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Kapitel 181

Ich bin wiedergeboren und die Sorge um mich?

Überall herrschte Panik in Fanfoss. Ma Shi wusste was los war, aber er konnte nicht glauben, dass einfach eine Götterbestie in seiner Gilde erscheint und Sina bekämpft. Leider kannte er nicht die Situation von Sina, nur dass es seit Stunden nicht mehr zu den Kämpfen gekommen ist.

Der Gildenmeister sorgte momentan, dass wieder eine gewisse Ordnung in der zerstörten Stadt herrschte und teilt die Abenteurer mit den Mitarbeitern so ein, dass sie überall zur richtigen Stelle zum Einsatz kamen.

Irgendwann kamen Sherry und Lara auf den Gildenmeister zu: „Ma Shi, ihr wart die letzte Person gewesen, die Sina gesehen hat. Wo ist sie?!“ fragte Sherry.

„Ihr braucht es nicht abzustreiten, die Vampire haben gesehen, wie sie in euer Büro ging und später von einem Mann nach draußen geschlagen wurde, der Rest ist leider noch nicht bekannt.“ fügte Lara hinzu.

Der Gildenmeister schaute sie beiden an und seufzte schwer: „Lara… weißt du über die Dokumente, die Lady Sina bekommen hat? Also über Götterbestien?“

„Eh… ja? Die wurden in Tuzato gefunden, warum?“ wundert sich Lara.

„Lady Sina hat sie mir übergeben und wir haben uns unterhalten… als einer von ihnen in meinen Büro erschien.“ erklärt Ma Shi und Lara fielen fast die Augen heraus. „Bitte?!“

„Was ist los Lara? Wovon spricht ihr?“ hake Sherry nach. „Sherry, wir haben herausgefunden, dass noch mehr Götterbestien auf der Welt existieren, die aber von den Göttern eingesperrt worden sind. Aufgrund das Sina Titanus getötet hat, sind sie nun mehr oder weniger alle nach einer bestimmten Zeit frei.“ schildert Lara ihre Informationen.

„Das ist richtig und… Exos, der Magiertyrann ist hier erschienen.“ flüstert Ma Shi.

„Warte, dann waren all die Magieangriffe außerhalb der Stadt, die wir gesehen und gespürt haben von einer Götterbestie? Ich dachte, die sind alle riesig und monströs?!“ wurde Sherry nun sehr nervös.

„Dieser Mann… wenn man ihn überhaupt so beschreiben kann, hat sich als Exos vorgestellt und erklärt, dass er nach dem Ebenbild der Götter erschaffen wurde. Lady Sina wollte einige Informationen aus ihm heraus bekommen und griff ihn an, als er verkündet hat, dass er die Welt mit den anderen eingeschlossenen Götterbestien reinigen will. Mehr weiß ich dann leider auch nicht.“ bekam Ma Shi ein Schaudern bei dem Gedanken über den Mann.

„Wir müssen sofort Sina suchen. Der Kampf ist vermutlich vorbei und… ich befürchte schlimmeres…“ wurde Lara immer leiser.

„Aber wo sollen wir sie denn suchen?“ fragte Sherry panisch. „Beruhigt dich! Der letzte Angriff, vermutlich war Sina im Zentrum dieser komischen Magie gewesen. Dort gehen wir nachschauen, bevor es dunkel wird!“ beruhigte Lara Sherry.

„Lass mich euch helfen.“ kam Nea mit den Zwillingsvampiren. „Eine Person kann auf meinen Rücken, während ich die andere trage. Bei… diesem Chaos hier, werdet ihr vermutlich lange brauchen, bis ihr aus der Stadt seid.“

„Ihr solltet wirklich ihre Hilfe annehmen.“ „Wir müssen hier helfen und können euch leider nicht begleiten.“ waren die Zwillinge traurig, aber nahmen ihren Job ernst.

„Worauf warten wir noch!“ drängte Lara zur Eile. Nea trug Sherry, während Lara auf ihrem Rücken stand. Dann rannte die Spinnenfrau direkt raus aus der Stadt.

Trotz der Geschwindigkeit von Nea brauchten die Damen eine gewisse Zeit, um in dieser Ödnis zurechtzukommen.

„Alles… zerstört. Wenn ich mich nicht irre… war doch irgendwo auch der Flüsterwald.“ murmelt Sherry. „Was Exos auch ist, aber… er ist stark.“

„Lass dich nicht unterkriegen, glaub einfach an Sina!“ sagte Lara. Dann merkte Nea, wie der Boden tiefer wurde und rannte in diese Richtung.

Je näher die Damen dem Zentrum kommen, desto mehr nagte an Lara und Sherry diese Ungewissheit. Nea rannte schon einige Zeit, aber das Ausmaß des Zaubers hatten sie nur außerhalb erlebt, aber wie schrecklich muss das im Zentrum gewesen sein.

Dann fanden sie jemand… eine schwarze Person mit zwei leicht verformten Schwertern. Die Spinnenfrau rannte direkt darauf zu und als sie nah genug war, ließ sie Sherry von den Armen runter. Lara sprang direkt über sie und landete vor der verbrannten Person.

„Das… ist doch Sina! Nur sie trägt solche Schwerter!“ stellte Sherry fest. Lara drehte sie um, aber Sina zeigte keine Anzeichen von Leben. Sherry legte sofort ihre Hände auf Sina und fing an zu heilen.

„Wieso… funktioniert ihre Regeneration nicht?“ wundert sich Lara, denn sie kann überhaupt nicht nach einem Lebenszeichen suchen bei dem verbrannten Körper.

„Sie lebt. Ihr Herz schlägt nur sehr langsam.“ sagte Nea. Es war eine Erleichterung für die Damen dies zu hören, aber der Zustand ist mehr als kritisch.

„Was sollen wir denn tun? Ich verstehe das Konzept der Regeneration nicht und bin nur am heilen, aber… es ist irgendwie ein Fass ohne Boden. Was hat Exos mit ihr nur angestellt?!“ wurde Sherry panisch und bekam von Lara eine Ohrfeige.

„Sherry… es bringt nichts, wenn du in Panik verfällst! Atme tief ein und aus. Sina ist nicht jemand die so einfach das Handtuch wirft. Heil einfach weiter, denn in diesem Zustand können wir Sina nicht transportieren. Alleine, dass ich Sina gedreht habe war vermutlich schon gefährlich.“ beruhigte Lara Sherry und sie nickte nur.

Sherry heilte und heilte, dabei wurde Sherry immer blasser im Gesicht und fing an zu schwitzen. Dann kam der Durchbruch, die Regeneration von Sina setzte endlich ein und ihre verbrannte Haut heilte.

„Wie tief müssen denn die Verletzungen von Sina gewesen sein, dass es sich erst jetzt zeigt?“ murmelt Lara, aber ist glücklich, dass das Schlimmste überstanden ist.

„Ist… es nicht so, dass Organe oder andere innere Verletzungen mehr Zeit benötigen?“ fragt Sherry, die noch weiter heilt.

„Schon, aber… dann muss dieser Zauber alles bei ihr mehr oder weniger von außen und von innen verletzt haben.“ grübelt Lara laut. „Wenigstens haben ihre lebendigen Schwerter nun wieder die alte Form angenommen. Wir haben alle diesen Zauber gesehen, aber hier im Zentrum musste es so heftig gewesen sein, dass sogar ihre Waffen sich veränderten.“

„Ich… mache mir Sorgen, was passiert wenn Sina wieder aufwacht… dass ist… glaube ich das erste Mal, dass sie verloren hat.“ flüstert Sherry.

„Es ist auch für mich ein Schock, dass einfach jemand so vorbei kommt und Sina besiegt… dabei hatte ich irgendwie gedacht… das man Sina nicht besiegen kann, egal in welcher Situation und eher würde sie den Feind mit in den Tod reißen, aber… hoffen wir wirklich, dass sie darüber hinwegkommt, denn ein verlorener Kampf kann ziemlich aufs Gemüt drücken.“ murmelt Lara.

Dann war Sina komplett geheilt, aber ihre Waffen hielt sie wieder eisern fest. „Sieht schon mal besser aus, auch wenn sie komplett nackt ist. Wie bekommen wir Sina in die Villa transportiert?“ überlegte Lara, als Nea sich meldet.

„Ich kann sie in einen Kokon einwickeln und tragen, dabei könnt ihr beiden dann auf meinem Rücken stehen.“ bot Nea an.

„Besser als nichts.“ meinte Sherry und Nea machte sich an die Arbeit.

Es vergingen fast zwei Wochen nach dem Angriff der Götterbestie, Exos der Magiertyrann. Die Abenteurer gaben ihr Bestes die Stadt zu beschützen, während die Mauern wieder neu aufgebaut wurden. Ma Shi hat den anderen Gildenmeistern sowie dem König einen Bericht abgegeben, dass es das Werk einer Götterbestie war.

Sie alle waren erstaunt, als Ma Shi ihnen den Bericht aus Tuzato vorgelesen hatte und überlegten nach Gegenmaßnahmen. Sie wollten vor allem, dass Lady Sina sich darum kümmert. In dieser Beziehung hat der Gildenmeister ihnen nichts erzählt, dass Lady Sina seitdem Angriff mehr oder weniger im Koma lag.

Neia hat den Zustand von Sina ebenso untersucht und ihre Magie eingesetzt, aber: „Es fehlt ihr nichts, zumindest nicht am Körper oder so. Was auch immer diese Götterbestie mit Sina angestellt hat, es muss wohl tiefer liegen. Vielleicht hat es die Seele von Sina verletzt oder ähnliches.“

Alle Freundinnen waren entsetzt gewesen, dass Sina überhaupt verloren hat und in welchen Zustand man sie gefunden hat. Seitdem wechseln sie sich alle gegenseitig ab, dass immer jemand bei Sina war.

Rubina und Nea hielt man aus der Sache heraus, weil sie nicht so eine Bindung zu Sina hatten wie der Rest.

Diese Nacht war Sherry wieder an der Reihe gewesen und hielt Sina´s Faust mit dem Schwert in der Hand. Sherry ließ keine Minute Sina aus den Augen und seufzte schwer, als Sina stöhnte. „Sina?!“

Mehrere Minuten vergingen, als Sina ihre Augen öffnete. „Ah… Sherry? Dann… habe… ich es… doch… überlebt…“ flüstert Sina leise. Unbewusst ließ Sina ihre Schwerter los und Sherry streichelt ihr Gesicht.

„Und wie du es überlebt hast. Nur… die Umgebung ist nicht mehr wieder zu erkennen.“ berichtet Sherry vorsichtig.

„Sag… Lara… Ultima… hoffentlich… weiß…“ und Sina schlief wieder ein. Sherry streichelt ihr Gesicht und ließ die Schwerter auf dem Bett liegen, danach verließ sie das Zimmer. Die Villa ist wieder komplett saniert worden, denn durch die Druckwelle und Erschütterung des letzten Zaubers hat die Villa komplett gelitten.

Sherry fand die anderen Bewohner im Wohnzimmer: „Sina ist kurz wach geworden.“ Sofort bekam Sherry die Aufmerksamkeit aller und wollten mehr wissen.

„Lara? Ich soll dir von Sina „Ultima“ sagen, verstehst du was sie damit meinte? Danach fiel sie wieder in den Schlaf.“ erklärt Sherry.

„Huh? Keine Ahnung, aber es hört sich so an, als wäre es ein Zauber oder? Vermutlich ist das etwas, was man aus Computerspielen kennt, aber das habe ich im alten Leben nie gespielt oder so.“ entschuldigt sich Lara. „Nicht schlimm, dann müssen wir warten, bis Sina sich erholt hat.“ lächelt Sherry.

Sherry übernahm wieder die komplette Wache über Sina und schlief auch bei ihr. Am nächsten Morgen ging es Sina tatsächlich besser.

Sina wurde wach und saß kerzengerade, bis sie überall am Körper zitterte und sich selber umarmte, Sherry wurde dabei wach und sah den Zustand von Sina. Sofort umarmte Sherry Sina von hinten und versuchte sie zu trösten. „Ich bin bei dir…“

„Dieser Mann… er war stark.“ flüstert Sina und das Zittern hörte nicht auf. „So fühlt es sich also an… zu verlieren?“

„Waren es… nicht deine Worte, dass es immer jemanden auf der Welt gibt, der stärker ist, als man selbst?“

„Das stimmt… aber… ich muss Exos dankbar sein.“

„Hm?“

„Dank diesem arrogantem Arsch weiß ich endlich, dass da noch genügend Feinde auf mich warten. Ich zittere nicht aus Angst… es ist die Freude, verstehst du? Egal was ich versuchte, Exos wusste was er tat. Es war wirklich ein Kampf gegen eine Götterbestie gewesen, gegen die ich keine Chance hatte.“

„Das heißt?“

„Das ich noch stärker werden muss, bis ich mich mit so einem Kaliber anlegen kann wie Exos. Oh… freue ich mich schon auf die nächste Begegnung und dann wird er es bereuen, dass er mich nicht getötet hat!“

„Ich… hatte mir solche Sorgen gemacht, was mit dir passiert, wenn du aufwachst, scheinbar waren meine Sorgen unbegründet.“

„Ach Sherry… es tut mir so leid…“

Kapitel 180

Ich bin wiedergeboren und ???

Am nächsten Tag erreichte Sina ihre Monstervilla wieder mit Lara und Mel. Als Sina morgens wach wurde, lag Mel auf dem Boden, während Lara ihr Bett genommen hat.

„Huch? Ist was passiert?“ fragte Sina verträumt, weil die beiden auch wach waren. „Nein, Mel hat mir gerne ihr Bett zur Verfügung gestellt, weil sie nicht wirklich Schlaf braucht oder so.“ kommentiert Lara es trocken und Mel schwieg.

„Ach so? Das Zimmer war leider das Größte in diesem Haus gewesen, also habe ich mich entschieden, mit meiner kleinen Schwester zu schlafen.“ informierte Sina ihre Entscheidung.

„Das dachten wir uns schon Herrin.“ murmelt Mel nur.

„Ich hoffe… ihr habt euch nicht gestritten?“ wundert sich Sina, aber beide schütteln den Kopf.

„Keineswegs, manchmal gibt es Momente, wo man einfach seinen Teampartner in den Hintern treten möchte. Du kennst das bestimmt auch ebenso gut oder Schwesterchen?“ beantwortet Lara es trocken und Sina hab nur eine Augenbraue hoch.

Sina setzte Mel und Lara wieder ab, die scheinbar glücklich wieder mit ihren Füßen auf dem Boden zu sein. „Also wenn wir in Vurdinia sein sollten, hat man mir davon abgeraten zu fliegen, weil die Luft ziemlich gefährlich sein kann da oben.“ sagte Sina es den beiden Mädels.

„Verdammt aber auch!“ „Dabei habe ich mich doch sooo gefreut…“ kommentierten die Damen es sehr sarkastisch.

„Lara ich würde dir raten, damit anzufangen, Blut in vielen Flaschen aufzusammeln. Ich möchte nicht, dass dir was zustößt, sollten wir auf der Wanderung kein Blut mehr finden.“ warnte Sina und Lara nickte.

„Werde ich bei den nächsten Meuchelmördern abzapfen!“ grinst Lara böse.

„Willkommen zurück Herrin, scheinbar hat euer Plan funktioniert?“ grüßte Suki mit Rubina an der Tür.

„Prächtig, Mel und Lara haben richtig aufgeräumt, dass ich mich zurücklehnen konnte!“ lobte Sina ihre Freundinnen.

„Sherry liegt in eurem Bett und schläft, scheinbar hat sie die letzten Tagen durchgearbeitet für eure Rüstung.“ teilte Suki es mit.

„Oh? Dann lass ich sie besser schlafen. Ist sonst irgendetwas passiert?“ fragt Sina, aber Suki schüttelt den Kopf.

„Ok, dann fliege ich eben zur Gilde.“ verabschiedet sich Sina und flog auf die Abenteuergilde zu. „Glaube ich lege mich auch nochmal hin, diese Flüge sind echt nicht gut für meinen Magen…“ murmelt Lara.

Sina landete vor dem Eingang der Gilde und ging direkt rein, diesmal aber riss sie ihre Augen auf, was Nea getan hat. An der Decke hingen mehrere Abenteurer, fast in Kokons eingewickelt und Tio und Mio erklären Ascal was passiert ist:

„Sie haben sich fürchterlich gestritten wegen der Beuteverteilung.“ „Und weil sie nicht auf uns hören wollten, hat Nea… für Ordnung gesorgt.“ schildern die Vampire das Geschehen.

„Dann haben sie jetzt spätestens verstanden, dass sie ihren Streit woanders lösen sollen, bringt sie sofort wieder runter!“ schimpft Ascal.

„Kann ich sie nicht einfach essen?“ frage Nea und die Abenteurer wurden nur panischer in den Kokons.

„Nein, das darfst du NICHT!“ sagte Ascal das direkt ins Gesicht von Nea. „Eier hat der Elf, dass muss man ihm lassen.“ dachte Sina.

Sina ging direkt ins Büro und klopfte diesmal freundlich an die Tür, als ein leises „Herein“ kam. Die Dämonin trat ein und Ma Shi schaut sie erstaunt an. „Du kannst klopfen?“

„Ja? Ich dachte, ich sollte mich ein bisschen erkenntlich zeigen, dass ihr mir geholfen habt.“ grinst Sina. „Hat alles so geklappt wie wir uns das vorgestellt haben?“

„Ja, unsere Neutralität wurde bewahrt, als die Ritter die Abenteurerin Lara angegriffen haben. Aber das war ein gemeiner Schachzug eurerseits gewesen, dass ihr die Funktion der Reichskanzlerin benutzt habt und Tuzato besetzten ließt.“

„Ich habe einfach nur ein bisschen aufgeräumt. Ich denke das sollte meine letzte politische Aktion gewesen sein und überlasse es nun komplett den Händen von Kaiserin Emilia und dem König. Aber mit der Aktion habe ich uns allen einen Gefallen getan. Hier, lest euch die Dokumente durch, die Osnain gefunden hat.“ und Sina gibt eine Kopie über die Götterbestien ihrem Gildenmeister.

Ma Shi las es sich in Ruhe durch und als er damit fertig war, fragte der Gildenmeister nur: „Ist es glaubwürdig?“

„Schaut euch meinen rechten Arm an, ich bin eine wandelnde Warnung geworden. Selbst wenn es nicht wahr sein sollte, finde ich, dass man dieses Dokument ernst nehmen muss. General Lion wird dieses Dokument allen Organisationen zur Verfügung stellen, denn ich stimme ihm zu, dass man solche Informationen nicht zurückhalten darf.“

„Eine vernünftige Einstellung. Was denkt ihr denn von diesen Bestien?“

„Das der Anführer Exos die Welt zerstören kann. Magiertyrann, vermutlich ist das die einzige Götterbestie, die alle Elemente in seiner Ursprungsform benutzten kann und zugleich auch eine tödliche Intelligenz besitzt. Wenn er es schaffte, andere Götterbestien auf seine Seite zu ziehen.“

„Es macht mich nicht wirklich glücklich das zu hören. Habt ihr denn schon… ein paar Ideen, was wir machen können?“

„Bedauere, aber leider nicht. Die Gefängnisse von ihnen sind an unerreichten Orten und scheinbar ist der Autor sich sehr sicher, dass sie frei kommen werden. Leider stand nichts in dem Dokument, in welchem Zeitrahmen sie freikommen. Es kann heute, morgen oder erst in den nächsten Jahrhunderten passieren, das der erste frei wird.“

„Dann sind die Dämonen diesmal nicht wirklich die größte Gefahr oder?“

„Diesmal überhaupt nicht… Vermutlich werden wir ihre Hilfe gegen die Bestien sogar brauchen, denn ich werde es im Leben nicht schaffen, überall auf der Welt zu erscheinen und gegen die Bestien zu kämpfen.“

„Das braucht ihr auch nicht.“ meldet sich eine Stimmte hinter Sina und sie drehte sich um. Dort stand ein Mann mit geschlossenen Augen und normalem Anzug. Der Mann hatte ein glattes Gesicht mit grünen Haaren, aber was Sina überhaupt nicht gefällt ist seine Aura und wie er einfach hinter ihr erscheinen konnte, ohne das sie es merkte.

„Wer… seid ihr?“ hielt Sina sich in Angriffsposition und Ma Shi wurde ebenso vorsichtig.

„Ah ich entschuldige mich. Mein Name ist Exos und bin gekommen, um mich persönlich zu bedanken, dass ihr mich… uns befreit habt.“ grinste Exos. Sina und Ma Shi reagierten erstaunt.

„A… aber laut der Erklärung dürftet ihr überhaupt noch nicht frei sein!“ wurde Sina nun sehr vorsichtig.

„Ich weiß zwar nicht, welche Informationen ihr über mich habt, aber als mein Kerkermeister Titanus gestorben ist, wurde ich sofort wach und habe mich selber aus der Versiegelung befreit. Es war alt und schwach geworden, ein Kinderspiel es zu zerstören.“ wirkte Exos gelangweilt.

„Verstehe. Kann ich nun annehmen, dass du die Welt zerstören willst mit deinen… Freunden oder wie ihr euch Götterbestien benennt? Wieso seht ihr überhaupt aus wie ein Mensch?“

„Das liegt daran, dass ich die erste Götterbestie war, die erschaffen wurde, um die Magie der Welt unter Kontrolle zu halten und wurde nach den Ebenbild der Götter erschaffen. Verständlich das man mir nicht unbedingt ansieht, dass ich einer von ihnen bin.“ grinst Exos.

„Eigentlich schon. Ihr strahlt eine ähnliche Aura aus wie Titanus, nur in gepresster Form. Und wie weit liege ich richtig mit meiner Behauptung?“ hakte Sina nach.

„Die Welt zerstören… nein nein, wo denkt ihr hin. Das würde mich doch ebenso betreffen. Ich mag vielleicht der Mächtigste von allen sein, aber eine Welt erschaffen… liegt leider nicht in meiner Macht, auch wenn ich es gerne wollte.“

„Das soll ich dir einfach so glauben? Alle meine Instinkte schreien regelrecht, dass ihr etwas vorhabt.“

„Hm… es ist nicht meine… Art mit niedrigen Wesen wie mit euch zu sprechen, wisst ihr? Mir wurde regelrecht schlecht, als ich frei war und euch Parasiten auf dieser Welt herumlaufen sah. Aber ich lernte sehr schnell, wie ihr die Welt gefügig gemacht habt und habe ich mich ein bisschen angepasst.“

„Du willst nicht die Welt zerstören, sondern uns auslöschen und deine eigene Vorstellung von einer Welt umsetzten oder?“

„Ihr seid sehr scharfsinnig, das ist richtig. Sobald meine anderen Geschwister erwachen, fangen wir mit der Reinigung an und ihr werdet uns nicht daran hindern.“ lachte Exos. Sina hatte es geahnt und schlug sofort zu mit ihrer Faust zu.

Exos fing aber ihre Faust ab und schleudert Sina direkt durch die Gilde, dass sie auf der Straße landete. Holzsplitter, Mauerstücke, alles flog innerhalb und außerhalb der Gilde umher. Überall herrschte Panik in der Gilde über diese Zerstörung, die Mitarbeiter versuchen wieder Ordnung in der Gilde zu bekommen.

Die Dämonin stand wieder auf und drehte sich zur Abenteuergilde um, als Exos wieder vor ihr stand und Sina ins Gesicht schlägt. Sina hatte das Gefühl, dass sie wieder von Titanus geschlagen wurde und krachte durch mehrere Häuser sowie die Schutzmauer, wo sie draußen außerhalb der Stadt landete.

Bei der Landung hinterließ Sina eine große Spur auf dem Boden. Vorsichtig stand Sina wieder auf und zog Blutklinge sowie Thorn aus dem Inventar, als Exos wiederholt vor ihr stand.

„Dank eurer Tätowierung am Arm war es ein leichtes für mich gewesen euch zu finden, wisst ihr?“ lächelt Exos immer noch mit geschlossenen Augen.

„Schön *hust* für euch!“ knurrte Sina und schlug mit Blutklinge nach Exos, aber auf einmal stand er hinter Sina und trat ihr in den Rücken, wo Sina noch weiter von der Stadt weggeschleudert wurde.

„Du… heilige Scheiße…“ dachte Sina, als sie wieder gelandet ist. „Nun sollten wir wirklich weit von deiner geliebten Stadt sein, wo ich meine Kraft komplett nutzen kann. Ich wollte nicht unhöflich zu meinem Befreier sein, wisst ihr?“ lachte Exos leise.

„Du mich auch!“ schrie Sina und stand auf. „Du teleportierst dich immer mehr oder weniger oder? Das erklärt auch, wie du so einfach in der Gilde erscheinen konntest!“

„Aber natürlich, ich bin der Magiertyrann, schon vergessen? Ich kontrolliere die Magie und kann alles benutzten, was auf der Welt existiert an Magie Typen. Hier ein Beispiel.“ schnipste Exos mit den Finger.

Ein Lichtstrahl erfasste Sina sofort, zehn mal stärker als Neia es jemals zaubern könnte. „Und der nächste!“ Diesmal hielt Exos eine Handfläche vor Sina und ein schwarzer flächiger Zauber erfasste Sina, aber auch die komplette Umgebung hinter ihr. Alles wurde sofort ausgelöscht und eine Ödnis entstand.

>Licht Resistenz: Level 10 erreicht <

>Licht Immunität freigeschaltet <

>Dunkelheit Resistenz: Level 10 erreicht <

>Dunkelheit Immunität freigeschaltet <

Sina stand mit weißen Augen und hat ihr Bewusstsein verloren. „Oh? Hatte mehr von euch erwartet. Komplettheilung.“ murmelt Exos und Sina wurde komplett geheilt. Alle Verletzungen sind einfach verschwunden und Sina hatte ihr Bewusstsein wieder bekommen. Die Dämonin musste kurz blinzeln und verstand sofort, was Exos getan hat.

„Ich merke schon, ihr seid auch ein sadistisches Arschloch!“ knurrte Sina, aber es brachte Exos nur zum schmunzeln.

„Ihr habt interessante Immunitäten, aber sie bringen nichts gegen mich.“ meinte Exos und wieder schnipste Exos mit den Fingern.

Ein gigantischer goldener Blitz fuhr auf Sina herab und sie schrie vor Schmerzen, als nächste durchbrach eine grüne Lavafontäne unter ihren Füßen und schleudert Sina in die Luft. Schwarze Eisstacheln durchdrangen ihren Körper und Sina dachte sich in dem Moment nur: „Wieso funktioniert meine… Immunitäten nicht mehr?“

„Weil ich das Element verändert habe. Es reicht aus, wenn ich es nur ein bisschen verändere und zack, funktioniert deine Immunität nicht mehr.“ erklärte Exos.

Sina landete nach den magischen Angriffen wieder vor ihm. Irgendwie schaffte Sina es, zu ihm hoch zu blicken: „Du kannst… meine Gedanken… lesen oder?!“

„Nichts einfacher als das. Mit Magie ist alles möglich und ich habe das Wissen dazu. Ich weiß, dass ihr versuchen wollt mit eurer Klinge mein Bein zu verletzten, aber bis dahin stehe ich schon woanders… Teufel.“ grinst Exos Sina wissend an.

„Verstehe… Limit brechen!“ aktivierte Sina ihre Spezialfähigkeit und griff Exos vom Boden aus an, aber wie er angekündigt hat, steht Exos woanders und in Sicherheit. Sina suchte ihn und schaute dann nach oben, wo Exos über ihr schwebte.

„Ah… ein Segen des dunklen Gottes. Ich frage mich, was er und die Göttin nun planen, wenn sie mitkriegen, dass ich frei bin. Aber egal, ich wollte mich euch nur vorstellen und bedanken. Solltet ihr diese Magie… hier überleben, dann habt ihr auch meinen Respekt.“ meinte Exos und öffnete seine Augen.

Sina wusste nicht, wie man diese Augen beschreiben konnte, nur dass man diesen Augen nicht entfliehen konnten. Exos klatschte beide Hände zusammen und murmelt kurz, dann kam das Wort, was Sina in vielen Spielen kannte: „Ultima.“

Exos verschwand aus der Sicht von Sina und eine gigantische farbenfrohe Kugel schloss sich um Sina, die ihr immer näher kam, bis es explodierte. Die Explosion brachte Alliancia zum Beben und zerstörte alles, was in seinem Radius drin war. Die Druckwelle der Explosion zerstörte die Schutzmauer von Fanfoss und einige Häuser stürzten in sich zusammen.

Irgendwann löste sich der Zauber auf und Exos schaute sich vom Himmel den Schaden an. „Hm… scheinbar hat meine Gefangenschaft doch seine Spuren hinterlassen. Ich meine mich zu erinnern, dass es mal kräftiger war.“ dachte Exos und verschwand, dabei hinterließ Exos eine große Ödnis.

Kapitel 179

Ich bin wiedergeboren und die vielen Gespräche?

Sina flog mit Lara und Mel wieder zurück nach Fanfoss. Irgendwann sind die beiden Damen unterwegs bewusstlos geworden, daher hofft Sina, dass sie die richtige Strecke flog. Als es dunkel wurde, suchte Sina einen Gasthof auf, denn sie hat damit schon gerechnet, dass ein Flug von der Hauptstadt nach Fanfoss vermutlich nicht an einem Tag zu schaffen ist.

Es war ein merkwürdiges Bild, wenn eine Frau mit zwei Flügeln in eine Gaststätte eintritt, die auch noch zwei weitere Damen trug. Aber die Macht des Goldes führt dazu, dass man keine unangenehmen Fragen stellt.

„Lady… das größte Zimmer das ich habe hat nur zwei Betten.“ entschuldigt sich der Wirt, aber: „Nicht schlimm, schlafe ich mit meiner Schwester in einem Bett.“ lächelt Sina den Mann an. Im Zimmer angekommen, sah Sina schon ein Problem.

„Ich kann ihnen ja schlecht die Kleidung so abreißen… wobei Mel ist es ja eh egal.“ dachte Sina und warf Mel ins Bett.

Lara dagegen legte Sina etwas vorsichtiger hin und zog ihr nur die normale Kleidung aus. Sina verschwand und wusch sich. Danach nahm sie noch eine kleine Mahlzeit zu sich. Später legte sich die Dämonin neben Lara hin und schlief sofort ein.

Irgendwann in der Nacht wurde Lara wach und ihr Magen meldete sich sofort, aber sie schaffte es, ihn wieder zu beruhigen. Die Vampirin schaute sich um und musste mit erschrecken feststellen, dass sie neben Sina im Bett lag und das ein Arm über ihr lag.

„W… as ist denn nun passiert?!“ dachte Lara und versuchte ihre Umgebung zu verstehen. Dann sah sie gegenüber, wie Mel auf dem Bett lag und sich nicht wirklich bewegte. „Ah… wir haben ein Zwischenstopp gemacht, aber wieso liege ich mit Sina im Bett?“

„Her.. Herrin… fliegen… sie langsamer…“ murmelt Mel auf einmal und stand vom Bett auf. Genauso wie Lara schaute die Puppe sich im Zimmer um und sah dann Lara, wie sie zurück starrte.

„Huch? Habe ich was verpasst?“ fragte Mel, aber Lara legte einen Finger auf den Mund. „Pss, nicht so laut, Sina schläft!“ flüstert Lara zurück.

„Stimmt, wo ich es so sehe, ist es vermutlich schon Nachts. Aber wieso hat die Herrin ein Zimmer nur mit zwei Betten genommen?“

„Keine Ahnung, vielleicht hatte dieses Haus kein Zimmer mit mehr Betten oder so.“

„Ah… das klingt einleuchtend.“

„Nichts gegen Nähe, aber wenn Sherry davon erfährt, muss ich mir Gedanken machen, also… kannst du mir helfen mich rauszuholen?!“

„Wieso? Du siehst doch ziemlich niedlich aus neben Sina.“

„Das merke ich mir…“

Woanders…

„Und wie geht es dir Sherry? Ich bin froh, dass du dich meldest.“ grüßt Kaiserin Emilia am Übertragungszauber.

„Erschöpft hauptsächlich. Ich habe den Zettel von Sina zu spät gelesen, weil ich an einer Drachenrüstung arbeite und habe die Zeit irgendwie vergessen.“ lächelt Sherry müde.

„Oh? Ich wusste, dass du ein gutes Händchen hast Kleider herzustellen, aber eine Rüstung?“

„An der Rüstung selber arbeite ich nicht, aber es geht um die Maße von Sina und die kenne ich nun mal am besten. Das größte Problem ist eigentlich der Rückenbereich wo ihre Flügel sind, aber da hatte ich eine Idee, die der Erbauer nun versucht umzusetzen. Ich bin gespannt, was sie zu dem Helm sagt, denn das ist eine Kreation von mir.“

„Sina müsste auf dem Rückweg sein. Du weißt, was sie wieder getan hat?“

„Nur in groben Zügen, irgendwas mit Tuzato und dass sie eine Armee nach Efrana schicken.“

„Ah… diese Armee existiert nicht mehr und unsere Freundin Sina hat mit meiner Armee sowie der Armee von Efrana Tuzato im Schnellverfahren erobert. Die Regierung wurde abgesetzt und nun kontrollieren General Lion sowie ein gewisser General Simon das Reich Tuzato, bis ich mit dem König eine brauchbare Lösung gefunden haben.“

„Dann wäre es jetzt die vierte Armee, die Sina auf der Welt besiegt hat.“

„Du wirkst nicht wirklich überrascht?“

„Sollte ich das denn? Wir kennen Sina langsam gut genug, dass uns nichts mehr wirklich überraschen kann oder?“

„Auch wieder war. Sherry, ich wollte dich gerne wieder mal zu mir einladen, damit wir uns auch mal unter Freundinnen unterhalten können. Ich brauche echt die Abwechslung…“

„Aber gerne. Sina wird vermutlich in nächster Zeit nach Vurdinia reisen um die Götterbestie Tierra zu jagen, deswegen helfe ich beim Bau der Drachenrüstung.“

„Das ist ja toll! Also das Sina eine weitere Götterbestie jagt und das du mich besuchen kommst! Sag mir einfach Bescheid, wenn es soweit ist, dann lass ich frühzeitig eine Kutsche schicken.“

„Das kann ich machen. Sag mal… kommst du zufällig an Zauberbücher ran? Ich denke, dass deine Armee ähnliches wie Lernbücher hat oder?“

„Bestimmt, warum?“

„Nun, ich würde gerne meine Magie Feuer, Wasser und Licht erweitern, vor allem letzteres.“

„Wenn du für mich dann einen Gefallen tun kannst, werde ich meine Männer beauftragen, alles auf dem Kopf zu stellen, damit sie an solche Bücher kommen.“

„Das klingt fair. Was soll ich denn tun?“

„Ah… am besten ich erkläre es dir, wenn du hier bist. Dann kann ich es dir zeigen. Manchmal muss man es mit eigenen Augen gesehen haben, um es zu verstehen.“

„Ok? Solange es nichts gefährliches ist? Nicht das ich damit ein Problem habe, aber Sina kann ziemlich… wütend werden, wenn mir was passiert.“

„So schlimm ist das nun auch wieder nicht!“

Woanders…

„Vater? Kannst du mir erklären, wo Simon und Friedrich eigentlich sind?“ fragte Prinzessin Themba den König, in Anwesenheit von Ralph.

„Huch? Seit wann interessiert du dich denn für die beiden?“ schmunzelt der König.

„Nun, es ist auffällig wie leer die Burg ist und Ralph hat seit längerem nicht mit seinem Vater trainiert, also muss irgendetwas im Busch sein.“ sprach Themba das Offensichtliche an.

„Du bist wie deine Mutter, dir entgehen nicht wirklich viele Kleinigkeiten. Solange du es den Helden nicht sagst, werde ich es dir erklären.“ kam der König zu einem Entschluss.

„Was haben die Helden denn damit zu tun? Sie machen brav wieder ihre Übungen nach dem Lehrbuch.“ hob Themba eine Augenbraue hoch.

„Die Theokratie Tuzato hat irgendwie erfahren, dass wir die Helden trainieren und verlangten, dass wir sie ihnen aushändigen. Aufgrund unserer schlechten Beziehungen habe ich mich geweigert und nun wollten sie mit ihrer Armee in unser Land einmarschieren.“ berichtet der König.

„Oh nein, warum hast du die Helden denn nicht abgegeben? Sind sie soviel wert, dass wir mit einem anderen Reich einen Krieg führen müssen?“ wurde Themba blass.

„Irgendwann wirst du es verstehen, wie ich zu dieser Entscheidung gekommen bin, aber ich kann dich beruhigen. Die Armee aus Tuzato… hat sich mit einer Abenteurergruppe angelegt und wurde mehr oder weniger… zerstört.“ lächelt der König traurig.

„Das kann nur Schwester Sina gewesen sein. Habt ihr um ihre Hilfe gebeten?“ freute sich Ralph, aber der König schüttelt den Kopf.

„Nein, denn letztendlich ist sie eine Abenteurerin und muss ihre Neutralität bewahren, aber scheinbar haben sie genug Schlupflöcher, dass sie trotzdem mit einer Armee kämpfen, zumindest Lady Sina.

Aber das war noch nicht alles. Sie hat mit der Armee aus dem Kaiserreich Osnain das Reich Tuzato besetzen lassen und meiner Armee befohlen, dass sie sie unterstützen bei der Aktion. Nun ist die Theokratie mehr oder weniger abgesetzt worden und das Reich hat keine Regierung.“ wirkte der König genervt.

„Oh? Warum bist du so genervt davon? Ein Problem weniger auf der Welt.“ kommentiert Themba.

„Dafür viele neue Probleme auf die ich gerne verzichten kann!“ merkte der König an.

„Ich kenne die Gründe der Probleme nicht, aber wenn du die Probleme nicht angehst, kann es sogar dazu kommen, dass das Kaiserreich Osnain einfach das Reich Tuzato zu eigen macht. Ich bezweifele, dass es Sina´s Ambitionen sind, aber das wird passieren, wenn nichts passiert.“ merkte Themba an.

„Also willst du mir sagen, dass wir das Reich aufteilen sollen?“ wundert sich der König, aber Themba schüttelt den Kopf.

„Ich will nichts sagen, aber gerade jetzt sind wir doch an einen Punkt gekommen, wo du einen Einfluss auf die Zukunft von Alliancia nehmen kannst. Setzt eine… neue Regierung in Tuzato oder so ein. Nur wie lange werden die unfähig bleiben, bis sie wirklich eine stabile Regierung aufbauen können? Und das… zu einer Zeit, wo scheinbar der nächste Krieg gegen die Dämonen stattfindet.

Denk auch an die Bevölkerung aus Tuzato. Sie können ja nichts dafür, dass ihre Regierung… solche Probleme mit uns und Osnain haben oder eher hatten.“ überlegte Themba laut.

„Hmm, danke für deine Meinung. Manchmal kannst du wirklich gut deine Ideen rüber bringen, wenn es nicht unbedingt gegen die Helden ist.“ lobte der König seine Tochter.

„Eh? Danke?“ wundert sich Themba. „Das meine ich auch Themba. Manch eine Meinung sollte man sagen, andere schluckt man herunter.“ kommentierte Ralph.

„Oh? Möchtest du mir was vor meinem Vater sagen?“ lächelt Themba ihn freundlich an. „Nein, aber vielleicht hast du dann weniger Streit mit deinem Vater, ich meine, er hat zwei Rollen zu erfüllen. Die eines Vaters, aber die auch eines Königs und du machst es ihm nicht immer leicht, vor allem wenn es um die Helden geht.“ erklärt Ralph.

„Vielleicht möchte ich einfach nur, dass er sich nicht immer so viele Gedanken macht um diese Helden?“ kommentierte es nun Themba.

„Möchtest du denn die Helden übernehmen?“ fragte der König spontan.

„Nein? Es reicht doch, wenn ich auf Ralph aufpasse.“ lehnte Themba die Idee ab.

„Und wenn ich Ralph die Aufgabe überlasse?“ kam die nächste Idee vom König.

„Das verbiete ich dir! Ralph soll sich auf seine Zukunft konzentrieren und kann diese Ablenkung nicht wirklich gebrauchen!“ nahm Themba nun Ralph in Schutz.

„Und wie stellst du dir das nun vor? Erst willst du, dass ich mich nicht um die Helden kümmere und meine Vorschläge sind auch nicht besser. Irgendwer muss schon die Verantwortung übernehmen.“ schmunzelt der König.

„Argh! Mach was du für richtig hältst nur lass Ralph aus der Geschichte raus!“ war Themba genervt.

Kapitel 178

Ich bin wiedergeboren und die Götterbestienprobleme?

„Simon… kannst du mir erklären was du eigentlich machst?“ fragt der König durch den Übertragungszauber. Simon und Friedrich haben damit gerechnet, dass ihr Freund das früher erfahren wird, als geplant.

„Nun… am besten ich komme direkt zum Punkt. Die feindliche Armee hatte einen Streit mit Lady Sina und ihren Gefährtinnen gehabt, was in einem Kampf endete.

Erm… die drei Damen haben die Armee mehr oder weniger fast ausgelöscht und Lady Sina hat uns befohlen in Tuzato einzumarschieren, damit wir unserem Nachbar Osnain im Krieg unterstützen.

Scheinbar habe ich vernommen, dass die Armee von Osnain die Hauptstadt eingenommen und die Regierung abgesetzt hat. Nun warten sie auf uns, weil sie nicht genügend Leute haben, um das ganze Reich Tuzato zu kontrollieren.“ berichtet Simon ehrlich.

„Das… mir fallen keine Worte dazu ein.“ war der König sprachlos und schüttelt den Kopf. Einerseits war er froh, dass Sina doch irgendwie geholfen hat, aber ist nun auch sauer, dass sie seiner Armee befohlen hat, in Tuzato einzumarschieren.

„Wenn wir ehrlich sind, Tuzato hätte keine Ruhe gegeben wegen der Helden. Vermutlich hätte Lady Sina nicht mal unsere Hilfe gebraucht, aber scheinbar war es ihr wichtig, dass du sowie die Kaiserin eine gemeinsame Lösung finden sollt, wie es mit Tuzato weitergeht.“ brummte Friedrich.

„Schon wieder hat Lady Sina eine radikale Lösung zu einem Problem umgesetzt… Was stellt sie sich denn vor, was ich mit Kaiserin Emilia bereden soll? Ich weiß ja nicht mal, was Lady Sina sich vorgestellt hat!“ war der König sauer.

„Nun… die Theokratie ist nun Geschichte und wird vermutlich von Osnain abgesetzt. Wirklich viele Möglichkeiten gibt es nicht. Entweder es wird eine neue Regierung gebildet, oder ihr einig euch, dass das Land Tuzato aufgelöst wird und jeder seinen Anteil bekommt.“ schlug Simon vor.

„Es war nie meine Ambition gewesen, Land von anderen Reichen zu erobern! Ich habe mich immer für den Frieden eingesetzt aber meinen Feinden war es immer ein Dorn im Auge!“ tobte nun der König.

„Das kann ich sogar verstehen, aber leider ist nun mal so die Situation. Wir haben Lady Sina über unser Problem informiert und… das ist halt dabei raus gekommen. Wir haben halt keinen Einfluss auf die Entscheidungen von Lady Sina. Wenn wir es selber in der Hand nehmen wollen, müssen wir es zukünftig ohne Lady Sina schaffen.“ brummte Friedrich.

„Hrm… Wann erreicht ihr denn die Hauptstadt?“ seufzte der König genervt.

„Vermutlich in zwei Tagen. Wir treffen nicht wirklich auf Widerstand oder so, aber es ist halt eine lange Strecke die wir zurücklegen müssen. Da hat das Kaiserreich Osnain den klaren Vorteil gehabt, dass die Hauptstadt wirklich um die Ecke für sie war.“ erklärt Simon.

„Wie nimmt die Bevölkerung es aus Tuzato auf?“ fragte der König.

„Momentan mit gemischten Gefühlen. Es ist nicht so, dass sie eine schlechte Regierung zu ihrem Volk waren, sondern nur zu ihren Nachbarn.“ brummte Friedrich.

„Was… soll ich bloß mit Lady Sina anstellen…“ murmelt der König.

Woanders…

„Reichskanzlerin Sina? General Lion wünscht euch zu sprechen, weil er wichtige Dokumente gefunden hat.“ teilte ein Offizier es Sina mit, die mit Lara und Mel Schach spielte.

„Ok? Dann sollten wir ihn nicht warten lassen.“ nickte Sina und ging mit den anderen Damen den General im Versammlungsraum aufsuchen. Man hat sehr viele Dokumente beschlagnahmt und nach Osnain gebracht zur Untersuchung, aber dank Mel wurden auch die geheimen Verstecke geknackt.

„Frage mich, was sie gefunden haben. Da dürften so einige Geheimnisse hier rumliegen, die man der Welt nicht sagen könnte.“ murmelt Lara.

„Lassen wir uns einfach überraschen. Ich hoffe nur, dass Simon bald ankommt, fühle mich irgendwie auf Entzug solange von Sherry getrennt zu sein.“ sagte Sina.

Die Damen traten in den Raum und überall lagen Dokumente herum und mittendrin General Lion, der Anweisungen an die Offiziere verteilte.

„Ah… gut das ihr gekommen seid. Ich… bin auf etwas gestoßen, was mich beunruhigt.“ sagte Lion sofort und hielt dabei einen schwarzen Ordner in der Hand.

„Dann muss es sehr wichtig sein, wenn selbst du damit ein Problem hast.“ hob Sina eine Augenbraue und Lion nickte.

„Nun, wo fange ich am besten an… Wie viele Götterbestien sind euch bekannt?“ Lion

„Fünf, einer wurde von mir getötet und von den anderen Vieren muss Dogma noch bestätigt werden. Wieso?“ Sina

„Dogma existiert laut diesem Dokument, aber es gibt noch viel mehr Götterbestien.

Vitalos, Wächter des Lebens

Luceras, Beschützer des Lichts

Cimmeris der Schattenfresser

Iglis, Herrscher des Eises

Cerau das Unwetter

Aort die Leere

Aber von allen ist nur einer eingekreist und hat irgendwie die höchste Bedeutung oder so:

Exos, der Magiertyrann

Alle haben eine bestimmte Aufgabe von den Göttern bekommen und sorgen für das Gleichgewicht auf der Welt, aber die von mir genannten Namen sind verstoßene Götterbestien, weil sie sich nicht an die Aufgaben der Götter gehalten haben. Laut dem Dokument gab es sogar einen Krieg zwischen ihnen und den Göttern, wobei die Götter gesiegt haben. Sie wurden in speziellen Kerkern eingeschlossen und der Schlüssel… ist mehr oder weniger Titanus gewesen.“ Lion

„Ah… das heißt, dass diese Kreaturen unsere Welt gefährden werden, weil Titanus von Sina getötet worden ist?“ Mel

„So verstehe ich das, ja. Aber scheinbar haben die Götter irgendeinen Zauber bei der Versiegelung eingebaut, dass sie nicht gleichzeitig oder so ausbrechen können, sondern in bestimmten Abständen. Wenn einer von ihnen frei wird, dürfte er laut dem Autor direkt wutentbrannt die Welt angreifen, in welcher Form er auch immer ist.

Bei diesem Krieg schien Exos eine besondere Rolle gespielt haben, weil er die anderen dazu angestachelt hat. Vermutlich hat er zu viel Macht bekommen von den Göttern und wollte keine Befehle entgegen nehmen.“ Lion

„Oh… dann sind die vermutlich schlimmer als die aktuellen Götterbestien?“ Lara

„Sind die denn nicht alle auf ihre Art und Weise schlimm?“ Sina

„So wie Kanzlerin Sina es sagt. Ich finde, diese Informationen müssen wir kund geben. Es gibt Monster, die haben eine Intelligenz, aber… der Gedanke, dass eine Götterbestie es ebenso hat und sogar Pläne gegen die Welt führen kann? Für mich ist das ein schrecklicher Gedanke. Keine Armee der Welt kann gegen diese Götterbestien was ausrichten. Sie haben nicht die Stärke wie Kanzlerin Sina.“ Lion

„Steht in dem Dokument, ob die bekannten Götterbestien ebenso eine Art Schlüssel sind für andere eingeschlossene Probleme?“ Sina

„Hmm… nein… nicht wirklich. Und was machen wir nun?“ Lion

„Keine Ahnung? Steht denn drin, wo diese Gefängnisse sind?“ Sina

„Öhm… … … … Also Luceras Gefängnis ist in der Sonne und Aort auf dem Mond… Oh Cimmeris war schon immer frei, aber der ist spurlos verschwunden. Wenn ich das richtig lese, ist es genau diese Götterbestie, gegen die der damalige Held aus der Vergangenheit gekämpft hat. Der Rest ist unbekannt.“ Lion

„Ehrlich? Wenn die an solch unmöglichen Orten sind, müssen wir eh warten, bis die auf unserer Welt erscheinen. Gibt es denn irgendwelche Informationen über Exos? Der ist irgendwie ja das größte Problem.“ Sina

„Nein… nichts. Aber was hier noch steht, dass von den bekannten Götterbestien noch zwei weitere unbekannte auf dem Kontinent Dunkon existieren, diese haben aber keinen Namen. Deren Aufgabe ist es, die Monster, die dort als stärkste Monster der Welt gelten, unter Kontrolle zu halten.“ Lion

„Je mehr wir erfahren, desto weniger will ich eigentlich wissen.“ Lara

„Hmm… ich will, dass von diesem Dokument genügend Kopien erstellt werden und jeder Organisation der Welt zur Verfügung gestellt wird. Vielleicht ist es ein Buch und alles nur gelogen, aber meine Tätowierung hier beweist leider das Gegenteil, weswegen ich das doch ernst nehmen muss.“ Sina

„Warum haben sie solche Informationen für sich behalten? Sie wussten doch selber, dass Titanus von den Abenteurern gejagt wird.“ Mel

„Vermutlich haben sie damit gerechnet, dass Titanus nie fallen wird. Tja zu dumm, dass er mir über den Weg gekommen ist.“ Sina

„Nun hast du ja scheinbar eine Lebensaufgabe bekommen Schwester.“ Lara

„Auf die ich gerne verzichten würde, aber egal.“ Sina

„Ich werde mich darum kümmern, dass ihr schnell davon eine Kopie bekommt. Vielleicht gibt es irgendwo Hinweise, wie wir diese Götterbestien auch einfacher besiegen können, denn im Gegensatz zu ihnen, habt ihr nicht ein langes Leben Kanzlerin Sina.“ Lion

„Huch? Doch? Der Fluch hat meine Alterung gestoppt laut der Untersuchung von Neia der Elementarmagierin.“ Sina

„Echt? Sicher das es ein Fluch ist?“ Lion

„Fluch bleibt Fluch. War das alles oder habt ihr noch eine Überraschung für uns?“ Sina

„Hmm das war´s für Erste. Soweit ich mitbekommen habe, sollte die Armee von Efrana heute im Laufe des Tages erscheinen.“ Lion

„Wunderbar, dann werden wir morgen abreisen!“ Sina

„Endlich…“ Mel

„Also ich fand es mal abwechslungsreich mit Sina ein Abenteuer zu bestreiten.“ Lara

Die Damen verschwanden alle und ließen General Lion wieder in den Bergen von Dokumenten zurück. „Ich glaube, ich sollte mir danach einen Urlaub gönnen, bevor der Krieg gegen die Dämonen startet…“ murmelt Lion mit sich selber.

Dann traf im Laufe des Tages die Armee aus Efrana ein. General Lion, General Simon mit Friedrich sowie Sina, Mel und Lara waren nun im Thronsaal der Kathedrale.

„Lange nicht gesehen General Simon, ich hoffe, ihr habt das Reich Tuzato genossen auf eurer Reise?“ grüßt Lion ihn.

„Kann nicht klagen, nur das Gehetzte liegt mir nicht so. Ich hätte mir ja lieber Zeit gelassen, aber unsere gemeinsame Freundin war ziemlich deutlich gewesen bei unserem letzten Treffen. Übrigens der König ist ziemlich sauer, Lady Sina.“ grüßte Simon zurück.

„Kannst du dir vorstellen, wie egal mir das ist?“ lächelt Sina.

„Aber so was von. Im Grunde hatten wir wirklich nichts zu tun wisst ihr? Nachdem ihr mit den beiden reizenden Damen die Armee aus Tuzato mehr oder weniger ausgelöscht habt, habt ihr die größte Arbeit uns allen abgenommen.“ grinst Simon.

„Wir haben einige versprengte Rittergruppen gefunden, aber die Moral war… ziemlich zerstört. Waren vermutlich die Überlebenden, die euren Angriff überlebt haben.“ brummte Friedrich.

„Nun… Lara und Mel waren auch sehr tüchtig. Ihnen hat es irgendwie missfallen, dass der General mich angeschrien hat und ich wurde erst richtig sauer, als sie meine kleine Schwester angreifen wollten.“ schüttelt Sina den Kopf.

„Was sollen wir denn eigentlich noch tun? Ich habe jetzt nicht den Eindruck, dass ihr unsere Hilfe wirklich braucht“ schaute Simon Lion und Sina an.

„Eigentlich schon, denn wir müssen irgendwie dafür sorgen, dass in der Bevölkerung keine Panik ausbricht und weiterhin in Sicherheit ist. Unruhige Zeiten sorgen halt für Probleme wie erhöhte Kriminalität und ähnliches. Die Bewohner können ja nichts dafür, dass die Regierung… so verdorben war, auch wenn sie für ihre eigenen Leute das Beste gewollt haben.“ meinte General Lion.

„Außerdem, betrachtet es doch als eine Übung, wenn die Dämonen frei kommen. Ihr habt unterschiedliche Systeme in der Verwaltung des Militärs oder? Dann versucht doch einen gemeinsamen Nenner zu finden, denn sonst endet es nur in einem Chaos.“ schlug Sina eine Idee vor.

„Hmm, das können wir natürlich machen.“ schaute Simon Lion an, der nickte.

„Wunderbar, wenn der König sich beruhigt hat, kann er sich ruhig wieder bei mir melden, denn jetzt dürfte er ja keine Probleme mehr auf dem Buckel haben. Morgen bin ich mit den Mädels hier weg und dann geht es auf ins nächste Abenteuer!“ teilte Sina freudig mit.

Du bist das größte Problem!“ dachten alle Männer im Raum.

Kapitel 177

Ich bin wiedergeboren und der General schlägt zu?

Sina und Lara haben sich gewaschen und sich wieder schick gemacht. Danach gut gegessen und dann wieder Lion aufgesucht wo auch Mel anwesend war. Es ist viel Zeit vergangen und man sah den Angriff auf die Kathedrale.

„Herrin, ich habe alle Fluchtwege gefunden und die Männer haben sie zum Einsturz gebracht!“ berichtet Mel und wird von Sina auf dem Kopf gestreichelt. „Gut gemacht!“ lobt Sina sie grinsend und Mel wurde leicht rot.

„Hmm, Lara sieht tatsächlich hübscher aus ohne das viele Blut.“ machte der General ein Kompliment an Lara. „Uh… danke…“ murmelt Lara nur.

„Und wie ist die Lage?“ fragte Sina nun. „Hmm scheinbar ist die Kathedrale doch stabiler als gedacht. Wir haben versucht mit unseren Panzern Löcher in die Wände einzureißen, aber außer ein paar Kratzer keine nennenswerten Schäden. Deswegen lass ich jetzt alle Eingänge gleichzeitig angreifen.“ wirkte Lion leicht zerknirscht.

„Und wie lange rechnet ihr damit, bis die Soldaten eindringen können?“ fragte Lara nun und Lion hob nur eine Augenbraue.

„Sie darf das. Lara war früher selbst ein General und hat bestimmt die eine oder andere Idee, so wie sie am grübeln ist.“ grinst Sina.

„Nun… es hängt davon ab, wie viele Ritter tatsächlich noch drinnen sind sowie die Wasserversorgung und Proviant ist. Wenn wir Pech haben kämpfen wir immer noch, wenn uns die Armee aus Efrana erreicht.“ war die Einschätzung des Generals.

„Dann räuchert sie doch aus. Ich kenne mich ein bisschen mit Alchimie aus und kann genug Rauchbomben bauen, die ihr in die Eingänge schießt, aber durch alle Fenster ebenso. Ihr müsst eure Soldaten nur mit Gasmasken ausstatten und der Sieg dürfte heute noch in unserer Tasche sein.“ sagte Lara.

„Hast du denn alles was du brauchst?“ fragte Sina und Lara nickte. „Als Attentäterin müssen wir immer genug von allem haben. Ich brauch nur ein paar… Männer, die mir beim mischen helfen. Alleine dauert es zu lange.“ nickte Lara.

„Dann schicke ich euch die Heiler, sie sollten die richtigen Personen für solche Arbeiten sein. Ich werde eben… eine Operationsbasis vorbereiten.“ verschwand Lion.

„Ausräuchern? Die Idee hätte ich eigentlich der Herrin zugetraut…“ murmelt Mel. „Entschuldigung, dass ich für fast jede böse Tat auf der Welt zuständig bin.“ antwortet Sina sarkastisch.

„Auch ich habe fiese Tricks drauf. Früher hätte ich vermutlich noch moralische Bedenken gehabt, aber jetzt juckt mich das nicht mehr so wirklich.“ grinst Lara.

„Yeah, so ist meine kleine Schwester!“ jubelt Sina. Lion kam zurück: „Es ist alles vorbereitet, wenn ihr mir folgen würdet?“

„Wir sehen uns später!“ winkt Lara zum Abschied und verschwand mit Lion. „Nun sind wir alleine Mel, irgendeine Idee wie wir uns die Zeit vertreiben?“

„Wir können die Abenteuergilde aufsuchen und die Aufträge abgeben.“ schlug Mel vor, aber Sina schüttelt den Kopf.

„Besser nicht, sonst könnten Fragen aufkommen die wir schwerlich beantworten können.“ und Sina überlegte, bis sie zwei Liegestühle aus ihrem Inventar rausholte.

„Lass uns die Aussicht hier genießen. Auch wenn ich überlegen muss, wie ich mich hinlegen kann… egal!“

Es wurde bald dunkel, aber Lara schaffte es rechtzeitig mit den Alchimisten genügend Rauchbomben zu entwickeln, dass man einen Ansturm in die Kathedrale wagen kann. Lion hat mit den Offizieren alles abgeklärt und Mel hilft bei der Aktion, die Rauchbomben in die obersten Fenster der Kathedrale zu werfen.

Nun saßen Lara und Sina auf den Liegestühlen und genossen die Show, als General Lion zum Angriff blies. Die unterschiedlichsten Eingänge standen unter Rauch und aus allen Fenstern kam grauer Rauch raus, in die Mel die Bomben warf.

„Das Schöne an diesem Rauch ist, man sieht nichts mehr, es greift auch sehr stark die Lungen an, sodass man sich überhaupt nicht mehr auf den Kampf konzentrieren kann.“ erzählt Lara.

„Wenn ihr solche Tricks drauf hattet, wieso hat Kain und seine Leute nicht auf diese Mittel zurückgegriffen?“ wundert sich Sina.

„Weil er mehr Muskeln als Hirn im Kopf hatte. Seine Stärke war real, keine Frage, aber wenn man Kain einsetzt, will man einen sehr öffentlichen und bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich und meine Leute werden eingesetzt, wenn es… im Stillen geklärt werden soll.“ sagte Lara ihre Meinung.

„Oha? Dann hat Acula wohl die falsche Wahl getroffen.“ nickte Sina.

„Das… weiß ich nicht, aber hätte man uns in Fanfoss eingesetzt…. besser wir sprechen darüber nicht…“ meinte Lara, aber beide wussten, was sie sagen wollte.

Die Damen beobachten, wie Soldaten mit den Gasmasken es nun schafften, in die Kathedrale einzudringen…

Zur Nacht gab der Feind auf. Die weißen Flaggen wurden gehisst zur Kapitulation. Die Soldaten schrien vor Freude über den Sieg, als General Lion dies verkündete. Der Papst und seine geistlichen Berater waren im Versammlungsraum eingesperrt, während die Ritter alle entwaffnet waren.

General Lion bat Sina, dass sie ihn begleitet, was sie mit größtem Vergnügen tat, dabei begleiten Mel und Lara sie ebenso.

Lion öffnete die Tür vom Versammlungsraum und alle starten zuerst ihn an, wechseln dann aber den Blick zur der Frau mit den Flügeln.

„Ich bin General Lion, die bezaubernde Dame hinter mir ist die Reichskanzlerin Sina, die ihre eigene Wache mitgebracht hat. Dieses Reich steht nun unter unserer Kontrolle.“ sagt Lion mit einer lauten Stimme.

„Habt ihr denn keinen Funken Verstand? Wie könnt ihr Hand an den Diener der Göttin anlegen?“ protestiert Bischof Georg.

„Ah, der Fettsack Georg, wir haben uns lange nicht mehr gesehen. Eigentlich müssten wir euch und dem alten Sack da oben die Fragen stellen, mit welchem Recht ihr auf die Idee gekommen seid, unseren Nachbarn Efrana anzugreifen?“ ätze Sina sofort.

„Ihr… wisst das genau! Erzählt uns nicht, als wüsstet ihr nicht von dem Gespräch, das ich mit dem König geführt habe!“ schimpft der Bischof.

„Ich hatte das eine oder das andere Gespräch mit dem König schon gehabt, aber ansonsten? Was glaubt ihr denn zu wissen, was ich eventuell Wissen könnte?“ grinst Sina böse.

„Wir wollten, dass der König uns die Helden überlässt, die die Göttin in diese Welt gesetzt hat. Nur durch unsere Hand…“ wollte der Bischof erklären, aber Sina hob die Hand hoch.

„Erspart mir euren Scheiß. Wisst ihr, dass wusste ich natürlich, dass der König zwei Helden beherbergt. Ich hab ihm gewisse Tipps gegeben, wie er mit ihnen umgehen sollte, aber ansonsten lag die letzte Entscheidung bei ihm. Was ihr aber nicht wusstet ist, wir haben auch zwei beschworene Helden.“ offenbart Sina ihnen ein Geheimnis und alle reagierten geschockt.

„Bitte? Ihr wollt uns sagen, dass vier beschworene Helden auf diese Welt von der Göttin geschickt wurden?“ meldet sich nun Papst Silvester.

„Das ist richtig. Nun stellt euch eine Frage, wieso hat die Göttin euch nicht wenigsten einen Helden abgeliefert, hmm?“ grinst Sina sadistisch. „Wann hattet ihr überhaupt mal das letzte Gespräch mit ihr gehabt? Ich glaube an die Existenz der Göttin, aber nicht an die Sprecher der Göttin, denn niemand kann nachweisen, ob eure Worte wahr sind oder nicht.“

„Das ist Heuchelei!“ protestiert der Bischof wieder und Lara ließ ihre Fäuste knacken und Mel war auch nicht wirklich glücklich.

„Mir egal, ihr seid komplett entmachtet und wir übernehmen die Kontrolle. Es wird nicht lange dauern bis unser Verbündeter aus Efrana ebenso hier ist. Dann wird mit der Armee der Rest des Landes ebenso aufgeräumt. Eure Zeit als Theokratie ist ab heute offiziell vorbei.“ verkündet Sina.

„Ihr… seid ein Monster. Ich habe die Übertragung und die Rede des Mannes gehört, als er euch mit euren Flügeln offenbart hat. Ich habe ihm keine Minute geglaubt, denn in meinen Augen seid ihr nun das, was ihr schon immer wart: Ein Monster in Menschengestalt!“ schimpfte Papst Silvester, er ist dabei von seinem Thron aufgestanden.

Auf einmal ging General Lion zu ihm hin und schlug ihn mit seiner Kraft ins Gesicht. Der Papst stürzte sofort zu Boden und verlor dabei seine Mitra. Wieder reagierten die Geistlichen geschockt, dass jemand die Hand gegen ihren Führer erhob.

„Eigentlich wollte ich euch mit meinem Schwert töten, aber ich dachte, so einen schnellen Tod habt ihr nicht verdient. Beleidigt ruhig weiter die Reichskanzlerin und wir werden sehen, wie das für euch endet.“ knurrte General Lion.

„Wie… könnt ihr es wagen!“ stammelt Bischof Georg.

„Wir können es wagen, weil wir die Sieger sind. Ihr habt keinerlei Machtbefugnisse mehr. Alles was in eurem Besitz war, gehört nun uns. Scheinbar habt ihr schöne Gefängnisse und nun könnt ihr sie alle gemeinsam von innen anschauen.“ verkündet Sina es und mehrere Soldaten betraten den Raum.

„Ihr wisst nicht was ihr damit angerichtet habt!“ rief Papst Silvester. „Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie egal mir das ist. Ich bin nur froh, dass das Drama mit euch nun ein Ende hat, ob ihr nun am Leben bleibt oder nicht. Männer, bringt dieses ekelhafte Pack weg.“ befahl Sina und die Soldaten salutierten.

„Die Göttin wird euch für eure Taten bestrafen!“ brüllte Bischof Georg, als er raus gebracht wurde. „Vermutlich hat sie euch bestraft für eure Intrigen.“ kommentiert Mel es.

Als der Papst von den Soldaten raus gebracht wurde, hielt Sina die Soldaten auf. „Was mich irgendwie interessiert ist, warum sollten die Helden denn von dem bösen bösen König befreit werden? Nach meinen Untersuchungen habt ihr nie wirklich einen Helden unterrichtet oder ähnliches.“

„ … Das werdet ihr nicht verstehen…“ murmelt der Papst, dem alle Hoffnungen aus den Augen verloren gegangen sind.

„Schade das Kurt und Thomas nicht hier sind, sie hätten euch dazu gebracht, dass ihr es ihnen verständlich erklärt, aber diese Entscheidung überlasse ich Kaiserin Emilia. Sie ist immer noch sehr sauer auf euer Reich, aber jetzt? Dürfte sie richtig glücklich sein.“ teilt Sina es mit und die Wachen brachten den Papst weg.

„Wow, das ist der schnellste Krieg in der Geschichte gewesen.“ grinst General Lion. „Stimmt, dann müsst ihr aber damit rechnen, dass der Krieg mit den Dämonen umso schlimmer sein wird.“ meint Sina.

„Hoffentlich kriegen wir das schnell geklärt mit dem Reich hier. Ich bin ja mehr für eine Aufspaltung, als das wir eine neue Regierung hinsetzten.“ war die Meinung von Lion.

„Das ist das Problem der Kaiserin und des Königs. Ich habe nun genug getan in dieser Hinsicht, meinst du nicht auch Lion?“ hielt Sina schräg den Kopf.

„Stimmt, aber ich würde mich trotzdem freuen, wenn wir wieder mal ein paar Runden Schach spielen könnten.“ lächelt Lion.

„Das können wir natürlich machen. Wir bleiben eh solange hier, bis General Simon angekommen ist und dann werde ich mit meinen Mädels hier wieder nach Fanfoss zurückkehren.“ teilte Sina ihre Pläne mit.

„Dann werde ich Kaiserin Emilia Bericht erstatten, dass diese Operation ein voller Erfolg war.“ nickt Lion und verschwand.

„Und was machen wir nun Sina?“ fragte Lara.

„Wir suchen nochmal das gleiche Gasthof auf und warten, wie sich alles entwickelt.“ kam die Antwort von Sina.

„Zumindest sorgt ihr für Chaos auf der Welt.“ grinst Mel.

Kapitel 176

Ich bin wiedergeboren und die Frauengespräche?

„Eure Heiligkeit! Wir werden von der Armee aus Osnain angegriffen und können die Armee an der Grenze von Efrana nicht erreichen!“ meldet ein Geistlicher panisch.

„Bei der Göttin… haben sie wirklich darauf gewartet, dass wir so einen Zug machen?“ murmelt Papst Silvester.

„Ich verstehe das nicht… Wie konnten sie es denn so genau planen? Haben wir doch ein paar Verräter in unsere Reihen?“ fragt Bischof Georg.

„Dazu ist es zu spät. Unsere Stadt ist nicht gegen einen Krieg aufgebaut und wir haben nur die nötigsten Ritter zur Verteidigung.“ meldet sich ein anderer Geistlicher.

„Ruf alle Ritter zur Kathedrale, sie müssen unsere Heiligkeit mit ihrem Leben beschützen. Können wir die Abenteurer irgendwie überzeugen, dass sie bei der Verteidigung mithelfen?“ befahl Georg.

„Bedaure, aber sie halten sehr fest an ihrer Neutralität und werden sich nicht an einem Krieg beteiligen.“ klärt ein Geistlicher das Problem auf.

„Hat die Göttin uns den Rücken gekehrt?“ dachte Papst Silvester noch, als die nächste Meldung kam.

„Unsere… Hauptstadt wird gerade von der Armee aus Osnain umkreist und… eine andere Armee hat soeben unser Land betreten.“ berichtet ein Ritter, der in den Versammlungsraum rein rannte.

„Die… andere Armee? Sprich dich deutlicher aus!“ schimpft Bischof Georg.

„Die Armee aus Efrana. Es wurden ihre Banner gesichtet und wir haben leider immer noch keinen Kontakt zu unserer Armee, als hätte sie sich in Luft aufgelöst!“ korrigierte der Ritter sich.

„Das geht alles viel zu schnell. Holt alle Ritter zur Kathedrale wie ich es befahl, dann müssen wir sofort Notfallpläne erarbeiten!“ befahl Bischof Georg.

„Eure Heiligkeit, das ist vielleicht die schwerste Prüfung von der Göttin, aber ich glaube, dass wir trotzdem eine Lösung finden werden.“ kniete der Bischof vor dem blassen Papst.

„Was für ein intriganter und manipulativer Geist hat es geschafft… alle Karten so auszuspielen, dass wir so in die Ecke bedrängt werden… das ist…“ murmelt der Papst.

Sina flog mit Mel sowie Lara der Grenze entlang und fand einen anderen zerstörten Grenzposten. Aus der Entfernung konnte sie das Banner von Osnain ausmachen, so flog sie darauf zu. Es war das alte Lager gewesen, von wo sie ihren Angriff gestartet haben.

Sie suchte nach Soldaten und fand auch welche, worauf sie sich direkt stürzte. Dabei tat sie mit ihrer Aktion den beiden Damen keine gute Tat, denn Lara wurde es wieder leicht übel, aber darauf konnte Sina keine Rücksicht nehmen.

„Seid gegrüßt, ihr wisst, wer ich bin?“ stand Sina vor den Soldaten, die sofort salutierten. „Natürlich Reichskanzlerin, wie können wir ihnen helfen?“

„In welche Richtung marschiert unsere Armee? Am besten ihr zeigt mir direkt den Weg wohin ich fliegen muss.“ befahl Sina und die Soldaten zeigten die Richtung. Sina bedankte sich und flog direkt wieder los.

„Kannst… du nicht ein bisschen zarter landen oder starten?“ nörgelt Lara. „Wenn du möchtest, kannst du bei mir schlafen, falls es dich beruhigt.“ bot Sina an und Lara wurde still, ganz wie Sina es beabsichtigt hat.

Es dauerte ein bisschen, dann sah Sina, wie eine Armee eine große Stadt umrundet hat und schon im Kampf war.

„Ah… sind wir doch noch rechtzeitig angekommen.“ grinst Sina und flog wieder runter. Sie landete hinter mehreren Soldaten, die sich sofort umdrehten und die Reichskanzlerin erkannten. Sofort salutierten sie alle vor ihr.

„Bringt mich sofort zu General Lion!“ befahl Sina, trug aber weiterhin die Damen. Einer der Soldaten ließ sich dazu erbarmen und Sina folgte den Mann. Nach einige Zeit war Sina dann endlich beim General Lion und ließ die Damen los.

„Ah, rechtzeitig zum großen Finale gekommen. Ich wünschte, Kriege würden immer so schnell gehen.“ grüßte Lion und wirkte über die Damen interessiert.

„Darf ich vorstellen, das ist Lara und Mel. Wir haben gemeinsam Monster gejagt, als wir von der Armee angegriffen wurden.“ stellte Sina die Damen vor, aber sie lagen immer noch auf dem Boden.

„Scheinbar haben sie beide ein Problem im meinen Flugtechniken.“

„Ah… ok? Soll ich die Heiler holen?“ bot Lion an, aber Sina schüttelt den Kopf. „Die brauchen nur einen Moment, sonst schlafen sie bei mir heute.“ sagte Sina. Als sie die Worte hörten, standen Mel und Lara auf einmal kerzengerade.

„Du kannst echt gemein sein Herrin!“ „Ich weiß nicht wer schlimmer ist… du oder Sherry.“ nörgeln die beiden.

„Huch? Du bist doch ein Vampir oder?“ fragte Lion interessiert an Lara. „Das bin ich, gibt es ein Problem damit?“ starrte Lara den General an, aber der grinst nur weiter.

„Nein, ich wusste das die Reichskanzlerin sehr interessante Freundinnen hat, aber es ist mein erstes Mal das ich einen Vampir sehe. Ich hoffe, ich habe mit meiner Frage euch nicht gekränkt?“ verbeugte sich Lion vor ihr.

„Mel dürfte sogar interessanter sein als Lara, aber das ist eine Geschichte für später. Wie ist der Stand der Dinge? Scheinbar seid ihr ziemlich schnell unterwegs gewesen, dabei hatte ich nicht den Eindruck gehabt, das mein Kampf solange gedauert hat?“ wundert sich Sina.

„Das liegt daran, dass ich die Soldaten mit mobilen Fahrzeugen ausgerüstet habe. Die Städte habe ich so eingeteilt, dass die Offiziere sie selber mit ihren Gruppen einnehmen konnten. Zusätzlich kannten wie die Pläne der Städte und es waren bisher nicht wirklich welche dabei gewesen, wo es zu einem Kampf kam, so konnten wir direkt hierher fahren.

Wenn ich sagen würde, die Operation „Blitzkrieg“ verläuft ziemlich gut. Nur in der Hauptstadt haben wir nun Probleme, was heißt Probleme. Alle Ritter haben sich in diese riesige Kathedrale zurückgezogen, so nehmen wir die wichtigsten Posten ein, damit wir auf der sicheren Seite sind, wenn der Kampf erst richtig losgeht.“ berichtet Lion und bei dem Wort „Blitzkrieg“ schaute Lara Sina an.

„Ich habe ein paar Spiele gespielt, wo so eine Taktik ziemlich gut funktioniert. Wir hatten alle Karten auf unserer Seite meine kleine Schwester.“ grinst Sina Lara an.

„Oh? Das ist eure kleine Schwester?“ wirkte Lion noch interessierter.

„Vor kurzem erst geworden. Sie ist doch niedlich oder? Gut, wenn man das Blut von ihr entfernt, kann man ihre Schönheit erst recht sehen, aber ansonsten? Niedlich.“ lächelt Sina und Lara wurde rot.

„Eh… danke?“ wusste Lara nichts besseres zu sagen. „Und meine Kampfpartnerin!“ grinst Mel von hinten.

„Werdet ihr im Kampf helfen Reichskanzlerin Sina?“ fragte General Lion, aber Sina schüttelt den Kopf.

„Vorerst nicht. Das ist euer Ding. Sollte es natürlich zu Problemen kommen, kann ich helfen, aber eigentlich müsst ihr nur die richtigen Züge ausspielen. Was ich aber raten dürfte ist, dass ihr nach unterirdischen Fluchtwegen sucht, denn das würde mich nicht wundern, wenn sie so was gebaut haben.“ schlug Sina vor.

„Stimmt, Fluchtwege werden immer gebaut und hier wird es vermutlich nicht anders verlaufen. Hmm zu dumm das ich nicht die richtigen Gerätschaften dabei habe.“ murmelt Lion, als Mel sich meldet.

„Ich kann sie für euch suchen, wenn es gewünscht ist. Mit meinen… Kräften ist das kein Problem.“ erklärt Mel. „Oh? Ihr mag eure Freundinnen immer mehr, woher zieht ihr immer die talentierten Personen an Land? Ich hole eben die richtigen Männer für die Aufgabe.“ und Lion verschwand.

„Das kannst du Mel?“ fragt Lara erstaunt und Mel nickte nur. „Es war als Geist sehr verwirrend für mich, die Welt aus einer anderen Sicht zu sehen, aber irgendwann habe ich mich daran gewöhnt.“ erklärt Mel als Lion mit sechs Soldaten wiederkam.

„Diese Soldaten sind der Erdmagie mächtig und können die Tunnel zum Einsturz bringen, bringt sie einfach in Position und sie übernehmen den Rest. Ihr werdet diese Frau mit eurem Leben beschützen, verstanden?“ befahl Lion die Männer die alle gleichzeitig salutierten. „Ok? Dann folgt mir einfach, ein Tunnel ist schon hier in der Nähe…“ verschwand Mel.

„Glaube, das eher Mel die Männer beschützen wird.“ murmelt Sina und Lara stimmte ihr zu. „Soo, da ihr alles im Griff habt, suchen Lara und ich einen Gasthof auf, wo wir uns waschen können, so kann ich sie nicht weiter rumlaufen lassen.“

„Tut… was ihr für richtig haltet.“ meinte Lion nur grinsend, als Sina Lara vom Ort wegzog. „Bist… du sicher, dass du es nicht kontrollieren solltest Sina?“ fragte Lara nur.

„Ja? Lion ist ein fähiger General und Mel kümmert sich um die Fluchtwege, Simon und Friedrich sollten auch längst in dieses Land eingefallen sein. Wenn die in der Kathedrale jetzt nicht irgendeine Geheimwaffe haben, mache ich mir keine Sorgen. Dort! Das Gasthaus nehmen wird!“ erklärt Sina.

Die Damen betraten das Gasthaus und sehen nur einen verängstigten Wirt. „Seid gegrüßt, wir bräuchten Essen und eine Möglichkeit uns zu waschen, könnt ihr uns beides anbieten?“ fragte Sina und legte direkt fünf Goldmünzen auf den Tresen. Wie schnell Gold Personen verändern konnten und auch keine Fragen stellen, wenn eine Dame Flügel hatte und die andere blutverschmiert ist.

„Das haben wir beides selbstverständlich. Ich werde euch sofort ein Zimmer vorbereiten, wo ihr euch umziehen könnt. Das Essen werde ich sofort bereiten, damit ihr nach eurem Bad es frisch auf dem Tisch habt.“ erklärte sich der veränderte Wirt freundlich. „Ok, wir warten solange hier!“ nickte Sina.

Einige Zeit später wuschen sich Lara und Sina im Badezimmer. Dabei fiel Sina eine große Narbe im Rücken von Lara auf und strich mit dem Finger darüber, was Lara zum quietschten brachte.

„W… was soll das?! Ich dachte, du hast Sherry?!“ reagierte Lara erstaunt. „Natürlich habe ich Sherry, aber deine Narbe im Rücken konnte ich nicht übersehen und hat mich neugierig gemacht.“ beruhigte Sina die rote Lara.

„Ah… das war der Dämonenkönig. Er hat sein Schwert durch meinen Körper gerammt, weil ich unvorsichtig wurde. Ich würde ja gerne sagen, dass ich die Lektion fürs Leben habe, aber die zwei Löcher hier am Hals sind die eigentliche Lektion und werden mich immer daran erinnern, was ich bin.“ zeigte Lara an ihrem Hals.

„Oh… ich habe auch zwei Narben. Die am Bauch hier war es, wo Acula seine Hand durch gerammt hat und diese hier an der Brust habe ich mir selber zugefügt, als ich mich mit Thorn selber aufspießte und Acula´s Herz getroffen habe. Mir wäre es überhaupt nicht aufgefallen, aber Sherry hat sie mir eines Morgens gezeigt und seitdem kann ich sie nicht vergessen.“ grinst Sina.

„Ich… bin dir wirklich dankbar, dass du mir diese Chance gibst.“

„Huch? Ist was passiert?“

„Nein, aber ich wollte es dir trotzdem gesagt haben. Weißt du, als ich hier auf diese Welt kam, war ich alleine und hatte nur sehr wenige Freunde. Nach dem Bau der Barriere trennten wir uns irgendwie alle und ich wollte mich einfach nur erholen, bis… die Geschichte mit Acula passierte.

Ich will meine Vergangenheit nicht verleugnen und sie ist passiert, aber das jetzt ist wirklich ein Neubeginn für mich und lerne dank dir neue Freunde… und habe eine große Schwester, auch wenn sie das ist, was ich früher bekämpft habe.“ grinst Lara frech. Sina umarmte Lara von hinten.

„Ich kenne das Gefühl von der Einsamkeit, wenn man auf dieser Welt das erste Mal erscheint, nur ich bin hier geboren worden und nutze die Chance, auch wenn ich halt… einer von den Bösen wurde.

Die Kinder aus dem Waisenhaus nennen mich auch alle große Schwester und sehen in mir ein Vorbild, sowie der Sohn von Friedrich. Immer wenn sie mich so nennen, fühle ich mich richtig glücklich.

Ich habe mehrere Schwestern, aber ich weiß nicht, was aus ihnen wurde, nachdem ich geboren war. Mein Vater war in dieser Hinsicht sehr deutlich gewesen, dass er nichts von ihnen wissen wollte. Deswegen… kannst du mich ruhig so nennen wie du es für richtig hältst… außer Mutter natürlich!“

„Wenn… du die Chance hättest in die Welt zurückzukehren, würdest du das Angebot annehmen?“

„Nein. Ich bin froh aus dieser schrecklichen Welt entkommen zu sein. Hier habe ich alles, was ich in der anderen Welt nicht hatte. Eine eigene Villa, eine Freundin die ich liebe und für die ich auch die Welt erobern würde, Freunde auf die ich mich wirklich verlassen kann und eine Familie, die ich gerade umarme. Und du?“

„Eh ah?! Du kannst verdammt gut mit Worten umgehen, dass man so dahinschmelzen könnte… Hmm… ich hatte diese Gedanken mal gehabt, aber… was soll ich denn in der Welt machen? Ich weiß nicht mehr, aus welchem Jahr ich beschworen wurde und ich würde nur Probleme als Vampir haben. Ich kann höchsten als Killerin arbeiten und muss irgendwie an das Blut kommen.

Nein, ich bleibe lieber hier, wo ich dank dir etwas aufbauen kann und nicht verzichten will. Außerdem habe ich doch den meisten Spaß jetzt wieder mit dir Schwesterherz.“

„Awww….“

Kapitel 175

Ich bin wiedergeboren und der Angriff auf Tuzato?

„General Simon! Die Armee aus Tuzato wurde zerstört!“ berichtet sofort ein Soldat. Simon spuckte seinen Tee, den er am trinken war, direkt wieder aus.

„BITTE?!“ staunte Simon und auch Friedrich musste das gehörte verarbeiten. „Könnt ihr ein paar Details nennen?“ brummte Friedrich.

„Wir haben eine Gruppe von Abenteurern gesehen, die scheinbar vor uns Monster gejagt haben und dann die Armee von Tuzato aufgehalten hat.

Irgendwie… reagierten die Ritter nicht auf die Abenteurer so ist jemand gesprungen und hat eine ziemliche große Linie über den Boden gezogen und dann hatten sie ihre Aufmerksamkeit.

Scheinbar kam es zu einem Streit, wo die Ritter die Abenteurer angegriffen haben… und diese ein Massaker in der Armee angerichtet haben.“ erklärte der Soldat.

„Simon? Ohne es zu wissen, aber ich ahne, wer in dieser Gruppe dabei war…“ brummte Friedrich und Simon nickte ebenso.

„Könnt ihr diese Abenteurer beschreiben?“ hakte Simon nach.

„Eine Frau mit Flügel, vermutlich Lady Sina. Eine schwarz-gerüstete Frau mit weißer Haut die… irgendwie unzählige Schwerter benutzte und eine weitere weiße Frau die mit ihren Händen einfach die Gliedmaßen oder Köpfe den Rittern abriss. Die Frau mit dem Flügel hat den Grenzposten zerstört und auch die meiste Zerstörung unter der Armee angerichtet, so dass der… Rest nun flieht.“ berichtet der Soldat.

„Puh… dann gebt den Bericht dem König weiter.“ freute sich Simon. „Jawohl General Simon!“ salutiert der Soldat und verwand.

„Erinnere mich dran, mich bei Lady Sina zu bedanken.“ brummte Friedrich, als auf einmal eine Gestalt mit zwei Frauen angeflogen kam.

„Ah… da seid ihr ja!“ grüßte Sina und landete mit Lara sowie Mel vor den Männern. „Also wart ihr es wirklich gewesen.“ grinst Simon.

„Was? Ich wurde bei meiner Arbeit als Abenteurer von ihnen angegriffen.“ tat Sina ahnungslos während ihre Begleiter ihr zunickten.

„Die Spinner wollten einfach nicht auf meine Schwester hören und beleidigten mich am Ende noch. Intolerantes Pack!“ schimpfte Lara, an der man überall noch das Blut sah.

„Schwester?“ wundert sich Simon. „Es ist wie mit Ralph. Man kann sich seine Familie nicht aussuchen, wo man geboren wird, aber sehr wohl seine Freunde oder wen man als neue Familie haben möchte. Ich wollte schon immer eine kleine Schwester haben, auch wenn sie viel älter ist als sie aussieht.“ umarmte Sina die Vampirin.

„Ah… ich habe schon gehört, das Vampire in Fanfoss als Abenteurer arbeiten, aber das ist mein erstes Mal, dass ich leibhaftig einen Vampir vor mir sehe. Wenn ich mich vorstellen darf, General Simon und das ist mein Freund Friedrich.“ stellte sich Simon den neuen Damen vor.

„Mein Name ist Lara und das ist Mel, ihr hoffe, dass ihr mehr Toleranz zeigt?“ lächelt Lara freundlich, aber mit dem Blut… musste man schon einen harten Magen haben.

„Aber sicher das. So wie wir Lady Sina akzeptieren, so akzeptieren wir auch ihre Freunde.“ brummte Friedrich nickend.

„Brummt der Mann immer soviel?“ fragte sich Mel in Gedanken. „Nun meine Herren, ich wollte eigentlich nur Hallo sagen und euch um etwas bitten.“ lächelt Sina nun freundlich.

„Wenn es machbar ist?“ wurde Simon neugierig.

„Ich will, dass ihr Tuzato angreift.“ sagt Sina ihre Bitte.

„Bitte?!“ staunte Simon und selbst Friedrich riss seine Augen auf. „Keine Diskussion Simon, notfalls berufe ich mich auf meinen Ring, den ihr mir gegeben habt. Ich will das ihr Tuzato angreift und das Kaiserreich Osnain unterstützt, denn die greifen Tuzato gerade an und werden eure Hilfe benötigen.

Es ist Zeit, dass wir einen Dorn aus diesem Kontinent ziehen und dieser Dorn heiß Tuzato. Alleine, dass sie euch angreifen wollten, ist ein Grund genug, dass IHR zum Gegenangriff geht. Osnain hat genug Gründe und ich werde ihnen gleich zur Hilfe eilen mit den Damen hier. Also, wie lautet eure Antwort?“ fragte Sina nach der Erklärung.

„Du… würdest soweit gehen und „Hope“ benutzen?“ fragte Simon zurück. „Ja, denn ich habe die Nase echt voll von Tuzato. Aufgrund das ihre Armee zufälligerweise von uns zerstört wurde, werden wir es einnehmen und einmal richtig aufräumen in ihrem Land, das geht aber nur, wenn ihr ebenso angreift. Osnain hat nicht genug Leute um dieses Land auf Dauer zu kontrollieren.

Wenn es erstmals besetzt ist, kann der König mit der Kaiserin immer noch diskutieren, was mit dem Reich geschehen soll, aber wenn wir nichts machen, wird Tuzato immer wieder Probleme machen und die brauchen wir echt nicht.

Ihre Armee ist vielleicht zerstört, aber sie sind auch Meister der Intrigen, wollt ihr wirklich riskieren, dass sie vielleicht ruhig bleiben und die nächsten Schritte planen?“ redet Sina auf die Herren ein.

„Puh… was meinst du Friedrich? Noch hat Lady Sina ihren Ring nicht eingesetzt und bittet uns noch.“ fragte Simon nach Rat.

„Lass uns angreifen.“ sagte Friedrich nur, der von Lady Sina überzeugt wurde. „Ok? Sollen wir dem König noch Bescheid geben oder…“ überlegte Simon laut.

„Nein, ihr meldet euch nur, wenn Tuzato´s Hauptstadt eingenommen wurde. Sonst bekommt er nur Magenschmerzen.“ kommentierte Sina.

„Ok ok… wir werden marschieren, aber es wird dauern, bis wir auf die Armee von Osnain zustoßen können, weil wir keine Angriffspläne für heute vorbereitet haben.“ seufzte Simon.

„Das reicht. Wir sehen uns dann später.“ verabschiedet sich Sina und flog mit Lara sowie Mel weg.

„Und du hältst das für richtig Friedrich?“ „Nein, aber letztendlich hätten wir eh keine Wahl.“

Woanders…

„General Lion, wir haben die nächste Stadt erobert und erreichen bald die Hauptstadt.“ salutierte ein Offizier vor ihm.

„Gut, Mindestbesetzung zurücklassen und direkt die Hauptstadt ansteuern, bevor sie sich eine stabile Verteidigung aufbauen können!“ befahl Lion. Der Offizier salutierte und verschwand.

„Welch ein Zufall, dass die Hauptstadt so nah bei uns liegt.“ grinst Lion und dachte ein paar Tage zurück.

“Kaiserin Emilia, uns gehen die Ideen aus was wir mit dem Helden Davino tun sollen.“ beschwert sich sein Ausbilder.

„Was ist denn jetzt schon wieder los?“ wundert sich Emilia.

„Egal was wir Davino vorsetzten, er versteht die Idee dahinter sehr schnell und kann es umsetzten. Selbst Fallen, die wir ihm heimlich stellen, nimmt er in manchen Situationen bewusst in Kauf, um seinen Gegner zu besiegen. Das Schlimmste ist, dass er unheimlich arrogant geworden ist. Mir gefiel Davino am Anfang am besten, aber jetzt?“ schüttelt der Ausbilder den Kopf

„Hmm… sollen Kurt und Thomas wieder eingreifen?“ fragt Emilia, aber Lion mischte sich ein. „Ich würde davon abraten, weil Davino nun eine Stärke angenommen hat, wo sie beide sogar verletzt werden könnten. Lass ihn doch einfach nun Monster jagen mit Miyu. Fragen wir die Abenteuergilde, die können es am ehesten abschätzen, welche Monster für ihn in Frage kommen und wir haben vorerst unsere Ruhe.“

„Dann machen wir das so… oh? Ich bekomme eine Übertragung aus Fanfoss? Dann ist das bestimmt Sherry!“ freute sich Emilia, die den Schalter umlegte, aber es war die Reichskanzlerin Sina, die sehr verschwitzt in komischen Kleider erschient.

„Hallöchen, ich bins!“ grüßte Sina lächelnd.

„Huch? Das ist jetzt unerwartet dich zu sehen Sina.“ wundert sich Emilia. „Du kannst nun verschwinden und das umsetzen, was General Lion vorgeschlagen hat!“ Der Ausbilder salutierte und verschwand.

„Alles fit bei euch? Benimmt sich der eine Held nun?“ fragte Sina höflich.

„Benehmen ja, aber nur in unserer Anwesenheit. Seine Ausbilder nörgeln, dass er sehr arrogant geworden ist. Dummerweise hat er tatsächlich ein Talent zum Kämpfen und schicken ihn nun raus, dass er sich mit Monstern anlegen kann.“ berichtet Lion.

„Ah? Ok, vielleicht trifft er ja auf ein Monster, wo er sich in die Hose macht, aber das ist mir egal. Ich melde mich als Reichskanzlerin und habe euch was zu sagen.“ nickte Sina nach dem Bericht.

„Eh… ok?“ wurde Emilia misstrauisch.

„Der König aus Efrana hat mich vor ein paar Stunden informiert, dass Tuzato einen Krieg gegen ihn führen wird.“ berichtet Sina.

„BITTE?!“ staunte Emilia und Lion schaute nicht schlechter über diese Information. „Wieso das denn?“

„Die haben irgendwie mitbekommen, dass der König zwei Helden hat und forderten von ihm, dass er sie rausrückt, was er aber ablehnte. Nun wollen sie ihm sie gewaltsam wegnehmen.“

„Wie… verblödet sind die denn geworden?“ schüttelt Emilia den Kopf.

„Vermutlich ist der Glaube ihnen zu Kopf gestiegen oder… keine Ahnung, aber das ist vermutlich der beste Zeitpunkt, das WIR aktiv was gegen Tuzato machen werden.“ grinst Sina böse.

„Oh? Was habt ihr denn für Ideen?“ fragte General Lion sofort.

„Zufälligerweise werde ich mit ein paar Abenteurern in der Gegend Monster jagen, wo die Armee entlang marschieren wird. Je nachdem… kann es sein, dass die mich angreifen werden oder meine Kameraden, so müssen wir uns verteidigen. Ihr wisst, ja wie ich mich so „verteidige“.“ grinst Sina weiter.

„Ja… habe ich erlebt. Du willst dich so verteidigen, dass es am Ende die Armee von Tuzato nicht mehr gibt oder?“ murmelt Emilia und Sina nickte.

„Richtig. Wenn… der „Kampf“ stattfindet, ist das der Zeitpunkt wo wir unsere Armee nach Tuzato einmarschieren lassen.“ wurde Sina nun ernster.

„Hältst du das wirklich für eine gute Idee?“ zweifelt Emilia, aber Lion grübelt schon.

„Ja, habt ihr eine Karte wo Osnain und Tuzato abgebildet ist?“ fragt Sina.

„Einen Moment…“ kramt Lion in seinen Inventar und holte eine Tafel, wo er die Karte befestigen kann.

„Zeichne einmal dick unsere Frontarmee auf und die Grenze, dazu die Hauptstadt von Tuzato.“ bat Sina und Lion tat es.

„Huch? Die Hauptstadt ist ja sogar relativ nah. Ich denke, ihr wisst von wo die Armee nach Efrana marschieren würde oder Lion? Einmal die Grenze dort aufzeichnen mit ein paar X wo deren Armee stehen könnte und wo ihr definitiv wisst, wo die Armee aus Efrana steht.“ befahl Sina und Lion machte sich ans Werk, nach ein bisschen Überlegung.

„Ich weiß nicht wie groß die Armee sein wird, aber vermutlich werden sie alles einsetzen, um einen sicheren Sieg zu haben. Folgendes: Die Armee von Tuzato ist weit genug weg, dass wir die Operation „Blitzkrieg“ durchführen können.

Ihr werdet genug Späher mit Übertragungszauber an den Ort setzen, wo ich auch sein werde. Sobald der Kampf losgeht, ist es das Zeichen für euch, dass ihr die Grenzposten und Mauer zerstört und nach Tuzato marschiert.

Ich sehe auf der Karte einige Städte, die werdet ihr im Schnellverfahren erobern und eine Mindestbesetzung zurücklassen und euch nur auf die Hauptstadt konzentrieren. Dabei habe ich meine Zweifel, dass die Hauptstadt überhaupt irgendwelche Verteidigungsmaßnahmen haben, aber Vorsicht ist immer geboten.

Erobert die Hauptstadt und seht zu, dass ihr den alten Sack irgendwie lebendig in die Finger bekommt, sowie seine anderen geistlichen Führer, dann erhebt ihr das Kriegsrecht über die Hauptstadt und hoffen wir mal, dass es zu keinen nennenswerten Widerständen kommen wird.

Das ist unsere Aufgabe. Ich werde nach dem Kampf die Armee von Efrana überzeugen, dass sie ebenso in Tuzato einmarschieren, was heiß überzeugen… Ich werde es ihnen befehlen, dass sie einmarschieren müssen.

Sie werden etwas länger brauchen, bis sie sich in Bewegung setzten, aber sobald sie die Hauptstadt ebenso erreicht haben, haben wir gewonnen. Das ist also auch mit unserer kleinen Armee möglich. Alles danach überlasse ich dir und dem König, was mit Tuzato passieren soll. Aber was ich euch ans Herz legen wollte ist, dass die Theokratie abgeschafft wird.

Es ist in Ordnung einen Glauben zu haben, aber der Glaube darf uns nicht kontrollieren. Man sieht ja wie es momentan endet. Ihr könnt eine neue Regierung einbauen oder ihr teilt das Reich zwischen euch auf, aber damit habe ich weniger am Hut.

Aber nutzt die Chance und sucht alle dreckigen Geheimnisse, die Tuzato hat, alle Intrigen die durchgeführt wurden oder in Planung waren. Ich will wissen, warum sie so scharf auf die Helden sind. Ich weiß aus einer sehr sicheren Quelle, dass die damaligen Helden keinerlei Hilfe von den Dienern der Göttin bekamen. Also ist irgendetwas faul an der Sache und ich denke, dass es an ihrem gekränkten Stolz liegt.

Ich werde mich dem Anführer unserer Armee dann anschließen, wenn ich meine Arbeit auf der anderen Seite erledigt habe. Das sollte unsere Armee nochmal zusätzlich motivieren und ich werde notfalls eingreifen, sollte es Probleme in der Hauptstadt geben.“ erklärte Sina den Plan.

„Wow… habe ich schon erwähnt, dass ich mich glücklich schätzen kann, dass ihr kein feindlicher General seid? Ich wüsste überhaupt nicht, wie ich einen Krieg gegen euch gewinnen könnte.“ lobte General Lion.

„Ich habe keine Ahnung von Kriegsführung, aber die Erklärung klingt sehr plausibel und idiotensicher. Wie schnell könnt ihr wieder zur Front zurück reisen General Lion?“ fragt Emilia.

„Ich werde sofort nach dem Gespräch die restliche Armee mit an die Front nehmen und sollte es schaffen, Nachts dort anzukommen. Keine Sorge, ich werde die Offiziere mit meinen Übertragungszauber direkt auf alles vorbereiten, dass wir schnell startklar sind.“ grinst General Lion.

„Wunderbar, es freut mich bekannte Gesichter zu sehen. Gibt es Fragen zu meinen Plan?“ schaute Sina Emilia und Lion an.

„Also ich nicht, aber wenn du vielleicht Sherry sagen könntest, dass ich gerne mit ihr sprechen würde, darüber würde es mich schon freuen.“ bat Emilia.

„Nun, der Plan ist einfach gehalten und verständlich. Wir sehen uns dann an der Front Reichskanzlerin Sina!“ salutierte General Lion und rannte aus dem Thronsaal.

„Dachte, er mag keine Kriege?“ wundert sich Sina. „Vermutlich mochte er meinen Vater und kann es Tuzato nicht verzeihen.“ schüttelt Emilia den Kopf.

„Ich werde Sherry eine Nachricht hinterlassen, weil sie am arbeiten ist, ansonsten werden wir uns bald wieder hören.“ zwinkert Sina und beendet die Übertragung.

Kapitel 174

Ich bin wiedergeboren und meine Freundinnen flippen aus?

Die Damen haben sich ein Nachtlager aufgebaut, während sie an der richtigen Position warten. Mel hat noch die B Monster von dem Auftrag gefunden, die von Lara umgebracht wurden.

Am nächsten Tag wandern die Damen hin und her, damit die Späher nicht misstrauisch wurden, sollten sie beobachtet werden und bringen hier und dort ein paar Monster um.

„Sag Lara, du bist auf das Blut angewiesen oder?“ fragte Sina auf einmal und Lara nickte zur Bestätigung.

„Muss das direkt frisch sein oder kann man mehrere Flaschen Blut vorbereiten, womit du dich ebenso ernähren kannst?“ fragte Sina weiter.

„Es geht. Schmecken tut das nicht, aber es enthält alles, was ich zum Leben brauche. Wieso?“ wundert sich Lara.

„Weil ich am überlegen bin, wen ich als Kampfgefährten gegen die Gottesbestie Tierra mitnehme. Ich kann nur Personen mitnehmen, die eine hohe Feuerresistenz haben und das hast du nun mal. Bei Mel weiß ich nicht, ob sie überhaupt irgendwelche Resistenzen braucht mit ihrem Körper, die Eismagie wirkte bei Mel nicht, als hätte sie irgendwelche Probleme.“ erklärt Sina und Lara sowie Mel schauten sich erstaunt an.

„Du würdest uns mitnehmen? Nicht Sherry oder Neia?“ war Mel erstaunt und Lara stimmte ihr zu.

„Neia hat seit Titanus die Lust an weiteren Gottesbestien verloren und die anderen SSS-Abenteurer brauch ich nicht unbedingt zu fragen. Louis würde vermutlich mitkommen, aber dann werde ich vermutlich einen Krieg mit Prashi haben und den werde ich verlieren.

Sherry hätte ich gerne mitgenommen, aber sie hat keine wirklich hohen Feuerresistenzen und sie selber sagte, dass ich mich auf Tierra konzentrieren muss und mich nicht ablenken lassen darf, wenn Sherry in Gefahr ist.

Deswegen muss ich die schwere Entscheidung treffen und brauche Freunde um mich, die halt diese Bedienungen erfüllen.“ teilt Sina es den beiden mit.

„Wow, du machst dir wirklich viele Gedanken.“ lobt Lara

„Nun, ich möchte auch wieder zurückkommen können. Was ist… wenn was passiert und ich Hilfe brauche? Da hat Sherry schon recht, dass ich Freunde mitnehmen soll, denen ich vertrauen kann.“ lächelt Sina die beiden an.

„Awww…“ Mel und Lara umarmten sofort Sina, die sich ebenso freut. „Lasst uns das Zuhause weiter besprechen, große Schwester.“ grinste Lara frech.

„Na na, nicht unartig werden kleine alte Schwester.“ zeigte Sina Lara die Zunge und alle mussten kichern.

Dann war es soweit. Die Zeit verging noch ein bisschen und die Abenteurer gaben sich Mühe, das ihre Täuschung nicht aufgedeckt wird, als auf einmal in großen Reihen Ritter entlang marschierten.

„Nun bist du dran Sina, ich drück dir die Daumen.“ sagte Lara und zog sich den Kittel über den Kopf und Mel aktiviert den Übertragungszauber und hob den Daumen hoch.

Die Damen gingen gemeinsam auf die Ritter zu und Sina rief ihnen mehrmals zu, dass sie anhalten sollen, aber… „Nope, die ignorieren dich Sina.“ kichert Lara.

„Hmpf!“ und Sina flog in den Himmel, und aktivierte ihren „Zerstörungsschnitt“. Wie Lara es geraten hatte mit einem großen Abstand vor den Rittern und zog eine breite Linie durch den Boden. Der Boden bebte und die Ritter verloren größtenteils ihr Gleichgewicht. Lara und Mel hatten scheinbar damit keine Probleme. Als es vorbei war, zogen alle ihre Waffen und behielten Sina im Auge.

Sina landete wieder vor ihnen und steckte ihr Katana zurück in die Schwertscheide. „Habe ich JETZT eure Aufmerksamkeit?“ brüllte die Dämonin die Ritter an.

„W… wer seid ihr?!“ rief einer der Ritter.

„Mein Name ist Sina die Verteidigerin, Rang SV-Abenteurerin. Ich bin hier auf der Suche nach einem Monster und muss euch bitten, nicht diesen Weg zu gehen. Wenn ihr das nicht versteht, schickt mir einen eurer Ritteroffiziere, dann erkläre ich es ihm persönlich.“ stellte Sina sich vor. Sie, Mel und Lara hielten einen Abstand zu der Armee, die scheinbar nur ein Bruchteil war.

„Bitte?! Ihr seid Sina die Verteidigerin oder auch Reichskanzlerin Sina?“ rief der gleiche Sprecher erstaunt und sofort ging ein unsicheres Gemurmel durch die Ritter. „Scheinbar reicht ja schon dein Name aus, damit deine Feinde wegrennen.“ flüstert Lara und Mel musste ihr grinsend zustimmen.

„Nur Sina die Verteidigerin. Ich arbeite als Abenteurerin mit meinen Gefährten und ich kann mich nur wiederholen: Ich kann euch nicht durchlassen weil hier ein Monster in der Gegend ist, dass eure… Leute gefährden kann.“ berichtet Sina den Rittern.

Die schauen sich alle verdutzt an und es kam schon ein Ritter zu Pferde an getrabt. Sie stoppten ihre Pferde vor Sina und einer mit einer sehr ausgeprägten Helm Verzierung stieg vom Pferd ab.

„WAS BEI DER GÖTTIN IST HIER LOS?!“ schrie der Mann direkt Sina an. Lara und Mel wurden leicht sauer, aber sie halten sich zurück.

„Was los ist? Das ihr genau in ein Gebiet marschieren wollt, wo ich mit meinen Teamgefährtinnen ein S-Monster jagen. Darf ich fragen mit wem ich die Ehre habe?“ fragte Sina freundlich.

„ICH BIN GENERAL BRIMSON! ICH LEITE DIE ARMEE UND WERDE NICHT ZÖGERN, EUCH AUS DEM WEG ZU SCHAFFEN!“ brüllte Brimson weiter Sina an.

„Habe… ich das richtig verstanden, sie werden mich mit ihrer Armee angreifen? Allen ernstes?“ staunte Sina.

„General Brimson… sie sollten sich beruhigen. Wenn ihr euch mit dieser Frau anlegt, gefährdet ihr unsere heilige Mission.“ beruhigte ihn ein junger Ritter an der Seite.

„WIE KANN ICH MICH BERUHIGEN WENN HIER SO EIN GEFLÜGELTER BASTARD UNS IM WEG STEHT?!“ brüllte der General nun den Mann an.

„Das ist Lady Sina, die die Götterbestie Titanus besiegt hat und den offiziellen Abenteuerrang SV hat. Diese Armee wird von ihr ausgelöscht, wenn wir sie jetzt angreifen!“ erklärte der junge Ritter mit Nachdruck auf den General ein. Nun schien ihm ein Licht aufzugehen.

„Ah… diese Lady Sina?“ fragte Brimson vorsichtig den Ritter, der nur nickte. Sofort wurde er sehr blass im Gesicht.

„E… es… tut mir leid, dass ich euch angebrüllt habe, ich hoffe ihr verzeiht mir!“ verbeugte sich der General sofort vor Sina.

„Keine Ursache, wenn man einen so wichtigen Rang wie ihr habt, bekommt man sehr viel Verantwortung und die Erwartungen die man in euch steckt können manchmal sehr erdrückend werden. Letztendlich tut ihr das alles für die Liebe eures Landes oder?“ lächelt Sina den General an.

„Ich… danke euch. Bei der Göttin… ich danke euch für das Verständnis.“ verbeugte sich der General mehrmals vor Sina.

„Wie gesagt, keine Ursache. Wieso seid ihr denn mit so vielen Männer unterwegs? Wenn ich eure Formation so beobachte, wirkt es so, als würdet ihr nach Efrana marschieren. Seid ihr nicht ein neutrales Land?“ wirkte Sina verwundert.

„Das tut mir leid, aber das sind Staatsgeheimnisse, die ich euch nicht erzählen kann. Wenn ich euch nun bitten würde, uns den Weg wieder freizugeben?“ bat General Brimson.

„So wie ich eurem Ritter es schon gesagt habe, so wiederhole ich es auch euch gerne wieder. Dieses Gebiet muss ich unter Sperrgebiet nehmen, weil hier ein S-Monster unter der Bevölkerung randaliert. Es hat schon mehrere Abenteurer-Gruppen fast getötet und bevor dieses Monster noch an Stärke zulegt, bin ich auf der Jagd nach dem Monster. Aber es hilft mir nicht, wenn ihr hier durchmarschiert und meine Mission gefährdet!“ erklärt Sina sehr geduldig.

„BITTE?! Wir sind eine verdammte Armee, die sich bestimmt nicht von einem Monster aufhalten lässt. Lass es nur kommen, wir werden das Mistvieh zur Strecke bringen!“ brüllt Brimson und seine Ritter jubeln ihm zu.

„General Brimson… solltet ihr… vielleicht doch überlegen, was das für ein Monster sein könnte? Wenn Lady Sina schon höchstpersönlich hier ist, dürfen wir das nicht unterschätzen.“ kommentiert der junge Ritter.

„Hmpf! Held hin oder her, aber wir haben auch eine heilige Mission und lassen uns nicht davon abbringen oder willst du persönlich der Heiligkeit sagen, woran es gescheitert ist?“ setzte der General den Ritter unter Druck.

„Jedenfalls beweist das dein Assistent mehr Hirn hat als du. Ich habe es mehrmals betont, dass ihr gewarnt worden seid und auch aufgefordert, diesen Weg zu meiden…“ wollte Sina ihre Rede beenden, als der junge Ritter sich nochmal meldet, weil er irgendwas befürchtet. „Warten sie Lady Sina, können sie uns wenigsten sagen, was es für ein Monster ist?“

„Lara? Kannst du bitte den Auftrag zeigen?“ bat Sina und zwinkerte ihr zu. Lara nickte und nahm ihren Kittel herunter, was sie sofort als Vampir zeigt und kam grinsend mit dem Auftragszettel zu Sina. Aber die Veränderung war gewaltig. Sofort herrschte hier eine gewaltsame Stimmung und andere Ritter, die ihre Waffen nicht gezogen haben, tun es jetzt.

„WAS BEI DER GÖTTIN! DAS IST JA EINE UNHEILIGE BRUT! WIE KÖNNT IHR SIE AM LEBEN LASSEN?!“ brüllte General Brimson mit rotem Kopf und zog sein Schwert.

„Hm? Sie ist eine Abenteurerin. Vielleicht solltest du ihnen deine Karte zeigen Lara.“ wundert sich Sina. Lara tat es wie geheißen und holte ihre Abenteurerkarte aus.

„DAS IST EINE FÄLSCHUNG! RITTER, TÖTET DIESE BRUT!“ befahl Brimson und die Ritter kommen angestürmt.

„Ich muss euch warnen, wir werden uns verteidigen als Abenteurer!“ sagte Sina, aber scheinbar wird sie ignoriert.

„Ok Mädels, scheinbar wollen sie nicht auf uns hören. Zieht eure Waffen und zeigt den intoleranten Spinnern, was die Stärke eines Abenteurers ist.“ befahl Sina und das ließen sie sich kein zweites Mal sagen.

Mel ließ alle ihre Schwerter aus dem Inventar fallen und ging direkt mit ihren Geisterkräften gegen die Armee vor, die schreiend zu Boden fallen. Lara dagegen hat General Brimson erwischt und ihn das Herz aufgespießt, scheinbar flüstert sie ihm noch was ins Ohr. Danach machte sie sich ebenso ans blutige Werk.

Die Ritter setzten zwar ihre Magie ein, aber Lara ist zu schnell um getroffen zu werden und Mel wich ihnen schwebend aus. Sina dagegen stand hinter ihnen mit Blutklinge und schaute zu.

„Sag… seid ihr irgendwie wütend oder? Nicht das ich was dagegen habe zuzuschauen, aber…“ staunte Sina.

„Sie haben euch beleidigt Herrin!“ „Wie können sie meine Freundin so anschreien?!“ kam als Antwort durch, während sie weitere Ritter umbringen. Ab und zu flutschte ein Ritter durch und dieser rannte auf Sina zu, aber Sina greift so schnell an, dass sie ihren Tod noch nicht bemerkt haben.

Nun kommt die Kavallerie angerannt und Mel setzt ihre Druckwellen gegen sie ein. Überall flogen Reiter samt Pferde durch die Luft und fielen auf ihre Kameraden, überall schreien Menschen nach Hilfe oder Erlösung, Mel räumt tüchtig auf.

Lara auf ihrer Seite kämpft gegen eine große Anzahl von Rittern, die mit Speeren bewaffnet sind, aber Lara sprang sie fauchend an und tobte sich so richtig aus. Man sieht überall abgerissene Gliedmaßen umherfliegen, richtige Blutfontänen entstanden, als Lara ihnen auch einfach nur die Köpfe abriss.

Die Dämonin schaut sich das alles in Ruhe an. Als sie den kleinen Hügel auf der Spitze erreichen, sah Sina, wie groß die Armee wirklich war. „Wow, die haben aber auch alles mobilisiert.“ nickte Sina und holte Thorn noch aus dem Inventar raus.

„Mel, Lara, wenn ich „jetzt“ schreie, nehmt ihr sofort Abstand!“ befahl Sina und die Damen nickten. Sofort wurde Sina in einer schwarzen Kugel eingeschlossen und gigantische schwarze Flügel erschienen.

„Hm… am besten ich zerstöre den Grenzposten direkt mit.“ grinst Sina in Gedanken. Die schwarzen Flügel gingen nun in Schwerter über.

„Jetzt!“ schrie Sina und Mel sowie Lara rannten hinter Sina. Dann ließ Sina den ersten „Dämonischen Schnitt“ frei, der in einer gigantischen Zerstörung in Form eines Schnitts durch die Armee raste.

Alles was diese Fähigkeit trifft, stirbt und wer ausweichen konnte, wird verbrannt und mit Blitzen anschließend angegriffen. Man hörte nur Schmerzensschreie und sah das Elend auf dem Feld. Dann erreichte der Schnitt den Grenzposten und zerstörte ihn komplett, die Mauern stürzten in sich zusammen, der Fluchtweg wurde der Armee weggenommen.

Als nächstes schlug Sina mit der Fähigkeit horizontal nach der Armee… und das Sterben hat begonnen. Wenn Mel und Lara schon ein Chaos angerichtet haben, dann ist Sina für die völlige Zerstörung zuständig. Diese Fähigkeit räumte unter der Armee so stark auf, dass nur die wenigen Bataillone, die ganz an der Seite standen, es unbeschadet überleben konnten.

„Wow… damit hast du über 65% der Armee zerstört.“ staunte Lara. „Herrin… scheinbar haben die Überlebenden ihren Mut verloren und rennen weg.“ zeigte Mel auf die Ritter, die panisch versuchen, wieder in ihr Reich zu kommen.

„Sieht so aus. Dann steckt eure Waffen weg, wir müssen noch einen Auftrag erledigen.“ meinte Sina und die Damen taten es.

„Was müssen wir denn eigentlich noch umbringen?“ fragte Mel, während sie die Übertragung wieder ausschaltet. Als Lara grinst. „Schon erledigt. Nur habe ich es für mich behalten, damit Sina´s Rede überzeugender ist.“

Aber Lara wird von Sina auf einmal umarmt und am blutigen Kopf gestreichelt. „W… was ist los Sina?“ „Das diese Schweine dich als unheilige Brut beschimpft haben, ist unverzeihlich. Du kannst nichts dafür, dass dich das Schicksal so verändert hat.“ murmelt Sina, während sie weiter streichelt.

Lara riss erstaunt ihre Augen und umarmte Sina ebenso… dann fing sie an zu weinen. Mel streichelt ihre Schulter zur Beruhigung. „Du bist wirklich eine große Schwester…“ murmelt Lara.

„Solange es dabei bleibt, bei Mutter werde ich schon etwas… zickiger.“ flüstert Sina zurück.

Kapitel 173

Ich bin wiedergeboren und meine Freunde haben Angst vor fliegen?

Sina kam aus der Wanne raus und ging halbnackt in ihr Zimmer. Sherry war immer noch in der Schmiede und arbeitet an der Drachenrüstung, so musste Sina überlegen was sie anzog. „Ich habe euch die passende Kleidung auf den Tisch gelegt Herrin.“ meldet sich Suki hinter ihr.

„Huch? Ok?“ wundert sich Sina und schaute es sich an. Es war eine schwarze Lederhose mit einer Lederweste, die so geschneidert worden ist, dass sie den Flügeln keine Probleme macht.

„Hm… zeigt das nicht sehr viel Haut, wenn ich nur die Weste trage?“ schaute Sina ihre Hausdienerin an. „Wäre es denn ein Problem?“ kam nur die Antwort und Sina seufzte.

Damit es nicht allzu lange dauert, zog Sina die Sachen an, nur bei der Weste half Suki. Dann schaute Sina sich im Spiegel an. „Ich könnte auch eine Biker-Braut sein… Danke für die Hilfe, wie weit sind Mel und Lara?“

„Sie warten im Garten auf euch. Ich habe ihnen Proviant sowie Getränke zur Verfügung gestellt und wegen Blut braucht Lara sich keine Sorgen zu machen, denn dort sollten nicht wenige Kandidaten zur Blutspende sein.“ hielt Suki ein Pokerface, aber Sina könnte schwören, dass sie ein ganz leises sadistisches Kichern hörte.

„Du bist wirklich ein Goldschatz, was würde ich ohne dich machen!“ lobte Sina die Katzenfrau. „Dann würde eure Villa vermutlich immer noch heruntergekommen aussehen.“ grinst Suki.

„Stimmt. Man sieht sich später!“ verabschiedet sich Sina und ging direkt in den Garten. Mel war in ihrer schwarzen Lederausrüstung und Lara trug einen Kittel, wo man das Gesicht verdecken konnte.

„Seid ihr soweit?“ fragte Sina die beiden und sie nickten nur, dann schnappte Sina sich beide an den Hüften und flog direkt los. Sie hatten noch nicht die Ehre gehabt zu fliegen, so krallten sich beide an Sinas Armen fest.

Dann landete sie vor der Gilde wieder. „Was ist los? Ihr könnt mir schon vertrauen, dass ich euch nicht loslasse.“ kommentierte Sina nur, weil Mel und Lara fast den Boden küssen.

„Es… ist nichts.“ murmelt Lara. „Für mich… ist es ungewohnt, dass ich von anderen geflogen werde…“ wurmte es Mel viel mehr.

„Eh… ok. Hopp, steht auf, wir haben noch ein bisschen Arbeit vor uns.“ motivierte Sina die beiden. Sie standen natürlich auf, aber… egal. Sina ging mit ihren Freundinnen wieder ins Büro des Gildenmeisters und scheinbar hatte man alles vorbereitet.

„Ah, da seid ihr ja. Also… einer von euch muss sich den Übertragungszauber anlegen.“ sagte Ma Shi sofort.

„Am besten Mel, sie steht dann mit ein bisschen Abstand von uns und versucht alles irgendwie ins Bild zu bekommen.“ entschied Sina sofort. „Warum ich Herrin?“ wundert sich Mel.

„Weil sie bei mir oder Lara misstrauisch werden könnten. Von uns bist du mehr oder weniger die normalste Person, wenn man von deiner Maske absieht… Hast du sie überhaupt mal abgesetzt wenn ich so überlege?“ fiel Sina auf.

„Nein, seitdem Tag, als ich sie bekommen habe, trage ich sie und irgendwie… möchte ich sie auch nicht abnehmen.“ klärte Mel die Frage auf.

„Ok, dann komm mit, ich setze es dir an und erkläre dir, wie du es aktivierst und woran du siehst ob es an ist. Normalerweise sehen beide Seite ein Bild, aber hier haben wir es einseitig aufgebaut, was für unsere Zwecke dienlich ist.“ und führte Ascal Mel in den anderen Raum.

„Während Ascal das mit Mel klärt, gebe ich euch drei Aufträge, die ihr im Gebiet machen müsst. Es sind nur Monster von Rang G, B und S. Somit seid ihr auf der sicheren Seite und wir haben die passenden Argumente, selbst wenn man versucht euch zu behindern, weil Lara und Mel Freunde von dir sind.“ schob Ma Shi ihnen die Aufträge zu.

„Das übernimmt Lara, sie kennt sich besser in der Welt aus als ich.“ bestimmte Sina und Lara seufzte nur. „Du machst es dir manchmal echt einfach…“

„Nun meine Liebe, das war ehrlich von mir gemeint. Ich kenne mich hier nicht aus und muss immer an die Hand genommen werden, wenn ich irgendwohin soll.“ sagte Sina es sehr ehrlich zu Lara.

„Hmm, daran hab ich nichts auszusetzen. Naaaa gut… was sollen wir denn töten? Hm… hm? Wieso ist dieses Monster auf S?“ fiel Lara ein Problem auf.

„Zufälligerweise hat dieses Monster für Ärger gesorgt und der dortige Gildenmeister seinen Rang erhöht, weil eine unbekannte Rang B Abenteurergruppe beinahe durch das Monster gestorben ist.“ erklärt Ma Shi ohne sein Gesicht zu verziehen. Lara hob nur misstrauisch ihre Augenbrauen und nickte dann langsam.

„Na welch ein Zufall, dass ich das Problem angenommen habe und gleich Abenteurerneulingen beistehe, um ihnen ein paar Tipps und Tricks zu zeigen.“ grinste Sina böse.

„Stimmt, welch ein Zufall.“ grinst Ma Shi ebenso und Lara rollt ihre Augen. Mel kam mit Ascal wieder. „Ok Herrin, es ist alles geklärt und wir haben ein paar Test gemacht, es funktioniert so wie es sein soll. Der Rest liegt dann bei euch.“ teilte Mel die Information mit.

„Du weißt, wohin ich fliegen muss Lara?“ fragte Sina. „Moment, ich brauch eine Karte… So. Wir sind hier und wo müssen wir hin?“ schaute Lara Ma Shi an. Dieser zeigte mit dem Finger auf eine bestimmte Stelle und Lara kontrollierte es mit dem Kompass. „Nun können wir los Sina!“

„Soll ich einen Tragegurt anlegen? Dann braucht ihr nicht so viel Angst zu haben.“ bot Sina an, aber Mel und Lara schüttelt nur ihre Köpfe.

„Ok, dann nichts wie los und drückt uns die Daumen, dass alles gut geht!“ verabschieden sich die Damen. „Wir auch, ansonsten müssten wir uns auf unangenehme Fragen einstellen.“ murmelt Ascal und Ma Shi musste ihm zustimmen.

Als sie wieder draußen waren, wiederholt Sina das Spielchen und war nun mit den beiden Damen in der Luft. „In welche Richtung?“

„Eh… Moment… halt mal still! … In diese Richtung!“ zeigte Lara und Sina nahm sofort Kurs mit einer sehr schnellen Fluggeschwindigkeit auf, dass die Gesichter von Mel und Lara leicht gedrückt werden durch den Wind.

Einen halben Tag später sah Sina aus der Entfernung die Grenzmauer von Tuzato und hielt in der Luft an. „Sind wir hier richtig? Dort drüben sehe ich schon die Mauer.“ meldet Sina, aber weder Mel noch Lara sagten was.

Sofort fing Sina an beide zu rütteln und Lara gab so etwas wie ein Würgegeräusch von sich. „Bitte… sofort landen!“ rief Lara und Sina tat es. Als sie gelandet sind, rannte Lara einige Meter von ihnen weg und übergab sich.

„Oh? Habe ich es übertrieben? Was ist mit dir Mel? Mel?“ wundert sich Sina über die Puppe und legte sie auf den Boden. Mel musste unterwegs bewusstlos geworden sein und Sina versuchte sie mit leichtem klatschen an die Wangen wieder zu wecken.

„Nächstes Mal… flieg langsamer… ich bin fliegen gewohnt… aber diese Erkenntnis ist… neu für mich…“ stöhnte Mel.

„Meine Güte stellt ihr euch an. Sherry hatte damit überhaupt kein Problem und warum Lara sich übergibt, muss sie mir auch erst mal erklären.“ schüttelt Sina den Kopf.

Lara kam wieder zurück und hielt sich den Magen. „Sag nicht, dass du Luftkrank bist. Gerade du, die bestimmt öfters im Flugzeug gesessen hat!“ hob Sina eine Augenbraue.

„Beim dunklen Gott… ja ich bin das eine oder andere Mal geflogen, aber nicht mit dieser Geschwindigkeit!“ beschwerte sich Lara.

„Ok, nächstes Mal fliege ich langsamer!“ beruhigte Sina die vampirische Heldin. „So meine Damen, sind wir denn an der richtigen Stelle oder müssen wir uns noch woanders hin bewegen?“

„Hmm… kannst du mich nochmal in die Luft bringen Sina? Dann schau ich mit dem Fernrohr nochmal nach. Mel kann sich solange ausruhen.“ Sina nahm Lara und flog mit ihr in die Luft.

„Du musst wissen, dass ich früher die Armee geleitet habe, so kann ich ungefähr abschätzen, wie die Armee laufen wird.“ erklärt Lara.

„Das wusste ich nicht. Wie würdest du die Armee aufhalten, damit sie dir dein Ohr schenkt?“ staunte Sina über das Geheimnis.

„Hmm… entweder sie hören auf uns, oder du greifst einmal mit einer Fähigkeit die Armee entlang ohne sie zu treffen. Spätestens dann hast du definitiv ihre Aufmerksamkeit.“

„Wird es dann nicht als Kriegsakt betrachtet?“

„Solange niemand stirbt und du das Gespräch suchst nein.“

„Kannst du Schach spielen?“

„Ja?“

„Wunderbar!“

„Eh? Ok? Also wir müssen von hier aus noch ein bisschen in diese Richtung laufen. Ich sage bewusst laufen, damit wir ein paar dieser Monster schon mal töten können. Ich sehe die Armee nicht, aber wir dürfen nicht so schnell die Aufträge erledigen, sonst könnte deine Ausrede ein kleines Problem werden.“

Sina landete dann mit Lara wieder bei Mel, die sich scheinbar erholt hat. „Lara wird uns führen und… welche Monster sollen wir eigentlich töten?“ fragte Sina.

„Ah… überlass das ruhig mir. Du brauchst deine Kräfte für den Kampf eventuell und Mel sollte sich zurückhalten, damit nichts dem Übertragungszauber passiert.“ beruhigte Lara die Situation.

„Ok, dann vor Chefin.“ grinst Sina Lara an, die sofort losging. „Wie funktioniert eure Teamarbeit eigentlich?“ fragte Sina die mit Mel Lara folgte.

„Sehr gut sogar. Lara hat mir viele Tipps beigebracht. Was man bei einer Jagd beachten muss und ich verlass mich auf ihr Urteil.“ berichtet Mel.

„Du hast mich aber auch ein paar mal ins Staunen gebracht Mel, als du die Geisterkräfte gegen die Orks eingesetzt hast!“ kam der Respekt von Lara.

„Ah ich sehe, ihr vertraut euch gegenseitig, das ist schön und sogar wichtig als Team. Welchen Rang habt ihr beide?“ hakte Sina grinsend.

„Wir haben beide gleichzeitig angefangen und haben nun den Rang E. Prashi meinte, eher müssten wir die S-Aufträge übernehmen, aber Regeln sind Regeln.“ zuckte Mel ihre Schultern.

„Ein bisschen Zeit und wir kommen auch in den S-Bereich. Dann kommen die richtig großen Abenteuer, wo wir reisen dürfen. Bisher war es ja alles in der Nähe von Fanfoss.“ meinte Lara.

„Hmm… wenn ihr länger verreist, dürfte es ruhig werden in der Villa.“ wurde Sina nun ein bisschen traurig.

„Och Sina… wir werden doch wiederkommen, weil wir genau wissen, dass wir ein Zuhause haben und Freunde auf uns warten.“ stand Lara neben Sina und tröstet sie.

„Du klingst ja fast, als wärst du unsere Mutter und willst nicht loslassen.“ grinst Mel.

„Bitte… wenn eure große Schwester…“ murmelt Sina nur.

„Hmm… ich hatte noch nie eine Schwester gehabt. War in meiner Familie ein Einzelkind gewesen, daher weiß ich nicht, wie so geschwisterliche Gefühle sind.“ teilte Lara es mit.

„Ich spüre vor uns Monster.“ meldet Mel. „Ich kümmere mich schon.“ stürme Lara weg und man hörte nach ein paar Minuten, wie Monster getötet worden sind.

„Soo… einen Auftrag haben wir schon erledigt, bleiben nur noch die Monster der Stufe B und S.“ kam Lara zurück mit blutigen Händen.

„Ich kann mir langsam vorstellen, wie ihr eure Monsterjagd immer macht.“ grinst Sina.

„Jep, während wir beide stark sind, findet Mel die Monster mit ihren Geisterkräften und ich entscheide, wie wir vorgehen.“ standen Mel sowie Lara Arm in Arm und waren stolz auf sich.

„Ich sehe schon wie die nächsten SSS-Abenteurer im kommen sind…“

Kapitel 172

Ich bin wiedergeboren und wie umgehe ich die Neutralität?

„Eure Heiligkeit… ich habe versagt.“ berichtet Bischof Georg dem Papst Silvester. Der Bischof ließ die Pferde fast zu Tode reiten, damit er diese Nachricht übermitteln konnte. Der Papst wirkte nicht gerade glücklich.

„Keine Möglichkeit, dass wir… doch noch eine friedliche Lösung finden werden?“ fragte der Papst vorsichtshalber nach.

„Nein, in dieser Hinsicht war der König sehr deutlich gewesen.“ schüttelt Georg den Kopf.

„Dann schick die heiligen Generäle, wir müssen die Helden dem König wegnehmen.“ befahl der Papst.

Das Königreich hat einige Spione in ihren Kreisen gefunden und in den Kerker geworfen. Die Stellung gegen über Tuzato hat sich sehr gebessert. Zur Vorsicht hat man viele Späher aufgestellt, denn sie rechnen fest mit einem Krieg gegen Tuzato, obwohl es eigentlich immer für die Neutralität stand.

„Das es wirklich soweit kommt ein Krieg gegen Tuzato zu führen. Sie verhalten sich ruhig, aber sie werden wohl um jeden Preis die Kinder holen wollen.“ sagte Simon zu Friedrich, der ebenso an der Front stand.

„Schwere Zeiten und scheinbar sind nicht mal die Dämonen schuld an diesem Krieg.“ brummte Friedrich.

„Wie klappt es mit Ralph?“

„Ganz gut, ich war richtig stolz gewesen, als er gegen die Helden gekämpft hat. Natürlich habe ich ihm das nicht gesagt, sonst vernachlässigt er sein Training, aber ansonsten… bin ich sehr positiv gestimmt.“

„Und wie sind die Chancen, dass er und Emilia heiraten? Lady Sina wartet irgendwie auf den Termin.“

„Nun… du kennst doch Karl. Außerdem haben sie beide sich bisher noch nicht ihre Liebe gestanden, auch wenn jeder sieht, was bei ihnen läuft.“

„Ich wette mit dir, dass es Themba als erstes gestehen wird. War bei ihrer Mutter ja auch nicht anders gewesen.“

„Was sollen wir denn wetten, wenn wir beide es besser wissen? Ich finde, dass Karl nicht so sehr an seiner Tochter hängen sollte. Es ist ein wichtiger Prozess, seine Kinder irgendwann loszulassen und von der Seite zuschauen, wie sie sich entwickeln.“

„Aber scheinbar ist Themba irgendwie sehr eifersüchtig auf Amy, wenn sie sich treffen, ist dir das aufgefallen?“

„Als ob man es übersehen könnte…“

Sina und Mel machten wieder gemeinsam ihre Übungen im Garten, während Lara ihnen zuschaute. „Mel hat im letzten Auftrag den Kopf des Oger gespalten. Ich frage mich wirklich, wie blutig das wird, wenn sie die Kampfstiefel dazu trägt.“

„Dann gibt es keinen Kopf mehr. Der Schmied wird Teile des Drachens in die Stiefel einbauen, dann kann Mel mit den Stiefeln sich gegen jede Waffe auf der Welt verteidigen… fast jede Waffe. Bei einigen lebendigen Waffen würde es mich nicht wundern, wenn sie einfach die Schuppen durchschneiden könnten.“ kommentiert Sina.

„Ihr seid sehr großzügig, dass ihr mir so eine Waffe anvertraut.“ murmelt Mel. „Nur das beste für meine Freunde. Welches Level hast du eigentlich nun?“ fragt Sina.

„Level 8. Irgendwie geht das sehr schnell durch eure Unterweisung Herrin. Dachte immer, es wäre ein zäher Prozess.“ wundert sich Mel.

„Hm… ob es an deinem neuen Körper liegt? Egal, Hauptsache du wirst stärker.“ grinst Sina und Mel nickte.

„Wir geben ein ziemlich gutes Kampfpaar ab. Während Mel mit ihren Beinen kämpft, mache ich das mit den Händen. Irgendwie… schaffe ich es einfach nicht, nach einer Waffe zu greifen…“ wirkte Lara bedrückt.

„Lass den Kopf nicht hängen, dass passt nicht zu euch. Genieße einfach das Leben mit deinen neuen Freunden.“ muntert Sina sie auf.

„Genau, jeder im Haus hat eine Vergangenheit, ein Geheimnis oder sonstiges und gerade das macht es uns allen so einfach, uns Gegenseitig zu akzeptieren.“ fügte Mel hinzu.

„Danke.“ grinst Lara bei den Worten ihrer Freunde. Dann erschien Suki in Begleitung von Rubina. Das Drachenmädchen hat endlich gelernt, jeden Tag andere Wäsche anzuziehen, sich zu pflegen und zeigte endlich Fortschritte. Aber es wird trotzdem ein langer Weg bleiben, bis Rubina sich eigenständige Gedanken machen kann.

„Herrin, im Keller läuft die Übertragung vom Königreich Efrana heiß. Vermutlich ist das eine dringende Angelegenheit. Zumindest schmerzt es irgendwie Rubina.“ zeigte Suki auf das Mädchen. Man sah nichts an ihrem Gesicht, würde sie nicht immer mit den Ohren irgendwie zucken.

„Schon wieder? Mel, du machst deine Übungen weiter!“ sagte Sina es mit einem strengen Ton und Mel nickte. Als Sina außer Reichweite war, flüstert Lara: „Warum fragst du sie nicht, ob Sina ein Duell mit uns beiden machen möchte? Wir haben doch ein paar coole Moves!“

„Ich warte am besten, wenn ich diese Kampfstiefel habe, dann können wir die Herrin besser überraschen!“ flüstert Mel bestimmend zurück.

Sina ging verschwitzt mit ihrer Taekwondo-Ausrüstung, die seinen tiefen Ausschnitt zeigte, direkt in den Keller. Louis hat sich, seitdem Sherry an der Rüstung arbeitet, nicht mehr blicken lassen noch kommen Tio und Mio dazu, ihr Training zu verfolgen, wenn sie Nea im Auge behalten müssen.

Die Dämonin aktivierte den Übertragungszauber und sah den König, wie er mit einigen Personen sprach. „Ah… Lady Sina, ihr dürft nun gehen.“ schickte er die Leute raus.

„Ich grüße euch, was brennt schon wieder, dass ich mein Training mit meiner Schülerin abbrechen musste?“ grüßte Sina. Der König musste ein bisschen schlucken, als er Sina sah, aber konnte sich wieder konzentrieren.

„Hallo Sina, danke das du dir die Zeit genommen hast. Ich will auch nicht viel von deiner Zeit beanspruchen, sondern dich nur auf dem neusten Stand der Dinge bringen.“ nickte der König.

„Huch? Das hört sich aber nicht so gut an, hat der Drachen doch mehr Schaden angerichtet als gedacht?“

„Was? Nein nein. Die Stadt ist bald wieder komplett aufgebaut und die Reparaturen an meiner Burg brauchen noch ein bisschen mehr Zeit. Es geht um Tuzato.“

„Was wollen die Religionsspinner schon wieder?“

„Ihr Bischof Georg hat mich aufgesucht und irgendwie kamen sie an die Information, dass wir die Helden trainieren. Nun haben sie uns aufgefordert, dass wir die Helden ihnen überlassen sollen.“

„Was ich für euch hoffe, dass ihr es nicht getan habt.“

„Habe ich auch nicht. Ich habe meine Meinung zum Ausdruck gebracht und unmissverständlich erklärt, dass ich ihrer Forderung nicht nachgeben werde. Nun bereiten wir uns auf einen Krieg gegen sie vor, weil die Späher berichtet haben, dass sie hinter ihrer Grenze ihre Armee aufbauen.“

„Bitte?! Was bilden sich die Spinner ein? Haben sie sich nicht mal gefragt, warum die Göttin die Helden nicht bei ihnen abgeliefert hat?“

„Das… kann ich leider nicht sagen, aber ich wollte euch es nur mitteilen, DAS es zu einem Krieg kommen wird.“

„ … Ich verstehe. Wie sehen denn die Chancen für einen Sieg aus und habt ihr um Hilfe beim Kaiserreich gebeten?“

„Ich habe überhaupt nicht erst gefragt, weil wir beide wissen, dass die Armee von Osnain… nur ein Bruchteil dessen ist, was sie damals war. Tja… Simon meinte, dass ein Sieg tatsächlich ziemlich düster für uns ist. Das liegt daran, dass der Drachen einen Teil der Armee getötet hat und die Ritterorden aus Tuzato sind in der Lage alle zu zaubern.“

„Hmm… zu dumm dass ich eine Abenteurerin bin, denn nichts lieber würde ich jetzt den Herrschaften in Tuzato einen Besuch abstatten und sie mit vernünftig denkenden Menschen ersetzten.“ wirkte Sina etwas traurig.

„Keine Sorge, ich wusste von Anfang an, dass ihr euch im Krieg enthalten werdet. Ich wollte euch nur… bitten, dass ihr euch um meine Kinder sowie die Helden kümmert, sollte es sehr schlecht um mein Reich werden.“ lächelt der König traurig.

„ … Das kann ich machen, wobei mir der Gedanke, dass Nervi täglich um mich sein wird, fast schon unerträglich ist.“ grinste Sina.

„Danke. Hoffentlich sehen wir uns wieder, ohne das wir unfreundliche Nachrichten austauschen müssen.“ verabschiedet sich der König und die Übertragung wird abgebrochen.

Sina nahm mehrere Atemzüge und ging wieder in den Garten. Sie beobachtet, wie Mel weiterhin brav ihre Übungen macht und mit Lara sich unterhielt. „Lara? Ich muss mit dir sprechen.“

„Gerne, worum geht’s?“ fragte Lara ahnungslos. „Als du auf diese Welt gekommen bist, wie ist es eigentlich verlaufen? Hat dich das damalige Königreich beschützt oder hat ein bestimmter Orden deine Ausbildung übernommen?“ fragte Sina.

„Uff… da stellst du aber Fragen. Hmm… Ich bekam meinen Privatlehrer sowie Kampflehrer, sie haben mir das nötigste Wissen beigebracht.“ überlegte Lara laut.

„Und… wurdest du von irgendwelchen Dienern der Göttin unterstützt?“ hakte Sina nach.

„Hm… ich hatte mehrere Gespräche mit Geistlichen geführt, aber sie waren nicht wirklich wichtig gewesen im Kampf gegen die Dämonen. Wieso?“ wundert sich Lara.

„Weil Tuzato Krieg gegen Efrana führt, weil sie zwei beschworene Helden beherbergen.“ teilte Sina das Geheimnis mit.

„Bitte? Es sind zwei weitere Helden aus der anderen Welt hier?“ staunte Lara.

„Das ist richtig. Sie haben den König über die Dämonen gewarnt und so weiter. Der König hat das gleiche gemacht wie es bei dir der Fall war, nun verlangte scheinbar die Theokratie nach den Helden wo der König klar gesagt hat, nein. Nun bricht ein Krieg aus und ich bin ein bisschen verwundert, wieso sie so weit gehen.“ berichtet Sina.

„Au man… im Namen eines Gottes würden viele Menschen schreckliche Dinge tun, dabei will die Göttin doch nur, dass wir alle in Koexistenz leben!“ schimpfte Lara, ein seltenes Erlebnis bei ihr.

„Scheinbar ist der Glaube ihnen zu Kopf gestiegen. Himmel, ich war eher auf die nächste Intrige von denen vorbereitet oder so, aber das sie direkt ernst machen, dass wirft mich dann doch ein bisschen aus der Balance.“ war Sina leicht wütend.

„Was willst du denn nun machen? Ich bin ein Vampir und mir selber ist das Schicksal der anderen Helden mehr oder weniger egal. Himmel, wie die Zeit meine Einstellung ändern kann.“ sagte Lara.

„Wenn es nur um die Helden ginge, wäre es mir ebenso egal, aber nicht um die Kinder des Königs. Für die habe ich um mein Leben gekämpft. Ich muss mit Ma Shi reden, wir sehen uns später.“ flog Sina direkt los.

Es dauert nicht lange und Sina landete direkt vor der Gilde und ging hinein. Sofort wurde Sina wieder begafft in ihrem Anzug und suchte sofort Ma Shi auf. Ohne an die Tür zu klopfen ging sie in das Büro rein, wo der Gildenmeister und Ascal anwesend waren.

„Lady Sina? Ist wieder was passiert?“ fragte Ma Shi sofort und Sina nickte. „Ja und es ist nicht schlecht, das Ascal ebenso da ist.“ und Sina schloss die Tür hinter sich zu. Sina berichtet beiden Herren, das Tuzato demnächst einen Krieg gegen Efrana führt.

„Ohne dir was zu wollen, aber Kriege zwischen zwei Reiche enthalten wir uns grundsätzlich als Abenteurer, denn die betreffen uns relativ wenig.“ sagte Ma Shi nach dem Bericht.

„Das… dachte ich mir schon und hatte auch nicht vor, diese Regeln zu brechen.“ sagte Sina es laut, wo Ma Shi und Ascal sich gegenseitig erstaunt anschauen.

„Das ist ja was neues… dabei dehnt ihr Neutralität geradezu aus, wisst ihr?“ schmunzelt Ascal. „Das kann natürlich sein, dass ich in der Vergangenheit das eine oder andere Mal es getan habe, aber wenn zwei Reiche sich bekriegen, dann ist es sehr schlecht, wenn sich die Abenteurer einmischen.“ war es Sina sehr ernst.

„Und doch… möchtet ihr dem Königreich Efrana helfen, nicht das ich was dagegen habe, aber das ist nun wirklich eine verzwickte Situation, denn ich liebe das Königreich Efrana ebenso.“ nickte Ma Shi.

„Gibt es keine Möglichkeit, dass wir Abenteurer in irgendeiner Form sagen können, Leute macht euren Krieg später?“ fragte Sina, aber Ma Shi schüttelt den Kopf.

„Nein, wir werden zwar von allen Reichen akzeptiert, aber so einen Einfluss haben wir dann doch nicht. In Efrana habt IHR den Einfluss mit der Armee, aber der endet bei Tuzato´s Grenzmauer.“ erklärt Ma Shi das Problem.

„Verdammt… nun hat Tuzato mit ihrer Aktion mich erwischt, denn mit einem Krieg hätte ich nicht gerechnet, vor allem gegen Efrana. Wäre es in Osnain passiert, hätte ich lachend als Reichskanzlerin davor gestanden.“ wirkte Sina etwas müde.

„Das kann ich mir bildlich sogar vorstellen. Lasst uns überlegen, es gibt so viele alte Regeln bei den Abenteurern, da sollte sich vielleicht eine finden lassen, wie wir den Krieg verhindern können. Hast du nicht eine Idee Ascal? Du scheint ziemlich lange zu grübeln.“ fragte Ma Shi nun den Elfen.

„Ich muss euch enttäuschen, so eine Regel gibt es nicht… aber…“ murmelt Ascal und hatte die Aufmerksam von Sina und Ma Shi.

„Aber? Ich sehe es dir doch an, dass du eine Möglichkeit hast.“ grinst Sina.

„Es ist verdammt dünn und kann unsere Neutralität trotzdem gefährden, aber ich erkläre euch die einfachste Regel. Wenn ein Abenteurer angegriffen wird, sei es in Form eines Monsters, Menschen oder Soldaten, so sei ihm das Recht gegeben, sich zu verteidigen.

Des weiteren, wenn Abenteurer in bestimmten Gegenden Monster jagen, ist es ihnen erlaubt, andere Menschen beim Weiterreisen zu hindern. Sollten diese aber nicht auf die Warnung der Experten eingehen, so ist dem Abenteurer auch das Recht gegeben, diese Personen aufzuhalten.

Dummerweise ist nirgends aufgeschrieben, was dieses „aufzuhalten“ bedeutet.“ sagte Ascal schmunzelnd. Selbst Ma Shi wirkte erstaunt und fing an zu grübeln.

„Hm… das Problem ist nur, wenn ich komme, wird Tuzato sich noch die billigste Ausrede einfallen lassen, damit die Regeln nicht funktionieren. Ich bräuchte daher Zeugen, die bestätigen können, dass ich in friedlicher Absicht gehandelt habe… Am Anfang zumindest.“ grübelt Sina laut nach.

„Am besten, wenn ihr einen tragbaren Übertragungszauber mitnehmt und es aktiviert, wenn es losgeht. Das können wir zur Verfügung stellen.“ meinte Ma Shi.

„Wie sehr ist es bekannt, dass wir nun Vampire als Abenteurer haben?“ kam Ascal mit der nächsten Überlegung.

„Sehr bekannt, in jedem Gildenhaus wird darüber diskutiert. Aber sie sind anerkannte Abenteurer, denn sie erfüllen ihre Aufträge und machen keine Probleme, zumindest die Vampire von Lady Sina.“ sagte Ma Shi.

„Nun… der Plan wäre also… das ich eine Gruppe habe, wo Vampire dabei sind und wir zufälligerweise in diesem Gebiet Aufträge machen, wo Tuzato einmarschiert. Wir fangen sie auf, erklären ihnen, dass sie bitte warten müssen und sollten sie uns angreifen, wegen den Vampiren werden wir uns verteidigen und sollten sie die Warnung missachten, so werden wir sie „ausschalten“. Ist das denn möglich? Ihr seid die Experten.“ fasste Sina zusammen.

Ma Shi und Ascal starrten sich lange an. „Solange niemand außer uns erfährt, dass wir diesen Plan geschmiedet haben ja. Ich glaube, dass wir die Gildenmeister aus Osnain mit ins Boot bekommen für unabhängige Zeugen sowie Keya.“ sagte Ma Shi langsam.

„Es ist möglich. Das wir damit einen Krieg verhindern, war ja nicht mal unsere Absicht.“ grinste Ascal.

„Dann nehme ich nur Mel und Lara mit. Wir drei sollten das Ding geschaukelt bekommen.“ nickte Sina.

„Aber ihr solltet euch beeilen, denn wenn ihr diese Nachricht heute bekommen habt, dürfte es nicht lange dauern, bis die Armee sich in Bewegung setzt. Bereitet euch vor und kommt dann wieder hierher, damit wir euch die nötigen Mittel geben können.“ warnte Ma Shi.

„Keine Sorge, ich komme nachher wieder. Ich danke euch, dass wir eine Lösung für das Problem gefunden haben!“ sagte Sina es sehr aufrichtig und verbeugte sich vor den Herren, dann war Sina wieder weg.

„Wusste nicht, das Lady Sina so eine interessante Seite hat.“ meinte Ascal. „Sie hat sehr viele interessante Seiten und bin wirklich froh, dass sie mit diesem Problem zu uns gekommen ist.“ freute sich Ma Shi.

Sina flog sofort zurück und landete vor Lara und Mel. „Lara, Mel? Ich muss mit euch reden.“ und Sina erklärte ihnen, was auf sie zukommt. Sie hörten aufmerksam zu und nickten immer.

„Ich könnte es euch befehlen, aber ich mache das nicht. Ich frage euch einfach als Freundin, ob ihr mir helfen würdet.“ wurde Sina ernst. Mel und Lara schauten sich an und nickten sich zu.

„Natürlich helfen wir dir!“ sagte Lara. „Wenn ihr mich schon fragt, wie kann ich da nein sagen?“ lächelt Mel.

„Dann bereitet euch vor was ihr für nötig haltet. Natürlich auch waschen und so Mel, wir wollen uns doch von unserer schönsten Seite zeigen.“ freute sich Sina. „Nachher gehen wir gemeinsam zur Gilde runter und holen den Rest ab. Kann einer von euch Kompass lesen? Denn diesmal fliegen wir direkt hin.“

„Das kriege ich schon hin Sina, bin ja nicht umsonst so alt geworden.“ grinst Lara und verschwand dann mit Mel.

„Hmm… wenn die Armee aus Tuzato nach Efrana kommt…?“ und Sina ging mit einem sehr bösen Grinsen wieder in den Keller und aktiviert den Übertragungszauber nach Osnain.

„Damit sollte ich Tuzato eine Lektion erteilen!“

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