Ich bin wiedergeboren und ein Blick in die Zukunft?
Sharlia schaute ihrer großen Schwester schon Stunden zu, versteht aber bis jetzt nicht, was sie eigentlich da macht. In knappen Trainingsklamotten stand Sina extremst verschwitzt und schlug mit einem Holzschwert ganz langsam auf einen Holzblock.
„Schwester?“ musste Sharlia nun fragen, während sie ihren Hintern hin und her rieb vor Ungeduld. „Was genau machst du da? Du schwitzt wie ein Wasserfall und… *splitter* wieder ist ein Holzschwert kaputt gegangen.“
Sina richtete sich auf und streckte sich kurz mit ihrem Körper, dabei warf sie das kaputte Stück Holz zu den anderen zerstörten Holzschwertern, die demnächst verbrannt werden. „Schätzchen, ich werde es versuchen zu erklären, aber… genau.
Ich übe zwei Dinge gleichzeitig: In einem habe ich gelernt, wie ich eine Kraft in mir… „fokussieren“ kann und eine größere Zerstörungskraft verursache. Das interessante an der Technik ist, dass es… nicht im Status zu lesen ist.
Das kann Kyllia übrigens auch, aber hat noch nicht den Dreh herausgefunden, dass bei einem Faust oder Beinschlag… dein Körperteil… mehr oder weniger „explodiert“. Ich selber… kann es bedingt mit meiner Faust, aber…
Man muss sich so extrem konzentrieren, ein Fehltritt und deine Hand ist für kurze Zeit nutzlos, von den Schmerzen brauchen wir nicht zu reden. Doch ich, so wahnsinnig ich mal bin, will ich einen Tipp von Wisali umsetzen und diese Kraft… in Waffen weiterleiten.
Du siehst selber, dass… weiterleiten geht, aber nicht das „auslösen“. Denn bisher geht JEDES Holzschwert zu Bruch statt dieser blöde Holzblock da. Das kann ich also NICHT mit meinen Katanas machen.
Das andere Ding ist… Man versucht bei Kämpfen schnell zu sein, aber was ich versuche ist… Einfach mit meiner gesamten Kraft zu schlagen. Der Haken ist, ich muss meine Kraft kontrolliert halten und gaaaanz langsam schlagen. Deswegen sehe ich so verschwitzt aus, es… tut vor allem auch weh.“
„Eh?“ war Sharlia sehr misstrauisch. „Wirklich, schlag einfach mal auf dein Hündchen.“ nickte Sina ihrer Schwester zu, die auf Millie´s Rücken saß. „Ganz normal ohne irgendwelche Hintergedanken.“ schob Sina ihre nassen Haarsträhnen beiseite.
Sharlia schaute kurz auf ihren „schweigsamen“ Stuhl, die ein einfaches Kleid trug, dann schlug sie auf den Hintern. „Hm!“ presste Millie den Mund zu, damit… sie kein Geräusch von sich gibt. Ihre Arme zittern die ganze Zeit wie wild, weil ihre Herrin über Stunden schon auf sie saß.
„Und nun?“ hielt Sharlia den Kopf schräg. „Nun schlag sie mit der gleichen Stärke nochmal, aber richtig langsam.“ kam die Anweisung und Sharlia befolgte sie… „Eh?!“ blinzelt Sharlia, als sie merkte… dass es überhaupt nicht so einfach ist und ihr linker Arm sich irgendwie verkrampfte…
„Ah… ah…“ blinzelt Sharlia, dann drückte sie auf einmal einen weißen Stoffhasen an sich. Sina wartet geduldig ab, dann hat sich ihre Schwester wieder beruhigt. „Wow…“ machte Sharlia mehrmals ihre linke Hand zu eine Faust und öffnete sie wieder.
„Verstehst du also, wie anstrengend es ist?“ setzte sich Sina neben ihre Schwester, Millie bekam einen roten Kopf über das zusätzliche Gewicht. „Es tut weh, aber ich glaube, dass ich schon den richtigen Weg gehe.“
Die Dämonenkönigin betrachtete den Stoffhasen, den Sharlia an ihre Brust gedrückt hält. Sie und Kyllia haben gemeinsam mit viel Schauspielerei vor Sharlia die Stoffhasen „verzaubert“ mit der Illusionsmagie, dass Sharlia „einfach“ nur einen der Hasen mit sich tragen soll und dadurch „Liebe“ bekommt.
„Kyllia, Sharlia ist nicht dumm… aber wir müssen einige Experimente machen. Die Stoffhasen sind ganz normale Plüschies, nichts besonders. Was wichtig ist, was wir machen ist: SHARLIA muss glauben, dass wir die Stoffhasen mit „Liebe“ voll pumpen, dass er eigentlich explodieren müsste.
Deswegen verzaubern wir sie mit Illusionen, die keine sind. Es ist… bei Sharlia alles eine Kopfsache. SIE muss glauben, wenn sie einen immer an sich drückt, dass ihre Sucht zurückgedrängt wird.“ erklärte Sina ihrer Zwillingsschwester den Plan.
Bisher ging der Plan auf, doch man bleibt weiterhin auf der Hut. „Sag Schwester… was ist mit Bariel? Du hast sie gestern bewusstlos nach Hause geholt?“ schaute Sharlia sie von der Seite an. „Sie hat jetzt auch die Fähigkeit der Regeneration, was üblich bei den Dämonen ist.“ klärt Sina ihre Schwester auf.
„Ich wusste es nicht, sie hat es geheim mit Neia gemacht und ist zu Renee gegangen. Doch nicht sie selber war es, sondern ihre Butler, die scheinbar die Prozedur kannten. Mich haben sie erst informiert, dass es geklappt hat und jemanden brauchten, der sie trug.
Deswegen ruht Bariel sich aus. Ich bin froh, dass man es mir nicht gesagt hat, denn… Vermutlich wäre ich sehr unruhig gewesen und hätte vermutlich selber irgendwann nachgeschaut.“
„Hm… meinst du, ich sollte meinem Hündchen auch diese Fähigkeit anlernen?“ fragte Sharlia laut. „Puh keine Ahnung? Es ist dein Spielzeug, was du damit machst, ist mir persönlich egal. Du bräuchtest einen Heiler bei der Aktion.“ warnte Sina und gab zum Ausdruck, dass sie Millie immer noch nicht verziehen hat.
„Dann warte ich lieber.“ streichelt Sharlia den Hinterkopf von Millie. „Scheinbar ist sie sturer als es den Anschein hat. Nun habe ich sie über drei Wochen und ich habe ihr wirklich viel beigebracht, was für Wunder sich in einer Frau beherbergen.
Ich sehe es bei Millie, dass sie immer noch nicht gebrochen ist. Wusste überhaupt nicht, dass… es meinen Stolz ankratzt, dass sie sich nicht brechen lässt. ICH, die nun wirklich JEDE Folter kennt und zugleich die Freuden eines Körpers kennt, sie noch nicht geknackt habe?
Das freut mich immer mehr, dass wir Schritt für Schritt weiter kommen. Weißt du Sina, am Anfang hat sie sich ja noch richtig gewehrt, aber mittlerweile ist sie dazu übergangen… mehr zu verlangen.“
„Das… stimmt nicht…“ schniefte der „Stuhl“. „Mein… Körper… will es… nicht ich…“ „Millie… Millie…“ streichelt Sharlia weiter den Hinterkopf. „Statt dagegen anzukämpfen solltest du dich öffnen. Das… macht es viel viel einfacher. Sei doch ehrlich…
Hast du dich jemals so gut in deinem Körper gefühlt? Also… so richtig? Du warst komplett verspannt gewesen, nun bist du viel lockerer geworden. Selbst mit deinem neuen Körper, wo du nochmal sensibler geworden bist.
Du musst wissen Sina, ihren Schwanz kann sie schon ziemlich gut kontrollieren. Habe das selbe gemacht wie bei Bariel und zack, Stunden später hat sie die volle Kontrolle darüber.“ schaute Sharlia mit strahlenden Augen Sina an.
„Ok? Nur bring ihr bei, wenn sie fliegen kann, dass sie nicht von dir abhaut. Möchte dich wirklich nicht trösten wollen, wenn dein Hündchen „weggeflogen“ ist.“ warnte Sina. „Stimmt. Millie, ich befehlige dir, dass du nicht mehr als 10Meter von mir Abstand nehmen kannst.“ drehte Sharlia ihren Kopf zu ihren Sklaven.
„Dein… *schnief* Befehl werde ich gehorsam… befolgen Herrin…“ fielen wieder die Tränen von Millie runter. „Sind ja „nur“ noch 49Jahre, 11Monate und… paar Tage. Aber bis dahin…“ stand Sharlia auf, Sina folgte ihr mit den Augen, wie ihre Schwester einfach auf den Flügel von Mille tritt und dann vor ihr kniete.
Millie wird auf einmal an der Wange gestreichelt. „Bis dahin werde ich es schaffen, dass du die glücklichste Frau der Welt wirst.“ lächelt Sharlia, wo Millie ein Schaudern bekam. „Wir haben noch soviel zu lernen.“
„Danke Bariel, dass du auch eine Hilfe bei Sharlia beigetragen hast.“ kamen die Gedanken bei Sina, die nun auch aufstand. „Genug der Pause, von Faulheit kommt nicht das Können.“ teilte Sina mit und schaute ihren Status wieder an.
Name: Sina die Chaosbringerin
Rasse: Chaosbestie
Alter: 148 Jahre
(Titel: Destroyar, Teufel)
Titel: Erzfeind der Untoten, Drachentöter, Verteidiger, Vampirtöter, Lady, Reichskanzler, Götterbestienjäger, Menschenschlächter, Freund der Wüstenwächter, Spinnenschlächter, Ultimativer Waffenmeister, Meister der Illusion, Dämonenkönigin, Held der Dämonen
Beruf: Chaos
Level: 497
Attribute:
- Vitalität: 583.371
- Mana: 585.568
- Stärke: 603.641
- Schnelligkeit: 619.916
- Intelligenz: 626.437
- Ausdauer: 603.936
Magische Fähigkeiten:
- Illusion Level 10
- Traumwandeln Level 9
- Seelenraub Level 9
- Meteorregen Level 2
- Inferno Level 6
- Realitätsveränderung Level 3
- Chaosblitz Level 6
- Chaosregen Level 2
- Verrotten Level 5
- Stachelerdbeben Level 2
- Seuche entfernen III Level 1
- Mittleres Heilen Level 8
Aktive Fähigkeiten:
- Schwert Level 12
- Großschwert Level 10
- Axt Level 10
- Speer Level 10
- Hellebarde Level 10
- Keule Level 10
- Unbewaffnet Level 12
- Beidhändigkeit Level 11
- Werfen Level 10
- Peitsche Level 8
- Allesschneider II Level 3
- Schwertwirbel II Level 2
- Schockexplosion II Level 2
- Zerstörungsschnitt II Level 2
- Dämonischer Schnitt Level 10
- Chaosschnitt Level 3
- Schwerer Schwertschlag Level 1
- Axtschlag Level 1
- Speerschlag Level 1
- Hellebardensturzflug Level 1
- Keulenschlag Level 3
- Sturmschlag Level 8
- Schwerttornado Level 2
- Zielschuss Level 5
- Zerstörungsschlag Level 1
- Erste Hilfe Level 8
- Kochen Level 5
- Singen Level 6
- Musizieren Level 10
Götterbestien Fähigkeiten:
- Macht des Feuers:
- Feueraura
- Feuerflügel
- Lavahand
- Lavaatem
- Flammenhand
- Macht des Schattens:
- Schattenwelt
- Schattenverbund
- Schattendiebstahl
- Macht der Erde:
- Gravitationsaura
- Sandatem
- Sand
Chaosbestien Fähigkeiten:
- Macht des Chaos:
- Chaosatem
- Chaoshand
- Chaosaura
Passive Fähigkeiten:
- Säure Immunität
- Zustandsveränderungsimmunität
- Magie Immunität
- Göttliche Stärke Level 8
- Göttliche Schnelligkeit Level 8
- Göttliche Vitalität Level 8
- Göttliche Intelligenz Level 8
- Göttliche Ausdauer Level 8
- Schmerzlosigkeit Level 10
- Wahnsinnige Gedanken Level 4
- Super-Regeneration Level 10
Einzigartige Fähigkeiten:
- Schnelles Lernen
- Vorahnung II
- Nachtsicht
- Limit Brechen
- Auge des Wahnsinns
- ?????
- ?????
Segen:
- Dunkler Gottes Schutz
„Scheiße… hat sich seit letzten Mal nichts geändert, außer dass man mehr Titel von mir sieht…“ seufzte Sina in Gedanken. „Und die richtigen Attribute, Fähigkeiten und hast du nicht gesehen…“
Auf einmal wird Sina umarmt und ein Kinn legte sich auf ihre Schulter. „Du… Sina? Hast du es schon benutzt?“ flüstert Sharlia grinsend. „Öhm…?“ war die Dämonenkönigin etwas aus dem Konzept gebracht. „Was benutzt?“
„Unsere Schwester Kyllia hat dir bestimmt ein rotes Kästchen gegeben. Ich weiß genau, dass sie eins für sich und dich geplant hatte, das dritte… egal, aber es verbreitet Freude.“ bekam Sharlia nun ein gemeines Grinsen.
„Das geht dich überhaupt nichts an!“ presste Sina mit roten Kopf die Worte raus, sie wusste nun, was gemeint ist. „Und nein, bei meinen Frauen muss ich das vorsichtiger angehen!“
„Mutter?“ unterbrach Suki auf einmal das Gespräch, neben ihr stand Lysa. „Lysa und Ronald wollen mit dir sprechen. Zweiteren habe ich zum Büro gebracht, weil Lysa nur kurz deine Aufmerksamkeit haben wollte.“
„Danke lieber dunkler Gott!“ war Sina die Unterbrechung ganz recht. Sharlia blies ihre Wangen auf und setzte sich wieder auf Millie. „Gut gemacht Suki.“ nickte die Dämonenkönigin den beiden Damen zu. „Wie kann ich dir helfen Lysa?“
„In zwei Tagen findest das Gespräch statt, ich wollte euch daran erinnern und auch nachfragen… was ihr gedenkt, zu tragen.“ verbeugte Lysa sich kurz und ignorierte, was Sharlia mit ihrer Sklavin macht.
Für die restlichen Bewohner war das ein normaler Anblick geworden, zumal alle wissen, dass Millie leiden soll. Selbst Sherry, wie Sina schon betont hatte, ist der dunklen Seite verfallen und akzeptierte es.
„Zada macht für mich und Bariel ein Lederoutfit. Sie kennt unsere Maße und weiß auch, dass es einen gehobenen Stand haben soll. Sherry habe ich tatsächlich mal verboten sich davon ablenken zu lassen.“ erklärte Sina, während sie aus dem Inventar ein Handtuch geholt hat und ihren Schweiß abtrocknet.
„Ah? Die beiden…“ wollte Lysa schon fragen, als Sina den Satz beendet. „Ja, sie üben weitere Zauber und scheinbar ist das wirklich nicht einfach, selbst mit Eselsbrücken. Aber hey, das sind Zauber, um die Krashurrikra ernsthafte Schäden zu verpassen.“ grinste Sina.
„Das ist gut.“ nickte Lysa. „Mutter wird uns mit ihrer speziellen Kutsche samt… „außergewöhnlichen“ Pferden abholen.“ „Eh… „außergewöhnliche“…?“ hob Sina eine Augenbraue hoch. „Ja, ich denke, diese Tiere habt ihr noch nicht gesehen und Mutter setzt sie selten ein.
Die vermutlich schnellsten Pferde, die sie erschaffen hat, werden uns mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von Fanfoss in die Hauptstadt des Landes bringen. Die Kutsche ist auch groß genug, dass zwei… „große“ Damen mitsamt Flügeln sich „eigentlich“ nicht unwohl fühlen sollten.“
„Verstehe… dann lass ich mich überraschen. Was mir einfällt, kannst du Blut für deine Mutter, mich und dich besorgen? Ich habe deine Mutter nach ihren Präferenzen gefragt, aber besser ist es, wenn ihre eigene Tochter es macht bei dem Gespräch oder?“ spitzte Sina kurz ihre Lippen, dabei hob sie beide Augenbrauen hoch.
„Das sollte kein Problem sein. Dann werde ich euch nicht weiter stören und die Vorbereitungen treffen.“ verbeugte sich Lysa. „Macht das, ich sehe ja dann, wenn die Kutsche vor meinen Grundstück steht.“ nickte Sina. Lysa entlässt sich selber, Suki schien scheinbar auf Anweisungen zu warten.
„Bring uns bitte Tee, wärst du so lieb Suki? Entweder es wird ein schnelles oder längeres Gespräch werden.“ nickte Sina ihrer Tochter noch zu, dann ging sie direkt ins Büro. Dabei ließ sie bewusst die beiden Blutelfen im Wohnzimmer in Ruhe, die scheinbar wieder mit geschlossenen Augen sich gegenseitig für die Zauberformel aushelfen.
Die Tochter ging direkt in die Küche und Sharlia? Sie starrte die Geliebten ihrer ältere Schwester an und bekam ein sehr gemeines Grinsen mit „bösen“ Hintergedanken. „He he he…“
Sina betrat ihr Büro und sah Ronald mit einem dicken Ordner in der Hand. „Grüße dich Ronald. Sind das die Pläne mit dem Austausch der Ländereien?“ Ihr Verwalter stand kurz auf und verbeugte sich.
„Ja, es hat erstaunlicherweise ganz gut geklappt und ging auch schnell. Ich habe die… „Bürokratie“ etwas unter Druck gesetzt und habe mit Verzögerungen gerechnet, aber es hat funktioniert.“ setzten sich Ronald und Sina auf ihre Plätze. Suki erschien auf einmal mit frischen Tee, den sie „schnell“ auf dem Schreibtisch stellte und wieder das Büro verließ.
„Trotzdem… eigenartig, dass ich einfach so Land für mich beanspruchen kann und direkt tausche. Woanders wäre vermutlich ein Krieg ausgebrochen.“ schmunzelt die Dämonin, nachdem sie gewartet hat, dass Suki ging, während Ronald auf den Schreibtisch Dokumente aus dem Ordner legte.
„Die Macht der alten Regeln, eurer Stärke und Bekanntheitsgrad. Zuerst… Glückwunsch, das Gebiet Saifa sowie große Landstücke gehören jetzt DIR komplett. Hier ist die Karte, die man sich ausgesucht hat…“ schob Ronald das Papier. Sina nahm es und schaute sich direkt an. „Ronald? Ich dachte…“
„Ich weiß, du hast gesagt, du wolltest nur ein kleinen Bereich haben. Erm… ich habe bei meinen Antrag mehrere Karten beigelegt, in welche Größe ich mir den Austausch der Länder vorstelle. DAS war in der Tat die Karte mit dem meisten Land gewesen.
Es hat mich ja auch etwas erstaunt, denn normalerweise würden Menschen, wenn sie viel Land bekommen sollen, die Gegenseite aber wenig als Austausch haben möchten, direkt einschlagen, verstehst du?
Was ich zugeben muss… ich habe vergessen, dass nur eine Person diese Art von Austausch zustimmen muss. Die Idee, dass ich einen der beiden Ritter als Zeuge haben wollte, war gut, aber…“ schob Ronald den Antrag mit der Unterschrift zu Sina. „Der König höchstpersönlich hat es unterschrieben und wird die Karte vermutlich auch ausgesucht haben.“
„Hm… verstehe… Karl steht immer noch auf meiner Seite.“ murmelt Sina. „Nun wird es wichtig Sina. DEIN Land ist ein Land ohne Gesetze, ohne Regeln oder sonstiges. Es dürfte jetzt keiner wissen, aber…
Nehmen wir an, jemand bringt nun in deiner Stadt jemand um. Er kann dafür nicht angeklagt werden, wenn es keine Gesetze gibt, die es verbieten. Rein… logisch macht es keinen Sinn, aber wir beide wissen es doch am besten, wie man sich gerne herausredet oder?“ grinste Ronald.
„Verstehe… und so wie du grinst, hast du für mich was vorbereitet?“ grinste Sina ebenfalls. „In der Tat…“ legte der Verwalter ein Buch. „Das sind die internationalen Regeln von Efrana. Am einfachsten wäre es ja, sie „kurzfristig“ zu übernehmen, bis…“
Doch bevor Ronald zu Ende sprechen konnte, nahm Sina das Buch und blätterte es schnell durch. Der Verwalter hielt den Mund, sah nur, wie die Augen von Sina hin und her huschten… und das Buch wieder zuklappte.
Kurz schließt Sina ihre drei Augen, dann holte sie einen Füller und öffnet das Buch wieder. Nun „liest“ sie langsam und scheint mehrere Bereich durchzustreichen. „Ihr… hättet es nicht unbedingt sofort machen brauchen.“ meinte Ronald.
„Doch, denn jetzt ist es kritisch. Überlegt mal selber warum ich das machen muss.“ blickte Sina kurz auf und Ronald dachte nach… „Die Zwerge oder?“ „Richtig. Sie sind auf meinen Land, unwissend, dass sie in einer gesetzlosen Zone leben.
Was glaubst du… wenn die Zwergenreiche… ihre nächsten Schritte machen, wie es dann endet, auf MEINEN Land? Du kannst davon ausgehen, DASS etwas passieren wird. Solange… wir JETZT die Ruhe haben, müssen wir die Chance nutzen.
Deswegen mache ich das jetzt und… nun…? Keine Ahnung, ich habe Land aber muss ja jemanden ernennen, der die Regeln bekannt macht? Puh… da kommt mal wieder unnötige Arbeit, die aber gemacht werden muss…“ seufzte die Dämonenkönigin.
„Du wirst ja nicht alleine auf deinem Land leben.“ tröstet Ronald sie. „Vielleicht solltet ihr überlegen, eine oder andere Bürden mit eurer Familie zu teilen. Auch euer Clan steht auf eurer Seite, die euch bestimmt unterstützen wollen.“
„Dabei… wollte ich sie nicht mit in die Probleme reinziehen. So fertig… Wie kommst du mit den Zwergen in Kontakt? Ist ein Sprecher von ihnen hier, oder… bis du immer selber dort hin geritten?“ lehnte Sina sich zurück.
„Beides, warum?“ kam sofort die Antwort von Ronald. „Ich würde DICH bitten, jetzt direkt zu den Zwergen auf mein Land zu reisen. Du kannst dafür meine Kutsche nehmen, dass sollte dich schnell vor Ort bringen.
Wir haben jetzt eine Karte, die zeigt wie groß unser Land ist. Sucht den Bauleiter Gaergrim auf mit seinen… Assistenten und klär ihn auf, was sich inzwischen geändert hat. Wir überlassen es ihm, ob er die anderen Zwerge aufklären will oder nicht.
Wichtig ist, mit der Karte muss er „schnell“ eine stabile Grenzmauer aufbauen. Du kannst dir selber denken, warum es „schnell“ gemacht werden soll?“ wiegelt Sina kurz den Kopf.
„Falls… Alliancia dir wirklich in den Rücken fällt, dass deine Feinde nicht die Stadt Saifa und die Zwerge selber mit den Nagas erreicht. Denkst… du wirklich, dass es so schlimm enden wird?“ wurde Ronald wieder traurig.
„Muss ich ja? Selbst ich bin ja nicht so naiv und glaube, dass es so bleibt, wie es aktuell ist. Der Steckbrief von den Zwergenreichen, die Händlervereinigungen, irgendwer will bestimmt noch mitmachen.“ zuckte die Dämonenkönigin die Schulter.
„Verstehe… Wo du die Händlervereinigungen ansprichst… die Briefe sind alle fertig. Ich… muss nur wissen, ob ich sie noch losschicken soll.“ verschränkte Ronald die Finger. Eine Stille entstand im Büro, beide Seiten schauten sich in die Augen.
„Was wäre DEINE Meinung Ronald?“ fragte Sina. Der Verwalter leckte kurz seine Lippen und scheint zu überlegen, bevor er eine Antwort gibt. „Ich würde… dir wirklich vom Herzen raten, zu warten.
Wenn diese Briefe raus geschickt werden, gibst du deinen Feinden nur mehr Futter und Argumente, gegen dich vorzugehen. Statt… also auf Eskalation zu arbeiten, würde ich lieber in Ruhe warten. Zumal… es kann sich auch einiges ändern, wenn Alliancia mitbekommt, dass… ein neues „Reich“ entstanden ist.
Ich stimme dir zu, dass… so feindselig sich alle verhalten, dass es ein sehr schwerer Start werden wird, überhaupt… irgendetwas positives auf deinem Land zu erreichen. Dabei hast du ja eigentlich edlere Ziele vor, die niemand wirklich kennt.
Was schade ist, denn du hast das Land der Toten wieder zum Leben erweckt und versuchst die ganze Situation zu beruhigen. Die anderen Argumente hast du bereits beim letzten Gespräch ja schon erwähnt und ich finde, damit wirst du definitiv das Königreich Efrana auf deiner Seite haben.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der König es dulden wird, wenn die Zwergenreiche wirklich eine Armee aufstellen und durch SEIN Land marschieren wollen. Selbst… eines der Elfenreiche hast du erwähnt oder?
Kein Reich wird es hinnehmen, dass eine Armee durch sein eigenes Land marschiert. Du bist also in der Theorie sogar sicherer, wenn du auf deinem Land bist. Doch wir dürfen halt das Meer nicht vergessen oder?
Die Elfen haben keine Flotte, aber sehr wohl die Zwerge, auch wenn sie… nicht so bekannt und berühmt dafür sind. Dazu, dass es ja einen Aufstand auf dem Meer gab, werden sie es mit aller größter Vorsicht solche Pläne schmieden.
Tja… hätte wirklich nicht gedacht, dass wir wirklich in solch eine Situation kommen werden. Deswegen mein Rat, diese Briefe… nicht raus zuschicken. Du hast die Namen aller Händler von mir schon bekommen…
Vielleicht würde vieles ändern, wenn du sie persönlich aufsuchst. Manche werden vermutlich durch die Reiche dazu gezwungen worden sein, die anderen durch die mächtigen Händler.
Es hat sich das Gerücht verbreitet, dass man überhaupt keine Kontakte mehr zu der Familie Rellings bekommt. WIR wissen, was los ist, aber solange niemand es WEIß, kannst DU dir daraus vielleicht einen Vorteil machen.
Immerhin bis du jemand, der auch blaue Butter verkaufen könnte.“ grinste Ronald verschmitzt. Sina hat es sich ruhig angehört und nickte. „Ok, dann machen wir das so, wie du es vorschlägst.“ Erstaunt schaute der Verwalter Sina an, wenn er daran denken muss, mit welcher Inbrunst und Wut Sina das Thema bestimmt hatte. „Das freut mich zu hören. Wie… kommt es zu der Entscheidung?“
„Manchmal… muss man einem Kind zuhören. Unwissend hat es ihre Ansicht gesagt und mir viele mentale Ohrfeigen gegeben. Dies hat… meine Augen etwas geöffnet und denke… sie hat auch recht, dass ich die Hilfe und Meinungen von Freunden akzeptieren sollte.“ lächelt Sina.
„Du hast wirklich ein großes Herz, wenn du selbst Kindern zuhörst.“ nickte Ronald für sich. „Wenn deine Feinde das nur sehen würden… dass du nicht das bist, was du bist, aber… wir wissen es leider besser.“
„Das stimmt allerdings. Nun Ronald, ich danke dir vom Herzen, dass du mir weiterhin zur Seite stehst. Dank DIR habe ich tatsächlich ein „kleines“ Reich auf Efrana, aber noch wichtigeres: Eine Schutzzone für mich, die Zwerge, die Dämonen und sogar die Vampire.
Würdest du meiner Bitte nachkommen? Also direkt nach dem Gespräch…“ „Ja, dass kann ich machen. Ich werde vorher noch mit Erika sprechen, dass sie was vorbereiten soll, aber ansonsten werde ich mit deiner Kutsche direkt los eilen.
Keine Sorge, Gaergrim dürfte wissen wie man Grenzmauern richtig baut und wenn nicht… Bei so vielen Zwergen muss ja mindesten einer sein, der Karten richtig lesen kann, damit die Mauer an der richtigen Stelle steht.
Während der Fahrt werde ich mir mal schnell einstudieren… welche Gesetze du durchgestrichen hast und überlegen, wie man das schnell in deinem „Reich“ verkünden könnte. Solange lassen wir alle Bewohner im Glauben, dass die aktuellen Regeln von Efrana existieren.“
„Wunderbar, ich danke dir wirklich vom Herzen Ronald. Die Briefe… brauchst du nicht losschicken, aber… wirf sie auch nicht weg. Du hast ja selber gesagt, das die Zukunft ungewiss ist und wir keine Handlungen unsere Feinde vorausschauen können.“
„Richtig.“ stand Ronald auf und Sina folgte ihm. „Dann wünsche ich dir eine gute Fahrt… Ich werde jetzt baden gehen und mich nun doch etwas von dem Erfolg ausruhen.“ grinste Sina.
Etwas… später.
Sina kam aus dem Badezimmer in einem Bademantel raus und war sehr zufrieden. „Das… wird ja langsam wieder besser.“ redete die Dämonin mit sich selber und ging zu ihrem Schlafzimmer. Ohne nachzudenken ging sie rein, wo ihre Geliebten in Dekolletees sich präsentieren.
„Huch?“ staunte Sina. „Tada!“ strahlte Sherry. „Genau! Tada!“ machte Neia auch eine Pose, auch wenn… sie leicht verkrampft wirkte. Sofort schloss die Dämonin die Tür zu… richtig zu. „Ihr seid ja gut gelaunt?“
„Aber so was von!“ nickte Neia. „Wir haben es endlich geschafft die Zauberformel von deinem Lehrer auswendig zu können.“ „Und DAS müssen wir feiern… für uns. Erm… wenn du dich einmal kurz umdrehen könntest?“ bat Sherry auf einmal.
„Ok?“ tat Sina ihr den Gefallen und hörte, wie ihre Verlobte näher kam. Auf einmal sah sie ein Tuch vor ihren Augen… bis sie verdeckt wurden. „Wir… wollen etwas ganz neues machen Schatz. Etwas… schönes und…“ nahm Sherry eine Hand von Sina.
„Wo du auch Spaß haben könntest.“ nahm Neia die andere Hand, dann zogen sie die Dämonin langsam zum Bett. „Ok?“ grinste Sina, die total glücklich war. Es wurde aus ihrer Sicht… immer besser und besser.
Vorsichtig kamen die Damen beim Bett an und legten Sina drauf. Kleine Anweisung, dass sie sich weiter hochschieben soll… und dann kamen die üblichen Spielchen… Sina wurden wieder ihre Arme gefesselt.
„So!“ hörte Sina, wie Sherry zufrieden war. „Nun können wir ja den roten Kasten testen, wusste ja nicht, dass du extra solche… „Spielzeuge“ beiseite gelegt hast.“ kichert ihre Verlobte.
Und Sina? Deren Mundwinkel stürzten geradezu in den Keller.
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