Web Novel Deutsch

Kategorie: Novel 1: Ich bin wiedergeboren? Seite 40 von 72

Kapitel 314

Ich bin wiedergeboren und ???

„Das… darf doch nicht wahr sein. Warum ist dieses Monster hier?!“ wurde Leena regelrecht panisch, sie war richtig blass am Gesicht geworden.

„Ich weiß es nicht, aber… es hätte niemals hier in diese Schlacht kommen dürfen, irgendjemand muss zu Lilith gehen, egal…“ wollte Axel einen Vorschlag machen, es war Rose, die alle unterbricht.

„Nein… die Vision… das kann nicht sein.“ schwitze Rose aus jede Hautpore, zitterte am gesamten Körper, dass sie auf ihre Knie fällt. „Was meinst du mit Vision?“ hakte Sakura sofort nach.

„Am… Tag vor unserer Abreise wo wir gefeiert haben… bekam Lilith im Schlaf eine Vision… Sie sagte, überall wurde gekämpft, viele verlieren dabei ihr Leben. Lilith selber würde gegen eine… große schwarze Gestalt kämpfen und… dann soll der Wolf vor ihr erschienen sein, wo sie schreiend wach geworden ist.

Bevor… ihr mir und Lilith Vorwürfe macht, die Vision war zu ungenau, denn… sie hatte nichts mitgeteilt, wann der Wolf kommt, aber… rückblickend betrachtet… trifft das ja aktuell auf ihre Vision zu. Vermutlich kämpft Lilith schon gegen diese schwarze Gestalt, sonst wäre sie längst hier gewesen und hätte mit dem General den Boden gewischt.“ schaute Rose verängstigt in die Augen ihrer Freunde.

„Warum… hat sie mir das nicht gesagt? Ich habe es geahnt, dass ihr Verhalten komisch war!“ hörte man die leichte Enttäuschung aus der Stimme von Sakura.

„Weil wir uns alle auf diesen Kampf gegen die Dämonen konzentrieren mussten. Mit dem Wissen hätten wir womöglich… nicht alles gegen unsere Feinde eingesetzt und… sind wir doch ehrlich, gegen diesen General da, wäre Zurückhaltung sehr sehr tödlich gewesen.“ wehrte Rose sich.

„Jetzt verstehe… ich was dieser verdammte Dämon gemacht hat! Er hat unsere Verzauberung aufgelöst, damit der Wolf unseren Geruch finden konnte! Ein noch besseres Abschiedsgeschenk konnte dieser verdammte Mistkerl sich nicht ausdenken, auch wenn er es nicht wusste!“ wurde Leena regelrecht sauer und trat auf den Leichnam des Generals.

„Es ist jetzt eh egal. Sakura, was sollen wir machen? Noch ist der Wolf nicht aktiv geworden, aber mit ihm im Rücken brauchen wir nicht den Dämonenkönig zu bekämpfen!“ meinte Axel, der mit seinem Fernrohr nach dem Wolf suchte.

„ … Doch. Wir sollten diesen Wolf von der Schlacht weglocken und ihn zum Dämonenkönig bringen. Erinnert ihr euch noch an die Aussage, dass die Dämonenkönige sich mit den Götterbestien messen können? So… ironisch es klingt, aber vermutlich ist er unsere einzige Chance gegen diesen Wolf!“ erklärt die Heldin ihren tollkühnen Plan.

„Aber wir wissen immer noch nicht wo der Dämonenkönig ist!“ warf Rose ein, die sich umschaute, nur… es gab leider keinen Dämonen den sie sich schnappen konnten zur „Befragung“.

„Leute… ich habe ihn gefunden…“ murmelt Axel, was eher schon ein Flüstern war. Eine große schwarze Gestalt kam aus einem anliegenden Wald raus…

Cimmeris betrat das Schlachtfeld, glücklich seine Beute wieder zu riechen und… reagiert erstaunt, dass vor seinen Augen eine riesige Schlacht stattfand. Überall wo er hinblickte, Humanoide bekämpfen Humanoide.

Eine Gruppe von Soldaten bemerkten seine Anwesenheit und griffen ihn mit Magie an, doch… aus irgendwelchen Gründen verschwand sie in der Nähe des Wolfes. Dieser fletschte seine Zähne noch, dann ging er zum Angriff über.

„Oh nein, er tobt sich nun an unseren Leute aus!“ hielt Rose die Hände vor den Mund, denn man konnte auch ohne Fernrohr den Kampf sehen. Überall sterben die Soldaten wie die Fliegen, dann wurde es dem… Wolf scheinbar zu dumm gegen die Masse zu kämpfen.

Laut heulte Cimmeris sein Wolfsgeheul raus, dann bildete sich auf einmal eine schwarze Kugel vor seinen Maul. „Oh bei der Göttin… ich kenne diesen Angriff!“ bekam nun Sakura Panik, ihr Trauma wurde damit ausgelöst.

Ein gigantischer schwarz flächiger Atemangriff ging über einen Großteil des Schlachtfelds rüber. Alle die von dem Atem erwischt wurden, Dämonen, Menschen, Zwerge, Elfen sterben sofort ohne zu wissen, was der Grund ihres Todes ist. Selbst die Belagerungswaffen und Killerpuppen hatten keinen Widerstand gegen diesen Angriff.

Das Trauma war für Sakura nun so stark, dass sie sich übergeben musste. Rose ging zu ihr rüber und streichelt besorgt ihren Rücken.

„Was… ein Monster. Es hat sich… kein bisschen geändert…“ flüstert Axel, der sein Fernrohr in sein Inventar verstaute, denn… man konnte alles mit bloßem Auge sehen. Leena dagegen sagte nichts und versuchte nach irgendwelchen Hinweisen Ausschau zu halten, um den Dämonenkönig zu finden.

Cimmeris beendet seinen Angriff und blickte zufrieden über das zerstörte Feld, dann schnupperte er wieder in der Luft um… endlich seine Beute zu finden.

„SCHEIßE! Wir können das gesamte Lager auf den Kopf stellen, ich sehe NICHTS wo man den Dämonenkönig finden könnte!“ fluchte Leena nun doch laut auf.

„Ich wundere mich… dass er nicht schon längst bei diesem Angriff selber raus gekommen ist. Die Schlacht… als solche ist ja zu Ende, überall rennen Dämonen und unsere Leute panisch weheghggh!“ wollte Axel sein Kommentar abgeben, als auf einmal überall ein Erdbeben unter ihren Füßen war, so stark, dass sie alle auf ihren Hintern fallen.

„W… was… ist jetzt los?!“ kam die berechtigte Frage von Rose, die mit Sakura sich festklammert. Alle Gefährten versuchten irgendwie einen Halt auf dem Boden zu bekommen, selbst Cimmeris war erstaunt über das Erdbeben, schien aber keine Gleichgewichtsprobleme zu haben. Die Götterbestie ging daher geschmeidig weiter zu seiner Beute…

Irgendwann war der Boden unter ihnen beruhigt, die Gefährten atmen alle beruhigt ein und aus als: „Was… was war das denn jetzt? Der Wolf kann es nicht gewesen sein.“ fragte Leena sofort.

Alle standen auf und schauten mit ihren Köpfen um, als sie die gigantische Schlucht sahen. „Das… war dort nicht gewesen.“ murmelt Rose. Egal, wie weit sie schauten, aber die Schlucht hat eine Länge bekommen, wo man ein Fernrohr benötigt.

„War… das nicht die Stelle wo… Lilith gegen ihren Lieblingsfreund kämpfte?“ fragte Axel vorsichtig, aber im Grunde wollten sie es alle nicht wissen.

„Scheinbar. Wer… auch immer die Ursache für diese Schlucht ist, aber gegen ihn haben wir genauso wenig eine Chance im Kampf.“ murmelt Sakura, dann spürte sie es… alle spürten es. Eine Aura, vor denen sie Angst hatten und die immer näher kam.

Sofort drehten wieder alle ihre Köpfe um und sahen, wie der Wolf ihnen näher kam ohne auf Widerstand zu treffen. Erst sein Atemangriff und dann das Erdbeben, keiner hatte mehr den Willen, weiter auf dem Schlachtfeld zu kämpfen.

Überall rannten die Kämpfer panisch zu ihren „sicheren“ Lagern, die Offiziere hatten keinerlei Kontrolle in diesem Chaos. Das trifft bei den Dämonen ebenfalls zu, denn die Befehlskette war zerstört, die wenigen Dämonen mit Heilkräften arbeiten daran, Dämonengeneral Tezen zu heilen.

„Weglaufen… ist es zu spät ebenso… für eine neue Verzauberung.“ murmelt Leena, die dem Tod ins Gesicht blickte.

„ … Dann ist es so. Lilith hat viel über diese Monster erzählt, aber Cimmeris gehört zu denjenigen, wo man viel Vorbereitung benötigt. Dummerweise hat das Schicksal andere Pläne vor, also…

Axel, Rose und Leena. Würdet ihr gemeinsam mit mir gegen dieses Monster kämpfen? Es hat unseren Freund Markus getötet und uns gnadenlos gejagt, ich finde… dass sollte endlich ein Ende haben.

Der Dämonenkönig ist wo auch immer und Lilith… hoffe ich von Herzen, dass sie ihren Feind schnell tötet, denn ihre Hilfe werden wir ebenfalls brauchen.“ kam Sakura zu einem Entschluss und schaute ernst in den Augen ihrer Freunde.

Verdutzt schauten sie sich alle in die Augen und… schlossen kurz gemeinsam alle ihre Augen, dann schaute jeder Sakura an.

„Wenn du uns schon so fragst, kann ich schlecht ablehnen.“ zeigte Axel wieder sein spitzbübisches Lächeln.

„Nun, ich kann doch jetzt meine Freundin nicht im Stich lassen, wo würde ich am Ende stehen?“ grinste Leena.

„Ich helfe dir doch gerne, dafür sind wir Freunde!“ hob Rose freudig eine Faust in den Himmel und nickte Sakura zu.

„Ich… kann euch nicht genug danken. Tja… ich habe wirklich keine Ahnung, wie wir gegen dieses Monster kämpfen können… Leena wir haben gesehen, dass Magie… irgendwie an ihm verpufft, versuch herauszufinden, warum.

Rose, du setzt nur deine magische Schleuder ein und hältst dich ein bisschen zurück, denn wir werden deine Heilkünste mehr denn je brauchen.

Axel und ich werden gemeinsam gegen dieses Monster kämpfen, aber… du bist scheinbar noch stärker in Schwert geworden. Setzt deine Technik erst ein, wenn du dir ganz sicher bist, dieses Monster zu treffen!

Wir dürfen nicht vergessen, neben seinen Flächenangriffen, hat dieser Wolf eine Schnelligkeit, die wir nicht sehen können, dies wird auf seine Stärke ebenfalls zutreffen. Bei dem Kampf… werde ich mein bestes geben, dass ich seine Aufmerksamkeit habe, aber auch dass er keinen weiteren Atemangriff macht.“ teilte Sakura mit leichten Freudentränen ihre Anweisungen …

Dann hörten sie alle das Knurren, Cimmeris der Schattenfresser hat sie nun erreicht. Alle nahmen ihre Kampfpositionen mit den gezogenen Waffen ein, bereit für den nächsten Kampf.

„Schaut! Auf seiner Stirn!“ fiel Axel sofort die Narbe auf den Wolfskopf auf. Alle reagierten erstaunt, Markus… hatte es tatsächlich damals geschafft, dieses Monster zu verletzten. „Meister Markus… bis zum letzten Moment steht ihr auf unserer Seite!“ kam der Gedanke bei Sakura durchgeschossen.

Cimmeris hielt vor der Gruppe an und nahm jeden in Augenschein, in seinen Augen sah man eine diabolische Intelligenz.

„Heute werden wir nicht mehr vor dir flüchten! Alles muss ein Ende haben!“ rief Sakura selbstbewusst dem Monster zu. Nun machte der Wolf… irgendwelche Geräusche, als hätte er die Worte verstanden und war am Lachen.

„Was mein Meister damals begonnen hat, werde ich beenden! Deine Narbe auf dem Kopf beweist es, dass selbst du nicht unbesiegbar bist!“

Auf einmal starrt der Wolf sehr wütend Sakura an, dabei kniff er seine Augen leicht zusammen und sein Knurren wurde sehr laut.

„Ist… das der Grund warum er uns jagt? Weil ein… Mensch ihn verletzt hat und es Zeugen gab?“ wunderte sich Rose über das seltsame Verhalten…

Als auf einmal der Wolf die Gruppe ohne Ankündigung angriff. „Es geht los! Kämpft wie noch nie zuvor!“ rief Axel zur Motivation, dann rannten er und Sakura auf den Wolf zu.

Leena fing an einige Feuervögel zu zaubern, die sofort auf den Wolf zuflogen, doch… kurz bevor sie auch nur in die Nähe des Wolfes kommen, verschwanden die Zauber wie nichts. „Verstehe… das ist natürlich ein Problem, kein Wunder dass ich nach der Ursache schauen soll, aber… wo soll ich nur anfangen?“ grübelte die Magierin.

Dem magischen Geschoss von Rose wich der Wolf sofort aus, als würde er eine Gefahr spüren. Nun kniff die Magierin ihre Augen fast zu, verwundert, warum… das Monster diesem Angriff auswich, während Rose das nächste Geschoss lud.

Je näher Sakura und Axel dem Wolf kommen, desto erdrückender war die Aura, aber… „Dank Lilith bin ich ja solche Aura´s gewöhnt.“ schmunzelt Sakura in Gedanken und setzte ihre Fähigkeit „Allesschneider“ ein.

Wieder wich der Wolf aus und stürzte sich auf Sakura mit offenen Maul, Sakura wusste nicht, dass Wölfe so viele… scharfe Zähne hatten. Als sie von Axel zur Seite gestoßen wurde. Die Heldin landete hart auf dem Boden während der Wolf über sie „flog“, Axel lag ebenfalls auf dem Boden.

„Bitte… pass auf, du hast nur dieses eine Leben.“ keuchte Axel verschwitzt, denn seiner Meinung, war dieser Angriff… zu knapp für ihn.

Cimmeris landete auf dem Boden und drehte sich sofort wieder um, als er wieder die merkwürdigen Steine auf sich zufliegen sah. Schneller als jeder sehen konnte, wich der Wolf den Angriffen wieder aus, all seine Instinkte sagen ihm, dass sie mehr sind als nur Steine.

Leena schoss nun ein einzelnen Feuerball auf den Wolf, diesmal beobachtet sie genauer. Der Wolf ignoriert dies und der Ball… verschwand. „Verflixt, das gibt es doch nicht! Ich vergeude nur meine Mana! Leena… denk nach. Dieses Monster heiß Cimmeris der Schattenfresser, laut Lilith treffen alle ihre Beinamen nach dem Element, was sie besitzen. Schatten ist aber kein Element… hmm?“ grübelte Leena, als ihr auffiel, wie groß der Schatten unter dem Wolf war.

„Ist… das die Lösung? Kann es sein, dass der Schatten bei diesem Monster tatsächlich eine höhere Bedeutung hat?“ kam Leena der Lösung näher. Der Schatten vom Wolf war ein großer Kreis um ihn herum, größer als der Wolf selber.

„Feuerball!“ schoss die Magierin wieder auf den Wolf, diesmal aber beobachtet sie den Schattenkreis, auch den Schatten ihres Zauber… Der Schatten des Feuerballs berührte den Schattenkreis und wird auf einmal verschlungen, damit verschwand auch sofort der eigentliche Feuerball.

„Leute! Pass auf seinen Schatten auf, der ist viel mehr als er sein dürfte!“ rief Leena sofort ihre Warnung aus und bekam… damit die Aufmerksamkeit des Wolfes. „Oh oh…“

Cimmeris knurrte wieder wütend und rannte nun auf die Magierin zu. Sakura und Axel haben die Veränderung bemerkt und schlugen mit ihren Fähigkeiten „Allesschneider“ direkt auf den Wolf zu. Wiederholt wich der Wolf die beiden Fähigkeiten aus, trotz dass sie aus einem Winkel eingesetzt worden sind, wo man es nicht sehen kann!

„LEENA!“ schrie Rose und schoss verzweifelt ein paar magische auf das Monster, wieder wich das Monster auf. Wären die Kämpfer ein bisschen aufmerksamer, würde ihnen auffallen, dass Cimmeris erst ausweicht, sobald eine Fähigkeit oder ähnliches sein Schattenkreis berührt.

Leena zaubert in ihrer Verzweiflung mehrere Eiswände hoch, in der Hoffnung, sie könnten… die Magierin irgendwie beschützen, nur…

Der Wolf krachte direkt durch die Eiswände durch mit einem offenen Maul, der Leena töten will… „Werde ich wirklich jetzt sterben?“ dachte die Magierin in ihren Gedanken…

Als auf einmal eine geflügelte Gestalt mit atemberaubende Geschwindigkeit an der Seite des Wolfes rein geschossen kam und mit dem Monster über das Feld rollte. Den lauten Knall konnte man bei dem Zusammenprall nicht überhören.

Schockiert beobachten die Gefährten, was so eben passiert ist, da meldete sich schon die Heilerin als Erstes: „Lilith?!“

Der Wolf sowie Lilith rollten über das Schlachtfeld, als beide zum Stillstand kamen. Sofort stand Lilith auf und griff sich den Schwanz des Wolfes. Anschließend setzte sie all ihre Kraft ein und warf Cimmeris über sich in den Boden, ein weiteres Beben fand stand. Dabei hörte man, wie der Wolf laut vor Schmerzen wimmerte.

„Finger weg von meinen Freunden!“ drohte Lilith böse.

Kapitel 313

Ich bin wiedergeboren und mein Kampf gegen den „Kleinen“?

Lilith stand von ihrer Position auf und nahm ihren neuen Gegner sehr ernst. „Was… du auch immer getan hast, aber ich werde dich trotzdem töten!“

„Har har har, das wollen wir ja sehen Verräterin!“ lachte der Dämonenkönig Rarkas schauderhaft, dann griff er Lilith mit seinem verwandelten Schwert von oben an… und wird durch die neue Kraft ihres Gegner in die Knie gezwungen.

„Herrlich… nun werdet ihr leiden!“ trat Rarkas der Dämonin ins Gesicht, die wieder durch das Feld geschleudert wird, es grenzte an ein Wunder, dass ihr Genick nicht gebrochen wurde. Mehrmals rollte die Dämonin wieder über den Boden, bis sie endlich still lag.

„Ok, es bringt nichts zu grübeln was passiert ist, aber so kann ich nicht gegen den Typ kämpfen. Seine Stärke und Geschwindigkeit… ist scheinbar so hoch geworden, dass er mich definitiv übertrifft.“ grübelte Lilith, während sie auf dem Boden lag.

„Hätte ich meine alten Waffen, könnte ich die Auren einsetzen… Stop! Denk lieber, was dir zur Verfügung steht Lilith!

… Nicht viel, außer die aktuell stärkste Dämonenrüstung sowie das Blitzschwert, das keine Funktion gegen ihn hatte und Lazarus, dessen Werte ich nicht kenne, aber definitiv gegen die Kraft des „Kleinen“ standhalten kann.

Hm… bringt mir nicht viel, ich muss auf meine Fähigkeiten als Gött… Chaosbestie zurückgreifen, hoffentlich komme ich damit weiter. Limit brechen kann und darf ich nicht einsetzen, denn… leider habe ich noch ein anderes Problem an der Backe, beim dunklen Gott, du machst es mir gerade nicht leicht. Hmm… der Kleine kommt wieder.“

Die Dämonin hob den Kopf hoch und sah den „General“ auf sich zurennen, also stand sie auf und nahm eine Kampfposition mit ihren beiden Schwertern ein. Plötzlich stand Rarkas neben ihr und schlug mit seinem Schwert zu.

Dank ihrer neuen Vorahnung konnte sie sich frühzeitig wehren und hob zur Verteidigung ihr Blitzschwert hoch… was ein Fehler war. Es konnte der Kraft des Generals nicht standhalten und wurde einfach zerschnitten, während die Klinge immer näher ans Gesicht von Lilith kam… als die Dämonin noch im letzten Moment ausweichen konnte!

Dann schlug sie mit Lazarus eine Schnittwunde in den Schwertarm des Generals, aber dieser verzog nicht mal eine Miene über die Wunde.

„Har, eine Waffe weniger, dann werde ich deine andere Waffe ebenfalls zerstören.“ grinste Rarkas boshaft, hat nicht mal den Angriff von der Verräterin bemerkt.

„Ist klar. Komm mal von deinem hohen Ross wieder runter, dass war nur eine magische Waffe, die du zerstört hast.“ wirkte Lilith desinteressiert, dann rammte sie das kaputte Schwert in den Unterarm des Dämon und drehte es direkt in der Wunde.

Nun schrie Rarkas vor Schmerzen auf, in seiner Arroganz dachte er, dass seine neue Gestalt keine Schmerzen mehr empfängt.

„Oh ho? Also kannst du immer noch Schmerzen spüren? Das war eben Musik in meinen Ohren, du Loser!“ provozierte Lilith den Dämonengeneral wieder. Als Dank rammte Rarkas der Frau seine Faust in den Magen, wo Lilith in die Luft flog und Blut erbrach.

Anschließend setzte Rarkas seine eigene Fähigkeit ein und „Allesschneider“ flog auf Lilith zu… „Schockexplosion!“ benutzte die Dämonin zur Verteidigung, ein grüner Ball raste auf den Schnitt zu und eine Explosion entstand, die Lilith wieder wegschleuderte, aber auch Rarkas in die Knie zwingt durch die Druckwelle.

„Sag… wie oft soll ich eigentlich noch auf der Fresse landen? Langsam ist mal genug!“ murmelt Lilith wütend, als sie wieder auf dem Boden krachte. Bisher… hatte sie noch keine ernsten Verletzungen erlitten, aber… sie will es auch nicht provozieren.

Wieder stand Lilith von Boden auf, als der „General“ vor ihr landete und seine Hand vor ihr hielt: „Meer der Dunkelheit!“ Ein riesiger schwarzer Flächenangriff erfasste die Verräterin, aber auch das Land hinter ihr. Alle Kämpfer spürten die mächtige Magie, die auf dem Schlachtfeld eingesetzt wird.

Grinsend beendet der Dämonenkönig seine Magie, um zu sehen, in welchen Zustand die Verräterin war… Lächelnd und zeigte keinerlei Anzeichen von einer Verletzung. „Huch?! Meine Magie ist doch ebenfalls stärker geworden!“ riss Rarkas erstaunt seine Augen auf.

„Tja Kleiner, dass meinte ich, dass ich ebenfalls stärker geworden bin. Lass eine Kostprobe meiner Magie zeigen. „Chaosblitz“!“ zeigte Lilith auf den General, als ein schwarzer gigantischer Blitz auf hin herunter fiel.

Rarkas schrie vor Schmerzen laut auf, er dachte in diesem Moment, dass er die gleiche Stärke hatte wie der Angriff von dem dunklen Gott. Dann hörte er es wieder: „Chaosblitz. Chaosblitz. Chaosblitz.“

Ein schwarzer Blitzangriff nach dem anderen fiel auf den Dämonenkönig, er fiel vor Schmerzen auf die Knie, der Boden und die Umgebung nahm fürchterlichen Schaden durch die Magie von Lilith.

Schwer atmend, aber auch wütend, dass Rarkas… immer noch zu schwach war. „Mehr… mehr!“ waren seine Gedanken. Der Ring erfüllte ihm den Wunsch, dafür schrie er wieder vor Schmerzen auf, wo Lilith ein paar Schritte nach hinten machte.

„Was… wird er immer stärker, wenn er verliert?“ beobachtet Lilith nun genau den Vorgang, was bei dem Mann passierte, aber von dem Ring bemerkte sie überhaupt nichts. Dafür nahmen die Arme und Beine des General mehr Muskeln an, die Haut war zum zerreißen gespannt, die Stacheln an seinem Rücken wurden länger.

„Ja… mein kleiner nutzloser Sklave, gib immer mehr von deine Seele her. Werde stärker und stärker, bis du endlich… meine „Heldin“ tötest.“ lachte der dunkle Gott, der den Kampf in seinem Reich beobachtet.

Zeit… spielte für Götter eine andere Rolle, sie können jederzeit auf das Wissen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugreifen, was der dunkle Gott in der „Vergangenheit“ auch tat, als Lilith zum ersten Mal in der Zeitepoche erschien und mit ihr nichts anfangen konnte.

„Wie… wahnsinnig muss ich in der Zukunft sein, eine Seele aus der anderen Welt zu beschwören? Nun habe ich das Ergebnis vor meinen Augen: Verrat gegen mein eigenes erschaffenes Volk und bekommt sogar… die Unterstützung meiner widerlichen Schwester.“ knurrte der dunkle Gott in Gedanken.

„Wenn ich wenigsten meinen Segen von ihr entfernen könnte, aber dass kann nur mein „Ich“ aus der Zukunft machen… Egal, dafür wird mein… dummer… kleiner… Dämonenkönig das Problem lösen!“ lachte der dunkle Gott laut auf.

Die Verwandlung war beendet, die Schmerzen verschwanden wie nichts. Rarkas atmete ein paar mal ein und aus, dann stand er mit seinen neuen Körper wieder auf und starrte Lilith in die Augen.

„Hast… du deine Seele verkauft um an diese Stärke zu kommen?“ fragte Lilith ganz spontan, denn sie hat ihr gesammeltes Wissen durch gekramt, ebenso die Lehrstunden von Wisali, aber findet keine Lösung, wieso ein Dämon in so einer kurzen Zeit immer stärker wird. Selbst bekannte Drogen haben nicht so einen Effekt wie der „General“ es anschaulich zeigt.

Der Dämonenkönig sagte nichts, als er vor Lilith stand und seine Faust in den Unterkiefer von Lilith rammte. In einer Schnelligkeit, die selbst die Verräterin nicht mitbekam, rammte Rarkas das Schwert in den Boden und packte ihren Kopf, bevor sie weg fliegt.

„Scheinbar… funktioniert Magie nicht an euch, aber sehr wohl körperliche Angriffe. Dann zeigt mal, wie… „taff“ du nun bist.“ grinste Rarkas sehr sadistisch und drückte mit seinen neuen Kräften den Kopf von Lilith die laut vor Schmerzen aufschrie.

Aber der König hat nicht mit der Sturheit der Frau gerechnet, als sie Lazarus in seinen Arm rammte und wieder drehte, doch… scheinbar hat seine neue Stärke dazu gesorgt, dass dieser Angriff ihm nur wie ein Mückenstich vorkommt.

Wütend, dass die Frau sich immer noch wehrt, schlug Rarkas mit seiner freien Hand einen Kettenangriff auf Lilith gesamten Körper, dessen Schnelligkeit man nicht sehen konnte, aber hört immer das Brechen von Knochen.

Beim letzten Angriff ließ der „General“ Lilith wieder los und schlug nochmal mit voller Kraft in den Bauch von Lilith, die wieder fortgeschleudert wird. Mehrmals rollte sie wieder über den Boden, aus irgendwelchen Gründen hat Lilith es geschafft, nicht ihr Schwert zu verlieren oder das Bewusstsein, aber…

„Was… ist los? Selbst… die Kämpfe gegen Justus, Acula und Tierra stellt alles in den Schatten…“ murmelt Lilith, als sie gelandet ist und heftig Blut erbrechen musste. „Ich… kann… es… nicht… einsetzen!“ war die Dämonin immer noch stur, ihre Trumpfkarte einzusetzen.

Dann erschien wieder der Dämonenkönig vor ihr mit seinen Schwert. „Herrlich… all das habe ich mir gewünscht, dass ihr… in einem kaputten Körper vor mir liegt. Nun… muss ich es nur noch schaffen, dass ihr mich um Gnade bettelt.“ dann lachte der König laut auf.

„Du Witzbold… du jämmerlicher… kleiner Witzbold. Deine Stärke… ist ein Witz im Gegensatz zu den Monstern, die ich bekämpfen musste.“ provozierte Lilith ihn selbst in ihrem aktuellen Zustand. Dies gefiel dem „General“ überhaupt nicht, mehrere Zornesadern bildeten sich auf seiner Stirn.

„Hrr… ich kann wohl nicht alles haben. Dann werde ich dich einfach töten und mich mit meiner neuen Kraft deiner… „beschworenen“ Heldin annehmen.“ kichert Rarkas dann hob er seine rechte Faust und schlug zu.

Lilith ließ ihr Schwert Lazarus los und schlug ebenfalls mit ihrem rechten Arm in die Faust rein, eine Schockwelle explodierte, als beide Fäuste aufeinander krachten. Dann hörten beide Kämpfer, wie etwas zerbrach, dabei verlor aber Lilith das Kräfteduell und wird tiefer in den Boden gerammt.

„Was… war das für ein Geräusch?“ wunderte sich Rarkas, als er auf dem Boden mehrere Metallsplitter liegen sah. Lilith hat immer noch ihr Bewusstsein nicht verloren und drehte unter Schmerzen ihren Kopf, dann hob sie ihren gebrochenen Arm hoch…

Und sah den Grund für das Geräusch: Es war der Transmutation-Ring für ihre Verwandlung gewesen und die Schmerzen kamen sofort in ihren Rücken! Lauter als jemals zuvor schrie Lilith unter Schmerzen, erschrocken ging Rarkas ein paar Schritte zurück.

„ARRHHHHHGGGGHHHH! ILLUSION: KEINE SCHMERZEN!“ schrie Lilith und ihre Illusion unterdrückte ihre Schmerzen, aber sie schwitze aus jeder Hautpore. Ihre Haarfarbe änderte sich wieder in schwarz mit feuerrotem Haarbereich, ihre grünen Augen wurden zu einer blauen und roten Pupille.

„Hoo? Ich dachte, es wäre eine Illusion von dir gewesen, aber… scheinbar war es mehr als nur eine Illusion oder? So schön… wie ihr schreit?“ lachte Rarkas gehässig und ging auf die Dämonin zu.

Lilith packte ihr Schwert wieder und wollte nach dem „General“ schlagen, er schlug den Angriff aber wie ein Kleinkind beiseite und packte der Frau wieder am Kopf und hob sie hoch. „Irgendwelche… Worte, bevor ich endgültig deinen Kopf zerquetsche?“

„Ja Arschloch. „Chaosatem!“ kam direkt die Chaosbestienfähigkeit aus dem Mund von Lilith und erwischte den Rarkas ziemlich unvorbereitet. Dieser hatte zwar eine Resistenz gegen Chaos gehabt und es hat sich durch die Chaosblitze etwas gebessert, doch… der Atem von der Verräterin war scheinbar noch stärker.

Vor lauter Schmerzen ließ Rarkas reflexartig Lilith los und flog durch den Atem der Verräterin schreiend weg. Lilith fiel unsanft auf den Boden, sie fühlte sich immer noch unwohl am Rücken, bis etwas aufplatzte und Blut wie ein Springbrunnen raus spritze.

„Ahh… mein Rücken… warum musste das jetzt passieren.“ fluchte Lilith, war aber froh, dass der Dämon immer wieder in seine Arroganz zurückkehrte, sodass ihr Atemangriff seine volle Kraft entfalten konnte.

Nun wuchsen die Flügel aus dem Rücken raus, exakt an der selben stelle wo sie durch die Rüstung herauskamen. Sie wurden immer größer und größer, das Flügelmembran nahm eine blutrote Farbe an… „Huch?!“ staunte Lilith als grüne Muster sich darin bildeten.

Der Dämonenkönig hat sich von dem Angriff erholt und stand wütend auf, dass die Verräterin immer… noch Tricks auf Lager hatte. „Es… reicht. Keine Spielchen mehr!“ knurrte er mit sich selber und rannte auf seine Erzfeindin zu…

Und hielt mittendrin beim Rennen an, denn… er traute seinen Augen nicht. Die Flügel der Verräterin hatte wieder die Größe, wie er es kannte, aber… nun waren grüne Muster in den Flügeln zu sehen, die… wie zwei Augen aussahen. „Was…“ verlor Rarkas seine Sprache, denn… dieses Muster, er bekam das Gefühl nicht los, dass sie ihn anstarrten.

„Ich… weiß nicht, was es zu bedeuten hat, aber… dieses Muster ist mir unheimlich.“ murmelt Lilith, die ihr Tattoo auf den Flügel begutachtet. „Wie… Augen. Hoffentlich… finde ich einen Geist, der mir erklären kann, was es bedeutet.“

„WAS. ZUR. HÖLLE. IST. DIESE. HELDIN. GEWORDEN?!“ brüllte der dunkle Gott in seinem Reich. „EINE VERDAMMTE CHAOSBESTIE?! ICH DACHTE, DIE HÄTTEN MEINE SCHWESTER UND ICH AUS DEM UNIVERSUM AUSGEROTTET!

Ruhig… tief… ein und ausatmen, wie einige meine Schöpfungen es sagen würden…. VERDAMMT!“ konnte sich der dunkle Gott sich nicht beruhigen.

Scheinbar… waren die Chaosbestien eine Rasse, die von den Göttern überhaupt nicht geduldet werden.

„Wenn… eines erscheint… dauert es nicht lange, bis weitere erscheinen! WIESO HAT MEINE SCHWESTER NICHTS GESAGT! SIE WEIß GENAU, WAS DANN WIEDER PASSIERT!“ brüllte der dunkle Gott weiter.

„Oh… mein kleines Spielzeug, nun musst du sie erst recht töten!“

Lilith musste auf einmal niesen, als hätte irgendjemand über sie geredet. Sie löste ihre Illusion auf und spürte keine Schmerzen im Körper, stand dabei vorsichtig auf.

„Puh… wenigsten bin ich nicht bewusstlos geworden, das wäre mein sicheres Todesurteil gewesen.“ nickte Lilith zufrieden über ihre eigene Idee. „Nun… kann ich… auch fliegen?“ und testet es direkt aus, denn davor fürchtet sie sich am meisten, dass sie von vorne beginnen muss.

„Ich kann sie kontrollieren, wie ich es will! JUHU“ freute sich Lilith, als ihre Flügel das taten, was die Dämonin wollte. Sie strecke ihre Flügel weit aus, flatterte leicht und nahm kurz an Höhe an… dann sah sie den General vor sich stehen…

„Wieso hat er mich nicht angegriffen und steht wie angewurzelt?“ wunderte Lilith sich sofort, denn dem Kerl hätte sie zugetraut, zu jederzeit zuzuschlagen. Dafür macht Lilith dies und zeigte mit ihrem Zeigefinger auf den „General“. „Inferno!“

Der Dämonenkönig befreite sich aus der Erstarrung und merkte wie er auf einmal in einem grünen Feuerball war, als dieser sich zu einer riesigen grünen Feuersäule entwickelte. Wieder… lernte Rarkas Schmerzen, von denen er nicht wusste, dass es sie gibt.

Seine Haut verbrannte überall, obwohl seine neue Regenerationsfähigkeit versuchte, es gegen zuheilen. Blaue Blitze flogen aus der Feuersäule raus und statt es eine extreme Hitze ausstrahlte war es nun das Gegenteil: Eine extreme Kälte war zu spüren, was alles in der Nähe zu Eis einfror.

„Wow… egal… was ich einsetzte, aber das Element Chaos ist… wohl nun ein Teil in jedem meiner Angriffe.“ staunte Lilith nicht schlecht und war mit dem Ergebnis zufrieden, als eine schwarze Gestalt aus dem Angriff raus sprang und vor Lilith landete.

Scheinbar wurde er wieder stärker, denn seine Stacheln am Rücken sind wieder größer geworden, zusätzlich haben sich zwei weitere Hörner auf der Stirn des „Generals“ gebildet. Doch scheinbar kommt nun selbst sein eigener Ring an seine Grenzen, denn er zeigt Anzeichen von Rissen.

Beide Gegner starrten sich in die Augen, Kommentare waren schon lange überflüssig. Mit einer neuen Geschwindigkeit schlug Rarkas mit seinem Schwert nach der Verräterin, die nur dank ihrer Vorahnung das Schwert mit Lazarus blocken konnte. Trotzdem wird sie stark zur Seite gedrückt, die Spuren auf dem Boden zeigen eine deutliche Sprache.

„Ich… bin so viel stärker geworden und IMMER noch weigert ihr euch, mir unterlegen zu sein!“ knurrte der „General“ auf einmal.

„Bin halt ein Sturbock.“ lächelte Lilith auf einmal sehr ehrlich. „Wisst ihr… ihr zwing mich echt an meine Grenzen zu kommen. Nicht nur das, ich selbst muss meine Kräfte sparen, weil vermutlich noch ein größeres Problem kommt… und ihr macht mir das echt… sehr schwer.

Glaube… wir kommen mal wirklich zum Ende. Ich weiß zwar nicht wie, aber… ich muss auch ohne meine spezielle Fähigkeit mich übertreffen um deine… immer mehr kommende Stärke zu besiegen.“

Misstrauisch kniff Rarkas bei der Aussage der Verräterin seine Augen zusammen, dann schlug er wieder mit seinem Schwert zu, das gleiche Ergebnis wie eben. „Nein… ihr werdet diesmal richtig sterben!“

Dann brüllte der „General“ seinen Schlachtruf, den man über das halbe Schlachtfeld hören konnte.

„Idiot.“ meinte Lilith nur, dann zeigte sie mit dem Zeigefinger ihrer freien Hand auf… seine „Kronjuwelen“. „Chaoshand“ und ein schwarzer Strahl schoss direkt darauf zu…

Der Schlachtruf änderte sich rapide zu einem Schmerzensschrei, was jeden einen Schauder auf dem Feld verursachte selbst… ungefragte Zuschauer mussten bei der Aktion schlucken.

Viel Blut floss an den Beinen des „General“ runter, selbst seine neue Stärke… schütze ihn nicht vor diesem Schwachpunkt jedes männlichen Wesens und Lilith grinste nur sadistisch, dann steckte sie Lazarus auf einmal in ihre Schwertscheide zurück.

„Man muss einfach nur… skrupelloser und grausamer kämpfen.“ kam der Tipp der Verräterin, dann schlug sie mit aller Kraft in das Kinn ihres Gegners, was ruckartig nach oben schoss. Mehrere gebrochene Fangzähne fielen bei der Aktion aus dem Mund raus.

„Sturmschlag!“ setzte Lilith ihre neue Fähigkeit ein „Unbewaffnet“. Ein Kettenangriff von Faustangriffen schlug über den gesamten Körper des „Generals“ ein, die Dämonin musste spontan an die Fähigkeit von OXe PiXce denken, die RuXXy gerne einsetzt.

„Sturmschlag! Sturmschlag! Sturmschlag! Sturmschlag! Sturmschlag! Sturmschlag!“ wiederholte Lilith immer öfter ihre Fähigkeit, der General flog schon in der Luft und bekam nicht eine Chance, sich zu wehren. Hinter seinem Rücken kamen Druckwellen raus, die in den Himmel Löcher rissen, so stark ist die Fähigkeit!

„Das… darf doch nicht wahr sein!“ war das einer der wenigen Gedanken, die dem Dämonenkönig Rarkas durch den Kopf schossen.

Überall spritze Blut, Lilith schlug weiter unbarmherzig zu, denn… sie will wirklich den Kampf beenden. „Flammenflügel!“ aktivierte Lilith eine andere Fähigkeit… und hatte grüne Flammen um ihre riesigen Fledermausflügel.

„Ach man… rot sah doch schöner aus…“ kam dagegen bei Lilith der Gedanke, aber konzentrierte sie sich schnell wieder auf ihren Kampf… „Schonmal die Welt von oben gesehen Kleiner? Ich zeig sie dir!“ grinste Lilith, dann krallte sie sich in das Bein des „Generals“ und flog mit ihrer Fähigkeit direkt in den Himmel. Ihre brennenden Flügel hinterließen einen grünen Streifen.

Nun bekam Rarkas es mit der Angst zu tun, als vor seinen Augen das Schlachtfeld… das Land… sogar der Kontinent immer kleiner wurde. Die Dämonin flog bewusst höher, denn… mit der nächsten Aktion will sie den „General“ endgültig töten.

„Scheiße… bin zu hoch geflogen!“ merkte Lilith auf einmal, dass sie keine Luft bekam und fast die Welt von Gaia sehen konnte. Sofort drehte sie sich um und flog wieder runter, schneller als zuvor.

„Was… hat die Chaosbestie vor?!“ staunte der dunkle Gott vor seinem Monitor nicht schlecht, gierig mehr zu erfahren.

Himmelswolken durch Himmelswolken raste Lilith mit ihrem Gegner durch, beide standen unter Feuer durch die Geschwindigkeit. Rarkas schrie vor Schmerzen auf und wollte wieder mehr… Kraft haben um aus der Situation befreit zu werden, doch passierte auf einmal nichts. „Mehr Kraft verdammt!“ brüllte der Dämonenkönig in seinen Gedanken.

Als Lilith dann wieder das Schlachtfeld vor ihren Augen sah… machte sie die nächste ungewöhnliche Aktion. Sie fing an um sich zu drehen… wie ein Geowurf aus einem altem Anime, ihr Gegner hatte immer noch keine Chaos sich aus dem Griff zu befreien, zumal sich die Welt um ihn drehte.

Immer näher dem Boden gekommen, machte Lilith nun ihren letzten Angriff. „Zielschuss!“ und benutzte den „General“ als eine Waffe, der mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit in den Boden gerammt wurde…

Komplett Alliancia war auf einmal ein Erdbeben, in der Hauptstadt herrschte regelrechte Panik, selbst auf dem Schlachtfeld, dass quasi am Zentrum war. Dämonen sowie die Armee von Alliancia fielen alle auf ihre Knie, unwissend was nun passierte.

Der Ring des Dämonenkönigs ging auf einmal zu Bruch, eine gigantische Schlucht entstand, die ein Teil des Schlachtfeldes in zwei Hälften auseinanderbrach. „Mutter…“ war der letzte Gedanke von Rarkas, als er in die schwarze Tiefe fiel…

Die Beben hörten nach wenigen Sekunden wieder auf. Die Karte in diesem Landesabschnitt müsste neu gezeichnet werden, aber dies ist Lilith egal, die vor der Schlucht landete und schwer am Atmen war, denn… alle benutzten Fähigkeiten forderten ihren Tribut.

„Scheiße… habe ich mich nun übertroffen? Mit meiner speziellen Fähigkeit hätte ich ihn wohl mit Lazarus getötet, aber…“ bekam Lilith auf einmal eine dunkle Vorahnung. „War… er die dunkle Gestalt aus meiner Vision? Dann…?“

Spürte Lilith es… eine Aura… die nur wenige Monster auf der Welt haben.

„SCHEIßE!“

Kapitel 312

Ich bin wiedergeboren und der Kampf gegen den stärksten General?

Alle drehten sich zu der unheimlichen Stimme um und sahen den missgestaltesten Dämon, den sie jemals gesehen haben. Ein riesiger Dämon in einer Ritterrüstung mit einem zerstörten Gesicht kam auf die Gruppe von Sakura zu, alle spürten seine unheimliche Aura nun.

Aber Rose ignorierte dies und rannte auf Sakura zu, um sie direkt zu heilen. Sie hat ihre Augen weit nach hinten gerollt, der Aufprall war scheinbar nicht ohne gewesen.

„Sakura! Halt aus!“ rief Rose zur Aufmunterung und setzte ihre Heilkraft ein, aber die Wunde benötigte scheinbar Zeit.

„Das… ist wohl der Dämonenkönig Rarkas, aber…“ stammelt Leena, denn für sie, aber auch für die anderen war es ein richtiger Schock gewesen, in welchem Zustand Sakura war.

Dämonengeneral Uzaxad hörte die Aussage, als er nah genug an die Gruppe kam und musste wieder lachen, richtig laut und lang.

„Was gibt es da zu lachen du verdammte Ausgeburt?!“ fluchte Axel und hob sein Schwert zum Angriff, die anderen Schwertmeister taten dasselbe.

„So… wie ich es eurer Heldin schon gesagt habe, aber ich bin nicht der Dämonenkönig Rarkas. Es ehrt mich wirklich, wenn ihr Schwächlinge mich mit ihm verwechselt, doch ich bin Dämonengeneral Uzaxad.“ teilte der General es kichern mit.

Nun ging ein weiterer Schock durch die Gefährten, als sie dies zu hören bekamen und dachte dann auch alle dasselbe: Gegen wen kämpft Lilith?!

„Scheinbar… hat Xannur ihren Meister gefunden und verloren, aber was kann man von einem Schwächling erwarten?“ sah Uzaxad die zerteilte Leiche der Generälin, dann widmet er seine Aufmerksamkeit wieder den Menschen vor ihnen.

„Sie… war ein Schwächling?! Ich hatte große Mühe gehabt, ihre beknackten Angriffe ab zu wehren! Doch falls du es nicht mitbekommen hast… deine anderen Freunde wurden ebenfalls besiegt… Bulgog und Tezen! Das wir hier sind, ist der eindeutigste Beweis, selbst unsere Armee drängt eure Armee immer mehr zurück!“ motivierte Axel sich und die anderen.

„Oh? Nun, wundern tut mich das nicht wirklich, denn sie hatten nie wirklich das Potenzial als General. Der König dachte sich schon was dabei, als er diese Schwächlinge befördert hat.“ zuckte Uzaxad mit seinen Schulter und beobachtet die Schlacht.

„Und was die Schlacht angeht…“ hob Uzaxad die Hand und ein gigantischer Feuerball flog in den Himmel, dann explodierte er mit einem gigantischen Knall. Daraus kamen viele… „Feuerpfeile“ und sie flogen in die menschliche Armee rein, das Massensterben hat begonnen. Soldaten, die von dieser Magie gestorben sind… standen auf einmal wieder auf und griffen als Untote die anderen Menschen an.

Die Dämonen jubelten laut auf und eine Bewegung ging durch die Reihen, sie konnten wieder die Armee von Alliancia zurückdrängen. Als wäre es ein Signal für die Belagerungswaffen gewesen, explodierten sie alle und unzählige Killermaschinen kamen zum Vorschein, die ebenfalls die Reihen der Armee abschlachten.

„Aber…“ traute Leena ihren Augen nicht, denn sie hatte nicht einen Moment das Gefühl gehabt, dass sie auf verlorenem Posten standen.

„So schnell kann man die Schlacht zu unseren Gunst wenden. DAS ist die Qualifikation eines Generals, nicht reine Muskelkraft wie die Schwächlinge es anschaulich unter Beweis zeigten.“ lachte Dämonengeneral Uzaxad.

„Hätte man mich ein bisschen mehr eingesetzt, wäre der Norden niemals von euch eingenommen, scheinbar… traute der Stratege mir nicht über den Weg, aber es ist wie es ist. Und? Ist die Heldin wieder für den Kampf bereit?“ fragte der Hüne.

„So… ein verdammter Mistkerl!“ brüllte Axel wütend, dann rannte er auf den General zu, die anderen Schwertmeister folgten ihm.

„NEIN! WARTE AXEL!“ rief Sakura, als sie wieder bei Besinnung war und den Angriff auf den General sah.

Unbeeindruckt ließ Uzaxad die drei Menschen auf sich zukommen, dann schlug er zu… Axel konnte es irgendwie sehen und hob im rechten Moment sein Schwert zur Verteidigung hoch… aber die Kraft des General war tatsächlich in einer anderen Liga als die von Xannur. Axel flog durch seine Kraft einfach beiseite, die… anderen Schwertmeister hatten nicht das Glück auf ihrer Seite gehabt und fielen in zwei Körperhälften auseinander.

„Kein Wunder warum Xannur gegen dich verloren hat.“ kichert Uzaxad. „Aber ich bin für euch euer Ende, ihr werdet den Dämonenkönig nicht zu Gesicht bekommen.“

„Mir geht es wieder gut Rose, aber wir müssen gemeinsam gegen diesen Dämon kämpfen, er ist wirklich ein sehr… spezieller Dämon… Laut seiner Aussage hat er die anderen Helden vor mir getötet!“ warnte Sakura und entfernte ihre kaputte Brustplatte.

„Er… ist der Heldenkiller?!“ hakte Leena nach, scheinbar hat sie von diesem Dämon gehört. „Das… darf nicht wahr sein.“ Wieder lachte Uzaxad laut auf, in der Zeit stand Axel von dem Angriff auf und musste sich wieder orientieren.

„Und wenn schon, der Typ ist nichts im Gegensatz zu Lilith und das wisst ihr genau!“ kam die Meinung von Axel, als er wieder den General im Auge behielt.

„Axel hat recht. Er… ist stark, keine Frage, aber wir wussten doch alle im Herzen, dass wir auf solch einen Dämon treffen werden, auch wenn ich wirklich glaubte, dass er der Dämonenkönig ist.“ stimmte Rose zu und half Sakura beim Aufstehen.

„Wenn wir ihn besiegen… nein wir müssen ihn besiegen, damit wir das Schlachtglück wieder auf unsere Seite ziehen können.“ rief Leena die zu den Frauen gegangen ist, damit sie gemeinsam gegen den Hünen kämpften.

Der General kichert und überlegte, wie er am besten gegen die Menschen vorgeht, als ihm bei den vier Personen eine komische Verzauberung auffiel. „Hm… am besten das entfernen wir euch mal.“ murmelt der General.

Dieser murmelt kurz, dann öffnete er seine freie Hand. Daraus kamen vier kleine weiße Kugeln, die sofort jeden Menschen „angriffen“. Alle hatte keine Chance gehabt, gegen diesen Zauber sich zu wehren, nur…

„Huch? Nichts passiert?“ wunderte sich Rose und sprach als erstes ihren Gedanken laut aus, die anderen schütteln ihre Köpfe.

Verwundert hob General Uzaxad seine… „Augenbrauen“? hoch, über die Reaktionen der Menschen, er hätte mit was anderem gerechnet.

Schniff Schniff…. GRRRRRRRRR“

„Nun, beenden wir… dieses Schauspiel hier, ich muss die Arbeit meiner… verstorbenen „Freunde“ ausbügeln, denn ich habe keine Lust dem König zu erklären, wieso wir bei der Masse an Dämonen trotzdem verlieren würden.“ nahm Uzaxad nun seine Kampfhaltung ein.

„Axel, wir gehen gemeinsam vor, keine Einzelaktionen! Rose und Leena, dieser Dämon kann… auch Magie einsetzen, wie ihr es vermutlich bemerkt habt. Beratet euch, wie wir gegen ihn vorgehen können, rechnet aber auch, dass er eine tiefe Trickkiste hat.“ murmelt Sakura ihre letzte Anweisung ihren Gefährten zu.

Dann machte die Heldin Axel ein Zeichen, dieser nickte und beide stürmten nun auf den General zu, der wieder amüsiert war. Dies änderte er sehr schnell, indem Uzaxad einen schnellen Schwertangriff vor ihren Nasen machte, damit sie ihren Ansturm stoppten… Aber sie rannten weiter, als hätten sie dies geahnt!

Beide Schwerter luden wieder ihre Fähigkeiten auf, als der General den nächsten Angriff startet. Sowohl Sakura als auch Axel wussten, dass sie alleine nicht gegen seine Kraft standhalten konnten, weswegen sie bewusst näher zusammen gerannt sind und gemeinsam den Schwertangriff von der Seite blockierten.

Axel ließ nun sein „Allesschneider“ auf den General zu, während Sakura weiter das Schwert blockierte… doch der General fing es mit seiner gepanzerten freien Hand auf und blockierte den Angriff.

„Verdammt… der ist wirklich stark.“ fluchte Axel, selbst Sakura musste schlucken. Uzaxad selber lachte leicht hämisch über die Aktion, als auf einmal viele Wasserbälle in seine Sicht kamen und auf ihn zuflogen.

Der General sprang nach hinten, um den „Angriff“ auszuweichen und sah, wie Rose weitere Wasserbälle zauberte und auf den General schoss. „Was… ein komischer Angriff.“ war der General misstrauisch, dann ließ er alle Wasserbälle wie nichts verdampfen.

„Mist… das klappt nicht.“ murmelt sie das Leena zu, die die gleiche Taktik versuchen, wie Rose es bei Tezen versucht hat. „Kann man nichts machen, aber da er ja soviel Metall bei sich trägt…“ murmelt Leena zurück, dann setzte sie ihre Magie ein.

Ein gigantischer Blitz fiel auf den General, er schaute frühzeitig nach oben, dann machte er etwas unerwartetes: Er hob sein großes Schwert in den Himmel und fing den Blitz auf, sofort waren Axel und Sakura leicht elektrisiert, als sie den Strom unter ihren Füßen merkten.

„Was?!“ staunte Leena bei der Aktion, dem General ist scheinbar nichts passiert und er lachte wieder sehr dreckig.

„Lustig lustig, Magier denken immer wieder das gleiche und kommen dann ins Staunen, wenn ihre Magie… keine Funktion hat!“ dann griff er wieder Sakura und Axel an, diesmal noch etwas härter, was beide zwar blocken können, trotzdem flogen sie bei dem Angriff zur Seite und rollten über den Boden.

„Der… ist ja richtig unheimlich.“ flüstert Axel zu Sakura. „Aber wir müssen ihn besiegen, in dieser Beziehung hat Leena recht. LEENA! ROSE! Greift den Dämon mit all eure Magie an!“ gab die Anführerin den Befehl durch.

Die Frauen nickten und Leena begann, mehrere Feuervögel zu zaubern, während Rose ihre magische Schleuder rausholte.

„Hältst du das für eine gute Idee?“ flüstert der junge Mann, aber Sakura nickte. „Ja, wenn wir einen Angriff nach dem anderen machen… du siehst ja, wie er es bisher kontert. Lass unsere Fähigkeiten ebenfalls einsetzen!“

„Ho? Scheinbar habe ich euch für schlauer gehalten, aber mit so… einem billigen Trick, werdet ihr mich nicht besiegen. „Luftdruck!“ meinte Uzaxad und eine Luftring bildete sich um den Dämon, anschließend explodiert die Magie. Eine Druckwelle erfasste alle Menschen, die Magie von Leena wurde dabei unterbrochen, während alle nach hinten geschleudert werden.

„Selbst… mit euren Freunden seid ihr… eine jämmerliche Heldin, wenn ich meine Meinung sagen dürfte. Meine früheren Helden konnten mehr, als ihr es momentan zeigt.“ hörte man die Enttäuschung aus der Stimme des Generals, dann ging er ruhigen Schrittes zu Axel und Sakura.

Rose und Leena mussten sich noch von dem Angriff erholen, scheinbar haben ihre Kämpfe gegen ihre eigenen Generäle mehr… Energie benötigt als gedacht… Als Uzaxad vor Sakura stand und sein Schwert erhob.

„Damit werdet ihr der dritte Held auf meiner Liste sein.“ teilte der General es noch mit und schlug dann zu, was Axel auffing. Aber die Aktion ging nicht unbedingt zu seinen Gunsten aus, denn er wird direkt auf seine Knie gedrückt.

„Das wird sie bestimmt nicht! Eher musst du an mir vorbeikommen!“ brüllte Axel mit einem roten Gesicht, der gegen die Kraft des Dämons ankämpfte. Dann leuchtete seine Klinge auf…

„Respekt kleiner Mann und doch werdet ihr es nicht verhindern können.“ hörte man die siegessichere Stimme des Dämonengenerals, als er wieder sein Schwert hob zum Angriff. Die Chance nutze Axel und setzte seine andere Fähigkeit wieder ein: „Zerstörungsschnitt!“

Uzaxad wusste, dass der junge Mann seine Fähigkeit einsetzen wollte, aber nicht, dass er eine andere Fähigkeit benutzt, als er wieder seine freie Hand zur Verteidigung einsetzt. Einen lauten Knall hörte man sowie einen unterdrückten Schmerzensschrei, denn… die Fähigkeit hat den Handschuh des Generals zerstört und nun blutete seine Hand fürchterlich.

„Verstehe, damit habt ihr wohl Xannur getötet.“ begutachtete Uzaxad kurz den angerichteten Schaden, dann schlug er mit seinen Schwert schräg über Axel. Eine große Blutspur folgte dem Schwert, ein Teil des Blutes flog auf das Gesicht von Sakura, die hinter Axel immer noch durch den Luftangriff desorientiert war.

„ … A… Axel?“ traute Sakura nicht ihren Augen, als sie das Blut auf sich spritzen spürte. Dann fiel Axel einfach zur Seite. „AXEL! AXEL!“ drehte Sakura den Körper ihres Freundes und sah die fürchterlich tiefe Wunde über seinem Brustkorb, Blut floss ununterbrochen aus der Wunde raus.

„Keine Sorge, ihr werdet euren Freund schon begleiten.“ hörte Sakura die Stimme, die sie nun hasste. Der General hat wieder sein Schwert erhoben und setzt das um, was er soeben angekündigt hat. Dann ließ er sein Schwert fallen…

„Limit brechen.“

Auf einmal wird sein Angriff von der Heldin blockiert und sogar zurückgeschlagen, wo Uzaxad erstaunt seine Augen aufriss.

„ROSE! HILF AXEL! LEENA! GREIF IHN MIT MAGIE AN!“ schrie Sakura, ihre Augen leuchten auf einmal golden durch die Fähigkeit. Dann schlug sie mit Excalibur nach dem fürchterlichen General.

Uzaxad schaffte es zu blockieren, aber war wieder erstaunt, welch eine Kraft in dem Angriff war und lachte laut auf. „Ja! Genau das ist es! Zeigt mir mehr!“ und Sakura zeigte es ihm, in dem ein Schwertsturm von Angriffen auf ihn hagelte.

Überall entstanden Druckwellen und Funken flogen wie wild herum, aber der General wird von Sakura nach hinten gedrückt. „Ich… werde dich töten!“ knurrte Sakura wütend.

„Versucht es doch! Feuerball!“ setzte Uzaxad mit seiner freien Hand Magie ein, aber Sakura zerschnitt den Angriff mit der Fähigkeit „Allesschneider“ und zerstörte dabei wieder seine Hand, diesmal musste der General doch vor Schmerzen brüllen.

Dann flogen Feuervögel in den Rücken des Generals, er hat die Magierin in seiner Arroganz ignoriert und bekommt nun die Quittung zu spüren. Ein Feuervogel nach dem anderen explodierte im Rücken des Hünen, wieder brüllte er vor Schmerzen auf.

Während des Kampfes ist Rose zu Axel geschlichen und musste schwer schlucken, dass Axel noch irgendwie am Leben war. „Hil… hilft ihnen Rose!“ murmelt ein sehr blasser Axel, aber Rose schüttelt den Kopf.

„Nein! Und denk nicht mal daran, aufzugeben, sonst sage ich Sakura, dass du sie liebst!“ provozierte Rose ihren verletzten Freund, wo dieser schmunzeln musste. „We… wenn du meinst?“

Der Rauch behinderte die Sicht für Sakura, aber das war ihr egal, sie schlug wieder mit einem „Allesschneider“ in den General rein. Diesmal schlug er die Fähigkeit mit seinem Schwert beiseite, dann setzte er seine Magie ein, dass der Rauch verschwand.

Nun sah man einen verletzten General, die Angriffe von Leena zeigten schlussendlich doch ihre Wirkung, aber im Gegensatz zu Bulgug waren sie für Uzaxad nicht wirklich tödlich gewesen. „Harr… diese Schmerzen, endlich fühle ich mich wieder lebendig.“ versuchte Uzaxad zu grinsen, dann schlug er nach der Heldin wieder, sie schaffte es aber ohne Probleme seinen Angriff stand zu halten, als der Dämonengeneral mit seiner verletzten Hand schnippte.

Diesmal fiel auf Leena ein Blitz runter, aber sie zaubert einem Feuerball den Angriff entgegen, als der nächste Blitzschlag auf sie runter fiel und die Magierin traf. Schreiend fiel Leena zur Seite und zeigte auf dem Boden anschließend keine Regung mehr.

„Nein…“ hat Sakura das gesehen und griff noch wütender den General an, der laut lachte. „Ja, werdet immer wütender, werdet stärker!“ schlug der Hüne wieder nach der Heldin.

„SAKURA! Konzentriere dich!“ rief Rose. „Denk, was… deine Meister dir beigebracht haben! Denk an die Worte von Markus!“

Die Anführerin hielt kurz inne und schloss für eine Sekunde ihre Augen fest zu, dann griff sie konzentrierter den Dämon an. Links, rechts, von unten nach oben, Uzaxad konnte alle Angriffe blockieren, wird aber weiter nach hinten gedrängt. Seine Wunden auf seinem Rücken sind mittlerweile wieder verheilt sowie seine freie Hand.

„Scheinbar… seid ihr irgendwie stärker geworden, wie jeder Held, aber wenn meine Regeneration die Zeit hat, meine Wunden zu heilen, könnt ihr letztendlich euch doch nicht mit mir messen.“ kam die Provokation von dem Dämonengeneral.

Die Heldin sagte nichts und griff weiter ununterbrochen an, dabei suchte sie eine Lücke in seiner Verteidigung, als es passierte… General Uzaxad schlug das Schwert mit all seiner Kraft aus der Hand von Sakura weg, es landete in der Nähe von der bewusstlosen Magierin.

„Tja, damit ist nun unser Kampf zu Ende.“ versuchte Uzaxad zu lächeln, man sah in seinen Augen den sicheren Sieg. Dann schlug er wiederholt mit seinem Schwert von oben nach unten…

Und sein Schwertarm wird von Sakura aufgefangen! Der Hüne riss erstaunt die Augen auf, als Sakura die nächsten Schritte machte: Sie schlug mit ihrer Faust in den Ellbogen und bricht die Knochen. Der General schrie laut auf, er wusste sofort, welche Technik die kleine Frau eingesetzt hat.

Doch Sakura dachte nicht daran, ihre Aktion zu beenden, sondern drehte den gebrochenen Teil des Armes mit dem Schwert um und rammte ihm dies in den Magen des Hünen. Den Blick, den Uzaxad nun machte war für die Heldin… der reinste Genuss.

„W… woher… kennt… ihr diese Techniken?“ spuckte Uzaxad auf einmal Blut aus seinem Mund, fiel dabei auf seine Knie. Dann zog er seine eigene Waffe mit der anderen Hand aus dem Bauch raus. „Lilith hat sie uns beigebracht, damit wir Arschlöcher wie dich töten können!“ bekam er als Antwort zu hören.

„Sakura! Fang!“ rief Rose auf einmal. Die Heldin drehte sich um und sah das Schwert von Axel auf sich fliegen, was sie ohne Probleme am Griff packte. Sofort schlug sie dann wieder nach dem General, aber er schaffte es kurz vor seinem Gesicht zu blockieren.

„Ich muss euch loben, dass ihr mich mit meiner eigenen Waffe verletzt habt, aber sobald mein Bruch…“ wollte der General wieder sein Kommentar abgeben, als Sakura ihre Waffe drehte und schrammte es direkt an dem großen Schwert vorbei ins rechte Auge von Uzaxad.

Für einen Moment stand die gesamte Welt still, damit Uzaxad verstehen konnte, was soeben passiert ist, dann kamen die Schmerzen. Wutentbrannt brüllte der General vor Schmerzen auf und machte den größten Fehler seines Lebens.

Er wollte mit seiner Hand, die seine Waffe hielt, die Wunde anfassen, da schlug die Heldin das letzte mal zu, indem sie das Schwert in sein schwarzes Herz rammte.

„ … Glü… ck… wun… sch…“ stammelte der Dämonengeneral Uzaxad noch, dann fiel er tot zur Seite um.

Die Magie, die die Untoten am Leben erhielt, löste sich auf und die Toten waren wieder richtig tot. Die menschlichen Soldaten merkten das, schauten sich erstaunt gegenseitig an und griffen wieder die Dämonen und Killerpuppen an.

Die Heldenfähigkeit löste sich bei Sakura auf und sie fällt erschöpft auf ihre Knie und musste sich mit ihren Händen abstützen, dabei atmet sie sehr schwer.

„Ha… ha… und… das war nur der stärkste General? Wie… stark ist dann der Dämonenkönig?“ kam der spontane Gedanke bei Sakura. Auf einmal legte sich eine Hand auf ihre Schulter, die Heldin dreht ihren Kopf und sah einen lächelnden Axel. „Du… hast es geschafft?“

„Rose… wusste, wie sie mich dazu antreiben konnte, am Leben zu bleiben. Dieser Mistkerl… war wirklich ein Monster unter den Dämonen, aber wir haben gesiegt.“ lobte Axel sie. Rose ist zu Leena gerannt und heilte sie ebenfalls, auch wenn sie sehr erschöpft war wegen der Heilung bei Axel.

„Das… ist schön zu wissen… ha… ha… aber… wo ist denn der Dämonenkönig und gegen wen kämpft zum Geier Lilith dann?!“ merkte Sakura ein Problem an, aber Axel zuckte nur die Schulter.

„Keine Ahnung, aber so… wie der Kampf bei ihr drüben läuft, ist das auch ein Dämon, der mit diesem Spinner hier auf der gleichen Wellenlänge ist oder sogar höher. Lass uns wirklich kurz ausruhen und dann den nächsten Plan schmieden.“

Rose hat es geschafft, dass Leena nun ebenfalls wach wurde und beide kamen mit dem Schwert von Sakura zurück, wo Leena es zum schweben brachte.

„So… ein verdammter Mistkerl, hinter einem Zauber einen weiteren Zauber zu verstecken.“ murmelt Leena. Axel bot eine ihr Hand zum Aufstehen an und Sakura nahm sie dankend an, dann strahle Sakura glücklich ihre Freunde an, dass… alle noch am Leben waren.

„Ohne dieses Training… hätten wir von Anfang an keine Chance gegen General Uzaxad gehabt. Ich… kann Lilith… nein. Sina nicht genug danken, dass sie es mit uns gemacht hat.“ merkte Rose sehr ernst an, denn recht hat sie. Die Heldin gab das magische Schwert Axel zurück und nahm ihr eigenes wieder in die Hand.

„Ja… auch… wenn es nicht immer einfach war. Was machen wir nun? Wir sind fast in deren Lager und sehe immer noch Dämonen, die in die Schlacht rennen, aber von dem Dämonenkönig keine Spur und von dem Kampf mit Lilith will ich mich sogar fernhalten.“ fragte Axel in die Runde.

„In diesem Zustand… sind wir nicht wirklich ein Gegner für den Dämonenkönig, meine… spezielle Fähigkeit kann ich vermutlich auch nicht mehr einsetzen.“ war Sakura nun traurig…

AAAAWWWWWWOOOOOOOOOOOOOOO

Allen stand das Herz auf einmal still.

Kapitel 311

Ich bin wiedergeboren und der Kampf gegen einen Held? II

„Ich habe keine Ahnung, aber eure Freundin Lilith ist nicht hier.“ kichert der riesige Dämonengeneral von oben runter.

„Das sehe ich selber!“ antwortet Sakura wütend und nahm ihre Kampfposition ein. „Was… hat das nur zu bedeuten?“ wunderte sich die Heldin in Gedanken.

Uzaxad und Sakura hatten einen großen Abstand und hielten sich im Auge, als die Heldin den ersten Schritt machte. Sie wollte sofort auf den riesigen Dämon zurennen, aber alle Instinkte schrien sie förmlich an, stehen zu bleiben, was sich auch als richtig erwies.

Die Heldin ist nur ein paar Schritte vorgegangen und stoppte mittendrin, als vor ihr der Boden aufgeschnitten wurde.

„Ho? Ihr seid wirklich eine beschworene Heldin, andere hätten meinen Angriff nicht kommen sehen.“ nickte Uzaxad aus irgendwelchen Gründen zufrieden. Sakura dagegen wurde nun erst richtig blass, denn… wenn der General schon aus dieser Entfernung seine Ziele treffen konnte…

Dann sprang Sakura zur Seite, als der General einen großen Feuerball auf sie schoss mit seiner freien Hand, das Zelt wird dabei in Mitleidenschaft gerissen. Doch damit hörte der General nicht auf und schoss weitere große Feuerbälle auf Sakura.

„Wenn ich sie wenigsten…“ grübelte Sakura und hörte mit dem Ausweichen auf, dann leuchtete ihre Waffe auf. „Allesschneider!“ setzte die Heldin ihre Fähigkeit ein und zerschnitt einen kommenden Feuerball, der die Magie zerteile und wieder auf den Dämon zurückraste… und er ihn einfach zerstörte.

„Wunderbar, ihr habt wirklich die Qualifikation einer beschworenen Heldin.“ versuchte Uzaxad zu grinsen, würde ein Großteil seiner Wangen nicht fehlen.

„Ihr sprecht, als hättet ihr schön öfters mit ihnen die Klingen gekreuzt! Meine… so wie ihr ausseht?!“ warf Sakura ein, denn bisher fiel ihr immer noch keine Idee ein, wie sie diesem Dämon näher kommen konnte.

„In der Tat. Die letzten zwei beschworenen Helden habe ich persönlich getötet. Scheinbar… hat man euch dies nicht gesagt oder?“ lachte Uzaxad.

Bei dieser Aussage musste Sakura unweigerlich schwer schlucken, denn… sie hat sich noch nie gefragt, was aus den vergangen Helden geworden ist, noch hat man sie nicht darüber informiert.

„Bevor ihr euch fragt, in dieser Zeit war ich kein General und habe sie getötet, nachdem sie die Könige getötet haben. Tja… diese Narbe auf meiner Stirn war das erste meiner Opfer. Harr… ich erinnere mich gerne an den Kampf. Die Burg war am Brennen, überall lagen die Leichen der Dämonen.

Trotz dass der Held erschöpft war, konnte er sich mit mir messen, sogar mich verletzten, aber letztendlich war er auch nur ein Mensch, dem irgendwann die Ausdauer ausging. Köstlich, wie er bis zum letzten Moment Widerstand geleistet hat.

Die andere Heldin hatte komische Tricks auf Lager gehabt und war irgendwie… eine Fernkämpferin gewesen, die immer aus einem Stahlrohr ihre… „Magie“ eingesetzt hat. Dank ihr ist mein Gesicht so kaputt, aber diese Augen, als ich ihre Waffe entrissen und durch den Magen gerammt habe… Unvergesslich.

Man nennt mich auch gerne den Heldenkiller, denn bisher bin ich der erste Dämon, der sich mit den beschworenen Helden immer messen konnte. Diesmal aber… will der König scheinbar, dass die Helden vorher sterben, was mir egal ist.“ erklärte Uzaxad nostalgisch.

„ … Dann seid ihr der stärkste Dämon nach dem Dämonenkönig?“ traute Sakura sich nicht zu fragen, aber Uzaxad nickte.

„Das wäre richtig… eigentlich. Scheinbar ist die Verräterin Lilith ebenfalls stark, wenn sie sich mit „ihm“ messen konnte. Aber das ist egal, ihr seid zu mir gekommen, was mein Herz wirklich glücklich macht.“ kichert der General wieder und macht wieder seinen Zug: Er ging langsam auf die Heldin zu, die versucht, wieder Abstand zu nehmen.

„Oh? Habt… ihr etwa Angst, von mir getroffen zu werden?“ provozierte der General die Heldin, die einen wütenden Kopf bekam.

„Mitnichten, aber ich bin auch nicht dumm und komm dir einfach so in die Nähe!“ widersprach Sakura, denn… sie hatte nun eine ungefähre Ahnung, wie groß seine Angriffsreichweite mit seinem großen Schwert war…

„Habe… ich das richtig verstanden, du hast nicht die Fähigkeit „Limit brechen?“ fragte Lilith vorsichtig bei Sakura nach. Alle Essen gemeinsam ihr Abendmahl und Lilith fing aus dem Nichts an Sakura Löcher in den Bauch zu fragen.

„So wie ich es dir gesagt habe. Wieso sollte ich diese Fähigkeit überhaupt haben?“ wunderte sich Sakura.

„ … Dann weiß ich, was wir gemeinsam machen werden.“ schwieg Lilith für eine lange Zeit und ignoriert die Frage der Heldin. Verwundert schauten sich die Gefährten gegenseitig an und nahmen weiter ihr Mahl.

Als die Gruppe das nächste Monsternest erreichte, war diesmal Sakura dran mit dem Einzeltraining, aber… „Wir werden hier einige Tage länger bleiben, daher braucht ihr euch nicht so zu beeilen, alle Monster zu töten. Mein Spezialtraining mit Sakura… wird vermutlich seine Zeit brauchen.“ kam die Anweisung von Lilith.

Verwundert schauten sich die Gefährten wieder an und nahmen dies zur Kenntnis. Lilith und Sakura gingen gemeinsam woanders hin… wo niemand sie stören konnte.

„Und… was genau hast du mit mir vor?“ fragte Sakura um die Stille zu brechen, aber ihre Trainerin gab ihr keine Antwort. „Lilith?“

„Wir werden jetzt ein Duell auf Leben und Tod machen. Du wirst dein gesamtes Können gegen mich einsetzen und dich nicht zurückhalten.“ kam die düstere Antwort von Lilith.

„Erm… ist das wieder einer deiner…“ wollte Sakura ihren Satz beenden, ließ sich auf den Boden fallen, als Lilith mit ihrem Schwert nach der Heldin schlug.

„Nein, ich meine es vollkommen ernst. Du bist zwar stärker geworden, aber immer noch nicht als ein Held würdig.“ sagte Lilith es sehr ernst und hielt Sakura eine offene Hand vor die Nase. Panisch sprang die Heldin zur Seite, als ein Flammenangriff aus der Hand rauskam.

„LILITH! Lass das!“ schrie Sakura nun wütend, aber die Dämonin dachte überhaupt daran und griff mit ihrem Schwert wieder an. Die Heldin war froh, dass sie ihren Rucksack nicht dabei hatte, sodass sie sich nach hinten rollen konnte um dem Angriff auszuweichen.

Dann zog sie Excalibur aus ihrem Inventar und blockte den nächsten Angriff von Lilith ab. „Was soll das?! Ich dachte, du wolltest uns trainieren?“

„Wollte ich auch, aber du machst von allen die wenigsten Fortschritte und das als Held!“ kam die Antwort. „Du wirst niemals mit der aktuellen Stärke gegen den Dämonenkönig gewinnen! So schwach wie du bist, kannst du dich eher glücklich schätzen, dass du vielleicht einem General einen Kratzer zufügen kannst.“

Die Aussage… hat Sakura wirklich hart getroffen, Tränen verließen ihre Augen, aber sie wehrte sich weiterhin. Niemals… wäre es ihr in den Sinn gekommen… dass Sina sie auch töten könnte. Leider beweisen die Angriffe was anderes.

Sofort schlug Sakura zurück mit ihrem Schwert, aber Lilith dachte nicht ans parieren, sondern schlug so gemein mit ihrem Schwert zu, dass eine Schnittwunde über die Stirn der Heldin kam. Das Blut lief runter und blendete ein Auge von Sakura.

„Du… meinst das wirklich ernst oder? Willst du mich wirklich töten?! Ich dachte du bist meine Freundin!“ schrie Sakura und machte den Fehler, Lilith aus dem Augen zu lassen, um das Blut aus dem Auge zu reiben.

Die Chance nutze Lilith und trat der Heldin in den Magen wo sie weit von ihr weggeschleudert wird und gegen ein Baum krachte. Die Frau musste sich übergeben und spuckte nicht wenig Blut aus ihrem Mund.

„Warum…?“ weinte Sakura und stand auf ihren zittrigen Beinen auf, als sie etwas auf sich zugeflogen sah und zur Seite sprang, denn es war scheinbar eine der Fähigkeiten, die Lilith eingesetzt hat und den Baum in zwei Hälften geschlagen hat.

Wieder musste Sakura unter Schmerzen aufstehen und hielt ihr Schwert auf Lilith die langsam auf sie zukommt. „Hör auf…“ murmelt Sakura, ihr Schwert fing an zu zittern.

Scheinbar hat Lilith es nicht gehört und ignoriert es bewusst, denn nun kam sie wieder auf die Heldin zugerannt. Sakura wusste, dass Lilith sich zurückhält, denn… hätte sie alles eingesetzt, wäre sie schon längst tot gewesen.

„Realitätsveränderung.“ setzte Lilith zum ersten Mal ihre neue Fähigkeit ein und die komplette Gegend um sie und Sakura veränderte sich… und waren an dem Ort angekommen, wo alles begann: An der alten Hängebrücke, wo Meister Markus seinen Tod fand und der Wolf zum ersten Mal erschien.

„Du… Monster!“ wurde Sakura nun richtig wütend, während sie auf der Hängebrücke stand. Es war alles so wie sie es in Erinnerung hatte. Die Heldin hat zwar Lilith erklärt wie der Kampfort wahr, aber hier war alles zu detailiert.

„Erstaunlich, die Fähigkeit greift direkt auf die Erinnerung meiner Gegner zu. Nun, einen besseren Ort wird es nicht geben nicht wahr… Heldin?“ lächelte Lilith böse, dabei ging sie zielsicher auf den morschen Brettern der Hängebrücke rüber.

„Was… ist nur los mit dir?! Ich habe dir vertraut!“ rief Sakura Lilith entgegen und hielt sich an der Brücke fest. Dabei schaute sie erstaunt, wie… realistisch sich alles anfühlte.

„Axel hatte von Anfang an recht gehabt. Du hättest mir niemals vertrauen dürfen. Alles… wirklich alles was ich dir und den anderen gesagt habe… war nur eine Lüge gewesen.“ lächelte Lilith.

„Wie… meinst du das?“

„Ich… war niemals eine Heldin noch Prinzessin der Dämonen. Alle Informationen habe… ich vom letzten beschworenen Helden raus geholt, bevor er an meiner Folter gestorben ist. Der schwierigste… Teil war eigentlich gewesen, dass ich die komischen Lieder singen konnte.

Ansonsten? Habe ich alles, wirklich alles mit meiner Magie gefälscht. Das ich nun zu einer Chaosbestie geworden bin… war zwar nicht mein Plan gewesen, aber solange ich dich töten kann, bekommen wir Dämonen endlich das, was uns zusteht!“

„Aber… die Inquisition, die Hilfe gegen die Armee der Dämonen, wie… du mir geholfen hast und… das Training?!“

„Alles eine Lüge gewesen. Im Herzen hätte ich lieber alle in der Stadt verbrannt, die Tage mit… Rose, igitt… mir dreht sich der Magen um, dass ich ein Zimmer mit ihr teilen musste. Weißt du… es gibt keinen Dämonenkönig Rarkas, er ist nur eine Figur von mir.

Als ich deine erste Kämpfe gegen meine Leute gelesen habe, war ich erstaunt… wie schwach du warst. All mein Leiden, was ich in meiner Kindheit ertragen musste… soll für nichts gewesen sein, gegen eine so schwache Heldin?

Damit ich also auch auf meine Kosten komme, dachte ich mir einen aberwitzigen Plan aus, der… mich so nah wie möglich an die Heldin brachte und sie vielleicht ein bisschen stärker mache… So Stark mache wie die Helden aus der Vergangenheit, nur um sie wieder zu töten. Damit breche ich erst recht den Willen der Alliancianer.“ grinste Lilith.

„Und deine Geliebte?! War es auch gelogen?“

„Ah… sie habe ich wirklich geliebt… dann ist sie leider an meiner Folter gestorben. *seufz* Aber was soll´s, vielleicht finde ich jemand anderen, der mein Herz zum rasen bringt. Nun, wenn ich mich nochmal vorstellen darf:

Dämonenkönigin Lilith, zu euren Diensten.“ verbeugte Lilith provokant.

„Dann… gibt es nicht mal… Sina? Alles… wirklich alles war… nur eine Lüge?“ fiel Sakura ein regelrechter Tränenfluss von ihren Augen.

„Richtig. Jetzt… spreche ich zum ersten Mal nach langem wieder die Wahrheit. Eigentlich wollte ich es in der kommende Schlacht machen, aber… da du einfach nicht besser wirst, wurde es mir… irgendwie zu dumm. Nun… werde ich dich töten und das Schöne ist, wir sind schön weit weg von deinen Freunden.“ teilte Lilith es noch mit, dann schlug sie einen Teil vom Seilgelände der Brücke ab.

„Wie… schwarz muss deine Seele nur sein?“ schüttelt Sakura verzweifelt ihren Kopf und versuchte ihr Gleichgewicht auf der Brücke zu halten.

„Pechschwarz, meine Lieblingsfarbe. Nur die grausamsten und stärksten Dämonen werden Dämonenkönige, alleine dass ich meine eigenen Leute getötet habe, sollte als Beweis ja reichen.“ kam Lilith der Heldin immer näher.

Sakura wollte unbewusst ein Schritt nach hinten machen, aber… sie wusste, dass alles eine Illusion war, nur… es war einfach zu echt gewesen. Sie wusste nicht, was passiert, wenn sie… doch in die „Schlucht“ fallen würde.

„Meine Emotionen zu zeigen wie Trauer oder ähnliches, ah… das war auch nicht immer so einfach gewesen. Nun, wenn du tot bist, werde ich die anderen „Freunde“ aufsuchen und ebenfalls töten… bis auf Leena. Mit ihr habe ich noch was „spezielles“ vor, damit der König… wirklich die größte Qual auf Erden erlebt.“

„Halt… einfach deinen Mund. HALT. EINFACH. DEINEN. MUND!“ schrie Sakura und rannte auf Lilith mit erhobenen Schwert zu.

„Ja… zeig deinen Zorn und gib alles!“ provozierte Lilith die Heldin, dann fing sie das Schwert der Heldin mit ihrem Schwert ab. Überall flogen Funken, wenn sich die Schwerter miteinander treffen, aber Sakura… war der „Dämonenkönigin“ klar unterlegen.

„Tja… wie ich schon sagte, aber… das Training macht bei dir leider keine Fortschritte. Hätte ich das nur früher gewusst, hätte ich dich schon viel früher getötet und mir einiges an Theater erspart, aber was tue ich nicht alles, damit mein Volk endlich das bekommt, was es verdient? Die Weltherrschaft!“ lachte Lilith boshaft.

Sakura schwieg weinend und konzentrierte all ihre Schwertangriffe, um eine Lücke bei der Verteidigung von Lilith zu sehen, als diese wieder ihre Hand vor der Heldin hielt.

„Aus dieser Nähe wirst du nicht ausweichen können, wer weiß… ob die Schlucht nicht auch echt sein könnte?“ grinste die Dämonin wissend, dann kam wieder Flammen aus der Hand wie ein Flammenwerfer.

Die Heldin dachte nicht mal daran, nach hinten auszuweichen oder diesen Angriff zu blocken, sondern setzte eine Regel von ihrem Meister um: Angriff ist die beste Verteidigung und sprang direkt unter Lilith an den Beinen vorbei.

„Ho? Scheinbar habe ich dich noch nicht ganz gebrochen, dabei bin ich ein Meister mentaler Folter.“ lobte Lilith, die sich zur Heldin umdrehte, dann schlug sie die andere Halterung von der Brücke ab, das die in Tiefe fiel. Nun konnte man sich auf der Brücke nirgends festhalten.

Sakura stand mit unsicheren Beinen auf und hielt beide Hände an ihrem Schwert, dass sie vor Lilith hielt. Dabei atmete sie langsam ein und aus, eine Technik von ihrem Meister.

„Ich weiß, dass es alles eine Illusion ist. Nie… im Leben hätte ich damit gerechnet, dass… man mich so dermaßen ausnutzt, wie du das getan hast! Aber das Spiel werde ich heute beendet, mir… tun nur die anderen Leid, wenn sie deine wahre Natur kennen!“ sah man den Mitleid in den Augen von Sakura, dann griff sie wieder die „Dämonenkönigin“ an.

Überall flogen wieder die Funken, die Brücke fing an zu schaukeln, wo Lilith mit dem Gleichgewicht kein Problem zu haben schien.

„Natürlich. Wie auch immer. Rose werde ich die tiefsten Ängste gegen Spinnen herausholen, Axel vor seinen Augen den Mord seiner Eltern aufzeigen und… Leena. Sie werde ich von ekelhaften Dämonen schwängern lassen und mittels Magie ihre Schwangerschaft fördern, dann setzte ich sie dem König vor. Uh… ich kann es kaum erwarten, was der König dann für ein Gesicht macht.“ teilte Lilith die Zukunftspläne mit.

„Ihr werdet nichts von alldem machen, wenn ihr Tod seid!“ schlug Sakura nun fester mit ihrem Schwert, aber immer noch hielt Lilith die Führung, als sie das Spiel überdrüssig wurde. Auf einmal schlug sie mit ihrer gesamten Kraft überall Schnittwunden am Körper von Sakura, die laut aufschrie vor Schmerzen und dann in die Knie ging.

„Nur leeres Gerede, mehr nichts. Beenden wir die Peinlichkeit. Scheinbar werdet ihr in die Geschichte als… „schwächster“ Held eingehen, der sich von Dämonen benutzen ließ. Nun wirst du deinem Meister folgen und DU bist schuld, dass du es nicht verhindern konntest, deine Freunde zu beschützen.“ hob Lilith das Schwert hoch zum Angriff.

„Nein… ich…“ war Sakura nun in einer tiefen Verzweiflung, als sie auf einmal die Gesichter ihrer Freunde vor Augen sah… Rose, Leena und Axel. Dann erschien das gütige Gesicht von Markus. „Du schaffst das, ich glaube fest an dich!“

>Limit brechen freigeschaltet<

>Limit brechen aktiviert <

Eine unbekannte Energie schoss durch den Körper von Sakura, alle Schmerzen verschwanden und sah das kommende Schwert in Zeitlupe kommen. „NEIN!“

Auf einmal wird das Schwert von Lilith weggeschlagen und ein tiefer Schnitt ging über ihren Körper, erstaunt riss Lilith ihre Augen auf. Nicht wenig Blut floss auf einmal von der Wunde runter, Lilith selbst verzog ihr Gesicht bei den Schmerzen.

„Ich werde dich aufhalten!“ schrie Sakura und ein Sturm voller Angriffe fiel auf Lilith, die sich schnell vom Schock erholt hat und jeden Angriff blockierte. Lilith bekam aber nun ein Grinsen über ihr Gesicht, was Sakura nur mehr aufregte.

Nun entstanden Druckwellen, wenn beide Kämpfer ihre Schwerter gegeneinander prallen lassen, Sakura ignorierte vollkommen, dass sie auf einer Brücke stand. Lilith dagegen hielt sich immer noch zurück, denn… Sakura hat definitiv eine spürbare Stärke erlangt, ist aber nicht auf dem Niveau, wo Lilith sich Sorgen machen würde, ihre Wunde selber ist schon längst verheilt.

„Sakura?“ fragte Lilith nach einer Weile, weil die Heldin keinen Fortschritt machte und nun schwer atmete trotz dass sie ihre Fähigkeit eingesetzt hat. „Sakura?“

„Was? Willst du mir wieder eine Lüge erzählen?!“ schnaufte Sakura, aber Lilith schüttelt nur ihren Kopf und schnippte mit ihren Finger, die Illusion wurde aufgehoben. Nun standen sie mitten… in einem zerstören Wald.

„Nein. Das Training ist nun vorbei für uns.“ sagte Lilith auf einmal und nahm Abstand von der Heldin.

„Huh?! Wie… meinst du das?!“ traute Sakura der Lügenbaronin nicht über den Weg, als auf einmal die Fähigkeit „Limit brechen“ zum Ende kam und sie schwache Beine bekam, sodass sie auf ihre Knie ging.

„Es… tut mir leid, aber was ich dir gesagt habe… war alles gelogen. Ich wollte niemals Hand an unsere Freunde legen und… die Geschichte, die du von mir kanntest war schon die Wahrheit.“ lächelt Lilith mit traurigen Augen.

„Alles was ich dir… in unseren Kampf gesagt habe, dass war die eigentliche Lüge gewesen. Es… ging mir darum, dass du die Heldenfähigkeit freischaltest, die ultimative Trumpfkarte gegen den Dämonenkönig. Du hast bestimmt nun die Fähigkeit „Limit brechen“ vor deinen Augen gesehen oder?“

„ … Eh… ja?“ nickte Sakura verschwitzt, selbst ihre Arme fielen zu Boden, alles wurde bei ihr auf einmal so schwer.

„Ich… musste dich irgendwie in eine tiefe Verzweiflung bekommen, damit du diese Fähigkeit freischaltest, eine… andere Methode war mir nicht bekannt. Zumindest als ich immer in den tiefsten Kampfphasen war, bekam ich diese Fähigkeit teilweise freigeschaltet, die ich nun selber aktiv einsetzen kann.

Es… tut mir so leid, was ich dir antun musste, damit… du nun die wahre Kraft eines Helden hast.“ fielen die Tränen von Lilith.

„Das… heißt… du wolltest niemals mich töten sowie… Axel, Rose und Leena? Du… bist immer noch Sina, die wir kennen?“ atmete Sakura schwer.

„In der Tat und doch… musste ich dich verletzten, damit es… realistischer auf dich wirkte. „Limit brechen“, mit dieser Fähigkeit habe ich bisher alle… meine stärksten Feinde bezwungen, doch hat diese Fähigkeit auch einen Nachteil, wie du es selber zu spürst.“ erklärte Sina weinend, man sah es ihr wirklich an, dass sie den gesamten Kampf bereute.

„Puh…“ sah man die Erleichterung bei Sakura, trotz der vielen Verletzungen, die sie überall an ihrem Körper hat und kaum noch Kraft hat, wach zu bleiben. „Danke…“

„Wieso?! Wieso bedankst du dich bei mir? Ich habe dir all diese schrecklichen Dinge angetan!“ fuhr Sina die Heldin an.

„Weil du immer noch meine Freundin bist. Eigentlich… hätte ich es nicht anders erwarten dürfen, wenn man dich besser kennt, aber… du warst so überzeugend.“ lächelte Sakura auf einmal. Die Antwort hat Sina sprachlos gemacht und ihr Tränenfluss wurde nur stärker.

„Du hast mal wieder eine so beknackte Idee umgesetzt, dass ich stärker werde… Verzeihen werde ich es dir, aber… nicht heute oder die nächsten Tagen, denn weh hast du mir wirklich getan.“ teilte Sakura das lächelnd mit.

„Warum… allen tue ich weh und… trotzdem verzeiht man mir das…“ schniefte Sina nun, ging selber auf ihre Knie, dabei weinte sie wieder sehr hörbar. „Warum…?“

„Ich… kann es dir nicht erklären, aber als du sagtest, alles war eine Lüge im Kampf, fiel mir ein Stein vom Herzen. Irgendwo… im Herzen hatte ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, ob es nicht doch ein Trick von dir war.

Hättest… du mich wirklich getötet, wie… man das wirklich von einem meisterhaften Dämon der Intrige und Lüge erwartet… dann wärst du wirklich ein Kandidat dafür gewesen, aber das hast du nicht.

Du bist immer noch eine wichtige Freundin für mich sowie für die anderen, auch deinen Freunden aus der Zukunft. Wenn… ich ehrlich bin, aber am meisten hast du dich selber verletzt oder? Das du diesen Schritt gehen musstest.“ schaute Sakura auf die weinende Gestalt vor ihr auf dem Boden.

„Es… tut mir so leid…“

Sakura musste auf einmal ihren Kopf schütteln, als ihr eine Erinnerung aus dem Training hochkam und widmet sich wieder ihrem Gegner: Dämonengeneral Uzaxad.

„Wann… wollt ihr mich angreifen Heldin? Bisher… weicht ihr nur meinen Angriffen aus.“ provozierte der Hüne sie, als er, aber auch Sakura eine blaue Explosion im Himmel sahen. Beide verstanden die Bedeutung nicht und widmen sich wieder ihrem Kampf.

Die Heldin atmet einmal tief durch und stürmte ohne irgendwelche Anzeichen zu machen, direkt auf den General zu. Dieser grinste wieder und schlug zu… und Sakura schaffte es, den fast unsichtbaren Angriff von dem Dämon aufzuhalten, auch wenn sie den Boden entlang geschoben wird.

Dann rannte Sakura wieder näher, denn sie war immer noch nicht nah genug an dem General, wieder blockierte sie einen Angriff von der Seite.

„Schön, endlich zeigt ihr, was einen Held ausmacht. Zeit… das ich ein bisschen ernster werde.“ teilte Uzaxad es kichernd mit. Auf einmal schrien alle Instinkte bei Sakura wieder und hielt ihre Augen offen, aber… diesen Angriff hat sie nicht kommen sehen, denn der General stand auf einmal vor ihr und schlug mit seiner gesamten Kraft sein Schwert vor ihr.

Ob es Zufall war oder nicht, aber Sakura hielt ihr Schwert in diesem Moment vor sich und blockierte es, aber als würde ein Drache die Heldin in diesem Moment schlagen, knallte ihr Schwert gegen ihren Körper, sie flog regelrecht in die Luft und ein tiefer Schnitt ging über ihren Körper, was selbst ihre Brustplatte zerstörte.

Die junge Frau hat in diesem Moment jegliches Zeitgefühl verloren, zu erstaunt war sie über diesen Angriff gewesen bis sie auf den Boden krachte.

„Sakura?!“ schrie jemand.

Kapitel 310

Ich bin wiedergeboren und die Schlacht? V

Rarkas rollte über den Boden, von Lilith weggetreten. Als er zum Stillstand kam, musste dieser sehr viel Blut übergeben.

„Du bist echt ein ätzender Sturbock Kleiner. Kannst du mir nicht einfach den Gefallen tun und sterben? Ich habe noch einiges zu erledigen.“ provozierte Lilith den Dämonenkönig.

„Mehr… mehr!“ knurrte Rarkas wütend, weil immer noch kein Fortschritt zu sehen war. „Nimm soviel wie du brauchst, aber ICH WILL SIE ENDLICH TÖTEN!“ schrie Rarkas am Ende. Sein Ring leuchtete auf einmal stark auf, dann wurde Rarkas in eine schwarze Kugel eingewickelt.

Erschrocken schaute Lilith, was soeben vor ihren Augen passierte. „Was… ist denn jetzt wieder passiert?! Er wurde immer stärker und schneller, aber… wieso?“ Dann setzte die Dämonin die Fähigkeit „Allesschneider“ ein, um… diesen komischen Prozess zu stören, aber…

Die Fähigkeit prallte an der schwarzen Kugel ab, was Lilith noch mehr ins Staunen brachte. „Was… ist denn jetzt los? „Zerstörungsschnitt!“ kam die nächst stärkere Fähigkeit zum Einsatz. Was früher noch ein schwarzer Schnitt war, sprangen nun aus der Fähigkeit Blitze raus, wie sie es üblicherweise nur bei „Dämonenschnitt“ kannte… aber auch diese Fähigkeit prallte gegen die schwarze Kugel ab.

„Scheiße… was… ist… das für eine Aura?!“ spürte Lilith eine starke Veränderung. Die Aura von dem „General“ wurde auch stärker im Kampf, aber… nun hat sie das Niveau einer Götterbestie erreicht, was selbst Lilith zum schwitzen brachte. „Das… war überhaupt nicht so, wie ich es geplant habe!“

Auf einmal bekam die Kugel weiße Risse, die sich überall auf der Kugel verteilten… dann explodierte ein weißes Licht, dessen Strahl bis zum Himmel ging. Die wenigen Dämonen, die in der Nähe zugeschaut haben, rannten nun panisch weg, denn alle ihre Instinkte schrien förmlich, dass sie verschwinden müssen.

Lilith hielt ihre Augen verdeckt und als das Licht verschwand, öffnete sie ihre Augen… und sah jemanden… neues stehen.

Der „General“ ist nun doppelt so groß geworden, viele große Stacheln sind auf dem Rücken gewachsen, sein Oberkörper… ist so groß geworden, dass die Haut zum zerreißen gespannt ist. Die Hörner auf dem Kopf sind ebenfalls größer geworden, die Haut am Körper nahm eine rötliche Farbe an.

Seine Hände haben sich zu Klauen verformt, interessanterweise hat sich das Schwert ebenfalls verwandelt und hat sich die Größe seines Besitzers angepasst, aber… am schlimmsten war das Gesicht.

Statt normaler Zähne waren nun Fangzähne im Mund zu sehen, die so groß geworden sind, dass der General nicht mehr den Mund schließen konnte. Seine Augen waren nun komplett schwarz geworden, man konnte nicht mehr seine Pupillen sehen. Jedes… mal wenn der General atmet, kam grauer Rauch aus dem Mund raus.

„Hrr…. hrr… ich werde dich töten!“ knurrte der „General“ mit einer sehr bedrohlichen Stimme, dann wendete dieser seinen Blick auf Lilith.

„Keine Ahnung wie du es gemacht hast, aber nur weil du ein bisschen gewachsen bist…“ wollte Lilith ihn wieder ärgern, als auf einmal eine Faust in ihr Gesicht krachte… und sie ziemlich weit fortschleuderte.

„Har… har… ja… endlich!“ freute sich Rarkas, endlich einen Treffer zu landen, was die Verräterin in ihrer Arroganz nicht hat kommen gesehen.

Die Dämonin schlug mehrmals hart auf dem Boden auf, bis sie endlich zum Stillstand kam. „Wie… hat der Arsch das denn jetzt hinbekommen.“ drehte sich der Kopf bei Lilith mehr oder weniger, als sie auf einmal in der Luft etwas fallen sah.

Sofort rollte Lilith sich aus der Gefahrenzone, was sich als richtig herausstellte, denn Rarkas rammte den gesamten Boden in die Tiefe, wo Lilith zuletzt war. „Allesschneider!“ setzte Lilith ihre Fähigkeit am Boden ein, aber der „General“ schlug die Fähigkeit einfach beiseite, als wäre sie nichts.

„Dein… letztes Stündlein ist gekommen.“ grinste Rarkas Lilith mit irren Augen an.

Leena kämpfte mit… zwei sehr unheimlichen Rittern sich durch die Front, man… konnte nicht wirklich von einen hohen Widerstand sprechen. Sie hat sich soweit erholt, dass sie sich wieder am Kampf beteiligen kann, als die beiden Ritter kamen.

„Wir wurden vom General Burns geschickt, dass wir euch zur Heldin Sakura begleiten sollen.“ „Überlasst uns die Arbeit, solange ruht ihr euch aus.“ waren die Ansagen der Männer.

Die Magierin hat schon von diesen Männer gehört, hätte aber nicht damit gerechnet, dass man sie ihretwegen zum Schutz abgestellt hätte, bis sie auf Rose trafen.

„Rose!“ rief Leena freudig und die Heilerin schaute erstaunt nach hinten, dabei bekam sie glückliche Augen. „Leena! Du hast es auch geschafft?“

„Erm… wie auch? Ja, der General Bulgug wurde von mir besiegt und nun war ich mit den beiden Herren auf dem Weg zu… euch?“ hob Leena eine Augenbraue hoch.

„Ich habe gegen General Tezen gekämpft und… scheinbar kennen die Dämonen aus seiner Einheit den Begriff Ehre. Denn nachdem ich ihn besiegt habe, brachten sie seinen bewusstlosen Körper vom Kampffeld und… ließen mich in Ruhe.“ berichtet Rose in kurzen Zügen.

„Ihr… habt einen General besiegt?“ „Das… würde man euch nicht ansehen, aber eure Augen… lügen nicht.“ murmeln die Wächter von Leena, als einer eine rote Leuchtkugel in den Himmel schoss.

„Was… hat das zu bedeuten?“ wunderte sich Rose. „Das bedeutet, dass ein weiterer General gefallen ist. General Burns wird vermutlich nun die letzten Einheiten einsetzen, denn… wenn zwei Generäle im Schlachtfeld besiegt worden sind, ist dies die höchste Motivation, die wir aus den Einheiten rausbekommen.“ erklärt einer der Wächter.

„Ok, was trödeln wir noch hierum? Unsere Freunde warten vorne!“ beendete Leena den Disput. Die Wächter nickten und hielten Ausschau nach neuen Feinden, dann gingen sie weiter in die Front. Rose und Leena nebeneinander, dabei flüstern sie unter sich.

„Hast… du das helle Licht drüben gesehen, wo… Lilith kämpft?“ fragte Rose und Leena nickte. „Scheinbar… müssen wir damit rechnen, dass Lilith doch nicht so schnell zu dem finalen Kampf kommen wird.“

Axel schwitze sich ein Ast ab, als er gegen vier Schwerter von Xannur gleichzeitig abwehrte. Nie im Leben hätte er damit gerechnet, einen Feind mit vier Armen zu bekämpfen.

„Was ist los? Vorhin warst du doch voller Tatendrang. Da setzte ich nun meine gesamte Kraft ein… und das ist alles, was du zu bieten hast?“ ärgert Xannur ihren Gegner.

„Weswegen die Masche mit dem Umhang?“ schlug Axel weiterhin tapfer die Schwerter von der Frau beiseite.

„Oh, das ist einfach erklärt. Ich bin so stark geworden, dass ich keinen Gegner mehr finde. Also muss… ich mir meinen „Kick“ auf die andere Art und Weise besorgen.“ dann schlug Xannur mit vier Schwertern gleichzeitig in seine Richtung.

Axel schaffte es mit seiner eigenen Kraft, diesen Angriff zu blocken, wird aber trotzdem zur Seite gedrückt.

„Ihr seid wirklich erstaunlich… für einen Mensch. Nicht nur, dass ihr alle meine Schwerter blocken könnt, ihr könnt sogar meiner Kraft widerstehen. Dann zeigt doch, was ihr macht, wenn ich nun meine Fähigkeit einsetzte.“ grinste Xannur boshaft. „Schwertwirbel!“

Dann wurde Axel nun doch blass, wenn er sich gegen diese Fähigkeit wehren muss…

„So Mädels, heute geht ihr alleine in das Monsternest rein, diesmal ist Axel wieder dran, einen Einzelkampf mit mir zu führen.“ teilte Lilith dies mit. Die Damen gingen ohne zu murren der Aufgabe nach, nur… Axel fühlte sich sehr unwohl.

Er war nun ein Schwertmeister wie Sakura und konnte ebenfalls die Fähigkeit „Allesschneider“ einsetzen, aber wird… einfach nicht mehr den Gedanken los, die… Brüste von Lilith auf seinem Rücken zu spüren.

„Was… sollen wir heute machen Lilith? Und… bitte nicht wieder die Aktion wie das letzte Mal, ich… bekomme keinen richtigen Schlaf mehr seit der Aktion…“ murmelt Axel leise.

„Was? Wenn du möchtest, kann ich deinen Traum manipulieren, dass du wieder besser schlafen kannst. Wann gedenkst du Sakura dein… Interesse zu gestehen?“ grinste Lilith, die ihr Schwert Lazarus aus dem Inventar holte.

„Du gehst mir echt damit auf den Keks, weißt du das? Vielleicht bin ich ja nicht mal ihr Typ!“ wurde Axel nun sauer.

„ … Meinst du das jetzt ernst? *seufz* Damit hast du schon verloren, ohne es überhaupt erst versucht zu haben. Ich habe dich jetzt etwas… schlauer eingeschätzt. Falls du es nicht wusstest, aber deine Freundin Sakura schaut dir ziemlich oft hinterher.“ hob Lilith eine Augenbraue hoch.

„Huh? Wieso sollte sie das machen?“ wunderte sich Axel. „Ok… Themenwechsel, soll Emanuel sich um das Problem kümmern.“ schüttelt Lilith den Kopf. „Du kannst deinen Rucksack ablegen, dieser… könnte etwas hinderlich werden.“

Dies tat Axel, war aber mit dem Themenwechsel sehr froh darüber, dann zog er sein magisches Schwert raus und nahm eine Kampfposition ein.

„Du bist nun ein Schwertmeister und… am Ende des Training hast du definitiv eine respektable Stärke, wo man dich nicht unterschätzen wird. Aber… wenn ich ehrlich bin, bist du immer noch ein Anfänger, wenn es um das Schwert geht.

Nur weil du ein Meister deiner Waffe geworden bist, heiß es nicht, dass du auch wirklich ein Schwertmeister bist. Aufgrund unserer Aktion… fehlt es dir an Erfahrung und die werden wir nun nachholen.

Es… kann sein, dass du mich wieder hassen wirst, aber… solltest du wirklich gegen einen Dämonen kämpfen, der ebenfalls ein Meister seiner Waffe ist, bist du auf verlorenem Boden, deswegen… werde ich dich ununterbrochen angreifen, bist du selber den Dreh raus bekommst, ab wann du wo und wie richtig dich verteidigst und zurückschlägst!“ griff Lilith an.

„Huh?“ hat Axel den Plan von Lilith noch nicht richtig verstanden, als Lilith eine Schnittwunde an seinen Arm verursachte, ohne dass er dies spürte. „Warte!“

„Nein! Dein Gegner wird dich ohne Gnade töten!“ widersprach Lilith und griff wieder an. Diesmal versuchte Axel sich zu verteidigen, doch… wie die Dämonin erklärte, er war ein Anfänger mit dem Schwert.

Es vergingen mehrere Tage, Rose war sehr beschäftigt gewesen, Axel immer wieder von neuem zu heilen. Lilith und Axel bekämpfen sich… soweit, dass selbst Sakura leichte Schwierigkeiten bekam, ihnen zu folgen. Bis…

Lilith wollte wieder einen gemeinen Angriff von der Seite machen, als Axel einfach über den Angriff einen Salto Sprung machte und dabei Lilith aus der Luft angriff. Grinsend blockierte Lilith den Angriff und schlug wieder nach Axel. Diesmal blockierte er mit seinem Schwert die Spitze von Lazarus, drehte die Waffe so um und schrammte mit seinem Schwert an der Waffe von Lilith entlang.

Dies hat Lilith kommen sehen und nahm Abstand von dem Angriff. „Ho, scheinbar schlummert doch ein Talent in dir Axel.“

„Hah… meinst du?“ keuchte Axel, er hatte überhaupt nicht das Gefühl, dass die Duelle Fortschritte machten für ihn.

„Und wie ich es meine. Scheinbar hast du es nicht mitbekommen, aber ich wurde immer gemeiner bei meinen Angriffen und nun fängst du an, diese zu Kontern. Wir sind auf dem richtigen Weg, einen wahren „Schwertmeister“ aus dir zu machen.“ lächelt Lilith, wo Axel schlucken musste.

„Einfach am Ball bleiben, denn ich glaube wirklich, dass du das Zeug dazu hast.“ griff Lilith wieder an.

Xannur griff lachend mit ihren Schwerter nach ihrem Gegner mit der Fähigkeit „Schwertwirbel“ an. Bisher hat noch niemand ihre Fähigkeit mit allen Armen es verteidigen können… bis jetzt!

Zielgerecht schaffte Axel alle, aber auch wirklich alle Schwertangriffe von Xannur im letzten Moment zu blocken. Er hatte zwar ein blasses Gesicht, doch… irgendwie konnte Axel sehen, von wo Xannur immer schlagen wollte.

Überall entstanden Druckwellen und Funken flogen in die Luft. Die Dämonen, die sich noch nicht im Kampf beteiligten, beobachten staunend den Kampf.

„Wie… kann es sein?!“ bekam Xannur eine ehrfürchtige Stimme, ihre Augen bekamen eine Gier… eine Gier nach mehr Kampf, Adrenalin pumpte sich durch ihren Körper.

„Ihr seid stark, aber… Ihr wolltet euch mit Lilith anlegen? Sie hätte euch den Kopf abgeschlagen, ohne das ihr es mitbekommen hättet.“ bekam Axel ein leichtes Grinsen.

„Oh ho, werde mal nicht übermütig.“ grinste Xannur zurück, auf einmal leuchten alle ihre Schwerter. „Allesschneider!“ kam der vierfache Angriff der Generälin. Aus nächster Nähe… wäre es eigentlich unmöglich gewesen, dass ein Mensch diesen Angriff überhaupt verteidigen könnte, dass waren die Gedanken der Dämonin, aber wieder brachte ihr Gegner sie ins Staunen.

Zwei Fähigkeiten wich Axel aus, den dritten schlug er beiseite, dieser raste in die ungefragten Zuschauer rein. Den letzten Schnitt machte der junge Mann einen Saltosprung rüber und schlug schräg über das Gesicht von Xannur, die zwar nicht vor Schmerzen aufschrie, aber… den ungläubigen Blick wird Axel nicht mehr vergessen.

Beide Kämpfer nahmen auf einmal Abstand und… Xannur musste über Gesicht streicheln, dann sah sie ihr eigenes Blut.
„Noch nie dein eigenes Blut gesehen oder?“ fragte Axel grinsend, behielt die Frau aber weiterhin im Blick, denn… er hatte nicht das Gefühl, dass diese Wunde wirklich nennenswert war.

„Ich werde dich zu meinem Sklaven machen. Du… bist einer der wenigen, der mich verletzten konnte, vielleicht… bekomme ich ja starke Kinder, wenn… wir uns paaren?“ überlegte Xannur laut.

„Das… darf… doch… nicht… WAHR SEIN!“ brüllte Axel wütend und griff nun Xannur an. „Wieso will jedes Monsterweib mich eigentlich haben?! Es reicht! Erst die Arachne, nun eine Dämonin, was kommt als nächstes?!“

Lilith, aber auch seine Freundinnen würden sich auf dem Boden wälzen vor Lachen, wenn sie die diesen Kampf beobachtet hätten.

Xannur hob gelassen zwei ihrer Schwerter zu Verteidigung, im sicheren Glauben, dass ihr Gegner sie schon nicht in Bedrängnis brachte… und wird zur Seite geschlagen! Axel war so wütend geworden, dass seine Emotionen seine Stärke scheinbar „erhöht“ haben.

Nun schlug Axel zurück mit einer tödlichen Präzision, die Xannur zwar schaffte, immer zu blocken oder zu parieren, aber sie wird zurückgedrängt! „Was… gefällt dir der Gedanke nicht, mein Sklave zu sein hmm?“ war Xannur amüsiert, trotz dass sie in der Defensive ist.

„Ich werde niemandes Sklave werden, eher beiße ich mir die Zunge ab!“ schlug Axel weiter auf die Generälin ein, dann machte er sogar einen Schritt weiter.

Setzt mal diesen Trick ein Axel, denn selbst einen Meister der Waffen kann man damit aus seiner Bahn bringen.“ zeigte Lilith in ihren gemeinsamen Duellen einen Move, den sie von Louis abgeschaut hatte.

Axel sprang auf die Frau zu, die erstaunt ihre Augen aufriss, dann böse grinste und mit ihren Schwertern gleichzeitig ihn Angriff… als Axel sich bewusst auf den Boden fallen ließ, um dem Angriff auszuweichen, dann schlug er mit seinem Schwert einen Teil ihres Beines ab. Sofort fiel Xannur schreiend und aus dem Gleichgewicht auf den Boden.

Der junge Mann rollte sich von der Dämonin weg, denn trotzdem blieb sie eine Gefahr. „Argh! Du… verdammter Mistkerl!“ schrie Xannur. „Warte bis mein Bein nachgewachsen ist!“

„Bis dahin habe ich dich getötet und der Welt einen Gefallen getan… und jedem anderen Mann!“ rief Axel zurück. Seiner Meinung war der Trick… so dermaßen risikoreich, dass man bei einer falschen Bewegung auch sterben könnte.

Xannur stützte sich mit zwei Schwerter auf und man sah, dass ihre Regeneration dran arbeitet, ihr Bein zu ersetzen. „Ich habe nur diese eine Chance!“ dachte Axel und griff die Frau wieder an. Auch wenn die Generälin verletzt ist, aber kämpfen konnte sie immer noch.

Beide Parteien schlugen wieder mehrmals ihre Waffen gegeneinander, Xannur setzte wieder ihre Fähigkeit „Allesschneider“ ein, diesmal hat Axel die besseren Karten im Kampf.

Die zwei Schwertmeister mit Leena und Rose erreichten nun den Kampfplatz und staunten nicht schlecht, wie ein Bild vor ihnen war. „Axel?“ staunten die Frauen nicht schlecht, die Schwertmeister mussten schlucken, mit welcher Geschwindigkeit die beiden Kämpfer miteinander kämpften.

„Wir… sollten lieber von dem Kampf fernbleiben.“ „Das sehe ich ebenso, das ist Xannur!“ murmelten die Meister miteinander.

„Wieso helft ihr Axel nicht?!“ fragte Rose sofort, Leena gab ihr die Erklärung: „Weil das ein… Kampf zwischen zwei wahren Schwertmeistern ist. Axel hat es geschafft, der Frau irgendwie das Bein abzuschlagen, trotzdem kann sie es aber mit ihm aufnehmen! Wenn wir da rein gehen, bekommt Axel wohl möglich Probleme!“

Axel und Xannur haben die neuen Zuschauer nicht mitbekommen so konzentriert waren sie im Kampf, selbst die Dämonin fing an zu schwitzen. „Wie… kann das sein? Will mir die Schlampe doch sagen, dass ich meinen verdienten Tod hier finde? Hoffentlich steckt sie für alle Zeiten im Kerker!“ dachte die Generälin gehässig über ihren ehemaligen Stratege.

Nun kam es, wie es kommen musste. Axel hat es nicht geschafft, Xannur zu töten und ihr Bein ist wieder komplett regeneriert, nun kämpft sie wieder mit allen Schwertern. „Deine Chance hast du nun vertan Sklave, Zeit das Spiel zu beenden!“ kichert Xannur voller Vorfreude.

„Stimmt.“ nickte Axel und sein Schwert leuchtet auf. „Ich setzte alles auf eine Karte, damit diese Farce endlich ein Ende hat!“

„Oh? Da mache ich doch glatt mit!“ freute Xannur sich, nahm Abstand von ihrem Gegner und ihre Schwerter fingen ebenfalls an zu leuchten. Beide behielten sich im Auge, sind aber nun auch irgendwie froh, dass der Kampf zum Ende kommt.

Die Dämonin fing mit ihrem Angriff zuerst an: „Nun zeig, was du bist! Vierfacher „Allesschneider!“ und vier Fähigkeiten flogen auf Axel zu. Dieser schloss seine Augen und sein Schwert leuchtet noch stärker…

Als die Fähigkeit kurz vor ihm war, setzte er nun seine eigene Fähigkeit ein: „Zerstörungsschnitt!“ und zerstörte damit nicht nur die Fähigkeiten der Dämonin, seine Fähigkeit flog auf die Frau zu, die panisch ihre Schwerter zur Verteidigung hochhob…

Die Schwerter von ihr wurden sofort zerstört, die Fähigkeit trennte schräg den Oberkörper von Unterkörper der Dämonin. Beide Seiten fielen sofort auf den Boden. „Das… ist also das Gefühl zu verlieren?“ keuchte Xannur lächelnd. „Darf… *hust* ich nach deinem Namen fragen Sieger?“

Axel keuchte ebenfalls schwer, denn diese Fähigkeit kostet ihm unheimlich viel Ausdauer, dann widmet er seine Aufmerksamkeit der Dämonin. „Axel, Gefährte der beschworenen Heldin Sakura.“

„ *hust* Glückwunsch… aber… gegen… General… Uzaxad… werdet… ihr… … nicht… gewinn….“ waren die letzte Worte von Xannur, das Lächeln ist auf ihrem Gesicht ist eingefroren. Axel fiel nun doch auf seine Knie.

„Ein Wunder… dass ich es irgendwie geschafft habe, nicht getroffen zu werden, aber…“ war Axel auf einmal unendlich müde geworden.

„Axel!“ rief laut eine Frauenstimme und er drehte sich zu der Stimme. Erstaunt riss Axel seine Augen auf und bekam ein Grinsen. „Ah… scheinbar wart ihr mit euren Kämpfen schneller fertig als ich!“ freute sich der junge Mann.

„Was… war das eben für eine Fähigkeit?“ fragte Leena, als sie mit Rose und den Wachen zu Axel rannten.

„ … Ich bin im Schwert Level 11 geworden dank Lilith. Sie wollte nicht nur, dass ich Schwertmeister werde, nein sie wollte dass ich das Ziel übertreffe.“ erklärt der junge Mann.

Einer der Wachen schoss auf einmal eine blaue Kugel in den Himmel, die stark leuchtete. „Respekt junger Mann. Gegen die Frau… alleine zu kämpfen erfordert viel… Mut.“ „Danke… wegen ihr sind sehr viele Menschen gestorben.“ lobten die Männer abwechselnd.

Axel bekam rote Wangen, denn… er wusste selber auf dem ersten Blick, dass die Wachen sich von den anderen Soldaten unterscheiden. „Erm… danke. Wenn ihr hier seid, habt ihr eure Generäle ebenfalls besiegt hmm? Dann lasst uns Sakura…“ wollte Axel was sagen, aber…

Eine weiße Gestalt krachte in der Nähe von der Gruppe in den Boden, der Boden selbst ging ebenfalls in die Tiefe. Sofort nahm jeder seine Waffe zur Verteidigung, ahnungslos was nun auf sie zu kommt, als… „Das ist Sakura!“ kreischte Rose verängstigt.

Sakura hatte eine üble tiefe Schnittwunde über ihrem Oberkörper, selbst ihr Brustschutz aus dem Dungeon war aufgeschnitten und hing lose runter.

„Ah… das sind eure Freunde?“ meldete sich auf einmal eine sehr… düstere Stimme.

Kapitel 309

Ich bin wiedergeboren und die Schlacht? IV

„General Burns! Die Magierin Leena hat soeben den Dämonengeneral Bulgug besiegt und die Dämonen werden nun von unseren Soldaten aufgehalten… eher sogar zurückgedrängt!“ stürmte ein Späher in das Kommandozelt.

„Leena hat… einen General alleine besiegt?!“ traute Burns seinen Ohren nicht, aber der Späher nickte sehr gewissenhaft.

„Dann schick die nächsten Truppen nach vorne, sie sollen sich mit den müden Männern an der Front austauschen!“ befahl der General und setzte eine Taktik von Lilith ein. „Und schick… zwei Schwertmeister zur Magierin Leena, sie will bestimmt zu der Heldin!“

„Seid… ihr euch sicher?“ fragte auf einmal ein Offizier. „Soldat! Diese Frau hat soeben einen General getötet, glaubt ihr nicht, dass sie mehr wert ist als eine gesamte Kompanie?!“ wurde Burns nun leicht sauer.

„Verstanden, ich werde mich darum kümmern!“ salutiert der Offizier und verschwand aus dem Kommandozelt.

„Was gibt es aus den anderen Bereichen zu berichten?“ fragte der General den Späher, der scheinbar kurz überlegen musste.

„Die Armeen aus dem Norden sowie Süden sind zwar in Bewegung, benötigen aber noch ihre Zeit. Eine Flugeinheit der Dämonen konnte eine unserer Posten zerstören, wurde aber von den Elfen zurückgedrängt.

Die Zwerge, die die Konstrukte bedient haben sind bald bereit, sich dem Fußvolk anzuschließen, sie warten nur auf eure Befehle.

Weit hinter der Stellung der Dämonen ist scheinbar ein… sehr fürchterlicher Kampf entbrannt, man sieht selbst aus unserer Stellung, wie immer wieder… „grüne“ Schnitte durch die Luft fliegen.“

„Das dürfte Lady Lilith sein, die gegen General Uzaxad kämpft. Scheinbar… war es die richtige Entscheidung von ihr gewesen, dass sie sich ihm widmet.“ nickte General Burns, aber auch dieser Mann… wurde durch falsche Informationen von Lilith in die falsche Richtung gelenkt.

Tezen schlug wieder mit seiner Hellebarde nach Rose, wieder wich die Heilerin dem Angriff aus und schoss ihre Geschosse gegen den Minotaure ab.

Mittlerweile wusste Tezen ungefähr, wie ihre… „Waffe“ ungefähr funktionierte und wich ihr ebenfalls aus, was bei seiner Größe schon erstaunlich ist. Die Dämonen jubelten ihrem General zu, ein komplett… anderes Bild als was bei General Bulgug war.

„Ihr könnt kämpfen, dass muss ich als solches anerkennen.“ lobte Tezen. „Aber es reicht nicht, um mich zu besiegen. Man muss als General schon… gewisse Fähigkeiten haben.“ dann sprang der Minotaure in die Luft.

Erstaunt schaut Rose ihm hinterher, als dieser in der Luft anfing, seinen Körper mit seiner Hellebarde nach vorn zu drehen… direkt auf Rose! Sie schoss ein paar Kugeln mit ihrer Schleuder ab, aber die… „Fähigkeit“ des Generals ließ es irgendwie nicht zu, dass die Kugeln ihn erreichten… dafür erreichte der Minotaure die Heilerin.

Rose sprang im letzten Moment zur Seite, denn die Hellebarde krachte mit einer Gewalt in den Boden, dass dieser einen großen Riss über das Schlachtfeld erzeugte, von dem Erdbeben ganz zu schweigen.

Alle Dämonen, aber auch Rose fielen durch die Erschütterung auf den Boden, die Heilerin selber dachte nur: „Was… hat der für Kräfte als General?“ Als die Erschütterung vorbei war, riss Tezen seine Hellebarde aus dem Boden raus und widmete sich wieder seinen Gegner zu.

„Erstaunlich, dass ihr… immer noch keine Angst in euren Augen zeigt. Was… habt ihr erlebt, das mein Angriff euch keine Angst macht?“ fragte Tezen.

„ … Meine Freundin Lilith hat mich und meine Freunde trainiert. Was… wir dort erdulden mussten, wird uns keiner glauben. Nichtsdestotrotz… habe ich immer noch das Gefühl, dass ich mich mit euch messen kann. Was… ihr auch immer da eben eingesetzt habt, das spricht für eure Stärke.

Doch Lilith ist viel stärker, grausamer und sadistischer. Ein Kampf gegen sie… wäre ein Kampf gegen das bösartigste Monster auf der Welt. Dank ihr… habe ich nun selber eine Stärke erreicht, wo ich vor vieles keine Angst mehr haben muss.“ stand Rose vom Boden auf und sagte dies Tezen ins Gesicht, ohne Furcht oder Scham. Dann erinnerte Rose sich an eine wichtige Lehrstunde…

Rose und Lilith kämpfen mit Fäusten und Beinen gegenseitig, damit die Heilerin die tödlichsten Handgriffe der Dämonen beherrschte. Lilith hat nicht untertrieben, dass… diese Techniken gegen ihre Freunde wirklich… tödlich werden könnten.

„Ich… hah… verstehe nicht, warum die Dämonen diese Techniken nicht ebenfalls einsetzen. Keine Frage, sie sind starke Kämpfer, aber…“ keuchte Rose.

„Weil… die meisten letztendlich auch Idioten sind. In ihrer Arroganz und Hochmut vergessen sie die beigebrachten Techniken, selbst… wenn sich einige daran halten, aber wenn sie jedes Mal ohne Probleme ihre Gegner töten, kommen solche… Gedanken im Kopf. Wozu diese Techniken, wenn mein Gegner durch mein Schwert auch einfach so stirbt?“ erklärte Lilith.

„Aber ich kann dich beruhigen, selbst die Dämonen in der Zukunft sind auch nicht wirklich besser… oder auch ich. Ich musste gegen vier Generäle auf einmal kämpfen und hätte diese Techniken einsetzen können. Problem war eher, dass ich sie nicht töten durfte, noch Waffen trug und sie im Team gegen mich gekämpft haben.

Hm… wenn ich wirklich mich selbst reflektiere, all die Fähigkeiten, die ich dir beibringe… habe ich bisher nie wirklich angewendet. Meine heftigsten Kämpfe wurden immer mit Waffen ausgetragen gegen Vampire, die mich immer beinahe getötet hatten. Hätte gegen diese Monster auch nicht wirklich viel gebracht, außer…“ stoppte Lilith mit ihre Erklärung und schaute Rose sehr ernst an.

„Was?“ wunderte Rose sich, die die Pause nutze, um wieder neue Energie zu tanken.

„Ich bringe dir ein paar Techniken bei, die du auch gegen sehr große Gegner einsetzen kannst, es schadet ja nie oder?“ lächelt Lilith freundlich.

„Stimmt… wer weiß, mit welchen großen Dämonen wir noch kämpfen.“ nickte Rose grinsend.

Tezen griff Rose wieder an, nachdem er in Ruhe ihre Erklärung angehört hat. „Lilith… ist so tief gesunken, dass sie selbst Menschen als Dämon trainiert? Ein… sehr merkwürdiges Zeitalter.“ dachte der General.

Rose wicht wieder den Angriffen aus, dabei machte sie eine… komische Aktion. Sie schoss ihre Geschosse auf den Boden vor dem General, die keinen… nennenswerten Effekt haben. „Was… macht ihr da?“ wunderte sich Tezen. Einmal explodierte es vor seinen Füßen, dann war der Boden eingefroren, aber aufgrund seines Gewichts hatte der Minotaure kein Problem damit gehabt, seine Balance zu halten.

„Tja… das wüsstet ihr gerne oder?“ lächelte Rose, als sie auf einmal sehr zufrieden war. Bei einigen Dämonen ging ein Schauder über ihren Rücken, denn… ein Gegner der im Kampf lächelt ist meistens ein sehr gefährlicher Gegner.

Tezen dagegen grinste nur und griff wieder mit seiner Hellebarde an, als auf einmal mehrere Wasserbälle um Rose flogen. „Huh?!“ staunte der Minotaure nicht schlecht, als alle Wasserbälle ihn auf einmal angriffen. Sofort wirbelt Tezen seine Hellebarde um sich, um die Angriffe zu blockieren, doch…

„Was soll das?! Wieso macht ihr mich nass? Habt ihr keine Ehre als Kämpferin?“ wurde Tezen sauer, überall tropfte Wasser von seinem Körper runter. Die Heilerin grinste ihn nur weiter an und war dankbar über die Lernstunden von Leena, dass sie solch einfache Magie einsetzen konnte.

„Die habe ich, nun passt auf, wie mein nächster Angriff euch besiegt!“ war Rose sich sehr sicher, dann schoss sie ihren nächsten magischen Stein auf den großen Minotaure. Tezen verteidigte sich mit der Hellebarde, indem er mit dem Kopf seiner Waffe einfach den Angriff blockierte… was sich als großer Fehler herausstellte.

Die sinnfreie Aktion von der Heilerin, als sie auf dem Boden schoss, war nichts anderes um herauszufinden, welches Element sie als nächstes schoss und hat ihre magische Schleuder vorbereitet, um ein bestimmtes Element zu haben.

Das Geschoss prallte gegen den Kopf der Waffe und setzte sein Element frei: Blitz. Aufgrund das Tezen komplett nass war, sowie auch seine Waffe, stand der General komplett unter Strom, überall flogen Blitze um seinen Körper. Tezen schrie aus vollem Halse, so einen Angriff… hat er noch nie erlebt.

Der General fiel nach dem Angriff auf die Knie, seine Hellebarde fiel auf den Boden, er selber keuchte sehr schwer, während viel Rauch von seinem Körper hochkam. Rose staunte nicht schlecht über ihre Taktik, aber das der General immer noch nicht besiegt war, wurmte sie schon ein bisschen.

„Ihr… seid wirklich ein starker Gefährte von der Heldin, aber noch gebe ich mich nicht geschlagen!“ brüllte Tezen wieder seinen Schlachtruf, die Dämonen jubeln ihm zu. Aber man sah auch den Schock in ihren Augen, dass ihr General auf die Knie gefallen ist.

„Und ihr seid ebenfalls stark!“ nickte Rose und rannte auf den General zu. Mit dieser Aktion brachte die Heilerin die Zuschauer ins Staunen, denn… in einem Nahkampf gegen einen Minotauren zu gehen, ist meistens… sehr dumm.

Tezen stand wieder auf und schlug mit seiner rechten Faust nach Rose, als sie nah genug an ihm ran war. „Wieso… greift sie mich nun im Nahkampf an?“ war der Gedanke von dem General gewesen, doch… dann passierte die nächste erstaunliche Aktion von der Frau.

Denn Rose hat ihre magische Schleuder in den Inventar gepackt und als die Faust nah genug vor ihrem Gesicht war, legte sie ihre Hände dagegen und machte einen Salto auf seinen Arm. Somit ist sie dem tödlichen Angriff entkommen und rannte nun auf dem Arm des Generals.

Ihr Gegner, aber auch die Zuschauer waren in diesem Moment zu perplex, was eben passierte, aber diese einmalige Chance nutze Rose, um den Finish-Move von Lilith umzusetzen. Denn sie sprang vom Arm des Minotauren mit beiden Füßen auf die Nase, wo man laut das Brechen hörte.

Wieder schrie Tezen laut auf, als er mit einer… eigenartigen starken Kraft nach hinten geschlagen wurde, verlor dabei sein Gleichgewicht und fiel auf den Rücken. Bei der Aktion ist Rose mit geflogen und stand auf seinem Kopf, als sie… nun den brutalsten Akt ihres Lebens machte.

Die Heilerin sprang vom Kopf mit beiden Füßen auf den Hals des Generals, dem sofort die Luft abgeschnitten wurde. Leider… wurde Rose bei der Aktion von Tezen geschlagen, wo sie nun wegflog und hart auf dem Boden landete.

Tezen röchelte stark und griff mit beiden Händen um seinen Hals, um irgendwie aus seiner verzwickten Situation frei zu kommen, dann fiel er bewusstlos auf den Boden und zeigte keine Regung mehr.

„Ahh… mein Bein…“ stöhnte Rose, die langsam versuchte wieder auf zu stehen, aber spürte, das ihr Bein angeknackst war. Dann spürte sie, wie jeder Dämon sie anstarrte. „Was?“

„Ihr… habt General Tezen besiegt…“ murmelt einer der Dämonen, diese Information verbreitete sich auf dem Schlachtfeld wie ein Lauffeuer. Ein paar Dämonen gingen zu dem General, um nach seinen Lebenswerten zu schauen.

„Er… lebt noch.“ rief einer von ihnen, aber… für die Dämonen war es nicht wirklich ein Grund zu jubeln, denn sie wussten nicht, ob sie die Frau… angreifen sollten oder nicht. Es war ihnen noch nie in den Sinn gekommen, dass ihr General besiegt werden könnte.

„Dann bringt ihn vom Schlachtfeld fort, denn er wird noch gebraucht!“ rief Rose, was die Dämonen zum Staunen brachte. „Ist es nicht so, dass dieser General sich große Sorgen um euch macht? Was ist… wenn meine Kameraden und Heldin es schaffen, euren Dämonenkönig zu töten? Dann ist dieser… Dämon eure letzte Befehlskette, die ihr benötigt, damit… ihr alle überleben könnt!“

„Meint… ihr das wirklich ernst?“ traute einer der Dämonen seinen Ohren nicht. „Es ist mein totaler Ernst! Euer Dämonenkönig wird von der Heldin Sakura besiegt! Das ich alleine gegen euren General kämpfen konnte, sollte für euch der größte Beweis sein!“ nickte Rose und war auf sich selber stolz, dass sie die Mut hatte, alleine gegen die Kompanie voller Dämonen mit voller Lautstärke zu sprechen.

Verwirrt schauten sich die Dämonen an, bis einige nickten und Tezen vom Boden hochhoben, dann trugen sie alle ihren General von dem Kampffeld weg. Misstrauisch hielt Rose die Dämonen im Auge, ob… nicht doch einer ein mieses Spielchen treiben würde, als…

„Rose war euer Name?“ fragte einer der Dämonen und die Heilerin nickte. „Ihr… werdet nicht vergessen werden. Euer Kampfstil war merkwürdig und doch… habt ihr unseren General am Leben gelassen. Eure Stärke wird unter uns Dämonen bekannt werden, wie… eine kleine Frau allein einen General besiegen konnte.“

Erstaunt riss Rose ihre Augen auf, die Aussage sah sie in den Augen der anderen Dämonen, die sich immer weiter von der Heilerin entfernen. Erschöpft fiel Rose nun doch auf ihre Knie, vor allem schmerzte ihr Bein, sodass sie sich darum kümmerte.

„Danke… Lilith für das Training. Es hat sich wirklich gelohnt, dass wir noch geübt haben, gegen richtig große Gegner zu kämpfen.“

Kapitel 308

Ich bin wiedergeboren und die Schlacht? III

„VERFLUCHTE SCHEIßE! WAS SOLL ICH MIT DIESEM RING?“ schrie Rarkas, als er die Belohnung aus dem Dungeon empfängt, die er aus der Truhe holte. „ICH BRAUCHE KEINE RINGE, ICH BRAUCHE STÄRKE!“

Der Dämonenkönig Rarkas hat sich das Ziel gesetzt, alle Dungeons in Deymonlia abzusuchen, um stärker zu werden, aber auch… andere Waffen gegen seine Erzfeindin zu finden, doch bisher… waren die Belohnungen überhaupt nicht seine Kragenweite.

„Soll ich mit diesem Ring die Frau bezirzen und dann heimlich töten?!“ fluchte Rarkas weiter und fing an, den Raum zu zerstören.

„Du dummer… kleiner… Narr…“ sprach eine sehr dunkle Stimme im Kopf. Schockiert schaute sich Rarkas im Raum um sich, aber sah niemanden.

„Du… verlangst viel… siehst aber den Wald… vor lauter Bäume nicht.“ sprach die dunkle Stimme wieder.

„Wer und wo seid ihr?!“ zog Rarkas sein Schwert und machte sich für den Angriff bereit, der aber niemals kommt.

„Erkennst du… nicht mal die Stimme deines Gottes, du erbärmlicher Wicht?“ wurde der dunkle Gott auf einmal zornig. „DU, der meine Figur auf der Welt ist und meinen Segen besitzt?“ Der gesamte Raum wurde auf einmal schwarz, selbst mit seiner Fähigkeit „Nachtsicht“ sah Rarkas nur Schwärze.

„Du… hast verloren als Dämonenkönig, dabei… gibt es doch die Erzählung, dass ein Dämonenkönig niemals verliert. Vielleicht… sollte ich diese Frau als deinem Nachfolger ernennen, hmmm?“ provozierte der Gott.

„Es… tut mir vom tiefsten Herzen leid, dass ich euch nicht erkannt habe…“ kniete Rarkas in der Dunkelheit, Furcht hat sein Herz erfasst. „Bitte… gebt mir noch eine Chance…“

„Warum? Du verlierst gegen eine niedrige Sukkubus, ehrst… meine Belohnungen nicht und… tötest dein eigenes Volk, nur… um an Stärke zu gewinnen? Ihr seid der jämmerlichste Dämonenkönig, dem ich jemals meinen Segen gegeben habe!“ schimpfte der Gott.

„Ich… werde es nicht abstreiten, aber mein Volk abschlachten, die sowieso nur in den Kerkern herumgammeln? Sie sollen mir dankbar sein, dass ich sie von ihrem Elend befreit habe!“ widersprach Rarkas sofort.

„Das… ich gegen diese Sukkubus verloren habe, streite ich nicht ab. Aber selbst ihr müsst diesen Kampf beobachtet haben und… sie schien mehr zu sein, als nur ein Dämon! Wenn es überhaupt noch ein Dämon war, wäre sie definitiv die Dämonenkönigin gewesen, aber das ist sie nicht!

Ist es daher verwunderlich, dass ich ALLES tue, um mit dieser Frau mithalten zu können? Was soll… ich mit den bisher gefundenen Gegenständen? Sie auf die Frau werfen oder was?!“

„Hüte deine Zunge, ich habe schon für weniger getötet!“ knurrte der Gott und ein schwarzer… „Blitz“ fiel auf den Dämonenkönig runter, dieser schrie vor Schmerzen laut auf. „Diese Frau war ein Dämon, dass lässt ihr Aussehen nicht abstreiten. Ihre Kraft… kann mit meiner stärksten Monsterkreation mithalten, daher ist es nicht verwunderlich, dass ein Schwächling wie du dich nicht mit ihr messen kannst. Sag… wirst du alles tun, um diese „Verräterin“ zu töten?“ kam auf einmal die Frage von dem dunklen Gott.

„Ha… ha… alles! Alles, nur um sie zu töten!“

„Auch wenn du dabei deine Seele verlierst?“ hörte man nun ein unheimliches Kichern des Gottes.

„Und wenn es mein Leben kostet, Hauptsache ich kann dieses Miststück töten, damit ich meinen Stolz als Dämonenkönig wiederherstellen kann!“

„Dann trag diesen Ring! Er wird dir die Stärke geben, nach der du so gierst. Wirst du wütend, wirst du stärker. Kommst du in Verzweiflung, wirst du stärker! Je näher du dieser „Verräterin“ kommst, desto heftiger wird der Effekt!“

„Das… soll so einfach gehen?!“ reagierte Rarkas erstaunt und sah den Ring in der Dunkelheit stark aufleuchten.

„Warum sollte es nicht gehen? Es ist eine Kreation von mir.“ schmunzelt der dunkle Gott. „Aber… je stärker DU ihn beanspruchst, desto… mehr verlierst du von deiner Seele bis zu dem Punkt, wo es keine Wiedergeburt mehr für dich gibt.“

„Das ist mir SO egal, solange ich Lilith am Ende töten kann!“ krabbelt Rarkas unter Schmerzen zu dem Ring. Dort angekommen nahm der Dämonenkönig den Ring und stecke ihn ohne zu Zögern an seinen Finger.

Sofort kamen wieder Schmerzen, als der Effekt des Ringes in Kraft trat, der Dämonenkönig schrie wieder laut auf.

„So sei es. Ich gebe dir die Chance, aber ein zweites Versagen gibt es nicht für dich!“ lachte der dunkle Gott mit einer Warnung.

Rarkas stürmte wieder auf Lilith zu, die spielend seinen Angriff aufhielt. „Hmm… habe ich den Eindruck, oder nimmt deine Stärke irgendwie zu?“ fragte die Frau den Dämonenkönig.

„Oh? Kriegst du auf einmal Angst hmm? Es ist nur eine Frage der Zeit, dann wirst du vor mir auf den Knien um Gnade betteln!“ kichert Rarkas irre. Als wäre es ein Witz gewesen, lachte Lilith laut auf.

„Das will ich sehen. „Schwertwirbel!“ setzte die Dämonin die nächste neue Fähigkeit ein. Die Schwerter glimmen nun grünlich auf, dann schlug sie auf Rarkas ein. Dieser versuchte in seiner Verzweiflung zu parieren, aber… er war immer noch nicht „stark“ genug gewesen.

Lilith zerschnitt den kompletten Pelzmantel und schlug heftige Wunden in den Körper des „Generals“, überall sah man an seinem blutigen Oberkörper tiefe Schnittwunden, neben der gigantischen Narbe, die schräg über seinen Körper verlief.

„Ah… diese Narbe ist ja interessant. Das ist der Beweis, dass du meine frühere stärkste Fähigkeit überlebt hast.“ analysiert Lilith den geschundenen Körper des Mannes.

„Mehr… ich brauche mehr Stärke!“ schrie Rarkas auf einmal, dann leuchtete er auf. Verwundert nahm Lilith sicherheitshalber Abstand von ihm, dann hörte das Leuchten wieder auf. Wieder griff er Lilith an, aber mit einer neuen Geschwindigkeit, die selbst sie leicht erstaunte.

„Was… hast du getan? Niemand wird auf einmal so schnell stark!“ wurde Lilith misstrauisch, Rarkas aber gab ihr keine Antwort, nur dass er mit einem Schwert nach der Dämonin schlug. Dies wehrte sie zwar ab, aber nun musste sie tatsächlich mehr Kraft anwenden.

„Mehr… mehr…!“ flüsterte Rarkas, das Ergebnis war immer noch unbefriedigend für den Dämonenkönig, als er auf einmal einen gewaltigen Tritt in die Magengrube bekam und von Lilith weggeschleudert wurde.

„Vielleicht… sollte ich den Kampf doch schneller beenden.“ kniff Lilith ihre Augen, irgendetwas… stimmte mit der gesamten Situation nicht.

„Leena, ich will das du diese zwei Zauber auswendig kannst.“ gab Lilith der Magierin zwei Zaubersprüche. „Woher… hast du sie?“ las Leena verwundert und war erstaunt, was das für Zauber überhaupt sind.

„Dein Meister bekam Besuch von mir und hat meine Bitte angehört. Nach einigen Argumenten sah er es sein, dass sein gesammeltes Wissen im Grunde nichts wert ist, wenn man es nicht auch teilen kann.“ erklärte Lilith.

„Du hast doch nicht?!“ ahnte Leena was schlimmes. Ihre Freunde waren zu dritt im Monsternest, sodass sie ein Einzelgespräch mit Lilith führte.

„Ich habe nichts getan, man kann auch mit Worten seine Ziele erreichen. Man muss nur wissen, was der Gegenüber von dir hören will.“ wehrte sich die Dämonin sofort. „Du hättest es schon mitbekommen, wenn ich deinem Meister was angetan hätte. Also, bist du in der Lage diese Zauber zu können?“

„Hm… bin mir nicht so sicher. Im Grunde… sind es nur verbesserte Versionen von meinem Feuerball, aber… warum soll ich denn den Eisstrahl können? Das ist Zauber, der nicht wenig Mana beanspruchst, selbst ein einfaches Einfrieren vor Ort ist besser.“

„Nur das Einfrieren braucht seine Zeit, während du mit dem Eisstrahl das Gesicht deines Gegners direkt einfrierst. Stellt dir mal vor, du machst das an einem General oder sogar deren Dämonenkönig, wenn der keine Wasserimmunität hat, dürfte… es eine sehr interessante Wendung geben.“ lächelte Lilith und schwelgte in ihrer Erinnerung.

„Ok? Dann werde ich das mal lernen…“

Der General Bulgug schlug mit seiner riesigen Keule nach Leena, die nach hinten auswich. Der Aufprall auf dem Boden führte aber trotzdem zu einem Beben, was jeden Kämpfer in der Nähe zu Gleichgewichtsstörungen brachte.

„Ich zerquetschen dich!“ war Bulgug sich sehr sicher, als er die Keule wieder hochhob, um einen Feuerball abzufangen.

„Solange der Spinner diese Keule hat, werde ich ihn nicht treffen. Man kann sagen was man will, aber der kann kämpfen.“ grübelte Leena nach einer Lösung. Eine Gruppe von Soldaten aus Alliancia wollte es mit dem General versuchen, aber dieser schlug sie lachend mit seiner Keule weg.

Überall flogen wieder Gliedmaßen, Blut spritze umher, dann widmet der Dämonengeneral sich wieder Leena. „Nervig, schwach… wie du!“ provozierte der Oger Leena.

„Dafür, dass ich das wäre, hast du es bisher nicht geschafft, mich einmal zu treffen!“ merkte Leena ein kleine Sache an. Scheinbar war ihre Provokation besser als die des Oger, als er auf einmal eine Zornesader auf der Stirn zeigte.

„Keulenwirbel!“ setzte der General wieder seine Fähigkeit ein und drehte sich direkt zu Leena. Wieder greift er seine eigene Dämonen an, als wäre ihm alles egal. Die Magierin sprang im letzten Moment zu Boden und sah wenige Zentimeter, wie die Keule an ihre Nase vorbeirauschte, dann war Bulgug wieder von ihr weggedreht.

„Bei der Göttin… dank des Trainings habe ich so viele Nahtod-Erfahrungen gemacht, das schockiert mich irgendwie nicht so wirklich, was eben passiert ist.“ murmelt Leena, die wieder aufstand. Der General hat unter seinen eigenen Leuten verheerenden Schaden angerichtet, bevor er zum Stillstand kam.

„Feigling, nur ausweichen… *würg*“ beschuldigte der General die Magierin, als er sich wieder übergab, aber diesmal drehte er nicht ihr den Rücken zu.

„Es reicht… Dämonen mögen zwar unsere Feinde sein, aber das gibt nicht EUCH das Recht, sie zu töten, wie es euch gefällt!“ rief Leena wütend. Erstaunt schauten einige Dämonen sich gegenseitig an, als sie die Aussage zu hören bekamen.

„Dämonen Idioten! Tun was ich sagen!“ widersprach Bulgug wissend um seine eigene Stärke, dann hob er seine Keule wieder hoch, nachdem er sich von seiner Fähigkeit erholt hat.

Leena war mit ihre Vorbereitung fertig und ging wieder zum Angriff über. „Feuervögel!“ setzte die Magierin ein und es flog ein Zauber nach dem anderen auf den General. Dieser lachte nur auf und schlug den Zauber kaputt, aber auch die nächsten kommenden Zauber.

„Ha ha ha! Du schwach, ich zerstöre Zauber!“ kam der Spott von Bulgug, aber Leena grinste nur und setzte weiter ihre Zauber ein. Man kann es drehen und wenden, der General schaffte es, jeden Zauber vorher abzufangen…

„Uh… wieso? Heiß?!“ schrie der General auf, als beide Hände anfingen zu qualmen. Seine Keule bestand aus Stahl und glühte regelrecht in einer rötlichen Farbe, nachdem der Oger jeden Zauber zerstörte. Scheinbar schluckte Bulgug die Schmerzen und dachte nicht im Traum daran die Waffe loszulassen.

Die Magierin setzte noch ein paar weitere Feuervögel ein, die gezielt die Keule angreifen sollen und nicht dessen Halter, als sie auf einmal Zeigefinger und Mittelfinger auf den General mit der rechten Hand hielt.

Die Dämonen, aber auch die einfachen Soldaten schauten den Kampf mit Respekt an, sie eine junge Magierin gegen die riesigen Dämon kämpfte, dessen Waffe so stark glühte, dass man die Hitze fast spürte.

„Eisstrahl!“ schoss Leena den anderen neuen Zauber auf die Keule und etwas… unerwartetes passierte: Die Keule wurde auf einmal komplett eingefroren, starker Dampf ging empor. Das Eis wandere die komplette Keule runter über die verbrannten Hände des Generals, der auf einmal ein entzücktes Gesicht verzog über die willkommene Abwechslung.

„Ahh…. du dumm?“ lächelte Bulgug, dann warf er die eingefrorene Keule über sich… die weit von ihm weg flog samt seinen Händen, denn durch den Eiszauber sind die Hände von den Armen „abgebrochen“. Während die „Keule“ wegflog, trauten die… Zuschauer ihren Augen nicht, was so eben vor ihnen passierte.

Erstaunt über den spontan Gewichtsverlust schaute Bulgug nach oben und sah nur seine Armstümpfe. „ … Huch?!“

„Solange du deine Keule hast, hätte ich dich nicht getroffen, aber jetzt?“ lächelte Leena sehr böse, als sie wieder Feuerbälle gegen den General einsetzte. Scheinbar hat er in seiner Stupidität nicht verstanden, was soeben passiert ist, als die Magie ihn endlich traf.

Eine Kettenreaktion entstand mit einem lauten Schrei des Schmerzen, doch Leena war unbarmherzig und setzte zusätzlich ihre Feuervögel ein, denn sie traute dem General zu, dass er noch ein paar Tricks auf Lager hatte…

Hatte er aber nicht. Es war nur seine brutale Stärke gewesen sowie sein Waffengeschick, weswegen der Dämonenkönig ihm dem Posten als General angeboten hatte.

Irgendwann hörte Leena mit ihre Magie auf und wartete, dass der schwarze Qualm verschwand… Als auf einmal ein Oger aus dem Qualm nach vorne fiel und wegen seinem Gewicht ein Beben auslöste. Die Magie hat großteils seinen Kopf zerstört, sein restlicher Körper… es wäre schwer gewesen ihn noch als ein Oger zu identifizieren.

Sofort ging ein Jubel durch die Kämpfer von Alliancia durch, als sie alle den Tod eines Generals mit eigenen Augen gesehen haben. Bei den Dämonen dagegen ging auf einmal eine Angst um. Zwar kämpfen sie noch weiter gegen die Soldaten, aber die Demotivation bei den Dämonen war sehr spürbar gewesen.

Die Magierin stütze sich auf ihren Stab, denn sie will Stärke demonstrieren, obwohl sie sehr stark ihre Mana verbraucht hat. „Nach vorne Soldaten! Der Sieg ist auf unserer Seite!“ brüllte sie, auch wenn sie sehr verschwitzt war.

„FÜR ALLIANCIA!“ brüllten die Soldaten und ein neuer Ansturm ging auf die Dämonen zu.

„Hu… kurz ausruhen, dann muss… ich irgendwie zu den anderen kommen…“

Kapitel 307

Ich bin wiedergeboren und die Schlacht? II

Die Heldin Sakura rannte mit ihren Freunden, aber auch weiteren Soldaten durch den freigelegten Weg, den sie mit Axel geschlagen haben. Auf einmal spürte man von einer weiten Entfernung, wie eine Schockwelle kam, man konnte sie sogar sehen.

„Scheinbar… hat unsere Freundin ihren Freund gefunden, aber wenn wir von hier aus eine Schockwelle sehen… muss der Typ echt stärker geworden sein.“ murmelt Axel.

„Konzentriert euch lieber vorne, die Dämonen kommen!“ warnte Rose und schoss eine Steinkugel auf die Dämonen. Lautes Geschrei konnte man hören, als die magischen Geschosse ihre Ziele erreichten. Einige explodierten und abgerissene Gliedmaße flogen in die Luft, andere wurden zu Eisstatuen eingefroren, letzte fielen schwarz verbrannt zu Boden durch die Blitzmagie.

Aber auch Leena setzte trotz der Anweisungen von Sakura ihre Magie ein und mehrere Feuerbälle fielen vom Himmel auf die Dämonen, überall… flogen nur noch Fetzen.

„Das… Training war vielleicht die Hölle, aber früher wären wir niemals so verrückt gewesen, einfach so in eine anstürmende Horde wütender Dämonen rein zurennen.“ lächelt Leena. „Keine Sorge, das waren nur einfache Zauber.“

„Wie dem auch sei, nun lass Axel und mir die Arbeit.“ nickte Sakura schmunzelnd, als die ersten Dämonen sie erreichten… und tot umfallen. Dasselbe passierte auch bei Axel, kaum treffen sie auf einander, ist der Kampf schon vorbei, denn der Dämon fällt Tod zur Seite.

„Ist das schon alles was ihr drauf habt?“ provozierte Axel die Dämonen, als die nächsten angerannt kommen. Aber egal wie man es dreht und wendet, die Gruppe kann sich ohne große Mühe gegen sie behaupten. Sie konnten sogar gegen den Ansturm ankämpfen und kommen ihrem Ziel ein bisschen näher…

Als ein riesiger Oger mit der größten Keule der Welt auf sie zu stampfte. Der Boden vibrierte unter ihren Füßen. Der Oger fing an, mit seiner Keule links und rechts auszuteilen, dabei war es ihm scheinbar egal, dass er momentan seine eigenen Leute tötet.

„Ihr sterben heute! Ich Bulgug, starker General!“ rief er in einer schlechten Sprache. Außer seiner Riesenkeule trug es nur einen Lendenschutz. Der Rest zeigte stolz seine „Muskeln“. Als der General in die Nähe der Heldengruppe ankam, warf er seine Keule über sich auf die Gruppe.

Diesem Angriff wichen die Menschen zur Seite aus, aber mussten wegen dem starken Beben ihre Balance finden. Sofort wollte der Oger Sakura zur Seite schlagen, aber Rose schoss ein Geschoss auf sein Gesicht. Dies hat der General gemerkt und ändert seinen Kurs seiner Keule nach oben, wo er die Kugel abfing und der Feuerball mehr oder weniger wirkungslos wurde.

Leena schoss eine Eislanze in seinen dicken Bauch, aber auch dies hat Bulgug bemerkt und konnte sich wieder mit seiner Keule verteidigen. Die Keule ist scheinbar mehr als nur riesig, wenn es magischen Angriffen standhalten kann.

„Man… kann sagen was man will, aber der weiß wirklich wie man kämpft.“ zollte Axel ungewollt Respekt, dann macht er Sakura ein Zeichen, die nickend verstand. Beide stürmen von unterschiedlichen Seiten auf den General, der auf einmal böse kichert.

„Keulenwirbel!“ rief der Oger und drehte sich auf einmal wie ein Kreisel, die Angreifer mussten ihren Angriff unterbrechen und wiederholt dem Angriff ausweichen. Diese Fähigkeit nutzt der General aber scheinbar ziellos, denn er kreiste wieder in seine Leute rein, überall flogen Gliedmaßen.

„Was… ein General bringt seine eigenen Leute um?!“ wurde Sakura wütend. „Letztendlich sind und bleiben sie Monster!“

Der General hörte mit seiner Fähigkeit auf und drehte sich wieder mit einem grinsenden Gesicht zu ihnen um, dabei wollte er zu ihnen gehen… wäre er nicht so wackelig auf den Beinen.

„Uhh… gedreht zuviel…“ stöhnte der General auf einmal. Dann tat er etwas unerwartetes: Bulgug drehte der Heldengruppe den Rücken zu und übergab sich laut.

„Das… darf doch nicht wahr sein oder?!“ staunte Rose nicht schlecht, dann schoss sie ein magisches Geschoss auf seinen Rücken. Die Instinkte der General retteten ihn vor dem Angriff, denn dieser drehte sich rechtzeitig mit der Keule um und fing den Angriff ab.

„Denken, ich dumm? Alles geplant!“ lachte der Oger mit Stolz, an seinen „Mund“ sah man Reste von seinem Erbrochenem. Auf einmal spürte er, wie seine Beine kalt werden und schaute erstaunt nach unten.

Leena hat ihre Eismagie eingesetzt und den Oger vor Ort eingefroren. „Sakura! Geht weiter, der Typ hält uns zu lange auf!“ teilte die Magierin ihren Entschluss mit.

„Bitte?! Wir gehen gemeinsam!“ schüttelt Sakura den Kopf. „Das ist nicht irgendein Dämon, sondern ein General!“

„Nein, je länger der Kampf dauert… desto mehr sind wir im Nachteil. Keine Sorge, ich komme schon mit ihm zurecht.“ sagte Leena es sehr ernst, man sah die Entschlossenheit in ihren Augen.

„Was du gemacht?! Dumme Frau, ich dich töten!“ war Bulgug wütend, man sah schon die ersten Risse an dem Eis um seinen Beinen.

„Nun geh schon! Ich werde nachkommen!“ drängte Leena ihre Freunde. Sakura sah man an, dass die Entscheidung ihr nicht leicht fiel, aber dann nickte sie. „Ok, aber wehe, ich sehe dich nicht im finalen Kampf!“

Rose und Axel schauten sich gegenseitig an, dann akzeptieren beide ebenfalls die Entscheidung. „Bis später!“ „Wehe du kommst nicht, sonst sage ich Hendrik dein Geheimnis!“

Leena musste schmunzeln bei den Kommentaren, aber hob ihren Daumen hoch, dann widmet sie sich wieder dem großen Oger. Dieser hat sich nun vom Eis befreit und rannte wütend auf die Magierin zu.

Lilith und Rarkas schlugen mehrmals mit ihren Schwerter gegeneinander, immer wieder entsteht eine Schockwelle. Die Dämonen, die noch in der Nähe waren… trauten ihren Augen nicht, dass sich jemand mit ihrem König messen konnte.

„Mein… Blitzschwert scheint ihm ja nichts auszumachen, was hat dieser Kerl nur gemacht, dass er es widerstehen kann?“ grübelte Lilith, denn egal wie sie es dreht und wendet, aber diesmal hat sie mit der Nervensäge kein einfaches Spiel.

„Ho? Scheinbar… kann ich euch endlich das Wasser reichen, Miststück!“ grinste Rarkas gehässig, denn… tief im Inneren war es seine größte Sorge gewesen, wieder nicht mit Lilith mithalten zu können.

„Wenn du meinst?“ zuckte Lilith mit ihrer Schulter und wurde nun etwas aggressiver mit ihren Schwerthieben, was Rarkas das Grinsen aus dem Gesicht wischte und er nun ins Schwitzen gerät. Noch schlimmer, er wird nach hinten gedrängt. „Besser so?“ provozierte Lilith mit ihm.

„Du… verdammtes MISTSTÜCK!“ wurde Rarkas wütend, er bekam wieder seinen irren Blick. Seine Schwerthiebe wurden zwar nicht schneller, aber kräftiger.

„Oh? Der Kleine versucht mitzuhalten? Nun, stärker bist du definitiv geworden, aber… ehrlich? Du spielst immer noch außerhalb meiner Liga.“ kichert Lilith und setzte ihre Fähigkeit ein. „Allesschneider!“

Aus nächster Nähe und ohne das Rarkas eine Chance hat, rechtzeitig auszuweichen, kam der chaotische Angriff auf ihn zugeflogen… Verzweifelt hob er sein Schwert zum blocken hoch und wird brutaler Kraft nach hinten gedrückt.

Eine große Schleifspur wird hinterher gezogen, Rarkas gab sein bestes, die Fähigkeit aufzuhalten. Lilith schaute ihm nur grinsend hinterher, er war das ideale „Opfer“ um ihre Fähigkeiten zu testen. Die Zuschauer schauten nicht schlecht, wie ein „Mensch“ gegen den stärksten Dämon kämpft.

In seiner Verzweiflung, aber auch endlosen Wut sprengte der Dämonenkönig seine geheime Kraft frei und schlug die Fähigkeit beiseite, die bei den Dämonen eine Spur der Verwüstung anrichtete.

„Applaus Kleiner! Aber das war eben meine schwächste Fähigkeit und der Tag ist noch lang genug!“ kam die Provokation von Lilith.

„Oh ja… der Tag ist noch lang genug!“ knurrte Rarkas und rannte auf Lilith zu.

Sakura und die restlichen Freunde kämpfen sich wieder durch die Dämonen, die Heldin wollte mehrmals nach hinten schauen, ob es Leena gut geht, aber… sie vertraute das Urteil ihrer Freundin, dass sie es schon schafft.

„Vorsicht!“ rief Axel und tötete mehrere Flugdämonen aus der Luft mit seiner Fähigkeit. Rose gab ebenfalls ihr bestes, bei so vielen Flugdämonen, kommt sie momentan nicht hinterher sie alle abzuschießen.

Tapfer kämpft die Heldengruppe für sich, die Soldaten waren bei Leena zurückgeblieben, damit sie einen größeren Kampfplatz hatte.

„STOP!“ brüllte eine laute Stimme und alle Dämonen hielten an. Wieder vibrierte der Boden und ein gigantischer schwarzer Minotaure stampfte mit einer großen Hellebarde auf die Heldengruppe zu.

„Zieht euch zurück, ihr seid keine Gegner für diese Kinder!“ befahl der Minotaure, die Dämonen nahmen mehrere Schritte Abstand von der Gruppe, selbst die Flugdämonen blieben zurück. „Mein Name ist Tezen, ich bin der General der nördlichen Armee. Heldin Sakura, es ist mir eine Ehre einen beschworenen Helden kennenzulernen.“ nickte der Minotaure der Heldin zu.

„Erm… Schön euch kennenzulernen?“ wusste Sakura nichts besseres zu sagen, blieb aber trotzdem vorbereitet für den nächsten Angriff.

„Ich fordere euch zu einem Ein gegen Ein-Mann Duell heraus. Es macht keinen Sinn, schwächere Kämpfer in den sicheren Tod zu schicken!“ kam die Forderung des Generals. Sofort schauten Sakura und ihre Freunde sich gegenseitig an.

„Keine Sorge, meine Männer werden euch nicht angreifen, denn sie wissen, wie es für sie dann enden wird.“ grinste Tezen.

„Ich nehme deine Herausforderung an!“ schrie eine weibliche Stimme. Es war die Stimme der Heilerin Rose.

„ROSE!“ schimpfte Sakura sofort, Axel war ebenso nicht glücklich. „Hat Leena dich mit ihrem Tatendrang angesteckt oder wie?!“ Aber Rose schüttelt ihren Kopf: „Nein, ich weiß genau, dass ich mit ihm kämpfen kann, für einen Dämon hat er scheinbar einen Ehrenkodex.“

„Hmm… ich wollte die Heldin herausfordern, aber… eure Stärke erkenne ich ebenfalls an. Nun gut, tretet beiseite, damit ich das Duell eben austragen kann.“ schmunzelte der Minotaure, die Dämonen nahmen einen noch größeren Abstand.

„Ich wende Trick 12 an, seid bereit.“ wies Rose ihre Freunde an, die am grübeln waren, was sie jetzt schon wieder meinte… als Sakura nickte. „Das gilt auch für dich, ich will dich wiedersehen!“

Rose nickte grinsend: „Keine Sorge, ich will doch noch weitere Abenteuer mit euch und Lilith erleben!“ Ihre Freunde nahmen nun ebenso Abstand von der Heilerin, die sich nun dem General widmet.

„Mein Name ist Rose und bin A-Abenteurerin. Danke das ihr gewartet habt.“ verbeugte sich Rose höflich vor dem General. Ein Raunen ging durch die Dämonen, dass ein Mensch… Respekt gegenüber einem Dämon zeigt.

„Ich mag dich. Nur wenige Menschen zeigen uns Respekt und behandeln uns eher wie Monster. Dabei sind wir eine eigene Rasse, mit eigener Kultur.“ nahm Tezen seine Angriffshaltung ein.

„Aber… wieso bekriegen wir uns dann? Ich bin leider zu jung um den Grund zu kennen.“ fragte Rose traurig, denn selbst Lilith wusste es nicht. Erstaunt riss Tezen seine Augen auf, selbst in den Augen von Sakura und Axel sah er Unwissenheit.

„Der Grund… liegt bei eurer Göttin. Aber mehr kann und will ich euch nicht sagen. Nun denn, möge der bessere Kämpfer gewinnen!“ teilte Tezen nur eine Teilinformation mit, wo die Menschen erstaunt ihre Augen aufrissen.

Der General wirbelt seine Hellebarde über dem Kopf, während Rose ihre magische Schleuder auflud. „Fallende Hellebarde!“ rief der Minotaure und ließ seine Waffe schnurgerade auf Rose fallen. Diese sprang zur Seite und schoss ein Geschoss auf Tezen, der den Angriff ebenso gesehen hat und mit seiner Hand das Geschoss zur Seite schlug.

„Halte dich bereit, Rose will noch mehr Aufmerksamkeit sammeln.“ flüstert Sakura dies ihrem Freund zu, aber er wirkte nachdenklich. „Was… meint der Dämon, es liegt an unserer Göttin?“

„Darüber können wir später nachdenken, konzentrier dich lieber auf hier und jetzt, hörst du?!“ legte Sakura eine Hand auf die Schulter von Axel, dieser schloss kurz seine Augen und nickte dann.

Nun schlug der General seitlich mit der Hellebarde auf Rose, die nun einen Saltosprung nach hinten macht und gleichzeitig einen Schuss auf den General abgab. Diesmal landet sie mit ihrer unerwarteten Aktion einen Treffer mit einer Blitzkugel, der Dämon schrie laut auf, als das Geschoss seine Brust traf.

„Argh… du bist wirklich ein ebenbürtiger Gegner für mich.“ lobte Tezen die Heilerin, dann brüllte er einmal mit voller Lautstärke auf. Alle Dämonen hielten sich ihre Ohren zu, ihr General gab seinen Schlachtruf ab.

Diese Aktion hat Rose überrascht, die ebenfalls ihre Ohren zuhalten musste, dann bemerkte sie, wie der General wieder seine Hellebarde auf Rose fallen ließ. Wieder wich sie zur Seite aus, aber der General hat dies geahnt und riss seine Waffe ebenfalls zur Seite. Nun sprang Rose nach vorne und kam unter dem Stiel der Waffe durch.

Ein Raunen ging wieder durch die Dämonen, sie alle sind Kämpfer und haben einiges erlebt, aber dass… ein kleines Mädchen gegen den großen Minotaure es schafft, bisher nicht getroffen zu werden… man sah in ihren Augen leichten Respekt.

„Drei!“ rief Rose auf einmal. Verwundert schaut Tezen das Mädchen an, dann kniff er seine Augen zu, als fürchtet er eine Falle.

„Zwei!“ kam die nächste Zahl, Rose schoss mehrere Geschosse auf den General, die er aber mit dem Hellebardenkopf abfing.

„Eins!“ Sakura und Axel waren bereit, aber wissen nicht so genau wie Rose… ihren Trick gleich anwendet.

„Peace!“ zeigte Rose auf einmal ein beigebrachtes Symbol von Lilith, indem sie Zeigefinger und Mittelfinger zu einem V formte und Tezen angrinste. Verblüfft schaute Tezen das Symbol an, aber auch alle Dämonen… „Lichtwelle!“

Eine gigantisches Licht erstrahlte aus dem Finger, jeder der darauf geschaut hat, wurde von dem Zauber geblendet… Beinahe auch Sakura und Axel, die nicht glauben konnten, was ihre Freundin getan hat.

„Schnell!“ zog Sakura ihren Freund, sie schlichen sich schnell durch die Dämonen, die sich alle die Augen rieben und für Schmerzen stöhnen, selbst der General.

„Danke für den Trick Lilith, du weißt, wie man mit wenig Mitteln viel Aufmerksamkeit bekommt.“ grinste Rose, als Tezen scheinbar sein Augenlicht wiederbekommen hat und nun die Heilerin wütend anstarrte, als dieser bemerkte, dass zwei Menschen fehlten.

„Sehr… schlau von dir, aber das wird dein letzter Trick werden, dann jage ich deine Freunde!“ musste Tezen die Heilerin ein bisschen loben, dann wirbelt er wieder seine Hellebarde über dem Kopf.

Sakura und Axel konnten sich erfolgreich durch die Dämonen schleichen, als sie schon andere Truppen von Dämonen treffen und diese bekämpfen mussten.

„Ich… kann jetzt nicht glauben, was da eben passiert ist.“ schüttelt Axel den Kopf, das ging ihm zu hoch, was Rose getan hat.

„Der schlechte Einfluss von Lilith, was erwartest du eigentlich? Glaube, dass Rose nun hoffnungslos an einer Dämonin verloren ist.“ grinste Sakura schräg, die die nächsten Dämonen tötete. Ihre weiße Brustrüstung nahm schon teilweise eine rötliche Farbe an, aber… irgendwie stört es sie nicht.

„Wo wir über Lilith sprechen, aber ihr Kampf muss dort auch ziemlich heftig abgehen. Ich sehe immer wieder mehrere grünlich farbige Fähigkeiten dort rum fliegen, die nur unsere Freundin besitzt.“ merkte Axel auf den weit entfernen Kampf hin.

„Dann ist das wirklich der stärkste General, die die Armee hier aufzubieten hat.“ meinte Sakura, die schon die nächsten Dämonen umbrachte. Beide Schwertkämpfer kämpfen sich tapfer durch, als sie über ihren Köpfen auf einmal eine Blutaura spürten.

Sofort sprangen beide zur Seite als etwas großes zwischen sie krachte. Axel sowie Sakura mussten wegen dem Staub husten, bis sie sehen konnten, was da vor ihnen aufstand.

Es war eine Dämonin, die viele Hörner auf dem Kopf, aber auch im Gesicht hatte. Ihr Körper wird von einem sehr… bluttriefendem Umhang versteckt, aber hatte etwa die Größe von Lilith.

„Hrr… wie können zwei Menschen sich überhaupt so weit durch unsere Armee durchschlagen?“ schnurrte die Dämonin, die zwei komisch geformte Schwerter in den Händen hielt. Auf dem ersten Blick waren sie wie Breitschwerter, aber die Schwertspitze machte einen Knick.

„Da werden Tezen und Bulgug sich vom Boss was anhören dürfen.“ kicherte die Dämonin irre, selbst ihre Augen rollten wild umher. „Gut, dass ich es gemerkt habe. Zu dumm, dass ich keine weiteren Soldaten abschlachten kann wegen euch, dafür werdet ihr umso mehr leiden.“

„Ihr seid Generälin Xannur die Blutdürstige oder? So… wie ihr ausseht mit eurem Umhang?“ fragte Sakura nach.

„Oh? Schön, das erspart mir die Vorstellung, Heldin Sakura. Wo ist eigentlich die Schlampe Lilith? Ich suchte sie überall, aber… irgendwie finde ich sie einfach nicht?“ hielt Xannur den Kopf verwundert.

„Sie kämpft dort drüben und ihr nennt euch General? Die Hellste scheint ihr aber nicht zu sein.“ kam eine provokante Antwort von Axel und zeigte mit dem Finger auf die Gegend, von wo noch weitere grünliche Attacken kamen.

„Hmm? Dort ist doch…?“ dann lachte Xannur laut auf. „Schade, dann werde mich leider nur mit euch begnügen dürfen.“ kichert Xannur und greift die beiden Menschen an, doch nur Axel stellte sich der Wahnsinnigen in den Weg.

Die Dämonin schlug mit beiden Schwertern, doch Axel schaffte es mit seiner Kraft die Schwerter aufzuhalten, wo die Dämonin erstaunt die Augen aufriss. „Oh? Willst du mir sagen, dass es tatsächlich einen Mensch gibt, der mit mir mithalten kann?“

„Im Gegensatz zu einer anderen Frau ist deine Kraft nichts. Los Sakura, ich werde sie eben besiegen, dann komme ich dir nach!“ rief Axel dies seiner Anführerin zu.

„Ah ha ha ha! Du willst mich besiegen?! „Schwertwirbel“!“ setzte Xannur ihre Fähigkeit, ein Ansturm von Schwerthieben flogen auf Axel zu… aber er schaffte es mit Bravour alle zu parieren.

„Aber…“ wurde Sakura nun unsicher, denn… sie wollte nie alleine gegen den Dämonenkönig kämpfen. „Ich glaube an dich so wie du an uns glaubst! Nun tritt „ihm“ in den Arsch!“ drängte Axel sie, bis sie mit schwerem Herzen sich umdrehte und losrannte.

Xannur und Axel schlugen mehrmals mit ihren Schwertern aufeinander, aber keiner kam wirklich in diesem Kampf weiter.

„Respekt Kleiner, wirklich. Bisher konnte mich keiner in meine Höchstform bekommen.“ sprang die Dämonin auf einmal von Axel weg. „Dafür rennst du jetzt weg? Tolle Generälin bist du!“ provozierte Axel sie wieder.

Die Dämonin kichert nur, dann riss sie ihren blutigen Umhang von sich runter. Zum Vorschein kamen zwei weitere Arme mit Schwertern. „Dann zeigt mal was du drauf hast, Großmaul.“ kichert Xannur irre.

„Scheiße…“ fluchte Axel in Gedanken.

Sakura traf auf kaum nennenswerten Widerstand und kam dem roten Zelt immer näher, aber… je näher sie kam, desto bedrohlicher wurde die Aura. „Himmel… eigentlich… wollte ich mit allen gegen den Dämonenkönig kämpfen, so wie ich es aus meinen Mangas kenne, aber eine bessere Chance als jetzt werde ich wohl nicht bekommen.“ murmelt Sakura nervös mit sich selber.

Als sie kurz vor dem Zelt stand, atmete sie mehrmals langsam ein und aus, wie sie es von Meister Markus beigebracht bekommen hat, dann riss sie den Zelteingang zur Seite. Sie sah sofort jemanden auf einem großen Stuhl sitzen, der Dämon hob seinen Kopf zu dem Eindringling hoch.

Sakura hat… schon viele Narben und ähnliches gesehen, aber das Gesicht von diesem Dämon, war die reinste Ruine. Man sah alle seine Zähne wegen seinen fehlenden Wangen, ein Teil seiner Nase fehlte sowie war auch ein Ohr von ihm sauber abgerissen. Am „abartigsten“ war die Narbe, die quer über seine Stirn verläuft, als wurde dieser Dämon mal skalpiert.

„Wer… seid ihr?“ fragte der Dämon, der seine gelben Augen zusammenkniff, seine Stimme hörte sich an, als wären seine Stimmbänder ebenfalls angegriffen worden.

„Ich bin die beschworene Heldin Sakura und werde heute dein Leben beenden Dämonenkönig Rarkas!“ stellte Sakura sich selbstsicher vor, ihre Freunde wären stolz auf sie gewesen.

Erstaunt riss der Dämon seine Augen wieder auf, dann fing er an schauderhaft zu lachen, dabei schien er zu tränen.

„W… was ist so witzig?!“ verlange Sakura zu wissen, denn ausgelacht zu werden war jetzt nicht unbedingt ein Teil ihres Planes.

„Weil ich nicht der Dämonenkönig bin.“ beendete der Dämon sein Lachen und stand auf. „Was… ist das denn für ein Riese?!“ dachte Sakura nur.

Dieser Dämon trug eine komplette Ritterrüstung, die bis zu seinem Hals ging und war circa über 3Meter groß. Von seinem Rücken holte der Dämon ein gigantisches Zweihandschwert raus, dass er scheinbar mühelos mit einer Hand halten konnte. Es grenzte an ein Wunder, dass dieser Dämon die Zeltdecke noch nicht berührte.

„Ich bin General Uzaxad aus der südlichen Armee. Es ehrt mich, dass man mich mit dem Dämonenkönig verwechselt, aber zwischen ihm und mir gibt es trotzdem einen gravierenden Kräfteunterschied, kleine Heldin.“ grinste Uzaxad.

„Aber… gegen wen kämpft dann Lilith?!“

Kapitel 306

Ich bin wiedergeboren und die Schlacht?

Der Angriffsbefehl wurde durchgegeben, die Dämonen rannten von ihrer Seite los. Die Provokation von Lilith haben sie vollkommen geschluckt.

„Meine Güte, scheinbar habt ihr es nicht übertrieben, dass ihr die Dämonen zu einem Angriff provozieren könnt.“ meinte General Burns, der nun die Übertragung deaktiviert. Seine Offiziere kannten den Plan, aber nicht die Rede, trotzdem ließen sie die Dämonen kommen.

„Nervensäge muss scheinbar doch einen ziemlich großen Einfluss auf die Armee haben. Hätte nicht gedacht, dass er sich so gehen lässt.“ grinste Lilith.

„Du Wahnsinnige, damit hast du die Dämonen nur wütend gemacht!“ fluchte Sakura unweigerlich über die letzte Aktion von Lilith.

„Nein. Wenn nur Nervensäge, der Rest der Dämonen dürfte… Probleme mit der Motivation unserer Soldaten bekommen. Und Axel, hast du ihn gefunden?“ kommentierte die Dämonin dies und stellte ihre Frage, als die Teammitglieder sich ihnen näherten.

„War kein Problem, er stand an der Front und wollte seine Rede halten, als du ihm dazwischen kamst. Der Typ muss dich ja förmlich hassen, so blutverschmiert wie sein Gesicht wurde, als du ihn beleidigt hast.“ grinste Axel und erklärte Lilith die Position des Generals.

„Zumindest hast du dafür gesorgt, dass er dich suchen kommt. Wann… treten wir nun eigentlich in Aktion?“ war Leena ein bisschen nervös.

„Hast du es auf einmal eilig den Dämonenkönig zu bekämpfen?“ lächelt Rose von der Seite, aber Leena schüttelt nur den Kopf.

„Sobald die Dämonen die Hälfte der Feldes erreicht haben, kommen sie auf unsere Fallen zu. Danach aktivieren wir unsere Konstrukte, diese… werden auch einigen Schaden in deren Armee anrichten.

Erst dann schicke ich die Soldaten in den Kampf. Die Rede war einmalig, aber wir müssen auch die Realität im Auge behalten, dass einige Dämonen unter ihnen trotzdem eine Stärke besitzen, die man nicht ignorieren kann. Wenn sie durch die Fallen oder Belagerungswaffen sterben, ist es für uns ein guter Vorteil.“ meinte General Burns.

„Ich werde mich jetzt von euch verabschieden. Möge der Segen der Göttin mit euch sein und tötet den Dämonenkönig!“ salutiert General Burns respektvoll vor der Heldin und ihren Gefährten, dann ging er zu seinen Offizieren.

„Tja… zu dumm, dass ich keinen Stuhl dabei habe. Ihr solltet euch überlegen, bei dem Ansturm mit in die Front zu gehen und eine Schneise zu schlagen, denn das werdet ihr mit eurer neuen Stärke können.“ grinste Lilith. „Ich werde mal meinen kleinen „Freund“ aufsuchen.“

„Warte Lilith!“ stoppte die Heldin ihre Freundin, die ebenfalls gehen wollte. „Bitte… versprich mir, dass du dich schnell um ihn kümmerst und uns dann hilft ok? Du bist für uns nicht nur eine Stütze, sondern auch eine wichtige Freundin… und ich verlange daher von allen: Überlebt!“

Verdutzt schauten sich ihre Freunde gegenseitig an, dann nickten sie ihr grinsend zu. „Das kriege ich schon hin, aber ihr solltet nicht auf mich warten, wenn ihr den Dämonenkönig gefunden habt, hörst du? Je länger ich fernbleibe, desto eher kannst du davon ausgehen, dass mein „Freund“ mehr Zeit beansprucht.

Aber tue auch mir den Gefallen und überlebe. Wir haben alle genug Gründe, um siegreich aus dem Kampf zu kommen.“ lächelte Lilith ihnen zu, dann schnippst sie mit ihren Fingern und wurde unsichtbar.

Man hörte nur, wie Schritte sich von der Gruppe entfernten, dann schauten alle Gefährten wieder auf die Front zu.

„Puh… dürfte einiges an Zeit benötigen, bis wir an dieses Zelt kommen und den Dämonenkönig begrüßen.“ merkte Axel an.

„Nüchtern betrachtet… wurden wir ja mehr oder weniger von einer Dämonenkönigin trainiert.“ kichert Rose auf einmal. „Glaube nicht, dass der Dämonenkönig sich mit Lilith messen kann.“

„Eins nach dem anderen, wir dürfen die Generäle nicht vergessen. Dank der Übertragung weiß jeder Dämon, wie Sakura aussieht. Sie werden sie daher nicht unbedingt ignorieren.“ warnte Leena. „Aber sollen sich ruhig trauen, uns näher zu kommen.“

„Bitte… Göttin. Lass meine Freunde nicht aus den Augen und beschützte sie. Wir sind nun so weit gekommen, dank eurer Vision, aber man kann… nie genug gegen einen übermächtigen Feind haben.“ betete Sakura im Stillen.

Es dauerte nicht lange, als die Dämonen auf die Fallen traten. Wenn man es beschreiben müsste, wären es eigentlich Tretminen, was die Dämonen auslösten. Überall explodierten die Fallen und das Sterben der Dämonen an der Front begann. Aber das hielt die Dämonenarmee nicht davon ab, sondern rannten noch schneller.

„Hm… schade das Lilith schon weg ist, aber… warum haben sie keine Angst, dass sie auf weitere Fallen treten?“ wundert sich Leena.

„Hat Lilith nicht mal erwähnt, dass der Glaube bei den Dämonen eine wichtige Rolle spielt? Ich bin mir nicht so sicher.“ grübelte Rose laut, als auf einmal die Belagerungswaffen hinter ihnen sich aktivierten.

Die Belagerungswaffen der Zwerge konnte man schlecht beschreiben, im Grunde waren es riesige Kanonen, die mit Lanzen gefüllt sind. Als sie abgeschossen wurden, flogen tausende von Lanzen in den Himmel und machen dann einen Sturzflug auf die Dämonen.

Überall wurden die Dämonen aufgespießt, selbst die Flugdämonen wurden vom Himmel heruntergeholt. Die Soldaten von Alliancia jubelten laut, als sie das Massensterben bei den Dämonen beobachten.

„Wow… das ist ja wie in den Filmen, die ich in meiner alten Welt gesehen habe. Hätte nicht gedacht… dass die Schlachten auch hier so stattfinden können.“ kommentierte Sakura.

„Nun…wie General Burns es schon erwähnte, die meisten… „schwächeren“ Dämonen dürften nun darauf gegangen sein. Ich habe von hier aus schon gesehen, wie einige Dämonen die Lanzen Angriffe abgewehrt haben. Oh, deren Belagerungswaffen setzen sich nun ebenfalls in Bewegung.“ zeigte Axel auf die hohen Türme.

„Denen sollten wir aus dem Weg gehen, denn laut den Berichten sind diese Türme… beseelt. Keine Ahnung wie die Dämonen das angestellt haben, aber ein Kampf gegen… eine Belagerungswaffe hält uns nur auf.“ warnte Leena.

„Was ist deren Funktionalität eigentlich? Muss doch einen Sinn haben, warum sie so hoch sind.“ wundert sich Rose über die Struktur.

„In den unteren Bereichen sollen Dämonen sein, die ihre Feuermagie einsetzen wie ein Flammenwerfer der Zwerge. Im mittleren Bereich kommen die Dämonen zum Einsatz, die Bögen und ähnliches einsetzen können. Auf dem Dach selber werfen sie gefüllte alchimistische Substanzen in die Meute ihrer Gegner, was alles sein kann. Gift, Säure und weiteres.“ berichtet die Magierin.

„Denen sollten wir wirklich aus dem Weg gehen und den Experten überlassen, die mit denen schon ihre Erfahrung gemacht haben.“ stimmte Rose ihrer Freundin zu.

„Schaut, die Offiziere machen sich bereit, dass die Soldaten nun ebenso… zum Zug kommen. Axel, du und ich werden vor ihnen rennen und unsere Allesschneider einsetzen!“ befahl Sakura nun ihre Gruppe. „Das können wir machen.“ holte Axel sein Schwert raus und machte ein paar Schwertübungen.

„Leena und Rose, ihr bleibt dich hinter uns und setzt eure Magie nur bei Bedarf ein, wir dürfen uns nicht zu sehr verausgaben.“ kam die nächste Anweisung, ihre Freundinnen nickten ernst.

Nun holte Sakura ihr Schwert Excalibur raus, legte es kurz an ihre Stirn. „Auch heute vertraue ich dir, dass du mich beschützt.“ waren die Gedanken der Heldin, dann schaute sie wieder auf die anstürmenden Dämonen.

„Mein Herz müsste rasen, aber… irgendwie… bin ich auch so ruhig. Als würde jetzt meine Bestimmung stattfinden. Meister Markus, ich danke euch vom Herzen, dass ihr mir geholfen habt, den richtigen Weg zu finden.“ sagte Sakura auf einmal sehr laut und lächelte.

„Wirst du jetzt schon nostalgisch? Schau lieber nach vorne.“ grinste Rose. „Aber ja, Markus wäre jetzt in diesem Moment stolz auf dich… auf uns alle.“

Die Offiziere aller Kompanien erhoben ihre Hände in die Luft, die Soldaten machten sich bereit, sowie auch die Heldengruppe. Sie ließen die Dämonen noch weiter kommen, dann knallten ihre Hände aufgrund eines Zaubers.

Alle Soldaten rannten los und schrien ihren Kampfruf, Sakura und ihre anderen Freude rannten nun ebenso, mit dem Blick zum roten Zelt. Es dauerte nicht lange, als der Zusammenprall der Dämonen und Soldaten stattfand und der eigentliche Kampf nun stattfand, doch durch die Motivation durch Lilith starben bei dem Ansturm mehr Dämonen, als es üblich ist.

Sakura und Axel rannten gemeinsam ebenfalls in die ankommenden Dämonen, ihre Schwerter leuchten durch ihre Fähigkeit stark auf.

„JETZT!“ rief Sakura und ließ ihre Fähigkeit „Allesschneider“ los, Axel folgte nach. Eine große Schneise der Zerstörung raste auf die Dämonen zu. Die… die sich im Angriffsbereich fanden, starben sofort und keiner konnte die Fähigkeit aufhalten.

Eine Schneise ging durch die Armee, die man nicht übersehen konnte, General Burns Brust füllte sich voller Stolz, als er endlich die Stärke der Heldin sehen konnte.

„Heute… muss der Krieg ein Ende finden. Entweder wir werden siegen… oder die Dämonen.“ nickte der General und erteilt weitere Befehle.

Dämonenkönig Rarkas ist von seiner Wut wieder runtergekommen und beobachtet nun die Schlacht, die nicht unbedingt… zu seinem Vorteil verläuft. Aber das ist ihm egal, denn…

„Ich weiß das ihr hier seid, Lilith!“ knurrte Rarkas und zog sein langes Schwert raus, dann drehte er sich zu der unsichtbaren Gestalt. Sie löste ihre Illusion auf und eine grinsende Lilith kam zum Vorschein.

„Respekt, dass du mich bemerkt hast Kleiner. Na wie geht es dir?“ grüßte Lilith den Dämonenkönig wie einen alten Freund.

„Ich… hasse dich. Ich hasse dich so sehr, ich wüsste überhaupt nicht, wie ich dich töten soll!“ verzog Rarkas sein Gesicht.

„Kann ich mir vorstellen bei der Demütigung die du durch MICH erlitten hast. Aber scheinbar bist du ein bisschen stärker geworden, ich spüre sogar deine Aura. Wie viele… Dämonen mussten deinetwegen sterben hmm?“ hat Lilith die Veränderung bei Rarkas bemerkt.

„Genug um dich endlich zu töten, dann werde ich mich meinem ursprünglichem Ziel widmen, so wie ich es mir geschworen habe!“ nahm Rarkas seine Angriffshaltung ein.

„Ah, verstehe. Aber ich warne dich besser, selbst ich bin etwas stärker geworden und… es dürfte diesmal interessanter sein, wie der Kampf verläuft. Beim letzten Mal musste ich ja deine geliebten Pläne klauen und du warst mir im Weg, aber heute?

Heute sorge ich dafür, dass du wirklich stirbst. Kann doch nicht zulassen, dass ich Feinde am Leben lasse, soweit kommt es noch.“ zog Lilith Lazarus, dass wieder am vibrieren war und ihr Blitzschwert raus.

„Warum… diese Frage ist das Einzige, was mir im Kopf herum schwebt. Warum wendest du dich gegen unser Volk? Noch nie hat ein Dämon so offen rebelliert wie du das tust.

Wegen dir… verhalten sich die Dämonen anders zu diesen widerlichen Sukkuben und Inkuben. Wegen dir musste ich einen General auswechseln nach dem anderen.

Wegen dir… egal, warum?“

„Würdest du mir glauben, dass ich von der beschworenen Heldin gerettet worden bin und als Gegenleistung meine Schuld bei ihr tilge?“

„ … Ein MENSCH rettet einen DÄMON?!“ riss Rarkas seine Augen vor Erstaunens auf und Lilith nickte. „Erzählt eure Lüge dem dunklen Gott, denn er hasst ebenso Verräter.“ kneift der Dämonenkönig seine Augen zusammen und griff Lilith an.

„Dann soll er es persönlich mit mir klären!“ stürmte Lilith auf den Dämon zu, immer noch ahnungslos, wer der Mann in Wirklichkeit ist.

Die Schwerter beiden Kämpfer trafen sich und eine gigantische Schockwelle löste sich dabei aus.

Kapitel 305

Ich bin wiedergeboren und die Motivationsrede?

Am nächsten Tag wurde alles für die Übertragung vorbereitet, die Gefährten zogen ihre Rüstungen an. Sie waren zwar nervös, aber dank des Trainings strahlen sie alle eine innere Ruhe aus.

Lilith selber zog wieder ihre rote Schädelrüstung aus dem Dämonenlager an, denn eine bessere Rüstung hat sie nicht. Beim Anziehen merkte sie, dass sie etwas in der Hosentasche hatte und holte den Gegenstand raus.

„Huch?! An die Halskette habe ich ja überhaupt nicht mehr gedacht.“ staunte Lilith, während sie die Kette vor die Augen hält.

„Was ist das für eine Kette?“ fragte Sakura interessiert, sie war ebenfalls im Zelt mit der Dämonin gewesen.

„Hm…“ grübelte Lilith, dann bekam sie ein unheimliches Grinsen und ging zu Sakura, legte sie ihr um den Hals. „Das… gehörte dem General Nervensäge, dass habe ich… in seinem Schlafgemach gefunden.

Sollte… es wirklich dazu kommen, dass du mit ihm die Klinge austauscht und… hast keinen sicheren Boden, dann hol diese Halskette im letzten Moment aus deiner Brustplatte raus. Ich wette mit meinem gesamten Goldbesitz, sobald er die Kette sieht, wird er für wenige Sekunden in einen Schockzustand kommen.

Ich gebe der Sache… zwei Sekunden. In diesen zwei Sekunden muss du ihm einen tödlichen Schlag verpassen, sprich dein Schwert in sein Herz rammen oder Hals. Damit hast du eine sichere Trumpfkarte gegen ihn.“

„Du bist wirklich… ich weiß nicht, wie ich es sagen soll. Kalt? Unberechenbar? Selbst in diesem Moment fällt dir ein gefährlicher Trick ein. Ich hoffe wirklich bei der Göttin, dass ich den Mann nicht als Gegner haben werde, wenn selbst du… naja keine Schwierigkeiten hattest, aber er konnte sich gegen dich wehren oder?“ schüttelt Sakura den Kopf, aber steckte die Halskette unter ihre Brustplatte.

„Du kannst dir nicht vorstellen, was ich mir alles einfallen lasse, wenn es um meine Geliebte geht. Aber leider haben wir nicht die Zeit, damit ich dir das alles erzählen kann.“ lächelt Lilith traurig.

Momentan sah Lilith aus wie ein Mensch mit sehr langen blonden Haaren, grünen Augen und ein grünes Tattoo an der Wange in einer roten Schädelrüstung. Ihre beiden Schwerter hat sie an ihrem Waffengürtel festgeschnallt und legte nun ihre Haarspangen an.

„Gibt… es etwas, was ich wissen sollte? Ich kenne dich nun lange genug, ich weiß dass dich etwas bedrückt.“ fragte Sakura auf einmal.

„Nicht, was den Kampf gegen die Dämonen betrifft. Mit Rose habe ich schon darüber gesprochen und sie war der Meinung, dass ich mir nicht zu viele Gedanken machen darf.“ lächelt Lilith.

„Du weißt, dass ich dir vertraue. Wenn du etwas auf dem Herzen hast, kannst du es mir ruhig anvertrauen.“ war Sakura sehr ernst.

„ … Seid einfach nur vorsichtig ok? Ihr seid meine wenigen Freunde in dieser Zeit, ich… wäre sehr traurig, wenn euch was passiert.“ hatte die Dämonin nun traurige Augen.

„Das gilt auch für dich. Unterschätze deinen Feind nicht, denn Hochmut kommt vor dem Fall.“ nickte Sakura ernst, dann lächelt sie. „Nun lass uns den General aufsuchen, die Zeit… ist nicht gerade unser Verbündeter.“ „Stimmt.“

Die Damen gingen aus dem Zelt raus, wo sie von den restlichen Gefährten ebenso gegrüßt werden. Alle trugen ihre Ausrüstung aus dem Dungeon und sind mehr als bereit.

„Übrigens, der Dämonenkönig dürfte in diesem großen roten Zelt sein, mit diesen verschnörkelten Symbolen. Bevor ihr euch fragt, woher ich es weiß, aber es sind die Insignien, die nur die höchsten Dämonen tragen dürfen.“ gab Lilith ihnen den heißen Tipp, denn dieses Zelt konnte man mit bloßen Augen schon erkennen.

„Uff… Naja, durchprügeln dürfen wir uns sowieso also von daher…“ zuckte Axel mit den Schulter, denn Recht hat ja trotzdem.

„Aber wenigsten haben wir ein Ziel!“ freute sich Rose, denn ihr behagte nicht unbedingt die Vorstellung, das gesamte Lager von den Dämonen abzusuchen.

„Können… wir den König nicht irgendwie… dazu zwingen, selber raus zukommen? Ich dachte, er ist der stärkste unter den Dämonen.“ meinte Leena.

„Sonst noch Wünsche? Sei doch froh, dass er überhaupt aus Deymonlia gekommen ist, noch näher kommt man nicht an ihn ran.“ rollte Lilith mit ihren Augen. „Ach Axel, wenn du mir einen Gefallen tun könntest, kannst du vielleicht nach dem General Nervensäge Ausschau halten, während ich meine Rede halte?“

„Das kann ich machen, sein Gesicht habe ich noch im Kopf.“ nickte Axel, dann machten sie sich auf den Weg zum Kommandozelt.

Überall standen die Soldaten. Menschen, Zwerge und Elfen. Einige nervös, andere strahlen eine Ruhe aus, doch… haben alle im Herzen eine große Angst. Angst vor dem Sterben und was noch passieren könnte.

Sie haben viele Schlachten hinter sich. Einige mehr, andere weniger, aber die Dämonenarmee drückte doch sehr auf die Stimmung.

Die Dämonen auf der anderen Seite standen sehr ungeordnet und warten nur noch auf den Befehl. Befehl die Alliancianer zu töten. Im Gegensatz zu den Feinden, haben die Dämonen nur bedingt Angst vor dem Tod, denn alle teilen sich den Glauben an die Wiedergeburt.

Die Generäle gingen durch die Menge und hielten alle ihre Reden, dass die Sieger nur Gold und Ruhm erwartet, während Feiglinge die größte Strafe bekommen.

Auf einmal kam von hinten eine sehr mächtige Aura und alle drehten ihre Köpfe. Es war der Dämonenkönig Rarkas, der einen schwarzen Pelzmantel mit grünem Muster trug. Sofort wurden alle schweigsam, die Furcht erfasste ihre Herzen.

Es haben Gerüchte die Runde gemacht, das der Dämonenkönig dem Wahn gefallen ist und schon jemanden getötet hat, einfach weil dieser den König einfach so angeschaut hat. Rarkas ging schweigend durch die Soldaten und schaute hasserfüllt die Armee an, die ihm seiner Weltherrschaft im Weg stand.

Als Rarkas an der Front stand, drehte er sich um und schaute seine Armee an. Eine Stille herrschte zwischen der Armee und deren König, selbst die Generäle wissen nicht, was ihr Herr vorhat.

„Soldaten!“ fing Rarkas mit seiner Rede an, seine Stimme hat er mittels Magie verstärkt, dass jeder Dämon ihn hören konnte.

„Heute ist der Tag gekommen, dass wir diese niedrige Brut endlich ausrotten. Zulange verwehren sie uns das, was uns zusteht. Ihr Kontinent Alliancia!“ brüllte Rarkas, sofort jubelten die Soldaten ihm zu. Auf einmal erschien ein riesiger Übertragungszauber, wo man Lilith sehen konnte.

Die Dämonensoldaten wurden schweigsam und Rarkas drehte sich um, zu erfahren, wer seine Rede störte. Sofort riss Rarkas seine Augen auf dann kneift er sie hasserfüllt zusammen, denn egal welches Aussehen seine Erzfeindin anlegt, er würde sie immer und überall erkennen.

Dieses provokante Lächeln, die Schädelrüstung und vor allem die Schwertscheide an dem Gürtel, wo Lazarus drin steckte. „Lilith…“ flüstert Rarkas wütend, Zornesadern bilden sich an seinem Gesicht.

„Soldaten aus Alliancia! Bewohner des wunderschönen Kontinents! Menschen, Zwerge und Elfen! Heute versammeln wir uns, um den Dämonen ihre Träume zu zerstören!“ fing Lilith mit ihre Brandrede an, im Hintergrund standen Heldin Sakura und General Burns.

„Zulange verläuft der Krieg, viele sind wegen dem Krieg schon müde geworden! Viele haben Kameraden, Familie und Freunde verloren und trotzdem läuft der Krieg immer noch!

Viele von euch sind Veteranen, aber einige von euch kämpfen zum ersten Mal in einer so großen Schlacht, alle haben Angst. Verständlich, denn laut Geschichte ist das bisher die größte Armee, die die Dämonen gebildet haben.

Zusätzlich ist auch der Dämonenkönig in dieser Armee dabei, den stärksten Dämon auf der Welt mit seinen Generälen.“

Alle Soldaten schauten gebannt auf den Übertragungszauber, keiner wagte irgendetwas zu sagen, aus Angst was nicht mitzubekommen.

„Aber ich kann euch beruhigen! Wir haben auch jemanden auf unsere Seite, der sich mit dem stärksten Dämon der Welt messen kann! Die beschworene Heldin Sakura! Sie wird der Pfeil sein, der das Herz des Dämonen trifft.

Sie wird es sein, die sich mitten durch die Armee der Dämonen durchkämpfen wird und gegen den Dämonenkönig persönlich kämpfen wird!

Schaut sie euch an, sie strahlt eine Ruhe aus die die eines Helden würdigt ist, obwohl das sie so jung ist und aus einer anderen Welt stammt!“ zeigte Lilith auf Sakura, die Gelassenheit stimuliert, so wie Lilith es sich gewünscht hat.

„Doch sie wird eure Hilfe brauchen. Niemand kann gegen eine Armee voller Dämonen alleine kämpfen, nicht mal die stärksten Monster auf der Welt!

General Burns hat mir immer wieder von euren Taten erzählt, wenn ihr die wahnsinnigsten Kämpfe gegen die Dämonen gekämpft habt. In all seinen Erzählungen sah man immer wieder seinen Stolz auf seine Soldaten! Das seid ihr!“ redete Lilith weiter.

Ein Funke fing bei den Soldaten an zu glimmen, in den Augen der Veteranen sah man den Stolz, dass man sie lobt.

„Aber wir haben nicht nur einen Helden hier. Wir haben noch viele Helden mehr, aber dessen seid ihr euch nicht bewusst. Wer hat feindliche Stellungen der Dämonen erobert? IHR! Wer hat unsere Stellungen gegen die Dämonen verteidigt? IHR!

IHR SEID EBENSO HELDEN!“ brüllte Lilith. Erstaunt rissen viele Soldaten ihre Augen, so haben sie es noch nie betrachtet.

„Dank euch konnten wir die Dämonen im Zaun halten, sonst würden sie längst auf unserem Kontinent marodieren! Dörfer, Städte oder andere Gemeinschaften würden längst am Brennen sein, aber ihr habt es immer verhindert!

Das verdient meinen höchsten Respekt!“ verbeugte sich Lilith vor dem Zauber, ein Raunen ging durch die Armee von Alliancia.

„Heute ist der Tag, wo wir alle Geschichte schreiben! HEUTE IST DER TAG, WO JEDER VON EUCH EIN TEIL EINER LEGENDE WIRD!“ stand Lilith wieder gerade und hob eine Faust gen Himmel.

„Der König meinte, man bräuchte immer drei Soldaten für einen Dämonen! Ich sage euch meine ehrliche Meinung. BLÖDSINN! Jeder von euch ist den Dämonen ebenbürtig!

Heute zeigt ihr den Dämonen, als welchem Stoff ihr besteht! Zeigt ihnen eine neue Seite von euch! Heute gibt es kein ich und du, sondern ein WIR! Wenn jemand auf dem Boden liegt und den Todesstoß von einem der Dämonen erwartet, werdet IHR es unterbrechen und euren Kameraden wieder aufheben.

Ihr seid verwundet? Selbst Dämonen kann man verwunden, sie können sogar sterben! Also haut eure komischen Fantasien aus euren Köpfen, dass die Dämonen unbesiegbar sind!“ brüllte Lilith, die Dämonen schauten sich alle verwundert gegenseitig an.

„Soll die Heldin Sakura doch den Dämonenkönig jagen, ihr habt ebenso eine schwere Bürde. Euer geliebtes Land Alliancia beschützen. Einige tun es für ihre Familie, andere zu liebe ihres Vaterlandes. Dann gibt es welche von euch, die den Ruhm suchen!

SEID IHR BEREIT, BESCHÜTZER VON ALLIANCIA, EURE HEIMAT ZU BESCHÜTZEN UND DEN DÄMONEN AUS EUREM LAND RAUSZUWERFEN?!

DANN STAMPFT AUF DEM BODEN UND SCHREIT MIT VOLLEM HALSE: FÜR ALLIANCIA!“ feuerte Lilith die Soldaten an, die sofort anfingen auf dem Boden zu stampfen.

Am Anfang war es ein durcheinander im Gebrüll, bis alle Soldaten synchron „Für Alliancia“ brüllen.

„LAUTER! DIE DÄMONEN HÖREN EUCH NICHT!“

„FÜR ALLIANCIA!“

„VERDAMMT, NOCH LAUTER. ALLE SOLLEN ES ZU HÖREN BEKOMMEN!“

FÜR ALLIANCIA!“

Der gesamte Schlachtfeld ist am Vibrieren, durch die Aktion der Soldaten, dass sie alle gemeinsam auf dem Boden stampfen. Menschen, Zwerge und Elfen, alle sah man in den Augen den Ehrgeiz, alles zu geben.

Nun waren die Dämonen erst recht verunsichert, da halfen auch nicht die Einschüchterungen der Generäle.

„Wunderbar! Tausende von Soldaten und nur eine Stimme! Nun ist es Zeit, dass wir den Dämonen unsere wahre Stärke zeigen!“

Die Soldaten jubeln aus vollem Halse, die Angst aus ihren Herzen wurde vertrieben. Sie klopfen sich gegenseitig die Schulter, dass sie sich im Kampf im Auge behalten werden.

„Wow…“ meinte Sakura nur, selbst sie wurde von der Rede angesteckt. „Damit hast du wirklich jeden motiviert, alles zu geben.“

„Nun kommen wir zu euch Dämonen. Ihr fragt euch bestimmt, was ich damit erreichen will? Ganz einfach. Euch zu zeigen, aus welchem Holz wir stammen!“ lächelte Lilith böse, die Soldaten jubeln noch lauter.

„Ich habe gehört, dass der kleine „Boss“ bei euch noch am Leben ist? Hoffentlich hat dir die Niederlage im Lager geschmeckt… Du Loser.“ legte Lilith ihre Finger in eine L-Form auf die Stirn und streckte die Zunge raus.

Blut spritze aus den Zornesader des Dämonenkönigs, es grenzte an ein Wunder, dass er nicht vor Wut geplatzt ist.

„ANGRIFFFFFF!“

Seite 40 von 72

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén