Web Novel Deutsch

Kategorie: Novel 1: Ich bin wiedergeboren? Seite 1 von 36

Kapitel 340

Ich bin wiedergeboren und die Reise nach Batzien?

Es verging nun einige Zeit, als Melaine endlich ankündigte: „Leute, in drei Tagen müssen wir in die Hafenstadt Knargiggn reisen. Dort wartet das Schiff auf uns, das nach Batzien fahren wird.“

„Hmm… wie die Zeit vergeht. Dann sage ich offiziell, dass Training ist nun beendet. Euch ist nun erlaubt, euren Status zu sehen.“ teilte Sina das allen mit. Die Dämonin wusste nicht, dass ihre Freunde so glückliche Gesichter machen konnten, dass das Training zu Ende war. Noch mehr, als sie den Unglauben in den Augen sah.

„Habe ich zu viel versprochen?“ grinste Sina. „Meiner Schwester Kyllia müssen wir definitiv auch ein Lob aussprechen, dass sie das alles mit euch umgesetzt hat. Zwar… hat sie es manchmal übertrieben, aber letztendlich könnt ihr euch bestimmt nicht darüber beklagen.“

„Das… ist sehr extrem. Alle meine Werte… sind nun fast drei mal so hoch.“ stammelt Thomddir, die anderen konnten nichts hinzufügen.

„Nun überlegt mal, was die Dämonen in all der Zeit machen? Sie sind nicht ohne Grund so stark. Die paar Armbänder, die ihr bisher getragen habt, darüber würden sie nur lachen.“ meinte Kyllia, die auch sehr zufrieden wirkte.

„Meinen Freunden aus der Vergangenheit konnte ich diese Armbänder leider nicht anbieten, aber dank einer guten Freundin habe ich einen guten Ausgleich gefunden. Ich würde euch bitten, das Geheimnis nicht allzu sehr auszuplaudern, sonst herrscht ein ziemliches Ungleichgewicht auf der Welt.“ bat Sina, während sie die Identifikationsbrille aufsetzte und die Werte ihrer Freunde anschaute.

„Also… entweder wir kommen alle ins Finale oder spätestens, wenn wir gegeneinander kämpfen. Nun müsst ihr wirklich zeigen, was ihr könnt!“

„Das… muss ich erst mal ein bisschen verarbeiten. Ich will mich nicht darüber beschweren, aber… irgendwie haben wir einiges bei dem System missverstanden, wenn… alle unsere Attribute auf diese Art und Weise gestärkt werden konnten.“ meinte Christoper.

„Das ist euer gutes Recht. Ich weiß zwar nicht wo diese Hafenstadt ist, aber die Kutscher werden das Problem schon lösen. Würde euch allen raten, eure Besorgungen und ähnliches zu erledigen, denn… mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte in Batzien alles teurer und schwieriger zu bekommen sein.“ warnte Sina.

Sina trägt wieder mehr ihre Kimonos und kann ihren Knochenschwanz im Kampf einsetzen, soweit dass sie es nicht mehr befehlen brauchte. Knochi tat sofort das, wie Sina es gerade benötigte.

Der Kompass war ein Segen für sie gewesen, er tat genau das, was Sina immer wollte. „Fehlt nur eine Minikarte in meinen Blickfeld.“ musste Sina bei dem Gedanken kichern. Die Dämonin hat alle wichtigen Städte und Dörfer aufgesucht, damit ihr Kompass für die Zukunft eingestellt ist.

Auch hat Sina Emilia einen Besuch abgestattet und ihre Geschichte mit der Dämonenkönigin und der Zeitreise erzählt. So wie Sina es schon vermutet hat, nahm Emilia es mehr oder weniger zur Kenntnis und war es ihr sogar im nach hinein egal.

Dummerweise konnte sie keinen Kontakt mit den anderen Vampirkönigen finden, irgendwie halten sie sich alle sehr bedeckt.

Die Handschuhe, die Sina sich von ihrem Zwergenfreund gewünscht hat, trägt sie schon und Kyllia hat ihren eigenen auch bekommen. Der linke Handschuh bestand aus schwarzem Leder mit einer großen Fassung für ihren Kompass. Er wurde direkt getestet, ob er auch die schnellste Flugtechnik von Sina standhalten konnte und hat seinen Test bestanden.

Interessanter war der rechte Handschuh, der über die Klauen gezogen wurde. Wie Brandrulim angekündigt hat, waren über die Klauenspitzen gegossene Titaneisen eingebaut. Das Leder war von Tierra und war in aufwendigem Verfahren rötlich gefärbt worden.

„Im Grunde sieht es aus wie die Klaue eines Drachen, nur ohne die Nägel. Ich würde dir raten, diesen Handschuh nicht zu verlieren oder kaputt zu machen, Titaneisenerz ist wirklich sehr rar und teuer.“ bat der Zwerg.

Sina trug aktuell ein gelbrotes Kimono, was mit dem Handschuh harmonisierte. Als Dank hat sie Sherry… einige neue Erfahrungen beigebracht, für die vielen Kimonos sowie dass all ihre Freunde ebenfalls an dem einem Tag Kimonos getragen haben.

Am nächsten Tag wollte Sherry nicht mehr das Zimmer verlassen, weil ihr rotes Gesicht überhaupt nicht mehr die normale Hautfarbe annehmen wollte.

„Sherry… du bist zu putzig mit deinem Gesicht.“ streichelt Sina mit der Klauenhand über das rote Gesicht, wo die Halbelfe nun doch letztendlich wieder ins Land der Träume fiel.

Sherry bekam die Information von Sina, dass Elfen mit blauen Haaren bei dem Treffen der Anführer gesehen worden sind, aber: „Danke das du es mir sagst, ich möchte meinen Vater nicht kennenlernen. Es wird dann so oder so Stress geben, den ich nicht brauche.“

Ihr neues Land wird ebenfalls bearbeitet, aber scheinbar sind die Gärtner auf einige Probleme gestoßen. „Herrin… unter der Erde sind irgendwelche großen Steine und die Wurzeln einiger Bäume, die wir gefällt haben.“

„Macht alles weg. Wenn ihr Leichen findet, schmeißt sie in irgendeinen Fluss oder so weg, sie behindert mein Projekt nur. Nochmal zum Verstehen: Ich will hier mehrere Pflanzen anbauen lassen und da darf hier nichts auf diesem Land sein, was einen negativen Einfluss auf ihren Wachstum haben könnte.“ kam der Befehl von Sina.

Die Gärtner haben sogar die Hütte gefunden, die aber ein Teil von einem Baum wurde, weswegen Sina mit Ronald schon vorher abgeklärt hat, wenn die Gärtner ihre Arbeit erledigt haben, sollen Zimmermänner eine kleine Hütte in der Ecke bauen, wo sich ihr zukünftiges Personal alles zum Leben einrichten kann .

Tatsächlich geht einiges an Gold drauf für dieses Projekt, weswegen Sina vorsichtshalber ihren Goldbestand eines Tages kontrollierte, aber… „Was mache ich damit nur?! Ich gebe zwar viel aus, aber… trotzdem. Zusätzlich durch die Einnahmen die ich über die Miete immer bekomme, kann ich immer noch nicht über Goldmangel klagen.“

„Also, nochmal zur Erinnerung an alle:

Die Abenteurergruppe wird von Melaine angeführt, deren Mitglieder aus Christoper, Falco, Louis, Neia, Thomddir und mir besteht. Ich komme erst zum Einsatz, wenn irgendwelche krassen Gegner kommen, die ich unbedingt bekämpfen will.

Die Monstergruppe wird von Suki angeführt, deren Mitglieder aus Mio, Tio, Lara, Mel, Nea, Rubina, Kyllia und Sherry bestehen. Diese Gruppe hat einen sehr großen Vorteil, dass sie für die nächsten Kämpfer immer ausgeruhte Kämpfer zur Verfügung hat.

Beide Gruppen haben einen fähigen Heiler zur Verfügung sowie genug Personen dabei, die Erste Hilfe beherrschen, sollte der Heiler aus irgendwelchen Gründen ausfallen.

Unser anfängliches Ziel war es gewesen, dass die Abenteurer durch das Turnier an Stärke kommen. Dies hat sich durch den Besuch von Lisa und Kyllia schnell geändert, denn nun seit ihr stärker geworden, bevor das Turnier überhaupt stattfindet.

Melaine erwähnte, dass man dort legendäre Gegenstände gewinnen kann. Die werden wir uns holen, deswegen… Zeigt, dass all die Arbeit und Mühen sich gelohnt haben! Ihr wurdet von den besten Trainern ausgebildet!

Das Essen, was euch Edwin gemacht hat hat euch ebenfalls eine gewisse Stärke gegeben… Na ja nicht wirklich aber er gab euch morgens die Energie, die ihr für den Beginn des täglichen Spießrutenlaufs benötigten und Abends, damit euer Körper sich erholen kann.“ hielt Sina eine kleine Rede an ihre Freunde. Einige bekamen rote Wangen, aber recht hatte Sina auch.

„An diesem Turnier werden die stärksten Kämpfer der Welt teilnehmen. Vampire, vielleicht auch Dämonen, der berühmte Behemoth-Clan. Irgendwelche Veteranen unzähliger Kämpfer, ihr müsst mit allem rechnen. Der schlimmste Feind an diesem Turnier wird der Hochmut sein!

Stolz zu haben, dazu habt ihr ein gutes Recht, aber haltet eure Augen offen, gegen wen ihr kämpft. Wenn man dort töten darf, wird es sehr dreckig zugehen. Immerhin steht dort viel auf dem Spiel.“ hörte Sina nicht auf zu reden, irgendwie konnte sie es nicht.

„Ist ja gut, wir haben verstanden du Quasselstrippe.“ unterbracht Lara sie doch letztendlich, aber man sah ihr an, dass sie alles geben wird.

„Wunderbar, dann genießt die Tage bis zum Turnier, danach wird alles… sehr heftig werden.“ zwinkert Sina zum Abschluss.

Am Abend erwischte Sina wie die Monstergruppe ein eigenes Gespräch führte und lauschte heimlich:

„Ich werde mein bestes geben, dass unsere Gruppe bis zum Finale kommen wird. Jeder von uns hat seine Stärken und Schwächen, seid bitte nicht enttäuscht, wenn ich jemand anderen bevorzuge. Wir sind halt eine sehr große Gruppe und es können nur sechs von uns kämpfen.

Die Entscheidung kann aber auch von mir genommen werden, wenn gewisse Regeln ausgelotet werden. Damit meine Entscheidung ein bisschen einfacher sein werden, sollen Mio und Tio bestmöglich unsere Gegner analysieren, damit ich den richtigen Kämpfer in den Kampf schicken werde.

Ich bin ehrlich, momentan ist Kyllia unsere stärkste Kämpferin, während Sherry die stärkste Magierin ist… Ja, ich weiß, Schwertmagierin, aber ihr wisst alles was ich damit sagen will. Mein Ziel ist es, dass Sherry… nicht zu sehr zum Einsatz kommt, damit unser Team, egal ob wir gewonnen oder verloren haben in einem Duell, für die nächste Runde wieder einsatzbereit ist.

Was mir aber auch wichtig ist. In diesen Duellen darf man aufgeben. Wenn ihr gegen jemanden kämpft, gegen den ihr überhaupt keine Chance habt… bitte nutzt diese Chance. Jeder von euch ist eine wertvolle Freundin für mich und… lasst euch nicht von eurem Stolz blenden.

Wir haben alle gemeinsam unsere Höhen und Tiefen erlebt, dass… darf nicht damit enden, dass jemand von uns in diesem Turnier stirbt. Letztendlich wollen wir doch Lady Sina helfen im Kampf gegen die Götterbestien.“ war Suki sehr ungewohnt ernst.

Sina musste bei der Ansprache schwer schlucken, dass hätte sie Suki überhaupt nicht zugetraut und musste lächeln.

„Wow, du bist wirklich zulange mit meiner Schwester zusammen, wenn du solche Reden schwingst.“ grinste Kyllia. „Wir machen das“-„was du gesagt hast!“ nickten die Zwillingsvampire.

„Die Macht der Worte… ist manchmal wirklich sehr beängstigend. Hoffentlich verstehe ich diese „Regeln“, ansonsten bringe ich meinen Gegner um.“ kratzte Nea sich an der Wange.

„Ich werde alles geben Mama!“ hob Rubina fröhlich ihre Drachenarm hoch. „Hoffentlich werde ich bei der Menge nicht nervös.“ murmelt Mel.

„Du schaffst das schon Mel, immerhin fliegen wir ja nicht oder so.“ schmunzelt Lara. „Ich freue mich, dass du uns anführst Suki. Aber auch du musst auf dich aufpassen, nicht dass der Druck dich letztendlich erschlägt.“ lächelt Sherry.

„Danke.“ lächelt Suki glücklich. Sina verschwand heimlich, damit sie weiter ihre eigenen Strategien besprechen können.

Alle Freunde von Sina erledigten ihre nötigsten Dinge, dann kam der Tag der Abreise. Fünf Kutschen, eine einzelne für Nea um Chaos zu vermeiden, verließen Fanfoss. Ma Shi hat allen viel Glück gewünscht, Prashi verabschiedete sich ebenfalls bei jedem persönlich nur bei Louis dauerte es ein bisschen länger.

„Ich werde schon wiederkommen, macht dir keine Sorgen. Das Training… ist tatsächlich sehr interessant gewesen und nun möchte ich selber wissen, ob die harte Arbeit sich gelohnt hat.“ streichelt Louis den Rücken von Prashi.

„Versprich mir trotzdem, dass du auf dich aufpasst. Ich weiß das deine Freunde dabei sind, aber… sei vorsichtig.“ murmelt Prashi die Worte zu dem Schwertheiligen.

Suki, Melaine, Sina und Sherry teilten sich eine Kutsche, damit sie sich ein bisschen absprechen können. Zwischen ihren Füßen schlief gemütlich der Wolf von der Jägerin.

„Soo… wir fahren jetzt zu der Hafenstadt, wie läuft es da weiter?“ fragte Sina die Reiseleiterin Melaine.

„Mein Bruder Rodolf ist der Kapitän des Schiffes und bringt uns sicher nach Batzien. Ich rechne damit, dass wir vielleicht eine Woche benötigen für die Reise, aber selbst wenn es zu spät wäre, wenn wir dort ankommen, habe ich vorausgeplant, dass wir trotzdem früh genug da sind.

Suki sollte sich schon mal darauf einstellen, dass sie… keine unbekannte Persönlichkeit ist, nachdem sie sich mehrerer Traditionen widersetzt hat und ihr Clan vermutlich das schon mitbekommt, wenn wir im Hafen angekommen sind.

Von dort aus benötigen wir drei weitere Tage, bis wir die größte Arena der Welt vorfinden werden. Wir werden gemeinsam uns zu dem Turnier anmelden und abwarten, ob wir dann zugelassen werden oder nicht, erst dann lohnt es sich sich nach Gasthäusern umzuschauen. Halte es aber für unwahrscheinlich, dass wir NICHT daran teilnehmen können.

Suki habe ich alle Regeln des Turniers beigebracht, es lohnt sich leider erst sie zu erklären, wenn wir die ausgelosten Regeln kennen. Die haben ein so fettes Buch voller Regeln, da ist man bis nächstes Jahr noch beschäftigt sie zu erklären.

Wenn die Anmeldezeit vorbei ist, werden die stärksten Gruppen raus geholt, am Ende werden es 32 Gruppen sein. Per Zufallsverfahren werden die Gruppen raus gezogen wie bei unserem Abenteurerturnier.

Tja… ich glaube das war es vorerst. Die Arena ist größer als die wo du gegen Louis gekämpft hast, die magischen Schutzschilder dürften sogar die Kräfte einer Götterbestie standhalten können, wenn man bedenkt, was für Kaliber *hust* am Turnier teilnehmen.

Ich selber bin gespannt, wer daran alles teilnehmen wird. Es gibt einige bekannte Tiermenschen, die in manchen Turnieren Champions sind, daher würde es mich nicht wundern, wenn ich ein paar bekannte Gesichter sehe.“ war Melaine aufgeregt, nur… ging der Qualm der anderen Frauen aus den Ohren raus.

„Danke… für die ausführliche Information.“ murmelt Sina.

Kapitel 339

Ich bin wiedergeboren und meine neue Fähigkeiten?

Diesmal frühstückt Sina alleine mit den Kindern des Königs sowie mit dem König selber. Man kam zu dem Schluss, dass man die Helden von Sina getrennt halten sollte.

„Heute werde ich wieder gehen, habe noch einige Fähigkeiten zu testen um zu wissen, welche Auswirkung sie haben.“ teilte Sina es mit.

„Oh…“ war Alwin wieder traurig. Der junge Prinz und Sina haben gemeinsam das Bett geteilt, während Sina für ihn ein paar Lieder gesungen hat.

„Keine Sorge, ich komme euch wieder besuchen.“ tröstet Sina den jungen Prinzen. Ralph und Themba waren auch irgendwie sehr schweigsam. „Ist was passiert oder warum bekommt keiner den Mund auf?“

„Nun… hast du irgendwas mit Amy angestellt? Sie hat sich wieder im Zimmer eingeschlossen.“ fragte Ralph.

„Nur meine persönliche Meinung ins Gesicht gesagt. Scheinbar sind die Menschen aus der anderen Welt nicht nur Schwächlinge, sondern brechen unter Druck relativ schnell zusammen. Aber das war mir egal, es brannte mir zu lange schon auf der Zunge und musste raus.“ bekam Sina wieder mehrere Äpfel serviert.

„Dürfte es was mit der Aktion im Flur von gestern gewesen sein oder? Was hat es mit Lilith auf sich?“ kam die Frage von dem König.

„Kurzverfassung: Ich habe dir gestern erzählt, wie ich durch einen Zauber in die Vergangenheit gereist bin. Um… Probleme vorzubeugen, habe ich meinen Namen von Sina auf Lilith geändert und war damit eine Gefährtin der beschworenen Heldin Sakura geworden.

So… wie meine Art nun mal ist, habe ich in diesem Zeitalter für einiges an Chaos gesorgt, aber da kannst du in dem Geschichtsbuch von Amy nachschauen, da steht alles drin. Leider sind meine Freunde aus der Vergangenheit schon vor langer Zeit verstorben, nur für mich ist das wie gestern. Mein Herz trauert und bin nicht unbedingt auf Scherze dieser Art anzusprechen.“ schält Sina den Apfel wieder mit ihrer Klaue.

„Verstehe… Sina, du kennst doch Gräfin Sherry vermutlich sehr gut oder?“ kam die nächste Frage des Königs.

„Oh ja, besser als je zuvor. Sollte ihr jemals was passieren, müsst ihr zu allen Götter beten, dass ich nicht Amok laufe. Warum?“ schnitt die Schwanzspitze den Apfel wieder in kleine Stücke.

„Kennst du ihre Familie eigentlich?“

„Öhm… ihre Mutter ist verstorben, als sie noch ein Kind war und ihr Vater war ein Elf gewesen. Von ihm weiß Sherry aber nichts und will es auch nicht wissen, aus Angst dass er ebenfalls ein Rassist ist wie einige andere Elfen das auch sind.

Interessanterweise haben die Elfinnen überhaupt kein Problem damit, während das bei den männlichen Kollegen schon eher ein Problem ist. Das ist mir persönlich egal, was Sherry ist, ob ein Mischling oder nicht, aber ich liebe sie, wie sie ist. Nochmal, warum?“ verteilt Knochi die Apfelstücke den Kindern, die sich es von der Spitze abziehen.

„Hmm… wir sind auf einige Elfen bei dem Treffen gestoßen, die eine sehr intensive blaue Haarfarbe haben und da kamen schon ein paar Fragen auf, zumal die Helden Sherry schon ein bisschen als Vorbild sehen.“ erklärte der König.

„Ok? Ich kann es Sherry weiterleiten, aber vermutlich will sie davon nichts wissen. Kann ich schon verstehen, weil ich gesehen habe, wie Rassisten mit einem Mischling umgehen. Darauf hätte ich nämlich auch keine Lust.“ schälte Sina nun den letzten Apfel.

„LADY SINA!“ brüllte auf einmal jemand. Alle drehten sich um und sahen Davino mit einem roten Kopf. „Was habt ihr mit Amy gemacht?!“

„Dir auch einen guten Morgen. Sie und ich haben uns ein bisschen unterhalten, einfach mal von Frau zu Frau. Wenn du ein Problem damit hast, kannst du es behalten.“ ignorierte Sina den Italiener wieder.

„So? Scheinbar versteckt sie sich wieder unter dem Bett, das war wohl ein bisschen mehr als nur ein „Frauengespräch“ gewesen!“ packte Davino an seinen Schwertgriff.

„Davino? Lass deine Hände von deiner Waffe weg.“ warnte der König den jungen Helden, denn er ahnte, wie es enden kann.

„Aber eure Majestät! Wie könnt ihr vor euren Augen zulassen, dass die Frau immer wieder… ihre Gemeinheiten an uns auslässt? Falls ihr nicht wusstet, aber sie ist viel älter als sie ist! Ihre Werte müssen gefälscht sein, außerdem trug sie früher den Namen Lili…“ als auf einmal ein Apfel Davino erwischte und mit ihm durch die Tür krachte, bis er irgendwann gegen die Mauer am Ende des Flurs knallte.

„SINA!“ wurde der König nun doch sauer. „Was? Das war kein Scherz gewesen, als ich gesagt habe, dass ich für diese Art von Scherzen nicht zu haben bin. Jedes Mal, wenn man mir diesen Namen ins Gesicht sagt, muss ich an meine Freunde denken! Der Schwachkopf kann sich glücklich schätzen, dass es bei dem Apfel geblieben ist.“ war Sina ebenfalls sauer.

„Ein Vorteil hat es ja als Chaosbestie, ich kann endlich wieder sauer werden, denn früher hätte meine Aura alles und jeden in Brand gesetzt. Das ist Sherry aufgefallen, als ich in letzter Zeit paar mal sauer geworden bin.“

„Sina… machst du es dir nicht selber ein bisschen schwerer, irgendwie auf einen Nenner mit den Helden zu kommen?“ fragte Themba auf einmal.

„Ich bin nicht auf sie angewiesen, da bin ich lieber selber mein persönlicher Held. IN jedem von uns steckt ein Held. Bei einigen mehr, bei anderen ein bisschen weniger. Ralph ist doch dein persönlicher Held oder nicht?

Für euch und dem König bin ich das ein bisschen, für das Volk ist das der König, der sich um sie sorgt. FÜR mich ist Sherry mein Held geworden, aus vielen Gründen, deswegen liebe ich sie ja so sehr.“ sagte Sina das sehr ernst.

„Es tut mir leid, dass das Frühstückt so enden musste, ich hätte es auch gerne anders gehabt. Vielleicht nehme ich Sherry das nächste Mal mit, damit es nicht zu dieser Konfrontation mit den Helden kommt. Ich wünsche euch allen noch einen angenehmen Tag.“ stand Sina in ihrem schwarzen Kimono auf und ging ohne zu warten aus dem Zimmer raus.

„Papa? Warum ist Sina so sauer?“ fragte Alwin unschuldig. Er hat zwar das Gespräch mitgehört, nur ist es ein bisschen schwierig die Heldin der Dämonen richtig zu verstehen.

„Weil sie noch in Trauer ist und gerne damit abschließen würde, nur… machen es ihr einige nicht so einfach.“ seufzte der König.

Sina ging den Flur entlang und sah, wie mehrere Soldaten sich um den bewusstlosen Davino kümmerten. Der Apfel war komplett zu Matsch geworden und die Mauer war ein bisschen eingedrückt.

„Hoffentlich machst du dir in die Hose, wenn du wieder aufstehst.“ sagte Sina dies im Vorbeigehen. „Wenn ich die Knalltüten mit Sakura austauschen könnte, würde ich das ohne Zögern machen. Es tut mir leid Sakura, aber ich kann diesen Helden nicht helfen.“ waren das die Gedanken der Dämonin, als sie endlich auf dem Hof ankam und in die Luft flog.

„Dann suchen wir mal nach ein paar Orten, wo ich mich austoben kann…“

Es verging viel Zeit, aber Sina konnte sich richtig austoben. Dummerweise litt die Umgebung durch die Tests der Fähigkeiten, die Monsterpopulation sollte dadurch etwas geschrumpft sein:

  • Axtschlag, Keulenschlag, Speerschlag, Schwerer Schwertschlag sind Fähigkeiten, die einen größeren Schaden verursachen, als normale Schläge. Sie verursachen keine farbenfrohen Angriffe wie das bei einem Schwert der Fall ist. Nur ist die Stärke von Sina so dermaßen hoch, dass es fast immer ein Beben auslöste.
  • Hellebardensturzflug ist ein Sprung in die Höhe, mit dem man dann anschließend auf den anvisierten Feind stürzte. Abgesehen, dass von dem Feind nicht viel übrig war, kam Sina ins Grübeln, ob man im Flug nicht die Waffen wechseln könnte, um einen höheren Schaden zu verursachen.
  • Sina testete nochmal Schwerttornado aus und ist eine neue Lieblingsfähigkeit geworden. Es ist einfach zu benutzen, der Schaden umso größer bei großen Mengen von Feinden.
  • Macht des Schattens:
    • Schattenwelt: Exakt dieselbe Fähigkeit, wo Sina mit Siremmic in der Kuppel war, nur kleiner. Die Monster drinnen waren sofort in Panik und versuchten herauszurennen, aber sind sofort am Rand gestorben, die Exp kamen trotzdem an Sina an.
    • Schattenverbund: Ihr Schatten war mit dem des Gegners verbunden und ließ sich von dem Ork treffen. Sie bekam zwar den Schaden, aber wie es auch im Kampf der Fall war, kam der Schaden auf den Ork zurück und ihre eigene Wunde wurde sofort geheilt.
    • Schattendiebstahl war die interessanteste Fähigkeit, denn damit konnte sie den Schatten ihrer Gegner angreifen und somit töten. Warum die Fähigkeit aber so einen Namen hat, war für Sina dann schon etwas verwunderlich. „Unter Diebstahl verstehe ich ja eher, dass ich ihnen Fähigkeiten oder ähnliches wegnehmen…“ Damit Sina aber die Schatten auch angreifen konnte, musst sie vorher immer diese Fähigkeit aktivieren. Dabei hat sie aber festgestellt, dass sie sehr viel Mana beansprucht.
  • Macht der Erde:
    • Gravitationsaura: Der gleiche Effekt wie von dem Katana Blutklinge mit der Gravitationsaura. Nur ist die Aura von Sina viel größer als das von dem Schwert und auch wesentlicher stärker. Ein kompletter Wald wurde fast mehrere Meter in die Tiefe versenkt, Höhlen und ähnliches wurden zerstört. Dabei sind scheinbar… alle Monster in diesem Wald getötet worden denn Sina sah mehrere Level ups vor ihren Augen kommen.
    • Sandatem und Sandhand: Ob aus dem Mund oder aus der Hand, es war wie ein Wüstensturm und der verursachende Schaden hat es in Sich. Nur müsste Sina wirklich in Verzweiflung kommen, jemals nochmal Sandatem zu benutzen, weil sie sehr lange beschäftigt war, Sand aus dem Mund zu spucken. „Ekelhaft.“
    • Stachelerdbeben: Einer der mächtigen Zauber wie Meteorregen oder Chaosregen. Damit hat sie ein komplettes Orkdorf zerstört, als aus dem Boden Stacheln raus schossen und alles töteten. Dabei ist auch ein Erdbeben entstanden und das Dorf stürzte in die Tiefe. „Hmm… wieder ein Zauber mehr, womit ich die Welt zerstören kann.“ grübelte Sina über den Schaden.
    • Verrotten: Das ist ebenso Sina´s neue Lieblingsfähigkeit geworden. Sie packt mit ihrer Klauenhand etwas an und es verrottet in Sekundenschnelle. Monster, Umgebung oder anderes wurden sofort verrottet. Dabei ist es egal, ob es lebt oder schon tot war. „Heiliger Esel… Gegen diese Fähigkeit kann man ja nur widerstehen, wenn man eine Resistenz im Element Erde hat. Je höher, desto langsamer ist die Fähigkeit bis zur Immunität. Aber… warum hat Titanus diese Fähigkeiten nicht eingesetzt? Wenn ich so überlege… müsste es an seiner Größe gelegen haben.“ war Sina fasziniert.

Wenn der Morgen für Sina nicht so ein blöder Anfang gewesen wäre, ist es für die Dämonin ein sehr erfolgreicher Tag gewesen. Bevor Sina daher die Heimreise wieder antritt, überprüfte sie nochmal ihren Status:

Name: Sina die Chaosbringerin

Rasse: Chaosbestie

Alter: 21 Jahre (147 Jahre)

(Titel: Held der Dämonen, Dämonenkönigin, Teufel)

Titel: Erzfeind der Untoten, Drachentöter, Verteidiger, Vampirtöter, Lady, Reichskanzler, Götterbestienjäger, Menschenschlächter, Freund der Wüstenwächter, Spinnenschlächter, Ultimativer Waffenmeister, Meister der Illusion

Beruf: Chaos

Level: 406

Attribute: (Fälschung) (Original)

  • Vitalität: 31123 / 428.261
  • Mana: 31446 / 432.438
  • Stärke: 31456 / 463.420
  • Schnelligkeit: 31614 / 473.802
  • Intelligenz: 31927 / 433.403
  • Ausdauer: 31439 / 434.715

Magische Fähigkeiten:

  • Illusion Level 10 / Level 10
  • Traumwandeln – / Level 8
  • Seelenraub – / Level 3
  • Meteorregen – / Level 2
  • Inferno – / Level 4
  • Realitätsveränderung Level 2 / Level 2
  • Chaosblitz Level 3 / Level 3
  • Chaosregen Level 2 / Level 2
  • Verrotten Level 2 / Level 2 (Neu)
  • Stachelerdbeben Level 2 / Level 2 (Neu)

Aktive Fähigkeiten:

  • Schwert Level 12 / Level 12
  • Großschwert Level 10 / Level 10
  • Axt Level 10 / Level 10
  • Speer Level 10 / Level 10
  • Hellebarde Level 10 / Level 10
  • Keule Level 10 / Level 10
  • Unbewaffnet Level 11 / Level 11
  • Beidhändigkeit Level 11 / Level 11
  • Werfen Level 10 / Level 10
  • Peitsche Level 8 / Level 8
  • Allesschneider II Level 2 / Level 2
  • Schwertwirbel II Level 2 / Level 2
  • Schockexplosion II Level 2 / Level 2
  • Zerstörungsschnitt II Level 2 / Level 2
  • Dämonischer Schnitt Level 9 / Level 9
  • Chaosschnitt Level 2 / Level 2
  • Schwerer Schwertschlag Level 1 / Level 1
  • Axtschlag Level 1 / Level 1
  • Speerschlag Level 1 / Level 1
  • Hellebardensturzflug Level 1 / Level 1
  • Keulenschlag Level 1 / Level 1
  • Sturmschlag Level 2 / Level 2
  • Schwerttornado Level 2 / Level 2
  • Zielschuss Level 2 / Level 2
  • Erste Hilfe Level 8 / Level 8
  • Kochen Level 5 / Level 5
  • Singen Level 6 / Level 6
  • Musizieren Level 8 / Level 8

Götterbestiefähigkeiten:

  • Macht des Feuers:
    • Feueraura
    • Feuerflügel
    • Lavahand
    • Lavaatem
    • Flammenhand
  • Macht des Schattens:
    • Schattenwelt
    • Schattenverbund
    • Schattendiebstahl
  • Macht der Erde: (Neu)
    • Gravitationsaura
    • Sandatem
    • Sand

Chaosbestienfähigkeiten:

  • Macht des Chaos:
    • Chaosatem
    • Chaoshand

Passive Fähigkeiten:

  • Säure Immunität (Sichtbar) –
  • Zustandsveränderungsimmunität (Sichtbar) –
  • Magie Immunität (Sichtbar)
  • Göttliche Stärke Level 5 / Level 5
  • Göttliche Schnelligkeit Level 5 / Level 5
  • Göttliche Vitalität Level 5 / Level 5
  • Göttliche Intelligenz Level 5 / Level 5
  • Göttliche Ausdauer Level 5 / Level 5
  • Schmerzlosigkeit Level 5 / Level 10
  • Bizarre Gedanken Level 3 / Level 9
  • Super-Regeneration Level 9 / Level 9

Einzigartige Fähigkeiten:

  • Schnelles Lernen –
  • Vorahnung II (Sichtbar)
  • Nachtsicht –
  • Limit Brechen –

Segen:

  • Dunkler Gottes Schutz –

„Hm… warum habe ich das Gefühl, dass… die anderen Götterbestien trotzdem stärker sind? Exos ist eine Ausnahme, aber ich kann mir nicht vorstellen wie Glacia, Winda und Dogma sowie die zwei auf Dunkon sein sollen.

Die Welt ist wirklich wie ein Spiel aufgebaut, ich wundere mich ob die Götter es aus meiner alten Welt abgeschaut haben. Was soll´s, testen wir mal nun den Kompass, ob er richtig funktioniert…“ führte Sina ein Selbstgespräch und stellte ihren Kompass ein, dann flog sie der Nadel nach.

Kapitel 338

Ich bin wiedergeboren und die nackten Tatsachen?

Amy war alleine im großen Badezimmer der königlichen Familie. Sie wusch sich ihren Körper und war noch am zittern. „Bei der Göttin… Lady Sina ist wirklich das, was ich aus den Spielen kenne…“

„Ja? Was wäre ich denn?“ fragte Sina auf einmal hinter der Heldin. Amy wollte panisch aufspringen, aber Sina verhinderte dies, indem sie ihre Hände auf ihre Schulter legte.

„W.. was wollt ihr?!“

„Mich hier waschen? Konnte doch nicht ahnen, dass du hier bist. Bevor ich allgemein schlafen gehe, wasche ich mich natürlich. Einen interessanten Körper hast du, kein Wunder das Themba so neidisch auf dich ist.“ flüstert Sina ihr ins Ohr.

Der Heldin wurde es regelrecht schlecht, das Trauma macht ihr noch zu schaffen und dann steht noch jemand hinter ihr, der sie mit hoher Wahrscheinlichkeit töten will.

„Also… was bin ich hm? Das war kein Scherz gewesen, als ich am Tisch gesagt habe, dass ich euer komisches Spiel mitmache, euer böser Feind zu sein. Dummerweise wollen wir eigentlich alle das gleiche, nur mit den unterschiedlichsten Methoden.“ schnurrte Sina und ließ von Amy ab.

Sofort stand Amy auf und drehte sich um… und war erstaunt, wie schön Lady Sina unter ihrem Kimono ist trotz der… „dämonischen“ Merkmale. „Und… was genau?“

„Frieden auf der Welt. Ihr haltet die Dämonen auf, ich halte die randalierenden Götterbestien auf. Die Dämonen wollen Alliancia erobern, die Götterbestien die Welt verwüsten.

Nur gehe ich über Leichen wortwörtlich, die sich mir und meinen Plänen in den Weg stellen. Persönlich… habe ich nichts gegen euch, aber irgendwie löst ihr immer etwas bei mir aus, dass… ich euch irgendwie fertig machen muss.

Eigentlich müsste ich euch bemitleiden, dass man euch solch eine schwere Bürde aufträgt. Niemals sollten Kinder dazu gebracht werden, gegen ihren Willen andere Personen zu töten, nur um den Frieden zu erhalten. Die Göttin mag vielleicht die Erschafferin allen Lebens zu sein, das heißt aber nicht, dass sie auch lieb ist.“ grinste Sina.

Amy wollte an Sina vorbeihuschen, aber ein großer Flügel verhindert das sofort. „Wer hat gesagt, dass du gehen darfst? Nun sind wir endlich mal unter uns, wo wir uns vielleicht aussprechen können. Keine Sorge, ich werde dich nicht töten, auch ich muss Kritik oder ähnliches ertragen können.“

Beide Frauen starrten sich an, als Amy den ersten Schritt machte: „Ihr seid genau das, was ihr seid: Eine Bösewicht der alle und jeden manipuliert.

Diese… verschollene Prinzessin der Dämonen. Ohne die Kyllia gesehen zu haben, aber das seid ihr definitiv. Eure Flügel, euer Schwanz und diese Klauenhand sind nur der Beweis, was ihr in Wirklichkeit seid!

Ich… wir wissen nicht, was euer Plan ist und… ich glaube euch kein Wort über den Frieden. Ihr seid durch und durch eine böse Frau. Alleine dass ihr immer wieder Andeutungen macht, was passiert, wenn wir gegen euch vorgehen, ist schon ein Beweis genug.

Keine Sorge, irgendwann wirst du einen Fehler machen und dann sorgen wir dafür, dass jedem die Augen geöffnet werden, auch den Abenteurern welch eine intrigante Dämonin ihr seid.

All… die Hilfe, die ihr Alliancia gebt ist nur ein tieferer Plan der Dämonen. Ich… komme noch nicht dahinter, aber das werde ich schon!“

Die Heldin hatte die Nase voll von ihrer Angst kontrolliert zu werden und dachte an Ralph, der sie extra dafür wieder aufgebaut hat. Um ihre Ernsthaftigkeit zu beweisen, stellte sie sich bewusst so nah vor Lady Sina, dass sich die Brüste der beiden berührten.

Sina schaute sie an, dann fing sie laut an zu lachen, so laut, dass sie sich den Bauch halten musste und die Tränen rauskommen.

„Ich meine das Ernst!“ war Amy über diese Aktion empört.

„Das war nun wirklich der Witz das Abends.“ schnappte Sina nach Luft. „Lass mich dich was fragen, aber kennst du die Namen der Abenteurer, die die Armee von Tuzato zerstört hat? Die Armee, die euch vom König wegnehmen wollte?“

„Huch? Was hat das jetzt mit meiner Aussage zu tun?“

„Nicht? Der König hat mich über diese verzwickte Situation informiert und bat mich, dass ich auf seine Kinder aufpassen soll… und auf euch. Tja… was habe ich gemacht? Habe zwei meiner Freundinnen mitgenommen und die Armee aufgehalten, damit EUCH nichts passiert!“ wurden die Augen von Sina wütend und schlug mit der Klauenhand hinter die Wand von Amy.

„Weil ihr so blöd gewesen seid, die Abenteurer gegen euch zu hetzen, musste ich Kyllia etwas „ausfragen“ über die momentane Lage der Dämonen. OHNE diese Informationen, wie hoch wäre die Wahrscheinlichkeit gewesen, ein Treffen aller Anführer einzuberufen?“ schlug Sina mit der andere Hand ebenfalls in die Wand, sodass Amy zwischen den Armen war und Sina ihr Gesicht davor hielt.

„Nun muss ich mir die Frage stellen… wofür habe ich all die Arbeit gemacht? Wegen euch ist ein Reich aufgelöst worden. Wegen euch sind viele MENSCHEN gestorben! Wie viele Familien haben ihre Männer, Väter, Brüder verloren?

Dann muss… ich mir das anhören? Ich bin so wütend, dass ich wieder darüber lachen musste. Böse soll ich sein? Von mir aus. Ist ja nicht so, dass ich als Kanzlerin im Kaiserreich Osnain für Ordnung gesorgt hätte.

Die Beziehung zwischen dem Staat und den Abenteurern hat sich stark gebessert, die Wirtschaft floriert wieder. Das Volk litt unter dem damaligen Prinzen Leo-was-auch-immer, der Hand an meine Frau gelegt hat.

WIE kannst du es wagen, meine Arbeit zu kritisieren? Ein Mädchen aus einer anderen Welt, die vor irgendwelchen Problemen flüchten wollte. Im Grunde bist du mit deinen Freunden nichts anderes als ein Feigling.

Nehmen wir an… ich wäre die Prinzessin der Dämonen. Du sagst, ich wäre intrigant und manipulativ? Glaubst du nicht… dass ich dann zur reinen Vorsichtsmaßnahme Sicherheitsvorkehrungen getroffen habe, dass ich trotzdem nicht der Feind für Alliancia bin?“ berührte Sina mit ihrer Nase die Nase von Amy.

Amy fiel unter dem Druck die Tränen raus und biss sich leicht auf die Unterlippe.

„Manchmal… muss man Böses mit Bösem bekämpfen. An mir klebt so viel Blut, damit könnte ich das Meer draußen rot färben! Eure Scheiß Aktion im Flur, mich auszutricksen… es hat echt wirklich nicht viel gefehlt und Miyu wäre aufgespießt.

Nicht das ich ausgetrickst worden bin, sondern mit welchen Namen ihr mich angesprochen habt. Es hat definitiv was mit dem Brief zu tun. Aber lass mich dich darüber aufklären, denn ich bin nicht so alt sondern ich kam in diese Zeitebene über einen bekloppten Magier, der mit Zeitmagie herumgepfuscht hat.

Ich war laut Sherry nur für zehn Minuten weg gewesen, aber ich war über ein halbes Jahr in diesem chaotischem Zeitalter gewesen. JA, Sakura war eine Freundin für mich gewesen, wenn es dich beruhigt.

Dummerweise ist sie aber schon vor vielen Jahrtausenden gestorben und trotzdem ist es für mich wie gestern. Diesen Brief habe ich nämlich in ihrem Grabstein gefunden, den sie extra für mich hinterlassen hat. Kreativ seid ihr aus der anderen Welt schon, dass muss ich euch lassen.

Sie bat mich vor allem, dass ich euch helfen soll, aber wie sehr soll ich euch denn noch helfen? Euch vor religiösen Spinnern zu beschützen sowie dafür zu sorgen, dass ihr einen authentischen Bericht bekommt um weitere Verbündete zu bekommen?

Als Dank werde ich von euch dann angefeindet?“ riss Sina sich von Amy ab, die auf ihre Knie fällt.

„Ich… wusste das nicht…“ stammelt Amy.

„Solltest du auch nicht erfahren, es gibt Dinge, die sage ich nicht jedem. Dem König habe ich meine unweigerliche Zeitreise schon erzählt und ihr könnt das im Geschichtsbuch nachlesen, was ich alles getan habe.

Aber… ich habe wirklich langsam die Nase voll, euch noch irgendwelche Hilfe zukommen zu lassen. Ich wurde mal gefragt, ob ich euch nicht bei dem Götterbestienproblem mit einbeziehen soll, aber…

So beleidigend es für euch auch beim Essen war, ich seid wirklich Schwächlinge. Du kennst meinen Status? Diese Werte muss ich mindestens haben um gegen eine Götterbestie zu kämpfen! Titanus habe ich gemeinsam mit den SSS-Abenteurern bekämpft.

Tierra habe ich alleine bekämpfen müssen, wo er mich mit der gesamten Kraft in den Boden gerammt hat, dass es den Kontinent in viele Bruchstücke zersplittert hat.

Siremmic wollte meinen Körper stehlen und wäre Sherry mit ihre Lichtmagie nicht vor Ort gewesen, er hätte es wirklich am Ende geschafft.

Als nächstes will ich gegen Glacia vorgehen, der die Meere unsicher macht. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit muss ich ihn tief unten im Ozean bekämpfen, wo dieses Monster alle seine Vorteile auf seiner Seite hat.

Ich riskiere mehr als ihr überhaupt macht, damit die Welt weiter in Harmonie leben kann! Da ist das Dämonenproblem wirklich so… lächerlich. Warum können wir nicht alle irgendwie in Harmonie leben?“ Sina nahm sich einen Eimer und lies ihn mit heißem Wasser füllen, den sie über sich kippte.

„Wenn ich ehrlich bin, aber mit Sakura kam ich viel besser zurecht als es mit euch momentan der Fall ist. Sie war am Anfang ein Nervenbündel, bis ich ihr Selbstvertrauen eingebläut habe, danach wurde sie zu der Heldin, zu der jeder aufgesehen hat.

Laut dem Brief, den sie an mich gerichtet hat, hatte sie ein sehr erfülltes Leben gehabt, was mich schon ein bisschen glücklich macht. Sie hat eine Familie gegründet und ist vermutlich nicht alleine verstorben.“ erklärte Sina weiter, während ihr Schwanz sie am gesamten Körper mit einem Stück Seife schrubbte.

Amy ließ weiter ihre Tränen fallen und ihr Kopf… war einfach nur leer.

„Ich habe keine Lust, wieder einen Helden aufzupeppen, zumal ihr zu viert seid. Du sagtest, du kennst mich aus deinen Spielen? Sakura hat da auch mal was erwähnt, also hast du das nötige Wissen, wie man als Held stärker wird.

Nur rate ich euch sehr dringend dazu, irgendwelche Banditen oder ähnliches zu töten, denn Simon sagte mir, dass ihr das bisher noch nicht getan habt. Dämonen sind keine Monster, da kannst du deine Freunde fragen, die Kyllia gesehen haben.

Sobald man den ersten Menschen tötet… wird eine unweigerliche Veränderung stattfinden, die ihr alle durchmachen MÜSST, wenn ihr weiter kommen wollt!“ kippte Sina wieder einen Eimer warmes Wasser über sich um die Seife runter zubekommen.

„Und den Tipp gebe ich euch sogar als euer persönlicher „Bösewicht“. Dummerweise wird Sherry euch dasselbe sage, dass ihr irgendwann dazu kommen werdet, Humanoide Wesen zu töten. Wir sind das alle längst gewöhnt, selbst Kinder in dieser Welt werden es notfalls umsetzen müssen.

Wovor du oder ihr geflüchtet seid, aber hier ist es nur noch schlimmer, brutaler und blutiger. Ob die Göttin euch also damit einen Gefallen getan ist… etwas fraglich.

So, ich bin fertig mit dem waschen, ich würde dir raten, nicht allzu lange auf den Fliesen zu liegen, sonst holst du dir noch eine Erkältung…“ ging Sina langsam aus dem Badezimmer raus.

„Wie… könnt ihr mit dieser Einstellung leben?“ fragte Amy auf einmal aus dem Nichts raus.

„Ohne diese Einstellung würde ich zerbrechen. Auch ich bin nur eine Person, die weinen und lachen kann. Meine schwere Bürden teile ich mit meinen Freunden, mein Herz mit Sherry.“ sagte Sina ohne sich umzudrehen und ist dann verschwunden.

Amy weinte hemmungslos und war mit der Situation überfordert. Da hatte sie für einen kurzen Moment Courage gezeigt, hat sie Lady Sina mit Schuldzuweisungen und schonungsloser Wahrheit dermaßen unter Druck gesetzt, dass sie keine Argumente finden konnte.

„Amy?!“ kam auf einmal Miyu mit einem Bademantel rein und ging sofort auf das weinende Mädchen zu. „Was ist los?!“

„Lady… Sina war hier…“ flüstert Amy.

„Was? Hat sie dir was angetan? Bist du irgendwo verletzt?!“

„N… nein… nur… muss ich es verdauen, was Lady Sina mir gesagt hat…“

Kapitel 337

Ich bin wiedergeboren und das gemeinsame Essen?

„Ich finde es toll, dass du heute bei uns bleibst!“ rief Alwin fröhlich beim Essen. „Die Freude ist auch auf meiner Seite. Wollen wir alle wieder gemeinsam schlafen?“ lächelt Sina.

„Erm… wie meinst du das?“ fragte der König, der ein dickes Steak schneidet, sich aber irgendwie schwer tut.

„Nun… Ralph wird sich wohl das Bett mit Themba und Amy teilen, also bleibt für mich nur Alwin übrig. Irgendwie vermisse ich die Zeiten, wie wir gemeinsam alle draußen geschlafen haben.“ grinst Sina.

Amy, Themba sowie Ralph spuckten gleichzeitig ihr Essen aus, denn sie mussten dabei heftig husten. Dabei wurden ihre Gesichter sehr rot.

„Ich glaube nicht, dass Ralph in das Zimmer von meiner Tochter kommt.“ lächelt der König, aber sein Auge sprach eine andere Sprache.

„Glaubst du nicht, dass du dich langsam mit dem Gedanken abfinden solltest, dass deine Tochter älter wird? Willst du nicht irgendwann deine eigenen Enkelkinder sehen oder so? Was hätte deine Frau denn gesagt, wenn die Situation gekommen wäre?“ genoss Sina die Situation.

Simon und Friedrich hielten sich bereit, jederzeit den König abzufangen, scheinbar konnte er sich aber zurückhalten.

„Sina… du bist nicht die Mutter von Themba oder?“ argumentierte der König.

„Nein, aber scheinbar ist ja kein anderer gewillt, dir die Augen zu öffnen. Karl… so schwer es sich auch anfühlt, aber die Kinder werden immer älter und älter. Du bist nicht Gott, der die Zeit anhalten kann.

Wie war es mit dir gewesen? Musstest du auch Kämpfe gegen den Vater deiner Frau ausfechten? War irgendwann nicht der Zeitpunkt gekommen, dass er seine Tochter dir anvertraut hat? Ich glaube, Ralph hat mehr als genug bewiesen, dass er deine Tochter beschützen kann.“

„Erm… Sina?“ wollte Ralph was einwenden, doch der König sowie Sina starrten ihn einmal mit tödlichen Augen an, sodass er zum Schweigen gebracht wurde.

„Sina… gegen deinen Argumenten habe ich nichts entgegenzusetzen, aber…“

„Was aber?! Leg mal einfach deinen Königstitel beiseite und sitze als Vater da. Was willst du für deine Kinder? Das sie glücklich sind, das wollen alle Eltern. Deine Tochter wächst nun zu einer richtigen Frau heran und liebt jemanden, der sie immer wieder mit ihrem Bruder beschützt hat.

Du Knalltüte hast Ralph lang genug beobachtet um zu wissen, dass Ralph jederzeit immer vor deiner Tochter stand. Egal vor welcher Gefahr, er war immer der Erste gewesen, der sich schützend vor deine Kinder stellte.

Hier… „Illusion: Abenteuer mit Kinder“.“ Alle schauten erstaunt auf das Bild, was Sina zauberte und sahen die Momente, wo sich Ralph immer vor Themba und Alwin stellte. Sei es in der Mine bei den Orks und beim Verlassen der Mine. Auch im Kampf gegen die eigene Armee stand Ralph immer so, dass er seine Freunde beschützt hat.

„Erm… was für einen Zauber benutzt da Lady Sina?“ flüstert Miyu leise, aber die anderen Helden schütteln nur die Köpfe.

Sina schnippte mit dem Finger und die Illusion verschwand wieder: „Also Karl, wäre ich die Mutter von Themba, würde ich dir so was von auf die Füße treten, dass du die nächsten Jahre nicht mehr stehen kannst. Einen besseren Mann kann man sich doch für seine Tochter nicht wünschen.“ lächelt Sina sehr boshaft.

Der König musste Eier aus Stahl haben, denn scheinbar war sein Beschützerinstinkt höher als die Angst, egal wer Sina in Wirklichkeit ist.

„Wenn… Ralph mich in einem Schwertduell besiegt, kann er meine Tochter haben.“ kam der König zu einem Entschluss, wo Sina die Augen unweigerlich rollen musste.

„Ok, das muss ja nicht heute oder morgen sein. Nun liegt der Rest bei dir Ralph, ich wünsche dir viel Glück dabei.“ zwinkert Sina nun Ralph zu.

„Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob du mir damit einen Gefallen getan hast.“ murmelt Ralph mit einer monologen Stimme. Themba dagegen hatte einen richtig roten Kopf bekommen, über das was Sina getan hat.

„Sag mal lieber danke zu deiner großen Schwester. Du hast es ja wenigstens einfacher, bei meinen Vater dürfte es tödlicher sein, weil Sherry gegen ihn kämpfen müsste… Meine Einschätzung wäre jetzt, dass meine Geliebte zu… hmm 100% sterben wird.

Früher hätte ich ja gesagt, dass mein Vater stärker ist als ich, aber mittlerweile mit den ganzen Veränderungen, die ich durchgemacht habe? Ich bin mir unsicher, bleibe aber weiterhin bei der Aussage, dass er stärker ist als ich.“ kratzte die Schwanzspitze an der Stirn von Sina, während sie das nächste Stück Essen zu sich nahm.

„Und dein Vater ist wer?“ fragte Amy ganz unverfroren. Sina schaute ihr in die Augen und grinste auf einmal boshaft.

„Ein gemeiner Mistkerl, der seine… eigene Tochter foltern ließ, bis sie die perfekte Kämpferin geworden ist. Vielleicht bin ich ja deswegen so eigenartig mit meinen Entscheidungen?“ zuckte Sina kurz mit den Schultern.

„Und das… sollen wir ihnen glauben?“ zweifelt Davino bei der Erklärung. „Ihr könnt glauben was ihr wollt. Ich habe nicht ohne Grund die Fähigkeit „Bizarre Gedanken“, eine Steigerung von „Groteske Gedanken“.

… Was mir einfällt, aber ihr seid vermutlich nicht die einzigen beschworenen Helden auf der Welt.“ grinste Sina. Erstaunt schauen alle Sina an, die aber gelangweiligt das letzte Stück Fleisch aufisst.

„Das… soll wer sein? Wir vier hier haben uns nur bei der Göttin gesehen, andere Personen habe ich nicht bemerkt.“ zweifelt Matthieu.

„Ich bezweifele, dass der Heldentyrann Devin mit euch beschworen wurde. Auf meiner Suche nach Informationen bin ich auf diesen Helden gestoßen und… wenn man etwas böse beschreiben will, trifft das auf ihn ziemlich gut zu.

Ich habe keine Lust in die Details zu gehen, aber er hat Frauen massenweise geschändet, Widersacher ohne zu zögern getötet, seine Liste ist ziemlich lang gewesen, bevor er verschwunden ist.

Dummerweise heißt es in dieser Welt nicht unbedingt, wer verschwindet, der ist auch tot. Ich rechne fest damit, dass er in einen Vampir verwandelt worden ist. Solltet ihr ihm also „zufällig“ über den Weg laufen, tut euch den Gefallen und tötet ihn direkt.“ schob Sina den Teller beiseite und flüstert dem Butler ihre nächsten Wünsche ins Ohr.

„Von ihm habe ich gehört, aber… wenn er lebt…“ murmelt Simon. „Dann sollten wir wirklich ein bisschen die Augen aufhalten.“

„Erm… dann ist es wahr, was Lady Sina da eben gesagt hat?“ hakte Amy nach und Friedrich nickte: „Das stimmt. Vor der Heldin Lara war das der beschworene Held Devin. Der Titel Heldentyrann ist fast schon schmeichelhaft, zu den Taten, die er gemacht hat. Wenn Devin noch die Kräfte eines Vampirs hätte…“

„Bei meinen Glück werde ich den Spinner schon finden und notfalls frage ich die anderen Clanführer der Vampire, weil ich selber auch einer bin.“ bekam Sina mehrere Äpfel serviert.

„Erm… habe ich das richtig verstanden, aber… du bist ein Clanführer der Vampire?“ fragte Prinzessin Themba vorsichtig nach, die lange still gewesen war bei der Diskussion über ihre Zukunft mit Ralph.

„Das ist richtig. Da war ich mit meinen Freunden am Essen, schellten auf einmal dutzende Vampire vor meiner Tür und sagten, dass ich ihr Clanführer geworden bin. Ist zwar schon ein bisschen her, aber was soll´s.

Dadurch habe ich die anderen Vampirkönige kennengelernt und bis auf einen… naja eher drei, wenn man die zwei Idioten mitzählt. Egal, hmmm machen wir es kurz, aber vielleicht werden die Vampire nun ein bisschen aktiver in der Gesellschaft und akzeptieren auch die Regeln.

Übrigens, wenn mir was passieren sollte, werden alle meine Vampire die Angreifer jagen, ob ich es will oder nicht. Die fackeln nicht lange ihre Waffen zu ziehen.“ schaute Sina grinsend zu den Helden, während sie mit der Klauenhand den Apfel schält.

Die Helden haben verstanden, was Lady Sina ihnen damit sagen wollte: „Geht gegen mich vor und ihr habt viele starke Monster am Hals.“ Alle wurden bei der Vorstellung sehr blass.

„Ich verstehe… Kein Wunder, dass in Fanfoss so viele Vampire leben, wenn du ihr Clanführer bist. Was mich gerade ein bisschen interessiert, aber welche Pläne hast du eigentlich?“ merkte der König den Stimmungswandel bei den Helden und wechselt das Thema.

„Ich werde mit meinem gesamtem Freundeskreis an dem tausendjährigen Turnier der Tiermenschen teilnehmen. Uh… ich bin gespannt, wie die SSS-Abenteurer sich machen, nachdem die Flaschen alle gemeinsam gegen Kyllia verloren haben.“

„Eh… warte. Diese Monster in Menschengestalten haben alle gegen Kyllia verloren?“ hakte Amy wieder nach, die sich das nicht vorstellen konnte.

„So ziemlich. Aber nachdem ich Kyllia eine Liebesfaust verpasst habe, wurde sie sehr artig. Dummerweise musste ich diese Flaschen wieder aufbauen, denn so brauche ich mich mit ihnen nicht anzumelden.“ schlug die Schwanzspitze auf der Schulter von Sina, bis sie entnervt den Apfel in die Luft wirft und er in viele Stücken geschnitten wird. Anschließend spießte Knochi die Stücke auf und Sina zog sie dann vom Schwanz wieder ab.

„Bevor ihr auf den Gedanken kommt, mitzumachen. Vergesst es, ihr konntet ja nicht mal Sherry oder Mio was anhaben, da werden nur solche Kaliber teilnehmen. Vampire, mit hoher Wahrscheinlichkeit versteckte Dämonen und andere Kämpfer, die sich mit meinen Freunden messen können.

Ihr Schwächlinge werdet euch nur wehtun beziehungsweise überhaupt nicht zur Teilnahme angenommen, wenn ich das Aufnahmesystem der Tiermenschen richtig verstanden habe.“ lächelt Sina sehr fies zu ihnen.

„Warum… hackt ihr so sehr auf uns herum?“ verlangte Matthieu auf einmal zu wissen, denn man konnte die Feindseligkeit nicht überhören.

„Da war die eine Sache im Flur. Vermutlich stand irgendetwas im Brief, was mir nicht gefällt, sonst hättet ihr diese Aktion nicht gemacht. Das schöne ist ja, Miyu weiß, wie es enden wird.“ lächelt Sina sehr ehrlich. Die Männer waren erstaunt, wie viele unterschiedliche Arten von Lächeln Sina zeigen konnte.

„Du würdest uns wirklich vor den Augen des Königs töten?!“ bekam Miyu die Courage, sich zu wehren, als sie unter dem Tisch etwas merkte. Wenige Zentimeter vor ihrem Bauch war die Schwanzspitze von Knochi wo noch ein Stück Apfel dran hing.

„Aber nein, wo denkst du hin? Ich habe vielleicht den Titel „Menschenschlächter“, das macht mich immer noch nicht zu einer eiskalten Mörderin, wisst ihr? Außerdem brauchen wir euch doch, um den bösen Dämonenkönig mit seiner Armee zu besiegen.“ biss Sina in den neuen Apfel.

Davino und Amy sahen dasselbe, was vor Miyu schwebte und starrten Lady Sina an. „Sina? Möchtest du uns vielleicht was sagen?“ mischte sich der König ein.

„Nein? Ich dachte, weil die vier Kinder mich sowieso als ihren Bösewicht sehen, spiele ich das Spielchen mit. Sonst wäre das Leben doch langweilig oder?“ war der Apfel wieder aufgegessen und sie nahm den nächsten Apfel.

„Erm… wie viele Äpfel isst du eigentlich noch? Bekommst du keine Magenschmerzen?“ fragte Ralph vorsichtig.

„Irgendwie… habe ich Hunger nach Äpfeln entwickelt. Mit meiner rechter Hand schäle ich sie und mit der Schwanzspitze… wird er klein geschnitten.“ zeigte Sina es demonstrativ allen.

„Ich danke für die Einladung eure Majestät, ich werde mich zurückziehen.“ stand Amy auf einmal auf und die anderen Helden taten dasselbe. Nur Weg von Lady Sina war ihr Gedanke.

„Aww… ich hätte mich gerne weiter mit euch unterhalten.“ heuchelt Sina den flüchtenden Jugendlichen zu.

„Sina… musste das sein?“ war der König entnervt. Simon und Friedrich wussten zwar nicht, worum es ging, aber sehr wohl dass ihr Freund das wusste.

„Ich hatte meinen Spaß gehabt. Haben die eigentlich schon Menschen getötet?“ ließ Sina über Knochi dem jungen Prinzen Alwin ein paar Apfelstücke bringen, die er fröhlich abnahm.

„Nein, die Banditen sind irgendwie… in letzter Zeit sehr rar geworden. Ich weiß worauf sich eure Frage bezieht, denn Dämonen sind keine Monster. Sie verhalten sich wie welche, aber sind immer noch humanoid genug, dass… man sie nicht mal so eben töten könnte.“ meinte Simon.

„Oh ho ho, da bin ich ja gespannt, wie sie das Problem lösen wollen.“ kichert Sina. „Nun gut, wo darf ich heute schlafen?“

Kapitel 336

Ich bin wiedergeboren und der Vertrauenstest?

„Es ist schön dich wieder zu sehen Sina.“ grüßte der König Karl-Horst seine Freundin. Ihm ist nicht entgangen, dass Sina sich wieder komplett verändert hat.

„Die Freude liegt ganz auf meiner Seite. Du solltest dich ein bisschen mehr ausruhen Karl, dein Augenring wird immer dunkler.“ lächelt Sina ehrlich. Beide saßen im Privatzimmer des Königs, denn… Karl-Horst hat einige wichtige Fragen.

„Das ist der Stress. Vermutlich hast du es schon mitbekommen, denn vor einige Zeit habe ich mich mit Kaiserin Emilia den restlichen Fürsten und Königen getroffen. Das war ein Schock gewesen mitten in der Versammlung deinen Namen zu lesen, dass du wieder eine Götterbestie getötet hast.“ schmunzelt der König.

„Kann ich mir vorstellen, zumal das eine der verbannten Götterbestien war, die ich getötet habe. Dieser ist Schuld, warum ich nun meinen Knochenschwanz habe… er heißt übrigens Knochi und lässt sich wirklich gut kontrollieren.“ wedelt die Schwanzspitze hin und her. „Alwin hatte seinen Spaß schon gehabt.“

„Und deine… rechte Hand? Ich kann mich nicht erinnern, dass sie… so deformiert ausgesehen hat. Es wirkt eher wie eine Klauenhand.“ zeigte der König auf die Hand.

„Ein nachträgliches Geschenk von Titanus, diesmal haben aber die Götter ihre Finger im Spiel. Da lag morgens ein Paket mit einem Zettel vor der Tür, wo drauf stand: „Danke“. Dabei war diese Murmel aus Diamant, die sich sofort in meine rechte Hand rein schoss und nun siehst du das Ergebnis.

Was war ich angefressen, da war ich mit meinem Schwanz besser dran. *seufz* Habe das Gefühl, dass ich immer… mehr zu einem Monster mutiere.“ wurde Sina nun traurig.

„Sina… ich würde gerne mit dir was wichtiges besprechen.“ wurde der König nun sehr ernst und wunderte sich als Sina einen eigenartigen Kompass rausholte.

„Nur zu, ich will nur eben meinen Kompass einstellen, dass ich deine Burg immer sofort finde.“ lächelt Sina wieder, aber ahnte schon was kommt.

„Dein Bericht… über diese verschollene Prinzessin der Dämonen. Selbst die Helden fanden es sehr merkwürdig, aber ich wollte es lieber alleine mit dir besprechen. Deine Stärke sowie eigenartigen Kenntnisse über die Welt… hat kein Mensch. Gab es früher schon nicht, das wird es jetzt auch nicht geben.

Kein Mensch hat bisher eine Götterbestie getötet, bis du auf einmal erscheinst. Nicht nur das, nun hast du die dritte Götterbestie getötet… und bist scheinbar auch irgendetwas anderes geworden.

Falls das mit „Hope“ dich verletzt hat, dann bitte ich um Verzeihung, denn ich würde gerne dein Vertrauen haben. Aber du musst mir dann auch vertrauen, verstehst du?

Erst dieser Bericht, dann deine Schwester Kyllia, selbst… dein Aussehen nimmt immer mehr dämonische Formen an, auch wenn ich bisher keinen Dämonen in der Geschichte gefunden habe, der deinen Flügeln am ähnlichsten kommt. Zusätzlich nun dein Schwanz mit deinem Arm?

Meine Kinder vertrauen dir voll und ganz, ich möchte das auch, aber ich möchte… von dir die gesamte Wahrheit wissen.“

„Eine verstorbene Freundin meinte einst, ich vertraue allen, aber auch niemanden. Man hat mir schon immer gesagt, dass ich Probleme mit dem Vertrauen habe, aber… besser konnte man mich nicht beschreiben mit diesem Satz.

Karl, rein hypothetisch, wenn ich sagen würde, das ich eine Prinzessin der Dämonen „wäre“, was würde sich denn für uns ändern? Du kannst nicht abstreiten, dass eine Veränderung stattfinden wird, zumal dein Reich als erstes mit den Dämonen konfrontiert wird.“ war Sina zufrieden mit ihrem Kompass und legte ihn wieder in ihr Inventar.

„Keine Ahnung, ehrlich. Ich sehe dich immer noch als Freundin an, aber ich müsste dann nach deinen Motiven fragen, warum du dich gegen dein Volk stellen würdest.“ grübelte der König kurz.

„Eine interessante Frage oder? … Weißt du, ich werde dein Vertrauen auf die Probe stellen. Einst sagte ein weiser Herrscher, Vertrauen ist gut, stell es auf die Probe.

Keine Sorge, selbst wenn du einige… Dinge mehr über mich erfährst, so brauchst du dir keine Sorgen machen… dass ich Hand an Alliancia legen werde.“ holte Sina eine Identifikationsbrille aus ihrem Inventar raus. „Du weißt, was es für Brillen sind?“

„Ja, ich selber habe bisher noch keine benutzt, aber was… genau möchtest du denn machen?“ wundert sich der König.

„Setzt sie einfach auf und schau meinen Status an. Vermutlich hast du schon über Umwege… von meinen Werten gehört, aber nun kannst du sie mit deinen eigenen Augen sehen.“

Dieser seufzte nur und setzte die Brille auf… dabei staunte er nicht schlecht, als der König alle Werte von Sina sah.

„Bei der Göttin… kein Wunder, dass du eine Armee nach der anderen besiegen konntest. Mit diesen Fähigkeiten sowie Attributen?“

„Karl-Horst, das was du da siehst… ist nur eine Fälschung. Ich gebe zu… das ich einst die Prinzessin der Dämonen „war“, aber… etwas hat sich geändert.“ nahm Sina ihre Ohrringe ab, wo nun der König alle originalen Werte sehen kann… und sehr schnell blass wurde.

„Emilia kennt mein Geheimnis ebenfalls und es war ihr ehrlich gesagt sogar egal gewesen. Laut ihrer Worte sieht sie mich weiterhin als eine Freundin an, eher sogar ein bisschen als große Schwester.“ schmunzelt Sina.

„A… aber Sina. Ich ignoriere… nur deine Attribute, denn diese sechsstelligen Zahlen sind… für mich leider… zu unverständlich, aber dein Titel „Dämonenkönigin“, den kann ich nicht ignorieren!“ nahm der König seine Brille runter, er hat genug gesehen.

„Das kann ich mir vorstellen, aber ich bekam den Titel gegen meinen Willen. Würdest du meine Geschichte dazu anhören?“ war Sina in keinster Weise beunruhigt.

„Besser… ist das.“ nickte der König und Sina erzählte dem König, wie sie in die Vergangenheit kam und der damaligen beschworene Heldin unter die Arme gegriffen hat bis zur Schlacht gegen die Dämonen. Mithilfe ihrer Illusion zeigte sie ihren Kampf gegen den Dämonenkönig Rarkas und wie sie dann im Kampf gegen die Götterbestie Cimmeris auf einmal den Titel „Dämonenkönig“ bekam.

„Im Kampf wurde ich wieder zurück in diese Welt geholt, dabei nahm ich Cimmeris mit. Aber dieser Wolf wurde nur von der Götterbestie übernommen und war in Wirklichkeit Siremmic, den Rest hast du ja schon erfahren.

Ja, momentan gibt es zwei Dämonenkönige auf der Welt und einer sitzt vor dir. Der andere Dämonenkönig ist mein Vater Mephisto.“ beendet Sina ihre Erklärung, scheinbar ist viel Zeit vergangen.

Der König hat Sina nicht einmal unterbrochen und nur zugehört, seine Blässe ist verschwunden und nun sitzt er grübelnd in seinem Sessel.

„Wenn du „Hope“ wieder haben willst, gebe ich ihn dir, denn… wenn man es nüchtern betrachtet, bin ich ja mehr oder weniger eine Königin.“ schmunzelt Sina.

„Behalte ihn. Königin Sina…“ wollte der König irgendetwas sagen, aber Sina hob eine Hand hoch. „Bitte… ich bin immer noch die Abenteurerin Sina. Ich gebe zu, dass ich nicht immer offen war zu dir und den anderen Menschen.

Aber ich habe keinerlei Machtbefugnisse als Dämonenkönigin, die hat nur mein Vater. Erstens weil er vor mir Dämonenkönig ist und weil ich seine Tochter bin. Erst… wenn ihm was passieren wird, bekomme ich die volle Kontrolle der Dämonen.

Du erinnerst dich an den einen Abend, wo ich die wahre Bedeutung von „Hope“ kennengelernt habe? Das war einer der Gründe, warum ich diese Macht nicht haben wollte.“

„Hmm… verstehe so langsam, was du meinst, dass eine Veränderung zwischen uns stattfinden wird. Nur… hast du es wirklich alles so geschickt eingefädelt, dass du weiterhin unbesorgt durch die Welt wandern kannst.

Sina. Kann ich dir weiterhin vertrauen, dass du dich um meine Kinder kümmerst, wenn mir was passiert? Ich weiß, dass du Themba gerne ärgerst, aber du machst dir als Dämonin irgendwie auch Gedanken, dass es ihnen gut geht.“

„Deine Tochter wird mir vermutlich bis zum Lebensende auf die Nerven gehen, aber ansonsten, ja. Daran hat sich seit unserem gemeinsamem Abenteuer nicht viel geändert.“ nickte Sina und die Schwanzspitze tat dasselbe. Die Dämonenkönigin legte ihre Ohrringe wieder an und nahm die Brille wieder in ihr Inventar auf.

„Nun kommen wir zu deinem Motiv. Warum hilfst du uns eigentlich? Mit deiner Stärke… hätten die Dämonen uns einfach überrannt, selbst mit den vier Helden.“

„Weil ich einen Frieden zwischen meinen Volk und deinem Volk erreichen möchte. Leider hat sich bei den Dämonen… so viel Hass angesammelt, sie würden nicht mal das Wort verstehen. Dieser dumme Hass… wäre er nicht da, wäre so vieles einfacher.“

„Frieden… mit den Dämonen? Ich kann es mir mit einzelnen Dämonen irgendwie vorstellen, du und deine Schwester sind ja die besten Beispiele, aber das gesamte Volk?“ zweifelt selbst der König.

„Das gesamte Volk. Den Krieg kann ich nicht verhindern und du hast recht, die Dämonen sind in alle ihrer Gefangenschaft viel stärker geworden, sie würden euch wahrlich überrennen. Weswegen glaubst du denn, warum ich dir und den anderen so helfe?

Die Helden… sehen das ein bisschen anders und ich habe den Eindruck, dass sie sogar gegen mich vorgehen, was ich ein bisschen dumm finde. Bin ich halt ihr Bösewicht, das hält sie zumindest fit.

Mein Ziel als… Dämonenkönigin ist es tatsächlich, dass wir irgendwann in der Zukunft miteinander in Harmonie leben. Doch so schön es sich anhört, umso schwerer ist es, dies umzusetzen.

Zusätzlich… selbst wenn dieser Krieg stattfindet oder nicht, haben wir das Problem mit den verbannten Götterbestien. Solange… sie noch in ihren Gefängnissen sind, haben wir vor ihnen Ruhe, aber das trifft nicht auf Exos zu, dem Anführer dieser Bande.

Deswegen bin ich froh, dass wir jetzt schon einen von ihnen aus dem Weg geräumt haben, aber die Kämpfe werden wohl immer heftiger. Kannst du dir vorstellen, dass ich mit meinen sechsstelligen Zahlen richtige Probleme habe gegen eine Götterbestie?

Um einen Frieden zu bewerkstelligen muss ich die verbannten Götterbestien alle töten, denn diese werden unsere Welt heimsuchen, da ist der kommende Krieg tatsächlich ein Witz. Das… wurde irgendwie zu meiner Lebensaufgabe…“ fiel Sina in den Sessel rein.

„Deswegen die Geheimniskrämerei… Du hast es wirklich nicht einfach oder? Was… ist eigentlich dein eigener Wunsch?“

„Mit Sherry gemeinsam die Welt bereisen ohne irgendwelche… Probleme auf den Schultern zu haben. Einfach… den Kopf abschalten und mit der Liebsten all die wunderschönen Dinge auf der Welt bestaunen.

Ich habe ein Zuhause, wo ich mich richtig wohl fühle. An Gold mangelt es mir ebenfalls nicht und überall habe ich Einfluss auf Alliancia. Mir hat ein Vampirkönig vorgeworfen, ich strebe nach der Weltherrschaft, aber daran habe ich kein Interesse, verstehst du?

Ich habe nichts gegen Action und ähnliches, aber… ich muss sagen, meine Abenteuer in der Vergangenheit… war genau das, was ich mir irgendwie immer gewünscht habe. Nur leider ohne Sherry…

Den Titel als Dämonenkönig habe von dem dunklen Gott bekommen. Scheinbar… werden noch unruhige Zeiten kommen, wenn die Götter sich einmischen. Ich warte immer noch darauf, dass die Pfeife sich bei mir meldet und sich erklärt, was ich mit diesem scheiß Titel machen soll.“

„Vermutlich kennt Gräfin Sherry dein Geheimnis?“

„Das ist richtig und auch einige Personen mehr. Es ist eine Bürde, die kann eine einzelne Person nicht tragen, selbst ich nicht. Ich kann wirklich sagen, dass sind Freunde, auf die ich mich verlassen kann. Das trifft sogar auf Emilia zu, die sich um meine Schwestern kümmern wird, wenn die Barriere fällt denn… sie werden alle von meinen Vater ziemlich übel schikaniert.

Doch… wie sieht unsere Freundschaft aus? Ich werde im Krieg wenn nur die Stadt Fanfoss beschützen, mich aber ansonsten enthalten. Selbst gegen die Helden werde ich… nur bedingt was machen, sie brauchen mich ja als ihren Bösewicht.“ schmunzelt Sina, wurde aber sehr schnell wieder ernst.

Der König schaute ihr sehr lange in die Augen und sagte nichts, bis er irgendwann zu einer Entscheidung gekommen ist.

„Ich werde dich weiterhin als Freundin betrachten. Deine Motive sind für mich verständlich und du kümmerst dich um meine Kinder, einen besseren… Paten für sie werde ich nirgends finden.

Deine Freunde sind vermutlich alle SSS-Abenteurer, irgendwie… verstehen sich die exzentrischen Personen miteinander alle besser als mit normalen Personen. Sie unterstützen dich ja sogar, irgendwie muss man das ja auch anerkennen.

Doch rechne damit… das man irgendwann deinem Geheimnis auf die Spur kommt. Nicht von mir, dass verspreche ich, aber die Helden sind nicht wirklich gut auf dich zu sprechen, irgendwann… werden sie dich bloßstellen und was dann?“

„Sollen sie es doch. Letztendlich bin ich eine SV-Abenteurerin und dort kann sich jede Rasse als Abenteurer anmelden. Selbst meine Arbeit kann man nicht abstreiten, die ich bisher erledigt habe. Man muss sich die Frage stellen, „was wäre wenn“.

Wenn ich die Untotenarmee nicht aufgehalten hätte, deine Kinder nicht beschützt hätte, den Krieg mit Osnain nicht unterbunden hätte und und und. All das widerspricht sich ja mehr oder weniger, was die Dämonen normalerweise tun würden.

Vielleicht kommt der Tag, da werde ich offen und ehrlich alles zugeben. Ich werde das gesamte Volk von Alliancia selbst entscheiden lassen, wie sie mit mir später umgehen wollen. Es wird viel Theater geben, dass lässt sich nicht abstreiten, aber…

Kaiserin Emilia wird mit hoher Wahrscheinlichkeit als erste führende Person sagen, dass ich weiterhin als Kanzlerin arbeiten werde. Für die Abenteurer wird es zwar ein Schock sein, aber es hat sich ja mittlerweile ziemlich herumgesprochen, dass die Vampire dort anerkannt werden und durch Kyllia nun ein paar Dämonen.

Ich habe nicht ohne Grund in dem Bericht über die verschollene Prinzessin geschrieben, weil ich damit rechne, dass die Helden irgendetwas machen oder auch andere feindlich gesinnte Personen.“ dachte Sina an einen bestimmten Vampirkönig.

„Du bist wirklich sehr erstaunlich, weißt du das? Vermutlich hast du es schon von mehreren Seiten gehört.“ grinste der König. „Ich bin dir dankbar… über deine ehrlichen und offenen Worte. Schade, dass wir die Helden irgendwie nicht einweihen können, sie werden es vermutlich nicht verstehen. Übrigens… deinen Teufel habe ich auch gelesen?“ hob der König eine Augenbraue hoch.

„In der Tat, ich bin der Teufel. Letztendlich ist das nur ein Titel, den ich bekommen habe, nachdem ich die erste Götterbestie getötet habe. Leider kann ich dir nicht sagen, was es mit dem Titel auf sich hat, den Grund kennen nur die Götter, aber die halten ja irgendwie alle Abstand von mir.“ nickte Sina.

„Verstehe. Damit du deine Ruhe hast, hast du die Aufgabe übernommen mit dem Teufel, eine sehr interessante Taktik. Es ist schon sehr dunkel geworden, das Gespräch hat sich wohl in die Länge gezogen. Wie wäre es wenn du wieder hier schläfst? Die Kinder werden sich bestimmt freuen.“ bot der König an.

„Hm… Warum nicht. Kann zwar im dunkeln sehen, aber eine Nacht mit deinen Kindern kann ich schlecht ablehnen.“ lächelt Sina und der König ebenfalls. Gemeinsam standen sie auf und verließen das Zimmer…

Als im Flur ein Geräusch kam, wo Sina reflexartig hinschaute. „Lady Lilith?“ „Ja?“ antwortet Sina und drehte ihren Kopf wieder um, dabei sah sie Miyu stehen.

Beide starrten sich kurz an, als Sina merkte, dass sie reingelegt worden ist. „Verstehe…“ wurden die Augen von Sina sehr kalt.

„Wer ist Lilith?“ wundert sich der König. Sina hat zwar die Geschichte erzählt, aber nicht die genauen Details. „Und was macht ihr hier?“

„Lady Lilith ist eine Person, die in der Vergangenheit der Heldin Sakura geholfen hat im Kampf gegen die Dämonen. Aber ich glaube, für weitere Geschichten ist es wirklich zu spät.“ erklärte Sina, als Miyu den Mund aufmachen wollte.

„Stimmt, suchen wir meine Kinder auf und geben ihnen die tolle Neuigkeit weiter.“ ignorierte der König Miyu und ging mit Sina über den Flur weg. Was er nicht mitbekam war, dass der Knochenschwanz auf Miyu zuraste, bis die Spitze fast vor dem Auge zum Stillstand kam.

Sina drehte ihren Kopf um und legte einen Zeigefinger auf den Mund, danach machte sie eine Geste um den Hals. Übersetzt: „Halt den Mund oder du stirbst.“

Miyu fiel zitternd auf ihre Knie und nickte nur, aber Sina ist da schon längst mit dem König um die Ecke verschwunden, dann hörte man sie kurz lachen.

„Wow… Lady Sina war nicht erfreut gewesen, dass man sie darauf angesprochen hat.“ kam Davino mit Amy aus dem Versteck raus. Der Plan war es gewesen, Sina abzulenken und von hinten mit dem falschen Namen anzusprechen. Dabei wollte man die Reaktion der Frau beobachten.

„Ich… werde nie wieder einen Plan von dir mitmachen. Sie hätte mich wirklich töten können, wenn sie es gewollt hätte, selbst im Beisein des Königs!“ zittert Miyu.

„Ja, es tut mir leid. Nun wissen wir, wer Lady Sina in Wirklichkeit „war“. Damit haben wir den letzten Zweifler vermutlich überzeugt.“ schaute Davino Matthieu an, der das Geräusch gemacht hat.

„Und… was haben wir bei der Aktion nun gelernt?“ kam die Frage des Franzosen.

„Tja… laut dem Brief kann diese Frau uns stärker machen, aber so feindlich wie sie uns gesinnt ist?“ zuckte Davino die Schulter.

„Vielleicht können wir aus dem Buch herausfinden, welches Training die Heldin Sakura gemacht hat, dann können wir das ja nachahmen.“ schlug Amy vor.

„Hoffentlich sehen wir Lady Sina nicht mehr so schnell wieder…“

Etwas später:

Der König mit seinen Kinder sowie General Simon, Ritter Friedrich und Ralph saßen an einem langen Tisch, dabei waren Lady Sina mit den vier beschworenen Helden anwesend.

„Lady Sina wird uns heute Gesellschaft leisten, vielleicht könnt ihr euch ja ein bisschen näher kennenlernen.“ lächelt der König.

„Oh ja, darauf freue ich mich schon.“ lächelt Sina ebenfalls, aber ihre Augen sagten komplett was anderes. Ähnliches wie die eines Schlächters, wie er sein Tier ausweiden will.

Die Helden schluckten alle nur schwer.

Nebengeschichte 12.

Ich bin wiedergeboren / Nebengeschichte 12

Amy ging sofort in ihr Zimmer mit dem Brief und dem Buch, das sie von Lady Sina bekommen hat. Als die Tür hinter ihr zufiel, spürte Amy sofort die Erleichterung von ihrem Körper fallen.

„Puh… scheinbar… muss ich wirklich irgendwie… dieser Frau aus dem Weg gehen.“ hielt Amy eine zitternde Hand vor ihre Augen. „Aber was stimmt mit ihren Werten nicht. Sie nehmen eine Summe an, dass man sie überhaupt nicht mehr bekämpfen kann.

Dann auch noch ihre vielen Fähigkeiten, selbst eine Armee hätte keine Chance gegen sie. Wir sollen uns nicht als Feinde betrachten? Lady Sina macht es sich wirklich einfach…“ murmelt Amy.

Die Heldin setzte sich aufs Bett und hielt den Brief vor ihre Nase: „Frage mich, ob es ein Trick von der Frau ist…“ und öffnete ihn.

„Hallo Helden aus der Zukunft,

mein Name ist Sakura Korosuki und stamme wie ihr aus der anderen Welt. Ich selber bin eine geborene Japanerin und meine Heimat liegt in Tokio in einem kleinen Viertel. Aus welchem Jahr… ich „verschwunden“ bin, weiß ich leider nicht mehr.

Nur das die Göttin mich aus einer sehr miesen Lage befreit hat und mich in diese Welt geschickt hat, mit der Aufgabe den Dämonenkönig zu töten.

Ich bin jetzt 86Jahre alt und habe diesen fürchterlichen Dämonenkönig schon lange besiegt. Meine Geschichte wie ich es geschafft habe oder ähnliches schreibe ich nicht nieder, denn jeder beschworene Held wird seine eigene Geschichte geschrieben. Und ich bin schon sehr lange verstorben, wenn ihr diesen Brief in den Händen haltet.

Nun wundert ihr euch bestimmt, wie ein Held vor langer Zeit über euch vier Helden Bescheid weißt, das kann ich leider nicht sagen, denn mich binden mehrere Eide. Finde ich persönlich nicht schlimm, vielleicht findet ihr es ja selber heraus, wie ich an dieses Wissen gekommen bin.

Nun kommen wir zu der wichtigsten Frage: Warum dieser Brief?

Vermutlich seid ihr in einem sehr turbulentem Zeitalter, wo die Dämonen noch in ihrer Barriere gefangen sind und große Monster auf der Welt randalieren. Dabei trainiert ihr vermutlich, um euch mit ihnen messen zu können.

Da muss ich euch leider sagen… um die nötige Stärke zu haben, um gegen diese Monster bestehen zu können, benötigt ihr ein spezielles Training. Sonst werdet ihr gnadenlos sterben, diese Erfahrung musste ich leider ebenfalls machen.

Doch gebt die Hoffnung nicht auf. In eurem Zeitalter habe ich eine Gefährtin, die noch am Leben ist und euch helfen könnte. Sucht meine Gefährtin Lady „Lilith“ und bittet sie um eine Unterweisung, wie man wahre Stärke bekommt.

Wenn ihr herausgefunden habt, wer „Lilith“ ist, müsst ihr am Anfang damit rechnen, dass sie sich querstellen wird… vermutlich. Seid sehr ehrlich zu ihr und was eure konkreten Pläne sind. Normalerweise kann man mit dieser Frau reden, aber sie ist auch nicht selten ein Sturbock.

Sollte sie euch trotzdem nicht helfen wollen, übergebt ihr diesen Brief.

Lady Lilith, wenn du diesen Brief liest, fordere ich meinen Gefallen ein, dass du diesen Helden hilfst, stärker zu werden. Bevor du fieberhaft überlegst, aus dieser Situation raus zukommen…

Wir wissen beide sehr genau, welchen Gefallen ich meine.

Gib ihnen dasselbe Training, welches du mir und meinen Gefährten gegeben hast. Ich verlange nicht, dass du ihnen bei ihrer Aufgabe hilfst, sondern nur um einen Richtungsweiser wahre Stärke zu bekommen.

Ich sollte dich gut genug kennen, dass du nach deinem Wutanfall dich wieder beruhigt hast und den Gefallen „vermutlich“ schnellstmöglich umsetzt.

Helden der Zukunft, ihr tragt eine schwere Bürde, ich spreche dabei aus Erfahrung. Gebt die Hoffnung nicht auf, Hilfe kann immer in den komischsten Formen kommen.

In diesem Sinne

Sakura.“

Amy liest den Brief mehrmals durch, aber irgendwie kommt sie nicht aus dem Staunen raus. „Jemand… aus der Vergangenheit weiß von uns?“ murmelt Amy, als auf einmal heftig gegen die Tür geklopft wird.

Die Heldin kreischte laut auf und ihr Herz raste, als Davino mit Miyu und Matthieu in das Zimmer kommen.

„Was ist los? Wir sind es nur?“ wundert sich der Italiener mit hochgehobenen Augenbrauen, während Amy ihre Brust hielt. „Wir haben dich panisch in dein Zimmer rein huschen sehen und wollten mal nachschauen.“

„Bitte… klopft zarter… Ich habe soeben den Schreck meines Lebens bekommen…“ versuchte Amy sich zu beruhigen. „Nicht unbedingt panisch, sondern um schnell Abstand von Lady Sina zu bekommen.“

„Lady Sina ist hier?“ fragte Matthieu direkt nochmal nach und Amy nickt. „Das ist richtig… sie sieht nun noch „dämonischer“ aus als vorher mit ihrem Knochenschwanz und dieser… komischen Klauenhand. Falls es euch interessiert, sie trug einen schwarzen Kimono so wie das Drachenmädchen damals.“

„Warum sie nun hier ist… weißt du nicht zufällig oder?“ setzte Miyu sich neben Amy und legte ihr eine Hand zur Beruhigung auf die Schulter.

„Erm… sie hat mir diesen Brief und dieses Buch gegeben. Den Brief habe ich schon gelesen, aber… irgendwie bin ich ein bisschen überfragt.“ gab Amy den Brief an Miyu weiter.

„Was steht denn da drin?“ hakte Davino nach während er das dicke Buch auf dem Bett anschaute. „Eine verstorbene Heldin aus der Vergangenheit gibt uns irgendwie Hilfe. Wir sollen eine gewisse Lady „Lilith“ suchen und ein spezielles Training von ihr bekommen. Denn nur dadurch würden wir die wahre Stärke erlangen.

Sie scheint sich ziemlich sicher zu sein, dass diese Frau noch am Leben ist, denn im Brief fordert sie einen Gefallen ein, nur für uns.“ gab Amy die Kurzfassung.

„Ich kenne diesen Namen.“ meldet Miyu sich auf einmal und alle starrten sie an. „Sie war definitiv eine Japanerin. Sie war auf einmal spurlos verschwunden, ihre reichen Eltern haben alles mögliche getan, was mit Geld zu erreichen ist, aber nichts.

Sie war mehrmals in den Nachrichten erschienen, wo die Eltern immer ein Interview gegeben haben. Aber… wenn es wahr ist wie alt sie war, als dieser Brief geschrieben wurde… dann verläuft die Zeit in dieser Welt viel schneller als in unsere Welt.“

„Wenn wir also… in unsere Welt überhaupt zurückkehren, könnten es nur wenige Minuten oder Stunden vergangen sein?“ sah man einen Hoffnungsschimmer in Davino´s Augen.

„Vermutlich oder die Göttin kann die Zeit beeinflussen. Diesen Brief hat Lady Sina dir gegeben? Ich bezweifele, dass diese Frau weiß, was ein Nachname ist noch wo dieser Ort liegt, also ist dieser Brief echt. Was hat es mit dem Buch auf sich?“ wiegelt Miyu mit dem Kopf.

„Lady Sina meint, in diesem Buch können wir was über die verstorbene Heldin erfahren. Übrigens, wir sollen in ihrer Nähe aufpassen, wenn wir über diese Heldin sprechen. Ich bin mir nicht sicher, ob… Lady Sina die Heldin kannte oder nicht, aber vermutlich sollten wir darüber keine Witze reißen, das gilt vor allem für dich Davino.“ warnte Amy ihren Kampfgefährten.

„Als ob ich mich in die Nähe dieser Frau begebe, vor allem, wenn sie noch schlimmer aussieht als vorher.“ hob Davino abwehrend die Hände hoch.

„Ich glaube nicht, dass Lady Sina die Heldin kannte. Schaut mal von welchen Zeitalter wir sprechen und welches wir aktuell haben.“ zeigte Matthieu auf das Datum des Buches.

„Hmm… dann macht die Warnung keinen Sinn, aber ich will jetzt auch nicht mitten in das Gespräch von ihr mit dem König reingehen…“ zittert Amy am ganzen Körper.

„Also… im Klartext, wenn wir herausfinden, wer Lady Lilith ist, kann sie uns so stark machen, dass wir… mit jedem kämpfen können?“ kratze Davino sich an der Wange.

„Keine Ahnung, da war die Verfasserin etwas ungenau, was sie mit wahrer Stärke meint. Vielleicht können wir in diesem Buch ja etwas über diese geheimnisvolle Lilith erfahren.“ nahm Amy das Buch.

„Wenn Lilith dieser Heldin schon damals geholfen hat, muss sie aber unheimlich alt sein. Wer hat denn in dieser Welt ein langes Leben?“ kam die berechtigte Frage von Matthieu.

„Nun… Dämonen sind alterslos sowie Vampire, dass wären die Rassen, die mir spontan einfallen. Keine Ahnung ob man Drachen mit dazu zählen kann, sie können ja auch ein sehr hohes Alter annehmen oder so.“ filtert Miyu ihr Gedächtnis ab.

Amy blättert sich durch das Geschichtsbuch durch, bis sie zufälligerweise die gezeichneten Portrait der damaligen Heldengruppe sah und musste nach Luft schnappen.

„Was? Was ist los?“ wundert sich Miyu über das Verhalten von Amy. Sie drehte das Buch um und zeigte mit dem Zeigefinger das Bild von Lady „Lilith“. Alle schauen sich das Bild an und konnten nun verstehen, warum Amy sich so verhalten hat.

„Das… ist Lady „Lilith“? Die Frau, die uns wahre Stärke geben soll?“ hörte man den Unglauben in der Stimme von Davino.

„Sicher… das wir an ein und die selbe Person denken? Sie hat vor allem an einer Wange diese Tätowierung.“ zweifelt Matthieu, aber Amy nickte, denn… sie hat Lady Sina gesehen.

„Doch… Lady „Lilith“ ist Lady „Sina“. Sie hatte eine grüne Tätowierung an der linken Wange. Langsam… wird diese Frau immer gruseliger. Wie alt ist sie denn?!“

„Vermutlich alt genug, dass wir die Zahl nicht mal richtig aussprechen können. Doch wundert es mich, dass sie uns dann den Brief mit dem Buch gegeben hat? Sie müsste doch den Inhalt kennen.“ grübelt Miyu.

„Laut ihrer Aussage kennt sie den Inhalt nicht, weil er nicht an sie adressiert war. Ich hatte nicht den Eindruck gehabt, dass sie gelogen hat. Es sind leider ein paar Zufälle zu viel, das wir abstreiten können, dass Lady „Lilith“ niemand anderes als Lady Sina ist.“ ließ Amy ihre Schulter hängen.

„Können wir damit irgendjemand überzeugen, dass Lady Sina nicht das ist, wie sie sich zeigt?“ fragte Davino etwas aufgeregt.

„Ich glaube nicht. Stell dir vor, du gehst mit dem Buch zum König und sagst ihm, dass diese Person Lady Sina ist. Was glaubst du, wie wird seine Reaktion sein?“ ließ Miyu ihre Fantasie walten.

„Wenn ich daran denke, wie der König uns ausgelacht hat, nachdem wir ihn vor der Dämonengefahr gewarnt haben? Zusätzlich ist Lady Sina die Heldin von seinen Kindern, das geht nur schief.“ stimmte Amy zu.

„Ich habe irgendwie meine Zweifel daran. Nehmen wir mal an, dass diese Frau eine Dämonin wäre. Warum hilft sie ausgerechnet ihrem Feind? Das würde sich ja alles mehr oder weniger widersprechen, was man uns bisher beigebracht hat.“ war Matthieu immer noch nicht überzeugt, dass Sina „Lilith“ sein soll.

„Dann lass sie uns doch einfach austricksen.“ schlug Davino nun vor.

„Und wie stellst du dir das vor?“ war Miyu nun etwas misstrauisch.

„Dann passt mal auf…“ grinste Davino und erklärte seinen Plan.

Kapitel 335

Ich bin wiedergeboren und helfe bei einer Beziehung?

Am Abend erzählte Sina ihre Fortschritte ihrer eigenen Pläne und ihre Freunde nahmen es zur Kenntnis.

„Übrigens Kyllia, ich habe für dich auch einen Handschuh in Auftrag gegeben, wo man den Kompass einsetzen kann.“ sagte Sina dies speziell zu ihrer Schwester, die auf einmal sehr glücklich wurde.

„Wuhu! Ich liebe dich!“ umarmte Kyllia ihre Zwillingsschwester. „Dann freue ich mich erst recht, wenn wir endlich ohne Orientierungsschwierigkeiten durch die Welt fliegen können, irgendwann.“

„Was sind dann nun deine nächsten Pläne?“ fragte Sherry, die etwas außer Puste war. Verständlich, wenn jeder an den Gliedmaßen nun ein weiteres Armband der Gravitation trug.

„Morgen werde ich den König und die Helden aufsuchen. Je nachdem wie die Gespräche verlaufen jage ich unterwegs ein paar Monster um meine neuen Fähigkeiten zu testen. Oder ich besuche ein paar Städte um meinen Kompass einzustellen.“ wiegelt Sina ihren Kopf, Knochi tat es ebenfalls.

„Bin ja gespannt wie die Helden dein neues Aussehen aufnehmen.“ brummte Falko zurecht.

„Du kannst dir nicht vorstellen, wie egal mir das ist.“ lächelte Sina zuckersüß.

Am nächsten Morgen schaute Sina sich im Spiegel an und war mit ihrem schwarzem Kimono relativ zufrieden. „Damit kann ich mich zeigen. Gut das Sherry auch ein paar ohne das rote Motiv auf dem Rücken gemacht hat.“

„Ihr gewünschter Proviant liegt auf dem Tisch. Soll ich noch irgendwelche Erledigungen machen?“ fragte Edwin.

„Wenn es deine Zeit nicht zu sehr beansprucht, ab und zu mal auf mein neues Grundstück zu schauen, damit ich den Stand der Dinge weiß.“ sagte Sina es ohne sich umzudrehen. Ihr Knochenschwanz legte seine Spitze auf die Verpackung und es verschwand im Inventar.

„Wie sie wünschen…“ wollte Edwin schon gehen, aber Sina stoppte ihn noch. „In welche Richtung muss ich fliegen um in die Hauptstadt zu kommen?“

Einige Stunden später sah Sina die Hauptstadt mit der Burg Ryre. Sie hat bewusst auf ihre Flügelfähigkeit verzichtet, damit sie wieder den Genuss des Himmels erleben durfte.

Sie landete direkt vor dem Eingang der Burg und wird schon von den Wachen aufgehalten: „Huhu Jungs, ist der König mit dem Rest anwesend?“

„Lady Sina? Erm… natürlich aber…“ stammelte einer der Wächter. „Wunderbar, diesmal achte ich schon auf die Etikette… ein bisschen. Könnt ihr mich dem König melden? Ich würde gerne vorher Ralph sehen.“ lächelt Sina.

„Erm… ja… wenn sie mir folgen würden?“ bat die Wache und Sina folgte ihm. „Die Burg ist ja langsam wieder in seinem alten Zustand oder? Bothar hat sich nicht unbedingt zurückgehalten bei seinem Angriff.“ plauderte Sina einfach drauf los.

„Das ist richtig. Die wichtigsten Räume sind soweit repariert, bleibt nur ein bisschen was an der Außenfassade zu machen. Dann strahlt die Burg wieder in ihrem alten Glanz.“ nickte der Führer.

„Sag, werde ich Themba auch bei Ralph vorfinden?“

„Nicht nur sie.“

„Erm… wie soll ich das verstehen?“

„Heldin Amy werdet ihr ebenfalls vorfinden, wenn ihre Zeit es erlaubt. Ihr habt Glück, dass ihr heute gekommen seid. Vor einigen Tagen war der König mit den wichtigsten Männern bei einem großen privaten Gespräch gewesen, wo ihr ihn hier nicht angetroffen hättet.“

Es vergingen einige Minuten da sah Sina schon ihre Zielpersonen. Ralph mit Amy sowie Themba an einem Tisch und wie die Frauen sich gegenseitig anstarrten.

„Sina!“ rannte ein kleiner Junge glücklich auf Sina zu. „Hallo Alwin!“ fing die Dämonin den Prinzen auf und wirbelt mit ihm einmal im Kreis.

„Sina?!“ „Ehh… Lady Sina?“ „Große Schwester!“ riefen weitere Stimmen mit unterschiedlichen Tönen nach Sina.

„Na Kleiner, wie geht es dir?“ ignorierte Sina die Jugendlichen und widmet sich nur Alwin. „Gut! Papa hat mir erlaubt, dass ich nun selber bei den Übungen von Ralph mitmachen darf… COOL! Du hast ja einen Schwanz!“ rief Alwin aufgeregt.

„Aber ja! Darf ich vorstellen, das ist Knochi.“ setzte Sina den Jungen ab und ihre Schwanzspitze schwebte vor Alwin. „Nur nicht anfassen, da er sehr scharf ist.“

„Erm… Sina?“ traute Themba ihren Augen nicht, das trafen auf Ralph und Amy ebenfalls dazu. Doch Sina ignorierte sie weiterhin gekonnt.

„Den habe ich bekommen, als ich einen großen schwarzen Wolf getötet habe. Ohne Sherry… wäre es ein sehr düsterer Kampf gewesen, aber ich habe gewonnen!“ kniete Sina vor Ralph und erzählte ein bisschen von ihrem Kampf.

„Kann ich mit deinem Schwanz… spielen?“ fragte Alwin ein bisschen schüchtern, als auf einmal der Schwanz um sein Bauch gewickelt wurde und er in die Luft gehoben wurde.

„Aber sicher das! Strecke einfach deine Arme aus und stell dir vor, du würdest wie ein Vogel fliegen… Genau so!“ steuerte Sina ihren Knochenschwanz mit Alwin wie ein Vogel. Beide haben ihren Spaß, aber Themba mochte es nicht so ignoriert zu werden.

„Lady Sina? Dürfen auch wir ihre Aufmerksamkeit genießen?“ sprach die Prinzessin auf einmal sehr förmlich.

„Ich bin mir nicht sicher. Sollte ich euch denn meine Aufmerksamkeit geben?“ grinste Sina die anderen Jugendlichen an und Amy musste schwer schlucken, wie Lady Sina sie anstarrte.

„Du solltest sie nicht so ärgern große Schwester.“ mischte sich Ralph ein, weil er irgendwie in der Zukunft was böses ahnte.

„Wieso? Wir sind doch Freunde und eine Familie oder nicht? Außer Amy natürlich, sie muss ihren Wert erst noch beweisen.“ stichelt Sina gegen die Heldin.

„Ihnen auch ein Hallo Lady Sina…“ murmelt Amy sehr nervös. Sie hat zwar ihr Trauma mehr oder weniger in den Griff bekommen, aber Lady Sina zu sehen, brachte sie dazu, wieder leicht zu zittern.

„Und scheinbar hat es ja was gebracht, Ralph zu erklären, wie man dich von diesen lächerlichen Todesängsten befreit. Von einem Apfel, ich bitte dich.“ grinste Sina sadistisch, es macht ihr irgendwie richtig Spaß die Heldin zu ärgern.

„Wenn sie ihre gesamte Kraft eingesetzt hätten, wäre ich definitiv gestorben!“ wehrte sich Amy, denn sie wollte sich nicht von der Frau einschüchtern lassen.

„Wie recht du hast. Nun stell dir einfach mal vor…“ Sina kam langsamen Schrittes näher, während Alwin weiter in der Luft seinen Spaß hatte. „Was ich noch alles anstellen könnte? Vermutlich hast du schon meine Werte gelesen und überlegst fieberhaft, welche Strategien man gegen mich entwickeln könnte.“

„Das… kann ich leider nicht abstreiten.“ murmelt Amy und ging unbewusst ein paar Schritte nach hinten, sah aber in den Augen von Themba den Genuss, das Amy keine Courage zeigte.

„Kleines Mädchen… wie wäre es, wenn du diesen Gedanken einfach mal beiseite schiebst, dass ich dein Feind bin. Wir leben in unterschiedlichen Welten und sollten uns vielleicht einfach auf unsere Aufgaben konzentrieren. Du kümmerst dich um die Dämonen… und ich jage die stärksten Monster auf der Welt.“ schlug Sina vor.

„Nur… haben sie überall ihre Finger im Spiel. Egal wo ich mit meinem Team was mache, es heißt immer Lady Sina hier und dort.“ merkte Amy das Problem an.

„Das ist doch nicht mein Problem? Ich bin halt eine einflussreiche Person, kann doch nichts dafür, wenn die Welt sich ohne mich nicht weiter drehen kann.“ machte Sina ein sehr arrogantes Gesicht.

„Habe dich jetzt nicht so als eine arrogante Person kennengelernt.“ kam der Kommentar von Themba, denn Sina verhält sich wirklich ein bisschen komisch.

„Nervi… glaubst du nicht auch, wenn man ein starkes Monster nach dem anderen bekämpft, dass man sich unweigerlich ändert? Ändern muss? Sieh dir meine Flügel und Schwanz an, selbst mein rechter Arm wurde gegen meinen Willen verwandelt.“ zog Sina ihren Ärmel von dem rechten Arm runter und zum Vorschein kam die Klaue.

„Wie… ist das denn passiert?“ hakte Ralph sofort nach, während er den Arm betrachtet. „Das hat einer der Götter mir angetan. Nun suche ich erst recht nach einer Möglichkeit, wie man mit denen ins Gespräch kommt.“ kam die Antwort.

Amy genoss es, wie Themba ein rotes Gesicht bekam bei dem Spitznamen und merkte ihn sich sofort, aber das die Götter gegen eine einzelne Person vorgehen? Das wundert die Heldin schon ein bisschen. „Hat es was mit der Chaosbestie zu tun?“

„Wenn ich das wüsste, aber keine Ahnung.“ zuckte Sina mit der Schulter, als sie auf einmal ein Buch mit einem Brief rausholte. „Hier, das ist für dich. Ein verstorbener Held aus deiner Welt wollte unbedingt, dass du diesen Brief erhältst. Das Buch schenke ich dir, damit du dich über diesen Helden informieren kannst.“

„Huch? Erm… was steht denn in diesem Brief drin?“ wunderte sich Amy und nahm mit zittrigen Händen die Gegenstände an.

„Keine Ahnung? Ich lese keine fremden Briefe, die nicht an mich gerichtet sind. Wenn ich dir aber raten darf… Mach in meiner Anwesenheit keine Scherze über diese verstorbene Heldin. Hoffe du kannst das dem Großmaul nahe legen.“ warnte Sina die Heldin.

„Erm… war sie eine Freundin für euch?“ konnte Amy nicht mehr aufhören sich zu wundern. „Wer weiß. Und Ralph, scheinbar hast du deine Weiber ja nun in den Griff bekommen. Hat der Tipp von Sherry dir weitergeholfen?“ ignorierte Sina nun die Heldin.

„Bedingt, aber irgendwie…“ schabte Ralph mit den Schuhen auf dem Boden und traute sich nicht in die Augen der verliebten Frauen zu schauen.

„Himmel… Ok. Machen wir es einfach. Themba. Du liebst Ralph oder?“ rollte Sina mit ihren Augen. „Ich meine, du hast ihn ja nun mehrmals geküsst.“

„Erm… ja“ bekam Prinzessin Themba einen roten Kopf, dass es fast schon rauchte. „Amy, du hast ja scheinbar dich in meinen kleinen Bruder ebenfalls verliebt, richtig?“ starrte Sina die Heldin an.

Sie musste einmal schwer schlucken, dann nickte Amy ihren Kopf. „Das… stimmt.“

„Nun kommen wir zu dir Ralph. Das du Themba magst, weiß ich schon etwas länger. Wie sieht es denn mit Amy aus?“

„Das ist sehr gemein formuliert. Ich mag sie beide, aber… ich will auch niemanden verletzten.“ stammelt Ralph.

„Warum… nimmst du nicht einfach beide? Wenn sie dich lieben und du ebenfalls von ihnen nicht abgeneigt bist, wozu die unnötigen Kämpfe? Das eigentliche Problem ist ja scheinbar, dass deine Weiber Drachen in Menschenhaut sind und nicht teilen wollen.

Bin nur froh das es nicht Sherry ist, sie würde mit hoher Wahrscheinlichkeit in ihrer Eifersucht die andere Person töten wollen…

Was ich damit sagen will, ihr drei wollt eigentlich alle dasselbe, aber nicht teilen. Ihr müsst ja nicht alle gleich in die selbe Kiste springen, nur macht ihr euch gegenseitig unnötigen Stress. Aber was weiß ich schon von Liebe. Nur ich will nicht, dass du daran zerbrichst Ralph, weil ich sonst beide Weiber übers Knie legen werde.“ hob Sina eine Augenbraue hoch.

„Bitte nicht… vor allem nicht mit dieser Hand.“ murmelt Themba, wo Amy ihr beipflichten muss. „Keine Sorge, ich habe eine schöne Waffe, wo ihr dann für die nächste Zeit nicht mehr sitzen könnt.“ grinste Sina auf einmal wieder.

„Du stellst es dir so einfach vor…“ meinte Ralph.

„Ich mache es mir auch einfach, das ist der Unterschied. Warum verzichte ich auf den ganzen diplomatischen Mist und komme direkt zum Punkt? Spare mir damit viel Zeit und Ärger.“ zuckte Sina mit ihrer Schulter und setzte nun Alwin ab, der ein trauriges Gesicht machte.

„Keine Sorge Alwin, beim nächsten Mal fliegen wir gemeinsam in die Luft. Nun muss ich aber mit deinem Vater sprechen.“ streichelt Sina den Kopf von Alwin.

„Wenn Nervi oder Ralph das auch möchten, könnte ich es mir überlegen. Nur Amy stirbt mir vermutlich weg, wenn ich ihr zu Nahe komme.“ hielt Sina ihre rechte Hand vor die Heldin die wieder ein paar Schritte nach hinten gegangen ist.

„Ich… möchte sie bitten, mich nicht zu ärgern.“ meinte Amy das sehr ernst, dabei raste ihr Herz wie wild.

„Vielleicht, vielleicht auch nicht. Schön das bei euch alles gut läuft, dann kann ich ja meiner Arbeit weiter nachgehen.“ winkte Sina mit ihrem Knochenschwanz und wird von dem Führer fortgebracht.

„Schade, es macht immer so ein Spaß mit Sina zu spielen.“ murmelt Alwin und drückte beide Zeigefinger aufeinander.

„Für die einen mehr, für die anderen weniger.“ kommentierte Themba, die Amy zitternd stehen sah. „Vielleicht solltest du Sina wirklich aus dem Weg gehen, denn in diesem Zustand wird sie dich definitiv immer ärgern wollen.“

„Huch? Ihr könnt auch freundlich sein?“ riss Amy erstaunt ihre Augen auf, während Themba ihre Augen rollt.

„Themba kann vieles.“ lächelt Ralph.

Kapitel 334

Ich bin wiedergeboren und arbeite die ToDo-Liste ab? III

Sina öffnete die Tür und… musste sich die Nase zu halten. „Was… ich kann mich nicht erinnern, dass es hier so stinkt…“

Die Dämonenkönigin hat das Geschäft von Ronald betreten und sah den üblichen Messie-Zustand, aber das es wie einer Latrine stank, das war ihr neu.

„Oh? Lady Sina, mit euch habe ich jetzt nicht gerechnet.“ kam Ronald aus einem Nebenzimmer raus. „Komm, gehen wir direkt in mein Büro.“

Dies taten beide auch. Sina war wieder erstaunt, mit welcher Geschäftsidee… Ronald seine Kunden auswählt. Während der Eingang der reinste Messie-Zustand war, ist in diesem Büro alles sehr penibel und sauber gehalten worden.

„Sag… Wieso stinkt das jetzt? Solange ist es jetzt nicht her, als ich dich besucht habe. Selbst Suki hat nichts dergleichen geäußert.“ nahm Sina direkt platz auf einem Sessel. Ronald machte ein schmunzelndes Gesicht, während er den Tee kochte.

„Das liegt daran, dass ihr mir einen Vampir vorbeigeschickt habt. Zada war es glaube ich.“ füllte Ronald die Tassen auf.

„Was ist eigentlich mit Zada passiert? Wir haben sie seit diesem Tag nicht mehr gesehen und das wundern uns ein bisschen. Was hat Zada mit dem Geruch zu tun?“ bombardierte Sina ihn direkt mit Fragen.

„Eines nach dem anderen Lady Sina. Hm… ihr habt etwas hinter eurem Rücken?“ fiel dem Immobilienhändler nun endlich was auf.

„Das ist mein Knochenschwanz, den ich durch die letzte Götterbestie bekommen habe. Knochi ist sein Name und er ist sehr lieb.“ stellte Sina ein bisschen übertrieben ihren Schwanz vor.

„Ich verstehe.“ stellte Ronald eine Tasse Tee vor Sina. „Nun… Zada hat eines der Häuser in ihrer Nähe ersteigert. Doch im Gegensatz zu euren Wohnungen, fehlte es ihrer Wohnung an Möbel. Laut ihrer Aussage wollte sie die irgendwie… von ihrem altem Zuhause besorgen.

Aufgrund… dass meine Kunden nun auch Vampire sind, habe ich sie um Rat gefragt, wie ich einige Vampire vorher aussortieren könnte. Sie gab mir ein Parfüm, mit der Erklärung, das Vampire diesen Geruch hassen. Warum auch nicht, wenn ich dadurch nur spezielle Kunden bekomme.“ lächelte Ronald.

„Eh… also die Unordnung um alle abzuschrecken und für den Geruch die Vampire. Irgendwie weiß ich immer noch nicht, wie sie es schaffen, am Leben zu bleiben mit dieser Geschäftstaktik.“ trank Sina den Tee.

„Talent. Dank ihnen mache ich ja auch ein bisschen Profit. Ich habe einen eigenen Katalog nur für sie erstellt, wissen sie? Die Handwerker schlagen sich fast die Köpfe ein, nur um irgendetwas mal in ihrer Villa zu reparieren. Ich meine, sie sind sehr großzügig bei ihre Anzahlung.

Keine Sorge, ich achte schon darauf, dass diese Handwerker auch wirklich ihre Arbeit machen, dasselbe gilt auch für ihre Hausdienerin. Ich kann mich noch erinnern, wie einer der Gärtner glücklich war nicht wieder in der Villa arbeiten zu müssen, nachdem Suki mit ihm über seine „Arbeit“ gesprochen hatte.“ schmunzelt Ronald bei seiner Erinnerung.

„Sollte ich wieder Geld beiseite legen für die zukünftigen Probleme? Wer weiß, welche Knallerbse mich wieder angreift.“

„Wenn sie wünschen, können wir das machen. „Noch“ ist etwas vorhanden, aber in ihrem Fall würde ich dazu neigen: Sicher ist Sicher.“ nickte Ronald. Sina holte eine Truhe aus dem Inventar die sich schnell mit Gold füllte.

„Erm… das sollte mehr als genug ausreichen. Ich hatte schon immer geahnt, dass das Geld bei ihnen schon aus den Ohren rauskommt.“ musste Ronald seine Gier im Zaun halten.

„Irgendwie. Dummerweise bekomme ich für Siremmic kein Gold…“ wurde Sina ein bisschen nachdenklich. „Vielleicht hätte ich ihn laufen lassen sollen, damit er ein Auftrag wird… Nah… besser nicht…“

Ronald schob die Kiste in einen Schrank. Dabei mühte er sich wegen des Gewichts einen Ast ab. Dann saß er wieder vor Sina, ziemlich verschwitzt. „Sie sollten mehr Sport treiben.“

„Ah danke, aber nein. Das überlasse ich ihnen und ihren Freunden. Ich vermute, dass ihr Besuch nicht unbedingt mit dem Gold zu tun hatte oder?“

„Ich habe wieder ein Projekt auf dem Herzen. Diesmal möchte ich ein bisschen Land mit einer hohen Mauer kaufen, wenn möglich noch innerhalb der Stadt, aber etwas entfernter von meiner Villa.“

„Hmm was möchten sie denn mit dem Land anstellen?“ wunderte sich Ronald und wollte mehr Informationen.

„Ich will bestimmte Pflanzen für Tee anbauen lassen. Die hohen Mauern sollen wieder wie üblich vor Dieben und ähnlichem abhalten. Zusätzlich brauche ich auch einen erfahrenen Gärtner, der sich mit so einer Zucht auskennt.

Wenn sie ein kleines Haus zum schlafen mit anbieten können für den Gärtner, kann er auch direkt dort schlafen. Habe ich was vergessen?“

„Soll der Gärtner kämpfen können?“ fragte Ronald sarkastisch und hatte das Gefühl eines De ja-vü´s.

„Wäre in diesem Fall nicht schlecht. Wegen meines Rufes, muss ich damit rechnen, dass man meinem Mitarbeiter… vielleicht Schaden zufügen will. Ich werde zwar nicht mehr von Meuchelmördern angegriffen, aber vielleicht gönnt sich die Unterweltorganisation kurz eine Pause, bis wieder Nachschub kommt.“ nickte Sina ernst mit Knochi.

„Ich muss echt aufpassen, bei wem ich meine Scherze mache… Einen Moment, ich hole meinen Ordner, der ihren Wünschen nachkommen kann.“ stand Ronald wieder auf und ging zu einem Schrank.

„Bezüglich des Gärtners… werde ich ein bisschen herum fragen müssen. Ihre Hausdienerin hat sich mit ihrer Aktion einiges verscherzt. Ich persönlich habe kein Problem damit, aber nicht jeder hat das Selbstvertrauen wie wir oder?“ grinste Ronald.

„Dabei ist Suki doch so lieb?“ kratze Knochi an der Stirn von Sina. Es grenzt wirklich an ein Wunder, dass bisher ihre Haut nicht aufgeschnitten wurde.

„Hmm… ich hätte drei Objekte die ihren Wünschen entsprechen. Die Frage ist nur… Wie groß soll ihr Land denn sein?“

„Keine Ahnung? Geben sie mir einfach das größte, dann kann der Gärtner noch was anderes anbauen.“ zuckte Sina mit ihrer Schulter.

„Ok? Dann werden sie aber mehr als einen Gärtner benötigen. Vermutlich drei weitere, sind sie sich wirklich sicher? Wollen sie nicht eher… etwas kleineres haben?“ hakte Ronald vorsichtig nach.

„Halt ein Mittelding. Ich habe doch keine Ahnung, wie man Pflanzen anbaut und wie viel Platz man wirklich benötigt. Halt das der Gärtner es gebacken bekommt und Suki es jederzeit abholen kann.“ war Sina langsam ein bisschen genervt.

„Verstehe, dann sollte dieses Objekt ihren Wünschen am ehesten enntsprechen. Eine kleine Hütte, mit einiges an Land für die Pflanzenzucht, dazu hat es eine große Mauer. Nur muss ich sie warnen, dass dieses Objekt mehrere Jahre nicht benutzt wurde und vermutlich einen ähnlichen Zustand hat wie ihre Villa.“ schob Ronald der Dämonin ein Blatt zu.

„Wieso wollte das keiner kaufen? Wieder ein Geist oder so?“ las Sina das Informationsblatt durch.

„Ich kann sie beruhigen, diesmal sind keine Geister oder ähnliche Monster das Problem. Ich weis von keinem Problem, es hatte einfach niemand daran Interesse gehabt, nicht mal um ein Haus zu bauen. Wenn sie wünschen, können sie das Objekt mit mir gemeinsam anschauen.“ schlug Ronald vor.

„Machen wir das.“

Einige Zeit später:

Ronald versuchte das verrostete Schloss zu öffnen, aber es tat sich nichts. „Ich muss mich entschuldigen, selbst ich wusste nicht, in welchem Zustand dieses Objekt war. Kein Wunder, dass niemand es haben wollte.“

Sina schaute an der Mauer entlang und man konnte schon einiges an Unkraut und ähnlichem darüber sehen. „Und dort soll ein Haus oder Hütte sein? Sicher das die Natur es sich nicht schon zurückgeholt hat?“

„Laut meines Blattes schon, aber… ich bin ehrlich. Es dürfte vermutlich jederzeit einstürzten. Verdammtes Schloss…“ schimpfte Ronald nun.

„Lassen sie mich mal ran…“ verlor Sina die Geduld und zerstörte mit ihren rechten Hand das Schloss.

„Hmm… Glaube ein Schloss ist billiger, als wenn ich versuche, es irgendwie aufzubekommen.“ grübelte Ronald kurz, dann drückte er das quietschende Tor auf. Wie man es geahnt hatte, aber es sah aus, als würde man in einen Dschungel eintreten.

„Wundere mich, dass die Mauer noch so stabil ist. Eine Götterbestie hatte ja vor langer Zeit für Krach gesorgt.“ meinte Ronald auf einmal. „Ich muss mir das mal eben aus der Luft ansehen.“ meinte Sina auf einmal und tat dies.

„Hmm… bei den Bäumen und Sträuchern sehe ich eigentlich nichts… aber mit der Fläche bin ich zufrieden. Nur wo soll diese Hütte sein? Ach komm… soll sich der Gärtner einrichten.“ murmelt Sina mit sich selber und landete wieder vor Ronald.

„Ich nehme es, aber schicken sie vorher ein Gärtner Team vorbei, das wirklich… wirklich alles hier entfernt. Das kann ein einzelner Gärtner nicht schaffen, wir wissen ja nicht mal, wie die Hütte ist oder so. Vermutlich muss die auch neu gebaut werden, aber daran sollte es nicht scheitern.“ gab Sina ihre Entscheidung bekannt.

„Zumal, ist es nicht zu weit von der Villa weg, aber auch nicht zu nah, sollte es mal wieder zu einem Kampf kommen. Wenn ich überlege, was gehört mir denn eigentlich schon alles?“

„So einiges. Die größte Villa mit Garten in der Stadt Fanfoss, drei weitere große Häuser für ihre Vampire und nun dieses Objekt hier. Vielleicht sollten sie sich überlegen, das gesamte Viertel aufzukaufen und für Mieter zur Verfügung zu stellen.“ scherzte Ronald wieder und sah eine nachdenkliche Sina.

„Das Gold hätte ich oder? Doch dann müsste ich mir einen Verwalter zulegen, der sich darum kümmert… nein besser nicht. Außerdem, vielleicht bekomme ich in der Zukunft noch weitere interessante Nachbarn.“ schüttelt Sina lächelnd den Kopf.

„Habe ich schon gesagt, dass ich mit meinen Scherzen aufpassen muss? Außerdem bekommt der Bürgermeister einen Schock, wenn er meine Unterlagen bekommt, dass sie ein komplettes Viertel aufgekauft haben.“ kramte Ronald in seiner Tasche und holte alles nötige heraus.

„Bezüglich mit dem Gärtner Team kann ich was schon machen, nur auf ihren persönlichen Gärtner werden sie wohl ein bisschen warten müssen, vor allem, wenn der auch kämpfen können soll.“

„Von mir aus kann er auch ein Psychopath sein. Hauptsache er kümmert sich um die Pflanzen und macht mir und Suki keinen Ärger, wenn wir sie holen kommen. So, wo soll ich unterschreiben?“ fragte Sina und Ronald zeigte mit dem Finger auf die Stelle.

Urkunde und alles nötige beschlossen, Ronald war froh wieder ein Objekt vermittelt zu haben und Sina, die ein weiteres Projekt ins Leben ruft.

„Schicken sie die Gärtner einfach rein, das Tor ist ja eh offen und was soll man bitte hier klauen außer Unkraut?“ wies Sina an.

„Kein Problem, spätestens morgen werden die ersten Gärtner ihrer Arbeit nachgehen. Ich schicke ihnen einen Boten, wenn sie ihre Arbeit erledigt haben oder wenn sie irgendwo hier die Hütte finden.“ nickte Ronald.

„Es freut mich unheimlich, mit ihnen Geschäfte zu machen. Vielleicht sollte ich ihnen auch mal einen Gefallen tun.“ meinte Sina ernst, aber Ronald schüttelt den Kopf.

„Nein danke Lady Sina. Den größten Gefallen tun sie mir ja schon, in dem sie mich anderen Personen empfehlen, so exotisch sie auch sein mögen. Ich hoffe natürlich, dass ihrer Freundin Zada nichts geschehen ist, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass die junge Dame in Gefahr schwebt.“

„Ich auch nicht.“

Woanders…

„Warum soll ich überhaupt da mit machen?!“ fluchte eine schlanke Frau. „Das ist doch dein Problem!“

„Da ist noch so eine Kleinigkeit, die du mir schuldest und wir wissen beide was es ist!“ starrte die andere Frau mit einem Teufelsschwanz sie an.

„Dafür willst du den Gefallen einfordern? Glaubst du nicht, dass du dich selber in große Schwierigkeiten bringst?“

„Nein, denn das ist ja das tolle an dem Turnier. Hätte Mutter mir davon nichts erzählt, wüsste ich darüber nichts.“

„Was willst du eigentlich wirklich erreichen? Du hast mit deiner Blutsschwester einen Eid geschworen und gegen ihre Zwillingsschwester hattest du nicht den Hauch einer Chance!“

„Das ist mir egal, ich will nur dass wir gegen meine „Blutsschwester“ kämpfen. Was heißt wir, ihr! Dafür fordere ich zurecht meinen Gefallen ein, sonst wüsste ich nicht, was ich mit dem Gefallen bei euch machen soll.“ zog die Frau arrogant ihre Nase hoch. Hinter ihr standen drei weitere männliche Personen sowie eine Frau.

„Selbst… „ihn“ willst du einsetzen? Weißt der Clanführer…“

„Er ist doch selber froh, wenn „er“ was nützliches tut.“

„Wenn ich es richtig verstanden habe, braucht man aber einen Tiermenschen.“

„Das soll mal nicht deine Sorge sein. Es gibt genug käufliche Tiermenschen, der soll nur die Eintrittskarte sein. Es freut mich aber ungemein, dass du ohne Schwierigkeiten mitmachst.“

„Als ob ich eine Wahl hätte…“

Kapitel 333

Ich bin wiedergeboren und arbeite die ToDo-Liste ab? II

Pfeifend ging Sina zur Schmiede, dabei wedelte sie mit ihren Knochenschwanz hin und her, damit es jeder mitbekam. Ihr Plan: Je früher alle Bewohner ihren Schwanz sehen und hören, desto einfacher hat für sie es in der Zukunft problemlos durch die Stadt zu gehen.

In der Schmiede war wieder ein geschäftiges Treiben. Überall liefen Mitarbeiter des Besitzers herum, doch Brandrulim ließ es sich nicht nehmen, weiterhin seine Freundin zu begrüßen.

„Wen haben wir dann hier? Unsere Lieblingsjägerin Sina!“ kam er lachend zu der Dämonin. Als er ihren Knochenschwanz sah, hob er kurz misstrauisch seine Augenbrauen hoch, aber das war es schon gewesen.

„Grüße euch alter Freund. Ich hätte da wieder einige Aufträge.“ grinste Sina, während Knochi neugierig wirkte.

„Dann lass es uns in meinem Büro besprechen.“ nickte Brandrulim. Gesagt getan, Sina saß wieder im Büro und bekam eine neue Teesorte zum kosten. „Dieser Tee… könnte etwas eigenartig schmecken, weil die Pflanzen aus dem Land der Toten gepflügt worden sind. Mir wäre es nie in den Sinn gekommen, dass man daraus Tee brauen könnte.“

„Hmm… ah! Den kenne ich! Den hat mir ein Vampir kurz vor unserem Kampf serviert. Glaube, man nannte ihn Todestee oder so.“ wurde Sina auf einmal leicht nostalgisch.

„Hoffentlich stirbt man daran nicht…“ murmelt Brandrulim. „Wie kann ich euch helfen? Bezüglich der Hilfe für unserem Kampf gegen die Götterbestien, kommt ein Meisterrüstungsschmied vorbei. Das war die selbe Person, der mir den Tipp mit der Drachenrüstung gegeben hat.

Von Tierra haben wir fast alles abgebaut, nun lassen wir ihn bewusst verfaulen, damit wir einfacher an seine Knochen kommen.“

„Hoffentlich stinkt dann die Gegend nicht so? Nun… keine Fragen zu meinem neuen Aussehen oder so?“ hob Sina eine Augenbraue hoch.

„Wieso sollte ich? Scheinbar führt jeder Kampf gegen eine Götterbestie dazu, dass man nach dem Sieg sich verändert. Warum sollte ich mich daher wundern?“ meinte Brandrulim das sehr ernst.

„Ok? Mein Knochenschwanz hier heiß Knochi und ich bekam ihn, als ich Siremmic getötet habe. Interessanterweise war es irgendwie ein Monster aus Schatten, das er keinen Kadaver hinterlassen hat.

Tja… und diesen Arm hier bekam ich gestern, nachdem die Götter mir die Kräfte von Titanus in einem Paket zukommen ließen. Dieser Diamant hier war in einer Schachtel drin und zwang meinen rechten Arm zu dieser Form. Bevor du nun doch fragen stellst, ich weiß nicht was sich die Götter dabei gedacht haben…“

„Nun habt ihr sogar die Aufmerksamkeit der Götter? Wenn man überlegt, das ihr mehrere Kreationen von ihnen getötet habt, wundert mich das nicht so wirklich.“ schmunzelt Brandrulim.

„Ihr seid wirklich hart im Nehmen, wenn euch das nicht schockiert. Na gut… ich dachte ich könnte euch meine Geschichte durch die Zeitreise erzählen, aber vermutlich nehmt ihr das nur zur Kenntnis und wartet auf meine Aufträge.“ nickte Sina und Knochi ebenfalls.

„Ich werde euch gerne mein Ohr leihen, aber sind wir doch mal ehrlich. Jeder lebt sein Leben auf unterschiedlichste Art und Weise. Ist es normal… dass dein Schwanz eigentlich alles das macht, was ihr auch tut?“

„Meinem Schwanz… muss ich Befehle geben. Für viele wirkt es so, als hätte er ein Eigenleben. Dabei war der Befehl, dass die Schwanzspitze meine Kopfbewegung nachahmen soll. Immerhin will ich ihn im Auge behalten.

Wenn ihr das genauer anschaut… die Schärfe an der Schwanzspitze sowie die Stacheln sind kein Witz. Ich habe es beinahe geschafft, mich selber zu töten, weil ich nicht auf meinen Befehl geachtet habe.“ erklärte Sina und hielt ihre Schwanzspitze vor Brandrulim.

„Stimmt. Vermutlich genau so scharf wie die Klauen an eurer Hand.“ nickte Brandrulim. „Vor allem, hat er ja fast die Form eines Dolches. Einen Kampf gegen euch… dürfte nun noch tödlicher sein als er es schon ist.“

„Bisher habe ich noch nicht mit Knochi gekämpft, was ich bald aber noch nachhole. Kommen wir nun zu meinen Aufträgen.

Ich würde gerne für meine rechte Hand einen Handschuh tragen, dessen Klauen ihn nicht kaputt machen können. Bisher habe ich vermieden, irgendetwas damit groß anzufassen, aus Angst es zu zerstören.

Für meine linke Hand müsst ihr einen Handschuh bauen, in den man einen Kompass jederzeit einsetzen und wieder raus nehmen kann. Davon bräuchte ich zwei Stück und ich gebe euch den nötigen Kompass dazu.

Erm… Ich habe zu viele Gedanken, eben sortieren…“ murmelt Sina. Der Zwerg nickte. „Macht das, ich hole eben bestimmte Materialien für eure Klauen.“ Sina hat es nicht mitbekommen, während Knochi an Sinas Stirn kratzte.

„Hmm… waren das wirklich die wichtigsten Dinge? Sag… habt ihr eine Feile, womit ich meine Klauen feilen könnte?“

„Vielleicht, aber das wäre eine Feile zu Bearbeitung von Metall. Sonst dürfte deine Klaue alles kaputt machen.“ kam der Zwerg mit einem Koffer zurück.

„Besser als nichts. Was hast du vor?“ wirkte Sina neugierig.

„Die Maße von deiner linken Hand habe ich, aber ich muss nun deine rechte Hand neu vermessen. Außerdem werde ich Wachs um deine Klauen wickeln, die werden dann mit einem Stahl oder ähnliches gegossen.

Kein Leder der Welt wird vermutlich deinen Klauen standhalten können, also werde ich in deinen Handschuh die gegossenen Fingerkuppen einsetzen. Zu dem Handschuh selber habe ich schon bestimmte Vorstellungen.“ grinste Brandrulim geheimnisvoll, dann legte er mehrere Metallblöcke vor Sina hin.

„Ich würde dich bitten, alle Blöcke mit deinen Klauen zu zerschneiden.“ bat der Zwerg und Sina hob verwundert ihre Augenbrauen hoch, setzte aber sein Wunsch um. Sie schnitt sie alle wie Butter durch, nur beim letzten ging das nicht.

„Irgendwie hatte das schon erwartet. Wisst ihr eigentlich, warum ihr dieses Stück nicht schneiden konntet?“ fragte Brandrulim ernst, während er die Metallblöcke wieder in seinem Koffer verstaute.

„Tut mir leid, aber ich bin in solchen Dingen nicht wirklich bewandert. Wenn ich raten müsste, irgendein sehr seltenes Material?“

„Titaneisen. Der Kadaver von Titanus liegt ja immer noch vor Saifa und wir Zwerge ließen es uns nicht nehmen, ihn etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei sind wir vor allem auf dieses Erz gestoßen.

Doch ist es sehr rar und meine Zwergenbrüder arbeiten sich durch die Körper von Titanus. Sie fragen sich immer noch, wie ihr in der Lage gewesen seid, ihn überhaupt zu halbieren. Egal, ich werde dafür sorgen, dass ich davon genug bekomme um euch den Handschuh zu bauen. Wenn ich nun um eure Hand bitten dürfte?“

Auf einmal musste Sherry niesen und ihre Eifersucht ging mit ihr durch. „Lichtstrahl!“ schoss sie mit ihrem Finger alle Monster direkt tot. Die anderen sprangen direkt auf den Boden in Sicherheit, als Sherry diese Wahnsinnstat machte… Allerdings sorgte Kyllia mit dem Papierfächer auf dem Hinterkopf von Sherry für Ruhe.

Sina bot ihm ihre Hand an und der Zwerg fing an zu messen. Am Ende klebte er Wachs um die Finger um Formen zu machen. Dann übergab er Sina eine Feile. „Versucht es mal damit.“ Die Dämonin nahm die Feile und… es war eher die Feile, die kaputt ging.

„Schade, aber ich weiß nicht ob ich aus dem Titaneisen eine Feile geschmiedet bekomme, denn es ist verdammt schwierig dieses Erz zum Schmelzen zu bringen.“ grübelte Brandrulim.

„Ich könnte meine Hilfe anbieten.“ hob Sina ihre linke Hand hoch, die so rot glühte, dass sie schon bald weiß wurde.

„Hmm, besser nicht. Nichts gegen euch, aber wenn wir anfangen, mit eurer Hilfe dieses Erz zu schmelzen… wer weiß, wem noch eine dumme Idee einfällt. Lass das Problem lieber einem alten Zwerg. Dann habe ich wenigsten was zum nachdenken.“ lächelte Brandrulim.

„Ihr seid alt? Den Eindruck hatte ich nicht. Ich bin aber auch ehrlich, dass es mir schwerfällt das Alter jeder Rasse richtig zu deuten.“ reagiert Sina erstaunt.

„Nun schmeichelt ihr mir. Es lässt sich nicht leugnen, dass ich alt werde. Keine Sorge, so schnell werde ich jetzt nicht verschwinden, wenn der Spaß des Lebens nun richtig anfängt?“ lächelte der Zwerg weiter.

„Ich wäre auch sehr traurig, wenn ich… mich von weiteren Freunden verabschieden muss.“ sah man die Trauer in den Augen von Sina. „Gibt es irgendetwas nennenswertes bei den Zwergen zu erzählen? Bei euren zahlreichen Kontakten würde es mich doch stark wundern, wenn ihr nichts mitbekommt.“

„Hmm… glaube unsere Könige haben sich mit den anderen Königen der Menschen und Elfen getroffen, aber mehr weiß ich jetzt nicht. War schon erstaunt, dass König Nostath mit König Throkkonlim an einem Tisch gesessen haben, denn sie haben sich überhaupt nicht gut verstanden. Aber mit solchen Informationen will ich euch nicht belästigen.“ kratzte sich der Zwerg an der Wange.

„Oh? Dann macht der König endlich Fortschritte.“ nickte Sina zufrieden, Knochi ahmte sie wieder nach. „Wie lange müsste ich warten auf die Handschuhe?“

„Für den Kompass komm in ein paar Tagen wieder vorbei, diesen Wunsch sollte ich schnell umsetzen können.“ hielt sich Brandrulim den Kompass von Sina vor die Augen. „Wenn ich raten müsste, sind das die Mistdinger, die man in jedem Dungeon findet oder?“

„Wieso… sind es für alles Mistdinger? Ich habe überhaupt keinen Orientierungssinn, dass ist für mich und Kyllia ein Gottesgeschenk! Einfach den Ort aussuchen, Namen eintragen und der Kompass zeigt für immer diesen Ort an!

Außerdem benutze ich ihn, wenn ich in der Luft fliege. Kannst du es dir vorstellen, wie windig es da ist? Wie soll ich da eine Karte halten mit einem Kompass? Er erspart mir doch viel Arbeit!“ blies Sina ihre Wangen auf.

„Ok, Entschuldigung, dass war mir jetzt nicht bewusst gewesen. Nun verstehe ich eure Absicht mit dem Handschuh… Hmm… Wenn alle fliegen könnten, wäre es natürlich… eine andere Geschichte.“ grübelte der Zwerg und man sah in seinen Augen den Profit.

„Dann komm bitte in drei Tagen vorbei. Ich will sicherstellen, dass der Kompass nicht aus der Fassung raus fällt, egal wie schnell ihr fliegt.“

„Vielen Dank! Was mir gerade einfällt, aber habt ihr irgendwie Wasserbrillen oder so? Ich werde bald mit meinen Freunden nach Batzien mit einem Schiff verreisen, da möchte ich schon einige Eindrücke unter Wasser sammeln.“

„Habe ich, aber nur einfache. Für Glacia warten wir, bis der richtige Experte anwesend ist, wenn vor allem der Wasserdruck eine wichtige Rolle spielt. Die gebe ich einfach mit, wenn ihr den Handschuh abholt.“ nickte der Zwerg.

„Ich liebe es mit dir Geschäfte zu machen.“ bot Sina zuerst ihre rechte Hand an, bemerkte ihren Fehler, als… der Zwerg einschlug.

„Ihr solltet keine Angst vor eurem eigenen Körper haben. Ich kann verstehen, wenn ihr mehr Sicherheit haben wollt. Aber lasst nicht zu, dass ihr euch vor euch selber fürchtet!“ schaute der Zwerg sehr ernst in Sinas Augen.

„Danke.“ lächelt Sina sehr aufrichtig und der Zwerg nickte zufrieden. „Dann werde ich dich nicht weiter bei der Arbeit behindern.“ Sie verabschiedeten sich und Sina verlässt die Schmiede, wo weitere Bewohner erstaunt ihren Schwanz sahen.

„Dann bleibt nur noch Ronald übrig. Puh… glaube, rennen ist jetzt weniger anstrengend.“ seufzte die Dämonenkönigin. Sie nahm eine kleine Mahlzeit bei einem Essenswagen, danach ging ihre letzte Reise zu ihrem Immobilienhändler.

„Mal schauen, was sich bei Ronald so getan hat.“

Kapitel 332

Ich bin wiedergeboren und arbeite die ToDo-Liste ab?

„Ich habe gestern mit meinen Vater gesprochen und irgendwie… konnte er mich wieder aufbauen. Ich weiß nur eines, wenn ich einen von den Göttern treffe, bekommt dieser einen Fausthieb in die Fresse. Geschenk hin oder her, aber auf diese „äußerlichen“ Veränderung kann ich gut verzichten.“ teilte Sina allen mit und schälte mit ihren Klauen einen Apfel.

„Aha… Vater… hat dich getröstet? Scheinbar hat er dich wirklich sehr doll lieb.“ sah man die leichte Wut an Kyllia.

„Kyllia… ich habe nicht mit ihm gesprochen, damit ich mich bei ihm ausweinen kann… Sondern das wir eine Lösung finden mussten, wie wir das Problem mit unseren Titeln ebnen können ohne das ein Volksaufstand ausbricht. Es war dein Hase, der mir ebenfalls Trost gespendet hat.

Vater… wusste bei mir sehr genau, welche Knöpfe er drücken musste. Aber du kannst damit rechnen, dass ich ihm meine Meinung noch ins Gesicht sagen werde.“ schnitt Sina nun ihren Apfel mit den Klauen, Knochi wirkte etwas… traurig.

„Wenn du meinst? Wirst du deine Liste abarbeiten oder wieder mit uns rennen?“ wirkte Kyllia etwas bockig.

„Ich werde die ToDo-Liste abarbeiten und muss… meine neuen Fähigkeiten testen, bevor ich sie zum Einsatz bringe. Das wären die Macht des Schattens und neuerdings nun auch Macht der Erde.

Vielleicht sollte jemand anderes Glacia den Todesschlag verpassen, denn ich habe keine Lust, dass mir irgendwelche Tentakeln wachsen.

Bevor ich vergesse, nun trägt jeder ein Armband mehr. Scheinbar lauft ihr mit diesen Dingern herum, als würdet ihr deren Gewicht nicht merken.“

„ALSO DOCH!“ brüllte Thomddir auf. „Ich wundere mich die ganze Zeit darüber, dass wir irgendwie… stärker werden, aber die Armbänder fühlten sich immer gleich an! Du machst die Dinger im geheimen immer schwerer oder?!“

„Wie kommst du denn auf diese Idee?“ lächelt Sina. „Gehört alles zum Sportprogramm. Wie gesagt, wehe einer schaut auf seinen Status, dann werde ich böse und auch enttäuscht. Das was wir machen, läuft genauso, wie ich es mir vorstelle… mit einigen Einmischungen, aber das Ergebnis habe ich bei meinen alten Freunden gesehen.“

„Ihr habt die Königin gehört. Jeder holt sich eines aus dem Keller, dann wollen wir einen neuen Rekord aufstellen, nach Saifa und zurück!“ klatschte Kyllia. Alle stöhnten, aber taten wie geheißen.

„Woher hast du eigentlich so viele dieser Armbänder?“ wunderte sich Lara, als einige schon in die Villa gingen.

„Genug um eine Burg einstürzen zu lassen. Mein Vater hielt sich nicht zurück, meine Wünsche umzusetzen.“ schnitt Sina mit Knochi den Apfel nun in kleine Stücke, damit er auch seine Aufmerksamkeit bekommt.

Die Gruppe ging wieder ihren Weg, nun saß Sina im Wohnzimmer und hielt einen der Kompasse mit der Anleitung.

„Also… Kompass umdrehen… Name des Ortes eingeben… Heim… Knopf lange bestätigen, bis es aufleuchtet… gespeichert. Irgendwie… kommt mir das Ding ein bisschen zu Fortgeschritten vor. Soo… Vorderseite… am kleinen Rädchen drehen… Ah! Heim ist drin! Wunderbar!“ freute sich Sina.

„Sie werden vermutlich ebenso verreisen. Soll ich ihnen eine Mahlzeit vorbereiten?“ fragte Edwin, der Vampirbutler.

„Hmm… nein danke. Heute bleibe ich in der Stadt, wenn dann morgen. Hätte nichts dagegen, wenn es süßlich schmeckt. Kann auch kalt bleiben.“ grübelte Sina kurz und der Butler nickte.

„So Knochi, du wirst dich heute brav benehmen und keinen angreifen oder so!“ kam der Hinweis noch zum Knochenschwanz. Die Dämonin trug nach langer Zeit wieder ein Kimono, denn damit möchte sie am Turnier teilnehmen.

Dabei will sie herausfinden, wie hinderlich es für ihren Schwanz sein wird sowie dem neuen Arm. Sherry hat die Probleme schon relativ früh behoben, indem sie ein Loch in dem unteren Rückenbereich schnitt und einen kleinen dehnbaren Metallring eingearbeitet hat. Sina muss zwar aufpassen, dass die Schwanzspitze ihn nicht aufschneidet, aber es klappte einwandfrei.

Dank der großen Ärmel bei den Kimonos brauchte sie sich über ihren rechten Arm keine Gedanken machen. Das zählte aber nicht für die anderen Hemden, weswegen Sherry sie da wieder abgemessen hat mit dem Kommentar: „Es ist zwar eine Haut, aber es fühlt sich an wie eine vertrocknete Lederrüstung.“

„Ene mene muh… wen besuche ich zuerst…“ schwebte Sina in der Luft über der Stadt und suchte ihr neues Ziel aus… und stürzte auf das Gildenhaus zu. Als sie eintrat wird Sina herzlich gegrüßt, aber jeder drehte sofort seinen Kopf wieder zu ihr um, als sie den schwarzen Knochenschwanz sahen.

„Guten Morgen Sina, wie geht es dir?“ fragte Prashi sofort, als die Dämonin ihre Rezeption aufsuchte.

„Viel besser. Auf einiges kann ich verzichten und ähnliches, aber das Schicksal drängt sich ja förmlich in mich rein. Ich will morgen die Hauptstadt aufsuchen, gibt es irgendwelche SSS-Aufträge mit vielen Monstern oder so? Ich muss einige Fähigkeiten ausprobieren.“ nickte Sina freundlich.

„Ja, es gibt da ein paar. Nur wenn du alleine unterwegs bist, findest du sie denn auch? Meine mich erinnern zu können, dass… Orientierung nicht gerade deine stärkste Fähigkeit ist.“ hatte Prashi ihre Bedenken.

„Hrm… Ich könnte zwar in das Land der Toten reisen, aber da hat Suki schon aufgeräumt. Ok… dann muss ich es anders irgendwie testen. Wie läuft es so ohne Tio und Mio?“

„Interessanterweise… sind einige Abenteurer sehr traurig, dass sie beurlaubt worden sind. Wenn wir ehrlich sind, die Zwillinge mit Nea haben fast jeden Tag nur für Chaos gesorgt. Einige ziehen die Ruhe vor, aber… ich sehe es den Abenteurer an, dass sie sie vermissen.“ schmunzelt Prashi.

„Ok? Ma Shi ist vermutlich in seinem Büro?“ kam die Frage und ihre Freundin nickte zur Bestätigung. Sina machte sich auf den Weg und klopfte an die Tür, bis ein leises „Herein“ kam. Die Tür wird geöffnet und man sah Ma Shi an seinem Bürotisch mit vielen Dokumenten sitzen.

„Oh Lady Sina? Scheinbar hast du… einen Schwanz?“ musste der Gildenmeister mehrmals mit seinen Augen blinzeln.

„Hat Prashi ihnen nichts gesagt?“ wunderte sich Sina und schloss die Tür. „Darf ich vorstellen? Das ist Knochi. Der Knochenschwanz ist mir gewachsen, nachdem ich die verbannte Götterbestie Siremmic getötet habe.“ Dabei machte Knochi wieder sein „V“-Zeichen.

„Verstehe…“ aber Ma Shi sah überhaupt nicht aus, als hätte er verstanden. Sina ahnte das und gab Ma Shi eine sehr kurze Version ihrer Geschichte, dabei nahm sie Platz.

„Hm… Damit hast du Exos Pläne für den Anfang gestört, doch beunruhigt mich, dass wir von ihm nichts hören. Meistens ist das die Ruhe vor dem Sturm. Wie kommt ihr denn mit euren neuen Veränderungen zurecht?“ saß Ma Shi nun gegenüber von Sina, während beide Schach spielen.

„Muss ich leider so wie es ist, akzeptieren. Aber irgendwie komme ich mit meinem Knochenschwanz ziemlich gut zurecht.“ schob Knochi eine Figur auf dem Schachbrett.

„Das sehe ich… und euer Arm? Auf den ersten Blick wirkt er wie eine Rüstung, aber wenn man genauer hinschaut, kann man eure Ringe irgendwie noch erkennen.“ hob Ma Shi eine Augenbraue hoch.

„Auf das ich gerne verzichten würde. Die Macht und Kugel hätte ich angenommen, aber nicht das Aussehen. Wer von dieser Faust getroffen wird… dürfte den Schlag nicht überleben, zumindest das ist meine Meinung. Sag, kennt ihr die Geschichte der Gildenmeister und ähnliches?“

„Nein. Es gab einige berühmte, aber… ich konzentriere mich lieber auf die Gegenwart. Warum?“ schob Ma Shi eine Figur, der dem König von Sina Ärger bereiten könnte. Knochi schob wieder eine weitere Figur, während Sina einen Inventarring aus ihrem Inventar rausholte.

„Gildemeisterin Emanuel hatte sehr viele Fähigkeiten besessen. Unter anderem hat sie die Emu-Brillen entwickelt, wo man die Vor und Nachteile eines Berufes sehen kann. Diese Technik wurde scheinbar in all der Zeit nicht weiter verfolgt, so hat sie mir diese Brillen vermacht sowie eine Bauanleitung.“ holt Sina die Gegenstände aus dem Inventar raus.

Ma Shi riss erstaunt seine Augenbrauen hoch und begutachtete die Brillen. Sina gab dem Gildenmeister eine Anweisung, wie man sie benutzte. Scheinbar hat Emanuel nicht wenige Brillen hergestellt, sodass Sina eine für sich behält sowie eine normale Identifikationsbrille.

„Mit diesem Bauplan? Glaube, dass verstehen nur die Techniker, die diese Brillen bauen, sind wir in der Lage, jedem Gildenhaus mehrere dieser Brillen zur Verfügung zu stellen. Aber wir sollten vorsichtig damit sein, denn damit könnte das Gleichgewicht sich ein bisschen ändern.

Wenn dubiose Organisationen an sie ran kommen… wer weiß, welche Auswirkungen es auf die Gesellschaft allgemein hat.“ warnte Sina, die sich wieder Gedanken gemacht hat.

„Glaube… wir sollten sie mit einer bestimmten Verzauberung versehen. Sobald sie das Gebäude verlassen oder ähnliches, explodieren sie. Lady Sina… seit ihr wieder da seit… verändert sich so vieles.

Einiges… beruhte auf Gewalt, aber anderes hatte die Veränderung bitter nötig gehabt. Diese zwingt ihr uns alle auf.

Ich möchte mich nicht darüber beschweren, denn endlich bewegen wir uns alle Vorwärts, nur… habe ich den Eindruck, dass die Veränderungen ein bisschen zu schnell vonstatten gehen. Hoffentlich passiert nicht irgendetwas ungeahntes. Schach!“

„Schachmatt! Entschuldigung, aber diesen Zug habe ich kommen sehen. Nun, was soll ich dazu sagen? Schauen sie mich an. Eins war ich eine schöne Frau, nun habe ich Flügel, einen Knochenschwanz und dieses Klaue mit all den Tätowierungen.“

„Ihr seid doch immer noch eine schöne Frau? Seid ihr schon so ignorant geworden, dass ihr die neidvollen Blicken der anderen Frauen nicht mehr merkt, während die Männer von euch nicht genug haben können?“ schmunzelt Ma Shi.

„Erm… danke…“ bekam Sina rote Wangen, während ihr Schwanz freudig hin und her wedelte. „Habt ihr in letzter Zeit irgendetwas von Winda oder Glacia gehört?“

„Winda nein, aber Glacia hat vor kurzem wieder mehrere Schiffe zerstört. Scheinbar ist die Ruhepause mit diesem Monster vorbei.“ nickte Ma Shi.

„Warum ist Winda überhaupt ein Auftrag? Glacia verstehe ich, aber Winda? Selbst meine Kontakte, die nun wirklich sehr lange leben, können von einer Hand abzählen, wie oft er gesichtet worden ist.“ kam eine sehr interessante Frage von Sina.

„Wenn… ich mich nicht irre, ist Winda der Grund für die Monsterpopulation auf der Welt. Doch bin ich mir nicht so sicher, inwiefern es was ausmacht, wenn man es tötet. Denn wir haben das System, dass es ja irgendwie alle im Gleichgewicht hält.

Ich bin ehrlich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass EIN Monster für die gesamte Population auf der gesamten Welt zuständig ist. Vielleicht sollte ich darüber ein bisschen recherchieren, wie der Auftrag zu Stande gekommen ist und woher man die Informationen hat.“ war der Gildenmeister nun sehr ernst.

„Hmm… wir wissen sowieso nicht so wirklich, welche Aufgabe welche Götterbestie wirklich hat. Ich danke euch für die Informationen und das Spiel, werde euch dann mit den Brillen allein lassen.“ stand Sina auf.

„Ich muss mich bei euch bedanken.“ stand Ma Shi ebenfalls auf. „Ich bin gespannt, wie sehr die Abenteurer ihre Berufe ändern werden.“ Beide verabschieden sich und Sina suchte Prashi noch auf.

„Wirst du uns eigentlich auf dem Turnier begleiten Prashi?“

„Würde ich gerne, aber… wenn ich ehrlich bin, würde ich mir nur unendliche Sorgen machen, was mit Louis passieren wird. Außerdem muss doch jemand auf das Gildenhaus aufpassen.“ lächelte Prashi ein bisschen traurig.

„Verstehe. Dann werde ich mir alles genau anschauen und es dir über die Illusion zeigen.“ nickte Sina und Knochi. Prashi hob nur ihre Augenbrauen hoch, dass der Knochenschwanz fast alles nachmacht, wie Sina.

„Wohin wirst du jetzt gehen?“

„Die Schmiede aufsuchen.“

Seite 1 von 36

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén