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Kapitel 411

Ich bin wiedergeboren und das Glück im Unglück?

Das Frühstücks Buffet bei den Vampirkönigen wurde groß gehalten, weil Sina, Sherry sowie die Zwillingsvampire die Nacht bei den Vampiren verbracht haben.

Auf jeden Fall… waren über vier Frauen anwesend, die rote Gesichter haben. Alle aßen schweigsam, während Layla ihr Grinsen nicht verbergen konnte. „Also… ich kann verstehen, wenn ZWEI ein rotes Gesicht haben. Meine… den letzten Schrei, den konnte man leider nicht überhören.“

Qualm ging von Sinas Kopf hoch, während ihr Knochenschwanz hin und her wedelte. „Warum… Renee und Viktoria ebenfalls einen roten Kopf haben… Denke, für so ein hohes Alter… benehmen sie sich wirklich noch wie Kinder, die was neues entdeckt haben.“ kam der weitere Kommentar.

Nun kam von den angesprochenen Personen auch der Rauch von den Köpfen hoch. „Bin… mir nicht sicher, ob ich von ihnen enttäuscht sein sollte.“ kommentierte Lord Roman.

„Bin… mir nicht sicher, ob ich das aus dem Mund eines Mannes hören will, der über 20 Töchter hat.“ murmelt Sina. „Wundere mich viel mehr… dass sie damit… überhaupt noch nicht in Berührung kamen. Vielleicht solltest du Renee… die Chance irgendwie geben, dann wird es mit ihr auch etwas einfacher.“

Renee spuckte ihr Essen aus dem Mund, als sie den Vorschlag zu hören bekam, während Viktoria ihr Essen verschluckt hat.

„Werde erst selber eine richtige Mutter, dann werde ich mir von dir Erziehungsratschläge holen. Suki mag vielleicht deine Tochter sein, aber sie ist für eine Katze schon ziemlich ausgewachsen.“ hob Lord Roman nur eine Augenbraue hoch.

„Das war… jetzt gemein, doch man muss keine Mutter sein, um körperliche Befriedigung und ähnliches zu erklären, wisst ihr? Bevor… wir dann doch in einen Streit geraten… ich habe gestern Blut von Sherry getrunken.“ wurde Sina am Ende wieder leiser.

„Ah! Und was könnt ihr sagen? Das ist ja das erste Blut, was ihr selber genommen habt. Ich will… alles wissen!“ kam die Wissenschaftlerin aus Layla durch.

„Erm… es schmeckte leicht metallisch… und sehr sehr süß, wie Sherry das auch ist.“ schaute Sina ihre Freundin an, die ein rotes Gesicht hatte. „Danach… fühlte ich mich, als wäre ich auf irgendeiner Droge gewesen. Ich war noch Herr meiner Gedanken, aber… ich würde es ungern mitten im Kampf trinken wollen.“

„Hmm, vielleicht musst du es regelmäßiger trinken, damit du diesen eigenartigen Nebeneffekt nicht hast. Frische erschaffene Vampire erzählten auch davon, was aber nach längerem Blut trinken abgenommen hat.“ nickte Layla und nickte einem Hausdiener zu.

„Wartet! Sina soll dann mein Blut trinken.“ mischte sich Sherry ein und alle Vampire hoben ihre Augenbrauen hoch. „Sicher Sherry?“ fragte Sina und als Beweis hob Sherry ihre linke Hand wieder hoch. „Das können wir auch…“ „Trink!“ kam der Befehl von dem Zaubermädchen.

„unter uns machen… aber gut.“ beendet Sina ihren Satz und beißt in die Hand rein. Sherry verzog wieder leicht ihr Gesicht und alle schauten nun zu, wie Sina wie ein Kleinkind das Blut raus saugte.

„Hm… andere ziehen es am Hals vor, weil man daraus mehr trinken kann.“ meinte Lord Roman. „Sina… hat Angst, dass etwas passieren könnte. Wir wissen ja nicht mal… ob sie mich verwandeln könnte oder so.“ erklärte Sherry.

„Berechtigter Einwand, doch kann ein Mischling wirklich jemanden verwandeln? Solange ihr Dämonenanteil noch vorhanden ist, dürfte es nicht gehen. Dazu müsste sie wirklich ein vollständiger Vampir werden.“ teilte Layla ihre Meinung mit.

Sina löste sich von der Hand und hatte einen leicht blutverschmierten Mund. „Süß…“ grinste Sina leicht dümmlich, ihre Pupillen waren wieder geweitet. Layla stand auf einmal auf und ging um den Tisch, dann schaute sie ihre Freundin Sina genauer an.

„Zugedröhnt, besser kann ich es nicht beschreiben. Gut das dein Kampf erst in paar Stunden stattfindet, ich würde dir wirklich abraten mitten im Kampf Blut zu trinken. Am besten du trinkst morgens und abends von deiner Freundin Blut, damit diese Nebeneffekte verschwinden.“ urteilte die Vampirkönigin.

„Kann mich nicht erinnern, dass wir als Kinder dieses Problem hatten?“- „Ich auch nicht, aber wir waren auch gaaanz kleine Babys gewesen.“ grübelten Tio und Mio.

„Nun… wenn Sina es möchte, werde ich weiterhin mein Blut zur Verfügung stellen.“ lächelt Sherry mit roten Wangen, während sie ihre Hand heilte. Sina schaffte es, dass Blut von ihrem Gesicht wegzuwischen.

„Gerne… wobei… ich immer noch wissen würde… ob ich es brauche.“ lächelt Sina Sherry an. „Aber… eher entwickele ich eine Sucht nach dir.“ „Als ob du das nicht schon hast.“ kichert Sherry mit Sina.

„Wie ich sehe, trägst du wieder das komische Gewand.“ bemängelt Layla, die wieder ihren Stuhl nahm. „Du sahst doch recht gut aus darin gestern.“

„Layla… vielleicht solltest du dich mit Sherry hier über meine Kleidung unterhalten, denn sie legt es mir ja vor, was ich immer anziehen soll.“ widmet Sina sich ihrer Freundin zu. „Du würdest übrigens auch gut darin aussehen.“

„Hmm… Dunkelblau, schwarz oder eine andere dunkle Farbe würde zu ihrer blassen Hautfarbe passen.“ nickte Sherry. „Aufgrund das Lady Layla eine erwachsene Person ist, kann ich ihr schlecht die Fledermaussymbole machen wie für unsere Freundinnen.“

„Stimmt. Wobei Layla… wenn sie jemanden so gut ankleiden kann wie mich und andere, wird sie bestimmt auch den Spaß mitmachen, auch etwas… kindisches anzuziehen.“ fügte Sina hinzu und Layla hob eine Augenbraue hoch.

Es verging einige Zeit und alle machten sich dann auf den Weg ins Kolosseum, wo sie unterwegs auf Nea trafen. „Wo wart ihr alle? Die Hasen waren völlig durch den Wind, dass ihr nicht gekommen seid… wobei ich mich nicht beschweren will, weil ich euren Anteil gegessen habe.“

„Hi Nea, wir waren alle bei den Vampirkönigen zu Gast gewesen.“- „Ist… schon interessant, wie unsere anderen Verwandten so sind.“ grüßten die Zwillinge sie.

Nach einer kleinen Erklärung der Zwillinge folgte die Arachne der Gruppe weiter. „Normalerweise… würde ich das Weite suchen wollen. Ich meine… hier laufen Wesen herum, wo alle meine Instinkte schreien, Reißaus nehmen zu nehmen.“

„Deine Instinkte sind jedenfalls besser als die von deiner Schwester oder wie ihr euch betrachtet.“ stimmte Lord Roman hinzu. „Nicht das ich mit Spinnen und ähnlichem ein Problem sehe, aber… sie können manchmal unheimlich lästig werden, wenn sie irgendwo sesshaft geworden sind.“

„Uh… daran kann ich mich noch erinnern. Da waren wir mal alle für einen Ausflug kurz weg gewesen, da hat eine Arachne unsere Burg zu ihrem Revier gemacht. Vater war… etwas sauer gewesen und wollte sie „nur“ raus werfen… Sagen wir einfach mal, dass diese Spinne nicht mehr am Leben war am Ende.“ teilte Renee ihre Erinnerung allen mit, als ihr Vater sich laut räuspert.

„Scheinbar habt ihr neben eurer Familie noch andere aufregende Dinge erlebt oder Lord Roman?“ drängte Sina sich neben den Vampirkönig vor. „Drachen, Arachnen, was kommt noch in eurer Liste?“

„Ihr seid aber ziemlich neugierig geworden oder Lady Sina? Wenn ich ehrlich bin, kann ich gut und ganz auf diese „Dinge“ verzichten, meine Familie alleine reicht schon mehr als genug. Mit euch haben sich meine „Dinge“ irgendwie erweitert.“ hob Lord Roman eine Augenbraue hoch.

„Das betrachte ich einfach als Kompliment.“ lächelt Sina. „Pss… wenn du mal eine Auszeit oder ähnliches brauchst…“ flüstert Sina geheimnisvoll. „In Fanfoss… könnte ich dir und deiner Frau ein Haus besorgen… oder umgekehrt, du schickst mir deine Kinder.“

Nun hat die Dämonin gedacht, dass er wieder sauer wird, aber er machte eher einen nachdenklichen Eindruck und überraschte sie mit dem Satz: „Ich werde darüber nachdenken.“ Dies führte dazu, dass Renee und Vicky strahlende Augen zu Sina bekamen.

Die Reise ging weiter, als alle sich vor dem Kolosseum trafen, unter anderem Zhin mit einem dicken blauen Augen. „Tach, wurde auch Zeit das ihr wiederkommt.“

„Eh… Hi? Was ist mit dem passiert?“ wundert sich Sina direkt, als Louis sich einmischte. „Unser Training hat… interessante Wendungen gezeigt, wo ich ihm meine Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht habe.“

„ … Also… kannst du Taos fertig machen?“ fragte Sina und alle Vampire starrten Louis an, wo es ihm doch etwas… mulmig wurde.

„Sagen wir mal so… Zhin und seine Leute haben mir sehr viele Techniken in kurzer Zeit beigebracht. Diese werde ich zuerst anwenden, bevor ich… zu der „ultimativen Killertechnik“ von Zhin zugreifen muss. Sie ist einfach und… erstaunlich, aber kann man nur… einmal im Leben einsetzen.

Wenn ich sagen dürfte, Taos wird dies nicht so einfach wegstecken. Bei mir hat es ja auch… über eine Stunde gedauert, bis ich wieder Herr meiner Sinne war.“

„Yeah, danach wolltest du mich umbringen.“ kommentierte Zhin grinsend. „Also Sina, ich habe meinen Part umgesetzt, der Rest liegt bei Louis.“

„Das freut mich zu hören. Melaine und Christoper waren in meinen Training besser geworden, der Rest liegt ebenfalls bei ihnen.“ nickte Sina zufrieden, während die angesprochenen Namen sich spontan an ihren Hintern rieben.

„Roman und ich werden direkt mit dir gehen Sina. Das wollen wir mit eigenen Augen sehen, wie ein Vieh… Mensch es schaffen soll, einen Vampirkönig wie Taos zu besiegen. Dämon, Vampir und Killerpuppe habe ich ein klares Verständnis, aber…“ teilte Layla mit.

„Kann ich mir gut vorstellen, aber ich habe euch damals schon gesagt, dass ich das Talent habe, Leute zu trainieren, die euch von eurem Thron stoßen können. Aber du und Lord Roman bräuchtet euch jetzt keine Sorgen machen.“ „Das beruhigt mich jetzt aber ungemein.“ sagte Layla sehr trocken.

Hinter der großen Versammlung wird eine große Kiste mit einem Ballon vorbereitet. „Komisch, wieso nehmen wir nicht immer dieselben Kisten?“ meinte ein Mitarbeiter. „Keine Ahnung, Anordnung von oben.“ zuckte der andere Mitarbeiter.

„Erm… bist du dir sicher, mir ein paar Shuriken zu geben Suki?“ hakte Sherry nach, als Suki ihr die Ninjasterne in der Hand drückte.

„Du musst damit nicht mal treffen. Mir geht es nur darum, dass dein Gegner von dieser Waffe abgelenkt wird, verstehst du? Man kann wunderschön 1-2 in den BH hinter dem Kimono verstecken.“ erklärte Suki, dessen Einfall über die Nacht kam.

„Hmm… dann zeig mir zumindest wie man sie benutzen kann, bevor ich sie selber ins Gesicht bekomme.“ argumentierte Sherry und Suki nickte. „Der Trick ist ganz einfach. Viele Anfänger fassen die Sterne so an, was falsch ist. Damit verletzt man sich eher als einem lieb ist.“

Suki führte dies Sherry vor, ohne sie zu werfen und legte einen Stern in die Hand von Sherry, dazu formte das Katzenmädchen für Sherry die Hand. „So, nun einfach vorstellen, dass du es geradeaus werfen willst. Diesen Trick… habe ich von meinen Vater beigebracht bekommen.“

„Ah, verstehe.“ nickte Sherry und warf ihn achtlos nach oben. Und täglich grüßt das übliche Pech von Sherry. Alle folgten den Shuriken… der auf den aufgeblasenen Ballon fiel und aufplatzte. Die Mitarbeiter, die davor standen flogen durch die Druckwelle weg und der Ballon fiel auf die „Kiste“.

„Eh… ups?“ lächelt Sherry unsicher, als alle sie wieder anstarrten. Suki seufzte nur und ging zu den Mitarbeiter, um sich für ihre Kameradin zu entschuldigen. „Besser… ich benutzte mit meinen Pech wirklich keine Shuriken…“

„Kann man nichts machen Schatz, schau doch. Dort drüben ist doch eine weitere Kiste, werden sie die halt nehmen müssen.“ beruhigte Sina ihre Freundin. Was sie nicht wussten ist, dass die Kiste mit dem kaputten Ballon, die manipulierte Kiste von Zetta war.

Diese stand mehrere Meter weg von dem Ort und konnte es nicht fassen, was sie eben zu sehen bekam. „Das… darf doch nicht wahr sein?! Wenn sie die andere Kiste nehmen…“ und erkannte, welche Probleme noch auf sie zu kommen.

Niemand wird jemals erfahren, dass Sherry damit jedem den Tag unbewusst gerettet hat.

Kapitel 410

Ich bin wiedergeboren und das süße Blut?

„Genug ist genug oder?“ lächelt Layla, aber hinter ihrer freundlichen Fassade ist auch eine Drohung, dass Sina es nicht übertreiben sollte.

„Erm… ja. Du hast recht.“ lächelt Sina zurück, die keine Lust auf Streit hat. „Wenn du dein Schwert in „Explodierendes Magmaschwert“ verwandeln lässt und dann „Allesschneider“ benutzt, würde es mich interessieren… ob beim Aufprall auch eine Explosion stattfinden wird, du verstehst?“ flüstert Sina dies in Ohr von Sherry.

„Ein interessanter Gedanke, aber… heute nicht mehr. Lady Layla hat recht, irgendwann… muss man eine Grenze ziehen.“ lächelt Sherry, behielt aber die Information im Kopf.

„Stimmt.“ kam Viktoria, während Melaine sowie Christoper am Boden lagen. „Diese Viecher da sind komplett ausgelaugt, auch wenn sie zum Ende hin tatsächlich ein paar mal geschafft haben, meinem Angriff auszuweichen.“

„Dann habe ich ja alle meine Ziele für heute erreicht!“ freute sich Sina. „Meine Freundinnen mit stärkeren Waffen ausgerüstet, Sherry nochmal stärker gemacht und meine zwei Dinger drüben werden dann ebenfalls morgen alles geben. Fragt sich nur wie es Louis geht…“

„Komm schon Louis… langsam solltest du dich wieder einkriegen.“ stand Zhin auf dem Dach vom Stall, während Louis mit einen roten Kopf hochklettert.

„Werde ich auch… wenn ich dich in meine Finger kriege!“ knurrte Louis sehr wütend, nachdem er die ultimative „Killertechnik“ beigebracht bekam von Zhin.

„Ah… besser nicht. Wenigsten hast du das Prinzip der Technik verstanden und glaub mir, dein Gegner wird damit im Leben nicht rechnen. Wichtig ist… wenn es stattgefunden hat, dass du den nächsten Angriff überlebst, dann bis du auf der Siegerseite.“ sprang Zhin auf die Mauer und schaffte es mit seinem Körper auf den Spitzen zu balancieren.

„Vielleicht hast du ja Glück und schaffst es mit den anderen Techniken deinen Gegner zu besiegen.“ rief Daszum. „Du hast immerhin das Talent oder? So schnell wie du unsere Techniken umsetzen konntest?“

„Vor allem… hast du sehr schnell verstanden, von wo die unmöglichsten Angriffe kommen. Alleine das finde ich für die kurze Zeit sehr erstaunlich.“ nickte Jimdo.

„Ihr versteht es nicht… Wenn ich das morgen umsetze, wie soll ich das bitte meiner Verlobten erklären, die es anschauen wird?“ drehte sich Louis um. „Prashi ist wie ein Drachen und bisher… hatten wir noch keinen Streit gehabt.“

„Wow… ok, das kann ich verstehen, warum du solche Probleme damit hast.“ grübelte Flai laut. „Vielleicht solltest du es so sehen: Lieber ein Streit als das deine Verlobte deine Beerdigung organisiert oder?“

„Außerdem… jeder Streit fördert doch nur die Bindung mit der Person, die man liebt. Man wird ausgeschimpft, Teller werden zu Bruch gehen, aber letztendlich ist es nur die eigene Hilfslosigkeit, dass man seinen Partner nicht zur Seite stehen kann.“ fügte Punny hinzu.

„Sagt der richtige Experte zu Beziehungen. Da höre ich lieber auf die beiden Rammelhasen, die haben mehr Erfolg.

„Du bist doch nur neidisch, dass alle deine… interessierten Frauen so exotisch sind, dass sie wiederum nichts mit dir zu tun haben wollen.“ grinste Daika.

„Selber schuld, wenn sie was verpassen. Sie wissen doch überhaupt nicht, was ein „Mann“ ist. Egal, Louis du wirst mich heute eh nicht mehr erwischen, also spare dir deine Energie für morgen. Hinterher kannst du von mir aus ein weiteres Duell mit mir haben oder so, aber nur als Sieger.“

„Hrm…“ ließ Louis sich bremsen, denn bei dem Argument kann er schlecht gegen argumentieren. „Vielleicht hätte ich doch das Training mit Sina machen sollen, weil ich das Gefühl bei ihr hatte, dass es zwar härter ist, aber… nicht so rufschädigend ist wie deine Technik.“

„Ey… nun verletzt du meine Gefühle. Dafür habe ich mir extra doch die Zähne geputzt!“ grinste Zhin schräg von der Mauer runter. Der Blick, den Louis ihm zuwarf… könnte Stahl ätzen.

Jeder ging seinem Treiben nach… bis es Abend wurde.

Sina und Sherry waren im gemeinsam im großen Badehaus, wo sie nebeneinander saßen und endlich unter sich waren.

„Wie geht… es dir wirklich Sina?“ fragte Sherry aus dem Nichts nochmal eine ähnliche Frage. Sina legte ihren Kopf auf ihre Schulter.

„Gestern Abend… wollte ich Leute um mich haben. Layla… hat meine Maskerade durchschaut und versucht mich zu trösten.“ antwortet Sina ehrlich. „Mir ging es… richtig beschissen, so wie bei jeder weiteren Verwandlung.

Mein neues Aussehen mit Knochi sowie drittes Auge… Was… genau bin ich denn noch? Layla vermutet, dass ich nun ein Mischling bin. Halb Dämon, halb Vampir, aber… was ist mit den anderen Merkmalen hier?

Zu was werde ich denn noch? Ich bin mal wieder an dem Punkt angekommen… wo ich über mich nachdenken muss. Muss ich auch in der Zukunft allen… meinen Gegnern sicherheitshalber die Seele entnehmen, damit Exos sie nicht wiederbelebt?“

Sherry legte ihren Kopf auf den von Sina. „Glaube… das Elend was du immer durchmachst… wird niemand verstehen können. Ich kann nur deine Hand… nehmen und dir zur Seite stehen, damit all der Wahnsinn dich nicht überfordert.“

„Danke… glaube, du gehörst wirklich zu den gaaaaaanz wenigen Personen, die mich immer wieder neu aufbauen können.“ lächelt Sina, während Knochi im Wasser wie ein Fisch schwimmt.

„Wie… sieht es eigentlich nun mit Blut aus? Bis du darauf angewiesen oder kannst du ohne Blut leben? Meine… wenn du den roten Hunger mitten im Kampf bekommst, kann es für dich ziemlich übel werden.“

„Ich sollte ja heute morgen was probieren, aber da kamen Lara sowie Hiro von der Decke runter und haben den Test unterbrochen. Bisher habe ich überhaupt kein Verlangen, Layla testet es immer wieder vorsichtshalber aus.

Lord Roman hat empfohlen, dass ich Blutflaschen oder ähnliches in greifbarer Nähe habe. Denke, dass ich mit Lara in Fanfoss sprechen werde, ob sie mir ein bisschen was organisieren können mit den verzauberten Flaschen von Neia.“

„ … Würdest… du denn mein Blut probieren wollen?“ fragte Sherry und Sina hob erstaunt ihren Kopf hoch. „Wie… kommt du auf die Idee?“

„Nun, angenommen du bist schwer verletzt und kannst nicht mal auf dein Inventar zugreifen, dann würde ich einfach meine Hand zum beißen anbieten, damit du an Blut ran kommst.“ erklärte Sherry sich, dabei hatte sie rote Wangen.

„Soweit… würdest du für mich gehen?“ lächelt Sina etwas schüchtern, ihr Knochenschwanz plantsche hin und her. „Ja, soweit würde ich für die Person gehen, die ich über alles liebe.“ nickte Sherry sehr ernst und bot ihren Hals an.

„Nein… das mit dem Hals lassen wir, gib… mir lieber deine Hand. Nicht das… ich irgendetwas aus dir mache, was die Welt nicht kennt.“ wurde Sina ebenfalls ernst.

„Nun… wenn ich Flügel bekomme wie du… wäre ich jetzt nicht abgeneigt.“ grinste Sherry und hob ihre linke Hand hoch.

Sina nahm die Hand von Sherry und streichelt darüber, als wäre es etwas sehr intimes. „Es… kann wehtun.“ „Ach nee…“ kam eine sarkastische Antwort von Sherry.

Aus irgendwelchen Gründen… ließ Sina sich Zeit und begutachtet die Hand von Sherry… dann biss sie unerwartet mit ihren langen Eckzähnen rein. Sherry unterdrückte den Schmerz, den man an ihrem Gesicht ablesen konnte und beobachtet, was Sina machte.

Die Dämonin wusste nicht… wie sie Sherry´s Blut beschreiben konnte. Es schmeckt irgendwie… leicht nach Eisen, aber… so süßlich. Sina nuckelt wie ein Kleinkind an der Hand von Sherry und genoss es regelrecht.

„Scheinbar… schmeckt dir mein Blut ja.“ grinste Sherry, die merkte, wie Sina regelrecht an ihrer Hand saugte. „Wenn… du also… irgendwie Blut brauchst, würde ich dir meins immer anbieten wollen.“

Sherry wartet noch ein bisschen, bis Sina sich von der Hand löste und die Löcher mit der Zunge noch einmal ableckte.

„Beim… dunklen Gott… das macht einen süchtig.“ murmelt Sina, dessen Mund das Blut am Kinn leicht runter lief. „Nicht… nur bist du die süßeste Frau, die ich mir wünschen könnte, du schmeckt auch noch süß.“

„Für dich nur das beste.“ streichelt Sherry eine Wange von Sina, dann heilte sie ihre Wunde an der Hand. „Wie fühlst du dich?“

„Als wäre ich auf … Droge. Keine Sorge, ich habe mich im Griff, aber… es war berauschend, es zu trinken.“ waren alle drei Pupillen von Sina sehr geweitet.

„Hmm… verstehe. Dann ist Blut trinken mehr… ein zweiseitiges Schwert. Einerseits… wird es dir bestimmt die Vorteile eins Vampirs bringen, aber so mitten im Kampf… könnte es deine Konzentration beeinträchtigen.“ überlegte Sherry laut.

„Stimmt, wenn dann dürfte ich es nach einem Kampf nehmen, wenn überhaupt. Ich glaube immer noch, dass… ich nicht unbedingt auf Blut angewiesen bin.“ lächelt Sina… als Sherry sich auf ihren Schoß setzte.

„Nun… es wird genügend Gelegenheiten geben… trotzdem Blut zu trinken.“ schaute Sherry der Dämonin tief in die Augen, dann küssten sich die beiden Frauen. Was Sina nicht bemerkte ist… wie Sherry ihre Hand auf dem Rücken runter wandern ließ… bis sie exakt die beigebrachte Stelle rieb.

„UH!“ löste Sina sich von Sherry. „Ah… dann werde ich heute meine Belohnung noch bekommen.“ grinste Sherry nun sehr gemein. „Freue dich darauf…“

„Sag mal Renee… was machst du eigentlich vor der Tür?“ fragte Viktoria, die sich ebenfalls waschen möchte, während ihre große Schwester ein rotes Gesicht hatte.

„Erm… wir sollten besser warten, bis… die anderen Gäste drinnen… fertig sind.“ murmelt Renee vor sich hin.

„Wieso das denn? Komm mach mal platz…“ wollte Viktoria sich an Renee vorbei drängen, als sie daran gehindert wird. „Du gehst mir echt auf den Ke…“

Nun hörte Viktoria es auch, was im Bad vor sich geht und schaute Renee erstaunt an. „Wer..?“

„Lady Sina und Sherry…“ „Dürfen sie das?“ „Was?!“ „Na… Sex haben?“ „Sie brauchen nicht die Erlaubnis von Vater, wenn du das wissen wolltest.“ zischte Renee wütend.

„Nein, aber… sie haben irgendwie… keine Bedenken, dass jemand anderes mal mitten… in ihr Treiben reinkommen könnte.“ legte Viktoria eine Hand auf die rote Wange.

„Tja… ist ja nicht so, als hättest du einen Freund und nur darauf wartest, Vater den richtigen Moment zu sagen, ohne das er ihn umbringt.“ rollte Renee ihre Augen und Viktoria dreht ihren Kopf zur Seite. „Erm… Viktoria? Gibt es was ich wissen muss?“

„Nein, überhaupt nicht liebe große Schwester, dann werde ich mich halt woanders waschen. Wenn ich du wäre, solltest du sie nicht spannen… Ich trau Lady Sina zu, dass sie sehr gemein werden kann, wenn man ungefragt… lauscht.“ nahm Viktoria Reißaus.

„Das… darf doch nicht wahr sein…“ schaute Renee nur ihrer jüngeren Schwester hinterher. „Was… mache ich nur falsch…“

„Hast du alles vorbereitet?“ fragte Taos seine Dienerin Zetta, die vor ihm kniet. „Jawohl Lord Roman, morgen… werden die Regeln zu unseren Gunsten fallen.“

„Musstest du viel nachhelfen?“ tötet Taos einen hängenden Tiermenschen an der Decke und fing das frische warme Blut mit einem großen Weinglas auf.

„Danke für die Nachfrage, aber nein. Man… muss nur wissen, wo es am meisten wehtun und die Betreiber des Turniers sind gewillt, alles zu tun, um am Leben zu bleiben.“ schüttelt Zetta den Kopf.

„In den weißen Kugeln… werden sechs Mal nur Ja sein, in der anderen Kiste unsere gewünschten Regeln. Ich denke… dass der dunkle Gott auf unserer Seite sein wird. Wenn wir dann die Regel mit unserem G-Veto kombinieren, können wir… tun und lassen was wir mit den Abenteurern von Lady Sina zu tun gedenken.“

„Prächtig. Ich war erstaunt gewesen… dass ich all die bekannten Gesichter im Kampf gesehen habe, aber letztendlich… waren sie auch nur Futter für Lady Sina. Schade großer Bruder, damit hast du, wie auch immer du es an gestellt hast, deine zweite Chance zum Leben vertan.“ lachte Taos.

„Herr… was sollen wir mit eurem nutzlosen Sohn machen?“ fragte Zetta und Taos grübelt. „Ach… werft ihn in den Keller zu den andern Vampiren, sie müssten geradezu nach Blut gieren. Wollen wir doch einfach abwarten… ob er es überlebt.“

„Wie ihr wünscht.“ nickte Zetta und sprang direkt aus dem Fenster in den Garten, wo sie es sich nicht nehmen lies, Sandor zu schlagen, dass man ihn brüllen hört.

„Schade… das du wirklich so nutzlos bist Sandor, wenn du wenigsten wie Justus wärst…“

Kapitel 409

Ich bin wiedergeboren und eine explosive Lehrstunde?

Die Monstergruppe hat alles besprochen, was zu es besprechen gibt und warten nur ab, wie der nächste Tag sein wird. Alle wollten sich nun den freien Tag gönnen, vor allem scheinbar Kyllia die es sehr eilig hatte.

Sherry wollte sich Lara und Zada anschließen, um Rokea kennenzulernen, wurde leider aber vorher von Sina abgefangen.

„Da ihr euch ja aufteilt, kann ich fest annehmen, dass euer Meeting zu Ende ist. Wunderbar, dann können wir unser Training angehen Schatz.“ lächelt Sina.

„Erm… warte, ich wollte…“ kam der Versuch von Sherry Einspruch zu legen, aber Sina flüstert ihr was ins Ohr. „Interessiert… heute Schwertmeister zu werden und… vielleicht ein paar Übungen mit dem Explosionsschwert zu machen? Wenn… du dich ganz doll anstrengst… verrate ich dir ein Geheimnis.“

„Verdammt…“ murmelt Sherry, das Angebot ist ZU gut, um wahr zu sein. „Ok, Planänderung. Ich werde ein bisschen mit Sina üben, vielleicht erhöhen sich die Chancen, sollte ich diesen Gegner bekommen.“

„Mach du mal.“ grinste Lara, die Zada an der Hand hielt. „Wir werden uns noch prächtig amüsieren.“ „Du willst doch mich nur wieder haben.“ schmunzelt Zada und Lara bekam rote Wangen.

Beide Vampire verschwanden, so nahm Sina die Hand von Sherry und gab ihr ebenfalls einen langen Kuss. „Das… habe ich irgendwie gebraucht.“

„Aww… Ich bin wirklich auf dieses „Geheimnis“ gespannt, was du angesprochen hast. Dann werde ich mich richtig anstrengen müssen.“ grinste Sherry schüchtern.

„Ah… du brauchst dich nicht mal anstrengen, nur… die Prozedur überleben.“ zog Sina Sherry mit, die nun ein komisches Gefühl bekam. Im Garten sahen beide Damen, wie Christoper und Melaine mühselig versuchten, den Angriffen von Viktoria mit dem Papierfächer auszuweichen.

„Was… genau machen die da?“ wundert sich Sherry. „Lernen, sich in den Gegner hineinzuversetzen und rechtzeitig dem Angriff auszuweichen. Die beiden müssen nämlich Riskel und Violet besiegen.“ erklärte Sina.

„Da… war vorhin so ein Schrei und dann ist Renee durch unser Zimmer geflogen. Kyllia meinte, du hättest dich richtig gefreut?“

„Huch? Woher weiß sie das denn? Ich habe den Papierfächer an Viktoria´s Hintern geschlagen um die Wirksamkeit der Waffe zu zeigen. Renee fand das irgendwie lustig und… wie du mich kennst, habe ich Vicky den Fächer angeboten, den sie mitten ins Gesicht ihrer älteren Schwester geschlagen hat.“

„Wow… gut das wir das alle gekonnt ignoriert haben. Nun sag mir mal… wie ich denn so schnell Schwertmeister werden soll?“ folgte Sherry Sina, als sie anhielten. Vor ihnen stand Lord Roman, der ein Schwert in der Hand hielt und seinen Mantel abgelegt hat.

„Das ich mich darauf einlasse… hoffentlich verschwendet ihr meine Zeit nicht.“ warnte Lord Roman Sina.

„Keine Sorge, hier. Eine Identifikationsbrille, überprüf einmal den Status von Sherry und schau dir nur ihr Schwertlevel an. Sherry hat nämlich 8.“ ging Sina an Sherry vorbei. Die nahm der Vampirkönig und nickte zur Bestätigung.

„Sina?! Was… ist das für ein Training?!“ wurde Sherry panisch. „Keine Sorge, nichts was dich verletzten wird. Kannst du bitte Nirwana rausholen?“ lächelt Sina, die die Brille von Roman wieder abnahm. „Du kannst mir ruhig vertrauen.“

„Himmel… wenn du das schon so sagst, kann ich schlecht was tun…“ murmelt Sherry und holte Nirwana mit der rechten Hand raus. „Und nun?“

Sina stellte sich hinter Sherry, wo der Knochenschwanz sich um beide Frauen wickelt und die Dämonin die rechte Hand von Sherry mit dem Schwert umfasste. „Ich werde für dich trainieren und Lord Roman wird dafür mein Übungspartner sein.

Je stärker, schwerer und schneller der Angriff kommt, desto höher und schneller kann dein Schwertlevel gepusht werden. Lord Roman macht das nur mit, weil ich ihm diesen Trick zeigen wollte, den er dann an seinen Töchtern umsetzen kann.

Die Brille soll bestätigen, welches Level du aktuell hast und… welches du nachher haben wirst. Keine Sorge, du kannst dich vollkommen entspannen.“

„Erm… warte… WARTE!“ rief Sherry, als Sina nickte und Lord Roman blitzschnell mit dem Schwert angriff, was Sherry überhaupt nicht sehen konnte… aber Sina für sie blockierte.

„Haltet euch nicht zurück Lord Roman!“ feuert Sina ihren Gegner an, der nichts sagte. Sherry bekam es mit der Angst zu tun, weil sie überhaupt die nicht Angriffe sieht, nur spürte wie ihr Schwert sie abwehrte.

Melaine, Christoper und Viktoria gönnten sich kurz eine Pause und sahen den Übungskampf zwischen Lord Roman und…

„Was… genau machen sie da?“ wundert sich Melaine. „Welchen Sinn hat es, dass Sina für Sherry gegen Lord Roman kämpft?“

„Wir kennen Sina lange genug, dass sie wieder eine Idee umsetzt. Sie wird es uns nachher schon erklären, was der Zweck ist. Frage mich, ob Lord Roman sich zurückhält?“ kratze sich Christoper an der Wange.

„Vater hält sich kein bisschen zurück, würde er auch nicht tun, egal ob es ein Übungskampf ist oder ähnliches.“ erklärte Viktoria. Überall flogen Funken, als die Schwerter aufeinander prallten und Sherry, Tränen weinte.

„Das ist ja… interessant.“ stand Layla auf einmal hinter ihnen. „Was hat Sina mit meinen Bruder abgesprochen, dass er das Duell mitmacht?“

„Kann ich ihnen leider nicht sagen Lady Layla, aber wir kennen Vater lange genug, dass es etwas sein muss, woran selbst er einen Vorteil hat.“ drehte sich Viktoria um.

„Hm… dann mache ich doch mal mit.“ zog Layla ihr Schwert, riss etwas von ihrem Beinkleid ab und griff Sina von hinten an… Dies hatte Sina irgendwie geahnt und wehrte es mit Sherry´s Schwert ab.

„Huch? Willst du etwa mitmachen?“ grinste Sina mit einer hochgehobenen Augenbraue. „Dann… warte bitte einen Moment.“

„Also wenn mein Bruder mitmacht und seinen Spaß hat, wie kann ich es mir entgehen lassen? Außerdem… ist es doch nur ein „Übungskampf“ also können wir uns doch ein bisschen austoben oder?“ grinste Layla zurück, während Lord Roman eine Augenbraue hochhob.

„Sherry… Sherry? Sherry zurück zu Gaia.“ schüttelt Sina ihre Freundin vor sich. „Was… willst du…“ murmelt Sherry sehr leise.

„Du hattest doch noch ein normales Schwert gehabt zu Übungszwecken oder? Hol das mal mit der linken Hand raus. Wenn wir schon die Chance haben, gegen zwei Vampirkönige zu kämpfen, können wir auch dein anderes Talent üben und zwar „Beidhändigkeit“.“

Sherry hat jeden Willen verloren und zog das andere Schwert raus, was Sina mit der linken Hand um Sherry´s Hand packte. „Habe… ja eh kein… Mitspracherecht…“

„Sherry… ich kann mit meinen Schwanz nun fühlen… Stell dir vor… dieser komische Trick bei Lisa… funktioniert bei mir nun auch.“ flüstert Sina sehr leise ins Elfenohr von Sherry. Leben kam wieder in die Augen von Sherry, die ihren Kopf zu Sina drehte. „Meinst… du das ernst?“ fragte Sherry und Sina nickte.

„Dann auf!“ rief Sherry hochmotiviert, die vom Knochenschwanz an Sina gehalten wird und… gerne ein paar Test machen würde.

„Danke fürs warten, meine Freundin ist nun wieder voller Energie.“ lächelt Sina und nickte Layla und Roman zu. Ohne ein Signal griffen die beiden Vampirkönige das Duo an und Sina wehrte es mit beiden Schwertern ab.

„Das glaube ich jetzt nicht. Lady Sina hält ihre Geliebte fest und kämpft gleichzeitig gegen Mutter und Lord Roman?“ stand nun Lysa neben den drei Zuschauern. Später kam Renee und Acheron dazu mit den Hausdienern, die ebenfalls den Kampf sehen wollten.

Überall flogen nur die Funken beim Aufprallen der Schwerter, Layla und Roman griffen das Duo von unterschiedlichen Seiten an. Doch Sina konnte auf ihre eigene Erfahrung, ihr stärkere Vorahnung und Instinkte zurückgreifen um so die Übung mit Sherry zu meistern.

Irgendwann übten Viktoria mit Christoper und Melaine weiter, denn sie haben ebenfalls noch einiges vor sich.

„Langsam verstehe ich… warum Sakura und Axel solche Albträume nach diesem Training hatten…“ merkte Sherry irgendwann an.

„Du sprichst, als würdest du sie persönlich kennen. Liegt es an den Erinnerungen von Rose?“ fragte Sina, die weitere Schläge abfing.

„Ich glaube schon. In meinen Kopf herrscht immer noch ein Durcheinander, aber ich bin froh zu wissen, welche Erinnerungen für mich als Sherry vorhanden sind. Du ahnst nicht… wie oft wiedergeboren bin.“ lächelt Sherry schräg.

„Sag Roman… du hältst dich nicht zurück oder?“ fragte Layla ihren Bruder, der seinen Kopf schüttelt. „Nein, aber ich setzte auch nicht alles ein, sonst… wäre es kein Übungskampf.“

„Gut… ich auch nicht, aber es freut mich zu wissen, dass auch wir einige… ebenbürtige Gegner haben.“ grinste Layla mit gierigen Blick.

Es vergingen gefüllt ein paar Stunden. Sherry hatte kein Gefühl mehr in ihren Händen, aber… was ihr Rücken spürte… freute sie ungemein.

>Schwert Level 10 erreicht <

>Titel: Schwertmeister erhalten <

>Fähigkeit: Allesschneider freigeschaltet <

>Allesschneider Level 1 erhalten <

>Fähigkeit: Magisches Schwert freigeschaltet <

>Magisches Schwert Level 1 erhalten <

>Beidhändigkeit Level 6 erreicht <

Das Zaubermädchen musste erst realisieren, was soeben passiert ist, während Sina weiter gegen die Vampirkönige kämpfte. „Sina! Warte, ich glaube, ich bin gerade Schwertmeister geworden!“

Dies ließ alle innehalten und Sina lächelt Roman an, der sehr misstrauisch guckte. „Lass es dir von Layla bestätigen.“

Lord Roman schaute seine ältere Schwester an die nur nickte. „Es stimmt. Sie ist eben Schwertmeister geworden und ihr Beidhändigkeit erreichte Level 6. Nur… was ist diese Fähigkeit „Magisches Schwert?“ wunderte sich Layla.

Die Vampire steckten ihre Waffen weg, während Sherry vom Knochenschwanz losgelöst wird und auf ihre Knie fiel. „Himmel… ich spüre meinen Körper nicht mehr.“

„Nun… stell dir vor Lord Roman, du würdest es mit Layla abwechselnd… alle Kinder auf diese Art und Weise trainieren. Damit leistest du deinem Schwur sogar noch Hilfe, alleine mit dem Wissen, dass sie alle definitiv stärker sind als zuvor.“ argumentierte Sina, während sie den Rücken ihrer Freundin streichelte.

„Ah… jetzt verstehe ich.“ warf Layla ihrem Bruder einen Blick zu. „Das erklärt auch warum du Sina geholfen hast. Und? Was denkst du von dieser Methode, denn… ich weiß, was auf meine Kinder demnächst zukommen wird.“ lächelt Layla sehr gemein und Lysa sowie Acheron mussten schwer schlucken.

„Das… wir das besser unter uns besprechen, sonst sehe ich schon eine Massenflucht vor uns.“ schmunzelt Lord Roman.

Sherry bekam langsam wieder ein Gefühl in ihren Körper und stand auf, auch wenn Sina ihr dabei half. „Nun… bin ich ein Schwertmeister geworden, doch… wie benutze ich diese Fähigkeiten?“

„Puh keine Ahnung? Ich kann es dir nur zeigen, aber… ich kann es nicht erklären. Ihr vielleicht?“ schaute Sina die Vampirkönige an, aber die schütteln ihre Köpfe.

„Dafür kann ich es Herrin!“ meldet sich Nirwana. „So wie ihr eure Mana zum zaubern benutzt, so benutzt ihr eure Ausdauer und lädt mich dazu auf, eine Fähigkeit zu benutzen.“

Sherry hielt Nirwana in der Hand und grübelt, wie Nirwana es wohl meinte, dann… ob unbewusst oder nicht, fing es an, golden zu leuchten. „Erm…?!“

„Sherry! Setzt deine Fähigkeit frei oder lass es sein!“ warnte Sina sofort, als sie es sah. „Und wie?!“ kam die panische Frage.

„Setzt einfach „Allesschneider“ ein, am besten du sagst den Namen der Fähigkeit laut auf. Dann schwingst du es in die Richtung, wo es entlang soll.“ kam die Erklärung.

„Eh eh… „Allesschneider!“ setzte Sherry einfach so ein… ohne nachzuschauen wo die Fähigkeit nun entlangraste. Alle Vampire folgten einen riesigen goldenen Schnitt, der eine Seite der Villa erreichte… und zerstörte.

„Sag… liebe Sina. Haben alle deine Clanmitglieder so ein außergewöhnliches Talent, Gebäude oder ähnliches von anderen zu zerstören?“ fragte Layla sehr trocken.

„Erm… bei Sherry ist eher… der Titel „Pechvogel“ das Problem.“ zuckten die Mundwinkel von Sina. „Nächstes Mal… vorher schauen, wo du diese Fähigkeit einsetzt… Hmmm?“

„Was hast du denn jetzt wieder für eine Idee?!“ wusste Sherry sofort, dass Sina wieder ein paar Ideen hatte.

„Da hier eh alles drauf geht, machen wir noch einen Test. Vielleicht… könnte es ausschlaggebend sein, wie du deinen Gegner morgen bekämpfen könntest.“ grinste Sina, als Layla und Roman eine Hand auf ihre Schulter legten.

„Oder auch nicht…“

Kapitel 408

Ich bin wiedergeboren und die Macht des Papierfächers?

Sherry stand mit Sina im Garten, während der Rest gespannt wartet, was gleich passieren wird. „Keine Sorge Sherry, ich bin bei dir.“ grinste Sina von der Seite.

„Danke… dann werde ich Nirwana verwandeln lassen… „Explodierendes Magmaschwert“!“ befahl Sherry und ihr Schwert tat dies.

Ihr gesamte Klinge nahm eine rot leuchtende Farbe an, die tatsächlich wie Magma aussah, dabei kamen Blasen empor, die einfach nur aufplatzten.

„Puh… wenigsten keine Feueraura, auch wenn ich dank des letzten Kampfes nun Feuerresistenz Level 6 habe. Ob ich jemals eine Feuerimmunität bekommen werde in der Zukunft?“ grinste Sherry schräg.

„Wenn du weiter gegen Gegner kämpfst, die solche Sachen machen mit Feuer, bestimmt. Nun schlag doch einfach mal mit der Waffe… eh auf diesen großen Stein da.“ zeigte Sina auf den großen Gesteinsbrocken, dass wohl als Dekoration zum Garten gehört.

„Keine Sorge, deine Waffe ist vermutlich heiß genug, dass es sich durchbrennen wird.“ beruhigte Sina ihre Freundin, als sie den zweifelnden Blick in den Augen sah.

„Ich vertraue dir einfach mal…“ murmelt Sherry und ging zu dem Gesteinsbrocken hin. „Halt dich bereit Nirwana.“ „Erm… warten sie mal lieber Herrin…“ warnte das Schwert noch, da schlug Sherry mit aller Kraft zu.

Als das Schwert den Stein traf, explodierte es beim Aufprall, wo Sherry und Sina nach hinten geschleudert werden. Die Zuschauer fielen alle auf ihre Hintern von der Druckwelle, die Explosion selber verursachte ein Erdbeben in der Stadt.

Überall rannten panisch die Bewohner um die Stadt, die hartgesottenen Teilnehmer nehmen dies nur zur Kenntnis.

Layla war gerade dabei, Tio und Mio neu anzukleiden, als alle durch die Explosion zu Boden fielen. Das gesamte Anwesen bekam überall Risse, die Fenster sind alle Geschichte. „Himmel… was stellt die Wahnsinnige wieder an…“ murmelt Roman, der seine Tochter in Schutz nahm.

Eine Rauchwolke in einer Pilzform ging hoch und von dem Stein? Den gibt es nicht mehr. Sina und Sherry hoben sich von der liegenden Position hoch und staunten nicht schlecht.

„WOW! Das ist ja mal eine geile Waffe!“ freute sich Sina sofort. „Dein Schwert muss man ja in diesem Falle tatsächlich wortwörtlich nehmen.“

„Erm… werden die Vampirkönige nicht sauer… über die zerstörte Anlage?“ machte sich Sherry viel mehr darüber Sorgen.

„Ach wo, das gehörte jemand anderes, als sie dem Besitzer die Kehle durchgeschnitten haben, von daher sehe ich das nicht so eng…“ grinste Sina und wirkte, als hätte sie wieder ein paar Ideen.

„Was zum Geier ist passiert?!“ rannte Layla raus, die Schminke an den Zwillingen ist so verwischt, dass sie eher wie Clowns aussahen. „PFFF“ konnten Sherry und Sina sich bei den Gesichtern nicht zurückhalten.

„Mano… lasst euch mal gegen euren Willen schminken.“- „Genau… Tante Layla kann… sehr gut mit Worten umgehen…“ ließen Tio und Mio ihre Schulter hängen.

„Nun liebe Layla… Sherry hat eine sehr furchterregende Waffe bekommen. Wenn man nicht weiß, was sie kann… tja die Überraschung wird umso heftiger sein. Sag Sherry, mich hat nur die Druckwelle erwischt, hast du dich verletzt?“ erklärte Sina sich.

„Erm nein, überhaupt nicht. Wie bei dir war es nur die Druckwelle gewesen.“ schüttelt Sherry den Kopf. „Nächstes Mal warnst du mich ein paar Sekunden früher, wenn du weißt, was passiert!“ schimpfte Sherry in Gedanken.

„Woher soll ich das denn wissen Herrin?! Ich hatte nur so ein… dummes Gefühl gehabt, zumal sind wir doch mal ehrlich. Hast du jemals von einer Waffe gehört, die explodiert bei Kontakt mit Objekten? IN Form einer lebendigen Waffe?“ wehrte sich das Schwert sofort.

Die anderen Frauen standen wieder auf und musste sich erst mal von der Druckwelle kurieren. Sherry ignorierte ihr Schwert und fragte Sina wieder: „Ich glaube, damit kann ich nicht wirklich kämpfen Sina oder hast du eine Idee?“

„Und wie ich sie habe. Diesmal hängt es davon ab, wie du stehst beim Angriff. Vorhin hast du mehr oder weniger eine lockere Haltung gehabt, aber… Wenn du beide Beine in einem bestimmten Winkel hältst, kann du dich gegen die Druckwelle stemmen.“ zeigte Sina dies Sherry.

„Himmel, diese Explosion… ich wette, dass ist kein Element oder ähnliches, wenn dann nur eine Fusion aus Feuer und Wind. Damit könntest du selbst mir sehr bösen Schaden anrichten, zusätzlich mit dem Effekt deines Schwertes.“ konnte Sina sich nicht beruhigen vor Freude.

„Aha, toll. Dafür muss unser Zuhause dabei drauf gehen?“ merkte Layla an. „Nun dürfen meine Hausdiener erst mal dafür sorgen, dass die Fenster in den Schlafzimmern zumindest wieder repariert werden.“

Auf einmal kam Acheron mit Melaine und Christoper angerannt. „Mutter! Ist alles in Ordnung bei dir? Wir haben…“ doch Layla unterbrach ihn.

„Alles in Ordnung. Es ist nur mal wieder Lady Sina, die mit ihrem Clan für Chaos sorgt. *seufz* Es tut mir leid, dass euer Make up… so ruiniert ist. Dabei habt ihr beide so schöne Gesichter.“ sagte die Vampirkönigin zu den Zwillingen.

„Erm… danke?“- „Wir bekommen wieder Komplimente!“ freuten sich die Zwillinge. „Wir… können es ruhig nachher wieder nachholen.“- „Aber wir… sollten vorher mit unseren Freunden wegen dem nächsten Kampf sprechen.“

„Eine gute Idee.“ stimmte Suki ihnen zu. „Lady Layla… ich hoffe, wir bereiten ihnen keine Umstände, dass… wir hier ein Meeting einberufen?“

„Nein, nicht wirklich. Sucht euch den besten Platz aus und sprecht euch nach Herzenslust aus. Bedankt euch bei eurer Clanführerin, dass sie wieder ihren Kopf durchgesetzt bekommt.“ zuckte Layla mit den Schultern. „Dann sehen wir uns nachher wieder ihr beiden.“

„Sag Sherry… welches Level hast du im Schwert aktuell?“ fragte Sina, als Sherry im Begriff war, mit den anderen Frauen zu gehen. „Erm… Level 8. Dank dir und Louis habe ich einiges zusammenbekommen, wieso?“

„Ah… nichts. Reine Neugier, geh ruhig mit den anderen, ich werde jetzt mit Melaine und Christoper ein kleines Training vornehmen.“ grinste Sina geheimnisvoll. Sherry nickte, aber sie kannte Sina lang genug, dass sie andere Pläne hatte.

„Gibt es einen Tag in deinem Leben, der nicht in einem Chaos endet?“ fragte Melaine direkt, während Christoper den Schaden begutachtet.

„Ist die Frage rhetorisch gemeint? Du weißt schon, dass du mit der Chaosbringerin sprichst oder?“ hob Sina beide Augenbrauen hoch. „Nun, das Training heute ist eigentlich nur dazu da, dass du und Christoper euch besser gegen eure Gegner wehren könnt.“

„Das muss du uns genauer erklären.“ hakte Christoper in seine Ritterrüstung nach. „So wie ich das verstanden habe, soll ich gegen Riskel kämpfen und Melaine gegen Violet? Dank das Riskel mehrmals kämpfen durfte, habe ich paar Maßnahmen parat, um gegen ihn zu kämpfen.“

„Das ist gut zu wissen. Vicky? Kommst du mal bitte?“ rief Sina nach Viktoria die weiter Abstand genommen hat. Sie wirkte, als würde sie woanders sein wollen, aber letztendlich kam sie.

„Euch brauche ich nicht gegenseitig vorzustellen. Ihr beide werdet gegen Vicky kämpfen, die stärker ist, als Riskel und Violet gemeinsam, ist doch richtig?“

„Ja Lady Sina, ich bin stärker als sie beiden. Doch… wie stellt ihr euch das vor, wie ich den beiden helfen kann?“ wundert sich Vicky ein bisschen.

„Eine sehr berechtige Frage, wenn sie wirklich so stark sein soll. Wäre es nicht besser, jemanden zu nehmen der auf dem Niveau unserer Kämpfer ist?“ warf Melaine einen berechtigten Grund ein.

„Sorry, habe leider keinen zur Hand, der diese Stufe hat. Laut vieler Aussagen, können wir auf Renee nicht wirklich aufbauen. Was Vicky mit euch machen wird ist nur, sie wird mit diesem legendären „Papierfächer“ von allen Seiten angreifen.

Ziel des Trainings ist, dass ihr vorausschauend kämpft, wie die beiden Kinder der Loserkönige kämpfen könnten. Rechnet damit, dass sie euch mehr von der Seite und von Hinten angreifen werden um euch immer wieder zu piksen.

Dank Neia können wir vorher euch mit Anti-Gift-Dingenshausen verzaubern, damit ihr auf der sicheren Seite seid.

Es ist unmöglich, eure Attribute mal eben so hoch zu leveln, dass ihr locker mit ihnen mithalten könnt. Also ist der Plan, durch Viktoria zu lernen, wo sie immer angreifen wird. Das Ganze hat daher also nichts mit Attributen zu tun, sondern Erfahrung die ihr heute sammeln werdet.“

„Einspruch, wieso kann ich nicht mit meinen Schwert kämpfen? Was ist das überhaupt für eine Waffe? Kann man damit jemanden weh tun?!“ wehrte sich Viktoria. Sina stand auf einmal hinter ihr und holte mit dem Papierfächer aus, der ihren Hintern traf.

Irgendwann in der Zukunft wird man in den Geschichtsbüchern der Mysterien lesen, dass in der Nähe der Stadt, wo immer das tausendjährige Turnier stattfindet, ein lang gezogener Frauenschrei über die gesamte Stadt zu hören war. Bis dato konnte man nie herausfinden, wer diesen Schrei von sich gab.

Viktoria liegt mit dem Gesicht auf dem Boden und traute sich nicht, ihren roten Hintern anzufassen. Solche Schmerzen… hatte sie noch nie erlebt. Alle hörten auf einmal, wie Renee mit dem Finger auf sie zeigte und laut lachte.

„Wenn ich du wäre, würde ich diesen Papierfächer nehmen und das ebenfalls an Renee testen… probehalber, wir verstehen uns?“ flüstert Sina kniend neben Vicky, dabei bietet sie den Papierfächer an.

Dies ließ Viktoria nicht ein zweites Mal sagen und nahm ihn ohne zu Fragen in die Hand, die legendäre „Waffe“. Sie ignorierte die Schmerzen auf ihrem Hintern und rannte mit Anschlag auf Renee zu, die langsam mitbekam, in welchen Schwierigkeiten sie steckte.

Ein paar Minuten vor dem Jahrhundertschrei:

„Damit eröffne ich unser Meeting. Ich danke Lysa, dass sie uns ein Zimmer mit vielen Sitzmöglichkeiten zur Verfügung stellt.“ nickte Suki dies zu der Vampirin. „Keine Ursache, ich lasse euch dann mal alleine.“ verschwand Lysa.

„Morgen haben wir, mal wieder, einen sehr schweren Kampf vor uns. Jeder hat die Papiere von deren Teilnehmern, dazu haben unsere Freunde Tio und Mio aufgeschrieben, welche Attribute und Fähigkeiten sie haben.“

„AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH“

Mitten beim Beginn des Meetings schrie jemand in einer Lautstärke, dass alle ihre Ohren zuhalten mussten. Zada hob eine Hand hoch. „Erm… sollen wir nachschauen?“

„Nein, bei dem Geschrei hat vermutlich was mit Sina zu tun. Ich spüre ihre Freude, also ist es bestimmt ihr Werk.“ schüttelt Kyllia den Kopf.

Alle Frauen nickten und Zada hob nur ihre Augenbrauen hoch. „Wenn… ihr meint? Scheinbar muss ich noch ein bisschen länger bei euch bleiben, damit ich es auch so gut nachvollziehen kann, wie ihr.“

Auf einmal hörten die Frauen, wie etwas mehrmals durch die Wände krachte, bis es in ihrem Zimmer durch die Tür krachte und die Wand wieder heraus krachte. „Erm… war das gerade Renee?“

„Einfach… ignorieren. Tu einfach so… als wäre nie was passiert.“ hielt Mel ein Pokerface, wobei sie meistens mit ihrer Maske ein Pokerface hielt. „Eh?!“ staunte Zada und Lara nahm eine Hand von ihr. „Glaub mir… das ist wirklich normal bei uns.“

„Meno… warum will Lisa nicht aus ihrem Zimmer raus…“ dachte Kyllia, als sie die Szene sah. „Mit ihr würde es mehr Spaß machen.“

„Tio und Mio… ohne euch wären wir aufgeschmissenen, wie stark die Behemoths wirklich sind. Laut dem Bericht sind sie alle Meister der Schwerter und starker Feuermagier. Wie jeder Tiermensch, können sie sich auch in ihre Werform verwandeln, was sie stärker und schneller lassen wird, aber stark an ihrer Ausdauer zerren wird.

Eine Verwandlung ist immer mit Schmerzen verbunden, je schneller es stattfinden muss. Wenn ihr seht, dass sie darauf zugreifen wollen, ist das DER Moment, wo ihr eure stärksten Fähigkeiten einsetzen müsst. Schaltet sie aus, bevor sie sich verwandeln.

Aufgrund das Nijus scheinbar der Schwächste in der Gruppe ist… werde ich überlegen, dass Tio und Mio auf der Ersatzbank bleiben werden, hoffentlich könnt ihr es verstehen?“ schaute Suki die Zwillinge an.

„Keine Sorge, wir haben uns das schon gedacht!“- „Genau, dieses Mal werden wir euch von hinten anfeuern!“ nickten die Vampire.

„Danke. Wenn ich es richtig sehe, sind… nur Rokus und Nitir die größten Schwierigkeiten im Kampf. Am besten ist es natürlich, einen Kampf gegen sie zu vermeiden, doch wir kennen leider nicht die kommenden Regeln.“ lächelt Suki.

„Stimmt… alleine wegen Rokus müssten Sherry und ich eigentlich zusammen kämpfen. Der Typ könnte es auch mit dem Dämonengeneral Harox aufnehmen, alleine wegen seiner Größe schon.“ grübelte Kyllia laut.

„Sherry hat doch gegen den alten General gewonnen oder nicht? Hätte sie wirklich keine Chance gegen ihn?“ fragte Nea, die das Papier kaute.

„Nein… der Unterschied zu seinen und meinen Attributen ist zu gewaltig. Im Grunde müsste man sich einen Kampf gegen Sina vorstellen mit ihren extremen Attributen, dazu ist dieser Rokus bestimmt auch sehr kampferprobt.“ wiegelt Sherry den Kopf.

„Wir dürfen auch nicht vergessen, dass da noch jemand anderes bei ihnen ist. Noch stärker als Rokus und Nitir.“ warnte Zada. „Lara und ich haben die Bekanntschaft mit ihr gemacht und Lara hat ihre Meinung vorhin mitgeteilt.

Vermutlich wird die Motivation dieser Gruppe sein, nicht nur das Turnier zu gewinnen, sondern auch zu verhindern, dass Rokea in den Kampf gehen wird. Jemand… der glaubt, sich mit Sina messen zu können… ist entweder wahnsinnig oder glaubt wirklich an sich.“

„Und das nach all… den Kämpfen die Sina gezeigt hat? Orum und „Die Rächer“? Dann muss Rokea wirklich sehr speziell sein.“ murmelt Mel.

„Werde ich denn kämpfen Mama?“ fragte Rubina, die das Gespräch nur bedingt verstanden hat. „Ich bin auch stark!“

„Vermutlich wirst du das. Ich habe auch schon… so eine Idee, wer gegen wen kämpfen wird. Wir können zwar auf unseren G-Veto zurückgreifen, doch würde ich abwarten, welche Regeln kommen können und ob sie ihren einsetzen werden.“ zeigte Suki die aufgeschriebenen Namen allen.

„Hmm… Im Grunde müssen Mel, Rubina, Nea und ich unsere Kämpfe gewinnen, um zu verhindern dass du, Kyllia und Sherry zum Einsatz kommen. Interessant, dass du Sherry trotzdem für Rokus eingetragen hast.“ meinte Lara, als sie Namen las.

„Machen wir uns nichts vor. Kyllia war für uns die stärkste Kämpferin gewesen, wurde aber von Sarless… sehr böse vermöbelt. Sherry dagegen hat gegen einen noch stärkeren Gegner gekämpft und sogar… gesiegt.

Ich glaube an Sherry, dass sie Rokus das Leben sehr schwer machen wird. Scheinbar… hat unsere Freundin noch ein paar Geheimnisse vor uns.“ grinste Suki wissend und Sherry schaute die Zwillinge wütend an.

„Ist doch nicht schlimm, solange Sherry damit eine Trumpfkarte hat. Wundere mich nur, warum du so ein Geheimnis daraus machst?“ schaute Kyllia sie an.

„Weil… ich es gerne aufheben möchte, wenn ich gegen Sina wieder ein Duell habe.“ flüstert Sherry sehr leise. „Sina kann man am besten bekämpfen, wenn man sie mit neuen Techniken angreift, die sie noch nicht kennt.“

„Ho? So hohe Ziele hast du dir gesteckt?“ grinste Lara. „Dann musst du dich einfach nur anstrengen, wenn du gegen ihn kämpfen solltest. Aber keine Sorge, wir werden das Pferd schon schaukeln, damit es nicht dazu kommt.“

„Danke…“

„Pss, interessiert deine Kinder… auf eine sehr schnelle Art und Weise zu einem Meister der Waffe zu leveln?“

„Hrm… wo ist der Haken?“

„Och… ich brauche nur jemanden, der mit mir ein paar Stunden ein Übungsduell machen würde. Dann kannst du den Trick selber sehen und erleben.“

„Irgendwie… bereue ich es, dass ich daran interessiert bin…“

Kapitel 407

Ich bin wiedergeboren und wichtige Geschenke?

Louis trainiert mit Zhin im großen Vorhof des Gasthauses „Beim Hasen“. Auch die anderen Teammitglieder von Zhin sind ebenfalls anwesend und helfen beim Training.

„Frage mich, ob Zhin sich den Kopf gestoßen hat, dass er jemanden hilft, der ihn besiegt hat.“ trank Daszum ihren Kaffee.

„Ruhe dahinten. Wenn ich schon verliere, kann ich doch zumindest helfen, dass der Sieger ins Finale kommt!“ kommentierte Zhin, der weitere Schwertschläge mit Louis wechselt.

„Schon, aber… wir alle können von einem Finger abzählen, wie oft es vorher passiert ist.“ grinste Jimdo, der neuen Kaffee machte, weil die anderen wie die Süchtigen ihn durch Kehle laufen lassen.

„Mit euch brauch ich echt keine Feinde, habe ich das schon mal gesagt?!“ drehte sich Zhin um und warf ihnen einen wütenden Blick zu. „Jep, vor dem Eintritt eines Dungeons und nochmal, wenn wir es verlassen.“ nickte Flai.

„Ihr versteht euch wirklich sehr gut oder?“ schmunzelt Louis, der leicht schwitzte und die nächsten Angriffe parierte, Zhin rollte nur seine Augen.

„Vielleicht, vielleicht auch nicht. Nicht jeder kommt mit meinem schönen Charme zurecht. Das sollte reichen für die Aufwärmungsrunde.

Tja… ich könnte dir jetzt die ultimative Killertechnik zeigen, aber danach wirst du mich für alle Zeiten hassen oder ich bringe dir mit meinen Freunden dahinten abwechselnd ein paar Tricks bei. Du wirst ja selber festgestellt habe, dass wir alle mehr oder weniger sehr einzigartige Techniken drauf haben.“

„Erm… diese Killertechnik ist es das, womit ich den Vampirkönig Taos besiegen soll?“ wundert sich Louis über die Warnung von Zhin.

„Glaub mir… wenn du sie einmal umsetzt, ist dein Gegner fertig mit der Welt. Selbst Sina könntest du damit besiegen. Doch es gibt einen Haken… man kann diese Technik nur ein einziges Mal im Leben einsetzen, wenn die halbe Welt dem Kampf zuschaut.“

„Erm… Zhin, du meinst doch nicht etwa…“ hakte Daika sofort nach. „RUHE! Meine Freunde kennen sie und kennen auch das Ergebnis.“ unterbrach Zhin die Frage. Louis schaute die anderen Männer an und sahen alle etwas… betrübt aus, als würde ihnen der Kaffee nicht mehr schmecken.

„Nur bei mir traust du es nicht umzusetzen!“ jubelt Daszum fröhlich. „Glaub mir Baby… du ahnst nicht, wie SEHR ich die Technik umsetzen würde. Doch möchte ich unsere Freundschaft mit allen behalten, weißt du?“ grinste Zhin schräg bei dem Kommentar.

„Aha… erst redet Zhin von uns, als wären wir die schlimmsten Feinde auf Gaia, dann kommt er mit Freundschaft um die Ecke. Sicher das deine Zunge nicht gespalten ist?“ hob Punny eine Augenbraue hoch.

„Wie geht es deinen Klöten eigentlich? Sind sie überhaupt noch dran, nachdem die Elfe sie dir zertreten hat?“ lächelt Zhin nur. „Lass mich in Ruhe…“ hörte man etwas leises.

„Soo… nachdem die da hinten ruhig gestellt worden sind, wie ist deine Entscheidung? Lass mich dich aber warnen: Im Grunde werden die vielen Tricks nur helfen, wenn dein komischer Vampir es auch zulässt.

Wenn der wirklich so abgeht wie Zwirbi von gestern, dann helfen sie nicht wirklich was. Da kannst du wirklich nur auf den letzten Trick zurückgreifen, die ultimative Killertechnik. Das tolle daran ist, wenn du alles richtig machst und… auch irgendwie am Leben bist, hast DU die Macht zu entscheiden, ob dein Gegner am Leben bleibt oder nicht.

Ich denke, du hast dich schon ein bisschen mit Giften eingedeckt aber… das Gift bei der tollen Vampirin wirkte überzeugender oder?“ grinste Zhin böse. „Vielleicht könnte ich dir ein bisschen davon abgeben.“

„Irgendwie bin ich mir nicht sicher ob ich es bereue, diese „Killertechnik“ zu lernen.“ murmelt Louis nervös. „Lass uns lieber die anderen Techniken lernen, vielleicht schaffe ich es ja… auch ohne damit auszukommen.“

„Ganz… wie du meinst. Ok, dann werden wir dich erst mal zu sechs angreifen, damit du ein Gefühl bekommst, zu wissen WO der nächste Angriff kommen könnte.“ rieb sich Zhin grinsend die Hände.

„Oh je…“

Die Frauen in der Villa räumten den Tisch frei, wo Lara und Hiro gestürzt sind. Nun sitzen Sina und der Rest um den Tisch, während Sherry, Lara, Mel und Suki sich gegenüber saßen.

„Damit ihr alle auf dem neusten Stand der Dinge seid… Layla vermutet, dass ich durch das Blut von Justus mich weiter zu einem Vampir entwickelt habe und mehr ein Mischling geworden bin. Halb Dämon, halb Vampir.

Um ein richtiger Vampir zu sein, fehlt mir die Blutmagie sowie die Verwandlungen zu den unterschiedlichsten Gestalten. Wie ihr… wisst, hatte ich den roten Hunger im Kampf bekommen und es hätte mich wirklich umgebracht, wenn meine Gegner mich nicht so penetrant immer wieder angegriffen hätten.

Fakt ist, Exos hat seine Finger im Spiel und hatte alle meine getöteten Gegner wiederbelebt, neu erschaffen oder was auch immer. Ich hoffe, nachdem ich allen die Seele geraubt habe… dass Exos nun eine nötige Komponente fehlt.“ berichtet Sina.

„Sina… darf ich fragen… was du für Blut getrunken hast? Neia hat nur im groben erzählt, was Lady Layla und Lord Roman getan haben.“ fragte Lara.

„Drachenblut haben sie mir gegeben, scheinbar von einem sehr speziellen. So wie es sich anhörte, lebt dieser Drache sogar noch. Ob Lord Roman mir aber sagt, von welchen Drachen es abstammt… habe ich so meine Zweifel.“

„Oh Lord Roman ist bei den Vampiren ein sehr berüchtigter Drachenjäger, nachdem sie so viele Burgen von ihm zerstört haben. Gerüchten nach soll in der letzten Burg seine Frau gewesen sein, weswegen er so ausgetickt ist.“ teilte Zada ihr Wissen mit.

„Sag Lara… als du zu einem Vampir wurdest, kann es sein… dass dein erstes Blutopfer…?“ fragte Sina eine sehr… intime Frage.

„ … Ich weiß was du meinst. Ja… ich habe das Blut von einer jungen Frau getrunken. Wie ich es dir… damals erklärt habe, wussten die Ausbilder von meinem Meister, wie man jemanden gefügig machen konnte. Das klappt… am besten wenn man jemanden hungern lässt nach Blut…“ ließ Lara den Kopf hängen und Zada nahm eine Hand zum Trost.

„Wo… ist jetzt das Problem mit dem Blut?“ wundert sich Sherry. „Weil das erste Blut, was man als Vampir trinkt, scheinbar ausschlaggebend ist, welche Persönlichkeit man in der Zukunft annimmt.“ erklärte Sina.

„Hätte ich das Blut von Louis getrunken, was… er mir zwingen wollte zu trinken, hätte die Gefahr bestanden… dass ich von unserer Liebe… abgewichen wäre. Dies haben Layla und Lord Roman mit dem Drachenblut verhindert, weil es scheinbar die Eigenschaft hat, dass man seine Persönlichkeit beibehält.“

„Oh je…“ verstand Sherry sofort und auch die Frage an Lara. „Hat Lara deswegen solange gekämpft, dass sie nur an Männer interessiert ist?“

„Das du das so ansprechen musst…“ grummelt Lara. „Ja… ich habe mich deswegen so geweigert es zu akzeptieren… dass ich mehr auf Frauen stehe.“

„Hmm… dann hätte ich dich also irgendwie doch in die Finger bekommen?“ grinste Kyllia schräg. „Keine Sorge, Zada hat dich ja nun.“

„Meine lieben Freunde…“ unterbrach Sina direkt die aufkommende Diskussion. „Ich bin stolz auf euch alle. Ihr habt alle schwere Kämpfe gehabt und habt euch sogar weiterentwickelt.

Zuerst die Vampirgruppe mit Lisa, danach die Dämonengruppe mit Arzexos. Falls ihr es nicht mit bekommen habt, aber ihr alle seid DER Star in diesem Turnier. Bei euch jubelnd die Zuschauer immer am lautesten.

Danach ein Kampf der Geschichte gemacht hat. Suki gegen alle Ungesehenen. Ich wäre beinahe gestorben, als dein Vater dich… egal. Du kannst dir nicht vorstellen, wie mein Herz gerast hat, als du meine Techniken eingesetzt hast.

Nun findet das Halbfinale statt. Ich habe mit meinen Freunden gegen die schlimmsten Vampire der Weltgeschichte zu tun und ihr gegen die stärksten Tiermenschen der Welt, die Behemoths. Dank Nitir, Zuzan und Nijus habe ich einen kleinen Einblick von ihrer Welt gesehen.

Sie lieben Stärke über alles, haben aber auch einen sehr hohen Ehrenkodex. Dummerweise… haben ihre bisherigen Kämpfe nicht gezeigt, was sie so stark macht. Angeblich sollen sie ja sogar zaubern können.

Das sie hohe Attribute haben, können die Zwillinge nachher euch noch sagen. Rechnet damit… wenn ihr gegen sie kämpft und sie benutzen ihre Waffen, dass sie dann einen komplett anderen Kampfstil haben werden.“

„Erm… Sina. Da ist jemand bei ihnen… der will nur gegen dich kämpfen.“ sagte Lara auf einmal. „Sie heißt Rokea und ist mit Zada hier befreundet. Im Grunde… hört man bei ihr nichts anderes als Sina hier, Sina da. Sie ist sehr… arrogant und hochmütig, doch als ich sie das erste Mal… kennengelernt habe, ist mir das Herz in die Hose gerutscht, das hat nicht mal Devin geschafft.“

„Stimmt, aber ich kann alle beruhigen. Rokea ist scheinbar… so stark, dass sie nur auf der Ersatzbank sitzen darf. Ihr Vater Rokus war sich sehr sicher, dass seine Tochter es mit Lady Sina aufnehmen kann.“ stimmte Zada zu.

„Hmm… das dürfte wohl die Frau sein, die ich vor kurzem gesehen habe. Illusion: Behemoth-Frau.“ zaubert Sina eine Illusion.

„Ja, das ist sie. Rokea wird die ganze Zeit unter Beobachtung gehalten, als wäre sie etwas gefährliches und das von ihren eigenen Clanleuten. Sie hat mehrmals sich in meinen Streit mit Riskel eingemischt und schien überhaupt keine Probleme mit ihm zu haben.“ nickte Zada.

„Wenn ich ehrlich bin… hoffe ich wirklich, dass sie auf der Ersatzbank bleibt. Selbst Kyllia und Sherry gemeinsam… habe ich sehr ernste Zweifel, dass sie eine Chance haben. Sie selber hat sogar gesagt, dass dein Zauber auf Orum sie bestimmt nicht töten wird.“ ist Lara scheinbar wegen der Frau beunruhigt.

„Hmm… dann passt es ja… dass ich euch nun etwas Hilfe geben werde. Gestern bat ich Layla, dass sie nur Sherry, Lara und Mel hierher holt, aber da ihr alle hier seid trifft es sich umso besser. Ich möchte… das ihr alle eure lebendigen Waffen auf den Tisch legt.“ lächelt Sina geheimnisvoll.

Verdutzt schauten sich die Frauen an. Sherry legte Nirwana auf den Tisch, Lara ihren unaussprechlichen Drachenspeer, Mel knallte einfach ihre Schuhe auf den Tisch und Suki ihre Dolche. Der Rest hat keine lebendige Waffe.

„Hmm… Rubina und Neia kämpfen ja ohne Waffen. Tio und Mio haben ihre Rapiere… Christoper kommt gleich noch, vielleicht können wir für sie noch bessere Waffen kaufen. Kyllia dagegen… hat mit dem Material aus Tierra die stärkste Faustwaffe der Welt, leider nur nicht lebendig…

Wenn wir wenigsten diese Steine hätten, um dies umzusetzen, aber ich habe nicht gesehen, dass man in deinen Schlagringen etwas einfügen könnte.“ grübelt Sina.

„Egal, brichst du halt den Gegner mit deiner gesamten Stärke halt den Kiefer. So… fangen wir mit Mel zuerst an. Du hast bestimmt den Monsterstein von Devin oder?“

„Das ist richtig. Ich habe bisher noch keine Gedanken gemacht, was ich damit machen soll.“ nickte Mel.

„Ich habe nämlich ebenfalls einen Monsterstein von Devin, den möchte ich dir geben. Aufgrund dessen das du ja… zwei lebendige Waffen führst, brauchst du sie irgendwie in doppelter Ausführung, um sie stärker zu machen.“ legte Sina vor Mel einen blutroten Monsterstein hin.

„Bist… du dir sicher Sina?“ fragte Mel sofort und Sina nickte. „Ja, ich bin mir sehr sicher. Am Anfang hatte ich eher den Gedanken ihn irgendwo in einen schwarzen Abgrund zu werfen, aber dann fiel mir ein, dass du ja auch einen Stein haben müsstest.

Keine Ahnung, welche Auswirkung es auf deine Stiefel hat. Blutklinge wurde zu einem Teufelsschwert, das sprechen kann und jedes Mal, wenn es mit Blut in Berührung kommt, mich heilt. Bei Thorn zieht er alles lebendige aus seinem Opfer raus, spricht Ausdauer, Vitalität und ähnliches.

Wenn es diesen Effekt hat und du jedes Mal, wenn du deinen Gegner triffst, saugst du ihm gleichzeitig wichtige Attribute ab. Dieser kann es sich auf Dauer nicht leisten, immer von dir getroffen zu werden.“

Mel holte ihren Monsterstein aus dem Inventar raus und stellte fest, dass der von Sina intensiver wirkte. „Dann… werde ich es dankend annehmen und dazu sorgen, dass wir ins Finale kommen werden.“

Die Killerpuppe legte die Steine gleichzeitig auf ihre Kampfstiefel, die sie gierig saugten. Auf einmal bekamen sie auf den schwarzen Drachenschuppen rote Linien, die aber keine tiefere Bedeutung haben.

„Und? Was können sie?“ fragte Nea aufgeregt. „Hmm… Meine Stiefel beherrschen nun beide die Verwandlung „Stiefel des Blutes“.“

Als Mel dies sagte, wurden die Stiefel komplett rot und es tropfte Blut herunter, dass sich sofort durch den Tisch fraß. Eilig nahm Mel die Stiefel vom Tisch runter… und sie brannten sich in den Marmorboden rein.

„Erm… Verwandelt euch zurück oder so!“ befahl Mel leicht panisch und die Kampfstiefel taten dies. „Also… wenn mein Gegner nicht etwas gegen Säure oder ähnliches hat, dürfte es für ihn sehr düster aussehen.“

„Stimmt. Mit deinen Geisterkräften kannst du sogar das Blut von den Stiefeln schweben lassen und ins Gesicht deines Gegners werfen.“ kamen ein paar Ideen bei Sina hoch. Keiner wundert sich über diesen Vorschlag, es entspricht ihrer Natur.

Mel schob einen Finger über das Blut und es schien ihr nichts auszumachen. „Gut zu wissen, dass ich davon nicht betroffen bin. Vielleicht ist der Heldentyrann diesmal etwas nützlicher.“

„Aus welchen Gründen auch immer, aber alle neu erschaffenen Götterbestien haben ebenfalls einen Monsterstein gegeben. Lara… du bekommst den Erdstein von Titanus. Suki… du bekommst den Schattenstein von Siremmic und Sherry… du bekommst den Feuerstein von Tierra.

Das ist meine Hilfe an euch. Ich könnte sie selber für Thorn benutzen, aber ich glaube… ihr habt es euch alle verdient. Ich weiß, dass dein Schwert schon das Element Licht in sich trägt Sherry, aber es hat noch nie geschadet, weitere Effekte zu haben, die an deinem Gegner vielleicht sogar den doppelten Schaden anrichten.“ legte Sina vor jedem der angesprochenen Personen einen Stein hin.

Erstaunt schauten sie Sina an und sie nickte ihnen nur zu. „Immerhin seid ihr doch alle… meine Familie oder?“

„Du machst es echt schwer, deine Geschenke abzulehnen, weiß du das?“ grinste Lara schräg. Sie schaute Sherry und Suki an, die ebenfalls nickten. „„„Danke für das Geschenk.“““

„Gerne geschehen. Damit habt ihr definitiv alle eine Trumpfkarte, die die Behemoths NICHT kennen. Wenn ihr eure Besprechung… hinter euch habt, würde ich euch raten, vielleicht ein paar Probeübungen zu machen mit euren Waffen.“ grinste Sina.

Während Sherry und Lara scheinbar kein Problem haben, ihre Waffen zu füttern, überlegte Suki, welchen Dolch sie vorziehen wird, bis sie sich endlich entschieden hat.

Alle sahen zu, wie die Waffen die Steine aufsaugten und was sich für die Waffen geändert hat. „Hmm Schattendolch?“ ließ Suki ihren Dolch verwandeln. Es veränderte sich eigentlich überhaupt nicht, nur dass schwarze Rauchfaden hochgingen.

„Versuch mal den Schatten von der Säule drüben anzugreifen. Bedenke dabei, dass du eher dies mit deinem Schatten machen musst. Schatten selber ist in dieser Welt kein Element, sondern eine Fähigkeit, die so stark ist, dass es auch ein Element sein KÖNNTE.“ betonte Sina.

Suki nickte und setzte dies um… Der Schatten der Säule wurde „zerschnitten“ und der Originalkörper fiel in zwei Hälften.

„Eine sehr starke Fähigkeit, aber nicht leicht zu behandeln. Ich benötige definitiv Schatten und mein Gegner wird alles andere tun als zu warten, bis ich den Schatten angreife.“ grübelte Suki sofort und überlegte schon, wie sie es einsetzen könnte.

Lara´s Drachenspeer wurde zu einen Erdspeer, dessen Fähigkeit es war, bei jedem Treffen auf ein Objekt oder ähnliches, ein Beben zu verursachen. Klugerweise stand Lara draußen, als sie es getestet hat.

„Keine Ahnung wie es sich anfühlt ein Beben in die Fresse zu bekommen, aber wenn man meinen Speer abwehrt, dürfte… er Probleme bekommen seine Waffe oder ähnliches zu halten.“ strahlten die Augen von Lara.

„Sina?“ wirkte Sherry etwas… beunruhigt. „Wird es… eine Aura haben wie die Waffe von Arzexos oder deine Feueraura? Es hat den Namen „Explodierendes Magmaschwert“ bekommen und… irgendwie mache ich mir Sorgen.“

„Das kann ich dir leider nicht sagen Schatz. Ich wundere mich nur, warum es das Wort „Explodierendes“ davor steht. Feuer an sich ist ein sehr starkes Element, aber Magma… übertrifft es eigentlich bei weiten… Da hilft nur eines: Rausgehen und testen.“ sagte Sina es nach einigen Überlegungen.

„Das wird ja noch richtig spannend.“ grinste Zada.

Kapitel 406

Ich bin wiedergeboren und neue Rivalen?

Alle Mitglieder von Sina´s Clan sind anwesend. Neben ihnen standen noch Cixo und Sumi, während Lara sowie Hiro vor Sina knieten.

„Soo… schön das ihr alle anwesend seid, auch wenn… man es auch ohne eine Zerstörung machen kann.“ schaute Sina nach oben, wo das Loch in der Decke war. „Was… ist der Grund für den Streit gewesen?“

Lady Layla und Lord Roman saßen hinter Sina und warten gespannt, wie Sina die Probleme regelt, neben ihnen waren ebenfalls die Kinder da, außer Acheron, der noch zwei Gäste holte.

„Also…“ wollte Lara anfangen, Hiro schwieg wie ein Grab. „Lass mich raten… Ihr habt euch mit Worten beleidigt, bis eine Grenze überschritten wurde oder? Normal lässt Lara sich nur bedingt aus der Ruhe bringen, aber da muss ja richtig was abgegangen sein.“

„Ist es auch. Sie hatte nichts besseres zu tun mich als Schwächling zu bezeichnen und mir dann noch Devin unter die Nase zu reiben. Irgendwo habe ich auch gewisse Grenzen!“ nickte Lara.

„Du hast es ja… nicht mal geschafft mich zu besiegen, also stimmt der Teil mit dem Schwächling schon ziemlich genau.“ murmelt Hiro.

„Also hast du zugeschlagen Lara? Nicht das diese Villa meinen Freunden dahinten gehört, aber… es war eben noch sehr gemütlich gewesen. Ihr müsst nicht immer alles wortwörtlich nehmen und überall Chaos verbreiten wo es geht. Was wolltest du denn eigentlich von ihnen Hiro?“ hob Sina eine Augenbraue hoch.

„Lady… Sina? Wir wollten nur lediglich wissen, ob eure Freunde wissen, wo Neria sein könnte. Es war nicht mein Plan gewesen, einen Streit zu starten, der so… eskaliert.“ meldet sich Cixo. „Das wir erst vor kurzem erfahren haben, dass Lara… naja der Meister von Neria sein könnte, haben wir nicht geahnt.“

„Neria? Ich habe sie damals in einen Vampir verwandeln lassen, weil euer dämlicher Clan meine vorige Botschaft nicht verstanden hat. Beim dritten Angriff hätte ich alle zu Vampiren verwandeln lassen und sie alle schwören lassen, dass sie keinen einzigen Tropfen Blut nehmen dürfen, bis sie ihr Dorf erreicht hätten.“ ging Sina mit ihrer neuen Kleidung hin und her, Sherry sowie Zada staunten nicht schlecht, wie… gut es an ihr aussah.

„Das… hättest du wirklich getan Mutter?“ fragte Suki leicht schockiert. „Suki, gerade du müsstest wissen, dass ich nicht… viele Warnungen ausspreche. Es würde mich auf Dauer nicht wirklich glaubhaft machen, wenn ich nur mit Drohungen um mich werfe, aber keine Taten folgen lasse.

Selbst Layla und Lord Roman räumen einmal richtig auf, weil sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Lust auf das Theater haben.“ drehte Sina sich zu den Vampirkönigen um und sie nickten.

„Doch… hat es was. Ihr habt am eigenen Leib erlebt, wozu der rote Hunger in der Lage ist. Einer mit diesem Problem reicht aus, dass ein Dorf zerstört wird. Wie wird es wohl mit einer kompletten Gruppe sein?“ grübelte Layla laut.

„Komplette Auslöschung nichts anderes. Man weiß was ich bin und was ich tue, aber das ist nur die Seite, die ich der Welt präsentiere. HIER und JETZT ist es die Seite des Schattens, wo keiner hinschauen will.

Feinde werden ausgelöscht, haben sie einen Nutzen, bringt sie auf deine Seite. Wollen sie nicht, zwingt sie dazu. Neria hatte einen Nutzen, indem sie eine Botschaft übermittelt. Sollte sie das Angebot von Lara annehmen, hätten wir ihr eine neue Welt gezeigt.

Doch seid ihr momentan ein Problem. Wenn ich es… richtig sehe, lasst ihr nun die Finger von Suki?“ schaute Sina die Katzenmenschen an.

„Erm… das ist richtig. Wir wissen nicht, was Satu im Dorf vorhat, aber er wird vermutlich dafür sorgen, dass Suki nun Batzien betreten kann, wann immer sie es möchte.“ nickte Cixo.

„Verstehe. Nun seid ihr aber ein Problem, wenn Hiro so abgeht. Wisst ihr… Lara ist nämlich meine kleine Schwester und Angriffe auf meine Familie und Clan… sehe ich als ziemlich schwerwiegend an.“ stand die Dämonin vor Hiro, die aber keine Zeichen von Angst zeigte.

„Warte Mutter, warum… lasst ihr sie sich nicht einfach entschuldigen? Bisher ist niemand gestorben und die Schäden… halten sich ja irgendwie in Grenzen.“ mischte sich Suki ein. Erstaunt drehte Hiro ihren Kopf zu Suki hin.

„Hmm… reicht denn eine Entschuldigung für das Chaos hier? Wo ich diesmal nicht daran beteiligt bin? Woher soll ich denn wissen, ob Lara nicht demnächst das Ziel ist?“ kam die berechtige Frage von Sina.

„Das hast du nun wirklich prima geschafft Hiro.“ zischte Cixo wütend. „EINE FRAGE und nun dürfen wir um unser Leben bangen! Würdet ihr euch damit zufrieden geben… wenn wir drei den Schwur abgeben, Lara keinen Finger zu krümmen?“ schaute Cixo die Dämonin mit dem Angebot an.

„Nun… würdest du damit einverstanden sein Lara?“ „Ich… kann damit leben. Füge bei dem Schwur aber dabei, dass selbst Beleidigungen damit inbegriffen sind.“ schaute Lara gehässig Hiro an.

„Da kann ich mir doch gleich die Zunge abbeißen!“ wurde Hiro wütend, als Cixo ihr auf den Hinterkopf schlug.

„UM was genau zu erreichen?! Wir sehen sie entweder nie wieder oder wenn Neria bei ihnen ist. Glaubst du… Neria hätte es gewollt, dass du dir das Leben nimmst… wegen deinem verblendeten Stolz? Rache ist ja gut und schön, aber das kann man nur machen, wenn man am Leben ist!

Wir sind keine Ungesehenen mehr falls du es immer noch nicht mitbekommen hast! Wir können mehr oder weniger tun und lassen, was uns gefällt. Ich dachte diese Chance wollen wir nutzen und sehen ein bisschen mehr von der Welt MIT Neria!“

Hiro verzog wütend das Gesicht und man sah es ihr an, dass sie ihren Stolz runter schluckte. „Ok… dann schwöre ich auf meinen Namen, der Hiro lautet, dass ich der blöden Kuh Lara kein Haar mehr krümmen werde UND jetzt keine Beleidigungen mehr von mir gebe.“

Lara zog scharf die Nase hoch, scheinbar hat sie einen Rivalen fürs Leben gefunden. Sina dagegen lächelte so stark, dass es beide Ohren fast erreichte. Die anderen Ninja´s taten dies ebenso, ohne in ihrem Schwur die Vampirin zu beleidigen.

„Wieso… lächelt Lady Sina so?“ wundert sich Renee. „Aus dem Schwur zieht man doch keinerlei irgendwelche Vorteile. „Da merkt man deine Unwissenheit mal wieder.“ schüttelt Viktoria ihren Kopf.

„Wunderbar, dann ist ja alles geklärt. Neria sucht ihr? Entweder sie ist noch irgendwo auf der Straße, wo wir angegriffen worden sind oder auf dem Weg nach Fanfoss. Die dritte Möglichkeit ist, dass sie irgendwo anders sein könnte.“ erklärte Sina.

„Ich danke ihnen für die Auskunft und es tut mir leid, dass die Situation eskalierte.“ verbeugte sich Cixo und drückte den Kopf von Hiro ebenfalls runter. „Damit verabschieden wir uns.“

„Macht das.“ nickte Sina und jeder schaute ihnen zu, wie sie verschwanden. Hiro warf Lara aber noch einen bösen Blick zu, während Lara ihr eine Zunge raus streckte. „Merke schon… ihr werdet noch tolle Freunde.“ kommentierte Zada trocken.

„Sina? Möchtest du vielleicht deinen geheimen Plan erzählen? Es gibt nicht viele Gründe… warum dein Gesicht so voller Freude ist.“ kam Sherry auf ihre Geliebte zu und gab ihr einen Kuss auf dem Mund.

„Ich erwarte mit sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir die drei wieder sehen werden. Mal schauen, was die Zukunft für uns verspricht.“ beantwortet Sina und bekam rote Wangen.

„Darf ich euch vorstellen? Der Herr mit dem Zwirbelbart ist Lord Roman und seine Töchter Renee mit Viktoria. Die Dame daneben ist die Mutter von Lisa, Lady Layla mit ihre Tochter Lysa.

DAS ist meine Geliebte Sherry und Reinkarnation von Rose, selbst Layla hat dich teilweise wieder erkannt. Dies hindert dich aber nicht daran, dass du mit Lisa trotzdem ein weiteres Duell machen darfst, aber dazu später.

Kyllia, Lara und Zada sind allen bekannt, hinzu kommt meine Tochter Suki mit ihrem Kind Rubina. Mel die Killerpuppe und die Arachne Nea, dazu die letzten… Kinder von Acula, Tio und Mio.

Falls… ihr es bis jetzt noch nicht wusstest, aber Lady Layla und Lord Roman sind Vampirkönige, die sich mit mir messen können, von daher… seid immer lieb zu ihnen und es passiert nichts.“ grinste Sina bei der Vorstellung.

Alle gaben ihr bestes sich zu verbeugen, nur Layla ignorierte dies und stellte sich vor Sherry. „Hmm… du hast wirklich ein paar Züge von Rose.“ spielte die Vampirin mit dem Gesicht von Sherry. „Eh…?“

„Gewöhne dich daran, bei mir ging sie sogar noch weiter…“ drehte Sina ihren Kopf weg. „Wie soll ich das denn verstehen?“ löste Sherry sich von Layla und lächelt sehr höflich.

„Nichts schlimmes. Ich habe deine Frau nur ein bisschen genauer begutachtet, denn immerhin ist sie ja… tja… etwas neues oder? Doch das ist unwichtig, wenn ich all euren Status so sehe… Ehrlich Sina, aber für den kleinsten Clan hast du verdammt viele starke Kämpferinnen in deinen Reihen.

Alleine Sherry schon wenn ich ihre Zauber so lese, von denen ich dachte, sie wären nur Gerüchte. Was Kyllia mit ihrer Stärke umsetzt, gleicht Sherry definitiv mit ihrer Magie aus. Sie ist… in ihrem Element als Kämpferin ausbalanciert.

So… ihr seid Tio und Mio? Die einzigen geborenen Zwillinge in der Vampirwelt, schön das wir uns endlich kennenlernen.“ lächelt Layla die Zwillinge an, nachdem sie sich von Sherry abgewandt hat.

„Erm… hallo Tante Layla?“- „Schön… sie kennen zu lernen?“ lächelten die Zwillinge in ihren Kimonos leicht nervös.

„Warum nimmst du die beiden nicht mit und ihr baut eine hmm… vernünftige Familienbeziehung auf? Nur lass… sie beide nachher noch aus dem Zimmer raus, damit meine Freunde hier noch ihre Besprechung gegen die Behemoths halten können.“ schlug Sina vor.

Bevor die Zwillinge was sagen konnten, hat Layla sie schon an den Händen gepackt und zog sie lächelnd aus dem großen Raum raus. „Eine sehr gute Idee.“

„Wa… warten sie!“- „Wir wollen nicht!“ wehrten sich die Zwillinge, aber hatten keine Chance gegen die Kräfte ihrer Tante. „Dann werde ich euch alleine lassen, Renee du kommst natürlich mit.“ stand Lord Roman auf und verschwand ebenso, seine Tochter folgte ihm mit rollenden Augen.

„Hoffentlich passiert den Zwillingen nichts.“ murmelt Lara, die mit Zada ihre Kleidung wieder herrichtet.

„Mach dir keine großen Sorgen. Lady Layla ist jetzt nicht bekannt dafür, dass sie ihre Opf… Interessenten was Schlimmes antut.“ grinste Zada.

„Wie geht es dir Sina?“ fragte Sherry direkt. „Wenn man die Behandlung von Layla ignoriert, die sie mir im Badehaus angetan hat, mir dieses Korsett anzulegen, geht es mir tatsächlich besser. Ich… habe dich wirklich doll vermisst. Habt ihr gestern noch was gemacht?“ lächelt Sina.

„Nicht so wirklich. Die Abenteurer sind schnell ihrer Wege gegangen und bereiten sich irgendwie auf die Kämpfe morgen vor. Wir sind alle einmal groß essen gegangen, waren dann aber auch irgendwie… sehr müde. Vermutlich die Aufregung um Suki, obwohl sie die Arbeit gemacht hat.“ berichtet Mel.

„Verstehe und… wie geht es dir Suki? Zu wissen… dass deine richtige Mutter es dir verziehen hat und dein Vater… mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Clan nahelegen wird, die Finger von dir zu lassen?“ schaute die Dämonin das Katzenmädchen an.

„Irgendwie… befreit? Ich kann es so schlecht ausdrücken, aber ich bin wirklich froh… dass alle Geheimnisse aus der Vergangenheit aufgedeckt worden sind. Dazu… das ich Vater vielleicht… doch wieder sehen kann, freut mich doch irgendwie.“

„Mama hat vor dem Schlaf noch viel geweint, aber ich habe sie getröstet!“ meldet sich Rubina. „Danach haben wir gemeinsam geschlafen!“

„Ja, das hat sie gut gemacht.“ lächelt Suki. „Vermutlich kann ich nun gefahrlos durch Batzien reisen, aber wenn ich ehrlich bin… möchte ich lieber in Fanfoss bleiben.“

„Du weißt, dass du jederzeit zu mir kommen kannst, wenn du ein eigenes Abenteuer mit deiner Tochter erleben möchtest. Ich werde dir keine Steine in den Weg legen!“ sagte Sina es sehr ernst.

„Ich weiß doch Mutter, nur… wer passt dann auf das Haus auf? Edwin vielleicht, aber mir gefällt der Gedanke nicht, dass jemand anderes darauf achtet. Außerdem… wer soll euch denn die leckeren Tee´s machen, wenn ihr mal einen schlechten Tag habt oder das Bett richten, nur weil ihr mal wieder zu faul gewesen seid, die Decke hochzuziehen?“ hob Suki grinsend eine Augenbraue hoch.

„Erm… keinen Einspruch euer Ehren…“

Nebengeschichte 13.

Ich bin wiedergeboren / Nebengeschichte 13

Zwei Schatzsucher durchkämmen eine eigenartige Schlucht, die sie im Wald gefunden haben. „Was denkste Hans?“ fragte der erste Schatzsucher.

„Was soll ich denn denken Peter?“ grinste der andere Schatzsucher. „Das wir wieder was entdecken werden, was bisher keinem anderen gelang?“

„Richtig. Seit den Erdbeben und Meteoren wurden viele unzugängliche Gebiete geöffnet und wir haben ja schon den einen oder anderen gefunden.“ nickte Peter.

„Stimmt, doch… so richtig erstaunliches war es ja nicht. Zumindest nicht, dass wir unsere Kunden damit belästigen müssen.“ begutachtet Hans die eigenartigen Steinwände.

„Jep jep, solange es keine Dungeons sind, werden wir nicht für die Informationen bezahlt… Schau mal… ist das eine Höhle?“ zeigte Peter auf eine Vertiefung an der Wand.

„Sieht so aus oder? Das Übliche?“ „Stimmt, das Übliche.“ Beide Männer fingen an, um diese „Höhle“ herum alles zu begutachten, Proben zu sammeln und ähnliches.

Die Schlucht war groß genug, dass einer der Männer Zelte und ähnliches aufbaute, während der andere diesen Ort kartografiert. Es vergingen mehrere Stunden, bis sie beide zufrieden waren.

„Ich habe noch ein paar andere Höhlen gefunden, aber diese hier ist tatsächlich unsere vielversprechendste.“ nickte Hans zufrieden.

„Die Proben… ich bin mir nicht sicher, aber entweder wir haben hier was neues entdeckt oder es ist so hm… „verdreckt“ hier, dass man es nicht richtig analysieren kann.“ hielt Peter ein kleines Fläschchen vor seine Augen.

„Dann haben wir schon mal was interessantes gefunden für die komischen Erdforscher. Dürfen sie sich doch die Köpfe zerbrechen.“ grinste Hans. „Wollen… wir heute noch reinschauen gehen oder lieber morgen?“

„Hm… haben wir denn die Sicherung für Höhlenerkundung aufgebaut?“ fragte Peter und Hans schüttelt den Kopf. „Nein, denn das müssen wir gemeinsam machen.“

„Dann machen wir das heute und gehen morgen rein.“ war der Entschluss gefallen und beide Männer bauten um die Höhle mehrere Balken, um zu verhindern, dass sie einstürzt. Zusätzlich holten sie eine sehr sehr große Rolle mit einem Seil heraus, um immer schnell den Ausgang zu finden.

Dies alles benötigte einiges an Zeit und am Ende waren sie mit ihrer Arbeit fertig. „Puh, mein Gefühl sagt mir, dass wir morgen auf irgendwas… unbekanntes stoßen werden.“ meinte Hans.

„Na wenn du meinst?“ schmunzelt Peter und beide Männer gingen zu ihren Zelten zurück. Am nächsten Morgen waren die Männer soweit und haben auch ihren Sicherheitscheck bestanden.

Beide setzten eine Art Helmlampe auf und gingen in die Höhle rein. „Auf den ersten Blick… unterscheidet sich die Höhle nicht viel wie die von anderen, nur… ich habe das Gefühl, dass… es verdammt alt hier ist.“ murmelt Peter.

„Stimmt, ich weiß was du meinst. Will ja nicht behaupten, dass wir so was wie Höhlenexperten sind, aber ja… ist scheiße alt hier.“ nickte Hans.

„Hmm… dort endet der Weg schon?“ wundert sich Peter, als sie an eine Art Sackgasse gekommen sind. Beide Männer schauten sich um, es gibt nur den einen Weg, den sie gekommen sind.

„Komisch… auf mein Gefühl konnte ich mich bisher immer verlassen.“ murmelt Peter und ging zur Wand, dabei holte er eine Spitzhacke raus und klopfte mit der flachen Seite gegen die Wand. Hans wartet geduldig ab und beobachtet, wie Peter die komplette Wand abcheckte.

„Hmm? Wieso… hört sich der Ton hier anders an, wenn ich hier schlage?“ schaute der Mann verdutzt und schlug mit der Spitzhacke zu. „Brauchst du Hilfe?“ bot Hans an, aber Peter schüttelt den Kopf. „Zu eng hier.“

Peter schlug und schlug und schlug, aber macht nicht wirklich Fortschritte bei seiner Arbeit. „Ich verstehe es nicht. Dort… wo ich schlage, da klingt der Ton ziemlich hohl, aber die Wand ist stabiler als der Hintern eines Eisengolems.“

„Au ja, da erinnerst du mich. Da haben wir wohl den Rekord gebrochen, vor so einem Monster wegzurennen.“ lachte Hans leise. „Lass mich mal, damit du eine Pause machen kannst.“

Die Männer tauschten ihre Rollen, nun schlug Hans wie ein Berserker. Peter wischte sich den Kopf von seinem Schweiß ab und beobachtet nun seinen Freund bei der Arbeit. „Nee… irgendwas ist mit der Wand nicht in Ordnung. Sind wir tatsächlich auf ein neues Material gestoßen? Die Zwerge würden uns dafür viel bezahlen wollen.“ meinte Hans.

„Hmm lass uns mal weiter machen, ich will mich doch nicht von so einer Wand aufhalten lassen. Außerdem brauchen wir für die Zwerge eh eine brauchbare Probe.“ wiegelte Peter den Kopf und die Männer gingen weiter ihrer Arbeit nach.

Gefühlt Stunden später… Peter war wieder an der Reihe und schlug mit seiner Spitzhacke auf die Wand ein, als endlich der Durchbruch kam. Beide Männer haben es gesehen und grinsten sich gegenseitig an.

Mit neuer Motivation schlug Peter immer fester auf die Wand ein, bis das Loch immer größer wurde. Der Mann legte die Spitzhacke beiseite und schaute durch das Loch mit seiner Lampe. „Hatte ich doch recht, dort geht es weiter! Nur… kann ich kaum was erkennen…“

„Dann müssen wir das Loch nur größer machen. Lass uns wieder tauschen und du sammelst das komische Material ein.“ bestimmte Hans und weiter ging die Arbeit… bis das Loch groß genug war, dass ein ausgewachsener Mann oder ein dicker Zwerg eher durchkommen konnten.

„Puh! Endlich geht es weiter! Nun fühle ich wieder das Kribbeln… wenn wir was richtig tolles entdecken.“ grinste Peter. „Ich auch.“

Peter ging zuerst durch das Loch und begutachtet die neue Seite, dabei stellte er fest, dass von der Höhlendecke Wasser runter tropft. „Hmm? Wieso hören wir keine Geräusche von fallenden Tropfen?“

„Keine Ahnung, aber schau dir mal den Boden an.“ meinte Hans, als er durch das Loch kam. „Sieht aus, als würde dieses Gestein alle Geräusche schlucken oder so. Selbst wenn wir sprechen, kein Echo oder so. Glaube wir sollten aufpassen, was wir hier finden… nicht das ich sagen will, dass hier noch etwas… „lebt“.“

„Hoffentlich, denn diesmal werden wir nicht so schnell rennen können.“ murmelt Peter und ging wieder den Weg vor. Beide Männer gingen mehrere Meter als sie an den Wänden nun… Höhlenmalerei vorfinden?

„Hans? Wir wissen… was das für Zeichen sind oder?“ grinste Peter von einem Ohr zum anderen, sein Freund nickte sehr heftig. „Die… Sprache der Götter. Zu dumm, dass ich sie nicht lesen kann, aber diesmal sind wir wirklich auf einen sehr interessanten Ort gestoßen.“

Glücklich, aber mit mehr Vorsicht gingen die Männer den Weg weiter rein und wunderten sich, dass… sie so viele Höhlenmalerei vorfinden. „Kannst du dich jetzt an einen Ort erinnern, wo komplett alles in dieser Sprache niedergeschrieben wurde Peter?“

„Nein… dies findet man ja nur in bestimmten Bereichen oder Orten, aber nicht so heftig wie hier.“ schüttelt Peter den Kopf.

Die Reise der Männer ging weiter… als die ungerade Höhlenwand auf einmal zu eine Mauer wurde. „Oh… du ahnst nun auch was ich denke oder?“ schaute Peter seinen Freund an.

„Ja… dass wir einen Dungeon gefunden haben. Da wird sich unser Kunde sehr freuen.“ nickte Hans. „Lass uns weitergehen, aber nicht in den Teleportationsring gehen wie letztes mal.“

„Ja ja, daran wirst du mich ja ständig erinnern…“ rollte Peter seine Augen. An den Mauern fanden sie ebenfalls weitere Hinweise mit der Sprache der Götter, doch das ignorierten die Männer.

Dann standen sie vor etwas… das aussah wie ein großes Tor, das aber geschlossen ist. Davor stand ein Podest mit einer Steintafel, aber sie konnten es nicht lesen.

„Endstation. Vermutlich steht auf der Steintafel drauf, wie man es öffnen kann. Da brauch ich nicht mit einer Spitzhacke ran gehen, so alt werde ich nicht, bis ich da einen Kratzer rein bekomme.“ meinte Peter.

„Stimme ich dir voll zu. Das soll lieber der Dungeonfarmer selber knacken…“ ging Hans zu der Steintafel, holte ein großes Stück Papier aus seinem Inventar und legte es darauf. Dann fing der Mann mit einen Kohlenstift eine Kopie zu skizzieren.

„Wir wissen nicht… wo er ist oder? Meine, für so einen Dungeon wird er einiges zahlen, dass wir nie wieder arbeiten brauchen.“ grinste Peter.

„Hmm… keine Ahnung, aber er ist doch Abenteurer oder? Denke, in einer Abenteurergilde werden wir schon herausfinden wo wir ihn finden können.“ zuckte Hans mit der Schulter.

„Was… ist hier nur, dass man so ein dickes Tor benötigt? Warum… will man verhindern, dass man einen Dungeon betreten kann?“ grübelte Peter laut vor dem Tor und streichelt das Material.

„Keine Ahnung, vielleicht ist es ja das legendäre Götterdungeon.“

Kapitel 405

Ich bin wiedergeboren und das übliche Chaos?

Sina, Layla und Lord Roman nahmen ihr Frühstück ein, während die Kinder die Freunde von Sina zur Villa holten.

„Hoffentlich seid ihr nicht sauer auf mich, dass Vicky nun einen Nasenring trägt.“ schmierte Sina ihr frisches Brötchen mit Marmelade.

„Sagen wir mal so… Wenn meine Frau mir den Kopf abreißt, werde ich euch suchen gehen und sie euch vorstellen. DANN dürft ihr erklären, warum Viktoria den Nasenring hat.“ meinte Roman nur.

„Nun, wenn meine Kinder es wollen, ich hätte nichts dagegen, nur sollen sie mich vorher fragen, damit ich nicht gleich vom Stuhl falle.“ grinste Layla. „Übrigens Roman, Sina braucht aus irgendwelchen Gründen immer noch kein Blut.“

„Hmm… dann würde ich euch nur raten, ein paar Flaschen Blut in euren Inventar beiseite zu legen für den Notfall. Nicht das ihr irgendwo seid, wo ihr nicht daran kommt.“ warnte Roman die Dämonin.

„Danke für den Hinweis. Von eurem… Drachenblut werdet ihr euch vermutlich nicht trennen wollen oder?“ grinste Sina schräg.

„Nein, dass dürft ihr selber sammeln. Ich trinke es selber auch nur zu bestimmten Anlässen, zumal ich wirklich nicht viel davon habe. Neues Blut von Drachen zu jagen… habe ich keine Lust, ist mir zu viel Arbeit.“ schüttelt der Vampirkönig den Kopf.

„Sag… du hast vorhin in deiner Rede was von der „alten“ Welt gesagt und ich hatte nicht den Eindruck gehabt, dass du Deymonlia oder die Welt Gaia aus der Vergangenheit meintest. Selbst Lysa erwähnte da was.“ schaute Layla Sina an.

„Oh Mist… *seufz* Wenn… ihr mir schwören könnt, die nächsten Geheimnisse um mich für euch zu behalten, werde ich es sagen. Bei einigen… Personen auf der Welt könnte dieses Wissen mir Probleme machen… vielleicht.“ merkte Sina ihren eigenen Fehler.

Erstaunt schauten Layla und Roman sich an. „Lohnt es… sich diesen Schwur zu machen? Du weißt, dass ich es nicht gerne mache.“ hakte Layla nach.

„Sagen wir mal so… Exos kann damit nichts anfangen, für ihn wäre es eher ein Aha-Effekt. Doch bei den beschworenen Helden, es sind vier wenn ihr es noch nicht wusstet, könnte es für mich eher ein Problem sein.

Sie haben eine Ahnung, wer ich bin, aber solange ich es selber nicht bestätige, können sie soviel ahnen wie sie lustig sind. Aber mit dem Geheimnis… wird es nur schwieriger für mich werden, zumindest glaube ich das.“ erklärte die Dämonin, die ein gekochtes Ei aufschlug.

„Ja… von den Helden haben wir mitbekommen, aber wirklich… stark sind sie ja nicht. War nur über die Anzahl ein bisschen erstaunt gewesen.“ gab Roman zu und schaute seine Schwester an und die nickte. Beide gaben einen knappen Schwur ab, was Sina zufrieden stellte.

„Neben der Dämonenkönigin bin ich auch die Heldin der Dämonen wie ihr wisst. Das hat nicht unbedingt damit zu tun, dass ich die stärkste Dämonin bin oder so, sondern dass ich den Segen des dunklen Gott´s hatte.

Um es einfacher auszudrücken… meine Seele stammt von derselben Welt ab, woher die ganzen beschworenen Helden herkommen, die die Göttin immer entführt. Ich… war mal ein Mensch gewesen, bevor ich als Dämon wiedergeboren bin.“

Das brachte Layla und Roman ins Staunen. „Oh ja… mit dieser Information könnt ihr wirklich die Welt zum Erzittern bringen. Das würde nur mehr Fragen aufstellen und wenn die Welt mitbekommt, dass die Dämonenkönigin so eine Person ist… Das Chaos ist perfekt.“ grinste Layla.

„Ah… Habe nichts dagegen, wenn es nicht immer in einem Chaos endet…“

„Danke das du uns zum Versteck bringst, Viktoria.“ sagte Zada, die mit all den Damen von der Monstergruppe zur Villa gebracht werden. „Den Nasenring hattest du aber nicht gehabt oder?“

„Nein, den hat Lady Sina mir gemacht. Ihr… habt eine sehr interessante Clanführerin muss ich schon sagen. Ich kann an einem Finger abzählen, wie viele Personen meinem Vater widersprechen würden, wenn er ganz schlecht gelaunt ist.“ grinste Viktoria.

„Also geht es ihr soweit gut?“ fragte Sherry, da musste Viktoria ihren Kopf wiegeln. „Das kann ich schlecht beurteilen, nur dass es ihr heute trotz des „Knopfvorfalls“ besser ging als gestern Abend.“

„Eh… was ist denn ein Knopfvorfall?“ wundert sich Lara. „Wie… soll ich das erklären? Lady Layla wollte Lady Sina unbedingt… ein Korsett anlegen. Irgendwie haben wir es geschafft, als der oberste Knopf im wahrsten Sinne explodierte und gegen die Stirn von meinen Vater knallte, als er wütend in das Zimmer hereinstürmte.“

„Klingt nach Sina.“ „Jep, klarer Fall von Sina.“ „Wäre ja merkwürdig wenn mal kein Chaos stattfinden würde ohne Sina.“ „Sina und Korsett, selbst ich bin nicht so verrückt.“ murmelten die Frauen durcheinander.

„Ich merke schon, dass ihr es nicht sehr ungewöhnlich findet über Lady Sina. Sie ist wirklich eine sehr interessante Person.“ lächelt Viktoria. „Mutter würde am Anfang mit ihrer Art ein Problem haben, aber… vermutlich würden sie sich verstehen.“

„Ich habe immer nur Gerüchte über deine Mutter gehört, aber sie nie gesehen oder so.“ merkte Zada an. „Manche fragten sich schon, ob sie überhaupt existiert.“

„Und wie sie existiert. Vater muss immer viele Geschenke mitbringen, weil sie immer in einer Burg eingesperrt ist und es wird ihr sehr… schnell langweilig. Wir älteren Töchter haben mehr Freiheiten, müssen aber immer in seiner Nähe sein… zumindest in derselben Stadt.“

„Wow… klingt nach einen Kontrollfreak statt einem Clanführer.“- „Selbst unser Vater hat uns alles erlaubt, solange wir uns an die Regeln hielten.“ meinten die Zwillingsvampire.

„Sag mal Zada, wie geht es Lisa eigentlich? Ist sie immer noch in ihrem Zimmer eingesperrt?“ kam die nächste Frage. Kyllia und Zada schauten sich schnell kurz an und überlegten fieberhaft, wie man darauf antworten könnte. „Vielleicht sollte ich mich bei ihr persönlich entschuldigen.“

„Macht dir nicht so viele Gedanken darum, Lisa braucht einfach ihre Zeit. Spätestens wenn Lady Layla ungeduldig wird, wird Lisa sich schon sputen.“ beruhigte Viktoria die Halbelfe.

„Ihr habt ein sehr großes Grundstück hier. Ist das normal, dass Vampirkönige oder allgemein Clan´s solche Grundstücke haben?“ schaute Mel das Gelände an.

„Ist mehr oder weniger so üblich bei uns.“ antwortet Viktoria nur knapp. Lara, Zada und die Zwillinge wussten es besser.

Als die Gruppe durch einen großen Torbogen gehen wollten, erschienen aus dem Nichts drei verkleidete Ninja´s vor ihnen. Alle zogen ihre Waffen, im Glauben, dass Suki wieder ein Ziel ist.

„Wartet! Wir kommen in friedlichen Absichten!“ meldet sich eine weibliche Stimme und zog ihre Maske runter, es war Cixo. Die anderen zogen sie ebenfalls runter und zum Vorschein kam Hiro und Sumi.

„Was wollt ihr? Dachte das wäre gestern längst alles geklärt!“ verlangte Lara mit ihrem Speer zu wissen. Sie trug ein anderes Lederkleid, was Zada ihr gegeben hat.

„Komm runter. Wir wollen keinen Kampf oder ähnliches. Wie sollen wir zu dritt gegen euch alle kämpfen, wenn Suki alle einzeln von uns bekämpfen konnte?“ knurrte Sumi. „Vor allem… wenn hier lauter Monster sind, denen wir erst recht nicht gewachsen sind.“

Suki schob sich in ihrem Kimono nach vorne und stellte sich den Katzenmenschen. „Was… sind dann eure Gründe für euer auftauchen?“

„Wir sollen dir die zwei Bücher von Satu geben.“ holte Cixo etwas aus ihrem Inventar raus und hielt es vor Suki. Diese nahm das Katzenmädchen erstaunt an. „Was… sind das für Bücher?“

„Keine Ahnung? Die Ungesehenen haben sich dank dir komplett aufgelöst, du kennst ja den Codex… Wer verliert, ist keine Ungesehene mehr.“ grinste Cixo schräg, während die anderen etwas pissig aussahen.

„Was macht mein Vater und wo ist er?“ drückte Suki die Bücher an sich. „Nun… nachdem er aufgegeben hat, hat Satu Koto direkt getötet. Scheinbar war er sauer auf Koto gewesen oder so.

Als Satu von uns gehört hat, dass wir dich aufsuchen wollten, gab er uns die Bücher und ist danach mit Eiko und Aio zurück zum Stamm gereist. Angeblich irgendetwas mit „aufräumen“ oder so, wir sollen uns darüber keinen Kopf machen.“ berichtet Cixo.

„Verstehe…“ nickte Suki langsam den Kopf und schaute sich die Bücher an… und riss erstaunt die Augen auf. „D.. das sind Bücher, wie man eine vollwertige Mishoi werden kann!“

„Glückwunsch. Das Talent hast du ja zumindest und wenn deine Mutter zu den besten damals gehört hat, wirst du sie vermutlich bei weitem übertreffen.“ grinste Cixo.

„Ersparte uns das Gefühlsdrama hier und komm zum Punkt Cixo…“ nörgelt Hiro. Cixo rollte ihre Augen und schüttelt den Kopf.

„Himmel… vielleicht hätte ich doch mit Satu mitgehen sollen, bei ihm wird es bestimmt auch noch spannend werden. Du Suki, trotz unseres Kampfes würden wir dich gerne was fragen.“

„Und… das wäre?“ wartet Suki, die anderen warten ebenfalls gespannt, was die ehemaligen Ungesehenen wissen wollen.

„Weißt du wo Neria ist? Wir wissen von dir, dass sie „angeblich“ zu einem Vampir werden soll. Aufgrund das wir eh alles verloren haben irgendwie, können wir auch die Zeit damit verbringen Neria zu suchen um ihr zu helfen. Dummerweise… fehlen uns ein paar Anhaltspunkte, du verstehst?“ erklärte Cixo. Suki dreht sich zu Lara am, die nach vorne kam, weiter den Drachenspeer in der Hand hielt.

„Sie wird zu einem Vampir, ob sie will oder nicht. Es gibt kein Heilmittel zu der Verwandlung, selbst ein Elixier hilft dagegen nicht. Eher verschlimmert es den Verwandlungsprozess. Wir haben sie zuletzt auf dem Weg von der Hafenstadt zu dieser Stadt getroffen… und bisher habe ich nicht gemerkt, dass sie sich getötet hat.“

„Huh? Woher weißt du das so genau?“ hakte Hiro angespannt nach und Lara erklärte dies: „Weil ich ihr den Vampirkuss gegeben habe. Sie ist mein erstes Kind, dass zu einem Vampir wird und habe daher eine Bindung, die ihr nicht verstehen könnt.“

„DU bist ihr Meister? Du Schwächling?“ staunte Hiro und eine Zornesader bildet auf der Stirn von Lara, ihre Mundwinkel zuckten schon leicht.

„Ja ich bin ihr Meister wenn ihr das Konzept der Vampire versteht, aber ein Schwächling bin ich bestimmt nicht im Gegensatz zu dir!“

„Hat man ja im Kampf gegen Devin klar gesehen Schwächling.“ zog Hiro scharf die Nase hoch. „Wie hat es sich angefühlt, als der Kerl dich begrapscht hat?“

Suki wollte sich schon einmischen, weil sie ein ungutes Gefühl bekam, da griff Lara die Katzenfrau mit ihrem Speer an. Diese sprang nach hinten, als der Kopf auf den Boden krachte und eine Vertiefung verursachte.

„Lara! Beruhige dich!“ rief Zada noch, aber Lara war einfach nur noch stocksauer, dass man ihr diese Schande so ins Gesicht sagte.

Cixo hat Sumi schon zu Fall gebracht, weil er sich ebenfalls einmischen wollte im Kampf. „Sagt mal ihr Knallköpfe, welchen Teil von „friedlich“ habt ihr nicht verstanden?! Ich dachte, wir wollten nur reden!“

„Nicht… wenn wir hier den Vampir vor unseren Augen haben, der Neria die Schande angetan hat! Was würdest du denn machen, wenn es uns getroffen hätte?!“ wehrte sich Sumi, aber Cixo hat ihn voll im Griff.

„Es tut mir leid, aber ich meinte es wirklich ehrlich, dass wir keinen Streit haben wollen. Bitte… tötet Hiro nicht, ihre Rache stieg ihr mal wieder zu Kopf!“ rief Cixo panisch zu der Monstergruppe.

Man hörte auf einmal ein lautes Krachen im Garten der Villa, scheinbar ging es zwischen Lara und Hiro ziemlich heftig zur Sache.

„Ehrlich? Deine Freundin hat es doch darauf angelegt, meinst du nicht, dass es keine Konsequenzen gibt?“ fragte Kyllia sehr trocken. Mehrere Bäume kippten um, die Frauen konnten es aus der Entfernung sehen.

„Vermutlich nicht, aber mehr… als bitten kann ich nicht.“ war Cixo sehr ehrlich. „Vielleicht wäre es wirklich besser gewesen, wenn ich alleine gekommen wäre…“

Lara und Hiro bekämpfen sich auf sehr üble Art und Weise. Beide Attentäter, sich nicht zu fein diese auch umzusetzen. Überall waren Wunden an ihren Körpern, die Kleidung größtenteils zerrissen und starrten sich beide tief wütend in die Augen.

Beide standen auf dem Dach der Villa… wie auch immer sie dahin gekommen sind und ignorierten die vampirischen Hausdiener, die langsam hoch kamen.

„Also… Schwächling ist ja schon fast ein Kompliment für dich Blutzecke.“ ätze Hiro mit ihren Saigabeln in der Hand.

„Dafür bist du aber ziemlich außer Puste. Wusstest du… dass das Blut von Neria sehr süßlich schmeckte? Uh… wie ihre Augen auf einmal leer wurden, als ich sie gebissen habe.“ provozierte Lara mit einem sadistischen Lächeln.

Die Kämpferinnen halten kurz inne, dann sprangen sie beide gleichzeitig auf einander zu…

„Wundere mich was da draußen für ein Krach ist?“ meinte Layla auf einmal. „Nicht das ich mir Sorgen machen müsste, dafür haben wir die Hausdiener.“

Sina bekam wieder eine Schüssel voller Äpfel, die sie mit ihrer Klauenhand schälte und von Knochi klein geschnitten wurde. „Einer von euren Feinden, wenn ihr überhaupt welche habt?“

„Davon gibt es nicht sehr viele.“ merkte Lord Roman an, dessen Beule von der Stirn verschwunden ist. „Ich sorge immer dafür, dass ich keine Feinde am Leben lasse. Zur Sicherheit töte ich auch deren Nachwuchs, Rache… kann manchmal sehr nervig sein.“

„Wie berauschend, also würdest du dich wirklich mit meinen Vater anlegen wollen?“ grinste Sina spitzbübisch. „Dürfte… sehr interessant werden. Ich habe meinen Vater nie kämpfen gesehen, wusste aber immer sofort… dass ein Kampf gegen ihn kein leichtes sein wird.“

„Solange ihr mir keinen Grund dazu gebt, ersparen wir uns alle den Stress oder?“ hob Roman eine Augenbraue und ein Diener brachte eine Flasche. „Auch wenn ihr kein Blut benötigt… ich würde euch bitten, trotzdem einmal was zu trinken.“

„Muss… ich das wirklich?“ ließ Sina ihre Schulter hängen. „Nein, aber vielleicht ist es nicht verkehrt, wenn du vorher das Blut anderer Rassen probiert hast. Vielleicht löst es doch was bei dir aus, vielleicht auch nicht…“ wollte Layla erklären, als mehrere kleine Steinchen von der Decke runter fielen.

Alle Clanführer schauten sofort nach oben und sahen an der Decke Risse… als sie auf einmal einstürzte. Zwei Personen fielen kämpfen von der Decke runter und krachten auf den riesigen Tisch.

„ICH WERDE DICH TÖTEN FÜR NERIA!“ schrie Hiro. „DANN VERSUCH ES MAL WENIGSTENS!“ schrie Lara zurück.

Beide wollten wieder aufeinander zurennen, als sie sofort den Blutdurst mehrerer Personen spürten. Sofort… drehten sie ihre Köpfe und sahen Sina, Layla und Roman sie höflich anlächeln.

„Uh… Hi Schwester?“ versuchte Lara zu grinsen, aber es misslang ihr gänzlich. Hiro sagte nichts, aber sie wusste sofort, dass sie sich besser eine Flucht überlegen sollte.

„Denk… nicht mal daran zu flüchten kleines Kätzchen.“ warnte Layla sie freundlich. „Du wirst hier nicht gehen… bis ihr beide euch erklärt habt.“

„Und wieder mal ist ein Chaos ausgebrochen.“ schüttelt Roman seinen Kopf. „Ihr zieht es förmlich an oder Lady Sina?“

„Hey!“

Kapitel 404

Ich bin wiedergeboren und der „Knopfattentat“?

Am nächsten Tag wurde Sina neben Layla in einem sehr großen Himmelsbett wach. „Hmm… wünsche… mein Zimmer hätte diese Größe um wenigsten dieses Bett aufnehmen zu können…“ murmelt Sina mit sich. Scheinbar wurde Layla ebenfalls wach. „Na… wie geht es dir?“

„ … Besser…“ murmelt Sina. Nach dem Baden haben sich die Damen direkt ins Schlafgemach begeben und als sie im Bett lagen…

„Sina… du kannst es nun raus lassen. Wir sind nun unter uns.“ sagte Layla auf einmal, die ihr sehr ernst in die Augen schaute. „Ich… verstehe nicht was du meinst?“

„Du willst nicht alleine sein, deswegen wolltest du Renee und Viktoria bei dir haben oder? Bisher… schaffst du es ja irgendwie, allen zu zeigen, dass es dir gut geht, aber in Wirklichkeit ging es dir die ganze Zeit nur dreckig.“

Als hätte Layla einen Nerv getroffen, kamen blutrote Tränen aus den Augen von Sina raus. „Woher…“

„Sina… du hast drei Verwandlungen hinter dir gehabt, zusätzlich dass deine Tochter Suki beinahe gestorben ist und von allen getrennt worden bist… Du bist vielleicht stark, aber… dein Kern ist so dermaßen zerbrechlich… Lass es raus. Du bist alleine und keiner sieht nun deine schwache Seite.“

Die Dämonin legte ihre Unterlippe auf die Oberlippe und fing an laut zu schluchzten. Layla umarmte sie im Bett. „Ist schon gut, niemand… wird nachvollziehen können, wie du dich fühlst. Ich kenne auch niemanden… der sich so körperlich verändert hat wie du es jedes Mal erlebst.

Wir sind alle aus unterschiedlichen Rassen und… letztendlich auch Frauen oder? Männer würden vermutlich lieber sterben, als diese Schwäche zu zeigen, aber wir sind viel emotionaler aufgebaut. Es freut mich, dass ich dir in dieser schweren Stunde beistehen kann, so wie du es damals bei mir getan hast.“ lächelt Layla. Sina weinte sich mehr oder weniger in den Schlaf…

Die Vampirkönigin holte wieder ihre Flasche mit dem Blut raus und öffnet den Verschluss. „Und? Möchtest du was?“

„Nein… und bevor du fragst, ich habe auch kein Verlangen oder ähnliches. Sag… außer das ich Magenprobleme mit dem Nebeneffekt habe, das ich wie ein Berserker herumlaufe, ziehe… ich irgendwelche Vorteile aus dem Blut?“ hob Sina eine Augenbraue hoch.

„Du würdest deinen Körper schneller heilen.“ verschloss Layla die Flasche wieder. „Wir haben zwar „Regeneration“, aber mit Blut würden wir… hmm dieser Fähigkeit einen weiteren Schub geben.

Stell dir vor, du kämpfst gegen irgendwas starkes, was ja eigentlich alltäglich für dich ist… irgendwie. Der hat alles gebrochen an dir, was es zu brechen gibt. Deine Fähigkeit arbeitet, aber nicht so schnell, wie du es gerne wünscht.

Nun musst du dir vorstellen, dein Feind hält seine Hand vor dir hin und du brauchst einfach nur zubeißen… Du kommst an sein Blut ran, regenerierst dich komplett gesund und der Kampf geht weiter.“

„Spricht da… die Stimme der Erfahrung?“ hakte Sina nach und der Blick, den Layla ihr zuwirft, beantwortet schon alles. „Entschuldigung…“

„Vampire, die etwas älter sind als frisch erschaffene Vampire oder geborene Babys, können für mehrere Tage ohne Blut auskommen, die richtig alten über Monate. DU hättest eigentlich schon ein Verlangen haben müssen, nachdem ich dir mehrmals das Blut vor deine Nase gehalten habe.“

„Erm… danke für die Information.“ grinste Sina schräg. Auf einmal ging die Tür auf, wo Lysa und Viktoria reinkamen, die viele Kleider bei sich trugen. „Guten Morgen die Damen. Wir haben mitbekommen, dass ihr wach seid.“ nickte Lysa.

„Morgen? Vicky… hat dein Vater schon…“ fragte Sina sofort, aber Viktoria schüttelt den Kopf. „Nein Lady Sina, bisher… bin ich ihm aus dem Weg gegangen. Wundere mich, dass Renee ihm das noch nicht gesagt hat, so wie sie gerne bei Vater petzt.“

„Vermutlich eifersüchtig, weil du etwas getan hast. Ich finde dich irgendwie so viel interessanter. Nicht das du keine Schönheit hättest, aber mit dem Nasenring wird jeder seinen Kopf nach dir drehen.“ machte Sina ein Kompliment und Viktoria bekam rote Wangen.

Layla riss die Decke runter, wo Sina und sie nur ein einfaches Nachtkleid trugen. „Soo… bevor wir frühstücken gehen… werde ich wie angesprochen, mein nächsten Gefallen einfordern. Du läufst immer in den eigenartigsten Gewänder herum, heute wirst du dich mal wie eine richtige Königin kleiden!“

„Huch? Ich habe mich nie darin unwohl gefühlt oder so!“ wehrte Sina sich sofort. „Was Sherry bisher immer geschneidert hat, war doch in Ordnung!“

Dies schien Layla aber nicht zu interessieren, die einfach das Nachtkleid von Sina an den Beinen nahm und von ihr runter riss. „Hey!“

„Nun geniere dich nicht so, wir haben dich gestern doch alle nackt gesehen. Los, stell dich neben Vicky… Viktoria.“ korrigierte sich Layla schnell. „Oh je…“ murmelt Viktoria.

„Erm… Hilfe?“ suchte Sina Augenkontakt zu Vicky und Lysa, aber scheinbar… kennen sie diese Seite von der Vampirclanführerin Layla zu gut. „Je eher ihr mitmacht, desto schneller können wir essen gehen…“ murmelt Lysa.

„Ok, scheinbar kennt ihr dieses Problem länger als ich…“ seufzte Sina und stellte sich neben Viktoria. Lysa verteilt auf dem Bett mehrere Kleiderteile, während Layla Sina von oben bis unten begutachtet. „Hmm hmm, ja… das könnte was werden.“

Zuerst bekam Sina einen schwarzen Tanga mit Spitze, wo sie sich sehr verwundert anschaute. „Erm… wad?“ „Klappe und anziehen.“ kamen die peitschenden Worte von Layla.

Scheinbar hat der Wille der Heldin der Dämonen sich ganz aufgelöst und Sina zog es sich an. Bisher hat sie nie groß überlegt, aber ihr Knochenschwanz machte irgendwie keine Probleme oder sie hatte eine sehr gute Schneiderin stets an ihrer Seite gehabt.

Nun hielt Layla ein schwarzes Korsett mit vielen schwarzen Spitzen. „Das… werde ich nie im Leben… an mir angezogen bekommen. Ohne euch zu beleidigen, aber meine Brüste werden da nicht mitmachen!“ merkte Sina sofort das Problem an. „Abwarten…“

Wenn man die Szene beschreiben müsste… es ist nur chaotisch. Scheinbar wurde das Korsett so angepasst, dass man es um die Flügel legen konnte und ein Teil um den Knochenschwanz wurde entfernt.

Auf jeden Fall zogen Layla, Lysa und Vicky gemeinsam an der Schnur von dem Korsett hinter Sina´s Rücken, während sie laut aufstöhnte. „Bei allen Götter… glaubt UFF… mir doch… es passt nicht!“ wurde Sina langsam ein bisschen blau am Gesicht.

„Abwarten!“ rief Layla verschwitzt von hinten. Im Brustbereich waren am Korsett mehrere Knöpfe gewesen, aber es ist scheinbar der Gnade der Götter geliefert, ob es weiterhin… „Knopf“ bleiben will. Die Brüste von Sina werden so fest zusammengequetscht, dass sie aussehen wie Kanonenbälle.

Irgendwann… haben die Vampire es geschafft und legten die letzte Schnur um die Halterung des Korsetts. „Puh… geht doch.“ grinste Layla, aber… keiner wollte vor Sina stehen… Die Knöpfe sehen aus, als werden sie den Kampf verlieren, Sina selbst kann sich kaum bewegen, ihre Innereien sind fast zerquetscht.

„Also… wenn sie einmal tief ausatmen muss…“ wollte Lysa einen Kommentar abgeben, als die Tür aus den Angeln krachte und ein wütender Lord Roman dort stand. „WAS HAT DAS ZU BEDEUTEN, DASS VIKTORIA…“ „PENG“

Zeitmodus wird gedrosselt:

Kein Gott dieser Welt konnte verhindern, dass die Kräfte der zusammen gequetschten Brüste von Sina sich gegen das Korsett wehrten. Aufgrund viele physikalische Gesetze konnte der oberste Knopf einfach nicht mehr halten und löste sich vom Stoff.

Der Knopf, später auch der legendäre Vampirkillerknopf genannt, flog so schnell, dass niemand seinen Flug sehen konnte. Man hörte nur, wie er die Schallmauer durchbrach und nun auf die Stirn von Lord Roman zu flog. Roman sah auf einmal… sein gesamtes Leben vor seinen Augen.

Wie er von seiner Mutter gehalten wurde und… wie er miterleben musste, wie böse Menschen sie vor seinen Augen für alle Zeiten weggenommen haben. Vor dem Verschwinden seiner Mutter lernte er seine Halbschwester Layla kennen, deren Mutter getötet wurde und auf der Fluch ihre andere Familie gesucht hat.

Die Frau, der er für alle Ewigkeit die Liebe geschworen hatte, weil sie ihn als das akzeptierte, was er war und sie zum Vampir machte.

Sein erstes Kind Renee, was Roman in den Händen hielt und nicht ahnte… wie schwer sie ihm das Leben noch in der Zukunft machte… und innerlich fluchte, dass er nur Töchter hatte. Lord Roman liebt alle seine Kinder, doch einen Sohn, wenigsten einen einzigen Sohn…

Der Kampf gegen die Drachen, vor allem den Drachenkaiser, als er es wagte, die letzte seiner Burgen anzugreifen, wo seine Frau residierte. Im Zorn hat er mehrere Drachen lebend gefangen und vor allen anderen Drachen gezeigt, dass man sie ebenfalls foltern kann.

Das Chaos was Lady Sina anstellt und eine Abwechslung in sein Leben bringt… und ihn vermutlich gerade vor seinen Augen tötet.

Zeit fließt wieder normal:

Der Knopf knallte gegen die Stirn von Lord Roman der einen Salto nach hinten machte. Als Roman aus der Flugrichtung des Knopfes runter fiel, flog der Knopf weiter und durchbrach mehrere Mauern. Einige der Hausdiener wurden ebenfalls getroffen und hatten nicht so ein Glück wie Lord Roman, der dies überlebte.

„PAPA?!“ kam Renee hinter der Tür zum Vorschein, die ihren bewusstlosen Vater auf dem Boden schüttelt. Selbst Viktoria rannte auf ihren Vater zu.

Layla hielt sich den Bauch und fiel vor Lachen auf den Boden, ohne einen Ton von sich zu geben. „Huff… endlich kann ich wieder atmen…“ spürte Sina eine Erleichterung und hat das Chaos noch nicht mitbekommen.

Etwas später:

Sina bekam von der Vampirkönigin eine schwarze Reiterlederhose, der ziemlich eng anliegt und ihren Hintern zum Ausdruck brachte. Mit einem Gürtel voller silberner Schädel wurde dies mit dem Korsett stylisch rüber gebracht.

Dazu bekam die Dämonin einen schwarzen Frack mit silbernen Linien, die Flügel machten ihr keine Probleme und es soll nicht geschlossen werden. Dazu hat Lysa ihre Wimpern in einen dunklen Ton gefärbt, während Layla ihre Haare glatt gekämmt hat und zu einem langen Pferdeschwanz mit mehreren Haarspangen versehen hat.

Als Abschluss bekam Sina passende Reitschuhe, die ebenfalls eine schwarze Farbe hatten. Sina hat sich im Spiegel überhaupt nicht mehr erkannt und brauchte ein paar Minuten, bis sie realisierte, dass sie von ihrer eigenen Schönheit gefangen war. „Danke…“ flüstert Sina zu Layla, die nur nickte.

Das änderte sich schnell als Layla, Sina und Viktoria vor Lord Roman knieten, der sichtlich eine Beule auf der Stirn hatte. Renee enthielt sich, weil sie ihren Vater lang genug kennt, dass es nicht bei einer einfachen Diskussion bleiben wird.

„Liebe… Lady Sina.“ fing Roman freundlich an. „Dieser Knopf hier…“ Roman drehte einen schwarzen Knopf vor seinem Gesicht mit der Hand. „hat mehrere Hausdiener getötet. Nicht das ich euch die Schuld geben will, dass wäre eher Lady Layla, die… wohl wieder ihr eigenen Kopf hatte.“

„Ist das die Ruhe vor dem Vulkanausbruch?“ flüstert Sina gaaaaaaanz leise zu Layla. Deren Mundwinkeln zuckten nur vor sich hin und her. „Ich… kann von einer Hand abzählen, wie oft Roman auf mich sauer war.“

„Meine Damen, es ist sehr unhöflich mich zu ignorieren.“ teilte Roman mit, während Viktoria leicht zittert. „Ich akzeptiere einfach mal… dass es ein Witz des Schicksals war oder so. Wenn ihr mich wirklich töten wolltet, dann auf eine andere Art und Weise. Mehr… dass diese Villa zerstört wird, viel Geschrei und ähnliches im Hintergrund.

DAS ist nicht worüber ich mit euch sprechen will.“ Roman warf den Knopf achtlos beiseite. „Sondern warum… meine Tochter Viktoria ein Nasenring trägt ohne… mich in irgendeiner Form zu fragen?“

„Vater… ich…“ wollte Viktoria was sagen, aber er hob nur eine Hand hoch. „Ich möchte es lieber aus dem Mund von Lady Sina hören. Sie ist die einzige Frau… die nichts anderes anrichtet als Chaos. Egal wo ihr Hand anlegt… sobald es chaotisch wird, hat es definitiv eure Handschrift.

„Klingt ja schon fast wie ein Kompliment…“ murmelt Layla und Roman räuspert sich wieder. „Wir werden auch noch miteinander sprechen liebe Schwester, aber alleine. Nun Lady Sina?“

„Also… ach weiß du was? Ich könnte dir alles erzählen, du willst doch nur, dass ich zugebe, dass ich deiner Tochter Vicky den Ring angelegt habe. JA ich gebe es zu.

MIT diesen Fingernägeln habe ich zuerst ein großes Loch an der Nasenseite gemacht und schnell den Ring eingesetzt, bevor die Regeneration es wieder schloss. Anschließend habe ich es heiß gemacht, damit der Ring nicht mit der Nase verwächst.

JA, ich weiß, dass ihr nicht wissen wollt, wie ich es gemacht habe. Wisst ihr, was euer Problem ist? Ihr gebt euren Töchtern nicht den nötigen Freiraum zum Leben.“ stand Sina auf, während Viktoria staunte, was die Dämonin eben gesagt hatte.

„Zumindest nicht Renee oder Viktoria. Ihr sperrt eure Frau ein und was die anderen Töchtern von dir machen, will ich nicht so genau wissen, aber alleine wie ihr mit den beiden umgeht, habe ich so eine leise Ahnung, was da abgeht.

Habt ihr so große Angst, dass eure Töchtern irgendetwas dummes machen? Himmel, keine Ahnung wie alt die jüngste Tochter von dir ist, aber sie sind doch alle alt genug… selber Entscheidungen zu treffen.

Wundert es dich daher, dass Renee auf ihre Art und Weise… dir so auf den Keks geht? Das Viktoria… nun auch ihre rebellische Phase zeigt? Wobei ich mich da enthalte, denn ich habe es ihr nicht aufgedrängt oder so. Per Illusion habe ich es einmal gezeigt und… nun haben wir hier eine noch attraktivere Vicky.

Du bist echt ein Kontrollfreak, selbst mein Vater ist das nicht mal… wobei ich nicht so sicher bin, wie das während meiner Trainingszeit war… egal.

Lerne mal… deine Töchter etwas mehr loszulassen. Die Zeit mit deiner Tochter hier… zeigte mir doch schon, dass es nicht unbedingt ein Clanführer und Mitglied-Verhältnis ist, sondern wirklich eine Familie herrscht.

Ein noch größeres Vertrauen… kann man eigentlich nicht haben. Vicky ist stärker als Renee, vielleicht trifft das auf dem Rest ebenfalls zu, wenn man nur auf der faulen Haut liegt. Also werden sie in einem Kampf… wahrscheinlich nicht verlieren.

Vermutlich hast du einfach nur kein Bock auf den kommenden Stress, wenn deine Frau und die anderen Töchter ebenfalls Vicky´s Veränderung bemerken. Renee war irgendwie auch nicht begeistert oder hatte keine Lust auf das Affentheater hier.

Ab wann ist ein Vampir in euren Augen eigentlich erwachsen? In meiner alten Welt war man mit 18 Jahren offiziell erwachsen und konnte sein Leben eigenständig nachgehen, ohne das die Eltern da noch mitreden können.

Manchmal muss man… lernen loszulassen. Ihr wart doch auch dabei gewesen, als Suki gegen ihren Vater gekämpft hat. WIE gerne… wäre ich da rein gegangen und hätte diese Scharade beendet? Wenn ich schon bei Lara ausgeflippt bin, welche Geduld habe ich bei diesem Kampf gezeigt?

Ich wollte so gerne… Suki retten, aber ich wusste auch, dass sie es wirklich nicht gewollt hätte. Es war etwas in ihrer Vergangenheit gewesen und sie wollte selbstständig sich davon trennen. Dies habe ich auch akzeptiert!

Suki… habe ich immer als Freundin betrachtet, aber irgendwie bin ich zu ihrer Mutter geworden… wobei ich ältere Schwester vorziehe *seufz*. Wenn sie mich dazu auserkoren hat, dann nehme ich diese Rolle auch an, denn ich genieße ihr Vertrauen.

Wenn sie mich mal nach einen Bauchnabelring oder ähnliches fragen wird, wäre ich die letzte Person auf der Welt, die ihr es ausreden würde. Das würde sie sogar richtig stylisch machen!“ hielt Sina ihre Rede vor Lord Roman. Layla und Viktoria gaffen sie an, als wäre sie ein Oger. Renee, die hinter eine Tür stand, traute ihren Ohren nicht.

„Seid ihr fertig?“ kam nur der Kommentar von Roman. „Wie schön das ihr mir eure Meinung mitgeteilt habt, es klärt aber nicht die Frage, warum ich nicht mit einbezogen wurde.“

„Habt ihr mir überhaupt zugehört?! Deine Tochter ist alt genug um zu wissen, was für sie gut ist! Sag mal… hat überhaupt einer deine Töchter einen Freund oder so?“ hob Sina eine Augenbraue hoch. Nun wurde es eiskalt im Raum. „Davon würde ich ihnen dringend abraten.“ lächelt Lord Roman sehr frostig.

„Sagte doch… Kontrollfreak. Deine Familie wird dich mit vollem Herzen lieben, aber mir tun sie irgendwie auch leid, dass sie diese Seite von dir ertragen müssen. Hast du… überhaupt kein Interesse… an eigenen Enkelkindern?

Was mir einfällt Layla… wenn Lisa und Kyllia ein Paar werden, was würdest du eigentlich machen? Meine Unterstützung hätten sie.“ versuchte Sina das Thema geschickt zu ändern. Layla legte eine Hand an ihr Kinn und grübelte.

„Hm… dürfte eine sehr hitzige Beziehung werden, aber sie weiß, dass sie von mir keine Erlaubnis für die Beziehung bräuchte. Das Problem für Lisa war eher, dass sie keine Augen für andere Personen in ihrer Nähe hatte. Sie wird sich sehr… ungeschickt in dieser Beziehung anstellen und Kyllia mit ihrem Temperament… He he he…“ kichert Layla am Ende.

„Siehste, selbst Layla lässt ihren Kindern mehr Freiraum! Vielleicht solltest du dich wirklich etwas lockerer machen, dann hast du in der Zukunft weniger Stress.“ nickte Sina mit sich selber.

„Erm… Lady Sina… Danke das du dich für mich und meine anderen Schwestern so einsetzt.“ meldet sich Viktoria auf einmal. „Doch… das Problem liegt eher an… dem Schwur, den Vater in der Vergangenheit gemacht hat.“

„Was für ein Schwur?“ schaute die Dämonin Lord Roman an, der nun seine Augen rollt. Selbst Layla wirkte interessiert über diesen Teil.

„Ich habe mir geschworen, dass ich meine Frau und meine Kinder sie vor allen Problemen beschützen werde.“

„Das ist alles? Es gibt mehrere Methoden jemanden vor Gefahren zu beschützen, weißt du? Klar, die einfachste Methode ist, alle so nah wie möglich zu haben oder in Vogelkäfige einzusperren. Doch sehe ich nicht das Problem bei dem Schwur?“ wundert sich Sina.

Nun schaute Viktoria und Lord Roman sie entgeistert an. „Wie… meint ihr das Lady Sina? Ihr wisst genau wie ich, sobald ein Schwur geleistet wurde, dass man es bis zum Lebensende beibehält.“

„Schon, aber einen Schwur kann man immer austricksten, weißt du? Sag, betrachtest du das als ein Problem, dass Vicky ein Nasenring trägt?“ legte Sina einen Zeigefinger auf die Wange.

„Nicht… so wirklich.“ gab Lord Roman zu, wo die Tür auf knallte und Renee kam. „Aber Vater?! Viktoria war sogar an die Tätowierung von Lady Sina interessiert!“

„War deine große Schwester schon immer so eine Petze?“ fragte Sina trocken Vicky, die ihre Augen fast zusammen kneift. „Leider.“

„Renee? In die Ecke und Mund halten.“ sagte Lord Roman es in einem Ton, dass er keine Widerworte erlaubte, selbst Sina ging ein Schauder über den Rücken. Renee gaffte nur kurz und tat dann, was ihr Vater befohlen hatte.

„Hmm… Renee ist irgendwie ein Fall für sich. Doch für das habe ich keine Lust meine Zeit zu verschwenden, es geht um Vicky. Wir wollen ja nicht darüber diskutieren, dass alle deine Töchter schön sind.

Glaubst du nicht… dass der Nasenring auch für Vicky etwas besonderes ist? Vielleicht möchte sie dir ein bisschen trotzen, aber mit dir zu reden ist ja scheinbar sehr schwer, wenn du den Ton wie eben anschlägst. Also bleiben ihr nicht viele Möglichkeiten und der Nasenring… ich bitte dich.

Sobald wir ihn entfernen, schließt sich das Loch sowieso wieder. Das Problem wird daher sein, auf Dauer immer wieder von neuem ein Loch zu machen. Steh mal auf Vicky…“ bat Sina und Viktoria tat dies.

Sie trug eine einfache Damenhose mit einem Hemd, dazu eine passende Weste. Sina schob einfach das Hemd hoch, wo man ihren Bauchnabel sehen konnte.

„Erm?!“ sah Lord Roman überhaupt nicht begeistert aus. „Warte. Illusion: Bauchnabelring. So was finde ich ebenfalls sehr schön. Man kann auch andere Sachen piercen, das ist überhaupt kein Problem.“

Layla schaute von der Seite und wirkte sehr begeistert. „Hmm… man könnte es mit einen Diamanten versehen oder ähnlichem.“

Viktoria dagegen war begeistert. „Wow… irgendwie sieht es doch toll aus.“ Die „junge“ Vampirin wollte wieder den Ring anfassen, aber es war nur eine Illusion.

„SO habe ich es übrigens Vicky gezeigt, wie der Nasenring aussieht, es ist also nicht so, als wüsste ich nicht, was ich da tue. Glaubst du nicht… das Makeup, die Kleider und all das was du vermutlich als unnötig betrachtest… eher eine Sache ist, wie man sich selber findet?“ ließ Sina das Hemd los und paar Frauen seufzten nur.

„Meine… deine Töchter sagen dir ja auch nicht, welche Hose du tragen sollst oder wie du deinen Bart zurechtstutzen musst.“

Lord Roman hat in den Augen von Viktoria die Begeisterung gesehen und seufzte. „Lass… uns das Thema beenden… ich bekomme irgendwie Kopfschmerzen.“

„Aber Papa!“ mischte sich Renee ein. „Dann will ich auch einen Nasenring haben!“ „Fräulein… ich lege dir gleich eine Fußkette mit einer Kugel an deine Nase an, wenn du nicht sofort Ruhe gibst!“

„ACH MANO!“

Kapitel 403

Ich bin wiedergeboren und ein unheimliches Bad?

„Ich fühle mich wie ein Schwerverbrecher, der gerade abgeführt wird.“ mosert Sina, die Layla und Roman folgte, der Rest war hinter ihr.

„Wir können dich in Ketten legen, wenn du das möchtest.“ schlug Layla mit einem Grinsen vor. „Schöne lange und stabile Ketten, die selbst du nicht mal eben geknackt bekommst. Wusste nicht, dass du so auf Dramatik stehst.“

„Eh… ich kann darauf ehrlich verzichten…“ murmelt die Dämonenkönigin. „Wusste nicht, dass diese Villa da vorne euch gehört?“ sah man ein großes Gebäude mit viel Land.

„Gehört uns auch nicht. Wir haben sie uns einfach genommen.“ meinte Lord Roman nur. „Eh… ok? Was ist mit den Vorbesitzer passiert?“ hakte Sina nach.

„Hatte die Wahl zwischen Tod oder uns zu dienen gehabt. Schade das er sich für den Tod entschieden hat.“ sagte Lysa auf einmal von hinten.

„Wir sind Vampirkönige, wie dachtest du denn, wie wir an solche Häuser kommen? Taos hat es ebenfalls so gemacht.“ drehte Layla sich einmal zu Sina.

„Keine Ahnung? Ihr werdet doch zig Kontakte auf der Welt haben, Goldsorgen ist für euch ein Fremdwort und so weiter. Keine Sorge, mir ist es egal, dachte nur… dass ihr es still und leise vorzieht?“

„Haben wir auch. Ein Schnitt über die Kehle und haben dann noch sein Blut aufgesammelt.“ merkte Acheron an. „Verstehe. Nun, jeder macht es auf seine Art und Weise.“ zuckte Sina mit der Schulter.

„Richtig. Du wirst übrigens bei mir schlafen wie in den alten Zeiten, aber vorher wirst du dich baden gehen. Warum auch immer, aber der Vorbesitzer hat ein riesiges Badezimmer gebaut.“ sagte Layla bestimmend.

„Wie… in den alten Zeiten? Wir haben damals nur einmal mit Lisa das Bett geteilt.“ hob Sina eine Augenbraue hoch.

„Und? Reicht doch um zu wissen, dass du mir kein Messer in den Rücken stechen wirst?“ grinste Layla schräg.

„Sie nicht, aber ihr neuer „Knochenschwanz“ merkte Acheron an und beide Frauen schauten ihn mit Todesblicken an.

„Dein Sohn… ist ja wirklich sehr reizend.“ kommentierte Sina trocken. „Das Erbe seines Vaters geht an manchen… Tagen zu sehr mit ihm durch.“ seufzte Layla.

Sie kamen alle an einem großen Tor an, wo Sina ein altes Gesicht sah. „Erm… Lady Sina?“ schaute Renee sie und die anderen fragend an.

„Lady Sina wird die nächsten Tage hier verbringen zur ihrer eigenen Sicherheit. Du wirst ihr zur Seite stehen, wenn es irgendwelche Probleme gibt.“ befahl Lord Roman dies seiner Tochter.

„Eh Vater? Nein?“ kamen direkt die Widerworte von Renee. „Wir haben doch genug Diener mitgebracht, wieso soll ich es ausgerechnet machen?!“

Lord Roman hatte einen sehr normalen Gesichtsausdruck gehabt während der Wanderung, selbst als Zhin seine Tochter Viktoria ausgetrickst hatte sowie ihn, war er zwar wütend gewesen aber jetzt? Mundwinkel weit unten, Augenbrauen konnten sich fast berühren und ein leicht rotes Gesicht.

„Warte Lord Roman…“ mischte sich Sina ein und drängte sich zu Renee. Sie legte einen Arm um sie, als wären sie die besten Freunde. „Ihr habt sie missverstanden. Alles was Renee sagen wollte, es ist für sie eine sehr große Ehre, mir nun zur Seite zu stehen, oder?“

„Welchen… Teil von…“ *Knochi schwebte vor ihrer Nase mit dem Schwertbereich* „ABER natürlich, ah ha ha ha… Ich habe doch nur einen Witz gemacht…“ riss Renee ihre Augen weit auf.

„Siehst du, nicht immer muss man mit Gewalt reagieren, egal wie trotzig man ist.“ grinste Sina. „Welcher Teil… davon war eben keine Gewalt?“ wundert sich Lysa.

„Das ist keine Gewalt… nur eine Hilfe zum schnellen Denken für gesundheitliche Förderungsmaßnahmen.“ sagte Sina ohne ihr Gesicht zu verziehen.

„Den Spruch muss ich mir unbedingt merken…“ murmelt Layla und Lord Roman stimmte ihr nickend zu.

„So Renee… schön das wir uns verstehen. Layla wollte, dass ich mich wasche, wie wärs wenn du mir das Zimmer zeigst? Vielleicht können wir uns ja ein bisschen unterhalten. Vicky, du willst bestimmt mitkommen oder?“ drehte Sina sich zu Viktoria um.

„Nein?“ *Knochi schwebte vor ihrer Nase mit dem Schwertbereich* „Aber natürlich, ah ha ha ha… Vater?“ suchte Viktoria nach Hilfe.

„Du solltest dich auch waschen gehen, immerhin bis du vorhin auf den Boden gefallen.“ meinte Lord Roman nur.

„Wunderbar! Dann auf! Weise uns den Weg des Bades!“ grinste Sina, immer noch einen Arm um Renee gelegt, die lieber woanders sein möchte. Etwas später…

„Sag mal… Vicky?“ flüstert Renee ihre jüngere Schwester. Diese seufzte nur: „Hör mir damit auf… Lady Sina fing damit auf einmal an.“

„Und Vater… tut nichts dagegen?“ „Nein, irgendwie sehe ich immer ein leichtes Mundzucken bei ihm, als würde es ihm amüsieren.“

„Erm… ich bin auch hier?“ merkte Sina an, die hinter den beiden Vampiren ging. „Ihr solltet beide lernen, wenn ihr was über eine Person besprecht, dass diese NICHT in eurer Nähe ist.“

„So dumm sind wir nun auch wieder nicht!“ wehrte sich Renee. „Außerdem… Clanführer hin oder her, aber was sollte das eben?“

„Ich habe dir ein Rettungsseil geworfen? So wie dein Vater aussah, wäre es nur zu einer Predigt gekommen mit einem anschließendem Machtwort. Wenn du darauf stehst, können wir ruhig wieder zurückgehen und ich fädele das wieder ein.“ hob Sina grinsend eine Augenbraue hoch.

„Nein danke.“ wurde Renee sehr schnell still. „Nur… was ist wirklich der Grund… warum ihr hier seid? Ich habe über die Übertragungen gesehen, was passiert ist und war erstaunt, Onkel Acula und Cousin Justus lebend zu sehen.“

„Die sind nun hoffentlich endgültig tot. Hoffentlich passiert nichts mit meiner Seele, wenn ich andere Seelen raube…

Der Grund warum ich hier bin ist, wenn du die Übertragung aufmerksam verfolgt hast, dass ich an dem roten Hunger litt. Erst mit… viel Gewalt haben mir Roman und Layla gegen meinen Willen Drachenblut eingeflößt, nun will Layla wissen… wie ich mich verhalten werde.

Ich… nichts gegen euch Vampire oder so, aber ich bin und bleibe eine Dämonin, wisst ihr? Das Layla glaubt, dass ich nun ein Mischling von Dämon und Vampir geworden bin… irgendwie stört es meine Ideale als Dämonenkönigin.“

„Warte… ich dachte ihr seid Prinzessin der Dämonen?!“ staunte Renee, denn dies wusste sie nicht. „Was habe ich denn alles verpasst?“

„DAS passiert, wenn man auf der faulen Haut zu Hause liegt. Ich hatte zumindest meinen Spaß vor Ort gehabt. Kein Wunder, dass Vater dir immer in den Hintern treten muss, damit du mal in die Pötte kommst.“ grinste Viktoria.

„Aha…“ murmelt Renee und öffnet die Tür zum Badezimmer. Ein gigantisch großes Schwimmbecken war zu sehen, wo warmer Dampf hochging. „Wie… cool ist das denn?!“ strahlte Sina mit ihren Augen.

„Dürfen wir nun gehen?“ wirkte Renee genervt und will nur noch weg. „Nein? Ihr werdet brav mit mir baden. Irgendjemand muss doch meinen Rücken schrubben?“ sagte Sina ohne sich umzudrehen…

Renee und Viktoria schauten sie kurz an, dann rannten sie zur Tür… Als Sina vor ihnen stand: „Ah ha ha ha… Wusstest ihr nicht? Ihr könnt einem Dämonenkönig nicht entkommen.“ grinste Sina sehr breit, irgendwie fehlten ihr noch die Hörner. Sie drückte beide Zeigefinger mit den Daumen und hielt sie den Vampiren vor die Stirn, bevor sie die Finger losließ…

Renee und Viktoria flogen mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit in das Schwimmbecken während ihre Kleidung nun nass wird. „Nun habt ihr auch einen Grund mit mir zu baden!“

„Langsam verstehe ich warum die anderen euch umbringen wollen, das könnte man ja auf Dauer mit euch nicht ertragen!“ beschwerte Renee.

„Wenn ich mich wenigstens ausziehen könnte, aber nein…“ schob Viktoria ihre Haare zur Seite, dass sie sehen was konnte. „Ich verstehe nicht, warum Vater euch so toll findet, so wie ihr mit uns umgeht!“

„Papperlapp, nun zieht eure Kleider aus und wascht euch vernünftig, dann baden wir richtig!“ ignorierte Sina gekonnt das Genörgel. Sie ließ einfach das Kleid von Layla fallen, anderes hatte sie nicht angehabt… leider.

„Warte… ihr seid die ganze Zeit ohne Unterwäsche gelaufen?!“ staunte Renee, während Viktoria den Körper der Dämonenkönigin begutachtet. „Puh… ihre sind ja größer als unsere…“

„Ist das nicht egal?! Egal welche Rasse, aber eine Frau sollte zumindest ein bisschen Anstand haben!“ drehte Renee sich zu ihrer Schwester.

„Entschuldigung, nächstes mal lasse ich diese komische Magmabombe hochgehen, das alles Leben auf dem Kontinent Batzien komplett zerstört hätte, NUR um meine Unterwäsche zu retten.“ teilte Sina es sarkastisch mit, die zu mehreren Becken ging und anfing sich zu waschen.

„Sag doch auch mal was Viktoria!“ suchte Renee Hilfe, aber Viktoria stand hinter Sina. „Diese… Tätowierungen… finde ich irgendwie… sehr schön.“

„Huch? Du hast sie doch die ganze Zeit gesehen?“ drehte Sina sich zu Vicky um. „Ja schon… aber da war Vater dabei und man muss… dann ein bisschen aufpassen was man sagt.“ murmelt die Vampirin auf einmal schüchtern.

„Lass mich fragen: Du willst wissen, ob man auch Vampiren ein Tattoo machen könnte?“ hob die Dämonin eine Augenbraue und hat sie mit der Frage erwischt.

„Nein… sag jetzt nicht, dass Lady Sina mit ihrer Frage recht hat?“ kam Renee aus dem Schwimmbecken raus und zog eine nasse Spur hinter sich, ihre Kleider klebten an der Haut.

„Zieh dich aus, bevor du eine Erkältung bekommst.“ warnte Sina. „Alle Tätowierungen habe ich durch das Töten von Götterbestien bekommen. Ich weiß, dass es Tätowierer auf der Welt gibt, das Problem ist eher… wie kann man ein Tattoo auf jemanden machen, der die Fähigkeit der „Regeneration“ hat?“

Viktoria nahm den Vorschlag an und zog sich aus, dabei wusch sie sich mit warmen Wasser neu. Renee starrte sie beide an und ging mit dem Kopf schüttelnd aus dem Raum raus, Sina war scheinbar abgelenkt.

„Du hast wirklich einen schönen Körper, weißt du das?“ macht Sina nun Viktoria Komplimente. „Erm… danke?“ wusste Vicky nichts besseres zu sagen.

„Ich bin ehrlich, ein Nasenring würde dir eher stehen. Illuison: Nasenring.“ zaubert Sina, denn vor den Damen war ein großer Spiegel. Erstaunt begutachtet sie den einfachen Nasenring an der Seite und musste unweigerlich drauf fassen, auch wenn es nur eine Illusion ist.

„Das habe ich Lara auch vorgeschlagen, aber irgendwie wurde daraus nichts. Ich könnte es dir eben machen, doch ich habe keinen Ring und…“ fing Sina an zu grübeln, als Vicky ihr einen goldenen Ring für Ohren gab. „B… bist du dir sicher?“ und Viktoria nickte.

Einige Minuten später mit ein bisschen Schmerzen und Hitze hatte Viktoria als erster Vampir einen Nasenring. „Wow…

„Nur damit du es weißt, wenn dein Vater so ein Kontrollfreak ist, werde ich mich enthalten, dich in Schutz zu nehmen oder so, das war es was ich dir vorhin sagen wollte.“

„Hat dich aber nicht gehindert es sofort umzusetzen…“ hob Viktoria trocken eine Augenbraue hoch. „Irgendwie… ist es schon cool…“

„Tja… finde ich auch.“ grinste Sina und beide Damen gingen nun endlich ins warme Wasser. „Ahh… welch eine Wonne…“

„Nun… verstehe ich, warum Vater dich interessant findet, wenn… ihr nicht immer solch eigenartige Dinge von null auf hundert machen würdet Lady Sina.“ setzte sich Viktoria gegenüber von Sina. Im Schwimmbecken waren scheinbar Sitzmöglichkeiten eingebaut.

„Das ist normal, mein Clan ist das längst gewohnt, dass ich immer wieder mit Ideen um die Ecke komme.“ grinst Sina. „Falls… du mal eine Auszeit von deinem Vater brauchst, kannst du ruhig nach Fanfoss kommen, weißt du?

Solange du dich an meine Regeln dort hältst, gibt es keinen Stress bei mir. In meinem Clan dürfen Vampire, solange sie sich an meine Regeln halten, alles tun und lassen, was sie wollen.“

„Keine Kontrolle, was sie machen oder müssen sie eine Vergütung zahlen?“ war Viktoria über den Vorschlag misstrauisch.

„Wenn zahlen sie nur die Miete von meinen Häusern und warum Kontrolle? Wenn sie Mist bauen, werde ich es frühzeitig erfahren und sie sterben, einfache Regel oder? Ich gebe ihnen soviel Freiraum wie möglich, daher sollte sich kein Stress bilden.

Du liebe Güte, sie haben sogar eine Spenderorganisation oder ähnliches gebaut, wo genug freiwillige Spender kommen und Blut spenden UND ohne dass ich irgendwelchen Einfluss geltend gemacht habe.

Jeder Clanführer regelt sein Clan selber, aufgrund das mein Clan zu den kleinsten gehört, habe ich auch viel Freiraum oder? Einzig was ich wirklich erwarte ist Loyalität zu mir, mehr nicht. Diese Vampire würden mir sogar in den Tod folgen, weil ich ihnen allen eine zweite Chance gegeben habe.“

Nun wirkte Viktoria grübelnd, als neben Sina eine weitere Frau das Bad betritt. „Lass das bloß nicht Roman hören, dass du seine Töchter abwirbst. Er hat eine sehr große Toleranz gegenüber vielem, aber bei seinen Töchtern hört der Spaß auf.“ schmunzelt Layla und bemerkte den Nasenring bei Vicky. „Oh je…“

„Lady Layla ich…“ wollte Viktoria ihre Erklärung abgeben, die aber den Kopf schüttelt. „Nein, du brauchst dich nicht bei mir zu erklären. Irgendwie ist das schon ein bisschen interessant, doch damit machst du dir keine Freunde Sina.“

„Ich wurde dazu gedrängt! Klar, die Idee kommt von mir und ich weiß, wie man so was ansetzt, aber letztendlich habe ich es NICHT gegen den Willen meines Opf… Kunden getan!“ wehrte sich Sina, die den alabasterschönen Körper von Layla bestaunte.

„Gefällt es dir, was du zu sehen bekommst?“ grinste Layla schräg. „Nicht das deine Geliebte eifersüchtig wird.“

„Du hättest definitiv meine Aufmerksamkeit bekommen, wenn ich noch Single gewesen wäre, aber… leider zu spät.“ kichert Sina. „Mutter?“ stand Lysa oben gekleidet und etwas… verwirrt.

„Was? Ich darf doch auch mal meinen Spaß haben oder nicht? Solange dein Vater sich vor mir versteckt, muss ich mich doch anders begnügen.“ hob Layla ihre Augenbrauen hoch.

„Aber… ich dachte du liebst Papa?“ wurde Lysa immer verwirrter. „Natürlich liebe ich ihn, aber ich bin seit… vielen Jahrtausenden von meinen Mann getrennt? Auch ich habe Bedürfnisse! Lysa… diese Erfahrung wirst du auch noch machen, wenn du deinen Partner gefunden hast.“ seufzte Layla.

„Eh… nur als Hinweis, aber wenn diese Bedürfnisse dich kontrollieren, sollten wir lieber getrennt schlafen. Nichts gegen ein gemeinsames Bett, aber meine Geliebte wird irgendwie von einem Mal bis zum Nächsten immer eifersüchtiger.

Himmel war das ein Theater, als meine Dämonen gekommen sind und einer mir seine Liebe gestanden hat. Es fehlte nicht viel und Sherry hätte gegen Sarless einen Kampf geführt.“ rollte Sina mit den Augen.

„Wäre schön, wenn mein Mann auch Eifersucht oder ähnliches gezeigt hätte, aber nein… Ich hätte auch vor seinen Augen eine andere Person lieben können.“ seufzte Layla ihre Enttäuschung raus. „Egal, ich fordere nun einen Gefallen von dir ein Sina.“

„Huch? Erm… ok? Wenn es in meiner Macht liegt?“ schaute Sina ihre Freundin an. Sie nickte nur und setzte sich vor ihr auf den Schoß.

„Liebesgefallen sind aber nicht drin!“ merkte Sina sofort an. „Keine Sorge, ich bin meinem Mann auch treu, nur enttäuscht und wütend.“ packte Layla den Kopf der Dämonin von beiden Seiten an.

„Sicher?!“ „Nun halt die Klappe, ich werde nichts unanständiges mit dir machen. Bist du bereit Lysa?“ fragte die Vampirkönigin. „Alles bereit.“ bestätigt Lysa, die ein Klemmblatt mit Papier und Stift in der Hand hielt. Viktoria hob nur ihre Augenbrauen hoch, fragend, was gleich passiert.

„Objekt S. ehemals eine Dämonin von der Sukkubus-Rasse. Alter 147 Jahre. Laut aktuellem Status eine Chaosbestie.“ fing Layla an zu diktieren und Lysa schrieb auf.

„Layla? Du wirst unheimlich…“ murmelt Sina die in die Augen der Vampirkönigin schaut. „Schon vergessen was ich bin? Eine schöne Vampirin.“ grinste Layla keck. „Neue Kreationen zu studieren ist eines meiner wenigen Hobbys.

Ok, ich liebe Pflanzenzucht über alles, aber was neues in den Händen zu halten… das weckt meine Neugier ungemein.

Randnotiz: Objekt S. war eine Sukkubus ohne jegliche Dämonenmerkmale, bis sie zum ersten Mal mit dem Blut eines Vampirs…“ „Das Blut von Acula…“ „vom dem ältesten Vampir Acula in ihren Körper bekam.

Dabei sind ihr gigantische Fledermausflügel gewachsen, die nicht mal bei den Dämonen üblich sind. Aus früherer Erfahrung weiß ich, dass selbst dann ein Dämon nicht diese riesigen Flügel bekommen hat. Trifft auf ihre Zwillingsschwester K. ebenfalls zu.“

„Vielleicht… liegt es daran, das ich und meine Schwestern alle ein Experiment waren, um einen Dämon zu erschaffen, der einem weiblichem Mensch am nächsten aussieht?“ öffnet Sina ihr drittes Auge.

„Oho? Dein Vater ist der Dämonenkönig und deine Mutter…?“ wirkte Layla interessiert, als alle Augen von Sina sehr traurig wirkten. „Soll… nach meiner Geburt oder bei dem Experiment gestorben sein…“

„Oh… das tut mir leid.“ entschuldigte sich Layla sofort und streichelt ihre Wange. Da sitzen sich zwei wunderschöne nackte Frauen gegenüber, der eine oder andere… würde Eifersüchtig sein. „Könnt ihr ja nicht wissen.“

„Ok. Später bekam Objekt S. durch die Tötungen von Götterbestien weitere Körpermale: Ein etwa… 4m langer Knochenschwanz, dazu eine Schwanzspitze, die früher einem Dolch am ähnlichsten war, später aber zu einem Schwert wurde.“ packte Layla den Schwanz im Wasser.

„UH!“ stöhnte Sina auf einmal laut auf. „Vorsichtig! Mein Schwanz… hat Gefühle!“ bekam die Dämonin ein sehr rotes Gesicht.

„Hmmm?“ wurde das Grinsen von Layla sehr sehr gemein. Sie hielt einen Teil des Schwanzes vor ihren Mund und fing an leicht darauf zu pusten… und Sina biss sich auf die Unterlippe. „Interessant, das war vorher nicht so oder?“

„Nein… von Siremmic… bekam ich einen Monsterstein, den ich EIGENTLICH meiner Blutklinge geben wollte, aber da legte Knochi sich einfach auf den Stein und verwandelte sich in diese neue Form. Scheinbar… war das der fehlende Teil zu meinen Schwanz gewesen, denn nun bin ich verdammt empfindlich! UH… HÖR AUF DARAUF ZU PUSTEN!“ riss Sina ihren Schwanz von Layla weg.

Die Vampirin kichert nur und wirkte etwas… zu interessiert. „Mein ist die Rache… Egal. Deine Klauenhand mit dem Diamant auf dem Handrücken hab ich erst später gesehen. Dürfte von Titanus sein.

Nun kommen wir zu deinem Auge… Pupille silbern, Rest komplett schwarz. Funktioniert scheinbar wie ein normales Auge, aber weitere Funktionen sind leider noch nicht erkennbar. Ein Auge ist rot, das andere hat eine blaue Farbe. Trifft bei Objekt K. auch zu.

Als nächstes deine nächste Verwandlung.

Objekt S. bekam zum zweiten Mal Kontakt mit Vampirblut, diesmal von Justus, der von der Götterbestie Exos neu erschaffen wurde. Welcher Zauber bisher unbekannt. Die Haut von braun wurde blass wie die eines normalen Vampirs.

Ihre Lippen haben eine blutrote Farbe angenommen, sowie ihre Fingernägel, zusätzlich sind ihre Nägel länger geworden und haben eine Schärfe sowie Stabilität angenommen, dass sie gegen hmm… lebendige Waffen standhalten konnte.“

Layla legte beide Hände wieder aufs Gesicht von Sina und schob die Oberlippe nach oben, wo die Dämonin sie mit vielen Fragezeichen anschaut.

„Ihre Eckzähne sind definitiv länger geworden wie die eines Vampir´s.“ Nun spielt die Vampirin mit den Eckzähnen „Ehhh…?“ wartet Sina immer noch.

„Hat auch die Schärfe dazu. Aufgrund das… Objekt S. keine Fähigkeiten eines Vampir´s aufzeigt, ist die Frage, ob das Objekt ebenfalls Vampire erschaffen kann oder sogar eine neue Spezies. Ansonsten habe ich einfach die Annahme, dass sie nicht den nötigen „Stoff“ produzieren kann, den wir Vampire aus den Eckzähnen absondern. Nun… kommt der interessante Teil…“

Sina ist schon ganz aufgeregt, hielt sich aber ziemlich tapfer. Layla holte auf einmal eine Flasche aus ihrem Inventar und öffnet den Verschluss. Die Dämonin roch sofort, dass es Blut war.

„Und? Hast du ein Verlangen… es mir aus der Hand zu nehmen?“ schaute Layla ihr Objekt mit den kalten Augen eines Wissenschaftlers an.

„Erm nein? Aber ich habe es sofort gerochen, dass Blut drin war… *snif* sogar von Drachenblut, scheinbar hat dir Lord Roman eine Flasche überlassen. Doch… nein, ich habe kein Verlangen danach.“ sagte Sina sehr ehrlich.

„Hmm… Interessant. Entweder du hast eine gute Selbstdisziplin, wie kein anderer frischer Vampir, oder du brauchst es… aktuell nicht.“ grübelte Layla und steckte die Flasche wieder in ihr Inventar, nachdem sie sie verschlossen hat.

„Sind… wir nun fertig oder willst du meinen Körper nun aufschneiden?“ fragte Sina sarkastisch… was sie sofort bereute, als sie das blinzeln in den Augen von Layla sah.

„Hm… die Anatomie von einem Mensch und Sukkubus ist nur mit Flügel, Hörner und Schwanz anders… Doch bei dir dürften nun auch Vampirelemente drin sein, zumindest Eckzähne.“ überlegte Layla ernsthaft, als sie nach hinten ins Wasser fiel.

„Vergiss es. Ich schulde dir einige Gefallen, das stimmt, aber es gibt auch gewisse Grenzen.“ stand Sina vor Layla.

„Nicht? Dann kann man nichts ändern… übrigens… morgen fordere ich meinen nächsten Gefallen ein.“ grinste Layla über beide Ohren.

„Sag… Lysa, ist das normal mit deiner Mutter?“

„Ihr habt sie doch immer wegen Kleinigkeiten angesprochen?“

„Ich merke schon… dass ich demnächst vorsichtiger mit Bitten umgehen sollte…“

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