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Kapitel 220

Ich bin wiedergeboren und unerwarteter Besuch?

Am nächsten Tag stand Sina auf und sah Sherry wieder friedlich schlafen. Sie wollte ihr schon ein Haar aus dem Gesicht zur Seite schieben, aber sie ließ es sein. Sie zog ihren schwarzen Stoffanzug an und ging leise in die Küche, wo sie auf Suki trifft.

„Guten Morgen Suki. Ich hoffe… du hast wirklich kein Problem damit nach Batzien zu reisen?“ fragte Sina vorsichtig nach.

„Nein, wirklich nicht. Irgendwann.. wäre es ja sowieso dazu gekommen, dass ich vielleicht nach Batzien reisen muss, aus welchen Gründen das auch sein mag.“ lächelt Suki traurig.

„Du kannst ruhig über alles mit mir reden, hörst du? Ich werde dir zuhören und dich nicht verurteilen, was auch immer… es ist, was an dir lastet. Du bist nicht nur meine Hausdienerin, sondern auch eine sehr wichtige Freundin für mich!“ sagte Sina das sehr ernst zu ihr.

„Danke… aber es ist schon ok.“ lächelt Suki nun aufrichtiger. „Meine Tür steht dir jederzeit offen, wenn dich etwas belastet.“ bot Sina an. „Das ist das mindeste was ich dir anbieten kann, nachdem du so um mich gekämpft hast.“

„Ich werde euer Angebot im Kopf behalten.“ nickte Suki. „Ok? Ich werde eben zur Gilde fliegen, damit ich das mit den Zwillingen geklärt habe. Hoffentlich bin ich früh genug fertig mit dem Gespräch, dass ich zum Frühstück wieder da bin.“ teilte Sina ihr Vorhaben mit.

Suki nickte zur Bestätigung, so ging Sina in den Garten. „Hmm… am besten ich mache mich mal Unsichtbar…“ murmelt Sina und ihr Körper verschwand. Dann flog sie auf die Abenteurergilde zu…

Die Katzenfrau kümmerte sich weiter um die Mahlzeit bis Louis mit seinen zwei Freunden erschien. Sie grüßten Suki und fragten, ob sie helfen können, aber Suki lehnte es dankend ab, die Mahlzeit benötigt noch ihre Zeit.

Die restlichen Hausbewohner wurden nach und nach ebenso wach und fingen an ihren täglichen Morgenritualen nachzugehen. Rubina war nun auch in der Küche und half Suki, so wie die Katzenfrau es dem Drachenmädchen beigebracht hatte.

Suki ist sehr stolz auf die Entwicklung von Rubina, fast wie eine Mutter und Tochter-Beziehung. „Suki, was soll ich jetzt machen?“ fragte Rubina, die nun das Obst gewaschen hat.

„Du kannst schon mal ins Wohnzimmer gehen und den Tisch decken. Wenn du Lust hast, kannst du die anderen ja fragen ob sie helfen wollen und nicht vergessen, bitte und danke zu sagen.“ lächelt Suki. „Ok!“ verschwand Rubina.

Die Hausdienerin schnitt noch ein paar kleine Obstsorten, als sie auf einmal eine unheimliche Aura näher kommen spürte. Suki verhielt sich still und wartete, was als nächstes passiert, denn die anderen müssten die Aura ebenso spüren, als auf einmal an der Haustür geklopft wird.

„Scheiße…“ fluchte Suki. Sie kontrollierte schnell ob die Dolche einsatzbereit waren und ging dann zur Tür. Diese öffnete Suki und vor ihr stand eine stark verhüllte Gestalt, wo Suki nichts erkennen konnte, um wen es sich handelt. Nur der Kopf… wirkte scheinbar sehr breit.

„Wie kann ich euch helfen?“ fragte Suki höflich.

„Das… ist doch das Zuhause von Sina oder?“ fragte eine weibliche Stimme, die Suki unheimlich bekannt vorkam.

„Das ist in der Tat richtig. Diese Villa gehört Lady Sina. Darf ich fragen, mit wem ich spreche?“ kam die Gegenfrage von Suki.

Scheinbar war die Gestalt ziemlich nervös. „Erm… mein Name ist Kyllia und ich würde gerne mit Sina sprechen.“

„Ah… bedaure, aber sie ist momentan außer Haus. Wenn ihr später wiederkommen würdet, ist Lady Sina mit Sicherheit anwesend.“ erklärte Suki.

„Si… sie ist nicht da?! Aber… ich habe sie doch… eh?“ hielt Kyllia einen Gegenstand in der Hand, der sich bewegte.

„Ich wiederhole mich gerne, aber Lady Sina ist außer Haus. Kommt ruhig später wieder, dann wird sie anwesend sein.“

„Aber… ich kann nicht warten! Ich muss dringend mit Sina sprechen!“ war Kyllia nun leicht panisch. Kyllia hat es geschafft die Barriere zu durchqueren und hatte irgendwie das Glück gehabt, Sina schnell zu finden, dank dem erschaffenen Gegenstand, den sie vom Dämonenkönig bekommen hat. Leider war die Welt für Kyllia so fremd, dass sie alles ziemlich nervös aufnimmt.

„Was… auch immer euer dringendes Anliegen ist, aber ich muss euch bitten später wiederzukommen.“ drängte Suki die Dämonin, als hinter den beiden Damen eine weitere unheimlich starke Aura erschien.

Kyllia drehte sich um und Suki widmet ihre Aufmerksamkeit ebenso dem neuen Besucher. Es war eine Frau mit langen weißen Haaren, die eine blaue Lederrüstung trug und die Anzeichen eines Vampirs zeigte.

„Huch? Was macht denn ein Dämon hier?“ wundert sich der Neuankömmling. Suki reagierte erstaunt über diese Aussage und musste nun leicht schwitzen. „Und… wer seid ihr?“ fragte Kyllia unbekümmert.

„Glaube, dass geht einem Dämon wie euch nichts an. Am besten ihr verschwindet wieder, bevor ich euch töte.“ sagte die Frau dies zu Kyllia, dann widmet sie sich Suki zu.

„Mein Name ist Lisa, erste Tochter der Vampirkönigin Layla. Ich habe eine wichtige Botschaft für die Clanführerin Sina.“

„Bitte? Du willst mich töten? Eher solltet ihr wieder in eure Gruft zurückgehen, woher ihr gekommen seid.“ war Kyllia sauer, das man versucht sie einfach zu übergehen.

„Ho? Seid wann habt ihr Dämonen denn gelernt zu kläffen? Tu mir doch wirklich den Gefallen, sonst bereust du diesen Tag.“ provozierte Lisa Kyllia. Sofort entstand zwischen den Frauen eine so heftige Spannung, dass Suki fast unter Strom stand.

„Spricht da etwa die Stimme der Erfahrung? Muss es ja sein, sonst kann ich mir nicht erklären, das ein Blutsauger nur so am bellen ist.“ gießt Kyllia noch Öl ins Feuer.

Eine kleine Zornesader bildete sich auf der Stirn von Lisa. „Ihr wollt wirklich sterben oder?“ knurrte Lisa. „Ich bestimmt nicht, aber ihr schreit ja förmlich danach.“ knurrte Kyllia ebenso.

Lisa zog ein Schwert aus ihrem Inventar und Kyllia hob nur ihre Fäuste hoch. „Erm, wartet!“ wollte Suki sich noch einmischen, aber der Kampf hat schon begonnen. Lisa und Kyllia schlugen gegenseitig mit ihren Waffen, aber so schnell, dass selbst Suki Probleme hatte ihnen zu folgen.

„Allesschneider!“ benutze Lisa ihre Fähigkeit und ein roter Schnitt flog auf Kyllia zu, aber sie schlug ihn mit der Faust einfach zur Seite und er raste dann auf die Villa zu. Ein Teil der oberen Hauswand in der zweiten Etage wurde zerstört.

„Ist das alles was du kannst? Ich hatte mir Vampire irgendwie stärker vorgestellt.“ provozierte Kyllia die Vampirin. Dann setzte die Dämonin ihre „Schockexplosion“ ein, der Lisa auswich und der rote Ball in die Mauer krachte und diese großflächig zerstörte.

Suki hörte, wie alle Gäste angerannt kamen und Sherry die wichtige Frage stellte: „Was ist los Suki?!“

„Eh… wir haben ein sehr großes Problem. Die beiden Frauen wollen… zu Lady Sina und haben angefangen miteinander zu kämpfen.“ versuchte Suki das irgendwie schnell und sachlich zu erklären.

„Und warum trennst du sie nicht?!“ fragte Lara. „Ihr habt doch auch die Aura gespürt oder nicht? Die Frau mit den weißen Haaren soll die erste Tochter einer Vampirkönigin sein und die verhüllte Gestalt ist laut der Vampirin eine Dämonin.“

„Was?! Das ein Vampir hier ist, kann ich noch nachvollziehen, aber ein Dämon? Ob sie aus Vurdinia gekommen ist?“ staunte Mel.

„Auf jeden Fall müssen wir sie sofort trennen, sonst machen sie alles noch kaputt!“ sagte Sherry es in einem sehr ernsten Ton, denn Sherry hatte recht. Beide sind scheinbar gleich stark und setzten ihre Fähigkeiten ohne groß nachzudenken ein. Der Vorgarten sowie die Mauer drumherum sind fast zerstört.

„Ich habe ein Vorschlag. Wir SSS-Abenteurer nehmen uns sie Dämonin vor, während Suki, Sherry, Mel, Lara sowie die Zwillinge die Vampirin. Nea scheint oben noch zu schlafen und… Rubina würde ich aus dem Kampf heraushalten.“ schlug Neia vor.

„Und… wie willst du sie trennen?“ fragte Louis.

„Ich lasse die Dämonin in den Hintergarten teleportieren, aber… so wie die sich fetzen, müssen wir damit rechnen, dass wir ebenso kämpfen müssen.“ erklärte Neia.

„Machen wir das so!“ rannte Christopher schon vor, der Rest folgte ihm.

„Die… Frauen sind beide sehr stark. Ich dachte immer, das Vater stark wäre…“ „Aber die beiden könnten Vater das Leben sehr schwer machen.“ murmeln die Zwillingsvampire.

„Ohje… aber wenigsten kämpfen wir gemeinsam.“ muntert Lara ihre Kampfgefährten auf. „Stimmt, da sollte es ja möglich sein, es auch mit ihr aufnehmen zu können.“ nickte Mel.

„Ok, dann nehmt die Positionen ein, dann teleportiere ich!“ sagte Neia und die Frauen taten dies. Alle zogen ihre Waffen und gingen so nah wie möglich an die Streithähne ran.

Auf einmal verschwand die Dämonin und Lisa schaute verdutzt, als sie die anderen Kämpfer sieht. „Was mischt ihr euch in den Kampf ein?!“ fragte sie wütend.

„Ihr zerstört das Anwesen sowie den Garten von Lady Sina, was glaubst ihr, was passiert, wenn sie das Chaos sieht?“ versuchte Suki die Frau zu beruhigen, aber…

„Niemand nimmt mir meinen Feind weg!“ schrie Lisa wütend und rannte auf Suki zu…

Kyllia wollte gerade nach Lisa schlagen, als sie auf einmal an einem komplett anderem Ort war. Sie schaute verwirrt um sich und sah mehrere Personen, die alle eine Waffe vor ihr hielten.

„Wo… bin ich?“ fragte Kyllia sofort. „Und wo ist die dreckige Zicke?“

„Beruhigt euch. Wir haben euch getrennt, damit ihr aufhört, dass Zuhause von Sina zu zerstören. Wenn sie das Chaos sieht, kennt sie kein Erbarmen!“ erklärte Christopher, der seine Saigabeln hielt.

„Wieso… kommt mir ihre Stimme so bekannt vor?“ wundert sich Melaine.

„Diese dumme Kuh wollte sich einfach vordrängen, glaubt ihr wirklich, dass ich mir das gefallen lassen muss? Wo finde ich sie?!“ wurde Kyllia nun richtig wütend.

„Glaube, reden bringt nichts. Wir müssen sie dazu zwingen, runter zu kommen.“ meinte Thomddir nur, aber Kyllia lachte auf einmal sehr laut.

„Ihr? Bestimmt nicht, da war die Zicke definitiv in meiner Liga!“ knurrte Kyllia. „Eher benehmt ihr euch wie eine Zicke.“ kommentierte Louis dies. Das war scheinbar ein Fehler gewesen, denn Kyllia stand auf einmal vor Louis und schlug mit ihrer Faust nach ihm.

Louis reagierte erstaunt, ließ sich aber im letzten Moment noch fallen, um dem Angriff zu entkommen. Aber Kyllia trat sofort hinterher und Louis flog durch die Kraft der Dämonin ins Wohnzimmer der Villa.

„Louis!“ brüllte Falko und schoss einen Pfeil nach Kyllia. Den Pfeil fing die Dämonin ohne hinzusehen auf und warf ihn sofort nach Falko. Er wollte ausweichen aber der Pfeil erwischte seine linke Schulter und er wird tiefer in den Hintergarten geschleudert.

Brüllend rannte Thomddir mit erhobene Faust auf Kyllia zu und schlug nach ihr, Kyllia schlug ebenso mit ihrer Faust zurück. Man hörte ein sehr lautes Brechen von Knochen, aber nur von Thomddir, der sehr laut brüllte, weil seine Faust sowie sein kompletter Arm gebrochen wurde und nutzlos herunter hing.

„Sagte ich doch, ihr spielt nicht in meiner Liga.“ sagte Kyllia es sehr arrogant und wollte den Zwerg den nächsten Angriff verpassten, als sie auf einmal unter Feuer stand.

Neia hat Louis geheilt, sodass er wieder mitkämpfen kann und war erstaunt, wie die Dämonin bei ihren Freunden aufräumte, so setzte Neia zur Ablenkung die Hülle der Dämonin in Brand. Sie schrie laut auf und rollte sich über den Boden, die Zeit nutze Thomddir um Abstand zu gewinnen.

Irgendwann stand die Frau wieder auf und riss ihren Mantel vom Körper runter, aber was die Abenteurer sahen, verschlug ihnen die Sprache.

Die Dämonin sah exakt genauso aus wie Sina, nur trug sie Widderhörner auf dem Kopf, hatte normale Flügel sowie einen Schwanz und eine einfache Lederrüstung.

„ … Sina?!“

Kapitel 219

Ich bin wiedergeboren und das Turnier der Tiermenschen?

„Nur raus damit, es gibt keine dummen Vorschläge, denn sie sind meistens immer noch besser als keine Vorschläge.“ lächelt Sina Melaine an.

„In… ein paar Monaten findet in Batzien das… tausendjährige Kampfturnier statt. Dort werden alle Tiermenschen auf der Welt erscheinen und in Gruppen sich gegenseitig bekämpfen. Es hört sich am Anfang interessant an, aber… dort können wirklich nur die stärksten Kämpfer der Welt teilnehmen.“ Melaine

„Aber… nur du und Suki sind doch Tiermenschen?“ Sherry

„Das stimmt, aber die Regeln… so viele und komplizierte es auch gibt, solange in der Gruppe mindesten ein Tiermensch vorhanden ist, ist es egal wer noch daran teilnimmt.“ Melaine.

„Hmm? Das hört sich interessant an, kannst du ein bisschen mehr über den Aufbau des Turniers und der Gruppe erklären?“ Louis

„Gerne. Also die Gruppe besteht aus sechs Leuten und kann maximal drei Ersatzkämpfer mitnehmen, also insgesamt neun Kämpfer. Aber es müssen mindestens sechs Kämpfer in der Gruppe sein, um am Turnier teilnehmen zu können.

Nun zum Turnier selber… Am Anfang wird die Gruppenstärke festgestellt und je höher die Zahl am Ende wird, desto wahrscheinlicher ist es das man am Turnier teilnehmen kann. Dies hat man eingeführt, um die ganzen Schwächlinge direkt am Anfang auszusortieren.

Sobald die Anmeldungen vorbei sind, wird per Losverfahren gezogen, wer gegen wen kämpfen wird, so ähnlich wie wir uns duelliert haben, aber nun kommt das eigentliche Problem.

Jeder Kampf hat immer neue Regeln. Wenn am Anfang Gruppe A gegen B mit folgenden Regeln gekämpft hat, werden in der nächsten Runde andere Regeln stattfinden. Es hat keinen Sinn die hier auszulisten, weil auch diese Regeln per Losverfahren gezogen werden.

Tja… warum ich das Vorschlage ist, dass man im Turnier töten kann und wir wissen, je stärker der Gegner ist, desto mehr Exp bekommt man. Aber man erhält mehr… Ehre bei den Tiermenschen und weiteres, wenn man den Gegner am Leben lässt. Nur woran ich mehr interessiert bin sind die legendären Gegenstände, die man als Gewinner bekommen kann.

Ich… weiß nicht woher und wie die Veranstalter an diese Gegenstände kommen, es kann alles mögliche sein wie eine ähnliche Waffe wie Sherry oder Sina sie haben, oder Zauberbücher, die so einzigartig sind, dass man noch nie von diesem Zauber gehört hat.

Der Vorteil ist beim Turnier ist auch, dass wir auch unsere Fähigkeiten vielleicht steigern können, wenn wir gegen die anderen starken Duellanten kämpfen würden.“ erklärte Melaine und Suki nickte bei der Erklärung.

„Ich muss euch aber warnen, dass dort wirklich die besten Kämpfer der Welt erscheinen werden. Wir sind die offiziell stärksten Abenteurer, aber ich will nicht wissen, wie viele inoffizielle Kämpfer es gibt, die sich vermutlich ebenso mit uns messen können. Da wäre auch der Behemoth-Clan.

Mir wurde beigebracht, dass sie die stärksten Tiermenschen auf der Welt sind. Sie sind auch in der Lage zu zaubern und wenn die Gerüchte stimmen, sollen sie auch in der Lage sein, es mit Götterbestien aufnehmen zu können.

Was ich aber bestätigen kann, dass ihre Stärke real ist. Es ist ein sehr kleiner, zurückgezogener Clan, aber wenn es um Stärke geht, spricht man immer nur von ihnen.“ Melaine

„Also… wenn ich ehrlich bin, habe ich schon ein großes Interesse an diesem Turnier. Wie schaut es bei euch aus?“ Sina

Melaine, Louis, Falko, Christopher, Neia und Thomddir schauten sich alle gegenseitig und lange an, als Louis den ersten Schritt machte und die Hand zur Bestätigung hoch hob. Dann folgte Thomddir, bis auch der Rest nachkam.

„Ok! Dann schlage ich folgendes vor: Ich werde das Ersatzmitglied unserer Gruppe sein, denn ihr sollt euch Stärke aneignen. Es sei denn, jemand vom Behemoth-Clan hat eine Stärke, dass ich ihn selber bekämpfen will. Ansonsten soll Melaine unsere Gruppe anführen.“ Sina

„Ich?!“ Melaine

„Ja du. Du weißt wo der Ort ist und wie man dort hinkommt und kennst die Regeln, Etikette und was auch immer für Probleme da auf uns zu kommen werden. Es würde mich nicht wundern, wenn es bei dem Turnier auch dreckig zugehen wird. Suki hat mir beigebracht, dass die Hyänen sehr verdorben sein sollen und die werden vermutlich ebenso teilnehmen.“ Sina

„Wenn… ihr mir das zutraut?“ murmelt Melaine, als Thomddir eine Hand auf ihre Schulter legt. „Und wie ich dir das zutraue.“ zwinkert der Zwerg. Melaine wurde rot im Gesicht und nickte. „Ok… ich mache es. Wir haben noch ein bisschen Zeit bis es soweit ist, aber bis dahin… werde ich das alles schon organisieren.“

Die SSS-Abenteurer bedanken sich bei Melaine, während Sina langsam ihre Augen von einer Freundin zur anderen Freundin wandern ließ. Die haben es natürlich gemerkt und fingen an zu schwitzen, als sie das schwarze lächelnde Gesicht von Sina sahen.

„Wisst ihr… ich habe da so eine tolle Idee…“ fing Sina an als Tio, Mio, Mel und Lara aus dem Wohnzimmer raus rannten.

„Huch?“ wundert sich Nea, denn sie war tatsächlich ahnungslos sowie auch Rubina, die es irgendwie komisch fand und leise kichert.

„Einen Moment, ich muss die Damen einfangen…“ lachte Sina laut…

Einige Zeit kam Sina mit den Flüchtlingen zurück, die alle miteinander gefesselt waren und nicht mal in der Lage waren zu sprechen.

„Eh… was hast du vor Sina?“ fragte Sherry vorsichtig, auch wenn sie ahnte, was Sina vorhat.

„Du, Nea, Rubina, und diese vier hier werden ebenso teilnehmen. Eure Gruppe wird dann Suki führen.“ grinste Sina. Die Flüchtlinge wehrten sich sehr heftig, scheinbar hielt das Seil ihren Kräften stand.

Aber scheinbar war Suki überhaupt nicht begeistert von Sinas Idee. „Muss… ich wirklich mitkommen nach Batzien?“

„Ich kenne keinen anderen vertrauenswürdigen Tiermenschen. Bevor du damit argumentierst, dass keiner im Haus ist, werde ich Edwin das überlassen, dass dem Haus nichts fehlt.“ erklärt Sina.

„Ohne dich können die Damen nicht am Turnier teilnehmen und ich denke, es ist wirklich eine gute Sache, wenn ihr ebenso alle mitmachen würdet.

Ich werde mit dem Gildenmeister sprechen, dass Tio und Mio solange frei bekommen und wegen Transportmöglichkeiten für Nea werde ich mir schon was einfallen lassen. Ich denke, dass ist wirklich eine sehr gute Sache für euch.“

„Wenn… ihr das von mir wünscht, werde ich mich eurem Wunsch beugen.“ sagte Suki, aber das ist für Sina das erste Mal, dass Suki sich so todtraurig anhörte.

„Gibt es… etwas was ich wissen muss?“ hakte Sina nach, aber Suki schüttelt den Kopf. Melaine starrte die Katzenfrau an, kannte aber die Warnung von Suki.

„Nein, ich werde mich der Gruppe anschließen, damit sie zumindest am Turnier teilnehmen kann. Ansonsten werde ich auf der Ersatzbank sitzen.“ sagte Suki nur.

„Hmm… wenn du das für richtig hältst? Du bist die Anführerin der Gruppe, weil du scheinbar das gleiche Wissen hast wie Melaine.“ akzeptierte Sina die momentane Situation.

„Soo… nun zu euch. Ihr könnt mir nicht entkommen, egal wo ihr euch versteckt auf der Welt. Akzeptiert es einfach, dass ihr auch teilnehmen werdet. Ansonsten… lasse ich mir was… „lustiges“ einfallen, solltet ihr euch weigern mitzumachen.“ lächelt Sina vor den Flüchtlingen.

Man sah ihre Verzweiflung den Gesichtern an und Sherry war froh, dass sie nicht in ihrer Situation war. Ihr schauderte es, als Sina das „lustiges“ so betonte.

„Ich glaube sie haben verstanden, dass sie keine Wahlmöglichkeit haben.“ versuchte Sherry zu vermitteln, dabei musste sie ihre Augen verdecken, als die vier Frauen sie anstrahlten.

„Na… ich glaube nicht. Ich rieche es an ihnen, dass sie wieder wegrennen wollen… Hmm… was kann ich nur tun, damit sie mitmachen…“ grübelt Sina laut und man sah, wie der Dämon bei Sina durchkam.

„Komm schon Sina, sie haben verstanden was du willst, du brauchst ihnen nicht noch mehr Angst machen.“ wurde Sherry ein bisschen ernster.

„Ok ok… werdet ihr brav mitmachen oder nicht?“ fragte Sina nun Tio, Mio, Lara und Mel. Sie waren fast den Tränen nah, haben aber scheinbar keinen Willen mehr und schienen ihr Schicksal zu akzeptieren und nickten.

Sina löste die Fesseln von ihnen, sie waren sehr sehr schweigsam… „Womit haben wir das verdient…“ meldet sich Lara.

„Betrachte es doch nicht als Strafe, sondern als eine neue Erfahrung.“ muntert Sina ihre Schwester auf, aber Lara´s Blick sagte was anderes.

„Stellt euch einfach mal vor, wie es ist bis zum Finale zu kommen. Ihr werdet Ruhm und Ehre erlangen und solltet ihr vielleicht sogar gewinnen, bekommt ihr die legendären Gegenstände statt wir.“ schmeichelt Sina sie nun ein bisschen ein.

„Bleib realistisch Sina. Wenn du mit deiner Gruppe teilnimmst, müssen wir damit rechnen, irgendwann gegen euch zu kämpfen.“ wandte Mel ein.

„Ich bin ebenso auf der Ersatzbank, von daher müsst ihr gegen die SSS-Abenteurer kämpfen, also… nüchtern betrachtet, so unmöglich wird ein Sieg nicht sein. Es ist davon abhängig wie Suki vorgeht und wie ihr kämpft.“ war Sina ehrlich.

„Ho? Das wäre ja ein interessanter Kampf, dabei wollten Falko und ich Sherry zu einem Duell herausfordern, nachdem wir gehört haben, wie sie die Meteore bearbeitet hat.“ informierte Thomddir die anderen.

„Eh?! Wieso gegen mich?“ staunte Sherry, aber Falko stimmte dem Zwerg zu. „Weil du viel stärker geworden bist, seit wir uns getrennt haben. Manchmal braucht man gewisse Rivalen um stärker zu werden und warum auch nicht? Das fördert unsere Kampfkunst.“

„Scheinbar sind meine Kollegen ziemlich heiß nach dir Sherry.“ grinste Sina und Sherry rollte ihre Augen, ein ungewohntes Bild mit dem jungen Gesicht.

„Ich finde es sehr gut, dass ihr auch an dem Turnier teilnehmt. Vielleicht hat Mel ja die Chance gegen Christopher zu kämpfen.“ merkte Neia an, weil sie das Verhalten von Christopher ebenso mitbekommen hat.

„Hmm… das wäre natürlich interessant.“ murmelt Mel bei dem Gedanken, aber Christopher wirkte dagegen nicht so glücklich. „Finde ich auch.“ füge Falko hinzu.

„Dann wäre es ja alles geklärt. Melaine wird alles für uns organisieren und mir sagen, was sie benötigt, damit ich es in die Wege leiten kann. Aber lass dir nicht zu viel Zeit.“ nickte Sina zufrieden.

„Nachdem Turnier werde ich mich dann um Glacia kümmern und mein Leben Christopher anvertrauen, der das Projekt organisieren wird. Auch hier, wenn du irgendwas benötigst, womit ich helfen kann, einfach Bescheid geben.

Sherry und ich werden in den nächsten Tage diesen Magier aufsuchen, damit ich schon mal ein paar Informationen sammeln kann. Ich freue mich schon darauf wieder zu fliegen!“ lächelt Sina

„Und ich erst!“ grinste Sherry ebenso.

Kapitel 218

Ich bin wiedergeboren und die Zukunftspläne

„Soo… dann wollen wir mal über die Zukunft sprechen.“ sagte Sina zu allen anwesenden Personen: Alle SSS-Abenteurer sowie die Bewohner der Monstervilla.

„Ich habe allen Götterbestien den Krieg erklärt und aufgrund des Berichtshefts aus Tuzato müssen wir ein bisschen organisieren. Ma Shi baut ein Expertenteam von Monsterforschern zusammen, aber bis dahin können wir unsere eigenen Überlegungen anstellen.“

„Kannst du uns ein bisschen über die verbannten Götterbestien aufklären?“ fragte Falko und Sina nickte. Sie holt aus dem Nebenraum die Tafel und fing an ihr Wissen aufzuschreiben.

„Fangen wir mit Exos dem Magiertyrannen an. Er ist der Anführer dieser Gruppe und hat es sich auf die Fahne geschrieben die Welt nach seinen Vorstellungen umzugestalten. Dazu müssten aber alle Bewohner der Welt sterben. Diese Götterbestie beherrscht alle Magiearten die existieren und er kann sie ohne Zaubersprüche direkt benutzen. Dabei war er auch in der Lage, die Elemente der Zauber zu ändern.“ Sina

„Das würde mich brennend interessieren, wie er das macht. Seitdem du von dem Kampf gegen ihn zurückgekommen bist, geht mir die eine Sache nicht mehr aus dem Kopf. Aber leider habe ich nicht den blassesten Schimmer, wie das funktionieren soll.“ Neia

„Da kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen, irgendwie wirkte es, als wären mehrere Zauber kombiniert worden, damit es funktioniert.

Als nächstes kommt Aort die Leere. Anhand seines Beinamens würde ich stark darauf tippen, dass es eine Götterbestie ist, dessen Element die Leere ist. Bisher… bin ich mit diesem Zauber glaube ich nur einmal konfrontiert worden, was mich aber nicht sonderlich beeindruckt hat.

Ja bevor ihr es alle sagt, ich habe eine Resistenz dagegen. Die Magier haben irgendeinen Zauber benutzt die als eine Art Waffe auf mich eingeschlagen hat, mehr weiß ich nicht. Aber Sherry hat mir erzählt wie sie die Hauptstadt vor den Meteoren beschützt hat, weswegen ich am überlegen bin…

Das Aort vermutlich einer der schwierigen Götterbestien sein wird. Wenn man keinen Schaden an ihm ausrichten kann, wird er alles einfach verschlingen.“ Sina

„Das klingt einleuchtend, aber trotzdem muss es eine Möglichkeit geben, ihn zu verletzten.“ Louis

„Vielleicht sollten wir mit jemanden reden, der wirklich ein Spezialist für Leeren-Magie ist. Nichts gegen dich Neia, aber die Zauber kennen und benutzten ist eine Sache, aber eine andere, wenn es um tiefere Informationen geht.“ Sina

„Da kenne ich sogar jemanden, ein ziemlich schräger Magier. Aber ich kenne keinen anderen menschlichen Magier, der sich mit Leere so gut auskennt wie er. Er heißt Dr. Ruin und ist einer der Lehrer in der Magierakademie in der Stadt Oxcrest.

Diese Magierakademie ist die einzige Magierschule auf der Welt und ist daher ziemlich bekannt. Ich würde dir daher empfehlen, sie aufzusuchen und nach dem Doktor zu fragen. Am besten nimmst du auch Sherry mit, dann kann sie vielleicht das eine oder andere von ihm lernen, aber… lass mich dich warnen… er hat leicht eine Schraube locker.“ Neia.

„Eh… wenn du das schon sagst? Ok, dann schreibe ich das mal auf…

Als nächstes haben wir Luceras, Beschützer des Lichts. Vermutlich ist es die Götterbestie, dessen Gefängnis in der Sonne ist. Ich muss sagen, dass die Lichtmagie eine gefährliche Sache ist, vor allem haben nicht wirklich viele Wesen dagegen eine Resistenz. Dabei muss ich aber anmerken, dass ich nicht weiß, wie alle Götterbestien aussehen außer Exos.

Iglis, Herrscher des Eises. Für mich klingt es ziemlich einleuchtend, wenn sein Gefängnis in Snolonien liegt und wir haben alle zur genüge erlebt, wie gefährlich Eismagie ist. Aber von diesem Kontinent weiß ich nicht viel.“ Sina

„Das komplette Gegenteil von Vurdinia, hat aber doch einige Zivilisationen. Snolonien ist berüchtigt für seine speziellen Monster, die sogenannten „Yetis“. Wenn ich sie beschreiben müsste, wirken sie wie Menschen, aber viel größer und tragen ein sehr dickes Fell. Das schlimme an ihnen ist aber ihre unheimliche Kraft. Gerüchten zu folge sind sie sogar in der Lage primitive Dörfer aufzubauen. Das wäre dann in Gebieten, wo keiner reist, weil es einfach zu kalt und zu tödlich ist.“ Thomddir

„Aber es herrschen da auch andere Gefahren, vor allem durch die Natur. Die Nächte sind länger als die Tage und nicht selten wird man von Schneestürmen erschlagen. Der größte Feind ist daher die ewige Kälte.“ Christopher

„Ich war nur einmal dort, aber… sobald man auf diesem Kontinent angekommen ist… hat man das Gefühl nur noch beobachtet zu werden. Die Bewohner dort haben sich irgendwie daran gewöhnt aber… man sollte nicht alleine dort reisen, sonst kann man schnell wahnsinnig werden.“ Lara

„Wegen der Kälte wird es vermutlich auch Probleme geben, dort zu fliegen. Aber… wenn du die Macht des Feuers hast, kannst du ja deine Feueraura einfach anlassen.“ Neia

„Klingt nach einer guten Idee, aber ich werde nicht nach dem Gefängnis von Iglis suchen. Wo denn auch? Es gibt keine Hinweise dazu.

Cerau, das Unwetter. Vermutlich eine Götterbestie, die Fusionsmagie nutzen kann. Sind wir mal ehrlich, Blitze und ähnliches sind verdammt starke Zauber. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass er die ähnliche Magie oder Elemente benutzen kann wie Winda.

Weiter geht es mit Vitalos, Wächter des Lebens. Ich habe… keine Ahnung ob er Körpermagie nutzt. Ansonsten steht nichts im Bericht, was sein Element sein soll. Leider finde ich es irgendwie ironisch, dass so einer Exos Sache unterstützt.“ Sina

„Was ist eigentlich Körpermagie?“ Sherry

„Hmm… im Grunde ist das nicht wirklich eine Magie, sondern eher eine Fähigkeit, zumindest meiner Meinung nach. Man kann sich damit selber verzaubern um für eine gewisse Zeit schneller oder stärker zu sein. Es ist aber auch möglich damit seinen Gegner zu schwächen, wobei ich finde, dass Dunkelheit effektiver ist.“ Neia

„Zuletzt haben wir nun Cimmeris der Schattenfresser. Jeder von uns kennt die Geschichte, wo eine beschworene Heldin mit Hilfe einer Dämonin ihn bekämpfte. Man hat immer geglaubt, dass er getötet wurde, aber laut diesem Bericht ist er einfach nur verschwunden. Jeder erinnert sich noch an die Behauptung von Jasper, dass man es definitiv mitbekommen hätte, wenn er getötet worden wäre. Was aber nicht der Fall war. Mit dem Tod von Tierra und der gekommenen Anzeige, die seinen Tod verkündet hat, müssen wir Jasper in dem Fall recht geben.

Dummerweise… habe ich keinen Schimmer, welches Element er kann. Mein erster Gedanke war, dass es vielleicht Dunkelheit sein könnte. Aber gibt es Magie, was man mit Schatten machen könnte?“ Sina

„Mir sind zumindest keine Zauber in der Kategorie Dunkelheit bekannt, wo man mit Schatten arbeitet.“ Neia

„Das sind die verbannten Götter, die unsere Welt mehr oder weniger gezielt zerstören wollen. Exos ist draußen, aber scheinbar verhält er sich ziemlich ruhig.

Laut des Berichts gibt es zwei Götterbestien auf Dunkon, dessen Aufgabe es ist, die stärksten Monster unter Kontrolle zu halten. Leider haben die keine Namen, so wird man es nur feststellen, wenn man vor Ort ist. Justus hatte scheinbar gegen sie gekämpft, zumindest hat er es behauptet. Er musste aber vor ihnen mehr oder weniger flüchten, weil er nicht die „richtige“ Waffe dabei hatte, wie man es auch immer verstehen soll.“ Sina

„Hm… lass mich raten, du stellst Überlegungen an, irgendwann Dunkon aufzusuchen oder?“ Christopher

„Das ist richtig, aber lass uns erst noch die restlichen Götterbestien besprechen. Winda, Glacia und Dogma.

Wir kennen die Aufträge zu ihnen, aber wirklich viele Informationen hat man über sie nicht, aber ich kann zumindest meine Behauptung aufschreiben.

Dogma könnte vielleicht ebenso auf Dunkon sein. Zumindest klingt es einleuchtend, weil man ihn nirgends auf der Welt gefunden hat. Deymonlia hat keine Götterbestien auf dem Kontinent, weswegen ich es sicher ausschließen kann. Er soll aber scheinbar dem Element Dunkelheit angehören und Exos hatte mir schon einen Vorgeschmack gegeben, wie stark dieser Zauber sein kann. Leider ist der Aufenthaltsort unbekannt.

Winda, ein Flugmonster das wie Titanus überall auf der Welt herumfliegt und nur zur Nahrungssuche vom Himmel runter kommt. Aber es gibt Gerüchte, dass sie ein Nest haben muss, denn selbst legendäre Monster müssen irgendwann mal eine Pause machen. Nur wo soll ich nach der entsprechenden Himmelsinsel suchen?

Weswegen wir jetzt zur letzten Götterbestie kommen. Glacia und mein nächstes Ziel, das ich angehen werde. Solange sie lebt, brauche ich über Expeditionen nach Dunkon nicht nachzudenken.“ Sina

„Da werde ich dir zur Seite stehen. Du bekommst natürlich die Ringe ausgehändigt, so wie ich es dir versprochen habe.“ Christopher

„Darf… ich den Grund erfahren, warum du bei dieser Götterbestie dabei sein willst?“ fragte Sina und man sah, dass es Christopher schwer fällt, darüber zu reden, als er zu einem Entschluss kam.

„Ich… hatte eine kleine Schwester gehabt. Falko und Louis kannten sie noch, sie benahm sich aber eher wie eine große Schwester. Nichtsdestotrotz war ich unheimlich stolz auf sie gewesen, wie sie auf ihre Art und Weise das Leben meisterte.

Ihr größter Wunsch war immer gewesen, die Welt zu bereisen, aber als normale Person. Sie lebte von dem was die Natur gab und nahm sich nur was nötig war. Sie hat mir ihre Reiseziele gezeigt und wollte als erstes in See stechen, damit sie… den Duft der Freiheit riechen konnte.

Ich habe sie ein bisschen mit Geld unterstützt, denn eine Schiffsreise ist nicht gerade billig. Aber egal, ich wollte ihr diesen Wunsch erfüllen. Am Tag des Abschieds habe ich zugeschaut, wie sie aufs Schiff ging und wir haben… die ganze Zeit noch gewunken, bis das Schiff außer Sicht war…

Bis ich einige Zeit später erfuhr… das dieses Schiff von Glacia angegriffen wurde. Für mich ist… mehr oder weniger eine Welt zerbrochen. Unsere Eltern sind früh verschieden worden und… meine Lebenseinstellung war, dass ich sehr selten zu Hause war, aber meine Schwester hat es akzeptiert.

Ich habe mir an dem Tag geschworen, sollte es eine Möglichkeit geben, irgendwie Glacia zu töten, dann werde ich die Gelegenheit wahrnehmen. Diese Möglichkeit seid ihr Sina. Deswegen werde ich euch im Kampf mit allem Unterstützen, was ihr gegen dieses Monster braucht.“ Christopher

„Danke. Es ehrt mich wirklich, dass du mich… uns in dein Geheimnis eingeweiht hast und es trotz der Wunde erzählt hast.“ Sina

„Irgendwann hätte ich es gesagt, denn man… kann sich schon denken, dass ich sauer auf Glacia bin.“ Christopher

„Dann würde ich auch vorschlagen, dass du die Organisation übernimmst, denn ich habe keine Ahnung über das Verhalten von Glacia noch kenne ich die richtigen Leute beziehungsweise die Kapitäne die aufs Meer raus segeln würden um gezielt nach Glacia zu suchen.“ Sina

„Das kann ich machen und ja, ich kenne sogar einige Kapitäne, die vermutlich sogar ihr Schiff in den Hauptkörper von Glacia rammen würden. Aber… ich muss dir was anderes sagen.“ Christopher

„Und das wäre? Ihr hattet alle gestern ein sehr nachdenklichen Eindruck gemacht oder?“ Sina

„Ja. Während deiner Abwesenheit haben wir nochmal alle unter uns gesprochen und… sind uns mehr oder weniger einig, dass wir mit unserer aktuellen Stärke dir im Kampf keine große Hilfe sein werden. Die Götterbestien sind einfach eine Liga für sich und um gegen sie mithalten zu können, müssen wir alle stärker werden.“ Christopher

„Hmm, gibt es denn irgendwelche Vorschläge? Lara und Mel sind durch meine Reise ziemlich stark geworden, indem sie einfach alles umgebracht haben, was ihnen über den Weg kam.“ fragte Sina in die Runde, aber alle waren sehr schweigsam.

„ … Vielleicht hätte ich einen Vorschlag.“ meldet sich Melaine.

Kapitel 217

Ich bin wiedergeboren und Tierra´s Leichnam?

Tatsächlich hat das Sina doch stärker mitgenommen, als man es angenommen hat. Die Schuldgefühle sowie die Absage einer Hochzeit, zusätzlich die Vorstellung das Sherry gegen ihren Vater kämpfen würde, war dann doch scheinbar zu viel für Sina gewesen.

Sherry kümmerte sich in dieser Zeit liebevoll um Sina und erzählte ihr Abenteuer. Was sie auf ihrer Reise zu Emilia erlebt hatte, nämlich das sie fast ununterbrochen von irgendwelchen starken Monstern angegriffen wurde und unterwegs die Helden Davino und Miyu getroffen hat.

Das sie einen Gefallen für Emilia umsetzte, dafür aber sehr viele Zauberbücher bekam. „Glaube, die Kleine nimmt sich aber einiges raus, wenn sie so einen Gefallen von dir fordert.“ murmelt Sina, als sie erfuhr, das Sherry gegen die Helden kämpfen sollte.

„Daran bist du aber schuld, immerhin hast du sie ja mehr oder weniger in dieser Richtung erzogen!“ nahm Sherry Emilia sofort in Schutz.

Dann, als der König aus Efrana sich gemeldet hat und um Unterstützung von Sherry bat, weil scheinbar die Helden… miteinander Probleme hatten. Am Anfang hat Sherry dies abgelehnt, aber irgendwie hat der König mitbekommen, dass sie Zauberbücher suchte und hat ihr welche angeboten, was sie am Ende dann auch annahm.

„Ich hatte noch nie jemanden ausgebildet oder so und dann direkt die beschworenen Helden? Meine Gier wurde mir scheinbar zum Verhängnis, also hatte ich ein paar Ideen gehabt, aber… nachdem ich alle Helden kennengelernt habe…

Da war überhaupt keine Verbundenheit als Gruppe zu arbeiten. Ich hatte keine Ahnung was genau passierte, aber scheinbar war Davino irgendwie die treibende Kraft dahinter. Also habe ich sie mehr oder weniger dazu gezwungen, dass sie miteinander arbeiten müssen und mich besiegen sollen.

Solange das nicht der Fall war, bekamen sie immer weniger zu essen und am Ende mussten sie im Pferdestall schlafen, so wie ich es ihnen angedroht habe. Irgendwann… hat es scheinbar bei ihnen „Klick“ gemacht und dann wurde es besser.“

Dann erzählte Sherry, dass sie die Hauptstadt vor den Meteoren mit ihrer neuen Leeren-Magie beschützt hat. Durch den teuren Einsatz der Zauber war sie am Ende bewusstlos geworden. Sherry dachte zuerst, dass sie es Sina verschweigen sollte, aber Sina hätte es dann doch irgendwann erfahren.

„Du weißt, warum ich es dir sage?“ fragte Sherry sofort und Sina nickte. „Du willst nicht, dass ich es von anderen erfahre und es soll mich aufmuntern, dass du wieder stärker geworden bist.“ lächelt Sina.

„Ich habe mich schnell erholt und bin dann direkt nach Fanfoss gereist, damit ich dich hier empfangen kann, Sina die Chaosbringerin. Kaum bist du da, herrscht wieder das gewohnte Chaos.“ grinste Sherry ihre Geliebte an.

„Sorry… wollte ich nicht.“

„Als ob du es bewusst machst… also eigentlich bei einigen Sachen schon, aber der Rest ist unbewusst. Ich… bleibe nun eine ewig Jugendliche, ok, aber… irgendwie… wurde mir bei der Vorstellung, mit dir immer und ewig zu leben, in deine Nähe zu sein und weitere Abenteuer zu erleben, sehr warm ums Herz. Was glaubst du, wie der Gildemeister reagiert hat, als er mich gesehen hat? Ihm wären beinahe die Augen raus gefallen.“ kichert Sherry wieder.

„Kann ich mir irgendwie bildlich vorstellen. Ich fürchte, dass er irgendwann einen Herzinfarkt bekommt.“ grunzte Sina bei dem Bericht von Sherry.

„Ich weiß das es dir leid tut, aber… verzeih dir auch selber ok? Das Mädchen… Asmaa hat das bestimmt nicht böse gemeint, sondern wollte vermutlich verhindern, dass du so leiden wirst wie sie.“

„Wenn ich sie wieder finden sollte, werde ich sie trotzdem übers Knie legen!“

„Solange es dabei bleibt, habe ich nichts dagegen. Aber… scheinbar habe ich dir mit… der Hochzeit auch ziemlich wehgetan oder?“

„Nein… denn du wusstest es ja nicht.“

„Aber du warst sehr nahe dran zu glauben, dass ich mich von dir trennen würde oder? Streite es nicht ab, ich habe es in deinen Augen gesehen. Für eine so starke Person bist du doch sehr zerbrechlich… aber das kann ich wenigstens beschützen.“ streichelt Sherry Sina an der Wange.

„Weißt du wovor… ich richtig Angst habe?“

„Lass mich raten, es hat was mit mir zu tun?“

„Ja… das… wenn du stirbst, dass ich Amok laufe auf der Welt. Davor habe ich wirklich Angst. Mit den Kräften… die ich von Tierra bekommen habe? Wer soll mich denn aufhalten, wenn du nicht da bist?“

„Dann muss du mich einfach nur besser beschützen, DAMIT es nicht passiert. Aber ich kann mich auch wehren. Weißt du, das Wasser hat irgendwie all meine Werte fast verdoppelt. Keine Ahnung ob es ein Nebeneffekt ist, aber… vielleicht liegt es auch daran, weil ich eine Kämpferin bin.

Laut deiner Erzählung war Asmaa nur eine einfache Wächterin ohne… Kampferfahrung oder? Zumindest Christopher vermutet das, als er mich gefragt hat, ob neben meinem Aussehen sich noch was geändert hat. Übrigens bist du Schuld, dass ich nun alle meine Klamotten anpassen muss.“

„Ah… ich habe dir noch ein paar weitere Geschenke mitgebracht. Stoffe aus Vurdinia, ich dachte damit könnte ich dich glücklich machen.“

„Aww… natürlich werde ich glücklich, wenn es um Stoffe geht. Weißt du… ich habe mich entschlossen doch ein Zimmer im Keller zu nehmen. Langsam… habe ich ein Problem, wo ich die Stoffe unterbringen soll und will bei dir ins Zimmer einziehen.“ verkündet Sherry die nächste Tat.

„Oh Sherry, das macht mich nun glücklich.“ ging es Sina scheinbar merklich besser.

Es vergingen fast zwei Tage, bis Sina endlich wieder aus ihrem Zimmer herauskam. Sie entschuldigte sich bei ihren Freunden und bedankte sich, dass sie ihr die Zeit gegeben haben.

„Ah, ich habe eine Nachricht von Brandrulim bekommen, dass du jederzeit zu ihm kommen kannst.“ erzählt Suki.

„Dann erledige ich das zuerst, damit ich eine Arbeit weniger habe.“ nickte Sina. Sie trug wieder einen komplett schwarzen Stoffanzug.

„Warte… du willst Tierra rausholen oder?“ fragte sofort Melaine und Sina nickte. „Dann will ich dabei sein!“

Das Ende vom Lied, alle SSS-Abenteurer haben Sina und Sherry zur Schmiede begleitet. Mel und Lara wollten nicht, denn sie wussten wie Tierra aussah und Suki wollte es mit den anderen später nachholen.

Es war aber sehr voll vor der Schmiede gewesen. Sina musste sich fast zur Schmiede durch quetschen und nochmal drinnen durchkämpfen, bis sie endlich an Brandrulim ran kam.

„Ah Lady Sina! Schön euch zu sehen!“ freute sich der Zwerg. „Sag mal… sind das alles deine Leute oder wie?“ war Sina genervt.

„Ich habe euch doch versprochen, dass ich das organisieren werde. Deine Freundinnen sind auch da?“

„Sie haben mir ihre Monster mit gegeben, damit es einfacher ist, dies mit dir zu organisieren.“

Es dauerte tatsächlich einige Zeit, bis alle endlich außerhalb der Stadt waren. Scheinbar hat es sich herumgesprochen, dass Sina eine tote Götterbestie vor die Stadt legen will. Die Stadtmauern sind voller Wachen, aber auch andere Zuschauer. Die Abenteurer waren schon außerhalb der Stadt.

„Puh, eigentlich müsste ich dafür Geld verlangen, dass jeder es sich anschauen will.“ dachte Sina bei dem Chaos. Die durch Exos zerstörte Landschaft hat wieder Farbe angenommen, zumindest wuchsen überall Wiese und Blumen.

„Soo! Hier kannst du Tierra ablegen.“ sagte Brandrulim und Sina nickte. Mit etwas größeren Abstand holte Sina dann den Kadaver aus ihrem Inventar heraus. Er krachte auf den Boden und verursachte doch ein sehr spürbares Beben in der Stadt.

Aber ansonsten, sah Sina überall nur Respekt in den Augen, das so was gigantisches besiegt werden konnte. Tierra war gigantisch, einige würden meinen, größer als die Stadt Fanfoss, aber etwas fiel Sina auf.

„Hm… er ist fast grau geworden. Er hatte in meinem Kampf alles nur rötliche sowie gelbliche Farben gehabt.“ beobachtet Sina ihren toten Gegner und rieb sich unbewusst an der Glasmurmel.

„Unfassbar… wirklich. Ich finde keine Worte noch kann ich mir den Kampf vorstellen Lady Sina.“ fand Brandrulim seine Worte wieder und scheuchte dann seine Leute zur Arbeit.

„Gegen den da hast du gekämpft Sina? Ich… weiß überhaupt nicht, wie du es geschafft hast, ihn zu töten, obwohl du es uns gezeigt hast.“ stand Sherry auf einmal neben Sina. Die meisten Bewohner und Abenteurer haben die Veränderung von Sherry noch nicht bemerkt, aber es wird nicht lange dauern, bis die ersten Gerüchte sich verbreiten, dass Sherry jünger wirkt.

„Ehrlich? Wenn ich ihn so vor mir liegen sehe… glaube ich es auch nicht und doch… hatte ich in seinen Augen Anerkennung gesehen, mich als Gegner zu respektieren.“ murmelt Sina.

Brandrulim ging mit mehreren Trupps an die anderen Stellen und Sina legte dann die restlichen Monster aus dem Inventar, das an manchen Stellen zu Hügeln wurde. „Ach du Schreck, habt ihr alles was da kreucht und fleucht auf Vurdinia gejagt?“ konnte Brandrulim sich dann doch den Kommentar nicht verkneifen.

„Nö, sie kamen immer alle artig auf uns zugerannt. Irgendwie… hat Sherry gefehlt für die richtig einzigartigen Monster, aber was soll´s.“ lächelt Sina.

„Uff… ok, was soll´s. Ran an die Arbeit, ihr seid nicht zum Gaffen hier!“ befahl der Zwerg und die Arbeiter machten sich ans Werk.

Sina sah nach ihren anderen Freunden und merkte, wie sie alle grübelnde Gesichter hatten, Sherry bemerkte es ebenso.

„Vermutlich überlegen sie nun, was sie gegen die Götterbestien machen können mit ihrer aktuellen Stärke. Laut den Zwillingen sind alle etwas stärker geworden, aber so wie sie aussehen?“ flüstert Sherry.

„Kann ich nachvollziehen. Erst der Kampf gegen Titanus hat sie vermutlich vor Augen geführt, wie es wirklich ist, einen Kampf gegen eine Götterbestie zu führen und nun liegt eine weitere tot vor ihren Augen.“ flüstert Sina zurück.

„Wenigsten wird es fürs Erste ein bisschen ruhig bleiben in Fanfoss. Sag… Lara meinte, du hast einen neuen Flugstil?“ fragte Sherry nun etwas lauter.

„Oh ja. Nun fliege ich schneller als zuvor, hast du Lust?“ strahlte Sina und Sherry nickte freudig. Sina schnappte sich Sherry und flog direkt in die Luft, ließ ihre Flügel zu Flammenflügeln verwandeln und schoss direkt weg. Die Zuschauer haben das Spektakel ebenso gesehen und staunten umso mehr, als Sina auf einmal verschwand.

Ohne eine Richtung zu haben, flog Sina einfach mit Sherry mit hoher Geschwindigkeit. Sherry drückte sich fest an Sina, aber man hörte sie laut jubeln, es machte ihr richtig Spaß.

„Wow! Damit kannst wirklich mal eben die Welt umrunden!“ musste Sherry schreien. „Stimmt und das würde ich wirklich mit dir machen wollen!“ rief Sina zurück.

Am Abend kamen die Damen zurück in Fanfoss an. Sherry war total erschöpft, aber man sah ihr am Gesicht an, dass sie keine Minute bereute.

„Ah, die vermissten Damen sind zurück.“ grüßte Suki lächelnd.

„Ich weiß nicht warum, aber… ich kann mir ein Leben ohne Sina nun echt nicht mehr vorstellen.“ strahle Sherry.

„Beruht auf Gegenseitigkeit.“ lachte Sina leise…

Doch die Freude währte nicht lange, denn es kamen zwei sehr starke Wesen der Stadt Fanfoss näher…

Kapitel 216

Ich bin wiedergeboren und das komplizierte System der Dämonen?

Alle Personen waren im Garten, wo Sherry auf dem kaputten Sofa, das scheinbar ein wichtiger Teil des Gartens war, saß und vor ihr Sina demütig kniete.

„Irgendwoher kenne ich die Szene, aber da waren die Rollen etwas… anders.“ flüstert Falko dies zu Christopher. „Erinnere mich nicht daran…“ kam nur als Antwort.

„Also… was genau ist passiert Sina?“ fragte eine jugendliche Sherry freundlich.

Einige Minuten vor dem De ja-vü:

Sherry wurde morgens wach und hat sofort gesehen, dass die Narbe am gesamten Körper verschwunden war, also zog sie schnell ihr Pyjama an und wollte dies Sina mitteilen, hat aber nicht mitbekommen, dass ihr Schlafanzug sehr locker war.

Im Wohnzimmer hatten alle Sherry angestarrt und Sina war so blass im Gesicht, dass ihr die Tasse aus der Hand fiel.

„Eh… bist du das wirklich Sherry?“ fragte Mel vorsichtig, denn die Aura von Sherry war dieselbe, aber jeder hat sofort gesehen, dass Sherry komplett anders war.

„Er… ja? Was ist los?! Ihr macht mich nervös!“ wurde Sherry leicht unruhig. „Hast… du dich mal im Spiegel angeschaut?“ schlug Neia vor.

„Nein, wieso?“ schüttelt Sherry ihren Kopf. Suki holte einen Handspiegel aus ihrem Inventar und gab ihn Sherry, in den sie reinschaute.

„W… wieso bin ich jünger geworden?!“

Zurück zur Gegenwart:

„Du bist so schweigsam geworden Sina, was genau… war das für ein Wasser das du mir gestern gegeben hast?“ hakte Sherry immer noch freundlich nach.

„ … Vermutlich Wasser aus dem Brunnen der ewige Jugend…“ murmelt Sina sehr leise und schämend, dass sie von Asmaa ausgetrickst wurde.

„Das heißt also… das ich nicht mehr altere?“

„Nein… wenn… ich Asmaa richtig verstanden habe, bekommt man seine Jugend wieder und wird dann nicht mehr älter. Asmaa hat ebenso von diesem… Wasser getrunken und ist sehr sehr alt, älter als Lara sogar…“

„Über… was hast du genau mit Asmaa geredet?“

„ … Über meine Liebe zu dir und welche Probleme in der Zukunft auf mich zu kommen werden, weil wir beide unterschiedliche Rassen sind. Während… ich als Dämon nicht mehr altere, traf das auf dich nicht zu, aber das habe ich bewusst ignoriert.

Asmaa hat mir ihre Liebe aus der Vergangenheit erzählt und wie sie darunter leidet, was ich schon nachvollziehen konnte, aber… ich wollte es nicht so genau wissen. Sie hat sogar ihre eigenen Regeln gebrochen um ihrem Geliebten das Wasser zu geben, aber er hat dies abgelehnt…

Vermutlich ist das die Phiole gewesen und… ich habe ihr wirklich vertraut, dass es das magisches Wasser ist, dass nur deine Narbe entfernt.“ ließ Sina ihren Tränen freien Lauf und traute sich nicht in Sherrys Augen zu schauen.

Alle Narben sind von Sherry verschwunden sowie die Augenringe, die sie manchmal hat, wenn sie voller Sorgen ist. Aber auch ihre Größe ist etwas geschrumpft dabei, wenn auch nur minimal, trotzdem passte ihr Pyjama nicht mehr richtig.

„Aber ihre Werte sind doch gestiegen?“ wundert sich Tio. „Oh ja, scheinbar hat das magische Wasser noch ein paar zusätzliche Effekte gehabt.“ fügte Mio hinzu.

„Was mache ich nur mit dir Sina? Ich selber habe mir bisher keine Gedanken darüber gemacht, das ich altere. Ich meine, Halbelfen haben im Gegensatz zu Menschen schon ein ziemlich langes Leben, aber immer noch kürzer als das von den Elfen.“ wiegelt Sherry den Kopf.

„Es… tut mir so leid.“ flüstert Sina.

„Liebst du mich?“

„Ja!“

„Dann schau mir in die Augen!“ befahl Sherry. Sina tat es, aber man sah die Angst in ihren Augen, was Sherry als nächstes sagen könnte.

„Sina, ich verzeihe dir, aber kannst du dir verzeihen?“ sagte Sherry zu Sina, die nur erstaunt ihre Augen weiter öffnete.

„Aber… so schön sich ewiges Leben anhört, so hat es auch seine Nachteile! All… unsere Freunde hier… irgendwann werden sie älter und… ins andere Leben eintreten. Das wird sich immer und immer wiederholen.

Alle hier sind meine wichtigsten Freunde und ich will auch nicht soviel nachdenken, aber… die Vorstellung, dass… einer durch Alter verstirbt, während du nicht alters… das tut verdammt weh!

Natürlich kann man sich… neue Freunde suchen, aber… der Prozess wiederholt sich… Immer und immer wieder, irgendwann… macht dein Herz nicht mehr mit! Deine Seele leidet, dass man immer wieder Abschied nehmen muss!

Das hat Asmaa verstanden, als ich ihr das erklärt habe, denn genau dass erlebt das Mädchen immer und immer wieder!“ weinte Sina laut.

„Aber Sina… wir sind alles Abenteurer, du stehst doch immer mit einem Fuß im Feld des Todes.“ warf nun Louis ein.

„Das mag sein und damit kann ich leben, aber… irgendwann werdet auch ihr euch zur Ruhe setzten wollen oder nicht? Irgendwann gibt es den einen Moment, wo man es einfach körperlich nicht mehr schafft!“ warf Sina ein.

„Du bist wirklich manchmal sehr anstrengend…“ schüttelt Sherry den Kopf und kniete sich vor Sina hin. „Du wirst dir solange nicht verzeihen, bis du… in irgendeiner Form bestraft wurdest oder?“

Sina sagte nichts, Sherry konnte es an ihrem Gesicht ablesen, dass ihre Aussage der Wahrheit sehr nahe war.

„Wenn das so ist… dann heirate mich. Das soll deine Strafe sein.“ sagte Sherry das sehr ernst zu Sina. Alle schauten erstaunt auf Sherry. Sina dagegen traute ihren Ohren nicht.

„Wow, das hat Sherry mir nun abgeschaut.“ nickte Prashi zufrieden. „Sag mal… ich dachte immer, die Männer machen die Heiratsanträge?“ schaute Thomddir Melaine verwirrt an.

„Eh… Louis… ist zu speziell und Sina sowie Sherry sind Frauen oder?“ wurde Melaine rot im Gesicht.

„Nein.“

„„„„„„!““““““

Alle schauten Sina an, als sie einfach so „Nein“ gesagt hat, aber noch schlimmer hat es Sherry getroffen.

„Ab… aber… ich dachte du liebst mich?!“ weinte Sherry nun, das hätte sie im Leben nicht erwartet, während Sina noch schweigsam war.

„… Ich… liebe dich auch… aber… ich kann dich nicht einfach so heiraten, auch… wenn ich es gerne möchte.“ versuchte Sina zu erklären.

„Huh!? Wo ist dann das Problem?“ hakte Sherry sofort nach.

„Weil… ich die Erlaubnis meines Vaters brauche…“ flüstert Sina, aber trotzdem hat jeder es verstanden. Die Stille… das Wetter war schön und die Vögel zwitscherten so laut, dass es fast schon nervte.

„Bitte? Ich… glaube das muss du mir jetzt erklären.“

„Sherry. Auch wenn… ich eine Götterbestie bin, bin ich immer noch die Prinzessin der Dämonen und es gibt eine klare Struktur, wie das geregelt ist. Wäre ich ein einfacher Dämon gewesen, wäre es egal, aber das bin ich leider nicht.

Wenn… ein Dämonenkönig sein Amt annimmt und er hat „mal“ Kinder, so benötigen die seine Erlaubnis, wenn es um Hochzeiten oder ähnlichem geht. Die Braut oder der Bräutigam wird dann von dem Dämonenkönig auf die Probe gestellt…

Ich liebe dich über alles, aber… man hat mich so stark nach der Dämonenart erzogen, dass ich einfach nicht annehmen „kann“! Außerdem… wenn… ich dich heiraten würde, würde… ich das gerne machen wenn die Dämonen in Harmonie mit den anderen Völkern leben…

Bevor du nach der Probe fragst, nein. Lass mir dir sagen, dass es bisher keiner geschafft hat, die Probe zu bestehen.“ schaute Sina betroffen auf den Boden.

„Eh… was muss man denn bitte in der Probe machen?! Gegen den Dämonenkönig gewinnen oder wie?“ fragte Lara, die nicht glauben wollte, was Sina da sagte.

„ … Leider ja…“ weinte Sina. „Selbst… wenn wir heiraten würden, wäre es für mich kein richtiger Bund des Lebens und… sollte mein Vater es irgendwie erfahren, wird er vermutlich persönlich kommen und dich töten Sherry!“

Sherry hob den Kopf von Sina hoch und schaute ihr in die Augen, sehr lange, dann küsste Sherry Sina. Diese riss erstaunt ihre Augen auf, dann hörte Sherry auf.

„Sina, das wusste ich nicht. Ihr habt… wirklich ein sehr kompliziertes System bei den Dämonen, weißt du das?“ grinste Sherry mit verweintem Gesicht Sina an.

„Huh?!“ war Sina nun verwirrt. Wenn es um Liebe geht, kann man Sina sehr schnell den Kopf verdrehen oder einfach nur verwirren.

„Du hast es vernünftig erklärt und auch deine Vorstellung mit einbezogen, das kann und muss ich akzeptieren. Ich… bin vielleicht stärker dank dir und unseren Freunden geworden, aber… ich werde nicht gegen deinen Vater gewinnen können.

Aber… versprich mir wenigstens, dass du immer an meiner Seite bleiben wirst und mich liebst. Das… kommt einer Ehe immer noch näher.“ erklärt Sherry.

„Ich… *sniff* verspreche es dir.“ flossen bei Sina nur die Tränen und als Beweis küsste sie Sherry, danach umarmte sie sie. Sherry umarmte sie ebenso und merkte, wie Sina leicht am Zittern war.

„Glaube… wir sollten uns gleich nochmal hinlegen, damit du dich wieder beruhigen kannst.“ flüstert Sherry und streichelt den Kopf von Sina.

„Hmm… welch ein Stress, aber nun weiß man wenigsten, was Sina von uns denkt.“ murmelt Thomddir.

„Es geht ihr scheinbar doch näher, als man es annimmt, wenn Alter und Tod eine Rolle spielen.“ stimmte Melaine zu.

„Sag Christ… schon Pläne bezüglich deines geheimen Problems?“ fragte Falko nun gemein, worauf er einen bösen Blick von Christopher bekommt. „Halt die Klappe.“

„Stimmt, das wollte ich ja ebenso fragen, aber… hast du irgendein Problem?“ fragte Louis nun ahnungslos, was die Situation nicht besser machte.

„Irgendwie wird es immer schlimmer.“ murmelt Christopher vor sich, aber das war scheinbar der Plan von Falko gewesen.

„Kommt, lasst die beiden alleine. Der Tag ist noch lang und wir haben ja immer noch mehrere Tage Zeit, bis wir die Zukunftspläne besprechen können.“ klatschte Lara in die Hände und scheuchte die Zuschauer.

„Oh, auf die bin ich ja mal gespannt.“

Kapitel 215

Ich bin wiedergeboren und das Geschenk?

Es war Abends und alle Freunde von Sina lümmelten im Wohnzimmer. Diesmal hat Sina ihre Freunde anständig begrüßt, denn es war ja nicht mal geplant, dass die beschworenen Helden erscheinen.

Suki hat nichts nennenswertes zu berichten gehabt und Rubina machte weiterhin gute Fortschritte, zumindest scheint sie langsam mehrere Konzepte auf der Welt zu verstehen und lernt langsam aber stetig, nicht mehr blind alle Befehle zu befolgen.

Dagegen war Sherry ein bisschen sauer auf Sina, weil Amy ein komplettes Wrack geworden ist und hofft, dass es sich bessert. „Ich musste das tun, sonst hätte sie irgendetwas noch dümmeres gesagt, dann wäre es mit ihr vorbei gewesen!“ wehrte Sina sich.

„Übrigens, Thomddir und Melaine schlafen bei uns, während Christopher und Falko die Gästezimmer von Louis nutzen, aber sie… kommen zum Essen hierher.“ merkte Tio an.

„Ihr Essen ist auch sehr lecker, das will man ja auch nicht verpassen!“ stimmte Mio zu.

„Du hättest mal deine Freunde sehen sollen, als sie Rubina und Nea kennengelernt haben. Louis und Neia kannten sie ja schon, aber der Rest hat sie als Monster betrachtet. Was ich aber schnell klären konnte… außer den Vorfall mit Rubina.“ korrigierte Suki sich dann doch bei ihrem Bericht.

„Und der wäre?“ hakte Sina nach. „Sagen wir mal so… Thomddir hat meine Warnung nicht schnell genug mitbekommen und Rubina angegriffen, diese hat aber seine Faust aufgefangen und sofort gebrochen ohne weitere Hintergedanken.“ erklärt Suki.

„Huch? Hast du ihr das Kämpfen beigebracht?!“ staunte Sina und Suki nickte. „Rubina wird sich nicht mehr von jemanden schlagen lassen. Nur hat sie ihre Kräfte nicht unter Kontrolle und ich war froh, dass ich den Kampf schnell beenden konnte.“

„Deswegen reibt sich der Zwerg immer seine Hand und behält Rubina im Auge, ich dachte er hätte Interesse an ihr.“ schüttelt Sina den Kopf.

„Nein, eher verletzter Stolz. Ich meine… ich will nicht von ihm getroffen werden, aber Rubina hatte damit kein Problem gehabt.“ kommentiert Suki dies nur.

Nun war es soweit, Sina stand vor der versammelten Mannschaft. „Ich möchte mich fürs erste Bedanken, dass ihr alle erschienen seid. Es freut mich wirklich euch zu sehen.

Vermutlich seid ihr alle brennend daran interessiert, was die Glaskugel in meiner Hand, das Tattoo auf meinem Arm sowie die Haarfarbe zu bedeuten haben. Doch bevor ich es euch erkläre, werde ich euch einfach mein Abenteuer mit Lara und Mel in Vurdinia erzählen, in der Zeit nehme ich meine Ohrringe ab, dann könnt meinen Status in Ruhe anschauen.“

Sina erzählte ihr Abenteuer mit Hilfe von Illusionen:

Ihre Reise nach Vurdinia, wo sie in der Stadt Besma von Yaasir beraten wurden und die richtigen Klamotten gekauft haben, danach von einer großen Räuberbande überfallen wurden. Da musste Christopher dann doch lachen über die Ironie.

Das erste Treffen mit den Wüstennomaden und das Yaasir ein Verräter war, dabei ließ Sina nicht unerwähnt, dass sie eine spezielle Münze bekommen hat.

Bei der nächsten Oase wurden sie von den Wachen des Kalifen angegriffen und wie sie die Sklaven befreit haben. Erst dort wurde offenbart, was der Kalif Böses im Schilde geführt und ein Sklavensystem auf dem Kontinent eingeführt hatte. Einige Freunde von Sina verzogen angewidert ihr Gesicht.

Neia dagegen war erstaunt, dass es so was wie einen Brunnen der ewigen Jugend geben sollte und hat danach gefragt, aber Sina klärte sie schnell auf, dass sie warten soll, das würde die Geschichte schon erzählen.

Ihre Begegnung mit den Kannibalen und der merkwürdigen Mumie, was Sina bis heute nicht weiß, was… die Mumie genau sein soll und wird es vermutlich nie erfahren. Sie zeigte ihnen den Kampf der Kannibalen mit Illusionen.

„Wenn ich ehrlich bin, hätten wir sie auslöschen können, aber… sie waren viel schlimmer als jede andere Armee, die ich bisher bekämpft habe.“ kommentierte Lara.

Die Erzählung der letzten Oase, wie sie die Sklaven von den Wachen des Kalifen befreit haben und sogar das Gespräch mit dem Kalifen selber hatten. Dabei zeigte Sina ihnen die Entschärfung der Halsbomben. „Ich war danach fix und fertig, aber die Nomaden waren befreit.“ grinste Sina bei der Erinnerung.

Die Begegnung mit dem Wyvern und wie Lara sie bearbeitet hat. Danach die Mine gefunden haben, mit der Erkenntnis, dass der Aufseher ein Dämon war.

„Was? Er war ein Dämon?“ hakte Melaine sofort nach und Sina bestätigte dies. Sie erzählte ihnen die Information, dass ein Dämonendorf in Vurdinia existiert, dass in der Lage ist, sich komplett zu teleportieren.

Was Sina ihren Freunden nicht erzählte ist das Gespräch, was sie mit Asmaa hatte, denn das war ein Gespräch unter ihnen gewesen. Aber mit Freuden zeigte sie die vielen Kämpfe in der Höhle, zumindest wie Mel und Lara die Monster fast ununterbrochen getötet haben, als sie durch die Vulkangebiete reisten.

„Mir war fast langweilig gewesen, aber ich habe ihnen den Spaß gegönnt.“ lächelt Sina ihren Freundinnen zu.

Dann wurde es schon ein bisschen ernster, als sie in der Ödnis ankamen. Sina übergab hier das Wort an Mel, die den Zuhörern über die verfluchten Seelen erzählte und was Tierra damit zu tun hatte.

„Oh nein…“ hielt Prashi sich eine Hand vor den Mund und musste weinen. Die Vorstellung über Äonen an einem Ort gebunden zu sein ist unvorstellbar. Selbst Ma Shi musste schwer schlucken, dass eine so fortgeschrittene Zivilisation untergegangen ist.

Danach nahm Sina wieder das Wort und erklärte, dass sie einen Ort gefunden hatten, wo sie ihre Basis aufgebaut haben und Sina sich für den Kampf vorbereitet hat.

„Als ich wegflog, bekamen Lara und Mel Besuch von Acula´s Familie. Nun dürft ihr ihnen sagen, was passiert ist.“ sagte Sina das zu ihren Reisegefährten, man hörte einen sehr großen Stolz in der Stimme.

Sofort bekamen Lara sowie Mel die Aufmerksamkeit, wobei sie schon ein bisschen rot im Gesicht wurden. Sie erzählten, dass es Cassius und Maeve, die Vampirkönige waren und scheinbar vom Kalifen bezahlt wurden, Sina zu töten, aber sie dies verhindern konnten. Dabei ließen sie nichts aus bei der Erzählung im Kampf gegen die beiden.

Christopher stand auf und hielt sein Gesicht vor Mel. „Eh.. ist was?!“ wurde Mel nervös, aber Christopher schaute sich die Wange an, wo Mel geschlagen wurde laut Erzählung. Er gab einen leichten Seufzer von sich, als er keine Schäden sah.

„Entschuldigung, aber… irgendwie habe ich schon eine gewisse Verantwortung und wenn deine Hülle… beschädigt wird, würde ich alles tun, um sie zu reparieren.“ sagte der Dungeonfarmer es mit einer sehr ernster Stimme.

Louis schaute Falko an, ob er mehr weiß, aber Falko tat so, als wüsste er es nicht, aber damit hat er sich schon verraten.

„Ok? Wenn du dich jetzt wieder auf deinen Platz setzten würdest, könnten wir weiter erzählen.“ sagte Mel es leicht genervt. Dies tat Christopher, aber er sah das diabolische Lächeln bei Sina, die mehr ahnte.

Nun erzählte Sina nicht mehr, sondern zeigte einfach den Kampf gegen Tierra. Wie sie am Anfang einen leichten Kampfwechsel hatten und wie Tierra dann die Magie einsetzte, wo die Meteore kamen.

Wie Sina den Riesenvulkan zerstörte und wie Tierra Flammenflügel bekam, aber Sina verhindern wollte, dass es sich zu einem Luftkampf entwickelt und ihm dafür einen Arm abschlug.

Dann kam die dramatische Szene, wie Sina von Tierra geschnappt wurde und mit voller Kraft in den Boden gerammt wurde, was den Kontinent in große Landbereiche splitterte. Sina selbst wunderte sich, dass ihre Illusion selbst die Szene mit dem König zeigen konnte.

Erst da fingen alle weiblichen Zuschauer an zu weinen, als sie die gequälten Seelen sahen und sich noch für Sina opferten. Bei den Männern sah man nur Respekt in den Augen.

Durch die Opfer wurde Sina wieder wach und setzte ihre Spezialfähigkeit ein, denn nun war es ein Luftkampf gegen Tierra geworden. Einige standen erstaunt auf, als Sina in Tierra rein geflogen ist und es von innen aus töten wollte.

Leider hat Tierra dies überlebt und wollte zum Gegenangriff übergehen, wo Sina alles in ihren letzten Angriff setzte… und es am Ende schaffte, Tierra zu töten.

„Danach war ich bewusstlos, ab da hat es jeder mitbekommen das Tierra… besiegt wurde und ich zur Götterbestie wurde.“ war Sina nun traurig. Sie zeigte die Szene mit der roten Kugel und wie sie in ihre linke Hand rein schoss und ein Teil von ihr wurde samt Tattoo und Haarfarbe.

Lara gab eine kurze Erklärung ab, denn die Dämonen vom Dorf sind gekommen… und sie ließ auch nicht die Szene aus, dass sie den Anführer kannte. Es hat nicht viel gefehlt und es wäre zu einem Kampf ausgeartet, aber die Heilerin der Dämonen konnte Sina wieder aufwecken, was dann am Ende doch zu einem Kampf ausartete, zumindest schlug Sina den Anführer weg und die Dämonen standen unter Feuer.

„Erst… da wurde mir bewusst, was ich geworden bin, als Arzexos mir sagte, dass ich eine Götterbestie geworden bin, aber… dank Mel und Lara konnten sie mich wieder aufbauen.“ lächelt Sina zuckersüß.

Sina erklärte den Zuhörern die Bedeutung des Tattoos und welche Fähigkeiten sie nun zusätzlich bekommen hat. Als Beweis nahm sie die Illusion ihrer Aura runter und sofort wurden ihre Freunde sehr blass. „Das… werde ich nun immer tragen müssen… „Illusion: Aura verstecken“.“ und die Aura verschwand wieder.

Lara erklärte ihnen auch, wo das andere Problem mit der Aura ist und wie gefährlich es ist, wenn Sina sauer wird, was Mel bestätigte.

„Wenn ihr merkt, dass es auf einmal wärmer wird, dann könnt ihr davon ausgehen, dass Sina anfängt sauer zu werden. Das ist der Moment, wo ihr sie wieder beruhigen müsst.“ sagte Lara.

„Dann werde ich dich nun für immer begleiten dürfen.“ lächelt Sherry das Problem weg und Sina würde sie jetzt, hier und sofort küssen wollen, zumindest sah man es an ihrem Gesicht, wie es strahlte bei der Aussage.

Sina erzählte ihren Freunden noch, dass die Dämonen nun einen festen Ort in Vurdinia haben werden. Ihre Rückreise nach Besma sowie die Information, dass der Brunnen der ewigen Jugend durch die Naturkatastrophen zerstört wurde und der Kalif leider verstorben ist.

„Wir sind direkt von Besma aus hier nach Fanfoss geflogen. Mit meiner neuen Fähigkeit „Flammenflügel“ habe ich eine Geschwindigkeit drauf, dass ich binnen Stunden auf der anderen Seite der Welt sein kann. Den Rest haben wir in der Gilde mit den beschworenen Helden gesehen.“ beendet Sina ihre lange Erzählung.

„Das war aber nicht nett gewesen, einfach die Helden vor uns Geheim zu halten und sie noch vor unserer Nase wegzunehmen.“ nörgelt Melaine.

„Der König bat mich Geheimhaltung, außerdem hatte ich andere Sorgen gehabt. Sherry war in dieses Geheimnis eingeweiht und irgendwann auch Ma Shi.“ ignorierte Sina das Genörgel.

„Das mit den Dämonen wussten wir ja schon von dir, aber das mit dem Teufel? Das ist nun eine andere Geschichte oder?“ brummte Falko.

„Keine Ahnung was die Göttin für ein Problem mit mir hat, deswegen würde ich gerne ein Gespräch mit ihr oder dem dunklen Gott haben, zumal sie mir erklären sollen, warum ich überhaupt eine Götterbestie geworden bin! Deswegen habe ich gesagt, dass ich die Teufelsgeschichte übernehme, damit ich meine Ruhe habe.“ meinte Sina.

„Hast du aber nicht gesagt, dass auf der Welt andere Probleme sind?“ hakte Thomddir nach und Sina nickte. Sie erzählt den Abenteurern über die verbannten Götterbestien und speziell über Exos und was seine zukünftigen Pläne sind, als Hilfe zeigte Sina ihren Kampf per Magie.

„Du hast verloren?!“ staunte Christopher. „Sehr einseitig sogar. Ab diesem Tag habe ich allen Götterbestien den Krieg erklärt, denn wenn Exos seinen Willen umsetzt, sind wir sowieso am Ende alle tot.“ bestätigte Sina.

„Aber… was sollen wir denn tun? Wir konnten Titanus soeben ankratzen, aber nicht wirklich groß verletzten und gegen Tierra hattest du ja scheinbar auch deine Probleme gehabt.“ merkte Falko ein paar Probleme an.

„Ich brauche eure Hilfe gegen die anderen Götterbestien. Ich weiß nicht wie stark die anderen verbannten Götterbestien sind, aber ich will nicht herum sitzen und nichts tun. Daher jage ich momentan die restlichen um an Stärke zu kommen, damit das mit Exos sich nicht nochmal wiederholt!

Meine Freundinnen hier in der Villa haben mir ihre Unterstützung versprochen, aber ich bin ehrlich. Ich kann nicht genug Verbündete haben und das seid genau ihr. Ihr könnt es ebenso mit Götterbestien aufnehmen. Das ist ein Kampf, den kann man nicht alleine schaffen.“ sagte Sina das sehr ernst zu den SSS-Abenteurern.

„Nun, meine Hilfe habe ich dir schon versprochen.“ lächelt Neia. „Auch wenn mir das nicht gefällt, gegen weitere solche Monster zu kämpfen.“

„Würdest du mir das verzeihen, wenn ich Sina helfen möchte Prashi?“ fragte Louis seine Geliebte Prashi. Man sah es ihr an, dass der Gedanke ihr nicht gefällt, aber scheinbar ist sie zu einem Entschluss gekommen. „Nur wenn du mich heiratest.“

Die Stille… unbeschreiblich und jede Menge Personen, die einen O-Mund hatten. Sina war ebenso erstaunt, wie geschickt Prashi das eingefädelt hat, ihren Geliebten zu ehelichen.

„Erm… ok? Dann lass uns heiraten?“ stammelt Louis nervös, als Falko und Christopher auf einmal klatschen, der Rest folgte ebenso. Beide gaben sich einen Kuss, das Versprechen wurde geheim akzeptiert.

„Nun… dann bleib uns nichts anderes übrig oder Falko?“ grinste Christopher seinen Freund an, der nur den Kopf schüttelt. „Scheinbar nicht. Wir helfen dir ebenso Sina.“

„Du fragst mich, aber forderst die Gefallen nicht ein. Wie kann ich da Nein sagen? Meine Muskeln sind dir sicher!“ brüllte Thomddir, dass es jeder mitbekam.

Nun starten wieder alle Melaine an. „Nicht schon wieder… Ich bin ehrlich, ich weiß nicht, ob ich wirklich eine gute Hilfe sein werde. Diese Monster mit solch einer Größenordnung sind einfach nicht mein Gebiet, aber… ich will mir nicht sagen lassen, ich wäre ein Feigling, also halt die Klappe SUKI!“ starrte Melaine Suki an, die scheinbar was sagen wollte.

Sina verbeugte sich dankend vor ihren Freunden, dabei fielen Sina ein paar Freudentränen herunter. „Danke, wirklich. Danke. Nicht nur damals habt ihr mir mit meinen Flügeln geholfen, sondern ihr akzeptiert auch meinen neuen Status sowie dass ich wieder Hilfe brauche.“

Sherry stand auf und nahm Sina in den Arm, um sie ein bisschen aufzumuntern. „Hey… dafür sind wir doch da. Das wir uns gegenseitig helfen.“ flüstert Sherry Sina ins Ohr.

„Soo… es ist schon ziemlich spät geworden, aber… ich würde gerne das Gespräch und die Zukunftspläne auf morgen schieben.“ sagte Sina lächelnd und trug Sherry auf einmal im Prinzessin-Stil.

„Stimmt, die Zeit haben wir ja.“ nickte Ma Shi.

Irgendwann in der Nacht:

„Ich habe dich so vermisst Sherry…“ flüstert Sina verschwitzt.

„Ich habe dich viel mehr vermisst!“ kichert Sherry ebenso mit einem roten Gesicht, als sie wieder einander küssten.

„Ah… warte, ich habe da was besonderes….“ kramte Sina in ihrem Inventar und holte eine kleine Phiole aus dem Inventar.

„Das ist ein Geschenk von Asmaa. Ich habe ihr von deiner großen Narbe erzählt und sie hat mir dieses magische Wasser geschenkt, was die Narbe entfernt. Nicht das ich was gegen deine Narbe habe oder so, aber die Entscheidung muss du alleine treffen.“ sagte Sina das ernst zu Sherry.

Die Halbelfe nahm die angebotene Phiole und hielt sie vor sich. Man sah es Sherry an, dass sie am überlegen war. „Vertraust du Asmaa?“

„Ich… glaube schon. Wir hatten ein sehr… tiefes Gespräch geführt und irgendwie haben wir uns schon ein bisschen verstanden.“

Scheinbar ist die Antwort für Sherry zufriedenstellend und sie trank das Wasser. „Ich habe nichts gegen die Narbe, aber… ich möchte für dich gerne wieder schöner sein.“ lächelt Sherry sehr schüchtern.

„Awww…“

Am nächsten Morgen:

Sina wurde wach, während Sherry scheinbar noch in der Decke eingemummelt war. Leise zog Sina ihr Kimono an und ging in die Küche, wo sie Suki antraf.

„Schönen guten Morgen Herrin. Ihr strahlt geradezu euer Glück aus.“ grüßte die Katzenfrau wissend. „Dir auch einen schönen guten Morgen Suki.“ lächelt Sina.

Sina half Suki bei ihrer Arbeit und langsam kam auch der Rest ihrer Freunde. Alle unterhielten sich an dem langen Esstisch im Wohnzimmer, denn die Küche war dann doch zu klein.

Irgendwann wurde Sherry wach und man konnte es nicht überhören, wie sie auf einmal nach unten gerannt kam und vor der Tür stand. Sina wollte gerade ihren Tee trinken, als sie die Veränderung bei Sherry sah, aber auch der Rest.

„Es hat geklappt Sina!“ freute sich Sherry, aber alle starrten Sherry nur an. „Eh… habe ich was im Gesicht?“ schaute Sherry ihr Pyjama an, den sie schnell angezogen hat.

Sherry war laut Sina´s Wissensstand 22Jahre alt gewesen, aber…

Nun sah Sherry aus wie 17 und irgendwer ließ eine Tasse auf den Tisch fallen.

Kapitel 214

Ich bin wiedergeboren und ein weiterer Verbündeter?

Der Gildenmeister rannte auf Sina zu in der Übungshalle. „Lady Sina! Was hat das zu bedeuten? Wieso schlägt Mio die Kinder so zusammen?!“

„Ah, das liegt daran, dass die „Helden“ die SSS-Abenteurer zu einem Duell herausgefordert haben, dabei hielten sie sich nicht bei der Provokation zurück. Bevor diese Herrschaften es also annehmen, habe ich mich eingemischt und sie aus der… Affäre schnell raus gebracht, damit es nicht schlimmer für sie endet als jetzt.“ erklärt Sina.

„Aber… wieso? Ich dachte, sie wollten nur ihr Anliegen vortragen?“ wirkte Ma Shi erstaunt. „Haben sie auch, aber ihre Bitte wurde abgelehnt und Amy kam irgendwie auf den Gedanken, dass sie uns vielleicht auf diese Art überzeugen könnte, aber naja…“ zuckte Sina mit ihrer Schulter.

Dann spürte Sina, wie jemand den Raum betrat und ihr Gesicht wurde nun sehr glücklich, sie drehte sich um und sah Sherry, wie sie angerannt kam.

„Sina!“ rief Sherry freudig… dann rutschte sie aus und rammte mit ihrem Kopf gegen den Bauch von Sina. „Uff…“

„Oh nein! Es tut mir leid!“ entschuldigt sich Sherry sofort, während Sina den Bauch hielt. „Ich… habe dir schon mal gesagt… renne nicht so auf mich zu… du könntest echt mein finaler Gegner sein…“ murmelt Sina, aber dann grinste sie und küsste Sherry.

Die Gesichter der Anwesenden wurden sehr rot. Nicht das Liebe unbekannt wäre, sondern dass sie überhaupt keine Scheu zeigten. Irgendwann endet der Kuss und beide strahlten sich lächelnd an.

„Na, scheinbar hast du ja einiges erlebt.“ grinste Sina.

„Du aber auch. Meinst du, ich habe deine neue Haarfarben nicht bemerkt? Du bist damit echt sehr sexy.“ flüstert Sherry am Ende.

„Hoo? Lass uns das in der Villa bereden, aber zuerst… müssen die Helden in die Krankenzimmer gebracht werden.“ grinste Sina anrüchig.

„Eh? Was ist denn hier passiert?!“ staunte Sherry nun, als sie die Helden auf dem Boden liegen sah. Damit hat Sina schon gerechnet: „Illusion: Vergangenheit“ und man sah, wie Amy ihre Herausforderung aussprach.

Die Abenteurer wussten, dass Sina ein paar neue Kräfte hat, aber dass sie es selber zu sehen bekamen, brachte sie nur zum Staunen. Aber was Amy getan hat, machte selbst sie wütend. Irgendwann war der Zauber zu Ende und Sherry seufzt nur.

„Oh nein… dabei habe ich ihnen doch erklärt, wie stark die SSS-Abenteurer sind. Warum haben sie es denn gemacht?“ war Sherry traurig. „Es wirkte auf mich wie eine Verzweiflungstat.“ meint Sina.

„Ich bleibe bei ihnen, damit ich sie ausschimpfen kann. Vermutlich hast du es schon mitbekommen, aber ich habe ihnen mehr oder weniger das Kämpfen beigebracht sowie die Teamarbeit gefördert.“ gab Sherry einen Teilbericht ab.

„War sehr erstaunt darüber gewesen. Ich freue mich schon zu hören, wie dein Abenteuer mit ihnen war. Wenn du eh wartest, sagt den Kindern, dass sie Abenteurer werden sollen. Das Training was sie bisher gemacht haben, sollte ausreichen, dass sie sich genug Stärke antrainiert haben, um selbstständig auf der Welt zu leben.

Sollen sie ruhig den Weg des Abenteurers gehen, vielleicht fällt ihnen dann auf, warum die anderen Abenteurer ihnen nicht helfen wollen. Es gibt Dinge, die kann man nicht erklären, sondern muss man erleben.

Aber nicht hier. Sie können heute ruhig in der Gilde schlafen, aber ich werde eine meiner Kutschen vorbereiten lassen, dass sie schnell zum König gebracht werden, sonst… könnte der eine oder andere noch auf dumme Gedanken kommen.“ sagte Sina das sehr ernst.

„Überlasst mir das mit dem König, glaube das muss ein bisschen… diplomatisch erklärt werden, wieso das so ausgeartet ist.“ teilte der Gildenmeister mit.

„Wunderbar. Würde mich freuen, wenn heute Abend alle wieder in meiner Villa wären, damit wir Geschichten unter uns austauschen können.“ freute Sina sich.

„Das lässt sich machen.“ nickte Ma Shi und verschwand aus der Übungshalle. Die bewusstlosen Helden wurden auf eine Trage gelegt und fortgebracht.

„Hmm… wenn du eh hier bleibst… werden Lara und Mel mich noch zu unserem Zwergenfreund begleiten. Ich habe nämlich Tierra mitgebracht.“ lächelt Sina.

„Du hast was?!“ staunte Sherry fröhlich. „Ja! Mal schauen, ob Brandrulim irgendetwas aus Tierra bauen könnte!“ war Sina ebenso fröhlich.

Etwas später…

„Du hast was?!“ hakte Brandrulim nach, als Sina, Lara und Mel in seinem Büro mitteilten, dass Tierra im Inventar ist. Wie Sina angekündigt hat, suchte sie sofort die Schmiede auf und bevor sie das tat, teilte sie allen ihren Freunden noch mit, dass zumindest am Abend ein Gespräch in der Villa stattfinden wird.

„Du hast richtig gehört. Ich habe eine Götterbestie zum Ausschlachten dabei. Würdest du das übernehmen wollen?“ Sina

„Aber ja! Das wäre das erste Mal, dass man an Materialien kommt, die man bisher noch nicht bearbeitet hat!“ Brandrulim

„Meine Freunde hier haben noch viele Feuermonster in ihren Inventaren sowie Wyvern und ähnliches. Des weiteren muss ich dich warnen, dass Tierra hm… würde sagen, mindesten zehn Mal größer ist als Bothar.“ Sina

„Ah… ich verstehe worauf du hinaus willst. Gib mir zwei Tage und ich habe mehrere Teams, die das alles übernehmen werden.“ Brandrulim

„Tierra… ist wirklich groß. Außerdem müsst ihr damit rechnen, dass es Schwierigkeiten geben könnte, ihn zu bearbeiten.“ warnte Lara den Zwerg.

„Wir haben mehrere Werkzeuge aus den Drachenknochen gebastelt. Sollte es trotzdem Probleme geben, werde ich Sherry dazu holen und dann testen wir es mit ihrem Werkzeug, was vermutlich immer noch zum Besten der Welt zählt“ fand Brandrulim direkt die nächste Lösung.

„Ich hätte da ein paar Bitten…“ fing Sina an, als Brandrulim die Hand hochhob. „Wartet, lasst mich eben Tee für euch machen. … Ah bevor ich es vergesse, aber wir haben zwei weitere der Drachenrüstungen fertig, die anderen brauchen noch ein bisschen Zeit.“

„Wuhu! Aber die Drachenrüstung war wirklich der beste Schutz gegen Tierra gewesen, nur der letzte Atemangriff des Viehs hat es komplett zerstört. Es war… als hätte ich in der Sonne gebadet, anders wüsste ich es nicht zu beschreiben.“ Sina

„Das zu hören, macht mich sehr stolz. Die Rüstung hat ihr Bestes gegeben und dich bis zum Ende beschützt.“ nickte Brandrulim zufrieden und gab jedem Gast eine Tasse Tee.

„Wisst ihr, alleine dass ich meine Hand an Tierra lege und irgendetwas aus ihm baue… Werde ich schon Geschichte bei den Zwergen schreiben.“

„Das freut mich doch zu hören. Hmm das ist ein neuer Tee oder?“ Sina

„Aus Batzien, aber mehr weiß ich auch nicht. War sehr teuer gewesen, aber der Händler hat mich darauf hingewiesen, dass er von einem Clan stammt, dass sehr selten Handel treibt.“ Brandrulim

„Ah, verstehe. Nun zu meinen Bitten. Meine beiden Freundinnen haben gegen die stärksten Monster in Vurdinia gekämpft und dabei musste ihre Ausrüstung leiden. Ich würde dich daher bitten, aus allen Monstern, die wir dir geben zusätzlich auch aus Tierra, ihnen mehrere Rüstungen zu bauen, die ihre Bewegung nicht einschränkt und trotzdem den besten Schutz gibt.“ Sina

„Bist du dir sicher Sina?“ „Schwesterlein… ich habe doch meine Rüstung?“ Mel/Lara

„Meine Kinder… ihr habt euch bewiesen und ihr wisst genau, dass ich immer das Beste für meine Freunde und Familie will. Ist es dann so schlimm, wenn ich was für euch tun möchte? Ihr habt mich trotz meiner Verrücktheit auf der Reise unterstützt.“ Sina

„Hm… ah, du bist die Dame mit den Kampfstiefeln. Wie sind sie? Ihr seid die erste Person, die solch eine Waffe benutzt.“ Brandrulim

„Es ist ein Meisterwerk. Ich habe mich bei den Kämpfen nicht zurückgehalten und ich würde sie nicht ersetzten wollen, vor allem weil sie nun auch zu einer lebendigen Waffe geworden sind.“ Mel

„Bitte was?!“ staunte Brandrulim. Sina erklärte in einer Kurzversion, dass die beiden gegen Vampirkönige gekämpft haben und in ihren Inventaren solche Steine gefunden haben.

„Davon höre ich zum ersten Mal, ich dachte das lebendige Waffen immer vorgefertigt sind!“ Brandrulim

„Da muss ich dich leider enttäuschen, aber der eigentliche Kern der lebendigen Waffe ist wirklich nur der Stein. Du kannst auch einfach nur ein Brotmesser nehmen, solange es eine Fassung hat, um den Stein einzufügen. Glücklicherweise hatten die Waffen meiner Damen dies.“ Sina

„Seid ich euch kenne, lerne ich immer mehr neue Dinge… Ich bräuchte die Maße, aber da kann Sherry vermutlich eher aushelfen. Aber… was willst du für alles haben Lady Sina? Wir wissen beide genau, welchen Wert diese Feuermonster haben, ohne das ich es gesehen habe, wie sie getötet worden sind, dabei dürfen wir Tierra nicht vergessen!“ Brandrulim

„Hm… ehrlich? Den beiden Damen hier gibst du einfach das Gold für ihre Monster und baust für sie mehrere Rüstungen. Wenn es geht, für mich auch eine, aber nur aus Tierra. Ob ich sie tragen werde oder als Dekoration nutze, steht fürs Erste in den Sternen geschrieben…

Aber ansonsten? Kannst du alles von mir behalten, solange ich weiter auf dich zählen kann und du mich unterstützt. Es gibt noch genug andere Götterbestien und da werde ich weiter deine Hilfe brauchen.“ Sina

„Das… kann ich doch nicht annehmen! Nichts für ungut, aber… alleine die Materialien von Tierra da könnte ich mir ohne Probleme ein Zwergenreich kaufen, soviel wert wird das Ding sein!“ Brandrulim

„Wenn dich das beruhigt, dann baue mir einfach Waffen und Rüstungen auf kostenloser Basis sowie Reparaturen. Was soll ich mit Tierras Leichnam letztendlich? Es würde nur im Inventar herumgammeln und hätte keinen Nutzen.“ Sina

„Ihr seid… wirklich eine außergewöhnliche Frau. Ok, dann machen wir das so. Mehrere Rüstungen für deine Freundinnen hier aus allen Materialien die ihr uns gebt, eine komplette Rüstung von Tierra für euch Lady Sina. Aber ich weise euch daraufhin, dass diese Rüstung Zeit benötigt und vermutlich gegen andere Feuermonster effektiv sein wird, aber das wird den normalen Schutz der Rüstung nicht mindern.“ Brandrulim

„Sag… Dunkon. Wie kommt man dort eigentlich hin?“ fragte Sina auf einmal und alle Personen starren sie an.

„Was… hast du jetzt nun wieder vor?“ Lara

„Nichts. Meine nächste Götterbestie ist nun Glacia, denn Winda ist scheinbar unbekannt sowie Dogma. Aber ihr wisst beide, dass auf Dunkon zwei namenlose Götterbestien sein sollen. Die wären irgendwann das nächste Ziel, wenn sich nicht eine der verbannten Götterbestien meldet.“ erklärt Sina und Brandrulim war sehr verwirrt gewesen bei der Aussage. Sina erklärte ihm alles über die verbannten Götterbestien, über Exos und die anderen Informationen, die Tuzato über die Götterbestien gesammelt hat.

„Ach du heiliger Schreck… Lady Sina.“ sah Brandrulim nun sehr ernst aus, als er die Geschichte gehört hat. „Wenn dieser Spinner Exos wirklich denkt, dass er uns einfach reinigen kann, dann hat er sich alle Zwerge zum Feind gemacht.

Ich werde meine Kontakte spielen lassen und die besten Handwerker kommen lassen, damit wir euch helfen können. Meine Fähigkeiten als Schmied sind sehr gut, aber bin noch weit von einem Meisterschmied entfernt.

Wenn… die Personen kommen, an die ich jetzt denke, werden wir wirklich das beste vom Besten für euch schmieden. Ich werde mich erst mal darum kümmern, dass die Materialien ordnungsgemäß ausgeschlachtet und gelagert werden, bis diese Handwerker kommen. Notfall hole ich sie persönlich!“ Brandrulim

„Wow, vielleicht hätte ich euch das früher sagen sollen. Dann freue ich mich euch als einen weiteren Verbündeten im Krieg gegen die verbannten Götterbestien zu nennen.“ sagte Sina das sehr ernst und verbeugte sich vor Brandrulim, wo man wirklich den Respekt in seinen Augen sehen kann.

„Sind wir nicht schon längst gute Freunde geworden? Wir mögen vielleicht beide Geschäftspartner sein, aber letztendlich geht es doch darüber hinaus.“ lächelt Brandrulim.

„Das stimmt allerdings.“ lächelt Sina ebenso.

„Dann lass uns auf deine Frage zurückkommen. Dunkon, ein Kontinent der nicht mit Alliancia mit Tunneln verbunden ist und nur übers Wasser oder durch die Luft zu erreichen ist. Dort sollen die stärksten Monster der Welt leben und nur die Stärksten können dort überleben.

Die wenigen erfolgreichen Expeditionen erfolgten über Schiffe, aber das Problem ist, dass selbst im Wasser Monster leben die die Schiffe angreifen. Ich glaube, um das vorzubeugen, haben die Expeditionsleiter irgendetwas ins Wasser geworfen, was die Wassermonster abgeschreckt hat, aber dieses Wissen haben sie leider geheimgehalten.

Dort gibt es keine Stadt oder ähnliches, man fährt so nah wie möglich mit dem Schiff an Dunkon ran und fährt den Rest mit kleinen Booten. Tja, wenn man es soweit geschafft hat, fängt das eigentliche Problem an.

Dieser Kontinent wirkt mehr wie ein Dschungel. Man wird mit unbekannten Krankheiten konfrontiert sowie mit Monstern. Scheinbar haben alle Monster dort irgendwelche Gifte oder ähnliches, was schnell zum Tode führen kann.

Das dort Götterbestien leben, überrascht mich eigentlich nicht, aber sie sind so unbekannt wie der Rest auf Dunkon.“ Brandrulim

„Hmm… ich könnte mit meiner neuen Flugtechnik hinfliegen, aber… irgendwie reizt es mich mehr, wenn wir wirklich dort eine Basis aufbauen könnten. Also Docks, Häuser und ähnliches.“ Sina

„Oh oh, du hast wieder ein paar Ideen oder?“ Lara

„Das war leider immer zum Scheitern verurteilt, weil Glacia nicht selten die Schiffe zerstört hat.“ Brandrulim

„Ok, beenden wir das Thema mit Dunkon. Solange sich dieses Vieh in den Ozeanen herumtreibt, brauche ich über Dunkon nicht weiter nachzudenken. Was kann man mir über Glacia sagen.“ Sina

„Glacia gehört zu den bekannten aktiven Götterbestien, welches die Meere immer in Angst und Schrecken versetzt. Es gibt scheinbar gewisse Bereiche im Meer, wo sie nicht angreift. Manche Kapitäne nehmen es aber in Kauf und versuchen eine andere Route zu fahren. Entweder es klappt… oder auch nicht.“ Lara

„Seine Tentakel sind auf jedenfalls groß genug, um ein Schiff in die Tiefe zu reißen. Sein Hauptkörper ist nicht bekannt und es gibt nur sehr wenige Überlebende, die von Glacia´s Angriffen berichten könnten.

Manchmal werden die Schiffe von Monstern aus dem Meer angegriffen, bevor Glacia erscheint, manchmal greift Glacia aber die Schiffe direkt an. Die Gründe für die Angriffe werden wir nie ergründen können.

Wenn… man gegen Glacia… kämpfen will, dann nur in seinem Gebiet, also irgendwo tief im Meer. Doch dazu müsste man wissen, wo sie überhaupt zu finden ist oder? Das ist genau so schwierig. Am einfachsten ist es dann tatsächlich, wenn man sie mit einem oder mehren Schiffen herauslockt.

Doch wo findet man die Kapitäne, die so ein Spiel mitmachen? Sie haben nicht nur die Verantwortung über ihre Schiffe, sondern auch über deren Mannschaft und kein vernünftiger Kapitän schickt seine Leute in den sicheren Tod, egal wie bekannt ihr seid Lady Sina.“ Brandrulim

„Hm… am besten berede ich das mit Christopher. Das riecht nach mehr Arbeit als mit Tierra, zumal das Meer für mich unbekanntes Gebiet ist.“ Sina

„Wenn die Handwerker kommen, werde ich mich melden. Dann können wir sie um Rat fragen und vielleicht haben sie eine Idee. Vermutlich gönnt ihr euch fürs Erste eine lange Pause oder?“ grinste Brandrulim.

„Oh ja, das habe ich bitter nötig. Mein Sherry-o-Meter ist fast leer.“ lächelt Sina.

„Au man…“ schlug Lara sich auf den Kopf.

Kapitel 213

Ich bin wiedergeboren und das Ende des Treffen?

Unglaubwürdig schauten alle Abenteurer Amy an, als sie ihnen ins Gesicht sagte, dass sie die Abenteurer herausfordert. Selbst die restlichen Helden reagierten erstaunt.

„Erm… Amy? Bist… du dir sicher? Ich werde hinter dir stehen, aber…“ flüstert Matthieu, aber Amy nickt. „Es ist unsere letzte Chance, danach werden wir wohl keine Möglichkeit mehr haben, sie nochmal alle zu sehen.“

„Erm… Kleine, nichts für ungut, aber hast du dir irgendwo den Kopf gestoßen oder so?“ hakte Thomddir vorsichtig nach.

„Nein, ich meine es Ernst. Wir vier Helden gegen einen von euch. Wenn wir gewinnen, helft ihr uns beim Krieg, wenn wir verlieren, hört ihr nie wieder von uns.

Bisher habe ich keine richtigen Argumente gehört, warum ihr euch so hartnäckig weigert, uns zu helfen, aber vermutlich ist euch eure Stärke zu Kopf gestiegen, dass ihr nun denkt, dass die Welt sich nur für euch dreht!“ machte Amy den Vorwurf. Sina wusste nicht, dass ein Raum so schnell abkühlen konnte.

„Lara? Hast du einen Apfel oder so? Ich glaube, das wird gleich hässlich!“ flüstert Sina zu ihrer Schwester, die nickte.

„Warum sollten wir überhaupt ein Duell mit euch machen? Es hat seine Gründe, warum man uns verboten hat, dass wir keine Duelle austragen dürfen unter Abenteurern.“ merkte Neia lächelnd an, ihre Augen waren schon etwas wütend.

„Wir sind aber keine Abenteurer, sondern nur Menschen aus einer anderen Welt mit einer Bestimmung, aber bisher werden uns irgendwie immer wieder Steine in den Weg gelegt. Nun wage ich den ersten Schritt und gehe über einen Stein, auch wenn das ein sehr radikaler Schritt ist!

Wenn ihr nicht auf das Duell eingeht, muss ich dann doch behaupten, dass ihr euch fürchtet oder euer Abenteurerstolz hindert euch daran.“ machte Amy den nächsten Vorwurf. Nun ging der Blutdurst jeden SSS-Abenteurers auf Amy, aber das war ihr egal.

„Ist… sie blöd oder so? Selbst ich würde das nicht machen!“ fluchte Lara, während Mel den Kopf schüttelt. „Das wird nicht mit einem einfachen Duell enden, die werden die Helden richtig fertig machen.“

„Ich frage vorsichtshalber nach, aber… meinst du das wirklich ernst? Du willst, dass einer von uns euch vier duelliert?“ hakte Christopher nach, auch in seinen Augen sah man nur Wut.

Sina wusste, dass sie alle einen sehr hohen Stolz hatten und hat es ebenso gegen sie benutzt, aber da war sie sicher, dass sie gewinnen kann, aber die Helden? Im Leben nicht.

„Ich bin mir sehr sicher! Meine Kameraden vertrauen meiner Entscheidung und ich bin sehr zuversichtlich bei der Sache!“ nickte Amy entschlossen, als Sina pfeift. „Dann nehme ich es an. Hier fang den Apfel auf.“

Verwundert dreht Amy sich zu Sina, als ein grüner Apfel auf sie zuflog… Sofort rammte der Apfel die Heldin durch die Holzmauer in die Empfangshalle und durch die große Eingangstür. Draußen krachte Amy gegen eine stabile Hausmauer und fiel bewusstlos auf den Boden.

Die anderen Helden haben nicht mitbekommen, wie Amy einfach so verschwand und schauten erschrocken durch die zerstörte Holzwand, wo sie nur noch die kaputte Eingangstür sahen. Sofort rannten mehrere Abenteurer nach draußen und suchten nach der Ursache.

„Lara, Mel schnappt euch einen der Helden, wir nehmen sie mit in die Übungshalle.“ befahl Sina, als sie vor Davino stand.

Wieder haben die Helden nicht mitbekommen, wie Sina einfach hinter ihnen stand, aber auch die SSS-Abenteurer nicht. Louis musste schwer schlucken, welche Stärke Sina nun angenommen haben muss, dass man ihrer Bewegung nicht mehr folgen kann. Auch sie waren erstaunt über die Aktion von Sina.

„Okidoki Schwesterlein.“ sprang Lara vom Stuhl auf und ging auf Matthieu zu. „Wie ihr wünscht.“ schwebte Mel zu Miyu. Panisch versuchten die Helden ihre Waffen wieder zu ziehen, aber bevor sie überhaupt reagieren konnten, schleppten die Abenteurerinnen die Helden alle am Kragen mit einer Stärke, der sie sich nicht widersetzten können, aus dem Konferenzraum raus.

„Ey lass uns los!“ tobte Davino, aber Sina lachte nur. „Wieso? Eure Anführerin hat uns doch zum Duell herausgefordert. Dummerweise hat sie die Regeln nicht bestimmt.“

„Ihr müsst wissen, wenn man mit einer Schwester ein Geschäft machen will, sollte man auf jedes kleine Detail achten.“ nickte Lara, die Matthieu hinterher schleifte.

Miyu dagegen wird von Mel zum Schweben gebracht und kann sich selber nicht befreien. „Wenn Personen „Nein“ sagen, sollte man es akzeptierten.“ meinte Mel nur.

„Sollen… wir ihnen folgen?“ fragte Louis. „Eh… nein. Ich ahne schon wie das endet, aber das war ein guter Schachzug von Sina. Denn auch wenn die Helden das vermutlich anders sehen werden, aber Sina hat ihnen mehr oder weniger vor den Schlägen des Lebens gerettet.“ meinte Neia nur und die restlichen Abenteurer nickten.

In dem Übungsraum war heute nicht allzu viel los, aber bei dem Krach, den Sina und der Rest veranstalten, bekamen sie die Aufmerksamkeit aller Anwesenden.

„MIO! Komm sofort her!“ rief Sina laut. „Ah, sie soll das machen?“ fragte Lara vorsichtig. „Aber ja. Glaubst du, die Helden werden nach dem Kampf mit einem von uns nochmal eine Waffe erheben?“ meinte Sina. „Hmm, auch wieder wahr.“ stimmte Lara zu.

Auf eine Übungsplattform warf Sina den Helden Davino drauf, die restlichen Helden folgten nach und landeten ebenso auf dem Boden, in der Zeit waren Mio und Tio schon bei Sina angekommen.

„So. Damit ihr wisst gegen was wir so kämpfen müssen tagtäglich als Abenteurer, werdet ihr drei gegen Mio kämpfen. Sie wird ihre volle Kraft einsetzten, aber euch nicht töten.“ erklärte Sina die Regel.

„Erm Herrin? Seid ihr euch sicher das ich das tun soll?“ fragte Mio vorsichtig nach, Sina legte ihr nur eine Hand auf die Schulter.

„Was sagen meine Augen?“ lächelt Sina Mio an. „Eh… das ich das tun soll, was ihr gesagt habt…“ gab Mio sofort ihren Widerstand auf.

Die Helden standen alle auf und haben ihre Waffen gezogen, aber Matthieu wollte widersprechen. „Sorry, aber ich kämpfe nicht gegen Frauen!“

„Das ist dein persönliches Problem, aber mit deiner Einstellung wirst du in der Welt nicht lange leben können zumal damit beleidigst du alle Kämpferinnen auf der Welt.“ lachte Sina ihm dreckig ins Gesicht.

„Solltet ihr es allerdings schaffen Mio zu besiegen, werde ich euch bei dem Dämonenproblem helfen, zumindest die Belohnung muss ich anbieten.“ sagte Sina das ernst.

„Das sollen wir dir glauben?!“ warf Davino ein, aber Sina zuckte nur desinteressiert mit ihrer Schulter.

„Die sind vorbereitet, dann leg mal los Mio.“ sagte Sina nur und die Vampirin nickte. Mio zog nicht mal ihr Rapier aus ihrem Inventar, sie wusste schon längst alles, was sie wissen wollte. Davino schluckte einmal schwer.

„Dann… sollten wir mal alles geben, dafür haben wir doch das Training gehabt!“ motivierte Davino die anderen beiden. Miyu und Matthieu schauten sich zweifelnd an, aber momentan kommen sie sowieso nicht aus der Situation raus, die Amy ihnen eingebrockt hat und nickten Davino zu.

„Ok, dann zeigen wir mal, was wir Hel….“ wollte Davino noch sagen, da hat Mio ihn mit ihrer Faust mit dem Kopf in den Holzboden gerammt.

Miyu und Matthieu rissen erschrocken ihre Augen auf, dass der Kampf einfach so begonnen hat. „Lektion Eins, ein Monster wartet nicht ob ihr bereit seid oder nicht, es greift euch einfach an.“ kommentierte Tio dies.

Auf einmal stand Mio hinter Miyu, was sie nicht mitbekommen hat, als die Vampirin der Heldin in den Rücken trat und sie ungebremst gegen eine Holzwand krachte, wo sie dann bewusstlos auf dem Boden liegen blieb.

„Lektion Zwei, vertraut auf eure Instinkte und geht starken Gegnern aus dem Weg. Man verliert schneller sein Leben, als einem lieb ist.“ kam der nächste Kommentar von Tio.

Panisch drehte Matthieu sich mit erhobenen Schild um, wo Mio schon vor ihm stand. „Lektion Drei, ein Feind ist ein Feind und nichts anderes als ein Feind, egal ob es Mann, Frau oder ähnliches ist, denn der Feind wird DICH definitiv umbringen!“ sagte Mio dies dem Helden ins Gesicht und riss ihm das Schild aus der Hand.

Dann schlug Mio dem Helden das Schild mit voller Kraft in die Seite, wo sofort sein Schildarm gebrochen wird und er ebenso gegen eine Holzwand krachte und bewusstlos auf den Boden fiel.

„Tja, scheinbar haben die Helden das Duell verloren. Schade aber auch.“ grinste Sina böse.

Einige Stunden später wachten die Helden im Krankenzimmer fast gleichzeitig auf und sahen Sherry, die im Zimmer saß.

„Na? Wie geht es euch?“ grüßte Sherry sie lächelnd.

„Ich habe überhaupt nicht… mitbekommen, was passiert ist, nur… das mein Kopf unheimlich weh tut.“ rieb Davino sich den Kopf.

„Mio… ist verdammt stark…“ murmelt Matthieu und rieb sich unbewusst seinen Schildarm. „Aber… ich glaube, dass sie sich trotzdem zurückgehalten hat. Sie hätte uns auch töten können.“ flüstert Miyu.

Am schlimmsten hat es Amy betroffen, denn sie sagte nichts, nur dass sie sich die Decke um sich herumgewickelt hat und extrem stark zittert.

„Sina hat mir gezeigt, was ihr getan habt, damit es so ausgeartet ist. Was soll ich dazu sagen? Ich dachte, ich hätte euch eigentlich verständlich erklärt, wie stark die SSS-Abenteurer sind, aber trotzdem wolltet ihr sie herausfordern, dabei hat Amy sie ziemlich… stark provoziert.

Auch wenn ihr meine nächste Aussage vermutlich nicht glauben werdet, aber Sina hat euch aus der heiklen Situation mehr oder weniger… gerettet.“ war Sherry nun ein bisschen streng, ein ungewohntes Bild.

„Bitte? Jemanden zusammenzuschlagen ist eine Rettung? Das wäre mir aber neu, aber scheinbar ist das ja normal hier auf dieser Welt.“ warf Davino ein.

„Davino… ihr habt die sechs SSS-Abenteurer herausgefordert und habt sie mehr oder weniger beleidigt. Habt ihr mal eine Sekunde überlegt, warum es so wenige S-Abenteurer allgemein gibt? Das ist eine Liga, die noch tödlicher ist als bei den üblichen Aufträgen, da ist die Wahrscheinlichkeit zu sterben über 75%!

Jedenfalls hätten diese Abenteurer euch schlimmer fertig gemacht, als was Mio mit euch gemacht hat und ja, hätte sie wirklich ihre gesamte Kraft eingesetzt, wärt ihr alle tot. Sie ist übrigens auch meine Trainingspartnerin, wo ich schon meine gesamte Kraft einsetzten muss, damit ich mit ihr mithalten kann.

Mit der Aktion hat Sina euch vor langfristige Schäden beschützt, nur bei Amy… ging sie scheinbar ein bisschen schlimmer vor.“ sagte Sherry.

„I… ich… wol… wollte do… doch nur…. die Leu… Leute… unserem… Kampfwillen überzeugen… u… u… und.. dazu inspier… inspirieren… uns… vi… vielleich… d… d… doch zu helfen.“ stottert Amy sehr heftig.

„Das wäre von Anfang an schief gegangen. Hättet ihr die Stärke eines SSS-Abenteurers wäre es eine andere Geschichte, aber die habt ihr nicht. Ihr habt es geschafft, den Unmut aller starken Abenteurer auf euch zu ziehen und die werden euch jetzt bestimmt nicht mehr helfen.

Ich soll euch von Sina sagen, dass ihr euch bei der Abenteuergilde anmelden und euch hocharbeiten sollt, dann werdet ihr selber vielleicht an die Stärke kommen, die ich habe. Dabei lernt ihr die Welt der Abenteurer ein bisschen besser kennen und könnt es verstehen, warum sie sich so weigern, sich an einem Krieg zu beteiligen.

Manchmal muss man es selber sehen und erleben, weil man es so schlecht beschreiben kann, versteht ihr? Jetzt müsste erst ein bisschen Zeit vergehen und Sina rechnet auch nicht unbedingt damit, dass die Barriere von heut auf morgen so einfach zerstört wird. Selbst wenn die Armee hinter der Barriere stehen würde, müssten sie sich durch den Verbindungstunnel durchkämpfen, der lauter Monsternester hat.

Ich wünschte, die Begegnung mit meinen Freunden wäre anders verlaufen, aber es ist wie es ist oder?“ lächelt Sherry traurig.

Die Helden waren sehr schweigsam, die Rede von Sherry tat tatsächlich ein bisschen mehr weh, als die Prügel von Mio. Sherry setzte sich neben Amy und hob ihr Gesicht hoch, um ihr in die Augen schauen zu können.

Dann seufzte Sherry nur. „Sina hat es bei dir wirklich übertrieben. Du denkst wohl möglich daran, dir was anzutun oder Amy?“ Aber Amy sagte nichts, nur dass sie immer noch am Zittern war.

„Was hat sie denn? Selbst ich zittere ja ein bisschen aber…“ wundert sich Davino.

„Amy hat Todesängste. Vermutlich… hast du dem Tod ins Gesicht geblickt oder?“ fragte Sherry vorsichtig, was das Zittern von Amy nur verschlimmerte.

„Oh je… Amy, hör mir genau zu. Angst zu haben ist Ordnung, aber ein Kämpfer lässt sich nicht von der Angst kontrollieren, sondern er kontrolliert die Angst! Lass nicht zu, dass die Angst dein Leben kontrolliert, die Welt braucht dich!“ sagte Sherry das sehr ernst zu Amy.

„Außerdem… du bist nicht alleine. Du hast deine Freunde, die dir zur Seite stehen. Vertrau ihnen, sowie sie dir vertrauen!“

Scheinbar ist es irgendwie bei Amy angekommen und sie sah Sherry in die Augen, dann nickte sie nur.

„Ihr könnt heute hier übernachten. Morgen bringt eine Kutsche euch wieder zurück zum König, er wurde schon aufgeklärt was hier… passiert ist und es ist wirklich das Beste, wenn ihr erst mal Abstand von den Abenteurern hier nehmt.

In der Hauptstadt könnt ihr den Vorschlag von Sina umsetzten und wenn es Probleme gibt, grüßt die Gildemeisterin Keya von mir. Ansonsten würde ich euch bitten… über meine Freunde nicht so hart zu urteilen.“ lächelt Sherry wieder sehr traurig.

„Danke… das zumindest du in diesem Moment auf unserer Seite stehst Sherry.“ nickte Matthieu und die anderen stimmten ihm ebenso zu.

„Gern geschehen und… wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, könnt ihr ja nochmal ein neues Gespräch mit Sina versuchen, dann bin ich auch dabei.“ lächelt Sherry sie etwas glücklicher an.

„Könnt ihr sie wirklich soweit beeinflussen?“ zweifelt Davino dann doch ein bisschen, dabei kann er nicht vergessen, wie die Kanzlerin Sina ihn ohne Probleme mit sich zerren konnte.

„Nö, aber dann sollte sie zumindest nicht so eine Aktion machen wie heute.“ lächelt Sherry immer noch ungebrochen.

„Ah… wenigsten etwas…“

Kapitel 212

Ich bin wiedergeboren und das Treffen? II

Ma Shi betrat mit den beschworenen Helden den Konferenzraum, wo die sechs stärksten Abenteurer der Klasse SSS in einer Hufform aufgebauten Tischreihe saßen.

Sofort bekamen die Helden die Aufmerksamkeit der Abenteurer. „Als ob ich in einem Bewerbungsgespräch wäre.“ dachte Matthieu nervös.

„Meine Damen und Herren, wenn ich euch vorstellen darf… Das sind die beschworenen Helden, die von der Göttin geschickt wurden. Amy, Miyu, Matthieu und Davino.“ fing Ma Shi mit der Vorstellung an. Die Helden verbeugten sich nach dem Aufruf ihrer Namen, aber es herrschte weiterhin eine unheimliche Stille.

„Die stärksten Abenteurer, angefangen mit Thomddir der Brecher, Melaine die Jägerin, Falko der Scharfschütze, Neia die Elementmagierin, Christopher der Dungeonfarmer und Louis der Schwertheilige.“ stellte Ma Shi die Abenteurer vor, die aber weiterhin nichts machten außer die Helden anzustarren.

„Warte… Neia und Louis… seid ihr die Lehrer von Sherry?“ fiel Miyu was ein und konnte endlich eine Regung bei den Abenteurern auslösen.

„Ah, Sherry habt ihr getroffen? Deswegen war sie so geheimnisvoll, als sie meinte, dass sie spezielle Personen im Namen der Reiche ausbilden musste.“ lächelt Neia, die ein schwarzes Kleid trug, was ein extremer Kontrast zu ihren weißen Haaren war. Die knisternde Aura, die die Elfe ausstrahlte, konnte man nicht ignorieren.

„Scheinbar ist sie durch die Aktion unbewusst stärker geworden, so wie ich stärker geworden bin, als ich sie als Schülerin angenommen habe.“ nickte Louis, der eine Narbe an einem Auge hatte, er strahlte ebenso eine Aura aus, eine Aura der Stärke.

Amy hat die Abenteurer schon alle analysiert und musste schwer schlucken, denn das sind wirklich die Besten der Besten von den Attributen und Fähigkeiten. Wie Sherry es versucht hat zu erklären, die Brücke zwischen S und SSS ist zu gewaltig, weswegen sie in einen Kampf sehr schlechte Chancen hätte zu gewinnen.

„Hmm… vielleicht sollte ich sie diesmal zu einem Duell herausfordern. Ich habe gehört, sie hat wie wir eine komplette Stadt vor den Meteoren beschützt.“ grinste Thomddir. Die Helden haben noch nie eine Person gesehen, der nur aus Muskeln bestand. In ihrer Welt kannten sie Bodybuilder und ähnliches, aber dieser Zwerg übertrifft das bei weitem.

„Ich rate dir von der Idee ab, sonst könntest du ein blaues Wunder erleben. Sherry hat sich etwas geändert, als wir sie das letztes Mal gesehen haben.“ meinte Melaine, eine schöne Wolfsfrau. Ihre Wolfsohren konnte man nicht übersehen und erst jetzt fiel den Helden auf, dass unter dem Tisch ein Wolf lag, der sie ebenso misstrauisch anstarrte.

„Eine Stadt mit Leere-Magie zu beschützen, auf die Idee muss man erst mal kommen, dabei wird dieses Element doch nicht gerne genutzt oder?“ wiegelt Christopher den Kopf. Der erste Eindruck auf den Mann war, dass er ein Ritter sein könnte, aber Davino hatte irgendwie das Gefühl, dass der Mann mehr als nur ein Ritter war.

„Tja, vielleicht sollte ich sie auch duellieren. Bei Sherry muss ich mir keine Gedanken machen, dass sie sich weg teleportieren kann.“ brummte der hagere Mann. Falko hatte gelbe Pupillen und von allen Abenteurern wirkte er am misstrauischsten auf die Helden.

„Oh? Du weißt aber schon, dass sie ebenso der Wassermagie mächtig ist?“ lachte Neia leise und ein Blitz entstand zwischen ihr und Falko.

„Keine Kämpfe und denkt nicht mal daran, wieder ein Duell wie letztes Mal organisieren zu lassen!“ warnte Ma Shi die Leute.

„Wieso? Muss ja nicht immer vor einem Publikum sein, aber ab und zu mal gegen Rivalen zu kämpfen fördert doch auch den einen oder anderen oder nicht?“ grinste Christopher.

„Oh ja, gegen dich würde ich mich gerne mal duellieren.“ grinste Melaine ihn an und er wurde sehr schnell blass. Scheinbar war zwischen den beiden was vorgefallen, dachten die Helden.

„Nun denn, ich lass euch alleine und ihr könnt den Herrschaften euer Anliegen vortragen, sie werden euch zuhören.“ muntert Ma Shi die Helden auf, bevor er den Raum verließ. Man konnte ein gemeinsames Schlucken nicht überhören.

„Keine Sorge, wir werden euch schon nicht beißen. Wir sind alle… ziemlich neugierig auf euch, zumal es das erste Mal in der Geschichte ist, dass direkt vier Helden aus der anderen Welt kommen.“ lächelt Neia ihnen zu.

„Aber ihr solltet auch nicht unbedingt unsere wertvolle Zeit verschwenden.“ brummte Falko hinterher. „Ist ja nicht so, als hättest du groß was zu tun. Wir warten ja sowieso alle nur auf Sina.“ meinte Louis grinsend.

„Oh bin ich gespannt, wie sie jetzt aussieht als Götterbestie. Vielleicht hat sie ja Glück und hat nur ein weiteres Tattoo irgendwo auf dem Rücken.“ grinste Christopher bei der Vorstellung, als auf einmal in der Empfangshalle laut geklatscht und gejubelt wird.

„Ah… wenn man von ihr spricht. Scheinbar ist Sina gerade angekommen, zumindest rieche ich sie und ihre Freunde.“ lächelt Melaine und ihr Wolf bellte freudig. Die Helden konnten ihren Ohren nicht trauen, als die Abenteurer dies sagten.

„Dann… lernen wir endlich auch Lady Sina kennen?“ fragte Amy vorsichtig. „Ah? Scheinbar ist sie so bekannt geworden, dass sogar die andere Welt von ihr spricht!“ lachte Thomddir.

Auf einmal wird die Tür vom Konferenzraum geöffnet und alle Augen richten sich auf die Person. Sofort zogen die Helden alle ihre Waffen und richten sie auf die Frau mit den gigantischen Fledermausflügeln.

„Ho? Grüßt man so aus der anderen Welt?“ grinste Sina unbeeindruckt über die Aktion der Helden, aber die Abenteurer wirkten erstaunt, dass die Helden ihre Waffen gezogen haben.

„Steckt sofort die Waffen weg.“ befahl Louis, in seiner Stimme war kein Widerspruch zu hören. Seine Kollegen wirkten über die Veränderung nochmal erstaunt.

„Aber… das ist doch ein Dämon?!“ stottert Miyu und die anderen Helden nickten. „Eh… nein?“ meldet sich eine weitere Frauenstimme. Sie kam hinter Sina hervor und war in einer normalen Lederrüstung gekleidet, aber ihre blasse Haut, ihre weißen Haare und roten Augen zeichnen sie als Vampir aus.

Amy schwitzte immer stärker und stärker. Sie hatte schon viel von der Heldin Sina gehört, aber ihren Status… selbst wenn alle Anwesenden gegen diese Frau kämpfen würden, sah Amy immer noch keine Möglichkeit, gegen sie zu gewinnen.

Auf einmal flogen die Waffen der Helden aus ihren Händen weg und eine weitere Frau trat ein. Sie hatte eine weiße Hautfarbe mit sehr langen roten Haaren, dazu trug sie eine Lederrüstung, aber auffällig war die Maske, die sie trug.

„Wenn sie nicht hören wollen, nehmen wir sie ihnen einfach weg. Scheinbar gibt es bei Andersweltlern keine Manieren in ihrer Welt.“ sagte die Frau, dessen Stimme sich leicht schallend anhörte.

„Mel! Wie geht es dir?“ fragte Christopher auf einmal sehr begeistert, als er die Killerpuppe wieder sieht. Er musste am Anfang schwer schlucken, als er die kleine Lederrüstung gesehen hat, die ihre Beine und einen Teil des Bauches zeigt.

„Gut denke ich mal?“ antwortet Mel nur. „Dir geht es ja scheinbar auch gut oder Lara?“ fragte Neia höflich und die Vampirin nickte. „Alles dran, nur… der neue Flugstil von Sina… egal, das können wir später besprechen.“ meinte Lara.

„Das sehe ich ebenso. Habt ihr vier euch wieder beruhigt? Der alte Mann sagte mir, dass ihr Helden ein Gespräch mit den Herrschaften drüben haben wolltet, aber es ist nicht mehr viel Zeit und die werden das Gespräch beenden. Also?“ ging Sina in ihrem Bikeroutfit zu den vier Helden hin.

Sie nahmen alle unbewusst einen Schritt Abstand von der Frau, was sie scheinbar nur mehr amüsierte. „Aber ich glaube, ich habe mich noch nicht richtig vorgestellt, auch wenn ihr das eine oder andere von mir gehört habt. Mein Name ist Sina. Sina die Verteidigerin, Heldin Sina, Reichskanzlerin Sina oder das neuste nun: Sina die Chaosbringerin, weil ich eine Götterbestie geworden bin.“

„Er… angenehm… ihre Bekanntschaft zu machen. Mein N… Name ist Amy. Das sind Miyu, Davino und Matthieu.“ stottert Amy zitternd. Sie hatte noch nie solch eine Angst im ihrem Leben gehabt. Dabei dachte sie, durch die Meteore hätte sie schon ein bisschen Erfahrung gemacht. Auch bei den anderen Helden sah es nicht besser aus.

„Wunderschön. Die zwei Damen hinter mir werden bei dem Gespräch ebenso anwesend sein, weil sie die gleiche Stärke haben wie die Abenteurer hinter euch.“ bestimmte Sina.

„Huch? Hast du deine Haare gefärbt und was ist das für eine Kugel in der linken Hand?“ zeigte Thomddir auf die feuerrote Murmel.

„Ah… das ist ein „Geschenk“ von Tierra. Näheres erkläre ich euch, wenn wir in meiner Villa sind.“ lächelt Sina sie freundlich an. „Aber nun gehört der Auftritt den jungen Helden hier. Ignoriert mich einfach und meine Freunde, wir werden uns im Hintergrund halten und zuhören.“

„Eh? Willst du nicht mitmachen Sina?“ staunte Melaine. „Ich bin gerade erst aus Vurdinia gekommen, glaubst du, ich möchte keine Pause haben?“ merkte Sina das Offensichtliche an. „Das ist euer Part, also macht das beste daraus.“

Sina ging mit den beiden anderen Damen zu einer kleinen Sitzecke und Mel ließ die Waffen der Helden vor ihren Nasen in den Boden rammen. „Wie… macht sie das?“ wundert sich Davino. „Wirkt, als könnte sie Telekinese benutzten.“ flüstert Matthieu.

„Mel beherrscht Geisterkräfte, hat also nichts mit Telekinese zu tun.“ merkte Lara grinsend an. „Flüstern in diesem Raum… ist eigentlich relativ sinnfrei, jeder hat sehr gute Ohren hier.“

Amy atmet ein paar mal tief ein und aus und nahm ihre Waffe aus dem Boden heraus, die anderen taten es ihr gleich.

„Dann… werde ich unser… Anliegen vortragen.“ war Amy immer noch sehr nervös, dabei kann sie Sina nicht aus den Augen nehmen. Nun starrten alle Abenteurer sie an, was es ihr nicht einfacher machte, als Miyu ihr eine Hand zur Beruhigung auf die Schulter legte.

„Wir… Wir kommen alle aus der anderen Welt, wo es keine Magie, Fähigkeiten oder dieses System wie in eurer Welt gibt. Wir wurden alle von der Göttin beschworen, weil sie uns die schwere Aufgabe aufgetragen hat, dass… die Dämonen in Deymonlia in nächster Zeit sich aus ihrer Barriere befreien.

Die Göttin befürchtet, dass der nächste Krieg gegen die Dämonen stattfinden wird und dass er alle vergangenen Kriege in den Schatten stellen wird. Deswegen hat sie nicht einen Helden, sondern gleich vier Helden beschworen.

Das Königreich Efrana nimmt… unsere Warnung sehr ernst wie auch das Kaiserreich Osnain und plant ihre Vorbereitung. Leider… ist es nur so… dass scheinbar einige Armeen mehrerer Reiche von gewissen… Personen so stark dezimiert worden sind, dass wir auf der Suche sind nach neuen Verbündeten, denn…

Wenn eine Göttin das Schlimmste befürchtet, dann kann man vermutlich nicht genug Verbündete auf der Welt finden, deswegen… kommen wir mit einer Bitte auf euch zu. Wir brauchen eure Stärke und Weisheit gegen den kommenden Ansturm der Dämonen.“ trug Amy ihre Bitte vor.

Die Stille im Konferenzraum war fast ohrenbetäubend, die Helden wurden langsam sehr nervös, das niemand was von ihnen sagte. Louis schaute seine Sitznachbarn an und seufzte nur.

„Es tut mir leid dies zu sagen, aber dem Schweigen hier könnt ihr entnehmen, dass wir kein Interesse haben euch bei eurem Problem behilflich zu sein. Wir waren neugierig, wer ihr seid und warum so viele Helden auf einmal kommen, aber das war es letztendlich schon.“ kommentierte der Schwertheilige.

Die Helden sahen sehr niedergeschlagen aus, aber davor wurden sie immer wieder gewarnt, dass die Abenteurer sich enthalten werden, als Matthieu vortrat.

„Wenn… ich mich kurz einmischen dürfte, aber… Ich habe immer gehört, dass ihr mehr oder weniger die Bevölkerung vor Monstern, Banditen oder ähnlichen Problemen beschützt.

Ihr habt… mehr Gefahren gesehen und bekämpft, als wir vier das jemals im Leben schaffen werden. Ihr habt vermutlich sogar öfters dem Tod ins Gesicht geblickt und ihm getrotzt. Dabei seid ihr doch die stärksten Kämpfer auf der Welt…

Das wäre doch jetzt ein guter Zeitpunkt für eine neue Richtung in die Zukunft, wenn wir alle, also Menschenreiche wie der Elfen und Zwerge MIT den Abenteurern gemeinsam einen Feind aufhalten, um den nächsten Krieg zu bestehen.

Ich… bin zuversichtlich, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, werden wir das Unmögliche schaffen, wenn wir das nur wollen.“ hielt Matthieu seine Rede, wodurch er glaubte, die Abenteurer auf seine Seite ziehen zu können, doch… es kam anders. Alle sechs SSS-Abenteurer lachten auf einmal lauthals auf, während Sina mit Lara und Mel nur schmunzelten.

„Erm… habe ich etwas… falsches gesagt?“ war Matthieu unglaubwürdig, dass er so ausgelacht wurde.

„Warte… wir müssen erst… wieder runterkommen.“ japste Christopher, dem fast die Tränen aus den Augen kamen. Es vergingen mehrere Minuten, bis sie sich wieder beruhigt haben.

„Haltet… ihr immer solche Reden in euer Welt und kontrolliert die Leute mit dem Geschwafel? Damit könntest du vielleicht einige Leute auf der Straße überzeugen, aber definitiv uns nicht.“ schmunzelt Thomddir.

„Aber… wieso wollt ihr denn nicht helfen? Wenn die Dämonen die Städte angreifen, ist man doch auf eure Hilfe angewiesen!“ meldet sich Davino.

„Natürlich werden die anwesenden Abenteurer bei der Verteidigung helfen, aber sie können es auch sein lassen. Wir lassen uns nicht in einen Krieg reinziehen, zumindest wir hier im Raum nicht. Wenn andere Abenteurer helfen wollen, ok, aber wir haben einfach kein Interesse daran.“ sagte Melaine.

„Da… gibt es nur ein kleines Problem.“ meinte Miyu, nun bekam sie alle Aufmerksamkeit der Abenteurer. „Und das wäre?“ hakte Falko nach.

„Die Göttin hat noch eine weitere Warnung ausgesprochen. Es soll… ein Teufel auf der Welt leben, der Stärker sein soll als der Dämonenkönig. Leider… ging die Göttin nicht ins Detail, aber für mich ist scheinbar der Teufel eine größere Gefahr. Kaiserin Emilia hat Davino und mir gesagt, dass sich die Reichskanzlerin Sina darum kümmern wollte.“ berichtet Miyu und sofort drehen sich alle SSS-Abenteurer zur Sina.

„Stimmt das?“ fragte Louis und Sina nickte. „Jep, ich arbeite an der Teufelssache, aber solange es keine weiteren Hinweise zu ihm gibt, müssen wir halt solange warten, bis er irgendeine… Aktion macht, die man nicht übersehen und ignorieren kann. Die Details, die die Helden bisher gegeben haben sind ein bisschen… mager, da ist die Nadel im Heuhaufen zu finden schon einfacher.“

„Aha? Wenn du meinst?“ brummte Falco unzufrieden, aber nun mischte sich Davino nochmal ein. „Wartet, ihr wisst alle, was der Teufel ist? Bisher mussten wir den Leuten immer erklären, was er sein soll, weil es ihn scheinbar vorher nicht auf der Welt gegeben hat.“

„Wir wissen aus einer sicheren Quelle, was der Teufel ist, wenn ihr das wissen wolltet.“ sagte Neia geheimnisvoll.

Nun wirkten die Helden verloren, als Matthieu einen nächsten Versuch wagte und sich bewusst vor die Heldin Sina stellte.

„Ich… möchte mich entschuldigen, dass ich euch einfach so mein Schwert gezeigt habe. Irgendwie… war es rein instinktiv, so wie Gräfin Sherry es uns geraten hat…“ fing Matthieu an, als Sina ihre Hand hob.

„Moment, was hat Sherry mit euch zu schaffen? Ich dachte, sie ist nur zur ihrer Freundin Emilia gefahren?“ hakte Sina sofort nach und im Raum wurde es merklich wärmer.

„Sina? Warte doch einfach auf die Antwort von ihm, bevor… du wütend wirst.“ legte Lara eine Hand auf die Schulter von Sina. Der Raum bekam wieder seine normale Temperatur, aber die SSS-Abenteurer behielten alle Sina misstrauisch im Auge.

„Erm… Gräfin Sherry hat uns trainiert auf Anfrage des Königs. Er hat irgendeinen Deal mit ihr gemacht, als sie direkt aus Osnain gekommen ist, mehr weiß ich leider auch nicht. Nur dass sie das Training mit uns beendet hat, nachdem sie mitbekommen hat, dass ihr Tierra erschlagen habt und ist nach Fanfoss abgereist .“ antwortet Matthieu nervös.

„Ah? Ok, dann ist es ja in Ordnung.“ nickte Sina mit der Antwort zufrieden. „Hättest du ihm dann seinen Kopf abgeschlagen, wenn die Antwort nicht zufrieden stellend gewesen wäre?“ fragte Christopher sarkastisch.

„Beim dunklen Gott, nein. Was denkst du denn von mir? Ich bringe nicht irgendwelche Personen einfach so um.“ wehrte sich Sina.

„Und… was war mit dem Kalifen, als du ihn Brand gesetzt hast? Nicht das ich was dagegen hätte, aber manchmal geht deine sadistische Natur etwas mit dir durch, weißt du?“ kommentierte Lara.

„Meine liebe Schwester, ich freue mich schon, ein paar Flugübungen mit dir gemeinsam zu machen.“ lächelt Sina die Vampirin an. Alle wussten nicht, dass ein Vampir so blass werden konnte wie Lara in diesem Moment. „Aber scheinbar habe ich deine Rede unterbrochen.“ widmet Sina ihre Aufmerksamkeit wieder dem jungen Helden.

„Wie… ist denn eure Einstellung bezüglich gegen die Dämonen… auch hier muss ich mich entschuldigen, dass wir euch für einen Dämon gehalten haben, aber… in unserer Welt stellen wir uns Dämonen so vor wie ihr es mit… den großen Flügeln seid.“ fragte Matthieu.

„Ich war eins ein Mensch gewesen, aber ein gewisser Vampirkönig hat mich „verflucht“ sodass ich die Flügel bekommen habe. Aber das ist eh nun egal, weil meine Rasse nun Götterbestie heißt. Ich habe die Stärke solch einer Kreatur sowie Langlebigkeit.“ erklärt Sina nüchtern.

„Bezüglich der Dämonen werde ich mich zurücklehnen und abwarten, was wirklich passiert. Sollten die Dämonen meine Stadt angreifen, werde ich sie natürlich verteidigen, aber… eher suche ich einfach den Befehlshaber auf und erkläre ihm sachlich, dass sie die Finger von der Stadt lassen sollen. Glaub mir, ich habe es schon geschafft, dass sogar Untote sich vor mir fürchten. Vampire ebenso wie andere Monster, da werden die Dämonen weniger ein Problem sein.

So komisch es sich anhört, aber wenn ich ehrlich bin, ziehe ich eher einen Frieden vor. Ein Waffenstillstand wäre auch in Ordnung, das wäre zumindest der erste Schritt. Wenn man überlegt, hat es in der gesamten Geschichte nie einen Waffenstillstand oder ähnliches zwischen den Dämonen und den anderen Völkern gegeben.

Aber ich weiß aus guten Quellen, dass Dämonen Stärke akzeptieren und, ich will nicht hochmütig oder arrogant wirken, aber ich habe diese Stärke. Götterbestien gibt es einige auf der Welt und sie haben nicht umsonst ihre legendäre Stärke, auch wenn ich selbst eine von ihnen wurde.

Warum seid ihr so fixiert drauf, dass ein Krieg stattfinden könnte? Vorbereitung und Gegenmaßnahmen für einen Krieg sind in Ordnung und auch richtig, aber… irgendwie habe ich nicht den Eindruck, dass ihr euch vorstellen könnt, mit den Dämonen ins Gespräch zu kommen.“

„DAS ist eine Rede, die überzeugend klingt.“ merkte Louis an und die anderen Abenteurer nickten ebenso. Die Helden waren ebenso von der Rede erfasst und merkten, welches Charisma Sina ausstrahlte bei der Rede, wie die eines Politikers.

„Die Göttin… lehnte die Idee ebenso nicht ab, aber sie hat überhaupt keine Hoffnung gezeigt, dass man mit den Dämonen reden könnte, deswegen… ist die Vorstellung nicht wirklich hoch.“ merkte Miyu an.

„Könnt ihr die Knalltüte eigentlich kontaktieren? Ich habe da ein paar Fragen und die können nur entweder sie oder der dunkle Gott beantworten.“ fragte Sina.

„Bedauere, aber wir bekamen die Aufgabe und wurden dann fortgeschickt. Seitdem… hatten wir keinen Kontakt mehr und es scheint, dass die vergangen Helden dies ebenso nicht konnten, also mit der Göttin nochmal zu sprechen.“ erklärte Matthieu, wo er sich wundert, dass Lara nickte.

„Tja… dann muss ich wohl andere Wege finden, denn meiner Meinung nach sind nicht unbedingt die Dämonen das Problem auf der Welt sondern andere Wesen, aber das sollte nicht eure Aufgabe sein.“ sagte Sina das freundlich aber bestimmend. „Hört sich so an, als werden wir aber mit in das Problem gezogen.“ murmelt Melaine.

„Dafür sind wir doch alle Freunde oder?“ lächelt Sina die Abenteurer an, aber sie kannten alle dieses „Lächeln“, wo definitiv mehr dahinter steckte.

Matthieu ging traurig zu den anderen Helden zurück, ihm sind die Ideen ausgegangen, zumal Lady Sina sich noch weniger überreden lassen würde, als die anderen Abenteurer.

„Vielleicht gibt es noch eine Möglichkeit, aber vertraut ihr mir?“ fragte Amy nach langer Zeit ihre Kameraden. Davino, Matthieu und Miyu schauten sich abwechselnd an und nickten. „Ok, vielleicht wird… es gleich ein bisschen hässlich, aber ich will es nicht unversucht lassen.“

Amy ging wieder einen Schritt vor und die SSS-Abenteurer schauten sie neugierig an, als Amy dies sagte:

„Wir fordern euch zu einem Duell heraus!“

Kapitel 211

Ich bin wiedergeboren und das Treffen?

Eine königliche Kutsche kam in Fanfoss an der Abenteuergilde an. Die vier beschworenen Helden stiegen aus und mussten sich erst mal strecken.

„Puh, das war zwar schnell, aber… in so einer engen Kiste zu viert… ist irgendwie schon etwas ungemütlich.“ kommentierte Davino.

„Gewöhne dich daran, nur… hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn wir öfters eine Pause gemacht hätten.“ fügte Matthieu bei dem Kommentar hinzu.

„Hier soll doch Sherry leben oder? Ob wir sie vielleicht besuchen sollten? Nach ihrem Abschied haben wir uns an ihre Worte gehalten und sind irgendwie nochmal stärker geworden. Warum schaust du die ganze Zeit so erstaunt herum Amy?“ wundert sich Miyu.

„Ihr werdet es nicht glauben, aber hier laufen verdammt viele starke Personen herum. Zum Beispiel die Katzenfrau mit… eh… Drachenmädchen?“ staunte Amy und selbst die anderen Kameraden schauten erstaunt auf die Szene.

Eine Katzenfrau in Maiduniform wird von einem Drachenmädchen begleitet, dass in einem Kimono steckte. Die Bewohner von Fanfoss schenkten ihnen nicht wirklich viel Aufmerksamkeit, als wären sie von den beiden gewohnt, sie öfters zu sehen. „Warte… trägt das Mädchen ein Kimono?!“ wundert sich Miyu sofort.

„Das ist doch, was ihr Japaner tragt oder?“ fragte Davino und Miyu nickte. „Das stimmt, aber… das erstaunt mich jetzt schon ein bisschen.“

„Überlegt doch. Wie viele beschworene Helden sind auf diese Welt gekommen? Glaubst du nicht, dass sie ihr Wissen hier weitergegeben haben? Zumindest ich würde es tun, wenn ich überhaupt irgendwas interessantes weiß, aber irgendwie wurde ich nicht so wirklich gefragt.“ Matthieu

„Auf jeden Fall spielen die zwei in einer Liga, der Sherry am ehesten kommt. Ihre Werte sind alle mindestens vierstellig, bei dem Drachenmädchen sogar fünfstellig. Ich wusste nicht, dass man so hoch kommen kann.“ Amy

„Wir werden sie vermutlich nicht… besiegen können oder?“ Davino

„Nicht mal ansatzweise. Selbst Sherry hat nie ihre gesamte Kraft gegen uns eingesetzt, nur bei der Verteidigung der Hauptstadt, wenn überhaupt.“ Amy

„Aber Amy… glaubst du, dass es das Drachenmädchen ist, was General Simon damals meinte, dass Lady Sina so schnell wie möglich nach Fanfoss wollte?“ Matthieu

„Keine Ahnung. Ich möchte jetzt auch nicht unhöflich sein und sie danach fragen.“ Amy

„Dann… sollten wir mal in die Gilde reingehen oder? Der König hat ja gesagt, dass wir zuerst mit dem Gildenmeister sprechen sollen.“ Miyu

Die Helden taten dies und kamen vor lauter Staunen nicht heraus, als sie im Eingangsbereich eine riesige Spinnenfrau stehen sahen, die hinter zwei sehr stylischen Zwillingen stand.

„Eh… langsam bin ich ein bisschen überfordert, aber sollte die Spinnenfrau… da nicht ein Monster oder so sein, wenn ich den Lehrer richtig verstanden habe?“ Davino

„Die Zwillinge sehen ja mal schön aus, aber warum sind sie so blass? Sind sie so selten draußen in der Sonne?“ Miyu

„Das… sind Vampire.“ Amy

„Was?! Dachte das sie sich nicht tagsüber aufhalten können?“ Matthieu.

„Nicht nur sie, einige andere sind hier ebenso Vampire.“ füge Amy hinzu, als eine Rezeptionistin auf sie zu kam.

„Ich grüße euch. Ihr seid das erste Mal hier oder? Mein Name ist Prashi und bin eine der Mitarbeiterinnen der Gilde. Kann ich euch vielleicht helfen?“ stellte Prashi sich höflich vor.

„Erm… ist das normal, das hier so viele Monster sind? Nichts für ungut, aber man hat uns beigebracht, das Vampire und… die Spinnenfrau da drüben zu den Monstern zählen die eine Gefahr für die Zivilisation sind.“ fragte Miyu nervös.

„Aber ja. Wir sind die einzige Abenteuergilde, die Vampire und ähnliches in unsere Gesellschaft integrieren. Es ist ein Projekt von Lady Sina und ich muss sagen, besser konnte es nicht gehen. Die Vampire passen sich unseren Regeln an und Nea… „KLIRR“ versucht es „GIB UNS DIE MONSTERSTEINE ZURÜCK!“ zumindest „SONST BEKOMMST DU NUR ÄRGER!“ ein „NEIN!!!“ bisschen…“ bildete sich eine Zornesader auf der Stirn von Prashi.

Prashi drehte sich um und sah wieder das übliche Chaos an der Rezeption von Tio und Mio. Scheinbar haben Abenteurer wieder neue Monstersteine mitgebracht und diese haben die Neugier von Nea erweckt, so dass sie die Monstersteine aus den Händen der Zwillinge genommen hat.

Nun klemmt Mio hinter dem Rücken von Nea die Hände fest, damit Tio die Steine entnehmen kann, aber es… sieht nur chaotisch aus. Prashi hustet einmal in einer Lautstärke, dass die Drei es mitbekamen, ihre Gesichter wurden blass und wurden auf einmal sehr artig.

„Wir arbeiten zumindest noch daran.“ lächelt Prashi den Helden zu, die die Szene mit großem Interesse verfolgt haben. Prashi hat die Vermutung dass die Abenteurer absichtlich immer zu den Zwillingen gehen, um das Chaos bewusst zu provozieren, weil die Szene manchmal einfach nur komisch ist.

„Ah… scheinbar habt ihr zumindest einen sehr großen Einfluss, denn wenn ich ihre Werte so betrachte, wundert es mich, dass sie… hier arbeiten?“ meinte Amy.

„Mit einem Papierfächer und ein Schlag zur rechten Zeit kann manchmal das Denkvermögen erhöhen, außerdem wissen die Drei, sollten sie an irgendjemanden Hand anlegen, bekommen sie es mit Lady Sina zu tun und das will nun wirklich keiner.“ lächelt Prashi weiter.

„Erm… bevor wir das vergessen, aber wir wurden von dem König aus Efrana geschickt, um mit dem Gildenmeister zu sprechen.“ lenkte Matthieu wieder auf das eigentliche Anliegen zurück.

„Ah? Ah! Verstehe, wenn ihr mir folgen würdet?“ lächelt Prashi wissend und führte die Helden zum Büro des Gildenmeisters. Dabei gingen sie an den drei Störenfrieden vorbei. Sie starrten die Helden so intensiv an, als würden sie sie fressen wollen.

„Sind das nicht…?“ „Jep, das sind welche…“ kommentierten die Zwillinge, während Nea sie nur rein instinktiv im Auge behielt.

„Wie… meinen sie das?“ wundert sich Davino und Prashi erklärte es ihnen: „Die Zwillinge Mio sowie Tio haben beide die Fähigkeit „Analyse“ und wissen immer sofort, wie stark eine Person ist. Sie sind schon eine sehr große Bereicherung für die Gilde, zumal sie auch die Abenteureranfänger trainieren.“

„Huch? Irgendwie… ist die Stadt immer absurder.“ murmelt Miyu. „Das ist normal, wenn man das erste Mal in der Stadt ist, aber man gewöhnt sich schnell daran. Hier gibt es noch weitere außergewöhnliche Personen, aber das werdet ihr noch früh genug herausfinden.“ meinte Prashi geheimnisvoll.

Sie klopfte an die Tür und ein leises „Herein“ konnte man hören, dann öffnete Prashi die Tür und ging mit den Helden in das Büro zum Gildenmeister.

„Gildenmeister, dass sind die erwarteten Gäste vom König.“ stellte Prashi die vier Helden vor. Im Büro war nur Ma Shi anwesend, der hinter dem Schreibtisch auf einem Bürostuhl saß. Die Helden waren erstaunt, dass der alte Gildenmeister so asiatische Gesichtszüge hatte sowie einen langen weißen Bart trug.

„Ah… wie schön. Nehmt doch Platz“ stand Ma Shi auf und bot ihnen Sitzplätze an. „Soll ich…?“ fragte Prashi und der Gildenmeister nickte. „Dann lass ich euch alleine.“ verabschiedet sich Prashi und schloss die Tür.

„Wenn ich mich vorstellen dürfte, ich bin Ma Shi und der Gildenmeister dieser Abenteuergilde. Der König hat mir sein Anliegen vorgelegt und… ihr könnt eigentlich von Glück reden, dass die stärksten Abenteurer sich alle in dieser Stadt aufhalten.

Nur Lady Sina ist scheinbar noch auf der Rückreise, aber ich habe gehört, dass sie in der Stadt Besma gesehen wurde, die auf Vurdinia liegt. Wenn… ihr wirklich sehr dringend mit ihr sprechen wollt, werdet ihr wohl gezwungenermaßen einige Zeit in Fanfoss bleiben müssen. Aber eins nach dem anderen.“ stand Ma Shi vor den Helden.

„Erm… ich stell uns eben vor. Das hier ist Davino, Matthieu, Miyu und mein Name ist Amy. Wir haben uns geeinigt, dass ich für uns alle sprechen soll. In erster Linie bedanke ich mich, dass ihr die Zeit für uns opfert und ein Treffen mit den Stärksten organisiert habt.“ stellte Amy alle vor.

„Ho ho. Ich frage mich, ob ihr was erreichen werdet. Ich glaube, dass Sherry euch das vermutlich schon gesagt hat, ich wiederhole es vorsichtshalber noch mal.

Wir Abenteurer enthalten uns grundsätzlich aus Kriegen aller Reiche, sei es Menschenreiche, Elfenreiche oder Zwergenreiche. Dazu zählt aber auch das Reich der Dämonen. Wir nehmen bewusst eine neutrale Position ein.

Ich werde nicht abstreiten, dass wir gewisse Aufträge gegen Dämonen angenommen haben, aber das ist die Entscheidung einzelner Abenteurer. Wir werden uns also nicht am Krieg beteiligen und ziehen eher eine Koexistenz vor, egal wie unmöglich sie auch sein mag.“ Ma Shi

„Eh… ich dachte irgendwelche Abenteurer hätten eine Armee aus Tuzato zerstört? Eine komische Einstellung, wenn ihr euch nicht an Kriegen beteiligt.“ Davino

„Ah, nun das liegt daran, dass die Armee ihre Waffen gegen diese Abenteurer erhoben haben, weil einer von ihnen ein Vampir war. Da sind wir sehr deutlich.

Wer Hand gegen uns erhebt, muss damit rechnen, dass wir zurückschlagen. Glücklicherweise gab es genug Zeugen, die bestätigen können, dass die Armee zuerst die Abenteurer angegriffen haben.“ Ma Shi

„Aber gleich die gesamte Armee? In unserer Welt hätte kein Anwalt dies als Notwehr verkaufen können.“ Matthieu

„Nun… die drei haben es vielleicht ein bisschen übertrieben, aber wo kein Kläger, da kein Richter oder?“ grinste Ma Shi spitzbübisch.

„Eh… lass uns lieber das Thema wechseln. Die… stärksten Abenteurer, gibt es… irgendetwas zu beachten, wenn wir mit ihnen sprechen? Also Etikette oder ähnliches?“ Miyu

„Hmm sie legen nicht unbedingt wert auf Etikette, aber einen gewissen Respekt sollte man ihnen trotzdem zollen. Sie sind nicht einfach so die stärksten Abenteurer geworden, sondern haben sich das hart erarbeitet und ihre Stärke ist ebenso sehr real.

Aber… ich warne euch besser vor, dass sie euer Anliegen ablehnen könnten. Ich hatte nun tatsächlich ein bisschen mit ihnen allen zu tun gehabt und… naja… ihre Einstellung ist gewöhnungsbedürftig.“ Ma Shi

„Irgendwie… ist es, als würden wir mit einer Wand reden?“ Davino

„So schlimm ist es auch wieder nicht. Sie zeigen wenigsten eine Neugier, da ihr vier beschworene Helden seid. Früher wäre ihnen das sogar egal gewesen, wenn Lady Sina ihnen allen nicht in den Hintern getreten hätte.“ Ma Shi

„Wieso habe ich den Eindruck, das Lady Sina irgendwie überall immer ihre Finger im Spiel hat? Wenn ich an einige Computerspiele denke, sind es meisten diese Personen die Endgegner im Spiel. Nicht das ich Lady Sina als Bösewicht darstellen will, aber…“ Amy

„Ich verstehe was ihr meint, aber wenn ich ehrlich bin? Dank ihr gibt es wieder Bewegung auf der Welt, die es dringend nötig hatte. Für mich ist Lady Sina auch eine gute Freundin. Sie macht zwar immer wieder unnötige Arbeit und Chaos, aber… ich bin froh, dass sie erschienen ist.“ Ma Shi

„Gerüchteweise soll sie es auch mit dem Dämonenkönig aufnehmen können, aber… irgendwie ist sie ebenso eines der legendären Monster geworden.“ Matthieu

„Da kann ich leider nicht weiterhelfen, weil Lady Sina bisher noch nicht hier war um zu erklären, was es mit der Götterbestie auf sich hat, die als zweite Anzeige kam. Vermutlich könnte sie es mit dem Dämonenkönig aufnehmen, denn seine Stärke wird der einer Götterbestie gleichgesetzt.

Nur weiß ich aus erster Hand, dass Lady Sina ihre Hand nicht gegen die Dämonen erheben wird, sondern dass sie eher versuchen würde, dass es einen Frieden zwischen den Völker auf der Welt geben soll.

Sollten die Dämonen aber trotzdem diese Stadt angreifen wollen, wird Lady Sina sie schon verteidigen, aber mehr auch nicht. Vielleicht hat Prashi es schon erklärt, aber durch Lady Sina werden Monster in unsere Gesellschaft intrigiert, warum sollte es mit Dämonen, die doch zivilisierter sein sollten, nicht auch gehen?“ Ma Shi

Auf einmal klopfte es an der Tür und Prashi erschien: „Sie sind alle im Konferenzraum und warten auf die Gäste.“

„Egal was passiert, aber… reizt die Abenteurer nicht, ok?“ warnte Ma Shi die Helden noch, als sie vom Gildemeister in den Konferenzraum geführt werden. Je näher sie dem Raum kamen, desto nervöser wurden die Helden und Davino flüstert den anderen noch zu: „Sag mal… bin ich es, oder spürte ich da eine Aura?!“

„Ich… spüre es ebenso. Man kann jetzt schon sagen, dass sie alles bisher bekannte übertreffen…“ flüstert Matthieu zurück und die Damen nickten.

Die Tür wird geöffnet und dort saßen die stärksten Abenteurer der Welt.

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