Ich bin wiedergeboren und die höchste Strafe?
Ma Shi schaute zu Seite seiner Begleiterin. „Ich habe sie mitgenommen, weil sie… Nun, sie hat alles verloren und hat keinerlei mehr Ambitionen am Leben zu bleiben. Wenn ich Corcan richtig verstanden habe und dazu deine Illusion, wurde sie erst in diesem Zustand, als sie ihren Status verloren hat.“
„Sie kann sich glücklich schätzen am Leben zu sein.“ knurrte Kyllia wütend von der Seite. „Und dazu das Geschenk von meiner Schwester ein Dämon zu werden.“ Millie zuckte kurz, aber das warst es schon gewesen.
„Wenn ich es richtig verstanden habe, dann… wäre Millie ja mehr oder weniger deine Verantwortung oder?“ blickte Ma Shi dann die Dämonenkönigin an. „In der Gilde konnte sie nicht mehr wegen des Verbots bleiben und ich selber kenne sie nicht gut genug um zu wissen… ob sie ein Privatleben hatte.“
„Das interessiert mich eigentlich nicht.“ meinte Sina auf einmal. „Ich habe ihr mitgeteilt, dass meine Tür offen ist, aber wir wissen beide, dass Millie in diesem Zustand alles andere ist, ihre neue Rasse zu akzeptieren. Sie hat sich selbst aufgegeben und will scheinbar den ganz langsamen Tod haben.“
„Sina!“ wurde ihre Schwester sauer und vermittelt sogar ihre Wut zu Sina. „SIE hat dich in dieser Lage gebracht. DICH, Bariel und die Vampire! Und DU willst sie aufnehmen? Glaubst du nicht, dein großzügiges Herz sollte langsam gewisse Grenzen ziehen?!“
Sina und Kyllia starrten sich nur in die Augen… als Bariel sich meldet. „Erm… wenn ich darf Mutter, würde ich gerne das Problem annehmen dürfen.“ Ihre Mutter bricht den Sichtkontakt ab und schaute dann Bariel an. „Nur zu, wie Kyllia schon sagte, ich sollte nicht alle verlorene Welpen auf der Straße aufnehmen oder?“
„Verstehe…“ nickte Bariel. „Doch dann würde ich dich bitten Gildenmeister, dass… du uns verlässt. Ich werde ein Gespräch mit ihr führen und… keine Ahnung, sie selbst kann nur die Antworten geben, egal in welchem Zustand sie ist.“
Misstrauisch schaut Ma Shi Bariel an und dann Sina. „Keine Ahnung was meine Tochter plant.“ zuckte Sina kurz die Schulter. Langsam stand der alte Mann auf und schaute Millie ein bisschen länger an… als wird er sie das letzte Mal sehen.
„Dann… werde ich gehen.“ sagte Ma Shi nur und ging langsam seines Weges nach draußen. Millie… dagegen merkte, dass jetzt mehr Raubtiere im Wohnzimmer sie anstarrten. Keiner sagte was… bis die Haustür zu fiel.
Mehrmals schaute Bariel ihre Mutter an, bis sie sich die Lippe leckte und sich dann Millie widmet. „Millie… ich weiß, dass Protektor dein Leben war. In deinen Augen wolltest du wirklich was gutes machen, doch… Wenn ich ehrlich bin, war es zum scheitern verurteilt.
Nicht das Mama etwas ist, wo ihr mit Regeln entgegenkommen könnt, sondern weil sie viel moderner ist und sich nicht von den veralteten Regeln beugen lässt. Mama… war in letzter Zeit unter sehr viel Stress…
Und ihr habt es tatsächlich geschafft, was die Händlervereinigung, der wahre Dämonenkönig aus Deymonlia und andere Feinde nicht geschafft haben. Das Mama ihre alte Prinzipien über den Haufen wirft und einen anderen Weg nun einschlägt.
So wie du aussiehst, hast du keinerlei Interesse am Leben zu sein. Was ist es… was du verloren glaubst? Ist wirklich der Protektor selber… oder weil du keinerlei Macht mehr hast? Eine Außenseiterin, die in der Gesellschaft von Alliancia keine Bleibe zu glauben findet?“
Millie… scheint ihr nicht richtig zuzuhören oder ignoriert sie bewusst, denn sie starrt weiterhin ins Leere. Die Augen von Sina wanderten zu ihrer Zwillingsschwester, weil sie immer wütender wurde und Lisa dagegen besorgter.
„Was ist… Millie… wenn es in der Zukunft die Möglichkeit gibt, dass du etwas ähnliches ausüben „könntest?“ fragte Bariel nun und hat damit die Aufmerksamkeit der Frau bekommen. Kyllia dagegen fiel nur empört der Mund runter.
„Ich… habe keine… Zukunft mehr…“ murmelt Millie mit einer gebrochene Stimme. „Alles… was ich je geliebt habe… für immer verloren. Ein Monster… ein eitrigen… Pickel wollten wir von der Abenteuergilde entfernen…
Nun bin ich selber ein Monster. Das… was wir entfernen wollten, hat… mich zu ihresgleichen gemacht. Ein widerwärtiges Monster… Abschaum und den Tod geweiht. Das bin ich geworden als… „Dämonin“.“
Eine eisige Kälte war im Wohnzimmer vorhanden, selbst Sharlia wirkte… etwas angeekelt. Kyllia dagegen hatte ein neutrales Gesicht bekommen und Lisa wusste eins: Wenn Millie nicht gleich aufpasst, wird ihre Verlobte zuschlagen. Sina selber enthielte sich komplett, denn sie wollte mal einfach nur eine Zuschauerin sein.
„Das ist, was du glaubst? Ehrlich?“ positionierte Bariel sich bewusst vor Millie. „Du weißt, wie ich ausgesehen habe. Kleinere Figur… braune Haare und meine weiblichen Attribute würde ich sagen, waren solala.
Ich bin mir nicht sicher, ob… es richtig ist zu sagen, aber seid ich eine Sukkubus geworden bin… habe ich einen regelrechten Spaß deren Rasse zu sein. Schau mich an: Ich bin größer…“ legte Bariel eine Hand auf ihre Wange und wanderte langsam ihren Körper runter.
„Meine Brüste sind sehr ausgeprägt… habe einen wohlgeformten Hintern… lange schöne Beine, schwarze Haare… Alles ein Erbe von Mama. Ich bin so richtig stolz darauf, ihre Figur geerbt zu haben und soll ich dir was sagen? Du wirst es in der Zukunft auch noch bekommen.“ bückte Bariel sich vor Millie und grinste sie an, während ihre Augen sich weiteten.
„Die Piercings die du an meinen Gesicht siehst, ich finde mich nicht nur schön. Nein, ich FÜHLE mich auch schön. Ich kann fliegen, du glaubst nicht, wie man die Welt… dann sieht aus ganz weiter Höhe.
Alles so klein und trotzdem… bekommt man eine neue Schönheit zu Gesicht. Das allererste Mal habe ich DAS erlebt, als ich mit Mama gemeinsam geflogen bin. Vielleicht hat sich ein bisschen Neid in mir entwickelt, aber… es war unbegründet.
Ich kann es jetzt selber und jederzeit. Überall und sofort, gleich, immer. DAS weil ich eine Sukkubus bin. Es macht so einen Spaß, ihre Rasse zu sein. Aus ihrer Sicht dürfte es nichts besonderes sein, weil sie als solches ja geboren sind oder?
Aber für mich… und auch meine erm… „ältere“ Schwester sieht es anders aus. Mama bekam unseren Stolz und Liebe zu spüren, ich würde gegen die Welt kämpfen, damit ich weiter an ihrer Seite bleiben kann.
Dazu unser kleiner Knochenschwanz hier, das eine verdammt gefährliche Waffe ist. Dank… gewisser „Umstände“ kann ich ihn nach meinen Willen benutzen und ich werde das auch tun. Bauch einstechen, die Genitalien meiner Feinde zerstören, alles werde ich damit machen.
Immerhin… ist es ein Teil meines Körpers. ICH war am Anfang verwirrt, ein Dämon zu sein, aber je mehr Zeit vergangen ist, desto mehr und mehr mochte ich es. Fliegen, ein Knochenschwanz, selbst die Hörner könnte man als Waffe benutzen.
NICHTS gibt MIR das Gefühl, ein Monster zu sein. Keine Sekunde, keine Minute, keine Stunde. Ich bin habe regelrechte Freude daran ein Dämon zu sein.“ legte Bariel eine Hand auf der Brust.
„Wow… langsam werde ich echt eifersüchtig, dass Sina so eine… Tochter in die Finger bekommen hat.“ murmelt Kyllia. „Dabei platzt bald meine Gefühlsebene voller Stolz wegen Sina.“ Lisa nahm dies zur Kenntnis und freute sich auf die geheime Zukunft, die sie schon geschmiedet hat.
Sharlia dagegen schien es etwas lockerer zu sehen, nahm es aber sehr willkommen auf, das Bariel ihre Rasse als etwas nennt, worauf man stolz sein kann. Die Dämonenkönigin selber hatte ein ganz breites Grinsen auf dem Gesicht, sie war regelrecht stolz auf ihrer Tochter.
„Soo…. bevor ich mich vergesse… Nun kommen wir zu der Situation, in der WIR beide stecken: DU bist eine Dämonin, ICH bin eine Dämonin. Seit gestern haben wir beide fast gleichauf unseren Status als Protektor verloren.
Nun…“ kniete Bariel sich vor Millie um in die Augen zu schauen. „Ich habe auch geglaubt, dass Protektor mein Leben ist aber nun? Ich bin DIR dankbar, dass ich diesen scheiß Posten los bin. Damit habe ich ALLE Zeit der Welt nun… um meine Familie zu kümmern.
Du bist todunglücklich, weil du es verloren hast. Ich bin glücklich und brauche mir nun überhaupt keine Gedanken mehr machen, wie ich mein Beruf und meine Familie in Einklang bekomme.“ lächelt Bariel offen.
„Protektoren… sind eigentlich einsame Seelen. Ich muss es ja wissen, auch wenn ich nicht solange dieses Amt ausgeübt habe. Meine alte Gruppe verloren wegen meiner Einstellung und wurde von dir dann ausgebildet.
All die Jahren, die ich als Protektorin gearbeitet habe… ich war immer alleine gewesen. Früher hätte ich es abgestritten, aber… es macht einen verdammt einsam. Man hat nur ganz wenige Bekannte oder Freunde, weil dieser Amt die meisten abschreckt.
Deswegen großen Respekt an Corcan, dass er es geschafft hat, eine Familie zu gründen. Er hat ganz klar gegen die Einsamkeit gewonnen, was wiederum… ein Nachteil wurde, wenn Ferr am Leben wäre.
Ich wette meine linke Hand, dass es für Ferr ein Dorn im Auge war, denn man war nicht mehr unantastbar, wie wir gestern gesehen haben. Mama war noch recht freundlich mit seine Familie gewesen, also die Folterpläne. Gibt man ihr die nötige Zeit, kann sie richtig brutal werden.
Und willst du was wissen? Ich will das von ihr lernen. Egal wie und wo Mama was macht, sie schafft es alleine mit Worten ihr Willen zu bekommen. Gewalt ist zwar auch im Spiel, aber eher nur… um Aufmerksamkeit zu bekommen und zu zeigen, dass Mama jederzeit auch die Faust benutzen wird.
Seid ich also eine Dämonin bin… bin ich nicht mehr alleine. Schau dir die Villa an, wo meine gesamte Familie lebt. Meine Mama, Tan… *hust* Kyllia mit ihre Verlobten Lisa, meine… „Tante“ Sharlia…“ man hörte, wie Bariel was würgen musste bei den letzten Namen.
„Meine älteste Schwester Suki, wir haben mehr oder weniger eine… erm… symbolische Schwesterschaft miteinander, dennoch akzeptiere ich sie. Schlimmer ist eher meine ältere „Schwester“.
Doch ich glaube… wenn sie Hilfe braucht, würde ich ihr schon zu Hilfe eilen. Auch wenn ich sie aus Neid und Eifersucht nicht mag, wir tragen glaube ich das gleiche Blut von Mama. Ergo halten wir zusammen.
Als Mensch… habe ich meine Einsamkeit mit Ölgemälde verbracht, wenn ich mal nicht arbeiten musste. Das… war für mich die schönste Zeit immer gewesen, doch… das ist ÜBERHAUPT kein Vergleich, was ich hier erlebe.
Du stehst morgen auf und schon geht das Chaos direkt los. IMMER was zu tun. Hoch und Tief, mal lustig, mal todernst. Glaube, als Mensch hätte ich nicht die Ausdauer und Energie gehabt, aber jetzt? Jeder Tag ist anders, etwas worauf ich immer mich freue. Du liebe Güte, dass ich das mal sagen würde.“ kichert Bariel.
„Was… willst du… eigentlich jetzt von mir?“ fragte Millie. „Gute Frage, eigentlich nichts, denn ich wollte mit dir mal sprechen. Du „warst“ mal meine Lehrerin gewesen, jetzt „wärst“ du eigentlich meine kleine Schwester, aber… dazu später.
Was ich dir sagen will, du wurdest ja richtig hellhörig, als ich dir gesagt habe, dass du vielleicht ja eine Aufgabe bekommen könntest, die einen Protektor ähnelt.“ grinste Bariel schief. „Mama habt ihr von der Abenteuergilde erfolgreich verbannt.
Sieht Mama aus, als würde es sie fertig machen?“ machte Bariel ein Schritt zur Seite, damit sie Sina sehen konnte. Sie saß lächelnd und man sah ihre Flügeln vor Freude flattern. „Also im Gegensatz zu dir bestimmt nicht.
Mama ist eine Person, die sehr viel lernt und vor allem… auch sehr schnell. Sie hat jetzt verdammt viel verloren, aber du hättest mal ihre Rede gestern hören müssen. Sie hat diese Runde den Kampf verloren, aber sie hat nicht aufgegeben. Sie hat Pläne, wie sie den Verlust, den sie durch DIR und den anderen erlitten hat, wieder auszugleichen.
Vielleicht überlegt sie sich ja, eine eigene Abenteuergilde zu gründen, die Möglichkeit besteht ja. Wenn du ganz genau überlegst Millie, habt ihr den allergrößten Fehler begangen als Protektoren.
Ihr habe ALLE Vampire feuern lassen. Ausgebildetes Personal, dass die Strukturen der Gilde in und auswendig kennt. Dann hat Mama mich als ehemalige Protektorin, die das komplette Regelwerk der Abenteuergilde kennt sowie teilweise auch der Protektoren.
Ich sage bewusst teilweise, weil du mir ja einiges vorenthalten hast, Entschuldigung hin oder her. Hätte ich das früher gewusst, dann hätte ich Mama definitiv besser eine Stütze hätte sein können. Sie hätte besser sich darauf vorbereiten können, doch das Schicksal hat wohl andere Pläne mit uns.
DAS könnte Mama machen, wenn sie WILL. Der Anfang wäre sehr schwierig, aber Mama ist verdammt Ehrgeizig und aufgrund ihren bekannten Namen… na, würde mich nicht wundern, dass sie Kunden bekommen könnte.
Sie alleine bestimmt dann die Regeln der Gilde, sie muss sich niemanden unterwerfen, wozu auch? Keine veraltete Regeln der Protektoren, die ja teilweise rassistisch sind. Ferr hat scheinbar ja auch Machtmissbrauch betrieben, wenn ich Ma Shi richtig verstanden habe.
Ganz ehrlich unter uns Ex-Protektoren: Die Abenteuergilde allgemein müsste eine komplette Umstrukturierung machen, damit sie sich der modernen Zeit anpasst. Zu viele schwachköpfige Gildenmeister, siehe die aus Tuzato.
Zu viele korrupte Gildenhäuser, wenn wir Mama richtig verstanden haben. Scheinbar haben die es von außen alles sauber gemacht, aber sobald man es genauer betrachtet, sind da Fehler, wo wir Protektoren vermutlich Monate gebraucht hätten, den Scheiß wieder zu korrigieren.
Armer Corcan, der wird vermutlich sein Amt niederlegen wollen, wenn er von dieser Scheiße hören wird.“ zuckte Bariel unbekümmert die Schultern. „Wie gesagt, Mama „könnte“ neue Gilden ins Leben rufen, wenn sie will.
Und… wenn sie es macht… und du hättest ihr Vertrauen, dann würde sich Mama bestimmt dazu erbarmen.“ Millie starrte Bariel die ganze Zeit in den Augen und… scheinbar ist ein Lebensfunke bei Millie aufgesprungen… eine gewisse Hoffnung.
„Doch!“ stand Bariel auf einmal auf. „Du hast Mama, ihren Clan und mir in ihren Plänen dazwischen gefunkt. Ihre Pläne kann sie dank dir alle vergessen, weil sie nicht auf die Abenteuergilden verlassen kann.
Selbst… ein Neustart lehne ich komplett an. Schau dir meine T… Kyllia an, sie würde dich definitiv lynchen. Was glaubst du was die Vampire machen, wenn sie dich sehen? Wir brauchen nur sagen, dass du vogelfrei bist und dann kannst du dir deinen eigenen Teil denken, was wütende Vampire mit dir machen werden.
Also… solltest du jetzt ganz genau überlegen. Wenn du die Strafe von meiner Familie akzeptierst, besteht sehr gute Hoffnungen, dass du einen Lebenssinn bekommen kannst als Dämonin.“ redete Bariel weiter auf Millie ein.
Sina schaute Kyllia an, die sofort gemerkt hat und beide hatten ein Augenkontakt. „W… was… wäre denn meine Strafe?“ fragte Millie vorsichtig nach.
„Nun, aufgrund das du verdammt viele Personen unglücklich gemacht sowie die Pläne von Mama gestört hast, wird die Strafdauer definitiv mehrere Jahre sein. Das ist die Zeit, damit jedermanns Groll auf dich mit der Zeit abflaut.“ grübelte Bariel nach. „Du kannst natürlich auch ablehnen, doch…“
„STOPP!“ meldete sich Kyllia und kam auf Bariel zu, die verwundert wirkte. Die Dämonin packte Millie grausam an den Haaren und riss sie vom Sessel hoch. Millie schrie vor Schmerzen auf, doch das scherte Kyllia nicht, die mit der anderen Hand den Hals packte.
„Hör genau zu… eine kleine Entscheidungshilfe.“ knurrte Kyllia. „ENTWEDER… du akzeptierst die Strafe… oder ich werde dich hier und jetzt foltern. Du hattest ja scheinbar richtig Angst bekommen, als Sina dir gedroht hat, die Seele zu entfernen.
So ein Pech aber auch, ich kann das ebenfalls. WENN du die Strafe nicht annimmst, wartet nur ein grausamer Tod. Ein Tod, der mit Schmerzen und Elend verbunden ist. Du wirst Jahrzehnte brauchen, bis du wirklich stirbst.
Was meine Schwester kann, kann ich auch, nur in eine andere Form. Ich werde deine Seele nicht nur entfernen, sondern auch foltern und wieder in deinen Körper stecken. Was du dann erlebst, hast du noch nie erlebt, gehört oder gespürt.
Das sind Schmerzen, die noch niemanden teilen konnte, weil das Opfer die Folter nicht überlebt hat. Du wartest auf einen langsamen Tod? Den kann ich dir versprechen. DU hast meine Schwester zum Weinen gebracht und das werde ich dir heimzahlen, egal in welcher Form.
Du magst vielleicht eine erschaffene Dämonin sein, aber ich spüre keinerlei die Neugier und… Liebe wie zu den anderen Töchtern meiner Schwester. Du bist Abschaum, ein Schandfleck in unsere Familie.
Unser Stolz und Ehre bespuckt, weil du vorher noch ein Mensch warst. Nun bist du auch eine Dämonin und wir gehen mit unsersgleichen viel grausamer um, als mit Menschen oder ähnlichen.“ starrte Kyllia mit hasserfüllten Augen Millie an, die regelrechte Panik in den Augen hatte.
Die Zwillingsschwester spürte, wie ihre ältere Schwester nicht nur ihre Zustimmung mitteile, nein sie war ebenfalls sehr stolz auf Kyllia. Lisa seufzte nur laut, denn sie hatte den Augenkontakt bei den Schwestern bemerkt und wie Sina mit einen leichten Kopfnicken zu Millie angedeutet hat.
„Bitte… was… ist meine Strafe?“ versuchte Millie zu sagen. Kyllia ließ Millie los, sodass die Frau auf ihre Knien zu Boden fiel. Anschließend schaute Kyllia Bariel an. „Du kannst weitermachen, Entschuldigung… dass ich eingegriffen habe.“
„Ist… wohl besser so.“ grinste Bariel schief. „Millie, zwei Schwüre musst du sagen, dann sage ich deine Strafe. Der erste Schwur ist, dass du einen Treueschwur gegenüber Mama aussprichst, sie nie und nimmer zu verraten. Das schließt ihre komplette Familie und ihr Clan mit ein.
Niemals wirst du die Hand gegen sie und ihrer Familie erheben, du wirst alles erdulden, was Mama dir befehligt. Doch auch die anderen Familienmitglieder sind in der Lage, dir was zu befehlen. Du setzt es ohne zu Fragen sofort um.“
„Da… dann bin ich ja eine… Sklavin!“ rieb Millie am Hals und sofort räuspert Kyllia. Die Angst kam sofort bei der verängstigten Frau wieder hoch, sie bückte sich sofort und versuchte mit ihren Kopf den Boden zu berühren, würden die Hörner nicht im Weg sein.
„Mein Name ist Millie und ich schwöre für alle Zeiten, dass ich M…“ „Wage… es ja nicht Mama auf diese Ebene anzusprechen. Für dich ist Mama Lady Sina oder eure Majestät.“ knurrte nun Bariel sehr böse auf.
Sina spitze die Lippen kurz auf, sie überlegte schon, was sie für ihre Tochter gutes machen könnte. „E… entschuldigung… Mein Name ist Millie und ich schwöre für alle Zeiten, dass ich Lady Sina für alle Zeiten folgen werde. Niemals darf ich sie und ihre Familie verraten, mein Mund ist für alle Ewigkeit verschlossen.
Egal wie er… erniedrigend die Befehle von Lady Sina oder auch den anderen Familienangehörigen sein werden, ich werde sie stets befolgen ohne Widerspruch. Bitte… ich habe… mein Schwur gegeben.“ flehte Millie.
„Wunderbar.“ legte Bariel zufrieden ihre Hände wie ein Gebet zusammen. „Dein zweiter Schwur ist auch zugleich deine Strafe. Du schwörst, dass du alles tun wirst, was Herrin Sharlia zu dir sagt. Du wirst ihr persönlicher Sklave für die nächsten… Hm… zehn Jahre.“
Nun fielen allen den Mund runter, selbst Sina. „Du heilige… Scheiße.“ dachte die Dämonenkönigin und betrachtet ihre jüngere Schwester, die ein… verdammt breites Lächeln auf dem Gesicht hatte.
„Als… wäre ich nicht schon… eh eine Sklavin… vielleicht hätte ich mir doch die Folter… auswählen sollen.“ hörte man die hoffnungslose Stimme der Frau auf dem Boden. Bariel bückte sich und legte eine Hand auf ihre Schulter.
„Millie… es hört sich schlimm an, aber… das ist nicht wirklich so schlimm. „Sharlia“ wird dir helfen, wie du deine Flügel und deinen Knochenschwanz benutzen kannst. Dann… wenn du deine weitere Verwandlung hinter dir hast… wird sie dir helfen, mit deinen neuen Kräften umzugehen.
„Dank“ ihr… kann ich nun Illusionen einsetzen und meinen Knochenschwanz. Ihre „Hilfe“ war wirklich… sehr… „toll“ gewesen, denn innerhalb wenigen Stunden konnte ich alle meine Fähigkeiten benutzen, wofür… ich bestimmt Jahre gebraucht hätte.
Auch… wenn ich gesagt habe, es ist kein Neustart, aber… du willst du bestimmt wissen… was dein neuer… „Körper“ alles so kann oder?“ lächelt Bariel. „Um Himmels… willen…“ murmelt Kyllia und zaubert sich eine Illusion auf sich, sie kann den Stolz von Sina nicht mehr aushalten.
„Das ist übrigens diese… „nette“ Dame.“ zeigte Bariel auf Sharlia. „Sie hat ein paar Schrauben locker, ich will sie liebend gerne verprügeln, aber auf eines kann man sich ja irgendwie verlassen. Das ihr „Hilfe“ sehr… unkonventionell ist, selbst Mama würde es nicht machen. Also? Wo bleibt der zweite Schwur?“ hob die Tochter eine Augenbraue hoch.
Aufgrund des ersten Schwurs hatte Millie keine Chance gehabt. „Mein Name ist Millie und ich schwöre meine Loyalität zu Herrin Sharlia. Alles was sie befehligt, werde ich sofort nachkommen.“
„Wunderbar!“ klatschte Sharlia. „Dann kannst du mir direkt in mein Zimmer folgen, denn… wir wollen uns ja nun ein bisschen kennenlernen oder?“ hatte die jüngste Schwester ein breites Lächeln auf dem Gesicht.
Millie rieb sich noch ein paar mal am Hals, dann stand sie langsam auf. „Ja… jawohl Herrin.“ nickte sie niedergeschlagen. Sharlia nahm eine Hand von ihr Schützling und zog sie direkt aus dem Wohnzimmer.
Die restlichen Personen blieben schweigsam, man hörte, wie die Damen die Treppe hochgingen… und später die Tür eines bestimmten Zimmers zu fiel.
„Das… ist die extremste Strafe, die ich je gehört habe.“ konnte Sina sich nicht mehr zurückhalten. „Ich weiß~“ lächelt Bariel. „Hoffe… ich habe alles richtig gemacht Mama?“ Sina stand von ihrem Sessel auf und ging direkt auf ihre Tochter zu, um sie direkt zu umarmen.
„Ich liebe dich wirklich vom Herzen mein Kind. Es waren einige Fehler drin gewesen, aber das macht nichts. Du hast jemanden auf unsere Seite gezogen und das ist es, was immer viel wert ist. Bariel, wenn du einen Wunsch hast oder so, einfach sagen bitte. Du hast das wirklich verdient.“ teilte Sina direkt mit.
„Sina… will auch deine Tochter haben…“ murmelt Kyllia. „Nä! Dat is meen Kind!“ löste Sina sich von Bariel, die einen roten Kopf hatte und streckte ihre Zwillingsschwester eine Zunge. „Mein verdammt großer Stolz.“
„Ja, dass habe ich gemerkt.“ rollte Kyllia ihre Augen. „Sharlia als Strafe… auf die Idee bin ich nicht mal gekommen. Damit wird Millie wirklich für sehr lange Zeit leiden.“ „Das glaube ich allerdings auch.“ stimmte Lisa ihr zu.
„Nun… einen Wunsch hätte ich…“ merkte Bariel an, Sina gab ihr sofort die Aufmerksamkeit. „Und das wäre?“
„Ich… würde gerne ein Ölgemälde von dir malen wollen.“
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