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Kapitel 392

Ich bin wiedergeboren und… der schlimmste Turniertag meines Leben? III

Sina fiel auf ihre Knie und hält sich mit beiden Armen ihren Bauch, dabei legte sie ihren Kopf auf den Boden. Alle… Vampire, die diese Szene sehen… verstanden sofort, was sie hat.

„Mutter…“ meldet sich Lysa und Layla nickte. „Ja… sie zeigt die Symptome des roten Hungers. Roman… glaube wir sollten eingreifen, wenn… Sina sich nicht mehr beherrschen kann.“

„Das wird aber… kein Spaß werden, das sehe ich jetzt schon kommen. Es ist eine Sache… einen frisch verwandelten Vampir unter Kontrolle zu bekommen, aber Lady Sina mit ihrer Stärke?“ grübelte der Vampirkönig laut.

„Ich weiß, doch können wir nicht einfach beiseite schauen, immerhin ist sie meine Freundin. Hast du noch etwas von deinem speziellen „Getränk“? Der… erste Kontakt damit ist auch entscheidend… was Vampire später gerne trinken.“ schaute Layla ihren Bruder ernst an.

„ … Wenn wir ihr „das“ geben, wird sie nicht unbedingt glücklich sein. Da ist es mit den anderen Viechern einfacher.“ warnte Roman.

„Sehe… ich so aus, als würde es mich interessieren?“ lächelt Layla unheimlich. „Wir wissen ja nicht mal, ob sie wirklich ein Vampir ist oder ob es eine weitere Verwandlung ist. Jetzt heißt… es abwarten und wenn sie außer Kontrolle gerät, eingreifen.“

„W… was hat Sina?!“ fragte Sherry panisch, die ihre liegende Freundin sah. „Wieso hält sie ihren Bauch so vor Schmerzen fest?“

Alle Vampire schauten sich gegenseitig an, als Lara den ersten Schritt macht: „Sina… leidet unter dem „roten Hunger“. Jeder Vampir auf der Welt, egal erschaffen oder geboren, wird ihn einmal im Leben erlebt haben.“

„Und was soll das genau sein? Ist das eine Krankheit oder wie?!“ hakte Kyllia direkt nach und alle Vampire schauten betroffen mit ihren Köpfen zu Boden. „Hallo? WO ist die Antwort?“

„ … Lady Sina… muss Blut trinken.“ flüstert Zada erst, dann wurde sie lauter. „Sie braucht nichts dringenderes als Blut. Ihr… keine Ahnung… Körper hat sich in den eines Vampirs verwandelt und wir alle benötigen Blut, wenn es auch nur ein Tropfen ist.

Je… länger sich das hinzieht, desto gravierender werden die Schmerzen und irgendwann verliert man sich selber, dann greift man alles an um an Blut zu kommen. Lady Sina… ist mehr oder weniger im Anfangsstadium… aber…

Ohne sie zu kritisieren oder ähnliches, wenn die Schmerzen nicht irgendwann aufhören, wird man so wahnsinnig, man verliert sich wirklich selber. Es ist wie auf Entzug von einer bestimmten Droge, nur viel schlimmer.

Ich… habe es in meinen Leben mehr als genug erlebt, meine verstorbene Mutter hat dieses Spielchen immer wiederholt bei mir. Dank meines kleinen Bruders… bin ich halbwegs bei Verstand, aber keiner, auch nicht Lady Sina, kann es auf Dauer ertragen.“

„Aber sie kann den Kampf nicht verlassen! Wer weiß wer die anderen Gegner sein werden!“ merkte Mel ein Problem an. „Die beiden Typen konnten mit Sina… kurze Zeit mithalten, dass werden die Abenteurer nicht können.“

„Lady Sina… wird es bis zum Ende durchziehen, Schmerzen hin oder her. Wir alle kennen sie nun gut genug… dass die Herrin eher sterben wird, als das sie zulässt, ihre Freunde zu verletzten.“ schluckte Suki schwer und den Tränen nah.

„Viktoria? Was ist los? Du bist noch blasser als es üblich ist.“ fragte Neia die Vampirin im Aufenthaltsraum.

„Ich… muss meinen Vater aufsuchen. Vermutlich weißt er es schon, aber da kommen bald noch richtige Probleme.“ sagte Viktoria gepresst und ging zur Tür. Louis stellte sich ihr in den Weg: „Was… für Probleme? Was hat Sina?“

„ … Sie braucht dringend Blut… wenn sie es nicht bald bekommt… wird in diesem Turnier niemand es überleben. Nichts ist schlimmer als ein Vampir, der auf Blutentzug ist.“ murmelt Viktoria und schob sich an dem Schwertheiligen vorbei.

Als die Tür zufiel, schauten sich alle belämmert an. „Erm… wenn Sina wirklich durchdreht, wer kann sie denn aufhalten?“ schaute Thomddir alle an.

„Scheinbar keiner.“

„Himmel… diese Schmerzen… Illusion: Schmerzen ignorieren.“ verzaubert Sina sich selber und es ging ihr einigermaßen besser, aber es ist eine nur eine Frage der Zeit, dass selbst die Illusion ihr nicht hilft.

Die Dämonin stand auf und begutachtet die „neue“ Arena, nachdem ihre Feueraura eingesetzt wurde. Überall lagen nur verkohlte Überreste, an mehreren Stellen glimmten noch Holzreste. Das Wetter ist stark bewölkt, neigt sogar… schwarz zu werden, Anzeichen für ein Gewitter.

„Vermutlich werden die anderen Kämpfer mir dankbar sein.“ schmunzelt Sina und hielt sich mit der Klauenhand den Bauch. „Was… ist das nur für ein Schmerz…?“

„Meine Damen und Herren, die nächsten Kämpfer sind entschieden! Diesmal sind das… eh… C. und Ti. Lassen wir uns einfach… überraschen, welche Kämpfer es diesmal sein werden!“ rief Ronda und das Publikum klatschte nur verhaltend.

„Aha… Camilla und wer auch immer… vermutlich.“ rollte Sina ihre Augen und stellte sich vor ihren blauen Kreis hin, wartend auf die nächsten Gegner. Die beiden trugen wie die anderen eine gelbe Maske und schwarzen Umhang, nur schien einer der beiden mitten im Weg anzuhalten.

Der andere kam vor seinen Kreis und wartete. „Und… wer bist du?“ fragte Sina mit einer hochgehobenen Augenbraue, aber dieser hob nur einen Zeigefinger hoch und legte ihn auf den Mund, dann zeigte er auf seinen Partner.

Dieser schien sich zu verwandeln… wurde größer, größer und nochmal größer. Seine Statur wurde immer unförmiger, aber aufgrund der schwarze Masse kann man es nicht beschreiben nur… es wächst immer mehr!

„Was… zum Geier?“ musste Sina ihren Kopf nach hinten legen, als er eine Größe annahm, dass er über das Kolosseum ragte. Das Publikum hielt sich noch zurück, aber es fehlte nicht viel, bis es in Panik verfällt. Als seine gigantischen Beine fast die magische Schutzmauer erreichte, hörte es mit dem Wachsen auf und nahm… eine Farbe an.

Sina beobachtet, wie es immer sichtbarer wurde und ihr fiel der Mund runter, als sie ihren Gegner erkannte. „Ti… Titanus?!“

Titanus hatte höchstens ein Viertel seiner ursprünglichen Größe, aber Sina kann niemals vergessen, wie dieser die Dämonin mit einen Schlag außer Gefecht gesetzt hat.

„Selbst… getötete Götterbestien kann Exos… wiederbeleben und umarbeiten?“ staunte Sina. Ihr kam das Bild hoch, wie sie Titanus durch den Himmelssturz einen Arm abgeschnitten hat, bevor der Hauptkörper in zwei Hälften geschlagen wurde.

„Das… darf doch nicht wahr sein!“ hielt Melaine eine Hand vor den Mund. Diese Götterbestie war für sie sowie wie ein Trauma und sie fiel auf die Knie.

Thomddir legte ihr sofort eine Hand auf die Schulter: „Melaine! Das ist vielleicht der kleine Bruder von Titanus oder so, aber niemals Titanus! Kann nicht sein! Wir haben gesehen, wie er gestorben ist und sein Körper wird immer noch abgebaut!“

„Wie… will Sina ihn töten, ohne dass der auf die Zuschauer fällt? Es grenzt ja an ein Wunder, dass sie nicht längst in Panik geraten sind.“ murmelt Christoper.

Alle… die Titanus gekannt haben, haben ein ähnliches denken wie der Zwerg, aber tatsächlich war Exos in der Lage… mit Magie diese Monster wieder zu beleben… Wurden sie wirklich wiederbelebt?

Die Antwort werden nur die Götter kennen, denn der dunkle Gott tobt vor Zorn in seinem Reich und würde persönlich auf die Welt kommen. „Exos… dass du Hand an deine eigenen Geschwister legst.“ knurrte der Gott wütend.

Die Göttin dagegen hatte ein dringenderes Problem und es heißt Sina. Das System läuft rot und sie fühlt sich zum ersten Mal in ihrem Gott Dasein überfordert.

Titanus blickte mit seinem Kopf runter zu Sina und brüllte sie laut an, dann stampfte er mit seinem gigantischen Fuß auf den blauen Kreis. „Eins muss ich Exos sagen, aber scheinbar hat er dir genug Intelligenz gegeben, zu wissen, wie die Turnierregeln gehen.“ kommentierte Sina und schaute nun den C. an.

„Ah… mein Anfangsbuchstabe ist nicht so richtig.“ meldet sich auf einmal eine männliche Stimme. „Wisst ihr… der vorherige Besitzer war ein gewisser „Conas“ gewesen, aber laut unserem Meister war nur sein Hass auf dich interessant gewesen. ICH dagegen habe Fähigkeiten, die sich mit dir messen können.“

„Aha? Könnte mich jetzt nicht erinnern, so einen arroganten Arsch in letzter Zeit getötet zu haben.“ hob Sina eine Augenbraue hoch.

Dieser lachte nur. „Stimmt… wir haben uns nicht so wirklich getroffen, aber sehr wohl deine Leute.“ und die Verwandlung findet statt. Die Verwandlung ging schneller als bei den anderen, denn nur die Maske verschwand.

„NEIN! ER WAR TOT!“ schrie Mel. „ICH HABE IHN DEFINITIV GETÖTET!“ Lara wird fest von Zada umschlungen, als sie einen… alten Feind sah.

„Da bin ich wieder. Von den Toten auferstanden, weil mein neuer Meister mein Talent erkannt hat.“ kichert Devin. Nun hörte man lautes Getuschel unter den Zuschauern, denn SEINEN Tod hat jeder gesehen und doch steht er da, als wäre nie was passiert.

„Eh… darf der überhaupt kämpfen?“ fragte Ronda einen Organisator, die scheinbar ebenfalls heiß diskutierten. Jede Person auf der Welt war am diskutieren… bis auf Sina, ihre Reaktion… ist komplett anders.

„Mein Meister ist irgendwie… sauer wegen irgendeiner Sache auf dich und hat mir das Angebot des Lebens gegeben, was ich nicht ausschlagen konnte. Neuer Körper, neue Stärke… und wenn ich dich getötet habe, bin ich frei von allem… Dann werde ich mir das holen, was mir zusteht.“ lachte Devin hämisch… als er Sina anschaute.

Ihr Gesicht war voller Zornesadern, ihre Haare statisch aufgeladen. Nun fing das Wetter an, sich zu einem Gewitter zu entwickeln, es donnerte anfangs leise, bis es richtig krachte. Um Sina herum fing alles an zu schweben, Blitze schossen AUS Sina heraus.

„NEIN, HÖRT AUF!“ schrie die Göttin, denn nun war alles zu spät. Die Dämonin fletsche ihre Zähne weit raus, man konnte deutlich ihre langen Eckzähne sehen. „GNNNNNNNN!“ grollte Sina, dass man es über das Kolosseum hörte.

Nun platzten mehrere Zornesadern in ihrem Gesicht und färbten es regelrecht rot, ihre Augen konnte man nicht beschreiben, was man dort sah. Dazu die Schmerzen im Bauch, ist sie nun wirklich am durchdrehen. Devin schwitzte denn er spürte regelrecht den Blutdurst auf ihn.

Das Gewitter war komplett schwarz, Blitze sprangen von dort her und doch fiel kein Regen runter. Sina hielte ihre beiden Hände vor ihre Augen und drückte sie zu Fäusten, sie schaffte es nicht mehr runterzukommen.

>Bizarre Gedanken Level 10 erreicht <

>Bizarre Gedanken verwandelt sich zu: Wahnsinnige Gedanken <

>Wahnsinnige Gedanken Level 1 erhalten <

>Auge des Wahnsinns freigeschaltet <

An der Stirn von Sina spritze regelrecht ein Blutsturm, Blitze von dem Gewitter landeten um sie herum. Neue Schmerzen kamen am Kopf und Sina schrie laut auf. „W… was passiert da?!“ fragte Sherry hektisch.

Die Dämonin schrie gen Himmel und ein Blitz flog direkt auf die Stirn, die komplette Arena leuchtete so stark auf, dass jeder seine Augen verdecken musste. Als das Licht verschwand, sah man Sina stehen und ein senkrechter Schlitz erschien auf der Stirn, wo viel Blut runter fiel.

Auf einmal öffnete er sich und man sah nur schwarze Lederhaut… als eine silberne Augenpupille erschien.

„NEIN!“ schrie die Göttin, denn auf einmal kann sie nicht mehr in der Zukunft sehen. „Das… darf doch alles nicht wahr sein!“ Der dunkle Gott dagegen konnte von seiner Faszination über sein Geschöpf nicht mehr genug haben. „Was… ist das?“ wirkte Exos sehr interessiert.

Ein gigantisches Monster in der nassen Tiefe… spürte etwas… neuartiges auf der Welt. Ein gigantisches Monster der Lüfte spürte eine Veränderung auf der Erdoberfläche. Ein gigantisches Monster in unbekannter Schwärze wurde von seinen Schlummer… fast geweckt.

Ein uraltes Monster in einem Sarg riss seine Augen auf, es fing an zu grinsen, dass… etwas wahnsinniges auf der Welt erschien. Ein uraltes geflügeltes Monster in einer gigantischen Höhle wurde von seinen Schlaf wach und knurrte wütend über das kommende Unheil.

Auf einer Insel starrten die stärksten Monster der Welt in den Himmel und „Bewacher“ spürten in der Zukunft… unruhige Zeiten kommen.

Die Schmerzen verschwanden von Sina, sie hat noch nichts von ihrem dritten Auge mitbekommen, wundert sich nur… das sie einen weiteres Sichtfeld hatte. Jedes Mal… wen sie atmet, gab sie ein Knurren von sich, wenn sie Devin anstarrt, der nun schlucken musste.

„W… was ist das für ein Auge?“ traute Falco sich die Frage in die Runde zu stellen, aber alle schütteln ihre Köpfe. Das war bei den anderen ebenfalls nicht besser. Niemand… verstand, was soeben mit Sina passierte.

Das neue Auge konnte sich ebenfalls auf und zu schließen wie ein gewöhnliches Auge, doch Sina hat es weiterhin noch nicht bemerkt. Sie stellte sich einfach nur in den blauen Kreis und starrte mit drei Augen Devin an.

„Eh… ok?“ stellte sich Devin ebenfalls in den Kreis hin. Er zog sein Schwert und machte sich Kampfbereit, Titanus war es scheinbar die ganze Zeit. Doch Sina zog nicht mal ihre Schwerter, sie fletschte immer wieder ihre Zähne wütend nach hinten.

„Nun… ist dieses Frau auch mir unheimlich.“ gab Rokea zu und alle Tiermenschen schauten sie erstaunt an. „Es ist… als würde man nicht mehr gegen… einen Dämon kämpfen oder so, sondern etwas… anderes. Sie mag vielleicht eine Chaosbestie sein, aber… was da steht, ist viel mehr.“

„M… meine… Damen und Herren, wir sind… zum Entschluss gekommen, dass C. nic…“ wollte Ronda ankündigen, als Sina ihr einen Blick zu warf. Sofort bekam Ronda das Gefühl überall nur Augen zu sehen und wurde schreiend Ohnmächtig.

Sofort rannten mehrere Mitarbeiter zu der Hasenfrau und untersuchten sie, keiner hat bemerkt, was Sina getan hat, die selber sich ein bisschen wundert.

Ein silbergrauer Wolfsmann ersetzte Ronda und wollte den Text von Ronda lesen, als auch dieser… das Gefühl bekam, überall… nur Augen zu sehen, die ihn anstarrten. Scheinbar war dieser aber etwas härter im Neben und schaute von der Bühne zu Sina runter.

„Das… ist euer Werk oder?“ grübelte der Wolfsmann, als er auf einmal Stimmen im Kopf hörte: „C. wird kämpfen, C. WiRd KäMpFEN, c. wIrD kÄmPfEN!“ Tausend Stimmen und doch nur ein einfacher Satz. Er bekam starkes Nasenbluten und musste schwer atmen, Sina starrte ihn eisig aus der Entfernung an.

„M… meine Damen und Herren, ich… muss mich entschuldigen, dass Ronda… einen Nervenzusammenbruch erlitten hat und… auch mir geht es scheinbar… nicht gut. IN dieser Runde… werden wir leider keinen Kommentar abgeben, so werde ich den Kampf starten.“ teilte der Mann es mit und die Augen sowie Stimmen verschwanden.

Sina widmet sich wieder Devin zu, sie hat scheinbar keinen Schimmer, was soeben passierte. UND immer noch hat sie ihr drittes Auge nicht bemerkt, so hasserfüllt schaute sie Devin an, der Elend ihren Freunden angetan hat.

„Dann… Drei… Zwei… Eins… KÄMPFT!“ erteilte der Wolfsmann den Kampf und die Zeit stand still. Devin hat wieder seine Spezialfähigkeit „Zeitwandel“ benutzt und grinste.

Sina stand an ihrer Position und rührte sich kein bisschen. „Puh, wäre ja auch sehr… krass wenn die auch meine Fähigkeit kontern könnte. Dank des Meisters weiß ich nun, warum dieses Miststück mich so gut angreifen konnte.

Egal, so… sehr ich dich foltern will, gehe ich keine Risiken ein und werde dich direkt töten. Hm… geile Brüste hast du ja, typisch für die Sukkuben.“ kichert Devin sadistisch und ließ sich „Zeit“ zu Sina zu gehen.

„Da… du ja ein Dämon bist… eigentlich? Wirst du wie jeder dumme Dämon direkt nach vorne stürmen. Einfach… mein Schwert vor deinen Hals halten… den Rest machst du dann.“ kichert Devin weiter… als das silberne Auge sich bewegte.

„Hmm?“ wundert sich Devin und schaute das Auge aus der Nähe an… als eine Klauenhand mit brutaler Kraft ihn am Gesicht packte. Auf einmal ging die Zeit wieder und Devin war extrem schockiert, was… soeben passiert ist. „Das… kann nicht sein!“

Die Welt hat alle Kämpfer gesehen, als Devin auf einmal von Sina festgehalten wird. Mel reagiert geschockt, dass Sina so… überhaupt kein Problem mit dieser Fähigkeit hatte.

„Was… genau kann nicht sein?“ lächelt Sina freundlich. „Hast… du gedacht, du… könntest das gleiche Spielchen machen, wie… du es an meinen Kindern angetan hast? Keine Ahnung… warum, aber ich habe dich vor mir kommen sehen und dachte… was macht dieser Idiot nur?“

Devin versuchte sich zu befreien, hatte aber gegen die Kraft in der Klauenhand keine Chance, zumal die Krallen sich tief in sein Gesicht bohrten. Er wollte mit seinem Schwert schlagen, da schlug der Knochenschwanz von hinten den Arm ab.

Nun schrie Devin laut, als er den Verlust spürte. „Ich… weiß nicht wie ich dich töten soll. Normalerweise… würde ich dich mit nach Hause nehmen und… mir alle Zeit der Welt nehmen, an dir jede Foltertechnik auszuprobieren.“ rollten alle Augen von Sina.

Titanus hob seinen rechten Arm und will bald mit aller Kraft auf Sina zuschlagen… was „irgendwann“ passieren kann.

„Eins… werde ich dir aber nehmen…“ murmelt Sina und ihre linke Hand glühte so extrem heiß, dass Devin´s Kleider anfingen zu schmoren. Dann packte die Dämonin ihn an den Kronjuwelen, wo der Heldentyrann erst recht schrie.

Er wollte sich mit seinen restlichen Gliedmaßen verteidigen, aber der Knochenschwanz wickelte sich um die Beine und den gesunden Arm, lang genug war er ja, sodass Devin überhaupt nichts machen konnte.

„Glückwunsch… nun bist du auch ein Mädchen geworden.“ kichert Sina irre. „Zu dumm… dass du ein hässliches Mädchen sein wirst.“ hob Sina ihren linken heißen Zeigefinger und schob ihn langsam ins rechte Auge von Devin. Das Auge platze direkt auf und es qualmte durch die Hitze das Augenmark heraus.

Devin schrie immer lauter, während Sina einfach… nur lächelt. Das Lächeln einer Wahnsinnigen, selbst ihre Freunde bekamen ein Schaudern über den Rücken. Das Spielchen wiederholte Sina auch mit dem anderen Auge…

Das silberne Auge bemerkte etwas von oben kommen und die Dämonin schaut hoch, wo die Faust geflogen kommt.

„Hmmm Titanus will mitmachen? Warum nicht?“ hielt sie ihren Kopf schräg und ist sich keiner Gefahr bewusst. „Schade… dass Verrotten an ihm nicht funktionieren wird… wenn der bestimmt eine Erdimmunität hat.“ zuckte Sina mit der Schulter.

Die Dämonin ließ Devin am Gesicht los, sein abgeschnittener Arm war fast vollständig regeneriert, aber das ist für Sina unwichtig. „Knochenschwanz… wirbele doch diesen… Eunuch ein bisschen um dich, dann benutzt du ihn als Keule… mit der Fähigkeit „Schwerer Keulenschlag“.“ gab Sina die Anweisung an Knochi.

Dies tat Knochi dann auch, doch scheinbar ließ er es sich nicht nehmen, Devin mehrmals auf den Boden zu knallen, dass man ein leichtes Beben spürte. „Du bist sooo süß.“ faltet Sina beide Hände wie ein Gebet zusammen und legte es an ihre rechte Wangenseite.

„Sina war ja schon in vielen Dingen manchmal sehr unheimlich, aber… nun übertreibt sie es wirklich.“ murmelt Kyllia.

Knochi schleudert den Heldentyrann wild um sich und als endlich „schnelle“ Faust kam setzte er die Fähigkeit ein. Einen extrem lauten Knall hörte man über das Kolosseum, als die Kraft von Titanus gegen die „Waffe“ und „Fähigkeit“ aufeinander prallten.

Scheinbar war Devin „stabiler“ denn der Angriff von Titanus wurde aufgehalten, mehr noch am gesamten Arm erschienen überall Risse. Der Steinkoloss brüllte wütend auf, ob es Schmerzen sind oder Frust wird man nicht wissen.

„Hmm… Devin ist stärker als das Riesenbaby?“ grübelte Sina, dann ließ Knochi ihn los und die Dämonin packte ihn an eins seiner Beine. Devin selber hatte durch den Angriff mehrere gebrochene Knochen, die durch seine Haut schimmerten.

Dann machte die Dämonenkönigin was einmaliges: Sie wirbelt Devin über sich und benutzte ihre nächste Fähigkeiten: „Flammenflügel“ und ihre Flügel leuchten brennend grün auf, dann kam „Zielschuss“.

Sina schleudert Devin mit einem lauten Lachen auf den Steinkoloss, der durch seinen „Rumpf“ durch krachte. Titanus brüllte in einer Lautstärke, dass jeder seine Ohren zuhalten musste, als Devin aus seinen Rücken raus geflogen kam.

Die Dämonenkönigin erschien ebenfalls und schnappte Devin wieder am Bein, wirbelt mit ihm herum und benutzte wieder die Fähigkeit „Zielschuss.“ Diesmal krachte der Heldentyrann in den Rücken, wo er vorne wieder raus kam und längst das Bewusstsein verloren hat.

Lachend schnappte sich Sina ihre „Waffe“ und wiederholte das Spielchen sooft, dass Titanus „Rumpf“ fast aussieht wie ein Schweizer Käse. Der Steinkoloss hat bestimmt eine hohe Stärke, dafür mangelt es aber an seiner Geschwindigkeit, wie Exos es feststellt.

Devin sollte dafür der Ausgleich sein, aber aufgrund das Sina durch das Vampirblut stärker geworden ist sowie das dritte Auge sie ebenfalls verändert hat, sind alle magische Veränderungen an den Dienern ziemlich… sinnlos geworden.

Sina flog hinter die „Kniekehle“ von Titanus und setzte „Schwerer Keulenschlag“ ein, Titanus knickte nach vorne, wo das Kolosseum und die Stadt unter seinen Gewicht in ein Erdbeben kam. Dies war der Dämonin aber so egal geworden, denn sie flog lachend zu der anderen Kniekehle und wiederholte das Spielchen.

Nun fiel Titanus brüllend nach vorne, die Zuschauer gerieten in Panik und trauten der magischen Schutzmauer nicht zu, das Gewicht dieses Kolosses aufzuhalten. Doch der Steinkoloss fing sich mit beiden Armen auf, was wieder zu einem weiteren Erdbeben führte.

Staub und Kieselsteine fielen von der Decke runter, aber das ignorieren alle Teilnehmer, sie können von dem Kampf nicht loslassen.

Die Dämonenkönigin warf Devin in der Luft, den Knochi wieder auffing und landet auf dem Rücken der Götterbestie. „Zeit… das du einen Abgang machst. Wie nannte dich Siremmic? Schwächling? Passt ja zu dir.“ kichert Sina und legte ihre Klauenhand auf den Rücken. „Tschöööö Titanus. „Seelenraub“!“

Der Steinkoloss brüllte vor Schmerzen auf und wollte aufstehen, aufgrund aber dass die Fähigkeit stärker wurde, geht der Effekt ebenfalls schneller. Man sah ein riesiges Unstoffliches aus Titanus kommen, dass von Sina aufgesaugt wird, während sie dabei grausam lächelt.

„Was… benutzt sie das eigentlich immer bei ihren Feinden?“ fragte Matthieu die anderen, aber alle schütteln ihre Köpfe. „Keine Ahnung, aber… nach diesem Angriff fallen alle Körper in sich zusammen… als wurde ihnen etwas entzogen.“ grübelt Amy.

Die Fähigkeit ging zu Ende und Titanus fiel auf eine Zuschauerseite, wo sie nun alle panisch wegrannten… Doch die magische Mauer schaffte es, dass Titanus mit dem Kopf runterrutschte, doch es hatte scheinbar seinen Preis, denn überall entstanden Risse.

>Seelenraub: Level 6 erreicht<

„Oh? Schon vorbei?“ kichert Sina und ging auf den Kopf zu. „Glaube… die Veranstalter wären mir bestimmt sehr dankbar… wenn ich deinen Körper von der Arena entferne oder?“ Als Sina fast am Hinterkopf stand, hob sie ihren linken Arm hoch und setzte die Fähigkeit „Chaoshand ein“.

Ein gigantischer chaotischer Flächenangriff zerstörte den leblosen Kopf von Titanus und griff die ebenfalls die magische Schutzmauer an, die Risse wurden länger, an einigen Spalten kam grünes Gas durch.

Sina hörte mit dem Angriff auf und sah, wie sie mehrere Levels bekommen hat. Titanus ist damit nun endgültig tot. Sie legte ihre Hand auf Titanus und steckte den riesigen Kadaver in ihren Inventar.

„Wenn ich Glück habe, hat er ja ebenfalls Titanerz in seinem Körper. Uh… Brandrulim wird sich richtig freuen.“ klatschte Sina, während sie fliegt. Knochi wedelte irgendwie und hob den ziemlich demolierten Devin vor ihre Nase.

„Ach ja!“ schlug Sina eine Faust in die offene Hand. „Dich gibt es ja auch noch. Vielen Dank Knochi!“ lobte die Dämonin ihren Schwanz und landete wieder auf dem Boden. Knochi ließ es sich nicht nehmen und rammte den Heldentyrann mit voller Kraft in den Boden.

„Was mache ich nur… mit dir? Du hast so viele Frauen… weh getan, irgendwie ist es nicht richtig… dich am Leben zu lassen.“ grübelt Sina laut, als sie auf einmal stärkere Bauchschmerzen bekam, die ihre Illusion nicht mehr verstecken konnte.

„Was… ist das nur…“ hielt Sina ihren Bauch mit einer Hand und verzog schmerzvoll das Gesicht. „Hoffentlich… kann Neia das Problem heilen…“ und die Dämonin kam zu einem Entschluss. Sie packte Devin und benutzte zum vierten Mal ihre Fähigkeit „Seelenraub“.

Aufgrund des hohen Levels der Fähigkeit, zusätzlich dass das Opfer bewusstlos und einen zerstörten Körper hatte, war es in wenigen Sekunden vorbei.

>Seelenraub: Level 7 erreicht<

„Hoffentlich… nehme ich Exos damit die Möglichkeit, sie ein weiteres Mal zu erschaffen, wiederbeleben, was auch immer für ein Zauber dahintersteckt.“ murmelt Sina. „Knochi… tobe dich an dem leblosen Körper aus und töte ihn anschließend.“

Dies ließ der Knochenschwanz kein zweites Mal sagen und… „bearbeitet“ den Körper so brutal, dass viele ihre Gesichter beiseite drehen mussten.

Irgendwann… war Knochi scheinbar zufrieden und rammte seine Schwanzspitze ins Herz des Vampir, dieser verwandelte sich in Asche.

„Soviel Ärger… was soll´s, mir tut alles weh, ich verändere mich und… warum auch immer, sehe ich auch irgendwie mehr.“ zuckte Sina mit ihren Schulter.

Und die nächsten Feinde… kommen.

Kapitel 391

Ich bin wiedergeboren und… der schlimmste Turniertag meines Leben? II

„Was ist los? Geht euch langsam die Puste aus? Ich dachte, ihr seid der zweitstärkste Dämon?“ höhnte der Vampir Sina. „Ich fürchte mich vor nichts und niemanden, vor allem nicht vor euch!“ und Sina sah… wie sein Körper in zwei Hälften geschnitten wurde, bevor er in Asche zerfiel.

Keine Sorge, ich halte mich an meine Spielregeln.“ sagte eins ein sehr großer Vampirkönig. „Har… Har… ich habe noch nie versucht einen Dämonen in einen Vampir zu verwandeln.“ flüsterte der Vampir, bevor Sina ihn mit ihrer Selbstaufopferung getötet hat.

„Ihr… ihr seid tot! Ich habe es mit eigenen Augen gesehen!“ hob Sina ihr Katana hoch zu den Vampiren… Justus und Acula! „Was auch immer hier los ist, aber Vampire können bestimmt nicht wieder erscheinen, wenn ihr Körper zu Asche verfällt!“

Roman spuckte sein Blut aus dem Mund raus, während Layla ihr Glas fallen ließ. „Aber… wir haben doch gespürt, wie Acula gestorben ist?! Was ist hier los?“

Taos staunte nicht schlecht, wen er zu Gesicht bekommt und wurde ein bisschen… blasser als sonst. „Wie… kannst du am Leben sein?“

„Das… darf doch nicht WAHR SEIN!“ brüllte Thomddir wütend. Alle Abenteurer haben ihre Sprache verloren, als sie ihre Gegner zu Gesicht bekommen. „Wir haben doch gesehen, wie dieser verdammte Blutlutscher gestorben ist!“

„D… d… der Meister lebt?!“ stottert Lara, die Panik hat sie komplett erfasst, noch schlimmer betraf es Tio und Mio, die von Sherry und Suki ruhig gehalten werden müssen. „V… Vater und… Justus… leben?“- „Wie… kann es sein? Wir…“

Beide Vampire lachten über die blasse Sina, scheinbar ist es ihnen wirklich wert, wie Sina aussieht. „Was ist los Prinzessin Sina? Erkennst du uns wirklich nicht oder… willst du es nicht wahrhaben?“ grinste Justus.

„Wer ihr auch immer seid, aber Vampire können nicht durch Nekromantie erweckt werden, wenn ihnen der Körper fehlt!“ redet sich Sina selbst ein.

„Vielleicht… hilft es dir ja… wenn wir dir einen Tipp geben: Mit Magie ist alles möglich.“ schmunzelt Acula in aller Pracht.

Nun fiel ein Stein vor Sina´s Augen. „Jetzt… verstehe ich. Exos! Er hat seine Finger im Spiel oder?!“ verlange die Dämonin zu wissen.

„Wer weiß, wer weiß. Wir wissen, ich darf doch wir sagen oder Vater?“ grinste Justus den großen Vampir an, der nickte. „Mit Magie… kenne ich mich nicht so aus. Zwar ein bisschen mit Blutmagie und so, aber… Uns komplett wieder ins Leben zu bekommen, das dürfte mein Wissen über Magie sprengen.“

„Dann sind die anderen… aus eure Gruppe ebenfalls irgendwelche Personen, die ich eins getötet habe?!“ hakte Sina verschwitzt nach.

„Darüber solltest du dir… erst Gedanken machen, wenn du uns töten kannst. Es… hat sich so einiges geändert, seit unseren letzten Kampf. Ihr habt mich auch angelogen oder? Ihr wart die Dämonin aus der Wüste von damals gewesen, doch der lange schwarze Schwanz… ist mir neu. Egal… heute werden wir das nachholen… was wir letztes mal nicht geschafft haben.“ grinste Acula und zog sein Schwert Tram raus, was damals in der Wüste zerstört wurde.

Beide Vampire stellen sich in die blauen Kreise, bereit für den Kampf… den Kampf um Sina zu töten. Sina atmet mehrmals ein und aus, dann rammte sie ihre Schwerter in den Boden. Sie zog auf einmal ihren Kimono aus und die halbe Welt dachte in diesem Moment nur: Boing!

Die Dämonenkönigin trug das enge Shirt von Sherry mit dem Riss vorne, was ihre Freundin sehr glücklich machte… „Warte… der Riss ist größer geworden!“ knifft Sherry ihre Augen fast zusammen. „Das siehst du von hier aus?“ hakte Kyllia direkt nach. Des weiteren sieht man alle Tätowierungen auf den Armen, sowie die rote Murmel in der linken Hand.

Anschließend setzte sich Sina auf den Boden und zog ihre Schuhe ebenfalls aus, sodass sie nur barfüßig ist. „Ihr nimmt es sehr locker, wenn ihr euch die Zeit nehmt euch aus zu ziehen?“ grinste Justus.

„Klappe Loser.“ kam die Antwort und traf damit einen Nerv von Justus. „Irgendwie pisst ihr mich gerade so unheimlich an, ich müsste darüber lachen. Beide Tod und weigern sich auch Tod zu bleiben, sag Acula… müsste es dir nicht… auf den Sack gehen, jedes mal gegen mich zu verlieren?“

„Das… wird sich gleich ändern.“ meinte Acula nur geheimnisvoll. Der Hinweis reichte Sina aus, dass sie von Exos definitiv stärker gemacht worden sind. Die Dämonin verknotet ihre Hose fester und war sehr zufrieden.

Doch hörte sie mit ihrer Aktion nicht auf, die Vampire zeigten langsam Anzeichen von Ungeduld, als Sina eine kleine Phiole rausholte. „Auf dich Meister!“ hob Sina das Fläschchen gen Himmel und trank das süßeste Gift der Welt.

„Ah… lecker… Hoffe ihr habt eine Giftimmunität? Denn… wenn ihr mich beißt… werdet ihr euer blaues Wunder erleben.“ grinste Sina diabolisch. Ihre gesamte Aktion hatte einen guten Grund. Ihr Feind hat sie diesmal eiskalt erwischt, also hofft dieser, dass Sina unkonzentriert wird beim Kampf, aber nicht mit ihr.

„Als… ob ich dich jemals wieder beißen werde.“ knurrte Acula wütend. „Hätte ich statt dich zu beißen, den Kopf umgedreht, wäre das alles nicht passiert!“

„Hätte hätte Fahrradkette. Sag… Exos müsste doch euer Meister sein oder? Da seid ihr aber als stolze Vampire ziemlich gefallen.“ provozierte Sina sie freundlich. So wie beide ihre Gesichter verzogen, hatte sie scheinbar recht.

„Nun, wenn wir dich töten, werden wir von seinem Dienst entlassen, also… kann ich es für diese Zeitra…“ „AH HA HA HA HAHAHA“ wollte Justus was sagen, als Sina anfing laut zu lachen. Sie zeigte dabei auf Justus… und tränte vor Lachen.

Nun bekommen beide Vampire Zornesadern auf ihren Gesichtern, ein sehr seltener Anblick, aber das scherte Sina überhaupt nicht. Sie fiel lachend auf den Boden, selbst Exos wirkt etwas verwundert.

„Erm… scheinbar kennen sich beide Seiten, ich… hoffe das der Kampf auch gleich anfängt.“ versuchte Ronda ein bisschen… die Wartezeit zu überbrücken.

Einige Minuten später stand Sina wieder auf und schaute beide Vampire abwechselnd an…. „PFFFFFF HA HA HA HA!“ schaffte es die Dämonenkönigin sich nicht zu beruhigen.

„Also… ihre Courage will ich auch haben…“ murmelt Louis. „Wundere mich, was… sie erfahren hat, dass sie so einen Lachanfall hat.“

Wieder einige Minuten später wischte Sina sich die Tränen vom Gesicht. „Herrlich… wenigsten habt ihr es geschafft, mich zum Lachen zu bekommen. Wisst ihr… selbst wenn ihr es schaffen „solltet“ mich zu töten, wird Exos euch bestimmt nicht auf die Art und Weise… vom „Dienst“ entlassen, wie ihr es euch vorstellt.“

„Ho… meine kleine Schwester ist sehr scharfsinnig… oder denkt sie schon auf meiner Welle?“ schmunzelt Exos, denn… er hat nie betont, dass sie lebend entlassen werden.

„Halt die Klappe und fang endlich an!“ verlangte Justus wütend, während Acula scheinbar mehr Geduld aufzeigte.

„Einen Moment…“ zog Sina ihren rechten Handschuh ab und zum Vorschau kam die Klauenhand mit der Diamantkugel. Auch wenn sie ihre Gegner kennt, weiß sie nicht, wie ihre neuen Körper sind, daher geht sie direkt auf Ganzes. „So… nun bin ich bereit.“

Sina steckte ihren Handschuh und den Rest ins Inventar und zog ihre Schwerter aus dem Boden raus. Doch bevor sie sich in den Kreis rein stellte, machte sie noch eine Ansage: „Ich bin Sina, die Chaosbestie, die das Chaos auf die Welt bringen wird!“ und streckte ihre Flügel weit aus, dass man die Augentätowierung sah.

Beide Vampire hatten neutrale Gesichter, aber… aus irgendeinen Grund wirkte die grüne Tätowierung sehr… beunruhigend auf sie. Endlich stellte Sina sich auf den blauen Kreis und war für den Kampf bereit.

„Endlich… Meine Damen und Herren… beide Seiten haben sich scheinbar ausgesprochen und sind bereit für den Kampf! Dann wollen wir mal… Drei… Zwei… Eins… KÄMPFT!“ rief Ronda.

Sofort standen beide Vampire vor Sina und schlugen mit ihren Schwertern nach ihr, was sie mit Thorn und Blutklinge abwerte. Beim Aufprall der Waffen entstand eine gigantische Druckwelle, die alle Bäume um die Kämpfer direkt umknickte.

„Knochi, konzentriere dich auf den großen Gegner. Er hat weniger Erfahrung mit dem Schwert und ziele auf sein Herz!“ dachte Sina, während sie sich gegen die Kräfte der beiden Vampire stemmte. Sofort flog der Knochenschwanz auf Acula, den er mit seinem Schwert abfing, sodass Sina sich auf Justus konzentrieren kann.

Ein regelrechter Schwertsturm entstand zwischen Sina und den Vampiren. Überall flogen die Funken, Druckwelle auf Druckwelle kamen und gingen.

„Vampirischer Todesschnitt!“ setzte Justus an, den Sina mit einem chaotischen „Allesschneider“ sofort zerstörte. Eine Explosion ging dabei hoch, während Knochi wirklich gut seine Arbeit machte. Acula wirkt ziemlich angefressen, dass er mit einem Schwanz zu kämpfen hat.

„Nun übernimm Justus!“ befahl Sina im Kopf und ein Positionswechsel fand statt, damit die Vampire keine Strategie entwickeln konnten. Aufgrund, dass die beiden mit Sina mithalten konnten, schätzt sie deren Attribute auf ihrem Niveau.

Acula war scheinbar kurz verwirrt, was Sina ausnutze und ihm mit voller Kraft in den Magen schlug, dass er nach oben flog. Sofort packte sie sein Bein und warf ihn um sich, dass er hart auf dem Boden landete und ein starkes Beben verursachte.

„Seit unserem Kampf… hat sich einiges getan ihr Arschlöcher. Nur weil Exos euch starke Körper gegeben hat, heiß es nicht, dass ich schwach bin!“ teilte Sina es mit und zeigte mit einem Finger auf Justus, der Knochi abwehrte. „Chaosblitz!“

Ein gigantischer schwarzer Blitz fiel auf Justus runter, dabei schrie er in einer Lautstärke, dass man es im gesamtem Kolosseum hören konnte. Schnell drehte sich Sina zu Acula, der schon vor ihr stand sie mit voller Kraft ins Gesicht schlug.

Sina flog ungebremst durch mehrere Bäume, die keinen Widerstand boten, bis Knochi sich in den Boden rammte zum bremsen. Die Nase war gebrochen und blutete stark, bevor sie sich regenerierte.

Schon kam Acula mit Justus angeflogen, letzterer… schien irgendwie nur leicht verkohlt zu sein, aber ansonsten hat dieser keine Probleme, weiterzumachen. Beide setzten auf einmal „Vampirischer Todesschnitt“ ein und es kam ein großes X auf Sina zu geflogen.

Blutklinge wird in den Boden gerammt und hob ihre Klauenhand hoch: „Verrotten“ setzte Sina direkt ein, als die Fähigkeit ihre Hand erreichte. „Rein theoretisch ist eine Fähigkeit wie die von Waffen ausgelassen wird eine Konzentration von Energie und müsste dadurch… aufgehalten werden.“ vermutet Sina bei ihren früheren Test und hatte Recht.

Die Fähigkeit verschwand wie nichts, die Vampire kniffen wütend ihre Augen zu. Exos dagegen wirkte regelrecht fasziniert. „Was… ein interessanter Gedanke.“

Sina nahm wieder ihr Katana und setzte nun ihre Fähigkeiten ein: „Dämonischer Schnitt!“ Ein gigantischer grüner Schnitt flog auf die Vampire zu, man bekam das Gefühl, die Arena wird in zwei Hälften geschnitten.

Acula und Justus sprangen zur Seite, im Glauben der Fähigkeit zu entkommen, aber sofort erwischten sie Blitze. Beide schrien vor Schmerzen auf, irgendwie… sind sie doch nicht so stark oder sie halten sich zurück vermutet Sina misstrauisch.

Aber sie standen sofort wieder auf, als hätten sie keinen Schaden erlitten und gingen zum Angriff über. „Irgendetwas… übersehe ich. Justus hätte den Chaosblitz nicht ohne weiteres wegstecken können.“ grübelt Sina, dann verteidigt sie sich wieder gegen die Schwertangriffen.

„Zeit das wir ein bisschen den Spieß umdrehen oder Vater?“ grinste Justus. „Stimmt. Wir haben nie zusammen gegen jemanden gekämpft, aber eins haben wir ja gemeinsam.“ grinste Acula ebenfalls.

„Knochi wehre jeden kommenden Angriff ab!“ befahl Sina, denn dass wäre ihr neu, dass diese Typen so offen ihre Taktik besprechen.

„Blutlanze!“ sagte Acula und zwei Lanzen schossen unter den Füßen der Dämonin hoch. Erschrocken vor den unerwarteten Schmerzen schrie Sina auf und Knochi schaffte es sie gegen die Schwertangriffe zu verteidigen…

Als Acula ihn packte und hinter Sina´s Rücken stramm zog. Die Lanzen verwandelten sich zu etwas, wo Sina an Ort und Stelle feststecke, dabei drückte dieses Blut ihre Füße zusammen, wo man das Brechen der Knochen hört.

Die Chance nutze Justus und schlug mit seinen Schwert nach Sina, die es trotz Schmerzen schaffte sich zu wehren… sogar mehr, die linke Hand von Justus abzuschlagen.

Die Hand fiel auf den Boden und Justus gab sein Bestes, den Schmerzschrei zu unterdrücken, dabei spritze sein Blut aus dem Armstumpf heraus. „Du warst schon mal besser gewesen.“ grinste Sina verschwitzt…

Als aus ihren Bauch ein Schwert durchgeschossen kam! Acula zog noch weiter den Knochenschwanz, dabei hat er Tram auf Sina zugeworfen. Sina traute ihren Augen nicht, da rammte Justus sein Armstumpf in den Mund von der Dämonin…

Vampirblut floss die Kehle runter, man hörte, wie Sina es richtig geschluckt hat. Nun wurde Sina erst recht panisch und wollte den Arm abschlagen, als Justus ihn mit Gewalt wieder raus zog. Dabei sprang er lachend in Sicherheit: „Diesen Tipp hat uns der Meister mitgegeben. Mal schauen… was passieren wird.“

„Bei… den Göttern…“ murmelt Sina, als die Schmerzen sofort kamen. „Illusio….“ da trat Justus Sina auf die Brust, wo ihre festgesetzten Füße nach hinten knackten. Sina fiel schreiend auf den Rücken und Acula zog sie unbarmherzig am Knochenschwanz weg, man sah deutlich wie die Muskeln und Sehnen gerissen werden.

„Aghh…. ARGH!“ schrie Sina als… scheinbar eine weitere Verwandlung durch das Blut entstand. Ihre Augen wurden weiß, aber das interessierte die Vampire nicht, denn… nun konnte sich Sina nicht mehr wehren.

„Widerlich… dass wir trotz der starken Körper auf diesen Tipp zurückgreifen müssen.“ verzog Justus wütend sein Gesicht. Acula hat aufgehört zu ziehen, der Knochenschwanz wirkte irgendwie leblos. Sina wälzte sich schreien auf dem Boden.

Alle… die wissen, was Sina ist und welches Problem… Vampirblut mitbringt, reagieren geschockt. Zumal… es für Sina das zweite Mal in ihrem Leben ist, dass dieses Blut in ihren Körper gelangte.

Justus sowie Acula standen über ihr und grinsten sehr hämisch, der Vampirkönig zog sein Schwert aus Sina noch heraus, als sie wieder zuschlugen. Beide benutzten ihre Schwerter und stachen überall Wunden in Sina rein.

„Verdammt, können wir nichts tun?!“ packte Louis Chuz am Kragen. „Das wird nicht damit enden, dass sie Sina einfach umbringen!“

„Be… bedaure, aber entweder sie gibt auf, wird bewusstlos oder getötet. So… einfach sind die Regeln gehalten.“ schüttelt Chuz.

„Viktoria oder? Was… passiert mit Dämonen, die ein zweites Mal Blut von eure Rasse trinken?“ fragte Neia die Tochter des Vampirkönigs Roman.

„Ich… weiß es nicht. Das ist selbst für mich das erste Mal, dass jemand… ein weiteres Mal das Blut trinkt. Das erste Mal reicht ja vollkommen aus, dass man es nie wieder trinkt oder?“ nagte Viktoria ungewohnt an ihrem Daumennagel.

Nun gehen die Vampire dazu über, ihr einen Knochen nach dem anderen zu brechen, Sina schaffte es nicht mal… sich zu wehren, vor den inneren Schmerzen. „Was… ist los mit der Frau?“ wundert sich Rokea.

„Acula und Justus, wie in ihren alten Zeiten zeigen sie ihre wahre sadistische Natur.“ drückte Layla wütend ihre Hände so stark zusammen, dass Blut herunterfloss.

„Oh… welch eine Wonne… dir das alles heimzuzahlen, was du mir angetan hast.“ lachte Acula, Justus ebenso. „Stimmt, sie hat alle meine Pläne für eine Clanübernahme zerstört, dafür… soll sie büßen.“

Exos genoss es ebenfalls, was er zu sehen bekam. „Scheinbar… wirst du nicht dazu kommen, die anderen kennenzulernen. Zu Schade aber auch kleine…“

„FEUERAURA!“ schrie Sina und die komplette Arena stand auf einmal unter Feuer. Alle Pflanzen verwelkten, standen unter Feuer oder sonstiges. Die Aktion hat die Vampire eiskalt erwischt, sie standen da wie brennende Fackeln und versuchten sich zu löschen.

Schwarzer Rauch von verbrannten Pflanzen ging hoch, die Zuschauer hielten sich alle panisch ihren Mund zu, misstrauisch ob der magische Schutzwall sie auch beschützt. Die Mitarbeiter für den Schutzwall füttern ihn mit einem Monsterstein nach dem anderen, er wurde bis zur Grenze gezerrt.

„Neinneinnein.“ wiederholte sich die Göttin, die das Chaos in der Arena sieht und panisch versucht, über das System eine kommende Fähigkeit für Sina zu verhindern. „Alles, aber nicht das!“

Sina lag mit gebrochenen Knochen auf dem Boden… als sie sich auf einmal alle ruckartig wieder in einen normalen Winkel regenerierten. Ein weiterer Nebeneffekt ist, je älter das Blut eines geborenen Vampirs ist, desto stärker ist auch die Heilung.

Die Eckzähne im Oberkiefer wurden auf einmal länger. Die Lippen dunkelrot, die Fingernägel länger, schärfer und nahmen ebenfalls eine rötliche Farbe an. Am schlimmsten war es… dass die braune Haut von Sina komplett weiß wurde wie die eines Vampirs. Interessanterweise bekam Sina an ihrem Haarende eine weiß gezackte Linie. Schwarz, die feuerrote Haarfarbe, schwarz, nun eine weiße Haarfarbe dazu.

Sherry weinte. Weinte stark und hielt sich mit beiden Händen den Mund, als sie die Verwandlung vor Augen sah, die gesamte Welt es vor Augen sah.

„Das… gibt es nicht.“ murmelt Roman. „Ist es… also möglich einen Dämon in einen Vampir zu verwandeln?“

„Ich… habe meine Zweifel. Sina nahm die Verwandlung ja durch das Blut an, aber die eigentliche Verwandlung… kommt doch durch den Biss.“ suchte Layla nach Lösungen.

Ihre weißen Augen nahmen wieder ihre ursprünglichen Augenfarben an, eins rot, das andere hellblau und Sina keuchte sehr schwer. Die Schmerzen sind wie nichts verschwunden und… konnte es nicht fassen… noch am Leben zu sein…

Der Dschungel ist nun mehr oder weniger ausgebrannt und die Vampire rollten sich wie verrückt über den Boden, Sina hat die Fähigkeit rein instinktiv freigesetzt.

„Was… ist mit… mir passiert…“ wollte Sina ihre linke Hand auf die Stirn setzen… als sie die Veränderung sofort sah. „Nein…“

Sie stand auf und ignorierte dabei die schreienden, brennenden Vampire, die irgendwo im Kolosseum versuchten, immer noch das Feuer zu löschen. Ihre Feuerresistenz steigerte sich dabei unweigerlich immer höher.

Zuerst… schaute Sina den linken weißen Arm, dabei sah sie ihre „neuen“ Fingernägel, die auch an der Klauenhand ebenfalls zu finden waren. „Nein…“

„Feueraura… aus.“ deaktivierte Sina ihre Fähigkeit und holte einen Handspiegel aus dem Inventar, ihre Schwerter liegen achtlos auf dem Boden. Sie traute sich nicht… nachzuschauen, aber… als wäre sie eine komplett neue Person, was Sina im Spiegel sieht.

Ihre Lippen, ihre Haarfarbe sowie Hautfarbe und weil sie im Schock den Mund leicht offen hatte, sah sie auch die langen Eckzähne. „Nein…“

Das System bei der Göttin kämpft hartnäckig über das kommende Problem, selbst die Göttin setzt ihre Kräfte ein, um ein Unheil zu verhindern.

„Puh… endlich diese Schmerzen weg.“ stand Justus vor Sina mit verbranntem nackten Oberkörper, Acula ebenfalls. Diesmal sah man, wie stark und schnell ihre Regenerationen sie von den Verbrennungen heilten.

„Nun sieht sie wirklich aus wie ein Vampir. Wenn man ihr den Schwanz entfernt, könnte sie wirklich den Titel „Vampirkaiserin“ haben.“ kichert Acula voller Schadenfreude.

Die Handspiegel fiel aus der Hand und Sina schaute die beiden Männer an. Sie dachte immer, nur Spartus hasst sie vom tiefsten Herzen… nun haben Justus und Acula es geschafft, ihn vom Rang runter zuschieben.

Als die Vampire Sina in die Augen schauten, verging ihnen jegliche… sadistische Vorfreude. Selbst Exos staunte nicht schlecht, was er in den Augen sah: Wahnsinn, nichts außer Wahnsinn und Chaos.

„Dafür werdet ihr endgültig sterben.“ sagte Sina ohne irgendwelche Gefühle, das reichte aber aus, dass beiden Vampiren ein Schaudern über ihren Rücken runterging.

„Dazu müsstest du es schaffen…“ kichert Justus, als Sina auf einmal vor ihm stand. Bevor dieser reagieren konnte, packte Sina die Zunge von dem Vampir, zerstörte einen Teil seiner Zähne und riss sie mit Gewalt raus.

Alle Zuschauer verzogen angewidert ihre Gesichter, noch mehr, als Sina die Zunge mit ihrer Kraft ins Gesicht von Justus schlug, bevor er vor Schmerzen schreien konnte. Man konnte richtig laut das feuchte Klatschen auf der Haut hören.

Der Trick war gut gegen Sina, wenn die Vampire die Chance genutzt hätten, sie auch direkt zu töten. Doch hatte es auch einen Nachteil: Wann immer ein Vampir oder Dämon das Blut des anderen trinkt, wird er ebenfalls unweigerlich stärker.

Acula wollte nach Sina mit dem Schwert schlagen, da hob sie die Hand hoch und benutzte „Lavaatem“. Durch die Fähigkeit wird der Vampir auf die andere Seite des Kolosseums geschleudert, ohne auf Widerstand zu treffen, dabei schrie er vor Schmerzen.

„If mafe fich feffich!“ stammelt Justus irgendetwas, als Knochi blitzschnell seinen Schwertarm abschlug. Nun schrie Justus erst recht, aber das interessiert der Dämonenkönigin nicht. Sie rammte mit ihre linke Hand in den Brustkorb des Vampirs und umschließt das schwarze klopfende Herz von ihm.

„Ich… werde dafür sorgen… das ihr NIE wieder wiedergeboren werdet!“ knurrte Sina und setzte die tödlichste Fähigkeit ein: „Seelenraub“. Sofort wollte Justus es mit seinem anderen Arm verhindern, da packte Sina ihn mit ihrer neuen Klauenhand und ließ ihn einfach verrotten.

„Wa… was macht sie da?“ fragte Zada, die eine zitternde Lara umarmt. „Sie benutzt die Fähigkeit „Seelenraub“ von unsere Rasse. So wie sich die Fähigkeit auch anhört, das macht sie auch.“ erklärte Kyllia, die vollkommen nachvollziehen kann, warum ihre ältere Schwester das macht.

„N.. ne… eii… nnn!“ schrie Justus, der nun Panik in den Augen bekommt. Sina müsste sich freuen, aber alle ihre Gefühle sind momentan scheinbar deaktiviert. Die gesamte Welt sah, wie Sina aus Justus etwas… weißes… unstoffliches aus dem Körper zog, während dieser schrie wie nie zuvor.

„Wenn… ich die Zeit hätte… würde ich dich qualvoll zu Tode foltern, bevor ich die Seele raube… doch die Zeit habe ich… einfach nicht.“ sagte Sina es in einer monologen Stimmlage und hob ihre Augenbrauen hoch.

Dann verschwand die Seele und wanderte in Sina. Der Körper von Justus wurde auf einmal schlapp, als fehlt im etwas. „Bye bye.“ murmelt Sina und zerdrückte das Herz. Kein Geschrei oder ähnliches, der Körper verwandelte sich in Asche wie man es von Vampiren kennt.

>Seelenraub: Level 4 erreicht<

„Das… wäre Nummer… eins.“ redet Sina mit sich und drehte sich zu Acula, der auf sie zugerannt kam mit erhobenem Schwert. Aus irgendwelchen Gründen legte sie ihre Klauenhand hinter den Rücken und streckte den kleinen Finger von der linken Hand aus…

Als Acula zum Schlag ansetzte, parierte Sina es mit dem neuen roten Fingernagel. Kurz erstaunt riss der Vampir seine Augen auf, während die Dämonin immer noch keine Emotion zeigt. „Was… ist los? Habe gehört, dass du dieses Spielchen gerne machst?“

Der Vampirkönig knurrte wütend, dann ließ er einen Schwerthagel von Angriffen auf Sina fallen. Links, rechts, unten oder oben, alles parierte Sina mit ihrem kleinen Fingernagel, selbst Knochi wird nicht eingesetzt.

„Zeit… das Spiel zu beenden.“ wurde Sina es scheinbar langweilig. Sie fing den Schwertarm von Acula ab und riss ihn mit einer bestialischen Stärke vom Körper ab. Mit eiskalter Disziplin benutzte die Dämonin den abgerissenen Arm samt Schwert, um den anderen Arm abzuschneiden. Dies alles ging so schnell, dass man es nicht sehen konnte.

„Erstaunlich… jedes Mal… wenn ich gegen dich kämpfe… mutierst du immer mehr zu einem Monster.“ keuchte Acula grinsend, er bekam nicht mal die Chance zu schreien. Nun schlug Sina mit der Klauenhand in den Brustkorb von dem Vampir und aktivierte „Seelenraub“.

„Wie… geht es meinen Töchtern Mio und Tio?“ fragt Acula auf einmal, während er sein Gesicht vor Schmerzen verzog. „Viel besser. Sie lachen, machen Unfug, alles… was sie wohl unter deiner Knute nicht konnten.“

„Verstehe… hoffentlich bist du für sie eine bessere Familie, als durch mich.“ bekam Acula auf einmal ein Lächeln, dass Sina bei ihm noch nie gesehen hatte. Dies sahen… die Töchter ebenfalls, erstaunt… dass ihr Vater so lächeln konnte.

Die Seele des ältesten, wiedergeboren Vampir der Welt löste sich vom Körper und wanderte zu Sina. Der riesige Körper wollte nach hinten sacken, da zerstörte die Dämonin sein Herz, sein Körper zerfiel zu Asche.

>Seelenraub: Level 5 erreicht<

„Seltsam… im letzten Moment an seine verstoßenen Kinder zu denken?“ wundert sich die emotionslose Sina. Ronda verkündet ihren Sieg, aber dies nahm die Dämonin nur halb zur Kenntnis.

„Ich… muss gegen alle kämpfen. Keine Ahnung… wer noch alles kommt, aber die können meine Freunde nicht bekämpfen.“ grübelte Sina mit sich, als sie zu ihren Schwertern ging. Die Dämonin hob sie auf, holte ihre Schwertscheiden aus dem Inventar, steckte sie zusammen und verknotet sie an ihrem Gürtel…

Dann kamen auf einmal fürchterliche Schmerzen im Magen…

Kapitel 390

Ich bin wiedergeboren und… der schlimmste Turniertag meines Lebens?

Ein weiterer Tag ist vergangen. Viele haben sich getroffen, andere sind sich bewusst aus dem Weg gegangen. Geheimnisse wurden entdeckt, weitere Missverständnisse sind entstanden, das Chaos ist vorprogrammiert.

Die Dämonen von Sina werden weiterhin das Turnier begutachten, nur Aglon hatte den Verdacht, dass er verfolgt wird. Doch jedes Mal, wenn er glaubte, seinen… Stalker zu fangen, war dieser sofort weg.

Zhin und seine Leute werden ebenfalls weiterhin das Turnier anschauen, immerhin will er es nun wissen… wie weit sein Rivale kommen wird.

„Heute ist der Tag gekommen… wo wir die größte Schande unseres Clanes töten können. Ich bete zu der Göttin… dass eine Regel zu unseren Gunsten kommt.“ hielt Satu eine kleine Rede vor seinen Ninjas.

„Wir werden nur Veto´s einsetzen, um… Suki jedes Mal zu bekommen. Sie kann es nur einmal ablehnen, aber danach nicht mehr. Nutzt die von mir hergestellten… „Hilfsmittel“, ich will nie wieder so ein Theater wiederholen.“

Alle Ninja´s nickten und nahmen ihre Hilfsmittel in Empfang. Jeder überprüfte seine Waffen und ähnliches, heute ist der Tag der Abrechnung. „Du wirst… gerächt werden Fuyu…“ dachte Satu.

„Warum trägst du… diesen Umhang Suki?“ wundert sich Sina, als sie sich mit allen ihren Freunden und Teilnehmern vor dem Kolosseum treffen.

„Eine „Überraschung“ für meinen Clan. Sie werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nur auf mich konzentrieren, also dachte ich… dass ich ihnen etwas entgegen komme.“ lächelt Suki. „Dank Sherry hat es auch wunderbar funktioniert. Ich wusste überhaupt nicht… dass man… Sonderwünsche so schnell bekommt.“

„Für Freunde lasse ich alles liegen, das weißt du doch.“ grinste Sherry. „Dein „Wunsch“ sitzt er auch so… wie er soll? Bis wir dran sind, kann ich noch Änderungen machen.“

Suki schüttelt den Kopf. „Nein, er ist perfekt. Ich habe schon paar Übungen gemacht, um sicher zu gehen, aber… perfekt.“

„Ok, freut mich zu hören. Wie geht es dir Kyllia? Du… strahlst so? Scheinbar hat deine Erledigung dich ziemlich glücklich gemacht?“ schaute Sina ihre Zwillingsschwester an.

„Und wie es mich glücklich gemacht hat.“ sagte Kyllia, mehr war sie scheinbar nicht bereit zu sagen. Zada gab ihr bestes, ein Pokerface zu halten, aber Lara kniff misstrauisch ihre Augen zusammen. „Was?“ „Ach nichts…“

„Hmm dann ist es so. Meine Freunde… ich werde keine große Rede halten. Kämpft! Kämpft, damit ihr ins Halbfinale kommt ok? Diese Runde werden wir es mit sehr… unangenehmen Gegnern zu tun haben, bleibt daher konzentriert ok!

Wenn ihr ein Gefühl bekommt, das euer Gegner nicht das ist… was er sein soll, gebt rechtzeitig auf. Ich möchte niemanden sterben sehen, Viktoria da drüben ist scheinbar diesmal mein persönlicher Wachhund. Nicht… das sie es verhindern kann, wenn ich austicke, aber sehr wohl die Vampirkönige. In meinen Zorn damals… habe ich etwas gesagt, weswegen ich leider unter ihrer Bewachung stehe. Und das als Clanführer.“ lächelt Sina am Ende schief.

Alle nickten sich zu und gingen ihrer Wege… „Hat sich sehr negativ angehört Lady Sina…“ nörgelt Viktoria, als sie sich den Abenteurern anschloss. Die Vampirin wurde den Abenteurern ebenfalls vorgestellt, langsam ist es irgendwie Routine, immer neue Gesichter kennenzulernen.

„Wie hat dein Vater deine Antwort aufgenommen? Kann mich da irgendwie… an was dunkeles erinnern.“ fragte Sina.

„Er hat es mehr oder weniger zur Kenntnis genommen und musste mit dem Pflock sogar schmunzeln, dass ihr so altmodisch denkt.“ kam die Antwort sofort.“

„Eh… altmodisch?“ staunte Sina nicht schlecht. „Dachte, dass ich eher… neumodisch bin? Meine… dein Vater ist uralt oder? Eher müsste er altmodisch sein.“

„Da muss ich euch leider korrigieren, aber Vater ist alles andere als altmodisch. ER macht den Eindruck, aber Vater geht auch mit der Zeit sowie Lady Layla es auch tut. Nur… wenn die restlichen Clanführer nicht mitziehen, dann macht jeder was er will oder?“ erklärte die Vampirin.

„Wo… ist das Problem? Layla und Lord Roman sind doch die stärksten Vampirkönige oder nicht? Sollte es nicht daher… nach dem Recht der Stärkeren gehen? Gerade die beiden streben ja nicht wirklich nach Macht oder so was ähnliches an.

Sie WOLLEN doch, dass die Vampire sich weiter entwickeln. Riskel und Violet sind irgendwie zu beschränkt um auf diesem Niveau zu denken, Taos ist ein Bösewicht wie man es aus den Geschichten kennt.

Meine Unterstützung würden sie jedenfalls bekommen, solange es vernünftig ist.“ rollte Sina mit ihren Augen und Viktoria wirkte nachdenklich.

„Oh je… ich sehe schon das nächste Chaos kommen.“ kommentierte Melaine sehr trocken. Sina war wieder in ihrem Element.

Alle Teilnehmergruppen erreichten ihre Räume und staunten nicht schlecht, was sie aus dem Fenster zu sehen bekamen:

Das komplette Kolosseum war der reinste Dschungel. Meterhohe Bäume, Palmen und weitere Baumarten. Man sah nichts außer grün, grün und nochmal grün.

„CHUZ!“ ging Sina direkt zu dem Affenmensch, der sich panisch an die Wand drückte. „Wurde das mit Magie gemacht?“ „Eh… wie meinen sie?“

„So wie ich es sage. Dieser Dschungel da draußen, den könnt ihr im Leben nicht mal eben gepflanzt haben oder so. Ich will das Geheimnis wissen!“ hielt Sina ihr Gesicht vor Chuz.

„Das… ist kein großes Geheimnis. Mit Erdmagie sowie Wassermagie kann man solche Wunder bewerkstelligen. Doch sind diese Zauber nicht wirklich bekannt, was heißt bekannt, niemand hat sich dafür wirklich interessiert.“ erklärte Chuz verschwitzt.

„Mich interessiert es. Ist es möglich mit diesem Magier ins Gespräch zu kommen oder dass sie den Zauberspruch verkaufen?“

„Ich… weiß es nicht. Ich muss mit den Organisator Rücksprache halten, versteht ihr? Es ist zwar kein Geheimnis, aber soweit ich weiß, wollen die Magier… oder eher Druiden wie sie sich nennen, keine ungewollte Aufmerksamkeit haben.“

„Sag ihnen… das Vurdinia, das Land der Vulkane und Wüste erloschen ist und nun Leben gedeihen kann. Ich wäre bereit… ihnen etwas entgegen zu kommen. Hauptsache… dort können wieder Pflanzen und Bäume wachsen.“

„Das… kann ich machen.“ nickte Chuz. „Wunderbar… das wäre wirklich gut, wenn man Vurdinia ebenfalls zu einem Dschungel machen könnte oder ähnliches.“ nickte Sina zufrieden.

„Meine Damen und Herren! Willkommen am dritten Tag des Turniers! Wie ihr alle schon staunend festgestellt habt, ist diesmal wieder das gesamte Kolosseum für einen Kampf bereit… in einem sehr giftigen und gefährlichen Dschungel.

Einige Pflanzenblätter sind so scharf, dass sie problemlos Rüstungen durchschneiden können, wie sieht es also aus… wenn sie mit Waffen in Kontakt kommen? Lassen wir uns alle überraschen!“ rief Ronda in einem neuen Kimono, der die Farben von Suki´s Kimono trug.

„D.. das ist giftig?“ strahlte Sina. „Sina… konzentriere dich, du sabberst ja gleich schon.“ legte Neia ihr eine Hand auf die Schulter.

„Soo, wir haben nun das Viertelfinale erreicht. Wollen… wir wieder die Spannung erhöhen? Liebe Kisten, teilt uns eure Antwort mit.“ schaute Ronda und die Zuschauer auf die schwebenden Kisten hoch.

Exos schaute mit seinem Übertragungszauber zu und grinste, dann glühte kurz sein rechter Zeigefinger. Eine Kugel flog gezielt aus der Kiste heraus und platzte auf: JA.

„JA! Das Schicksal will es spannend haben! Nun denn… welche Regel darf es denn sein?“ freute sich Ronda und die nächsten Kisten fingen an zu drehen.

„Dann… zeigt mir doch mal, wie stark ihr geworden seid, kleine Schwester.“ kichert Exos und wieder glühte sein rechter Zeigefinger. Wieder flog eine Kugel gezielt raus: „Gegen den Willen aller muss zu Ende gekämpft werden.“

Alle Abenteurer schauten Chuz an, selbst Melaine. „Alle sechs Kämpfe MÜSSEN stattfinden. Dabei ist es egal, ob eine Seite in Führung ist oder nicht. Aufgeben ist natürlich in diesem Fall noch eine Option.“

„Scheiße… ich habe immer noch keinen blassen Schimmer von den Typen außer der mit S., denn dieser beherrscht irgendwie die Fähigkeiten von Siremmic. Den kann wenn nur Neia bekämpfen, weil sie die Lichtmagie beherrscht.“ sagte Sina sofort.

„Nicht mal du?“ staunte Thomddir, wo Sina den Kopf wiegeln muss. „Ich habe zu wenig Erfahrung mit Schattenfähigkeiten gemacht. Zwar habe ich sie ausgetestet, aber… gezielt damit umgehen ist etwas anderes.“

„ACHTUNG! Die Rächer setzten ihren G-Veto ein: Alle Ersatzkämpfer müssen solange kämpfen, bis sie besiegt worden sind von zwei Feinden.“ rief Ronda sofort auf.

„Huch? Wie soll man das verstehen?“ fragte Falco sofort Chuz. „So wie Ronda es gesagt hat. In eurem Fall… ist Kämpferin Sina die einzige Ersatzkämpferin und muss… immer gegen zwei Gegner gleichzeitig kämpfen, bis sie besiegt wurde.“

„Wow… das es so ein G-Veto gibt…“ murmelt Louis. „Wollen wir unseren ebenfalls einsetzen? Meine…“

„Nein. Wir setzten ihn nicht ein, weil wir ihn noch für Taos´s Gruppe benötigen. Ach Mensch… muss ich wirklich solche unmöglichen Kämpfe machen? Vor allem gegen einen Gegner, von dem wir alle ein blödes Gefühl haben?“ seufzte Sina am Ende.

„Bist du dir sicher, dass du es wirklich alleine schaffst? Denk daran, auch wir sind da. Aus irgendeinen Grund wollen sie ja speziell nur dich haben. Erst der Fleischball beim zweiten Turniertag, nun dieses G-Veto? Sie haben definitiv ihre Hausaufgaben gemacht, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie planlos gegen dich kämpfen wollen.“ war Neia sehr unruhig.

„Noch mehr, sie glauben… sogar daran, sich mit dir zu messen zu können. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass… sie dich sogar töten wollen.“ kam die ehrliche Meinung von Thomddir.

„Danke euch für eure Sorgen, aber ich habe nicht vor zu verlieren… da ist eine Frau… die will ich unbedingt bekämpfen.“ lächelt Sina glücklich. „Dann werde ich… uns das Halbfinale sichern.“ und ging DIESMAL durch die Tür raus, wo Chuz sehr glücklich war.

„Meine Damen und Herren, bei der „Abenteurergruppe“ ist nur Lady Sina die Ersatzkämpferin und darf immer gegen zwei Gegner gleichzeitig kämpfen. So… ein taktisches einsetzten von G-Veto´s habe ich noch nie gehört. Als… hätten sich die Götter gegen Lady Sina entschieden.

Ihre Gegner… einen Moment… sind J. und A. Mehr kann ich leider nicht sagen. Nun denn, beide Seiten… scheinen in diesem Dschungel problemlos zu ihren blauen Kreisen zu kommen.

Für die meisten Zuschauer wird es problematisch werden, den Kampf zu beobachten, daher haben wir einen speziellen Zauber um die Arena gesetzt, wo wir DURCH den Dschungel die Kämpfer sehen können!“ erklärte Ronda.

„Wow… die Gruppe muss ja nur Kämpfer haben mit Stahleiern. Vielleicht können wir nun etwas über Lady Sina lernen.“ freute sich Davino.

„Hoffentlich. Nicht das nicht wieder mit einem Zauber, Fähigkeit oder was auch immer sofort die Kämpfe beendet werden.“ murmelt Amy.

Sina hatte überhaupt keine Probleme im Dschungel durchzukommen, trotz ihrem schwarzen Kimonos. „Hmm… Sollte es doch Probleme geben, werde ich meine Feueraura nutzen, aber erst mal abwarten…“

Die Dämonenkönigin fand ihren blauen Kreis und stellte sich davor, abwartend wer ihre Gegner sein werden… die auch direkt kamen.

Schwarze Umhänge und gelbe Masken, wo man nichts sehen kann. Gleiche Größe und gleiche Statur, als wären es Zwillinge. J. zog auf einmal wieder sein Schwert, das Thorn sehr ähnlich sieht.

„J. … wer bist du? Wieso sieht deine Waffe so ähnlich aus wie meine?“ zog Sina Thorn ebenfalls gemeinsam mit Blutklinge.

Beide sagten nichts… als sie anfingen leise zu kichern, bis es richtig zum lachen überging. „Erm… sorry, aber den Witz habe ich nicht mitbekommen.“

„Sina Sina… wie kannst du mich vergessen haben? Unseren… wunderschönen Kampf hmm?“ kam auf einmal eine sehr vertraute Stimme von J. „Wer… bist du?“ wiederholte Sina ihre Frage.

„Das bringt nichts mein Sohn. Zeit… das wir ihr zeigen, wer wir wirklich sind.“ meldet sich A., ebenfalls mit einer vertrauten Stimme.

Beide Körper wurden auf einmal komplett schwarz und nahmen eine komplett andere Statur an. Sina hielt sich kampfbereit, denn… was auch immer gleich passiert, es macht sie nur misstrauisch.

J. wurde ein bisschen schmächtiger, während A. eine sehr große Körperstatur annahm. Bei beiden Kämpfern löste sich die schwarze Farbe von den Füßen, die nach oben wanderte.

„IHR?!“

Kapitel 389

Ich bin wiedergeboren und die seltsamen Begegnungen? VII

Sherry ignorierte alle Dämonen und ging direkt auf Sina zu. „Sherry… nicht missverstehen.“ wollte Sina sie beruhigen, als Sherry sie direkt auf den Mund küsste vor allen. Alle rissen erschrocken ihre Augen auf und in Sarless sah man die Eifersucht am Gesicht.

„Dämonenkönigin Sina gehört MIR und ich werde sie NICHT teilen.“ lächelt Sherry sehr unheimlich die blonde Sukkubus an.

„Erm… eure Hoheit?“ musste Arzexos nun nachfragen, denn er hatte noch irgendwie die Hoffnung gehabt, dass Sina einen Scherz gemacht hat.

Sherry setzte sich auf den Schoß von Sina und legte ihr einen Arm um den Hals. „Sherry… meinst du nicht… dass du es ein bisschen übertreibst?“

„Nein? Vermutlich ist meine Eifersucht durch die Seelenvereinigung oder so, so hoch geworden, dass ich wirklich einen Mord begehen könnte. Erst macht die blonde Kuh da vorne Kyllia fertig und nun… liebt sie dich?“ war Sherry sehr auf Streit ausgelegt.

„EY! Nicht beleidigend werden, nur weil du den alten General da drüben besiegt hast!“ empörte sich Sarless direkt und Ethice musste eine Hand auf ihre Schulter legen zur Beruhigung.

„Nun… kommt mal bitte alle runter ok? Sherry, falls du es nicht wusstest, aber Sarless ist wie du eine Wiedergeborene… Nur das sie mal früher der Dämonenkönig Rarkas war, bevor er von Sakura getötet wurde.“ beruhigte Sina alle. „Und?“

„Der Hass war immer noch vorhanden, aber Sarless wollte sich nicht davon beeinflussen lassen, also haben wir es mittels Schwur versucht, das Problem anzugehen, was ja auch… geklappt hat. Bis der Teil mit der „Liebe“ kam und du an der Tür standest. Wie wäre es… wenn ich meine Audienz beenden könnte als Königin hmm?“ schaute Sina Sherry in die Augen.

„Nun… nur wenn du danach mit mir auf ein Date gehst.“ schaute Sherry Sarless sehr provokant an. „Das können wir natürlich machen und hör auf, sie alle zu provozieren. *seufz*

Sarless, egal was Sherry macht, aber ignoriere sie vorerst und erkläre mir bitte, was du mit… deinem Liebesteil meinst. Du hast in deinem Schwur doch von Loyalität gesprochen.“

„Jawohl eure Majestät. Mein Herz… schlägt nicht mehr voller Hass sondern voller Güte und Liebe. Ich hatte schon länger… irgendwie Probleme mit mir gehabt und… die habt ihr gelöst. Ich fühle mich so… befreit von allen Sorgen.“ strahlte Sarless.

„Den Knall hat sie scheinbar immer noch.“ murmelt Igriz kopfschüttelnd. „Also ist noch alles beim Alten.“

Sina merkte den Zorn von Sherry. „Ok, ich verstehe. Deine… „Liebe“ ist das eher „diese“ Liebe oder die einer Loyalität?“

„Hmm… eine seltsame Frage? Ich habe euch meine Loyalität beschworen und würde alles für euch tun, was ihr von mir verlangt.“ hielt Sarless ihr Kopf schräg.

„Siehst du Sherry. Den Ärger hättest du dir sparen können, wenn du… ein paar Minuten länger an der Tür gestanden hättest.“ schaute Sina ihre Frau an. Diese starrte weiterhin Sarless an und Blitze schossen zwischen den Frauen umher. „Wenn… du meinst?“

„So… Sarless und Ethice, ihr beide geht ebenfalls zu Igriz und Dalmaz hin. Zeit das ich meinen Plan erkläre.“ sagte Sina und dies taten die Dämoninnen.

„Arzexos wird die Stadtplanung vorantreiben, zumindest den Hafen. Aglon´s Auftrag ist ihm ebenfalls bekannt.

Dalmaz, Igriz, Ethice und Sarless. Ihr vier werdet mit mir nach Alliancia reisen zur Stadt Fanfoss. Dort werde ich euch ein Haus besorgen… naja Dalmaz muss ich schauen… wo ihr fortan leben werdet. Weitere Instruktionen gebe ich euch dann dort.“

Alle Dämonen rissen erstaunt ihre Augen auf, was ihre Königin eben gesagt hat. „Meint… ihr das ernst eure Majestät?“ fragte Ethice. „Ihr wisst… dass wir Feinde für Alliancia sind?“

„Und wie ernst ich das meine. Kyllia sowie ich sind ebenfalls Dämonen und warum sollte es nicht gehen? Ich bin mit Abstand eine der mächtigsten Personen auf diesem Kontinent, selbst die momentanen Helden können nicht ohne weiteres Hand an mich legen.

In einem Reich bin ich die Kanzlerin, die die selbe Macht hat wie die Kaiserin und im anderem Reich kann ich die Armee des Königs befehligen. Nüchtern betrachtet, gehört mir Alliancia schon oder? Damit habe ich etwas erreicht, was keinem anderen Dämonenkönig zuvor gelang.“ grinste Sina sehr böse und ihre Flügel breiten sich weit aus, dass man auf dem Flügelmembran die grünen Augentätowierung sah.

„Ich verstehe… deswegen sollten wir versuchen eine Stadt in Vurdinia aufzubauen. Ihr wolltet nicht nur Alliancia kontrollieren, sondern strebt die Weltherrschaft an.“ strahlte Arzexos. „Erm…?“

„Echt? Dann seid ihr am Turnier, damit die Tiermenschen eure Stärke sehen oder? Sie lieben ja Stärke über alles, wenn ihr die richtigen Pläne… plant, könnt ihr selbst hier eure Macht ausüben.“ strahlte Aglon ebenfalls. „W… wartet…“

„Damit übertrefft ihr wirklich jeden Dämonenkönig, den es jemals gegeben hat. Alle wollten nur Alliancia haben, aber… ihr seid gierig. Ihr wollt direkt die Welt! Ich bereue kein bisschen meinen Schwur zu euch.“ klatschte Sarless aufgeregt in ihre Hände. „Das meine…“

„Siehst du Sarless, zu Leben macht mehr Spaß. Ich freue mich schon auf die kommenden Befehle eurer Majestät.“ verbeugte sich Ethice. „ … ich nicht…“

„Ich groß und stark, helfe Lilith Welt zu geben!“ klopfte Dalmaz auf der Brust vor Freude. „Leute…“

„Wir müssen mal miteinander reden, wie… ich… wir euch eigentlich ansprechen sollen. Ihr hattet ja schon immer ein Talent für Pläne und weiteres. Nun seid ihr vermutlich die beste Dämonenkönigin, die es jemals gab.“ grinste Igriz spitzbübisch. „ … “

Sina hat nun ihre Sprache verloren, denn das war nicht das, was sie damit sagen wollte. „Das hast du nun davon.“ flüstert Sherry ihr grinsend ins Ohr. „Viel Spaß bei deiner… „Weltherrschaft“.“

„Du kannst mich auch mal…“

Taverne „Dunkler Eck“:

Zwei Frauen lagen nackt im Bett, die Kleider lagen komplett zerrissen verteilt auf dem Boden. „Hmm…“ wirkte Lisa sehr zufrieden an der Schulter von Kyllia. „Das… war also… Sex?“

„Eh… ja?“ grinste Kyllia. „Wundere mich… dass jemand altes wie… du damit noch nicht in Berührung kam?“

„Ich bin nicht „alt“.“ blies Lisa ihre Wangen auf. „Hatte… halt einfach noch keine Zeit für einen Partner.“

„Oh? Ich war gestern auch noch „Jungfrau“ gewesen, falls es dich interessiert.“ spielte Kyllia an den Haaren von Lisa.

„Und wie es mich interessiert.“ schaute Lisa tief in die Augen von Kyllia… als auf einmal die Tür aufging und Zada reinkam. „Ich habe hier was verg….“

„AHHH!“ „TÜR ZU!“ schrien beide nackten Frauen und Zada tat das sofort, dabei hat sie einen roten Kopf. „Eh eh eh?!“

„Verdammt! Zada! Klopf gefälligst an die Tür!“ schimpfte Lisa, die die Decke über sich und Kyllia hochzog. „Hi Zada.“

„Eh.. hi?“ war Zada sehr verwirrt, bis sie endlich verstand. Dann bekam Zada das breiteste Grinsen, was ihr jemals gelang. „So ist das also.“

„Warte! Ich kann es dir erklären!“ winkte Lisa mit einer Hand. „Echt? Na dann bin ich ja mal gespannt.“ grinste Zada, selbst Kyllia grinste. „Aber fasse dich kurz, Lara wartet extra unten auf mich.“

„Eh… wieso ist Lara unten?“ wundert sich Lisa und Kyllia erklärte es ihr. „Weil SIE mit Zada ein Paar geworden sind und ebenfalls schon… nackte Aktivitäten gegangen sind. AUF dem Bett von Sina.“

Nun wurde Zada rot im Gesicht und Lisa hörte nicht recht. „Das… ist kein Scherz oder? Du hast dich in Lara verliebt?“

„Ja, an dem Tag wo du mit deiner erm… Geliebten? Die Burg in Schutt und Asche gelegt hast. Wieso reden wir von mir?! Ich warte irgendwie auf die Erklärung, wobei… wenn ich genauer überlege, würde es auch dein Verhalten erklären.“ lenkte Zada vom Thema ab.

„Nun… irgendwie habe ich mich in Kyllia verliebt und… wollte es… nicht so wahrhaben.“ spielte Lisa mit ihren eigenen Haaren. „Jep, ich verstehe es vollkommen, selbst ich habe… Dinge versucht, aber manchmal… sollte man Dinge akzeptieren wie sie sind oder?“

Nun strahlten die beiden Frauen sich gegenseitig an und Zada schüttelt ihren Kopf. „Mich würde eigentlich nur eines interessieren. Wie sehen Lady Layla und Lady Sina es, wobei letztere dürfte es wohl ziemlich egal sein.“

„Sina? Hm… ihr wird es auch ziemlich egal sein. Immerhin… hat sie uns ja einmal zu einem… erm… magischen Sex gezwungen oder?“ schaute Kyllia die Vampirin an und sie nickte heftig. „Nicht das wir es auf diese Art und Weise gemacht haben…“

„STOP! So… genau will ich es nicht wissen ok? Jeder… soll es auf seine Art und Weise machen… Ah gefunden. Damit ihr ungestört bleibt, ich habe mit Lara schon ein neues Gasthaus gefunden, wo wir ungestört sind. Also Kyllia… du kannst dich mit Lisa austoben wie du lustig bist.

Nur die Tür schließen, glaube wir sprechen nun alle aus Erfahrung wobei Sina mich und Lara genau mitten drin erwischt hat. Tja… wie sieht Lady Layla das nun?“ hob Zada einen Gegenstand auf und steckte es in ihren Inventar.

„Hmm… keine Ahnung. Kannst… du es erst mal für dich behalten bitte Zada? Bis… dahin hoffe ich es, irgendwie… Mutter erklären zu können… das ich… Kyllia liebe…“ wurde Lisa regelrecht rot im Gesicht.

„Aww….“ bekam Kyllia rote Wangen und küsste Lisa… bis es immer mehr wurde. „Das glaube ich jetzt nicht oder? Man sieht sich.“ verschwand Zada sofort.

Sie rannte direkt die Treppe runter, wo Lara in einem schwarzen Lederkleid auf Zada gewartet hat.„Und… wie geht es Lisa? Wieso… bist du so rot?“ gab Lara ihr einen Kuss auf den Mund.

„Scheinbar… hat Lisa die… Vorteile einer Frau erkannt und ich habe sie mittendrin erwischt.“ sagte Zada teils Wahrheit, teils Lüge.

„Wow… ich dachte, sie würde sich noch schämen? Hoffentlich sind bei ihr nicht alle… geheimen Türen aufgegangen.“ machte Lara ein besorgten Eindruck.

„Ah… macht dir darüber keinen Kopf.“ grinste Zada und beide gingen Arm in Arm in Gothic-Lock die Straße runter.

„Puh… irgendwie… sind wir weitergekommen oder?“ murmelt Louis in einem Café mit Falco und Christoper.

„Nun, die größte Arbeit hast du ja bei der letzten Runde gemacht.“ schlürfte Falco an seinem Getränk.

„Stimmt, ich habe mich nun wirklich nicht mit Ruhm bekleckert bei der Sache.“ rieb sich Christoper grinsend am Hinterkopf.

„Dieser Kuss… hoffentlich hat er keine nachhaltigen Nebenwirkungen auf dich? Meine… nach dem Turnier darfst du vermutlich deine Beine in die Hand nehmen.“ schaute Falco den Dungeonfarmer an.

Dieser schüttelt nur den Kopf und merkte nicht, wie Mel hinter ihm kam, scheinbar um die Männer zu grüßen. „Keine Sorge, mein Herz schlägt nur für Mel.“

Mel stand auf einmal still, als sie es hörte und die anderen Männer schauten sich gegenseitig verdutzt an, als Falco die Chance nutzte.

„Ja, das wissen wir ja, dass du MEL liebst. Was genau eigentlich liebst du an ihr, dass… interessiert mich schon ein bisschen.“

„Nicht wegen der Sprache der Götter oder so, dass schon mal vorab gesagt worden ist. Ich… weiß es nicht. An dem Tag, wo sie wegen meines Fehlers zur Killerpuppe wurde, hatte ich große Schuldgefühle gehabt nach der Erklärung von Sina.

Tja… als sie dann mit der neuen Ausrüstung von mir und frisch gemachten Haaren ins Wohnzimmer kam… ist ein Pfeil durch mein Herz geschossen.

Ich weiß was sie ist, aber… das ist mir egal wenn ich ehrlich bin. Vielleicht bin ich selber so exotisch, dass ich jemanden brauche, der ebenfalls exotisch ist, wisst ihr?“ rührte Christoper an seinen Tee, ohne zu Wissen, wer hinter ihm steht.

Mel hatte einen glühenden Kopf, was zu ihrer weißen Hautfarbe überhaupt nicht passte. „Seitdem… habe ich irgendwie immer versucht ihr ein bisschen näher zu kommen, aber… ihr habt ja meine Versuche selber gesehen.

Vielleicht bin ich halt einfach nicht der richtige Typ, um eine Frau anzumachen. Ja sie ist eine Frau, so sehe ich es.“ nickte Christoper mit sich. Louis und Falco ließen ihn einfach reden, denn eine bessere Chance wird der Dungeonfarmer nicht bekommen.

„Alleine dass sie ihr Leben für ihre Freunde einsetzt, trotz dass sie weiß, dass ihr der endgültige Tod droht… Ich weiß nicht… wie ich es beschreiben soll, aber es machte mich stolz und zugleich auch unheimlich traurig.

Wenn… man mir die Möglichkeit geben könnte, dass… Mel aus meinem Fehler einen Körper haben könnte, dass sie keinen endgültigen Tod bekommt… Mir sagt, dass man es in einem Dungeon findet, ich würde es sofort suchen wollen.

Doch dies ist nur ein Wunschdenken von mir, einem alten verliebten Narr.“ grinste Christoper ein bisschen traurig. „Vermutlich werde ich mich nicht mehr in jemanden anderen verlieben können, weil ich immer an Mel denke.

Tja… da sie mir aber bisher immer Absagen erteilt, sehe ich keine… guten Chancen, jemals mich richtig bei ihr entschuldigen zu können.“

Mel stand immer noch hinter Christoper und hielt beide Hände vor ihren Mund. Louis schaute Falco an, was sie jetzt machen sollen.

„Erm… kann du kurz unseren Platz hier festhalten, ich muss kurz was mit Louis abklären.“ meinte Falco und stand sofort mit Louis auf, ohne auf die Antwort zu warten. Dann waren sie schon weg.

„Hmmm ok?“ war Christoper ein bisschen misstrauisch, war aber immer noch ahnungslos über die Situation.

„Meinst… du das ernst… was du gesagt hast?“ hörte der Dungeonfarmer eine sehr bekannte schallende Stimme. Erschrocken stand er von seinem Stuhl auf und drehte sich um, wo Christoper eine Mel stehen sah mit einem sehr rotem Kopf.

„Diese Mistkerle…“ fluchte Christoper sehr leise, dann seufzte er: „Nimm doch einen Stuhl… dass muss man ja nicht im stehen klären oder?“

Mel nickte und nahm „zufälligerweise“ den nächsten Stuhl neben Christoper, an ihm ist das auch nicht spurlos vorbeigegangen. Nun saßen zwei erwachsene Personen, die irgendwie nicht den Mund auf bekamen.

„Willst du mich jetzt verarschen Christ? Nun sag es ihr gefälligst ins Gesicht!“ knurrte Falco wütend aus einer bestimmten Entfernung. „Dein Elend geht mir langsam ein bisschen auf den Keks.“

„Sag Falco, hast du eigentlich jemanden?“ fragte Louis ganz unschuldig. „Ja, bin sogar verheiratet und habe einen Sohn, danke für die späte Nachfrage.“ Damit hat Falco seinen Freund eiskalt erwischt. „Eh… wann…?“ „Später, jetzt ist erst Christ dran.“

„Also… was du… da eben gesagt hast, war ernst gemeint oder?“ fragte Mel… ungewohnt sehr schüchtern.

Christoper seufzte und nickte anschließend: „Ja, alles was ich gesagt habe kam direkt aus meinen Herzen. Hör zu Mel… ich…“

Aber Mel legte ihm einen Finger auf den Mund. „Keine Ausreden oder so. Das erklärt… was Sina damit meinte, dass… ich einige Verehrer hätte…“ drehte Mel ihren Kopf zur Seite.

„ … Ich… würde dir gerne… eine Chance geben. Eine Chance… damit ich es mit eigenen Augen sehe ok? Ich… bin nicht so gestrickt wie Sina und Sherry oder Zada und Lara. Freuen tue ich mich für sie, keine Frage.

Doch… habe ich mir nie Gedanken gemacht… ob ich jemals in eine Beziehung komme. Weder im alten Leben, noch als Geist und als Killerpuppe. Schau mich an.“ nahm Mel ihre Maske ab und schob die Ärmel ihres Kimonos hoch.

„Keine Frau… hat solche Gelenke wie ich. Ich kann nicht trinken, essen oder… Naja, ich brauche keinen Schlaf, ich weiß nicht wie ich dies beschreiben soll… wenn ich bewusstlos bin. Ich kann nicht mal träumen.

Bei den Göttern, ich sehe aus wie eine Frau, aber habe nicht die Funktion dazu. Diese Brüste sind nicht echt oder so. Rein theoretisch brauche ich mich nicht mal zu waschen oder so, trotzdem verhalte ich mich wie eine Frau.

Und doch… willst du dich mit mir einlassen? Dir… ist auch bewusst, dass… ich nicht altere? Ich lebe solange wie dieser Körper existiert.“

„Ja, ich weiß.“ rieb sich Christoper am Hinterkopf und hatte ein rotes Gesicht. „Ich bin mir bewusst… dass wir eventuell einige Hürden gemeinsam… überqueren müssten.“

Es entstand wieder eine Stille… als Mel unter dem Tisch eine Hand von Christoper nahm. „Dann… gebe ich dir die Chance. Kämpfe und beweise es mir vor den Augen.“ teilte Mel schüchtern ihre Antwort mit.

Christoper drückte die Hand fest und… überlegte sich, wie er Falco sowie Louis es heimzahlen kann. „Danke…“

An der Straße gingen Sina sowie Sherry gemeinsam Arm in Arm und sahen das Spektakel aus sichere Entfernung. „Wow… irgendwie kommen letzter Zeit einige bekannte Personen zusammen.“ grinste Sina.

Ein sehr weit entfernter Ort… wieder mal:

Exos stand vor seinem Diener und überprüfte deren Körper noch einmal. „Wunderbar, die Magie hat alles wichtige aus den Kämpfen gesammelt. Morgen bekommt ihr alle die Chance, euch an Sina zu tja… rächen?

Nutzt die einmalige Chance, eine zweite gibt es nicht mehr. Ich werde dafür sorgen, dass ihr… alle Vorteile morgen in eurem Kampf bekommt. Zusätzlich… nutzt ihr dieses G-Veto.“ gab Exos einen Zettel mit einem einzigen Satz darauf einem seiner Diener.

„Warum… bekämpft ihr sie nicht selber? Mit eure Stärke… hättet ihr sie mit Leichtigkeit töten können.“ fragte einer der Diener.

Exos musste schmunzeln bei der Frage. „Ich könnte es, aber irgendwie… macht es mir mehr Spaß, sie leiden zu sehen. Sie widersetzt sich mir in letzter Zeit, darauf… muss es doch eine passende Antwort geben oder?“ Keiner seiner Diener sagte was dazu.

„Außerdem… muss ich mir doch die Zeit vertreiben, bis die ersten Geschwister von mir wach werden. Also… tötet ihr Sina, werdet ihr von meinen Dienst entlassen…“ grinste Exos sehr… gefährlich.

„Bin… gespannt wie du meine Überraschung aufnimmst.“

Kapitel 388

Ich bin wiedergeboren und die ersten Schritte einer Dämonenkönigin?

Sina und Sherry schliefen gemütlich in ihrem Bett, als jemand ungeduldig gegen ihre Tür klopfte. Am Anfang ignorierte Sina dies, aber der Klopfer bewies, das er eine höhere Geduld hatte. „Knochi… öffne… die Tür.“ murmelt Sina.

Dies tat der Knochenschwanz, er war ja immerhin lang genug, alles im Gastzimmer zu erreichen. Als die Tür aufging stand da die schwergewichtige Hasenfrau Belinda. Sina hob leicht die Kopf hoch mit verkniffenen Augen. „Was… ist… denn los?“

„Ich störe euren Schönheitsschlaf sehr ungern, aber… draußen warten mehrere Dämonen auf sie. Sie machen mich langsam ziemlich nervös, auch wenn ich durch euch… es ja irgendwie gewöhnt sein sollte.“ teilte Belinda mit.

„Oh man…“ stöhnte Sina. Nun wurde auch Sherry wach: „Hrm… morgen… Süße.“ lächelt Sherry leicht dümmlich. „Sag… den Idioten… ich komme gleich.“ murmelt Sina und Belinda verschwand nickend.

„Vielleicht… hätte ich sie lieber… mittags kommen lassen sollen.“ grinste Sina leicht verschlafen und stand vom Bett auf. „Bleib ruhig liegen… ich muss da was klären und… bringe dir Frühstück mit.“

„Alles… was du willst.“ lächelt Sherry und begutachtet ihre Geliebte. Schwarze knappe Boxershorts mit roten Rüschen, dazu ein schwarzes knappes Tanktop um ihre Brüste, dass… sehr eng anliegt. Dazu stehen die Haare von Sina ziemlich in allen Richtungen verteilt.

„Danke…“ gab Sina einen Kuss und ging raus. Sherry schloss ihre Augen und wollte noch eine Weile schlummern, als sie beide Augen weit aufriss: „Wie geht sie raus?!“

„Was glaubst du… wird die Prinzessin mit uns machen?“ fragte Aglon den Anführer. „Meine… kann mir nicht vorstellen, dass es ein einfaches Gespräch wird.“

„Dafür kenne ich sie nicht lange genug um ein Urteil machen zu können. Unsere… letzte Begegnung war ja nicht wirklich berauschend gewesen.“ sagte Arzexos und begutachtet die anderen Dämonen.

Alle trugen ihre üblichen Kampfausrüstung, Dalmaz war wieder glücklich am futtern, während Ethice staunend die Pflanzen an der Holzmauer begutachtet. Igriz würde lieber woanders sein, Sarless wirkte ziemlich entspannt.

Dann… kam sie. Majestätisch… ah… lassen wir das mal. Jedem Dämon fielen fast die Augen aus dem Gesicht raus, als sie Prinzessin ungepflegt und ziemlich knapp gekleidet raus kam. Selbst Sarless würde so nicht rauskommen.

Sarless Herz fing wieder an, wie verrückt zu schlagen und ihr Hass… drohte sie zu übermannen, als ihre Freundin Ethice eine Hand auf die Schulter legte.

„Prinzessin Sina…“ wollte Arzexos sie grüßen, als sie ihre Hand hochhob. „Habe ich dir erlaubt zu sprechen? Wir wollen doch nicht… unsere gelernten Traditionen vergessen oder?“ sagte Sina, die sich nach einem schönen Platz umschaute.

Alle Dämonen schlucken einmal schwer, stellten sich in eine Reihe und knieten sich sofort, als Sina seufzte, dass nichts… königliches für diesen Moment zum Sitzen da war. Also nahm sie einen einfachen Klappstuhl vom Biergarten, drehte ihn zu den Dämonen und nahm Platz.

„Soo meine Dämonen. Ich hatte schon erwartet, dass Dämonen an diesem Turnier teilnehmen, aber nicht gleich bekannte Gesichter wie Aglon oder Arzexos. Ihr könnt euch… überhaupt nicht vorstellen, wie überrascht ich war, als ich eure Namen erfahren habe.“ hielt Sina ihre Rede.

„Prinzessin Sina…“ wollte Arzexos wieder anfangen, als Sina ihn unterbrach: „Klappe. Aglon, ich will von DIR hören, wie es dazu gekommen ist.“

„Jawohl eure Hoheit.“ schluckte Aglon und bekam die Blicke der anderen mit. „Wie… ihr damals befohlen habt, habe ich die Nomaden bis zur Oase beschützt und auch vor den fallenden Meteoren. Danach haben sich unsere Wege getrennt und ich habe unser Dorf in der Einöde aufgesucht.

Dort erfuhr ich, dass wir den weiteren Befehl bekommen haben, eine Stadt aufzubauen. Dummerweise… haben wir zwar Wasser und viel Stein, aber kein Holz oder ähnliches. Die Wüstennomaden wissen zwar von unserer Stelle, doch der Handel… ist aufgrund der großen Strecke etwas sehr langsam.

Durch Zufall haben wir von einem der Nomadenhändler erfahren, dass in Batzien ein sehr großes Turnier stattfinden soll. Da kam unser Anführer Arzexos auf die Idee, dass wir uns anmelden sollen, um einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erzielen.

Wie… genau bin ich mir nicht so sicher, aber ich würde tippen, dass wir in irgendeiner Form Werbung für unsere Stadt machen sollten…“ berichtet Aglon schwitzend.

„Eh… bist du dumm Arzexos?“ fragte Sina ganz direkt. „Weswegen habe ich euch das viele Gold gegeben? SELBST ich weiß, dass in dieser Ödnis nichts wirklich brauchbares ist, aber… mit dem Gold hättet ihr doch locker zu den anderen Kontinenten fliegen können und es euch gekauft?

WAS habt ihr denn… überhaupt bisher gemacht hmm? Aglon, zeig mir mal bitte per Illusion, wie euer „Dorf“ aussieht.“ „Jawohl.“

Sina bekam viele große Zelte zu sehen, wie es auch bei den Wüstennomaden der Standard ist. Interessanterweise wurde alles so aufgebaut wie ein Kreis aufgebaut.

„Bisher nicht viel. Wir haben die Ödnis ausgekundschaftet und sind bisher in der Lage uns über den Fluss zu ernähren. Fische, Monster und was sonst durch die Veränderung gekommen ist. Wir… haben auch nicht unbedingt die Fähigkeiten für eine Stadtplanung Prinzessin Sina.“ erklärt Arzexos sich.

„Verstehe. Kein Wunder das mein Vater mir gesagt hat, dass es überall Idioten gibt. Ihr seid geradezu ein Paradebeispiel.“ nickte Sina.

Sarless bekam überall am Gesicht Zornesadern. „Gibt es ein Problem mit meiner Aussage?“ richtet Sina ihre Frage direkt an die Sukkubus. „Nein… eure Hoheit.“

„Wunderbar. Also Arzexos… du bist doch der Chef vom Dorf oder?“ kam die Frage auf Arzexos zu. „Das… ist richtig.“

„Das warst du mal. Scheinbar muss ich das Problem übernehmen. Folgendes du Knalltüte hoch drei. Sobald das Turnier zu Ende ist… kaufst du alles Holz auf, was du mit dem bekommen Gold holen kannst.

DANN wirst DU Zimmermänner aufsuchen, die einen Hafen aufbauen können. Es sollte schon ein vernünftiger Hafen werden, damit mehrere Schiffe anlegen können. DAMIT kurbelt ihr den Handel an, doch… mit was wollt ihr Handeln?

Steine gibt es überall, dafür wird keiner kommen. Holz und Pflanzen? Habt ihr momentan so… überhaupt nicht. Nun, was war das für ein Zeug in der Mine eigentlich gewesen Aglon?“

„Ich bin mir nicht sicher, aber wenn ich es richtig verstanden habe, war es die Hauptquelle für den Reichtum des Kalifen. Es wird für irgendetwas dringend benötigt und das gibt es in Vurdinia fast überall in den Bergen zu finden.“

„Tada! Statt Sklaven werden die Dämonen das nun selber abbauen. DAMIT habt ihr etwas, womit ihr euer Gold verdient. Klingt doch relativ gut oder?“ hob Sina eine Augenbraue hoch.

„Verstehe… eure Majestät.“ nickte Arzexos niedergeschlagen. „Zumindest… ist es ein Anfang für den Aufbau einer… Stadt.“

„Rischtögg. Vielleicht müsst ihr euer Dorf nochmal neu teleportieren, was zwischen dem Hafen und euren Minen sein wird. Keine Ahnung wie die Position so ist, deswegen macht ihr erst mal nichts mit dem Dorf, bis ich mir ein Bild gemacht habe. Ihr werdet bestimmt noch jemanden unter euch haben, der gut abschätzen kann, wo eine gute Stelle für einen Hafen ist.

Soo… das wäre das erste. Kommen wir zum nächsten. Beherrscht einer von euch die Fähigkeit „Analyse“?“

Alle Dämonen schütteln ihre Köpfe und Sina holte eine Identifizierungsbrille aus dem Inventar raus. Dabei setze sie sie selber kurz auf und begutachtet die Dämonen.

„Verstehe, dass du den Titel „Erzfeind der Menschen“ hast verwundert mich nicht. Wie war deine Gegnerin eigentlich? Habe aus sehr sehr vielen Seiten zu hören bekommen, dass du… na ja „Unbesiegbar“ warst Arzexos?“ grinste Sina genüsslich.

„ … Sherry war stark. Nein, war die stärkste aller Gegner, die ich in Kämpfen erlebt habe. Noch nie wurde ich so mit Lichtmagie angegriffen, noch mehr, sogar mit Leerenmagie. Am… meisten erstaunte es mich, dass sie in der Feueraura kämpfen konnte, denn bisher war es nur einem Menschen gelungen.

Doch letztendlich… war es die Technik der Dämonen, womit ich besiegt wurde. Sie war am Ende mit ihren Kräften, dass habe ich sofort gesehen… bis sie mich damit eiskalt erwischt hat.“ antwortet Arzexos mit anfänglichem zögern.

„Verstehe. Diese Techniken habe ich ihr beigebracht.“ grinste Sina wo Arzexos erstaunt seine Augen aufriss. „Aber darüber können wir später reden. Ich will, dass du die Brille aufsetzt und mir sagst… was du siehst. Denn etwas hat sich bei mir geändert.“

Sina gab dem Dämon die Brille. Während er sie aufsetzte, nahm sie ihre Ohrringe ab und wartet. Scheinbar brauchte Arzexos einen Moment, dann wurde er extrem blass und verschwitzt.

„E… es tut mir leid… Ich wusste… ich wusste nicht, dass ihr nun die Dämonenkönigin seid.“ stottert Arzexos und die anderen Dämonen wurden ebenso blass, selbst Sarless fing an zu schwitzen.

„Richtig. Ich bin keine Prinzessin mehr, sondern die Dämonenkönigin. Doch stimmt das nur zur Hälfte, denn mein Vater ist nie getötet worden noch gestorben. Er sitzt immer noch in Deymonlia hinter der Barriere und ist weiterhin der Dämonenkönig.

Um es klarer zu erklären: Momentan gibt es zwei Dämonenkönige auf der Welt und vor euch sitzt einer. Bevor ihr mir aber Fragen stellt, lasst es mich in einfachen Worten erklären.

Der dumme dumme dunkle Gott war irgendwie… der Meinung, dass ich darauf ein Anrecht habe und gab es mir mitten in einem sehr heftigem Kampf. WAS war ich angepisst gewesen. Seitdem Tag warte ich, dass der Arsch sich mal bei mir meldet, aber aus irgendwelchen Gründen tut es das nicht.

Tja was soll´s ist der dunkle Gott halt ein Feigling. ICH habe unverzüglich mit meinen Vater alles abgeklärt, dass er weiterhin die Führung der Dämonen übernimmt… in Deymonlia. Alles außerdem fällt ja scheinbar auf mich zu.“ rollte Sina mit ihren Augen.

Arzexos hat die Brille den anderen weitergereicht, damit sie sich selber überzeugen konnten, aber jedem wurde sofort schlecht, welche.. Stärke Sina hatte.

„Dies könnt ihr den anderen Dämonen im Dorf ebenfalls erzählen. Soo… nachdem DIES auch geklärt ist, möchte ich, dass ihr alle einen großen Schritt nach hinten macht. Dann werde ich Namen aufrufen und habt gefälligst vor mir zu stehen.“ befahl Sina.

Panisch taten die Dämonen dies, denn nun wollen sie alle erst recht keinen Grund liefern, getötet zu werden.

„Arzexos und Aglon, kommt her.“ und beide standen vor der Dämonenkönigin. „Deinen Auftrag hast du verstanden? Du kannst mich ruhig um Wiederholung bitten.“

„Nein eure Majestät. Ich werde nach dem Turnier sofort Baumaterial in Form von Holz kaufen und mit Zimmermännern aus Batzien sprechen für den Bau eines Hafens. Wie… lange es dauert, bis der Hafen fertig ist, kann ich nicht sagen.

In Vurdinia angekommen, werde ich eine Gruppe von Dämonen beauftragen mehrere Minen für dieses Material aufzusuchen und anschließend anfangen, es abzubauen. Zusätzlich werde ich die Hilfe von den… Wüstennomaden in Anspruch nehmen, ob sie uns mit den Plänen der Stadt und weiteres helfen können.“

„Wunderbar du denkst mit. Aglon, du nimmst diesen Kompass mit.“ gab Sina dem Inkubus einen der speziellen Kompasse. „Ich will, dass du den Ort des Dorfes sowie des zukünftigen Hafens dort speicherst.“ und gab eine Erklärung, wie man mit dem Kompass umgeht.

„Wenn du das getan hast, will ich, dass du dann anschließend mich in Alliancia die Stadt Fanfoss aussuchst und mir den Kompass übergibst. Damit kann ich dann euch jederzeit in Vurdinia aufsuchen.“

„SINA! DU BLÖDE KUH ZIEH DIR WAS AN!“ schrie Sherry aus dem Fenster und warf aus dem Nichts ein Kissen auf Sina´s Kopf. Alle Dämonen bekamen sofort eine Schnappatmung, vor allem wer es wagte, ihre Königin „anzugreifen“.

„Aber Sherry! Siehst du nicht, dass ich gerade eine Audienz halte? Können wir das bitte… später besprechen?“ drehte Sina sich um und schaute nach oben. Sherry machte irgendwie… „Hmpf“ und knallte das Fenster zu.

„Das war übrigens meine Geliebte, die mein Herz besitzt.“ grinste Sina, während vor ihr die Dämonen fast einen Herzinfarkt bekamen. „Du kannst von Glück reden Arzexos, dass sie dich besiegt hat. Wäre… für dich nicht so angenehm, wenn ich dich heute… etwas anders behandelt hätte.“

Arzexos war selber kein gläubiger Dämon, aber heute war er dem dunklen Gott nun sehr dankbar… das er besiegt wurde. „Ich… habe euren Auftrag verstanden.“ sagte Aglon.

„Wunderbar. Dann stellt ihr beiden euch mal dahin.“ zeigte Sina dies mit ihrem Knochenschwanz. Es ritzte eine Linie auf dem Boden und die Dämonen gingen verwundert dahin.

„Soo… Dalmaz und Igriz, nun seid ihr an der Reihe.“ Der Boden bebte, als Dalmaz mit seinem schwerer Körper kam, die restlichen Schläfer im Haus fielen vermutlich nun aus ihren Betten. Igriz sah aus, als würde er gaaaaaaannnz weit woanders sein wollen.

„Wie geht es euch?“ kam die Frage der Königin und beide schauten sie verdutzt an. „Wie… meinen?“ wundert sich Dalmaz.

„So wie ich es euch gesagt habe, wie geht es euch?“ grinste Sina, die die verwirrten Blicke der beiden sah.

„Erm… gut? Magenschmerzen weg, wieder essen.“ „Mir ging es noch nie prächtiger als in diesem Moment.“ sagten beide Dämonen. Sina stand auf und stelle sich vor ihnen hin.

„Sag… ihr erkennt mich nicht oder?“ hob Sina lächelnd eine Augenbraue hoch. Nun wirken alle Dämonen verwundert. „Wir haben uns… das letzte Mal vor sehr sehr langer Zeit gesehen.“

Nun kniff Igriz seine Augen fast zusammen und wirkte, als kramte er sein Gedächtnis um. Dalmaz dagegen, hielte sein Kopf nur schräg. „Wenigsten stinkst du nicht mehr mein großer Freund.“

Nun fiel Dalmaz ein Stern vor seinen Augen und eine Träne fiel ihm aus dem Auge. „Ihr… Lilith sein oder?“ „Richtig!“ und umarmte Dalmaz am Bauch. Dalmaz versuchte es zumindest ebenfalls seine Freundin zu umarmen, scheinbar hat jeder vergessen, wer vor ihnen stand.

„Warte… DU bist Lilith?!“ hakte Igriz sofort nach. „Die damals im Lager alles auf dem Kopf gestellt und Lagermeister Garran fast getötet hat?“

„Ahh die Dumpfbacke erinnert sich nun auch an mich? Ja, ich bin DIE Lilith, wie sie leibt und lebt. Aber Lilith den Namen hat es nie gegeben, sondern war immer Sina gewesen. Fragt mich nicht wie… es dazu gekommen ist, das benötigt ein ganzen Tag.

Hat was mit Zeitreisen zu tun gehabt.“ löste sich Sina von Dalmaz. „Lebt der Lagermeister eigentlich noch?“

„Nein… direkt nachdem du verschwunden bist, wurde er zum Chef beordert und sofort getötet. Irgendetwas… mit einer Waffe oder so, die er dir gegeben hat.“ schüttelt Igriz den Kopf.

„Verstehe. Am meisten war ich erstaunt… das ihr ebenfalls am Turnier teilgenommen habt, könnt ihr euch das vorstellen? Es müssen doch zigtausenden Jahre vergangen sein und doch steht ihr vor mir. Scheinbar habt ihr wirklich sehr hartnäckig um euer Leben gekämpft.“ wurde Sina etwas ernster.

„Irgendwie schon. Nur… wenn du Lilith warst… dann bist du doch auch die verschollene Dämonenkönigin oder?“ hakte Igriz nach.

„Wenn ich den Zeitablauf so richtig verstanden habe von meinen Vater, muss ich die Frage mit einen Ja beantworten. Sag… hättet ihr beide Interesse, an meinen Projekten mitzumachen? Ihr seid… vielleicht genau die richtigen dafür.“ fragte die Dämonenkönigin etwas mysteriös.

„Lilith Freundin, ich vertrauen! Ja ich dabei!“ nickte Dalmaz sofort ohne vorher über die Konsequenzen nachzudenken.

„Wunderbar, dann stellt euch beiden mal auf dieser Seite.“ lächelt Sina ohne auf Igriz Antwort zu warten. Dieser wollte was sagen, aber den Blick den Sina ihm zuwarf reichte aus, dass er sich dem fügt. „Manche… Dinge ändern sich wohl nie.“ murmelt Igriz mit sich.

Die Königin zeichnet auf der andere Seite mit ihrem Schwanz eine Linie und da gingen ihre Bekannten hin, nun waren noch zwei Dämonen übrig.

„Sarless nun bist du dran.“ machte Sina überhaupt kein freundliches Gesicht mehr. Ethice wollte ihrer Freundin noch Kraft spenden, aber sie schüttelt ihren Kopf und stellte sich vor Sina.

„Kannst du mir… erklären, was dein Problem mit meiner kleinen Schwester Kyllia war? Sie sieht dich zum ersten Mal im Leben und du wischt mit ihr den Boden, als würdest du sie kennen.“

Sarless wollte ihren Kopf zur Seite drehen, als Sina sie am Kinn packte und festhielt. „Sieh mir gefälligst in den Augen, wenn du mir antwortest. Scheinbar hast du auch ein Problem… mit mir.

Da sehe ich dich zum ersten Mal und denke mir nichts dabei, bis du meine Schwester dermaßen fertig gemacht hast. Wolltest… du sie… umbringen hmm? Glaubst du… dein Hass auf mich, wo ich aus dem Haus raus gekommen bin, habe ich nicht gemerkt?“

Die blonde Sukkubus starrte mit ihren violetten Augen Sina an und kniff fest ihr Mund zu, als Ethice sich meldet. „Vielleicht… kann ich es euch erklären eure Majestät.“

„Wieso kann sie es nicht? Sie ist doch stark genug, um sich selber zu wehren oder nicht?“ drückte Sina nun fester am Kinn, wo Sarless nun vor Schmerzen stöhnte.

„Das liegt daran, dass Sarless eine Wiedergeborene ist.“ antwortet die Schlangenfrau. „Aha und weiter? Ich habe so einiges getötet, aber keinen Dämonen in dieser Zeit. Sarless ist erst nach der Barriere geboren, wenn ich ihr Alter richtig abgelesen habe.“

„Erm… ich weiß nicht in welchem Zeitalter sie gestorben ist, aber Sarless hat vor kurzem Erinnerungen aus ihrem alten Leben wiederbekommen. Kurze Ausschnitte wichtige Kämpfe und… als eure Schwester eines Tages an einer Straße vorbei ging, hat Sarless sie sofort wieder erkannt.“ versuchte die Schlangenfrau für Sarless zu erklären.

„Kyllia hat bestimmt keinen umgebracht.“ schaute Sina die Schlangenfrau an, die ihren Kopf schüttelt. „Da gebe ich euch recht eure Majestät, denn… wenn ich Sarless richtig verstanden habe, seid ihr es gewesen, denn ihr habt… die Tätowierung an der linken Wange.“

„Ethice…“ wollte Sarless was sagen, aber Sina drückte weiter unbarmherzig an ihrem Kinn. „Hmm? Eine Wiedergeborene, die sich an mich erinnern kann?“ warf Sarless auf den Boden und trat auf ihre Schulter.

„Dann lass mal hören, was deine Erinnerungen dir gesagt haben. Vielleicht habe ich dich ja wirklich getötet, aber nicht in diesem Zeitalter sondern in der Vergangenheit.“

Sarless weigert sich noch weiter ihren Mund auf zu machen, da drücke Sina erst richtig auf die Schulter wo man Knochen brechen hören konnte. Sofort schrie sie laut auf, mehrere Gäste schauten aus den Fenster raus.

„Oi… wenn du jemand töten willst, mach es gefälligst leiser.“ beschwerte sich ein müder Zhin aus dem Fenster. „Entschuldigung, aber sie weigert sich zu reden.“ rief Sina zurück.

„Dann nimm einen Löffel und hol ihre Augäpfel langsam raus, dann wird sie bestimmt reden wollen.“ schlug Zhin vor und schloss das Fenster zu.

„Netter Vorschlag. Also Sarless, qualvoll oder freiwillig?“ bot Sina an. „Du kannst es ja auch mit Illusionen zeigen, wenn es dir schwer fällt zu sprechen.“

Die blonde Dämonin musste schwer schlucken, dann hob sie ihren gesunden Arm hoch und aktivierte ihre Illusion. Alle sahen, welche Erinnerungen Sarless hatte, während Sina schwer am grübeln war, bis sie ihre eigenen Worte verstand.

„DU?!“ staunte Sina und musste lachen. Sie nahm ihren Fuß von Sarless runter und musste sich ihren nackten Bauch vor lauter Lachen halten. „Ihr… wisst wer ich war?“ fragte Sarless vorsichtig.

„Aber natürlich. Selbst Dalmaz und Igriz müssten dich noch kennen.“ kichert Sina so heftig über die Ironie. Verdutzt schauten die angesprochenen Dämonen sich an, aber sahen nicht so aus, als wüssten sie, was Sina meint.

Die Dämonenkönigin konnte nicht mehr und musste sich auf den Stuhl hinsetzen. „Das… glaube ich einfach nicht. Kein Wunder, dass du meine kleine Schwester so in die Mangel genommen hast.“

„Dürften… wir um eure Weisheit bitten eure Majestät?“ stellte sich Ethice neben Sarless hin, nachdem sie ihr geholfen hat, aufzustehen.

„Hmm… ich bin mir nicht sicher. Was ich sagen kann ist, ICH habe dich damals nicht getötet sondern die beschworene Helden Sakura.“ musste Sina sich erst mal beruhigen.

„Aus diesem Zeitalter stammt die Seele von Sarless?“ hakte Igriz sofort wieder nach, denn diese Heldin kannte er.

Sina schaute alle Dämonen an und kam zu einem Entschluss: „Illusion: Nerviger Dämon.“ und der Dämonenkönig Rarkas erschien. Bis auf Dalmaz und Igriz schien ihn keiner zu kennen. „Du… willst doch jetzt nicht allen ernstes sagen…“

„Doch. Sarless war früher der Dämonenkönig Rarkas, den ich zweimal hintereinander besiegt habe. Welch eine Ironie, dass ich ihn/sie wieder vor mir sehe. Der Typ war so dermaßen durchgedreht, dass er sich selber verloren hat. Illusion: Kampf gegen den Kleinen.“

Über Sina wurde ein Bild gezeigt, wie Sina gegen Rarkas einmal in der Wüste gekämpft hat und anschließend auf dem größten Schlachtfeld der Welt. Jeder sah, wie Rarkas sich immer mehr veränderte… bis Sina ihn in eine tiefe Schlucht geschleudert hat.

„Das warst du gewesen Sarless. Diese Fähigkeit… „Seele zu Stärke“… habe ich noch nie gehört, aber das erklärt, warum du damals so stark warst.“ nickte Sina mit sich. Was die Königin nicht wusste ist, dass Rarkas damals mithilfe des Ringes an die Stärke kam.

Aufgrund das Rarkas es bis zum Ende ausgereizt hat und trotzdem genug von seiner Seele hatte, hat sich die Fähigkeit des Ringes mit seiner Seele verschmolzen. Diese hat nun Sarless als Wiedergeborene mitbekommen.

„Tja… was mache ich nun mit dir? Es ist schon ziemlich ironisch oder? Rarkas war dermaßen von mir besessen gewesen, dass alleine mein Name ihn zur Weißglut brachte.

Wenn ich meinen Vater richtig verstanden habe, war es auch ein Zeitalter, wo unsere Rassen ziemlich… unten in der Hierarchie war. Nun sieh dich an, du bist eine Sukkubus geworden.“ kichert Sina.

„Rarkas… war die ganze Zeit Sarless gewesen? Das erklärt natürlich, warum sie so einen Knall hat.“ murmelt Igriz und ignoriert ihren wütenden Blick.

„War das wirklich so schlimm mit dem Dämonenkönig gewesen?“ fragte sich Aglon und Dalmaz sowie Igriz nickten. „Der hatte komplett seinen Verstand verloren, als Lilith… erm Königin Sina ihn das erste Mal besiegt hat.

Die Narbe hier… hat er mir verpasst. Danach hat er alle Dämonen in den Gefängnissen abgeschlachtet und jeden Dungeon auf den Kopf gestellt, NUR damit er sich mit ihr messen kann. Nun… wenn eure Majestät ihn zwei Mal hintereinander besiegt hat, wundert euch dass dann, dass der dunkle Gott… euch den Titel gegeben hat?“

„Wenn man es so betrachtet, eigentlich nicht. Was soll´s, darüber mache ich mir keinen Kopf. Ich habe ein viel dringendes Problem und es heißt Sarless. Ich kann dich nicht mit diesem Wissen gehen lassen.

Gehe ich von der Annahme aus… dass deine Seele dich dazu zwingt, gegen mich oder Kyllia so einen Hass auszuüben?“ zuckte Sina mit den Schulter und schaute Sarless wieder an.

„Irgendwie… ja. Als… ich gegen eure Schwester gekämpft habe, bemannte mich ein so dermaßen hoher Hass… ich habe mich beinahe verloren.“ nickte Sarless und Ethice legte eine Hand auf ihre Schulter. „Bitte… eure Majestät. Bringt sie nicht um, ich verspreche euch… dass ich auf sie Acht geben werde.“

„Nein kannst du nicht. Höchsten mit Worten, aber nicht mit deinen Kräften. Wenn Sarless auf ihre Fähigkeit zurückgreift um an Stärke zu gelangen, muss ich wieder kommen und sie zu Ruhe bringen.“ schüttelt Sina den Kopf.

Sarless ließ den Kopf hängen. „Kein Wunder… bei dieser Vergangenheit. Selbst… jetzt zwingt mich die Seele… euch zu bekämpfen, aber… ich will nicht.“

„Hmm… es gibt eine Möglichkeit, dafür haben wir ja das System. Schwöre auf deine Seele und dein Blut, dass dieser dumme Hass deines Vorgängers für alle Zeiten versiegelt wird und das du dein eigenes Leben leben kannst.

Wirst du es machen, lasse ich dich am Leben und… drücke ein Auge zu, was du meiner Schwester angetan wurde.“ strahlte Sina eine Präsenz aus, wie man es von Dämonenkönigen kennt.

Erstaunt schauten alle Dämonen ihre Königin an, dass war jetzt das letzte… was sie von einer Königin erwartet hätten. Gnade… ist nicht unbedingt die stärkste Seite eines Dämonenkönigs.

„Sarless… das ist deine einzige Chance.“ schüttelt Ethice an dem Arm ihrer Freundin. „Alles andere… wird nur mit dem Tod enden. Nutze die Chance, die die Welt dir gegeben hat, vielleicht… braucht man dich ja noch.“

„Was würde ich nur ohne dich machen.“ grinste Sarless. Sie löste sich von ihrer Schlangenfreundin und kniete vor Sina.

„Eure Majestät. Mein Name ist Sarless und ich schwöre auf meine Seele und meinem Blut, dass der hassende Teil meines Leben gegen euch und eurer Familie für alle Zeiten versiegelt wird. Stattdessen soll es euch zu ewiger Loyalität werden.“ leistet Sarless ihren Schwur, als sie auf einmal vor Schmerzen aufschrie und ihre Brust ergriff.

Ethice kam sofort zu ihre Freundin gekrochen, die schon ihren Kopf auf den Boden legte, die anderen Dämonen reagierten alle schockiert.

„Wow… der Hass kämpft wohl gegen das System an. Rarkas… willst… du dir nicht einfach… selbst den Seelenfrieden geben? Willst du… wirklich für alle Ewigkeiten in deinem dummen Hass… leben wollen?“ sagte Sina dies zu Sarless.

Scheinbar… waren es die richtigen Worte gewesen, denn die Schmerzen verschwanden auf einmal von Sarless. Schwer atmend hob Sarless ihren Oberkörper hoch und ihre violette Augenfarbe wurden auf einmal grün. „Deine… Augen.“ staunte Ethice.

„Dürfte der Nebeneffekt sein. Rarkas ist vermutlich nun endgültig… gestorben und hinterlässt einen starken Körper. Tja Sarless… wie geht es dir?“ grinste Sina und legte eine Hand auf ihren Kopf.

„Be… befreit? Ich… spüre keinen Hass mehr in mir… nur Liebe zu euch.“ schaute Sarless mit roten Wangen Sina an.

„Erm… was?“ hörte Sina nicht recht und jeder spürte eine Blutaura. Alle drehten ihre Köpfe und sahen wie Sherry mit einem Lächeln und in ihrem Kimono an der Haustür stand.

„Na super…“

Kapitel 387

Ich bin wiedergeboren und die Resultate?

„Argh…“ stöhnte Arzexos. „Was… beim dunklen Gott…“ rieb sich der alte Dämon am Hals, was am meisten irgendwie weh tat. „Chef! Gut dass sie wach sind.“ kam Ethice angekrochen.

Arzexos schaute sich mit seinem Kopf im Raum um und sah neben sich einen nassen, bewusstlosen Aglon liegen. „Wie… ist der Stand der Dinge?“

„Nachdem du gegen das Zaubermädchen verloren hast, folgten Igriz und Aglon hinterher. Aglon wurde trotz seiner vielen Illusionen besiegt und hat dabei die komplette Arena zerstört. Igriz… belassen wir es einfach… das er keinen Willen hatte zu gewinnen.“ berichtet die Schlangenfrau.

„Die Monstergruppe führt nun mit drei Siegen und… der Kampfplatz besteht nur noch… na ja.. aus einigen kleinen Säulen, Reste der Arena.“ wiegelt Igriz den Kopf.

„Gegen wen soll Ethice kämpfen?“ fragte Arzexos, der langsam aufstand und eine ganz schlechte Laune hatte. Seine Gefühlswelt ist komplett durcheinander, er hat den Geschmack einer Niederlage längst vergessen. Nun lag sie ihm auf seiner Zunge wie eine saure Zitrone.

„Nea die Spinnenfrau.“ sagte Ethice. „Ich bin ehrlich. Wenn die Arena ganz gewesen wäre, würde ich mir noch gute Siegeschancen machen, aber nicht wenn ich mich mit meinem Körper irgendwie an einer Säule halten muss. Da ist die Spinne mit ihren Netzen klar im Vorteil.“

„Oh…“ schaute Arzexos den Affenmensch speziell an, der nun schwitzen musste. „ … Wir geben auf. Ich muss mich auf das Urteil von dir vertrauen Ethice. Nüchtern betrachtet, käme es zu einem Unentschieden und… dann wird es gefährlich.

Von uns übriggebliebenen hätte nur Sarless eine Chance, aber… wenn müssen wir viel Glück bekommen, dass sie Sherry bekommt, denn sie dürfte so ziemlich erschöpft sein und… Auf Glück habe ich mich noch nie verlassen.“

„Seid ihr euch eurer Entscheidung bewusst?“ fragte der Affenmensch nochmal und Arzexos nickte. „Wie ihr wünscht.“

„Wie… geht es dir eigentlich? Meine…“ fragte Sarless vorsichtig, aber Arzexos hob eine Hand hoch. „Mitleid will ich jetzt überhaupt nicht haben, ich muss den Kampf von vorne… bis hinten komplett analysieren, wieso… ich gegen diese Frau verloren habe.“

„Aus irgendeinen Grund konnte sie Techniken anwenden, die nur Dämonen bekannt sein „sollten.“ murmelt Igriz. Im Hintergrund hörte man lautes Jubeln der Zuschauer, als Ronda verkündete, dass die Monstergruppe ins Viertelfinale gekommen ist. „Das habe ich gemerkt.“ antwortet Arzexos zynisch mit.

Auf einmal klopfte es an der Tür und wird von einer sehr blassen Frau mit weißen Haaren geöffnet. „Wer… ist der Anführer eurer Gruppe?“

„Wer will das wissen?“ kam die schnelle Antwort von Sarless, die eine Hand auf ihr Schwert legte. „Was… will ein Vampir wie du von uns.“

„Ich persönlich nichts. Lady Sina gab mir einen Brief den ich euch weitergeben soll, aber…“ holte Lysa einen Brief raus und warf ihn zu Boden. „Da ihr feindliche Aktivitäten zeigt, werde ich besser wieder gehen.“ und weg war sie wieder.

„Hrm… blöde Kuh.“ hob Sarless den Brief auf und gab ihn Arzexos. Dieser öffnet ihn direkt und fragt sich direkt… was die Prinzessin will:

Morgen früh, am Gasthaus „Beim Hasen“ ALLE erscheinen.

„Oh je…“ bekam Arzexos auf einmal Kopfschmerzen.

Alle Frauen in der Monstergruppe freuten sich unheimlich, dass die Dämonen vorzeitig aufgegeben haben. Nea wirkte dabei scheinbar irgendwie tief enttäuscht … wollte sie wirklich einen Dämonen knabbern?

„Man kann nicht alles bekommen Nea.“ tröstet Zada die Spinnenfrau. Suki umarmte Rubina von hinten und wirkte teils glücklich, teils traurig.

„Übermorgen… werden wir vermutlich gegen etwas tödliches kämpfen oder?“ fragte Sherry und Suki nickte.

„Ja. Mit eine neuen Arena sowieso dass wir… nur bedingt von ihren Kampffähigkeiten mitbekommen haben, dürfte es ein schwieriger Kampf werden. So… gerne ich Rubina einsetzen würde, aber im Kampf gegen sie, fehlt ihr die Erfahrung.“

„Aber Mama!“ legte Rubina sofort Einspruch und ihre Ziehmutter schüttelt ihren Kopf. „Nein Rubina, diesmal wirst du dich ausruhen. Du hast gezeigt, welche Stärke du gegen Dalmaz hattest, aber Stärke ist gegen diese Kämpfer eher zweitrangig.“

„Den Eindruck habe ich auch. Wir müssen nun wirklich abwarten, welche Regeln kommen und ob sie ihren G-Veto nutzen. Wenigsten haben wir alle unsere wichtigsten Mittel in diesem Turnier noch.“ sagte Lara.

„Schön gesagt, dann werden wir mal die anderen aufsuchen oder?“ fragte Mel, als jeder was rennen hörte. Die Tür wurde aus den Angeln gerissen und es war niemand anderes als Sina, an denen zwei Vampire am Knochenschwanz klammerten.

Sherry und Sina schauten sich an… und ihnen beiden fielen die Tränen aus den Augen raus, sofort umarmten sie sich. „Du… hast dich erinnert oder?“ flüstert Sina. „Woher…“ flüstert Sherry zurück.

„Diese Kampftechnik habe ich nur Rose beigebracht. Was… auch immer in diesem Kampf passierte, aber irgendwas ist mit deiner Seele geschehen oder?“ streichelt Sina eine Wange, während die Vampire den Schwanz losließen.

„Ja… ich… konnte mich an jedes Leben erinnern.“ gab Sherry ihren Bericht hab. In der Zeit stellten sich die Vampire vor. „Erm… Mein Name ist Acheron, erster Sohn der Vampirkönigin Layla.“ „Viktoria, zweite Tochter des Vampirkönigs Roman.“

„Ist… was passiert, warum ihr euch an Sina geklammert habt?“ frage Zada ihre Cousinen und sie nickten. „Nachdem euer Sieg verkündet wurde, stand Lady Sina sofort auf und wollte losrennen, ohne abzuwarten, was die… Clanführer noch sagen wollten.“ berichtet Viktoria, die ihre Augen rollt.

„Mutter meinte, wir sollen sie irgendwie… aufhalten…“ war Acheron etwas niedergeschlagen. Jeder konnte es nachvollziehen. Wie will man eine Stärke wie Sina die hat, jemand aufhalten?

„Was wollten sie mir denn noch sagen? Ist ja nicht so, dass ich sie übermorgen nicht wieder sehe.“ fragte Sina, nachdem sie alles mit Sherry besprochen hat.

„Nun… keine Ahnung?“ grinste Acheron schräg und bekommt von Viktoria einen Nackenschlag. „Lady Layla wollte noch wissen, wie du gedenkst, gegen Lord Taos anzukommen. Dieses Thema ist für meinen Vater ebenso wichtig.“

„Holzpflock in sein schwarzes Herz?“ kam die trockene Antwort von der Dämonenkönigin. Alle schauten sie mit dem Blick „Meinst du das jetzt ernst?“ an. „Darüber mache ich mir erst Gedanken, wenn ich mit meiner Gruppe gegen „Die Rächer“ weiterkomme.“

„Klingt vernünftig… zumindest eine Antwort, wo wir nicht unbedingt mit einer… Strafe rechnen müssen.“ murmelt Acheron. „Stimmt. Notfalls schiebe ich die Schuld auf Renee, die heute nicht dabei war.“ nickte Viktoria. Beide machten einen Knicks und verschwanden dann.

„Öh… wieso ist Viktoria so stark?“- „Genau… sie hätte Kyllia Probleme gemacht.“ merkten die Zwillingsvampire an.

„Ah… forscht nicht so sehr nach den Gründen, sonst wird euer Onkel… euch vermutlich unter seine Fittiche nehmen.“ warnte Sina die Vampire direkt. „Wie geht es dir Kyllia?“

„Ging mir schon mal viel besser, danke für die Nachfrage. Ich weiß nicht warum Sarless so ein Problem mit mir hatte, aber den Hass in ihren Augen konnte man fast schon greifen.“ kratze Kyllia sich am Rücken wo der Bruch war.

„Verstehe. Wie geht es dir Suki? Diese Frau… dass war deine Mutter oder?“ fragte Sina ihre Hausdienerin. Nun wurden alle schweigsam, diese Frage hatte bisher keiner gestellt.

„Ja. Das… war meine Mutter Fuyu. Ich… weiß nicht, wie Aglon es mit seiner Magie geschafft hat, aber so sah meine Mutter aus, als… ich sie zuletzt gesehen habe.“ wurde Suki unendlich traurig.

„Doch… dank meiner Tochter hier, konnte ich meine eigene Angst kontrollieren. Wie… die „Ungesehenen“ dies alles sehen, dass kann ich leider nicht beurteilen. Wenn… ich raten müsste, wird Aglon die nächste Zeit in Batzien auch seine Probleme bekommen. Denn allen Zuschauer wurden gezeigt, wie und wo der Ort meines Kampfes stattgefunden hat und… wer mein Gegner damals war.“

„Bist du momentan sicher oder willst zu mir kommen? Du hast mein Gasthaus gesehen, dort wird nicht mal soeben eingebrochen. Zusätzlich sind noch andere starke Kämpfer vor Ort.“ bot Sina an, doch Suki schüttelt den Kopf.

„Danke, aber ich bleibe mit Rubina zusammen im Gasthaus. Sie werden bis zu unserem Kampf nichts mehr machen, ein bisschen Ehre haben sie auch irgendwo. Wozu die Finger schmutzig machen, wenn man es auch offiziell machen kann?“ grinste Suki schräg, während sie Rubina feste an sich drückte.

„Ok, wenn es doch Probleme gibt, komm jederzeit zu mir ok?“ meinte Sina es ernst und Suki nickte. „Dann wollen wir mal alle wieder treffen oder?“

„Ah… geht schon mal ohne mich. Ich muss da noch was klären.“ meldet sich Kyllia. „Keine Sorge, Sarless werde ich bestimmt nicht aufsuchen.“

„Du bist alt genug zu wissen, was du tust.“ akzeptierte Sina und Kyllia winkte ihnen allen zum Abschied. Lara… hatte schon so eine Idee, was Kyllia… vorhat.

Alle trafen sich vor dem Eingang des Kolosseums, gratulierten sich gegenseitig zum weiterkommen. Sherry hatte dabei einen sehr roten Kopf, als Louis und Neia ihren Kampf lobten.

„Sherry… ich kann dir nichts mehr als Schwertlehrer beibringen. Du kennst alle nötigen Griffe als Schwertkämpfer, der Rest liegt nur bei dir. Vielleicht… sollten wir uns ja mal miteinander irgendwann duellieren.“ grinste Louis.

„Ich brauche kein Duell, aber selbst meine Lehre… kommt so langsam zum Ende. Meine erste Schülerin und übertrifft mich schon in einigen Sachen. *snif* Keine Sorge, die Welt der Magie ist groß, da kann ich dir noch was beibringen.“ zwinkert die Elfe.

„D… danke.“ schaute Sherry den Boden an. Sie ist es wohl nicht so gewohnt, mit viel Lob umzugehen. „Dank euch bin ich erst doch so… weit gekommen. Ohne all die Lernstunden und auch das gemeinsame Training… wäre ich nicht die Kämpferin geworden.“

„Das hast du schön gesagt.“ schob Sina ein Arm unter den Arm von Sherry. „Nun… wollen wir alle gemeinsam irgendwo essen gehen?“ Der Jubel aller war als Antwort genug.

Alle gingen gemeinsam in eine Richtung, als Sina etwas in der Seitenstraße bemerkte. Dort stand eine sehr große Tierfrau vom Behemoth-Clan und starrte sie intensiv an. Wie ein Blitz ging zwischen Frauen durch, als sie Augenkontakt bekamen, da musste Sina grinsen.

„Hmm? Das… ist ja interessant.“ murmelt die Dämonenkönigin, ihr gesamter Körper ist in heller Aufregung. „Nun… will ich erst recht ins Finale.“

Rokea dagegen musste sich stark zurückhalten, nicht die Frau direkt zu einem Duell herauszufordern, so heftig schlug ihr Herz. „Oh… du bist es wirklich wert…“ grinste die Frau.

„Rokea…“ seufzte hinter ihr Rokus. „Fang jetzt nicht an, die Frau zu stalken. Du wirst sie noch früh genug bekommen.“

„Das hoffe ich doch. Sie weiß jetzt von mir und ist bestimmt… motiviert, mich ebenfalls zu treffen. Das… habe ich sofort gespürt.“ grinste Rokea weiter.

Lisa lag in ihrem Pyjama im Bett vom Gasthaus und schämt sich zu Tode. Weigert sich hartnäckig in irgendeiner Form noch das Zimmer zu verlassen. Sie liegt eingewickelt unter der Bettdecke und versuchte den Kampf zu vergessen…

Auf einmal klopfte jemand an der Tür: „Ich sagte, ich will NIEMANDEN SEHEN!“ schrie Lisa wütend. „WIE OFT SOLL ICH ES NOCH SAGEN?!“

„Keine Ahnung?“ kam eine bekannte Stimme in ihr Zimmer ungefragt rein. Sofort riss Lisa ihre Decke runter und sah Kyllia im Zimmer stehen.

„W… was willst du? Bist du nun gekommen, um die restliche Würde mit Füßen zu trampeln?! REICHT ES NICHT SCHON, WAS MAN MIR ANGETAN HAT?!“ wurde Lisa regelrecht rot am Gesicht.

„Ich wollte eigentlich… meiner Blutsschwester nur „Hallo“ sagen. Zada sagte mir, dass es dir nicht unbedingt… gut geht?“ war Kyllia relativ unbeeindruckt.

Lisa brauchte… mehrere Sekunden um zu verstehen, was Kyllia eben gesagt hat und musste lachen, aber es war kein Lachen mit Freude.

„Ob es mir gut geht? Ich, die erste geborene Vampirin der Welt, stärker als einige verstorbene Clanführer wurde vor zigtausenden Zuschauer auf aller Welt auf schlimmste Art und Weise gedemütigt!

SEIT du in meinen Leben erschienen bist, geht alles nur noch den Bach runter! Erst schlägt mich Lady Sina zusammen, dann dieser blöde Streit in der Burg bei meiner Mutter mit dem Ergebnis, dass ich nun einen SCHEIßSCHWANZ HABE!“ schrie Lisa regelrecht.

„Dafür hast du nun größere Brüste.“ grinste Kyllia, aber wenn Blicke töten könnten, dann hätte Lisa es geschafft.

„WUHU! Toll, wer schaut mich noch an, wenn man mitbekommt, welchen SCHWACHPUNKT ich habe?! HUH?! Sherry hat wirklich meisterhaft mein Leben zerstört!“ fielen die Tränen von den Augen der Vampirin runter.

„Du solltest nicht ihr die Schuld geben. ICH war es, die ihr den Trick beigebracht hat, weil ich eine starke Vermutung hatte, dass sie nicht alles im Kampf einsetzten wollte.

Und ich hatte recht, als sie gegen den Dämon Arzexos gekämpft hat. Da hast du einiges verpasst… verpasst… wie ich brutal zusammengeschlagen wurde von einer anderen Sukkubus. Auch ich wurde besiegt.“ berichtet Kyllia und nahm auf einem anderen Bett platzt.

„Wow, wuhu du wurdest besiegt. Ich hatte schon meine Vermutung, dass es dein Werk war mit dem Schwanztrick. Wer außer dir könnte es noch wissen huh? Ah warte! Nur du wieder!“

„Bist du fertig mit deiner Wut oder soll ich mich hier hinlegen und warten?“ fragte Kyllia nur trocken.

„Was WILLST du eigentlich von mir? Mir ging es eben noch ziemlich prächtig.“ riss Lisa ihre Augen weit auf.

„Hatte ich nicht den Eindruck, aber nachdem du dich jetzt ausgesprochen hast, wird es dir nun bestimmt besser gehen.“ hob Kyllia eine Augenbraue hoch. „Was ich will? Wie ich schon sagte… ich wollte dich gerne sehen.

Zada hat mir berichtet, wie die Gruppe zustande gekommen ist, hauptsächlich wegen mir. Am meisten wundert es deine Cousine, dass du all… die gegeben Möglichkeiten nicht eingesetzt hast. Veto, G-Veto und was es sonst gibt.

Ich persönlich denke, dass der Bluteid dir einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, sonst wäre es anders verlaufen. Ach ja, bevor ich vergesse, Zada ist nun ein Mitglied von Sina´s Clan.“ grinste Kyllia.

Auf einmal stand sie auf und setzte sich ungefragt auf das Bett von Lisa. Sie versuchte direkt von ihr Abstand zu nehmen. „Nun frage ich dich wieder… wie geht es dir?“

„Was… willst du?“ war Lisa sehr misstrauisch, aber ihr Herz klopfte dermaßen stark, dass sie das Gefühl hatte, es müsste bald raus springen.

„Ich wollte… dich gerne sehen. Fragen wie es dir geht und so, weißt du? Es stimmt, du hast vermutlich die größte Schmach der Welt als Frau erlebt, aber Sherry ging es auch nicht unbedingt besser, weil sie nicht der Typ ist, so was jemanden anzutun.“ sagte Kyllia sehr ernst.

„Wie es mir geht? Das siehst und hörst du ja, noch deutlicher kann ich ja nicht werden!“ schlug Lisa mit ihren Fäusten auf das Bett. Die Decke rutschte von Lisa runter und zeigte einen weißen Pyjama mit Rüschen.

„Was denkst du eigentlich von mir. So… so wirklich von mir?“ schnappte Kyllia eine Faust von Lisa. Der Vampirin fiel fast der Kiefer runter, was Kyllia machte.

„Das… ich ohne dich viel besser dran gewesen war. Nun ist… mein Leben komplett im Chaos, ich weiß nicht mal… wie ich meiner Mutter in die Augen schauen kann. Alles… war früher viel besser gewesen…“ ließ Lisa den Kopf hängen.

Kyllia ließ die Worte wirken und war unendlich traurig, sie hat sich an den Ratschlag von Daszum gehalten. Ihr Herz würde zerspringen, aber… wenn dort nur Hass herrscht… ist es von Anfang zum scheitern verurteilt.

„Ich verstehe… Danke für deine ehrliche Meinung, werde… mein bestes geben, nicht mehr in deinem Leben zu erscheinen.“ Kyllia wollte aufstehen, dabei ließ sie die Faust von Lisa los… als sie von ihr festgehalten wird.

„Was… soll das? Erst kommst du, siehst meine… schwache Seite und willst wieder verschwinden? Was wolltest du wirklich?“ fragte Lisa und schaute sehr ernst mit unterschiedlichen Augenfarben Kyllia an.

Die Dämonin schaute Lisa lange an, bis sie zu einem Entschluss gekommen ist: „Lisa… ich weiß nicht warum, aber… ich kann nicht aufhören an dich zu denken.“

„Vermutlich weil du mich ziemlich hasst oder? Meine… Devin hat sich ja nicht zurückgehalten, dann wurden wir von unserer Familie ziemlich oft zusammengeschlagen, da kann ich dich auch nicht mal so eben vergessen.“ antwortet Lisa, aber Kyllia schüttelt ihren Kopf.

„Nein… es ist kein Hass. Am Anfang ja, aber… ich war glücklich gewesen, als ich hörte, dass du am Turnier mitmachst. Nicht unbedingt… weil wir kämpfen sondern… dass du da warst. Ich… ich weiß nicht…

Vielleicht hat es was mit dem Traumwandel von Sina zu tun, was sie uns damals angetan hat oder der Bluteid selber, aber… mein Herz klopft wie wahnsinnig, wenn ich an dich denke. Ich gab mein bestes, mich in jemanden anderes zu verlieben, aber es klappt einfach nicht.

Ich sehe immer DEIN Gesicht vor mir und sogar in meinen Träumen. Der Grund… warum ich gekommen bin ist, wie… siehst du mich? Ich sage es dir ganz offen und ehrlich, weil wir uns sowieso nicht mehr sehen werden.

Du warst ja sehr deutlich… dass du mich hasst. Entschuldigung, was Sherry dir angetan hat, ich empfehle dir wirklich… mit einen Ball zu üben, deinen Schwanz zu kontrollieren. Wenn du das einmal kannst, kommt der schwierige Teil, dass du… dich von deinem Schwanz nicht mehr beeinflussen lassen kannst.“ wollte Kyllia sich nun losreißen, da hielt Lisa sie nur fester.

Kyllia hob eine Augenbraue hoch, während Lisa nur ein rotes Gesicht hatte. Nun zog sie so fest, dass Lisa aus dem Bett raus gerissen wird und auf Kyllia fiel, beiden fielen anschließend auf dem Boden.

Kyllia lag auf dem Rücken mit ihren großen Flügeln, während Lisa über ihr saß und sich mit beiden Händen an beiden Seiten des Kopfes der Dämonin abstützte. „Was ist los Lisa?!“

„Meinst… du das eben ernst… was du gesagt hast?“ „Was?!“

„D… d… das… du mich liebst?“

Lisa kniff ihre Oberkieferzähne auf die Unterlippen mit einem roten Gesicht, starrte dabei in die Augen von Kyllia.

Nun wurde Kyllia ebenfalls rot und drehte ihren Kopf zur Seite. „Muss… ich wirklich so deutlich werden? Ja… ich habe mich in dich verliebt. Frag mich aber nicht… wann und warum… Ich hasse dich, ich hasse dich, ich hasse dich!“

Lisa drehte das Gesicht von Kyllia zurück, selbst ihr fielen die Tränen raus… und küsste Kyllia auf den Mund. Die Schwänze beider Frauen zuckten unkontrolliert hin und her bei der Aktion.

Irgendwann… löste Lisa sich von Kyllia und streichelt ein Haar aus dem Gesicht. „Ich… hasse dich auch…“

Kyllia riss erstaunt ihre Augen auf. „Aber…“ sie wird von Lisa unterbrochen, weil sie wieder geküsst wird. „ICH LIEBE DICH VERDAMMT!“ schrie Lisa Kyllia an, als sie sich wieder vom Kuss trennte und Tränen fielen wieder runter.

„Ich bekomme dich ebenfalls nicht mehr aus dem Kopf! Es… ist exakt das gleiche wie bei dir, nur… war meine Sehnsucht… irgendwie so groß, dass ich am Turnier teilnehmen wollte. Einerseits es dir heimzuzahlen, anderseits um dich wieder zu sehen!“ schniefte Lisa laut.

Beide Frauen schauten sich gegenseitig tief in den Augen… und küssten sich nun sehr heftig. Früher… verbittert das sie alles und jeden um sich zerstört haben… nun hat sich etwas entwickelt, dass selbst Sina nicht ahnte.

„I… ich liebe dich…“

„Ich liebe… dich auch…“

Kapitel 386

Ich bin wiedergeboren und das Finale am zweiten Turniertag? IV

„Damit bleiben nur noch Nea und Suki übrig oder?“ fragte Zada in die Runde. „Wie schmecken eigentlich Dämonen?“ fragte die Arachne auf einmal.

Alle drehten ihre Köpfe zu ihr und schütteln dann die Köpfe. „Erm… keine Ahnung. WIR essen keine Humanoiden wie du es tust.“ kommentierte Lara.

„Schmecken meist sehr zäh und ohne Gewürze will ich sie nicht mehr essen.“ teilte Rubina ihre Meinung mit. „Dämonen habe ich leider noch nicht gegessen.“

„Das… sind alles Dinge, die wollen wir alle nicht hören.“ antwortet Mel trocken. „Scheinbar kommen die nächsten Namen dran. Alle schauten gespannt auf die fliegenden Kisten, die wieder weiße Kugeln rauswarfen.

„DAMIT IST ES ENTSCHIEDEN! AGLON GEGEN… eh? Suki?“ staunte Ronda nicht schlecht. Das Publikum wurde totenstill auf einmal, scheinbar wusste man nicht, dass Suki an diesem Turnier teilnimmt.

„Erm… *hust* Entschuldigung, ich habe mich vergessen. In der nächsten Runde kämpfen Aglon gegen Suki und im Finale Ethice gegen Nea.“ entschuldigte sich die Moderatorin, aber keiner wollte jubeln.

„Ich soll gegen diese Arachne kämpfen?! Wer auch diese Suki ist, aber gegen sie würde ich viel lieber kämpfen wollen!“ nörgelt die Schlangenfrau.

„Jammer nicht so herum.“ sagte Aglon dies. Er hat sich seitdem ersten Treffen mit Sina kein bisschen geändert. Große Statur, schwarzen Kutten mit Flügeln und Schwanz eines Inkubus. „Dank Igriz müssen wir gewinnen, sonst denken alle das Dämonen schwach sind.“

„Wenn du meinst?“ rollte Ethice ihre Augen, Aglon ging durch die Tür und flog auf die Arena zu. Währenddessen…

„Was könnt ihr mir über Aglon berichten?“ fragte Suki, während sie ihre Dolche inspiriert. „Nun, er gehört der Rasse Inkuben an, spricht, dieser Dämon hat dieselben Fähigkeiten, wie Sina und Kyllia es auch haben.“ erklärte Lara.

„Schon komisch, dass sie alle kaum ihre Illusionen im Kampf einsetzen.“ grübelte Mel laut. „Liegt daran, wenn man auf einer… kleinen Plattform kämpft… ist es etwas schwierig seinen Gegner zu täuschen.“ kommentierte Kyllia trocken.

„Also fliegen, kann seinen Schwanz benutzten und muss eventuell mit Illusionen rechnen?“ hakte Suki nochmal nach und Kyllia nickte. „Richtig, zusätzlich seine Waffe halt. Vielleicht hast du ja das Glück, dass er ebenfalls demotiviert ist.“

„Mama, ich glaube an dich.“ hab Rubina eine Hand von Suki. „Keine Sorge, ich werde gewinnen!“ streichelt das Katzenmädchen den Kopf ihrer Ziehtochter. „Dann bis gleich.“ und Suki ging raus. Sie stellte sich auf die schwebende Plattform und wird zur Arena zurückgebracht.

Dort wartet ihr Gegner schon, Aglon mit einem riesigen Zweihänder in der Hand, den er mit einer Hand benutzten konnte.

Er starrte Suki an. Eine junge Katzenfrau mit blondem Haar und schwarzen Streifen. Diese Farbe war auch an ihren Katzenohren und Katzenschwanz, wo man die Vermutung bekommt, dass sie einem Tiger am ähnlichsten kommt.

Ihr Kimono trug ebenfalls diese Farbe und sie zog ihre schwarzen Langdolche, mit denen sie kurz um sich wirbelt. Die „Ungesehenen“ starrten sie alle hasserfüllt an, die Blicke bekommt Suki deutlich zu spüren, aber ignoriert sie komplett.

Das Publikum ist mucksmäuschenstill, kein Jubel oder ähnliches, selbst die Kinder… wurden von ihren Eltern ruhiggestellt.

„Schon merkwürdig. Bei Sherry konnten sie sich überhaupt nicht mehr zurückhalten, während bei dir die gleiche Atmosphäre herrscht wie diese eine Killergruppe.“ begutachtet Aglon die Zuschauer. „Aber mir soll es egal sein.“

„Ist besser so.“ teilte Suki nur mit und beide Kämpfer stellten sich in ihren Kreis rein. „Meine Damen und Herren… es ist… erstaunlich, welche Gefühle hier herrschen. Von einem konntet ihr nicht genug haben, nun… herrscht hier eine Stille wie auf dem Friedhof. Nichtsdestotrotz werden wir Suki als Kämpferin akzeptieren, ob ihr es wollt oder nicht.“ sagte Ronda auf einmal.

Scheinbar gehört Ronda zu der jüngeren Generation von Tiermenschen, die etwas gegen die unfaire Behandlung von Suki hat. „So… dann wollen wir mal! Drei… Zwei… Eins… KÄMPFT!“

Suki stürmte mit ihren Dolchen auf Aglon zu, der scheinbar ziemlich lässig abwartet. Kurz vor dem Dämon schlug die Katzenfrau mit ihren Dolchen zu, die er mit seiner großen Waffe abblockte. Damit hat sie gerechnet und sprang von ihrer Stelle mit beiden Beinen auf die Flache Seite der Waffe, um Aglon aus dem Gleichgewicht zu bekommen… was nicht funktionierte!

Aglon sah die Aktion und drückte sich gegen den Angriff, der ihm keine Mühe machte. Als Suki im Begriff war, zu fallen, schnappte der Dämon ihren Katzenschwanz. Mit voller Kraft warf er seine Gegnerin über sich und rammte sie auf den Boden.

Dies kam für Suki unerwartet und schrie vor Schmerzen auf. „Seine Stärke ist definitiv viel höher als meine.“ kam der Gedanke bei ihr. Suki schlug mit ihrem Dolch nach der Hand, die Aglon losließ und Abstand von ihr nahm. „Und sehr vorsichtig.“

Die Katzenfrau stand auf und begutachtet ihren Gegner von neuem. „Zeit das Spiel zu ändern.“ sagte der Dämon auf einmal. „Realitätsveränderung.“

Alles veränderte sich im Kolosseum und Suki hielt sich bereit für seine Magie… als sie erschrocken ihre Augen aufriss. Es war die alte Arena… wo sie gegen ihre Mutter gekämpft hat.

Mittig wo sie gegen den Dämon stand war es eine große gerissene Steinplattform und drum umher eine schwarze gähnende Leere. Sie sah überall leere Steintribünen, die mit Pflanzen bewachsen sind, es war exakt das Ebenbild aus ihrer Erinnerung.

Die Ohren von Suki fingen an nervös zu zucken, es wirkte schon leicht panisch auf ihre Haltung. Satu und Koto sah man die Empörung an den Gesichter, dass man es wagte, die Schande der Vergangenheit zu zeigen.

„Interessant… das ist der Ort, wo ihr die meiste Angst habt. Schade dass die Arena genau so groß ist, wie unsere aktuelle, aber das ist egal.“ kommentierte Aglon, dessen Stimme und Aussehen sich ebenfalls nun änderte…

„Mutter…“ fielen Suki die Tränen raus. Ihr Mutter hieß Fuyu und wenn man sie beschreiben müsste: Ein exaktes Ebenbild von Suki, nur ausgewachsen. Die Haare waren viel länger, ihre weiblichen Proportionen ausgeprägter.

Satu platzte irgendetwas im Inneren, als er seine verstorbene Frau sah. „Koto. Wenn dieses Turnier zu Ende ist, werde ich diesen Dämon jagen.“ „Verstanden.“

Auf einmal hatte sie ein großes Zweihänder in den Händen. „Verstehe, es ist nicht nur der Ort, sondern auch die Person selber, die deine größte Angst ist.“ kichert Aglon.

„Suki… bleib stark.“ murmelt Sina. Sie wusste was Aglon war, aber dass er ebenfalls ein Meister der Illusion ist, wusste sie nicht.

Das Katzenmädchen zitterte immer stärker, ihre Urängste… haben sich fast um ihr Herz gewickelt… „MAMA!“ schrie auf einmal jemand laut, dass im gesamten Kolosseum zu hören war. Suki drehte sich sofort um und sah ein weinendes Drachenmädchen.

„Rubina…“ murmelt Suki, denn das ist das erste Mal, dass Rubina weinte. Sherry umarme sie von hinten und schien ihr was zu flüstern, aber Rubina schüttelt nur stur ihren Kopf.

„Dafür wirst du büßen.“ widmet Suki wütend ihrem Gegner zu. „Das meine Tochter zum weinen gebracht wurde.“

„Dann komm doch.“ grinste Aglon und provozierte sie mit „Komm-doch“-Gesten. Für Suki… war es so falsch, dass sie nichts mehr sagte und auf Aglon zustürmte. Dieser schwingt sein Schwert von der Seite zu Suki, die blitzschnell drauf sprang.

Sofort rannte Suki weiter auf dem Schwert des Dämonen und aufgrund ihrer Geschwindigkeit konnte der Dämon sie diesmal nicht frühzeitig von sich entfernen, die Chance nutzte Suki und trat ihm ins Gesicht.

Aglon wird stark nach hinten geschoben, als dieser einen Saltosprung machte und wieder auf den Beinen stand. Er schnippte mit den Fingern und mehrere Illusionen von Fuyu entstanden um Suki. Anschließend fingen sie alle um Suki zu rennen.

„Keine Ahnung, aber ich finde die Illusionen sehr gefährlich. Hoffentlich hat Suki den originalen Körper nicht aus den Augen verloren.“ murmelt Lara, als alle gleichzeitig mit den Fingern schnippten und kurz unsichtbar wurden. „Scheinbar hat er dafür auch eine Lösung.“ kommentierte Zada trocken.

Suki konzentrierte sich, als Aglon wieder mit seinen Illusionen erschien. „Nun fängt der Spaß an.“ sagten alle Katzenfrauen gleichzeitig. Sie wirbelten alle das riesige Schwert um sich, aber Suki ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, nicht mehr.

Dafür war das Training mit Sina viel, viel schlimmer gewesen. Zusätzlich spürte Suki die Gefühle einer wütenden Mutter. Sie schloss ihre Augen, atmet kurz ein und aus, dann suchte sie mit ihren Augen nach dem Dämon.

Dieser kichert aber nur, als er sieht, was Suki macht. „Keine Sorge, die Illusionen sind perfekt.“ schwingen alle Illusionen das Großschwert. Dies ignorierte Suki, als… sie endlich fand, was sie finden wollten.

Dank ihrer Fähigkeit „Schwäche entdecken“ sieht Suki mehr oder weniger… Fadenkreuze, wo sie zuschlagen muss. Die Illusionen zeigten dies nämlich nicht, nur… der Originalkörper, worauf sie nun zu rannte.

Aglon riss erstaunt seine Augen auf sowie seine Ebenbilder und schlug mit seiner Waffe zu. Dies wich Suki aber unterhalb aus, rollte sich noch vorne und sprang mit beiden Dolchen direkt in seinen Magen.

Der Dämon schrie laut auf und alle Illusionen verflüchtigten sich, selbst die komplette Umgebung sah wieder aus wie das Kolosseum.

„W… wie hast du das gemacht?!“ verlangte Aglon zu wissen, der ebenfalls sein normales Aussehen erlangte. „Du dürftest…“

„Du hast mein Kind zum Weinen gebracht. Sie hat… eine verletzte Seite von mir gesehen und das macht mich wütend.“ knurrte Suki von unten, dann schlitzte sie ein großes X in die Brust des Dämonen, der wieder vor Schmerzen brüllte.

Er sprang nach hinten und flog direkt in die Luft, dabei viel nicht wenig Blut vom Himmel runter. Mit einer Hand hielt Aglon sich die Wunde, während er mit der anderen noch das Schwert hielt.

„Verstehe… du gehörst zu den Kreaturen, mit denen ich mit Illusionen nicht beikommen kann. Dann werde ich auf meine dämonische Stärke zugreifen.“ kniff Aglon seine Augen und flog noch höher. Danach nahm er seine Waffe mit beiden Händen und stürzte sich auf Suki.

Sie kniff ihre Augen zusammen, ahnend was er vorhatte und legte ihre Dolche an ihre Waffenhalterung an den Beinen.

„Schwerer Schwerthieb!“ benutzte Aglon seine Waffenfertigkeit und raste mit einer Geschwindigkeit runter, die die Zuschauer nicht mehr folgen konnten.

Zeit wird gedrosselt:

Als der Dämon Suki fast erreichte, sprang sie mit beiden Händen und sammelt ihre Kräfte in den Armen. Dann wie eine zusammengezogene Sprungfeder flog sie mit beiden Füßen ins Gesicht von Aglon, dem durch die Aktion fast der Kopf nach hinten geknackt wurde.

Seine Fähigkeit dagegen rammte nun ungezielt auf die Arena, die komplett zerstört wird! Suki nutzte die Chance und kam irgendwie auf seinen Rücken, wo sie wieder einen Dolch zog. Danach schnitt sie ihm einen Flügel ab und sprang wieder von ihm weg.

Ein regelrechter Steinschauer flog in die Luft, die das Katzenmädchen nutzte. Sie sprang von einem Steinbrocken zum anderen, während Aglon bewusstlos und unkontrolliert ins Wasser fiel. Suki hielt sich noch in der Luft, wobei ihr langsam die Möglichkeit ausfällt weiter auf Steinen zu springen.

„DAMIT HAT SUKI GEWONNEN!“ rief Ronda, während die älteren Mitarbeiter alle ihre Köpfe schütteln. „Meine Damen und Herren, Suki hat es geschafft, den Herr der Illusionen seinen Zauber wegzunehmen und schaffte es, sich in der Luft zu halten, während Aglon ins Wasser fiel!“

Nun ließ sich Suki ins Wasser fallen, froh… dass dieser Kampf ein Ende hat… Als Rubina angeflogen kam und sie auffing!

„Mama!“ träne Rubina, während Suki sich erst mal orientieren musste, was passiert ist. „Du hast gewonnen!“

„Stimmt. Dank dir.“ lächelt Suki. Dieses Lächeln sah man auf dem Übertragungszauber, Satu hatte nun die Nase voll und verließ wütend den Aufenthaltsraum. „Was… ist mit ihm?“ wundert sich Eiko, als Koto den Kopf schüttelte. „Sie… ist Fuyu in vielen Dingen sehr ähnlich.“

„Ich muss dir danken mein Kind. Du hast mich von meiner eigenen Angst befreit.“ streichelt Suki den Kopf ihrer Ziehtochter. Aglon schwimmt auf der Wasseroberfläche und zeigte immer noch keine weitere Reaktion.

„Mama… ich hatte… keine Ahnung… Angst bekommen, als… du die Illusionen gesehen hast. Du wurdest komplett anders.“ schniefte Rubina.

„Keine Sorge, das wird nicht nochmal passieren. Komm, lass uns zu den anderen zurückfliegen.“ lächelt Suki.

Der Dämon wird von dem Schiedsrichter herausgefischt, scheinbar weilte er noch unter den Lebenden. Das Publikum fing an, mit einander zu tuscheln, als sie den Kampf vor Augen gesehen haben.

Doch… was wird es für Auswirkungen haben in der Zukunft?

Kapitel 385

Ich bin wiedergeboren und der nicht endende Jubel der Zuschauer?

Sina konnte nicht aufhören zu weinen, Layla ist… es nicht unbedingt gewöhnt jemanden zu trösten. „Deine Frau ist wirklich eine sehr erstaunliche Person.“

„Layla… hast du sie nicht erkannt?“ fragte Sina mit verweintem Gesicht. „Du hast… sie auch schon einmal getroffen.“

„Hmm? Sherry habe ich zum ersten Mal gesehen, als sie gegen Lisa gekämpft hat.“ war die Vampirkönigin verwundert.

„Das… stimmt auch, aber Sherry… ist viel mehr. Du hast… sie zu einer anderen Zeit schon mal getroffen.“

Nun schaute Layla Sherry auf dem Übertragungszauber genauer an, die ihr Schwert wieder zu sich nahm.

„Hm… Halbelfen sind ja eigentlich sehr selten, wenn man bedenkt das die männliche Begattung fast nur aus Rassisten besteht. Ihre langen Elfenohren, ihre sehr intensiven blauen Haare hätten mich schon daran erinnert… Hmm?“ wirkte Layla nun am Ende über das Gesicht verwundert.

„Sie… mag vielleicht damals bei dem… „Problem“ nicht viel geholfen haben, aber sie hat immerhin… eine Unterkunft zur Verfügung gestellt oder?“ lächelt Sina nun, die die konzentrierten Augen ihrer Freundin sah. „Stimmt was nicht Layla?“ hakte Roman nach.

„Wieso… habe ich das Gefühl… sie schon mal… gesehen zu haben?“ wundert sich Layla immer mehr. „Du… erinnerst dich vielleicht noch… an Rose?“

„Wie könnte ich sie jemals vergessen, die mir bei der Geburt geholfen hat. Na ja nicht unbedingt, denn wegen ihr bin ich fast in Panik geraten, aber trotzdem… Rose?“ grübelt Layla in ihrer Erinnerung.

„Sherry… ist die Inkarnation von Rose.“ beichtet Sina. Nun riss Layla erstaunt ihre Augen auf und schaute Sina an, ob sie einen Scherz machte. „Das war nicht gelogen.“ und Sina erzählte das Ausmaß über die Seelenwanderungen in ihrem Leben.

„Das… habe ich nicht für möglich gehalten.“ murmelt Roman, der scheinbar Sina glaubt. „Dann ist eine Wiedergeburt… wirklich möglich?“

„Ja. Sherry ist… das beste Beispiel. Mehr noch… *snif* ich habe ihr nie die Technik… beigebracht, wie sie damit Arzexos besiegt hat. Diese Reihenfolge von Techniken… kannte nur Rose. Mit ihr habe ich am intensivsten alle Dämonenhandgriffe geübt.

Keine Ahnung… was passiert ist, wenn werden das nur die Götter wissen, aber irgendwie… hat sich ihre Seele daran erinnert.“ strahlte Sina weinend und glücklich.

Der dunkle Gott ist momentan zu überfordert, denn was er eben gesehen hat, ist ihm noch nicht untergekommen. Die Göttin dagegen untersuchte das System, was aber auch scheinbar seine Schwierigkeiten hatte. Scheinbar sind Götter nicht unfehlbar.

Sherry wurde so stark von Lara gedrückt, dass ihr fast die Luft raus gedrückt wird. „Du… bringst mich gleich noch um!“

„Oh.“ löste die kleine Vampirin sich von Sherry und bekam ein roten Kopf, aber ihre Augen strahlten so hell, dass man eigentlich eine Sonnenbrille brauchte.

„Wie… geht es dir?“ fragte Mel, denn sie hat die Veränderung an der Aura von Sherry sofort bemerkt.

„Ich…“ schaute Sherry auf ihre zittrigen Hände. „Ich weiß… es nicht so wirklich. Irgendetwas… ist mit mir im Kampf passiert.“ und schaute ihre besorgten Freunde an.

„Auf einmal… sah ich die vielen Erinnerungen, die meine anderen Wiedergeburten… erlebt haben. Gesichter… Namen… Abenteuer und andere Dinge… bis ich… Sina gesehen habe. Für… einen kurzen Moment war ich Rose gewesen und…

Konnte mich an das intensive Training erinnern, was ich mit ihr damals gemacht habe. Ich wusste auf einmal, wie alle Techniken der Dämonen funktionierten. Irgendwie… hat meine Seele… es freigeschaltet, selbst mein Körper konnte dies umsetzten.“

„Deswegen hast du auf einmal so eigenartige Handgriffe gegen den Dämonengeneral umgesetzt. Ich will mich jetzt nicht Beschweren, denn du hast da was besiegt, was bisher irgendwie niemandem möglich war.“ nickte Suki langsam, das Publikum jubelt immer noch laut nach Sherry.

„Sherry… danke.“ nahm Lara beide zittrige Hände. „Meinen… Hass und Angst auf Arzexos… konnte man nicht übersehen. Nachdem… du ihn besiegt hast… hat sich etwas bei mir gelöst. Wie sagtest du es? Ein Knoten. Der… ist auf einmal weg.“

„Lara war beinahe dran gewesen, sich aus dem Turnier zu disqualifizieren, als der Dämon zum letzten Angriff überging.“ merkte Zada trocken an. „Vielleicht ist es nun der Moment, wo auch du lernen solltest, deinen Freunden zu vertrauen Schatz.“

Den letzten Teil ignorierte Lara und schaute weiter Sherry an. „Ich hatte… so wenige Wünsche gehabt, eigentlich… Wünsche die sich nicht erfüllen lassen können und doch… kommst du her und besiegst den stärksten bekannten Dämonen auf der Welt. Eher der alten Welt, denn wir wissen nicht, welche Dämonen in der Barriere warten.“

Die Zwillingsvampire grinsten nur, aber wunderten sich ebenfalls, warum Sherry nicht „es“ eingesetzt hat, was sie in ihren Status gelesen haben. Was aber definitiv anders geworden ist, alle ihre Attribute sind aus irgendwelchen Gründen stark angestiegen. Als hätte jede Inkarnation die gesammelte Exp an Sherry weitergegeben.

„Wie… konntest du sein Schwert aushalten?“ fragte Nea. „Alles was am kochen und qualmen, deine Haut… wird wohl Zeit brauchen, bis sie sich davon geheilt hat.“

„Dank… durch Sina ist meine Feuerresistenz immer wieder hochgestiegen, als sie wütend wurde. Scheinbar hatte das Sonnenschwert mehrere Stärken gehabt und bei der letzten Stufe stand ich wirklich in Feuer. Lass… mich meinen Status eben anschauen… Huch?!“ riss Sherry erstaunt ihre Augen auf.

„Was ist los?“ hielt Rubina ihren Kopf schräg, während die Zwillingsvampire grinsten. „Meine… Attribute… Fähigkeit… und… neue Fähigkeiten? Alles hat sich verändert.“ teilte Sherry mit.

„Sie ist nun stärker als Kyllia.“- „Genau! Wir wissen zwar nicht wieso, aber scheinbar hat deine „Seelenaufweckung“ oder so ein bisschen mehr getan.“

„Sherry… ist nun stärker als ich? DAS glaube ich erst, wenn wir uns miteinander duelliert haben.“ teilte Kyllia es mit einem Schmunzeln mit. „Bitte… nicht. Es… reicht, wenn ich irgendwann gegen Lisa… wieder kämpfen darf…“ murmelt Sherry.

Arzexos lag bei seine Gruppe bewusstlos auf dem Boden. Sein Schwert hat man aus seinem Bauch raus gezogen und dabei an seine Seite gelegt. Die zugefügten Wunden wurden längst regeneriert.

Schockiert schauten alle Dämonen von oben herab, nie im Leben hätten sie sich träumen können… dass „IHR“ Boss verlieren könnte.

„Wenn er wach wird… weiß ich nicht, wie er sein wird. Das dürften vermutlich neue Gefühle für ihn sein.“ murmelt Aglon.

„Wir haben doch alle den Kampf von dieser Frau gesehen, wieso… konnte Arzexos sie nicht besiegen? Er hatte doch alle… Karten auf seiner Seite oder nicht?“ grübelt Igriz.

„Dalmaz denkt, Frau Frau zurückgehalten. Neuer Kampf, neue Strategie.“ meinte der grüne Riese. Trotz dass es… sehr einfache Gedanken waren, waren sie trotzdem sehr verständlich.

„Aber das erklärt nicht, wieso… sie am Ende unsere Techniken eingesetzt hat. Vor allem… so perfekt und hintereinander, das könnte ich nicht mal. Dabei übe ich sie immer noch.“ war Sarless etwas aufgeregt.

„Nun… die gesamte „Monstergruppe“ ist ein Teil der Prinzessin Sina oder nicht? Wäre doch möglich, dass sie ihnen den einen oder anderen Trick der Dämonen beigebracht hat.“ vermutet Ethice und alle schauen ihren bewusstlosen Boss auf dem Boden wieder an.

„Was denkst du von unserer Schülerin Louis?“ schubste Neia ihren Freund freundlich von der Seite an, denn das Grinsen auf dem Gesicht von Louis konnte man nicht übersehen.

„Das… wir ihr nichts mehr beibringen können. Ich zumindest nicht mehr.“ kam direkt die Antwort. „Sherry… ist wirklich sehr stark geworden oder?“

„Stimmt. Sie beherrscht mehr Lichtzauber als ich, setzte sogar Leerenmagie ein im Kampf. Sherry… kommt ihrer Berufung als Schwertmagierin wirklich nach. Etwas… wo wir ihr geholfen haben.“ lächelt Neia.

„Glaube, wir müssen aufpassen, dass sie uns nicht überholt mit ihrer Stärke.“ nickte Thomddir. „Bezweifele, dass sie meinen zwergischen Traditionskampf mitmachen würde.“

„Hatte ich den Eindruck Christ oder sprach sie ziemlich oft mit ihrem Schwert?“ fragte Falco dem Dungeonfarmer, die ein bisschen mehr Abstand zu den anderen hat. „Keine Ahnung, so gut sind meine Augen jetzt nicht wie deine. Da hilft nur eines: Hingehen und fragen.“ kommentierte Christoper nur.

„Das Publikum kann sich nicht mehr beruhigen, hört doch wie sie immer noch nach Sherry rufen. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Monstergruppe die Herzen der Zuschauer gewonnen hat.“ umschaute Melaine die Zuschauerränge.

„Meine Damen und Herren… scheinbar war es ein Kampf, der Geschichte geschrieben hat. Ich finde keine Worte, es wieder zu geben. Sherry hat die Herzen aller Zuschauer, vielleicht sogar der gesamten Welt gewonnen!“ rief Ronda glücklich und die Zuschauer konnten sich nicht mehr halten.

Sherry schaute aus dem Aufenthaltsraum und hielt sich beide Hände vor den Mund, dabei wirkte sie, als könnte sie es nicht glauben. Ihre Freunde klopften abwechselnd ihr auf die Schulter, dass es kein Traum ist.

„Wollen… *lautes Jubeln* wollen wir weiter machen?“ grinste Ronda auf dem Übertragungszauber. Die Menge wollte sich einfach nicht mehr beruhigen.

„Wow… damit bist du offiziell nun DER Star am Turnier.“ grinste Lara. „Keiner von ihnen kannte Arzexos, aber scheinbar sehr wohl seine Taten. Wundert mich, dass die Tiermenschen… so in Freude sind.“

„Das liegt daran, dass sie Kämpfe über alles lieben.“ erklärte Suki. „Ich will die anderen Kämpfe nicht herunter setzten, aber was Arzexos und Sherry geliefert haben, übertraf es bei weitem.“

„Liebe Zuschauer… lassen wir nun unsere nächsten Kämpfer entscheiden!“ teilte Ronda mit, nachdem sich alle wieder ein bisschen beruhigen konnten. Die Kisten drehten sich und es kamen die Namen: Igriz gegen Tio.

„Wuhu! Dann bin ich als nächstes dran.“ freute sich Tio…

Fünf Minuten später:

„Was war das denn jetzt gewesen?“ grübelt Tio. „Wieso? Du hast doch gewonnen?“ hob Mio eine Augenbraue hoch.

„Ja… aber der Typ hatte ja überhaupt keinen Willen gehabt zu kämpfen. Scheinbar hat Sherry die Gruppe sehr… demotiviert.“

„Was für uns sehr gut ist.“ sagte Suki. „Damit haben wir nun wieder den Gleichstand erreicht, den wir brauchten.“

„Da waren die Kämpfe gegen die Monster anstrengender gewesen… der Dämon hätte auch eine Puppe sein können. Zumal in seinen Augen… kein Interesse war, in irgendeiner Form zu kämpfen.“ grübelt Tio…

„Was war los Igriz?“ fragte Aglon seinen Kameraden, der nur seine Schulter zuckte. „Keine Ahnung, aber… hatte irgendwie so gar keinen Bock gehabt, zu kämpfen.“

„DAS konnte man nun wirklich nicht übersehen. Irgendwie warst du doch nur froh, mit heiler Haut davongekommen zu sein.“ kritisierte Sarless ihn.

„MIR egal. Sollen Aglon und Ethice die nächsten Runden doch gewinnen. Ich habe irgendwie das Gefühl, von jemand ziemlich intensiv beobachtet zu werden.“ grummelt Igriz.

„Hmm… hatte damals nicht den Eindruck gehabt, dass Igriz ein Schwächling war. Schön zu wissen, dass er derselbe Dämon ist, wie damals.“ nickte Sina mit sich, auch wenn der Kampf… kaum Unterhaltung anbot.

„Diese Gruppe hat irgendwie… das Pech, dass alle Kämpfer immer kämpfen dürfen.“ meinte Layla. „Damit erfahren ihre Gegner immer mehr, was sie können.“

„Nun… mit Sherry ist das irgendwie nicht so ungewöhnlich. Doch sollte das Pech nicht unbedingt Einfluss darauf haben, wer gegen wen kämpft und wie es endet.“ kratzte Knochi an der Stirn von Sina.

Wenn… unsere Heldin sich da nicht irrt…

Kapitel 384

Ich bin wiedergeboren und das Finale am zweiten Turniertag? III

„Damit führen „Die Vergessenen“ gegen „Die Monstergruppe“ mit zwei Siegen! Werden sie weiterhin unaufhaltsam siegen oder werden die Würfeln es anders entscheiden?“ rief Ronda ins Mikrofon und das Publikum jubelt laut auf.

„Experten behaupten, dass die Arena wirklich hart an ihre Grenzen gesetzt wurde bei den letzten Kämpfen. Ich habe schon gehört, es werden nun Wetten abgeschlossen, ab wann es die Arena nicht mehr gibt.

ICH hoffe, dass wir sie bis zum letzten Kampf stehen sehen! Nun meine Damen und Herren… schauen wir doch mal… wer nun gegen wen antreten darf!“

Wieder ging der Tag dem Ende entgegen, es wurde langsam dunkel und die Zuschauer widmen ihre Aufmerksamkeit den fliegenden Kisten… Zwei Namen fielen raus und verändern das Schicksal auf der Welt: Arzexos gegen Sherry.

„A… Arzexos? Ist das nicht…“ wundert sich direkt ein Tiermensch und schaut die Sitznachbarn an. „Die Bestie aus Deymonlia lebt?“ „Was macht der denn hier?“ „Wieso… lebt er noch?“ Das Publikum war in heller Auffuhr.

Die beschworenen Helden freuten sich, dass Sherry wieder zum Einsatz kam, es war Amy, die sofort aufstand und ein Geschichtsbuch suchte.

„Was ist los Amy?“ wundert sich Miyu, als Amy das Buch gefunden hat. „Wir wissen… dass Namen einzigartig in der Welt sind. Wenn, kann man ihn nur annehmen, wenn der vorige Namensträger gestorben ist.

Hm… hm… AH! Bei allen Göttern… Arzexos ist ein Dämonengeneral, aber wieso lebt der noch? UND gegen ihn soll Sherry kämpfen?“

„Wo ist das Problem?“ hakte Davino nach. „Weil er bisher nicht besiegt wurde. Heldin Lara musste immer vor ihm flüchten. Ein… alter Mann hat es mal mit ihm aufgenommen, letztendlich ist er gestorben und von dem Dämon hat man nie wieder gehört, als die Barriere entstand.“ erklärte Amy.

„Wow… nach über 2000Jahren wird er bestimmt nochmal stärker geworden sein.“ verstand Matthieu wo das Problem liegt.

„Sei ehrlich Louis, wir hatten die Begegnung mit dem Typ. Hat Sherry gegen ihn eine Chance?“ fragte Christoper.

„Nein. Das hätte ich zumindest früher gesagt, aber im Kampf gegen Lisa hatte ich das Gefühl, dass Sherry sich etwas zurückgehalten hat. Sie wollte vermeiden, dass Lisa getötet wird. Diesmal… kämpft sie gegen etwas, wo jegliche Zurückhaltung tödlich enden kann.“ teilte Louis noch mehrere Überlegungen mit.

„Scheinbar hat man dich nicht vergessen Boss.“ grinste Igriz, wenn er die leichte Panik in den Zuschauerrängen hört. „Na ja, bei deinen Taten?“

„Ich habe getan, was getan werden musste. Sherry ist meine Gegnerin? Sie scheint ja ein bisschen was auf dem Kasten zu haben, aber gegen mich hat sie keine Chance.“ legte Arzexos seine alte Kampfrüstung an.

Seine Brustplatte war einst silbern gewesen, durch das Blut vieler Opfer hat sie eine scharlachrote Farbe angenommen. Die Platte selbst deckt nur seinen Oberkörper ab und hat zahlreiche Schädelverzierungen.

Seine Arme zeigen stolz seine dicken Muskeln und bleiben ohne Schutz. Die Hose hatte seltsame Muster, dass es einem schwindelig wurde und eine schwarze Farbe. Überall waren lange Kratzspuren zu sehen, dieses Rüstungsteil hat scheinbar so einiges erlebt.

Arzexos schwingt sein sehr langes Schwert und wirkte zufrieden. „Mal schauen… welche Tricks das Zaubermädchen beherrscht.“ und ging raus.

Lara dagegen war total in Panik, dass Sherry gegen ihn kämpfen muss und ließ sich nicht beruhigen. „Sherry, das ist kein gewöhnlicher Dämon oder General. Bisher wurde er noch nie besiegt, verstehst du das?“

„Das er vermutlich so stark ist, dass man mir das nicht zutraut?“ grinste Sherry etwas unsicher, aber Lara schüttelt den Kopf.

„Dieser Mistkerl konnte gegen mein „Limit brechen“ locker mithalten, was der Dämonenkönig nicht konnte. Dazu kämpft er wirklich so dreckig, da hätte selbst Devin noch einiges von ihm gelernt.

Dieses Monster hat keinen Ehrenkodex oder so. Wenn er versucht um sein Leben zu betteln oder ähnliches, ist der Moment wo du ihn töten musst. Du kannst immer davon ausgehen, dass in JEDER seiner Aktionen immer ein Plan B steckt.

Sina hat ihm vielleicht die Fresse poliert damals, aber glaub nicht, dass er wirklich so schwach ist, wie er sich manchmal darstellt.

Ich habe ihn… keine Ahnung, sooft mit meiner Gruppe bekämpft, letztendlich wurden meine Freunde von ihm getötet.“ fielen Lara die Tränen raus.

Sherry schaute Lara an und umarmte sie. „Ist gut. Dank dir… weiß ich, was ich bei ihm beachten muss. Das Dumme ist eher nur… das er meinen Kampf mit Lisa bestimmt beobachtet hat, weswegen er sich nicht überraschen lassen wird, aber keine Sorge.

Wenn man glaubt, es findet keine Überraschung mehr statt, kommt die eigentliche Überraschung oder? Außerdem muss ich doch meinen Fortschritt allen zeigen, was ich als meisterliche Schwertmagierin kann.“ grinste Sherry am Ende.

„Du… hast deinen Beruf angepasst?“ fragte Suki und Sherry nickte. „Stimmt. Ich war gestern, nachdem wir uns getrennt haben, nochmal zur Gilde gegangen und scheinbar hat der Kampf gegen Lisa irgendwelche Bedingungen erfüllt, weswegen ich nun „Schwertmagiermeisterin“ geworden bin.“

„Das reicht nicht. Sherry, wenn du das Gefühl hast, dass Arzexos irgendwie… komisch wird, ist der Moment, wo du am besten von der Arena runter springen musst.“ war Lara immer noch nicht beruhigt.

„Nein. Ich werde gegen ihn kämpfen! Kämpfen und ihn besiegen, wie es noch niemand geschafft hat. ICH will, dass du meinen Kampf genau anschaust, hörst du? Ich werde dein unbesiegbares Trauma, ein Knoten in dir, besiegen!“ schaute Sherry sehr ernst in die Augen von Lara.

„Es… gab mal eine Zeit, da hättest du das Weite gesucht.“- „Stimmt, wie die Zeiten sich ändern, wenn man stärker wird.“ kommentierten die Zwillingsvampire. Sie haben ein weiteres Geheimnis bei Sherry´s Status gesehen, behielten es aber für sich.

„ … Bitte… versprich mir, wenn alle… deine Bemühungen… keinen Erfolg versprechen… gib auf ok? Es… macht keinen Sinn, gegen etwas zu kämpfen, was…“ weinte Lara, als Sherry einen Zeigefinger auf den Mund legte.

„Versprochen, aber im Gegensatz muss du mir versprechen, bei dem Kampf keine Sekunde wegzuschauen.“ lächelt Sherry.

„Sherry gegen Arzexos. Dummerweise kenne ich die Taten der verstorbenen Dämonenkönige, aber von den Generälen… eigentlich nicht viel.“ überlegte Sina laut.

„War erstaunt gewesen, als ich seinen Namen gelesen habe. Dieser Dämon hat sich regelrecht nur in Schlachten gestürzt und war sogar sehr sehr erfolgreich dabei gewesen. Zusätzlich, dass die damaligen „Heldin“ Lara immer vor ihm geflüchtet ist…“ trank Roman wieder von einem Glas Wein Blut.

„Die Kriege zwischen Deymonlia und Alliancia haben mich nie wirklich interessiert. Doch Arzexos schaffte es sogar, dass ich von ihm gehört habe. Er hat menschliche Schutzschilde gebaut aus Kindern, Soldaten oder was auch immer er in seine Finger bekam.

Dieser General wusste genau… wie man die Moral einer Armee zerstören konnte. Wundere mich, dass er noch am leben ist, wenn… sie doch ihre Schwüre haben?“ kratze Layla sich an der Wange.

„Hm… laut seiner Aussage damals, sah er es nicht ein, sich umzubringen, wenn seine Armee einen Führer braucht. Vielleicht hat er auch beim Schwur damals ein bisschen geschummelt, wenn der wirklich so gerissen ist.“ meinte Sina.

„Glaubt ihr… habt euch unter Kontrolle?“ fragte Layla ganz direkt ihre Freundin. „Das eure Geliebte… gegen etwas kämpfen wird, der vermutlich Devin Konkurrenz machen könnte?“

„Keine Ahnung.“ sagte Sina sehr ehrlich. Die Antwort reichte für alle Vampire, dass sie notfalls wieder eingreifen werden. „Nur… mein Gefühl sagt mir… dass dieser Kampf für Sherry… etwas… keine Ahnung wie ich es beschreiben soll. Dieser Kampf wird für Sherry sehr wichtig sein.“

Sherry und Arzexos stellten sich auf ihre Plattformen und werden zu der Arena gebracht. Je näher Sherry den Dämon kam, desto intensiver wurde seine Aura, scheinbar verzichtet er nun darauf, dies zu verstecken.

„Ihr seid nicht alleine Herrin. Selbst ich muss anerkennen… dass dieser Kampf alle eure damaligen Kämpfe bei weitem übertreffen.“ muntert Nirwana sie auf.

„Das glaube ich allerdings auch. So… wie das Kolosseum sich anfühlt, bekomme ich ja das Gefühl, gegen etwas legendäres zu kämpfen.“ schmunzelt Sherry und stellte sich auf die Arena und begutachtet den Dämon.

Die Halbelfe erkannte Arzexos sofort durch die damalige Illusion, nur diesmal erschien er wohl in seiner alten Kampfmontur. Rötliche Hautfarbe, ein gebrochenes Horn sowie ein verschnörkeltes auf dem Kopf, am auffälligsten war die Narbe, die quer über die beiden Augen ging.

„Ihr solltet aufgeben, wenn euch euer Leben lieb ist.“ warnte der Dämon. „Ich habe euren Kampf beobachtet und… Lara wird euch bestimmt erzählt haben, wie meine Karriere als General so war. Ihr habt keine Chance gegen mich.“

„Sie ist beinahe ausgetickt. Erst Devin, nun kommt ihr… Nein. Ich werde nicht aufgeben, sondern euch den Kampf des Lebens geben.“ zog Sherry aus ihrem Kimono Nirwana. Arzexos schaute kurz verdutzt, sah aber in den Augen von der Halbelfe, dass sie es ernst meinte.

„Wie ihr meint. Solltet ihr es überleben, teilt euren Freunden mit… das Sarless ihre verdiente Strafe bekommen hat.“ nickte der Dämon und zog sein langes Schwert. „Verwandele dich, Sonnenschwert.“

Das Schwert fing an, regelrecht zu glühen und es tropfte Unmengen Magma herunter, was sich in die Arena einbrannte. Nicht nur das, es hatte scheinbar auch eine Hitzeaura, die Sherry nun zu spüren bekam. „Mich werdet ihr nicht einfrieren können.“ grinste Arzexos.

Nun machte Sherry etwas… sehr erstaunliches. Sie rammte das Schwert in den Boden und zog ihr Kimono aus, sodass sie nur ihr Hakama trug. Um ihre Brust hatte sie ein kurzes schwarzes Tanktop, ansonsten wird viel von ihrer gebräunten Haut gezeigt.

„Beim dunklen Gott.“ keuchte Sina schwer, ihre Nase fing an zu bluten und bekommt von den Vampiren ein Taschentuch nach dem anderen angereicht.

„Nirwana… verwandele dich in ein Lichtschwert.“ befahl Sherry danach. Die Klinge bekam eine goldene Farbe mit einen weißen Schriftzug darauf.

„Hrm… dass du dich nicht einschüchtern lässt… den Respekt muss ich dir leider zollen.“ knurrte Arzexos und ging auf seinen grünen Kreis. Sherry dagegen sagte nichts, sie hat alles gesagt, was es zu sagen gab.

„Meine Damen und Herren… ich sehe es euch allen an, ihr wollt nur eines: Einen Kampf wie nie zuvor. Dann werde ich euch nicht länger damit hinhalten… Drei… Zwei… Eins… KÄMPFT!“ rief Ronda.

Sherry wollte losrennen, als sie durch ihr Pech auf einem Stein ausrutschte und nach hinten fiel. „Das.. darf doch nicht wa…“ wollte sie direkt fluchen, als Arzexos ein seitlichen Schwerthieb zugeschlagen hat, wo sie zuletzt stand.

„Ihr!“ staunte Arzexos, als Sherry ihre Hand hochhob. „Eislanze!“ Der Dämon wich von dem Angriff aus, der seinen Bauch durchbohrt hätte, nun schmolz das Eis wieder weg. Als Gegenzauber kam von Arzexos ein Blitzstrahl aus dem Finger auf Sherry geschossen, den sie mit einer Eiswand abfing.

„Trotz dieser Hitze könnt ihr zu Beginn auf eure Eismagie zurückgreifen. Gut das ihr dies nicht aufgegeben habt.“ lobte Nirwana. „Aber ich muss euch warnen, dass der Dämon vermutlich eine sehr hohe Resistenz gegen Feuer haben wird.“

Arzexos schlug mit seinem Schwert nach Sherry, die seitlich rollte und mit dem Finger schnippte. Viele Lichtvögel kamen aus dem Nichts und schossen direkt auf den Dämon zu. Doch erreichten sie ihn nicht, weil er mit seinem Schwert sie alle abfing.

Die Zeit nutzte Sherry aber, um wieder auf zustehen und mit dem Schwert anzugreifen. Je näher sie kam, desto stärker strahlte das Schwert an Hitze aus. „Da war die Aura von meiner Frau viel schlimmer.“ grinste Sherry in Gedanken.

Arzexos und Sherry schlugen nun mit ihren Schwerter miteinander, die Schockwellen sind sogar noch größer als im Kampf gegen Lisa. Der Dämon hielt sowohl Sherry als auch die freie Hand im Auge, immer damit rechnend, dass ein Zauber kommt.

„Interessant kleines Zaubermädchen, aber das war es schon. „Zerstörungsschnitt!“ setzte der alte General es aus nächster Nähe ein. Sherry hob ihre Hand hoch und ein schwarzes Loch erschien, was die Fähigkeit ein saugte.

„WAS?!“ staunte Arzexos, selbst das Publikum jubelt auf einmal sehr laut auf, was eben passierte. „Selbst Leerenmagie beherrscht du?!“

„Überraschung!“ lächelt Sherry, dann schnippte sie mit dem Finger. Hinter dem Rücken von Arzexos schossen Eisdornen, wo er zur Seite sprang und einen größeren Abstand von Sherry nahm.

„Ihr habt aber sehr gute Instinkte.“

„Ich bin so alt, da war selbst deine Urgroßmutter noch in ihren Windeln. Du kämpfst nicht gegen irgendeinen Dämonen, sondern gegen mich!“ grinste Arzexos schräg. Auf einmal schwebte Sherry und murmelt etwas.

Dies wollte der Dämon verhindern, als Sherry mit ihrer Aktion fertig war. Ein einzelnes Lichtschwert hat sie herbei gezaubert… und packte es mit ihrer freien Hand auf. „HUH?!“ staunte fast jeder Zuschauer.

„Seit… wann hat Sherry denn gelernt, mit zwei Schwertern zu kämpfen.“ kam Sina vor lauter Staunen nicht raus. Die Antwort: Überhaupt nicht. Sherry führt mehr oder weniger eine Magie, die eine feste Form bekommen hat.

Die Halbelfe stürmte wieder auf Arzexos zu und griff nur mit Nirwana an, was dieser aber mit seinem Sonnenschwert aufhielt. Der Dämon machte sich keine Sorgen über sie, vielmehr machte das magische Lichtschwert ihn nervös, was sie bisher nicht einsetzt.

Eine Schockwelle nach der anderen Schockwelle entstand, Lara traute ihren Augen nicht, was dort passierte. Ohne das sie es bemerkte, fielen ihr die Tränen heraus. „Lara… ist es… so unglaublich für dich, dass jemand gegen ihn kämpft? Kämpfen kann?“ fragte Zada. „Ja…“

Nun hob Arzexos seine freie Hand hoch und schoss aus direkter Nähe einen großen Feuerball ab, den Sherry mit dem magischen Lichtschwert aufschnitt… als Arzexos laut aufschrie! Sein kompletter linker Arm wurde fast halbiert und blutete stark.

„ARGH! Was…“ suchte Arzexos sofort nach der Ursache, da schlug Sherry wieder mit dem Lichtschwert zu. Diesmal sprang er zur Seite und sah, wie ein Lichtstrahl aus der Spitze herausgeschossen kam. „Ich verstehe…“

Nun ließ Sherry das Schwert wieder los und es schwebte vor ihr hin. „Tja… nächster Trick oder?“ grinste das „Zaubermädchen“ und klatschte mit ihren beiden Händen, wo das Schwert sich in vier weitere Schwerter aufteilte.

Die Verletzung von Arzexos ist wieder verheilt, er bildete mit der linken Hand mehrmals eine Faust und widmet sich wieder Sherry. „Sonnenschwert… Stufe zwei.“ Das Schwert veränderte sich nicht, aber die Feueraura wurde nun so stark, dass das Wasser anfing zu kochen und die Arena überall langsam „weich“ wurde.

Sherry selbst würde vor Schmerzen schreien, ihr Schweiß verdampfte sofort. Ihre Haut bekam nun eine rötliche Färbung, die langsam Brandwunden entwickelte.

„Herrin! Ihr könnt nicht lange in dieser Aura kämpfen!“ warnte Nirwana. Sherry nickte und legte eine Hand auf ihren Bauch, der sofort aufglühte. Anschließend rannte sie dabei mit ihren Schwertern auf den Dämon zu.

Dieser wirbelt sein Schwert durch die Finger und behielt alle Schwerter im Auge, dabei rief er den letzten Kampf von der Frau hervor. „Die Dinger werden mich nicht aufhalten.“ grinste Arzexos.

„Abwarten.“ meinte Sherry, die sich gegen die Aura heilte. Die Schwerter prallten wieder auf einander, nur die Lichtschwerter schwebten in der Luft. Arzexos schoss mit seiner freien Hand ein paar Feuerbälle auf sie, damit sie verschwinden, aber sie wichen ihm aus.

„Ihr… erinnert mich an die Person… die mir diese Narbe verpasst hat.“ meinte Arzexos auf einmal. „Der konnte kämpfen.“

„Oh? Hört sich nach einem Kompliment an.“ schmunzelt Sherry, als sie auf einmal mit den Fingern der freien Hand spielte. Dies hat Arzexos gesehen und trat mit voller Kraft auf die Hand, die sofort gebrochen wurde und Sherry laut aufschrie.

„Fast, aber ihr kommt…“ wollte der Dämon was sagen, als die Lichtschwerter alle einen Laserschuss aus der Spitze abfeuerten. Damit hat Arzexos nicht gerechnet und wurde gnadenlos von vier Strahlen am Oberkörper getroffen.

Die Chance nutzte Sherry und schlug mit Nirwana über die Augen des Generals, das sofort blutete und seine Sicht nahm. „Dämonischer Schnitt!“ benutzte Arzexos zur Verteidigung, was die Arena aufspaltete, während Sherry nach hinten in Sicherheit gesprungen ist.

„Wow… der Boss kommt langsam immer mehr an seine alte Kämpfernatur.“ murmelt Igriz leicht staunend.

„Das ist wirklich sehr lange her, dass er wirklich immer mehr und mehr von sich rausholen muss. Scheinbar ist er ein bisschen eingerostet.“ kommentierte Aglon.

Arzexos wischte sich das Blut aus den Augen und wundert sich, dass die Wunde nicht heilen wollte. Sherry dagegen nutzte die Chance und heilte ihren Bruch in der Hand. „Was… ist das für ein Schwert?“ verlangte der Dämon zu wissen. „Geheim.“ bekam er nur zuhören.

„Wie ihr wollt, dann werde ich alles verbrennen.“ kam Arzexos zu dem Entschluss. Er rammte sein Schwert in den Boden und klatschte beide Hände zusammen. Sofort erschien ein Ring aus Feuer um ihn und Sherry kam die Warnung von Lara im Kopf.

Sie drehte sich sofort um und rannte zum Rand der Arena… bis sie runter sprang! Sofort staunte jeder was sie da machte, aber es war die richtige Entscheidung. Der General löste seinen Zauber und ein gigantischer Feuerring explodierte, die alles um ihn herum in Brand setzte, was er berührte.

Als der Zauber das magische Schutzschild erreichte, glühte es regelrecht auf und kämpfte dagegen an, bis er sich auflöste.

Arzexos schaute sich um und sah keinen Gegner. „Hmm… dann hat sie sich für den Weg des Überlebens entschieden.“ nickte der Dämon zufrieden und zog sein Schwert wieder vom Boden raus.

Er wartet ein bisschen, aber bekam keine Ansage, dass der Kampf zu Ende war. „Hmm?“ wundert sich Arzexos und sah, wie das Publikum immer wieder komische Gesten auf die Arena machte. „Was…?“

Sofort ging er zum Rand hin, wo er glaubte das seine Gegnerin gesprungen ist und schaute runter. Dort sah er eine grinsende Sherry, die das Schwert in die Seite der Arena gerammt hat und sich festhielt.

„Explodierendes Licht!“ setzte Sherry ein und Arzexos schrie vor Schmerzen auf, dass er nichts mehr sehen konnte, zusätzlich fühlte sich sein Gesicht an, als wäre es verbrannt. Sherry schwingt sich wieder hoch zur Arena, wo der General beide Augen heftig rieb.

„Sherry… ist sehr stark geworden.“ hörte man den Stolz in der Stimme von Suki. Sie kann sich noch sehr gut erinnern, wie Sherry früher war.

Lara sagte nichts, aber der Tränenfluss höre einfach nicht mehr auf. Soviel Unglaube sah man in ihren Augen, scheinbar war ihr Erzfeind wirklich… etwas in ihrer Vergangenheit unbesiegbares gewesen.

Sherry murmelt wieder ihre Magie, dabei hat sie Nirwana in den Boden gerammt und ihre beiden Hände sind offen. Aus der linken Hand kam ein großer Lichtball, aus der rechten Hand ein schwarzer Leerenball.

„Sie… will doch nicht etwa.“ riss Neia erstaunt ihre Augen auf. Was sie nicht wusste ist, dass Dr. Ruin ein Zauberbuch der Leere als Entschuldigung bei Sherry per Post geschickt hat. Heimlich, wenn niemand hinschaute, hat sie es geübt.

Langsam bekam der General wieder seine Sicht, als er sehr starke Magie spürte. Danach versuchte er sein Blickfeld zu richten, als ein schwarzer und weißer Ball ihn von der Seite traf.

Zuerst merkte Arzexos nichts, dann schrie er vor Schmerzen auf. Noch schlimmer, eine Seite von seinem Körper wird vom Leerenball komplett aufgesaugt… bis beide Magien auch noch fusionierten! Nun hörte man den Dämon schreien wie noch nie zuvor, man wusste überhaupt nicht, dass man so langatmig schreien konnte.

Dies explodierte in einem riesigem schwarzweißem Sturm hoch, Sherry zog sich eine Eismauer hoch zum Schutz. Lara hielt sich beide Hände vor den Mund und merkte… wie Hoffnung aufkeimte. Hoffnung, dass dieser Dämon… endlich einen ebenbürtigen Gegner gefunden hat.

Der Zauber verschwand und Arzexos hatte eine kniende Position eingenommen, dabei keuchte er sehr schwer.

„Du… hast dich im Kampf gegen diese Frau zurückgehalten oder? Erst die Leerenmagie, die keine Sau benutzt. Dazu zeigst du einen… komplett anderen Kampfstil.“ knurrte Arzexos wütend.

„Stimmt. Lisa konnte ich nicht töten, sonst… hätte es nur Probleme gegeben mit ihrer Familie.“ nickte Sherry und zog ihr Schwert wieder aus dem Boden. Scheinbar fordern nun die viele Zauber auch ihren Tribut.

„Herrin… ihr dürft nicht mehr eure Magie einsetzen. Alleine die Manakosten für „Leere“ ist einfach zu hoch!“ warnte Nirwana.

„Ich hatte gehofft, dass er nach dem letzten Angriff besiegt wäre, aber leider ist dieser Kerl wirklich hart im Neben.“ kamen die Gedanken von Sherry.

Arzexos stand wieder auf und begutachtet seine Rüstung, die Größenteils zerstört wurde. „Respekt. Damit seid ihr wirklich stärker, als Lara es jemals war. Sogar noch mehr wie dieser Typ, der mir diese Narbe verpasst hat.“ Der Dämon nahm nun sein Schwert mit beiden Händen.

„Ich glaube… der dunkle Gott knutscht mich. Arzexos macht nun ernst?!“ riss Ethice erstaunt ihre Augen auf. Igriz und Aglon nickten, diese Kampfhaltung haben sie schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen.

Aber auch Sherry nahm ihr Schwert mit beiden Händen. Louis hat ihr ein paar Techniken beigebracht, wo man beide Hände benötigt. Zusätzlich mit dem Hintergedanken, dass Sherry auch Kämpfe haben könnte, wo Magie nichts bringt oder sie keine Mana mehr hat.

Beide Gegner starrten sich in die Augen. Die Wunde an der Stirn blutete weiter bei dem Dämon, während Sherry immer mehr Schaden durch die Feueraura bekam.

Dann stand auf einmal Arzexos vor Sherry und schlug zu. Erstaunt riss Sherry ihr Schwert hoch und wird in eine kniende Position gedrückt, als der Dämon ihr ins Gesicht trat. Die Halbelfe rollte mehrmals nach hinten, dabei verbrannte sie sich an ihren freien Hautstellen durch den kochenden Boden.

„Oh Gott… diese Haltung… nun zeigt er sein wahres „Gesicht“.“ hörte man Lara auf keuchen, die Panik sah man in ihren Augen.

Sherry stand wieder auf, da war ihr Gegner wieder vor und schlug mit seinem Schwert zu. „Angriff ist die beste Verteidigung.“ dieses Motto wurde von ihrem Lehrer während des Trainings immer wieder eingeprügelt.

Reflexartig sprang die Halbelfe nach vorne und entkam dem Angriff, dafür wurde sie wieder getreten. Sie kam regelrecht nach oben geflogen, da packte der Dämon Sherry am Gesicht und warf sie um sich, dass sie in den Boden gerammt wird.

Das „Zaubermädchen“ wollte schreien, als Arzexos sein Schwert in den Bauch rammte. Geschockt schaute Sherry hoch, wo sie einen grinsenden Dämonen sah. „Das war es für dich… Sherry oder? Deinen Namen werde ich mir merken.“

Arzexos riss das Schwert wieder aus dem Körper von Sherry und wollte wieder zuschlagen, da hob Sherry ihre Hand hoch und schoss ein Wasserball ab, der sein Gesicht traf. Es verursachte überhaupt keinen Schaden, es sollte den Dämon lediglich vom Angriff ablenken.

Die Chance nutzte Sherry und rollte sich mit der Wunde weg, dabei stand sie auf und benutzte ihr Schwert als Stütze.

„So… einfach mache ich es dir nicht.“ keuchte Sherry, sie bekam fast schwarze Augenringe. Sie würde überall schwitzen, wenn diese Feueraura nicht wäre. Dazu hat sie überall Brandwunden und die tiefe Wunde am Bauch.

„Ja… das merke ich. Das ist ein Talent, was ihr Alliancianer alle teilt.“ war Arzexos nun genervt und ging zum Angriff über.

„Ich kann nicht mehr… vielleicht habe ich mir doch den Mund zu voll genommen.“ dachte Sherry. „Es… tut mir leid Lara.“

Der Dämon stand wieder vor Sherry und schlug mit seinem Schwert nach ihr. Sie hob Nirwana zur Verteidigung hoch und… ihr flog das Schwert aus der Hand. Es rutschte zur andere Seite der Arena und wie durch ein Wunder, fiel es nicht raus.

„DAS ist nun dein Ende!“ war Arzexos sich sehr siegessicher und hob sein Schwert mit einer Hand hoch. „Nein… Nein! NEIN!“ kamen die Gedanken bei Sherry, als das Schwert auf sie runter fiel.

Auf… einmal ging alles in Zeitlupe… So langsam, dass die Zeit fast still stand. Vor ihr stand Arzexos, der mit seinem Schwert „Sonnenschwert“ zuschlagen wollte. Die Zuschauer standen überall und hatten eine jubelnde Haltung angenommen.

Sherry drehte ihren Kopf verwundert und sah, wie Lara am Fenster von Zada und Suki festgehalten wird, raus zu springen. Dabei hatte… sie extrem verzweifeltes Gesicht und streckte eine Hand nach Sherry.

„Was… ist los?“ dachte Sherry, als auf einmal ihr gesamter Körper aufleuchtete. „Was ist los verdammt?!“

Dann kamen auf einmal… Erinnerungen in ihren Körper. Erinnerungen nach Erinnerungen, wie sie jedes einzelnes Leben gelebt hat.

Der dunkle Gott sowie die Göttin trauten ihren Augen nicht, was soeben passierte. Denn mit den Augen des Gottes sahen sie, wie die Seele von Sherry extrem weiß aufleuchtete, dass sie selbst nicht mehr hinsehen konnten.

Unterschiedliche Menschen, Elfen, Zwerge und andere Geschöpfe kamen vor ihren Augen vor. Namen kamen und gingen. Abenteurer kamen und gingen…

Dann… sah Sherry es. Lilith und das gemeinsame Training. Die Erinnerungen von Rose kamen hoch. Die guten und schlechten Zeiten in diesem Leben. Doch… den größten Spaß hatte sie mit Lilith gehabt.

All… die geübten Techniken der Dämonen wurden in ihrem Körper freigeschaltet. Jeder Schritt für bestimmte Bewegungen kamen in ihren Kopf.

„Kämpfe…“ hörte Sherry eine sehr… vertraute Stimme. „Kämpfe… und siege…“

Auf einmal löste sich alles auf und das Schwert kam auf Sherry runter gefallen… was sie mit einer Hand auffing. Arzexos wirkte auf einmal sehr verdutzt, dann kam die nächste Aktion: Sherry rammte mit voller Kraft ihre Faust in den geraden Ellbogen, wo er durchgebrochen wird. Die Knochensplitter kamen durch die Haut und Arzexos schrie laut auf.

Als Sina dies sah, musste sie weinen. Weinen, denn sie hat Sherry niemals diese Technik beigebracht. „Das… gibt es nicht.“

Doch die Aktion ging noch weiter, denn Sherry dreht den gebrochenen Teil des Armes um und rammte ihn mit dem Schwert in den Bauch des Dämonen. Alle Zuschauer reagierten geschockt, selbst Taos glaubte nicht, was er zu sehen bekam.

Die Klinge kam aus dem Rücken raus und Arzexos spuckte nicht wenig Blut. Aus irgendwelchen Gründen musste Sherry weitermachen. Sie trat in den gebrochen Arm mit dem Schwert rein, sodass der Dämon nach vorne knickte.

Diesmal packte Sherry den anderen Arm und zog ihn um den Hals des Dämonen, wo sie von hinten in ein Knie trat. Während Arzexos nach vorne fiel, hielt Sherry den Arm und er wurde aus dem Schultergelenk gezogen, man konnte das Brechen nicht überhören.

„Was… macht sie da für Techniken?!“ stammelt Sarless, die nun auch wieder unter den Lebenden weilte, nachdem Arzexos sie ins Reich der Träume geschlagen hatte. „Techniken… die eigentlich… nur die Dämonen beherrschen sollten.“ murmelt Aglon.

Das Grausame an der Technik oder allgemein die Kombination ist, dass ein Arm gebrochen unter dem Bauch des Gegners lag, während der andere um den Hals gedrückt wird. Nie… im Leben hätte Arzexos das erwartet, solch eine Technik am eigenen Leib zu erleben.

Der alte Dämonengeneral lag auf dem Bauch, konnte seinen gebrochenen Arm darunter nicht herausziehen und der andere Arm drückte gerade seine Luftzufuhr ab. Sherry zog mit aller Kraft weiter den Arm, während sie auf dem Rücken des Dämonen lag, bedacht nicht vom Schwert verletzt zu werden.

Stark röchelnd versuchte Arzexos sich aus der Situation zu befreien, wohl wissend… dass es keine Flutmöglichkeit gibt. „Sie… hat die Kombination perfekt… hinbekommen…“ waren die Gedanken von Arzexos und weigert sich stur, nachzugeben.

Sherry selber wird hin und her geschaukelt, ihre eigenen Verletzungen machen ihr schwer zu schaffen, sie selber sah nun langsam schwarze Punkte.

„N…. ne… eiiin…..nn….“ röchelt Arzexos, als nun Schaum aus seinem Mund kam und sein gesamter Körper regungslos wurde.

Sherry hielt die Position noch für ein paar Sekunden, dann ließ sie den Arm los, der kraftlos auf dem Boden fiel…

„MEINE DAMEN UND HERREN! SHERRY HAT DEN LEGENDÄREN DÄMONENGENERAL ARZEXOS BESIEGT!“ schrie Ronda laut auf. Das Publikum konnte sich nicht mehr halten und schrien alle nur noch den einen Namen: Sherry.

Lara weinte nun so laut, sie konnte sich nicht zurückhalten. Nie im Leben… hätte sie erwartet, dass Arzexos besiegt werden konnte. Zada umarmte sie stark, aber es war nicht die Trauer, weswegen Lara weinte, sondern… unendliche Freude.

Selbst Sina musste von Layla getröstet werden. „Alles… ist gut. Deine Frau… hat den Kampf gewonnen.“

„Das… glaube ich nicht.“ stammelt Igriz. „DER Arzexos hat… in einem Ein gegen Ein-Duell… verloren?“

Rokea… hat sich den Kampf angeschaut. „Der… Dämon war stark, aber… das Mädchen… scheint irgendwie… mehr zu sein. Keine… Ahnung wie ich es beschreiben kann.“

Die beschworenen Helden jubelten, dass ihr Vorbild einen Dämon besiegt hat, noch mehr… gegen einen General, der laut Geschichte noch nie besiegt wurde. Emilia konnte ihre Tränen nicht mehr unterdrücken und freute sich für Sherry.

Sherry… fiel auf ihren Hintern und musste mehrmals schwer ein- und ausatmen, dabei lehnte sie ihren Kopf gen Himmel, der immer dunkler wurde.

„Was… war das? All… diese Erinnerungen… Danke. Ich… danke… mir vielleicht selber… meine Seele… wollte wohl verhindern… dass dieser Kampf anders endet…“

„Danke…“

Kapitel 383

Ich bin wiedergeboren und das Finale am zweiten Turniertag? II

Rubina wird sofort von Suki umarmt und begutachtet, ob sie irgendwo Verletzungen hat. „Mama, es geht mir gut.“

„Bist du dir sicher?“ fragte Suki etwas nervös. „Ja Mama. Schau doch.“ hob Rubina ihre Haare hoch, wo zuletzt ihr Blut herausfloss und nun zu ist.

„Puh…“ umarmte Suki wieder ihre Ziehtochter. „Trotz der Altersunterschiede zwischen den Beiden, kommt Suki wirklich einer Mutter nach.“ grinste Sherry.

Dalmaz dagegen liegt flach auf dem Boden und stöhnte laut vor Magenschmerzen. „Rubina… stark… und gnadenlos…“

„Haben wir gesehen. Wenn sie es schaffte, deinen schweren Körper so zur Seite zu schlagen, will ich bestimmt von ihr nicht getroffen werden.“ kommentierte Igriz. „Aber du hast dich zurückgehalten oder?“

Nun wurde Dalmaz sehr schweigsam. „Wir kennen dich lange genug, dass du die Arena komplett zerstört hättest. Was genau… ist zwischen dir und dem Mädchen.“ hakte der Anführer nach.

„Freundin Dalmaz.“ piepste Dalmaz und der Anführer nickte verständnisvoll. „Verstehe. Trotzdem hast du gut gekämpft.“

„Meine Damen und Herren, mit dämonischer Stärke hat Dalmaz das Drachenmädchen Rubina aus dem Ring wortwörtlich rausgeschossen! Die Arena zeigt nun sehr starke Anzeichen von Verfall, die nächsten Kämpfe werden auf… sehr unsicherem Boden stattfinden.

Liebe Kisten, sagt uns… wer darf nun gegen wen kämpfen?“ schaute Ronda nach oben, wo sich die Kisten schon drehten. Dann fielen die Namen raus: „Sarless gegen Kyllia!“

„Schade, hätte gerne diesen General kennengelernt.“ seufzte Kyllia und zog die geschenkten Schlagringe von Sina über ihre Finger.

„Pass auf dich auf. Wir… wissen nicht, wie stark die anderen Dämonen sind.“ warnte Lara auf einmal ihre Freundin.

„Oh? Machst du dir Sorgen um mich? Hätte… mich gefreut… wenn wir unsere…“ grinste Kyllia schräg, Lara verstand was sie sagen wollte. „Konzentriere dich lieber vorne ok?“

Kyllia hob den Daumen hoch und flog durch die Tür in ihrem schwarzen Kimono auf die Arena. Wieder staunten die Zuschauer, was für ein Kämpfer von der Monstergruppe herauskam.

„Das ist die „adoptierte“ Schwester Kyllia von Sina.“ zeigte Davino auf den Übertragungszauber. „Aber… ich kann mich nicht erinnern, dass ihre Flügel so groß waren.“

„Stimmt. Sie waren viel kleiner gewesen. Ob… Dämonen ihre Körperteile individuell stärken können?“ grübelt Matthieu.

„Und… die hat alle Abenteurer fertig gemacht?“ fragte Amy in die Runde und alle nickten. „Das ist doch ganz klar die Zwillingsschwester von Lady Sina. Adoptiert? Blödsinn. Das ist doch ein klarer Beweis, dass Lady Sina ab diesem Moment gelogen hat.“

„Vergiss aber nicht, dass Kyllia auch offiziell eine Abenteurerin ist. Es ist tatsächlich so, das… jede Rasse sich bei den Abenteurern anmelden können. Damit hat Lady Sina einen Schritt voraus geplant, dass wir da nicht groß argumentieren können.“ warnte Miyu.

Sarless überprüfte ihre knappe Lederrüstung, die ihre weiblichen Attribute stark zur Schau stellt und zog auf einmal ein langes Schwert, das eine längere Klinge hatte als ein Katana.

„Viel Glück.“ sagte Ethice zu ihrer Freundin. „Du kennst unser Gespräch.“ „Keine Sorge, ich bin froh… dass es vorher gekommen ist. Mitten im Kampf… wäre es schlimmer gewesen.“ freute sich die Sukkubus.

Die Frauen nickten sich zu, dann flog Sarless auf die Arena. „Trotzdem… vergisst du dich sehr schnell…“ flüstert die Schlangenfrau.

Sarless landet auf der Arena und begutachtet ihre Gegnerin… als auf einmal ein starker Hass ihr Herz drückte. „W… was?“ Sie legte eine Hand auf die Brust um sich zu beruhigen, aber… der Seelenschmerz wurde immer schlimmer.

„Vielleicht solltest du nicht kämpfen, wenn es dir nicht gut geht… Kleine.“ meinte Kyllia es nicht böse, da explodierte der Hass bei Sarless förmlich. Als… würde eine andere Person die Sukkubus auf einmal übernehmen, starrte sie Kyllia hasserfüllt an.

„Ich… werde dich töten.“ knurrte Sarless mit zusammengekniffenen Augen ihre Gegnerin an. „Für… all das Elend was du mir angetan hast.“

„Hö? Ich sehe dich zum ersten Mal?“ hielt Kyllia schräg ihren Kopf und stellte sich in den grünen Ring. „Keine Ahnung… warum du mich so hasserfüllt anstarrst, aber steck es dir sonst wohin.“

„Keine Sorge… ich zeige es dir… wohin ich es stecke.“ knurrte Sarless weiter und stellte sich auf den Ring.

„Beide dämonischen Kämpferinnen scheinen bereit zu sein! Dann wollen wir doch mal die legendäre Stärke bei den Dämonen selber sehen! Drei… Zwei… Eins… Kämpft!“

Sarless stürmte mit einer Geschwindigkeit auf Kyllia zu, der die Zuschauer nicht mehr folgen konnten. Kyllia schlug mit ihrem Schlagring nach Sarless, die aber auf die Faust sprang und anschließend mit dem anderen Fuß ihr ins Gesicht schlug.

Kyllia rollte mehrmals über den Boden und stand sofort wieder auf, als Sarless wieder vor ihr stand und einen Faustschlag ins Gesicht machte. Dabei rammte sie den Kopf von Kyllia in den Arenaboden, was wieder mehrere Risse auf der Plattform machte.

„Wow… Das ist jetzt neu, dass Kyllia so was auf die Nase bekommt.“ staunte Melaine, selbst die anderen wollten es nicht glauben.

Nun packte Kyllia den Arm von Sarless mit beiden Händen und drehte sie mit einer Technik so um, dass Sarless ebenfalls auf dem Boden landete. Gleichzeitig trat die Zwillingsschwester mit ihrem Fuß an die Kehle der feindlichen Sukkubus.

Sofort musste Sarless schwer röcheln und hielte sich mit einer Hand den Hals, während Kyllia die Chance nutzte und aufstand.

„Keine… Ahnung was dein Problem ist, aber das ist mir egal.“ wischte Kyllia das Blut von der Nase weg, ihre Regeneration hat den Bruch längst geheilt. Sarless trat auf einmal nach dem Unterschenkel, wo Kyllia einen Rückwärtssalto machte.

Nachdem Kyllia einen Abstand von Sarless genommen hat, stand diese auf und starrte wütend wieder ihre Gegnerin an. Sie nahm ihr langes Schwert mit beiden Händen und nahm eine Kampfposition ein.

„Ah ah ah. Zauberreflexion!“ benutzte Kyllia ihre spezielle Fähigkeit. Ein gigantischer Blitz fiel auf Sarless, die laut vor Schmerzen aufschrie und in die Knie ging.

„Du… Miststück.“ knurrte Sarless und sprintet von ihrer knienden Position auf Kyllia zu. Sie pustet kurz auf ihre Schlagringe und rannte ebenfalls auf Sarless zu. Beide Waffen prallten aufeinander und eine gigantische Schockwelle explodierte um die Frauen.

„Gnn… mehr…“ sagte Sarless auf einmal, als auf einmal ihre Muskeln dicker wurden. Kyllia riss erstaunt ihre Augen auf, als sie das sah und wie sie auf einmal nach hinten gedrückt wird. Sie benutzt ihren Dämonenschwanz und schlug ihn ins Auge ihrer Gegnerin… aber dies ignorierte sie.

Blut floss vom verletzten Auge runter, Sarless drückte weiter mit ihrem Schwert nach Kyllia… als sie unerwartet das Schwert zu sich zog und damit Kyllia aus dem Gleichgewicht brachte. Sie rammte ihre Stirn ins Gesicht von Kyllia, wo wieder die Nase gebrochen wurde, dann trat sie ihr mit voller Kraft in den Bauch.

Kyllia rollte mehrmals über den Boden und musste Blut zur Seite aus ihrem Mund übergeben. „Himmel… die Braut ist ja gefährlich.“

Sarless packte den Dämonenschwanz von ihrer Gegnerin, zog ihn stramm und schnitt ihn durch. Nun schrie Kyllia richtig laut auf.

„Das ist… irgendwie befreiend, dich so schreiend zu hören.“ grinste Sarless gehässig über das Opfer und trat ihr mit voller Kraft in den Rücken. Man hörte das Brechen von Knochen und wie Kyllia ihre Beine nicht mehr spürte.

„W… was hast du getan?! Zauberreflexion!“ wurde Kyllia panisch und setzte vom Boden aus ihre Fähigkeit ein. Ein Blitz fiel wieder auf Sarless, die laut aufschrie, diesmal fiel sie aber nicht auf ihre Knie.

„Keine… Ahnung was das ist, aber damit ist nun Schluss!“ trat Sarless ihr mit ihrem Fuß ins Gesicht von Kyllia. Sie knallte mit ihrem Hinterkopf auf dem Boden, zeitgleich packte Sarless eines ihre Beine. Mit ihrer Kraft warf sie Kyllia um sich und rammte mit voller Gewalt mit der Vorderseite des Körpers in den Boden, die Arena zittert wieder stark von den Kräften.

„W… was ist mit Kyllia los?!“ war Lara panisch. „Sie wird ja regelrecht fertig gemacht!“ Zada legte ihr eine Hand auf die Schulter zur Beruhigung, aber es klappte nur bedingt.

„Scheinbar ist nicht nur Arzexos eine starke Nummer. Das hätte jeden von uns treffen können.“ war es selbst Suki unwohl.

Die nächste grausame Tat kam, Sarless schnappte sich einen Flügel und trennte ihn mit ihrem Schwert vom Rücken ihrer Gegnerin. Sie schrie vor Schmerzen auf und scheinbar braucht die Regeneration länger, um ihre Nerven zu heilen, denn sie spürte immer noch nichts von ihren Beinen.

„Genau… Schrei so laut wie es geht.“ kichert Sarless irre und warf den abgetrennten Flügel einfach achtlos beiseite. Kyllia drehte sich um und setzte ihre Fähigkeit: „Schockexplosion“ ein. Es war ihr egal, was mit ihr passiert, aber entweder sie kann bald ihre Beine benutzten oder…

Sarless wird von der Fähigkeit am Gesicht getroffen und flog schreiend unter Schmerzen weg, während Kyllia durch den Druck zum Rand geschleudert wird. Sie versuchte sich auf dem Boden festzuhalten, aber alles löste sich direkt ab…

Bis Kyllia ohne vollständige Flügel oder funktionierenden Beinen aus der Arena runter fiel. „Vielleicht… ist es besser so. Die verrückte Kuh hätte mich glatt zu Tode gefoltert.“ kam der Gedanke, bevor sie ins Wasser fiel.

„Damit haben wir eine Siegerin! Kyllia hat sich mit ihrer eigenen Fähigkeit aus dem Ring katapultiert und… ist wohl möglich dem sicheren Tod entkommen.“ jubelt Ronda laut auf und das Publikum klatschte laut.

Alle Frauen spürten, wie eine Last von der Schulter runterging, als Kyllia die Arena runter fiel, aber jedem stand die Sorge ins Gesicht geschrieben. Wie… stark sie die nächsten Gegner?

„Ich wundere mich, dass… ihr diesmal so ruhig geblieben seid?“ wundert sich Lysa, als Sina ihr Gesicht umdrehte. Die Vampirin bekam sofort Schweißausbrüche, als sie das wütende Gesicht sah. Überall Zornesadern, die feinen Augenäderchen sind alle geplatzt und machten die Augen sehr rot.

„Das… ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Ich weiß, dass wir Dämonen… bei unseren Duellen sehr oft über die Stränge schlagen, aber… das kam mir da unten zu persönlich vor zwischen den Beiden. Sarless… sollte verdammt gute Gründe haben für ihre Aktion.“ knurrte Sina wütend, dann holte sie auf einmal einen Stift mit einem Brief aus ihrem Inventar heraus.

„Was… hast du vor Sina?“ fragte Layla. „Darf ich dich um einen Gefallen bitten? Eines deiner Kinder soll den Brief bei den Dämonen nach dem Kampf abgeben.

Dort… wird nur drin stehen, dass ich sie morgen früh alle vor meinen Gasthaus erwarte.“ faltet Sina nun den Brief und steckt ihn in einen Briefumschlag. Layla warf Lysa ein Blick zu, die den Brief annahm. „Ich… werde mich darum kümmern.“

„Danke. Hoffentlich hat Dalmaz nicht so heftige Magenschmerzen, aber das mit Sarless… ging überhaupt nicht.“ widmet die Dämonenkönigin ihre Aufmerksamkeit dem Übertragungszauber.

Sarless kam wieder zurückgeflogen und wird direkt von Arzexos am Hals gepackt. Dabei rammte er sie an die Wand. „Kannst… du mir erklären, was das sollte? Ich sagte… töten und nicht vor zigtausenden Zuschauern foltern.“

„Gnnnn… ich… weiß es nicht, aber jedes Mal… wenn ich diese Kuh richtig zum schreien gebracht habe… ging es mir richtig gut.“ versuchte Sarless aus dem Griff zu entkommen.

„Aha…“ nahm der Anführer es zu Kenntnis und schlug ihr ins Gesicht, wo sie ins leere Nachbarzimmer reinfiel. „Dir… ist schon klar, dass du mit hoher Wahrscheinlichkeit… die Schwester von Prinzessin Sina gefoltert hast oder?“ fragte Arzexos durch das Loch, während Sarless vor Schmerzen stöhnte.

„Meinst du… wenn wir ihr es erklären…“ fragte Ethice aber Arzexos schüttelt den Kopf. „Nein. Sie hat Lara zu einer kleinen Schwester gemacht und dafür wurde ich böse geschlagen. Was… glaubst du, was passiert, wenn man ihre richtige Schwester verletzt?

Was heißt verletzt, das ist normal bei Turnieren, aber nicht was Sarless veranstaltet hat. Da hätte ich sogar bessere Chancen gesehen, wenn sie Kyllia einfach nur getötet hätte.“

„Du rechnest also damit, dass Prinzessin Sina uns sehen will?“ kam die Frage von Aglon und der Anführer nickte. „Ja. Spätestens seit Dalmaz klar als Dämon zu sehen war, habe ich mich mit dem Gedanken abgefunden, dass wir ein Gespräch mit ihr haben werden.“

„Wie… geht es dir Kyllia?“ fragte Lara die nasse Dämonin auf dem Boden. Der Flügel und ihr Schwanz sind wieder nachgewachsen, aber…

„Ich… weiß es nicht. Meine Beine… ich spüre sie langsam wieder, aber… Sarless war ja komplett überdreht. Aus… irgendeinen Grund scheint sie mich zu kennen oder mich mit Sina zu verwechseln, aber sie hätte mich zu Tode gefoltert.“ grinste Kyllia schräg.

„Glaubst du denn… dass du weiterkämpfen kannst? Ich… war total schockiert, dass du vom Boden nicht mehr aufgestanden bist.“ war Suki sehr besorgt.

„Denke schon. Ist ja nicht so, dass ich Niederlagen nicht kenne, aber… da war ich richtig froh, raus geflogen zu sein. Hmm… Sina hat schon Rachegelüste, glaube… Sarless hat sich mit ihrer Aktion keinen Gefallen getan.“ schmunzelt Kyllia.

„W… wie meinst du das?“ wundert sich Sherry. Wieder durfte sie nicht heilen, zu groß war die Gefahr, dass die Halbelfe ihr Mana für wichtigeres benötigt.

„Wie… erkläre ich es am besten? In meiner alten Heimat wussten wir Schwestern alle, wo wir uns finden konnten. Als hätten wir einen inneren Kompass.

Isirielle vermutet, es könnte daran liegen, dass wir alle ein Experiment waren und auch zugleich immer im selben Raum sind, sodass wir eine… Fähigkeit entwickelt haben, uns zu finden. Dies hatten wir alle aber nicht mit Sina.

Nachdem… ich die Barriere überquert habe, wurde ich eiskalt von den anderen getrennt. So, als wäre der Faden zu meinen Schwestern mit eine Schere durchgeschnitten.

Mit Sina… kann ich es komischerweise irgendwie nicht bilden, dafür… spüre ich mehr… was sie gerade empfindet. Als Lara von Devin… so böse misshandelt wurde, spürte ich damals einen unbeschreiblichen Zorn.

Nun sind es Gefühle nach Rache. Frage mich… ob sie meine Gefühle auch wahrnehmen kann oder nur ich?“ erklärte Kyllia und am Ende grübelte sie.

„Das ist nur der Beweis, dass du ihre Zwillingsschwester bist.“ umarmte Lara sie. Zada grinste schräg, aber man sah die Eifersucht in ihren Augen.

Und die nächsten Kämpfer wurden gezogen…

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