund der Ablenkung nutzte Christoper die Chance und schlug mit beiden Saigabeln nach Riskel, die er trotz seiner Situation abwehren konnte. „Was hast du getan?!“

„Ein bisschen hier und da was gemischt… das Ergebnis siehst du unten.“ grinste Christoper sehr gemein. Auf einmal flog ein Beutel vor Riskel, den er mit dem Schwert durchschneiden wollte… und eine große schwarze Wolke flog auf Riskel zu.

Auf einmal schrie er vor Schmerzen auf, als es sein Gesicht berührte. Erst… schwoll das Gesicht an, dann fing es an sich zu verflüssigen. Viele Zuschauer mussten ihre Gesichter wegdrehen, andere übergaben sich, wieder mal.

„Was das auch für ein Zeug ist, aber scheinbar haben wir die dunkle Seite von Christoper raus geholt.“ grinste Sina. „Habe mich schon gewundert, wann er auf seine Beutel zugreifen wird.“

Christoper schlug wieder nach Riskel, doch der spürte die kommende Gefahr und machte etwas sehr unerwartetes: Er schlug sich beide Füße ab dem Stiefel ab und benutzte anschließend sein Schwert als eine Art Sprungstab, nur um einen größeren Abstand zu Christoper zu bekommen.

„Mist!“ fluchte Christoper, als seine Chance vertan war und rannte den Vampir hinterher. Scheinbar löste sich der Effekt des… Säurepulvers vom Gesicht und Riskel konnte wieder alles sehen. „Das wirst… du mir büßen!“

Dieser verwandelt sich auf einmal in einen grauen Wolf und seine abgeschnitten Füße wurden dadurch komplett geheilt. Wie die Verwandlung… auch immer stattgefunden hat, aber seine Ausrüstung wurde scheinbar ein Teil davon.

Sofort warf Christoper ein paar Beutel in die Luft, diese platzten auf und roter Nebel verteilte sich um Christoper. Durch die Aktion von vorhin war Riskel viel vorsichtiger, aber das rote Zeig zeigte keinerlei Wirkung auf seinen Gegner, also stürmte er los.

„Genau… komm zu mir.“ machte Christoper „Komm-doch“-Gesten… als Riskel vor seinen Augen verschwand. „Huh?“

Dann biss Riskel in den linken Arm von dem Dungeonfarmer und man hörte sehr deutlich, wie Knochen gebrochen wurden. Der Wolf ist mit einer Geschwindigkeit gestürmt, dass nur sehr wenige Teilnehmer im Turnier folgen konnten und ist im letzten Moment auf Christoper gesprungen.

Christoper schrie vor Schmerzen auf und fiel auf seinem Rücken, während Riskel noch weiter in seiner Verwandlung in den linken Arm biss… als das rote Zeug in seine Nase kam. Ein extrem lautes Geheul ging über die Arena, Riskel sprang von seinen Gegner weg und verwandelte sich zurück.

„OH BEIM DUNKLEN GOTT! WAS IST DAS FÜR EIN SCHEIß?!“ schrie Riskel, als er auch noch laut husten musste.

„Roter Pfeffer mit der schärfste Chilischote der Welt. Einmal in der Nase drin…“ grinste Christoper, dem sein linker Arm lose runter hing. Er ist unter Schmerzen aufgestanden und hat seinen Schaden kurz begutachtet.

Blut fiel von seinem Arm herunter, es tropfte regelrecht auf den Boden. Was ihm auffiel ist, das Riskel nun nackte Füße hatte, während dieser sich jede Menge Rotz aus der Nase drückte.

„Du solltest aufgeben, bevor du die nächste Überraschung ins Gesicht bekommt.“ gab Christoper eine Prophezeiung.

„ICH BRINGE DICH SOWAS VON UM!“ drehte Riskel sein Gesicht zu dem Dungeonfarmer. „ICH WERDE ALLES TUN UM MEINE MUTTER ZU RÄCHEN!“ und rannte direkt los.

„Wow… und das soll ein Clanführer sein?“ drehte Sina sich zu den Vampirkönigen um. „Da haben eure toten Geschwister ihnen aber eine falsche Erziehung gegeben. Mit der Einstellung werden sie ja ewig hinter Mel sowie Lara her sein und ihren Clan vernachlässigen.“

„Die Kritik ist angekommen und zur Kenntnis genommen.“ meinte Layla nur, die… etwas enttäuscht? Angewidert? Ein Gesichtsausdruck, den man momentan bei der Königin nicht beschreiben konnte.

„Hat das Training, das ich mit ihnen gemacht habe… wirklich den Ausschlag gegeben? Ich… sehe immer noch nicht, was sie davon gehabt haben.“ zweifelt Viktoria, die den Kampf beobachtet.

„Doch… dies hat Christoper mehrmals geholfen, weil er bisher sehr gut abschätzen konnte, wo Riskel hinwollte. Ich meine… diesen Kleber auf dem Boden? Wir müssen aber auch zugeben, dass Riskel sehr emotional kämpft und sich nicht konzentriert.“ erklärte Sina.

„Was… macht dieser Idiot da?“ dachte Violet. „Dafür haben wir doch nicht trainiert, damit du das alles über den Haufen wirfst! Hat dich der Frust so sehr…. im Griff?“

Riskel ist bei Christoper angekommen und schlug mit seinem Schwert nach ihm. Aufgrund des gebrochenen Armes, konnte der Dungeonfarmer es zwar blockieren, aber hatte keine Kraft in einem Arm.

Der Waffenarm wurde zur Seite geschlagen und Riskel rammte sein Schwert in den Bauch des Dungeonfarmers. „Nun leide… an meinem speziellem Gift!“ grinste Riskel bösartig.

Christoper verzog schmerzlich sein Gesicht und rammte seine Stirn auf die Nase von dem Vampir. Diese wurde sofort gebrochen und Riskel taumelt nach hinten, dabei zog er das Schwert aus dem Bauch raus.

„Argh…“ stöhnte Christoper wieder, er spürte, wie viel Blut aus seinem Bauch floss. Dies ignorierte er aber schnell, denn sein Feind war immer noch nicht besiegt. Der Vampir verzog genüsslich sein Gesicht, wunderte sich aber, warum sein Gift keine Symptome zeigte.

Mel… machte einen sehr besorgten Eindruck. Sie glaubt an Christoper, aber man konnte ihre Sorge am Gesicht sehen. Sherry legte eine Hand auf ihre Schulter und drückte leicht. „Glaub an ihn.“ „Danke…“

„Was ist? War das alles?“ grinste Christoper, dem Blut aus einem Mundwinkel rauskam. „Hatte mir einen vampirischen Attentäter irgendwie… stärker vorgestellt. Da kann sogar Mel und Lara mehr als du.“

Sofort verzog Riskel wütend sein Gesicht und stürmte auf Christoper zu, er hat voll die Provokation geschluckt. „Jetzt oder nie.“ dachte Christoper in Gedanken, mit voller Konzentration behielt er die Bewegung von Riskel.

Riskel benutzte wieder seine Fähigkeit, wo er hinter Christoper stand. Sofort wollte der Dungeonfarmer wieder mit seiner Saigabel verteidigen, als der Vampir nochmal seine Fähigkeit benutzte und vor ihm stand.

„Das war´s für dich.“ sagte Riskel dies und wollte mit dem Schwert zuschlagen… Christoper machte auf einmal ein Sprung nach vorne und rammte mit seinem Körper gegen Riskel, beide Männer fielen auf den Boden.

Der Dungeonfarmer rammte mit seinen gesunden Ellbogen in den Mund von Riskel, wo dies auf einmal eine laute Explosion verursachte. Eine graue Rauchwolke nahm beide Männer kurz ein, die schnell wieder verschwand.

Alle sahen, wie der andere Arm von Christoper nutzlos runter hing. Noch schlimmer war es für Riskel, der nur weiße Augen hatte und sein Mund komplett zerstört war. Seine Regeneration arbeitet zwar an die Heilung, aber der Vampir selber regte sich nicht.

„Unterschätze niemals einen Menschen.“ grinste Christoper, der versucht seine Schmerzen zu ignorieren. Der Angriff auf den Mund sollte bewirken, dass eine Druckwelle in seinen Körper kam und ihn seine komplette Luft raus drückte. Zeitgleich wurden durch die Aktion beiden Lungenflügeln komplett in sich gezogen wie ein Vakuum.

„Meine Damen und Herren, Christoper der Dungeonfarmer hat gegen Riskel gewonnen!“ rief Ronda und das Publikum jubelt auf.

„Schade… dass ich meine anderen Tricks nicht anwenden konnte, wäre interessant gewesen.“ verzog Christoper schmerzlich sein Gesicht beim Aufstehen.

„Hoffentlich… kann jemand meine Wunden versorgen.“

Kapitel 413

Ich bin wiedergeboren und das Halbfinale?

„Sehr geehrte Damen und Herren aller Rassen aus aller Welt. Willkommen zum tausendjährigen Turnier und nun… haben wir das Halbfinale!“ rief Ronda in einem neuen Kimono und das Publikum jubelt laut auf.

„Spannende Kämpfe zwischen vielen Gruppen haben stattgefunden und nur die stärksten sind weitergekommen. Diesmal haben wir eine Felsenlandschaft als Kampfform aufgebaut! Wenn sie richtig hinschauen, haben die Teilnehmer diesmal die Möglichkeit, sich hinter mehreren Felsen, Steinklötzen und ähnlichem zu verstecken.

Aber auch Gefahren lauern dort… der Boden ist stark eingetrocknet, überall sieht man Risse und unser Spezialteam für die Konstruktion dieser Landschaft hat auch mehrere Hohlräume erschaffen. Ein falscher Schritt oder ähnliches und ein Teil des Gebietes stürzt ein!“

Das Publikum konnte sich vor Jubeln nicht mehr beruhigen. „Heute haben wir nur zwei Runden… was heiß nur! Wir wissen alle, dass sich alle einen Namen in diesem Turnier gemacht haben!

„Die Abenteurergruppe“ geführt von Lady Sina. In der ersten Runde hat sie Orum eiskalt aus der Welt ausgebrannt und die Arena komplett verändert.

In der zweiten Runde haben die anderen Teilnehmer tapfer gegen die Gruppe „Machtnix“ gekämpft und konnten sich zurecht die stärksten Abenteurer der Welt nennen.

Kommen wir zur dritten Runde… „Die Rächer“. Nachdem wir ein bisschen geforscht haben, fanden wir heraus, dass diese Teilnehmer eigentlich alle tot sein sollten, zumindest die Götterbestien, die Lady Sina erschlagen hatte. Ob es ein fauler Zauber ist oder nicht, Lady Sina hat sie alle besiegt!

Auf der anderen Seite haben wir „Die wahren Herrscher“. Über ihnen können wir nur bedingt was sagen, denn sie blieben meistens sehr für sich. Was wir aber sagen können ist, dass sie überhaupt keine Ehre kenne und alle ihre Gegner getötet haben. Werden sie also auch in dieser Runde ihrem Treiben nachgehen oder endlich auf würdige Gegner treffen?“ machte Ronda die Stimmung heiß.

„Auf der andere Seite haben wir den berühmten Behemoth-Clan, die „Blackskulls“. Mit ihrer überragenden Stärke haben sie ihre Gegner fast sehr einseitig besiegt, nichtsdestotrotz haben sie alle am Leben gelassen. Ehre ist für diese Kämpfer das höchste Gut!

Als…“ Nun wurde der Jubel des Publikums lauter und Ronda musste grinsen.“ Als Gegner werden sie die berühmte „Monstergruppe“ haben, der Star dieses Turniers.

Eine exotische Kämpferin nach der anderen haben alle ihre Kämpfe hinter sich gebracht und Dinge vollbracht… die bisher noch nie möglich waren!

Der berühmte Heldenkiller Devin, der mittlerweile hoffentlich endgültig tot ist, wurde von Mel auf einen sehr… man kann diesen Kampf nicht wiedergeben, man muss ihn gesehen haben, besiegt! Das Drachenmädchen Rubina hat ihren Gegner Gair mit einen Schlag besiegt und die Arachne Nea fast ihren Gegner aufgegessen.

Nun… kommen wir zu den Star´s von diesem Turnier! Suki und Sherry! Beide haben… der Welt vor Augen geführt, was es heißt für sich, aber auch für das Team zu kämpfen!

Sherry das Zaubermädchen wie sie inzwischen genannt wird, hat einen der uralten Vampire mit einem sehr… unorthodoxen Trick besiegt.

In der nächsten Runde mussten die Frauen gegen die Dämonen kämpfen, unter anderem den berühmtesten Dämonengeneral der alten Zeit Arzexos! Im engsten Raum mit einer fast zerstörten Arena hat eine Frau nach der anderen tapfer gegen die Dämonen gekämpft.

Am meisten hervor kam der Kampf von Sherry gegen den General und Suki gegen Aglon, Herr der Illusionen. Sherry… hat etwas geschafft, was bisher keinem in der Vergangenheit gelungen ist… sie hat bis dato den unbesiegbaren Arzexos besiegt!“

Das Publikum jubelt laut nach Sherry, sie selber bekam einen roten Kopf. „Puh… ich wollte doch niemals… soviel Aufmerksamkeit haben.“

„Das hast du aber redlich verdient!“ klopfte Lara ihr auf die Schulter. „Wärst du in meiner Zeit gewesen, ich hätte an dir geklebt wie eine Klette, wenn ich wüsste, dass jemand gegen diese Dämonen kämpfen könnte.

„Doch auch Suki müssen wir die Aufmerksamkeit geben! Wir alle… kennen ihre Vergangenheit und Aglon hat sie mit seinen Illusionen aus ihrer tiefsten Seele hervorgebracht. Doch sie blieb tapfer und konnte ihn letztendlich besiegen.

Dann… kam der Kampf der Kämpfe. Allen war bekannt, dass die Ungesehenen die besten Attentäter in Batzien sind und nur ein Ziel hatten: Suki zu töten. Mit einer anschaulichen Schönheit hat sie nicht nur einen Gegner nach dem anderen besiegt, sie hat auch… ihnen Gnade gewährt.

Als es dann zum letzten Kampf kam… setzte Suki ein Veto ein, das bisher noch nie… nie… nie eingesetzt worden ist. Das Veto des Sprechens. Mit ihrer Rede hat sie nicht nur ihrem Vater ihre Gefühle und Erfahrung mitgeteilt, sondern uns allen Tiermenschen auf der Welt die Augen geöffnet, dass wir uns weiterentwickeln müssen.

Ob wir ihr zugehört haben oder nicht, die Rede hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, dass man zumindest darüber nachdenkt. Als… Suki am Ende des Kampfes beinahe von ihrem Vater getötet wurde, kam… etwas sehr unerwartetes: Ihr Vater hat den Kampf aufgeben, sie vollständig geheilt und sie dann verlassen.

Wir Tiermenschen glauben an Geister. Nicht so wie die Menschen und ähnliche Rassen das es böse Monster sind, sondern das man mit Geistern reden kann.

Den Kampf gegen ihren Vater Satu hat Suki nicht alleine abgehalten, sondern es war ihre Mutter Fuyu dabei. Jeder hat dieses… Ereignis gesehen, als Fuyu über Mel ihre Worte weitergeleitet und… ihren Seelenfrieden gefunden hat.

Die „Monstergruppe“ wird also kein einfacher Gegner für die stärksten Tiermenschen der Welt sein, den Behemoth´s. Dieses Turnier hat Geschichte geschrieben und wir werden uns immer daran erinnern.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mögen die nächsten Kämpfe stattfinden! Doch lass uns vorher… ob wir ihnen nicht noch ein bisschen das Leben schwer machen wollen! Liebe Kiste des Schicksals… sollen wir eine Regel einführen?“

Alle schauten gespannt auf die schwebende Kiste, die in der Luft hing. Sie fing auf einmal an zu drehen und nach kurzer Zeit fiel ein weißer Ball raus, der auf die Arena herunterfiel: Nein.

„WoW! Diesmal dürfen die Gruppen ohne jegliche Regeln kämpfen! Dann warte ich kurz, bis die Berater beider… Wartet! „Die wahren Herrscher“ setzten ihr G-Veto ein!“

Das Publikum wurde auf einmal still, als Ronda das verkündete. Alle warten nun gespannt, was für eine Regel eingesetzt wird.

„Es wird die Regel eingeführt, dass Lady Sina in keinen der Kämpfe dieser Runde teilnehmen darf! Erstaunlich, dass sie die erste Gruppe ist, die Lady Sina ausschließt!“ spöttelt Ronda leicht. Unrecht haben sie ja nicht. Bis auf die Gruppe „Machtnix“ wurde Sina immer gezielt herausgeholt.

„Nun bin ich gespannt, was ihr machen werdet Lady Sina.“ grinste Taos gemein. „Egal was du geplant hast, aber du kannst deine Freunde nicht retten…“

„ACHTUNG! „Die Abenteurergruppe“ setzt ebenfalls ihr G-Veto ein!“ rief Ronda erstaunt auf und traute ihren Ohren nicht, was die Regel sein wird.

„Die… weitere Regel wird es sein… Das „Die wahren Herrscher“ ihre Veto´s nicht einsetzen dürfen und immer als erstes ihren Gegner raus schicken müssen. Welch… ein genialer Zug!“

„Eh… was?“ staunte James, der Zwergenvampir. „Nicht um unseren G-Veto zu kontern oder ähnliches?“

Taos´s Grinsen ging schnell weg, als er dies hörte. „Verflucht seist du. Du hast es geahnt oder?! Man kann sagen was man will, aber du gehörst zu der gefährlichen Spezies, die den Kopf benutzt!“ wurde Taos leicht sauer.

Riskel sowie Violet schauten sich gegenseitig an und grübelten, was die neue Situation zu bedeuten hat.

„Scheinbar seid ihr beide ein bisschen eingeschränkt beim Denken.“ merkte Spikes es böse an. „Aufgrund dass wir immer als erstes einen raus schicken müssen, können sie den richtigen Gegner für uns in die Arena schicken. Wenn nicht… holen sie sich einfach einen von uns.“

„Vermutlich will Lady Sina Riskel und Violet holen, denn sie sind von uns die schwächsten Kämpfer. Doch das bringt ihnen alles nichts, wenn sie auf uns treffen. Um zu gewinnen, müssen sie vier Siege aufweisen.

Selbst… wenn unsere Schwächlinge verlieren, heißt das überhaupt nichts. Ich hoffe natürlich, dass sie gewinnen, denn… ich möchte ungern, dass ihr unsere Arbeit übernehmt mein Herr.“ kniete Zetta vor Taos.

„Nein… da muss mehr dahinter stecken. Es macht keinen Sinn, unsere Veto´s zu blockieren. Egal ob ich nun rausgehen würde oder nicht, Lady Sina hat definitiv was geplant, um zu siegen.“ schüttelt Taos den Kopf.

„M… meine Herrschaften… sie sollten sich bald für einen Kämpfer entscheiden.“ meldet sich der Berater dieser Gruppe. Die Vertrauten des Vampirkönigs starrten ihn wütend an, dass er es wagt, sie unter Druck zu setzen.

„Spike, du gehst als erstes. Ich will wissen, ob sie direkt unsere Vermutung umsetzen oder nicht.“ schaute Taos den Elfenvampir an. „Wie ihr wünscht.“ verbeugte sich Spike.

„Meine Damen und Herren, „Die wahren Herrscher“ sind zu einer Entscheidung gekommen und schicken ihren ersten Kämpfer raus: Spike!“ teilte Ronda dies ins Mikrofon.

„Dann… werde ich gehen.“ atmet Neia mehrmals ein und aus, man sah ihr ihre Nervosität an. Sie nahm ihren schwarzen Zauberhut ab und steckte ihn in ihr Inventar.

„Bist du wirklich sicher? Wenn… du da einmal rausgehst, kann selbst ich dir nicht mehr helfen. Dafür sorgen meine Aufpasser da hinten.“ war Sina sehr besorgt.

„Ja, ich bin mir sicher. Danke für deine Sorge, ich bin wirklich froh, dass wir miteinander befreundet sind. Keine Sorge, die Anti-Giftverzauberung wirkt bis heute Nacht und… egal was mir passieren sollte.“ grinste Neia schief.

„Komm lebend wieder zurück!“ verlange Falko auf einmal. „Wir haben immer noch ein Duell miteinander auszutragen!“

„Das sind ja mal neue Töne von dir. Also gut, dann werde ich es wohl tun müssen.“ winkte Neia und ging eilig raus, zu verhindern, dass ihre Freunde ihre nassen Augen sahen. Als die Tür hinter ihr zufiel, musste sie sich kurz vor dem emotionalen Ausbruch beruhigen.

„Das war jetzt sehr gemein von dir gewesen Falko…“ murmelt die Magierin, dann ging sie weiter auf ihre zugewiesene Kampfstelle. Aus weiter Entfernung sah sie schon Spike stehen und wie die Luft um ihn knistert.

Er trug nur schwarze Klamotten und durch sein Vampirdasein, stach seine blasse Haut extrem hervor. Seine weißen langen Haare hingen lose hinter seinem Rücken runter und scheinbar mussten die ersten Elfen der Welt noch andere Gesichtszüge gehabt haben.

Höhere Wangenknochen, seine Elfenohren sind etwas länger und seine Augenbrauen waren so lang, dass sie aus dem Gesicht hervorgingen.

„Spike… oder auch früher Erkunder der Magie, schämt ihr euch nicht? Das ihr… alle Elfen mit eurer Anwesenheit beschämt?“ rief Neia dies dem Vampir zu. Der hob nur eine Augenbraue hoch und fing an laut zu lachen.

„Was… will ein Kind wie du von mir? Stolz, Ehre oder Traditionen der Elfen? Das ich nicht lache! Das alles gab es nicht in der Zeit, wo ich noch ein Elf war, also erspare mir die alten Kamellen. Wer sagt denn… das die anderen Elfen ebenfalls nicht meine Einstellung hatten damals?

Ich teile dir ein Geheimnis mit… sie waren alle eifersüchtig gewesen. Eifersüchtig, dass ich ewiges Leben für mich gefunden habe und sie nicht. Alle… hatten Angst vor dem Tod. Was hat es für einen Sinn… die ersten Elfen der Welt zu sein, wenn man vergänglich ist?

Aus Rache erzählen sie immer wieder dieselben Geschichten, die sich immer mehr und mehr verändert haben, wenn ich Elfen zwischen die Finger bekommen habe. Die ursprüngliche Geschichte ist komplett anders geworden als… sie es früher mal war.“ grinste Spike sehr genüsslich und holte sein Schwert raus.

„Nichts als Gerede, Vampire sind Meister der Lügen und Intrigen!“ schüttelt Neia den Kopf und stellte sich in den grünen Kreis rein mit ihrem Stab, bereit für den Kampf.

„Ho ho, dass du es dir als Elfe zutraust, diesen Satz zu sagen. Tausch einmal Vampire gegen Elfen aus und gehe in dich, was du alles über die Elfen kennst. ICH weiß, was die Elfen sind, ich bin selber einer. Für mich hat sich nichts geändert von daher.“ grinste Spike amüsiert weiter und stellte sich ebenfalls in den Kreis.

„Meine Damen und Herren, beide Kämpfer scheinen bereit zu sein für die erste Runde des Halbfinales! Dann werde ich alle nicht länger auf die Folter spannen… Drei… Zwei… Eins… KÄMPFT!“ eröffnet Ronda den Kampf.

Spike stand auf einmal vor Neia, die eine Eiswand hoch zaubert, das Schwert knallte dagegen. Feuerbälle erschienen hinter den Vampir, die er mit einem Fingerschnippen explodieren lässt. Dies hat Neia geahnt, dass Spike ebenfalls ein Magier ist.

„Eisstacheln!“ rief Nea und aus der Eiswand schossen Eisstacheln raus, denen Spike mit aller Ruhe auswich.

„Zeit das ich auch ein bisschen mit Magie spiele.“ teilte Spike es höhnisch mit. Er klatschte einmal kurz mit beiden Händen und um ihn entstanden Kugeln mit unterschiedlichen Farben, die im Kreis hinter seinem Rücken kreisten.

Neia erkannte, dass jeder dieser Kugel einem Element entspricht, selbst Leere hat Spike gezaubert. „Das du dir zutraust, diesen Zauber zu benutzen…“ murmelt Neia.

„Und wie ich es mir zutraue. Wenn man den Ursprung aller Magie kennt, kosten die Zauber überhaupt nichts mehr.“ lachte Spike und setzte nun die Kugeln ein. Aus jeder Kugel schossen Bälle des Elements raus.

Die Magierin setzte wieder Eismauern, aber auch Steinmauern zur Verteidigung ein, die aber gegen die Leerenmagie nichts entgegenzusetzen hatten. Sofort teleportiert sich Neia hinter Spike und wollte ihm einen Lichtstrahl in den Rücken schießen…

Als ein Schwert durch ihren Bauch gerammt wird. „Du glaubst doch nicht allen ernstes… mit so einer billigen Nummer kannst du mich besiegen? Hast du vergessen… mit was du kämpft?

Erkunder der Magie, diesen Titel habe ich nun wirklich lange nicht mehr gehört. Finde heraus… warum du nun ein…“ Schwert wird im Bauch gedreht und Neia schrie laut auf „Schwert in deinem Körper stecken hast.“

„Körperexplosion!“ rief Neia und sie selber leuchtet auf einmal orange. Spike grinste nur und packte sie frühzeitig am Hals, dann wanderte das Leuchten in die Hand. „Absorption!“

Erstaunt riss die Magierin ihre Augen auf, auf diese Art und Weise wurde ihre Magie entschärft. „Absorption“ stammt aus der Kategorie Dunkelheit und hat eine ähnliche Funktion wie Leerenmagie, nur dass es den Anwender nicht soviel Mana kostet.

„Es ist immer interessant Spike bei seinen Kämpfen zuzuschauen, dabei hat er noch nicht mal ernst gemacht.“ lächelt Taos zufrieden. „Scheinbar hat Lady Sina… meine wichtigsten Vertrauten komplett unterschätzt.“

„Soo… mein kleines Elfenkind. Solange meine Magie… läuft, kannst du dich nicht mal weg teleportieren.“ wurde das Grinsen von Spike sehr unheimlich. „Ich hätte dich natürlich sofort töten können, aber das widerspricht meiner Natur.“

Neia ließ ihren Zauberstab los und schlug mit der anderen Faust ins Gesicht von Spike. Der war wegen den Stab kurz abgelenkt gewesen, aber mehr als das sein Kopf leicht zur Seite gedreht wurde, ist nichts passiert.

„Hmm? Seit wann haben Magier eine solche Stärke wie du sie hast?“ hob Spike verwundert eine Augenbraue hoch und schob das Schwert weiter nach oben gen Brustkorb. Neia schrie wieder vor Schmerzen und spuckte Blut aus dem Mund.

Als nächste Gegenmaßnahme wollte die Elfe mit ihrem Bein in die Kronjuwelen des Vampirs treten, aber diesmal knallte Spike seinen Kopf gegen ihre Nase, die sofort gebrochen wurde. Mit der Aktion hat der Vampir auch den Angriff von unten unterbunden.

„Ah ah, für eine Elfe… bist du scheinbar nicht zu fein, richtige gemeine Attacken umzusetzen. Nun… wollen wir mal mit meiner Arbeit anfangen.“ lächelt Spike gemein, während aus der gebrochenen Nase das Blut floss.

Auf einmal spürte er einen Blutdurst hinter sich, wo er sich umdrehen musste. Im Aufenthaltsraum stand Sina mit verschränkten Armen, die ihn böse mit ihren Augen anstarrte.

„Ah? Scheinbar will deine Clanführerin dich irgendwie retten, aber… zu dumm, dass wir uns alle an die Regeln halten oder? Ach nein! Ihr habt euren G-Veto nicht eingesetzt, dass wir euch NICHT töten dürfen.“ kichert der Vampir, während er ihren Hals weiter zudrückte.

Neia wurde die Luft fast weggedrückt, sie versuchte danach zu atmen. Ihre Magie wird immer noch unterbrochen und langsam kam nun doch die Panik in ihr hoch.

Spike ließ sein Schwert los und streckte nur seinen Zeigefinger sowie Mittelfinger aus und hielt sie vor das Gesicht der Magierin. „Zeit… die Welt der Dunkelheit zu sehen.“ teilte Spike es noch mit, dann schossen beide Finger in die Augen von Neia rein.

Die Magierin schrie wie nie zuvor, als die Finger ihre Augen aufplatzten. Eine komplette Schwärze „sah“ sie und Spike ist sadistisch genug, dass er in den Augenhöhlen spielte. Viele Zuschauer drehten ihre Köpfe weg über diese Folter, einige übergaben sich.

Layla und Roman haben ihre Hände auf die Schulter von Sina gelegt, weil beide Arme von ihr stark bluteten… sie hat ihre eigene Finger in die Oberarme gekrallt vor Wut. Taos und die anderen genossen das Schauspiel, was Spike ihnen wieder liefert.

„Normalerweise nehme ich extrem heiße lange Nägel, die ich meinen Opfer in die Augen drücke, dann hört man erst recht, wie die Augen platzen. Hier bin ich leider ein bisschen gezwungen… zu primitiven Dingen zu greifen.“ heuchelt Spike seine Traurigkeit.

Neia versuchte zu atmen, aber Spike hat sie immer noch fest im Griff, da legte sie beide Hände auf sein Gesicht. „Vergiss nicht… solange…“

„FEUERBALL!“ schrie Neia und setzte ihr gesamte Mana in diesen Angriff ein. Eine Explosion umhüllte beide Kämpfer und zwei Körper flogen in unterschiedliche Richtungen. Neia, dessen Magierkleid größtenteils zerstört wurde, zeigte viele Brandwunden auf.

Spike dagegen war der komplette Kopf in Brand gesetzt. Als… wäre es für ihn üblich, stand er mit brennendem Kopf auf, schnippte mit dem Finger und ein Wasserball löschte sein Feuer. Viele Zuschauer zogen angewidert ihr Gesicht, als sie das entstellte Gesicht des Vampirs sahen.

Doch es dauerte nicht lange, da fing die Regeneration an, sein Gesicht zu heilen… bis er wieder sein normales Gesicht hatte. „Gut dass ich meine Ausrüstung immer auf hohe Magieresistenz auslege.“ klopfte Spike den Rus von seine schwarzen Kampfanzug runter.

„Glückwunsch, du hast es geschafft meine Absorption zu umgehen.“ gratulierte Spike sehr höhnisch und klatschte in den Händen. „Doch nun würde ich gerne mein Schwert wieder haben wollen…“

„ICH GEBE AUF!“ schrie Neia, in diesem Zustand… kann sie erst recht kein Kampf gewinnen. Spike verzog enttäuscht sein Gesicht, aber in dieser Richtung hat er es schon kommen sehen.

„Meine… Damen und Herren, Neia hat soeben aufgegeben. Damit bekommen „Die wahren Herrscher“ einen Siegespunkt zugesichert.“ hielt sich die Freude von Ronda in Grenzen. Dieser Art von Kämpfen ist in der Vergangenheit öfters vorgekommen und doch hatte sie gehofft… dass es nicht soweit kommen muss.

Spike zog sein Schwert von der Elfe raus und flüstert ihr noch was ins Ohr: „Das… wird mit jedem deiner Freunde passieren, übermittle die Botschaft für sie weiter, ok?“ Der Vampir stand mit einen Lächeln im Gesicht auf und ging zurück.

Neia würde gerne weinen, aber… Spike hat alles kaputt gemacht, was mit Augen zu tun hat. Sie legte ihre Hände aufs Gesicht und… versuchte zu heilen, was nicht zu heilen geht. Man hörte sie laut schluchzten.

„Das… werde ich mir merken.“ dachte Sina sehr wütend.

Kapitel 412

Ich bin wiedergeboren und die Pläne einzelner Teams?

„Herr… es tut mir leid. Ich weiß nicht ob es bewusst oder unbewusst war, aber… unser Plan wurde auf diese Art vereitelt.“ kniete Zetta im Aufenthaltsraum vor ihrem Meister Taos. „Ich werde jede Strafe akzeptieren.“

„Hmm… Du sagtest, diese „Sherry“ hat einfach einen der Sterne in die Luft geworfen und damit den Ballon zerstört? Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, ist diese Frau auch in Alliancia bekannt für anhaltendes Pech für sich und alle anderen oder? Welch eine Ironie, dass… wir es zu spüren bekommen.“ musste Taos tatsächlich schmunzeln.

„Nicht schlimm, dann werdet ihr euch halt ein bisschen mehr anstrengend müssen, Lady Sina wird nichts dagegen tun können.“

„Selbst wenn sie unseren G-Veto kontern, können wir immer noch unsere Veto´s einsetzen. Da bringt es auch nicht viel, wenn Lady Sina mit ins Spiel kommt, denn sie kann nur einmal ihr Veto einsetzen.“ rieb sich Spikes die Hände.

„Machen wir aus diesem Nachteil einen Vorteil.“ überprüfte James seine Armbrust und seine versteckten Waffen im Mantel. „Wir haben sie alle einmal kämpfen sehen und ich wäre beinahe eingeschlafen, als sie mit dieser einen Gruppe „Machtnix“ gekämpft haben.“

Riskel und Violett sparten sich irgendetwas dazu zu sagen und schmierten auf ihre Schwerter unterschiedliche Gifte.

„Ich werde für meine Fehler mein Bestes geben, sie vor aller Öffentlichkeit foltern. Versagen ist keine Option!“ nickte Zetta.

„Wunderbar, zeigt der Welt… was Vampire in Wirklichkeit sind und wir letztendlich die wahren Herrscher der Welt sind.“ lachte Taos. „Verzichten wir auf unsere Masken, ein jeder soll uns sofort erkennen… wenn wir auf der Welt wandern.“

„Nur damit ihr es wisst…“ merkte Rokea dies allen ihrer Gruppe an. „Solltet ihr versagen, werde ich Sina so aufsuchen. Ihr kennt alle meinen Schwur und den gedenke ich umzusetzen.“

„Du wirst in letzter Zeit immer unerträglicher Rokea.“ rollte Nitir seine Augen. „Möchtest du es uns nicht einfach überlassen… wie wir kämpfen wollen? Im Gegensatz zu einigen anderen Teilnehmern haben wir das Glück, am tausendjährigen Turnier teilzunehmen!“

„Da muss ich Nitir Recht geben. Du bist wirklich eine Spaßbremse weißt du das? Haben die vorigen Kämpfe nicht schon gezeigt, dass wir uns mit jedem messen können?“ nickte Zuzan seinen Freund zu.

„OH! Da würde ich aber an eurer Stelle aufpassen, denn die Monstergruppe ist alles andere als schwach!“ kichert Rokea. „Nicht das ich mit ihnen ein Problem hätte, aber ihr? Merkt euch meine Worte, denn wenn ihr das nicht tut, könnte es sein, dass ihr den Boden schneller küsst, als euch liebt ist!“

„Rokea… danke für deine Fürsorge, aber wir warten einfach ab, welche Regeln wir heute bekommen. Da diesmal die Arena wie eine Felslandschaft aussieht könnten wir als Vorteil nutzen, wenn ich an die Kämpferinnen Mel oder Sherry denke.“ kommentiert der Anführer Rokus, der die Arena begutachtet. Mehrere große Hügel, aber auch viele Risse sah man auf dem trockenen Boden. Ein falscher Tritt und man steckte in den Rissen fest.

„Werden wir unsere G-Veto überhaupt benutzen oder ähnliches? Meine… so ein grober Plan wäre jetzt nicht verkehrt oder? Das Drachenmädchen und die Arachne gehören definitiv zu den gefährlichsten Kämpferinnen.“ merkte Nijus an.

„Nein, wir brauchen kein G-Veto. Wegen der Veto´s selber ist es euch überlassen, ob ihr die nutzen wollt. Ich bin sehr optimistisch dass wir weiter kommen werden, aber mit mehr Gegenwehr als in den vorigen Kämpfen.“ schüttelt Rokus den Kopf.

„Dann werden wir heute den Kampf zwischen den Abenteurern und den Vampiren genauer begutachten?“ fragte Narya. „Meine… einen von den beiden werden wir dann im Finale bekommen.“

„Glaube, dass die Vampire weiterkommen. Die Abenteurer hatten nun… überhaupt keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.“ zeigte Risia ihre Abneigung. „Wir wissen doch alle, dass sie nur wegen Lady Sina soweit gekommen sind.“

Nitir sagte nichts dazu, aber hat die Übungen von Louis und Zhin beobachtet. Er war erstaunt, wie lernfähig Menschen sein können und war da schon am grübeln, ob man sie nicht zu leicht unterschätzen würde.

„Wegen Lady Sina mache ich mir erst Gedanken, wenn sie auch wirklich kommt.“ meldet sich Rokea noch einmal. „Hoffentlich… hält die Arena es aus, wenn ich kämpfen werde…“

„Puh, wenigsten hat es kein Nachspiel gegeben, dass Sherry den Ballon kaputt gemacht hat.“ grinste Lara schräg. „Wäre jetzt… sehr dämlich gewesen, wenn wir nun raus geflogen wären.“

„Es tut mir auch leid! Konnte doch nicht ahnen, dass… mein erster Wurf schon etwas kaputt macht.“ verbeugte sich Sherry mehrmals entschuldigend.

„Sag Kyllia… wie geht es Lisa?“ waren Zada und Kyllia etwas weiter von den anderen weg. „Versteckt sie sich immer noch im Zimmer?“

„Leider… Nun ist es glaube ich… eine Woche her, seitdem ihr das passierte. Einerseits… hat sie mehrere neue Seiten entdeckt, aber die Scham, die sie immer noch im Kopf hat, will sich nicht so verflüchtigen.“ erklärte Kyllia.

Zada seufzte nur. „Notfalls musst du sie mit lieblicher Gewalt raus bringen, denn wenn ihre Mutter eingreift… Glaube, es gibt angenehmere Möglichkeiten aus dem Zimmer zu kommen.“

„Hey ihr beiden, kommt mal aus der Ecke raus, Suki will was sagen.“ sagte Mel zu den Turteltauben. „Immerhin sind das die letzten unbekannten Gegner, die wir bekämpfen!“

Alle bildeten einen Kreis um Suki, die allen in die Augen schaut. Sie selber trug wieder ihr übliches Kimono und fühlte sich tatsächlich ein bisschen wohler darin.

„Meine Damen, wir alle haben unsere Kämpfe bestritten. Die einen mehr, die anderen weniger, nichtsdestotrotz sind wir als Gruppe weitergekommen. Bitte denkt alle daran, was wir gestern besprochen haben ok?

Sollte meine Einschätzung völlig daneben liegen und ihr gewinnt kein Land, ihr dürft auch aufgeben. Die Behemoth´s mögen scheinbar ehrenhafte Kämpfer sein, aber ich will mich nicht zu hundert Prozent darauf verlassen wollen.

Wir sind weit gekommen und ich gedenke, dass wir ins Finale kommen. Je nach den Regeln würde ich überlegen, ob wir einen G-Veto einsetzen oder nicht. Sollte das Glück auf unserer Seite sein und wir bekommen mal keine Regeln, warten wir ab, was unser Gegner macht.

Der Kampf gegen sie wird schon so schwer sein, da brauchen wir keine weiteren Regeln wie auf einem Bein zu kämpfen. Ja… so eine Regel gibt es…

Wir werden wieder zusammen weiterkommen und siegreich das Kolosseum verlassen!“ hob Suki eine Faust hoch und die anderen Kämpferinnen folgten ihrem Beispiel.

„Also wenn du was nicht kannst, aber Motivations Reden halten, das kannst du.“ scherzte Kyllia und die anderen mussten schmunzeln.

„Also… dein Plan ist es, dass ich, Melaine, Falko und Louis ins Halbfinale kommen?“ hakte Christoper nach und Sina nickte.

„In der Tat. Dabei ist es egal, welche Regeln eingesetzt werden oder G-Veto der Klub der blassen Personen drüben beschließt. WIR werden unseren G-Veto einsetzen, damit jeder hier lebend weiterkommt.“

„Was soll das genau für ein G-Veto sein? Du hast mich da irgendwie… nicht gefragt?“ wundert sich Melaine. „Meine… kann mich nicht erinnern, dass du irgendwie dich informiert hast.

„Dafür haben wir Chuz hier. Ich habe ihn gefragt und prompt kam die Antwort. Wir setzten nämlich das G-Veto ein, dass unser Gegner ihr Veto nicht nutzen kann UND sie müssen immer zuerst einen Gegner raus schicken.“ grinste Sina fies.

„Verstehe… Aufgrund dass Riskel und Violet die schwächsten Kämpfer sind, können wir sie mit dieser Regel gezielt rausholen, sollten sie unseren hmm… Wünschen nicht entgegen kommen.“ nickte Louis sehr langsam.

„Richtig. Taos wird im Leben nicht freiwillig rauskommen, das ist so sicher wie der Furz eines Orks.“ sagte Sina und jeder bekam auf einmal ein Kopfkino.

„Ok, Riskel, Violet und Taos werden bekämpft, aber… gegen wen soll ich denn kämpfen? Das wunderte mich schon seit dem Tag, wo du deinen Plan angekündigt hast.“ hielt Falko schräg den Kopf.

„He he. Du wirst mit deinem Veto deren gekauften Tiermensch rausholen.“ beichtet Sina und alle reagierten erstaunt, dass sie so was offensichtliches übersehen haben. „Chuz war auch so nett gewesen, dass bei ihnen sieben Teilnehmer anwesend sind.

Wir kennen alle die Bedingungen für die Teilnahme am Turnier und die haben wir ja mit Melaine erfüllt oder? Bei Taos sind es aber alles Vampire, unabhängig, welcher Rasse sie mal waren, also mussten sie ja irgendwie… ihre Eintrittskarte kaufen.“

„Welch eine gefährliche Frau Lady Sina ist.“ zollte Viktoria ihren Respekt. „Sie hat alles im Blick, während Onkel Taos vermutlich nicht an den Tiermenschen denken wird.“

„Sina? Ich… möchte mich gerne bei deinem Plan einmischen.“ meldet sich Neia sehr ungewohnt ernst und Sina schaut sie erstaunt an. „Sollte… der Vampir Spike kämpfen, möchte ich bitte gegen ihn kämpfen wollen.“

„Warum?! Damit begibst du dich extra in Gefahr, was ich vermeiden wollte!“ verlangte Sina zu erfahren, warum ihre Freundin diesen Schritt wagt.

„Ich bin mir nicht sicher ob ich es schon mal gesagt habe, aber Spike gehört zu den ersten Elfen auf der Welt. Keine Ahnung ob die… Geschichte stimmt, aber er soll damals schon zu der bösen Sorte gehört haben, da passt das Vampirdasein zu ihm erst recht.

Mein Stolz als Elfe verlangt es, dass ich so ein Monster von der Welt tilge. Bitte… du kannst mir ruhig vertrauen, dass ich weiß was ich tue… Diesen Entschluss habe ich schon vor einigen Tagen gefasst und gedenke… ihn umzusetzen.“ sagte Neia es mit einer sehr ernsten Stimme.

„Neia… Stolz zu haben ist in Ordnung, aber es kann einem auch zum Verhängnis werden.“ erklärte Thomddir sehr ruhig. „Ich weiß, wovon ich spreche.“

„Danke für deine Sorge, aber ich bin mir meiner wirklich sicher, bitte Sina. Wie oft hast du mich jemals eine Bitte aussprechen hören?“ ließ Neia sich nicht davon abbringen.

„ … Bisher überhaupt nicht, deswegen… versprich mir wirklich eines: Gib frühzeitig auf, wenn du keine Chance siehst hörst du? Lass dir irgendwelche Zauber einfallen, die verhindern, dass du deinen Mund benutzen kannst wie Devin es mit Lara getan hat.

Vielleicht ist es euch noch nicht bewusst, aber alle Gegner da drüben werden euch nicht einfach so töten oder so, sondern vor aller Öffentlichkeit euch foltern. Knochen brechen, Gedärme aus dem Bauch raus ziehen, Gliedmaßen zertrümmern, sucht euch was aus. DAS ist unser Gegner.“ warnte Sina alle.

„Onkel Taos würde es als Kompliment betrachten, wenn man euch so reden hört.“ grinste Renee. „Ich habe von seinen Vertrauten immer noch Gerüchte gehört, aber ehrlich… die Elfe da wird kläglich scheitern.“

„Danke für dein Mitgefühl.“ lächelt Neia sie an, während diese erstaunt ihre Schwester anschaut. „Was? Das du nicht unbedingt die Hellste bist, wissen wir alle.“ „EY!“

„Meine Kinder… keinen Streit oder ähnliches, sonst dürft ihr beiden im Gang draußen die Wand anstarren.“ merkte Lord Roman schnell an und beide Töchter wurden sofort ruhig gestellt.

„Jeder wird einen sehr harten Kampf führen… außer Falko vielleicht, aber selbst da dürfen wir nicht unachtsam sein, ob der gekaufte Tiermensch nicht doch auch etwas kämpfen kann.“schaute Sina jedem in die Augen.

„Ansonsten… überlebt und lass uns das Finale erreichen!“ hob Sina eine Faust hoch und der Rest folgte ihr jubelnd.

Und das Halbfinale begann…

Kapitel 411

Ich bin wiedergeboren und das Glück im Unglück?

Das Frühstücks Buffet bei den Vampirkönigen wurde groß gehalten, weil Sina, Sherry sowie die Zwillingsvampire die Nacht bei den Vampiren verbracht haben.

Auf jeden Fall… waren über vier Frauen anwesend, die rote Gesichter haben. Alle aßen schweigsam, während Layla ihr Grinsen nicht verbergen konnte. „Also… ich kann verstehen, wenn ZWEI ein rotes Gesicht haben. Meine… den letzten Schrei, den konnte man leider nicht überhören.“

Qualm ging von Sinas Kopf hoch, während ihr Knochenschwanz hin und her wedelte. „Warum… Renee und Viktoria ebenfalls einen roten Kopf haben… Denke, für so ein hohes Alter… benehmen sie sich wirklich noch wie Kinder, die was neues entdeckt haben.“ kam der weitere Kommentar.

Nun kam von den angesprochenen Personen auch der Rauch von den Köpfen hoch. „Bin… mir nicht sicher, ob ich von ihnen enttäuscht sein sollte.“ kommentierte Lord Roman.

„Bin… mir nicht sicher, ob ich das aus dem Mund eines Mannes hören will, der über 20 Töchter hat.“ murmelt Sina. „Wundere mich viel mehr… dass sie damit… überhaupt noch nicht in Berührung kamen. Vielleicht solltest du Renee… die Chance irgendwie geben, dann wird es mit ihr auch etwas einfacher.“

Renee spuckte ihr Essen aus dem Mund, als sie den Vorschlag zu hören bekam, während Viktoria ihr Essen verschluckt hat.

„Werde erst selber eine richtige Mutter, dann werde ich mir von dir Erziehungsratschläge holen. Suki mag vielleicht deine Tochter sein, aber sie ist für eine Katze schon ziemlich ausgewachsen.“ hob Lord Roman nur eine Augenbraue hoch.

„Das war… jetzt gemein, doch man muss keine Mutter sein, um körperliche Befriedigung und ähnliches zu erklären, wisst ihr? Bevor… wir dann doch in einen Streit geraten… ich habe gestern Blut von Sherry getrunken.“ wurde Sina am Ende wieder leiser.

„Ah! Und was könnt ihr sagen? Das ist ja das erste Blut, was ihr selber genommen habt. Ich will… alles wissen!“ kam die Wissenschaftlerin aus Layla durch.

„Erm… es schmeckte leicht metallisch… und sehr sehr süß, wie Sherry das auch ist.“ schaute Sina ihre Freundin an, die ein rotes Gesicht hatte. „Danach… fühlte ich mich, als wäre ich auf irgendeiner Droge gewesen. Ich war noch Herr meiner Gedanken, aber… ich würde es ungern mitten im Kampf trinken wollen.“

„Hmm, vielleicht musst du es regelmäßiger trinken, damit du diesen eigenartigen Nebeneffekt nicht hast. Frische erschaffene Vampire erzählten auch davon, was aber nach längerem Blut trinken abgenommen hat.“ nickte Layla und nickte einem Hausdiener zu.

„Wartet! Sina soll dann mein Blut trinken.“ mischte sich Sherry ein und alle Vampire hoben ihre Augenbrauen hoch. „Sicher Sherry?“ fragte Sina und als Beweis hob Sherry ihre linke Hand wieder hoch. „Das können wir auch…“ „Trink!“ kam der Befehl von dem Zaubermädchen.

„unter uns machen… aber gut.“ beendet Sina ihren Satz und beißt in die Hand rein. Sherry verzog wieder leicht ihr Gesicht und alle schauten nun zu, wie Sina wie ein Kleinkind das Blut raus saugte.

„Hm… andere ziehen es am Hals vor, weil man daraus mehr trinken kann.“ meinte Lord Roman. „Sina… hat Angst, dass etwas passieren könnte. Wir wissen ja nicht mal… ob sie mich verwandeln könnte oder so.“ erklärte Sherry.

„Berechtigter Einwand, doch kann ein Mischling wirklich jemanden verwandeln? Solange ihr Dämonenanteil noch vorhanden ist, dürfte es nicht gehen. Dazu müsste sie wirklich ein vollständiger Vampir werden.“ teilte Layla ihre Meinung mit.

Sina löste sich von der Hand und hatte einen leicht blutverschmierten Mund. „Süß…“ grinste Sina leicht dümmlich, ihre Pupillen waren wieder geweitet. Layla stand auf einmal auf und ging um den Tisch, dann schaute sie ihre Freundin Sina genauer an.

„Zugedröhnt, besser kann ich es nicht beschreiben. Gut das dein Kampf erst in paar Stunden stattfindet, ich würde dir wirklich abraten mitten im Kampf Blut zu trinken. Am besten du trinkst morgens und abends von deiner Freundin Blut, damit diese Nebeneffekte verschwinden.“ urteilte die Vampirkönigin.

„Kann mich nicht erinnern, dass wir als Kinder dieses Problem hatten?“- „Ich auch nicht, aber wir waren auch gaaanz kleine Babys gewesen.“ grübelten Tio und Mio.

„Nun… wenn Sina es möchte, werde ich weiterhin mein Blut zur Verfügung stellen.“ lächelt Sherry mit roten Wangen, während sie ihre Hand heilte. Sina schaffte es, dass Blut von ihrem Gesicht wegzuwischen.

„Gerne… wobei… ich immer noch wissen würde… ob ich es brauche.“ lächelt Sina Sherry an. „Aber… eher entwickele ich eine Sucht nach dir.“ „Als ob du das nicht schon hast.“ kichert Sherry mit Sina.

„Wie ich sehe, trägst du wieder das komische Gewand.“ bemängelt Layla, die wieder ihren Stuhl nahm. „Du sahst doch recht gut aus darin gestern.“

„Layla… vielleicht solltest du dich mit Sherry hier über meine Kleidung unterhalten, denn sie legt es mir ja vor, was ich immer anziehen soll.“ widmet Sina sich ihrer Freundin zu. „Du würdest übrigens auch gut darin aussehen.“

„Hmm… Dunkelblau, schwarz oder eine andere dunkle Farbe würde zu ihrer blassen Hautfarbe passen.“ nickte Sherry. „Aufgrund das Lady Layla eine erwachsene Person ist, kann ich ihr schlecht die Fledermaussymbole machen wie für unsere Freundinnen.“

„Stimmt. Wobei Layla… wenn sie jemanden so gut ankleiden kann wie mich und andere, wird sie bestimmt auch den Spaß mitmachen, auch etwas… kindisches anzuziehen.“ fügte Sina hinzu und Layla hob eine Augenbraue hoch.

Es verging einige Zeit und alle machten sich dann auf den Weg ins Kolosseum, wo sie unterwegs auf Nea trafen. „Wo wart ihr alle? Die Hasen waren völlig durch den Wind, dass ihr nicht gekommen seid… wobei ich mich nicht beschweren will, weil ich euren Anteil gegessen habe.“

„Hi Nea, wir waren alle bei den Vampirkönigen zu Gast gewesen.“- „Ist… schon interessant, wie unsere anderen Verwandten so sind.“ grüßten die Zwillinge sie.

Nach einer kleinen Erklärung der Zwillinge folgte die Arachne der Gruppe weiter. „Normalerweise… würde ich das Weite suchen wollen. Ich meine… hier laufen Wesen herum, wo alle meine Instinkte schreien, Reißaus nehmen zu nehmen.“

„Deine Instinkte sind jedenfalls besser als die von deiner Schwester oder wie ihr euch betrachtet.“ stimmte Lord Roman hinzu. „Nicht das ich mit Spinnen und ähnlichem ein Problem sehe, aber… sie können manchmal unheimlich lästig werden, wenn sie irgendwo sesshaft geworden sind.“

„Uh… daran kann ich mich noch erinnern. Da waren wir mal alle für einen Ausflug kurz weg gewesen, da hat eine Arachne unsere Burg zu ihrem Revier gemacht. Vater war… etwas sauer gewesen und wollte sie „nur“ raus werfen… Sagen wir einfach mal, dass diese Spinne nicht mehr am Leben war am Ende.“ teilte Renee ihre Erinnerung allen mit, als ihr Vater sich laut räuspert.

„Scheinbar habt ihr neben eurer Familie noch andere aufregende Dinge erlebt oder Lord Roman?“ drängte Sina sich neben den Vampirkönig vor. „Drachen, Arachnen, was kommt noch in eurer Liste?“

„Ihr seid aber ziemlich neugierig geworden oder Lady Sina? Wenn ich ehrlich bin, kann ich gut und ganz auf diese „Dinge“ verzichten, meine Familie alleine reicht schon mehr als genug. Mit euch haben sich meine „Dinge“ irgendwie erweitert.“ hob Lord Roman eine Augenbraue hoch.

„Das betrachte ich einfach als Kompliment.“ lächelt Sina. „Pss… wenn du mal eine Auszeit oder ähnliches brauchst…“ flüstert Sina geheimnisvoll. „In Fanfoss… könnte ich dir und deiner Frau ein Haus besorgen… oder umgekehrt, du schickst mir deine Kinder.“

Nun hat die Dämonin gedacht, dass er wieder sauer wird, aber er machte eher einen nachdenklichen Eindruck und überraschte sie mit dem Satz: „Ich werde darüber nachdenken.“ Dies führte dazu, dass Renee und Vicky strahlende Augen zu Sina bekamen.

Die Reise ging weiter, als alle sich vor dem Kolosseum trafen, unter anderem Zhin mit einem dicken blauen Augen. „Tach, wurde auch Zeit das ihr wiederkommt.“

„Eh… Hi? Was ist mit dem passiert?“ wundert sich Sina direkt, als Louis sich einmischte. „Unser Training hat… interessante Wendungen gezeigt, wo ich ihm meine Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht habe.“

„ … Also… kannst du Taos fertig machen?“ fragte Sina und alle Vampire starrten Louis an, wo es ihm doch etwas… mulmig wurde.

„Sagen wir mal so… Zhin und seine Leute haben mir sehr viele Techniken in kurzer Zeit beigebracht. Diese werde ich zuerst anwenden, bevor ich… zu der „ultimativen Killertechnik“ von Zhin zugreifen muss. Sie ist einfach und… erstaunlich, aber kann man nur… einmal im Leben einsetzen.

Wenn ich sagen dürfte, Taos wird dies nicht so einfach wegstecken. Bei mir hat es ja auch… über eine Stunde gedauert, bis ich wieder Herr meiner Sinne war.“

„Yeah, danach wolltest du mich umbringen.“ kommentierte Zhin grinsend. „Also Sina, ich habe meinen Part umgesetzt, der Rest liegt bei Louis.“

„Das freut mich zu hören. Melaine und Christoper waren in meinen Training besser geworden, der Rest liegt ebenfalls bei ihnen.“ nickte Sina zufrieden, während die angesprochenen Namen sich spontan an ihren Hintern rieben.

„Roman und ich werden direkt mit dir gehen Sina. Das wollen wir mit eigenen Augen sehen, wie ein Vieh… Mensch es schaffen soll, einen Vampirkönig wie Taos zu besiegen. Dämon, Vampir und Killerpuppe habe ich ein klares Verständnis, aber…“ teilte Layla mit.

„Kann ich mir gut vorstellen, aber ich habe euch damals schon gesagt, dass ich das Talent habe, Leute zu trainieren, die euch von eurem Thron stoßen können. Aber du und Lord Roman bräuchtet euch jetzt keine Sorgen machen.“ „Das beruhigt mich jetzt aber ungemein.“ sagte Layla sehr trocken.

Hinter der großen Versammlung wird eine große Kiste mit einem Ballon vorbereitet. „Komisch, wieso nehmen wir nicht immer dieselben Kisten?“ meinte ein Mitarbeiter. „Keine Ahnung, Anordnung von oben.“ zuckte der andere Mitarbeiter.

„Erm… bist du dir sicher, mir ein paar Shuriken zu geben Suki?“ hakte Sherry nach, als Suki ihr die Ninjasterne in der Hand drückte.

„Du musst damit nicht mal treffen. Mir geht es nur darum, dass dein Gegner von dieser Waffe abgelenkt wird, verstehst du? Man kann wunderschön 1-2 in den BH hinter dem Kimono verstecken.“ erklärte Suki, dessen Einfall über die Nacht kam.

„Hmm… dann zeig mir zumindest wie man sie benutzen kann, bevor ich sie selber ins Gesicht bekomme.“ argumentierte Sherry und Suki nickte. „Der Trick ist ganz einfach. Viele Anfänger fassen die Sterne so an, was falsch ist. Damit verletzt man sich eher als einem lieb ist.“

Suki führte dies Sherry vor, ohne sie zu werfen und legte einen Stern in die Hand von Sherry, dazu formte das Katzenmädchen für Sherry die Hand. „So, nun einfach vorstellen, dass du es geradeaus werfen willst. Diesen Trick… habe ich von meinen Vater beigebracht bekommen.“

„Ah, verstehe.“ nickte Sherry und warf ihn achtlos nach oben. Und täglich grüßt das übliche Pech von Sherry. Alle folgten den Shuriken… der auf den aufgeblasenen Ballon fiel und aufplatzte. Die Mitarbeiter, die davor standen flogen durch die Druckwelle weg und der Ballon fiel auf die „Kiste“.

„Eh… ups?“ lächelt Sherry unsicher, als alle sie wieder anstarrten. Suki seufzte nur und ging zu den Mitarbeiter, um sich für ihre Kameradin zu entschuldigen. „Besser… ich benutzte mit meinen Pech wirklich keine Shuriken…“

„Kann man nichts machen Schatz, schau doch. Dort drüben ist doch eine weitere Kiste, werden sie die halt nehmen müssen.“ beruhigte Sina ihre Freundin. Was sie nicht wussten ist, dass die Kiste mit dem kaputten Ballon, die manipulierte Kiste von Zetta war.

Diese stand mehrere Meter weg von dem Ort und konnte es nicht fassen, was sie eben zu sehen bekam. „Das… darf doch nicht wahr sein?! Wenn sie die andere Kiste nehmen…“ und erkannte, welche Probleme noch auf sie zu kommen.

Niemand wird jemals erfahren, dass Sherry damit jedem den Tag unbewusst gerettet hat.

Kapitel 410

Ich bin wiedergeboren und das süße Blut?

„Genug ist genug oder?“ lächelt Layla, aber hinter ihrer freundlichen Fassade ist auch eine Drohung, dass Sina es nicht übertreiben sollte.

„Erm… ja. Du hast recht.“ lächelt Sina zurück, die keine Lust auf Streit hat. „Wenn du dein Schwert in „Explodierendes Magmaschwert“ verwandeln lässt und dann „Allesschneider“ benutzt, würde es mich interessieren… ob beim Aufprall auch eine Explosion stattfinden wird, du verstehst?“ flüstert Sina dies in Ohr von Sherry.

„Ein interessanter Gedanke, aber… heute nicht mehr. Lady Layla hat recht, irgendwann… muss man eine Grenze ziehen.“ lächelt Sherry, behielt aber die Information im Kopf.

„Stimmt.“ kam Viktoria, während Melaine sowie Christoper am Boden lagen. „Diese Viecher da sind komplett ausgelaugt, auch wenn sie zum Ende hin tatsächlich ein paar mal geschafft haben, meinem Angriff auszuweichen.“

„Dann habe ich ja alle meine Ziele für heute erreicht!“ freute sich Sina. „Meine Freundinnen mit stärkeren Waffen ausgerüstet, Sherry nochmal stärker gemacht und meine zwei Dinger drüben werden dann ebenfalls morgen alles geben. Fragt sich nur wie es Louis geht…“

„Komm schon Louis… langsam solltest du dich wieder einkriegen.“ stand Zhin auf dem Dach vom Stall, während Louis mit einen roten Kopf hochklettert.

„Werde ich auch… wenn ich dich in meine Finger kriege!“ knurrte Louis sehr wütend, nachdem er die ultimative „Killertechnik“ beigebracht bekam von Zhin.

„Ah… besser nicht. Wenigsten hast du das Prinzip der Technik verstanden und glaub mir, dein Gegner wird damit im Leben nicht rechnen. Wichtig ist… wenn es stattgefunden hat, dass du den nächsten Angriff überlebst, dann bis du auf der Siegerseite.“ sprang Zhin auf die Mauer und schaffte es mit seinem Körper auf den Spitzen zu balancieren.

„Vielleicht hast du ja Glück und schaffst es mit den anderen Techniken deinen Gegner zu besiegen.“ rief Daszum. „Du hast immerhin das Talent oder? So schnell wie du unsere Techniken umsetzen konntest?“

„Vor allem… hast du sehr schnell verstanden, von wo die unmöglichsten Angriffe kommen. Alleine das finde ich für die kurze Zeit sehr erstaunlich.“ nickte Jimdo.

„Ihr versteht es nicht… Wenn ich das morgen umsetze, wie soll ich das bitte meiner Verlobten erklären, die es anschauen wird?“ drehte sich Louis um. „Prashi ist wie ein Drachen und bisher… hatten wir noch keinen Streit gehabt.“

„Wow… ok, das kann ich verstehen, warum du solche Probleme damit hast.“ grübelte Flai laut. „Vielleicht solltest du es so sehen: Lieber ein Streit als das deine Verlobte deine Beerdigung organisiert oder?“

„Außerdem… jeder Streit fördert doch nur die Bindung mit der Person, die man liebt. Man wird ausgeschimpft, Teller werden zu Bruch gehen, aber letztendlich ist es nur die eigene Hilfslosigkeit, dass man seinen Partner nicht zur Seite stehen kann.“ fügte Punny hinzu.

„Sagt der richtige Experte zu Beziehungen. Da höre ich lieber auf die beiden Rammelhasen, die haben mehr Erfolg.

„Du bist doch nur neidisch, dass alle deine… interessierten Frauen so exotisch sind, dass sie wiederum nichts mit dir zu tun haben wollen.“ grinste Daika.

„Selber schuld, wenn sie was verpassen. Sie wissen doch überhaupt nicht, was ein „Mann“ ist. Egal, Louis du wirst mich heute eh nicht mehr erwischen, also spare dir deine Energie für morgen. Hinterher kannst du von mir aus ein weiteres Duell mit mir haben oder so, aber nur als Sieger.“

„Hrm…“ ließ Louis sich bremsen, denn bei dem Argument kann er schlecht gegen argumentieren. „Vielleicht hätte ich doch das Training mit Sina machen sollen, weil ich das Gefühl bei ihr hatte, dass es zwar härter ist, aber… nicht so rufschädigend ist wie deine Technik.“

„Ey… nun verletzt du meine Gefühle. Dafür habe ich mir extra doch die Zähne geputzt!“ grinste Zhin schräg von der Mauer runter. Der Blick, den Louis ihm zuwarf… könnte Stahl ätzen.

Jeder ging seinem Treiben nach… bis es Abend wurde.

Sina und Sherry waren im gemeinsam im großen Badehaus, wo sie nebeneinander saßen und endlich unter sich waren.

„Wie geht… es dir wirklich Sina?“ fragte Sherry aus dem Nichts nochmal eine ähnliche Frage. Sina legte ihren Kopf auf ihre Schulter.

„Gestern Abend… wollte ich Leute um mich haben. Layla… hat meine Maskerade durchschaut und versucht mich zu trösten.“ antwortet Sina ehrlich. „Mir ging es… richtig beschissen, so wie bei jeder weiteren Verwandlung.

Mein neues Aussehen mit Knochi sowie drittes Auge… Was… genau bin ich denn noch? Layla vermutet, dass ich nun ein Mischling bin. Halb Dämon, halb Vampir, aber… was ist mit den anderen Merkmalen hier?

Zu was werde ich denn noch? Ich bin mal wieder an dem Punkt angekommen… wo ich über mich nachdenken muss. Muss ich auch in der Zukunft allen… meinen Gegnern sicherheitshalber die Seele entnehmen, damit Exos sie nicht wiederbelebt?“

Sherry legte ihren Kopf auf den von Sina. „Glaube… das Elend was du immer durchmachst… wird niemand verstehen können. Ich kann nur deine Hand… nehmen und dir zur Seite stehen, damit all der Wahnsinn dich nicht überfordert.“

„Danke… glaube, du gehörst wirklich zu den gaaaaaanz wenigen Personen, die mich immer wieder neu aufbauen können.“ lächelt Sina, während Knochi im Wasser wie ein Fisch schwimmt.

„Wie… sieht es eigentlich nun mit Blut aus? Bis du darauf angewiesen oder kannst du ohne Blut leben? Meine… wenn du den roten Hunger mitten im Kampf bekommst, kann es für dich ziemlich übel werden.“

„Ich sollte ja heute morgen was probieren, aber da kamen Lara sowie Hiro von der Decke runter und haben den Test unterbrochen. Bisher habe ich überhaupt kein Verlangen, Layla testet es immer wieder vorsichtshalber aus.

Lord Roman hat empfohlen, dass ich Blutflaschen oder ähnliches in greifbarer Nähe habe. Denke, dass ich mit Lara in Fanfoss sprechen werde, ob sie mir ein bisschen was organisieren können mit den verzauberten Flaschen von Neia.“

„ … Würdest… du denn mein Blut probieren wollen?“ fragte Sherry und Sina hob erstaunt ihren Kopf hoch. „Wie… kommt du auf die Idee?“

„Nun, angenommen du bist schwer verletzt und kannst nicht mal auf dein Inventar zugreifen, dann würde ich einfach meine Hand zum beißen anbieten, damit du an Blut ran kommst.“ erklärte Sherry sich, dabei hatte sie rote Wangen.

„Soweit… würdest du für mich gehen?“ lächelt Sina etwas schüchtern, ihr Knochenschwanz plantsche hin und her. „Ja, soweit würde ich für die Person gehen, die ich über alles liebe.“ nickte Sherry sehr ernst und bot ihren Hals an.

„Nein… das mit dem Hals lassen wir, gib… mir lieber deine Hand. Nicht das… ich irgendetwas aus dir mache, was die Welt nicht kennt.“ wurde Sina ebenfalls ernst.

„Nun… wenn ich Flügel bekomme wie du… wäre ich jetzt nicht abgeneigt.“ grinste Sherry und hob ihre linke Hand hoch.

Sina nahm die Hand von Sherry und streichelt darüber, als wäre es etwas sehr intimes. „Es… kann wehtun.“ „Ach nee…“ kam eine sarkastische Antwort von Sherry.

Aus irgendwelchen Gründen… ließ Sina sich Zeit und begutachtet die Hand von Sherry… dann biss sie unerwartet mit ihren langen Eckzähnen rein. Sherry unterdrückte den Schmerz, den man an ihrem Gesicht ablesen konnte und beobachtet, was Sina machte.

Die Dämonin wusste nicht… wie sie Sherry´s Blut beschreiben konnte. Es schmeckt irgendwie… leicht nach Eisen, aber… so süßlich. Sina nuckelt wie ein Kleinkind an der Hand von Sherry und genoss es regelrecht.

„Scheinbar… schmeckt dir mein Blut ja.“ grinste Sherry, die merkte, wie Sina regelrecht an ihrer Hand saugte. „Wenn… du also… irgendwie Blut brauchst, würde ich dir meins immer anbieten wollen.“

Sherry wartet noch ein bisschen, bis Sina sich von der Hand löste und die Löcher mit der Zunge noch einmal ableckte.

„Beim… dunklen Gott… das macht einen süchtig.“ murmelt Sina, dessen Mund das Blut am Kinn leicht runter lief. „Nicht… nur bist du die süßeste Frau, die ich mir wünschen könnte, du schmeckt auch noch süß.“

„Für dich nur das beste.“ streichelt Sherry eine Wange von Sina, dann heilte sie ihre Wunde an der Hand. „Wie fühlst du dich?“

„Als wäre ich auf … Droge. Keine Sorge, ich habe mich im Griff, aber… es war berauschend, es zu trinken.“ waren alle drei Pupillen von Sina sehr geweitet.

„Hmm… verstehe. Dann ist Blut trinken mehr… ein zweiseitiges Schwert. Einerseits… wird es dir bestimmt die Vorteile eins Vampirs bringen, aber so mitten im Kampf… könnte es deine Konzentration beeinträchtigen.“ überlegte Sherry laut.

„Stimmt, wenn dann dürfte ich es nach einem Kampf nehmen, wenn überhaupt. Ich glaube immer noch, dass… ich nicht unbedingt auf Blut angewiesen bin.“ lächelt Sina… als Sherry sich auf ihren Schoß setzte.

„Nun… es wird genügend Gelegenheiten geben… trotzdem Blut zu trinken.“ schaute Sherry der Dämonin tief in die Augen, dann küssten sich die beiden Frauen. Was Sina nicht bemerkte ist… wie Sherry ihre Hand auf dem Rücken runter wandern ließ… bis sie exakt die beigebrachte Stelle rieb.

„UH!“ löste Sina sich von Sherry. „Ah… dann werde ich heute meine Belohnung noch bekommen.“ grinste Sherry nun sehr gemein. „Freue dich darauf…“

„Sag mal Renee… was machst du eigentlich vor der Tür?“ fragte Viktoria, die sich ebenfalls waschen möchte, während ihre große Schwester ein rotes Gesicht hatte.

„Erm… wir sollten besser warten, bis… die anderen Gäste drinnen… fertig sind.“ murmelt Renee vor sich hin.

„Wieso das denn? Komm mach mal platz…“ wollte Viktoria sich an Renee vorbei drängen, als sie daran gehindert wird. „Du gehst mir echt auf den Ke…“

Nun hörte Viktoria es auch, was im Bad vor sich geht und schaute Renee erstaunt an. „Wer..?“

„Lady Sina und Sherry…“ „Dürfen sie das?“ „Was?!“ „Na… Sex haben?“ „Sie brauchen nicht die Erlaubnis von Vater, wenn du das wissen wolltest.“ zischte Renee wütend.

„Nein, aber… sie haben irgendwie… keine Bedenken, dass jemand anderes mal mitten… in ihr Treiben reinkommen könnte.“ legte Viktoria eine Hand auf die rote Wange.

„Tja… ist ja nicht so, als hättest du einen Freund und nur darauf wartest, Vater den richtigen Moment zu sagen, ohne das er ihn umbringt.“ rollte Renee ihre Augen und Viktoria dreht ihren Kopf zur Seite. „Erm… Viktoria? Gibt es was ich wissen muss?“

„Nein, überhaupt nicht liebe große Schwester, dann werde ich mich halt woanders waschen. Wenn ich du wäre, solltest du sie nicht spannen… Ich trau Lady Sina zu, dass sie sehr gemein werden kann, wenn man ungefragt… lauscht.“ nahm Viktoria Reißaus.

„Das… darf doch nicht wahr sein…“ schaute Renee nur ihrer jüngeren Schwester hinterher. „Was… mache ich nur falsch…“

„Hast du alles vorbereitet?“ fragte Taos seine Dienerin Zetta, die vor ihm kniet. „Jawohl Lord Roman, morgen… werden die Regeln zu unseren Gunsten fallen.“

„Musstest du viel nachhelfen?“ tötet Taos einen hängenden Tiermenschen an der Decke und fing das frische warme Blut mit einem großen Weinglas auf.

„Danke für die Nachfrage, aber nein. Man… muss nur wissen, wo es am meisten wehtun und die Betreiber des Turniers sind gewillt, alles zu tun, um am Leben zu bleiben.“ schüttelt Zetta den Kopf.

„In den weißen Kugeln… werden sechs Mal nur Ja sein, in der anderen Kiste unsere gewünschten Regeln. Ich denke… dass der dunkle Gott auf unserer Seite sein wird. Wenn wir dann die Regel mit unserem G-Veto kombinieren, können wir… tun und lassen was wir mit den Abenteurern von Lady Sina zu tun gedenken.“

„Prächtig. Ich war erstaunt gewesen… dass ich all die bekannten Gesichter im Kampf gesehen habe, aber letztendlich… waren sie auch nur Futter für Lady Sina. Schade großer Bruder, damit hast du, wie auch immer du es an gestellt hast, deine zweite Chance zum Leben vertan.“ lachte Taos.

„Herr… was sollen wir mit eurem nutzlosen Sohn machen?“ fragte Zetta und Taos grübelt. „Ach… werft ihn in den Keller zu den andern Vampiren, sie müssten geradezu nach Blut gieren. Wollen wir doch einfach abwarten… ob er es überlebt.“

„Wie ihr wünscht.“ nickte Zetta und sprang direkt aus dem Fenster in den Garten, wo sie es sich nicht nehmen lies, Sandor zu schlagen, dass man ihn brüllen hört.

„Schade… das du wirklich so nutzlos bist Sandor, wenn du wenigsten wie Justus wärst…“

Kapitel 409

Ich bin wiedergeboren und eine explosive Lehrstunde?

Die Monstergruppe hat alles besprochen, was zu es besprechen gibt und warten nur ab, wie der nächste Tag sein wird. Alle wollten sich nun den freien Tag gönnen, vor allem scheinbar Kyllia die es sehr eilig hatte.

Sherry wollte sich Lara und Zada anschließen, um Rokea kennenzulernen, wurde leider aber vorher von Sina abgefangen.

„Da ihr euch ja aufteilt, kann ich fest annehmen, dass euer Meeting zu Ende ist. Wunderbar, dann können wir unser Training angehen Schatz.“ lächelt Sina.

„Erm… warte, ich wollte…“ kam der Versuch von Sherry Einspruch zu legen, aber Sina flüstert ihr was ins Ohr. „Interessiert… heute Schwertmeister zu werden und… vielleicht ein paar Übungen mit dem Explosionsschwert zu machen? Wenn… du dich ganz doll anstrengst… verrate ich dir ein Geheimnis.“

„Verdammt…“ murmelt Sherry, das Angebot ist ZU gut, um wahr zu sein. „Ok, Planänderung. Ich werde ein bisschen mit Sina üben, vielleicht erhöhen sich die Chancen, sollte ich diesen Gegner bekommen.“

„Mach du mal.“ grinste Lara, die Zada an der Hand hielt. „Wir werden uns noch prächtig amüsieren.“ „Du willst doch mich nur wieder haben.“ schmunzelt Zada und Lara bekam rote Wangen.

Beide Vampire verschwanden, so nahm Sina die Hand von Sherry und gab ihr ebenfalls einen langen Kuss. „Das… habe ich irgendwie gebraucht.“

„Aww… Ich bin wirklich auf dieses „Geheimnis“ gespannt, was du angesprochen hast. Dann werde ich mich richtig anstrengen müssen.“ grinste Sherry schüchtern.

„Ah… du brauchst dich nicht mal anstrengen, nur… die Prozedur überleben.“ zog Sina Sherry mit, die nun ein komisches Gefühl bekam. Im Garten sahen beide Damen, wie Christoper und Melaine mühselig versuchten, den Angriffen von Viktoria mit dem Papierfächer auszuweichen.

„Was… genau machen die da?“ wundert sich Sherry. „Lernen, sich in den Gegner hineinzuversetzen und rechtzeitig dem Angriff auszuweichen. Die beiden müssen nämlich Riskel und Violet besiegen.“ erklärte Sina.

„Da… war vorhin so ein Schrei und dann ist Renee durch unser Zimmer geflogen. Kyllia meinte, du hättest dich richtig gefreut?“

„Huch? Woher weiß sie das denn? Ich habe den Papierfächer an Viktoria´s Hintern geschlagen um die Wirksamkeit der Waffe zu zeigen. Renee fand das irgendwie lustig und… wie du mich kennst, habe ich Vicky den Fächer angeboten, den sie mitten ins Gesicht ihrer älteren Schwester geschlagen hat.“

„Wow… gut das wir das alle gekonnt ignoriert haben. Nun sag mir mal… wie ich denn so schnell Schwertmeister werden soll?“ folgte Sherry Sina, als sie anhielten. Vor ihnen stand Lord Roman, der ein Schwert in der Hand hielt und seinen Mantel abgelegt hat.

„Das ich mich darauf einlasse… hoffentlich verschwendet ihr meine Zeit nicht.“ warnte Lord Roman Sina.

„Keine Sorge, hier. Eine Identifikationsbrille, überprüf einmal den Status von Sherry und schau dir nur ihr Schwertlevel an. Sherry hat nämlich 8.“ ging Sina an Sherry vorbei. Die nahm der Vampirkönig und nickte zur Bestätigung.

„Sina?! Was… ist das für ein Training?!“ wurde Sherry panisch. „Keine Sorge, nichts was dich verletzten wird. Kannst du bitte Nirwana rausholen?“ lächelt Sina, die die Brille von Roman wieder abnahm. „Du kannst mir ruhig vertrauen.“

„Himmel… wenn du das schon so sagst, kann ich schlecht was tun…“ murmelt Sherry und holte Nirwana mit der rechten Hand raus. „Und nun?“

Sina stellte sich hinter Sherry, wo der Knochenschwanz sich um beide Frauen wickelt und die Dämonin die rechte Hand von Sherry mit dem Schwert umfasste. „Ich werde für dich trainieren und Lord Roman wird dafür mein Übungspartner sein.

Je stärker, schwerer und schneller der Angriff kommt, desto höher und schneller kann dein Schwertlevel gepusht werden. Lord Roman macht das nur mit, weil ich ihm diesen Trick zeigen wollte, den er dann an seinen Töchtern umsetzen kann.

Die Brille soll bestätigen, welches Level du aktuell hast und… welches du nachher haben wirst. Keine Sorge, du kannst dich vollkommen entspannen.“

„Erm… warte… WARTE!“ rief Sherry, als Sina nickte und Lord Roman blitzschnell mit dem Schwert angriff, was Sherry überhaupt nicht sehen konnte… aber Sina für sie blockierte.

„Haltet euch nicht zurück Lord Roman!“ feuert Sina ihren Gegner an, der nichts sagte. Sherry bekam es mit der Angst zu tun, weil sie überhaupt die nicht Angriffe sieht, nur spürte wie ihr Schwert sie abwehrte.

Melaine, Christoper und Viktoria gönnten sich kurz eine Pause und sahen den Übungskampf zwischen Lord Roman und…

„Was… genau machen sie da?“ wundert sich Melaine. „Welchen Sinn hat es, dass Sina für Sherry gegen Lord Roman kämpft?“

„Wir kennen Sina lange genug, dass sie wieder eine Idee umsetzt. Sie wird es uns nachher schon erklären, was der Zweck ist. Frage mich, ob Lord Roman sich zurückhält?“ kratze sich Christoper an der Wange.

„Vater hält sich kein bisschen zurück, würde er auch nicht tun, egal ob es ein Übungskampf ist oder ähnliches.“ erklärte Viktoria. Überall flogen Funken, als die Schwerter aufeinander prallten und Sherry, Tränen weinte.

„Das ist ja… interessant.“ stand Layla auf einmal hinter ihnen. „Was hat Sina mit meinen Bruder abgesprochen, dass er das Duell mitmacht?“

„Kann ich ihnen leider nicht sagen Lady Layla, aber wir kennen Vater lange genug, dass es etwas sein muss, woran selbst er einen Vorteil hat.“ drehte sich Viktoria um.

„Hm… dann mache ich doch mal mit.“ zog Layla ihr Schwert, riss etwas von ihrem Beinkleid ab und griff Sina von hinten an… Dies hatte Sina irgendwie geahnt und wehrte es mit Sherry´s Schwert ab.

„Huch? Willst du etwa mitmachen?“ grinste Sina mit einer hochgehobenen Augenbraue. „Dann… warte bitte einen Moment.“

„Also wenn mein Bruder mitmacht und seinen Spaß hat, wie kann ich es mir entgehen lassen? Außerdem… ist es doch nur ein „Übungskampf“ also können wir uns doch ein bisschen austoben oder?“ grinste Layla zurück, während Lord Roman eine Augenbraue hochhob.

„Sherry… Sherry? Sherry zurück zu Gaia.“ schüttelt Sina ihre Freundin vor sich. „Was… willst du…“ murmelt Sherry sehr leise.

„Du hattest doch noch ein normales Schwert gehabt zu Übungszwecken oder? Hol das mal mit der linken Hand raus. Wenn wir schon die Chance haben, gegen zwei Vampirkönige zu kämpfen, können wir auch dein anderes Talent üben und zwar „Beidhändigkeit“.“

Sherry hat jeden Willen verloren und zog das andere Schwert raus, was Sina mit der linken Hand um Sherry´s Hand packte. „Habe… ja eh kein… Mitspracherecht…“

„Sherry… ich kann mit meinen Schwanz nun fühlen… Stell dir vor… dieser komische Trick bei Lisa… funktioniert bei mir nun auch.“ flüstert Sina sehr leise ins Elfenohr von Sherry. Leben kam wieder in die Augen von Sherry, die ihren Kopf zu Sina drehte. „Meinst… du das ernst?“ fragte Sherry und Sina nickte.

„Dann auf!“ rief Sherry hochmotiviert, die vom Knochenschwanz an Sina gehalten wird und… gerne ein paar Test machen würde.

„Danke fürs warten, meine Freundin ist nun wieder voller Energie.“ lächelt Sina und nickte Layla und Roman zu. Ohne ein Signal griffen die beiden Vampirkönige das Duo an und Sina wehrte es mit beiden Schwertern ab.

„Das glaube ich jetzt nicht. Lady Sina hält ihre Geliebte fest und kämpft gleichzeitig gegen Mutter und Lord Roman?“ stand nun Lysa neben den drei Zuschauern. Später kam Renee und Acheron dazu mit den Hausdienern, die ebenfalls den Kampf sehen wollten.

Überall flogen nur die Funken beim Aufprallen der Schwerter, Layla und Roman griffen das Duo von unterschiedlichen Seiten an. Doch Sina konnte auf ihre eigene Erfahrung, ihr stärkere Vorahnung und Instinkte zurückgreifen um so die Übung mit Sherry zu meistern.

Irgendwann übten Viktoria mit Christoper und Melaine weiter, denn sie haben ebenfalls noch einiges vor sich.

„Langsam verstehe ich… warum Sakura und Axel solche Albträume nach diesem Training hatten…“ merkte Sherry irgendwann an.

„Du sprichst, als würdest du sie persönlich kennen. Liegt es an den Erinnerungen von Rose?“ fragte Sina, die weitere Schläge abfing.

„Ich glaube schon. In meinen Kopf herrscht immer noch ein Durcheinander, aber ich bin froh zu wissen, welche Erinnerungen für mich als Sherry vorhanden sind. Du ahnst nicht… wie oft wiedergeboren bin.“ lächelt Sherry schräg.

„Sag Roman… du hältst dich nicht zurück oder?“ fragte Layla ihren Bruder, der seinen Kopf schüttelt. „Nein, aber ich setzte auch nicht alles ein, sonst… wäre es kein Übungskampf.“

„Gut… ich auch nicht, aber es freut mich zu wissen, dass auch wir einige… ebenbürtige Gegner haben.“ grinste Layla mit gierigen Blick.

Es vergingen gefüllt ein paar Stunden. Sherry hatte kein Gefühl mehr in ihren Händen, aber… was ihr Rücken spürte… freute sie ungemein.

>Schwert Level 10 erreicht <

>Titel: Schwertmeister erhalten <

>Fähigkeit: Allesschneider freigeschaltet <

>Allesschneider Level 1 erhalten <

>Fähigkeit: Magisches Schwert freigeschaltet <

>Magisches Schwert Level 1 erhalten <

>Beidhändigkeit Level 6 erreicht <

Das Zaubermädchen musste erst realisieren, was soeben passiert ist, während Sina weiter gegen die Vampirkönige kämpfte. „Sina! Warte, ich glaube, ich bin gerade Schwertmeister geworden!“

Dies ließ alle innehalten und Sina lächelt Roman an, der sehr misstrauisch guckte. „Lass es dir von Layla bestätigen.“

Lord Roman schaute seine ältere Schwester an die nur nickte. „Es stimmt. Sie ist eben Schwertmeister geworden und ihr Beidhändigkeit erreichte Level 6. Nur… was ist diese Fähigkeit „Magisches Schwert?“ wunderte sich Layla.

Die Vampire steckten ihre Waffen weg, während Sherry vom Knochenschwanz losgelöst wird und auf ihre Knie fiel. „Himmel… ich spüre meinen Körper nicht mehr.“

„Nun… stell dir vor Lord Roman, du würdest es mit Layla abwechselnd… alle Kinder auf diese Art und Weise trainieren. Damit leistest du deinem Schwur sogar noch Hilfe, alleine mit dem Wissen, dass sie alle definitiv stärker sind als zuvor.“ argumentierte Sina, während sie den Rücken ihrer Freundin streichelte.

„Ah… jetzt verstehe ich.“ warf Layla ihrem Bruder einen Blick zu. „Das erklärt auch warum du Sina geholfen hast. Und? Was denkst du von dieser Methode, denn… ich weiß, was auf meine Kinder demnächst zukommen wird.“ lächelt Layla sehr gemein und Lysa sowie Acheron mussten schwer schlucken.

„Das… wir das besser unter uns besprechen, sonst sehe ich schon eine Massenflucht vor uns.“ schmunzelt Lord Roman.

Sherry bekam langsam wieder ein Gefühl in ihren Körper und stand auf, auch wenn Sina ihr dabei half. „Nun… bin ich ein Schwertmeister geworden, doch… wie benutze ich diese Fähigkeiten?“

„Puh keine Ahnung? Ich kann es dir nur zeigen, aber… ich kann es nicht erklären. Ihr vielleicht?“ schaute Sina die Vampirkönige an, aber die schütteln ihre Köpfe.

„Dafür kann ich es Herrin!“ meldet sich Nirwana. „So wie ihr eure Mana zum zaubern benutzt, so benutzt ihr eure Ausdauer und lädt mich dazu auf, eine Fähigkeit zu benutzen.“

Sherry hielt Nirwana in der Hand und grübelt, wie Nirwana es wohl meinte, dann… ob unbewusst oder nicht, fing es an, golden zu leuchten. „Erm…?!“

„Sherry! Setzt deine Fähigkeit frei oder lass es sein!“ warnte Sina sofort, als sie es sah. „Und wie?!“ kam die panische Frage.

„Setzt einfach „Allesschneider“ ein, am besten du sagst den Namen der Fähigkeit laut auf. Dann schwingst du es in die Richtung, wo es entlang soll.“ kam die Erklärung.

„Eh eh… „Allesschneider!“ setzte Sherry einfach so ein… ohne nachzuschauen wo die Fähigkeit nun entlangraste. Alle Vampire folgten einen riesigen goldenen Schnitt, der eine Seite der Villa erreichte… und zerstörte.

„Sag… liebe Sina. Haben alle deine Clanmitglieder so ein außergewöhnliches Talent, Gebäude oder ähnliches von anderen zu zerstören?“ fragte Layla sehr trocken.

„Erm… bei Sherry ist eher… der Titel „Pechvogel“ das Problem.“ zuckten die Mundwinkel von Sina. „Nächstes Mal… vorher schauen, wo du diese Fähigkeit einsetzt… Hmmm?“

„Was hast du denn jetzt wieder für eine Idee?!“ wusste Sherry sofort, dass Sina wieder ein paar Ideen hatte.

„Da hier eh alles drauf geht, machen wir noch einen Test. Vielleicht… könnte es ausschlaggebend sein, wie du deinen Gegner morgen bekämpfen könntest.“ grinste Sina, als Layla und Roman eine Hand auf ihre Schulter legten.

„Oder auch nicht…“

Kapitel 408

Ich bin wiedergeboren und die Macht des Papierfächers?

Sherry stand mit Sina im Garten, während der Rest gespannt wartet, was gleich passieren wird. „Keine Sorge Sherry, ich bin bei dir.“ grinste Sina von der Seite.

„Danke… dann werde ich Nirwana verwandeln lassen… „Explodierendes Magmaschwert“!“ befahl Sherry und ihr Schwert tat dies.

Ihr gesamte Klinge nahm eine rot leuchtende Farbe an, die tatsächlich wie Magma aussah, dabei kamen Blasen empor, die einfach nur aufplatzten.

„Puh… wenigsten keine Feueraura, auch wenn ich dank des letzten Kampfes nun Feuerresistenz Level 6 habe. Ob ich jemals eine Feuerimmunität bekommen werde in der Zukunft?“ grinste Sherry schräg.

„Wenn du weiter gegen Gegner kämpfst, die solche Sachen machen mit Feuer, bestimmt. Nun schlag doch einfach mal mit der Waffe… eh auf diesen großen Stein da.“ zeigte Sina auf den großen Gesteinsbrocken, dass wohl als Dekoration zum Garten gehört.

„Keine Sorge, deine Waffe ist vermutlich heiß genug, dass es sich durchbrennen wird.“ beruhigte Sina ihre Freundin, als sie den zweifelnden Blick in den Augen sah.

„Ich vertraue dir einfach mal…“ murmelt Sherry und ging zu dem Gesteinsbrocken hin. „Halt dich bereit Nirwana.“ „Erm… warten sie mal lieber Herrin…“ warnte das Schwert noch, da schlug Sherry mit aller Kraft zu.

Als das Schwert den Stein traf, explodierte es beim Aufprall, wo Sherry und Sina nach hinten geschleudert werden. Die Zuschauer fielen alle auf ihre Hintern von der Druckwelle, die Explosion selber verursachte ein Erdbeben in der Stadt.

Überall rannten panisch die Bewohner um die Stadt, die hartgesottenen Teilnehmer nehmen dies nur zur Kenntnis.

Layla war gerade dabei, Tio und Mio neu anzukleiden, als alle durch die Explosion zu Boden fielen. Das gesamte Anwesen bekam überall Risse, die Fenster sind alle Geschichte. „Himmel… was stellt die Wahnsinnige wieder an…“ murmelt Roman, der seine Tochter in Schutz nahm.

Eine Rauchwolke in einer Pilzform ging hoch und von dem Stein? Den gibt es nicht mehr. Sina und Sherry hoben sich von der liegenden Position hoch und staunten nicht schlecht.

„WOW! Das ist ja mal eine geile Waffe!“ freute sich Sina sofort. „Dein Schwert muss man ja in diesem Falle tatsächlich wortwörtlich nehmen.“

„Erm… werden die Vampirkönige nicht sauer… über die zerstörte Anlage?“ machte sich Sherry viel mehr darüber Sorgen.

„Ach wo, das gehörte jemand anderes, als sie dem Besitzer die Kehle durchgeschnitten haben, von daher sehe ich das nicht so eng…“ grinste Sina und wirkte, als hätte sie wieder ein paar Ideen.

„Was zum Geier ist passiert?!“ rannte Layla raus, die Schminke an den Zwillingen ist so verwischt, dass sie eher wie Clowns aussahen. „PFFF“ konnten Sherry und Sina sich bei den Gesichtern nicht zurückhalten.

„Mano… lasst euch mal gegen euren Willen schminken.“- „Genau… Tante Layla kann… sehr gut mit Worten umgehen…“ ließen Tio und Mio ihre Schulter hängen.

„Nun liebe Layla… Sherry hat eine sehr furchterregende Waffe bekommen. Wenn man nicht weiß, was sie kann… tja die Überraschung wird umso heftiger sein. Sag Sherry, mich hat nur die Druckwelle erwischt, hast du dich verletzt?“ erklärte Sina sich.

„Erm nein, überhaupt nicht. Wie bei dir war es nur die Druckwelle gewesen.“ schüttelt Sherry den Kopf. „Nächstes Mal warnst du mich ein paar Sekunden früher, wenn du weißt, was passiert!“ schimpfte Sherry in Gedanken.

„Woher soll ich das denn wissen Herrin?! Ich hatte nur so ein… dummes Gefühl gehabt, zumal sind wir doch mal ehrlich. Hast du jemals von einer Waffe gehört, die explodiert bei Kontakt mit Objekten? IN Form einer lebendigen Waffe?“ wehrte sich das Schwert sofort.

Die anderen Frauen standen wieder auf und musste sich erst mal von der Druckwelle kurieren. Sherry ignorierte ihr Schwert und fragte Sina wieder: „Ich glaube, damit kann ich nicht wirklich kämpfen Sina oder hast du eine Idee?“

„Und wie ich sie habe. Diesmal hängt es davon ab, wie du stehst beim Angriff. Vorhin hast du mehr oder weniger eine lockere Haltung gehabt, aber… Wenn du beide Beine in einem bestimmten Winkel hältst, kann du dich gegen die Druckwelle stemmen.“ zeigte Sina dies Sherry.

„Himmel, diese Explosion… ich wette, dass ist kein Element oder ähnliches, wenn dann nur eine Fusion aus Feuer und Wind. Damit könntest du selbst mir sehr bösen Schaden anrichten, zusätzlich mit dem Effekt deines Schwertes.“ konnte Sina sich nicht beruhigen vor Freude.

„Aha, toll. Dafür muss unser Zuhause dabei drauf gehen?“ merkte Layla an. „Nun dürfen meine Hausdiener erst mal dafür sorgen, dass die Fenster in den Schlafzimmern zumindest wieder repariert werden.“

Auf einmal kam Acheron mit Melaine und Christoper angerannt. „Mutter! Ist alles in Ordnung bei dir? Wir haben…“ doch Layla unterbrach ihn.

„Alles in Ordnung. Es ist nur mal wieder Lady Sina, die mit ihrem Clan für Chaos sorgt. *seufz* Es tut mir leid, dass euer Make up… so ruiniert ist. Dabei habt ihr beide so schöne Gesichter.“ sagte die Vampirkönigin zu den Zwillingen.

„Erm… danke?“- „Wir bekommen wieder Komplimente!“ freuten sich die Zwillinge. „Wir… können es ruhig nachher wieder nachholen.“- „Aber wir… sollten vorher mit unseren Freunden wegen dem nächsten Kampf sprechen.“

„Eine gute Idee.“ stimmte Suki ihnen zu. „Lady Layla… ich hoffe, wir bereiten ihnen keine Umstände, dass… wir hier ein Meeting einberufen?“

„Nein, nicht wirklich. Sucht euch den besten Platz aus und sprecht euch nach Herzenslust aus. Bedankt euch bei eurer Clanführerin, dass sie wieder ihren Kopf durchgesetzt bekommt.“ zuckte Layla mit den Schultern. „Dann sehen wir uns nachher wieder ihr beiden.“

„Sag Sherry… welches Level hast du im Schwert aktuell?“ fragte Sina, als Sherry im Begriff war, mit den anderen Frauen zu gehen. „Erm… Level 8. Dank dir und Louis habe ich einiges zusammenbekommen, wieso?“

„Ah… nichts. Reine Neugier, geh ruhig mit den anderen, ich werde jetzt mit Melaine und Christoper ein kleines Training vornehmen.“ grinste Sina geheimnisvoll. Sherry nickte, aber sie kannte Sina lang genug, dass sie andere Pläne hatte.

„Gibt es einen Tag in deinem Leben, der nicht in einem Chaos endet?“ fragte Melaine direkt, während Christoper den Schaden begutachtet.

„Ist die Frage rhetorisch gemeint? Du weißt schon, dass du mit der Chaosbringerin sprichst oder?“ hob Sina beide Augenbrauen hoch. „Nun, das Training heute ist eigentlich nur dazu da, dass du und Christoper euch besser gegen eure Gegner wehren könnt.“

„Das muss du uns genauer erklären.“ hakte Christoper in seine Ritterrüstung nach. „So wie ich das verstanden habe, soll ich gegen Riskel kämpfen und Melaine gegen Violet? Dank das Riskel mehrmals kämpfen durfte, habe ich paar Maßnahmen parat, um gegen ihn zu kämpfen.“

„Das ist gut zu wissen. Vicky? Kommst du mal bitte?“ rief Sina nach Viktoria die weiter Abstand genommen hat. Sie wirkte, als würde sie woanders sein wollen, aber letztendlich kam sie.

„Euch brauche ich nicht gegenseitig vorzustellen. Ihr beide werdet gegen Vicky kämpfen, die stärker ist, als Riskel und Violet gemeinsam, ist doch richtig?“

„Ja Lady Sina, ich bin stärker als sie beiden. Doch… wie stellt ihr euch das vor, wie ich den beiden helfen kann?“ wundert sich Vicky ein bisschen.

„Eine sehr berechtige Frage, wenn sie wirklich so stark sein soll. Wäre es nicht besser, jemanden zu nehmen der auf dem Niveau unserer Kämpfer ist?“ warf Melaine einen berechtigten Grund ein.

„Sorry, habe leider keinen zur Hand, der diese Stufe hat. Laut vieler Aussagen, können wir auf Renee nicht wirklich aufbauen. Was Vicky mit euch machen wird ist nur, sie wird mit diesem legendären „Papierfächer“ von allen Seiten angreifen.

Ziel des Trainings ist, dass ihr vorausschauend kämpft, wie die beiden Kinder der Loserkönige kämpfen könnten. Rechnet damit, dass sie euch mehr von der Seite und von Hinten angreifen werden um euch immer wieder zu piksen.

Dank Neia können wir vorher euch mit Anti-Gift-Dingenshausen verzaubern, damit ihr auf der sicheren Seite seid.

Es ist unmöglich, eure Attribute mal eben so hoch zu leveln, dass ihr locker mit ihnen mithalten könnt. Also ist der Plan, durch Viktoria zu lernen, wo sie immer angreifen wird. Das Ganze hat daher also nichts mit Attributen zu tun, sondern Erfahrung die ihr heute sammeln werdet.“

„Einspruch, wieso kann ich nicht mit meinen Schwert kämpfen? Was ist das überhaupt für eine Waffe? Kann man damit jemanden weh tun?!“ wehrte sich Viktoria. Sina stand auf einmal hinter ihr und holte mit dem Papierfächer aus, der ihren Hintern traf.

Irgendwann in der Zukunft wird man in den Geschichtsbüchern der Mysterien lesen, dass in der Nähe der Stadt, wo immer das tausendjährige Turnier stattfindet, ein lang gezogener Frauenschrei über die gesamte Stadt zu hören war. Bis dato konnte man nie herausfinden, wer diesen Schrei von sich gab.

Viktoria liegt mit dem Gesicht auf dem Boden und traute sich nicht, ihren roten Hintern anzufassen. Solche Schmerzen… hatte sie noch nie erlebt. Alle hörten auf einmal, wie Renee mit dem Finger auf sie zeigte und laut lachte.

„Wenn ich du wäre, würde ich diesen Papierfächer nehmen und das ebenfalls an Renee testen… probehalber, wir verstehen uns?“ flüstert Sina kniend neben Vicky, dabei bietet sie den Papierfächer an.

Dies ließ Viktoria nicht ein zweites Mal sagen und nahm ihn ohne zu Fragen in die Hand, die legendäre „Waffe“. Sie ignorierte die Schmerzen auf ihrem Hintern und rannte mit Anschlag auf Renee zu, die langsam mitbekam, in welchen Schwierigkeiten sie steckte.

Ein paar Minuten vor dem Jahrhundertschrei:

„Damit eröffne ich unser Meeting. Ich danke Lysa, dass sie uns ein Zimmer mit vielen Sitzmöglichkeiten zur Verfügung stellt.“ nickte Suki dies zu der Vampirin. „Keine Ursache, ich lasse euch dann mal alleine.“ verschwand Lysa.

„Morgen haben wir, mal wieder, einen sehr schweren Kampf vor uns. Jeder hat die Papiere von deren Teilnehmern, dazu haben unsere Freunde Tio und Mio aufgeschrieben, welche Attribute und Fähigkeiten sie haben.“

„AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH“

Mitten beim Beginn des Meetings schrie jemand in einer Lautstärke, dass alle ihre Ohren zuhalten mussten. Zada hob eine Hand hoch. „Erm… sollen wir nachschauen?“

„Nein, bei dem Geschrei hat vermutlich was mit Sina zu tun. Ich spüre ihre Freude, also ist es bestimmt ihr Werk.“ schüttelt Kyllia den Kopf.

Alle Frauen nickten und Zada hob nur ihre Augenbrauen hoch. „Wenn… ihr meint? Scheinbar muss ich noch ein bisschen länger bei euch bleiben, damit ich es auch so gut nachvollziehen kann, wie ihr.“

Auf einmal hörten die Frauen, wie etwas mehrmals durch die Wände krachte, bis es in ihrem Zimmer durch die Tür krachte und die Wand wieder heraus krachte. „Erm… war das gerade Renee?“

„Einfach… ignorieren. Tu einfach so… als wäre nie was passiert.“ hielt Mel ein Pokerface, wobei sie meistens mit ihrer Maske ein Pokerface hielt. „Eh?!“ staunte Zada und Lara nahm eine Hand von ihr. „Glaub mir… das ist wirklich normal bei uns.“

„Meno… warum will Lisa nicht aus ihrem Zimmer raus…“ dachte Kyllia, als sie die Szene sah. „Mit ihr würde es mehr Spaß machen.“

„Tio und Mio… ohne euch wären wir aufgeschmissenen, wie stark die Behemoths wirklich sind. Laut dem Bericht sind sie alle Meister der Schwerter und starker Feuermagier. Wie jeder Tiermensch, können sie sich auch in ihre Werform verwandeln, was sie stärker und schneller lassen wird, aber stark an ihrer Ausdauer zerren wird.

Eine Verwandlung ist immer mit Schmerzen verbunden, je schneller es stattfinden muss. Wenn ihr seht, dass sie darauf zugreifen wollen, ist das DER Moment, wo ihr eure stärksten Fähigkeiten einsetzen müsst. Schaltet sie aus, bevor sie sich verwandeln.

Aufgrund das Nijus scheinbar der Schwächste in der Gruppe ist… werde ich überlegen, dass Tio und Mio auf der Ersatzbank bleiben werden, hoffentlich könnt ihr es verstehen?“ schaute Suki die Zwillinge an.

„Keine Sorge, wir haben uns das schon gedacht!“- „Genau, dieses Mal werden wir euch von hinten anfeuern!“ nickten die Vampire.

„Danke. Wenn ich es richtig sehe, sind… nur Rokus und Nitir die größten Schwierigkeiten im Kampf. Am besten ist es natürlich, einen Kampf gegen sie zu vermeiden, doch wir kennen leider nicht die kommenden Regeln.“ lächelt Suki.

„Stimmt… alleine wegen Rokus müssten Sherry und ich eigentlich zusammen kämpfen. Der Typ könnte es auch mit dem Dämonengeneral Harox aufnehmen, alleine wegen seiner Größe schon.“ grübelte Kyllia laut.

„Sherry hat doch gegen den alten General gewonnen oder nicht? Hätte sie wirklich keine Chance gegen ihn?“ fragte Nea, die das Papier kaute.

„Nein… der Unterschied zu seinen und meinen Attributen ist zu gewaltig. Im Grunde müsste man sich einen Kampf gegen Sina vorstellen mit ihren extremen Attributen, dazu ist dieser Rokus bestimmt auch sehr kampferprobt.“ wiegelt Sherry den Kopf.

„Wir dürfen auch nicht vergessen, dass da noch jemand anderes bei ihnen ist. Noch stärker als Rokus und Nitir.“ warnte Zada. „Lara und ich haben die Bekanntschaft mit ihr gemacht und Lara hat ihre Meinung vorhin mitgeteilt.

Vermutlich wird die Motivation dieser Gruppe sein, nicht nur das Turnier zu gewinnen, sondern auch zu verhindern, dass Rokea in den Kampf gehen wird. Jemand… der glaubt, sich mit Sina messen zu können… ist entweder wahnsinnig oder glaubt wirklich an sich.“

„Und das nach all… den Kämpfen die Sina gezeigt hat? Orum und „Die Rächer“? Dann muss Rokea wirklich sehr speziell sein.“ murmelt Mel.

„Werde ich denn kämpfen Mama?“ fragte Rubina, die das Gespräch nur bedingt verstanden hat. „Ich bin auch stark!“

„Vermutlich wirst du das. Ich habe auch schon… so eine Idee, wer gegen wen kämpfen wird. Wir können zwar auf unseren G-Veto zurückgreifen, doch würde ich abwarten, welche Regeln kommen können und ob sie ihren einsetzen werden.“ zeigte Suki die aufgeschriebenen Namen allen.

„Hmm… Im Grunde müssen Mel, Rubina, Nea und ich unsere Kämpfe gewinnen, um zu verhindern dass du, Kyllia und Sherry zum Einsatz kommen. Interessant, dass du Sherry trotzdem für Rokus eingetragen hast.“ meinte Lara, als sie Namen las.

„Machen wir uns nichts vor. Kyllia war für uns die stärkste Kämpferin gewesen, wurde aber von Sarless… sehr böse vermöbelt. Sherry dagegen hat gegen einen noch stärkeren Gegner gekämpft und sogar… gesiegt.

Ich glaube an Sherry, dass sie Rokus das Leben sehr schwer machen wird. Scheinbar… hat unsere Freundin noch ein paar Geheimnisse vor uns.“ grinste Suki wissend und Sherry schaute die Zwillinge wütend an.

„Ist doch nicht schlimm, solange Sherry damit eine Trumpfkarte hat. Wundere mich nur, warum du so ein Geheimnis daraus machst?“ schaute Kyllia sie an.

„Weil… ich es gerne aufheben möchte, wenn ich gegen Sina wieder ein Duell habe.“ flüstert Sherry sehr leise. „Sina kann man am besten bekämpfen, wenn man sie mit neuen Techniken angreift, die sie noch nicht kennt.“

„Ho? So hohe Ziele hast du dir gesteckt?“ grinste Lara. „Dann musst du dich einfach nur anstrengen, wenn du gegen ihn kämpfen solltest. Aber keine Sorge, wir werden das Pferd schon schaukeln, damit es nicht dazu kommt.“

„Danke…“

„Pss, interessiert deine Kinder… auf eine sehr schnelle Art und Weise zu einem Meister der Waffe zu leveln?“

„Hrm… wo ist der Haken?“

„Och… ich brauche nur jemanden, der mit mir ein paar Stunden ein Übungsduell machen würde. Dann kannst du den Trick selber sehen und erleben.“

„Irgendwie… bereue ich es, dass ich daran interessiert bin…“

Kapitel 407

Ich bin wiedergeboren und wichtige Geschenke?

Louis trainiert mit Zhin im großen Vorhof des Gasthauses „Beim Hasen“. Auch die anderen Teammitglieder von Zhin sind ebenfalls anwesend und helfen beim Training.

„Frage mich, ob Zhin sich den Kopf gestoßen hat, dass er jemanden hilft, der ihn besiegt hat.“ trank Daszum ihren Kaffee.

„Ruhe dahinten. Wenn ich schon verliere, kann ich doch zumindest helfen, dass der Sieger ins Finale kommt!“ kommentierte Zhin, der weitere Schwertschläge mit Louis wechselt.

„Schon, aber… wir alle können von einem Finger abzählen, wie oft es vorher passiert ist.“ grinste Jimdo, der neuen Kaffee machte, weil die anderen wie die Süchtigen ihn durch Kehle laufen lassen.

„Mit euch brauch ich echt keine Feinde, habe ich das schon mal gesagt?!“ drehte sich Zhin um und warf ihnen einen wütenden Blick zu. „Jep, vor dem Eintritt eines Dungeons und nochmal, wenn wir es verlassen.“ nickte Flai.

„Ihr versteht euch wirklich sehr gut oder?“ schmunzelt Louis, der leicht schwitzte und die nächsten Angriffe parierte, Zhin rollte nur seine Augen.

„Vielleicht, vielleicht auch nicht. Nicht jeder kommt mit meinem schönen Charme zurecht. Das sollte reichen für die Aufwärmungsrunde.

Tja… ich könnte dir jetzt die ultimative Killertechnik zeigen, aber danach wirst du mich für alle Zeiten hassen oder ich bringe dir mit meinen Freunden dahinten abwechselnd ein paar Tricks bei. Du wirst ja selber festgestellt habe, dass wir alle mehr oder weniger sehr einzigartige Techniken drauf haben.“

„Erm… diese Killertechnik ist es das, womit ich den Vampirkönig Taos besiegen soll?“ wundert sich Louis über die Warnung von Zhin.

„Glaub mir… wenn du sie einmal umsetzt, ist dein Gegner fertig mit der Welt. Selbst Sina könntest du damit besiegen. Doch es gibt einen Haken… man kann diese Technik nur ein einziges Mal im Leben einsetzen, wenn die halbe Welt dem Kampf zuschaut.“

„Erm… Zhin, du meinst doch nicht etwa…“ hakte Daika sofort nach. „RUHE! Meine Freunde kennen sie und kennen auch das Ergebnis.“ unterbrach Zhin die Frage. Louis schaute die anderen Männer an und sahen alle etwas… betrübt aus, als würde ihnen der Kaffee nicht mehr schmecken.

„Nur bei mir traust du es nicht umzusetzen!“ jubelt Daszum fröhlich. „Glaub mir Baby… du ahnst nicht, wie SEHR ich die Technik umsetzen würde. Doch möchte ich unsere Freundschaft mit allen behalten, weißt du?“ grinste Zhin schräg bei dem Kommentar.

„Aha… erst redet Zhin von uns, als wären wir die schlimmsten Feinde auf Gaia, dann kommt er mit Freundschaft um die Ecke. Sicher das deine Zunge nicht gespalten ist?“ hob Punny eine Augenbraue hoch.

„Wie geht es deinen Klöten eigentlich? Sind sie überhaupt noch dran, nachdem die Elfe sie dir zertreten hat?“ lächelt Zhin nur. „Lass mich in Ruhe…“ hörte man etwas leises.

„Soo… nachdem die da hinten ruhig gestellt worden sind, wie ist deine Entscheidung? Lass mich dich aber warnen: Im Grunde werden die vielen Tricks nur helfen, wenn dein komischer Vampir es auch zulässt.

Wenn der wirklich so abgeht wie Zwirbi von gestern, dann helfen sie nicht wirklich was. Da kannst du wirklich nur auf den letzten Trick zurückgreifen, die ultimative Killertechnik. Das tolle daran ist, wenn du alles richtig machst und… auch irgendwie am Leben bist, hast DU die Macht zu entscheiden, ob dein Gegner am Leben bleibt oder nicht.

Ich denke, du hast dich schon ein bisschen mit Giften eingedeckt aber… das Gift bei der tollen Vampirin wirkte überzeugender oder?“ grinste Zhin böse. „Vielleicht könnte ich dir ein bisschen davon abgeben.“

„Irgendwie bin ich mir nicht sicher ob ich es bereue, diese „Killertechnik“ zu lernen.“ murmelt Louis nervös. „Lass uns lieber die anderen Techniken lernen, vielleicht schaffe ich es ja… auch ohne damit auszukommen.“

„Ganz… wie du meinst. Ok, dann werden wir dich erst mal zu sechs angreifen, damit du ein Gefühl bekommst, zu wissen WO der nächste Angriff kommen könnte.“ rieb sich Zhin grinsend die Hände.

„Oh je…“

Die Frauen in der Villa räumten den Tisch frei, wo Lara und Hiro gestürzt sind. Nun sitzen Sina und der Rest um den Tisch, während Sherry, Lara, Mel und Suki sich gegenüber saßen.

„Damit ihr alle auf dem neusten Stand der Dinge seid… Layla vermutet, dass ich durch das Blut von Justus mich weiter zu einem Vampir entwickelt habe und mehr ein Mischling geworden bin. Halb Dämon, halb Vampir.

Um ein richtiger Vampir zu sein, fehlt mir die Blutmagie sowie die Verwandlungen zu den unterschiedlichsten Gestalten. Wie ihr… wisst, hatte ich den roten Hunger im Kampf bekommen und es hätte mich wirklich umgebracht, wenn meine Gegner mich nicht so penetrant immer wieder angegriffen hätten.

Fakt ist, Exos hat seine Finger im Spiel und hatte alle meine getöteten Gegner wiederbelebt, neu erschaffen oder was auch immer. Ich hoffe, nachdem ich allen die Seele geraubt habe… dass Exos nun eine nötige Komponente fehlt.“ berichtet Sina.

„Sina… darf ich fragen… was du für Blut getrunken hast? Neia hat nur im groben erzählt, was Lady Layla und Lord Roman getan haben.“ fragte Lara.

„Drachenblut haben sie mir gegeben, scheinbar von einem sehr speziellen. So wie es sich anhörte, lebt dieser Drache sogar noch. Ob Lord Roman mir aber sagt, von welchen Drachen es abstammt… habe ich so meine Zweifel.“

„Oh Lord Roman ist bei den Vampiren ein sehr berüchtigter Drachenjäger, nachdem sie so viele Burgen von ihm zerstört haben. Gerüchten nach soll in der letzten Burg seine Frau gewesen sein, weswegen er so ausgetickt ist.“ teilte Zada ihr Wissen mit.

„Sag Lara… als du zu einem Vampir wurdest, kann es sein… dass dein erstes Blutopfer…?“ fragte Sina eine sehr… intime Frage.

„ … Ich weiß was du meinst. Ja… ich habe das Blut von einer jungen Frau getrunken. Wie ich es dir… damals erklärt habe, wussten die Ausbilder von meinem Meister, wie man jemanden gefügig machen konnte. Das klappt… am besten wenn man jemanden hungern lässt nach Blut…“ ließ Lara den Kopf hängen und Zada nahm eine Hand zum Trost.

„Wo… ist jetzt das Problem mit dem Blut?“ wundert sich Sherry. „Weil das erste Blut, was man als Vampir trinkt, scheinbar ausschlaggebend ist, welche Persönlichkeit man in der Zukunft annimmt.“ erklärte Sina.

„Hätte ich das Blut von Louis getrunken, was… er mir zwingen wollte zu trinken, hätte die Gefahr bestanden… dass ich von unserer Liebe… abgewichen wäre. Dies haben Layla und Lord Roman mit dem Drachenblut verhindert, weil es scheinbar die Eigenschaft hat, dass man seine Persönlichkeit beibehält.“

„Oh je…“ verstand Sherry sofort und auch die Frage an Lara. „Hat Lara deswegen solange gekämpft, dass sie nur an Männer interessiert ist?“

„Das du das so ansprechen musst…“ grummelt Lara. „Ja… ich habe mich deswegen so geweigert es zu akzeptieren… dass ich mehr auf Frauen stehe.“

„Hmm… dann hätte ich dich also irgendwie doch in die Finger bekommen?“ grinste Kyllia schräg. „Keine Sorge, Zada hat dich ja nun.“

„Meine lieben Freunde…“ unterbrach Sina direkt die aufkommende Diskussion. „Ich bin stolz auf euch alle. Ihr habt alle schwere Kämpfe gehabt und habt euch sogar weiterentwickelt.

Zuerst die Vampirgruppe mit Lisa, danach die Dämonengruppe mit Arzexos. Falls ihr es nicht mit bekommen habt, aber ihr alle seid DER Star in diesem Turnier. Bei euch jubelnd die Zuschauer immer am lautesten.

Danach ein Kampf der Geschichte gemacht hat. Suki gegen alle Ungesehenen. Ich wäre beinahe gestorben, als dein Vater dich… egal. Du kannst dir nicht vorstellen, wie mein Herz gerast hat, als du meine Techniken eingesetzt hast.

Nun findet das Halbfinale statt. Ich habe mit meinen Freunden gegen die schlimmsten Vampire der Weltgeschichte zu tun und ihr gegen die stärksten Tiermenschen der Welt, die Behemoths. Dank Nitir, Zuzan und Nijus habe ich einen kleinen Einblick von ihrer Welt gesehen.

Sie lieben Stärke über alles, haben aber auch einen sehr hohen Ehrenkodex. Dummerweise… haben ihre bisherigen Kämpfe nicht gezeigt, was sie so stark macht. Angeblich sollen sie ja sogar zaubern können.

Das sie hohe Attribute haben, können die Zwillinge nachher euch noch sagen. Rechnet damit… wenn ihr gegen sie kämpft und sie benutzen ihre Waffen, dass sie dann einen komplett anderen Kampfstil haben werden.“

„Erm… Sina. Da ist jemand bei ihnen… der will nur gegen dich kämpfen.“ sagte Lara auf einmal. „Sie heißt Rokea und ist mit Zada hier befreundet. Im Grunde… hört man bei ihr nichts anderes als Sina hier, Sina da. Sie ist sehr… arrogant und hochmütig, doch als ich sie das erste Mal… kennengelernt habe, ist mir das Herz in die Hose gerutscht, das hat nicht mal Devin geschafft.“

„Stimmt, aber ich kann alle beruhigen. Rokea ist scheinbar… so stark, dass sie nur auf der Ersatzbank sitzen darf. Ihr Vater Rokus war sich sehr sicher, dass seine Tochter es mit Lady Sina aufnehmen kann.“ stimmte Zada zu.

„Hmm… das dürfte wohl die Frau sein, die ich vor kurzem gesehen habe. Illusion: Behemoth-Frau.“ zaubert Sina eine Illusion.

„Ja, das ist sie. Rokea wird die ganze Zeit unter Beobachtung gehalten, als wäre sie etwas gefährliches und das von ihren eigenen Clanleuten. Sie hat mehrmals sich in meinen Streit mit Riskel eingemischt und schien überhaupt keine Probleme mit ihm zu haben.“ nickte Zada.

„Wenn ich ehrlich bin… hoffe ich wirklich, dass sie auf der Ersatzbank bleibt. Selbst Kyllia und Sherry gemeinsam… habe ich sehr ernste Zweifel, dass sie eine Chance haben. Sie selber hat sogar gesagt, dass dein Zauber auf Orum sie bestimmt nicht töten wird.“ ist Lara scheinbar wegen der Frau beunruhigt.

„Hmm… dann passt es ja… dass ich euch nun etwas Hilfe geben werde. Gestern bat ich Layla, dass sie nur Sherry, Lara und Mel hierher holt, aber da ihr alle hier seid trifft es sich umso besser. Ich möchte… das ihr alle eure lebendigen Waffen auf den Tisch legt.“ lächelt Sina geheimnisvoll.

Verdutzt schauten sich die Frauen an. Sherry legte Nirwana auf den Tisch, Lara ihren unaussprechlichen Drachenspeer, Mel knallte einfach ihre Schuhe auf den Tisch und Suki ihre Dolche. Der Rest hat keine lebendige Waffe.

„Hmm… Rubina und Neia kämpfen ja ohne Waffen. Tio und Mio haben ihre Rapiere… Christoper kommt gleich noch, vielleicht können wir für sie noch bessere Waffen kaufen. Kyllia dagegen… hat mit dem Material aus Tierra die stärkste Faustwaffe der Welt, leider nur nicht lebendig…

Wenn wir wenigsten diese Steine hätten, um dies umzusetzen, aber ich habe nicht gesehen, dass man in deinen Schlagringen etwas einfügen könnte.“ grübelt Sina.

„Egal, brichst du halt den Gegner mit deiner gesamten Stärke halt den Kiefer. So… fangen wir mit Mel zuerst an. Du hast bestimmt den Monsterstein von Devin oder?“

„Das ist richtig. Ich habe bisher noch keine Gedanken gemacht, was ich damit machen soll.“ nickte Mel.

„Ich habe nämlich ebenfalls einen Monsterstein von Devin, den möchte ich dir geben. Aufgrund dessen das du ja… zwei lebendige Waffen führst, brauchst du sie irgendwie in doppelter Ausführung, um sie stärker zu machen.“ legte Sina vor Mel einen blutroten Monsterstein hin.

„Bist… du dir sicher Sina?“ fragte Mel sofort und Sina nickte. „Ja, ich bin mir sehr sicher. Am Anfang hatte ich eher den Gedanken ihn irgendwo in einen schwarzen Abgrund zu werfen, aber dann fiel mir ein, dass du ja auch einen Stein haben müsstest.

Keine Ahnung, welche Auswirkung es auf deine Stiefel hat. Blutklinge wurde zu einem Teufelsschwert, das sprechen kann und jedes Mal, wenn es mit Blut in Berührung kommt, mich heilt. Bei Thorn zieht er alles lebendige aus seinem Opfer raus, spricht Ausdauer, Vitalität und ähnliches.

Wenn es diesen Effekt hat und du jedes Mal, wenn du deinen Gegner triffst, saugst du ihm gleichzeitig wichtige Attribute ab. Dieser kann es sich auf Dauer nicht leisten, immer von dir getroffen zu werden.“

Mel holte ihren Monsterstein aus dem Inventar raus und stellte fest, dass der von Sina intensiver wirkte. „Dann… werde ich es dankend annehmen und dazu sorgen, dass wir ins Finale kommen werden.“

Die Killerpuppe legte die Steine gleichzeitig auf ihre Kampfstiefel, die sie gierig saugten. Auf einmal bekamen sie auf den schwarzen Drachenschuppen rote Linien, die aber keine tiefere Bedeutung haben.

„Und? Was können sie?“ fragte Nea aufgeregt. „Hmm… Meine Stiefel beherrschen nun beide die Verwandlung „Stiefel des Blutes“.“

Als Mel dies sagte, wurden die Stiefel komplett rot und es tropfte Blut herunter, dass sich sofort durch den Tisch fraß. Eilig nahm Mel die Stiefel vom Tisch runter… und sie brannten sich in den Marmorboden rein.

„Erm… Verwandelt euch zurück oder so!“ befahl Mel leicht panisch und die Kampfstiefel taten dies. „Also… wenn mein Gegner nicht etwas gegen Säure oder ähnliches hat, dürfte es für ihn sehr düster aussehen.“

„Stimmt. Mit deinen Geisterkräften kannst du sogar das Blut von den Stiefeln schweben lassen und ins Gesicht deines Gegners werfen.“ kamen ein paar Ideen bei Sina hoch. Keiner wundert sich über diesen Vorschlag, es entspricht ihrer Natur.

Mel schob einen Finger über das Blut und es schien ihr nichts auszumachen. „Gut zu wissen, dass ich davon nicht betroffen bin. Vielleicht ist der Heldentyrann diesmal etwas nützlicher.“

„Aus welchen Gründen auch immer, aber alle neu erschaffenen Götterbestien haben ebenfalls einen Monsterstein gegeben. Lara… du bekommst den Erdstein von Titanus. Suki… du bekommst den Schattenstein von Siremmic und Sherry… du bekommst den Feuerstein von Tierra.

Das ist meine Hilfe an euch. Ich könnte sie selber für Thorn benutzen, aber ich glaube… ihr habt es euch alle verdient. Ich weiß, dass dein Schwert schon das Element Licht in sich trägt Sherry, aber es hat noch nie geschadet, weitere Effekte zu haben, die an deinem Gegner vielleicht sogar den doppelten Schaden anrichten.“ legte Sina vor jedem der angesprochenen Personen einen Stein hin.

Erstaunt schauten sie Sina an und sie nickte ihnen nur zu. „Immerhin seid ihr doch alle… meine Familie oder?“

„Du machst es echt schwer, deine Geschenke abzulehnen, weiß du das?“ grinste Lara schräg. Sie schaute Sherry und Suki an, die ebenfalls nickten. „„„Danke für das Geschenk.“““

„Gerne geschehen. Damit habt ihr definitiv alle eine Trumpfkarte, die die Behemoths NICHT kennen. Wenn ihr eure Besprechung… hinter euch habt, würde ich euch raten, vielleicht ein paar Probeübungen zu machen mit euren Waffen.“ grinste Sina.

Während Sherry und Lara scheinbar kein Problem haben, ihre Waffen zu füttern, überlegte Suki, welchen Dolch sie vorziehen wird, bis sie sich endlich entschieden hat.

Alle sahen zu, wie die Waffen die Steine aufsaugten und was sich für die Waffen geändert hat. „Hmm Schattendolch?“ ließ Suki ihren Dolch verwandeln. Es veränderte sich eigentlich überhaupt nicht, nur dass schwarze Rauchfaden hochgingen.

„Versuch mal den Schatten von der Säule drüben anzugreifen. Bedenke dabei, dass du eher dies mit deinem Schatten machen musst. Schatten selber ist in dieser Welt kein Element, sondern eine Fähigkeit, die so stark ist, dass es auch ein Element sein KÖNNTE.“ betonte Sina.

Suki nickte und setzte dies um… Der Schatten der Säule wurde „zerschnitten“ und der Originalkörper fiel in zwei Hälften.

„Eine sehr starke Fähigkeit, aber nicht leicht zu behandeln. Ich benötige definitiv Schatten und mein Gegner wird alles andere tun als zu warten, bis ich den Schatten angreife.“ grübelte Suki sofort und überlegte schon, wie sie es einsetzen könnte.

Lara´s Drachenspeer wurde zu einen Erdspeer, dessen Fähigkeit es war, bei jedem Treffen auf ein Objekt oder ähnliches, ein Beben zu verursachen. Klugerweise stand Lara draußen, als sie es getestet hat.

„Keine Ahnung wie es sich anfühlt ein Beben in die Fresse zu bekommen, aber wenn man meinen Speer abwehrt, dürfte… er Probleme bekommen seine Waffe oder ähnliches zu halten.“ strahlten die Augen von Lara.

„Sina?“ wirkte Sherry etwas… beunruhigt. „Wird es… eine Aura haben wie die Waffe von Arzexos oder deine Feueraura? Es hat den Namen „Explodierendes Magmaschwert“ bekommen und… irgendwie mache ich mir Sorgen.“

„Das kann ich dir leider nicht sagen Schatz. Ich wundere mich nur, warum es das Wort „Explodierendes“ davor steht. Feuer an sich ist ein sehr starkes Element, aber Magma… übertrifft es eigentlich bei weiten… Da hilft nur eines: Rausgehen und testen.“ sagte Sina es nach einigen Überlegungen.

„Das wird ja noch richtig spannend.“ grinste Zada.

Kapitel 406

Ich bin wiedergeboren und neue Rivalen?

Alle Mitglieder von Sina´s Clan sind anwesend. Neben ihnen standen noch Cixo und Sumi, während Lara sowie Hiro vor Sina knieten.

„Soo… schön das ihr alle anwesend seid, auch wenn… man es auch ohne eine Zerstörung machen kann.“ schaute Sina nach oben, wo das Loch in der Decke war. „Was… ist der Grund für den Streit gewesen?“

Lady Layla und Lord Roman saßen hinter Sina und warten gespannt, wie Sina die Probleme regelt, neben ihnen waren ebenfalls die Kinder da, außer Acheron, der noch zwei Gäste holte.

„Also…“ wollte Lara anfangen, Hiro schwieg wie ein Grab. „Lass mich raten… Ihr habt euch mit Worten beleidigt, bis eine Grenze überschritten wurde oder? Normal lässt Lara sich nur bedingt aus der Ruhe bringen, aber da muss ja richtig was abgegangen sein.“

„Ist es auch. Sie hatte nichts besseres zu tun mich als Schwächling zu bezeichnen und mir dann noch Devin unter die Nase zu reiben. Irgendwo habe ich auch gewisse Grenzen!“ nickte Lara.

„Du hast es ja… nicht mal geschafft mich zu besiegen, also stimmt der Teil mit dem Schwächling schon ziemlich genau.“ murmelt Hiro.

„Also hast du zugeschlagen Lara? Nicht das diese Villa meinen Freunden dahinten gehört, aber… es war eben noch sehr gemütlich gewesen. Ihr müsst nicht immer alles wortwörtlich nehmen und überall Chaos verbreiten wo es geht. Was wolltest du denn eigentlich von ihnen Hiro?“ hob Sina eine Augenbraue hoch.

„Lady… Sina? Wir wollten nur lediglich wissen, ob eure Freunde wissen, wo Neria sein könnte. Es war nicht mein Plan gewesen, einen Streit zu starten, der so… eskaliert.“ meldet sich Cixo. „Das wir erst vor kurzem erfahren haben, dass Lara… naja der Meister von Neria sein könnte, haben wir nicht geahnt.“

„Neria? Ich habe sie damals in einen Vampir verwandeln lassen, weil euer dämlicher Clan meine vorige Botschaft nicht verstanden hat. Beim dritten Angriff hätte ich alle zu Vampiren verwandeln lassen und sie alle schwören lassen, dass sie keinen einzigen Tropfen Blut nehmen dürfen, bis sie ihr Dorf erreicht hätten.“ ging Sina mit ihrer neuen Kleidung hin und her, Sherry sowie Zada staunten nicht schlecht, wie… gut es an ihr aussah.

„Das… hättest du wirklich getan Mutter?“ fragte Suki leicht schockiert. „Suki, gerade du müsstest wissen, dass ich nicht… viele Warnungen ausspreche. Es würde mich auf Dauer nicht wirklich glaubhaft machen, wenn ich nur mit Drohungen um mich werfe, aber keine Taten folgen lasse.

Selbst Layla und Lord Roman räumen einmal richtig auf, weil sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Lust auf das Theater haben.“ drehte Sina sich zu den Vampirkönigen um und sie nickten.

„Doch… hat es was. Ihr habt am eigenen Leib erlebt, wozu der rote Hunger in der Lage ist. Einer mit diesem Problem reicht aus, dass ein Dorf zerstört wird. Wie wird es wohl mit einer kompletten Gruppe sein?“ grübelte Layla laut.

„Komplette Auslöschung nichts anderes. Man weiß was ich bin und was ich tue, aber das ist nur die Seite, die ich der Welt präsentiere. HIER und JETZT ist es die Seite des Schattens, wo keiner hinschauen will.

Feinde werden ausgelöscht, haben sie einen Nutzen, bringt sie auf deine Seite. Wollen sie nicht, zwingt sie dazu. Neria hatte einen Nutzen, indem sie eine Botschaft übermittelt. Sollte sie das Angebot von Lara annehmen, hätten wir ihr eine neue Welt gezeigt.

Doch seid ihr momentan ein Problem. Wenn ich es… richtig sehe, lasst ihr nun die Finger von Suki?“ schaute Sina die Katzenmenschen an.

„Erm… das ist richtig. Wir wissen nicht, was Satu im Dorf vorhat, aber er wird vermutlich dafür sorgen, dass Suki nun Batzien betreten kann, wann immer sie es möchte.“ nickte Cixo.

„Verstehe. Nun seid ihr aber ein Problem, wenn Hiro so abgeht. Wisst ihr… Lara ist nämlich meine kleine Schwester und Angriffe auf meine Familie und Clan… sehe ich als ziemlich schwerwiegend an.“ stand die Dämonin vor Hiro, die aber keine Zeichen von Angst zeigte.

„Warte Mutter, warum… lasst ihr sie sich nicht einfach entschuldigen? Bisher ist niemand gestorben und die Schäden… halten sich ja irgendwie in Grenzen.“ mischte sich Suki ein. Erstaunt drehte Hiro ihren Kopf zu Suki hin.

„Hmm… reicht denn eine Entschuldigung für das Chaos hier? Wo ich diesmal nicht daran beteiligt bin? Woher soll ich denn wissen, ob Lara nicht demnächst das Ziel ist?“ kam die berechtige Frage von Sina.

„Das hast du nun wirklich prima geschafft Hiro.“ zischte Cixo wütend. „EINE FRAGE und nun dürfen wir um unser Leben bangen! Würdet ihr euch damit zufrieden geben… wenn wir drei den Schwur abgeben, Lara keinen Finger zu krümmen?“ schaute Cixo die Dämonin mit dem Angebot an.

„Nun… würdest du damit einverstanden sein Lara?“ „Ich… kann damit leben. Füge bei dem Schwur aber dabei, dass selbst Beleidigungen damit inbegriffen sind.“ schaute Lara gehässig Hiro an.

„Da kann ich mir doch gleich die Zunge abbeißen!“ wurde Hiro wütend, als Cixo ihr auf den Hinterkopf schlug.

„UM was genau zu erreichen?! Wir sehen sie entweder nie wieder oder wenn Neria bei ihnen ist. Glaubst du… Neria hätte es gewollt, dass du dir das Leben nimmst… wegen deinem verblendeten Stolz? Rache ist ja gut und schön, aber das kann man nur machen, wenn man am Leben ist!

Wir sind keine Ungesehenen mehr falls du es immer noch nicht mitbekommen hast! Wir können mehr oder weniger tun und lassen, was uns gefällt. Ich dachte diese Chance wollen wir nutzen und sehen ein bisschen mehr von der Welt MIT Neria!“

Hiro verzog wütend das Gesicht und man sah es ihr an, dass sie ihren Stolz runter schluckte. „Ok… dann schwöre ich auf meinen Namen, der Hiro lautet, dass ich der blöden Kuh Lara kein Haar mehr krümmen werde UND jetzt keine Beleidigungen mehr von mir gebe.“

Lara zog scharf die Nase hoch, scheinbar hat sie einen Rivalen fürs Leben gefunden. Sina dagegen lächelte so stark, dass es beide Ohren fast erreichte. Die anderen Ninja´s taten dies ebenso, ohne in ihrem Schwur die Vampirin zu beleidigen.

„Wieso… lächelt Lady Sina so?“ wundert sich Renee. „Aus dem Schwur zieht man doch keinerlei irgendwelche Vorteile. „Da merkt man deine Unwissenheit mal wieder.“ schüttelt Viktoria ihren Kopf.

„Wunderbar, dann ist ja alles geklärt. Neria sucht ihr? Entweder sie ist noch irgendwo auf der Straße, wo wir angegriffen worden sind oder auf dem Weg nach Fanfoss. Die dritte Möglichkeit ist, dass sie irgendwo anders sein könnte.“ erklärte Sina.

„Ich danke ihnen für die Auskunft und es tut mir leid, dass die Situation eskalierte.“ verbeugte sich Cixo und drückte den Kopf von Hiro ebenfalls runter. „Damit verabschieden wir uns.“

„Macht das.“ nickte Sina und jeder schaute ihnen zu, wie sie verschwanden. Hiro warf Lara aber noch einen bösen Blick zu, während Lara ihr eine Zunge raus streckte. „Merke schon… ihr werdet noch tolle Freunde.“ kommentierte Zada trocken.

„Sina? Möchtest du vielleicht deinen geheimen Plan erzählen? Es gibt nicht viele Gründe… warum dein Gesicht so voller Freude ist.“ kam Sherry auf ihre Geliebte zu und gab ihr einen Kuss auf dem Mund.

„Ich erwarte mit sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir die drei wieder sehen werden. Mal schauen, was die Zukunft für uns verspricht.“ beantwortet Sina und bekam rote Wangen.

„Darf ich euch vorstellen? Der Herr mit dem Zwirbelbart ist Lord Roman und seine Töchter Renee mit Viktoria. Die Dame daneben ist die Mutter von Lisa, Lady Layla mit ihre Tochter Lysa.

DAS ist meine Geliebte Sherry und Reinkarnation von Rose, selbst Layla hat dich teilweise wieder erkannt. Dies hindert dich aber nicht daran, dass du mit Lisa trotzdem ein weiteres Duell machen darfst, aber dazu später.

Kyllia, Lara und Zada sind allen bekannt, hinzu kommt meine Tochter Suki mit ihrem Kind Rubina. Mel die Killerpuppe und die Arachne Nea, dazu die letzten… Kinder von Acula, Tio und Mio.

Falls… ihr es bis jetzt noch nicht wusstest, aber Lady Layla und Lord Roman sind Vampirkönige, die sich mit mir messen können, von daher… seid immer lieb zu ihnen und es passiert nichts.“ grinste Sina bei der Vorstellung.

Alle gaben ihr bestes sich zu verbeugen, nur Layla ignorierte dies und stellte sich vor Sherry. „Hmm… du hast wirklich ein paar Züge von Rose.“ spielte die Vampirin mit dem Gesicht von Sherry. „Eh…?“

„Gewöhne dich daran, bei mir ging sie sogar noch weiter…“ drehte Sina ihren Kopf weg. „Wie soll ich das denn verstehen?“ löste Sherry sich von Layla und lächelt sehr höflich.

„Nichts schlimmes. Ich habe deine Frau nur ein bisschen genauer begutachtet, denn immerhin ist sie ja… tja… etwas neues oder? Doch das ist unwichtig, wenn ich all euren Status so sehe… Ehrlich Sina, aber für den kleinsten Clan hast du verdammt viele starke Kämpferinnen in deinen Reihen.

Alleine Sherry schon wenn ich ihre Zauber so lese, von denen ich dachte, sie wären nur Gerüchte. Was Kyllia mit ihrer Stärke umsetzt, gleicht Sherry definitiv mit ihrer Magie aus. Sie ist… in ihrem Element als Kämpferin ausbalanciert.

So… ihr seid Tio und Mio? Die einzigen geborenen Zwillinge in der Vampirwelt, schön das wir uns endlich kennenlernen.“ lächelt Layla die Zwillinge an, nachdem sie sich von Sherry abgewandt hat.

„Erm… hallo Tante Layla?“- „Schön… sie kennen zu lernen?“ lächelten die Zwillinge in ihren Kimonos leicht nervös.

„Warum nimmst du die beiden nicht mit und ihr baut eine hmm… vernünftige Familienbeziehung auf? Nur lass… sie beide nachher noch aus dem Zimmer raus, damit meine Freunde hier noch ihre Besprechung gegen die Behemoths halten können.“ schlug Sina vor.

Bevor die Zwillinge was sagen konnten, hat Layla sie schon an den Händen gepackt und zog sie lächelnd aus dem großen Raum raus. „Eine sehr gute Idee.“

„Wa… warten sie!“- „Wir wollen nicht!“ wehrten sich die Zwillinge, aber hatten keine Chance gegen die Kräfte ihrer Tante. „Dann werde ich euch alleine lassen, Renee du kommst natürlich mit.“ stand Lord Roman auf und verschwand ebenso, seine Tochter folgte ihm mit rollenden Augen.

„Hoffentlich passiert den Zwillingen nichts.“ murmelt Lara, die mit Zada ihre Kleidung wieder herrichtet.

„Mach dir keine großen Sorgen. Lady Layla ist jetzt nicht bekannt dafür, dass sie ihre Opf… Interessenten was Schlimmes antut.“ grinste Zada.

„Wie geht es dir Sina?“ fragte Sherry direkt. „Wenn man die Behandlung von Layla ignoriert, die sie mir im Badehaus angetan hat, mir dieses Korsett anzulegen, geht es mir tatsächlich besser. Ich… habe dich wirklich doll vermisst. Habt ihr gestern noch was gemacht?“ lächelt Sina.

„Nicht so wirklich. Die Abenteurer sind schnell ihrer Wege gegangen und bereiten sich irgendwie auf die Kämpfe morgen vor. Wir sind alle einmal groß essen gegangen, waren dann aber auch irgendwie… sehr müde. Vermutlich die Aufregung um Suki, obwohl sie die Arbeit gemacht hat.“ berichtet Mel.

„Verstehe und… wie geht es dir Suki? Zu wissen… dass deine richtige Mutter es dir verziehen hat und dein Vater… mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Clan nahelegen wird, die Finger von dir zu lassen?“ schaute die Dämonin das Katzenmädchen an.

„Irgendwie… befreit? Ich kann es so schlecht ausdrücken, aber ich bin wirklich froh… dass alle Geheimnisse aus der Vergangenheit aufgedeckt worden sind. Dazu… das ich Vater vielleicht… doch wieder sehen kann, freut mich doch irgendwie.“

„Mama hat vor dem Schlaf noch viel geweint, aber ich habe sie getröstet!“ meldet sich Rubina. „Danach haben wir gemeinsam geschlafen!“

„Ja, das hat sie gut gemacht.“ lächelt Suki. „Vermutlich kann ich nun gefahrlos durch Batzien reisen, aber wenn ich ehrlich bin… möchte ich lieber in Fanfoss bleiben.“

„Du weißt, dass du jederzeit zu mir kommen kannst, wenn du ein eigenes Abenteuer mit deiner Tochter erleben möchtest. Ich werde dir keine Steine in den Weg legen!“ sagte Sina es sehr ernst.

„Ich weiß doch Mutter, nur… wer passt dann auf das Haus auf? Edwin vielleicht, aber mir gefällt der Gedanke nicht, dass jemand anderes darauf achtet. Außerdem… wer soll euch denn die leckeren Tee´s machen, wenn ihr mal einen schlechten Tag habt oder das Bett richten, nur weil ihr mal wieder zu faul gewesen seid, die Decke hochzuziehen?“ hob Suki grinsend eine Augenbraue hoch.

„Erm… keinen Einspruch euer Ehren…“

Nebengeschichte 13.

Ich bin wiedergeboren / Nebengeschichte 13

Zwei Schatzsucher durchkämmen eine eigenartige Schlucht, die sie im Wald gefunden haben. „Was denkste Hans?“ fragte der erste Schatzsucher.

„Was soll ich denn denken Peter?“ grinste der andere Schatzsucher. „Das wir wieder was entdecken werden, was bisher keinem anderen gelang?“

„Richtig. Seit den Erdbeben und Meteoren wurden viele unzugängliche Gebiete geöffnet und wir haben ja schon den einen oder anderen gefunden.“ nickte Peter.

„Stimmt, doch… so richtig erstaunliches war es ja nicht. Zumindest nicht, dass wir unsere Kunden damit belästigen müssen.“ begutachtet Hans die eigenartigen Steinwände.

„Jep jep, solange es keine Dungeons sind, werden wir nicht für die Informationen bezahlt… Schau mal… ist das eine Höhle?“ zeigte Peter auf eine Vertiefung an der Wand.

„Sieht so aus oder? Das Übliche?“ „Stimmt, das Übliche.“ Beide Männer fingen an, um diese „Höhle“ herum alles zu begutachten, Proben zu sammeln und ähnliches.

Die Schlucht war groß genug, dass einer der Männer Zelte und ähnliches aufbaute, während der andere diesen Ort kartografiert. Es vergingen mehrere Stunden, bis sie beide zufrieden waren.

„Ich habe noch ein paar andere Höhlen gefunden, aber diese hier ist tatsächlich unsere vielversprechendste.“ nickte Hans zufrieden.

„Die Proben… ich bin mir nicht sicher, aber entweder wir haben hier was neues entdeckt oder es ist so hm… „verdreckt“ hier, dass man es nicht richtig analysieren kann.“ hielt Peter ein kleines Fläschchen vor seine Augen.

„Dann haben wir schon mal was interessantes gefunden für die komischen Erdforscher. Dürfen sie sich doch die Köpfe zerbrechen.“ grinste Hans. „Wollen… wir heute noch reinschauen gehen oder lieber morgen?“

„Hm… haben wir denn die Sicherung für Höhlenerkundung aufgebaut?“ fragte Peter und Hans schüttelt den Kopf. „Nein, denn das müssen wir gemeinsam machen.“

„Dann machen wir das heute und gehen morgen rein.“ war der Entschluss gefallen und beide Männer bauten um die Höhle mehrere Balken, um zu verhindern, dass sie einstürzt. Zusätzlich holten sie eine sehr sehr große Rolle mit einem Seil heraus, um immer schnell den Ausgang zu finden.

Dies alles benötigte einiges an Zeit und am Ende waren sie mit ihrer Arbeit fertig. „Puh, mein Gefühl sagt mir, dass wir morgen auf irgendwas… unbekanntes stoßen werden.“ meinte Hans.

„Na wenn du meinst?“ schmunzelt Peter und beide Männer gingen zu ihren Zelten zurück. Am nächsten Morgen waren die Männer soweit und haben auch ihren Sicherheitscheck bestanden.

Beide setzten eine Art Helmlampe auf und gingen in die Höhle rein. „Auf den ersten Blick… unterscheidet sich die Höhle nicht viel wie die von anderen, nur… ich habe das Gefühl, dass… es verdammt alt hier ist.“ murmelt Peter.

„Stimmt, ich weiß was du meinst. Will ja nicht behaupten, dass wir so was wie Höhlenexperten sind, aber ja… ist scheiße alt hier.“ nickte Hans.

„Hmm… dort endet der Weg schon?“ wundert sich Peter, als sie an eine Art Sackgasse gekommen sind. Beide Männer schauten sich um, es gibt nur den einen Weg, den sie gekommen sind.

„Komisch… auf mein Gefühl konnte ich mich bisher immer verlassen.“ murmelt Peter und ging zur Wand, dabei holte er eine Spitzhacke raus und klopfte mit der flachen Seite gegen die Wand. Hans wartet geduldig ab und beobachtet, wie Peter die komplette Wand abcheckte.

„Hmm? Wieso… hört sich der Ton hier anders an, wenn ich hier schlage?“ schaute der Mann verdutzt und schlug mit der Spitzhacke zu. „Brauchst du Hilfe?“ bot Hans an, aber Peter schüttelt den Kopf. „Zu eng hier.“

Peter schlug und schlug und schlug, aber macht nicht wirklich Fortschritte bei seiner Arbeit. „Ich verstehe es nicht. Dort… wo ich schlage, da klingt der Ton ziemlich hohl, aber die Wand ist stabiler als der Hintern eines Eisengolems.“

„Au ja, da erinnerst du mich. Da haben wir wohl den Rekord gebrochen, vor so einem Monster wegzurennen.“ lachte Hans leise. „Lass mich mal, damit du eine Pause machen kannst.“

Die Männer tauschten ihre Rollen, nun schlug Hans wie ein Berserker. Peter wischte sich den Kopf von seinem Schweiß ab und beobachtet nun seinen Freund bei der Arbeit. „Nee… irgendwas ist mit der Wand nicht in Ordnung. Sind wir tatsächlich auf ein neues Material gestoßen? Die Zwerge würden uns dafür viel bezahlen wollen.“ meinte Hans.

„Hmm lass uns mal weiter machen, ich will mich doch nicht von so einer Wand aufhalten lassen. Außerdem brauchen wir für die Zwerge eh eine brauchbare Probe.“ wiegelte Peter den Kopf und die Männer gingen weiter ihrer Arbeit nach.

Gefühlt Stunden später… Peter war wieder an der Reihe und schlug mit seiner Spitzhacke auf die Wand ein, als endlich der Durchbruch kam. Beide Männer haben es gesehen und grinsten sich gegenseitig an.

Mit neuer Motivation schlug Peter immer fester auf die Wand ein, bis das Loch immer größer wurde. Der Mann legte die Spitzhacke beiseite und schaute durch das Loch mit seiner Lampe. „Hatte ich doch recht, dort geht es weiter! Nur… kann ich kaum was erkennen…“

„Dann müssen wir das Loch nur größer machen. Lass uns wieder tauschen und du sammelst das komische Material ein.“ bestimmte Hans und weiter ging die Arbeit… bis das Loch groß genug war, dass ein ausgewachsener Mann oder ein dicker Zwerg eher durchkommen konnten.

„Puh! Endlich geht es weiter! Nun fühle ich wieder das Kribbeln… wenn wir was richtig tolles entdecken.“ grinste Peter. „Ich auch.“

Peter ging zuerst durch das Loch und begutachtet die neue Seite, dabei stellte er fest, dass von der Höhlendecke Wasser runter tropft. „Hmm? Wieso hören wir keine Geräusche von fallenden Tropfen?“

„Keine Ahnung, aber schau dir mal den Boden an.“ meinte Hans, als er durch das Loch kam. „Sieht aus, als würde dieses Gestein alle Geräusche schlucken oder so. Selbst wenn wir sprechen, kein Echo oder so. Glaube wir sollten aufpassen, was wir hier finden… nicht das ich sagen will, dass hier noch etwas… „lebt“.“

„Hoffentlich, denn diesmal werden wir nicht so schnell rennen können.“ murmelt Peter und ging wieder den Weg vor. Beide Männer gingen mehrere Meter als sie an den Wänden nun… Höhlenmalerei vorfinden?

„Hans? Wir wissen… was das für Zeichen sind oder?“ grinste Peter von einem Ohr zum anderen, sein Freund nickte sehr heftig. „Die… Sprache der Götter. Zu dumm, dass ich sie nicht lesen kann, aber diesmal sind wir wirklich auf einen sehr interessanten Ort gestoßen.“

Glücklich, aber mit mehr Vorsicht gingen die Männer den Weg weiter rein und wunderten sich, dass… sie so viele Höhlenmalerei vorfinden. „Kannst du dich jetzt an einen Ort erinnern, wo komplett alles in dieser Sprache niedergeschrieben wurde Peter?“

„Nein… dies findet man ja nur in bestimmten Bereichen oder Orten, aber nicht so heftig wie hier.“ schüttelt Peter den Kopf.

Die Reise der Männer ging weiter… als die ungerade Höhlenwand auf einmal zu eine Mauer wurde. „Oh… du ahnst nun auch was ich denke oder?“ schaute Peter seinen Freund an.

„Ja… dass wir einen Dungeon gefunden haben. Da wird sich unser Kunde sehr freuen.“ nickte Hans. „Lass uns weitergehen, aber nicht in den Teleportationsring gehen wie letztes mal.“

„Ja ja, daran wirst du mich ja ständig erinnern…“ rollte Peter seine Augen. An den Mauern fanden sie ebenfalls weitere Hinweise mit der Sprache der Götter, doch das ignorierten die Männer.

Dann standen sie vor etwas… das aussah wie ein großes Tor, das aber geschlossen ist. Davor stand ein Podest mit einer Steintafel, aber sie konnten es nicht lesen.

„Endstation. Vermutlich steht auf der Steintafel drauf, wie man es öffnen kann. Da brauch ich nicht mit einer Spitzhacke ran gehen, so alt werde ich nicht, bis ich da einen Kratzer rein bekomme.“ meinte Peter.

„Stimme ich dir voll zu. Das soll lieber der Dungeonfarmer selber knacken…“ ging Hans zu der Steintafel, holte ein großes Stück Papier aus seinem Inventar und legte es darauf. Dann fing der Mann mit einen Kohlenstift eine Kopie zu skizzieren.

„Wir wissen nicht… wo er ist oder? Meine, für so einen Dungeon wird er einiges zahlen, dass wir nie wieder arbeiten brauchen.“ grinste Peter.

„Hmm… keine Ahnung, aber er ist doch Abenteurer oder? Denke, in einer Abenteurergilde werden wir schon herausfinden wo wir ihn finden können.“ zuckte Hans mit der Schulter.

„Was… ist hier nur, dass man so ein dickes Tor benötigt? Warum… will man verhindern, dass man einen Dungeon betreten kann?“ grübelte Peter laut vor dem Tor und streichelt das Material.

„Keine Ahnung, vielleicht ist es ja das legendäre Götterdungeon.“

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