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Kategorie: Novel 1: Ich bin wiedergeboren? Seite 37 von 71

Kapitel 336

Ich bin wiedergeboren und der Vertrauenstest?

„Es ist schön dich wieder zu sehen Sina.“ grüßte der König Karl-Horst seine Freundin. Ihm ist nicht entgangen, dass Sina sich wieder komplett verändert hat.

„Die Freude liegt ganz auf meiner Seite. Du solltest dich ein bisschen mehr ausruhen Karl, dein Augenring wird immer dunkler.“ lächelt Sina ehrlich. Beide saßen im Privatzimmer des Königs, denn… Karl-Horst hat einige wichtige Fragen.

„Das ist der Stress. Vermutlich hast du es schon mitbekommen, denn vor einige Zeit habe ich mich mit Kaiserin Emilia den restlichen Fürsten und Königen getroffen. Das war ein Schock gewesen mitten in der Versammlung deinen Namen zu lesen, dass du wieder eine Götterbestie getötet hast.“ schmunzelt der König.

„Kann ich mir vorstellen, zumal das eine der verbannten Götterbestien war, die ich getötet habe. Dieser ist Schuld, warum ich nun meinen Knochenschwanz habe… er heißt übrigens Knochi und lässt sich wirklich gut kontrollieren.“ wedelt die Schwanzspitze hin und her. „Alwin hatte seinen Spaß schon gehabt.“

„Und deine… rechte Hand? Ich kann mich nicht erinnern, dass sie… so deformiert ausgesehen hat. Es wirkt eher wie eine Klauenhand.“ zeigte der König auf die Hand.

„Ein nachträgliches Geschenk von Titanus, diesmal haben aber die Götter ihre Finger im Spiel. Da lag morgens ein Paket mit einem Zettel vor der Tür, wo drauf stand: „Danke“. Dabei war diese Murmel aus Diamant, die sich sofort in meine rechte Hand rein schoss und nun siehst du das Ergebnis.

Was war ich angefressen, da war ich mit meinem Schwanz besser dran. *seufz* Habe das Gefühl, dass ich immer… mehr zu einem Monster mutiere.“ wurde Sina nun traurig.

„Sina… ich würde gerne mit dir was wichtiges besprechen.“ wurde der König nun sehr ernst und wunderte sich als Sina einen eigenartigen Kompass rausholte.

„Nur zu, ich will nur eben meinen Kompass einstellen, dass ich deine Burg immer sofort finde.“ lächelt Sina wieder, aber ahnte schon was kommt.

„Dein Bericht… über diese verschollene Prinzessin der Dämonen. Selbst die Helden fanden es sehr merkwürdig, aber ich wollte es lieber alleine mit dir besprechen. Deine Stärke sowie eigenartigen Kenntnisse über die Welt… hat kein Mensch. Gab es früher schon nicht, das wird es jetzt auch nicht geben.

Kein Mensch hat bisher eine Götterbestie getötet, bis du auf einmal erscheinst. Nicht nur das, nun hast du die dritte Götterbestie getötet… und bist scheinbar auch irgendetwas anderes geworden.

Falls das mit „Hope“ dich verletzt hat, dann bitte ich um Verzeihung, denn ich würde gerne dein Vertrauen haben. Aber du musst mir dann auch vertrauen, verstehst du?

Erst dieser Bericht, dann deine Schwester Kyllia, selbst… dein Aussehen nimmt immer mehr dämonische Formen an, auch wenn ich bisher keinen Dämonen in der Geschichte gefunden habe, der deinen Flügeln am ähnlichsten kommt. Zusätzlich nun dein Schwanz mit deinem Arm?

Meine Kinder vertrauen dir voll und ganz, ich möchte das auch, aber ich möchte… von dir die gesamte Wahrheit wissen.“

„Eine verstorbene Freundin meinte einst, ich vertraue allen, aber auch niemanden. Man hat mir schon immer gesagt, dass ich Probleme mit dem Vertrauen habe, aber… besser konnte man mich nicht beschreiben mit diesem Satz.

Karl, rein hypothetisch, wenn ich sagen würde, das ich eine Prinzessin der Dämonen „wäre“, was würde sich denn für uns ändern? Du kannst nicht abstreiten, dass eine Veränderung stattfinden wird, zumal dein Reich als erstes mit den Dämonen konfrontiert wird.“ war Sina zufrieden mit ihrem Kompass und legte ihn wieder in ihr Inventar.

„Keine Ahnung, ehrlich. Ich sehe dich immer noch als Freundin an, aber ich müsste dann nach deinen Motiven fragen, warum du dich gegen dein Volk stellen würdest.“ grübelte der König kurz.

„Eine interessante Frage oder? … Weißt du, ich werde dein Vertrauen auf die Probe stellen. Einst sagte ein weiser Herrscher, Vertrauen ist gut, stell es auf die Probe.

Keine Sorge, selbst wenn du einige… Dinge mehr über mich erfährst, so brauchst du dir keine Sorgen machen… dass ich Hand an Alliancia legen werde.“ holte Sina eine Identifikationsbrille aus ihrem Inventar raus. „Du weißt, was es für Brillen sind?“

„Ja, ich selber habe bisher noch keine benutzt, aber was… genau möchtest du denn machen?“ wundert sich der König.

„Setzt sie einfach auf und schau meinen Status an. Vermutlich hast du schon über Umwege… von meinen Werten gehört, aber nun kannst du sie mit deinen eigenen Augen sehen.“

Dieser seufzte nur und setzte die Brille auf… dabei staunte er nicht schlecht, als der König alle Werte von Sina sah.

„Bei der Göttin… kein Wunder, dass du eine Armee nach der anderen besiegen konntest. Mit diesen Fähigkeiten sowie Attributen?“

„Karl-Horst, das was du da siehst… ist nur eine Fälschung. Ich gebe zu… das ich einst die Prinzessin der Dämonen „war“, aber… etwas hat sich geändert.“ nahm Sina ihre Ohrringe ab, wo nun der König alle originalen Werte sehen kann… und sehr schnell blass wurde.

„Emilia kennt mein Geheimnis ebenfalls und es war ihr ehrlich gesagt sogar egal gewesen. Laut ihrer Worte sieht sie mich weiterhin als eine Freundin an, eher sogar ein bisschen als große Schwester.“ schmunzelt Sina.

„A… aber Sina. Ich ignoriere… nur deine Attribute, denn diese sechsstelligen Zahlen sind… für mich leider… zu unverständlich, aber dein Titel „Dämonenkönigin“, den kann ich nicht ignorieren!“ nahm der König seine Brille runter, er hat genug gesehen.

„Das kann ich mir vorstellen, aber ich bekam den Titel gegen meinen Willen. Würdest du meine Geschichte dazu anhören?“ war Sina in keinster Weise beunruhigt.

„Besser… ist das.“ nickte der König und Sina erzählte dem König, wie sie in die Vergangenheit kam und der damaligen beschworene Heldin unter die Arme gegriffen hat bis zur Schlacht gegen die Dämonen. Mithilfe ihrer Illusion zeigte sie ihren Kampf gegen den Dämonenkönig Rarkas und wie sie dann im Kampf gegen die Götterbestie Cimmeris auf einmal den Titel „Dämonenkönig“ bekam.

„Im Kampf wurde ich wieder zurück in diese Welt geholt, dabei nahm ich Cimmeris mit. Aber dieser Wolf wurde nur von der Götterbestie übernommen und war in Wirklichkeit Siremmic, den Rest hast du ja schon erfahren.

Ja, momentan gibt es zwei Dämonenkönige auf der Welt und einer sitzt vor dir. Der andere Dämonenkönig ist mein Vater Mephisto.“ beendet Sina ihre Erklärung, scheinbar ist viel Zeit vergangen.

Der König hat Sina nicht einmal unterbrochen und nur zugehört, seine Blässe ist verschwunden und nun sitzt er grübelnd in seinem Sessel.

„Wenn du „Hope“ wieder haben willst, gebe ich ihn dir, denn… wenn man es nüchtern betrachtet, bin ich ja mehr oder weniger eine Königin.“ schmunzelt Sina.

„Behalte ihn. Königin Sina…“ wollte der König irgendetwas sagen, aber Sina hob eine Hand hoch. „Bitte… ich bin immer noch die Abenteurerin Sina. Ich gebe zu, dass ich nicht immer offen war zu dir und den anderen Menschen.

Aber ich habe keinerlei Machtbefugnisse als Dämonenkönigin, die hat nur mein Vater. Erstens weil er vor mir Dämonenkönig ist und weil ich seine Tochter bin. Erst… wenn ihm was passieren wird, bekomme ich die volle Kontrolle der Dämonen.

Du erinnerst dich an den einen Abend, wo ich die wahre Bedeutung von „Hope“ kennengelernt habe? Das war einer der Gründe, warum ich diese Macht nicht haben wollte.“

„Hmm… verstehe so langsam, was du meinst, dass eine Veränderung zwischen uns stattfinden wird. Nur… hast du es wirklich alles so geschickt eingefädelt, dass du weiterhin unbesorgt durch die Welt wandern kannst.

Sina. Kann ich dir weiterhin vertrauen, dass du dich um meine Kinder kümmerst, wenn mir was passiert? Ich weiß, dass du Themba gerne ärgerst, aber du machst dir als Dämonin irgendwie auch Gedanken, dass es ihnen gut geht.“

„Deine Tochter wird mir vermutlich bis zum Lebensende auf die Nerven gehen, aber ansonsten, ja. Daran hat sich seit unserem gemeinsamem Abenteuer nicht viel geändert.“ nickte Sina und die Schwanzspitze tat dasselbe. Die Dämonenkönigin legte ihre Ohrringe wieder an und nahm die Brille wieder in ihr Inventar auf.

„Nun kommen wir zu deinem Motiv. Warum hilfst du uns eigentlich? Mit deiner Stärke… hätten die Dämonen uns einfach überrannt, selbst mit den vier Helden.“

„Weil ich einen Frieden zwischen meinen Volk und deinem Volk erreichen möchte. Leider hat sich bei den Dämonen… so viel Hass angesammelt, sie würden nicht mal das Wort verstehen. Dieser dumme Hass… wäre er nicht da, wäre so vieles einfacher.“

„Frieden… mit den Dämonen? Ich kann es mir mit einzelnen Dämonen irgendwie vorstellen, du und deine Schwester sind ja die besten Beispiele, aber das gesamte Volk?“ zweifelt selbst der König.

„Das gesamte Volk. Den Krieg kann ich nicht verhindern und du hast recht, die Dämonen sind in alle ihrer Gefangenschaft viel stärker geworden, sie würden euch wahrlich überrennen. Weswegen glaubst du denn, warum ich dir und den anderen so helfe?

Die Helden… sehen das ein bisschen anders und ich habe den Eindruck, dass sie sogar gegen mich vorgehen, was ich ein bisschen dumm finde. Bin ich halt ihr Bösewicht, das hält sie zumindest fit.

Mein Ziel als… Dämonenkönigin ist es tatsächlich, dass wir irgendwann in der Zukunft miteinander in Harmonie leben. Doch so schön es sich anhört, umso schwerer ist es, dies umzusetzen.

Zusätzlich… selbst wenn dieser Krieg stattfindet oder nicht, haben wir das Problem mit den verbannten Götterbestien. Solange… sie noch in ihren Gefängnissen sind, haben wir vor ihnen Ruhe, aber das trifft nicht auf Exos zu, dem Anführer dieser Bande.

Deswegen bin ich froh, dass wir jetzt schon einen von ihnen aus dem Weg geräumt haben, aber die Kämpfe werden wohl immer heftiger. Kannst du dir vorstellen, dass ich mit meinen sechsstelligen Zahlen richtige Probleme habe gegen eine Götterbestie?

Um einen Frieden zu bewerkstelligen muss ich die verbannten Götterbestien alle töten, denn diese werden unsere Welt heimsuchen, da ist der kommende Krieg tatsächlich ein Witz. Das… wurde irgendwie zu meiner Lebensaufgabe…“ fiel Sina in den Sessel rein.

„Deswegen die Geheimniskrämerei… Du hast es wirklich nicht einfach oder? Was… ist eigentlich dein eigener Wunsch?“

„Mit Sherry gemeinsam die Welt bereisen ohne irgendwelche… Probleme auf den Schultern zu haben. Einfach… den Kopf abschalten und mit der Liebsten all die wunderschönen Dinge auf der Welt bestaunen.

Ich habe ein Zuhause, wo ich mich richtig wohl fühle. An Gold mangelt es mir ebenfalls nicht und überall habe ich Einfluss auf Alliancia. Mir hat ein Vampirkönig vorgeworfen, ich strebe nach der Weltherrschaft, aber daran habe ich kein Interesse, verstehst du?

Ich habe nichts gegen Action und ähnliches, aber… ich muss sagen, meine Abenteuer in der Vergangenheit… war genau das, was ich mir irgendwie immer gewünscht habe. Nur leider ohne Sherry…

Den Titel als Dämonenkönig habe von dem dunklen Gott bekommen. Scheinbar… werden noch unruhige Zeiten kommen, wenn die Götter sich einmischen. Ich warte immer noch darauf, dass die Pfeife sich bei mir meldet und sich erklärt, was ich mit diesem scheiß Titel machen soll.“

„Vermutlich kennt Gräfin Sherry dein Geheimnis?“

„Das ist richtig und auch einige Personen mehr. Es ist eine Bürde, die kann eine einzelne Person nicht tragen, selbst ich nicht. Ich kann wirklich sagen, dass sind Freunde, auf die ich mich verlassen kann. Das trifft sogar auf Emilia zu, die sich um meine Schwestern kümmern wird, wenn die Barriere fällt denn… sie werden alle von meinen Vater ziemlich übel schikaniert.

Doch… wie sieht unsere Freundschaft aus? Ich werde im Krieg wenn nur die Stadt Fanfoss beschützen, mich aber ansonsten enthalten. Selbst gegen die Helden werde ich… nur bedingt was machen, sie brauchen mich ja als ihren Bösewicht.“ schmunzelt Sina, wurde aber sehr schnell wieder ernst.

Der König schaute ihr sehr lange in die Augen und sagte nichts, bis er irgendwann zu einer Entscheidung gekommen ist.

„Ich werde dich weiterhin als Freundin betrachten. Deine Motive sind für mich verständlich und du kümmerst dich um meine Kinder, einen besseren… Paten für sie werde ich nirgends finden.

Deine Freunde sind vermutlich alle SSS-Abenteurer, irgendwie… verstehen sich die exzentrischen Personen miteinander alle besser als mit normalen Personen. Sie unterstützen dich ja sogar, irgendwie muss man das ja auch anerkennen.

Doch rechne damit… das man irgendwann deinem Geheimnis auf die Spur kommt. Nicht von mir, dass verspreche ich, aber die Helden sind nicht wirklich gut auf dich zu sprechen, irgendwann… werden sie dich bloßstellen und was dann?“

„Sollen sie es doch. Letztendlich bin ich eine SV-Abenteurerin und dort kann sich jede Rasse als Abenteurer anmelden. Selbst meine Arbeit kann man nicht abstreiten, die ich bisher erledigt habe. Man muss sich die Frage stellen, „was wäre wenn“.

Wenn ich die Untotenarmee nicht aufgehalten hätte, deine Kinder nicht beschützt hätte, den Krieg mit Osnain nicht unterbunden hätte und und und. All das widerspricht sich ja mehr oder weniger, was die Dämonen normalerweise tun würden.

Vielleicht kommt der Tag, da werde ich offen und ehrlich alles zugeben. Ich werde das gesamte Volk von Alliancia selbst entscheiden lassen, wie sie mit mir später umgehen wollen. Es wird viel Theater geben, dass lässt sich nicht abstreiten, aber…

Kaiserin Emilia wird mit hoher Wahrscheinlichkeit als erste führende Person sagen, dass ich weiterhin als Kanzlerin arbeiten werde. Für die Abenteurer wird es zwar ein Schock sein, aber es hat sich ja mittlerweile ziemlich herumgesprochen, dass die Vampire dort anerkannt werden und durch Kyllia nun ein paar Dämonen.

Ich habe nicht ohne Grund in dem Bericht über die verschollene Prinzessin geschrieben, weil ich damit rechne, dass die Helden irgendetwas machen oder auch andere feindlich gesinnte Personen.“ dachte Sina an einen bestimmten Vampirkönig.

„Du bist wirklich sehr erstaunlich, weißt du das? Vermutlich hast du es schon von mehreren Seiten gehört.“ grinste der König. „Ich bin dir dankbar… über deine ehrlichen und offenen Worte. Schade, dass wir die Helden irgendwie nicht einweihen können, sie werden es vermutlich nicht verstehen. Übrigens… deinen Teufel habe ich auch gelesen?“ hob der König eine Augenbraue hoch.

„In der Tat, ich bin der Teufel. Letztendlich ist das nur ein Titel, den ich bekommen habe, nachdem ich die erste Götterbestie getötet habe. Leider kann ich dir nicht sagen, was es mit dem Titel auf sich hat, den Grund kennen nur die Götter, aber die halten ja irgendwie alle Abstand von mir.“ nickte Sina.

„Verstehe. Damit du deine Ruhe hast, hast du die Aufgabe übernommen mit dem Teufel, eine sehr interessante Taktik. Es ist schon sehr dunkel geworden, das Gespräch hat sich wohl in die Länge gezogen. Wie wäre es wenn du wieder hier schläfst? Die Kinder werden sich bestimmt freuen.“ bot der König an.

„Hm… Warum nicht. Kann zwar im dunkeln sehen, aber eine Nacht mit deinen Kindern kann ich schlecht ablehnen.“ lächelt Sina und der König ebenfalls. Gemeinsam standen sie auf und verließen das Zimmer…

Als im Flur ein Geräusch kam, wo Sina reflexartig hinschaute. „Lady Lilith?“ „Ja?“ antwortet Sina und drehte ihren Kopf wieder um, dabei sah sie Miyu stehen.

Beide starrten sich kurz an, als Sina merkte, dass sie reingelegt worden ist. „Verstehe…“ wurden die Augen von Sina sehr kalt.

„Wer ist Lilith?“ wundert sich der König. Sina hat zwar die Geschichte erzählt, aber nicht die genauen Details. „Und was macht ihr hier?“

„Lady Lilith ist eine Person, die in der Vergangenheit der Heldin Sakura geholfen hat im Kampf gegen die Dämonen. Aber ich glaube, für weitere Geschichten ist es wirklich zu spät.“ erklärte Sina, als Miyu den Mund aufmachen wollte.

„Stimmt, suchen wir meine Kinder auf und geben ihnen die tolle Neuigkeit weiter.“ ignorierte der König Miyu und ging mit Sina über den Flur weg. Was er nicht mitbekam war, dass der Knochenschwanz auf Miyu zuraste, bis die Spitze fast vor dem Auge zum Stillstand kam.

Sina drehte ihren Kopf um und legte einen Zeigefinger auf den Mund, danach machte sie eine Geste um den Hals. Übersetzt: „Halt den Mund oder du stirbst.“

Miyu fiel zitternd auf ihre Knie und nickte nur, aber Sina ist da schon längst mit dem König um die Ecke verschwunden, dann hörte man sie kurz lachen.

„Wow… Lady Sina war nicht erfreut gewesen, dass man sie darauf angesprochen hat.“ kam Davino mit Amy aus dem Versteck raus. Der Plan war es gewesen, Sina abzulenken und von hinten mit dem falschen Namen anzusprechen. Dabei wollte man die Reaktion der Frau beobachten.

„Ich… werde nie wieder einen Plan von dir mitmachen. Sie hätte mich wirklich töten können, wenn sie es gewollt hätte, selbst im Beisein des Königs!“ zittert Miyu.

„Ja, es tut mir leid. Nun wissen wir, wer Lady Sina in Wirklichkeit „war“. Damit haben wir den letzten Zweifler vermutlich überzeugt.“ schaute Davino Matthieu an, der das Geräusch gemacht hat.

„Und… was haben wir bei der Aktion nun gelernt?“ kam die Frage des Franzosen.

„Tja… laut dem Brief kann diese Frau uns stärker machen, aber so feindlich wie sie uns gesinnt ist?“ zuckte Davino die Schulter.

„Vielleicht können wir aus dem Buch herausfinden, welches Training die Heldin Sakura gemacht hat, dann können wir das ja nachahmen.“ schlug Amy vor.

„Hoffentlich sehen wir Lady Sina nicht mehr so schnell wieder…“

Etwas später:

Der König mit seinen Kinder sowie General Simon, Ritter Friedrich und Ralph saßen an einem langen Tisch, dabei waren Lady Sina mit den vier beschworenen Helden anwesend.

„Lady Sina wird uns heute Gesellschaft leisten, vielleicht könnt ihr euch ja ein bisschen näher kennenlernen.“ lächelt der König.

„Oh ja, darauf freue ich mich schon.“ lächelt Sina ebenfalls, aber ihre Augen sagten komplett was anderes. Ähnliches wie die eines Schlächters, wie er sein Tier ausweiden will.

Die Helden schluckten alle nur schwer.

Nebengeschichte 12.

Ich bin wiedergeboren / Nebengeschichte 12

Amy ging sofort in ihr Zimmer mit dem Brief und dem Buch, das sie von Lady Sina bekommen hat. Als die Tür hinter ihr zufiel, spürte Amy sofort die Erleichterung von ihrem Körper fallen.

„Puh… scheinbar… muss ich wirklich irgendwie… dieser Frau aus dem Weg gehen.“ hielt Amy eine zitternde Hand vor ihre Augen. „Aber was stimmt mit ihren Werten nicht. Sie nehmen eine Summe an, dass man sie überhaupt nicht mehr bekämpfen kann.

Dann auch noch ihre vielen Fähigkeiten, selbst eine Armee hätte keine Chance gegen sie. Wir sollen uns nicht als Feinde betrachten? Lady Sina macht es sich wirklich einfach…“ murmelt Amy.

Die Heldin setzte sich aufs Bett und hielt den Brief vor ihre Nase: „Frage mich, ob es ein Trick von der Frau ist…“ und öffnete ihn.

„Hallo Helden aus der Zukunft,

mein Name ist Sakura Korosuki und stamme wie ihr aus der anderen Welt. Ich selber bin eine geborene Japanerin und meine Heimat liegt in Tokio in einem kleinen Viertel. Aus welchem Jahr… ich „verschwunden“ bin, weiß ich leider nicht mehr.

Nur das die Göttin mich aus einer sehr miesen Lage befreit hat und mich in diese Welt geschickt hat, mit der Aufgabe den Dämonenkönig zu töten.

Ich bin jetzt 86Jahre alt und habe diesen fürchterlichen Dämonenkönig schon lange besiegt. Meine Geschichte wie ich es geschafft habe oder ähnliches schreibe ich nicht nieder, denn jeder beschworene Held wird seine eigene Geschichte geschrieben. Und ich bin schon sehr lange verstorben, wenn ihr diesen Brief in den Händen haltet.

Nun wundert ihr euch bestimmt, wie ein Held vor langer Zeit über euch vier Helden Bescheid weißt, das kann ich leider nicht sagen, denn mich binden mehrere Eide. Finde ich persönlich nicht schlimm, vielleicht findet ihr es ja selber heraus, wie ich an dieses Wissen gekommen bin.

Nun kommen wir zu der wichtigsten Frage: Warum dieser Brief?

Vermutlich seid ihr in einem sehr turbulentem Zeitalter, wo die Dämonen noch in ihrer Barriere gefangen sind und große Monster auf der Welt randalieren. Dabei trainiert ihr vermutlich, um euch mit ihnen messen zu können.

Da muss ich euch leider sagen… um die nötige Stärke zu haben, um gegen diese Monster bestehen zu können, benötigt ihr ein spezielles Training. Sonst werdet ihr gnadenlos sterben, diese Erfahrung musste ich leider ebenfalls machen.

Doch gebt die Hoffnung nicht auf. In eurem Zeitalter habe ich eine Gefährtin, die noch am Leben ist und euch helfen könnte. Sucht meine Gefährtin Lady „Lilith“ und bittet sie um eine Unterweisung, wie man wahre Stärke bekommt.

Wenn ihr herausgefunden habt, wer „Lilith“ ist, müsst ihr am Anfang damit rechnen, dass sie sich querstellen wird… vermutlich. Seid sehr ehrlich zu ihr und was eure konkreten Pläne sind. Normalerweise kann man mit dieser Frau reden, aber sie ist auch nicht selten ein Sturbock.

Sollte sie euch trotzdem nicht helfen wollen, übergebt ihr diesen Brief.

Lady Lilith, wenn du diesen Brief liest, fordere ich meinen Gefallen ein, dass du diesen Helden hilfst, stärker zu werden. Bevor du fieberhaft überlegst, aus dieser Situation raus zukommen…

Wir wissen beide sehr genau, welchen Gefallen ich meine.

Gib ihnen dasselbe Training, welches du mir und meinen Gefährten gegeben hast. Ich verlange nicht, dass du ihnen bei ihrer Aufgabe hilfst, sondern nur um einen Richtungsweiser wahre Stärke zu bekommen.

Ich sollte dich gut genug kennen, dass du nach deinem Wutanfall dich wieder beruhigt hast und den Gefallen „vermutlich“ schnellstmöglich umsetzt.

Helden der Zukunft, ihr tragt eine schwere Bürde, ich spreche dabei aus Erfahrung. Gebt die Hoffnung nicht auf, Hilfe kann immer in den komischsten Formen kommen.

In diesem Sinne

Sakura.“

Amy liest den Brief mehrmals durch, aber irgendwie kommt sie nicht aus dem Staunen raus. „Jemand… aus der Vergangenheit weiß von uns?“ murmelt Amy, als auf einmal heftig gegen die Tür geklopft wird.

Die Heldin kreischte laut auf und ihr Herz raste, als Davino mit Miyu und Matthieu in das Zimmer kommen.

„Was ist los? Wir sind es nur?“ wundert sich der Italiener mit hochgehobenen Augenbrauen, während Amy ihre Brust hielt. „Wir haben dich panisch in dein Zimmer rein huschen sehen und wollten mal nachschauen.“

„Bitte… klopft zarter… Ich habe soeben den Schreck meines Lebens bekommen…“ versuchte Amy sich zu beruhigen. „Nicht unbedingt panisch, sondern um schnell Abstand von Lady Sina zu bekommen.“

„Lady Sina ist hier?“ fragte Matthieu direkt nochmal nach und Amy nickt. „Das ist richtig… sie sieht nun noch „dämonischer“ aus als vorher mit ihrem Knochenschwanz und dieser… komischen Klauenhand. Falls es euch interessiert, sie trug einen schwarzen Kimono so wie das Drachenmädchen damals.“

„Warum sie nun hier ist… weißt du nicht zufällig oder?“ setzte Miyu sich neben Amy und legte ihr eine Hand zur Beruhigung auf die Schulter.

„Erm… sie hat mir diesen Brief und dieses Buch gegeben. Den Brief habe ich schon gelesen, aber… irgendwie bin ich ein bisschen überfragt.“ gab Amy den Brief an Miyu weiter.

„Was steht denn da drin?“ hakte Davino nach während er das dicke Buch auf dem Bett anschaute. „Eine verstorbene Heldin aus der Vergangenheit gibt uns irgendwie Hilfe. Wir sollen eine gewisse Lady „Lilith“ suchen und ein spezielles Training von ihr bekommen. Denn nur dadurch würden wir die wahre Stärke erlangen.

Sie scheint sich ziemlich sicher zu sein, dass diese Frau noch am Leben ist, denn im Brief fordert sie einen Gefallen ein, nur für uns.“ gab Amy die Kurzfassung.

„Ich kenne diesen Namen.“ meldet Miyu sich auf einmal und alle starrten sie an. „Sie war definitiv eine Japanerin. Sie war auf einmal spurlos verschwunden, ihre reichen Eltern haben alles mögliche getan, was mit Geld zu erreichen ist, aber nichts.

Sie war mehrmals in den Nachrichten erschienen, wo die Eltern immer ein Interview gegeben haben. Aber… wenn es wahr ist wie alt sie war, als dieser Brief geschrieben wurde… dann verläuft die Zeit in dieser Welt viel schneller als in unsere Welt.“

„Wenn wir also… in unsere Welt überhaupt zurückkehren, könnten es nur wenige Minuten oder Stunden vergangen sein?“ sah man einen Hoffnungsschimmer in Davino´s Augen.

„Vermutlich oder die Göttin kann die Zeit beeinflussen. Diesen Brief hat Lady Sina dir gegeben? Ich bezweifele, dass diese Frau weiß, was ein Nachname ist noch wo dieser Ort liegt, also ist dieser Brief echt. Was hat es mit dem Buch auf sich?“ wiegelt Miyu mit dem Kopf.

„Lady Sina meint, in diesem Buch können wir was über die verstorbene Heldin erfahren. Übrigens, wir sollen in ihrer Nähe aufpassen, wenn wir über diese Heldin sprechen. Ich bin mir nicht sicher, ob… Lady Sina die Heldin kannte oder nicht, aber vermutlich sollten wir darüber keine Witze reißen, das gilt vor allem für dich Davino.“ warnte Amy ihren Kampfgefährten.

„Als ob ich mich in die Nähe dieser Frau begebe, vor allem, wenn sie noch schlimmer aussieht als vorher.“ hob Davino abwehrend die Hände hoch.

„Ich glaube nicht, dass Lady Sina die Heldin kannte. Schaut mal von welchen Zeitalter wir sprechen und welches wir aktuell haben.“ zeigte Matthieu auf das Datum des Buches.

„Hmm… dann macht die Warnung keinen Sinn, aber ich will jetzt auch nicht mitten in das Gespräch von ihr mit dem König reingehen…“ zittert Amy am ganzen Körper.

„Also… im Klartext, wenn wir herausfinden, wer Lady Lilith ist, kann sie uns so stark machen, dass wir… mit jedem kämpfen können?“ kratze Davino sich an der Wange.

„Keine Ahnung, da war die Verfasserin etwas ungenau, was sie mit wahrer Stärke meint. Vielleicht können wir in diesem Buch ja etwas über diese geheimnisvolle Lilith erfahren.“ nahm Amy das Buch.

„Wenn Lilith dieser Heldin schon damals geholfen hat, muss sie aber unheimlich alt sein. Wer hat denn in dieser Welt ein langes Leben?“ kam die berechtigte Frage von Matthieu.

„Nun… Dämonen sind alterslos sowie Vampire, dass wären die Rassen, die mir spontan einfallen. Keine Ahnung ob man Drachen mit dazu zählen kann, sie können ja auch ein sehr hohes Alter annehmen oder so.“ filtert Miyu ihr Gedächtnis ab.

Amy blättert sich durch das Geschichtsbuch durch, bis sie zufälligerweise die gezeichneten Portrait der damaligen Heldengruppe sah und musste nach Luft schnappen.

„Was? Was ist los?“ wundert sich Miyu über das Verhalten von Amy. Sie drehte das Buch um und zeigte mit dem Zeigefinger das Bild von Lady „Lilith“. Alle schauen sich das Bild an und konnten nun verstehen, warum Amy sich so verhalten hat.

„Das… ist Lady „Lilith“? Die Frau, die uns wahre Stärke geben soll?“ hörte man den Unglauben in der Stimme von Davino.

„Sicher… das wir an ein und die selbe Person denken? Sie hat vor allem an einer Wange diese Tätowierung.“ zweifelt Matthieu, aber Amy nickte, denn… sie hat Lady Sina gesehen.

„Doch… Lady „Lilith“ ist Lady „Sina“. Sie hatte eine grüne Tätowierung an der linken Wange. Langsam… wird diese Frau immer gruseliger. Wie alt ist sie denn?!“

„Vermutlich alt genug, dass wir die Zahl nicht mal richtig aussprechen können. Doch wundert es mich, dass sie uns dann den Brief mit dem Buch gegeben hat? Sie müsste doch den Inhalt kennen.“ grübelt Miyu.

„Laut ihrer Aussage kennt sie den Inhalt nicht, weil er nicht an sie adressiert war. Ich hatte nicht den Eindruck gehabt, dass sie gelogen hat. Es sind leider ein paar Zufälle zu viel, das wir abstreiten können, dass Lady „Lilith“ niemand anderes als Lady Sina ist.“ ließ Amy ihre Schulter hängen.

„Können wir damit irgendjemand überzeugen, dass Lady Sina nicht das ist, wie sie sich zeigt?“ fragte Davino etwas aufgeregt.

„Ich glaube nicht. Stell dir vor, du gehst mit dem Buch zum König und sagst ihm, dass diese Person Lady Sina ist. Was glaubst du, wie wird seine Reaktion sein?“ ließ Miyu ihre Fantasie walten.

„Wenn ich daran denke, wie der König uns ausgelacht hat, nachdem wir ihn vor der Dämonengefahr gewarnt haben? Zusätzlich ist Lady Sina die Heldin von seinen Kindern, das geht nur schief.“ stimmte Amy zu.

„Ich habe irgendwie meine Zweifel daran. Nehmen wir mal an, dass diese Frau eine Dämonin wäre. Warum hilft sie ausgerechnet ihrem Feind? Das würde sich ja alles mehr oder weniger widersprechen, was man uns bisher beigebracht hat.“ war Matthieu immer noch nicht überzeugt, dass Sina „Lilith“ sein soll.

„Dann lass sie uns doch einfach austricksen.“ schlug Davino nun vor.

„Und wie stellst du dir das vor?“ war Miyu nun etwas misstrauisch.

„Dann passt mal auf…“ grinste Davino und erklärte seinen Plan.

Kapitel 335

Ich bin wiedergeboren und helfe bei einer Beziehung?

Am Abend erzählte Sina ihre Fortschritte ihrer eigenen Pläne und ihre Freunde nahmen es zur Kenntnis.

„Übrigens Kyllia, ich habe für dich auch einen Handschuh in Auftrag gegeben, wo man den Kompass einsetzen kann.“ sagte Sina dies speziell zu ihrer Schwester, die auf einmal sehr glücklich wurde.

„Wuhu! Ich liebe dich!“ umarmte Kyllia ihre Zwillingsschwester. „Dann freue ich mich erst recht, wenn wir endlich ohne Orientierungsschwierigkeiten durch die Welt fliegen können, irgendwann.“

„Was sind dann nun deine nächsten Pläne?“ fragte Sherry, die etwas außer Puste war. Verständlich, wenn jeder an den Gliedmaßen nun ein weiteres Armband der Gravitation trug.

„Morgen werde ich den König und die Helden aufsuchen. Je nachdem wie die Gespräche verlaufen jage ich unterwegs ein paar Monster um meine neuen Fähigkeiten zu testen. Oder ich besuche ein paar Städte um meinen Kompass einzustellen.“ wiegelt Sina ihren Kopf, Knochi tat es ebenfalls.

„Bin ja gespannt wie die Helden dein neues Aussehen aufnehmen.“ brummte Falko zurecht.

„Du kannst dir nicht vorstellen, wie egal mir das ist.“ lächelte Sina zuckersüß.

Am nächsten Morgen schaute Sina sich im Spiegel an und war mit ihrem schwarzem Kimono relativ zufrieden. „Damit kann ich mich zeigen. Gut das Sherry auch ein paar ohne das rote Motiv auf dem Rücken gemacht hat.“

„Ihr gewünschter Proviant liegt auf dem Tisch. Soll ich noch irgendwelche Erledigungen machen?“ fragte Edwin.

„Wenn es deine Zeit nicht zu sehr beansprucht, ab und zu mal auf mein neues Grundstück zu schauen, damit ich den Stand der Dinge weiß.“ sagte Sina es ohne sich umzudrehen. Ihr Knochenschwanz legte seine Spitze auf die Verpackung und es verschwand im Inventar.

„Wie sie wünschen…“ wollte Edwin schon gehen, aber Sina stoppte ihn noch. „In welche Richtung muss ich fliegen um in die Hauptstadt zu kommen?“

Einige Stunden später sah Sina die Hauptstadt mit der Burg Ryre. Sie hat bewusst auf ihre Flügelfähigkeit verzichtet, damit sie wieder den Genuss des Himmels erleben durfte.

Sie landete direkt vor dem Eingang der Burg und wird schon von den Wachen aufgehalten: „Huhu Jungs, ist der König mit dem Rest anwesend?“

„Lady Sina? Erm… natürlich aber…“ stammelte einer der Wächter. „Wunderbar, diesmal achte ich schon auf die Etikette… ein bisschen. Könnt ihr mich dem König melden? Ich würde gerne vorher Ralph sehen.“ lächelt Sina.

„Erm… ja… wenn sie mir folgen würden?“ bat die Wache und Sina folgte ihm. „Die Burg ist ja langsam wieder in seinem alten Zustand oder? Bothar hat sich nicht unbedingt zurückgehalten bei seinem Angriff.“ plauderte Sina einfach drauf los.

„Das ist richtig. Die wichtigsten Räume sind soweit repariert, bleibt nur ein bisschen was an der Außenfassade zu machen. Dann strahlt die Burg wieder in ihrem alten Glanz.“ nickte der Führer.

„Sag, werde ich Themba auch bei Ralph vorfinden?“

„Nicht nur sie.“

„Erm… wie soll ich das verstehen?“

„Heldin Amy werdet ihr ebenfalls vorfinden, wenn ihre Zeit es erlaubt. Ihr habt Glück, dass ihr heute gekommen seid. Vor einigen Tagen war der König mit den wichtigsten Männern bei einem großen privaten Gespräch gewesen, wo ihr ihn hier nicht angetroffen hättet.“

Es vergingen einige Minuten da sah Sina schon ihre Zielpersonen. Ralph mit Amy sowie Themba an einem Tisch und wie die Frauen sich gegenseitig anstarrten.

„Sina!“ rannte ein kleiner Junge glücklich auf Sina zu. „Hallo Alwin!“ fing die Dämonin den Prinzen auf und wirbelt mit ihm einmal im Kreis.

„Sina?!“ „Ehh… Lady Sina?“ „Große Schwester!“ riefen weitere Stimmen mit unterschiedlichen Tönen nach Sina.

„Na Kleiner, wie geht es dir?“ ignorierte Sina die Jugendlichen und widmet sich nur Alwin. „Gut! Papa hat mir erlaubt, dass ich nun selber bei den Übungen von Ralph mitmachen darf… COOL! Du hast ja einen Schwanz!“ rief Alwin aufgeregt.

„Aber ja! Darf ich vorstellen, das ist Knochi.“ setzte Sina den Jungen ab und ihre Schwanzspitze schwebte vor Alwin. „Nur nicht anfassen, da er sehr scharf ist.“

„Erm… Sina?“ traute Themba ihren Augen nicht, das trafen auf Ralph und Amy ebenfalls dazu. Doch Sina ignorierte sie weiterhin gekonnt.

„Den habe ich bekommen, als ich einen großen schwarzen Wolf getötet habe. Ohne Sherry… wäre es ein sehr düsterer Kampf gewesen, aber ich habe gewonnen!“ kniete Sina vor Ralph und erzählte ein bisschen von ihrem Kampf.

„Kann ich mit deinem Schwanz… spielen?“ fragte Alwin ein bisschen schüchtern, als auf einmal der Schwanz um sein Bauch gewickelt wurde und er in die Luft gehoben wurde.

„Aber sicher das! Strecke einfach deine Arme aus und stell dir vor, du würdest wie ein Vogel fliegen… Genau so!“ steuerte Sina ihren Knochenschwanz mit Alwin wie ein Vogel. Beide haben ihren Spaß, aber Themba mochte es nicht so ignoriert zu werden.

„Lady Sina? Dürfen auch wir ihre Aufmerksamkeit genießen?“ sprach die Prinzessin auf einmal sehr förmlich.

„Ich bin mir nicht sicher. Sollte ich euch denn meine Aufmerksamkeit geben?“ grinste Sina die anderen Jugendlichen an und Amy musste schwer schlucken, wie Lady Sina sie anstarrte.

„Du solltest sie nicht so ärgern große Schwester.“ mischte sich Ralph ein, weil er irgendwie in der Zukunft was böses ahnte.

„Wieso? Wir sind doch Freunde und eine Familie oder nicht? Außer Amy natürlich, sie muss ihren Wert erst noch beweisen.“ stichelt Sina gegen die Heldin.

„Ihnen auch ein Hallo Lady Sina…“ murmelt Amy sehr nervös. Sie hat zwar ihr Trauma mehr oder weniger in den Griff bekommen, aber Lady Sina zu sehen, brachte sie dazu, wieder leicht zu zittern.

„Und scheinbar hat es ja was gebracht, Ralph zu erklären, wie man dich von diesen lächerlichen Todesängsten befreit. Von einem Apfel, ich bitte dich.“ grinste Sina sadistisch, es macht ihr irgendwie richtig Spaß die Heldin zu ärgern.

„Wenn sie ihre gesamte Kraft eingesetzt hätten, wäre ich definitiv gestorben!“ wehrte sich Amy, denn sie wollte sich nicht von der Frau einschüchtern lassen.

„Wie recht du hast. Nun stell dir einfach mal vor…“ Sina kam langsamen Schrittes näher, während Alwin weiter in der Luft seinen Spaß hatte. „Was ich noch alles anstellen könnte? Vermutlich hast du schon meine Werte gelesen und überlegst fieberhaft, welche Strategien man gegen mich entwickeln könnte.“

„Das… kann ich leider nicht abstreiten.“ murmelt Amy und ging unbewusst ein paar Schritte nach hinten, sah aber in den Augen von Themba den Genuss, das Amy keine Courage zeigte.

„Kleines Mädchen… wie wäre es, wenn du diesen Gedanken einfach mal beiseite schiebst, dass ich dein Feind bin. Wir leben in unterschiedlichen Welten und sollten uns vielleicht einfach auf unsere Aufgaben konzentrieren. Du kümmerst dich um die Dämonen… und ich jage die stärksten Monster auf der Welt.“ schlug Sina vor.

„Nur… haben sie überall ihre Finger im Spiel. Egal wo ich mit meinem Team was mache, es heißt immer Lady Sina hier und dort.“ merkte Amy das Problem an.

„Das ist doch nicht mein Problem? Ich bin halt eine einflussreiche Person, kann doch nichts dafür, wenn die Welt sich ohne mich nicht weiter drehen kann.“ machte Sina ein sehr arrogantes Gesicht.

„Habe dich jetzt nicht so als eine arrogante Person kennengelernt.“ kam der Kommentar von Themba, denn Sina verhält sich wirklich ein bisschen komisch.

„Nervi… glaubst du nicht auch, wenn man ein starkes Monster nach dem anderen bekämpft, dass man sich unweigerlich ändert? Ändern muss? Sieh dir meine Flügel und Schwanz an, selbst mein rechter Arm wurde gegen meinen Willen verwandelt.“ zog Sina ihren Ärmel von dem rechten Arm runter und zum Vorschein kam die Klaue.

„Wie… ist das denn passiert?“ hakte Ralph sofort nach, während er den Arm betrachtet. „Das hat einer der Götter mir angetan. Nun suche ich erst recht nach einer Möglichkeit, wie man mit denen ins Gespräch kommt.“ kam die Antwort.

Amy genoss es, wie Themba ein rotes Gesicht bekam bei dem Spitznamen und merkte ihn sich sofort, aber das die Götter gegen eine einzelne Person vorgehen? Das wundert die Heldin schon ein bisschen. „Hat es was mit der Chaosbestie zu tun?“

„Wenn ich das wüsste, aber keine Ahnung.“ zuckte Sina mit der Schulter, als sie auf einmal ein Buch mit einem Brief rausholte. „Hier, das ist für dich. Ein verstorbener Held aus deiner Welt wollte unbedingt, dass du diesen Brief erhältst. Das Buch schenke ich dir, damit du dich über diesen Helden informieren kannst.“

„Huch? Erm… was steht denn in diesem Brief drin?“ wunderte sich Amy und nahm mit zittrigen Händen die Gegenstände an.

„Keine Ahnung? Ich lese keine fremden Briefe, die nicht an mich gerichtet sind. Wenn ich dir aber raten darf… Mach in meiner Anwesenheit keine Scherze über diese verstorbene Heldin. Hoffe du kannst das dem Großmaul nahe legen.“ warnte Sina die Heldin.

„Erm… war sie eine Freundin für euch?“ konnte Amy nicht mehr aufhören sich zu wundern. „Wer weiß. Und Ralph, scheinbar hast du deine Weiber ja nun in den Griff bekommen. Hat der Tipp von Sherry dir weitergeholfen?“ ignorierte Sina nun die Heldin.

„Bedingt, aber irgendwie…“ schabte Ralph mit den Schuhen auf dem Boden und traute sich nicht in die Augen der verliebten Frauen zu schauen.

„Himmel… Ok. Machen wir es einfach. Themba. Du liebst Ralph oder?“ rollte Sina mit ihren Augen. „Ich meine, du hast ihn ja nun mehrmals geküsst.“

„Erm… ja“ bekam Prinzessin Themba einen roten Kopf, dass es fast schon rauchte. „Amy, du hast ja scheinbar dich in meinen kleinen Bruder ebenfalls verliebt, richtig?“ starrte Sina die Heldin an.

Sie musste einmal schwer schlucken, dann nickte Amy ihren Kopf. „Das… stimmt.“

„Nun kommen wir zu dir Ralph. Das du Themba magst, weiß ich schon etwas länger. Wie sieht es denn mit Amy aus?“

„Das ist sehr gemein formuliert. Ich mag sie beide, aber… ich will auch niemanden verletzten.“ stammelt Ralph.

„Warum… nimmst du nicht einfach beide? Wenn sie dich lieben und du ebenfalls von ihnen nicht abgeneigt bist, wozu die unnötigen Kämpfe? Das eigentliche Problem ist ja scheinbar, dass deine Weiber Drachen in Menschenhaut sind und nicht teilen wollen.

Bin nur froh das es nicht Sherry ist, sie würde mit hoher Wahrscheinlichkeit in ihrer Eifersucht die andere Person töten wollen…

Was ich damit sagen will, ihr drei wollt eigentlich alle dasselbe, aber nicht teilen. Ihr müsst ja nicht alle gleich in die selbe Kiste springen, nur macht ihr euch gegenseitig unnötigen Stress. Aber was weiß ich schon von Liebe. Nur ich will nicht, dass du daran zerbrichst Ralph, weil ich sonst beide Weiber übers Knie legen werde.“ hob Sina eine Augenbraue hoch.

„Bitte nicht… vor allem nicht mit dieser Hand.“ murmelt Themba, wo Amy ihr beipflichten muss. „Keine Sorge, ich habe eine schöne Waffe, wo ihr dann für die nächste Zeit nicht mehr sitzen könnt.“ grinste Sina auf einmal wieder.

„Du stellst es dir so einfach vor…“ meinte Ralph.

„Ich mache es mir auch einfach, das ist der Unterschied. Warum verzichte ich auf den ganzen diplomatischen Mist und komme direkt zum Punkt? Spare mir damit viel Zeit und Ärger.“ zuckte Sina mit ihrer Schulter und setzte nun Alwin ab, der ein trauriges Gesicht machte.

„Keine Sorge Alwin, beim nächsten Mal fliegen wir gemeinsam in die Luft. Nun muss ich aber mit deinem Vater sprechen.“ streichelt Sina den Kopf von Alwin.

„Wenn Nervi oder Ralph das auch möchten, könnte ich es mir überlegen. Nur Amy stirbt mir vermutlich weg, wenn ich ihr zu Nahe komme.“ hielt Sina ihre rechte Hand vor die Heldin die wieder ein paar Schritte nach hinten gegangen ist.

„Ich… möchte sie bitten, mich nicht zu ärgern.“ meinte Amy das sehr ernst, dabei raste ihr Herz wie wild.

„Vielleicht, vielleicht auch nicht. Schön das bei euch alles gut läuft, dann kann ich ja meiner Arbeit weiter nachgehen.“ winkte Sina mit ihrem Knochenschwanz und wird von dem Führer fortgebracht.

„Schade, es macht immer so ein Spaß mit Sina zu spielen.“ murmelt Alwin und drückte beide Zeigefinger aufeinander.

„Für die einen mehr, für die anderen weniger.“ kommentierte Themba, die Amy zitternd stehen sah. „Vielleicht solltest du Sina wirklich aus dem Weg gehen, denn in diesem Zustand wird sie dich definitiv immer ärgern wollen.“

„Huch? Ihr könnt auch freundlich sein?“ riss Amy erstaunt ihre Augen auf, während Themba ihre Augen rollt.

„Themba kann vieles.“ lächelt Ralph.

Kapitel 334

Ich bin wiedergeboren und arbeite die ToDo-Liste ab? III

Sina öffnete die Tür und… musste sich die Nase zu halten. „Was… ich kann mich nicht erinnern, dass es hier so stinkt…“

Die Dämonenkönigin hat das Geschäft von Ronald betreten und sah den üblichen Messie-Zustand, aber das es wie einer Latrine stank, das war ihr neu.

„Oh? Lady Sina, mit euch habe ich jetzt nicht gerechnet.“ kam Ronald aus einem Nebenzimmer raus. „Komm, gehen wir direkt in mein Büro.“

Dies taten beide auch. Sina war wieder erstaunt, mit welcher Geschäftsidee… Ronald seine Kunden auswählt. Während der Eingang der reinste Messie-Zustand war, ist in diesem Büro alles sehr penibel und sauber gehalten worden.

„Sag… Wieso stinkt das jetzt? Solange ist es jetzt nicht her, als ich dich besucht habe. Selbst Suki hat nichts dergleichen geäußert.“ nahm Sina direkt platz auf einem Sessel. Ronald machte ein schmunzelndes Gesicht, während er den Tee kochte.

„Das liegt daran, dass ihr mir einen Vampir vorbeigeschickt habt. Zada war es glaube ich.“ füllte Ronald die Tassen auf.

„Was ist eigentlich mit Zada passiert? Wir haben sie seit diesem Tag nicht mehr gesehen und das wundern uns ein bisschen. Was hat Zada mit dem Geruch zu tun?“ bombardierte Sina ihn direkt mit Fragen.

„Eines nach dem anderen Lady Sina. Hm… ihr habt etwas hinter eurem Rücken?“ fiel dem Immobilienhändler nun endlich was auf.

„Das ist mein Knochenschwanz, den ich durch die letzte Götterbestie bekommen habe. Knochi ist sein Name und er ist sehr lieb.“ stellte Sina ein bisschen übertrieben ihren Schwanz vor.

„Ich verstehe.“ stellte Ronald eine Tasse Tee vor Sina. „Nun… Zada hat eines der Häuser in ihrer Nähe ersteigert. Doch im Gegensatz zu euren Wohnungen, fehlte es ihrer Wohnung an Möbel. Laut ihrer Aussage wollte sie die irgendwie… von ihrem altem Zuhause besorgen.

Aufgrund… dass meine Kunden nun auch Vampire sind, habe ich sie um Rat gefragt, wie ich einige Vampire vorher aussortieren könnte. Sie gab mir ein Parfüm, mit der Erklärung, das Vampire diesen Geruch hassen. Warum auch nicht, wenn ich dadurch nur spezielle Kunden bekomme.“ lächelte Ronald.

„Eh… also die Unordnung um alle abzuschrecken und für den Geruch die Vampire. Irgendwie weiß ich immer noch nicht, wie sie es schaffen, am Leben zu bleiben mit dieser Geschäftstaktik.“ trank Sina den Tee.

„Talent. Dank ihnen mache ich ja auch ein bisschen Profit. Ich habe einen eigenen Katalog nur für sie erstellt, wissen sie? Die Handwerker schlagen sich fast die Köpfe ein, nur um irgendetwas mal in ihrer Villa zu reparieren. Ich meine, sie sind sehr großzügig bei ihre Anzahlung.

Keine Sorge, ich achte schon darauf, dass diese Handwerker auch wirklich ihre Arbeit machen, dasselbe gilt auch für ihre Hausdienerin. Ich kann mich noch erinnern, wie einer der Gärtner glücklich war nicht wieder in der Villa arbeiten zu müssen, nachdem Suki mit ihm über seine „Arbeit“ gesprochen hatte.“ schmunzelt Ronald bei seiner Erinnerung.

„Sollte ich wieder Geld beiseite legen für die zukünftigen Probleme? Wer weiß, welche Knallerbse mich wieder angreift.“

„Wenn sie wünschen, können wir das machen. „Noch“ ist etwas vorhanden, aber in ihrem Fall würde ich dazu neigen: Sicher ist Sicher.“ nickte Ronald. Sina holte eine Truhe aus dem Inventar die sich schnell mit Gold füllte.

„Erm… das sollte mehr als genug ausreichen. Ich hatte schon immer geahnt, dass das Geld bei ihnen schon aus den Ohren rauskommt.“ musste Ronald seine Gier im Zaun halten.

„Irgendwie. Dummerweise bekomme ich für Siremmic kein Gold…“ wurde Sina ein bisschen nachdenklich. „Vielleicht hätte ich ihn laufen lassen sollen, damit er ein Auftrag wird… Nah… besser nicht…“

Ronald schob die Kiste in einen Schrank. Dabei mühte er sich wegen des Gewichts einen Ast ab. Dann saß er wieder vor Sina, ziemlich verschwitzt. „Sie sollten mehr Sport treiben.“

„Ah danke, aber nein. Das überlasse ich ihnen und ihren Freunden. Ich vermute, dass ihr Besuch nicht unbedingt mit dem Gold zu tun hatte oder?“

„Ich habe wieder ein Projekt auf dem Herzen. Diesmal möchte ich ein bisschen Land mit einer hohen Mauer kaufen, wenn möglich noch innerhalb der Stadt, aber etwas entfernter von meiner Villa.“

„Hmm was möchten sie denn mit dem Land anstellen?“ wunderte sich Ronald und wollte mehr Informationen.

„Ich will bestimmte Pflanzen für Tee anbauen lassen. Die hohen Mauern sollen wieder wie üblich vor Dieben und ähnlichem abhalten. Zusätzlich brauche ich auch einen erfahrenen Gärtner, der sich mit so einer Zucht auskennt.

Wenn sie ein kleines Haus zum schlafen mit anbieten können für den Gärtner, kann er auch direkt dort schlafen. Habe ich was vergessen?“

„Soll der Gärtner kämpfen können?“ fragte Ronald sarkastisch und hatte das Gefühl eines De ja-vü´s.

„Wäre in diesem Fall nicht schlecht. Wegen meines Rufes, muss ich damit rechnen, dass man meinem Mitarbeiter… vielleicht Schaden zufügen will. Ich werde zwar nicht mehr von Meuchelmördern angegriffen, aber vielleicht gönnt sich die Unterweltorganisation kurz eine Pause, bis wieder Nachschub kommt.“ nickte Sina ernst mit Knochi.

„Ich muss echt aufpassen, bei wem ich meine Scherze mache… Einen Moment, ich hole meinen Ordner, der ihren Wünschen nachkommen kann.“ stand Ronald wieder auf und ging zu einem Schrank.

„Bezüglich des Gärtners… werde ich ein bisschen herum fragen müssen. Ihre Hausdienerin hat sich mit ihrer Aktion einiges verscherzt. Ich persönlich habe kein Problem damit, aber nicht jeder hat das Selbstvertrauen wie wir oder?“ grinste Ronald.

„Dabei ist Suki doch so lieb?“ kratze Knochi an der Stirn von Sina. Es grenzt wirklich an ein Wunder, dass bisher ihre Haut nicht aufgeschnitten wurde.

„Hmm… ich hätte drei Objekte die ihren Wünschen entsprechen. Die Frage ist nur… Wie groß soll ihr Land denn sein?“

„Keine Ahnung? Geben sie mir einfach das größte, dann kann der Gärtner noch was anderes anbauen.“ zuckte Sina mit ihrer Schulter.

„Ok? Dann werden sie aber mehr als einen Gärtner benötigen. Vermutlich drei weitere, sind sie sich wirklich sicher? Wollen sie nicht eher… etwas kleineres haben?“ hakte Ronald vorsichtig nach.

„Halt ein Mittelding. Ich habe doch keine Ahnung, wie man Pflanzen anbaut und wie viel Platz man wirklich benötigt. Halt das der Gärtner es gebacken bekommt und Suki es jederzeit abholen kann.“ war Sina langsam ein bisschen genervt.

„Verstehe, dann sollte dieses Objekt ihren Wünschen am ehesten enntsprechen. Eine kleine Hütte, mit einiges an Land für die Pflanzenzucht, dazu hat es eine große Mauer. Nur muss ich sie warnen, dass dieses Objekt mehrere Jahre nicht benutzt wurde und vermutlich einen ähnlichen Zustand hat wie ihre Villa.“ schob Ronald der Dämonin ein Blatt zu.

„Wieso wollte das keiner kaufen? Wieder ein Geist oder so?“ las Sina das Informationsblatt durch.

„Ich kann sie beruhigen, diesmal sind keine Geister oder ähnliche Monster das Problem. Ich weis von keinem Problem, es hatte einfach niemand daran Interesse gehabt, nicht mal um ein Haus zu bauen. Wenn sie wünschen, können sie das Objekt mit mir gemeinsam anschauen.“ schlug Ronald vor.

„Machen wir das.“

Einige Zeit später:

Ronald versuchte das verrostete Schloss zu öffnen, aber es tat sich nichts. „Ich muss mich entschuldigen, selbst ich wusste nicht, in welchem Zustand dieses Objekt war. Kein Wunder, dass niemand es haben wollte.“

Sina schaute an der Mauer entlang und man konnte schon einiges an Unkraut und ähnlichem darüber sehen. „Und dort soll ein Haus oder Hütte sein? Sicher das die Natur es sich nicht schon zurückgeholt hat?“

„Laut meines Blattes schon, aber… ich bin ehrlich. Es dürfte vermutlich jederzeit einstürzten. Verdammtes Schloss…“ schimpfte Ronald nun.

„Lassen sie mich mal ran…“ verlor Sina die Geduld und zerstörte mit ihren rechten Hand das Schloss.

„Hmm… Glaube ein Schloss ist billiger, als wenn ich versuche, es irgendwie aufzubekommen.“ grübelte Ronald kurz, dann drückte er das quietschende Tor auf. Wie man es geahnt hatte, aber es sah aus, als würde man in einen Dschungel eintreten.

„Wundere mich, dass die Mauer noch so stabil ist. Eine Götterbestie hatte ja vor langer Zeit für Krach gesorgt.“ meinte Ronald auf einmal. „Ich muss mir das mal eben aus der Luft ansehen.“ meinte Sina auf einmal und tat dies.

„Hmm… bei den Bäumen und Sträuchern sehe ich eigentlich nichts… aber mit der Fläche bin ich zufrieden. Nur wo soll diese Hütte sein? Ach komm… soll sich der Gärtner einrichten.“ murmelt Sina mit sich selber und landete wieder vor Ronald.

„Ich nehme es, aber schicken sie vorher ein Gärtner Team vorbei, das wirklich… wirklich alles hier entfernt. Das kann ein einzelner Gärtner nicht schaffen, wir wissen ja nicht mal, wie die Hütte ist oder so. Vermutlich muss die auch neu gebaut werden, aber daran sollte es nicht scheitern.“ gab Sina ihre Entscheidung bekannt.

„Zumal, ist es nicht zu weit von der Villa weg, aber auch nicht zu nah, sollte es mal wieder zu einem Kampf kommen. Wenn ich überlege, was gehört mir denn eigentlich schon alles?“

„So einiges. Die größte Villa mit Garten in der Stadt Fanfoss, drei weitere große Häuser für ihre Vampire und nun dieses Objekt hier. Vielleicht sollten sie sich überlegen, das gesamte Viertel aufzukaufen und für Mieter zur Verfügung zu stellen.“ scherzte Ronald wieder und sah eine nachdenkliche Sina.

„Das Gold hätte ich oder? Doch dann müsste ich mir einen Verwalter zulegen, der sich darum kümmert… nein besser nicht. Außerdem, vielleicht bekomme ich in der Zukunft noch weitere interessante Nachbarn.“ schüttelt Sina lächelnd den Kopf.

„Habe ich schon gesagt, dass ich mit meinen Scherzen aufpassen muss? Außerdem bekommt der Bürgermeister einen Schock, wenn er meine Unterlagen bekommt, dass sie ein komplettes Viertel aufgekauft haben.“ kramte Ronald in seiner Tasche und holte alles nötige heraus.

„Bezüglich mit dem Gärtner Team kann ich was schon machen, nur auf ihren persönlichen Gärtner werden sie wohl ein bisschen warten müssen, vor allem, wenn der auch kämpfen können soll.“

„Von mir aus kann er auch ein Psychopath sein. Hauptsache er kümmert sich um die Pflanzen und macht mir und Suki keinen Ärger, wenn wir sie holen kommen. So, wo soll ich unterschreiben?“ fragte Sina und Ronald zeigte mit dem Finger auf die Stelle.

Urkunde und alles nötige beschlossen, Ronald war froh wieder ein Objekt vermittelt zu haben und Sina, die ein weiteres Projekt ins Leben ruft.

„Schicken sie die Gärtner einfach rein, das Tor ist ja eh offen und was soll man bitte hier klauen außer Unkraut?“ wies Sina an.

„Kein Problem, spätestens morgen werden die ersten Gärtner ihrer Arbeit nachgehen. Ich schicke ihnen einen Boten, wenn sie ihre Arbeit erledigt haben oder wenn sie irgendwo hier die Hütte finden.“ nickte Ronald.

„Es freut mich unheimlich, mit ihnen Geschäfte zu machen. Vielleicht sollte ich ihnen auch mal einen Gefallen tun.“ meinte Sina ernst, aber Ronald schüttelt den Kopf.

„Nein danke Lady Sina. Den größten Gefallen tun sie mir ja schon, in dem sie mich anderen Personen empfehlen, so exotisch sie auch sein mögen. Ich hoffe natürlich, dass ihrer Freundin Zada nichts geschehen ist, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass die junge Dame in Gefahr schwebt.“

„Ich auch nicht.“

Woanders…

„Warum soll ich überhaupt da mit machen?!“ fluchte eine schlanke Frau. „Das ist doch dein Problem!“

„Da ist noch so eine Kleinigkeit, die du mir schuldest und wir wissen beide was es ist!“ starrte die andere Frau mit einem Teufelsschwanz sie an.

„Dafür willst du den Gefallen einfordern? Glaubst du nicht, dass du dich selber in große Schwierigkeiten bringst?“

„Nein, denn das ist ja das tolle an dem Turnier. Hätte Mutter mir davon nichts erzählt, wüsste ich darüber nichts.“

„Was willst du eigentlich wirklich erreichen? Du hast mit deiner Blutsschwester einen Eid geschworen und gegen ihre Zwillingsschwester hattest du nicht den Hauch einer Chance!“

„Das ist mir egal, ich will nur dass wir gegen meine „Blutsschwester“ kämpfen. Was heißt wir, ihr! Dafür fordere ich zurecht meinen Gefallen ein, sonst wüsste ich nicht, was ich mit dem Gefallen bei euch machen soll.“ zog die Frau arrogant ihre Nase hoch. Hinter ihr standen drei weitere männliche Personen sowie eine Frau.

„Selbst… „ihn“ willst du einsetzen? Weißt der Clanführer…“

„Er ist doch selber froh, wenn „er“ was nützliches tut.“

„Wenn ich es richtig verstanden habe, braucht man aber einen Tiermenschen.“

„Das soll mal nicht deine Sorge sein. Es gibt genug käufliche Tiermenschen, der soll nur die Eintrittskarte sein. Es freut mich aber ungemein, dass du ohne Schwierigkeiten mitmachst.“

„Als ob ich eine Wahl hätte…“

Kapitel 333

Ich bin wiedergeboren und arbeite die ToDo-Liste ab? II

Pfeifend ging Sina zur Schmiede, dabei wedelte sie mit ihren Knochenschwanz hin und her, damit es jeder mitbekam. Ihr Plan: Je früher alle Bewohner ihren Schwanz sehen und hören, desto einfacher hat für sie es in der Zukunft problemlos durch die Stadt zu gehen.

In der Schmiede war wieder ein geschäftiges Treiben. Überall liefen Mitarbeiter des Besitzers herum, doch Brandrulim ließ es sich nicht nehmen, weiterhin seine Freundin zu begrüßen.

„Wen haben wir dann hier? Unsere Lieblingsjägerin Sina!“ kam er lachend zu der Dämonin. Als er ihren Knochenschwanz sah, hob er kurz misstrauisch seine Augenbrauen hoch, aber das war es schon gewesen.

„Grüße euch alter Freund. Ich hätte da wieder einige Aufträge.“ grinste Sina, während Knochi neugierig wirkte.

„Dann lass es uns in meinem Büro besprechen.“ nickte Brandrulim. Gesagt getan, Sina saß wieder im Büro und bekam eine neue Teesorte zum kosten. „Dieser Tee… könnte etwas eigenartig schmecken, weil die Pflanzen aus dem Land der Toten gepflügt worden sind. Mir wäre es nie in den Sinn gekommen, dass man daraus Tee brauen könnte.“

„Hmm… ah! Den kenne ich! Den hat mir ein Vampir kurz vor unserem Kampf serviert. Glaube, man nannte ihn Todestee oder so.“ wurde Sina auf einmal leicht nostalgisch.

„Hoffentlich stirbt man daran nicht…“ murmelt Brandrulim. „Wie kann ich euch helfen? Bezüglich der Hilfe für unserem Kampf gegen die Götterbestien, kommt ein Meisterrüstungsschmied vorbei. Das war die selbe Person, der mir den Tipp mit der Drachenrüstung gegeben hat.

Von Tierra haben wir fast alles abgebaut, nun lassen wir ihn bewusst verfaulen, damit wir einfacher an seine Knochen kommen.“

„Hoffentlich stinkt dann die Gegend nicht so? Nun… keine Fragen zu meinem neuen Aussehen oder so?“ hob Sina eine Augenbraue hoch.

„Wieso sollte ich? Scheinbar führt jeder Kampf gegen eine Götterbestie dazu, dass man nach dem Sieg sich verändert. Warum sollte ich mich daher wundern?“ meinte Brandrulim das sehr ernst.

„Ok? Mein Knochenschwanz hier heiß Knochi und ich bekam ihn, als ich Siremmic getötet habe. Interessanterweise war es irgendwie ein Monster aus Schatten, das er keinen Kadaver hinterlassen hat.

Tja… und diesen Arm hier bekam ich gestern, nachdem die Götter mir die Kräfte von Titanus in einem Paket zukommen ließen. Dieser Diamant hier war in einer Schachtel drin und zwang meinen rechten Arm zu dieser Form. Bevor du nun doch fragen stellst, ich weiß nicht was sich die Götter dabei gedacht haben…“

„Nun habt ihr sogar die Aufmerksamkeit der Götter? Wenn man überlegt, das ihr mehrere Kreationen von ihnen getötet habt, wundert mich das nicht so wirklich.“ schmunzelt Brandrulim.

„Ihr seid wirklich hart im Nehmen, wenn euch das nicht schockiert. Na gut… ich dachte ich könnte euch meine Geschichte durch die Zeitreise erzählen, aber vermutlich nehmt ihr das nur zur Kenntnis und wartet auf meine Aufträge.“ nickte Sina und Knochi ebenfalls.

„Ich werde euch gerne mein Ohr leihen, aber sind wir doch mal ehrlich. Jeder lebt sein Leben auf unterschiedlichste Art und Weise. Ist es normal… dass dein Schwanz eigentlich alles das macht, was ihr auch tut?“

„Meinem Schwanz… muss ich Befehle geben. Für viele wirkt es so, als hätte er ein Eigenleben. Dabei war der Befehl, dass die Schwanzspitze meine Kopfbewegung nachahmen soll. Immerhin will ich ihn im Auge behalten.

Wenn ihr das genauer anschaut… die Schärfe an der Schwanzspitze sowie die Stacheln sind kein Witz. Ich habe es beinahe geschafft, mich selber zu töten, weil ich nicht auf meinen Befehl geachtet habe.“ erklärte Sina und hielt ihre Schwanzspitze vor Brandrulim.

„Stimmt. Vermutlich genau so scharf wie die Klauen an eurer Hand.“ nickte Brandrulim. „Vor allem, hat er ja fast die Form eines Dolches. Einen Kampf gegen euch… dürfte nun noch tödlicher sein als er es schon ist.“

„Bisher habe ich noch nicht mit Knochi gekämpft, was ich bald aber noch nachhole. Kommen wir nun zu meinen Aufträgen.

Ich würde gerne für meine rechte Hand einen Handschuh tragen, dessen Klauen ihn nicht kaputt machen können. Bisher habe ich vermieden, irgendetwas damit groß anzufassen, aus Angst es zu zerstören.

Für meine linke Hand müsst ihr einen Handschuh bauen, in den man einen Kompass jederzeit einsetzen und wieder raus nehmen kann. Davon bräuchte ich zwei Stück und ich gebe euch den nötigen Kompass dazu.

Erm… Ich habe zu viele Gedanken, eben sortieren…“ murmelt Sina. Der Zwerg nickte. „Macht das, ich hole eben bestimmte Materialien für eure Klauen.“ Sina hat es nicht mitbekommen, während Knochi an Sinas Stirn kratzte.

„Hmm… waren das wirklich die wichtigsten Dinge? Sag… habt ihr eine Feile, womit ich meine Klauen feilen könnte?“

„Vielleicht, aber das wäre eine Feile zu Bearbeitung von Metall. Sonst dürfte deine Klaue alles kaputt machen.“ kam der Zwerg mit einem Koffer zurück.

„Besser als nichts. Was hast du vor?“ wirkte Sina neugierig.

„Die Maße von deiner linken Hand habe ich, aber ich muss nun deine rechte Hand neu vermessen. Außerdem werde ich Wachs um deine Klauen wickeln, die werden dann mit einem Stahl oder ähnliches gegossen.

Kein Leder der Welt wird vermutlich deinen Klauen standhalten können, also werde ich in deinen Handschuh die gegossenen Fingerkuppen einsetzen. Zu dem Handschuh selber habe ich schon bestimmte Vorstellungen.“ grinste Brandrulim geheimnisvoll, dann legte er mehrere Metallblöcke vor Sina hin.

„Ich würde dich bitten, alle Blöcke mit deinen Klauen zu zerschneiden.“ bat der Zwerg und Sina hob verwundert ihre Augenbrauen hoch, setzte aber sein Wunsch um. Sie schnitt sie alle wie Butter durch, nur beim letzten ging das nicht.

„Irgendwie hatte das schon erwartet. Wisst ihr eigentlich, warum ihr dieses Stück nicht schneiden konntet?“ fragte Brandrulim ernst, während er die Metallblöcke wieder in seinem Koffer verstaute.

„Tut mir leid, aber ich bin in solchen Dingen nicht wirklich bewandert. Wenn ich raten müsste, irgendein sehr seltenes Material?“

„Titaneisen. Der Kadaver von Titanus liegt ja immer noch vor Saifa und wir Zwerge ließen es uns nicht nehmen, ihn etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei sind wir vor allem auf dieses Erz gestoßen.

Doch ist es sehr rar und meine Zwergenbrüder arbeiten sich durch die Körper von Titanus. Sie fragen sich immer noch, wie ihr in der Lage gewesen seid, ihn überhaupt zu halbieren. Egal, ich werde dafür sorgen, dass ich davon genug bekomme um euch den Handschuh zu bauen. Wenn ich nun um eure Hand bitten dürfte?“

Auf einmal musste Sherry niesen und ihre Eifersucht ging mit ihr durch. „Lichtstrahl!“ schoss sie mit ihrem Finger alle Monster direkt tot. Die anderen sprangen direkt auf den Boden in Sicherheit, als Sherry diese Wahnsinnstat machte… Allerdings sorgte Kyllia mit dem Papierfächer auf dem Hinterkopf von Sherry für Ruhe.

Sina bot ihm ihre Hand an und der Zwerg fing an zu messen. Am Ende klebte er Wachs um die Finger um Formen zu machen. Dann übergab er Sina eine Feile. „Versucht es mal damit.“ Die Dämonin nahm die Feile und… es war eher die Feile, die kaputt ging.

„Schade, aber ich weiß nicht ob ich aus dem Titaneisen eine Feile geschmiedet bekomme, denn es ist verdammt schwierig dieses Erz zum Schmelzen zu bringen.“ grübelte Brandrulim.

„Ich könnte meine Hilfe anbieten.“ hob Sina ihre linke Hand hoch, die so rot glühte, dass sie schon bald weiß wurde.

„Hmm, besser nicht. Nichts gegen euch, aber wenn wir anfangen, mit eurer Hilfe dieses Erz zu schmelzen… wer weiß, wem noch eine dumme Idee einfällt. Lass das Problem lieber einem alten Zwerg. Dann habe ich wenigsten was zum nachdenken.“ lächelte Brandrulim.

„Ihr seid alt? Den Eindruck hatte ich nicht. Ich bin aber auch ehrlich, dass es mir schwerfällt das Alter jeder Rasse richtig zu deuten.“ reagiert Sina erstaunt.

„Nun schmeichelt ihr mir. Es lässt sich nicht leugnen, dass ich alt werde. Keine Sorge, so schnell werde ich jetzt nicht verschwinden, wenn der Spaß des Lebens nun richtig anfängt?“ lächelte der Zwerg weiter.

„Ich wäre auch sehr traurig, wenn ich… mich von weiteren Freunden verabschieden muss.“ sah man die Trauer in den Augen von Sina. „Gibt es irgendetwas nennenswertes bei den Zwergen zu erzählen? Bei euren zahlreichen Kontakten würde es mich doch stark wundern, wenn ihr nichts mitbekommt.“

„Hmm… glaube unsere Könige haben sich mit den anderen Königen der Menschen und Elfen getroffen, aber mehr weiß ich jetzt nicht. War schon erstaunt, dass König Nostath mit König Throkkonlim an einem Tisch gesessen haben, denn sie haben sich überhaupt nicht gut verstanden. Aber mit solchen Informationen will ich euch nicht belästigen.“ kratzte sich der Zwerg an der Wange.

„Oh? Dann macht der König endlich Fortschritte.“ nickte Sina zufrieden, Knochi ahmte sie wieder nach. „Wie lange müsste ich warten auf die Handschuhe?“

„Für den Kompass komm in ein paar Tagen wieder vorbei, diesen Wunsch sollte ich schnell umsetzen können.“ hielt sich Brandrulim den Kompass von Sina vor die Augen. „Wenn ich raten müsste, sind das die Mistdinger, die man in jedem Dungeon findet oder?“

„Wieso… sind es für alles Mistdinger? Ich habe überhaupt keinen Orientierungssinn, dass ist für mich und Kyllia ein Gottesgeschenk! Einfach den Ort aussuchen, Namen eintragen und der Kompass zeigt für immer diesen Ort an!

Außerdem benutze ich ihn, wenn ich in der Luft fliege. Kannst du es dir vorstellen, wie windig es da ist? Wie soll ich da eine Karte halten mit einem Kompass? Er erspart mir doch viel Arbeit!“ blies Sina ihre Wangen auf.

„Ok, Entschuldigung, dass war mir jetzt nicht bewusst gewesen. Nun verstehe ich eure Absicht mit dem Handschuh… Hmm… Wenn alle fliegen könnten, wäre es natürlich… eine andere Geschichte.“ grübelte der Zwerg und man sah in seinen Augen den Profit.

„Dann komm bitte in drei Tagen vorbei. Ich will sicherstellen, dass der Kompass nicht aus der Fassung raus fällt, egal wie schnell ihr fliegt.“

„Vielen Dank! Was mir gerade einfällt, aber habt ihr irgendwie Wasserbrillen oder so? Ich werde bald mit meinen Freunden nach Batzien mit einem Schiff verreisen, da möchte ich schon einige Eindrücke unter Wasser sammeln.“

„Habe ich, aber nur einfache. Für Glacia warten wir, bis der richtige Experte anwesend ist, wenn vor allem der Wasserdruck eine wichtige Rolle spielt. Die gebe ich einfach mit, wenn ihr den Handschuh abholt.“ nickte der Zwerg.

„Ich liebe es mit dir Geschäfte zu machen.“ bot Sina zuerst ihre rechte Hand an, bemerkte ihren Fehler, als… der Zwerg einschlug.

„Ihr solltet keine Angst vor eurem eigenen Körper haben. Ich kann verstehen, wenn ihr mehr Sicherheit haben wollt. Aber lasst nicht zu, dass ihr euch vor euch selber fürchtet!“ schaute der Zwerg sehr ernst in Sinas Augen.

„Danke.“ lächelt Sina sehr aufrichtig und der Zwerg nickte zufrieden. „Dann werde ich dich nicht weiter bei der Arbeit behindern.“ Sie verabschiedeten sich und Sina verlässt die Schmiede, wo weitere Bewohner erstaunt ihren Schwanz sahen.

„Dann bleibt nur noch Ronald übrig. Puh… glaube, rennen ist jetzt weniger anstrengend.“ seufzte die Dämonenkönigin. Sie nahm eine kleine Mahlzeit bei einem Essenswagen, danach ging ihre letzte Reise zu ihrem Immobilienhändler.

„Mal schauen, was sich bei Ronald so getan hat.“

Kapitel 332

Ich bin wiedergeboren und arbeite die ToDo-Liste ab?

„Ich habe gestern mit meinen Vater gesprochen und irgendwie… konnte er mich wieder aufbauen. Ich weiß nur eines, wenn ich einen von den Göttern treffe, bekommt dieser einen Fausthieb in die Fresse. Geschenk hin oder her, aber auf diese „äußerlichen“ Veränderung kann ich gut verzichten.“ teilte Sina allen mit und schälte mit ihren Klauen einen Apfel.

„Aha… Vater… hat dich getröstet? Scheinbar hat er dich wirklich sehr doll lieb.“ sah man die leichte Wut an Kyllia.

„Kyllia… ich habe nicht mit ihm gesprochen, damit ich mich bei ihm ausweinen kann… Sondern das wir eine Lösung finden mussten, wie wir das Problem mit unseren Titeln ebnen können ohne das ein Volksaufstand ausbricht. Es war dein Hase, der mir ebenfalls Trost gespendet hat.

Vater… wusste bei mir sehr genau, welche Knöpfe er drücken musste. Aber du kannst damit rechnen, dass ich ihm meine Meinung noch ins Gesicht sagen werde.“ schnitt Sina nun ihren Apfel mit den Klauen, Knochi wirkte etwas… traurig.

„Wenn du meinst? Wirst du deine Liste abarbeiten oder wieder mit uns rennen?“ wirkte Kyllia etwas bockig.

„Ich werde die ToDo-Liste abarbeiten und muss… meine neuen Fähigkeiten testen, bevor ich sie zum Einsatz bringe. Das wären die Macht des Schattens und neuerdings nun auch Macht der Erde.

Vielleicht sollte jemand anderes Glacia den Todesschlag verpassen, denn ich habe keine Lust, dass mir irgendwelche Tentakeln wachsen.

Bevor ich vergesse, nun trägt jeder ein Armband mehr. Scheinbar lauft ihr mit diesen Dingern herum, als würdet ihr deren Gewicht nicht merken.“

„ALSO DOCH!“ brüllte Thomddir auf. „Ich wundere mich die ganze Zeit darüber, dass wir irgendwie… stärker werden, aber die Armbänder fühlten sich immer gleich an! Du machst die Dinger im geheimen immer schwerer oder?!“

„Wie kommst du denn auf diese Idee?“ lächelt Sina. „Gehört alles zum Sportprogramm. Wie gesagt, wehe einer schaut auf seinen Status, dann werde ich böse und auch enttäuscht. Das was wir machen, läuft genauso, wie ich es mir vorstelle… mit einigen Einmischungen, aber das Ergebnis habe ich bei meinen alten Freunden gesehen.“

„Ihr habt die Königin gehört. Jeder holt sich eines aus dem Keller, dann wollen wir einen neuen Rekord aufstellen, nach Saifa und zurück!“ klatschte Kyllia. Alle stöhnten, aber taten wie geheißen.

„Woher hast du eigentlich so viele dieser Armbänder?“ wunderte sich Lara, als einige schon in die Villa gingen.

„Genug um eine Burg einstürzen zu lassen. Mein Vater hielt sich nicht zurück, meine Wünsche umzusetzen.“ schnitt Sina mit Knochi den Apfel nun in kleine Stücke, damit er auch seine Aufmerksamkeit bekommt.

Die Gruppe ging wieder ihren Weg, nun saß Sina im Wohnzimmer und hielt einen der Kompasse mit der Anleitung.

„Also… Kompass umdrehen… Name des Ortes eingeben… Heim… Knopf lange bestätigen, bis es aufleuchtet… gespeichert. Irgendwie… kommt mir das Ding ein bisschen zu Fortgeschritten vor. Soo… Vorderseite… am kleinen Rädchen drehen… Ah! Heim ist drin! Wunderbar!“ freute sich Sina.

„Sie werden vermutlich ebenso verreisen. Soll ich ihnen eine Mahlzeit vorbereiten?“ fragte Edwin, der Vampirbutler.

„Hmm… nein danke. Heute bleibe ich in der Stadt, wenn dann morgen. Hätte nichts dagegen, wenn es süßlich schmeckt. Kann auch kalt bleiben.“ grübelte Sina kurz und der Butler nickte.

„So Knochi, du wirst dich heute brav benehmen und keinen angreifen oder so!“ kam der Hinweis noch zum Knochenschwanz. Die Dämonin trug nach langer Zeit wieder ein Kimono, denn damit möchte sie am Turnier teilnehmen.

Dabei will sie herausfinden, wie hinderlich es für ihren Schwanz sein wird sowie dem neuen Arm. Sherry hat die Probleme schon relativ früh behoben, indem sie ein Loch in dem unteren Rückenbereich schnitt und einen kleinen dehnbaren Metallring eingearbeitet hat. Sina muss zwar aufpassen, dass die Schwanzspitze ihn nicht aufschneidet, aber es klappte einwandfrei.

Dank der großen Ärmel bei den Kimonos brauchte sie sich über ihren rechten Arm keine Gedanken machen. Das zählte aber nicht für die anderen Hemden, weswegen Sherry sie da wieder abgemessen hat mit dem Kommentar: „Es ist zwar eine Haut, aber es fühlt sich an wie eine vertrocknete Lederrüstung.“

„Ene mene muh… wen besuche ich zuerst…“ schwebte Sina in der Luft über der Stadt und suchte ihr neues Ziel aus… und stürzte auf das Gildenhaus zu. Als sie eintrat wird Sina herzlich gegrüßt, aber jeder drehte sofort seinen Kopf wieder zu ihr um, als sie den schwarzen Knochenschwanz sahen.

„Guten Morgen Sina, wie geht es dir?“ fragte Prashi sofort, als die Dämonin ihre Rezeption aufsuchte.

„Viel besser. Auf einiges kann ich verzichten und ähnliches, aber das Schicksal drängt sich ja förmlich in mich rein. Ich will morgen die Hauptstadt aufsuchen, gibt es irgendwelche SSS-Aufträge mit vielen Monstern oder so? Ich muss einige Fähigkeiten ausprobieren.“ nickte Sina freundlich.

„Ja, es gibt da ein paar. Nur wenn du alleine unterwegs bist, findest du sie denn auch? Meine mich erinnern zu können, dass… Orientierung nicht gerade deine stärkste Fähigkeit ist.“ hatte Prashi ihre Bedenken.

„Hrm… Ich könnte zwar in das Land der Toten reisen, aber da hat Suki schon aufgeräumt. Ok… dann muss ich es anders irgendwie testen. Wie läuft es so ohne Tio und Mio?“

„Interessanterweise… sind einige Abenteurer sehr traurig, dass sie beurlaubt worden sind. Wenn wir ehrlich sind, die Zwillinge mit Nea haben fast jeden Tag nur für Chaos gesorgt. Einige ziehen die Ruhe vor, aber… ich sehe es den Abenteurer an, dass sie sie vermissen.“ schmunzelt Prashi.

„Ok? Ma Shi ist vermutlich in seinem Büro?“ kam die Frage und ihre Freundin nickte zur Bestätigung. Sina machte sich auf den Weg und klopfte an die Tür, bis ein leises „Herein“ kam. Die Tür wird geöffnet und man sah Ma Shi an seinem Bürotisch mit vielen Dokumenten sitzen.

„Oh Lady Sina? Scheinbar hast du… einen Schwanz?“ musste der Gildenmeister mehrmals mit seinen Augen blinzeln.

„Hat Prashi ihnen nichts gesagt?“ wunderte sich Sina und schloss die Tür. „Darf ich vorstellen? Das ist Knochi. Der Knochenschwanz ist mir gewachsen, nachdem ich die verbannte Götterbestie Siremmic getötet habe.“ Dabei machte Knochi wieder sein „V“-Zeichen.

„Verstehe…“ aber Ma Shi sah überhaupt nicht aus, als hätte er verstanden. Sina ahnte das und gab Ma Shi eine sehr kurze Version ihrer Geschichte, dabei nahm sie Platz.

„Hm… Damit hast du Exos Pläne für den Anfang gestört, doch beunruhigt mich, dass wir von ihm nichts hören. Meistens ist das die Ruhe vor dem Sturm. Wie kommt ihr denn mit euren neuen Veränderungen zurecht?“ saß Ma Shi nun gegenüber von Sina, während beide Schach spielen.

„Muss ich leider so wie es ist, akzeptieren. Aber irgendwie komme ich mit meinem Knochenschwanz ziemlich gut zurecht.“ schob Knochi eine Figur auf dem Schachbrett.

„Das sehe ich… und euer Arm? Auf den ersten Blick wirkt er wie eine Rüstung, aber wenn man genauer hinschaut, kann man eure Ringe irgendwie noch erkennen.“ hob Ma Shi eine Augenbraue hoch.

„Auf das ich gerne verzichten würde. Die Macht und Kugel hätte ich angenommen, aber nicht das Aussehen. Wer von dieser Faust getroffen wird… dürfte den Schlag nicht überleben, zumindest das ist meine Meinung. Sag, kennt ihr die Geschichte der Gildenmeister und ähnliches?“

„Nein. Es gab einige berühmte, aber… ich konzentriere mich lieber auf die Gegenwart. Warum?“ schob Ma Shi eine Figur, der dem König von Sina Ärger bereiten könnte. Knochi schob wieder eine weitere Figur, während Sina einen Inventarring aus ihrem Inventar rausholte.

„Gildemeisterin Emanuel hatte sehr viele Fähigkeiten besessen. Unter anderem hat sie die Emu-Brillen entwickelt, wo man die Vor und Nachteile eines Berufes sehen kann. Diese Technik wurde scheinbar in all der Zeit nicht weiter verfolgt, so hat sie mir diese Brillen vermacht sowie eine Bauanleitung.“ holt Sina die Gegenstände aus dem Inventar raus.

Ma Shi riss erstaunt seine Augenbrauen hoch und begutachtete die Brillen. Sina gab dem Gildenmeister eine Anweisung, wie man sie benutzte. Scheinbar hat Emanuel nicht wenige Brillen hergestellt, sodass Sina eine für sich behält sowie eine normale Identifikationsbrille.

„Mit diesem Bauplan? Glaube, dass verstehen nur die Techniker, die diese Brillen bauen, sind wir in der Lage, jedem Gildenhaus mehrere dieser Brillen zur Verfügung zu stellen. Aber wir sollten vorsichtig damit sein, denn damit könnte das Gleichgewicht sich ein bisschen ändern.

Wenn dubiose Organisationen an sie ran kommen… wer weiß, welche Auswirkungen es auf die Gesellschaft allgemein hat.“ warnte Sina, die sich wieder Gedanken gemacht hat.

„Glaube… wir sollten sie mit einer bestimmten Verzauberung versehen. Sobald sie das Gebäude verlassen oder ähnliches, explodieren sie. Lady Sina… seit ihr wieder da seit… verändert sich so vieles.

Einiges… beruhte auf Gewalt, aber anderes hatte die Veränderung bitter nötig gehabt. Diese zwingt ihr uns alle auf.

Ich möchte mich nicht darüber beschweren, denn endlich bewegen wir uns alle Vorwärts, nur… habe ich den Eindruck, dass die Veränderungen ein bisschen zu schnell vonstatten gehen. Hoffentlich passiert nicht irgendetwas ungeahntes. Schach!“

„Schachmatt! Entschuldigung, aber diesen Zug habe ich kommen sehen. Nun, was soll ich dazu sagen? Schauen sie mich an. Eins war ich eine schöne Frau, nun habe ich Flügel, einen Knochenschwanz und dieses Klaue mit all den Tätowierungen.“

„Ihr seid doch immer noch eine schöne Frau? Seid ihr schon so ignorant geworden, dass ihr die neidvollen Blicken der anderen Frauen nicht mehr merkt, während die Männer von euch nicht genug haben können?“ schmunzelt Ma Shi.

„Erm… danke…“ bekam Sina rote Wangen, während ihr Schwanz freudig hin und her wedelte. „Habt ihr in letzter Zeit irgendetwas von Winda oder Glacia gehört?“

„Winda nein, aber Glacia hat vor kurzem wieder mehrere Schiffe zerstört. Scheinbar ist die Ruhepause mit diesem Monster vorbei.“ nickte Ma Shi.

„Warum ist Winda überhaupt ein Auftrag? Glacia verstehe ich, aber Winda? Selbst meine Kontakte, die nun wirklich sehr lange leben, können von einer Hand abzählen, wie oft er gesichtet worden ist.“ kam eine sehr interessante Frage von Sina.

„Wenn… ich mich nicht irre, ist Winda der Grund für die Monsterpopulation auf der Welt. Doch bin ich mir nicht so sicher, inwiefern es was ausmacht, wenn man es tötet. Denn wir haben das System, dass es ja irgendwie alle im Gleichgewicht hält.

Ich bin ehrlich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass EIN Monster für die gesamte Population auf der gesamten Welt zuständig ist. Vielleicht sollte ich darüber ein bisschen recherchieren, wie der Auftrag zu Stande gekommen ist und woher man die Informationen hat.“ war der Gildenmeister nun sehr ernst.

„Hmm… wir wissen sowieso nicht so wirklich, welche Aufgabe welche Götterbestie wirklich hat. Ich danke euch für die Informationen und das Spiel, werde euch dann mit den Brillen allein lassen.“ stand Sina auf.

„Ich muss mich bei euch bedanken.“ stand Ma Shi ebenfalls auf. „Ich bin gespannt, wie sehr die Abenteurer ihre Berufe ändern werden.“ Beide verabschieden sich und Sina suchte Prashi noch auf.

„Wirst du uns eigentlich auf dem Turnier begleiten Prashi?“

„Würde ich gerne, aber… wenn ich ehrlich bin, würde ich mir nur unendliche Sorgen machen, was mit Louis passieren wird. Außerdem muss doch jemand auf das Gildenhaus aufpassen.“ lächelte Prashi ein bisschen traurig.

„Verstehe. Dann werde ich mir alles genau anschauen und es dir über die Illusion zeigen.“ nickte Sina und Knochi. Prashi hob nur ihre Augenbrauen hoch, dass der Knochenschwanz fast alles nachmacht, wie Sina.

„Wohin wirst du jetzt gehen?“

„Die Schmiede aufsuchen.“

Kapitel 331

Ich bin wiedergeboren und der Stoffhase?

Die Trainingsgruppe begann wieder ihr Sportprogramm umzusetzen und liefen eine neue Strecke, aber allen sah man die Sorgen in ihren Gesichtern. Am meisten Sherry und Kyllia.

Sina lag im Bett mit einem Stoffhasen, den Kyllia ihr gegeben hatte. Eigentlich soll der als Entschuldigung für Neia sein, aber darauf hat die Elfe jetzt nicht so herumgeritten.

Es war ein weißes Plüschtier und will eigentlich nur eins: gekuschelt werden und Freude bereiten. Die hat die Dämonin dringend nötig, denn sie starrt immer noch ihren rechten Arm an und seufzte schwer.

„In… was bin ich eigentlich rein gerutscht? Erst sollte ich für die Dämonen den Weg des Friedens ermöglichen, dann befreie ich aus versehen eine Gruppe von Monstern, die alles auslöschen wird…“ murmelt Sina und schaute sich ihre rechte Hand genauer an.

„Hm… die Ringe haben sich irgendwie angepasst, aber… sieht nicht so aus, als könnte ich sie jemals noch von mir runter nehmen.“ begutachtet sie die festgewachsenen Ringe. Sie wollte dann mit der Hand den Stoffhasen anfassen, aber… nahm ihn dann mit der linken Hand.

„Das ist das erste Mal das ich einen Stoffhasen geschenkt bekomme…“ hielt sie den Hasen vor ihr Gesicht. „Kein Wunder warum Neia austickt, wenn es um ihre Lieblinge geht.“

Es verging wieder einige Zeit, wo Sina gedankenleer ihren Hasen und ihrem Arm abwechselnd anstarrte. Dann fummelt sie an ihrem Dämonenring.

„Sina?“ kam auf einmal die Stimme ihres Vaters, dem König aller Dämonen, Mephistos.

„Hallo Vater, hoffentlich… ich störe dich nicht?“ murmelt Sina, man hörte die Trauer in der Stimme, sie schaffte es doch nicht sie zu verstellen.

„Einen Moment… „Chaosblitz!“ Nun bin ich alleine.“ meinte der Dämonenkönig und Sina überlegte gerade, wen er da eben getötet hat.

„Du musstest dafür nicht jemanden töten oder so weißt du? Man kann denjenigen aus dem Raum raus schicken…“ schüttelt Sina den Kopf.

„Ich kann tun und lassen, wie es mir gefällt. Außerdem kann sich der Kerl glücklich schätzen, dass ich ihm einen schnellen Tod gewährt habe. Seit deinem Vorschlag mit dem Kochtopf neigen die Dämonen alle dazu, ihren Arbeiten mit mehr Motivation nachzugehen.

Was mir einfällt, es gab tatsächlich eine Verräterin, wurde aber nicht als solches dargestellt. Wisali hat mich aufgeklärt, dass es eine verschollene Dämonenkönigin gab, die den wahnsinnigsten Dämonenkönig aller Zeiten mehrmals besiegt hat.

Dummerweise ist sie aus irgendwelchen Gründen verschwunden. Ihr Name war Lilith und hat in diesem Zeitalter… tatsächlich Verrat an ihrem Volk begangen und trotzdem wurde sie eine Dämonenkönigin. Muss ja damals ziemlich heiß hergegangen sein. Der Dämonenkönig Rarkas hat seinen Vater getötet, dann wurde dieser von einer Sukkubus besiegt.

Denke das weißt du nicht, aber in früheren Zeiten waren die Sukuben und Inkuben ganz unten in der Hierarchie gewesen, was durch das Auftauchen der Dämonenkönigin Lilith sich schnell geändert hat. Ihr seid vielleicht nicht die stärksten, dafür aber die intrigantesten mit den gefährlichsten Rassenfähigkeiten.“ erklärte ihre Vater.

„Vater… bevor ich dir mein Anliegen erkläre, aber… wie wird man wirklich zu einem Dämonenkönig? Bekamst du diesen Titel, weil man deine Stärke anerkannt hat?“

„Nein, diesen Titel kann nur der dunkle Gott selbst vergeben, es gab einige selbsternannte Dämonenkönige, hatten aber nie die wahre Macht eines König gehabt. Es ist nämlich so, dass es nicht nur ein Titel ist, sondern es macht den Träger stärker, damit er wirklich von allen Dämonen hervorsticht.

Zusätzlich mit dem Segen des dunklen Gottes, kann wirklich niemand den Dämonenkönig anzweifeln und doch hat ein Sohn seinen Vater besiegt.“ hörte man das Grübeln des Königs raus.

„Vater… ich habe auch den Titel „Dämonenkönig“ bekommen…“ beichtete Sina nun.

„ … Du willst mich doch auf den Arm nehmen oder? Glaube, du bist alt genug, dass du solche Scherze nicht mehr machen brauchst.“ hörte man Mephistos leise schmunzeln.

„Nein, das ist kein Scherz. Die verschwundene Dämonenkönigin Lilith… das bin ich.“

„Sina? Was ist los?“ hörte man immer noch den Unglauben des Dämonenkönigs. „Das habe ich geahnt…“ waren die Gedanken von Sina und fing an, ihre Geschichte von der Zeitreise zu erzählen.

Dabei achtet sie darauf, so viele Details über die damaligen Dämonen zu nennen, damit ihre Erzählung glaubhafter war. Es vergingen mehrere Stunden und ihr Vater hörte ihre Erzählung ohne Unterbrechung an.

„Nun liege ich hier auf dem Bett und wusste nicht… wie ich das Problem angehen soll. Spätestens wenn die Barriere gefallen wäre und wir uns wieder getroffen hätten, gäbe es Probleme. Ich weiß, dass du die Fähigkeit „Analyse“ ebenfalls beherrscht.

Vater… es war nie mein Anliegen gewesen, Dämonenkönigin zu werden. Nun haben die Dämonen zwei Könige, wie soll das gehen?“ kam nun die wichtigste Frage.

„Was… ist der Gott für ein Idiot…“ hörte man ihren Vater leise murmeln. „Wer weiß davon alles?“

„Nur meine Freunde. Bevor du dich aufregst, aber sie sind Verbündete, die unserer Aktion helfen. Außerdem kann einer von ihnen meine Ohrringe verzaubern, sodass niemand meinen Titel lesen kann. Einer der beschworene Helden kann nämlich ebenfalls ihre Mitmenschen analysieren.“

„Vertraust du ihnen?“

„Ja, mit meinem Leben. Dank ihnen bin ich überhaupt erst so weit gekommen. Sie werden sich nicht bei unserer Sache einmischen, aber sind meine wertvollsten Verbündeten im Kampf gegen die randalierenden Götterbestien.

Bevor du argumentierst, die Götterbestien sind leider wegen mir erst frei gekommen. Wenn wir wirklich später einen Waffenstillstand oder Frieden haben wollen, muss ich sicherstellen, dass sie nicht im Weg sind!

Warum glaubst du, habe ich zwei Reiche ein anderes Reich zerstören lassen? Sie hätten alle meine Friedensbemühungen sabotiert. Hoffe, du merkst wie ernst mir deine aufgetragene Aufgabe ist!“ redet Sina sehr eindringlich auf ihren Vater ein.

„Dann muss ich deinem Urteil vertrauen. Ich sitze leider in diesem Käfig fest, als dass ich irgendetwas umsetzen könnte. Sina… du weißt, dass ich niemals wollte, dass du selber eine Königin der Dämonen wirst. Leider… hat unser dunkler Gott irgendwelche anderen Pläne mit dir.“ seufzte der Dämonenkönig.

„Vater… wenn ich die Dämonenkönigin bin, dann kann der dunkle Gott nun auch mit mir sprechen oder? Ich muss langsam wirklich dringend mit ihm sprechen. Es… geschehen Dinge, die keiner erklären kann außer die Götter.“

„Der dunkle Gott KANN mit dir sprechen, wenn er denn WILL. Das ist das Problem mit unserem lieben Gott. Es funktioniert leider nur nach Laune des dunklen Gottes und er ist verdammt launisch, manchmal habe ich den Eindruck, dass er ein Spielkind ist.

Nur… ein Gott kann tun und lassen, wie er es will oder? Im Grunde das ähnliche, was ich mit meinen Idioten hier mache.“

„Was müsste ich tun, damit er dazu genötigt wird? Es gibt bestimmt Dinge, die nicht mal unser „launischer“ Gott ignorieren kann.“

„Irgendwie… bin ich sehr stolz auf dich. Das du nun einen Gott zu was zwingen willst, irgendwie schlägt mein Herz höher. Dummerweise müsstest du alle Dämonen auf der Welt töten, damit er zwangsweise mit dir spricht.“

„Ich rotte bestimmt unser Volk nicht aus!“ hörte man die Empörung von Sina heraus.

„Da bin ich ja froh darüber.“ antwortet Mephistos sarkastisch. „Vielleicht erklärst du mir wo dein Problem liegt? Ach mit dem Dämonenkönigsproblem… Willst du unser Volk anführen?“

„Nein?“

„Dann bleibt alles beim alten. Es war gut, dass du vorher mit mir das Gespräch gesucht hast, es… hätte nur Probleme verursacht. Sollte es trotzdem irgendwie dazu kommen, dass man herauffindet, dass du die Dämonenkönigin bist, weise darauf hin, dass ich vor dir Dämonenkönig war und zugleich auch dein Vater bin.

Wer damit ein Problem hat… Nun, man muss lebend sein, um Probleme zu haben oder?“ hörte man den Dämonenkönig erwartungsvoll kichern.

„Der müsste lebensmüde sein, zumal ich auch dazu neige, Probleme zu töten… Danke… Das war ein wirklich dringendes Problem gewesen… was ich lösen musste.“ hörte man die Erleichterung in ihrer Stimme. „Bezüglich… des anderen Problems weiß ich nicht… wie du mir helfen kannst.“

„Wie wäre es, wenn du mir die Entscheidung überlässt, ob ich es kann oder nicht?“ fragte ihr Vater berechtigt. Sina schaut sich den rechten Arm an und kam zu einer Entscheidung.

„Vater… ich bin nicht mehr die Person, wie ich eins war. Ich wurde gegen meinen Willen zu einer Götterbestie, die nun zu einer Chaosbestie mutierte. Diese… Mutation führt dazu, dass mein komplettes Aussehen sich komplett verändert hat.

Bevor du dir Sorgen machst, es war nicht gelogen, dass meine Verbündeten mir helfen. Dank ihnen, haben wir eine Lüge in die Welt gesetzt, dass jeder mich akzeptiert wie ich geworden bin.

Alle glauben, dass ich eins ein Mensch war, nur die wichtigsten Freunde, wissen dass ich die Dämonenkönigin bin ohne Macht.“ fing Sina mit ihrer Erklärung an. Wie sie ihre großen Fledermausflügel bekam, wie sie nun einen Knochenschwanz besitzt und seit neustem, ihr rechter Arm.

„Kyllia… hat auch vom Vampirblut getrunken und ihre Flügel sowie Augenfarben haben sich geändert. Ich wusste überhaupt nicht, dass unsere Rasse mit den Vampiren… so ein Problem haben?“

„Davon weiß ich nur am Rande, wenn wüsste es eher Calligus, aber ich habe momentan überhaupt kein Interesse, den Wahnsinnigen in meiner Nähe zu haben. *seufz*

Sina… wie geht es dir jetzt momentan?“ fragte auf einmal der Dämonenkönig sehr väterlich.

„Könnte jemanden gebrauchen zum ausweinen… Dabei… habe ich in letzter… Zeit soviel schon geweint. Es wächst mir langsam wirklich über den Kopf. Auf einmal kommt dieses Geschenk und wieder verändere ich mich…

Diese einfache… Geheimmission wächst zu etwas… worauf ich langsam keinen Einfluss mehr habe. Ich habe immer noch nichts von Exos gehört, die verbannten Götterbestien kommen irgendwann frei, bleiben die letzten bekannten Götterbestien…

Wenn ich sie töte, wirst du mich vermutlich überhaupt nicht mehr als deine Tochter erkennen. Dann werde ich zu etwas sein…“ verfiel Sina leicht in ihre Verzweiflung.

„STOPP! Wer bist du?“ fragte ihr Vater auf einmal.

„Eh… Sina?“ war die Dämonin auf einmal verwundert.

„Richtig und was bist du?“

„Die Tochter des Dämonenkönig Mephisto, ehemals die Prinzessin der Dämonen.“

„Ich kann mich nicht erinnern, dass du in all deiner Zeit bei uns ein Zeichen von Schwäche gezeigt hast. Hass, Wut und Großkotzigkeit, das waren deine kräftigsten Zeichen gewesen, wie man es von einer Dämonenprinzessin erwarten durfte.

Deine Kreativität die du bei uns hinterlassen hast, dürfen wir ebenfalls nicht vergessen. Es werden weiteren neuen Waffen und andere Dinge erschaffen, die du ins Leben gerufen hast.

Aber momentan höre ich irgendwie ein verwöhntes, weinerliches Mädchen, wo ich mir die Frage stellen muss, ob du wirklich meine Tochter bist.“ bekam Sina eine harte Antwort zu hören.

„Du kannst mich auch mal! Sobald die Barriere weg ist, werde ich dich sofort aufsuchen und dir meine Meinung ins Gesicht sagen!“ hörte man die wütende Stimme von Sina.

„Na also, dass ist meine Tochter, wie sie leibt und lebt. Zumindest brauche ich mich nicht wundern, wie du aussiehst, wenn du in meinen Thronsaal stürmst.“ wirkte Mephisto zufrieden und tatsächlich, Sina ging es irgendwie besser.

„ … Danke.“ flüsterte die junge Dämonin und drückte ihren Stoffhasen näher an sich.

„Nun als Vater habe ich dir einige unverzeihliche Dinge angetan, aber erfreut es mich, dass ich dich auch mal trösten konnte. Lass dich nicht von diesen kleinen Veränderungen unterkriegen, dass passt überhaupt nicht zu dir.

Du musst nun mehr denn je die Ausstrahlung einer Dämonenkönigin zeigen und sie zeigt keine Schwäche! Wer auch immer deine Verbündeten sind, aber sie stehen dir ja weiterhin zur Seite.

Ich muss das Gespräch leider beenden… Egal ob du oder ich das Volk anführen, aber… Idioten, überall nur Idioten.“ und die Verbindung wurde unterbrochen.

Sina drückte weiter ihren Hasen, sie wusste überhaupt nicht, dass das Gespräch mit ihrem Vater… so positiv verlaufen würde. Dann schlief sie glücklich mit ihrem Hasen ein.

„Eure Majestät, ihr habt nach mir gerufen?“ fragte eine maskierte Sukkubus und sah in dem Privatgemach einen verbrannten Dämonenkadaver auf dem Boden liegen.

„Ja, es geht um unsere Tochter Sina.“ nickte Mephisto und bot einen Platz auf den Sesseln an. Allenis seufzte nur und setzte sich neben ihren Mann.

„Was macht Sina eigentlich? Ich dachte, sie wollte unseren Plan verwirklichen? Stattdessen jagt sie irgendwelche Monster, wo sie sich nur in Lebensgefahr bringt!“ fragte Allenis direkt, nachdem Mephisto den Raum verzaubert hat.

„Will sie auch, aber scheinbar wollen diese Monster auf unserer Welt jegliche Existenz zerstören. Aber das ist es nicht, was ich mit dir besprechen wollte.“ nahm Mephisto eine Hand.

„Was ist es denn? Kyllia?“ kam die nächste Frage, aber der König schüttelt nur den Kopf.

„Nein. Ich habe von Sina erfahren, dass sie ebenfalls Dämonenkönigin geworden ist…“ und erklärte Allenis den Bericht von Sina.

„Du… willst mir sagen, ich habe damals gegen unsere Tochter Sina, die sich damals Lilith nannte, einen Krieg geführt?“ hörte man den Unglauben aus der Stimme von Allenis.

„Scheinbar. Das erklärt auch, wieso sie so gut Schach spielen kann, wenn sie deine Intelligenz geerbt hat.“ lächelte Mephisto. Allenis nahm ihre Maske ab und ließ ihren Tränen freien lauf.

„All… die Zeit wollte ich gerne Lilith einmal kennenlernen, habe sie auch zugleich verflucht, weil ich gegen jemanden verloren habe. Nun erfahre ich, dass es meine eigene Tochter ist? Das erklärt… warum man immer gesagt hat, ich sähe ihr sehr ähnlich.“ murmelt Allenis.

„Wir dürfen wirklich auf unsere Tochter stolz sein… auf alle Töchter.“ legt Mephisto einen Arm Allenis.

„Wisali meint, dass was wir machen… wäre Dummheit…“

„Wir tun nur das, was wir tun müssen. Wir wollen starke Kinder haben, die haben wir nun. Wir wollen den Teufelskreis mit den anderen Völker brechen? Auch daran arbeiten wir. Doch mischen sich scheinbar die Götter ein, worauf ich leider… keinen Einfluss habe.

Doch glaube ich an meine Tochter Sina. Vermutlich ist sie nun stärker geworden, als ich es jemals sein werde.“ hörte man den Stolz in der Stimme vom Dämonenkönig.

„Unsere Tochter… die das Gewicht unsere Rasse trägt…“

Sherry schlich leise in das Schlafzimmer rein und sah, wie Sina glücklich am schlafen war. Den Stoffhasen mit beiden Armen eng verschlungen.

„Ho? Dann muss ja irgendetwas gutes in unserer Abwesenheit für Sina passiert sein.“ lächelte Sherry und schloss wieder die Tür.

Kapitel 330

Ich bin wiedergeboren und ein… Geschenk?

Alle Herrschaften saßen im Garten und genossen das Abendmahl. Sina klärte ihre Freunde auf, wie ihr Schwanz funktionierte und alle nahmen dies zur Kenntnis.

„Was sind eigentlich nun deine Pläne?“ fragte Lara. „Du bist ja schon langsam auf dem Weg der Besserung.“

„Puh… bevor ich sie sage. Christoper, hast du Kompasse, wo man den Ort einstellen kann und dies zeigt die Nadel dann?“ grübelte Sina kurz.

„Erm… ja? Nur was willst du mit dem Mist? Jeder kann Karten lesen und normale Kompasse benutzen?“ wunderte sich der Dungeonfarmer, aber bekam auch direkt die Aufmerksamkeit von Kyllia.

„Kyllia und ich nicht. Wir haben große Orientierungsschwierigkeiten, sowie meine restlichen Schwestern ebenso. Zumal du darfst nicht vergessen, wir sehen die Welt aus der Luft oder? Dadurch haben wir nicht irgendwelche Hindernisse, es sei denn ein Blitz trifft uns mal.“ schmunzelte Sina bei der Vorstellung.

„Hmm von denen hätte ich einige. Bisher hatte ich nie einen Nutzen von ihnen gehabt und keiner wollte sie von mir abkaufen. Wie viele brauchst du denn?“ nickte Christoper zufrieden mit der Antwort.

„Fünfzehn. Wie funktionieren sie denn eigentlich?“ sagte Sina und Kyllia strahlte auf einmal von ihrem Sitzplatz auf.

„Du musst diesen Ort einmal besucht haben. Auf der Rückseite des Kompasses musst du den Namen des Ortes eintragen und… bestätigen, so habe ich das verstanden. An der Seite des Kompasses ist eine Drehmontur, da kannst du dir den Ort anzeigen lassen und darauf richtet sich die Nadel dann. Bei der Anzahl, willst du vermutlich jeder deiner Schwestern einen geben oder?“ kramte Christoper sein Inventar durch.

„Das ist richtig. Nur werde ich den „Teufel“ tun und für sie die Ortschaften alle absuchen und einstellen, dass dürfen sie schon selber machen. Vermutlich hat Kyllia sogar mehr Orte in Alliancia mit euch gesehen als ich.“ grinste Sina.

„Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sogar. Nur hast du den Vorteil, Schwester, dass du mit deinen Flügeln die gesamte Welt mehr oder weniger einmal absuchst und dann alles einstellst. Das macht mich nun wirklich sehr glücklich, denn würde man mich irgendwo auf Alliancia zurücklassen… Ist meine einzige Chance der Kompass von unserem Vater, der mich zu Sina führt.“ nickte Kyllia.

„Ich lege ihn dir nachher auf den Tisch mit einer Anleitung, sicher ist sicher. Über die Kosten können wir später immer noch reden, mich würde es interessieren, ob sie so funktionieren, wie sie es auch sollen.“ bot Christoper.

„Dann haben wir einen D-E-A-L!“ freute sich Sina und ihr Schwanz machte wieder ein „V“ für Peace.

„Ach ja, zu den Plänen. Also… Knochi muss ich weiterhin trainieren, dann suche ich Brandrulim auf, der mir einen passenden Handschuh für den Kompass baut. Anschließend werde ich mit Ronald weiteres Land kaufen und einen Gärtner einstellen, der spezielle Teeblätter großziehen soll.

Ma Shi bekommt von mir auch einen Besuch und kriegt spezielle Identifikationsbrillen ausgehändigt, wo man die Vor und Nachteile der Berufe sehen kann. Zusätzlich eine Kopie von den Bauplänen, damit werden die Abenteurer gefördert. Wenn diese Brillen keinen Namen haben, würde ich sie gerne zu Ema-Brillen taufen, denn dass hat Emanuel redlich verdient.

Wenn das alles geklärt ist, werde ich mit meinem Vater ein unangenehmes Gespräch haben, denn nun haben wir zwei Dämonenkönige in dieser Welt.

Tja… stimmt. Die beschworenen Helden bekommen auch noch einen Besuch von mir, denn Sakura hat einen Brief für sie hinterlassen, also auch etwas, was ich von der To-Do-Liste erledigen muss. Glaube… das war alles im großen und ganzen.“

„Dann geht es dir wirklich viel besser, wenn du so viele Pläne im Kopf hast.“ lächelte Lara.

Am nächsten Morgen saßen alle wieder am Tisch und starrten auf das eigenartige Paket mit der Anschrift: „An Lady Sina“.

Ein weißes Paket, vermutlich 30cmx30cmx30cm, lag vor der Eingangstür, das Edwin gefunden hatte. Sofort hat er die Villa mehr oder weniger auf den Kopf gestellt, denn das ihm kein „Postbote“ aufgefallen ist, ging ihm scheinbar doch ein bisschen an seinen Stolz.

„Nun… siehst du irgendetwas Mel?“ fragte Sina, die im Morgenmantel davor stand, aber die Killerpuppe schüttelt nur ihren Kopf. „Nichts. Keine Magie oder ähnliches.“

„Wieso… verhalten wir uns alle, als wäre es eine Paketbombe?“ fragte Lara. „Mach doch einfach das Paket auf, dass wäre schon sehr ironisch, wenn dort etwas drin ist, dass Sina töten könnte oder so…“

„Nun… wo Lara recht hat? Außerdem beginnt bald das Training.“ merkte Kyllia an, war aber selber zu neugierig. Nun starrten alle Sina an, die seufzte. Ihre Schwanzspitze legte sich auf ihre offene Hand und öffnet damit das Paket.

„Hm, ihren Schwanz als Brieföffner zu benutzen, wäre mir jetzt nicht in den Sinn gekommen.“ grübelte Melaine.

„Du willst nicht wissen, wie sie sich damit gestern gewaschen hat…“ murmelt Sherry und Mel nickte ihr zustimmend.

Die Dämonenkönigin hat das Paket geöffnet und drin war ein Zettel und eine kleine Klappbox. Auf dem Zettel stand mit einer wunderschönen Schrift: Danke.

„Öhm? Da steht nur „Danke“ darauf. Glaube, das Geheimnis können wir nur lüften, wenn wir den Inhalt der kleinen Klappbox sehen.“ las Sina den Zettel und hielt mit der anderen Hand die Klappbox. Die Schwanzspitze öffnete sie für sie, wo jeder dachte, dass Sina wirklich verdammt gut mit dem Schwanz umgehen kann.

„Nein kann ich nicht. Ich musste Knochi erklären, was er tun soll.“ sagte Sina auf einmal, weil sie die Blicke ihrer Freunde gesehen kann. „Kannst du jetzt schon Gedankenlesen oder wie?!“ fragte Mel schockiert, aber die Schwanzspitze schüttelt den „Kopf“.

„Kannst du auch mal was selber beantworten oder ist „Knochi“ nun dein Sprachrohr geworden?“ meckert Sherry.

„Nein kann ich nicht, aber ich konnte es mir denken, nachdem ihr „Knochi“ alle so angestarrt habt. Besser jetzt? Ich schau nun mal rein, was es ist…“ kam nun die Antwort von Sina und die Schwanzspitze schob den Deckel hoch.

Drin war eine Murmel, die eher wie ein Diamant in einer Kugelform aussah. „Huch? Was ist das denn?“ wunderte sich Sina… dann schoss die Kugel hoch in die Luft. Alle folgten der Murmel, als sie dann in den rechten Handrücken von Sina schoss.

Sofort schrie Sina laut auf und fiel auf ihren Hintern, dann aber setzte sie sofort ihre Illusion ein: „Illusion: Keine Schmerzen!“ Die Dämonin fing überall an zu schwitzen, während das Tattoo von Titanus hell aufleuchtete.

„Sina! Können wir irgendwas machen?!“ kniete Sherry sich neben ihre Freundin, aber diese schüttelt ihren Kopf. „Nein… das ist wie mit Tierra, aber… ich habe von Titanus doch nie eine Kraft bekommen?!“

Dann formte sich die rechte Hand von der Dämonenkönigin, ihre gesamte Hand formte sich zu einer Klaue, ihre Finger werden ein bisschen länger. Die Haut oder wie man es auch immer beschreiben müsste, wurde immer dicker und nahm eine dunkelbraune rötliche Farbe an.

Aber auch der gesamte Arm wurde allgemein etwas dicker durch die neue „Haut“ und nahm ebenfalls die dunkelbraune Tönung mit rötlichen Farbe an, die sogar schimmerte. Die Tätowierungen selber blieben erhalten.

>Macht der Erde erhalten<

>Gravitationsaura erhalten<

>Sandatem erhalten<

>Sandhand erhalten<

>Verrotten Level 1 erhalten<

>Stachelerdbeben Level 1 erhalten<

„Huch? Ich habe die Macht der Erde erhalten, dann war das wirklich der Stein von Titanus, aber wieso?!“ hielt Sina ihren Arm von sich, weil er fast wie eine Rüstung aussah und sich immer noch verwandelt.

Alle Gefährten schauen sich schweigsam den Prozess an, dabei ahnen sie, dass Sina einen Rückschlag in ihre Gefühlswelt erleiden wird. Bis auf einmal die Transmutation aufhörte.

„Illusion: Keine Schmerzen… auflösen…“ murmelt Sina und spielte mit ihre neuen Hand. Dann schlug sie wütend auf den Boden was ein Beben auslöste. Jeder bekam sofort wackelige Beine und versuchte sein Gleichgewicht zu halten.

Sherry umarmte sofort Sina. „Beruhige dich! Ich kann es verstehen, dass du sauer bist… wo ist eigentlich deine Hitze? Egal! Tief ein und ausatmen!“ Sina schloss ihre Augen und drehte es um, immer langsam ein und aus atmend.

„Warum… was hat das denn zu bedeuten?“ fielen die Tränen aus den Augen von Sina. Ihre Schwanzspitze spießte den Zettel auf und brachte ihn zu Sina. Sie las nur das eine Wort und sonst stand dort nichts drauf, auch nicht auf der Rückseite.

„Wenn ich ehrlich bin, kenne ich spontan nur zwei Personen, die dieses Paket zu dir geschickt haben.“ meinte Christoper auf einmal. Alle drehen sich sofort zu ihm um.

„Wissen tue ich das natürlich nicht, aber überleg doch mal… Titanus war die erste besiegte Götterbestie. Danach kam Tierra und da fing es mit diesen Murmeln an oder? Die dritte war dann von Siremmic.

Wenn wir genauer überlegen, bekam Sina nie von Titanus irgendwelche Kräfte oder Murmel. Das… ist scheinbar so eben passiert, glaube ich zumindest, weil dazu das Tattoo von Titanus aufleuchtete.

Was ich damit sagen will… nur die Götter… haben die nötige Macht, die Götterbestien zu erschaffen. Wer auch immer von beiden dir dieses Paket geschickt hat mit diesem Zettel, wollte wohl das du die Macht bekommst.“ erklärte Christoper.

„ABER ICH WILL SIE NICHT! SCHAU DIR MEINEN RECHTEN ARM AN!“ hob Sina wütend ihren neuen rechten Arm an. „Das ist ebenfalls eine Waffe, wie soll ich damit jemanden die Hand schütteln, ohne diesen zu verletzen? Oder die Wange von Sherry streicheln!?“

Sherry fasste die rechte Hand von Sina an. „Du hast allen Grund wütend zu sein, aber… nicht gegen Christoper, wenn eher die Götter. Er hat nur versucht, was zu erklären mit den mangelnden Informationen. Kannst du meine Hand fühlen?“

„Kann ich… doch fürchte ich, dass meine scharfen Klauen… jemanden gegen mein Willen verletzen.“ murmelt Sina leise.

„Dann werden wir es gemeinsam üben, damit du eine Sicherheit dafür entwickelst.“ streichelt Sherry die Hand. „Aber es muss einen Grund geben, warum die Götter dir diese Murmel zukommen ließen. Ich kann mir nicht mal ansatzweise die Gedanken der Götter vorstellen, was sie mit dieser Aktion bezwecken wollen.

„Danke.“ Wer von den Göttern hätte einen Grund dir dankbar zu sein? Die Göttin, weil du der Heldin Sakura zur Seite standest? Der dunkle Gott, weil du eine verbannte Götterbestie getötet hast? Vielleicht solltest du wirklich mit deinem Vater sprechen, wie du mit dem dunklen Gott sprechen kannst, denn die Göttin…“

„Man müsste den gestürzten Papst fragen, wie eine Kommunikation mit der Göttin bewerkstelligt werden kann, wenn überhaupt.“ meldete sich Lara. „Oder das Kaiserreich hat irgendwelche Dokumente von ihnen gefunden, wie es möglich ist.“

„Ich… bekomme langsam echt Kopfschmerzen…“ hielt Sina mit der linken Hand den Kopf. „Langsam… wird es mir echt zu viel…“

„Legt dich hin, Edwin wird dir immer Eis bringen. Vermutlich geht es dir zwar nicht besser, aber wir können heute Abend nochmal in Ruhe darüber sprechen.“ sagte Sherry tröstend.

„Finde ich auch. Wir gehen das Training gleich an, aber vorher wirst du wieder ins Bett gebracht, du brauchst nun die Ruhe!“ hörte man den Befehlston von Kyllia, deren Sorgen man am Gesicht ablesen konnte.

„Macht ihr mal…“

Kapitel 329

Ich bin wiedergeboren und die merkwürdigen Gespräche?

Die Trainingsgruppe kehrte am Abend in Fanfoss zurück. Sherry war es erlaubt gewesen, ihre vielen neuen Lichtzauber auszutesten und bekam neidvolle Blicke von ihrer Meisterin.

„Sherry… vermutlich weißt du es schon, aber einige von diesen Zaubern… würden normalerweise deine Lebenszeit verkürzen. Ironischerweise bist du aber eine ewige Jugendliche, so kannst du mit diesen Zaubern nur so um dich werfen.

Ich würde dir trotzdem raten, dies mit Vorsicht zu genießen. Es gibt einige Zauber, die nicht die Lebenszeit verkürzen, sondern einen Teil deiner Seele entziehen. Bei Lichtmagie wüsste ich es jetzt nicht, aber auf Dunkelheit, Leere und Chaos trifft das schon eher zu.

Vielleicht sollten wir langsam überlegen, ob du nicht auch „Teleportation“ lernst. Ich habe mich mit diesem Zauber zurückgehalten, weil Teleportation nicht ein einfacher Zauber ist, sondern es hängt auch sehr viel davon ab, wie du die Umgebung einschätzen kannst.“ rannte Neia neben Sherry.

„Das kann ich wenn nur nach dem Training lernen beziehungsweise eher nach dem Turnier.“ lehnte Sherry die Idee nicht ab.

„Wie fühlt es sich eigentlich an, zu wissen, dass man jemand ist, immer wieder geboren zu werden?“ fragte Lara auf einmal von der Seite.

„Ehrlich? Ich weiß es nicht, nur hat es mich richtig glücklich gemacht, dass einer meiner Vorfahren sich um Sina gekümmert hat.“ lächelt Sherry.

„Wir Dämonen glauben an die Wiedergeburt, aber ein so krasser Fall wie es bei dir der Fall ist, habe ich noch nicht gehört.“ meinte Kyllia. „Wer versteht auch die Götter oder deren System.“

„Sag Tio, wie lange haben wir eigentlich nicht mehr in der Gilde gearbeitet?“ „Müssten jetzt schon einige Monate gewesen sein.“ murmeln die Zwillingsvampire. Ma Shi musste auf einmal niesen, ansonsten genoss er seine Ruhe in der Abenteuergilde.

Als sie die Monstervilla sahen, fiel allen sofort was auf. Irgendwer wirft was hoch und ein schwarzer Dolch zerstörte es in der Luft. „Huch? Diese Form kenne ich doch?“ staunte Falko, der die schärfsten Augen hatte.

Um Zeit zu sparen machten Christopher und Louis eine Räuberleiter… wo Christopher direkt von der Mauer runter fiel, als ein scharfes „Etwas“ fast seinen Kopf erwischte.

„War das Christopher?“ rief Sina. Sie hat mit Edwin gemeinsam ihren Schwanz geübt, als etwas hinter Mauer hoch lungerte. Der Befehl an Knochi war, es so nah wie möglich anzugreifen, aber nicht zu verletzten.

Christopher schwört sich eines: Nie wieder über die Schutzmauer der Monstervilla zu schauen. „Alles in Ordnung?“ fragte Mel ihn.

„Nein… und eigentlich sollte ich es gewöhnt sein durch meine Erfahrung mit Dungeons und ihren Fallen. Sina ist und bleibt immer noch die tödlichste Falle von allen.“ murmelte Christoper und war sehr glücklich, dass Mel ihn angesprochen hat.

„Was schaust du auch über die Mauer?“ rief Sina von der Mauer runter. Alle drehten ihre Köpfe nach oben und sahen Sina auf der Mauer stehen. „Sie steht ja dafür da, dass Neugierige… NICHT darüber schauen.“ wirbelt der Knochenschwanz hin und her.

„Huch? Dein Schwanz ist ja voller Leben?“ merkte Sherry sofort an und Sina nickte. „Darf ich vorstellen? Knochi.“ stellte Sina ihren Schwanz vor und die Schwanzspitze wedelte hin und her, als würde sie winken.

„Du… hast deinem Schwanz einen Namen gegeben?“ stellte Kyllia eine sehr berechtige Frage und machte ein Gesicht, als würde sie den Geisteszustand ihrer Schwester langsam infrage stellen.

„Ja. Ich habe nun herausgefunden, wie man mit ihm umgehen muss. Das erkläre ich aber beim Abendessen. Knochi, schnappt dir Mel und Sherry um die Bäuche.“ kam der Befehl von Sina und bevor alle reagieren konnte, hat der Schwanz sich schon die beiden Frauen geschnappt.

„Wir gehen jetzt gemeinsam baden. Edwin du kümmerst dich wieder um den Rest.“ sprang Sina von der Mauer und sie zog zwei weinende Frauen mit sich.

„Hm… Sina geht es wirklich merklich besser.“ „Jep, das ist ein sehr gutes Zeichen.“ nickten die Zwillingsvampire.

„Nichts das ich was dagegen habe, aber wenn Sina wieder die Alte wird, dauert es nicht lange… bis das nächste Chaos kommt.“ murmelt Melaine.

„Nun, sie hat auch nicht mehr wirklich einen Grund zur Trauer oder? Jemand ist aus der Vergangenheit hier, vor allem wenn es die eigene Geliebte ist.“ nahm Suki Sina in Schutz.

„Nur was hat sie mit Mel vor?“ schaute Rubina in die Gruppe. „Vermutlich… soll Mel was für Sina übersetzen.“ rät Lara und war der Wahrheit damit sehr nahe…

Mel und Sherry waren mit Sina nackt im Badezimmer und wuschen sich. Sina versucht vieles mit ihrem Schwanz zu machen und… es sah sehr eigenartig aus.

„Das dein „Knochi“ uns einfach so tragen konnte?“ murmelt Sherry leise ihre Frage. „Vermutlich zieht er es von meinen Attributen ab, also zumindest Stärke und Schnelligkeit.

Bevor ihr euch wundert, aber mein Schwanz funktioniert irgendwie komplett anders. Ich fühle nichts über meinen Schwanz, aber umgekehrt reagiert er auf meine Gefühle. Knochi muss ich immer Befehle geben, dann macht er es auch.

Warum… auch immer, aber irgendwie lernt Knochi durch meine Befehle, was selbst ich ein bisschen gruselig finde. Ich meine… er ist ein Teil von mir oder? Habe es durch Zufall heute herausbekommen und machte dann einige Experimente mit dem Schwanz.

Je… komplizierter seine Arbeit gemacht werden soll, desto genauer muss mein Befehl sein. Das Schöne ist, es geht sogar über meine Gedanken.

Doch wie ich ihn im Kampf einsetzen soll, da bin ich mir noch nicht so sicher. Die Schwanzspitze kann alles zerschneiden. Stein, Eisen und ähnliches Objekte, die Edwin in die Luft geworfen hat. Ich rechne fest damit, dass mein Schwanz keine sehr hohe Stabilität hat, das man ihn mal eben abschneiden könnte.

Aber ich bin guter Dinge. Ihr merkt ja selber, dass es mir langsam wieder besser geht. Hoffentlich… hat es nichts mit meiner Fähigkeit „Bizarre Gedanken“ zu tun, aber… die letzte Nachricht von Sakura… hat mich sehr glücklich gemacht.“ erklärte Sina und schaute wie ein verliebtes Mädchen dann am Ende weg.

„Und… mich habt ihr mitgenommen, damit ich euer Tattoo auf dem Hintern.. entziffern darf?“ murmelt Mel nun.

„Woran hast du das erkannt?“ grinste Sina. „Aber Scherz beiseite, das mit dem Tattoo stimmt, aber ich wollte gerne auch von dir Wissen, ob meine Aura sich verändert hat? Chaosbestie und Dämonenkönigin sind… schon sehr gravierende Änderungen.“

„Eure Aura ist komplett anders geworden. Da hatte sie sich schon bei der Götterbestie-Geschichte geändert, aber nun ist sie wieder anders.

Als Dämonin hattet ihr eine sehr dunkle bluttriefende Aura besessen, die wurde dann zu einem leuchtenden rot. Doch nun ist sie komplett grün-wirbelnd mit vielen Zacken, als könntet ihr damit auch jemanden verletzten.“ erklärte Mel.

„Oh? Komischerweise kann ich das mit meinen Augen nicht sehen, wenn ich mich im Spiegel anschaue.“ hielt Sina ihren Kopf schräg, damit Knochi mit der Seife ihren Hals schrubben konnte.

„Sina… du machst mich mit deinem Schwanz bekloppt!“ nörgelt Sherry, er macht sie komplett nervös, was ihre Freundin mit der scharfen Schwanzspitze alles machte.

„Lass mich! Es sieht zwar so einfach und lustig aus, aber ich muss genau auf meine Befehle achten!“ wehrte Sina sich.

„Lustig? Ich kann es mir nicht vorstellen, mit einem Dolch am Hals zu schrubben…“ bekam Sherry ein Schaudern, als Sina es auf der anderen Halsseite ebenso macht.

„Hat Sina nicht schon… verrücktere Sachen gemacht Sherry? Ach ja, da warst du ja nicht dabei gewesen.“ wollte Mel was sagen, bis ihr einfiel, wo Sherry an diesem Tag war.

„Eh… was weißt du, was ich nicht weiß?“ lächelt Sherry auf einmal sehr freundlich, nun bekam Mel ein Schaudern. Selbst Sina wirkte neugierig.

„Nun… an dem Tag wo du Nea mitgebracht hast, ist Sina immer vom Dach der Villa in den Pool gesprungen, um ihre Flügel zu trainieren. Dabei trug sie den sehr knappen Bikini, den du ihr geschneidert hast.“

„Ah, daran erinnere mich. Puh, wie die Zeit vergeht.“ nickte Sina und die Schwanzspitze ebenso, dann schrubbte der Schwanz nun den Rücken von Sina.

„Irgendwie… warte ich echt nur darauf, dass dir eines Tages ein Fehler mit deiner Schwanzspitze passiert und du dich selber aufspießt.“ sagte Sherry es mit einem sehr neutralen Gesichtsausdruck.

„Ist schon heute passiert. Hätte mich beinahe selber halbiert, weil Knochi sich zwar um meinen Bauch gewickelt hat, aber seine Stacheln hier nach innen gerichtet waren. Du ahnst nicht, wie schnell Edwin aus der Villa gerannt kam, als ich wie am Spieß geschrien habe.“ schmunzelte Sina bei ihrer Erinnerung.

„Nur damit es klar ist, aber „Knochi“ bleibt vom Bett fern ok? Der bleibt brav auf dem Boden, wenn du wirklich etwas für ihn… ihr was tun willst, besorge dir ein großes Kissen.“ kam die Warnung ihrer Freundin.

„Sherry? Bist du etwa… eifersüchtig?“ grinste Sina ihre Freundin an. „Nein, aber siehst du mich mit Nirwana schlafen oder so? Ich möchte einfach nicht, dass irgendwelche scharfen Gegenstände oder sonstiges im unserem Bett liegt, könnte mal hinderlich sein.“ wurde Sherry am Ende rot.

„Oh? Wieso bist du jetzt auf einmal schüchtern? Das habe ich vor ein paar Tagen in der Schule noch anders in Erinnerung.“ grinste Sina nun spitzbübisch. „Halt die Klappe und Mel hat nie von diesem Gespräch gehört!“

„Frage mich… ob ich auch jemanden lieben kann?“ wunderte sich Mel. Sina und Sherry schauten sich in den Augen, scheinbar hat Mel noch nicht mitbekommen, dass sie schon einen Verehrer hat.

„Wie… soll denn dein Traummann so sein?“ fragte Sina unschuldig.

„Keine Ahnung. Im alten Leben war ich auch mehr auf mich selber fixiert gewesen. Mit diesem Körper dürfte es ziemlich schwierig werden, jemanden zu finden, der mich so akzeptiert, wie ich bin.“ wiegelte Mel mit ihren Kopf hin und her.

„Oh, vielleicht solltest du einfach ein bisschen die Augen weiter öffnen, dann wirst du feststellen, das du den einen oder anderen Verehrer schon hast.“ kommentierte Sina trocken.

„Ich habe Verehrer? Wer soll das denn sein?“ drehte Mel sich zu Sina um, aber die schüttelt nur ihren Kopf, die Schwanzspitze übrigens auch.

„Wie gesagt, du musst schon die Augen öffnen. Anderes Thema jetzt, wenn du nun mein Tattoo anschauen könntest?“ stand Sina nun auf und Knochi kippte einen Eimer Wasser über ihren Rücken, damit die Seife weg ist.

„Interessanter Hintern.“ kommentierte Mel und bekam sofort einen Todesblick von Sherry. „Sherry… jeder von uns weiß, dass du Augen für Sina hast und umgekehrt. Außerdem waren es doch deine Worte, dass wir sie anschauen dürfen, aber besitzen tust du sie oder?“

„Entschuldigung… manchmal geht meine Eifersucht mit mir durch…“ murmelt Sherry von sich hin.

„Warte auf den Tag, das du den Ersten umbringst vor Eifersucht. Uhh… da wird aber viel Blut fließen. Kann mich nicht erinnern, dass Rose so eifersüchtig war.“ grübelte Sina laut und die Schwanzspitze kratze an der Stirn.

„Du kannst mich auch mal!“

„Denke… ich habe genug gesehen. Soll ich es euch jetzt sagen oder beim Essen?“ lenkte Mel vom Thema ab.

„Ah sag das schon mal jetzt, damit ich nicht so schockiert beim Essen bin.“ war Sina nun sehr ernst, selbst Sherry wurde ruhig.

Dies ist die Geschichte von Siremmic dem fressenden Schatten.

Erschaffen um dem Körper einen Schatten zu geben.

Rebelliert gegen die Götter.

Geflüchtet vor dem Krieg.

Doch dann holte ihn die verdiente Strafe durch die Chaosbestie.

Die Chaosbestie in Form einer Frau und Teufels,

wird die Welt in ein Chaos stürzen,

mit den Mächten des Schattens.

„Eh… irgendwie war bei den anderen Tätowierungen mehr Informationen hinterlassen worden. Aber interessant zu wissen, warum er nicht versiegelt wurde, wenn er ein Feigling war.

Mich stört eher, was mit der verdienten Strafe gemeint ist. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl gehabt, dass die Göttin mich und meine Freunde in der Vergangenheit im Auge behalten hat. Sakura bekam die Vision zu mir, dann der Dungeon mit den nötigen Belohnungen.

Dann später bekam ich selber sogar eine Vision, wobei ich bis jetzt nicht weiß, wem ich das zu verdanken habe, aber wahrscheinlich der Göttin. Liebe Göttin, wenn du mich eh stalkst, können wir nicht irgendwie… ins Gespräch kommen?“ sagte Sina es zur Decke.

„Nun verliert Sina wirklich jeden Bezug zur Realität.“ murmelt Sherry und Mel nickte zustimmend.

Sina starrte ein paar Minuten die Decke an, auf irgendein Zeichen, aber nichts. Die Schwanzspitze tippte sie an der Schulter und dann seufzte die Dämonin. „Schade, hätte ja klappen können.“

„Das Eigenleben deines Schwanzes… finde ich gruseliger…“ flüstert Sherry.

Kapitel 328

Ich bin wiedergeboren und mein Knochenschwanz?

Es vergingen einige Tage, die Trainingsgruppe hat ihr Sportprogramm wieder aufgenommen und rannte zu Orten, die nicht mal Sina kannte.

Die Dämonenkönigin saß wieder im Garten und vor ihr rollte ein Ball. Der Knochenschwanz lag ebenfalls auf dem Boden und… machte nichts.

„Mache… ich irgendetwas falsch?“ grübelte Sina und kramte in der Erinnerung. Sie fragte nämlich Kyllia, wie man den Schwanz trainieren konnte, wo selbst ihre Schwester am Grübeln war.

„Sina… du warst die Einzige, die keinen Schwanz hatte, während der Rest ihn von der Geburt an hatte. Sarlyn war die letzte der Schwestern gewesen, die ihren Schwanz nicht kontrollieren konnte, bis sie sich selber mit einem Ball aushalf.

Bei deinem Schwanz habe ich eher den Eindruck… als fehlt da irgendetwas. Wenn du dich an… Lisa erinnerst, war ihr Schwanz auch mehr oder weniger voller Leben. Bei ihr könnte das mit dem Ball eher klappen als bei dir.

Zumal ich keinen Dämon kenne, der so einen langen Knochenschwanz hat wie du, wo die Schwanzspitze sogar wie ein Dolch aussieht. So leid es mir tut, aber da kann ich dir echt nicht helfen.“ erklärte Kyllia es traurig.

Sina war zwar noch traurig, aber… auch wieder sehr glücklich, als sie mehr über Sherry wusste. Dank Sakura und das heutige Gespräch beim Frühstück:

„Sherry… ich glaube, ich könnte deinen Fluch brechen. Zu der damaligen Zeit gab es noch die Zauber um gewisse Flüche zu brechen, vor allem, wenn es die Seele betraf.“ machte Neia auf einmal beim Frühstück ein Angebot.

Sofort schaute jeder Sherry an, die wiederum Sina anschaute. „Nein. Ich möchte den Fluch behalten. Es ist ein wichtiger Teil meines Lebens außerdem…

Sina. Deine größte Angst ist doch… dass ich jederzeit sterben könnte und du Amok auf der Welt laufen könntest.“ war Sherry sehr ernst, während Sina nur zuhörte.

„Sollte ich wirklich sterben, dann warte einfach ok? Dieser Fluch… ist der Beweis, dass ich es bin. Bisher habe ich noch von keiner anderen Person gehört, die ebenfalls diesen Fluch hatte. Deswegen kannst du dir sehr sicher sein, dass du mich immer finden wirst.

Du müsstest mit mir eine… neue Beziehung anfangen, aber dann bin ich wieder in deiner Nähe… als neue Person.“ lächelte Sherry.

„O… Ok.“ lächelte Sina zurück und wieder weinen musste. Nicht vor Trauer, sondern vor Glück, dass sie so wunderbare Personen um sich hat.

„Hmm… was mir einfällt, aber ich wollte wegen einem speziellen Kompass Christoper mal fragen, Mel wegen meinem Tattoo und… meine Liste wird echt nicht kürzer…“ seufzte Sina, die weiterhin ihren Ball anstarrte.

„Mein Schwanz reagiert auf Gefühle, dass ist Fakt. Das gleiche war auch mit meinen Flügeln der Fall, nur… ich spüre nichts mit meinem Schwanz!“ tobte Sina. Sie holte einen Apfel aus dem Inventarring raus und zog ihren Schwanz zu sich, dann schnitt sie den Apfel mit der Schwanzspitze.

„Ein… sehr interessanter Anblick.“ meldete sich Edwin hinter Sina.

„Kann ich mir vorstellen. *mampf* Welches Lebewesen benutzt seinen Schwanz wie ein Messer, wie ich es eben tue?“ konzentrierte Sina sich auf den Apfel.

„Wenn nur ihr Herrin. Gibt es etwas… was ich für euch tun könnte? Alle gehen ihrem Training nach, ich hatte angenommen, dass Gräfin Sherry hier bleibt, aber scheinbar ist ihr das Training ebenso sehr wichtig.“

„Hm… könnt ihr Pflanzen züchten oder ähnliches?“

„Bedaure aber leider nein. Auch nicht die anderen Vampire. Wenn ihr mir sagen könnt, was euch vorschwebt, kann ich mich ein bisschen informieren.“

„Es geht um Pflanzen, die man später als Tee trinken kann. Ich habe darüber überhaupt keine Erfahrung und… Sherry hat schon ihre Bedenken geäußert, ob es klug ist, die Pflanzen hier im Garten anzupflanzen.

Ist ja irgendwie Standard geworden, dass mein Zuhause immer wieder angegriffen wird und der Garten wird nicht selten damit in Leidenschaft gezogen.“

„Warum kauft ihr… euch nicht ein bisschen Land, dass weiter von der Villa entfernt ist? Vermutlich könnten eure Beziehungen helfen, das nötige Land zu finden und vielleicht auch direkt einen richtigen Gärtner, der sich damit auskennt.“

„Hm… wäre das beste oder? Aber… müsste ich nicht auch irgendwie… Wachen besorgen oder so? Ich will ungern, dass die Pflanzen in die Hände dubioser Organisationen kommen.“

„Selbst dann werden wir schon eine Lösung finden. Notfalls lassen wir einige von unseren Leute in diese Untergrundorganisationen einschleusen, damit wir diese im Auge behalten können. Ihr kennt unsere speziellen Talente.“

„Ich will… ungern eure Freiheit dafür nehmen. Ihr habt alle… gekämpft dass die Bewohner euch akzeptieren, wie kann ich auf einmal von euch verlangen…“

„Herrin, ihr habt uns allen eine einmalige Chance gegeben und… das ihr uns nicht mal befehlen wollt, zeigt nur umso größer eure Großzügigkeit uns gegenüber. Fragt uns einfach, vielleicht beruhigt es eurer Gewissen.“ lächelt Edwin.

„Danke… gibt es irgendetwas über die anderen Clans zu berichten? Sind fremde Vampire außer Zada hier gesehen worden oder so?“

„Nein, da kann ich sie beruhigen.“

„ … Du bist doch ein sehr alter Vampir oder?“

„Das ist richtig. Glaube… ich müsste nun über 6317 Jahre alt sein als Vampir.“

„Du liebe Güte… Hast du schon mal was über den Heldentyrann Devin gehört? In meiner Recherche habe ich herausgefunden, dass er einfach verschwunden ist und… verschwunden heißt nicht unbedingt, dass man tot ist. Nicht in dieser Welt.“

„Hmm ich bin mir nicht sicher, aber es würde mich nicht wundern, wenn dieser Mann ein Vampir geworden ist. Definitiv nicht in unserem Clan, das wüsste ich, aber vergessen sie nicht, es gibt auch die anderen Vampirclans.“

„Hrm… mein Gefühl sagt mir, dass wir ihn irgendwann in der Zukunft treffen werden… Egal, danke für das Gespräch. Gibt es… etwas was ich für dich oder die anderen tun könnte?“

„ … Nicht direkt. Ihr habt uns alles gegeben was wir benötigen, aber… vielleicht sollten sie über eine bestimmte Regel nachdenken.“

„Vermutlich, dass wir weitere Vampire in unseren Clan eingliedern sollten?“

„Ihr seid sehr scharfsinnig, aber das ist korrekt. Wir sind momentan der kleinste Vampirclan von allen und… auch nicht unbedingt die Stärksten. Wenn.. jemand von uns getötet wird durch irgendwelche Gründe… wird unser Clan nur kleiner.“

„Ich… verstehe. Nur das braucht Bedenkzeit, denn… letztendlich sind es Menschen die zu Vampiren gemacht werden oder?“

„Elfen, Zwerge sowie Tiermenschen können ebenfalls zu Vampiren gemacht werden, nur… sind das schon sehr exotische Vampire dann. Es würde mich nicht wundern, wenn ihr diese Vampire in dem kommenden Turnier zu Gesicht bekommt.

Ich danke euch, dass ihr meine Bitte angehört habt, ich werde euch dann nicht weiter stören.“ verbeugte sich Edwin und ließ Sina zurück.

„Hmm… vielleicht sollte ich Layla fragen, wie sie die Aufnahmebedingungen geregelt hat.“ murmelt Sina. Den Apfel hat sie komplett aufgegessen und ihre Schwanzspitze zeigte weiterhin keine Regung.

„Was mache ich nur mit dir Knochi?“ gab Sina ihrem Schwanz nun einen Spitznamen. „Vielleicht ist es mal wieder Zeit meinen Status zu betrachten. Status.“

Name: Sina die Chaosbringerin

Rasse: Chaosbestie

Alter: 21 Jahre (147 Jahre)

(Titel: Held der Dämonen, Dämonenkönigin, Teufel)

Titel: Erzfeind der Untoten, Drachentöter, Verteidiger, Vampirtöter, Lady, Reichskanzler, Götterbestienjäger, Menschenschlächter, Freund der Wüstenwächter, Spinnenschlächter, Ultimativer Waffenmeister, Meister der Illusion

Beruf: Chaos

Level: 392

Attribute: (Fälschung) / (Original)

  • Vitalität: 31123 / 417.142
  • Mana: 31446 / 421.317
  • Stärke: 31456 / 452.318
  • Schnelligkeit: 31614 / 462.928
  • Intelligenz: 31927 / 422.315
  • Ausdauer: 31439 / 423.621

Magische Fähigkeiten:

  • Illusion Level 10 / Level 10
  • Traumwandeln – / Level 8
  • Seelenraub – / Level 3
  • Meteorregen – / Level 2
  • Inferno – / Level 4 (Aufgestiegen)
  • Realitätsveränderung Level 2 / Level 2 (Aufgestiegen)
  • Chaosblitz Level 3 / Level 3 (Aufgestiegen)
  • Chaosregen Level 2 / Level 2 ( Aufgestiegen)

Aktive Fähigkeiten:

  • Schwert Level 12 / Level 12
  • Großschwert Level 10 / Level 10
  • Axt Level 10 / Level 10
  • Speer Level 10 / Level 10
  • Hellebarde Level 10 / Level 10
  • Keule Level 10 / Level 10
  • Unbewaffnet Level 11 / Level 11
  • Beidhändigkeit Level 11 / Level 11
  • Werfen Level 10 / Level 10
  • Peitsche Level 8 / Level 8
  • Allesschneider II Level 2 / Level 2 (Aufgestiegen)
  • Schwertwirbel II Level 2 / Level 2 (Aufgestiegen)
  • Schockexplosion II Level 2 / Level 2 (Aufgestiegen)
  • Zerstörungsschnitt II Level 2 / Level 2 (Aufgestiegen)
  • Dämonischer Schnitt Level 9 / Level 9 (Aufgestiegen)
  • Chaosschnitt Level 2 / Level 2 (Aufgestiegen)
  • Schwerer Schwertschlag Level 1 / Level 1
  • Axtschlag Level 1 / Level 1
  • Speerschlag Level 1 / Level 1
  • Hellebardensturzflug Level 1 / Level 1
  • Keulenschlag Level 1 / Level 1
  • Sturmschlag Level 2 / Level 2 (Aufgestiegen)
  • Schwerttornado Level 2 / Level 2 (Aufgestiegen)
  • Zielschuss Level 2 / Level 2 (Aufgestiegen)
  • Erste Hilfe Level 8 / Level 8
  • Kochen Level 5 / Level 5
  • Singen Level 6 / Level 6
  • Musizieren Level 8 / Level 8

Götterbestiefähigkeiten:

  • Macht des Feuers:
    • Feueraura
    • Feuerflügel
    • Lavahand
    • Lavaatem
    • Flammenhand
  • Macht des Schattens:
    • Schattenwelt (Neu)
    • Schattenverbund (Neu)
    • Schattendiebstahl (Neu)

Chaosbestienfähigkeiten:

  • Macht des Chaos:
    • Chaosatem
    • Chaoshand

Passive Fähigkeiten:

  • Säure Immunität (Sichtbar)
  • Zustandsveränderungsimmunität (Sichtbar)
  • Magie Immunität (Sichtbar)
  • Göttliche Stärke Level 5 / Level 5
  • Göttliche Schnelligkeit Level 5 / Level 5
  • Göttliche Vitalität Level 5 / Level 5
  • Göttliche Intelligenz Level 5 / Level 5
  • Göttliche Ausdauer Level 5 / Level 5
  • Schmerzlosigkeit Level 5 / Level 10
  • Bizarre Gedanken Level 3 / Level 9
  • Super-Regeneration Level 9 / Level 9 (Aufgestiegen)

Einzigartige Fähigkeiten:

  • Schnelles Lernen –
  • Vorahnung II (Sichtbar)
  • Nachtsicht –
  • Limit Brechen –

Segen:

  • Dunkler Gottes Schutz –

„Öh… was?“ staunte Sina nicht schlecht, wie hoch ihre Attribute wieder geworden sind, aber welche Fähigkeiten sie nun zusätzlich bekommen hat.

„Also… beherrsche ich nun die Macht des Schattens… Wenn ich überlege… wie ätzend es war?“ warf Sina den Apfel weg, als auf einmal ihr Schwanz ihn in der Luft aufspießte und wieder auf den Boden fiel.

„ … Hääää?!“ war Sina nun wirklich überfordert. „Wieso?! Was… ist jetzt passiert… Himmel… das war jetzt wieder genauso wie mit meinen Flügel damals, dass er kurz reagiert hat, aber irgendwie… ist es mit meinen Schwanz anders…“

Sina zog ihren Schwanz wieder zu sich und schaute sich den Apfelrest an der Spitze an. Sie nahm das Stück ab und warf es wieder in der Luft, nur passierte diesmal nichts. „Warum kannst du es nicht einfach aufspießen wie eben Knochi?“ nörgelte Sina, als ihre Schwanzspitze direkt auf das Apfelstück rammte.

„ … Kann… es sein, dass… ich meinem Schwanz Befehle geben muss?“ wunderte Sina sich über das Geschehene. „Nur… warum hast du denn vorhin ohne meine Zustimmung reagiert?“ Sina stand auf und ihr Schwanz steckte im Boden fest. „Knochi, schwebe wie ein normaler Schwanz.“

Die Schwanzspitze löste sich ohne Widerstand aus der Erde und nun schwebte er wie Sina es sich gewünscht hat.

„Das… ist ja interessant.“ bekam Sina nun ein böses Grinsen auf dem Gesicht. „Dann lass mich mal testen, denn bisher habe ich alles gesagt, ob ich es auch über meine Gedanken regeln kann.“ sprach Sina mit sich selber.

„Knochi, wickele dich um meinen Bauch.“ kam der Gedanke und ihr Schwanz tat dies… nur hat Sina bei dem Befehl was vergessen und schrie vor Schmerzen auf. „Stopp, löse dich wieder auf Knochi!“

Der Schwanz hatte sich zwar um den Bauch gewickelt, aber die Stacheln des Schwanzes wurden direkt in den Bauch von Sina gerammt. Nun blutete sie ihr zerrissenes Stoffhemd voll.

„Ist alles in Ordnung?“ kam Edwin raus gerannt und stand sofort still, als er den schwebenden Schwanz sah.

„Ja… irgendwie. Beim dunklen Gott… ich glaube… ich kann meinen Schwanz nun kontrollieren, aber nicht auf die übliche Art und Weise.“ beruhigte Sina den Butler, dabei macht ihr Schwanz ein großes „V“ für Peace.

„Was ist mit dir los Knochi?! Kann es sein, dass meine Gefühle mit einbezogen werden, wie ich dich befehle?“ sprach Sina mit ihrem Schwanz. Edwin ist zu abgebrüht, als das er sich darüber noch wundert.

„Dann… werde ich euch ein neues Hemd besorgen.“ verbeugte sich Edwin, als Sina ihn stoppte. „Bring mir irgendwelche Dinge mit, die ich aufspießen kann. Wir haben bestimmt noch irgendwo genug Schrott rumliegen haben durch die vielen Renovierungen.“

„Das kann ich natürlich machen.“ nickte Edwin und verschwand.

„Nun zu dir Knochi! So beknackt es sich… anfühlt, aber ich will auf keinen Fall, dass du meine Freunde oder mich verletzt ist das klar?!“ sprach Sina mit ihrem Schwanz. Die Szene wird nur noch komischer…

„So… neuer Versuch. Wickel dich um meinen Bauch, OHNE mich zu verletzten!“ kam der neue Gedanke bei Sina und diesmal klappte es hervorragend.

„Es ist… als wäre es ein Teil von meinen Körper, aber ich muss ihm all die Dinge erst beibringen…“ murmelt Sina.

„Da… wird noch einiges an Arbeit auf mich zukommen.“

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