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Kategorie: Novel 1: Ich bin wiedergeboren? Seite 26 von 72

Kapitel 451

Ich bin wiedergeboren und das Chaos?

„Erm… kannst du mir erklären, was Sina da eben gemacht hat?!“ saß eine sehr… wütende Vampirkönigin im Zimmer.

„Tja… unsere Freundin hat sich als Dämon geäußert, nicht mehr und nicht weniger. Vermutlich hatte es was mit dem Gerüchten zu tun gehabt, weswegen sie dies im Keim ersticken wollte und zugleich ein bisschen die Wahrheit von sich gegeben hat.“ streichelt Lord Roman sein Bart.

„Super, damit kann ich eigentlich alle meine Pläne aus dem Fenster werfen!“ tobte Layla und warf das Glas gegen eine Wand. „Kann Sina nicht… einmal irgendwie… kein Chaos anrichten? Ist das denn zu viel verlangt?“

„Hmm… wenn ich ehrlich bin, ist das eigentlich ein sehr gewagter Schritt von ihr, der sogar zum Vorteil für uns werden kann.“

„Huch?“ schaute Layla ihren Bruder verwirrt an. „Habe… ich irgendwas übersehen oder überhört bei ihrer Rede?“

„Nein, nur wir kennen beide die Wahrheit und zugleich die Lüge, die Sina um sich aufgebaut hat. Aufgrund das am Turnier mehrere Dämonen gekämpft haben sowie die Gerüchte halt, wäre es für Sina irgendwann so kompliziert gewesen mit den Lügen, dass es auffliegen musste.

Indem sie aber von selber auf die Welt zugegangen ist und offenbarte, was sie in Wirklichkeit ist, löste sie direkt ihr komplettes Lügennetz auf. Wäre mir persönlich auf Dauer auch sehr nervig gewesen.

Indem sie klar sagte, was sie ist und woher sie kommt, löst sie direkt einige Fragen auf über ihre Person. Des weiteren gibt sie ja auch zu, dass die Barriere schwächer wird sowie ein sehr reeller Krieg kommen wird.

Damit dürfte nun auch der letzte Schwachkopf mitbekommen, dass die friedlichen Zeiten vorbei sind. Aufgrund ihrer vielen Taten, die sie begangen hat, was übrigens ein kluger Zug war, dürfte man sehr viele Vorurteile gegenüber Sina fallen lassen, denn es stimmt ja oder?

Im Grunde hat sie eine Lüge durch eine andere Lüge ausgetauscht. Sie gibt zu ein Dämon zu sein, der klar auf der Seite von Alliancia ist. Zudem ist sie die bekannteste Abenteurerin und auch eine Kanzlerin von Osnain. Die neue Lüge ist halt nur, dass sie abstreitet eine Dämonenkönigin zu sein.

Ist ein bisschen gewagt, aber ich denke, in kleinen Schritten die Wahrheit nach und nach zu geben ist auf Dauer gesünder für sie zumindest.

Der Vorteil für uns ist dann, wenn… du mit den Verhandlungen anfängst, dass es keine Probleme mit der Glaubwürdigkeit gibt. Stell dir vor, du unterhältst dich mit dem König und ein Bote kommt mitten in das Gespräch rein, der den Beweis erbringt, dass Sina gelogen hat und eine Dämonin wäre.

Dürfte dir jetzt nicht unbedingt gefallen oder? Sie hat ja auch zugegeben, dass sie die Anführerin der Vampire in Fanfoss ist und der Beweis ist dort sehr ersichtlich. Vampire können mit anderen Lebewesen zusammen leben.

Die größte Hürde ist eher nur, dass die Vampire von Taos sich den neuen zukünftigen Regeln beugen müssen. Es würde mich nicht überraschen, wenn Taos nicht längst schon Pläne vorbereitet, trotzdem seinem Willen nachzugehen, trotz der Schwüre dir gegenüber.“

„Hast du dich in sie verliebt oder wieso nimmst du sie so in Schutz?“ hob Layla eine Augenbraue hoch. „Na… du müsstest mich besser kennen oder? Ich liebe nur meine Frau, alles andere ist und bleibt wenn nur eine Freundschaft für mich.

Durch das tausendjährige Turnier ist alle Aufmerksamkeit darauf gerichtet und eine denkbar gute Möglichkeit, eine Intrige in die Welt zu setzen. Wir wissen ja beide, wie intrigant Sina ist. Selbst wenn wir mit ihr befreundet sind, kannst du immer davon ausgehen, dass sie auch Pläne im Hinterkopf hat, die… uns nicht so gefallen dürften.“ schmunzelt Roman.

„Genau die richtigen Talente für einen Clanführer. Hrm… denke, dass ich Sina erst sprechen werde, wenn meine Kinder in Fanfoss angekommen sind. Bis dahin… sollte das Chaos sich wieder beruhigt haben.“ seufzte Layla.

Die beschworenen Helden stürmten zum Thronsaal, wo schon einiges los war. Themba, Ralph und Alwin waren mit Simon, Friedrich und dem König selber anwesend und am diskutieren. Alle drehten ihre Köpfe den eintretenden Helden zu.

„Bevor… ihr was sagt, ich denke es hat was mit der Aussage von Lady Sina zu tun?“ fragte der König und die Helden nickten.

„In der Tat eure Majestät. Lady Sina hat nun offiziell zugegeben, welcher Rasse sie angehört. Damit ist doch nun der Beweis, dass sie ein Feind für uns ist!“ stimmte Davino zu.

„Sag… hast du oder ihr auch den Rest ihrer Rede angehört?“ stellte sich Themba vor die Helden. „Sina wusste, warum sie all ihre guten Taten mit aufgesagt hat, denn man vergisst gerne und leicht, dass jemand auch positive Dinge im Leben gemacht hat.

Es mag sein, dass ich mal gesagt habe, dass ich nicht daran glaube dass sie ein Dämon ist. Nun hat sie es zugegeben und wisst ihr was? Mir persönlich ist das eigentlich ziemlich egal, sie könnte auch die Dämonenkönigin sein.

Sie war es, die mir und meinen Bruder das Leben gerettet hat, nicht ihr. Sie war es, die Ralph zu dem gemacht hat, was er nun ist. Dank ihr unterhalte ich mich sogar immer wieder mit der Kaiserin Emilia.

Wäre sie nicht dagewesen, wäre ich ziemlich tot und eine Freundschaft mit einer Kaiserin… wäre auch nicht drin gewesen.“ Mit der Aussage hat die Prinzessin so jeden beschworenen Helden geohrfeigt. Der König sagte nichts, man sah ihm aber an, dass er hinter seinen Kinder stehen wird.

„Kann… es sein, dass ihr zu den Personen gehört, die von Anfang an wussten, wer Lady Sina ist?“ kam der Vorwurf von Amy.

„Vergesst euch bitte nicht.“ warnte auf einmal der General Simon die Helden. „Wir wollen doch nicht die Höflichkeiten zwischen uns vergessen.“

„Ist schon gut Simon, ich kann es sogar nachvollziehen. Nun… ich wusste es erst im letzten Besuch von Lady Sina persönlich. So wie meine Tochter es soeben euch schon erklärt hat, aber selbst ich bin nicht so blind und achte nur auf die Rasse einer Person.

Die Taten sprechen eine sehr deutliche Sprache und… ich kann meinen eigenen Entscheidungen schon zutrauen, wem ich mein Vertrauen ausspreche. Lady Sina mag nun offiziell ein Dämon sein, dass heißt aber nicht, dass das Königshaus sie fallen lässt.

Alleine, dass sie all die intriganten Adeligen in meinen Land aufgedeckt hatte, war ich ihr schon mehr als dankbar. Wegen diesen Menschen… konnte ich nicht meine Aufmerksamkeit geben, die es nötiger hatten: Meinem Volk selbst.

Ich möchte euch zu nichts zwingen, doch… wenn ihr damit ein Problem habt und gehen möchtet, ich werde euch nicht daran hindern. Nur… hat Lady Sina auch in diesem Fall wieder euch geholfen, auch wenn ihr es vielleicht nicht verstanden habt.“

„Wie meinst du das Papa?“ wundert sich Alwin. „Wenn ein Dämon selber sagt, dass die Barriere schwächer wird und ein neuer Krieg kommt, dann gibt es uns mehr Glaubwürdigkeit, wenn wir Vorbereitungen treffen.

Zusätzlich wird vielleicht der eine oder andere Bewohner in Alliancia überlegen, ob er uns nicht im Kampf unterstützen möchte und lässt sich zum Soldat ausbilden. Es mag sich vielleicht ein bisschen komisch anhören, denn zwei Armeen hat Lady Sina zerstört, doch dadurch haben wir wieder die Möglichkeit eine neue Armee zu bilden.“ erklärte General Simon.

„Nicht… alle sind potenzielle Feinde auf unserer Welt.“ merkte nun Ralph an und schaute gezielt Amy an. „Ich war am Anfang mehr als überrascht gewesen, dass meine große Schwester ein Dämon ist, aber… Ein Dämon würde sich nicht soviel Mühe geben, dass es den Waisenkindern gut geht oder?

Ich habe sie mehrmals im Waisenheim spielen gesehen, selbst unser gemeinsames Abenteuer mit Themba und Alwin. Dies alles… wäre so widersprüchlich, wenn man sich nur an die Geschichte hält, was man über die Dämonen berichtet.

Sina selber warnte ja auch indirekt, dass die Dämonen alle ihre Stärke haben, als sie zum ersten Mal in Erscheinung gekommen ist. Ich denke… dass General Simon alle Soldaten ein weiteres Training unterziehen lassen wird, denn…“

„Sie hatten alle einen Vorgeschmack bekommen, wie stark Sina war. Die größte Hürde war für Sina, dass ich sie gebeten habe, niemanden zu töten. Es mag sein, dass Sina mit euch nicht unbedingt nett umgegangen ist, vielleicht liegt es ja an dieser dämonischen Erziehung.

Doch ihr könnt auch nicht abstreiten, dass sie auf ihre Weise auch euch geholfen hat.“ grinste Themba die Helden an.

Amy, Davino, Miyu und Matthieu merkten, dass jegliche Diskussion keinen Boden finden wird. „Ich… verstehe.“ murmelt Amy. „Doch… euch ist schon bewusst, dass Lady Sina zwar zugegeben hat, ein Dämon zu sein, aber ihr habt ebenfalls den Bericht von ihr in Erinnerung.

Lady Sina selber wäre niemand anderes als die Prinzessin der Dämonen, zugleich auch die Tochter von dem Dämonenkönig Mephisto. Warum hat sie das dann nicht ebenfalls zugegeben?“

„Hm… vermutlich weil sie eine Verräterin ist und damit, wenn denn eine Entscheidungsgewalt in der dämonischen Hierarchie existiert, alle Rechte verloren hat. Das würde ihre Aussage nur bekräftigen, dass sie ein Flüchtling ist.“ brummte Friedrich. „Damit ist es auch nicht mehr unbedingt relevant, ob sie eine Prinzessin ist oder war. Wenn es bei den Dämonen jemanden gibt, der es mit ihr aufnehmen kann, dann dürfte auf ihr kein angenehmes Schicksal zu kommen.“

„Scheinbar war sie in ihrer Heimat schon sehr unangenehm und dann noch die Tochter des Dämonenkönigs. Ich kann mir schon bildlich vorstellen, wie angefressen ihr Vater jedes mal sein musste.“ grinste Themba.

„Glaube… wir hatten von Anfang an keine Chance. Lady Sina hatte es scheinbar alles so geschickt eingefädelt, dass sie mit der Aktion sogar mehr Unterstützung bekommen hat.“ flüstert Miyu.

„Wir… waren uns irgendwie einig geworden, dass wir Lady Sina nicht mehr unsere Aufmerksamkeit geben wollen. Nur… sind wir wieder mehr als misstrauisch, als sie den nächsten Zug gemacht hat. Alleine… dass man ihr jetzt mehr als je zur Seite steht… *seufz* Vielleicht sollten wir nochmal… mit ihr ein Gespräch suchen.“ schaute Amy ihre Mitstreiter an.

„Du… willst was?“ hörte Davino nicht recht. „Davino, wenn sie wirklich eine Verbündete von Alliancia ist, dann wäre sie der erste Ansprechpartner, um mehr Informationen über ihr Volk in Deymonlia in Erfahrung zu bringen oder?

Gerade Lady Sina müsste es doch am ehesten wissen, welche Stärken und Schwächen ihr Vater hat. Man bekämpft nicht einfach ohne einen Plan seinen sehr mächtigen Feind, das wäre in dem Fall Selbstmord.“ argumentierte Amy.

„Ich bin mir nicht sicher, ob Lady Sina ihre Familiengeheimnisse mitteilen wird, Verbündete hin oder her. Wenn ihr euch selber daran erinnert, hat sie ja selber gesagt, dass ihr Vater stärker ist als sie. Hmmm habe ich jetzt sehr oft selbst gesagt?“ grübelte Simon.

„Hast du. Ich schlage euch einfach vor, ihr wartet ab, wie das Gespräch mit Gräfin Sherry sich entwickelt wird. Mit Lady Sina lässt sich ebenfalls ein Gespräch finden, doch… mit der letzten Aktion mit Davino dürfte es alles andere als einfach werden.“ seufzte der König.

Davino sah aus, als würde er was unvernünftiges sagen, als Miyu ihm eine Hand auf die Schulter legte. „Schluck es runter. Ich kann es verstehen, aber damit tust du dir keinen Gefallen.“

„Wieso bin ich jetzt in dieser Hinsicht der Schuldige?“ presste der Italiener von sich. „Sie hat doch an dem einem Abend dich und Amy fertig gemacht!“

„Ja, dass lässt sich nicht abstreiten, aber wenn wir jetzt… Theater machen, werden wir eher im Nachteil sein. Du siehst selber, wie sie alle zur Lady Sina stehen. Mit ihrer Rede hat sie sich als Opfer ihrer Gesellschaft dargestellt und alle positiven Aspekte aufgezählt, als sie hier angekommen ist.

Das meinte Lady Sina wohl, als sie zu Amy sagte, sie hätte Vorbereitungen getroffen, dass sie weiter hier leben kann, selbst wenn man sie als Dämon outen würde.“ flüstert Miyu.

„Ich… danke für eure Aufmerksamkeit, trotz das wir unangemeldet einfach hier erschienen sind. Wir… werden sie besser nicht mehr bei dem Gespräch stören.“ sagte Matthieu es ganz offen, damit die Helden wieder unter sich sein können.

„Zumindest kennen wir eure Meinung diesbezüglich und ihr unsere, damit kennen wir den Standpunkt aller Seiten.“ nickte der König. „Ich kann euch wirklich nur empfehlen, dass ihr Lady Sina nicht weiter als… „Bösewicht“ anseht, denn so… gewalttätig ihre Aktionen sind, letztendlich erreicht sie ihre Ziele.“

General Lion war mit Kaiserin Emilia in ihrem Büro und starrte die junge Dame von der Seite an, wie sie gewisse Dokumente unterschreibt.

„Oh Himmel, nun sagt schon, was euch auf der Zunge liegt.“ drehte Emilia genervt ihren Kopf zu ihrem General. „Es nervt, wenn ihr mich von der Seite so anstarrt.“

„Ihr wusstet, dass Lady Sina eine Dämonin war oder?“ kam direkt der Vorwurf und die Kaiserin rollt ihre Augen. „Ja, in der Tat. Weiter?“

„Warum wurde ich dann nicht in dieses Wissen eingeweiht? Mir selber ist es… egal, ob sie ein Dämon ist oder ihre Mutter ein Oger war, nur… irgendwie bin ich ein bisschen traurig, dass ich nicht in das Geheimnis eingeweiht worden bin.“

„Öh… weil ihr zu diesem Zeitpunkt noch in der alten Hauptstadt gewesen ward, als Sina es mir mitgeteilt hat?“

„Und… ihr habt es dann für euch behalten? Nicht… irgendwie…?“

„Seid ihr jetzt neidisch, dass Sina und ich ein Geheimnis geteilt haben oder wie?“ schaute Emilia ihren General belustigt an. „Ich habe Sina schon gesagt, dass dieses Geheimnis selbst euch nichts angeht, auch wenn ich glaube, dass ihr ebenfalls kein Problem damit hättet.

Scheinbar hatte ich Recht mit meiner Aussage, dass ihr damit kein Problem habt. Weswegen… führt ihr euch nun auf wie ein Kleinkind, nur weil wir dir was nicht gesagt habe? Hier, ich will, dass die Dokumente Ende der Woche veröffentlicht werden.“

Der General nahm die Papiere und las sie in Ruhe durch. „Ihr… wollt es gesetzlich verankern, dass die Dämonen als ein Volk offiziell anerkannt werden und in unserem Reich Asyl beantragen können, wenn sie eine Bleibe vor ihrem eigenen Volk benötigen?!“

„In der Tat. Damit unterstützte ich nicht nur das Friedensvorhaben zwischen uns und den Dämonen, sondern akzeptiere Sina auch weiterhin als Kanzlerin. Weiteres hat Sina mich gebeten, dass ich ihre vielen kleinen Schwestern in Schutz nehmen soll, was ich gerne machen werde.

Deswegen diese Gesetze. Sie hatte ich schon längere Zeit vorbereitet, es hat ja nur meine Unterschrift sowie das Siegel gefehlt… und eine passende Gelegenheit. Die hat Sina mir nun gegeben.

Sollte es irgendwelche Schreihälse geben, die das Volk gegen die Dämonen aufwiegeln wollen oder ähnliches, will ich dass sie schnell ruhig gestellt werden. Mir ist zu Ohren gekommen, dass unseren Folterern… ihre Opfer ausgehen?“

„Erm… Ja und Nein. Ja, dass ich mich darum kümmere, euren Wunsch umzusetzen sowie zukünftige Aufwiegler verhaften zu lassen. Nein, denn wir haben immer noch die ganzen Geistlichen und ihren Papst im Keller stecken.“

„Dachte, sie wurden schon längst ausgefragt?“

„Ja, aber ich dachte mir, bevor wir sie in die Mangel nehmen, wollte ich gerne alles wissen, was noch in ihren Berichten steht. Das macht es nicht nur mir, sondern auch den Offizieren und den Folterer einfacher festzustellen, ob sie gerade wieder nur lügen oder nur das bestätigen, was wir bereits wissen.“

„Ihr macht das schon. Ich bin vielleicht ein bisschen unerfahren als Herrscherin, aber mein Gefühl sagt mir, dass die Zwergenkönige auf der Seite von Sina bleiben werden. Eher sind es die zwei Schwachköpfe von Elfenfürsten, wo ich Probleme kommen sehe.“

„Nur zwei?“

„Ja, Elfenfürst Triandal mag vielleicht von außen ein weiser und gerechter Herrscher sein. Aber wenn ich eines von meinen Vater gelernt habe, sind es genau diese Herrscher, die man im Auge behalten muss.

Zu dumm… dass wir die Elfen nicht irgendwie ausspionieren können, ohne dass es Zwist gibt. Denn ich habe das Gefühl, dass ihr komischer Krieg uns alle hineinziehen wird.“

„Vielleicht solltet ihr Lady Sina einen Brief zukommen lassen, dass eventuell ihre Hilfe diesbezüglich benötigt wird. Zumindest als Warnung, was kommen kann. Ich denke, damit signalisiert ihr nicht nur, dass ihr weiterhin an sie glaubt, sondern auch weiterhin ihre Meinung benötigt.“

„Das wäre… eine gute Idee.“

Kapitel 450

Ich bin wiedergeboren und das Interview?

Der Tag verging und alle haben sich mehr oder weniger auf das kommende… Chaos innerlich eingestellt. Nun stand Sina in ihrem Kimono vor dem Kolosseum mit den Abenteurern.

„Wir bleiben im Gasthaus und schauen von dort die Übertragung an.“ sagte Sherry. „Egal… was alles danach kommt, aber wir stehen weiterhin hinter dir. Vielleicht ist es wirklich eine gute Idee, einen Schlussstrich unter alle Lügen zu machen.“

Mit dem Wissen folgten die Abenteurer ihren Berater Chuz, der sie extra zu einem vorbereiteten Raum brachte. „Ich bin froh, dass sie das Interview mitmachen. Einige Sieger in der Vergangenheit hatten da überhaupt kein Interesse gehabt.“

„Vermutlich haben sie ihren Sieg nicht fair gewonnen und wollten, dass man ihre Gesichter nicht so genau sieht.“ mutmaßte Sina. „Doch wenn das alle tausend Jahre immer stattfindet… wäre es mir als Sieger ein bisschen egal.“

„Nun… hast du denn die Einstellung, wenn du und Neia das nächste Mal mitmachen? Im Gegensatz zu uns, bleiben wir ein bisschen realistisch.“ grinste Melaine.

„Stimmt, wir könnten an diesem Turnier nochmal teilnehmen.“ nickte Neia. „Ich weiß nicht… irgendwie tut mir der Gedanke jetzt schon weh… dass ich dann einige Gesichter nicht wieder sehe.“ fielen die Flügel von Sina ein bisschen runter.

„Lass den Kopf nicht hängen, dafür ist die Zukunft nun wirklich sehr ungewiss und so alt bist du nun auch wieder nicht.“ meinte Thomddir.

„Zumal wir auch deine Einstellung dazu kennen.“ merkte Louis an. „Hätte ich es von dir selber nicht gehört, hätte ich meine Zweifel gehabt, wenn mir jemand anderes es gesagt hätte.“

„So… wir sind da.“ meldet Chuz sich, bevor Sina was sagen konnte. Vor ihnen standen mehrere Sessel und scheinbar ist Ronda selber die Moderatorin. Sie kam sofort auf Sina angerannt.

„Es… tut mir leid, scheinbar habe ich ein bisschen zu viel geredet und nun…“ wollte sich die Hasenfrau entschuldigen, aber Sina legte nur eine Hand auf ihre Schulter. „Macht dir nicht zu viele Gedanken ok? Ich verzeihe es dir, denn… dadurch hat sich eine Gelegenheit ergeben, die ich nutzen möchte.“ lächelt Sina.

„Erm… ok?“ war Ronda etwas verunsichert. „Dieses Interview wird auf allen Übertragungssteinen auf der Welt übertragen, die es sich anschauen wollen. Auch wenn es knapp war mit der Ankündigung von euer Seite, denke ich, dass es sich immer noch genügend Zuschauer anschauen werden.“

„Prächtig. Wie… wird das Interview denn laufen?“ hakte Sina nach. „Nun… normalerweise hätte ich ja gesagt, dass jeder seine Meinung abgibt, doch sind wir ehrlich. Ihr habt drei Teams alleine zerstört, die meisten… würden sich nur für euch interessieren.

Nichts gegen die anderen oder so, ihr habt alle ebenfalls Spitzenkämpfe geleistet. Ich war erstaunt, dass Louis gegen einen legendären Vampirkönig gekämpft hat.“ verbeugte sich Ronda mehrmals.

„Hoffe ich muss das nicht mehr wiederholen…“ murmelt der Schwertheilige. „Ich… selber hätte nichts dagegen, mehr im Hintergrund zu sitzen. Meine, unsere Gesichter kennt man aus dem Turnier in Alliancia oder?“

Alle Abenteurer schauten sich gegenseitig an und hatten die gleiche Meinung. „Jo, dann überlassen wir Sina wieder das Reden. Denke das es in ihrem Blut liegt, große Reden zu schwingen.“ brummte Falco.

„Und dich stell ich irgendwann als Brummbär ein.“ schoss Sina direkt zurück. „Mit einer wunderschönen große Bärenverkleidung und du wirst dann die Waisenkinder in den Städten erfreuen.“ Der Blick, den der Scharfschütze auf Sina warf, war mehr als tödlich.

Christoper gab sich Mühe, sein Gesicht nicht zu verziehen bei der Vorstellung und nahm direkt einen Sessel. Der Rest tat es ebenfalls, nur dass Thomddir den Sessel für Sina nach vorne schob. „Danke…“ „Gerne.“ grinste der Zwerg breit.

Ronda stand… vor einem Kameramann, Übertragungszauberhalterer oder wie auch immer und schien regelrecht aufgeregt zu sein. Dieser hob drei Finger hoch.

„Erm… kein Probeinterview oder so?“ fragte Sina noch, aber die Tiermenschen im Raum schütteln alle ihre Köpfe. „Super…“ „Als ob du Probleme haben wirst, passende Antworten zu finden.“ grinste Neia von hinten.

Drei… Zwei… Eins… „Hallo, hier spricht Ronda. Die meisten kennen mich noch als Moderatorin, die dafür gesorgt hat, passende Kommentare abzugeben oder die Kämpfe allgemein starten zu lassen. Das tausendjährige Turnier ist nun zu Ende und wir konnten die Sieger, Die Abenteurergruppe, zu einem Interview einladen.“

Überall auf der Welt aktivierten sich die Übertragungszauber und die Zuschauer hörten sich die Eröffnungsrede der Hasenfrau an. Die beschworenen Helden reagierten erstaunt, als es sich in ihrem Zimmer aktivierte.

„Die Gruppe hat sich geeinigt, dass Lady Sina, die auch den finalen Kampf gewonnen hat, das Sprachrohr werden soll. Lady Sina… was ist es für ein Gefühl, das Turnier gewonnen zu haben?“ hielt Ronda das Mikrofon vor Sina.

„Ein schwer erkämpfter Sieg. Meine Gegnerin Rokea… sie könnte es auch mit einer Götterbestie aufnehmen und ich weiß wovon ich spreche. Einerseits freue ich mich, gewonnen zu haben, andererseits… musste feststellen, dass es auf der Welt noch weitere starke Personen gibt, die eine unglaubliche Stärke haben müssen.“

„Sie haben als erste Gruppe in der Geschichte es geschafft, die Behemoth´s von ihren Thron zu stoßen. Haben sie irgendwelche Gedanken?“

„Hm… sie haben im Turnier bewiesen, dass es nicht gelogen war, dass sie zu den stärksten Tiermenschen der Welt gehören. Die Monstergruppe, die alle zu mir gehören, wurde das Leben regelrecht schwer gemacht.

Wer den Kampf nicht gesehen hat, ist selber schuld, aber es ist und bleibt Fakt: Sie sind die stärksten Tiermenschen auf der Welt, gerade Rokea hat es bewiesen. Ich würde mich freuen… wenn wir irgendwann die Gelegenheit wieder bekommen, auch ein einfaches Duell miteinander zu haben.“

„Wie fanden sie das Turnier allgemein? Viele Stimmen behaupten, dass es alle vergangenen Turniere in den Schatten stellt.“

„Aufgrund dass ich die Vampire provoziert habe, ebenfalls am Turnier teilzunehmen, dürfte es das blutigste Turnier aller Zeiten sein. Ich kenne die Geschichte der Vergangenen nicht so wirklich und sind mir mal ehrlich ist es mir auch ein bisschen egal.

Ich konzentriere mich lieber, wo ich selber teilgenommen habe und das war das jetzige. Viele Gruppen sind weitergekommen, doch nur die Stärksten sind weitergekommen. Orum… hoffentlich lernen die nächsten Schwachköpfe, mich nicht so zu ärgern.

Die Gruppe Machtnix, die vor allem durch ihre eigenartigen Kampfstile meinen Leuten nur Probleme verursacht haben… Auch wir haben dadurch nur neue Erfahrungen gesammelt und letztendlich haben sie sogar meinem Freund Louis später geholfen.

Die Kämpfe danach… fand ich am schlimmsten. Die Rächer, die eigentlich alle von mir getötet worden sind, waren leider am Leben. Ich… kenne die Person, die dafür zuständig ist und… Wenn ich dich das nächste Mal finde, bist du fällig, du Arschloch!

Tja… dann kommen die wahren *lol* Herrscher. Bei ihnen musste ich mir tatsächlich einiges einfallen lassen dürfen, denn sie wollten alle meine Freunde hinter mir töten. Ich kann nur sagen… mein Plan ging auf und ich kann stolz von meinen Freunden berichten, dass sie in der Lage sind, die Clanführer der Vampire zu besiegen.

Das Finale hat jeder gesehen, dazu bedarf es keiner Worte. Ich kann stolz von mir sagen, dass ich eine Rivalin gefunden habe. Wer weiß, ob wir beide wieder einen Kampf haben werden.“

„Verstehe. Momentan… kursieren die Gerüchte, dass ihr nicht das zu sein scheint, was ihr der Welt glaubhaft machen wollt. Einige Gerüchte… gehen soweit, dass ihr eine Dämonenkönigin seid. Was haltet ihr davon?“

Erstaunt schauten sehr viele Zuschauer sich gegenseitig an, vor allem die beschworene Helden trauten ihren Ohren nicht.

Sina schloss kurz die Augen und drehte sich einmal nach hinten, dabei schaut sie jedem in die Augen. Anschließend nickte sie und nahm das Mikrofon aus der Hand von Ronda.

„Zuerst… kann ich alle beruhigen, aber ich bin keine Dämonenkönigin. Was ich aber nun sagen möchte ist… es stimmt. Ich bin nicht das, was ich zu sein scheine.“ lächelte Sina traurig.

„Viele wissen, dass ich mal zu Anfang ein Mensch war, durch einen Vampirfluch die Flügel bekommen habe. Das ist gelogen. Ich war nie ein Mensch gewesen und werde es auch nie werden. Ich… bin seid meiner Geburt ein Dämon gewesen.“

„Wieso… gibt sie es offiziell zu?!“ staunte Amy. „Was ist passiert, warum sie dies macht?!“ und schaute die anderen an, aber eher konzentrierten sie sich auf die Übertragung.

„Ich bin in Deymonlia geboren und ein Flüchtling von diesem Kontinent. Einige werden sich fragen, wie das denn möglich ist, aber… die Barriere wird schwächer. Den Zustand auf diesem Kontinent konnte ich nicht weiter ertragen und nahm es in Kauf, dass ich eventuell… durch die Barriere sterben kann, aber mein Versuch hat scheinbar funktioniert.

Ich bin ein Dämon von der Rasse der Sukuben. Im Turnier hat meine kleine Schwester Kyllia, die ebenfalls ein Flüchtling ist, gekämpft und eine weitere Sukkubus Sarless. Wenn man sie mit mir vergleicht kann man sofort feststellen, dass ich zu dieser Rasse gehöre.

Im Finale habe ich meiner Gegnerin meine vergangenen Kämpfe gezeigt, was auch der Welt nicht unbemerkt geblieben ist. Das ist eine der Rassenfähigkeiten der Sukuben, die Illusionsmagie.

Auf die… Umstände, weswegen ich ausgesehen habe wie ein Mensch möchte ich nicht näher eingehen, denn dies ist nur mit Schmerzen verbunden. Fakt ist es, ich sah wirklich aus wie ein Mensch und habe… die Chance für ein neues Leben genutzt.

Die Gründe, weswegen ich von meinen eigenen Volk geflüchtet bin ist eigentlich… einfach nachvollziehbar, dennoch auch merkwürdig, weil ich als Dämon solche Gedanken habe.

Ich bin nicht einverstanden, dass wir wieder in den nächsten Krieg gegen Alliancia vorgehen sollen. Von Kindesbeinen wird uns der Hass beigebracht, den wir gegen alle Alliancianer haben sollen… Und wer widersprochen hat, wurde diszipliniert.

Tja… ich wurde regelrecht diszipliniert in meiner Vergangenheit, denn keiner wollte meine Frage beantworten: WARUM sollen wir denn gegen Alliancia kämpfen? Dummerweise hatte ich dann die Aufmerksamkeit des Dämonenkönig Mephisto bekommen und er ist das, was man aus der Geschichte kennt.

Stark, autoritär und grausam. Dies ließ er an mir deutlich spüren. Irgendwann… hatte ich genug. Genug ist genug und habe alles auf eine Karte gesetzt und bin geflüchtet.

Ich… habe bewusst gelogen, dass ich ein Dämon war. Die meisten können sich noch erinnern, mit welcher Stärke ich zum ersten Mal erschienen bin, aber… wenn ich ehrlich bin, die hat jeder Dämon.

Gelogen, um keine Panik in Alliancia auszulösen, dass die Barriere schwächer wird, habe mich als ein Mensch ausgegeben. Ich habe das neue Leben regelrecht genossen, es… war viel schöner als in Deymonlia.

Einst… habe ich mal gelesen, dass es die Bewohner sind, die zeigen wie schön ihr Land ist und ich muss dem zustimmen. In Fanfoss habe ich so viele nette Personen kennengelernt, auch bei den Abenteurern, ich hatte recht mit meiner Behauptung.

Warum dieser Hass? Keiner der Dämonen konnte oder wollte es mir beantworten und die Alliancianer wissen es scheinbar nicht so genau. Selbst… als ich gewisse Nachforschungen betrieben habe, ich fand… keinen Grund für den dummen Hass.

Es… wird sich jetzt unglaublich anhören, gerade dass es von einem Dämon ausgesprochen wird, aber… ich ziehe einen Frieden eher vor als einen Krieg. Denn… wo ist denn bitte der Unterschied zwischen Dämonen und den Völkern der Göttin?

Wir können gemeinsam lachen, weinen, schimpfen, feiern. Ich habe noch nicht erlebt, dass ein Zwerg einen Elf wegen seiner Größe beneidet hat oder umgekehrt. Himmel, selbst Vampire, die viele für Monster halten, können in einer Koexistenz leben, wenn sie wollen.

Ich wurde… mehr oder weniger dazu gedrängt ein Mitglied der Abenteurer zu werden. Dabei sind nun wirklich die merkwürdigsten Dinge geschehen. Ich habe die Armee der Untoten aufgehalten und mit einer Expedition den Anführer der Untoten in den Arsch getreten.

Die Königskinder vor einer Intrige gerettet und die hinterhältigen Organisatoren in aller Öffentlichkeit vor dem König präsentiert.

Einen Krieg zwischen Kaiserreich Osnain und Königreich Efrana… verhindert, obwohl das nicht mein Ziel war. In Wirklichkeit war der damalige Thronerbe Leo… Leo… was auch immer, hat alle Gildemeister einkerkern lassen und hat den Fehler gemacht, dies mit meiner Partnerin Sherry ebenfalls zu machen.

Ende vom Lied, aus irgendwelchen Gründen ist der Thronerbe aus dem Fenster gestürzt und wir konnten das wahre Ausmaß des Krieges herausfinden, denn die damalige Theologie Tuzato hatte ihre Hände im Spiel gehabt.

Das beide Reiche diese Regierung abgesetzt hat und das ehemalige Reich unter sich aufgeteilt hat, spricht eine sehr deutliche Sprache.

Die Ironie war irgendwie… dass der damalige Kaiser Godelot mich gegen meinen Willen zur Kanzlerin gemacht hat. Doch lässt es sich nicht abstreiten, dass ich mit Kaiserin Emilia gemeinsam das Kaiserreich zum Besseren gemacht haben.

Statt einer Militärdiktatur werden den Bewohnern des Reiches mehr Freiheiten zugesprochen. Selbst mit den Abenteurer läuft nun vieles besser. Tja… danach wurde ich eine SSS-Abenteurerin und hatte mit meinen Freunden hinter mir ein kleines Turnier veranstaltet.

Das Ergebnis kennt jeder und… ich musste sagen, dass Neia und Louis mich ziemlich fertig gemacht haben. Neia mit den stärksten Zaubern und Louis, der wirklich eins mit seinen Schwert zu sein scheint.

Da waren wir nach dem Turnier endlich wieder unter uns, musste tatsächlich Titanus uns über den Weg gehen. Das… war natürlich ein Spaß, zumindest für meine Freunde, denn Titanus hat mich mit einem Schlag außerhalb von Gaia befördert. Musste schon sagen… die Welt von oben war… atemberaubend.

Ende vom Lied, ich habe Titanus mit meinen stärksten Kräften halbiert und war somit die erste Person, die eine Götterbestie getötet hat. Doch ich habe verhindert, dass dieser wandelnde Berg Alliancia betreten konnte. Leider… kennt jeder das Ergebnis, denn Titanus hat Alliancia durch seine Kraft verändert.

Nun… kommt der Teil, wo meine Freunde gelogen haben. Sowohl sie als auch ich haben offiziell gegen einen Vampirclan gekämpft, die genauen Details können bestimmt die Abenteuergilden selber mitteilen.

Dabei ist was passiert, was ich selber nicht wollte. Ich kam in Kontakt mit Vampirblut und dies führte dazu, dass mir die großen Flügel gewachsen sind. An diesem Tag dachte ich nur… meine Chance ist nun vorbei.

Ich war soweit, dass ich alles fallen lassen wollte was ich aufgebaut habe um mich irgendwo auf der Welt zu verstecken. Meine… noch deutlicher konnte man ja nicht sehen, was ich bin oder?

Scheinbar… habe ich mich in den Abenteurern, unter anderem auch meine Freunde hinter mir, einiges verkannt. Sie… sind viel toleranter als man glaubt, denn… die Gründer der Abenteuergilden mussten sich was dabei gedacht haben, dass selbst Dämonen Mitglied werden dürfen.

Vielleicht… hatten sie eine Vision gehabt, die auch die aktuellen Abenteurer teilen. Eine Harmonie zwischen allen Rassen auf der Welt. ICH persönlich würde und werde es auch weiterhin unterstützten, denn durch das Ableben des Vampirkönigs haben die restlichen Vampire mich zu einem Clanführer ernannt, wieder mal gegen meinen Willen.

Die… Chance nutzte ich und gab allen Vampiren eine zweite Chance. Ihr ehemaliger Meister hat sie alle gegen ihren Willen zum Vampir gemacht, doch man darf sie nicht dafür verurteilen, was sie nun geworden sind.

Ich ließ sie alle bewusst in der Abenteuergilde in Fanfoss intrigieren und schaut euch das Ergebnis nach einer Zeit an. Die Bewohner akzeptieren sie als Abenteurer, einige arbeiten sogar in der Gilde. Es waren alles Menschen gewesen, die die Regeln der Gesellschaft kannten, deswegen glaubte ich daran, dass… es möglich ist.

Natürlich muss man gewisse Regeln erläutern, damit es klappt, aber ist es nicht so, dass gerade diese Regeln uns dazu machen, was wir nun sind? In Harmonie und ohne Stress in Dörfern, Städten und ähnlichem zu Leben. Man muss nur wissen, was man bei einer anderen Rasse beachten muss.

Ich war sogar erstaunt, dass die Vampire in Fanfoss eine eigenständige Blutspenderorganisation ins Leben gerufen haben, wo die Bewohner der Stadt freiwillig ihr Blut anbieten. Das ist für mich das Zeichen, dass es geht. Doch fürchte ich mich mehr, was passiert, wenn man meine wahre Natur kennt, also blieb ich weiterhin bei der Lüge, die die Abenteurer extra für mich aufgebaut haben.

Mein nächstes Ziel war Tierra gewesen. Also bin ich mit zwei treuen Gefährten nach Vurdinia gereist, wo wir erstaunt waren, dass das dortige Kalifat systematisch alle Nomaden jagte und zu Sklaven machte.

Dabei haben sie auch jede Oase eingenommen, damit der alte Kalif die komplette Kontrolle hat. Die Abenteurer haben eine neutrale Position, das ist fest niedergeschrieben, doch… Es kann nicht sein, dass Wasser, was schon ein rares Gut in diesem Land war, nur den Mächtigsten oder Reichsten überlassen werden soll.

Es widerstrebte mir also von Anfang alles, so haben wir uns auf die Seite der Wüstennomaden gestellt und jede Oase für sie zurückerobert und jegliche Sklaven befreit. Niemand soll ein Sklave werden, ich selber… kann dieses Gefühl nachvollziehen.

Tierra habe ich dann unterwegs auch getötet, denn… dieses Monster hat über zigtausende Seelen in dieser Ödnis gefangen gehalten. Das Elend, was diese Seelen erleiden mussten, kann ich mir nicht mal ansatzweise vorstellen und ich selber wurde schon über hundert Jahre gefoltert.

Tja… seit dem Tag an bin ich eine Götterbestie. Scheinbar wurde es durch das System, was die Götter erschaffen haben, so gebaut worden, dass der Sieger diesen Status übernimmt, doch… dann wäre ich es ja schon länger so gewesen, als ich Titanus getötet habe oder?

Fragen über Fragen, die selbst ich nicht wirklich beantworten kann, weil ich das System nicht verstehe. Was ich aber zugeben möchte ist… das ich den Kalifen erm… Alter Furz war das glaube ich, in Brand gesteckt habe und seinem Nachfolger die Botschaft zu kommen ließ, dass alle Bewohner in Vurdinia gleichberechtigt sind.

Für… die es nicht so verstanden haben, aber das Sklavensystem wurde sofort aufgehoben und na ja, früher hätte ich gesagt, das Wasser ist für alle. Da war Tierra so freundlich und hat den Kontinent soweit zerstört, dass nun überall Flüsse fließen. Ich hoffe, dass meine Freunde der Wüstennomaden nun ein neues Leben aufbauen können.

Interessanterweise lebten auf diesem Kontinent ebenfalls Dämonen. Das sind alles Dämonen, die von der Barriere ausgeschlossen worden sind und nun ein eigenes Dorf errichtet haben. Deswegen waren auch an diesem Turnier Dämonen.

Vermutlich wird es sich wieder sehr unglaublich anhören, doch diese Dämonen, die am letzten Krieg mitgemacht haben, streben es ebenfalls an, einen Frieden zu haben. Mit den Wüstennomaden haben sie dies schon erreicht und erhoffen sich… mehr.

In dieser Sache haben sie auch meine Unterstützung. Der Krieg ist vor 2000Jahren gewesen, wer jetzt noch einen Groll hegt, soll bitte damit in seinem Zimmer bleiben. Man darf nicht vergessen, dass ist richtig, doch man muss auch neues zulassen dürfen.

Die meisten Dämonen richten sich nur nach der Meinung eines Dämonenkönigs und wenn dieser den Krieg auf der Fahne geschrieben hat, werden sie dies umsetzen. Falls… es einige noch nicht mitbekommen haben, aber die Barriere wird sich in nächster Zeit… Monaten, Jahren, Jahrzehnten auflösen und…

Es wird ein neuer Krieg ausbrechen. Ein Krieg, der alles in den Schatten fallen lässt, denn diesmal ist der Hass der Dämonen so extrem, dass alleine Worte sie nicht mehr erreichen. Doch habe meinen Freunden in Fanfoss und auch den Abenteurern versprochen:

Ich werde die Stadt Fanfoss vor der Invasion beschützen. Ich bin nicht irgendeine Dämonin mehr aus Deymonlia, sondern Sina die Chaosbringerin. Diese Stadt, die ich über alles liebe, werde ich mit meinen Leben beschützen, denn das ist das Mindeste, was ich machen kann.

Zwischendurch ist mir eine weitere Götterbestie über den Weg gekommen und dank den Magiern aus der Magierstadt Oxcrest konnten wir es gemeinsam bezwingen. LEIDER… bekam ich dadurch meinen Knochenschwanz, jeder der dortigen Magier kann es bestätigen, dass ich ihn erst nach dem Sieg bekommen habe.

Nun… sind wir hier am Turnier angekommen. Jeder hat meine Stärke gesehen… und meine neuen Veränderungen. Ich wurde gegen mein Willen wieder zum Opfer von Vampirblut, meine weiße Haut… meine Eckzähnen zeigen das sehr deutlich.

Dann mein drittes Auge… Auge des Wahnsinns. Scheinbar bin ich so durchgedreht, dass ich es bekommen habe, nur… mehr als sehen kann ich nicht. Mir ist keine weitere Funktion aufgefallen was es mir bringen soll. Und… wieder mal mein Knochenschwanz.

Er hat einfach den Monsterstein von Siremmic genommen und der Dolch verwandelte sich in ein Schwert. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, denn anderes bleibt mir ja nichts übrig.

Tja… nun habe ich das Turnier unter schweren Umständen mit meinen Freunden gewonnen und habe dieses Gerücht zu hören bekommen. Ich denke… ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die Wahrheit zu überlassen.

Die wichtigsten Personen wussten von meiner Rasse, denn ich denke… alleine meine Taten sprechen für mich. Wäre ich wirklich so ein intriganter Dämon, wie man dies aus den Geschichten kennt, dann wäre alles, was ich soeben erzählt habe… nie passiert.

Ich überlasse jedem Zuschauer seine eigene Fantasie, was die Untoten, Titanus und Vampire angerichtet hätten in Alliancia. Der Krieg zwischen zwei Reichen und die vielen Komplotte, die am Laufen waren.

Ganz bewusst… habe ich alles erzählt, damit man meine Taten nicht einfach so vergisst, denn es gibt immer Individuen, die meine Situation jetzt ausnutzen würden und… was auch immer versuchen.

Einzig… worum ich jetzt jeden Bewohner von Alliancia bitten würde ist… mir meine Lüge zu verzeihen. Nicht den Abenteurern sollte man die Schuld geben, sondern wenn nur mir, dass sie sich für mich eingesetzt haben.

Ich bin Sina, eine geborene Dämonin aus Deymonlia und Kyllia ist meine kleine Zwillingsschwester. Wir sind geflüchtet, weil wir in Alliancia eine neue Chance und Zukunft gesehen haben.

Doch auch bin ich die SV-Abenteurerin Sina die Verteidigerin oder auch Chaosbestie Sina die Chaosbringerin. Chaos… ist ja scheinbar mein Hauptelement. Nicht nur in der Magie sondern was ich immer bisher angestellt habe.

Mein nächstes Ziel ist es, das größte Problem der Welt anzugehen und zwar Glacia . Zulange hat dieses… Wassermonster die Welt in Angst und Schrecken versetzt, zumindest auf den Meeren, doch damit soll nun Schluss sein.

Wie… auch immer die Entscheidung von den Bewohner von Alliancia sein wird, möchte ich jetzt… die Warnung aussprechen. Wenn der Tag X kommt, möchte ich jeden Hafenbewohner oder andere Bewohner, die nah am Meer leben, sich weit ins Innere des Landes zurückzuziehen.

Titanus hat mit seiner Macht Alliancia verändert, Tierra ebenfalls. Siremmic wollte es, konnte aber dank meiner Partnerin Sherry verhindert werden.

Ich wette, dass auch Glacia die nötige Macht hat, irgendetwas weltbewegendes anzustellen. Wellen, die so hoch sind, dass alles zerstört werden kann. Glacia ist ein offizieller Auftrag und… ich denke, es ist der Zeitpunkt gekommen, dass dieses Monster nun gejagt werden sollte.“

Auf einmal stand Sina von ihrem Sessel auf und stellte sich vor dem Übertragungsstein so hin, dass man sie komplett sehen konnte.

„Ich danke, dass alle mir zugehört haben und ich hoffe wirklich vom Herzen, dass… ich auch weiter mit den Bewohner von Alliancia leben darf. Und… bitte nur vom tiefsten Herzen, dass man meine Lüge versteht.

Versteht, warum ich keine Panik auslösen wollte und mir auch… vielleicht verzeiht.“ sagte Sina noch und verbeugte sich.

Auf einmal klatschten mehrere Personen. Es waren nicht nur die Abenteurer, sondern auch die anwesenden Tiermenschen.

„Wunderschön… ich hoffe wirklich, dass ihr weiter in Alliancia leben könnt, ansonsten… Ich denke, ich spreche für alle Tiermenschen, heißen wir dich gerne in Batzien willkommen, denn wir haben keinerlei Probleme mit Dämonen.“ schniefte Ronda.

„Danke…“

Kapitel 449

Ich bin wiedergeboren und die Wahrheit für die Zukunft?

Sina und die Freundinnen haben sich zum Biergarten umgesetzt, in der Zeit holten die Zwillingsvampire die Abenteurer.

„Irgendwie war es schon ein kleiner Erfolg so im Gesamten oder?“ lächelt Neia in die Runde. „Wir… na ja eher Sina hat das Turnier gewonnen und kommt an sehr interessante Belohnungen.

Dann haben wir ein bisschen mehr über unseren Feind Exos gelernt, denn ob es von ihm geplant ist oder nicht, aber nun wissen wir zumindest, was er wirklich kann.

Durch den zweiten Besuch von ihm haben wir… indirekt weitere Verbündete gegen ihn und seine Geschwister bekommen oder? Zhin hat zwar zugesagt, aber selber suchen wollten sie sie jetzt nicht unbedingt.

Der Behemothclan hat auch nur indirekt ihre Hilfe zugesagt. Zumindest wissen wir, dass wir nicht alleine auf der Welt sind, wenn wir kämpfen.“

„Denke, wenn Rokea mitkämpft, das wäre eine richtige Unterstützung. Doch… wenn sie ihre Kontrolle in ihrer Werform immer verliert, ist das eher ein zweischneidiges Schwert oder?“ grinste Sina schräg.

„Man kann es trainieren, doch… dazu müsste man sich mehrmals verwandeln.“ erklärte Suki. „Doch im Fall Rokea ist… das keine einfache Sache, man hätte es viel früher mit ihr machen müssen.“

„Na ja… wenn sie als Kind schon so heftig war, wie will man es denn genau üben?“ merkte Sherry das Problem an. „Denke… das sollte nicht unsere Sorge sein.“

„Stimmt… wir sollten tatsächlich überlegen, wie es nun weitergehen soll.“ nickte Sina und wenn man vom Teufel spricht, erscheinen alle Abenteurer. „Ah, die schlafende Königin ist auch schon wieder wach.“ spöttelte Christoper.

„Ist das so heftig mit dem Gerücht?“ hob Sina eine Augenbraue hoch. „Ja. Wir haben schon mehrmals einige andere Gerüchte in die Welt gesetzt, aber keine Chance. Da hat Ronda scheinbar unbewusst was gestartet.“ nickte Louis.

„Nun… die Dämonen waren auf einmal sehr achtlos, als sie über dich gesprochen haben. Doch Zhin war ja auch nicht unbedingt besser gewesen.“ seufzte Melaine auf einmal. Sina schlug mit beiden Händen ans Gesicht.

„Idioten… nur Idioten. Wundere mich, ob jeder Dämonenkönig mit diesem Problem konfrontiert wird. Vater hat mich schon davor gewarnt.“ Die Abenteurer grüßten die anderen und nahmen ebenfalls platzt.

„Bevor… es zu einem Durcheinander kommt, eine kurze Aufklärung. Die Dämonen wussten von mir als Dämonenkönigin, weil ich sie alle hierher kommen ließ. Meine… zwei von ihnen kannte ich aus meiner Vergangenheit und die beiden anderen aus der Reise in Vurdinia.

Fakt ist, dass Sarless, Ethice, Igriz und Dazmar mit nach Fanfoss reisen werden. Kyllia, der Grund warum Sarless so hart gegen dich vorgegangen ist ist, dass sie die Inkarnation von dem Dämonenkönig Rarkas war und dachte, du wärst ich.“

„Aha… Waren ja nur meine Knochen die gebrochen worden sind…“ seufzte Kyllia. „Was… ist denn dein Plan mit den Dämonen?“

„Die Weltherrschaft.“ sagte Sherry mit einem Grinsen auf dem Gesicht und schaute sofort weg von Sina, als sie sich zu ihr drehte. „Nein? Nur weil die Knalltüten was missverstanden haben, werde ich bestimmt nicht die Welt kontrollieren.

Oder möchtest du… dass ich kaum Zeit für dich habe? Stell dir all… die wunderschönen Dingen vor, die wir nicht mehr machen könnten im Bett. Die Date´s in der Stadt oder andere Annehmlichkeiten. Du wirst jedes mal… verbittert am Fenster warten, bis ich wiederkomme.“ prophezeite Sina die Zukunft.

„Erm… das mit dem Bett hättest du ruhig weglassen können…“ merkte Sherry trocken an. „Ja, ich habe verstanden, welcher Nachteil dabei herauskommt.“

„Wunderbar, dann wäre das auch schnell geklärt. NEIN Leute, ich will keine Weltherrschaft, auch wenn es so danach aussieht.“ beruhigte Sina direkt die anderen.

„Nun… in Alliancia hast ja auch irgendwie mehr Macht als ein Kaiser oder König oder?“ grinste Thomddir schief.

„Schon, aber die setzte ich nur ein, wenn es wirklich vonnöten ist. So… was ich mit den Dämonen vor habe ist eigentlich dasselbe wie mit Kyllia. Ich will sie bei den Abenteuergilden intrigieren, um eine… bessere Bindung zwischen Dämonen und Alliancianern zu fördern.

Wenn es mit Vampiren funktioniert, dann geht es mit Dämonen ebenfalls. Das größte Problem wird nur sein, dass ein ziemlich großer Vertrauensverlust passieren kann, wenn die Barriere fällt und die Dämonen meines Vaters angreifen. Doch damit beschäftige ich mich erst, wenn es soweit ist.

Ich würde euch bitten… einen von euch sie zu begleiten, damit meine ich alle SSS-Abenteurer. Ihr seid alle bekannt in Alliancia und wenn ihr sie begleitet, sollte es auf der Reise nach Fanfoss keine großen Probleme geben… Apropos Rückreise, wie ist das eigentlich geplant Melaine?“ widmet Sina sich sofort der Wolfsfrau zu.

„Erm… eine normale Reise zu Fuß? Ein Schiff werden wir nicht bekommen, der Nea transportiert. Wenn dann noch die Dämonen mitkommen sollen, brauchen wir erst gar nicht anfangen danach zu suchen.

Aufgrund… dass es zu unsicher war, wie weit wir im Turnier kommen, habe ich auch nichts mit meinem Bruder abgesprochen, der vermutlich nun ganz woanders ist.“ lächelt Melaine schief.

„Die… Befürchtung hatte ich schon gehabt. Dann bleibt es weiterhin bei meinem Plan. Würde… es denn einer machen?“ schaute Sina die Abenteurer an.

„Ich kann es machen.“ meldet sich Louis. „Ich… muss sowieso noch auf der Reise einige Geschenke für Prashi kaufen.“ bekam der Schwertheilige auf einmal tote Augen.

„Danke, wirklich. Ich werde den Dämonen befehlen, dass sie auf dich zu hören haben, ansonsten kannst du ihnen den Kopf abschlagen.

So… das wäre das erste. Dann… es tut mir Leid, dass ich euch Exos verschwiegen habe, aber mein Grund war relativ einfach. Ich wollte, dass wir uns alle auf das Finale konzentrieren. Nichts ist schlimmer, als eine… Ablenkung wie ihn im Hinterkopf zu haben. Damit alle das Gespräch mit mir kennen, Illusion: Exos Unterhaltung.“

Die Abenteurer hörten sich in Ruhe die Unterhaltung mit Exos an und reagierten erstaunt, dass er einfach einen neuen Titanus erschaffen konnte.

„Wir müssen herausfinden, wie wir das unterbinden können.“ sagte Christoper sofort. „Es macht keinen Sinn, die momentanen Götterbestien zu jagen, wenn er sie einfach wieder neu erschafft. Zumal er scheinbar sie ja auch noch irgendwie nach seiner Wahl anpassen kann.“

„Tja… dann müssen wir als nächstes Ziel ansetzen, mit den Göttern ins Gespräch zu kommen. Einerseits gebe ich dir recht, anderseits… ist mir das auch ein bisschen egal, ob Exos es kann. Ich lasse mich nicht von meinen Ziel abbringen, die momentanen Götterbestien weiterhin zu jagen.

Laut seiner Aussage sollen sie schon so mächtig sein, wie will er also noch etwas stärker machen, was schon stark ist? Ich… hoffe, dass wir weiterhin an dem Plan gegen Glacia halten.“

Der Dungeonfarmer seufzte nur. „Lass… uns das in Fanfoss besprechen. Gegen Glacia muss ich so viele Dinge vorausplanen. Ich… wäre dir dankbar, wenn wir ein Operationszimmer in deiner Villa einrichten könnten.“

Sina schaute Suki an, die am Überlegen war, dann nickte sie. „Scheinbar ist die Möglichkeit gegeben. Ok, dann besprechen wir das in Fanfoss weiter.“ Dann teilte Sina mit, dass Zhin und die Behemoth´s in dem Wissen mit den verbannten Götterbestien eingeweiht sind und ihre Unterstützung indirekt abgegeben haben.

„Puh… wenn Rokea mitkämpfen würde, wäre es schon eine sehr starke Unterstützung.“ meinte Melaine. „Zumindest könnte sie es mit einem der verstorbenen Götterbestien aufnehmen.“

„Ja, das wäre eine gute Sache für unser Weltproblem.“ nickte Sina. „Wir… haben ja irgendwie gewonnen oder, wie sieht es mit der Belohnung aus?“

„Ich kann heute zum Kolosseum gehen und sagen, dass wir es morgen abholen wollen, wenn du es wünscht. Doch… rechne damit, dass du vielleicht ein Interview geben darfst. Es ist halt noch das Gerücht mit der Dämonenkönigin.“ wurde Melaine ernst.

„Hmm… das Interview, wird es überall ausgestrahlt?“ frage Sina und Melaine nickte. „Ja, immerhin wollen sie ja deine Meinung und weiteres wissen über das Turnier. Sie werden dich auf das Gerücht bestimmt ansprechen.“

Sina wurde nun schweigsam und jeder sah es ihr an, dass sie am grübeln war. „Hmm… vielleicht ist der Zeitpunkt gekommen, die Wahrheit zu sagen.“

Alle reagierten schockiert. „Bist… du dir sicher was du sagst? Abgesehen vom Chaos gibt es auch noch andere Konsequenzen!“ hakte Louis sofort nach.

„Als ob ich mich jemals über die Konsequenzen groß geschert hätte. Ich will nicht mal sagen, dass ich die Dämonenkönigin bin, sondern nur ein Dämon von der Rasse der Sukuben. Jeder, der Kyllia gesehen hat, dürfte direkt eine Verbindung mit mir gefunden haben.

Die wichtigsten Personen in Alliancia wissen das schon längst, nun obliegt die Entscheidung dem Volk selber. Letztendlich… Schaut mich an. Meine Person ist so… dermaßen mit Lügenstricken übergezogen worden, wenn ich einen falschen Schritt mache, fällt das Konstrukt in sich zusammen.

Meine Flügel konnten wir mit dem Vampirfluch regeln, doch was ist mit meiner Hautfarbe und den Eckzähnen? Dann mein drittes Auge, woran ich mich schon gewöhnt habe. Einzig der Knochenschwanz kann jeder Magier in der Magierstadt bestätigen, dass ich ihn über die schwarze Murmel am Steißbein bekommen habe.

Ich denke, ich werde alle Seile direkt zerschneiden und sagen, dass ich von Anfang ein Dämon aus Deymonlia bin, aber ein Flüchtling wie Kyllia dies ist. Zumindest was ich bisher über meine Schwester erzählt habe.

Irgendwie bin ich es mir ein bisschen leid, die ganze Zeit auf alles zu achten, was wir mit der Lüge aufgebaut haben.“

„Du… hast nur eines vergessen Schwester.“ merkte Kyllia an. „Du hast in deinem Bericht von der verschollenen Prinzessin geschrieben, wie du dich erinnerst. Selbst wenn Kaiserin Emilia und der König Karl auf deiner Seite sind, so werden die Elfenfürsten und Zwergenkönige es nicht sein.

Dabei ignoriere ich auch noch bewusst die beschworenen Helden, die ja sowieso irgendwie eine Lachnummer sind.“

„Außerdem… wolltest du Lady Layla nicht helfen, eine neue Zukunft mit den Vampiren aufzubauen? Meinst du nicht… dass es Probleme damit gibt?“ fügte Lara hinzu.

„Neia, Thomddir. Ihr seid die richtigen Ansprechpartner. Wie würden die Mächtigsten eurer Rasse reagieren, wenn sie die Wahrheit erführen?“ schaute Sina die Angesprochenen an.

„Hmm… bei den Elfen sehe ich das sehr düster. Schau dir das Problem an mit den Mischlingen, so werden sie vermutlich bei den Dämonen ebenfalls reagieren. Keine Ahnung wie sie es mit den Vampiren in Fanfoss aufnehmen, doch… dürfte da auch einiges am Kochen sein. Dabei wissen sie ja nicht mal was von mir.“ hörte man die Trauer der Blutelfe.

„Das… ist eine sehr schwierige Frage Sina. Du kannst mich eher wegen meiner Stärke und ähnliches Fragen, aber über Politik… habe ich mich sehr enthalten. Ich bin zwar mit meinem König Valdron leicht befreundet, doch… Ich kann das wirklich nicht abschätzen, wie die Zwerge reagieren.

Zumindest würden wir uns es in Ruhe anhören, wenn du eine einfache Erklärung abgibst, denn wir können uns nicht nachsagen lassen, dass wir niemanden die Chance dazu geben oder?“ kratze Thomddir sich am Hinterkopf.

„Dann ist es doch perfekt? Weder mit den Zwergen noch bei den Elfen stehe ich in Kontakt, wenn nur bei den Menschen. Am wichtigsten sind eigentlich die Bewohner von Fanfoss, die anderen… sind jetzt nicht unbedingt von Belang und Schwierigkeiten löse ich ja meistens sehr elegant.“ grinste Sina.

„Wenn du meinst, dass du eine große Blutspur hinter her ziehst, dann stimmt das wohl…“ murmelt Falko.

„Hey…“

Kapitel 448

Ich bin wiedergeboren und neue Verbündete?

Frisch gewaschen trug Sina wieder eine schwarze Stoffhose samt Hemd. Kyllia tat dasselbe, doch irgendwie… sah ihr Bauch komisch aus.

„Halt mal still Schwester…“ stellte Sina sich vor Kyllia und bückte sich. „Was… ist das?“ drückte Sina mit einem Zeigefinger auf das komische Objekt. Der Nachteil bei der Stoffkleidung ist, dass sie ein bisschen eng am Körper anlag.

Sofort wollte Lisa wieder laut quietschen, als Kyllia auf den Finger haute. „Erm… das ist mein Bauch? Du hast doch eben alles gesehen?“ drehte sich die Zwillingsschwester um.

„Nein?! Da habe ich bestimmt nicht so einen weichen Knubbel gesehen!“ ließ Sina sich nicht beirren, als jemand sich von hinten mit dem Kopf rammte. Dadurch entstand eine Kettenreaktion und Sina fiel auf Kyllia, die ebenfalls auf dem Boden samt Gesicht und „Knubbel“ landete.

„Oww… Entschuldigung! Ich bin gestolpert.“ entschuldigte die Ursache sich direkt: Sherry. „Haben wir gemerkt…“ murmelt Sina. „Was habe ich dir gesagt? Wiederhole für mich bitte diese Worte, die ich dir immer wieder ans Herz lege.“

„Erm… Ich soll nicht auf dich zurennen?“ grinste Sherry schräg. „Wunderbar, warum… klappt das nur irgendwie nie?“ stand Sina nun auf und wundert sich, warum Kyllia so blass aussah. „Kyllia? Was ist los?“

Ohne eine Antwort zu geben, stand ihre Zwillingsschwester auf, ging direkt in das Waschzimmer rein, schloss hörbar die Tür. „Kyllia?“

Im Zimmer hob Kyllia ihr Hemd hoch und holte die gepresste Fledermaus hervor. Aus dem Maul kam Schaum raus und es hatte weiße Augen. „Oh beim dunklen Gott, es tut mir leid!“

„Erm was auch immer, scheinbar muss Kyllia erst mal alleine bleiben.“ zuckte Sina mit der Schulter und schaute ihrem persönlichem Pechvogel in die Augen. „Sherry…“

„Sinaaa….“ strahlten sich beide Frauen an und eine dicke rosa Wolke entstand bei den beiden, dann küssten sie sich. „Danke… dass du wieder auf mich aufgepasst hast.“

„Das ist doch das Mindeste und du weißt es genau.“ lächelte Sherry und ließ sich von Sina aufheben. Scheinbar trug sie nur ein einfaches rotes Kleid, das sie eben überzogen hat, ansonsten stehen ihre Haare zu Berge.

„Du siehst schon irgendwie süß mit deinen Haaren aus.“ kichert Sina die mit einer Hand darüber geht. „Wenn man Gel oder Wachs hätte, würdest du bestimmt auch einige Haar-styles austesten wollen.“

„Hmm… klingt nach einer tollen Einladung für mehr…“ grinste Sherry anrüchig. „Ah… vielleicht später, ich habe Zada und Lara mal wieder erwischt. Irgendwie… legen sie es darauf an und habe mein Machtwort ausgesprochen.“

„So so? Deswegen schauen sie so beschämt auf den Boden. Eher hatte ich Zada das zugetraut, dass… sie solche waghalsigen Spielchen macht und Lara die Vernünftige ist.“ schmunzelt das Zaubermädchen.

„Sherry… in Sache Liebe denken wir alle nicht mehr vernünftig, dass musst du ja selber festgestellt haben.“ schaute Sina wissend ihre Freundin an und klopfte dann an der Tür. „Was auch immer du da drin machst, aber gleich gibt es Frühstück!“ „Ist ok!“

Später saßen alle im Versammlungsraum, wohlgemerkt ALLE! Zhin´s komplette Gruppe sowie alle Behemoth´s. „Erm… erst mal Hallo an alle, aber… ich dachte das Gasthaus ist voll?“ schaute Sina verwundert Zhin und Nitir an.

„Ist es auch, aber wir sind doch alle gewöhnt auch draußen zu schlafen oder nicht? Dafür… gibt es diese tollen Dinger. Nennt man glaube ich „Zelte“ oder „Schlafsack“.“ übertreibt Zhin es mal wieder.

„So wie Zhin es sagte. Doch für Rokus und Rokea konnte Ingo irgendwie noch ein Zimmer herzaubern.“ grinste Nitir. „Das nennt man auch Dachboden.“ murmelt Nijus.

„Wo ist Rokea und… wie geht es ihr?“ fragte Sina sofort und bekam die Antwort von Rokus persönlich. „Sie ist schon eine Weile wach, muss aber… mit der Niederlage erst noch zurechtkommen. Am meisten beschämt es sie, dass ihr Name in der Geschichte vorkommen wird, die das tausendjährige Turnier nicht gewonnen hat. Daher bleibt sie vorerst in ihrem Zimmer.“

„Hmm… bin mir nicht sicher, ob ich sie mal aufsuchen sollte.“ grübelte Sina, da mischte Suki sich ein. „Nein Mutter. Sie und auch die anderen Behemoth sind eine sehr stolze Rasse. Wie würdest du es denn empfinden, wenn Exos dich persönlich trösten würde?“

„Ok, ich verstehe. Ich hoffe, es geht ihr bald wieder besser.“ lächelt Sina ein bisschen traurig. „Sag… wenn ich es richtig sehe, sind nur die Abenteurer nicht hier oder… und Mel?“

„Sie dürfte mit den anderen Abenteurern irgendwo untergekommen sein wo auch Christoper ist. Nicht… dass sie um dich besorgt wäre nur… Sie meinte ihre Zeit mit Christoper wäre begrenzt und du würdest es verstehen.“ erklärte Sherry.

Zuerst wirkte Sina ratlos, bis sie das volle Ausmaß verstand. „Ja… ich verstehe es vollkommen. Nun gut… denke, wir wollen dann mal Frühstücken oder?“ Gesagt, getan, Belinda zauberte wieder prächtiges Essen herbei.

Einige unterhielten sich, andere genossen das Frühstück. Auf einmal stand Jimdo mit einer Kanne da und gab Lara eine schwarze Brühe. „Das ist Kaffee, wenn jemand daran Interesse hätte, ich kann es nur empfehlen. Doch… lasst euch am besten nur eine Kostprobe geben, denn Kyllia schmeckte es überhaupt nicht.“

Erstaunt schaute Sina Lara und Jimdo an, dass es überhaupt Kaffee in der Welt gibt. „Erm… ich würde es zumindest probieren wollen.“ „Schwester… du wirst es nicht mögen.“ warnte Kyllia.

„Das kann ich nur feststellen, wenn ich es probiert habe oder?“ hob Sina nur eine Augenbraue hoch und bekam ihre Tasse. Sie legte sie an ihren Mund… und es dauerte nur Sekunden, bis sie es wieder ausspuckte. „Du heilige Scheiße… schmeckt das widerlich. Muss das so bitter sein? Dachte wir haben davon genug auf der Welt?!“

Zhin musste auf einmal brüllend auflachen und klatschte dabei. „Ich habe endlich eine Seelengefährtin gefunden, die meiner Meinung ist.“

Was Sina mehr störte ist das zufriedene Gesicht, was Kyllia machte. „Ob ich auch so ein Gesicht mache, wenn ich im Recht bin? Das… ist total arrogant!“ dachte Sina mit einer hochgehobenen Augenbraue.

„Mutter liebt es eher, wenn es ein spezieller süßer Tee ist. Dabei ist es wichtig, dass die Kräuter nur in einer bestimmten Zeit gekocht werden.“ meinte Suki lächelnd.

„Oh ich freue mich schon darauf, in Fanfoss mein nächstes Projekt anzugehen. Dann wirst du einiges experimentieren müssen Suki. Emanuel konnte… so einen fantastischen leckeren Tee kochen.“ schwärmte Sina.

„Eines nach dem anderen. Da… gibt es dein kleines Problem mit dem Gerücht, was dir mittlerweile zu Ohren gekommen ist und dass andere, was du uns allen verschwiegen hast.“ lächelt Suki. Selbst Sina musste bei dem Lächeln schwer schlucken.

„Erm… mit dem Gerücht habe ich schon eine Idee, wie ich das Problem direkt löse. Doch… was meinst du mit verschweigen?“ versuchte Sina sich ein bisschen herauszuwinden, doch keine Chance.

„Mutter… du weißt es genau, was ich meine. Niemand anderes als Exos, bevor du auf eine andere Idee kommst.“ hob Suki nur eine Augenbraue hoch. Sina drehte ihren Kopf zu Sherry, die wiederum Lara beim Kaffeetrinken zuschauen wollte.

„Lass uns… das nach dem Frühstück klären, vielleicht haben ja Zhin und Nitir ebenfalls ein bisschen Interesse daran, was für eine „tolle“ Familie ich habe.“ seufzte Sina nur.

„Exos… war diese Götterbestie, die unsere Welt „reinigen“ wollte oder? Das Zaubermädchen hat uns ein bisschen aufgeklärt.“ meinte Rokus.

„Hmm? Davon weiß ich jetzt aber nichts Sina. Gibt es doch einen Grund, warum du mich damals gefragt hast, ob wir gegen die Götterbestien aushelfen sollen?“ hakte Zhin sofort nach und seine Freunde starrten ihn an.

„Natürlich gibt es immer einen Grund, als würde ich meine Aktionen grundlos machen.“ grinste Sina schräg. „Hmm doch da gab es einige Male, wo du keinen Grund hattest. Da war die eine Geschichte, wo du den Paladinen die Beine abgeschnitten und anschließend in einen Kanal geworfen hast.“ merkte Sherry an.

„Rose… du bist ein bisschen unheimlich, wenn du so anfängst.“ rollte Sina mit ihren Augen. „Dafür habe ich mich aber tapfer gehalten, findest du nicht.“ grinste Sherry gemein von der Seite.

„Paladine?“ schaute Risia Nitir an, dieser schüttelt aber den Kopf. „Keine Ahnung, muss was mit Menschen zu tun haben.“

Nach dem Frühstück nahm Sina sich die Zeit, allen aufzuklären: Wer Exos ist, was er ist und das sie selber schuld daran ist, dass er mit seinen Geschwistern frei wurde. Titanus war scheinbar ein wandelnder Schlüssel gewesen und durch seinen Tod geriet alles in Gang.

Sina zeigte ihre erste Begegnung mit Exos sowie auch ihren Kampf, anschließend die zweite Begegnung.

„Er war es auch, der alle Mitglieder der Rächer erm… neu erschaffen hat. Deswegen hatte ich so ein Problem gehabt mit ihnen. Wie ihr gesehen habt, konnte er einfach einen neuen Titanus ohne Probleme erschaffen.“ beendet Sina die Erklärung.

„Der Typ ist ein Schwätzer. Hätte dich eigentlich so eingeschätzt, dass du selber auf die Idee gekommen wärst.“ meinte Zhin direkt.

„Hmm vielleicht sehe ich den Wald vor lauter Bäume nicht. Magst du mir es erklären?“ fragte Sina freundlich.

„Na überlegt doch mal… wen ich und meine Freunde während unserer Schwimmtour an der Backe hatten.“

„Stimmt, Glacia hatte wohl seinen Spaß bei euch entdeckt und wollte seine Zeit mit euch verbringen.“ grinste Sina.

„Ja… so kann man es natürlich auch ausdrücken. Wir wurden von ihm angegriffen und sind von ihm weggeschwommen, in der Zeit habe ich immer wieder seine großen Tentakeln angegriffen, bis es uns irgendwann in Ruhe gelassen hat.“ teilte Zhin sein Wissen den Behemoth´s mit.

„Du hast ja wirklich ein sehr aufregendes Leben, wenn du mit diesen Viechern um die Wette schwimmst.“ schmunzelt Nitir.

„Du kannst mich auch mal. Was ich damit sagen will… wenn einfache Menschen…“ Auf einmal fingen einige Leute an laut zu lachen. „Was denn jetzt schon wieder?!“ „Du und einfach… finde den Fehler.“ lachte Flai dreckig.

Zhin zog einmal stark durch die Nase und ließ es aus seinem Mund heraus. „Wenn talentvolle Menschen… besser?! Wie wir es schaffen, Glacia ohne Boot zu entkommen, dann muss ich dem Schwätzer leider widersprechen.

Glacia ist bestimmt in seinem Element stark, doch in der Luft? Wenn das Vieh schon nicht mochte, verletzt zu werden, wie reagiert es denn, wenn man seinen Hauptkörper angreift? Überlegt also mal selber, was der Schwätzer letztendlich gesagt hat.“

„Hmm… Willst du mir sagen, dass er mich letztendlich nur verunsichern wollte? Wie sieht es dann mit Winda und Dogma aus? Die anderen verbannten Götterbestien sind scheinbar noch für einige Zeit eingesperrt.“ grübelte Sina direkt.

„Keine Ahnung, die sind uns bisher nicht begegnet und in ihren Elementen… können wir sie vermutlich nicht wirklich groß verletzten.“ schaute Zhin seine Kameraden an und sie stimmten ihm zu.

„ … Wenn nur Dogma, denn unterhalb des Wassers haben wir nicht das Equipment zu kämpfen und in der Luft… Na ja, wenn dann müssten uns allen Flügel wachsen oder? Scheinbar ist die Auswahl für Kämpfer, die auf dem Land kämpfen sehr begrenzt.“ überlegte Zhin laut.

„Dachte, dass Dogma nur eine Legende sei?“ wundert sich Zuzan, dessen Gehör mittlerweile von Sherry geheilt wurde.

„Nein… ihn gibt es wirklich.“ brummte Rokus. „Einige Ruinen… in Batzien bestätigen, dass es ihn gibt. Euch müsste es doch auch schon aufgefallen sein, dass… diese Ruinen zwar alt sind, aber… etwas fehlte.“

„Alles war vorhanden, nur die Zeit und die Natur nahm die Städte wieder ein. Zurückgeblieben sind… persönliche Gegenstände, die man bestimmt nicht zurücklässt, wenn man eine Stadt verlässt oder?“ meinte Sherry auf einmal.

„Richtig. Diese untergegangen Zivilisationen sind von einem zum anderen einfach allen Lebens beraubt, ohne dass eine Zerstörung hinterlassen wurde. Doch… was macht diese Götterbestie, dass einfach alles verschwindet?

Glacia und Winda… sind greifbar. Schwer, aber nicht unmöglich. Es ist Dogma.. der ein Problem darstellt. Doch ich bin ehrlich, wir Behemoth´s haben uns nie wirklich mit diesen Götterbestien auseinander gesetzt.“ kratzte Rokus sich an der Wange.

„Nur… würde ich ungern auf das Ende der Welt warten.“ merkte Nitir an. Irgendwie… schaute Nitir nie wirklich Suki an, als würde er jeglichen Augenkontakt vermeiden.

„Ich will niemanden dazu zwingen, mir zu helfen oder so. Ich bin nur froh, dass man mir glaubt, wenn ich von diesem Problem berichte.“ beruhigte Sina direkt die Behemoths. „Je… mehr Personen davon wissen, desto mehr… Widerstand kann man in der Zukunft aufbauen.

Gerade wenn Exos die getöteten Götterbestien wieder neu erschafft und alle gleichzeitig angreifen lässt. So… würde es mein Herz beruhigen zu wissen, dass auch andere Personen neben meinen Freunden es mit ihnen aufnehmen können.

Die Vampire haben das Problem als solches erkannt und werden mir mit Informationen helfen. Mit Kampfkraft… müsste das Glück auf meiner Seite sein, wenn die Vampirkönige ebenfalls vor Ort sind.“

„Denke… ich warte bis die verbannten Götterbestien frei sind. Frei kommen sie ja scheinbar so oder so.“ meldet sich Zhin wieder. „Wir haben genug Scheiße in Dungeons erlebt, da wäre es lachhaft, wenn wir es mit denen nicht aufnehmen könnten.“

„Erm… müssen wir das?“ fragte Daika den Chef. „Nein, müssen wir nicht. Nur, wenn ich gerade eine Frau vögel und eine Reinigungswelle kommt… du würdest es auch nicht witzig finden oder?“ übertrieb Zhin es.

„Himmel… deine dreckige Zunge kommt wieder raus, wenn du schon so vulgär wirst.“ rollte Daszum ihre Augen. „Ich hätte jetzt nichts dagegen, Jimdo tut eh alles, was ich sage, also machen wir einen dieser Dinger fertig, wenn es uns über den Weg kommt!“

Daika, Flai und Punny schauten sich gegenseitig in die Augen und seufzten nur. „Als ob wir groß eine Wahl hätten…“ meinte Punny nur.

„Vielleicht kann mich ja der Jüngling überraschen, wenn er so eine Götterbestie fertig macht. Ho ho ho…“ lachte Neia sehr eigenartig und Punny wurde schnell still.

„Wir bedanken uns für die Warnung Lady Sina.“ teilte Rokus mit. „Doch… wie wir uns entscheiden, kann ich dir nicht sagen. Wenn kann ich nur sagen, sollte eines dieser verbannten Monster kommen, werden wir uns das Problem anschauen, denn…

Batzien ist unsere Heimat, die Heimat aller Tiermenschen. Wir können nicht einfach so wegschauen, wenn wir sogar den Grund kennen, warum sie uns angreifen. Titanus hat unseren Kontinent mehrmals… einen Besuch abgestattet, doch war es seine Größe, weswegen wir ihn seinen Weg ziehen ließen.

Doch wenn jemand wie ihr es töten konntet, wieso können wir das nicht ebenfalls? Denke… wir werden in der Zukunft… ein bisschen aus der Isolation herauskommen. Immerhin sind wir auch stolze Krieger.“ lächelte Rokus am Ende und seine Leute nickten alle zustimmend.

„Danke Rokus.“ sagte Sherry es mit einem ernsten Ton. „Gegen einen Feind wie Exos… kann man nie genug Verbündete finden.“

„Stimmt. Wenn die Behemoth mitkämpfen, dann haben nicht mal die Götterbestien was zu lachen.“ lächelt Suki und Nitir bekam ein Herzstich.

Zuzan stupste ihn von der Seite an und flüsterte: „Willst… du es ihr nicht sagen oder so? Hört sich so an, als würden sie nicht mehr lange hier bleiben.“

„Klappe.“

Kapitel 447

Ich bin wiedergeboren und die einen oder anderen Probleme?

Am nächsten Tag wurde Sina wach und wunderte sich, warum ihre Brust sich so schwer anfühlte. Es war niemand anderes als Sherry´s Kopf, der darauf liegt. „Huch? Wieso habe ich das Gefühl eines De ja vü´s?“ grinste Sina.

Vorsichtig hob Sina den Kopf ihrer Freundin hoch und legte ihn sanft auf ein Kissen. Anschließend verschwand Sina in einem langen weißen Schlafkleid aus dem Zimmer.

„Puh… Sherry war wohl spät ins Bett gegangen.“ seufzte Sina im Flur draußen und… staunte nicht schlecht, wer da noch schlief. Suki, Rubina und Neia liegen in Schlafsäcken. „Verdammt…“ fluchte die Dämonin in Gedanken.

Gerade wegen Suki leise den Flur runterzugehen stellte schon eine Herausforderung dar. „Ok. Mission Impossible Musik eingespielt und los geht’s!“ rief eine innere Stimme. Auf Zehen lief Sina hochkonzentriert die Bretter entlang, zur Sicherheit hat sie ihren Knochenschwanz um sich und die Flügel gewickelt.

Als Sina an Suki kam, knarzte das Brett auf einmal und Sina sah aus, als würde sie gerade dieses Brett ermorden wollen. „Hmm….“ murmelt Suki irgendwie, doch sie machte nicht den Anschein, wach zu werden.

„Illusion: Alles ruhig!“ presste Sina heraus und hoffte, dass der nächste Krach nicht ihre Tochter weckte. Der Plan ging auf und Sina musste sich bremsen nicht laut zu seufzen, als sie an der Treppe ankam.

Langsamen Schrittes ging sie die Treppe runter, als Suki ihren Kopf zur Treppe richtet. „Du musst noch viel lernen, „leise“ zu gehen Mutter.“ dachte das Katzenmädchen.

Unten angekommen sah es auf dem ersten Blick alles leer aus. Doch gerade diese Ruhe machte Sina misstrauisch. Vorsichtig ging sie weiter zu den Waschkabinen, als sie an dem Versammlungsraum anhalten musste.

„Ja, ich kann dich mitnehmen, aber dann muss du mir versprechen, still zu halten!“ sprach eine bekannte Stimme und Sina sah den Rücken ihrer Zwillingsschwester. Auf einmal quietschte irgendetwas doch Sina fand die Ursache nicht heraus.

„Keine Sorge, Zuhause brauchst du dir keine Sorgen machen und ja ich weiß dass sie überall auf der Suche sind.“

„Hat… Kyllia irgendeinen Dachschaden während meiner Schlafenszeit bekommen?“ verzog Sina ihr Gesicht sehr besorgt. „Denke… Kyllia kann es doch nicht so gut vertragen, dass Lara jemand anderes bekommen hat.“ ging der Gedanke weiter.

Sina ignoriert den Zustand ihrer kleinen Schwester und schlich leise von der Tür weg. Sofort drehte Kyllia sich um und wunderte sich, ob jemand sie belauscht hat, während auf ihrer Hand eine Fledermaus lag.

„Was zum Geier machen sie alle hier eigentlich?!“ wunderte Sina sich am meisten. „Was habe ich alles nur verpasst?“ und stand endlich vor der Tür zum Waschraum. Die Dämonin öffnete die Tür und wollte direkt reingehen, als sie es schon hörte.

„Nein… nicht hier Zada… Man könnte uns wieder erwischen…“ stöhnte Lara sehr hörbar. „Lass… uns das auf ein anderes Mal verschieben.“

„Oh? Kannst… du dich denn so lange gedulden hmm? Ich nämlich nicht.“ kichert Zada. „Außerdem… ist das nicht auch irgendwie… aufregend? Meine… jederzeit erwischt zu werden? Irgendwie… erregt mich die Vorstellung.“

Sina verzog ihr Gesicht und knallte hörbar die Tür zu. Drinnen hörte die Dämonin nur, wie zwei Frauen am schreien waren. „Langsam reicht es mir mit den beiden. Wie oft soll ich dass denn noch erleben?“ waren beide Mundwinkel unten.

„Ah… die Siegerin ist wach.“ grüßte Belinda und hob nur eine Augenbraue hoch über den genervten Gesichtsausdruck von Sina. Einige Zeit später saß Sina in der Küche und schaute Belinda beim zubereiten des Frühstücks zu.

„Sag… Wieso sind alle meine Freundinnen hier?“ musste Sina nun die Frage stellen. „Oh, dass liegt daran, dass dein Kampf gegen Rokea so viele Erdbeben verursacht hat, dass nicht nur das Kolosseum teilweise eingestürzt ist, sondern auch viele Häuser in der Stadt.

Wenn ich es richtig verstanden habe, waren unter anderem auch die Gasthäuser von euren Freundinnen betroffen. Direkt nach eurem Sieg suchten sie nach einer neuen Bleibe, doch den Gedanken hatten die anderen Besucher in der Stadt auch gehabt.

Wir selber waren schon voll, doch wie können wir einfach eure Freunde, die vor allem im Turnier so beliebt waren, wieder fortschicken? Da hat Ingo den Vorschlag gemacht, dass Kyllia bei den Zwillingen schlafen soll, einige auf dem Flur und die anderen Vampire haben im Stall geschlafen.

Bisher hat es irgendwie ziemlich gut geklappt finde ich. Vor allem… sie waren alle so besorgt um euch gewesen. Man merkte sofort die Loyalität euch gegenüber, eure Majestät.“ grinste Belinda.

„Erm… Majestät?“ „Aber ja, als Ronda zu Beginn sagte, es wirkte wie ein Kampf zwischen einem Dämonenkönig und einem König der Tiermenschen, haben wir es natürlich alle für einen Witz gehalten.

Leider… kam die Frage dann doch auf, ob es nicht stimmen könnte. Meine, du und Rokea habt einiges in Schutt und Asche gelegt oder? Wir alle wussten ja, dass ihr ein Dämon seid, doch selbst für einen Dämon ist die Zerstörung… etwas zu heftig.

Dann kamen die Gerüchte auf, dass einige Personen euch Dämonenkönigin nennen und sie bleiben ziemlich hartnäckig fest, egal was eure Ziehtochter Suki den anderen sagt. Doch mir persönlich ist es egal. Ihr seid Sina und ein Gast von uns.“ lächelte Belinda.

„Ihr… habt nicht mitbekommen, WER diese Personen waren oder?“ zuckte das Gesicht von Sina. Der Plan von Sina war es gewesen, langsam ihre Notlüge mit den Flügel damals durch die Wahrheit zu ersetzen. Deswegen hat sie in letzter Zeit es nicht so abgestritten zumal es alles Personen waren, die sowieso sie als Dämon erkannt haben.

„Nein, wenn solltet ihr eure Freunde fragen, die gegen das Gerücht ankämpfen. Wie gesagt, mir selber ist es egal. Dann seid ihr halt eine Dämonenkönigin, dann kann meine Tochter ihren Kinder noch erzählen, dass wir eine adelige Dämonin bedient haben in der Vergangenheit.“ schüttelt Belinda den Kopf.

Auf einmal erschienen zwei rote Köpfe: Der von Lara und Zada. Sie hatte noch nasse Haare und… irgendwie scheinen sie sich zu schämen.

„Das war jetzt das zweite Mal, wo ich mitten in eurem Sex oder was auch immer es eben war, erwischt habe. Ich will es kein drittes Mal erleben, also: SCHLIEßT DIE TÜR ZU!“ schimpfte Sina direkt los.

„Mir kann man vieles sagen, dass ich sehr freizügig bin und meinen Körper zur Schau zeige, aber… Eher wird die Welt brennen, als das man mich mit Sherry in den intimsten Momenten erwischt. Habe ich mich klar ausgedrückt?“

„Jawohl Herrin, wir werden ab sofort die Tür abschließen…“ murmelt Lara sehr beschämt vor sich hin und stupste Zada noch an. „Natürlich, so ein Vorfall wird nicht nochmal passieren…“

Scheinbar war die Schimpftirade ein Signal gewesen, stürmte Kyllia direkt rein. Dabei war es ihr egal gewesen, dass Lara und Zada im Weg standen und überrannte sie mehr oder weniger, nur um Sina dick zu umarmen. „Sina!“

„Hallo kleine Schwester.“ umarmte Sina ebenfalls zurück und wunderte sich, was Kyllia in ihrer Westentasche drin hat, dass es so drückt. Lisa hatte das Gefühl, gleich komplett erdrückt zu werden, hielt sich aber zurück nicht los zu quietschen. Doch… das hatte Folgen, denn… das ist eine Geschichte für später.

„So… ungern ich die Freude stören möchte aber…“ merkte Belinda mit einer Nudelholzrolle in der Hand an. „Wenn ihr euch aussprechen wollt, dann außerhalb der Küche!“

„Ihr habt die Chefin gehört, allesamt raus!“ nickte Sina und zog ihre Schwester mit… direkt in die Waschanlage. Als die Tür hinter ihnen zufiel, schloss Sina direkt die Tür ab, damit niemand sie bei dem Gespräch jetzt stört.

„Erm Sina? Was ist los?“ fragte Kyllia direkt. Sina legte beide Hände auf die Schulter ihrer Schwester. „Kleine Schwester… geht es dir gut?“

„Huch?! Wie kommst du denn jetzt darauf? Eher müsste ich das meine große Schwester fragen?“ hob Kyllia eine Augenbraue hoch.

„Nun… irgendwie… führst du Selbstgespräche und einige meinten, du verhältst dich sehr komisch. Da mache ich mir halt Sorgen um dich. Kann es sein… dass dein Herz weh tut, dass du Lara nicht bekommen hast?“

Erstaunt schaute Kyllia Sina an und schüttelt ihren Kopf. „Nein! Darüber brauchst du dir keine Sorgen machen wirklich. Lara und ich sind und bleiben Freunde ok? Ich gönne es ihr wirklich vom Herzen, dass sie mit Zada zusammen ist.“

„Du kannst ruhig jederzeit zu mir kommen hörst du? Ich will nicht, dass du daran zerbrichst.“ umarmte Sina ihre Schwester und wieder… wird etwas eingequetscht.

„Aww… du kannst mir da wirklich vertrauen, aber… mir geht es schon gut.“ lächelt Kyllia und merkte selber, dass Lisa gerade in Lebensgefahr ist. „Ok? Ich verlasse mich darauf und wenn… du eine Schulter brauchst, du kannst ruhig zu mir kommen.“ streichelt Sina eine Wange von Kyllia.

„Frage mich… ob Mutter auch so gehandelt hätte, wenn wir Probleme mit der Liebe hätten.“ murmelt Kyllia auf einmal.

„Du… vermisst auch eine Mutter oder?“ grinste Sina schräg mit nassen Augen. „Wir… mussten alle irgendwie früh erwachsen werden, trotz dass… wir einen sadistischen Vater haben. Ich werde… mein bestes geben, dich, aber auch den anderen Schwestern soviel Liebe zu geben wie möglich, egal… ob mich einige hassen.“

„Denke… wenn sie dir einige Tage über die Schulter schauen, werden sie ebenfalls… überlegen, ob der Hass überhaupt begründet ist. Es ist vermutlich der Neid, den einige haben. Selbst ich werde ja sauer, wenn ich von dir zu hören bekomme, dass Vater dir eine Sonderbehandlung gibt.“ flüstert Kyllia.

Irgendwann wurde Lisa es doch zu viel und biss sie wieder in die Brust. Ein Zucken ging über Kyllia und Sina bemerkte dies. „Alles… in Ordnung?“

„Alles bestens. Komm, du willst dich doch bestimmt waschen oder? Ich helfe dir beim Rücken!“ lächelt Kyllia gezwungen. „Ok?“ sagte Sina nur langgezogen und drehte ihrer Schwester den Rücken zu.

Mit einer atemberaubende Geschwindigkeit zog Kyllia ihre Hemd aus, riss Lisa von der Brust ab, steckte sie in ihr Hemd rein und knallte es gegen die Wand. „Miststück! Du hast mir versprochen, nicht mehr zu beißen!“ dachte Kyllia in Gedanken. Bei Lisa drehte sich nur die Welt vor ihren Augen bei der Behandlung.

„Sag Kyllia… Belinda meinte, es gäbe da einige Gerüchte über mich?“ fragte Sina irgendwann unter der Dusche, sie selber saß auf einen Hocker, während sie ihrer Schwester die Flügel reinigte.

„Erm… ja. Aus irgendeinen Grund glaubt jeder, dass du eine Dämonenkönigin wärst. Du erinnerst dich an Ronda oder?“ „Ja, die Moderatorin des Turniers.“

„Richtig, sie hatte mal den einen Satz zu Beginn deines Kampfes gesagt, aber das wäre jetzt nicht der Grund gewesen, warum das jeder glaubt. Eher… hat irgendwer in ihrer Nähe die ganze Zeit dich als Dämonenkönigin betitelt.

Doch da kann Suki mehr was dazu sagen, weil ich mit Sherry, Neia und Rubina bei dir waren. Wenn ich Suki richtig verstanden habe, konnte sie Ronda mit einigen logischen Gedanken von der Idee weglocken.

Leider… scheint Ronda doch eine Plaudertasche zu sein und hat wohl bei den richtigen Leute Gehör gefunden. Was heiß gefunden, sie hat vermutlich einfach achtlos alles erzählt, was ihr zu Ohren gekommen ist.

Tja… Vermutlich haben da einige Vampire, Dämonen und Menschen ohne nachzudenken… deinen Titel in den Mund genommen. Nun versuchten wir seit deiner Bewusstlosigkeit die Gerüchte ein bisschen einzudämmen.“

„Hrm… es bringt nichts, jetzt die Schuldigen zu finden. Konzentrieren wir uns lieber, wie wir das Gerücht ausnutzen können.“ grübelte Sina. Kyllia umarmte sie wieder von hinten und schien sich irgendwie zu freuen.

„Ah… wenn du jetzt schon wieder eine Intrige planst, dann geht es dir wirklich sehr gut.“

„Scheinbar.“

Kapitel 446

Ich bin wiedergeboren und die Welt dreht sich weiter?

„Mein Lord…“ kniete ein Vampir vor dem Herrscher aller Vampire. „Wir haben unsere Erkundungsreise abgeschlossen. In diesem Bericht haben wir alles genau detailliert: Stand aller Staaten auf Alliancia, Vurdinia und Batzien.

Deymonlia ist momentan nicht möglich, aufgrund dass es… in einer Barriere eingeschlossen wurde von einer beschworenen Heldin.

Snolonien hat immer noch keinen… Staat oder ähnliches, trotz dass viele Jahrtausende nun vergangen sind, seit wir alle in den tiefen Schlaf geschickt worden sind.“

„Hmm verstehe. Manches Vieh bleibt einfach dumm, egal wie viel Zeit vergeht. Wenn ich raten dürfte… es hat immer noch seine vielen kleinen Dörfer und Hafengebiete?“ wiegelt der Vampirherrscher den Kopf.

„So wie ihr es gesagt habt. Einige Dörfer wurden ausgelöscht, andere sind neu entstanden. Es sollen einige Kriege stattgefunden haben, aber… es hat sich scheinbar nie durchgesetzt, dass ein König oder ähnliches an die Macht kam.“

„Tja… dann brauchen wir uns in Snolonien keine großen Sorgen machen.“ lächelt der Vampirherrscher. „Erzählt mir von den anderen Reichen.“

„Vurdinia scheint eine… Art Regierung zu haben, doch wir verstehen noch nicht so genau, wie es funktionieren soll. Der letzte Herrscher wurde in seinen eigenem Zimmer in Brand gesetzt und sein Nachfolger scheint dadurch die Öffentlichkeit zu meiden.

Batzien geht seinen üblichen Strukturen nach. Viele unterschiedliche Clans der Tiermenschen und selten gab es eine starke Persönlichkeit, die sie alle vereint hat. Momentan sind sie alle wieder für sich und… dürften für einen Angriff unserseits Probleme haben, eine vernünftige Verteidigung und weiteres aufzubauen.

Alliancia dagegen… ist es ein bisschen schwieriger. Wir mussten uns ein bisschen orientieren, weil es scheinbar mehrere Reiche gab, die sich vereinigt haben. Später lösten sie sich wegen internen Zwistigkeiten wieder auf.

Aktuell… existiert das Königreich Efrana und das Kaiserreich Osnain. Vor einiger Zeit gab es noch ein drittes Reich, erm… eine Theologie, aber sie wurde von den anderen Reichen angegriffen und aufgelöst.“

„Scheint ja einiges passiert zu sein, als wir noch im Schlaf waren.“ schmunzelt der Vampirherrscher. „Vermutlich gibt es dann auch die üblichen Zwergenreiche sowie Elfengebiete?“

„In der Tat eure Hoheit.“ nickte der Vampir und schnippte mit den Fingern. Weitere Vampire erschienen und bauten eine große Tafel mit einer sehr detaillierten Karte von Alliancia auf. Mit einem Stock ging der Vampir hin.

„Hier, hier und hier sind die bedeutendsten Elfenstellungen. Die drei großen Gebirge sind die Reiche der Zwerge. Es gibt in einigen Gebieten noch kleinere Elfendörfer, aber die kann auch ein einzelner Diener von euch übernehmen.

Das… sind die beiden Hauptstädte von den Reichen. Die Hauptstadt Bamtin wurde vor einiger Zeit von einem Drachen angegriffen. Doch laut unseren Beobachtungen, konnten sich die Menschen von dem Angriff erholen und haben ihre Verteidigung deutlich verstärkt.

Die Hauptstadt Ensburg und allgemein das Kaiserreich ist scheinbar mehr auf Kriege spezialisiert. Doch gab es einen Vorfall, dass eine… einzelne Person es geschafft hat, den gesamten Militärapparat zu zerstören.

Schon eigenartig, was es für starke Personen auf der Welt gibt.“ grübelte selbst der Vampir, wenn man es in Ruhe überlegt.

„Und von den Dämonen gibt es keine Gefahren, verstehe ich das richtig? Sie wären die einzigen, die… meinen Plänen eventuell im Weg stehen könnten.“ hakte der Vampirherrscher nach.

„Laut unseren Informationen stecken sie in einer undurchdringlichen Barriere fest. Doch haben wir Gerüchte aufgenommen, dass sich alle Rassen auf Alliancia irgendwie… auf einen Krieg gegen die Dämonen vorbereiten.

Wenn ich meine Vermutung sagen darf, aber scheinbar lässt die Barriere nach. Sonst macht es keinen Sinn, eine Armee vorzubereiten, wenn der Feind eingeschlossen ist.“

„Prächtig, ich will, dass einige Soldaten in der Nähe aufgestellt werden und sofort melden, wenn sich was an der Barriere ändern sollte.“ nickte der Vampirherrscher zufrieden. „Wie klappt es mit unseren Experimenten?“

„Leider… muss ich mitteilen, dass diese Kreaturen noch ihre nötige Erziehung benötigen, bis sie endlich gefügig sind. Normalerweise klappt es, wenn man Blut entzieht, aber… das benötigen die Dinger nicht oder?

Unsere „Erzieher“ müssten sich einiges an Kreativität einfallen lassen. Einige haben wir schon erzogen und sie werden alle eure Befehle umsetzten, doch für den „großen“ Plan brauchen wir alle oder?“

„Hrm… damit war zu rechnen, dass sie sich schlecht kontrollieren lassen. Dann ist es so, wir brauchen sowieso noch weitere Informationen. Habt… ihr herausgefunden, was meine Kinder machen?“

„Nur… bedingt. Scheinbar ziehen die neumodischen Vampire es vor, unter sich zu bleiben. Wir haben herausgefunden, dass mehrere Vampirclan´s existieren, doch wollten wir einen Kontakt mit ihnen vermeiden.

Einzig in der Stadt… Fanfoss laufen Vampire in aller Öffentlichkeit herum und leben mit den anderen Viechern im Einklang.“

Verdutzt schaute der Vampirherrscher seinen Diener an, ob er es richtig verstanden hat. „Was… ist denn bei ihnen schief gelaufen? Vampire leben mit anderen im Einklang?! Ich möchte, dass diese Stadt besonders im Auge behalten wird und wenn unsere Kreaturen soweit sind, dass diese Stadt definitiv als einer der ersten Angriffsziele sein soll.“

„Wie ihr wünscht eure Hoheit, ich werde es dem General weiterleiten, dass er seine Vorbereitungen zu treffen hat.“ verbeugte sich der Diener.

„Prächtig, gibt es sonst noch was nennenswertes zu wissen, bevor ich meiner nächsten Forschung nachgehe?“

„Hmm, es wurden drei göttliche Monster von ein und der selben Person getötet.“ Auf einmal fiel ein Glas aus der Hand des Vampirherrschers runter.

„B… bitte? Diese Kreaturen, die nicht mal ich angreifen würde, konnten getötet werden und dann noch von ein und der selben Person?“ staunte der Vampirherrscher.

„In der Tat. Erm… einen Moment… Lady Sina, oder auch Sina die Chaosbringerin. Eine SV-Abenteurerin hat Titanus, Tierra und einen… Siremmic getötet. Die gesamte Welt kann es bestätigen, denn jedes Mal, wenn eine Götterbestie? getötet worden ist, kam immer eine Anzeige, die es bestätigt hat.“

„Welch einen ironischen Beinamen die Frau hat.“ schmunzelt der Vampirherrscher. „Ich will, dass ihr alles über die Frau in Erfahrung bringt. Ich… gedenke, dass ich sie zu meiner Frau nehme.“ lachte der Vampirherrscher laut auf.

Amy, Davino, Miyu und Matthieu saßen schweigsam um ihrem Versammlungstisch. Vor ihnen lagen die vielen Notizen, die sie von den Kämpfen des tausendjährigen Turniers aufgenommen haben. Einige waren dick einkreist, wenn es um Sina ging.

„Lasst uns nicht um den heißen Brei reden, aber als die Monstergruppe auf einmal das Lied gesungen haben, ist mir das Herz stehen geblieben. Wie… kann ein Lied das aus unserer Welt stammt, hier gehört werden?“ fing Davino an, die Stille zu brechen.

„Zumal sie auch die richtigen Instrumente gehabt haben.“ fügte Miyu hinzu. „Wenn… ich vermuten dürfte, aber vielleicht hat die Vampirin Lara dies ihnen beigebracht.“

„Wäre zumindest logisch. Man kann auch annehmen, dass Schriften oder ähnliches von den verstorbenen Helden hinterlassen worden sind und sie es umgesetzt haben.“ meinte Matthieu. „Das wäre auch eine Möglichkeit.“

„Wenn ich zumindest ehrlich bin… Ich war am Anfang schockiert, doch dass ist es nicht unbedingt, wo rüber ICH nachdenke. Die Musik und das Lied ist irgendwie bei dieser Gruppe angekommen und würde die Frage dann Sherry oder Lara stellen wollen, alles andere wären… nur Vermutungen.

Mein Hauptgedanke war einfach… das Problem mit Lady Sina. Nun haben wir das wahre Ausmaß ihrer Kräfte gesehen und scheinbar war diese Rokea das richtige Kaliber gewesen, die es mit ihr aufnehmen konnte.

Ich denke… wir sollten Lady Sina aus dem Weg gehen, so wie jeder andere es uns auch immer gesagt hat. Es macht… einfach keinen Sinn, gegen jemanden zu kämpfen, den wir nicht verstehen können noch an seine Kraft herankommen.“ kam die ehrliche Meinung von Amy.

„Du… willst also vor dem Problem wegrennen und den Angriff mit dem Apfel einfach vergessen? Verstehe ich das richtig?“ hakte Davino direkt nach.

„Ich will weder das eine noch das andere, aber irgendwie fokussieren wir uns zu sehr auf Lady Sina, statt auf das eigentliche Problem einzugehen, weswegen wir alle auf der Welt sind: Die Dämonen und deren Herrscher.

Ich will nicht sagen, dass wir unsere Zeit verschwenden sollen oder so, sondern… würde ich eher versuchen, die zwei Elfenreiche noch auf unsere Seite zu bekommen und wenn Sherry uns hilft… Unser persönliches Training weiter gehen. Wenn wir mit der Vampirin Lara Glück haben, vielleicht können wir sogar die Barriere reparieren.

Das sind Ziele, die wir eher erreichen können, als mit Lady Sina umzugehen. Selbst… wenn wir es schaffen, sie als eine Dämonin in der Öffentlichkeit darzustellen, laut ihrer eigenen Worte hat sie selbst da schon vorgesorgt, dass sie weiterhin ungehindert in Alliancia leben kann.

Vielleicht ergibt sich ja in der Zukunft eine Gelegenheit, wo wir wegen Lady Sina bezüglich was machen könnten, aber nicht jetzt.“ schaute Amy jeden in die Augen.

„Warum… suchen wir nicht einfach die Hilfe von Rokea? Immerhin konnte sie es mit ihr aufnehmen. Wenn… wir taktisch vorgehen, könnten wir…“ grübelte Matthieu laut.

„Könnten wir genau was? Sie töten? Kannst du es denn? Ich meine… laut der Welt war Sina ein Mensch. Wir glauben, dass sie ein Dämon ist. Nichtsdestotrotz ist sie ein Lebewesen mit einer Intelligenz.

Das… ist ein sehr guter Einwurf, den Sina damals gemacht hat. Wir… oder ich zumindest habe bisher noch keine Person getötet und… scheue mich sogar davor. Vermutlich sind es noch die alten Prinzipien, die mich zu einer Mörderin machen, egal wie die Umstände sind.“ merkte Amy an.

Miyu sagte nichts, denn der Tod war ihr überhaupt nicht fremd. Doch selber… Hand angelegt hat sie bisher nicht. Eher hat sie die Mitglieder ihrer Familie bestmöglich versucht zu retten, was… leider nicht immer geklappt hat.

Davino verschränkte nur seine Arme. Einerseits kann er schlecht den Argumenten von Amy widersprechen doch… einen Menschen zu töten? Bisher hatte er weder die Gelegenheit noch einen Grund gehabt, jemanden ernsthaft zu töten.

„Nein… ich könnte es nicht. Monster zu töten ist eine Sache, aber… Menschen, Elfen oder Zwerge. Nein, so wurde ich nicht erzogen und es widerstrebt mir sehr heftig, auch jemanden zu töten, mein Vater hätte es niemals von mir gewollt.“ schüttelt Matthieu den Kopf.

„Tja… dann sollten wir das Thema Lady Sina vorerst auf Eis legen oder? Was bringen Pläne wenn man sie nicht umsetzen kann.“ lächelt Amy schief.

General Simon hat ihr Gespräch zufälligerweise belauscht und kann nur traurig über die Naivität der Kinder den Kopf schütteln. „Das… werden noch sehr harte Zeiten werden.“

Diese Meinung teilte er seinen Freund Friedrich ebenfalls mit. „Hrm… vermutlich würden sie die Banditen nur bewusstlos schlagen, als sie zu töten.“

„Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, wenn, dann müsste man sie in eine Ecke drängen, damit sie den Angreifer töten. Doch von dieser Art von Training habe ich überhaupt keine Ahnung wie man dies umsetzen soll.“

„Wir kennen da jemanden, aber ich habe das Gefühl, dass wir es lieber selber machen sollten.“ hob Friedrich eine Augenbraue hoch.

„Vermutlich würde „sie“ die Helden alle einzeln in ein Zimmer mit einigen Mördern werfen, die sich nicht zu fein sind, die Kinder abzustechen.“ schnaufte Simon durch die Nase.

„Das ist jetzt aber deine Idee.“

„Ruhe…“

Kapitel 445

Ich bin wiedergeboren und das Ende des Turniers?

Es war Nachts gewesen, als Sina in ihrem Bett wach wurde. Verwirrt schaute sie sich um und merkte zugleich, wie kraftlos sie auch war.

„Uh… Ist… wohl ein Weilchen her gewesen, dass ich in diesen Zustand… gekommen bin…“ seufzte Sina. Auf einmal nahm jemand ihre rechte Hand und fing an laut zu schluchzten. „Sinaa…“ schniefte Sherry in einem Nachtkleid.

„Ah… Schatz… wo…“ wollte Sina fragen, aber Sherry legte ihr einen Zeigefinger auf den Mund. „Sina… du hast nun vier Tage am Stück geschlafen. Damit du dich sicher fühlst, du bist im Gasthof „Beim Hasen“.“

Die Dämonin schloss ihre Augen. „Was… ist im Kampf passiert? Irgendwie… kann ich mich nur dunkel daran erinnern…“

„Dazu müsste ich ein bisschen ausholen…“

Ronda verkündete den Sieg von Sina und alle feierten glücklich auf der Bühne. Sherry ging sofort zu Kyllia, die wusste, was sie wollte. „Am besten, Rubina nimmt Neia noch mit.“

Gesagt, getan. Kyllia flog mit Sherry und Rubina die Blutelfe zu den beiden Kämpferinnen. Von der Seite der Arena kamen auch schon die Tiermenschen von den Blackskulls angerannt. Das Zaubermädchen wurde direkt neben Sina abgesetzt und wollte vorsichtig ihre Freundin anfassen…

„Glaube, Sina ist bewusstlos geworden. Der letzte Akt war wohl zu viel gewesen für sie.“ merkte Neia an. Die Dämonenkönigin ist mit ihrem Knochenschwanz in dieser aufrechten Position bewusstlos geworden.

Auf einmal wird ein Mantel auf Rokea gelegt und Rokus dreht seine Tochter auf den Rücken um. „Das… meine Tochter besiegt werden kann… Ich glaube es immer noch irgendwie nicht.“

Ihr Gesicht war komplett blutverschmiert, hatte weiße Augen und der Mund war weit offen. Sherry schaute Neia an und sie seufzte nur. Die Blutelfe ging zu der Tierfrau hin und legte eine Hand auf das Gesicht.

Verdutzt schaute Rokus Neia an, die nur ein schräges Grinsen auf dem Gesicht hatte. „Denke, Sina hätte es sich auch gewünscht, dass Rokea von uns geheilt wird. Beide wirkten ziemlich glücklich im gesamten Kampf, habt ihr es schon gemerkt?“

Der Anführer nickte sehr langsam. „Danke… Danke, dass eure Freundin… meiner Tochter den Kampf des Lebens gegeben hat. Es… schmerzt mein Herz zu sehen, in welchem… Zustand Rokea ist. Das… wir Behemoth nun zum ersten Mal in der Geschichte nicht das tausendjährige Turnier gewonnen haben…

Es erfüllt mich ein bisschen mit Trauer, doch die Freude von meiner Tochter überwiegt es bei weitem. Noch mehr… jemand hat es geschafft, sie in ihrer Werform zu besiegen, wovor sie am meisten Angst hatte.“

„Diese… Werform, damit könnte sie problemlos gegen eine Götterbestie kämpfen. Himmel, ich wüsste nicht mal, ob wir eine Chance gegen sie gehabt hätten, wenn wir alle aus der Monstergruppe gegen eure Tochter gekämpft hätten.“ grinste Kyllia.

„Doch… ihr habt selber gesehen, wie schnell es außer Kontrolle geraten ist.“ schüttelt Rokus den Kopf. Neia heilte weiterhin die schlimmsten Wunden von Rokea, denn mehrere Innereien wurden von Sina mit dem Knochenschwanz schwer verletzt.

Sherry hat Sina seitlich auf den Boden gelegt und fing ebenfalls mit dem Heilen an. „Denke, Sina wird Tage brauchen, bis sie wieder wach wird. Aber das kennen wir ja alle zur genüge.“

Die Blutelfe nahm ihre Hand von Rokea runter und schaute Rokus an. „Mehr… kann ich leider nicht machen, mir geht die Mana zur Neige.“ entschuldigte sie sich.

Rokus schüttelt den Kopf. „Nein… ihr habt mehr getan, als ich mir wünschen könnte. In der Stadt… dürfte ein Chaos herrschen und einen Heiler zu finden, wäre sehr langwierig gewesen. Ich danke euch von Herzen.“

Der riesige Anführer hob seine Tochter hoch und verbeugte sich vor den Frauen. „Hoffentlich… kann Rokea mit der Niederlage umgehen. Das wäre… das erste Mal, wo sie alles gegeben hat mit ihrer Werform und dabei verloren hat.“

Kyllia und Neia schauten Rokus zu, wie er mit seiner bewusstlosen Tochter zu seinen Leuten ging. „Denke, ich sollte dem dunklen Gott einen Dank aussprechen, dass wir nicht gegen sie kämpfen mussten.“ murmelt Kyllia.

„Nimmt er eigentlich auch Gebete von Blutelfen an?“ wundert sich Neia ein bisschen. „Ich dürfte vermutlich nicht mal von der Göttin anerkannt werden.“

„Öhm… denke, dass sollten wir auf ein anderes mal verlegen.“ meinte Kyllia und klatschte wieder auf ihre Brust. „Was hast du eigentlich, dass du dir jedes Mal auf die Brust haust?“ hob Neia eine Augenbraue hoch.

„Ich… erm… hatte einen Mückenstich gehabt und der Juckreiz… nervt total. Genau!“ lächelt Kyllia mit einem blassen Gesicht. „Das… werde ich mir merken…“ dachte Lisa in ihrer Fledermausform nur.

„Denke… ich habe Sina soweit geheilt. Nun… müssen wir sie nur irgendwie ins Gasthaus bekommen.“ teilte Sherry mit.

Auf der Bühne gingen die Vampirkönige ohne großen Abschied. Als Lady Layla und Lord Roman genug Abstand genommen haben, fingen sie an sich zu unterhalten.

„Das war ein Kampf, der eines Clanführers würdig ist, meinst du nicht auch Roman?“ grinste Layla. „Wenn Sina schon mit dieser Tierfrau ihre Probleme hatte, dann dürften wir ebenfalls nicht ohne weiteres auf einen schnellen Sieg hoffen.“

„Hm… ich bin mir nicht sicher. Es gibt noch genug starke Monster auf der Welt, neben den Götterbestien, wo Sina noch vor einer Herausforderung stehen wird. Hoffentlich hat sie irgendwann die nötige Stärke, um die Götterbestie Exos zu bekämpfen.“ spielte Roman mit seinem Zwirbelbart.

„We… will… we… will…“ singt Renee noch leise vor sich hin. „Das wird ja noch richtig aufregend, wenn wir in Fanfoss ankommen Viktoria.“

„Bin ja eher gespannt… wie Mutter und die anderen Schwestern es aufnehmen, wenn Vater die „frohe“ Botschaft zu Hause verkündet. Das wird so oder so in einem Theater enden…“ murmelt Viktoria vor sich hin.

„Mutter… bisher haben wir Lisa irgendwie immer noch nicht gefunden. Bei dem Chaos dürfte sie längst wieder… woanders sein.“ meinte Lysa.

„Hm… ich hoffe doch sehr für das junge Fräulein, dass sie sich blicken lässt. Ich habe wirklich nicht Lust auf dieses Spielchen einzugehen.“ rollte Layla ihre Augen.

„Was sollen wir nun machen?“ fragte Ethice die anderen Dämonen. „So wie die Königin aussieht, dürften wir vermutlich noch ein Weilchen warten, bis ihre Pläne offenbart werden.“

„Also ich löse meinen Wetteinsatz ein und gehe mit Sarless auf ein Date.“ nahm Gair grinsend eine Hand von Sarless. „Erm… bei dem Chaos willst du gehen?“ hob sie eine Augenbraue hoch.

„Sicher, warum nicht? Wir unterhalten uns prächtig, während im Hintergrund die richtige Stimmung herrscht. Gekreische, Hilfeschreie, vielleicht stürzen noch ein paar Gebäude ein. Denke… das ist ziemlich perfekt für uns.“

„Wow… was ein Romantiker.“ rollte Igriz die Augen. „Immerhin kümmert sich jemand solange um die Verrückte, dann können wir uns zumindest ausruhen, bevor Lilith loslegt.“

„Machen wir das und Sarless…“ schaute Arzexos die Sukkubus an. „Keinen Ärger oder ähnliches, hast du verstanden?“

„Erm… was denkst du von mir?“ öffnet die Sukkubus leicht ihren Mund vor Erstaunen. „Das du mit dem Vampir durchbrennst und eine Blutspur hinter herziehst. ICH will das nicht der Königin erklären.“ kam die prompte Antwort.

Auf einmal war Ethice hinter Gair und flüstert ihm was ins Ohr: „Nur… eine nette Warnung. Nutzt du meine Freundin aus, werde ich dich jagen. Egal wo du dich versteckst, ich werde dich finden und du kannst dich auf eines verlassen. Ich töte sehr langsam.“

„Sarless kann sich ja richtig glücklich schätzen, eine so tolle Aufpasserin zu haben. Keine Sorge… ich werde nichts machen, was deine Freundin verletzt.“ grinste Gair mit einer leicht verschwitzten Stirn.

Nach und nach verließen die Zuschauer die Bühne. „Was machen wir nun?“ fragte Daika in die Runde. „Wir warten bis die Dämonenkönigin wach wird und dann machen wir fett eine Party. Was hast du denn gedacht?“ hob Zhin verwundert eine Augenbraue hoch.

„Da sind wir aber dabei!“ merkte Daszum sofort an. „Will auch was von dem Spaß haben! Und Jimdo natürlich.“

„Mir… so egal. Nur benehmt euch.“ rollte Zhin mit den Augen und seine Leute verschwanden ebenfalls.

„Sag mal Zada… kann das funktionieren?“ fragte Lara auf einmal ihre Freundin. Zada schaut sie leicht verwundert an. „Naja… ein Vampir und ein Dämon?“

„Wenn ich ehrlich bin, hat mich das Privatleben von Gair noch nie interessiert. Soll er doch seinen Spaß haben oder was auch immer, wir werden es in irgendeiner Form schon mitbekommen. Meine…“

Auf einmal legte Zada beide Hände hinter den Nacken von Lara und zog sie näher zu sich. „du warst ein beschworener Held und ich bin eine geborene Vampirin. Nun lieben wir uns richtig, unabhängig was wir sind.“ Lara bekam rote Wangen und schaute schüchtern weg.

Ronda ging zu Melaine. „Sag… was meinen die alle mit der Dämonenkönigin? Ist Sina wirklich eine Dämonenkönigin?“

Nun bekam jeder Abenteurer einen Schweißausbruch und kamen schnell in Erklärungsnot. „Nein.“ antwortet Suki für sie. „Mutter hat vielleicht das Verhalten einer Dämonenkönigin, doch letztendlich ist sie nur eine einfache Person. Ich kann euch beruhigen, dass ich aus sicheren Quellen weiß, dass ein richtiger Dämonenkönig in Deymonlia lebt.

Wie würde die Welt reagieren, wenn sie zu hören bekäme, dass ein Dämonenkönig an diesem Turnier teilgenommen hätte. Oder sogar die Frage in den Raum gestellt wird, ob es nicht sogar zwei Dämonenkönige gibt. Das Chaos… so sehr Mutter es anzieht, wäre dann vorprogrammiert.“

„Da ist natürlich was dran…“ nickte Ronda verstehend, ihre Hasenohren wackelten dabei nach vorne und hinten. „Hmm… Normal wird der Sieger nochmal verkündet und die „Abenteurergruppe“ würde die Siegerprämie bekommen, aber…“

„Ich schlage vor, wir warten bis Sina wach wird.“ mischte sich Christoper ein. „Rechnet mit mehreren Tagen, bis dahin habt ihr einen groben Überblick, was es hier für Probleme gibt. Wir kommen dann gemeinsam und dann können wir immer noch die Prämie und die Verkündung umsetzen.“

„Wäre in diesem Fall… das Beste was wir machen können oder?“ nickte Ronda wieder. „Puh… gut dass dieses Turnier nur alle tausend Jahre stattfindet, bis dahin haben wir das Kolosseum irgendwie wieder repariert.

Nun kann ich zumindest verstehen, welche Zerstörung Sina anrichtet, wenn sie gegen eine Götterbestie kämpft. Im Grunde haben wir das alle vor unseren Augen gesehen.“

„Das stimmt allerdings. Wer weiß, was noch alles in der Zukunft so passieren wird.“ brummte Falco.

„Har, bin mal gespannt wie mein König den Kampf von ihr gesehen hat. Vermutlich machen wir alle wieder eine Feier, bis uns das Bier ausgeht.“ lachte Thomddir.

Mel kam hinter Christoper angeschlichen und nahm eine Hand von ihm. „Nun… haben wir endlich eine Ruhepause.“ lächelt die Killerpuppe schüchtern.

„Oh ja… in letzter Zeit ist mehr Aufregung passiert, als in meiner gesamten Arbeit in Dungeons.“ stimmte Christoper zu. „Denke, wir überlassen es Sherry und den anderen unten, wie sie mit Sina umgehen werden.“

Rubina kam hochgeflogen und wirkte traurig, dass Dalmaz weg war. „Nea, ich soll dir sagen, dass wir deine Hilfe beim Tragen brauchen.“ Die Arachne nickte nur und sprang direkt von der Bühne runter.

Rokea wird auf den Boden gelegt und Risia machte sich sofort an die Arbeit. „Wir sind… uns alle einig, dass Rokea alles gegeben hat.“ schaute Rokus fragend die anderen Behemoth´s an.

„Sag… gibt es einen Grund, warum du diesen G-Veto genommen hast? Wir mögen vielleicht geschwächt sein, aber gegen die anderen Kämpfer der Abenteurergruppe hätten wir auch in diesem Zustand gewonnen.“ wundert sich Narya.

Rokus schwieg einen Moment, bevor er die Antwort gab: „Ich bin nicht mehr der jüngste von uns und irgendwann kommt der Zeitpunkt, dass wir einen neuen Clanführer brauchen. Nur weil ich es bin, wird Rokea es nicht automatisch.

Sollte… sie doch irgendwie um diesen Rang kämpfen, fürchte ich, dass sie ihn bekommen wird ohne sich groß anzustrengen. Dabei ist meine größte Sorge, dass sie nicht mit der Verantwortung umgehen kann.“

„Ah… ich verstehe. Du wolltest, dass deine Tochter den Vorgeschmack einer Bürde bekommt, wenn man hohe Erwartungen in sie steckt und wie sie damit umgeht.“ nickte Nitir langsam. „Nicht… dass ich Rokea es nicht zutraue, doch die anderen würden ein Problem damit haben. Denke du müsstest ein bisschen weiter gehen.“

„Wie meinst du das?“ wundert sich Rokus. Nitir schaute nach oben und suchte nach den richtigen Worten.

„Ich denke… du solltet deine Tochter gehen lassen. Sie weißt, wie wir im Clan leben, doch was ihr fehlt ist eher die Kenntnis der Welt. Aufgrund dass wir sie von allem isoliert haben, ist sie ja so geworden, wie sie jetzt ist oder?

Du selbst warst doch auch ein freier Behemoth in deiner Jugend gewesen oder nicht? Hast… die anderen Kontinente gesehen, Feinde bekämpft und bestimmt die eine oder andere Freundschaft geschlossen.

Mit Sina hätte Rokea nun eine ernsthafte Rivalin, doch wie steht es um den Rest? Es würde mich nicht wundern, wenn sie einige Entscheidungen treffen wird, die selbst dir nicht in den Sinn gekommen wären.“

Der Anführer hörte es sich in Ruhe an, doch sah man an seinem Gesicht die leichten Zweifel, seine Tochter gehen zu lassen, gerade wegen ihrer Stärke und Einstellung.

„Na ja, aufgrund das ich kein Champion mehr bin, habe ich nun andere Pläne. Denke… das ich deinem Pfad folgen werde Rokus.“ grinste Nitir am Ende.

„Du willst doch nur Suki hinterher gehen…“ murmelt Nijus. „Ich weiß zwar nicht wovon du sprichst, aber wenn ich sie auf der Reise treffen sollte, würde ich mich schon freuen.“ meinte Nitir, doch die roten Wangen machten ihn schon ein bisschen verdächtig.

„Ich werde es mir überlegen, doch vorerst… müssen wir abwarten, wie Rokea mit der Niederlage umgeht. Auch… das ist etwas, was man als Anführer einmal im Leben lernen muss.“ seufzte Rokus.

„Wir haben dich mit Nea dann hierher gebracht.“ streichelt Sherry den Kopf von Sina, nachdem sie eine kurze Erklärung von sich abgegeben hat. Scheinbar ist Sina wieder eingeschlafen, aber das war dem Zaubermädchen egal.

„Und… stell dich darauf ein, dass man dich wegen dem Dämonenstatus… nachfragen wird.“

Kapitel 444

Ich bin wiedergeboren und ???

Rokea brüllte auf und wollte nur eins… alles zerstören, was in ihrer Reichweite war. Sie wollte schon auf die Zuschauer zu gehen, als etwas sie am Kopf angriff.

Es war niemand anderes als Sina, die die Fähigkeit „Lavahand“ eingesetzt hatte. „Ignoriere mich nicht Rokea, sonst wirst du es bereuen!“ Dann riss die Dämonin den Mantel von sich ab und hielt ihn wie eine Stierkämpferin an der Seite. „Put put… komm doch her!“

Rokus hat den Berater am Kragen gepackt: „Ihr müsst sofort das Turnier beenden, bevor das alles außer Kontrolle gerät!“

„Bedaure, aber das kann ich nicht machen. Solange die Schutzbarriere am Laufen ist, kann selbst ein unkontrollierter Tiermensch nicht herauskommen.“ beruhigte ihn der Berater, aber das klappte nicht so richtig.

„Diese Barriere ist nichts. Rokea…“ wollte Rokus widersprechen, als das gesamte Kolosseum erschüttert wurde. Die Tierfrau ist mit dem Kopf Sina gegen die Schutzmauer gerammt, wo nun einige Splitter herausfielen.

Den Angriff hat die Dämonin überhaupt nicht kommen gesehen und musste fürchterlich Blut husten. „Heilige… Scheiße.“ Dann rammte Rokea mit ihrer Klaue Sina tief in den Boden, dabei brüllte sie wieder laut auf.

„Warum… habe ich das Gefühl, dass Sina sich nicht selber damit einen Gefallen getan hat?“ murmelt Christoper. „Außerdem… im Gegensatz zu den anderen Behemoth… sieht es nicht so aus als hätte Rokea eine Kontrolle.“

„Sie hat überhaupt keine Kontrolle. Sie wird gleich jeden und alles angreifen, wenn Mutter nicht gleich etwas macht, wo sie ihr die Aufmerksamkeit widmet.“ hörte man die ernste Stimme von Suki.

Auf einmal brüllte Rokea vor Schmerzen und zog ihre Klaue von Sina runter. Es fing an, seine Pfote zu lecken, in der Zeit stand Sina unter höllischen Schmerzen wieder auf. „Verrotten“ sei Dank. Arr…“ knackte alles bei der Dämonin.

Der Behemoth schaute runter und öffnete sein Maul. „Erm… das ist mir jetzt neu…“ schaute Sina in das offene Maul, als etwas schwarzes herausgeschossen kam. Die Dämonin wollte sich in Sicherheit bringen, doch dafür war es zu spät.

Ein schwarzer Atemangriff erfasste Sina und sie schrie vor Schmerzen laut auf. Ihre Ausrüstung wurde größtenteils zerstört, bei ihren empfindlichen Flügeln löste sich die Membran auf. Rokea hörte mit dem Angriff auf und schlug von der Seite zu, wo Sina mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit auf der anderen Seite des Kampffeldes gegen die Mauer krachte.

„Eh… ich und meine große Klappe… das habe ich davon.“ verzog Sina ihr Gesicht vor Schmerzen. Sie zog Blutklinge aus der Schwertscheide heraus und stützte sich ebenfalls mit dem Knochenschwanz auf.

Scheinbar hat Rokea Sina längst vergessen und wollte sich an der Schutzmauer zu schaffen machen. Zuerst schlug sie mit der Klaue, doch als nichts passierte, rammte sie mit ihrem Kopf dagegen, wo die magische Schutzbarriere Risse bekommen.

„Chaosblitz!“ zeigte Sina auf den Behemoth, wo er von einem gigantischem schwarzen Blitz getroffen wird. Dies schien Rokea irgendwie zu merken doch das war es auch schon. „Du kannst mich auch mal. „Chaoshand!“ dabei drehte Sina ihre Hand, dass ein schwarzer Strudel auf den Rücken vom Behemoth krachte.

Damit bekam sie endlich die Aufmerksamkeit von Rokea wieder. Sie schnaufte so stark durch ihre Nase, dass leichter Qualm herauskam, dann stürmte sie direkt nach vorne.

„OH ja… komm ruhig du überdimensionale Katze! „Schattenverbund!“ setzte Sina nun ihre Schattenfähigkeiten ein. Ein schwarzer Strich verband sich auf einmal zwischen Sina´s Schatten und dem von Rokea.

Dann knallte der Kopf vom Behemoth gegen Sina und zerstörte damit die magische Schutzbarriere. Überall fielen die Splitter herunter, das Publikum verfiel in Panik und versuchte sich irgendwie nun in Sicherheit zu bringen.

Doch sie bleiben still, als Rokea brüllend vor Schmerzen kurz auf zwei Beinen stand und dann zur Seite fiel. Alleine ihr Gewicht brachte das Kolosseum zum Wackeln. Sina stand von den Trümmern auf, als wäre nichts passiert.

„Ah… beim dunklen Gott… das könnte ja selbst Exos nicht mal eben wegstecken…“ stöhnte Sina und drehte sich zu Rokea um.

„IHR MÜSST ALLE ZUSCHAUER RAUSBRINGEN!“ brüllte Rokus. „DAS IST DER „TOLLE“ SCHUTZ GEWESEN, DEN MEINE TOCHTER SOEBEN ZERSTÖRT HAT!“

Auf einmal erschien wieder eine neue Mauer, Neia hat eine neue herbeigezaubert, doch sie schwitze fürchterlich. „Ein zwei Schläge, dann ist auch die Mauer weg Chuz.“

„Ich danke euch für die Unterstützung.“ verbeugte sich der Affenmann. „Zumindest soll es solange standhalten, bis wir alle in Sicherheit bringen können.“

„OI Mietze! Hat es wehgetan?“ schrie Sina den Behemoth an. „Das sollte es auch! Zeit, dass jemand dir beibringt, nicht alles anzugreifen!“

Die Antwort kam schnell zurück: Rokea brüllte Sina an, dass sie gezwungen wurde, ein paar Schritte nach hinten zu gehen mit ihren neuen Flügeln. Der Behemoth hörte auf zu brüllen, die Chance nutzte Sina und ließ ihre Flammenflügel aktivieren.

Rein instinktiv flog Sina nach oben und entkam einem seitlichen Angriff von der Klaue, doch dafür biss Rokea in den Knochenschwanz. „ARGH!“ schrie Sina sofort los.

„Ouh… das muss jetzt aber weh getan haben.“ murmelt Sherry. „Wieso? Dachte sie kann damit nichts fühlen?“ wundert sich Lara. Das Zaubermädchen bekam einen roten Kopf und erklärte allen Freunden, was sich am Schwanz geändert hat.

„Habe ich es richtig verstanden, meine große Schwester hast du mit meinem beigebrachten Trick gefügig gemacht?“ grinste Kyllia so stark, das es beide Ohren erreichte. „DAS HABE ICH NICHT GESAGT!“ schrie Sherry mit einem roten Kopf. „Aber soeben bestätigt.“ machte Zada das Spielchen von Kyllia mit.

„Muss das nicht trotzdem… irgendwie unangenehm sein, ein erm… Schwert zu führen, wenn du damit fühlen kannst?“ grübelte Thomddir.

„Das sind Fragen, die will ich nicht wissen. Weder jetzt noch in der Zukunft. Da Sina die einzige Person auf der Welt zu sein scheint mit einem Schwert als Schwanzende, sind das alles intime Dinge, die meiner Gesundheit schädlich sein können.“ brummte Falko.

Ruckartig riss Rokea am Schwanz, wo Sina auf den Boden krachte und den darauffolgendem Klauenangriff nicht ausweichen konnte. Wieder spürte man ein Beben unter den Füßen, die Mitarbeiter arbeiten weiter daran, ordnungsgemäß die Zuschauer in Sicherheit zu bringen.

Doch durch den Schattenverbund bekam Rokea die Schmerzen zurück und brüllte laut auf, an ihrem Körper erschienen nun Wunden. Sina dagegen lag auf dem Boden und merkte, wie ihr Mana rasend zu Neige ging.

„Das… ist wohl der kleine Nachteil mit dieser Fähigkeit.“ löste Sina nun den Zauber auf. Der schwarze Strich verschwand zwischen ihr und Rokea, damit hat sie wieder einen Vorteil verloren.

Der Knochenschwanz hob Sina vom Boden auf und sie sah Rokea wieder in die Augen. Diese knurrte die Dämonin an und öffnete ihr Maul.

„Du willst es wohl wissen oder?“ grinste Sina und hob ihre linke Hand hoch. „Chaoshand!“ und ein schwarzer Strahl schoss auf Rokea zu. Von dem Behemoth kommt dafür ein schwarzer Atem entgegen… und drückte sofort die Magie von Sina zurück!

Sofort hob Sina den rechten Arm hoch und aktivierte „Sandhand!“ Ein Wüstensturm schoss aus der Hand heraus und unterstützte den anderen Zauber von Sina. Der Angriff von Rokea drückte sich immer noch gegen Sina, doch nicht mehr so stark.

„Grr… „Lavaatem!“ und ein rötlicher Atemangriff von Sina kam direkt aus ihren Mund heraus. Nun wurde der Angriff von Rokea aufgehalten, diese kniff sogar leicht wütend ihre Augen zusammen.

Rokus staunte nur, dass… Sina es tatsächlich schaffte, einen der gefährlichsten Kräfte seiner Tochter standzuhalten. „Nitir… habe ich in meiner Erziehung… irgendetwas falsch gemacht?“

„Erm… wie soll ich das denn jetzt beantworten? Ich habe nicht mal eigene Kinder.“ schaut Nitir seinen Anführer nur verwundert an. „Warum… schauen wir den Kampf nicht einfach zu Ende an?“

„Noch ein paar Minuten und alle Zuschauer sind außerhalb der Arena.“ meinte Chuz auf einmal. „Ihr seid die letzten, wenn..“

„Sie wollen doch nicht sagen, dass wir gehen sollen oder?“ schaute Louis ihn erstaunt an. „Jetzt, wo Sina sich endlich richtig austoben kann mit Rokea, sollen wir den Spaß verpassen?“

„So wie Louis es sagt, wir werden bleiben. Immerhin wollen wir wissen, wer gewinnt! Das sind wir Sina zumindest schuldig!“ nickte Melaine. Selbst die Vampirkönige, die Dämonen und auch die Gruppe von Zhin blieben, um den Kampf anzuschauen.

„Aber wisst ihr was? Wieso gehen wir nicht einfach zu Ronda nach oben?“ schlug Suki vor. „Meine… da haben wir eine bessere Sicht und haben dann vielleicht nicht auch ein Problem, wenn einer der Angriffe auf uns zukommen sollte.“ Alle schauten sich kurz an und Sherry war die erste, die direkt raus rannte, dann kam der Rest nach.

Zwischen Sina und Rokea Angriffen bildete sich auf einmal eine Kugel, die immer größer und größer wurde. „Also… wenn das explodiert…“ murmelt Lord Roman und schnitt sich in den Zeigefinger. Blut floss heraus und machte nur eine Linie vor ihm und seiner Schwester Layla.

„Danke Roman. Ich kann mir auch denken, was gleich passieren wird.“ nickte Lady Layla. „Ihr solltet euch am besten hinter uns stellen.“ teilte sie es den Kindern mit. Dies ließen sich Renee, Viktoria, Lysa und Acheron kein zweites Mal sagen.

Die Kugel erreichte nun Sina sowie Rokea… dann explodierte sie. Sie erfasste beide Kämpferinnen und raste auf das magische Schutzschild von Neia, doch keine Chance, es wurde sofort zerstört.

Von außerhalb des Kolosseums ging ein schwarzweißer Explosionspilz hoch, die Zuschauer rannten noch weiter weg. Roman hat seine Blutbarriere hochgezogen, Ethice hat mit ihrer Magie ihre Leute beschützt. Bei Zhin hat Punny ein seltsames Dingsbumbsgerät benutzt und jeder war in Sicherheit gewesen.

Nur die Behemoth bekamen leicht den Angriff mit, trotz dass Nitir eine Flammenwand hochgezogen hatte. „Geht es euch gut?“ rief er in die Menge. Einige bejahten, andere stöhnten, nur Rokus ging sofort zum Fenster und wollte wissen, was passiert ist.

Trotz dass Sina die Arena in die Erde gedrückt hat, war der Schaden immens. Die Zuschauerränge waren teilweise zerstört, an den Säulen, die um das Kolosseum standen waren überall Risse und es war nur eine Frage der Zeit, bis die zusammen brechen.

Die Freunde von Sina erreichten die Bühne von Ronda, die unter dem Tisch kauerte und sie erstaunt anschaute. „Was… ihr dürftet nicht hier sein.“

„Denke, du bist bei uns sicherer als wenn du weiterhin alleine bleibst?“ bot Suki eine Hand an und Ronda nahm sie dankend an. Alle schauten erstaunt über die Zerstörung und warten ab, dass der Rauch aus der Mitte verschwand.

Dann… sahen sie jemand. Rokea lag mit blutigem Körper auf ihren Knien und schnaufte durch ihr Maul, dabei gab sie irgendwelche Schmerztöne von sich ab. „Wo… ist Sina…“ suchte Sherry mit ihren Augen die Stelle ab, wo Sina zuletzt war.

„Dort!“ zeigte Falko mit einem Finger und alle drehten ihre Köpfe in die Richtung. Sina ist gegen die Mauer geknallt bei der Explosion und lag mit dem Gesicht auf dem Boden. Von der Entfernung sah man schon, welchen Schaden die Explosion bei Sina angerichtet hat.

„Wieso… ist sie so schwer verletzt? Ich dachte sie ist Immun gegen Magie?“ wundert sich Neia sofort. „Vielleicht, aber wenn diese Kugel mit der Fähigkeit von Rokea verbunden hat, dann dürfte es keine Magie mehr gewesen sein.“ mutmaßte Kyllia sofort.

„Steh auf Sina… so was haut dich doch nicht vom Hocker.“ wurde Sherry nun unruhig. „Steh auf… und besiege Rokea, damit du Exos Aussage widerlegen kannst!“

„Wie meinst du das?“ legte Lara eine Hand auf der Schulter. „Mist… nun ist es raus.“ seufzte Sherry und erzählte ihren Freunden von dem Besuch von Exos.

„Scheiße… wieso hat sie es uns nicht gesagt?!“ schimpfte Lara sofort. „Sina müsste es doch besser wissen!“

„Das… ist ihre Art, das hat nicht unbedingt mit dem Vertrauen zu tun, sondern weil sie solche Probleme eher in sich schluckt.“ meinte Suki. „Dafür kennen wir sie nun alle gut genug oder?“

Auf einmal stand Rokea wieder auf und wirkte leicht träge. Sie starrte Sina auf dem Boden an und brüllte laut auf… als ein schwarzer kleiner Strahl auf ihr Gesicht schoss. Es machte dem Behemoth nichts aus, aber damit hat Sina nur signalisiert, dass sie noch im Kampf da ist.

„So… *hust* einfach… mache ich es dir nicht.“ atmet Sina schwer und lehnte sich mit einem Arm hoch. Ein Augenglied zuckte nur so stark vor sich hin, dass sie nur mit einem Auge schauen kann momentan.

Und was Sina sieht, gefällt ihr überhaupt nicht. Rokea stand knurrend über ihr und schaute sie sehr wütend an. Scheinbar gefielen ihr die Schmerzen nicht oder das ihr Opfer sich so wehren konnte. „Was… fang jetzt nicht an zu zicken!“ warf Sina entgegen…

Da krachte Rokea mit einer Klaue auf die liegende Sina. Doch es bliebt nicht nur bei diesem Angriff, sondern der Behemoth wechselt abwechselnd mit beiden Klauen bei dem Angriff. Alle spürten das Beben unter ihren Füßen, man sah sogar, wie die Säulen einstürzten.

„Das… ist wovor ich alle gewarnt habe…“ seufzte Rokus und ließ seinen Kopf hängen. „Scheinbar kann nicht mal die berühmte Sina meine Tochter in dieser Form aufnehmen.“

Rokea legte ihren Kopf in den Nacken und vor ihrem Maul erschien eine blaue Kugel. Sie wuchs und wuchs, dann richtete sich der Kopf auf Sina… und ließ die Fähigkeit frei. Der Boden um Sina und sie selber werden von einer Hitze erfasst, die man nicht messen kann und wird in die Tiefe gerissen.

Der Angriff wuchs in die Breite und überall um das Kolosseum entstanden große Risse, wo ein blauer Feuersturm empor stieg. Es wurde so heftig, dass das gesamte Kolosseum durch die Mitte brach, sogar das Land spaltete sich.

In der Stadt stürzten mehrere Häuser ein, überall rennen panisch die Bewohner. Man bekam das Gefühl, eine Götterbestie setzte einen Angriff um. Die Zuschauer, die über den Übertragungszauber den Kampf beobachten, fanden keine Worte, welch… ein Monster Rokea war.

Irgendwann hörte der blaue Angriff auf und man sah Rokea schwer keuchen. Sherry, aber auch die anderen trauten ihren Augen nicht, was dieser Behemoth für eine Zerstörung angerichtet hat. Dieser schaute nun sich um und sah sie auf der Bühne…

„Oh oh… glaube ich ahne, wie es gleich endet.“ murmelt Lara mit einem sehr schlimmen Bauchgefühl. „Jemand eine Idee, wie wir lebend aus der Sache herauskommen?“

„Zum teleportieren habe ich nicht die nötige Mana, um alle in Sicherheit bringen zu können, dafür hab ich zu viel in die Schutzbarrieren investiert.“ merkte Neia sofort an. „Und Sherry kann diesen Zauber nicht.“

Kyllia drehte sich um und schaute die Fledermaus Lisa an. „Kann deine Mutter und dein Onkel was ausrichten?“ flüstert die Dämonin gepresst. Es wirkte, als müsste es überlegen, dann schüttelt es seinen Kopf.

„Ah… hier habt ihr euch verkrochen.“ kam auf einmal Zhin mit seinen Leuten hoch. „War Scheiße knapp im Aufenthaltsraum geworden, als auf einmal diese komische blaue Flamme hochkam.“

„Dafür haben wir… ein leichtes anderes Problem.“ merkte Flai an. „Wieso?“ „Na schau mal, wo Rokea gerade hinschaut?“

„Hmm… Scheiße. Können wir Daika nicht irgendwie mit seinem Dolch es angreifen lassen und wir hauen ab?“ schlug Punny vor.

„Ah! Da sind ja Lara und Kyllia! Und wie hat mein Ratschlag euch geholfen?“ ignorierte Daszum die Gefahr und ging direkt auf die Angesprochenen zu, Jimdo folgte ihr mit einer Tasse Kaffee.

„Ermm… gut? Ich habe meine eigene Freundin bekommen und Kyllia… ist momentan die Leidtragende.“ war Lara etwas verwirrt. „Mir geht es gut, wirklich!“ grinste Kyllia leicht verschwitzt.

„Das war schon sehr interessant gewesen, wie meine Cousine mitten im Vampirtreffen Lara geküsst hat.“ kam eine männliche Stimmte von einer anderen Seite. Es war Gair mit den Dämonen. „Damit hat Zada eigentlich mehrere Benimmregeln gebrochen, aber irgendwie hat es keinen gejuckt.“

„Ah ich habe eine Idee. Werfen wir Gair dem Behemoth zu und wenn wir Glück haben, bekommt es so starke Magenschmerzen, dass es sich zurückverwandelt.“ rollte Zada ihre Augen.

„Dazmar!“ flog Rubina direkt auf ihren großen Freund zu und umarmte ihn am Bauch. „Ah kleine Freundin auch hier. Dann wir gemeinsam schauen den Kampf!“

„Was? Ihr glaubt allen ernstes, den Angriff hat Sina überstanden?“ war Ronda sehr misstrauisch und die Dämonen nickten.

„Sie ist unsere Däm…“ wollte Sarless ohne nachzudenken was sagen, als Arzexos ihr auf den Hinterkopf schlug. „Sie mag vielleicht ein Dämon sein, aber so ein Angriff wird sie nicht töten. Immerhin hat sie die Götterbestien einen nach dem anderen getötet oder?“ korrigierte der alte General sofort die Aussage.

Lara gefiel es so überhaupt nicht, ihren alten Feind zu sehen. „Werfen wir doch das Arschloch mit Gair hinterher, dann bleibe ich hier und schaue mir das Ergebnis an.“

„Oh Lara… können wir vielleicht einfach mal die alten Zeiten vergessen? Du hast ein neues Leben begonnen sowie ich auch. Du solltest dich nicht mehr wie ein Kleinkind aufführen.“ merkte Arzexos nur an und Lara bekam einen wütenden Gesichtsausdruck.

Auf einmal zittert Lisa an der Brust von Kyllia und wundert sich warum, als Lady Layla mit dem Gefolge kam. „Das diese Katze einfach unser V.I.P.-Zimmer zerstört hat, eigentlich müsste ich ihr einige Manieren beibringen, doch das würde Sina vermutlich nicht gefallen.“ seufzte Layla.

„Dafür haben wir aber Vater wieder in Aktion gesehen, wie er seine Blutmagie benutzt hat. Wusste doch, dass es da ein paar Tricks mehr gibt.“ grinste Renee.

„Das könntest du auch, wenn du nicht zu faul wärst, aber ich denke, das Sina dies ganz schnell noch ändern wird in der Zukunft.“ merkte Lord Roman an. Die Bühne füllte sich immer mehr und mehr mit bekannten Personen, die alle mit Sina in Kontakt stehen.

Die Behemoths dagegen waren in ihrem Aufenthaltsraum geblieben und mussten ihren Anführer aufmuntern. „Rokus… du hattest recht mit deiner Warnung, doch DU bist nicht schuld daran! Wenn ist das Lady Sina selber!“ sagt Risia ohne Umschweife.

„Das wird allen in der Zukunft eine Warnung sein, einen Behemoth nicht zu einer Verwandlung zu führen. Unser Ruf… wird vermutlich nun ein bisschen darunter leiden.“ murmelt Narya.

„Scheiß auf den Ruf, wir sollten überlegen, ob wir Rokea irgendwie aufhalten können.“ meinte Nijus. „Kannst du es nicht machen Nitir? Du bist du doch am fittesten.“

„Und… wie viele Sekunden soll ich Rokea ablenken? Wenn ich es richtig sehe… will sie zu der Bühne gehen, wo… Himmel wer steht denn dort alles?“ staunte Nitir nicht schlecht.

Rokea setzte sich in Bewegung und ging langsamen Schrittes auf die Bühne zu, wo alle ihre Gesichter darauf zuwenden. „Ohne Scheiß, aber können wir sie gemeinsam aufhalten?“ fragte Zhin in die Runde.

„Eher bringe ich meine Kinder in Sicherheit, als dass ich mich mit dieser Katze auseinander setzte.“ kam sofort die Antwort von Lord Roman.

„Entschuldigung, ich frage nochmal neu: Ich suche Leute, die wenigsten Eier in der Hose haben, sollte die „Katze“ bei uns ankommen.“ rollte Zhin mit den Augen. „Nicht dass ich mich wundern brauche, wenn ich auf einmal alleine hier stehen sollte.“

„Bist du doch eh gewohnt?“ grinste Daszum, die ihr Schwert anschaute und den letzten Kaffee trank. „Du bist bist echt der König des Kaffees mein Schatz.“ „Nur das beste für dich. Schade dass ich nichts mehr für Lara hatte.“

„Ist nicht schlimm… hätte es eh nicht runter bekommen. Wo bleibt Sina?!“ war die kleine Vampirin regelrecht nervös.

Ich verstehe nicht Wisali.“ wundert sich auf einmal eine sehr junge Sina. „Was genau verstehst du nicht?“ fragt Wisali höflich nach.

„Ein Dämonenkönig verliert niemals, so lautet die eiserne Regel. Doch… wie kann man dieser Regel glauben, wenn ein Dämonenkönig nach dem anderen bisher getötet worden ist? Ich werde bestimmt nicht die einzige Dämonin sein, die solche Gedanken hatte.“

Das ist eine berechtige Frage, selbst dein Vater hat sich die Frage einmal gestellt. In der Geschichte… gab es einen Dämonenkönig, der hat verloren, aber ist nicht gestorben. In seiner Wut und Rache hat er eine Stärke bekommen, die jeden bisherigen Dämonenkönig in den Schatten gestellt hat.

Ich persönlich glaube, dass die Regel deswegen nicht geändert worden ist, damit nicht die Dämonen daran glauben, sondern die Titelträger, also die Dämonenkönige selber. Stell dir also vor… mit welcher Schmach der Dämonenkönig leben muss, wenn er verloren hat.

Dies führte dazu, dass der verlorene Dämonenkönig beim nächsten Kampf immer wieder aufgestanden ist. Egal was ihn getroffen hat oder wie schwer er verletzt worden ist, er stand immer und immer wieder auf.

Zwar wurde er letztendlich getötet, aber in seiner Sturheit ist er im Stehen gestorben. Das dürfte vielleicht das Geheimnis in der Regel sein.“ lächelt Wisali freundlich. „Der Glaube an sich selber.“

Rokea brüllte und erreichte bald die Mauer, die Personen sind immer noch zur keiner Einigung gekommen. „Leute… wenn wir jetzt was machen, werden wir disqualifiziert.“ meldet sich auf einmal Sherry. Die meisten schauten Sherry erstaunt an.

„Ich glaube weiterhin an meine Frau, die ich über alles liebe. Die meisten vertrauen sogar jetzt noch darauf, dass Sina kommt oder nicht?! Ihr könnt von mir aus in Sicherheit gehen, springen oder was auch immer, aber ich werde bis zum Schluss bleiben.“

Mel bekam auf einmal eine Idee und zog die Zwillingsvampire raus. „Was ist los?“- „Genau!“ verlangten sie zu wissen und Mel erzählte es ihnen. Erstaunt schauten Tio und Mio sich gegenseitig an.

„Musik ist alles, warum machen wir das jetzt nicht einfach?“ grinste Mel und holte ihr Schlagzeug aus ihrem Inventar raus. „Hoffe das Sina es mir verzeiht, dass ich es heimlich mitgenommen habe.“

Die Vampire holten auf einmal ihre Gitarren heraus und mussten ebenfalls grinsen. „Nun… scheinbar hatte noch jemand unsere ähnliche Gedanken gehabt.“- „Puh, dann müssen wir uns über Ärger keinen Sorgen machen, alleine zu sein.“

„Normalerweise hat Sina doch immer gesungen, wer soll es nun machen?“ kam die berechtige Frage von Mio. „Hmm…“ schaute Mel in die Kreis der bekannten Leute und hob einen Finger hoch, wo Lara hoch flog. Sie bekam sofort Panik und Zada hielt sich an ihren Beinen.

„MEL?! LASS MICH SOFORT RUNTER!“ schrie Lara, doch Mel holte sie sich nur näher, danach wurde Lara von den Geisterkräften befreit. „Was sollte das?!“

Alle schauten die Frauen an und Mel erklärte es. „Du stammst aus der anderen Welt, dass dürfte den meisten bekannt sein oder?“

„Ja?! Und weiter?“ Mel bückte sich neben Lara und flüstert etwas ins Ohr. „Huh? Hat Narya dir ein bisschen zu fest auf dem Kopf geschlagen oder wie kommst du auf diese Idee?!“

„Worum geht es denn?“ fragte Suki und Mel erklärte es dann allen. „Ich brauche eine Sängerin für ein bestimmtes Lied, was wir immer im Keller geübt haben. Ich dachte, dass Lara den Part machen könnte, aber…“

„Meinst du „We will rock you?“ kam die nächste Frage und Mel nickte erstaunt. „Ja, aber…“ „Ich werde es singen.“

„Du kannst es? Dachte der Raum wäre schalldicht.“- „Genau, damit wir keinen Krach machen!“ wunderten sich die Vampire. Suki bekam nur ein Grinsen auf dem Gesicht. „Glaubt ihr… meinen Ohren entgeht irgendwas?“

Alle hörten, wie Rokea ihre vorderen Gliedmaßen auf die Mauer anlehnte und damit sehr viel Krach verursachte. Suki ging zu Ronda und nahm ihr das Mikrofon ab. „Danke für die Mitarbeit.“ lächelt sie zuckersüß und ging zu ihren Freunden.

„Kann… ich mal fragen, was das werden soll?“ fragte Renee für ihre Familie, denn das konnte man ihnen am Gesicht ablesen. „Lass dich überraschen.“ musste Louis schmunzeln.

Mel saß auf ihrem kleinen Stuhl und schaute jede Freundin in die Augen, die nur nickten. Dann schlug sie mit ihren Schlagstöcken auf einander. „Eins Zwei Drei LOS!“

Dann spielte sie in aller Öffentlichkeit das Lied von Freddy Mercury „We will We will rock you.“ Erstaunt standen die beschworene Helden von ihren Sesseln auf, als sie das bekannte Lied hören. „Das… darf doch nicht wahr sein?!“ murmelt Davino.

Suki konnte einwandfrei das Lied singen, dafür hat Sina es oft genug singen. Aufgrund des einfachen Rhythmus machte Sherry bei dem Refrain mit, selbst Rubina konnte es singen.

„Was… ist das nur für ein Krach.“ murmelt Lord Roman, doch bei Lady Layla strahlten die Augen regelrecht. „Das ist doch kein Krach kleiner Bruder.“

Rokea hob verwundert den Kopf und brüllte in eine Lautstärke, dass der Boden unter den Füßen vibrierte. Doch das hielt die Band nicht auf, das Lied immer und immer zu wiederholen.

Tief unter der Erde zuckte auf einmal ein Finger. Daszum, die coole Katzenfrau fing ebenfalls an den Refrain mitzusingen. Scheinbar ist es so ansteckend, dass es die komplette Gruppe von Zhin erfasste. „Na… ihr macht echt die eigenartigsten Sachen.“ grinste Zhin.

„Hier Zada… Zwei mal auf dem Boden stampfen, dann mit den Händen klatschen.“ erklärte Lara dies ihrer Freundin. „Komm schon… für mich.“ „Oh beim dunklen Gott…“ musste Zada kichern und machte mit.

„Leute… ich spüre wie Sina dies mitbekommt! Wir müssen lauter werden!“ rief Kyllia mit roten Wangen. Rokea rammte ihre nächste Klaue in die Zuschauerbühne und zog sie hoch.

„Na los, für unsere Hoheit!“ befahl Sarless. Die Dämonen schauten sie kurz verdutzt an und machen bei dem einfachen Rhythmus mit, wobei bei Dazmar regelrecht am Boden Risse entstanden. Weitere Finger zuckten in der Tiefe.

Sarless schlug mit ihrem Teufelsschwanz an den Rücken von Gair. „Du auch. Dachte du wolltest, dass Lady Sina gewinnt?“ mit einer Anspielung auf das Date.

So wie Gair das Gesicht verzog musste Zada lachen, dann machte er zumindest bei dem einfachen Rhythmus mit. Lisa krallte sich an der Brust von Kyllia mit, aber die Schmerzen ignorierte die Dämonin bewusst.

Irgendwann fing Renee ebenfalls an, mitzumachen, es machte einfach nur Spaß, trotz der Gefahr. Viktoria rollte ihre Augen und fügte sich der Menge an. Acheron machte schon lange mit, Lysa dagegen wurde scheinbar zu sehr diszipliniert, Haltung zu wahren. Dies traf aber nicht auf Layla zu.

„Ich werde es nicht befehlen, aber ihr werdet es bereuen, den Spaß nicht mitgemacht zu haben.“ grinste Layla. „Macht ruhig…“ murmelt Lord Roman.

Rokea ist wieder weiter hochgekommen, der Lärm lockte sie regelrecht an. Alle… Zuschauer auf der Welt staunten, wie man in Angesicht des Turniers auf einmal so feiern konnte, wie diese Personen es taten.

Ralph, Alwin und Themba waren schon längst am mitmachen, denn immerhin kannten sie es und verstanden auch den Ernst der Lage.

Sherry stellte sich weit vor der Bühne und starrte nur auf das tiefe Loch an. „Sina… du müsstest es doch schon längst hören! Ich dachte, du wolltest das Turnier gewinnen und nie wieder verlieren?!“

Dann krachte auf einmal eine riesige Klaue neben der Bühne und Rokea erschien mit ihren Kopf. Sofort brüllte sie Sherry an, doch es hielt sie nicht ab, weiter den Rhythmus zu machen. Selbst die anderen blieben stur und machten weiter, solange Suki singt und die Band die Musik spielte.

Der Behemoth zog sich weiter hoch und hob seine Klaue hoch. Sherry weigerte sich in der Gefahr ihre Augen zu schließen und starrte Rokea in die Augen an, diese ließ die Faust fallen…

Auf einmal wird Rokea mit einer Gewalt runter gezogen! Rokea wusste überhaupt nicht was los war, sie konnte mit ihren Klauen nicht mal einen Halt finden und drehte ihren Kopf.

Sie sah eine halbnackte Sina mit irren Augen, die sie mit ihrem Schwanz gepackt hat und mit Flammenflügel sie wieder in die Arena runter zog. „Entschuldigung für die Verspätung, musste meine Spezialfähigkeit „Limit brechen“ erst aktivieren.“

„Wir haben es geschafft!“ freute sich Sherry und auch die anderen fingen an, laut zu jubeln. Mel nickte Tio, Mio sowie Suki zu und machten mit dem Lied weiter.

Alle Behemoth haben bei dem „Krach“ schon lange zu geschaut und ihnen fielen fast die Augen raus, als Sina auf einmal aus dem Loch raus geflogen kam. Sofort stürzte sich die Dämonin an den riesigen Schwanz und zog scheinbar mit einer neuen Stärke Rokea zurück in das Kampffeld.

Vor Rokea´s Maul bildete sich wieder die blaue Kugel, doch bevor der Angriff wieder gestartet werden kann, warf Sina sie über sich. Der Behemoth krachte mit dem Rücken auf die Arena und brachte das Kolosseum sowie die Stadt zum erzittern.

Exos stand von seinem Sitz auf. „Nein…! NEIN! DU DÜRFEST ÜBERHAUPT NICHT WEITERKÄMPFEN KÖNNEN!“

Rokea drehte mit ihren Körper um sich und schüttelt ihren Körper, dann widmet sie sich wieder Sina. Sie wollte wieder brüllen, doch Sina schlug mit einer Faust direkt an die Seite des Gesichts, was ruckartig zur Seite ging.

Man hörte immer lauter das Knurren vom roten Behemoth, doch das war Sina egal. „Dieses Mal… wird mein Limit brechen nicht solange anhalten dank dir. Du hast mich eben echt fertig gemacht.“ lächelt Sina mit schwarzen Augenringen.

Eine kleine blaue Kugel entstand vor Rokea und ließ die Fähigkeit sofort frei, der Kopf drehte sich zu Sina. Sie flog direkt unter das Maul und rammte ihren Kopf dagegen. Dadurch wurde der Angriff in den Himmel befördert.

„Das… war verdammt knapp gewesen.“ murmelt Flai. „Sie hätte uns erwischt damit.“ „Quatsch, wir hätten Punny als Schutzschuld hingehalten und eine Win-Win Situation daraus gemacht. Punny losgeworden und wir haben überlebt.“ grinste Zhin. „Ha ha…“

Eine Klaue kam auf Sina zugeflogen und Sina zog nun Blutklinge zur Verteidigung. Sie rammte es direkt in die Pfote rein und Rokea brüllte vor Schmerzen laut auf, während Sina sich heilte.

Die Dämonenkönigin ließ ihr Schwert los, denn auf diese Art und Weise wird es zu keinem Ergebnis führen. „Verdammt… deine Ausdauer muss ja extremst sein, dass du solange in dieser Form bleiben kannst. Uh… Mein Limit endet bald…“

Sofort flog Sina unter dem Behemoth, als dieser instinktiv sich auf sie fallen ließ und sie unter sich begrub. Einige würden sich in diesem Moment eine Hand ins Gesicht klatschten, aber…

Rokea brüllte vor Schmerzen auf und hustete unheimlich viel Blut aus ihrem Maul raus. Dabei erbebte ihr gesamter Körper, als hätte sie einen Zitteranfall. Irgendwann stand sie, anschließend berührten ihre Gliedmaßen den Boden nicht mehr.

„Sturmschlag“„Sturmschlag“„Sturmschlag“„Sturmschlag“„Sturmschlag“„Sturmschlag“„Sturmschlag“„Sturmschlag“„Sturmschlag“„Sturmschlag“„Sturmschlag“„Sturmschlag“„Sturmschlag“„Sturmschlag“

In einem Kettenangriff einer Fähigkeit schlug Sina mit beiden Fäusten in den Bauch vom Behemoth. Ihr Knochenschwanz stach von allen Seiten zu, Rokea hatte keine Chance aus dieser Situation zu entkommen.

Dann legte Sina beide Hände auf den Unterkörper und flog Rokea in den Himmel. Alle Zuschauer innerhalb, aber auch außerhalb sahen das Spektakel, wie ein roter Behemoth in die Höhe geflogen wird.

Das Kolosseum wurde unter ihnen immer kleiner, als Sina mit dieser Aktion aufhörte. Sie flog sofort zu der Klaue, wo das Schwert noch steckte und zog es raus. „Zeit das ich dich…“ wollte Sina noch sagen, aber ihre Spezialfähigkeit löste sich auf.

„Was ein schlechter Zeitpunkt.“ wurde Sina auf einmal kraftlos und wollte sich irgendwie noch in Sicherheit bringen als Rokea ihren Zug machte. Sie biss in den Knochenschwanz wo Sina laut aufschreien musste und riss die Dämonenkönigin mit in die Tiefe.

„Bist zum letzten Moment gibst du nicht auf.“ musste Sina unweigerlich in dieser Situation grinsen. Die Zuschauer sahen erst nur einen Punkt im Himmel, so hoch ist Sina mit ihrem Gegner geflogen, als immer deutlicher wurde, dass es der Behemoth war.

„Das… wird gleich richtig krachen.“ brummte Falko. „Und Rokea hat es irgendwie geschafft, dass Sina mit in diese Falle gerissen wird.“

„RUMMS!“

Rokea krachte auf die Arena runter und Sina hinterher, ein Erdbeben schlimmen Ausmaßes entstand dabei. Fast das komplette Land um das zerstörte Kolosseum erlitt heftige Beben, Vögel verließen ihre Bäume, andere Tiere und Monster brachten sich in Sicherheit. Bei dem Zusammenprall wirbelte Unmengen von Staub hoch, niemand konnte sehen, wie es den Kämpferinnen geht.

Die Band hat aufgehört zu spielen und ihre Instrumente verstaut, alle schienen abzuwarten, was sie zu sehen bekommen. Alle merkten, wie eine Aura sich veränderte… eine Aura was Rokea vorher hatte, bevor sie in ihrer Werform kam.

„Heiß das…?“ schaute Zada Lara an, aber sie schüttelt ihren Kopf. „Abwarten. So sehr ich es hasse… abwarten.“

Rokus zerstörte regelrecht mit seiner Kraft die Mauer im Fenster, worauf er sich abstützte. „Ich… kann verstehen, dass du raus willst, aber nun solltest du warten, was hinter dem Rauch erscheint. Tu uns… nicht das gleiche an wie Rokea, als sie in Panik verfiel.“ beruhigte Nitir seinen Anführer.

Die Staubwolke legte sich… und man sah zwei Frauen auf dem Boden liegen. „Hm… was würde denn bei einem Unentschieden passieren?“ fragte Renee in die Runde.

„Dann gibt es keinen Gewinner in diesem Turnier. Ist aber bisher nicht vorgekommen.“ antwortet Ronda sofort. „Bei dem ganzen Chaos… will ich mindesten einen Gewinner verkünden dürfen.“

Auf einmal sah man eine Bewegung bei… Rokea. Sie lehnte eine Hand auf de Boden und hob sich ganz langsam hoch, bis sie sich mit ihrem Oberkörper auf ihre Knie aufgerichtet hat. Ihr gesamter Körper ist blutüberströmt und sie schien schwer zu atmen.

„Nein…“ hielt Sherry eine Hand hoch. „Sina… steht auf!“ schrie Sherry runter. Suki schaute kurz auf das Mikrofon und rief dann Sina rein. Weitere Freundinnen stellten sich ebenfalls neben Suki und riefen nur einen Namen: Sina.

Dies schien irgendwie zu klappen, denn der Knochenschwanz bewegte sich, auch wenn sehr träge. Es rammte in den Boden vor Sina und schob den Schwanz unter der Körper von der Dämonin. Anschließend drückte er seine Besitzerin hoch.

So übel, wie Rokea aussah, war Sina es ebenfalls. Beide schwer verletzt und schwer am Atmen. Es vergingen vermutlich mehrere Minuten bis sie sich beide registrierten.

„Du… bist echt stur…“ murmelt Sina auf einmal, Rokea musste durch die Nase schnaufen. „Trifft… bei dir… ja auch zu…“

Rokus ließ seine Tränen fallen. „Das gibt es nicht… meine Tochter hat immer noch Kraft, trotz dass sie solange in ihrer Werform war.“

Beide Frauen standen zu weit weg, also zwangen sie ihren Körper dazu, aufzustehen. Langsam, aber sicher schafften sie dies. Sina ließ sich von ihrem Knochenschwanz abstützten, während Rokea diesen Vorteil nicht hatte.

Dann standen sie nah genug… um irgendwie weiter zu kämpfen. Bevor Sina irgendetwas machen konnte, schlug Rokea ihr schon mit einer Faust ins Gesicht. Die Dämonin fiel zur Seite auf die Knie, einige bekamen schon Schnappatmung von den Zuschauer.

Mit viel Mühe stand Sina wieder auf mit Knochi und schlug Rokea in den Magen. Diese fiel sofort auf ihre Knie und übergab Blut, dass es schon sehr ungesund aussah. Nach mehreren Atemzügen stand die Tierfrau wieder auf, dabei verzog sie ihr Gesicht vor Schmerzen.

Alle schienen abzuwarten, wer als nächstes zuschlug, denn… es war nur noch eine Frage der Zeit, wer letztendlich NICHT mehr aufstehen konnte.

Sina sowie Rokea starrten sich in den Augen, dann schlugen beide mit ihren Fäusten aufeinander zu… und verfehlten. Sie fielen beide auf ihre Knie und ihre Oberkörper lehnten sich gegeneinander an.

„Du… hast wirklich meine… wahre Gestalt bezwungen.“ flüstert Rokea. „Ja… aber… ich brauchte tatsächlich die Hilfe meiner vielen Freunde. Du… warst echt stark in dieser Form…“ murmelt Sina.

„Werden… wir den Kampf wiederholen?“ kam auf einmal die Frage von Rokea. „Gerne… aber nicht… in nächster Zeit. Du hast mich echt… fertig gemacht.“ kichert Sina sehr leise.

„Darauf… freue… ich… m…ich… sch…“ fiel Rokea an der Seite von Sina runter. Ronda risst Suki das Mikrofon aus der Hand und holte ihr Fernrohr raus.

Rokea hatte nur weiße Augen und schien sich nicht mehr zu rühren, während Sina sich mit ihrem Knochenschwanz noch abstützte.

„Nun… mach schon Sina…“ flehte Sherry. „Irgendetwas, dass du nicht bewusstlos bist!“

Ein Teil des Knochenschwanz wickelte sich um den rechten Arm von Sina und hob es vorsichtig nach oben, wo die Hand sich zur einer Faust bildete.

„MEINE DAMEN UND HERREN AUF DER GESAMTEN WELT! SINA HAT DAS TAUSENDJÄHRIGE TURNIER GEWONNEN!“

Kapitel 443

Ich bin wiedergeboren und das Finale? V

Verwundert schaut Rokea auf die zwei Finger von Sina. Diese grinste nur, bevor sie das Geheimnis lüftet: „Zwei Gründe warum du trotzdem nicht gegen mich gewinnen wirst.“

Nun bekam die Tierfrau ein neutrales Gesicht, denn… dass ist nicht unbedingt das, was man in einem Kampf hören will. „Na… dann sag mal deine Gründe, wieso ich nicht gewinnen kann.“

„Erstens… weil ich die Dämonenkönigin bin. Ich bin der Stolz der Dämonen und wenn haben nur die beschworenen Helden eine Chance. Doch sie habe ich schon soweit eingeschüchtert, eher bekommen sie einen Zitteranfall wenn sie mich sehen.“ sprach Sina in eine Lautstärke, dass nur Rokea es hören konnte. „Zweitens… du bist ein Feigling.“

Diese Aussage pisste Rokea ungemein an, dass sich Zornesadern auf ihrem Gesicht bildeten. Selbst die Behemoth´s in ihrem Clan haben sie noch nicht auf diese Art und Weise provoziert. „Und… wie kommst auf die Idee… dass ich ein Feigling bin?“

Sina stand auf und reckte sich ein mit ihren Körper. „Weil du dich immer noch zurückhältst. Alleine, dass du in diesem Zauber, den ich eingesetzt habe, noch weiter kämpfen konntest, wusste ich… in dir steckt noch viel mehr.

Wir wissen genau… wenn du „es“ nicht benutzt, dass du verlieren wirst. Dafür habe ich so viele Kämpfe hinter mir, dass ich dies dir prophezeien kann. Bis jetzt hat der Kampf richtig viel Spaß gemacht, doch… habe ich die Sorge, dass mein Sieg ein faden Geschmack haben wird, wenn du nicht alles einsetzt.

Hast du Angst… dass ich sterben könnte? Oder ist es, weil du dich selber verlieren könntest, wenn du „es“ machst? Wir wissen beide, was ich meine.“

„Bist… du dir ganz sicher, was du da sagst? Ich habe noch nicht mal alles…“ wollte Rokea widersprechen, da verwandelten sich die Flügel von Sina in grüne brennende Flügel. Bevor die Tierfrau was sagen oder machen konnte, stand Sina auf einmal hinter ihr und von Rokea spritze regelrecht ein Blutsturm von der schrägen Schnittwunde von ihrem Brustkorb.

Rokea fiel nach vorne und konnte sich mit beiden Händen abstützten. „Lass mich raten. Du wolltest sagen, du hast noch nicht alles eingesetzt? Ich denke schon. Mit meiner Aura drossele ich deine Geschwindigkeit und habe meine eigene soweit erhöht, dass du den Angriff eben nicht sehen konntest.“

Sina hielt Gravitationsklinge vor sich und schaute zu, wie das Schwert das Blut aufsaugte. Dabei wurde sie wieder selber geheilt. Rokea stand auf und ignorierte die Wunde an ihrem Körper, dann drehte sie sich zu Sina um.

„Du willst, dass ich mich verwandele oder? Vergiss es, dafür bist du zu schwach, um es zu überleben.“ knurrte Rokea und griff Sina von hinten an. Doch wie die Dämonenkönigin dies schon angemerkt hat, sind die Vorteile momentan auf ihrer Seite.

Bevor Rokea Sina auch nur erreichten konnte, durchbohrte die Dämonin mit der Gravitationsklinge ihren Bauch. Schockiert riss Rokea, aber auch ihre Clanleute die Augen weit auf. „Du… bist stark, doch deine Zurückhaltung… pisst mich ein bisschen an. Du wärst es doch auch oder nicht?“ flüstert Sina ins Ohr von Rokea.

Anschließend wird das Schwert aus dem Bauch herausgezogen. „Also… worauf wartest du? Wir haben uns doch soeben noch verstanden.“

Rokea hielt sich die Bauchwunde und schloss ihre Augen. „NEIN! TU DAS NICHT ROKEA!“ brüllte auf einmal jemand. Es war ihr Vater Rokus. „WENN DU DAS TUST, KANN NIEMAND DICH MEHR AUFHALTEN!“

„Oha? Klingt ja so, als hättest du keine Kontrolle, wenn du dich verwandelst? Weiß du was… schauen wir doch mal nach dem Grund.“ lächelt Sina boshaft. „Realitätsveränderung.“

Auf einmal wurde das Kolosseum schwarz und ein zerstörter Dschungel wurde sichtbar. An mehrere Stellen brannte es, an anderen Bereichen lagen umgeknickte Bäume. „Du Miststück…“ knurrte Rokea wütend.

„Ja? Habe nie behauptet, dass ich fair wäre.“ blickte Sina sie von oben an. Auf einmal erschien ein jüngerer Rokus mit einer Behemothfrau, die die gleiche Haarfarbe hatte wie Rokea. „ROKEA! Beruhige dich! Wir sind es! DEIN VATER UND DEINE MUTTER. Rokus wurde regelrecht blass, als er seine Frau wieder sah. „Aber…“ „Rokus! Das ist nur eine Illusion von Sina! Scheinbar beherrscht sie den gleichen Zauber wie der Herr der Illusionen Aglon!“ beruhigte Nitir ihn.

„Rokea mein Kind… schau mich an!“ ging die Frau ein paar Schritte nach vorne. „Ich weiß, dass es für dich verwirrend ist, in dieser Form zu sein, aber du muss dich auf meine Stimme konzentrieren!“

Alle Zuschauer wunderten sich was Sina da gemacht hat, zumal die ganze Welt es sehen konnte. Doch von Rokea selber sah man in der Illusion überhaupt nichts, nur die eigentliche Rokea war am zittern.

„Rokea… egal was passiert, wir schaffen…“ wollte die Frau noch was sagen, als eine gigantische Klaue auf sie herabstürzte und in den Boden rammte. Die Klaue wurde nur schattenartig dargestellt, so konnte man nicht genau erkennen, was die Frau angriff.

Auf einmal brüllte etwas sehr laut, die Klaue verschwand wieder und im Dschungel fielen mehrere Feuerbälle vom Himmel runter. Rokus traute seinen Augen nicht und rannte auf seine verletzte Frau zu, die auf einmal Blut hustete.

„Verzeih… unserer Tochter…“ hustet die Frau. Rokus schloss seine Augen und nahm dann Abstand von seiner Frau. „ROKEA!“ brüllte er. Auf einmal sprang Rokus nach hinten, als wieder eine Schattenklaue auf seine alte Position krachte.

„Verstehe… dann trifft meine Aussage ziemlich genau zu. Du hast vor dir selber Angst. Erzähle es mir, dass es langweilig ist, doch du traust dich nicht dich zu verwandeln. Tja… vielleicht bist du in dem aktuellem Zustand die stärkste aller Behemoths, doch sind wir ehrlich.

Erst als deine… Leute sich in ihre Tierform verwandelt haben, kam das eigentliche Potenzial heraus. Wir beide hätten gegen sie keine Probleme gehabt, doch jetzt… wo du jemand gleichwertiges bekämpfst, zeigst du Schwäche.“ schnaufte Sina durch die Nase.

Rokus verwandelt sich in nun in seinen Behemoth und bekämpfte die Schattengestalt, die wohl Rokea zu sein scheint. Der Kampf zog sich ein bisschen in die Länge, der Dschungel wird dabei richtig zerstört.

„Hör auf…“ murmelt Rokea auf einmal. „Was hast du gesagt?“ grinste Sina sehr gemein. „Ich habe es nicht verstanden.“

„Ich sagte… HÖR AUF!“ sprang Rokea vom Boden hoch. Sie wollte mit ihrer Faust wieder nach Sina schlagen, doch aufgrund der Flammenflügel wird Rokea es nicht schaffen, sie jemals richtig zu treffen, dazu die Gravitationsaura.

Dafür landete eine Faust von Sina im Gesicht von Rokea. Sie flog direkt nach hinten und krachte gegen die magische Schutzbarriere, dann fiel sie auf ihre Knie.

„Erbärmlich.“ verzog Sina leicht angeekelt ihr Gesicht. „Und ich dachte, JETZT könnte ich endlich eine Rivalin haben.“

Im Hintergrund kämpfte Rokus weiter gegen den Schatten, doch man merkte sofort, dass er keine Chance hatte… bis die Schattengestalt sich in ein kleines Mädchen verwandelte und bewusstlos nach vorne fiel.

Rokus verwandelte sich ebenfalls zurück und rannte auf Rokea zu. Sofort untersuchte er sie und gab einen lauten Seufzer von sich. „Dir ist die Ausdauer ausgegangen… welch ein Glück.“ Er hob das kleine Mädchen auf und rannte mit ihr direkt auf seine Frau zu.

Sina schnippte mit dem Finger und die Illusion verschwand wieder. „Deine Angst und dein Schuldgefühl sind es, die dich jetzt behindern. Du denkst, ich bin schwach, wenn du dich nicht verwandeln willst?“ ging die Dämonin auf Rokea zu.

„Sina war schon immer ein Meister der mentalen Folter.“ murmelt Sherry. „Rokea kann einem nun wirklich leid tun.“ „Sherry… ich will Sina nicht in Schutz nehmen oder so, aber… so sind wir Dämonen. Sobald wir eine Schwäche sehen, wird sie ausgenutzt ohne wenn und aber.“ legte Kyllia ihr eine Hand auf die Schulter.

„Oder… sie will Rokea helfen.“ meinte Lara auf einmal. „Erinnert ihr euch an die Erzählung, als sie bei Sakura die Fähigkeit „Limit brechen“ auslösen wollte? Da gab sie regelrecht ihr bestes, eine böse Person zu sein.“

„Ist das wirklich klug das mitten in einem Turnier zu machen? Kann… man das nicht vielleicht später… nachholen?“ grinste Melaine schräg.

„Denke, JETZT aktuell ist der Sieg für Sina vermutlich sogar egal. Ihr habt alle das Gesicht gesehen, wie glücklich sie war, als Rokea die Ringe entfernt hat. Nun schaut euch Rokea jetzt an.“ zeigte Louis mit dem Kinn auf die kniende Tierfrau.

„Verwandele dich zurück Thorn und Blutklinge. Gravitationsaura auflösen.“ befahl Sina auf einmal und die Aura´s verschwanden. Erschrocken reagierten die Zuschauer, was Sina auf einmal machte, denn damit hatte sie ja klar einen Vorteil gehabt.

Sie steckte sogar die Katanas in ihre Schwertscheiden und löste ebenfalls die Flammenflügel auf. Dann kniete sie vor Rokea.

„Sag Rokea… was ist wirklich dein größter Wunsch? So ganz frei und offen jetzt.“ kam die Frage von Sina und hob den Kopf mit einer Hand von Rokea hoch. Man sah, dass ihr die Tränen regelrecht herausfielen. „Frei zu sein.“ schluchzte Rokea.

Als Rokus dies hörte, fielen ihm ebenfalls die Tränen heraus. „Es… tut mir so leid mein Kind… Ich dachte… du wolltest immer nur deinen Kampf des Lebens haben.“

„Ich nehme an… deine Mutter ist durch die Nachwirkungen deines Kampfes gestorben?“ und Rokea nickte den Kopf. „Ja… ich habe ihr versprochen, dass ich auf Vater aufpassen werde an ihrer Stelle. Seitdem… lebe ich eingeschränkt und muss immer an der kurze Leine gehalten werden…“

„Verstehe, das sammelt natürlich unheimlich viel Frust und Langeweile an. Wenn deine Mutter… erst später verstorben ist, hat sie dir doch verziehen oder nicht? Warum fällt es dir dann so schwer, es dir selber zu verzeihen?“

„WEIL ICH MICH DANN WIEDER SELBER VERLIERE!“ schrie Rokea Sina ins Gesicht. „ALLE WERDEN STERBEN, NICHT NUR DU! … Damals konnte ich mich nur zurück verwandeln, weil meine Ausdauer zuneige ging.

Doch damals war ich ein Kind und hatte vielleicht ein Drittel meiner aktuellen Stärke. Was glaubt du also… was passiert, wenn ich mich verwandele hmm?“

„Vermutlich groß, stark und schnell.“ grinste Sina schräg. „Doch ich werde dich schon aufhalten, darauf kannst du Gift nehmen. Immerhin habe ich noch einen älteren Bruder, den ich besiegen muss.“

„Du… willst mir sagen, du kannst mich aufhalten, was nicht mal mein Vater schaffte?“ schaute Rokea ungläubig ihre Gegnerin an. Sina setzte sich neben Rokea und schnippte mit den Fingern.

Eine gigantische Illusion erschien: „Das ist mein Kampf gegen die Untotenarmee an der Brücke des Schicksals. Über.. 70.000 Untote habe ich damals getötet.“ erklärt Sina lächelnd. Erstaunt schauten alle Zuschauer, was Sina soeben gemacht hat.

„Das ist die Armee des Königs von Efrana, die ich nicht töten durfte.“ sah man Sina, wie sie aus ihrer Perspektive die Soldaten mit den Fäusten alle bearbeitete. „Das ist die Armee von Osnain mit der Hydra.“ Man konnte sehen, dass die Armee wirklich alles eingesetzt hat. Panzer, Mechs, modifizierte Monster und eine Hydra.

„Das war mein allererster Kampf gegen Titanus.“ und auf einmal musste Sina kichern. Man sah den riesigen Kopf von Titanus und wie Sina anschließend herunterfiel, nur um dann von der Faust getroffen zu werden.

„Rokea… dein Schläge sind heftiger als von Titanus, wenn wir damals gekämpft hätten, hättest du mich so zusammengeschlagen, dass ich nicht mal wüsste, wo oben oder unten ist.“ Rokea sah und hörte es sich an.

Einige fragen sich, was das denn jetzt sollte mitten im Kampf, doch das war Sina egal. „Das… war mein Kampf gegen Tierra. Wie du feststellst, haben diese Dinger an diesem Turnier ebenfalls teilgenommen. Wenn du mehr wissen willst, können wir das nach dem Kampf abklären.“

„Das…. war mein Kampf gegen den Dämonenkönig Rarkas, in der Vergangenheit. Vermutlich der Grund, warum ich den Titel Dämonenkönig bekommen habe. Anschließend durfte ich gegen Cimmeris oder eher Siremmic kämpfen, eine verbannte Götterbestie.“

Nun legte Sina ein Arm um Rokea. „Und das… bist du.“ nun sah Rokea sich selber. Wie sie immer wieder gegen Sina geschlagen hat und dabei… ein sehr glückliches Gesicht machte.

Sina schnippte mit dem Finger und die Illusion verschwand. „Nun schau dich jetzt an. Jetzt… wo eigentlich der Höhepunkt gekommen ist, schwächelst du. Wegen meiner Stärke… habe ich keine Rivalen. Na ja, Louis, ein paar Vampirkönige, dass war es schon.

Dann kommst du und ich habe mich richtig gefreut, einen gleichstarken Gegner zu haben, ohne jegliche Gedanken, dich zu töten.“

Rokea… sagte nichts und schloss die Augen. „Kannst… du mir versprechen, dass du mich soweit bekämpfen kannst, dass mir die Ausdauer ausgeht, bevor ich die Arena verlasse?“

„Ich verspreche dir, dass ich dich eher besiegen werde.“ grinste Sina von der Seite. „Selbst ich habe noch nicht alles gezeigt.“ „Als ob…“ grinste Rokea wieder. „ … Danke.“

„Keine Ursache, nun will ich aber alles sehen!“ stand Sina auf und bot Rokea eine Hand an. Dies nahm sie an, als Sina ihre Rivalin über sich warf. Rokea machte einen Salto in der Luft und landete auf ihren Füßen.

„Aber jammere nicht… wenn du verlierst.“ lächelt Rokea… und verwandelte sich. „NEIN! NICHT!“ rief Rokus. Auf einmal flog Sina vor den Aufenthaltsraum der Behemoth. „Halt dich daraus. Gönne deiner Tochter die Freiheit.“

„Nein! Ihr wisst nicht, was passieren wird! Ihr habt doch selber gesehen, was damals passierte!“ wurde Rokus regelrecht wütend.

„Du kannst dir nicht vorstellen… wie egal mir das ist.“ lächelte Sina zuckersüß… Dann veränderte sich die Aura von Rokea.

Rokea wuchs und wuchs, dabei bekam sie auf einmal eine rötliche Hautfarbe. Ihre Mähne war weiß gehalten und sie musste sich wie ihr Vater auf ihre vier Gliedmaßen abstützen. Sina flog von den Behemoths weg und landete vor Rokea.

Rokea wuchs noch ein bisschen, dann war ihre Verwandlung fertig. „Hmm… du erinnerst mich an Catoblepas aus Final Faxtasy VIII.“

Der Behemoth legte seinen Kopf in den Nacken und brüllte laut auf.

Kapitel 442

Ich bin wiedergeboren und das Finale? IV

„Oh bei der Göttin…“ wurde Sherry sofort blass. „Neia! Hast du irgendwelche Zauber auf Lager, die alles außerhalb des Kolosseums beschützen kann?!“

„Was ist los?“ wundert sich Neia. „Warum wirst du so panisch?“ „Weil dieser Zauber von Sina in der Lage ist, den kompletten Kontinent zu zerstören, wenn sie es will! Ich habe es einmal als Rose gesehen und der Schaden… war fürchterlich!“ ließ Sherry sich nicht beruhigen.

„Rose? Ich weiß das du die Inkarnation von Rose bist aber…“ hielt die Blutelfe den Kopf schräg. „Ja, ich bin Rose. Ich war auch mal Susie, Rachel und andere Personen in der Vergangenheit gewesen.“ klärte Sherry schnell, was ihr im Kampf gegen Arzexos passierte.

„Das stimmt was sie sagt. Ihre Aura hat sich nach dem Kampf komplett verändert.“ stand Mel ihrer Freundin bei. „Und die Zwillinge können bestätigen, dass ihre Attribute sich komplett verändert haben.“

Über dem Kolosseum bildeten sich auf einmal schwarze Wolken, die immer größer wurden. „Bitte Herrin… wir müssen dafür Sorgen, dass der Zauber nicht außerhalb des Kolosseums geht. Ich verstehe nicht mal, warum Sina die Fähigkeit überhaupt benutzt.“ flehte Sherry.

„Wäre es denn… in Ordnung Chuz? Ich will nicht… einen Regelbruch machen.“ schaute Neia den Affenmensch an, der scheinbar die Information weitergegeben hat. Chuz wartete kurz, dann kam die Antwort: „Solange es nur eine Funktion wie unsere Schutzbarriere hat, sei es erlaubt. Doch seht euch vor, dass dann alle… Wächter genau hinschauen werden.“

„Weil Sina durch die neue Steigerung von „Wahnsinnige Gedanken“ wohl nicht mehr so vernünftig denken kann.“ erklärte Louis. „Rokea scheint eine Stärke zu haben, die selbst Sina Probleme macht. Wir müssen uns abfinden, dass Sina… vermutlich nun auch die zerstörerischsten Fähigkeiten einsetzen wird.“

„Kyllia, Sherry, ich denke, ich werde eure Hilfe brauchen.“ bat Neia. „Ich kenne einen Zauber, doch wenn es ein Zauber ist, der das Niveau einer Götterbestie hat, brauche ich alle Mana, die ich bekommen kann.“

Sherry ließ sich dies kein zweites Mal sagen und nahm eine Hand von der Blutelfe. „Bist… du dir sicher, dass es mit mir klappt?“ fragte Kyllia und Neia nickte.

„Ja. Gerade WEIL du die Schwester von Sina bist, kann ich den Zauber so modifizieren, dass es die Fähigkeit von Sina vermittelt, dass es nur in der Arena bleiben soll. Ich bin nun richtig froh, dass du eine treue Verbündete von uns geworden bist.“ lächelt Neia.

Mit der Aussage musste Kyllia erst zurechtkommen und bekam nasse Augen. Wie Sina hatte auch Kyllia das kleine Problem mit dem Vertrauen. Etwas quietschte, wo einige verwundert herumschauten und Kyllia nur ihre Augen rollen musste, dann nahm sie die angebotene Hand von Neia.

„Ich… muss ihnen leider die traurige Nachricht übermitteln, dass wir ihre Tochter Lisa nicht finden können. Wir haben alles auf den Kopf gestellt: Schatzkammer, Toilettenräume, Abstellkammer, alles.“ kniete ein Vampirdiener vor Lady Layla.

„Dann positioniert Wachen vor den Eingängen sowie oben auf den Dächern. Vermutlich hat sich meine Tochter verwandelt, sodass sie sich einfacher verstecken kann.“ befahl Layla. Ihr Diener nickte und verschwand.

„Sag Layla… was hältst du von Rokea? Ich kann teilweise ihre Geschwindigkeit überhaupt nicht sehen.“ spielte Lord Roman mit dem Zwirbelbart.

„Sie wäre eine interessante Vampirin, doch will ich lieber abwarten, was Sina mit ihr vor hat. Immerhin ist es ja Sina´s Talent, die merkwürdigsten Personen in ihrem Clan aufzunehmen.“ lächelt Layla.

Beide Vampirkönige wundern sich nur über die schwarze Wolke über der Arena, als die magische Schutzbarriere von Neia verstärkt wird. Es wurde dicker und schoss in den Himmel, wo auch die schwarze Wolke ist.

Als sie dort angekommen ist, bildete sich die Wolke nur noch innerhalb der Barriere. „Ist das noch so in Ordnung?“ fragte Neia Chuz, der wieder mit seinem Übertragungsstein unterhielte. „Ja, damit können die Wächter „noch“ leben.“

„Puh…“ ließ Neia die Hände los und fiel mit Sherry sowie Kyllia auf die Knie. „Danke für eure Hilfe. Nun… bin ich gespannt, ob sich meine neue Rasse mit eurer Hilfe bemerkbar macht.“ lächelt die Blutelfe ihre Freundinnen an.

Sina und Rokea haben diese Änderung überhaupt nicht bemerkt, nur das Rokea sich über den schwarzen Himmel wundert. „Keine Sorge… diese Fähigkeit braucht ein bisschen Zeit.“ ging Sina lächelnd auf Rokea zu.

Zwei unterschiedliche Gravitationsaura´s waren in der Arena und Rokea schaffte es stehen zu bleiben. Doch dies führte dazu, dass es ein bisschen an ihren Kräften zerrte, wenn sich schon Schweiß auf der Stirn bildete.

„Nicht mal die anderen hätten gegen diese Fähigkeiten standhaft bleiben können. Vater… ich bin wirklich glücklich, dass ich mich austoben darf.“ freute Rokea sich in Gedanken. Dann machte sie etwas merkwürdiges. Sie fing auf einen Fuß nur minimal an zu hüpfen, dazu machte sie ihre Hände zu Fäusten.

„OH! Eine Boxerin bist du?“ war Sina schon näher gekommen. Sie schob auf einmal die Gravitationsklinge in den Gürtel und hielt nur Thorn als Blutschwert in der linken Hand. „Na dann… komm doch!“

Den Wunsch erfühlte Rokea, doch statt dass sie einfach vor Sina erschien konnte man nun ihre Geschwindigkeit deutlich sehen. Kurz bevor die Tierfrau die Dämonin erreichte, setzte sie ihre Fähigkeit „Elementarschlag“ ein.

Sina schlug mit ihrer „normalen“ rechten Faust zu, wie beide es zu Beginn dies getan haben. Doch die Faust wurde regelrecht zerstört von der Fähigkeit, wo Sina nun aufschreien musste vor Schmerzen.

Dann schlug Rokea mit der linken Faust nach dem Gesicht von Sina, doch blockte sie es mit dem Blutschwert ab. Als der Angriff abgewehrt wurde, sprang Rokea nach hinten, weil sie auf einmal fürchterliche Schmerzen in der linken Faust bekam. Zusätzlich entzog das Schwert ihr irgendetwas.

„Was… ist das für ein Schwert?!“ musste Rokea nun fragen, denn ihre linke Hand fing an zu zittern. „Es ist, als hätte es mir was absorbiert!“

„Meinst du, ich verrate alle meine tollen Tricks?“ grinste Sina und man hörte über ihnen ein lautes Donnergrollen. „Scheinbar… ist deine Zeit abgelaufen meine liebe Rivalin. Zeit… das wahre Ausmaß einer Chaosbestie zu lernen!“

„Das werden wir noch sehen…“ murmelt Rokea und trat auf einmal auf die gebrochene Hand von Sina. Diese biss fest ihre Zähne zusammen, um nicht wieder laut aufzuschreien und wollte mit Blutschwert zu schlagen.

Doch Rokea wich dies aus und traf nun das Gesicht von Sina, das ruckartig zur Seite geschlagen wurde. „Meine Fresse… die schlägt ja heftiger zu als es Titanus getan hatte…“ dachte Sina in diesem Moment nur.

„Wow… dass der Kopf von Sina nicht weggeflogen ist…“ meinte Nijus nur. „Stimmt, in diesem Modus bleibt eigentlich nichts heil, was Rokea trifft.“ nickte Narya.“

„Schwerttornado!“ setzte Sina ein, damit Rokea wieder Abstand nahm, aber diese setzte ihre Fähigkeit „Schockexplosion“ ein und zerstörte den Tornado. Doch das Ergebnis ist das, was Sina wollte.

Beide wurden durch die Druckwelle gezwungen, Abstand zu nehmen und hatten sich wieder im Auge. Die Dämonin konnte wieder ihren rechten Arm benutzten, sie öffnet ihre Hand auf und zu. Die Tierfrau kniff leicht ihre Augen zusammen und wollte wieder losrennen…

Als auf einmal eine Explosion hinter ihr hochging. Sofort drehte Rokea sich um, als neben ihr ein gigantischer Blitz einschlug. Reflexartig sprang sie in Sicherheit, als eine weitere Explosion hochging.

„Was… ist los?!“ schaute Rokea überall hin. Dort explodierte es, woanders fielen Blitze runter. In einigen Bereichen entstanden riesige Eisflächen. Dann traf der erste Wassertropfen Rokea und hüllte sie in eine Explosion ein.

Man hörte sie regelrecht vor Schmerzen aufschreien. Die Explosion verschwand wieder so schnell, wie sie gekommen ist, als der nächste Wassertropfen sie erwischte. Ein weißer Blitz schlug auf Rokea ein, wieder schrie sie laut auf.

Der Zauber erwischte Sina ebenfalls, aber sie ging ohne Probleme durch die zufälligen Angriffe durch, sie merkte nicht mal, dass sie getroffen wurde. Für die beschworenen Helden sah es aus wie die Szene einer Apokalypse.

„Das… ist doch ein Monster. Laut den Geschichtsbüchern waren einige Dämonen sehr stark, aber Lady Sina übertrifft sie doch alle bei weitem!“ murmelt Miyu.

„Nicht nur das. Scheinbar hat sie überhaupt keine Probleme, wenn sie von… was auch immer das ist, getroffen wird.“ merkte Matthieu an.

Ein Vor oder eher Nachteil hat die neue Barriere von Neia verursacht. Die Wolken konnten sich nicht ausbreiten, so regnete es wie in einem richtigem Sturm runter. Rokea hatte daher nie die Chance, in irgendeiner Form auszuweichen.

Sie mag vielleicht eine Feuerimmunität haben, doch die Fähigkeit von Sina, die eine Chaosbestie ist beruht auf dem Element Chaos. Die Feuer-, Eis- und Blitzangriffe, so rein sie auch mögen, doch sie haben immer ein bisschen was von Chaos, so dass Rokea den vollen Schaden abbekam.

Rokus krallte sich am Fensterrand fest, denn diese Art von Zerstörung hat er noch nie zuvor gesehen und machte sich große Sorgen um seine Tochter. „Rokea…“

Für Sina aber war es das schönste, was sie vor ihre Augen bekommen kann. „Überall nur… Zerstörung. Du bist die erste Person, an der ich es teste…“ dann bekam Sina einen Faustschlag ins Gesicht.

Die Dämonenkönigin landete auf dem Rücken und riss schockiert ihre Augen auf. „Wie…“ wollte sie fragen, doch Rokea schlug mit einer Faust nach ihr. Der Knochenschwanz rammte sich ein bisschen weiter von Sina entfernt in den Boden und zog die Dämonin in Sicherheit.

Trotz des Chaosregens schaffte Rokea es, weiter zu kämpfen. Ihre Faust traf den Boden und eine Erschütterung ging über das Kolosseum. Ihr Körper zuckte überall, wenn sie von der Magie getroffen wird, doch konzentrierte sie sich nur auf Sina.

Diese stand wieder auf und konnte sich von dem Schock erholen. „Oh ja… früher hätte ich nicht mal ansatzweise gegen dich eine Chance.“ musste Sina ihren Gegner loben. Rokea kam Sina wieder näher und wollte zuschlagen, da zog Sina Gravitationsklinge von dem Gürtel und ging ebenfalls zum Kampf über.

Zwei Frauen, zwei unterschiedliche Rassen, ein Ziel. Ihren Gegner um jeden Preis zu besiegen. Die Arena wird durch das Chaosregen regelrecht zerstört und verletzt nur Rokea. Trotz das die Dämonenkönigin zwei unterschiedliche Gravitationsaura´s aktiv hat, schaffte die Tierfrau, immer wieder in diesem Chaos mit ihren Fäusten Sina zu treffen.

Der dunkle Gott, die Göttin und auch Exos… dachten in diesem Moment nichts, sondern schauten sich den Kampf an. Es kam nicht mal ansatzweise an den Kampf den sie miteinander alle hatten heran, doch… fragten sie sich, ob diese Frauen nicht irgendwann eine Gefahr werden könnten für Gaia.

„Welch… eine Zerstörung.“ staunte Lord Roman. „Stimmst du mir zu Layla… dass wir demnächst ein bisschen auf die Weltreise gehen müssen?“

„Alleine wegen Sina schon, doch… binden mich leider ein bisschen die Pflichten, die ich mir aufgebürdet habe.“ musste Layla schräg grinsen.

„Das ist ja viel schlimmer als der Kampf gegen die Rächer. Dachte, dass wäre ja schon nicht zu toppen.“ streichelt Zhin seinen Bart. „Kaffee?“ machte Jimdo den nächsten Versuch. „Alter…“

„Ein Tiermensch kann mit einem Dämonenkönig mithalten.“ staunte Ethice. „Waren die Behemoths schon immer so stark gewesen?“

„Nein. Davon würde ich was wissen und hätte sie in meiner Zeit als General irgendwie versucht sie auf unsere Seite zu bekommen.“ schüttelt Arzexos den Kopf. „Vielleicht hätten wir den Krieg schon gewonnen, wenn auch ihre normalen Kämpfer mitgemacht hätten.“

„Ist… es möglich, dass unsere Hoheit verlieren kann?“ fragte Aglon. Alleine der Gedanke ist schon eine Straftat, doch wenn man den Kampf so beobachtet? „Meine… Königin Sina IST schon die stärkste aller Könige der Dämonen oder nicht?“

„Wir können ja unseren Profi Sarless fragen, sie kann davon ein paar Lieder singen.“ grinste Igriz sehr gemein und bekam einen Nackenschlag von Sarless.

„Hör mir genau zu du kleiner Klugscheißer.“ packte Sarless den Dämon am Hals und zog ihn vor ihr Gesicht. „Mein alter Körper hat zweimal gegen sie verloren! ZWEIMAL! Wie könnt ihr auch nur daran denken, dass es möglich sein könnte, dass sie verliert?!

Nein… wenn sie die eine Dämonenkönigin ist, dann ist es alleine schon der Titel, der sie dazu zwingen wird, immer wieder aufzustehen. Ein Dämonenkönig verliert nicht, diese Regel wird jedem beigebracht!“

„Schon komisch dir so zu zuhören.“ schnaufte Gair durch die Nase. „Dafür dass bei euch die Dämonenkönige in Reih und Glied von den beschworenen Helden immer getötet werden, hättet ihr diese Regel vielleicht mal ein bisschen anpassen sollen.“

„Ruhe in der Ecke.“ meinte Sarless nur. „Bei meinem alten Körper herrscht vermutlich eine Ausnahme, danach hat es ja kein anderer Dämon geschafft wie die Dämonenkönigin Sina dies getan hat. Ich glaube an sie, dafür habe ich geschworen und ihr wart alle Zeuge gewesen.“

„Yeah und danach hast du ihr deine Liebe bekundet.“ grunzte Igriz. „Frage mich, ob du irgendwann mal mit ihrer Geliebten einen Kampf führen wirst.“

Sarless seufzte nur und ließ den Dämon los. „Verwechsel das nicht einfach mit Loyalität du Vollidiot…“ Anschließend stellte Sarless sich wieder neben Gair und schaute sich den Kampf an. „Was hältst du von einer Wette?“ fragt der Vampir auf einmal.

„Ich bin kein Freund von Wetten, aber zumindest kann ich es mir anhören.“ meinte Sarless nur. „Sollte deine Königin gewinnen, du felsenfest überzeugt bist, gehst du mit mir auf ein Date?“ grinste Gair sie an.

„Hmm… ein Vampir versucht über eine Wette mich zu einem Date zu bitten? So was erlebt man nicht alle Tage.“ schüttelt Sarless grinsend den Kopf. „Warum nicht.“

Erstaunt schauten sich alle Dämonen gegenseitig an und wundern sich, was noch in der Zukunft über dieses ungleiche Paar passieren wird.

Die schwarze Wolke löste sich im Himmel auf und der letzte Tropfen viel noch auf Rokea, wo ein weiterer Blitz sie erwischte. Doch vorher schlug sie Sina noch in den Magen und beide fielen auf ihre Knie.

Schwer demoliert und fast außer Atem schauten sich beide in die Augen. Dann fingen sie beide an, laut zu lachen. Viele Zuschauer verwundert es ein bisschen, wie sie noch in diesem Stadium des Kampfes noch lachen können.

„Du müsstest eigentlich eine Götterbestie sein, mit deiner Stärke hättest du längst Tierra oder Titanus besiegen können.“ hörte Sina mit dem Lachen auf.

„Wenn das die Jägerin der Götterbestien meint? Die Schuld liegt bei meinem Vater, dass ich sie nicht jagen durfte.“ seufzte Rokea.

Auf einmal hob Sina zwei Finger hoch.

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