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Kategorie: Novel 1: Ich bin wiedergeboren? Seite 70 von 72

Kapitel 24

Ich bin wiedergeboren und bin eine Legende?

„Ok Leute, Sherry hat Sina ausgeschaltet, wir bilden drei Teams! Alle von Rang C bis A gehen Richtung Land der Toten und töten alles, was da noch lebt, aber bleiben in Reichweite der Brücke, es wird bald dunkel und die Dinger können im dunkeln sehen!“

„Die Leute von Rang D und E sollen die Brücke aufräumen und bewachen, dabei einen Lagebericht über den Zustand der Brücke aufschreiben.“

„Rang G und F sollen auf unserer Seite des Landes ein kleines Zeltlager aufbauen, damit wir alle verköstigt werden sowie Schlafmöglichkeiten haben.“

„Sobald die ersten Kutschen kommen, sollen die Sina zurück zur Stadt bringen, mir tun die Pferde zwar leid, aber die Heldin muss schnellsten medizinisch versorgt werden!“ teilt ein bekannter A-Abenteurer die Leute ein und alle machen sich auf den Weg.

Sherry hat Sina´s Kopf auf ihre Beine gelegt und ist einfach nur glücklich, das Sina am leben ist. Ein paar Abenteurer versuchten, ihre Waffen abzunehmen, aber sie hält sie so fest, man müsste ihre Hände brechen, um sie loszubekommen.

„Ach Sina, hoffentlich musst du nicht wieder so was machen, ich meine… Eine Armee voller Untoter! Wenn du wieder wach bist, wirst du mir die Gründe erklären müssen, wieso du unbedingt die Armee aufhalten wolltest!“ und Sherry streichelt Sina´s Haare.

„Ist das… ein Skelettdrache?!“ „Das sind doch legendäre Monster oder nicht?“ „Deswegen sieht die Brücke so zerstört aus…“ redeten die Abenteurer an der Front, als sie den riesigen Skeletthaufen sahen.

Alle Abenteurer sind am Arbeiten, aber wenn sie kurz Zeit hatten, schauten sie immer wieder zu Sina hin, als wollten sie alles fest in Erinnerung halten und nicht loslassen.

„Sag mal, der Skelettdrache da drüben, welchen Rang hätte so ein Ding?“ fragt Sherry die Mumie Donny, der irgendwie Wache bei den Damen hält.

„Hmm… Glaube das Ding ist ein SSS-Monster. Ich habe Geschichten über sie gehört. Sollen wandelnde Katastrophen sein und ihre Stärke kann man mit einer der Götterbestien gleichsetzen.“ vermutet Donny.

„Warum hilft du den anderen nicht bei der Jagd Donny?“ die ein bisschen mit der Situation überfordert ist.

„Und wer passt dann auch euch auf, wenn die Untoten wieder angestürmt kommen? Ich muss Sina selber noch schlagen, da darf sie jetzt nicht sterben!“ nörgelt Donny.

„ … Ich verstehe.“ und Sherry grinste Donny an. Dabei sieht Sherry schon die ersten Kutschen kommen. „Haben wir eine Liege für Sina?“

„Ich kümmere mich darum“ und Donny verschwand. „Scheinbar hast du die Herzen erobert, selbst die dich nicht leiden können Sina.“ flüstern Sherry.

Gildehaus Sicht:

„Das kann auch nur Sherry. Eine Armee sowie ein riesiges Monster können Sina nicht aufhalten, aber Sherry kommt und haut Sina direkt um.“ und Prashi musste dabei kichern.

„Ho ho, ich bin froh, dass sie das so schnell geregelt haben, in diesem Zustand hätte Sina auch unsere Leute angegriffen. Prashi, kümmere dich bitte darum, dass wieder alles seinen normalen Gang hat in der Gilde.

Des weiteren vorbereite alles, das Sina schnellstens in unseren Krankenraum kommen kann. Die Kutschen sind angekommen und werden vermutlich die Heldin direkt hierher bringen.“ befielt Ma Shi.

„Jawohl Gildemeister!“ und Prashi machte sich auf, die Aufgaben umgehend zu erledigen. Es dauerte nicht mehr lange und man hörte Prashi die Mitarbeiter herumkommandieren.

„Was für ein Tag… hätte niemals gedacht, dass ich so was noch erleben darf, eine solche Legende zu sehen. Sina, du hast das Land vor einem drohenden Unheil gerettet.“ murmelt der Gildemeister und macht sich auf den Weg in sein Büro.

Brücke des Schicksals Sicht:

Die Kutschen wurden ausgeladen und mit den fittesten Pferden umgesattelt für den Transport. Donny hat inzwischen eine Liege für Sina besorgt und alle Abenteurer kamen für diesen Augenblick zurück. Sie standen durcheinander, aber bildeten einen Weg, der zur Kutsche führt.

Vier, darunter Donny, muskelbepackte Männer nahmen je einen Griff und trugen im Gleichmarsch

Sina. Für die Träger war es ein komisches Gefühl, einen Held zu tragen, der von allen Seiten beobachtet wird und vor allem… keiner jubelt, schreit oder weint. Es herrschte eine totale Stille.

Eine Stille des Respekts. Sherry lief den Trägern hinterher und sieht in den Augen der Abenteurer nur Respekt und Stolz, jemanden wie Sina kennen zu dürfen.

An der Kutsche angekommen, schoben sie Sina vorsichtig rein, was nicht einfach war, weil Sina immer noch ihre Waffen in Griff hielt. Als das Problem bewältigt wurde, stieg Sherry ein und passte auf Sina auf.

Der Kutscher kannte seine Aufgabe und als er sah, dass alles soweit war, setzte er seine Kutsche in Bewegung. Die Reise soll schnell gehen, aber der Kutscher soll es nicht übertreiben.

Sherry hält inzwischen wieder den Kopf von Sina auf ihren Beinen als Kissen. „Heute wird mein Pech keine Probleme machen, das sollte nun auf gebraucht sein.“

Die Abenteurer sehen, wie die Kutsche immer kleiner wird und amHorizont verschwand, so gingen sie wieder ihren Aufgaben nach.

Verfallenes Schloss des Lichkönigs:

Der Lichkönig tobte, seine Wut war grenzenlos, er wirft überall seine magischen Bälle und zerstört seinen Thronsaal. Priester Örnd wartet außerhalb des Thronsaals, denn er ahnt wie es für ihn endet.

„Wer hätte das vorausahnen können, dass ein Mensch seinen ganzen Plan ruiniert hat? Ich war selber geschockt, als ich den Kampf gesehen habe, vor allem aber auch, dass der Skelettdrache dabei besiegt wurde.“ sprach der fahle Mann den Priester aus dem Schatten heraus an.

„Ist sie“ „ein spezieller Mensch?“ fragten die Zwillinge von der Decke herab.

„Hmm, ich muss das leider bejahen. Aber sie hat was geschafft, was ich seit Jahrhunderten nicht mehr erlebt habe…“ und der fahle Mann schaute zur Decke hoch.

„Was“ „denn?“

„Dieser Kampf und wie die Frau gekämpft hat… Ich spürte eine Aufregung… mein Herz raste und ich spürte ein Prickeln auf der Haut. Ich habe mir bei diesem Kampf nur eines gewünscht… Das ich selber ihr Gegner wäre und wenn ich sie besiege… sie in meine Kampfgefährtin verwandele!“

„Ihr habt“ „euch verliebt?“

„ … Kann es sein? Ist das wirklich Liebe? Ich dachte, ich hätte alle meine Gefühle verloren, als mich mein Meister verwandelte…“

„Uhu Ludwig“ „Kelmont ist verliebt!“ und die Zwillinge kicherten.

„Meister Kelmont… vielleicht habt ihr… euch in sie… verliebt, weil sie… wie ihr… an dieser Brücke… gegen eine Armee… der Untoten gekämpft habt?“ stöhnt Priester Örnd.

„Hmm, das ist egal, ich bekomme „sie“ nicht aus dem Kopf.“ kommentiert der Vampierfürst Ludwig Kelmont um die Diskussion zu beenden.

„Was wird“ „jetzt passieren?“ und die Zwillinge ließen sich von der Decke fallen.

„Hmm, der Lichkönig wird bestimmt seine Zeit brauchen, bis er sich wieder beruhigt. Also können wir solange unser Ding machen. Aber der Feind wird vermutlich eine Expedition in unser Land schicken, denn so eine große Armee kommt nicht von eben und wollen herausfinden, wer seine Finger im Spiel hat. So würde ich als Mensch zumindest vorgehen.“ erklärt der Vampir und schaut dabei in die Runde.

„Meinst du, sie“ „werden uns angreifen?“ und die Zwillinge grinsten dabei sehr böse.

„Wer weiß. Ich hoffe, dass die Frau ein Teil der Expedition sein wird und dann wird sie den Unterschied zwischen einer Armee und einem Gegner wie mir sofort feststellen.“ teilt Kelmont seine Meinung mit.

Stadt Fanfoss Sicht:

Die Kutsche kam spät in der Nacht an und Sherry sowie der Kutscher sehen jede Menge Probleme an den Toren der Stadt. Viele Bewohner haben die Invasion mitbekommen und wollten mit ihren Kutschen flüchten, was dazu führte, dass alle Tore versperrt sind.

„Oh nein, wie sollen wir die Heldin in die Stadt bekommen?“ fragt der Kutscher. „Fahr so nah wie möglich ran, vielleicht können die Torwachen was regeln.“ befielt Sherry und der Kutscher fuhr weiter.

„HALT! Ihr da, haltet eure Kutsche an! Seht ihr nicht, dass die Tore versperrt sind?“ ruft eine Wache von weitem.

„Wir kommen von der Brücke des Schicksals und bringen die verletzte Heldin mit! Ihr müsst uns helfen!“ ruft Sherry dem Mann zu.

„Was?!“ und der Wachmann kam angerannt. Als er an der Kutsche ankam, schaute er in den Innenraum wo er Sina liegend vorfand.

„Wartet einen Moment, ich werde das klären!“ dabei rief er, dass die Heldin angekommen ist, was jede Menge Aufmerksamkeit erregte

Die Wachmänner unterhielten sich alle sehr eindringlich, dann wurde scheinbar ein Entschluss gefasst. Zehn Wachmänner kamen auf die Kutsche zu.

„Wir werden die Heldin zum Gildehaus tragen, die Tore mögen zwar versperrt sein, aber wir werden einen Weg für sie bahnen!“ rief einer der Wachmänner.

„Eh?“ fragte Sherry verdutzt. „Wir haben die Übertragung gesehen und wie die Heldin das riesige Monster besiegt hat, wir können sie jetzt nicht im Stich lassen!“ rief ein anderer Wachmann und alle nickten.

Dann kamen die Wachen und zogen die Liege von Sina aus der Kutsche heraus. Zu viert trugen sie sie dann zum Tor. Die Wachen haben vorgesorgt und einen Weg frei gemacht für den Transport, dabei lief Sherry ihnen hinterher.

Überall gab es lauter Gemurmel und viele zeigten immer wieder auf die bewusstlose Sina, die angeblich eine Armee aufgehalten hätte. Die Bewohner wissen nicht, was sie glauben sollen.

Einige Wachen sind schon zum Gildehaus vor gerannt und haben den Mitarbeitern die Information kund getan, das Sina zu ihnen getragen wird.

Auf der Hälfte der Strecke zum Gildehaus kamen schon ein paar Abenteurer sowie Prashi angerannt, die sofort dafür sorgten, das die Träger weiter ungestört die Heldin tragen können.

Prashi rannte dabei zu Sherry und umarmte sie ganz fest. „Ich bin so froh dass es dir gut geht. Das Sina am Leben ist!“

„Ich auch, Prashi, ich auch.“ und Sherry fängt an zu Tränen. Gemeinsam liefen sie den Trägern hinterher und kommen auch bald am Gildehaus an.

„Folgt mir, ich zeige euch das Krankenzimmer. Wir haben alles vorbereitet für die Heldin Sina, nun ist sie in sicheren Händen.“ und Prashi zeigt den Trägern den Weg im Haus.

Sherry will ihnen folgen, wird aber vom Gildemeister aufgehalten. „Lass Sina erst mal alleine bei dem Doktor, er weiß schon, was zu tun ist. Ich denke, Sina wird viel viel Ruhe brauchen und du wirst das genauso benötigen Sherry.“

„Ich will bei Sina bleiben!“ meutert Sherry, aber der Gildemeister schüttelt nur seinen Kopf.

„Sina kann sich glücklich schätzen, dass sie eine so wertvolle Freundin hat wie euch. Warte einfach, bis der Arzt seinen Job erledigt hat, dann kannst du von mir aus Wache halten, aber ich glaube, Sina würde eher wollen, dass du dich genauso ausruhst.

Du siehst ganz erschöpft aus, Sherry. Komm, ich bringe dich in das benachbarte Krankenzimmer, wo du dich ein bisschen ausruhen kannst. Ich werde dem Arzt sagen, dass er euch Bescheid geben soll, wenn er fertig ist, was hältst du von der Idee?“ und Sherry nickte bei dem Vorschlag von Ma Shi.

Damit endet die versuchte Invasion der Untoten und eine legendäre Heldin ist geboren.

Kapitel 23

Ich bin wiedergeboren und ???

Sina schafft es so eben den Angriff vom Drachenarm zu blockieren. Seine Kraft muss so gewaltig sein, dass die Brücke anfängt, Schäden von dem Kampf zu bekommen.

„Warum muss ich eigentlich immer in solch extreme Situationen kommen? Ich dachte der Kampf mit den Dämonengenerälen wäre nicht mehr zu toppen…“ und weicht dem nächsten Angriff vom Arm aus.

Der Angriff brachte noch größere Risse in die Brücke. „Wenigsten greifen die anderen nicht mehr an, wobei… Sein Schwanz trifft ja immer wieder mal die Front der Armee, aber das hilft mir auch nicht viel!“

Dann sah Sina voraus, dass der Drache wieder mit seinem Kopf angreifen will, diesmal stärker und schneller. Sie stellte sich auf den kommenden Angriff ein und hält ihre Schwerter in eine X-Form und dann kam der Angriff.

Sina versucht wieder zu blockieren, aber diesmal schafft sie es nicht richtig und fliegt weiter in die Brücke rein.

„Jaaaa Skelettdrache, nun töte diese lästige Frau!“ jubelt der Anführer laut. „Töte sie und tobe dich dann anschließend in der nächsten Stadt aus!“

„Als ob ich das zulassen werde!“ schrie Sina und stand auf wackeligen Beinen. Dann musste sie auf einmal Blut spucken.

„Uh… komme ich etwa an meine Grenzen? Wenn ich nur wüsste, wie ich so ein Ding besiegen könnte…“ und schaut den untoten Drachen an.

Dieser lässt Sina aber keine Pause und griff wieder mit seinem Arm an. Sina versucht wieder zu blockieren, aber ihre Kräfte lassen immer mehr nach, sodass sie bei diesem Angriff in die Knie geht.

>Schwert Level 10 erreicht <

>Titel: Schwertmeister erhalten <

>Fähigkeit: Allesschneider freigeschaltet <

>Allesschneider Level 1 erhalten <

„Eh? Habe ich was bekommen, was gegen den Drachen helfen kann?“ und hofft auf einen Hoffnungsschimmer. „Aber wie aktiviere ich die Fähigkeit?!“

Der Drache brüllt wieder laut auf und Sina muss vor Schmerzen ihre Ohren zuhalten, dann kam der nächste Drachenarmangriff.

„Verdaaaaaaammmmmmmmmt…..“ und blockiert verzweifelt wieder und kracht auf den Boden, die Verteidigung von Sina wurde durchbrochen.

„Nein… ich… will nicht sterben! Steh auf du dämlicher Körper!“ schrie Sina sich selber an und schafft es langsam aber stetig aufzustehen. Ihre Beine wackeln sehr stark und hat sehr viel Mühe ihr Gleichgewicht zu halten.

Ein weiterer Angriff kam, aber diesmal von seinem Schwanz. Der Drache drehte sich einmal um für diesen Angriff und dieser trifft Sina am ganzen Körper. Sie flog und flog und landete dann sehr hart.

Beinahe hätte Sina ihr Bewusstsein verloren, aber irgendwie schaffte sie es, ihre Kontrolle zu behalten.

„Verdammt, dieser Angriff hat viele meiner Knochen gebrochen.. Urgh mein Oberschenkelknochen ist durch die Haut gekommen, da ist der Rest nicht besser…“ und atmet dabei sehr schwer und vor lauter Schmerzen.

„Schwester Sina, hilfst du uns?“ „Ho Ho, ich freue mich schon auf das nächste Spiel.“ „Ah werter Gast, mein Mann hat sich wieder Mühe beim kochen gegeben, ich hoffe das mundet ihnen.“ „Danke, wirklich, vielen Dank!“

Diverse Stimmen kamen auf einmal in ihrem Kopf vor und dann kam das Bild von ihrem Vater. „Ich vertraue dir, dass du die Aufgabe bewältigst, du bist meine Tochter und du bist der Held der Dämonen.“

Ein anderes Bild kam dann von Sherry: „Versprich es mir!“ „Versprich mir das du am Leben bleibst!“

>XIXIX BXXXXX<

Auf einmal durch rast neue Energie durch Sina´s Körper, ihre Schmerzen sind verschwunden und sie sieht alles sehr klar. Aus irgendeinem Grund, bewegt sich alles in Zeitlupe. Sina sieht sich um und stellt fest, dass sie auf der anderen Seite der Brücke gelandet ist durch den letzten Angriff.

Dann stand Sina auf und sah, dass der Drache sich bereit machte für einen Flammenatem oder so ähnliches. Sina weiß nicht warum, aber sie legt Murtair zurück in die Scheide und hält Blutklinge mit beiden Händen.

Das Katana erhebt sie dann über ihren Kopf und macht sich für einen Angriff bereit. Ihre Katana fängt dabei an, ein rotes Leuchten abzugeben.

„Ich weiß nicht warum… Aber es fühlt sich richtig an… Ich glaube, so benutzt man „Allesschneider“? Aber… ich muss noch mehr Energie fokussieren!“ und Sina strengt sich an.

Je stärker Sina sich konzentrierte, desto kräftiger wurde das Leuchten. Ihr Katana fing an zu vibrieren, aber davon lässt sie sich nicht irritieren.

Der Drache öffnete sein Maul und ein unheimliches grünes Leuchten bildete sich im Maul. Dieses formte sich fast zu einer Kugel die immer größer wurde.

„Argh… *hust* werden wir doch mal sehen, wessen Angriff stärker ist, Drache!“ und der Drache fing zuerst an.

Sein Drachenatem ist sehr grün und gibt Blitze von ab. Der Atem ist genau so breit wie die Brücke und versengte diese sogar, als er bei Sina ankam.

„HOOOAAAAHHHHHH ALLESSCHNEIDER!“ und lässt ihre Fähigkeit im letzten Moment frei. Ein blutroter riesiger Schnitt ging mittig durch den Atem und teilte ihn, sodass er an Sina vorbei raste. Der Schnitt raste weiter den Atem entlang und führte in der Mitte der Brücke eine tiefe Spur…

Bis sie den Drachen erreichte. Der Schnitt ging durch den Drachen und ging weiter durch die Armee. Der Atem des Drachen hörte auf und das grüne Leuchten auf seinem Brustkorb erlischt, dann fiel der Drache in zwei Hälften auseinander.

>Titel: Drachentöter erhalten <

„Ich… habe gewonnen? Ahahah…“ und Sina kann ihre Tränen nicht zurückhalten vor Freude. Aus dem anderen Blickwinkel kam etwas von der anderen Brückenseite angerannt.

Es war der Skelettgeneral Conas, der sein Schwert und Schild in Anschlag auf Sina stürmte.

„ICH TÖTE DICH, ICH TÖTE DICH, ICH TÖTE DICH!“ schrie er unentwegt weiter. „ICH WERDE DICH TÖTEN! NIEMAND HÄLT UNS AUF! NIEMAND!

„Du wirst mich nicht aufhalten, du Klappergestell!“ antwortet Sina in ruhigen Ton und als Conas nah genug heran war, zum Angriff bereit, hat Sina ihm den Kopf zerteilt.

In diesem Moment löste sich der Zauber auf, der an Conas weitergegeben war zur Kontrolle der Armee. Die Untoten wurden wieder ihrer eigenen Kontrolle überlassen.

Die Armee war durch Sina über ein dreiviertel dezimiert. Durch die Verteidigung an der Brücke und der Fähigkeit „Allesschneider“. Der Skelettdrache hat ebenso ungewollt seinen Beitrag geleistet.

Die wenigen Untoten die also noch erhalten blieben, gingen wieder zurück in das Land der Toten, aber ein kleiner Rest folgte scheinbar noch dem letzten Befehl und fing an, wieder auf die Brücke zu marschieren.

„Och kommt schon, gönnt mir doch mal eine Pause…“ und Sina humpelt zur Brücke, um die letzten Untoten in Empfang zu nehmen.

Gildenhaus Sicht:

Bei der Übertragung sahen alle Zuschauer den Kampf mit dem Skelettdrachen. Sina gab ihr bestes, aber war deutlich unterlegen und wurde am Ende mit dem Schwanz des Drachen auf die andere Seite der Brücke geschleudert.

In diesem Moment dachte jeder, das Sina gestorben ist, aber irgendwie stand sie mit ihren gebrochen Knochen und blutigem Körper wieder auf und steckte eines ihrer Schwerter weg.

Dann hielt sie sich die Klinge über ihren Kopf und es fing an rot zu leuchten. Alle Zuschauer hörten in diesem Moment auf zu atmen, damit sie nichts verpassen.

Der Drache hatte seinen berühmt berüchtigten Drachenatem losgelassen und jeder sah, welch eine Zerstörung er anrichtete. Wie dieser auf Sina zuraste und sie ihren Angriff startete.

Ein roter, eher blutroter, Schnitt zerteilte den Atem und schnitt ihn in zwei Hälften. Sina blieb von diesem Angriff verschont. Aber der Schnitt ging den Atem entlang bis zum Drachen und durchschlug das Monster ebenso bis tief in die restliche Armee der Untoten.

Alle warteten unruhig, was der Skelettdrache machte, bis sie sahen das sein grünes Leuchten erlischt und er in zwei Hälften fiel. Erst war eine Stille, dann kam der ohrenbetäubende Jubel. Jeder schreit vor Freude.

Prashi kann ihre Tränen nicht zurückhalten und ließ sie laufen. Ihre Freundin hatte etwas geschafft, was noch niemals zuvor geschafft wurde.

Ma Shi war selber Abenteurer gewesen und hat viele Dinge gesehen. Als Stratege für das Militär hat er ebenso viele Dinge erlebt, aber Sina´s Kampf kann man nicht wiedergeben.

Dann sahen alle wie der Ritter, der den Drachen beschworen hatte, auf Sina zurennt und einige fingen an zu fluchen, aber die Sorge war scheinbar unbegründet, denn Sina hat ihn genauso schnell erschlagen wie die anderen schwachen Untoten.

„Ich hoffe, das die anderen Gildehäuser sowie der König diesen Kampf gesehen haben, das wird uns keiner glauben…“ murmelt Prashi.

„Hmm, irgendwas passiert mit der Armee, nachdem der Ritter gestorben ist. Seht, ein Teil der restlichen Armee geht wieder zurück, aber ein anderer Teil will wieder die Brücke überquerten. Verdammt, wo bleiben denn die Abenteurer…“ schimpft der Gildemeister.

„Was macht Sina da? Will sie etwa noch weiter kämpfen? Bei der Göttin, du hast schon genug getan, nun hau da endlich ab! Du kannst unmöglich mit deinem Körper noch kämpfen!“ ruft Prashi in leichter Verzweiflung.

Und der letzte Kampf der Untoten gegen Sina beginnt…

Sherry Sicht:

Donny und die Abenteurer rannten was das Zeug hielt. Sherry wurde weiter von Donny getragen und schämt sich ein bisschen, aber sie sieht ein, das sie ihre Kraft erst noch auftanken muss.

„ … Donny, ich weiß, es ist gerade ein ungünstiger Moment, aber… Warum hasst du mich so sehr?“ fragt Sherry

„ … “ „ … “ „Du erinnerst dich an deinen letzten Kampfgefährten?“ fragt Donny zurück.

„ … Ja, ich könnte ihn niemals vergessen…“ antwortet Sherry darauf.

„Er war mein kleiner Bruder gewesen.“ und Donny´s Augen wurden auf einmal traurig.

„Eh? Aber…“ will Sherry antworten, wird aber von Donny unterbrochen.

„Passiert ist passiert. Die Vergangenheit kann man nicht ändern. Ich habe ihn vor dir gewarnt, aber er wollte davon nichts wissen und allen zeigen, das es möglich sei, mit dir zusammen zu arbeiten, aber wir wissen beide wie es endete.“ führt Donny seine Rede weiter.

„Donny, es tut mir leid. Ich wusste das nicht…“ entschuldigt Sherry sich.

„Es ist eh egal. Mein Bruder ist tot und ich muss mit dem Verlust leben. Nun lenke mich nicht ab, ich muss mich konzentrieren!“ mault Donny und Sherry blieb still.

„Heh, ich sehe die Brücke!“ „Nun kommt schon, nicht schlapp machen Leute!“ „Himmel, läuft der Kampf noch immer mit Sina?“ „Die Brücke… sieht extrem demoliert aus!“ riefen sich die Abenteurer einander zu.

„Bitte, Sina, halte dein Versprechen und sei am Leben“ flüstern Sherry. Es dauerte nicht mehr lange und die Abenteurer erreichten die Brücke. Man sah die totale Zerstörung an und um die Brücke. Die Seite wo die Abenteurer standen war der Boden schwarz geätzt.

„Dort steht jemand!“ „Ist das Sina?“ „Wo sind die Untoten?“ riefen sie durcheinander und wollten auf Sina zurennen, bis jemand schrie, dass sie anhalten sollen.

„Wartet! Irgendwas stimmt da nicht…“ und ein Abenteurer holt einen Apfel aus seinem Inventar und wirf ihn Sina zu.

Sina schlug den Apfel in zwei Hälften und blieb angriffsbereit. Erst jetzt konnten die Abenteurer sehen, das Sina ihr Bewusstsein verloren hatte aber ihr Körper weiter kämpft.

„Verdammt, was sollen wir jetzt machen?“ murmelt jemand. „Sobald einer von uns zu nah an sie ran geht, wird er vermutlich sterben!“

„Donny, lass mich bitte runter, ich glaube ich kann jetzt selber wieder gehen.“ teilt Sherry das Donny mit und wird runter gelassen. Dann geht Sherry mit unsicheren Schritten auf Sina zu. Einige Abenteurer wollen sie aufhalten, aber sie blockt dies ab.

„Sina? Ich bin es, Sherry. Hörst du mich?“ ruft Sherry, aber sie zeigt keine Reaktion. „Du hast dein Versprechen gehalten und lebst! Du hast eine verfluchte Armee besiegt! Du kannst dich nun ausruhen, hörst du Sina?“

Sherry versucht weiter auf Sina einzureden, in der Hoffnung, das sie Sina irgendwie wieder zum Bewusstsein bekommt, aber keine Änderung.

„Na gut, wenn du nicht anders willst, müssen wir das halt auf die harte Tour machen.“ und Sherry rannte los. Für die Abenteurer war das zu unerwartet gewesen, das Sherry spontan anfing loszurennen und konnten sie daher nicht aufhalten. Einige riefen, sie soll von Sina wegkommen, aber Sherry ignoriert dies alles.

„Jetzt und hier brauche ich dich Pech! Ich habe es schon einmal geschafft, Sina unerwartet zu Treffen, also sollte es mir nochmal gelingen…“ und wenn man über den Teufel redet, rutscht sie über einen Schädel, genau in dem Moment wo Sina Sherry angriff. Aufgrund des Glücks oder Pechs konnte Sherry dem Angriff mehr oder weniger ausweichen und knallt mit ihrem Kopf in den Bauch von Sina. „Uff.“

Beide fielen zu Boden und die Abenteurer kamen angestürmt um schlimmeres zu verhindern, aber Sherry hat es geschafft Sina auszuknocken, während eine ganze Armee dies nicht geschafft hat.

„Du bist echt anstrengend, weiß du das Sina?“ murmelt Sherry.

Kapitel 22

Ich bin wiedergeboren und kämpfe gegen einen Drachen?

Schwer atmend stand Sina auf die Brücke. Stunden sind vergangen und die Armee hat Sina bis zur Mitte der Brücke zurückgedrängt. Aber nicht unbedingt weil sie Druck auf ihr ausübten, sondern weil die Leichenberge sie dazu zwang.

Sina hat in kürzeren Abschnitten versucht, größere Mengen der Gefallenen in die Schlucht zu werfen, aber der fast ewige Angriff der Untoten lässt ihr einfach nicht die nötige Zeit, dies umzusetzen.

„Puh, ich habe einige Levels und Fähigkeiten aufgewertet, aber ich weiß leider nicht was, bin zu sehr konzentriert… HAR!“ redet Sina mit sich und schlägt die nächsten Untoten nieder, dabei versucht sie auch, mehrere Untote über die Brücke zu treten.

>Titel: Schlächter der Untoten aufgewertet <

>Schlächter der Untoten wird zu: Erzfeind der Untoten <

„Huch? Sogar einen Titel habe ich bekommen? Meine Güte, ich muss was verpasst haben. Aber was bringt mir der Titel? Oh Wisali, das würde ich euch gerne fragen…“ und die nächsten Untoten fielen unter ihre Klinge.

Dann auf einmal spürte sie, wie Magie in ihre Nähe gezaubert wird und die ersten Feuerbälle kommen angeflogen.

„Na, das hätte mich ja gewundert, wenn die nicht auch ein paar tote Magier hätten, aber die werden vermutlich nicht kommen… Scheiße…“ sie weicht den Feuerbällen aus oder zerschneidet sie. Ihre improvisatorischen Leichenwände fingen an zu brennen.

„Das ist jetzt wirklich übel… *atmet einmal tief ein und wieder aus* hilft nichts, ich muss gegen den Ansturm laufen und die Nervensägen loswerden.“

Gildenhaus Sicht:

Ma Shi und die Mitarbeiter haben alles nötige in der Stadt veranlasst und beobachten nun den Kampf von Sina gegen die Untoten. Einige jubelten Sina zu, andere hielten die Luft an, wenn wieder ein Ansturm der Untoten kam.

Sina ist mittig der Brücke und verteidigt sie verbissen, bis die Zuschauer sehen, dass mehrere Feuerbälle auf sie flogen. Einige gaben ein leichten Schrei ab, dass sie jetzt verloren ist, aber… Sina schafft es den Feuerbällen auszuweichen oder sogar zu zerschneiden.

„Sag Gildenmeister, habt ihr schon mal gesehen, dass jemand Magie zerschneidet? Ich will das einfach gerade nicht glauben, was ich da sehe.“ fragt Prashi.

„Hmm, ich selber nicht, aber ich habe von einer Theorie gehört, dass es möglich sei… Und von allen SSS-Abenteurern hätte ich es auch nur dem „Schwertheiligen“ zugetraut. Wenn das umgesetzt werden sollte.“ erklärt Ma Shi seine Meinung.

„Dann bin ich ja beruhigt, sonst muss ich mich wirklich fragen ob Sina ein Mensch ist…“ murmelt Prashi. „Warum greifen eigentlich diese toten Magier erst jetzt an?“

„Hmm, ich tippe drauf, dass die Armee nicht allzu viele von ihnen hat und sie hatten andere Aufgaben innerhalb der Armee zu tätigen. Wenn ich die so anschaue sind das Lichs sowie Nekromanten. Wenn ich ihr Feldherr wäre, würde ich sie nur dazu einsetzen, dass sie die frischen Gefallenen wiederbeleben sollen um ihre Armee aufzustocken.

Aber wegen Sina ist der Feldherr oder General dazu gezwungen worden, sie nun zum Angriff zu schicken.“ erläutert der Gildenmeister seine Theorie.

„ … Wenn ich richtig sehe, dürften es nur 20 von ihnen sein, so wie sie die Feuerbälle aus unterschiedliche Positionen zaubern. Aber Sina ist zu weit weg von ihnen… Was macht sie da?“ staunt Prashi.

Sina schaffte es, gegen den Ansturm der Toten anzukommen und zurückzudrängen, indem ihre Angriffe schneller geführt werden als vorher. Sie hat es tatsächlich geschafft, den Ansturm zurück zum Brückeneingang zu drängen, während hinter ihr die Leichenwände am brennen sind.

Und dann hörte Sina auf anzugreifen und wich stattdessen nur aus, so schnell, dass die Zuschauer es nicht mehr mitverfolgen konnten… Dann fielen schon die ersten Magier tot um.

„Also… entweder hat sie Mut, ihren Vorteil aufzugeben und die Magier anzugreifen oder sie ist einfach nur wahnsinnig.“ murmelt Prashi wieder.

„Sie ist eine Heldin, da sollten solche Aktionen eigentlich keinen mehr schocken… Aber kein Held kämpfte so wie Sina, ich kann mich an keine Geschichte erinnern, die auf sie zutreffen könnte. Wir schauen schon seit Stunden die Übertragung, aber wie kann sie noch kämpfen? Ihre Ausdauer müsste doch längst ausgebrannt sein.“ murmelt Ma Shi mit sich am Ende.

„Was auch ihr Ansporn sein mag, die Armee wird immer kleiner und das gibt mir Hoffnung. Hoffnung, sobald die anderen Abenteurer dort eintreffen, den Rest auch verteidigt bekommt.“ teilt Prashi mit.

Als der letzte scheinbar tote Magier besiegt wurde und Sina wieder zur Brücke kämpfend angelangt, ändert sich irgendwas in der Armee. Die Untoten bildeten einen Weg und ein großes Skelettpferd mit einem schwer ausgerüsteten Ritter läuft den Weg zur Brücke.

„Das ist vermutlich der Anführer der Armee. Jetzt wird es erst richtig ernst! Aber dieses Wappen auf seinem Schild, woher habe ich das schon mal gesehen…“ fragte Ma Shi sich.

Brücke Sicht:

„Phew, wäre ich die Magier los, ganz schön riskante Aktion von mir, aber da ich keine Armbrust oder Bogen habe noch benutzen kann, musste ich es auf diese Art machen.“ redet Sina mit sich.

Aber ihre Aktion hat ihre Ausdauer kräftig angeschlagen und sie atmet sehr schwer, ihr Gesicht ist fahl und der ganze Körper ist verschwitzt. Überall sind Schnittverletzungen auf ihrer Haut. Ihre Kettenrüstung hat auch ein paar Schläge abbekommen und ihr Hakama zeigte auch schon viel Haut ihrer Beine.

Auf einmal fingen die Armee der Untoten sich aufzuteilen und ein Skelettpferd mit einem Ritter kam auf sie zu. Als es nah genug war, stieg er vom Pferd ab und wendet sich Sina zu.

„Ich bin Skelettgeneral Conas, der Anführer dieser Armee. Im Namen des Lichkönigs verlange ich euren Namen zu erfahren!“ brüllte der Ritter.

„Abenteurerin Sina, schönen Abend euch auch.“ spottet Sina, um den Anführer zu provozieren, eventuell, dass er sie direkt angreift.

„Warum stellt ihr euch in den Weg? Diese Armee soll die Herrschaft über die Menschen übernehmen und ihr hindert sie daran!“ schimpft Conas laut.

„Entschuldigung, aber ist das nicht normal, dass man eine Invasion, die alles lebendige hasst, zu stoppen? Zumal ich sagen muss, die nächste Stadt, die eure Armee trifft wäre genau die Stadt, wo ich leckeres Essen bekomme!“ erklärt Sina.

„Wegen ESSEN!? Nicht wegen Ruhm und Ehre?! Nur wegen verdammtes ESSEN? Ihr enttäuscht mich… Ich respektiere eure Stärke, aber der Grund ist für mich nicht verständlich…“ staunt der Anführer.

„Wie kann eine Leiche die Gründe verstehen von jemanden der noch lebt? Du bist tot verdammt! Ich muss täglich essen, trinken und schlafen!“ schimpft Sina auf den Anführer ein.

„Tzz, alles unwichtige Dinge. Seit ich tot bin, brauche ich diese Bedürfnisse nicht mehr und habe dafür ewiges Leben erhalten! Dabei bin ich nicht irgendein Untoter, sondern auch ein Diener des Lichkönigs! Was will man mehr haben?“ kommentiert Conas.

„Ich glaube, unser Gespräch wird zu nichts führen. Unsere Welten sind zu verschieden, als dass wir auf einen Nenner kommen…“ und Sina schüttelt den Kopf.

„Das ist das einzige, wo ich euch beipflichten muss… Wegen euch bin ich gezwungen, jetzt die geheime Waffe einzusetzen… Das wird dein Ende sein.“ teilt Conas Sina mit.

Conas holt eine schwarze Kristallkugel und hebt sie den Himmel empor, dabei murmelt er einen unaussprechlichen Zauberspruch und die Kugel zerspringt.

Aus der Ferne hörte man ein lautes Brüllen, so laut das die Erde um Sina vibriert. „Was hast du da beschworen, du verfaulte Leiche?“

„Dein Ende habe ich beschworen, wenn dich eine Armee nicht bezwingen kann, dann gewiss „es.“ und Conas lacht dabei.

Sina sah in der Ferne was Weißes fliegen. Das immer näher kam und als es nah genug war, konnte Sina einen gewaltigen Skelettdrachen ausmachen, der ein unheimliches grünes Leuchten an seinem Brustkorb hatte.

Der Drache landete dann in der Nähe von Conas, trifft aber auf andere Untote, was keiner weiter beachtet. Der Drache ist gigantisch, sein Maul ist größer als Sina und dieses Leuchten ist nicht normal…

„Skelettdrache! Ich befehle dir, diese Frau zu töten!“ befielt Conas und der Drache brüllt. Sina muss sich die Ohren zuhalten, denn so laut ist sein Gebrüll.

„Hätte ich gewusst, dass mich so ein Gegner erwartet, hätte ich vielleicht doch die Fliege machen sollen…“ murmelt Sina mit sich und bereitet sich auf den tödlichen Kampf vor.

Gildenhaus Sicht:

Überall herrscht Panik, nachdem sie den Drachen gesehen haben. Der Drache ist breiter als die Brücke und einige schwören, dass sie das Gebrüll hören können.

„Was habe ich getan… Damit habe ich alle Abenteurer in den sicheren Tod geschickt. Wie ist die Armee an so ein Monster gekommen?“ ist Ma Shi der Verzweiflung nahe.

„Gildenmeister! Reißen sie sich zusammen! Was hat es mit dem Drachen auf sich?“ versucht Prashi Ma Shi zu beruhigen.

„Skelettdrachen sind eine wandelnde Katastrophe. Ihre Stärke kann man mit einer Götterbestie gleichsetzen. In der Geschichte wurden nur vier solcher Wesen bestätigt und diese wurden auch von Abenteurern besiegt, aber…“

„Was aber?“ hakt Prashi nach.

„Diese Monster werden in der Kategorie SSS eingestuft und man kann sie nur als Gruppe besiegen. Keine Gruppe kam ohne Verluste gegen diese Monster zurück. Die Überlebenden sind an den Nachwirkungen des Kampfes anschließend verstorben. Das größte Problem ist, dass es ein extrem giftiges Monster ist.

Das grünes Leuchten von dem Ding strahlt eine unsichtbare Giftaura aus und wenn man die Stärke des Drachen außer Acht lässt, ist da sein Giftatem. Alles was der Atem trifft verdirbt. Sina hat keine Chance alleine gegen diesen Skelettdrachen, sie benötigt die Hilfe aller S-Abenteurer und eine extrem hohe Gift-Resistenz, nur um in seiner Nähe sein zu können!“ erklärt Ma Shi das Problem.

Prashi verstand nun das Problem und welche Auswirkung die Entscheidung von dem Gildenmeister bezüglich der Abenteurer, die nun zur Brücke rennen, hatte.

Und dann hören beide einen lautes Raunen und viele Zuschauer zeigten mit den Fingern auf die Übertragung. Ma Shi und Prashi schauten auf die Übertragung und ihnen fielen die Augen aus dem Gesicht.

Der Skelettdrache griff mit seinem Kopf frontal Sina an und sie hält ihn mit ihren zwei Schwertern in Kreuzform auf. Dabei wird sie stark nach hin geschoben wo der Boden ihre Fußspuren herzieht. Der Aufprall muss so gewaltig gewesen sein, dass viele Untote nach hinten gefallen sind und die Kadaver von der Brücke flogen.

„Woher nimmt Sina… die Kraft… den Mut gegen dieses Monster… zu kämpfen? Keiner würde ihr den Vorwurf machen, wenn sie flüchten würde…“ stottert Prashi.

Der Drachenkopf geht von Sina weg und griff dann von oben mit seinem Arm an und wieder blockiert Sina mit ihren Schwerter den Angriff. Der Angriff muss aber noch stärker gewesen sein, denn der Boden um Sina herum drückte sich immer tiefer rein und die Brücke fing an, in diesem Bereich Risse zu zeigen.

„Der Skelettdrache ist in der Lage die Brücke zu zerstören und Sina schafft es ihn zu blockieren?“ „Das ist kein Mensch, ich kenne niemanden, der das könnte!“ „Was ist Sina nur?“ „Das ist ein legendäres Monster und sie bekämpft es in Augenhöhe?“

„HALTET DIE KLAPPE!“ brüllt Prashi. „Wegen was zerbrecht ihr eigentlich euren Kopf? Es ist mir egal, was Sina ist oder woher sie kommt, aber sie hält gerade einen Drachen auf der unser Reich in Schutt und Asche legen könnte, verdammt!“ und die Zuschauer wurden still.

„Prashi hat nicht unrecht, lass uns lieber beten, dass ein Wunder geschieht.“ teilt Ma Shi das mit.

„Lass uns an Sina glauben!“

Kapitel 21

Ich bin wiedergeboren und Sherry setzt sich für mich ein?

Sherry wurde von Donny getragen und Prashi begleitet sie zum Zimmer des Gildemeisters. Prashi klopft an die Tür und man hörte ein leises „Herein“.

Gildemeister Ma Shi saß an seinem Schreibtisch mit seiner Nickelbrille und las Dokumente. Als die drei Personen das Zimmer betraten, schaute er auf und sah Sherry, die von Donny getragen wird.

„Was ist hier los?“ fragte Ma Shi sofort und dachte das Donny was angestellt hat.

„Gildenmeister, Sherry berichtet von einer Armee von Untoten, die von ihrem Land in unser Reich marschieren. Sie ist von der Brücke des Schicksals losgelaufen und Sina ist zurückgeblieben, um die Armee aufzuhalten, damit wir mehr Zeit haben.“ erklärt Prashi den Vorfall.

Der Gildenmeister legte seine Brille sofort beiseite. „Hmm, eine Armee lauter Untoter? Es fällt mir schwer zu glauben, aber so wie Sherry aussieht, muss was vorgefallen sein…“ und Ma Shi holt eine Kristallkugel aus seinem Schreibtisch.

Diese Kugel ist in der Lage, in einem bestimmten Radius einen Zauber zu zaubern, dass die aktuellen Vorgänge aufzeigt. Eine weiterer Zauber projektiert dann ein weiteres Bild, das jeder es sehen kann.

Ma Shi aktiviert die Kugel und führt das „Auge“ zur Brücke des Schicksals. Als er in wenigen Sekunden ankam, hörte man mehrere Personen aufkeuchen.

„Das… ist wirklich eine verdammt große Armee voller Untoter!“ meldet Donny, nachdem er Sherry auf das Sofa abgelegt hat. Alle sehen auf dem Bild die ganzen Untoten, bis Ma Shi seine Befehle gibt.

„Prashi, jegliche Aufträge werden sofort unterbrochen. Ich will, dass du den anderen Rezeptionisten folgende Aufgaben verteilst. Meldung dem König, Meldung der anderen Gildenhäuser, Meldung dem Bürgermeister von Fanfoss. Er soll sofort eine Evakuierung einleiten, sollte er sich querstellen, holt ihn her.

Wenn das getan wurde, will ich, dass alle anwesenden Abenteurer bei der Evakuierung helfen, indem sie Kutschen vorbereiten zum Transport von Lebensmitteln sowie Transport von Personen. Kinder, Schwangere und gebrechliche Personen haben die höchste Priorität.“

„Jawohl Gildenmeister!“ und Prashi stürmt sofort los. „So viele Untote habe ich noch nie gesehen, woher kommen die alle?“ murmelt der blasse Donny.

„Sherry, du hast das wirklich gut gemacht.“ lobt der Gildemeister das erschöpfte Mädchen.

„Gildenmeister, was ist mit Sina?“ fragt Sherry den alten Mann.

„Wo du das fragst.“ und der Gildenmeister sucht mit dem „Auge“ auf der Brücke nach Sina, bis er sie gefunden hat.

„Bei der Göttin… und du bist von der Brücke aus erst losgelaufen? Wie viele Stunden kämpft Sina schon gegen die Armee?“ fragt Donny schockiert, selbst dem Gildenmeister sieht man den Unglauben.

„Normal braucht man ein halben Tag zu Fuß, aber ich glaube, ich bin heute schneller gewesen… Und Sina kämpft immer noch…*snif*.“ tränt Sherry und schaut dem Gildenmeister an. „Schicken wir ihr Hilfe?“

„Nein. Es tut mir leid für Sina, aber alleine dass sie uns Zeit verschafft, macht sie zu einer Heldin. Wir brauchen jede Hilfe bei der Evakuierung.“ teilt Ma Shi die traurige Nachricht mit.

„Ihr lässt sie einfach in Stich?!“ fragt Sherry schockiert.

„Sherry, wir können ihr keine Hilfe geben. Schau dir die Armee an und überlege, wie viele Abenteurer gerade in der Stadt sind. Wenn ein paar der aktiven S-Abenteurer anwesend wären, hätte ich mir das überlegt, aber die sind alle nicht da! Ich weigere mich, Leute in den Tod zu schicken!“

„Und selbst wenn wir die Wachen mit einbeziehen, es ist die Masse, die uns überrennen würde.“ pflichtet Donny dem Gildenmeister bei.

„ … Sina ist außergewöhnlich, das wisst ihr genau! Sie hat Raul und Donny fertig gemacht. Sie hat mit mir heute die Oger und die doppelköpfige Schlange getötet, nebenher hat uns ein Ogerkönig angegriffen und sie bringt ihn mit einem Schlag um!

Ich weiß nicht wie viel Zeit vergangen ist, aber sie hält eine verdammt riesige Armee da gerade auf! Wenn mich da nicht alles täuscht, spielt sie doch schon lange in der Liga der S-Abenteurer, wenn nicht sogar der von den SSS-Abenteurern!“ schimpft Sherry auf die Männer ein.

Die Schimpftirade hat gesessen. Ma Shi kann nicht abstreiten, das Sina speziell ist, vor allem hat er sie heute zum ersten Mal persönlich kennengelernt und ein Spiel beigebracht bekommen, was ihn tatsächlich Spaß machte.

Ma Shi schaut, auf das Schachspiel, was er geschenkt bekommen hat und sieht dann wieder auf die Übertragung. Jeder Hieb fällte mehrere Untote. Sina hat es irgendwie geschafft, aus den Kadavern Mauern zu bauen, sodass nur eine bestimmte Anzahl von Untoten kommen können. Aber…

„Sherry, überlege doch mal. Selbst wenn ich jetzt welche losschicken würde, sie bräuchten einen halben Tag um an die Brücke kommen! Niemand kann garantieren, das Sina in der Zeit nicht verliert, zumal die Brücke ein strategischer Ort ist.

Solange die Untoten auf ihrer Seite sind, können nur eine bestimmte Menge die Brücke überqueren, denn sobald sie auf unsere Seite sind, haben wir keine Chance mehr uns zu verteidigen.“ versucht der Gildenmeister es mit Vernunft zu erklären.

„ … Ich habe mein Auftrag erfüllt, den ich von Sina bekommen habe. Ich gehe wieder zurück und stehe ihr bei!“ und Sherry versucht aufzustehen, aber ihre Kraft verlässt sie wieder schnell, als sie aufstehen wollte.

„Mein Kind, sei doch nicht unvernünftig. Du kannst ja nicht mal mehr richtig stehen! Donny…“ und Ma Shi wird von Sherry unterbrochen.

„Notfalls krieche ich dahin! Ich lasse meine Freundin nicht im Stich! Sie… hat mein Problem akzeptiert und sogar gelobt, dass ich geradezu starke Monster anziehe, wäre ein Vorteil. Das hat noch niemand zu mir gesagt! Sag Ma Shi, hattet ihr nicht auch solche Situationen gehabt, wo ihr euren Kampfgefährten bis zum Ende beigestanden seid?“ fragt Sherry erschöpft.

Man sah dem Gildemeister an, dass er mit sich ringt. Zu einem würde er paar Leute zur Brücke schicken, aber als Gildenmeister hat er Pflichten zu erfüllen, die auch traurige Entscheidungen verlangen.

„Wollt ihr Sina nicht im Schach schlagen?“ fragt Sherry und zeigt auf das Schachspiel und Ma Shi kam zu einem Entschluss.

„Donny, trag bitte Sherry zum Versammlungsraum, hoffentlich bereue ich meine nächsten Schritte nicht…“ befielt Ma Shi. Donny nickt und trägt Sherry wieder. Ma Shi nimmt der weilen die Kristallkugel mit.

Auf dem Weg zum Versammlungsraum sah Sherry überall Rezeptionisten, die Anweisungen verteilten und Abenteurer, die hin und her liefen.

Der Vorteil im Versammlungsraum ist, das eine Bühne aufgebaut ist, wo der Gildenmeister wichtige Entscheidungen mitteilen kann, die per Magie ausgerüstet ist, sodass es jeder im Gildenhaus mitbekommt.

Donny und Sherry standen in der Nähe der Bühne, sodass sie zur Bühne emporblicken können, während der Gildenmeister die Bühne betritt. Als er vor einem Mikro-ähnlichem Ständer steht, fing er an, seine Rede zu halten.

„Liebe Mitarbeiter, Abenteurer und Konsorten, hier spricht der Gildenmeister Ma Shi. Ich habe euch allen was zu sagen. Gerade in diesem Augenblick greift die größte Untotenarmee in der Geschichte unser Land an. Wer bis jetzt nicht daran glaubte, ich kann bestätigen, dass die Meldung stimmt.“ und Ma Shi macht eine Sprechpause, damit jeder im Gildehaus die Information verarbeiten kann.

„Momentan hält sich die Armee an der Brücke des Schicksals auf, genau dieser Ort wo der damalige SSS-Abenteurer Ludwig Kelmont die Armee zurückgeschlagen hat. Leider muss ich die Nachricht mitteilen, dass die Armee vermutlich 5mal größer ist als die damalige Armee.“ und Ma Shi sieht überall schockierte Gesichter.

Ma Shi wollte seine Rede weiter vortragen, bis ein lautstarker dicker Mann die Versammlung betritt.

„Was hat das zu bedeuten Ma Shi? Ich soll die Stadt evakuieren? Seid ihr bei Trost? Wir haben bald Abend, ein Zeitpunkt wo eine Evakuierung unmöglich ist!“ schrie der Bürgermeister.

„Bürgermeister, ihr kennt mich lange genug um zu wissen, dass ich keine Scherze mache, wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen.“ kommentiert Ma Shi dies in Ruhe.

„Wer hat euch den Quatsch überhaupt erzählt? Eine Armee aus dem Land der Toten? Wo sind die Beweise? Ich wette, irgendjemand wollte sich wichtig machen!“ brüllt der Bürgermeister.

„Ihr wollt einen Beweis? Den könnt ihr haben.“ und der Gildemeister aktiviert seine Kugel. Ein großes Raunen ging im Saal herum, als sie die Armee der Toten auf der Übertragung sahen.

„Bei der Göttin, ich habe schon paar Armeen gesehen, aber die ist die größte die ich je gesehen habe!“ „Wir sind verloren, niemand kommt dagegen an!“ „Untote, die sind zwar schwach, aber gegen die Masse, das hält die Stadtmauer nicht aus.“ sprachen die Abenteurer durcheinander.

Der Bürgermeister wurde extrem fahl, als er das Bild sieht. Überall Untote, Untote und nochmal Untote. Seine Stadt ist verloren.

„Beruhigt euch alle! Sherry, die ihr alle für ihr Pech verurteilt, war mit der Gefährtin Sina an der Brücke des Schicksals und hat die Armee frühzeitig gesehen und ist direkt von der Brücke los gerannt, um uns das mitzuteilen! Schaut auf Sherry, sie ist gerannt und gerannt und gerannt, bis sie beinahe vor Erschöpfung zusammengebrochen ist und hat es trotzdem geschafft, diese wichtige Information mitzuteilen! Für mich ist sie jetzt schon eine Heldin!“ ruft der Gildemeister.

Die Abenteurer sowie die Mitarbeiter wurden auf einmal still und sahen alle die erschöpfte Sherry, die von der Mumie Donny getragen wird. Ein sehr seltsames Bild, wenn man bedenkt wie die Beziehung zwischen den beiden ist. Sherrys Augen sind vor Unglauben weit geöffnet, als sie die Rede des Gildenmeisters hört

„Normal braucht man ein halben Tag von hier bis zur Brücke. Sherry meint, sie hat es schneller geschafft, was ich ihr glaube. Nun frag euch trotzdem… Es sind mehrere Stunden vergangen und die Armee hat unser Reich NICHT betreten.“

Ma Shi hat es geschafft alle Aufmerksamkeit im Gildenhaus zu kriegen. Es kamen immer mehr Zuschauer, die die Live-Übertragung durch den Zauber sehen wollten.

„Wollt ihr wissen warum die Armee nicht die Brücke überqueren kann?“ und lenkt den Zauber auf die Stelle, wo Sina gerade mit den Untoten kämpft.

Ihr Haori ist komplett zerfetzt, sodass man ihre Kettenrüstung und ein weißes Shirt sehen konnte, überall sind Schnitte an den Armen und sie kämpft. Kämpft seit Stunden gegen die Armee.

Die Zuschauer trauten ihre Augen nicht.

„Sina hält gerade alleine die Armee der Toten auf! Eine Abenteurerin mit dem Rang G hält eine verdammte Armee voller Tote auf! Als hätte die Göttin die Zeichen erkannt, hat sie eine mystische Person geschickt und das ist Sina. Es ist mir egal, was ihr denkt, aber da ist grade ein zweiter Held geboren!“ brüllt der Gildemeister.

„Nun frage ich euch. Ich habe die Evakuierung beantragt, damit die Stadt gerettet werden kann, aber es wird bald Abend und die Gefahren ist hier jedem bewusst, wenn wir die Stadtbewohner in die nächste Stadt transportieren wollen. Es ist mit unzähligen Monsterangriffen zu rechnen. Die meisten sind von ihren Aufträgen erschöpft. Der Feind hat einen sehr ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht, unser Reich anzugreifen!“ und der Gildemeister ließ seine Worte wirken.

Man sah es in den Augen der Abenteurer, dass es eine höllische lange Nacht wird, wenn das alles funktionieren soll.

„Aber eine Stimme überzeugte mich, ein anderen Plan zu überlegen… Wer von euch ist bereit, hier und jetzt, zur Brücke des Schicksals loszurennen und Sina zu unterstützen? Sherry hat keine Kraft mehr, aber sie hat angedroht, notfalls auch zurück zu kriechen, um ihrer Freundin im Kampf beizustehen! Bedenkt dabei, dass das Schicksal in euren Händen liegt. Verteidigt ihr erfolgreich die Brücke, ist unser Reich gerettet, versagt ihr, steht unserem Reich eine düstere Zukunft vor.“

Ein lautes Gemurmel entstand unter den Abenteurern, viele sind sich unsicher, andere meinen, dass es reiner Selbstmord ist, gegen die Armee zu kämpfen. Als auf einmal…

„ICH GEHE ZU BRÜCKE!“ brüllt auf einmal eine Person. Es war niemand anderes als Donny. „Wie kann ich zulassen, dass jemand mit einem Rang G eine Armee aufhält, während die höherrangigen Abenteurer im sicheren Heim sind? Das würde mich ja zu einem Feigling degradieren und das lasse ich nicht ZU!“

Die Abenteurer sind über den Ausruf von Donny erstaunt. Eher hätten sie gedacht, das Donny es sich gemütlich macht und den Tod von Sina abwartet, aber dass er ihr zur Hilfe rennt, das hätten sie nicht erwartet.

„Die Armee… als ich sie zuerst gesehen habe, war sie viel viel größer gewesen, aber wenn ich die Übertragung so sehe, wirkt sie ziemlich stark dezimiert … als hätte Sina die Hälfte von ihnen schon besiegt.“ teilt Sherry ihre Meinung mit.

„Sie hat mir versprochen, dass sie die Armee alleine besiegen wird und mich dann übers Knie legen will, weil mein Pech mal wieder was angelockt hat… Aber… wenn sie das schafft… kann sie mich sooft übers Knie legen wie sie will, Hauptsache sie überlebt!“ erzählt Sherry weiter.

„Was?! Geht mir aus dem Weg Leute, ich will auch was von dem Ruhm abhaben!“ brüllt Donny und trägt Sherry mit.

„Nun, Kämpfer des Schicksals, wie habt ihr euch entschieden?“ fragt der Gildenmeister, obwohl er schon ahnt, wie das gleich endet.

Donny bannte sich ein Weg durch die Menge und lief zum Ausgang. Einige Minuten passierte nichts, bis die ersten Abenteurer anfingen, Donny zu folgen. Es wurden immer mehr und einige fingen an, „Sina“ in einem Chor zu grölen.

„Bürgermeister, wir werden keine Evakuierung starten, aber beauftragt alle Wachen sowie die Miliz und Bürgerwehr, dass sie eine Nachtschicht machen müssen. Mit freiwilligen Kämpfern sollte uns auch die Chance gegeben werden, die Stadt zu verteidigen.“ erklärt Ma Shi dem Bürgermeister den Plan, als er von der Bühne runterkam.

„Möge die Göttin mit dir sein Sina.“ murmelt Ma Shi während er die Übertragung laufen lässt und die Schlacht weiter beobachtet.

Kapitel 20

Ich bin wiedergeboren und bekämpfe eine Armee?

General Conas Sicht:

Ein Zombie watschelt zum Skelettgeneral Conas. „Herr… die Späher… melden eine Person… vor der Brücke…“

„Und was interessiert mich das? Es ist nur eine Person und wir sind eine ARMEE! Geh mir aus den Augen du Made…“ schnauzte der Feldherr den Toten an.

„Als ob eine Person uns aufhalten könnte, selbst „er“ meinte, dass er es nicht schaffen würde, als er noch ein Mensch war.“ murmelt der Feldherr mit sich selber.

Sherry’s Sicht:

Sherry rannte und rannte, das Leben der Stadtbewohner hängt von ihr ab. „Ich werde es schaffen, ich brauche keinen halben Tag! Bitte, Göttin, beschütze Sina.“

Und rannte weiter.

Prashi’s Sicht:

„Hey, sag Prashi, wo ist Sina eigentlich?“ fragt eine Mumie vor der Rezeption von Prashi.

„Oh Donny, ich dachte der Gildenmeister hätte dir erklärt, dass du kein Stress mehr machen sollst.“ teilt Prashi ihm entnervt mit.

„Oh keine Sorge, ich werde nichts dummes machen. Ich dachte eigentlich, dass ich sie auf ein Duell herausfordere in der Trainingshalle und ihr zeige, dass es ein Fehler war, sich mit mir anzulegen.“ meint Donny.

In Prashi’s Kopf ging ihr die Fantasie durch, dass Donny genauso enden wird wie Raul, aber scheinbar schreit er förmlich danach, wieder geschlagen zu werden.

„Sag mal… Bist du eigentlich ein Masochist?“ fragt Prashi mit traurigen Augen.

„Eh?! Wie kommst du denn darauf? Ich weiß, dass ich stärker bin als Sina!“ meutert Donny und Prashi seufzt. „Eine Ablenkung wäre jetzt gut…“ dachte Prashi noch.

Sina’s Sicht:

„Soo, genug gegessen und getrunken. Damit sollte ich mich genug gestärkt haben… Ah! Das Schlangengift, gut das ich zwei Fläschchen gefüllt habe. Eins möchte ich als Andenken bewahren, während ich aus dem anderen immer trinke.

Auf dich Sherry, dass wir das erste gemeinsame Abenteuer hinter uns haben. *schluckt* *würg* … Ekelhaft, aber ich hätte nichts anderes erwarten dürfen, zumindest dürfte meine Sucht dann auch keine Probleme machen… Nah, ich nehme lieber ein neues Giftblatt.“ und Sina hat die Ruhe weg.

Spartus wäre stolz auf sie gewesen. Damit provoziert sie ihren Gegner, während sie sich selber erfrischt. Nur funktioniert das gegen eine Armee voller Untote herzlich wenig und Spartus hätte vermutlich einen Nackenschlag bekommen.

„Schade das es scheinbar keine Musik in dieser Welt gibt… Aber ich lasse einfach meine Fantasie spielen, habe ja genug Musik im alten Leben gehört.

So wie ich das sehe, erreichen mich gleich die ersten Toten. Nah? Seid ihr auch gierig zu töten meine lieben Klingen?“ fragt Sina ihre Katanas.

Und in wenigen Minuten erreichten Sina die schnellsten Untoten… Untote Hunde, Schweine und des weiteren tote Tiere und wurden mit einem Schlag vernichtet.

„Ich bin gespannt, welches Level ich noch erreichen werde und ob sich noch irgendeine Fähigkeit auflevelt…“ murmelt Sina mit sich und schlug gegen die nächsten Untoten.

Es wurden immer mehr Untote, die alle nach ihrem Fleisch gierten, aber sobald sie in Sina´s Nähe kamen, sterben sie. Starben massen- und reihenweise. Die Leichen stapeln sich immer höher, sodass Sina immer ein paar Schritte zurückgehen muss, damit die toten Toten ihr kein Hindernis sind, aber für die anderen Untoten ein Hindernis werden.

„So eng wie die Toten kommen, könnte ich meinen, dass pro Schlag immer zehn Untote sterben…“ und die Zeit vergeht.

General Conas’ Sicht:

„Was ist vorne los? Wieso marschieren wir nicht weiter?“ tobt der Feldherr.

Sein toter Berichterstatter kommt zurück und meldet: „Herr… die Armee an… der Front… wird von der… Frau aufgehalten…“

„BITTE WAS?! Gib mir SOFORT ein Fernrohr!“ schreit Conas den Zombie an und ihm wird ein Fernrohr überreicht.

„Soo, da ist die Brücke und WAS ZUM….“ und staunt, dass dort tatsächlich eine Frau mit langem schwarzen Haar und zwei komischen Schwertern die Armee aufhält. Sie kämpft so schnell, dass Conas ihrer Bewegung nicht folgen kann, aber dass seine Untoten wie die Fliegen sterben, bekommt er sehr wohl mit.

„Wer ist… diese Frau? Ist das überhaupt ein Mensch? Schick die Todesritter nach vorne, die schwachen Skelette und Zombie sind ihr nicht gewachsen! Sie baut ja förmlich eine Mauer aus Leichen vor die Brücke!“ bellt der Feldherr die Befehle.

„Verdammt, wiederholt sich etwa die Geschichte?! Ich lasse das nicht zu und wenn ich selber die Frau bekämpfen muss und den Skelettdrache einsetze!“ murmelt der Feldherr mit sich.

Sherry’s Sicht:

Ohne Unterbrechung rannte Sherry schon mehrere Stunden und sah von weitem schon die Stadt Fanfoss. „Jetzt nicht schlappmachen Sherry, du warst schon immer die Schnellste gewesen, hörst du Körper!“ feuert Sherry sich selber an.

Prashi’s Sicht:

„Hmm ich frage mich wann ich Sherry und Sina sehen werden und wie ihre Mission verlief. Ich freue mich wirklich, dass Sherry endlich jemanden gefunden hat, der sie so akzeptiert, wie sie ist.“ murmelt Prashi.

„Machst du dir Gedanken um Sherry?“ wird Prashi von einer anderen Rezeptionistin angesprochen.

„Eigentlich nicht, sondern warte nur auf meine Freundinnen. Nicht das ich mir Sorgen machen… Du hast ja selber gesehen wie stark Sina ist, sondern wie sie miteinander klar kommen. Das ist, was mich viel mehr interessiert.“ erklärt Prashi.

„Sherry kann sich wirklich glücklich schätzen, dich als Freundin zu haben. Ah, wenn man von der Göttin spricht, da ist Sherry.“ und zeigt auf Sherry, die am Eingang stand.

Prashi dreht sich um und wusste sofort, dass irgendwas nicht stimmt. So stark verschwitzt und schwer atmend wie Sherry aussieht. Dann fiel Sherry auf die Knie und Hände.

„Hol sofort den Doktor, irgendwas ist vorgefallen.“ befiehlt Prashi ihrer Kollegin zu, die sofort los rennt.

Prashi rennt zu Sherry und hält sie an Schulter. „Sherry, meine Liebe. Was ist los? Du bist ja überall verschwitzt und rot!“

„*keuch* Invasion… *keuch* Armee voller Untote…“ schnauft Sherry raus.

„Sherry, schau mich an! Atme mir langsam nach… Ein und aus… Ein und aus…“ und Prashi wiederholt den Vorgang mehrmals mit Sherry, bis sie wieder eine normale Atmung hat.

„Prashi, hör mir genau zu… Eine Armee voller Untote marschiert vom Land der Toten in unser Reich! Du musst dem Gildenmeister sofort Bescheid geben!“ teilt Sherry das panisch mit.

Abenteurer, die in der Nähe standen, wurden alle sofort unruhig, denn einige kennen die Geschichte, die vor 300 Jahren stattgefunden hat, sehr gut.

„Meinst du das Ernst Sherry? Wo ist Sina?“ hakt Prashi nach.

„Ich meine es todernst, die Armee ist größer als aus der Geschichte und *snif* *snif* SINA IST DORT UND KÄMPFT GERADE GEGEN DIE ARMEE!* schreit Sherry Prashi entgegen und weint fürchterlich.

Prashi ist über den Ausbruch überrascht. „Ok, gehen wir zum Gildenmeister, aber…“ Prashi sieht, dass Sherry total erschöpft ist. Auf einmal kommt Donny und hebt Sherry wie ein kleines Kind auf.

„Donny…“ schaut Sherry überrascht zu Donny hoch. „Lass uns zum Gildenmeister gehen, es ist scheinbar eine ernste Lage!“ sagt Donny zu Prashi.

Prashi hat lange genug als Rezeptionist gearbeitet, dass diese Szene sie nicht so schnell schockiert und nickt Donny zu. Alle gingen dann gemeinsam zum Gildenmeister Ma Shi.

Sina’s Sicht:

„Links, rechts, jeder Hieb, ein Toter“ summt Sina in Trance. Sie hat jegliches Zeitgefühl verloren und auch aufgehört zu zählen, wie viele schon getötet worden sind.

Egal wo Sina hinschaut, nur Untote. Aber sie hat es geschafft, eine Mauer aus Kadavern zu bauen, sodass nur eine bestimmte Anzahl von Untoten auf sie zukommen kann.

„Bestimmt tobt der Anführer, welch ein Pech für ihn aber auch.“ witzelt Sina mit sich, bis sie auf einmal besser ausgerüstete Untote kommen sieht.

„Oho, die sehen aus, als würde sie in einer anderen Liga spielen. Untote Ritter oder ähnliches müssen sie sein, so wie die aussehen.“ schätzt Sina ihre neue Gegner ein.

General Conas’ Sicht:

Conas beobachtet mit dem Fernrohr, wie der Kampf auf der Brücke fortgeführt wird, bis endlich die Todesritter angekommen sind.

„Endlich, nun sollte die Plage beseitigt werden…“ freut sich Conas, aber…

„W.. was zum… die sterben genauso wie die anderen Untoten?“ und Conas ist sprachlos.

„Mein Herr… wie lauten… eure weiteren… Befehle?“ fragt der Zombie.

„ … Die Frau ist stark, den Respekt muss ich ihr zollen… Aber sie ist auch nur ein Mensch und irgendwann geht ihre Ausdauer zu Ende, was uns Untoten nicht passieren kann. Die Armee soll sie weiter angreifen! Irgendwann wird sie schon sterben!“ befiehlt der Feldherr.

„Aber ganz unbeschadet scheint die Frau mit den Todesritter nicht herauszukommen. Sie können sie treffen und wenn es nur kleine Schnitte in ihrem komischen Gewand sind.“ denkt Conas, während er den Kampf weiter beobachtet.

Sina’s Sicht:

„Puh, die toten Ritter darf ich doch nicht auf die leichten Schulter nehmen, sie haben es tatsächlich geschafft, mein Haori zu zerschneiden! Das werdet ihr mir büßen…!“ schimpft Sina zu den Rittern.

„Einzeln können die Ritter nichts. Es ist einfach die Masse, ich habe nur zwei Augen und selbst mit Vorahnung kann ich nur eine bestimmte Menge vorausschauen…“

„Ich frage, mich ob Sherry längst die Stadt erreicht hat und allen klar macht, was hier los ist.“ und zerschlug die nächsten Untoten.

Kapitel 19

Ich bin wiedergeboren und muss eine Entscheidung treffen?

Die Damen haben die Brücke des Schicksals gefunden und wollen nun ihre Monster jagen gehen. „Lass uns zuerst die Oger jagen, wegen ihrer Größe kann man sie eigentlich nicht übersehen“ schlägt Sherry vor.

Sie schaut auf den Auftragszettel nach Informationen und führt sich und Sina in den Wald. „Keine Sorge, Oger sind eigentlich Einzelgänger, selten trifft man mehr als zwei Oger auf einmal.“ meint Sherry.

„Woran erkenne ich einen Oger eigentlich?“ fragt Sina und schaut sich um.

„Anhand ihrer Größer, sie können bis zu 4-5 Meter groß werden, sind spärlich bekleidet und benutzen meistens Bäume als Waffe. Aber unterschätze sie nicht, ihre Kraft alleine ist schon tödlich.“

„Nur wenn sie einen erwischen und ich ziehe es vor, nicht getroffen zu werden.“

„Das stimmt.“

„Sag, wie meldet sich eigentlich das Pech, wenn ein starkes Monster kommt?“

„Keine Ahnung, meistens sind das irgendwelche seltene Monster die nicht in diesem Gebiet vorkommen oder es ist ein Monster mit einer hohen Evolutionsstufe.“

„Ich verstehe… Was ist die stärkste Form vom Oger?“

„Erm… So viele Evolutionsstufen haben die Oger nicht, meistens ist das ein König, also ein Ogerkönig.“

„Lass mich raten, die sind ein bisschen größer als normale Oger und haben rote Markierungen überall am Körper?“

„Das ist richtig, woher weißt du das?“

„Weil da gerade einer auf uns zu gestürmt kommt!“ „Eh?!“ und hört ein lautes Krachen lauteres Gebrüll. Beide zogen ihre Waffen und stellen sich auf den Kampf ein.

Der Ogerkönig trug einen abgerissenen Baum als Waffe und schwingt sie von der Seite. Beide Gefährtinnen duckten sich unter der Waffe und liefen getrennt, sodass der Oger nur eine im Visier haben konnte, während die andere den Oger angreift.

Der Oger suchte sich glücklicherweise Sherry als Opfer aus, denn so konnte Sina mit Blutklinge den Oger von hinten angreifen und den Kopf vom Hals trennen.

>Level 25 aufgestiegen< >Blutklinge Level 25 aufgestiegen<

„Wie? Der Kampf ist schon vorbei? Du bist einfach zu stark Sina!“ aber Sherry ist froh dass der Kampf vorbei ist, denn Ogerkönige sind Aufträge von Rang B.

„Höre ich da eine Enttäuschung? Kannst ja den nächsten Oger selbst töten und ich schaue zu.“ schlägt Sina grinsend vor.

„Nun, das war mein Pech. Normalerweise leben die Ogerkönige nicht hier im Wald… Der Oger hier müsste erst vor kurzem zu einem König geworden sein…“ meint Sherry.

„Hmm ich finde dein Pech irgendwie in Ordnung, weiß du? Einfach stehen bleiben und warten, irgendein starkes Monster wird schon kommen.“ kommentiert Sina.

„Das meinst du nicht ernst, oder?“

„Das ist mein voller Ernst! Ich weiß gar nicht, was an deinem Pech auszusetzen ist. Vielleicht musstest du solange warten bis du den richtigen Kampfpartner hast?“

„*snif* Sinaaaaa!“ ruft Sherry und rennt auf Sina zu, stolpert über einen Ast und rammt ihrem Kopf in Sina´s Magen. „Uff…“

„Entschuldigung! Wirklich, das wollte ich nicht!“ entschuldigt Sherry sich mehrmals verbeugend, während Sina dieser Angriff aus dem Himmel zu unerwartet kam.

„Ist schon gut… Tu mir nur den Gefallen und renne nicht auf mich zu, ich habe das Gefühl das wird sonst Standard in der Zukunft…“

„Das kann ich machen! Soo, nachdem wir den Ogerkönig getötet haben, brauchen wir nur noch 9 weitere Oger suchen.“

Und beide Damen fingen mit der Suche an. Nachdem ein paar Stunden vergangen sind, haben sie ihren letzten Oger gefunden und getötet.

„Endlich, nun können wir die giftige Schlange jagen!“

„Sina? Wieso sabberst du schon wieder?“

„Eh? Ah nichts, irgendwie freue ich mich auf das Monster.“

„ … Man kann das Monster nicht essen oder so. Sein ganzer Körper ist giftig, aber am stärksten ist das Gift, welches aus seinen Fangzähnen kommt. Lass dich bloß nicht beißen! Soo, dann lass mal schauen, welche Infos der andere Auftragszettel gibt…

Hmm, wenn ich das richtig verstehe, wurde es zuletzt in der Nähe eines Sees gesehen und ich kenne in dieser Gegend nur einen und das Schöne ist, wir sind in der Nähe!“

„Na dann, auf geht’s, lass uns das Biest jagen!“ und die Damen machten sich auf dem Weg zum See. Zielsicher fanden sie den See und Sina ist froh, dass sie Sherry begleitet, denn sie wäre längst verloren, wenn man bedenkt, dass Sina noch relativ neu im Lande ist.

„Soo, wo ist die Schlange?“ fragt Sina und schaut sich um.

„Es würde mich nicht wundern, wenn es sein Nest im See hat, aber wie können wir es herauslocken? Wenn es gefressen hat, können wir Tage warten, bis es rauskommt.“ fürchtet Sherry.

„Sag, kannst du Magie nutzen?

„Ein bisschen, warum?“ „Bist du in der Lage, Blitze zu zaubern?“

„Eh? Tut mir leid, ich kann keine Fusionsmagie wirken. Meine Magie basiert nur auf Feuer und Wasser.“

„Schade, ein Blitz in den See und die Schlange käme definitiv raus. Ich meine, wenn wir

ihren Bau angreifen, muss sie ja schon rauskommen um es zu verteidigen oder nicht?“

„Hmm, du bist doch sehr stark oder?“

„Was schwebt dir für eine Idee vor?“ und Sherry zeigt Sina die großen Felsen. Sina verstand und machte sich direkt an die Arbeit. Denn die Idee ist, große Felsstücken in den See zu werfen, egal wo. Nur um die Schlange zu provozieren.

Und die Aktion dauert nicht lange, da sehen Sherry und Sina Wasserbewegungen im See… Etwas großes scheint zu kommen.

„Sag, wie groß ist die Doppelkopf-Schlange eigentlich?“ fragt Sina.

„20 Meter?“ antwortet Sherry

„Und vermutlich muss man beide Köpfe abschlagen, damit es stirbt?“

„Oder seine Vitalität auf 0 bringen, aber ich verstehe, worauf du hinaus willst…“ und Sherry zieht ihr Schwert.

Das Monster durchbrach die Wasseroberfläche und eine riesige Schlange mit zwei Köpfen erschien. Auf Sina wirkte das eher wie eine zu groß geratene Anakonda mit zwei Köpfen.

„Dann töten wir dich mal! (Während ich mir dein Gift hole!)“ ruft Sina und stürmt auf das Monster zu, während sie Blutklinge hält. Das Monster greift blitzschnell mit seinem Schwanz an, aber das war ein Fehler… denn der Schwanz wurde von Sina abgetrennt.

Das Monster schreit vor Schmerzen um des Verlust ihres Schwanzes. Während des Schrei´s hat Sherry einen Feuerball auf die Schlange geschossen und trifft einen der Köpfe. Der Schaden ist immens, denn der Kopf hat ein Auge verloren.

„Weiter so, während ich die Schlange in der Nähe bearbeite!“ schreit Sina Sherry den Befehl zu.

Das Monster ist verwirrt, sie wird von zwei Seiten angegriffen. Sie weiß nicht wen sie zuerst angreifen soll, was Sina ausnutzt und den nächsten Angriff startet. Aufgrund, dass es einen Teil seines Körpers verloren hat, fällt es der Schlange schwerer, dem Angriff auszuweichen und wird daher großflächig aufgeschlitzt.

Wieder schreit die Schlange vor Schmerzen und der nächste Feuerball trifft den verletzten Kopf. Diesmal war der Schaden so groß, dass der Kopf nutzlos herunterhängt. Das Monster gerät nun in Panik und will flüchten, aber diesen Schritt hat Sina vorausgeahnt und stürmt vor.

„Du wirst nirgendwohin flüchten! Ahhhhh.“ ruft Sina laut ihren Kampfschrei und schneidet der Schlange den anderen Kopf ab. Das Monster zuckt noch ein bisschen hin und her, dann lag sie still.

>Level 27 aufgestiegen< >Blutklinge Level 27 aufgestiegen<

„Puh, wir haben es besiegt und du schwitzt nicht einmal. Vielleicht sollte ich wieder ein bisschen mehr an meiner Magie arbeiten.“ keucht Sherry.

„Das hast du gut gemacht. Mit deiner Magie hast du einen ihrer Köpfe nutzlos gemacht. Damit haben wir alle Aufträge für heute gemeistert oder?“ lobt Sina.

„Richtig… Warum gehst du zu dem abgetrennten Kopf hin Sina?“ wundert Sherry sich.

Sina holt aus ihrem Inventar zwei leere Fläschchen raus und packt dann den großen Giftzahn, um das Gift in die Flaschen zu melken.

„Keine Angst, nur ein Hobby von mir. Ich bin an Giften aller Arten interessiert und da ich zu selten dazu komme, Gifte von Monstern zu entnehmen, habe ich mir vor der Reise geschworen, sie zu sammeln und zu untersuchen.“ erklärt Sina ihr Tun. „Wenn ich alleine bin, werde ich das eh trinken.“ waren ihre Worte in ihren Gedanken.

„Ok? Vermutlich hast du dann eine hohe Giftresistenz?“

„Die habe ich, kleiner positiver Nebeneffekt, wenn man sich für Gifte interessiert.“

„Soo, wollen wir dann zurück zur Stadt gehen Sina?“

„Hm, ich wollte mir gerne die Brücke des Schicksals mal anschauen, sowie die Schlucht und das Land der Toten. Keine Sorge, ich will keinen Ausflug machen, nur mir einmal ein Bild machen, zumal ich das erste Mal hier bin.“

„Kein Problem, manchmal sollte man sich die Zeit nehmen und die Welt anschauen. Komm ich zeig dir den Weg.“ und Sherry zeigt Sina den Weg.

Nach einiger Zeit kamen sie an der Brücke an. Die Brücke muss schon sehr alt sein, aber trotzdem hat sie eine Schönheit, die man nicht verkennen kann.

„Höchstens zwei Kutschen können nebeneinander auf der Brücke fahren. Ansonsten muss man den Zwergen zugestehen, dass sie eine Meisterleistung vollbracht haben. Die Brücke ist so alt wie das Land der Toten. Schau, die Schlucht ist so tief, man sieht nicht mal den Boden.“ führt Sherry die Brücke vor.

Sina schaut sich das alles in Ruhe an und fragt sich, welche Sehenswürdigkeiten es noch auf dieser Welt zu sehen gibt. Dann erreichten beide Damen die andere Seite der Brücke.

„Und schon sind wir im Land der Toten. Wie du siehst, wächst nichts, die Bäume sind tot und nur eine Geschichte aus der Vergangenheit. Es muss wunderschön gewesen sein, zumindest stelle ich mir das so vor.“ erklärt Sherry weiter.

Die Damen schauten in die Ferne aber es gibt nichts wirkliches Nennenswertes, bis Sherry aus ihrem Inventar ein Fernrohr rausholt und durchschaut. Dann wurde sie extrem blass und fing an, überall zu schwitzen und zittern.

„Nein… Das kann nicht sein.“ murmelt Sherry.

„Was ist los Sherry? Kommt wieder ein starkes Monster angerannt?“ witzelt Sina.

„Nein… Es kommt eine riesige Armee voller Untoter auf die Brücke zu!“ antwortet Sherry total verängstigt.

„Eh? Gib mir mal bitte dein Fernrohr.“ Sina schaut durch und musste Sherry zustimmen, das ist eine Armee. Skelette, Zombies und lauter untote Monster.

„Eine Invasion, man kann es drehen und wenden, es ist eine Invasionsarmee die nach Efrana einmarschiert. Sag, habt ihr irgendwelche Pläne, sollte so was passieren? So was hat ja schon mal stattgefunden, laut deiner Erklärung.“ versucht Sina die Situation einzuschätzen.

„Ja, nein, ich weiß es nicht. Vermutlich bei einer bestimmten Größenordnung wie damals, aber egal wo ich hinschaue, dass sind viel mehr als aus der Geschichte! Was sollen wir bloß tun Sina?“

„Beruhigt dich, zwischen der Armee und uns ist genug Abstand. Ich muss eben nachdenken… Wenn ich die Lage richtig im Kopf habe, gibt es nur ein paar Dörfer und die erste Stadt wäre Fanfoss richtig?“

„Erm, erm… richtig, bei der Göttin, die Stadt kann niemals gegen die Armee standhalten! Die Untoten sind leicht zu töten, aber es ist die überwältigende Masse, gegen die können wir nicht standhalten!“

Sina schaut weiter durch das Fernrohr. „Sag, die Brücke ist die einzige Verbindung zwischen den beiden Ländern richtig?“

„Das ist richtig und vermutlich unzerstörbar. Ich meine, sie wurden von Zwergen gebaut für die Ewigkeit! Sina, sag mir was dir durch den Kopf geht. Ich werde noch panisch, wenn ich nicht gleich was zu tun bekomme!“

„Ich kenne mich mit den Untoten nicht aus, haben sie irgendwelche Schwachpunkte? Wie verhalten sie sich, wenn sie lebende Personen sehen?

„Wie kannst du in einem solchen Moment fragen? Erm… Der Schwachpunkt bei vielen Untoten ist der Kopf, wenn der zerstört ist, sind sie besiegt. Sie greifen alles an, was lebendig ist, auch Ratten wenn du es so genau wissen willst. Als hätten sie einen Zwang es anzugreifen.“

Beim Beobachten der Untoten kam Sina Bilder im Kopf. Sie sieht Ralph und die anderen Waisenkinder, die Sina als Schwester ansehen. Sie sieht Mira, die in den letzten Tagen leckeres Essen gemacht hat. Sieht den alten Mann, ihr erster menschlicher Schachspieler.

Sherry sah, das Sina ruhig und am überlegen ist, dann zu einer Entscheidung gekommen zu sein scheint. Sina gibt Sherry das Fernrohr wieder und hält sie an beiden Schulter fest.

„Sherry, hör mir jetzt genau zu.“

„Ja?“

„Du wirst jetzt den wichtigsten Auftrag deines Lebens bekommen. Du kannst nichts für die Dörfer tun, wenn du Reisende triffst, warne sie, aber konzentriere dich, so schnell wie möglich nach Fanfoss zu kommen.

Dort suchst du sofort Prashi auf und erklärst ihr die Situation. Vermutlich geht ihr beide zu dem Gildenmeister. Ihm erklärst du ebenso eindringlich die Situation.

Wenn er tatsächlich ein Stratege war, wird er hoffentlich die Stadt evakuieren lassen und weitere Maßnahmen ergreifen. Dann hast du deinen Auftrag erfüllt!“ und Sina schaut mit sehr ernsten Augen in die von Sherry.

„Und was machst du? Wieso hab ich das Gefühl, das ich alleine den Auftrag umsetzen soll? Sag nicht…“

„Sherry, ich bleibe hier und verschaffe euch Zeit.“

„Nein… NEIN! Du bist meine erste Freundin, die mein Pech akzeptiert, die Donny verprügelt hat und nun soll ich dich zurücklassen? Neinneinnein…“

„Sherry, ich bin froh dich kennengelernt zu haben, aber überlege doch mal, du brauchst einen halben Tag zurück und bis die Stadt geräumt werden kann, vergeht nochmal zu viel Zeit.

Es würde mich nicht wundern, wenn es dunkel ist, wenn du dort angekommen bist, was nochmal ein ungünstiges Problem ist. Du bist die Hoffnung der Stadt!“

„ … “

„Bitte.“

„Versprich es mir.“

„Was?“

„Versprich mir, dass du am Leben bleibst! Egal was du machst, bisher warst du immer die Überlegene gewesen! Wirf dein Leben nicht weg, ich will noch mehr Abenteuer mit dir machen!“

„Du bist gemein, weißt du das?“

„Versprich es mir!“

„ … Ich verspreche es dir. Ich meine, dein Pech hat ja eben eine Armee voller Untoten angelockt, also muss ich das ja irgendwie ausbügeln und dich später übers Knie legen.“ grinst Sina Sherry an.

Sherry ist den Tränen nah und akzeptiert das Versprechen. „Sobald ich in der Stadt alles geklärt habe, komme ich wieder!“ und rennt los.

Sina schaut Sherry hinterher, wie sie immer kleiner wird und geht zur Brücke. „Puh, irgendwie… habe ich Sherry wirklich ins Herz geschlossen…

Also ich schätze, dass sind über 50.000 Untote. Da werdet ihr was zu tun haben Blutklinge und Murtair. Wehe ihr schwächelt! Wehe ich schwächel, sonst kann ich mir das niemals verzeihen…“

Und stellte sich mittig vor die Brücke, um die Armee zu begrüßen. Die größte Schlacht wird innerhalb der nächsten Stunden stattfinden.

Kapitel 18

Ich bin wiedergeboren und mein erster gemeinsamer Auftrag mit Sherry?

„Na Schwester Sina? Hast dich ja gestern richtig ins Zeug gelegt.“ grüßt Prashi Sina, die das Gildenhaus beitritt.

„Dir auch einen schönen guten Morgen. Irgendwie reißt das Thema mit mir nicht ab, dabei hab ich den Kindern nur ein paar neue Spiele beigebracht…“ kommentiert Sina mit einem müdem Gesicht.

„Das mag schon sein, aber du hast scheinbar auch die schwierigsten Kinder in Griff gehabt und irgendwie hört man sehr viele Leute immer wieder bestimmte Sätze wiederholen… We will we will rock you? Hab ich noch nie gehört, ist das normal da, wo du her kommst?“ versucht Prashi es herauszufinden.

„Hmm ja, deswegen finde ich es komisch, das die Leute das hier nicht kennen.“ wenn man berücksichtigt dass Sina wiedergeboren ist, ist ihre Antwort keine Lüge.

„Nun, du bringst jedenfalls Veränderung mit und ziehst die Aufmerksamkeit von vielen auf dich, aber auch den Respekt. Falls du es nicht bemerkt hast, einige Abenteurer sehen dich mit anderen Augen.

Das könnte vermutlich daran liegen, dass sie vielleicht auch Waisenkinder waren, aber kommen wir zu deiner Belohnung. Normal hättest du drei Silbermünzen bekommen, aber Schwester Anna hat die Belohnung erhöht, sodass du nun fünf Silbermünzen verdienst.“ und überreicht Sina die Münzen.

„Oh das ist aber nett von ihr. Sag, hast du Sherry gesehen? Ich wollte sie fragen, ob wir gemeinsam ein Auftrag machen können.“

„Sherry? Sie dürfte heute wieder kommen, aber das wird noch ein bisschen dauern. Du scheinst ja ein regelrecht früher Morgenmensch zu sein. Ich würde dir vorschlagen, dass du einfach auf sie hier wartest, dann wirst du sie nicht verpassen. Aber ich finde das toll, dass jemand mit Sherry ein Team bilden möchte, zumal du ihr Problem kennst, brauche ich mir wegen weiterer Probleme keine Gedanken machen.“ lobt Prashi.

Sina schaut sich um und sieht ein paar leere Tische mit Stühlen und geht dahin. „Hoffentlich muss ich nicht all zulange warten.“

Als sie auf dem Stuhl sitzt und sich umschaut, wird ihr schnell langweilig. Also holt sie aus dem Inventar ihr Schach-Spiel raus und stellt die Figuren auf.

„Oh, was ist das denn schönes, junge Dame?“ wird Sina von einem sehr alten Mann mit langem weißen Vollbart angesprochen.

„Huch? Dies nennt man Schach, Ziel in diesem Spiel ist es, den feindlichen König auszuschalten. Hättet Ihr Lust mit mir zu spielen?“ fragt Sina den alten Mann.

„Ho ho, aber gerne doch. Aber ich glaube Ihr müsst mir erklären, wie das Spiel funktioniert.“ und der alte Mann setzt sich gegenüber von Sina. Sina erklärt dem alten Sack wie Schach funktioniert, welche Figur welche Bedeutung hat.

„Ich verstehe, man muss also eine Strategie entwickeln, um den König zu besiegen und gleichzeitig seinen eigenen König beschützen. Die stärkste Figur ist die Königin und die gefährlichsten die Bauern. Ho ho, dann bin ich ja mal gespannt.“ und das Spiel begann.

Die ersten Runden waren für den alten Mann eine volle Niederlage, aber nach jeder Runde wird er immer besser und besser.

Nach einiger Zeit kam Sherry in die Gilde und wird von Prashi angesprochen, dass Sina mit ihr sprechen wollte. Also suchte Sherry nach Sina und findet sie bei einem Spiel gegen den alten Mann vor.

„Ho ho, das sind aber interessante Züge gewesen. Indem Ihr eine Figur opfert um zu verhindern, dass euer König angreifbar wird, habt Ihr mit einem cleveren Zug mich in die Defensive gezwungen. Es war erheiternd, was neues zu lernen.“ teilt der alte Mann freudig mit.

„Hauptsache ihr hattet Spaß dabei. Hier, ich schenke euch ein anderes Schachbrett mit Figuren, vielleicht findet ihr ja noch jemanden, der daran Interesse hätte. Je mehr Personen das Spiel können, desto mehr Gegner finde ich.“ grinste Sina.

„Das ist aber wirklich großzügig von Euch. Ich glaube, ich werde das üben und Euch eines Tages schlagen.“ nimmt der alte Mann das Geschenk an und verabschiedet sich von Sina.

„Oh Sherry, ich habe auf dich gewartet… Sherry?“ und wundert sich, warum Sherry mit offenem Mund vor ihr steht.

„Sina, weiß du eigentlich, mit wem du da gespielt hast?“ fragt die schockierte Sherry.

„Keine Ahnung, irgendein alter Mann?“

„Das war der Gildenmeister Ma Shi!

„Oh? Woher soll ich das wissen, wir haben uns nicht wirklich vorgestellt. Aber er hat das Spiel schnell verstanden und wurde unheimlich schnell gut. Selbst wo ich her komme waren meine Gegner nicht mal ansatzweise so schnell im Lernen von Schach.“

„Ist das ein Wunder? Der Gildenmeister war früher ein Stratege gewesen, der die königliche Armee beraten hat, bis er sich entschloss, den Weg des Abenteurers zu bestreiten. Irgendwann ist er ein Mitglied der internen Organisation geworden und hat Reformen umgesetzt, die früher dringend nötig gewesen waren. Nun ist er Gildenmeister und spielt mit dir Schach, dass scheinbar auf Strategie und Taktik basiert…“

„Lass den Kopf nicht hängen, sonst bekommst du noch Falten im Gesicht.“

„Hmpf, Prashi meinte, du wolltest mit mir sprechen?“

„Ah stimmt, ich wollte dich fragen wo wir vielleicht gemeinsam Aufträge machen können? Ich kenne mich in der Gegend nicht aus und würde gerne mit jemandem zusammen arbeiten.“

„Huch? Du fragst mich, obwohl du weiß, welche Probleme ich verursachen kann?“

„Dann ziehst du halt irgendwelche starken Monster an, na und? Ich bringe sie um und das Leben geht weiter.“

„Wenn das für dich kein Problem ist? Ok, wenn wir zu zweit sind, dürfen wir zwei Aufträge nehmen, ich schau nach passenden Sammelaufgaben.“

„Ich dachte eher, wenn du Rang E bist, dass du vielleicht Monsterjagd von Rand D aussuchst, am besten, wo die beiden Aufträge in der Nähe sind. Das wäre effizienter.“

„Monsterjagd? Ich kann ein bisschen kämpfen, aber…“

„Nichts aber, ich glaube dass du ein starke Kämpferin bist.“

„Wenn du meinst? Aber passt auf mich auf, wenn etwas schief geht!“

„Das kriege ich hin.“ garantiert Sina und beide gehen zu Prashi um Aufträge zu bekommen.

„Rang D Monsterjagd und am besten so nah wie möglich zusammen mit anderen Aufträge? Hmm, ich hätte da was, die in der Nähe von der Brücke des Schicksals liegen. Der eine Auftrag beinhaltet, dass ihr zehn Oger tötet und der andere fordert, dass ihr die dort lebende giftige Doppelkopfschlange tötet. Ihr solltet euch genug Gegengift einpacken… Sina?“ unterbricht Prashi ihre Rede.

„ … Eh? Ja?“

„Warum sabberst du?“

„Eh… Oh Entschuldigung, war in Gedanken vertieft mit der giftigen Schlange.“ und wischt sich den Mund.

„Ok? Wenn du meinst? Wie gesagt, die liegen beide in der Nähe der Brücke und Sherry weiß wo sie liegt. Für die Monster müsst ihr auf den Auftragszettel schauen, wo sie zuletzt gesichtet worden sind. Ich habe euch eingetragen und Wünsche euch viel Glück.“ und die Damen verabschieden sich.

„Du hast Proviant und Wasser dabei Sina?“ fragt Sherry, die ihr Inventar überprüft. Sina schaut nach, hat noch genug von ihrer letzten Reise und bejaht dies. Vorteil bei Inventur ist, dass die Zeit drinnen anhält, sodass Proviant nicht vergammelt.

„Ok dann lass uns am besten sofort aufbrechen, denn der Weg zu Brücke dauert schon einen halben Tagesmarsch.“ und beide Damen verlassen die Stadt.

„Sag Sherry, warum hat die Brücke so einen komischen Namen?“ fragt Sina.

„Brücke des Schicksals? Das liegt daran, dass die Brücke die einzige Brücke ist, die mit dem Land der Toten verbunden ist. Ansonsten trennt eine tiefe Schlucht die beiden Länder.“ erklärt Sherry.

„Land der Toten?“

„Ich kenne mich mit der Geschichte nicht aus, aber soweit ich weiß, war es früher ein Königreich gewesen, dass sich auf Magie spezialisiert hat. Dort konnte man angeblich alles über Magie lernen und neue entwickeln.

Aber irgendwas ist in der Vergangenheit passiert, vielleicht ein fehlgeschlagener Zauber oder andere Experimente sind entkommen, und hat alles Lebende dort getötet, Pflanzen, Tiere, Monster und Menschen, einfach alles.

Was es auch für ein Unfall war, es hat die komplette Umgebung ebenso verändert. Denn als alles dort gestorben ist, standen sie nach einer gewissen Zeit wieder auf und herrschen nun als Tote. Zombies, Skelette, Ghoule, einfach alles was mit Untoten zu tun hat, existiert dort.“

„Klingt ja sehr einladend…“

„Es gibt Aufträge, meistens geht es nur darum, so viele Untote wie möglich in der Nähe von der Brücke zu töten, damit die nicht in unsere Ländereien kommen. Andere Aufträge verlangen bestimmte Zutaten, die tatsächlich nur in diesem Land existieren, irgendwelche Alchimie-Sachen.“

„Und es gab keine einzige Invasion vom Land der Toten nach Efrana?“

„Hmm, doch vor glaub 300 Jahren hat irgendetwas im Land der Toten was ausgelöst, dass eine große Anzahl der Untoten über die Brücke wollte, aber ein SSS-Abenteurer war zur richtigen Zeit vor Ort gewesen und hat die Invasion aufgehalten.

Ich weiß seinen Namen nicht mehr, aber er war auf Untote spezialisiert gewesen und nach der Verteidigung war er ein Held für die Menschen. Er hat das Schlimmste verhindert. Ironischerweise ist er von seinem letzten Auftrag nie wieder gekommen und muss wohl dabei ums Leben gekommen sein.“

„Da hat er wohl seinen Meister gefunden. Du weißt nicht von welcher Größenordnung die Armee war oder? Ich kann mir die Stärke eines SSS-Abenteurers nicht vorstellen.“

„Puh, da fragst du mich was. 10.000? Man darf nicht vergessen, es sind Untote, die kennen keine Angst oder Schmerzen. Aber der Verteidiger hatte damals eine interessante Waffe gehabt, eine Peitsche. Damit hat er irgendwie die Untoten auf Abstand halten können.

Aber wie gesagt, das ist alles Vergangenheit. Bezüglich die Stärke eines SSS-Abenteurers… Soweit ich weiß sind sie in einem Waffentyp ein Meister, also Level 10 und einige von ihnen können auch sehr mächtige Magie wirken, die das Land verändern können. Glaub einer hat einen halben Berg weggesprengt, aber ob die Gerüchte wahr sind, weiß ich nicht.“

„Danke für die Erklärung, dann lass uns mal die Schlange jagen gehen!“

„Du hast die Oger vergessen.“

„Ach ja, die sollten wir ja auch töten…“

„Keine Sorge, du sorgst schon dafür, dass nicht passiert, als wärst du der Ausgleich zu meinem Pech.“

Manchmal hat das Schicksal was anderes vor…

Irgendwo im Land der Toten in einer verfallenen Schlossruine flackerten blaue Flammen. Die Ruine liegt in einem Schlammgebiet, die Wolken sind so stark, dass sie keine Sonne durchlassen, verfaulende Kadaver liefen umher.

Ein gut erhaltender Zombie in einem verdreckten Priestergewand ging in dem düsteren Thronsaal zu seinem Meister.

„Mein Herr… Lichkönig… die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen…“ stöhnt die Kreatur.

„Der Skelettdrache wurde erfolgreich wiederbelebt?“ fragt die tote Person auf dem Thron. Man sieht nur die skelettierten Hände, die mehr Klauen als Hände sind, der Rest ist in einer großen Mönchskutte versteckt, sodass man nur erahnen kann, wie der Rest dieses Toten aussieht.

„Ja… Der Drache ist in einem… perfektem toten Zustand… und eure Armee… der Toten ist auch fertig. Alle… warten nur noch auf… Euren Befehl.“ erklärt der Priesterzombie.

„Endlich… das Warten hat sich gelohnt… Hol alle meine Diener… Ich habe was zu verkünden!“ befiehlt der Lichkönig.

Und dann kamen seine Diener. Ein fahler Mann kam aus dem Schatten heraus, zwei identisch aussehende Personen tanzen in den Thronsaal rein, ein riesiger zusammengenähter Leichnam mit einer blutigen Henkersaxt und ein schwer ausgerüsteter Skelettgeneral.

„Meine treuen Diener… Es ist endlich soweit… Priester Örnd, erklärt Ihnen den Stand der Dinge.“ und nickt dem Zombie zu.

„Getreue Vasallen… Die Armee der Untoten ist marschbereit… über 70.000 Zombies, Skelette, Ghoule und sonstige Kadaver… 20 Magier, bestehend aus Nekromanten und Lichs… die dazu sorgen, dass jeder… der durch unsere Hand stirb… unseren Reihen beitritt… und die Geheimwaffe… der Skelettdrache.“ erklärt der Priester langatmig.

„Hui, mit dieser Armee wäre ich damals wirklich gestorben.“ kommentiert der fahle Mann. „Gut das Ihr auf meinen Ratschlag gehört habt. Je größer die Armee, desto unwahrscheinlich wird jemand sie alleine aufhalten.“

„Wer soll“-„die Armee anführen?“ fragen die Zwillinge abwechselnd, während der riesige Henker Grunzlaute von sich gibt.

„General Conas wird die Armee leiten. Als ehemaliger Feldherr der Menschen ist er mit den Ländereien am besten vertraut.“ entscheidet der Lichkönig.

Der Skelettgeneral in seiner schweren Ausrüstung salutiert vor seinem König. „Wie Ihr befielt. Ich werde Eure Armee sinnvoll einsetzen und Euren Namen verkünden, sodass jeder vor Angst und Schrecken erstarrt.“

„Sehr wohl. Dann darfst du direkt mit der Armee losmarschieren. Tag oder Nacht, wir sind darauf nicht angewiesen. Möge die Schreckensherrschaft der Untoten beginnen! Hahaha!“

Kapitel 17

Ich bin wiedergeboren und zeige den richtigen Weg?

Ralph ist schwer am schnaufen und schaut sich um. Alle wissen was der Deal ist und warten auf seine Reaktion. „Ich bin ein guter Verlierer und wir bleiben alle brav hier.“ Man sah Ralph an, das er über seinen Stolz „springen“ musste, damit er diese Antwort geben kann.

Dann stand Ralph auf und ging von den anderen weg. Seine Gangleute wollten ihm folgen, aber werden von Sina aufgehalten, die den Kopf schüttelt und leise murmelt: „Lass ihn erst mal alleine.“

„So meine Kinder, ich habe noch mehr Seile dabei und längere. Wer hat Lust auf ein gemeinsames Seilspringen?“, und mehrere Hände wurden gehoben. Sie holte das längste Seil raus und beauftrage die größten Teenies, die aus Ralph´s Gruppe stammen, gleichmäßig zu werfen.

Nach ein paar Würfen, haben die Jungs den Rhythmus raus und Sina zeigt den anderen, wie sie in das Seil reinkommen. Erst war es Sina, dann kam Prischella, bis sieben Leute gemeinsam sprangen. Die anderen jubeln ihnen zu.

Immer mehr Passanten halten sich vor dem Waisenhaus auf, um die Aktionen zu sehen, die Sina veranstaltet. Normal sind die Leute gewöhnt, das die Waisen nur Blödsinn im Kopf haben, aber so wie sie alle Spaß haben und lachen, erinnert sich der eine oder andere daran, wie seine Kindheit war.

Die älteren Kinder bekommen von den jüngeren das Stein-Schere-Papier-Spiel beigebracht und nach anfänglichem Grummeln, ließen sie sich von dem Spaß anstecken. Inzwischen hat Sina das Gruppenspiel verlassen und überlegt ihre nächste Aktion.

„Hmm, wir können singen und bestimmte Rhythmen klatschen, aber…“ und sieht einen Haufen Bretter und ihr fällt eine Idee ein. Sina geht zu den flachen, großen Brettern hin und nimmt sie alle. Einige Kinder staunen über ihre Stärke.

Dann verteilt Sina sie alle auf dem Boden und gibt ein lautes Pfeifen von sich, womit sie die Aufmerksamkeit aller Kinder kriegt.

„Soo, wer hat Lust mit mir zu singen?“ fragt Sina in die Menge. Viele Kinder schauen sich gegenseitig an, fragend was sie mit singen meint. „Keine Angst, ihr werdet euren Spaß haben!“ und das ließen sie sich kein zweites Mal sagen.

Sina hat ihnen heute so viele neue Spiele beigebracht, wo sie nur Spaß dran haben, dann kann das nächste doch auch lustig sein.

„Soo, ihr seht alle die Bretter? Die jüngsten und kleinsten Kinder stellen sich drauf und die älteren, wenn irgendwo noch Platz ist, dann dazu.“ und Sina wartet, bis die Kinder dies tun. Sina selbst steht auch auf einem Brett.

„Soo, als erstes brauchen wir einen Rhythmus! Das geht ganz einfach, jeder tritt mit seinem kräftigen Bein zwei mal das Brett und klatscht dann in die Hände.“ und Sina zeigt ihnen das vor. Die Kinder versuchten es und es war erst mal ein Durcheinander. Aber je länger es dauert, desto rhythmischer wurde es.

„Das macht ihr wunderbar! So bleiben! Als nächstes merkt euch diesen Satz: „We will, we will, rock you!“ und alle übten den Refrain. Als das alles klappte mit dem Rhythmus, erklärt Sina, dass alle diesen Satz aufsagen müssen, wenn sie ein bestimmtes Zeichen macht.

Allen Kindern sah man nur die Sternchen in den Augen, abwarten was als nächstes passiert und dann fing Sina an das Lied singen.

Sina gab den Kinder immer das Zeichen an den richtigen Stellen und sie sangen den Refrain einwandfrei. Selbst die Zuschauer vor dem Waisenhaus ließen sich anstecken und machten den Rhythmus mit.

„Freddy Mercury, du wirst in dieser Welt unbekannt sein, aber deine Musik wird unsterblich bleiben! Ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich dein Lied in andere Welten weitergebe.“ dachte Sina

>Singen: Level 1 erreicht<

Nachdem Sina fertig war, spürte sie eine extreme Faszination von den Kindern auf sich spüren. „Soo, jetzt brauche ich erst mal eine Pause. Der eine oder andere braucht sie auch bestimmt und die, die noch nicht genug haben, können die Spiele ja weiterspielen.“ und die Kinder verteilten sich wieder und spielen.

Sina sammelt die Bretter wieder ein und bemerkt, das Ralph die ganze Zeit zugeschaut hat. „Hmm vielleicht sollte ich mal mit ihm sprechen.“ und macht ihre Aufgabe noch schnell zu Ende.

Die Passanten gingen wieder weiter ihrer Wege und ihre Kunstaktion mit dem Singen sorgt schon für eine Änderung in der Stadt. Aber dies ist eine Geschichte für später.

„Na Ralph, geht es dir wieder besser?“ fragt Sina den Jungen. Der Junge erschreckt sich, weil er es nicht erwartet hat, das Sina auf einmal hinter ihm steht.

„Das geht dich nichts an.“ dreht Ralph sich von Sina weg und versucht wegzugehen, aber Sina folgt ihm.

„Sag, wie hast du dich gefühlt, als alle Kinder dir zugejubelt haben? Ich glaube, du bist mehr als nur der Anführer deiner Gruppe, meinst du nicht?“

„Was wissen Sie schon.“

„Stimmt ich weiß gar nichts über dich oder diese anderen Kinder, nur dass ihr alle ein schweres, gemeinsames Schicksal teilt, was anderen nicht verstehen, wenn man keine Eltern hat.“

„ … “

„Ich kenne meine Mutter nicht und mein Vater ließ mich von den gemeinsten Ausbildern trainieren, so was wie Liebe habe ich nie wirklich bekommen, sodass ich ihn hasse. Erst später erklärte er sich, warum er so handeln musste, aber… lieben tue ich ihn trotzdem nicht.“

„Sie haben aber wenigsten jemanden! Ich… wir haben niemanden, wir kennen die Zuneigung anderer nicht, wir haben nur uns!“

„Und trotzdem hast du eine Funktion, sonst würdest du nicht die Älteren hier führen oder? Glaubst du nicht, das du für alle ein Vorbild bist? Du bist vermutlich der talentierteste hier mit dem größten Selbstwertgefühl, aber grade deswegen fühlst du dich unsicher, ob du alles richtig machst oder?“ und Sina kam auf ihn zu.

„ Ich..“ als Ralph von Sina umarmt wird.

„Lass es raus.“

„Lassen Sie mich los!“

„Du warst die ganze Zeit alleine und versuchst immer den Starken zu spielen, aber am Ende hast du die größte Angst zu versagen oder?“

„Ich hasse dich!“

„Hass mich, liebe mich, schlage mich! Aber ich lasse dich nicht los! Lass es raus, du weiß genau was ich meine!“

„Ich… ich…!“

„Es ist nicht schlimm, ich mag für dich Irgendjemand sein, aber du sollst wissen, dass ich deine Stärke bewundere, dass du gegen dein Schicksal kämpfst. Klar, ich habe dich heute ein bisschen geärgert, aber ich würde es nicht wagen, deinen Mut infrage zu stellen. Du sollst wissen, du bist nicht alleine!“ und hält Ralph weiterhin fest.

Als ihre Worte bei Ralph ankamen, hat sie einen Nerv getroffen, eine Wand durchbrochen und Ralph fing an zu weinen. All die Jahre, versuchte er den anderen stets zu zeigen, dass jeder auf sich angewiesen ist. Machte immer Blödsinn mit den anderen bei den Erwachsenen, die die Waisen nicht verstanden. Ließ die Schimpftirade von den Schwestern an sich abprallen.

Und dann kommt diese Person und hat Ralph durchschaut? Ralph hat sich immer zugeredet, dass man den Erwachsenen nicht vertrauen kann und darf. Kann er Sina vertrauen? Aber… sie hält ihn ganz tief fest und ist grade nur für ihn da. Er kann seine Tränen nicht stoppen, die sich all die Jahren aufgestaut haben.

Sina hält den Jungen ganz fest, er weint in ihren Kimono, aber das ist ihr egal. Sie selbst hat das in ihrer Kindheit auch dringend gebraucht, aber da war niemand der sie aufgefangen hat, daher wusste Sina, was bei Ralph los war.

Um die Ecke standen die anderen älteren Kindern und versuchen ihre Tränen zurückzuhalten, aber es ließ sich nicht stoppen, nachdem sie erfahren haben, was ihr Boss alles für sie versuchte.

Nachdem mehrere Minuten vergangen sind und Ralph sich wieder beruhigt hat, sitzen er und Sina auf der Wiese und schauen in den Himmel. Sina hat Ralph ein Taschentuch gegeben, damit er in Ruhe sein Gesicht sauber machen kann.

„ … Danke.“

„Keine Ursache, du kannst das Tuch ruhig behalten.“

„Was wird jetzt passieren?“

„Was soll jetzt passieren? Ich habe bei dir ein Problem gesehen und wollte dich, mehr oder weniger, davor bewahren, dass du den falschen Weg gehst, weißt du?“

„Und was wäre der richtige Weg?“

„Das kann ich dir nicht sagen, aber du bist ein Vorbild für alle Kinder. Ihr großer Bruder, der sie beschützt. Ich habe mal von jemanden gehört, die Erstgeborenen sollen immer die jüngeren Geschwister beschützen und ihr seid doch alle mehr oder weniger eine Familie oder?“

„… Irgendwie schon…“

„Ich glaube, du solltest mit den anderen älteren Kindern sprechen, damit meine ich deine Gruppe und die Last gemeinsam teilen. Die Aufgabe sollst du nicht alleine tragen.“

„Dann halten die mich aber für ein Schwächling!“

„Meinst du wirklich? Ich glaube, du solltest deinen Geschwistern ein bisschen mehr vertrauen, meint ihr Lauscher da hinten nicht auch?“ sagte Sina laut und eine Gruppe fühlte sich auf einmal erwischt.

Dann kamen sie alle raus und stellten sich vor Sina und Ralph in eine Reihe. „Es tut uns leid das wir euch gelauscht haben, Ehrenwort!“

„Eh, was macht ihr denn hier? Eh.. ich habe nur Sand in den Augen bekommen und musste es raus weinen…“ versuchte Ralph sich herauszureden, aber…

„Ralph, hör auf. Wir haben mitbekommen, was du versuchst und ich finde, du solltest uns wirklich mehr vertrauen.“ „Genau, ich bin vielleicht der jüngste in der Gruppe, aber ich kann dir helfen!“ und die anderen nickten dem Redner zu.

„Siehst du Ralph? Du bist nicht alleine! Lass dir von deinen Geschwistern auch ein bisschen helfen.“ tröstet Sina den Jungen. Ralph bemüht sich wirklich seine Tränen zurückzuhalten, damit er kein Schwächling ist, aber der eine oder andere ist schon am weinen.

„Ja gut, es tut mir leid, dass ich euch nicht vertraut habe. Lass uns ab heute ein besseres Vorbild für unsere jüngeren Geschwister sein.“ Dann dreht Ralph sich zu Sina. „Schwester Sina, wirst du uns dabei helfen?“

„Eh? Schwester Sina? Ich bin keine Nonne oder so. Ich bin die Heldin der Dämonen!“ denkt Sina grade in Gedanken.

„Erm klar, soweit ich das mit meiner Zeit vereinbaren kann, verstehst du? Ich bin eigentlich Abenteuerin und sollte eigentlich Monster töten nur bin heute als Aufsichtsperson hier, aber… Ja ich werde helfen, wenn es in meinem machbaren Bereich liegt.“ gibt Sina letztendlich die Hilfe zu.

Die Teenies schniefen, weinen und jubeln ihrer neuen Schwester Sina zu und Ralph hat sein persönlichen Vorbild gefunden.

„Aber was sollen wir denn nun tun Ralph? Wir haben ja irgendwie immer die Erwachsenen geärgert und so?“ fragt eines der Kinder.

„Wenn ich einen Vorschlag machen dürfte. Geht in den nächsten Tagen in die Stadt und entschuldigt euch bei ihnen. Einige werden es akzeptieren, andere werden euch vermutlich wieder davonjagen, aber keiner wird sagen können, ihr habt euch nicht entschuldigt.

Das wäre eine gravierende Veränderung die ihr macht und zeigt euren jüngeren, dass auch ihr Fehler gemacht habt und versucht dies wieder auszubügeln. Des weiteren solltet ihr die Schwestern vielleicht auch ein bisschen unterstützen, denn sie opfern ihre Zeit, damit es euch gut geht.

Vielleicht sind sie ja auch Waisenkinder gewesen und verstehen euch besser, als ihr ahnt. Also so würde ich es zumindest für den Anfang machen.“ wirft Sina den Vorschlag in den Raum.

Alle schauen sich an und man sah ihnen an, dass sie zumindest über den Vorschlag nachdachten. Sina merkte, wie sich der Tag dem Ende neigte und lässt die Gruppe alleine. Sie macht sich auf dem Weg zu Schwester Anna, dabei sieht sie überall Kinder, die weiter ihre Spiele spielten.

Im Büro angekommen, sah Schwester Anna von ihren Dokumenten auf. „Wie schnell die Zeit doch vorbeigeht. Ich hoffe, die Kinder haben dir nicht allzu viel Schwierigkeiten gemacht?“

„Mitnichten, alle hatten ihren Spaß und sogar die älteren Kinder haben bei den Spielen mitgemacht.“ antwortet Sina darauf.

Unglauben stand in Schwester Anna´s Augen. „Wie haben Sie das denn geschafft? Ich bin fest davon ausgegangen, dass irgendwer wieder kommt und sich über die beschwert, aber wenn ich überlege, ich hatte heute nach langem mal meine Ruhe…“

„Man muss ihnen was zu tun geben, gerade Sie sollten ja wissen, das Kinder unheimlich viel Ausdauer haben und ihnen die Möglichkeit geben, diese auch zu gebrauchen und wenn es nur Spiele sind.“ erklärt Sina.

„Hmm das kann ich nicht abstreiten. Hier nehmen Sie das Dokument und geben Sie das Ihrer Gilde. Das ist ein Bestätigungsschreiben, dass Sie Ihren Job gemacht haben. Ich werde Sie noch nach draußen begleiten, damit ich mir ein Bild machen kann.“ und beide gehen anschließend raus.

Als sie draußen waren, traute Schwester Anna ihren Augen nicht. Überall, auch die Problemkinder sind gemeinsam am spielen, hüpfen um Seile oder Felder, hört hier und dort Stein-Schere-Papier.

„Bei der Göttin, wie haben Sie das denn gemacht? Die meisten Aufpasser haben nur drauf geachtet, das keiner verschwindet, aber die Kinder lachen ja wieder richtig, vor allem mit den Älteren.“ murmelt Schwester Anna mit einer Hand vor dem Mund.

Dann kam Ralph mit seiner Gruppe und stellt sich vor Schwester Anna. „Schwester Anna? Ich und meine Freunde wollen uns entschuldigen, dass wir Ihnen und Schwester Cerlinde früher so viele Schwierigkeiten gemacht haben. Schwester Sina hat uns die Augen geöffnet und… wir wollen den jüngeren Geschwister ein besseres Vorbild sein.“

„Eh? Ihr… entschuldigt euch? Aber…“ stottert Schwester Anna, den Tränen nahe und weiß nicht was sie sagen soll.

„Keine Sorge Schwester Anna, ich habe den Kindern nichts böses angetan oder so. Ich habe einfach mit ihnen gesprochen. Zwar ein bisschen mit Druck, aber letztendlich haben sie selber gemerkt, dass ich ihnen nur helfen will und haben das eingesehen, dass Sie als auch Schwester Cerlinde nur das beste für alle Kinder wollt.“ erklärt Sina die Situation.

„Danke… Wirklich, danke!“ tränt Schwester Anna und greift eine Hand von Sina und bedankt sich aus tiefstem Herzen. „Danke.“

„Keine Ursache, ich werde, wenn meine Zeit das erlaubt, euch besuchen. Scheinbar bin ich irgendwie ihre Schwester geworden.“ grinst Sina.

„Bringst du uns neue Spiele bei?“ „Erzählst du uns ein paar Geschichten über deine Abenteuer?“ „Gehst du schon?“ und so weiter, als immer mehr Kinder merkten, das Sina sie verlässt. Sina als auch Schwester Anna sind über den Ansturm erstaunt.

„Kinder, beruhigt euch doch. Sina verschwindet nicht von heute auf morgen. Auch sie hat Pflichten, die sie tun musst, aber sie hat versprochen uns zu besuchen.“ versucht Schwester Anna die Meute zu beruhigen.

„Keine Angst, ich werde euch schon besuchen kommen Kinder, aber ich muss langsam wirklich gehen. Wenn wirklich wirklich was brennt, sucht die Abenteuergilde, die kennen mich und können euch weiterhelfen, wenn ihr mich suchen solltet.“ und versucht zu entkommen, aber einmal in den Griffel der Kinder, ist es fast unmöglich.

Letztendlich durfte Sina das Waisenhaus verlassen und verabschiedet sich von allen. „Himmel, bin ich müde… direkt zur Taverne und ins Bett. Belohnung kann ich auch morgen abholen.“ seufzt Sina und machte sich auf den Weg.

„Oho, werter Gast, wie ich gehört habe, hattet ihr heute richtig was zu tun gehabt?“ grüßt Mira, als Sina die Taverne betritt.

„Das könnt Ihr aber laut sagen. Ich will jetzt einfach nur noch euer leckeres Abendmahl essen, mich waschen und ins Bett werfen.“ grüßt Sina zurück.

„Ich habe meinem Mann gesagt, er soll Euch was extra machen. Ihr seid das Stadtthema Nummer eins, wusstet Ihr das? Ich meine, wer sich so für die Waisenkinder reinkniet, der sollte auch belohnt werden!“ teilt Mira das mit.

„Eh? Erm… Ok? Danke?“ schaut Sina verdutzt.

„Nichts zu danken, Ihr habt es euch verdient! Nun geht schon, bevor das Essen kalt wird!“ und Mira scheucht Sina in das Essenszimmer.

„Ob das Karma ist?“ fragte Sina sich in Gedanken.

Kapitel 16

Ich bin wiedergeboren und mein 1. Auftrag ist im Waisenhaus?

Am nächsten Morgen wacht Sina in ihrem Bett auf. Sie hat am voherigen Tag gut gegessen, von den Strapazen gewaschen und als würde ihr Blut sie dazu zwingen, schlief sie wieder mal nackt.

„Uff, war gestern was los gewesen, aber dafür habe ich ein wunderschönes weiches Bett… Ich habe noch genug von der aktuellen Währung, aber wenn ich nichts tue, muss ich auf die Alte umsteigen, die mir vielleicht Probleme machen kann. Ich muss mal Prashi fragen, ob es jemanden gibt, der es eventuell umtauschen kann, ich meine, ich hab genug davon, dass ich mir eine Villa hier kaufen könnte. Genau, so machen wir es und wenn ich schon in der Gilde bin, kann ich ja mal nach den Aufträgen Ausschau halten.“ redet Sina mit sich selber.

Sina zog ihre normalen Alltagskleidung (Kimono) an und verlässt ihr Zimmer, um zu frühstücken. Auf dem Weg triff sie Mira. „Guten Morgen, so früh schon wach? Da habt ihr aber Glück, das Brot ist grade frisch gebacken und schmeckt dann am besten!“ grüßt die Besitzerin.

„Guten Morgen Mira, dann kann der Tag ja nur noch besser werden, wenn das Frühstück schon lecker sein wird.“ freut sich Sina. Im Essensraum war Sina der erste Gast, der frühstückt. Ein leicht verzücktes Gesicht ging über Sina, das Essen muss wahrlich munden.

Nachdem Sina gegessen hat, verabschiedet sich Sina und verlässt die Taverne. Anschließend geht sie zum Gildenhaus. Auf dem Weg arbeiten die Händler schon an ihren Marktständen, was Sina aber nicht mitbekommt ist, dass sie mit ihrer exotischen Kleidung und ihrer Schönheit viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Da werden einige weibliche Wesen sehr Eifersüchtig werden, aber das ist eine Geschichte für später.

Als Sina die Gilde betrat, wurde sie von einem riesigen Kerl blockiert. Sein Gesicht ist mit Mullbinden versehen und er scheint auf Ärger aus zu sein.

„Na, wen haben wir denn hier? Die Freundin von dem Pechvogel? Ich werde das nicht vergessen, was du mir angetan hast!“ brüllt der mumifizierte Donny.

„Kennen wir uns?“ fragt Sina ahnungslos. „Wüsste nicht, dass ich irgendeiner Mumie über den Weg gelaufen sei.“

„Willst du mich etwa auf den Arm nehmen?! Du hast mir das angetan und wegen dir habe ich lauter Rechnungen! Ich mach dich fertig!“ und holt zu einem Schlag aus. Scheinbar hat keiner Donny aufgeklärt, das Sina den Trainer fertig gemacht hat.

Sina wartet, dass seine Faust ihr nah genug war, dann packte sie Donny´s Arm und wirf ihn mit wenig Kraft durch die Eingangstür, ein Déjà-vu hat wohl wieder stattgefunden.

>Werfen: Level 6 erreicht<

Bei dem Krach, der wieder stattgefunden hat, kam Prashi um die Ecke gerannt und mit einem Blick hat sie erkannt was los war. „Lass mich raten. Donny?“ fragt sie genervt.

„Keine Ahnung, so eine Mumie griff mich an und ich habe nur in Notwehr gehandelt. Ich bin doch eine hilflose Frau, da muss man sich doch wehren.“ erklärt Sina sich. Keiner, der den Kampf mit Raul gesehen hat, kauft ihr diese Geschichte ab

„Natürlich, gibt es Zeugen, die gesehen haben, das Donny zuerst angegriffen hat?“ fragt Prashi in die Runde und mehrere Abenteurer heben die Hand.

„Ok, ich glaube, der Gildenmeister muss mit Donny ein ernstes Wort sprechen, damit das nicht zur Routine wird, das Donny-Werfen…“ murmelt Prashi.

„Ich würde dir Klapptüren empfehlen, die sollten nicht so schnell kaputt gehen.“ schlägt Sina vor, als sie den Schaden betrachtet. Donny liegt wieder mit dem Gesicht auf der Straße und regt sich nicht.

„Oh sei ruhig Sina…“ und Prashi geht zu ihrer Rezeption um den Vorfall aufzuschreiben, Sina folgt ihr dabei.

„Falls ich das vergessen habe, schönen guten Morgen Prashi.“

„Morgen…“

„Entschuldigung wegen der Mumie, aber ich lasse mich bestimmt nicht schlagen.“

„Keine Sorgen, du hast Leute, die bezeugen können, dass Donny dich zuerst angegriffen hat, Sina. Aber ich glaube du bist nicht unbedingt wegen Donny gekommen oder?“

„Ich wollte dich fragen, ob du jemanden kennst der meine alten Münzen gegen die aktuellen tauschen würde und ich bin gekommen für einen Auftrag.“

„Hmm, ich kenne keinen der alt gegen neu umtauscht, aber das muss nichts heißen, ich werde einfach mal herumfragen und wegen des Auftrags, du bekommst diesen hier.“

„Eh? Dachte ich muss an der Tafel erst mal einen einen aussuchen?“

„Nun, da gibt es diesen Vorfall mit Raul. Der hat erst mal paar Wochen Bettruhe verordnet bekommen. Seine körperlichen Schäden sind soweit kuriert, aber… das Trauma, was du ihm angetan hast, musst er noch verarbeiten. Du kannst natürlich seinen Job für diese Zeit übernehmen, aber ich habe das Gefühl, dass wir in der Zeit keine Neulinge mehr bekommen.“

„… Was soll ich bei dem Auftrag machen?“

„Der ist einfach. Das Waisenhaus sucht für heute eine Aufsichtsperson für die Kinder. Hier, nimm diesen Zettel und zeigt ihn der Schwester Anna. Sie wird dir dann vor Ort alles weitere erklären und… deine Waffen wirst du am besten in dein Inventar legen. Die Schwesternschaft will vor Ort keine Waffen sehen und verbietet jegliche Gewalt.“

„Kinder aufpassen? Ich weiß gar nicht wie das gehen soll. Ich kann eher Monster töten und so.“

„Tja, sei offen für Neues. Vielleicht lernst du bei dieser Arbeit ein paar neue Dinge, die dir in der Zukunft weiterhelfen können.“ grinst Prashi böse und Sina ergibt sich. „Du weiß wo das Waisenhaus liegt?“

„Sherry hat es mir gestern gezeigt, ich sollte den Weg noch ungefähr kennen.“ murmelt Sina niedergeschlagen.

„Dann sehe ich dich heute Abend oder morgen, je nachdem wann du kommst.“ freut Prashi und verabschiedet sich von Sina.

Sina wirkt etwas verloren, aber tut was Prashi ihr geraten hat und legt ihre Waffen ins Inventar mit einer leisen Entschuldigung. Anschließend verlässt sie das Gildenhaus, Donny liegt da immer noch bewusstlos auf der Straße und geht Richtung Kirche, sowie Sherry ihr gestern den Weg gezeigt hat.

Am Waisenhaus angekommen, sieht sie viele Kinder herumrennen. Sina sucht dann nach der Schwester, wirkt aber hilflos, bis eines der Kinder sie anspricht.

„Miss Miss, haben sie sich verlaufen? Vielleicht kann ich ihnen ja weiterhelfen.“ fragt ein kleines blondes Mädchen.

„Nein, ich suche nach der Schwester Anna.“ antwortet Sina. „Ah, ich kann dich zur ihr bringen, sie ist im Büro.“ und das Kind zieht Sina ungefragt am Arm.

Es dauert nicht lange, da wurde Sina in das Büro von Anna gebracht. „Was ist hier los? Wen hast du wieder mitgebracht, Prischella?“ ruft eine, in einer Nonnenrobe gekleidete, ältere Dame.

„Ich habe nichts getan Schwester Anna, die Frau hat nach dir gesucht und habe sie dann hier her gebracht!“ widerspricht das Kind der Anschuldigung.

„Ach so, dann kannst du wieder gehen und mit den anderen spielen. Wie kann ich ihnen helfen?“ sprach Schwester Anna Sina an, nachdem das Kind fort war.

„Mein Name ist Sina und ich wurde von der Abenteuergilde geschickt bezüglich des Auftrages, ihr würdet eine Aufsichtsperson für heute benötigen.“ erklärt Sina sich und zeigt der Schwester den Auftragszettel.

„Huch? Das ging aber schnell, sonst muss ich immer solange warten bis jemand kommt. Dann hat die Göttin meine Gebete erhört. Ich bin die Schwester Anna und betreue das Waisenhaus. Neben mir arbeitet noch die Schwester Cerlinde, aber sie muss heute in der Kirche arbeiten und alleine kann ich nicht auf die Kinder aufpassen und gleichzeitig das Waisenhaus betreuen.“

„Ich verstehe, was soll ich genau als Aufsichtsperson machen?“

„Ganz einfach, aufpassen dass die Kinder keinen Blödsinn machen, Streitigkeiten schlichten und mit ihnen spielen. Problematisch sind die älteren Kinder, die eher schon Jugendliche sind. Die hauen nämlich gerne ab und kommen irgendwann wieder abends zurück. Aber da kannst du nicht viel machen. Alle Kinder haben keine Eltern, gestorben im Krieg, durch Monster oder einfach nur abgegeben und ihrem Schicksal überlassen. Diesen Kindern fehlt einen Vorbild. Schwester Cerlinde und ich geben unser bestes, aber auch uns sind Grenzen gesetzt. Dabei wünschen wir den Kindern nur das beste.“

„Ok, dann fange ich am besten mal an.“ und Sina verabschiedet sich von der Schwester Anna. „Ich wünsche ihnen viel Glück und lassen sie es ruhig angehen.“ ruft die Schwester Anna Sina noch zu.

Also Sina wieder draußen war, trifft sie auf das kleine Mädchen Prischella. „Und, was wolltet ihr von der Schwester Miss?“ fragt sie neugierig.

„Du bist aber wirklich neugierig, kann das sein? Ich bin die Vertretung von Schwester Cerlinde und heiße Sina. Sag, was macht Cerlinde mit euch eigentlich, wenn sie über euch aufpasst?“

„Na ja, eigentlich nicht viel. Meistens rennt sie den älteren Kindern hinterher, so sind wir jüngeren mehr oder weniger auf uns alleine gestellt.“

„Ok? Und was macht ihr in eurer Freizeit?“

„Meistens Verstecken spielen, mehr haben wir nicht.“

„… Hol die anderen Kinder, ich bring euch ein paar neue Spiele bei.“

„Echt? Cool, einen Moment, ich hole die anderen.“ und Prischella rennt von Sina weg. Sina holt in der Zeit Kreide aus dem Inventar und fängt an, auf dem Steinboden Hüpfspiele zu zeichnen.

Als Sina fertig war, standen über zehn Kinder vor ihr. „Hallo, mein Name ist Sina und für heute passe ich auf euch auf.“ Die Kinder grüßen sie alle freundlich.

„Also ich habe Prischella gesagt, das ich euch neue Spiele beibringe. Seht ihr die gemalten Felder? Bevor ich euch das Spiel zeige, bringe ich euch vorher ein anderes Spiel bei.“ und bringt ihnen das Stein-Schere-Papier-Spiel bei.

In kürzeste Zeit haben alle Kinder das Spiel verstanden und haben unheimlichen Spaß dabei. „Es freut mich, dass ihr daran schon Spaß habt. Nun zeige ich euch die Hüpfspiele. Der Grund warum ihr zuerst Stein-Schere-Papier lernen solltet ist, dass ihr abwechselnd das Hüpfspiel machen können, indem ihr vorher den Gewinner ausspielt. Aber keine Sorge, ich habe genug Felder mit Kreide gemalt, das jeder zum Zug kommt.“

Anschließend erklärt Sina ihnen die Hüpfspiele und zeigt ihnen das vor. Passanten, die an das Waisenhaus vorbeigehen, staunten nicht schlecht, dass eine erwachsene Frau vor Kinder mit einem Bein herum hüpft und sorgt für Gesprächsrunden in der Stadt.

Die Kinder spielten ausgelassen, endlich haben sie eine Abwechslung. Sina bringt den älteren der Kinder bei, wie man die Felder zeichnet, denn sollte es regnen, verschwinden sie. Dabei sollen sie sich neue Ideen einfallen lassen, andere Formen von Feldern zu zeichnen und diese dann auszutesten.

Nach der Erklärung fällt Sina auf, das eine Gruppe von Teenies sich vom Waisenhaus entfernen will und geht ihnen entgegen, um sie daran zu hindern.

„Na, wo wollt ihr denn hin?“ fragt Sina unschuldig, mit der Ahnung, dass die Gruppe vermutlich die Problemkinder sind, die Schwester Anna angesprochen hat.

„Das geht dich überhaupt nichts an! Wir sind alt genug, das zu tun, was uns gefällt!“ antwortet ein Junge mit roten Haaren, vermutlich der Chef der Gruppe. Die anderen nicken ihm zu.

„Oho, als ein ganz Harter bist du also. Was hält du von einem Spiel?“ versucht Sina die Gruppe zu ködern.

„Warum sollten wir mit ihnen spielen? Wir sind keine Kinder mehr!“ antwortet der Junge gereizt.

„Ganz einfach, wenn du mich in dem Spiel besiegt, werde ich euch in Ruhe lassen. Sollte ich aber gewinnen, werdet ihr mir bei einigen Projekten hier helfen.“ grinst Sina bei ihrer Antwort.

„Warum sollte ich das mitmachen? Hab darauf keine Lust.“ bockt der Junge.

„Wie? Hast du etwa Angst gegen eine Frau zu verlieren oder bist du ein Feigling? Dabei bist du doch der Chef der Gruppe oder nicht?“ provoziert Sina den Jungen.

Ein leises Murmeln entstand in der Gruppe und der Bandenchefjunge fühlt sich unter Druck gesetzt, bis einer seiner Kumpels ihm sagt: „Ralph, lass dir das nicht gefallen. Egal was für ein Spiel sie mit dir will, wir wissen das du siegen wirst!“

„Ja Ok, ich mache das Spiel mit dir. Was sollen wir spielen?“ als bleibt Ralph keine andere Wahl, so wie Sina das geplant hat.

„Keine Sorge, es ist ein einfaches Spiel. Du wirkst auf mich ziemlich sportlich, als wäre es auch was für dich. Kennst du Seilspringen?“ und holt aus ihrem Inventar zwei Seile raus, eins davon gibt sie Ralph.

„Hä? Was soll das für ein Spiel sein?“ fragt Ralph misstrauisch, weil er so ein Spiel überhaupt nicht kennt und mit dem Seil nichts anzufangen weiß.

„Keine Sorge, ich zeige es dir, aber lass erst mal woanders hingehen, sonst fühlen sich die Passanten gestört.“ und gehen wieder in den Hof rein.

„Ganz einfach, du nimmst beide Seilenden in die Hände und wirfst dies dann über dein Körper, etwa so.“ und zeigt wie das geht. Erst langsam, dann immer etwas schneller. Ralph beobachtet Sina und macht das mit anfänglichen Schwierigkeiten dann nach.

„Talent hast du, also um den Sieger festzulegen: Wer die meisten Sprünge schafft, bis er vom Seil getroffen wird, hat gewonnen. Deine Freunde sind die Schiedsrichter und zählen unsere Sprünge. Da ihr zu sieben seid, schlage ich vor drei zählen bei dir, die anderen zählen die Sprünge von mir.“ und schaut fragend den Ralph an, nachdem sie dem Jungen erklärt hat, wie die Sprünge gezählt werden.

„Ich werde dich locker fertig machen! Ihr vier, passt auf das die Frau nicht schummelt!“ befielt Ralph den Jungs.

„Ok, auf die Positionen mit euch und Abstand von den Teilnehmern, auf 3 geht’s los… 1… 2… 3“ und beide springen um die Seile. Sie springen und springen und springen, während die Schiedsrichter zählen.

Die Aktion lockte die anderen Kinder an, die Sina bisher nicht gesehen hat sowohl die jungen Kinder von vorhin und alle fingen laut an zu zählen. Nachdem sie bei 300 angekommen sind, wurde Ralph rot im Gesicht und schwitze wie ein Wasserfall. Dann fingen einige Kinder an, Ralph zuzurufen. „Ralph. Ralph. Ralph.“ jubeln sie in Chor.

Passanten die an dem Waisenhaus vorbeigehen wollten, blieben stehen bei dieser Szene. Eine Frau in Kimono und ein Junge mit roten Haaren springen gemeinsam um die Seile, während andere Kinder am jubeln sind. Wieder hat Sina für weitere Gesprächsthemen gesorgt.

„Na, Harter. Geht dir schon die Puste aus?“ ärgert Sina ihn. „*huff* Als ob! *huff*“ schnauft Ralph und ignoriert Sina. Und dann passierte es, Ralph ging die Ausdauer aus und stolpert über das Seil, während Sina weiter hüpft. Und hüpft und hüpft und hüpft bis einer der Schiedsrichter sagt: „Miss, sie haben gewonnen, sie haben Ralph längst überholt.“

„Soo, Ralph, bist du ein guter oder schlechter Verlierer?“ und alle Kinder warten gespannt auf die Antwort von Ralph.

Kapitel 15

Ich bin wiedergeboren und bin einzigartig?

> Auswahl Berufe<

>Samurai-Neuling <

>Traumkämpfer-Neuling <

>Illusionskämpfer-Neuling <

>Krieger-Neuling <

„Berufe, davon weiß ich gar nichts. Das System dürfte relativ neu sein, wenn das die Dämonen auch könnten, dann kann Alliancia aber einpacken. Aber mal schauen, die ersten drei dürften was wegen meines Wissen aus der anderen Welt sowie an meiner Rasse liegen, aber für mich ist es ganz klar, welchen Beruf ich nehme.“ und Sina aktiviert ihren Beruf.

>Beruf: Samurai-Neuling freigeschaltet <

>Beidhändigkeit: Level 8 erreicht<

>Monströse Schnelligkeit: Level 8 erreicht<

>Vitalität Erhöhung: Level 8 erreicht<

>Ausdauer Erhöhung: Level 6 erreicht<

>Schmerzlosigkeit Level 5 erreicht<

„Ok, mein Beruf ist Samurai-Neuling.“ teilt Sina das Prashi mit. Prashi´s Gesicht wirkte auf einmal wie erstarrt.

„Eh, kannst du das nochmal wiederholen? Ich glaube, ich habe mich verhört.“ bittet Prashi um eine Wiederholung. „Samurai-Neuling.“ antwortet Sina. Prashi seufzt auf einmal sehr schwer und laut.

„Ok, Samurai-Neuling. Ein Beruf von dem ich noch nie gehört habe. Du bringst mich echt in Erklärungsschwierigkeiten, weißt du das eigentlich? Ist das der Grund warum du so seltsam gekleidet bist? Und was sind das eigentlich für Waffen? Für Schwerter sind sie irgendwie zu schmal.“ verlangt Prashi eine Erklärung.

Sina merkt, wie schwer Prashi unter Druck stand und entschloss, den Samurai zu erklären. Dass er ein Nahkämpfer ist mit speziellen Waffen, sogenannte Katanas, kämpft und nicht unbedingt an seine Ausrüstung angewiesen sei.

„Ich verstehe, dann bist du erst mal einzigartig unter den Abenteurern… Wenn ich bedenke sind alle SSS-Abenteuer einzigartig, aber dazu später.“ Prashi trägt alle Daten in ihr Dokument ein und beginnt einen Zauber. Das Dokument duplizierte sich und eines davon verwandelt sich in eine normale Karte, nicht größer als eine Kreditkarte aus Sina´s alten Welt.

Prashi übergibt die Karte Sina. „Damit bist du offiziell ein Mitglied der Abenteurergilde das dich als Abenteurer ausweist. Damit hast du einige Vorteile wie du das bei Sherry und den Torwachen gesehen hast. Dein aktueller Rang ist G, diesen Rang hat jeder Neuling!“ erklärt Prashi nun das Abenteuersystem und zaubert eine Liste.

Rang – SSS

Rang – SS

Rang – S

Rang – A

Rang – B

Rang – C

Rang – D

Rang – E

Rang – F

Rang – G

„Rang G, damit startet jeder und um aufzusteigen, muss man eine bestimmte Anzahl von Aufträgen erledigt haben. Sherry ist Rang E nur als Nebeninformation. Es gibt bestimmte Situationen, zum Beispiel: eine Monsterhorde greift ein Dorf an und du würdest es erfolgreich verteidigen können, da kann der Gildenmeister dich befördern. Aufträge, die die Tötung von bestimmten Monstern beinhalten, geben mehr Punkte als Sammelaufgaben. Als Rang G darfst du nur Aufträge von Rang G und F nehmen.

Je höher der Rang ist, desto schwerer sind die Aufträge, das gilt vor allem ab Rang S. Von G bis A ist alles relativ „normal“, aber das „S“ steht für „Spezial“. Aber die Erklärung bekommst du erst, wenn es wirklich soweit ist, zumal du die Zustimmung aller Gildenmeister benötigst, um Rang S aufzusteigen. Insgesamt gibt es nur 40 offizielle S Abenteurer, davon sind 6 Rang SSS. Die stärksten der Stärksten bei uns.“ und Prashi holt erst mal Luft nach der Erklärung.

„Die Belohnungen stehen auf den Auftragszetteln, was wir auch annehmen, sind Monstersteine. Sobald du ein Monster tötest, bekommst du, falls du einen Inventar-Ring hast, automatisch solche Steine in dein Inventar. Diese kaufen wir dann ab. Je stärker das Monster war, in desto intensiveren Farben leuchtet dieser Stein.“

Sina schaut in ihr Inventar und Prashi hat Recht gehabt. Sie hat sehr viele Monstersteine. „Sag, kann ich jetzt schon die Monstersteine abgeben?“ fragt Sina.

„Aber sicher, hier, leg einfach die Steine in die Kiste rein.“ antwortet Prashi. Sina hält ihre Hand über die Kiste und aktiviert im Inventar, das alle Monstersteine raus sollen und dann regnete es nur Steine von ihrer Hand in die Kiste.

„Eh?“ staunten Sherry und Prashi bei der Aktion. Selbst Abenteurer in der Nähe fielen fast die Augen raus. Als es scheinbar dann aufhörte, kam noch einmal ein großer Monsterstein aus der Hand raus. „EH?!“

„Wo zum Geier warst du in letzter Zeit eigentlich Sina? Das sind alles Monstersteine von Schwarzen Goblins, auch Berggoblins genannt. Die Anzahl der Stein deutet drauf hin, dass du ein ganzes Nest ausgeräuchert hast und ihren König dazu getötet hast. Das ist ein Rang B Auftrag!“ ruft Prashi laut.

„Ich habe mich verlaufen und als dunkel wurde, habe ich nach einer Höhle gesucht wo ich Unterschlupf finde und bin dabei auf diese Goblins gestoßen. Als ich deren Boss getötet habe, sind alle restlichen Goblins weggerannt und habe die Höhle wieder verlassen, weil es drinnen so stank. Daher habe ich dann auf einem Baum geschlafen und am nächsten Morgen habe ich Sherry getroffen.“ erklärt Sina sich.

„Wir haben hier 357 Steine von Berggoblins, 1 Stein vom Berggoblinkönig und 3 Steine von Hochland-Orks… und sie erzählt mir von, sie habe sich verlaufen… Ok, alles gut Prashi… Du bekommst dann für alle Steine eh…55 Silbermünzen und 80 Kupfermünzen.“ und händigt das Geld an Sina aus.

„Super, dann hab ich nun etwas von der aktuellen Währung, was mir nicht so viele Schwierigkeiten machen wird, wie die alte Münzen. Was gibt es noch eigentlich für mich zu wissen?“ fragt Sina die Rezeptionistin.

„Lass mich überlegen… Du hast die Karte und die Gebühren sind auch bezahlt, du hast das Rang-System erklärt bekommen bezüglich der Monstersteine sowie die Aufträge, übrigens kannst du immer nur einen Auftrag annehmen, nein, alles wichtige hast du erklärt bekommen.“ nickte Prashi.

„Was hältst du von der Idee, dass ich dir die Stadt zeige Sina? Heute wirst du bestimmt keinen Auftrag annehmen oder? Du brauchst ja auch eine Unterkunft und so, das kann ich dir alles zeigen.“ schlägt Sherry vor.

„Das ist eine gute Idee, ich ziehe Betten immer noch vor, als auf einem Baum zu schlafen. Ich bedanke mich für deine Hilfe Prashi und sag Raul, dass es mir leid tut, also das ich ihn in den Boden gerammt habe.“ dankt Sina.

„Keine Ursache, du kannst jederzeit zu mir kommen, wenn du ein Ratschläge brauchst oder einen Auftrag annimmst.“ lächelt Prashi freundlich.

Die Damen verabschieden sich und Sherry zeigt Sina die Stadt. Zuerst zeigt Sherry die Schmiede. „Hier ist die Schmiede. Da kannst du Ausrüstung und Waffen kaufen sowie reparieren lassen, lass uns rein gehen, ich will dir drinnen jemand vorstellen.“ und Sherry geht in das Geschäft rein mit Sina.

„Hey hey, wenn das nicht mein blaues Vögelchen ist.“ ruft ein Zwerg laut zu den neuen Besuchern.

„Hallo Brandrulim, wie geht es dir? Ich habe meine Freundin Sina mitgebracht. Sie ist neu in der Stadt und ich zeige ihr die wichtigsten Orte.“ grüßt Sherry zurück. Ein Zwerg mit einem langem Bart, dass schon sehr grau ist, stellte sie vor den Damen und verbeugt sich.

„Oha, das ist ja was feines. Brandrulim, Besitzer dieser Schmiede und Meister der Waffenschmiede. Gnädigste, darf ich fragen was für Waffen Ihr da tragt?“ fragt der Zwerg mit sehr neugierigen Augen auf Sina´s Katanas.

Sina zog Murtair aus der Scheide und zeigt dies dem Zwerg. Der Zwerg gibt ein lautes Pfeifen von sich und untersucht das Katana mit einem professionellen Blick.

„Solch eine Waffe habe ich noch nie gesehen. Eine dünne lange Klinge, aber ich sehe genau, dass das Potenzial an der Schärfe dieser Waffe liegt. Das ist nicht nur irgendeine Klinge, sondern ein Meisterschwert. Da hat der Schmied sein Herz und seine Seele rein gehämmert! Gnädigste, darf ich sie mal halten?“ bittend um eine tiefgründige Untersuchung.

Sina fühlt sich bei dem Gedanken nicht unbedingt wohl, dass Fremde ihre Waffen benutzen, aber neue Kontakte bringen nur Vorteile, also händigt sie ihr Katana aus.

Brandrulim hält die Waffe mit beiden Händen, als würde er das Gewicht abschätzen. Dann untersucht er die Schneide intensiver ohne eine Stelle auszulassen. Danach schwingt er die Klinge ein bisschen und am Ende holt er ein Tuch aus seine Westentasche und lässt es auf die Klinge fallen… es wurde ohne Widerstand in zwei Hälften geschnitten.

„Ich weiß nicht, wo ihr so einen Schmied gefunden hab, aber das ist ein Teufelskerl von Schmied. Selbst ich könnte nicht so eine Schärfe hinbekommen und dabei schmiede ich über 200 Jahre schon Waffen! Ich danke euch vom Herzen, dass ihr meine Neugier befriedigt habt.“ und übergibt Murtair Sina zurück.

„Soo, wie kann ich euch helfen meine Damen?“ fragt Brandrulim nun nach dem geschäftlichen Aspekt.

„Ich wollte nur Sina dir vorstellen, vielleicht wird sie ja demnächst auch eine Kundin oder sorgt zumindest, das Abenteurer in Schlange bei dir stehen, wenn sie weiterhin die Abenteurer vermöbelt.“ kichert Sherry.

„Ah, sie war es, die Donny aus dem Gildenhaus rausgeworfen hat? Seine Rüstung war ziemlich verschrammt, aber was mich mehr wunderte, waren die eigenartigen Vertiefungen am Halsbereich. Du musst aber sehr kräftig sein, aber ich würde mich freuen, wenn wir vielleicht in Zukunft Geschäfte machen können.“ grinst der Zwerg Sina an.

„Ich freue mich schon auf die Zukunft.“ erwidert Sina und grinst zurück. Die Damen verabschieden sich von dem Besitzer und gingen zum nächsten Ort.

„Dort drüben ist die Kirche und hinter der Kirche ist das Waisenhaus. Manchmal bekommt die Gilde Aufträge für einen Tag auf die Kinder aufzupassen, einfache Aufgabe finde ich.“ kommentiert Sherry.

Dann kamen die Damen an eine Taverne. „In der Stadt gibt es mehrere Tavernen, ich habe ganz bewusst diese vorgezogen, weil man hier vernünftige Betten und Essen bekommt.“ erklärt Sherry.

„Bist du auch in der Taverne Gast?“ fragt Sina. Die Taverne macht auf sie einen gepflegten Eindruck.

„Ah nein, ich wohne hier in der Stadt und lebe in einem Einzelzimmer, aber zum Essen gehe ich gerne in diese Taverne, zumal die Besitzer keine großen Probleme damit haben, dass ich verflucht bin. So, dass war die Rundbesichtigung in der Stadt, solltest du die Taverne zum ausruhen nehmen, grüß die Besitzer von mir und vielleicht sehen wir uns ja wieder. Ich zumindest würde mich freuen, wenn wir gemeinsam paar Aufträge machen könnten.“ verabschiedet Sherry sich von Sina.

„Man sieht sich. Puh, da habe ich doch heute einiges neues gelernt und es wird scheinbar langsam dunkel. Dann gehe ich mal in die Taverne.“ und betritt dies. Der Eingang ist sauber und man riecht frisches Essen.

„Willkommen im Pub Friedensheim, mein Name ist Mira. Wie kann ich Euch helfen?“ fragt eine stämmige Frau.

„Ich suche ein Zimmer zum Schlafen sowie Möglichkeit zu essen. Eure Taverne wurde mir von Sherry empfohlen, von der ich Euch grüßen soll.“ antwortet Sina.

„Ah haha, Sherry hat jemanden kennengelernt? Das freut mich aber. Nun zu Eurem Wunsch, eine Nacht kostet 2 Silbermünzen mit Frühstück und Abendessen. Wir stellen zu bestimmten Zeiten das Badezimmer zur Verfügung, solltet ihr euch von eurer Reise reinigen wollen.“ gibt Mira die Information kund.

„Wunderbar, dann möchte ich gerne ein Zimmer für eine Woche haben.“ und Sina legt 14 Silbermünzen auf dem Rezeptionstisch.

„Prächtig, ich zeige Euch das Zimmer, dann bekommt Ihr von mir den Schlüssel, in einer Stunde haben wir dann frisches Abendessen.“ freut sich Mira über ein neuen Gast.

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