Ich bin wiedergeboren und Dinge, die getan werden müssen?

Sina konnte sich kein bisschen beruhigen, sie MUSSTE einfach lachen. „Das ist ja einfacher als gedacht. Selbst der zweite Zauber kostete nur einen Manapunkt. Damit kann ich EINIGES in Vurdinia anrichten!“

Was Sina nicht bemerkte ist, aufgrund dass sie komplett nass wurde durch den magischen Regen, fielen immer wieder Tropfen runter auf die Landschaft, worüber sie flog. Das wird später dazu führen, dass… der eine oder andere sich fragen würde, welchen Scherz sich die Natur erlaubt hat.

Wie dem auch sei, Sina erreichte Fanfoss und landete direkt in dem Garten. Sofort kamen zwei Blutelfen auf sie zugerannt… und nahmen direkt wieder einen großen Abstand. „Himmel… du stinkst!“ hielt Sherry sich die Nase zu.

„Echt?“ konnte Sina ihr Grinsen nicht unterbrechen. „Dabei bin ich doch nass?“ „Ja, echt.“ stimmte Neia Sherry zu. „Doch… so wie du am Lächeln bist, hat scheinbar alles geklappt?“ „JA!“ schrie Sina glücklich und rannte auf die Elfen zu… um sie zu umarmen.

Normalerweise würden die Blutelfen es herzlich annehmen, doch… beide drehten sich rein instinktiv um und rannten von den extremen Gestank weg. „BLEIB WEG!“ „OH BEI DER GÖTTIN, DU STINKST!“ schrien beide Frauen.

Kyllia und Lisa standen auf der Terrasse… und schauten sich das Theater an. „Hm… scheinbar hat alles geklappt, aber… wieso stinkst meine Schwester so?“ verzog Kyllia leicht ihr Gesicht. „Mir… ist irgendwie… schlecht…“ würgte Lisa.

Sina amüsierte das einfach alles und erwischte ihre Frauen letztendlich doch. Beide bekamen das Gefühl… in ein Gülleloch gefallen zu sein. „Erwischt. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich ich bin!“ grinste Sina ganz breit, während Sherry und Neia grüne Gesichter bekamen.

Etwas später… mit einer Schimpftirade von mehreren Frauen… Also Sherry, Neia und sogar Suki hat sich angeschlossen, lag Sina nun in der Badewanne. Draußen im Garten wurden die Klamotten von ihr sowie den beiden Elfen verbrannt.

„Puh…“ freute Sina sich noch immer. Die Schimpftirade hat sie eigentlich gar nicht so mitbekommen, sie hatte komplett andere Gedanken gehabt. „Man… hat so viele Vorteile auf einmal. Man hätte damit überhaupt keinen Mangel an Holz.

Ernten könnte man gezielt damit zum wachsen bringen, einfach alles. Kein Wunder, dass mein Vater damit die Bevölkerung wieder das nötigste bringen konnte. Lebensmittel, Holz und Tiere. Wenn Monster durch den Regen sich wie die Karnickel vermehrt haben…

Aber… irgendetwas übersehe ich…“ grübelte Sina. „Wenn es so leicht ist, warum hat mein Vater es nicht öfters eingesetzt? Selbst als ich zuhause war… hätte ich es definitiv mitbekommen. Hmm… gut das ich bald wieder mit Wisali spreche, vielleicht kann er mir das erklären…

Merke schon, meine Gier und Hochmut hat mich übermannt, gut dass… ich langsam wieder runtergekommen bin.“ seufzte Sina und dennoch musste sie wieder grinsen. „Oh ja… damit kann ich wirklich einiges anrichten.“

Sina stand von der Badewanne auf und streckte sich einmal. Anschließend ging sie von der Wanne runter und trocknet sich ab… um anschließend nackt vor dem Spiegel zu stehen. Langsam aber sehr genau betrachtet sie wieder ihren Körper…

„Nichts geändert, phew.“ seufzte Sina. „Dann frage ich mich, warum ihr euch verändert habt.“ schaute Sina ihre eigenen Augen an. „Du bist lustig Vater, mich untersuchen lassen, aber bitte wen außer Calligus soll ich denn bitte schön fragen hmm?

Egal, meine körperlichen Veränderungen scheinen vorerst… zu Ende zu sein? Das dämonische Tattoo… ist immer noch gleich geblieben, also auch da nichts schlimmes zu erwarten.“ nickte die Dämonin zufrieden und zog sich einen Bademantel an.

Das Badewasser wird noch von ihr entfernt, dann ging sie in den Flur. „Hmm… bis Abends habe ich noch Zeit…“ grübelte Sina und ihr Blick fiel auf der Tür zu. Auf DIESER Tür. „Zeit für ein kleines Experiment.“

Sie klopfte an der Tür und bevor jemand was sagen konnte, öffnete Sina schon die Tür. „Huch?“ riss Sina erstaunt die Augen auf. „Hallo Schwester.“ lächelt Sharlia. „Wie kann ich dir helfen?“ „Indem… du mir erklärst, was du mit „ihr“ machst?“ deutet Sina mit den Kinn auf Millie.

Die verwandelte Frau „hechelte“ wie ein Hund, anders konnte Sina es nicht beschreiben. Was ihr auffiel, dass sie am Hals ein breites Halsband trug, was… eigentlich wirklich nur Hunde tragen würden.

„Erziehungsmaßnahmen Schwester. Millie hat deine Tochter beleidigt, also muss ich sie doch erziehen als ihre Halterin oder?“ lächelte Sharlia sehr gemein. „Zwar hat Bariel ihr verboten, dass sie keine Unterwäsche mehr tragen darf, aber… das hätte sie schon so von mir die Ansage bekommen.“

Was Sina bei Millie auffiel, dass die Augen von Millie wirklich sehr leblos wirkten… und das fand Sina nun wirklich schön. „Dieses Halsband… ist das der Grund weswegen…“

„Richtig.“ nickte Sharlia. „Jeder soll wissen, dass sie nichts anderes ist als ein Tier. Was… ich bisher nicht gesagt habe, aber ich fand Hunde und Wölfe… schon immer als sehr edle Tiere. Doch du weißt… vermutlich selber, dass sie auf Deymonlia keine Tiere haben, wie…

Die Menschen die Tiere hier als Haustiere halten. Dämonen züchten Monster, die im Krieg eingesetzt werden oder ähnliches. Lass dich nicht von ihren leeren Augen täuschen… in ihr gibt es noch einen regen Widerstand.

Sie hatte beim Einkaufen die ganze Zeit ein rotes Gesicht gehabt. Wenn mal… ein starker Windstoß kam, hat sie so schön gequietscht und das Kleid an sich gedrückt. Mich hat es amüsiert und ich erklärte ihr… dass ich ebenfalls ohne Unterwäsche bin.

Ich liebe es… wie Männer mich betrachtet haben. Im Grunde sind das alle Bestien, egal ob Dämonen oder Menschen, diese Spezies merken immer sofort… wenn wir Frauen uns gewisse Freiheiten erlauben.

Das… ist eines meiner Ziele, was ich mit Millie vorhabe. Das sie lernt, welche Abenteuer der eigene Körper bietet. Das sie lernt die neuesten Fähigkeiten zu benutzen. Das sie lernt… hm…“ ging das Lächeln von Sharlia sehr breit und man sah sehr deutlich die Gier in Sharlia.

„Ok, dass ist nun wirklich sehr hart.“ dachte Sina. „Sharlia ist wirklich DIE Ausnahme unter den Sukkubi, die sich als Sexobjekt betrachtet… aber….“ unterbrach die Dämonenkönigin ihren Gedankengang und ging auf Sharlia zu. Diese drehte sich zu Sina… und wird direkt umarmt. „Du machst das sehr gut.“ flüstert Sina dies ins Ohr ihrer Schwester.

„W… wirklich?“ lächelt Sharlia glücklich. „Ja, wirklich. Solange es nur bei dir und Millie bleibt, ist das wirklich in Ordnung.“ drückte Sina ihre Schwester an sich. Sharlia drückte ebenfalls zurück und war sehr sehr glücklich.

„Bring Millie alles bei, was du für nötig hältst, wirklich.“ löste Sina sich von ihrer Schwester. „Mach sie zu einer ganz neuen Person, lass bloß nicht zu, dass irgendwelche Reste der alte Millie noch existieren.

Brich sie komplett und erschaffe sie neu. Nichts darf von der… „Protektorin“ existieren, die sich mir in den Weg gestellt hatte.“ „Aber gerne!“ strahlte Sharlia förmlich. Beide Schwestern betrachten Millie… wie Tränen aus ihrem Gesicht runter fielen.

„Oh? Dein Hündchen weint.“ heuchelt Sina ihr Mitleid. „Tut mir leid Schwester, ich habe sie ja erst gestern bekommen.“ legte Sharlia eine Wange auf ihr Gesicht. Sina ging auf Millie zu und kniete sich vor sie.

„Was ist? Weswegen die Tränen? Ich habe auch geweint dank dir, ich schäme mich nicht, dir das zu sagen.“ hielt Sina den Kopf etwas schräg. Die Augen von Millie wanderten zur Seite, damit sie Sina nicht sehen muss.

Sofort packte Sina sie am Kinn und zwang sie wieder dazu. „Lerne ganz schnell, mich nicht zu ignorieren Hündchen.“ lächelt Sina, doch was Millie eher sah war ein sehr grausames Gesicht. „Meine, wir können gerne gemeinsam eine Folter durchgehen, dann wirst du es förmlich „lieben“, dass du Sharlia als Herrin hast.“

„N… nein… bitte…“ flehte Millie. „Bitte… ich…“ „Ja?“ hakte Sina nach. „Tötet mich einfach…“ „Bedaure, aber nein.“ grinste Sina. „DIESEN Gefallen tue ich dir nun doch nicht. Hast du vergessen, was Bariel gesagt hat?

GANZE 50 Jahre mit meiner Schwester. Ich werde doch nicht meine kleine Schwester unglücklich machen wollen. Aber ich habe etwas anderes vor. Hast du was dagegen, wenn ich etwas mit deinem Tier mache Sharlia?“

„Nur zu.“ schüttelt Sharlia den Kopf. „Wunderbar.“ nickte die Dämonenkönigin und holte eine Flasche raus, dass sie heute frisch mit magischen Wasser gefüllt hat. „Millie, ich würde gerne was testen und ich bin dir dankbar, dass du freiwillig mitmachst.

Es geht darum zu wissen, ob… der Regen, den ich eben erschaffen habe, weitere Nebenwirkungen hat oder nicht. Bisher wächst die Natur fröhlich von sich her, nun müssen Lebewesen dran glauben. Wenn du mitbekommen hast, ging die Natur in Fanfoss komplett außer Kontrolle.

Das trifft auf die Monster ebenfalls zu und… einige Personen hat es ebenfalls erwischt. Nun will ich wissen, ob es bei dir auch der Fall ist also… Mund auf.“ kam der knallharte Befehl von Sina. Durch den Schwur konnte Millie es nicht verhindern, dass sie den Mund weit öffnete und die Zunge raus streckte.

„Ja, brav.“ öffnet Sina die Flasche und stecke den Flaschenkopf grausam in den Mund. Bevor Millie reagieren konnte, hat Sina ihren Kopf nach hinten gedrückt, man sah, wie die Flasche sich entleerte.

Millie wollte sich wehren, doch Sina hat ihren Knochi eingesetzt, damit die arme Frau dies nicht tun konnte. „Schon komisch, dass ich keinerlei Liebe zu dir habe. Hass ist es auch nicht, aber… so eine Gleichgültigkeit ist es eher.“ plauderte Sina nebenbei, Sharlia betrachtet mit einer sehr ehrlichen Neugier den Vorgang.

Der letzte Rest entleerte sich in Millie und Sina zog die Flasche aus dem Mund raus. Anschließend löste sich Knochi von der Frau und Sina nahm nun Abstand. Das Opfer fiel auf den Boden man hörte sie stark würgen und keuchen.

„Was… genau war das Schwester?“ fragte Sharlia. „DAS Schätzchen.“ hob Sina die leere Flasche hoch. „war magisches Wasser. Es zwingt alles mehr oder weniger schneller sich zu entwickeln. Als Beispiel: Ein Tropfen mit diesem Wasser auf ein Samenkorn und zack wächst eine Pflanze raus.“

„Uh…u? Aber Millie ist doch keine Pflanze?“ hielte Sharlia den Kopf schräg. „Das ist richtig, aber wie Bariel gestern so schön erklärt hat, meine Kinder verwandeln sich zwei Mal. Das erste Mal in einen Dämonen, anschließend zu einer reinen Sukkubus.

Uh… hoffe, ich muss nicht einen Mann mal verwandeln, denn wenn… der Prozess ihn wirklich dazu bringt, so zu werden wie ich… Das wäre nun wirklich eine gemeine Strafe.“ grübelte Sina am Ende laut. „Fakt ist, ich muss wissen, ob mein Zauber gewisse… Nebenwirkungen hat. Millie hat eine ganze Flasche bekommen, eigentlich müsste sich ja bald was…“

„AHHH!“ schrie auf einmal Millie. „Wunderbar.“ lächelt Sina boshaft. Durch das Geschrei kamen direkt mehrere Personen angerannt und rissen die Tür auf. „WAS IST LOS?!“ hakte Bariel direkt nach und sah, wie Millie am schreien war.

„Nichts besonderes, nur ein kleiner Test.“ beobachtet Sina den Vorgang. „Was… für…“ wollte Bariel wissen, doch Sina schüttelt den Kopf. „Gleich, ich will gerne wissen, was sich bei meinen Kindern alles ändert, die ich vielleicht noch in der Zukunft erschaffen könnte.“

Die Haare von Millie wurden auf einmal schwarz und länger, für Bariel reichte es aus, was ihre Mutter getan hat. Suki kam schon angerannt, wo die Tochter die Tür schloss und es allen weiteren Ankömmlingen erklären will.

Begeistert betrachtet Sharlia, wie sich Millie weiter verändert, man hört das Knacken von Knochen, wie die Beine länger wurden. „Sie… wird ja immer mehr wie du!“ „Stimmt, wenn bleibt nur das Gesicht erhalten. Uh… hrm…“ nickte Sina bis sie genervt wird. Sie merkte einen unsichtbaren Faden zu Millie, der Beweis, dass diese Frau auch ihr Kind ist.

„Illusion: Versteckte Bande.“ zaubert Sina sich eine Illusion und die Verbindung wurde getrennt. „Soweit kommt es noch, dass ich dich wie eine Tochter behandele.“ verzog die Dämonenkönigin ihr Gesicht.

Millie schrie vor Schmerzen, die grausame Verwandlung setzte sich durch. Ihre Hüfte und Brüste wurden fülliger, das Kleid kam schnell an seine Grenzen. Die Flügel wurden ebenfalls größer, Sina holte ihre Identifikationsbrille aus dem Inventar.

„Hmm Hmm… jep, genauso wie bei Bariel… hä?“ merkte Sina etwas neues, aber auch wiederum nicht. „Wieso… hat sie auch das Element „Chaos“? Das ist ja wie bei Itiikra!“ „Was ist Schwester?“ hakte Sharlia nach.

„Ich… weiß es nicht, aber das allbekannte System mit unseren Status… verändert sich irgendwie. Du kennst deinen Status oder? Stell dir unter Rasse folgendes vor: Unter Rasse steht Element mit dem Symbol Chaos.

Was… hat es zu bedeuten? Wenn meine Erinnerungen nicht trügen, ist das von einigen Spielen so der Fall gewesen, dass es ausdrückt, dass es das stärkste Element ist, was man beherrscht. Dummerweise… naja… hat Chaos ein Gegenpart?

Wenn es Feuer wäre, dann wäre der Schwachpunkt für dieses Monster oder Person Wasser. Also wenn Magie im Spiel ist.“ rieb Sina ihre Stirn. Sharlia schaute ihre Schwester an… und hat NICHTS verstanden, dass konnte man sehr gut von ihrem Gesicht ablesen.

Sina ignorierte das Geschrei von Millie und schaute ihre Schwester mit der Brille an. Sie hat nicht das Element in ihrem Status, ansonsten… ist ihr Status nicht ohne. „Sag… auch wenn ich das nicht fragen soll, aber hast du vielleicht doch den einen oder anderen getötet?“

„Bestimmt? Wie gesagt, ich kann mich nicht so genau erinnern… sollte ich besser nicht.“ lächelt Sharlia traurig. Die „große“ Schwester nahm die Brille runter und legte eine Hand auf die Schulter ihrer Schwester.

„Ist schon gut. Mir ist nur aufgefallen, dass du stark bist. Nicht so stark wie Kyllia, aber wenn es hart auf hart kommt, dass du definitiv nicht schwach bist.“ lächelt Sina. „Danke…“ flattern die Flügeln von Sharlia glücklich.

Das Geschrei hat aufgehört und beide Dämonen betrachten ihr Opfer. „Wow, Schwester, es ist nur ihr Gesicht anders, ansonsten würde ich meinen, dass es dein Körper ist, der dort liegt.“ schätzte Sharlia das Opfer ab.

„Stimmt. Wenn es geht, bringt ihr keine der Rassenfähigkeiten bei. Will doch nicht, dass unser Hündchen anfängt, im geheimen Rachepläne zu schmieden. Ansonsten… tobt dich mit ihr aus.“ nickte Sina ihrer Schwester noch zu.

„Aber immer gerne doch.“ lächelt Sharlia und bückte sich zu Millie. „Immer… he he…. gerne… doch…“ streichelt Sharlia eine Wange ihre Sklavin. Diese keuchte sehr schwer und… scheint überhaupt nichts zu verstehen, was eben passiert ist.

Im Flur wieder angekommen sah Sina, dass Bariel scheinbar sich um alles gekümmert hat. „Mama?“ hob Bariel direkt eine Augenbraue hoch. „Ist das normal, dass man so schnell akzeptiert, was ich eben erklärt hab?“

„Keine Ahnung, WAS du erklärt hast, aber das ist doch ein gutes Zeichen, dass man dir vertraut oder nicht?“ lächelt Sina. „Nun… das du mit Millie ein Experiment gemacht hast. Alleine, dass ich gesehen habe, wie ihr Haar sich verändert hat…“

Sina nickte und erklärte, was sie nun herausgefunden hat über den magischen Regen und warum sie es bei Millie getestet hat. Bariel hörte sich alles an und nickte. „Verstehe, damit wissen wir, dass man sich immer weiter verwandelt. NUR… nicht genau, wie lange die eigentliche Verwandlung dauert.“

„Richtig… wo… du gerade hier bist.“ nahm Sina nochmal die Brille und setzte sie auf. „Sag Bariel… WANN hast du letztes mal dein Status gesehen?“ „Öhm… als meine „Tante“ Sharlia mit mir geübt hat.“ lächelt Bariel sehr gezwungen. „Warum?“ „Dann schau dir deinen Status jetzt nochmal an.“

Dies tat Bariel… und anhand, wie groß ihre Augen wurden und anschließend Sina fragend anstarrte, wusste Sina, dass es selbst für ihre Tochter überraschend ist. „Mama? Was… hat das zu bedeuten?“

„Eine… verdammt gute Frage. Es hilft nichts, wir müssen mit jemanden sprechen. Nicht… dass er es jetzt wissen dürfte, aber er soll mit jemand anderes in Deymonlia sprechen.“ kniff Sina ihre Augen. „Aber vorher was anderes anziehen…“

Gesagt, getan saß Sina mit Bariel wieder im Wohnzimmer. „Scholar Wisali“ aktivierte Sina den modischen Übertragungszauber. „Das kann jetzt ein bisschen dauern, wobei von der Zeit her… sollte der Unterricht in der Schule vorbei sein.“ grinste Sina schief.

„Hm…“ betrachtet Bariel das Kleid ihrer Mutter mit einem sehr tiefen Ausschnitt. „Willst du was mit dem Kleid andeuten?“ „Nein?“ bekam Sina ein Fragezeichen auf dem Kopf. Bevor die Diskussion weitergehen soll, aktivierte sich der Übertragungszauber.

„Seid gegrüßt Prinzessin Sina und Tochter Bariel.“ lächelte Wisali freundlich. „Ebenfalls, wie sieht es aus Wisali, gerade genug Zeit für mich?“ lächelte Sina wieder glücklich. „Für euch immer Prinzessin Sina.“ nickte der Gelehrte.

„Wunderbar, doch wie fange ich am besten an. So viele Fragen und Bitten und dennoch sollte ich mit den wichtigsten am schwierigsten Fragen anfangen oder?“ wiegelt Sina den Kopf… bis sie merkte, dass Wisali leicht… anders wirkte. „Alles… in Ordnung mit dir?“

„Ihr braucht euch um mich keine Sorgen machen.“ schmunzelt Wisali, der sich scheinbar Mühe gab, seine… „Magenschmerzen“ zu unterdrücken. „Scheinbar habe ich die Missgunst der höchste Instanz erregt und durfte sie am eigenen Leib erfahren.“

„Eh… ok?“ sah man das Misstrauen bei Sina deutlich an. „Ok, fange ich einfach mal an. Ich habe…“ berichtet sie ihren Lehrer, welche Test sie gemacht hat mit den Schriftrollen. Am Ende des Berichts kam nun die Frage. „Wisali, du selbst dürftest Zeuge gewesen sein, was Vater damals gemacht hat.

Warum hat Vater nicht weiter die Magie eingesetzt? Damit könnte er doch für endlose Ernte sorgen oder nicht?“ „Leider nicht.“ schüttelt Wisali den Kopf. „Denn ihr müsst wissen, dass nicht IHR es seid, der diesen Zauber aktiviert, sondern der dunkle Gott selber.“

Sina riss erstaunt ihre Augen auf. „Du… willst mir sagen, ich habe gerade den Gott irgendwie…“ „Richtig. Ihr habt mehr oder weniger einen Anrufungszauber angewendet. Dies soll dem Gott helfen, seine Magie in unserer Welt zu benutzen.

Wie genau und warum… es auf diese Art und Weise gemacht wird oder… „muss“ weiß ich tatsächlich nicht.“ nickte Wisali kurz und sah, dass Bariel etwas überfordert war. Sofort kam der Lehrer in ihm durch.

„Tochter Bariel, um es einfacher auszudrücken. Deine Mutter und du würdet in getrennte Räume sein. Du siehst sie nicht, aber deine Mutter kann alles tun und lassen, würde eine Wand sie nicht behindern.

Damit sie dir aber helfen kann, musst du einen Zauber aktivieren, die der Wand… seine „Festigkeit“, „Trennung“ oder ähnliches nimmt. Erst dann kann deine Mutter „durch“ die Wand dir helfen.“

„Ah.“ verstand Bariel sofort. „Doch es wäre nur kurzfristig, weil die Wand vermutlich wieder ihren normalen Zustand bekommen würde. Also wenn ich die Magie so richtig verstehe.“

„Genau. Man gibt den Göttern die Chance, für einige Minuten ihre Macht auf unserer Welt freizusetzen. Ich selber habe die Vermutung, dass sie sich selber die Grenzen auf Gaia gesetzt haben, doch wer versteht schon einen Gott?“ lächelt Wisali.

„Deswegen… altdämonisch und die mangelnden Manakosten.“ grübelte Sina. „Aufgrund das Vater gesagt hat, dass der dunkle Gott launisch ist, muss man also damit rechnen, dass „er“ nicht unbedingt immer helfen wird oder?“

„Die Annahme muss man annehmen. Ihr habt Recht, ich war Zeuge, wie dein Vater unseren Kontinent wieder neu „erschaffen“ hat. Wenn ich nicht ganz daneben liege, hat er diesen magischen Regen noch zwei mal eingesetzt, danach nie wieder.

Es lebt sich tatsächlich gesünder, wenn man viel selber versucht zu erreichen. Denn sobald man die Hilfe der Götter in Anspruch nimmt… weiß man leider nicht, wie sich alles weiter entwickeln wird.“ warnte der Lehrer Sina indirekt.

„Ich wunder mich, warum mein Vater dann meint, dass ich diesen Zauber üben soll. Noch mehr… ich hatte doch dann in diesem Moment die volle Aufmerksamkeit unseren lieben Gottes. Wieso… hat er nicht mit mir geredet?“ war die Dämonenkönigin etwas genervt.

„Wie ich gerne betone, ich will ungern… versuchen in die Gedanken der Götter zu gelangen. Es könnte viele Gründe geben oder auch einfach überhaupt keine. Das ist das kleine Dilemma mit ihnen.“ lächelt Wisali ein bisschen traurig.

„Hrm… dann danke für die Erklärung. Wäre schön gewesen, wenn Vater mir die Sprüche selber erklärt hätte. Wobei…“ fiel Sina was ein und starrte Wisali an. „Ja, ich habe „mal“ mit dem dunklen Gott gesprochen.

Doch wie… soll ich es erklären? Wir beiden wissen, dass es Möglichkeiten gibt, das Gespräch zu „erzwingen“, wenn man bereit ist, gewisse Opfer zu bringen. In meinen Fall aber kam der Gott auf mich zu… oder eher in meinem Traum.

Dieses Gespräch ist aber schon Ewigkeiten her, wir haben uns ein bisschen unterhalten und ich wurde mit Weisheit gesegnet. Wenn ihr euch an das letzte Gespräch erinnert, bin ich immer auf der Suche nach Weisheit, die lehren kann.

Leider… ist dieses Wissen mir verboten, es beizubringen. Ein Gottespakt hindert mich daran und wenn ich ehrlich bin… ich kann verstehen, weswegen diesen Pakt. Leider habe ich diese Einsicht erst viel später bekommen.

Auch ich war mal jung gewesen und unser „lieber“ Gott hat es wohl genossen, dass ich etwas „weiß“, aber nicht weitergeben „darf“.“ seufzte Wisali am Ende. „Ich bekomme Kopfschmerzen… also darf ich „vielleicht“ irgendwann mal damit rechnen, dass Gott im Traum mit mir spricht…“ rieb Sina sich an der Stirn.

„Wenn er denn will oder?“ schmunzelt Wisali, Bariel hielt sich etwas im Hintergrund. „Egal, anderes Thema. Wisali, als der mir älteste bekannte Dämon hat ja vieles mitbekommen. Meine Frage ist: Hast du mitbekommen, dass sich das System an unserem Status in der Vergangenheit verändert hat?“

Doch so wie Wisali sie mit einen Fragezeichen auf dem Kopf anschaute, musste Sina wohl ein bisschen umformulieren. Also erklärte Sina, was sie bisher mit Itiikra, Millie und Bariel erlebt hat.

Dies hörte ihr Lehrer sich in Ruhe an und schüttelt am Ende den Kopf. „Bedaure, aber zu dieser Frage kann ich euch leider nicht helfen. Ich höre das zum ersten Mal, dass im Status „Element“ vorkommt.

Nun wünschte ich wirklich, dass ich Analyse beherrsche, denn mich selber würde es ungemein interessieren, ob es nur bei deiner Familie und Freunden der Fall ist… Oder ob es sogar mehr Personen schon betrifft. Ihr selber…?“

„Nein, ich habe das nicht, wobei ich das Chaossymbol ja in der Theorie auch haben müsste. Meine… ich bin eine Chaosbestie.“ rollte Sina ihre Augen… und merkte, dass ihr Lehrer schon wieder eine Neugier zeigte. „Das erkläre ich euch ein anderes Mal.“

„Und darauf freue ich mich schon.“ lächelt Wisali. „Ich hatte schon vermutet, dass dieses… naja… „Problem“ zu neu ist. Ich wollte euch bitten, ob ihr mit dem alten Knacker in der Kapelle sprechen könnt.

DER dürfte es auch nicht wissen, aber ich wette auf mein Vermögen, dass der Knacker definitiv einfacher an ein Gespräch mit dem dunklen Gott kommt.“ kam Sina mit ihrem Anliegen. „Hm… wie kommt ihr darauf, dass „er“ einfacher daran kommt?“ grübelte Wisali laut.

„Du hast doch auch deine Geheimnisse, glaubst du nicht selber, dass ein direkter „Diener“ oder „Sprecher“ des dunklen Gottes nicht auch seine Möglichkeiten hat?“ hob Sina eine Augenbraue. „Er redet viel, wenn der Tag lang ist.

Wir sind uns ziemlich einig, dass etwas am System, was WIR kennen, sich verändert und nur EINER ist dazu in der Lage. Unser Lieblingsgott setzt sich irgendwie… in Bewegung, keine Ahnung, wie man es bezeichnen soll.“

„Stimmt, niemand außer die Götter können es verändern.“ stimmte Wisali ihr zu. „Doch… warne ich euch. Ich kann mit „ihm“ sprechen, aber euch keine Ergebnisse versprechen. Ihr wisst selber… wie schwierig „er“ sein kann.“

Sina sagte nichts, dann sprach sie ganz bewusst altdämonisch. Bariel bekam es direkt mit der Angst zu tun, doch darauf konnte Sina selber keine Rücksicht nehmen. „Dann sag ihm, dass kein Opfer zu groß ist, mir Informationen zu bringen.

ICH habe den Segen vom Gott, ICH bin damit höher gestellt als ein alter Quacksalber, der keine Gläubigen mehr predigt. SEINE Nützlichkeit ist schon lange abgelaufen, Zeit dass er sich auf eine andere Art und Weise sich nützlicher macht!“

Die Tochter klammert sich selber mit ihren eigenen Armen und zittert fürchterlich, Wisali selber sagte nichts und hat eine neutrale Miene aufgesetzt. Die Dämonenkönigin wusste, dass Wisali altdämonisch fließend lesen und sprechend kann.

„Wie ihr wünscht.“ antwortet Wisali ebenfalls auf altdämonisch. „Doch… um eure Tochter sollten wir uns vielleicht wieder der normalen Sprache widmen.“ „Danke…“ lächelt Bariel sehr unsicher. „Warum… ist die Sprache… so unheilvoll…“

„Hm… ich bin mit dieser alten Sprache aufgewachsen, wenn ich ehrlich bin.“ beichtet Wisali. „Ich selber war Zeuge, wie unsere Sprache sich in all der Zeit immer mehr und mehr verändert hat. Doch das hat sich zu dem Problem entwickelt, dass Außenstehende mit der Sprache ein Problem bekommen. Warum genau… kann ich nur vermuten, muss aber was mit der Entwicklung der Dämonen als solches zu tun haben.“

„Ich danke dir, dass du mit dem alten Knacker sprichst. Hoffentlich versteht auch „ER“ meine Aussage, die ich eben gesagt habe.“ sprach Sina ebenfalls wieder normal, dabei tat ihr wieder die Zunge weh.

„Nun, du wirst definitiv seine Aufmerksamkeit bekommen, alleine dass man mit ihm schon in der alten Sprache spricht. Ich werde mein Bestes geben, aber halt nicht versprechen, ob ich Informationen über die Änderungen im System erfahren werde.

Ich gebe euch recht, er kennt bestimmt Möglichkeiten. Doch gehen wir ganz zum Anfang unseres Gesprächs zurück. Wir reden über unseren „launischen“ dunklen Gott. ER kann das Gespräch annehmen, aber er könnte es auch ebenso wieder ignorieren.“

„Hrm…“