Ich bin wiedergeboren und das Gespräch mit Vater? III
Ethice stand mit einem sehr weiten Abstand zu Igriz, der in die Nacht laut und wütend schrie. Je nachdem setzt er… sie irgendwelche Fähigkeiten frei, was große Teile des Strandes zerstört. Die Lamia war einfach zu schnell für Igriz gewesen, dass sie irgendwann erschöpft auf ihre Knie fiel.
Die Chance hat Ethice genommen und den Brief der Königin Sina weitergereicht. Dies hat Igriz gelesen… und ist nun seit einigen Stunden nur in diesem Zustand. Dabei lernt Ethice Schimpfwörter, die sie noch nie gehört hat.
„Wer… und wazz macht die Frau da eigentlich?“ kroch Ling neben Ethice. „Man hört zzie ja teilweizze im Wazzzer schreien und die Naga´z machen zzich dann doch ein… klein bizzzchen Zzorgen, ob nicht diezze komizzchen Fähigkeiten ihr Dorf erreichen könnten.“
Die Lamia spitze kurz ihren Mund und betrachtet den Brief, den sie vom Boden aufgehoben hat. „Das da vorne? Das ist Igriz, der nun den Ring der Frau von der Königin trägt.“ Ling riss verdammt weit ihre Augen auf und kam vor lauter Staunen nicht raus.
„Eh… wazz? Dazz zzoll ernzzthaft Igrizz zzein?!“ hakte Ling sofort nach und Ethice nickte. „Ja, ich war bei seiner Verwandlung anwesend.“ „Ich… kenne mich in der Dämonologie… nicht zzo auzz, aber… haben die weiblichen Dämonen zzeiner Razzze…“
„Alle den dicken Arsch? Eigentlich nicht.“ schüttelt Ethice schmunzelnd ihr Kopf. „Ich vermute… dass durch die Verwandlung irgendwo… die überschüssige Masse hinkommen musste. Du hättest… mal sehen müssen, wie er… … sie heißt es ja nun, damit gerannt ist.“
„Ich kann… mir dazz nicht mal vorzztellen.“ schüttelt Ling den Kopf. „Dazz izzt…“ „Der dickste Arsch, den du im Leben gesehen hast?“ grinste Ethice und Ling stimmte ihr zu. „Tja, nicht nur du. Wir habe große Dämonen, dicke Dämonen, egal welches Geschlechts, aber… Igriz´s Arsch ist nun wirklich… übertrieben.“
„Und… warum zzchreit er… zzie die Welt an und wer izzt bitte Lilith, die in zzeinen Flüchen vorkommen?“ fragte Ling weiter nach und Ethice scheint zu überlegen. „Bevor… ich den Grund erkläre…
Ling, ich möchte mich bei dir entschuldigen, dass ich mich bei euren Streits ganz bewusst enthalten habe. Ja, ich wusste, dass du schwanger warst, aber… ich habe tatsächlich nicht nachgedacht. Nun sehe ich die Strafe von Igriz… und bin dir wirklich vom Herzen dankbar… dass ich keine Strafe bekommen soll.
Ich… kann mir wirklich nicht vorstellen, wie meine Strafe ausgesehen hätte, die ich von der Königin Sina bekommen hätte. Wäre ich dann zu einen… Mann gemacht worden? Oder was anderes? Sie hat ein… sehr großes Schmuckkasten, wer weiß… welche Möglichkeiten sie hat, einen das Leben zur Hölle zu machen…“
Erstaunt schaute Ling nun Ethice in die Augen, wo sie sah, wie ernst sie es meinte. „Ja… deine Königin weizzz wirklich, wie man dazz Leben von jemanden zzerzztören kann. Doch… wenn ich meine jetzzige Zzituation betrachte… hätte ich mich wirklich mit einem Naga eingelazzzen, wenn ich noch ein Menzzch gewezzen wäre?
Ich werde Mutter von drei Kinder. Früher… hatte ich überhaupt keine Pläne gehabt, eine Familie zzu gründen, nun… ist ezz einfach zzo pazzziert. Haxir, der zzo zztur an meine Zzeite geblieben ist… Der Mann, der mich gefunden hat und nicht nachgelazzzen hat, mir zu helfen.
Nun… kann er zzogar zzprechen. Dauern… wird ezz, aber… zzo motiviert, wie er bizzher immer gewezzen izzt? Ich… weizz… wirklich nicht, wie… ezz gewezzen wäre, wenn… ich ein Menzzch gewezzen wäre…“
Ethice hörte es sich an, dann fragte sie eine relativ einfache Frage. „Bereust du es denn nun? Meine… du bekommst deine Kinder und hast ein Mann, der um dich kämpft. Hättest du es wirklich als Mensch bekommen?“
„ …“ zuerst sagte Ling nichts… dann musste sie lächeln. „Dazz ist… dazz bezzte… wazz mir pazzzieren konnte. Ich… werde geliebt. Ich… bekomme Kinder. Allezz… Dinge… die ich… als Menzzch… nicht bekommen hätte. Dazzu… die Bezztrafung von Igrizz.“ lächelt Ling nun sehr boshaft, die Schlangenköpfe wedeln alle fröhlich umher.
Nun hielt Ethice den Brief von Sina Ling entgegen. „Dann… solltest du lesen, warum… die Verwandlung… eigentlich der harmlose Teil der Strafe ist.“ Verwundert nahm Ling den Brief und öffnete dies:
Mein allerliebster Freund Igriz,
wenn du den Brief nun liest,
dann hast du bestimmt den Körper
einer wunderschönen Dämonin.
Doch das ist nicht die eigentliche Strafe.
WENN du jemals… wieder deinen alten
Körper haben willst, dann lerne nicht
dass du Frauen eine bessere Wertschätzung
anerkennst, nein… du darfst viel mehr machen.
Ein neues Leben musst du gebären,
wenn du das getan hast, dann
verrate ich das Geheimnis zu
deinem alten „männlichen“ Körper.
Wortwörtlich ALLE Augen bei Ling musste mehrmals blinzeln, es sah so komisch aus, dass selbst die Schlangenköpfe den Brief in irgendeiner Form… „mitlesen“. „Dazz…“ blickte Ling auf.
„Ja, ich weiß. Eine Person… dass immer ein Mann war… muss den Körper einer Frau lernen und noch mehr, ein Kind auf der Welt setzen. Vermutlich… hat Igriz nun wirklich eine Grenze bei der Königin Sina überschritten.
Meine… sie war schon immer sauer gewesen in der Abenteuergilde in Fanfoss. Immer diese… ständige Streitereien zwischen ihm und Tio. Das läuft nun hier weiter… mit dir. Wenn ich ehrlich bin… wärst du nicht schwanger gewesen, dann tippe ich darauf, dass die Königin ihn so durch die Mangel genommen hat.
Doch… dass er dich als schwangere Dämonin in Duellen gebracht hat, dass war wohl für die Königin zu viel. Glaube, dass Angebot, was sie dir gemacht hat… solltest du wirklich überdenken, denn du genießt nun ihren Schutz.
Und Igriz?“ schüttelt Ethice den Kopf. „Glaube eher wird die Welt untergehen, als dass ausgerechnet er… „SIE“ ein Kind auf der Welt bringt. Die Lektion in dieser Strafe ist vermutlich, dass er… sie lernen soll, dass jedes Leben, ob geboren oder nicht, nicht in Gefahr gebracht werden darf.
Meine persönliche Meinung bei der ganzen Aktion hier und bei dir? Glaube… vielleicht war es Bestimmung, dass du von den Menschen weg musstest. Du fühlst dich doch viel wohler bei den Naga´s als du zugeben willst.“
Betroffen schaut Ling zur Seite. „Dazu das du eine Wächterin von ihnen geworden bist mit einen sehr trächtigen Bauch, ich sehe es schon kommen, dass du von meinen Rassen allgemein eine sehr große Anerkennung haben wirst, die man dir vermutlich nie gegeben hat.“ lächelt Ethice.
Ling sagte immer noch nichts. „Daher… würde ich schon überlegen, dass Angebot von der Königin anzunehmen. Du musst sie ja nicht lieben und ehren, dass tun ja nur die Verrückten bei uns, aber du bist in meinen Augen eigentlich… eine vernünftige Person.
Ansonsten… wenn du die übliche Ling von früher sein willst… das beste Beispiel siehst du da vorne. Königin Sina macht bestimmt einiges mit, aber… wenn du deine Kinder ausgetragen hast und… gehst ihr immer noch auf den Nerven, es… wird nicht besser für dich werden.“
Nun seufzte Ling nur. „Ich… werde dazz mit Haxir bezzprechen… Zzeine Meinung izzt mir zzehr wichtig. Zzeine… Itiikra… und deine… kenne ich ja nun. Zzina… izzt keine… Perzzon, mit… der ich ein zzweitezz Mal anlegen möchte.“
„Ich auch nicht, das beweist Igriz gerade wie es enden kann. Würdest du mir noch Gesellschaft leisten? Ich weiß, dass der Arsch uralt ist, aber… ich lerne so viele Schimpfwörter, die ich mir gerne für die eine oder andere Gelegenheit aufsparen würde.“ lächelt Ethice und Ling lächelte ebenfalls gemein, dann betrachten sie die weibliche Dämonin Igriz, wie sie wieder in die Nacht heult.
Sina hat beide Hände auf ihr Gesicht gelegt und musste sich Mühe geben, sich wieder zu beruhigen. „Allerliebster… Vater.“ hörte man regelrecht den Sarkasmus. „Warum SOLL ich mich denn rechtfertigen, dass bei mir das Diebesgut gelandet ist hm?“
„Weil du mit sehr hohe Wahrscheinlichkeit die Ausrüstung nutzen wirst. Ich schätze dich genau zu den Personen ein, die jederzeit ein Vorteil nutzen werden. Statte damit doch deine… „Freunde“ aus, vielleicht hilft es ihnen ja, wenn sie die nächsten Feinde bekämpfen.“ schlug Mephisto vor.
Die Tochter seufzte nur sehr laut. „Lass uns das Thema wechseln, was ist dann in der letzten Kiste drin? Der Kopf von Kelania? Eine Bombe, wie man Gaia komplett zerstört oder ein schwarzer Teddybär, wo der dunkle Gott wartet?“
„Denke… das wird dich eher glücklicher machen als die anderen Kisten.“ ignorierte der Dämonenkönig wieder die Provokationen seiner Tochter. „Kreukus hat ein weiteres Katana hergestellt. Er wollte unbedingt, dass es in euren Händen gelangt, weil…“
Mephisto verzogt leicht sein Gesicht, als wüsste er selber nicht, was er davon halten soll. „Kreukus meinte, er hätte ein Traum gehabt, wo sein Lebenswerk zerstört wurde. Also hat er uralte Wälzer nachgeschaut, um ein Metall zu finden, was… „unzerstörbar“ ist.
Das haben wir nicht, aber… dein Schmied hat deine jüngeren Schwestern… Orielle und Jilney in seine Obhut. Mit ihnen hat er fast komplett Deymonlia nach Mineralien durchforstet, bis er etwas gefunden hat.
Keine Ahnung, in meinen Augen ist das ganz normales Eisenerz, aber er ist fest der Meinung, dass es komplett anders ist. Wie dem auch sei, er hat uralte Verfahren verwendet, um das Katana noch stärker… und schärfer zu machen.
Auf… mein Anraten habe ich ihn darauf hingewiesen, dass er in diesem Katana eine Möglichkeit schmieden soll, dass es zu eine lebendige Waffe wird. Warum auch immer, als ich es anfassen wollte, spürte ich sofort, dass dieses Katana mich ablehnte.
Es ist nicht mal eine lebendige Waffe und schon löst eine Waffe dieses… „Gefühl“ aus? Kreukus selber hatte damit kein Problem, was mir dann egal war. DAS ist in der dritten Kiste drin. Ein neues Katana, stärker und schärfer, als was du jemals in der Hand hattest.
Noch mehr… habe ich ein sehr wertvolles Besitz aus meiner persönlichen Sammlung hinzugefügt. Es fiel mir nicht leicht, mich davon zu trennen, weil es vermutlich nur ein einziges Mal auf der Welt existiert.
Dieser Gegenstand ist ein… „Transformer“. Es hört sich nach nichts an, aber was es kann… du wirst selber verstehen, was es so besonders machen kann: Es ist in der Lage, den Edelstein, was die Waffe zu eine lebendige Waffe macht, zu entfernen und in eine neue Waffe hinzuzufügen.
Dabei bleiben ALLE Werte, was es durch den Kämpfer erhalten hat, in der neue Waffe ebenfalls erhalten. Du würdest mehr oder weniger nur die Form der Waffe ändern.“ lächelt Mephisto, als er das erstaunte Gesicht seiner Tochter sah.
Wie es von einem ungeduldigen Kind zu erwarten war, robbte Sina sich zur Seite zur Kiste, öffnete direkt die Kiste, um den Behälter zu finden… der dann auf dem Schoss lag. Dies wird ebenso geöffnet und es waren zwei Ringe drin.
Ohne abzuwarten, steckt Sina sie beide in den kleinen Finger und sah direkt in den Inventar. Das erwähnte Katana und der Transformer. Der Transformer war für Sina zweitrangig, das Katana holte sie aus dem Inventar raus… und alle ihre Augen tränten.
Ehrfürchtig hielt Sina das Katana in beiden Händen… und wusste nicht, wie sie darüber denken soll. Die gesamte Klinge war komplett in eine feuerrote Farbe gewesen, wenn sie den Winkel des Katana´s leicht ändert, bekam sie das Gefühl, als würde das Katana brennen.
Der Griff war komplett schwarz gewesen, dennoch fühlt sich das Leder… wohlwollend an. Eine kleine Schnur hing am Griffende runter… wo eine kleine weiße Blume hing, die leicht… gläsern wirkte.
Sina nahm das Katana mit beiden Händen… und spürte überhaupt nichts von dem Problem, den ihr Vater erklärt hat. „Du… bist wunderschön meine Waffe…“ flüstert Sina. Vorsichtig betrachtet Sina es auch von der andere Seite, dabei fiel ihr nun auf, wo das „Loch“ ist, wo man die Steine einfügen kann.
Nachdem Sina es mehrmals ehrfürchtig begutachtet hat… lehnte sie das Katana an ihre Stirn. Sie spürte das kalte Metall auf ihre Haut, aber dennoch… Ihr Herz rast wie lange schon nicht mehr. „Danke… Papa…“ flüstert Sina noch leiser…
Nun war Mephisto schockiert, doch das sah Sina nicht, weil sie alle ihre Augen geschlossen hat und sich voll auf das Katana konzentriert. Nun leckte sich der Dämonenkönig kurz die Lippen und… scheint auf eine Ecke im Büro zu starren.
„Ich… würde dich fragen, ob du… Kreukus eine Mitteilung weiterleiten kannst, aber… denke ich kenne ihn gut genug, dass er davon nichts wissen will. Dieses Katana… soll benutzt werden und ich gedenke das auch zu tun.
Einen Namen… mein altes Katana hieß Murtair, dass… lebt weiterhin in meinem Herzen, dies kann ich dir nicht geben. Daher soll du ein anderen Namen bekommen. Einen Namen, wo alle Feinde dich fürchten werden, wenn sie deine Klinge sehen.
Von heute an… sollst du Feindschlächter heißen. Zu viele Feinde habe ich, egal welche Rasse, welches Geschlecht, welches Zeitalter, ich werde immer Feinde haben. Du wirst von jetzt an immer… Arbeit haben.“ küsste Sina das neue Katana zum Abschluss.
Eine Stille entstand, es war für Sina nun wirklich sehr wichtig gewesen, dabei hat sie selber nicht mitbekommen, wie sie kurz ihren Vater genannt hat. „Bei dem Transformer liegt eine Anleitung, wie man damit richtig umgeht.“ wies ihr Vater noch darauf hin.
„Das… werde ich mir in Ruhe morgen anschauen.“ zeigte Sina wieder ihr seltenes, aber schönstes Lächeln. „Danke Vater, das ist nun wirklich… die beste Hilfe, die ich nun haben konnte. Ich bin schon sehr eingespielt mit einem… Breitschwert, aber diese Chance werde ich nutzen, wieder mit zwei Katanas zu kämpfen.“
„Gern geschehen.“ lächelt Mephisto, dann wurde er… etwas ernster. „Sina mein Kind… all das wir jetzt besprochen haben… die unterschiedlichen Ansichten sowie die Kiste… Das war nicht der Grund, warum ich mit dir alleine reden wollte.
Ich würde dich bitten, dass du… alles in deinen Ring verstaust, damit wir das eigentliche wichtige Gespräch nun führen.“ Verwundert schaut Sina ihren Vater an, setzte aber seine Bitte um, bis alles in ihren Inventar verstaut wurde… die Ohrringe aber ließ sie auf dem Sessel liegen.
„Was… genau ist denn nun das wichtige Gespräch?“ fragte Sina ahnungslos. Scheinbar behagte dies dem Dämonenkönig nicht so wirklich, aber es geht um die Zukunft. „Sina. Als du sehr… anschaulich Kruschjrar besiegt hast… denn seine Leiche hast du beim letzten Mal ja gesehen…
Hat sich irgendetwas verändert bei dir? Etwas… was du vorher nicht gekannt hast oder nicht sein sollte? Vielleicht… ein Tattoo?“
„Vater… schau mich an. An beiden Armen ein Tattoo, an meine linke Wange ein Tattoo, auf meinen Flügeln ein Tattoo und… oberhalb meines Hinterns ebenfalls ein Tattoo. Alles die Sprache der Götter, die nur Geister lesen können.“ streckte Sina ihre Arme, ihre Flügel und dreht ihr Gesicht.
„Aber ansonsten… ich habe länger geschlafen, als man es von mir kennt… das stimmt. Beim Aufwachen… konnte ich überhaupt nichts machen, ich war einfach wach ohne jegliche Kräfte. Erst nach und nach geht es mir immer besser.“
Dies hörte ihr Vater, aber scheint ihn nicht zufrieden zu stellen. „Mein Kind… hast du wirklich kein Tattoo… was nicht bei deinen anderen Tätowierungen dazu hingehören sollte? Ein… Tattoo, dass du lesen kannst, weil es dämonisches Ursprung ist?“
Kurz grübelt Sina… bis ihr es einfiel. „Doch… ich habe eins…“ Die Tochter legte ihre linke Hand auf der rechten Schulter. „Hier… ich habe es nach meinem Erwachen gesehen, aber… mehr als „D“ konnte ich nicht herauslesen.“
„Das… habe ich befürchtet…“ seufzte Mephisto und Sina schaut ihn verwundert an. „Sina… du bist die neue Trägerin von der Macht „Zerstörung“. Die Macht, die Kruschjrar gegen dich eingesetzt hat und einem Dämonenkönig ebenbürtig sein kann. DU bist Destroyar geworden.“
>Titel „Destroyar“ erhalten<
Mehrmals musste Sina blinzeln. Erst über die Information, dann diesen Titel vor ihren Augen. „Warte warte, wie soll das gehen?! Wenn ich die Arschkrampfe richtig verstanden habe, muss man irgendwie dafür ein Ritual machen oder so!“
„DAS interessierte mich auch, deswegen musste ich den Wahnsinnigen Calligus herholen. NORMALERWEISE… wenn man den Träger tötet… bleibt die Magie, die für diese Macht zuständig war, weiterhin erhalten.
Durch ein Prozess wird es dann auf den neuen Träger übertragen, wenn die Anforderungen dafür stimmen. Ich will dich damit nicht langweilen, du hast am eigenen Leib gespürt, dass diese Magie nicht ohne ist.
Tja, da schickst du mir den Versager zurück OHNE dass die Magie in seinen toten Körper steckte. Also kam die Frage auf: Wo ist bitte die Magie abgeblieben? Mein Plan war es „eigentlich“ gewesen, dass du Kruschjrar tötest und… keine Ahnung, den Leichnam hättest du irgendwo vermutlich entsorgt.
Diesen Leichnam hätte durch eine kleine Einheit wieder zurückgeholt, denn die Macht darf nicht in falschen Händen gelangen. Danke, dass du mir das erspart hast.“ meinte Mephisto sarkastisch. „Nun, wo ist die Magie? Calligus behauptet, dass sie sich selbstständig gemacht hat und einen… „würdigeren“ Träger gefunden hat.
Bedaure, aber ich selber bin ein Magier und Magie… die nicht irgendwie einen Anreiz bekommt, macht sich alles andere als selbstständig. Doch dies scheint Calligus nicht wirklich zu stören, er blieb bei seiner These.
Er glaubt nämlich, dass der Kämpfer, der Kruschjrar getötet hat, in diesem Moment… so leer gewesen war, dass die Magie beim Todesstoß rüber gewandert ist und das Gefäß füllen wollte. Auch das… hätte mich nicht überzeugt…
Bis du mir die… traurige Nachricht mitteilst, dass du ein dämonisches Tattoo hast. Das „D“ ist nichts anderes, als für „Destroyar“. Etwas ist passiert, was man nicht richtig erklären kann, noch schlimmer…
Niemals sollte ein Dämonenkönig diese Macht erhalten, dass war eine der wichtigsten Bedingungen, die der dunkle Gott uns gestellt hat. Exakt genau weiß ich selber nicht, wie… es in den alten Zeiten umgesetzt wurde, aber das ist nun egal.
DU bist… eine Dämonenkönigin, die der dunkle Gott ernannt hat UND trägst die Macht der Zerstörung in dir. Nun bin ich mir selber nicht über die Konsequenzen sicher. Es ist etwas passiert, dass niemals hätte passieren dürfen.“
„Und… was nun?“ fragte Sina besorgt, dabei reibt sie die Stelle, wo das Tattoo ist. „Meine… ich kann doch nichts dafür? Der dunkle Gott müsste es doch selber wissen oder nicht?“
„Ich habe mir noch nie den Gedanken gemacht, was unser Gott weißt oder nicht. Die meisten seiner Aktionen… kann man nicht wirklich verstehen noch nachvollziehen, selbst der klügste Dämon Wisali.
In einem… kann ich zumindest froh sein, dass du es nicht aktivieren kannst.“ überkreuzte Mephisto seine Arme. Sina selber… sah es etwas anders. Sie hat wieder das Bild von Glacia und Levithianus vor Augen.
Dann Kruschjrar selber, wie stark er durch die Magie ist? Der unbekannte Feind, von dem Wisali gewarnt hat? Der Anführer der Leerenlosen Baromon? „Vater… wie kann ich die Macht benutzen?“ schaute Sina ihren Vater an.
„Überhaupt nicht. Ich verbiete es dir sogar, diese Macht zu nutzen. Du hast eine akzeptable Stärke, aber nicht den Körper, der diese Magie aushält. Calligus hat schon diverse Test um deinen Körper gemacht und du bist nicht tauglich…
Deswegen wundert es mich umso mehr, dass du es überhaupt nun in dir hast.“ wurde Mephisto auf einmal sehr energisch. „Und ich bin froh, dass du die Bedingung nicht erfüllen KANNST, damit du die Macht einsetzen kannst.“
„Wie kannst DU bestimmen, was ich nutzen soll oder nicht?!“ wurde Sina sauer. „WEIL ICH DEIN VATER BIN UND ICH DICH NICHT STERBEN SEHEN WILL!“ brüllte Mephisto wütend.
Diesen Wutausbruch… hat Sina nicht kommen sehen und wurde schweigsam. Mephisto starrte mit dem Kopf zur Seite, bis er wieder seine Tochter anschaut. „Wenn… du diese Macht einsetzt… wird es sofort deinen Körper zerstörten.
Knochen werden gebrochen, die Muskeln und Sehnen werden dermaßen gedehnt und verdreht, deine Organe… einfach ALLES wird die Macht mit dir machen, dass du darunter leiden WIRST! Du hast ÜBERHAUPT keinen Nutzen, du bist einfach nur eine Trägerin!“
„Ok, ich habe verstanden! Dann sag mir aber die Bedingungen, wie es freigelassen wird und NEIN, ich will sie dann nicht nutzen, weil ich gerne LEBEN WILL!“ wurde Sina lauter, weil die Augen von ihrem Vater sich auf einmal veränderten.
„Vater… ich frage dich nicht, weil ich sie nutzen will, sondern… Ich kenne mein beschissenes Leben und ich kann dir eines sagen: Irgendwann und irgendwie… passiert eine Gelegenheit, die außerhalb meiner Kontrolle passiert und dann wird diese Macht ausgelöst.
Deswegen… erkläre mir bitte, wie ich es dann verhindern kann. Denn so viele… Dinge sind bei mir schon auf Unwissenheit passiert, die ich gerne VORHER gewusst hätte. Meine Geliebte Neia, du kennst ihren Status und ihre Rasse Blutelf dürfte dir überhaupt nicht bekannt sein.
Sie ist entstanden, weil sie das Blut von einem Vampirkönig getrunken hat… was ICH ihr gegeben habe! Dabei wusste ich überhaupt nicht, dass dieses Blut einen verwandeln kann, nur eine Wirkung wie ein Elixier hat!
Bitte… Vater, du kannst mir in diesem Fall wirklich glauben: Erkläre es mir, damit ich mich in diesem Fall besser beschützen kann!“ zittert Sina leicht. „Ich… will wirklich leben wollen und nicht wegen… eine unglückliche Verkettung banalen Probleme drauf gehen!“
„ … Jemand müsste dir so viel Mana in dir drücken, dass es dadurch ausgelöst wird. Doch… du hast mehr Mana als die meisten Dämonen und du brauchst mindesten… die doppelte Menge an Mana.
ICH… könnte es dir freisetzen, aber werde ich nicht machen. Mehr noch… all deine „Freunde“ die du damals mitgebracht hast… haben die Mana ebenfalls nicht.“ beruhigten sich die Augenfarben des Dämonenkönigs.
„Sie… vielleicht nicht, aber sehr wohl Exos.“ merkte Sina einen Fehler auf. „Vater, ich habe damit eine Bombe in mir, die er… wenn er es jemals herausfindet, jederzeit auslösen kann! Kannst du mir das bitte… entfernen?“
„Wenn es so einfach ginge…“ schüttelt Mephisto den Kopf. „Bedaure, aber die Magie bleibt solange im Träger erhalten… bis das Herz aufhört zu schlagen. Im Grunde musst du nur verhindern, dass du irgendwie lernst, jemanden die Mana zu entziehen.“
„Ah super.“ seufzte Sina sarkastisch. „War schon immer mein Hobby gewesen, alle Lebens die Mana zu entziehen, nur um mich selber zu töten. Ich… bin vielleicht ein Draufgänger, aber Vater… Egal wie du es drehst und wendest…
Ich will leben. Ich liebe zwei Frauen von einer Rasse, die es noch nie auf der Welt gegeben hat. Ich habe Beziehungen zu Vampiren, Abenteurer, einfach alles. Das will ich nicht aufgeben, daher… kannst du wirklich kein Zauber… entwickeln, der mir das entfernt?“
„Nein, kann ich nicht. Nicht weil ich nicht will, sondern weil es ein eine Art Fluch ist, erschaffen von Gott. Das ist eine Grenze die ich bisher NICHT überschritten habe. Vielleicht verhalte ich mich teilweise wie ein Gott… doch glaube ich, gibst zwischen mir und ihnen immer noch gravierende Unterschiede.“ sagte Mephisto es sehr ernst.
„Bitte?! Der mächtigste Magier der Welt… zwingt die Natur schneller zu wachsen, kann die Zeit zurückdrehen, erfindet Zauber, die es in keiner Form bisher erlebt worden ist, gibt vor MEINEN Freunden an, dass es KEINE Grenze in der Magie gibt, es nicht kann?“ spöttelt Sina mit erhobene Augenbraue.
Nun war ihr Vater wieder gereizt und sah die Ohrringe neben Sina liegen. „Wenn du es besser kannst, nur zu mein Kind. Ich hindere dich nicht daran, wir haben all Zeit der Welt, wenn wir uns mit den Götter anlegen wollen.
Oder du lernst ganz einfach, dass du… wie sagtest du? Bombe? Einfach keinen Manaüberschuss in dir zu erleben, denn solange es nicht aktiviert, wird nichts passieren.“ spöttelt Mephisto zurück.
„Du bist mir ja einer.“ zuckte die rechte Hand von Sina. „Du hast immerhin das Problem NICHT in dir drin.“ legte Sina ihre linke Hand auf die Brust. „Ist ja nur mein Leben.“
„Sina, dass dieses Problem entsteht, konnte ich nicht mal vorausahnen. Deswegen wollte ich mit dir das Gespräch alleine führen. Es liegt an dir selber, ob du es deinen Freunden sagst oder nicht. Sollte… dieser Exos dich mit Mana füttern wollen, musst du die ganze Zeit mehr oder weniger deine stärksten Zauber einsetzen, die sehr manaintensiv sind.
Das sollte dir die Möglichkeit geben, das Problem zu entschärfen, irgendwie.“ drehte Mephisto auf einmal mit seine rechten Hand den Zeigefinger. Verwundert sah Sina dies, aber irgendwie passiert nichts.
„Danke für den Ratschlag, immerhin etwas.“ murmelt Sina. „Dann haben wir alles beredet oder? Welche Farbe darf mein Hochzeitskleid haben?“
Nun dachte Sina, dass sie ihren Vater mit der Provokation getroffen haben müsste, doch dieser lächelt nur. „Ja, in der Tat, wir haben alles beredet.“ Alle Instinkte von Sina meldeten sich, dass irgendetwas gerade passiert ist.
Sie klopfte mit der rechten Hand nach den Ohrringen… und spürte sie nichts. Sofort schaute sie mit dem Kopf auf dem Sessel, nichts. Auf dem Boden gefallen? Nein. Langsam… bekam Sina Bauchschmerzen… und blickte ganz langsam nach oben mit dem Kopf, wo sie ihren lächelnden Vater sah… der zwei Ohrringe in der Hand hielt.
„Gib sie mir sofort zurück.“ hatte Sina ein sehr wütenden Gesichtsausdruck und eine Stimme… wo jeder ein Schauer über den Rücken spürte.
„Dein Angriff auf mich, glaubst du wirklich, dieser ist ohne Konsequenzen?“ meinte ihr Vater nur und betrachtet sie aus der Nähe. „Hmm… scheinbar hat sie jemand manipuliert. Kannst dich ja an ihm wenden, sollte dein originaler Status dich etwas beschämen.
Zeit, dass die Welt sieht, was du die ganze Zeit versteckst, meinst du nicht auch Dämonenkönigin Sina? Das ist die Strafe, dass du mich damals mit dem chaotischen Inferno angegriffen hast. Ich beende damit nun das Gespräch, es wird einige Zeit vergehen, bis wir wieder miteinander sprechen.“
„VATER! GIB MIR DIE OHRRINGE WIEDER!“ stand Sina schreiend auf, doch dieser schüttelt nur lächelnd den Kopf und schnippte mit den Finger. Die Übertragung fing an sich zu deaktivieren… „VATER! ICH MACH DICH FERTIG, HÖRST DU?! ICH MACHE DICH…“ doch die Übertragung war damit beendet.
„War… das jetzt wirklich nötig gewesen?“ fragte eine weibliche Stimme im Büro des Dämonenkönigs. „Aber sicher, unser Kind muss lernen, was es bei mir darf oder nicht. Irgendwann ist auch mal Schluss mit ihren Provokationen.“ nickte Mephisto und starrte wieder in die Ecke.
Dort schnippte etwas und Sinella kam zum Vorschein. „Ehrlich? Man hätte es auch ganz anders machen können und du weißt das genau! Dabei warst du doch eben so glücklich gewesen, wie unser Kind dich zum ersten Mal anders genannt hat.“
„Sinella… es ist wie es ist. Ich hoffe, du hast Wisali deine Meinung zum Ausdruck gebracht? Wenn ich Sina richtig verstanden habe…“
„Habe ich. Schlimm genug, dass er sich wieder einmischt, dabei sollte er es besser wissen.“ knifft Sinella leicht wütend ihre Augen zusammen. „Dann tu mir den Gefallen und schlag ihn nochmal, wenn du ihn über den Weg triffst… Am besten mit dem Kommentar „Grüße von ganz oben.“ Er wird es verstehen.“ lächelt Mephisto böse und Sinella ging darauf ein. „Gerne.“
Sherry und Neia saßen gemeinsam im Wohnzimmer und hielten sich die Hände. „Schon langsam sehr spät oder?“ fragte Sherry. „Stimmt, ist definitiv länger… als das letzte Gespräch mit allen.“ nickte Neia.
„Glaube… sie wird nicht dazu kommen mich zu bürsten…“ fielen die Kuhohren von Sherry nach unten. „Keine Sorge, ich werde das gerne für dich machen.“ lächelt Neia. „Schade… dass nur du dieses weiche Fell hast…“
*Klirr* „DU VERDAMMTER ARSCH!“ schrie jemand durch die gesamte Villa. *Rumms* Erschrocken schauten sich die Blutelfen an, dann nickte Sherry zu Neia. „Ich kann leider nicht. Du muss…“ „Ok.“
Neia rannte direkt zum Büro, aber auch einige andere Damen und… standen vor eine verschlossene Tür. Kyllia ließ sich davon nicht abhalten und trat diese direkt auf… nur das jeder das Chaos im Büro sah.
Das Fenster wurde komplett zerstört und Suki konnte schwören, dass definitiv mal ein Sessel im Büro gestanden hat. Doch schlimmer war eher Sina, denn sie hatte ein blutüberströmtes Gesicht… Blut, dass scheinbar von ihre Stirn runter gelaufen ist.
„WAS? WAS WOLLT IHR?!“ schrie Sina wütend die Frauen an. „ICH HABE EXTRA DIE TÜR DAFÜR ABGESCHLOSSEN!“
„Sina, komm bitte wieder runter.“ ließ Kyllia sich nicht davon beirren. „Wenn wir alle auf einmal dich schreien hören sowie… dass wieder was kaputtgegangen ist, hält mich keine Tür der Welt auf um zu sehen, was meiner Schwester passiert ist.“
„WAS PASSIERT IST?! VATER HAT MEINE OHRRINGE WEGGENOMMEN! DIE OHRRINGE, DIE MEINEN STATUS GEFÄLSCHT HAT! NUN SIEHT DIE GESAMTE WELT, WAS ICH FÜR EINEN STATUS HABE UND WELCHE TITEL ICH BESITZE!“
„Aber… warum hat er es dir weggenommen?“ fragt Neia vorsichtig nach. „Weil das…“ versuchte Sina sich zu beruhigen. „Weil das meine Strafe ist, dass ich ihn damals angegriffen habe. Da…“ schüttelt Sina wütend ihr Gesicht und wendet sich von den Frauen ab.
„Da haben wir…unsere hoch und tief in dem Gespräch, muss Vater so eine… bullshitaktion machen! Scheiße, hätte ich im Gespräch doch den Tisch in seine Fresse werfen müssen!“ „Muh… Sina… man hörte es von unten. Willst… du nicht lieber zu mir kommen, damit ich dich mit Neia beruhigen kann?“ rief Sherry vom Fenster hoch.
Sina bildete mit beiden Händen eine Faust drückte sie gegen ihre Stirn. „Gibt mir… bitte ein paar Minuten, dann… komme ich runter.“ presste Sina sich raus. „Nur… ein paar Minuten…“
„Keine Sorge, wir warten auf dich.“ legte Neia eine Hand auf Sina´s Schulter. „Wir warten, bis du runter kommst ok? Dann legst du dich auf Sherry hin und sollte es dir danach besser gehen… können wir reden.“
„Machen wir das…“ nickte Sina. „Machen… wir das… es war schon so ein beschissener Tag…“
Im Gildenhaus:
Ferr betrachtet im Büro des Gildenmeister die drei Protektoren vor sich. „Wunderschön das ihr alle gekommen seid, ich hoffe, alle sind… auf ein sehr großes Problem vorbereitet?“
Zwei Männer und eine Frau nickten ihm zu. „Gut, denn… so ein Problem haben wir Protektoren in der Geschichte noch nicht erlebt. Es wird verdammt… viel Arbeit auf uns zu kommen.“ warnte Ferr die Personen.
„Wenn ich den Vorschlag mache… sollten wir am besten morgen damit anfangen.“ sagte eine weibliche Stimme. „Je früher, desto besser. Denn nicht nur in Fanfoss, sondern auch in den anderen Gilden werden wir wohl unangenehme Entscheidungen treffen müssen.“
„Besser ist das. Schick morgen jemanden raus, wir fangen mit Bariel an.“ verschränkte Ferr seine Finger.
„Und arbeiten dann die ganzen Namen… durch.“ schaute der Protektor dann auf dem Tisch eine sehr lange Namensliste an.
„Das… ich so was noch erlebe…“
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