Ich bin wiedergeboren und die Wahl?

„Bevor ihr in Panik verfällt, lass mich euch meine Gedanken mitteilen. Ich musste mir schon paar mal den Vorwurf gefallen lassen, dass ich die Stadt zum Schutz aller verlassen soll. Bisher habe ich es bewusst ignoriert, um andere Möglichkeiten zu finden.

Dummerweise habe ich die nicht. Mehr noch, übersehen alle, was… bei mir anders wäre. Selbst wenn wir keine Armee oder weiteres hätten, die Dämonen hätten die Stadt nicht angegriffen, so wahr ich selber die Dämonenkönigin bin.

Selbst ohne diesen Titel hätten die Dämonen auf mich hören MÜSSEN, WEIL ich die Prinzessin aus Deymonlia bin. Aufgrund mehrere… Umstände hat mein Vater einige Lücken in der Befehlskette hinterlassen, was ich zum Vorteil ausnutzen kann.

Doch… ich fühle mich einige Zeit… tatsächlich nicht mehr wohl hier. Immer mehr und mehr geht man gegen mich vor, jetzt seid ihr auch alle mit in diesen Problemen reingezogen, ihr stolzen Vampire.

Nüchtern… betrachtet, habe ich alles, was ich je hatte nun verloren. Ich bin keine Abenteurerin, Held von Efrana hatte nie wirklich irgendwelche Kontrolle gehabt, wenn nur als Kanzlerin in Osnain.

Auch dort… sehe ich Probleme für das Kaiserreich kommen, wenn die Zwergenreiche die Kaiserin versucht zu erpressen und auch eine offizielle Kriegserklärung von einer Elfennation bekommen hat.

Eins will ich euch sagen, damit keiner diesen Gedanken hat, ihn entwickeln oder wie auch man immer diese zustande gekommen sind. JA, ich habe ganz offen den Herrschern aller Rassen auf Alliancia die Wahrheit gesagt.

Die Wahrheit, dass ich die Dämonenkönigin bin, welche Macht ich habe und das ich einen Frieden anstrebe. Doch scheinbar ist etwas ausgelöst worden, was ich nicht kommen sah. Doch das ist egal, denn nun zeigt jeder sein wahres „Ich“ auf Alliancia.

Daher… bereue ich es nicht, kein bisschen, die Wahrheit gesagt zu haben. Ich würde es immer und immer wieder machen und die Konsequenz würden wir heute also immer wieder erleben. Ja, ich habe es getan, weil ich jemanden retten wollte.

Und das würde ich auch bei jedem anderen ebenfalls machen.“ schaute Sina alle Vampire abwechselnd in die Augen. „Bei jedem einzelnen. Weil… ihr es wert seid, gerettet zu werden.“ Eine Stille war im Garten entstanden, keiner traute sich was zu sagen.

„Ich werde nach Saifa ziehen, aber nicht sofort. Die Zwerge dort haben mir ein verdammt großes Anwesen gebaut, was ich nicht… annehmen wollte. Doch… ob es Schicksal ist oder nicht, nun werde ich es annehmen.

Annehmen, weil Saifa MIR gehört. Ich muss NIEMANDEN irgendwelche Rechenschaft legen, ich muss niemanden bitten, meinen Vorschlag nachzugehen. Dort habe ich die komplette Kontrolle, wo ICH tun und lassen kann, wie es mir gefällt.“ schaute Sina wieder alle anwesenden Personen an.

„Edwin und Suki.“ rief die Dämonin die beiden Personen. „MORGEN, nicht HEUTE! Werdet ihr beide gemeinsam mit Rubina nach Saifa fliegen. Eure normale Arbeit legt ihr für morgen vorerst nieder, damit ihr beiden die momentane Situation anschauen könnt.

Rubina, ich hoffe dass sie heute noch wiederkommt, wird euch hinbringen und ihr werdet folgende Aufgaben umsetzen. Suki, DU wirst das Anwesen komplett unter die Augen nehmen und Vorbereitungen treffen…

Vorbereitungen, dass genügen Lebensmittel, Getränke, alles nötige vorhanden ist. Zusätzlich machst du dir dann Gedanken, was wir von unsere Monstervilla mitnehmen, denn… In exakt einem Monat werde ich ausziehen.

Es ist genügend Zeit, auf alles vorzubereiten, weil auch ich einige Erledigungen machen MUSS. Das wäre ein weiteres Gespräch mit Ronald, mit dem Bürgermeister und auch Brandrulim. Des weiteren…

Die Zeit ist auch bewusst so von mir gegeben, weil ich noch das Gespräch mit Lady Layla und dem König von Efrana haben werde. Vampire… egal aus welchem Clan ihr kommt, ich werde mein Bestes geben, ein Grundstein für uns zu legen.

Ich bin ehrlich, ich selber weiß nicht, wie das Gespräch sein wird. Rechnet damit, dass wir… mehr Erkenntnisse haben werden, doch ob wir einen Fortschritt erreichen, keine Ahnung. Deswegen… möchte ich, dass ihr alle nachdenkt, was ihr in der Zeit machen wollt.

Ihr braucht alle keine Miete zu zahlen, dennoch müsst ihr irgendwie… zeigen, dass ihr immer noch gewillt seid, in Harmonie zu leben. Ihr könnt… gerne versuchen, nochmal bei den Abenteurer zu starten, aber ehrlich?

Alle haben gesehen, welche Einstellung die Protektoren hatten, auch wenn nur einer noch lebt. Wenn… irgendwann neue kommen und diese gehen danach, was die verstorbenen Protektoren gemacht haben, werden sie euch WIEDER raus werfen, WEIL ihr Monster seid.

DAS… keine Ahnung, würde ich mir nicht antun wollen. Nicht, solange SIE immer noch den festen Grundsatz haben, DASS ihr Monster seid, dass ihr aber nicht seid. IHR seid in MEINEN AUGEN Lebewesen, die einen Platz in der Gesellschaft verdient haben!“

Viele Vampire schauten betroffen die andere Vampire an, der Großteil von ihnen sind alles erschaffene Vampire, die eins mal Menschen waren. So viel Blut klebt an ihnen und dann kommt Sina, die eine ganz andere Weltsicht hat. Akzeptanz, was sie sind und definitiv keine Monster.

Lisa sah bei einigen der Vampire in den Augen, dass sie Sina in die Hölle folgen werden. Sie nahm eine Hand von Kyllia, die auch scheinbar von der Rede ihr Schwester gefangen war. „Du hast eine tolle große Schwester.“ flüstert Lisa. „Ich weiß… und sie gehört mir.“ flüstert Kyllia glücklich.

„Suki vorbereitet also das Heim für mich. Edwin´s Aufgabe ist eine andere.“ fing Sina wieder weiter an zu reden und schaute den Butler an. „DU suchst in der Abenteuergilde Ascal auf, der soll mit dir den Zwerg Gaergrim aufsuchen.

Deine Aufgabe ist es, dass die Zwerge Häuser in meine Stadt bauen sollen… Exakt die Häuser, wo alle Vampire hier schon leben. Ihr wisst wie die Räume aufgebaut sind, du weißt wie viele Personen dort leben einfach alles.

Wie die Häuser aufgebaut werden, dass überlasse ich Gaergrim, doch er hat nur einen Monat Zeit, dass muss du ihm klar machen. Wenn er Holz braucht oder weiteres, soll er die Bäume auf meinen Land dafür fällen.

Eisen? Soll von den Naga´s abgenommen werden, diese bauen sie ja scheinbar regelmäßig ab. Es ist also ALLES auf meinem Land vorhanden, man muss sich das nur nehmen. Doch Leute… folgendes:

Ich werde euch NICHT befehligen, dass ihr mir folgen MÜSST!“ hob Sina ein Zeigefinger hoch. „Denn… die Häuser sollen NUR eine Vorbereitung sein, wenn ihr ebenfalls hier nicht mehr leben wollt.

Ich weiß… wenn ich ausziehe, dass…“ nun schmunzelt Sina und schaute ihre Familie an. „meine Geliebten… meine Töchter, meine Schwestern und vielleicht… der eine oder andere Freund mitkommen wird.

DIESE Wahl überlasse ich EUCH, habt ihr verstanden? Ich haue nicht auf dem Tisch, DASS ihr mitkommen sollt, überhaupt nicht. HIER hat bestimmt der eine oder andere Freundschaften mit den Bewohner geschlossen.

Vielleicht hat er ja auch jemanden kennengelernt wo dieser auch dort arbeiten kann, ich weiß es nicht. Und hier… habt IHR eine Organisation aufgebaut wo ihr Blut bekommt. DAS habe ich NICHT in Saifa.

Ich weiß nicht, wie ihr die Organisation aufgebaut habt, wo und wie es aussieht. Ehrlich? Ich will es auch nicht, weil ihr euch selbständig gemacht habt. Sobald… ich ja scheinbar was anfasse, ich es verdammt für die Ewigkeit.

Das solltet… ihr bei eure Wahl berücksichtigen, wenn wer mit nach Saifa will. Dort leben nur Zwerge und ich bin mir nicht sicher, ob sie bereit sind, trotz des Elends was sie haben, das Blut zu teilen.

Auch weiß ich nicht, wenn bekannt wird, dass ihr alle keine Mitglieder der Abenteuergilde seit, ob ihr weitere Spender bekommt. Ich kann euch nur den Rat geben, dass ihr vielleicht früh anfangen solltet, Blut in Flaschen zu sammeln.

Schwere Entscheidungen, weil es wieder ein neuer Lebensabschnitt sein wird. Vielleicht sieht es ja wirklich aus, als würde ich aufgeben, aber das tue ich nicht. Renee… du hast mit Viktoria wirklich eine wunderbare Mutter, ein bisschen beneiden muss ich euch schon.

In ihrem Gespräch musste ich mir Dinge anhören, die mich dazu gezwungen haben… nachzudenken. Ich gebe zwar auf, aber ich will einen etwas… anderen hmm… „Neustart“ versuchen.

Ich will an einem Ort gehen, wo ich mich erholen kann und ohne… irgendwelchen Stress in einer Stadt nun meine Pläne nachgehen kann. Das ist mein Plan, dass ich einen Schritt zurückgehen werde und woanders einen Neubeginn wage.

Doch Fanfoss werde ich keinesfalls aufgeben, denn diese Stadt hat es verdient, gerettet zu werden. Mein Hintergedanke ist, WENN ich aus der Stadt ausziehe, wie meine… „Feinde“ reagieren werden. Ich muss lernen zu verstehen, welche meine Aktion was bei ihnen auslöst.

Wenn ich ausziehe, bekommt die Stadt dann Hilfe? Wenn ja, dann ist es in Ordnung. Doch wie sieht es aus, wenn sie keine Hilfe bekommt? DANN ist irgendwas nicht richtig und DAS will ich dann auch herausfinden.

Die Bewohner… ich kenne einige und die Waisenkinder wurden schon in Sicherheit gebracht, doch was ist mit den anderen Kindern? Sie können alle am wenigsten was dafür, dass die Mächtigsten so… dumme Gedanken haben.

Kein Lebewesen ist es wert dafür geopfert zu werden für Politik zwischen mehrere Rassen. Politik war schon immer ein sehr dreckiges Gewerbe gewesen und am Ende bekommen die Bauer… die Handwerker oder andere Unschuldige ab.

Alles Dinge, die ich von Saifa dann beobachten werde. Manchmal… lohnt es sich, etwas aufzugeben, um mehr zu gewinnen. Es… sieht aus, als würde es mir nichts ausmachen, aber… das stimmt nicht.

Es schmerzt mich wirklich vom Herzen, dass ich die Stadt, die ich mal toll fand… verlassen muss. Zu deren Schutz, weil ich mich unwohl fühle, einfach alles. Es… ist mir überhaupt nicht einfach gefallen, diesen Schritt zu machen.

Die… Wahl betrifft nur meinen eigenen Clan. Zada… ist gerade nicht anwesend, weil sie in ihrem Geschäft ist, aber das ist auch nicht schlimm. Sie soll weiterhin hier sein, dass schließt dann Lara als meine rechte Hand ebenfalls ein.

Lara wird für mich hier vor Ort bleiben, damit ihr alle jemanden habt, der für euch ein Ansprechpartner ist. Entweder weil ich Befehle weiterleite, Informationen oder weiteres. Lara, so wie ich dich zu meine Stellvertreterin ernannt habe, so traue ich auch diesen Schritt zu, dass DU es bewältigt bekommst.

Nisha und Abby, sie werden ebenfalls hier bleiben, damit sie Lara und auch Zada einen Schutz gewähren. Ihre Kampffähigkeiten sind nicht ohne, ich würde mich einfach nur wohler fühlen, dass starke Kämpferinnen vor Ort sind.

Mehr noch, sobald… ich aus der Villa ausziehe… hat sie keine Bewohner mehr vermutlich. Das würde ich euch geben, denn die Villa bleibt weiterhin eine Basis für viele Pläne und weiteres. Suki wird alles bis dahin gemacht haben, dass man es beziehen kann.“

Lara, aber auch Nisha und Abby rissen erstaunt weit ihre Augen auf. Sina schaute Aelfric an, der etwas besorgt wirkte. „Aufgrund das Zada hier bleibt, wird auch Ruri bleiben wollen, immerhin arbeitet sie ja für sie oder?

Damit Aelfric… überlasse auch ich dir die Wahl, wo du unterkommen wirst. Es… soll nicht abwerten klingen, aber dein Clan, aber auch der von Gair hier… sind nicht bedeutend genug, wenn seid ihr als Personen wertvoller als der Clan.

Meine Tochter Ruri ist bei dir glücklich und dieses Glück soll erhalten bleiben. Du liebst Ruri, aber auch deine Schwester Zada. Ich verstehe es vollkommen, wenn du hier bleiben willst. Du hast… deine Leibwächter, die vermutlich die tödlichsten Vampire hier sind.

Dazu Nisha und Abby, die ebenfalls auf deine Schwester und meine Tochter im Auge behalten werden, denke… als kleine Gruppe habt ihr den bestmöglichen Schutz, den ich euch geben kann. Ruri mag vielleicht eine starke Dämonin sein, aber… ihr fehlt die Kontrolle ihrer eigenen Kräften.

Das gleiche gilt auch für dich Gair. Du bist ein Held von vielen, dennoch werde ich dir nichts befehligen. Es… dürfte mittlerweile jedem bekannt sein, dass DU weiter um Sarless kämpfst. Ich drücke dir die Daumen, dass du es schaffst, doch ich weiß nicht, wo Sarless bleiben wird.

Denn auch meinen Dämonen werde ich die Wahl überlassen, wo sie bleiben sollen. Ich… kann mir zwar vorstellen, wie die Antwort von Sarless und Dalmaz sein werden, dennoch überlasse ich ihnen die Wahl, es ist… mir tatsächlich sehr wichtig.“ legte Sina eine Hand auf ihre Brust.

Gair sah… sehr bedrückt aus, als er als Held genannt wird. Er kann das Gefühl, was er in der Brust fühlt, immer noch nicht definieren. Aelfric schaute nur kurz seine Leibwächter an, die wieder mal wie Staturen waren, bis er Sina anschaut.

„Ich danke euch wirklich vom Herzen, ich… glaube kann es nicht besser betonen. Ihr seid wirklich würdig eine Clanführerin zu sein. Alle behandelt ihr als gleichberechtigt und wenn das nicht der Fall ist, dann als eure Kinder.

Die meisten von uns haben vermutlich schon immer gewünscht, dass die alten Clanführer ebenfalls so ein großes gültiges Herz wie ihr dies immer zeigt. Ich werde hier bleiben, denn ihr habt recht.

Ruri glaubt, dass sie meiner Schwester Zada einen Gefallen schuldig ist und wird ihr vermutlich ewig als Mitarbeiterin ihres Geschäfts arbeiten wollen. Zu Zada selber? Sie wird… eure Entscheidung vermutlich ziemlich aus der Rolle werfen, aber das Geschäft ist auch nun ihr Leben.

Wenn sie mitbekommt, dass Miss Lara, Miss Abby und Miss Nisha hierbleiben, wird sie euch mehr als Dankbar sein. Dankbar für den Schutz und dass ihr sie weiterhin im Auge behält.“

„Nun… was soll ich sagen?“ kratzte Gair sich am Hinterkopf. „Ich werde Sarless folgen und sie wird euch folgen, daher… bin ich froh, dass ihr weitere Häuser in Saifa aufbaut.“

Sina nickte, dann teilte… sie etwas unangenehmes mit. „Ich danke euch beiden. Während… ich allen die Wahl überlasse… kann ich leider diese Wahl NICHT den anderen Clans überlassen. Es… tut mir leid Renee, Viktoria und Lysa.

Ich habe euren Eltern versprochen, dass ich auf euch Acht gebe und habe einmal versagt. Mir wurde eine Chance zwar gewährt, aber… das kann ich auch nur machen, wenn ihr in meine Nähe seid.“

Renee schaute kurz Viktoria an, ob sie die gleichen Gedanken hat und ihre Schwester nickte schon. „Kein Problem, wir… haben uns das schon gedacht, dass es so kommen wird. Unser und der von Lysa sind die mächtigsten Vampirclan und genießen daher… andere Prioritäten. Macht dir wegen… uns beiden keine Gedanken.“ meinte Renee.

„Meine Mutter hat mir befohlen, dass ich euch folgen soll, so sehe ich ebenfalls keine Probleme bei eure Entscheidung.“ meinte Lysa nur. Lisa seufzte nur innerlich, denn was an ihrer Schwester störte ist einfach am meisten, dass… sie so wenigen einen eigenen Willen zeigt. Sobald man ihr was befielt, wird sie es bis zum bitteren Ende halten.

„Verstehe… aufgrund… dass ich ein verdammt großes Anwesen habt, werdet ihr dort einziehen.“ nickte Sina langsam. „Die Informationen werden Suki und Edwin euren Diener mitteilen, damit sie auch alles dementsprechend vorbereiten.

Ansonsten… aufgrund, dass ich erst in einen Monat ausziehen werde, werdet trotzdem eine Änderung in unserem Viertel machen. Auch wenn Protektor Ferr nichts zugegeben hat, glaube ich trotzdem, dass er gewisse Maßnahmen getroffen hat, wenn er sterben sollte.

Alleine das Protektor Corcan es scheinbar nicht abgeschritten hat, wird IRGENDETWAS wohl kommen. Damit IHR alle geschützt bleibt, will ich von meinen Vampiren, dass ihr die alte Berufskleidung anzieht und Wachen aufstellt.

Aufstellt an den Straßen, wo man zu unserem Viertel kommen kann. Ich brauch euch nicht erklären wie, das überlasse ich euch. Wenn es Bewohner der Stadt sind, die in unserem bescheidenen Viertel Spazierengehen wollen, kein Problem.

Doch wenn es unbekannte Personen sind, die IHR noch nie gesehen habt, fragt sie aus, was sie wollen. Sind es… Vampirjäger, denn vermutlich haben sie ihr Markenzeichen oder was auch immer, dann könnt ihr mit schlimmen rechnen.

Ruft Verstärkung, irgendetwas, holt meine oder meiner Familie die Hilfe, denn wenn es Vampirjäger sind… Dann rechnet mit einem großen Angriff. Nicht das die Viecher uns gewachsen sind, aber Hochmut hat schon vielen das Leben gekostet.“

Einige kniffen leicht ihre Augen, als sie hörten, wie Sina die Jäger eben genannt hat, selbst Lara. „Wo wir jetzt… uns alle treffen, solltet ihr eine weitere Information wissen, denn die Bewachung im Viertel… soll rund um die Uhr laufen.“ berichtet die Dämonenkönigin nun über die Urvampire.

Die meisten reagieren erschrocken, als sie erfuhren, wie die Vampire entstanden sind und es einen Feind gibt, der in eine höhere Liga spielt als sie selber. „Lady Layla wurde überwacht sowie Lord Roman.

Ich rechne fest, dass wir das ebenfalls überwacht werden, egal auf welche Art und Weise. Aufgrund… dass ihnen eine Stärke angerechnet werden, dass… sie mit den Destroyar mithalten können, werdet… ihr ALLE, ALLE Vampire, AUCH von den anderen Clans ein dämonisches Training durchziehen.

Entweder es wird was passieren, dann sind WIR vorbereitet und zeigen den alten Ärschen, dass sie lieber hätten weiter schlafen sollen. Wenn NICHTS passiert, dann ist es nicht schlimm und wisst ihr auch warum?“ lächelt Sina.

„Ihr werdet alle eine Stärke haben, die mir… eine Sorge abnimmt. Ihr alle seid mir wichtig und je besser… ihr euch beschützen könnt, desto besser. Ich… könnte euch befehlen, aber lieber bitte euch drum, das Training anzunehmen.

Mio, Tio und Lara wissen wie es geht, wir werden das alles in unserem Viertel umsetzten. Wir haben ein großen Platz, wo Hiro und Neria immer geübt haben, dass werden wir nun auch ausnutzen.

Ihr beiden, keine Ahnung ob es für euch ein Verrat eures alten Lebens ist, aber ich würde es begrüßen, wenn ihr, die als besten Attentäter der Welt in einem Atemzug genannt werdet, meine Vampire eure Techniken ebenfalls beibringen könnt.

Zwischen eure und den vampirische Attentäter liegen gravierende Unterschiede und das soll nun ausgeglichen werden.“ schaute Sina die beiden vampirische Katzendamen an. Diese schauten sich kurz an, dann kniete Hiro sich vor allen.

„Lady Sina, ich habe euch einen Treueschwur abgeben und werde alles tun, um was ihr uns befielt. Wir sind keine Ungesehene mehr, nur eure Diener. Es… tut mir etwas weh, dass… Außenstehende unsere Techniken lernen, doch… ich muss weiter sehen.

Alle Vampire sind hier mehr oder weniger nicht wirklich stark und wenn es wirklich Feinde sind, sind die meisten nicht mal eine Ablenkung wert. Es… würde daher mir eine Freude sein, die Techniken weiter zu reichen.

Techniken, wo man mit einen Schlag das Herz zerstören kann. Techniken, die so grausam sind, dass es nicht anzusehen ist. Dennoch… sind wir alle Vampire und ein Clan, also müssen wir auch zusammen halten.


Ich hoffe… ich habe mit meiner Kritik keinen vom Kopf gestoßen, aber dass ist so… die momentane Lage, die ich selber sehe. Wer willig ist zu lernen, erreicht viel. Das… habe ich von Simone gelernt und ich denke… ihr alle habt einen sehr großen Ehrgeiz.“

„Das hast du schön gesagt. Also meine Damen und Herren, seit bereit, dass das Training in den nächsten Tagen beginnt. Es ist zu eurem eigenen Schutz gegen unbekannte und bekannte Gefahren und hat keinen Einfluss…

Welche Wahl ihr trifft. Ich will sie eigentlich auch nicht heute oder morgen hören, sondern… an dem Tag, wo ich ausziehen werde. Einen ganzen Monat habt ihr die Wahl, wo ihr leben möchtet. Wer mitkommt, der kommt mit. Wer hier leben will, der lebt hier.

Meine Meinung wird sich NICHT ändern, denn ich habe es mehr oder weniger von euch gefordert, dass ihr selbstständig werdet. Egal wie ihr euch entscheidet, ich werde NICHT darüber enttäuscht werden, wo ihr leben werdet, merkt euch das gut.“ drehte Sina mit ihren Kopf wieder, dass sie jeden Vampir anschauen konnte.

„Wir haben heute… viel verloren, aber ich weigere mich aufzugeben. Viele Wege kann ich nicht mehr nutzen, also erschaffe ich mir neue. Ich fliege über die Steine, die mir Wege bisher verschlossen haben, rüber und baue mir eine neue Zukunft.

Solange ihr alle… nicht aufgibt, gibt es immer Hoffnung. Wir haben… im Gegensatz zu den meisten Feinden ein… Vorteil. Wir haben die Zeit, während unseren sterblichen Viechern die Zeit verloren geht.“

„Sina…“ ging Lara besorgt einen Schritt nach vorne. „Du… hast mich teilweise versucht zu korrigieren… wenn ich die Menschen und weiteres… als Viecher betitelt habe. Was…“

„Was? Ich höre auf, die Nette zu spielen.“ hielt Sina den Kopf schräg und Bariel seufzte innerlich. „All die Zeit… ob ich nun die Gewalttaten gemacht habe oder nicht, habe ich aus meiner Sicht immer versucht… zu zeigen, dass ich alles andere als die bösen Dämonen aus der Vergangenheit bin.

Vielleicht stimmt es, dass meine Methoden extremst waren, aber ich kenne das nicht anders. Stets habe ich versucht zu zeigen, dass ich wirklich an Frieden glaube. Nun tritt man meine Würde, meine Titel und meine Rasse mit Füßen.

Gierige Händler, dumme Herrscher, einfach alles will das Böse in mir haben. Die Grenze wurde heute im Gildenhaus überschritten und ich denke nicht mehr dran, meine hmm… „böse“ Ader zu unterdrücken.

Ich werde kein Massenmord oder ähnliches begehen, keine Sorge, so tief werde ich nicht fallen. Aber ich werde jetzt mir nichts mehr gefallen lassen. Wer mit dem Finger auf mich zeigt, wird die Hand abgeschnitten.

Die Zeit, dass ich all die Vorwürfe, Ungerechtigkeiten und weiteres geschluckt habe, ist vorbei. Jetzt soll jeder… der nicht in meine Familie… Clan… Verbündetenkreis ist… mit Vorsicht auf mich zu gehen.

Es sind alles… dumme Menschen… Zwerge… Elfen… Ehrlich, ich kann verstehen, warum viele sie als Viecher ansehen. Sie sind vergänglich, schwach und wir… starke Personen müssen ihretwegen ducken?

Früher habe ich es gemacht, nun ist es mir egal. Wer mir dumm kommt, bekommt ein Schlag in die Fresse. Wenn ich ganz schlechte Laune habe, kann es sogar mit dem Tod enden. Der heutige Tag zwingt mich zu ändern und dem werde ich auch folgen.

Ich werde nun neue Grenzen ziehen und sehen, wer es von den Viecher wagt, diese zu überschreiten. Den Ruf, den ich eins Mal hatte, den brauche ich nicht mehr zu schützen, wozu auch?

Zeit, dass sich die Dinge zwischen mir und meinen Feinden sich ändern wird.“ sagte Sina knallhart mit eine sehr eiskalte Stimme. Neia drückte die Hand von Sherry stark, denn nun macht sie sich auch Sorgen.

Die Frau, die SIE daran gehindert hat, einen blutigen Pfad zu gehen, will nun den selber den Pfad gehen? Wovon Sina SIE abgeraten hat? „Glaube… wir müssen Sina von der Idee abbringen Sherry…“ flüstert Neia.

„Müssen wir das?“ meinte Sherry und Neia schaut ihre Schülerin erschrocken an. „Versteh mich nicht falsch, aber… Sina wehrt sich nun. Das ist das Ergebnis von vielen, ich… kann es ein bisschen nachvollziehen.

Solange… unsere Sina dabei bleibt, keine Massenmorde zu begehen, brauchen wir eigentlich uns nicht einmischen. Alleine… dass man über uns versuchte an sie heranzukommen… muss auch ich zu… gewisse Entscheidungen kommen.“ sah man Sherry an, wie ernst es ihr war.

„Ich werde daher sie weiterhin unterstützten.“ schaute Sherry Neia dann in die Augen. „Immerhin liebe ich sie doch vom tiefsten Herzen und Seele.“ lächelt Sherry etwas unsicher trotz des Kuhkörpers.

Neia schaute Sherry weiter in den Augen und nickte langsam. „Verstehe… ich glaube, ich habe noch einiges… zu lernen.“ lächelt Neia.

„Das… war meine Ansage, wie es nun zukünftig mit uns weitergehen wird. Unsere Feinde sind viele und wir sind wenige, die eigentlich nur eines eigentlich wollen: In Harmonie mit allem leben. Doch das wollen viele Feinde nicht und kommen nun aus ihren Löchern gekrochen.

Dank ihnen habe ich nun viel Zeit bekommen und wenn ich viel Zeit habe, kann ich noch gemeinere Pläne entwickeln. Sie haben sich letztendlich sich selber die Schuld zu geben. Am Anfang wollte ich den schwierigen Weg der… „Diplomatie“ gehen, nun gehe ich ganz der Gewalt nach.

Ich hoffe… dass alle meine Entscheidung akzeptieren, wenn wer Vorschläge hat, meine Tür ist nun ganz offen. Ivy und Jevera… bereitet euch selber vor, dass… ihr auch noch ein speziellen Auftrag bekommt, vielleicht werde ich Nisha und Abby ebenfalls hinzuziehen. Daher bereit bleiben, wenn ich euch rufe.“ nickte Sina die angesprochenen Damen zu.

„Damit… ist das heutige Gespräch beendet.“