Ich bin wiedergeboren und gefährliches Wissen?
Sina musste mehrmals blinzeln, als Wisali ihr mitteilte, dass er den Anführer getötet hat von den Krashurrikra. „Erm… wie bitte?“
„Belassen wir es, dass ich wegen… ihm nicht mehr in der Lage bin richtig zu kämpfen.“ lächelt Wisali traurig. „Nicht das ich schwach bin, aber im Gegensatz zu euch hat er mir tiefe Narben gegeben, die mir es nicht möglich machen, lange Kämpfe auszutragen.“
„Warum… habt ihr es denn eben noch schon gesagt?“ verlangte Lisa zu erfahren. „Weil das unnützes Wissen wäre.“ antwortet Sina, die ebenfalls traurig wirkte. „Deswegen warst du so sicher, dass der Anführer tot ist… sein sollte.“
„Genau, sollte. Es war ein fürchterlicher Kampf gewesen, wenn ich nicht im letzten Moment es geschafft hätte, in seine Augen zu schlagen, dass sein eigenes Blut sein Nachteil wurde. Das ist ein Gegner, gegen… den Kruschjrar mit seiner geheimen Fähigkeit auch keine Chance hätte.
Wir haben… einige starke Dämonen, aber ich kann sie nicht abschätzen, ob sie es mit ihm aufnehmen könnten. Ihr müsst wissen, die Dämonen früher waren viel stärker gewesen, als die heutige Dämonen.“ grinste Wisali schief.
„Wie… meinst du das?“ wundert Sina sich über diese Aussage, doch Wisali schüttelt den Kopf. „Das erkläre ich euch gerne ein anderes Mal Prinzessin Sina. Wichtig ist nur, dass ihr auf der Hut sein müsst. Es ist schlimm genug, dass sie überhaupt am Leben sind.“
„Verstehe…“ nickte Sina, dann drehte sie sich zu den Vampiren. „Ich danke euch, dass ihr die Zeit mitgebracht habt. Ich denke, eure Eltern werden euch bestimmt noch Anweisungen geben.“ Die Damen hatten verstanden, dass sie alle entlassen wurden. Sie nickten, verbeugten sich kurz und gingen dann nach und nach aus dem Wohnzimmer.
Sina ging zu einem der Sessel und ließ sich schwer darauf fallen. „Ach man… Einerseits ist es gut, dass wir etwas wissen, andererseits… Es nervt so langsam, dass Feinde immer aus allen Ecken kommen.
Wisali… Bariel war ein Mensch gewesen, bevor ich sie zu einem Dämonen gebissen habe. Ist das auch eine Fähigkeit, die ein Dämon mitbekommt, wenn er öfters das Blut von Vampiren trinkt?“
„Deswegen… eure Ähnlichkeit…“ kratzte Wisali sich am Hinterkopf. „Ja, die Dämonen waren früher in der Lage gewesen, alle Rassen zu einem Dämon zu verwandeln. Diese haben wir dann mit den weißen Dämonen verloren, bis man „getrennte“ Wege gegangen ist.
Nur mit gewissen Ritualen könnte man einen Mensch in einen Dämonen verwandeln, aber… Denke, wir sind uns einig, dass ein Biss einfacher wäre.“ lächelt Wisali. „Diese Haarspange… eure Mutter hat sie immer gerne auf der linken Seite getragen, wie ihr es gerade tut.“
„Ihr… kennt sie. Bitte…“ lehnte Sina sich nach vorne. „Wer… war meine Mutter? Wenigstens… einen Namen.“ flehte die Dämonin schon, als Wisali den Kopf schüttelte. „Bedaure, aber euer Vater würde mich leider umbringen.
Ich gebe gerne Wissen weiter, solange… es nicht tödlich für mich ist. Wenn ihr genau überlegt, wisst ihr dann auch, wie ich all die Zeit überlebt habe, egal wie wahnsinnig ein Dämonenkönig war. Letztendlich bin ich nur ein Lehrer gewesen, der den meisten Dämonenkönigen Wissen gelehrt hat.“ grinste Wisali am Ende, Dann schaute er Sherry und Neia an. „Dürfte ich mit euch beiden reden?“
Verwundert schauten Sherry und Neia ihn an, dann Sherry die nur nickte. Gemeinsam standen sie auf und stellten sich vor Wisali. „Ich würde euch gerne was mitgeben im Kampf gegen die Krashurrikra.“ meinte der Gelehrte auf einmal.
„Wie…?“ fragte Sherry nach, als Wisali auf einmal ein großes Blatt aus seinem Schreibtisch hervorholte, etwas zauberte, was das Blatt komplett ausfüllte. Anschließend rollte er die Schriftrolle zusammen und machte mit dem Zeigefinger ein Symbol auf dem Tisch.
Auf einmal sahen beide Blutelfen, wie auf dem Tisch ein schwarzes Loch entstand… Wisali warf die Rolle von seiner Seite in das Loch und aus einem Loch bei den Damen kam die Rolle raus geflogen. „EH?!“ staunten die Elfen.
„Hm… sieht nach Magie der Leere aus?“ hob Sina eine Augenbraue hoch. „In der Tat Prinzessin Sina. Ich habe einen Riss im Raum erzeugt und ähnlich wie eine Teleportation diese Rolle zu euch geschickt.“ lächelt Wisali zufrieden und schloss das Loch wieder.
„Irgendwie… erschüttert es meine Grundfeste als Magierin…“ murmelt Neia. „Das… kann man mit Leere machen?“ „Natürlich? Leere ist einer der nützlichsten Magier arten, die es gibt.“ wundert sich Wisali scheinbar ein bisschen.
„Du wüsstest auch den Zauber, mit dem ich in der Zeit gereist bin oder?“ grinste Sina, doch Wisali schüttelte seinen Kopf. „Nein, denn Zeit ist ein sehr gefährliches Gebiet. Wenn man es auf theoretischen Gedanken nachgeht, ist das kein Problem, aber…“
„Ich weiß, dass habe ich dem Entwickler dieses Zauber auch nahegelegt, dass er die Finger davon lassen soll. Wer weiß… wie die Welt gewesen wäre, wenn es Lilith nie gegeben hätte.“ schaute Sina zur Tür, weil sie merkte, dass jemand… wichtiges kam.
„Hallöchen, wir sind wieder daha!“ winkte Kyllia, Sharlia kam ihr direkt hinterher. „Huch? Wisali?“ staunte die Zwillingsschwester, als sie den Lehrer auf der Übertragung sah.
„Sei gegrüßt Kyllia und auch Sharlia, scheinbar geht es euch ja bei eurer Schwester besser als ihr es euch je vorgestellt haben könntet.“ nickte der Lehrer den Damen kurz zu. „Bevor… wir das vernachlässigen. Sherry und Neia.“ wurde Wisali sehr ernst.
„In diesem Blatt habe ich zwei Zauberformeln des Lichts aufgeschrieben, die sehr effektiv gegen die Krashurrikra waren. Doch… lasst mich euch die Warnung zum zweiten Zauber geben: Wenn ihr diesen Zauber einsetzt, zieht es eure komplette Mana leer.
Nein Prinzessin Sina, ich kann keine Lichtmagie benutzen, die Frage sehe ich an eurem Gesicht. Es ist vermutlich wichtig, veraltetes Wissen zu reaktivieren, wenn alte Feinde wieder in Erscheinung treten.
Ich kann euch beiden nur raten, diese Zauberformel frühzeitig zu lernen, denn die alten antiken Zauber neigen gerne dazu, einen endlos langen Zauberspruch aufzusagen. Einmal freigesetzt, richtet es pure Zerstörung gegenüber der Krashurrikra an.
Eine weitere Warnung… Wenn die Krashurrikra wissen, dass ihr die Zauber benutzen könnt, werden sie ALLES in ihrer Macht einsetzen, damit sie euch töten können.“
Neia nahm die Schriftrolle und rollte sie auf… bis ihr schwindelig wurde. „Was ist los?“ fragte Sherry, als Neia den Zettel vor ihrem Gesicht hielt. „Ach… du…“ „Eben, deswegen frühzeitig lernen.“ nickte Neia.
„Gut das ich keine Lichtmagie kann“ flötete Sina fröhlich, wenn die Experten schon Probleme haben. „Was sagt ihr man meine Damen?“
Erst schauten sie verdutzt Sina an, dann sich selber, bis sie verstanden, was gemeint war. Beide verbeugten sich vor Wisali, also Sherry versuchte es. „Wir danken euch vom Herzen, dass ihr uns eine Hilfe seid.“
„Das ist immer die schönste Aussage, die ein Lehrer von Kindern zu hören bekommen kann.“ nickte Wisali glücklich lächelnd. Auf einmal stand Sina auf, nahm eine Kiste vom Tisch und ging zu Kyllia.
„Kyllia… dass sind Haarspangen von unserer Mutter. Es sind nur zwei, aber ich denke… aufgrund das wir… Zwillinge sind, solltest du die andere Hälfte bekommen.“ hielt Sina die Kiste vor Kyllia, die einen erstaunten Gesichtsausdruck machte. Sharlia stand nur daneben und schaute die Haarspange an. „Hmm… woh habe ich diese Blume schon mal gesehen?“
„Danke…“ lächelt Kyllia sehr traurig und nahm die Spange aus der Kiste, setzte sie dann an der rechte Seite über ihr Ohr an den Haaren an. „Ich finde schon heraus, wer unsere Mutter war, damit wir uns vernünftig von ihr verabschieden können.“ legte Sina eine Hand auf die Schulter von ihrem Zwilling.
Kyllia schaute Sina kurz an, dann umarmten sich beide traurig, Sharlia scheint es nicht so ganz zu verstehen in diesem Moment. Also ging sie zu den Sesseln und versuchte nicht zu stören. Der Gelehrte Wisali schaute die Szene an und schüttelt leicht den Kopf…
„Sag Sina… ich spüre seit längerem, dass du wieder sehr… hmm… sauer und traurig bist? Am Anfang warst du glücklich und das kann ja was mit Wisali zu tun haben oder?“ löste Kyllia sich und Sina nickte. „Das ist richtig, keine Sorge, ich werde dir die Gründe über meine Wut noch erklären.“
„Wo… du Wisali doch gerade da bist, willst du ihm… vielleicht mal von unserer Fusion erzählen?“ fragte Kyllia als nächstes. „Das… wäre nicht schlecht.“ nickte Sina. Sherry und Neia machten sofort platzt, damit die Zwillinge vor dem Lehrer stehen konnten.
„Wisali… hast du schon mal von einem Gegenstand der Transfusion gehört?“ fragte Sina den Gelehrten. „Hmm… ich kann mich dunkel daran erinnern, habe aber selber noch seine Funktion nicht gesehen oder geschweige jemanden gehabt, der mir davon berichten konnte.“ grübelte Wisali laut.
„Also… wir haben diesen Gegenstand mehrmals durch einen Wettbewerb bei den Tiermenschen gewonnen. Sobald zwei Personen die Ohrringe tragen, werden sie zu einer Person. Ich… kann dir sagen, dass es seine Vor und Nachteile mitbringt. Wichtiger ist, dass diese Ohrringe bei Zwillingen irgendwie… anders funktionieren, als gedacht.“ erklärte Sina.
„Genau, ich hatte… diese „tolle“ Idee gehabt, einmal mit Sina eine Person zu werden, bis… Nun, es war komisch. Wir haben vier Flügel bekommen, haben eine Stärke gehabt, wo selbst ein einfacher Handschlag die totale Zerstörung anrichtete.
Schlimmer war, wir konnten unseren kompletten Status nicht mehr sehen oder gemeinsame Fähigkeiten nutzen. Überall sah man nur Fragezeichen, was sehr hinderlich gewesen war. Mehr noch, wir hätten eine Aura erschaffen, die wir mit Illusion nicht verstecken konnten.“ führte Kyllia weiter aus.
Wisali machte… einen sehr neutralen Gesichtsausdruck, was Sina störte. „Hier, das war unsere letzte Erinnerung, wie wir ausgesehen haben: „Illusion: Skyllia“.“ zauberte Sina über ihre Handfläche die fusionierte Dämonin der Zwillinge herbei.
Nun sah man bei Wisali kleine Schweißperlen. „Wisali? Was ist los?“ hakte Sina nun nach, dabei nahm sie besorgt eine Hand von Kyllia. Ihr Lehrer holte ein Taschentuch raus und wischte sich den Schweiß weg.
„Bedaure… das kann ich dir nicht sagen.“ leckte Wisali nervös die Lippen. „WIESO NICHT?!“ wurde Sina nun wütend. „Immer diese Geheimniskrämerei mit dir, was ist bitte mit uns gewesen? DU weißt definitiv etwas!“
Der Gelehrte schaute Sina und Kyllia beide abwechselnd an, dann seufzte er. „Ich… kann euch nur den Hinweis geben, dass ihr in der Bibliothek der Alten in Deymonlia suchen müsst. Doch ob euer Vater dort den Zugang erlaubt, ist mehr als fraglich.“
„Was… soll dieser Ort sein?“ wundert Kyllia sich, doch Wisali schüttelt den Kopf. „Ein Ort, der nicht ohne Gefahr ist. Es gibt Dinge, die sollten für immer verschlossen und besser, vergessen werden.
Einfacher wäre natürlich, wenn man mit dem dunklen Gott spricht. Leider… spricht der Gott mit einem, nicht umgekehrt. Es sei denn, man ist ein Dämonenkönig.“
„Dieser Penner hat sich aber leider immer noch nicht bei mir gemeldet. Mein Fragenkatalog wird immer größer und größer Wisali. Ich dachte, ich könnte mit dir viele Fragen durchgehen, aber du machst immer wieder auf Mr. Mysteriös.
All die Hinweise, Warnungen oder Andeutungen… so sehr ich dich mag, aber das sind wirklich die Momente, wo ich wirklich Hilfe gebrauchen kann. Hat es irgendwie… einen tieferen Grund, dass wir zu etwas… geworden sind, was dir Angst macht? Du wirst nur nervös, wenn es für dich gefährlich wird.“
„Nein… das ist es nicht.“ schüttelt Wisali den Kopf. „Denn was ihr geworden seid, dass kann ich zwar erklären, aber der dunkle Gott wird mich dann vermutlich persönlich töten. Das ist mein Leben, was ich für dieses Wissen investiere Prinzessin Sina.
Ich kann euren Frust wirklich verstehen, doch… bin ich euch eher eine Hilfe, wenn ich am Leben bin oder?“ lächelt Wisali wieder traurig. „Mehr… als Andeutungen, Hinweise und Warnungen bei sehr gefährlichem Wissen kann ich in diesem Falle wirklich nicht geben.“
Sina seufzte sehr schwer und wird von Kyllia umarmt. „Macht dir keinen Kopf darum. Wir haben einen Hinweis bekommen, mit dem wir später die Zukunft gemeinsam angehen können.“ „Müssen wir ja… Ich dachte… wenn wir das Geheimnis über unseren Status lösen könnten, dass wir dann gemeinsam Exos dann richtig tief in den Arsch treten könnten.“ murmelt Sina.
„Der würde uns den Schaden auf uns weiterleiten und DIESES Gefühl vom Arschtritt will ich dann doch nicht kennen.“ grinste Kyllia. „Stimmt.“ legte Sina ihren Kopf den auf ihre Schwester.
„Ich werde euch weiterhin bestmöglich meine Unterstützung anbieten. Wissen, vielleicht… die eine oder andere Information, was bei uns so gerade passiert und ähnliches. Darauf könnt ihr euch bei mir immer noch verlassen.“ merkte Wisali an.
„Ja… wenigsten etwas…“ seufzte Sina. *RUMMS* Erstaunt schaute Wisali zur Seite, wo er einen leicht verärgerten Gesichtsausdruck machte, bis er dann lächelte. Er beugte sich kurz zur Übertragung, wo die Zwillinge sich wunderten, als er die Übertragung so drehte, bis man die Ursache für den Krach sah.
„Huch?!“ staunte Kyllia. Drei Frauen lagen auf dem Boden, die Kyllia sofort erkannte. „Catrya, Aezeli und Isirielle?!“
„Huch?“ staunte Sina auch, als sie weitere Schwestern zu Gesicht bekam.
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