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Kapitel 84

Ich bin wiedergeboren und mein Kampf gegen Mechs?

Ohne zu wissen was Sina mit dem Angriff ausgelöst hat, schreitet sie auf das zerstörte Tor zu. Die Torwachen, die sich vom Angriff erholt hatten, nahmen ihre Waffen und stürmten auf Sina zu. Sina sparte sich ihre Spielchen und tötete diese Männer so schnell, dass diese es nicht mitbekamen.

Dann griff sie die Soldaten hinter den Wachen an und stürmte auf das Tor zu, dass in sich zusammengebrochen ist. Sie sprang auf mehrere große Steinbrocken und stand dann auf der Spitze des kaputten Tores.

„Wow, aus der Nähe ist das Gelände wirklich sehr groß… und dort drüben ist die Burg.“ nickte Sina und sprang vom Hügel runter, als unten die ersten Soldaten ihr mit ihren Waffen entgegen kamen. Die Heldin schnitt ihre Waffen und tötete die Männer.

Es kamen immer mehr Soldaten angerannt, sogar wurde Magie gegen Sina eingesetzt, bis Sina ihre Fähigkeit „Schwertwirbel“ einsetzte. Nun fing das eigentliche Massaker an. Wer sich Sina in den Weg stellte, wurde ohne mit der Wimper zu zucken getötet.

Feuerbälle und andere Magiearten kamen auf Sina zugeflogen, diese wurden einfach zerschnitten und flogen in die anderen Soldaten rein, die schreiend versuchten wegzurennen. „Sind die dumm? In der Menge treffen sie doch nur ihre eigenen Leute?“ wundert Sina sich.

Einen weiteren Feuerball trat sie zurück auf ein Gebäude, dass sofort explodierte und Feuer fing. Die Bewohner des Hauses verließen schreiend das Haus. Andere versuchten ihre Kameraden zu löschen. Sina bewegte sich nun langsam auf das Schloss zu, sie musste den Ansturm der Soldaten eindämmen.

Auf einmal sah sie Panzer auf sich zurollen. „Wirklich? Die sind schon so weit fortgeschritten?!“ murmelt Sina. Die Panzer haben ihre Rohre eingestellt und schossen ebenso Feuerbälle, aber in einer anderen Farbe. Einige waren blau, andere grün. Sina´s Instinkte meldeten sich, dass sie die nicht unterschätzen darf.

Den ersten blauen Feuerball trat sie weg und er flog in die Soldaten rein, aber statt zu explodieren fror er sofort alle zu Eisstatuen ein. Sina hat das Spektakel gesehen und schaute ihren linken Fuß an, Eiskristalle waren darauf zu sehen.

„Oh? Ist das überhaupt noch Magie?“ hob Sina eine Augenbraue und zerschnitt einen grünen Feuerball. Geteilt flogen sie an Sina vorbei und landeten auf dem zerstörten Tor, dass sofort anfing zu schmelzen.

„Ok, Blau für Eis, Grün für Säure, die blauen sind gefährlicher!“ dachte Sina und hat weitere Soldaten getötet, anschließend rannte sie auf einen der Panzer zu. Der Panzerführer sah, das Sina auf ihn zugerannt kam und gab mit seinem Panzer Gas um sie zu überfahren…

Der Gedanke war eigentlich vernünftig, wenn man gegen einen normalen Menschen kämpft, aber Sina ist kein Mensch und daher sieht das Ergebnis etwas anders aus. Sie sprang auf das Rohr vom Panzer und drückte es mit ihrer Kraft nach unten. Das Rohr gab sofort nach und verzog sich, während der Panzerfahrer seinen Augen nicht traute.

Die anderen Panzer schossen ihre blauen Bälle auf Sina ohne Rücksicht auf ihren Kameraden zu nehmen und Sina sprang sofort weg. Der zerstörte Panzer wurde sofort in Eis eingehüllt.

„Die sind ja nervig… Hm? Wie stehen sie denn?“ wunderte Sina sich, als viele Panzer in einer Reihe standen und der Heldin ein fieser Gedanke kam. Sie rannte auf die Panzer zu und wich ihren Angriffen aus, dann bereitete sie ihre Fähigkeit „Allesschneider“ vor das inzwischen wieder aufgestiegen ist und stand nun an der Seite eines Panzer.

Sina lässt ihre Fähigkeit los und ein brennender roter Schnitt ging durch die Panzerreihe. Die Panzer sind von der Seite zur Hälfte aufgeschnitten und fielen auseinander, dann explodierte wohl ihre Magie. Eine Kettenreaktion löste sich und man hörte nur Explosionen.

Die Soldaten, die von Sina noch nicht getötet waren bekamen es mit der Angst zu tun und wussten nicht, ob sie flüchten oder weiterkämpfen sollten, aber Sina schenkte ihnen keine Beachtung und ging weiter Richtung Burg Starm.

Gildenhaus:

Stellvertreter Marcel hat sein gebrochenes Bein geheilt und war der Verzweiflung nahe. Niemand konnte Sina aufhalten, wurde ihm gesagt und er hörte immer noch die Explosionen aus dem Militärgelände.

„Stellvertreter, was sollen wir nun machen? Der Mann, den Sina ins Haus geworfen hatte ist immer noch bewusstlos.“ fragt die Empfangsdame.

„Man hat mir geraten, dass wir uns verstecken sollen. Niemand kann Sina nun aufhalten außer ihrer Freundin, aber die wurde festgenommen…“ schüttelt Marcel den Kopf ahnungslos.

„Können wir denn nicht… vielleicht irgendwie helfen? Also dem Volk? Viele rennen panisch auf die Straßen, die alten Leute und die Kinder brauchen unsere Hilfe. Ich… möchte mich nicht wirklich verstecken.“ meinte die Empfangsdame.

„*seufz* Bringen wir den verletzten Mann in das Krankenzimmer und schauen, ob wir auf der Straße helfen können.“ kam Marcel zu einem Entschluss.

Militärgelände:

Sina hat wieder einige Truppen getötet und ging an einem Haus vorbei. Auf der anderen Seite warteten Monster auf Sina, die alle angeleint sind. „Huch? Haben sie wirklich auch Monster gezähmt?“ staunt Sina.

Die Monster wirken wie Wölfe, denen man Metallplatten angebracht hatte. Die Halter ließen ihre Leinen los und sie stürmten auf Sina zu. Normale Abenteurer hätten vermutlich keine Chance gehabt, weil diese Monster sich sehr schnell bewegten, dass man sie kaum verfolgen konnte.

Sina dagegen hat schon schnellere Wesen bekämpft und tötete sie einfach so. Die Halter haben anfangs gejubelt, aber nachdem Sina alle ihre Monster getötet hatte schrien sie vor Wut und griffen Sina mit ihren Waffen an. Sie seufzt nur und bringt die Halter ebenso um.

„Was kommt noch? Panzer, Monster, irgendwas Sci-Fi-mäßiges fehlt noch…“ und auf einmal krachte ein großer Roboter vor Sina. „Ich und meine Klappe…“ schimpft Sina mit sich. Vier weitere Roboter schlossen sich dem ersten Roboter an. Die Roboter sahen fast so ähnlich aus wie aus dem Anime KnXght´s & MagiX.

Der erste Roboter griff mit einem riesigen Schwert an, während die anderen erst mal nichts taten. Die anderen Soldaten hielten alle einen großen Abstand, damit sie nicht in den Kampf reingezogen werden und jubelten ihren Robotern zu.

Sina sah den Angriff kommen und blockte das große Schwert mit Blutklinge. Sie wurde direkt in die Erde rein gedrückt, konnte aber den Angriff ohne große Mühe aufhalten, was die Soldaten zum verstummen brachte.

„Seid ihr die Geheimwaffe oder so was ähnliches?“ fragte Sina, aber bekam keine Antwort. Der Roboter setze zum nächsten Angriff an, aber Sina setzte ihre Fähigkeit „Allesschneider“ ein und der Roboter wurde in der Mitte halbiert. Er fiel in zwei Richtungen mit einer Blutspur.

„Aha, also sind sie mit Piloten besetzt. Aber was ist denn nun das besondere an ihnen?!“ wundert Sina sich und sah, wie die Soldaten sprachlos waren. Aber die restlichen Roboter gingen nun zum Angriff über.

Forschungsanlage:

„SIE HAT EINEN MECH ZERSTÖRT?!“ schrie General Morne und selbst die Wissenschaftler haben ihre Sprache verloren.

Alle haben den Kampf der Frau mit dem Schwertmech beobachtet und wollten Daten sammeln, aber nachdem die Frau den Angriff des Mechs ohne weiteres blockieren konnte und ihn anschließend zerstörte, herrschte Stille im Raum.

„Erklären sie mir, wie das PASSIEREN KONNTE?!“ verlangte General Morne zu wissen. Der Abteilungsleiter war die ganze Zeit still gewesen und versuchte seine These zu erklären.

„Ich… bin mir nicht zu hundert Prozent sicher, aber… Normalerweise hätte der Angriff von dem Mech die Frau töten müssen, aber sie konnte ihn problemlos blockieren, nur der Boden unter ihr wurde zerstört. Ich behaupte folgendes, die Werte dieser Frau müssen so astronomisch hoch sein, dass sie ihn blocken KANN.

Wir dürfen nicht ausschließen, dass auf der Welt Personen existieren, die wirklich so stark sind. Nun gehe ich sogar weiter. Ihre Waffe… diese dünnen langen Schwerter müssen aus einem ganz anderen Material bestehen, dass sie nicht unter dem Angriff zerstört wurden und sogar diesen Mech zerstören konnten.“ erklärt der Abteilungsleiter.

„Aber, diese Mechs wurden doch gegen Abenteurer sowie die stärksten Monster eingesetzt! Sie haben doch eine komplett neue Legierung, die bisher noch nicht auf der Welt bekannt ist!“ widersprach Morne.

„Sowie der Feind es vermutlich auch hat. Ich hoffe, dass die anderen Piloten aus der Aktion gelernt haben und gemeinsam die Frau angreifen werden.“ und der Abteilungsleiter schaut wieder auf die Übertragung.

Die vier Roboter griffen Sina gemeinsam an mit unterschiedlichen Waffen: Axt, Hellebarde, Morgenstern und einer hat riesige Stahlfäuste. Sie trennten sich um von unterschiedlichen Seiten Sina anzugreifen. Der erste, der Sina angriff war der Axtroboter. Sie blockte seinen Angriff ebenso ab, wie bei dem Schwertroboter und will ihre Fähigkeit einsetzen, als der Morgensternroboter von hinten zuschlagen wollte.

Sina bemerkte den Angriff und sprang zur Seite. Als sie mit einem Abstand von dem Angriff landete, kam der Angriff von oben mit zwei Fäusten. Wieder sprang sie zur Seite und der Faustroboter zerstörte den kompletten Boden und sackte tiefer rein. „Himmel, sie wollen nicht, dass ich selber zum Angriff komme.“ murmelt Sina.

Von der Seite kam eine Hellebarde angeflogen und Sina wich dem Angriff nur wenige Zentimeter aus. Nun schlug Sina mit Blutklinge zu und halbierte die Hellebarde von der Stange ab. Anschließend setzte sie „Schwertwirbel“ ein. Der Roboter wollte von ihr wegspringen, aber da war es schon zu spät, er wird in viele Teile zerlegt.

Ein Morgenstern kam wieder angeflogen, diesmal aber wich Sina dem Angriff nicht aus, sondern trat auf den Morgenstern und schleuderte ihn zurück zum Besitzer, der darauf vom Angriff wegflog und in ein Gebäude krachte.

Die Heldin spürte, wie etwas auf ihren Rücken flog und sprang zur Seite. Es war der Axtroboter und der schlug wieder nach Sina. „Allesschneider!“ rief Sina und eine rote brennende Linie ging durch die Axt sowie den Roboter und ein weiterer Roboter wurde zerstört. „Bleibt nur der mit den Fäusten…?“ und Sina schaute nach oben, wie ein kleiner Punkt immer größer wurde.

Mit eine rasende Geschwindigkeit fliegt der Faustroboter auf Sina zu. Sina sah in kommen und fragte sich, was der Sinn dieses Angriffes ist und aktiviert wieder „Allesschneider“. Die Attacke flog genau auf den Roboter zu und halbierte ihn, aber… zu spät verstand Sina den Angriff und die Trümmerteile flogen mit hoher Geschwindigkeit auf Sina zu.

Sie wollte noch Schwertwirbel einsetzen, aber ein Angriff von der Seite lenkte ihre Aufmerksamkeit ab und sie wird mit voller Kraft von einem Morgenstern getroffen. Der Angriff schleudert Sina in ein Gebäude und die Trümmerteile verfehlen ihr Ziel.

„Hab ich dich endlich erwischt.“ schnaufte der Pilot in seinem Mech. Der Angriff hat die Kapsel, wo er den Mech steuert, stark zerdrückt, aber das hielt in nicht davon ab, sein Vaterland zu schützen. Dann sah er auf dem Monitor, wie die Frau aus dem Trümmern des Hauses herauskam. Ihr seltsames Lederoutfit war an einer Seite zerstört und man sah, dass sie ziemlich blutig war, aber ansonsten zeigte die Frau keinerlei Anzeichen, dass es sie störte.

„W… was.. ist sie?!“ fluchte der Pilot und wollte mit seinem Morgenstern angreifen, aber die Frau verschwand auf einmal von seinem Blickfeld. „Huh?“ und dann schrie der Pilot, als etwas durch seine Brust stach.

Sina ist so schnell hinter den Rücken des Roboters gerannt und hat von hinten zugestochen. Sie hörte jemanden schreien und als sie Blutklinge herauszog, war da Blut an ihrer Klinge. Dann sprang sie vom Roboter weg und wartete ab, ob der Pilot noch kämpfen kann, aber der Roboter fällt nur nach vorne und rührte sich nicht mehr.

„Puh, der Angriff hat gesessen.“ und Sina schaute auf ihre Wunde an, aber sie sind größtenteils wieder verheilt. Die Soldaten, die den Kampf beobachtet haben rannten nun panisch weg. Wenn ihre stärkste Waffe nicht gewinnen kann, dann können einfache Fußsoldaten es erst recht nicht. Sina machte sich wieder auf den Weg.

Forschungsanlage:

„Das darf doch nicht wahr sein… Sie hat alle Mechs zerstört…“ sagte General Morne im Unglauben und die Wissenschaftler waren ebenso schweigsam.

„Die Waffe, die den Krieg gewinnen sollte, wurde einfach so zerstört…“ wiederholte sich Morne. Dann hielt er kurz inne, als müsste er eine Entscheidung fällen.

„Lass Projekt Hydra frei.“ befahl er und die Wissenschaftler reagierten schockiert. Der Abteilungsleiter widersprach dem Befehl:

„General Morne, wir haben keinerlei Kontrolle über dieses Subjekt! Wenn wir das freilassen, zerstört es alles was es sieht, inklusive die Burg und die Stadt!“

„Dann schlagen sie mir was besseres vor!“ schimpft Morne mit rotem Kopf.

„Kennen wir die Gründe für den Angriff? Das einzige was mir auffällt ist, dass die Frau nur die Soldaten und Panzer zerstört, die ihr im Weg stehen, ansonsten läuft sie zur Burg. Wir sollten versuchen, mit ihr zu reden!“

„Wie sind sie eigentlich Abteilungsleiter geworden mit so einer bescheuerten Idee? Lassen sie SOFORT Projekt Hydra frei wenn euch euer Leben lieb ist!“ drohte General Mohn.

Der Abteilungsleiter wurde blass und schweigsam, dann nickte er zu seinen Leuten, dass sie den Schalter betätigen sollten.

Kapitel 83

Ich bin wiedergeboren und die Welt ist im Chaos?

Fanfoss, Villa von Sina:

„Ihr macht einen wirklich leckeren Tee Suki.“ dankt Ma Shi, während Keya und Ascal ihm zustimmen.

„Nichts zu danken. Es gehört zu meinen Pflichten.“ verbeugte sich Suki und verlässt das Zimmer. Alle drei genießen noch einmal den Tee, bevor Keya das Gespräch startet. „Bald müsste Sina in der Hauptstadt sein oder?“

„Vermutlich. Haben wir uns eigentlich Gedanken gemacht, was wir machen wollen, sollte Sina den Beweis bringen, dass das Kaiserreich wirklich die Gildenmeister gefangen genommen hat?“ wundert sich Ascal.

„Nein, nicht wirklich. Das einzige was wir machen können ist, dass wir alle Gildenhäuser im Reich schließen lassen um das Personal auf unsere Seite zu holen, ebenso die Abenteurer. Wir haben leider nicht die nötigen Druckmittel, um den Kaiser beziehungsweise eher den Prinz Leonardo unter Druck zu setzen.“ schüttelt Ma Shi den Kopf.

Auf einmal blinkt ein Übertragungszauberstein auf dem Tisch von Ma Shi. Verwundert stand er auf und aktivierte ihn. Alle Gildenmeister sahen nun das Bild von einem Mann mit einer blutigen Nase und weitere Wunden im Gesicht. Im Hintergrund hörte man laute Sirenen.

„Hier spricht Marcel. Ich bin der Stellvertreter aus dem Gildenhaus Ascot, spreche ich mit Ma Shi?“ fragte der Mann unter Schmerzen. Alle Gildenmeister schauten sich verwundert an. Keya trank wieder ihren Tee, während Ma Shi sich vorstellte.

„Ma Shi bin ich, Gildenmeister aus Fanfoss. Wie kann ich euch helfen?“

„Ihr müsst sofort Sina aufhalten, sie greift gerade das Militär an!!!“ schrie Marcel. Keya spuckte ihren Tee ins Gesicht von Ascal, während sein Unterkiefer auf dem Boden landete.

„Sie hat was?!“ schrie Ma Shi zurück.

„Ich sagte, Sina greift das Militär an. Eine Spezialeinheit wollte sie festnehmen und Sina hat sie alle umgebracht, nun greift sie das Militär an um ihre Freundin zu retten, die sie scheinbar festnehmen konnten.“ berichtet Marcel.

Ma Shi schlägt sich die Hände vors Gesicht. Daran haben sie nicht gedacht. Während bei Sina vermutlich keine Probleme passiert wären, trifft das auf Sherry nicht wirklich zu.

„Ma Shi, ich bitte euch. Ihr müsst was unternehmen!“ flehte Marcel.

„Es tut mir leid, aber… ich kann nichts machen. Wenn Sina einmal loslegt, gibt es niemanden auf der Welt, der sie aufhalten könnte außer die Freundin, die Sherry heißt. Wisst ihr warum man versucht hat, sie beiden zu verhaften?“ schüttelt Ma Shi den Kopf und Marcel wurde nur noch blasser als er es schon ohnehin ist.

„Nein. Sie hat einen dieser Männer in mein Haus rein geworfen, mich zusammengeschlagen für Antworten und ging dann zum Militär. Die Sirene, die ihr hört ist das Alarmsignal, dass sie angegriffen werden!“ berichtet Marcel.

„Was für Antworten wollte sie?“ fragte Keya nun, nachdem sie sich vom Schock erholt hat. Man sah Marcel an, dass er sich lieber die Zunge abbeißen würde.

„Sie wollte wissen wo die Gildenmeister sind und… habe ihr erklärt dass man sie alle verhaften ließ auf Befehl von Prinz Leonardo. Er wollte, dass alle Abenteurer in das Militär kommen, aber die Gildenmeister haben sich gemeinsam geweigert.“ erzählt Marcel es gepresst.

„Dann ist Prinz Leonardo wahnsinniger als man den Gerüchten glauben kann…“ murmelt Keya.

„Was sollen wir denn nun tun? Wenn das Militär Sina getötet hat, werden sie als nächstes die Gilden der Abenteurer angreifen!“ tränte Marcel.

„Ich würde euch raten, euch zu verstecken und abzuwarten, wie der Kampf mit Sina verläuft.“ beruhigt ihn Ma Shi, dem keine andere Wahl blieb.

„Dann… bin ich verloren.“ verabschiedete sich Marcel und die Übertragung wurde unterbrochen.

„Das hat ja wirklich nicht lange gedauert, also der Krieg mit Sina.“ schüttelt Ascal den Kopf.

„Wie sehen die Chancen aus, das Sina ihre Freundin rettet?“ fragt Keya.

„Keine Ahnung, aber sollte Sina Sherry nicht retten können… Ich kann es mir nicht mal vorstellen, was dann passiert.“ weigert Ma Shi sich darüber Gedanken zu machen.

Bevor die Sirene losging:

Sherry wurde in das Zimmer vom Prinz Leonardo gezogen. Sie sah einen jungen Mann in Ritterrüstung, der ein Glas Wein hielt. Sie wurde mit einer Halskette an der Wand angebunden und konnte sich nicht mehr vom Ort bewegen.

Leonardo riss begeistert seine Augen auf, als er Sherry und ihre blauen Haare sah. „Wunderbar, wirklich. Ihr wisst genau, was ich will. Nun dürft ihr gehen.“ Die Männer salutierten und verließen alle das Zimmer.

Der Prinz stand auf und ging zu Sherry, die versuchte von ihm wegzukommen, es aber durch die Halskette nicht schaffte.

„Na na meine Liebe. Nicht so schüchtern, ich will euch doch nichts böses.“ flüstert Leonardo mit wahnsinnigen Augen, während er die Haare von Sherry streichelt. Sherry versuchte durch die Mundbinde zu schreien, aber damit erreichte sie nur, das Leonardo lachte.

„Ihr könnt soviel schreien wie ihr wollt. Keiner wird uns hören und umgekehrt hören wir nichts von draußen. Ich habe einen Zauber in diesem Zimmer anbringen lassen, der dies bewerkstelligt. Wisst ihr, ich habe ein sehr… interessantes Hobby und manche meiner… Gäste haben irgendwie ein Problem damit.“ erklärt Leonardo.

Er ließ von Sherry ab und betrachtete sie von oben bis unten wie ein Metzger. Dann nickte er und ging zu einem geheimen Schalter in der Wand. Dann öffnete sich ein weiteres Zimmer und Gestank kam von dort. Sherry konnte zuerst nicht richtig erkennen, was im Zimmer war bis sie auf einmal mit voller Kraft versuchte zu schreien und ihre Fesseln zu lösen, dabei weinte sie fürchterlich.

„Seht ihr, deswegen diesen Zauber.“ schüttelt Prinz Leonardo traurig den Kopf, dass wieder niemand seine Kunst zu schätzen weiß.

Königreich Efrana, Burg Ryre:

Friedrich, Simon und der König Karl-Horst diskutierten über die leeren Posten, die es noch zu besetzen galt.

„Nun, die wichtigsten Posten sind wieder mit fähigen Leuten besetzt. Der Vorschlag von Sina hat schon was gebracht, auch mal im Volk zu schauen.“ meint Simon.

„Das stimmt in der Tat. Die restlichen Adeligen müssen erst mal mein Vertrauen wieder gewinnen, bevor sie irgendetwas bekommen.“ nickt der König.

„Wie machen sich die Fortschritte mit Ralph Friedrich?“ fragte Simon.

„Erstaunlicherweise ziemlich gut. Der Junge benutzt seinen Kopf im Kampf und die Morgenübungen kann er auch mithalten. Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass er ein guter Kämpfer wird. Vielleicht sollten wir überlegen, ihn in eine Schule zu schicken, wo er lernen kann, wie man Soldaten führen kann. Mein Eindruck ist, dass er ein guter General werden könnte. Natürlich muss mein Sohn zustimmen.“ erzählt Friedrich stolz.

„Und… naja, Themba lässt keine Gelegenheit aus, ihn zu besuchen. Nicht das sie stört, aber irgendwie gibt sie ihm immer die Motivation, mehr aus sich herauszuholen.“ grinst Friedrich und sein Freund Karl rollt mit den Augen.

„Ach komm schon Karl, jemand besseres könnte deine Tochter doch nicht finden. Ich frage mich ernsthaft, wer zuerst die Liebe gesteht, wobei ich darauf tippe, dass es Themba sein wird, wenn ich daran denke wie das mit deiner Frau war.“ überlegt Simon laut.

„Du bewegst dich auf ganz dünnem Eis Simon, weißt du das?“ lächelt der König mit blitzenden Augen.

Auf einmal wird die Tür aufgerissen und ein Offizier trat ein. „Entschuldigung die Störung, aber ich habe wichtige Informationen aus dem Kaiserreich!“

„Berichte!“ verlangte der König zu Wissen.

„Vor wenigen Minuten wurde die Hauptstadt Ascot angegriffen und ein Tor zum Militärgebiet zerstört. Die ganze Hauptstadt steht unter Alarm.“ erklärt der Offizier.

„Im Kaiserreich und ausgerechnet in der Hauptstadt findet ein Angriff statt?“ wundert Simon sich und der Offizier nickte.

„In der Tat. Der Angreifer soll eine Frau mit komischem Outfit sein die zwei schmale Klingen führt. Der Grund ist bisher noch nicht ersichtlich…? Meine Herren?“ wollte der Offizier seinen Bericht fortführen, aber alle Männer haben sich die Hände ins Gesicht geschlagen.

„Ich kenne nur eine Person, die auf diese Beschreibung zutrifft.“ murmelt Friedrich. „Echt? Ich dachte auch an jemand spezielles.“ stimmte Simon zu.

„Was auf alles in der Welt macht Sina in der Hauptstadt und greift das Militär an?!“ dachte der König laut.

„Ich schlage vor, dass wir die Grenzen zum Kaiserreich verstärken. Ich traue Sina alles zu, aber… wir sollten besser vorbereitet sein.“ schlägt Friedrich vor.

„Besser ist das…“ stimmte der König zu.

Als die Sirene losging:

Prinzessin Emilia war in ihrem Zimmer, als auf einmal die Sirene losging. „Ein Angriff auf uns?!“ wundert Emilia sich und geht zum Fenster. Sie nahm ein Fernrohr und suchte nach der Ursache, bis sie sie fand.

„Ein Tor wurde zerstört und was ist das für eine breite Spur der Zerstörung auf der Straße?“ murmelt Emilia mit sich selber.

Auf einmal klopfte es an der Tür ein Soldat trat ein und salutierte. „Prinzessin Emilia, wir müssen sie bitten in den Schutzraum zu gehen.“

„Dazu müsstet ihr mich schon in Ketten legen, damit ich in diesen Raum gehe. Was ist mit meinem Bruder?“ lehnt Emilia ab.

„Er… ist mitten in einer Befragung und hat angeordnet, dass die Generäle das Problem angehen sollen. Wir haben daher nur die besten Soldaten vor seiner Tür stehen.“ erklärt der Soldat nervös.

„Wie kann er mitten in einem Angriff die Befragung vorziehen!? Wir werden angegriffen!“ schimpft Emilia. „Was ist mit Vater? Seit mein lieber Bruder angeordnet hat, dass niemand sein Zimmer betreten darf, kenne ich nicht mal seinen Zustand!“

„Keine Sorge, der Kaiser hat ebenso seine Wachen. Der Feind wird es nicht schaffen, soweit zu kommen.“ versuchte der Soldat die Prinzessin zu beruhigen.

„Echt? Da ist aber gerade ein Tor zerstört worden. Ich hoffe für euch, dass ihr auch Übungen gemacht habt für eine Verteidigung!“ meint Emilia.

Forschungsanlage:

Die Sirenen laufen überall und die Wissenschaftler sind in Panik. General Morne betrat das Zimmer des Abteilungsleiters. „Können die Mechs besetzt werden?“ verlangte er sofort zu wissen.

„Erm, klar jederzeit. Die Piloten warten eigentlich nur auf euren Befehl.“ kam die Antwort.

„Dann sollen die Piloten sie besetzen und sofort zur Verteidigung rausgehen. Wir wissen nicht, wer und was uns angreift, aber es war stark genug ein Tor zu zerstören!“ befahl Morne.

„Wie ihr wünscht.“

Kapitel 82

Ich bin wiedergeboren und laufe Amok?

In der Zeit, wo Sina sich auf die Suche nach der Gaststätte „Zum blutigen Säufer“ aufmacht, haben die maskierten Männer Sherry in die Burg Starm gebracht. Zum ihrem Leidwesen wurde Sherry scheinbar schnell wieder wach und wehrte sich mit Hand und Füßen.

Man legte sie in Ketten und setze eine Knebel ein, weil sie nicht aufhörte zu schreien. Aufgrund das Sherry ihre Hände nicht benutzen kann, ist sie nicht in der Lage mit Gesten ihre Magie einzusetzen. Sie zehrte an den Ketten, bis einer der Männer die Geduld verlor und sie ohrfeigte.

„Bist du endlich mal still, du dämliches Weib?!“ schimpfte der Mann und zog sie weiter an den Ketten zum Zimmer des Prinzen, bis sie von einer Frau aufgehalten wird.

„Männer, was hat das zu bedeuten?!“ verlangte Prinzessin Emilia zu wissen. Die Männer gaben einen stillen Fluch ab, dass ausgerechnet sie sich in den Weg stellt.

„Prinzessin Emilia, ich bitte um Entschuldigung, aber diese Frau wurde als Spionin enttarnt und wird zur Befragung zum Prinz Leonardo gebracht.“ log einer der Männer.

„Seit wann übernimmt mein Bruder die Befragung? Dafür gibt es eine spezielle Einrichtung auf dem Gelände mit ausgebildeten Mitarbeitern.“ wundert sich die Prinzessin.

„Anordnung von Prinz Leonardo höchstpersönlich. Wir setzen nur die Befehle um.“ log der Mann weiter, aber Sherry machte wieder Theater.

„Aha und sie soll eine Spionin sein? Sie sieht mir eher aus wie eine verängstigte Frau aus, die ihr auf der Straße aufgegriffen habt.“ sagt Prinzessin Emilia die ziemlich nah an der Wahrheit war und Sherry nickte ihr zustimmend.

„Bedaure, aber… wir können die Befehle nicht ignorieren. Wenn sie bitte Platz machen würden.“ und die Männer zogen Sherry weiter.

„Sagt meinen Bruder, dass ich ihn bald sprechen werde!“ rief Prinzessin Emilia wütend. „Jeden Tag werden Personen zu meinen Bruder geschickt, was passiert nur in seinen Zimmer?“ dachte Emilia wütend.

Sina hat die Gaststätte schnell gefunden und trat ein. Das erste was Sina sah war, dass der Eingangsbereich komplett nass war und ein dicker Mann am wischen war.

„Oh, Entschuldigung, ich habe sie nicht bemerkt. Machen sie sich über das Wasser keine Gedanken, einer der Gäste hat einen Eimer Wasser fallen gelassen und nun muss ich es wegwischen… Wie kann ich ihnen helfen?“ fragte der dicke Mann freundlich, aber leicht nervös, als er sich hinter den Tresen stellte.

„Keine Sorge, ich habe schon schlimmeres gesehen. Meine Freundin müsste hier ein Zimmer reserviert haben, eine Dame meines Alters mit blauen Haaren.“ erklärt Sina und der Wirt wurde blass.

„Eh… *hust* Bedaure, aber so eine reizende Dame war bisher noch nicht hier gewesen.“ schwitzt der Mann nur nervöses, was Sina skeptisch machte.

„So? Und warum sind sie nervöser geworden, nachdem ich sie beschrieben haben?“ hakte Sina nach.

„Das braucht sie nicht zu interessieren. Sie sind festgenommen.“ sprach jemand hinter Sina. Sie drehte sich um und sah maskierte Männer, während der Wirt ein Deja-vu erlebt.

„Ho? Wer seid ihr Knalltüten denn eigentlich?“ wundert Sina sich, aber rechnet mit Ärger.

„Wie gesagt, das braucht sie nicht zu interessieren. Sie sind festgenommen wegen Spionage im Kaiserreich. Männer nehmt sie fest.“ befahl der Sprecher und drei Männer gingen auf Sina zu.

Als sie fast bei Sina waren, lächelt Sina nur müde und schlug den ersten Mann ins Gesicht. Der flog direkt durch die Eingangstür auf die Straße, die Tür hat er mit sich gerissen. Dem anderen Mann packte sie an die Kehle, als sie auf einmal was auf sich zugeflogen sah und es sich mit der freien Hand schnappte.

„Hmm? Eine Nadel?“ wundert Sina sich, als sie einen Mann mit einem Blasrohr sah. „Ich verstehe, Betäubungsnadeln oder?“ und brach dem Mann in der anderen Hand das Genick, anschließend warf sie den Toten auf den Mann mit dem Blasrohr.

Während des Wurfes, schnappte sich Sina den dritten Mann und drehte seinen Kopf um 180° und er fiel tot zur Seite. Blieben nur noch der Sprecher und der Mann mit dem Blasrohr, der versuchte seinen toten Kameraden zur Seite zu schieben.

„Ihr… ihr wehrt euch!“ stottert der Sprecher und Sina musste lachen. „Aber sicher das. Ich werde mich doch nicht von irgendwelchen Clowns festnehmen lassen. Spionage? Als nächstes sagt ihr noch, dass ich den Kaiser getötet habe!“

Der Sprecher wollte flüchten, aber… Sina war direkt hinter ihm und packte ihn am Hals. „Ich weiß zwar nicht genau was das Theater soll, aber ihr werdet bestimmt nicht lebend davon kommen.“ und man hörte das Brechen von Knochen. Der Sprecher hat ebenso nun sein Leben verloren.

Blieb nur noch der Mann mit dem Blasrohr. Er war schockiert über den schnellen Tod seiner Kameraden und hat vergessen zu flüchten. Sina nahm das verlorene Blasrohr vom Boden auf und ging zu dem liegenden Mann, der um sein Leben bettelte. Aber das interessierte sie nicht wirklich und rammte mit voller Kraft das Rohr in sein Ohr. Der Mann zuckte noch ein bisschen bis er sein Leben aushauchte.

„Soo Wirt, nun wollen wir nochmal auf meine Frage zurückkommen. Ihr seid sicher das meine Freundin nicht hier war?“ fragte Sina mit einem düsteren Lächeln im Gesicht.

„Ahh… ah… Eh… Mit blauen Haaren? Doch sie war hier. Sie wurde von diesen Männer mitgenommen, aber mehr weiß ich wirklich nicht! Bitte, lassen sie mich am Leben!“ bettelt der Wirt.

„Verstehe…“ und Sina verlässt die Gaststätte. Auf der Straße standen viele Bewohner und wunderten sich was vorgefallen ist und ob der bewusstlose Mann mit der Maske Hilfe braucht.

Die Meute sah, wie Sina auf den Mann zulief und ihm die Maske vom Gesicht runter riss. Der Mann hatte auffällige Tätowierungen im Gesicht, dessen Bedeutung Sina aber nicht kannte.

„Hey, kennt wer diese Leute?“ rief Sina in die Menge, aber keiner gab ein Mucks von sich. Sina seufzte nur und zog den Mann am Bein. Die Menge machte ihr sofort Platz, unwissend wo Sina hingeht.

„Wenn das Volk nicht sprechen will, dann nur die Abenteurer…“ murmelt Sina. Diesmal wusste Sina wo die Gilde stand und rannte mehr oder weniger, dabei war es ihr egal, ob der maskierte Mann dabei unterwegs draufgeht.

Es dauerte nicht lange, da sah sie schon die Gilde. Der Mann war noch immer bewusstlos, aber die Wut von Sina ist mit der Zeit weiter angestiegen. Als sie nah genug war, warf sie den Mann durch die Eingangstür der Gilde, die sofort kaputt ging.

Sina betrat die Gilde und sah, wie die Dame schockiert ihre Augen aufgerissen hat und das Marcel ebenso angerannt kam.

„Was hat das zu bedeuten?!“ schrie Marcel.

„Sagen sie mir es. Diese Männer wollten mich für irgendeinen Blödsinn festnehmen und sind bei ihrem Einsatz ums Leben gekommen. Ich bin mit einer Partnerin heute gekommen und sie wurde von solchen maskierten Männern festgenommen. Keiner will mir sagen, wer sie genau sind, also frage ich sie!“ erklärte Sina.

„Das ist eine Spezialeinheit des Militärs und ihr sagt, ihr habt sie getötet?!“ schrie Marcel ziemlich blass.

„Ah, das Militär? Sind es die Männer, die die Gildenmeister „verschwinden“ ließen?“ hakte Sina nach.

„Ich… sage dazu nichts!“ schwieg Marcel wieder und Sina hatte keine Zeit für diese Spielchen. Sie ging zu Marcel und schlug ihm mitten ins Gesicht. Er flog mit voller Geschwindigkeit in eine Holzwand rein und zerstörte diese.

Die Empfangsdame schrie und versteckte sich hinter ihrem Tresen. Sina ging zum Stellvertreter und zog ihn zu sich hoch.

„Hör mir genau zu, sonst wird es dein letzter Tag sein, den du heute siehst. Du sagst mir jetzt sofort, was hier eigentlich los ist und wo die Gildenmeister sind, denn dort wird meine Freundin mit hoher Wahrscheinlichkeit auch sein!“ drohte Sina.

„Gnnn… Ok! Ich sage es! Prinz Leonardo wollte alle Abenteurer zum Militär zwangsverpflichten und hat die Gildenmeister dazu aufgefordert, dies umzusetzen. Aber sie haben das Spiel nicht mitgemacht und auf ihre Neutralität gepocht.

Daraufhin ließ der Prinz sie alle festnehmen und hat mich sowie den anderen Stellvertretern nahegelegt, den Mund zu halten und diese Aufgabe zu übernehmen, wenn uns unser Leben lieb ist!“ schrie Marcel vor Angst.

„Aha und wo sollen sie nun genau sein?“ wollte Sina wissen.

„Ich weiß es nicht, aber sie wurden alle auf das Militärgelände gebracht und seitdem haben wir von ihnen nichts mehr gehört…“ tränte Marcel nun.

„Ihr seid ein widerlicher Feigling. Ihr hättet das viel früher den anderen Gildenmeistern sagen müssen! Glaubt ihr wirklich, dass wir uns sowas gefallen lassen würden?! Egal, nun bin ich hier und befreie meine Freundin!“ und Sina lässt Marcel los, der auf den Boden plumpste.

„Warte, seid ihr wahnsinnig? Ihr wollt euch mit der versammelten Armee des Kaiserreichs anlegen? Euch eilt ein Ruf voraus, aber das ist blanker Selbstmord zumal ihr alle Abenteurer zum Tode verurteilt!“ rief Marcel.

„Welche Abenteurer? Die sind doch alle schon weg. Ihr werdet mich nicht aufhalten!“ warf Sina Marcel einen eiskalten Blick zu, dass er sich fast in die Hose gemacht hätte. „Bevor ich vergesse, wo ist der nächste Eingang in das Gelände?“

„… ARGHHH MEIN BEIN!“ schrie Marcel als er sich weigerte, Sina die nötige Auskunft zu geben und ihm das Bein brach.

„Ich habe eine Frage gestellt oder? Je länger ihr mich warten lasst, desto mehr werdet ihr leiden!“ drohte Sina.

„Gnrrhhhh… sobald ihr rausgeht, folgt den Weg nach Osten der Mauer entlang, ihr werdet es nicht verfehlen können…“ knirschte Marcel die Worte heraus und Sina ging ohne Abschied aus der Gilde.

Die Dame ging auf Marcel zu. „Was sollen wir tun?“ fragte sie panisch. „Urgh, holt mir einen Heilstein und helft mir eine Übertragung zu dem Gildenmeister in Fanfoss aufzubauen. Wenn jemand Sina aufhalten kann, dann vielleicht nur er…“ antwortet Marcel unter Schmerzen.

In der Zeit suchte Sina den Eingang nach der Beschreibung von Marcel und wurde auch schnell fündig. Sie überlegte kurz, ob sie fragen sollte, aber das wäre nur Zeitverschwendung. Die Armee ist ihr Feind geworden, den sie vernichten muss.

Sie zog Blutklinge und Murtair aus dem Inventar und stellte sich mit einer gewissen Entfernung vor das Tor, das stark von Militärmännern bewacht wird.

„Testen wir mal, ob ich diese Fähigkeit gleich zweimal anwenden kann…“ murmelt Sina. „Allesschneider“ „Allesschneider und beide Katanas fingen an zu glühen. Sie sammelte ihre Energie wie beim Skelettdrachen, damit der Schaden größer ist.

In der Zeit fiel den Wachmännern auf, dass eine Frau zwei schmale Schwerter dem Himmel entgegenstreckte, während sie selber rot glühen. „Was macht sie da?“ fragte sich eine der Wachen.

Sina hat genug Energie für diese Fähigkeit gesammelt und lässt sie beide gleichzeitig los. Zwei riesige rote Linien verließen die Katanas und rasten mit einer hohen Geschwindigkeit auf das Tor zu. Die Wachmänner sahen den Angriff und sprangen alle panisch zur Seite. Die Fähigkeit hinterließ eine tiefe Spur auf der Straße und erreichte das Tor, dass mit einem lauten Krachen zerstört wurde. Aber die Fähigkeit drang weiter in das Gelände ein und zerstörte noch einiges mehr darin.

Das große Tor brach in sich zusammen und der Weg war für Sina frei. Sofort ertönte eine laute Sirene, die anders klang als die vom Königreich.

„Achtung, das Ost-Tor wird angegriffen. Das ist keine Übung! Ich wiederhole, das Ost-Tor wird angegriffen!“ sprach ein Sprecher mit einem Verstärkungszauber, dass man in der gesamten Hauptstadt hören konnte.

„Dann wollen wir mal meine Freundin befreien!“

Kapitel 81

Ich bin wiedergeboren und teile mit Sherry die Aufgaben?

Die Bande wurden zerschlagen, die Überlebenden zurückgelassen, die Reise ging weiter für die Gruppe.

„Morgen sollten wir die Hauptstadt erreicht haben. Ich bin euch von Herzen dankbar, dass ihr mich begleitet habt. Ihr werdet bestimmt eine Unterkunft in der Hauptstadt benötigen oder?“ fragte Hassan.

„Das ist richtig. Wir werden in den nächsten Tagen einiges an Arbeit dort haben.“ nickt Sina, während Sherry sich nun ausruhte, der Einsatz der Magie hat sie doch etwas erschöpft.

„Geht zur Gaststätte „Zum blutigen Säufer“. Dort ist ein guter Freund von mir. Sagt ihm, dass ihr von mir geschickt wurdet und er wird euch das beste Zimmer und Essen zur Verfügung stellen.“ bot Hassan an.

„Das ist aber sehr freundlich von euch Hassan.“ dankte Sina für das Angebot, eine Sorge weniger zu haben.

„Nichts zu danken, ihr habt allen Händlern einen großen Gefallen getan, indem ihr die Banditen fast komplett besiegt habt. Damit sollte die Straße wieder etwas sicherer sein für die Zukunft.“ erklärt Hassan.

„Nun, hoffentlich übernehmen die anderen Abenteurer wieder die Aufgaben. Vielleicht kann ich ja im Gildenhaus was klären.“ und beobachtet mit Sherrys Fernrohr die Straße.

Am nächsten Tag erreichten sie die Hauptstadt Ascot. Von weitem konnte man die riesige Stadt sehen mit der Burg Starm und das weitläufige Militärgebiet.

„Täusche ich mich oder ist das Militärgebiet größer als die Stadt?“ wundert Sherry sich. Selbst Sina hat den Eindruck, vor allem ist die Burg mitten in diesem Gebiet drin.

„Das ist richtig. Fast jährlich werden immer mehr Gebäude errichtet, die unterschiedliche Funktionen haben, aber Näheres weiß man nur, wenn man selbst ein Angehöriger des Militärs ist. Das größte Gebäude soll angeblich ein Forschungslabor sein, dass mit einer Werkstatt kombiniert ist. Angeblich sieht man auch Monster, die in andere Gebäude transportiert werden. Ich selber will es nicht so genau wissen, was sie dort erforschen.“ meinte Hassan.

„Hmm, wenn ich eine Wette abschließen müsste, gewinnt das Kaiserreich gegen das Königreich. Sie sind viel fortgeschrittener als Efranas Militär, ich muss es ja wissen.“ blitze ein Auge von Sina auf als sie daran dachte, wie Sie mit Fäusten eine Armee besiegt hat. „Eigenlob stinkt.“ kommentiert Sherry nur.

Nicht mehr lange und sie waren in der Hauptstadt. Hassan belohnte beide Damen mit einer Goldmünze und verabschiedet sich von ihnen.

„Sind wir doch schneller in der Hauptstadt angekommen, als erwartet. Ich dachte immer, Alliancia sei der größte Kontinent, aber…“ grübelt Sina. „Nun, es kommt immer darauf an, welchen Weg man nimmt. Zu Fuß dauert die Reise immer länger, als wenn man eine Kutsche hat.“ erklärt Sherry.

„Nun, was sollen wir jetzt machen? Der Tag ist noch relativ früh.“ fragte Sherry.

„Hmm, ich schlage vor, du suchst die Gaststätte auf und reservierst schon mal ein Zimmer. Ich gehe direkt zum Gildenhaus und kündige mich an. Ich bezweifle, dass sie sich über meinen Besuch freuen werden.“ schlägt Sina vor.

„Ok, machen wir das. Lass uns dann in der Gaststätte treffen und die Stadt ein bisschen besichtigen. Ich will das ungern allein machen. Ist dir schon aufgefallen, dass alle Bewohner… ziemlich verängstigt wirken? Als würde jedem Moment was passieren.“ spricht Sherry das Offensichtliche an.

„Und wie, vor allem, wenn diese uniformierten Typen herummarschieren, machen sie sofort Platz und halten ihr Gesicht nach unten gerichtet. Solltest du mich suchen, einfach nur dem Geschrei folgen, ich dürfte dann auch nicht allzu weit sein.“ grinst Sina. „Ok, dann suche ich mal das Gildenhaus, bis nachher Sherry.“ und verlässt Sherry.

„Mal schauen, wo finde ich die Gaststätte…“ murmelt Sherry, während sie aus dem Hintergrund von maskierten Typen beobachtet wird.

„Bei der Göttin, endlich haben wir eine Person gefunden die blaue Haare hat.“ murmelt einer der Männer.

„Ok, folgender Plan. Drei von uns folgen unserer Zielperson, während der Rest die andere Frau in diesem komischen Lederoutfit verfolgt. Wenn ihr euch sicher seid, dass ihr zuschlagen könnt, wartet nicht auf die anderen. Der… Kunde wird ungeduldig.“ erläutert der Anführer den Plan und alle Männer nickten.

Gut eine Stunde später fand Sherry die Gaststätte „Zum blutigen Säufer“. Sie trat ein und wird von einem dicken Mann begrüßt. „Herzlich willkommen. Wie kann ich ihnen helfen? Benötigen sie frisches Essen und ein leckeres Getränk oder möchten sie bei uns übernachten? Wir bieten und haben alles!“

„Eh… Hallo, ich bräuchte ein Zimmer für zwei Personen, dazu Essen, aber das können wir auch später besprechen. Ich soll ihnen ausrichten, dass wir von Hassan geschickt wurden.“ erklärt Sherry.

„Ah Hassan der alte Gauner ist auch wieder in der Stadt? Dann müsst ihr was besonderes sein, Hassan erlaubt nicht jedem diesen Gefallen. Ein Zimmer mit zwei Betten wünscht ihr? Dann werde ich das beste für euch…“ wollte der Wirt lächeln sagen, als er auf einmal extrem blass wurde.

Sherry wundert sich und dreht sich um. Sie sah drei Männer mit Uniform sowie schwarzen Masken. „Ihr werdet heute kein Zimmer brauchen. Ihr seid verhaftet!“ sagte einer der Männer.

„Eh?! Aus welchen Gründen?“ fragte Sherry misstrauisch. Zwei Männer gingen auf sie zu. „Das ist unwichtig. Ihr seid es, die uns Fragen beantworten werdet!“ antwortet der Sprecher.

Als die Männer fast bei ihr waren, machte Sherry eine Geste und eine Wassersäule lässt beide Männer zur Decke krachen. „Erst müsst ihr mich besiegen!“ schrie Sherry, als auf einmal eine Nadel sie am Hals trifft. Sherry wurde ganz schwindelig und fiel dann zu Boden.

Einer der Männer hat mit einem Blasrohr und einer Betäubungsnadel Sherry ausgeschaltet. „Verdammt, wie hat sie das gemacht?“ murmelt einer der getroffenen Männer der Wassersäule.

„Das ist egal, wir haben sie. Sie haben nichts gesehen oder gehört, richtig?“ droht der Sprecher den Wirt, der verschwitzt den Kopf schüttelt.

Zur gleichen Zeit:

Sina fand das Gildenhaus, das nun wirklich am anderen Ende der Stadt lag. „Puh, endlich. Hoffentlich ist die Gaststätte nicht so weit weg. Was haben sie sich über diesen Standort eigentlich gedacht?“ nörgelt Sina.

Sina betrat das Gildenhaus und erwartete, dass hier viele Abenteurer und Rezeptionisten arbeiten wie in Fanfoss, aber hier war das eher das Gegenteil. Fast komplett leer und Sina sah nur eine Rezeptionistin, die am Stricken war.

Verwundert ging Sina zu der Frau und legte ihre Abenteurerkarte hin. „Seid gegrüßt, ist der Gildenmeister ansprechbar?“ fragt Sina.

Die Frau nahm ihre Augen vom Stricken nicht herunter und gab nur die Antwort: „Bedaure, aber er ist außer Haus, versuchen sie es das nächste Mal wieder.“

Die Heldin zahlreicher Schlachten verlor jetzt schon ihre Geduld. Sie knallte mit der Handfläche auf den Tresen, was die Rezeptionistin fast vom Stuhl schmiss.

„Gute Dame, ihr werdet jetzt folgendes tun. Ihr schaut euch meine Karte an, geht zum nächst höchsten Mitarbeiter dieses Hauses, das wäre der stellvertretende Gildenmeister und kündigt mich an. Sollte ich noch einmal, wirklich noch einmal, so eine Antwort bekommen, stecke ich diese Stricknadeln dahin, wo es richtig weh tut!“ drohte Sina.

Die Frau stand auf und schaute auf die Karte, sie wurde sofort blass. „Erm… *hust* Entschuldigung für mein unprofessionelles Verhalten. Ich werde sofort dem Stellvertreter Bescheid geben, dass ihr ihn zu sprechen wünscht.“ und die Dame rannte mehr als das sie geht.

Nach einigen Minuten kam sie wieder und gab kund, das Sina ihr folgen soll. Sina wurde zum Büro des Gildenmeisters gebracht, wo ein nervöser dürrer Kerl auf dem Stuhl saß.

„Ihr dürft gehen, ich werde das alleine klären.“ schickte der Mann die Frau weg. „Sina die Verteidigerin oder wie man langsam den anderen Namen, die Zerstörerin, besucht uns. Wie kann ich euch weiterhelfen?“

„Indem ihr euch vorstellt? Ich könnte euch einen Namen geben, den ihr bestimmt nicht mögen werdet.“ antwortet Sina.

„Ah, wo sind meine Manieren. Ich bin Marcel, Stellvertreter dieses Gildehauses. Ich habe gehört, ihr wolltet mit dem eigentlichen Gildenmeister sprechen, aber wie die Dame schon sagte, er ist zur Zeit außer Haus.“ schwitzte Marcel.

„Und nicht nur er, sondern gleich alle die im Kaiserreich arbeiten. Ich komme im Auftrag aller Gildenmeister der anderen Länder. Hier die Bestätigung.“ überreicht Sina den offiziellen Auftrag dem Mann.

Er rollte das Schreiben auf und las es schnell durch, dabei wurde er nur blasser. „Tja, nun ist es scheinbar raus. Ja, die Gildenmeister sind verschwunden.“ antwortet Marcel kurz.

Sina wartete auf weiteres, aber Marcel schwieg. „Und? Kommt da noch was?“ hakte Sina nach.

„Nein, mehr weiß ich nicht.“ schüttelt Marcel den Kopf.

„Entweder ihr habt Eier aus Stahl oder jemand macht euch mehr Angst. Es ist kein Zufall, dass man mich geschickt hat, wobei meinen anderen Beinamen höre ich heute das erste Mal. Ich bin hergeschickt, um Antworten zu hören und sie wissen was hier passiert ist.“ droht Sina lächelnd.

„Wollt ihr mich etwa bedrohen? Legen sie Hand an mich und ihre Karriere als Abenteurerin ist zu Ende!“ wehrte sich Marcel.

Sina ging zu dem Mann und zog ihn am Kragen zu sich. „Sehe ich so aus, als würde mich das interessieren?“ fragte Sina sehr freundlich und Marcel musste schlucken.

„Wie dem auch sei, ich wollte nur Hallo sagen. Ich bin erst heute angekommen und werde mich hier in der Stadt einquartieren. Morgen komme ich wieder und fange das eigentliche Gespräch an. Sollte ich sie morgen nicht vorfinden, werde ich dem Kaiser einen Besuch abstatten und sie wissen ganz genau, dass ich keine leeren Drohungen mache!“ ließ Sina Marcel wieder los.

Marcel sah aus, als würde er lieber ganz woanders sein wollen. „Tut was ihr nicht lassen könnt, aber lasst den Kaiser und das Militär in Ruhe, wir brauchen keinen unnötigen Ärger.“ seufzte Marcel.

„Solange die mich in Ruhe lassen, brauchen sie sich keine Sorgen machen.“ lächelt Sina und verlässt das Büro.

„Von allen Abenteurern muss ausgerechnet sie es sein?!“ fluchte Marcel in Panik. „Was soll ich bloß tun?“

Sina ging auf die Rezeptionistin zu, die wieder am stricken war. „Sag, gibt es einen Auftrag über eine Banditenbande die von einem Rotschopf geführt wird?“

Die Dame blickte auf und überlegte. Dann ging sie auf eine Tafel zu und nahm einen Zettel ab. „Ja, ein Rang-D Auftrag. Wünscht ihr es anzunehmen?“

„Nein, ich wollte nur Bescheid geben, dass er und seine Bande uns überfallen wollten und nun auf dem Weg zum Dunklen Gott sind. Benötigt ihr einen Beweis?“ fragt Sina.

„Erm, das wäre schön, sonst könnte ja jeder behaupten, dass er tot ist.“ meint die Dame. Sina holte aus dem Inventar den Kopf des Anführers raus und legte ihn auf den Tresen. Die Dame sah aus, als müsste sie sich übergeben.

„Sollte als Beweis langen oder? Rote Haare, ein Auge. Mehr wüsste ich nicht, was man bei ihm beweisen soll. Menschen geben ja keine Monstersteine oder ähnliches ab.“ nickte Sina.

„Ich… *würg* kann damit bestätigen, dass der Auftrag offiziell erledigt ist. Ich hole eben die Belohnung…“ ging die Dame fort.

„Wo sind eigentlich die anderen Abenteurer? Das ist für mich das erste Mal, dass ich in einem Gildenhaus eine gähnende Leere vorfinde.“ fragt Sina laut.

„Vermutlich in die anderen Länder gegangen oder weiter weg von der Hauptstadt. Es… ist nicht einfach hier als Abenteurer zu arbeiten, ohne das man mit dem Militär in Streit gerät.“ erzählt die Dame. „So, 40Silbermünzen. Vielen Dank, dass sie die Straßen sicherer gemacht haben.“

„Keine Ursache. Ich werde morgen wieder kommen, deinem Boss habe ich die Information ebenso mitgeteilt, dabei sah er ziemlich blass aus. Ihr solltet ihm vielleicht einen guten Magen-Tee machen.“ rät Sina und die Dame nickt.

Sina verlässt die Gilde und macht sich auf die Suche nach der Gaststätte… und damit beginnt das Unheil in der Hauptstadt.

Kapitel 80

Ich bin wiedergeboren und schlage eine Banditenbande zurück?

Die Reise auf der Kutsche verlief bis zur ersten Nacht relativ ruhig. Sina und Sherry nahmen ihr Proviant, während Hassan sich um seine Pferde kümmert.

„Gibt es eigentlich noch andere Familienmitglieder des Kaiser?“ fragte Sina, während sie ihr Essen warm machte.

„Hmm, Prinzessin Emilia, das zweite Kind vom Kaiser, sie dürfte jünger sein als ihr beiden. Aber ansonsten weiß ich nicht wirklich viel über sie zu berichten.“ überlegt Hassan.

„Wie können die Kinder des Kaisers so jung sein, wenn er selbst im Sterben liegt?“ wundert sich Sherry.

„Er hat sich sehr spät eine Frau genommen. Er wollte erst sich um das Land kümmern, weil er nicht wollte, dass seine Familie zu kurz kommt.“ erklärt Hassan.

„Hmm, eine komplett andere Einstellung als der König. Aber wie kommt es, dass sein Sohn Leonardo so verrückt sein soll? Hat er irgendwas bei der Erziehung verpasst?“ dachte Sina laut.

„Es… gibt Gerüchte, dass irgendwas in seiner Kindheit vorgefallen ist, aber mehr weiß ich auch nicht. Solche Geheimnisse werden unter Verschluss gehalten und Leute, die darüber reden, nun, sie werden zum Schweigen gebracht. Jede Familie hat vielleicht ein schwarzes Schaf und wer redet darüber schon gerne.“ striegelte Hassan das Pferd.

„Mal angenommen dem Prinz passiert was, wird die Prinzessin das Amt übernehmen?“ fragte Sherry.

„Nicht möglich. Der erste Kaiser hat die Regel aufgesetzt, dass nur männliche Thronerben diesen Titel bekommen können. Nichts gegen euch, aber wenn ich vermuten dürfte, dachte der erste Kaiser, dass Frauen nicht in der Lage sind, richtige Entscheidungen zu treffen. Zumal würden sie sehr emotional sein und das widersprach dem Denken des ersten Kaisers. Ein Anführer muss eine kalte Logik und harte Entscheidungen treffen können.“ schüttelt Hassan den Kopf.

„Der hatte wohl schlechte Erfahrungen gemacht mit Frauen. Vermutlich kann auch nur ein Kaiser diese Regel ändern oder?“ beendet Sina ihre Mahlzeit.

„Vermutlich schon, aber Kaiser Godelot wurde halt lange nicht mehr gesehen und Tote können schlecht Regeln ändern.“ füttert Hassan nun die Pferde.

„Aber sie müssen doch irgendeinen Plan haben, sollte es mal keinen männlichen Thronerben geben.“ Sherry glaubte nicht an Zufälle.

„Den gibt es. Sollte es keinen männlichen Thronerben geben und eine Tochter ist vorhanden, so muss sie solange Kinder auf der Welt gebären, bis der erste Sohn da ist. In der Zeit übernimmt ein Militärrat solange das Amt.“ sagt Hassan.

„Wie reizend. Da sollte lieber die Frau das regieren übernehmen. Wer weiß, wie viel Einfluss das Militär auf den Kaiser ausübt, vor allem wenn er so jung ist.“ murmelt Sina.

Aus weiter Entfernung spitzelt ein Bandit mit einem Fernrohr die Kutsche von Hassan sowie die Personen, die am Lagerfeuer sitzen. „Sieht voll beladen aus und kaum Personal. Das dürfte Rotschopf interessieren.“ dachte der Mann.

Forschungsanlage des Militärs in der Hauptstadt Ascot:

Mehrere Wissenschaftler liefen in einem Raum umher, bis ein General eintrat. „Meine Herren, ihr wolltet mir was berichten?“

„Jawohl General Morne. Wir sind mit den Testläufen fertig und haben nun den perfekten „Mech“ hergestellt. Insgesamt haben wir nun fünf dieser großen Roboterritter hergestellt, die von den besten Piloten gesteuert werden können.“ erklärt einer der Wissenschaftler.

„Prächtig. Gute Arbeit meine Herren. Erklärt mir bitte nochmal den Unterschied zwischen einem ausgebildeten Soldaten und diesem Mech.“ forderte Morne nochmal eine Erklärung.

„Selbstverständlich. Also die Mechs haben eine Höhe von acht Metern und Breite von fünf Metern. Sie sind in der Lage jede Waffe zu führen, abhängig wie sich der Pilot dafür entscheidet. Alle haben eine sehr hohe Resistenz gegenüber von Magie und Zustandsveränderungen können sie komplett ignorieren und schützen den Piloten in der Kammer.

Von den… freiwilligen Abenteurern, die wir bei den Tests eingesetzt haben, hatte der Höchste mit dem Rang-A nicht mal einen Kratzer an dem Mech machen können. Auch bei den Monstern, die von den Abenteurer zwischen S und SSS lagen, gab es keinerlei Probleme. Wir haben sie sogar soweit provoziert, dass sie alle Angriffe auf die Mechs durchführten, um eine Stabilität festzustellen, aber keinerlei Probleme.

Das neu entwickelte Metall von uns widersteht daher die stärksten Angriffe von allen Lebewesen, somit sind diese Mechs die aktuell stärkste Waffe unseres Reiches!“ erklärt der Wissenschaftler freudig.

„Prächtig, das heißt, dass sie im Krieg unzerstörbare Kampfmaschinen sind?“ reibt sich der General die Hände.

„Richtig. Wir sind mit dem Fortschritt weit voraus gegenüber dem Königreich. Wir arbeiten an weiteren Mechs, die Herstellung des Metalls benötigt leider seine Zeit, aber mit den fünf Mechs reicht es vollkommen aus, um das Königreich Efrana zu erobern.“ rief der Wissenschaftler freudig.

„Dann hoffen wir mal, dass Prinz Leonardo bald Kaiser wird.“ grinst Morne.

Am nächsten Morgen ging die Reise weiter. Sina und Sherry haben sich bei der Nachtwache abgewechselt und nun ruht sich Sina in der Kutsche raus, während Sherry mit ihrem Fernrohr Ausschau hielt.

„Ich wundere mich, dass es so viele Banditen gibt und nur die Abenteurer dafür zuständig sind. Für das Militär müssten sie doch ebenso nervig sein?“ überlegt Sherry laut.

„Nun, die Vorbereitungen für den Krieg. Vermutlich wenn sie marschieren, werden sie das Banditenproblem direkt angehen oder weiter ignorieren.“ schüttelt Hassan traurig den Kopf.

„Warum will das Kaiserreich eigentlich einen Krieg mit dem Königreich Efrana? Ich verstehe die Logik dahinter nicht.“ wundert Sherry sich.

„Sie wollen mehr Länder besitzen und diese kontrollieren, bis sie vermutlich komplett Alliancia unter ihrer Fuchtel haben.“ antwortet Hassan trocken.

„Die würden sich auch mit der Theokratie anlegen?!“ reagiert Sherry schockiert.

„Wundern würde es mich nicht, zumal ich nicht wüsste, ob die Theokratie überhaupt ein Militär besitzt oder ähnliches. Sie haben ihre Ritterorden und Inquisition, aber damit werden sie nicht das Militär von hier beeindrucken können.“ meint Hassan.

„Sind sie nicht mehr auf Magie spezialisiert?“ dachte Sherry.

„Schon, aber überlegt doch mal. Dieses Land investiert mehr Gold als alle anderen. Sie arbeiten an Projekten, die vermutlich die Kriegsführung auf der Welt verändern können. Wenn ihre Projekte von Erfolg gekrönt sind, würde es mich nicht wundern, wenn Efrana auf verlorenem Posten ist.“ nickt Hassan.

„Hmm… Warte mal ich sehe was… Sina?“ schüttelt Sherry die schlummernde Sina. „Aufwachen, wir bekommen Probleme!“ und Hassan wirkte nervös.

„Huh? Wasnlos?“ fragt Sina schlaftrunken. „Ich sehe vor uns auf der offenen Straße über 70 Banditen und weitere, die auf Pferden sitzen.“

„Und?“ fragt Sina, die noch eher im Schlafzustand ist. „Wie und? Ist das nicht der Part, wo du aufstehst, sie provozierst und alle tötest?“ hob Sherry eine Augenbraue.

„Meine liebe Sherry. Du bist doch eine Rang A Abenteurerin oder? Du beherrscht sogar antike Zauber, richtig? Wie wärs, wenn du diese einsetzt und sollte was in die Nähe kommen, werde ich mich kümmern.“ schlägt Sina vor, die nun langsam wach wurde.

„Ich soll sie alle töten?!“ schrie Sherry fast. Hassan hat seine Kutsche angehalten und hörte der Diskussion zu.

„Sherry, du hast einem Vampir der Stärke SSS den Hintern versohlt. Da müssten diese Leute doch eine Lachnummer für dich sein. Los, ich will deine Fähigkeiten sehen!“ motiviert Sina Sherry.

Die Banditen sahen, dass die Kutsche nicht mehr weiter kam und so liefen sie ihnen entgegen. Sherry seufzte schwer und tat, was Sina ihr gesagt hat. Sie stieg von der Kutsche herunter, stellte sich vor die Pferde und fing an, ihren Feuerzauber vorzubereiten.

„Sollte eure Freundin das wirklich alleine machen?“ hakt Hassan nach. „Nun, sie muss sich auch entwickeln. Für mich sind sie alle nur kleine Fische, aber Sherry braucht noch etwas mehr Kampferfahrung und dafür sind das ideale Ziele zum testen.“ grinst Sina leicht böse.

Sherry war mit ihren Zauber fertig: „Feuervogel!“ und mehrere dieser Zauber flogen auf die Banditen zu und explodierten. Die, die getroffen wurden, starben sofort und die etwas Abstand gehabt hatten, schreien vor Schmerzen. Sherry wirft per Gesten weitere Feuerbälle auf die Reiter zu, die ihre Pferde versuchten zu beruhigen, weil sie in Panik sind.

Ein Chaos ist unter den Banditen ausgebrochen. Im Glauben, dass sie sich durch die Überzahl in Sicherheit wähnten, griffen die Banditen die Kutsche am helllichten Tag an und erwarteten wenig Widerstand, aber das eine Magierin unter ihnen war, konnten sie nicht ahnen.

Sina schaute sich das Schauspiel an und merkte, dass hinter der Kutsche etwas war. Sie drehte sich um und sah weitere Banditen, die versuchten, sich von hinten heranzuschleichen. Dabei fiel ihr auf, dass einer von ihnen sehr rotes Haar hatte und eine Augenklappe.

„Sherry, du musst dich um die da vorne alleine kümmern, ich muss hinten ein paar Banditen töten.“ rief Sina die Anweisung Sherry zu, die nur nickte.

Hassan war bei seinen Pferden um sie zu beruhigen, weil sie selbst sehr nervös von der Magie von Sherry geworden sind.

„Blutklinge, Murtair, dann töten wir mal ein paar böse Männer.“ grinst Sina. Die Banditen sahen Sina, die zwei schmale Klingen hielt und lachten dreckig. Die ersten griffen Sina an und merkten nicht, dass sie schon tot waren. Dann verging den Männern das Lachen, als zwei von ihnen einfach so der Kopf vom Körper herunterfiel.

„Heute macht ihr keine Beute.“ rief Sina spöttisch den Männern zu. „Das werden wir ja sehen Weib. Wir sind immer noch in der Überzahl!“ rief der Einäugige Mann ihr entgegen.

„In der Tat, das werden wir sehen.“ grinst Sina, die sich keinster Weise davon einschüchtern ließ. Die Männer stürmten auf Sina zu, die nur noch ihre Fähigkeit „Schwertwirbel“ aktivierte.

Viele Minuten später, nachdem Sina den Anführer sehr anschaulich getötet hat und Sherry mit ihrer Magie die Masse stark dezimierte, rannten die wenigen Banditen panisch weg.

„Himmel, da hatte ich mit der Armee des Königs mehr zu tun gehabt. Das reicht ja nicht mal zum aufwärmen.“ sagt Sina, während sie ihre Katanas reinigte. Sherry sieht stark verschwitzt aus und atmet auch schwer.

„Puh, dass ist das erste Mal, dass ich meine Magie gegen Menschen einsetze und gleich gegen so viele. Ich müsste mich eigentlich schlecht fühlen, aber… sie wollten uns auch töten oder?“ überlegt Sherry.

„Hassan hätten sie bestimmt getötet und wären wir normale Frauen, wären wir von ihnen vermutlich vergewaltigt worden.“ antwortet Sina darauf.

„Ihr seid beide wahrlich mit Talenten gesegnet. Ich hätte diesen Tag wohl nicht überlebt.“ bedankte Hassan sich bei den beiden Damen.

„Dafür hast du uns doch eingestellt. Außerdem wären wir so oder so auf sie gestoßen, dank Sherrys Talent.“ zwinkert Sina.

„Wo du es gerade ansprichst, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mein Talent nicht mehr solche Probleme verursacht?“ grübelt Sherry.

„Könnte an deiner neuen Umgebung liegen, die es akzeptiert. Früher wären die Leute vermutlich weggerannt, heute leben wir damit einfach.“ erklärt Sina.

„Und? Wie war mein Kampf?“ fragt Sherry nach Sinas Urteil. Sie grübelte kurz. „Von zehn Punkten, bekommst du von mir sieben. Deine Feuervögel können scheinbar ihre Ziele verfolgen, dass heißt, hättest du damit die Reiter sowie die hinterste Reihe zuerst angegriffen, hättest du ihnen den Fluchtweg abgeschnitten und somit alle gnadenlos vernichtet.“ urteilt Sina.

„ … Ich werde mich bessern…“

Kapitel 79

Ich bin wiedergeboren und habe Probleme an der Grenze?

Die Reise zur Grenze nach Osnain dauert nicht mehr lange und die Damen kamen dann an. Sherry und Sina konnten sich ausgiebig unterhalten und Sina erzählte ihre Reise mit den Königskindern. Sherry war begeistert und ein bisschen Leid tat ihr die Armee vom König, die Sina bearbeitet hatte.

An der Grenze stand eine lange Schlange, die ebenfalls durch das Tor wollten, also warteten die Damen bis sie dran waren. Als es endlich soweit war, gab es schon die ersten Probleme mit den Wachen.

„Lady Sina, laut den Unterlagen gehört die Kutsche dem Königreich. Wir können sie unmöglich mit diesem Gefährt durchlassen. Falls sie es noch nicht erfahren haben, aber zwischen Osnain und Efrana gibt es gewisse Spannungen und wir wollen nicht, dass es sich überspannt.“ erklärt die Wache höflich.

„Wenn wir also durch wollen, dann ohne Kutsche?“ fragt Sherry für Sina, aber die Wache schüttelt den Kopf.

„Nein, das Problem ist nicht nur die Kutsche sondern, dass eine Adelige aus dem Königreich nach Osnain will. Ich kann mich nicht erinnern, wann das letztes Mal Adelige nach Osnain gereist sind.“ meint die Wache.

„Es mag ja sein, dass ich eine Adelige bin, aber in erster Linie bin ich Abenteurerin, die im Auftrag nach Osnain muss.“ erwidert Sina höflich… noch.

„Vielleicht stimmt es ja, aber… sie sind eine Berühmtheit aus Efrana. Sie sind Sina die Verteidigerin und berüchtigt für ihre gnadenlosen Aktionen.“ meint eine andere Wache.

„Gnadenlose Aktionen?“ wundert sich Sherry.

„Nun, sie hat die königliche Armee besiegt ohne Waffen und dann wäre da noch die Vampirfrau, dessen Herz auf der Straße zertreten wurde.“ erklärt die erste Wache.

„Wenn wir jemanden so gefährliches in das Kaiserreich lassen und… es passiert was, sind wir diejenigen, deren Köpfe gekürzt werden.“ nickt die zweite Wache.

„Himmel, ich bin nur eine Abenteurerin und kein Monster, das nach Lust und Laune alles zerstört, nicht wahr Sherry? Sherry? Wo guckst du hin?“ wehrt sich Sina.

„Da flog ein Schmetterling…“ tut Sherry so, als wüsste sie nichts.

„ … Egal, nun meine Herren, ich habe nun mal den Auftrag zur Hauptstadt zu reisen um was mit meiner Gilde zu besprechen. Keine Jagd auf Monster oder sonstiges. Eine einfache Reise mit meiner Partnerin.“ erklärt Sina vorsichtig.

„Eher kommt der Dämonenkönig vorbei und bietet dir seine Freundschaft an. Bedaure, aber ich kann sie einfach nicht durchlassen!“ verneint die Wache.

„Langsam habe ich die Nase voll. Ich akzeptiere, dass ich nicht mit der Kutsche durch kann, kein Problem, dann laufe ich weiter zu Fuß. Aber das man mir wegen meiner Persönlichkeit was unterstellt, damit habe ich schon eher ein Problem.

Nun, ich bin ja scheinbar so berühmt, was glaubt ihr wohl, was passiert, wenn ich mir den Weg… frei kämpfen muss?“ fragt Sina lieb und die Wachen wurden schweigsam.

„Rein hypothetisch. Ich würde alle Wachen und weiteres umbringen und bis die ersten Meldungen vordringen, dass es Probleme an der Grenze gibt, bin ich im Kaiserreich, während ihr Aasfutter seid. Nun frage ich mich, was hätten die Wachen wohl gesagt, damit es nicht passiert?“ schaut Sina böse.

„ … Ihr könnt durch Lady Sina, aber die Kutsche muss hier bleiben.“ presste die erste Wache die Antwort heraus und Sina nickte dankbar.

„Es war mir ein Vergnügen mit ihnen ein Gespräch zu führen!“ grinst Sina sadistisch. Sina erklärte dem Kutscher, dass er wieder nach Fanfoss zurückreisen und sich dort um die Pferde kümmern soll. Den Proviant nahm Sina vom Kutscher ab und ging dann mit Sherry durch das Grenztor.

„Sag Sina, weißt du eigentlich wo die Hauptstadt ist?“ fragt Sherry und Sina schüttelt nur den Kopf, daher fragte sie die Wachen auf der anderen Seite.

„Zur Hauptstadt? Ihr müsst nur nach Nordwesten der Straße folgen, aber zu Fuß werdet ihr bestimmt eine Woche brauchen.“ erklärt ihnen eine freundliche Wache.

„Hmm, dürfte also eine längere Reise sein?“ murmelt Sina, nachdem Sherry und sie Abstand genommen haben, als ein gut gekleideter Mann auf sie zukam.

„Erm, wenn ich kurz entschuldigen dürfte, aber ihr seid doch Sina die Verteidigerin oder?“ fragt der Mann.

„Das ist richtig. Mit wem habe ich die Ehre?“ wundert sich Sina über den Mann.

„Mein Name ist Hassan, ich bin ein fahrender Händler und ebenso auf dem Weg zur Hauptstadt. Ich… habe eurem Gespräch mit der Wache gelauscht und ihr wollt ebenso zur Hauptstadt oder? Ich… könnte euch ein Angebot machen.“ rieb Hassan die Hände.

„Oh, dann lasst euer Angebot mal hören.“ dabei behielt Sina ein Pokerface.

„Meine Kutsche hätte Platz für zwei weitere Personen. Mein Angebot ist, ihr beschützt mich und meine Kutsche vor Gefahren und ihr dürft mitfahren. Natürlich bekommt ihr am Ende der Reise eine Entlohnung, ihr sollt natürlich nicht leer ausgehen. 50 Silbermünzen für euch beide.“ Hassan

„Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Ihr rechnet mit Ärger auf der Reise oder?“ Sina

„Seit kurzem marodieren Banditen auf den Hauptstraßen, vor allem die größte Banditenbande vom einäugigen Rotschopf. Normalerweise kümmern sich die Abenteurer um die Banditenprobleme, aber irgendwas ist passiert und sie machen nichts mehr, deswegen ist die Reise für mich nicht… so sicher und ich habe sehr teure Waren, die meinen Zielort erreichen müssen.“ Hassan

„Na ja, besser als nichts oder Sina? Ob wir zu Fuß gehen und auf die Banditen treffen oder mit einer Kutsche, da würde ich doch die Kutsche vorziehen.“ Sherry

„Kann es sein, das du die Annehmlichkeiten einer Kutsche nicht vermissen willst?“ Sina

„Ich… meine nur.“ Sherry

„Nun Hassan, meine Freundin will wohl lieber mit ihrer Kutsche fahren. Wenn ihr uns über dieses Land einige Informationen beisteuern könntet, haben wir ein Deal.“ Sina

„Ah Informationen sind wichtig für Händler und ich kann sie euch zur Verfügung stellen. Ich freue mich über so starke Wächterinnen auf meiner Reise dabei zu haben.“ bot Hassan die Hand an und Sina schlug ein.

Einige Zeit fuhren die Damen in der Kutsche von Hassan. Er kennt scheinbar den Weg und brauchte nicht allzu lange warten, bis die Befragung begann.

„Sagt Hassan, ich komme ein bisschen weiter her, könnt ihr mir ein bisschen über Osnain selbst erzählen?“ fragte Sina.

„Oh, ihr kennt die Geschichte nicht? Hmm, lasst mich überlegen… Ich weiß nicht, wann genau, aber das Kaiserreich ist das zweitälteste Reich auf Alliancia. Bevor es zum Kaiserreich wurde, bestand es aus vielen kleinen Grafschaften, bis jemand einen Traum von einem Land hatte. Es gab viele blutige Schlachten und Kriege, aber letztendlich hat der Mann seinen Traum verwirklicht und alle Ländereien vereint und hat dies zum Kaiserreich ernannt. Die momentane Kaiserfamilie stammt von jenem Mann ab.“ erklärt Hassan.

„Und wie wird das Land regiert? Vermutlich anders als im Königreich oder?“ überlegt Sina laut.

„Hier zählen nur die Befehle des Kaisers. Es gibt hier Adelige, aber sie haben keinerlei Machtbefugnisse und wer nach Macht strebte, nun es passiert nicht selten, dass derjenige… einen Kopf kürzer gemacht wurde. Ansonsten herrscht in diesem Land das Militär. Es gab Kaiser, die haben sehr hart zugegriffen und es gab Kaiser, die haben sich mehr um das Volk gekümmert.

Der momentane Kaiser Godelot wurde seit langem nicht mehr gesehen, es herrschen Gerüchte, dass er mit dem Tod ringt. Godelot war ein harter, aber auch fairer Kaiser gewesen. Wenn Konflikte vermieden werden konnten, dann wurden sie vermieden, aber wenn man es drauf anlegte, nun, ein zweites Mal passierte es nicht.

Mehr Sorgen, das habt ihr aber nicht von mir gehört, mache ich mir über den Nachfolger Prinz Leonardo. Seit der Kaiser… nicht mehr seinem Amt nachgeht, hat der Prinz die Kontrolle fast komplett übernommen und… er ist ein brutaler Mann.

Wer ihm öffentlich widerspricht wird kurzerhand getötet und wer Gerüchte verbreitet, wird nicht selten mit einer durchgeschnittenen Kehle in der Gasse aufgefunden. Prinz Leonardo unterdrückt das Volk und hetzt es gegeneinander auf. Überall herrscht Angst und Paranoia. Es verschwinden immer mehr Bewohner, egal ob Mensch, Elf oder Zwerg, Leute verschwinden einfach.

Das Schlimme ist, Prinz Leonardo müsste etwa in eurem Alter sein, die nächsten Jahrzehnte wird das Volk leiden. Hätte Prinz Leonardo nicht das Militär hinter sich, dass als stärkste Armee auf Alliancia gepriesen wird, käme es zu einem Bürgerkrieg.“ Hassan

„Leute verschwinden? Gibt es denn Gerüchte wohin oder was mit ihnen passiert?“ Sina

„Was mit ihnen passiert, weiß keiner. Einige vermuten, dass sie gefoltert werden, andere wollen Unannehmlichkeiten einfach nur zum schweigen bringen. Interessanter ist das „Wohin“, es werden immer wieder Militärangehörige beobachtet, die verhüllte Personen zur Burg Starm bringen, wo der Hauptsitz der Kaiserfamilie und des Militärs liegt. Also ein Ort ohne Wiederkehr, wer einmal dort hingebracht wurde.“ Hassan

„Ich wundere mich, dass die Abenteuergilden hier Fuß fassen konnten, wenn alles so streng… kontrolliert wird. Müssten sie nicht immer ein Dorn im Auge für den Kaiser gewesen sein?“ Sherry

„Es hing immer von dem aktuellen Kaiser ab, aber die Gilden haben stets immer ihre Neutralität bewiesen und jegliche Einmischung mit dem Militär vermieden. In Efrana haben sie vermutlich mehr Kontrolle um gewisse Dinge umzusetzen, aber hier haben sie nichts. Dafür sind sie aber beim Volk sehr beliebt, da sie bei Monster und Banditenproblemen helfen.

Ihr werdet feststellen, dass es hier nicht wirklich viele Abenteuergilden gibt sowie Abenteurer. Das Problem ist einfach, das Militärangehörige gerne ihre Macht ausreizen und Streit provozieren, sodass sie… die Abenteurer einfach verhaften lassen können.“ Hassan

„Ich habe gehört, das Abenteurer ebenso verschwunden sind. Stimmt an den Gerüchten was?“ Sina

„Lady Sina, hier verschwinden viele, dabei ist es egal welchen Status man hat. Einmal die Aufmerksamkeit des Militärs oder bei Prinz Leonardo sollte man sein Bestes geben und aus dem Land fliehen. Ihr habt vielleicht einen großen Einfluss in Efrana und genießt das Vertrauen des Königs, aber ihr solltet das nicht unbedingt hier herum posaunen, nicht in der momentanen Lage.“ Hassan

„Das braucht sie nicht. Es wird irgendwas passieren und Sina wird ziemlich schnell bekannt.“ Sherry

„Hey…“

Hauptstadt Ascot, Burg Starm:

Ein stämmiger Mann in Uniform betrat das Zimmer von Prinz Leonardo und salutiert: „Mein Herr, ihr habt nach mir gerufen?“

„In der Tat, das habe ich. Ich brauche wieder frische… Ware.“ saß der Prinz Leonardo auf seinem Sessel und hielt ein Glas Wein in der Hand.

„Ich verstehe. Was wünscht ihr diesmal für eine Ware?“ nickt der Mann.

„Hmm, ich brauche diesmal… eine Frau… Genau. Eine Frau, aber keine normale Frau, von denen hatte ich genug. Nein, diesmal soll es eine Frau sein mit blauen Haaren. Ja, sie muss blaue Haare haben für mein Kunstwerk. Ich spüre, dass ich mein Kunstwerk bald vollendet habe!“ rief Leonardo freudig mit wahnsinnigen Augen.

Der Mann schluckte und fing an leicht zu schwitzen. „Eine Frau mit blauen Haaren, ich werde mich sofort an die Arbeit machen. Ich möchte euch nur… darauf hinweisen, dass ich vermutlich ein bisschen weiter außerhalb der Hauptstadt suchen muss. So eine Person wäre mir längst ins Auge gefallen.“

„Tut was ihr tun müsst. Ihr habt mich bisher nicht enttäuscht, aber lasst euch auch nicht all zulange Zeit. Noch habe ich genug Arbeitsmaterial um mein Kunstwerk zu bearbeiten.“ teilt Leonardo verträumt mit.

„Ich danke für euer Verständnis. Wenn ich mich entschuldigen darf.“ salutiert der Mann und verließ das Gemach des Prinzen.

„So ein Wahnsinniger wird bald Kaiser?“ dachte der Mann.

Kapitel 78

Ich bin wiedergeboren und erfahre mehr von Sherry?

Am nächsten Tag fuhren Sherry und Sina mit der Kutsche zur Grenze nach Osnain. Dank der modernsten Kutsche sowie trainierten Pferden und erfahrenem Kutscher brauchen sie nur zwei Tage zu reisen. Der Kutscher hatte Proviant und weiteres organisiert sowie weiß er, welches Dorf am nächsten für eine Übernachtung liegt.

Suki und Sina haben einen neuen Trainingsplan für die Damen aufgebaut, zumal die Vampire ihre neuen Kräfte kontrollieren müssen. Die Gildemeister waren sichtlich erfreut, dass Sina den Auftrag angenommen hat und direkt nach Osnain reist. Sina bekam alle nötigen Papiere für die Grenze.

„Magst du mir nochmal erklären, warum ich dabei sein soll?“ fragt Sherry, die das erste mal in ihrem Leben in einer Kutsche fährt.

„Damit du mir Gesellschaft leistest? Meine letzte Gruppe bestand nur aus Kindern und musste mich mehrmals im Kreis drehen, damit alles in Ordnung ist.“ antwortet Sina darauf hin. „Außerdem, du bist nun offiziell A-Rang, dass macht einen glaubwürdigeren Eindruck, dass wir es Ernst meinen.“

„Ah… verstehe.“

„Wie sind deine Fortschritte so allgemein? Ich habe gehört, dass du einige neue Zaubertricks auf Lager hast?“

„Richtig und das tolle ist sogar, ich habe in den Büchern einen Notizzettel gefunden, wie man die Zauber mit einfachen Gesten beschwören kann wie der Lichkönig. Aber um die langen Zauber mit einem einfachen Wort zu aktivieren bedarf es viel Übung.“

„Und… meine Bitte mit den Monstern ausweiden?“

„Auch dort mache ich Fortschritte. Brandrulim meinte, dass der Rest nur eine Übungssache sei und ich das nötige Werkzeug brauche.“

„Also Fleischermesser, Gerbermesser und so weiter?“

„Richtig. Er selbst hat leider kein Set auf Lager gehabt.“

„Vielleicht finden wir ja was in der Hauptstadt.“

„Sei ehrlich, was glaubst du, was uns erwarten wird?“

„Keine Ahnung, ehrlich. Ich bin vor kurzem in einen Mordkomplott rein gerutscht und habe mich mit der königlichen Elite-Armee angelegt. Soweit ich mitbekommen habe arbeitet die Kaiserliche Armee an neuen Waffen. Hoffe, ich muss sie nicht erleben.“

„Aber legst du es nicht drauf an, wenn ich dabei bin?“

„Eigentlich nicht, nein, für mich ist das irgendwie Standard geworden. Es kommt wie es kommt. Außerdem habe ich deine Gesellschaft schon ein bisschen vermisst.“

„Eh, ich werde ja noch rot, wenn du das so sagst… Sag, woher wusstest du, das Justus eine lebendige Waffe hat? Ich dachte, das sind legendäre Waffen?“

„ … Ich kann dich in mein Wissen einweihen, aber dazu musst du mir versprechen, es niemandem zu sagen.“

„Ehrenwort!“

Sina holt Blutklinge aus ihrem Inventar und zeigt sie Sherry. „Halt einfach deine Hand in die Nähe des Griffes und sag, was passiert.“ Sherry schluckte und hielt die Hand darüber, bis sie auf einmal Schmerzen bekam und ihre Hand vor Schreck zurückzieht.

„Aber… was war das?!“

„Meine Blutklinge ist ebenso eine lebendige Waffe und nur ich kann sie führen, alle anderen betrachtet es als Feind und wehrt sich.“

„Woher hast du so eine legendäre Waffe? Wenn andere davon wüssten…“

„Deswegen soll es keiner Wissen außer Leuten, denen ich vertraue. Brandrulim ist in dieses Wissen ebenso eingeweiht, weil ich mit diesen Waffen eben noch unerfahren bin, aber… wir haben festgestellt, wenn ich sie mit richtigen Monstersteinen füttere, nimmt sie dessen Eigenschaften an.“

„Echt?! Was kannst du denn bisher damit machen?“

„Du erinnerst dich an den Skelettdrachen? Seinen Monsterstein habe ich nicht der Gilde verkauft, sondern meine Waffe damit gefüttert. Nun kann es sich in eine Giftklinge verwandeln und hat die gleiche Giftaura wie der Skelettdrache. Damit habe ich am Ende Ludwig getötet. Dummerweise kann ich sie nur einsetzen, wenn ich sicher sein kann, dass keine Unschuldigen damit betroffen sind.“

„Und… woher hast du sie? So eine Waffe findet man nicht mal eben in einem Waffenladen oder so.“

„ … “ „ … “ „Mein Vater hat sie mir gegeben. Sie soll mir gute Dienste auf der Reise leisten.“

„Wow, wirklich. Wir sollten irgendwann mal deine Heimat aufsuchen.“

„Ja, irgendwann vielleicht mal, aber nicht demnächst. Jetzt möchte ich einfach das Leben genießen, das man mir verwehrt hat seit meiner Kindheit.“

„Aber hättest du nicht diese Kindheit gehabt, dann könntest du all diese wunderbaren Dinge nicht machen oder? Ich meine, du hast nun die Königskinder gerettet und wurdest eine Adelige, zumal der König dir diesen Ring anvertraut hat, dessen Bedeutung irgendwie keiner kennt.“

„Es… mag sein. Sag Sherry, wenn ich ehrlich bin, aber von dir weiß ich irgendwie nicht soviel. Ich würde gerne ein bisschen mehr von dir wissen.“

„Ah ha ha… Ja nun, wirklich viel gibt es nicht zu erzählen. Meine Mutter war ein Mensch und mein Vater ein Elf, dessen Name ich nicht kenne, sollte er noch leben. Auf jedenfall soll ich von ihm die Haarfarbe geerbt haben.“

„Hmm, sollte es nicht ein leichtes sein, Elfen mit blauen Haaren zu finden?“

„Das… schon, aber du hast Castien kennengelernt. Was wenn er genau so ist oder es sogar abstreitet, dass ich von ihm abstamme. Ich denke, auf dieses Problem kann ich gut und gerne verzichten.“

„Erzähl dann doch von deiner Mutter.“

„Ah Mutter… Sie ist verstorben, als ich 15Jahre alt geworden bin. Sie hatte schon lange ein Leiden gehabt, was nicht geheilt werden konnte.“

„Das tut mir leid das ich alte Wunden aufgerissen habe.“

„Ist schon gut, konntest du ja nicht ahnen.“

„Seitdem warst du auf dich allein angewiesen?“

„Richtig. Mutter hatte ein bisschen Geld beiseite gelegt, aber zum Leben reichte dies überhaupt nicht aus, also bin zur Abenteurergilde gegangen und habe mich angemeldet. Nun arbeite ich schon über sieben Jahre als Abenteurerin und bin dank dir auf Rang A aufgestiegen.“

„Warte, dann bis du 22Jahre alt?“

„Ja? Hast du mich denn älter eingeschätzt?“

„Irgendwie… schon. Ich erwarte immer, dass die Elfen immer zwischen 100-200Jahre alt sind, aber vielleicht ist das nur ein Vorurteil meinerseits.“

„Nun, Keya und Ascal sind über 831Jahre alt. Elfen kann man nicht wirklich vom Aussehen beurteilen, wie alt sie sind. Erst zum Lebensende fangen die körperlichen Veränderungen an.“

„Und… wie alt werden Halbelfen dann? Mir wurde beigebracht, das Elfen bis zu 2000Jahre alt werden.“

„Keine Ahnung, vielleicht nur zur Hälfte? Ich habe mir darüber keine Gedanken gemacht und will es auch nicht. Weißt du… meine wenigen Freunde wie du… habt ein nicht allzu langes Leben und… das macht mich dann traurig, wenn ich darüber nachdenke.“

„Nun hast du ja die Zwillinge und Mel in deiner Freundesliste, damit wirst du nicht alleine sein.“

„Ich hätte im Leben nicht geträumt, dass ich mit Geistern und Vampiren befreundet sein werde.“

„Das Leben enthält stets immer volle Überraschungen.“

„Mit dir definitiv.“

Als die Damen an der ersten Gaststätte ankamen, gab es schon die ersten Probleme. „Bedaure die Damen, wir haben nur ein Zimmer frei, aber… auch nur ein Bett.“ entschuldigt sich der Wirt.

„Lässt sich nicht ändern, schlafen wir beide gemeinsam.“ war Sinas Antwort, aber der Wirt und Sherry machten beide große Augen. Sina bezahlte und zog Sherry mit.

Nachdem beide gegessen und sich gewaschen haben, standen beide vor einem Bett. Sina legte sich hin und machte Platz, das Sherry ebenso liegen konnte, aber bisher stand sie vor dem Bett mit einem roten Kopf.

„Was ist los Sherry? Noch nie mit jemand anderem das Bett geteilt?“ lächelt Sina anrüchig, um sie zu ärgern.

„Mano… Mach es mir nicht noch schwerer als es ist und ja, bisher war ich immer alleine für mich!“ sagt Sherry mit einem roten Kopf und Sina rollt nur ihre Augen.

„Sherry. Wir sind unter uns und wollen schlafen richtig? Ich weiß zwar nicht, was dir gerade durch den Kopf geht, aber ich werde nicht wie ein hungriger Wolf in der Nacht über dich herfallen!“ beruhigt Sina ihre Freundin.

Sherry schluckte einmal und legte sich aufs Bett neben Sina, die dann die Decke über sich und Sherry zog.

„Siehst du, war doch nicht so schwer, wenn du möchtest, kannst du auch meine Hand halten.“ grinst Sina bei ihrem Angebot.

Ihre Freundin warf ihr einen Blick zu wie „Willst du mich auf den Arm nehmen?“ und… nahm Sinas Hand.

„Wehe du lässt mich los!“ sagte Sherry mit einem roten Kopf und schloss ihre Augen, während sie eigentlich vor lauter Nervosität nicht schlafen konnte. Sina schaut Sherry von der Seite an und grübelt, ob sie damit was ausgelöst hat. Dann fing Sina an ein Lied zu summen, damit Sherry einfacher einschlafen kann.

„Sina?“

„Hmm?“

„Danke…“ und Sherry schlief ein. Am nächsten Tag ging die Reise weiter und Sherry wirkt geradezu erfrischt vom schlafen.

„Kann es sein, dass dein Summen mich irgendwie verzaubert hat? Ich fühlte mich schon lange nicht mehr so richtig gut ausgeschlafen.“ lobte Sherry Sina.

„Vielleicht sollten wir uns öfters ein Bett teilen.“ scherzt Sina. „Aber eine andere Sache… Diese neuen Klamotten… ein kompletter Lederanzug, der meine Beine, Hintern und Brüste betont und den Rücken frei lässt. Bist du irgendwie sauer auf mich gewesen, als du es hergestellt hast?“ fragte Sina.

Als Sherry ihr den neuen Look in der Villa gab, dachte Sina spontan, dass sie wie aus dem Spiel „Bayonetta“ aussieht.

„Nein?“ wundert Sherry sich über die Aussage von Sina. „Ganz ehrlich, du machst so viele interessante Klamotten, wieso verkaufst du sie nicht? Ich glaube dein bestes Talent ist deine Kreativität beim Schneidern.“ schüttelt Sina den Kopf.

„Bisher bist du die einzige, die alle meine geschneiderten Klamotten trägt. Mio und Tio meinten, sie würden sie nur tragen, wenn ich sie besiege.“ überlegte Sherry laut.

„Das werden wir ändern, wenn wir wieder in der Villa sind.“

Kapitel 77

Ich bin wiedergeboren und habe ein nächtliches Meeting?

Die nächsten Tage war für die Abenteurer viel zu tun. Aufgrund das ihr Gildehaus zerstört wurde, mussten sie einen Ersatzplatz organisieren. Sina bot ihren großen Garten an, das man hier Marktstände aufbauen könnte, solange bis die neue Gilde wieder komplett aufgebaut war.

Ma Shi nahm das Angebot dankend an und bekam in der Villa ein privates Büro wo er seine Arbeit fortführen konnte. Interessanterweise schien er überhaupt keine Probleme mit Mel zu haben, im Gegensatz zu den anderen Mitarbeitern der Gilde.

Sherry, Suki sowie die Zwillinge Tio und Mio wurden mit Sinas Kutsche in die Villa transportiert und wurden dort versorgt. Die Angriffe in der Nacht wehrte Sina ab und ging relativ blutig vor und warf die Leichen über die Mauer, eine Warnung an die anderen.

Dies führte natürlich dazu, dass die Stadtwachen ein Wort mit ihr sprechen wollten, aber der Inspektor sie darauf hinwies, dass Lady Sina auf ihrem Grundstück tun und machen kann, wie es ihr beliebt.

Jeder, außer ihre Freunde sprachen sie mit dem Titel „Lady“ an, was Sina gehörig auf die Nerven ging und ihn gerne wieder loswerden wollte. Auf jeden Fall besuchte Sina das Waisenhaus und klärte dort alle über die Zukunft von Ralph auf und las ihnen den Brief vor. Einige Kinder freuten sich, während andere getröstet werden mussten. Schwester Anna war aber glücklich, das Ralph eine Familie gefunden hatte.

Ma Shi wollte Sina eine Belohnung auszahlen, da sie Camilla besiegt hatte, aber: „Ich werde mich weigern es anzunehmen. Ich habe nur ein verletztes und schwaches Tier getötet. Wenn ihr jemanden eine Belohnung geben wollt, dann sind das Suki, Sherry und die Zwillinge!“ kommentiert Sina.

Die Gildemeister Keya und Ascal ließen es sich nicht nehmen, jedem persönlich im Namen der Elfen zu danken, dass eine Nemesis auf dieser Welt getötet wurde und versprachen ihnen alle eine Belohnung zu schicken.

„Ah Herrin, bevor ich es vergesse. Im Keller wurde in einem der leerstehenden Räume ein fest installierter Übertragungszauber eingebaut, damit ihr den König jederzeit erreichen könnt.“ berichtete Suki und Sina schlug sich die Hand aufs Gesicht. „Die werden mich zum verrecken nicht in Ruhe lassen…“ murmelt Sina durch die Hand.

Roland, ihr Verwalter, bekam die Dokumente, das Sina das Grundstück komplett gehört und sie keinerlei Steuern mehr zu zahlen braucht. „Puh, das wird dem Bürgermeister nicht gefallen, aber ihm gefällt ja vieles nicht.“ war nur sein Kommentar.

Tio und Mio konnten sich auch von dem Angriff von Sherrys Zauber erholen und sind ein neues Gesprächsthema. Nicht nur ihre Opferbereitschaft, sondern das sie auch einen neuen Haarstil hatten. Schwarze und weiße Haare zur Hälfte getrennt und in ihren weißen Haaren haben beide eine rote lange Haarsträhne.

„Wie habt ihr sie eigentlich bekommen?“ fragt Sherry sie, aber weder Mio noch Tio wussten es. Nur das ihre Werte ziemlich stark zugenommen haben. „Es ist, als hätten wir einen Powerup bekommen.“ „Aber wir haben Camilla doch nicht getötet?“

Sina dagegen hatte einen starken Verdacht: „Wenn es stimmt, dürfte es mein Blut gewesen sein. Liegt das nun an meiner Rasse oder an meinen hohen Werten?“ grübelt Sina darüber lange nach und zuckte am Ende nur die Schulter. „Werde es eh nicht herausfinden.“

Auf jeden Fall wollten Tio und Mio mit ihren neuen Werten Sina herausfordern… Das Duell hat nur eine Sekunde länger gedauert und die Vampire hatten zwei sichtliche Beulen am Kopf. „Unterschätze die Liebe meiner Fäuste nicht!“ kommentierte Sina es nur.

Nachdem ihre Freundinnen sich von dem Kampf erholt haben, berief Sina ein Meeting ein, wo auch Prashi und Ma Shi dabei sein sollten. Interessanterweise haben sich Keya und Ascal selbst eingeladen und saßen ebenso im Wohnzimmer.

„Eh…“ zog Sina nur eine Augenbraue hoch, Ma Shi ignorierte den Blick von Sina und tat so, als wäre der Boden interessanter.

„Nun, was spricht dagegen, wenn ein paar Gildemeister mehr dabei sind?“ versuchte Prashi zu argumentieren und Sina gab den Kampf auf.

„So, da nun alle anwesend sind, müssen wir darüber reden, wie es mit der beknackten Familie von Tio und Mio weitergeht. Ihr Vater will mich jagen und schickt andere Familienmitglieder um die Zwillinge zu töten. Nun möchte ich mehr über diese Familie wissen.“ startet Sina den Beginn und ging an eine Tafel, die sie organisiert hatte.

„Doch bevor ich weitermache, Ma Shi, wir hatten mal das Gespräch über Monsterstärken. Ich möchte den Kreis der Wissenden erweitern, weil ich glaube, dass dieser Vater noch den einen oder anderen zur Hand hat, der vielleicht ebenso stark ist.“ bittet Sina um Aufklärung.

Ma Shi seufzte nur, sah aber ein, dass es nichts bringt, solche inoffiziellen Geschichten für sich zu behalten. „Also gut, Keya und Ascal, wir sollten überlegen, die Monsterstufe SV bekannt zu machen.“

Die beiden Elfen reagierten geschockt. Ein Thema über das niemand sprechen will, um die Angst in der Bevölkerung nicht weiter zu entfachen. „Es hat keinen Sinn, diese Stufe weiter zu verheimlichen. Sinas Feind hat diese Stärke und wir wissen genau, dass es noch weitere Monster gibt, die… ein SSS-Abenteurer vermutlich nicht besiegen kann. Dazu sind viele Monster auf dem dunklen Kontinent nicht aufgezählt. Wer weiß was dort alles lebt.“ erklärt Ma Shi.

„Ein sehr gefährliches Thema Ma Shi.“ Keya schüttelt den Kopf. „Aber wenn solche Feinde anfangen, aktiv gegen die Gesellschaft vorzugehen, müssen wir uns anpassen.“ meint Ascal.

„Wie stark ist denn ein SV-Monster? Mit was kann man es messen?“ fragt Sherry neugierig. „Hmm, laut Ludwig hat der Vater von den Zwillingen diese Stufe, aber um es einfacher zu vergleichen. Die alten Dämonenkönige waren alle SV gewesen.“ schildert Sina die Situation und alle ihre Freunde bekamen große Augen.

„Echt? Unser Vater ist so stark?“ „Nun, er war schon immer sehr stark oder?“ grübeln die Zwillinge laut.

„Dann hätten wir das geklärt. Tio und Mio, ihr werdet mir einige Fragen über eure Familie beantworten. Ich möchte… das wir für die nächsten Schlachten vorbereitet sind.“ warnt Sina die Zwillinge und sie nickten.

„Ok, der Stärkste ist euer Vater, wie heißt er eigentlich?“ startet Sina mit den Fragen.

„ … Acula.“ antwortet Mio zögernd.

„ … Wirklich? Acula?“ traute Sina ihren Ohren nicht über die Anspielung im Namen.

„Jep, Acula.“ bestätigt Tio.

„Ok… Acula mit der Monsterstufe SV, hat er Ehefrauen oder ähnliches?“ Sina

„Zur Zeit nicht.“ „Die letzte… Ehefrau war unsere Mutter, aber er hat sie getötet.“ Mio/Tio

„Wieso hat er eure Mutter getötet?“ Sina

„Weil Mutter ihm nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt hat.“ „Er ist sehr gierig. Vater betrachtet uns alle nicht wirklich als Familie, sondern nur als Spielzeuge.“ Tio/Mio

„Himmel und ich dachte mein Vater wäre schrecklich… Ok, wie sieht es mit euren Geschwistern aus? Am besten ihr fangt mit den ältesten an.“ Sina

„Erm, der erste Sohn wäre Justus. Er ist der einzige in der Familie, der es mit Vater aufnehmen kann.“ „Zuletzt war er im dunklen Kontinent, aber Camilla sagte, er wäre wieder zurück gekommen.“ Mio/Tio

„Justus kann es mit eurem Vater aufnehmen? Puh, dann bekommt er den Rang SV.“

„Dann kommt der zweite Sohn Warren und der dritte Sohn Tallon. Wo sie sich aufhalten wissen wir nicht.“ „Aber die sind stärker als Camilla.“ Tio/Mio.

„Hmm, wisst ihr zufällig was ihr Kampfstil ist?“

„Justus kämpft mit Schwert und Faust, aber sein Schwert… ist speziell. Es kann seine Form verändern.“ „Genauso wie die Panzerfaust von Camilla die du verbeult hast.“ Mio/Tio

„Ah… Justus ist im Besitz einer lebenden Waffe…“ und ein Schock ging durch die Teilnehmer, als Sina die Waffe diagnostiziert hat. Sina erklärte was es mit den Waffen auf sich hatte und einige wirkten niedergeschlagen, dass der Feind im Besitz solcher Waffen ist.

„Wie sieht es bei Warren und Tallon aus?“ Sina

„Warren ist ein Meister der Äxte, während Tallon ein Meister des Speers ist.“ Tio

„Sag, hätte Ludwig es gegen einen von ihnen aufnehmen können, inklusive Camilla?“ Sina

„Nein, aber der Unterschied zwischen ihm und unseren älteren Geschwistern ist, das Ludwig erschaffen wurde und wir wurden geboren.“ „Aber bis auf Justus, kann es keiner mit Vater aufnehmen.“ Mio/Tio

„Hmm, dann trage ich mal ein Warren Axtmeister SSS++, Tallon Speermeister SSS++, Camilla SSS+ und Tot. Kommen noch weitere Geschwister?“ Sina

„Ja, da wäre noch die zweite Tochter Fae, Meisterin der Blutmagie und von Vater verbannt.“ Mio

„Blutmagie und verbannt? Das müsst ihr mir näher erklären.“ Sina

„Wir sind alle in der Lage uns zu verwandeln mit ein bisschen Training. Aber wir machen das nicht gerne, weil es mit Schmerzen verbunden ist. Fae kann sich in alles verwandeln Wolf, Fledermaus, Nebel und hat es soweit trainiert, dass… sie mit ihrem eigenen Blut eine tödliche Waffe machen kann. Zum Beispiel kombiniert sie ihr Blut mit Nebel und dies zerfrisst alles was es berührt oder erschafft Blutgolems.“ Mio

„Der Grund für die Verbannung ist, sie hat eine Armee von Blutgolems erschaffen und einen Krieg mit einem anderen Vampirclan angezettelt. Vater war zwar begeistert, dass wir eine starke Magierin in der Familie hatten, aber ein Angriff auf den anderen Clan war ein Tabubruch. Eigentlich wollte er sie dafür töten, aber… er wollte das Potenzial nicht verschwenden, daher hat er sie verbannt.“ Tio

„Eure Familie ist ja richtig reizend. Puh, wenn sie wirklich diese Fähigkeiten hat schreibe ich mal auf Fae, Meisterin des Blutes SSS++.“ Sina

„Dann wäre die dritte Tochter Karlene.“ „Leider wissen wir nicht, wie stark sie ist oder welche Waffe sie bevorzugt.“ Mio/Tio

„Hmm, ein Feind dessen Stärke uns unbekannt ist? Karlene, Unbekannt, SSS+.“ Sina

„Wir sind die letzten Töchter.“ „Zwillinge in der Vampirwelt kann man mit einer Hand abzählen.“ „Vater hat sich viel von uns versprochen, aber…“ „Wir zeigten seiner Ansicht nach nicht das nötige Potenzial.“ Tio/Mio

„Wären das dann alle Geschwister von euch?“ Sina

„Nein, zwei fehlen noch. Der vierte Sohn Dragos und der fünfte Sohn Jasper.“ „Wir sind die jüngsten seiner Kinder.“ Mio/Tio

„Verstehe und was können eure Brüder?“ Sina

„Jasper kann mit allen Waffen kämpfen. Er passt sich je nach Situation an, aber wir haben ihn auch lange nicht mehr gesehen und wissen nicht, ob er nicht schon den einen oder anderen Meistertitel hat.“ Tio

„Dragos dagegen kämpft nur mit Fäusten wie Camilla, aber… der Unterschied zwischen den beiden Meistern war gravierend.“ „Es ist, als hätte Dragos ein höheres Level als 10 in Unbewaffnet, sonst wüsste ich nicht wieso er stärker als Camilla ist.“ Mio/Tio

„Hmm, mein Instinkt sagt mir, das Jasper neben Justus der zweit gefährlichste ist, der dürfte so einige Fähigkeiten freigeschaltet haben. Dann notieren wir mal: Jasper, Allrounder, SSS+++ und Dragos, Meister der Fäuste, SSS++. Wenn Ludwig der stärkste erschaffene Vampir war, dann dürfte der Rest der erschaffenen Vampire sich zwischen A bis SSS bewegen.“ Sina

„Das ist richtig.“ Mio

„Wie bezaubernd. Mit denen haben wir alle einen Krieg? Sagt, was würde euer Vater machen, wenn er erfährt, dass Camilla tot ist?“ Sina.

„Sobald einer seiner Kinder oder erschaffenden Vampire stirbt, bekommt er es sofort mit.“ „Nun im Fall Camilla… dürfte ihn das richtig sauer machen, dass er in der Burg wohl alles zertrümmert.“ „Aber er hat ja mehrere Burgen auf der Welt.“ „Daher wissen wir nicht, wo er sich immer aufhalten wird.“ Mio/Tio

„Hmm, dann hoffen wir mal, dass seine Wut nicht verebbt, sodass wir mehr Zeit haben zu trainieren. Gildemeister, von den vielen Namen, gibst zu denen irgendwelche Aufträge oder ähnliches?“ Sina

„Camilla war ein offizieller SSS-Auftrag gewesen. Die Belohnung wurde unter den vier Helden gleichmäßig aufgeteilt. Ach, bevor ich vergesse, aber ich befördere dich zum Rang A-Abenteurer Sherry. Mit deinem Zauber hast du Camilla richtige Schwierigkeiten gemacht.“ Ma Shi

„Eh?!“ Sherry

„Oh ja, ich habe es richtig genossen, wie du sie mit dem Wasserzauber in die Luft gejagt hast.“ Ascal

„Du hast den Rang wirklich verdient. Glückwunsch!“ Keya und alle andere gratulierten Sherry, die einen roten Kopf bekam.

„Nun von den Namen kenne ich nur Jasper. In der Geschichte hat er mehrere Städte komplett zerstört. Viele SSS-Abenteurer haben ihn gejagt, aber keiner ist lebendig zurückgekehrt, daher liegt deine Einschätzung ziemlich gut Lady Sina.“ Ma Shi.

„Das Camilla so viele Geschwister hatte, hätte ich nicht im Traum gedacht.“ Keya

„Hmm, Dragos sagt mir was, aber ich weiß nicht, ob wir von dem selben Dragos sprechen. Es gibt einen Vampir, der den Zwergen immer wieder Probleme macht, aber es wird berichtet, dass dieser Vampir nur mit Fäusten und Füßen kämpft.“ Ascal

„Hmm bei Fae klingelt nichts? Wenn die wirklich eine so starke Magierin ist, müsste man doch irgendwas mitbekommen haben.“ fragt Sina, aber die Gildemeister schütteln nur ihre Köpfe.

„Nun gut. Dann wissen wir, was auf uns zu kommt. Wir müssen alle stärker werden, denn ich werde nicht die ganze Bande alleine schaffen, vor allem wenn da wirklich zwei Vampire sind, die SV haben.“ Sina

„Herrin, ich habe mir darüber schon Gedanken gemacht, wie wir unser Training besser gestalten können. Tio und Mio sind scheinbar nachdem Kampf mit Camilla irgendwie stärker geworden, aber man kann mehr aus ihrer Stärke herausholen.“ Suki

„Wenn du irgendwas benötigst an Trainingsmaterial, sag mir Bescheid Suki. Wenn es nach mir ginge, würde ich alle SSS-Abenteurer zusammentrommeln und auf die Jagd gehen, ich habe keine Lust, dass die beknackten Geschwister und der Vater von Tio und Mio weiter die Stadt angreifen. Wir können von Glück reden, dass der Schaden sich in Grenzen hielt.“ Sina

„Das kannst auch nur du so nüchtern betrachten. Das war unser Gildehaus!“ Prashi

„Hmm, ich denke wir haben heute sehr viel erfahren. Lady Sina, ich würde dir gerne einen Spezial-Auftrag geben.“ Ma Shi

„Schon wieder? Ich weiß nicht mehr, wann ich normale Aufträge gemacht habe.“ Sina

„Nun, solltest du den Auftrag annehmen und ihn erledigen, wirst du direkt in den SSS-Rang befördert.“ Ma Shi

„Eh? Was ist das für ein Auftrag, dass ihr mir so eine Belohnung anbietet? Das riecht ja gerade nach einer Falle!“ Sina

„Die Gildemeister im Kaiserreich Osnain sind alle verschwunden und die Stellvertreter wissen von nichts.“ Ma Shi

„Ich soll ins Kaiserreich?! Du hast mir doch davon abgeraten, weil du befürchtest, dass ich mich mit dem Kaiser anlege!“ Sina

„Nun ist es etwas anderes. Die Gildemeister verschwinden nicht einfach so und da die Stellvertreter nichts sagen, deutet alles darauf hin, dass der Kaiser vielleicht was damit zu tun hat. Du sollst auch keinen Krieg dort einfach anfangen, sondern die Stellvertreter ausfragen, was eigentlich los ist. Du bist klug genug, selbst zu wissen, wie weit du gehen kannst.“ Ma Shi

„Und Keya und Ascal sehen das genau so?“ Sina

„Nun, es wäre so oder so ein S-Auftrag gewesen und wir wollten jemanden hinschicken, der auch eine bekannte Persönlichkeit ist. Das seid ihr nun mal Lady Sina.“ Keya

„Zumal, wir sind eine neutrale Organisation, man lässt nicht einfach alle Gildemeister verhaften. Momentan dulden wir das noch, aber wenn wir keine Antworten auf unsere Fragen bekommen, müssen wir daraus Konsequenzen ziehen.“ Ascal

„Im Grunde reist ihr direkt in die Hauptstadt Ascot und sprecht mit dem Stellvertreter, denn dort ist auch der Hauptsitz des Kaisers.“ Sina

„Als ob mir eine Wahl bleibt. Aber ich warne euch jetzt schon. Sollte der alte Knacker dort auf die Idee kommen, mich ebenso verschwinden zu lassen, dürfte es blutig in der Hauptstadt werden.“ Sina

„Das ist uns bewusst, genau deswegen schicken wir euch dahin, damit man die Finger von euch lässt. Auch wenn die Rede des König nur in diesem Land ausgestrahlt wurde, die Regierung Osnains wird sie ebenfalls mitbekommen haben.“ Keya

„Ok, aber was genau ist der Auftrag?“ Sina

„Herausfinden, wo die Gildemeister sind und „wenn“ sie vom Kaiser verhaftet wurden, warum. Sollte sich eine Möglichkeit ergeben sie wieder freizubekommen, setzt sie um.“ Ma Shi

„Bekomme ich ein offizielles Schreiben, damit ich dem dortigen Stellvertreter die Zunge etwas lösen könnte, bevor… ich meine Methode anwende?“ Sina und man hörte Prashi schwer schlucken.

„Das können wir natürlich machen, aber rechne nicht mit sehr großem Erfolg.“ Keya

„Dann gebe ich meinem Kutscher Bescheid, das er alles vorbereiten soll. Sherry, du kommst natürlich mit.“ Sina

„Eh?!“

Kapitel 76

Ich bin wiedergeboren und zeige keine Gnade?

„Ich würde dich bitten meine Freundin loszulassen.“ sagte Sina zu der Frau. Sina hatte die Feuersäule vor der Stadt gesehen und ist von ihrer Kutsche aus los gerannt.

„Und wenn nicht? Ich kann sie auch mit einer Hand töten!“ fletschte Camilla, aber Sina antwortet nur darauf hin: „Dann reiße ich deinen Arm ab und schlage dich damit nieder. Ich werde dich nicht töten, aber du wirst den heutigen Tag bereuen.“

Sherry hatte Sina schon ein paar mal wütend erlebt, aber diese Stimme… Jedes Wort war glaubhaft und selbst Camilla lief ein Schauder den Rücken runter.

Camilla wusste nicht wie sie reagieren soll. Bringt sie das Zaubermädchen um, verliert sie womöglich ihren Arm, lässt sie es frei wird diese zornige Frau zuschlagen. Aber das Problem löste sich, da ein Dolch in ihren Arm flog.

Suki hat es irgendwie geschafft, ihre letzte Kraft zu mobilisieren und einen Dolch zu werfen. Dann fiel sie bewusstlos in sich zusammen. Durch ihre Aktion löste sich der Griff um Sherrys Hals und sie fiel herunter.

Sina nutze die Chance und warf Camilla weg von Sherry. Camilla landete auf ihren Füßen und rieb sich den Arm, den Sina festgehalten hatte.

„Alles in Ordnung Sherry?“ fragte Sina, die weiterhin Camilla im Auge behielt. „*hick* *snif* Diese Frau… Tio und Mio… haben sich geopfert… Sie war… einfach zu stark für uns.“ schluchzte Sherry.

„Ich verstehe. Du kannst dich nun ausruhen, ich werde das jetzt regeln.“ sagte Sina und Sherry nickte nur weinend.

„Wer bist du?“ knurrte Camilla. Ihre Instinkte schrien alle, dass die neue Frau gefährlich ist. „Das brauchst du nicht zu wissen. Ich werde dein letzter Gegner in deinem Leben sein. Du hast meine Stadt angegriffen, meine Gilde und meine Freundinnen.“

„Pah, sei nicht so arrogant nur weil du meinen Arm festhalten konntest!“ schrie Camilla, die in der Zeit den Dolch aus dem anderen Arm gezogen hatte.

„Oh keine Sorge, ich werde mich nicht zurückhalten.“ und Sina lief ohne Waffen auf Camilla zu. Camilla wollte nach Sina schlagen, aber Sina packte ihren Arm und zog sie zu sich. Dann benutzte Sina ihre andere Hand als Faust und krachte sie in Camillas Gesicht.

Sie schrie auf und wollte von Sina wegspringen, aber Sina hielt sie weiterhin mit brutaler Kraft fest und schlug wieder in Camillas Gesicht, schnell und gnadenlos. Dann verpasste Sina ihr einen Kinnhaken, sodass sie nach oben flog.

Sina packte ein Bein von Camilla und schmiss Camilla auf den Boden, aber sie ließ Camilla nicht los und wiederholte die Aktion mehrmals. Camilla schrie vor Schmerzen und dachte nur: „Wer… ist diese Frau… es ist als würde ich gegen Justus kämpfen!“

Irgendwann ließ Sina die Frau los und sie flog krachend in eine Wand. Schmerzvoll wollte Camilla wieder aufstehen, aber dann wurde sie von Sina am Gesicht gepackt und gegen die Wand gedrückt. Sherry beobachtet wie brutal Sina war, dabei benutzt sie nicht mal ihre Waffen.

Als Sina dann in einer Ecke ankam, warf sie die rothaarige Frau durch die Wand… und Camilla landete auf der Straße. Überall liefen die Zuschauer weg, die noch in der Nähe waren und Abenteurer zogen ihre Waffen.

„Was ist los Vampirmädchen? Haben dich meine Freundinnen zu sehr in die Mangel genommen, dass du keine Kraft mehr hast dich zu wehren hmm? Da war Ludwig aber stärker.“ spottet Sina, aber ihre Mimik war weiterhin eiskalt.

Camillas Wunden am Gesicht waren wieder so verheilt, dass sie sprechen konnte und reagierte geschockt, als sie Ludwig hörte: „Was? Du kennst Ludwig?!“

„Aber sicher das, ich war es, der ihn umgebracht hat.“ gab Sina ihr Geheimnis preis. „Du bist stark, keine Frage, aber Ludwig hättest du nicht…. ARGH“ Camilla wollte weitersprechen, aber eine Peitsche wickelte sich um ihren Hals.

„Na, erkennst du Peitsche? Er hat sie mir vermacht.“ Die Peitsche zeigte sofort ihre Wirkung und Camillas Hals fing an zu schmoren. Sie schrie und wollte die Ketten entfernen, wird aber von Sina wieder zurück in die Gilde geworfen.

Prashi und die Gildenmeister sahen, wie Sina wieder in die Gilde ging und Prashi musste leicht zittern. „Sina ist… extrem sauer.“ murmelt sie.

„Das war Sina?!“ fragte Keya, weil sie die Frau nicht sofort erkannt hat. „Ich habe sie überhaupt nicht erkannt.“

„Doch das war Sina. Ich würde ja sagen, dass es mich beruhigen müsste, aber ich glaube sie wird Camilla keinen einfachen Tod bescheren.“ schüttelt Ma Shi traurig den Kopf.

„Das hat Camilla auch verdient. Sie hat über tausende von uns gejagt und gefoltert. Was Sina auch mit ihr machen wird, sie hat meine Unterstützung.“ meint Ascal.

Camilla fiel in einen brennenden Holzhaufen rein. Sie schrie auf und sprang raus. „Verdammt… verdammt, was stimmt mit dieser brutalen Stärke nicht. Sie ist doch auch nur ein Mensch?!“ rief Camilla panisch.

„Wer weiß, aber sie ist verdammt sauer auf dich.“ antwortet Sina. Camilla drehte sich zum Eingang und sah Sina auf sich zukommen.

Camilla holte auf einmal einen Panzerfäustling mit Stacheln aus ihrem Inventar. Diese Waffe strahlte eine unheimliche Aura aus.

„Dass ein Mensch mich dazu zwingt, meine Waffe zu ziehen…“ zischte Camilla. „Diese Waffe ernährt sich von den Seelen meiner Feinde. Jedes Mal, wenn sie eine starke Seele frisst, wird sie selber stärker.“ grinst Camilla, aber wurde unruhig, weil sich Sina davon nicht beirren lässt.

„Ah, eine lebendige Waffe? In den Händen eines Vampirs bestimmt eine mächtige Waffe.“ sagte Sina desinteressiert. Camilla stürmte auf Sina los und griff sie mit ihrer Panzerfaust an…

Sina schlug ebenso mit ihrer Faust auf die Panzerfaust und man hörte das Brechen von Knochen, nur… die Panzerfaust ist extrem demoliert und Camilla schrie laut genug, dass man es ebenso draußen hörte.

Die Hand von Sina sah fürchterlich aus, Knochen sind durch die Haut gekommen und Blut tropfte herunter. Camilla dagegen hatte ein größeres Problem. Aufgrund dessen, dass ihre Waffe verbeult und eingedrückt war, konnte sich ihre Hand nicht mehr richtig regenerieren.

„Du… bist wahnsinnig!“ keuchte Camilla vor Schmerzen und bekam einen Tritt von Sina ins Gesicht. Dieser Schlag führte dazu, das Camilla wieder draußen auf der Straße landete. Zähne fielen aus ihrem Mund und neue wuchsen nach, aber…

„Argghhh… meine Hand!“ Camilla versuchte die zerstörte Waffe herunter zu bekommen, aber sie müsste eher die Hand abschlagen. Sina kam wieder aus der Gilde und ihre zerstörte Hand ist teilweise wieder geheilt.

Camilla fiel auf ihren Hintern und wollte sich von Sina wegdrücken, weil sie nun wirklich Panik hatte. Ein Gefühl dieser Art von Panik kannte sie nicht. Sie hatte schon öfter gegen starke Gegner gewonnen, aber keiner zeigte so eine brutale Kraft wie diese Frau, vor allem hat sie scheinbar ebenso die Fähigkeit der Regeneration.

„Geh… geh weg von mir!“ flehte Camilla. „Wieso sollte ich? Du hast doch bei meinen Freunden ebenso wenig Gnade gezeigt. Ich gebe dir einfach nur deine eigene Medizin zu schmecken.“ grollte Sina.

Die Vampirfrau drehte sich auf ihre Knie und wollte flüchten, aber Sina war nah genug und brach ihr ein Bein, das jeder hören konnte. Dann trat Sina der Frau auf den Rücken. Einige Abenteurer drehten ihre Gesichter vor dieser Gewalt weg.

„Weißt du, ich kenne deinen Namen nicht mal, aber du bist für mich nichts anderes als ein alter Parasit der sich vom Blut ernährt. Mich interessiert es nicht mal, wie du heißt. Ich habe mir viel mehr darüber Gedanken gemacht, wie bringe ich dich am besten um? Als Vampir gibt es nicht allzu viele Möglichkeiten weißt du?“ sprach Sina in einem Plauderton mit Camilla.

Ihr gebrochenes Bein war wieder verheilt, da trat Sina auf eines ihrer Knie das sofort gebrochen war und Camilla wieder zum schreien brauchte. Einige Zuschauer mussten sich übergeben.

„Ich dachte mehr an was dramatisches wie dich ins Feuer zu werfen oder einen Holzpflock ins Herz zu rammen, aber… das gibt mir nicht die nötige Befriedigung, weißt du?“ fragte Sina. Camilla versuchte alles um von Sina wegzukommen, aber Sina ließ das nicht zu.

„Also werde ich langsam dein Herz zertreten.“ und Sina trat auf ihren Brustkorb. Camilla packte es mit ihrer gesunden Hand und wollte sie wegstoßen, aber… sie konnte es nicht wegdrücken!

Dann kam der langsame Tod. Sina drückte immer mehr ihren Fuß auf ihren Brustkorb, bis man das Knacken der Rippen hörte. Camilla spuckte Blut und wollte Sina treten, aber ihre Treffer bewirken nichts.

Der Fuß ging immer tiefer in den Brustkorb der Frau… bis Sina das Herz von Camilla zertreten hatte. Camilla gab noch ein ungläubiges Keuchen von sich und fiel kraftlos in sich zusammen, dann verwandelte ihr Körper sich zu Staub.

Die Zuschauer waren alle aschfahl im Gesicht geworden, einige übergeben sich und andere schütteln den Kopf traurig über die gewalttätige Aktion von Sina, aber dies war ihr egal.

„Die Gefahr ist gebannt, löscht das Feuer und helft den Verletzten!“ befahl Sina den Abenteurern und ging selber wieder in die Gilde.

Prashi war wieder in ihrem Element und teilte ihre Leute in unterschiedliche Gruppen, die sofort ihre Befehle ausführten.

„Endlich… ein langer Fluch ist von den Elfen genommen…“ flüstert Keya erleichtert und Ascal stimmte ihr nur zu.

Irgendwo auf der Welt in einer Burg:

Der dunkle Mann hielt ein Glas Wein und unterhielt sich mit seinem Sohn Justus, als er einen Stich im Herzen spürte. Er reagierte unglaubwürdig und in seiner Wut zerdrückte er das Glas.

„Was ist los Vater?“ fragte Justus, aber sprang von seinem Vater weg, als der anfing alles in seiner Nähe zu zerstören.

„Was los ist willst du wissen?! Camilla ist tot!“ schrie der dunkle Mann vor Wut und Justus staunte über die Aussage.

„Wow und was ist mit Tio und Mio?“

„ … Von ihnen habe ich nichts gemerkt.“

Im zerstörten Gildenhaus:

Sina ging auf Sherry zu, die bei zwei schwarzen Körpern kniete. „Das sind Mio und Tio. Sie haben sich geopfert, damit sie ihre ältere Schwester an einem Ort festhalten konnten für meinen Zauber.“ schluchzte Sherry.

„Du weißt, dass sie noch leben oder? Wenn sie gestorben wären, wären sie nun zu Staub geworden.“ beruhigte Sina ihre Freundin.

„Eh?!“ und Sherry schaute ihre verkohlten Freundinnen an die sich bisher nicht regten. „Ich weiß zwar nicht, wie es ihnen geht, aber wir müssen ihnen Blut geben!“ und Sina drehte die beiden Körper auf den Rücken. „Ich kenne mich nicht aus mit Vampiren, aber Blut ist ihr Lebenselixier. Vielleicht können wir damit noch das Schlimmste verhindern.“

„Ich bin zu verletzt, du musst ihnen dein Blut geben.“ meinte Sherry und Sina kam ins Stocken. „Was ist los Sina?“ wundert sich Sherry.

„… Nichts, ich dachte nur… egal.“ Sina ignorierte die Konsequenzen und nahm ihre Blutklinge aus dem Inventar und schnitt sich tief in die Handfläche, anschließend ließ sie ihr Blut in den Mund der Vampire fließen.

In der Zeit kamen die Abenteurer rein und sahen die Aktion, die Sina und Sherry machten. Prashi kam hinterher und machte Dampf, dass sie gefälligst arbeiten sollten, dann gesellte sich Prashi zu den Damen bei den Vampiren.

„Was… macht ihr da?“ fragte Prashi. „Tio und Mio haben tapfer gegen die Frau gekämpft und ihr… Leben mehr oder weniger geopfert, aber noch sind sie nicht tot, sonst wären sie längst in Staub verwandelt.“ erklärt Sina.

Sina ließ das Blut abwechselnd in ihre Münder fließen, aber bisher tat sich nichts bis auch die Wunde von Sina sich schloss.

„Hmm, habe ich irgendwas übersehen?“ wundert Sina sich, dann keuchten auf einmal beide Zwillinge, das Blut von Sina zeigte wohl seine Wirkung.

Sherry hielt sich beide Hände vor den Mund und ihre Augen tränten vor Freude, ebenso von Prashi, die Sherry umarmte.

Auf einmal löste sich die verkohlte Haut von Mio und Tio und eine heile, saubere Haut erschien darunter. Es dauerte nicht lange und vor Prashi, Sherry sowie Sina lagen zwei gesunde Vampire, die nur einfach todmüde waren.

„Ist sie… tot?“ „Also… unsere Schwester?“ fragten sie abwechselnd und Sina erklärte es ihnen: „Sie ist gerade auf dem Weg zum dunklen Gott.“ Beide Schwestern fingen an zu weinen. Auch wenn sie Camilla überhaupt nicht leiden konnten und sie auch töten wollten, haben sie dennoch eine Schwester verloren.

Sherry umarmte beide und Suki wird mit einer Trage zu ihnen gebracht. Sie hat mittlerweile wieder ihr Bewusstsein erlangt. Sina machte große Augen, als sie Suki so sah.

„Ich muss mich entschuldigen… Herrin, dass wir Camilla nicht besiegen konnten.“ entschuldigt Suki sich traurig, aber Sina schüttelt nur den Kopf.

„Nein, das stimmt nicht. Dank euch ist diese Stadt und ihre Bewohner gerettet worden. Ihr habt sie so sehr in die Mangel genommen, dass sie sich nicht mehr richtig gegen mich wehren konnte. Sherry, Suki und auch ihr Mio und Tio, ich bin stolz auf euch. Stolz das ihr gegen so einen mächtigen Gegner ausdauernd gekämpft habt. Ich kann mich nicht glücklicher schätzen, euch als Freunde zu haben.“ nickte Sina voller Stolz.

Die Rede brachte die Damen zum staunen und ein Ausbruch der Gefühle kam hinterher. Sie weinten vor Freude und Stolz, glücklich alle am Leben zu sein.

Nur Prashi fiel was auf. „Sagt, Mio und Tio, hattet ihr schon immer eine rote Strähne in euren weißen Haaren?“

„„Eh??““

Kapitel 75

Ich bin wiedergeboren und meine Freundinnen kämpfen? III

Der Feuerball, in dem Camilla war, setzte die Gilde in Brand. Aber das kümmert die Frauen momentan wenig, sie wollen wissen was aus dem Vampir geworden ist.

Als der Feuerball verschwand, stand Camilla angebrannt da, aber man sah sofort wie ihre Wunden überall verheilen. Aber als Camilla ihre Augen öffnete, bekamen alle einen kalten Rücken. In ihren Augen brodelte große Wut mit dem Versprechen, alle leiden zu lassen.

„Wie lange ist es her, dass man mich so beschämt hat? Das werdet ihr mir büßen! Die Spielzeit ist vorbei!“ knurrte Camilla und griff Suki an.

„Pass auf Suki!“ „Sie macht jetzt ernst!“ riefen Tio und Mio zu, aber Suki merkte selbst, dass diese Frau nun ihre wahre Kraft einsetzte. Sie versuchte auszuweichen, aber bekam einen Tritt ins Gesicht und krachte durch eine Mauer, die in die Trainingshalle führte.

Mio und Tio versuchten Camilla wieder anzugreifen, aber sie wurden schnell beiseite geschlagen wie kleine Kinder und landeten vor Sherry.

„Ah, meine Haut ist wieder verheilt. Du mit den blauen Haaren. Dich werde ich mitnehmen und dir ganz langsam die Haut abziehen!“ gab Camilla das düstere Versprechen an Sherry.

„Lauf Sherry!“ „Wir haben keine Chance!“ „Wir versuchen sie aufzuhalten.“ „Damit du mehr Zeit hast.“ standen Mio und Tio auf zittrigen Beinen.

„Ich werde meine Freunde bestimmt nicht im Stich lassen!“ rief Sherry. „Camilla hat an Stärke und Schnelligkeit zugelegt, wenn man dies irgendwie wieder reduzieren könnte.“ dachte Sherry und ihr Blick fiel auf die Fesseln.

Eine andere Wand krachte und Suki erschien. Sie war ebenso sehr wütend, Blut tropfte aus ihrer Nase und Mund. „Das hast du schön gesagt Sherry. Mädels, gebt nicht die Hoffnung auf! Sie kann besiegt werden!“

„Suki, ich… habe einen Plan, aber ich muss das mit Tio und Mio schnell besprechen!“ rief Sherry. Suki nickte und griff Camilla an. Sie gab ein leises lachen ab, aber das Lachen verging ihr, als Suki scheinbar ebenso schneller angriff.

„Ihr beiden, hört zu. Könnt ihr diese Fesseln der Frau anlegen? Damit müssten wir zumindest ihre Schnelligkeit drosseln können.“ erklärt Sherry den Plan. Tio und Mio hörten ihn sich an, aber ihrer Schwester dies anzulegen? Sie schauten sich lange in die Augen und nickten.

„Gebt sie uns.“ „Wir machen das schon“ und Sherry gab ihre Fesseln den Zwillingen. Scheinbar hat Camilla ihren Kampf mit Suki wieder in den Griff bekommen und bedrängt sie.

„Die Stärke eines Tiermenschen… ab und zu darf man euch nicht unterschätzen, aber letztendlich seid ihr nur Tiere.“ höhnte Camilla.

„Tu nicht so, als wärt ihr das stärkste Wesen auf der Welt. Ich kenne jemanden, der ist noch stärker als ihr!“ antwortete Suki darauf.

„Oho, willst du mir etwa Angst machen? Ich kenne auch stärkere Wesen mit denen ich keinen Kampf haben will.“ spielt Camilla auf ihre Familie an, aber Suki verstand ihre Aussage nicht.

Auf einmal kamen Tio und Mio und kämpfen wieder mit. „Oh ihr Plagegeister, habt ihr es so dringend nötig zu sterben?“ höhnte Camilla, aber die Zwillinge ignorierten dies.

Gemeinsam mit Suki versuchten sie Camilla wieder zu bedrängen, aber Camilla ließ das nicht zu. Sie wich so schnell aus, dass man fast einen Doppelgänger sah.

Dann schlug sie mit der Faust Suki weg. Suki krachte wiederholt in die Trainingshalle, wo nun auch die Gildenmeister und Prashi sind und erschrocken reagieren.

„Warte, das ist doch Suki! Was machst du hier?“ wollte Prashi helfen, aber Keya hielt sie zurück. „Sie kämpft doch, siehst du das nicht? Wenn du dich jetzt einmischt, wirst du nur in Schwierigkeiten geraten!“ warnt Keya.

Man sah Prashi an, dass sie helfen wollte, ist aber klug genug, um zu wissen, wann sie im Weg steht. Durch die zerstörte Wand konnten nun alle sehen, wer da kämpfte. Die Zwillingsvampire und Sherry gegen eine rothaarige Frau. „Das ist tatsächlich Camilla. Ich würde sie überall erkennen.“ fluchte Ascal.

„Oh bei der Göttin, das Haus brennt. Kommt schon, wir müssen hier raus!“ drängte Ma Shi die anderen. Suki stand wieder auf und ging auf die Knie, dann aber fing sie an,.. sich… zu verändern.

„Was macht Suki da?“ wundert Prashi sich, aber die Gildenmeister wussten sofort, was gleich passiert. „Sie verwandelt sich in ihre Werform! Raus bevor sie uns sieht!“ sofort waren die Gildenmeister in Panik. Ein Tiermensch, der sich in seine Werform verwandelt ist unheimlich stark und schnell, aber einige Tiermenschen haben dann keine Kontrolle mehr und greifen alles an.

In der Zeit wo Camilla Suki geschlagen hat, nutze Tio die Chance und legte ihr eine Fessel am rechten Arm an, wird aber dann von Camilla weggeschlagen.

„Was soll der Mist? Was hast du mir da angelegt?!“ schimpft Camilla und Mio wollte an dem anderen Arm ebenso die Fessel anlegen, diesmal reagierte Camilla schneller und schlug Mio zu Boden.

„Lasst den Blödsinn!“ und wollte bei Mio nachtreten, aber merkte sofort das Sherry wieder am Zaubern war.

„Nochmal lasse ich es nicht zu!“ und wollte zu Sherry stürmen, als Camilla ein Klicken am linken Bein spürte. Mio hatte die Fessel angelegt und grinste vom Boden hoch und der Sieg stand in ihren Augen.

Camilla schlug mit ihrer Faust nach Mio und stürmte nach Sherry, als sie auf einmal auf den Boden krachte. Tio hat die Fesseln auf höchste Stufe aktiviert.

„Was… ist das?! Wieso kann ich meinen Arm und mein Bein nicht hochheben?!“ zerrte Camilla an der Fessel vom rechten Arm und sah dann, das Sherry scheinbar mit ihrem Zauber fertig war.

„Wassersäule!“ schrie Sherry und ein dicker Wasserstrahl unter Camilla drückte sie nach oben durch alle Etagen des Gildehauses bis zum Dach. Bei der Aktion konnte man teilweise das Brechen von Knochen von Camilla hören. Anschließend flog sie durch den Wasserstrahl noch weiter nach oben und sah das Gildehaus von oben… bis der Wasserstrahl plötzlich verschwand und durch das Gewicht der Fesseln mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit wieder in das Gildehaus herunterstürzte, dabei schrie Camilla.

Die Gildenmeister sowie die anderen Abenteurer sahen das Spektakel von draußen, wie die Frau schrie. „Oh, was würde ich gerne bei dem Kampf zuschauen.“ meint Ascal.

„Bitte, bei der Göttin, lasst diese Helden das Monster umbringen. Wir haben genug gelitten durch diese Frau.“ betete Keya.

„Sagen sie Ma Shi. Haben wir eigentlich eine Versicherung für das Gildenhaus?“ fragte Prashi und Ma Shi nickte.

„Keine Sorge, wenn man Abenteurer war, bevor man zum Gildenmeister wird, lernt man einige Dinge.“ erklärt Ma Shi.

„Steht auch in der Versicherungspolice drin, dass sie auch ein neues Haus für uns bauen? Ich meine, die Gilde brennt und der Kampf läuft immer noch. Scheinbar haben wir noch andere Leute bei uns, die ihre Umgebung beeinflussen.“ kommentiert Prashi und Ma Shi musste schlucken.

Camilla stürzte wieder durch die Etagen und krachte am Ende in die Eingangshalle. Bei der Aktion ist eine der Fesseln kaputt gegangen, so hat sie nun wieder ihre Beine frei.

Sherry liegt auf ihren Knien, weil dieser Zauber einen guten Teil ihrer Mana verbraucht hat und sah, wie Camilla durch die Decken wieder hereinstürzte. Sie lag auf dem Boden und es kam keine Reaktion.

„Haben… wir gewonnen?“ flüstert Sherry, aber dann zuckte Camilla wieder. Ihre Regeneration musste ihre Knochen reparieren, bevor sie sich wieder bewegen konnte.

„Gnrr… mein Kopf…“ Camilla reibt stöhnend ihren Kopf. Mio und Tio sind zu geschwächt um sie anzugreifen, also stand Sherry wieder auf und zog ihr magisches Schwert.

Als sie bei Camilla war, wollte Sherry zuschlagen, wird aber von Camilla weggetreten und krachte gegen die Eingangstür. Sie musste sofort Blut spucken und spürte, das mehrere Rippen gebrochen waren.

„Stirb mir bloß nicht weg, Zaubermädchen. Ich habe noch Pläne mit dir!“ drohte Camilla und zerrte wieder an der Fessel, dann schlug sie sie mit der Faust kaputt.

„Soo, ich bin ich diese Dinger los. Scheinbar steht ja keiner von euch Nervensägen mehr und ich bin komplett nass…“ wollte Camilla sagen, aber dann brüllte ein Wesen so laut, dass Camilla ihre Ohren zuhalten muss.

Eine Wand wurde zerstört und ein Wertiger kam heraus, dabei trug er eine zerrissene Maiduniform. Er brüllte Camilla an und stürmte auf sie, die geschockt ihre Augen aufriss. Der Tiger greift Camilla mit seinen Krallen an und bedrängte Camilla.

„Verdammt, das muss die Katze gewesen sein. Wie verzweifelt muss man sein, sich in seine Werform zu verwandeln?“ knirschte Camilla.

Tio nutze die Chance und trug Mio vom Boden weg, auch wenn sie selber kaum die Kraft dazu hatte, anschließend fiel Tio mit Mio vor Sherry hin. Alle keuchten schwer vor Schmerzen.

„Sherry… hast du noch irgendeinen mächtigen Zauber?“ keuchte Mio. Sherry hielt sich den Brustkorb und überlegte.

„Ich… hätte einen… aber dafür muss man Camilla zum Stehen bringen. Sie wird sich nicht davon treffen lassen. Es ist ein ortsgebundener Zauber.“ schnaufte Sherry.

„Was meinst du Schwester?“ grinst Tio Mio an. „Nun, es gäbe eine Möglichkeit.“ grinst Mio schnaufend zurück.

„Was… habt ihr vor?“ wollte Sherry wissen, weil sie ein blödes Gefühl hatte. „Keine Sorge. Wir wissen schon was wir tun.“ „Genau, wie können wir die Güte sonst zurückzahlen, die man uns gewährte?“

„Ok? Ich vertraue euch… Ich fange an, dass ist ein unheimlich langer Zauberspruch.“ und Sherry stand unter Schmerzen wieder auf, anschließend murmelt sie den Zauber.

Die Zwillinge halfen sich gegenseitig auf und fingen an, ihre Vorbereitungen zu treffen.

In der Zeit hat der Tiger Camilla böse zugerichtet, aber ihre Fertigkeit Regeneration muss ziemlich hoch sein, wenn die Wunden sich so schnell wieder schließen können. Aber der Tiger keuchte ebenso schwer, scheinbar benötigt die Verwandlung viel Energie.

Dies bemerkte Camilla ebenso und grinste böse. Als der Tiger langsamer wurde, schlug sie eine seiner Pranken weg und stach mit ihrer Hand in die Seite des Tigers. Der Tiger brüllte vor Schmerzen und wollte wieder nach Camilla schlagen, aber sie packte irgendeine Innerei und drückte zu.

Die Zuschauer von draußen hörten einen Schmerzensschrei, den sie nicht beschreiben konnten, aber die Angst packte sie, wer diese Schmerzen zufügen möge.

Camilla zog ihre Hand wieder raus und der Tiger fiel auf die Knie, dann trat sie ihn von sich weg, sodass sie in die Trainingshalle krachte.

„Sooo, das dürften nun aber alle sein… Hmm?“ als Camilla Tio und Mio langsam auf sie zulaufen sah.

„Bis zum letzten Moment wollt ihr kämpfen? Ihr wart zu lange mit Ludwig unterwegs, er liebte ja Dramatik über alles.“ spottet Camilla lachend.

„Lass Ludwig ihn Ruhe.“ „Er war immerhin nett zu uns!“ wehrten sich die Zwillinge. Wenn sie in ihre Vergangenheit schauten, war Ludwig in der Tat der Einzige, der nett zu den Zwillingen war. Ihre richtigen Geschwister ließen keinen Tag vergehen um sie zu verhöhnen oder ärgern.

„Ja ja, ihr Dämlacks würdet jedem folgen, der nett zu euch ist. Scheinbar hätte Vater bei eurer Erziehung ein bisschen härter durchgreifen müssen… Ach ja, hat er ja indem er eure Mutter getötet hat!“ lachte Camilla und die Zwillinge wurden zornig.

„Lass Mama aus dem Spiel!“ „Du bist doch nur neidisch, weil Mama uns geliebt hat!“ antworten die Zwillinge und bei Camilla wurde scheinbar ein Nerv getroffen.

„Oh? Seit wann habt ihr gelernt, euer Gehirn zu benutzen bei Gesprächen? Nicht das es mich wirklich interessiert, wenn ihr eh gleich sterben werdet.“ und Camilla stürmte auf die Zwillinge zu. Sie machten im ersten Moment nichts und ließen dann auf einmal ihre Rapiere fallen. Das machte Camilla etwas stutzig und blieb aufmerksam.

Dann sprang Tio auf Camilla zu und packte sie am Bauch, während Mio hinter Camilla stürmte und sie von hinten packt.

„Schnell SHERRY!“ „Setzt den Zauber ein!“ schrien die Zwillinge, während sie versuchen, Camille am Ort festzuhalten. Camilla ahnte was und schaute nach dem Zaubermädchen, dessen Haare zu Berge stehen.

„Lasst… mich… LOS!!“ schrie Camilla als sie ein blödes Gefühl bekam. Mio und Tio krallten sich an Camilla so fest, dass Camilla schrie.

„Vertrau uns Sherry!“ „Genau, wir wissen was wir tun!“ „Glaub an uns.“ „Wie wir an dich glauben!“ weinten beide Vampirzwillinge.

Sherry hat gesehen was ihre Freundinnen machen und weinte selber, unterbrach aber nicht ihren Zauber. Camilla zeigte leichte Anzeichen von Panik, denn bisher waren die Zauberangriffe des Zaubermädchen sehr stark gewesen. Nicht tödlich, aber auch nicht zu ignorieren.

„Wollt ihr etwa sterben?!“ schrie Camilla wieder und sieht, wie ihre Schwestern sie böse angrinsen. „Du wolltest uns doch eh umbringen!“ „Deswegen nehmen wir dich mit!“

Der Zauber war nun fertig und Sherry weinte fürchterlich, aber sie will die Chance nicht verstreichen lassen. „Inferno.“

Die Vampire waren alle in eine Feuerkugel eingeschlossen. Camilla reagierte geschockt, während Tio und Mio Sherry freundlich zunickten und ihre Augen schlossen.

Dann explodierte die Kugel und formte sich zu einer Feuersäule, aus der Blitze heraus schossen. Ein großer Bereich der Gilde wurde durch die Druckwelle zerstört, die Feuersäule bahnte sich einen Weg bis zum Dach und alles was sie berührte ging in Flammen auf.

Sherry flog gegen die Wand und schütze mit ihren Armen ihren Kopf. Die Abenteurer sowie andere Zuschauer schrien in Panik, als sie den Zauber von Sherry sahen. Überall flogen Steine und Holzsplitter in die Luft. Die Gildenmeister sowie Prashi schützten ihre Köpfe und spürte alle die Hitze von dem Zauber.

Die Kraft des Zaubers löste sich auf und die Hitze verschwand. Das Gildenhaus brannte noch stärker und Sherry öffnete langsam ihre Augen. Sie sah eine schwarze Person stehen sowie zwei weitere auf dem Boden. Keiner von ihnen regte sich. Sherry fing an wieder zu weinen, diesmal aber laut.

Suki hatte sich wieder in ihre normalen Form zurückgewandelt und hat keinerlei mehr Kraft sich zu bewegen, hat aber mitbekommen, was Tio und Mio getan haben und weinte ebenso.

Der Zauber hat sehr viele Mana von Sherry beansprucht und sie ist stark geschwächt. Dann merkte Sherry, wie die stehende Frau sich bewegte. „Nein… bitte lass ihr Opfer nicht vergebens sein!“ wimmert Sherry.

Die verbrannte Frau riss die Augen auf und Sherry sah den brennenden Hass auf sich. Erst bewegte es sich langsam, dabei vielen verbrannte Hautreste von ihr runter. Wo was abfiel regenerierte sich neue Haut. Man sah immer mehr wieder die alte Camilla, die langsam auf Sherry zu ging. Ihre Kleidung hat ebenso gelitten, aber bedeckte das Nötigste.

„Oh… diese Schmerzen… Ich weißt nicht mehr, wann ich solche Schmerzen erlebt habe.“ sagte Camilla hasserfüllt. „Ich kann dich nicht am Leben lassen. Du bist zu gefährlich für unsere Art!“

Sherry versuchte von Camilla weg zu kriechen, aber ihr fehlte die Kraft dazu und Camilla war dann komplett verheilt als sie bei Sherry ankam. Die Vampirfrau packte Sherry am Hals und hob sie hoch.

„Zeit das Spiel zu beenden…“ und Camilla will mit der freien Hand in Sherry eindringen. Sherry schloss ihre Augen vor dem kommenden Tod.

„ARGH!“ schrie Camilla und eine bekannte Stimme sagte: „Genau, lass uns lieber ein neues Spiel spielen.“

Sherry riss ihre Augen auf und sah eine wutentbrannte Sina, die Camillas freie Hand hielt. Camilla selber knirschte mit den Zähnen vor Schmerzen.

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