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Kapitel 120

Ich bin wiedergeboren und Sherrys Kampf?

„Wie… meinst du das?“ hakte Sherry nach, aber Sina grinste nur böse. „Lass dich überraschen.“ sagte sie nur geheimnisvoll.

Draußen tötete Mel wieder Meuchelmörder, aber vor den Mauern. Sie hat mittlerweile den Dreh raus, wie sie aussehen, gehen, sprechen, nichts entgeht ihr mehr.

„Hmm? Ich rieche Blut?“ wunderte sich Melaine, aber es war Prashi, die ihr es erklärte. „Keine Sorge, einfach ignorieren. Mel geht nur ihrer… Arbeit nach, damit wir ungestört bleiben.“

„Ok?“ wunderte sich Melaine und ging nicht näher darauf ein. Die Feier löste sich in der Nacht auf und die Gäste gingen in ihre Zimmer oder verließen die Villa. Nur Sherry war vor Sinas Tür.

„Ich höre dich…“ kam der Satz durch die Tür und Sherry wirkte etwas panisch, bis Sina die Tür aufmachte und im Bademantel vor ihr stand.

„Wie kann ich dir helfen? Es fällt mir etwas schwer einzuschlafen, wenn Leute durch meine Tür starren, weißt du?“ grinste Sina.

„Eh… wollte fragen ob ich bei dir schlafen kann?“ fragte Sherry schüchtern. Was beide Damen nicht merkten ist, dass die anderen Türen ebenso offen waren und Augen heraus lugten, die zumindest in dieser Etage schlafen.

„Nun gib dir endlich ein Ruck!“ „Genau, gestehe es!“ dachten die Vampire. „Bitte, sag es ihr endlich. Man kann das Elend nicht länger mit ansehen!“ war der Gedanke von Suki.

„Huch? Kannst du wieder nicht einschlafen? Nun… mein Bett ist breit genug, aber…“ merkte Sina, dass sie beobachtet wurden und zog Sherry in ihrem Pyjama in ihr Zimmer. „Eh?“ wunderte Sherry sich nur, aber Sina schüttelt den Kopf.

„Ich schlafe nackt, wenn du damit kein Problem hast? Ich habe immer nur was getragen, wenn jemand mit mir geschlafen hat, aber ich will das nicht in meinen Zimmer tun müssen.“ klärte Sina sie auf.

„Nun… ich habe dich ja nun nicht selten nackt gesehen, also… Nein, damit habe ich kein Problem.“ sagte Sherry, aber in ihrem Kopf drehte ihre Fantasie durch.

„Ok.“ freute sich Sina und zog Sherry mit ins Bett.

Am nächsten Morgen frühstückten alle Bewohner und Sina kam direkt zum Punkt. „Christoper? Würdest du mit meiner Freundin Sherry einen Übungskampf machen?“

Sherry spuckte ihren Tee vor Überraschung aus und Tio war ziemlich nass und wirkte gereizt. „Huch? Wie komme ich zu dieser Ehre?“ fragte der Dungeonfarmer.

„Nun, Sherry wird von Louis und Neia ausgebildet und die Resultate sprechen für sich, aber gegen die beiden kann man schlecht feststellen, wie Sherry sich macht, wenn es zu einem richtigen Kampf kommt.“ erklärte Sina.

„Hmm, das stimmt allerdings. Wir haben Sherry einige Sachen beigebracht und können dementsprechend sofort reagieren, aber jemand, der nicht weiß, wie Sherry kämpft… na das dürfte Interessant werden.“ meinte Neia.

„Aber gegen Christoper? Wäre… Melaine nicht die bessere Wahl?“ gab Louis seine Bedenken kund. „Ohne ihre Wölfe ist sie nur halb so stark.“ kommentierte Suki fies, als Melaine was sagen wollte.

„Wieso habe ich den Eindruck, dass du brennend einen Kampf gegen Melaine haben willst?“ dachte Thomddir laut und Falco musste ihm zustimmen.

„Ich weiß zwar nicht worum es geht, aber ja, wir können ruhig nach dem Frühstück ein Duell machen.“ stimmte Christoper zu.

„Eh… darf ich auch was dazu sagen?“ fragte nun Sherry, die Tio von sich wegdrückte, aber keiner schenkte ihr Beachtung.

„Draußen im Garten, im Keller… kann Sherry nicht alles einsetzen.“ sagte Sina nur noch. „Ey! Fragt mich jemand, ob ich es möchte?!“ rief Sherry, aber sie wird weiterhin ignoriert.

Dann war es soweit. Christoper stand nur mit Alltagskleidung und einem Stab vor Sherry, während sie ihre magische Lederrüstung trug mit dem Schwert dazu.

„Ihr dürft alles einsetzen, töten ist verboten und so weiter.“ sagte Sina lustlos, sie will endlich den Kampf sehen.

„Bist du motiviert…“ fragte Falco und die anderen stimmten ihm zu. Sina hob die Hand hoch und ließ sie für den Kampf fallen.

Sherry stürmte auf Christoper zu und setzte ihren neuen Kampfstil ein, den sie von Louis beigebracht bekommen hat. Christoper blockte es spielend mit seinem Stab ab, aber bei einer Bewegung bekam er eine kleine Schnittverletzung an seiner Hand.

Er sprang mit den Stab über Sherry und wollte den gleichen Trick wie an Giles anwenden und versuchte auf Sherrys Rücken zu schlagen, traf aber nur auf eine Eismauer.

„Huch?“ staunte Christoper und sprang von der Eismauer weg. Neia war stolz auf Sherry, dass sie nun ihre Wassermagie verbessert hat.

Da Christoper Abstand genommen hat, aktivierte Sherry einen Feuervogel, der auf Christoper zuflog. Er schlug mit dem Staub auf den Vogel um die kommende Explosion zu umgehen, aber die Feuermagie von Sherry hat sich ebenso fleißig gelevelt, sodass die Explosion stark genug war, das Christoper von der Druckwelle erfasst wird.

„Warte warte, was ist deine Freundin? Sie benutzt Schwert und Magie gleichzeitig?“ staunte Falko und Louis erklärt es ihm. „Sie ist eine Schwertmagierin. Ein neuer Kampfstil der von Sina ins Leben gerufen wurde und von mir sowie Neia verfeinert wird. Ich habe schon ein paar Fehler gesehen, aber das ist fürs erstes nebensächlich.“

Christoper stand sofort wieder auf und warf den Stab nach Sherry, dem sie auswich. Die Zeit nutzte er, um seine Saigabeln aus dem Inventar zu holen. „Oho? Macht er jetzt ernst?“ fragte Thomddir.

Beide Duellanten stürmten wieder aufeinander zu und wechseln die Schläge aus, nur ist Christoper scheinbar schneller mit den Angriffen, was dazu führte, das Sherry mehr blockieren musste mit einer Hand.

Dann zeigte Sherry mit dem Zeigefinger auf ein Bein von Christoper und ein Lichtstrahl schoss aus dem Finger, aber das Ergebnis war heftig. Christoper hatte geahnt, das Sherry ein paar Tricks auf Lager hat, aber er hatte das alte Denken, das Magier immer nur aus der Entfernung ihre Magie einsetzen und nun fluchte er laut, dass sein Bein verletzt wurde.

„Wunderbar, das ist meine Schülerin!“ jubelt Neia. „Deswegen sollte sie bei den Übungen gegen euch ihre freie Hand so wenig wie es geht, bewegen.“ sagte Suki staunend.

„Richtig. Das hilft nicht gegen Monster, aber wenn Sherry gegen… Humanoide kämpft, werden die meisten eher auf die Waffe achten, als auf ihre freie Hand. Das geht aber nur solange, bis Sherry das erste Mal ihre Magie einsetzt.“ sagte Louis es mit einem leichten Hauch von Stolz in der Stimme.

Auf einmal warf Christoper Beutel nach Sherry, aber sie sprang zur Seite, ohne zu wissen, was im Beutel ist. „Schlau, die Beutel von Christ waren schon immer eine gemeine Nummer.“ nickte Falco.

Aber im Beutel war nichts drin, weil der andere Beutel dahin flog wo Sherry landete. Eine Lichtexplosion kam und Sherry war geblendet. Christoper nutze die Chance und humpelte mehr auf Sherry zu.

Als er nah genug ran war zum Angriff setzte Sherry ihr „Strahlendes Licht“ ein und er wurde ebenso geblendet.

„Eh… kann einer von euch noch was sehen?“ fragte Thomddir, der schon vom ersten Licht keine Sicht mehr hatte. Alle murmelten leise mit Nein, aber Sina konnte dankt ihrer Resistenz früher sehen.

Sherry und Christoper hielten beide Abstand, aber Sherry war klug genug gewesen und hat Eissäulen um sich hochgezogen. Dummerweise hatte scheinbar Christoper zuerst seine Sicht wieder zurückerlangt und schlug nach Sherry… die aber nach hinten sprang.

Er schaute verdutzt und humpelte weiter auf Sherry zu und schlug nochmal nach Sherry, die aber nun selber ihre Sicht wieder hatte und sehen konnte.

„Was war das eben, was Sherry da gemacht hat?“ wunderte sich Melaine und Louis erklärte es. „Ein Trick von mir. Man muss in jeder Situation damit rechnen, dass man versucht, dem Gegner die Sicht zu nehmen, daher habe ein paar Übungen mit ihr gemacht, wo ich ihre Augen verbunden habe und sie auf die Geräusche achten musste. Am Anfang… hatte sie ihre Schwierigkeiten, aber irgendwann wusste sie selber, worauf sie achten muss. Hier im Kampf zieht Christ sein Bein hinter sich her und das hat ihn verraten.“

Christoper und Sherry tauschten wieder Schläge aus, aber Christoper scheint trotz der Verletzung die Führung zu behalten. Sherry erinnerte sich an einen Trick von Sina, wie sie Camilla zu sich zog. Im letzten Moment packte sie mit ihrer freien Hand die Hand von Christoper und zog ihn aus dem Gleichgewicht, dann trat sie ihm in den Magen.

„Oha, das war aber gemein.“ kommentiert Neia. „Könnte auch Sina gewesen sein.“ murmelt Mio und Tio nickte ihr zu.

Aber scheinbar war diese Aktion ein Fehler von Sherry, denn aus dieser Nähe konnte Sherry nicht mit ihrem Schwert blockieren. Christoper schlug mit einer Saigabel in den Waffenarm von Sherry und mit der anderen in die Hand.

Sie schrie vor Schmerzen und wird von Christoper weggetreten. Sherry landete auf dem Boden und versuchte aufzustehen, aber Christoper stand wieder über ihr und hielt ihr eine Saigabel an den Hals.

„Ich… habe verloren?“ gab Sherry auf. Christoper zog seine Waffe zurück. „Ihr habt wirklich gut gekämpft.“ lobte Christoper, der sich hinlegte.

Die Zuschauer klatschten und Neia kam zu ihnen, die beide heilte. „Was genau… seid ihr?“ fragte Christoper freundlich.

„Eine Schwertmagierin. Louis hat mir das kämpfen mit dem Schwert beigebracht und Neia die Magie, die für den Nahkampf ausgelegt ist. Das alles war eine Idee von Sina.“ erklärt Sherry.

„Ich verstehe. Kein Wunder, warum ich dein Kämpfer sein sollte. Louis und Neia kannten deinen Stil, blieben nur Falco, Melaine, Thomddir und ich zurück. Falco ist aber ein Fernkämpfer und hätte es nicht zugelassen, dass du in seine Nähe kommst. Melaine… *hust* ist scheinbar eine Kämpferin mit ihren Tieren und Thomddir… belassen wir es, dass er dir einiges gebrochen hätte.“ überlegte Christoper laut.

„In der Tat, das war auch mein Gedanke.“ stimmte Sina ihm zu, die Sherry aufhalf. „Und wie habe ich mich gemacht?“ war Sherry neugierig. „Nun, was denkt ihr?“ schaute Sina Louis und Neia an.

„Die Eiswände wurden im richtigen Moment eingesetzt und das du tatsächlich Christoper geblendet hast, damit hätte ich nicht gerechnet. Aber man könnte noch mehr herausholen. Du würdest von zehn punkten, sechs bekommen.“ sagte Neia.

„Der letzte Zug war dein größter Fehler gewesen. Das war vermutlich ein Trick von Sina oder? Damit hast du dich selber letztendlich fertig gemacht und bist deinem Kampfstil untreu geworden. Aber es freut mich, dass du im geblendeten Zustand trotzdem deinen Gegner orten konntest. Wenn ich es bewerten müsste, wären es fünf von zehn Punkten.“ nickte Louis.

„Nun, du hast deine Lehrer gehört. Es gibt noch viel zu lernen.“ muntert Sina ihre Freundin auf und Christoper scheint schwer am überlegen zu sein.

„Du hast doch bestimmt deine Gedanken oder Christ?“ hakte Falco nach und er nickte. „Ich habe im groben verstanden, was der Schwertmagier können soll. Aber ist das Schwert nicht… zu schwer dafür? Darf ich es mal halten?“ bat Christoper.

Sherry überreichte ihr Schwert dem Dungeonfarmer und der schätze es ab. „Hmm…“ wirkte Christoper unzufrieden. „Wenn ihr Zeit hättet, könntet ihr mich im Zimmer aufsuchen Sherry?“ fragte Christoper. Sherry wirkte etwas verwundert, aber nickte nur. Louis und Falco ahnten, was Christoper vorhat und grinsten nur.

„Nun, der morgen ist noch jung. Lasst uns das dämliche Meeting beenden.“ rief Sina und alle SSS-Abenteurer stöhnte nur.

Kapitel 119

Ich bin wiedergeboren und andere Sorgen?

Die Abenteurer betraten die Stadt Fanfoss, wo überall Reparaturen durchgeführt werden. Die Straße war komplett uneben geworden und einige Häuser sind eingestürzt. Aber das hielt die Bewohner nicht davon ab, Sina und ihre Kameraden jubelnd zu begrüßen.

Sina winkte ihnen lächelnd zu und die anderen versuchten es zumindest. „Kopf hoch, wenn es stimmt, seid ihr auch ein Teil der Geschichte auf meinem A.R.M.“ versuchte Sina ihre Kollegen zu motivieren.

„Und warum betonst du das letzte Wort so?“ fragte Falco. „War mir danach.“ gab sie nur als Kommentar. Was den Abenteurern noch auffiel, wie die Männer Sina anstarrten und einige sogar Nasenbluten bekamen. Neia und Melaine rollten nur ihre Augen.

Als hätte die Stadt ihre eigene Informationsstelle, kam Sherry von der Straße in einem Kimono heruntergerannt, gefolgt von Prashi. „Sinaaaaaaaaa.“ rief Sherry und sprang auf Sina. Diesmal verlor Sina nicht ihr Gleichgewicht und drehte sich mit Sherry. „Na du? Auch ohne dich kommen die Probleme.“ grinste Sina.

Prashi dagegen nahm eine Hand von Louis der sie erstaunt anschaute. „Wie geht es dir?“ fragte sie. „Erm… gut?“ murmelte er. Selbst Falco und Christoper wirkten erstaunt und verstanden dann sofort, vom wem sie die Briefe bekamen.

„Du blöde… Kuh… Warum? Kaum hörte ich davon, das Titanus erscheint, bist du schon wieder in einen Kampf verwickelt!“ schniefte Sherry.

„Entschuldigung, aber dafür kann ich doch nichts, wenn so eine Götterbestie erscheint!“ wehrte sich Sina.

„Was… sind das für Muster auf deinem Arm?“ fiel Sherry sofort auf. Sina erklärte es ihr, wie sie es von Christoper verstanden hatte. Sherry streichelte über die Muster. „Wow, eine Geschichte, wie der Kampf verlaufen ist?“

„Nun, wir wollten eben zur Gilde gehen und dann direkt zur Villa. Sie sind alle meine Gäste.“ sagte Sina ihr die Information. „Ah! Die Villa konnte den Erdbeben standhalten, trotzdem sind überall Risse entstanden, so hat Suki den Auftrag rausgegeben, dass sie repariert werden müssen!“ erzählt Sherry.

„Ah, was wäre ich nur ohne sie!“ freute sich Sina. „Sag mal… woher hast du das Kleid?“ fragte Sherry in einem sehr düsteren Ton.

„Deine Klamotten sind verbrannt und irgendwie hast du alle meine Kimonos beschlagnahmt, so hat Neia mir ein Kleid geliehen.“ berichtet Sina und Sherry sah Neia an. „Danke.“ lächelt Sherry, aber Neia bekam ein Schauder über ihren Rücken.

„Versteht ihr nun?“ stupste Thomddir Falko an. „Ja… auch wenn ich sie ein paar mal gesehen habe, aber… sie wirkt wirklich sehr unheimlich, wenn es um Sina geht.“ stimmte Falco zu und Christoper nickte, aber er fand die Szene mit Prashi und Louis viel interessanter.

„Erm… du kannst meine Hand ruhig loslassen.“ sagte Louis sehr verlegen und Prashi bekam ebenso einen roten Kopf und ließ die Hand hustend los. „Ah… Entschuldigung.“

„Nun, dann lass uns weitergehen. Wir halten hier nur den Verkehr auf.“ meldete sich Melaine. Die Gruppe ging weiter und werden von den nächsten Bewohner bejubelt.

In der Gilde angekommen, klatschten die Abenteurer die Ankömmlinge und hörten auch nicht auf. Einige riefen immer wieder Sinas Namen.

„Als ob du nicht schon eine Berühmtheit seist, musst du es wieder toppen!“ grinst Sherry, die sich an Sinas Arm festhielt.

„Nicht das es mich wirklich interessiert. Ich bin nur eine einfache Abenteurerin.“ schmunzelte Sina und keiner kaufte es ihr ab.

„Und ihr seid wie immer bescheiden.“ grüßte Ma Shi die Abenteurer. „Wie geht es euch?“

„Hätte schlimmer enden können.“ kommentierte Sina, aber es war Ascal, der den genaueren Bericht abgab.

„Saifa ist komplett zerstört und die Umgebung kaum wieder zu erkennen. Am Strand liegt der Körper von Titanus und ich bin meine Stelle los.“ jammert er direkt los. „Nun mein Freund, geh doch schon mal voraus in mein Büro, dann können wir mit einem guten Tee darüber reden.“ beruhigte Ma Shi ihn. Ascal nickte und verabschiedete sich von den Abenteurern.

„Ach, wegen der Belohnung die auf Titanus ausgesetzt wurde, aber… es wird dauern bis wir das nötige Gold dafür haben.“ sagte Ma Shi.

„Eh? Wie hoch ist denn die Summe?“ wunderte Sina sich und auch die anderen wirkten ein bisschen neugierig.

„ … 3500 Goldmünzen.“ flüsterte Ma Shi und es wurde sehr still in der Gilde. „Wow, das muss sich ja über die Zeit angesammelt haben.“ sagte Sina es unbeeindruckt.

„In der Tat, deswegen bitte ich euch, ein bisschen Geduld zu zeigen.“ bat Ma Shi. „Kein Problem, an Gold sollte es nicht mangeln, Notfall nehme ich ein bisschen aus der Schatzkammer des Königs oder der Kaiserin.“ scherzte Sina, aber alle trauten es ihr zu.

„Ok, dann gehen wir direkt zu meiner Villa und beenden dort das dämliche Meeting.“ sagte Sina und alle waren endlich froh, an ihr Ziel angekommen zu sein.

„Eh? Aber ihr müsst das Meeting…“ wollte Ma Shi sich einmischen, aber der Blick von Sina reichte, dass sie davon nichts hören will. „Die Herrin kann ganz schön gemein werden.“ „Genau, der arme Gildenmeister.“ murmelten die Zwillingsvampire an ihrer Rezeption.

An der Villa angekommen, werden die Abenteurer von Handwerkern und Suki begrüßt. „Herrin, die Arbeiten sind bald vorüber.“

„Gut gemacht. Diese Gäste werden bei uns schlafen.“ nickte Sina und Suki verbeugte sich vor den anderen Abenteurern, nur… bei Melaine sah man eine gewisse Respektlosigkeit.

„Bedaure, aber ich muss noch eine Hundehütte kaufen, damit alle Gäste untergebracht werden können.“ stichelt Suki gegen Melaine.

„Auch lange nicht mehr gesehen Suki. Ich dachte, du wärst längst gestorben?“ ätze Melaine.

„Ihr kennt euch?!“ fragte Sherry und beide antworten gleichzeitig: „Nein.“ was nicht wirklich glaubhaft war.

„Eh… was auch immer. Ich vertraue dir, dass es nicht… böse endet.“ kommentiert Sina es nur und ging in die Villa.

„Also das ist dein Zuhause? Kein Wunder, dass du uns alle beherbergen kannst.“ lobte Christoper und Falco nickte.

„Du kennst doch diese Hausdienerin oder?“ versuchte Thomddir mehr Informationen aus Melaine herauszubekommen, aber in dieser Hinsicht scheint sie sehr stur zu sein. „Nie getroffen.“

Christoper, Falco, Thomddir und Melaine bekamen ihre Gästezimmer zugeteilt, nur bei letzterer konnte man eine lautstarke Diskussion hören.

„Wieso kriegen die anderen normale Zimmer?!“ rief Melaine, aber Suki war davon unbeeindruckt. „Ich verstehe nicht? Gefällt der euch der Wintergarten nicht?“ neckte Suki.

Aber am Ende bekam Melaine ebenso ein normales Zimmer mit zwei Schlafkörben für ihre Wölfe. Am Abend feierten sie dann alle gemeinsam den Sieg über Titanus. Ma Shi, Ascal sowie auch Prashi waren ebenso anwesend und lauschten die Geschichten der Abenteurer. Am meisten waren alle von der Geschichte von Sina fasziniert, wie sie die Welt von oben gesehen hat.

„Ein unbeschreibliches Gefühl war es gewesen. Man muss es selber erlebt haben, was ich gesehen habe.“ sagte Sina am Ende.

„Erstaunlicher ist es doch, dass ihr es überlebt habt, meint ihr nicht auch Lady Sina?“ schmunzelt Ma Shi.

„Irgendwie schon.“ stimmte Sina ihm zu. Sie trug immer noch das Kleid von Neia. Den Zwillingsvampiren, sowie Prashi und Ma Shi wurden die Muster auf dem Arm von Sina erklärt. „Das stimmt nicht so ganz.“ meldete sich Mel.

Den Abenteurern, die Mel nicht kannten, musste erst mal erklärt werden, dass sie keine Bedrohung darstellte. Am Ende kommentierte Neia nur, dass sie eh keine Möglichkeit hätten, Mel ohne Magie zu besiegen.

„Wie… meinst du das?“ fragte Christoper. „Es ist richtig, dass es die Sprache der Götter ist, aber ich kann sie komplett lesen.“ und Mel brachte alle zum Schweigen.

„Du kannst es komplett lesen? Aber… selbst die Personen, die ich kenne, könnten es nicht komplett entziffern!“ wollte Christoper seinen Stolz verteidigen.

„Vermutlich weil ich gestorben bin und… an Wissen gekommen bin, dass… eine normale Person um den Verstand bringen kann? Ich sehe diese Zeichen auf dem Arm zum ersten Mal, aber trotzdem verstehe ich, was darauf steht!“ wehrte sich Mel.

„Dann kläre uns auf Mel.“ verlangte Sina zu erfahren und Mel räuspert kurz:

Das ist die Geschichte über den Fall von Titanus, dem Erdenwächter.

Sieben mutige Kämpfer bekämpften den Koloss.

Zwei wollten ihm seine Sicht wegnehmen.

Drei wollten ihm seine Mobilität wegnehmen.

Einer spießte ihn mit mächtiger Magie auf.

Doch nur der Teufel in Form einer Frau konnte ihn töten.

Titanus ist gefallen und die unheiligen Kreaturen,

die durch ihn in Gefangenschaft waren,

sind nun frei und werden Gaia heimsuchen.

Mel beendete die Erklärung der Geschichte und die Feierlaune sackte in den Keller. „Du heilige Scheiße, willst du mir sagen, dass die Götterbestien einem höheren Zweck dienten?“ war Thomddir der Erste, der die Stille gebrochen hatte.

„Es scheint so, ob damit die anderen Götterbestien auch einem Zweck dienen?“ murmelt Melaine. „Hat das Wölfchen Angst?“ ärgert Suki sie nun und Blitze sprangen wieder aus den Augen der Tiermenschen.

„Ganz ehrlich? Mir egal. Was es auch immer für Kreaturen sein mögen, aber sie sind definitiv schwächer als Titanus, wenn er sie eingesperrt hat. Ich bereue es bestimmt nicht, Titanus getötet zu haben und es wird mich auch nicht daran hindern, die anderen ebenso zu jagen.“ sagte Sina ganz laut ihre Meinung.

„Nun, ich werde die anderen Gildenmeister darüber informieren, dass sie die Augen aufhalten müssen. Ich werde dir bestimmt keinen Vorwurf machen, denn Titanus wäre, wenn ich den Weg richtig verstanden habe, den er gegangen wäre, so oder so an Fanfoss vorbeigekommen.“ nickte Ma Shi.

„Aber Teufel? Was ist das für ein Monster?“ wundert sich Falco über die Beschreibung von Sina. „In… meiner Heimat gab es ein Buch, in dem niedergeschrieben wurde, dass es immer einen Gegenpart gibt. Licht und Dunkelheit, Feuer und Wasser und so weiter. Das trifft dann ebenso auf die Götter. Wenn es einen Gott gibt, dann wäre sein Gegenpart der Teufel.“ erklärte Sina vorsichtig mit ihrem Wissen aus der anderen Welt.

„Aber… das Gegenteil von Gott? Dann müsstest du die gleiche Macht haben wie ein Gott!“ widersprach Christoper.

„Nun, was genau sind Götter? Sie haben uns erschaffen, das ist Fakt, aber sie haben ebenso die Götterbestien erschaffen oder? Ist es dann… unwahrscheinlich, das Sina für diese Götterbestien der Gegenpart ist, also ein Teufel?“ gab Louis seine Bedenken kund.

„Es ist mir egal, ob Sina ein Teufel ist oder nicht, sie ist in erste Linie meine Freundin!“ nahm Sherry Sina in den Arm.

„Das hast du schön gesagt.“ lobte Prashi und einige stimmten ihr zu. „Nun kennen wir die genaue Bedeutung der Muster, lass uns doch weiter feiern. Es bringt nichts darüber zu grübeln, was man sowieso nicht mehr ändern kann.“ meint Ascal und die Feierlaune kehrte zurück.

Die Feier ging bis tief in die Nacht. Christoper ließ nicht mehr von Mel locker, dass sie ihm die Sprache beibringen soll, aber: „Ich weiß nicht mal, wo ich überhaupt anfangen soll, es euch beizubringen! Lass mich in Ruhe!“ waren die letzten Worte von Mel, bis sie ihn mit einer Druckwelle wegschleuderte. Das hielt ihn aber nicht davon ab, weiter Mel auf den Keks zu gehen.

„Bevor… es blutig endet, warum… gehst du nicht mit Mel auf ein Geschäft ein?“ versuchte Sina zu vermitteln und Christoper wollte es sich zumindest anhören.

„Glaube… du hast erwähnt, dass du es von anderen Gelehrten beigebracht bekommen hast oder?“ fragte Sina nach und Christoper nickte und erklärte, dass er diese Sprache öfters in Dungeons findet.

„Dann mach doch folgendes. Skizziere die Steintafeln ab und frag Mel, ob sie es für dich Übersetzen kann, aber vorher sagst du ihr, was du daraus liest. Dann lässt du dich korrigieren und… wenn ihr es öfters wiederholt, vielleicht kommst du selber auf die Erkenntnis.“ war der Vorschlag von Sina.

„Hmm… besser als wenn ich immer diese Druckwelle abbekomme. Aber was will Mel denn haben, damit sie mitmacht?“ hakte Christoper. „Keine Ahnung, das musst du sie schon selber fragen, aber nicht mehr heute.“ warnte Sina.

Im gleichen Zug stellte Sina Prashi Falco und Christoper vor. „Das ist die Dame, die die Briefe geschrieben hat. Ihr könnt die Information nun unter euch austauschen. Tschö!“ ließ Sina Prashi mit den beiden Herren zurück.

„Du… GNRRR! *seufz* Entschuldigung mit der Aktion der Briefe…“ verbeugte sich Prashi vor den beiden Herren, die aber nur grinsten. „Keine Sorge, wir werden dir helfen, aber… können dir nicht versprechen, ob du damit Erfolg haben wirst.“ meinte Christoper.

„Louis hatte immer den Kampf vor Augen. Es gab schon früher Frauen, die versucht haben seine Aufmerksamkeit zu bekommen, aber er hat es immer stets abgelehnt.“ brummte Falco.

„Sogar eine ganze Gruppe von Frauen ließ er eiskalt abservieren, was zu Problemen führte, aber ich glaube, er hat nie wirklich verstanden, was sie genau von ihm wollten.“ erinnerte sich Christoper.

„Hmm, müsste ich ihn im Kampf besiegen, damit ich seine Aufmerksamkeit bekomme?“ fragte Prashi und beide Herren schütteln ihre Köpfe.

„Besser nicht, ihr müsst einen anderen Weg einschlagen und genau da ist das Problem, wo wir dir eigentlich weniger helfen können.“ sagte Falco traurig.

„Wir wünschen dir natürlich viel Glück dabei, denn es würde ihm wirklich gut tun, wenn er eine Partnerin hätte, aber er hat nicht wirklich… den Stoff für einen guten Ehemann.“ nickte Christoper und Prashi wurde rot am Gesicht.

„Eh.. Ehemann? Man muss nicht immer gleich den Bund einer Ehe eingehen, wisst ihr?“ stottert Prashi.

Die Männer erzählten Prashi alles wichtige, was es zu Louis zu wissen gilt, aber letztendlich liegt es bei Prashi, denn Louis wird nicht einen Finger krumm machen für eine Beziehung.

Thomddir dagegen ließ nicht locker bei Melaine und wollte ihre Beziehung mit Suki wissen. „Du lässt nicht locker oder?“ war Melaine genervt. „Nun, wenn meine Kameradin ein Problem hat, würde ich schon gerne wissen, ob ich nicht… helfen kann?“ sagte Thomddir es mit einem ernsten Ton ohne weitere Hintergedanken. Scheinbar war ihr gemeinsamer Kampf gegen Titanus ein tieferer Bund der Freundschaft, aber Melaine wurde nur leicht rot im Gesicht.

„ … Bei diesem Problem kannst du nicht helfen. Ich kann dir was sagen, aber das würde nur zu einem Kampf führen mit Suki und sie ist eine Freundin von Sina, also lass ich es bleiben.“ erklärt Melaine.

„Verstehe… und es hilft nichts sich mit ihr auszusprechen?“ wundert sich der muskelbepackte Zwerg mit der roten Irokese.

„Nein, es hat weniger was mit aussprechen zu tun, sondern eher mit Traditionen die wir Tiermenschen in unseren Clans pflegen. Ich… bitte dich wirklich, lass es ruhen. Wenn Suki es von sich aus sagt, ok, aber nicht von mir.“ schüttelt Melaine den Kopf.

„Schade eigentlich. Aber mit Traditionen kenne ich mich aus, wir Zwerge halten uns ebenso eisern an die Traditionen!“ nickte der Zwerg verständnisvoll.

„Wie schaut es aus, wann bekomme ich meine Kimonos zurück meine liebe Sherry?“ fragte Sina freundlich.

„Eh… bald?“ versuchte Sherry es aufzuschieben. Sina seufzte nur und kommentierte: „Dann gib mir mehrere Bündel Kleidung. Ich möchte nicht wieder irgendwo nackt enden, weiß du?“

„Keine Sorge. Ich werde mich beeilen. Wie findest du das Kleid von Neia?“ hakte Sherry nach. „Sehr… luftig. Wäre es nicht so eng, würde es mir runterrutschen.“ erklärte Sina und Neia blickte niedergeschlagen nach unten und seufzte.

„Wie… lief dein Training?“ rächte sich Neia nun an Sherry. „Ah! Kann nun Lichtzauber anwenden!“ berichtet Sherry mit Stolz.

„Echt? Das ging aber schnell.“ überlegte Neia verwundert. „Also „Lichtstrahl“ und „Strahlendes Licht“ kann ich auch ohne den Spruch anwenden!“ strahlte Sherry.

„Strahlendes Licht?“ wunderte sich Sina. „Ja, schau…“ und der Raum wurde auf einmal sehr hell…

„Das… Dumme ist nur, dass ich davon selbst geblendet werde.“ murmelt Sherry. „Merke ich…“ antwortet Sina nur trocken.

„Du solltest den Zauber am besten nicht mehr anwenden… Und was ist mit Dunkelheit?“ hakte Neia nach.

„Das… ist schon etwas schwieriger. Es ist… wie mit Erde oder Wind. Irgendetwas fehlt, dass ich dieses Element nicht nutzen kann.“ war Sherry traurig.

„Dann bleiben wir bei Licht. Dann bringe ich dir weitere Lichttechniken bei.“ nickte Neia stolz auf ihrer Schülerin.

„Und… was machen die Kampfübungen?“ fragte Louis nun. „Keine Ahnung wie ihr es gemacht habt, aber… Mio hatte Probleme gehabt mit dem neuen Kampfstil. Nicht das… sie gewonnen hätte oder so, aber scheinbar verlässt sie sich immer noch auf die Werte, die sie ablesen kann.“ berichtet Sherry.

„Ich glaube, du solltest ein anderes Schwert nehmen.“ meldete sich Mio. „Wie… meinst du das?“ hakte Louis nach.

„Das magische Schwert, was Sherry benutzt ist für einen normalen Kämpfer in Ordnung, aber ich glaube, das Schnelligkeit bei dem Kampfstil von Sherry eine höhere Bedeutung hat.“ erklärte Mio und Tio nickte zustimmend. „Genau, wenn sie eine Klinge hätte, die unserer ähnlich wäre, könnte es sogar besser werden.“

„Hmm, das habe ich nicht beachtet. Ihr habt beide ein gutes Auge und denkt nach.“ lobte Louis und die Zwillinge bekamen rote Wangen. „Eh hehehe, wir wurden gelobt!“ „Mehr!“

„Wäre es dann nicht Zeit, das Sherry beide Fähigkeiten gleichzeitig einsetzt?“ dachte Sina laut und Neia sowie Louis schauten sich an.

„Nun… irgendwann muss sie damit anfangen.“ stimmte Louis zu und Neia nickte ebenso. „Sie hat zumindest ein paar magische Fähigkeiten, die brauchbar als Schwertmagier sind.“ sagte Neia und Sherry schien was einzufallen.

„Das habe ich glatt vergessen, aber ich habe nun den Beruf Schwertmagier-Neuling!“ rief sie freudig und wird von Sina umarmt. „Na schau doch mal an, wohin mein Mädchen gekommen ist.“ war Sina voller Stolz auf das ihre Freundin die einen roten Kopf bekam.

„Glückwunsch.“ grinste Louis und Neia stimmte ihm zu. „Was hat sich denn verändert, als du den Beruf angenommen hast?“ fragte die Magierin.

„Ich hatte vorher nur Kämpferin gehabt ohne eine spezielle Waffenart. Beim Wechsel der Berufe ist meine Stärke gefallen, aber mit dem neuem Beruf habe ich nun mehr Mana, Schnelligkeit und Ausdauer!“ erklärt Sherry.

„Genau die richtigen Attribute für einen Schwertmagier.“ nickte Sina zufrieden. „Jetzt muss ich nur jemanden finden, gegen du kämpfen wirst.“

„Eh?“

Kapitel 118

Ich bin wiedergeboren und habe Tattoos?!

Die Abenteurer übernachteten auf der sicheren Plattform und das Wasser zog sich in der Nacht wieder zurück. Am nächsten Tag wurde Neia zuerst wach, obwohl sie sich kaum bewegen kann.

„Ahh, Prinzessin Neia wird wach.“ grüßte Ascal sie. Neia drehte ihren Kopf zur Seite und sah die anderen Abenteurer, aber auch Sina, die neben ihr lag und schlief mit einer großen Beule auf der Stirn.

„Haben… wir es überstanden?“ flüstert Neia und Ascal nickte. „Ja, Titanus wurde besiegt, sein Körper liegt drüben und ihr habt im letzten Moment Sina gerettet.“ berichtet Ascal.

„Nur eins habt ihr verpasst.“ stand Christoper an ihrer Seite. „Und… was genau?“ fragte Neia müde.

„Scheinbar werden die Taten über den Kampf einer Götterbestie auf den Körper des Siegers in der Sprache der Götter niedergeschrieben.“ erklärt Christoper in einem ruhigen Ton. „Eh?!“ wurde Neia nun hellwach.

„Nun, ich weiß nicht wie mächtig du mit dieser Sprache bist, aber Sinas rechter Arm ist komplett mit Mustern verziert.“ zeigte Christoper auf den Arm von Sina. Neia schaute es sich an und tatsächlich, braune Zeichen mit goldenen Verzierungen waren auf dem Arm.

„Tut mir leid, aber mit dieser Sprache habe ich mich ganz bewusst nicht eingelassen. Was steht dort niedergeschrieben?“ fragte Neia aufgeregt.

„Es wird über unseren Kampf berichtet und wie Sina es getötet hat. Aber mehr kann ich daraus auch nicht lesen.“ sagte Christoper.

„Oh… warum bin ich so kraftlos… wieso hat Sina da so eine Beule?“ wundert sich Neia. Die anderen Abenteurer drehten nur ihre Köpfe weg.

„Ein Stein ist ihr auf den Kopf gefallen nachdem Titanus gefallen ist und… hat sie bewusstlos geschlagen.“ klärte Ascal sie auf.

„Ernsthaft?“

Ein weiterer Tag verging und Neia konnte sich wieder bewegen. „Endlich…“ seufzte sie zufrieden. „Fehlt nur noch Sina. Wir können sie in diesem Zustand nicht runter tragen.“ sagte Thomddir. Sie haben ihre Route nach unten schon festgelegt, aber sie können keine Bewusstlose runter tragen, ohne sich selber in Gefahr zu bringen.

„Wir können nochmal das Riechsalz nutzen, aber mein Instinkt sagt mir, dass ein nächster Kampf bevorsteht.“ murmelt Christoper.

„Warum küsst ihr sie nicht wach?“ schlägt Melaine vor und grinst böse. Die Männer schauten die Tierfrau an, als wäre sie der Dämonenkönig. „Bei einer anderen Frau hätte ich es mir überlegt, aber Sina? Vor allem fürchte ich mich mehr vor ihrer Freundin, wenn sie es erfährt.“ schaudert Thomddir.

„Vielleicht… kann ich ja was machen.“ sagte Neia und legte ihre Hand auf die Beule. Scheinbar funktioniert die Regenerations-Fähigkeit nicht so wirklich oder sie repariert woanders die Schäden in Sinas Körper. Neia murmelte einen schwachen Heilzauber und die Beule verschwand.

„Hmm… Entweder ist sie wirklich müde oder irgendetwas anderes hindert sie daran auf zu stehen.“ überlegte Neia laut.

„Urgh…“ stöhnte Sina auf einmal und alle Abenteurer kamen zu ihr. Sina blinzelte mit ihren Augen. „Eh? Wo bin isch?“ und rieb sich mit dem linken Arm die Stirn.

„Vor dem zerstörtem Gildenhaus. Du hast Titanus besiegt und wurdest… von einem Stein getroffen, der dich wieder schlafen gelegt hatte!“ erklärte Louis.

„Ah… deswegen diese Kopfschmerzen… Hmm?“ sah Sina nun ihren rechten Arm. „Was… ist das?!“ Sina drehte ihren rechten Arm hin und her und überall waren Tätowierungen in braungoldener Farbe.

„Nun, wir können dir sagen, wie es dazu gekommen ist.“ meldete sich Christoper und erklärte, wie sie es bekam und welche Bedeutungen sie haben.

„Ah… muss ich also damit rechnen, wenn ich weitere dieser Dinger töte, dass ich irgendwann keine freie Haut mehr habe ohne diese Muster“ war Sina niedergeschlagen und hob den Mantel hoch. „Eh?! Wieso bin ich nackt?!“ rief sie.

„Nun… als du vom Himmel zurückkamst standst du unter Feuer, das dürfte der Grund sein.“ murmelt Falco.

„Dann meine Herren, tut mir doch einen Gefallen und springt runter!“ sagte Sina es mit einem düsteren Gesicht.

„Warum?!“ riefen sie fast gleichzeitig. „Weil ihr mich nackt gesehen habt!“ bekamen sie als Antwort.

„Na, du solltest nicht so grob zu ihnen sein, sie haben alle geholfen dich zu finden, als Titanus auf dich fiel.“ beruhigte Neia Sina.

„Tz, aber das sage ich Sherry weiter.“ drohte Sina sehr böse und nur Louis und Thomddir mussten schlucken. Sherry war am üben und musste niesen.

„Hast du denn was anzuziehen?“ fragte Neia und Sina kramte in ihrem Inventar. „Ah… mein Katana. Zeit das du dich wieder ausruhst.“ grüßte Sina und legte es wieder ins Inventar.

„Sag mal, dass ist doch eine lebendige Waffe oder?“ fragte Louis und Sina seufzte nur. „Ja, ist sie und nein, ich sage nicht, was sie kann.“

„Warum hast du es nicht im Kampf gegen mich eingesetzt? Diese Aura…“ wollte Louis mehr erfahren. „Gerade wegen dieser Aura wären unbeteiligte Zuschauer gestorben. Meine Katana hat noch ein paar Tricks mehr auf Lager, aber die sind alle tödlich genug, dass ich sie nur mit Bedacht einsetzen kann.“ erklärte Sina.

„Was muss ich zahlen, damit du mir das Geheimnis verrätst?“ fragte Christoper nun. „Unbezahlbar.“ kam nur als Antwort und Christoper ließ seine Schulter hängen und wird von Falco getröstet.

„Huch? Was ist das denn?“ wunderte Sina sich und holte einen braungrauen leuchtenden Monsterstein aus dem Inventar. „Das… ist bestimmt der Monsterstein von Titanus. Ich weiß nicht, ob es eine Gilde gibt, die genug Gold dafür hat, ihn dir zu bezahlen!“ staunte Thomddir.

„Ich werde ihn behalten, warum sollte ich den verkaufen? So einen Monsterstein gibt es nur einmal auf der Welt!“ sagte Sina, die wusste, was sie damit machen wird. „Und… was genau hast du damit vor?“ fragte Melaine. „Geheim.“ und alle rollten ihre Augen.

„Du gibst aber auch nichts preis oder?“ nörgelt Ascal. „Warum sollte ich meine besten Tricks verraten? Ihr habt doch auch Geheimnisse, die ihr für euch behaltet!“ widersprach Sina und legte den Monsterstein zurück ins Inventar.

„Und nein, scheinbar hat Sherry alle meine Kimonos…“ war Sina wieder niedergeschlagen. „Meine Herren… wenn ihr… euch vielleicht woanders hinbegeben könntet, damit Sina sich anziehen kann? Ich leihe ihr ein Kleid.“ befahl Neia und die Männer gingen.

Neia holte ein Magierkleid aus ihrem Inventar und überreichte es Sina. „Danke…“ flüstert Sina nur. „Keine Ursache, wir können dich doch nicht nackt herumlaufen lassen, auch wenn ich es dir zutrauen würde.“ kichert Neia.

„Meinte eher, dass du mich gerettet hast.“ sagte Sina und zog das Kleid an. „Ebenso keine Ursache. Wenn man es eng sehen will, hast du uns aus einer misslichen Lage gerettet. Wie… war es dort oben?“ fragte Neia, während sie Sina beim Ankleiden zuschaute.

„ … Wunderschön. Ich habe Alliancia von oben gesehen und mich gefragt, warum die Reiche immer wieder gegeneinander Krieg geführt haben.“ berichtet Sina. Das Kleid hatte vorne einen großen V-Schnitt, der bis zu ihrem Bauchnabel ging und ihre Brüste äußerst knapp bedeckten.

„Ich wusste, warum ich dir dieses Kleid gegeben habe. Deine Brüste sind einfach zu groß und ich wollte nicht, dass es kaputt geht.“ nickte Neia.

„ … Danke.“ kommentiert Sina nur. Eine Diskussion hätte nichts gebracht. Die Männer kamen zurück und zumindest Ascal, Falko und Christoper bekamen einen roten Kopf. „Keine Kommentare!“ warnte Sina.

„Nun, da du ja endlich wach bist, können wir die zerstörte Plattform verlassen.“ sagte Thomddir. „Und was waren die Pläne für danach?“ hakte Sina.

„Hmm, ehrlich? Keine Ahnung. Das Meeting… ist leider immer noch…“ wollte Melaine berichten, aber wird von Sina unterbrochen.

„Stopp. Ich mache ein Angebot. Wir gehen alle zurück zu meiner Villa in Fanfoss und beenden endlich dieses dämliche Meeting. Ich will nicht schon wieder warten auf einen neuen Ort, wo das Meeting stattfinden soll. Ich habe genug Zimmer, wo ihr schlafen könnt und Verköstigung ist ebenso vorhanden.“ bot Sina an.

„Ho? Das kling doch ideal. Ich habe gehört, dass bei dir Vampire und Geister leben?“ grübelt Christoper. „Und ein Katzenmensch.“ fügte Sina hinzu. „Die Betten sind weich und das Essen ist lecker. Seid doch ehrlich, nach diesem Kampf brauchen wir doch alle unsere Ruhe und wollen danach wieder unser eigenes Ding drehen.“ lockte Sina weiter in ihrem reizendem Kleid.

„Wer dafür ist, soll die Hand heben.“ meldete sich Neia und alle Hände außer Ascals gingen nach oben. „Dann wäre es beschlossen. Ascal geht vermutlich eh seinen Weg oder?“

„Das ist richtig meine Liebe. Ich… weiß nicht ob man Saifa wieder aufbauen will, aber meinen Posten als Gildenmeister hier dürfte ich vergessen, wenn es keine Gilde gibt.“ grinste Ascal traurig.

„Och, Ma Shi wird sich bestimmt freuen, wenn er Unterstützung bekommt. Glaube ich zumindest.“ meinte Sina. Ma Shi bekam auf einmal einen kalten Rücken und ahnte Schreckliches.

„Soll ich deine Wölfe tragen?“ bot Thomddir seine Hilfe Melaine an, die etwas schüchtern wirkte. „Es… wäre hilfreich.“

„Ist zwischen ihnen was passiert?“ flüstert Sina Neia ins Ohr. „Hm… Thomddir hat sein Leben eingesetzt, um Melaine und Louis vor der großen Wasserwelle zu retten, indem er sie mit aller Kraft auf diese Plattform geworfen hat.“ flüstert Neia zurück.

„Glaubst du… er hat eine Chance?“ tuschelt Sina wieder. „Keine Ahnung. Das wäre die ungewöhnlichste… Verbindung von der ich je gehört hätte. Zwerge haben eigentlich nur Augen für Zwerginnen.“ überlegte Neia. „Arme Frau…“ murmelt Sina und Neia nickte ebenso und dachte dann an Sherry.

„Ok, wir wollen dann nicht länger warten. Lasst uns direkt mit der Reise nach Fanfoss beginnen.“ lässt Christoper die Reise starten.

Da die Abenteurer nun zu Fuß reisen mussten, kamen sie erst am zweiten Tag in Fanfoss an. Unterwegs sahen sie komplette Veränderungen des Landes, nach dem Titanus mehrere Erdbeben verursachte. „Das dürfte die Kartografen in Verzweiflung stürzen. Sie werden Jahre brauchen, bis sie wieder eine aktuelle Karte haben.“ meinte Falko.

„Ich frage mich, ob dadurch neue Ruinen freigelegt wurden. Viele untergegangene Zivilisationen sind bisher immer noch unentdeckt.“ freute sich Christoper.

„Eh? Titanus hatte den Beinamen der Erdenwächter? Hatte er nun eine tiefere Bedeutung?“ wunderte sich Sina, als Louis ihr erzählte, dass sie alle die Nachricht bekamen.

„Ich… weiß es nicht. Nur die Götter alleine wissen, welche… Funktion diese Götterbestien haben.“ sagte der Schwertheilige nur.

„Aber am meisten interessiert mich dein neuer Titel „Götterbestienjäger“. Damit dürftest du nun zusätzlichen Schaden an ihnen verursachen können.“ grinste Thomddir.

„Nun, ich lehne es nicht ab. Mein Gefühl sagt mir, das die anderen sich etwas mehr wehren werden als es der Felsklotz getan hat.“ dachte Sina laut.

„Du willst nun den nächsten jagen gehen? Willst du dir… nicht eine Pause gönnen oder so? Ich könnte dich in einen Dungeon mitnehmen oder so.“ bot Christoper an, der wusste, das Sina Tierra und Glacia auf der Liste hatte.

„Danke für das Angebot, aber irgendwie… reizt es mich nicht wirklich, da reinzugehen. Klar, eine Pause werde ich mir gönnen, aber danach gehe ich wieder auf die Jagd!“ lehnte Sina das Angebot ab.

„Wen… willst du denn als nächstes jagen gehen?“ fragte Melaine. „Tierra.“ kam die Antwort. „Eh? Der lebt doch im größten aktiven Vulkan von Vurdinia. Wie willst du denn an ihn herankommen? Dort herrscht eine Hitze, wo deine Ausrüstung leiden wird!“ staunte Thomddir.

„Keine Sorge, ich arbeite daran. Auch mir sind Grenzen gesetzt.“ beruhigte Sina den Zwerg, aber keiner wollte Sina wirklich den Glauben schenken, dass sie irgendwelche Grenzen hätte.

„Willst du ihnen nicht sagen, wer als nächstes auf der Liste steht?“ kommentierte Neia nur und alle schauten Sina an.

„Petze… Ok, Christoper weiß es sowieso schon, aber nach Tierra will ich das Problem mit Glacia annehmen. Einige… Informationen habe ich schon, nur… an der Umsetzung arbeite ich noch.“ seufzte Sina.

„Glacia? Ist das nicht wo…?“ wollte Falco Christoper fragen, aber er schüttelt nur traurig den Kopf. Falko seufzte ebenso, denn er kennt die tragische Geschichte.

„Und was ist mit Winda?“ hakte Melaine nach. „Zu ihm habe ich die wenigsten Informationen. Keine Ahnung, wie ich überhaupt an ihn ran kommen soll. Dazu müssten mir Flügel wachsen oder ähnliches.“ überlegte Sina laut.

„Aber du denkst darüber nach…“ murmelt Melaine nur.

Im göttlichen Raum:

Die Göttin überlegte, wie sie die neuen Pflanzen erschaffen soll für Gaia, als auf einmal die Meldung kam, das Titanus besiegt wurde.

„Bitte? Wieso… ist der Erdenwächter getötet worden? Sind die Bewohner nun ganz verrückt geworden?!“ fluchte die Göttin und zauberte ein Bild hervor, wo sie den Kampf von Titanus sehen konnte.

„Wer… ist diese Frau?“ wundert sich die Göttin und wollte Informationen über sie auf rufen, aber es ist nicht möglich. Egal in welcher Art und Weise, aber die Göttin bekommt keinerlei Informationen über diese Siegerin.

„Wie ist das möglich?!“ staunte die Göttin und grübelte. Diese Frau ist keine Kreation von mir, soviel ist sicher. Daher schaut sie, was die Frau bisher alles getan hat und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

„Das… ist kein Mensch. …! Hat etwa mein dunkler Zwillingsbruder was damit zu tun?! Lass mich das weiter prüfen…“ Die Göttin spulte die Zeit zurück, bis sie diese Frau nicht mehr sehen konnte. Erst als sie durch Barriere kam, verstand die Göttin alles.

„Sie ist eine Dämonin… aber woher hat sie diese Stärke?“ fragte sich die Göttin und lauschte nun alle Gespräche, die diese Frau führte.

„Wieso… habe ich den Eindruck, dass diese Dämonin andere Pläne hat? Es ist schon schlimm genug, das Titanus getötet wurde, damit hat sie alle eingesperrten Götterbestien und andere schlimme Kreaturen aus ihren Kerkern befreit. Wenn sie sich vollständig aus ihrem Kerker befreit haben, herrscht das blanke Chaos auf der Welt!“ fürchtete die Göttin um das Schlimmste.

„Was… kann ich nur tun? Mit dieser Stärke kann es niemand mit ihr aufnehmen von meinen erschaffenen Kreationen. Nur wahrlich die stärksten Monster auf dieser Welt dürften es können, aber sie werden bestimmt nicht auf mich hören…“ war die Göttin traurig. Die Monster waren eine Kreation von ihr und ihrem dunklen Zwillingsbruder.

„ … Ich muss wieder Helden aus der anderen Welt beschwören.“

Kapitel 117

Ich bin wiedergeboren und der Kampf nach Titanus

Das Erdbeben durch den Fall von Titanus war vorüber und die kommende Welle haben die Abenteurer ebenso überstanden. Ihr sicherer Zufluchtsort war leider immer noch von Wasser umgeben. Es hat aber wenigsten aufgehört zu regnen und die Sonne strahlte über das zerstörte Gebiet.

Neia und Sina waren bewusstlos, so bauten sie aus den Trümmern der Häuser ein behelfsmäßiges Dach. Sina hatte eine massive Beule auf der Stirn, als ihr ein Stein auf den Kopf fiel.

„Sie krachte in Titanus rein und überlebte und ein einfacher Stein schlug sie wieder ins Reich der Träume.“ schüttelt Thomddir lachend den Kopf.

„Tja, aber das beweist, was für einen Dickschädel sie hat. Vermutlich könnte sie Monster mit einfachen Kopfschlägen töten.“ grinste Christoper, der das Riechsalz wieder in sein Inventar einpackte.

„Leute? Irgendetwas kommt aus Titanus raus.“ rief Ascal und alle schauten panisch zu dem leblosen Körper. Braunartige leuchtende Faser bildeten sich zu einer Kugel, die man nicht übersehen konnte. Dann hörte es auf und sie kam auf die Abenteurer zugeflogen.

Jeder zog seine Waffen um sich zu wehren, weil sie nicht wissen, was… das für ein Ding sein soll. Es schwebte über ihnen, besser gesagt über Sina und aus der Kugel kamen die Fasern wieder herausgeflogen und fielen auf den rechten Arm von Sina.

Louis schlug danach, aber er richtete nichts aus. Sie verbanden sich wieder und ihr Treiben ging weiter. Auf Sinas rechtem Arm bildeten sich Muster und sie schien Schmerzen zu haben, zumindest schwitzte sie auf einmal sehr stark.

„Was… ist das?! Was macht es mit Sina?“ rief Melaine. Falco schoss auf die Kugel, aber der Pfeil ging einfach durch die Kugel.

Die Kugel selber wurde immer kleiner, je mehr Muster sie auf den Arm gezeichnet hat, bis sie komplett verschwand. Sinas rechter Arm ist komplett mit braunen und goldenen Zeichnungen tätowiert.

Die Schmerzen schienen für Sina vorbei zu sein und sie beruhigte sich wieder. „Was… ist jetzt genau passiert?“ fragte Ascal. Louis streicht mit einem Finger über die Tätowierung, aber sie war fest auf der Haut.

„Es ist ein Teil von Sina geworden, aber…“ Louis wusste auch nicht weiter. „Christ? Worüber grübelst du?“ hakte Falko nach. Alle drehten ihre Köpfe zu Christoper, dem man ansah, dass er schwer nachdachte.

„Ich glaube… nein. Ich weiß was es ist.“ nickte Christoper und alle warteten auf eine Erklärung. „Ich habe… diese Zeichen… Nein, das sind keine Zeichen, sondern es ist eine Sprache. Die Sprache der Götter.“ und lässt die Bombe platzen.

„Die Sprache der Götter? Davon habe ich ja noch nie gehört!“ rief Thomddir und die anderen stimmten ihm zu. „Woher weißt du das?“ frage Louis.

„In einigen richtig alten Dungeons habe ich solche Zeichen schon mal gesehen. Meist waren sie auf längst verwitterten Steintafeln niedergeschrieben. Nur wenige… Gelehrte können diese Sprache entziffern und ich konnte einen dazu überreden, mir dies beizubringen. Ich gehe nicht näher darauf ein, nur soviel will ich gesagt haben, dass man die Sprache der Götter noch nicht vollkommen entziffert hat.

Meistens stehen auf diesen Tafeln, was die Dungeons früher waren oder andere alte Geschichten. Als die Götter diese Dungeons erschaffen haben, waren da auch Warnungen über gewisse Kreaturen, die irgendwo eingesperrt sind.

Was auf Sinas Arm steht… kann ich nur raten, aber es sagt aus, dass sie Titanus besiegt hat. Hier, das stellt uns dar und dieses Symbol ist Sina. Es ist mehr eine kleine Geschichte, wie der Kampf gegen Titanus stattgefunden hat und Sina ist nun eine wandelnde Geschichte.“ erklärt Christoper respektvoll.

„Eh? Auf den ersten Blick sehen sie wie schöne Verzierungen aus, aber… dass sie eine Geschichte darstellen, da wäre ich überhaupt nicht drauf gekommen.“ brummte Falko.

„Puh… also hat Sina uns mehr oder weniger den Hintern gerettet?“ fragte Melaine, aber keiner konnte diese Frage richtig beantworten.

„Was war das denn eigentlich für eine Aura? Im Kampf gegen Louis hat sie die überhaupt nicht eingesetzt.“ fragte nun Ascal und Louis erklärte es.

„Ihr… Schwert ist eine lebendige Waffe. Ich weiß nicht, wie sie es geschafft hat, ihm solch eine Aura beizubringen, aber ich kann mir vorstellen, warum sie es nicht eingesetzt hat. Zivilisten haben nicht wirklich irgendwelche Resistenten und hätte Sina es in der Arena gegen mich eingesetzt, hätte es vermutlich viele Tote gegeben.“ und Christoper nickte bei der Erklärung.

„Kein Wunder warum sie keine lebendige Waffe von mir wollte, als ich ihr eine angeboten habe.“ dachte Christoper. Er hatte es geahnt, aber Sina hat es bisher auch nicht bestätigt.

„Nun, was machen wir jetzt?“ fragte Thomddir. „Warten wir bis das Wasser zurück ins Meer geht. Mehr können wir leider nicht machen, zumal wir zwei bewusstlose Damen haben.“ sagte Louis.

„Wenn… ich mich recht erinnere, wurde doch schon mal eine Götterbestie in der Vergangenheit erlegt oder? Gab es da auch so eine Nachricht, wer sie getötet hat?“ fragte Falco.

„Nein, aber man hat auch nicht wirklich viel darüber berichtet, so als würde man daraus ein großes Geheimnis machen. Wobei ich das Geheimnis kenne.“ mischte sich Ascal ein und klärte die Abenteurer darüber auf.

„Willst du uns auf den Arm nehmen? Eine beschworene Heldin und eine Dämonin hätten es gemeinsam bekämpft?“ brachte Melaine es auf den Punkt.

„Richtig, aber das ist die inoffizielle Geschichte. Sie hörte sich so unglaublich an, dass man sie nicht wirklich dem Volk erzählen wollte. Kein Wunder, es war wieder Krieg und man wollte nicht unbedingt sagen, dass… es Dämonen gibt, die kein Interesse am Krieg hatten.“ nickte Ascal.

„Hmm… Sina sah zumindest mit ihrer Fähigkeit wie eine Dämonin aus. Meine Hände haben richtig gezittert, als ich es gesehen habe.“ gestand Christoper.

„Das… dürfte ihre andere Fähigkeit sein. Als ich Schwertlevel 11 erreicht habe, bekam ich direkt zwei Fähigkeiten freigeschaltet, die ihr alle gesehen habt und dies dürfte bei Sina ebenso der Fall sein… Aber die zweite Fähigkeit war… komplett anders. Bei meiner Fähigkeit strahlt es Ruhe und Frieden aus, dass alles möglich ist, aber Sinas? Pure Zerstörung, schlimmer als der Zerstörungsschnitt.“ erklärt Louis.

„Sei ehrlich, wie viele Schwertmeister gab es in der Geschichte, die Level 11 oder höher erreicht haben?“ fragte nun Falko.

„Glaube… ein Dutzend?“ überlegte Louis. „Und… meinst du nicht, dass diese zweite Fähigkeit bei jedem ein bisschen anders sein könnte? Vielleicht nach der Persönlichkeit der Person oder etwas ähnlichem?“ hakte Falko weiter nach und Louis verstand, was er sagen wollte.

„Hmm, ich verstehe. Das könnte vielleicht sogar hinhauen.“ stimmte Louis zu. „Hoffnungsvoller Schnitt und Louis, irgendwie widersprüchlich wenn ich an die Vergangenheit denke.“ murmelt Christoper und schaute weg.

„Nun, wie es auch ist. Wir können uns endlich ausruhen und müssen ja sowieso warten.“ sagte Thomddir und legte sich auf den Rücken und genoss die Sonne.

Irgendwo auf der Welt in einer Burg:

„Vater… alle meine Geschwister sind nun da.“ verbeugte Justus sich vor dem Vampirkönig Acula. „Prächtig, wie viele Jahrhunderte ist es her, dass wir ein Familientreffen haben? Ich glaube man kann es an einer Hand abzählen.“ grinste Acula.

Justus schnipste mit dem Finger und seine Geschwister kamen herein. Seine Brüder Warren, Tallon, Dragos und Jasper sowie seine Schwester Fae und Karlene.

„Meine Kinder, es freut mich wirklich, euch gesund und munter wieder zu sehen!“ grüßte Acula, aber sie schwiegen alle.

„Kannst du mir verraten, warum ich überhaupt antanzen soll, nachdem du mich verbannt hast?“ fragte Fae mit langen grauen Haaren und einem blutroten Kleid mit einer scharfen Stimme, was Acula nur zum Schmunzeln brachte.

„Nun, du hast damals die wichtigsten Regeln gebrochen. Du solltest mir lieber dankbar sein, dass es nur bei einer Verbannung geblieben ist, aber wenn du möchtest, können wir das Problem auch direkt hier erledigen.“ lächelt Acula, aber seine Augen lachten nicht.

„Wo ist eigentlich meine ältere Schwester Camilla? Macht mal wieder Jagd auf Elfen oder?“ fragte der bullige Dragos. Eine große Narbe ging schräg über sein Gesicht und überall waren Muskeln an seinem Körper zu sehen.

„Hast du es nicht gewusst? Camilla wurde getötet, als sie auf der Jagd nach Tio und Mio war.“ wunderte sich Justus und alle seine Geschwister rissen ihre Augen auf.

„Camilla ist tot und… wurde ausgerechnet von den dämlichen Zwillingen getötet?“ staunte Tallon, ein dürrer Mann mit einem Dreizack.

„Nein. Tio und Mio haben zwar gegen sie gekämpft und sie hatten sogar Hilfe von einem Vieh, aber letztendlich war es jemand anderes gewesen, der sie mitten auf der Straße getötet hat.“ erklärt Justus.

„Genau. Die Mörderin meiner Tochter war es auch, die mein Spielzeug Ludwig Kelmont getötet hat, aber auch meinen Töchtern Mio und Tio Unterschlupf gewährt und in einer Abenteuergilde arbeiten lässt.“ knirschte Acula.

„Bitte? Die Zwillinge leben unter Vieh und arbeiten sogar für Vieh? Sie sind ja wirklich tief gefallen…“ schüttelte Karlene in einer engen Lederhose und Lederweste den Kopf.

„Wer… ist denn diese Mörderin? Sie muss ja stark sein, dass sie Camilla und Ludwig töten konnte.“ fragte Warren mit seinem bulligen Oberkörper und der dunklen Stimme.

„Niemand anderes als Sina die Verteidigerin, Heldin von Efrana, Reichskanzlerin aus Osnain und die Bezwingerin von Titanus.“ sagte der Vampirkönig und dies brachte alle Anwesenden zum schweigen.

„Diese Frau, dessen Nachricht vor unseren Augen erschien? Kein Wunder das Ludwig und Camilla gestorben sind, wenn jemand eine Götterbestie töten konnte.“ zollte Jasper mit Narben in Gesicht und Armen ihr Respekt.

„Richtig. Diese Frau war vorher ein Niemand, außer dass sie meinem Freund, dem Lichkönig, das Leben schwer machte, indem sie seine Armee zerstörte, Kelmont getötet hat und anschließend ihn. Normalerweise mache ich ja persönlich Jagd auf solche Geschöpfe, aber ich wollte das Spiel ändern, indem ich sie einlade und ihr sie bekämpft. Was ich nicht wusste, dass sie Tio und Mio unter ihre Fuchtel nahm und ich damit Camilla in den sicheren Tod geschickt habe.“ knirschte Acula mit den Zähnen.

„Puh… wenn ich ehrlich bin, das letzte mal als ich gegen eine Götterbestie gekämpft habe, musste ich mich zurückziehen, sonst wäre ich förmlich verbrannt. Ist das nicht ein Gegner für euch oder Justus, Vater?“ erinnert Dragos sich an den Kampf gegen Tierra.

„Hoo? Willst du mir sagen, dass du ein Schwächling bist?“ grinste Justus und zwischen den beiden Brüdern sprangen die Blitze aus den Augen.

„Nur dafür durfte ich aus Snolonien wieder heimkehren? Damit ich… jemanden töte, nur weil es dir danach ist?“ zischte Fae. Auf einmal stand Acula vor ihr und verpasste Fae eine Ohrfeige, dass sie in eine Wand krachte.

„Meine Liebe, ich glaube, ich habe mich vorhin nicht richtig ausgedrückt, dir fehlt scheinbar der nötige Respekt mir gegenüber.“ sagte Acula mit einer tödlichen Stimme. Man sah, dass Fae etwas sagen wollte, aber sie schluckte es herunter.

Bis auf Justus hat keiner gesehen, wie ihr Vater sich bewegt hatte. „Glaube Fae hat es verstanden und wird… sich zu benehmen wissen. Möchtest du nicht deinen Plan erklären Vater?“ sprang Justus Fae zu Hilfe, aber er grinste sie böse an, was Fae nur mehr erzürnte.

„Wohl gesprochen mein Sohn. Nun denn…“ erklärte Acula sein Spiel und seine Kinder hörten ihm zu. „Wer soll die Einladung aussprechen?“ fragte Jasper nach der Erklärung.

„Ich dachte, das Justus das machen wird. Er kennt sich ja in Alliancia gut aus und dürfte… der Mörderin einen Grund geben, die Einladung anzunehmen.“ grinst Acula und Justus nickte nur.

„Du Mistkerl willst mich nur demütigen!“ dachte Justus in Gedanken, dass er in eine Stadt voller Vieh gehen soll.

Der Tod von Titanus sorgt für die Bewohner auf Gaia für Erleichterung, aber auch für mehr Schwierigkeiten. Es gab auf der Welt weitere unbekannte Götterbestien, die aber in einem tiefen Schlaf gefangen sind. Aber auch in der Sonne und auf dem Mond leben ein paar Götterbestien. Nachdem sie die Nachricht bekamen, das Titanus getötet wurde, wurden sie alle aktiv und werden demnächst die Welt Gaia heimsuchen…

Kapitel 116

Ich bin wiedergeboren und der Kampf gegen Titanus? IV

„Was machst du da Thomddir?!“ rief Melaine, die über die Schulter des Zwerges geworfen wurde. „Na uns retten? Behalte den Koloss und die Welle im Auge, wir müssen die anderen erreichen!“ rannte der Brecher mit Louis los.

„Das ist wirklich nun ein Wettlauf mit der Zeit. Hoffentlich haben die anderen sich irgendetwas einfallen lassen, dass sie uns aus dieser Situation helfen können!“ sagte Louis.

„Verdammt und zugenäht. Titanus ist wieder aktiv. Sollten wir die Welle überstehen, kommt schon wieder das nächste Problem!“ maulte Falco.

„Eins nach dem anderen, lass uns lieber dafür sorgen, dass wir den dreien da unten helfen. Dann gehen wir das nächste Problem an.“ beruhigte Christoper seinen Freund. Er hat drei Kletterseile vorbereitet und sie über die Brüstung geworfen.

„Kannst du… nicht irgendetwas gegen Titanus machen Neia?“ fragte Ascal, aber sie schüttelt ihren Kopf.

„Bedaure mein Freund, aber dafür habe ich nicht die Mana und selbst wenn, es braucht seine Zeit und würde ihn vermutlich nur wieder wütend machen. Wir haben schon gesehen, was passiert ist, wenn er wütend wird.“ erklärt Neia.

Falco ging auf die Brüstung und schaute nach einem Weg… Er sah einen. „Neia, kannst du meine Pfeile zum Leuchten bringen, die auf den Boden einschlagen? Ich könnte den Weg für sie markieren, damit sie schneller zu uns gelangen.“

„Das… kann ich machen.“ war Neia sich ein bisschen unsicher. Der Scharfschütze nahm seinen Bogen und stellte sich auf das Geländer und schoss dann mehrere Pfeile. Sie steckten alle im Boden und Louis und die anderen kamen immer näher.

Neia schnippte mit dem Finger und sie gaben ein schwaches Leuchten, der Regen verhinderte dass sie stärker leuchten können, aber es reichte aus. Louis und Thomddir sahen es und rannten nun den Weg.

„Erm.. die Welle hat nun die Küste erreicht.“ meldete Melaine und nun flogen beide Männer mehr als das sie rannten. Thomddir bekam einen roten Kopf und Louis schwitze sich einen ab.

„Die Welle hat Titanus erreicht und prallt gegen seine Beine, aber… es scheint ihm nichts auszumachen.“ kommentierte Melaine.

Nun hörten sie die Rufe der anderen Abenteurer, dass sie sich beeilen sollen! „Wie schön, dass sie uns den Weg erleuchten…“ murmelt Louis.

„Bei der Geschwindigkeit der Wasserwelle werden sie es nicht rechtzeitig schaffen!“ rief Ascal. Die Welle rast nun über den zerstörten Strand ohne einen nennenswerten Widerstand. Neia zauberte Felswände, damit die Welle etwas geblockt wird für die Flüchtigen, aber…

„Die Welle reißt die Wände einfach nieder!“ rief Ascal. Melaine schrie wie am Spieß, weil sie die Welle kommen sah, während Thomddir und Louis immer noch auf dem leuchtenden Weg rannten. Von weitem sahen sie die Seile.

Thomddir schätze die Entfernung ab und kam zu einer Entscheidung. Er nahm Melaine von der Schulter und warf sie zu den Abenteurern auf die Brücke. Alle dachten nur „Eh?“ während Melaine am Fliegen war. Dann nahm Thomddir Louis und wiederholte das Spielchen.

„Warte, was ist mit dir?!“ wollte Louis noch wissen, aber Thomddir schüttelt nur traurig den Kopf.

„Keine Sorge, ich bin der Brecher und so eine Welle kann mich nicht besiegen.“ und warf Louis mit aller Kraft ebenso auf die Abenteurer.

Melaine krachte in Falco rein, der versucht hatte sie aufzufangen, während Louis eine saubere Landung vollbrachte. Thomddir winkte ihnen noch zu und rannte um einen dicken Felsen, als die Welle über ihn hereinbrach!

„Thomddir!“ schrie Melaine weinend nach ihrem Retter. Neia fing an, einen Zauber zu aktivieren und auf einmal erschien ein nasser Thomddir hinter ihnen. Neia ging auf die Knie, als sie wieder ihre Mana verbrauchte.

„ … Eh?“ wunderte sich Thomddir. Melaine ging von Falco runter und sprang auf Thomddir. „Macht das nie wieder!“ weinte Melaine an der Schulter von Thomddir.

Dann kam die Wasserwelle bei ihnen an. Der Boden unter ihnen vibrierte stark und eine große Wassermenge fiel ihnen über ihre Köpfe. Die Abenteurer versuchten überall halt zu finden, damit sie nicht von der sicheren Plattform herunterrutschen.

Die Welle war dann so schnell vorbei wie sie kam. Der komplett zerstöre Strand stand unter Wasser, aber auch die sichere Plattform um die Abenteurer.

„Verflucht, so kommen wir hier nicht weg!“ spuckte Christoper Wasser aus dem Mund. Jeder hustete Wasser und blickten ihre neue Umgebung an. „Oh nein…“ murmelt Neia.

„Und Titanus kommt nun auch immer näher!“ rief Ascal und tatsächlich. Titanus brauchte nicht mehr lange, bis auch er die sichere Plattform erreichte.

„ … Falls… wir es nicht schaffen sollten, ich wollte euch nur noch sagen, dass dieser Kampf mit euch mir viel Spaß gemacht hat. Es war das erste Mal, dass wir alle gemeinsam an einem Strang gezogen haben.“ meldet Louis sich.

„Nun verliere ich wirklich die Hoffnung, wenn du so redest.“ schüttelt Falco grinsend den Kopf. „Aber in der Tat, es war lange her, dass wir gemeinsam was bekämpft haben was Chris?“

„Stimmt. Aber ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht.“ meint Christoper. „Ein Bett mit einer Frau und so, den Rest überlass ich eurer Fantasie.“ Die Frauen rollten nur ihre Augen, während die Männer schmunzelten.

„Danke Neia. Ich hatte wirklich mit meinen Leben abgeschlossen.“ sagte Thomddir zu Neia. „Nichts zu danken. Ich kann doch nicht einen Kameraden zurücklassen, der anderen das Leben rettet.“ grinste Neia erschöpft.

Melaine wird von ihren Wölfen geknuddelt. „Ich bin so froh, dass es euch ebenso gut geht.“ schniefte die Wolfsfrau und behielt Thomddir im Auge.

„Ich möchte ungern eure… Abschiede stören, aber… Titanus hat aufgehört sich zu bewegen!“ zeigte Ascal auf den Koloss und tatsächlich, er stand. Nicht nur das, es sah so aus, als würde er nach oben schauen.

„Wieso schaut das Ding nach oben?!“ murmelt Falco und auf einmal spürte es jeder. Ein knisterndes Prickeln war auf ihrer Haut. Titanus brüllte auf einmal mit einer Lautstärke, dass jeder sich die Ohren zuhalten musste und der Boden unter ihnen vibrierte.

„Was… kommt da?!“ sagte Christoper und zeigte auf einen schwarzen Ball am Himmel. „Was es auch immer es sein möge, aber es scheint Titanus Aufmerksamkeit zu erregen.“ sagte Neia.

Titanus hat mit dem Gebrüll aufgehört und holte mit seinen rechten Arm aus. „Je näher es kommt, desto mehr tut mir alles weh!“ stöhnte Melaine und auch ihre Wölfe heulten.

Alle schauten den schwarzen Ball an, bis es sich veränderte… auf einmal formierte es sich zu riesigen schwarzen Fledermausflügeln und der Hauptkörper schien zu brennen.

„Das… ist doch nicht etwa..?“ wollte Louis das unmögliche aussprechen. Alle schauten gebannt, was weiter passierte. Titanus schlug nun mit seinem Arm nach diesem „Etwas“.

Die schwarzen Flügel verschwanden und ein extrem langes, schwarzes und blitzend geformtes Schwert entstand. Sina hat das Kampffeld wieder betreten und stand unter Feuer.

„Habe ich dich gefunden du Mistding!“ rief Sina freudig. „Limit Brechen aktivieren!“ und noch mehr Energie schoss durch ihren Körper. Ihre aufgeladene Fähigkeit wurde noch einmal verstärkt und sie sah, das Titanus zum Angriff überging.

„Diesmal wirst du mich nicht wegschleudern!“ schrie Sina. „Dämonischer Schnitt!“ und schlug mit Chaosklinge nach Titanus.

Man kann diesen Angriff schwerlich beschreiben, aber die Zerstörungskraft ist so gewaltig, dass nichts auf dieser Welt ihm standhalten könnte.

Eine schwarze,violette Linie, größer als Titanus, raste auf den Koloss zu. Überall sprangen Blitze heraus, der Schweif strahlte eine extreme Hitze aus, dass alles, was es berührte, sofort schmolz.

Der Arm schlug genau auf die Linie zu und wurde direkt durchschlagen, ein Teil des Armes fiel herunter… bis die Linie erreichte nun den Körper von Titanus erreichte. Sie drang ein und schien ohne Widerstand sich durchzuschneiden!

Titanus schrie vor Schmerzen wie nie zuvor. Ein Ruf den man fast auf ganz Alliancia hören konnte. Die Abenteurer waren der Ohnmacht nahe gewesen, aber sie weigerten sich, diesen Kampf zu verpassen.

Dann passierte es, die Fähigkeit von Sina durchdrang Titanus und raste hinter ihm weiter. Seine roten Augen wurden auf einmal dunkelrot und sein abgeschlagener Arm erreichte nun den Boden, was wieder zu einem Erdbeben führte.

>Titel: Götterbestienjäger erhalten <

„Eh? Habe ich ihn besiegt? Wuhu? Und wie lande ich?!“ rief Sina, die ihre Geschwindigkeit nicht mehr drosseln kann und direkt auf Titanus Körper zuraste.

Aus der Sicht der Abenteurer sahen sie alle nur den brennenden Körper auf Titanus einschlagen, mit einem Krachen, dass man es nicht überhören konnte… und aus dem Rücken raus flog, wo viele riesige Steine herausflogen.

Er brannte nicht mehr und man sah einen schwarzen menschlichen Körper, der wild um sich drehte. Dann flog er ins Wasser mit einem lauten Klatschen. Das Unwetter wurde ebenso „aufgeschnitten“ und die Sonne strahlte aus den dunklen Wolken heraus.

„ … “ „ … “ „ … “

„Ich kenne nur eine Person, die das könnte…“ murmelte Ascal aus der Starre, aber die anderen wollten es genauer wissen, nachdem sie sich von dem Erdbeben erholt hatten. Ihre sichere Plattform bekam überall Risse.

„Ist… Titanus besiegt? Jeder hat es doch gesehen oder? Dieser Angriff ging durch den Koloss durch!“ rief Falco.

„Keine Ahnung, aber er bewegt sich nicht mehr und seine… Augen haben eine andere Farbe angenommen!“ meldet sich Christoper.

Auf einmal sahen alle Abenteurer, aber auch alle Bewohner von Gaia, Menschen, Zwerge, Elfen, Dämonen, Monster und anderes einen Satz vor ihren Augen, der den Verlauf der Geschichte verändert.

>Titanus, der Erdenwächter wurde von Sina erschlagen<

Ein Schock ging durch die Welt, zumindest die, die diese Nachricht verstanden. Die Dämonen jubelten aus allen Röhren mit einer Lautstärke, dass ihr Kontinent vibrierte. Der Dämonenkönig Mephisto strahlte voller Stolz über seine Tochter. Er wusste nicht, wer Titanus war, aber wenn so ein Satz angezeigt wird, dürfte es ein legendäres Monster gewesen sein.

Die Menschen, die Sina kannten, waren zu verblüfft gewesen wie sie auf diese Nachricht reagieren sollten. Prashi fing an zu weinen vor Freude sowie Sherry, die im Gildenhaus für Ordnung sorgten wegen der ganzen Erdbeben, aber auch Mio und Tio umarmten sich jubelnd.

Suki strahlte voller Freude und erklärte Mel, was es mit Titanus auf sich hatte. Ma Shi hat es die Sprache verschlagen und auch seine Brust füllte sich mit Stolz, dass sein Mädchen wieder was geschafft hatte.

Emilia wurde von Lion aufgeklärt wer Titanus war. Sie gab Anweisungen, die Ordnung im ganzen Kaiserreich musste wieder hergestellt werden. Dabei grinste sie die ganze Zeit.

König Karl-Horst hatte ein schwereres Los, weil die Erdbeben näher an dem Giganten waren und fürchterliche Schäden in der Hauptstadt angerichtet hatten. Doch über diese Nachricht freute er sich, aber nicht, als Themba und Ralph sich in den Armen lagen. „Sina hat was besiegt, Sina hat was besiegt!“ wiederholte Alwin sich immer wieder.

In der Hauptstadt von Tuzato herrschte dagegen blanke Panik. „Was hat diese Ungläubige angerichtet! Sie hat ein göttliches Wesen getötet!“ riefen die Geistlichen.

Die SSS-Abenteurer waren geschockt. Es war tatsächlich Sina, die den Koloss besiegt hat und nun irgendwo auf dem Meer treibt.

„Erm… ohne euch aus eurem Schockzustand zu holen, aber… Titanus fällt nach hinten.“ meldet sich Ascal und alle rissen ihre Köpfe nach oben. Man sah, wie der leblose Körper von Titanus sich nach hinten neigte.

„Wo Sina auch ist, aber er würde auf sie drauf fallen!“ sagte Melaine, die als Erstes das Problem erkannte.

„Dann schnappt euch eure Fernrohre und sucht sie! Ich habe noch genug Mana um sie eventuell zu retten!“ rief Neia und alle stürmten auf die Brüstung und suchten nach ihr.

„Himmel, wo sollen wir denn suchen?!“ rief Thomddir der panisch mit seinem Fernrohr nach Sinas Körper suchte.

„Dort wo sie zuletzt gelandet ist!“ gab Christoper den Hinweis. „Selbst wenn wir sie retten, was glaubt ihr, was dann passiert, wenn es auf den Boden fällt?“ hakte Ascal nach.

„Das müssen wir überstehen, aber Sina wird das nicht überleben!“ antwortet Louis mit einem scharfen Ton der Ungeduld.

„Dort!“ rief Falco. Der Scharfschütze beschrieb die Position und alle fanden Sina, die regungslos auf der Wasseroberfläche schwimmt und gegen einen Felsen gedrückt wird.

Aber der Körper von Titanus fiel schon fast auf Sina drauf. Neia fing an sofort ihren Zauber zu murmeln… und schaffte es im letzten Moment Sina aus der Gefahrenzone heraus zu teleportieren!

Sina fiel nackt vor die Abenteurer und hielt immer noch die Chaosklinge in der Hand. Aus der Nähe bekam jeder Schmerzen. Neia fiel bewusstlos zur Seite, sie hat ihren Manapool vollständig geleert…

Und dann kam der nächste Erdbeben. Christoper hat die befestigen Seile genommen und wickelte es um sich, dann um Neia und Sina, dabei ignorierte er… ihre Nacktheit, das Überleben war wichtiger.

„Los bindet euch fest, nach dem Beben kommt nochmal eine Welle!“ rief er den anderen zu und sie machten sich sofort an die Arbeit, was aber bei dem Beben nicht einfach war.

„Verdammt, wenn wir nicht irgendetwas gegen das Schwert von Sina machen, werden wir daran noch sterben!“ fluchte Falco. Christoper kramte in seinem Inventar und holte eine spezielle Decke heraus, die er um das Schwert wickelte. Die Aura wurde sofort gebändigt, aber man sah, dass die Decke auch ihre Probleme hatte.

„Wir müssen Sina irgendwie wecken!“ sagte Ascal und legte seinen Mantel auf Sina. Louis ging zu Sina und versuchte sie an den Wangen wach zu klatschen, aber keine Reaktion, bis er von Christoper eine kleine Flasche bekommt.

„Mach du das Louis. Einfach die Flasche öffnen und vor ihre Nase halten… wenn sie davon nicht wach wird, habe ich auch keine Idee mehr.“ murmelt Christoper während er bei dem Beben die Nase hielt.

Louis öffnete die Flasche sofort und hielt sie vor ihre Nase… und Sina wurde wach. „Beim dunklen Gott, was ist das für ein GESTANK?!“ fluchte sie.

„Schnell, macht diese Aura aus oder wir gehen drauf!“ ignorierte Louis ihre Worte. Sie staunte, wo sie war, aber nickte. „Blutklinge!“ und die Aura verschwand. „Wieso bebt das hier so?“ wundert sich Sina als ein großer Stein auf Sinas Kopf fiel und sie wieder bewusstlos wurde…

„Ernsthaft?“ dachte jeder.

Kapitel 115

Ich bin wiedergeboren und der Kampf gegen Titanus? III

Titanus ist alt und hat viel gesehen und erlebt. Manche griffen ihn an, andere rannten ihm aus dem Weg. Er hat mehrmals gegen andere Götterbestien gekämpft, aber keiner konnte bisher einen Sieg gegen ihn erringen. Titanus wusste nicht, warum er auf der Welt existierte oder was er tun soll, nur seine Wanderschaft auf der Suche gab ihm eine Befriedigung.

Der letzte Kampf gegen die Kreatur im Wasser hat ihm etwas Spaß gemacht. Es hat versucht ihn zu zerquetschen, auseinander zu ziehen oder andere komische Dinge, aber Titanus hat ihm ein paar Tentakel zerdrückt und irgendwann ist es von ihm verschwunden.

Titanus wusste, dass es Lebewesen gibt, die so klein sind, dass sie die Größe von Insekten haben, zumindest in seinen Augen. Die sind ihm immer aus dem Weg gegangen. Nun wanderte er wieder aufs Land und das Erste was er merkte, da war ein Wesen von einer Gefährlichkeit, das ihn zerstören wollte.

Dank seiner eigenen Stärke konnte Titanus sehen, dass dieses Wesen vor ihm erschien und griff es an. Nun spürte er das gefährliche Wesen nicht mehr und ging seinen Weg weiter, als es von anderen kleinen Wesen angegriffen wurde.

Der Titan kannte Schmerzen, aber für ihn war es neu, dass Insekten ihn angreifen mit einer Stärke, die er doch nicht ignorieren kann. Beide Beine bekamen einen leichten Schaden und man wollte ihm die Sicht nehmen. Aber er sah die Welt nicht so, wie die Anderen. Er kann nur Wärmetemperaturen empfinden, deswegen machte ihm dieses Licht nichts aus.

Aber was ihm richtig schmerzte war dieser Angriff, der seinen Körper durchdrang. Es ist sehr lange her, dass er diese Art von Schmerzen erlebt hatte und nun ist Titanus sauer. Wie können diese kleine Wesen ihn angreifen? Er wollte nichts anderes als wandern und nun will man dies verhindern?

Titanus hob sein rechtes Bein sehr hoch…

„Falco, wir müssen sofort vom Turm runter!“ schrie Christoper und zog sein Freund mit. Falco wurde extrem blass, als er sah, was Titanus vorhatte. Louis, Thomddir und Melaine rannten von Titanus weg, auch wenn sie wussten, dass man eher auf der anderen Seite des Kontinents sein müsste, um diesem Angriff aus dem Weg zu gehen.

„Lauf Mädchen, egal was passiert, einfach laufen!“ rief Thomddir schwitzend. „Glaubst du wirklich, dass es was bringt? Wenn dieser Koloss auf den Boden tritt, wackelt doch der ganze Kontinent!“ schrie Melaine.

„Egal, nicht nachdenken nur laufen!“ antwortete Thomddir. Louis rannte ebenso weg, obwohl er sehr erschöpft war. Sein einziger Gedanke war nur „Mist, Mist, Mist.“

Ascal war bei Neia und half ihr beim gehen. „Es ist vorbei…“ murmelt Neia nur. „Nichts ist vorbei, wir müssen uns in Sicherheit bringen!“ ignoriert Ascal ihr Gemurmel, aber dann kam der Angriff von Titanus.

Der Riese setzte alle Kraft in seinen Angriff rein und trat auf den Boden des Landes. Komplett Alliancia war in einem einzigen Erdbeben. Je weiter man von Titanus weg war, desto schwächer war das Erdbeben.

Überall herrschte Panik wegen dem plötzlichen Erdbeben. Am schlimmsten waren die Erdbeben um Saifa. Die Stadt wurde aufgespalten und eine Seite der Stadt fiel in die Tiefe. Falco, Christoper, Neia und Ascal hatten mehr Glück gehabt, dass sie auf der richtigen Seite waren, aber die Erdbeben gingen weiter.

Schlimmer hatten es Louis, Thomddir und Melaine. Sie versuchten irgendwo halt zu finden. Aber um sie herum öffneten sich riesige Spalten mit einer bodenlosen Tiefe, aus denen große zackige Erdbrocken hochflogen.

Es dauerte viele Minuten, bis sich der Boden beruhigt hatte, aber… Die Landschaft um Saifa hatte sich komplett verändert, vieles hatte sich auf Alliancia verändert.

Louis hatte sich an einem dicken Baum festgehalten, als sich der Boden unter Ihm in den Himmel drückte. Er traute sich nicht von seiner sicheren Stelle, aber bleiben konnte er auch nicht. Der Schwertheilige schaute sich um und sah überall Schluchten.

Ob es Zufall war oder nicht, sah er Thomddir und Melaine. Thomddir hielte Melaine mit einem Arm fest, während der andere Arm an einer Wurzel hing. Sofort rannte Louis zu ihnen…

„Bitte… lass mich nicht los…“ schluchzte Melaine, die nur einen schwarzen Untergrund unter sich sah. Thomddir hatte einen roten Kopf. Er ist vielleicht der Stärkste, aber die Wurzel, woran er sich festhielt, war alles andere als vertrauenswürdig.

„Kannst du nicht irgendetwas machen? Ich traue der Wurzel nicht!“ rief Thomddir, bis er einen Knack hörte. „Oh oh…“ flüstert er nur, was Melaine nur panischer machte. Dann brach der Ast ab. Thomddir betete in Gedanken noch schnell… als auf einmal eine Hand ihn packte. Es war Louis gewesen, der es im letzten Moment noch geschafft hatte, aber…

„Verdammt… seid ihr schwer… Es ist, als würde ich vier Personen halten!“ schnaufte Louis. „Bei der Göttin, Louis!“ rief der Zwerg erleichtert. „Wirf Melaine hoch, ich kann euch nicht lange halten!“ rief Louis.

„Eh?!“ staunte Melaine, als sie dies hörte. Auf einmal wird sie nach oben geworfen und sie ruderte in die Höhe. Dann fiel sie auf den Boden neben Louis. „Argh! Mein Hintern!“ stöhnte sie.

„Dann geht es dir ja gut, hilf mir den Zwerg hochzuziehen!“ rief Louis wieder und Melaine kam ihm zu Hilfe. Etwas später waren alle Personen gerettet und Thomddir küsste mehr oder weniger den Boden. „Danke Louis, ich dachte schon…“ murmelt der Zwerg, aber Louis unterbrach ihn. „Das ist egal, wir müssen weg!“

„Wieso?“ fragte Melaine. „Schaut auf das Meer hinter Titanus.“ zeigte Louis und Thomddir sowie Melaine sahen hin. Das Meer war fast komplett zurückgezogen.

„Ein Erdbeben dieser Stärke wird einen Tsunami hervorrufen. Was glaubt ihr, was passiert, wenn diese Riesenwelle kommt? Wir sind zu nah am Strand und die Fluchtwege wurden komplett verändert, wir müssen irgendwie auf die zerstörte Stadt dort oben kommen. Dort sollte sich uns etwas Schutz bieten!“ stand Louis auf und suchte nach einem Weg.

„Nie wieder gehe ich auf einen Turm, wenn wir gegen solche Monster kämpfen!“ fluchte Falco, während er humpelt und von Christoper gestützt wird.

„Wir hätten es nicht geschafft, wenn wir nicht aus dem Fenster gesprungen wären mein Freund. Der Turm ist einfach in sich zusammengebrochen. Aber scheinbar geht es dir ja gut genug, wenn du so fluchen kannst.“ grinste Christoper.

„Alliancia müsste sich nach diesem Angriff geändert haben. Kein Wunder das es heißt, Kämpfe gegen Götterbestien verändern alles…“ murmelt Falco.

„In der Tat, aber es ist noch nicht vorbei. Der Riese bewegt sich scheinbar nicht, aber das Meer ist fast verschwunden und das bereitet mir mehr Sorgen. Lasst uns das Gildenhaus aufsuchen, das ist scheinbar der höchste Punkt.“ meint Christoper.

„Letztendlich konnten wir nichts gegen ihn ausrichten. Er ist einfach zu groß.“ sagte Falco traurig, aber Christoper schüttelt den Kopf.

„Es mag sein, aber der Angriff von Neia war scheinbar der Stärkste gewesen und nun hat er ein Loch im Körper. Es ist möglich ihn zu besiegen, aber… ich bezweifle, das Neia noch die Kraft hat für weitere solche Zauber.“ erklärt Christoper seine Ansicht.

„Ob es mit Sina erfolgreicher gewesen wäre, wäre sie nicht von Titanus weggeschleudert worden?“ überlegte Falco laut.

„Das werden wir leider nicht erfahren. Sollte sie noch am Leben sein, was ich natürlich hoffe, kann sie ihn nächstes Mal alleine bekämpfen.“

„Geht es dir gut Neia?“ schüttelt Ascal die Magierin. Sie bekam einen Stein auf den Kopf und war blutverschmiert im Gesicht.

„Wo… sind wir?“ wirkte Neia verwirrt. „In der Nähe der Gilde. Sie ist zusammengestürzt, aber die Wölfe konnten sich scheinbar in Sicherheit bringen.“ erklärte Ascal. Hinter ihm waren die Wölfe von Melaine und gaben ein leises wimmern von sich.

Neia zauberte einen Heilspruch auf sich und die Wunde an ihrem Kopf war versorgt, dann stand sie auf. „Meine… Güte… alles zerstört?“ staunte Neia, als sie sich umschaute. Titanus stand immer noch an der gleichen Stelle und bewegte sich nicht, das Meer war komplett zurückgezogen.

„Ja, von Saifa ist nicht mehr viel heil geblieben. Diese Stadt kann man nun aufgeben…“ teilte Ascal traurig mit.

„Es… tut mir leid…“ murmelt Neia. „Wofür? Ihr habt euer Bestes versucht. Mir war von Anfang an klar, das Saifa nicht wirklich zu retten war. Aber… worauf ihr vielleicht stolz sein dürft ist, dass ihr die ersten Abenteurer seid, die Titanus angegriffen haben. Man sieht überall die Kampfspuren an Titanus.“ beruhigte Ascal die Magierin.

„Und worauf genau soll man stolz sein? Wir haben es lediglich wütend gemacht und der Schaden ist sogar größer geworden!“ widersprach Neia.

„Das sehe ich anders.“ meldete sich eine Männerstimme. Neia und Ascal drehten sich um und sahen, wie Falco und Christoper kamen.

„Wir haben bewiesen, dass man Titanus bekämpfen kann. Wenn wir alle S-Abenteurer für einen Kampf gegen Titanus einbeziehen, glaube ich sogar, dass wir einen Erfolg haben können!“ sagte Christoper ernst.

„Versuch die mal dazu zu überreden. Nicht jeder ist so wahnsinnig wie wir.“ murmelt Falco kopfschüttelnd.

„Ihr habt es überlebt!“ rief Ascal freudig. „Als ob uns ein Erdbeben so einfach töten könnte… Ok, es war eine heikle Angelegenheit vom Turm zu springen und Falco hat sich die Knöchel mehr oder weniger verstaucht, aber hätte auch schlimmer sein können.“ berichtet Christoper.

„Ich mache mir Sorgen über die anderen, die näher an dem Koloss waren.“ sagte Falco. Christoper setzte ihn auf einem großen Schutthaufen ab und Neia kümmerte sich um ihn.

„Hier, hilf mir mal Louis, Thomddir und Melaine zu finden.“ gab Christoper Ascal ein Fernrohr und sie suchten den zerstörten Strand ab.

Es dauerte eine Weile bis Ascal was sah. „Ich glaube… ich sehe drei Personen klettern.“ meldete der Gildenmeister sich.

Christoper fand sie, holte aus seinem Inventar einen Spezialbeutel und warf ihn in der Luft. Dieser explodierte in einem rötlichen Licht und scheinbar haben Louis, Thomddir und Melaine es gesehen und machten sich auf den Weg.

„Hmm.. Leute? Ich glaube, da kommt was hinter Titanus…“ meldete sich Falco, nachdem Neia seine Knöchel geheilt hatte. Sofort schwenkten Christoper und Ascal auf das Meer… Aus dieser Entfernung sah man eine kleine Welle, aber wie groß wird sie sein, wenn sie hier ankommt?“

„Sind… wir hier sicher?“ fragte Ascal. „Wir sind zumindest hier an der höchsten Stelle, aber…“ war sich selbst Christoper unsicher.

„Können wir den anderen irgendwie helfen? Ich weiß nicht, wie lange es dauert bis die Welle hier ankommt, aber viel Zeit dürfte ihnen nicht bleiben.“ fragte Falco.

Ascal schaut Neia an, aber sie schüttelt nur den Kopf. „Ich habe nicht mehr all zu viel Mana um die drei hierher zu teleportieren.“

„Dann bereite ich ein paar Seile vor, dass sie hier hochklettern können. Hoffentlich reicht das aus.“ kramte Christoper in seinem Inventar.

Es war ein Wettlauf für den Schwertheiligen, den Brecher und der Jägerin. Sie haben die Leuchtkugel gesehen und versuchten auf dem schnellsten Weg hier her zukommen. „Meine Nase juckt so tierisch, irgendetwas rast mit einer mörderischen Geschwindigkeit auf uns zu!“ meldete sich Melaine.

Die beiden Herren schauten auf den Strand und sahen eine Welle… und selbst Titanus fing an, sich wieder zu bewegen. „Das darf doch nicht wahr sein. Einen noch schlechteren Zeitpunkt aktiv zu werden, konnte sich das Ding nicht aussuchen!“ fluchte Thomddir.

Titanus richtete sich wieder in voller Größe auf und bewegte sich nach vorne.

Kapitel 114

Ich bin wiedergeboren und der Kampf gegen Titanus? II

„Hmm, von hier aus sollte ich ihn treffen können.“ meinte Falco. Er und Christoper sind auf den höchsten Turm der Stadt gegangen. Sie spürten immer stärker das Beben unter den Füßen.

„Wie schaut es aus wenn deine Pfeile Gewichte tragen?“ fragte Christoper.

„Kommt drauf an, was meine Pfeile tragen sollen, aber lass mich erst mal auf ihn schießen, um zu sehen, wie es überhaupt reagiert…“ Falco nahm einen speziell aussehenden Pfeil und legte ihn an seinen Bogen. Er berechnete die Strecke sowie den Regen, der ebenso die Flugroute seines Schusses ändern kann.

„Kannst du vielleicht mit einem Fernrohr auf seine Augen achten?“ bat Falco und Christoper nickte. Der Scharfschütze rechnete noch, dann aktivierte er seine Fähigkeit „Pfeilschuss.“ Man konnte den Pfeil am Anfang noch verfolgen, aber dann war er so klein, dass man in aus den Augen verloren hat. Christoper hat sein Fernrohr so eingestellt, dass er beide Augen vom Titanus sah. Es dauerte nicht lange und eine kleine Explosion war an seinem linken Auge zu sehen… Aber Titanus zeigte keine Reaktion.

„Verdammt, du hast es getroffen, aber es war wirkungslos.“

„Wäre auch zu einfach, aber wenigsten habe ich die Flugbahn. Nun zu deiner Frage, was sollen meine Pfeile tragen?“

„Hm… wegen diesen blöden Regen kann ich einige Tricks vergessen, daher dachte ich, wenn wir deine Pfeile mit den stärksten Blendbeuteln aufwerten, das es zumindest seine Sicht nicht mehr hat für einige Zeit, haben wir schon Zeit gewonnen.“

„Glaubst du, dass es klappt? Ich habe den Eindruck, das seine Augen… ein bisschen anders funktionieren als die von normalen Monstern.“

„Besser als nichts.

„Warte warte, was sollen wir denn machen?“ keuchte Melaine, die von Thomddir ununterbrochen gezogen wurde.

„Na was wohl? Das andere Bein zerstören.“ rannte der Zwerg weiter auf Titanus zu.

„Aber… wie willst du es denn zerstören?“

„Ich bin ein Zwerg und jeder Zwerg muss eine bestimmte Zeit in der Mine arbeiten. Ich habe ein Auge dafür um Schwachstellen zu finden und weiß, welchen Teil wir angreifen müssen.“

„Ok, das verstehe ich, aber immer noch, wie?!“

„Melaine, du bist doch auch ein Meister in deiner Waffen oder?“

„Ja, es hat ein bisschen gedauert, bis ich eine neue Waffe hatte, nachdem Louis meine alte zerstört hat.“

„Sobald wir nah genug dran sind, aktiviere ich meine „Schockexplosion“ und du merkst dir die Stelle, wo ich es getroffen habe. Darauf müssen wir die ganze Zeit drauf halten, bis entweder sein Bein kaputt geht oder unsere Ausdauer.“

„Thomddir… ich bin nur stark mit meinen Tieren. Ohne sie… bin ich nicht stärker als ein S-Abenteurer. Ich bin für diese Art von Monster überhaupt nicht geeignet!“

„Und? Wo ist das Problem, was neues zu wagen? Nimm Sina als Beispiel, sie wollte direkt auf seinen Kopf, hätte Neia… es nicht vergeigt.“

„Du kannst mich nicht mit Sina vergleichen. Von allen SSS-Abenteurern wäre ich die schwächste. Meine Tiere habe ich zurückgelassen, weil sie wirklich eine Todesangst haben und ich kann es ihnen nicht verdenken. Selbst meine Instinkte rufen, dass ich verschwinden soll.“

„Also gebt ihr auf ohne es probiert zu haben? Könnt oder wollt ihr es nicht wenigsten versuchen?“

„ … “

„Nun, ich kann es auch alleine versuchen, aber das einzige worauf ich aufbauen kann ist meine Stärke, aber ich glaube nicht, dass ich mit Louis mithalten kann, wenn der seine stärkste Fähigkeit einsetzt, deswegen wollte ich mir Unterstützung mitnehmen und das wart nun mal ihr.“

„Ich soll nur meine Fähigkeit an einer Stelle treffen bis ich zusammenbreche oder das Bein abfällt?“

„Haa, das gefällt mir schon besser. Wir laufen noch ein bisschen weiter und dann zeige ich es dir.“

Louise rannte auf der anderen Seite zu Titanus Bein. „Wehe du stirbst mir Weg Sina!“ dachte er und hielt an. Titanus kam näher und es dauerte nicht mehr lange, bis er das Meer ganz verlassen hatte.

Der Schwertheilige zog sein neues Schwert. Er hat damit schon mehrere Monster gejagt um sein Schwert zu stärken, hat aber gerade einen Bruchteil von der Stärke, den Sinas Katana hat.

Dann hielt Louis das Schwert über den Kopf und fing an, seine Fähigkeit „Hoffnungsvoller Schnitt“ aufzuladen.

Erst leuchtete das Schwert in einem schwachen weißen Licht, aber je mehr Louis seine Stärke und Ausdauer reinsteckte, desto heller und größer wurde seine Fähigkeit.

Neia stand immer noch vor dem Gildenhaus und sah aus weiter Entfernung, wie ein starkes Licht anfing zu leuchten.

„Das dürfte Louis sein, er will es also wirklich wissen…“ flüstert Neia und hat sich für einen Zauber entschieden. Sie benutzt den gleichen Lichtzauber, den sie auch bei Sina eingesetzt hat, aber die maximale Stärke.

Das Problem war, dass sie den Zauber anders ausrichten musste, denn ein Angriff von oben nach unten wird an Titanus nicht viel ausrichten, also will sie es auf seinen Brustbereich schießen.

Neia fing an, ihren Zauberspruch zu aktivieren und entstanden riesige Kreise, die zu Titanus hin führten.

„Ja, Ma Shi, Sina wurde von Titanus in den Himmel geschlagen und weiß nicht, ob sie es überhaupt überlebt hat. Wenn ja, dürfte der Aufprall sie spätestens töten.“ erklärt Ascal.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sina sich so einfach umbringen lässt, nicht wenn sie gegen all die starken Monster bisher gekämpft hat.“ schüttelt Ma Shi den Kopf.

„Mehr kann ich nicht berichten. Die anderen versuchen das gleiche wie Sina, nur diesmal nicht so waghalsig, aber ob sie Erfolg haben werden, bleibt fraglich. Ich bin aber dankbar, dass ihr uns Unterstützung schickt, um die Bewohner aufzufangen, sie werden jede Hilfe benötigen.“ sagte Ascal.

„Keine Ursache, aber mir geht eine Sache einfach nicht aus dem Kopf. Warum kommt Titanus jetzt aus dem Meer?“

„Keine Ahnung und das wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben wie er seinen Weg geht… Ich spüre Magie? Glaube Neia aktiviert einen ziemlich starken Zauber!“

„Könnt ihr den Übertragungszauber so einstellen, dass ich den Kampfplatz ebenso anschauen kann?“

„Das lässt sich einrichten…“

„Argh… wieso… ist das… so… kalt?“ wachte Sina auf, die immer noch in die Höhe flog. Sie hat mittlerweile die Mesosphäre erreicht und es grenzt an ein Wunder, dass sie überhaupt noch atmen oder erwachen konnte.

Sie schaute sich um und sah viele Wolken und blauen Himmel, dann wurde ihr schlagartig klar was passierte. „Oh ho ho ho… Wenn ich wieder unten bin, werden wir uns noch sprechen Neia… Keine Ahnung wie dieser Felsklotz es hinbekommen hat, aber er hat es tatsächlich geschafft mich aus dem Kampf zu entfernen…“

„Hmmm… eigentlich sollte mein Körper doch komplett in Trümmer liegen, aber ich kann mich wieder bewegen? Mal schauen… Status… Huch? Schnelle Regeneration? Wow, wie praktisch das ich es nun habe.“ sprach Sina mit sich selber.

Die fliegende Heldin wedelte ein bisschen mit dem Armen und konnte ihren Körper drehen und sah nun Alliancia aus der Vogelperspektive.

„Wow… wie schön ist dieser Kontinent? Kann ich meine Heimat sehen? … Schwierig, wenn ich nicht weiß, wo ich hinschauen soll…“ murmelt Sina traurig.

Dann merkte sie es… sie flog nicht mehr, sondern die Schwerkraft setzte wieder ein und sie fiel.

„Puh… dachte ich lande noch im All wo mein Tod gewiss wäre. Nun lass mich überlegen. Wenn ich direkt noch oben geschleudert worden bin, sollte ich eigentlich wieder auf Titanus zufliegen… Eigentlich wollte ich seinen Kopf zerstören, aber ich bezweifle, dass ich sicher auf ihm lande.“

„Wenn ich es schaffe, meine anderen neuen Fähigkeiten einzusetzen in der Kombination von Limit brechen und es bis zum äußersten auflade, sollte „Dämonischer Schnitt“ dem Felsbrocken ordentlich weh tun, aber vorher…“

Sina griff in ihr Inventar und holte Blutklinge aus der Schwertscheide heraus und legte die Scheide wieder ins Inventar.

„Chaosklinge!“ und Blutklinge änderte seine Form. „Ich hatte nicht den Eindruck, dass ich mit Gift Erfolg haben werde, aber mit Chaos… dürfte mein Schaden sich nochmal zusätzlich erhöhen. Bisher habe ich noch von keiner Götterbestie gehört, dessen Element es war, es sei denn man zählt die Hydra dazu, stark war sie jedenfalls.“

Sina schaute sich nochmal den Kontinent an und wurde ein bisschen traurig, dass sie als Sukkubus nicht fliegen kann. In ihrem früheren Leben hatte sie Angst vor bestimmten Höhen und doch träumte sie immer vom fliegen.

„Kann man nichts ändern. Hoffentlich überlebe ich die Landung…“

Die Heldin aktivierte ihre stärkste Fähigkeit und wird in eine schwarze Kugel eingeschlossen, ohne dass sie es merkte. Sie versuchte ihren Flug zu kontrollieren, damit sie Titanus nicht verfehlt, was nicht so einfach war, weil der Riese unter einer großen Gewitterwolke versteckt war.

„Soo, die Pfeile sind vorbereitet. Ein Lebewesen, das in dieses Licht reinschaut wird für alle Zeiten blind. Es ist… teils magisch und teils organisch was ich gemixt habe.“ erklärte Christoper.

„Ich frage mich, woher du dir all dieses Wissen angeeignet hast.“ wundert sich Falco.

„Um es auf den Punkt zu bringen, Alchimie. Ich habe in den alten Wälzern der Zwerge nach solchen Schriften gesucht und gelernt. Selbst ich wundere mich, warum man solches Wissen nicht weiterverbreitet, weil die Zubereitung ziemlich einfach ist und der Effekt… sehr erfolgversprechend ist.“

„Vermutlich ist wegen der Einfachheit dieses Wissen versteckt worden.“

„Wer weiß… Also es sind einundzwanzig Spezialpfeile mit meinen Beuteln kombiniert. Bekommst du sie alle geschossen?“

„Nichts leichteres als das. Ich werde abwechselnd immer drei gleichzeitig auf beide Augen schießen und… dann werden wir abwarten. Louis sieht ja auch aus, als würde seine Fähigkeit ganz aufgeladen sein und Neia zaubert schon ziemlich lange an ihrem Spruch.“

„Das wird vermutlich der heftigste Angriff auf Titanus sein… Hmm? Auf seinem anderen Bein habe ich was explodieren sehen? Mal schauen… Ah, dort sind also Thomddir und Melaine. Scheinbar versuchen sie es gemeinsam auf das andere Bein ihre Angriffe zu starten.“ berichtet Christoper.

„Genau an dieser Stelle muss du deine Fähigkeit einsetzten.“ erklärt Thomddir.

„Hat deine Fähigkeit… überhaupt irgendetwas bewirkt?“ zweifelte Melaine. Sie ist immer noch misstrauisch, dass man bei dieser Größe überhaupt einen nennenswerten Angriffs starten könnte.

„Keine Ahnung? Wenn der aber aufhört zu wandern, dürfte er schon was gemerkt haben.“ grinst Thomddir. „Am besten wir greifen an, wenn Louis angreift, man kann es ja von hier aus sehen, wie hell und groß seine Fähigkeit wurde.“

„Wenn du meinst… aber, wenn danach nichts passiert ist, gehe ich!“ warnte Melaine ihn und Thomddir nickte.

„Das ist mein erstes Mal, dass ich meine Fähigkeit so auflade, ob ich damit bessere Chancen gegen Sina hätte?“ überlegte Louis, der am schwitzen war. Er hat den Angriff auf das andere Bein mitbekommen, konnte aber nicht erkennen, wer und wieso es jemand getan hat.

„Hoffentlich bringen unsere Angriffe was. Das wäre der erste Angriff in der Geschichte von Abenteurern auf Titanus.“ grinste Louis und ließ seine Fähigkeit frei. „Hoffnungsvoller Schnitt!“

Die Umgebung von Louis strahlte in einem weißem Licht und eine weiße Linie verlässt das Schwert von Louis und raste mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit auf das Bein von Titanus. Dieser Angriff ist so stark aufgeladen, dass dieser Schnitt sogar größer ist, als das Bein von Titanus.

Als wäre es das Signal, griffen Thomddir und Melaine nun ebenso in einem Kettenangriff auf das andere Bein. Man sah viele weiße Bälle und bunte Linien fliegen. Falco schoss nun die Pfeile auf die Augen zu, nur Neia lädt noch.

Es dauerte nicht lange und als wäre es Schicksal, trafen alle Angriffe der Abenteurer gleichzeitig ein. Die Lichtpfeile von Falco und Christoper erhellten die dunkle Gegend, starke Rauchwolken entstanden am Bein von den Angriffen des Zwerges und Wolfsmensch. Einzig bei Louis Fähigkeit gab es ein lautes Krachen und man hörte Titanus laut stöhnen.

Von seinem Bein bis zum… Bauch sah man eine große geschnittene Linie, überall fielen Gesteinsbrocken herunter. Titanus hörte auf sich zu bewegen.

Dann kam der Zauberangriff von Neia. „Maximum Lichtja!“ und wie eine Laserkanone schoss dieser Zauber auf den Brustbereich von Titanus. Der Lichtstrahl traf auf den Brustkorb von Titanus und es schrie vor Schmerzen, alle Abenteurer bis auf Neia mussten ihre Ohren zuhalten. Dann schoss der Lichtstrahl aus dem Rücken heraus und flog weiter.

Der Lichtstrahl wurde kleiner bis er ganz verschwunden war. Neia fiel auf ihre Knie und musste schwer keuchen. Man sah ein großes Loch in Titanus Brustbereich und er stöhnte laut.

„Haben… wir was auswirken können?“ fragte Melaine und Thomddir nickte. „Schau doch, unsere Fähigkeiten haben das Bein ziemlich demoliert.“ zeigte der Zwerg.

„Und konnten die Lichtpfeile was ausrichten?“ fragt Falco und Christoper wiegelt sein Kopf. „Ich bin mir nicht sicher. Diese roten Augen… haben überall Risse. Vermutlich konnte es normal sehen und hatte aber auch eine magische Sicht dazu. Aber ob es irgendwelche Auswirkungen hatte?“ überlegte Christoper laut.

„Mist… meine Fähigkeit war nicht stark genug um sein Bein zu trennen.“ fluchte Louis und sah eine Veränderung bei Titanus.

Titanus ging zum Angriff über.

Kapitel 113

Ich bin wiedergeboren und der Kampf gegen Titanus?

Es vergingen viele Stunden. Die Stadt wurde evakuiert und nur die SSS-Abenteurer sowie der Gildenmeister blieben zurück. In der Gegend strömte der Regen immer noch stark und überall blitzte und donnerte es.

Das Meeting verlief positiv, die Abenteurer sind fast am Ende angekommen. „Erstaunlich welche Fortschritte wir machen. Wenn wir das durch haben, wird einige Zeit vergehen, bis wir wirklich wieder so ein Meeting einhalten müssen.“ lobte Neia.

„Wenn überhaupt. Lass die Reformen erst mal sich entwickeln. So eine Änderung geht nicht von heute auf morgen, aber ich denke wir haben ein paar neue Grundsteine gelegt, die für die Abenteurer im positiven Sinne weitergeführt wird.“ kommentiert Louis.

„Und wem habt ihr das zu verdanken hm?!“ meldete sich Sina. Man merkte ihre Ungeduld, aber sie blieb bei dem Meeting trotzdem ernst.

„Natürlich ihr…“ seufzte Melaine, die ihre Wölfe tröstet. Falco, Thomddir und Christoper sagten nichts, aber mussten Sina recht geben, ohne ihr… Charisma wären sie nicht weit gekommen.

„Nun, wollt ihr uns vielleicht erklären, wie ihr gedenkt gegen Titanus vorzugehen?“ fragte Falco und Sina hielt nur ihren Kopf schräg.

„Keine Ahnung. Wenn das wirklich so groß wie ein Berg ist, müssen wir entweder es in Einzelteile schlagen oder von innen bekämpfen. Etwas das so alt ist wie die Welt dürfte ziemlich… robust sein, vor allem, wenn Titanus im Meer gewandelt ist, dürfte seine Anatomie als Monster komplett anders sein.“ gab Sina ihre Überlegung preis.

„Wir?“ staunte Thomddir. „Ich kann es auch alleine machen, aber der ist doch ein SSS-Auftrag oder eher ein SV meiner Meinung nach und es dürfte… ein schlechtes Bild zeigen, wenn alle anwesenden SSS-Abenteurer nichts gemacht haben oder? Ich meine, wir haben uns die Köpfe eingeschlagen und der Welt vor Augen geführt, wie stark wir sind.“ meint Sina.

„Hm… mein Ruf ist mir ziemlich egal, aber ich will nicht als Feigling abgestempelt werden.“ murmelt Christoper.

Und dann hörte es jeder. Ein Brüllen, dass das Gildenhaus zum wackeln brachte. „Scheinbar ist es soweit. Auf in die Schlacht.“ ruft Sina glücklich.

„Wenigsten einer ist glücklich…“ flüstert Louis und die anderen nickten nur. Alle gingen gemeinsam raus in den Regen und schauten dann aufs Meer…

„Bei der Göttin…“ rief einer der Abenteurer, aber jeder konnte verstehen, dass es einem die Sprache verschlug.

Titanus, das weltgrößte Monster und dem Element Erde hörig, ragte mit der Größe eines Berges aus dem Meer heraus. Sina würde es mit einem Steingolem vergleichen, aber mit großen Steinbrocken am Körper sowie Erdstacheln und andere Deformierungen.

Es wirkte fast humanoid, zumindest zeigt es die groben Umrisse. Seine Beine waren noch im Meer und es bewegte sich sehr langsam, aber aus der Nähe dürfte es immer noch schneller sein.

Sein… Kopf wirkte, als würde es eine Krone aus Stacheln nach oben tragen und es hatte zwei gigantische rote… Augen? Man wusste es nicht, ob es wirklich sehen kann oder eine magische Sicht besaß. Aber es bewegte sich auf die Stadt zu.

„Entschuldigung, aber… ich habe keine Ahnung, wie wir das besiegen sollen.“ sprach Melaine das aus, was einigen ebenso durch den Kopf gingen.

„Neia?“ fragte Sina, die für sich einen Plan hatte. „Ja?“

„Könnte man es einfrieren und mit den stärksten unserer Fähigkeiten bombardieren? Seine… Haut oder was auch immer es ist sieht mir sehr stabil aus.“

„Sina… das ist die gleiche Frage wie mit Glacia. Es ist zu gigantisch, meine Mana reicht von vorne bis hinten nicht aus. Es würde mich nichtmal wundern, wenn es gegen Wassermagie Immun ist. Man wandelt nicht einfach ins Meer und steckt es weg wie nichts.“ versuchte Neia es geduldig zu erklären.

„Wieso gibst du eigentlich immer so schnell auf ohne es getestet zu haben? Dieser Berg ist komplett nass, wenn du das einfrierst und… Louis greift mit seinem stärksten Schnitt an, vielleicht kann man seine Hülle beschädigen oder ähnliches.“ verlor Sina ein bisschen die Geduld.

„Weil ich realistisch bin.“ antwortet Neia ohne zu zögern und Sina rollte ihre Augen. „Ok, Frau Realismus, dann lass dir was einfallen, um zumindest seine Mobilität einzuschränken. Es scheint ja keine aggressives Monster zu sein, aber alleine seine Wanderschaft sorgte für Ärger, also…“ überlegte Sina wieder und alle warten gespannt.

„Also?“ hake Falko. „Ach wisst ihr was. Neia, kannst du mich so nah wie möglich an seinen Kopf teleportieren?“ wollte Sina nun wissen. Alle schauten sie an, als wäre sie der Dämonenkönig persönlich.

„ … Nein?“ versuchte Neia abzulehnen, aber Sina legte eine Hand auf ihre Schulter. „Meine liebe Neia. Ich möchte gerne was tun, aber bisher höre ich hier immer „Mimimi da, mimimi hier.“ Langsam verliere ich die Geduld und gebe dir folgende Wahlmöglichkeiten. Entweder kommst du meinem Wunsch entgegen oder ich werfe dich auf den Riesen. Es ändert zwar nichts an der Situation, aber mir geht es definitiv besser und dir schlechter.“ lächelt Sina sehr gruselig.

Neia musste schwer schlucken, während der Regen auf sie prasselte. „Dann… lass mir dir zumindest eine Warnung geben… Es hängt von meiner Einschätzung ab, ob ich es schaffe. Es kann natürlich auch sein, dass ich… die Entfernung nicht richtig eingeschätzt habe und du dann aus ziemlich hoher Höhe runter fällst.“

„Dann bin ich aber immer noch näher ran, als jetzt.“ kommentierte Sina ihre Warnung. Thomddir zeigte auf Titanus. „Der Riese ist stehen geblieben… irgendetwas macht es.“ Alle schauten auf Titanus und er stand wirklich und irgendetwas machte er mit seinen… rechten Arm, als würde er ausholen.

„Was auch immer. Wann geht es los?“ setzte Sina die Elementmagierin unter Druck. „Ist gut, aber wenn du daran stirbst, gibt mir nicht die Schuld!“ gab Neia nach und zauberte.

„Wenn ich euch raten dürfte, versucht seine Beine anzugreifen und seine Sicht. Das sind Ziele, die man nicht verfehlen kann.“ gab Sina die Hinweise an die anderen. „Wir sollen mithelfen?!“ rief Falco.

„Ich kann es auch alleine machen, kein Problem, aber jammert nicht herum, wenn ihr keinen Ruhm abbekommt. Und Neia?“ fragte Sina und Neia nickte.

Auf einmal änderte sich die Sicht von Sina und sie sah nur Felsen mit roten… Augen. Titanus sah sie scheinbar auch und brüllte, das Sina ihre Ohren zuhalten musste und ihr gesamter Körper vibrierte. Der Zauber war zu Ende und weil Sina vor Titanus teleportiert wurde, setzte die Schwerkraft ein und Sina fiel…

„Ah… verdammt… ?! Was… kommt da?!“ schrie Sina, als unter ihr eine riesige Steinfaust, größer als die Stadt, auf sie zugeflogen kam. Sina versuchte mit ihrer Fähigkeit „Schockexplosion“ aus dem Angriffsfeld herauszukommen, aber bei der Größe und Schnelligkeit hatte sie keine Chance und wird getroffen. Sina wurde sofort von diesem Angriff bewusstlos, ihr gesamter Körper gebrochen und ihr Körper wird in den Himmel geschossen…

Die anderen Abenteurer haben gesehen, dass Titanus gebrüllt hat, das den Boden zum vibrieren brachte und sein Arm nach etwas geschlagen hat. Man konnte es nicht sehen, aber es raste mit eine Geschwindigkeit in den Himmel, dass das Unwetter in einer bestimmten Stelle ein großes Loch in den Wolken aufriss.

Louis, Falco, Melaine, Christoper, Thomddir schauten Neia an, die wieder schwer schluckte. „Eh… Wie unerwartet?“ schaute Neia weg.

„Sicher das es nicht absichtlich war?“ hakte Melaine nach und Neia nickte. „Deswegen wollte ich es ja nicht. Ich habe es doch falsch eingeschätzt und… Sina wird vermutlich gestorben sein…“

„ … Ich glaube… das sie noch lebt. Mein Instinkt sagt es mir zumindest.“ beruhigte Louis die anderen. „Wenn sie gestorben wäre, dann will ich nicht dabei sein, wenn ihre Freundin das erfährt.“ murmelt Thomddir.

Christoper und Falco schauten ihn fragend an und Louis erklärte es ihnen. „Sie… kann unheimlicher werden als Sina. Mehr… braucht ihr nicht wissen.“ und seine Freunde schluckten.

Titanus fing wieder an sich nach vorne zu bewegen. „Und was machen wir nun? Den stärksten Kämpfer hat der Große aus dem Ring geschlagen.“ fragte Thomddir.

„ … Falco und Christ, würdet ihr mir helfen?“ fragte Louis und brachte die anderen zum staunen, der Schwertheilige fragte um Hilfe.

„Bei was genau?“ fragte Christoper misstrauisch. „Ich möchte auch gegen ihn kämpfen und halte den Vorschlag von Sina… für eine gute Idee. Bisher haben wir nicht wirklich eine Idee und bisher hat auch niemand vor uns gegen ihn gekämpft, aber… Sina hat es getan und fliegt irgendwo gerade hin, möge die Göttin ihre schützende Hand über sie halten.“ erklärt Louis mit einer sehr ernsten Stimme.

Falco und Christoper schauten sich an und schütteln die Köpfe und grinsten dann Louis an. „Klar, wenn du uns schon bittest, können wir das schlecht ablehnen.“ sagte Christoper.

„ … Danke. Ich schlage vor, dass ihr beiden euch um seine Augen kümmert, das sollte in eurem Bereich liegen.“ sagte Louis.

„Was denkst du Falco? Triffst du ihn?“ eckte Christoper von der Seite und Falco grübelt. „Mit geschlossenen Augen, aber ich habe meine Zweifel, dass meine Angriffe überhaupt irgendwelche Auswirkungen haben.“

„Ich hätte ein paar Ideen. Lass uns an einen anderen Standpunkt gehen zum schießen.“ sagte Christoper und nahm Falco mit. „Ich schlage vor, dass ihr das andere Bein nehmt.“ und Louis ging ebenso.

Zurückbleiben Melaine, Thomddir und Neia. „Hrmm… komm Melaine, lass uns das andere Bein nehmen.“ rief der Zwerg und zog ohne auf die Antwort zu warten, Melaine direkt mit, die nur noch „Eh?!“ sagen konnte.

„Warum… ich verstehe das nicht.“ murmelt Neia. „Vermutlich hat Sina mit ihrem Tatendrang die anderen angesteckt.“ antwortet eine Stimme hinter Neia. Sie drehte sich um und es war Ascal.

„Sina hat eine… interessante Gabe. Sie beeinflusst bewusst und unbewusst die Personen in ihrer Nähe so wie euch. Ich kannte eine Neia, die hätte überhaupt erst nicht diskutiert und wäre gegangen, nun habt ihr Sina geholfen und trotz des… gescheiterten Angriffs seid ihr immer noch hier.“

„ … “

„Wenn ich ehrlich bin, ich hätte überhaupt nicht damit gerechnet, dass ihr alle gegen Titanus kämpfen wollt. Am Anfang hätte euer Ruf vermutlich gelitten, aber seien wir doch mal ehrlich. Wie besiegt man ein Monster in dieser Größe?“

„ … “

„Nun, ihr könnt noch immer gehen oder kämpft gegen Titanus. Bestimmt kennt ihr Zauber welcher selbst so einen Riesen Schaden zufügen könnte.“ und Ascal ließ Neia alleine stehen.

„Habe… ich mich wirklich so verändert?“ murmelt Neia und überlegte, welche Zauber die nötige Durchschlagskraft haben, um Titanus zu verletzen.

Kapitel 112

Ich bin wiedergeboren und der Überraschungsgast?

„Abenteurer sollten ein Mindestalter haben, bevor man sie als Abenteurer einstellt.“

Drei mal Ja, drei mal Nein.

„Eh.. eine Frage, Kinder können ebenso Abenteurer werden?“ hakte Sina nach.

„Das stimmt. Es kommt selten vor, aber es ist nicht unüblich, das Kinder ebenso Abenteurer werden wollen. Es gibt keine Regel, welches Alter man haben muss, aber zwischen Abenteuerspielen und einem richtigen Abenteuer liegen dann doch Unterschiede.“ erklärt Neia.

„Um Himmels willen, natürlich ja. Man muss mindestens zwölf Jahre alt sein und darf in diesem Alter nur Sammelaufgaben annehmen, bis sie vom Trainer der Gilde offiziell die Bestätigung haben, auch Monster zu bekämpfen. Bei älteren Personen trifft diese Regel dann nicht mehr zu.“ schlägt Sina vor.

„Hmm, das klingt vernünftig. Ich kann mir ebenso nicht vorstellen, Kinder gegen Monster kämpfen zu lassen.“ sagte Melaine.

„Kinder sollen lieber spielen und ihre Freizeit genießen bevor der Ernst des Lebens beginnt.“ philosophierte Falco.

„Dann stimmen wir ab. Ich habe dem Vorschlag nichts hinzuzufügen.“ meldet Louis sich. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Im Büro des Gildenmeisters:

„Gildenmeister Ascal, was meinen sie denn, wir sollen die Stadt evakuieren?“ fragte die Sekretärin, als Ascal sich ein bisschen beruhigt hat.

„Was da… aus dem Meer kommt ist niemand anderes als die Götterbestie Titanus! Nur er hat diese Größe und was wir sehen, ist höchsten ein Teil seines Kopfes!“ erklärt Ascal und die Frau wurde sehr blass.

„Aber… laut den Berichten ist er doch vor langer Zeit ins Meer hinabgestiegen?“ murmelt die Frau.

„Das stimmt und scheinbar ist er nun wieder auf dem Weg aufs Land zu gehen. Alle Aufträge werden eingestellt. Ich will dass die Stadtwache, die sowieso schon panisch herumrennt auf den neuesten Stand der Dinge gebracht wird. Die Abenteurer sollen bei der Evakuierung aushelfen, ich werde es dem Bürgermeister selbst erklären.

Des weiteren sagt den anderen Gildenhäusern Bescheid, das Titanus sich nun auf Efrana befindet, sie werden ihre eigenen Maßnahmen ergreifen müssen… Warum muss das ausgerechnet in meiner Stadt sein.“ wurde Ascal wieder depressiv.

„Aber Gildenmeister… Titanus ist doch ein SSS-Auftrag oder nicht? Und im Konferenzzimmer sitzen alle SSS-Abenteurer… wäre es nicht…“ wollte die Sekretärin was vorschlagen, aber Ascal stoppte ihre Gedanken.

„Überlegt doch mal: Wenn vor der Stadt ein Kampf losgeht, glaubt ihr wirklich, dass… die Stadt und alles in der Umgebung heil bleibt? Wir müssen die richtigen Prioritäten setzen und das ist nun mal das Volk zu beschützen ergo alle Bewohner evakuieren und so weit wie möglich fortschaffen. Sobald wir das getan haben, werde ich sie darüber aufklären, dass wir einen Überraschungsgast haben und überlasse ihnen alles weiteres.“ sagte Ascal sehr ernst.

Im Konferenzraum:

„Der SV-Rang sollte veröffentlicht werden. Er wurde bisher geheim gehalten um das Volk zu schützen.“

Drei mal Ja, drei mal Nein

„Ja, es ist Blödsinn Wissen für sich zu behalten. Louis weiß schon von meinem Vampierproblem, weil deren Anführer hat diese Stärke. Im Grunde kann er es mit dem Dämonenkönig aufnehmen, was mich persönlich nicht wundern würde. Wer weiß wie alt dieser Vampirkönig wirklich ist und er hat es auf mich abgesehen.“ erklärt Sina.

„Was hast du angestellt, dass so ein Monster dir auf die Pelle rückt?“ fragte Falco. „Ich habe zuerst Ludwig Kelmont getötet und danach seine erste Tochter Camilla. Das dürfte ihn ziemlich wütend gemacht haben, wenn ich Tio und Mio richtig verstanden haben.“ gab Sina die Information preis.

Auf einmal winselten und jaulten die Wölfe von Melaine laut. „Was ist denn nun los?“ wunderte sich Christoper. Man sah ihnen an, dass sie wirklich viel Angst hatten. Melaine stand auf und ging zu ihnen um sie zu beruhigen.

„Was… spürt ihr? Etwas kommt oder?“ fragte sie ihre Wölfe, die sie aber nur anwinselten. „Ist das normal?“ hakte Falko nach. Melaine schüttelt den Kopf. „Nein. Tiere sind sehr empfindliche Wesen, die sehr früh Ärger spüren und scheinbar… gibt es irgendwo einen Grund, warum meine Tiere nun Angst haben.“

„Leute? Schaut mal auf eure Gläser.“ sagte Sina und alle schauten darauf. Erst passierte nichts, dann kam eine Wellenbewegung auf der Oberfläche… dann wurde es wieder still. Sie warten noch ein bisschen, bis wieder eine Bewegung entstand.

„Was auch dieser „Grund“ sein mag, aber es muss verdammt schwer sein.“ sprach Thomddir den Gedanken laut aus.

„Ok Leute, wir verschieben das Meeting und schauen uns das Problem an.“ klatsche Sina und alle nickten. Sie gingen geschlossen aus dem Raum und sahen überall panische Mitarbeiter herumrennen, andere gaben Anweisungen an die Abenteurer.

„Ich glaube, wir haben da was verpasst.“ sagte Louis sehr nüchtern, als Ascal zu ihnen kam. „Verdammt, ich weiß nicht, wie ihr es gemerkt habt, aber es kommt.“

„Eh… was meint ihr mit „es“?“ fragte Christoper misstrauisch. Ascal merkte seinen Fehler, dann seufzte er.

„Titanus wurde gesichtet. Er läuft gerade auf diese Stadt zu. Wir sind gerade dabei, die Stadt zu evakuieren und ich wollte euch erst Bescheid geben, wenn die Kampfzone dafür bereit ist.“ beichtet Ascal.

„Bitte? Titanus kommt?!“ rief Neia erstaunt. Sie hatte dieses Wesen schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, aber dass es nun auf diese Stadt zuläuft nennt man Pech.

„Verdammt, einen schlechteren Weg konnte es sich echt nicht aussuchen.“ fluchte Thomddir. Alle hatten ihre Sorgen… bis auf Sina.

„Das ist doch fan-tas-tisch! Eine Götterbestie kommt und ich muss sie nicht suchen!“ strahlte Sina mit leuchtenden Augen.

„Ihr seid verrückt… wollt ihr es wirklich bekämpfen?“ fragte Falco erstaunt und Sina nickte nur. Neia, Louis und Christoper kannten die Pläne von Sina, daher waren sie nicht wirklich erstaunt.

„Lady Sina… habt ihr Titanus schon mal gesehen? Das ist ein wandernder Berg!“ merkte Melaine an, aber Sina sah nicht so aus, als würde es sie stören.

„Wo ist es?“ wollte Sina sofort wissen. Der Gildenmeister seufzte nur. „Einfach nur rausgehen und aufs Meer blicken. Man kann es nicht übersehen…“ und Sina rannte schon weg.

„Eh… Könnt ihr mir erklären, warum nur Sina es toll findet, dass dieser Titanus erscheint?“ fragte Thomddir. „Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Götterbestien zu jagen.“ klärte Louis ihn auf und der Zwerg riss seine Augen auf.

„Aber… das sind doch die stärksten und ältesten Monster auf der Welt! Bisher wurde nur eins in der Vergangenheit getötet und es hat schon Alliancia zum wackeln gebracht!“ war Thomddir erstaunt.

„Das hält sie aber nicht davon ab, es zu versuchen.“ sagte Christoper es nun. „Lasst uns ebenso rausgehen und uns ein Bild von der Situation machen.“

Sina war im Regen raus gerannt und schaute sofort aufs Meer. Sie konnte den Felsen nicht übersehen und ein Schaudern ging ihr über den Rücken runter. „Das… ist in der Tat ein verdammt starkes Monster.“ rief Sina vor Freude.

Die anderen Abenteurer kamen nun auch raus und sahen den Felsen. „Es ist wirklich Titanus. Es ist lange her, als ich ihn zuletzt gesehen habe, aber ich würde ihn immer wieder erkennen.“ sagte Neia.

„Irgendwie… wirkt er sehr klein.“ sagte Thomddir. „Weil das Meer verdammt tief ist. Das ist gerade ein Teil seines Kopfes, was da aus dem Meer herausragt.“ klärt Neia ihn auf.

„W… wie groß ist er dann?!“ wundert sich Melaine. „Groß genug um mit seinen Füßen die Stadt zu zerstören.“ kommentiert Neia.

„Dann ist er noch zu weit um ihn zu bekämpfen.“ dachte Sina laut. „Und… wie willst du dieses Ding besiegen?!“ fragte Christoper nun.

„Keine Ahnung, ich werde warten, bis es aus dem Meer heraus gekommen ist und DANN mache ich mir darüber Gedanken.“ antwortet Sina gelassen.

„Nun meine Herrschaften. Wir können das Meeting vertagen oder weiterführen.“ schlug Neia vor, um die Wartezeit zu überbrücken.

„Hrm… besser als nichts. Ich würde lieber bei der Evakuierung helfen, aber irgendwie würde ich schon gerne wissen, wie Sina gegen Titanus vorgehen will.“ murmelt Thomddir.

„Dann lass uns wieder reingehen. Ich bin schon ganz nass durch den Regen.“ beschwerte sich Melaine.

Im Konferenzzimmer zogen die Abenteurer ihre nassen Sachen aus und Neia zaubert die restlichen Klamotten der Leute trocken.

„Magie hat auch ihre nützlichen Seiten.“ kommentierte Sina, die die wenigsten Kleider trug. „Danke…“ antworte Neia trocken.

Dann saßen sie wieder alle und wollten das Meeting fortführen, als Ascal reinkam. „Was… macht ihr?“

„Das Meeting weiterführen, bis Titanus nah genug ist, um es zu bekämpfen.“ antwortet Sina freudig.

„Ihr wollt es wirklich bekämpfen?! Nicht das ich was dagegen hätte, aber euch ist bewusst, dass der Kampf unseren Kontinent verändern könnte?“ wies Ascal auf ein Problem hin. „Mir egal.“

„Das sollte euch nicht egal sein Lady Sina!“ nörgelt Ascal. „Ihr könnt ja zu ihm hin gehen und darum bitten, woanders weiter zu gehen.“ sagte Sina sarkastisch. „Wenn ihr nun wieder gehen könnt, wir haben eine Besprechung.“ Ascal war fassungslos, dass man ihn aus seinem Haus rauswirft.

„Man möchte, dass die Abenteurer keine neutrale Fraktion mehr ist und einen festen Punkt der Gesellschaft wird.“

Drei mal Ja, drei mal Nein

„Nein. Wir sind schon ein fester Teil der Gesellschaft. Wir mischen uns nicht in die Angelegenheiten der Regierungen ein, es sei denn, sie gehen gegen uns vor wie im Kaiserreich Osnain. Das sollte an die anderen eine unausgesprochene Warnung sein, dass wir uns auch zu wehren wissen.“ erklärt Sina und alle ignorierten Ascal, der immer noch im Zimmer war.

„Ein bisschen widersprüchlich, wenn ich bedenke, welche Positionen ihr habt? Ihr seid die stärkste Abenteurerin, Reichskanzlerin aus Osnain und Heldin aus Efrana.“ merkte Christoper an.

„Stimmt, nur kann ich sie nicht loswerden, weil man sie mir auf Lebenszeit gegeben hat. Ich bin auch nicht glücklich darüber, aber was soll ich daran ändern?“ stimmte Sina ihm zu.

Ascal verließ kopfschüttelnd den Raum und suchte sein Büro auf. „Gildenmeister Ascal, die meisten Bewohner konnten wir schon evakuieren, aber wir haben noch ein Problem mit den Alten und Kranken.“ meldete sich die Sekretärin wieder.

„Haben wir denn keine Kutschen mehr, dass wir sie dort unterbringen können?“ war Ascal wieder in seinem Element.

„Glaube schon.“ überlegte die Sekretärin.

„Dann nehmt sie. Leben geht vor, wir lassen niemanden zurück. Wie sieht der Standpunkt der anderen Aufgaben aus?“ fragte Ascal.

„Die Gildenhäuser sowie der König wurden informiert. Sobald die letzten Bewohner evakuiert werden, folgen die Wachen und die Abenteurer.“ berichtet die Frau.

„Gut gemacht.“ lobte der Gildenmeister.

„Was… ist mit den Abenteurern im Konferenzzimmer?“ fragte die Sekretärin vorsichtig.

„Die besprechen weiter ihr Meeting um die Wartezeit zu verkürzen, bis Titanus aus dem Meer herausgekommen ist und wollen ihn dann bekämpfen, zumindest Lady Sina…“

Kapitel 111

Ich bin wiedergeboren und möchte gerne meine Kameraden ins Meer werfen?

Am nächsten Tag suchten fünf SSS-Abenteurer die Gilde von Saifa auf. Sie werden von der Empfangsdame begrüßt und in das Konferenzzimmer gebracht, wo auch Melaine und Thomddir anwesend waren.

„Ah, der Rest ist auch anwesend, ich dachte, ich würde mit der Hündin hier das alleine erledigen müssen.“ ärgert Thomddir seine Kameradin.

„Endlich… ich kann mir seine Witze nicht länger anhören.“ wirkte Melaine, die Wolfsfrau, sehr erschöpft, ihre Wölfe gaben ein leises Jaulen von sich.

„Das klingt ja aufbauend…“ murmelt Sina. „Ah willkommen in meiner Gilde, hätte nicht gedacht, das mein Haus diesmal an der Reihe ist, ein SSS-Meeting einzuberufen.“ grüßte Ascal mit viel Energie.

„Ah, lange nicht mehr gesehen Ascal.“ grüßt Neia ihn freundlich. „Das stimmt allerdings. Wann war es das letzte mal? Vor 200 Jahren oder so?“ lächelt Ascal.

„Kommt ungefähr hin. Ihr habt euch also für den Weg als Gildenmeister entschieden?“ nickte Neia. „Das stimmt, ich wollte sehen, ob ich die Abenteuergilden verändern könnte. Einige Systeme sind immer noch ziemlich veraltet, aber das könnt ihr heute ändern.“ grinst Ascal.

„Leider…“ murmeln Christoper und Falko zustimmend. Louis sagte dazu nichts. „Nun denn, wenn ihr alle Platz nehmen würdet? Ich hole die Fragen.“ sagte Ascal und verschwand.

Die restlichen Abenteurer nahmen Platz und warteten, bis Sina fragte: „Wie läuft das eigentlich? Ich mache das erste Mal bei so einer Sache mit.“

„Hmm. Einer liest die Frage oder das Thema vor und es wird dann abgestimmt, wie damit verfahren wird.“ erklärt Neia.

„Und… wie habt ihr euch aus der Affäre gezogen?“ wunderte Sina sich und sie drehten ihre Köpfe weg. „Lasst mich raten… Bevor ihr die Blätter oder sonstiges angeschaut habt, hat einer von euch direkt gefragt, wer dafür ist und drei haben ihre Hände gehoben und der Rest nicht, somit war das Thema beendet?!“ rief Sina ungläubig. Die Stille war so heftig, dass man das Hecheln der Wölfe sehr laut hören konnte.

Bei Sina bildete sich auf der Stirn eine Zornesader, die ein bisschen merkwürdig aussah bei den knappen Klamotten, die sie trug.

„Ich schwöre bei dem dunklen Gott und der hellen Göttin, wenn Ascal mit einem fetten Ordner wiederkommt, dass ich euch ins Meer werfe.“ drohte Sina mit einer unheilvollen Stimme. Die anderen schluckten alle sehr laut, denn die Drohung war sehr glaubhaft.

Und dann kam Ascal wieder und legte fünf dicke Bücher auf den Tisch. „Nun, da ihr nun eine ungerade Zahl seid, könnt ihr euch nicht mehr herausreden vor euren Aufgaben. Wenn ihr eine Pause braucht oder was zu Essen, sagt einfach einem meiner Mitarbeiter Bescheid.“ dann verließ Ascal den Raum.

Und dann spürten alle Abenteurer die Mordlust… und schauten Sina an. Sie hatte ihre Augen geschlossen und lächelte nur, aber das führte nur dazu, dass allen ein heftiger Schauer durch ihren Rücken rutschte.

„Geht… es dir gut Lady Sina?“ fragte Christoper mutig. „Mir ging es noch nie besser, wieso fragst du?“ lächelt Sina weiter, aber der Zustand war fast unerträglich.

Sina zog eines der Bücher heran, schlug zufällig eine Seite auf und las… dann warf sie das Buch in die Ecke mit einer Kraft, dass das Buch in der Wand steckte.

„Ihr… wollt mich doch wirklich auf den Arm nehmen oder?“ fragte Sina immer noch höflich, aber es fehlte nicht mehr viel zum Ausbruch.

„Nein Lady Sina, ist es nicht. Wir haben uns auch schon die Frage gestellt, warum wir das erledigen müssen und nicht die Gildenmeister, aber scheinbar haben die Gründer sich was dabei gedacht, dass es nur die SSS-Klassen es klären dürfen.“ antwortet Louis.

„Ah… ich verstehe…“ sagte Sina und ließ den Kopf hängen. Dann nahm Sina das nächste Buch und schlägt die erste Seite auf.

„Hat jemand einen Stift?“ frage Sina und bekam von Falko einen. „Was… habt ihr vor?“ fragte Neia.

„Die dämlichsten Fragen durchstreichen. Was haben wir denn mit diesen Fragen wie „Die Gildenhäuser müssen eine bestimmte Anzahl von Bildern enthalten.“ zu tun? Das sollen die Gildenmeister selbst lösen! Wer dafür ist, soll die Hand heben!“ befahl Sina und alle hoben ihre Hände.

„Gut, dann soll mir jemand das Buch aus der Wand bringen, ich arbeite mich eben schnell durch und dann arbeiten wir professionell!“ kündigt Sina die Information an. Nach einer Stunde wurden aus den fünf Büchern ein halbes Buch und Ascal stand wieder im Raum. „Ihr habt nach mir gerufen?“ wundert sich Ascal.

„Wir haben beschlossen, dass wir alle dummen oder blödsinnigen Fragen oder Themen durchgestrichen haben und diese in die Verantwortung der Gildenmeister legen. Sie haben keinen wirklichen Einfluss auf die Abenteuergilden, sodass es unwichtig ist, unsere Zeit dafür zu verplempern.

Neia war so nett gewesen die nicht durchgestrichenen Fragen und Themen in ein neues Buch zu übertragen. DIESE werden wir besprechen, ihr könnt nun die anderen Bücher wieder mitnehmen und es als Brennmaterial benutzen oder was euch auch immer einfällt.

Wenn ihr mit dieser Entscheidung ein Problem habt, könnt ihr natürlich jetzt euren Einspruch einlegen.“ lächelt Sina genau wie am Anfang mit den Abenteurern.

„Bitte?! Ihr könnt doch nicht einfach…“ wollte Ascal widersprechen, aber Melaine mischte sich nun ein.

„Doch das können wir und dazu nutzen wir auch das gegebene Recht. Ich habe mir die Zeit genommen und die durchgestrichenen Sachen durchgelesen und muss Sina zustimmen, es ist Zeitverschwendung. Das sind Sachen, die jeder Gildenmeister selbstständig entscheiden kann oder alle zusammen.“ sagte Melaine und die anderen Abenteurer stimmten ihr zu.

„Und… ehrlich, was haben die Gründer sich bei der Aktion gedacht, dass die SSS-Abenteurer dies entscheiden sollen? Wir haben mit der Verwaltung eines Gildenhauses so wenig zu tun, wie die Gildenmeister die Kämpfe für uns.“ meldet sich Christoper.

„Ich musste fast weinen, als ich gelesen habe, dass die Gildenhäuser eine bestimmte Anzahl von Toiletten haben müssen.“ schüttelt Thomddir den Kopf.

„Wer auch immer diese Ideen hatte, bitte… er soll aufhören zu denken.“ brummte Falko und Louis nickte ihm zu.

„Wir hätten das auch ohne Sina geschafft, aber uns verging immer sofort die Lust die Bücher aufzuschlagen, weswegen wir uns mehr oder weniger davor gerettet haben. Hätten wir… ein bisschen so gehandelt wie Sina eben, dann wäre es anders gekommen.“ erklärt Neia.

„Selbst wenn ihr Einspruch erhebt, wir haben beschlossen, dass diese Probleme von den Gildenmeister gelöst werden sollen. Es bleibt euch überlassen es gemeinsam oder alleine zu lösen.“ antwortet nun Louis.

„ … Ich verstehe…“ wirkte Ascal niedergeschlagen. „Aber rechnet damit, dass die anderen Gildenmeister toben werden.“

„Sehen wir so aus, als würde es uns interessieren?“ fragte Sina ehrlich. „ … Nein, nicht wirklich.“ murmelt Ascal nur.

„Na also, dann nehmt die Bücher mit, damit wir mit unserer Arbeit beginnen können.“ lächelt Sina nun freundlich. Ascal nickte nur und nahm die Bücher wieder mit und ließ die Abenteurer alleine.

„So löst man Probleme.“ sagte Sina es mit einer arroganten Stimme, aber das Recht musste man ihr lassen.

„Hätte nicht gedacht, dass man die Arbeit so verkürzen kann.“ dachte Thomddir laut und alle stimmten ihm zu.

„Ich hätte da ein paar Kommentare, aber ich habe keine Lust, dass es in einen nutzlosen Streit ausartet, also behalte ich es für mich. Wer möchte vorlesen?“ fragte Sina.

Auf dem Meer vor Saifa:

„Arr, verdammt, warum beißen denn heute keine Fische?“ schimpfte ein alter Fischer. „Keine Ahnung, vor allem, warum sind hier keine Möwen? Es ist verdammt still hier.“ meinte ein anderer Fischer.

Die beiden Fischer waren in einem Fischerboot aufs Meer vor der Küste Saifas hinaus gesegelt, um ihren täglichen Lohn zu fangen, aber bisher hatten sie nur Pech.

„Hrmm… ist das Meer heute irgendwie… rau? Auf dem Land hatte ich eher den Eindruck, dass es heute ruhig sein müsste.“ sagte der alte Fischer. „Stimmt, wo du es sagst. Heute ist echt alles komisch AARARHHHH.“ waren die letzten Worte des anderen Fischers, als ihr Boot von unten auf gekracht wurde und sie versanken, ohne zu wissen, warum sie sterben. Ein Stück Fels hat ihren Bootsboden durchgeschlagen und das Boot mit nach unten gerissen, ohne das die Männer eine Chance hatten zu reagieren.

Innerhalb der Gilde:

„Dann lese ich sie vor.“ meldet sich Neia. Falco hat sich erbarmt, jedem Anwesenden ein Getränk hin zu stellen, denn die Warterei hat sie ein bisschen durstig gemacht.

„Es wird gebeten, dass die Abenteurer mehr Aufgaben auf einmal übernehmen sollten, weil nur eine Aufgabe ineffizient ist. Ich schlage vor, wir gehen in der Abstimmung der Reihe nach vor… Ich fange an und Sina stimmt dann als letzte ab. Hat jemand Einwände?“ alle verneinten und Sina rollte ihre Augen, weil sie ahnte, dass es letztendlich immer ihre Entscheidung sein wird.

Drei mal Ja, drei mal Nein

„Ernsthaft? Bevor ich antworte, wie verläuft das denn eigentlich weiter?“ hakte Sina nach und Christoper antwortet: „Bei einem Nein, wird diese Frage beiseite geschoben und kann in hundert Jahren nochmal neu angegangen werden. Bei einem Ja müssen wir dann diskutieren, wie die… Reform angepasst werden soll.“ Sina klatschte sich die Hand vors Gesicht.

„Ok, habe verstanden, kein Problem.“ grinste Sina, aber ihre Augen sprachen wieder nur von einem Mord.

„Und… wie entscheidet ihr euch?“ fragte Louis. „Nun, da Neia es ja geschickt gemacht hat, würde es mich nicht wundern, dass ich letztendlich alles klären muss. Damit das aber schneller geht, werde ich dazu auch immer einen Vorschlag machen. Bei einem Ja und bei einem Nein die Begründung. Alle einverstanden?“ fragte Sina und alle nickten.

„Also gut. Ich stimme für ja. Mein Vorschlag ist folgender: Abenteurern ist es nun erlaubt zwei Aufgaben gleichzeitig anzunehmen. Bei einer größeren Gruppe ist die maximale Aufgabenannahme bei fünf. Damit soll verhindert werden, dass größere Gruppen die mindesten drei Personen haben, den anderen Abenteurern alle Aufgaben wegnehmen.

Sollte es mal dazu führen, dass die Aufträge zurückgehen, tritt die Sonderregel ein, dass wieder alle Abenteurer nur eine Aufgabe annehmen dürfen, bis wieder genug Aufgaben existieren. Dies müssen natürlich die Mitarbeiter der Gilde im Auge behalten.

Aber dies gilt erst ab Rang F. Neulinge müssen sich erst bewähren und auch das nötige Vertrauen der Gilde haben, sonst nehmen sie Aufträge an und sterben dabei, ohne zu wissen, was mit ihnen passiert sind.“ erklärt Sina und einige grübelten wirklich über den Vorschlag.

„Das hört sich solide und fair an, zumal die Abenteurer dann effizienter arbeiten können. Es ist in der Tat manchmal ein Unding, Aufgaben entfernt von der Stadt zu erledigen und muss für die nächste immer wieder zurückkommen.“ stimmt Melaine zu.

„Ich habe dem nichts hinzuzufügen.“ sagte Thomddir und Falko sowie Louis stimmten ihm zu.

„Ich würde gerne noch dazu ergänzen, das Dungenaufgaben trotzdem bei eins bleiben. Als Experte kann ich mich auf mein Urteil verlassen, dass zu viele Aufgaben in Dungeons zu Problemen führen.“ fügte Christoper hinzu.

„Damit kann ich leben. Müssen wir nochmal abstimmen?“ fragte Sina Neia. „In der Tat. Wenn es einstimmig wird, trage ich das in dieses Buch ein.“ nickte Neia. „Wer ist für den Vorschlag von Sina mit der Ergänzung von Christoper, der soll die Hand heben.“ und alle hoben ihre Hand. „Hmm, wenn das so weiter geht, macht es mir schon ein bisschen Spaß.“ grinste Thomddir.

Außerhalb der Gilde:

Draußen vor dem Gildenhaus herrscht ein Gewitter und der Regen fällt so stark, dass man das Gefühl hat, dass ein Wasserfall über der Stadt ist. Überall rannten Passanten sich panisch schützend vor dem Regen und suchten Schutz, das Chaos in der Stadt herrschte.

„Wilhelm… war dieser Felsen dort im Meer schon immer da?“ fragte eine ältere Frau ihren Mann. Der versuchte auf’s Meer zu schauen, aber wegen des starken Regens sieht er kaum was. „Nee, seh da nichts Gertrude.“

Aber sie waren nicht die einzigen, auch andere Passanten zeigten auf diesen Felsen und es machte in der Stadt die Runde.

Einige Zeit später versuchten die Stadtwachen mit einem Fernrohr zu bestimmen was es ist, aber die Sicht ist sehr schlecht. „Hmm… das war bisher noch nicht da und ich arbeite schon seit 30 Jahren hier. Das Ding muss erst heute morgen erschienen sein.“ murmelt der alte Wachmann. „Aber was ich noch komischer finde ist… das ist verdammt weit weg im Meer, aber es ist trotzdem groß genug, dass man es mit den Augen sehen kann. Das gefällt mir nicht.“

„Was sollen wir tun?“ fragte ein anderer Wachmann. „Was können wir denn schon tun? Da ist ein Stück Felsen im Meer… wieso wird der größer?!“ rief der alte Wachmann. „Er… bewegt sich! Ich will das alle Wachmänner in Alarmbereitschaft sind bis wir mehr wissen!“ befahl der Wachmann.

Innerhalb der Gilde:

„Die Reiche verlangen, sobald beschworene Helden auf unserer Welt existieren, dass die stärksten Abenteurer sie auf ihrer Reise begleiten sollen und ihnen helfen, den Dämonenkönig zu töten.“

Drei mal Ja, drei mal Nein

„Nein. Es ist nicht unsere Aufgabe die Babysitter der Helden zu spielen. Sie dürfen uns fragen, ob wir Interesse haben ihnen zu helfen, aber das war es auch schon. Wir haben eigene Probleme und wenn wir allen Helden hinterherlaufen, wer kümmert sich dann um die Probleme auf der Welt? Wir sind die einzigen, die die SSS-Aufträge erledigen können.“ erklärt Sina und bei den Ja-Sagern konnte man ihre Entscheidung akzeptieren.

„Die Abenteurer sind zur Pflicht aufgerufen, sobald ein Krieg gegen die Dämonen stattfindet, in die Armee einzutreten und auszuhelfen.“

Drei mal Ja, drei mal Nein

„Ernsthaft, macht ihr das absichtlich? Nein. Wir sind eine neutrale Fraktion und sind nicht für die Probleme der Reiche zuständig. Sie hatten alle Zeit der Welt sich anzupassen und auf einen Krieg vorzubereiten. Selbst wenn der Krieg stattfinden würde, wer passt auf das Volk auf? Keiner, nur wir.“ sagt Sina.

„Die Aufnahme zu S-Rängen soll vereinfacht werden, weil nicht immer alle Gildenmeister einer Meinung sind.“

Drei mal Ja, drei mal Nein

„Ja. Alleine das überhaupt so wenige Abenteurer in der S-Klasse existieren, spricht doch dafür, dass dort eine Bremse herrscht, talentierte Abenteurer zu fördern. Ich kenne die meisten Gildenmeister nicht, aber ich hatte den Eindruck, dass einige Hohlbirnen dabei sein könnten und andere… bestochen werden müssen, um ihre Zustimmung zu erhalten.

Ohne zu wissen, wie viele Gildenmeister wir haben würde ich dies auf die Hälfte reduzieren.“ schlägt Sina vor.

„Ich bin dagegen, es sollten ein paar mehr sein, weil es wirklich einen Unterschied gibt zwischen A und S Aufträgen.“ meldet sich Falko.

„Ihr müsst es aus einer anderen Perspektive sehen Lady Sina. Ihr seid schon so stark gewesen, als ihr euch angemeldet habt oder? Sonst hättet ihr nicht die Armee der Untoten aufgehalten.“ meint Melaine.

„Das kann sein. Hmm… und wenn eine bestimmte Anzahl der Gildenmeister zustimmt? Es kann aber nicht sein, dass man die Zustimmung aller Gildenmeister benötigt.“ grübelt Sina laut.

„Was ist, wenn er eine bestimmte Anzahl an Zustimmung von S-Abenteurern hat? Man muss auch ein gewisses Maß an Vertrauen unter den Abenteurern haben. Natürlich gibt es hier einsame Wölfe, aber gerade sie können es doch einschätzen, ob jemand für den S-Rang tauglich ist.“ schlägt Thomddir vor und bekommt eine positive Resonanz.

„Und es ist noch relativ überschaubar, weil nicht viele Abenteurer in dem S-Bereich sind. Natürlich kann man nicht ausschließen, dass sich einige bezahlen lassen, aber wenn sie bei dem Auftrag sterben, den sie nicht meistern können, ist das ihr Problem.“ meldet Neia sich nun.

„Bleibt nur die Frage der Anzahl oder? Natürlich kann man bei dem alten System bleiben und unser wird dann hinzugefügt, sodass es dem Abenteurer überlassen wird, welchen Weg er gehen möchte.“ nickte Christoper.

Die Abenteurer konnten sich auf eine Zahl einigen und Neia schreibt die nächste Reform auf.

Im Büro des Gildenmeisters:

„Gildenmeister Ascal, die Wachmänner rennen überall panisch herum.“ meldet die Sekretärin dies dem Elfen.

„Hmm? Ist denn was passiert? Ich habe nichts mitbekommen, seitdem ich mich um die SSS-Abenteurer kümmern muss.“ wundert sich Ascal.

„Nun… es ist ein Stück Felsen aus dem Meer gekommen, der gestern noch nicht existiert hat.“ murmelt die Frau.

„Ein Felsen?“

„Ja und… er scheint größer zu werden.“

„Ab wann ist dieser Felsen erschienen und wie weit ist er weg?“

„Gestern Abend war er noch nicht da, also tippe ich darauf, dass er erst heute morgen erschien und die Entfernung von hier aus? Würde ich schon über einen halben Tag schätzen. Man kann ihn schon von hier aus sehen trotz des starken Regens.“

„Warte warte, irgendetwas stimmt da nicht. Wenn man ihn bei dieser Entfernung sehen kann und er größer wird, dann kommt er näher!“

„Vermutlich?“

„Himmel… Kennen wir irgendwelche Monster das Felsen oder ähnliches hat?“

„Es gibt viele, aber ich kenne keins, das im Meer lebt. Was mir gerade einfällt, aber einige Abenteurer beschweren sich, dass die Monster zu den Aufträgen nicht auffindbar waren.“

„?! Was ist denn nun auf einmal los? Ich hole meinen Übertragungszauber und schaue mir den Felsen an…“ und Ascal holte einen Zauberstein hervor. Er aktivierte ihn sofort und konnte auf dem Monitor sein Gildenhaus sehen. Ascal lenkte das „Auge“ aufs Meer und konnte den Felsen tatsächlich sehen und lenkte ihn darauf zu.

Je näher er kam, desto gigantischer wurde der Felsen. „Was… ist das?“ murmelt Ascal, als auf einmal noch mehr Felsen aus dem Meer herauskamen.

„Ach du… heilige Scheiße… SOFORT DIE STADT EVAKUIEREN!“ schrie Ascal.

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