Ich bin wiedergeboren und allerlei Theater?
Erschrocken zog Itiikra ihren Finger aus dem Kopf raus. Man sah deutlich, dass in den Finger gebissen worden war. „Was… zum?“ staunte Sina. „Was ist denn jetzt passiert?“
„Keine Ahnung Sina, ich… dachte ich hätte was im Maul gesehen, aber… AH….“ wollte die Naga erklären, als sie auf einmal überall Schmerzen bekam. Sie hielt mit einer Hand die Hand mit dem gebissenen Finger und überall fing Itiikra an zu schwitzen.
Sofort ging Neia auf sie zu und will sich die Wunde anschauen, als Itiikra vor Schmerzen auf den Boden fiel. Sina bückte sich sofort zu ihr und legte eine Hand auf sie. „„Illusion: Schmerzen unterdrücken.“ Was ist los?!“
„Ich… weiß es nicht!“ keuchte Itiikra, Neia nahm die Finger und schaut sie sich näher. „Keine Ahnung, aber… irgendetwas ist an den Wunden.“ Die Blutelfe legte eine Hand darüber und fing an, ein Gegengift zu zaubern.
Doch es hilft nicht, man sah deutlich, wie das grün leuchtende „Etwas“ unter der Hand der Blutbahn entlang lief. Nun schrie Itiikra wirklich vor Schmerzen, sie schlug mit ihrem langen Schlangenkörper um sich, wo alle Personen sich in Sicherheit bringen mussten.
„Igriz, Ethice, haltet ihren Körper fest, bevor sie sich noch mehr verletzt!“ befahl Sina. „Soll ich sie heilen Neia? Ist das eine Seuche?“ „Nein, es ist etwas magisches und definitiv keine Seuche. Gift auch nicht, sonst käme eine Reaktion!“ schüttelt Neia den Kopf.
Die Dämonen haben sich mehr oder weniger auf den Schlangenkörper geworfen und geben sich Mühe ihn ruhig zu halten, die Naga schrie immer noch vor Schmerzen. Ascal wollte den Stab untersuchen, als er eine gewischt bekam. „Argh… was denn jetzt los?“
Der Schlangenstab flog auf einmal in die Höhe, Sina wusste nicht, was sie eher im Auge behalten muss. „HimmelArschundZwirn, Igriz?“ fluchte Sina. „Ich weiß es nicht Lilith, glaubst du ernsthaft, die Naga´s weihen mich in so was ein?!“ versuchte der Dämon den Schwanz im Griff zu halten.
Das Leuchten ist dem Arm hoch gewandert und wandert nun der Schulter entlang, Itiikra schrie immer lauter vor Schmerzen. Nun leuchten beide Hände von Sina, sie wollte irgendwie die Schmerzen lindern, aber scheinbar hilft das nicht viel…
Nun wanderte das Leuchten über den Nacken… bis es den Oberarm erreichte. Welche Kräfte Itiikra nun hatte, sie schaffte es, Igriz und Ethice durch den Raum zu werfen und legte dann eine Hand auf dem Oberarm.
Sina hat rechtzeitig mit Neia Abstand genommen und sind gezwungen zu warten… doch sie sahen, dass der Oberarm leuchtete. „Glaubst du…?“ hat Sina eine Vermutung, was gleich passiert… und sie hatte rechte.
Itiikra fing an sich vor den Personen zu verwandeln. Ihr schwarzes Haar nahm auf einmal eine sehr dunkelgrüne Haarfarbe an und ihre Augenpupillen wurden knallrot, genauso wie die Schlangenköpfe vom Stab.
Dann spritze auf einmal unheimlich viel Blut von Itiikra… aus dem Oberarm und aus dem vernarbten Rücken. Sina dachte immer, dass Itiikra zu den Naga´s gehört hat, die ohne Flügel geboren wurde, aber…
Itiikra stützte sich vorne mit eine Hand ab und schrie immer weiter, doch… das „Leuchten“ zwingt ihren Körper neue Gliedmaßen wachsen zu lassen. Langsam aber stetig wächst aus dem Oberarm ein neuer Arm, aus dem Rücken dagegen neue Flügel… die die Größe von Sinas hatten.
Auf einmal leuchtete der Schlangenstab ziemlich deutlich und blauer Nebel kam aus den Mäulern von dem Schlangenstab, dass sich über Itiikra legte. „Neia?“ flüstert Sina schon, denn… sie mag es nicht, was sie zu sehen bekommt. „Ich… weiß es nicht…“ flüstert Neia zurück.
Dann sahen alle, wie der Nebel alle… Narben von Itiikra heilte. Sie wurden immer kleiner und kleiner, bis man eine makellose Haut sah. Zum Schluss wanderte der Nebel in den Mund, Nase und Ohren von Itiikra, die nun schwer husten musste.
„Was?!“ blinzelt Sina mehrmals. „Kann es sein, dass Itiikra nun übernommen wird von einem Geist?!“ „Ich weiß es nicht!“ war Neia leider auch mit dem Wissen an ihre Grenzen. „Eigentlich sah es mir überhaupt nicht aus wie ein Geist!“
Mehrmals musste Itiikra noch husten… bis sie sich beruhigte. Das Leuchten von dem Arm und Flügeln verschwand, der neue Arm war komplett mit grünen Schuppen verzogen und wirkte fast wie eine Drachenklaue. Die Flügel dagegen konnte man wirklich meinen, dass sie von einem Drachen abstammen.
Der Schlangenstab fiel auf einmal auf den Boden. Scheinbar hat es seine „Arbeit“ erledigt. Man hörte Itiikra schwer keuchen, Sina ging nun zu ihr und legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Itiikra, hörst du mich?“
„Ha… ha… was… ist passiert?“ hob die Naga ihren Kopf hoch und man konnte ihre roten Augen deutlich sehen. „Keine Ahnung, aber… du hast deinen vierten Arm wieder und… hattest du Flügel gehabt?“ fragte Sina vorsichtig nach.
„Hatte… ich als Kind mal… gehabt. Man… hat sie mir entfernt, aus Angst… dass ich flüchten könnte…“ schniefte Itiikra. „Dann… schau mal mit deinen Kopf zur Seite. Du hast wirklich deinen alten Arm wieder und… deine Flügel.“ legte Sina eine Hand auf die Wange von Itiikra und drehte den Kopf.
Zuerst sah die Älteste ihren „neuen“ Arm ungläubig an, dann sah sie aus dem Augenwinkel, ihren großen Flügel. Erstaunt richtete die Naga sich auf und wäre beinahe durch die Flügel nach hinten gefallen, als Sina sie mit einer Hand auffing.
„D… danke…?“ war Itiikra sich sehr unsicher, konnte aber nun in Ruhe ihre Flügel anschauen. „Ich… habe Flügel?“ „Ja… du hast deine Flügel wieder. Sie… sehen sehr schön aus.“ lächelt Sina unsicher.
Tränen fielen ungehemmt von Itiikra, scheinbar hat sie zwar keine… „Kontrolle“ über ihren neuen Arm, aber sie streichelt ihre Flügel. „Ich… spüre… meine Flügel…“ dann wanderten die Augen zum neuen Arm. „Ich… habe meinen Arm wieder?“
Eine Welle von Emotionen konnte man bei Itiikra sehen. Dann schaute sie Sina an… und umarmte sie, dabei weinte sie laut. Die Dämonenkönigin drückte Itiikra ebenfalls an sich und will ihr so viel Trost wie möglich spenden.
„Ja… so hatte ich das in Erinnerung.“ murmelt Igriz von der Ecke. „Also das die Haare aussehen wie die Schlangenköpfe vom Stab. Glaube, dass war wohl die Magie hinter dem Stab oder so, aber der Dusselelf da drüben konnte ihn ja nicht anfassen. Ich würde behaupten, der Stab akzeptiert nur noch Itiikra.“
Doch scheinbar hörte ihm niemand zu, vorsichtig streichelt Sina ihre Freundin am Hinterkopf. „Ich… habe meine Flügel und… Arm wieder…“ schluchzte Itiikra glücklich. „Ich freue mich wirklich… aber es tut mir auch leid… dass ich nicht wusste, was der Stab ist… Diese Schmerzen… ich kann dich wirklich gut verstehen.“ flüstert Sina.
„Nicht schlimm… eure Majestät.“ schniefte Itiikra, wo Sina sich über die Aussage etwas wundert. „Ihr… müsst wissen, diesen Schwur auf den Dämonenkönig… den habe ich am Tag gegeben, als ihr euch bei uns entschuldigt habt. Ich und auch die anderen… haben euch einen Treueschwur gegeben, dass wir euch niemals verraten werden und wenn ihr uns was befiehlt, dass wir es ausführen werden.“
Nun riss Sina sich los und hielt Itiikra an beiden Schultern. „WARUM?!“ war die Sukkubus nun sauer. „Das habe ich niemals von euch verlangt und das weißt du GENAU! Ihr sollt eure Freiheit leben und nicht schon wieder unter jemanden arbeiten!“
„Weil du uns das neue Leben geschenkt hast.“ lächelt Itiikra. „Uns immer und immer wieder hilfst. Wem wenn nicht dir, sollen wir am meisten vertrauen? Selbst jetzt… trotz der Situation hast du nach Möglichkeiten für uns überlegt.“
Auf einmal legte die grüne Hand von der Naga sich auf ihre Brust. „Ich bereue wirklich keine Minute Sina, wirklich nicht. Es war meine und von meinem Volk die freiwillige Entscheidung gewesen, dir zu folgen.
Vor allem… wir sind uns alle sehr sicher, DU wirst uns keine Befehle geben, die uns gefährlich werden können. Wenn wir Probleme haben werden, wirst du die Erste sein, die ins Wasser springen würde und uns wieder hilft.
Bitte… schimpft uns nicht aus, aber dass sind eine… der wenigen Momente, wo wir Nagas wirklich sehr von unserer Entscheidung überzeugt waren. Du bist eine Dämonenkönigin, somit bieten wir all… unsere mögliche Kraft an und werden dir immer zur Seite stehen.“
Man hörte sehr deutlich, wie schwer Sina am seufzen war. „Ach man…, das war nie mein Plan gewesen. Ich wollte von Anfang an, dass ihr frei seid. Dass ihr wieder eure alte Stärke erreicht und ein glückliches Zuhause habt mit eurem Nachwuchs.“
„Sind wir doch.“ legte Itiikra die grüne Hand auf der Mitte von Sina´s Brust. „Unter dir sind wir definitiv frei, denn wir könnten niemals jemanden anderen die Treue schwören. Dein Herz… und dein Gewissen… sind rein von Boshaftigkeit.
Das deine Feinde das Schlimmste erleben müssen, kann ich verstehen. Doch deine Freunde… dein Volk bekommt die Liebe, die wohl kein anderer Anführer geben könnte. Dein Wunsch, was wir werden sollen… es dauert, aber ich glaube fest daran, dass wir einen Schritt… nach dem anderen dieses Ziel auch erreichen werden können.“
Nun fielen die Tränen von Sina runter. „Glaube daran wird Sina etwas länger knabbern.“ bückte Neia sich neben Sina und legte eine Hand auf ihren Rücken. „Sie tut die bösartigsten Dinge, wie man es von einer sehr bösen Person erwartet, doch niemand sieht, was du wirklich erreichen willst oder?
Das ist, was man bei dir immer verkennt und ich muss ehrlich sagen… Ich mag Itiikra wirklich vom Herzen, dass sie diese Seite bei dir erkannt hat. Wenn… ich und deine Freunde, auch Sherry es immer sagen, wirkt es irgendwann unglaubwürdig. Du magst so böse sein, dass du auch wiederum lieb bist.“
Nun musste Itiikra bei der Aussage lächeln, Sina konnte darauf nichts antworten, ihre Tränen wurden wieder stärken… als die Naga sie umarmte. Igriz wollte bei dem Kommentar was sagen, als Ethice ihm mit ihrer Schwanzspitze mitten ins Gesicht schlägt. „Halt ja bloß deine Klappe…“ knurrte die Lamia ihm die Warnung zu.
Es verging einige Zeit, Sina musste sich wieder beruhigen. „Ich bin… dir wirklich sehr dankbar, dass du mir den Schlangenstab gegeben hast. Du hast…mir meine verlorenen… Körperteile wieder zurückgegeben.“ flüstert Itiikra.
„Ich… muss wegen dem Stab… was beichten…“ flüstert Sina. „Igriz… sagte, er hatte einen weißen Kopf gehabt, was auch stimmte. Als… ich ihn Zuhause inspiriert habe, habe ich einen der Köpfe gestreichelt… und dadurch wurde er grün…“
Nun wirkten einige Personen verwundert. „Das geht?“ zweifelt Igriz. „Das ist meiner Meinung nach eigentlich ein legendärer Stab, einfach… ist so. Der dürfte sich nicht verändern, wenn man seinen Kopf „streichelt.““
„Es ist… aber so passiert…“ schüttelt Sina leicht den Kopf in der Umarmung. „Vermutlich… habe ich wieder etwas unwissendes angerichtet.“ „Auch dann verzeihe ich es dir.“ drückte Itiikra Sina vor sich.
„Schau…“ streichelt die Naga mit der grünen Hand eine Wange von Sina. „Dieses Gefühl… normal tat es weh, wenn ich daran gedacht habe, es umzusetzen. Doch… ich fühle deine weiche Haut, deine Tränen auf meinen Fingern trotz der Schuppen.
Das… ich meine Hand wieder benutzen kann… eigentlich ein Wunder. Genauso wie meine Flügel, doch… dass wird dauern, bis ich sie so wunderschön einsetzen kann, wie ihr die Lüfte besteigt Sina. Ich kann dir nur… danken.“ lächelt Itiikra glücklich.
Sina fielen immer noch den Tränen, konnte sich aber aufrappeln, nun wieder zu lächeln. „Ältezzte Itiikra? Wo bizzt du?!“ hörte jeder eine Frauenstimme im Haus rufen. Eine Stimme… das die Laune von Sina in den Keller schoss.
„Itiikra?! Wir haben eine laute Zztimme zzchreien gehört, wo bizzt du?!“ kam die Stimme immer näher. „Urgh… auf sie habe ich echt keinen Nerv.“ fielen die Mundwinkel von Sina runter… da erschien ihr Problemfall.
Zwei Schlangenpersonen betraten das Wohnzimmer, einer von ihnen war ein dürrer, stark vernarbter Naga. Narben, überall nur Narben waren an ihm zu sehen, am schlimmsten an seinem Hals. Der Mann hatte auch seine Haare wieder. Sie hatten einen wunderschönen dunkelblonden Ton gehabt. Er trug eine einfache Lederrüstung mitsamt einem Lederrock und an seiner Seite hing ein Schwert runter.
Doch was Sina dazu brachte, ihren Mund weit zu öffnen, war die andere Schlangenperson. Ling, wie sie leibt und lebt, schwarze Schuppen, viele kleine Schlangenköpfe auf dem Kopf wie die einer Medusa, trug ein blaues Kleid, was ihren Bauch zeigte… ihren schwangeren Bauch und das in einer Größe, das mehr als nur eine Person dort wächst.
„Ältezzte?!“ rief Ling erstaunt, als sie Itiikra sah. „Hallo Ling und Haxir, ihr braucht euch nicht zu sorgen, ich… war diejenige, die geschrien hat, weil… Weil ich meinen vierten Arm und meine Flügel durch wieder Sina bekommen habe.“ lächelt Itiikra glücklich.
Ling sah nicht so glücklich aus, die ihre Augen leicht zusammenkniff und mit ihren Schlangenköpfen allesamt die sprachlose Sina ansprach. „Habt ihr ein Glück, dazz die Zzwerge euch am Leben gelazzzen haben.“
Doch das ignorierte Sina, denn sie starrte immer noch den schwangeren Bauch an. „Einige… unsere Frauen sind schwanger geworden, wir sind regelrecht gespannt, wie viele Eier sie legen werden.“ „Also eure Majestät… so schlecht ist es nicht, zumal man… Ling später die Rüstung samt Waffen geben könnte.“ bekam für Sina die Aussagen nun eine ganz neue Bedeutung.
Als Sina den Mund aufmachte… „Igriz… hast du mit Ling in diesem Zustand… die Duelle ausgetragen?“ kam die Frage… Eine Frage, mit einem Ton, dass jedem ein Schauer über den Rücken bekam. Man sah Igriz an, dass er wieder liebend gerne woanders sein wollte. „Igriz? Habe ich dir eine einfache Frage gestellt. Ja… oder nein?“
„Urgh… ja.“ presste der Dämon sich raus. „Sie hat regelrecht danach geschrien und ich habe es ihr dann auch gegeben… ARRGH!“ wurde Igriz die Luft genommen. Der Knochenschwanz von Sina hat sich um seinen Hals blitzschnell gewickelt und nun versuchte der Dämon sich zu befreien.
„Ich weiß… dass du klug bist, aber auch dumm…“ knurrte Sina. „Du hast gegen eine schwangere Frau GEKÄMPFT DU VOLLIDIOT!“ Bevor irgendwer eingreifen konnte, warf Sina den Dämon mit voller Kraft durch das Fenster ins Meer.
Das große Fenster zerfiel in viele kleine Glassplitter, der Knochenschwanz hat sich frühzeitig gelöst und man hörte nur, wie Igriz laut schrie… bis er immer leiser und leiser wurde. „Hoffentlich landet sein Idiotenkopf auf einem Stein.“ knurrte Sina wütend, die anderen sagten nichts und waren eher… mit der schnellen Ausartung der Situation leicht überfordert.
Langsam stand Sina auf, wischte sich mit dem Stoff ihres Kleids ihr Gesicht sauber und stellte sich vor Ling. Die Schlangenköpfe zischten sie alle an, Ling rechnet schon mit… einer Gewalt, doch etwas anderes passierte.
Sina bückte sich vor ihr. „Es tut mir leid, was mein Dämon dir angetan hat. Als Anführerin der Dämonen entschuldige ich mich vom Herzen, dass dieser Idiot dich zum Duell herausgefordert hat.“ Ling riss erstaunt ihre Augen auf und ihre Schlangenköpfe wuselten verwirrt auf ihrem Kopf.
„Das diese Hohlbirne Igriz überhaupt keine Bedenken hat gegen dich zu kämpfen, dass… habe ich nicht ahnen können.“ richtet Sina sich auf. „Doch… ein bisschen muss ich mich ja auch wundern… dass du dich darauf eingelassen hast.
Ling… so prall wie dein Bauch ist, müsstest du zwei große Eier beherbergen. Warum… hast du dich darauf eingelassen? Du wirst Mutter!“
„Weil diezzer Arzzch anfing, die Nagazz regelrecht zu zzchikanieren!“ zischte Ling. „Dazz kann nicht zzein, zzie wurden zzchon genug gequält! ZZie würden ALLEZZ zzchlucken, dazz haben ihre zzklavenmeister wunderbar gezzchafft!“
Die Dämonenkönigin leckte ihre Lippen. „Verstehe… du kannst dich darauf verlassen, dass Igriz seine Strafe bekommt. Ethice… bei ihr überlasse ich dir die Wahl, ob sie auch eine bekommen soll.“
„Erm… eure Majestät? Wieso…“ fragte die Lamia vorsichtig nach. „WEIL du ebenfalls wusstest, dass Ling schwanger ist. Gerade Dich habe ich als die Vernünftigere von allen eingeschätzt, die diese Duelle verhindert!“ starrte Sina wütend Ethice an.
Das war eine mentale Ohrfeige für Ethice gewesen, dass sah man ihr an, so rot wie ihr Gesicht wurde. Ling schaute zwischen Sina und Ethice hin und her, als Haxir eine Hand auf ihre Schulter legt.
Die Gorgone drehte sich zum vernarbten Naga und schaute ihm tief in die Augen. Was auch immer passierte, scheinbar kam es zu einer Entscheidung. „Nein… Ethice bringt den Frauen die Magie bei. Eure Zztrafen… kenne ich am eigene Leib, den Zztacheltyp aber izzt mir egal.“ drehte Ling ihren Kopf wieder zurück.
„Verstehe…“ nickte Sina. „Ling… ich würde dir gerne was sagen. Darauf will ich aber nicht direkt eine Antwort bekommen, sondern… dass du darüber nachdenkst.“ Verwundert schauten alle Augen von Ling Sina an.
„Du kannst mich nicht leiden, das beruht auf Gegenseitigkeit. Wir hatten von Anfang an… uns nicht wirklich auf eine Wellenlänge verstanden und werden das vermutlich nie werden. Doch… auf etwas habe ich keine Lust mehr.
Immer, wenn dein Name fällt, muss ich kontrollieren, dass du nichts dummes angestellt hast. Dabei hat Itiikra eigentlich andere Sorgen, doch… bekam ich von ihr, aber auch von Ethice und Igriz zu hören, dass du dich wirklich sehr um mein Volk kümmerst.
Ich werde mich bei dir nicht entschuldigen, dass du zu eine Gorgone geworden bist. Alle wissen hier… bis auf dein Begleiter, wie es dazu gekommen ist. Doch…“ leckte Sina sich die Lippen. „Willst du weiter mit deiner Wut leben wollen? Ich habe von deinem Großvater aus seiner Sicht dein Leben gehört.
Du trägst die ganze Zeit eine Wut in dir auf alles eigentlich. Bestimmt hast du auch deine guten Tage, aber… Willst du das wirklich noch weiterhin? Willst du nicht… überlegen, deine Wut aufzugeben?
Du beschützt mein Volk, wirst Mutter, dessen Vater vermutlich dein Begleiter ist. Damit gehörst du auch zu meiner Verantwortung. Doch… laut Itiikra hat jeder der Nagas einen Treueschwur mir gegenüber geschworen, was ich nie wollte.
Bevor… dass zu endlosen Streitereien zwischen uns endet, will ich das lieber ändern wollen. Du kennst meine damalige Drohung, die wird sich nicht ändern, aber… So rührend du die Naga´s beschützt, ist die Drohung unnötig.
Auch wenn meine Meinung dir herzlich egal sein wird… du warst nie wirklich der Typ zum Anführen gewesen. Du kannst Leute motivieren, alles zu geben, dass ist ein Talent, doch zum Anführer gehört noch mehr dazu.
DU bist eher eine Wächterin. Du hast dich damals mit einem Adeligen angelegt, weil eine sehr heftige Ungerechtigkeit geherrscht hatte. Du hast die Insulaner mit allem was du hattest beschützt, was auch viel Mut und Kraft braucht.
Doch es scheitert an gewissen Entscheidungen, die du damals gezeigt hast. Teilweise verblendet vom eigenen Stolz ist es zum Desaster der Verteidiger ausgeartet. Ich will nicht darauf herumreiten, wir kennen die Geschichte.
Überlegt… dir, ob du dir nicht… einen Neuanfang mit mir zutrauen könntest. Wie gesagt, Freundinnen werden wir nie werden, aber vielleicht können wir uns einen gewissen Respekt entgegen bringen. Meine… du wirst Mutter, deinen Begleiter scheinst du ja sehr zu vertrauen.“
Ling´s Augen wanderten leicht zu Boden, die Schlangenköpfe fielen leicht kraftlos vom Kopf runter. „Wie gesagt, ich will keine Antwort hören, weil… es eine Entscheidung ist, die du selber abschließen musst. Wenn du auf die Streits zwischen uns nicht verzichten willst, brauchst du einfach nur so weiter zu machen.
Aber ehrlich… willst du deinen Kindern nicht vielleicht in dem Moment eine gute Mutter sein? Es ist in Ordnung, ihnen beizubringen, sich nicht unterkriegen zu lassen und Selbstvertrauen einzubläuen, doch… Sie dürfen nicht verlernen, dass man gewisse Gefahren NICHT ignorieren darf, sonst… endet es, wie du es in deinem Leben erlebt hast.
Denke, irgendwann ist auch genug Elend, was man im Leben erlebt hat. Du beschützt meine Naga´s, dir gibt man so viel Vertrauen, dass es Respekt verdient. Deine Kampfleistung scheint sich ja immer zu bessern mit deinem neuen Körper.“
Ein Schweigen war im Raum, niemand traute sich was zu sagen. Sina hat es geschafft, dass Ling einen sehr nachdenklichen Eindruck machte.
„Außerdem… du kommst deinen Großvater Ma Shi ziemlich näher als du denkst. Er gehört auch zu denen, die sofort eingreifen, wenn eine gewisse Ungerechtigkeit herrscht. Das war bei dir auch mit dem Adeligen und als Igriz mit der Schikane anfing.
Dabei… wollten meine Dämonen die Naga´s nicht unbedingt verletzten, sondern einen Widerwillen aus ihnen rausholen. Das sie sich wehren, verstehst du? Igriz ist ein Sadist, aber in dem Moment habe ich ihm schon geglaubt, dass er den Naga´s beibringen wollte: Schubst du mich, schubst ich dich.
Doch das klappt scheinbar nicht und du als Beschützerin bist genau die Person, die er am liebsten hat zum ärgern. Werde stärker und mach ihn irgendwann richtig fertig, aber… nicht als werdende Mutter. In dir wächst… Leben, verstehst du? DU musst jetzt ein bisschen… auf dich achten.
Gerade… wenn deine Kinder… geboren sind, willst… du wirklich nicht mal überlegen, mit deinem Großvater einen Frieden abzuschließen? Er… wird immer älter und älter, sein eigenes Gildenhaus macht sich immer mehr Sorgen um ihn. Selbst ich… mache ich mir Sorgen, denn… seine Hände zittern, was ich am Anfang bei ihm nicht gekannt habe.
Das ist auch etwas, was ich dir ans Herzen legen will. Zu Überlegen, auch mit der eigenen Familie einen Frieden abzuschließen, denn in dir wächst eine Neue. Wenn ich deinem Großvater sage, dass er Uropa wird, sehe ich jetzt schon…
Er wird sich auf dem Sessel nach hinten lehnen, seine beide Hände auf dem Bauch legen und ein Grinsen auf dem Gesicht bekommen mit nassen Augen. Doch auch in diesem Teil weiß ich, er wird dich nicht selber aufsuchen, denn auch sein Stolz wurde verletzt von dir selber.
Trotzdem… hat er all die Jahre, immer ein Auge auf dich gehabt und dabei sehr oft die Grenzen als Gildenmeister überschritten. Ich wünsche… dass sein Leben nicht so voller Sorgen wegen der Welt wäre und er mehr… auf sich achten würde. Das er glückliche Erinnerungen nun sammeln kann… vielleicht mit dir und deinen Kindern.“ grinste Sina schief.
Ling drehte nur ihren Kopf und sagte weiterhin nichts, wieder hat Sina es geschafft, dass sie darüber nachdenken wird. Vor allem… hat sie für einen kurzen Moment sehr besorgte Augen gemacht, als sie was über den Zustand von Ma Shi gehört hat.
„Erm… Sina? Glaube der Regen muss hier auch hier gewesen sein, wenn Ling eine so hohe Schwangerschaft im Endstadium zeigt.“ merkte Neia ein Problem an, doch Itiikra, Ethice und Sina schütteln ihre Köpfe.
„Nein, dass ist schon richtig.“ beruhigte Sina die Blutelfe. „Schlangendämonen, wie ich es eben erklärt habe, legen Eier. Die… „Entwicklung“ zum Ei geht tatsächlich sehr schnell, zwischen drei bis vier Wochen.
Dann werden die Eier gelegt und dann… kommt anschließend das langwierige Brüten. Die Dauer ist unterschiedlich, aber mit mehreren Monaten sollte man schon rechnen. Erm… Itiikra, habt ihr denn warme Brutnester im Wasser?“
„Dank den Zwergen haben wir im Dorf unter Wasser, das am Land angrenzt eine Höhle errichtet. Dort haben wir mehr oder weniger die Feuersteine verteilt die wir von ihnen bekamen, die die richtige Wärme ausstrahlen.“ nickte Itiikra.
„Hm… ist das denn auch dort sicher?“ hakte Sina nach, da wiegelt Itiikra schon den Kopf. „Ich… würde lügen, wenn ich ja sage. Es sind die Angriffe von den Wassermonstern, die mir arg zu denken geben.
Ling kommt auch bald dazu, dass… sie eine schwierige Geburt haben wird und wer passt dann auf? Sie wird sich erholen müssen, bis sie wieder ihren Pflichten nachkommen kann. Deswegen bemüht Haxir sich sehr, dass er die Aufgaben von Ling übernehmen kann.“
Der angesprochene Schlangenmann nickte sehr stark und man sah es in seinem Augen, dass er sehr ernst die Aufgabe annimmt. „Wenn du möchtest… können wir auf dem Dorf eine Hütte bauen lassen. Dann wären die Eier vermutlich noch sicherer als im Wasser.“ bot Sina an.
„Hmm… danke für das Angebot, aber… dass muss ich mir dann wirklich überlegen. Normal… wollen wir wirklich die Eier nicht aus den Augen lassen, doch… es sind die Gefahren, denen wir momentan ausgesetzt sind.“ grübelte Itiikra laut.
„Ling, denke… man hat dir alles erklärt, was in dir wächst?“ fragte Sina vorsichtig die Gorgone. „Ja… hat man…“ murmelt sie. „Möchtest… du gerne wissen… wie viele Eier in dir wachsen?“ lächelt Sina und Ling schaute sie erstaunt an. „Ich kann das. Ich werde nur deinen Bauch unsichtbar machen, sodass man sie kurz anschauen kann. Tippe, dass es zwei große Eier sein werden. Doch die Entscheidung überlasse ich dir.“
Ling drehte sich zu Haxir, der scheinbar auch nicht sicher war und die Schulter zuckte. „Hmm? Haben… die Stachelbänder…?“ fragte Sina nach und Ling antwortet für ihn. „Er kann nicht zzprechen, weil die Zzchweine bei ihm das Zztachelband bewuzzzt in die Zztimmbänder angezzetzt haben. Dazzu, dazzz… er durch diezze Verräterzzchlampe Zzrusu im Dauerzzchock war, wurde allezz zzerstört!“ knurrte die Gorgone wütend.
„Und doch versteht ihr euch ohne ein Wort zu tauschen. Glaubst du wirklich Ling, dass du je so eine tolle Person gefunden hättest?“ grinste Sina nun gemein, dafür war Ling wieder wütend. Dies hat Haxir bemerkt und legte wieder eine Hand auf ihre Schulter.
Scheinbar drückte er kurz, so hob Ling den rechten Arm hoch und er schrieb mit einem Finger auf ihre Haut. „Ich werde für ihn antworten: Ich danke euch, dazzz ihr euch um unzz kümmert und dazz ihr Ling ein zzchönes Angebot gemacht habt.
Dennoch ist es nicht fair zu zzagen, wenn zzie nicht die Zztrafe von euch erhalten hätte, dass wir unzz nie getroffen hätten. Ling ist eine zzehr einfühlzzame Frau und ich will nicht, dass man zzie dezzwegen ärgert. Doch… wünzzchen würde ich mir, wazz… Meinzzt du dazz Ernzzt?!“ drehte Ling mit einen roten Kopf zu Haxir, der sie anlächelt.
Sina wartet geduldig, dann… erlebt sie, was sie nicht gedacht hätte. Haxir kroch etwas näher zu Ling und küsste sie auf den Mund, sein langer Schlangenkörper wickelt dessen Ende mit dem Schwanzende von Ling.
In der Zeit schien Itiikra wohl ihren Status zu inspirieren… und bemerkte, dass sie einige magische Fähigkeiten auf einmal konnte. Verwundert und unsicher zog sie am Ärmel von Ethice und schien ihr einige Fragen zu stellen.
Der Kuss hörte auf und Ling drehte sich frisch verliebt zu Sina. „Wow… du hast wirklich ein sehr schönes Lächeln auf deinem Gesicht und Glückwunsch, dass du wirklich einen Partner gefunden hast, der einen Drachen akzeptiert.“
Diese Aussage scheint Haxir nicht zu verstehen, dafür rollte Ling ihre Augen. „Haxir würde gerne wizzzen, wie viele Kinder er in der Zzukunft zu verzzorgen hat und bitte keine komplizzierte Auzzzagen zu meinen Mann, kapiert?!“
„Oha?“ lächelt Sina immer breiter, dann bückte sie sich kurz und ihre linke Hand leuchtet. Neia und Ascal stellten sich so hin, dass sie einen besseren Ausblick bekamen, Haxir kriecht an die Seite von Ling.
Sina streichelt mit der Hand über den Bauch… und Ethice musste die Erklärung unterbrechen, als sie das Wunder sah. Itiikra folgte ihr auch und musste ihre Augen weit öffnen. „Wow…“ musste Sina mehrmals blinzeln.
Ganze drei große Eier konnte man im Bauch sehen. Ein dunkelgrünes, ein pechschwarzes und ein Ei, dass grüne und schwarze Punkte hatte. „Ling… mit drei Eiern wirst du eine sehr hohe Anerkennung bei dem Schlangenvolk haben…“ staunte Sina.
Doch das interessierte Ling nicht, sie schaute glücklich Haxir an. „Wir… bekommen drei Kinder.“ Der Schlangenmann nickte lächelnd, man sah an seinen nassen Augen, dass er ebenfalls glücklich war.
„Itiikra… das grüne Ei, das dürfte von den Nagas sein oder?“ fragte Sina nach, dabei drehte sie sich zur Ältesten um. „Das… ist richtig.“ lächelte Itiikra.
„Ok, dann… willst du wissen, was noch besonderes in dir wächst Ling?“ schaute die Sukkubus nun Ling an, die nun wiederum verwundert Sina anschaut. „Wie… meint ihr dazz?“
„Das grüne Ei, dort wächst ein Naga. Die meisten Naga´s hatten grüne Schuppen gehabt, weswegen die Eier sich danach richten. Das schwarze Ei… dürfte ein Gorgone wachsen. Doch… das interessanteste Ei… ist das gepunktete.
Es wird eine neue Rasse sein, dass sowohl Elemente der Nagas, als auch eine Gorgone haben wird. Doch… mehr werden wir wissen, wenn sie aus den Eiern schlüpfen. Vor allem… erklärt es, warum dein Bauch aussieht, als müsste er platzen. Deine Eier… haben eine Größe, wo man sehr sicher sein kann, dass nichts bei ihrer Entwicklung fehlt.“ erklärte Sina.
„Wie… wazz hat mit der Grözzze der Eier zu tun?!“ wundert sich Ling. „Je größer ein Schlangenei, desto mehr wird dem Kind mitgegeben, wovon es sich ernähren kann.“ meldet sich Ethice. „Das ist bei uns Schlangendämonen das größte Problem: Das… wir oft Eier gebären, die zwar Leben in sich tragen, aber… kaum Überlebenschancen bieten, einfach… weil sie zu klein sind.“
„Je gesünder die Mutter ist, je gewillter diese Frau ist Kinder in sich zu tragen. Es… gibt so viele Dinge, die helfen können, dass die Eier größer wachsen. Alleine… dass du drei so große Eier in dir trägst… Dein nächster Nachwuchs wird dann auch in dieser Richtung sein. Glaube, deine Familie wird sehr groß.“ grinste Sina schief.
„Erm…?“ schütteln mehrere Schlangenköpfe von Ling die Ablehnung. „Denke, ich werde mit ihnen mehr als genug zu tun haben.“ „Du, wenn du wie ein Dämon deren Lebenslänge hast… hast du alle Zeit der Welt. Vermutlich ist dein Freund älter als dein Großvater.“ grinste Sina nun gemein.
Nun drehte Ling sich zu Haxir, der nur die Schulter zuckt und dabei ahnungslos wirkte. „Unwichtig.“ meine Ling dann. „Ich kann immer noch nicht glauben, dass… dein Leben irgendwie… besser funktioniert, als meins. Dürfte wohl am Karma liegen…“ hörte man nun die Eifersucht von Sina, die an alle ihre Probleme denkt.
Nun ging Neia auf Sina zu und legte eine Hand auf ihren Rücken. „Sina… auch das werden wir schon meistern, dass all der Stress, der auf dich zu kommt, sich bald wieder verflüchtigen wird. Versprechen kann ich nichts, aber du sagtest eben doch selber… Dämonen sterben nicht an Alter oder? Die meisten Probleme schon.“
„Ich mag den bösen Gedanken von dir. Einfach aussitzen, bis die meisten ins Gras beißen.“ Schnaufte Sina durch die Nase und schüttelt den Kopf. Anschließend stand sie wieder auf und löste dabei die Unsichtbarkeit von Ling´s Bauch.
„Also Ling… denk darüber nach, was ich dir gesagt habe und Glückwunsch, dass du Mutter von drei zukünftigen Kinder wirst. Aufgrund deiner starken Persönlichkeit sehe ich es schon kommen, dass selbst dein drittes Kind unbekannter Rasse sich bestimmt nicht unterkriegen lässt.“ meinte Sina das sehr ehrlich.
„Erm… danke?“ war Ling etwas… überfordert mit der Situation. Da steht die Frau vor ihr, die ihr Leben zerstört hat und nun gratuliert, dass sie selber ein besseres Leben hat und Kinder bekommt. Bis Ling was einfiel. „Wazz habt ihr eigentlich mit der Ältezzten gemacht?!“
„Stimmt, da war ja was.“