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Kapitel 18

Ich bin wiedergeboren und mein erster gemeinsamer Auftrag mit Sherry?

„Na Schwester Sina? Hast dich ja gestern richtig ins Zeug gelegt.“ grüßt Prashi Sina, die das Gildenhaus beitritt.

„Dir auch einen schönen guten Morgen. Irgendwie reißt das Thema mit mir nicht ab, dabei hab ich den Kindern nur ein paar neue Spiele beigebracht…“ kommentiert Sina mit einem müdem Gesicht.

„Das mag schon sein, aber du hast scheinbar auch die schwierigsten Kinder in Griff gehabt und irgendwie hört man sehr viele Leute immer wieder bestimmte Sätze wiederholen… We will we will rock you? Hab ich noch nie gehört, ist das normal da, wo du her kommst?“ versucht Prashi es herauszufinden.

„Hmm ja, deswegen finde ich es komisch, das die Leute das hier nicht kennen.“ wenn man berücksichtigt dass Sina wiedergeboren ist, ist ihre Antwort keine Lüge.

„Nun, du bringst jedenfalls Veränderung mit und ziehst die Aufmerksamkeit von vielen auf dich, aber auch den Respekt. Falls du es nicht bemerkt hast, einige Abenteurer sehen dich mit anderen Augen.

Das könnte vermutlich daran liegen, dass sie vielleicht auch Waisenkinder waren, aber kommen wir zu deiner Belohnung. Normal hättest du drei Silbermünzen bekommen, aber Schwester Anna hat die Belohnung erhöht, sodass du nun fünf Silbermünzen verdienst.“ und überreicht Sina die Münzen.

„Oh das ist aber nett von ihr. Sag, hast du Sherry gesehen? Ich wollte sie fragen, ob wir gemeinsam ein Auftrag machen können.“

„Sherry? Sie dürfte heute wieder kommen, aber das wird noch ein bisschen dauern. Du scheinst ja ein regelrecht früher Morgenmensch zu sein. Ich würde dir vorschlagen, dass du einfach auf sie hier wartest, dann wirst du sie nicht verpassen. Aber ich finde das toll, dass jemand mit Sherry ein Team bilden möchte, zumal du ihr Problem kennst, brauche ich mir wegen weiterer Probleme keine Gedanken machen.“ lobt Prashi.

Sina schaut sich um und sieht ein paar leere Tische mit Stühlen und geht dahin. „Hoffentlich muss ich nicht all zulange warten.“

Als sie auf dem Stuhl sitzt und sich umschaut, wird ihr schnell langweilig. Also holt sie aus dem Inventar ihr Schach-Spiel raus und stellt die Figuren auf.

„Oh, was ist das denn schönes, junge Dame?“ wird Sina von einem sehr alten Mann mit langem weißen Vollbart angesprochen.

„Huch? Dies nennt man Schach, Ziel in diesem Spiel ist es, den feindlichen König auszuschalten. Hättet Ihr Lust mit mir zu spielen?“ fragt Sina den alten Mann.

„Ho ho, aber gerne doch. Aber ich glaube Ihr müsst mir erklären, wie das Spiel funktioniert.“ und der alte Mann setzt sich gegenüber von Sina. Sina erklärt dem alten Sack wie Schach funktioniert, welche Figur welche Bedeutung hat.

„Ich verstehe, man muss also eine Strategie entwickeln, um den König zu besiegen und gleichzeitig seinen eigenen König beschützen. Die stärkste Figur ist die Königin und die gefährlichsten die Bauern. Ho ho, dann bin ich ja mal gespannt.“ und das Spiel begann.

Die ersten Runden waren für den alten Mann eine volle Niederlage, aber nach jeder Runde wird er immer besser und besser.

Nach einiger Zeit kam Sherry in die Gilde und wird von Prashi angesprochen, dass Sina mit ihr sprechen wollte. Also suchte Sherry nach Sina und findet sie bei einem Spiel gegen den alten Mann vor.

„Ho ho, das sind aber interessante Züge gewesen. Indem Ihr eine Figur opfert um zu verhindern, dass euer König angreifbar wird, habt Ihr mit einem cleveren Zug mich in die Defensive gezwungen. Es war erheiternd, was neues zu lernen.“ teilt der alte Mann freudig mit.

„Hauptsache ihr hattet Spaß dabei. Hier, ich schenke euch ein anderes Schachbrett mit Figuren, vielleicht findet ihr ja noch jemanden, der daran Interesse hätte. Je mehr Personen das Spiel können, desto mehr Gegner finde ich.“ grinste Sina.

„Das ist aber wirklich großzügig von Euch. Ich glaube, ich werde das üben und Euch eines Tages schlagen.“ nimmt der alte Mann das Geschenk an und verabschiedet sich von Sina.

„Oh Sherry, ich habe auf dich gewartet… Sherry?“ und wundert sich, warum Sherry mit offenem Mund vor ihr steht.

„Sina, weiß du eigentlich, mit wem du da gespielt hast?“ fragt die schockierte Sherry.

„Keine Ahnung, irgendein alter Mann?“

„Das war der Gildenmeister Ma Shi!

„Oh? Woher soll ich das wissen, wir haben uns nicht wirklich vorgestellt. Aber er hat das Spiel schnell verstanden und wurde unheimlich schnell gut. Selbst wo ich her komme waren meine Gegner nicht mal ansatzweise so schnell im Lernen von Schach.“

„Ist das ein Wunder? Der Gildenmeister war früher ein Stratege gewesen, der die königliche Armee beraten hat, bis er sich entschloss, den Weg des Abenteurers zu bestreiten. Irgendwann ist er ein Mitglied der internen Organisation geworden und hat Reformen umgesetzt, die früher dringend nötig gewesen waren. Nun ist er Gildenmeister und spielt mit dir Schach, dass scheinbar auf Strategie und Taktik basiert…“

„Lass den Kopf nicht hängen, sonst bekommst du noch Falten im Gesicht.“

„Hmpf, Prashi meinte, du wolltest mit mir sprechen?“

„Ah stimmt, ich wollte dich fragen wo wir vielleicht gemeinsam Aufträge machen können? Ich kenne mich in der Gegend nicht aus und würde gerne mit jemandem zusammen arbeiten.“

„Huch? Du fragst mich, obwohl du weiß, welche Probleme ich verursachen kann?“

„Dann ziehst du halt irgendwelche starken Monster an, na und? Ich bringe sie um und das Leben geht weiter.“

„Wenn das für dich kein Problem ist? Ok, wenn wir zu zweit sind, dürfen wir zwei Aufträge nehmen, ich schau nach passenden Sammelaufgaben.“

„Ich dachte eher, wenn du Rang E bist, dass du vielleicht Monsterjagd von Rand D aussuchst, am besten, wo die beiden Aufträge in der Nähe sind. Das wäre effizienter.“

„Monsterjagd? Ich kann ein bisschen kämpfen, aber…“

„Nichts aber, ich glaube dass du ein starke Kämpferin bist.“

„Wenn du meinst? Aber passt auf mich auf, wenn etwas schief geht!“

„Das kriege ich hin.“ garantiert Sina und beide gehen zu Prashi um Aufträge zu bekommen.

„Rang D Monsterjagd und am besten so nah wie möglich zusammen mit anderen Aufträge? Hmm, ich hätte da was, die in der Nähe von der Brücke des Schicksals liegen. Der eine Auftrag beinhaltet, dass ihr zehn Oger tötet und der andere fordert, dass ihr die dort lebende giftige Doppelkopfschlange tötet. Ihr solltet euch genug Gegengift einpacken… Sina?“ unterbricht Prashi ihre Rede.

„ … Eh? Ja?“

„Warum sabberst du?“

„Eh… Oh Entschuldigung, war in Gedanken vertieft mit der giftigen Schlange.“ und wischt sich den Mund.

„Ok? Wenn du meinst? Wie gesagt, die liegen beide in der Nähe der Brücke und Sherry weiß wo sie liegt. Für die Monster müsst ihr auf den Auftragszettel schauen, wo sie zuletzt gesichtet worden sind. Ich habe euch eingetragen und Wünsche euch viel Glück.“ und die Damen verabschieden sich.

„Du hast Proviant und Wasser dabei Sina?“ fragt Sherry, die ihr Inventar überprüft. Sina schaut nach, hat noch genug von ihrer letzten Reise und bejaht dies. Vorteil bei Inventur ist, dass die Zeit drinnen anhält, sodass Proviant nicht vergammelt.

„Ok dann lass uns am besten sofort aufbrechen, denn der Weg zu Brücke dauert schon einen halben Tagesmarsch.“ und beide Damen verlassen die Stadt.

„Sag Sherry, warum hat die Brücke so einen komischen Namen?“ fragt Sina.

„Brücke des Schicksals? Das liegt daran, dass die Brücke die einzige Brücke ist, die mit dem Land der Toten verbunden ist. Ansonsten trennt eine tiefe Schlucht die beiden Länder.“ erklärt Sherry.

„Land der Toten?“

„Ich kenne mich mit der Geschichte nicht aus, aber soweit ich weiß, war es früher ein Königreich gewesen, dass sich auf Magie spezialisiert hat. Dort konnte man angeblich alles über Magie lernen und neue entwickeln.

Aber irgendwas ist in der Vergangenheit passiert, vielleicht ein fehlgeschlagener Zauber oder andere Experimente sind entkommen, und hat alles Lebende dort getötet, Pflanzen, Tiere, Monster und Menschen, einfach alles.

Was es auch für ein Unfall war, es hat die komplette Umgebung ebenso verändert. Denn als alles dort gestorben ist, standen sie nach einer gewissen Zeit wieder auf und herrschen nun als Tote. Zombies, Skelette, Ghoule, einfach alles was mit Untoten zu tun hat, existiert dort.“

„Klingt ja sehr einladend…“

„Es gibt Aufträge, meistens geht es nur darum, so viele Untote wie möglich in der Nähe von der Brücke zu töten, damit die nicht in unsere Ländereien kommen. Andere Aufträge verlangen bestimmte Zutaten, die tatsächlich nur in diesem Land existieren, irgendwelche Alchimie-Sachen.“

„Und es gab keine einzige Invasion vom Land der Toten nach Efrana?“

„Hmm, doch vor glaub 300 Jahren hat irgendetwas im Land der Toten was ausgelöst, dass eine große Anzahl der Untoten über die Brücke wollte, aber ein SSS-Abenteurer war zur richtigen Zeit vor Ort gewesen und hat die Invasion aufgehalten.

Ich weiß seinen Namen nicht mehr, aber er war auf Untote spezialisiert gewesen und nach der Verteidigung war er ein Held für die Menschen. Er hat das Schlimmste verhindert. Ironischerweise ist er von seinem letzten Auftrag nie wieder gekommen und muss wohl dabei ums Leben gekommen sein.“

„Da hat er wohl seinen Meister gefunden. Du weißt nicht von welcher Größenordnung die Armee war oder? Ich kann mir die Stärke eines SSS-Abenteurers nicht vorstellen.“

„Puh, da fragst du mich was. 10.000? Man darf nicht vergessen, es sind Untote, die kennen keine Angst oder Schmerzen. Aber der Verteidiger hatte damals eine interessante Waffe gehabt, eine Peitsche. Damit hat er irgendwie die Untoten auf Abstand halten können.

Aber wie gesagt, das ist alles Vergangenheit. Bezüglich die Stärke eines SSS-Abenteurers… Soweit ich weiß sind sie in einem Waffentyp ein Meister, also Level 10 und einige von ihnen können auch sehr mächtige Magie wirken, die das Land verändern können. Glaub einer hat einen halben Berg weggesprengt, aber ob die Gerüchte wahr sind, weiß ich nicht.“

„Danke für die Erklärung, dann lass uns mal die Schlange jagen gehen!“

„Du hast die Oger vergessen.“

„Ach ja, die sollten wir ja auch töten…“

„Keine Sorge, du sorgst schon dafür, dass nicht passiert, als wärst du der Ausgleich zu meinem Pech.“

Manchmal hat das Schicksal was anderes vor…

Irgendwo im Land der Toten in einer verfallenen Schlossruine flackerten blaue Flammen. Die Ruine liegt in einem Schlammgebiet, die Wolken sind so stark, dass sie keine Sonne durchlassen, verfaulende Kadaver liefen umher.

Ein gut erhaltender Zombie in einem verdreckten Priestergewand ging in dem düsteren Thronsaal zu seinem Meister.

„Mein Herr… Lichkönig… die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen…“ stöhnt die Kreatur.

„Der Skelettdrache wurde erfolgreich wiederbelebt?“ fragt die tote Person auf dem Thron. Man sieht nur die skelettierten Hände, die mehr Klauen als Hände sind, der Rest ist in einer großen Mönchskutte versteckt, sodass man nur erahnen kann, wie der Rest dieses Toten aussieht.

„Ja… Der Drache ist in einem… perfektem toten Zustand… und eure Armee… der Toten ist auch fertig. Alle… warten nur noch auf… Euren Befehl.“ erklärt der Priesterzombie.

„Endlich… das Warten hat sich gelohnt… Hol alle meine Diener… Ich habe was zu verkünden!“ befiehlt der Lichkönig.

Und dann kamen seine Diener. Ein fahler Mann kam aus dem Schatten heraus, zwei identisch aussehende Personen tanzen in den Thronsaal rein, ein riesiger zusammengenähter Leichnam mit einer blutigen Henkersaxt und ein schwer ausgerüsteter Skelettgeneral.

„Meine treuen Diener… Es ist endlich soweit… Priester Örnd, erklärt Ihnen den Stand der Dinge.“ und nickt dem Zombie zu.

„Getreue Vasallen… Die Armee der Untoten ist marschbereit… über 70.000 Zombies, Skelette, Ghoule und sonstige Kadaver… 20 Magier, bestehend aus Nekromanten und Lichs… die dazu sorgen, dass jeder… der durch unsere Hand stirb… unseren Reihen beitritt… und die Geheimwaffe… der Skelettdrache.“ erklärt der Priester langatmig.

„Hui, mit dieser Armee wäre ich damals wirklich gestorben.“ kommentiert der fahle Mann. „Gut das Ihr auf meinen Ratschlag gehört habt. Je größer die Armee, desto unwahrscheinlich wird jemand sie alleine aufhalten.“

„Wer soll“-„die Armee anführen?“ fragen die Zwillinge abwechselnd, während der riesige Henker Grunzlaute von sich gibt.

„General Conas wird die Armee leiten. Als ehemaliger Feldherr der Menschen ist er mit den Ländereien am besten vertraut.“ entscheidet der Lichkönig.

Der Skelettgeneral in seiner schweren Ausrüstung salutiert vor seinem König. „Wie Ihr befielt. Ich werde Eure Armee sinnvoll einsetzen und Euren Namen verkünden, sodass jeder vor Angst und Schrecken erstarrt.“

„Sehr wohl. Dann darfst du direkt mit der Armee losmarschieren. Tag oder Nacht, wir sind darauf nicht angewiesen. Möge die Schreckensherrschaft der Untoten beginnen! Hahaha!“

Kapitel 17

Ich bin wiedergeboren und zeige den richtigen Weg?

Ralph ist schwer am schnaufen und schaut sich um. Alle wissen was der Deal ist und warten auf seine Reaktion. „Ich bin ein guter Verlierer und wir bleiben alle brav hier.“ Man sah Ralph an, das er über seinen Stolz „springen“ musste, damit er diese Antwort geben kann.

Dann stand Ralph auf und ging von den anderen weg. Seine Gangleute wollten ihm folgen, aber werden von Sina aufgehalten, die den Kopf schüttelt und leise murmelt: „Lass ihn erst mal alleine.“

„So meine Kinder, ich habe noch mehr Seile dabei und längere. Wer hat Lust auf ein gemeinsames Seilspringen?“, und mehrere Hände wurden gehoben. Sie holte das längste Seil raus und beauftrage die größten Teenies, die aus Ralph´s Gruppe stammen, gleichmäßig zu werfen.

Nach ein paar Würfen, haben die Jungs den Rhythmus raus und Sina zeigt den anderen, wie sie in das Seil reinkommen. Erst war es Sina, dann kam Prischella, bis sieben Leute gemeinsam sprangen. Die anderen jubeln ihnen zu.

Immer mehr Passanten halten sich vor dem Waisenhaus auf, um die Aktionen zu sehen, die Sina veranstaltet. Normal sind die Leute gewöhnt, das die Waisen nur Blödsinn im Kopf haben, aber so wie sie alle Spaß haben und lachen, erinnert sich der eine oder andere daran, wie seine Kindheit war.

Die älteren Kinder bekommen von den jüngeren das Stein-Schere-Papier-Spiel beigebracht und nach anfänglichem Grummeln, ließen sie sich von dem Spaß anstecken. Inzwischen hat Sina das Gruppenspiel verlassen und überlegt ihre nächste Aktion.

„Hmm, wir können singen und bestimmte Rhythmen klatschen, aber…“ und sieht einen Haufen Bretter und ihr fällt eine Idee ein. Sina geht zu den flachen, großen Brettern hin und nimmt sie alle. Einige Kinder staunen über ihre Stärke.

Dann verteilt Sina sie alle auf dem Boden und gibt ein lautes Pfeifen von sich, womit sie die Aufmerksamkeit aller Kinder kriegt.

„Soo, wer hat Lust mit mir zu singen?“ fragt Sina in die Menge. Viele Kinder schauen sich gegenseitig an, fragend was sie mit singen meint. „Keine Angst, ihr werdet euren Spaß haben!“ und das ließen sie sich kein zweites Mal sagen.

Sina hat ihnen heute so viele neue Spiele beigebracht, wo sie nur Spaß dran haben, dann kann das nächste doch auch lustig sein.

„Soo, ihr seht alle die Bretter? Die jüngsten und kleinsten Kinder stellen sich drauf und die älteren, wenn irgendwo noch Platz ist, dann dazu.“ und Sina wartet, bis die Kinder dies tun. Sina selbst steht auch auf einem Brett.

„Soo, als erstes brauchen wir einen Rhythmus! Das geht ganz einfach, jeder tritt mit seinem kräftigen Bein zwei mal das Brett und klatscht dann in die Hände.“ und Sina zeigt ihnen das vor. Die Kinder versuchten es und es war erst mal ein Durcheinander. Aber je länger es dauert, desto rhythmischer wurde es.

„Das macht ihr wunderbar! So bleiben! Als nächstes merkt euch diesen Satz: „We will, we will, rock you!“ und alle übten den Refrain. Als das alles klappte mit dem Rhythmus, erklärt Sina, dass alle diesen Satz aufsagen müssen, wenn sie ein bestimmtes Zeichen macht.

Allen Kindern sah man nur die Sternchen in den Augen, abwarten was als nächstes passiert und dann fing Sina an das Lied singen.

Sina gab den Kinder immer das Zeichen an den richtigen Stellen und sie sangen den Refrain einwandfrei. Selbst die Zuschauer vor dem Waisenhaus ließen sich anstecken und machten den Rhythmus mit.

„Freddy Mercury, du wirst in dieser Welt unbekannt sein, aber deine Musik wird unsterblich bleiben! Ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich dein Lied in andere Welten weitergebe.“ dachte Sina

>Singen: Level 1 erreicht<

Nachdem Sina fertig war, spürte sie eine extreme Faszination von den Kindern auf sich spüren. „Soo, jetzt brauche ich erst mal eine Pause. Der eine oder andere braucht sie auch bestimmt und die, die noch nicht genug haben, können die Spiele ja weiterspielen.“ und die Kinder verteilten sich wieder und spielen.

Sina sammelt die Bretter wieder ein und bemerkt, das Ralph die ganze Zeit zugeschaut hat. „Hmm vielleicht sollte ich mal mit ihm sprechen.“ und macht ihre Aufgabe noch schnell zu Ende.

Die Passanten gingen wieder weiter ihrer Wege und ihre Kunstaktion mit dem Singen sorgt schon für eine Änderung in der Stadt. Aber dies ist eine Geschichte für später.

„Na Ralph, geht es dir wieder besser?“ fragt Sina den Jungen. Der Junge erschreckt sich, weil er es nicht erwartet hat, das Sina auf einmal hinter ihm steht.

„Das geht dich nichts an.“ dreht Ralph sich von Sina weg und versucht wegzugehen, aber Sina folgt ihm.

„Sag, wie hast du dich gefühlt, als alle Kinder dir zugejubelt haben? Ich glaube, du bist mehr als nur der Anführer deiner Gruppe, meinst du nicht?“

„Was wissen Sie schon.“

„Stimmt ich weiß gar nichts über dich oder diese anderen Kinder, nur dass ihr alle ein schweres, gemeinsames Schicksal teilt, was anderen nicht verstehen, wenn man keine Eltern hat.“

„ … “

„Ich kenne meine Mutter nicht und mein Vater ließ mich von den gemeinsten Ausbildern trainieren, so was wie Liebe habe ich nie wirklich bekommen, sodass ich ihn hasse. Erst später erklärte er sich, warum er so handeln musste, aber… lieben tue ich ihn trotzdem nicht.“

„Sie haben aber wenigsten jemanden! Ich… wir haben niemanden, wir kennen die Zuneigung anderer nicht, wir haben nur uns!“

„Und trotzdem hast du eine Funktion, sonst würdest du nicht die Älteren hier führen oder? Glaubst du nicht, das du für alle ein Vorbild bist? Du bist vermutlich der talentierteste hier mit dem größten Selbstwertgefühl, aber grade deswegen fühlst du dich unsicher, ob du alles richtig machst oder?“ und Sina kam auf ihn zu.

„ Ich..“ als Ralph von Sina umarmt wird.

„Lass es raus.“

„Lassen Sie mich los!“

„Du warst die ganze Zeit alleine und versuchst immer den Starken zu spielen, aber am Ende hast du die größte Angst zu versagen oder?“

„Ich hasse dich!“

„Hass mich, liebe mich, schlage mich! Aber ich lasse dich nicht los! Lass es raus, du weiß genau was ich meine!“

„Ich… ich…!“

„Es ist nicht schlimm, ich mag für dich Irgendjemand sein, aber du sollst wissen, dass ich deine Stärke bewundere, dass du gegen dein Schicksal kämpfst. Klar, ich habe dich heute ein bisschen geärgert, aber ich würde es nicht wagen, deinen Mut infrage zu stellen. Du sollst wissen, du bist nicht alleine!“ und hält Ralph weiterhin fest.

Als ihre Worte bei Ralph ankamen, hat sie einen Nerv getroffen, eine Wand durchbrochen und Ralph fing an zu weinen. All die Jahre, versuchte er den anderen stets zu zeigen, dass jeder auf sich angewiesen ist. Machte immer Blödsinn mit den anderen bei den Erwachsenen, die die Waisen nicht verstanden. Ließ die Schimpftirade von den Schwestern an sich abprallen.

Und dann kommt diese Person und hat Ralph durchschaut? Ralph hat sich immer zugeredet, dass man den Erwachsenen nicht vertrauen kann und darf. Kann er Sina vertrauen? Aber… sie hält ihn ganz tief fest und ist grade nur für ihn da. Er kann seine Tränen nicht stoppen, die sich all die Jahren aufgestaut haben.

Sina hält den Jungen ganz fest, er weint in ihren Kimono, aber das ist ihr egal. Sie selbst hat das in ihrer Kindheit auch dringend gebraucht, aber da war niemand der sie aufgefangen hat, daher wusste Sina, was bei Ralph los war.

Um die Ecke standen die anderen älteren Kindern und versuchen ihre Tränen zurückzuhalten, aber es ließ sich nicht stoppen, nachdem sie erfahren haben, was ihr Boss alles für sie versuchte.

Nachdem mehrere Minuten vergangen sind und Ralph sich wieder beruhigt hat, sitzen er und Sina auf der Wiese und schauen in den Himmel. Sina hat Ralph ein Taschentuch gegeben, damit er in Ruhe sein Gesicht sauber machen kann.

„ … Danke.“

„Keine Ursache, du kannst das Tuch ruhig behalten.“

„Was wird jetzt passieren?“

„Was soll jetzt passieren? Ich habe bei dir ein Problem gesehen und wollte dich, mehr oder weniger, davor bewahren, dass du den falschen Weg gehst, weißt du?“

„Und was wäre der richtige Weg?“

„Das kann ich dir nicht sagen, aber du bist ein Vorbild für alle Kinder. Ihr großer Bruder, der sie beschützt. Ich habe mal von jemanden gehört, die Erstgeborenen sollen immer die jüngeren Geschwister beschützen und ihr seid doch alle mehr oder weniger eine Familie oder?“

„… Irgendwie schon…“

„Ich glaube, du solltest mit den anderen älteren Kindern sprechen, damit meine ich deine Gruppe und die Last gemeinsam teilen. Die Aufgabe sollst du nicht alleine tragen.“

„Dann halten die mich aber für ein Schwächling!“

„Meinst du wirklich? Ich glaube, du solltest deinen Geschwistern ein bisschen mehr vertrauen, meint ihr Lauscher da hinten nicht auch?“ sagte Sina laut und eine Gruppe fühlte sich auf einmal erwischt.

Dann kamen sie alle raus und stellten sich vor Sina und Ralph in eine Reihe. „Es tut uns leid das wir euch gelauscht haben, Ehrenwort!“

„Eh, was macht ihr denn hier? Eh.. ich habe nur Sand in den Augen bekommen und musste es raus weinen…“ versuchte Ralph sich herauszureden, aber…

„Ralph, hör auf. Wir haben mitbekommen, was du versuchst und ich finde, du solltest uns wirklich mehr vertrauen.“ „Genau, ich bin vielleicht der jüngste in der Gruppe, aber ich kann dir helfen!“ und die anderen nickten dem Redner zu.

„Siehst du Ralph? Du bist nicht alleine! Lass dir von deinen Geschwistern auch ein bisschen helfen.“ tröstet Sina den Jungen. Ralph bemüht sich wirklich seine Tränen zurückzuhalten, damit er kein Schwächling ist, aber der eine oder andere ist schon am weinen.

„Ja gut, es tut mir leid, dass ich euch nicht vertraut habe. Lass uns ab heute ein besseres Vorbild für unsere jüngeren Geschwister sein.“ Dann dreht Ralph sich zu Sina. „Schwester Sina, wirst du uns dabei helfen?“

„Eh? Schwester Sina? Ich bin keine Nonne oder so. Ich bin die Heldin der Dämonen!“ denkt Sina grade in Gedanken.

„Erm klar, soweit ich das mit meiner Zeit vereinbaren kann, verstehst du? Ich bin eigentlich Abenteuerin und sollte eigentlich Monster töten nur bin heute als Aufsichtsperson hier, aber… Ja ich werde helfen, wenn es in meinem machbaren Bereich liegt.“ gibt Sina letztendlich die Hilfe zu.

Die Teenies schniefen, weinen und jubeln ihrer neuen Schwester Sina zu und Ralph hat sein persönlichen Vorbild gefunden.

„Aber was sollen wir denn nun tun Ralph? Wir haben ja irgendwie immer die Erwachsenen geärgert und so?“ fragt eines der Kinder.

„Wenn ich einen Vorschlag machen dürfte. Geht in den nächsten Tagen in die Stadt und entschuldigt euch bei ihnen. Einige werden es akzeptieren, andere werden euch vermutlich wieder davonjagen, aber keiner wird sagen können, ihr habt euch nicht entschuldigt.

Das wäre eine gravierende Veränderung die ihr macht und zeigt euren jüngeren, dass auch ihr Fehler gemacht habt und versucht dies wieder auszubügeln. Des weiteren solltet ihr die Schwestern vielleicht auch ein bisschen unterstützen, denn sie opfern ihre Zeit, damit es euch gut geht.

Vielleicht sind sie ja auch Waisenkinder gewesen und verstehen euch besser, als ihr ahnt. Also so würde ich es zumindest für den Anfang machen.“ wirft Sina den Vorschlag in den Raum.

Alle schauen sich an und man sah ihnen an, dass sie zumindest über den Vorschlag nachdachten. Sina merkte, wie sich der Tag dem Ende neigte und lässt die Gruppe alleine. Sie macht sich auf dem Weg zu Schwester Anna, dabei sieht sie überall Kinder, die weiter ihre Spiele spielten.

Im Büro angekommen, sah Schwester Anna von ihren Dokumenten auf. „Wie schnell die Zeit doch vorbeigeht. Ich hoffe, die Kinder haben dir nicht allzu viel Schwierigkeiten gemacht?“

„Mitnichten, alle hatten ihren Spaß und sogar die älteren Kinder haben bei den Spielen mitgemacht.“ antwortet Sina darauf.

Unglauben stand in Schwester Anna´s Augen. „Wie haben Sie das denn geschafft? Ich bin fest davon ausgegangen, dass irgendwer wieder kommt und sich über die beschwert, aber wenn ich überlege, ich hatte heute nach langem mal meine Ruhe…“

„Man muss ihnen was zu tun geben, gerade Sie sollten ja wissen, das Kinder unheimlich viel Ausdauer haben und ihnen die Möglichkeit geben, diese auch zu gebrauchen und wenn es nur Spiele sind.“ erklärt Sina.

„Hmm das kann ich nicht abstreiten. Hier nehmen Sie das Dokument und geben Sie das Ihrer Gilde. Das ist ein Bestätigungsschreiben, dass Sie Ihren Job gemacht haben. Ich werde Sie noch nach draußen begleiten, damit ich mir ein Bild machen kann.“ und beide gehen anschließend raus.

Als sie draußen waren, traute Schwester Anna ihren Augen nicht. Überall, auch die Problemkinder sind gemeinsam am spielen, hüpfen um Seile oder Felder, hört hier und dort Stein-Schere-Papier.

„Bei der Göttin, wie haben Sie das denn gemacht? Die meisten Aufpasser haben nur drauf geachtet, das keiner verschwindet, aber die Kinder lachen ja wieder richtig, vor allem mit den Älteren.“ murmelt Schwester Anna mit einer Hand vor dem Mund.

Dann kam Ralph mit seiner Gruppe und stellt sich vor Schwester Anna. „Schwester Anna? Ich und meine Freunde wollen uns entschuldigen, dass wir Ihnen und Schwester Cerlinde früher so viele Schwierigkeiten gemacht haben. Schwester Sina hat uns die Augen geöffnet und… wir wollen den jüngeren Geschwister ein besseres Vorbild sein.“

„Eh? Ihr… entschuldigt euch? Aber…“ stottert Schwester Anna, den Tränen nahe und weiß nicht was sie sagen soll.

„Keine Sorge Schwester Anna, ich habe den Kindern nichts böses angetan oder so. Ich habe einfach mit ihnen gesprochen. Zwar ein bisschen mit Druck, aber letztendlich haben sie selber gemerkt, dass ich ihnen nur helfen will und haben das eingesehen, dass Sie als auch Schwester Cerlinde nur das beste für alle Kinder wollt.“ erklärt Sina die Situation.

„Danke… Wirklich, danke!“ tränt Schwester Anna und greift eine Hand von Sina und bedankt sich aus tiefstem Herzen. „Danke.“

„Keine Ursache, ich werde, wenn meine Zeit das erlaubt, euch besuchen. Scheinbar bin ich irgendwie ihre Schwester geworden.“ grinst Sina.

„Bringst du uns neue Spiele bei?“ „Erzählst du uns ein paar Geschichten über deine Abenteuer?“ „Gehst du schon?“ und so weiter, als immer mehr Kinder merkten, das Sina sie verlässt. Sina als auch Schwester Anna sind über den Ansturm erstaunt.

„Kinder, beruhigt euch doch. Sina verschwindet nicht von heute auf morgen. Auch sie hat Pflichten, die sie tun musst, aber sie hat versprochen uns zu besuchen.“ versucht Schwester Anna die Meute zu beruhigen.

„Keine Angst, ich werde euch schon besuchen kommen Kinder, aber ich muss langsam wirklich gehen. Wenn wirklich wirklich was brennt, sucht die Abenteuergilde, die kennen mich und können euch weiterhelfen, wenn ihr mich suchen solltet.“ und versucht zu entkommen, aber einmal in den Griffel der Kinder, ist es fast unmöglich.

Letztendlich durfte Sina das Waisenhaus verlassen und verabschiedet sich von allen. „Himmel, bin ich müde… direkt zur Taverne und ins Bett. Belohnung kann ich auch morgen abholen.“ seufzt Sina und machte sich auf den Weg.

„Oho, werter Gast, wie ich gehört habe, hattet ihr heute richtig was zu tun gehabt?“ grüßt Mira, als Sina die Taverne betritt.

„Das könnt Ihr aber laut sagen. Ich will jetzt einfach nur noch euer leckeres Abendmahl essen, mich waschen und ins Bett werfen.“ grüßt Sina zurück.

„Ich habe meinem Mann gesagt, er soll Euch was extra machen. Ihr seid das Stadtthema Nummer eins, wusstet Ihr das? Ich meine, wer sich so für die Waisenkinder reinkniet, der sollte auch belohnt werden!“ teilt Mira das mit.

„Eh? Erm… Ok? Danke?“ schaut Sina verdutzt.

„Nichts zu danken, Ihr habt es euch verdient! Nun geht schon, bevor das Essen kalt wird!“ und Mira scheucht Sina in das Essenszimmer.

„Ob das Karma ist?“ fragte Sina sich in Gedanken.

Kapitel 16

Ich bin wiedergeboren und mein 1. Auftrag ist im Waisenhaus?

Am nächsten Morgen wacht Sina in ihrem Bett auf. Sie hat am voherigen Tag gut gegessen, von den Strapazen gewaschen und als würde ihr Blut sie dazu zwingen, schlief sie wieder mal nackt.

„Uff, war gestern was los gewesen, aber dafür habe ich ein wunderschönes weiches Bett… Ich habe noch genug von der aktuellen Währung, aber wenn ich nichts tue, muss ich auf die Alte umsteigen, die mir vielleicht Probleme machen kann. Ich muss mal Prashi fragen, ob es jemanden gibt, der es eventuell umtauschen kann, ich meine, ich hab genug davon, dass ich mir eine Villa hier kaufen könnte. Genau, so machen wir es und wenn ich schon in der Gilde bin, kann ich ja mal nach den Aufträgen Ausschau halten.“ redet Sina mit sich selber.

Sina zog ihre normalen Alltagskleidung (Kimono) an und verlässt ihr Zimmer, um zu frühstücken. Auf dem Weg triff sie Mira. „Guten Morgen, so früh schon wach? Da habt ihr aber Glück, das Brot ist grade frisch gebacken und schmeckt dann am besten!“ grüßt die Besitzerin.

„Guten Morgen Mira, dann kann der Tag ja nur noch besser werden, wenn das Frühstück schon lecker sein wird.“ freut sich Sina. Im Essensraum war Sina der erste Gast, der frühstückt. Ein leicht verzücktes Gesicht ging über Sina, das Essen muss wahrlich munden.

Nachdem Sina gegessen hat, verabschiedet sich Sina und verlässt die Taverne. Anschließend geht sie zum Gildenhaus. Auf dem Weg arbeiten die Händler schon an ihren Marktständen, was Sina aber nicht mitbekommt ist, dass sie mit ihrer exotischen Kleidung und ihrer Schönheit viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Da werden einige weibliche Wesen sehr Eifersüchtig werden, aber das ist eine Geschichte für später.

Als Sina die Gilde betrat, wurde sie von einem riesigen Kerl blockiert. Sein Gesicht ist mit Mullbinden versehen und er scheint auf Ärger aus zu sein.

„Na, wen haben wir denn hier? Die Freundin von dem Pechvogel? Ich werde das nicht vergessen, was du mir angetan hast!“ brüllt der mumifizierte Donny.

„Kennen wir uns?“ fragt Sina ahnungslos. „Wüsste nicht, dass ich irgendeiner Mumie über den Weg gelaufen sei.“

„Willst du mich etwa auf den Arm nehmen?! Du hast mir das angetan und wegen dir habe ich lauter Rechnungen! Ich mach dich fertig!“ und holt zu einem Schlag aus. Scheinbar hat keiner Donny aufgeklärt, das Sina den Trainer fertig gemacht hat.

Sina wartet, dass seine Faust ihr nah genug war, dann packte sie Donny´s Arm und wirf ihn mit wenig Kraft durch die Eingangstür, ein Déjà-vu hat wohl wieder stattgefunden.

>Werfen: Level 6 erreicht<

Bei dem Krach, der wieder stattgefunden hat, kam Prashi um die Ecke gerannt und mit einem Blick hat sie erkannt was los war. „Lass mich raten. Donny?“ fragt sie genervt.

„Keine Ahnung, so eine Mumie griff mich an und ich habe nur in Notwehr gehandelt. Ich bin doch eine hilflose Frau, da muss man sich doch wehren.“ erklärt Sina sich. Keiner, der den Kampf mit Raul gesehen hat, kauft ihr diese Geschichte ab

„Natürlich, gibt es Zeugen, die gesehen haben, das Donny zuerst angegriffen hat?“ fragt Prashi in die Runde und mehrere Abenteurer heben die Hand.

„Ok, ich glaube, der Gildenmeister muss mit Donny ein ernstes Wort sprechen, damit das nicht zur Routine wird, das Donny-Werfen…“ murmelt Prashi.

„Ich würde dir Klapptüren empfehlen, die sollten nicht so schnell kaputt gehen.“ schlägt Sina vor, als sie den Schaden betrachtet. Donny liegt wieder mit dem Gesicht auf der Straße und regt sich nicht.

„Oh sei ruhig Sina…“ und Prashi geht zu ihrer Rezeption um den Vorfall aufzuschreiben, Sina folgt ihr dabei.

„Falls ich das vergessen habe, schönen guten Morgen Prashi.“

„Morgen…“

„Entschuldigung wegen der Mumie, aber ich lasse mich bestimmt nicht schlagen.“

„Keine Sorgen, du hast Leute, die bezeugen können, dass Donny dich zuerst angegriffen hat, Sina. Aber ich glaube du bist nicht unbedingt wegen Donny gekommen oder?“

„Ich wollte dich fragen, ob du jemanden kennst der meine alten Münzen gegen die aktuellen tauschen würde und ich bin gekommen für einen Auftrag.“

„Hmm, ich kenne keinen der alt gegen neu umtauscht, aber das muss nichts heißen, ich werde einfach mal herumfragen und wegen des Auftrags, du bekommst diesen hier.“

„Eh? Dachte ich muss an der Tafel erst mal einen einen aussuchen?“

„Nun, da gibt es diesen Vorfall mit Raul. Der hat erst mal paar Wochen Bettruhe verordnet bekommen. Seine körperlichen Schäden sind soweit kuriert, aber… das Trauma, was du ihm angetan hast, musst er noch verarbeiten. Du kannst natürlich seinen Job für diese Zeit übernehmen, aber ich habe das Gefühl, dass wir in der Zeit keine Neulinge mehr bekommen.“

„… Was soll ich bei dem Auftrag machen?“

„Der ist einfach. Das Waisenhaus sucht für heute eine Aufsichtsperson für die Kinder. Hier, nimm diesen Zettel und zeigt ihn der Schwester Anna. Sie wird dir dann vor Ort alles weitere erklären und… deine Waffen wirst du am besten in dein Inventar legen. Die Schwesternschaft will vor Ort keine Waffen sehen und verbietet jegliche Gewalt.“

„Kinder aufpassen? Ich weiß gar nicht wie das gehen soll. Ich kann eher Monster töten und so.“

„Tja, sei offen für Neues. Vielleicht lernst du bei dieser Arbeit ein paar neue Dinge, die dir in der Zukunft weiterhelfen können.“ grinst Prashi böse und Sina ergibt sich. „Du weiß wo das Waisenhaus liegt?“

„Sherry hat es mir gestern gezeigt, ich sollte den Weg noch ungefähr kennen.“ murmelt Sina niedergeschlagen.

„Dann sehe ich dich heute Abend oder morgen, je nachdem wann du kommst.“ freut Prashi und verabschiedet sich von Sina.

Sina wirkt etwas verloren, aber tut was Prashi ihr geraten hat und legt ihre Waffen ins Inventar mit einer leisen Entschuldigung. Anschließend verlässt sie das Gildenhaus, Donny liegt da immer noch bewusstlos auf der Straße und geht Richtung Kirche, sowie Sherry ihr gestern den Weg gezeigt hat.

Am Waisenhaus angekommen, sieht sie viele Kinder herumrennen. Sina sucht dann nach der Schwester, wirkt aber hilflos, bis eines der Kinder sie anspricht.

„Miss Miss, haben sie sich verlaufen? Vielleicht kann ich ihnen ja weiterhelfen.“ fragt ein kleines blondes Mädchen.

„Nein, ich suche nach der Schwester Anna.“ antwortet Sina. „Ah, ich kann dich zur ihr bringen, sie ist im Büro.“ und das Kind zieht Sina ungefragt am Arm.

Es dauert nicht lange, da wurde Sina in das Büro von Anna gebracht. „Was ist hier los? Wen hast du wieder mitgebracht, Prischella?“ ruft eine, in einer Nonnenrobe gekleidete, ältere Dame.

„Ich habe nichts getan Schwester Anna, die Frau hat nach dir gesucht und habe sie dann hier her gebracht!“ widerspricht das Kind der Anschuldigung.

„Ach so, dann kannst du wieder gehen und mit den anderen spielen. Wie kann ich ihnen helfen?“ sprach Schwester Anna Sina an, nachdem das Kind fort war.

„Mein Name ist Sina und ich wurde von der Abenteuergilde geschickt bezüglich des Auftrages, ihr würdet eine Aufsichtsperson für heute benötigen.“ erklärt Sina sich und zeigt der Schwester den Auftragszettel.

„Huch? Das ging aber schnell, sonst muss ich immer solange warten bis jemand kommt. Dann hat die Göttin meine Gebete erhört. Ich bin die Schwester Anna und betreue das Waisenhaus. Neben mir arbeitet noch die Schwester Cerlinde, aber sie muss heute in der Kirche arbeiten und alleine kann ich nicht auf die Kinder aufpassen und gleichzeitig das Waisenhaus betreuen.“

„Ich verstehe, was soll ich genau als Aufsichtsperson machen?“

„Ganz einfach, aufpassen dass die Kinder keinen Blödsinn machen, Streitigkeiten schlichten und mit ihnen spielen. Problematisch sind die älteren Kinder, die eher schon Jugendliche sind. Die hauen nämlich gerne ab und kommen irgendwann wieder abends zurück. Aber da kannst du nicht viel machen. Alle Kinder haben keine Eltern, gestorben im Krieg, durch Monster oder einfach nur abgegeben und ihrem Schicksal überlassen. Diesen Kindern fehlt einen Vorbild. Schwester Cerlinde und ich geben unser bestes, aber auch uns sind Grenzen gesetzt. Dabei wünschen wir den Kindern nur das beste.“

„Ok, dann fange ich am besten mal an.“ und Sina verabschiedet sich von der Schwester Anna. „Ich wünsche ihnen viel Glück und lassen sie es ruhig angehen.“ ruft die Schwester Anna Sina noch zu.

Also Sina wieder draußen war, trifft sie auf das kleine Mädchen Prischella. „Und, was wolltet ihr von der Schwester Miss?“ fragt sie neugierig.

„Du bist aber wirklich neugierig, kann das sein? Ich bin die Vertretung von Schwester Cerlinde und heiße Sina. Sag, was macht Cerlinde mit euch eigentlich, wenn sie über euch aufpasst?“

„Na ja, eigentlich nicht viel. Meistens rennt sie den älteren Kindern hinterher, so sind wir jüngeren mehr oder weniger auf uns alleine gestellt.“

„Ok? Und was macht ihr in eurer Freizeit?“

„Meistens Verstecken spielen, mehr haben wir nicht.“

„… Hol die anderen Kinder, ich bring euch ein paar neue Spiele bei.“

„Echt? Cool, einen Moment, ich hole die anderen.“ und Prischella rennt von Sina weg. Sina holt in der Zeit Kreide aus dem Inventar und fängt an, auf dem Steinboden Hüpfspiele zu zeichnen.

Als Sina fertig war, standen über zehn Kinder vor ihr. „Hallo, mein Name ist Sina und für heute passe ich auf euch auf.“ Die Kinder grüßen sie alle freundlich.

„Also ich habe Prischella gesagt, das ich euch neue Spiele beibringe. Seht ihr die gemalten Felder? Bevor ich euch das Spiel zeige, bringe ich euch vorher ein anderes Spiel bei.“ und bringt ihnen das Stein-Schere-Papier-Spiel bei.

In kürzeste Zeit haben alle Kinder das Spiel verstanden und haben unheimlichen Spaß dabei. „Es freut mich, dass ihr daran schon Spaß habt. Nun zeige ich euch die Hüpfspiele. Der Grund warum ihr zuerst Stein-Schere-Papier lernen solltet ist, dass ihr abwechselnd das Hüpfspiel machen können, indem ihr vorher den Gewinner ausspielt. Aber keine Sorge, ich habe genug Felder mit Kreide gemalt, das jeder zum Zug kommt.“

Anschließend erklärt Sina ihnen die Hüpfspiele und zeigt ihnen das vor. Passanten, die an das Waisenhaus vorbeigehen, staunten nicht schlecht, dass eine erwachsene Frau vor Kinder mit einem Bein herum hüpft und sorgt für Gesprächsrunden in der Stadt.

Die Kinder spielten ausgelassen, endlich haben sie eine Abwechslung. Sina bringt den älteren der Kinder bei, wie man die Felder zeichnet, denn sollte es regnen, verschwinden sie. Dabei sollen sie sich neue Ideen einfallen lassen, andere Formen von Feldern zu zeichnen und diese dann auszutesten.

Nach der Erklärung fällt Sina auf, das eine Gruppe von Teenies sich vom Waisenhaus entfernen will und geht ihnen entgegen, um sie daran zu hindern.

„Na, wo wollt ihr denn hin?“ fragt Sina unschuldig, mit der Ahnung, dass die Gruppe vermutlich die Problemkinder sind, die Schwester Anna angesprochen hat.

„Das geht dich überhaupt nichts an! Wir sind alt genug, das zu tun, was uns gefällt!“ antwortet ein Junge mit roten Haaren, vermutlich der Chef der Gruppe. Die anderen nicken ihm zu.

„Oho, als ein ganz Harter bist du also. Was hält du von einem Spiel?“ versucht Sina die Gruppe zu ködern.

„Warum sollten wir mit ihnen spielen? Wir sind keine Kinder mehr!“ antwortet der Junge gereizt.

„Ganz einfach, wenn du mich in dem Spiel besiegt, werde ich euch in Ruhe lassen. Sollte ich aber gewinnen, werdet ihr mir bei einigen Projekten hier helfen.“ grinst Sina bei ihrer Antwort.

„Warum sollte ich das mitmachen? Hab darauf keine Lust.“ bockt der Junge.

„Wie? Hast du etwa Angst gegen eine Frau zu verlieren oder bist du ein Feigling? Dabei bist du doch der Chef der Gruppe oder nicht?“ provoziert Sina den Jungen.

Ein leises Murmeln entstand in der Gruppe und der Bandenchefjunge fühlt sich unter Druck gesetzt, bis einer seiner Kumpels ihm sagt: „Ralph, lass dir das nicht gefallen. Egal was für ein Spiel sie mit dir will, wir wissen das du siegen wirst!“

„Ja Ok, ich mache das Spiel mit dir. Was sollen wir spielen?“ als bleibt Ralph keine andere Wahl, so wie Sina das geplant hat.

„Keine Sorge, es ist ein einfaches Spiel. Du wirkst auf mich ziemlich sportlich, als wäre es auch was für dich. Kennst du Seilspringen?“ und holt aus ihrem Inventar zwei Seile raus, eins davon gibt sie Ralph.

„Hä? Was soll das für ein Spiel sein?“ fragt Ralph misstrauisch, weil er so ein Spiel überhaupt nicht kennt und mit dem Seil nichts anzufangen weiß.

„Keine Sorge, ich zeige es dir, aber lass erst mal woanders hingehen, sonst fühlen sich die Passanten gestört.“ und gehen wieder in den Hof rein.

„Ganz einfach, du nimmst beide Seilenden in die Hände und wirfst dies dann über dein Körper, etwa so.“ und zeigt wie das geht. Erst langsam, dann immer etwas schneller. Ralph beobachtet Sina und macht das mit anfänglichen Schwierigkeiten dann nach.

„Talent hast du, also um den Sieger festzulegen: Wer die meisten Sprünge schafft, bis er vom Seil getroffen wird, hat gewonnen. Deine Freunde sind die Schiedsrichter und zählen unsere Sprünge. Da ihr zu sieben seid, schlage ich vor drei zählen bei dir, die anderen zählen die Sprünge von mir.“ und schaut fragend den Ralph an, nachdem sie dem Jungen erklärt hat, wie die Sprünge gezählt werden.

„Ich werde dich locker fertig machen! Ihr vier, passt auf das die Frau nicht schummelt!“ befielt Ralph den Jungs.

„Ok, auf die Positionen mit euch und Abstand von den Teilnehmern, auf 3 geht’s los… 1… 2… 3“ und beide springen um die Seile. Sie springen und springen und springen, während die Schiedsrichter zählen.

Die Aktion lockte die anderen Kinder an, die Sina bisher nicht gesehen hat sowohl die jungen Kinder von vorhin und alle fingen laut an zu zählen. Nachdem sie bei 300 angekommen sind, wurde Ralph rot im Gesicht und schwitze wie ein Wasserfall. Dann fingen einige Kinder an, Ralph zuzurufen. „Ralph. Ralph. Ralph.“ jubeln sie in Chor.

Passanten die an dem Waisenhaus vorbeigehen wollten, blieben stehen bei dieser Szene. Eine Frau in Kimono und ein Junge mit roten Haaren springen gemeinsam um die Seile, während andere Kinder am jubeln sind. Wieder hat Sina für weitere Gesprächsthemen gesorgt.

„Na, Harter. Geht dir schon die Puste aus?“ ärgert Sina ihn. „*huff* Als ob! *huff*“ schnauft Ralph und ignoriert Sina. Und dann passierte es, Ralph ging die Ausdauer aus und stolpert über das Seil, während Sina weiter hüpft. Und hüpft und hüpft und hüpft bis einer der Schiedsrichter sagt: „Miss, sie haben gewonnen, sie haben Ralph längst überholt.“

„Soo, Ralph, bist du ein guter oder schlechter Verlierer?“ und alle Kinder warten gespannt auf die Antwort von Ralph.

Kapitel 15

Ich bin wiedergeboren und bin einzigartig?

> Auswahl Berufe<

>Samurai-Neuling <

>Traumkämpfer-Neuling <

>Illusionskämpfer-Neuling <

>Krieger-Neuling <

„Berufe, davon weiß ich gar nichts. Das System dürfte relativ neu sein, wenn das die Dämonen auch könnten, dann kann Alliancia aber einpacken. Aber mal schauen, die ersten drei dürften was wegen meines Wissen aus der anderen Welt sowie an meiner Rasse liegen, aber für mich ist es ganz klar, welchen Beruf ich nehme.“ und Sina aktiviert ihren Beruf.

>Beruf: Samurai-Neuling freigeschaltet <

>Beidhändigkeit: Level 8 erreicht<

>Monströse Schnelligkeit: Level 8 erreicht<

>Vitalität Erhöhung: Level 8 erreicht<

>Ausdauer Erhöhung: Level 6 erreicht<

>Schmerzlosigkeit Level 5 erreicht<

„Ok, mein Beruf ist Samurai-Neuling.“ teilt Sina das Prashi mit. Prashi´s Gesicht wirkte auf einmal wie erstarrt.

„Eh, kannst du das nochmal wiederholen? Ich glaube, ich habe mich verhört.“ bittet Prashi um eine Wiederholung. „Samurai-Neuling.“ antwortet Sina. Prashi seufzt auf einmal sehr schwer und laut.

„Ok, Samurai-Neuling. Ein Beruf von dem ich noch nie gehört habe. Du bringst mich echt in Erklärungsschwierigkeiten, weißt du das eigentlich? Ist das der Grund warum du so seltsam gekleidet bist? Und was sind das eigentlich für Waffen? Für Schwerter sind sie irgendwie zu schmal.“ verlangt Prashi eine Erklärung.

Sina merkt, wie schwer Prashi unter Druck stand und entschloss, den Samurai zu erklären. Dass er ein Nahkämpfer ist mit speziellen Waffen, sogenannte Katanas, kämpft und nicht unbedingt an seine Ausrüstung angewiesen sei.

„Ich verstehe, dann bist du erst mal einzigartig unter den Abenteurern… Wenn ich bedenke sind alle SSS-Abenteuer einzigartig, aber dazu später.“ Prashi trägt alle Daten in ihr Dokument ein und beginnt einen Zauber. Das Dokument duplizierte sich und eines davon verwandelt sich in eine normale Karte, nicht größer als eine Kreditkarte aus Sina´s alten Welt.

Prashi übergibt die Karte Sina. „Damit bist du offiziell ein Mitglied der Abenteurergilde das dich als Abenteurer ausweist. Damit hast du einige Vorteile wie du das bei Sherry und den Torwachen gesehen hast. Dein aktueller Rang ist G, diesen Rang hat jeder Neuling!“ erklärt Prashi nun das Abenteuersystem und zaubert eine Liste.

Rang – SSS

Rang – SS

Rang – S

Rang – A

Rang – B

Rang – C

Rang – D

Rang – E

Rang – F

Rang – G

„Rang G, damit startet jeder und um aufzusteigen, muss man eine bestimmte Anzahl von Aufträgen erledigt haben. Sherry ist Rang E nur als Nebeninformation. Es gibt bestimmte Situationen, zum Beispiel: eine Monsterhorde greift ein Dorf an und du würdest es erfolgreich verteidigen können, da kann der Gildenmeister dich befördern. Aufträge, die die Tötung von bestimmten Monstern beinhalten, geben mehr Punkte als Sammelaufgaben. Als Rang G darfst du nur Aufträge von Rang G und F nehmen.

Je höher der Rang ist, desto schwerer sind die Aufträge, das gilt vor allem ab Rang S. Von G bis A ist alles relativ „normal“, aber das „S“ steht für „Spezial“. Aber die Erklärung bekommst du erst, wenn es wirklich soweit ist, zumal du die Zustimmung aller Gildenmeister benötigst, um Rang S aufzusteigen. Insgesamt gibt es nur 40 offizielle S Abenteurer, davon sind 6 Rang SSS. Die stärksten der Stärksten bei uns.“ und Prashi holt erst mal Luft nach der Erklärung.

„Die Belohnungen stehen auf den Auftragszetteln, was wir auch annehmen, sind Monstersteine. Sobald du ein Monster tötest, bekommst du, falls du einen Inventar-Ring hast, automatisch solche Steine in dein Inventar. Diese kaufen wir dann ab. Je stärker das Monster war, in desto intensiveren Farben leuchtet dieser Stein.“

Sina schaut in ihr Inventar und Prashi hat Recht gehabt. Sie hat sehr viele Monstersteine. „Sag, kann ich jetzt schon die Monstersteine abgeben?“ fragt Sina.

„Aber sicher, hier, leg einfach die Steine in die Kiste rein.“ antwortet Prashi. Sina hält ihre Hand über die Kiste und aktiviert im Inventar, das alle Monstersteine raus sollen und dann regnete es nur Steine von ihrer Hand in die Kiste.

„Eh?“ staunten Sherry und Prashi bei der Aktion. Selbst Abenteurer in der Nähe fielen fast die Augen raus. Als es scheinbar dann aufhörte, kam noch einmal ein großer Monsterstein aus der Hand raus. „EH?!“

„Wo zum Geier warst du in letzter Zeit eigentlich Sina? Das sind alles Monstersteine von Schwarzen Goblins, auch Berggoblins genannt. Die Anzahl der Stein deutet drauf hin, dass du ein ganzes Nest ausgeräuchert hast und ihren König dazu getötet hast. Das ist ein Rang B Auftrag!“ ruft Prashi laut.

„Ich habe mich verlaufen und als dunkel wurde, habe ich nach einer Höhle gesucht wo ich Unterschlupf finde und bin dabei auf diese Goblins gestoßen. Als ich deren Boss getötet habe, sind alle restlichen Goblins weggerannt und habe die Höhle wieder verlassen, weil es drinnen so stank. Daher habe ich dann auf einem Baum geschlafen und am nächsten Morgen habe ich Sherry getroffen.“ erklärt Sina sich.

„Wir haben hier 357 Steine von Berggoblins, 1 Stein vom Berggoblinkönig und 3 Steine von Hochland-Orks… und sie erzählt mir von, sie habe sich verlaufen… Ok, alles gut Prashi… Du bekommst dann für alle Steine eh…55 Silbermünzen und 80 Kupfermünzen.“ und händigt das Geld an Sina aus.

„Super, dann hab ich nun etwas von der aktuellen Währung, was mir nicht so viele Schwierigkeiten machen wird, wie die alte Münzen. Was gibt es noch eigentlich für mich zu wissen?“ fragt Sina die Rezeptionistin.

„Lass mich überlegen… Du hast die Karte und die Gebühren sind auch bezahlt, du hast das Rang-System erklärt bekommen bezüglich der Monstersteine sowie die Aufträge, übrigens kannst du immer nur einen Auftrag annehmen, nein, alles wichtige hast du erklärt bekommen.“ nickte Prashi.

„Was hältst du von der Idee, dass ich dir die Stadt zeige Sina? Heute wirst du bestimmt keinen Auftrag annehmen oder? Du brauchst ja auch eine Unterkunft und so, das kann ich dir alles zeigen.“ schlägt Sherry vor.

„Das ist eine gute Idee, ich ziehe Betten immer noch vor, als auf einem Baum zu schlafen. Ich bedanke mich für deine Hilfe Prashi und sag Raul, dass es mir leid tut, also das ich ihn in den Boden gerammt habe.“ dankt Sina.

„Keine Ursache, du kannst jederzeit zu mir kommen, wenn du ein Ratschläge brauchst oder einen Auftrag annimmst.“ lächelt Prashi freundlich.

Die Damen verabschieden sich und Sherry zeigt Sina die Stadt. Zuerst zeigt Sherry die Schmiede. „Hier ist die Schmiede. Da kannst du Ausrüstung und Waffen kaufen sowie reparieren lassen, lass uns rein gehen, ich will dir drinnen jemand vorstellen.“ und Sherry geht in das Geschäft rein mit Sina.

„Hey hey, wenn das nicht mein blaues Vögelchen ist.“ ruft ein Zwerg laut zu den neuen Besuchern.

„Hallo Brandrulim, wie geht es dir? Ich habe meine Freundin Sina mitgebracht. Sie ist neu in der Stadt und ich zeige ihr die wichtigsten Orte.“ grüßt Sherry zurück. Ein Zwerg mit einem langem Bart, dass schon sehr grau ist, stellte sie vor den Damen und verbeugt sich.

„Oha, das ist ja was feines. Brandrulim, Besitzer dieser Schmiede und Meister der Waffenschmiede. Gnädigste, darf ich fragen was für Waffen Ihr da tragt?“ fragt der Zwerg mit sehr neugierigen Augen auf Sina´s Katanas.

Sina zog Murtair aus der Scheide und zeigt dies dem Zwerg. Der Zwerg gibt ein lautes Pfeifen von sich und untersucht das Katana mit einem professionellen Blick.

„Solch eine Waffe habe ich noch nie gesehen. Eine dünne lange Klinge, aber ich sehe genau, dass das Potenzial an der Schärfe dieser Waffe liegt. Das ist nicht nur irgendeine Klinge, sondern ein Meisterschwert. Da hat der Schmied sein Herz und seine Seele rein gehämmert! Gnädigste, darf ich sie mal halten?“ bittend um eine tiefgründige Untersuchung.

Sina fühlt sich bei dem Gedanken nicht unbedingt wohl, dass Fremde ihre Waffen benutzen, aber neue Kontakte bringen nur Vorteile, also händigt sie ihr Katana aus.

Brandrulim hält die Waffe mit beiden Händen, als würde er das Gewicht abschätzen. Dann untersucht er die Schneide intensiver ohne eine Stelle auszulassen. Danach schwingt er die Klinge ein bisschen und am Ende holt er ein Tuch aus seine Westentasche und lässt es auf die Klinge fallen… es wurde ohne Widerstand in zwei Hälften geschnitten.

„Ich weiß nicht, wo ihr so einen Schmied gefunden hab, aber das ist ein Teufelskerl von Schmied. Selbst ich könnte nicht so eine Schärfe hinbekommen und dabei schmiede ich über 200 Jahre schon Waffen! Ich danke euch vom Herzen, dass ihr meine Neugier befriedigt habt.“ und übergibt Murtair Sina zurück.

„Soo, wie kann ich euch helfen meine Damen?“ fragt Brandrulim nun nach dem geschäftlichen Aspekt.

„Ich wollte nur Sina dir vorstellen, vielleicht wird sie ja demnächst auch eine Kundin oder sorgt zumindest, das Abenteurer in Schlange bei dir stehen, wenn sie weiterhin die Abenteurer vermöbelt.“ kichert Sherry.

„Ah, sie war es, die Donny aus dem Gildenhaus rausgeworfen hat? Seine Rüstung war ziemlich verschrammt, aber was mich mehr wunderte, waren die eigenartigen Vertiefungen am Halsbereich. Du musst aber sehr kräftig sein, aber ich würde mich freuen, wenn wir vielleicht in Zukunft Geschäfte machen können.“ grinst der Zwerg Sina an.

„Ich freue mich schon auf die Zukunft.“ erwidert Sina und grinst zurück. Die Damen verabschieden sich von dem Besitzer und gingen zum nächsten Ort.

„Dort drüben ist die Kirche und hinter der Kirche ist das Waisenhaus. Manchmal bekommt die Gilde Aufträge für einen Tag auf die Kinder aufzupassen, einfache Aufgabe finde ich.“ kommentiert Sherry.

Dann kamen die Damen an eine Taverne. „In der Stadt gibt es mehrere Tavernen, ich habe ganz bewusst diese vorgezogen, weil man hier vernünftige Betten und Essen bekommt.“ erklärt Sherry.

„Bist du auch in der Taverne Gast?“ fragt Sina. Die Taverne macht auf sie einen gepflegten Eindruck.

„Ah nein, ich wohne hier in der Stadt und lebe in einem Einzelzimmer, aber zum Essen gehe ich gerne in diese Taverne, zumal die Besitzer keine großen Probleme damit haben, dass ich verflucht bin. So, dass war die Rundbesichtigung in der Stadt, solltest du die Taverne zum ausruhen nehmen, grüß die Besitzer von mir und vielleicht sehen wir uns ja wieder. Ich zumindest würde mich freuen, wenn wir gemeinsam paar Aufträge machen könnten.“ verabschiedet Sherry sich von Sina.

„Man sieht sich. Puh, da habe ich doch heute einiges neues gelernt und es wird scheinbar langsam dunkel. Dann gehe ich mal in die Taverne.“ und betritt dies. Der Eingang ist sauber und man riecht frisches Essen.

„Willkommen im Pub Friedensheim, mein Name ist Mira. Wie kann ich Euch helfen?“ fragt eine stämmige Frau.

„Ich suche ein Zimmer zum Schlafen sowie Möglichkeit zu essen. Eure Taverne wurde mir von Sherry empfohlen, von der ich Euch grüßen soll.“ antwortet Sina.

„Ah haha, Sherry hat jemanden kennengelernt? Das freut mich aber. Nun zu Eurem Wunsch, eine Nacht kostet 2 Silbermünzen mit Frühstück und Abendessen. Wir stellen zu bestimmten Zeiten das Badezimmer zur Verfügung, solltet ihr euch von eurer Reise reinigen wollen.“ gibt Mira die Information kund.

„Wunderbar, dann möchte ich gerne ein Zimmer für eine Woche haben.“ und Sina legt 14 Silbermünzen auf dem Rezeptionstisch.

„Prächtig, ich zeige Euch das Zimmer, dann bekommt Ihr von mir den Schlüssel, in einer Stunde haben wir dann frisches Abendessen.“ freut sich Mira über ein neuen Gast.

Kapitel 14

Ich bin wiedergeboren und bin zu stark?

„Was ist hier los?!“ ruft eine laute weibliche Stimme. Eine Frau in Uniform stand mitten in der Halle und will eine Erklärung für die kaputte Tür sowie den anschließenden Krach haben.

„Keine Ahnung, so ein riesiger Kerl stürmte ohne anzuhalten einfach raus. Die anderen hier können das bestimmt bezeugen!“ erklärt Sina mit einem freundlich/tödlichen Lächeln.

„Genau, Donny hatte es auf einmal sehr eilig gehabt!“ „Es ist Donny, sie kennen ihn ja wie er so ist.“ „Glaube Donny hatte eine Verabredung…“ rufen die eingeschüchterten Abenteurer der Frau zu.

„*Snif* Donny… Donny stürmte an uns vorbei, mehr kann ich dir leider auch nicht sagen, liebe Prashi.“ erklärt Sherry die Situation.

Prashi zog misstrauisch ihre Augen zusammen, aber kann bei den Aussagen nicht viel tun. „Dann schick ich Donny die Rechnung für die kaputte Tür und ihr zwei Damen kommt mit mir.“

Sherry und Sina folgen der Rezeptionistin Prashi, während die Abenteurer sich wieder alle laut unterhielten.

„Hast du das gesehen? Sie hat Donny wie ein Kleinkind rausgeworfen!“ „Wie schwer ist Donny mit seiner Rüstung? 250 Kg?“ „Mit einer Hand hatte sie ihn im Griff und wirft ihn einfach so raus…“ „Erinnere mich daran, mich nicht mit der Frau anzulegen.“ „Donny ist doch ein Rang B Abenteurer oder?“

Die Damen standen an der Rezeption von Prashi. „Nun sind wir unter uns. Bitte Sherry, sag mir die Wahrheit. Hat Donny dich wieder geärgert?“ fragt Prashi besorgt.

„Du kennst ihn ja, er hat es wieder getan…“ gestand Sherry ihr die Wahrheit und erklärte wie Sina ihn bearbeitet hat. Prashi pfeift bei der Meisterleistung, die Sina gemacht hat.

„Das Schwein hat schon lange eine Abreibung verdient, nur mischt sich keiner bei diesem Problem ein. Aber heute hat er endlich seinen Meister gefunden. Danke das du Sherry geholfen hast.“ lobt Prashi Sina zwinkernd.

„Ah, ich habe euch noch gar nicht vorgestellt. Sina, das ist Prashi von der ich dir erzählt habe, eine meiner wenigen Freunde in der Stadt. Prashi, das ist Sina, sie hat mir nicht nur bezüglich Donny geholfen, sondern sogar mein Leben vor Hochland-Orks gerettet und anschließend bei meiner Sammelaufgabe geholfen.“ stellt Sherry beide einander vor.

Prashi ist ein weiblicher Mensch, mit grünen Augen und brünetten Haaren, aber strahlt eine Autorität aus, die man nicht übersehen kann.

„Oho, willst du mir sagen, dass jemand gegen dein Pech resistent ist?“ fragt Prashi.

„Erm, das wollte ich die ganze Zeit zu fragen, aber was hat es mit dem Pech von Sherry auf sich?“ mischt sich Sina ein.

„Nun, wie Donny unfein erklärt hat, ich bin ein Pechvogel und habe dies sogar als Titel. Ich weiß nicht wie ich den Titel bekommen habe oder wie die Umstände dazu sind, aber seitdem bringe ich allen in meiner Nähe nur Pech, was sogar tödlich enden kann. Seitdem will niemand was mit mir zu tun haben oder in meiner Nähe sein. Es ist also ein Fluch und zu meinem Leidwesen, aufgrund dessen dass ich ein Halbelf bin, lebe ich länger als normale Menschen. Problematisch ist auch für mich, dass ich aus irgendeinem Grund starke Monster anziehe. Bisher hatte ich immer „Glück“ irgendwie lebend zu entkommen.“ erklärt Sherry ihr Problem.

„Nüchtern betrachtet bin ich vermutlich das tödlichste Monster was sie mit ihrem Pech angezogen hat. Sherry kann einem wirklich Leid tun, aber das braucht sie ja nicht zu wissen.“ dachte Sina ironisch in ihren Gedanken.

„Ich verstehe, deswegen haben dich die Orks angegriffen. Dann war ich dein Glück des Tages! Ich meine, erst rette ich dich vor den Orks und dann vor Donny, wobei ich ihn auch nicht wirklich mochte. Er erinnerte mich an jemanden…“ und dreht ihr Gesicht weg, damit man ihre Mordgedanken nicht abliest.

„Ok, dann wäre das Thema geklärt und ich kenne die Wahrheit. Keine Sorge, ich werde dem Gildenmeister sagen, das Donny wieder Blödsinn gemacht hat und er eine Rechnung bekommt. Wie kann ich euch helfen?“ fragt Prashi freundlich.

„Also ich würde gerne die Heilkräuter abgeben von meiner Aufgabe.“ und legt ihr ein großes Bündel Heilkräuter sowie den Auftragszettel hin. Prashi nimmt beides entgegen und prüft die Qualität der Heilkräuter.

„Eine gute Qualität. Du warst im Flüsterwald, stimmts? Nun denn, hier hast du deine Belohnung, 15 Silbermünzen.“ und gibt Sherry einen Beutel und wendet sich Sina zu. „Und wie kann ich dir helfen Sina?“

Sina schaut sowohl Prashi an, als auch Sherry die mit großen Augen zurück starrt und dann leise seufzt.

„Ich möchte mich als Abenteuerin anmelden. Sherry wird mich vermutlich überall verfolgen, nur damit ich mich anmelde.“ teilt Sina ihre Antwort mit. Sherry springt vor Freude auf und Prashi grinst über ihre Antwort.

„Na dann wird es in nächster Zeit bestimmt nicht mehr so ruhig sein. Ok, ich erkläre dir erst mal wie du aufgenommen wirst. Zuerst wirst du einem Trainer vorgestellt mit dem du kämpfst. Je länger du dich halten kannst, desto höher liegen deine Chancen aufgenommen zu werden. Sobald du dann das OK vom Trainer bekommst, musst du anschließend 10 Silbermünzen für die Aufnahme bezahlen. Alle weiteres erkläre ich, wenn du bestanden hast.“ erklärt Prashi die Regeln.

Sina holt aus ihrem Inventar Silbermünzen und zeigt sie Prashi. „Kann ich mit diesen Münzen zahlen?“ fragt Sina. Prashi nimmt sich die Münze und gibt ein leises Pfeifen von sich.

„Hui, das sind ja ganz alte Silbermünzen. Normalerweise würde ich die aktuelle Währung verlangen, aber da du Sherry geholfen hast, drücke ich mal ein Auge zu und akzeptiere es einfach mal. OK, da du ja scheinbar die Gebühr zahlen kannst, bringe ich dich zu der Trainingshalle.“ und zeigt mit einer Geste, das Sina Prashi folgen soll.

Die Abenteurer in der Nähe haben das mitbekommen und nicken sich gegenseitig zu und geben den anderen kund, dass sie zu der Trainingshalle gehen, um die Frau beim kämpfen zu beobachten.

„Wer ist eigentlich der Trainer Prashi?“ fragt Sherry, die die Damen begleitet. „Der ehemalige S-Abenteuer Raul stellte sich als Trainer zu Verfügung.“ beantwortet Prashi ihre Frage.

„Raul? Raul der Faustkämpfer? Ist er denn als Trainer zuzutrauen? Da gibt es doch diese Gerüchte, dass Zurückhaltung nicht seine Stärke ist.“ fragt Sherry besorgt.

„Nnnn, ich denke das der Gildenmeister ihm schon erklärt hat, ansonsten wäre es „Pech“ für Sina, dass er als Trainer aktuell da ist.“ versucht sie die Situation zu entschärfen, was ihr aber misslingt.

„Keine Sorge Sherry, ich mache ihn fertig und dann gehen wir wieder zurück zur Rezeption.“ beruhigt Sina ihre Freundin.

„Das glaube ich eher weniger, er war ein S-Rank der es zu SS-Rank geschafft hätte, wäre da nicht sein hohes Alter. Er spielt in einer anderer Liga als Donny.“ bezweifelt Prashi.

Die Damen kamen in die Trainingshalle, wo einige Abenteurer miteinander trainierten. Ein schlanker, doch älterer Mann kam auf die Damen zu.

„Prashi meine Liebe, wie kann ich dir helfen?“ fragt der Mann.

„Hi Raul, du darfst wieder einen Neuling bewerten. Darf ich vorstellen, Sina.“ zeigt Prashi auf Sina.

Sina verbeugt sich respektvoll vor Raul und starrt ihm furchtlos in die Augen.

„Hmm, Ok junge Dame, dann folge mir.“ und beide gingen in Trainingsbereich. Doch sie waren nicht alleine. Um den Trainingsbereich standen sehr viele Abenteurer, einige erkannte Sina von der Eingangshalle.

„Oi, pass auf Raul. Die hat Donny das Fliegen beigebracht.“ ruft ein Abenteurer zur Raul. Raul hebt nur eine Augenbraue ob dies Ernst oder ein Scherz sei.

„Nun gut, dann zieh mal deine Waffen und zeig uns, was du drauf hast. Je länger du dich halten kannst, desto besser bewerte ich dich.“ erklärt Raul den Vorgang.

„Bedaure Raul, aber ich werde dich mit meinen Fäusten fertig machen. Ich habe nicht gelernt, mit meinen Waffen nicht zu töten.“ antwortet Sina Raul. Bei Raul bildet sich eine leichte Zornesader auf der Stirn.

„Oho, du nimmst mich nicht ernst? Na dann brauche ich mich nicht zurück zu halten.“ gibt Raul gereizt zur Kenntnis. Prashi wollte sich einmischen, aber die Abenteurer jubelten alle in einer Lautstärke, dass man sie überhört.

Beide Kämpfer, Sina und Raul, nahmen die Kampfstellung ein und warten darauf, wer zuerst angreift.

Nachdem beide sich nur anstarren, wurde Raul ungeduldig und griff zuerst an. Im Glauben der Schnellere von beiden zu sein, schlug er mit seiner Faust nach Sina´s Gesicht…

Aber sie wich im letzten Moment aus und Raul spürte einen Schlag in der Magengrube, als hätte ein Drache ihn geschlagen. Raul umfasst mit beiden Armen seinen Bauch, sein Gesicht ist schneeweiß und seine Augen vor Schock aufgerissen. Währenddessen ging Sina hinter Raul und umfasst mit beiden Armen den Bauch von Raul…

„Und die Wrestlerin Sina packt Raul um den Bauch und wirft ihn nach hinten… SIE HAT EINEN GERMAN-SUPLEX VOLLBRACHT, LIEBE ZUSCHAUER! SINA HAT RAUL IN DEN BODEN GERAMMT! DIE ZUSCHAUER SCHREIEN IHRE FREUDE LAUTHALS. MEINE LIEBE HERREN, WIR GEHN LIVE ZUR REALITÄT ZURÜCK“ meldet der Kommentator in Sina´s Gedanken.

Alle Abenteurer trauten ihre Augen nicht. Raul ein ehemaliger S-Rang-Abenteurer ist mit dem Kopf und einem Teil des Oberkörpers in den Holzboden gerammt worden. Seine Beine zucken noch ein bisschen, aber ansonsten tut sich bei Raul nicht viel.

Sina stand wieder auf und machte ihre Hände sauber. Dann ging sie zu Prashi, die ihren Unterkiefer auf dem Boden liegen hat wie einige andere Abenteurer auch und fragt sie: „Und, habe ich bestanden?“

„ … “ „ … “ „ … “

„Prashi? Hallo?“ versucht Sherry Prashi aus dem Schock zu befreien, die irgendwie erwartet hat, dass Sina wieder was unmögliches schafft.

„Eh? Wiewaswo? Ah, erm… Himmel… wie lange ist es her, dass ein Neuling einen Trainer besiegt hat? Nun, ich übernehme einfach mal die Verantwortung und sage, dass Sina ihre Ausgabe mehr oder weniger bestanden hat… Ihr da, holt Raul aus dem Loch raus und schick ihn in die Krankenstation, aber flott!“ befiehlt Prashi einigen Abenteurern in ihrer Nähe.

„Bei der Göttin, wie soll ich das dem Gildenmeister erklären? Egal, gehen wir wieder zur meiner Rezeption zurück…“ und nimmt Sherry und Sina an den Armen.

„Hab ich was falsch gemacht? Sollte ich den Trainer doch nicht besiegen?“ fragt Sina.

„Im realistischen Fall, solltest du länger als 5 Minuten kämpfen können, das hätte vollkommen ausgereicht, aber nein, du besiegt den Trainer mit zwei Schlägen und rammst ihn in den Boden. Egal wie man es dreht und wendet, du bist einfach zu stark…“ antwortet Prashi auf ihre Frage.

Als sie wieder an der Rezeption ankam, rannten viele Abenteurer gehetzt durch die Gegend. „Sie hat Raul in den Boden gerammt!“ „Ist das überhaupt noch ein Mensch?“ „Vielleicht war Raul doch schwächer, ich meine, er was nicht der jüngste…“ „Die wird noch viel Ärger machen, darauf schwöre ich!“

„Himmel, du sorgst nur für Aufregung Sina.“ kommentiert Prashi und Sina versucht sich zu erklären: „Da wo ich herkomme, ist das eigentlich normal. Wusste ja nicht, dass die Menschen hier im Lande so schwach sind…“

Prashi ignoriert Sina´s Kommentar und holt ihre Papiere raus und eine große Glaskugel. „Ich hoffe du hast Zeit mitgebracht, denn nun werde ich dir die Welt der Abenteuer erklären.“ sagt Prashi mit einem ernstem Ton. „Aber vorher, bitte die 10 Silbermünzen als Gebühr bezahlen.“

Sina holt aus ihrem Inventar die Silbermünzen und bezahlt die Gebühr. Prashi nimmt dies entgegen und trägt das in ihrem Dokument ein.

„So meine Liebe, nachdem die Dokumente ausgefüllt sind, bekommst du eine Karte von mir, die dich ausweist ein Abenteurer zu sein. Dazu brauche ich deinen Namen, Alter und Beruf. Bezüglich des Berufes legst du deine Hand einfach auf die Kristallkugel. Die meisten Anfänger haben noch keine Berufe, so kann es bei dir auch der Fall sein. Die Kugel zeigt dir eine Liste von Berufen an und du suchst dann einen aus. Bedenke aber, das einige Berufe dir Vor- aber auch Nachteile geben.

Berufe kann man aufleveln, aber der Prozess ist schwieriger als das normale Level. Man kann Berufe jederzeit wechseln, aber dadurch verliert man gewisse Fähigkeiten. Als wähle gut!“ erklärt Prashi die Job-Kugel.

Sina legt ihre Hand auf die Kugel und eine Liste erscheint vor ihre Augen.

Kapitel 13

Ich bin wiedergeboren und mein neuer Kamerad ist ein Pechvogel?

Ein Schrei kam von unten, wo Sina oben auf dem Baum geruht hat. Als sie nach unten schaut, sieht sie eine blau haarige Person mit drei Monstern… vermutlich Orks, aber das kann Sina von der Vogelperspektive nicht richtig beurteilen also sprang sie runter und landet zwischen der Person und den Monstern.

„Hiii, wer bist du?“ fragt die blau haarige Person panisch, nichtsahnend welche Gefahr vor ihr steht und hält zitternd ihr Schwert vor Sina.

„Ich habe oben ein Nickerchen gehalten bis jemand schrie und ich wollte nachschauen was hier los ist… Probleme mit den drei Monstern?“ fragt Sina und hatte mit ihrer Vermutung recht gehabt. Die Monster sind Orks, Schweineköpfe, groß und stinken wie die Pest.

„Eh, ja, ehm ich wurde bei meiner Suche von den drei Orks angegriffen und versuchte seitdem vor ihnen wegzurennen…“ antwortet die zittrige Person, den Tränen nahe.

„Ich verstehe, dann töte ich sie mal eben.“ und Sina zieht ihre Blutklinge. Die Orks gaben so was wie ein Lachen von sich und zeigten auf ihr Katana. Der dickste von ihnen kam aus der Gruppe und trug ein sehr großes rostiges Schwert und will sein Glück mit Sina alleine versuchen. Dieser stürmte dann auf Sina zu.

„Hast du das gehört Blutklinge? Die haben dich ausgelacht und nehmen dich nicht ernst, vielleicht solltest du mal ihnen zeigen, dass du sauer bist.“ flüstern Sina ihrem Katana zu.

Kaum war der dicke Ork bei Sina angekommen und hat sein großes Schwert erhoben, da machte es kurz „zisch“ und der Ork bewegte sich nicht mehr. Der Oberkörper des Ork kippte nach hinten und der Unterkörper nach vorne. Der Ork war sofort tot und seine Kameraden hörten auf komische Lacher von sich zu geben, als sie ihre Fehler bemerkten.

„Eh? Was? Wie…?“ murmelt die blauhaarige Person. Sie hat gesehen wie Sina ihr dünnes langes Schwert gezogen hat, aber wann sie den Ork angegriffen hat, dass war ihr zu schnell gewesen.

Die anderen beiden Orks griffen Sina nun auch an, aber wie bei dem ersten Ork, ging alles so schnell, dass selbst die Orks scheinbar nicht wussten, dass sie schon tot waren und noch ein bisschen weiter gelaufen sind bevor sie zu zwei Hälften auseinander fielen.

„Tzz, das habt ihr davon Blutklinge auszulachen.“ sprach Sina zu den Toten. Dann schob sie ihr Katana in die Scheide und begutachtet die Person.

Die Person war eine Frau mit langen, blauen Haaren, spitzen Ohren und wirkt auch hochgewachsen, aber ist ziemlich verängstigt, so zitternd, wie sie das Schwert hielt.

„Wenn ich mich vorstellen darf, ich bin Sina und du solltest deine Waffe wegstecken, bevor du dich noch verletzt.“ stellt Sina sich vor und zeigt auf die Waffe.

„Ah? Oh… Entschuldigung. Sherry ist mein Name. Vielen Dank für deine Hilfe, wer weiß was die widerlichen Orks mit mir gemacht hätten!“ stellt sich Sherry vor und steckt ihr Schwert weg.

„Ich war wegen eines Auftrages im Flüsterwald bestimmte Heilkräuter sammeln, die man am besten hier findet, auch wenn der Wald bekannt dafür ist, dass hier viele Monster leben.“ erklärte Sherry.

„Ich verstehe, aber kannst du eigentlich kämpfen? Ich meine, wenn das hier ein monsterverseuchtes Gebiet ist, sollte man eine gewisse Kampferfahrung haben oder nicht?“ fragt Sina.

„Erm, ich kann kämpfen aber… diese Orks waren keine normale Orks, sondern Hochland-Ork, eine stärke Version von Ork die ich mit meinem Abenteuer Rang nicht bekämpfen kann…“ entschuldigt Sherry mit rotem Kopf. „Aber bei meinem Pech ist das eigentlich normal solche Monster anzuziehen…

„Aber was machst du eigentlich hier im Wald Sina? Du meintest du hast auf dem Baum geschlafen? Hier in diesem gefährlichen Wald? Du musst unheimliches Glück gehabt haben, dass dich niemand angegriffen hat!“ kam Sherry Sina fragend näher.

„Ich bin neu im Land und habe mich verlaufen. Als es dann dunkel wurde, war es meine beste Option auf einem Baum zu schlafen. Aber glücklicherweise habe ich dich gefunden und du kannst mir ja bestimmt weiterhelfen.“ erklärt Sina.

„Aber sicher helfe ich doch meiner Lebensretterin! Sobald ich die letzten Heilkräuter gefunden habe, bringe ich dich in die Stadt Fanfoss, wo du alles finden wirst.“ antwortet Sherry freudig.

„Vielleicht kannst du mir ja ein bisschen was über das Land erzählen, wie gesagt, ich bin neu und für mich ist das alles ziemlich fremd hier. Solange begleite ich dich bei deiner Suche und wenn irgendwelche Monster kommen, werden sie einfach sterben.“ grinst Sina.

„Huch? Aber gerne doch, folge mir einfach. Also du kennst dich hier gar nicht aus?“ während sich die beiden Damen auf die Suche begeben und Sina Sherry zunickt.

„Also wir befinden uns im Flüsterwald, die nächste Stadt ist Fanfoss und diese befinden sich im Königreich Efrana. Dann gibt es das Kaiserreich Osnain und Tuzato, das eine Theokratie ist. Es gibt bestimmte Wälder, dort herrschen die Elfen und einige Berge gehören den Zwergen. In der Stadt Fanfoss ist der Hauptsitz der Abenteuergilde, eine neutrale Organisation die Aufträge annimmt, wie bestimmte Sammelaufgaben oder Monsterjagden. Dort findest du auch eine Taverne, Schmiede und weitere Geschäfte… Sag mal, du bist ja ziemlich stark. Ich meine mit einem Hieb einen Hochland-Ork zu töten dürften eigentlich Abenteuer Rank A oder höher können, hättest du nicht Interesse dich den Abenteuern anzuschließen?“ macht Sherry Sina das Angebot.

„Hmm, lass mich erst mal die Gilde sehen, bis dahin kann ich mir ja ein Bild machen. Sag mal, wie ist eure Währung im Land eigentlich? Kann ich mit diesen Münzen noch zahlen?“ und zeigt Sherry die alten Münzen von Alliancia.

„Meine Güte, die sind ja mal richtig alt. Ich an deiner Stelle würde vorher den Verkäufer fragen, bevor du was bestellst. Manche würden diese Münzen annehmen, andere ablehnen. Ich hoffe meine nächste Frage stört dich nicht, aber… deine Klamotten haben ja einen eigenartigen Stil.“ murmelt Sherry verlegen.

„Nun, woher ich komme ist das gerade in Mode gekommen, daher würde es mich nicht wundern, wenn das in diesem Land unbekannt ist sowie meine Waffen. Wenn ich das Verhalten der Ork bedenke, war es für sie fremd. Aber wer zuletzt lacht…“ und Sina grinst boshaft.

„Ich denke, du wirst noch auf weitere Gegner treffen, die dich auslachen werden, aber versuche innerhalb der Stadt keinen zu töten, es gibt Regeln in diesem Land.“ warnt Sherry und Sina versucht dies zu berücksichtigen.

Im Laufe des Vormittags hat Sherry alle ihre Heilkräuter zusammen und so gingen die Damen zur Stadt.

„Wenn du Abenteurer werden willst, musst du vorerst einen Test machen. Je nachdem welcher Trainer gerade anwesend ist, wirst du mit ihm kämpfen. Anhand des Kampfes wird der Trainer dir dann mitteilen, ob du für die Abenteuergilde was taugst oder nicht. Des weiteren musst du 10 Silber zahlen, aber eine der Vorstellungsdamen ist eine Freundin von mir und drückt mit deiner Währung bestimmt ein Auge zu. Falls du dich uns anschließen würdest. Hehe.“ versucht Sherry Sina zu ködern.

„Abwarten meine Liebe, du bist ja geradezu besessen, mich in die Gilde zu holen.“ antwortet Sina grinsend.

Von weitem konnte Sina dann die Stadt Fanfoss sehen, die von einer hohen Mauer geschützt ist. Felder von Korn, Weizen und weitere Getreidearten wurden um die Stadt angelegt.

„Normalerweise muss man sich anmelden, um in die Stadt zu kommen, aber wenn man Abenteurer ist, bekommt man eine Karte, mit der man sich ausweisen kann und das Ganze geht dann schneller von der Hand. Da du mich gerettet hast, werde ich den Wachen sagen, dass du meine Kampfgefährtin bist.“ grinst Sherry Sina an.

Nach einiger Zeit kamen sie an einem der großen Tore wo sie von den Wachen angehalten werden. Wie Sherry versprochen hat, klärt sie das mit den Wachen und beide konnten ohne Probleme eintreten. Nur…

„Der Pechvogel hat eine Kampfgefährtin? Irgendwie kann ich das nicht wirklich glauben…“ tuschelten die Wachen und Sina hat dies mitbekommen.

Überall liefen Menschen, Zwerge und Elfen in den Straßen, mehrere Marktstände standen und versuchten ihre Waren zu verkaufen. Für Sina ist das mehr oder weniger ein Schock, so viele neue Lebewesen zu sehen. Nunja, sie kannte ja nichts anderes außer Dämonen und versucht ihren Schock zu verbergen.

„Fühlst du dich unwohl Sina? Gibt es dort keine andere Menschen und so, woher du kommst?“ fragt Sherry.

„Eh.. Doch natürlich, aber ich war sehr lange alleine auf Reisen, dass ich das nicht mehr so gewohnt bin…“ versucht Sina sich herauszureden.

„Keine Sorge, die meisten sind ziemlich nett. Ok, es gibt auch böse Menschen, aber ich denke die Wache macht ihre Arbeit schon ordentlich, sodass wir uns um die keine Sorgen zu machen brauchen.” beruhigt Sherry Sina.

Dann standen Sherry und Sina vor einem großen Gebäude wo auf dem Eingangsschild „Abenteuergilde“ stand. Sina wollte schon eintreten, wird aber von Sherry gehindert.

„Erm, egal was gleich drinnen passiert bezüglich mir, einfach ignorieren, Ok? Ich habe einen… gewissen Ruf erworben und einige sind sich nicht zu Schade mich stets daran zu erinnern.“ erklärt Sherry Sina traurig das Problem.

„Eh… OK?“ antwortet Sina verwundert und beide betraten die Gilde. Im Gebäude ist ein großer Raum mit mehreren Tischen, Auftragstafeln und vielen Abenteurern, die sich laut unterhielten, sich dann aber zu den Neuankömmlingen umdrehen und es wurde still.

Ein gigantischer Kerl in eine Plattenausrüstung mit großer Narbe an der Wange stellt sich vor Sherry in den Weg.

„Na, wen haben wir denn hier? Ist das Pechvögelchen immer noch nicht krepiert? Soviel Pech wie du in deiner Umgebung verursachst, grenzt das an einem Wunder, dass du noch immer am Leben bist! Gnarhaha“ lacht der Kerl laut und die anderen Abenteuer auch.

„Lass mich in Ruhe Donny! Ich habe dir nichts getan!“ versuchte Sherry dem Riesen zu widersprechen.

„Ich habe dir nichts getan, ich bin doch nicht schuld an meinem Pech.“ äffte Donny Sherry nach. „Natürlich bist du schuld daran! Immer wenn du irgendwo unterwegs bist, kommen plötzlich starke Monster und greifen die anderen Abenteurer in deiner Nähe an? Zufall, früher vielleicht, aber wenn das immer und immer wieder passiert, dann ist das kein Zufall mehr. Was ist noch mal mit deinem letzten Kameraden passiert? Oh ich muss mal überlegen… Ah genau, zufälligerweise trefft ihr ein Monster Rang A in einem Gebiet, wo es diese Bestien bestimmt nicht gibt und wer stolpert „zufällig“ über einen Ast? Gaaaaannz genau, dein Kamerad und stirbt!“ bellte Donny und einige Abenteurer jubeln ihm zu.

Sherry ist ganz rot am Kopf, ihre Hände sind zu Fäusten geballt, am zittern und den Tränen nah, aber Donny macht unbarmherzig weiter.

„Wärste kein Halbblut, dann hätte dein Alter dich umgebracht, aber weiß die Göttin, was sie bei dir gedachhhhhh…“ wollte Donny noch sagen, aber Sina packte Donny an der Halsöffnung der Brustplatte und zerrte ihn auf ihre Augenhöhe. Ein großes Gemurmel entstand bei dieser Szene, wie eine Frau in komischer Kleidung den Riesen runter zerrt.

„Sag mal, macht es dir Spaß auf den Schwachen rumzuhacken?“ fragt Sina mit einer freundlichen Stimme. Donny versuchte sich aus ihrem Griff zu befreien, aber seine Bemühungen sind vergeblich.

„Aber ich mag dein Spielchen, vielleicht sollte ich das mit dir auch machen. Ich meine, so eine große Klappe und kannst dich nicht von einer Frau befreien? Da muss ich doch glatt behaupten, dass du ein Schwächling bist, Großmaul Donny.“ führte Sina das Gespräch weiter und im Raum wurde es still.

Donny wurde rot im Gesicht, als er ihre Aussage hört und sprach: „Lass mich sofort los, du Schlaaaaaaaa….“ und krachte mit seinem Gesicht durch die Eingangstür. Die Tür zerbrach in der Mitte und Donny landete auf der Straße und regte sich nicht mehr. Sherry hält mit beiden Händen den Mund und die Menschen auf der Straße rennen aufgeregt hin und her.

„Ups, mir ist wohl die Hand ausgerutscht, kann ja mal passieren. So ein „Pech“ aber auch.“ sagt Sina und dreht sich mit finsterem Blick zu den anderen Abenteurern.

„Danke…“ flüstert Sherry leise zu Sina, weil ihr jemand nach so langer Zeit geholfen hat und versucht ihre Freudentränen zu unterdrücken.

„Was ist hier los?!“ ruft eine laute weibliche Stimme.

Kapitel 12

Ich bin wiedergeboren und meine Reise nach Alliancia ist nicht einfach?

Einige Wochen sind vergangen, als Prinzessin Sina und der Dämonenkönig Mephisto mit einer Magiergarde zu den Verbindungstunneln der Kontinente in eine Kutsche fahren. Alle Wünsche von Sina wurden erfüllt und in ihr Inventar gepackt.

„Wie ich sehe, bist du schuld dran, dass eine neue Mode im Volk ausgebrochen ist.“ kommentiert der Dämonenkönig Sina´s schwarz-rotes Samurai-Outfit.

„Hmm, ist das denn schlecht? Man sollte immer in Entwicklung bleiben, dabei entstehen neue Ideen und Kreationen, Vater. Veränderungen müssen stattfinden, sonst ersetzten andere dich.“ antwortet Sina darauf.

„Veränderungen… Sag, hast du alles eingepackt?“ fragt ihr Vater diese Frage zum xten-mal.

„Liebster Vater, ich frage mich langsam, wer aufgeregter von uns ist. Ja ich habe alles. Mein Gift, meine angeforderte Klamotten sowie alles aus der Liste, meine Waffen trage ich bei mir, zusätzlich von dir die alte Karte mit den Verbindungswegen vom Tunnel.“ sagt Sina und rollt dabei ihre Augen.

„Vergisst nicht, in den Tunneln kann alles mögliches drin leben, wenn man sie nicht wartet und nach 2000 Jahren wird da definitiv irgendwas darin leben und dich angreifen.“ warnt der Dämonenkönig.

„Nur zu, ist langsam Zeit das ich was an meinen Level tue, sonst komme ich im anderen Land in Erklärungsnot, wie ich so stark sein kann mit einem niedrigen Level.“ betont Sina.

Ihr Fahrt endet nach ein paar Stunden. Auch wenn die Barriere momentan unsichtbar ist, jeder spürt die magische Störung.

„Nun gut, Magier stellt euch wie besprochen auf und fang mit den Vorbereitungen an.“ befielt der Dämonenkönig. Die Magier salutierten und fingen an ihre Vorbereitungen zu machen. Einige verteilen merkwürdige Asche, andere ritzen in den Boden Symbole.

„Du kennst deine Aufgabe, meine Tochter?“ fragt der Dämonenkönig.

„Ja, ich werde mein bestes für unser Volk geben.“ nickt Sina zu ihrem Vater.

„Dann gibt es nichts mehr zu sagen. Ich werde den Zauber gleich starten und sobald du einen Riss siehst, nutze ihn. Er wird nur für ein paar Minuten offen sind. Bedenke aber, dass du eventuell ein paar Blitzschläge abbekommst, aber das sollte vermutlich in deinem Fall wenig ausmachen.“ erklärt der Dämonenkönig Sina den Vorgang.

Dann klopft ihr Vater sie sanft auf der Schulter mit einem stolzen Blick. „Du wirst das schaffen, du bist meine Tochter.“ Sina musste schwer schlucken und nickte nur.

Der Dämonenkönig erkundigt sich nach den Vorbereitungen, woraufhin die Magier das Zeichen geben. Daraufhin bilden sie einen Halbkreis und der Dämonenkönig sowie die Magier fingen an, einen mächtigen Zauber zu bilden.

Das Wetter fing an, sich zu einem Gewitter zu bilden, der Wind wird immer stärker, aber die Gruppe zauberte weiter, ungehindert was in ihrer Umgebung passiert. Dann auf einmal ging ein schwarzer Magiestrahl auf die Barriere, was die Barriere versucht zu widerstehen. Scheinbar war der Zauber trotzdem stärker und ein Riss entstand. „Jetzt! Renn los Sina!“ ruft der Dämonenkönig angestrengt.

Sina ließ sich das kein zweites Mal sagen und rannte auf den sichtbaren Riss zu. Trotz der Warnung, bekam sie auf einmal Blitzschläge ab, die es in sich hatten. Aber Sina ließ sich nicht davon beirren und rannte weiter, bis sie es geschafft hat, durch den Riss zu kommen. Trotzdem rannte sie weiter, um einen Abstand zu der Barriere zu haben.

Dann stoppte sie und dreht sich um. Der Riss war wieder zu. Getrennt von ihrem Volk und Vater ist sie auf sich alleine gestellt.

„Dann werden wir mit unserem Abenteuer beginnen. Wo war nochmal der Eingang des Tunnels…“ murmelt Sina ein bisschen traurig.

Nachdem Sina ein bisschen gesucht hat, fand sie den Höhleneingang, der ziemlich viel mit Efeu und Gestrüpp zugewachsen war.

„Endlich, dann wollen wir mal schauen, wie die Höhle so ist und wie meine Nachtsicht sich drinnen anpasst.“ dachte Sina in Gedanken.

„Ah, die Karte, mal schauen, wie der Weg verläuft…“

„ … “

„ … “

Dreht die Karte links um. Dreht die Karte rechts um. Dreht die Karte auf dem Kopf.

„Wie zum Teufel liest man die Karte?!“

Wenn das dämonische Volk diese Szene sehen würde, ein gemeinsamer Massen-Facepalm wäre definitiv drin gewesen und der Dämonenkönig hätte vermutlich abgestritten, dass Sina seine Tochter wäre.

Dann bemerkte Sina eine Präsenz vor ihr und schaut von der Karte weg. Vor ihr standen mit weiten Abstand drei Goblins. Zwei zeigten auf Sina, der Dritte rannte von ihr weg.

„Goblins sind meine ersten Gegner? Wie originell. Na dann, Blutklinge töten wir sie mal.“ und leckte grinsend ihre Lippen, legte die Karte ins Inventar und zieht ihre lebendige Waffe Blutklinge.

Die zwei Goblins, nicht größer als Kinder rannten mit Knüppel auf Sina zu. Sina rannte ihnen entgegen und schwingt dabei ihr Katana. Schneller als die beiden Goblins reagieren konnten, war der erste Kampf auch schon vorbei.

> Level 2 aufgestiegen< >Blutklinge Level 2 aufgestiegen<

> Level 3 aufgestiegen< >Blutklinge Level 2 aufgestiegen<

„Eh? Sollte das so einfach gehen oder sind das keine normale Goblins? … Warum bebt die Erde?“ wundert sich Sina und schaut in den Gang, wo der 3. Goblin weggerannt ist. Erst sah Sina einen Goblin, dann ein paar weitere hinter dem 1. Goblin bis es zur eine unübersichtliche Horde wurde.

„Na dann, lass uns Goblins töten! Uheheheheh.!“ freut sich Sina.

> Level 17 aufgestiegen< >Blutklinge Level 17 aufgestiegen

>Blutklinge Selbstreparatur Level 2 aufgestiegen<

>Blutklinge Schärfe Level 2 aufgestiegen<

>Blutklinge Härte Level 2 aufgestiegen<

Die feigsten Goblins sind vom Kampf geflüchtet, überall liegen getötete Goblins, ihr Blut färbt die Wand. Mittendrin im Gemetzel stand Sina, die die Blutklinge vom Blut reinigt und in die Schwertscheide steckt.

„Die reichten ja nicht mal zum aufwärmen, aber was soll man auch von Goblins erwarten… Wie viele habe ich denn eigentlich getötet? Ach egal, ich sollte mal den Feiglingen folgen, vielleicht bringen die mich ja in ihr Nest…“ murmelt Sina und ging den Gang entlang.

Der Gang hatte nur einen Weg, es gab keine Abzweigung und Sina lief ihm pfeifend entlang um ihre Gegner zu provozieren. Ohne zu wissen, wie lange sie den Weg geht, kommt sie irgendwann in eine größeren Höhlenabschnitt, der scheinbar befeuert wird und panische Goblins rannten umher.

Als Sina den Bereich betrat, wurde alles nur noch panischer, Goblins zeigten auf sie und schnattern irgendwas unverständliches. Auf einmal kam ein riesiger Goblin mit einer großen Doppelaxt und einem Goblin in einer Kutte und gab scheinbar Befehle.

„Ah, du scheinst der Boss hier zu sein. Hier sind definitiv mehr Goblins als in dem Gang vorhin, glaube da muss Murtair mitarbeiten.“ und zieht ihre beiden Katanas.

Der Goblinboss zeigt mit seiner Waffe auf Sina und überall stürmten Goblins mit unterschiedlichsten Waffen auf Sina zu. Sina selbst lächelt nur und ging mit langsamen Schritten auf den Boss zu.

Sobald ein Goblin in ihre Reichweite der Schwerter kam, starb er ohne zu wissen, wann Sina sich bewegt hat und noch haben sie eine größere Angst vor ihrem König als vor Sina und greifen weiter an.

„Links, Rechts, Gradeaus, du kommst hier nicht mehr heraus… Stop!“ wollte Sina singen, aber irgendwie hörte sie auf einmal auf, als sie sah, dass der Goblinschamane anfing, Zauberbälle auf sie zu werfen.

„Hmm, ausweichen oder zerschneiden? Ich will nicht gleich meine Klamotten verbrennen…“ murmelt Sina, den Schamanen im Auge behaltend. Der Zauberball kam auf Sina geflogen und scheinbar hat sie sich für einen Entschluss gefasst und zerschneidet den Zauberball mit Murtair.

„Kreusus, ihr habt wirklich ein Meisterwerk erschaffen. Eine Waffe die Zauber schneiden kann. Ich kann mich nicht glücklicher schätzen, dass ihr mein Schmied seid.“ freut sich Sina. Der Schamane dagegen wirkt extrem panisch, nachdem er gesehen hat, was mit seiner Magie passierte.

Der Goblinboss sieht auch nicht wirklich glücklich aus, seine Untergebene sterben wie die Fliegen und sein Magier ist auch nutzlos. Doch er durfte keine Schwäche zeigen und griff persönlich die tödliche Frau an.

„Oho, der Boss kommt persönlich. Na dann bin ich ja gespannt, was so ein Boss drauf an.“

Dann trafen sich die Waffen beider Gegner…Sina die mit Blutklinge und einem Arm gegen die Doppelaxt ohne große Mühe gehalten bekommt und der Goblinboss, der langsam realisiert wie gefährlich die Frau ist.

Doch bevor er den nächsten Schritt machen konnte, schnitt Murtair den Bauch auf und seine Gedärme rutschen raus. Der Goblinboss versucht den Vorgang aufzuhalten, aber dazu kam er nie, weil der nächste Schnitt seine Kopf vom Körper trennte.

>Level 23 aufgestiegen< >Blutklinge Level 23 aufgestiegen<

>Blutklinge Selbstreparatur Level 3 aufgestiegen<

>Blutklinge Schärfe Level 3 aufgestiegen<

>Blutklinge Härte Level 3 aufgestiegen<

„ . . . Irgendwie hab ich keinen Unterschied gemerkt, ihr habt mich einfach zu stark gemacht!“ fluchte Sina zu ihren Dämonenvolk.

Der Tod des Goblinkönig löste eine Massenpanik aus unter den Goblins und rannten weg vor Sina. Wer stolpert, wird zu Tode niedergetrampelt. In kürzeste Zeit war Sina alleine in der Höhle mit den getöteten Goblins und ihrem Boss.

„Hm, irgendwie alles ein bisschen enttäuschend für den ersten großen Kampf. Was soll´s, ist ja erst nur der Anfang. Aber wie ich hier rauskomme, weiß ich noch immer nicht… Wobei…“ kam Sina eine Idee.

„Die geflüchteten Goblins dürften den Ausgang kennen und flüchten vermutlich grade dahin, also folge ich einfach ihren Fußspuren, die man nicht übersehen kann.“ schlussfolgert Sina in Sherlock Holmes-Pose.

Und so folgt Sina den Fußspuren… viele viele Stunden…und weitere viele Stunden… bis sie ohne Zeitgefühl irgendwann tatsächlich den Ausgang gefunden hat. Es herrschte Nacht auf dem neuen Land und die Höhle ist scheinbar in einem Wald.

„Endlich, nun fängt das eigentliche Abenteuer an… Aber ich glaube, ich sollte irgendwo Unterschlupf suchen, ich kann zwar im dunkeln sehen, aber im hellen lässt es sich besser planen und ich bin schon doch etwas müde… Aber wo soll ich schlafen?“ und Sina schaute sich um.

Die Bäume wirkten alle ziemlich groß und die Äste wirkten sehr stark, also entschloss sich Sina dazu, auf einem Baum zu schlafen, wo sie am wenigsten Ärger rechnet.

Als Sina den passabelsten Baum fand, sprang sie ohne große Schwierigkeiten auf den stabilsten Ast und legte sich hin.

„Erste Mal, das ich im Freien schlafe und das auf einem Baum, daran werde ich mich noch gewöhnen müssen…“ und schlief ein.

Am nächsten Morgen, als die Sonne aufgegangen ist und Sina langsam wach wurde, hörte sie unter ihrem Baum ein lauten Schrei.

Kapitel 11

Ich bin wiedergeboren und muss eine Reise vorbereiten?

Nachdem Gespräch mit dem Dämonenkönig ging Sina nicht sofort in ihr Zimmer, sondern suchte die Schmiede von Kreusus auf. Als sie in der Schmiede eintrat, sah sie überall Lehrlinge hin und her rennen, am schmelzen oder schmieden, aber Kreusus fand sie aufgrund seiner Größe sofort.

„Kreusus!“ rief Sina in die lauten Schmiede rein. Wie Kreusus Sina beim dem ganzen Krach hören konnte, wird wohl ein Rätsel bleiben.

„Ah, Prinzessin Sina, wartet einen Moment, dann bin ich sofort bei euch.“ rief Kreusus zurück. Er hat an einer neuen Waffen gearbeitet und kühlt sie ab. Wenn Sina sich so in der Schmiede umschaut, sind da so einige neue Waffen wie Dreizack, Dolche, Dreschflegel und ähnliches zu sehen.

„Was habt ihr auf dem Herzen Prinzessin Sina, dass ihr persönlich in meiner Schmiede erscheint?“ fragt Kreusus.

„Ich möchte mich für deine Waffe…“ wollte Sina sagen, aber Kreusus unterbricht sie.

„Prinzessin Sina, ich ahne was ihr mir sagen möchtet, aber ich will keinen Dank. Eher muss ich mich bei euch bedanken, dass ihr mir die Augen geöffnet habt für neue Kreationen. Schaut euch um, diese Waffen gab es früher nicht. Wenn sie ihren richtigen Träger finden, gehe ich fest davon aus, dass die Dämonen in dieser Zeit stärker sein werden, als in den alten Zeiten. Versprich mir nur eins, benutzt das Meisterschwert!“ antwortet Kreusus mit ernstem Gesicht.

„Kreusus, ich verspreche hier und auf diese Klinge, die dein Lebenswerk ist, dass ich sie benutzen werde gegen schwache Gegner, gegen starke Gegner und wenn der Zeitpunkt kommt, auch gegen Götter. Diese Klinge wird mir den Weg öffnen, wenn Feinde ihn sperren!“ ruft Sina mit einer lauten Stimme.

In der Schmiede herrschte eine Stille, als jeder den Eid von Sina vernommen hat. Einige fingen an zu klatschen, anderen liefen die Tränen bei dem Gelübde. Kreusus nickte bei ihre Ansage grinsend.

„Genau das wollte ich hören! Wie nennt ihr eure Klinge eigentlich?“ fragte Kreusus.

„Einen Namen? Hmmm, darüber habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht überlegt… Ich werde dieses Katana „Murtair“ nennen, sodass sie meine Feinde immer tötet!“ und hält Murtair in die Höhe.

Laute Jubelrufe, Geklatsche und lauter weinende Gesichter herrschen in der Schmiede. Selbst Kreusus versucht seine Tränen zu verbergen.

„Danke Prinzessin Sina, ich habe gehört, das ihr bald auf eine Reise geht. Ich und meine Leute hier, werden immer auf deiner Seite stehen! Ich habe bei dem Waffenpflegeset eine Anleitung beigefügt, wie ihr sie benutzen könnt.“ erklärt Kreusus noch, als feststand, dass jeder jetzt seinen Weg gehen musst.

Prinzessin Sina nickt dem Oni Kreusus und seinen Leuten zu und verlässt anschließend die Schmiede, um dann in ihr Zimmer zu gehen.

„Puh, was für ein Tag, irgendwie ist meine Müdigkeit verschwunden, trotz der ganzen Informationen die ich von Vater bekommen habe. Lass mich doch mal mein Status anschauen, wie es mit der Fälschung ausschaut. Status.“ dachte Sina.

Name: Sina

Rasse: Mensch (Sukkubus)

Alter: 21 Jahre (147 Jahre)

(Titel: Held der Dämonen, Prinzessin der Dämonen, Waffenmeister)

Level: 1

Attribute: (Fälschung) / (Orginal)

  • Vitalität: 933 / 14.756
  • Mana: 829 / 13.677
  • Stärke: 903 / 16.276
  • Schnelligkeit: 902 / 15.821
  • Intelligenz: 981 / 17.670
  • Ausdauer: 901 / 16.019

Magische Fähigkeiten:

  • Illusion – / Level 9
  • Traumwandeln – / Level 5
  • Seelenraub – / Level 1

Aktive Fähigkeiten:

  • Schwert Level 5 / Level 9
  • Großschwert – / Level 9
  • Axt – / Level 9
  • Speer – / Level 9
  • Hellebarde – / Level 9
  • Keule – / Level 9
  • Unbewaffnet Level 4 / Level 9
  • Beidhändigkeit Level 4 / Level 7
  • Werfen Level 1 / Level 5
  • Erste Hilfe Level 3 / Level 7
  • Kochen Level 1 / Level 1

Passive Fähigkeiten:

  • Gift Resistenz Level 2 / Level 9
  • Säure Resistenz – / Level 9
  • Lähmung Resistenz Level 1 / Level 9
  • Schlaf Resistenz Level 3 / Level 10
  • Angst Resistenz Level 3 / Level 10
  • Monströse Stärke Level 1 / Level 7
  • Monströse Schnelligkeit Level 1 / Level 7
  • Vitalität Erhöhung Level 1 / Level 7
  • Intelligenz Erhöhung Level 1 / Level 6
  • Ausdauer Erhöhung Level 1 / Level 5
  • Schmerzlosigkeit Level 1 / Level 4 (Aufgestiegen)
  • Bizarre Gedanken Level 1 / Level 2
  • Regeneration – / Level 5 (Aufgestiegen)

Einzigartige Fähigkeiten:

  • Schnelles Lernen –
  • Vorahnung –
  • Nachtsicht –
  • XXXXX XXXXXXX – (neu)

Segen:

  • Dunkler Gottes Schutz –

„Wow, die Ohrringe leisten ja ganze Arbeit, damit kommt man wirklich nie drauf, dass ich eine starke Kriegerin oder ähnliches sei. Ok, dann gehen wir mal an das andere Katana ran.“

Sina legt ihr Katana mit dem rautenförmiges Loch auf den Tisch und holt das Kästchen aus dem Inventar. Dann öffnet sie das Kästchen und betrachtet den glühenden Kristall.

„Die Farbe wirkt wie Blut, ich glaube, ich habe den passenden Namen für mein weiteren Kampfgefährten.“ redet Sina mit sich und fügte den Stein in die Fassung.Das Katana fing an zu leuchten und auf der Klinge erscheinen mehrere rote Muster. Sina nahm die Waffe und spürte Schmerzen in ihrer Hand.

„Ich bin dein Meister! Du hast lange genug geruht und sollst nun mein Kampfgefährte werden, der meine Feinde zerstören wird! Du bekommst den Namen „Blutklinge“. Werde mit mir gemeinsam stark!“ sprach Sina ihren Eid mit dem Katana.

Die Schmerzen verschwanden auf einmal und die Mustern haben eine Form angenommen, die man schwerlich beschreiben kann, auf jedenfall hat Blutklinge ihre neuen Meister anerkannt.

„Wollen wir doch mal den Status der Blutklinge sehen. Status Blutklinge“

Name: Blutklinge

Waffentyp: Katana

Level: 1

„Wie mein Vater erklärt hat, damit du stärker wirst, musst du Exp sammeln, wie ich. Wir werden ein tolles Team werden!“ spricht Sina mit dem Katana.

Dann klopfte jemand an der Tür und zwei Dämonen traten ein. Der eine Dämon sieht aus, als wäre er in ein Farbtopf gefallen, so sieht zumindest sein Anzug aus. Der andere Dämon eher wie ein typischer Schmied, Muskeln an den Armen, dass sie jederzeit platzen könnten. Sie waren die gewünschten Personen, die Sina für ihr nächstes Projekt brauchte.

Ohne große Ansprache bekamen beide Herren von Sina ein Bauplan was sie wünscht. Der Schneider soll Sina mehrere Tabi´s, Zōri´s und Kimono´s mit unterschiedlichen Mustern als Alltagskleidung herstellen und für Abenteuer Haori´s und Yukata´s. Sina erklärte dem Schneider worauf er zu achten hatte. Der Schneider bekam glänzende Augen als er den Plan verstanden hat und stürmte ohne Abschied aus dem Raum.

„Glaube, in dieser Welt gibt es so was wie Samurai´s nicht, aber nicht schlimm, ich möchte ja auffallen.“ schmunzelt Sina in Gedanken.

Der Rüstungsschmied dagegen ahnte, was für eine teuflische Arbeit auf ihn zu kommt. Er soll nämlich eine Kettenrüstung für den Oberkörper herstellen, die unter dem Yukata versteckt sein soll. Zusätzlich zu der Kettenrüstung soll er einen Stoffanzug unterlegen, damit die Rüstung nicht ihre Haut aufscheuert.

„Da werde ich Monate benötigen…“ nörgelt der Schmied.

„Oh nein, ich werde keine Monate warten, schnappt dir so viele freie Schmiedler wie du findest und legt sofort los, davon möchte ich mindesten fünf Stück haben!“ befielt Sina dem Schmied.

Der Schmied gibt sich geschlagen, denn er möchte gerne weiterhin sein Kopf da haben, wo er sein soll. Er verbeugt sich vor Prinzessin Sina und macht sich auf die Suche nach Arbeitskräften.

„Puh, so eine Reise die ins Unbekannte führt, ist gar nicht so einfach. Nun kommen wir zur der Liste, die ich schreiben soll…“ murmelt Sina, während sie Papier und Stift.

Am nächsten Tag bekommt die Maid die Liste, dass sie dem Dämonenkönig weiterreichen soll. Ungefragt schaut sie in die Liste und ihr sind beinahe die Augen raus gefallen.

Liste für die Reise:

  • 10x Wasserschläuche gefüllt mit Wasser
  • 20x Tagesrationen Nahrung
  • 1x Feuerstein
  • 1x Spitzhacke
  • 1x Schaufel
  • 1x Axt
  • 3x Besteck (Gabel/Messer/Löffel)
  • 3x Essschüsseln
  • 2x Kochtopf
  • 3x 2m Seil
  • 3x 3m Seil
  • 6x Wurfanker
  • 2x Komplettes Erste-Hilfe-Set
  • 3x Mal-Set
  • 5x Kreide
  • 10x Papierzettel
  • 2x Schreibset (Feder/Tinte)
  • 20x Leere Glasbehälter mit Korken
  • 2x Schlafsack

Und die Liste ging so weiter…

Kapitel 10

Ich bin wiedergeboren und nur ich kann vertraut werden?

Prinzessin Sina traut ihre Ohren nicht, als der König Mephisto ihr sagte, sie soll glücklich sein. All die Jahre des Schmerzes, Gewalt und Hasses, nun dies?

„Du willst mich doch auf den Arm nehmen?“ erwidert Sina entgeistert.

„Nein Sina, ich will als Vater, das du glücklich wirst. Du bist ein Dämon, meine Tochter, und Dämonen sterben nicht durch Alterung. Das Training, was ich dir angetan habe ist vorbei.“ antwortet der Dämonenkönig ihr aufrichtig.

„ … “

„Lass mich nun die Pläne erklären. Der Plan des Dunklen Gottes habe ich dir erklärt, im Grunde sollst du nichts anderes sein als ein Heldenkiller und den Dämonenkönig beschützen. Aber ich habe andere Pläne. Solange unser Land in dieser Barriere ist, sind wir abgeschottet, aber wir haben endlich eine Magie entwickelt, die für kurze Zeit ein Loch in die Barriere reißen kann. Aber um sie zu zerstören, wird es noch ein paar Jahre dauern.“

„ … “

„Deine Aufgabe wird es sein, durch das von uns gerissene Loch zu gehen und den Verbindungstunnel nach Alliancia zu reisen. Sobald du dort angekommen bist, sammle so viele Informationen wie du kannst, denn wir waren über 2000 Jahre vom Rest der Welt getrennt und haben daher keine Informationen. Nebenbei sollst du eine Berühmtheit werden, dessen Wort Gewicht hat. Helfe den Völkern, aber wenn du Möglichkeit hast, schwäche sie auch zugleich.“

„Also ein Agent der Dämonen und ein Held von Alliancia…“

„Richtig, wie gesagt, wir gehen von noch mehreren Jahre aus, bis wir die Barriere ganz zerstören können und sobald sie weg ist, wird es zu einem Krieg kommen. Nun kommt mein eigentlicher Plan. Während ich dem Dunklen Gott zustimme, dass der Teufelskreis durchbrochen werden muss, will ich eine andere Methode angehen.“

„Und was wäre es für eine Methode?“

„Frieden.“

„Eh?“

„Richtig, ich strebe einen Frieden mit den anderen Völkern an. Doch dies wird zu Anfang nicht möglich sein, der Hass der Dämonen ist zu groß wegen der Barriere und bei Alliancia weiß ich nicht, wie sie nach 2000 Jahre geworden sind. Deswegen wird es zu einem Krieg kommen. Dort sollen sich der harte Kern des Hasses die Köpfe einschlagen. Wenn der richtige Zeitpunkt kommt, soll ein Waffenstillstand kommen.“

„Und damit der Waffenstillstand zustande kommen soll, soll ich auf der Seite von Alliancia sorgen, dass man ihn auch akzeptiert. Ich verstehe.“

„Richtig, aber du wirst vermutlich Schwierigkeiten bekommen, wenn sie ihren Helden beschwören. Wenn möglich, töte sie nicht, aber wenn es nicht anders geht, tue es. Die Wahl überlasse ich dir, Sina.“

„ … Das ist aber eine Lebensaufgabe die du mir gibst und das soll ich alleine machen?“

„Es tut mir leid, leider muss du es alleine machen. Ich weiß nicht, ob in der weiten Welt noch irgendwelche Dämonen vom letzten Krieg leben. Aber keine Sorge, ich werde dir Gegenstände mitgeben, was deine Aufgabe etwas leichter macht.“

„Glaubst du wirklich an den Frieden oder Waffenstillstand? Was ist, wenn die Helden von Alliancia es doch irgendwie schaffen zu dir zu kommen und dich dann töten. Was dann?“

„Sollte es wirklich vom Schlimmsten zum Schlimmsten kommen und ich sterben, wirst du automatisch als nächstes königliches Familienmitglied der Dämonenkönig, was ich aber vom Herzen dir nicht wünsche, denn ein Dämonenkönig zu sein ist eine schwere Last und Verantwortung, zumal es auch irgendwie ein Todesurteil ist, wenn man das nüchtern betrachtet. Und ja, ich glaube, dass es möglich sein kann, einen Waffenstillstand oder sogar Frieden zu bekommen.“

„Und der Dunkle Gott? Wird er sich nicht einmischen?“

„Was die Götter machen kann ich noch weniger erraten, aber ich bezweifle das der Dunkle Gott so was wie Frieden oder Waffenstillstand vor Augen hat. Entweder er mischt sich ein oder belässt es, mehr kann ich leider auch nicht dazu sagen.“

„Frieden zwischen zwei Ländern…“

„Es hört sich wirklich komisch an, dass grade die Dämonen so was im Sinne haben, wo wir doch immer die Kriege geführt haben. Und das war der ursprüngliche Plan, den ich dir geben wollte. Ich kann diese Aufgabe nur jemanden anvertrauen, der von meinen Blut kommt. Wärst du keine Heldin, hätte ich dir die ganzen Qualen nicht angetan und eine normale Ausbildung gegeben…

Weinst du?“

„Eh? Wie… aber… ich weiß nicht warum ich weine? Vielleicht weil ich jetzt zum ersten Mal das Gefühl des Vertrauens bekomme? Ich… ich…“

Der Dämonenkönig reicht Sina ein Taschentuch, dass er aus seine Westentasche herausnimmt und Sina nimmt es ab. Mephisto wartet, bis Sina sich wieder beruhigt hat.

„Entschuldigung, du kannst fortfahren.“

„Ich weiß, auf deinen Schultern wiegt eine schwere Last, sobald du in die weite Welt gehst, aber ich weiß dass du es schaffen wirst. DU hast es geschafft meine stärksten Kämpfer zu besiegen, DU hast es geschafft neue Waffen zu kreieren, DU hast unserem Volk Spiele beigebracht oder erschaffen, das Volk wirkt auf mich viel fröhlicher und DU bist meine Tochter, deswegen weiß ich, dass du es schaffst!“

„… Danke.“

„Nun kennst du den Plan und deine Aufgabe, lass mir dir nun die Gegenstände geben, die dir auf deine Reise gute Dienste leisten werden. Zuerst nimm diesen Ring, dass ist ein königlicher Ring, mit dem du in der Lage sein wirst, mich jederzeit zu kontaktieren. Aber, leider aber, funktioniert der Ring nur in unserem Land, denn ich vermute stark, dass die Barriere einen Kontakt zwischen uns verhindern wird, deshalb habe ich einen weiteren Zauber drauf gelegt, mit dem du mich einmal sicher erreichen kannst. Benutzt dies als absoluten Notfall.“

„Was ist das für ein Wappen auf dem Ring?“

„Das sind die Initialen des Dämonenkönig und nur die vom gleichen Blut abstammen, dürfen diese Ringe tragen. Es dürfte dem Volk von Alliancia ziemlich unbekannt sein nach so langer Zeit, aber ich habe neue Initialen erschaffen, so sollte es keine Probleme geben.“

„Und wie benutze ich diesen Ring?“

„Einfach tragen und mich dir vorstellen, dann werde ich in deinen Kopf sprechen.“

Sina schiebt den Familienring in den rechte Ringfinger und es scheint sich selber anzupassen. Der Ring ist nicht zu klobig, dass er auffällt, aber eine gewisse Schönheit haftet an ihm trotzdem.

„Der nächste Gegenstand ist ein weiterer Ring, Ring der Leere. Einige Dämonen würden es eher als einen Inventar-Ring bezeichnen, aber er unterscheidet sich doch von dem herkömmlichen Inventar-Ringe. Dieser Ring ist ein Nationalschatz, denn mit diesem Ring kannst du unbegrenzt Gegenstände lagern, während die Üblichen nur eine bestimmte Anzahl haben. Die Benutzung ist relativ einfach, du rufst einfach Inventar und bekommst eine Liste vor Augen, was du momentan alles auf Lager hast. Zusätzlich, sollte Wisali dir das nicht erklärt haben, werden Gegenstände von dir getöteten Monster, Lebewesen oder ähnliches automatisch in deinen Ring wandern.“

„Das ist wirklich eine große Hilfe, aber wenn ich was sagen dürfte, wie lösen wir meine Sucht nach Gifte?“

„Daran habe ich schon gedacht und habe den Giftmischern den Auftrag gegeben, eine größere Menge von den Kaublättern herzustellen, die du täglich nimmst. Soweit mein letzter Wissensstand ist, haben sie für 30 Jahre hergestellt, also wirst du erst mal keine Schwierigkeiten haben.“

„30 Jahre? Hui, dann bin ich wirklich gut vorgesorgt.

„Als nächstes bekommst du die Ohrringe der Täuschung. Sie sollen deine Rasse sowie deine ganzen Werte verbergen und ändern. In Alliancia gab es früher Personen, die in der Lage waren deinen Status komplett einzusehen und wir wollen verhindern, dass sie direkt bei dir die Rasse lesen können und es deine Mission gefährdet.“

Sina nimmt den anderen Ring und schiebt ihn in den linken Ringfinder und die Ohrringe begutachtet sie. Auf den ersten Blick wirken sie ganz normal, aber wenn man sie von der Nähe anschaut, kann man was drauf lesen, aber auf sie wirkt es sehr verschwommen. Dann setzt sie die Ohrringe an ihren Ohren fest.

„Den Status schaue ich mir später an.“

„Nun kommen wir zu den Waffen.“ Der Dämonenkönig steht auf und holt einen Koffer aus einem Schrank. Dieser öffnet er und holt einen Katana mit eine Schwertscheide mit vielen Muster raus und übergibt es Sina.

„Deine Lieblingswaffen waren bisher immer diese dünne scharfen Schwerter. Jedenfalls ist dieses Schwert ein Meisterschwert oder wie Waffenschmiede es gerne betonen, ihr Lebenswerk. Durch den täglichen Bedarf, den du immer hattest, ist Kreukus zu einem Meisterschmied für diese Waffe geworden. Dieses Schwert schneidet alles, ich habe es selber begutachten dürfen. Dazu hat Kreukus ein Waffenpflegeset sowie ein Wasserschleifstein mitgegeben, damit diese Klinge ihre Pflege bekommen kann.“

„Ich muss mich bei Kreukus bedanken. Ohne auch sie getestet zu haben, sehe ich sofort, dass diese Klinge und ich ein Team sein werden“

Dann holt der König ein zweites Katana aus dem Koffer, dessen Schwertscheide nur schwarz ist. Der König holt die Klinge aus der Scheide raus und legt sie auf dem Tisch. Was Sina auffällt ist, das an der Verbindung vom Schwert und Griff, ein rautenförmiges Loch ist.

„Bevor du was sagst, es ist kein Fehler sondern eine Anweisung von mir. Dieses Schwert hat ein… spezieller Schmied hergestellt und wenn mich es nicht täuscht, hat dieses Schwert die gleiche Schärfe, wie deine andere Klinge.“

Dann holt der König einen kleinen ausklappbaren Kasten und gibt es Sina. Sina öffnet ihn und in diesem Kasten ist ein rautenförmiger Kristall, welcher in einem rötlichen Zustand schimmert.

„Dieser Kristall ist ein Artefakt des Dunklen Gottes. Wenn du dies in deinen Katana einsetzt, wird es zu einer lebendigen Klinge. Normalerweise haben nur die Dämonenkönige solche Waffen, aber ich habe es für mein zukünftiges Kind aufbewahrt, denn ich habe mich mehr auf die Magie spezialisiert.“

„Bist du dir sicher, dass ich solch eine Waffen haben sollte?“

„Ja, ich bin mir ziemlich sicher, denn ich will nur das Beste für mein Kind haben. Ich glaube, das Wisali zwar von solchen Waffen weiß, aber dir nicht erklärt hat, wie man mit so eine Waffe umgeht.“

„Das ist richtig.“

„Sobald du den Kristall eingesetzt hast, muss du der Klinge einen Namen geben, damit sie dich als ihren Meister anerkennt und nur du kannst sie führen. Jeder andere fremde Person… dürfte Probleme bekommen, sobald sie die Waffe anfasst. Sie hat Level 1 und je mehr Feinde du tötest, desto mehr Exp bekommt es und kann aufleveln. Das besondere an jeder lebendigen Waffe ist, dass sie relativ früh passive Fähigkeiten bekommt wie Selbstreparatur, Stabilität und ähnliches.“


„Wenn wir grade vom Level sprechen, welche Gründe gab es, dass ich keine Monster töten durfte.“

„Das ist einfach erklärt, ich wollte vermeiden, dass du zu früh ein hohes Level bekommst, damit du nicht zu stark erscheinst, wenn du nach Alliancia reist und du früher mit der lebendige Klinge zusammenarbeitest.“

„Ah, das ist der Grund.“

„Das wäre alles, was ich dir auf die Reise mitgeben kann. Nun, der Rest hängt nun von dir ab, wann du die Reise beginnst und wie du die Vorbereitungen triffst.“

„Ist es Möglich das du mir einen Rüstungsschmied sowie einen Schneider schicken kannst? Ich habe… gewisse Vorstellungen wie meine Reisekleidung sein soll. Weiteres werde ich Gold benötigen, sobald ich in Alliancia angekommen bin.“

„Wir haben durch die früheren Kriege mit Alliancia genug ausländisches Gold, aber ob sie die Währung behalten haben oder geändert wurden, kann ich dir nicht garantieren. Dein anderer Wunsch wird die gewährt. Ich schlage dir auch vor, eine Liste aufzuschreiben, was du noch alles benötigt, es wird dir gewährt.“

„… Danke für deine Unterstützung Vater. Auch wenn ich dich nicht wirklich mag, aber… ich denke eine kleinen Vertrauensbasis haben wir heute doch aufgebaut, auch wenn ich bald auf Reisen sein werde.“

„Eine kleine ist immer noch besser als gar keinen Vertrauen zu haben. Ich werde dich ab jetzt Unterstützen wo ich kann, denn die Aufgabe des dunklen Gottes betrachte ich als erledigt.“

Sina lächelt ihren Vater leicht an.

Kapitel 9

Ich bin wiedergeboren und mein Vater will was?

Mehrere Tage sind seitdem Arena-Kampf vergangen, das Volk der Dämonen hat nur ein Gesprächsthema: Sina und ihr Kampf gegen die Generäle. Sina hat Geschichte geschrieben, denn niemand wird ihr das nachmachen können.

Viele Dämonen haben wieder angefangen zu trainieren, denn der Kampf hat ihnen gezeigt, das ein Level nichts aussagt. Egal ob es alte oder junge Dämonen sind, sie trainieren um ihre Fähigkeiten in die Höhe zu treiben.

Sina schläft seit über drei Tagen, ihr Körper sieht eher der einer Mumie aus. Dank ihrer Regeneration sind ihre Knochenbrüchen und Fleischwunden verheilt und haben auch keine Narben hinterlassen. Sie schläft, weil sie komplett ausgebrannt nach dem Kampf war.

In der Zeit haben immer wieder von ihr bekannte Dämonen sie besucht, um nach ihr Ausschau zu halten. Sogar die Schlangenfrau Xisera hat sie besucht, auch wenn sie ein Groll gegen Sina hegt, dabei rieb sie unbewusst ihren Schlangenschwanz.

Irgendwann wachte Sina in ihrem Bett auf. Es scheint Nacht zu sein, trotzdem merkte sie, dass sie nicht alleine in ihrem Zimmer ist.

„Ah, Prinzessin Sina. Ihr seid endlich von eurem Schlummer erwacht. Wie fühlt ihr euch?“ fragte Wisali, der in ihrem Zimmer war.

„Als wäre ein Meteorit auf mich gestürzt…“ murmelt Sina auf seine Frage.

„Nun, wenn man bedenkt das ihr gegen die vier besten Dämonen auf einmal gekämpft, sie nicht mal töten durftet und trotzdem siegreich aus dem Kampf rauskommt, grenzt das wirklich an einem Wunder, meint ihr nicht auch?“ schmunzelt Wisali.

„Was ist passiert als ich mein Bewusstsein verloren haben?“ fragt Sina.

„Das ganze Reich hat nur ein Thema, Sina die Heldin, Sina die Stärkste und so weiter. Ihr habt das Herz und den Respekt aller Dämon errungen! Sollte irgendjemand noch Zweifel an dir haben, der hat euren Kampf nicht gesehen. Und ich glaube, dass der Dämonenkönig Mephisto dafür gesorgt hat, das jeder ihn anschauen musste.“ antwortet der Gelehrte.

„Warum tut mein Vater mir eigentlich das alles an? Ich dachte, ich wäre seine Tochter, aber alle seine Aktionen geben mir eher das Gefühl, dass ich sterben soll…“ murmelt Sina traurig.

„Euer Vater hat bestimmt seine Gründe dafür, zumal das die letzte Aufgabe war, wenn ihr an seine Aussage erinnert. Aber wenn ich meine Vermutung kund geben darf, ich glaube das alles hat er aus Liebe zu Euch gemacht. Denn mit dem Kampf habt ihr eurem Vater bewiesen, dass Ihr alleine zurechtkommend werdet, solltet ihm was passieren. Natürlich ist das eine Theorie, zumal dass alles ziemlich extrem ist, was man euch angetan hat. Ihr dürft nicht vergessen, Euer Vater ist er auch der Dämonenkönig und hat ein Volk zu führen.“ tröstet Wisali die traurige Prinzessin Sina.

„Gelehrter Wisali, in dem Kampf ist irgendwas mit mir passiert… Ich weiß nicht wie ich es erklären soll, aber ich habe eine weitere einzigartige Fähigkeit, aber… sie hat keinen Namen…“ und schildert ihr Problem.

„Hmm, vermutlich habt Ihr etwas aktiviert, was nur Helden zugänglich ist. Ich meine, Ihr habt mit Eurem gebrochenen Armen die Axt benutzt und ich kenne keinen Dämon in der Geschichte, dem dies gelungen ist. Ja, Dämonen sind schwer zu töten und können sogar paar tödliche Schläge wegstecken und weiterkämpfen, aber Eure Aktion war was ganz anderes. Es war, als hättet Ihr Euer Limit gebrochen für diese Zeit. Genau wie die vergangen Helden, als sie gegen die Dämonenkönige gekämpft haben. Aber diese Fähigkeit hat keinen Namen, so kann ich nur raten, dass ihr vermutlich in der Zukunft öfters in solche Kämpfe geraten müsst, bis der Name der Fähigkeit offen ist.“ erklärt Wisali seine Vermutung.

„Aber ihr solltet euch nun wieder hinlegen, ich werde den anderen Bescheid geben, dass ihr wach gewesen seid. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wer euch alles besucht hat.“ grinste Wisali und verließ das Zimmer.

„Hmm? Egal, ich leg mich erst mal wieder hin…“ schlief Sina tief und fest ein.

Am nächsten Morgen wurde Prinzessin Sina sanft von der Maid geweckt. Sina fühlte sich etwas fitter, aber trotzdem ist sie müde. Sina ließ sich von der Maid die Bandagen abnehmen, waschen und bekam ein schwarzes Kleid zum anziehen. Nur… ihre Brüste wirkten etwas zu groß für das Kleid.

„Hmm, dabei kenne ich doch eure Maße, habt ihr etwa zugenommen Prinzessin Sina?“ fragt die Maid nach dem Grund.

„Ich bezweifle, dass ich in irgendeiner Art zugenommen habe, eher sollte ich nachdem Kampf abgenommen haben… Aber egal, ich trage das erst mal für heute.“ erklärte Sina mit einer leichten Zornesader. „Wo sind meine Waffen?“

„Erm, das weiß ich nicht, Prinzessin Sina. Die Waffen bei eurem Kampf hat der Dämonenkönig mit genommen und der Schmied Kreukus hat mir keine weiteren zur Verfügung gestellt.“ verbeugt sich die Maid entschuldigend.

„Ach egal, ich bin zu müde um irgendetwas zu bekämpfen…“ murmelt Sina.

Die Tür öffnet sich und Wache Eins betritt den Raum.

„Prinzessin Sina, der Dämonenkönig wünscht euch in seinem Thronsaal zu sehen.“ gibt die Wache den Befehl weiter.

Sina gibt einen langgezogenen Seufzer ab, denn es bringt nichts, sich dem Befehl zu widersetzen und sie hat auch nicht die Kraft dazu.

„Ok, ihr dürft gehen Maid. Wache Eins, bitte bringt mich zum Thronsaal… Hab ihr vielleicht ein kleines Schwert oder so ähnliches, was ich von euch ausleihen darf?“ fragte Sina die Wache.

„Es tut mir Leid Prinzessin Sina, weder ich noch mein Kamerad haben solch kleine Waffen, die man verstecken könnte.“ lehnte Wache Eins entschuldigend ab.

„Kann man nichts ändern, mein Vater würde sie ja sowie wieder wegnehmen…“ murmelt Sina niedergeschlagen.

Die Wachen brachten Prinzessin Sina zum Thronsaal des Dämonenkönig´s.

Als sie eintraten, war der Thronsaal ziemlich leer, nur der Dämonenkönig und drei Dämonengeneräle waren anwesend. Die Wachen verließen den Thronsaal, so war nun Prinzessin Sina alleine.

„Ich hoffe, ihr habt euch von eurem Kampf erholt. Solltet ihr auch fragen, wo Dämonengeneral Eortar ist, er liegt noch immer in der Krankenstation. Ihr habt mit der Axt alle seine Knochen gebrochen…“ gibt der Dämonenkönig ihr schmunzelnd die Information.

Dann kamen die Dämonengeneräle, stellen sich vor ihr und verbeugen sich tief.

„Prinzessin Sina, ich denke ich spreche für uns alle. Ihr habt einen Kampf geliefert, den nur Helden bringen können. Ich entschuldige mich, dass wir versuchten euch zu töten, aber Befehle sind Befehle und wir haben ihn nur ausgetragen. Ich hoffe, ihr verzeiht uns für die taktlose Aktion in der Arena.“ sagt die Schlangenfrau Xisera, während der Oger Harox und die Milchkuh Zahran ihr zustimmend nicken.

„Erm… okay? Und ihr seid nicht sauer, dass ihr verloren habt?“ fragte Sina vorsichtig nach.

„Ihr geöffnet mein Auge, kleine Prinzessin! Ich muss noch lernen viel, dann ich werden stärken. Wenn ich stärker bin, ich euch herausfordern!“ antwortet der Oger.

„Ich mag euch nicht, weil ihr mich ausgelacht habt, aber im Kampf habe ich Dinge gelernt, die ich vorher nicht beachtet habe. Verlasst euch drauf, dass ich bei unserem nächsten Treffen stärker bin und dann fordere ich euch zu einem Duell heraus!“ tönte Zahran.

„… Ich habe ein Groll gegen euch, aber nicht unbedingt weil ich verloren habe, sondern weil ihr mich als eine Waffe benutzt habt! Und mir tut der Kopf immer noch weh, wenn ich daran denke… Aber keine Sorge, ich werde mich noch tiefer meiner Magie widmen und wer weiß, vielleicht werde ich euch auch zu einem Duell herausfordern.“ lächelt die Schlangenfrau der Prinzessin Sina entgegen. „Und ich glaube, Eortar würde auch so was ähnliches sagen.“

In der Krankenstation liegt eine dick eingewickelte Mumie und musste auf einmal niesen.

„Wenn ihr so motiviert seid, werde ich warten bis ihr stärker geworden seid und eure Anfragen zum Duell annehmen, aber nimmt euch in Acht! Auch ich werde trainieren und nicht auf der faulen Haut liegen!“ antwortet Sina feurig ihren neuen Rivalen.

„Nun denn Generäle, ihr dürft nun gehen.“ unterbricht der Dämonenkönig Mephisto die Versammlung.

Die Generäle verbeugen sich alle vor dem König und dann bei der Prinzessin, anschließend verlassen sie den Raum.

„Meine Tochter, gehen wir in mein Privatgemach. Dort können wir unter uns sein.“ und der König stand auf und ging zur eine Seitentür. Sina folgt ihrem Vater verwundert und beide betreten das Privatgemach.

Das Privatgemach ist ziemlich königlich ausgestattet, ein Zimmer wo man sich zurück ziehen und entspannen kann oder bestimmte Entscheidungen trifft.

„Nimm doch schon mal Platz Sina.“ gibt Mephisto im sanften Ton die Anweisung. Für Sina wurde das immer suspekter, aber sie folgt diese Anweisung. Währenddessen schließt der König die Tür und schnippst mit seinen Finger.

„Damit keiner von außen unser Gespräch belauscht. Es gibt immer solche Ratten…“ murmelt ihr Vater entschuldigend und sitzt sich gegenüber von Sina auf den Sessel.

„Wenn ich recht überlege, ist es das erste Mal, das wir ganz unter uns sind, nicht wahr?“ fragte der König.

„Das stimmt, meistens hast du immer mir nur Anweisungen oder Befehle gegeben, ohne dass ich groß widersprechen durfte.“ antwortet Sina.

„Nun, es hat seine Gründe gehabt. Aber bevor ich mich erkläre, möchte eins vorher sagen…

Sina, es tut mir vom Herzen Leid, was ich dir in all den Jahren antun ließ.“

„…Eh? Das soll ich dir glauben?“

„Ich kann verstehen, dass es für dich unglaubwürdig wirkt, aber es stimmt. Als Vater habe ich vermutlich in diese Rolle versagt und kann dein Hass auf mich verstehen.“

„ … “

„Es gab mehrere Gründe warum ich dir das antun musste. Als der Dunkle Gott mich erschaffen hat, hat er mir gewisse… „Information“ in mir eingebaut, die ich umsetzten musste. Eine der Information war, dass der Dunkle Gott einen Helden für die Dämonen schicken wird und das meine Aufgabe sei, diesen Helden zu fördern.“

„Also meine Resistenz sowie Fähigkeiten auf bestmögliche Stufe bringen.“

„Richtig, doch was ich bei dem Plan nicht vorsah war, dass es meine eigene Tochter betrifft. Ich hatte andere Pläne mit dir gehabt, aber als ich mitbekam, dass du den Segen des Dunklen Gottes hast, ist in mir eine Welt zusammengebrochen. Also musste ich der eiskalten Dämonenkönig sein.“

„…Tut mir leid das zu hören, aber das mildert nicht wirklich meinen Hass, den ich gegen dich hege. Wenn ich bedenke, gibt es so was wie Vertrauen zwischen uns nicht wirklich…“

„Das ist mir durchaus bewusst und ich denke, dass ich es verdient habe. Du hast durch den Gelehrten Wisali gelernt, sobald die Dämonen Alliancia angreifen, beschwören sie einen Helden, der den Dämonenkönig töten soll. Nun will der Dunkle Gott den Teufelskreis brechen, indem wir einen eigenen Helden haben und die Aufgabe des Helden ist nichts anderes als den beschworenen Helden zu töten.“

„Verstehe…“

„Aber der Plan Gottes interessiert mich nicht, ich habe andere Pläne. Es gibt ein Grund, warum du keine Flügel, Schwanz oder Hörner hast. Die Rasse der Sukkubus sieht die den Menschen am ähnlichsten aus.“

„…“

„Ich will, dass du dich unter den Menschen mischt und bestimmte Aufgaben erledigst. Aber eine Aufgabe sage ich dir als Vater. Sei glücklich!“

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