Ich bin wiedergeboren und Dinge, die getan werden müssen? III

„Der Tag kann einfach nicht besser werden.“ saß Sina glücklich in ihrem Büro. „Bariel bekommt eine Lehre, ich weiß nun etwas mehr über Allenis, wobei ich immer noch das Gefühl habe, dass sie noch mehr Geheimnisse hat…

Egal, nun weiß ich die Hintergründe von des Zaubers, die ich im Land der Toten… na ja, dürfte ja nicht mehr so heißen, eingesetzt habe. Sherry ist wieder meine süße kleine Elfe und Millie leidet umso mehr…

Stimmt… Zeit, dass ich das auch mache.“ holte Sina die Truhe von ihren Vater aus dem Inventar raus, um eine bestimmte Kiste anschließend rauszuholen. „Dumdidum…“ Mit aller Ruhe holte Sina ihr neues Katana aus dem Ring raus und legt es mit einer Ehrfurcht auf den Schreibtisch.

„Feindschlächter… ich freue mich wirklich mit dir gemeinsam die Zukunft zu bestreiten. Viele unbekannte Feinde meinen, mich zu unterschätzen, doch DU wirst ihnen das Gegenteil zeigen.“ grinste Sina breit und holte Thorn aus dem Inventar.

„Wenn ich Vater richtig verstanden habe, ändert es nur seine Form, also… brauch ich kein schlechtes Gewissen haben Thorn. Du wirst ein neuen Namen bekommen, aber auch eine neue Form. Bevor du beleidigt wirst, es macht dich nur stärker, also dürfte es kein Problem sein.“ redet Sina mit dem Breitschwert, was dann neben Feindschlächter gelegt wird.

Nun kam der Transformer aus dem Inventar… Sina hat sich eigentlich nichts vorgestellt, konnte sie auch nicht. Nun hielt sie in der Hand ein längliches schwarzes „Brett“, anders kann man es nicht beschreiben.

„Hm…?“ wundert Sina sich. Sie stand mit dem Brett auf und betrachtet es von allen Seiten… als sie etwas sah, dass aussieht wie ein Knopf. Darauf drückte sie und das „Brett“ fing an zu leuchten und zu summen.


„Ist… dass jetzt irgendetwas Sci-Fiction?!“ staunte Sina. Das „Brett“ schwebte vor Sina, bis es seine Form etwas änderte. Eine Anzeigetafel erschien, das ziemlich digital wirkte.

>Gegenstand, dessen magischer Stein entfernt werden soll, auf die Auflagefläche legen<

„Öhm…?“ blinzelt Sina mehrmals, dann gab sie auf. „Das… ist mir zu hoch. Lara dürfte es auch verstehen, dass dieser Gegenstand aus der Zukunft stammen muss…“ Bevor also irgendein Unglück passiert, nahm Sina Thorn vom Schreibtisch und legte es auf die „Auflagefläche“. „Und nu?“

>Soll der magische Stein entfernt werden? Ja oder Nein<

„Hm…“ drückte die Dämonin vorsichtig auf Ja von der Anzeigetafel. Auf einmal flogen mehrere Kugeln aus dem „Brett“ raus und scheinen das Schwert in irgendeiner Form zu analysieren. Immer sah man einen Lichtstrahl von einer Kugel über das Schwert langsam gleiten.

„Scheiße… das ist mir „ZU“ modern.“ murmelt Sina, die sich schon Gedanken macht, es ihren Vater wieder zurückzugeben. „Außerdem… ich brauch es ja nur einmal oder? Klar, die Vorteile will ich nicht abstreiten, aber… Ich hab echt das Gefühl, ich mache etwas sehr verbotenes…“

Scheinbar hat der Transformer seine Arbeit gemacht… als vom „Brett“ zwei Öffnungen aufgingen und daraus zwei metallische… „Roboterarme“ erscheinen. Diese gingen ganz bewusst auf den magischen Stein und fingen an, es mit „Lichtstrahlen“ oder wie Sina es eher sagen würde: Laserstrahlen, es zu lockern.

„Ernsthaft! Keine Ahnung ob dir einer das gesagt hat Herr Transformer, aber du dürftest nicht in dieser Form existieren!“ redete Sina auf das „Brett“ ein. „Diese Welt ist eher ein Mittelalter, halt mit Magie und so ein Kram mit Drachen und hast du nicht gesehen!“

Sina sah, dass der Laser seine Arbeit gemacht hat und nun der andere Arm den Edelstein „vorsichtig“ raus nahm. Womit die Dämonin nicht gerechnet hat… das Breitschwert fing an, sich aufzulösen. „Huch?“ Immer mehr und mehr verschwand das Schwert… bis nichts mehr da war, nur der Edelstein wird von einem metallischen Arm in die Höhe gehalten.

>Gegenstand, dessen magischer Stein eingefügt werden soll, auf die Auflagefläche legen<

„Wenn ich das gewusst hätte, dass das Schwert quasi ausgelöscht wird, hätte ich mir lieber einen neuen Edelstein besorgt…“ seufzte Sina. Sie nahm ihr Katana und zog es aus der Schwertscheide raus.

„Ich… vertrau meinen Vater einfach, dass es funktioniert. Sonst macht es keinen Sinn, dass er mir das alles in der Kombination gibt.“ schluckte Sina und gab ihrem Katana einen Kuss. Vorsichtig legt die Dämonin das Katana auf die „Auflagefläche“ nieder.

>Soll der magische Stein eingefügt werden? Ja oder Nein<

„Ja…“ drücke Sina wieder vorsichtig auf die Anzeigetafel und der Transformer macht sich sofort an die Arbeit. Es wiederholt seinen Vorgang, indem es das Katana analysiert. Es vergingen einige Minuten, dann setzte sich der Roboterarm mit dem magischen Stein in Bewegung.

Es wird in die Fassung gelegt und weil es aber scheinbar… nicht richtig „passte“, fing der Transformer an, andere Roboterarme zu aktivieren. Was… sie auch immer taten, denn Sina konnte es nicht richtig erkennen, wird die Fassung langsam aber sicher dem Stein angepasst…

Dann leuchtete ihr Katana förmlich auf, die vielen Arme verschwanden wieder zurück im Brett. Das Katana selber schwebte von der Auflagefläche.

>Prozess beendet, Gegenstand kann entnommen werden<

Vorsichtig fasste Sina den Griff ihres Katana an, denn… sie weiß nicht, ob man den allgemeinen Prozess den man üblicherweise mit lebendigen Waffen hat, wiederholen musste… Tatsächlich, das Katana wehrte sich.

„Katana, vielleicht fühlst du dich unwohl, vielleicht sogar geschändet. Doch das ist nicht der Fall! Früher warst du Thorn, jetzt bist du viel mehr geworden. Ich taufe dich wiederholt zum Feindschlächter.

Begleite mich in einer neuen Form meinen Weg und töte. Töte alles was sich mir in den Weg stellen wird. Egal ob es Untote, Lebendige, Halbgötter bis zu Götter sind, NICHTS wird deine Klinge überleben!“ sprach Sina mit ihrem Katana.

Die Schmerzen verschwanden von der Waffe, es hat Sina akzeptiert. „Ich danke dir mein Freund.“ küsste Sina ihr Katana und überprüfte den Status. „Es hat geklappt, du hast immer noch das extreme Level mit deinen alten Fähigkeiten.“

Aus dem Augenwinkel sah Sina, dass der Transformer immer noch schwebte. Vorsichtig legte Sina ihr Katana auf den Schreibtisch und widmet sich dem „Brett“ wieder zu. „ … Danke, auch wenn du mich nicht verstehst. Du hast deinen Zweck umgesetzt, nun … ruhe dich wieder aus.“ drückte Sina den Knopf.


Auf der Anzeigetafel kam auf einmal ein Smiley, dann ging die Anzeigetafel zurück in das Brett. „ … Ernsthaft?“ seufzte Sina wiederholt und fing das Brett auf. Sofort landet es in ihren Inventar und macht sich eine Randnotiz, dass ihrem Vater zurückzugeben.

„Soo… dann sollte ich mal die Ringe vorbereiten für meine Damen…“ Es wurde langsam Abend, als Suki an der Tür klopfte und die gewünschten Damen ins Zimmer brachte. Ivy, Jevera, Nisha und Abby standen alle vor dem Schreibtisch, wartend, was Sina für Befehle hat.

„Seid ihr alle vom Training gekommen?“ fragte Sina und die Damen nickten. „Ja, wobei… ich mir nicht sicher bin, ob die Gewichte wirklich helfen.“ merkte Nisha an. „Wir haben nichts gespürt beim Rennen.“ stimmte Nisha ihrer Freundin zu.

„Dann ist es doch gut, denn sie dürfen euch nicht zu viel von eurer Energie wegnehmen. Wie dem auch sei, ihr vier seid vorerst vom Training entlassen, weil ihr eine sehr wichtige Aufgabe bekommt.“ Sina legte auf dem Schreibtisch vier Inventarringe hin.

„Im jeden Ring sind 2500Goldmünzen drin, ein Wert von insgesamt 10000Goldmünzen. Ich bin mir bewusst, dass mir jemand vermutlich ins Gesicht springen würde, aber ich plane nun im großen Stil. Ihr vier seid vertrauenswürdig, ich brauchte mir nicht mal den Gedanken machen, dass ihr damit verschwinden könntet.“ lächelt die Sukkubus mit dem tiefen Ausschnitt die Vampirinnen an.

„Uhm… danke? Und was genau sollen wir nun machen?“ meldet sich wieder Nisha, weil Ivy und Jevera nichts sagten. „Bevor ich das sage, wer kennt sich von euch in Batzien am besten aus?“ kam die Gegenfrage.

Die vier Frauen schauten sich an, doch eher waren es Ivy und Jevera, die Nisha und Abby anstarrten. „Naja… wir haben mal den einen oder anderen Dienst auf diesem Kontinent gemacht, aber… richtig auskennen?“ spitzte Abby ihre Lippen kurz.

„Ok, ändert dann aber nichts daran, dass ihr beiden dann nach Batzien fliegt.“ bestimmte Sina. „Euer Auftrag… könnte etwas seltsam klingen und dennoch ist es extrem wichtig für meinen großen Plan.

Allgemein werdet ihr vier am Morgen folgendes machen: Saatgut, Körner, Kerne, einfach ALLES was mit Pflanzen zu tun hat, zu kaufen. So komisch es anhört, diese werden eine Zukunft spielen. Dabei achtet ihr beim Kauf auch, dass unter anderem Samen von Bäumen mit eingeplant werden.

Gras, einfache Blumen bis gigantische Mammutbäume, das in Massen kaufen. Wie ihr es macht, ist MIR persönlich egal. Ihr könnt einzeln die Städte aufsuchen oder gemeinsam, doch nun kommt ein kleines Problem:

Ihr müsst es irgendwie so kaufen, dass nicht mein Name fällt. Ihr habt meine Rede gehört und die Händler auf Alliancia sind aktuell meine größten Feinde. Es wird sich herumsprechen, dass gewisse Damen überall Körner kaufen, aber wichtig ist, dass ihr vermeidet, dass mein Name fällt.

In Batzien rechne ich NICHT so mit einem Problem, sondern eher in Alliancia.“ schaut Sina abwechselnd jede Dame einzeln an. „Das würde eher euch zufallen Ivy und Jevera. Ihr seid kluge Damen, ihr könnt auch die Masken von damals verwenden, wenn ihr es für nötig haltet.


Anhand der hohen Goldsumme, die ich euch gebe würde ich euch trotzdem bitten, NICHT den teuersten Preis zu zahlen. Es kommt tatsächlich nicht mal unbedingt auf die Qualität an, meine… ihr würdet es ja schnell merken, wenn ihr ein Sack mit Steinen oder verschimmelte Ware bekommt.

Bei 10000Goldmünzen erwarte ich also mehrere TONNEN von allen Pflanzen auf der Welt. Vurdinia hat keine Pflanzen und… Snolonien auch nicht wirklich. Doch bei Batzien ist eine regelrechte Pflanzenvielfalt, es würde mich nicht wundern, wenn ihr beiden etwas mehr Zeit benötigt.

Da ich ja momentan einen Imagewechsel angehe, ein weiteren Auftrag für euch beide. Versucht von Händlern herauszufinden, ob es noch weitere… eher exotische Händler für Pflanzen gibt. Meistens wissen ja Alchimisten das ja eher.

Auch das soll gekauft werden, aber keine Pflanzen, sondern NUR die Samen. Des weiteren… sollte es Händler geben, die euch aus irgendwelchen Gründen NICHTS verkaufen wollen: Klaut ihnen das bei Nachts weg.

Es macht sich zwar verdächtig, aber hey, auf mich nimmt man ja auch keine Rücksicht. Tötet wirklich nur… im Notfall, ansonsten, nehmt ihnen es weg, wenn sie es euch nicht verkaufen. DAMIT rechne ich sogar eher in Alliancia. Hat jeder den Auftrag verstanden oder hat jemand noch Fragen?“ lehnte Sina sich nach hinten.

„Erm… TONNEN von dem Zeug? Was genau wollt ihr… denn damit machen?“ fragte Abby nach, weil es schon… sehr merkwürdig alles ist. Jede der Damen hat schon einen der Ringe genommen, Sina lächelt nur: „Um eine Welt neu zu beleben.“

Die Vampire kannten ihren Auftrag, Sina ging direkt zum nächsten Ziel über: Sie klopfte an der Tür ihrer Zwillingsschwester und ging rein. „Huch? So fertig ihr beiden?“ grinste Sina, als sie Kyllia und Lisa auf dem Bett sehr erschöpft lagen sah.

„Schon… vorher hatte ich ja mehr oder weniger meiner Verwandtschaft Blutmagie beigebracht und… war schon mit der Materie weiter, doch jetzt vor so vielen Vampiren und dazu, dass ich von vorne Anfangen muss?“ seufzte Lisa.

„Nun… ich habe die Chance wahrgenommen und mache beim Training mit, nur habe ich es wohl ein bisschen übertrieben mit meinen Gravitationsarmbändern.“ grinste Kyllia verschwitzt. „Meine, wenn ich mitmache?“

„Wie habt ihr es geregelt? Mehrere Teams oder…?“ lehnte Sina sich an die Tür. „Zwei Teams. Damit es nicht so ein durcheinander wird, hat Lara vorgeschlagen, dass wir das als Blockunterricht machen sollen. Drei Tage übt Team A bei Lisa die Blutmagie, während das andere Team seine Attribute bessert.

Lara will aber irgendwie nur mehr die Attribute ändern und hat ebenfalls mehrere dieser Armbänder angelegt. Hoffe, dass sie es noch geschafft hat, nach Hause zu kommen…“ schmunzelt Kyllia. „Hm… wenn du sie wieder siehst, sag ihr von mir, dass sie bitte die Blutmagie nicht vernachlässigen soll.“ merkte Sina an. „Was ist mit Hiro?“

„Wenn Team B die drei Tage ihre körperlichen Übungen gemacht hat, danach bei Lisa war, gehen wir dann zu ihr. Uns ist bewusst, dass beide Team für diesen Zeitrahmen zusammen sind, aber laut Hiro wäre das kein Problem, Neria hilft ihr ja auch.

Dann können beide Teams die Fähigkeiten der Ungesehenen lernen und auch gegenseitig Duelle austragen.“ schob Kyllia sich im Bett hoch, damit sie besser ihre Schwester sehen kann.

„Das wäre… ja die Zeit, wo DU weniger was zu tun hast oder?“ grinste Sina auf einmal geheimnisvoll. „Das… kann man so sagen. Ich würde schon zuschauen wollen, ob ich nicht auch den einen oder Handgriff lernen kann.“ wiegelt Kyllia kurz ihren Kopf.

Sina schloss die Tür zu und stellte sich vor das Bett, wo beide Damen sie fragend anschauten. Die große Schwester holte auf einmal einen uralten Wälzer aus ihrem Inventar und betrachtet ihn in ihrer Hand.


„Interessiert, verlorene waffenlose Kampfkunst zu können?“ grinste Sina. Mehrmals musste Kyllia blinzeln, dann stand sie mit einer Gier auf. „Ah ah!“ hob ihre große Schwester ein Zeigefinger hoch. „Es ist sehr wertvoll, wo Wisali sich davon getrennt hat.“

„Ehm… liebe liebe… große Schwester…“ fing Kyllia schon an, da warf Sina das Buch schon auf das Bett. „Bitte, du hättest es so oder so von mir bekommen meine Lieblingsschwester. Ich habe Wisali bewusst danach gefragt, damit ich zwei Dinge mit dir erreiche:

Eine kleine starke Schwester die den Vater ihrer Verlobten verprügelt und das sie andere zukünftige Kämpfe ebenfalls austragen kann.“ stützte Sina sich an der Bettkante ab. Kyllia wusste nicht, was sie zuerst machen soll: Buch oder Sina… „Nun schau rein.“ half ihre Schwester.

Vorsichtig nahm Kyllia das Buch und klappte es auf, Lisa sah ihr an, welch große Freude auf dem Gesicht war… bis sie die Augenbrauen zusammendrückte. „Was.. ist das für eine Sprache?“

„Altdämonisch. Doch im Buch sind Zeichnungen dabei, die verständlich zeigen sollen, wie du die alten Techniken lernen kannst. WENN es wirklich ein Problem gibt…“ ging Sina zu ihrer Schwester und umarmte sie. „Ich kann ganz zufällig diese Sprache und ich bin überhaupt nicht abgeneigt, dir zu helfen.“

Sina spürte eine extreme Freude in sich wachsen, Kyllia ist seeeeeeehr glücklich, dass auch Lisa lächeln musste. „Würdest… du auch mit mir üben wollen? Ich erinnere mich… wie du den Destroyar trotz seiner Macht ziemlich in die Mangel genommen hast.“ drehte Kyllia sich mit dem Gesicht zu ihrer Schwester.

„Hmm… ja und nein.“ wiegelt Sina den Kopf. „Ich werde die ersten Male mitmachen, damit du zumindest einen Start hast zum üben. Doch du weißt leider auch, dass ich Arbeit habe, die ich ungern aufschieben will.

Man glaub es kaum, aber trotz das ich keine Abenteurerin mehr bin… die Arbeit ist immer noch die gleiche geblieben.“ schmunzelt Sina. Das Buch verwand im Inventar von Kyllia, dann umarmte sie auch ihre Schwester. „Danke…“ „Immer gerne doch…“

„Ich… du weißt es, aber ich muss es trotzdem sagen… Du bist die beste Schwester.“ „Nein, du bist das. Wer hat mir immer geholfen? Du.“ Lisa sah nur, wie zwei Geschwister in diesem Moment… in einer rosaroten Wolke standen.

Bisschen später stand Sina in der Küche und schaute Suki bei ihrer Arbeit zu. „Nitir, wie weit sind die Gewürze?“ „Ich… *snif* brauche… *snif* noch… Zeit für *snif* die Zwiebeln…“ murmelt der Behemoth.

„Sehe, ihr seid schon ein eingespieltes Team?“ grinste Sina, doch Suki rollte nur ihre Augen. „Es wird dauern, bis… „er“ richtig kochen kann. Meine, wo ist bitte das Problem mit einer „Zwiebel“?“

„Nun, ich… könnte es dir sagen, aber…“ hob Sina eine Augenbraue, als Nitir die nächste Zwiebel nimmt und… „Ernsthaft… ich zeigt dir mal was…“ Die Dämonin stellte sich neben dem großen Behemoth, riss ihm das Messer samt Schneidebrett weg und nahm eine neue Zwiebel.

„Schau zu, so hat meine…“ wollte Sina eine Erklärung abgeben… als sie Kopfschmerzen bekam. „BZZZZ nein nein mein Kind, du musst den Kopf halten, dann schneidest du die Scheiben.“ lächelt eine Frau… doch es war komplett verschwommen.

„Mutter?“ fragte Suki vor ihr besorgt. „Ist alles in Ordnung?“ „Ich…“ musste Sina mehrmals blinzeln. „Ich… weiß es nicht?“ schaute Sina abwechselnd die beiden Tiermenschen an. „Irgendwie… hatte ich mich an etwas… erinnert? Kann… aber nicht den Zusammenhang erklären sowie… die verschwommene Frau…?“

Eine Träne fiel von Sina´s Augen runter, sie selber bemerkte den Bluttropfen auf dem Brett. „Huch? Was… habe ich denn auf einmal?“ Besorgt ging Suki um den Tisch herum und legte ihr eine Hand auf die Schulter.


„Glaube… es geht, aber… irgendwie… erinnert mich es an etwas.“ lächelt Sina unsicher Suki an. „Das… hatte ich schon mal gehabt… als ich mit Lara und Mel in der Wüste gereist sind. Irgendetwas… haben wir mit Eierpfannkuchen besprochen glaube ich und… ein Flashback.“

„Hm?“ wirkt Nitir verwundert, Suki dagegen musste überlegen… „Kann es sein… dass du dich aus dem anderen Leben erinnerst?“ „ … Könnte gut möglich sein?“ war selbst Sina sich unsicher. „Bevor… ich es vergesse hier Nitir.“

Sina zeigte dem Behemoth, wo er sie selbst mit seinen großen Fingern halten kann und wie schnell die Dämonin die Zwiebel schnell in Scheiben schneidet. Anschließend ohne Probleme in kleine Würfel. „Wichtig, schnell zu schneiden, weil dieses Gemüse einen Duftstoff abgibt, der deine Augen und Nase angreift.“

Bevor Nitir was sagen konnte, schob Sina ihm die Sachen wieder zurück und holte für sich ein Tuch, um ihr Gesicht sauber zu machen. „Schon komisch… das ich mich auf einmal etwas erinnere. Das… eben war so banales und schon…“

„Vielleicht ist es etwas sehr wichtiges gewesen für dich Mutter. Etwas, wo du sehr glücklich warst.“ streichelt Suki den Arm von Sina. „Schon, nur… was bringt es mir jetzt, die Erinnerungen zu bekommen?

Kyllia hat was sehr… schönes gesagt: Ich bin eine neue Person, ich sammele neue Erfahrungen und Erinnerungen. Ich bin neu geboren und wurde von so vielen Personen neu geformt, mein altes Leben… will ich es wirklich wissen?“ grinste Sina schief.

Nitir bekam immer mehr und mehr Fragezeichen auf seinem Kopf, das man ihm deutlich ansehen konnte. Dies bemerkten die Damen, als Sina antwortet: „Nitir, ich denke du hast es verdient zu wissen. Doch würde ich bitten… es nicht groß weiterzusagen.

Vielleicht hast du ja über Umwege oder eigene Erfahrung mitbekommen, dass wir Dämonen einen Glauben haben, nachdem Tod wieder neu geboren zu werden. Du kennst einige Personen, die definitiv eine Wiedergeburt erlebt haben, unter anderem gehöre ich dazu.


Wir werden als Wiedergeborene bezeichnet, doch… was sich vielleicht zu mir und ihnen unterscheidet ist… Mein altes Leben fand in einer anderen Welt statt. In einer Welt, woher die ganzen beschworenen Helden kommen.“

Mehrmals blinzelt Nitir Sinaan und schaute dann Suki an. „Ich kann es nicht bestätigen, aber ich glaube Mutter.“ lächelt das Katzenmädchen. „Nun… ich kann einige Dinge sagen, die es hier nicht in der Welt gibt.


Doch… ich halte mich wirklich mit dem Wissen zurück. Zu groß besteht die Gefahr, dass bei der ganzen Aktion etwas entsteht, worauf ich keine Kontrolle habe. Vieles gibt es in dieser Welt nicht, weswegen einiges von diesem Wissen sogar… unnütz ist.

Aber ich will nicht abstreiten, dass ich aus dem Wissen trotzdem… die eine oder andere Idee umgesetzt habe. Was ich aber sagen kann ist: All die gesammelten Erfahrungen aus dem alten Leben habe ich mit in mein neues Leben einfließen lassen.

Nicht das es dort Tiermenschen, Zwerge und so weiteres gibt… Nur Menschen, aber sie alle haben manchmal eine so extreme Fantasie, dass… ah ich lass mal.“ schmunzelt Sina, als sie bei Nitir sah, dass er NICHTS versteht und weiteres verstehen wird.

„Ich verstehe.“ murmelt Nitir. „Erm… ich bin dir dankbar, dass ich dein Vertrauen habe. Das freut mich wirklich, doch… wie du schon sagtest: Du bist du, hast ein neues Leben oder? Meine Mutter sagte mir eins:

Es ist egal was deine Freunde für eine Vergangenheit haben, sie müssen eines können: Das sie ihr jetziges Leben mit einer Inbrunst lieben und ehren. Alles andere, wenn man sein Leben NICHT liebt, ist es nicht wert sich daran zu klammern.

Ich finde es erschreckend, wie viel Weisheit unsere Eltern haben und ich weiß, dass meine Mutter immer noch viel mir lehren könnte. Doch mein Vater meinte auch:

Weisheit ist gut, aber doch was bringt Wissen, wenn man nicht lebt? Wissen sagt NICHTS aus. Wissen sagt nicht, wie ein Apfel riecht. Wissen sagt nicht, wie ein Schwert sich im Bauch anfühlt. Man muss es selber erfahren, wie alles um einen herum ist. Kein Wissen der Welt sagt aus, wenn man es nicht persönlich erfahren hat.

Ich hab ihn mal wegen dem Schwert gefragt, doch er hat nur meine Mutter angeschaut und hatte… dieses eine Lächeln gehabt.“ schmunzelt Nitir auf einmal.

„Du würdest Suki ihnen gerne vorstellen oder?“ grinste Sina, dafür spürte die Dämonin, wie ihre „Tochter“ die Hand etwas… fester am Arm drückte. „Aber sicher? Mein Vater dürfte ein bisschen mürrisch sein, eher wird es meine Mutter sein, die Suki entführt und… naja, vermutlich was Mütter mit Töchtern machen würden.“ nickte Nitir.

„Dann einfach weiter machen, du bekommst sie schon geknackt.“ ignorierte Sina den Schmerz am Arm. „Ach ja, wo ist Rubina?“ „Vermutlich mit Dalmaz irgendwo auf der Jagd oder trainieren gemeinsam.“ murmelt Suki leicht angesäuert.

„Dalmaz dürfte wirklich ein guter Trainer sein, zumindest hat er das rechte Herz am richtigen Fleck.. oder wie es auch immer heißt. Keine Ahnung ob ich sie heute noch sehe, aber sag ihr, dass wir gemeinsam morgen was machen werden.“ versuchte Sina die Hand zu lösen, aber scheinbar wollte Suki es nicht. „Was hast du denn vor?“

„Ich dachte mir, dass ich mal mit ihr zu Brandrulim gehe und schauen können, ob wir was mit dem Kompass machen könnten. Vielleicht ist sie ja auch an einer Waffe interessiert?“ gab Sina sich mehr Mühe mit der Hand, doch wenn eine Katze nicht will, zickt sie immer mehr herum.

„Uh… Rubina wird keine Waffe brauchen, sie macht alles mit ihren Fäusten und Krallen. Dazu mit ihren neuen Kräften? Dalmaz sagte mir, dass ihr Drachenatem nicht mehr diese rötliche Farbe hat, sondern dass eine Hälfte schwarz, die andere Hälfte weiß ist.

Dunkelheit und Licht, ich finde diese Kombination an sich schon sehr sehr stark. Eher bräuchte meine Tochter ein Inventarring, doch wegen ihrer Größe?“ drückte Suki ihre Hand immer fester, man hörte leicht das Knacken von etwas…

Sina und Suki starrten sich in den Augen, aber nicht wegen dem Thema, sondern in welcher Situation sie sind. Die Augen von Sina sagten: Lass los. Die Augen von Suki aber: Nö. „Ach Nitir, wusstest du das Suki richtig schön schnurr…“ *knack*

Der Angesprochene sah, dass der rechte Arm von Sina einen Winkel hatte, den man nicht… ohne gebrochene Knochen haben konnte. Das war die Chance für Sina aus dem eisernen Griff zu entkommen… eigentlich.

„Suki… du tust mir weh.“ lächelt Sina gezwungen, weil Suki den Schwanzanfang vom Knochenschwanz ergriffen hat. „Tue ich das?“ lächelt Suki nun ebenfalls ihr schönstes Lächeln, wo man dahin schmelzen könnte.

Wieder starrten sich beide in den Augen…